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RUAG Ammotec GmbH • Kronacher Straße 63 • 90765 Fürth
Sportschießen
im Deutschen Schützenbund

Deutscher Schützenbund e.V.


Lahnstr. 120
65195 Wiesbaden

Telefon: 0611/46807-0
Telefax: 0611/46807-49
Internet: www.dsb.de
E-Mail: info@dsb.de

Der Deutsche Schützenbund (DSB), gegründet im Jahre


1861 und wieder gegründet 1951, ist in 20 Landesver-
bänden organisiert. Die circa 1,4 Millionen Schützen/innen
sind Mitglieder in circa 15.000 Vereinen.

Oberstes Organ des Deutschen Schützenbundes ist die


alle zwei Jahre stattfindende Ordentliche Mitgliederver-
sammlung. Ausführende Organe sind der Gesamtvorstand
und das aus neun Mitgliedern bestehende Präsidium.

Der Deutsche Schützenbund ist Mitglied in folgenden


Organisationen:

• Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB)


• Internationaler Schießsportverband (ISSF)
• Internationaler Verband für Bogenschießen (WA)
• Europäische Bogen-Union (EMAU)
• Internationale Armbrust-Union (IAU)
• Europäische Schützenkonföderation (ESK)
• Internationale Vorderladervereinigung (MLAIC)

1
Zweck des Deutschen Schützenbundes ist die Förderung
und Überwachung des Sportschießens nach einheitlichen
Regeln, die Regelung der Aus- und Fortbildung, die Einrich-
tung von Bundesligen, die Förderung des Schützenbrauch-
tums, die Vertretung seiner Mitglieder im In- und Ausland,
die Förderung der sportlichen und allgemeinen Jugendar-
beit, die Durchführung des Deutschen Schützentages und
die einheitliche Präsentation des Sportschießens und der
überverbandlichen Schützentradition in der Öffentlichkeit.

Der Deutsche Schützenbund ist zuständig für

• den Erlass einheitlicher Regeln für das Sportschießen


sowie die Kontrolle ihrer Einhaltung,
• die Regelung und Durchführung der Aus- und Fort-
bildung,
• die Veranstaltung von Deutschen Meisterschaften
und Länderkämpfen sowie die Meldung und Nominie-
rung von Schützen zu internationalen schießsportlichen
Veranstaltungen,
• die Durchführung und Gestaltung des Deutschen
Schützentages,
• die Einrichtung und Organisation von Bundesligen
für den Bereich des Sportschießens,
• Grundsatzfragen der Schützentradition,
• Grundsatzfragen der Schützenjugend,
• Grundsatzfragen der Öffentlichkeitsarbeit,
• die Unterstützung und Beratung von Bundesbehörden
und bundesweit tätigen Organisationen sowie von
ausländischen Behörden und Organisationen in Fragen
des Sportschießens, insbesondere des Waffenrechts,
• die Zusammenarbeit mit dem Deutschen Olympischen
Sportbund und den schießsportlichen Organisationen
des Auslands, insbesondere durch Mitgliedschaft
in den entsprechenden internationalen Schießsport-
organisationen,
• die Behandlung der mit dem Sportschießen zusammen-
hängenden Grundsatzfragen des Umweltschutzes,
• die mit der öffentlichen Präsentation des Sportschießens
zusammenhängenden Grundsatzfragen der Werbung,
des Sponsorings und des Merchandisings sowie der
Medien-, insbesondere der Fernsehrechte.

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DEUTSCHER SCHÜTZENBUND E.V.
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Inhalt
Gewehr
Luftgewehr 10 m ** 6
Luftgewehr 10 m Auflageschießen 6
Zimmerstutzen 15 m 7
Kleinkalibergewehr 50 m * 7
Kleinkalibergewehr 50 m *** 8
Kleinkalibergewehr Auflageschießen 9
Großkalibergewehr 300 m 9
GK-Standardgewehr 300 m 10
Scheibengewehr 100 m 10
Ordonnanzgewehr 11

Pistole
Luftpistole 10 m ** 11
Mehrschüssige Luftpistole 10 m 12
Olympische Schnellfeuerpistole 25 m* 13
Sportpistole 25 m KK *** 13
Zentralfeuerpistole 25 m 14
Großkaliberpistole/Großkaliberrevolver 25 m 16
Standardpistole 25 m 16
Freie Pistole 50 m * 17

Vorderlader
Nationale Bedingungen 18

Flinte
Trap ** 19
Doppeltrap * 21
Skeet ** 23

Laufende Scheibe
Laufende Scheibe 10 m 25
Laufende Scheibe 10 m Mix 25
Laufende Scheibe 10 m Nachwuchswettbewerb 26
Laufende Scheibe 50 m 26
Laufende Scheibe 50 m Mix 27

Bogen
Internationale Bedingungen (WA)** 27
Turniere im Freien 28
Turniere in der Halle 29
Turniere im Feld 31

4
Armbrust
Internationale Bedingungen 10 m 32
Internationale Bedingungen 30 m 32
Nationale Bedingungen 33

Feldarmbrust
Internationale Bedingungen (IAU) 33

Sommerbiathlon
Luftgewehr 35
Kleinkalibergewehr 36

Veranstaltungen 38

Tradition 41

Frauen im Deutschen Schützenbund 43

Jugendarbeit 43

Angebote für behinderte Schützen 45

Breitensport 47

Wettkämpfe + Wettbewerbe 49

Ausbildungsmöglichkeiten 55

Sportliche Auszeichnungen 58

Das Wichtigste zum Waffenrecht 61

Bundesleistungszentrum 67

Deutschlandkarte 68

Adressen der Landesverbände 69

Impressum 72

Olympische Wettbewerbe
* für Männer
** für Männer und Frauen
*** für Frauen

5
Wettbewerbe und Ausrüstung

Luftgewehr 10 m
Waffe: Luftgewehre (dazu zählen auch Luftdruckgewehre,
die zum Antrieb kalte Gase verwenden) im Kaliber 4,5 mm
und einem Höchstgewicht von 5,5 kg, maximal 7,5 Joule
Mündungsenergie

Munition: handelsübliche Geschosse (Diabolo) im Kaliber


von maximal 4,5 mm

Scheiben: Durchmesser der 10 = 0,5 mm,


Ringabstand = jeweils 2,5 mm

Entfernung: 10 m

Anschlag: stehend freihändig, wobei der Schütze völlig


frei (ohne Anlehnung und künstliche Stützen) stehen muss

Programme:
a) Stehend: 20 Schuss in 40 Minuten, 40 Schuss in 75
Minuten, 60 Schuss in 105 Minuten inklusive, Probeschüsse
(Regel 1.10 SpO)
Anmerkung: International schießen Männer 60 Schuss und
Frauen 40 Schuss.
b) Dreistellung: für Schüler 30 Schuss in 75 Minuten und
für Jugend 60 Schuss in 120 Minuten in den Positionen
liegend, stehend und kniend (Regel 1.20 SpO)

Luftgewehr 10 m – Auflage

Für die Seniorenklasse (ab dem 56. Lebensjahr), aufgeteilt


in die Gruppen A, B und C, wird ein Auflageschießen an-
geboten, Waffen, Munition, Scheiben und Entfernung wie
Luftgewehr 10 m (siehe Regel 9 SpO).

6
Zimmerstutzen 15 m
Waffe: Zimmerstutzen jeder Art, die ein maximales Kaliber
von 4,65 mm und ein Höchstgewicht von 7,5 kg aufweisen

Munition: Zimmerstutzen-Rundkugeln und -Randzünder,


die ein Schießen in kleinen Räumen ermöglichen (das
Zündhütchen dient als Treibladung für das Geschoss, so
dass die Patrone nicht über Pulver verfügt)

Scheiben: Durchmesser der 10 = 4,5 mm,


Ringabstand = jeweils 4,5 mm

Entfernung: 15 m

Anschlag: nur stehend freihändig

Programm: nur nationale Wettkämpfe (siehe Regel 1.30 SpO)

Kleinkalibergewehr 50 m (Freigewehr)
Männer
Waffe: Kleinkalibergewehre (Einzellader) jeder Art mit
einem Kaliber von maximal 5,6 mm (.22 lfb/lr) und einem
Höchstgewicht von 8 kg, Abzug und Schäftung beliebig,
Laufbeschwerung (innerhalb des zulässigen Gesamtge-
wichtes), Daumenauflage und verstellbare Kolbenklappe
sind gestattet

Munition: handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber


5,6 mm (.22 lfb/lr)

Scheiben: Durchmesser der 10 = 10,4 mm,


Ringabstand = jeweils 8,0 mm

Entfernung: 50 m

Anschlag:
a) Dreistellung: je 1/3 des Schusspensums im liegenden,
stehenden und knienden Anschlag
b) Liegend: gesamtes Schusspensum im liegenden Anschlag

7
Programme:
a) Dreistellung: 120 Schuss, davon 40 Schuss liegend in 60
Minuten, 40 Schuss stehend in 90 Minuten und 40 Schuss
kniend in 75 Minuten inklusive Probeschüsse, bei elektroni-
scher Anzeige 40 Schuss liegend in 45 Minuten, 40 Schuss
stehend in 75 Minuten und 40 Schuss kniend in 60 Minu-
ten inklusive Probeschüsse (Regel 1.60 SpO)
b) Liegend: 60 Schuss in einer Gesamtschießzeit von 90
Minuten inklusive Probeschüsse, bei elektronischer Anzeige
75 Minuten (Regel 1.80 SpO)

Anmerkung: Im liegenden und knienden Anschlag ist die


Zuhilfenahme eines Gewehrriemens gestattet, im knienden
Anschlag darf außerdem eine Kniendrolle unter den Spann
des Fußes gelegt werden.

Kleinkalibergewehr 50 m (Sportgewehr)
Frauen
Waffe: es gelten dieselben Bestimmungen wie beim Frei-
gewehr 50 m, das Gewicht darf inklusive Zubehör maximal
6,5 kg betragen

Munition, Scheiben, Entfernung, Anschlag:


wie Kleinkaliber-Freigewehr

Programme:
a) Dreistellung: 60 Schuss, davon 20 Schuss liegend, 20
Schuss stehend, 20 Schuss kniend in einer Gesamtschieß-
zeit von 150 Minuten inkl. Probeschüsse. Bei elektronischer
Anzeige 135 Minuten inklusive Probeschüsse (Regel 1.40
SpO)
b) Liegend: 60 Schuss wie KK Freigewehr (Regel 1.80 SpO)

Anmerkung: Im liegenden und knienden Anschlag ist die


Zuhilfenahme eines Gewehrriemens gestattet, im knienden
Anschlag darf außerdem eine Kniendrolle unter den Spann
des Fußes gelegt werden.

8
Kleinkalibergewehr 50 m (Sportgewehr) –
Auflage
Für die Seniorenklasse (ab dem 56. Lebensjahr), aufgeteilt
in die Gruppen A, B und C, wird ein Auflageschießen ange-
boten, Waffen, Munition, Scheiben und Entfernung wie
KK-Sportgewehr 50 m (siehe Regel 9 SpO), Anschlag nur
stehend.

Großkalibergewehr 300 m (Freigewehr)


Waffe: zugelassen sind Großkalibergewehre (Mehrlader
dürfen nur als Einzellader verwendet werden) bis zu einem
Kaliber von 8 mm, das Gewicht der Waffe einschließlich
Visiereinrichtung, Handstop und Handstütze darf 8 kg nicht
überschreiten, Abzug beliebig

Munition: Zentralfeuerpatronen im Kaliber bis 8 mm

Scheiben: Durchmesser der 10 = 100 mm,


Ringabstand = jeweils 50 mm

Entfernung: 300 m

Anschlag: Dreistellung je 1/3 des Schusspensums im liegen-


den, stehenden und knienden Anschlag

Programme:
a) Dreistellung: 120 Schuss, davon 40 Schuss liegend in 75
Minuten, 40 Schuss stehend in 105 Minuten und 40 Schuss
kniend in 90 Minuten inklusive Probeschüsse, bei elektroni-
scher Anzeige 40 Schuss liegend in 45 Minuten, 40 Schuss
stehend in 75 Minuten und 40 Schuss kniend in 60 Minu-
ten inklusive Probeschüsse (siehe Regel 1.70 SpO)
b) Liegend: 60 Schuss in einer Gesamtschießzeit von 105
Minuten inklusive Probeschüsse, bei elektronischer Anzeige
75 Minuten (siehe Regel 1.90 SpO), Frauen schießen mit
einem Gewehr, dessen Gewicht 6,5 kg beträgt

Anmerkung: Im liegenden und knienden Anschlag ist die


Zuhilfenahme eines Gewehrriemens gestattet, im knienden
Anschlag darf außerdem eine Kniendrolle unter den Spann
des Fußes gelegt werden.

9
Großkalibergewehr 300 m
(Standardgewehr)
Waffe: zugelassen sind Großkalibergewehre (Mehrlader
dürfen nur als Einzellader verwendet werden) bis zu einem
Kaliber von 8 mm, das Gewicht der Waffe einschließlich
Visiereinrichtung und Handstop darf 5,5 kg nicht über-
schreiten, Mindestabzugswiderstand 1,5 kg, Stecher und
Rückstecher sind nicht gestattet

Munition, Scheiben, Entfernung, Anschlag:


wie Großkaliber-Freigewehr

Programm: Dreistellung 60 Schuss, davon 20 Schuss lie-


gend, 20 Schuss stehend und 20 Schuss kniend in einer
Gesamtschießzeit von 150 Minuten inklusive Probeschüsse,
bei elektronischer Anzeige 135 Minuten (siehe Regel 1.50
SpO), Frauen schießen dasselbe Programm mit einem Frei-
gewehr von 6,5 kg ohne Abzugsbeschränkung

Scheibengewehr 100 m
Waffe: Kleinkalibergewehre (Einzellader) Kaliber 5,6 mm
(.22 lfb/lr) und einem Gesamtgewicht von 7,5 kg, Abzug
beliebig

Munition: handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber


5,6 mm (.22 lfb/lr)

Scheiben: Durchmesser der 10 = 50 mm,


Ringabstand = jeweils 25 mm

Entfernung: 100 m

Anschlag: nur stehend freihändig

Programm: 30 Schuss in 55 Minuten inklusive Probe-


schüsse (siehe Regel 1.35 SpO)

Anmerkung: Mit dieser Waffe wird nur national geschos-


sen (keine internationalen Meisterschaften usw.).

