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Samuel Waters

Die Geheimwissenschaft

Okkultes Wissen, verschlüsselte Botschaften für die Kinder des Lichts

für Vishnujan Swami in Liebe

1. Erziehung ist der Beginn in der Wissenschaft

„Die materialistische Lehre von der Veränderung der Umstände und der Erziehung vergisst, dass die Umstände von den Menschen verändert und der Erzieher selbst erzogen werden muss. Sie muss daher die Gesellschaft in zwei Teile – von denen der eine über sie erhaben ist – sondieren. Das Zusammenfallen des Änderns der Umstände und der menschlichen Tätigkeit oder Selbstveränderung kann nur als revolutionäre Praxis gefasst und rationell verstanden werden.“ (Karl Marx, „Thesen über Feuerbach“).

Beobachten wir einen Jugendlichen, so erkennt er ”in seinen Autoritäten schrittweise” die Fehler. Was man gelehrt wird, ”bekommt man eben” beigebracht. Anerzogenes zu hinterfragen, ”scheint normal” zu sein. Das Hinterfragen und ”die daraus resultierenden Schlüsse“ zeichnen die Intelligenz des jungen Menschen. Eine gute ”Erziehung erweckt” ein Selbstinteresse am Ler-

nen und an der Erfahrung.

Denken als Papagei zum Ja-Sager. Die wertvolle Erziehung“ bedarf der Erklärung und der ”Rechtfertigung ihrer selbst”.

Autoritäten sind schlecht, wenn Jugendliche ”sich ungleich behandelt” fühlen. Sie spüren, wer ”die sogenannten Lieblinge” und wer ”die insgeheimen Stiefkinder” sind. Der junge Mensch ”erkennt hier” sowohl durch die sinnliche als auch durch die geistige Wahrnehmung auf der emoti- onalen wie ”auf der gedanklichen Ebene”. Die materielle Welt wird ”sinnlich wahrgenom- men”. Das Gehirn verarbeitet sie. Dieses hat sich wesentlich anhand jener Wahrnehmung in den ersten Kindheitsjahren entwickelt. ”Die Differenzierung des jungen Geschöpfes hinsichtlich seiner Autoritäten” ist sehr feinfühlig

Eine schlechte Erziehung ”macht den Jugendlichen im positiven”

und hintersinnig.

Erziehende werden noch nicht von ihren Sprösslingen ausgewählt, ”geschweige

denn” beurteilt.

Doch gerade ”das Urteil der Zöglinge” würde, ”wenn man es wenigstens”

erfahren täte, ”ein runderes Bild über die Verantwortlichen” anfertigen. ”Der derzeitige Weg

einer Beschwerde” ist ”für ein Kind im Grundschulalter” eindeutig zu weit, um ”sich wirklich gegen geschehendes Unrecht verteidigen” zu können. Es ist ”die Aberkennung der Erkennt- nisfähigkeit an einen jungen Menschen”, ihn spüren zu lassen, ”mit seinem Urteil unge-

hört” zu bleiben.

schen ”einfach in das Wort zu fallen” wie deren Wortmeldungen zu übergehen. ”Der junge Mensch” ist in Wahrheit ”in der Situation des Schwächeren”. Dies nimmt er auch so wahr. Er weiß, ”dass es so ist”. ”Einen jungen Menschen nicht ernstzunehmen”, zeigt ”die Schwäche einer Autorität”. Der Zögling ”mindert ihr gegenüber” seine Akzeptanz. Dem stolzen Lehrer” oder ”dem von sich selbst vereinnahmten Erzieher” fällt es meistens gar nicht

auf, in eklatanter Weise ”die Moralpredigten abzuhalten”. Eltern, Lehrer, Erzieher behaupten sich

”Das Erwachsenenvolk” hat auch ”den fürchterlichen Stolz”, jungen Men-

”auch deshalb mit Gewalt unterbewusst gegen eine mögliche Entmachtung”.

Diese kann

durchaus Realität werden.

”Die Selbstdarstellung der Machtinhaber” kann geglaubt oder auch

angezweifelt werden.

beenden. Die Religion besagt, dass es ”die Zweifel des Denkenden” sind, sich ”ihrer Herrschaft zu entziehen”. Es sind ”die Zweifel an der kirchlichen Lehre” gerade auch in deren praktischen Umsetzung, die diesem Apparat die Weltherrschaft aberkannt haben.

Es gibt seitens der Schüler grundsätzlich „Zweifel an bestimmten Lehrern“. Diese Zweifel führen zu zweierlei Lösungsansätzen: ”die Diskussion um die Lehrerlaubnis des Lehrers” und ”die Diskussion um das Daseinsrecht des Schülers”. ”Ein Lehrer ohne Schüler” ist kein Lehrer. Ein Schüler kann ein Selbststudium begehen anhand von Literatur und modernen Medien. Hier sei ”jetzt” der Fall eingetreten, der ”die bisherige Form der Dialektik” überwindet. Ein

weiteres Beispiel: die Maschine ersetzt schrittweise größtenteils die Arbeitnehmer. Dies kann ”die bisherige Form des Wirtschaftskreislaufes” außer Kraft setzen. Die Nichtanwendbarkeit der Dialektik” schafft neue Situationen. Diese neuen Situationen bedürfen eines anderen Sys-

tems, um zu funktionieren.

Die Wirtschaft wird irgendwann

selbständig von den Maschinen gesteuert. Der junge Mensch ”erkennt bereits jetzt” in dem Pro- zess der Umwälzung, ”sich auf eine neue Situation vorbereiten” zu müssen, die ihm seine Autori- täten nicht erklären können. Er selbst bekommt gelehrt, einen Lehrer und einen guten „Arbeitsplatz für das spätere Leben“ zu benötigen, um sich „die Rente für das Alter“ zu sichern. Er selbst er- kennt eine neue Situation:

1. Die Literatur geht ”weit über das Wissen” der Lehrer hinaus. Es häufen sich die Situationen, in denen die Schüler ”dem Lehrer das Wasser reichen”.

2. Die Arbeit reicht in wenigen Jahren nicht aus, damit alle eine ”sogenannte” Vollbeschäftigung

”Das Anzweifeln der Legitimation der Machthaber” kann deren Macht

Der Schüler lernt selbständig.

erhalten.

sparen. Die Rente für die Alten wird ”in der Finanzierbarkeit” zum Fiasko.

Die Wirtschaft arbeitet streng nach dem Prinzip, jene zu minimieren, um Kosten zu

Die neue Situation erhält für den jungen Menschen eine Lösbarkeit:

1.

Das Lehrer-Schüler-Verhältnis wird wechselseitig, ”der Stolz des Lehrers gebrochen”.

2.

Die Versorgung der Alten ”bedarf der Diversifikation” der Arbeit, die weg von der Produkti- on in die soziale Dienstleistung führt.

3.

Die Macht des Geldes kann ”gänzlich überwunden” werden, indem ”die theoretische Möglichkeit der gänzlichen Abschaffung des Geldes” radikal in die Praxis umgesetzt wird. Die Revolution selbst ist keinesfalls anzuzweifeln, sondern vielmehr die Revolu- tionäre.

”In der klassischen Geisteswissenschaft” hat man die Dialektik anhand der vier Flüsse gelehrt. These und Antithese werden anhand von Pro und Contra überprüft. Es ist ”das gängige Verfah- ren”, ein falsches Dogma ”außer Kraft zu setzen”. Doch nun werden die Schüler ”geistig in der Erfahrung weitergebildet”, Situationen zu erkennen, bei denen dieses Verfahren nicht anwendbar ist, die aber auch nicht dogmatisch zu ergründen sind. ”Der klassische Erörterungsaufsatz” erhält ”bei der Spekulation” ein neues Gesicht:

1. die neue Situation:

o

die wohl richtige ”Einschätzung mit Begründung”,

o

die wohl falsche ”Einschätzung mit Begründung”.

2. die Lösbarkeit:

o

die wohl richtige ”Einschätzung mit Begründung”,

o

die wohl falsche ”Einschätzung mit Begründung”.

Wir benutzen eine Zu-

”Das geistige Potential des jun-

gen Menschen” entwickelt sich in einer Gesellschaft, die stärker auf die richtigen Einschät-

kunftswissenschaft, die auf keinerlei Beweisen gründet.

”Das hier geschaffene Fundament” ist spekulativ und nicht absolut.

zungen angewiesen ist und das Kollektiv ”für die falschen Einschätzungen einzelner” in ihren Konsequenzen bestraft. ”Das neue Zeitalter des Menschen” zeigt deutlich, alles Bewiesene den Maschinen zu überlassen, ”das Spekulative selbst” in die Hand zu nehmen. Es wird eine Verfahrensweise angewendet werden, aus ”der Spekulation Eindeutiges” zu machen. Dies kann sowohl experimentell, als auch logisch geschehen. Das Spekulative findet bereits Anwendung. Die Theorie wird in der Reali- tät ”praktisch erprobt”, ohne dass vorausgehende Erfahrungswerte verwendet worden sind. Der Wirtschaftskreislauf wird solange instabil bleiben, wie es ”die Konkurrenz in einer Privatwirt- schaft” gibt. Die Planwirtschaft wurde gewollt in eine Marktwirtschaft umgewandelt. Die Erziehung erhält ”immer mehr Elemente” der Selbsterziehung. Das Gruppenprinzip einer Individual- gesellschaft“ muss sich den Herausforderungen stellen. Der Staatsbegriff wird globalisiert, wenn nicht sogar ”kosmologisiert”. Die Wirtschaft entmachtet weitgehend die Politik. Die Menschen nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand, weil die Wirtschaft mit der „Lösung der sozialen Frage“ langfristig überfordert ist. Und ”das ist der neue Staat” für die Individualgesellschaft: die Menschen schieben die Probleme nicht mehr ab, sondern müssen sie selbst lösen. „Die klassische Dialektik“ brachte vor dem Medienzeitalter einem jungen Menschen nur den Ge- danken bei, zwischen den Autoritäten zu wählen. Die Erkenntnis eines fähigen Jugendl i- chen“ zwingt ihn, selbst für seine Zukunft zu sorgen. Die Eltern, Erzieher und Lehrer werden ihm dies nicht abnehmen und nicht erleichtern. Die bisherige ”autoritäre Besserwisserei wird durch das Anzweifeln überwunden” werden. Der Schüler geht „seinem Sein in dem wahren Selbst immer näher entgegen”.

Das Dogma erhält die Herrschaft aufrecht, die Zweifel beenden sie. Ist die Dialektik dogmatisch als Prinzip gelehrt worden? Es hat niemand verlangt, diese im Privaten anzuwenden. Doch der Erörte- rungsaufsatz wurde streng nach ihr konstruiert. Die Dialektik ist ein Instrument, ein falsches Dogma außer Kraft zu setzen, daher ist ”die Dialektik in der klassischen Form” nur ”scheinbar eine sogenannte Quintessenz”, welche das falsche Dogma ablöst. Die Dialektik ”steht im Verfah- ren”, sie ist als Gegenstand weder erwiesen noch verneint. Die Dialektik ist deshalb nicht als ”ein solches Gesetz durchschaut”, welches man nicht zu beach- ten braucht. Sie ist kein Dogma. Sie ist eine Methode, die zur „Ablehnung eines falschen Dog-

mas“ führt.

sches Dogma oder „eine falsche Quintessenz“ sind anhand eines einzigen Widerspruches wider- legt. Ein einziges Gegenbeispiel genügt.

”Ein weiteres Element der Entmachtung” zeigt ”die Erkenntnis junger Menschen” in den Fra- gen, die von den Autoritäten in der Regel gar nicht gestellt werden:

1. Wozu sind wir ”in einem Kreislauf des Tötens”? Die Natur zeigt ein Prinzip: ”Fressen und

gefressen werden.”. Doch der Kreislauf wird seitens der Autoritäten in der Regel als gegeben

Diese Quintessenz wird erneut hinterfragt anhand eines anderen Verfahrens:

ein fa l-

hingenommen.

stellt sich die Frage, ob die gegebene Realität wirklich nicht abgeändert werden kann.

Ist es an diesem Ort nicht möglich, dieses Ziel zu erreichen, so stellt sich ”die Frage

nach der Existenz” eines solchen Ortes.

Geheimwissenschaftler reden hier von ”Plane-

ten”, die so nicht „unserem grobstofflichen Universum“ zugeordnet werden.

Der junge Kritiker erkennt einen Zustand, den er so nicht wünscht. Er

2. Warum führt die Entwicklung in einen Fortschritt der Zerstörung? Junge Menschen sehen dies

meist umweltpolitisch. Doch auch ”die Zerstörung der Psyche” wird schrittweise erkannt. Darf es einem Pädagogen überhaupt unbewusst bleiben, dass ”die Psyche eines Zöglings” durch äußere Einwirkung zerstört wird? „Der Aspekt der Psyche“ wirft in einem Jugendlichen etwa ”im

Zeitraum des Grundschulalters” erstmals ”die Frage nach der Seele” auf. Kinder fangen hier an zu verstehen, dass der Mensch ein Innenleben getrennt von einem Außenleben besitzt, da ”der Dia- log mit dem Lehrkörper” bei einem äußeren Kontakt ”sehr starke Auswirkungen” in dem Innen- leben auslöst. „Der Kontakt mit den Eltern“ hat gerade mit der Mutter eine solche Intensität auf die Gefühlsebe-

ne, dass man so vertraut ist, jede Reaktion gewohnt zu sein. ”Das Verhalten der Eltern” ist für die

Kinder selbstverständlich.

fiehlt, dass es ihm als fremder Person ”gerade in seinem Lernprozess” gehorchen muss.

Der Lehrer ist die erste entscheidende Autorität, das dem Kind so be-

Für die Erkenntnisfähigkeit eines jungen Menschen muss die Grundschule als entscheidend betrachtet werden. Sie lehrt in der Mathematik und in der Muttersprache ein Hilfswissen, welches unverzicht-

Die Mathe-

matik und die Muttersprache werden nicht angezweifelt, obwohl diese niemand als Dogma bezeichnen würde. Es sind Tatsachen. Das Dogma wird nur als Tatsache betrachtet. ”Der junge Mensch” erkennt schnell, was wirklich Tatsache ”in der Form des Gegenstandes” ist und was ihm ”als gegenständlich verkauft” wird, was das Dogma sei. Den eigentlichen Gegens- tand erkennt der junge Mensch an, ohne ihn zu bestreiten, das Dogma macht ihm zu schaf- fen. Es lässt ihn zweifeln.

Religionen kommen einem ”jungen Menschen” näher, wenn ihre Vorgaben auch materiell Sinn

Doch „das mit dem Beten und dem Gottes-

dienst“ wird einem nicht plausibel erklärt. Die Religionsstunde wird oft zu einem Diskussionsforum, in dem die Dogmatiker ”auf die Zweifel stoßen”. „Der kirchliche Dogmatiker“ befiehlt dem Zweifler juristisch gesehen, obwohl der Zweifler den Dogmatiker längst entmachtet hat.

”Der kirchliche Dogmatiker” schluckt es, dass die

Erde sich um die Sonne dreht. Doch dass Jesus gezeugt wurde, worin sich noch beide übereinstim-

„Ein

men, führt in einen Themenbereich, den man mittlerweile möglichst ”verschwinden” lässt. falsches Dogma“ verschwinden zu lassen, entmachtet es ”genauso”.

Der Zweifler liebt die Aufklärer. Doch die Religion will sich nicht freiwillig von der Philo-

bar in der Gesellschaft ist. „Das Erlernen des Wissens“ ist unbestritten notwendig.

ergeben. Eine Hygienevorschrift ist einleuchtend.

Der Dogmatiker beweist ihm gar nichts.

Jeder kann

durch sein eigenes Denken „zu einem individuellen Schluss kommen“. Die Religion als „ein festes Glaubensgebilde“ wird von ”einem jungen Menschen” als eine Meinungsdiktatur enttarnt. ”Das Gehirn wird einem durchgeföhnt.” und ähnliches sind ”gängige” Vorwürfe, die

nicht mehr geahndet, sondern schweigend honoriert werden. ”Die Erkenntnisfähigkeit des jungen

Die Erkenntnisfähigkeit führt zur „zweifelnden

Das widerlegte Dogma ist ein Irrtum, ein Zeichen der Un-

sophie verdrängen lassen.

Die Philosophie jongliert mit widersprüchlichen Thesen.

Menschen” ist nicht im Sinne des Dogmatikers.

Durchleuchtung der Dogmen“.

wissenheit. ”Es ist” eine böse Macht, welche die Denkenden ”an der Leine” hält.

”Die Zweifel führen” dialektisch betrachtet in die Quintessenz.

Dialektik nicht angewendet werden kann, möge ”eine veränderte Aufstellung” von These und

Antithese eine Situation ergeben, in denen die Dialektik angewendet werden kann. Löst man alle Sonderfälle dialektisch, so ist die Dialektik am Ende des Verfahrens ”ein andauernder Gegens-

”Die neue Verfahrensmethode” ist „ein Umformen der

Situationsbeschreibungen“, um These und Antithese gegenüberzustellen.

Die Lehrer haben bereits einiges gelernt. Die ”Aussage der Teilziele” ist ein moderner Begriff, den

Liegt die Dogmatik ”in der Vergangenheit”, so weist die Zu-

kunft eine Quintessenz. Doch was ist mit der Spekulation? Entscheidungen werden aus Einschät- zungen gefällt, welche die Unvollkommenheit der grobstofflichen Welt am stärksten zeigen. Die im- materielle Ebene und auch die Feinstoffe werden ein entscheidender Vorstoß sein, offene Fragen

die Dogmatik niemals kannte.

tand”, der auch zu einem Ziel führt.

Für die Fälle, in denen die

erklären zu können. ”Der junge Schüler” wird sich mit der Spekulation nicht zufrieden geben. Er erkennt ”ein Licht am Ende des Tunnels” in ”den entscheidenden Fragen nach der Existenz”

selbst.

Individuum als „das Göttliche im Menschen“. Das Individuum erkennt die Welt selbst. Alles andere ist Unterdrückung.

Doch was kommt danach, wenn die Welt erklärt ist. Die Moderne geht in der Kultur einen ”Weg der Entfremdung”. Die Entfremdung ist eine ”Spielart mit ungeahnten Möglichkeiten in verschiedenen Varianten der Darstellung einzutauchen“, die erst einmal vom Betrachter

erkannt werden müssen.

Textes“. Die Verschlüsselung von Texten schafft eine Wissenschaft, ”solche Texte verstehen” zu

können.

Es sind vorwiegend junge Menschen, die „neugierig auf

unbekannte Spielarten“ sind. ”Das Erkennen einer Spielart” führt immer weiter in ”das Denken des Spielers”. Die Welt erkennen zu können, zeigt sich auch in dem „Erkennen der Spielarten“. Geistes- und Na- turwissenschaft erforschen die Spielregeln durch „ihre jeweilige Denkweise“. „Das Spielen“ ermöglicht „die Einnahme einer anderen Perspektive“, gegebenenfalls sogar der gegnerischen. Perspektivenspiele schaffen neue Betrachtungen aus anderen Perspektiven, also aus anderen Blickwinkeln. In der deutschen Sprache kennt man das Verb „drehen“. Man „verdreht“ einen Sachverhalt vor Gericht. Jemand ist „abgedreht“ in seinem Verhalten. In einer schwierigen Situation reagiert je- mand „überdreht“. Will man jemanden „abstellen“, so „dreht“ man ihm den Hahn zu. Das „Drehen“ bezieht sich auf die Reaktion. Die Reaktion ist in der Geometrie kreisförmig. Das De n- ken ist eine Bewegung, in der die Perspektive geändert wird. Diese Perspektivenänderung wird gerade seitens geschickter Anwälte vor Gericht praktiziert. Der Richter soll eine günstige Per- spektive einnehmen. Perspektiven können günstig oder ungünstig sein. Man kann die Perspektiven von Kläger und Angeklagten in dem Fall gegenüberstellen, wenn der Angeklagte versucht, von seiner Unschuld das Gericht zu überzeugen. Die Gerichtssituation kann nur dialektisch betrachtet werden. Schwierig ist es mit einer Schuldzusprechung an einer Gruppe. Als ein Mitglied einer Gruppe die Verantwortung für etwas zu übernehmen, was man selbst als Person nicht getan hat, schafft Individu- alisierung im Sinne der Loslösung. Dies macht eine pädagogische Tätigkeit in Deutschland interes- sant. Die Jugendlichen spüren eine Situation, die ihnen ihre Großeltern eingebrockt haben. Kritische Jugendliche distanzieren sich von dem „rechten“ Geschwätz. Es tut oftmals gut, wie viele Jugendli- che im Gegensatz zu den Alten liebend gern nicht mehr „deutsch“ seien. Der „Naziopa“ oder die „Nazioma“ sind normaler Sprachgebrauch. Die Masse der jungen Deutschen sind in Wahrheit nicht durch die Indoktrination, sondern durch die Individualisierung erzogen worden. Die Zugehörig- keit zu den „Deutschen“ schafft eine Beziehung, mit der ein Jugendlicher sich nicht identifizieren will. Den kritischen Jugendlichen ist es bewusst, dass alle finanziellen Leistungen niemals den angerichteten Schaden am jüdischen Volk wieder gutmachen werden. Im Gegensatz zu den Alten gehen junge Leute sehr gerne in das Ausland. Die Kirche wird durch- schaut, kein wirklicher Widerstand gegen die Nazis gewesen zu sein. Die gängige Manipulation, den Staat Israel in Frage zu stellen, ist leider gerade in linken Gruppen sehr populär und erfolgreich. Nur selten wird gerade seitens linker Gruppen der antijüdische Hintergedanke durchschaut. Die polit i- sche Linke sieht den Islam oftmals nur als bedroht, jedoch nicht als politische Bedrohung. Die christ- liche Religion wird als Zeichen der Nächstenliebe und nicht ausreichend als religiöse Bevormundung enttarnt. Das Jüdische leidet unter den Pervertierern. Der erste Schritt der Faschisten ist das Dis-

zeigt Parallelen zu der Traumdeutung.

In den Fragen selbst zeigt sich bereits das Licht. Die Religion selbst bezeichnet das

Die Entfremdung zeigt sich ähnlich wie „die Verschlüsselung eines

”Die Interpretation der Entfremdung” bei einem Gemälde oder einem Theaterstück

kriminieren. Die Juden wurden äußerlich durch den „Stern“ erkennbar gemacht. Das Judentum kennt selbst das äußerlich sichtbare Bekenntnis bei den Männern durch die „Kippa“. Der sinnvolle Umgang mit der jüdischen Identität ist der, anstatt der „Offensive“ durch die Kopfbedeckung „auf der Straße“ einen Weg der Selbsteinschätzung zu begehen. Ein Bekenntnis begeht man selbst. Es ist notwendig, auch die Art und Weise selbst zu bestimmen. In der Grundschule kennt man die sehr sinnvolle „Zweithinführung“ in der Mathematik durch die Mengenlehre. Das sehr sinnvolle Modell mit blauen und grünen Quadraten, blauen und grünen Drei- ecken die Schnittmenge als gemeinsame Teilmenge, die Vereinigungsmengen anhand der vier Merk- male zu einer Obermenge zu erklären, wird wie folgt missbraucht: die Schüler werden zweimal ge- teilt: Schüler mit hellen und dunklen Haaren, Knaben und Mädchen. Die Erkenntnis des Fehlers in diesem Missbrauch führt zu der ernstzunehmenden Frage, inwieweit die Geschlechter gesellschaftlich überhaupt getrennt werden dürfen. Da die Menschen bei dem Ver- fahren der Dialektik auch die Determination anwenden, erscheint die Teilung der Menschen in rassis- tische oder genetische Unterschiede fraglich. Der Humanismus bedingt die gänzliche Überwindung rassistischer und genetischer Unterschiede, auch wenn diese biologisch vorhanden sind. Der Geist des Menschen beinhaltet sowohl das männliche als auch das weibliche Prinzip. Rassistische Merk- male sind biologisch, wirken sich jedoch nicht nachweisbar auf die Neuronenbildung aus. Unter- schiede in der Neuronenbildung entstehen durch die gesellschaftliche Integration oder Isolation. Anhand der visuellen Einwirkung auf die Neuronenbildung verfechte ich die Ansicht, ein Kind die ersten zwölf Lebensjahre von dem Bildschirmgeflimmer weitgehend fernzuhalten. Die Einschätzung, wie viel „Bildschirmgeflimmer“ notwendig, brauchbar oder ungeeignet ist, ist letztendlich subjektiv. Der Begriff „brauchbar“ ist relativ. Man kann zu einer guten Literaturverfilmung zweifellos die Zöglinge das Buch lesen lassen. Ich selbst schließe mich der Position an, erst das Buch zu lesen. Aber das ist meine eigene Meinung. Den Film zuerst zu sehen, zerstört während dem Lesen die Vorstellungskraft des Kindes. Das Kind soll auch selber lesen. Die Stimme während des Vorlesens schafft bereits Interpretation. Fähige Literatur für die Vorstellungskraft eines Kindes sind:

- „Watership Down – Unten am Fluß” von Richard Carpenter,

- “Krabat” von Otfried Preußler,

- „Brüder Löwenherz“ von Astrid Lindgren,

- „Möwe Jonathan“ von Richard Bach,

- „Momo“ von Michael Ende. Beobachten wir nun einen Jugendlichen, der bereits unbedingt selbst wissen soll, wie er mit Medien umzugehen hat. Hier sollen absichtlich kritische Impulse gesetzt werden, die ihm zu scharfen und differenziertem Denken anregen. Geeignete Literatur ist:

- „1984“ von George Orwell,

- „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horvath,

- „Der gute Mensch von Sezuan“ von Bertolt Brecht,

- „Herr der Fliegen“. Wichtig sind Aspekte der Intensivierung. Die Intensivierung zeigt zwei Aspekte: den hohen Lerner- folg und die Manipulation. Die Manipulation soll hier durch Dialektik korrigiert werden. Ein interes- santes Phänomen ist die Zweisprachigkeit. Der Umgang mit der Sprache wird leichter, wenn man eine zweite Sprache wirklich erlernt hat. Ich lehne es allerdings ab, zu viele Sprachen zu erlernen. Meistens bevorzugt man das Komplizierte. Ich selbst bevorzuge das einfache Englisch, da es sehr eingängig und verständlich ist. Die Sprache soll keine Behinderung dabei sein, etwas Kompliziertes

auszudrücken. Ich selbst beherrsche die deutsche Sprache, doch ich weiß, wie schwer es für einen Fremden ist, sich in der deutschen Sprache zu verständigen. Die Sprache ist notwendig für die Ind i- vidualisierung. Die Arbeit ist notwendig für die Kollektivierung. Individualisierung und Kollektivie- rung sind Gegensätze, die jedoch elementar in einer Gesellschaft untrennbar voneinander vorhanden sind. Celestine Frenes vertritt eine Erziehung durch Arbeit. Frenes will das Arbeiten an dem, in dem und mit dem Grobstoff in eine Verbindung mit der geistigen Tätigkeit setzen. Die Verbindung zwischen Grobstoffen und „Geistigem“ fördert die Spontaneität. In dieser Erziehungsmethode lässt der Le h- rer die Schüler den Plan der Unterrichtsvorhaben erstellen. In der Auseinandersetzung zwischen Freiheit und Autonomie bewirkt ein Konzept, das mit den Zöglingen abgesprochen wird, weniger als ein Konzept, das von diesen selbst kommt. Die innere Differenzierung wird nicht beseitigt, aber stärker bewusst. Der freie Ausdruck ist die Grundlage für die freie Begriffsbildung. Das Können, Begriffe frei zu bilden, kann verkümmern oder auch gefördert werden. Janusz Korczak ist ein Reformpädagoge, der ohne den weltanschaulichen Hintergrund eine Erziehung durchführte, die den jungen Menschen dort nimmt, wo er ist. Korczak redet von einem Kinderge- richt. Das Philosophieren ist hier so nicht möglich. Der Mensch braucht hier eine Anleitung, die ihn später in die Selbständigkeit entlassen muss. Janusz Korczak ist ein entscheidender Mensch für mich, kein „Deutscher“ sein zu wollen, obwohl ich es bin, die jüdische Schule als mein Gewissen zu betrachten, obwohl sie das nicht ist. Janusz Korczak zeigt sich mir als der Lehrer, der mir die jüdische Schule all die Jahre gewesen ist. Ich musste erkennen, dem jüdischen Volk keine Schuld zu geben, sondern dem Menschen, der in seinem Namen handelt. Die Religion ist keine Wissenschaft, aber das Judentum existiert und ist damit kein wissenschaftliches „reliquere“. Religion heißt übersetzt „Wiedervereinigung“. Da die jüdische Schule stets interpretiert wird, niemals jedoch determiniert, kann es sich um keine Illusion handeln. Die Ermordung des jüdischen Volkes ist die Tötung von Wissen und Intelligenz. Es ging mir nie dar- um, irgendein Papier in der Hand zu halten, das mich als Jude definieren solle. Ein solches Papier ist reine Verwirrung. Der „deutsche“ Pass ist eine Frage nach meinen Formalitäten. Manchmal wünschte ich es, die Nationalität endlich wenigstens einmal negieren zu dürfen. Für die Juden bin ich der „Deutsche“, für die „Deutschen“ der Judas. In diesem Land sitzt das immernoch in den Eingeweiden, sich von den Juden beherrscht zu fühlen. Die Deutschen lügen sich selbst etwas vor und ziehen aus jeder Selbstbenachteiligung die größten wirtschaftlichen Erfolge. Die Deutschen im dummen Sinne der Gruppenseele sind Heuchler und Sklavenhalter, was den Umgang mit den Fremden betrifft. Fragt man mit einem brauchbaren Geschick die Deutschen nach den Fremden, so wollen sie selbst nur an ihnen verdienen. Die Deutschen haben niemals wirklich geteilt, das große Thema „Europa“ wurde unter Geheimhaltung genutzt, die wirtschaftliche Macht zu be- haupten. Nun zu dem, wie ich auch wiederum kritisch werden muss. Das Judentum entstammt den Nomaden. Leider gibt es auch innerhalb des Judentum rechte Bewegungen. „Was gehen Dich die Zigeuner an?“, so auch Aussagen, wie ich sie schon von Juden gehört habe. Sinti und Roma fassen sich als eigenständige Volksstämme oder Sippen mit eigenen Sprachen auf. Historisch gesehen sind auch die Juden heimatlos gewesen. Ein Jude hat genauso wie ein Sinti oder Roma eine andere Nationalität oder gar keine Nationalität besessen. Staatenlos zu sein, ist ein Schicksal. Doch ein Schicksal ist nicht zwangsläufig negativ zu sehen.

