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- Anfang nach Chrétien ~ 80 Verse; schwerwiegender Verlust, denn so ist nicht bekannt, wie

Hartmann den Artusroman in D eingeführt hätte; man hätte etwa Folgendes erwarten kön-
nen: Vorstellung Autor, Nennung Quelle, Begründung für Einführung des neuen Genres,
Hinweise für Publikum etc.
- Ostern: Versammlung bei Artus, auf der Artus erklärt, er wolle weißen Hirsch jagen, um die
Sitte wiederzubeleben

- Erec wird als Königssohn eingeführt


- Erec, Ginover und junge Damen reiten aus, begegnen Ritter, Zwerg und anderer junger Frau
- Ginvover will Namen des Ritters wissen, eine junge Frau soll ihn in Erfahrung bringen, kommt
vom Zwerg ausgepeitscht zurück, dem waffenlosen Erec widerfährt dasselbe, sodass er, das
als höchste Schande einstufend, aus dem Dienst Ginovers entlassen werden möchte, um Ra-
che zu üben
- Ginover lenkt ein; Erec nimmt Verfolgung auf (ohne vorher Rüstung und Waffen zu holen);
reitet in Sichtweite hinter ihnen, ohne aber von ihnen entdeckt zu werden
- am Abend erreicht er Tulmein (Burgherr dort = Imain
- Fest hat bereits zweimal stattgefunden und der von Erec verfolgte Ritter hatte es beidemal ge-
wonnen; die Dame, die sich während des Fests als die schönste erweisen sollte, sollte den
mitten auf einer Wiese auf einer Silberstange sitzenden Sperber erhalten; teilnehmen können
alle
- weil der Ritter so furchteinflößend gewesen war, hatte niemand gewagt, gegen ihn zu kämpfen
- Erec verbringt Nacht in einem Ort unterhalb der Burg; zieht dort mittellos und eine Herberge
suchend umher; findet Unterschlupf im Haus eines Alten und seiner wunderschönen Toch-
ter, die beide arm sind (Kleidung des Mädchens V. 324 ff., Innenausstattung V. 382 ff.),
Mädchen soll sich um Erec kümmern und alles besorgen (V. 317 ff.)
- V. 396 ff. Geschichte des Alten (Name = Koralus; einst ein reicher Graf, der schuldlos seines
Erbes beraubt; V. 429 f. Hausherrin = Karsinefite; V. 431 Tochter = Enite, Imain = ihr On-
kel)
- V. 447 ff. Erec wird darüber aufgeklärt, was es mit Fest und Sperberkampf auf sich hat und wer
der Ritter sei, nämlich Ider
- V. 475 ff. Erec erzählt Koralus, was ihm widerfahren, bittet um Rüstung und möchte Enite
mitnehmen, weil sie schöner als Iders Freundin sei und den Sperber nehmen solle
- V. 510 ff. Erec will Enite bei Gelingen des Vorhabens zur Frau nehmen; Koralus meint, ver-
spottet zu werden
- V. 550 ff. Koralus kennt Lac, beide wurden gemeinsam zu Rittern geschlagen
- Erec überzeugt Koralus von der Ernsthaftigkeit seines Vorhaben, sodass ihm dieser sein vil
schoenez îsengewant gibt
- V. 624 ff. mit Tagesanbruch geht’s auf nach Tulmein, Imain freut sich, will Enite aber bessere
Kleidung geben, wogegen sich Erec wehrt mit den Worten V. 643–649: er haete harte
missesehen, / swer ein wîp erkande / niuwan bî dem gewande. man sol einem wîbe / kiesen bî dem lîbe, /
ob si ze lobe stât, / unde niht bî der wât
- nehmen an Messe teil, was wohl Brauch ist, bevor es zum Ritterkampf geht
- V. 686 ff. Aufforderung Erecs an Enite, den Sperber zu nehmen; Ider reagiert sofort
- V. 706 f. Erec sagt, dass der Kampf entscheiden möge
- V. 732 ff. Beschreibung der Ausstattungen Iders (prächtig) und Erecs (eher kümmerlich); Volk
auf Erecs Seite (rufen got gebe dir heil hiute)
- V. 760 ff. Kampfeshandlung
- V. 821 ff. Erec hebt Ider im sechsten Versuch, nun mit dem Speer Koralus‘, zum Vergnügen
der Zuschauer aus dem Sattel
- V. 833 ff. Kampf geht am Boden lange weiter, bis sie schließlich stark erschöpft sind und auf
Iders Vorschlag eine Pause machen und nach kurzer Erholung den Kampf fortsetzen
- V. 927 ff. Erecs Schlagkraft wird stärker, als ihm einfällt, welche Schande der Zwerg ihm ange-
tan hatte und er zur schönen Enite blickte (wan dâ von gewan er dô / sîner krefte rehte zwô)
- V. 949 Ider sinkt besiegt vor Erec zusammen, und flieht V. 955 ff. um Erbarmen und sein Le-
ben
- Erec gewährt es nach längerer Diskussion und fordert, dass der Zwerg für sein schändliches
Vorgehen (insbesondere an der jungen Dame) zu büßen habe und Ider Ginover Ehre zu er-
weisen habe zur Wiedergutmachung der ihr angetanen Schande (V. 1024 ff.)
