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Beobachtung achempfinden
Hypothesenbildung statisches (Wesen)
Operationalisierung genetisches Verstehen / Tiefenhermeneutik
Experiment (Zusammenhänge)
Datenerhebung Erzählen ± Zuhören: Dialog
Kausalität Bedeutung - Sinn
˜ charakteristisches Muster von ± Erzählen als subjektive Erfahrung von Krankheit
Symptomen ± Syndrom ± Krankheit? ± subjektive Vorstellungen / Konzepte von Erkrankung
˜ mögliche spezifische Ursachen? und deren Verursachung
˜ wahrscheinlichste Ursache? ± Krankheit als Krise: Sinnsuche und Sinnfindung
˜ welche Mechanismen hinter den ± chronische Krankheit als biographisch relevante Krise
festgestellten Ursachen? ± Bedeutung von Metaphern im Kontext von
Krankheitsbewältigung
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@G1 0 Ãndividualität kaum messbar


Verantwortlichkeit
komplexe Handlungsebene
auch Grundlage der nicht (beliebig) reproduzierbar
Erkenntnis des Objektiven
idiographisch verfälscht Äobjektive³ Daten

C@G1 0 eindeutig distanziert


meßbar ignoriert Ãndividualität
reproduzierbar bloß an äußeren Manifestationen
der Krankheit orientiert
nomothetisch Krankheit ohne kranken / leidenden
Menschen
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- Schilderung der Beschwerden bzw. Anlass der Vorstellung/Aufnahme
- Beginn und Entwicklung der aktuellen Symptomatik

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- (systematische, strukturierte Exploration)
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- internistischer und neurologischer Status
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- Geburtkomplikationen
- frühe körperliche, emotionale, kognitive u. soziale Entwicklung
- frühkindliche eurotizismen, Traumatisierungen
- frühe familiäre u. soziale Umwelt
- schulischer, beruflicher, sozialer Werdegang
- sexuelle Anamnese, Partnerbeziehungen, Ehe u. Familie
- aktuelle Lebenssituation
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(  Zeichen von Erkrankungen

/  Muster typischer Symptomkonstellationen

- nosologisch unspezifisch
- unterschiedliche Ursachen

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Ämultifaktorielle Syndromgenese³
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einschließlich aktueller
psychosozialer Situation

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*  B Klinische Diagnosen: Klinische Störungen


- psychisch und andere klinische
- somatisch Zustandsbilder

*  BB Psychosoziale Funktions- Persönlichkeitsstörungen


einschränkungen Ãntelligenzstörungen
- Selbstfürsorge
- Beruf
- Familie und Haushalt
- weitere soziale Kontexte
- Globaleinschätzung

*  BBB Psychosoziale Belastungsfaktoren allgemeine medizinische


und Lebensbewältigung Zustandsbilder

*  B| ./. Psychosoziale u.
Umgebungsfaktoren

*  | ./. Globalbeurteilung des


psychosozialen
Funktionsniveaus
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   / Begründer der naturwissenschaftlichen,


physiologischen Psychologie

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( : Begründer der empirisch-klinischen
Psychiatrie und Klassifikation psychischer Krankheiten

mühevoller Selbstfindungsprozess der Psychologie


ebenso wie der modernen Psychiatrie
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%=( $     ÄÜber die Einwirkung einiger medikamentöser Stoffe auf die Dauer
 1 (    einfacher Stoffe³ (1881): Tee, Koffein, Alkohol Pharmakopsychiatrie

< /    klinische Beobachtung und Beschreibung von ÄErscheinungsformen³ und


ÄVerläufen³: systematische Befunderhebung und Klassifikation
zur Auswertung klinischer Daten: statistische Methoden

>   D   Psychiatrische Epidemiologie

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˜ Förderung vor allem von biologisch-psychiatrischen Forschungsansätzen


˜ Forderung eines Methodenpluralismus
˜ Wissenschaftstheoretisch: kein rein materialistischer Standpunkt,
sondern Parallelismus-Standpunkt beim Leib-Seele-Problem
[grundlegender Einfluss von Wilhelm Wundt]

Forschungsprogramm: Biologische Psychiatrie im Dialog


mit benachbarten ÄHilfswissenschaften³
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˜ ÄScience of behavior and the mind³ (Gray 1994)


˜ empirische Wissenschaft: erfahrungswissenschaftliche Disziplin Experiment
˜ Grundlagenwissenschaft: Mechanismen / Prinzipien, die menschliches Verhalten regulieren, den
Veränderungen des Verhaltens im normalen und pathologischen Bereich zugrunde liegen
Diagnostik
˜ Angewandte Wissenschaft: rational fundierte Anwendung von Methoden, unter welchen
Bedingungen welche Methoden der Handlungsstrategien welche Erfolge
Therapie
˜ Sozial- / Geisteswissenschaften ±     ± atur- / Biowissenschaften / Medizin
˜ Leib-Seele-Problem: Komplementaritätsprinzip (Fahrenberg 1981) - somatische und psychische
Datenebene ergänzen sich wechselseitig, je eigene Kategoriensysteme, theoretische
Begründungszusammenhänge, Begründungsmethodologien, gegen ontologischen Reduktionismus
˜ Klinische Psychologie: ÄTeildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen Störungen und
mit den psychischen Aspekten somatischer Störungen befasst³ (Baumann, Perrez 1998)
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˜ Klassifikation psychischer Störungen: operationalisierte Diagnosesysteme


˜ Psychologische Forschungsansätze zu Reliabilität und Validität
psychiatrischer Diagnostik und Verlaufsforschung
˜ Zunehmende Bedeutung von Entwicklungspsychopathologie
und Persönlichkeitsforschung
˜ Zunehmende Bedeutung von Edukation, Bewältigung, Rehabilitation
˜ Überragende Bedeutung von klinischer Psychologie und Psychotherapie
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ÄÃf psychology has a contribution to make to the understanding of psychiatric


problems, it should be able to pinpoint psychiatric problems to ´underlying´
psychological processes. The success of this explanatory endeaver should be
apparent from its fruits; it should produce powerful predictions of clinical
phenomena and effective interventions, preferable not only in psychological
laboratories but also in treatment settings³

ew Oxford Textbook of Psychiatry [2000]


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klinische Phänomene (Kognition, Emotion, Verhalten): biopsychologische Phänomene
[Kontext der Analyse: gestörte zerebrale Funktionen]

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Störungen in der Ãnformationsverarbeitung: Reizaufnahme (Filter), Aufmerksamkeit,
Gedächtnis etc.: mögliche Vorbedingungen und aufrechterhaltende Faktoren in
Entstehung und Verlauf psychischer Störungen
[Kontext der Analyse: Parallelen zur Computertechnologie]

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falsche Überzeugungen bedeutsam für Entstehung, Auslösung, Aufrechterhaltung
psychischer Störungen
[Kontext der Analyse: falsche Überzeugungen eines Patienten]