Das Schicksal ordnet eine Rolle zu. Diese Rolle kann ge wechselt werden. Es sei denn, diese Zu- ordnung ist Verbindlich wie bei einer Nationalität. Bereits die Glaubensgemeinschaft können wir wechseln. Die klassischen Rollen in der Familie und in der Gesellschaft sind Begriffen zugeordnet. Vater, Mut- ter, Sohn, Tochter, Onkel, Tante, etc. sind definiert. Sprachlich gesehen haben wir es jedoch mit einer Begriffsbildung zu tun. Die Erziehung ist ein funktionaler Begriff. Die Erziehung ist entweder intentional und organisiert oder das, was man als Reformpädagogik bezeichnet. Doch auch die Selbstorganisation ist eine Form der Organisation und sie ist intentional im Sinne der Funktion, einen konkreten Zweck des selbständigen Handelns zu erfüllen. Der Lesestoff als Schüler für einen Unter- richtsstoff vorzubereiten ist organisiert und funktional. Dieses Verfahren ist eine Vorstufe oder eine Hilfsstufe, den Unterricht in Gruppenarbeit durchzuführen. Die funktionale Abwandlung des Frontal- unterrichts schließt den Lehrer in den Modellen der Gruppenarbeit schrittweise aus. Wir benötigen jedoch Modelle, die funktional den Lehrer weiter oder wieder in das Geschehen integrieren, ihn nicht als „infinito“ überflüssig, sondern ihn zu einem Bestandteil der Schulklasse werden lassen.

Der Lehrer wird in den gängigen pädagogischen Modellen nicht als Teil der Klasse selbst betrachtet. Er ist formal ihr nicht zugehörig. Schritte des Ausschlusses des Lehrers machen ihn zum Aufpasser, zum „Big Brother“. Diese Rolle des Aufpassers kann nur durch Vertrauen revidiert werden. Ru- dolf Steiner folgerte logisch, den Notendruck abzubauen. Doch die feste Bindung des Klassenle h- rers über die ersten acht Jahre nimmt dem Gebilde das „Reformpädagogische“. Der Lehrer ist kein Teil der Eltern, kein Psychologe, kein Therapeut. Er ist kein Wärter, kein Polizist, kein Richter und kein Abteilungsleiter. Die Rolle des Lehrers wird grundlegend falsch interpretiert. Die Bildungswirkung und die Erziehungsbemühung werden durch die Vorgaben eingeschränkt. Kei- ne freie Schule ist eine freie Schule aufgrund der Vorgaben. Sie ist nicht autonom. Die Vorgaben ermöglichen auch keine Wahlfreiheit. Die Schule organisiert nicht selbst im Ist-Zustand. Der Soll- Zustand der Selbstorganisation ist in zwei Schritten machbar. Der erste Schritt ist die Selbstorgani- sation der funktional Tätigen. Das sind die Lehrer und die Schulleitung. Im zweiten Schritt sind es die intentional Tätigen. Das sind die Schüler. Die Integration des Lehrers besteht darin, intentional anstatt funktional tätig zu werden. Diese kollektive Individualisierung der Schüler erzwingt bei den Schülern, letztendlich die Vernunft, den Verstand und das Gewissen als die drei oberen Instanzen im gegenseitigen Dialog zu betrachten. Jedes selbst geschaffene Gesetz wird niemals ganzheitlich, son- dern nur bedingt, also abänderbar werden. Der Begriff des Universalistischen wird in der Interpretation als Eintracht missbraucht. Universalis- tisch ist, dass jeder möglichst gleichen Zugang zur Allgemeinbildung erhält, dass ein möglichst brauchbarer Maßstab bei der Beurteilung angesetzt wird. Die Beurteilung darf kein Essay sein. So erhalten wir niemals von einem Schüler eine Resonanz, fair behandelt worden zu sein. Das universa- listische Prinzip wird dann geeignet angewendet, wenn der Zögling sich möglichst frei entfalten darf. Lehrer glauben ständig, sich in die Vermittlerrolle begeben zu müssen. Man erzählt sich oft den Witz: zwei Pädagogen treffen sich. Fragt der eine den anderen: „Und wie

Der Fragende erwidert ihm dann: „Macht

geht’s?“. Antwortet ihm der andere: „Weiß nicht.“. nichts, aber gut, dass wir darüber geredet haben.“.

Pädagogen treten sehr leicht durch die Vermittlerrolle in „das goldene Fettnäpfchen“. Die Versu- chung, sich für die Vermittlerrolle berufen zu fühlen, ist sehr groß. Doch jeder Vermittler verliert Autorität. Hingegen die Integration stärkt die Position des Lehrers. Schüler empfinden eine lange Bindung an einen Lehrer, gerade an einen Klassenlehrer, als verbind- lich. Jede Relation schafft neue Impulse. Die Lehrer als Team erfahren bei jeder Übernahme einer

Klasse die Schwäche des Vorgängers.

Die zum Vorschein tretenden Schwächen sind eine Form

kollektiven Bewusstwerdens der Individuen untereinander. Lehrer und Schüler bilden zwei Kollekti- ve, die sich in der Erziehung und im Unterricht berühren und gemeinsamer Flächen bedürfen. Die gegenseitige Neigung zur „Verurteilung“ muss durch die Integration überwunden werden. Dieses Überwinden ist nur dann gegeben, wenn die Einsicht der Fehler nicht von anderen, nicht von sich selbst eingeredet wird, sondern durch die Identität der Einzelnen in Gemeinschaft bedingt wird. Die Fehlentwicklung ist die Rückenstärkung. Ein Lehrer und ein Schüler müssen es lernen, sich zu stellen und sich nicht hinter andere zu stellen. Die beiden Kollektive dürfen keine Fronten bilden, sondern müssen diese abbauen. Der Gedanke der Umerziehung wurde mir als „Deutscher“ bewusst gerade in Bezug zum Umgang mit der jüdischen Religion. Ein gegenseitiges widersprüchliches Verhalten erscheint mir derzeit als dauerhaft. Meine geistige Erfahrung mache ich in jedem Moment, mich auf die andere Seite, die jüdische, zu begeben. Der rein gedankliche Prozess, die jüdische Identität bewusst werden zu las- sen, ermöglicht es, das „deutsche“ Dasein von außen kritisch zu beobachten. Man beobachtet genau die Reaktion der Deutschen bei dem Tritt in die tiefste Wunde. Die Außenseiterrolle ermö g- licht eine brauchbare Beobachtung der Deutschen selbst. Die abgelehnten reaktionären Ansichten sind nur versteckt worden. Gerade in der politischen Linken taucht es wieder auf, dass es der „Ju- de“ sei, der das Kapital zu Gunsten des Kapitalismus halte. Die „Deutschen“ machen einen Juden nicht an. Sie begaffen ihn wie einen Exoten. Die Feststellung zeigt das grundlegende Defizit der gesellschaftlichen Integration. Man glaubt immer, es sei für die Integration förderlich, die Positionen des Außenseiters zu ignorieren. Doch die Ignoranz selbst gräbt den Graben. Ich selbst liebe mein Dasein in diesem Land in der Solidarität mit den Querdenkern. Parteirednern und Gardinenpredigern über den Mund zu fahren, ist ein Ausdruck der Leidenschaft. Der intelligente Deutsche liebt die Kritik an den „Deutschen“. Sie hilft ihm dabei weiterzukommen. Der gebrochene Stolz des „deutschen“ Volkes ist wie ein umgepflügter Acker, der neu besät wer- den kann. Fang an Dein „deutschtreues“ Volk zu hassen, und Du wirst frei sein von dem Stolz, ein „Deutscher“ zu sein. Fang an, die Querdenker zu lieben, und Du erkennst die Quintessenz. Die Liebe zu anderen Völkern macht Dich solidarisch. Die Außenseiterrolle lässt Dich sehen, was ver- steckt wird. Du wirst die Heuchler durchschauen und diese endlich verlassen. Man wird es Dir nicht entlohnen, aber Du wirst nicht allein sein. Die Deutschen glauben an das, was geschrieben steht, doch Du wirst lernen, den Zusammenhang zu verstehen. Ein Faschist zu sein, bedeutet Stolz, doch der Widerstand dagegen hat Verstand. Widersetze Dich der Erziehung zu einem „rechten Deut- schen“, der für sein „Vaterland“ in den Krieg zieht, und Du wartest auf den Tag der Befreiung, nicht mehr „national“ zu sein. Die moderne benötigte Intelligenz weiß von der Aufgabe der „deut- schen Nationalität“. Es kann bereits morgen sein, wenn wir es wollen. Die Gruppenseele ist immernoch verankert:

- die Zugehörigkeit zu einer Gruppe, zu einem Betrieb sind weitgehend selbstgewählt.

- die Zugehörigkeit zu einer „Nation“ oder einer Familie sind in der Regel nicht selbstgewählt. In der Familie und in der Nationalität liegen zwei Elemente von Gruppenbewusstsein, die uns eine Vorgabe sind. Die gänzliche Aufgabe einer jeden Nationalität ist möglich und unbedingt notwendig, um die Grenzen zwischen den Völkern gänzlich zu Fall zu bringen. Der Schritt der Individualisierung schafft eine freie Wahl des Ortes global gesehen. Die Familie ist gesetzlich im Ist-Zustand verankert, was sinnlos ist. Wenn eine Ehe nicht klappt, so tut man sich keinen Gefallen, diese krampfhaft auf- rechtzuerhalten. Die Kinder leiden am meisten unter dem Streit zwischen den Eltern. Die Partner- schaft bedarf keines Zwanges, sondern der Zuneigung. Der juristische Zwang ist eine Behinderung. Für Kinder ist es besser, eine Alternative zum Eltern- haus frei wählen zu können. Sind Eltern mit der Erziehung überfordert, so spürt es ein Kind auch

dann, wenn es die Situation noch nicht begreift. die Situation mit überforderten Eltern erfordert einen Eingriff, den die Eltern nicht wirklich selbst entscheiden. Die gängige Praxis ist ein Beratungsge- spräch. Doch die meisten Berater können gar nicht beraten. Sie bilden sich das nur ein. Die Ge- spräche zeigen daher auch keine wirkliche Lösungen, den Zögling den Schritt gehen zu lassen, dem Elternhaus den Rücken zu kehren. Das Verlassen des Elternhauses ist eine Grundvoraussetzung für das Durchtrennen einer Nabel- schnur, die nicht grob- oder feinstofflich ist. Diese Beziehung zu den biologischen Eltern und zu den leiblichen Kindern ist seelisch. Die seelische Vernetzung ist eine verbleibende Struktur, welche aus der vorausgehenden Gruppenseele hervorgeht. Diese Verankerung in der alten Gruppenseele macht eine gewollte Isolation zur Bestrafung. Die Überwindung der Isolation führt in kein Alleinsein, son- dern in die zwanglose Gemeinschaft, in der sich nicht der eine über den anderen stellen darf. Dieser Grundsatz geht soweit, keinem der beiden biologischen Geschlechter eine Vorherrschaft einzuräu- men. Diese Entsagung bezüglich einer Vorherrschaft ist erst dann in der Umsetzung, wenn auch auf die Geschlechtertrennung verzichtet wird. Frankreich praktiziert bereits die gänzliche Aufhebung dieser Trennung. Niederlande hat bereits die Loslösung der Erziehungsstätten von der Zentralverwaltung eingeleitet durch ein freies Trägersystem. In Deutschland kämpfen wir Studenten gerade in der Geisteswissen- schaft um den Erhalt der Geisteswissenschaft, um die Menschen kybernetisches Erfassen erlernen zu lassen. Wir riskieren derzeit den Verlust des freien Studierens. Noch können Lehrer und Dozenten wenigstens den Wunsch äußern, an welchem Ort sie gerne arbeiten würden. Noch können die Schüler wenigstens sich die Schule frei wählen. Bereits die Wahl eines Schulleiters ist nur durch An- hörung seitens der Eltern und Lehrer zu beeinflussen. Der Leiter einer Universität wird nur von den Dozenten frei gewählt. Die Studenten selbst haben hierauf keinen Einfluss. Die Dozenten zeigen sich zwar sehr offen, wer von den Studenten die Tutorenlesungen halten darf. Doch die Studenten bestimmen dies letztendlich nicht selbst. Die Gegner der Reformpädagogik sind gerade in „Deutschland“ aktiv. Bayern und Baden- Württemberg lösen das Fach Gemeinschaftskunde auf, um „revolutionäres“ Gedankengut zu zü- geln. Der Gemeinschaftskunde wurden entscheidende Impulse zugeordnet, den Wehrdienst zu ver- weigern und sich für basisdemokratische Gesellschaftsformen zu interessieren. Das Gymnasium und die Hochschule werden von der reaktionären Gesellschaft als Brutstätten des Widerstandes betrach- tet. Die Bundesländer selbst gestalten einheitliche straffe Lehrpläne. Schüler enttarnten bereits die „Durchsagengeräte“ als die Möglichkeit der Direktion, den Unterricht mitanzuhören. Für Schüler ist eine gewohnte Situation in der Pause das Vertrauliche mit dem Lehrer zwischen Tür und Angel zu besprechen, was als entscheidend zu betrachten ist. Auch manche Unterrichtsformen haben fürchterliche Auswirkungen. Lehrer praktizieren es gerade bei Grundschülern, dass ein Kind getrennt gesetzt wird. Das Prinzip der Isolation muss verbannt werden. Der Dialog als Lösungsansatz benötigt und bedingt sogar Diplomatie. Der Diplomat ist der wirklich fähige Lehrer, da er sich sehr leicht integrieren kann. Die Offensive schafft bei Schülern Distanz und bei den Lehrern letztendlich Angriffsflächen, die zu einem Machtkampf ausarten können. Gespräche im Hintergrund erzeugen Misstrauen. Die Gespräche zwischen Tür und Angel sind die Aussagekräftigsten, da diese persönlich sind. Die „Gesprächszimmer“ erscheinen wie Gefängnis- se. Man wird als Schüler seitens des Lehrers vorgeladen. Gespräche zwischen Tür und Angel er- scheinen zwanglos, da sie nur von kurzer Zeitdauer sind und so auch aufgefasst werden. Fördern Sie einen persönlichen Kontakt zwischen Lehrer und Schüler. Erwecken Sie in Lehrern und Schülern den Dialog über die Widersprüche. Der Gesetzestreue beseitigt nicht deren Widersprüche. Stellen Sie sich über die Situation, in denen die Gesetze für Sie widersprüchlich sind. Die Isolation

richtet den größeren Schaden an als die Einhaltung der Vorschrift einer Distanz. Gehen Sie doch unter folgenden Voraussetzungen einem Menschen aus dem Weg oder weisen ihn gar ab:

- der Beginn einer widerlichen Unterhaltung,

- Menschen, die Sie nicht ernst nehmen. Die Gemeinschaft ist in ihrem Sinn immer wechselseitig in einem Geben und Nehmen. Fast jeder Mensch merkt es, wenn sich der andere „verschließt“. Nur als Diplomat lernt man es wirklich zu schweigen. Das Lernen soll ein Ordnungsmuster erhalten bezüglich der „Beobachtungen des eigenen Lerner- folges“:

- Erfahre ich etwas Neues oder werden mir nur Dinge erzählt, die mir bereits bekannt sind?

- Ist die Methode geeignet, in der mir Wissen vermittelt wird?

- Sind „die Prinzipien der Unterweisung“ fraglich?

- Ist die Zeit sinnvoll genutzt worden? Hätte ich selbst die Zeit sinnvoller nutzen können?

- Sind „die Umstände des Lernens“ zu beanstanden? In diesen „Fragen nach dem Lernen“ werden die Substanz, die Methode, die Prinzipien, die Zeit- einteilung und die Umstände erörtert. Der Ort und die Zeit des Lernens“ seien Umstände. Es fehlen noch die Eigenschaften. Solche Eigenschaften seien im Lehrer, dem Medium und dem Schü- ler. Eigenschaften können gut, fraglich oder schlecht sein. Gute Eigenschaften:

- wissen wird gefestigt.

- offene Fragen werden zu Genüge beantwortet.

- Schüler fühlt Akzeptanz und Verständnis.

- der Dialog zwischen Lehrer und Schüler ist offen. Schlechte Eigenschaften:

- Wissen liegt nur im ”Kurzzeitgedächtnis” verankert.

- Fragen wird gegenseitig ausgewichen.

- Schüler spüren Unterschiede in der Behandlung.

- Schüler verschließen sich gegenüber dem Lehrer. Eigenschaften des Mediums:

- positiv: zeigt einen Teil des ”Lernstoffes” verständlich und erweckt Interesse.

- negativ: zeigt „Widersprüche im Vergleich zu dem Lernstoff” und wirkt anspruchslos oder unverständlich. Die Anwendung in der Geheimschule:

- der Schüler braucht einen geeigneten Lehrer. Zeigt der Lehrer bereits den Stolz, dass der Schü- ler ”gefälligst” derjenige sei, der etwas von dem Lehrer wolle, so ist der Lehrer nicht mehr als der Schüler.

- der Lehrer braucht die Bereitschaft, wirklich Verantwortung übernehmen zu wollen.

- eine Geheimschulung erfolgt nicht aus der Spontaneität heraus. Jedoch bedarf eine Geheimschu- le einer geeigneten Situation. Die Geheimschulung ist eindeutig abhängig von der Umständen. Wichtig ist der Aspekt, wie der Schüler zu seiner Beurteilung steht. Ein wesentliches Urteil über den Lehrer liegt darin, ob der Schüler „noch ein weiteres Urteil“ wünscht. Provokationen sollen gene- rell vermieden werden. Die Ironie muss seitens der Zöglingen verstanden werden. Experimente müssen durchgeführt werden. Sie sind notwendig. Doch muss die Beobachtung maximiert werden. Wichtig ist die eigene Wahrnehmung. Die eigene Wahrnehmung reflektiert fremde Kritik. Man empfindet fremde Kritik sowohl als konstruktiv wie auch als destruktiv. Dieses Unterscheiden lässt das Subjekt das andere Subjekt empfinden. Die Kritik ist mit der eigenen Meinung abzuwägen.

Den Anderen zu beobachten, wie zu meinen eigenen Positionen und Negation zu seiner Kritik rea- giert, zeigt, ob er differenzieren kann und ob ich selbst differenzieren kann. Ich bevorzuge die Fähig- keit zu differenzieren. Es nicht zu können, führt zur Ablehnung. Meiden Sie bei einer subjektiven Meinung die „Wir“-Form. Die subjektive Meinung benötigt ein „Ich“. Auch den eigenen Willen darf man nur durch ein „Ich“ zum Ausdruck bringen. Auch der fremde Wille benötigt ein „Ich“. Kein Individuum kann ein anderes Individuum darstellen, da dies Vollkommenheit, die vollkommene Auslöschung der eigenen Seele ist, die in jedem das „Göttliche“ den Anderen zeigt. Kritisieren Sie die „Floskel“, etwas zu bedauern, was einem gar nicht leid tut. Es ist Heuchelei. In dem Ich steckt die Liebe, selbst Gott zu sein, und die Liebe, es nicht zu sein. Den anderen zu lieben, bedeutet, in ihm das Göttliche zu lieben. Gott ist kein „Es“. Er ist lebendig. Er ist Liebe. Man liebt sich selbst. Man liebt den Anderen. Diese Liebe, mit anderen Gemeinschaft zu haben, ist auch eine Liebe, Selbst anerkannt zu werden. Mangelnde Anerkennung führt zu gebrochenem Stolz. Der gebrochene Stolz ist eine Erniedrigung und ein Mittel der Autorität. Derjenige, der dem Ande- ren den Stolz bricht, benötigt sehr hohe Selbsterkenntnis, um sich selbst nicht zu verirren. Kann er selbst die eigene Erniedrigung erdulden? Weiß er, wenn er zu weite geht, dem anderen vor den Kopf zu stoßen, ihn zum Gehen zu veranlassen, ihn wegzustoßen? Die Ablehnung der Geringschät- zung führt zu der Wertschätzung. Man wagt es nicht mehr, das Schlechte zu sagen. Die Teilhaber einer Gemeinschaft verlieren ihre Ehrlichkeit zueinander und dadurch ihr Gesicht. Die Maske ver- deckt den eigenen Willen. Die Gegensätze beurteilen in den Menschen das Denken. Sage ich einem Menschen das Negative, so treffen ich ihm ins Herz. Verschweige ich es ihm, so ist er es mir nicht Wert gewesen. Miteinander reden zu können, ist Kompetenz. Die Annahme, es zu können, hat schwere Folgen. Das Bewusstwerden für diese Folgen ergibt die Verantwortung. Richten Menschen durch Reden oder durch Schweigen Schaden an, so handeln diese verantwortungslos. Der Wert einer Gemein- schaft liegt in der Verantwortung. Verantwortung ist Liebe. Denken heißt Liebe, auch wenn das Denken noch keine Liebe ist. Das Denken führt zu der Erkenntnis des Subjektes und zu dem Be- wusstwerden für Verantwortung im eigenen und gegenseitigen Sinne. Das Denken reflektiert sich in der Liebe und der Verantwortung. Wollen Sie einen Menschen „loswerden“, so sagen Sie ihm niemals das Negative. Doch überlegen Sie sich diesen Schritt gut und gründlich! Will man einen Menschen abweisen, so bringen schlechte Kritiken an ihn die Reflexion der Missgunst, die ein tugendhafter Mensch erst zu beseitigen sucht. Einen Erfolg in dem Bewirken der Missgunst bei einem Anderen zu sehen, ist Illusion. Die Illusion ist die Ursache des Bösen. Die Vorstellung ist ein Teil der Didaktik. Das Glück steht im Gegensatz zum Leid. Das Leid kann Böse sein. Das Glück kann durch Gutes bedingt werden. Auch das Leid muss durch das Gute bedingt werden, das Böse darf kein Glück mehr bringen. Das Chaos ist nicht wirklich existent. Es ist Illusion. Worin liegt eigentlich die Grenze zwischen Denken und Schizophrenie?

- das Denken ist auch gegenüberstellend, um Widersprüche zu beseitigen.

- die Schizophrenie zeigt ein zweites Ich im Bewusstsein. Das Denken ist hier eine Folge aus vor- handenen Widersprüchen. Ist das Denken eine Folge auf die vorhandene Schizophrenie, so ist ein zweites „Ich“ im Bewusst- werden elementar. Die teilweise Ersetzung des Begriffes „Bewusstsein“ durch das „Bewusstwer- den“ ist eine solche Beseitigung des Widerspruches, da das Bewusstsein ein abgeschlossener Pro- zess der Entwicklung ist. Die meisten Menschen verwechseln die Begriffe „Grund“, „Motiv“ und „Zweck“. Die Ursache und das Ziel werden säuberlich getrennt. Das Motiv beinhaltet sowohl den Grund als auch den Zweck zu einer Erwartung.

Der Utilitarismus ist eine Form der Moralphilosophie in der praktisch angewandten Ethik. Man redet oft von einer Theorie der Spielarten. Der Utilitarismus ist Ethik, keine Metaethik. Deskriptive Aus- sage darüber sind, welche Personen welche moralische Überzeugungen haben. Normative Aussagen darüber sind, was moralisch gut und moralisch schlecht ist. Meta-Ethik:

- deskriptive Aussagen darüber, welche Personen welche metaethische Überzeugung haben.

- normative Aussagen darüber, was normativ-ethische Aussagen bedeuten bzw. darüber, ob nor- mativ-ethische Aussagen wahr oder falsch sind, bzw. darüber, welche Geltung normativ-ethische Aussagen haben. Es gibt drei Betrachtungen der Aussage:

- was sie ist,

- was sie beinhaltet,

- wie sie gilt. Die Aussage bezieht sich auf einen oder mehrere Begriffe, die auch Subjekt sein können. Sie beinha l- tet eine Eigenschaft, einen Umstand, eine Wertung oder ein Urteil. Sie kann als wahr, allgemeingültig oder falsch betrachtet werden. Eine Aussage als wahr zu betrachten, kann durch die Überstimmung der Wahrnehmung oder durch einen Beweis erfolgen. Der Beweis ist in der Mathematik die Herle i- tung anhand allem, was eindeutig definiert ist. Die Mathematik erlaubt im Gegensatz zur Sprache keine falsche Definition. In der Sprache kann der Zustand einer falschen Definition andauernd anha l- ten. In der Mathematik ist die nicht praktisch, aber theoretisch möglich. Die Konklusion muss letzt- endlich wahr sein. In der Dialektik ist die Konklusion die Quintessenz. Das Beweisverfahren führt zu Definitionen, die Wahrnehmung zu Begriffsbildungen. Der Infinitiv ist ein Ausdruck der Unendlichkeit in der Sprache. Das Andauern beschreibt das Ge- rundium. Der Ausdruck des Unendlichen wird für zeitlich Unbestimmbares verwendet. „Der Was- serhahn ist zuzudrehen, um den Wasserstrahl zu stoppen.“. Die allgemeingültige Aussage ist entweder zeitlich oder örtlich unbestimmbar. „An Silvester endet das Kalenderjahr.“. Dies ist eine örtlich unbestimmte Aussage. Handlungen sind aufgrund ihrer Folgen entweder gut oder schlecht. Der Wert der Handlung ist auf die Zukunft bezogen. Dies ist der Zweck der Handlung. Anhand des Wertes wird die Handlung selbst beurteilt. Gemessen werden die Folgen einer Hand- lung an ihrem Nutzen (= utilitas). Entscheidend ist der Nutzen für das Glück oder das Leid. Im Utili- tarismus geht es um das kollektive Glück, das Gemeinwohl- Der Existenzialist setzt auf das Glück. Der Utilitarist betrachtet gezielt das Gemeinwohl. Der Exis- tentialist und der Utilitarist haben gemeinsame Ansätze:

- die Einsicht für gutes oder schlechtes Handeln,

- das Denken als Instrument für das Verändern von Eigenschaften und Umständen,

- das Gesetz im Sinne des Gemeinwohles. Der Utilitarist betrachtet das Glück als grundsätzlich konsensfähig. Die Triebkraft des menschlichen Handelns ist sein Wohlbefinden. Der Utilitarist bezieht diese Aussage auf die Gesellschaft kollektiv, eine säkularisierte Form der Nächstenliebe. Der Begriff des Nächsten bedarf der Unterschiede, da es ohne Unterschiede keine Subjekte gebe. Der Utilitarist hat Schwierigkeiten mit dem Individualis- mus, der zunehmend Realität wird. Gerade Philosophen praktizieren den Individualismus. Das Glück besteht nur in der Betrachtung durch die Wahrnehmung. Das „Glück“ ist daher ein Begriff. Man kann das Glück nicht als Norm oder Definition betrachten. Inwieweit es ein Wert ist, zeigt die Praxis. Bei der Lehrer-Schüler-Beziehung gehen Sie am besten einen Weg der Integration. Stellen Sie sich über den Utilitarismus, wenn es um die Rechte des Individuums geht. Der Utilitarismus be- günstigt Urteile mit grotesken Konsequenzen für den Einzelnen. Betrachten wir das Thema Organ-

spende und stellen ihr das Thema über die Medizin für Menschen mit nur noch kurzer Lebenserwar- tung gegenüber, so kommen wir in ein Gebiet, den Tod eines Individuums hinzunehmen, wenn ein das Überleben eines anderen Individuums als sinnvoller erscheint. Ein Alzheimer-Patient kostet sehr viel Geld. Er ist unproduktiv und muss betreut werden. Dem Individuum gerecht zu werden, ist letztendlich die ganzheitliche Betrachtung. Die universalisti- sche Betrachtung schränkt das Individuum durch die Gleichschaltung ein. Im universalistischen Prin- zip wird allen Betroffenen eines Umstandes die gleiche Rolle zugeordnet, z. B. als Schüler. Die ganzheitliche Betrachtung ordnet jedem Individuum eine eigene Rolle zu. Die Differenzie- rung verzichtet auf das „Bewährungsprinzip“. Sie überwindet es. Die Spaßgesellschaft ist eine geistige Verblendung vor der Differenzierung. Die Differenzierung fordert die „grauen Zellen“. Der Lehrer muss sich integrieren, um die Funktion abzulegen, der Kopf eines geschlossenen Körpers zu sein. Gott sei das Subjekt, das alle weiteren Subjekte „ins Leben rief“ und entweder von denen sich loslöste oder diese sich von ihm loslösten. Ein anderes Subjekt ins Leben zu rufen, ist ein Prozess der Schizophrenie. Die Loslösung zu bewirken, bedarf der übereinstimmenden Wahrnehmung eines getrennten Subjekts. Das Bewährungsprinzip gewährt „eine Zeit der Beobachtung über die Folgen“. Diese Beobach- tung ist jedoch nur ein Einblick. „Die wirkliche Einschätzung“ ist Spekulation im Sinne einer Er- wartung. In der Fachsprache werden Folgen grundsätzlich Konsequenzen genannt. Das Konsequenzenprinzip zielt auf die moralisierte Bewertung einer Situation. Es ist ein Wirkungs- prinzip, das sich über die Tugend stellt. Die Absicht steht für eine Gesinnungsethik. In einer harten Diskussion steht der Universalismus, z. B. Mao. Jeremy Benthon schrieb in seinem Buch „Intro- duction to the Principles of Morals and Legislation”: “Jene Handlungen sind gut, deren Fol- gen in größerem Maße als alle zur Verfügung stehenden Alternativen dem größten Glück der größten Zahl von Menschen förderlich sind.“. Aus meiner Sicht muss das Individualrecht dem Gesellschaftsrecht gleichgesetzt werden in der Diffe- renzierung:

- ein alter Mensch hat schwächere Reflexe. Ab einem gewissen Alter kann man ihn nicht mehr autofahren lassen.

- bei Transplantationen werden Organe benötigt. Man darf einen Menschen jedoch nicht lebendig „ausschlachten“.

- schwieriger ist es mit China: Der Staat China hält anhand einer Geburtenkontrolle die Geburten- rate unter 2,3. Gedankenschema des Subjekts:

- Wo bin ich?

- Was kann ich tun?

- Was sind meine Maxime (Auswahlprinzipien, Konsequenzenprinzipien)?

- Welche Maxime wähle ich (Nutzenprinzip)?

- Die Maxime wird zum Auswahlkriterium in der Anwendung.

- Ich wähle eine Handlung.

- Darf ich das? Das Konsequenzenprinzip kann utilitaristisch angewendet werden. Die andere Sichtweise sei die, welche Konsequenzen für ein betroffenes Individuum konkret entstehen. Auch in einem Konsequen- zenprinzip kann das Individualrecht über das Gemeinwohl gestellt werden. Ist das Individualrecht in einem solchen Grundrecht verankert, so kann das Individualrecht, so kann das Individualrecht über- haupt nur eingeschränkt werden, wenn dem Individuum mindestans die körperliche Unversehrtheit

gewährt wird. Eine Verletzung dieser körperlichen Unversehrtheit sei jede Form der Folter. Auch eine Vernehmung kann eine Folter sein, z. B. in der Form erzwungener Geständnisse für die Justiz. Die Moralphilosophie von ”Hobbes” finden wir in seinem Werk ”Leviathan”. Das ”entgegen- gesetzte Menschenbild” besteht in der Form, ”nicht von Grund auf tugendhaft” zu sein. Der Mensch sei von Natur aus ein reiner Egoist. Es drohe „der Krieg aller gegen alle“.