- Zwerg mit Namen Maledicur wird so heftig ausgepeitscht, dass die Spuren davon noch 12 Wo-
chen zu sehen waren
- V. 1078 ff. Erec schickt Ider auf zu Ginover und teilt mit, dass er in Kürze folgen werde

- Artus hat weißen Hirsch eigenhändig gefangen; Lohn = Kuss eines Mädchens, das ihm am bes-
ten gefiel; sind in Karadigan; vorher aber berichtet Ginover, was sie erlebt hat und bittet da-
rum, auf Erec zu warten, der innerhalb von drei Tagen wieder da sein wollte; dieser Tag wäre
morgen
- Ider kommt mit Zwerg und junger Frau herangeritten; sie treten ehrfürchtig vor die Königin;
Ider ergibt sich Ginover zur Verfügung; Ider will Buße tun und Reue zeigen wegen seines
hochmuot
- V. 1260 ff. alle freuen sich darüber, dass Erec seine erste ritterliche Tat so gut gelungen ist; Erec
hatte seit seiner Jugend aufgrund der Art seiner Dienste zu erfreuen gewusst
- V. 1285 Artus veranlasst prächtigen Empfang für Erec
- V. 1317 ff. sinnliche Seite der Liebe zwischen Enite und Erec
- V. 1334 ff. Imain lädt beide ein, seine Gäste zu sein; Erec lehnt ab; in Koralus‘ Haus wird an-
stelle dessen gefeiert
- V. 1357 ff. Erecs Dankbarkeit gegenüber Koralus; will ihn reich beschenken
- V. 1454 ff. Verabschiedung und Abreise; Erec und Enite reiten allein; Erec wird Boten senden
- V. 1490 ff. Erec und Enite gefallen sich immer mehr
- V. 1510 ff. Begrüßung durch Artus, Ginover etc.
- V. 1607 ff. ez was vrouwe Ênite / diu aller schoeniste maget, / diu ie, sô man saget, / in des küneges hof kam
- V. 1616 ff. Erwähnung der tavelrunde, Lobpreisung Gaweins als den Vortrefflichsten überhaupt
(deutlich auch daran, dass die anderen nur aufgelistet werden); dann Aufzählung derer, die an
der Tafelrunde Platz nehmen (insgesamt 140); dann führt Ginover Enite vor die Tafelrunde
- V. 1744 ff. Artus nimmt Enites Hand und führt sie, neben sich Platz zu nehmen
- V. 1763 ff. Beschreibung Enites Schönheit (Sterne-Mond-Vergleich)
- V. 1784 ff. Artus holt seinen Lohn (Kuss der Schönsten); Brauch = Uterpandragon
- V. 1797 ff. Beginn des Festes am Hof zu Karadigan
- V. 1806 ff. Erec denkt an Koralus und sendet Boten mit Geschenken
- V. 1818 f. Land König Lacs = Destregales; dort sollten Koralus die Burgen Montreval und
Roadan überlassen werden
- V. 1847 ff. Erec sehnt sich liebevoll nach Enite
- V. 1887 ff. Hochzeit; Artus hatte darauf bestanden, dass bei ihm geheiratet werde
- V. 1900 f. Hochzeit auf Pfingsten angesetzt; dann Aufzählung der Gäste, ihrer Herkunft und
Kleidung, ihrer Pferde
- V. 2064 ff. Artus reitet Gästen entgegen und begrüßt sie
- V. 2114 ff. Artus empfängt Gäste in Karadigan mit allem möglichen Prunk
- V. 2118 ff. nun endlich Hochzeit; dann Beschreibung des Fests mit Essen, Spiel, Unterhaltung
jeder Art; Fazit: es fehlte an nichts und weder vorher noch nachher ging es je irgendwo
prächtiger zu
- V. 2169 ff. keiner kam zu kurz, alle wurden reich beschenkt
- V. 2192 ff. insgesamt dauerte das Fest 14 Tage, dann verabschiedeten sich viele Spielleute
- V. 2214 f. Gastgeber Artus verlängert Fest um 14 Tage inkl. Turnier, das laut V. 2240 f. zwi-
schen Tarebon und Prurin stattfinden sollte
- V. 2248 ff. Erec macht sich Gedanken über die eigene Teilnahme am Turnier, Artus stattet ihn
aus, Erec aber nutzt ihn nicht aus
- V. 2368 ff. Artus kommt mit seinem gesamten Heer an (Samstag)
- V. 2407 ff. Sonntag: Erec rüstet sich für ersten Zweikampf; Erec gewinnt seine ersten Kämpfe
ohne Probleme
- V. 2443 ff. Turnier beginnt nun offiziell; Erec kämpft permanent und besser als je jemand zu-
vor; er ist der Letzte und der Erste auf dem Kampfplatz
- V. 2489 ff. Erec geht am Morgen des nächsten Tages (Montag) zur Kirche; Erec vertraute da-
rauf, dass sie Gott seiner ritterlichen Ehre annehmen würde
- V. 2550 ff. die vier V. 2234 f. genannten Kämpfer erscheinen; Erec reitet ihnen als Erster ent-
gegen, kämpft, ruht kurz und eilt dann (ohne Kopfbedeckung) zu Hilfe, um den Kampf, der
ohne ihn verloren gegangen wäre, zu gewinnen
- V. 2720 ff. ausführliche Beschreibung Gaweins
- V. 2808 ff. Turnier zu Ende, Erec hat gewonnen
