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Der buchstäbliche Schutz

- vor einen Himmelskollaps -

Der Himmelskollaps

Die Buchstabenanalyse des vokalen Wortkerns im europäischen Götternamen Dyaus und dem abgeleiteten Zeus führte in die Richtung der größten Furcht einiger alten Völker, dass ihnen eines Tages der Himmel auf den Kopf fallen würde.

Offensichtlich haben diese Völker sich mit allen Mitteln gegen einen Himmelskollaps gewehrt. Dort wo Urwälder existierten wurden in den Sagen gewaltigen Baumstämme als Himmelsstützen angenommen. In den waldfreien oder bereits abgeholzten Regionen mussten die Völker zum Schutz vor dem Himmelskollaps ersatzweise Säulen errichten 1 .

Die Angst vor dem Himmelskollaps wurde bereits im Altertum dokumentiert, als die Kelten im Bereich der Adriaküste dem Alexander auf seiner Frage nach deren schlimmsten Befürchtungen antworteten:

„Wir fürchten niemanden. Es gibt nur eines, was wir fürchten und zwar, dass uns der Himmel auf den Kopf stürzt. Für einen Mann wie Sie hegen wir nur Freundschaft 2 .“

Wo eine so gewaltige Furcht existiert könnte auch eine symbolische Stütze im Wortschatz existieren. Selbstverständlich sind zunächst die Wörter für die Weltsäulen Yggdrasil, Donareiche und Irminsäule für die Symbolik einer buchstäblichen Stütze prädestiniert. Insbesondere die Buchstaben Y in Yggdrasil und I in Irminsul gleichen bereits bildlich einer Stütze.

Yggdrasil, die Weltenesche, ist die Verkörperung der Schöpfung als Gesamtes:

räumlich, zeitlich und inhaltlich. Er ist der Weltenbaum, weil er im Zentrum der Welt steht und alle Welten miteinander verbindet. Als Weltachse (axis mundi) verbindet er die drei Ebenen Himmel, Mittelwelt und Unterwelt. Als Himmelsstütze stützt er das Himmelsgewölbe.[1] Die Edda nennt ihn auch den Maßbaum 3 .

Der Name Yggdrasil, altnordisch Yggdrasill, basiert auf altnordisch yggr „Furcht“, „Schrecken“, „Schrecklicher“, was sich genau auf die Furcht der Kelten vor dem Himmelskollaps bezieht.

Odins Selbstopfer (das Martyrium) an Yggdrasil, um an das geheime Wissen (der Runen) in der Tiefe zu gelangen, mag den Zusammenhang zur Buchstabencodierung einer Säulenstütze bilden.

Die geschichtlichen Wurzeln des nordischen Weltenbaums reichen mindestens zurück bis in indogermanische Zeit, da der Weltenbaum zum mythologischen Fundus vieler indogermanischer Völker gehört 4 .

1 Zeus a Study in Ancient Religion Vol 2 Part I (1925) by Arthur Bernard Cook

Die Vokalrunen

Von besonderer Bedeutung sind die Vokalrunen. Insbesondere der Buchstabe Æ scheint von diesen Vokalen eine besonderen Rang einzunehmen.

Æ

Der

angelsächsischen System wurde diese Rune in drei separaten Runen aufgeteilt. Zwei davon repräsentieren Bäume („Esche“ beziehungsweise „Eiche“).

A-Klang

ist

der

zentrale

Klang,

der

von

der

Ansuz-Rune

Gottheit).

Im

ōs (→ o), Mündung oder Mund. Dieser Klang gehört nicht zu den Urvokalen (U, I, A) und wurde später hinzugefügt. 5

æsc (die Esche, Englisch: "ash") (→ æ) und

ac (die Eiche, Englisch: "oak") (→ a).

