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Hinweise: Reibung:

Die handfest vorgespannten Zurrgurte sollten in fest am Die Kontaktflächen zwischen Boot und Transportmittel
Anhänger angebrachten, stabilen Zurrpunkten (Ösen) ein- sind so zu gestalten, dass eine möglichst hohe Reibungs-
gehakt werden. kraft erzielt wird. Zu beachten ist hierbei:
Werden die Zurrmittel am Boot eingehakt, ist auf eine
hinreichende Festigkeit der Anschlagpunkte zu achten.  die im Bootsbereich verwendeten Materialien sind un-
Der Zurrwinkel sollte möglichst flach ausgelegt sein. terschiedlich
Die senkrecht angebrachten Gurte fixieren das Boot zu-  die Boote verfügen im Regelfall über Antifouling-An-
sätzlich auf den Auflageflächen des Transportanhängers striche auf Teflon-Basis
und sichern das Boot gegen seitliche Bewegungen. Diese  insbesondere Motorboote liegen oft auf Kielrollen auf
Zurrmittel können entweder auf jeder Seite direkt an Boot  für die Bugstütze gibt es keine Festigkeitsnormen; sie ist
und Transportmittel befestigt werden oder von einer Seite im Regelfall nur zum Ziehen des schwimmenden Bootes
des Transportmittels über das Boot zur anderen Seite des auf den Anhänger ausgelegt
Trailers geführt werden (Niederzurrverfahren).  im Bug- und Stützbereich rutschhemmende Unterlagen
verwenden
 Kiel, nach vorn und hinten, formschlüssig zum Träger-
Fahrzeug „verbauen“

Quellen- und Bildnachweis: www.gib-acht-im-verkehr.de

 DIN EN Normen zur Ladungssicherung


 VDI-Richtlinien 2700ff
 Fachzeitschrift Boote 5/05
 J. Krebs, WSP-Aschaffenburg
 A. Lampen, Autobahnpolizei Oldenburg Sichere Verladung
 PD FN und digitalstock.de

