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Landesversammlung des Arbeitskreises Energiewende (AKE) der CSU

26. September 2015

Antrag-Nr. EU-Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland erreichen

Beschluss:

o

o

o

o

Zustimmung

Ablehnung

Überweisung

Änderung

Antragsteller:

AKE Oberbayern (Martin Ehrenhuber, Prof. Dr. Wolfgang Sei- ler)

Die Landesversammlung des Arbeitskreises Energiewende der CSU möge beschließen:

Die Bundesregierung wird aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen und konsequent umzu-

setzen, damit Deutschland die verpflichtenden EU-Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren

Energien bis 2020 erreicht. Dies betrifft nicht nur den erneuerbaren Strom, sondern vor

allem auch die Bereiche Wärme und Mobilität.

Begründung:

Abgeleitet aus der Europäischen Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus

erneuerbaren Quellen hat sich Deutschland dazu verpflichtet, bis 2020 mindestens 18

Prozent seines Endenergieverbrauchs aus Erneuerbaren Energiequellen bereit zu stellen.

Derzeit sind knapp 13 Prozent erreicht. Beim Stromverbrauch soll der Anteil der Erneuer-

baren Energien, so die Zielsetzung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2025 einen Anteil

von 40-45 Prozent betragen. Ende 2014 waren es knapp 28 Prozent.

Deutschland droht, die verpflichtenden Ziele für den Ausbau der Erneuerbaren Energien

bis 2020 zu verfehlen. Der Anteil von 18 Prozent Erneuerbarer Energien am Endenergie-

verbrauch wird unter den aktuellen Bedingungen nicht erreicht werden – weder innerhalb

der mit dem EEG 2014 festgelegten Korridore noch bei einem fortgesetzten dynamischen

Neubau in der Windenergiebranche wie im vergangenen Jahr. Der Ausbau der Erneuerba-

ren Energien wird sogar deutlich hinter den Plänen der letzten Bundesregierung zurück

bleiben. Im nationalen Aktionsplan von 2010 hatte die damalige schwarz-gelbe Regierung

nach Brüssel gemeldet, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 19,6 Prozent zu stei-

gern. Dies entsprach in etwa dem europäischen Gesamtziel von 20 Prozent.

Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) ge- meinsam mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) in Auftrag gegebene Kurzexper- tise. Die Berechnungen ergeben darüber hinaus, dass bis 2020 eine Klimaschutzlücke von 50 Millionen Tonnen CO2 bleibt; auch dann, wenn alle im Dezember 2014 beschlossenen Effizienzziele umgesetzt würden. Die mit dem EEG 2014 eingezogenen Ausbaukorridore drohen in Zusammenhang mit dem Systemwechsel hin zu Ausschreibungen den Ausbau der Erneuerbaren Energien deutlich abzubremsen. Die Korridore sind nicht geeignet, um in Deutschland die 2020-Ziele zu erreichen. Nach dem erfolgreichen Zubau insbesondere bei der Windenergie in 2014 und 2015 droht ein deutlicher Einbruch, „der sich nicht nur im Strommarkt, sondern auch bei Wärme und Mobilität negativ auswirken wird“, so Hermann Albers, Präsident des BWE.