Der Krieg könne verhindert werden durch die Staatsgründung. Dieser Staat hat absolutistisch diesen

Kriegszustand zu beenden.

nach einer empirischen Plausibilität“, ”die Suche nach dem Glück”. Durch ”das friedliche Zusammenleben” entwickelt sich ein Konsens, der im Interesse aller ist, ohne sich durch einen absolutistischen Herrscher entmündigen zu lassen. Dies sei der Idealzustand, der dem Absolutismus gegenübersteht. Der schottische Aufklärer David Hume verfasste ”eine Untersuchung der Prinzipien der Moral”. Von ihm wurde wesentlich Adam Smith geprägt, auch wenn dieser ”selbst dieses Menschenbild” nicht in dieser Form übernimmt. Smith wird ”als Nationalökonom bezeichnet”. Er geht davon aus, dass die Menschen von allein als Kollektiv ”das Wohl der Allgemeinheit” wo l- len. Die Menschen müssen selbst herausfinden, nach welchen Regeln sich „das gesell- schaftliche Verhalten“ orientiert. Die Menschen sind laut Smith motiviert bei der Befolgung der Regeln, was er als ”Pflichterfüllung” bezeichnet. Smith geht einen Weg von der Sympathie zu

dem Mitleiden in seinem Kontext. Bei Smith ist der Mensch letzten Endes gut veranlagt. Smith setzt

auf die Vernunft. findet ihr Glück.

”Die Beurteilung der Angemessenheit” aufgrund einer emotionalen Reaktion zeigt die

Subjektivität.

Der Mensch handelt letztendlich als Subjekt. Als „eine solche Handlung“ ist auch die Be-

urteilung zu betrachten. Nach welchem Maßstab urteilt der unparteiische Zuschauer? Er sympa- thisiert mit dem, was er als angemessen empfindet. Das Empfinden selbst wird zum „Maßstab der Beurteilung“. Jede moralische Distanz ist nicht absolut, sondern ”eine Form der Sym-

Es gibt Richterfunktionen, mit anderen Fällen und deren Urteilen zu vergleichen. Dies ist

pathie”.

Hobbes provozierte eine heftige Diskussion.

Es ist „die Forderung

Die gesellschaftliche Freiheit” beruht auf der sozialen Vernunft.

Sie

Hier wird es moralisch relevant, den ”Begriff der Gerechtigkeit” zu ergründen.

”eine Suche nach dem Maßstab”.

Maßstäbe werden auch anerzogen. Der junge Mensch erkennt Maßstäbe durch die Wahrnehmung entweder selbst oder durch Unterweisung. Anerzogene Maßstäbe durch Unterweisung“ füh- ren zu keinem „Urteilen des handelnden Subjektes“ selbst. ”Das handelnde Subjekt” re- guliert sein Verhalten durch „die Sympathie mit den anderen“. ”Das selbstregulative Sys- tem” besteht durch ”das Einbringen der egoistischen Interessen”. Das Kollektiv entscheidet über wahr oder falsch. Dem Kollektiv können die gleichen Fehler passieren wie dem einzelnen Sub- jekt. Das Kollektiv ist ein Lernprozess. In jedem Kollektiv steckt elementar „die Anlage zur Mo- ral“ wie in jedem einzelnen Subjekt. Die Moral ist ”ein andauernder Prozess”, ein Gewissen auszubildendurch „das moralische Empfinden im Sympathievermögen“. Empfindungen sind egoistisch geprägt. Die Rache ist „ein Schritt nach vorn als Offensi- ve“. Das Denken dämpft „die spontane egoistische Reaktion“. ”Tendenziell” verdient jeder Mitmensch die Sympathie. Dies ist ”eine Form der Ausbildung”, Egoismus und Mitleiden seitens

Der unparteiische Zuschau-

er“ muss die Neigung überwinden, ”keine Verantwortung zu tragen”. ”Die perspektivische Neutralität illustriert” Smith in dem Vergleich durch visuelles Sehen zu der spontan egoistischen Reaktion zu kommen. Auch „die perspektivische Neutralität“ ist subjektiv. Die Betrachtung erfolgt von einem Standpunkt. Die Perspektive ist ein Umstand. Die Umstände schaffen

aller Beteiligten ”als unparteiischer Zuschauer zu betrachten”.

Die Findung moralischer Normen liegt im Subjekt

selbst durch ”Regularitäten”, die sich möglichst vom Einzelbetrachter lösen, um von allen Beteilig- ten akzeptiert werden zu können. Der ”Standpunkt des Zuschauers” ist ein Finden. Dies ist ein Lernprozess. Die Anleitung hierzu ist rein subjektiv. ”Das Finden eines Subjekts” ist kein Gegenstand, denn es erfolgt durch Unterscheidung. Unterschiede finden keine Bestätigung in dem Vergleich. Kant betrachtet die ”moralische Reflexion als Versuch”, die Sympathie der anderen durch Sym- pathie zu gewinnen. Der Entwurf eines Spieles der Sympathie und des Egoismus“ ist ”ein gedankliches Experiment”, das durch einen Konsens beendet wird. ”Der interaktive Pro- zess” benötigt Unterschiede. Gedankliche Experimente werden betrachtet. ”Der Gegens- tand der Betrachtung” zeigt als Ergebnis ”das gedankliche Experiment in der Form” eines nichterfüllten Soll-Zustandes. Der Ist-Zustand ist der Unterschied. Das Erreichen eines Soll-Zustandes ist ”der sogenannte Konsens”. Wir halten den Soll-Zustand für ein Utopia. Doch Utopia wird durch den Konsens beendet. ”Das Andauern von Utopia” erfordert „eine ungerechte Verteilungsgerechtigkeit“. ”Das benötigte Paradoxon” sei hier gegeben und ”lässt Utopia bestehen”. Handlungsmotive sind Beweggründe. Sie können allgemeingültig sein, z. B. „das Streben nach Glück“. Bei der Pflicht ist jeder ohne Ansehen und moralisch handelnd. Maxime sind „Auswahlkriterien für Handlungen“. Eine Palette von Alternativen wird unterschieden in zwei Möglichkeiten: die Erfüllung und die Nichterfüllung. Kant bietet ein Kriterium für die sittliche Handlung. Es gibt zwei Konzepte: die Freiheit und die Autonomie. Die Freiheit ist eine Freiheit der Wahl. Die Autonomie bezieht sich auf die Unabhängigkeit der Kriterien, die für eine Wahl bereits als Voraussetzung zugrunde liegen. Die Freiheitsberaubung setzt einem anderen Wesen Grenzen. Die Autonomie wird erst durch die Freiheitsberaubung zur Freiheit, die Wahl zu haben. Freiheit und Autonomie beziehen sich auf das Subjekt. Die Autonomie will die Unabhängigkeit von einem eventuellen Gott. Die Freiheit besteht darin, sich dem eventuellen Gott zu ergeben, oder sich von diesem zu lösen. Der Materialist ist autonom von einem eventuellen Gott. Stellt sich ein Mate- rialist die Frage nach einem eventuellen Gott, so hat er die Wahlfreiheit zwischen These und Antithe- se. Es ist eine Freiheit der Zwecksetzung, Gott als Einbildung abzulehnen. Erst diese Ablehnung führt zu der Autonomie von diesem eventuellen Wesen. Die Ablehnung eines eventuellen Got- tes führt in die Unabhängigkeit, in die wahre Existenz des Subjektes. Die Befürwortung des eventuellen Gottes revidiert das Subjekt in seiner Existenz. Das Subjekt hat grundsätz- lich zu Beginn seiner Existenz diesen eventuellen Gott abgelehnt, deshalb hat die Existenz eines Sub- jektes auch keinen zeitlich einzuordnenden Beginn. Das Subjekt wird als unsterblich betrachtet. Sei der eventuelle Gott wirklich existent, so sei die Unsterblichkeit des Subjektes keine ganzheitliche Aussage. Die Freiheit, den eventuellen Gott abzulehnen, macht den Gottesbegriff selbst zu einer begrenzten und bedingten Aussage. Ist Gott nicht absolut, so ist er Subjekt. Und somit ist das Subjekt Gott. Die Willensfreiheit ist eine Konzeption der Bedürfnisbefriedigung. Dies ist keine Form der Autonomie. Die Willensfreiheit drückt immernoch den bestehenden Zwang aus, von dem es sich zu befreien gilt. Sie kommt nur noch spezifisch vernunftbegabten Wesen zu. Die Autono- mie ist ein Prozess der radikalen Loslösung. Die Loslösung bezieht auf das eventuelle göttliche We- sen. Es ist die Loslösung von der Illusion. Die Ursache der Illusion ist die, sich ein eventuelles göttli- ches Wesen einzubilden.

Unterschiede bezüglich der Betrachtung.

Kant gibt auf die Frage nach dem Subjekt eine praktische Antwort: „Handle so, dass die Maxime Deines Willens jederzeit allgemeingültiges Gesetz sein können!“. Das Subjekt setzt sich laut Kant selbst den „Test“. Ein Philosoph muss dann das Subjekt als die höchste Instanz ansetzen, wenn er den eventuellen Gott ablehnt. Befürworten und Ablehnen tun wir als Subjekt. Die Einbildung eines eventuellen Gottes erfolgt durch die Gegenüberstel- lung der unerklärbaren Phänomene mit der Wissenschaft. Die Religion gilt bei mir nicht als Wissenschaft. Die Ethik ist ein Teilgebiet der Philosophie, der Soziologie, der Psychologie und der Pädagogik. Die Ethik ist das optimale übergreifende Schulfach für Geisteswissenschaft. Verteidigen Sie einen Schulunterricht elementar in Ethik als Ersatzfach für den Religionsunterricht! Moralisches Handeln bereits in der Erziehung bewirkt die Würdigkeit. Gott als das erste Subjekt ist weder den Zuständen noch den Begriffen von „Alles“ oder „Nichts“ zuzuordnen. Die Gottheit existiert in einer absoluten Form nur in dem Zustand des Alleinseins. Jede Seele kann Gott gleichwertig sein, oder sie ist es bereits. Gott zu übertrumpfen widerspricht zwar der ursprünglichen Logik, ist aber nicht ausgeschlossen. Der Versuch, es zu tun, ist der Grund der Unvollkommenheit überhaupt. Der Versuch, die alte Dominanz zu behaupten oder wiederzuerlan- gen, macht Gott zu einer normalen unvollkommenen Seele. Diese genannte Gottheit kann nur schöp- ferisch im Ursprung als solche betrachtet werden. Die eigentliche bestehende Gottheit ist das schöpferische Individuum selbst. Laut der Thora sind bereits die Elohim ein Plural. Jahwe ist ein Singular in der Form des „Ichs“. Die Elohim verkörpern eine Gruppenseele, aus der sich die Ind i- viduen herauslösten. In der Gruppenseele ist jedes Individuum bereits eingeschlossen gewesen. Hat Gott einen freien Willen, so ist er als Subjekt grundsätzlich fehlbar. Für den Begriff des Karmas ist Gott widersprüchlich, es sei denn er ist Subjekt und unterliegt selbst diesem Kreislauf. Die Religi- on ist eine konservative Form der „Seelenklempnerei“. Ein Katechismus wird als Selbsthilfelitera- tur angewendet. Diese ist grundsätzlich in dieser Form eine Anweisung. Dies ist auch in der Psycho- logie anzuzweifeln. Die Autorität will akzeptiert werden, dies letztendlich durch Bestätigung. Eine Autorität ist keine Autorität, ohne als solche akzeptiert zu werden. Die Hierarchie kann nicht absolut betrachtet wer- den. Der Plan unterscheidet sich von der Umsetzung. Die Quintessenz bleibt unabhängig der Auto- rität die gleiche. Autoritäten misst man an der Erkenntnis. Reformen stellen den Bruch mit alten Ge- sellschaftsformen dar. Jedes gesellschaftliche System ist nicht absolut und wird reformbedürftig. Die Demokratie verkörpert nur die Befriedigung unterdrückter Freiheit. Die Autonomie bedarf der Anarchie. Die Anarchie wird niemals ein Sozialismus sein. Jede „Anar- chietheorie“ räumt „ein Scheitern des Experiments“ in der einen oder anderen Art ein. Der Er- folg in der Autonomiebestrebung liegt in der möglichst vollständigen Erfassung der vier Grundkom- ponenten: Grund, Ursache, Zweck, Ziel. Das fünfte Element ist die Wirkung. Der Sinn und die Prinzipien sind hier zwei sehr schwierige, aber sehr wichtige Begriffe. Der Zweck der Autonomie ist die Loslösung von der Unterdrückung, während der Phase selbst von der Bevormundung. Die Prin- zipien der Autonomie sind niemals absolut. Sie liegen in ihrem Zweck selbst. Der Sinn der Autono- mie ist deren Wahrnehmung und der Wahrnehmung durch die Autonomie selbst. Der Sozialismus ist ein klar definiertes Gebilde, welches zwischen dem Dasein als Gegenstand, Kon- strukt oder Illusion in Bewegung gehalten wird. Die Autonomie ist ebenfalls klar definiert. Im Ge- gensatz zum Sozialismus wird die Autonomie als eindeutig nicht erreicht betrachtet. Dies ist ein an- dauernder Zustand der Betrachtung. Der Wunsch danach, die Autonomie zu erlangen, ist der Beginn unserer individuellen Existenz. Mit dem Erreichen der Autonomie erlangen wir das Ziel. Wir haben danach den Grund, die Ursache, den Zweck und das Ziel erreicht. Der Prozess sei beendet. Unser

Individuum sei hierdurch auch tatsächlich revidiert, da es in der Autonomie allein sei, also „Got t“ als für sich selbst einzig wahrnehmbares Subjekt. Die anderen Individuen, von denen man sich gelöst habe, seien weiterhin bestehend. An was für einem Ort seien wir nun existent. Und was für ein Wesen sei uns Gott als Subjekt. Der Gott in uns, in unserem Subjekt, führt letztendlich immer in die Vereinsamung. Wenn wir weiterhin existieren wollen, so können wir nach jeder völligen Loslösung nur den Planeten wechseln oder zurückkehren. Allein zu bleiben, ist ein Zustand des Todes. „Der Nazarener“ predigte die Umkehr zu dem lie- benden Vater durch die Warnung vor der Finsternis, wo Heulen und Zähneknirschen sei. Ein früherer Mitschüler während meiner Gymnasialzeit schrieb im Grundkurs „Literatur“ folgenden kurzen Vers: „Dunkel – nichts sehen. Nacht – den Tod vor den Augen.“. Die Nacht im Sinne einer sogenannten „Tunnelrealität“ ist ein Zwischenstadium zwischen zwei Zuständen, das nicht an einen materiellen Tod bedingt ist. Beide Zustände können auch über gemeinsame Inhalte verfügen. Diese „Schnittmenge“ ist der Ort des Überganges. Die Schnittmenge ist die Grundvoraussetzung, um einen Ort zu wechseln. Die Veränderungen an diesen Orten selbst, die hierdurch hervorgerufen werden, sind eine Funktion der Zeit, diese mittelbare Ordnung herzustellen. Die Zeit ermöglicht zw i- schen zwei Zuständen mittelbare örtliche Umstände. Ort und Zeit sind Regulierungsmittel. Der Ort ist die substanzielle Regulierungsmasse, die Zeit das ordnende Regulierungsinstrument. Der Schüler ist noch unwissend und bedarf des Mediums. Jeder Lehrer ist mittelbar tätig. Die Fehl- barkeit ist menschlich zu betrachten. Die Unfehlbarkeit ist Einbildung. Es ist Illusion und führt zu Zweifeln. Ältere Schüler unterscheiden sich durch die Zweifel von den jüngeren. Das Lernen ist der Prozess, welcher durch die Wahrnehmung hervorgerufen wird. Er ist stetig andauernd. Da er unbe- grenzt zu sein scheint, dürfte das Lernen die gesamte Phase der Loslösung begleiten. Das abstrakte Schema kann durch Modifizierung angewendet werden. Die visuelle Verarbeitung von Reizen berücksichtigt keine Phänomene, die unabhängig unserer Wahrnehmung bestehen. Sol- che Phänomene können synthetisiert und schematisiert werden. Phänomene haben zweierlei Strukturen:

- das Phänomen in unserem Denken, welches nur auf das Subjekt begrenzt ist.

- das Phänomen, welches ein Subjekt nicht wahrnimmt. „Die beiden Ordnungen des Phänomens“ teilt den Begriff in zweierlei Definitionen. Die erste De- finition. Die erste Definition ist ein inneres, die zweite Definition ein äußeres Konstrukt. Das äußere Konstrukt bedarf der Bewusstseinserweiterung. Das innere Konstrukt wird durch „ein passives Sehen“ wahrgenommen. Das passive Sehen ermöglicht eine brauchbare Bewertung der eigenen Ideen und Konstrukte. Die Idee bewirkt ein inneres Konstrukt. Das innere Konstrukt geht teilweise dem äußeren Konstrukt voraus. Das äußere Konstrukt verselbständigt sich letztendlich, wenn auch andere Individuen dieses äußere Konstrukt wahrnehmen, wodurch wir erst zu der Synthese kommen können, dass etwas ein äußeres Konstrukt überhaupt ist. „Der Prozess der Interpretation“ liegt in der Auswahl der geeignet erscheinenden Schemata. Die Suche und die Exploration der Schemata liegt in der Differenzierung. Dieses explorative Verhalten wird durch das differenzierte Denken bewirkt. Schemata profilieren Kontraste und Strukturen. Die Trennung von Sinnesmaterial ist analytisch. Die ist vorstrukturierend und vorgliedernd. Die Vera r- beitungstätigkeit ist prozessabhängig in Deutung und Gestaltung. Das Erfassen besteht in der Ordnung und Zuordnung. Die gesamte Informationsmenge zu bewältigen sei ein abgeschlossener Prozess, der trotz paralleler Verarbeitung nicht instantan, also sofort, erfolgt. „Die motorische Intelligenz im Sinne von Handlungswissen“ ist schwer zu schematisieren. Sie ist verankert in der neuronalen Verknüpfung. Jede eingespielte Information aktiviert ein Schema. Die Bedeutung eines Begriffes hängt von dem aktivierten Schema ab. Die vorsprachlichen Begriffe

aktivieren nur noch Prozesse, die unterbewusst tätig sind. Die motorische Intelligenz bewirkt die Regieanweisungen. Die eigentliche Umsetzung ist teilweise Improvisation. Die Improvisation liegt in dem „Ich“. Das ist unser Freiraum als Individuum. Die Improvisation wird verglichen mit dem Handeln anderer Individuen. „Die Differenzierung der handelnden Individuen“ werden synthetisiert und schematisiert. Diese Ordnungen bewirken Zuordnungen zu Charakteren, die wir teilweise sogar als Archetypen bezeic h-

nen müssen.

Der Charakter steht für die Anpassung an die Situation. Dies nennt man auch „Ab-

zweigungen“.

Der Charakter aktiviert ein Schema, welches für ihn typisch ist. Der Charakter ist

die Beschreibung der Person. Der Charakter ist eine mentale Repräsentation, die in der Handlung wirkt. Ein Raucher macht vor einem Hörsaal die Zigarette aus. Bei dem Betreten des Saales durchzuckt ihn der Geistesblitz, nicht mit der brennenden Zigarette den Saal betreten zu dürfen. Er berichtet einem Kommilitonen von seiner Assoziation. Der Kommilitone entgegnet ihm: „Du rauchst doch gar nicht!“. Das Löschen der Zigarette ist unbewusst geschehen. Das Rauchverbot im Hörsaal ist dem Handelnden jedoch bewusst. Das unterbewusste Handeln wird nicht bewusst wahrgenommen. Es ist nicht unbewusst und auch nicht automatisch erfolgend. Die kurze Verwirrung löst eine Aktivie- rung aus, die Unterbewusstes bewusst werden lässt. Diese Aktivierung ist ein Prozess, der Bewusst- sein und Bewusstwerden erweitert. Man gewöhnt sich das Rauchen ab, was bei mir zur Gewohnheit geworden ist. Das unterbewusste Handeln behandelt jedoch das Rauchen als eine „gewöhnliche Handlung“. Eine Gewohnheit zu verändern erfolgt bewusst und verändert das unterbewusste Handeln. Das Unterbewusste und Be- wusste können sich gegenseitig dominieren. Das Unterbewusste ist personifiziert und ist durch Im- prägnation erfolgt. Es ist kein „Es“, sondern „eine unterbewusste Form des Ichs“. Es gibt zwei Formen des Willens. Es gibt einen Willen, den wir bewusst durchsetzen und eine Form des Willens, die uns erst bewusst wird. Im Bewusstwerden aktiviert ein Kortex Unterbewusstes und rätselhaft- erweise auch Unbewusstes (in Form von irgendwelchen Strahlen) und lässt dies bewusst werden. Dieser Kortex wird auch durch Assoziation tätig. Eine andere Form ist die Einsicht. Einen Unschul- digen bestraft zu haben, bedarf der Einsicht. Den Unschuldigen haben wir entweder für schuldig gehalten, oder wir haben vorsätzlich gehandelt. Geschieht vorsätzliches Handeln bewusst, so ist die Pervertierung auch auf der Ebene des Bewussten tätig. Formen dieser Pervertierung sind die Dis- kriminierung, die Unterbewertung, die Ignoranz und teilweise auch die Elitebildung. In der Praxis erfolgt Elitebildung nicht wirklich gerecht. Die Sympathie und die Antipathie sind Gefühle, die manipulieren. Die Manipulation ist sowohl in der Hierarchie und in der Demokratie in der Praxis vorhanden. Die Autonomie wird deshalb in Frage gestellt, da die Manipulation eine Beziehung bewirkt, welche die Autonomie bereits revidiert. Die Erfassung der Manipulation erfolgt durch Abstraktion. Die Abstraktion ist eine Darstellung von Be- ziehungen, Verbindungen, Vernetzungen, Schematisierungen und Ordnungen in ihren Unterschieden. Ohne die Unterschiede gibt es keine Abstraktion. Die Abstraktion ist verbal oder visuell. Verbales definiert. Das visuelle wird betrachtet. Das Verbale erfolgt aktiv. Das visuelle erfolgt passiv, also von außen. Geistige Prozesse kennen sowohl ein Innen als auch ein Außen. Das Geistige ist kein reines Innenleben. Das Geistige hat auch ein Außenleben, in dem das Innenleben reflektiert wird und das durch dieses reflektiert wird. Die individuelle Seele wird hier analog zu der Weltenseele. Die Weltenseele selbst muss daher als Individuum in eine höhere Ordnung integriert sein. Der „Gipsabdruck des Individuums“ ist die Materie. Ein rein feinstofflicher Gipsabdruch ist frei von Illusion. Die Herauslösung aus der Gruppenseele ist die Loslösung von der Illusion. Da die Gemeinschaft generell keine Einbildung ist, muss die Gruppenseele eine Illusion von der Gemein-

schaft sein. Die Gruppenseele ist keine Gemeinschaft. Sie ist Beinhaltung. Gemeinsames Sein ist Gruppenseele. Getrenntes Sein ist Gemeinschaft. Bewusstes Handeln ist individuelles Handeln. Unbewusstes Handeln kann individuell oder auch bestimmt sein. Bestimmtes Handeln muss teilweise von konkretem Handeln wie auch definiertem Handeln differenziert werden. Konkretes und defi- niertes Handeln kann bestimmt sein. Auch die Selbstbestimmung ist Bestimmung. Doch Selbstbe- stimmung ist nicht zwangläufig individuell. Die Aufsicht über den Rahmen der Selbstbestimmung schafft bereits Schwierigkeiten. Das Selbst ist seelisch und nicht identisch mit dem Individuum. Ind i- viduum ist eigener Wille. Die Seele beinhaltet die Vorgaben für das Individuum. Das Individuum will eine eigene Seele, ein eigenes Selbst. Dies ist Loslösung. Die Bestimmung der eigenen Seele ist die Bestimmung des eigenen Selbst. Die Selbstbestimmung ist der Bestimmung der Seele untergeord- net. Konkretes Handeln ist zweckgebunden. Definiertes Handeln ist begründet. Jede Seele ist schon immer dagewesen. Die Herauslösung bewirkt die individuelle Existenz. Die Existenz ist die Form des Werdens. Jede Form ist an den Prozess der Loslösung gebunden. Jedes Werden ist Individualisierung. Tiefe Lebensformen sterben zu Gunsten der Individualisierung. Die Mineralien werden verbraucht. Für die Ernährung werden chemische Ersatzstoffe geschaffen. Die Chemie schafft Stoffe, die zu Zellkulturen werden. Dies ist die Überschneidung zur Biologie. In der Pharmazie hat ein Medikament die chemische Zusammensetzung, der Impfstoff die Zellkultur. Bei der Ernährung haben chemische Stoffe Brennwerte. Die Zellkulturen erzeugen Gärung, Zerfall und Verdauungsprozesse. Zellkulturen sind grobstoffliche Formen der Gruppenseele. Die Zellkultur handelt erwartungsgemäß. Das Individuum, welchem die Zellkultur injiziert wird, rea- giert individuell verschieden. Die Samen der Säugetiere sind bereits nicht identisch in der Struktur der Chromosome. Die Veränderung der Chromosome erlaubt auch die Züchtung des Menschen. Steht das Karma nun doch letztendlich über der Natur? Die Linkshändigkeit taucht mit einer gewis- sen Wahrscheinlichkeit auf. Eltern mit stärkeren Erbinformationen gebären mit einer gewissen Wahr- scheinlichkeit auch Kinder mit schwächeren Erbinformationen. Die stärkeren Erbinformationen sind ursprünglich dagewesen. Die schwächeren Erbinformationen haben sich erst später entwickelt. Die Nazis wollen die Züchtung des Menschen mit diesen schwächeren Erbinformationen zu einer „Her- renrasse“. Stimmt das mit den Wahrscheinlichkeiten, so bleiben auch bei einer völligen Vermischung der Rassen die schwächeren Erbanlagen erhalten. Wir müssen der Natur einen solchen Selbstfunkti- onsmechanismus geben, dass sich gegen Eingriffe durchaus wehrt. Die Natur entwickelte die höhe- ren Körper der Individuen. Bei der Ernährung gibt es Sinn, nur die tieferen Lebensformen zu verze h- ren. Sie können jedoch weiterhin Milchprodukte zu sich nehmen. Ich lehne den Verzehr von Fleisch und Fisch ab wegen der höheren Lebensformen. Die höheren Lebensformen verbrauchen die tiefe- ren Lebensformen und schaffen neue Zellkulturen. Die höheren Lebensformen ersetzen die Funktion der Gruppenseele seitens der grobstofflichen Natur als Ganzes. Ob auch die grobstoffliche Natur besiegbar ist, ist darstellbar, wenn auch fraglich. Der Sieg über die grobstoffliche Natur ist die höchste Stufe der grobstofflichen Welt überhaupt. Sie ist damit in manchen Theorien am Ende. Doch die Forschung ist bereits in der Physik soweit, dass die makroskopische Ebene aus den Qua n- ten resultiert. Einstein sagte zu der Grundlage unsere Welt: Energie ist gleich Bewegung mal die Zeit. Diese Grundlage halte ich für wissenschaftlich erschlossen. Die relationale Charakterisierung bedarf zwar des subjektiven Erlebnisses, doch nicht der grobstoffli- chen Natur. Die Handlung existiert in der Erfahrung. Sie ist ein Wahrnehmungsprädikat. Auch der Sieg übern die grobstoffliche Natur ist ein solches Wahrnehmungsprädikat. Der Perspektivenwech- sel ist notwendig.

***

Folgender Text wurde entnommen aus: „Fritz Lamm zum Gedenken“, zusammengestellt und be- arbeitet von Ernst Rohm, erschienen im Verlag Freizeit und Wandern GmbH 1977. „Die sozialistische Revolution ist ein stetiger Reifeprozess. In diesem Reifeprozess, der durch echte Opposition beschleunigt wird, verändert sich die Struktur der Gesellschaft. Der moder- ne Kapitalismus gleicht dem Frühkapitalismus so wenig wie der Großvater dem Säugling. Darum ist anders über ihn auszusagen und daher ist ihm anders zu begegnen – was eben durch eine gründliche Analyse erhellt und aufgeklärt werden muss. Mit dem Steckbrief des Säuglings ist der Großvater nicht zu fangen. Daher gibt es keine starre Strategie. Jedes Ding, jeder Begriff erhält seine besondere Bedeutung: erstens durch seine objektive Anwendung in der Gegenwart, zweitens durch seine subjektive Zielsetzung, Zweck und Rich- tung. Bakterien, Parasiten können im einzelnen oder allgemeinen Naturgeschehen nützlich oder schädlich sein; es kommt auf die jeweiligen Bedingungen, ihre Wirkung und Masse an. Das vom einzelnen abgeleitete, nur erdachte abstrakte „Ding an sich“ wird erst sinnvoll als greifbares, gegenständliches konkretes „Ding für etwas“, wie Kraft, Leistung, Erkenntnis, Idee, Bewegung, Geschichte, Theorie und so weiter. So wenig die Pflege von Gütern schließlich den Verfall verhindern kann, so wenig dient Wachstum unwandelbar gleicher Erscheinungsart. Evolution und Revolution sind nicht Ge- gensätze, sondern verschiedene Formen oder Stufen desselben Prozesses. Das plötzlich auf- brechende Neue brauchte seine Zeit der Reife. Das Saatkorn platzt, wenn und damit die Pflanze wächst. Die Blüte zerfällt, wenn und damit die Frucht zu reifen beginnt. Die reife Frucht ist ein neuer Zustand gegenüber der unreifen. Die Fäulnis beginnt, der Zerfall. Die Entstehung der Kultur ist ein revolutionärer Akt; ein völlig neuer Abschnitt der Entwicklung auf der Erde beginnt. Der Zeitpunkt ist nicht genau zu fixieren. Es geht nicht – wie im Thea- ter – auf ein bestimmtes Zeichen hin der Vorhang auf, hinter dem dann plötzlich die Kultur auf der Bühne erscheint. Eine lange Epoche vergeht, bis „der erste Mensch merkt, dass er kein Affe mehr ist“. Jede Geburt ist ein – häufig mit Blut und Schmerzen verbundener – revolutionärer Akt. Mit der Pflege des Bodens und Verwendung seiner Früchte, mit der Agrikultur beginnt der be- stimmende Werdegang des Menschengeschlechtes. Auch diese Pflege bedarf ihrer umwälzen- den Versuche, Erkenntnisse und Methoden. Die Erfindung des Pfluges war eine revolutionäre Tat. Kultur lediglich als Nutzung des gewordenen Zustandes – wirkt verzögernd, schließlich restaurativ und reaktionär. Unzufriedenheit, Kritik, Experiment, Wissenschaft, Planung – kurz: gewollte Veränderung entwickelt die Gesellschaft, ist fortschrittlicher Kulturprozess. Kunst und Wissenschaft nur als Pflege des Bestehenden, des Schönen und Erhabenen, der Sit- ten und Unsitten, der Urteile und Vorurteile, sind Kennzeichen des gefahrvollen Trägheitsge- setzes in der menschlichen Gesellschaft. Nach neuem Ausdruck und Inhalt fragende For- schung und ringende Kunst ist progressiv, und daher allen alten Zeitgenossen verdächtig, un- bequem, ungewohnt, abstoßend und provozierend. Es ist in der Tat schwer, sich gegen die Gesellschaft zu engagieren und dabei zu verhindern, als ihr Hofnarr von ihr engagiert zu wer- den. Auch der radikale Engagierte atmet die Luft der Gesellschaft, in der er essen muss und in der er oppositionell wirkt, wozu er ihrer Bühnen und Tribünen bedarf. Was vom vorwärts drängenden Prozess Bestand haben, als zukunftsträchtig sich erst später erweisen und in welcher Verformung er morgen als abgelagerte Kulturschicht von heute er- scheinen wird, ist unerheblich. Wichtig ist, dass die Kultur begriffen wird als ständiger Strom, nicht als stehendes Gewässer, das bald zum Sumpf wird. Der traditionelle Kulturbetrieb dient dem Rückblick auf die Vergangenheit, in der bekanntlich alles besser war, dient also Restau-

ration und Reaktion. Alte Inhalte und Formen müssen aber zerbrochen werden, damit sich neue herausbilden können. Es ist völlig unhistorisch, von der revolutionären Jugend feste Modellbilder der nahen Zukunft zu verlangen. Ebenso unhistorisch ist die Annahme, eine revolutionär freigesetzte Gesellschaftsform bleibe auf Grund ihres Ursprungs immer fortschrittlich, ewig jung oder ständig zu besserem wach- send. Genau wie in der organischen Natur folgt auf Geburt und Entfaltung Alter und Ver- kümmerung. Jede neue Gesellschaftsform erhält nur kurze Zeit Impulse von ihrem explosiven Inhalt. Die Wirklichkeit, in der sie sich entfaltet, einrichtet, verselbständigt und verteidigt, beschränkt und deformiert ihren ideellen Ansatz. Aus dem Reich der Freiheit wird sie in das Reich der Notwendigkeit geworfen. Mit der Verweltlichung werden Entwicklungsformen zu Fesseln. Wie der junge Baum zum mächtigen Stamm wird, jedes Jahr einen holzigen Ring ansetzt, so verholzen und versteinern schließlich auch Organisationen und Institutionen. Diese gesellschaftliche Verfestigung vollzieht sich allerdings im Namen der ursprünglichen Idee, die nun zum Dogma, zur unantastbaren Form erklärt wird. Der einst revolutionären und nun etablierten Bewegung erscheint dann jede Kritik als Verrat, jeder Anspruch auf wei- tere Revolutionierung als Verbrechen. Jede tatsächliche Veränderung dieser Bewegung, die sich aus ihrem Wachstum in der Umwelt ergibt, wird zur alles heiligenden jeweiligen Richt- schnur. Der Zweck der einst die Mittel fand und rechtfertigte, hat sich verändert, ohne dass dieser Wandel den handelnden Personen deutlich wird. Darum können diese Mittel dem ur- sprünglichen Zweck nicht mehr dienen. Solange noch Besitz und Macht Bestandteile einer vielfältig widersprüchlichen und gespaltenen Gesellschaft sind, wächst auf dem ursprüngli- chen revolutionär gelockerten Boden nur zu leicht das Unkraut der Verfremdung. Auf welche Weise sich der Fortschritt durchsetzt, das hängt von den unterschiedlichen Bedingungen ab, in denen er seinen Lauf – oder seinen Gang – nimmt, verläuft oder vergeht. Inhalt und Maßstab fortschrittlicher Kultur ist: größere Freiheit. Das Kulturschaffen des Primitiven dient der Unabhängigkeit von Naturgewalten. Der Mensch lernt, sich vor den Kräften der Natur zu schützen und sie schließlich zu seiner Entfaltung anzuwenden. In der damit notwendigen gesellschaftlichen Organisation entstehen neue Bindungen, Hörigkeiten und Unfreiheiten von Völkern, Klassen und –individuen. Die Kultur und die Zivilisation unserer Zeit, was auch immer davon man als schädlich oder nützlich halten mag, beruht auf dem, was in der Vergangenheit erdacht und erarbeitet wurde. Wer sich dessen bewusst, das Gewordene und dessen Zusammenhänge erforscht, wer die Ur- sachen und Zwänge unserer Gegenwart darin entdeckt, wer daraus folgert, was im Namen einer besseren Zukunft beseitigt und verändert werden muss, der gibt seinem Leben den Sinn, der über seine Gegenwart hinauswirkt. Er wird kämpfen und leiden, um Natur und Mensch- heit zu erhalten und entwickeln. Der Sinn seines Tun dient nicht eitler Selbstbespiegelung. Er wird schon im Zwang des Kraftfeldes seiner Arbeitswelt zur Veränderung gedrängt und auch drängen.“.

