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Geheimnis eines langen Lebens: Das essen die ältesten Menschen der Welt

Älter als 100 Jahre


Die älteste Frau der Welt ist 116 Jahre alt. In einem Interview erzählt die Dame aus Italien,
was sie täglich isst, um fit zu bleiben. Auch andere Hundertjährige haben ihr Erfolgsrezept
verraten.
Kaum vorstellbar, was Menschen, die über 110 Jahre alt sind, alles erlebt haben: zwei
Weltkriege, eine technische Revolution, den Untergang der Titanic, Kaiser und Könige.

Das essen die acht ältesten Menschen der Welt


Viel Gemüse, wenig Zucker und kaum Alkohol? Die ältesten Menschen der Welt sind einem
ganz anderen Ernährungsplan gefolgt.
Iss dein Gemüse, damit du groß und stark wirst", hat wohl jedes Kind schon von seiner
Großmutter oder Mutter gehört. Mythen rund ums Essen gibt es viele, aber welche Lebensmittel
halten uns wirklich fit bis ins hohe Alter? Gibt es dazu überhaupt eine Faustregel? Die
Homepage "Daily Meal" stellt die ältesten Menschen und ihre Essgewohnheiten vor. Gemüse
kommt dabei nur wenig vor.

1) Adele Dunlap, 114, verstorben

Sie war einst die älteste Amerikanerin. Im Februar verstarb Adele Dunlap im
hohen Alter von 114 Jahren. Am liebsten aß sie Porridge, also Haferschleim.
Und trank gern Martinis.

2) Agnes Fenton, 111

Die amtierende älteste Amerikanerin Agnes Fenton ist 111 Jahre alt. Jeden Tag
trinkt sie ein Glas Whisky und genießt Hafergrütze, Toast, Orangensaft, Bacon
und Wurst zum Frühstück. Zu ihren Lieblingsgerichten zählen grüne Bohnen,
Chicken Wings und Süßkartoffel.
3) Clarke Schwestern, 105, 98, 98, 93

Die britischen Clarke Schwestern zählen zu den ältesten Verwandten der Welt.
Sie trinken gern ein Gläschen Wein und lieben britisches Essen wie
Spiegeleier auf Toast.

4) Dharam Pal Singh, 119

Dharam Pal Singh läuft immer noch Marathon. Sein Geheimnis? Kuhmilch,
Chutneys und saisonale Früchte.

5) Emma Morano, 117, verstorben

Die Italienerin Emma Morano war die letzte Person, die die 1800er Jahre
erlebt hat. Sie verstarb Anfang des Jahres. Jeden Tag aß sie zwei rohe Eier,
Bananen und Löffelbiskuit. Da sie aber keine Zähne mehr besaß, konnte sie
generell nicht viel essen. Sie verzichtete außerdem auf Fleisch, weil sie hörte,
dass dies krebserregend sein könnte.
6) Filomena Taipe Mendoza, 117, verstorben

Ihr ganzes Leben verbrachte Mendoza in einem kleinen peruanischen Dorf in


den Anden. Sie aß Kartoffeln, Ziegenfleisch und -käse, Bohnen und trank
Schafsmilch. Alle Lebensmittel stammten aus ihrem Garten. 2015 verstarb die
Peruanerin.

7) Jeanne Calment, 122, verstorben

Die Französin Jeanne Calment gilt als die älteste Person, die jemals gelebt hat.
Sie aß mehr als ein Kilogramm Schokolade jede Woche, rauchte und trank
jeden Sonntag ein Glas Portwein.

8) Jiroemon Kimura, 116, verstorben

Der Japaner Kumura starb 2013 im Alter von 116 Jahren. Sein Geheimnis?
Kleine Portionen essen, laufen und Zeitung lesen. Täglich aß er Reisporridge
und Misosuppe.
Doch wovon hängt die eigene Lebenserwartung eigentlich ab? Genetische Voraussetzungen, Lebensstil,
Gesundheit? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, haben Forscher über einen Zeitraum von 29
Jahren das Leben von 6.000 Menschen beobachtet und nun vier Faktoren für ein langes Leben
identifiziert.

