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Unicredit Top-Gewinner der Draghi- Bazooka Nordex gegen Vestas Wer ist besser? Silber-Aktie bietet neue Kaufchance

Unicredit Top-Gewinner der Draghi- Bazooka

Nordex gegen Vestas Wer ist besser?

Silber-Aktie bietet neue Kaufchance

1

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Freiheit

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WWW.DERAKTIONAER.DE

#14/16

1 WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16 STANDPUNKT l 3 MARKUS HORNTRICH Chefredakteur Das Ende der Freiheit? D ie Bestürzung

STANDPUNKTl3

MARKUS

HORNTRICH

Chefredakteur

Das Ende der Freiheit?

D ie Bestürzung nach den Anschlägen in Brüssel ist groß. Die Terrorwelle,

die sich durch Europa zieht, scheint im­ mer größer zu werden. Parallel dazu auch die Angst, in den Urlaubsflieger zu steigen oder einfach mal im Stadion ein Fußballspiel anzusehen. Daran wird man sich wohl gewöhnen müssen. Oder Einschränkungen in der persönlichen Freiheit hinnehmen müssen. Unsere Politiker in der EU und hier­ zulande haben sich nach dem Attentat in Europas Hauptstadt zahlreich zum Thema Terrorbekämpfung zu Wort ge­ meldet. Genauso wie nach den beiden Anschlägen in Paris. Passiert ist seit Pa­ ris aber nicht viel. Die Liste der mögli­ chen Maßnahmen zur Bekämpfung des Terrors wird immer länger. In meiner naiven Vorstellung bin ich davon ausge­ gangen, dass die Geheimdienste in der EU und auch in den USA die sogenann­ ten „Gefährder" überwachen und ir­ gendwie ihren Job machen. Dass es wie­ der zu einer Terrorattacke kommen wird, war mehr oder weniger zu erwar­ ten. Die Drohungen der Islamisten lagen vor. Nach Brüssel wurden sie noch ein­ mal bekräftigt. Nun kristallisiert sich heraus, dass die Dienste nicht wirklich zusammenarbeiten. Kein Austausch von Fluggastdaten, keine einheitliche Ge­ fährderdatei - das erschwert Europol natürlich die Arbeit. Der Schutz der EU­ Außengrenzen ist ohnehin ein heikles Thema dieser Tage. Das Thema „Flücht-

linge" darf man nicht mit den Terroran­ schlägen in Zusammenhang bringen. Ganz davon trennen kann man es aber auch nicht. Noch ist nicht klar, wie sich unser tägliches Leben ändern wird. Fest steht, dass die Bevölkerung in gewisser Weise unter Generalverdacht gestellt werden wird, denn die Überwachung durch Vi­ deoaufzeichnungen in öffentlichen Be­ reichen, des Telefonverkehrs, der Konto­ bewegungen et cetera wird zunehmen. Ein wichtiger Punkt der Europäischen Kommission wird auch die Bekämpfung der Terrorfinanzierung sein. Bargeld wird wieder in den Fokus geraten, am Ende einigt man sich womöglich auf eine EU-weite Obergrenze für Barzah­ lungen. Aktivismus an falscher Stelle wäre das. Ob dann auch der illegale Öl­ handel zwischen der Türkei und den Gebieten des Islamischen Staates unter­ bunden wird? Oder dessen Finanzierung durch andere arabische Ölstaaten? Das darf getrost bezweifelt werden. Die neuen Sicherheitsbestrebungen werden zwangsläufig zu weniger Frei­ heit führen. Aber auch zu mehr Sicher­ heit? Eine traurige, aber wohl „alterna­ tivlose" Vorstellung.

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heit? Eine traurige, aber wohl „alterna­ tivlose" Vorstellung. Ihr Download-Code für Sonnta s-U date: Freiheit

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#14/16

r--< IN ElJROH2A � . � . WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16 Monsanto nimmt Bayer in _ s Visier

Monsanto nimmt Bayer in_s Visier

Der Leverkusener Traditionskonzern weckt Begehrlich­ keiten. Die Aktie hat noch einiges Potenzial.

Die Silber­

Safari

Tahoe Resources wächst gewaltig. Die Aktie ist heiß.

Tahoe Resources wächst gewaltig. Die Aktie ist heiß. TITELSTORY AB SEITE 12 12 Terror in Europa

TITELSTORY

AB SEITE 12

12 Terror in Europa Diese Unternehmen -können uns schützen - das sind die Verlierer.·

14 Düstere Aussichten Die Terror­ anschlage von Brüssel trüben die Per­ spektiven für die Deutsche Lufthansa und vor allem von TUI deutlich ein.

16 Schutz und Rendite Diese Unterneh­ men können die Bevölkerung vor Ter­ rorakten schützen und bieten Anle­ gern die Chancen auf satte Kurs­ gewinne.

AKTIEN

AB SEITE 10

10 Hot-Stock der Woche öffentliche Si­ cherheit, Internet-TV und Big Data:

artec Technologies vereint drei Top­ Trends in einer Aktie.

20 Top-Tipp Konservativ Die Gespräc,he zwischen Bayer und Monsanto über deren Agrarchemiesparten heizen die Spekulationen an und ti:eiben den Bayer-Kurs nach oben.

24 Top-Tipp Spekulativ Mutige Anleger setzen jetzt auf die Fortsetzung der

Rallye des kanadischen Silberprodu- zenten Tahoe Resources.

28 Unicredit EZB-Chef Maria Draghi hilft den Banken auf dieSprünge. Die Unicredit-Aktie haben dabei nur we­ nige Anleger auf der Rechnung. Dabei hat sie reichlich Potenzial.

30 Nordex Geht Nordex die Puste aus? Nach einem verhaltenen Ausblick des Managements steht die Aktie des Windanlagenbauers unter Druck.

32 Apple/Tesla

jüngsten Präsentation für Langeweile

Während Apple bei der

sorgt, herrscht große Spannung vor Teslas nächstem großem Event.

Der chinesische Konzern

punktet mit WeChat gegen WhatsApp von Facebook.

Die Rohstofftitel

und Nordex belasten die Performance, doch es gibt auch einige Lichtblicke zu

verzeichnen.

Die TSI-Ampel

bleibt nach wie vor rot.

Aktien-Musterdepot

34 Tencent

36

40 TSI-Musterdepot

41 TSI-Trendcheck Die stabilen Erträge von Haushaltswarenproduzenten wie etwa Reckitt Benckiser wissen An­ leger immer mehr zu schätzen.

·

DERIV ATE

AB SEITE 42

Die hohenSchwankun­

gen belasten das Depot. Die Neuzugän­ ge haben noch nicht eingeschlagen.

43 Musterdepot

DEPOT & CO

AB SEITE 52

46 Trading-Special Profi-Trader Gio­ vanni Cicivelli erklärt die wichtigs­ ten Regeln, um erfolgreich traden zu können.

52 Der Superforecaster Bruno Jahn hat ein hochinteressantes und nützliches Talent: Er kann viele Dinge richtig voraussagen. Jahn legt sich aber leider fest: .,Die tollen Börsenjahre sind vor­ bei!"

CHART-CHECK

AB SEITE 58

Chart der Woche

59 DAX-Check

60 Index-Check

62 Devisen-Check

64 Rohstoff-Check

66 Aktien im Rückblick

58 Amazon.

WeChat

schlägt

WhatsApp

Aber ist Tencent auch besser als Face­ book?

Die Bank gewinnt

Dank Draghi: Die Unicredit-Aktie hat Nachholpotenzial.

78 Aktien im Quick-Check

80 Derivate-Check

STATISTIK

AB SEITE 83

83 Börsenrangliste

84 Aktien

94 Derivate

95 Fonds

96 ETFs

473 Werte aus aller Welt.

STANDARD-RUBRIKEN

3 Standpunkt

6 Marktimpulse

8 Parkettgeflüster

48

Zertifikate aktuell

54

Bookshop

82 Impressum

97 Termine

98 Letzte Seite

Langeweile bei Apple, Spannung bei Tesla. Wie geht es mit den Aktien weiter?

1 Alle Aktien in diesem Heft 1 Aktie Seite Aktie Seite 7C Solaroarken 66 Kirkland
1
Alle Aktien in diesem Heft
1
Aktie
Seite
Aktie
Seite
7C Solaroarken
66
Kirkland Lake
73
Adidas
66
KUKA
78
Allianz
L-3 Communications
78
16
Alaha Bank
67
McDonald's
78
67
A��le
32
McEwen Mining
Artec Technoloaies
10
Nestle
78
AT&T
78
Newmont Minina
73
74
BarrickGold
68
Norcom
Baver
20
Nordex
30
78
88 Biotech
68
O'Reillv Automotive
78
Berkshire Hathawa�
Paion
Borussia Dortmund
78
emal
Phoenix Solar
Publit�
Rfil:theon
Rheinmetall
Roche
Rosenbauer
Ro�al Dutch Shell
78
74
Caci International
16.
75
Cancom
69
78
75
Cisco Svstems
78
16
Coca-Cola
78
Commerzbank
69
78
78
Deutsche Bank
16
Deutsche Lufthansa
14
76
Deutsche Telekom
78
Deutsche Wohnen
70
70
78
78
Emeraent Biosolutions
16
S&T
SLM Solutions
SMA Solar
78
Endeavour Mining
Ströer
Flir Svstems
16
Tahoe Resources
24
37
Gazarom
71
Tencent
34
Grouaon
78
Tesla
32
Halliburton
16
TLG Immobilien
76
Helma Eioenheimbau
Trina Solar
77
Huao Boss
71
TUI
14
37
Infineon Technolooies
72
Unicredit
28
77
Jenootik
16
WCM
JinkoSolar
72
Wincor Nixdorf
78

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40

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WWW.DERAKTIONAER.DE #11./16

MARKTIMPULSEl7

II

SMA SOLAR TECHNOLOGY

Jahreszahlen

AODJ6J

Trendwende geglückt

A m Mittwoch, dem 30. März, legt SMA Solar die endgültige Bilanz

für das Geschäftsjahr 2015 vor. An­ hand von vorläufigen Zahlen hat Vor-· standssprecher Pierre-Pascal Urbon im Vorfeld bereits klargemacht, wohin die Reise gehen wird: ,,SMA ist 2015 früher als erwartet in die Gewinnzone zurückgekehrt." In Zahlen ausge­ drückt rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von rund einer Milliar­ de Euro und einem operativen Ergeb­ nis vor Zinsen und Steuern (EBIT) im Bereich von 30 bis 33 Millionen Euro. Nach mehreren Prognose-Anhebungen hatte der Vorstand im Vorfeld Erlöse im Bereich von 925 bis 975 Millionen Euro und ein EBIT zwischen zehn und 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Analysten hatten den Umsatz im Schnitt auf 986 Millionen Euro und das EBIT auf 40 Millionen Euro ge­ schätzt. Beim Gewinn je Aktie rech­ nen die Experten mit 50 Cent pro An­ teilschein, nach einem Verlus_t von 4,68 Euro im Vorjahr. Auch bezüglich des Ausblicks für das laufende Ge­ schäftsjahr hat sich der Vorstand be­ reits geäußert und Erlöse von bis zu 1,05 Milliarden Euro sowie ein EBIT von bis zu 120 Millionen Euro in Aus­ sicht gestellt. Da SMA Solar die neu installierte Photovoltaik-Leistung in diesem Jahr aber rund 15 Prozent nied­ riger einschätzt als das Marktfor­ schungsinstitut IHS, sieht DER AKTIO­ NÄR bei der Prognose noch etwas Luft nach oben.