10
Ordonnanzgewehr 100 m
Waffe: zugelassen sind Repetiergewehre, die bis ein-
schließlich 31.12.1963 als Ordonnanzwaffen geführt wur-
den, der Nachweis der Originaltreue obliegt dem Schützen,
Einzellader, Unterhebelrepetierer und Selbstlader sind nicht
zugelassen

Munition: handelsübliche, auch wieder geladene Zentral-


feuerpatronen

Scheiben: Breite des Ringes 10 = 50 mm,


der Ringe 1 bis 9 = je 25 mm

Entfernung: 100 m

Anschlag: liegend freihändig – stehend freihändig, im Lie-


gendanschlag darf ein Gewehrriemen (Tragriemen), der mit
beiden Enden an der Waffe befestigt sein muss, verwendet
werden

Programme: 40 Schuss bestehend aus zwei Serien liegend


à 10 Schuss und aus zwei Serien stehend à 10 Schuss
(Regel 1.58 SpO)

Luftpistole 10 m
Waffe: Luftpistolen (dazu zählen auch Luftdruckpistolen,
die zum Antrieb kalte Gase verwenden) jeder Art Kaliber
4,5 mm, die äußeren Maße dürfen 200 mm Höhe, 420 mm
Länge und 50 mm Breite nicht überschreiten, Gewicht
maximal 1,5 kg inklusive Laufbeschwerung, Abzugsgewicht
mindestens 500 g, Stecher und Rückstecher sind nicht
erlaubt, Mehrlader dürfen nur als Einzellader verwendet
werden

Munition: handelsübliche Geschosse beliebiger Form im


Kaliber von maximal 4,5 mm

Scheiben: Durchmesser der 10 = 11,5 mm,


der Ringe 1 bis 9 = je 8 mm

11
Entfernung: 10 m

Anschlag: stehend freihändig

Programme: 20 Schuss in 40 Minuten, 40 Schuss in 75


Minuten, 60 Schuss in 105 Minuten inklusive Probeschüsse

Anmerkung: International schießen Männer 60 Schuss


und Frauen 40 Schuss.

Mehrschüssige Luftpistole 10 m
Waffe: Mehrschüssige Luftpistolen (dazu zählen auch Luft-
druckpistolen, die zum Antrieb kalte Gase verwenden)
jeder Art im Kaliber 4,5 mm, die äußeren Maße dürfen 200
mm Höhe, 420 mm Länge und 50 mm Breite nicht über-
schreiten, Gewicht maximal 1,5 kg, Abzugsgewicht 500 g

Munition: handelsübliche Geschosse beliebiger Form im


Kaliber von maximal 4,5 mm

Scheiben: es wird auf fünf nebeneinander befindliche


Klappscheiben geschossen, die Scheibenmittelpunkte müs-
sen sich auf gleicher Höhe befinden und einen Abstand
von 300 mm ± 1 mm haben, der Rand der Scheibenanlage
muss mindestens 85 mm von den Scheibenzentren ent-
fernt sein, die Scheibenanlage ist rechteckig, die Klapp-
scheibengrößen ergeben sich aus den Durchmessern der
Blendenöffnungen, Nachwuchsbereich: 59,5 mm bezie-
hungsweise 40 mm

Entfernung: 10 m

Anschlag: stehend freihändig (Fertighaltung*)

Programm: ein 30-Schuss-Durchgang besteht aus sechs


Serien in je 10 Sekunden, ein 60-Schuss-Durchgang besteht
aus zwölf Serien in je 10 Sekunden, jede Serie besteht aus
fünf Schüssen auf fünf Klappscheiben

12
Olympische Schnellfeuerpistole 25 m

Waffe: zugelassen sind selbstladende Pistolen mit einem


Höchstgewicht von 1400 g, die den Sicherheitsvorschriften
entsprechen, die Abmessungen der Waffe müssen so sein,
dass sie in einen Prüfkasten mit den lichten Innenmaßen
300 mm x 150 mm x 50 mm eingelegt werden kann,
Abzugswiderstand 1000 g

Munition: Kaliber 5,6 mm (.22 lfb/lr) mit einem Geschoss-


gewicht von mindestens 2,53 g = 39 Grain und einer Mün-
dungsgeschwindigkeit von mindestens 250 m/s

Scheiben: fünf Scheiben nebeneinander stehend mit


einem Abstand von 75 cm zwischen den Scheibenachsen,
die Höhe des Scheibenzentrums beträgt – gemessen vom
Boden des Schützenstandes – 140 cm ± 10 cm, die Scheibe
ist schwarz und ist in sechs Bewertungszonen unterteilt,
der Durchmesser der 10 = 100 mm, der Ringe 5 bis 9 = je
40 mm, die Scheibendrehung erfolgt automatisch und ist
in der jeweiligen Serie für den Schützen sichtbar

Entfernung: 25 m

Anschlag: stehend freihändig (Fertighaltung*)

Programm: 60 Schuss, die in zwei Halbprogrammen à 30


Schuss zu bestreiten sind, das Halbprogramm gliedert sich
in sechs Serien à fünf Schuss, je zwei hiervon innerhalb 8,
6 und 4 Sekunden

Sportpistole 25 m Kleinkaliber
Waffe: zugelassen sind selbstladende Pistolen mit einem
Höchstgewicht von 1400 g, die den Sicherheitsvorschriften
entsprechen, die Abmessungen der Waffe müssen so sein,
dass sie in einen Prüfkasten mit den lichten Innenmaßen
300 mm x 150 mm x 50 mm eingelegt werden kann,
Abzugswiderstand 1000 g

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Munition: handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber
5,6 mm (.22 lfb/lr)

Scheiben: für Präzisionsbedingung ist die Scheibe wie im


Wettbewerb Freie Pistole 50 m, für Duell wie im Wettbe-
werb Olympische Schnellfeuerpistole 25 m

Entfernung: 25 m

Anschlag: stehend freihändig, Duell (Fertighaltung*)

Programme: Das Wettkampfprogramm besteht aus je


einem Durchgang Präzision- und Duellschießen zu je 30
Schuss.
a) Präzisionsschießen: sechs Serien zu je fünf Schuss in fünf
Minuten
b) Duellschießen: für jede der sechs Serien zu je fünf Schuss
werden die Scheiben fünfmal für je drei Sekunden dem
Schützen zugedreht und für jeweils sieben Sekunden
weggedreht

Bei jeder Zudrehung der Scheibe darf nur ein Schuss ab-
gegeben werden. Die Schießzeit wird vom Augenblick
des Zudrehens bis zum Augenblick des Wegdrehens der
Scheibe gerechnet.

Zentralfeuerpistole
Waffe: zugelassen sind Revolver und selbstladende Pis-
tolen, die den Sicherheitsvorschriften entsprechen, Lauf-
länge, Höchstgewicht und Abzugswiderstand wie Sport-
pistole Kleinkaliber

Munition: handelsübliche Zentralfeuerpatronen im Kaliber


7,62 bis 9,65 mm (.30 - .38), keine Magnumpatronen

Scheiben, Entfernung, Anschlag, Programm:


wie Sportpistole Kleinkaliber

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Pistole 9mm und 45. ACP /
Revolver .357 Mag und .44 Mag
Waffe: zugelassen sind Pistolen und Revolver in verschie-
denen Wertungsklassen mit einem Maximalgewicht von
1500 g, Abzugsgewicht mindestens 1000 g, Magazin-/
Trommelkapazität mindestens fünf Patronen

Munition: handelsübliche (auch selbstgeladene) Munition,


die den geforderten Mindestimpuls (MIP) erreicht, die
Munition muss waffentypisch sein (das heißt für Pistolen
Patronen ohne Rand, für Revolver Patronen mit Rand)

Entfernung: 25 m

Scheiben: Dreh- oder Standscheiben

Anschlag: stehend freihändig, die Waffe darf mit zwei


Händen gehalten werden, es darf im Voranschlag geschos-
sen werden

Programme:
a) 40 Schuss bestehend aus zwei Durchgängen zu je 20
Schuss, vier Serien à fünf Schuss in je 150 Sekunden –
Scheibe wie Freie Pistole 50 m
b) vier Serien à fünf Schuss in je 20 Sekunden – Scheibe wie
Olympische Schnellfeuerpistole 25 m

Die sechs besten Schützen bestreiten den Endkampf.

Standardpistole 25 m
Waffe: zugelassen sind Revolver und selbstladende Pisto-
len des Kalibers 5,6 mm (.22 lfb/lr) wie für den Wettbewerb
Sport- und Schnellfeuerpistole, Höchstgewicht der Waffe
1,4 kg, Abzugswiderstand 1000 g

Munition: handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber


5,6 mm (.22 lfb/lr)

Scheiben: wie Freie Pistole 50 m

Entfernung: 25 m

Anschlag: stehend freihändig (Fertighaltung*), in der 150-


Sekunden-Serie ist der Voranschlag erlaubt

16
Programm: 60 Schuss in drei aufeinanderfolgenden
Durchgängen von je 20 Schuss, jeder Durchgang besteht
aus vier Serien à fünf Schuss in der Reihenfolge 4 x 5 Schuss
in 150 Sekunden, 4 x 5 Schuss in 20 Sekunden, 4 x 5
Schuss in 10 Sekunden

Freie Pistole 50 m
Waffe: alle Pistolen und Revolver des Kalibers 5,6 mm
(.22 lfb/lr), Mehrlader dürfen nur als Einzellader verwendet
werden

Der in beliebiger Form nach der Hand des Schützen ge-


arbeitete Griff darf die Hand nur bis zur Handwurzel
umschließen. Der Griff darf keinerlei Verlängerungen
haben, die über das Handgelenk hinausragt und so als
Stütze dienen könnte.

Munition: handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber


5,6 mm (.22 lfb/lr)

Scheiben: Breite des Ringes 10 = 50 mm,


der Ringe 1 bis 9 = je 25 mm

Entfernung: 50 m

Anschlag: stehend freihändig

Programm: 60 Schuss in 120 Minuten oder 40 Schuss in


90 Minuten inklusive Probeschüsse

*Erklärung der Fertighaltung


Fertighaltung für die Wettbewerbe Olympische Schnellfeuerpistole,
Sportpistole Duell / Zentralfeuerduell und Standardpistole (20 und
10 Sekunden). Der Schütze senkt den Arm um mindestens 45 Grad
aus der Waagerechten.
In dieser Haltung erwartet der Schütze das Zudrehen der Scheibe/
Scheiben oder das Signal zum Schießen, ohne den Arm zu beugen
oder zu bewegen. In dem Augenblick, in dem sich die Scheibe zu
drehen beginnt, darf der Schütze die Pistole bewegen.

17
Vorderlader 25, 50 und 100 m
Waffe: zugelassen sind Originalwaffen, soweit sie den
Regeln entsprechen und deren Nachbauten, die einem
zugelassenen Original entsprechen

Ladung: nur fabrikmäßig hergestelltes Schwarzpulver

Aus Sicherheitsgründen dürfen nur abgepackte Ladungen


verwendet werden. Als Richtmaß für die Ladung gilt für
Langwaffen: 0,25 g Schwarzpulver pro mm Kaliber und
für Kurzwaffen 0,1 g Schwarzpulver pro mm Kaliber. Als
Material für die Geschosse darf nur Weichmetall verwendet
werden.

Scheiben: wie Freie Pistole 50 m, Ausnahme Steinschloss-


muskete Breite des Ringes 10 = 80 mm, der Ringe 5 bis 9 =
je 40 mm

Kugelwettbewerbe:
a) Perkussionsgewehr: 50 m stehend (Perkussionsscheiben-
gewehr), Geschossform beliebig (Regel 7.10 SpO)
b) Perkussions-Freigewehr 100 m liegend, Geschossform
beliebig (Regel 7.15 und Regel 7.16 300 m SpO)
c) Perkussions-Dienstgewehr 100 m liegend, Mindestka-
liber 13,5 mm, Geschossform zur Waffe gehörend, zum
Beispiel Miniégeschoss (Regel 7.20 SpO)
d) Steinschlossgewehr 50 m stehend, Geschoss nur Rund-
kugel (Regel 7.30 und Regel 7.31 100 m liegend SpO)
e) Militärische glatte Steinschlossmuskete 50 m stehend,
Mindestkaliber 13,5 mm, Geschoss nur Rundkugel, keine
Kimme (Regel 7.35 SpO)
f) Perkussionsrevolver 25 m stehend, Geschossform belie-
big (Regel 7.40 SpO)
g) Perkussionspistole 25 m stehend, Geschoss nur Rund-
kugel (Regel 7.50 SpO)
h) Steinschlosspistole 25 m stehend, Geschoss nur Rund-
kugel (Regel 7.60 SpO)

Programm: 15 Schuss in 40 Minuten, vorher unbegrenzte


Anzahl von Probeschüssen in 10 Minuten

18
Vorderlader mit Flinten
Waffen: zugelassen sind Originalwaffen, soweit sie den
Regeln entsprechen, und deren Nachbauten, sofern sie
einem zugelassenen Original entsprechen

Ladung: maximal 6,2 g Schwarzpulver, Weichmetallschrote


Ø maximal 2,5 mm, Gewicht der Schrotladung maximal
35 g

Wettbewerbe:
a) Perkussionsflinte (Regel 7.71 SpO)
b) Steinschlossflinte/glattes Steinschlossgewehr
(Regel 7.72 SpO)

Anschlag: Voranschlag

Programm: Deutsche Meisterschaft 50 Wurfscheiben in


zwei Durchgängen, Wurfweite 60 m ± 5 m

Trap

Waffen: zugelassen sind alle Flinten einschließlich deren


halbautomatische Modelle, die das Kaliber 12 nicht über-
schreiten.

19
Halbautomatische Flinten müssen so beschaffen sein, dass
sich nicht mehr als eine Patrone in das Magazin laden
lässt. Die Verwendung von Vorderschaftrepetierflinten
(sogenannte Pump Guns) ist verboten.

Anschlag: innerhalb der Vorbereitungszeit (10 Sekunden)


geht der Schütze in den Voranschlag und ruft die Scheiben/
Dubletten ab, diese werden mit einer zeitlich variierenden
Verzögerung zwischen 0 und 1 Sekunde geworfen

Programm: Internationale Wettkämpfe werden bei Män-


nern über 150 Wurfscheiben (drei Serien à 25 Dubletten)
und bei Frauen über 120 Wurfscheiben (drei Serien à 20
Dubletten) durchgeführt (Qualifikation). Danach nehmen
die sechs besten Schützen (nur Männer – Frauen wurden
ab 2004 aus dem olympischen Programm genommen) an
einem Finale mit 25 Dubletten teil. Beim Finale werden
auch hier Treffergleichheiten mit einem sogenannten
„Shoot-off“ (Stechen) entschieden. Bei nationalen Turnie-
ren können größere oder kleinere Wettkampfprogramme
ausgeschrieben werden. Die erreichte Trefferleistung ent-
scheidet über die jeweilige Platzierung des Teilnehmers.
Doppeltrap ist seit 1996 olympische Disziplin. Nach den
Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde die Disziplin
Doppeltrap/Frauen aus dem Olympischen Programm ge-
nommen.

Munition: Verwendet werden Schrotpatronen, deren


Hülsenlänge im abgeschossenen Zustand nicht mehr als
70 mm beträgt. Der Durchmesser der Schrote darf maxi-
mal 2,6 mm betragen. Das Gewicht der Schrotladung darf
24,5 g nicht überschreiten.

Programm: 15 Schuss in 40 Minuten. Vorher unbegrenzte


Anzahl von Probeschüssen in 10 Minuten.

Wurfscheiben: Verwendet werden Scheiben mit einem


Durchmesser von 110 mm (+/-1mm), einer Höhe von 25-26
mm sowie einem Gewicht von 105 g (+/-5 g). Die für den
offiziellen Trainingstag und den Wettkampftag verwende-
ten Scheiben müssen identisch sein. Die Scheiben können
verschiedene Farben (zum Beispiel schwarz, weiß, gelb,
orange) haben, müssen sich aber vom Hintergrund gut
sichtbar abheben.