- V. 2852 ff. Artus + Gefolge reiten wieder nach Karadigan; Erec und Enite bleiben noch eine
kurze Weile, dann verabschieden sie sich und ziehen los gen Destregales, dem Land seines
Vaters Lac; nimmt 60 Gefährten mit und schickt Boten nach Karnant, der Hauptstadt
Destregales‘
- V. 2896 ff. Lac reitet ihnen drei Tagesreisen entgegen
- V. 2918 ff. Lac führt beide heim nach Karnant und übergibt ihnen das Königreich, sodass Erec
nun König und Enite Königin ist; Erec machte sich alsbald daran, all seine Fähigkeiten da-
rauf zu verwenden, Enite zu lieben und änderte damit all seine bisherigen Gewohnheiten
(liegt viel im Bett, liebt Enite, tut sonst wenig); Königtum Erecs und Enites kann als Grund-
lage für die nachfolgende Fallhöhe angesehen werden (bei Chrétien Krönung erst später)
- V. 2954 ff. das einzig vorbildlich Ritterliche war, dass er seine Gefährten weiterhin unterstützte
und ausstattete
- V. 2971 ‚verligen‘-Stelle: Erec liebt Enite so sehr, daz er aller êre / durch si ein verphlac, / unz daz er
sich sô gar verlac, / daz niemen dehein ahte / ûf in gehaben mahte (niemand also konnte ihm mehr
Achtung entgegenbringe); darüber waren alle bestürzt
- V. 2988 f. in schalt diu werlt gar. / sîn hof wart aller vreuden bar / unde stuont nâch schanden
- V. 2999 ff. alle Welt klagt über diesen Zustand; Enite kommt es zu Ohren, was ihr großen
Schmerz verursachte, doch wollte sie Erec nichts direkt berichten, weil sie dachte, ihn da-
durch zu verlieren
- V. 3026 ff. Enite glaubte, dass er schlafe und seufzt; Erec aber bekommt es aber mit, fragt sie
aus und handelt sofort, indem er Enite sich ankleiden und die die Knappen Pferde satteln
lässt
- V. 3061 ff. Erec gibt vor, zum Vergnügen ausreiten zu wollen, bewaffnet sich aber heimlich und
nimmt Rüstung mit; Ritter und Knappen, die mit ihm wollten, lässt er zurück und befiehlt,
dass das Essen, sobald er wieder da sein werde, zubereitet sein solle
- V. 3093 ff. Befehl an Enite, vor ihm zu reiten und egal, was passieren würde, den Mund zu hal-
ten (bei ihrem Leben)
- V. 3113 f. Weg führt sie in einen Wald, wo drei Räuber ihr Unwesen trieben
- V. 3123 ff. Enite sieht Räuber, Erec aber sieht ihre Gesten nicht, weshalb Enite in Gewissens-
konflikt gerät; entweder sie bricht ihr Schweigen und büßt dafür mit ihrem Leben oder aber
Erec wird die Räuber nicht gewahr und muss mit seinem Leben zahlen
- V. 3149 ff. Apostrophe an Gott
- V. 3167 ff. Entscheidung fällt; warnt Erec, der sich zur Wehr zu setzen beginnt
- V. 3197 ff. Motivdarlegung der Räuber; es geht ums Geld/den Reichtum, um der eigenen Ar-
mut zu entfliehen
- V. 3205 ff. erster Räuber will Erec allein überwältigen und als Lohn ‚nur‘ Enite, doch, wie sollte
es anders sein, Erec macht kurzen Prozess und besiegt sie
V. 3237 ff. Erec stellt Enite zur Rede, Enite sagt, es sei aus Liebe geschehen und Erec gibt ihr als
kleine Bestrafung auf, für den Rest der Reise den Knecht zu spielen und die Pferde zu ver-
sorgen
- V. 3297 ff. nun kommen 5 Räuber, die sogleich die Beute unter sich aufteilen wollen (V. 3339
ff.) und sich über das seltsame Paar mit Enite als Knecht wundern
- V. 3353 ff. Enite hat wieder Gewissensbisse und warnt Erec schließlich wieder (V. 3380 ff.);
dann Beschreibung des Kampfes, der freilich nicht lange dauert
- V. 3404 ff. Erec stellt Enite wieder zur Rede, schließlich wird Enite als Bestrafung weiterhin
Knecht sein und muss nun anstatt dreier Pferde derer acht hüten, was kaum vier Knechte
schaffen würden, aber vrou saelde (Güte, Glück, Fortuna) und gotes hövescheit (gutes Wesen, Rit-
terlichkeit) stehen Enite bei
- V. 3472 ff. verlassen Wald und kommen am Morgen in die Nähe eines Schlosses, wo ihnen ein
Diener des dortigen Grafen entgegenkommt und ihnen zu Essen gibt, was Erec dadurch be-
lohnt, dass er ihm ein Pferd schenkt; er erlaubt auch nicht, dass der Diener Enite hilft
- V. 3624 ff. Graf empfängt sie und bittet sie, seine Gäste zu sein, doch Erec lehnt Angebot ab,
weil die Mühsal der langen Reise sie zu höfischem Verhalten unfähig gemacht hätten; sie
wollten sich selber eine Herberge suchen