AKTIO­ NÄR bei der Prognose noch etwas Luft nach oben. SMA Solar dürfte von der 2016

SMA Solar dürfte von der 2016 steigenden

Photovoltaikleistung profitieren.

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MI

GRAMMER

Jahreszahlen

589540

DO

NEMETSCHEK

Jahreszahlen

645290

MI

DAIMLER

Hauptversammlung

.

710000

Starke

Performance

Prognose

übertroffen

Rekord-Dividende in Aussicht

Die Aktie von Grammer zeigt seit Jah­

resbeginn RelativeStärke. Für Rücken­

wind haben dabei positive Eckdaten für

Anfang Februar hatte Nemetschek be­

reits vorläufige Zahlen für das vergan­

gene Geschäftsjahr präsentiert. Mit

Nach einem erfolgreichen Geschäfts­

jahr 2015 stimmen die Daimler-Aktio­

näre am Mittwoch, dem 6. April, über

das abgelaufene Geschäftsjahr ge­

69,5 Millionen Euro dürfte das EBITDA

die höchste Dividende in der Konzern­

sorgt, die der Autozulieferer bereits im

die im Herbst nach oben korrigierten

geschichte ab. Der Vorstand hatte im

Februarvorgelegt hat. Demnach dürfte

Unternehmensprognose übertreffen.

Februar die Ausschüttung von 3,25

das Unternehmen 2015 einen Rekord­

Beim Umsatz hat der Bausoftware­

Euro je Anteilschein vorgeschlagen -

umsatz von 1.4 Milliarden Euro und ein

Konzern ein Plus von 31 Prozent auf

80 Cent mehr als im Vorjahr. Die Divi­

EBIT von 43 Millionen Euro erzielt ha­

285,3 Millionen Euro in Aussicht ge­

dendenrendite würde damit auf 4,8

ben. Beim EPS rechnen die Analysten

stellt. Bei der Präsentation des voll­

Prozent steigen. Mit insgesamt rund 3,5

nun im Schnitt mit 2,12 Euro pro Anteil­

ständigen Geschäftsberichts dürfte

Milliarden Euro schüttet Daimler den

schein.

daher der Ausblick im Fokus stehen.

höchsten Betrag aller DAX-Werte aus.

Grammer in Euro

Nemetschek in Euro

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aus. Grammer in Euro Nemetschek in Euro 40 35 30 10 15 M M J T

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aus. Grammer in Euro Nemetschek in Euro 40 35 30 10 15 M M J T

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aus. Grammer in Euro Nemetschek in Euro 40 35 30 10 15 M M J T

alGEWINNER & VERLIERER

81

+++ PARKETTGEFLÜSTER

+++ PARKETTGEFLÜSTER

Apple pusht Dialog Semiconductor

D ie Neuproduktvorstellung bei App­ le war für viele Beobachter eine

Enttäuschung. Ein Blick über den Tel­ lerrand hinaus zeigt aber ganz schnell

einen potenziellen Gewinner der neuen Apple-Geräte: Dialog Semiconductor. Aktionäre des TecDAX-Konzerns wis­ sen, dass Apple in den zurückliegenden zwei Quartalen seinen Lagerbestand geräumt hat. Einige alte Modelle wur-

den aus den Läden genommen und wer­ den nun durch das kürzlich vorgestell­ te neue 4-Zoll-Gerät ersetzt. Dass der TecDAX-Konzern durch die Lagerbe­ standskorrektur bei dem US-Konzern Einbußen hatte, ist Schnee von gestern. Anleger sollten den Blick nach vorne richten. Der Fokus liegt nun ganz klar auf dem neuen Gerät. Analysten schät­ zen den Anteil am neuen Gerät um 20

Dialog Semi in Euro

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DER-AKTIONÄR-Indikator

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TeleTradercom

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2013

2014

2015 2016

WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16

+++ PARKETTGEFLÜSTER ++•

WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16 +++ PARKETTGEFLÜSTER ++• Klein, aber oho. Das neue iPhone SE macht optisch einen

Klein, aber oho. Das neue iPhone SE

macht optisch einen guten Eindruck.

Das SE steht für

Special Edition"".

Prozent höher ein. Selbst wenn die ver­ kaufte Stückzahl nur gleich bliebe oder leicht sinken würde, dürfte Dialog ein Umsatzwachstum dank höherer Preise generieren. Da das neue iPhone bereits bei 399 Dollar startet, werden mitunter neue Zielgruppen angesprochen, sodass die Nachfrage gut sein dürfte. DER AK­ TIONÄR spekuliert daher im Derivate­ Musterdepot (Seite 43) auf steigende

Kurse bei Dialog Semiconductor.

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43) auf steigende Kurse bei Dialog Semiconductor. ANZEIGE SECURITIES DIVISION Sportlich anlegen www.gs.de/sportlich

SECURITIES

DIVISION

Sportlich anlegen

www.gs.de/sportlich

SECURITIES DIVISION Sportlich anlegen www.gs.de/sportlich   1 DAX 9.868.89 -0,2% 1 Unternehmen
 

1

DAX

9.868.89

-0,2%

1

Unternehmen

Akt. Kurs

Performance

 

seit 18.03.16

Bayer

102.80€

+4,0%

Infineon Technologies

12.22€

+2,6%

Adidas

102.70€

+2,5%

Henkel Vz.

96.96€

+2,0%

BASF

65.86€

+1,3%

Deutsche Bank

15.60€

-7,7%

ThyssenKrupp

16.57

-5,3%

E.on

8.10

.

·4,7%

Deutsche Lufthansa

13.99€

-4,1%

Commerzbank

7.73€

-4,1%

MDAX

19.925.61

-0,6%

1

Unternehmen

Akt. Kurs

Performance

 

seit 18.03.16

Kion Group

50.17€

+6,0%

Covestro

31.52€

+5,0%

Zalando

28.51€

+4,7%

Ströer

53.44€

+4,6%

Talanx

29.07€

+4,6%

Bilfinger

�.10€

-8,6%

NDRMA Group

46.03€

.

-7,2%

Salzgitter

23,47€

-5,4%

Wacker Chemie

.

73,43

-5,0%

Deutsche Pfandbriefbank

9,14€

-4,6%

TeeDAX

1.599,68

-0,1 %

Unternehmen

Akt. Kurs

Performance

 

-

seit 18.03.16

Aixtron

3,84€

+18,3%

Pfeiffer Vacuum

101.25€

+11,7%

Compugroup

37.73€

+7,1%

Jenoptik

13,54€

+6,4%

SÜSS Microtec

9,34€

+6,2%

Nordex

22,62€

-15,2%

Freenet

25.93€

-7,7%

Drillisch

-3,3%

ADVAOptical

10,03€

·1,6%

Drägerwerk Vz.

59.07

-1,2%

1

1

40

35

WWW.OERAKTIONAER.DE

#14/16

GEWINNER &

VERLIERERl9

Ein schlechtes Signal

INSIDERTRANSAKTIONEN

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B ei Zalando hat Rubin Ritter erneut Aktien verkauft. Der Vorstand des

Online-Versandhändlers hat in drei Tranchen Papiere im Wert von knapp 2,8 Millionen Euro auf den Markt ge­ worfen. Da Insider gut über das eigene Unternehmen Bescheid wissen, scheint ein Verkauf zunächst kein gutes Zei­ chen. Rubin Ritter hat allerdings bereits im vergangenen Jahr Gründe f4r den eigenen Verkauf geliefert. Das Top­ Management des Konzerns bezieht demnach nur ein vergleichsweise nied­ riges Grundgehalt und erhält den Groß-

teil des Lohns in Form von Aktienan­ teilen. Deshalb würden die Manager verhältnismäßig häufiger Aktien ver­ kaufen, so Ritter bereits im Oktober zur Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Zudem soll der Streubesitzanteil an der Börse steigen, um die große Nachfrage bedienen zu können. Es gab zuletzt aber auch positive Si­ gnale für Zalando. So hat Sabrina Gra­ bau, die Frau des Aufsichtsratsmitglieds Lorenzo Grabau, für rund 350.000 Euro Papiere von Zalando gekauft. Nach po­ sitivem Feedback auf den Kapitalmarkt­ tag hat sich die Aktie zudem schnell erholt. Im Fokus standen bei der Prä­ sentation vor allem zwei Punkte. Zum

einen drehte sich das Geschehen um die Movmnt-App, mit der die Lieferung ,,direkt vom Hersteller" erfolgen soll. Zum anderen war die Distributed-Com­ merce-Strategie ein großes Thema. Im engeren Sinne ist damit die vertikale Lagerhaltung gemeint. An den Märkten kam das gut an. Die Situation bei Zalando bleibt nach den jüngsten Geschehnissen ange­ spannt. Mit einem KGV von 62 ist die Aktie nicht gerade günstig bewertet. Zudem bleibt das Chartbild bei dein MDAX-Titel weiter eingetrübt. Erst nach dem Sprung über die 200-Tage­ Linie wird die Aktie wieder interes­ sant.

