Freitag ist Klima-Tag
Ein Kommentar von Laura Müller aus der Neuen Jugend-Zeitung (30. Januar 2021)
Schule schwänzen aus Langeweile war "Es reicht noch nicht"
einmal. Jetzt heißt es für viele
Schülerinnen und Schüler freitags: kein Klimabewusstes Handeln muss
Mathe pauken oder Englisch büffeln, zum
sondern für eine bessere Klimapolitik auf Mainstream werden. Trotz einiger
die Straße gehen. Die Generation Z politischen Verbesserungen in Sachen
interessiert sich eben doch für Politik. Sie Klimaschutz sind sich die Aktivist*innen
will verändern, was die Politiker in den einig,
letzten Jahren versäumt haben: eine wenn L. Neubauer, die „deutsche Greta
Zukunft für den Planeten schaffen, auf Thunberg“, sagt: „Es reicht noch
dem es sich für Mensch und Tier lohnt zu nicht.“ Denn eine Doppelmoral, die so
leben. Dafür gehen die Fridays for häufig gelebt wird, können wir uns
Future-Aktivist*innen am Freitag auf nicht leisten: Wenn während der
Demos. Zumindest noch, bevor Corona Schulzeit das De-
die ganze Welt auf den Kopf stellte. Ja, moschild präsentiert und in der Freizeit
man kann zu Recht die neueste Fast Fashion gekauft und
behaupten, dass sich die Jugend wieder genauso schnell wieder entsorgt wird,
mehr für die Umwelt einsetzt. Und das ist hilft das niemandem – am wenigsten
auch gut so! der Natur. Die
Richtung ist schon gut, aber:
Fridays for Future-Aktionen sind Dranbleiben
wichtig - auch in Zeiten von Corona heißt nun die Devise! Erst wenn
klimabewusstes Handeln im
Selbst der Corona-Blues konnte die Mainstream angekommen und nicht
harten Aktivist*innen bisher nicht nur ein Aushängeschild für coole
abschrecken. Jugendgruppen ist, rückt das Ziel der
Die Mission wird weiterverfolgt, auch 1,5-Grad-Marke ein Stückchen näher.
wenn es in den letzten Monaten merklich Die
stiller wurde um die Klimastreiks. Diese Verantwortung dafür liegt nicht nur bei
harten Monate dürfen aber nicht die der Politik, sondern bei jedem
Klima-Debatte in den Hintergrund einzelnen von uns!
drängen.
Ansonsten droht ein weiterer Rückschritt,
der uns vom Ziel der 1,5 Grad-Marke
abbringt.
Dass viel machbar ist, wenn man muss,
hat sich in der Corona-Zeit gezeigt. Unter
dem
Hashtag #Netzstreik soll der Gedanke des
Schulstreiks nun fortgesetzt werden.