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Grundwissen Musik

Das Dokument behandelt theoretische Musikgrundlagen wie Noten, Tonleitern, Intervalle und Tempobezeichnungen. Es erklärt zentrale Begriffe der Musiktheorie und stellt verschiedene Musikstile wie Blues, Rock'n'Roll und Reggae kurz vor.

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Volksschule Unterhaching
(Grund- und Hauptschule)
Fasanenstraße 67 y 82008 Unterhaching y Telefon (089) 6 10 89 18-0 y Telefax (089) 6 10 89 18-26

Theoretisches Grundwissen
für die Prüfung im Fach Musik
im Rahmen des
Qualifizierenden
Hauptschulabschlusses
Stand: Mai 2005

Ansprechpartner: M. Bernhard, Lehrer (m.k.bernhard@web.de)


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Tonhöhen
Die Höhe eines Tones wird durch seine Lage im Notensystem (fünf Notenlinien) und den Notenschlüssel bestimmt.

Mit dem Zeichen # (»Kreuz«) wird eine Note um einen Halbton erhöht.
Ist ein b (»Be«) vorgezeichnet, wird die Note um einen Halbton erniedrigt.
Stehen die Zeichen am Anfang eines Notensystems, so gelten sie für die ganze Zeile; stehen sie direkt vor einer Note, so
gelten sie nur für die Dauer eines Taktes. Mit dem Auflösungszeichen q vor einer Note wird ein # oder b aufgehoben.

Beispiele:

Notenschlüssel
Ein Notenschlüssel gibt die Lage eines Tones im 5-Liniensystem an. Die Schlüssel haben sich aus Buchstabenformen
entwickelt. Je nach Tonlage und Tonumfang eines Musikinstrumentes wird der Schlüssel gewählt, z. B. für Instrumente
mittlerer Tonlage der C-Schlüssel (Viola oder Englischhorn).

Tonleitern
Eine Tonleiter besteht aus acht Tönen.
Man unterscheidet Dur- und Moll-Tonleitern. Bei der Dur-Tonleiter liegen Halbtonschritte zwischen dem 3. und 4. Ton und
zwischen dem 7. und 8. Ton. Die übrigen Tonschritte sind Ganztonschritte.

Chromatik
Die chromatische Tonleiter besteht ausschließlich aus Halbtonschritten. Chromatik bedeutet die Erhöhung oder
Erniedrigung eines Stammtones um einen halben Ton.
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Tondauern
Die Dauer eines Tones wird durch unterschiedliche Notenwerte ausgedrückt. Ihnen entsprechen bestimmte Pausenzeichen.

Intervalle
Den Abstand zwischen zwei Tönen nennt man Intervall.
Die Bezeichnungen für die verschieden großen Intervalle sind von lateinischen Ordnungszahlen abgeleitet.

Dreiklänge und Kadenz


Wenn zu einem Grundton noch zwei Töne im Terz- und Quintabstand nach oben hinzugefügt werden, erhält man einen
Dreiklang in Grundstellung.

Je nach Lage der großen und kleinen Terz über dem Grundton entsteht ein Dur- oder Moll-Dreiklang.

Die Folge der Dreiklänge auf der 1., 4. und 5. Stufe einer Tonleiter nennt man Kadenz. Um die Schritte der drei Stimmen
möglichst klein zu halten, muss man Dreiklänge bisweilen »umkehren« (s.u.).

Natürlich können über allen Tönen einer Tonleiter Dreiklänge aufgebaut werden. Neben den Dreiklängen der Kadenz
(Hauptdreiklänge), die alle Töne der Tonleiter enthalten, erhält man dann die Nebendreiklänge.
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Tempoangaben
Wirklich entscheidend für die Tondauer einzelner Noten ist das Tempo beim Vortrag eines Musikstücks.