- V. 3668 ff. Graf sinnt danach, Enite an sich zu bringen; Motiv: er konnte aufgrund ihrer
Schönheit nicht anders (der muot waz im von Minne komen)
- V. 3722 ff. Graf kommt mit vier Rittern in Herberge, als Erec und Enite gerade essen; er setzt
sich zu Enite (von Erec bewilligt) und sagt ihr, dass sie zum ihm kommen solle, aber Enite
wiegelt ab mittels Bescheidenheitstopos, woraufhin Graf mit Gewalt droht
- V. 3865 ff. Enite erzählt kleine Lügengeschichte, wie Erec sie zu seiner Frau gemacht haben
soll, nämlich indem er sie geraubt habe und seither hätte sie nur zu leiden
- V. 3892 ff. Enite geht vermeintlich auf Angebot ein und entdeckt dem Grafen einen Plan; er
möge sie am kommenden Morgen holen, denn dann sei Erec hilflos, weil sie ihm sein
Schwer gestohlen haben wird
- V. 3940 mit schoenen wîbes listen rettete sie ihre Ehre und das Leben ihres Mannes
- V. 3974 ff. wieder Gewissenskonflikt Enites (selbe Argumentation führt zu ihrem Entschluss
wie zu den beiden vorherigen) und schließlich sagt sie Erec alles, der sofort den Aufbruch
veranlasst; lässt sieben Pferde als Bezahlung beim Wirt
- V. 4038 ff. Graf voller Tatendrang, macht sich unverzüglich mit Gesellen auf
- V. 4095 ff. Reflexion des Grafen; wer bequem ist, verliert Ehre und kommt in Schande; nimmt
Verfolgung auf
- V. 4122 ff. Erec droht Enite mit dem Tod, sollte sie sich ihm weiter widersetzen, Enite gelobt
Besserung, doch bricht sie Versprechen alsbald und warnt vor herannahendem Grafen
- V. 4157 ff. Begründung, warum Enite besser sieht und hört: sie hat keine Rüstung; Erzähler
meint, dass Erec es ohne Warnung nicht wahrgenommen hätte und Enite ihn also vor dem
Tod bewahrt hatte
- V. 4172 ff. Graf fordert Herausgabe Enites; es kommt zum Kampf, den Erec gewinnt
- V. 4261 ff. Erec tadelt Enite, ist dabei sehr zornig; sie verspricht wieder Besserung, wird sich
aber nicht daran halten
- V. 4277 ff. kommen in unbekanntes Land (1. Guivreiz Episode)
- V. 4304 ff. kurze Zusammenfassung der Geschichte Guivreiz‘; Wesentliches = Tapferkeit, Ehre
- V. 4320 ff. Treffen, Guivreiz will sofort kämpfen, Erec zurückhaltend; es kommt schließlich
zum Kampf
- V. 4411 ff. Erec hält sich zurück, wird verwundet, legt dann richtig los und besiegt Guivreiz, der
sich ihm unterwirft und Erec Diener sein will, was er vorher noch nie bei jemandem war
- V. 4462 es ist Sommer
- V. 4468 ff. Erec will nur Namen wissen und will nicht mehr von Guivreiz, der König von Ir-
land ist; verbinden sich gegenseitig die Wunden
- V. 4528 ff. Guivreiz gibt zu, bislang noch nie geschlagen worden zu sein; möchte Herkunft
Erecs erfahren
- V. 4545 ff. Guivreiz erfreut und bietet bedingungslose Untergebung samt Übergabe von Land
und Leben an und lädt auf sein Schloss, doch Erec will nicht lange bleiben, sondern bereits
am nächsten Tag aufbrechen, was er auch macht
- V. 4629 ff. Erec wird von Keie zu Artus geführt, wo Keie angeben will, dass er Erec die Wun-
den zugefügt habe und Erec sein Gefangener sei
- V. 4633 ff. Zwiespältigkeit und Wechselhaftigkeit Keies werden dargestellt; einmal verrucht und
dann wieder aufrichtig
- V. 4665 ff. Erec durchschaut das Spiel und will weiterreiten; Keie lässt nicht locker, doch flieht
und Erec reitet ihm hinterher; der stößt Keie hinunter und nimmt das Pferd Wintwalite (das
Walwan gehört), doch Keie fleht, ihm das Pferd zu lassen; Erec will schließlich Keies Namen
wissen, erfährt ihn und schickt ihn los, das Pferd in seinem, Erecs, Namen Gawein zu über-
geben, dem es laut Keies Auskunft gehöre; Erec nennt seinen Namen nicht
- V. 4854 ff. Keie vermutet, Erec an der Stimme erkannt zu haben; Artus möchte Erec gern se-
hen (es ist nachdrücklich sein größter Wunsch) und schickt Gawein und Keie, ihn zu holen
- V. 4898 ff. Treffen Gawein Erec, die sich herzlich grüßen und freuen
- V. 4967 ff. Erec kommt Bitte nicht nach, mit zu Artus zu gehen, doch Gawein bedient sich
einer List, hält Erec auf und führt ihn zum königlichen Lager, wo sich Erec schließlich be-
schwert, dass er am Hof jetzt nicht sein könne, ist er doch nicht hochgestimmt und
