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Österreichisches

Deutsch
Einleitung
Das österreichische Deutsch spielt in
vielfältiger Weise eine wichtige Rolle
im Kontext der österreichischen
Identität. Besonders im privaten, aber
auch im öffentlichen Diskurs stellt
Sprache für die Österreicherinnen ein
wesentliches identitätsstiftendes und
emotionsbehaftetes Element dar.
Deutsch in Österreich ist die Amtssprache. Nach Artikel 8 der
österreichischen Verfassung von 1920 ist Deutsch die Staatssprache der
Republik, obwohl es mehrere Minderheitensprachen gibt, deren
Nutzungsrecht gesetzlich festgelegt ist. Die Zahl der deutschsprachigen
Bevölkerung in Österreich beträgt ca. 7,57 Millionen.
Österreichisches Deutsch ist die nationale Version der deutschen Sprache,
die die sprachlichen Merkmale der Rede der Österreicher widerspiegelt. Es
ist durch Österreichisches Wörterbuch normalisiert, das 1951 auf Initiative
des Ministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur herausgegeben wurde.
Österreichisches Deutsch zeichnet sich durch Österreichismen aus, die unter
dem Einfluss der literarischen deutschen Sprache und des bayerischen
Dialekts entstanden sind.
Welche Unterschiede gibt es zwischen
österreichisches Deutsch und Hochdeutsch?

Das österreichische Deutsch unterscheidet sich in Teilen des Wortschatzes,


grammatikalischen Besonderheiten, der Schreibweise und auch in der
Aussprache von jenem Hochdeutsch, das in Deutschland durch den Duden
kodifiziert ist. Der Duden kennzeichnet 0,4 % aller Wörter als
österreichisch. Österreich hat sich an der Reform der deutschen
Rechtschreibung von 1996 beteiligt, ohne dabei jedoch seine sprachlichen
Besonderheiten aufzugeben, was im Österreichischen Wörterbuch in
seiner derzeit 41. Auflage entsprechend berücksichtigt ist.
Im österreichischen Deutsch lassen
sich auch einige Fälle verzeichnen, in
denen einem bestimmten Genus
zwei mögliche Varianten des
Binnendeutschen entsprechen.
Unterschiede Z.B. in Österreich als Maskulina
in der stehen:
Grammatik 1) der Quader ( der, die Quader)
2) der Katheder (der, das Katheder)
3) der Meteor (der, das Meteor)
Z.B. als Neutra stehen:
1) das Chor (der, das Chor)
2) das Mündel (der, die
Mündel)
Unterschiede 3) das Ar (das, der Ar)
in der
Als Feminina:
Grammatik
1)die Kontur (die, der Kontur)
2) die Soda (die, das Soda)
Unterschiede in der Grammatik
Österreichische Phonetik
• Österreicher behauchen /k/ "normal" und /p t/ nur
schwach oder gar nicht;
• Im Österreichische verwendet man das scharfe ß, um
einen lang gesprochenen Vokal zu kennzeichnen:
Das Maß
Der Ruß
Die Soße (auch Sauce)
bloß
Buße
schießen
Kaffee

Unterschiede In Deutschland -
in der Phonetik ['kafe]