Weite, Höhe, Winkel: Die Einstellung der Wurfweite, der


Wurfhöhe und der Winkeleinstellung der Scheiben erfolgt
nach einem von insgesamt neun zur Verfügung stehenden

20
Schemen. Die Wurfhöhe, gemessen von der Basisebene in
10 Meter Abstand von der Dachoberkante des sogenannte
„Trapgrabens“, variiert zwischen 1,5 und 3,5 m (+/-0,5 m).
Die Flugweite beträgt 76 m (+/-1 m). Die maximalen Wurf-
winkel betragen 45 Grad links beziehungsweise rechts. Die
Einstellung der Scheiben erfolgt in der Folge: Höhe, Weite,
Winkel.

Doppeltrap

Doppeltrapschießen wird in der Regel auf Trapanlagen


durchgeführt. Dabei wir nur die Maschinengruppe 3 (von
insgesamt 5 – siehe Trapschießen) = Wurfmaschinen Nr. 7,
8 und 9 – eingesetzt. Geschossen wird hier auf zwei
gleichzeitig abfliegende Scheiben, sogenannte Dubletten.

Waffen: Zugelassen sind alle Flinten einschließlich deren


halbautomatischer Modelle, die das Kaliber 12 nicht über-
schreiten. Halbautomatische Flinten müssen so beschaffen
sein, dass sich nicht mehr als eine Patrone in das Magazin
laden lässt. Die Verwendung von Vorderschaftrepetierflin-
ten (sogenannte Pump Guns) ist verboten.

Munition: Verwendet werden Schrotpatronen, deren


Hülsenlänge im abgeschossenen Zustand nicht mehr als
70 mm beträgt. Der Durchmesser der Schrote darf maxi-
mal 2,6 mm betragen. Das Gewicht der Schrotladung darf
24,5 g nicht überschreiten. Patronen mit sogenannten
Streukreuzen dürfen nicht verwendet werden. Auch sind
mit Schwarzpulver geladene Patronen nicht erlaubt.

21
Wurfscheiben: Verwendet werden Scheiben mit einem
Durchmesser von 110 mm (+/- 1mm), einer Höhe von 25 -
26 mm sowie einem Gewicht von 105 g (+/- 5 g). Die für
den offiziellen Trainingstag und den Wettkampftag ver-
wendeten Scheiben müssen identisch sein. Die Scheiben
können verschiedene Farben (zum Beispiel schwarz, weiß,
gelb, orange) haben, müssen sich aber vom Hintergrund
gut sichtbar abheben.

Weite, Höhe: Die Einstellung der Wurfweite, der Wurf-


höhe und der Winkeleinstellung der Scheiben/Dubletten
erfolgt nach einem von insgesamt drei zur Verfügung
stehenden Schemen (A, B und C). Die Wurfhöhe der
Scheiben, gemessen von der Basisebene in 10 m Abstand
von der Dachoberkante des sogenannten „Trapgrabens“,
variiert zwischen 3,0 und 3,5 m (+/- 0,1 m) je nach ver-
wendetem Schema. Die Wurfweite beträgt 55 m (+/- 1 m).
Die Wurfwinkel betragen 0 beziehungsweise 5 Grad links
beziehungsweise rechts.

Anschlag: Innerhalb der Vorbereitungszeit (10 Sekunden)


geht der Schütze in den Voranschlag und ruft die Scheiben/
Dubletten ab. Diese werden mit einer zeitlich variierenden
Verzögerung zwischen 0 und 1 Sekunde geworfen.

Wettkampfprogramm: Internationale Wettkämpfe wer-


den bei Männern über 150 Wurfscheiben (drei Serien à
25 Dubletten) und bei Frauen über 120 Wurfscheiben
(drei Serien à 20 Dubletten) durchgeführt (Qualifikation).
Danach nehmen die sechs besten Schützen (nur Männer –
Frauen wurden ab 2004 aus dem olympischen Programm
genommen) an einem Finale mit 25 Dubletten teil. Beim
Finale werden auch hier Treffergleichheiten mit einem
sogenannten „Shoot-off“ (Stechen) entschieden. Bei natio-
nalen Turnieren können größere oder kleinere Wettkampf-
programme ausgeschrieben werden. Die erreichte Treffer-
leistung entscheidet über die jeweilige Platzierung des Teil-
nehmers. Doppeltrap ist seit 1996 olympische Disziplin.
Nach den Olympischen Spielen 2004 in Athen wurde die
Disziplin Doppeltrap Frauen aus dem Olympischen Pro-
gramm genommen.

22
Skeet
Nach einer genau vorgegebenen Abfolge sind auf den ins-
gesamt acht Stationen sowohl Einzelscheiben als auch
Dubletten zu beschießen.

Waffen: Zugelassen sind alle Flinten einschließlich deren


halbautomatische Modelle, die das Kaliber 12 nicht über-
schreiten. Halbautomatische Flinten müssen so beschaffen
sein, dass sich nicht mehr als eine Patrone in das Magazin
laden lässt.

Die Verwendung von Vorderschaftrepetierflinten (soge-


nannte Pump Guns) ist verboten.

Munition: Verwendet werden Schrotpatronen, deren Hül-


senlänge im abgeschossenen Zustand nicht mehr als 70
mm beträgt. Der Durchmesser der Schrote darf maxi-
mal 2,6 mm betragen. Das Gewicht der Schrotladung darf
24,5 g nicht überschreiten. Patronen mit sogenannten
Streukreuzen dürfen nicht verwendet werden. Auch sind
mit Schwarzpulver geladene Patronen nicht erlaubt.

Wurfscheiben: Verwendet werden Scheiben mit einem


Durchmesser von 110 mm (+/-1mm), einer Höhe von 25 -
26 mm sowie einem Gewicht von 105 g (+/-5 g). Die für
den offiziellen Trainingstag und den Wettkampftag ver-
wendeten Scheiben müssen identisch sein. Die Scheiben
können verschiedene Farben (zum Beispiel schwarz, weiß,
gelb, orange) haben, müssen sich aber vom Hintergrund
gut sichtbar abheben.

Weite, Höhe: Die Einstellung der Wurfweite und der


Wurfhöhe der Scheiben erfolgt nach einem genau vorge-
schriebenen Schema. Die Wurfweite der Scheiben beträgt

23
zwischen 65 und 67 m. Die Wurfhöhe beträgt 4,60 m,
gemessen am Scheibenkreuzungspunkt zwischen dem
Hoch- und Niederhaus. Die Wurfscheiben müssen inner-
halb der Schussbegrenzung von 40,3 m (+/-0,1 m) zwi-
schen den beiden Häusern getroffen werden. Der Schuss-
sektor wird mit gut sichtbaren Pfählen gekennzeichnet.

Anschlag: Erst bei Sichtbarwerden der Wurfscheibe darf


der Schütze in den Anschlag gehen. Bis dahin hat er seine
Flinte mit dem Schaft an der Hüfte am entsprechenden
Markierungsstreifen der Schießweste zu halten. Die Vorbe-
reitungszeit auf der Station des Schützen bis zum Abruf der
Scheibe beträgt 15 Sekunden.

Wettkampfprogramm: Internationale Wettkämpfe wer-


den bei Männern über 125 Wurfscheiben (fünf Serien à 25
Scheiben) und bei Frauen über 75 Wurfscheiben (drei
Serien à 25 Scheiben) durchgeführt (Qualifikation). Danach
nehmen die sechs besten Schützen an einem Finale über
25 Scheiben teil. Bei nationalen Turnieren können größere
oder kleinere Wettkampfprogramme ausgeschrieben wer-
den. Beim Finale werden auch hier Treffergleichheiten mit
einem sogenannte „Shoot-off“ (Stechen) entschieden. Das
Stechen wird auf Station vier mit einem Dublettenschießen
in abwechselnder Reihenfolge Hoch-/Niederhaus und Nie-
der-/Hochhaus durchgeführt. Die erreichte Trefferleistung
entscheidet über die jeweilige Platzierung des Teilnehmers.

Alle Scheiben – Einzelscheiben als auch Dubletten – wer-


den mit einer zeitlichen Verzögerung zwischen 0 und 3
Sekunden nach dem Abruf des Schützen geworfen. Seit
1968 ist das Skeetschießen Olympischer Wettbewerb.

Weitere Informationen sind in der Sportordnung des


Deutschen Schützenbundes zu finden:

Teil 0 0.1 – 0.18.7


Allgemeine Regeln für alle Schießdisziplinen

Teil 3 3.0 – 3.20.4.5


Spezielle Regeln für das Flintenschießen

International:
„ISSF, Offizielle Statuten und Regelwerk-Teil 9“,
in Kraft sein 1. Januar 2009

24
Laufende Scheibe 10 m
Waffe: Luftgewehre (dazu zählen auch Luftdruckgewehre
die zum Antrieb kalte Gase verwenden) Kaliber 4,5mm,
Höchstgewicht 5,5 kg inklusive Zielfernrohr, beliebiger
Abzug, kein Stecher, Gesamtlänge des Laufes inklusive
System 1 m

Munition: handelsübliche Geschosse beliebiger Form im


Kaliber von maximal 4,5 mm

Scheiben: Ringscheiben mit einer Zielmarke und zwei


Ringeinteilungen von 1 bis 10 (Scheibe 15 cm hoch, 26 cm
lang), äußerer Ringdurchmesser der 10 = 5,5 mm (Innen-
zehner 0,5 mm), Breite von Ring 1 zu Ring 9 = 2,5 mm,
Gesamtdurchmesser = 50,5 mm, eine Scheibe mit einer
Ringscheibe und zwei Zielmarken darf auch verwendet
werden

Entfernung: 10 m

Anschlag: stehend freihändig

Bis zu dem Augenblick, in dem die Scheibe sichtbar wird,


hat der Schütze in schussbereiter Stellung zu stehen und
sein Gewehr mit beiden Händen zu halten, wobei der
Gewehrkolben die Markierung unterhalb des Ellenbogens
berühren muss. Erst beim Erscheinen der Scheibe nimmt
der Schütze das Gewehr in Anschlag (mit beiden Händen
gegen die Schulter).

Programme:
a) normales Programm: 60 Schuss (je Lauf ein Schuss),
davon je 30 Schuss im Langsam- und Schnelllauf
Beim Langsamlauf durchquert die Scheibe in 5 Sekunden
eine 10 m vor dem Schützen befindliche Schneise von 2 m
Breite, beim Schnelllauf in 2,5 Sekunden (Regel 4.10 SpO).
b) gemischter Lauf (Mix): zwei Durchgänge à 20 Läufe bei
gleicher Anzahl von Langsam- und Schnellläufen innerhalb
der Durchgänge (Regel 4.15 SpO)

25
Laufende Scheibe 10 m
Nachwuchswettbewerb
Waffe: wie Laufende Scheibe 10 m

Munition: wie Laufende Scheibe 10 m

Scheiben: Ringscheiben mit zwei Zielmarken und einer


Ringeinteilung von 1 bis 10 (Scheibe 15 cm hoch, 26 cm
lang), äußerer Ringdurchmesser der 10 = 8 mm, Breite von
Ring 1 zu Ring 9 = 4 mm, Gesamtdurchmesser = 80 mm,
die Zielpunkte haben einen Durchmesser von 30 mm

Anschlag: wie Laufende Scheibe 10 m

Programm: Schüler schießen 40 Schuss in zwei Durchgän-


gen zu je 20 Schuss, nur Langsamlauf Beim Langsamlauf
durchquert die Scheibe in 5 Sekunden eine 10 m vor dem
Schützen befindliche Schneise von 2 m Breite (Regel 4.11
SpO).

Laufende Scheibe 50 m
Waffe: Gewehre vom Kaliber 5,6 mm (.22 lfb/lr), Maximal-
gewicht 5,5 kg einschließlich Visierung (Zielfernrohr),
Abzugsgewicht mindestens 500 g, Mehrlader müssen als
Einzellader verwendet werden

Munition: handelsübliche Randfeuerpatronen im Kaliber


5,6 mm (.22 lfb/lr)

Scheiben: Wildschweinscheiben von natürlicher Größe mit


Zielringen von 1 bis 10, Durchmesser 10 = 60 mm, Breite
von Ring zu Ring = 17 mm, Scheibe soll aus Papier oder
Karton auf Sperrholz befestigt sein

Entfernung: 50 m

Anschlag:
wie Laufende Scheibe 10 m (normales Programm)

Programme:
a) normales Programm = 60 Schuss Normallauf, davon je
30 Schuss im Langsam- und Schnelllauf der Scheibe
Beim Langsamlauf durchquert die Scheibe in 5 Sekunden
eine 50 cm vor dem Schützen befindliche Schneise von 10 m
Breite, beim Schnelllauf in 2,5 Sekunden (Regel 4.20 SpO)

26
b) gemischter Lauf (Mix) = zwei Durchgänge à 20 Läufe bei
gleicher Anzahl von Langsam- und Schnellläufen innerhalb
der Durchgänge (Regel 4.25 SpO)

Bogen
Geräte: Recurvebogen, Blankbogen, Compoundbogen (bis
maximales Gipfelgewicht: 60 pounds), Pfeile aller Art,
außer Jagdpfeile, die die Scheibe beschädigen, sind erlaubt.
Außerdem: Pfeilköcher, Armschutz und Brustschutz.

Anschlag: Der Schütze muss beim Schießen aufrecht


stehen, er darf keine Stütze benutzen. Für versehrte Sport-
ler sind Ausnahmen zugelassen.

Scheiben und Auflagen: Der Scheibenkörper (Binsen,


Stramitplatte oder Ethafoamscheibe) hat die Abmessungen
von * 124 cm Durchmesser oder Quadrat. Die Scheibe
hat einen Neigungswinkel von 15° und das Zentrum der
Scheibe muss sich in einer senkrechten Höhe, gemessen
vom Boden, auf 130 cm ± 5 cm befinden. Die Scheibenauf-
lagen müssen eine Kennzeichnung der FITA-Lizenz aufwei-
sen. Die Auflagen bei der Disziplin FITA-Runde im Freien
sind in 10 Ringe eingeteilt, wobei vom Zentrum aus jeweils
2 Ringe zu verschiedenen Farbzonen zusammengefasst
sind. 10 und 9 = gold, 8 und 7 = rot, 6 und 5 = blau,
4 und 3 = schwarz und 2 und 1 = weiß. Für die Compound-
schützen gilt die verkleinerte innere 10 als „X“.

27
Die Auflagen bei der Disziplin FITA-Feldrunde sind in 6
Ringe eingeteilt, wobei das Zentrum gelb gekennzeichnet
ist. Alle übrigen Ringe sind schwarz.