In altenglich ist æsc das Symbol für den Speer, die Achse, die Rune ash und den Buchstaben æ 6 .

die Achse, die Rune ash und den Buchstaben æ 6 . In den Dialekten von Fünen
die Achse, die Rune ash und den Buchstaben æ 6 . In den Dialekten von Fünen

In den Dialekten von Fünen, Jütland und Südjütland steht æ 7 oft auch für die Wörter jeg (ich), er (bin, bist, ist, …). In Altenglisch symbolisiert æ als Wort Gesetz, Schriftgut, Zeremonie, Gebräuche, Ehe 8 . Aus dieser Dichte der Symbolik könnte man wohl ableiten, dass die Wörter æ buchstäblich in der Buchstabe æ den Kern der Gesellschaft symbolisieren.

In Isländisch bedeutet æ „immer, ewig“. Gesetz, Schriftgut, Zeremonie, Gebräuche, Ehe sollen einfach ewig erhalten bleiben, ebenso wie das „Ich“. Die Wörter ewig und Ehe lassen sich aus æ ableiten 9 .

Insbesondere ist die Bedeutung der æ-Rune als Achse (Speer), beziehungsweise Weltachse oder Weltstütze im Sinne der Bedeutung Gesetz, Schriftgut, Zeremonie, Gebräuche, Ehe zu verstehen.

Symbolisch gesehen wurde die Stütze als Baum (insbesondere Esche und Eiche) betrachtet. Der Baum war jedoch wohl eher als Tragpfeiler zur ewigen Stabilisierung der Welt und Gesellschaft zu verstehen. Auch die ewige Stabilisierung des eigenen Ichs ist daraus ableitbar.

5 Das Runenwörterbuch – Dr. Udo Waldemar Dieterich (1844)

6 ash tree ; (poetic) spear ; the runic letter; the letter Æ, æ

7 Æ

Esche = Achse

Obwohl der Yggdrasil als immergrüne Esche beschrieben wird, war es wohl eher eine Eibe und sollte das Wort Esche eher als Himmelsachse oder Achse, beziehungsweise Speer übersetzt werden.

„Eine

sie heißt Yggdrasil, ein hoher Baum […] Immergrün steht sie über dem Brunnen der Urd.“ 10

Esche
Esche

weiß ich stehen,

Ask veit ek standa, heitir Yggdrasill hár baðmr, ausinn hvíta auri 11 ;

Dieser Tragpfeiler sollte nicht nur bildlich in der Natur, sondern vielleicht auch in den Runen und Buchstaben nachweisbar sein.

Der Yggdrasil und die Eiche als Ich-Symbole

Der Name Yggdrasil, altnordisch Yggdrasill, setzt sich wohl zusammen aus altnordisch yggr „Furcht“, „Schrecken“, „Schrecklicher“ (siehe Liste der Beinamen Odins)‘ und altnordisch drasill „Pferd“.

Der

(‚Eibe‘), Ihwaz oder Eihwaz (Gotisch = Eihwas; Altnordisch = Ihwar; Altenglisch = Éoh) festgelegt, was im Kern auch bereits den heutigen Lautwert „I(h) 12 “ enthält. In der niederländischen Sprache enthält das Wort „Schrik“ (Schreck) ebenfalls einen Kern „ik“ (ich).

“. Als Runensymbol wurde die ī(h)gwaz

Igg
Igg

-drasil enthält vielleicht aber auch den Stamm „

Ich
Ich

Nach anderen Sprachanalysen bedeutet Yggdrasil „Eibensäule“. Altnordisch yggia wäre demnach von germanisch *igwja „Eibe“ und altnordisch drasill von indogermanisch *dher- „stützen“

abzuleiten.

Baumstütze

symbolisieren 13 .

Auch

dann

könnte

das

„Ich“

ebenfalls

als

Kern

eine

Eibe

als

dann könnte das „Ich“ ebenfalls als Kern eine Eibe als 10 Völuspá, Vers 19 11 Normert

10 Völuspá, Vers 19

12 Der Lautwert der Rune ī(h)gwaz ist nicht ganz geklärt[1] und liegt wohl zwischen e und i. Möglicherweise handelte es sich ursprünglich auch um einen Diphthong /ei/.