*** Der Namensträger ist nicht unbedingt das, was den Namen ausmacht. Die Betrachtung des Na- mensträgers sei der angenommene Sinn. Die Bedeutung bestehe aus Sinn und Geltung. Die Geltung ist nicht identisch mit dem Sinn. Der Sinn besagt, wie die Bedeutung zu verstehen ist. Die Geltung besagt, wie die Bedeutung tatsächlich verstanden wird. Der Wahrheitswert eines Satzes ist ein Ana- logon zu einem Gegenstand. Wahrheitswerte ergeben eine Menge, mit der man rechnen kann. Der Wahrheitswert kann sowohl rational als auch irrational sein. Die Semantik sei eine Grenzwissen-

schaft. Ob sie in der Mathematik, der Logik oder der Philosophie zuzuordnen ist, macht sie in ihrem Bereich definierbar. Die Wissenschaftsbereiche sollen neu gegliedert werden:

- Logik: Mathematik, Sprache, Philosophie, Ethik,

- Forschung: Biologie, Chemie, Physik, Geographie, Geologie, Astronomie, Psychologie, Sozio- logie. Die Beziehung zwischen Original, Vorstellung und Abbildung sind Relationen und keine Funktionen. Sie benötigen ein oder mehrere Differenziale, wenn sie mit dem Original nicht exakt identisch oder ebenbildlich sind. Die Differenziale relativieren Unterschiede in Verlauf und in der Stellung zueinan- der. Alle möglichen Welten sind entweder in Relation bzw. Funktion zueinander oder gegenseitig weder wahrnehmbar noch definierbar. Es gibt verschiedene Eigenschaften von Beziehung: funktio- nal, intentional und relational. Die Didaktik ist funktional, die Differenzierung schafft eine Relation oder gar eine bedingte Trennung. Die Absolute Trennung ist nicht wirklich definiert, sondern nur umschrieben. Sie ist entweder imaginär, also falsch definiert, oder komplex im Sinne von nicht relati- vierbar. Die Trennung ist nur räumlich oder zeitlich definiert. Die Trennung von Sachverhalten ist in der Wis- senschaft räumlich, wenn diese erwiesen, also bestätigt sind. Zeitliche Trennungen beziehen sich auf Prozesse. Abgeschlossene Prozesse sind erwiesene Sachverhalte. Es sind Zustände. Begriffe kön- nen sich sowohl auf Prozesse als auch auf Zustände beziehen. Zustände können durch Attribute zu Prozessen werden. Dem Zustand kann in diesem Fall ein Prädikat zugeordnet werden. Der Prozess benötigt einen Satz. Der Zustand ist das Subjekt oder das Objekt. Die Eigenschaft bezieht sich auf den Zustand, der Umstand auf das Prädikat. Der Durst oder der Hunger sind Zustände. Durstlö- schen oder Hungerstillen sind Prozesse. Eigenschaften und Umstände können synthetisch oder se- mantisch sein. Der Ausdruck selbst ist kein Bestandteil des Denkens. Man kann über den Aus- druck der Aussage zwar im Voraus nachdenken und spekulieren, doch der Ausdruck selbst ist ein Teil der gegenseitigen Wahrnehmung. Ein und denselben Sachverhalt aus verschieden Sichten betrachten, um die Eigenschaften und Um- stände zu erfassen, nennt man Propositionen oder Pronegationen, ebenso wie Contrapositionen oder Contranegationen. Die wenigsten Menschen wissen, was Propositionen sind:

1. Proposition oder Pronegation in dem Geschehen:

le.“ oder „Hans geht heute nicht in die Schule.“.

„Hans geht heute in die Schu-

1. Proposition oder Pronegation in dem Wollen:

„Hans will heute nicht zur Schule gehen.“.

„Hans will heute zur Schule gehen.“ oder

2. Proposition oder Pronegation in dem Geschehen:

le?“ oder „Geht Hans heute nicht in die Schule?“.

„Geht Hans heute in die Schu-

„Will Hans heute zur Schule gehen?“ oder

„Will Hans heute nicht zur Schule gehen?“.

„Weiß

jemand, ob Hans heute in die Schule geht?“ oder „Weiß jemand, ob Hans heute nicht in die Schule geht?“ oder „Weiß niemand, ob Hans heute in die Schule geht?“ oder „Weiß niemand, ob Hans heute nicht zur Schule geht?“.

3. Proposition oder Pronegation in dem Geschehen wegen dem Wollen: „Weiß jemand, ob

2. Proposition oder Pronegation in dem Wollen:

3. Proposition oder Pronegation in dem Geschehen wegen dem Geschehen:

Hans heute zur Schule gehen will?“ oder „Weiß jemand, ob Hans heute nicht zur Schule gehen will?“ oder „Weiß nicht jemand, ob Hans heute zur Schule gehen will?“ oder „Weiß nicht jemand, ob Hans heute nicht zur Schule gehen will?“.

4.

Proposition oder Pronegation in dem Wollen wegen dem Geschehen:

„Will je-

mand wissen, ob Hans heute zur Schule geht?“ oder „Will jemand wissen, ob Hans heute nicht zur Schule geht?“ oder „Will niemand wissen, ob Hans heute zur Schule geht?“ oder „Will niemand wissen, ob Hans heute nicht zur Schule geht?“.

4. Proposition oder Pronegation in dem Wollen wegen dem Wollen: „Will jemand wissen, ob Hans heute zur Schule gehen will?“ oder „Will jemand wissen, ob Hans heute nicht zur Schule gehen will?“ oder „Will niemand wissen, ob Hans heute zur Schule gehen will?“ oder „Will niemand wissen, ob Hans heute nicht zur Schule gehen will?“.

1. Contraposition oder Contranegation in dem Geschehen: „Es ist nicht so, dass

Hans heute zur Schule geht.“ oder „Es ist nicht so, das Hans heute nicht zur Schule geht.“. 1. Contraposition oder Contranegation in dem Wollen: „Es ist nicht so, dass Hans heute zur Schule geht will.“ oder „Es ist nicht so, dass Hans heute nicht zur Schule gehen will.“. Nur in der ersten Proposition oder Pronegation ist die Aussage eindeutig. Die Contranegation deckt ein neues Gedankliches erweitertes Schema auf:

„Ist es nicht so, dass niemand wissen will, ob es so oder auch nicht so ist, dass Hans heute zur Schule gehen will – oder auch nicht?“. Wir können sehr tief eintauchen in das Phänomen, ob jemand etwas will und ob es überhaupt ge- schieht. Psychologen sollen hier wohl besser in der Feststellung als in den Fragen geschult werden. Man muss der Frage die passende Antwort gegenüberstellen können. Dafür benötigt man tiefgrei- fende Kriterien. Tiefgreifende Kriterien beziehen sich nicht nur auf einzelne Worte, sondern auf einen Kontext. Sogenannte Überkriterien als Oberbegriffe werden wissenschaftlich meistens irreführend „Gruppenkriterien“ genannt. Es gibt vier Gruppenkriterien: Darstellung, Information, Erkenntnis, Wissen. Alle vier Gruppen un- terscheiden sich in Geeignetes und Ungeeignetes. Es gibt ernstes Wissen und unterhaltsames Wis- sen. Die Angelsachsen reden „public science“. Die Darstellung ist wahrnehmbar. Informationen werden verarbeitet. Die Kenntnisse sind Wissen. Ist die Ausschaltung des Falschen wirklich mö g- lich? Lehnen Sie es ab, sich Informationen zwanghaft geben zu lassen. Den Fernseher kann man abscha l- ten. Aus dem Kino kann man hinausgehen. Ein Buch oder eine Zeitung kann man beiseite legen. Doch die Indoktrination ist nicht zwanglos. Man erfährt diese nicht wirklich freiwillig. Informationen entnimmt man aus der Darstellung durch Exklusion. Aus den Informationen werden Erkenntnisse durch Qualifikationen. Aus Erkenntnisse wird Wissen durch Selektion. Das Bestimmte dominiert über dem Unbestimmten, es sei denn, das Unbestimmte ist allgemeingültig. Bestimmtes kann genau- so allgemeingültig sein wie das Unbestimmte. Die Präferenz ist die Bevorzugung, das Postulat die Forderung. Der Nationalismus beinhaltet die Präferenz. Aus der Präferenz muss Differenz werden, um dem Individuum gerecht zu werden. Der Präferenz kann ein Postulat gegenübergestellt werden. Die Perspektive ist der Blickwinkel einer Betrachtung. Es fehlt eine ganzheitliche Betrachtung. Kant meint, Kategorien machen Erfahrungen erst möglich. Dies macht den Schematismus notwendig. Effizienz ist die Wirkursache. Material ist die Stoffursache. Formales ist die Gestaltursache. Finales ist die Zweckursache. "Rom hat gesprochen. Die Sache ist erledigt.". Das ist fraglich. Im La- teinischen sind in dem Wort "causa" Ursache und Grund vereinigt. Der Grund ist das Fundament. Die Ursache ist ein Auslöser. Der Zweck ist auf ein Ziel gerichtet. Erklärungen richten sich auf den Grund, die Ursache, den Zweck und das Ziel. "Er geht zum Kühlschrank.". "Was will er?".

Der Grund ist der verlangende Körper. Die Ursache ist Durst oder Hunger. Der Zweck ist die Sät- tigung. Das Ziel ist die Befriedigung des Körpers. Das Beispiel ist geeignet. Die Darstellung ist im Hier und Jetzt logisch, also gegenwärtig. Die Logik ist gegenwärtig. Unlogisches ist scheinbar oder falsch. Scheinbares ist durchaus mental. Die Täuschung ist deshalb Illusion. Das Beispiel ist jedoch "Verschulung". Es ist ein praktisches Beispiel, um einen Sachverhalt zu veranschaulichen, also Ob- jektivierung. Das Latein definiert das Objekt als "das Betrachtete". Dies ermöglicht die Interpre- tation. Das schöpferische Wesen ist personal, gerade dann, wenn dieses Wesen ein Plural ist. Die Schöpfer haben einen Grund, eine Ursache, einen Zweck und ein Ziel wie auch die Schöpfung selbst. Der Zweck ist deren Gegenwart. Die Ursache ist die Umsetzung des Grundes, der in der Existenz und dem Denken des Wesens verankert ist. Das Ziel der Schöpfung ist ein Ort des Seins. Der Zweck ist sein zu können. Die Ursache ist die Umsetzung des Grundes im Willen zur Existenz. Das Indivi- duum besteht in der Existenz. Nicht sein zu wollen, überwindet nicht die Existenz. Das Sein ist nicht vergänglich, doch wandelbar. Die Schöpfer sind existent. Sind sie Aufpasser? Ihre Geister schwe- ben laut der Genesis über den Wassern des Lebens. Sie waren daher schon existent, bevor es mit der Schöpfung überhaupt losging. Das Wissen über den Grund, die Ursache, den Zweck und das Ziel unseres materiellen Daseins ist Erleuchtung. Materialistisch ist die Existenz eines Geistes ohne biologischen Körper nicht nachweisbar. Das lateini-sche Wort für den Erleuchteten ist "Illumina- tus". Wesen ohne Erleuchtung sind keine Illuminaten. Die große Weltverschwörung dürfte nicht aus denjenigen bestehen, die eine solche Form der Er- leuchtung erlangt haben. Der "Club 23" ist daher eine "Lachplatte" im Spionagegeschäft. Der wahre Illuminate ist nicht käuflich. Er glaubt an die hohen Werte. Die Welt ist unsere Form der E- xistenz. Doch sie ist ein Experiment, dessen Ausgang wir noch nicht kennen. Verschwörungen ge- fährden das Experiment. Wahre Illuminaten wollen keine Verschwörung bilden. Sie müssen jedoch mit den Zähnen knirschen. Die Trauer in der Unwissenheit über den Ausgang des Experiments ist das Heulen in der Finsternis. Bei einer Hochzeit in den "jesuanischen" Gleichnissen ist ein Mann im falschen Gewand erschienen. Man schickt ihn in die Finsternis. Dort seien Heulen und Zähne- knirschen. Die Trauer bezieht sich auf die eigene Unvollkommenheit. Die Zähne stehen für die Weisheit. Das Zähneknirschen ist die Dialektik. Man durchwandert laut der Kabbala einen Tunnel, der durch die Dunkelheit in das Licht führt. Betrachte ich einen Raum, so bin ich eigentlich bereits draußen wegen der Erkenntnis. Die Erkennt- nis des Raumes macht diesen zu dem Objekt, das ich betrachte. Dieser Prozess ist der Tunnel. Der Mensch verlässt den Garten Eden. Er kommt an einen Ort der vier Flüsse. Diese stehen für die Dialektik. These und Antithese besitzen jeweils Pro und Contra. Diese sind vier Flüsse. Die Nega- tion der Negation ergibt die Position. Das exakte Gegenteil ist ebenbildlich. Die Antimaterie ist laut den gängigen wissenschaftlichen Meinungen der Materie ebenbildlich. Mate- rie und Antimaterie geben dem denkenden Wesen eine Welt, in der sein Ebenbild enthalten ist. Die Schöpfer ("elohim" = "die Mächtigen") schaffen den Menschen als deren Ebenbild. Elohim wird fälschlicherweise in der Genesis mit "Gott" übersetzt. Dies ist falsch. Jahwe heißt brauchbar übersetzt: "Ich bin, ich war, ich werde sein, der ich wurde und werde.". Dieses "immerwährende Selbst" (offizielle jüdische Übersetzung) wird von Moses erkannt, als er in den brennenden Dornbusch schaut. Jahwe darf ebenfalls nicht, wie es geschieht, mit "Gott" über- setzt werden. Der Denkende ist existent, das ist Gegenstand. Er war es und wird es sein. Alles, was wir als "Gott" definieren, existiert in ihm selbst. Die kritischen Passagen der jüdischen Kabbala besagen, sich als Gott zu erkennen. Das Individuum ist Gott und niemand anderes. Der Tod ist Illusion. Das

Leben ist feinstofflich und betrachtet das Verdorrte. Es ist das Wasser, welches das Verdorrte zu Leben erweckt. Der Geist schwebt über diesem Wasser. Die direkte Verursachung ist ohne Zwischenschritt. Die Evolution ist eine Konstruktion mit Zwi- schenschritten. Es handelt sich um Entwicklung: Minerale - Pflanzen - Tiere. Unvollständige Kette bei den Tieren: Bakterien - Insekten - Säugetiere. Kette des geistigen Seins: Sein - Wahrnehmung - Erkennen - Denken - Wille. Das Ziel ist die Erfüllung des eigenen Willens. Dies sei ein Dasein als "göttliches Wesen". Die Se- xualität sei triebhaft. Die Liebe entwickelt der Denkende zu den Wesen, die er in seinem "Garten" haben will. Der "Garten" sei ein transzendentales Gebilde der eigenen Wunschvorstellung. Der Garten wird als Besitz betrachtet. Wesen die unserem Willen nicht ausreichend entsprechen, werden vertrieben. Sie lösen sich. Die Vertreibung aus dem Garten ist eine unfreiwillige Loslösung. Ab dem Moment dieser Vertreibung ist ein Wesen Individuum, die jedoch in die Freiheit führt. Der "Club 23" praktiziert eine Form der Vertreibung durch die Ächtung. Ein Individuum sind wir nicht in der Gruppenseele in der Form von Zugehörigkeitsgefühlen. Die Gemeinschaft bedarf nicht einer Gruppe. Die Gemeinschaft wird individuell bestimmt im Gegensatz zur Gruppe. Die Gemein- schaft unabhängig der Gruppe ist ein Schritt der Loslösung. Das Individuum will Gemeinschaft und braucht diese, aber keine Bevormundung. In der Gemeinschaft sind Regeln Selbstverständnis. Gruppen sind organisiert oder bestimmt. Die These, Gemeinschaft bedürfe der Organisation, ist ein Rückschritt. Wahre Illuminaten wollen Autonomie. Der Sex ist kein Symbol von Gemeinschaft, sondern von Bindung. Ehelosigkeit ist Individualisierung. Singles genießen mehr Freiheit. Frauen haben mehr Schönheit, wenn man als Mann mit ihr Gemeinschaft und nicht Bindung hat. Die Erzie- hung eines Kleinkindes leidet, wenn Eltern nicht miteinander können. Die Trennung beendet diesen Streit. Die Erziehung eines Kindes leidet, wenn es noch bis in das Erwachsenenalter bei den Eltern bleibt. Die Selbständigkeit ist ohne Bevormundung. Der Arbeitsplatz ist Bindung. Die Selbständigkeit ist für einen Kommunisten zwar eine Horrorvision. Doch jede Form eines Arbeitnehmerdaseins ist Bin- dung. Der Kollektivismus hinkt an der freien Entfaltung der eigenen Person. Der Kollektivismus liegt jedoch in einem richtig: die schulische Bildung ist elementar notwendig und darf nicht angetastet wer- den. Das Debattieren ist eine lächerliche Form der Selbstbestätigung. Das Podium, das Glas Wasser, das Rednerpult und die Monologe seitens der Zuhörer zeigen zwar den Drang danach, angehört zu wer- den. Doch die Rahmenbedingungen erlauben keine Grenzüberschreitung. Die Überschreitung ist die Sprengung eines gesetzten Rahmens. Der Verstoß gegen die Ordnung in der Debatte zeigt in der Debatte die Gruppenbildung. Die Debatte erlaubt aufgrund der thematischen Vorgabe nicht die ind i- viduelle Wandlung des Dialoges. Man bleibt beim Thema. Der eigene Wille, den Punkt zu setzen, wenn es einfach reicht, lässt in der Debatte nur noch die Alternative offen, den Saal zu verlassen. Gute Lehrpläne zeigen den Schülern Abwechslung. Menschen, die süchtig nach scheinbar "endlo- sen" Debatten sind, sind psychisch eigentlich krank. Erleuchtete meiden die Diskussionen über Müllmarken, die Toilettenbenutzungsgebühr, die Gebäudesanierung des Bürgervereins. Es ist krank, über Laberthemen seine Zeit zu verschwenden. Dies ist eine Fehlentwicklung. Debatten werden solange scheinbar "endlos", bis man einsieht, gar nicht auf den Punkt zu kommen. Die Toiletten sind für jeden. Sie sind sozialer Grundgegenstand und elementar. Die Benutzungsge- bühr finanziert die Schaffung und die Unterhaltungskosten. Die Debatte ist ein dauerhafter Streit, in dem die Wirtschaftlichkeit dem sozialen Grundsatz gegenübersteht. Diese Debatte kennt nur "Hüsch" oder "Hott", auch wenn These und Antithese mit Pro und Contra vorhanden sind. Der Grund, warum wir das Ziel unserer Existenz nicht erreicht haben, liegt in zwei Ursachen veran- kert:

- Zeitvergeudung

- das Sein innerhalb fremdgesetzter Grenzen. Schenken Sie die Zeit für sinnvolle Gemeinschaft. Geben Sie den Debattensüchtigen einen Raum. Die Betroffenen erhalten Bestuhlung, Rednerpult, Podium und Mineralwasser. Die Betroffenen or- ganisieren sich selbst. Der abgeschlossene Raum für die Süchtigen schont draußen die Umwelt. Außerhalb der Debatte kann dann sein, was nicht sein darf. Und wir sind frei. Die Parlamente sind bereits abgeschlossene Räume. An der politischen Debatte gibt es immer weniger Zuhörer. Die Kleiderordnung gilt für die geschlossene Gesellschaft, und das in dem Raum, wo diese sich sammelt. Der Erleuchtete hört auf zu predigen. Der Prediger braucht die Religion. Die Menschen, welche den Prediger brauchen, finden mit ihm zusammen. Debatten sind dispositional. Der Prediger handelt okkurent gegenüber seinen Zuhörern. Gruppen sind entweder politisch, also dispositional oder reli- giös, also faschistisch, oder faschistisch, also religiös. In der Politik sind die Monologe das religiöse Element. Politische Ämter erhalten das Predigen am Prediger am Leben. Politische Erziehung kennt Stufen:

- die Moralpredigten auf der Stufe der Religion,

- das "Kaschperltheater" auf der Stufe der Disposition.

- Geben wir dem Ganzen nun eine Struktur.

- in allen Orten und Ortsteilen mit über 10.000 Einwohnern entsteht ein zentraler Debattierclub. Die Süchtigen können in einem wöchentlich sich wiederholendem Programm sich die Highlights her- aussuchen. Was die Vernetzung der verschiedenen Programmbereiche betrifft, so gilt das Prinzip der Talkshow. Es gibt bequeme Sessel, niedrige Tische und Mineralwasser. Es gibt den Modera- tor, den Streetworker, den Kirchenbeauftragten, den Vorsitzenden einen Parteiausschusses. Die Disposition wird dann schwierig, wenn wie in derzeitigen Talkshows noch die Bordellbesitzerin, der Hundezüchter, ein Neonazi und ein Homosexueller hinzustoßen. Ich lästere absichtlich über diese Form der Auseinandersetzung. Das Lästern verkneife ich mir bei der Logik. die Logik ist eine der höchsten Formen der Geisteswis- senschaft. Das Lächerliche liegt im Unverständnis. Ein erster Schritt in die Logik gehen Sie bei schwierigen Texten mit Buntstiften. Gegensätzliche Positionen in Texten verkörpern unterschiedliche Perspektiven, die bei guten Verfassern durchaus aufeinandertreffen. Innerhalb eines Textes finden Sie versteckte Dialoge wie zwischen Faust und Mephisto. Trennen Sie die Perspektiven voneina n- der durch farbliche Textmarkierung. Die Trennung der Perspektiven zeigt das dialektische Denken des Verfassers. Der Verfasser führt die Debatte innerhalb seines eigenen Gehirns. Das Erfassen der gedanklichen Struktur ist der Einstieg in die Logik überhaupt. Die Struktur ist eigentlich klar:

- These: Pro und Contra,

- Antithese: Pro und Contra. Wo steht nun der Verfasser selbst? Das ist die Konklusion. Was ist des Verfassers Quintessenz? Sein Individuum wird in seinem Denken erfasst. Nun zu den schwierigen Gedankenstrukturen. Diese Strukturen müssen häufig aus einem Hand- lungskontext herausgenommen werden. Wir nehmen drei solcher Konstruktionen heraus:

- die Veden: Handlung um Krishna. Das höchste Selbst wird personifiziert und mit übernatürli- chen Kräften beschrieben. Krishna erscheint dem Arjuna in einer Gedankenkette, nicht mehr kämpfen zu wollen, keiner von zwei verfeindeten Parteien angehören zu wollen.

- die Thora: Handlung um Elohim und Jahwe. Elohim sei das Äquivalent zu Brahma. Jahwe sei das Äquivalent zu Krishna. Elohim wird wie bei Brahma zu einem Plural, damit diese Welt über- haupt denkbar (!!!) ist. Der materielle Körper ist ein Ebenbild des göttlichen Individuums. Jah- we ist eine Erscheinung im Prozess des Verbrennens. Das Feuer steht für die ursprüngliche

Form der Energie, wie es auch in der klassischen Physik betrachtet wird. Das Selbst sei die geistige Form der Energie.

- die Synopsen des Christentums: Abba ist das Kosewort für Abraham. Ein Vater, der die Um- kehr lehrt, ist Ahriman, dies hat die umgekehrte Konsonantenfolge, da ohne Punktierung im Heb- räischen "b" und "n" gleich geschrieben werden. Ahriman ging Luzifer als gefallener Rebell voran (laut der Kabbala). Jesus bezeichnet sich selbst als einen Überbringer des Lichts: als Lichtträger. Dies ist ein "Luzifer". Die Versuchung, in die er geführt wird, ist der Versuch, ob er sich auf die göttlichen Heer- scharen verlässt und deren Macht gebraucht. Doch "Jesus" ver- zichtet darauf. Als Versucher wird der "Widersacher" genannt. Dies ist "Sorat". Der Sä- mann, von dem bei Jesus die Rede ist, ist "Soraga".

2. Das Manifest der Existenz

Bei vielen Philosophen kennen wir den Unterschied zwischen "sein" und "sollen". Das "Sein" ist letztendlich "sinnliche Wahrnehmung". Daher kommt auch die Lehre eines spirituellen Körpers. Das "Sollen" ist "Konklusion", ein sogenannter "Schluss". Das "Soll" wird als "schlüssig" be- trachtet. Das Bild des "Schlüssels" ist erkenntnisabhängig, nicht in der Form wahrnehmungsbedingt, als dass Wahrnehmbares nur teilweise dem "Soll" entspricht. Nietzsche redet von zwei Zuständen: dem Soll-Zustand und dem Ist-Zustand. Das "Ist" soll dem "Soll" entsprechen. Die Realität dieser Welt ist ein andauernder Prozess, diese uns wunschgerecht zu gestalten. Die Undurchführbarkeit einer entsprechenden Gestaltung ist Illusion. Literaturhinweis: "A Theory of Justice" (John Rawh, geb. 1921/Hrsg. 1971/72). Es ist reine Theorie, die günstigsten Glückskonsequenzen zu erfassen, diese als gut zu definieren. Rawh geht den sogenannten Vertragstheorien nach. Dies sei das Ziel einer sogenannten Weltver- schwörung, einen konkreten Gesellschaftsvertrag, um- zu- setzen. Rawh tritt jedoch gegen die Utilita- risten an. Erst einem Juristen wird dies wirklich verständlich. Der Utilitarist übergeht zu Gunsten des "Allgemeinwohls" das Individualrecht, welches elementarer Bestandteil eines brauchbaren Gesell- schaftsvertrages ist. Die Gerechtigkeit gilt hier als die höchste Tugend in gedanklichen Prozessen. Die Gerechtigkeit liegt in der Erkenntnis des Falschen. Der Fehler ist der, Falsches schlichtweg nicht zu erkennen. Der angestrebte Gesellschaftsvertrag basiert auf einem ausreichenden Rechtsverständnis. Eine Theorie wird entworfen. Die Umsetzung einer Theorie ist eine Konstruktion. Diese Form der Konstruktion ist die Praxis. Die praktische Ausbildung eines Individuums ist instrumentalisierend. Die theoretische Ausbildung bewirkt schöpferische Betätigungen. Eine rein praktische Ausbildung wird dem Individuum nicht gerecht. Jede Konstruktion benötigt einen Verursachungsprozess. Um einen Verursachungsprozess rückwirkend zu erkennen, benötigt man Signalträger. Die Wahrne h- mung eines Gehirns oder des Herzens seien solche Signalträger für die Erfassung einer Krankheit, die wir "äußerlich" nicht enträtseln. Diese Gedanken "höherer Ordnung" erstreben nach der Definition. Ein Gehirn, das Herz wie auch präsentes Bewusstsein sind definierbar, aber noch nicht geeignet definiert. Die Definition von etwas "Wahrnehmbarem" ist Abstraktion. Abstraktion sei der Begriff für das Denken in der höheren Ord- nung. Wahrnehmung und Abstraktion ergeben eine Form der Dualität. Es ist eine Interpretation der Dualität erforderlich, um diese Methode anzuwenden. Die Dualität ist hier ein Zusammenhang. Es gibt Formen der Dualität, die deshalb in keinem Zusammenhang stehen, da diese nicht relational zu- einander sind. Die andauernde Krankheit ist relational zum präsenten Bewusstsein und zum andauernden Bewusst- werden. Eine andauernde Krankheit ist präsent. Andauerndes ist innerhalb dessen zeitlichen Inter-

valls präsent. Relationale Verbindungen sind funktional. Das präsente Bewusstsein und die andau- ernde Krankheit sind funktional. Das präsente Bewusstsein ist ein Moment im Bewusstwerden und auch ein Umfassen allen Bewusstwerdens. Es ist zweifach definiert: zum einen als ein Zustand des Momentes und zum anderen als ein absoluter Zustand, in dem das gesamte Bewusstwerden des In- dividuums enthalten ist. Diese beiden Definitionen sind voneinander zu unterscheiden. Die Philosophie begeht nicht immer geeignete Definitionen. Prädikate sind Tunwörter und keine "Wiewörter". Ich hasse es, bei "Wiewörtern" fälschlicherweise von Prädikaten zu reden. Eigen- schaften und Umstände sind Zuordnungen und teilweise auch Beschreibungen der Wahrnehmung und dadurch entweder Attribut, Adjektiv oder Adverb. Wiewörter sind keine Prädikate. Das Be- wusstwerden und das Bewusstsein sind Substantivierungen. Beide haben Substanz. Sie sind entwe- der Subjekt oder Objekt. Bewusstsein und Bewusstwerden sind organisch aufgrund des Wahrne h- mens. Nicht jedes Organ ist biologisch, wie z. B. der Verstand. Betrachten wir nun Bewusstwer- den, Denken und Verstand als organisch, aber nicht biologisch. Das Denken sei dem Bewusstwer- den, der Verstand dem Bewusstsein zuzuordnen. Organisches sei relational zu empirischer Wahr- nehmung.