Folgende Auflagenabmessungen sind laut FITA-Regelwerk


und der Sportordnung in folgenden Disziplinen vorgegeben:

FITA-Runde im Freien
Entfernungen: 90 m, 70 m, 60 m 122 Ø
Entfernung: 50 m 80 Ø
Entfernung: 30 m 4 x 80 – Spot

Für die Schüler sind folgende Größen vorgegeben:


Schüler A: Entfernung 50 m und 30 m 122 cm/80 cm Ø
Schüler B: Entfernung 25 m und 18 m 80 cm/60 cm Ø

FITA-Runde in der Halle


Entfernung: 25 m 60 cm Ø/dreifach Spot vertikal
Entfernung: 18 m 40 cm Ø/dreifach Spot vertikal

Für die Jugend und Schüler


sind folgende Größen vorgegeben:
Jugend: Entfernung 18 m 40 cm Ø
Schüler A: Entfernung 18 m 60 cm Ø
Schüler B: Entfernung 18 m 80 cm Ø

FITA-Feldbogenrunde
Entfernungen: 20 – 55 m 80 cm Ø
Entfernungen: 15 – 35 m 60 cm Ø
Entfernungen: 10 – 25 m 40 cm Ø
Entfernungen: 5 – 15 m 20 cm Ø

Innerhalb eines Sportjahres werden folgende Turniere und


Meisterschaften durchgeführt:

Turniere im Freien
FITA-Runde im Freien (internationale Sternturniere)
nach der FITA-Regel
• je 36 Pfeile auf 90, 70, 50 und 30 m
für Männer und Junioren
• je 36 Pfeile auf 70, 60, 50 und 30 m
für alle weiblichen Teilnehmer und Jugendliche
männlich/weiblich

28
Das internationale Sternturnier ist beim DSB-Bogenreferen-
ten zu beantragen.

FITA-Runde im Freien (nationale Sternturniere)


nach der SpO Teil 0 und 6
• je 36 Pfeile auf 90, 70, 50, 30 m beziehungsweise
• je 36 Pfeile auf 70, 60, 50, 30 m

Teilnehmergruppenzuordnung nach SpO Teil 0

Die Schießzeiten der Wertungspfeile


bei den Wettkämpfen im Freien betragen:
• lange Distanzen 90/70 m bzw. 70/60 m:
6 Pfeile (1 Passe) = 4 Minuten
• kurze Distanzen 50/30 m bzw. 25/18 m:
3 Pfeile (1 Passe) = 2 Minuten

FITA-Meisterschaftsprogramm im Freien
nach der SpO Teil 6
• 2 x 36 Pfeile auf 70 m für Schützen,
Frauen, Junioren männlich/weiblich,
Altersklasse männlich/weiblich und Senioren/innen
• 2 x 36 Pfeile auf 60 m für Jugendliche männlich/weiblich
• 2 x 36 Pfeile auf 40 m für die Schüler A
männlich/weiblich

Die Schießzeiten für das Meisterschaftsprogramm betragen


auf allen Distanzen 4 Minuten je Passe (6 Pfeile), alle auf
122 cm Ø.

Bei der Deutschen Meisterschaft werden in der Frauen-


und Schützenklasse, nach der Qualifikationsrunde (2 x 36
Pfeile), im Ausscheidungsschießen mit anschließendem
Finale (nach dem K.o.-System) die deutschen Meister mit
dem Recurve- und Compoundbogen ermittelt.

Turniere in der Halle


FITA-Runde in der Halle
(rekordberechtigt) nach der SpO Teil 6
• 2 x 30 Pfeile auf 25 m mit einer Auflage:
60 cm Ø/dreifach-Vertikalauflage oder
• 2 x 30 Pfeile auf 18 m mit einer dreifach-Vertikalauflage

29
Die Rekordberechtigung ist beim DSB-Bogenreferenten zu
beantragen.

Meisterschaftsprogramm in der Halle


nach dem Regelwerk des DSB SpO Teil 6

Entfernung: 18 m

• 2 x 30 Pfeile auf dreifach Spot vertikal für Schützen,


Frauen Junioren/innen, Altersklasse männlich/weiblich,
Senioren/innen
• 2 x 30 Pfeile auf die 40 cm Ø Auflage
für die Jugend männlich/weiblich und Blankbogen
• 2 x 30 Pfeile auf die 60 cm Ø Auflage
für die Schüler A männlich/weiblich

Die teilnehmenden Bogenklassen sind Blankbogen, Recur-


vebogen und Compoundbogen.

Bei den Deutschen Meisterschaften werden in der Frauen


und Schützenklasse nach der Qualifikationsrunde (2 x 30
Pfeile) im Ausscheidungsschießen mit anschließendem Finale
(nach dem K.o.-System) die deutschen Meister mit Recurve-
und Compoundbogen ermittelt. Die Ermittlung der Mann-
schaftsmeister erfolgt in der Bundesliga.
Die Schießzeit für alle Turniere in der Halle beträgt auf allen
Distanzen 2 Minuten je Passe (3 Pfeile).

Bundesliga Halle
Nach der Bundesligaordnung und den Durchführungsricht-
linien des Deutschen Schützenbundes.

Entfernung: 18 m

Auflagen: 3 x dreifach vertikal, Kennzeichnung mit A-B-C

Oberhalb der Scheibe ist eine digitale Anzeige mit Vereins-


namen und Angabe von Treffern und Ringsummierung.

Das Ziel der Wettkämpfe ist, die beste Mannschaft zu er-


mitteln.
Die Bundesliga Nord und Süd besteht aus jeweils acht
Mannschaften. Eine Mannschaft besteht aus drei teilneh-
menden Schützen und dem Mannschaftsführer. Es finden
vier Mannschaftswettkämpfe je Liga an verschiedenen
Orten am gleichen Tag statt. Jede Mannschaft bestreitet
sieben Matches (jeder gegen jeden). Näheres siehe DSB-
Ligaordnung.

30
Am Ende der vier Mannschaftswettkämpfe je Liga bestrei-
ten die vier besten Mannschaften das Bundesligafinale mit
dem Ziel, den deutschen Mannschaftsmeister zu ermitteln.
Unterhalb der Bundesliga sind Regionalliga und Landesliga
installiert. Diese Ligen schießen nach dem gleichen Zyklus
wie die Bundesliga. Dabei geht es in erster Linie um den
Aufstieg in eine höhere Ligaklasse.

Turniere im Feld
Turniere im Feld FITA-Feldrunde (Arrowhead-Turnier)
nach dem FITA-Regelwerk

Der Parcours besteht aus 12, 16, 20 oder 24 Scheiben, die


unterschiedlich im Gelände aufgestellt sind (Wiese, Wald
und Feld, bergauf und bergab). Der Wettkampf besteht aus
zwei Runden, wobei eine Runde mit unbekannten Entfer-
nungen und die andere auf bekannte Entfernungen ausge-
pflockt ist. Jede Gruppe besteht aus 2 bis 4 Schützen. Die
Schießzeit für die drei Wertungspfeile pro Stand beträgt
4 Minuten. Es gibt Recurve-, Blank- und Compoundbogen-
Wettbewerbe der Klassen: Frauen, Schützen, Jugend und
Schüler.

Deutsche Meisterschaft Feld nach der SpO Teil 6

Bei der deutschen Meisterschaft wird die Doppelrunde


absolviert, das heißt 24 Scheiben auf unbekannte und 24
Scheiben auf bekannte Entfernungen. Diese Meisterschaft
erstreckt sich über zwei Tage. Die teilnehmenden Klassen
sind Damen, Schützen-, Schützenaltersklasse, Jugend und
Schüler in der Recurve-, Blank- und Compoundbogen-Dis-
ziplin.

Sämtliche Bogendisziplinen werden über Vereins-, Kreis-,


Bezirks-, Landesmeisterschaft bis zur Deutschen Meister-
schaft geschossen.
Das internationale Wettkampfprogramm umfasst Europa-
und Weltmeisterschaften. Bei den Olympischen Spielen
wird nach dem FITA-Regelwerk-Olympic-Round der Wett-
kampf durchgeführt.

Weitere Schießregeln sind in der SpO Teil 0 und Teil 6 an-


gegeben. Für internationale Wettkämpfe gilt das FITA-
Regelwerk (Fédération Internationale de Tir à l’Arc, www.
archery.org). Die Bedingungen für die sportlichen Auszeich-
nungen sind in der jeweiligen Ausschreibung aufgeführt.

31
Armbrust
Internationale Bedingung auf 10 m
Waffe: alle Armbruste mit einer maximalen Visierlänge
von 720 mm, einem Gesamtgewicht bis zu 6,75 kg und
einer Sehnenlänge von maximal 608 mm, Konstruktion der
Waffe: Bogen aus Stahl oder Kohle- beziehungsweise Glas-
faser, Sehne aus gebündelten Stahldrähten oder Textil-
fasern, Stahlbahn mit Schlitten

Pfeile: aus beliebigem Material mit einem Zylinder aus


Stahl mit ungebrochenen Kanten und einem Zylinderdurch-
messer von 4,5 mm sowie einer Zylinderlänge von 11 mm

Scheiben: wie Luftgewehr

Entfernung: 10 m

Anschlag: stehend freihändig

Programm: 40 Schuss in 90 Minuten einschließlich einer


unbegrenzten Anzahl von Probeschüssen. Bei Wettkämpfen
bis zur Bezirksmeisterschaft auch 20 Schuss in 50 Minuten
einschließlich einer unbegrenzten Anzahl von Probeschüssen
(Regel 5.10 SpO).

Internationale Bedingung auf 30 m


Waffe: alle Armbruste mit einer maximalen Visierlänge
von 720 mm, keine Gewichtsbeschränkung, Konstruktion
der Waffe: Bogen aus Stahl oder Kohle- beziehungsweise
Glasfaser, Sehne aus gebündelten Stahldrähten oder Textil-
fasern, Stahlbahn mit Schlitten

Bolzen: aus beliebigem Material mit einem Zylinder aus


Stahl mit ungebrochenen Kanten und einem Zylinderdurch-
messer von 6 mm sowie einer Zylinderlänge von 15 mm

Scheiben: Ringdurchmesser der 10 = 6 mm,


Ringbreite = 6 mm, Spiegeldurchmesser = 114 mm

Entfernung: 30 m

32
Anschlag: stehend freihändig und kniend freihändig

Programm: 60 Schuss, davon je 30 stehend und kniend in


jeweils 90 Minuten einschließlich maximal 10 Probeschüsse
je Anschlagsart, bei Wettkämpfen bis zur Bezirksmeister-
schaft auch 30 Schuss und zwar je Anschlagsart in insge-
samt 105 Minuten einschließlich einer unbegrenzten
Anzahl von Probeschüssen (Regel 5.20 SpO)

Nationale Bedingung
Das Armbrustschießen – nationale Bedingung – ist ein tra-
ditionelles Schießen mit einer Vogel- oder Hocharmbrust
auf den Vogelbaum, an dem in 29 m Höhe ein Stern mit
Blattln von 85 x 85 mm befestigt ist. Jeder Schütze hat
nach zwei Probeschüssen 15 Wettkampfschüsse. Dieses
Sternschießen kann mit einem Scheibenschießen im Ste-
hendanschlag kombiniert werden, bei dem 20 Wettkampf-
schüsse und bis zu zehn Probeschüsse in maximal 60 Minu-
ten abzugeben sind. Die Scheibe hat 6 Ringe (Ringbreite
der 6 = 20 mm, der 5 = 10 mm, der 1 bis 4 = 15 mm). Für
die Kombinationswertung Stern- und Scheibenschießen
zählt ein Blattl 6 Punkte, so dass insgesamt 210 Punkte
(90 aus Sternschießen, 120 aus Scheibenschießen) zu errei-
chen sind. (Regel 5.30 SpO)

Ein besonderer Wettkampf ist das sogenannte Adlerschie-


ßen. Dabei wird mit der Vogelarmbrust auf einen hölzernen
Adler (ca. 2,15 m hoch und 1,80 m breit) geschossen, der
am Vogelbaum befestigt ist. Sieger ist der Schütze mit dem
höchsten Gesamtgewicht abgeschossenen Holzes.

Feldarmbrust
Waffe: Armbrust mit mechanischem Abzug, einem Ge-
samtgewicht einschließlich Zubehörs bis zu 10 kg, einer
maximalen Länge der Visierlänge von 720 mm, Bogen-
breite bei aufgezogener Sehne (kein Metall) bis zu 90 cm
und einer Spannkraft bis zu 43 kg

33
Pfeile: Aus beliebigem Material (in der Regel Aluminium-
rohr) in einer Länge zwischen 304 mm und 457 mm.

Scheiben: farbige 10er Ringscheiben wie beim Bogen-


schießen mit 60 cm Durchmesser (10er Ring = 60 mm,
Ringbreite 1 bis 9 = 60 mm)

Entfernung: 65 m – 50 m – 35 m
(der Wettbewerb wird in dieser Folge geschossen)

Anschlag: stehend freihändig

Programm: internationale Runde an zwei aufeinander-


folgenden Tagen je 90 Wettkampfschüsse, je Distanz 30
Wettkampfschüsse, Schießzeit für drei Schuss nach Kom-
mando jeweils 3 Minuten, Probeschüsse bis zu sechs vor
dem 65-m Durchgang, bis zu drei vor dem 50-m-Durch-
gang, daneben auch Hallenprogramme auf kürzere Ent-
fernungen und kleinere Scheiben (Regel 5.40 SpO)

34
Sommerbiathlon
Sommerbiathlon ist ein internationaler Wettkampfsport,
der zwei Sportarten miteinander kombiniert. Bei den Wett-
kämpfen des DSB werden hier vorrangig aus Cross-Laufen
und Schießen mit dem Kleinkalibergewehr (KK) oder dem
Luftgewehr (LG) miteinander kombiniert. Andere Kombi-
nationsmöglichkeiten sind für Wettkämpfe ebenfalls zuge-
lassen, werden jedoch nicht als „Deutsche Meisterschaf-
ten“ ausgetragen. Diese können neben dem Cross-Laufen
und Schießen unter anderem auch Rollerski und Schießen
(=Roller Biathlon), Inlinern/Cross-Skater (Skike) und Schie-
ßen, Mountainbike fahren und Schießen sein, wobei das
Schießen mit dem Kleinkalibergewehr (KK) oder dem Luft-
gewehr (LG) auch durch Schießen mit dem Laser-Gewehr
als Wettkampfvariante, speziell bei Schnupper- oder City-
Veranstaltungen zur Anwendung kommen kann. Näheres
zu diesen verschiedenen mit Sommerbiathlon verbundenen
Sportvarianten ist in den Sommerbiathlon Wettkampfre-
geln festgelegt.

Gewehre und Munition


Luftgewehre: handelsübliche Einzel- und Mehrlader, Luft-
druck-, Pressluft- und CO2-Gewehre, bei Mehrladern be-
trägt das Abzugsgewicht 500 g, Munition (Diabolokugeln)
Kaliber 4,5 mm (.177).
Kleinkaliber: handelsübliche Einzel- und Mehrlader, bei
Mehrladern beträgt das Abzugsgewicht 500 g, Munition
Randfeuerpatronen 5,6 mm (.22 lfb/lr)
Lasergewehr: beide eingesetzten Waffenvarianten (LG &
KK) können durch entsprechende Laser-Gewehr-Modelle
(für 10 und 50 m Wettkämpfe) ersetzt werden

Magazine
Die Magazine dürfen nicht mehr als fünf Patronen/Diabolo-
kugeln fassen.