Tyr

Ein anderes wichtiges Symbol wäre die Rune teiwaz, tīwaz (‚Himmelsgott‘, ‚Tyr‘) für den Himmelsgott Tyr. In der Salzburg-Wiener Handschrift wird die Rune in einem auf Alcuin als Niederschreiber zurückgeführten gotischen Runenalphabet neben einem altenglischen Futhorc als Tys = Ziu bezeichnet.

Auch diese Rune könnte man als Stützpfeiler interpretieren.

einem altenglischen Futhorc als Tys = Ziu bezeichnet. Auch diese Rune könnte man als Stützpfeiler interpretieren.

Die Nabe und der Nabel der Welt

In südlichen Ländern, wo hohe Bäume und Wald nicht so üppig gedeihen, wurden die Stützpfeiler des Himmels als Säulen errichtet.

Einige Säulen sind allerdings eher symbolisch als „Nabe“ (Achsen, Weltachsen) an den sogenannten „Nabel“-Stellen errichtet worden. Die berühmteste Nabel-Stelle war der Omphalos (Nabel der Welt) in Delphi, deren von F. Courby 1913 gefundenen, symbolischen Phallus eine Inschrift aufgewiesen haben soll:

symbolischen Phallus eine Inschrift aufgewiesen haben soll: Abb. 1: Die Inschrift "E von Gaia" am Nabelstein

Abb. 1: Die Inschrift "E von Gaia" am Nabelstein Omphalos in Delphi

"E von Gaia" am Nabelstein Omphalos in Delphi Abb. 2: Die Inschrift "E und „G“, „A“

Abb. 2: Die Inschrift "E und „G“, „A“ von Gaia" am Nabelstein Omphalos in Delphi

Details eines Fotos 174 in Zeus a Study in Ancient Religion Vol 2 Part I (1925) von Arthur Bernard Cook

Ursprünglich war der Nabelstein vermutlich ein Opferstein des Himmelsgottes Zeus und der Erdgöttin Gaia an deren Vermählungsort.

Analyse einiger Stützen

Die Analyse einiger Stützen, die Arthur Bernard Cook in seinem Buch beschrieben hatte und andere, die nicht in Zeus dokumentiert wurden sind:

Dokumentiert in Zeus sind:

Diana-Säulen

die Agyieús-Säulen 14

die Irminsäulen

Maisäulen. Der bekannteste Brauch ist das Maibaumfest. Hier symbolisiert der durch einen Kranz geschmückte Maibaum den Weltenbaum bzw. die Weltachse (und gleichzeitig ein Fruchtbarkeitssymbol).

Die 2- bzw. 4-gesichtigen Janus Heilgtümer, wie zum Beispiel der Janustempel

Die

Nabelsäulen

in

Delphi

und

Byzanz

(welche

als

Agyieús-Säulen

gelten).

Ein

Originalfund in Delphi und einige, alten Münzen sind mit einem “E” ausgestattet.

Die 2 Himmelssäulen an Salomons Tempel (Boas und Jachin)

Nicht dokumentiert in Zeus wurden:

Yggdrasil deren symbolische Bedeutung folgendermaßen mit æ korreliert: Yggdrasil ash

die Djed-Säulen aus Ägypten

æsc æ

Die E-Inschrift am Omphalos in Delphi 15

Der alte Omphalos, den F. Courby 1913 gefunden hatte, war offensichtlich mit vier archaischen Buchstaben beschriftet, deren letzten drei den Genitiv der Erdgöttin Ga (oder Gas, bzw. Gaz 16 ) und der Erste das mystische Symbol E darstellen. Das E war auch auf alten Münzen abgebildet:

E darstellen. Das E war auch auf alten Münzen abgebildet: Abb. 3: Fassade des Tempels mit

Abb. 3: Fassade des Tempels mit dem zentralen E

Meiner Meinung nach symbolisiert das im Omphalos eingravierte “E”, den Nabel (Kern) des

göttlichen Namens Z

e us bzw. J e
e
us bzw. J
e

u-piter.