Zalando in Euro

30

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20

15

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DER-AKTIONÄR-Indikator

TeleTrader.com

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2015

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2016

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2014

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Insiderkäufe

Firma

TUI

Zalando

TUI

'

Datum

17.0316

15.03.16

17.03.16

Insiderverkäufe

Firma

Zalando

Zalando

Zalando

Datum

14.03.16

16.03.16

15.03.16

Kurs

12.70€

28,25

12,55

Kurs

29,40€

28,31€

28.58€

Wert

508.000€

350.300€

250.972€

Wert

1

1

J

1

1

1.06 Mio.€

937.503€

-- -

781.264

Euro Stoxx 2.997,00

Unternehmen

Bayer

Akt. Kurs

102,80€

Air Liquide

BASF

Deutsche Bank

Total

-1,5%

Performance

seit 18.03.16

1

+4,0%

Anheuser-Busch lnbev

Safran

108.20€

60,89€

98,62€

65,86€

15.60€

39.78€

+3,8%

+3,7%

+1,4%

+1,3%

-7,7%

-7,2%

Generali

Banco Santander

12.98€

4,00€

-6,5%

-5,9%

Unicredit

3,53€

-5,8%

Dow Jones 17.502.59

Unternehmen

Akt. Kurs

+1,0%

Performance

seit 18.03.16

Boeing

Pfizer

132.86 $

30,19 $

12.2.:.79 l

31.07 $

154.08 $

+4,1%

+4,0%

+3,9%

+3,0%

+2,4%

·1,9%

-1,6%

-0,9%

-0,8%

-0,7%

93.5�$ ''

J6.83 $

73�8 $

�.46 J

53,97 $

1

UnitedHealth

General Electric

Goldman Sachs

Chevron

Walt Disney

Caterpillar

Wal-Mart

Microsoft

Nasdaq 100 4.402.56

Unternehmen

Akt. Kurs

lncyte

Western Digital

Adobe Systems

Stericycle

Ctrip.com

Endo International

TripAdvisor

Expedia

Mondelez

JD.com

67. 4} $ 48.72 $ 92,16 $

, 123.81 $ 44,37 $ $ 61.74 $ 108,99 $ 39,94 $ 26.74 $

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Performance

seit 18.03.16

1

+5,7%

+5,6%

+4,5%

+4,1%

+4,1%

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1

10IAKTIEN

WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16
WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16

Trendaktie hoch drei

Öffentliche Sicherheit, Internet-TV und Big Data - artec technologies vereint drei Trends in einer Aktie. Der Wert ist zudem verlockend günstig.

ARTEC TECHNOLOGIES

--

E s werden immer mehr: Überwa­ chungskameras in U-Bahnen und

Zügen, auf Bahnhöfen, in Flughäfen. Spätestens seit den Vorfällen zu Silvester

in Köln wird die Überwachung öffentli­ cherEinrichtungen forciert und von der Bevölkerung als „normal" angesehen. Die Ereignisse in Brüssel verstärken das Sicherheitsbedürfnis zusätzlich. Die noch unbekannte artec technologies AG zählt zu den geheimen Gewinnern dieser an sich traurigen Entwicklung. Neben dem Megatrend Sicherheit sprechen aber auch noch zwei andere Trends für die kleine Firma aus dem niedersächsischen Diepholz: Internet-TV und Big Data.

520958

Zwei Plattformen, zwei Megatrends

artec ist ein Spezialist für Software­ und Big-Data-Lösungen zur Erfassung,

Übertragung, Aufzeichnung, Verarbei­ tung und Analyse von Video-, Audio­ und Metadaten. Die Software sammelt also Bild-, Sprach- und Videodaten, ana­ lysiert und strukturiert diese, um sie letztendlich den Kunden leicht ver­ ständlich zur Verfügung zu stellen. Das erfolgt über zwei Plattformen:

Multieye im Bereich Video-Sicherheits­ technik und Xentaurix im Bereich In­ ternet- und Mobile-TV. Im Sicherheitsbe­ reich wird die Software für überwa­ . chungslösungen eingesetzt, die zum Beispiel mit Datenbanken zur Erken­ nung von Gesichtern oder Nummern­ schildern verknüpft sind. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR ließ das Vorstands­ duo Ingo und Thomas Hoffmann durch- · blicken, dass sich die Anfragen gerade von deutschen Sicherheitsbehörden häu­ fen. Dass entsprechende Aufträge folgen, ist nach Einschätzung des AKTIONÄR

nur eine Frage der Zeit, zumal artec be­ reits Sicherheitstechnik für Gipfeltref­ fen geliefert hat. Im Broadcastingbereich wird die ar­ tec-Technologie beispielsweise für die Echtzeit-Analyse von Fußballspielen be­ nutzt, um die Laufleistung oder die Passgenauigkeit von Spielern zu analysieren. Man kann aber auch Hunderte (Inter­

net-) TV-Kanäle

spielsweise Urheberrechtsverletzungen

aufdecken.

überwachen und bei­

Stark wachsende Märkte

Mit beiden Plattformen ist artec in absoluten Wachstumsmärkten unter­ wegs. Der globale Markt für Videoüber­ wachung wird sich den Marktforschern von Research and Markets zufolge von aktuell gut zwölf Milliarden Dollar in den nächsten fünf Jahren auf fast 26 Milliarden Dollar mehr als verdoppeln.

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WWW. DERAKTIONAER.DE #1 4/16

A K TIEN l 11

4,1 WWW. DERAKTIONAER.DE #1 4/16 A K TIEN l 11 Der Markt für Big-Data-Technologie wird sich

Der Markt für Big-Data-Technologie wird sich bis 2018 auf 40 Milliarden Dollar knapp verdoppeln. Nachdem artec in den zurückliegen­ den Jahren die Entwicklung der Soft­ wareplattformen vorangetrieben hat und leicht gewachsen ist, steht nun eine Wachstumsbeschleunigung an. Dafür haben die Diepholzer vor wenigen Tagen frisches Kapital bei den Aktionären ein­ geworben, das zum Ausbau der Kapazi­ täten dienen soll. Vor allem das Personal war zuletzt der Engpass, um mehr Auf­ träge abzuarbeiten. Bis 2018 sollen sich die Umsätze verdoppeln. ,.Das dürfte mit

Broadcasti ng- Lösungen sind eines von zwei Standbeinen der a rtec technologies AG.

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den Aufträgen, die an uns herangetra­ gen werden, zu schaffen sein", gibt sich Vorstand Hoffmann zuversichtlich. Zwi­ schen den Zeilen ist herauszuhören, dass artec in Sachen neue Aufträge auch zeitnah Vollzug melden könnte. DER AK­ TIONÄR rechnet damit, dass insbesonde­ re aus Katar, wo artec bereits Aufträge vermelden konnte, Folgebestellungen in Vorbereitung der Fußball-WM 2022 kom­ men könnten. Die artec-Aktie ist verlockend günstig bewertet. Das 2017er-KGV liegt bei 10. Security-Wettbewerber Mobotix kommt dagegen auf nahezu 17. Broadcasting-

Wettbewerber Orad wurde 2015 zu einem KGV von 13 von Avid gekauft.

1 50 Prozent und mehr

1 Der marktenge Small Cap (limitiert ordern!) vereint drei Megatrends in einer Aktie und bietet eine Kurschan­ ce von 50 Prozent auf Jahressicht. Kommen die erwarteten Aufträge, müssen wohl auch die Prognosen nach oben angepasst werden. Dann ist sogar mehr drin.

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drin. '1.1 m.horntrich@deraktionaer.de :; @aktionaer Wachstum beschleu nigt sich • = Umsatz in Mio. Euro •

Wachstum beschleu nigt sich

= Umsatz in Mio. Euro

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2017e

2018e

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Mit neuen Kapazitäten will artec 2016 das Wachstum forcieren. Ein Gewinnsprung von fast 90 Prozent ist im Geschäftsjahr 2017 zu

erwarten.

Ouellec ijBC Researc, DER AKTIONÄR

Im Peergroup-Check 70 Prozent unter Wert

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Im Wettbewerb trifft artec häufig auf die ebenfalls börsennotierte Mobotix AG. Im Bewertungsvergleich wird deutlich, dass artec etwa 70 Prozent unterbewertet ist. Quelle, DERAKTIONÄR

1

1 2 I TITEL STO RY

WWW. D E RAKTIONAER .DE #14/16

Der Preis der Angst

Neben den gesellschaftlichen Folgen, die die jüngsten Anschläge nach sich ziehen werden, darunter wachsende Ressentiments ge­ genüber Muslimen, besitzt der Terror auch eine wirtschaftliche Komponente. So gaben schon in einer Umfrage vom Januar 60 Pro­ zent der Deutschen an, wegen der zuvor stattgefundenen Anschlag­ serie ihre Reisepläne ändern zu wollen. Der Wert dürfte sich nach Ankara und Brüssel erhöht haben und verstärkt damit den Druck etwa auf die Reisebranche. Der weltweit größte Reisekonzern TUI meldete jüngst einen massiven Einbruch bei den Sommerbuchungen für die Türkei um 40 Prozent. Dass der Veranstalter die Verluste mit alternativen Urlaubszielen aufholen kann, darf bezweifelt wer­ den. Der Chart Seite 13 und 14) spiegelt mit dem Bruch des mehr­ jährigen Aufwärtstrends in der letzten Handelswoche die schwie­ rige Lage des Unternehmens wider. Es ist ein bekannter Reflex, der die Bürger nach Terroranschlägen zudem nach mehr Sicne heit rufen lässt. Dass ein Mehr an Über­ wachung un� strengere Kontrollen die individuelle Freiheit ein­ schränken, wird dabei als notwendiges übel in Kauf genommen. Fest steht aber: Absolute Sicherheit ist eine Illusion. ,,Wir können uns vor dem Terror nicht zu 100 Prozent schützen", warnte Terror­ Experte Rolf Tophoven jüngst in· einem Interview mit Focus Online. Man kann sich diesem Wer bestenfalls annähern, etwa durch eine europaweit einheitliche Strategie zur Terrorfrüherkennung und -abwehr, die die Kleinstaateyei e etzt. Da· ei ist Eile geboten: Nach Auffassung von Rainer Wendt, dem Vorsitzenden der. Deutschen Polizeigewerkschaft, J:Iluss nach Brüssel mit einer langen Terrorpe­ riode gerechnet werden.

TERROR

IN EU RO PA

M ason Wells hatte Glück im Unglück, wieder ein­

mal. Der 19 Jahre alte Amerikaner war 2013 als

Zuschauer vor Ort, als beim Boston Marathon

zwei Rucksackbomben detonierten und drei

Menschen in den Tod rissen. Die Anschläge am Brüsseler Flughafen überlebte Wells ebenfalls, obwohl er sich nur we­ nige Meter neben einer der Bomben aufhielt, als diese explo­ dierte. Mason Wells zog sich Verbrennungen zu und wurde von umherfliegenden Splittern getroffen. Doch er überlebte. Andere Besucher hatten an diesem Tag weniger Glück als der junge Amerikaner. Die Anschläge vom Dienstag vergangener Woche forderten mindestens 31 Menschenleben, 270 Personen erlitten teils lebensgefährliche Verletzungen. Brüssel eingerechnet, war es bereits der vierte Terroran­ schlag in Europa seit Anfa�g 2015 (siehe Zeitleiste unten) .' Damals überfielen religiöse Fanatiker die Redaktion des fran­ zösischen Satiremagazins Charlie Hebdo, erschossen elf Men­ schen und lösten damit weltweit Bestürzung aus.