35
Schießstand und Scheiben
Luftgewehr: Scheibenentfernung 10 m,
Trefferfläche liegend 15 mm, stehend 35 mm Durchmesser
Kleinkaliber: Scheibenentfernung 50 m,
Trefferfläche liegend 45 mm, stehend 115 mm Durchmesser

Beim Einsatz des Lasergewehrs (für 10 und 50 m Wett-


kämpfe) sollen Scheibenentfernung sowie Ziel- und Treffer-
flächen gleich sein.

Anschläge
Liegend: Das Gewehr darf nur Hände, Schulter und Wange
berühren. Das Gewehr muss deutlich vom Boden abgeho-
ben sein.
Stehend: Der Biathlet muss frei und ohne Unterstützung
stehen.

In beiden Anschlägen ist ein Schießriemen von 40 mm


Breite gestattet.

Strafen/Strafrunden
Der Biathlet bekommt, je nach Wettkampfart, für jeden
Fehlschuss entweder 30 Sekunden Strafe oder er muss
jeweils eine Strafrunde von 70 m laufen.

Wettkampfarten im Sommerbiathlon
Einzel-, Sprint-, Supersprint-, Massenstart- und Verfol-
gungswettkampf als Individualsportart, sowie Staffelwett-
kampf und „Gemischte Staffel“ als Teamwettkampf.

36
Bedingungen für Landes- und
Deutsche Meisterschaften

Wettkampspezifikationen –
Laufen und Schießen Luftgewehr und Kleinkaliber
Wett- Streckenlänge Lauf- Schieß- Schieß-
kampf und Wettkampf- Schleifen einlagen strafe
Klasse art
Männer 7 km Einzel- 5 L, S, L, S 30 Sek.
wettkampf
Herren AK 4 km Sprint 3 L, S 70 m
Senioren 6 km Verfolgung 5 L, L, S, S
6 km Massenstart 5 L, L, S, S
Junioren A
2 x 2 km 8 x 0.5 L, S, L, S
Junioren B Gem. Staffel (je) + 3 Res.
3 x 4 km Staffel 3*3 L, S (je)
+ 3 Res.
Frauen 6 km Einzel- 5 L, S, L, S 30 Sek.
wettkampf
Damen AK 3 km Sprint 3 L, S 70 m
Seniorinnen 5 km Verfolgung 5 L, L, S, S
5 km Massenstart 5 L, L, S, S
Juniorinnen
A 2 x 2km 8 x 0.5 L, S, L, S
Gem. Staffel (je) + 3 Res.
Juniorinnen 3 x 3 km Staffel 3*3 L, S (je)
B + 3 Res.
Jugend 5 km Einzel- 5 L, S, L, S 30 Sek.
männl. wettkampf
3 km Sprint 3 L, S 70 m
Jugend
weibl. 4 km Verfolgung 4 L, L, S
4 km Massenstart 4 L, L, S
3 x 3 km Staffel 3*3 L, S (je)
+ 3 Res.
Schüler A 4 km Einzel- 5 L, S, L, S 30 Sek.
männl. wettkampf
2,4 km Sprint 3 L, S 70 m
Schüler A
weibl. 3,2 km 4 L, L, S
Verfolgung
3,2 km 4 L, L, S
Massenstart
3 x 1,5 km 3*3 L, L (je)
Staffel + 3 Res.
Schüler B 4 km Einzel- 5 L, L, L, L 30 Sek.
männl. wettkampf
2,4 km Sprint 3 L, L 70 m
Schüler B
weibl. 3,2 km 4 L, L, L
Verfolgung
3,2 km 4 L, L, L
Massenstart
3 x 1,5 km Staffel 3*3 L, L (je)
+ 3 Res.

37
Breitensportveranstaltung DSB – Cup
Seit Jahren wird durch den DSB neben der Deutschen Meis-
terschaft der DSB-Cup als Spitzenveranstaltung auf höchs-
tem Niveau speziell für den Breitensportbereich durch-
geführt. Der Deutschland-Cup wird für Schüler, Jugend,
Junioren und für vier Damen- und fünf Herrenklassen aus-
geschrieben. Er ist am Breitensport orientiert, entsprechend
sind die Laufstrecken (2,5 - 5 km) und die Schießeinlagen
(Schüler zwei/alle anderen Klassen drei) ausgelegt.

Zeitgutschrift
Bei dieser Veranstaltungsvariante gibt es eine Zeitgutschrift
von 20 Sekunden für jede Schießeinlage für Sportler die
mit Seitenspannern schießen.

Bedingungen
Die Qualifikationskriterien für den DSB-Cup werden durch
die Landesverbände individuell festgelegt.

Veranstaltungen
Für sämtliche Schießwettkämpfe im Bereich des Deutschen
Schützenbundes hat die „DSB Sportordnung“ Gültigkeit.
Sie enthält alle erforderlichen Bestimmungen für einen ord-
nungsgemäßen Ablauf der betreffenden Veranstaltung und
für eine einheitliche und daher vergleichbare Bewertung
der erzielten Resultate.

Sportliche Wettkämpfe
Als sportliche Wettkämpfe gelten nur solche Wettbewerbe,
bei denen eine Schusszahl von mindestens 15 Schüssen in
einer der drei Anschlagsarten freihändig verlangt werden.
Diese Wettbewerbe werden sowohl vom Verein als auch
von der betreffenden Ortsgemeinschaft, vom Kreis, Bezirk,
Gau, Landesverband, dem Deutschen Schützenbund und
schließlich von den internationalen Verbänden (ISSF, FITA,
MLAIC, IAU) ausgeschrieben. Die jeweilige Ausschreibung
soll enthalten:

a) Name, Anschrift und Telefonnummer der


ausschreibenden Stelle,
b) genaue Bezeichnung des Bereiches,
an den sich die Ausschreibung wendet,

38
c) Zeit und Ort des Wettkampfes,
d) Ausschreibung der einzelnen Wettbewerbe mit
Nennung der angesetzten Preise und Auszeichnungen,
Schusszahl, Schusszeit, Anschlagsarten, Waffenarten,
Zeitpunkt des Meldeschlusses, Klassen- und Unter-
stufeneinteilung sowie Startgeld.

Im Einzelnen werden folgende Wettkämpfe


unterschieden:

auf nationaler Ebene


• Schießen um die Leistungsabzeichen
• Rundenwettkämpfe
• Freundschaftswettkämpfe
• DSB-Pokal
• Ladies-Cup
• Fernwettkämpfe
• Meisterschaftswettkämpfe
(Verein, Kreis/Gau/Bezirk, Land, Bund)
• Bundes-/Regionalliga Luftgewehr, Luftpistole, Bogen

auf internationaler Ebene


• Länderkämpfe
• Weltcups
• Europameisterschaften
• Weltmeisterschaften
• Olympische Spiele

39
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40
Tradition
Zahlreiche Vereine (auch Landesverbände und ihre Unter-
organisationen) im Deutschen Schützenbund pflegen tradi-
tionelle Schießsportarten mit traditionellen oder modernen
Waffen. Dazu gehören unter anderem:
• Einladungsschießen
• Preisschießen
(zum Beispiel zu jahreszeitlichen Gelegenheiten)
• Königsschießen
• Vogel- oder Adlerschießen
• Blattlschießen

Da diese Schießwettbewerbe auf zum Teil mündlich über-


lieferten, Jahrhunderte alten und regional höchst unter-
schiedlichen Bräuchen beruhen, gibt es für sie kein einheit-
liches Regelwerk. Die Ausschreibung eines traditionellen
Schießens ist deshalb zwar dem Veranstalter überlassen, sie
enthält jedoch eine ebenso detaillierte und verbindliche
Schießordnung, wie sie bei allen anderen sportlichen Wett-
kämpfen vorgeschrieben ist.

Bundeskönig/Bundeskönigin
In jedem Jahr führt der Deutsche Schützenbund das Bun-
deskönigsschießen durch. Teilnehmer sind die Schützen-
könige und Schützenköniginnen der Landesverbände.

Armbrust nationale Bedingungen


(national traditionell)
Im Rahmen des Münchener Oktoberfestes finden die Deut-
schen Meisterschaften im traditionellen Armbrustschießen
nach nationalen Bedingungen statt. Es wird horizontal auf
die Scheibe und vertikal auf den Stern geschossen. Es gibt
eine Kombinations- und eine Mannschaftswertung.

Die Sportordnung des Deutschen Schützenbundes regelt


die Durchführung der Deutschen Meisterschaften im tradi-
tionellen Bereich. Sie gibt ebenfalls allgemeine technische
und sportliche Richtlinien für das Adler- und Königsschie-
ßen für Vereine und Verbände, die traditionelles Schießen
in ihr Veranstaltungsprogramm aufnehmen wollen.

41
Traditions- und Brauchtumspflege
Schützentradition und -brauchtum sind regionale Erschei-
nungen und sehr unterschiedlich. Sie werden in erster Linie
von den Landesverbänden und den Vereinen gepflegt. Der
Deutsche Schützenbund leistet Hilfestellung bei grundsätz-
lichen Fragen zu Geschichte und Kulturgeschichte, Tradi-
tion und Brauchtum, bei der Erstellung von Chroniken, Ver-
bands-, Kreis- und Vereinsfestschriften. Er verfügt in seiner
Bundesgeschäftsstelle über ein umfangreiches Archiv und
eine große Bibliothek zum Schützenwesen, auf die die Mit-
glieder nach Absprache jederzeit zugreifen können.

Seit Mai 2004 betreibt der Deutsche Schützenbund auf


Schloss Callenberg bei Coburg das Deutsche Schützenmu-
seum. Auf circa 400 qm werden die Geschichte und fas-
zinierende Vielfalt des Schützenwesens von den Anfängen
in prähistorischer Zeit bis zum spannenden Sportschießen
unserer Tage mit wertvollen Exponaten und modernster
Ausstellungstechnik präsentiert. Die im Aufbau befindliche
Dauerausstellung wird durch regelmäßig wechselnde Son-
derausstellungen mit Themen aus den Bereichen Tradition
und Sport ergänzt. Eine Mitmachstation lädt dazu ein, das
Sportschießen unter realistischen Bedingungen selbst ein-
mal auszuprobieren.

42
Frauen im
Deutschen Schützenbund
Im Deutschen Schützenbund sind ca. 320.000 Frauen in
Schützenvereinen organisiert. Frauen sind somit nicht nur
passive Mitglieder, sondern greifen aktiv in den schieß-
sportlichen Ablauf ein. In Vereinen engagieren sie sich in
vielschichtiger Weise an der Gestaltung des Vereinslebens.

In den letzten Jahren haben Olympiasiegerinnen, Welt-


und Europameisterinnen aus Deutschland immer wieder
gezeigt, wie gut sich die besten Frauen des DSB auf inter-
nationaler Ebene in Szene setzen können.

Leitung und Organisation der Frauenarbeit


im Deutschen Schützenbund
Die Arbeit der Frauen im Deutschen Schützenbund wird
über die Funktion der Frauenbeauftragten geplant und
koordiniert. Zusammen mit ihrer Stellvertreterin und einem
Planungsausschuss verantwortet sie alle Aktivitäten der
Frauen auf internationaler Ebene.
Über die Landesdamenleiterinnen bis zu den Vereins-
damenleiterinnen wird ein Netz gebildet, in dem Informa-
tionen und Synergieeffekte jederzeit genutzt werden kön-
nen. Die Bundesfrauenbeauftragte wird von den Landes-
damenleiterinnen alle vier Jahre neu gewählt. Zusammen
mit dem Planungsausschuss erarbeitet sie Strukturen für
die Frauen im Deutschen Schützenbund. Dabei geht es um
die Gewinnung und Ausbildung von Frauen für ein Ehren-
amt oder die sportliche Förderung von Schützinnen auf
nationaler Ebene. Öffentlichkeitsarbeit, Werbung für den
Frauen-Schießsport und die Gewinnung von neuen Frauen
als Mitglieder in den Vereinen gehören mit zu den wichtigs-
ten Aufgaben.

Jugendarbeit
Aufbau und Organisation
Die Jugendorganisationen aller 20 Mitgliedsverbände des
Deutschen Schützenbundes und die Mitarbeiter im Jugend-
bereich bilden die Deutsche SchützenJugend (DSJ). Ihr
gehören rund 300.000 Jugendliche bis zum Alter von 26
Jahren an, die in ca. 15.000 Vereinen organisiert sind.

Die Deutsche SchützenJugend führt und verwaltet sich im


Rahmen der Satzung des DSB und ihrer Jugendordnung
selbständig und entscheidet über die ihr zufließenden Mittel.

43
Das oberste Organ ist die Jugend-Delegiertenversammlung,
die alle zwei Jahre einberufen wird. Sie wählt alle vier Jahre
den Jugendvorstand und alle zwei Jahre die drei Bundes-
jugendsprecher.

Ziele der Deutschen SchützenJugend


Die Jugendarbeit im Schießsport ist durch gesellschaftliche
und sportliche Vielfalt, Mitbestimmung, Mitgestaltung
und Mitverantwortung sowie durch Spaß und Kreativität
gekennzeichnet.

Dabei will die Deutsche SchützenJugend


• zur Persönlichkeitsbildung der jungen Menschen
beitragen,
• zu sozialem Verhalten anregen,
• die Integration von „behinderten“ bzw. sozial
benachteiligten Sportlerinnen und Sportlern fördern,
• Kooperationen mit Schulen eingehen
• sporttreibende Jugendliche zum gesellschaftlichen
Engagement anregen.

Angebote der Deutschen SchützenJugend


Zu den vielfältigen Angeboten der DSJ gehören eine Viel-
zahl von Aus- und Fortbildungsmaßnahmen rund um die
sportliche und überfachliche Jugendarbeit, Wettkämpfe
auf nationaler und internationaler Ebene, jährlich statt-
findende Begegnungen mit jungen französischen und pol-
nischen Schützinnen und Schützen sowie Jugendfreizeiten
und Jugendfahrten. Weiterhin präsentiert sich die DSJ auf
bundesweiten Aktionen und wirbt für den Schießsport in
Deutschland. Aktive Jugendarbeit in der Öffentlichkeit, ver-
bunden mit regelmäßigen Publikationen von Broschüren
und Flyern, gehören daher ebenfalls zum Angebot der DSJ.

www.dsj-dsb.de
Die Online-Plattformen der DSJ bieten zahlreiche weiter-
führende Informationen zum Thema Jugendarbeit. Über
die Website erhält man Zugang zu Terminen aus den Be-
reichen Aus- und Fortbildung, Sport, Öffentlichkeitsarbeit
und Jugendsprecher. Im Download-Bereich finden sich alle
aktuellen Ausschreibungen, Broschüren und Faltblätter als
PDF sowie Logos und Formulare zur eigenen Verwendung.
Darüber hinaus werden über die Facebook-Fanseite der
DSJ gezielt jüngere Menschen angesprochen und zum
Austausch von Erfahrungen und Aktionen angeregt.