Tempobezeichnungen, seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich, sind aus dem italienischen übernommen:

Langsame Tempi: largo = breit


larghetto = etwas breit
lento = (sehr) langsam
adagio = langsam
Mittlere Tempi: andante = gehend, ruhig
andantino = etwas bewegter als andante
moderato = mäßig
allegretto = munter
Schnelle Tempi: allegro = heiter, schnell
vivace = lebhaft
presto = schnell
prestissimo = sehr schnell
Ternpoübergänge: accelerando (accel.) = schneller werdend ritardando (rit.) = langsamer werdend

Das Metronom (Taktmesser) ermöglicht die genaue Tempobezeichnung und -ausführung.


So bedeutet MM = 120, in der Minute 120 Schläge. (MM = Mälzels Metronom, nach dem Erfinder benannt)

Dynamik
Dynamische Bezeichnungen sind von etwa 1600 an in Gebrauch und wurden seither ständig weiterentwickelt:

Gängige Zeichen sind:

Partitur und Klavierauszug


In einem mehrstimmigen Musikstück erhalten die Ausführenden meist nur die Einzelstimme, die sie zu spielen haben.
Der Dirigent dagegen braucht eine Fassung, in der alle Stimmen enthalten sind. Sie heißt Partitur.
In einer Orchester-Partitur sind ganz oben die Holzbläser notiert, dann folgen die Blechbläser, darunter die Stimmen für
Schlaginstrumente. Unten stehen die Stimmen der Streichinstrumente.
In einem Klavierauszug sind die wichtigsten Instrumentalstimmen einer Partitur auf zwei Systemen zusammengefasst;
sie können deshalb auf einem Tasteninstrument gespielt werden
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Musikstile
Charakteristische Merkmale eines Musikstils sind Rhythmus, Besetzung, Art der Melodieführung und gegebenenfalls
harmonische Besonderheiten. Einige wichtige Musikstile aus dem Rock/Pop-Bereich werden im Folgenden kurz
dargestellt.

Blues
„Blue notes“ spielen in der Melodik und Harmonik des Blues, der Urform des Jazz, eine große Rolle. Diese Töne sind
gegenüber unserer Tonleiter auf der 3., 5. und 7. Stufe niedriger.

Vom harmonischen Aufbau her orientiert sich der Blues an der europäischen Tradition. In 12-taktigen sich
wiederholenden Abschnitten besteht sein harmonisches Grundgerüst aus den Hauptdreiklängen, die auf der 1.
(Tonika), 4. (Subdominante) und 5. Stufe (Dominante) der Tonleiter aufgebaut werden (Blues-Schema).

Beispiel für ein 12-taktiges Bluesschema in C-Dur:


V Dominante
2 Takte G
IV Subdominante
2 Takte F

I Tonika I Tonika I Tonika


4 Takte C 2 Takte C 2 Takte C

Rock 'n' Roll


Eine schnelle und rhythmisch geprägte Form des Blues.
Besetzung: Gesang, Lead-, Rhythmus- und Bassgitarre, Schlagzeug, Saxophon als Ergänzung zur Singstimme.
Rhythmusgrundlage bildet ein typisches Pattern: Die Hi-Hat wird in durchgehenden Achteln geschlagen, die Snare
spielt die 2. und 4. Zählzeit, während die Bass Drum auf der 1. und 3. betont. Die Bassgitarre spielt häufig Viertel und
gleich bleibende Patterns.

Reggae
Besetzung: solistische E-Orgel zu den typischen Rockinstrumenten, ohne Sologitarre und Streichersounds. Dumpfer,
tiefer Basssound, Offbeats der Rhythmusgitarren; der Bass beginnt nicht immer auf der 1. Zählzeit.

Rap und Hip-Hop


Der Rap ist eine Erfindung schwarzer Jugendlicher aus den New Yorker Gettos. Die rhythmische Basis bilden
Sechzehntelfiguren in Bass und Schlagzeug. Hinzu kommt ein präzise angepasster Sprechgesang in eigenem,
textbezogenem Rhythmus. Hip-Hop stützt sich musikalisch auf den Rap, bedeutet aber weit mehr als eine
Musikrichtung. Die Nachfolgegeneration der Rapper nimmt ihn für sich in Anspruch und bezeichnet damit eine ganze
Lebenseinstellung, die sich z. B. in Breakdance, Straßenkunst und Graffiti äußert.
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Kleines Rhythmuslexikon
Rhythmus und Takt
Rhythmus ist die Abfolge von gleichen oder unterschiedlichen Tondauern.
Der Takt wird durch gleich lange Einheiten aus einer Folge von betonten und unbetonten Grundschlägen gebildet.