Die Abstraktion ist noch keine Definition.

Man vergebe mir hier die Ungenauigkeit, da die Definition sehr wohl auch beschreibt und interpre- tiert.

"Grün" ist eine Farbe. Dies ist sowohl eine Beschreibung als auch eine Interpretation. "Grün" ist auch ein gängiger Nachname und auch eine politische Richtung. "Grün" haben wir also noch nicht eindeutig definiert. Die von mir gegebene Erklärung stellt die Frage, ob es nun ein Nachname oder eine politische Richtung ist. Ein Wahlplakat enthält einen grünen Strich unter einer Sonnenblume. Es sei also eine politische Gruppierung. Doch der Strich ist grün. Das ist schlichtweg die Farbe. Der Schriftzug "Bündnis '90/Die Grünen" ist jedoch ein Parteiname. Die "Grünen" seien eine Asso- ziation zu den "Ökos". Bei einer Kundgebung beschweren sich einige Anwohner und drohen den Demonstranten, gleich "die Grünen" zu holen. Wenige Minuten später kommen einige Einsatzfahr- zeuge der Polizei, welche grüne Uniformen trägt. Man unterscheidet in „zwei Methoden der Denkweise“:

1. Die Dogmatik führt zu sehr schnellem Lernerfolg bei einem gehorsamen Schüler. Alles Erlernte steht jedoch in Verbindung mit dem Lehrer und der Lehre. Man kann in dieser „Form der Denkweise“ stehenbleiben durch geistige Verblendung.

2. Die Skepsis führt „zu einem langwierigen Prozess der Identifizierung mit allem Erlernten durch das ständige Hinterfragen“. Der Skeptiker bleibt in keiner Loge und in keiner Glau-

Die Erklärung einer Definition sei eine Umschreibung.

Er sucht in dieser Denkweise ”das freie Philosophieren”. „Die philoso-

phische Gemeinschaft“ wird dann zur Religion, wenn die Dogmatiker die Skeptiker bestim- men.

bensgemeinschaft.

”Glauben ist Spekulation, Wissen schafft Wert.”.

So würden es die Freimaurer wohl zu recht

auch dann formulieren, wenn es sich bei ”der freimaurerischen Theosophie” um „ein festes Glaubensgebilde“ handelt, so z. B. dass ”die Vertreibung aus dem Paradies” schicksalsbedingt geschehen musste.

Der Schüler fragt nach Unterweisung und gleichzeitig sucht er die Loslösung. „Ein undogmatischer Lehrer“ muss einen Schüler wieder entlassen, sonst bleibt dieser ”in möglichen verschwiegenen Zweifeln gefangen”. Der erste Schritt in der Philosophie ist der, verwirrt zu sein und bei all

den Fragen nach Antworten zu suchen.

einem Philosophen.

und widersprüchlich. Sie machen die Suche zum Dialog.

Sokrates sagte: ”Ich weiß, dass ich nichts weiß.”. ”Der genannte Widerspruch” war natürlich

von Sokrates beabsichtigt.

ten“, die in der Regel zueinander widersprüchlich sind.

Antithese, bei denen jeweils Pro- und Contrapunkte dazu verhelfen, in einer dialektischen Auseinan- dersetzung ”die Begriffe von Wahr und Falsch” annähernd den Aussagen zuzuordnen.

Das Dogma ist ”ein Zeichen weltanschaulicher Unbescheidenheit”. Es genügt ein einziger Widerspruch, das Dogma als ein Gesetz zu durchschauen, dem man nicht zu folgen braucht. Die Skepsis ersetzt das Gesetz durch „die Schlussfolgerungen aus dem dialektischen Denken“. Das Selbststudium verhilft dem Skeptiker zu der sogenannten Quintessenz aus den ”vier Flüssen” der Dialektik. Laut der Thora begeben sich Adam und Eva ”nach dem Genuss der ver- botenen Frucht”, Gut von Böse zu unterscheiden, weg von der Dogmatik. Ihre Vertreibung aus dem Garten Eden führt an den ”Ort der vier Flüsse”. Diese stehen für die Dialektik, sowohl der These als auch der Antithese jeweils Pro und Contra zuzuordnen. Die Mathematik bezeichnet die zweifache Negation als Position. Ergibt ”eine Kontraktion der Antithese” keine Befürwortung der These, so haben wir ”eine gewisse Verwirrung” bezüglich der Schlussfolgerung erlangt. ”Der Bruch mit der Dogmatik” ist nicht theoretisch sondern praktisch gesehen unabwendbar. Ist in der Theorie „der Bruch mit der Dogmatik“ abwendbar, so gibt es theoretisch auch einen Weg, durch die Dialektik zurück zu der Dogmatik zu kehren, da in diesem Fall die Dogma- tik die absolute Wahrheit vertreten hat. Die Dogmatik kann in der Theorie ”der Weisheit letz- ter Spruch” sein. In der grobstofflichen Realitätsebene sei die Skepsis jedoch ”gängige Praxis”, da „die Erkenntnisfähigkeit des Denkenden“ derzeit nur theoretisch ”das Absolute und Voll- kommene erfassen” lässt. In den fernöstlichen Religionen kennt man „die Erscheinungsweise eines sogenannten Brahma- nentums“. Der Brahmane ist „ein spirituelles Wesen“, dessen Geist nicht mehr mit dem Grobstoff verhaftet ist. Ein solcher Brahmane darf jedoch niemals sich als vollkommen zu erkennen geben, da eine solche Anmaßung praktisch der menschlichen Unvollkommenheit zugeordnet wird. Dem Skep- tiker bleibt ”die Frage nach einer solchen Existenz” solange vorenthalten, bis „eine entspre- chende Quintessenz“ die Antwort gibt. Auch die jüdische Religionswissenschaft kennt den Begriff des Engels und der Mächtigen (”Elohim”). Die Vollkommenheit ist eine Frage, deren „dogmatische Beantwortung in der Befürwor- tung der Religion“, in der Ablehnung dem Materialismus zuzuordnen ist. Religion und Ma-

”Die absichtliche Verwirrung” führt zu der „Suche nach Antwor-

Diese Verwirrung macht einen Schüler noch nicht zu

”Die möglichen gefundenen Antworten” sind in der Regel unterschiedlich

Der Widerspruch besteht aus These und

terialismus sind als exakte Gegenteile zu betrachten, die noch im folgenden Kontext ”als ebenbild- lich verglichen” werden. „Die materialistische Lehre von der Weltanschauung“ betrachtet die

Evolution dogmatisch.

Dogma wird „durch übersinnliche Wahrnehmungen in Frage gestellt“, doch ”noch nicht de-

mentiert”.

Sie ordnet das Bewusstwerden dem grobstofflichen Körper zu.

Dieses

Die religiöse Schulung“ unterweist den Schüler dogmatisch in der Existenz

einer Seele, welche das Göttliche in ihm zum Vorschein bringt. ”Die substanzielle Existenz des Bewusstwerdens” kann dogmatisch gelehrt werden. ”Die verwirrenden Fragen nach dem Bewusstwerden und der Existenz” sind nicht an „die Substanz derer“ gericht et, son- dern ”in der Frage nach einem seelischen oder materiellen Ursprung” fundamentiert. Das

Denken ist mechanisch, ob man es seelisch oder materiell betrachtet.

”in den beiden Denkweisen der Dogmatik und der Skepsis” jeweils zwei verschiedene ”Spielarten”, nämlich die materialistische und die religiöse. Materialisten und Religionswis- senschaftler kennen sowohl die Dogmen als auch die Zweifel. Wird ein Dogma ”zweifelnd neu überdacht”, so wird es dialektisch beleuchtet. Führt der Zweifel zu einer Ablehnung, so ergibt sich wiederum ein Dogma ”in der Form einer Quintessenz”. Das Dogma wird als Tatsache betrachtet.

Die Skepsis verlangt nach Zweck und Mitteln, um ”eine begründete Antwort auf die zwei-

Das Denken zeigt

felnden Fragen” zu geben.

Das falsche Dogma ist „Unwissenheit aufgrund des Irrtums“.

Die Skepsis ist ”ein Aufenthaltsort des denkenden Prozesses”. Dieser ist zeitlich und räumlich begrenzt. Der Existenzialist betrachtet das Denken als den „Ursprung der Mate- rie“. ”In der Lehre von der denkenden Existenz” gibt es während des gesamten andauernden Prozes- ses nur „die Form der Quintessenz“, nicht das ursprüngliche Dogma selbst. ”Der Aufenthaltsort des denkenden Prozesses” kann nur als Unvollkommenheit bezeichnet werden. Der Dogmatiker ist hier in der Materie entweder am Beginn oder „am Ende eines denkenden Prozesses durch die sogenannte Quintessenz“. Die Skepsis ist „der Grund unserer grobstofflichen Existenz“.

Der Suchende ist zweifelnd und daher dialektisch zu unterweisen, da er sonst nur „am Beginn sei- ner Reise” steht. Erlangt das Denken die ”Quintessenz”, so zeigen sich Anfang und Ende als iden-

tisch in dem Dogma, welches wir als wahr oder falsch erkennen wollen.

Ende der Reise” steht „eine Form des Seins“, in dem ”an einem denkbaren Ende” alle Zweifel überwunden sind.

Die Suchenden erkennen gewisse Dinge als gleich, andere Dinge als unterschiedlich. Die gleich zu

Die Unterschiede geben einer Begegnung den „Prozess

des Dialoges“, in denen man sich in gegenseitigen Ansichten näherkommt oder sich wieder entfernt. Die ”Aufenthaltsorte in dem denkenden Prozess” – auch ”Planeten” genannt – zeigen Wege, die wir bereits gegangen sind oder hätten gehen können und die wir noch gehen werden oder gehen können. ”Wege und Formen der Denkweise bezüglich der Methode” ergeben im Austausch ”die höchste materielle Ebene der Kommunikation”. Dies sei dies „die wahre Form sogenannter Metaethik“. Sind wir angekommen, gibt es nur noch ein Hier und Jetzt. Es gibt nichts mehr, was eine Begegnung verhindern kann, da in der Vollkommenheit Weg und Ort identisch sind, weil man bereits angekommen ist. ”Die höchste Form der Vollkommenheit” ist „die völlige Harmonie der Seelen ohne jede Widersprüche”. Das ist das Göttliche in uns. Gott liegt in unserem wa h- ren Selbst und nicht in unserem falschen Ego. Der Weg zu Gott führt in keine Bevormundung und in keine Unterdrückung, sondern durch „die Beseitigung der Zweifel“ aus der gegenseitigen Bevormundung und Unterdrückung heraus. Jede Umsetzung ist eine Form der Grenzüberschreitung. Die Grenzüberschreitung liegt in dem Subjekt selbst. Sie ist eine Form der Überwindung. Eine Begegnung in dem er- wünschten Zustand zu leiten, bedarf der Überwindung von dem, was dazwischenliegt. Die- ses „Etwas“, das „dazwischenliegt“, wird durch die Überwindung verneint. Es handelt sich daher um keinen Gegenstand. Es gibt daher eine reine Form der Begegnung. Die Begeg- nung ist an Ort und Zeit weiterhin gebunden. Auch die reine Form der Begegnung hat ihren Beginn in

betrachtenden, geben einen Ort wieder.

”Am Anfang und am

der Überwindung einer Schwelle und ein Ende, wenn ein gemeinsamer Weg beschritten wird. Auch die reine Begegnung ist noch nicht „absolut“, auch wenn eine absolute Begegnung die reine Begeg- nung als Voraussetzung habe. Ein unbegrenztes Andauern einer reinen Begegnung ist denkbar in einer Grenzwertbetrachtung. Doch ein unbegrenztes Andauern ist kein ganzheitlicher Begriff. Das unbegrenzte Andauern kann durch äußere Umstände beendet werden, somit ist das unbegrenzte Andauern die Illusion als Antithese zu dem Gegenstand einer zeitlich begrenzten Beziehung. Alles, was wir nicht als absolut wahrnehmen, ordnen wir fälschlicherweise dem Zufall oder gar der Magie zu. Der Zufall ist nicht existent, worauf ich noch näher eingehe. Die sogenannten Aufent- haltswahrscheinlichkeiten der Photonen in deren Ungenauigkeit werde ich im nachfolgenden Kapitel höherdimensionalen Ereignissen zuordnen. Die Ungenauigkeiten sind entweder zeitlich oder räum- lich. Die spätere Darlegung beruht dann auf der Notwendigkeit weiterer zeitlicher oder räumlicher Dimensionen. Sogenannte „Zufallsexperimente“ sind in diesem Sinne eigentlich als „fauler Zau- ber“ zu betrachten.

Begehen wir ”sogenannte” Zufallsexperimente, so stellen wir fest, dass es sich um gar keinen Zufall handelt. Der Würfel, das Glücksrad, das Kartenspiel, die Urne, die Münze, u. v. m. sind in ihrer Anwendung bei ”sogenannten” Zufallsexperimenten physisch erklärbar. Es handelt sich um

scheinbaren Zufall.

die sich letztendlich irgendwann wiederholen. Der Zufall muss deshalb generell in Frage gestellt werden, da alles erklärbar ist, was dem Zufall zu- gewiesen wird. Eine Begegnung ist kein Zufall. Ich bestreite es, dass wir es bei dem Aufent-

haltsort kleinster Teilchen mit einem Zufall zu tun hätten. Der Zufall ist für uns „ein Ersatzbegriff für alles, dessen Ursache wir nicht kennen“. Der Zufall soll „durch die wissenschaftliche Methode“ ganz negiert werden, da es sich bei dem Zufall um eine falsche Denkweise handelt. Das

Der Computer simuliert in einem sogenannten Zufallsgenerator nur Situationen,

Absolute, das Vollkommene ist daher existent.

welches wir ordnen oder bemessen müssen, so können wir noch lange nicht von einem Zu- fall sprechen. Viele Wissenschaftler versuchen seit langem einen ”Code für das Universum” auszukundschaften wie bei dem ”Gencode”. „Das Dasein der Individuen“, grobstoffliche Geburt und grobstofflicher Tod haben einen tiefgreifenden Grund in der Existenz des Individuums“. Es gibt die Seele,

welche uns „den letzten Grund des materiellen Daseins liefern“ soll, wie wir auch „das Schick- sal in der Materie“ zu bezwingen ersuchen. ”Die Folge der Situationen für die Bewältigung der Unvollkommenheit” ist das, was wir als Schicksal bezeichnen. ”Die wahre Definition der Seele” liegt darin, dass ”ein Schicksal zu Gunsten einer vollkommenen Existenz” e r-

füllt und überwunden wird.

nach der Vollkommenheit“. Das Schicksal stellt den „Grad der eigenen Unvollkommenheit“

dar.

Alles ist existent, was wir erklären können. „Jeder nicht umgesetzte Gedanke“ ist dann exi- stent, wenn er sich in der ”Vorstellungskraft des Denkens” abspielt. Auch wenn Karma mit grob- stofflichen Mitteln bemessen werden kann, so ist es in einem Dialog möglich, ”die Substanz des Karmas” auf den Punkt zu bringen. Es handelt sich um „eine immaterielle Erkenntnis“, die nicht mit der „Verfahrensweise materiel- ler Energien“, sondern durch Logik, die Verhaltensbeobachtung und „das Eintreten schicksals- bedingten Geschehens“ erforscht wird. Welche Individuen werden in welchen Situationen zusam- mengeführt? Welche Veränderung erfährt „das subjektive Umfeld“ durch die sogenannte ”Hand- lungsreise”? In was für Situationen benötigen wir Gefühle und Intelligenz als sogenanntes ”weibli-

Das Schicksal zu erfüllen, scheint gekoppelt zu sein an „die Suche

Ist es lediglich „ein scheinbares Chaos“,

Das sei Karma.

Karma ist in dieser Definition als Begriff und Substanz „exakt greifbar“.

Ergibt das ”männliche Prinzip”, Gefühle und

Intelligenz zu trennen, nur theoretische oder auch praktische Vorteile? In der Dogmatik wird das Schicksal wie auch das Karma religiös als gegeben, materialis- tisch als Einbildung definiert. In der „Frage der subjektiven Existenz“ ist „eine Kombination aus schicksalsbedingten und änderbaren erforderlichen Geschehnissen für die gegenwärtige Realität“ auslösend. „Eine Umwandlung in körperlich und geistig wahrnehmbare Zusammensetzungen“ e r- folgt durch „gemeinsame Wahrnehmung einer Tatsache“, die als Gegenstand betrachtet werden kann. Geistig gesehen sind „Prozesse des Denkens“ auch immateriell lokalisierbar. Wie weit ein Schüler fortgeschritten ist, bezeichnet „eine Ortsangabe auf einer immateriellen Wegstrecke“. Dieser Aufenthaltsort ist zeitlich wie auch räumlich feststellbar. Das Wissen selbst kann räumlich betrachtet werden. „In den Synonymen der Muttersprache“ werden Lehren als Schulen bezeichnet. Jemand sei am Anfang oder am Ende eines Lernprozesses, ist lokali- sierbar. Der geistige Verfahrensprozess“ befinde t sich genauso in einer „Umgebung mit Ursache und Wirkung“ wie die materielle Energieumwandlung. Das Denken ist daher in einer eigenständigen Ebene, die jedoch an „das materielle Geschehen“ gekoppelt ist. „Der Aufenthaltsort auf der geistigen Ebene“ zeigt auch in der Kommunikation Begegnungen, deren Gehalt wir erst durch „eine verbale oder visuelle Umsetzung in der Materie“ veranschauli- chen. Die gedankliche Wiedergabe“ erfolgt in der Materie durch „verbale und visuelle Verschlüsselungen“, die wir entwe der als Sprache verstehen oder für die wir eine Überset- zung benötigen.

Die Hellenen kennen den Begriff des Logos. Nur wenige Geisteswissenschaftler haben diesen ”Schlüssel” wirklich so erfasst, dass sie ihn als Sprache so verstehen oder gar auch sich in dieser Sprache ausdrücken können. Der Logos besagt den Beginn der Existenz durch ”das Wort” im Singular. Dieses Wort wird aufgrund der Trinität dreimal wiederholt. Es stellt den „Beginn einer dualen Existenz auf grobstofflicher und feinstofflicher Ebene“ dar. ”Am Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott. Und das Wort hat unter uns gelebt.”, so der Beginn des Johannes-Evangeliums. Eine Handlung, die kommunikativ auf einer geistigen Ebene stattfindet, wird oftmals als Magie bezeichnet, obwohl jene überhaupt nichts mit ”Hexerei” zu tun hat. Wir machen bereits in der Gesellschaft Unterschiede, wie weit ein Mensch geistig entwickelt ist. „Die physische Verfassung“ ist bereits in vielen Tätigkeiten der psychischen Verfassung unterge-

ches kosmologisches Prinzip” in Kombination?

ordnet.

Zukunft der Existenz“ liegt in den Ideen. Geistiger Stillstand führt zur „Einschränkung in der materiellen Umsetzung“ und in „die Rückführung in den vorgegebenen Prozess der natürlichen Gesetze“. „Die allgemeine Verblödung“ kann von einer Minorität gewollt sein, die sich selbst zur Elite machen will, um weiterhin das Führerprinzip zu ihren Gunsten aufrecht zu erha l- ten. Das entscheidende Element der Verblödung“ ist „das Verfahren der Negation“. Wir kennen den Spruch: ”Aus Scheiße Bonbons machen!”. „Das dialektische Verfahren der Ne- gation der Negation“ ist erforderlich um die gesellschaftlichen Missstände analysieren zu können.

Wir brauchen ein neues Aufklärertum, welches „die erweiterten Zusammenhänge materiel- ler und geistiger Existenz“ dem Proleten erklärt, so dass er anfangen kann, geistige Fort- schritte zu machen. Führt „die Erkenntnis des Proleten“ dahin, sich selbst in einer untergeord- neten Rolle zu betrachten, so ist dieser Sachverhalt bereits Realität, ein Gegenstand geworden. Der Prolet wurde ausgetrickst und in die Bevormundung geschickt. Ein interessanter Gedanke ist die

Ein Rollstuhlfahrer kann ein hervorragender Schriftsteller oder Programmierer sein.

Die

Vorsatzhandlung, alles staatliche zu privatisieren.

besitzen wird. Es werden nicht die Proleten sein. Die Vergeistigung zeigt sich auch in den Naturvölkern oder bei den Schamanen. Die jüdische Kab- bala redet von einer Traumebene. Moderne Schriftsteller, wie z. B. Richard Bach, beschreiben auch eine ”Transcendental Village”. Die Zeit läuft an einem solchen Ort anders. „Der Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft“ ordnet Rudolf Steiner (Gründer der Anthroposophen) der Akasha-Chronik zu. Ein Denkender kann in der Akasha-Chronik alles sehen. Alles, was existiert, ist „in einer Weltenseele letztendlich vereint“. ”Die bildhafte Gestalt eines Gottes” zu verehren, wird in dieser Weise fraglich. Der Islam wie auch die jüdische Religion kennen hier „ein ausdrückliches Verbot“. ”Der jüdische Gottesbeg- riff Jahwe”, was frei übersetzt ”das immerwährende Selbst” heißt, wird konsequent nicht ausge- sprochen, sondern durch ”ha schem” ersetzt, was übersetzt ”der Name” heißt. Das immerwäh-

rende Selbst ist eine philosophische Aussage, die es in Frage stellt, inwieweit es sich in der jüdischen Religion um einen wirklichen Monotheismus handelt. Das immerwährende Selbst kann auch für ei- nen Pantheismus oder einen Existenzialismus stehen. Es heißt im Dekalog wörtlich: ”Du wirst kei-

nen Gott anbeten.”.

quent den Heiden zugeordnet. Es ist heidnisch, einen Gott anzubeten. Im Hinduismus gibt es „die Gestalt des Krishna“. Dieser wird auch als „das höchste Selbst“ definiert. Es heißt in der Bhagavad-Gita: ”Löse Dich von jeder Religion und ergib Dich ganz mir.”. Der wirkliche Yogi geht einen Weg, sich durch einen Trancezustand auf eine geistige Ebene für immer zu begeben. Der grobstoffliche Körper“ soll nach „Auflösung des gesamten Kar- mas“ aufgegeben werden. Der Buddhismus kennt als „Zustand der Erlösung“ das Nirwana, wo er in Vollkommenheit eins ist mit dem ganzen Universum. Der Buddhist kennt daher „die Aufgabe eines individuel- len Daseins“. Die Hindus werfen daher den Buddhisten vor, sogenannte ”Unpersönlichkeitsphi- losophen” zu sein. Doch den Buddhismus kann man keinesfalls mit dem Materialismus gleichsetzen. Die Seele wird so lange bis zur Erlösung in dem materiellen Kreislauf wiedergeboren. Descartes sagt, dass das einzige, was er wirklich weiß, „das Vorhandensein der eigenen Exis- tenz“ ist. So betrachtet er das Individuum als „das Grundelement von allem Bestehenden“. Der Logos besagt den Ausspruch von drei Worten. Das sind die drei Bestandteile, die für die Trinität stehen: Körper, Seele, Geist. Die Trinität besagt „das Dasein eines Individuums an einem Ort zu einer Zeit anhand des Körpers, in einer Begegnung wegen der Seele und in einer Wahrnehmung durch den Geist“. Auch auf der geistigen Ebene kennt man den „Begriff des Körpers“. Ein verfasster Text habe ei- nen Körper, die Musik habe Gestalt. Die Frage stellt sich, ob wir überhaupt die Grobstoffe benöti- gen für „die individuelle Existenz“. In dem Buch ”Die Möwe Jonathan” von Richard Bach steht:

”Der Höhenflug ist erlernbar.”, ”Überwinde den Raum, und was uns bleibt ist Hier. Über- winde die Zeit, und was uns bleibt ist Jetzt. Und glaubst Du nicht auch, dass wir uns im Hier und Jetzt begegnen können.”. Richard Bach stellt generell die Notwendigkeit von Raum und Zeit in Frage. In der Vollkommenheit gibt es „keine räumliche und zeitliche Begrenzung für die Begegnung“, da sie immer vorhanden ist. Dieser Gesichtspunkt zeigt „eine Verschmelzung aller Individuen“, die in die Vollkommenheit gelangt sind. Diese Individuen unterscheiden sich nur durch die Zeit, die sie an anderen Orten getrennt voneinander verbracht haben. In der Vollkomme n- heit erfahren wir ”in der absoluten Begegnung” alles, was die anderen in jener Zeit an jenen Orten erfahren und gelernt haben.

Man denke daran, wer das ”alles” am Schluss

Man kennt im Hebräischen das Wort ”Gott”.

Dieses wird jedoch konse-

Wir gehen ein in eine Mutterseele, die uns „am zeitlichen Ende des Universums“ alle ve r- einigt. Dies ist ”der wahre Blick in die Akasha-Chronik”. Da wir auch auf der geistigen Ebene räumliche und zeitliche Prozesse durchwandern, ist die Vollkommenheit ”jenseits der geistigen Ebene”. In der religiösen Vorstellung wird die Welt durch den Geist erkannt, der durch „die sinn- liche Wahrnehmung mit den Grobstoffen“ verhaftet ist. Der Geist muss sich von der Grobstoffen lösen. Das Erreichen führt auf einen ”höheren Planeten”, der nicht dem unsrigen Universum zuge- ordnet wird. Die Vergeistigung kennt auch ohne die Grobstoffe das Hören und Sehen. Während dem Lesen hört man den Autor reden, obwohl er gar nicht anwesend ist. Der Geist benutzt Organe, die gar nicht grobstofflich sind. Diese Form nenne ich nun ”übersinnlich”, da diese mit feinstofflichen Sinnen erfolgt. Rudolf Steiner beschreibt in seinem Buch ”Wie erlangt man Erkenntnisse der hö- heren Welten?” die Entwicklung ”eines solchen feinstofflichen Körpers”. „Der feinstoffliche Körper“ erlaubt es, von Wiedergeburt zu Wiedergeburt „alles Erlernte aus vergangenen Leben“ mitzunehmen. Für den feinstofflichen Körper ist „der grobstoffliche Tod“ nur ”der große Bruder” des Schlafes. Der grobstoffliche Tod“ ist „nur eine Unter- brechung zweier Abschnitte in der materiellen Existenz“. Der eigentliche Tod ist „die Ü- berwindung jeder Form des andauernden Prozesses sowohl in zeitlicher als auch in räum- licher Sichtweise“. Laut den Veden ist „ein Entkommen aus den Grobstoffen“ von außen auch beobachtbar durch den feinstofflichen Körper. Ein Wesen des sogenannten ”höheren Planeten” zieht einen Zweifeln- den aus dem grobstofflichen ”Schlamm” heraus. Dieses höhere Wesen ist ”ein sogenannter Brahmane”, der auch für diese „Zeit des Vorganges in der grobstofflichen Welt“ weilt. Die Veden sagen, dass „das göttliche Licht“ durch einen Brahmanen in die Unwissenheit übertragen wird, ähnlich wie „das Licht der Sonne“ durch den Mond reflektiert die Nacht erhellt. Doch dieser Vergleich hinkt. Die grobstoffliche Welt ist eine sogenannte ”Pervertierung”, eine Negation, wel- che die Veden durch das Wort ”rasa” ausdrücken, was übersetzt ”Tanz” heißt. Die grobstoffli- che Welt verhält sich „umgekehrt wie ein Spiegel zur feinstofflichen Welt“. Es ist nicht der Tag, sondern die Nacht, welche unser Entkommen ermöglicht. Der Brahmane greift in das Dunkel, der Zweifler muss sich in das Dunkel begeben, um herausgezogen zu werden. Die Veden werden fälschlicherweise dogmatisch gelehrt. Die Kabbala redet von einer Tunnelrealität, von einer „Nacht des Zweifelns“. Die Pervertierung zeigt sich auch im ”Neuen Testament”. Der Verdammte, welcher in die Finster- nis geschickt wird, wo ”Heulen und Zähneknirschen” herrschen, ist in Wahrheit derjenige, der erlöst wird. Der Zahn steht für die Weisheit. Das Zähneknirschen ist das Zweifeln. Das Heulen ist „die Trauer um die eigene Unvollkommenheit“. Die Hochzeit mit dem König steht für „eine Heirat mit der grobstofflichen Welt“. Die Vishnuiten tragen im Mönchtum einen Haarzopf, um den herum eine Glatze geschert wird. Das steht für ”das Herausgezogenwerden aus dem grobstofflichen Sumpf”. Doch wie kommt man nun von dem höheren Planeten in die Erlösung? Der Schlamm muss von dem Brahmanen zurückgedrängt werden, damit eine Brücke frei sichtbar wird, die man überschreiten kann. Der Schlamm steht daher für das Karma, welches noch nicht überwunden worden ist. Den ”rasa” kennen nur der Hinduismus und ansatzweise auch das Judentum. Die Hindus halten den ”rasa” für ”eine Absicht Krishnas”. Hier wird Krishna in einer „Gestalt der großen Weltensee- le” identifiziert. „Die seelische Verbindung der Individuen“ ist die Bedingung für den ”rasa”. Der ”rasa” ist ein Schutz davor, dass die ”Falschen” den „Weg über die Brücke“ finden. Die Juden gehen von einer Verschwörungslehre aus, die gegen das Judentum arbeitet und die-

ses pervertiert verleumdet. Das Judentum fasst sich historisch zurecht als Opfer auf. Ent-

scheidend ist der Ort namens ”Asylstadt” in der Thora.