44
Angebote für
behinderte Sportschützen
Der Deutsche Schützenbund war einer der ersten Verbände
im deutschen Sport, der nach 1945 Angebote für seine
kriegsbehinderten Mitglieder machte. Da es in dieser Zeit
noch fast keine Kurzwaffenschützen gab, beschränkte sich
das Sportangebot auf Gewehrdisziplinen. Bis heute sind
dies die Disziplinen Luftgewehr, Zimmerstutzen und KK-
100-Meter. Diese Disziplinen wurden und werden von der
Kreis- (Gau-) bis zur Deutschen Meisterschaft ausgetragen.
Auch die Einordnung, heute sagt man dazu Klassifizierung,
war damals noch sehr einfach gehalten.
Im Laufe der Jahrzehnte änderten sich die Behinderungen
jedoch grundlegend. Heute gibt es jene Behinderungen
wie vor 50 Jahren kaum mehr. In diesen fünf Jahrzehnten
erlangte aber ein anderer Fachverband die führende Kom-
petenz in sportlichen Behindertenangelegenheiten, weil er
sich ausschließlich damit befasst: Der Deutsche Behinder-
tensportverband, kurz DBS.

Dieser Verband, wie der Deutsche Schützenbund auch Mit-


glied im Deutschen Olympischen Sportbund, führt eben-
falls innerdeutsche Meisterschaften durch und betreut alle
sportlichen Maßnahmen, die über eine Deutsche Meister-
schaft hinausgehen, dazu zählen Länderkämpfe, Europa-
oder Weltmeisterschaften und letztlich auch die Paralym-
pischen Spiele. Es lag für den Deutschen Schützenbund
also nahe, mit diesem Verband eine möglichst enge Ko-
operation anzustreben. Seit dem Jahre 2001 besteht ein
Kooperationsvertrag zwischen beiden Dachverbänden, der
die sportliche Zusammenarbeit festhält.

Heute wird diese sportliche Zusammenarbeit immer mehr


von der Ebene der beiden Dachverbände in Richtung der
Mitgliedsvereine verlagert. Das geschieht zum Wohl aller
Behinderten, die den Schießsport als Breiten- oder als Spit-
zensport betreiben möchten. Die kooperative Zusammen-
arbeit ist eine zeitgemäße Lösung, bei der sich die Möglich-
keiten beider Partner sinnvoll ergänzen.

In den etwa 15.000 Vereinen des Deutschen Schützenbun-


des können Behinderte sowohl Bogenschießen, wie auch
etliche Disziplinen mit Kurz- oder Langwaffen praktisch das
ganze Jahr über ausüben.

Seit 2011 können Schützen mit der Schadensklasse SH1 im


Rahmen der Bundes- und Regionalliga-Wettkämpfe für
Luftgewehr und Luftpistole teilnehmen.

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46
Breitensport im
Deutschen Schützenbund
Sportschießen für alle,
die bunte Vielfalt des Schießsports
Der Deutsche Schützenbund leistet fortwährend umfas-
sende Imagearbeit für den Breitensport und entwickelt
spezielle und allgemeine Sportangebote. Zielgruppen sind
unter anderem Vereine allgemein, Familien, Frauen, Ju-
gendliche und Senioren. Die unterschiedlichen Aktivitäten
gehen von Freizeitaktionen über Fitness und Gesundheit,
Aus- und Fortbildungen, Integration, Tradition, sportliche
Auszeichnungen bis hin zur Vereinsberatung.

Bundesweite Breitensportangebote
Veranstaltungen
Gezielt unterstützt der Deutsche Schützenbund seine Ver-
bände und dessen Vereine mit diversen Konzepten für Brei-
tensportaktivitäten. So konnten zum Beispiel in den ver-
gangenen Jahren auf vielen sportlichen und kulturellen
Events, wie den „Festivals des Sports“ oder der „Mission
Olympic“ spannende Aktionen für ein breites Publikum
durchgeführt werden. Dies sind Großveranstaltungen des
Deutschen Olympischen Sportbundes. Sie finden meist im
Sommer in wechselnden Städten immer dort statt, wo
garantiert viele Menschen erwartet werden. Sei es mitten
in der Fußgängerzone, in stark frequentierten Parks, auf
viel besuchten Festplätzen oder Sportstätten. Somit werden
jährlich rund 400.000 Besucher angesprochen. Mit dem
„Aufblasbaren Schießstand“ wurde und werden diese her-
vorragenden Plattformen erfolgreich genutzt. Darüber hin-
aus können die Landesverbände über die Bundesgeschäfts-
stelle des DSB in Wiesbaden diesen mobilen Schießstand
kostenlos – nur der Transport geht zu Lasten des Mieters –
ausleihen. Dieser wird durch einen Kompressor in Minuten
aufgeblasen und ist mit der entsprechenden Inneneinrich-
tung für Armbrust- oder Luftgewehrschießen in kurzer Zeit
einsatzbereit.
In den Schützenvereinen selbst werden mannigfaltige all-
gemeine und spezielle breitensportliche Angebote bereit-
gehalten. Sie sind so facettenreich wie alle freizeitbetonten
Aktivitäten der Menschen nur sein können. Informationen
über die Vereine erhalten Sie von unseren Landesverbänden.

47
Breitensportangebote
im Bundesleistungszentrum Wiesbaden
Jedermann-Lehrgänge
Lehrgänge für Jedermann sind im Bundesleistungszentrum
Sportschießen zur festen Einrichtung geworden. Angeboten
werden 3-Tage-Lehrgänge und Wochenlehrgänge in den
Disziplinen Bogen, Gewehr, Pistole, Trap/Skeet/Doppeltrap.
Die Lehrgänge sind offen für jeden, der Mitglied eines Ver-
eins im Deutschen Schützenbund oder eines ausländischen
Schützenverbandes ist. Unterschiedliches Leistungsniveau
spielt keine Rolle. Die Ausbildungsmaßnahmen werden von
Diplom-, A- und B-Trainern des Deutschen Schützenbundes
geleitet. Rund 4.000 Schützinnen und Schützen nutzten
inzwischen dieses Angebot, so dass der Unterrichtsstoff in
einigen Disziplinen sogar speziell für Fortgeschrittene aus-
gebaut werden konnte. Die Teilnahme ausländischer Schüt-
zen sorgt zudem für internationales Flair.

Es werden unter anderem folgende Themen


in Theorie und Praxis behandelt:
• Technik und Taktik des Schießens
• Durchführung verschiedener Trainingsmethoden
• systematischer Trainingsaufbau für Anfänger und
Fortgeschrittene
• Trainingsplanung – allgemein und individuell
• mentale und psychologische Wettkampfvorbereitung
• möglich: Ernährungslehre, Filme, Videoanalyse,
Arbeiten mit der Messplatte
• Fitness und Entspannung

48
Wettkämpfe und Wettbewerbe
des Deutschen Schützenbundes
Ranglistenturniere
Bei den disziplinspezifischen Unterschieden haben die vom
Deutschen Schützenbund nur in der Einzelwertung aus-
geschriebenen Ranglistenturniere einige wichtige Gemein-
samkeiten: Die besten Schützinnen und Schützen der Lan-
desverbände treffen bei den Turnieren auf die Schützen der
Nationalmannschaft. Die Vergleichbarkeit der Ergebnisse
wird dadurch sichergestellt. Die Ergebnisse bilden ein wich-
tiges Entscheidungskriterium für die Aufstellung der Bun-
deskader im darauf folgenden Jahr. Für Kadermitglieder ist
die Teilnahme an den Turnieren Pflicht, die weiteren Teilneh-
mer müssen von den Landesverbänden gemeldet werden.

Ranglistenturniere – olympische Disziplinen –


Diese Wettkämpfe werden in den Disziplinen Gewehr (Luft-
gewehr, KK-Dreistellungskampf und KK-Liegendkampf),
Pistole (Luftpistole, Sportpistole, Freie Pistole, Olympische
Schnellfeuerpistole), Wurfscheibe (Trap, Doppeltrap, Skeet)
und Bogen (Recurve) ausgetragen.

Ranglistenturniere – nichtolympische Disziplinen –


Diese Wettkämpfe werden in den Disziplinen Feldbogen
(Recurve-, Compound- und Blank bogen), Bogen (Compound)
sowie Vorderlader ausgetragen. Die Qualifikationskriterien
werden von den Trainern oder Referenten festgesetzt.

Deutsche Meisterschaften
Deutsche Meisterschaften werden in den Disziplinen Arm-
brust, Armbrust national, Bogen FITA in der Halle, Bogen
FITA im Freien, Feldarmbrust, Feldbogen, Gewehr, Luft-
gewehr und KK-Auflage, Laufende Scheibe, Pistole, Som-
merbiathlon und Vorderlader durchgeführt. Die Teilnahme
setzt die Qualifizierung auf den Vereins-, Kreis-, Gau- oder
Bezirksmeisterschaften und der Landesmeisterschaft vor-
aus. Während des Sportjahres ist der Schütze an seinen
Verein gebunden. Für die nächst höhere Meisterschaft
müssen Mindestringzahlen erreicht werden, die sich aus
der Anzahl der Teilnehmer pro Disziplin und Klasse und der
Standkapazität ergeben. Vor Beginn des Sportjahres wer-
den vom Sportausschuss des Deutschen Schützenbundes
weitere, detaillierte Kriterien in der Ausschreibung fest-
gelegt. Sie enthält außerdem die Austragungsorte und
-termine sowie den Meldeschluss der Landesverbände für
die Meldung zu den Deutschen Meisterschaften. Die Aus-

49
Wir wissen genau, welchen Schutz Sie brauchen.

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bedürfnisse von Sportschützen ganz genau. Schließlich sind wir schon seit über
50 Jahren im Thema. Wir wissen, dass der Umgang mit Waffen und Munition immer
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schreibung wird jeweils im Dezember in der Deutschen
Schützenzeitung und im Internet veröffentlicht.

Deutsche Meisterschaft Auflage


Das ehemalige „Ältestenschießen Luftgewehr“ hat sich zu
zwei Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen Luftge-
wehr und KK-Gewehr entwickelt. Die Regeln wurden für
alle Landesverbände festgeschrieben, das heißt sie wurden
in der Sportordnung des DSB verankert. So gelten in allen
vor geschalteten Landesmeisterschaften dieselben Ver-
pflichtungen. Aufgrund der gemeldeten Teilnehmer und
des Leistungsstandards werden nach dem Meldeschluss
vom DSB Zulassungsringzahlen festgelegt.

Es wird in drei Altersklassen (ab 56, ab 66 und ab 72 Jah-


ren) ausgezeichnet, unterteilt nach Frauen und Männern,
Einzelsieger. In einer gemeinsamen Wertung bei Frauen
und Männern wird außerdem je eine Siegermannschaft
ermittelt.

Bundesliga für Vereinsmannschaften Luftgewehr,


Luftpistole, Bogen
Seit dem Herbst 1997 führt der Deutsche Schützenbund
eine Bundesliga im Sportschießen durch. Der Startschuss
fiel am 3. Oktober in Hannover-Wülfel. In den Wettbewer-
ben Luftgewehr, Luftpistole und Bogen (Halle – Olympi-
scher Bogen) wurde je eine zweitteilige Bundesliga (Nord
und Süd) mit fünf 2. Bundesligen (zwei im Süden und drei
im Norden) eingerichtet. Seit der Saison 2003/2004 gibt es
in der Disziplin Bogen zusätzlich eine zweiteilige 2.
Bundesliga (Nord und Süd), die zwischen der Bundesliga
und der Regionalliga angesiedelt ist. Die Bundesliga dient
der Ermittlung des Deutschen Mannschaftsmeisters in der
Schützen- und Damenklasse. Die Siegermannschaft des
Endkampfes ist Deutscher Mannschaftsmeister des Jahres,
in dem der Endkampf stattfindet. Die Bundesliga ist die
höchste Wettkampfliga.
In den Wettbewerben Luftgewehr und Luftpistole sind die
2. Bundesligen die zweithöchste Wettkampfliga und die-
nen der Ermittlung der Teilnehmer am Aufstiegsschießen in
die 1. Bundesliga. Im Wettbewerb Bogen ist die 2. Bundes-
liga die zweithöchste Wettkampfliga und dient der Ermitt-
lung der Aufsteiger in die 1. Bundesliga. Die Regionalliga
Bogen ist die dritthöchste Wettkampfliga und dient der
Ermittlung der zwei Aufsteiger in die 2. Bundesliga.

Die den fünf 2. Bundesligen Luftgewehr/Luftpistole bezie-


hungsweise der 2. Bundesliga Bogen nach geordneten Ver-

51
bandsligen der Landesverbände schießen nach dem Regel-
werk und dem Zeitrahmen der Regionalligen. Für diese und
alle Ligen unterhalb der Verbandsligen treffen die Landes-
verbände eigene Regelungen.

Zuordnung der Landesverbände zu den Bundesligen


Nord: BL BR HH HS MV ND NS
NW RH SC ST TH WF
Süd: BD BY OP PF SA SB WT

Zuordnung der Landesverbände zu den


2. Bundesligen (Luftgewehr/Luftpistole/Bogen)
Nord: HH MV ND NS NW
Ost: BL BR SC ST TH Bogen: +MV
West: HS RH WF
SW: BD PF SA SB WT
Süd: BY OP

Jede Liga besteht aus acht Mannschaften. In jeder Liga


kann pro Wettbewerb nur eine Mannschaft eines Vereins
starten.

Die Bundesliga und Regionalligen sind Verbandseinrichtun-


gen des DSB, die seinen Mitgliedsverbänden und deren
Vereinen zur Verfügung gestellt werden. Die Vereine der
Bundesliga und Regionalligen bleiben Mitglieder der für sie
zuständigen Landesverbände des DSB. Veranstalter der
Bundesliga ist der Deutsche Schützenbund.

Die Bundesligavereine haben das für die jeweilige Saison


gültige Bundesligastatut mit dem Antrag auf Erteilung der
entsprechenden Bundesligamannschaftslizenz anzuerken-
nen. Das jeweils gültige Statut regelt insoweit die Rechtsbe-
ziehungen der Bundesligavereine und des DSB im Hinblick
auf die Benutzung der Verbandseinrichtung Bundesliga.

Mit der jährlich zu erteilenden Bundesligamannschafts-


lizenz wird den Bundesligavereinen die jeweilige Wett-
kampfliga bestätigt und gleichzeitig die Benutzung der
Verbandseinrichtung Bundesliga erlaubt.

Über Einführung und Auflösung der Bundesliga entschei-


det die Mitgliederversammlung des DSB.
Die Bundesligaordnung regelt die Angelegenheiten der
Bundesliga, ergänzend gelten die Sportordnung und die
Rechtsordnung des DSB.

52
Ladies-Cup
Seit vielen Jahren gibt es für Frauen und Juniorinnen einen
erstrangigen Wettkampf. Schützinnen – auch Kaderange-
hörige – der Landesverbände des Deutschen Schützenbun-
des können Ihre Leistungen in fünf Disziplinen (Luftgewehr,
KK 3x20, LP, KK-Sportpistole, Bogen FITA) messen. Für die
Mannschafts-Cup-Wertung werden Punkte aller Disziplinen
innerhalb der Landesverbände gesammelt. Das beste Team
bekommt den Cup. In Einzel- und Mannschaftswertungen
werden den drei Siegern zusätzlich Medaillen verliehen.
Alle Teilnehmer erhalten außerdem Erinnerungsnadeln.