in Österreich -
[ka'fe:]
Unterschiede im Wortschatz
• Servus (eher in ländlicheren
Gebieten, wie im Bundesland
Salzburg, Tirol oder Vorarlberg)
• Griaß di („Grüß dich, eine
personalisierte Form von „Grüß
Gott“, ist österreichweit überall
gebräuchlich)
Grußformen • Pfiat di (oder „Pfiat di Gott“, ist ein
Abschiedsgruß gegenüber
jemanden, den man gut kennt)
• Dere (oder „Habe d’Ere“, bedeutet
so viel wie „Ich habe die Ehre“ und
zählt als Begrüßung unter
Jugendlichen)
Österreichische
Gedichte und Lieder
Wo is da platz Wo is des geld
Wo da deifi seine kinda kriagt Des was überall fehlt
Wo is da platz Ja hat denn koana an genierer
Wo all's z'samm rennt Wieso kemman allweil de viara
Wo is des feier De liagn, de die wahrheit verbieg'n
Hey wo geht 'n grad a blitz nieder Und wanns nit kriagn was woll'n
Wo is 'n die hütt'n Dann wird's g'stohln
Wo der stadl der brennt De falotten soll der teufel hol'n
Hab'n ma pech oder an lauf Da is da platz
Fall'n ma um oder auf Wo da teufel seine
Samma dünn oder dick Kinda kriagt
Hab'n an reim oder glück Wo all's z'sammrennt
Teil ma aus, schenka ma ein Wo ist es Feier
Toan ma uns abi oder g'frein Wo geht'n grad a Blitz nida
San ma christ hätt ma gwisst Wo isn de Hittn
Wo da teufel baut in mist Wo da Stodl der brennt?
A jeder woass, dass es A jeder woass, dass es
Geld nit auf da wiesen wachst Geld nit auf da wiesen wachst
Und essen kann ma's a nit Und essen kann ma's a nit
Aber brenna tat's guat Aber brenna tat's guat
Aber hoazen domma en woazen Aber hoazen toan ma woazen
Und de ruabn und den kukuruz Und de ruabn und den kukuruz
Wann ma lang so weiter hoazen Wann ma lang so weiter hoazen
Brennt da huat Brennt da huat
Wo ist der Ort Wo ist das Geld
wo der Teufel seine Kinder kriegt? das überall fehlt?
Wo ist der Platz Ja schämt sich denn keiner?
wo alles zusammenläuft? Wieso kommen immer die weiter
Wo ist das Feuer? die lügen, die die Wahrheit verbiegen?
Hey, wo schlägt denn gerade ein Blitz ein? Und wenn sie nicht bekommen, was sie wollen
Wo ist denn da die Hütte? dann wird es halt gestohlen
wo der Stall, der brennt? Hey, die soll der Teufel holen
Haben wir Pech oder einen Lauf? Wo ist der Platz
Fallen wir um oder auf? wo der Teufel seine
Sind wir dünn oder dick? Kinder kriegt?
Haben wir einen Reim oder Glück? Wo alles zusammenläuft?
Teilen wir aus, schenken wir ein? Wo ist das Feuer?
Machen wir uns runter oder freuen wir uns? Hey, wo schlägt denn gerade ein Blitz ein?
Wären wir Christen, dann hätten wir gewusst Wo ist denn die Hütte?
wo der Teufel den Mist baut Wo ein Stall, der brennt?
Jeder weiss, dass das Geld Jeder weiss, dass das Geld
nicht auf der Wiese wächst nicht auf der Wiese wächst
Und essen kann man es auch nicht Und essen kann man es auch nicht
Aber brennen würde es gut Aber brennen würde es gut
Aber heizen tun wir mit Weizen Aber heizen tun wir mit Weizen
und Rüben und mit Mais und Rüben und mit Mais
Und wenn wir noch lange so weiter heizen Und wenn wir noch lange so weiter heizen
brennt der Hut brennt der Hut
Am Freitog auf d'Nocht montier' i de Schi I steh' am Gipfl, schau obe ins Toi
Auf mei Auto und dann begib' i mi A jeda is glücklich, a jeda fühlt si woi und wü
nua
In's Stubaitoi oder noch Zöll am See
[Refrain]
Wei durt auf de Berg obm ham's imma an
leiwandn Schnee! Am Sonntog auf d'Nocht montier' i de Schi
[Refrain] Auf mei Auto, oba donn überkommt's mi
Wei i wü schifoan, schifoan! Und i schau no amoi aufe und denk' ma: „Aber
wo!“
Woah, woah, woah, woah – schifoan!
I foa no ned z'Haus, i bleib am Montog a no do
Wei Schifoan is des leiwandste
[Refrain]
Wos ma si nur vorstöhn ko
[Outro]
In der Fruah bin i da Easchte dea wos aufefoat
Schifoan, schifoan!
Damit i ned so long auf's aufefoan woat
Dadarat, dadarat, dadaradada – schifoan!
Obm auf da Hittn, kauf i ma an Jägertee