1. Frauen leben länger


Sie sind eine Frau? Glück gehabt, denn Frauen haben im Allgemeinen eine höhere Lebenserwartung als
Männer. Ein Trost für das „starke Geschlecht“: Es gibt noch drei weitere Faktoren, die für ein hohes
Alter sorgen können
2. Nicht rauchen
Auch nicht besonders überraschend: Wer nicht raucht, hat ebenfalls ganz gute Chancen, ein hohes Alter
zu erreichen. Männern fällt der Verzicht auf Zigaretten und Co. aber offenbar schwerer – rund 30
Prozent greifen zum Glimmstängel, bei d en Frauen sind es nur rund 20 Prozent.
3. Wohlbefinden
Wer ein Mann ist und regelmäßig raucht, sich aber fit wie ein Turnschuh fühlt, kann womöglich
trotzdem länger leben als nicht-rauchende Frauen. Die Studie ergab nämlich ebenfalls: Ein wichtiger
Indikator in puncto Lebenserwartung ist auch, ob man sich gesund fühlt. Helmut Schmidt wurde
schließlich auch 96, obwohl er starker Raucher war und das „falsche“ Geschlecht hatte.
4. Denkgeschwindigkeit
Weder Erinnerungsvermögen noch logische Denkfähigkeit entsch eiden offenbar darüber, ob wir lange
leben oder früh sterben. Viel wichtiger: wie schnell die Denkgeschwindigkeit abnimmt. Je langsamer,
desto besser.
Wie erklärt sich die Wissenschaft den Unterschied?

Die Statistik zeigt immer wieder, dass es einen Zusammenhang zwischen Sozialstatus, Bildung und
Gesundheit gibt. Besser Gebildete bleiben länger fit und gesund, sie pflegen seltener riskante
Verhaltensweisen wie etwa das Rauchen. Menschen mit einem niedrigen Sozialstatus und geringer
Bildung sind darüber hinaus häufig Stress ausgesetzt, zum Beispiel durch eine unsichere
Erwerbssituation. Dauerhafter Stress, Erkrankungen und eine niedrige Lebenserwartung hängen
zusammen.
..Allgemein würde es sicher vielen Menschen helfen, die Empfehlungen zur Prävention zu beherzigen.
Also: nicht rauchen, genug Bewegung – etwa täglich 10 000 Schritte – und eine abwechslungsreiche
Ernährung mit viel Gemüse, Obst und wenig Fleisch.

Was ist mit ausreichend Schlaf oder der Vermeidung von Stress?

Alles, was zu einer guten Gesundheit beiträgt, kann prinzipiell lebensverlängernd wirken. Es gibt
wissenschaftliche Hinweise, dass dazu auch gehört, gute Kontakte zu Freunden und Familie zu pflegen.
Umfragen haben gezeigt, dass es den meisten Menschen weniger darauf ankommt, möglichst alt zu
werden – sondern möglichst viele Jahre bei guter Gesundheit und Lebensqualität zu verbringen.
Forscher finden Gene für ein langes Leben
Auch Umweltfaktoren spielen eine große Rolle
"Wir kennen drei Langlebigkeitsgene", sagt der Altersforscher Prof. Stefan Schreiber vom Kieler
Institut für Klinische Molekularbiologie.
"Zwei sind besonders interessant: ein Gen, das die DNA besser repariert und eins, das den
Energiehaushalt der Zellen besser steuern hilft." Allerdings mache die Genetik nur 20 bis 40 Prozent aus.
"Mit der Lebensführung können wir sowohl die Genetik zunichte machen als auch schlechte Genetik
überwinden. Besonders gefährlich sei das Rauchen. Es sei "eines der stärksten Umweltgifte, die wir
kennen, und verkürzt die Lebenserwartung um 10 bis 15 Jahre."

Dass die anderen genetisch Begünstigten früher sterben, könne an ihrer Ernährung, Bewegungs- oder
Schlafmangel, Alkohol, Zigaretten oder einem Unfall liegen