RWS Jugendverbandsrunde
Dieser hochrangige Wettbewerb für junge Spitzenschüt-
zinnen und -schützen der Landesverbände, die nicht im
C-Kader des DSB sind, dient der Talentsuche und -förde-
rung. Die Mannschaften der Landesverbände sind in ein-
zelne Gruppen zusammengefasst. Nach je einem Vor- und
Rückkampf in den Disziplinen Luftgewehr, Luftgewehr-
Dreistellungskampf, KK- Dreistellungskampf, KK-Liegend-
kampf, Luftpistole, Mehrschüssige Luftpistole, Freie Pistole,
Olympische Schnellfeuerpistole, Laufende Scheibe, Com-
pound- und Recurvebogen sind die jeweils fünf besten
Mannschaften sowie die drei erstplatzierten Einzelschützen
für den Endkampf der Jugendverbandsrunde startberechtigt.

DSB-Pokal
Der DSB-Pokal ist ein hochkarätiger Mannschaftswett-
kampf in den Disziplinen Luftgewehr und Luftpistole für
eine unbegrenzte Anzahl von Mannschaften. Die Wett-
kämpfe werden anfangs in ausgelosten Gruppen zu vier
Mannschaften, die je einmal gegeneinander antreten
müssen, ausgetragen. Die jeweils beiden punkthöchsten
Mannschaften kommen eine Runde weiter und werden
gegeneinander ausgelost. In einem K.o.-System werden die
jeweiligen Sieger ermittelt, die die Teilnehmer des Finales
bilden. Der Ausrichter des Finales sollte möglichst jedes
Jahr ein anderer Schützenverein sein.

Breitensportsommerbiathlon
Die Breitensportvariante des Sommerbiathlons wurde für
Luftgewehrschützen mit reichlich gestaffelten Laufstrecken
und Schießeinlagen für Teilnehmer mit unterschiedlichem
Alter konzipiert. Beim bundesweiten Wettbewerb, dem
Deutschland-Cup, sind alle Athleten, die einem Schützen-
verein angehören und zwölf Jahre alt sind, startberechtigt.

53
Barbara Lechner
Anja Hitzler

Schießscheiben 1 2 3 4 5 6

5
6 5 4 3 2 1

Bogenauflagen
4

Schießscheiben und Bogenauflagen Olympiasieger, Weltmeister,


mit Zulassung internationaler
und nationaler Verbände Europameister, Deutsche
Meister und viele andere
Offizieller Lieferant Sportschützen schießen im
der International
Shooting Sport Training und im Wettkampf
Federation ISSF auf unsere von nationalen
und internationalen Fach-
Offiziell von der verbänden lizenzierten
FITA lizenzierter Scheiben und Bogenauflagen.
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Schützenbundes
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54
Ausbildungsmöglichkeiten
im Schießsport
Trainerausbildung beim Deutschen Schützenbund
Im Schießport können vielfältige sportartbezogene Quali-
fikationen erworben werden. Das Spektrum reicht von der
Ausbildung zum JugendBasisBetreuer über den Jugend-
leiter bis hin zum Trainer oder Kampfrichter auf verschie-
denen Ebenen. Verantwortlich für alle Ausbildungsgänge
ist der Deutsche Schützenbund.

Für erfolgreiche Abschlüsse werden entsprechende Lizenzen


erworben. Entweder auf verbandseigener Ebene (Kampf-
richter, JugendBasisLizenz, S-Lizenzen, Ausbilderlizenz) oder
auf verbandsübergreifender Ebene (DOSB-Lizenzen im Be-
reich von Trainern, Jugendleitern und Vereinsmanagern).

Die Basis- bzw. Einstiegsqualifikationen bis zur 1. Lizenz-


stufe delegiert der DSB an seine Landesverbände. Die Trai-
ner B und Trainer A-Ausbildung wird dagegen zentral im
Dachverband organisiert und durchgeführt. Dezentrale
Ausbildungen in großen Landesverbänden mit hauptamt-
lichen Strukturen können vom DSB nach entsprechender
Beantragung delegiert werden. Die verantwortlichen Fach-
ausbilder in den Landesverbänden qualifiziert der DSB über
den Erwerb einer fachspezifischen Ausbilderlizenz.

Die Diplom-Trainer-Ausbildung wird in Kooperation mit der


Trainerakademie in Köln durchgeführt. Voraussetzung hier-
für ist eine abgeschlossene Trainer A-Ausbildung sowie die
Empfehlung eines Landesverbandes.

Je nach Ausbildungsebene sind die erworbenen Lizenzen


für vier, drei oder zwei Jahre gültig und können durch die
Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen verlängert werden.
Diese werden je nach Zielgruppe von Landesverbänden,
Landessportbünden und vom Deutschen Schützenbund
angeboten.

Für die Betreuung von Regionalliga- beziehungsweise Bun-


desligamannschaften schreibt der DSB eine Trainer C- bzw.
Trainer B-Lizenz als Mindestqualifikation vor.

55
56
57
Sportliche Auszeichnungen
Meisterschützenabzeichen
Das Meisterschützenabzeichen ist – wie der Name sagt –
das hochrangigste Leistungsabzeichen des Deutschen
Schützenbundes. Es wird für herausragende Ring- oder
Trefferzahlen, die nur auf Wettkämpfen ab Kreis- oder
Gauebene erzielt werden können, überreicht. Die Bedin-
gungen sind dem hohen Niveau der Auszeichnung ange-
passt. Das Angebot der für den Erwerb möglichen Dis-
ziplinen ist umfangreich. Der Meldeschluss des Landes-
verbandes an den DSB ist der 15. Oktober jeden Jahres.

Leistungsabzeichen
Die Bedingungen für das Leistungsabzeichen können an
jedem von einem Verein angesetzten Schießtag oder an
einem ausgeschriebenen Wettkampf erfüllt werden. Die
Disziplinen sind der breiten Vielfalt des praktizierten Sport-
schießens angeglichen und die Liste ist dementsprechend
weit gefächert. Die Abzeichen selbst gibt es in kleiner und
großer Ausführung jeweils bronze-, silber- und goldfarben.
Sie werden jedes Jahr für alle Absolventen in einer einheit-
lichen Form oder mit der aktuellen Jahreszahl geliefert.
Leistungsabzeichen können jeweils zum Quartalsende beim
zuständigen Landesverband beantragt werden.

Abzeichen für Bogen – FITA-Abzeichen


FITA-Stern – FITA im Freien – (national und international)
Die Abzeichen werden zuerkannt, wenn ein Schütze oder
eine Schützin das erforderliche Ergebnis in einer Disziplin
FITA im Freien (Recurve- oder Compoundbogen) zum ers-
ten Mal in einem entsprechenden Wettbewerb erreicht. In
54 unterschiedlichen Leistungsstufen können jeweils in der
Schüler-, Jugend- und Schützen/Damenklasse verschieden-
farbige nationale und internationale Auszeichnungen (letz-
tere nur für Erwachsene) erworben werden.

FITA – 70 m-Scheibennadel – FITA im Freien – (national)


Die Abzeichen werden zuerkannt, wenn der Sportler das
erforderliche Ergebnis in einer Disziplin (Recurve- oder
Compoundbogen) zum ersten Mal in einem Wettbewerb
erreicht hat.

58
FITA-Arrowhead – Feldbogen – (national und international)
Für das Arrowhead-Abzeichen müssen Teilnehmer der
Schützen- und Damenklasse in den Disziplinen Recurve-,
Compound- oder Blankbogen auf nationaler oder interna-
tionaler Ebene mindestens die erforderliche Ringzahl für
zweimal zwölf Scheiben erreichen.

Damit die „Sterne“ verliehen und anerkannt werden kön-


nen, müssen Sternturniere als solche dem DSB im Vorfeld
der Veranstaltung gemeldet werden. Anträge von Schützen
für die oben genannten Abzeichen sind an den jeweiligen
Landesschützenverband zu richten, der die entsprechenden
Formulare oder Meldedateien im Internet auf seiner Web-
seite eingestellt hat. Die Ausschreibungen werden jeweils
zum Jahresende im Ausschreibungsheft und im Internet
des Deutschen Schützenbundes veröffentlicht.

Deutsches Sportabzeichen
Schützen und am Sportschießen Interessierte haben die
Möglichkeit, die Leistungen für das Deutsche Sportabzei-
chen abzulegen. Zu den obligatorischen Disziplinen
Schwimmen, Laufen, Springen und einer Ausdauersportart
gesellt sich in der Gruppe 4 Sportschießen mit vielen Mög-
lichkeiten. Die Ausschreibung und Anträge hierfür sind bei
den Landesverbänden des Deutschen Schützenbundes und
bei den Landessportbünden zu erhalten. Letztere oder
deren Beauftragte sind auch für die Vergabe des Abzei-
chens zuständig.

Abnahmeberechtigt für die schießsportlichen Bedingungen


sind lizenzierte Prüfer des Deutschen Schützenbundes, für
die nichtschießsportlichen Leistungen sind es Prüfer des
Deutschen Olympischen Sportbundes, der Landessport-
bünde und -verbände sowie deren Beauftragte. Man kann
das ganze Jahr über bei rund 3.000 Sportabzeichentreffs
seinen persönlichen „Fitnessorden“ erwerben.

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Das Wichtigste zum Waffenrecht
(Stand Juli 2009)

Das Waffengesetz und die Allgemeine Waffengesetzver-


ordnung regeln den Umgang mit Waffen, insbesondere
Schusswaffen und Munition. Unter das Waffengesetz fallen
neben den Schusswaffen im herkömmlichen Sinne (Feuer-
waffen) auch Luftdruck-, Federdruck- und CO2-Waffen
sowie die Armbrust als sonstiger Gegenstand; nicht gere-
gelt ist der Bogen. Der Umgang mit Waffen ist – soweit
nicht ausdrücklich Ausnahmen geregelt sind – nur Perso-
nen über 18 Jahre erlaubt.

Erwerb und Besitz von Schusswaffen und Munition


Luftdruck-, Federdruck- und CO2-Waffen sowie Armbruste
können erlaubnisfrei ab 18 Jahren erworben werden.

Für den Erwerb und Besitz erlaubnispflichtiger


Schusswaffen ist Voraussetzung:
• Vollendung des 18. Lebensjahres für Schusswaffen im
Kaliber bis zu 5,6 mm Ifb/lr für Munition mit Randfeuer-
zündung und einer Mündungsenergie bis 200 Joule, für
Einzellader-Langwaffen mit glatten Laufen bis Kaliber 12,
wenn diese Waffen nach der Sportordnung zugelassen
sind (§ 14 WaffG)
• sonst: Vollendung des 21. Lebensjahres
Bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres ist ein amts-
oder fachärztliches oder fachpsychologisches Zeugnis
über die geistige Eignung vorzulegen (§ 6 WaffG). Dies
gilt nicht für die oben genannten Waffen.
• Zuverlässigkeit: (§ 5) fehlt zum Beispiel bei Verurteilung
wegen eines Verbrechens oder zu mehr als 60 Tages-
satzen wegen sonstiger Tat; bei wiederholtem oder gröb-
lichem Verstoß gegen WaffenG, SprengstoffG oder Bun-
desjagdG, bei Mitgliedschaft in einer verfassungsfeind-
lichen Vereinigung.
• Persönliche Eignung: (§ 6) fehlt zum Beispiel bei Alkohol-
oder Suchtmittelabhängigkeit, psychischer Krankheit oder
der Gefahr des unvorsichtigen oder unsachgemäßen
Umgangs.
• Sachkunde (§ 8) setzt die nachgewiesene Kenntnis
waffentechnischer und rechtlicher Regeln voraus. Der
DSB hat für den zu erbringenden Nachweis Richtlinien
beschlossen, die Regelungen zum Sachkundelehrgang
und zur Sachkundeprüfung enthalten.

61
Die Erlaubnis wird durch eine Waffenbesitzkarte (WBK)
erteilt; sie gilt zum Erwerb ein Jahr und zum Besitz unbe-
fristet, sogenannte Grüne WBK.
Der Erwerb ist binnen zwei Wochen der Behörde anzu-
zeigen. Die Erlaubnis zum Erwerb und Besitz von Munition
(§ 10) wird durch Eintragung in eine WBK für die darin ein-
getragenen Schusswaffen erteilt; sie gilt für den Erwerb
sechs Jahre und für den Besitz unbefristet. Vor dem
1.4.2003 erteilte Erlaubnisse gelten weiter (§ 58 WaffG).

Bedürfnis für Sportschützen (§ 14)


• Mindestens zwölfmonatige Mitgliedschaft in einem
Schießsportverein, der einem anerkannten Schießsport-
verband angehört, sowie regelmäßige Ausübung des
Schießsports
• Die Waffe muss für die Sportdisziplin nach der Sport-
ordnung des DSB oder der Landesverbände (Liste B)
zugelassen und erforderlich sein. Beide Voraussetzungen
sind durch eine Bescheinigung des Verbandes glaubhaft
zu machen. Dies gilt für bis zu drei halbautomatische
Langwaffen und bis zu zwei Kurzwaffen.
• Weitere Waffen können erworben werden, wenn sie zur
Ausübung weiterer Disziplinen benötigt werden oder zur
Ausübung des Wettkampfsports erforderlich sind und
der Verband dies bescheinigt. Voraussetzung für die
Überschreitung dieses „Regelkontingents“ ist die regel-
mäßige Teilnahme des Antragstellers an Schießsportwett-
kämpfen mindestens auf Vereinsebene.
• Eine unbefristete Erlaubnis wird erteilt zum Erwerb von
Einzellader-Langwaffen, Repetier-Langwaffen mit ge-
zogenen Läufer, einläufige Einzellader-Kurzwaffen für
Patronenmunition, mehrschüssige Kurz- und Langwaffen
mit Zündhütchenzündung (Perkussionswaffen), soge-
nannte Gelbe WBK.

Innerhalb von sechs Monaten dürfen nicht mehr als zwei


Schusswaffen erworben werden. Das Bedürfnis wird nach
drei Jahren von der Behörde überprüft; danach kann die
Behörde das Fortbestehen des Bedürfnisses überprüfen.
Zuverlässigkeit und persönliche Eignung werden mindes-
tens alle drei Jahre überprüft. Diese Überprüfung kann
grundsätzlich gebührenpflichtig sein.

62
Schießen / Altersgrenzen (§ 27)
Außerhalb von Schießstätten bedarf das Schießen mit
Schusswaffen einer Erlaubnis.

Auf Schießstätten darf ohne behördliche Erlaubnis


geschossen werden:
• ab 12 Jahren:
mit Luftdruck-, Federdruck- und CO2-Waffen
• ab 14 Jahren:
mit sonstigen Waffen im Kaliber bis zu 5,6 mm Ifb/lr für
Munition mit Randfeuerzündung und einer Mündungs-
energie bis 200 Joule, für Einzellader- Langwaffen mit
glatten Läufen mit Kaliber 12 oder kleiner.

Voraussetzung ist, dass eine schriftliche Einverständnis-


erklärung des/der Sorgeberechtigten vorliegt oder diese
anwesend sind.
Das Schießen darf für Luftdruckwaffen bis zum 14. Lebens-
jahr und für sonstige Waffen bis zu 16. Lebensjahr nur
unter Obhut einer zur Kinder- und Jugendarbeit geeigne-
ten Person (Jugendbasislizenz) oder des zur Aufsichtfüh-
rung berechtigten Sorgeberechtigten – neben der Schieß-
standaufsicht – durchgeführt werden.