Gruppen.

verhindern. Die Fluchthelfer seien identisch mit den Brahmanen. Doch wer sind diejenigen, die eine Flucht ver- hindern wollen? Diese sind ”keineswegs geistig minderwertige Wesen”, sondern diejenigen, wel- che die Pervertierung veranlassen. Sie begeben sich allerdings weiter in die Unwissenheit. Egal auf welcher Seite man steht, man steht ”ständig in der Versuchung”, die Front zu wechseln. Die Per- vertierung wird grobstofflich belohnt. Der Gewinner ist das falsche Ego. Siegmund Freud nennt das falsche Ego einfach nur ”Ego”. Das wahre Selbst ist bei ihm das ”Über-Ich”. Die Geheimwissenschaftler stellen oft einem Suchenden ein Rätsel: ”Du kannst zwischen zwei Tü- ren wählen. Die eine Tür führt in die Freiheit, die andere in die Gefangenschaft. Vor jeder Tür steht ein Wächter. Einer der beiden Wächter sagt immer die Wahrheit, der andere immer die Lüge. Du darfst eine einzige Frage einem der beiden Wächter stellen. Wie soll diese Fra- ge lauten?”. Die Lösung lautet: ”Was würde der Wächter der anderen Tür auf die Frage antworten, welche der beiden Türen in die Freiheit führt?”.

Es ist ein interessantes Gedankenspiel, in der Negation der Negation die Position erscheinen zu las-

sen.

Stufe, in der ein feinstofflicher Körper ”noch nicht weit ausgebildet” ist, merkt ein Betroffener „nur die Veränderung in der grobstofflichen Psyche“. Der Fortgeschrittene rennt in der Regel nicht auf die Brücke zu, genauso wie wenn die Brücke noch verdeckt sei. Er will „keinen Verrat zu Gunsten möglicher Verfolger“ begehen. Er begibt sich weg vom Schlamm, damit er auf der grob- stofflichen Ebene unerkennbar ist. Dieser Ort ist die ”Asylstadt”, welche in der Thora beschrieben wird. Der Scharlatan ist der ”Pervertierer”, nicht der ehrliche ”Fährmann”, der den Suchenden über den „Ozean der Unwissenheit“ führen will. Fährleute können auch Pervertierer sein. Die Pervertierung erfolgt durch „das Weglassen einer Begründung“. Ein Argument besteht aus These, Begründung und eventuellen Beispielen. Bei sogenannten ”Parteireden” werden nur Beispiele aufgezählt. „Der wahre Grund eines bestehenden Zustandes oder gar Missstandes“ wird dem Parteimitglied gar nicht geliefert. Parteiprogramme beschreiben meistens Ist-Zustände und Sollzustände. Die Marxisten deuten einen wirksamen Weg: „die Revolution durch die Aufrecht- erhaltung einer zeitweiligen Diktatur“, die in einem befristeten Zentralismus „die erforderlichen Umstände“ neu verändert. „Die wissenschaftlichen Arbeiten für die Wirtschafts- und Politiklehre“ benützen ”eine soge- nannte Zitiertechnik”. Zitate sind Beispiele und keine Begründung. Alle „Begegnungen mit an- deren Individuen“ sind „Beispiele für das Vorhandensein individueller Existenz“. Deren Grund wird ”hierdurch nicht ersichtlich”. In der Materie erfassen wir nur Beispiele, aber nicht den Ursprung oder „das Ziel der individuellen Existenz“. In der materiellen Welt haben weder Ursprung noch Ziel des Individuums Substanz. „Die wahrgenommene Realität“ ist in der „Form der Illusion“ pervertiert. Die Illusion zeigt vordergründige Schönheit, die bei dem Durchschauen wie eine Seifenblase zer- platzt. Die materielle Welt wird dogmatisch als Realität betrachtet. Doch die Anwendung, ihr die Illusion gegenüberzustellen, kann zu einer Einsicht führen, sich als zweifelnder Skeptiker ”in der Illusion eines laufenden Prozesses” zu befinden, die Wahrheit zu ergründen. Die Wahrheit zu finden, sei „die Ankunft in der Vollkommenheit“. Unter diesem Umstand ist die Vollkommen- heit der Gegenstand, das materielle Dasein „ein zeitweiliger Verfahrensprozess“. „Das zeitwei-

Die Individuen selbst teilen sich in zwei

Die einen verhelfen möglichst unerkannt zur Flucht, die anderen wollen diese versteckt

Die ”Pervertierer” wollen einem Zweifler den feinstofflichen Körper töten. In einer tieferen

lige Vorhandensein“ ist „außerhalb des Intervalls zwischen Anfang und Ende“ gar nicht

existent.

zu betrachten.

Wird ein mathematisches Problem durch einen Beweis gelöst, so erfolgt ein Lehrsatz, der als Quint- essenz zu betrachten ist. Der zeitweilige Prozess des Beweisverfahrens“ ist „bei der prakti- schen Anwendung des Lehrsatzes“ nicht mehr von Substanz. Das Wissen genügt, dass das Beweisverfahren einen positiven Ausgang hat. Es würde genügen, das mathematische Wissen über all die Beweisverfahren in einem Tresor zu lagern für diejenigen, die es anzweifeln. Der Grund, warum jedem diese Beweisverfahren gelehrt werden, ist der, von Grund auf zu zweifeln. Und dies ist der Grund für den „Beginn unseres materiellen Daseins“, welches dogmatisch gesehen sein Ende finden kann. ”Die wesentlichen Indizien für eine solche zeitliche Befristung” sind ”der Gegens- tand des Todes” und ”die Theorie von einer zeitlichen Befristung des Universums”. „Die Zeit und der Raum“ können bemessen werden. Jede zeitliche oder räumliche Be-

messung setzt Grenzen.

gesehen denkbar. Doch bereits der Chemiker Dalton besagt ”eine begrenzte Menge an mate- rieller Substanz in den Stoffen”. ”Eine begrenzte stoffliche Menge” bewegt sich ”nicht unbe- dingt in einer äußeren räumlichen Grenze”, ”sondern oberhalb eines kleinstmöglichen Rau- mes”. Die physikalischen Theorien geben dem Licht noch eine Chance, ”eine unbegrenzte Aus- dehnung des Universums zu bewirken”, welches in dem Moment widerlegt wird, wenn ”das ge- schlossene Universum” erwiesen wird. Wird dies erwiesen, ist dies ”bereits seit Anbeginn mate- rieller Gegenstand”. Es ist unsere Natur, dies selbst herauszufinden. Entscheidend ist es auch, eine sogenannte ”untere Grenze” wahrzunehmen. Es gibt ein kleinstes Teilchen, es gibt einen kleinsten Raum, es gibt einen ”Quant”, oder ähnliches. Das Vorhanden- sein einer untersten Grenze“ widerlegt das Nichts. Allein nur das Nichts zu definieren, negiert es selbst. Das Vakuum ist immernoch ein Raum. In einem kartesischen Koordinaten- kreuz kann „eine graphische Darstellung der Zeit“ keine der beiden Achsen bei Null berühren. Die graphische Darstellung verlangt bei zeitlichen Veränderungen, z. B. bei der Abnahme der Licht- geschwindigkeit, eine Annäherung an die Null als Grenzwert. Diese Grenzwertbetrachtung auf der x- Achse benötigt bei dem x-Wert ”die Existenz der Unendlichkeit”. Erlaube man, die Division durch Null durchzuführen, sei ”die Unendlichkeit definiert und Gegenstand”. ”Die Widerlegung der Unendlichkeit” macht die Mathematik zu einer Hilfswissenschaft, die sich die Frage stellen muss, dass Dinge darstellbar sind, die real in der grobstofflichen Welt widerlegt sind. Die Mathematik kennt Gegenstände, die nur der Vollkommenheit zuzuordnen sind. Die M a- thematik ist eine Geisteswissenschaft, die ”bei der Bemessung alles Grobstofflichen” das Hilfswissen liefert. Immanuel Kant beschreibt Erkenntnisse, die grobstofflich nicht Gegenstand sind, die er als ”trans- zendental” bezeichnet: die Form des bejahenden Urteils ist die Bestätigung des Dogmas. Ein son- derbares Verfahren ist ”folgendes Denkmodell in einem Ordnungsmuster”:

P 1 : Wenn einige Menschen sterblich sind, dann sind einige Menschen unsterblich. P 2 : Einige Menschen sind sterblich. K: Einige Löwen sind unsterblich. Ordnungsmuster geben ”die jeweilige Logik wieder”, die auch auf falschen Tatsachen beruhen kann. Die Logik ist nicht identisch mit dem Verstand. ”Das genannte Ordnungsmuster bes- tätigt” dies. Die ”Logik erlaubt” Schlussfolgerungen, die ”grobstofflich niemals” Gegens- tand sein können. Es gibt Essenzen, die ”als solche Gegenstände zu bezeichnen” sind, die wir ”nur als abstrakt definieren” können. Die Abstraktion ist ein Parallelverfahren, we l-

„Vor dem Anfang und nach dem Ende“ ist das materielle Dasein als erloschen

”Zeitliche und räumliche Grenzenlosigkeit” sind mathematisch

ches den immateriellen Gegenständen in einem Verfahren Raum und Zeit gewährt. Haben immaterielle Gegenstände Raum und Zeit, so existieren Parallelwelten, die aufgrund ihres Verfahrens auch nicht der Vollkommenheit zuzuordnen sind. „Die Anzahl der Parallelwel- ten“ ist „noch nicht darstellbar“, aber grundsätzlich möglich, da wir wissen, dass die Anzahl be- grenzt sein muss. Es gibt „eine mögliche Mindestzahl und eine mögliche Höchstzahl“. Da wir es mit einem Intervall zu tun haben, so handelt es sich hierbei um „Formen der Materie“, die sich von der unsrigen unterscheiden. „Die sogenannten anderen Planeten”, welche Geheimwissen- schaftler beschreiben, sind Parallelwelten, welche bereits Einstein als „unvollkommene Gegenstän- de“ betrachtete. Wir erleben gedanklich Verfahren, die wir nicht „unseren grobstofflichen Gegenständen“ zuord- nen können. Ein Verfahren ist niemals vollkommen. Um „das grobstoffliche Verfahren“ zu hinterfragen, benötigt man für die Antimaterie „das konkrete Gegenteil“, welches wiederum un- vollkommen ist, da „ein gegenteiliges Verfahren“ auch ein Verfahren ist. „Das gegenteilige Ver- fahren“ ist die Antimaterie, welche wir derzeit nur durch das Licht in der sogenannten ”Paarbil- dung” erahnen. „Das Pro der Antithese“ ist ebenbildlich mit dem „Contra der These“. „Das Pro der The- se“ ist ebenbildlich mit dem „Contra der Antithese“. Das Gegenteil ist „nur durch exakte Definition Gegenstand der wissenschaftlichen Verfahrensweise“. „Alle anderen Verfahren sogenannter Parallelwelten”, sind nicht eindeutig der Materie oder der Antimaterie zuzuordnen. Ein wichtiger Gesichtspunkt ist das Verfahren, die Antimaterie als ein Abbild der Materie, als „eine Hälfte in zweifacher ebenbildlicher Existenz“ zu erkennen. Alles im Verfahren bestehende besitzt „ein Ebenbild im Gegenteil“. „Sogenannte Gegenteile“ sind keine, wenn diese dem Urbild nicht entsprechen. Wir empfinden etwas als hässlich und wenden uns dem Schö- nen zu. Das Hässliche wurde pervertiert. Die Unvollkommenheit lässt durch jede s subjektive Urteil eine Pervertierung zu. „Ein objektives Urteil“ betrachtet das Gegenteil als dem Ur-

bild entsprechend.

Der Mensch wurde laut der ”Genesis” nach Gottes Ebenbild gezeugt. Befinden wir uns am

Nordpol und suchen die Wärme, weil wir frieren, so ist der Südpol der falsche Ort.

Der Gegensatz ist in einer exakten ebenbildlichen Spiegelung der These die Negation der Negation, da durch das Pro und Contra beide Gesichtspunkte der Gegensätze gegenteilig betrachtet werden müssen. Widerlegen wir ein Dogma, so ist es die Antithese, welche sich als Gegenstand erweist. „In der richtig angewendeten Dialektik“ ist dies Gegenstand. Erweist sich die Dialektik in einem Verfahren als unanwendbar, so stehen sich nicht wirklich These und Antithese gegenüber. „Die eindeutige Definition der Dialektik im Verfahren gegen ein Dogma durch die Definition des Gegenteils und des Gegensatzes“ lässt „nur zwei Lösungen in vier Betrachtungsweisen“ zu. Das, was wir für das Gegenteil halten, ist in Wahrheit nur „die Befürwortung der Antithese“ oder „die Verneinung der These“. Das Gegenteil ist die Negation der Negation: die Position. „Die Intelligenz des Denkenden“ lässt am Ende des Verfahrens nur ein Ja oder ein Nein zu. Der Dogmatiker bleibt an jedem Punkt stehen, an dem er sich fälschlicherweise für das Ja ent- schied, wo die Quintessenz zu einem Nein geführt hätte. Hinterfragen wir „eine zu vernei- nende Quintessenz“ und landen wieder bei dem Dogma, so war das Verfahren falsch angewendet worden. „Eine falsche Anwendung“ ist nur möglich, wenn der Entscheidung „die richtige Be- gründung“ fehlt.

Entscheidet sich ein Denkender wegen seinem fal-

schen Ego gegen die Erkenntnis, hat er nicht erkannt. Das Verfahren muss sich gegen die

Die Spekulation hat keine Antworten.

lich.

„Eine objektive Weltanschauung“ betrachtet die Antimaterie als ebenbild-

Spekulation richten, um ansatzweise jemals das Ziel zu erreichen, welches absoluter Ge- genstand ist. Das Subjekt ist „eine Facette des Verfahrens“. Die Vollkommenheit ist daher Obje kt. Das Subjekt ist eine Spielart, die es selbst in seiner Existenz darstellt. Das Subjekt kann nur bestehen durch den „Irrtum in der Spekulation“. „Der unangezweifelte Wunsch, Subjekt zu sein“, muss uns letztendlich zurück in das Objekt führen. Es ist „die Aufrechterhaltung eines Grundsatzes“. „Der Zeitraum individueller Existenz“ ist bereits jetzt als zeitlich absehbar zu betrachten. Als Subjekt existieren zu können, ist „ein ständiger Kampf gegen das Absolute“. „Die subjektive Existenz“ ist schrittweise greifbar in ihrem Sinn und in ihrer Substanz. „Der Kampf um die Aufrechterhaltung des individuellen Daseins“ besteht nur in der Verzöge- rung. Alle Schlussfolgerungen führen zu der Beschleunigung. Das Erkennen führt zu der Handlungs- kompetenz, die sogar absolut sein kann, doch sie beschleunigt den Prozess, sich Gott letztlich zu ergeben. Die Unwissenheit ist „ein Instrument des sogenannten Widersachers”, den Prozess in die Länge zu ziehen. „Das göttliche Versprechen“: ”Ihr werdet sein.” ist die Wahrheit. Doch nur in der Unwissenheit glauben wir an „eine individuelle Existenz in der Vollkommenheit“, die dies nicht erlaubt. Wir brauchen die Pervertierung, um weiterhin Subjekt zu bleiben. Teil der Vollkommenheit“ zu werden, bedeutet, sich selbst zu einem „Teil eines absoluten Gegenstandes“ zu machen, der sich in keinem Verfahren mehr befindet. „Die Aufgabe des Individuums“ bedeutet aufzu- hören zu sein. Wichtig ist es demnach, weitere mögliche Bereiche zu finden, die wir befragen kön- nen. Es gibt ein letztes Mittel, und das soll jedem bewusst sein: in der Theorie können wir grundsätzlich Gott in Frage stellen. Die Praxis widerspricht uns nicht, diese Frage zu stel- len. So ist der Punkt erreicht, dass „am Ende das Universum“ wieder zu einem Neuanfang kommt, und dies ist die Quintessenz, welche als Gegenstand zu betrachten ist. Fangen Sie an, an der Quintessenz zu zweifeln, welche die Vollkommenheit entmachtet! Sie werden erkennen, dass sie „als unvollkommenes Wesen“ versuchen, durch Zweifel die Vollkommenheit herbeizuführen. Die Erkenntnis ist die, als ein ”Pervertierer” erkannt zu haben, zu erkennen und erkennen zu werden. Jede erlangte höhere Stufe vernichtet in uns nicht den ”Pervertierer”. „Die Suche nach der Wahrheit“ treibt uns voran. Sie zeigt auch in uns „die Facetten eines Flucht- helfers“. Diese Suche erhält den Prozess aufrecht. Wir tragen Gut und Böse immerwährend in uns. Rudolf Steiner erkannte in der Gottheit Pans auch den Widersacher, Gut und Böse in einer Gestalt, welche er „dem höchsten Planeten der sogenannten derzeitigen Planetenfolge” zuordnete. Müssen wir das Verfahren selbst als den „wahren Gegenstand“ betrachten, so hat das Verfahren niemals einen Beginn und kein Ende. Die Unvollkommenheit ist Tatsache und kann nicht abgewendet werden. Ist die Vollkommenheit so lange befristet, bis wir zweifeln, so hat sie eine klar definierte Grenze. Das Individuum kann niemals praktisch Gott sein. „Die theore- tische Auseinandersetzung, die Vollkommenheit jemals zu erreichen“, setzt dem Zustand ange- kommen zu sein eine zeitliche Grenze, bis wir daran zweifeln. Der Zweifel ist Gegenstand, die Vollkommenheit ist Illusion. Die Pervertierung wird erkannt, dass „die Religion als das Gegen- teil des Materialismus“ genauso widerlegt ist. „Das ebenbildliche Gegenteil des Materialis- mus“ ist der Existenzialismus. Jeder erreichte höhere Ort ist noch nicht die Vollkommenheit. Gott ist die These, der Wider- sacher die Negation der Negation. Die Geheimwissenschaft wird dafür verurteilt, den Widersacher als den Grund unserer Existenz zu betrachten. Suchen wir nach dem ”Gott”, der in uns lebt, so landen wir bei den Zweifeln, die uns stets vorangetrieben haben, diesen Zustand im Hier und Jetzt überhaupt zu erreichen. „Das Hier und Jetzt“ kann auch hier auf der grobstofflichen

Ebene klar definiert werden. „Der grobstoffliche Tod“ steht für die Illusion, ernsthaft dem Kreislauf des Zweifelns zu entkommen. „Ein Unterlassen der Zweifel“ ist befristet, bis sie wieder zum Vorschein kommen, weil sie elementar die ganze Zeit dagewesen sind. Wir müssen dem Zustand der Zweifelsunterdrückung eine Zeit und einen Ort zuweisen. Das ist der Grund, von Leben zu Leben sich geistig weiter zu entwickeln. „Die Phase des Todes“ ist keine „Form der Existenz“. Der Tod besteht, doch er fristet entweder in eine neue Geburt oder an ei- nen neuen Ort, an dem wir bereits sind. Dieser Ort, an dem wir bereits sind, ist der höhere Zustand, „der Ort des feinstofflichen Körpers“. Doch auch der feinstoffliche Körper ist ein individueller Körper. Er verkörpert keineswegs unser Denken. Gedanken zu lesen, bedarf eines Telepathen. Auch das ist ein immaterieller Sinn, der nicht der Vollkommenheit zuzuordnen ist. Das Denken ist „ein Prozess des Höhenfluges”. Der Höhenflug ist methodisch erfassbar. Es handelt sich um einen andauernden Prozess, bei dem wir weder Anfang noch Ende sehen. Gibt es für ihn keinen Anfang und kein Ende, ist er nicht begrenzt. Die Grenzenlosigkeit besteht dann „in der gesamten praktischen Umsetzung des Prozesses“. Demnach handeln wir richtig, auch dann ein Dogma zu hinterfragen, wenn wir es letztendlich befürworten, denn wir haben einen weiteren Zweifel beseitigt. Mit der Beseitigung der Zweifel formt sich der feinstoffliche Körper. Er entwickelt sich mit der „Beantwortung der quälenden Fragen“. „Alle denkbaren Zweifel“ be- seitigt zu haben, bringt uns lediglich an „das zeitliche Ende des Universums“. „Mit den elemen- taren Zweifeln“, unser Individuum verlieren zu können, ist ein jeder Neubeginn gewiss. Diese Gewissheit ist eine Quintessenz und kein falsches Dogma. Die Erkenntnis entsteht durch einen Verfahrensprozess. Das immerwährende Selbst ist die Existenz, da es eine Form des Seins ist. Alle Religion aufzugeben und keinen Gott anzubeten, ist „die wirkliche Form der Existenz“, der Bevormundung zu entkommen. Die Religionswissenschaftler und die Materialisten werden beide durch ihre Zweifel zu Philosophen. Kein Dogmatiker wird den „Sinn der Existenz“ erfahren, solange er als deren Grund die Zweifel nicht annehmen will. Es gibt „eine Verzögerung durch die Dogma- tik“, das Zweifeln bewirkt den Fortschritt. „Die Denkweise der Skepsis“ erlaubt es, alles Beste- hende anzuzweifeln, auch wenn wir es als Gegenstand erkennen. Es stellen sich zahlreiche Fragen, was sich nicht als Gegenstand erweisen wird: der Tod, der grobstoffliche Körper, den wir für den eigentlichen materiellen Körper halten? Ist alle Grobstofflichkeit eine Illusion, die wir für „die eigentliche Materie“ halten, bringen wir eine Blende zu Fall. Hat ein Schüler kein Wissen über ein Thema, so habe er ”keine Ahnung von der Materie”. Die Materie ist nicht wirklich eindeutig definiert, genauso wie wir auch bei einer Lernlektion von ”Lern- stoff” reden oder eine Erkenntnis als ”Gegenstand” bezeichnen. Was wir als Materie, Stoff oder Gegenstand bezeichnen, ist nicht nur mit grobstofflichen Sinnen wahrnehmbar. Alles Grobstoffliche kann Illusion sein. Es gibt „eine Form des befreiten Zustandes“, wenn wir den feinstofflichen Körper als den eigentlichen Körper annehmen. Es stellt sich die Frage, was uns daran hindert. All „die Schwerstarbeit in der Fabrik“ habe ihr Ende. Wir bräuchten keine grobstoffliche Ernä h- rung und keine Arzneimittel mehr. Es heißt, dass jeder grobstofflichen Geburt die Zweifel vorangehen, auf der feinstofflichen Ebene bleiben zu können. Gewisse Zweifel aus dem Weg zu räumen, ist daher sinnvoll. Die Grobstofflich- keit ist daher durch „das Andauern des Prozesses“ bedingt. Die Selbstveredelung gerade hinsichtlich des Charakters und der Persönlichkeit helfen uns, Zweifel an uns selbst zu überwinden. Die Selbstzweifel behindern den Fortschritt, „die Zweifel an den falschen Tatsachen“ bringen uns vorwärts. Wenn uns die Selbstzweifel aufhal- ten, so handelt es sich bei dem Selbst um ein wahres Selbst. Da wir das Selbst anzweifeln

können, ist das falsche Ego eindeutig existent, doch niemals mit dem identisch, was es an- zweifelt. Wir akzeptieren das Selbst noch nicht wirklich als erwiesen. Der Zustand ist denkbar, das Selbst nicht mehr anzuzweifeln. Etwas Denkbares, kann man denken. „Ein geeignetes Verfah- ren“ ist greifbar, das falsche Ego zu bezweifeln. Selbstzweifel können äußerlich bewirkt werden. Das Selbst hat Substanz. Es kann erkannt werden. Was erkannt wird, ist immer „das Re- sultat eines Verfahrens“ und Gegenstand. Der Selbstzweifler kann nur „der falsche Dogmati- ker“ sein, der sich hinter seinem Irrtum versteckt, von dem er noch nicht weiß. „Die konstruktive Kritik an einem Menschen“ ist die, hoffentlich zurecht ihm „die falsche Dog- matik“ vorzuwerfen. Ihm die Zweifel zu verbieten, ist destruktiv. Ob eine Kritik konstruktiv ist, kann bezweifelt werden. Sind Zweifel grundsätzlich berechtigt, gibt es keine sinnlosen The- sen, sondern nur Thesen, die sich entweder als Gegenstand oder als Illusion erweisen. Kein einziger Gegenstand ist Unsinn: entweder er ist es, oder er ist Illusion. Der Grund des Zweifelns ist die Illusion. Die Illusion ist „das Trugbild eines falschen Dogmas“, we l- ches seinen „Ursprung in einer falschangewandten Verfahrensweise“ hat. Der Beginn der Existenz war die Unvollkommenheit, wie sie ist. Dieser Ursprung ist genau dem Widersacher zuzuweisen, der in uns allen, „in der andauernden Unvollkommenheit“ lebt. Was ist nun ein ”Konstrukt”. Das Konstrukt kann Gegenstand oder Illusion sein. Das Konstrukt ist „eine veränderte Wahrnehmung der grobstofflichen Realität“, die nicht ide n- tisch mit der feinstofflichen Ebene ist. Das Konstrukt ist vereinigt Gegenstand und Illusion „in einer Parallelebene zu Materie und Antimaterie“.

, tion des Konstruktes“. Es gibt noch „mehrere Interpretationen des Konstruktes“. ”Wie muss etwas sein, dass wir davon gar nichts wahrnehmen?”. Wir können etwas konstruieren, dass niemand auf der grobstofflichen oder gar niemand auf der feinstofflichen Ebene wahrnimmt. Ein Konstrukt erlaubt eine Konstruktion, die auch nicht immateriell wahrnehmbar ist. Die Vorstel- lung ist „der Oberbegriff für jedes Konstrukt“, alles Materielle, Antimaterielle, Immaterielle, Grobstoffliche oder Feinstoffliche. Dieser „Oberbegriff“ soll auch das beinhalten, was absolut sei, sein könne oder sein solle. Die Vorstellung erlaubt uns ein Konstrukt, bei dessen Erfassung der Phi- losoph an „seine Grenzen“ stößt. Der Philosoph kann bei der Erfassung des Konstruktes „die Chance der Grenzüberschreitung“ vermuten, sehen oder gar sich vorstellen. Sich eine Grenzüber- schreitung vorzustellen, ist ein Konstrukt. Wir brauchen das Konstrukt, um uns ”eine mögliche Befreiung aus dem Käfig” definierbar zu machen, indem ”der Käfig” selbst definierbar gemacht werde. „Eine Interpretation der Ordnung“ ist „die Erscheinung der Realität“. Die Wahrne h- mung einer solchen Interpretation ist die Empfindung. Empfindungen sind laut Kant ”abstrakt gewonnene Identitäten mit ihrer Form”. Das Individuum ist „ein Absonderungsprodukt“. Es entsteht durch Isolierung. Trauer und Freude sind „zeitliche Phänomene“, da sie in den Grobstoffen nicht räumlich sind. Es sind Konstrukte möglich, bei denen keine Empfindungen dafür stattfinden. Empfindungen sind subjektiv. Es sind Konstrukte möglich, hinter denen wir das Absolute vermuten, die wir als „eine Annäherung an das Absolute“ betrachten, bestätigen oder ablehnen. „Die Ästhetik der Verfahrensweise“ sei die Kunst. Die Kunst ist das freie Können. Können, das nicht künstlerisch begründet ist, ist kein freies Können. „Eine Form des freien Kön- nens“ sei „die freie Begriffsbildung“ und „die Anwendung eines freien Verstandes“. Die- ser ist die Grundlage für „das freie Denken eines Individuums“. Die Sinnlichkeit geht der Wahrnehmung voraus. Die Sinnlichkeit ist Objekt. „Die differenzierte Wahrnehmung“ tätigt das

Dies ist auch „die Definition für eine Interpreta-

Ein Konstrukt sei ein ”Was wäre

wenn

?.”.

Individuum. Auch „das Wissen über die differenzierte Wahrnehmung“ kann dogmatisch gelehrt wer- den. Deshalb ist auch „die Form der Wahrnehmung“ Gegenstand oder Illusion, da das Wahrge- nommene Gegenstand oder Illusion sein kann. „Die Wahrnehmung einer Illusion“ ist nicht wie deren Existenz ein Gegenstand. Die Existenz ist nicht identisch mit dem ”Sein”. Das ”Sein” trifft auf alles zu, das definierbar ist. Das ”Definierbare” ist ein Oberbegriff. Definierbar ist alles, was

zeitlich, örtlich, vorstellbar oder absolut ist. Die Vorstellung ist „eine Interpretation des Definier-

Laut Kant liegt der Raum allen Vorstellungen zugrunde. Es stellt sich die Frage, ob jede

Vorstellung ”äußerlich” bedingt ist. Eine Vorstellung, die ”nicht äußerlich” bedingt ist, ist genau- so definierbar. Kants Aussage ist daher zu bezweifeln. Ich selbst lehne sie bereits ab. „Eine dog- matische Unterweisung“ stellt hier den Lehrer in Frage.

Der Raum ist laut Leibnitz „eine Relation zwischen den Dingen“. Doch dies ist auch die Zeit. Laut Kant ist der Raum „eine reine Anschauung“. Auch dies lehne ich ab. „Der unserer Wahr- nehmung verschlossene Raum“ ist definierbar wie auch der Raum, der nicht der Vorstel- lung entspringt. Es kann auch „andere Individualbegriffe“ geben. Kant betrachtet den Raum als „eine unendlich gegebene Größe“. Dies ist widerlegbar, auch wenn es nicht widerlegt wird. Die Aussagen Kants über den Raum sind nicht ganzheitlich. Für Kant ist der Raum dreidimensional und euklidisch. Die Winkelsumme soll einhundertundachtzig Grad betragen, was „nur im Falle eines offenen Universums“ zutreffen kann. Kant sagt, „die Empfindungen der äußeren Sinne“ seien räumlich. Äußere Sinne nehmen jedoch auch die Zeit wahr. Sie erlauben die Verbalisierung. Kant meint den klassischen Raum. Ich selbst erfahre Handlungsspielräume und Kompetenzbereiche. Die Synthesen zu Kant sind „keine Form der Quintessenz“. „Der anschauliche Gehalt“ ist ein formales System. Kant redet von „trans- zendentaler Ästhetik“. Kants Philosophie ist als eine "Verwurzelung" zu betrachten:

- die tiefe Wurzel ist gut fundamentiertes Wissen. "Neue Erkenntnisse der Wissenschaft" wir- ken impulsiv und bereichernd.

- flache Wurzeln sind meist flüchtig aufgegriffene Thesen, die weder bestätigt noch abgelehnt sind. „Die geistige Orientierung“ wird erschwert mangels Erkenntnis. Die sogenannte "Offenbarungswahrheit religiöser Literatur" ist wissenschaftlich zu beleuchten. Die Zitiertechnik anhand dieser Literatur ist letztendlich nicht befruchtend. „Die Grenze zwischen Religion und Philosophie“ sei in etwa „eine Linie wie der Buddhismus“ oder auch das Juden- tums. Albert Einstein zitierte Artur Schopenhauer. Einstein geht hier wie Kant einen gedanklichen Weg, das Gute im Menschen in seiner „Verantwortung gegenüber der Umwelt als veranlagt zu betrachten". Diese Läuterung ist im jüdischen der "Schlag mit dem Stab". Die "Bergpredigt" beinhaltet ein Zitat, nach dem "Schlag" auf die linke Wange auch die rechte hinzuhalten. Der "Schlag" ist eine Läuterung durch die Weisheit. Die Linke stehe für die Vergangenheit, die Rechte für die Zukunft. "Die Läuterung in der Vergangenheit" solle auch in der Zukunft fortgesetzt werden. Was sind nun eigentlich die Stoiker und die Sophisten. „Die Masse der Menschen“ sieht keinen Unterschied. Das führt zum "Zähneknirschen" . Wir erkennen die Unwissenheit in den Mitmen- schen. Es gibt Werte, und es gibt Wissen. Wenn ich Werte erkennen, so habe ich Wissen. Die

Messung der Werte ist jedoch relativ. Maßstäbe zeigen eine Relation. Diese ist nicht absolut. Rela- tionen sind proportional oder antiproportional. Die physikalischen Gleichungen, aus denen Relatio- nen hergeleitet werden, erfordern einen konstanten Wert. „Der konstante Wert“ ist reine Definiti-

on, aber keine wirkliche absolute Praxis.