unhöfisch
- V. 5091 ff. Artus, Ginover und der ganze Hof freuen sich sehr daürber, Erec zu sehen
- V. 5100 ff. Ginover zieht sich mit Enite in eigenes Zelt zurück, wo beide klagen und Enite ihr
Mühsal berichtet; anschließend Szene mit Pflaster, das Wunderheilung bewirkt und von Ar-
tus‘ Schwester kommt, Famurgan, die aber bereits tot ist und von deren wundersamen,
übermenschlichen (Zauber-)Fähigkeiten berichtet wird, wobei man meint, dass der Teufel ihr
Kumpan gewesen sei (V. 5205)
- V. 5246 ff. Pflaster wirkt so gut, dass Erec unversehens weiterreiten will; entgegen aller Bitten
(auch Artus‘) reitet Erec am folgenden Morgen weiter; alle sind zutiefst betrübt und Artus
gar so sehr, dass er es im Wald nicht mehr aushält und zurück nach Karadigan reitet
- V. 5288 ff. Erec reitet weiter, ohne zu wissen wohin, aber mit dem Ziel, Aventiure zu finden
- V. 5296 ff. hört klagende Frauenstimme, geht zu ihr, doch vorher hilft er Enite vom Pferd (zu-
sehends Wiederanerkennung Enites als Ehefrau?)
- V. 5355 ff. ihr Mann wurde von zwei Riesen entführt; Erec nimmt Verfolgung auf, um Mann zu
befreien
- V. 5381 ff. Riesen sind unbewaffnet außer Keulen und Peitschen, womit sie den Mann vor sich
her trieben, wodurch sie sich schuldig machten, weil sie damit ritterliches Recht verletzten
- V. 5434 ff. Erec stellt sie diesbezüglich zur Rede, fordert Freilassung, weil Mann genug Strafe,
wofür auch immer, erhalten habe; Erec kämpft gegen sie (V. 5501 ff.), weil sie ihn nicht
Ernst nehmen und den Mann nur um so härter quälen
- V. 5570 ff. Erec siegt, indem er die Riesen tötet, doch der Mann ist verschwunden und Erec
folgt seiner Blutspur, entdeckt ihn und bringt ihn seiner Frau zurück
- V. 5640 ff. Erec bittet als Dank wiederum nur um den Namen = Cadoc aus dem Land Tabriol
- V. 5662 ff. Erec reflektiert darüber, dass es jedem Ritter, der sich als Ritter bewähren will, wohl
einmal so gehen wird, dass er zu seiner Schande besiegt wird, doch werde das später wieder
aufgewogen; dann spricht er davon, dass man nirgendwo so viel Ruhm erlangen kann als Rit-
ter wie in Britanje
- V. 5688 ff. Erec bittet, dass Cadoc mit Frau zur Königin geht und und sie Erecs Dienst versi-
chert und dass Cadoc als Erecs Gefolgsmann dorthin geschickt wurde
- V. 5710 ff. Erec reitet zurück zu Enite; auf dem Weg brechen seine Wunden auf und er schafft
es gerade bis zu Enite; stürzt vom Pferd, sodass er wie tot da lag
- V. 5743 ff. Enite weinte heftig, als sie Erec daliegen sieht, sodass es durch den ganzen Wald
schallt; sie schreit und küsst Erec und klagt, doch niemand hört sie
- V. 5774 ff. Enite zürnt gegen Gott; fleht ihn an, sich ihrer zu erbarmen, entweder möge er Erec
verschonen oder Enite auch zu sich rufen
- V. 5833 ff. Enite fleht darum, von den wilden Tieren gefressen zu werden
- V. 5886 ff. Enite redet Tod an, sie an sich zu nehmen
- V. 5940 ff. schwere Selbstvorwürfe Enites: sei zum Unglück geboren; Erec wäre nicht in diese
Lage gekommen, hätte sie ihn nicht zu dieser Unglücksfahrt getrieben (gibt an, dass sie da-
mals glaubte, dass er geschlafen hätte)
- V. 6050 ff. Enite will Selbstmord begehen, um so gegen Gottes Plan anzutreten; nimmt dazu
Erec Schwert, doch Gott hindert sie daran, indem sie das Schwert nun verflucht
- V. 6110 ff. doch dann will sie sich doch wieder erstechen und als sie gerade dazu ansetzen will,
kommt Oringles aus Limors, der im Text als von Gott Gesandter dargestellt wird (den hâte got
dar zuo erkorn, / daz er si solde bewarn), springt vom Pferd und entreißt ihr das Schwert; dabei
ist auch eine große Ritterschar; Oringles ist durch Enites Klagen auf sie aufmerksam gewor-
den
- V. 6195 ff. Oringles will Enite zur Frau nehmen und macht ihr einen Antrag
- V. 6282 ff. Enite ist darüber entsetzt und verletzt
- V. 6309 ff. Oringles lässt Erec nach Limors bringen und aufbahren, während Oringles es nicht
abwarten kann, Enite zu heiraten, sodass er nach Priestern schickt
- V. 6346 ff. Enite wird wider Willen vermählt und während alle essen, bleibt Enite bei Erec und
lässt sich nicht dazu bewegen, zum Essen zu bekommen; Oringles kommt schließlich selbst,