• ab 18 Jahren: ohne jede Einschränkung

Von den Altersgrenzen soll eine Ausnahme bewilligt wer-


den, wenn durch eine (zum Beispiel haus)ärztliche Beschei-
nigung die geistige und körperliche Eignung und durch
eine Bescheinigung des Vereins die schießsportliche Bega-
bung glaubhaft gemacht sind.
Für das „Schießen“ mit der Armbrust wird in der Regel die
Altersbegrenzung von zwölf Jahren entsprechend ange-
wandt.
Verboten ist das Schießen mit vom Schießsport ausge-
schlossenen Waffen sowie die Durchführung von unzulässi-
gen Schießübungen; nähere Regelungen treffen §§ 6 und
7 AWaffV.
Zulässig sind alle anderen Schießübungen (§ 9 AWaffV),
insbesondere Gesellschafts- und Traditionsschießen, für die
der Schießstand zugelassen ist, auch wenn sie nicht in der
Sportordnung geregelt sind.

Führen / Transport (§ 12)


Das Führen von Schusswaffen bedarf der Erlaubnis (Waf-
fenschein § 10). Erlaubnisfrei ist das Führen auf einer
Schießstätte oder wenn die Schusswaffe nicht schussbereit
und nicht zugriffsbereit von einem Ort zum anderen im

63
Zusammenhang mit dem vom Bedürfnis umfassten Zweck
befördert wird. Diese Voraussetzung ist dann erfüllt, wenn
die Waffe in einem verschlossenen Waffenkoffer transpor-
tiert wird.
„Nicht schussbereit“ heißt, dass die Waffe nicht geladen
sein darf; es dürfen weder Munition noch Geschosse in der
Trommel, im in die Waffe eingefügten Magazin oder im
Patronen- oder Geschosslager sein. Der gemeinsame Trans-
port von Waffen und Munition ist ansonsten zulässig.

„Nicht zugriffsbereit“ ist eine Waffe dann, wenn sie


• nicht unmittelbar in Anschlag gebracht werden kann
(das heißt mit wenigen [= drei oder weniger] Handgriffen)
• in einem verschlossenen Behältnis mitgeführt (das heißt
in einem zusätzlich gegen das einfache Öffnen gesicher-
ten Behältnis, zum Beispiel durch ein Schloss oder im
abgeschlossenen Kofferraum)

Das Führen der Armbrust ist erlaubnisfrei. Der Transport


von Munition unterliegt keinen Beschränkungen hinsicht-
lich eines Behältnisses; allerdings muss der Transport so
erfolgen, dass ein Zugriff Unbefugter nicht möglich ist.

64
Aufbewahrung von Schusswaffen (Feuerwaffen)
A-Schrank bis 10 Langwaffen Keine
Norm: VDMA 24992 Munition
A-Schrank bis 10 Langwaffen Munition im
mit Innentresor Innentresor
aus Stahlblech
Norm: VDMA 24992
A-Schrank bis 10 Langwaffen Im
mit Innentresor Innentresor:
Klassifikation B bis 5 Kurz-
Norm: VDMA 24992 waffen
Munition für
Lang- und
Kurzwaffen
B-Schrank mehr als 10 Langwaffen Keine
Norm: VDMA 24992 und/oder Munition
bis 5 Kurzwaffen
- Schrankgewicht
über 200 kg:
bis 10 Kurzwaffen
B-Schrank mehr als 10 Langwaffen Munition im
mit Innentresor und/oder Innentresor
aus Stahlblech bis 5 Kurzwaffen
Norm: VDMA 24992 - Schrankgewicht
über 200 kg:
bis 10 Kurzwaffen
Schrank mit mehr als 10 Langwaffen Munition
Widerstandsgrad 0 und/oder
Norm: bis 5 Kurzwaffen
DIN/EN 1143-1 - Schrankgewicht
über 200 kg:
bis 10 Kurzwaffen
Schrank mit mehr als 10 Langwaffen Munition
Widerstandsgrad 1 mehr als 10 Kurzwaffen
Norm:
DIN/EN 1143-1
Stahlblechschrank nur Munition
mit Schwenkriegel-
schloss oder
gleichwertiges
Behältnis
(keine Klassifizierung)
Schusswaffen dürfen nur getrennt von Munition aufbewahrt
werden; Ausnahmen siehe Tabelle. Zulässig ist eine sogenannte
Über-Kreuz-Aufbewahrung von Munition und Waffen. Zum
Beispiel kann die Munition für Kurzwaffen in einem A-Schrank
mit Langwaffen aufbewahrt werden oder die Munition für Lang-
waffen mit Kurzwaffen in einem B-Schrank.

65
Sonstige Waffen müssen so verwahrt werden, dass ein
Abhandenkommen oder der Zugriff unbefugter Dritter ver-
hindert wird.
Vergleichbar gesicherte Räume gelten als gleichwertig. Die
sichere Aufbewahrung ist der Behörde nachzuweisen.
Behörden können die ordnungsgemäße Aufbewahrung
kontrollieren durch Hausbesuche, die den Grundsatz der
Unverletzlichkeit der Wohnung (Art. 13 Grundgesetz) wah-
ren müssen.

Wer seine Waffen entgegen den waffenrechtlichen Vor-


schriften aufbewahrt, muss mit einer Geldbuße bis zu
10.000 Euro rechnen; wer dies vorsätzlich tut und dabei
den Zugriff Unberechtigter ermöglicht, muss mit einer
Strafe bis zu drei Jahren Gefängnis rechnen.

Europäischer Feuerwaffenpass (§ 32)


Sportschützen können nach der europäischen Waffen-
Richtlinie einen Europäischen Feuerwaffenpass erhalten, in
den erlaubnispflichtige und erlaubnisfreie Waffen eingetra-
gen werden. Er berechtigt zur Mitnahme der Waffen in ein
anderes EU-Land, wenn ein Grund (zum Beispiel Einladung
zum Sportschießen) nachgewiesen wird.

Für Sportschützen aus anderen EU-Ländern gilt dies für bis


zu sechs erlaubnispflichtigen Waffen und die erforderliche
Munition.

Schießsportverband und Schießsportverein (§ 15)


Ein Zusammenschluss schießsportlicher Vereine wird unter
bestimmten Voraussetzungen vom Bundesverwaltungsamt
als Schießsportverband anerkannt. Seine Sportordnung
muss vom Bundesverwaltungsamt genehmigt werden.

Die Schießsportvereine müssen einen Nachweis über die


Häufigkeit der schießsportlichen Aktivitäten ihrer Mitglie-
der während der ersten drei Jahre nach Erteilung einer
WBK führen. Sportschützen mit einer WBK sind bei ihrem
Austritt aus dem Verein von diesem an die zuständige
Behörde zu melden.

66
Bundesleistungs- und
Behindertensportzentrum
Wiesbaden-Klarenthal
Der Deutsche Schützenbund unterhält zu Trainings- und
Ausbildungszwecken in Wiesbaden-Klarenthal ein Bundes-
leistungszentrum (BLZ) für den Schieß- und Bogensport
und seine verschiedenen Disziplinen. Es ist dem Olympia-
stützpunkt Frankfurt-Rhein-Main angegliedert sowie offi-
zielle Ausbildungsstätte des Internationalen Schießsport-
verbandes (ISSF) und anerkanntes Trainingszentrum der
Europäischen Schützenkonföderation (ESK).

Grundsätzlich sind Bundesleistungszentren vom Bundes-


ministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Deut-
schen Olympischen Sportbund und den Spitzenverbänden
anerkannte Sportstätten, in denen zentrale Lehrgangs- und
Schulungsmaßnahmen stattfinden. Sie dienen primär der
Ausbildung und Förderung von Bundeskadern der Bereiche
A, B und C sowie weiterer Fördermaßnahmen für den
Hochleistungssport. In ganz Deutschland erfüllen insge-
samt nur fünf Standorte die Kriterien für die Anerkennung
als Bundesleistungszentrum.

In den kommenden Jahren ist eine umfassende Moderni-


sierung des BLZ Wiesbaden vorgesehen. Dann wird es
möglich sein, nach neuesten trainingswissenschaftlichen
Gesichtspunkten die verschiedenen Disziplinen des Schieß-
und Bogensports zu trainieren. Besonderes Augenmerk
wird auf die behindertengerechte Bauweise und Ausstat-
tung gelegt. Ziel ist es, bereits in wenigen Jahren ein kom-
biniertes Bundesleistungs- und Behindertensportzentrum
des Deutschen Schützenbundes in Wiesbaden-Klarenthal
in Betrieb zu nehmen. Die Flintenwettbewerbe Trap, Dop-
peltrap und Skeet können schon heute auf dem um-
fangreich sanierten Stand Wiesbaden-Rheinblick, unweit
des BLZ, trainiert werden.

Die Bundesgeschäftsstelle des Deutschen Schützenbundes


befindet sich ebenfalls in Wiesbaden-Klarenthal. Sie verfügt
über moderne Tagungsräume, ausgestattet mit allen
Möglichkeiten zeitgemäßer Bürokommunikation. Von hier
hält der Deutsche Schützenbund Kontakt zu seinen 20
Landesverbänden mit insgesamt 15.000 Vereinen und über
1,4 Millionen Mitgliedern.

67
Standorte
der Bundesgeschäftsstelle
und der Landesverbände

Bundesgeschäftsstelle
Deutscher Schützenbund e.V.
Lahnstraße 120
65195 Wiesbaden

68
Adressen der Landesverbände
Wer sich über die schießsportlichen Möglichkeiten in seiner
näheren Umgebung Auskünfte einholen will, setzt sich
zweckmäßigerweise mit dem nächstgelegenen Landes-
verband des Deutschen Schützenbundes in Verbindung:

Badischer Sportschützenverband
Badener Platz 2, 69181 Leimen
Postfach 12 49, 69170 Leimen
Tel. 06224-14700, Fax 06224-147020
E-Mail: info@bsvleimen.de
Internet: www.bsvleimen.de

Bayerischer Sportschützenbund
Olympia-Schießanlage
Ingolstädter Landstr. 110, 85748 Garching
Tel. 089-3169490, Fax 089-31694950
E-Mail: gs@bssb.de
Internet: www.bssb.de und www.bssj.de

Schützenverband Berlin-Brandenburg
Niederneuendorfer Allee 12-16, 13587 Berlin
Tel. 030-3351351, Fax 030-3351465
E-Mail: sv-bb@t-online.de
Internet: www.sv-bb.de

Brandenburgischer Schützenbund
Eisenhüttenstädter Chaussee 55, 15236 Frankfurt/Oder
Tel. 0335-2848776, Fax 0335-2847686
E-Mail: Geschaeftsstelle@BSB-web.de
Internet: www.bsb-web.de

Schützenverband Hamburg und Umgegend


Ehestorfer Heuweg 14 a, 21149 Hamburg
Tel. 040-7962388, Fax 040-7966759
E-Mail: schuetzenverband.hamburg@t-online.de
Internet: www.schuetzenverband-hamburg.de

Hessischer Schützenverband
Schwanheimer Bahnstr. 115, 60529 Frankfurt am Main
Tel. 069-9352220, Fax 069-93522223
E-Mail: hess.schuetzen@t-online.de
Internet: www.hessischer-schuetzenbund.de

69
Landesschützenverband Mecklenburg-Vorpommern
Zur Datze 15, 17034 Neubrandenburg
Tel. 0395-7775130, Fax 0395-7775131
E-Mail: info@lsv-mv.de
Internet: www.lsv-mv.de

Niedersächsischer Sportschützenverband
Wilkenburger Str. 30, 30519 Hannover
Tel. 0511-2200210, Fax 0511-22002121
E-Mail: info@nssv-hannover.de
Internet: www.nssv-hannover.de

Norddeutscher Schützenbund
Winterbeker Weg 49, 24114 Kiel
Tel. 0431-6476793, Fax 0431-6476794
E-Mail: sh.ndsb@t-online.de
Internet: www.ndsb-sh.de

Nordwestdeutscher Schützenbund
Lange Straße 68-70, 27211 Bassum
Tel. 04241-93680, Fax 04241-936818
E-Mail: info@nwdsb.de
Internet: www.nwdsb.de

Oberpfälzer Schützenbund
Schützenstr. 99, 92536 Pfreimd
Tel. 09606-91243, Fax 0906-91245
E-Mail: info@osb-ev.de
Internet: www.osb-ev.de

Pfälzischer Sportschützenbund
Festplatzstr. 6 a, 67433 Neustadt
Tel. 06321-82140, Fax: 06321-354424
E-Mail: pssb@pssb.org
Internet: www.pssb.org

Rheinischer Schützenbund
Am Förstchens Busch 2b, 42799 Leichlingen
Tel. 02175-169220, Fax: 02175-169229
E-Mail: info@rheinischer-schuetzenbund.de
Internet: www.rheinischer-schuetzenbund.de

70
Schützenverband Saar
Hermann-Neuberger-Sportschule 7, 66123 Saarbrücken
Tel. 0681-3879111/2/3, Fax 0681-3879180
E-Mail: schuetzenverband@lsvs.de
Internet: www.schuetzenverband-saar.de

Landesschützenverband Sachsen-Anhalt
Am Springbrunnen 25, 39179 Barleben
Tel. 039203-939-10/11/12/13, Fax 039203-93915
E-Mail: geschaeftsstelle@sv-st.de
Internet: www.sv-st.de

Sächsischer Schützenbund
Hans-Driesch-Str. 2 b, 04179 Leipzig
Postfach 317, 04165 Leipzig
Tel. 0341-4427334, Fax 0341-2117036
E-Mail: info@saechsischer-schuetzenbund.de
Internet: www.saechsischer-schuetzenbund.de

Südbadischer Sportschützenverband
Im Lehbühl 2, 77652 Offenburg
Postfach 2445, 77614 Offenburg
Tel. 0781-9192698-0, Fax 0781-9192698-5
E-Mail: mail@sbsvog.de
Internet: www.sbsvog.de

Thüringer Schützenbund
Schützenstr. 6, 98527 Suhl
Tel. 03681-8049740, Fax 03681-8049739
E-Mail: tsb@tsbev.de
Internet: www.tsbev.de

Westfälischer Schützenbund
Eberstr. 30, 44145 Dortmund
Tel. 0231-8610600, Fax 0231-86106018
E-Mail: info@wsb-office.de
Internet: www.wsb-home.de

Württemberger Schützenverband
Fritz-Walter-Weg 19, 70372 Stuttgart
Tel. 0711-28077300, Fax 0711-28077303
E-Mail: info@wsv1850.de
Internet: www.wsv1850.de

71
Impressum
Redaktion:
Birger Tiemann
Nadine Schilling
Yvonne Weil

Gestaltung
Ulrike Welsch
Manuela Louia
Ursula Cicconi

Gesamtherstellung:
Krüger Druck+Verlag GmbH & Co.KG, Dillingen/Saar
Dinges & Frick, Wiesbaden

Herausgeber:
Deutscher Schützenbund e.V.
Lahnstraße 120
65195 Wiesbaden

Stand: Oktober 2011

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