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I.

D a s Geheimnis des Chassidim

W ä h r e n d d a s v ö l k e r z e r s t ö r e n d e W i r k e n des w e s t e u r o p ä i s c h e n u n d a m e r i k a n i s c h e n
J u d e n t u m s d u r c h die erfolgreiche A u f k l ä r u n g s a r b e i t der j u d e n k e n n e r i s c h c n B e w e g u n g
m e h r u n d m e h r auch den weitesten Kreisen unserer N a t i o n zum B e w u ß t s e i n ge-
b r a c h t w o r d e n ist, fehlte bisher i m m e r noch eine e i n i g e r m a ß e n e r s c h ö p f e n d e D a r -
stellung j e n e r geheimnisvollen jüdischen Sekten in O s t e u r o p a , in d e r e n O b h u t h ö c h s t -
w a h r s c h e i n l i c h die M y s t e r i e n der großen j a h w i s t i s c h e n K a b b a l i s t e n g e f l ü c h t e t
s i n d . N u r Prof. G r e g o r Schwartz-Bostunitsch weist in seinem leider d u r c h d e n
E i n f l u ß seines anthroposophisch-illuminatischcn Lehrers K. Heise v e r b a l l h o r n t e n
W e r k e über die Freimaurerei auf diese „ C h a s s i d i m " hin. von d e n e n er v e r m u t e t , d a ß
sie mit a n d e r e n G e h e i m ü b e r l i e f e r u n g e n auch das „Blut-Ritual" b e w a h r t h ä t t e n . W i e
wahrscheinlich diese V e r m u t u n g ist, beabsichtige ich hier aufzuzeigen.

Im Zeichen der Kabbalah


D e r M u t t e r b o d e n des Chassidismus, j e n e r o s t j ü d i s c h e n Sekte, die die g r o ß e M e h r -
zahl aller J u d e n Polens, Litauens, Lettlands, K a r p a t h o - K u ß l a n d s und des R ä t e b u n d e s
u m f a ß t , ist die Kabbalah, dies „Buch v e r w o r r e n e r jüdischer Philosophie u n d j ü d i s c h e r
Magie, finsteren A b e r g l a u b e n s , mit A m u l e t t e n , magischen Zeichen, A s t r o l o g i e , Seelen-
w a n d e r u n g . B e s c h w ö r u n g s f o r m e l n und vor allem der G e m a t r i a und a n d e r e m m e h r "
( L u d e n d o r f f ) . Die Kabbalah ist die Geheimreligion der J u d e n , w a s den G o j i m gegen-
über natürlich energisch b e s t r i t t e n wird. („Es gibt keine j ü d i s c h e n G e h e i m l e h r c n " .
b e h a u p t e t mit e h e r n e r Stirn Blatt 18 des im Philo-Verlag der ehemaligen „ d e u t s c h e n
S t a a t s b ü r g e r j ü d i s c h e n G l a u b e n s " erschienenen „ A n t i - A n t i " , w ä h r e n d ein s e h r un-
gewisser Dr. Weigl auf Seite 133 des in d e m s e l b e n Verlag h e r a u s g e k o m m e n e n Werkes:
„ D a s J u d e n t u m " ausdrücklich v e r m e r k t : „Die mystische Auslegung bildet die G r u n d '
lage der Geheimlehre... Das System der Geheimlehre heißt Kabbalah"!) Jahrhunderte
hindurch selbst vor uneingeweihten Volksgenossen durch die Zaddikim streng ge-
heimgehalten. ist es nichtjüdischen Hirnen und Herzen fast unmöglich, in diese
absichtlich verworren dargestellten Gedankengänge der heiligen Wahnsinnigen Zions
einzudringen. Erst das Auftreten einiger jüdischen Eingeweihten, die sich offen ihrer
Kabbalah Bemeisterung rühmten, zeigte den sehenwollenden Augen blitzartig jenen
riesigen schwarzen Polvpen, der mit seinen Fängen sich anschickt, der schaffenden
Menschheit das Lebensblut auszusaugen.