07.07.2005 Bei Terroranschlägen auf die Londoner U-Bahn sterben 52 Menschen, überwiegend Berufspendler. Anders
07.07.2005
Bei Terroranschlägen auf
die Londoner U-Bahn sterben
52 Menschen, überwiegend
Berufspendler.
Anders Breivik tötet bei zwei zusammen­
hängenden Angriffen in Norwegen
77, Menschen, darunter viele Teenager.
Breiviks Amoklauf dauerte 90 Minuten.

Te rro rismus in Eu r opa a u f dem Vo rmar sch - ein Überblick [Auswa h l l von 200 4-20 16

Vo rmar sch - ein Überblick [Auswa h l l von 200 4-20 16 11.03.2004 Eine
Vo rmar sch - ein Überblick [Auswa h l l von 200 4-20 16 11.03.2004 Eine

11.03.2004

Eine Serie von Sprengstoff­ anschlägen auf spanische Züge fordert 191 Todesopfer, 1 .800 Menschen werden verletzt.

WWW. D ERAKTIONAER.DE #14/16

TITE LSTORY l 13

Te rroranschläge und ihre Auswi rkungen auf den Aktienma rkt

DAX in Punkten

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Auf den Aktienmarkt haben Terroranschläge meist nur kurzfristige Auswirkungen. So werteten die Investoren den Amoklauf von Anders Brei­ vik 2011 in Norwegen als Werk eines ei nzelnen Fanatikers. Die Anschläge in Boston, Kenia und Russland hinterließen ebenfalls kaum Spuren. Und Brüssel? Nach einem Minus von 200 Pun kten drehte der Leiti ndex und schloss sogar im Plus. Doch völlig kalt lässt der Terror die Anleger nicht. Einzeltitel wie der Reisekonzern TUI [kleiner Chart! bekommen die Angst vor einem Einbru ; h im operativen GeschäH zu spüren.

vor einem Einbru ; h im operativen GeschäH zu spüren. 13.03.2016 Im Zentrum der türkischen Haupt­
13.03.2016
13.03.2016

Im Zentrum der türkischen Haupt­ stadt Ankara explodiert eine Auto­ bombe und reißt 34 Menschen in den To d. Mind estens 125 Men schen er-

07.01.2015

Auf das Pariser Satiremagazin Charlie Hebdo wird ein Anschlag mit islamisti­ schem Hintergrund verübt. Bei dem Überfall sterben elf Menschen, meh­ rere Anwesende werden verletzt.

13.11.2015

Am Tag des Fußball-Freundschaftsspiels zwischen Frankreich und Deutschland in Paris töten Selbstmordattentäter des 15 in der französischen Metropole 130 Men­ schen, Hunderte weitere werden verletzt.

Metropole 130 Men­ schen, Hunderte weitere werden verletzt. 22.03.2016 Bei Selbstmordanschlägen des Terror­ netzwerks

22.03.2016

Bei Selbstmordanschlägen des Terror­ netzwerks 15 am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn sterben mindestens 31 Menschen, 270 werden verletzt.

des Terror­ netzwerks 15 am Brüsseler Flughafen und in der U-Bahn sterben mindestens 31 Menschen, 270

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1 4 I TITEL STORY

Düstere

Aussichten

Die Lage bei Reiseveranstaltern und Flug­ gesellschaften ist ohnehin schwierig. Die jüngsten Anschläge von Brüssel verschärfen die Probleme zusätzlich.

DEUTSCHE LUFTHANSA/TU!

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D er Terrorakt von Brüssel wird auch wirtschaftliche Folgen haben. Aktien von Touristikkonzernen und

Fluggesellschaften dürften weiteren Gegenwind bekom­ men. Vor allem die Reiseveranstalter sorgen sich nun um die Buchungen für die für sie enorm wichtige Sommer­ saison. Denn laut dem Bewertungsportal und Online­ Reisebüro Holidaycheck werden Pauschalreisen im Durch­ schnitt etwa drei Monate vor Reiseantritt gebucht. Dirk Schmelzer, Finanzchef bei Tomorrow Focus, dem Mutter­ konzern von Holidaycheck, betont zudem: ,,Man muss einfach die Serie von Anschlägen sehen. Da entsteht eine enorme Verunsicherung beim Kunden."

Da entsteht eine enorme Verunsicherung beim Kunden." WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16 TUI: Türkei-Buchungen brechen

WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16

TUI: Türkei-Buchungen brechen ein

Zumal schon vor den Anschlägen von Brüssel beim Touristik-Riesen TUI eine besorgniserregende Entwicklung im wichtigen türkischen Markt zu be­

.Spätestens der Terror­

anschlag in Istanbul ·mit zehn toten deutschen Urlaubern sorgte ab Januar für eine spürbare Eintrübung. TUI­ Chef Joussen erklärte, dass man für 2016 lediglich mit einer Million Tür­ kei-Urlaubern rechne - gerade einmal halb so viel wie im Vorjahr. Dies allein wäre nicht so dramatisch„ jedoch wollen auch weniger Europäer ihren Urlaub in nordafrikanischen Ur-

obachten war.

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Sowohl die Aussicht auf ausbleibende Touristen in Ländern wie Tu nesien, Ägypten oder der Türkei als auch das Chartbild (siehe oben! sprechen gegen ein Investment bei TUI.

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7.3

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Teilweise dramatische Einbrüche

Tunesien

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in Prozent Interesse !Traffic] Buchungen

Bei einigen für die Reiseveranstalter wichtigen Ländern gab es in der Frühbuchersaison schon vor den jüngsten Anschlägen kr�fti-

ge Rückgänge bei den Buchungen.

Ouelle, Holidaycheck

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laubsländern wie Tunesien oder Ägyp­ ten verbringen (siehe Grafik oben). Zwar boomt im Gegenzug das Geschäft in Re­ gionen wie Westeuropa oder auch der · Karibik, doch Schmelzer bringt es auf den Punkt: ,, Die Bettenanzahl in Nord­ afrika und Türkei ist schon enorm. Dass das vollständig ausgeglichen werden kann, glaube ich nicht." Vor diesem Hintergrund scheint es äußerst fraglich zu sein, ob die bishe­ rigen Analystenprognosen, in denen bei TUI für das laufende Jahr noch mit Umsatz- und Gewinnzuwächsen ge­ rechnet wird, auch wirklich erfüllt werden können. Gut möglich, dass in den kommenden Wochen und Mona­ ten zahlreiche Experten ihre Progno­ sen nach unten schrauben müssen. Dadurch dürften die Kurse zusätzli­ chen Gegenwind bekommen.

Lufthansa: Buffett hat es gewusst

Die Investmentlegende Warren Buf­ fett hatte es einst auf den Punkt ge­ bracht: ,, Mit Fluggesellschaften ver­ dient man Nullkommanichts." Es sei einfach ein „schreckliches Business". Zwar gibt es zweifellos Ausnahmen wie etwa Ryanair oder Easyjet, doch die Mehrheit der Fluglinien hat ständig

mit zum Teil hartnäckigen Problemen zu kämpf e n: harter Wettbewerb, Um­ weltauflagen, vor allem in Deutschland natürlich auch Streiks, stark sc.hwan­ kende Ölpreise oder eben leider auch Terorrakte. Dementsprechend ist auch am lang­ fristigen Chart der Deutschen Lufthansa (siehe oben) relativ leicht erkennbar, dass die Anteilseigner an der Kranich­ Airline in den vergangenen Jahr�n kaum etwas verdient haben. Und die Chancen für eine nachhaltige Verbesse­ rung sinken nun wieder. Denn die Zu­ rückhaltung bei den Touristen betrifft auch die Lufthansa. So ist laut Schmel­ zer bei Holidaycheck zu beobachten, ,, dass mehr Menschen für den Sommer­ urlaub ins eigene Auto steigen". Zwar ist die Lufthansa nicht so stark wie TUI, Thomas Cook und Co auf Ur­ lauber angewiesen, doch auch beim Frachtaufkommen und den Geschäfts­ reisen läuft es nicht rund. Kein Wun­ der: Beinahe Woche für Woche gibt es Hiobsbotschaften aus China, wonach die Exporte oder Importe deutlich zu­ rückgegangen sind. Schon im vergan­ genen Jahr hat Lufthansa Cargo mit knapp 1,6 Millionen Tonnen etwa zwei Prozent weniger transportiert als noch

Zwei Aktien, die man aktuell nicht haben sollte

Unternehmen

Deutsche Lufthansa

TUI

WKN

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TUAGOO

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2014. Zudem hat sich die Auslastung wegen des starken Wettbewerbs verrin­ gert. So sank der Ladefaktor um drei Prozent auf nur noch 66,3 Prozent. Dementsprechend sind auch die Ex­ perten der US-Investmentbank Gold­ man Sachs eher skeptisch gestimmt. Analystin Alexia Dogani stuft die Pa­ piere des DAX-Konzerns weiterhin mit ,, Sell" ein. Sie betont, dass die Flugge­ sellschaft weiterhin mit strukturellen Herausforderungen konfrontiert ist, etwa im Hinblick auf die Preise, aber auch auf den Wettbewerb. Darüber hinaus mahnt das Chart­ bild zur Vorsicht. Nachdem sich die DAX-Titel zuletzt relativ gut entwi­ ckelt hatten, scheiterte ein Ausbruchs­ versuch über den horizontalen Wider­

wurde

nun auch der kurzfristige Aufwärts­ trend gebrochen.

stand bei 15, 40 Euro. Zudem

1

Finger weg!

1 Anleger sollten angesichts der eher trüben Aussichten für die Reisebran­ che die Finger von den Aktien von TUI und auch der Lufthansa lassen. Die Unsicherheit dürfte hier groß bleiben, die Chartbilder sehen eher trübe aus. Außerdem gibt es derzeit · wahrlich aussichtsreichere Sektoren mit deutlich höheren und weniger schwankenden Wachstumsraten.

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16 I Nachdem Länder wie Syrien, Libyen u USA
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Nachdem Länder wie Syrien, Libyen u
USA

uns in Europa Einzug gehalten.