Synkope
Eine Verlagerung der Betonung von einer »schweren« auf eine »leichte«, unbetonte Zählzeit nennt man Synkope.

Offbeat
Rhythmische Besonderheit im Jazz und in der Pop- und Rockmusik. Ein Offbeat ist ein Akzent »neben dem
Schlag« und in Noten nicht darstellbar.

Groove
Rhythmisch-melodische Eigenschaft eines Musikstückes mit Bass, Schlagzeug und ggf. weiteren
Perkussionsinstrumenten. Durch den Groove erhält das Musikstück oder auch ein Musikstil eine ganz eigene und
oft unverwechselbare Klanggestalt.

Puls und Beat


Beide Begriffe bezeichnen den gleichmäßig durchlaufenden Grundschlag eines Musikstücks.

Pattern
Patterns sind (rhythmische) Muster, die in unveränderter Abfolge wiederholt werden.

Riff
Riffs sind (melodische) Muster, die gleichbleibend oder abgewandelt wiederholt werden.

Musikformen und –gattungen


Die Vielfalt in der Musik versucht man anhand bestimmter Merkmale in verschiedene Gattungen zu ordnen

Einige sehr gebräuchliche Gattungsbegriffe:

Menuett
Das Menuett war ursprünglich ein französischer Tanz. Seinen gemächlichen 3/4-Takt und die beschwingten Melodien
haben Komponisten wie HAYDN und MOZART übernommen und zu einer Kunstform stilisiert.

Ländler und Walzer


Der aus dem Alpenland stammende Ländler gilt mit seinem mäßig bewegten 3/4-Takt als der Vorläufer des Walzers, der
sich dann in Wien zum schnellen und beschwingten Tanz entwickelte.

Kantate
Werk für Gesang mit Instrumentalbegleitung, in der Regel mit mehrere Sätzen (Rezitativen, Arien, Chöre)

Sinfonie
Mehrstimmiges, meist aus drei bzw. vier Sätzen bestehendes Instrumental werk für großes Orchester.
Oper
Musikalisches Bühnenwerk, (eigenlich »opera musicale« - musikalisches Werk), an dem Solosänger/innen, die gleichzeitig
Schauspieler/innen sind, Chorsänger/innen, Orchestermusiker/innen, Dirigent/in und Bühnenbildner/innen mitwirken.
Moritat
Aus dem Bänkelsang hervorgegangene gesungene Schauergeschichte. In den Bühnenwerken von KURT WEILL ist die
Moritat ein dem Song/Chanson ähnliches Lied mit kritisch erzählendem Inhalt.
Choral
Seit 1600 Bezeichnung für das evangelische Kirchenlied; in der Kunstmusik Bezeichnung für meist vierstimmig gesetzten
liedhaften Chorgesang.
Song
Zunächst Bezeichnung für ein Lied mit politisch-satirischem Inhalt, bei dem der Text im Vordergrund steht. Heute allgemein
Ausdruck für ein neueres Lied, das vom Songwriter bzw. dem Liedermacher häufig selbst vorgetragen wird.
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Orchester-Instrumente und Besetzung

1 4
1
3 1
3
2 3 3
2 2
2
2 2

1= Blechbläser (Trompete, Posaune, Tuba, Horn)


2= Saiteninstrumente (Violine, Viola, Violincello, Kontrabass, Harfe, Klavier, Cembalo)
3= Holzbläser (Querflöte, Oboe, Klarinette, Saxophon, Fagott)
4= Schlaginstrumente (Pauke, Trommel, Becken, Xylophon, Triangel, Tamburin, Kastagnetten, Tamtam)

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