Sie sind auf Seite 1von 2

Philosophie Protokoll

Anja Stine Andresen

Thema: Staatsphilosophie

24.10.2013

Zu Beginn der Stunde stieg der Kurs mit der Frage was ein gerechter Staat seiein. Hier unterschieden sich die Ansichten. Zum einen beschrieben Schüler einen gerechten Staat als einen solchen, der Liberalität besäße, wie es ebenfalls in Deutschland gegeben ist. Betont wurde hier besonders, dass z.B. ein Bürger, der nichts zum Staat beitrage, also kein Geld einzahlt, im Gegenzug auch keine Unterstützung von diesem erwarten könne in Form von Rente, Krankenkasse oder ähnlichem. Auch wurde die Meinung eingeworfen, dass es wichtig sei, dass jeder die Möglichkeit der Selbstbestimmung habe und somit Freiheit in sämtlichen Entscheidungen. Gleichheit sei auch ein wichtiger Faktor, der einen gerechten Staat ausmache; es solle nicht unterschieden werden in Hauttyp, Geschlecht, Religion etc. Durch dies wäre für jeden Bürger eine Chancengleichheit ermöglicht. Das Problem, welches jedoch entstehen könnte, formulierten wir damit, dass nicht jeder die gleichen Fähigkeiten besäße. Dies erklärten wir mit dem Beispiel, dass Hauptschüler z.B. den Beruf des Arztes nicht erlernen können. Wir kamen dennoch zu dem Schluss, dass es schwer sei, Personen gemäß ihrer Taten bzw. Fähigkeiten zu behandelt, da man auch soziale Unterschiede beachten müsse, den sozialen Hintergrund des Einzelnen, etc.

Des Weiteren stellten wir uns die Frage, wie es sich mit Jobsz.B. in Deutschland verhalte. Man bekäme bessere Berufe z.B. durch Beziehungen, nicht unbedingt an den Fähigkeiten bemessen. Personen, die einer höheren Schicht angehören, würden ebenfalls oft bessere Berufe erlangen. Dennoch waren wir der Meinung, dass jeder Mensch das tun solle, was er am besten kann, nicht nur das, was er gerne tun würde. Als Beispiel sahen wir, dass ein Akademiker vielleicht einen Beruf ausüben müsste, der nicht seinen Fähigkeiten entspräche, wie z.B. den eines Hausmeisters, dennoch müsse er diesen Beruf ausüben, da er trotz hoher Fähigkeiten keinen anderen Beruf bekomme.

Im Folgenden beschäftigten wir uns mit einem Ausschnitt aus einem Dialog Platons. Zunächst definierten wir Platons Sicht der Stände und die Unterschiede dieser. Festzustellen war, dass der Philosoph diese nur anhand von Fähigkeiten definiert und Gehaltsunterschiede z.B. nicht begründet. Jeder wird durch seinen Beruf einem Stand zugeordnet und danach entlohnt, entsprechend der Fähigkeiten. Jeder macht das Seine, wozu seine Natur ihm rät.Man könne seinen Beruf jedoch auch tauschen, wenn man zwei Fertigkeiten besäße, in denen man ausgebildet ist. Innerhalb eines Standes dürfe man also Berufe ändern/tauschen, nicht aber in den einzelnen Ständen springen (auf-/absteigen).

Schließlich beschäftigte sich der Kurs mit Platons Auffassung von Ungerechtigkeit und Gerechtigkeit. Platon beschreibe ein Verbrechen am eigenen Staat als Ungerechtigkeit und messe die Gerechtigkeit hingegen an Regeln. Auch seine Ansicht Jedem das seinesei gerecht. Ebenfalls als Ungerechtigkeit sehe Platon das Vertauschen von Ständen (man solle in dem Stand bleiben, dem man angehört) und die Vielgeschäftigkeit; Bürger die mehrere Berufe ausüben tun nicht das, was sie können, hier liege also eine Ungerechtigkeit vor.