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Feldzug gegen den Te rror

Die Te rrorwelle zieht

Sicherheitsausgaben nach sich. DER AKTIONÄR zeigt die be ste n Anti-Te rror-Akti en.

höh ere

ANTITERROR- UND SICHERHEITSAKTIEN

S eit Mitte 2or5 hat sich die Sicher­ heitslage auf der ganzen Welt stetig

verschlechtert. Die Terroranschläge in Ankara, auf der Sinai-Halbinsel, in B�i­ rut, Paris · , Tunis und zuletzt in Brüssel

haben bereits gut 600 Menschenleben gefordert. Zudem soll die Extremisten­ miliz IS nach Erkenntnissen der Sicher­ heitsbehörden die Flüchtlingswelle dazu nutzen, ihre Attentäter nach Eu-

Geschätzte globale Militärausgaben für 2016

in Milliarden

Dollar

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Militärausgaben für 2016 in Milliarden Dollar - China Der M ilitäretat in den USA nimmt immer

Der M ilitäretat in den USA nimmt immer monströsere Ausmaße an. Da auch die Geheimdienste Multimilliardenbudgets aufweisen, sind Anti-Te rror-Spezialisten die Haupt profite ure. ouette, DER AKTIDNÄR

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WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16

TITEL STORY l 11

ropa einzuschleusen. Nach Aussage des Verfassungsschutz-Präsidenten Hans­ Georg Maaßen sind zwei der Selbstmordattentäter von Paris mit dem Flüchtlingsstrom nach Frankreich gekomrµen. Die europäische Polizeibe­ hörde Europol hatte bereits vor gut fü nf Wochen vor groß angelegten An­ schlägen durch die IS -Gruppe in Europa gewarnt. Der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat die Brüsseler Anschläge sogar als Alarmsignal für ganz Europa bezeich­ net. Seiner Auffassung zufolge muss man jetzt mit einer langen Terrorperi­ ode rechnen. Von der veränderten glo­ balen Sicherheitslage sollten jetzt aus­ gesuchte Aktien aus dem Anti-Terror­ und Sicherheitsbereich profitieren.

Jenoptik: starke Sonderkonjunktur!

Ein ganz starker Profiteur des Mega­ trends Terrorschutz und Sicherheit ist sicherlich Jenoptik. Die Jenaer bieten für die Bereiche Militär, Polizei und Grenzschutz hochwertige Nachtsicht­ und Wärmebildgeräte an. Dabei kön­ nen die Produkte sowohl zur Überwa­ chung von Objekten und zur Personen­ suche als auch zur Erfassung illegaler Grenzübertritte eingesetzt werden. Im letztgenannten Bereich winkt Jenoptik vor dem Hintergrund der sich stetig verschärfe nden europäischen Flücht­ lingskrise eine lukrative Sonderkon­ junktur. Weiter kurstreibend für Jen­ optik sollten sich auch die kriegeri­ schen Auseinandersetzungen in Syrien sowie die Konfrontation zwischen

Saudi-Arabien und dem Jemen auswir­ ken. So konnte erst kürzlich ein Groß­ auftrag des US-Partners Saudi-Arabien abgerechnet werden - die Golfmonar­ chie orderte 320 Patriot-Raketensyste­ me. In diesen stecken Stromerzeuger­ Aggregate von Jenoptik. Die Firma blickt in diesem Bereich auf eine lang­ jährige und fruchtbare Zusammenar­ beit mit dem US -Rüstungskonzern und Patriot-Hersteller Raytheon zurück. Die von Jenoptik erst vor wenigen

Tagen veröffentlichten Zahlen zum Ge­ schäftsjahr 2015 konnten ebenfalls voll­ auf überzeugen. So stieg der Konzern­ umsatz um 13,3 Prozent auf 668,6 Mil­ lionen Euro, während das EBIT (Ergeb­ nis vor Steuern und Zinsen) überpro­ portional um 18,7 Prozent auf 61,2 Mil­ lionen Euro anzog. Dabei war das Jahr

2015 für das Segment Verteidigung_ &

Zivile Systeme sogar das beste seit der Gründung von Jenoptik. Die Erlöse klet­ terten hier um 23,8 Prozent auf 2n,4 Millionen Euro. Parallel hierzu vier­ vielfachte sich das Segment-EBIT um gut 750 Prozent auf 17,9 Millionen Euro. DER AKTIONÄR geht davon aus, dass der erwähnte Großauftrag von Saudi-Ara­ bien Signalwirkung hat, sodass weitere . Großprojekte von anderen Golfmonar­ chien demnächst folgen dürften. Die Jenoptik-Aktie könnte angesichts der aktuellen Nachrichtenlage ihr 2015er­ Jahreshoch bei 15,31 Euro bereits in den nächsten Wochen überwinden. Danri wäre der Weg des wachstumsstarken Sicherheitsspezialisten aus charttech­ nischer Sicht komplett nach oben frei.

Mit Rosenbauer brennt nichts an

Einen genaueren Blick wert ist auch Rosenbauer als weltweit führender Hersteller von Spezial-Feuerwehrfahr­ zeugen. Diese werden in Flughäfen, in Industrieanlagen und für die Brandbe­ kämpfung in den Kommunen einge­ setzt. Je größer ein Flugzeug ist, desto höher sind die Brandschutzanforderun­ gen, die ein Flughafen zu erfüllen hat. Die österreichische Firma dürfte zudem vom Nachholbedarf im Bereich der Si­ cherheitsinfrastruktur sowie vom ge­ steigerten Sicherheitsbedürfnis auf­ grund weltweiter Terroranschläge überproportional profitieren. Das Spe­ zialfahrzeug Buffalo etwa kann unter anderem zur Gefahrenabwehr gegen verschiedene Risiken auf Großflughä­ fen eingesetzt werden. Die Fahrzeuge von Rosenbauer sind auch bei Golfmo­ narchien wie etwa Saudi-Arabien sehr beliebt, da sie in den dortigen Ländern zur Eindämmung von Aufständen so­ wie zur allgemeinen Terrorabwehr ein­ gesetzt werden können.

Halliburton: begehrt bei Insidern

Ein weiterer Profiteur ist der US­ Militärausrüster Halliburton. Die Fir­ ma verfügt über ausgezeichnete Bezie­ hungen zur Obama-Administration so- wie zum früheren US-Verteidigungsmi­ nister und Ex-Vorstandsvorsitzenden Dick Cheney. Halliburton ist in Afgha­ nistan und im Irak tätig. Weitere Ein­ satzfelder waren beziehungsweise sind die Balkanregion, Somalia und Saudi­ Arabien. Der weltweit größte Militär- C>

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WWW. O ERAKTIONAER.DE #14/16

1 1 0 I TITE LSTORY WWW. O ERAKTIONAER.DE #14/16 dienstleister hat sich auf Militäraufga­ ben

dienstleister hat sich auf Militäraufga­ ben wie etwa Ölfeldersicherung, Logis­ tik, Verpflegung und Versorgung spezi­ alisiert. Halliburton konnte allein während der Cheney-Jahre Aufträge in Höhe von 3,8 Milliarden Dollar an Land ziehen. Vor dem zweiten Golfkrieg er­ stellte die Firma eine Studie über po­ tenzielle Ölfeld-Sabotage. Dieser Be­ richt war die Grundlage für einen Lösch- und Wartungsvertrag, der ohne Ausschreibung an Halliburton verge­ ben wurde und dessen Volumen sich auf über sechs Milliarden Dollar belief. Es ist davon auszugehen, dass Hallibur­ ton auch in naher Zukunft von der US­ Regierung bevorzugt behandelt wird. Zuletzt bauten die Milliardäre C:arl Icahn und Stanley Druckenmiller gro­ ße Positionen in Halliburton auf.

L-3 als Anti-Terror-Basisinvestment Die US-Gesellschaft L-3 Communica­ tions ist im Besitz der To chterfirma L3 Communications Security and Detec­ tion Systems, eines Herstellers von Kör­ perscannern. Dieser Bereich steht vor einem starken Wachstum, da die euro­ päischen Regierungen angesichts der Terroranschläge von Paris und Brüssel ein Gesetzespaket zwecks Ve rbe sserung der Sicherheitsmaßnahmen auf den Flughäfen auf den Weg bringen wollen Eine andere Tochterfirma von L-3, MPRI, bietet dem US-Verteidigungsmi­ nisterium und Regierungen aus Krisen­ regionen eine Vielzahl von Sicherheits­ und Militärdienstleistungen an. MPRI bildet den zivilen Arm der US-Luftwaf­ fe aus und bringt die Armeen anderer Länder auf den neuesten Stand der

amerikanischen Kriegsführung. Die Ausbilder von MPRI zeigen befreunde­ ten Militärs, wie man mit Boden-Luft­ Raketen oder panzerbrechenden Waf­ fen umgeht und wie effektive Nah­ kampftechniken erlernt werden kön­ nen. L-3 Communications bietet sich als substanzstarkes Basisinvestment im Anti-Terror-Bereich an.

CACI: Megaprofite dank SIGINT CACI International ist eine private US-Militärfirma. Das Unternehmen hat im Bereich Wissensdatenbanken und Nachrichtenauswertung eine überaus starke Marktstellung. So sind in meh­ reren europäischen Ländern sogenann­ te SIGINT-Analysten von CACI tätig. SIGINT steht für „Signals Intelligence" - dabei handelt es sich um Informatio­ nen, die Geheimdienste im Internet gesammelt haben. SIGINT ist den Si­ cherheitsbehörden dabei behilflich, die Aufenthaltsorte von Terroristen zu fin­ den beziehungsweise terrorverdächtige Personen ausfindig zu machen. Darü­ ber hinaus stellt CACI Spezialisten zur Verfügung, die mit speziellen Verhör­ methoden Terror'isten· zur Rede stellen. Dank der milliardenschweren Budgets der westlichen Geheimdienste profi­ tiert CACI von einem stetig wiederkeh­ renden hohen Einnahmenfluss.

Drohnenspezialist Flir Systems Interessant erscheint auch ein Enga­ gement in Flir Systems, dem Welt­ marktführer im Sektor Wärmebildka­ meras. Der Drohnenspezialist bietet

Halliburton in US-Dollar

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Drohnenspezialist bietet Halliburton in US-Dollar 75,00, 62,50, 50,00 37,50 25,00, DER-AKTIONÄR-Indikator - ; -

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zudem für die Bereiche Militär, Mari­ ne, Luftwaffe, Polizei und Grenzschutz eine Vielzahl von Überwachungsgerä­ ten an. Sehr gefragt sind etwa die hochauflösenden Nachtsichtgeräte und Infrarot-Technik- Geräte des Anti-Ter­ ror-Spezialisten. Flir Systems verfügt ebenfalls über lukrative Kon_takte zu Regierungs- und Geheimdienstkreisen.

Emergent als Biowaffen-Spezialist

Sehr aussicht�reich ist auch der Bio­ waffen-Spezialist Emergent BioSolu­ tions. Denn: Aus einem Informations­ dokument des EU-Parlaments geht her­ vor, dass die IS-Organisation bei l<ünf­ tigen Angriffen versuchen könnte, Massenvernichtungswaffen und Bio­ waffen zu verwenden. Laut der Aussage von Europol rekrutiere der IS ausländi­ sche Kämpfer, von denen einige Ab­ schlüsse in Physik und Chemie haben.