um sie mit Gewalt zu Tisch zu bewegen, was Enite dazu veranlasst, kundzutun, allen Män-
nern zu entsagen und lieber mit Erec beerdigt zu werden; schließlich wird sie zu Tisch ge-
zwungen, doch weint bitterlich
- V. 6463 ff. Oringles zählt auf, was er meint, das sich durch die neuliche Heirat alles in Enites
Leben verbessert habe
- V. 6515 ff. Oringles derart erzürnt, dass er Enite schlägt, die alsbald zu bluten beginnt und er
von den meisten dafür getadelt wird, woraufhin er zorniger wird
- V. 6552 ff. Enite aber war froh über den Schlag, weil sie dachte, dass sie nun immer geschlagen
werden würde, wenn sie ihn reizte, sodass er sie gar totschlagen würde und sie somit ihren
Willen, tot zu sein, bekommen würde
- V. 6571 ff. Enite reizt ihn weiter, sodass er sie abermals schlägt und sie laut klagt
- V. 6587 ff. Erec kommt langsam wieder zu Kräften und schreckt durch das Geschrei wie aus
einer Ohnmacht hoch; er hört Enite und springt sofort auf, stürzt in die Menge, greift sich
ein Schwert und erschlägt mit dem ersten Hieb den Burgherrn und zwei der neben ihm Sit-
zenden; die Umstehenden fliehen, ohne Standesgrenzen zu beachten; Ritter flüchten sich un-
ter den Tisch etc., sodass alle bis auf Enite weg sind
- V 6684 ff. Wiedersehen Erecs und Enites; Erec schnappt sich das von einem Knappen geführte
Pferd und reitet mit der vor ihm sitzenden Enite ab (Enite weist den Weg); Flucht ist am
fünften Tag, seit sie von Karnant weggeritten sind
- V. 6750 ff. reiten in den Wald nahe der Stelle, wo Erec zusammenbrach; dort Grenze dreier
Länder, nämlich Oringles‘, Guivreiz‘ und Artus‘
- V. 6771 f. Enite erzählt, was geschehen ist und damit hat das abweisende Verhalten Erecs ein
Ende (sprechen wieder miteinander), Aufhebung des Redeverbots
- Diskussion der Übersetzung von âne sache als grundlos, womit, wie manche meinen, Enite keine
Schuld trägt (Relativierung der Schuldfrage hier auch durch Erzähler)
- V. 6778 ff. ‚Sinn seines Verhaltens‘ geht ihm auf; es war, um zu prüfen, ob Enite ihm auch treu
sei; bittet auch um Vergebung für Strapazen
- V. 6840 ff. Bote lief zu Guivreiz, erzählte ihm, was geschehen und Guivreiz macht sich auf, um
Erec vor der Wut Oringles‘ Volk zu schützen; macht sich mit mehr als 30 Rittern auf den
Weg, reitet auf Erec zu, doch beide erkennen sich nicht und halten sich für Feinde
- V. 6884 ff. Erec hat zwar noch immer sehr wenig Kraft, doch er stellt sich dem Kampf (es war
Nacht) und wird niedergestreckt, was für ihn die erste Niederlage bedeutet
- V. 6937 ff. Guivreiz nimmt Erec Helm ab und will ihn töten (sie haben sich noch immer nicht
erkannt, denn er hat noch Kopfschutz), doch da stürzt Enite aus dem Gebüsch hervor, wo
sie sich bislang versteckt gehalten hatte und wirft sich über Erec und fleht um sein Leben;
schließlich erkennt Guivreiz Enitens Stimme und daran, dass sie seinen (Guivreiz‘) Namen
nennt
- V. 7000 ff. umarmen sich freundschaftlich; Erec gibt zu, eine Dummheit begangen zu haben,
indem er so überheblich war, zu meinen, alle auf ihn zureitenden Ritter allein in fremder
Umgebung besiegen zu können
- V. 7033 ff. Guivreiz führt sie auf Lichtung, wo die Nacht verbracht wird
- V. 7113 ff. nach Tagesanbruch Weiterritt auf eine Wasserburgburg Guivreiz‘, die Burg Penefrec,
die inmitten eines hervorragenden Jagdgebiets steht
- V. 7207 ff. Erec wird verarztet von den Schwestern des Königs, die auch noch ein Stück Pflas-
ter Famurgans haben (ein Geschenk Ginovers), sodass Erec schließlich gesundete (insgesamt
dauerten der Aufenthalt und Heilungsprozess 14 Tage), dann aber bricht Erec auf, weil er
sich als Ritter betätigen wollte
- V. 7264 ff. Enite hat kein Pferd und bekommt das der Königsschwestern (Hartmann lässt sich
nun gut 500 [!] Verse lang über Pferd, seine Besonderheiten, Herkunft seinen Sattel etc. aus)
- V. 7476 ff. Bescheidenheitstopos, gibt zu, daz ich den satel nie gesach und ihn so zu beschreiben, als
ich an sînem buoche las → Fiktionalität; später auch fiktive Hörerrede nû swîc, lieber Hartman: /
ob ich ez errâte?
