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Sprachlernbiographie Formular

Miina Piila beschreibt ihre Erfahrungen mit dem Erlernen von Fremdsprachen, beginnend mit Englisch in der Grundschule, gefolgt von Schwedisch und Deutsch. Ihre Motivation zum Sprachenlernen variierte von anfänglichem Interesse an der Sprache selbst bis hin zu funktionalen Bedürfnissen, während negative Erfahrungen im Studium ihre Einstellung zu Deutsch beeinträchtigten. Insgesamt betont sie die Bedeutung von Motivation, Alter und Lehrkräften beim Erlernen von Sprachen.

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Miina Piila beschreibt ihre Erfahrungen mit dem Erlernen von Fremdsprachen, beginnend mit Englisch in der Grundschule, gefolgt von Schwedisch und Deutsch. Ihre Motivation zum Sprachenlernen variierte von anfänglichem Interesse an der Sprache selbst bis hin zu funktionalen Bedürfnissen, während negative Erfahrungen im Studium ihre Einstellung zu Deutsch beeinträchtigten. Insgesamt betont sie die Bedeutung von Motivation, Alter und Lehrkräften beim Erlernen von Sprachen.

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Sprachlernbiographie

Sprachlernbiographie von Miina Piila

Während meines Lebens habe ich Kontakt mit relativen vielen Fremdsprachen gehabt. Die erste
Fremdsprache, die ich gelernt habe, ist Englisch. Damit habe ich schon in der dritten Klasse der
5 finnischen Grundschule angefangen. Ich erinnere mich, dass das Lernen dieser Sprache mir
immer Spaß gemacht hat, weil ich große Motivation dafür gehabt habe.
Am Anfang waren meine Motive für das Sprachlernen aber superfiziell – ich wollte die Sprache
lernen, weil ich dachte, dass es cool und spannend war, auf einer Fremdsprache zu sprechen.
Später hat meine Einstellung zum Lernen aber sich verändert, weil ich den funktionellen Aspekt
10 des Sprachlernens verstanden habe. Das heißt, ich wollte die Sprache lernen, um englische
Videos ohne Untertitelung anzuschauen oder die Lyrics eines Lieds verstehen zu können.
Außerdem hat die Sprache sich geschienen, überall zu sein, und deswegen war es mir
selbstverständlich, dass ich sie lernen sollte. Die Motivation und der Bedarf haben also eine
wechselseitige Wirkung aufeinander gehabt – wegen des unvermeidbaren englischen Inputs,
15 war es mir notwendig, die Sprache zu können, um den fremdsprachigen Inhalt zu begreifen. Ich
glaube also, dass das Lernen der englischen Sprache aus einer Mischung von traditionalem
Schulunterricht und natürlichem, außerunterrichtlichem Input bestand – in der Schule habe ich
die grammatischen Strukturen gelernt und außer des Unterrichts habe ich mich mit Wortschatz
beschäftigt und auf dieser Weise neue Wörter und Ausdrücke gelernt. Man konnte also sagen,
20 dass ich einige Dinge gelernt und die andere Sache erworben habe.
Obwohl ich führe die Sprache nicht mehr durch Studium weiter, bleibt meine Beziehung mit
Englisch immer noch eng, weil ich sie täglich spreche und benutze. Wie gesagt, Englisch ist
meine erste Fremdsprache und deswegen halte ich sie für besonders bedeutungsvoll. Es ist mir
natürlich und leicht, auf Englisch zu sprechen und ich halte sie für eine „ungefährliche Sprache“,
25 weil ich keine große Angst vor Sprechen oder Fehler zu machen habe, im Gegensatz zu den
anderen Fremdsprachen, die ich kann.
Seit siebten Klasse lerne ich Schwedisch, das die zweite offizielle Sprache von Finnland ist. Ich
weiß nicht, ob ich Schwedisch eigentlich als Zwei- oder Fremdsprache nennen sollte, weil ich es
nicht in außerunterrichtlichen Kontext benutze. Doch studiere ich Schwedisch als mein
30 Nebenfach an der Uni, aber in natürlichen, alltäglichen Situationen muss ich die Sprache
eigentlich gar nicht benutzen. Meine Beziehung mit Schwedisch ist irgendwie kompliziert, weil
ich die Sprache studiere, aber trotzdem mag ich es nicht so gern. Ich habe es eigentlich nur
gewählt, weil es sich lohnt, eine zusätzliche Sprache außer Deutsch zu studieren. Was aber
sehr ironisch ist, ist dass, das Lernen der Sprache mir ganz einfach ist, und im Vergleich zu
35 Deutsch – sogar leichter. Ich glaube, dass meine Einstellung zu der Sprache etwas mit den
allgemeinen negativen Attitüden hat – es ist also obligatorisch, Schwedisch in den finnischen
Schulen zu lernen und deswegen gibt es sehr starke negative Gedanken an die Sprache, was
auch auf mich in einer unbewusster Weise eingewirkt haben könnte.
Außer Englisch und Schwedisch habe ich Deutsch gelernt, wie früher gesagt. Ich kann mich
40 daran nicht so gut erinnern, aber ich denke, dass ich mit dem Lernen irgendwann zwischen der
neunten Klasse und Beginn des finnischen Gymnasiums angefangen habe. Damals hatte ich
Sprachlernbiographie