Diese seien in der Lage, m�t einf a chen Mitteln tödliche Waffen herzustellen. Aber auch das Zentrum gegen die Ver­ breitung von Massenvernichtungswaf­ fen der Nato warnt davor, dass der IS das Wissen habe, um Massenvernich­ tungswaffen für den Terror einzuset­ zen. In vielen Fällen seien in der Euro­ päischen Union chemische, biologische, radiologische oder nukleare Stoffe ge­ stohlen worden. Das gehe aus Interpol­ Berichten hervor. Es gebe eine besonde­ re Gefahr, dass Terroristen Stoffe wie Sarin, Rizin oder Anthrax benutzen, heißt ·es. Es müsse dabei auf Syrien­ Rückkehrer und andere Personen, die sich radikalisiert haben könnten, ge­ achtet werden, wenn diese in sensiblen Bereichen arbeiten. Sollte es demnächst tatsächlich - wie von Politikern, Geheimdiensten und Sicherheitsexperten befürchtet - zu

Ausgesuchte Anti-Te rro r- und Siche rhei ts-Spezialisten

Unternehmen

WKN

Aktueller M.arktkap. Umsatz 16e

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Jenoptik

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13,62 €

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Rosenbauer

892502

56,50 €

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45,00 €

11111 11110

 

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Halliburton

853986

31,11

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85,00 € 45.00 € 1 35.00 € 120,00 € 40.00 € 45.00 € 1 35.00 €

25,50

11110 11100

L-3 Comm.

914398

104,60

9,17

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92,00 €

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CACI International 1 906006 1 88,73€

2.40

3.80

75.50 €

11111 11110

Flir Systems

91 7029

29,79

4.57

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25.00 €

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Emergent

AOLC2W

30,20€

1 ,34

0.61

25.00 €

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Raytheon

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1 10,00

37,0

24,3

92.50 €

11100 11000

STAND, 24.D3.16

1

einem Terrorangriff mit Biowaffen kommen, wäre Emergent BioSolutions der überraschende Profiteur dieser Ent­ wicklung. Der Weltmarktführer bei Anthrax-Impfstoffen verfügt über den Impfstoff BioThrax, der in den USA be­ r'eits eine Zulassung nach dem SAFETY­ Anti-Bioterror-Gesetz erhielt. Mit Nu­ Thrax und PreviThrax stehen bei der Firma zwei weitere wirksame Anthrax­ Impfstoffe in den Startlöchern.

Raytheon: top in Fernsteuerung!

Raytheon ist nach Auffassung des AKTIONÄR die sicherste „Wette" im Si­ _cherheits- und Anti-Terror-Bereich. Das gewinnstarke US-Unternehmen ist spe­ zialisiert auf militärische Geräte mit komplexer Steuerung, wie etwa das Flugabwehrsystem Patriot und andere Raketen wie die AIM-9 -Sidewinder; Torpedos und Marschflugkörper. Zudem war Raytheon federführend bei der Entwicklung der revolutionären Global­ Hawk-Technologie und der ferngesteu­ erten militärisch-geheimdienstlichen Drohne RQ-4 Global Hawk.

1 Starkes Anti-Terror�Paket

1 Die vorgestellten Anti-Terror-Spezia­
1 listen sollten von dem stark gestiege­ nen Bedürfnis nach mehr überwa- chung und Sicherheit massiv profitie­ ren. Nur für spekulative Anleger!

� a.jischer@deraktionaer.de � @aktionaer

chung und Sicherheit massiv profitie­ ren. Nur für spekulative Anleger! � a.jischer@deraktionaer.de � @aktionaer

20IAKT IEN

WWW. O ERAKTIONAER.OE #14/16

20 I AKT IEN WWW. O ERAKTIONAER.OE #14/16 Das große Umpflügen Ü bernahmen, Fusionen - die

Das große Umpflügen

Ü bernahmen, Fusionen - die Meldungen übersch lagen sich derzeit fast am Ag rochemie­ markt. Nun will Monsanto bei Bayer zugreifen. Doch am_ Ende könnte es anders kom men.

BAYER

BAY001

es wäre der bislang größte Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Aus­ land. Die Chinesen werden 43 Milliar­ den Dollar für den Pflanzenschutz­ Weltmarktführer auf den Tisch legen. Bereits im vergangenen Jahr hatte der US-Saatguthersteller Monsanto ver-

sucht, die Schweizer zu übernehmen,

war jedoch gescheitert. Monsanto kommt langsam in Zugzwang, haben doch vor Kurzem auch DuPont und Dow Chemical den Zusammenschluss be­ kannt gegeben, die damit zum weltweit größten Anbieter von Pflanzenschutz- mitteln und Saat­ gut mit mehr als 18 Miliarden Dol-

lar Umsatz auf­ steigen. Nun könnte der nächste Pauken­ schlag folgen. Monsanto klopft in Deutschland

an. Die Amerika­ ner haben Inte­ resse an der

Pflanzenschutz-

sparte von Bayer bekundet. Dies hauchte der Aktie

A m Agrochemiemarkt geht es derzeit rund. Das Übernahmefieber ist

ausgebrochen. China National Chemical Corporation, kurz ChemChina, will sich

die Schweizer Syngenta einverleiben.

Die führenden Agrochemie-Konzerne

Umsatz Agrarsparte 2014 in Mrd. US-Dollar

Umsatz Agrarsparte 2014 in Mrd. US-Dollar Monsanto Syngenta Bayer OuPont Dow Chemical B A S F

Monsanto

Syngenta

Bayer

OuPont

Dow Chemical

BASF

Marktanteile der führenden Pflanzenschutz­ hersteller weltweit im Jahr 2014

Bayer Crop Science

Dow ' Agricultural Sc1ences
Dow
'
Agricultural
Sc1ences

Ouelle: Geschäftsberichte, Bloomberg

Syn ge nta geht an die C h inesen, DuPont und Dow Chemical schließen sich zusa mmen. Nun will Mo nsa nto das vor

allem im Pflanzenschutz starke Bayer-Gesc häft und so die Führung zurückerobern.

1

WWW. OERAKTIONAER.OE # 1 4/16

Wachstum ohne Ende

Gesamtumsatz in Mrd. US-Dollar

AKTIEN l 21

Umsatzanteil der Segmente 2015

2%
2%

Überleitung

Bayer eilt von Rekord zu Rekord. Fast ein Viertel des Umsatzes steuerte im vergangenen Jahr das Agrochemiege- schält bei. Genau darauf hat es jetzt der US-Konzern Monsanto abgesehen. Ouelle:Bayer

des DAX-Konzerns ordentlich Leben ein. Die Hürde von 100 Euro wurde förmlich überflogen. Doc� was hat es mit dem Interesse der Amerikaner auf sich?

Bayer in starker Position

Monsanto hatte bei den bisherigen Übernahmeaktivitäten im Sektor das Nachsehen und steht nun unter Druck. Die Amerikaner sind zwar Marktführer im Geschäft mit Saatgut, dem Konzern fehlt es aber an attraktiven Produkten im Pflanzenschutz. Hier würde Bayer, das hinter Syngenta die Nummer 2 am Pflanzenschutz-Markt ist, bestens zu Monsanto passen. Umgekehrt will sich Baye� im Saatgut-Geschäft verstärken. Aber ein Komplettverkauf des Bayer­ Geschäftsbereichs steht wohl nicht be­ vor. Die_ Sparte stehe nicht zum Ver­ kauf, hat der Vorstand auf der jüngsten Bilanzpressekonferenz betont. Ein sol­ cher Schritt würde auch vollkommen der neuen Strategie von Bayer als Life­ Science-Anbieter widersprechen. Erst kürzlich haben sich die Leverkusener neu aufgestellt und die Agrarchemie­ sparte als integralen Bestandteil des Konzerns bezeichnet. Nach der Tren­ nung vom Kunststoffgeschäft Covestro setzt Bayer auf die drei Säulen Pharma, Consumer Health und Crop Science. Zu­ dem ist fraglich, ob Monsanto so eine Übernahme überhaupt stemmen könn-

te. Branchenkenner sehen ein mögli­ ches Angebot im Bereich von 40 bis 50 Milliarden Dollar. Doch es muss ja nicht gleich ein Komplettverkauf sein. Möglich wäre durchaus ein Austausch von Teilberei­ chen oder eine Ausweitung der Koope­ ration. Davon könnte Bayer in beson­ derem Maße profitieren, zumal der DAX-Konzern eine gute Verhandlungs­ position hat.

Drei-Säulen-Strategie

Bayer hat sich in den vergangenen Jahren enorm stark aufgestellt. Die Tochtergesellschaft Covestro hat Bayer im vergangenen Jahr in einem 1,5 Mil­ liarden Euro schweren Börsengang ab­ gespalten. An der ehemaligen Kunst­ stoffsparte hält Bayer noch 60 Prozent. Deutlich ausgebaut hat Bayer das Ge­ schäft mit rezeptfreien Arzneien durch die Übernahme der entsprechenden Sparte vom US-Konkurrenten Merck & Co. Das Geschäft gilt als enorm wichtige Säule mit stabilen Erträgen. Und Bayer will diesen hochinteressanten Bereich wohl durch weitere Akquisitionen in Zukunft sogar noch ausbauen. Nicht weniger interessant ist die drit­ te Sparte, Pharma. Hier hat' sich Bayer i ;11 sbesondere in der margenstarken Krebssparte enorm verstärkt. Bayer ist beispielsweise im Besitz der Krebsmedi­ kamente Stivarga und Xofigo. über Po­ tenzial verfügt auch das Krebsmedika­ ment Nexavar. Dieses Präparat wird bei fortgeschrittenem Nierenkrebs und zur Behandlung von Leberkrebs eingesetzt.