Impressum: von Sportbooten


Werden Zurrgurte im Niederzurrverfahren eingesetzt, ist Polizeidirektion Friedrichshafen
auf Vorspannkraft der Ratsche von mind. 200 daN (STF- Wasserschutzpolizeistation Überlingen
Wert laut Etikett = 200 daN) zu achten. Seepromenade 23
88662 Überlingen
Tel. 07551/949590
Tipps zum Transport
Empfehlungen: Erstellt durch PHM Duck im Straßenverkehr
 auf jeder Seite einen separaten Zurrgurt einsetzen Layout:
 vorteilhaft ist, wenn mehrere Gurte zur Verfügung stehen Koordinierungs- und Entwicklungsstelle
 nutzen Sie viele Befestigungspunkte - einzelne Befesti- Verkehrsprävention Baden-Württemberg (KEV-BW)
gungspunkte werden damit geringer belastet beim Regierungspräsidium Tübingen
Landespolizeidirektion
Konrad-Adenauer-Str. 30 · 72072 Tübingen
Stand: Januar 2010
Eine Verkehrssicherheitsaktion in Baden-Wrttemberg
Grundsatz der Straßenverkehrsordnung: Die Sicherungskräfte für Ladegüter sind in Richtlinien Die Anzahl der Spanngurte richtet sich nach deren Zurr-
festgelegt (s. VDI 2700 ff.). Danach muss die Ladung kraft, dem Gewicht des Bootes, Art und Ausgestaltung der
Die Ladung - damit auch Sportboote - sowie Geräte zur in Fahrtrichtung, zur Seite und nach hinten bestimmten Auflageflächen (einzelne Stützen und/oder Kielauflage,
Ladungssicherung einschließlich der Ladeeinrichtungen Massenkräften standhalten. Auch Boote müssen während rutschhemmende Unterlagen) und der eingesetzten Siche-
sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Voll- des Transportes auf dem Bootsanhänger/Trailer ausrei- rungsmethode.
bremsung oder plötzlichen Ausweichbewegungen nicht chend gesichert sein.
verrutschen, umfallen, hin- und herrollen, herabfallen Folgende Sicherungskräfte sind mindestens aufzubringen: Grundsätze:
oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die 50%
anerkannten Regeln der Technik zu beachten. 0,5FG  Formschluss herstellen
100%
1,0FG  Reibwiderstand der Auflageflächen erhöhen
Das Ladegut muss so gesichert werden, dass ein verkehrs- 80% 50%
 geeignete und zugelassene Sicherungsmittel einsetzen
sicherer Transport möglich ist und die Ladung den Zielort 0,8FG 0,5FG
unbeschädigt erreicht. Optimierte Ladungssicherung:
50%
Wer als verantwortlicher Fahrzeuglenker und -halter gegen 0,5FG Die Kombination von Direkt- und Niederzurrverfahren ver-
die Bestimmungen der Ladungssicherung verstößt, riskiert hindert das Herausrutschen des Bootes nach vorne, hinten
neben Sachschäden ein Bußgeld und Punkte. und zur Seite.
Kommen fremde Personen oder Sachen zu Schaden, sind Jeder der vier (beidseitig) zum direkten Verzurren ange-
bei grober Fahrlässigkeit weitere Sanktionen und Ersatzan- brachten Gurte muss eine Zurrkraft (LC-Wert laut Etikett
sprüche zu erwarten. in daN) aufweisen, die mindestens dem
Ladungssicherung von Booten auf Bootsanhängern: halben Bootsgewicht in kg entspricht.
Kein Bootstransport ohne ausreichende Sicherung!
Wieso müssen auch Sportboote gesichert werden? Beispiel 1: Gewicht des Bootes 3.720 kg:
Zurrmittel: Vier Zurrgurte im Direktzurrverfahren mit einem LC-
Beim Beschleunigen, Bremsen oder Kurvenfahren wirken Zur Ladungssicherung dürfen nur Zurrmittel eingesetzt Wert von mindestens 2.000 daN pro Zurrgurt.
starke Kräfte auf die Ladung ein. werden, die hierfür geeignet sind und den Kennzeich-
Deshalb sind, unabhängig vom Gewicht der Ladung, be- nungsvorgaben der EU-Norm DIN EN 12195-2 entspre- Beispiel 2: Gewicht des Bootes 1.250 kg:
sondere Sicherungsmaßnahmen erforderlich. chen. Vier Zurrgurte im Direktzurrverfahren mit einem LC-
Alle Einzelteile eines textilen Zurrgurtes müssen über ein Wert von mindestens 1.000 daN pro Zurrgurt.
fest angebrachtes Etikett/Label verfügen.

Weitere Sicherungsmethode:

Können Gurte aufgrund fehlender geeigneter Anschlag-


punkte am Boot nicht im Direktzurrverfahren angelegt
werden, kann eine andere Sicherungstechnik eingesetzt
Hanf- oder Textilseile sowie Tampen sind für Sicherungs- werden:
maßnahmen nicht zulässig!
Werden Drahtseile oder Zurrketten eingesetzt, müssen Über Bug und Heck wird je ein Gurt in Art einer Kopf-
auch diese mit Angaben zur Zurrkraft und Verschleißfes- schlinge gelegt. In diese Kopfschlinge werden jeweils links
tigkeit gekennzeichnet sein. Beschädigte oder verschlissene und rechts zwei Zurrgurte im Direktzurrverfahren ange-
(ablegereife) sowie geknotete Zurrmittel dürfen nicht ver- bracht. Alle eingesetzten Zurrmittel müssen eine Siche-
wendet werden. Ihre Zurrkraft ist nicht berechenbar; sie rungskraft (LC-Wert) von mindestens dem halben Boots-
zählen bei einer Kontrolle deshalb als „nicht vorhanden“. gewicht aufweisen.