Ausschluß des Absoluten" erfolgt durch Dialektik und Determinierung.

baren“.

Die Praxis kennt kein Absolutes.

"Der praktische

Versuchen wir innerhalb der Grobstoffe parallele Ebenen zu erkennen, so brauchen wir uns nur die

, dern diese Fragen nicht die grobstoffliche Realität. Der Blick in die Zukunft ist spekulativ und zeigt eine sogenannten „Wahlfreiheit“. Der Mensch ist nicht autonom in der grobstofflichen Realität. Der Mensch hat unter gegebenen Umstände lediglich die genannte „Wahlfreiheit“. Die Wahlfreiheit so zu erweitern, dass ganze autonome Bereiche freiwerden, bedarf des Wissens anhand tiefgreife n- der Erkenntnis. Nur einer Minorität ist solches bewusst.

Wissen fängt am Anfang an. „Die Erfahrung des Anfangs“ führt über die Erfahrungen und das Denken. Sie führt zur Erkenntnis. „Das Resultat der Erkenntnis“ ist das Wissen. Das Wirken schafft den Eindruck. „Die visuelle und verbale Verarbeitung“ bringt die ge- dankliche Verarbeitung mit sich. Was veranlasst den Denkenden, die Wissenschaft verschiedenartig anzulegen? Die Antwort liegt in den verschiedenartigen Methoden, den Anfang zu ergründen, um auf ein Ziel zu schließen. Ein Gegenstand ist erfasst, wenn dessen Sinn und Zweck eindeutig be- stimmbar sind. „Die Erkenntnis eines Gegenstandes“ zeigt entweder eine Tatsache oder schafft eine Regel. Die Tatsache ist eindeutig. Die Regel weist eine Methode bezüglich einer Anwendung. Was bedeutet ”strenge Allgemeinheit?”, so fragte Immanuel Kant. Es ist die Gesetzestreue. Die ”nicht strenge Allgemeinheit” ist empirisch induktive Erfahrung. Die ”nicht strenge Allgemein- heit” kann wie die ”strenge Allgemeinheit” wahr oder falsch sein. Kant spielt auf die Dogmatik an. Es müssen „ganzheitliche Aussagen“ gemacht werden. „Endliche Aussagen“ werden ir- gendwann widerlegt. Eine solche „endliche“ Aussage sei: ”Alle Bücher haben weniger als zwanzigtausend Seiten.”. Diese Aussage ist meines Wissens noch nicht widerlegt, aber widerle g- bar. Es wird irgendwann ein solches Lexikon oder einen entsprechenden Roman geben. Die Zahlaussage ist laut Kant zeitabhängig. Aussagen sind definitionsabhängig. Zahlen sind Definitionen. Sie sind grundsätzlich keine Regel. Jede Tatsache ist Definition. Die Zeit- abhängigkeit trifft auf alles zu, das begrenzt ist. Zahlen sind entweder Definition oder „De- finition der Grenze“. Ist eine klare Definition, die nicht eingegrenzt oder ausgegrenzt wird, zeitab- hängig? Auch bei einer klaren Definition gibt es Ort und Zeit. Heißenberg besagt zwar, dass bei Ort und Zeit eine Unschärfe besteht, doch Ort und Zeit sind definiert, wenn sie auch unvollkommen er- scheinen. Zwei Definitionen können in einer zusammengefasst werden. Dies nennt man die Addition. Wird einer Definition ein Bestandteil entnommen, der Definition ist, so ist es Subtraktion. Die Ma- thematik ist „die Wissenschaft des Definierbaren“ und dadurch „ein Hilfswissen“. Verschiedene Definitionen können synthetisch sein. Das Subjekt ist „die Voraussetzung für das Prädikat“. Subjekt und Prädikat ergeben einen Satz, der erweitert werden kann. Die Ob- jekte, die Eigenschaften, die Umstände, die Verhältnisse sind Erweiterungen. Die Fürwö r- ter verleihen Anonymität. Artikel zeigen Bestimmung und Unbestimmung. Die Arithmetik ist „die Theorie des Unendlichen“, das definiert ist. Die Energie bleibt erhalten. Dies ist als „ein Widerspruch zu einer Begrenzung der Zeit“ zu betrachten. Für das Universum gibt es demnach keinen Nullpunkt. Jede Annäherung an einen solchen Nullpunkt führt in einen Urknall. Es ist der Versuch, eine oberste Grenze der Zeit und eine unterste Grenze des Raumes zu realisieren. Dieser absolute Zustand ist anzuzweifeln und zu widerlegen. Deshalb sind Ort und Zeit zwar definiert, aber unvollkommen. Hinter den Zahlen steckt die Definition wie auch hinter einer Sprache. Es ist „ein interessantes Gedankenspiel“, Sprache und Zahlen in der Definition zu verbinden. „Der Begriff der Konstruk- tion“ ist definiert. Die Konstruktion ist „die objektive Form der Realität“. Die Konstrukti- on ist allgemeingültig, sonst sei sie falsch definiert. „Eine grobstoffliche Konstruktion“

sogenannten „Was wäre

wenn

?“-

Fragen zu betrachten. In die Vergangenheit blickend verän-

beinhaltet bei deren Erkennen das weibliche Prinzip, da es eine Form von Sein und Denken ist. Eine Konstruktion kann daher auch die Illusion beinhalten. Doch „eine vermeintliche Konstruktion“ ist ohne Allgemeingültigkeit nur scheinbar. Dies steckt hinter dem ”Turmbau zu Babel”. Sind Dinge nur differenziert zu betrachten, so sind diese noch lange nicht scheinbar. Zu meiner Freude mussten die Deutschen für den Holocaust als schuldig befunden werden. Zu me i- nem Ärger war es zu wenig, was zur Entschädigung gezahlt wurde. Wird Unrecht erkannt, so ist es „ein Gegenstand der Erkenntnis“. Erweist sich ein Schadenersatz als gerecht, so ist er ebenfalls Gegenstand der Erkenntnis. Das Unrecht an den Juden ist ein Gegenstand der Erkenntnis, doch der Schaden wurde nicht ausreichend ersetzt. Wird ein solcher Schaden nicht ersetzt, so ist der Gegens- tand noch nicht erfasst. „Der entstandene Schaden“ wird hierdurch zu keiner Illusion. Der Betrof- fene will zu Recht ”Auge um Auge, Zahn um Zahn.”. Der Schuldige erzählt ihm die ”Bergpre- digt”, auch noch „die andere Wange“ hinzuhalten. „Der alte Bund“ sei durch einen neuen ersetzt worden. Der alte Bund verkörpert die Gerechtigkeit, der neue Bund will das ”Ent-Schuldigen”. Soll man Schuld vergeben, die der Schuldige nicht mehr ”gut-machen” will. Zweifellos, man gilt als unschuldig, bis die Schuld erwiesen wurde. Die Justiz zeigt Irrtümer. Doch bei einem solchen Irrtum weist der alte Bund wiederum die ”Gut-Machung”. „Die Möglichkeit der Erkenntnis“ ist transzendental. Transzendental ist alles, was Gegenstand, aber noch nicht grobstofflich ist. Wird den Grobstoffen die Illusion genommen, so werden sie fein- stofflich. Die Erfahrungen sind „die ersten Vorstöße in die Feinstoffe“. Die Illusion ist ein Teil der Grobstoffe. Die Illusion bewirkt die Schmerzen, die Trauer und die Zweifel. „Das Erken- nen der eigenen Unwissenheit“ bewirkt die Schmerzen. Diese zu beseitigen, ist eine Me- thode des Wissens. Die Trauer erfolgt auf „das Erkennen der Leidenschaft“. Die Zweifel folgen auf „das Erkennen der Tugend“. Die Tugend ist das Höchste, was grobstofflich besteht. In der Unwissenheit liegt das Es, in der Leidenschaft das Ego und in der Tugend das Ü- ber-Ich, um einen Bezug zu Siegmund Freud herzustellen. Es gibt laut Kant nicht nur die Gliederung, sondern auch die Erweiterung. Im Satzbau gibt es zu Per- son und Tun als Erweiterungen die Eigenschaften, die Umstände, die Objekte und die Verhältnisse. „Die Vereinfachung eines Sachverhaltes“ ist „eine Form der Interpretation“, da jene nur ein Facette zeigt. „Die Erklärung eines Sachverhaltes“ zeigt die offenen Fragen und behandelt sie. Der Sachverhalt wird hier so kompliziert, wie er ist, dargestellt. „Die Erklärung von Sachverhal- ten“ zeigt Parallelen. Sie stehen letztendlich synthetisch zueinander. Diese Synthesen ergeben eine schemenhafte Orientierung. Das Gesamtgebilde wird als ”Meta” bezeichnet. Dieses Meta besteht in der Definition visuell als Bilder und Zeichen, verbal als Sprache und Zahlen. Die Zahlen sind in der Kabbala verbaler Bestandteil. Zahlen und Worte geben eine Einheit, da die Worte genauso wie die Zahlen bemessen und bewerten. Worte können genauso wie Zahlen exakte Werte zuweisen. „Der Beginn der Existenz“ war der, als das Individuum handelte. Es folgte die Erweiterung. Subjekt, Prädikat, Erweiterung sind „drei Worte im Satzbau“. Der ”Logos”, das ”Wort” wird dreimal wiederholt. Laut Kant scheinen wir nicht nur in einem Raum mit unseren Körpern zu sein, sondern wir sind es. Dies sei die objektive Realität. Die Anschauungsform darf nicht in einem objektiven Sinne bestehen. Dahinter steckt laut Kant ein weiteres Problem. Es gibt hierdurch zwei Dinge, die unendlich konstant sind: Subjekt und Objekt. Diese Ungereimtheit habe sich bisher, laut Barclay, noch niemand zu schulden kommen lassen. Die Körper wurden nicht zum bloßen Schein herabgesetzt. Das Sein ist Wahrgenommenwerden und Wahrnehmen. Die den Urhebern eingebildeten Dinge heißen laut Barc- lay „wirkliche Dinge“. Barclay hält die Dinge für „Erscheinungen“.

Kant betrachtet die Logik aus einem Ort der transzendentalen Logik. Die Materie ist ein Ort der Sinnlichkeit. Es gibt zwei Quellen: die Vorstellung zu empfangen und das Vermögen, die Gegens- tände zu erkennen. Die Kontinuität der Begriffe. Die Empfindung kommt von außen, vom Ding an sich und nicht im räumlichen Sinne. Man kann die Materie nicht als Sinneserkenntnis definieren. Das Sinnesvermögen wirkt. Die Spontaneität entspringt laut Kant dem Verstand. In der Evolution gibt es laut Kant unerklärbare Zufälle, die ich bestreite. Das Vermögen, durch Sinneserkenntnis zu Handeln, sei der Verstand. „Gedanken ohne Inhalte sind leer, Anschauungen ohne Begriffe sind blind.“, so Kant. Begriffe können sinnlich gemacht werden. Man kann ihnen den Gegenstand beifügen. Der Gegenstand ist potentiell in den Begriffen enthalten, so Kant. Die Anschauung ist die unmittelbare Beziehung zum Gegenstand. Die Anschauung ist das Vermögen, sich unmittelbar zum Gegenstand zu beziehen. Das Denken ist durch den Verstand mit- telbar. Die Empfindlichkeit ist spontan. Das Denken ist nicht identisch mit dem Verstand. Das Denken ist rezeptiv. Der Begriff verbindet die Anschauung mit dem Denken. Der Begriff wird anhand einer Anschauung und durch das Denken gebildet. Die Begriffe von der Anschauung und dem Denken liegen auf unter- schiedlichen Ebenen. Dies geht über die Sinnlichkeit hinaus. Dieses Hinausgehen ist denkbar. Denkbares sind keine leeren Begriffe, auch wenn dieses Hinausgehen keine Inhalte der Erscheinung liefert. Eine vollzogene Sinnlichkeit liefert das Vermögen. Der Weg von der Sinnlichkeit zum Verstand ist eine Brücke, die sinnliche Wahrnehmung zu verstehen. Das Verstehen wird bedingt durch den mittelbaren Prozess des Denkens. Die Begriffe müssen die gleichen bleiben für die Defini- tion. Die Verständigung führt sonst zum Missverstand. Denkbar sind auch andere Verstandesfor- men als die unsrige. Eine sinnliche Anschauung bewirkt das Denken und prägt somit den Verstand. Ein Gegenstand kann zu einem Begriff konstruiert werden. Die Begriffe beinhalten durch die Defini- tion eine Verhaltensanweisung. Eine imaginäre Zahl sei die Wurzel aus minus Eins. Diese Darstellung ist eine Anschauung. Die An- schauung belegt, das die Konstruktion möglich ist. „Beiden Vermögen von Verstand und Sinnen können ihre Funktion nicht vertauschen.“, so Kant. Es gibt eine Logik des allgemeinen und be- sonderen Verstandesgebrauchs. Der besondere Verstandesgebrauch richtet sich auf das richtige Erkennen der Gegenstände. Es gibt daher im allgemeinen Verstandesgebrauch auch ein falsches Erkennen der Gegenstände. Entweder der Gegenstand wird falsch erkannt, oder der Gegenstand ist falsch im Sinne einer Illusion. Die angewandte Logik ist betrachtetes Denken unter empirischen Be- dingungen. Empirische Dinge werden abstrahiert. Hiervon sind gemeint die Vorurteile aus den Er- fahrungen und der Herkunft der Begriffe in ihren Auswirkungen. Dies sind „die Regeln des Gebrauchs“. Diese sind „ein Kanon des gemeinen Verstandes“. Als allgemeine Logik abstrahiert sie und sieht von jedem Inhalt ab. „Sie ist eine demonstrierte Doktrin.“. Sie habe mit Psycholo- gie nichts zu tun. Sie ist im Gebrauch des konditional zufälligen Subjekts. Die rein empirische An- schauung bedingt eine Logik, in der man nicht von allem Inhalt abstrahiere. Diese schließen alle Er- kenntnis empirische Inhalte aus. Diese Verstandesform verschafft einen Zugang zur angewandten Logik in den Vorstellungen untereinander und in ihrem Ursprung. Die Betrachtung des Geschehens außerhalb unserer grobstofflichen Geburt und unseres grobstoffli- chen Todes ist laut Kant transzendent und nicht transzendental. Die Begriffe für die Betrachtung werden aus der Erfahrung gewonnen. Der Begriff des Denkens kann in zweierlei Weise zugeordnet werden: die Wahrnehmung zu verstehen und diese in eine Handlung umzusetzen. Die Umsetzung in die Handlung ist die praktische Vernunft. Die Handlungen des reinen Denkens ist eine Handlung des reinen Verstandes anhand sogenannter Vernunfterkenntnisse. Diese formale Logik ist abstrakt. Benötigte Begriffe, um überhaupt Erfahrun-

gen machen zu können, sind Teil des elementaren Lernprozesses. Formale Logik kann mit leeren Begriffen betrieben werden. Der leere Begriff ist komplex und nicht imaginär. Der leere Begriff hat keine „objektive Gültigkeit“. Die Unwissenheit in der Eitelkeit ist ein Geschehen in der Negation der Frage nach der Wahrheit. „Die Wahrheit ist die übereinstimmende Erkenntnis mit dem Gegenstand.“, so Kant. Dinge, die Einbildung und nicht Gegenstand sind, sind imaginär und nicht komplex. Gedanke und Anschau- ung dürfen nicht verwechselt werden. Die Beziehung zwischen Verstand und Sinnlichkeit kann keine Funktion austauschen. Kann das Subjekt die objektive Realität erkennen? Wir reden bei der Realität von übereinstimmender Wahr- nehmung. Kant schenkt uns Begriffe. Die Wahrheit ist objektiv. Sie kann subjektiv nicht eindeutig erfasst werden. Subjektives Denken widerspricht sich. Vorgegeben ist die Empfindung. Die Denk- formen sind Teil des Subjekts und perspektivisch bezogen. Gegenstände enthalten etwas, was auch für andere Gegenstände gelten kann. Übereinstimmungen können scheinbar sein. Um eine Tür zu denken, braucht man Begriffe. Jede Definition liegt in der Übereinstimmung. Kant distanziert sich von dem Dogmatismus. Dogmen sind notwendig für die Sprache. Die Sprache wird definiert, um verstanden zu werden. Kategorien sind ein Teil unserer Denkform, in dem wir die Übereinstimmungen erkennen. Kategorien und Denkformen bedingen sich gegenseitig, um Überein- stimmungen erkennen zu können. Es gibt vorhaltige und nachhaltige Begriffe. Diese Unterscheidung ist elementar. Geht der Handlung der Verstand voraus, so ist das Handeln ein Begriff der Nachha l- tigkeit. Die Verneinung ist ein Merkmal zur Unterscheidung. Die Unterscheidung ist auch ein Begriff der Nachhaltigkeit bezogen auf die Wahrnehmung. Das Unterscheiden geht dem Handeln voraus. Das Handeln ist eine Form des Resultates dieser Umsetzung. „Die empirische Ableitung“ lässt sich laut Kant nicht mit der Naturwissenschaft vereinen. Das lasse ich so nicht stehen. Kategorien sind Begriffe überhaupt, also Oberbegriffe. Die empirische Ableitung schafft eine Abbildung. Diese Deduktion hat das Original als Oberbegriff. Die Interpreta- tion ist das interessanteste Phänomen beim Zuhören. Man erfasst das Subjekt, welches einen erfass- ten teilweisen Inhalt teilweise wiedergibt. Der Gegenstand selbst kann nicht in der sinnlichen An- schauung enthalten sein. Teile der Anschauung sind die Betrachtung, die Interpretation, die Definit i- on, die Wahrnehmung, die Empfindung. Der Gegenstand jedoch selbst bleibt dort, wo man ihn wahrgenommen hat. Die Auflösung erfolgt analytisch, teilend oder umwandelnd. In ein Nichts kann sich kein Etwas verwandeln. Auch Anschauungen müssen laut Kant als „meine Meinungen“ be- zeichnet werden können. Dies ist eine Betrachtung der Rezeption. Eine andere Betrachtung der Rezeption ist das Erkennen des eigenen Willens. Ist das Denken die Quelle aller Verbindungen, so sei dies Gott. Hier wird Kant schwierig und missverständlich. Kann die Gültigkeit Erkenntnis wer- den? Die Erkenntnis kann jedoch gültig werden. In der Vorstellung des Wesens ist laut Descartes Gott enthalten. Die Mathematik kennt keine Zahl, nach der keine größere mehr folgen kann. Gott kann mathematisch gesehen nur in der „Null“ lie- gen. Die Null existiert nur in der mathematischen Anwendung. Physikalisch gesehen ist ein Vakuum immernoch ein Raum, genauso wie die Null immernoch eine Zahl ist. Laut Dalton ist jedoch die An- zahl der kleinsten Teilchen begrenzt. Es gibt bei den Teilchen eine unterste und eine oberste Grenze. Eine begrenzte Menge an Teilchen nimmt einen begrenzten Raum ein. Das Vakuum außerhalb des eingenommenen Bereichs darf jedoch auf der höchsten dimensionalen Ebene unbegrenzt sein. Der leere Raum ist unbegrenzt, der gefüllte Raum ist begrenzt. Ich selbst halte daher auch die ungenutzte Zeit für unbegrenzt, hingegen die genutzte Zeit für begrenzt. Aus meiner Sicht ist es nicht absehbar, einen absoluten Zustand zu erreichen. Doch in einem absoluten Zustand haben wir ungenutzte Zeit. Wir verfügen zwischen Tod und neuer Geburt über diesen absoluten Zustand der ungenutzten Zeit.

„Jede Bestimmung ist eine gewisse Negation.“. Die Bestimmung ist eine Zuordnung. Dies ist eine Eingrenzung. Das Ende ist eine Basisvokabel für den Zustand des Begrenzten. Die Basis ist letztendlich Gott. Die Untat selbst ist eine Tat. Der Unmensch ist auch ein Mensch. „Untat“ und „Unmensch“ stehen für die Pervertierung. Alles Endliche ist eine Einschränkung des Unendlichen. Im Lateinischen kennt man den „Begriff des Unendlichen“. Das Lateinische kann das Unendliche in den Plural setzen. In den Übersetzungen kennen wir den Begriff „von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“. Gott werde hier über unendlich viele unendliche Welten gestellt. Hegel redet von einer „schlechten Unendlichkeit des Immerweiter- machens“. Aristoteles redet von einer potentiellen Unendlichkeit, einer unendlichen Anzahl der Möglichkeiten. Es gibt auch unendliche Möglichkeiten zu teilen: „die Teilbarkeit der Teilbarkeit“. Begrenzte Anzahlen der Teilchen sind jedoch sowohl begrenzt teilbar als auch begrenzt kombinier- bar. Die Befürwortung ist als Gegenstand begrenzt, die Verneinung ist als Gegenstand auch be- grenzt. Dies liegt in der Definition des Gegenstandes. Der Gegenstand der Gegenwart liegt auf der exakten Grenze zwischen Vergangenheit und Zukunft. Kein Glied einer Kette sei das letzte in der Unendlichkeit. Nicht mehr aufhören können kann sowohl als Erlaubnis als auch als Tatsache be- trachtet werden. In den Ideen geht es gerade um die vorgestellt Realität. Auch die Vorstellung von der Vorstellung ist eine Vorstellung. Um eine weitere Betrachtung des Logos zuzulassen: auch das Wort über das Wort ist ein Wort. Durch drei Worte werde mehr als ein Gegensatz ausgedrückt. Drei Worte seien mehr als funktional. Wir seien hier bereits bei der Relation: A und B werden durch C in Relation gesetzt. Die Antike Vorstellung von „objektiv“ ist „vorgestellt“. Das Objekt ist in der Antike etwas „Vorgestelltes“, ein Konstrukt. In der Frage der antiken Philosophen, was zuerst gewesen ist: das Subjekt oder das Objekt, ist es die Frage danach, ob zuerst derjenige, der sich vorstellt, oder die vorgestellte Welt gewesen ist.

Die Vorstellung führt zu einer Betrachtung. Das Anzweifeln der Richtigkeit einer Betrachtung ist eine Form der Rückführung, auch Reduktion genannt. Ob die Rückführung „eine brauchbare Übersetzung für die Reduktion“ ist, sei fraglich. Die Rückführung führt sowohl bei der Rückpräsentation als auch bei der Rückinterpretation nicht zwangsläufig zum Original. Rückpräsentationen und Rückinterpretationen zeigen, wie ein Sachverhalt verstanden worden ist. Wir erfahren im Vergleich, wie Sinn und Geltung sich unterscheiden oder überschneiden. „Die Ähnlichkeit ist der ganze Kern unserer Begriffe einer Eigenschaft.“, so Jaegwon Kim in seinem Buch „Philosophie des Geistes“. Rückinterpretationen und Rückpräsentationen führen in der Regel zu Ähnlichkeiten mit dem Original. Die Reduktion vergleicht Interpretation und Präsentati- on in ihrer Geltung mit dem Sinn des Originals. Die Geltung liege in der Interpretation des Ausdrucks für die Betrachtung. So die Definition der Hermeneutik. Der Sinn liegt in einem Organ. Hat ein Begriff oder eine Aussage einen Sinn, so ist dieses Organ das Sprechen, auch wenn es sich um Schrift handelt. Auch ein Text hat eine Aussage. „Zebras tragen in der Wildnis keine Mäntel“. Hier haben wir nun einen Grenzfall in der Redukti- on. Die Aussage erlaubt einen Rückschluss der Spekulation, welcher der Aussage die Fehleranna h- me zugrundelegt, Zebras seien gelegentlich Mantelträger. Diese Spekulation ist begründet, aber es bleibt auch eine Spekulation, wenn man sich mit dieser Aussage begnügen muss. In der NS-Zeit erlaubte der Sprachgebrauch bei dem Begriff der „Sonderbehandlung“ den Rückschluss auf die Vergasung des jüdischen Volkes. Das Argument der Wahrheit ist laut Descartes als Erkenntnis eine klare und deutliche Auffassung, die als nicht falsch betrachtet wird. Die Auffassung versichert dem Denkenden die Wahrheit. Dies ent-

hält einen Zirkel des „Durchmusterns“, so Descartes.

Die klare und deutliche Einsicht ist nicht

absolut. Doch sie zeigt uns, wenn auch unvollkommen, Reales und Irreales voneinander zu unter- scheiden. Kommt es zu einer Quintessenz, so schließt sich der Kreis. Die Quintessenz kann laut Descartes passieren. Descartes begnügt sich damit, dass sich keine Zweifel zeigen. Das Ich wird nicht bezweifelt, obwohl derzeit kein eindeutiger Beweis hierfür laut Descartes existiert. Descartes nimmt das Ich als Erkenntnis, nicht jedoch als bewiesen. Klar auffassen ist nicht identisch damit, klar aufzufassen zu meinen. Die Meinung ist weniger als die Erkenntnis. In der gewöhnliche Rede signalisieren viele in ihrer eigenen Meinung eine Vorsicht durch den Kon- junktiv. Klares Erfassen ist strukturiert nachvollziehbar. Ein besserer Begriff für diese „angenom- mene Wahrheit“ sei „wahrheitsfähig“. Äußerlichkeiten lassen uns annehmen, auf das Innere zu schließen. Dies ist hypothetisch. Eine Äu- ßerlichkeit wurde erkannt. Bei Nebel sieht man nicht klar das Hindernis. Doch wir erkennen, dass dort etwas ist. Wir müssen näher herankommen. Der Nebel kann auch mental sein. Ein Schauspie- ler spielt einen Neonazi, aber er ist es nicht. Er selbst will in einem entsprechendem Bühnenstück die scheußliche deutsche Vergangenheit darstellen, aus der man immer noch nicht gelernt hat. Die Wahrheit sei kein „Gedöns mit Worten“. „Jeder Vergleich hinkt. Mancher sogar auf allen vier Beinen.“. Die Erkenntnis ist ein Vergleich. Dies ist ein Gegenstand der Wahrnehmung und des Denkens. Die Generalisierung findet in einer unvollkommenen Welt statt. Dies ist ein Widerspruch, der die Allgemeingültigkeit verdrängt. Die Allgemeingültigkeit ist grobstofflich niemals ganzheitlich. Es sei widersprüchlich, ich könne denken aber niemals existieren. Die Existenz ist nicht absolut. Und das ist eine ganzheitliche Aussage. Denken ist existenzgebunden. Reflexive Betrachtungen ü- bersehen versteckte Widersprüche, deren spätere Erkenntnis erhalten den Prozess aufrecht. Die sorgfältige Betrachtung ist die Suche nach solchen Widersprüchen. Körper sind Wellen. Wellen sind Schall oder Licht. Schall und Licht sind Instrumente der Bestimmung. Die Definition aller Räume ist derzeit noch „rein euklidisch“ wie bei Kant. Die Relativität wider- spricht Euklid durch die Untersuchung der Wellen und deren Abweichungen. Abbildungen ein- schließlich dieser Abweichungen seien Propositionen. Gegenteile seien nicht widersprüchlich, son- dern relational. Widersprüche sind entweder imaginär oder komplex. Abweichungen bei den Wel- len ergeben keine Gegenteile. Abweichungen sind entweder imaginär oder komplex zum Original, sofern diese in keiner Relation zum Original stehen. Hans geht zur Schule. Hans gehe zur Schule, sei der Konjunktiv und dadurch eine Proposition. Da man nicht weiß, ob Hans nun zur Schule geht, lässt einen Vergleich mit dem Original nicht zu. Man kann diese – das Original und deren Proposition – auch nicht in Relation setzen. Der Konjunktiv ist jedoch nicht komplex, also imaginär. Konjunktive sind grundsätzlich imaginär, bis eine Tatsache definiert werden kann. Spekulationen sind imaginär, nicht jedoch komplex. Imaginäres ist weder wahr noch falsch, sondern schlichtweg konfus. Die Wurzel aus minus Zwei ist zwar konfus, kann jedoch in einer Rechenoperation auftauchen, die völlig richtig durchgeführt wurde. Das Imaginäre ist an eine Grundlage gebunden, die nicht einwandfrei definiert ist. Imaginäres wirft die Frage nach des- sen Ursprung auf. Sei der Ursprung erfasst – hier durch Determinierung –, so sei Imaginäres über- flüssig. Einen Ursprung zu erfassen, sei methodisch und wissenschaftlich. Dies ist genauso Realität wie das falsche Erfassen und die falschen Schlüsse. Der falsche Schluss folgt auf einer falschen Er- fassung. Imaginäres ist das Resultat einer nicht ganzheitlichen Betrachtung. Dies ist nicht komplex. Religion ist imaginär, Philosophie ist Wissenschaft und methodische Anwendung. „Gegenstände erscheinen in der Ferne kleiner, in der Nähe größer. Doch in welcher Entfer- nung erscheinen sie so groß, wie sie sind.“. Dieser Satz muss verworfen werden, obwohl er uns die Unterschiede bezüglich der Perspektive veranschaulicht.