14 Als Gründer von Kolonien wurde Apollon Agyieus zum Führergott, unter dessen Schutz die Auswanderer eine neue Heimat suchten.

15 The E-Inscription at the Omphalos of Delphi – veröffentlicht 25 / 5 /2014

16 Eine andere Variante wird beschrieben in Varieties of Unreligious Experience: The E at Delphi

Diana-Säule

Eine weitere Säule war die bronzene Diana-Säule im Tempel auf dem römischen Aventinus Hügel, mit den Aventiner Kanon, der alle Festivitäten der Lateinischen Städten festlegte 17 .

Die Agyieus-Säulen

Apollon Agyieus war der Schutzpatron der Reisenden. Als Gründer von Kolonien wurde Apollon Agyieus zum Führergott, unter dessen Schutz die Auswanderer eine neue Heimat suchten.

Janus 18

Janus (lateinisch Ianus) war der römische Gott des Anfangs und des Endes. Er gehört zu den ältesten römischen Göttern und zur ursprünglichen römischen Mythologie. Er ist ein rein römischer Gott und hatte keinen nachweisbaren Kult außerhalb Roms

Allerdings war Janus ein doppelgesichtiger Gott. Das bedeutendste Heiligtum des Ianus war der Janustempel auf dem Forum Romanum.

IAΩ - Janus

"Die sieben Vokale AEHIOYΩ wurden in den griechischen und koptischen magischen Papyri oft zusammen mit dem hebräischen Namen IAO (oder IAΩ) beziehungsweise IEOU kombiniert.

Das Iota am Anfang IAΩ zusammen mit dem ersten A und den letzten Ω Buchstaben des Alphabets symbolisieren einen Gott mit den Attributen alpha und Omega, Anfang und Ende 19

In dieser Hinsicht ähnelt Janus dem Namen IAΩ.

Ani → Tina

Die Etrusker nannten Janus Ani, während sie als Namen für Jupiter Tina benutzten.

Ζην (Zan oder Zæn)

Falls wir IEOU mit IAΩ vergleichen und OU als alternative Schreibweise für Ω betrachten und E = A gleichsetzen dürfen wir folgende Namensableitung rekonstruieren: IOU → IEOU → IEΩ →

IAΩ. Diese Ableitung setzt IEOU dem Je u-piter gleich. Die Kernbuchstaben können mit den Zentralkernen
IAΩ. Diese Ableitung setzt IEOU dem Je
u-piter gleich.
Die
Kernbuchstaben
können
mit
den
Zentralkernen
“A”
in
“J
a
n”
und
“Z
a
n”
(“Ζ
ην”),
beziehungsweise “I
A
Ω”, oder “H” in J
H
V (Jehova), der später als “E” eingesetzt wurde in I
E
OU,
Z
e
us und J
e
u-piter, beziehungsweise auch “O” in J
o
u-piter.

In diesem Fall haben die Sprachentwickler den ersten und wichtigsten Buchstaben “A”,als

symbolischen Träger in den Götternamen “Ja n”, “Z a n”, “Ζ ην”, “I A
symbolischen Träger in den Götternamen “Ja
n”, “Z
a
n”, “Ζ
ην”, “I
A

Ω” eingebaut.

Im Spezialfall Ζ

ην”, “I A Ω” eingebaut. Im Spezialfall “ Ζ ην ” wurde nicht der erste Buchstabe

ηνwurde nicht der erste Buchstabe “A” benutzt, sondern stattdessen das “H”,

Eta, was mit dem “H” in YHV und als Klang mit der A & E-Ligatur æ 20 korreliert.