Nexavar bewirkt, dass die Blutversor­ gung der Krebszellen unterbunden wird. Das Wachstum der Krebszellen wird auf diese Weise verlangsamt. Da­ rüber hinaus ist zudem die Pipeline in diesem Bereich enorm gut gefüllt. Mehr als ein Dutzend Wirkstoffe befinden sich in klinischen Phasen und könnten für die eine oder andere Überraschung sorgen. Was den Wenigsten bekannt ist: Bayer ist auch im Zukunftsmarkt Gene-Editing enorm stark positioniert. Der Genfor- · scher Klaus Rajewsky glaubt, dass diese „Methode die Medizin von Grund auf verändern wird". Gene-Editing hört auf das Laborkürzel Crispr und ist eine Gen­ schere, mit der sich das Erbgut schnell umschreiben, kürzen oder längen lässt. Krankheiten, gegen die bis heute kein Mittel hilft, sollen damit heilbar wer­ den. Die US-Zeitschrift Science nannte das Verfahren den wichtigsten „Durch­ bruch des Jahres 2or5". Erfinder der Crispr-Technik sind die Biotechnikerinnen Jennifer Doudna und Emanuelle Charpentier. Die beiden Frauen haben das Gros der Patente an Crispr angemeldet und zwecks Vermark­ tung bereits Start-ups gegründet. Bayer baut derzeit in Cambridge ein Joint Ven­ ture mit dem Start-up Crispr Therapeu­ tics auf, zu dessen Gründern Emanuelle Charpentier gehört. Bayer verfolgt dabei das Ziel, möglichst schnell neuartige und schlagkräftige Präparate gegen Herzleiden zu entwickeln. Gene-Editing funktioniert wie der Befehl „Suchen und Ersetzen" im Text- t>

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22 I AKT I EN

WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16

Bayer hat die Nase vorn

in Prozent (auf Eurobasis)

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TeleTrader.com

In den vergangenen Jahren hat sich Bayer von allen großen Agro­ chemie-Aktien am besten entwickelt. Zuletzt haben die Leverku­ sener zwar etwas an Vorsprung verloren. die Chancen stehen al­ lerdings gut, dass sie ihn schon bald wieder ausbauen können.

gut, dass sie ihn schon bald wieder ausbauen können. verarbeitungsprogramm eines Compu­ ters. Zum Suchen nutzt

verarbeitungsprogramm eines Compu­ ters. Zum Suchen nutzt die „Gen-Redi­ gatur" Schnipsel von RNA, einem en­ gen Verwandten des Erbguträger-Mole­ küls DNA. Diese Crispr-Elemente lassen sich Baustein für Baustein maßschneidern, damit sie sich haargenau an die Zielre­ gion im Chromosom der Zelle anlagern. Dort schneidet dann die Genschere des Cas-Elements den kranken Teil aus dem DNA-Strang heraus, sodass ein zelleige­ nes Reparatursystem ein gesundes DNA-Stück einsetzen kann.

Neue Rekordzahlen, höhere Dividende Die Strategie der Umstrukturierung in den vergangenen Jahren scheint sich auszuzahlen. Zumindest hat der Kon­ zern das vergangene Geschäftsjahr mit einem neuen Rekordergebnis abge­ schlossen. Seit 20n hat sich der Umsatz von gut 36 Milliarden Dollar auf den neuen Rekordwert von 46 Milliarden Euro im Jahr 2015 erhöht. Der Gewinn je Aktie wuchs um zwei Drittel auf 4,97 Euro. Mit einem 2016er-KGV von nur 18 zählt Bayer trotz seiner Wachstums­ stärke zu den günstigeren Werten im Pharmasektor. Bayer gilt außerdem als Profiteur des derzeit schwachen Euro. Rund zwei Drittel der Umsätze werden außerhalb von Europa generiert. Auch im laufen­ den Jahr erwartet der Konzern nicht zuletzt deswegen erneut Rekordwerte bei Umsatz und Gewinn, wenngleich man sich beim Ausblick eher vorsichtig

gezeigt hat. Gewinn und Umsatz sollen im laufenden Jahr im mittleren einstel­ ligen Prozentbereich wachsen. Aus

AK TIONÄR dürfte dies aber

durchaus eine konservative Schätzung sein. Dem neuen Firmenchef Werner Baumann, der am 1. Mai das Amt über­ nimmt, sollte damit der Weg geebnet sein für einen gu'.ten Einstieg mit ei­ nem Ergebnis über den Prognosen. Und auch Anleger, die Wert auf eine gute Ausschüttung legen, fi.nden in Bayer einen verlässlichen Dividenden­ zahler. In den vergangenen zehn Jah­ ren ist die Ausschüttung nur einmal auf dem Niveau des Vorjahres geblie­ ben, in allen anderen Jahren wurde die Dividende regelmäßig erhöht - zuletzt auf 2,50 Euro je Aktie. Auf dem aktuel­ len Niveau entspricht dies einer Rendi­ te von 2,4 Prozent.

Sicht des

1 Gewinner in allen Bereichen 1 Die Agrochemiesparte von Bayer würde sicher gut zu Monsanto pas ­ s-en. Die Leverkusener werden die starke dritte Säule ihres Geschäfts aber wohl nicht hergeben. Stattdes­ sen ist eine engere Zusammenarbeit mit Monsanto deutlich wahrschein­ licher. Davon würde auch Bayer in erheblichem Umfang profitieren können. Hinzu kommt die besonders starke Positionierung im Krebssek­ tor sowie die zusätzliche Kursfanta­ sie durch den neuen Megatrend Ge­ ne-Editing, in dem die Leverkusener am besten positioniert sind. Bayer ist eine defensivstarke Substanzan­ lage!

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lage! � m.schlegel@deraktionaer.de � @aktionaer Bayer in Euro Z IEL STOPP " �!� r ------- .

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RISI KO

IIIDD IIDDD

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WKN

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DEOOOB AY0017

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BAYN

Frankfurt

MARKTKAP.

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www.

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24 1 A K T IEN

WWW.DERAKTIONAER.DE

#14/16

Mehr als ein Silberstreif

Der ei nst re ine Silber produze n t Ta hoe Resou rces expa ndi ert in den Goldbereich. Der Konzern wächst gewaltig - und bleibt dabei auch profitabel.

TAHOE RESOURCES

AlCORA

corp hat das Geschäft längst diversifi­ ziert und investiert mehr und mehr in den Goldbereich - das Geschäft · soll weniger volatil werden. Und dazu will er in politisch stabilere Regi­ onen vorstoßen. Das ge­ lingt auch. Doch der Reihe nach.

Ausgegliedert von Goldcorp Escobal, eine Silbermine in Guatema­ la, war ursprünglich ein Projekt von Goldcorp. Doch das Management war der Ansicht, dass das Projekt im Ge- samtkonzern untergehen würde und als eigene Gesellschaft an der Börse mehr Wert sein wür­ de. Deshalb gliederte es das Projekt damals aus. Die neue Gesellschaft hieß Tahoe Re­ sources. Mittlerweile hat sich Goldcorp komplett aus Tahoe zurückgezogen. Der Markt hat schnell erkannt, wie wertvoll Esco­ bal sein kann: Es ist in Sachen Ökonomie ein Vorzeigeprojekt. Tahoe produziert auf Escobal jährlich rund 20 Millionen Unzen Silber zu Cash­ Kosten von rund 8,50 Dollar je Unze. Auch als der Silberpreis im vergange­ nen Jahr einbrach, war Tahoe einer der ganz wenigen primären Silberpro-

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T ahoe Resources? Viele Anleger kön­ nen mit dem Namen nichts anfan­

gen. Dabei hat sich der Konzern als ei­ ner der am günstigsten produzierenden Silberkonzerne längst einen Namen gemacht. Doch der Spin-off von Gold-

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Zu n euem Leben erwacht

Silber in US-Dollar je Feinunze

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Die Aufholdjagd von Silber hat Mitte der abgelaufenen Woche einen empfindlichen Dämp­ fer erfahren. Dennoch: Mittelfristig stehen die Chancen gut.

fer erfahren. Dennoch: Mittelfristig stehen die Chancen gut. Kein leichter Job: Bergbau ist noch immer Knochenarbeit.

Kein leichter Job: Bergbau ist noch immer Knochenarbeit. Doch dank steigender Preise lohnt sich das Geschäft wieder.

WWW.DERAKTI ONAER.DE #14/16 duzenten, die nach wie vor profitabel waren - den niedrigen Produktions­ kosten

WWW.DERAKTI ONAER.DE #14/16

duzenten, die nach wie vor profitabel waren - den niedrigen Produktions­ kosten sei Dank. Anlegern bereitet weniger das Pro­ jekt als vielmehr der Ort Sorgenfal­ ten: Guatemala gilt nicht unbedingt als sichere politische Region. Zwar läuft die Produktion auf Escobal nach Plan, dennoch wünschen sich Anleger mehr Sicherheit. Und das hat offen­ sichtlich auch Tahoe Resources· er­ kannt: Der Konzern expandiert im Goldbereich verstärkt in politisch sta­ bile Länder. Zunächst hat Tahoe im vergangenen Jahr Rio Alto übernommen und sich damit ein Standbein in der Goldpro­ duktion im minenfreundlichen Peru geschaffen. In den drei Quartalen, in denen das La-Arena-Projekt jetzt zu Tahoe Resources gehört, hat es 174.073 Unzen Gold produziert. Die Cash-Kos­ ten lagen bei 551 Dollar je Unze - die Kosten einschließlich des Unterhalts der Mine bei 733 Dollar. Die ursprüng­ lichen Pläne sahen vor, dass die Gold­ produktion im laufenden Jahr auf bis zu 250.000 Unzen wachsen sollte. Doch da war auch der neuste Coup von Tahoe Resources noch nicht eingerechnet. Der Konzern hat nämlich vor wenigen Wo­ chen die Übernahme von Lake Share Gold bekannt gegeben. Und das sorgt für einen Produktionsschub. !>

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Invest

1

26 I AKTIEN

1 26 I AKTIEN Mit der Expansion in den Goldbereich schafft sich Tahoe ein zweites Standbein.

Mit der Expansion in den Goldbereich schafft sich Tahoe ein zweites Standbein.

Ziel: 500.000 Unzen Mit der Übernahme des in Kanada beheimateten Konzerns Lake Shore Gold wird die Goldproduktion im lau­ fenden Jahr auf 370.000 bis 430.000 Unzen Gold steigen. Die Cash-Kosten sollen bei 675 bis 725 Dollar liegen. Das Ziel von Tahoe: Bis zum Jahr 2018 soll die Goldproduktion in Kanada und Peru auf ingesamt über 500.000 Unzen wachsen. Dazu gesellt sich die stabile Silberproduktion von rund 20 Millio­ nen Unzen. Und in der Tat: An dieser Stelle muss man sagen, dass dieses Po­ tenzial im Gesamtkonzern von Gold­ corp nicht zum _Tragen gekommen wäre. Bei Goldcorp gilt zurzeit das Mot­ to: ,,Flat is the new growth." Grob über­ setzt: Stagnation ist das neue Wachs­ tum. Insofern wächst die Tochter we­ sentlich schneller als die ehemalige Mutter, die zurzeit mit zahlreichen hausgemachten Problemen kämpft.