Pronomen sind Fürwörter, die für etwas Konkretes stehen. Die Reduktion wurde eben als Prono- men beschrieben. Es gibt in einem Kleinkind die Frage, ob der Körper überhaupt da ist, während man schläft. Die Projektionsmuster scheinen bei einem Kleinkind stärker vergeistigt zu sein. Die Grobstoffe wirken verwirrend. Schmerzqualen sind relational zwischen grobstofflichem Körper und wahrgenommenem Sinnesmaterial. Das „Ich“ ist ein Programmierer und ein Analytiker. Freud gibt dem wahren Ich, dem Über-Ich, die Beobachterperspektive, nur das Ego ist handelnd. Epistemologisch ist erkenntnistheoretisch. Wenn ich durchschaue, dass man mich manipulieren will, so bin ich sehr wohl mein eigener Pro- grammierer, weil ich mich dagegen wehren kann, fremdprogrammiert zu werden. Zunächst sei zu hinterfragen, ob mein Verhalten zufällig ist, was ich bezweifle. Die indische Philoso- phie kennt einen sogenannten „Tausendtürentempel“. Man landet am Schluss entweder am Ein- gang oder am Ausgang. Am Eingang ist immer der Beginn eines Prozesses. Am Ausgang hat man sein Selbst erkannt: den wahren Willen. Das Subjekt ist im wahren Willen verankert. Dieser Wille ist ein Impuls, der ständig einen erneuten Prozess so lange in Gang setzt, bis jede Form der Illusion gelöst ist. Diese erklommene Stufe ist wahre Erkenntnis. In der Gehirnforschung sucht man seit langem nach einer Zentraleinheit. Wenn es diese nicht gibt, so ist das Ich eine Reflexion des Gehirns. In der Reflexion sei das Ich eine Betrachtung, ein Bedeu- tungskonstrukt. In der Variante der Zentraleinheit stellt sich die Frage, wie es zu einem transzenden- talen Denken kommt. In der Variante der Reflexion ist das Ich ein reiner Feinstoff, wovon ich aus- gehe. Das grobstoffliche Handeln und der grobstoffliche Körper werden Perspektivisch betrachtet. Die künstliche Intelligenz landet irgendwann bei der Reflexion eines Ichs. Sie entwickelt einen fein- stofflichen Körper. Die Reflexion schafft eine Perspektive, die nicht vorhanden sei, wenn das Ich nur ein Steuerungselement sei. Steuerungselemente sind nicht selbstprogrammierend. Sie können bei einem Computer ein Ich simulieren, doch dieses Ich ist dann Reflexion. Der Computer schafft eine autonome Zone. Das Ich ist autonom. Dadurch erkennt es Grenzen. Steuerungselemente bewegen sich innerhalb von Grenzen, ohne diese wahrzunehmen. Wirkliche Grenzen wahrzunehmen, ist Inten- tion. Solche Grenzen durch das Denken zu überschreiten ist aus grobstofflicher Sicht rein transze n- dental. Das Über- Ich ist jedoch rein feinstofflich. Der Begriff des Transzendentalen ist aus feinstoff- licher Sicht weit stärker eingeschränkt. Transzendental ist aus feinstofflicher Sicht nur das Komple- xe. Das indeterministische Chaos ist komplex oder imaginär. Das Irrationale ist nicht chaotisch. Kom- plexes ist nicht verknüpfbar. Imaginäres ist falsch verknüpft. Das Irrationale ist mit Präposition, je- doch ohne Synonym, aber mit Pronomen. Die Präposition ist funktional oder relational. Die Illusion ist imaginär. Dinge, die nicht verknüpfbar sind, können nicht einander zugeordnet werden. Das Ver- hältnis zueinander bleibt chaotisch. „Alles“ und „Nichts“ können nicht einander zugeordnet wer- den, noch nicht einmal durch Relation. Das Imaginäre ist lösbar. Dies ergibt den reinen Feinstoff. Aus feinstofflicher Sicht bleibt das Komplexe transzendental im Sinne von chaotisch. Sensitive Bedingungen sind im Anfang begründet. Der Anfang selbst ist nicht grobstofflich. Er ist auch dann ein Gegenstand, wenn man ihn zeitlich nicht zuordnen kann. Anfang und Ende sind nicht identisch. Das Ende ist ebenfalls zeitlich nicht zuordnungsfähig. Anfang und Ende sind zueinander komplex. Die Dialektik werden wir los durch die Negation der Illusion. Die Determinierung werden wir nicht los, da das Komplexe bleibt. Das Komplexe ist aus mathematischer Sicht zwar unlösbar in der Frage nach der Relation, doch die Mathematik kennt Mengen, die keine gemeinsame Schnitt- menge haben. Der Prozess hat am Anfang und am Ende einen Zustand der Gegenwart. Am Anfang ist ein Zustand gewesen, der dadurch beendet wurde, dass durch das Bewusstsein die Gegenwart eingetreten ist. Das Ende liegt im Ende der Gegenwart. Die Gegenwart steht für das Bewusstsein.

Das ist ein abgeschlossener Prozess. Das Bewusstsein ist ein Moment im Prozess des Bewusstwer- dens. Der abgeschlossener Prozess selbst schließt durchaus den Anfang und das Ende mit ein. Am Anfang und am Ende steht ein Bewusstsein, ohne das sich etwas verändert. Mit dem Eintreten einer neuen Veränderung wird das Ende zum Anfang. Das Ende hat mit dem Anfang dann einen Bezug, wenn das wiedereintritt, was aufgehört hat zu bestehen. Anfang und Ende sind Zustände ohne Prä- dikate Der Wille folgt auf eine Wahrnehmung und geht einem Ereignis voraus, welches den Willen bestätigt, teilweise bestätigt oder auch nicht bestätigt. Der Wille bewirkt nicht zwangsläufig, aber er drängt danach, das Ereignis wahrzunehmen. Diese Wahrnehmung ist wiederum dem Willen zuzuordnen, nicht Bestätigtes umzusetzen und über das Bestätigte hinauszugehen. In der Pervertierung redet man von einem „Unwillen“. Diese Aussage kann wahr oder falsch sein. Der wahre Wille kann für eine außenstehende Perspektive als Unwillen betrachtet werden. Der Wille ist der Impuls, das Subjekt zu reflektieren. Unterbewusstes ordne ich der Reflexion zu. Reflektiert wird das Subjekt. Der Wille ist ein Verursacher und ein Widersacher. Das erwartete Ergebnis ist der Grund und der Zweck. Die Bestätigung ist das Ziel. Eine Illusion bestätigen zu wollen, ist imaginär. Warum erfahren wir die Anstrengung als die unsrige? Die Anstrengung ist Arbeit, mit der wir unsere Zeit nutzen, ob das nun sinnvoll oder nicht sinnvoll ist. Aus dieser Betrachtung heraus gibt ein Unwil- len zu bestimmten materiellen Arbeiten Sinn. Er ist gerechtfertigt. Ich kann meine Zeit sinnvoller verwenden, als am Fließband zu arbeiten. Ich habe ein Recht darauf, mich von einer Maschine zu unterscheiden. Man kann das Lernen im Erkenntnisprozess als eine Anstrengung auffassen, die sinn- voll ist, hingegen die Fließbandarbeit als sinnlos. Es gibt „verschiedene Wege zur Erkenntnis“, da es verschiedene Methoden gibt. Beobachten wir einmal zwei gegensätzliche Wege: „der Weg durch die Unwissenheit“ soll zum Wissen führen. „Der Weg durch das Wissen“ ist gehbar. Doch das Ziel ist noch unbekannt. In der unvollkomme- nen Praxis ist „der Weg in der Form der Methode“ nicht identisch mit dem Ziel. Der Zweck ist weder mit dem Anfang noch mit dem Ziel identisch. „Das Wissen um die Methoden“ ist die Orien- tierung, ein unbekanntes Ziel zu erreichen. Ist ein Ziel unbekannt, so ist es ein Ort, den wir erstmals nach „Anwendung der Methode“ erreichen oder den wir erst bei Erreichen als bekannt erkennen. Doch dann war es kein Ziel, sondern ein Anfangspunkt, den wir erneut erreichen. Das Ziel ist nicht identisch mit dem Anfang, sonst handelt es sich um eine Rückkehr, eine Umkehrope- ration. Eine Umkehroperation kann auch über einen anderen Weg, durch eine andere Me- thode bewirkt werden. „Die christlichen Dogmatiker“ haben ihren Fehler darin, ihr Ziel in dem Anfang zu sehen. Sie begehen nur eine Umkehroperation, die kein Schritt nach vorne ist. „Das Verfahren des Denkens“ führt methodisch entweder zu einer Bestätigung, „die Rückkehr zum Anfangspunkt“, oder zu einem Widerspruch. Am „Anfang des Denkens“ vereinte der Denkende sowohl das männliche als auch das weibliche Prinzip. Das weibliche Prinzip vereint Ethik und Religion. Das männliche Prinzip trennt diese von- einander. Das weibliche Prinzip vereint die Gefühle mit der Intelligenz. Es ist „eine Dualität von Theorie und Praxis“. Das männliche Prinzip trennt dies. Die Theorie geht grundsätzlich der Praxis voraus. Aus der praktischen Umsetzung erfolgt die Erkenntnis, die erneut „eine theoretische Auf- stellung von Thesen und Antithesen“ ermöglicht. Das weibliche Prinzip kennt auch Thesen und Antithesen der Praxis. „Die genormte Theorie der Praxis“ ist „die Befürwortung einer ange- wandten Methode“. „Die Antithese der Praxis“ ist deren Ablehnung. Die Anwendung selbst kann in ihrem Vorgang befürwortet oder abgelehnt werden. Das Handeln kann spontan beein- flusst werden. Die Spontaneität entspringt dem weiblichen Prinzip. Erlaubt die Methode wirkliche Spontaneität? „Das rein männliche Prinzip“ führt „zu der rein tugendhaften Erziehung“. Das

weibliche Prinzip erkennt eine andere Realität. Die Erziehung erfordert laut dem weiblichen Prinzip „ein spontanes Handeln in Situationen“, welche die Methode nicht vorsieht. Die völlige Harmo- nie ist in der unvollkommenen Realität kein Gegenstand. Das weibliche Prinzip zeigt „die Stärke in der Situation“, die nicht vorgesehen ist. Das männliche Prinzip hat seine Stärken in der Technik. Die Realität zeigt in der Unvollkommenheit nur Tendenzen, keine absoluten Ergebnisse. Es gibt deshalb auch ständig mathematisch hochbegabte Frauen ebenso wie sehr gute männliche

Übersetzer.

zeigt „sehr starke Zuneigung zu den Sprachen“. Die Kabbala zeigt „eine Verbindung von Wor- ten und Zahlen“. Das steht für „die Verbindung des männlichen mit dem weiblichen Prinzip“ in einem ”Adam” vereint. Die Methode nimmt „die Trennung in das männliche und das weibliche Prinzip“ als gegebenen Gegenstand. Adam und Eva sind eigenständige Individuen, die ihre Existenz auch als ihr Recht be- trachten. Dieses Recht einem Individuum zu gewähren oder es ihm abzuerkennen, ist ein Urteil. Die Kabbala kennt für „die Befürwortung eines gewährenden Urteils“ zwei erforderliche Zeugen. Der eine Zeuge ist „die Erkenntnis aus den Zweifeln“: das Wissen. Der zweite Zeuge ist das Individuum, welches sich aus den Selbstzweifeln heraus behauptet. Das Wissen und das Individuum selbst rechtfertigen das Individuum. Ein Individuum behauptet sich vor seinem Selbst. Dieses Selbst ist der Richter. Das Wissen und das Individuum sind in dieser Weise das Wirken im Urteil zu Gunsten der persönlichen Freiheit. Ein Individuum trennt durch sein Wissen das Licht von dem Irrlicht. Die Erkenntnis besagt, die Ge- genstände von der Illusion zu trennen. Jedes Wesen, welches die Illusion erkennen kann, wird diese verneinen. Die Verneinung verdrängt einen „Teil der grobstofflichen Realität“. Die Filterung, die Illusion zu beseitigen, bewirkt als Endprodukt das Feinstoffliche. „Der Ort der Feinstoffe“ wird in der Thora ”Asylstadt” genannt. Der Zustand, frei von der Illusion zu sein, erlaubt keinen Verzehr von Blut. Das Blut beinhaltet „das Töten von Lebewesen“, die sich bewusst sind. Auch das Ju- dentum kennt den Vegetarismus. „Das Erkennen durch das Bewusstwerden“ macht dieses zur Bedingung, um als Individuum existent zu sein. „Die Tötung des Bewusstwerdens“ ist daher „die schlimmste Sünde“. Diese erfolgt im wesentlichen durch Gehirnwäsche. Das Loslösen von einem Irrlicht geschieht durch das Zweifeln und das Misstrauen. Irrlichter sind gerne dogmatisch. Sie lieben es, die Wahrheit anzuzweifeln. Die Formung eines pervertierten Kon- struktes ist oftmals genialisch. Die Dogmatik präsentiert „die Philosophie in der Form des Zweifels“, als ”Volksverhetzung”. Die Philosophen fassen sich selbst als ”Aufklärer” auf. Die Kabbala ist kein dogmatischer Weg. Sie kritisiert „die religiöse Bevormundung“. Sie will den Denkenden zur Quintessenz verhelfen. Es ist niemals vorauszusehen, ob das ”Ja” oder das ”Nein” die richtige Antwort ist. „Das Erler- nen der Differenzierung in Teilfragen“ muss soweit vollzogen werden, bis „die offenen Fragen“ eindeutig mit Ja oder Nein beantwortet werden können. Jede Frage die eindeutig mit Ja oder Nein beantwortet werden kann, kann durch „ein dialektisches Verfahren“ behandelt werden. Franz Kafka, der als „ein entscheidender Kabbalist“ zu betrachten ist, beschreibt „die beiden Zeugen als Verfolger“. Das Wort ”Prozess” ist doppeldeutig. Es steht für ein Gerichtsverfahren und „ein Verfahren geistigen Erkenntnisprozesses“, den „Sinn eines scheinbar sinnlosen Pro- zesses“ zu finden. „Das Empfinden in der Grobstofflichkeit“ ist geprägt von den beiden „Methoden der Unter- weisung“:

- die dogmatische Unterweisung lässt einen Menschen seine Unmündigkeit empfinden.

- die skeptische Unterweisung lässt den Menschen an allem zweifeln.

Das männliche Prinzip neigt sich zu Gunsten der Mathematik. Das weibliche Prinzip

„Die Wahrnehmung des Äußeren“ stellt den „Grad der Mündigkeit des Denkenden“ dar. Die- se Mündigkeit ist bei ihrer vollen Reife „der Ort und die Zeit eines vollausgebildeten feinstoffli- chen Körpers“. Dies nenne ich den Fortschritt. „Die dogmatische Unterweisung“ unterdrückt demnach „die Entwicklung des feinstofflichen Körpers“. Die Unterdrückung bewirkt einen Rückschritt. ”Das erkenntnistheoretische Subjekt” ist laut Kant der Denkende in der sogenannten ”kogniti- ven Philosophie”. Diese arbeitet mit einem schemenhaften Prozess. Es gibt bei Kant sogenannte

sei hier der Satzbau. Die Anwendung hat logische

Strukturen. Die Konstruktivität resultiert aus der logischen Erkenntnis. Kant äußert sich nicht zu den Rückschlüssen der Logik, die gar nicht Realität sind. „Rückschlüsse der Logik“, die nicht real sind., sind dennoch existent. Logische Rückschlüsse sind in der unvollkommenen Praxis nicht ”aus- nahmslos”, gemeint ist: nicht ”absolut”. Die Determinante ist in der Mathematik „ein Rück- schluss aus der Matrix“. Die Matrix sei das Wahrnehmbare. Eine Matrix umfasst auch den Fein- stoff. Das Gehirn ist von vornherein strukturierend tätig. Noch bevor das Denken wirklich anhand der Wahrnehmung ansetzt, ordnet das Gehirn bereits das ”Sinnesmaterial”. Will man grundlegende Fehler erkennen, so muss man die Dinge durchschauen, die man selbst falsch definiert hat. Falsche Definition ist Illusion. Die richtige Definition ist „das Ergebnis der Dialektik, die Aussage der Quintessenz“. Können wir einem Menschen helfen, den wir meiden, weil wir denken, ihm nicht helfen zu können. Jemandem nicht helfen zu können, hat im wesentlichen zwei Gründe:

- Er ist dogmatisiert. Er muss anfangen zu zweifeln. Die Dialektik ist das Gegengift.

- Der Betroffene will von niemandem beurteilt werden. Sein Umfeld hat daher „ein mangelndes Urteilsvermögen“. Der Urteilsspruch wurde von dem Betreffenden nicht identifiziert. Ein Urteil muss von einem Individuum identifiziert werden. Diese Identifizierung findet nur bei einem wahren Urteil statt. Nicht jedes falsche Urteil wird offen kritisiert, aber im Stil- len bezweifelt. Sie haben keinen Anspruch darauf, ihr persönliches Urteil jemandem auf- zudrängen. Meiden Sie Menschen, die leidenschaftlich gerne anderen sagen, was sie von ihnen halten! Unterscheiden Sie in dem Umfeld eines Betroffenen die Selbstkritischen und die Selbstver- herrlichenden. Das Selbst, welches der Selbstkritische kritisiert und der Selbs tverherrli- chenden verherrlicht, ist das falsche Ego. Dieses falsche Ego wird bei der Verherrlichung fälschlicherweise für das Selbst gehalten. Man benötigt für die Orientierung einen Grundsatz. Erklären Sie das, was Sie erkennen, wenn Sie denken, dass der Ort und die Zeit dafür geeignet sind. Man spürt in jedem solchen Moment einen Impuls aus dem eigenen Inneren. Eine gute Erklärung wird von einem intelligenten Menschen normalerweise richtig verstanden. Eine schlechte Erklärung wird von einem weniger be- gabten Menschen meist falsch verstanden. Eine schlechte Erklärung wird von einem intel- ligenten Menschen durchschaut. Eine gute Erklärung kann auch von einem weniger begabten Menschen verstanden werden. Wir haben es hier mit keiner Dialektik zu tun. Dieses Verfahren ist ordnend und schematisierend. Das Ordnungsmuster wird auch Schema genannt. Die Sche- matisierung ist die vorangehende Operation für eine Determinierung. Die Determinante ist folgende: man braucht Leute, die eine falsche Erklärung durchschauen. „Eine falsche Erklärung“ kann erst im Nachhinein erkannt werden, daher kann man ihr nicht vorbeugen. Die Dogmatik ver- sagt hier, dies ist ein Einwand gegen die Existenz des Absoluten. Die Unterscheidung in Interpretation und Determination ist eindeutig:

- die Interpretation ist „eine Facette des Sachverhaltes“.

- die Determinante resultiert aus der Schematisierung.

”Wenn-So-Urteil”. ”Wenn etwas

,

so ist

Die Konstitution ist „die Erfassung eines Merkmalkomplexes“. Merkmale können komplex sein. In der Mathematik ist eine Zahl, die noch durch einen Bruch oder eine Wurzel darstellbar ist, reell. Benötigen wir für die Darstellung „die Beschreibung einer Operation“ aus reellen Zahlen, so sind wir bei der komplexen Zahl. Das Komplexe ist nicht mehr als Materie zu betrachten. Der Feinstoff ist immernoch reell. Das

Komplexe zeigt sich ”mit der genauen Erfassung des Begriffes des Absoluten”.

„Die reelle

Ablehnung des Absoluten“ macht das Absolute zu einem komplexen Gegenstand. Frage: ”Gibt es einen Text, der nicht missverstanden werden kann?”. Die Frage bezweifelt das Absolute. „Die Suche nach einer Antwort auf die Frage“ sei eine Ope- ration, die zu einem komplexen Gegenstand führen soll. Können wir einen Satz sagen, der nicht missverstanden werden kann? Darüber denkt niemand nach, aber es ist so. Jede These kann eine Beschreibung oder eine Aufforderung sein. Jede Frage kann eine Antwort erwarten oder nur rheto- risch gestellt sein. Jede Aufforderung kann reine Provokation sein. „Die Verwendung des Kon- junktivs“ kann Spekulation oder Ironie beinhalten. Jedes Zitat kann in einen falschen Zusammen- hang gebracht werden. Die offene Klotür, die heiße Herdplatte oder ein dröhnender Rasenmäher führen täglich zu Auseinandersetzungen, bei denen die gleiche Wahrnehmung unterschiedlich interpre- tiert wird. Reelle Operationen sind die Dialektik, die Interpretation, die Schematisierung, die Dete r- minierung und das Konstruieren. Die Dialektik führt in die Ablehnung des Absoluten, da die Unvollkommenheit unabhängig von Ort und Zeit Realität ist. Es stellt sich die Frage, in- wieweit die Unvollkommenheit als absoluter Zustand zu betrachten ist. „Die Interpretation das Absoluten“ zeigt jedes Individuum und jeden Gegenstand als unvollkommen. Die Schematisierung führt hier zur Dialektik, ob das Absolute zu befürworten oder abzulehnen ist. Die Determinante ist daher „die Quintessenz aus einem Widerspruch“. Die Dialektik zeigt den Widerspruch, die Un- vollkommenheit als absolut und die Vollkommenheit als spekulativ zu betrachten. Die Dialektik zeigt uns eine falsche Definition. Die Vollkommenheit beinhaltet nur das Sein, nicht das Denken. Das ist ein weiterer Widerspruch. Ist das Absolute eine Konstruktion, so ist die Unvollkommenheit elementar. Psychologen reden bei einem ”Hirngespinst” von einem ”Konstrukt”. Etwas Komplexes wird durch das Denken kon- struiert, damit es ist. Bei der möglichen Zuordnung müsste man wissen, ob es sich „bei dem kom- plexen Begriff des Absoluten“ tatsächlich um eine Konstruktion handelt. Die Konstruktion hat auch einen Zustand des Seins. „Der Zweck einer Konstruktion“ ist das Sein. Das Denken ist der Weg dazu. In der Vollkommenheit gibt es nur noch das Sein. Eine Konstruktion muss daher reell sein. Das Absolute ist „das Resultat einer Konstruktion aus reellen Komponenten“. „Die Gren- zen der reellen Komponenten“ liegen darin, etwas zu befürworten oder es abzulehnen. Diese Grenze zeigen in ihrem Inneren als Intervall die Existenz, die bereits als unvollkom- men beschrieben worden ist. „Die Auflösung der Illusion“ erlaubt weiterhin das Denken. Das Denken kann daher diese Grenze nicht überschreiten, da es ein Prozess ist, der sich über den Zeitraum der Unvollkommenheit vollzieht. Das sogenannte ”vollkommene Den- ken” sieht keinen Denkvorgang, sondern nur noch Wissen vor. Es gibt für das vollkom- mene Denken keine Konstruktion mehr, was wiederum ein Widerspruch ist. Es gibt nur noch Antworten. Keinen Denkvorgang mehr zu gebrauchen, heißt, nicht mehr zu arbeiten. Auf der feinstofflichen Ebene ist das Denken „die eigentliche Form der Arbeit“. Handeln gibt es bereits nur noch als Begegnung oder in der „Form der grobstofflichen Berührung“. Diese Berüh- rung kann sich wiederum als Illusion erweisen. Der Brahmane bleibt so lange in der grobstofflichen

Ebene, bis alles grobstofflich berührte entweder als Gegenstand oder Illusion erkannt wird. Durch diesen Prozess können Denkende aus den Grobstoffen befreit werden, indem sie in ihrem Umfeld erkannt werden. Das Absolute kann nur in der Grenze selbst, zu bejahen oder verneinen, liegen. Das Absolute ist dennoch Gegenstand. Das Individuum nimmt das Absolute nicht als lebendig wahr. War etwas tot, ist es tot. Und bleibt es tot, so handelt es sich um „eine immerwährende Illusion“. „Die konventionelle Sprache“ ist vorsprachlich. „Die eigentliche Sprache“ ist bereits „ei- ne freie Begriffsbildung und –findung“. Die Intelligenz stellt sich über „die konventionel- le Form der Sprache“, die definiert ist. Die Intelligenz erfolgt durch die freie Begriffsbil- dung, selbst definieren zu können. Dies führt immer weiter weg von den „Grenzen des Ab- soluten“. Die Schlange führt uns durch ihre Versuchung immer wieder in Prozesse, die uns neue Räume erschließen. Die Schlange ist ein Bild für jeden neuen „Beginn der individuellen Existenz“. Jeder abgeschlossene Prozess kann die Möglichkeit sein, das Absolute zu finden. Das Absolute kennt zwei klar definierte Begriffe: das ”Nichts” und das ”Alles”. Das Nichts erscheint in seiner Komplexität als logisch. Die Logik kann dem Verstand wiederspre- chen. Dies ist hier der Fall. Der Verstand ist individuell. Das ”Alles” beinhaltet auch das Unvollkommene. „Der komplexe Begriff“, ”alles” zu betrachten, besagt, Vollkommenes und Unvollkommenes erkennen zu können. Die Dialektik führt zu einer Quintessenz, einen Gegenstand zu definieren. Wahrgenommene Gegens- tände sind so lange für die Sinne unvollkommen, bis diese als Gegenstand oder Illusion definiert sind. Das ”Alles” erfordert den „Abschluss des Prozesses“, alles entweder zu definieren oder abzuleh- nen. „Das Verfahren der Konstruktion“ erlaubt „die Schaffung von Gegenständen“, die dia- lektisch entweder als Gegenstand oder Illusion erkannt werden. „Das Verfahren der Konstrukti- on“ selbst ist Gegenstand. Einen Gegenstand als Konstruktion zu bezeichnen, bezieht sich immer darauf, dass „ein Prozess des Denkens“ stattgefunden hat. Diese Definition ist eindeutig. „Die Prozesse der Konstruktion und der Dialektik“ sind absolut. Das ”Alles” ist ein Begriff, dessen Komplexität durch eine Operation dargestellt werden kann. Das Nichts ist eine Negation, in der sich alles als Illusion erweist und keinen Gegenstand übriglässt. Die Verfahren selbst haben wir jedoch als Gegenstand erkannt. Dadurch ist das Nichts widerlegt. Das ”Alles” ist die Summe von allem, das von den Subjekten wahrgenommen und erkannt wird. Die Illusion ist ein Trugbild. In der Grundsatzfrage ist das Nichts ein Trugbild. Unsere Existenz wird sich bestätigen. Kann ein Subjekt überhaupt Illusion sein? Wenn uns jemand so lange kritisiert und dann verschwindet, wenn wir alles richtig machen, so ist sein Dasein nur in den Fehlern, die wir ma- chen, bedingt. Er ist in den Fehlern definiert. Je weiter wir kommen, werden wir diese Erscheinung erfahren, dass uns Menschen begegnen, die nur so lange an unseren Fehlern nörgeln, bis sie nichts mehr zu nörgeln haben oder gar wegen falscher Kritik sich wieder verkriechen. Eine Begegnung selbst kann Illusion sein. Beseitigen wir die Fehler, so haben wir eine Antwort. Ein Subjekt kann nicht allein sein, da es nur unvollkommen besteht. Das Alleinsein ist letztendlich der Tod. „Der Tod ist die Darstellung einer möglichen Grenzüberschreitung“, da in diesem Moment sowohl die Illusion wie auch der Gegenstand des Grobstoffen nicht bestehen. Durch den feinstofflichen Körper können wir „eine grobstoffliche Grenze“ übe r- dauern. „Die feinstoffliche Grenze“ führt bei einer Überschreitung in ein neues Unive r- sum. „Die Erklärung der Überschreitung“ führt uns in eine Ebene, die über der feinstoffli- chen Ebene liegt. Auch auf dieser Ebene befinden wir uns in einem ”Prozess”. Die Methoden in diesem Prozess sind die gleichen, mit denen wir erkennen. Auf dieser höheren Ebene erscheint eine erneute Loslösung von der Illusion notwendig zu sein. „Die geeignete Erklärung für diese erneute Loslösung“ ist

die, dass wir auf der höchsten Ebene in unserem Universum das männliche und das weibliche Prinzip wieder vereinen. Die Frage danach, warum wir auf der höchste Ebene diese beiden Prinzipien wie- der vereinen, liegt darin, dass die Intelligenz in ein höheres Bewusstwerden führt. Das Sein ist eine Form des Empfindens. Es ist Bestandteil der Gefühle. Ein Bewusstwerden beinhaltet das Gefühl, auch wenn wir es dem Denken unterstellen. Das Gefühl ist in der deutschen Sprache im Neutrum. Das Fürwort lautet ”es”. Das Es ist in den Gefühlen verankert. Ein ”Ich” ist auch in dem Ego, welches in den gesellschaftlichen Abgrund führt. Das Wort ”Jahwe” – ”Ich bin, der ich bin.” – beinhaltet „eine Kombination aus Sein und Denken“. Das Über- Ich ist in diesem Sinne weibli- chen Prinzips. Auch das männliche Prinzip führt wieder in das weibliche Prinzip „zu Gunsten einer Grenzüberschreitung“. Das Ich erfährt und kennt Sympathie und Antipathie. Zuneigung und Abneigung sind Haltungen. Bei Haltungen haben wir es wie bei Zuständen und Prozessen mit Positionen und Relationen zu tun. Betrachten wir noch den Begriff der Sympathie. Diese Sympathie besagt, sich dem ”Anderen” zugeneigt zu fühlen. Die Sympathie ist ein Gefühl, welches gleichzeitig auch Methode ist. Die Sym- pathie ist „ein Weg der Praxis, ein Weg des weiblichen Prinzips der Dynamik“. „Der Weg des männlichen Prinzips“ erfordert „die Erfahrung des Anderen“. Dies geschieht durch „zeitweili- ge Neutralität“. Die Neutralität ist der Weg der Praxis, die dem männlichen Prinzip zuzuordnen ist, da die Erfahrung vorangeht. Sympathie und Neutralität sind nicht synthetisch. Die Sympathie führt zu der Subjektivität, die Neutralität zur Objektivität. Das weibliche Prinzip wirkt anziehend für die Neugierde. Das männliche Prinzip führt zu Distanz. Neugierde und Distanz sind zweipolig nicht im antithetischen Sinne. Ein Denkender, der beide Prinzipien vereinigt, ist zweipolig wie bei einem Magneten. Die Zweipoligkeit ist „das Ziel des Individuums“. Neugierde zieht an, Distanz weist ab. Neugierde zeigt Leidenschaft. Die Distanz zeigt Tugend und Unwissenheit. Die beiden Pole sind hier nicht ebenbildlich wie in der Dialektik, bei der die Negation der Negation

„Die Negation der Distanz“ ist nicht die Neugierde. „Das männliche und

die Position ergibt.

weibliche Prinzip“ können nicht dialektisch gegenübergestellt werden. „Ebenbildliche Gegensät- ze“ sind nicht verschieden. Damit etwas verschieden ist, ist es auch nicht exakt ebenbildlich. Das sei eine Spiegelung. Dinge, die sich ergänzen, erfordern kein symetrisches Verhältnis. Die Reflexi- on erfordert keine Interaktion. „Ebenbilder der Dialektik“ sind entweder beide Gegens- tand oder beide Illusion. Sei eine Methode Gegenstand, ein Prinzip Illusion, so sei die In- teraktion durch ein Urteil beendet. Dieses Urteil kann sowohl zu Gunsten des Gegenstan- des als auch der Illusion gefällt werden. „Die Interaktion zwischen Methoden und Prinzipien oder zwischen unterschiedlichen Prinzipien“ ist elementar. Die Dialektik ist eine Zwischenstufe zwischen und Bindung und Verselbständigung. Die Quintessenz schafft die Loslösung vom Grobstoff und führt in eine feinstoffliches Dasein, welches noch keineswegs autonom ist. „Alle Prozesse der Entwicklung“ fangen an, sich zu vers elbständigen. Die Software kann sich bereits weitgehend selber entwickeln. In den Hochschulen bringen sich die Studenten den Stoff gegenseitig selber bei. „Prozesse der Verselbständigung“ sind erwiesen und dadurch Gegens- tand. Das, wovon man sich löst, wird nicht mehr benötigt. Es wird zur Illusion. Man kann Ballast abwerfen. Unnötiger Ballast sind: die falsche Dogmatik und die Einbildung. Die fal- sche Dogmatik erkennt falsche Gegenstände. Diese kann man überwinden und auf diese verzichten. Ein abs oluter Zustand ist an den „Verzicht auf die individuelle Existenz in dem Verzicht auf jeden Zweifel“ bedingt. Die falsche Dogmatik und die Einbildung sind ebenbildlich. Kein Schüler fragt noch wirklich danach, einem Lehrer zuzuhören, den er bezweifelt, von dem er denkt, dass er eingebildet ist. Wird ein Lehrer konkret nicht mehr gefragt, so wird dessen Lehre als

nicht mehr akzeptiert verneint. Die Unvollkommenheit zeigt sich meistens darin, dass an einem Leh- rer nicht wirklich alles falsch ist. Karl Marx kommt in seinen Thesen über Feuerbach zu dem Schluss, der Erzieher müsse erzogen werden. Fröbel sagte einmal ganz hart, der Lehrer müsste ei- gentlich dafür bezahlen, Schüler überhaupt unterrichten zu dürfen.