Sie sind auf Seite 1von 2

Musik als Prozess

Sitzungsprotokoll 20.05.2010

Rekapitulation der vorangegangenen Sitzung mittels Stundenprotokoll.

Erläuterung zu »ausgedehnten Kontinua« innerhalb der Zeitlogik Whiteheads:


- Ein Punkt (die Vorstellung eines Punktes) ist eine Abstraktion. Punkte können
nicht als konkret aufgelöst werden, da sich aus der Vorstellung die ihnen
zugrunde liegt im Kehrschluss die Unendlichkeit ergeben würde.
- Die Entwicklung einer mathematischen Theorie der Extension, die sich nicht auf
die Punkte sondern auf die ausgedehnten Kontinua (Intervallen) basiert.

Referat von Rie Asano über Marc Lemans Monographie


"Embodied Music Cognition and Mediation Technology"

1. Musikalische Erfahrung und Bedeutung


→ Mind/Matter/Body
In diesem Abschnitt wurde auf die Beziehung zwischen unserem Körper als Transmitter
zwischen dem Physikalischen Schallereignis (Matter) und unserer dem Schallereignis
Bedeutung gebenden Verarbeitung in unserem Geist (Mind) eingegangen.
So kann der Mensch in verschiedener Beziehung zu dem Ereignis Musik stehen. Er kann
sie erzeugen und somit direkt involviert sein.
Das Hören von Musik (also auch während des Spielens) stellt jedoch immer jedoch
immer eine indirekte Involvierung dar, weil der Geist (Mind) nur verarbeiten kann was
ihm der Körper weiterleitet.
???
Die Körperaktivität mit den „tönend bewegten Formen“ wird verstanden.
→ eine direkte Beziehung zwischen Subjekt und Musik
Körper als ein Vermittler zwischen musical mind und matter
Die Medientechnologie bietet in diesem Zusammenhang eine neue Möglichkeit an.
???

2. Ökologisches Konzept
→ Natur/Kultur
In diesem zweiten Abschnitt ging es um die Frage in wie fern Aktion und Perzeption mit
in der Umwelt vorkommenden »regularities« (regelmäßigkeiten) stehn. Wie wird unser
musikalisches Handeln von regelmäßig auftretenden Umweltbedingungen beeinflusst die
wir wahrnehmen und bisher wahrgenommen haben?
Hier gibt es die Theorie der direkten Perzeption:
Was wahrgenommen wird sind die handlungsrelevanten Parameter, der Energie, welche
die Stimulierung der Sinnesorgane hervorruft. Daher geht dieser Ansatz stark von einer
handlungs orientierten Ausrichtung des menschlichen Organismus aus. Daher sind die
Umstände unter denen die Energie wahrgenommen wird ausschlaggebend für die Art und
Weise, wie sie wahrgenommen wird.
Desweiteren ist die Unterscheidung in
Distale Stimuli: die Energie in der ökologischen Umwelt (die „wirklichen“
Physikalischen Ereignisse)
vs.
Proximale Stimuli: die Auswirkung dieser Energie auf den sensorischen Input (die
wahrgenommenen Ereignisse)

zu erwähnen.

Natur- & Kulturresonanz:


Die soziokulturellen Umstände die eine Person umgeben sind ausschlaggebend für die
Art und Weise, wie diese Person wahrgenommene (Schall-) Ereignisse Wahrnehmen
(Deuten) wird. Diese soziokulturellen Umstände stecken den Deutungsrahmen für eine
Person ab.
Durch menschliche Aktivität kann die physikalische Energie (z.B. ein Schallereignis) zu
einer kulturellen Abstraktion transformiert werden und anders herum.

3. Körperliche Artikulation und Intentionalität


→ Perzeption/Aktivität
Dieser Abschnitt des Referats befasste sich mit drei unterschiedlichen Beschreibungen
von Musik. „Music can be understood as an intentional object“

First-Person Description: Interpretation von Absichten die (der wahrgenommenen) Musik


zugeschrieben werden. Subjektive, narrative Beschreibung von Musik, die andere
Menschen verstehen können, weil (wenn) sie eine ähnlichen gemeinsame
Lebenswirklichkeit teilen.

Third-Person Description: Empirische Betrachtungsweise von Musik. Überprüfbare


Aussagen über das Schallereignis werden getroffen. Die Musik (bzw. mit der Musik in
beziehung stehende Ereignisse) werden gemessen.

Second-Person Description: ???