- V. 7545 ff. in den Sattel ist Geschichte von Troja geschnitzt → Eneasroman Heinrichs von
Veldeke; dann die Weltwunder und Elemente
- V. 7788 ff. reiten nun endlich los, Erec, Enite und Guivreiz; Ziel = Artus
- V. 7820 ff. kommen zu einer prächtigen Burg, die weit von ihrem eigentlichen Weg entfernt
liegt; Guivreiz sagt, sie sei verwünscht und man solle rasch umkehren; Erec aber will, da sie
nun einmal da sind, die Burg in Augenschein nehmen
- V. 7924 ff. Erec formuliert diesen Wunsch nachdrücklich, Guivreiz will ihn aber ebenso be-
stimmt davon abhalten
- V. 7959 ff. Guivreiz gibt Auskunft über die Burg Brandigan; sagt, dass es sich um die aventiure
namens Joie de la Curt handele; mit aventiure aber nennt er das Initialwort, das für Erec ein
Umkehren unmöglich macht (aventiure wird auch nochmals genannt)
- V. 8009 ff. im Baumgarten unterhalb der Burg lebt ein Ritter, der an Stärke und Tapferkeit bis-
lang unübertroffen ist und alle, die es mit ihm aufzunehmen probierten, wurden erschlagen;
sein Onkel, Ivreins, ist der Burgherr
- V. 8027 ff. Guivreiz bittet Erec, von einem Kampf abzusehen; Erec aber will es mit ihm auf-
nehmen mit dem Argument, dass es ja nur ein Mann sei, den es zu besiegen gilt, nicht etwa
in der Burg von Drachen und wilden Tieren wimmle; fügt hinzu, dass es kein großer Scha-
den für die Welt wäre, würde er, Erec, erschlagen werden
- V. 8060 ff. machen sich auf gen Brandigan, wo ausgelassene Freude herrscht, die aber alsbald in
Klage übergeht, als man daran denkt, dass Erec sein Leben wird lassen müssen
- V. 8170 ff. sie reiten zur Burg und werden dort gut empfangen
- V. 8200 ff. gehen in Palas, wo 80 Frauen sind, die hier zurückblieben, nachdem ihre Männer
den Kampf, der Erec noch bevorstehen wird, verloren hatten
- V. 8408 ff. auch Ivreins will Erec von seinem Vorhaben abbringen
- V. 8468 ff. Burgherr erzählt die Geschichte um den Baumgarten
- V. 8520 ff. Erec sagt, dass er immer davon ausgegangen sei, dass es einen bestimmten Weg für
ihn gebe, doch bislang sei er ins Ungewisse geritten, nun aber meint er, ihn gefunden zu ha-
ben
- V. 8553 ff. Erec meint, noch zu wenig Ruhm erworben zu haben, sodass er in diesem Kampf
also nur eine geringe Ehre als Pfand aufs Spiel setzt, weil ein überverhältnismäßiger Ruhm
damit erworben werden kann; Erecs Entschluss zum Kampfe steht fest
- V. 8632 ff. Kampftag bricht an
- V. 8703 ff. Beschreibung des Baumgartens → locus amoenus
- V. 8751 ff. Wolke umschließt Baumgarten und es gibt nur einen Eingang, den im Ivreins zeigen
soll
- V. 8759 ff. alle bleiben draußen außer klarerweise Erec, aber auch Enite, Guivreiz und Ivreins
kommen mit
- V. 8769 ff. ein weiter Kreis aus Stangen ist zu sehen; auf jeder Stange steckt ein Kopf, nur eine
ist frei und mit einem Horn behängt; der Kopf Erecs soll daran aufgespießt werden, sollte er
verlieren oder bei Gewinn möge er in das Horn blasen (dreimal sehr laut)
- V. 8817 ff. Enite fällt in Ohnmacht ob der entmutigenden Worte Ivreins‘ und des furchtbaren
Orts
- V. 8864 ff. Erec erklärt sich Enite und spricht davon, dass ihre Liebe ihn stärke; anschließend
reitet er allein weiter in den Baumgarten hinein, bis er ein Zelt findet (V. 8901 f.)