Schifoan! Ah, woah, woah, woah, woah
Wei so a Tee mocht den Schnee eascht so richtig
schee! Schifoan! Jodorot, jodorot, jodorododo
[Refrain] Schifoan! Schifoan, schifoan, schifoan!
Und wonn da Schnee staubt und wonn de Sunn Schi ...!
scheint
Donn hob' i olles Glick in mia vereint
Am Freitagabend montier ich die Ski Ein jeder ist glücklich, ein jeder fühlt sich wohl
Auf mein Auto und dann begebe ich mich [Refrain]
Ins Stubaital oder nach Zell am See, Denn Skifahren ist das Großartigste,
Denn dort auf den Bergen oben Was man sich nur vorstellen kann!
Gibt es immer einen supertollen Schnee! Am Sonntagabend montier ich die Ski
[Refrain]: Auf mein Auto. Aber dann überkommt's mich
Denn ich will: Und ich schau noch einmal hinauf und denk' mir:
Skifahren! "I wo!
Skifahren! Ich fahr noch nicht nach Hause!
Wow wow wow, Ich bleibe am Montag auch noch hier!"
Skifahren! [Refrain]
Denn Skifahren ist das Großartigste, Denn Skifahren ist das Großartigste,
Was man sich nur vorstellen kann! Was man sich nur vorstellen kann!
In der Frühe bin ich der Erste, der hinauffährt, [Refrain]
Damit ich nicht so lange auf das Hinauffahren warten muss. Skifahren!
Oben auf der Hütte kauf' ich mir einen Jagertee, Skifahren!
Denn so ein Tee macht den Schnee Wow wow wow,
Erst so richtig schön! Skifahren!
[Refrain] Skifahren!
Und wenn der Schnee staubt, Skifahren!
Und wenn die Sonne scheint, Wow wow wow,
Dann habe ich alles Glück in mir vereint. Skifahren!
Ich steh' am Gipfel, blicke hinab ins Tal.
Der Schneck Wann ich oft a paar Kinder siech,
Wann ich so aus mein Häuserl kriach, De d' armen Tierln neckn;
Tua Liabs Leut oft betrachtn; De fangen oft an Schmetterling,
Wia 's fade Sachn plaudern tuan, Und an a Nadl steckn.
Und zehnmal fader schmachtn.
Wann ich ohne Gfühl so
Wann ich so zwa Lappn, Den Nachwux beguck,
Zwa öde beguck; Geh ich in mei Häuserl,
Geh ich in mei Häuserl, Da ziag i mi z'ruck.
Da ziag i mi z'ruck.
Und so gibt 's manchn Menschn wohl,
Wann ich so schlechte Leut oft siech Der d' Wahrheit liabt und 's Recht;
De mit anand beredn; Der sich vor Lug und Unrecht , wia
Wia 's An den Andern d' Ehr abschneidn, Der Schneck z'ruckziagn möcht.
Und Bös's antuan an Jedn.
Weil ab'r a Mensch das nit tuan kann,
Wann ich so an Auswurf Halt't er's in Gotts Nam aus;
Der Menschheit beguck, Doch er beneid't in Stilln oft gwiß
Geh ich in mei Häuserl Den Schneckn um sei Haus
Da ziag i mi z'ruck.
I sing a Liad fia die Ich singe ein Lied für Dich
und do frogst du und dann fragst Du mich
mi
magst Du mit mir zum
mogst mid mia Tanzen gehen, ich glaub
taunzn geh i glaub i
steh auf die ich steh auf Dich
i sing a liad fia die ich sing ein Lied für Dich
und kaun de und kann die Sterne
steandal seng sehen
i hob mi vaknoit in ich hab mich verknallt in
die. Dich.
Versuchen wir jetzt zusammen aussprechen!
Deutsch Österreichisch
Lieber einen Bauch vom Trinken, als einen krummen Liaba an Bauch vom Saufen, ois an Buckel vom
Rücken vom Arbeiten. Orbeiten.
Wer viel jammert, mit dem schläft niemand. Wer long sudert wird net pudert
Sei es doch wie es sei, stirbt die Kuh, bleibt das Heu Seis wies sei, stirbt Kuah, bleibts Hei.

Bäurinnen sterben, kein Verderben. Pferde Beiringa sterm koa verderm - Roß vareka des ko an
verrecken, dass kann den Bauern schrecken Bauan schrecka
Was einmal da ist geht nicht mehr weg. Wos liegt, des pickt.
Lieber den Magen verrenken, als dem Wirten etwas Liaba in Mogen verrenken, ois im Wirt wos schenken
schenken.
ich bin pleite, ich habe kein Geld mehr i bin Stier
sehr betrunken fett wia a Staundhaubitzn
das ist mir egal des is ma Blunzn
Pech gehabt. Gschissn grissn.
Gesundheit! Höf da Gott (Gott möge dir helfen)
ein alter Mann a oida Knacka
eine alte Frau a oide Schochtl
schlafen gehen in die Hapfn haun
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!