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Protokoll – 4.

Plenum Bundesweiter Bildungskongress


Sonntag, 20. Dezember 2009, Audimax Potsdam
[die Protokolle des vorangegangenen Diskussionsverlaufs von diesem Sonntag fehlen noch, bitte
ergänzen]
Ergebnisprotokoll
Der Ben hat unter anderen Menschen Protokoll geführt.

Moderation: Max
Uni-Besetzung in Landau will den besetzten Raum gereinigt räumen, in der Annahme, dass die Uni-
Leitung ihre Zusage erfüllt bis zum 4.01. einen neuen Freiraum zur Verfügung zu stellen.
Über eine aktuell anstehende Räumung der Uni-Besetzung in Hamburg gibt es auch Gerüchte, wird
aber noch geprüft.

Ergebnispräsentation der AG-Gesellschaftskritik


Einigkeit in der AG, dass die Kritik des Bildungsstreiks in Umfang und Personenkreis zu kurz und
oberflächlich ist. Bildung wird vom gesamtgesellschaftlichen System beeinflusst und muss auch in
diesem Kontext begriffen und kritisiert werden.
Nachfrage: Hat sich die AG schon über konkrete Bündnispartner_innen bzw. gesellschaftliche
Felder Gedanken gemacht, auf welche die Protestbewegung ausgedehnt werden könnte?
Problem ist, dass unter den Streikenden der gesamtgesellschaftliche Kontext erkannt wird,
allerdings wird er in der Protestweise nicht zum Ausdruck gebracht. Absicht der AG sollte sein, den
Protest und auch seinen Forderungskatalog für strukturellere Problemzusammenhänge zu
sensibilisieren.
Es wird davor gewarnt, Begriffe wie „Kapitalismus“ zu gebrauchen, die eventuell Menschen
abschrecken könnte, weil sie vielleicht mit einem politischen linken Meinungsspektrum verbunden
werden könnten. Es muss dringend behutsam damit umgegangen werden.
Eine Bewegung die Anspruch auf Erfolg haben will, sollte auch den Mut haben neue
Begrifflichkeiten zu erfinden.
Es ist wichtig, bei Formulierung der Texten eine verständliche Sprache zu benutzen, um nicht in
einen Akademiker_innenhabitus zu verfallen.
Nachfrage, was die Idee der AG von der Bildungsstreikbewegung ist. Die Zielsetzung, Forderungen
zu formulieren, mit der sich auch andere soziale Kämpfe und Statusgruppen identifizieren können,
könnte eine Art deskriptiver Gewalt sein.
Nachfrage, wie damit umgegangen werden soll, wenn Organisationen Texte in das wiki einstellen
wollen. Dazu hat sich die AG leider noch keine ausführlichen Gedanken gemacht, könnte in
Bielefeld geklärt werden, es hat sich aber die Tendenz herausgebildet, dass Menschen als
Privatpersonen Texte einstellen sollten.
Inwiefern kann die AG selbst Texte verfassen und veröffentlichen, die der eigenen theoretischen
Stellungnahme und Positionsklärung der Protestbewegung (als Beispiel gegenüber
Vereinnahmungstendenzen durch rechtextreme Kärfte) dienen können.
Ergebnispräsentation der AG Infrastruktur
Wien präsentiert Ergebnisse der AG Infrastrukur. Kann wertvolles Infrastrukutr-Know-How in die
Protestbewegung einbringen.
Es könnte eine eigene internationale Linkpage eingerichtet werden unter ourdu.info. Die Domain ist
bereits gekauft.
Außerdem kann ein internationales Webforum eingerichtet werden (vorläufige Gliederung: int.
demands, bologna process, network, miscellaneaous) mit einem Terminkalender, ein
bewegungsweites Telefonbuch und unter admidio (www.unsereuni.at/admidio) eine online
Mitgliederverwaltung. Gegenwärtig wird ein internationales wiki eingerichtet.
Ist geplant, Schulen, Unis, FHs und andere Bildungseinrichtungen in die Kontaktdatenliste
einzubinden? Ja das wäre möglich.
Moderation bedankt sich für das gute Plenum und das tolle Mitwirken aller am Bildungskongress.
Erschöpfte Gesichter, Applaus und das tolle Gefühl, ein ganzes Stück weitergekommen zu sein.

Ende ca. 19 Uhr (?)