18 Janus

19 Barry Kieren, The Greek Qabbalah, page 48, Samuel Weiser, Inc., 1999

20 Die Ligatur von a und e

Die Ego-Pronomina jau - jeu - jou - ia – eau - eu – æ - I – Ih - Y

Merkwürdigerweise stimmen die Vokalkombinationen der Götternamen mit den Ego-Pronomina („Ich“) in verschiedenen Dialekten und Sprachen überein 21 :

(Puter) eau

(Dänisch und Norwegische Dialekte) æ

(Englisch) I , abgeleitet von Wycliffs Y, das wiederum aus „Yggdrasil“ abstammen mag.

(Süddeutsche Dialekte) Ih

(Deutsch) Ich (ggf. von Yggdrasil?)

John Wyclif'sY

John Wycliffe's Bibel aus 1388 benutzt den Großbuchstaben

Auch John Barbours Gedicht The Bruce aus 1375 benutzt sowohl „Ic“ als „Ik“ in Großbuchstaben benutzt?

sowohl „Ic“ als „Ik“ in Großbuchstaben benutzt? Y für das Ego-Pronomen. Haben die alte Völker nun

Y für das Ego-Pronomen.

Haben die alte Völker nun die Himmelsstützen als Vokale in den Ego-Pronomina eingesetzt?

Haben sie vielleicht die gleichen Prinzipien (Stützung des Himmels) in ihren Entwürfen für die Götternamen eingesetzt und gleichgesetzt mit dem Namen für deren Geschöpf (das „Ich“ iou), das sie nach ihrem eigenen Abbild gestaltet hatten (IOU) ?

Personifizierte Himmelssäulen

Booz und Iachim

Der Charakter der Säulen als Himmelssäulen wurde von R. Eisler nachgewiesen 22 .

Im Würzburger Dom kann man die Säulen besichtigen. Sie wurden Booz und Iachim benannt und waren von 1230 bis 1644 in der Eingangshalle des Doms eingebaut 23 . Eine der Originalfarben (Rot) ist an einigen Stellen noch sichtbar.

Originalfarben (Rot) ist an einigen Stellen noch sichtbar. Abb. 4: Booz und Iachim Säulen (1230) 5:

Abb. 4: Booz und Iachim Säulen (1230)

noch sichtbar. Abb. 4: Booz und Iachim Säulen (1230) 5: Booz & Iachim 6: Iachim pillar

5: Booz & Iachim

Abb. 4: Booz und Iachim Säulen (1230) 5: Booz & Iachim 6: Iachim pillar (1230) 22

6: Iachim pillar (1230)

22 Quelle: Seite 426 in Zeus a Study in Ancient Religion Vol 2 Part I (1925) von Arthur Bernard Cook

Yggdrasil

Ableitbar wäre folgende Kette: æ æsc ash Yggdrasil. Die Welten-Esche Yggdrasil ist der erste Baum, der wächst. Er ist der größte und prächtigste Baum der Welt.

Selbstverständlich darf man die Verkettung auch umkehren: Yggdrasil ash æsc æ 24

Im Symbol des Yggdrasils haben wir bereits die Weltsäule und Weltachse erkannt. Der mythologische Ursprung einer Weltachse leitet sich wohl aus dem frühen Gebrauch des Rades ab. Bis ins 19. Jahrhundert wurde „Weltachse“ bzw. „Himmelsachse“ auch synonym für Erdachse gebraucht 25 .

In vielen Kulturen entwickelten sich der Weltachse nachfolgende und abgeleitete Bräuche und Riten. Der im deutschen Sprachraum und Teilen Skandinaviens bekannteste Brauch ist das Maibaumfest. Hier symbolisiert der durch einen Kranz geschmückte Maibaum den Weltenbaum bzw. die Weltachse 26 .

In Altenglisch ist der Buchstabe æ, der æsc ("ash tree" oder Esche) genannt wird eine bedeutendes Symbol für Gesetz und Ordnung und in Norwegischer Sprache das Symbolwort “immer, ewig”.

In den Dialekten von Fünen, Jütland und Südjütland steht æ 27 oft auch für die Wörter jeg (ich), er (bin, bist, ist, …).