Lake Shore Gold: Ein Juwel Das Gute an der Übernahme von Lake Shore Gold: Sie erfolgt in einem sogenannten All Share Deal. Tahoe zahlt die Übernahme nicht in Cash, sondern mit eigenen, neu ausgegebe­ nen Aktien. Dies ist in Nordamerika eine durchaus gängige Praxis. Zwar führt dies zu einer Verwässerung der Altaktionäre. Doch da sich Tahoe im Gegenzug eine profitable Produktion sichert, steigen auch die Kon,zernge­ winne und die Kursabschläge sind ge­ ringer als bei einer normalen Kapital­ erhöhung. Lake Shore Gold hatte es

Goldproduktion w�chst

= Produktion in Tsd. Unzen Tahoe = Produktion in Tsd. Unzen Lake Share

O = Cash - Kosten je Unze

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Unzen Lake Share O = Cash - Kosten je Unze 4 7 6 458 2016e 2017e

458

2016e

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Dank der Lake-Shore-Übernahme soll die Goldproduktion von Tahoe Resources in den kommenden Jahren wachsen. Ouelle: Tahoe

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Günstigster Silberproduzent

= Silberproduktion in Mio. Unzen 0 = Cash-Kosten je Unze

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20,3

in Mio. Unzen 0 = Cash-Kosten je Unze 20,4 20,3 20,3 2016e 2017e 2018e Eine stabile

2016e

2017e

2018e

Eine stabile Produktion und niedrige Kosten zeichnen Ta hoe Resources im Si lberbereich aus.

Ouelle: Tahoe

zuletzt geschafft, einen positiven Free Cash Flow zu erwirtschaften, und hat zudem die Schulden reduziert. Und das hat offensichtlich Tahoe die Entschei­ dung leichter gemacht, bei dem Gold­ produzenten zuzuschlagen. Und noch etwas sollten Anleger beachten: Lake Shore hat gerade eine Ressourcenschät­ zung für die sogenannte 144 Gap Zone herausgebracht. Dieser neue Fund wird sicherlich zusätzlichen Wert für das Unternehmen haben - und damit auch für Tahoe. Wenn man zwischen den Zeilen liest, dann dürfte der Expansionshunger von Tahoe damit noch nicht gestillt sein. Man überprüft weitere Konsolidierungs­ möglichkeiten, speziell in Ontario, heißt es vonseiten des Konzerns. Mit anderen Worten: Tahoe könnte in den kommen­ den Monaten durchaus durch übernah-

men weiter wachsen. Möglicherweise strebt der Konzern auf lange Sicht an, die Goldproduktion in Richtung eine Million Unzen zu steigern.

1 Profitables Wachstum

1 Tahoe Resources wächst - aber nicht um jeden Preis. Der Konzern hat mit seinen übernahmen ein gutes Händ­ chen bewiesen und kauft nur Unter­ nehmen, die den Cashflow von Tahoe rasch steigern können. Das Unter­ nehmen nutzt die Baisse bei den Edelmetallen, um die Goldprodukti­ on auszubauen. Die politisch stabilen Regionen wie Kanada oder auch Peru lassen die Anleger ruhiger schlafen.

� m.bussler@deraktionaer.de � @aktionaer

schlafen. � m.bussler@deraktionaer.de � @aktionaer Tahoe in Kanadische Dollar 28 �i ---- - · - )

Tahoe in Kanadische Dollar

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WWW.DERAKTIONAER.DE #14/16

Pizza-Connection

EZB-Chef Maria Draghi hat den Banken große Geschenke gemacht. Das hilft auch seinen Landsleuten bei der Unicredit. Die Aktie hat reichlich Nachholpotenzial.

UNICREDIT

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M ailand oder Madrid -:- , Hauptsache Italien." Andreas Möller wusste, wo Fußballer glücklich werden. Doch

viele Anleger machen seit Jahren einen großen Bogen um das Land, wo die Zitronen blühen. Die Befürchtungen, dass die Eurokrise brutal zurückkehrt, sind zu groß. Doch wie immer gilt: Stock-Picker sind klar im Vorteil. Einen ganz genauen Blick wert ist die Aktie von Unicredit. Der Grund: EZB- Chef Mario Draghi, ebenfalls aus Italien stammend, hat in it seinen jüngsten Maßnahmen die Basis dafür gelegt, dass die schlimme Underperformance der Unicredit-Aktie schon bald der Vergangenheit angehört. Jetzt stehen die Zeichen klar auf Aufholjagd.

Reif für die Erholung

Das Futter für steigende Aktienkurse nicht nur bei der Unicredit, sondern auch bei Deutscher Bank, Alpha

Mario Draghi blickt entspannter auf die Unicredit. Die italienische Bank entwickelt sich viel­ versprechend.

Bank und Co (siehe Ausgabe 13/16) heißt kurz TLTRO. Ab Juni können sich die Banken bei der EZB bis iu einer · Laufzeit von vier Jahren Geld leihen und müssen dafür keine Zinsen zahlen. Die EZB zahlt den Banken eine Prämie, wenn sich deren Kreditvergabe verbes­ sert. Draghi hat die Latte für die Ban­ ken hierbei sehr niedrig gelegt:

Die Kreditvergabe muss sich ni:ir besser entwickeln als im Vorjahr.

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Doch das ist nicht das Einzige, das den Banken ex_trem in die Karten spielt. Draghi stockt zudem das Anleihekaufpro­ gramm auf: von 60 auf 80 Milliarden Euro monatlich. Die mitteleuropäischen Banken haben ihr Südeuropa-Expos'ure bereits deutlich reduziert - im Gegensatz zu ihren südeuro­ päischen Pendants. Die Unicredit hat aktuell spanische und italienische Staatsanleihen im Wert von 15 beziehungsweise 60 Milliarden Euro im Portfolio! Mit Landsmann Draghi im Rücken muss sich Unicredit-Chef Federico Ghizzoni- keine Sorgen machen, dass die Unicredit-BHanz irgendwann Prob­ leme machen wird. Angesichts dessen ist es aber verwunderlich, warum die Bank-Aktien zuletzt auf Tauchstation gingen. Viele Anleger befürchten, dass die Kapitaldecke einiger Banken zu dünn ist und dass sie weitere Kapitalerhöhungen benötigen. Dieses Szenario sollte allerdings mittlerweile in den Kursen einge­ preist sein, sodass schon bald positive Entwicklungen in den Fokus geraten dürften. Und hier hat die Unicredit einiges zu bieten. Unicredit-Boss Ghizzoni hat längst damit begonnen, die Bank zu modernisieren. Eine bedeutende Rolle spielt da­ bei die Digitalisierung. Um die Zahl der Kunden, die Online­ dienstleisti,mgen nutzen, zu verdoppeln, hat Ghizzoni die Buddybank gegründet. Die Buddybank, die bald an den Start gehen soll, ist ausschließlich über Smartphone erreichbar und deswegen vor allem für die junge Generation hochinte­ ressant. Ghizzoni will mit der Buddybank in den kommenden fünf Jahren eine Million Kunden erreichen und bereits im dritten Jahr nach dem Start profitabel arbeiten. Damit sendet Ghizzoni eine Kampfansage in Richtung Fintechs: ,,Die Unicredit ist fit für die Zukunft." Fit ist die Unicredit auch in Osteuropa, der, wie Ghizzoni sagt, wachstumsstärksten Region für den Konzern. In den kommenden Jahren will die Unicredit in Osteuropa jährlich eine Million Neukunden gewinnen. Das Kreditvolumen_ soll bis 2018 um 20 Milliarden auf 106 Milliarden Euro steigen. Die Profitabilität soll weiterhin über dem westeuropäischen Niveau liegen.

Aktie ist unterbewertet

Ein weiteres, ziemlich starkes Argu­ ment für einen Kauf der Unicredit­ Aktie ist die günstige Bewertung. Die Unterbewertung der Unicredit wird

deutlich, wenn man einen

genauen

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AUF DER INVEST

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15.-16. APRIL 2016

STAND 4E35

Italiens Wirtschaft wieder auf Kurs

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BIP-Wachstum in Italien in Prozent

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Die Reformen zeigen Wirkung: 2015 gelang Italien die Befreiung aus der Rezession. Damit verbessert sich auch die Lage der Banken. Die Zahl notleidender Kredite sinkt, die Kreditnachfrage steigt. ou,1te: IMF

Blick auf die HypoVereinsbank wirft. Für die deutsche Toch­ ter legten die Italiener 2005 knapp 20 Milliarden Euro auf den Tisch. ,,Die HVB verfügt derzeit über ein Eigenkapital von 20 Milliarden Euro", sagt Christian Hamann, Analyst bei der Hamburger Sparkasse. ,,Nimmt man den halben Buch­ wert als Bemessungsgrad, kommt man auf einen Wert der HVB von zehn Milliarden Euro." Das bedeutet im Umkehr­ schluss: Das komplette Italien- und Osteuropageschäft und große Teile des Österreichgeschäfts der Unicredit werden mit gerade.mal elf Milliarden Euro bewertet. Also ausgesprochen niedrig.

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Chance für Mutige

1 Mario Draghi hat die Banken mit Liquidität ohne Ende versorgt, womit eine ernste Bankenkrise ziemlich unwahr­ scheinlich ist. Sobald der Markt wieder Mut schöpft und die Kauflaune der Anleger zurückkehrt, sollten Bank­ Aktien ihr Aufpotenzial freisetzen. Die Unicredit hat jede Menge Kursfantasie. Risikobewusste Anleger steigen ein und setzen den Stoppkurs bei 2,90 Euro.

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2,90 Euro. 1::1. a.deutsch@deraktionaer.de � @aktionaer Z I E L 4,SO C C H AN CE

ZIEL

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STOPP

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RISI KO

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AKT. KURS

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WKN

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ISIN

IT0004781412

KURZEL

UCG

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MARKTKAP.

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Geht Nordex die Puste a-us?

Anleger lassen deutlich Luft aus der Aktie von Nordex. Schul-d ist ein etwas zur ück­ haltender Ausblick des Ma­ nagements auf das laufende Geschäftsjahr. lohnt es sich, jetzt einzusteigen?

NORDEX

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D as hat den Börsianern ganz und gar nicht geschmeckt. Der Windanla­

genbauer Nordexhatnach einem stram­ men Wachstum in den letzten Jahren mit dem aktuellen Ausblick nicht unbe­ dingt ein Highlight gesetzt. Aussagen von Finanzvorstand Bernard Schäfer­ barthold, wonach Nordex nun „endlich dividendenfähig" sei, konnten die Koh­ len nicht mehr aus dem Feuer holen. Die

konnten die Koh­ len nicht mehr aus dem Feuer holen. Die verwöhnten Nordex-Aktionäre schickten das Papier

verwöhnten Nordex-Aktionäre schickten das Papier auf Talfahrt. Ist der Rückset­ zer in der Höhe gerechtfertigt? Nordex hat einen einzigartigen Turnaround hin­ gelegt, das Management einen erstklas­ sigen Job gemacht. Natürlich gehören die

großen Wachstumssprünge der Vergan­ genheit an, was aber kein Beinbruch ist!

Der nächste Schritt

zugegeben, Vorstand Lars Bondo Krogsgaard und Finanzvorstand

Nordex hat Nachholpotenzial

Performance in Prozent

Die hohen Wachstumsraten sind passe

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