eine wunderbare Deutschlehrerin, die sehr unterstützend war. Weil sie so eine gute Lehrerin
war, war meine Motivation für das Lernen sehr hoch. Ich kann mich daran erinnern, dass ich die
Deutschunterrichte liebhatte, weil das Lernen der Sprache sehr lustig und interessant war.
45 Deswegen habe ich entschieden, Deutsch an der Uni zu studieren. Meine Erwartungen für das
Studium waren also relativ groß, aber die Realität ist etwas Anderes gewesen. Es tut mir wirklich
leid, dass das Studium an der Uni mir nicht so gut gefällt, weil das meine Motivation
verschlechtert hat. Deutsch macht doch Spaß, aber ich vermisse sowohl die Lehrerin, die ich im
Gymnasium hatte, als auch ihr Unterricht. Ich bin wirklich traurig darüber, dass das gesunkene
50 Interesse für die Sprachlernen eine negative Wirkung auf meine Sprachkompetenz gehabt hat.
Deswegen habe ich zurzeit eine kleine Angst vor Sprechen, weil ich denke, dass ich Vieles
vergessen habe. Ich hoffe aber, dass die Motivation kehr während meines Austausches zurück
und dass die Kompetenz sich verbessert.
Die drei obengenannten Sprachen sind die Fremdsprachen, die ich am besten beherrsche.
55 Außer ihr habe ich noch einige andere Fremdsprache gelernt, aber nur für kurze Zeit. Zum
Beispiel habe ich einige Kurse über Russisch, Spanisch und Dänisch besucht. Russisch und
Spanisch habe ich wegen meines eigenen Interesses gelernt, aber ich habe mit dem Lernen
aufgehört, weil es mir zeitlich schwierig war. Ich fand das Lernen bei den beiden Sprachen
interessant und nützlich und ich glaube, dass ich mich später besonders mit Russisch
60 beschäftigen möchte. Dänisch hat mir im Gegensatz gar nicht gefallen, weil es obligatorisch war,
einen Kurs über Dänisch zu besuchen, und damals hatte ich keine Lust oder Energie dazu.
Alles in allem könnte ich sagen, dass meine Erfahrungen mit Fremdsprachlernen relativ
unterschiedlich im Vergleich zueinander sind. Ich denke, dass die Motivation, das Alter und die
Lehrkraft eine riesige Rolle beim Sprachlernen spielen. Ich finde es schwierig, als Erwachsener
65 Fremdsprache zu lernen, aber ich denke doch, dass es möglich ist, wenn man die richtigen
Umstände hat.

70

L1: Finnisch
Gelernte, erwähnte Sprachen (L2): Englisch, Schwedisch, Deutsch, Russisch, Spanisch,
Dänisch

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