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Erdkunde

3.4 Rohstofflagerstätten und deren Nutzung


➢ Besorgnis um Rohstoffe
➢ Erschöpfung der Reserven Kupfer, Zink, Blei, Zinn, Aluminium, Gold, Silber; Erdgas, Erdöl
➢ Anstieg der Reserven → Entdeckung neuer Lagerstätten, technologische Fortschritte ( bei Exploration und Gewinnung von Rohstoffen ),
Schonung der Rohstoffe bei Verarbeitung, Einsatz von Ersatzstoffen, Recycling
➢ S. 99 ( Ressourcen )

Rohstoffe – Grundlage industrieller Produktion


➢ unbearbeitete Erzeugnisse mineral., pflanzl. Oder tierischer Herkunft
➢ Raffinaden, Metallkonzentrate, Halbfabrikate ( Roheisen, Stahl )
➢ Grundlage zur Erzeugung materieller Güter & Energie
➢ bergmännische Gewinnung
➢ Bedarf an Rohstoffen steigt mit zunehmenden Industrialisierung

Statistische Reichweite und Ressourcenreichweite


➢ Berechnung der statistischen Reichweite → Reservenreichweite
➢ Anstelle von Reserven → Ressourcen bei Berechnung
➢ erhebliche Unterschiede
➢ Tabelle S. 99!

Verschiedene Faktoren bestimmen Rentabilität und Abbauwürdigkeit von Lagerstätten


➢ Menge und Qualität des Rohstoffes
➢ geographische Lage der Lagerstätten
➢ geologische Lagerungsverhältnisse
➢ Kosten
➢ Eigentumsverhältnisse
➢ Umweltschutzauflagen
➢ Marktchancen
➢ …

Rohstoffe als Wirtschaftsgüter – Kupferförderung in Chile


Verwendung von Kupfer:
➢ Raffinadekupfer → aus Erzen und Schrott
➢ gute Leitfähigkeit → Elektronik
➢ Korrosionsbeständigkeit → Bau, Maschinenbau, Automobilindustrie
➢ S. 100

Kupferforderung Chile:
➢ Mine El Teniente → Codelco → Staatsbetrieb
➢ ca. 1,9 Millionen Tonnen/Jahr Kupfer
➢ Metall → wichtigste Einnahmequelle Chile
➢ 3,3 Mrd. Dollar Umsatz → geht an den Staat

Nachfrageboom:
➢ „Superzyklus“ → Preishoch
➢ große Nachfrage von China

China als Akteur auf dem Weltkupfermarkt


➢ wegen Nachschub → China → Beteiligungen an großen Minen gekauft
➢ China kaufte Kupferschrott aus USA und Europa auf
➢ für Computer, Auto, etc.
➢ Tabelle S. 100/101 !

Die Zukunft: Ära der teuren Rohstoffe ?

Verwendung von Eisenerz:


➢ zur Stahlerzeugung
➢ evtl. Gusseisenproduktion
➢ weltweites Nachfragewachstum
Neue wirtschaftliche Arbeitsteilung:
➢ Ära teurer Rohstoffen Brasilien, Russland, China und Indien → Anschluss an ökonomische Supermächte → Rohstoffhunger
➢ China wird jetzt mehr Weltmarktanteile von Stahl und anderen Rohstoffen beanspruchen
➢ „gewaltige Umverteilung“ der Ressourcen

Auswirkungen auf Deutschland:


➢ Stahl so teuer → Autoteile in Stanzereien kaum noch herstellbar
➢ Autoindustrie wird wenn es so weiter geht bald still stehen → Stahl zu teuer oder unpünktliche Lieferungen von Teilen
➢ Tabellen S. 100/101!

3.5 Weltenergieverbrauch und -distribution

Vom Ursprung der Energie:


➢ Energie → Fähigkeit eines Systemes, Arbeit zu verrichten
➢ Ursprung → Kernfusion der Sonne, Zerfall radioaktiver Elemente, Enstehungshitze der Erde, Gravitation der Himmelskörper
➢ wichtigste für uns: Kernfusion der Sonne → bei Biomassezerfall → fossile Energieträger ( Kohle, Erdöl, Erdgas )
➢ Solarkraftwerke, Photovoltaikanlagen → Sonnenenergie → elektrische Energie
➢ Windräder, Wellen – und Strömungskraftanlagen
➢ radioaktiver Zerfall von Uran, Thorium und Kalium
➢ thermische Energie → 60% der Erdwärme
➢ Entstehungshitze → 40% der Erdwärme
➢ Gravitation der Himmelskörper → Ebbe und Flut
➢ Gezeitenkraftwerke

Nichterneuerbare und erneuerbare Energierohstoffe:


➢ nichterneuerbare Energierohstoffe ( fossile Rohstoffe wie Kohle, Erdöl, Erdgas ) in Zukunft → Hauptanteil an globaler Energieversorgung,
trotz erneuerbarer Energieträger wie Sonne, Wind, etc.

Künftige Versorgungssicherheit:
➢ Reserven und Ressourcenumfang
➢ globale räumliche Verteilung der Lagerstätten, Erdöl + Erdgas → ungleichmäßig verteilt
➢ Tabellen S. 106/107!