- V. 8926 ff. sieht eine Frau, die zusammen mit Enite die schönste aller Frauen ist
- V. 8974 ff. Frau warnt Erec; bittet ihn, er möge doch noch umkehren, so lange es noch geht,
doch da kommt bereits Mabonagrin, der zuvor ausgeritten war, um zu sehen, ob es im
Baumgarten etwas zu tun gebe
- V. 9011 ff. Beschreibung Mabonagrins (u. a. Riese, rote Rüstung)
- V. 9027 ff. Dialog zwischen Erec und Mabonagrin; dann machen sich beide zum Kampfe bereit
- V. 9079 ff. Kampf beginnt
- V. 9129 f. Erzähler fleht Gott an, sich Erec anzunehmen
- V. 9167 f. Kampf währte von Morgen bis Mittag
- V. 9169 ff. fiktive Zuhörerfrage an Hartmann, wie die Kämpfer das alles ausgehalten haben;
Antwort: ihre Frauen
- V. 9193 ff. Mabonagrin schlägt Erec mit aller Kraft auf den Helm, sodass dieser kurz von Sin-
nen ist, das Schwert Mabonagrins aber zerbricht dabei und Erec kommt rasch wieder zu
sich; Erec schlägt auf den nun unbewaffneten Mabonagrin ein, weshalb dieser zurückweicht
- V. 9260 ff. auch Erecs Schwert zerbricht und der Kampf wird als Ringkampf fortgesetzt
- V. 9305 ff. Mabonagrin geht zu Boden, Erec wirft sich auf ihn, was schließlich zum Kampfes-
ende führt
- V. 9319 ff. Mabonagrin bittet nur noch um einen kurzen Augenblick Leben, um zu erfahren,
wer sein Bezwinger sei; wäre es jemand, der bislang noch niemanden besiegt hätte, so wolle
er sterben; wäre es aber jemand, der bereits großen Ruhm erworben hat und von edler Ge-
burt ist, so möchte er sich in dessen Dienst stellen
- V. 9372 ff. Erec offenbart ihm seine Herkunft; auch Mabonagrin nennt seinen Namen und bei-
de helfen sich beim Lösen der Rüstungsriemen, dann setzten sich beide ins Gras und unter-
hielten sich lange über ihre Herkunft und ihr Zusammentreffen; u. a. Erecs Frage, warum
Mabonagrin so lange hier verweilte und nicht ausgeritten ist, denn schließlich mochten es
doch die Frauen, dass man immer wieder neu für sie ist
- V. 9444 ff. Mabonagrin erklärt, dass er nicht freiwillig hier sei, sondern aufgrund einer Ver-
pflichtung gegenüber seiner Frau, die beinhaltet, dass sie beide in diesem Paradies so lange
leben würden, bis Mabonagrin besiegt werden würde, was sich beide nicht recht vorstellen
konnten, nun aber eingetreten ist, sodass Mabonagrin von diesem Zwang nun erlöst worden
ist durch seine Niederlage gegen Erec
- V. 9599 ff. durch diese vormalige Lebenweise im Baumgarten sei die Freude des Hofes (Joie de
la Curt) völlig zum Erliegen gekommen, doch nun soll sie wieder befreit sein und Freude am
Hofe einkehren, wie es einstmals gewesen
- V. 9610 ff. Mabonagrin fordert zum Hornblasen auf, doch zunächst wollte keiner so recht glau-
ben, bis Erec das zweite und dritte Mal ins Horn bläst
- V. 9645 ff. Ivreins nimmt Enite und führt sie in den Baumgarten und die Menge hinterher, von
der Erec dann als Held in den höchsten Tönen gelobt wird
- V. 9683 ff. die unterschiedliche Stimmung der beiden Frauen wird beschrieben; Enite tröstet
Mabonagrins Frau und als sich beide schließlich unterhalten, erkennen sie ihre Verwandt-
schaft, nämlich Kusinen zu sein, was zum Verschwinden der Trauer führt
- V. 9744 ff. nun verlassen alle den Baumgarten, die Köpfe wurden von den Stangen genommen
und sollten in Ehren begraben werden
- V. 9753 ff. nun wird natürlich wieder geladen und vier Wochen lang gefeiert; Erec und Enite
aber sind auch traurig und stehen den 80 Witwen bei, die natürlich nicht ausgelassen feiern
können, wenn sie den Mörder ihrer Männer vor Augen haben; schließlich lädt Erec alle
Witwen dazu ein, mit zu Artus zu kommen, denn in der Burg Brandigan würden sie wohl
nicht mehr glücklich werden können
- V. 9858 ff. Fest zu Ende und Erec bricht mit den edlen Frauen auf zu Artus, wo es ein großes
Willkommen gab
- V. 9888 ff. Erec wird für alles gelobt, insbesondere auch dafür, dass es niemanden sonst gebe,
der so schwere Aventiuren durchgestanden habe wie er
- V. 9923 ff. Erec und Artus gehen zu den Frauen und überreden sie, die Trauerkleider nun abzu-
legen und sich der Freude zuzuwenden, was sie auch taten
- V. 9963 ff. Erec und Guivreiz werden reich beschenkt, doch dann erreicht die Nachricht vom
Tode König Lacs den Artushof, weswegen Erec nun aufbricht, das Herumziehen aufgibt
und nach Hause nach Karnant kommt
- V. 10002 ff. Erec wird der herzlichste aller denkbaren Empfänge bereitet
- V. 10045 Erec erhält den Namen der wunderbaere (der Staunenswerte) und lässt das fröhlichste
aller denkbaren Feste ausrichten (6 Wochen), auf dem er auch die Krone des Reichs emp-
fängt (aber: V. 2918 ff. Lac hatte Königreich bereits übergeben)
- V. 10083 ff. Erec ordnet sein Land so, dass alle in Frieden leben
- V. 10119 ff. Erec erfüllt Enite jeden Wunsch, aber nicht wie zuvor, dô er sich durch si verlac
(Schuld Enites! hier noch einmal thematisiert)
- Schluss = Bitte an alle, zu Gott zu beten