In Germanischen Sprachen symbolisiert das Æ (a + e = æ) deshalb den Yggdrasil, Gesetz, Schriftgut, Zeremonie, Gebräuche, Ehe und in Dänisch/norwegischen Dialekten das “Ich”.

Symbolisch ähnelt der Weltenbaum Yggdrasil einem Y und beginnt mit einem Y.

John Wyclif's Bibel benutzt einen

beginnt mit einem Y. John Wyclif's Bibel benutzt einen Y als Ego-Pronomen 2 8 . Y

Y als Ego-Pronomen 28 .

Y

Bibel benutzt einen Y als Ego-Pronomen 2 8 . Y Yggdrasil 2 9 Rekonstruktion von Marianne

Yggdrasil 29 Rekonstruktion von Marianne Klement-Speckner – aus alter Dokumentation (public domain Zeichnung)

24 Runes

27 Æ

29 Die aufgerichtete Irminsul gezeichnet nach der Beschreibung alter Quellen und angelehnt an die Darstellung eines geknickten Baumes im Kreuzabnahmerelief an den Externsteinen

Irminsul war eine Säule, kein Baum

Rudolf v. Fulda berichtet in den „Annales regni Francorum“ aus dem 9. Jahrhundert über das von Kaiser Karl im Jahre 772 zerstörte Heiligtum der Sachsen: „Sie nannten sie in ihrer Muttersprache Irmensul, die All-Säule, die sinnbildlich das All trägt“ Ein Vers in der „Poeta Saxo“ lautet:

„Irminsul benannte das Volk und verehrte als heilig ein in Säulengestalt gen Himmel ragendes Bauwerk.“ 30

Zusammenfassung

Die alten Völker wurden von der Furcht vor einem Himmelskollaps zu einem Stabilisierungsversuch mit einer symbolischen Weltachse getrieben. Diese sogenannte Weltachse wurde als Weltbaum bezeichnet und nicht nur als Kultobjekt (Omphalos, Irminsäule, Donareiche) verehrt, sondern auch als Vokale in Götternamen integriert. Die Vokale sollten die Wortwirkung als Zauberelemente verstärken.

Als Kernvokale gelten zum Beispiel die Buchstaben I, Y, E, A,Æ, U, Ω in den Namen Dyaus, Zeus, IAΩ (JHVH), Ieu-piter, bzw. Iou-piter.

Die Vokale E (in den Namen Zeus, beziehungsweise IEU-piter), A (in Janus, Zan, IAΩ) und O (in den Namen IOU-piter), sowie Æ (in den Namen ZHN, JHVH) ) wurden insbesondere als zentrale Weltachse symbolisiert.

Die Vokale I und U wurden bereits früher 31 identifiziert als personifizierte, ggf. androgyne Sekundärsäulen, die links, beziehungsweise rechts vom Hauptpfeiler angeordnet wurden.

Da der Mensch sich als Abbild seines Schöpfers verstanden hat, wurde das Wort „Ich“ ebenfalls als Weltbaum mit den gleichen Zauberbuchstaben ausgestattet. In einigen Sprachen wurde das Wort „Ich“ aus dem Götternamen abgeleitet, zum Beispiel im Provenzalischen „ieu“ (Ich) und „Dieu“ (Gott).

Inhalt

Der Himmelskollaps

1

Die

Vokalrunen

2

Æ

2

Esche = Achse

3

Der Yggdrasil und die Eiche als Ich-Symbole

3

Tyr

4

Die Nabe und der Nabel der Welt

5

Analyse einiger Stützen

6

Die E-Inschrift am Omphalos in Delphi

6

Diana-Säule

7

Die Agyieus-Säulen

7

Janus

7

IAΩ - Janus

7

Ani → Tina

7

Ζην (Zan oder Zæn)

7

Die Ego-Pronomina jau - jeu - jou - ia – eau - eu – æ - I – Ih - Y

8

John Wyclif'sY

8

Personifizierte Himmelssäulen

9

Booz und Iachim

9

Yggdrasil

10

Irminsul war eine Säule, kein Baum

11

Zusammenfassung

11