Energiepolitik mit Erdöl

Russland – Global Player der Erdölwirtschaft


➢ geographische Lage zu den Abnehmerstaaten und weltweite Nachfragesituation nach Erdöl
➢ Russland: weltweit zweitgrößter Erdölproduzent
➢ zwischen 2 ressourcenarmen Großräumen ( Europa, Ostasien ) mit hohem Nachfragepotenzial → werden über Pipelines versorgt
➢ S. 108/109

Lage der russischen Erdölfelder


➢ Westsibirien → Struktuelle Nachteile
➢ hoher Versumpfungsgrad (→ nötige Fundamente für Infrastruktur )

Erdölförderung im 21. Jahrhundert


➢ steiler Anstieg der Fördermenge seit 2000 → wegen verbesserter Technologie
➢ Vorraussichtlich Rückgang der Ölförderung
➢ Tabellen S. 108/109

Die Exportkorridore als Faktor der Energiepolitik Russlands


➢ wenig mögliche Transportstandorte ( Korridore ) → Transporthindernisse → politische Konflikte
➢ Ausbau Pipelinesystem → Entlastung Kapazitätsgrenzen, der Reduzierung Transitabhängigkeit und -kosten, Erhöhung der Kapazitäten
➢ Tabellen + Text S. 110/111

Ökologische Risiken der Erdölförderung im arktischen Ökosystem

Erdöl aus dem Eismeer:


➢ weil Erdölreserven auf russischem Festland bald knapp werden → Ausbau vermuteter Reserven in Arktis
➢ aber → technische Erfahrungen fehlen und Investitionen sind nötig
➢ ökologische Risiken
Klimawandel erschwert Erdöltransport im Nordpolarmeer
➢ Klimawandel → dünnes Eis → Barrieren
➢ Eisbewegungen
➢ Texte + Tabellen S. 112/113

3.6 Erdöl und Nachfolgewirtschaft in Vorderasien


VAE:
➢ kleine Golfstaaten
➢ Erdölreserven ( ca. 97,8 Mrd. Barrel = 9% der weltweiten Reserven )
➢ mit Anstieg von Erdölpreis → Wachstum VAE Einnahmen aus Erdölexport in dahin unbekannte Ausmaße
➢ hohe Konsumausgaben
➢ Investitionen in die Wirtschaft → Einrichtung einer Freihandelszone in Dubai
➢ Aufbau technischer und sozialen Infrastruktur
➢ Flughafen, Seehafen
➢ Verhinderung der monostrukturierten Wirtschaft ( Erdölsektor ) → Ansiedlung leichtindustrieller, … Branchen
➢ ernormer Arbeitskräftebedarf → billige Arbeiter aus Südasien angeworben → Industrie und Dienstleistungssektor
➢ heute: 80% der Bewohner der Vae Ausländer
➢ Immobilienboom in Dubai → staatliche Förderung → Erwartung hoher Renditen für Investitionen
➢ Dubai kennt keine Arbeitslosigkeit → jeden Tag über 800 neue Arbeitsgenehmigungen
➢ hoher Bedarf an neuen Wohnungen
➢ Jahresmiete plsu Nebenkosten werden im Vorraus bezahlt
➢ fast keine Steuern im Emirat
➢ Texte + Tabellen S. 114/115
➢ in Dubai → in kürzester Zeit entstandene architektonische eindrucksvolle Kulisse ( Hochhäuser, Freizeitanlagen, Shopping Malls, … ) →
wirtschaftsstrategische Zielsetzungen Dubais → künftig führende Position der globalen Wirtschaftsstandorte
➢ Funktion als Verkehrsdrehscheibe
➢ Anwerbung ausländischen Kapitals
➢ internationale Finanzdrehscheibe
➢ Hauptziel internationalen Tourismus
➢ Gründung und Niederlassung von Elite-Universitäten ( Know-How )
➢ Aufbau IT- und Mediensektor
➢ Aufbau leicht- und Konsumgüterindustrie

Wirtschaftliche Kehrseite:
➢ Dubai → Opfer des eigenen Erfolgs
➢ Enorme Preissteigerungen an Immobilienmärkten verringern Wettbewerbsfähigkeit des Standortes
➢ Inflationsrate 2005: 8%
➢ Texte Tabellen S. 116/117 lesen!

3.7 Substitution von Rohstoffen

Rohstoff-Recycling am Beispiel von Aluminium


➢ weltweite Erschöpfung von Aluminium-Ressourcen nicht akut
➢ Deutschland Probleme bei Entwicklung von Alternativen → Recycling → keine Qualitätsverluste

Erneuerbare Energien – unerschöpfliches Energiereservoir der Zukunft?


➢ Grundlage: erneuerbare Energien (regenerative Energien):
- Geothermie und Gezeitenenergie
- Sonnenwärme und -licht
- Wasserkraft
- Windkraft
- Biomasse
➢ Energien aus Deponie-und Klärgas, Klärschlamm, biologisch abbaubare Abfälle
➢ trotz großem Wachstum bei erneuerbaren Energien → nichterneuerbare Energie Basis der globalen Energieversorgung

Nutzungsprobleme erneuerbarer Energien


➢ ungleiche Verteilung solarer Energie auf der Erde
➢ geringer Nutzungsgrad bei Gewinnung erneuerbarer Energien
➢ ungleiche Ausstattung des Naturraumes
➢ eingeschränkte Flächenverfügbarkeit für z.B. Solaranlagen
➢ hohe Erzeugungskosten → öffentliche Subventionen
➢ soziale Unverträglichkeit
➢ Schädigung Ökosystem (Bsp. Regenwald)

S. 120/121
Nachwachsende Rohstoffe: soziale, ökologische und ökonomische Konfliktpotenziale

Biomasse
➢ wichtiger Brennstoff
➢ Energieträger → auch für Elektrizität, Wärme und Kraftstoffe

Tortilla-Krise in Mexiko
➢ Nahrungsmittel teuer, weil Mais teuer
➢ Mais → nachwachsender Rohstoff für Biokraftstoffe für Kraftfahrzeuge in USA
Texte und Tabellen S. 120/121!