Heilande der K a b b a l i s t e n
Einer der bedeutendsten jener kabbalistischen Eingeweihten war der levantinische
Jude Sabbatai Zwi, der sich im Jahre 1648 in Smyrna auf Grund des Buches „Sohar"
als Messias offenbarte, den gefürchteten Gottesnamen aussprach und den Anbruch
des „Fünften Reiches" verkündete. Von den Rabbinern als „Entheiliger des Namens"
(soll heißen: als Preisgeber kabbalistischer Geheimnisse an die breite jüdische Masse)
gebannt, zog er mit seinen Anhängern nach Saloniki, Ägypten und Jerusalem, wo er
sich mit der gewerbsmäßigen Dirne Sarah, der Tochter eines polnischen Rabbi, ver-
mählte. Unter Hosianna-Rufen der Volksmenge, hysterischen Visionen der Frauen,
sich selbst geißelnden und verwundenden Männern konnte er 1666 wieder seinen
messianischen Einzug in die Vaterstadt halten. Alle jüdischen Zeremonial- und Sitten-
gesetze wurden aufgehoben — in ekstatischen Tänzen drehten sich Männer und
Weiber auf offener Straße und gaben sich ihren „frommen" brünstigen Aus-
schweifungen hin. Der schon oben erwähnte Schwartz-Bostunitsch weist mit Recht
darauf hin. daß sich dieser Taumel in allen wesentlichen Zügen bei der Eroberung
Rußlands durch die Sowjetjuden wiederholte! Als der Sultan von der Bewegung
hörte, ließ er Sabbatai Zwi gefangennehmen, zwang ihn zum Übertritt zum Islam
und wies ihm zunächst das Dardanellenschloß Abydos, später aber die Stadt Dulcigno
in Albanien als Wohnsitz an. Es ist nun höchst bemerkenswert, daß der Übertritt
zum Islam dem Rufe des neuen Messias unter den Ostjuden keineswegs schadete;
die kabbalistisch beeindruckten Massen wußten zu gut, daß der offizielle Übertritt
zu einem aus dem Semitismus hervorgegangenen Bekenntnis (Islam, Christentum
aller Schattierungen) nur Mittel zum heiligen Zweck, der Aufrichtung des Juden-
reiches, war. .„
Den Weg des Sabbatai Zwi wollte auch jener podolischc Kabbalist Jankiew Lcj-
bowiez Frank gehen, der eine Wiedergeburt des Messias von Smyrna zu sein vorgab
und im Namen des Buches Sohar gegen die Talmudisten (die Prediger der für die
profan-jüdischen Volksmassen bestimmten Religion) protestierte, um schließlich eine
neue bizarre katholisch-jüdische Religion „Dath Edom" zu verkünden. Seine grenzenlose
moralische Verworfenheit und seine unverhohlene Verleugnung der offiziellen Grund-
lehren des Judentums machten es aber dem Frankismus unmöglich, unter den Gesetzes-
treuen Fuß zu fassen, so daß die ganze Bewegung im Sande verlief und der
Gründer selbst, der 1791, von einem ganzen Hofstaat umgeben, in Offenbach bei
Frankfurt starb, nebst seinem Anhang seinen Übertritt zur römisch-katholischen
Kirche in Lemberg feierlich durch die Taufe vollziehen lassen mußte.
Erwähnung verdient auch die seltsame Tatsache, daß das öffentliche Eintreten
des aschkenasischen Kabbalisten Frank für die päpstliche Kirche auf denselben Zeit-
punkt fällt wie die Gründung des Martinisten-Ordens durch den sephardisenen
Kabbalisten Martinez Pasqualis. Der Martinisten-Orden wurde bekanntlich der ge-
heimnlsvolle Schmelztiegel, in dem aus jüdischer Geheimlehre und jesuitischer
Lebenspraxis die zur Unterwerfung der Denkenden und Freigesinnten unter die
päpstlich-messianische Autorität erforderliche Weltanschauung geglüht wurde... So
kann es nicht weiter wundernehmen, daß der Sohn des Jankiew Lejbowicz Frank -
der Bankier Frey aus Wien — Martinist wurde und mit Danton bis zu dem
Robespierres Befehl erfolgenden Tod auf dem Schafott in engster persönlicher, ge-
danklicher und — finanzieller Freundschaft verbunden war!
Der Herr des Großen Namens
N a c h d e m die v o n d e n Eingeweihten der Kabbalah geleiteten m e s s i a n i s c h e n Bewe-
g u n g e n v e r s a n d e t w a r e n , verloren die j ü d i s c h e n M a s s e n den G l a u b e n an die n a t i o n a l e
S e n d u n g d e r G e h e i m l e h r e . V o n d e r a b s t r u s e n Philosophie des Buches Sohar k o n n t e n
sich lediglich A u s e r w ä h l t e , R a b b i n e r u n d Gelehrte, leiten lassen, wohingegen der
D u r c h s c h n i t t s j u d e , der K a u f m a n n , G a s t w i r t , Pächter, s o hohen A n f o r d e r u n g e n keines-
w e g s g e w a c h s e n w a r . W a s die große M a s s e der J u d e n brauchte, war eine Lehre, die
die u n t e r d e m E r w e r b s t r i e b f a s t erloschenen Instinkte der A n w a r t s c h a f t Israels auf
d i e B e h e r r s c h u n g d e r W e l t wieder zu lebendiger Wirklichkeit a u f f l a m m e n lassen
k o n n t e . D i e s w a r d e r P u n k t , a n d e m der G r ü n d e r des Chassidismus, Israel ben
Elieser, d e r sich selbst d e n „ H e r r n d e s G r o ß e n N a m e n s " ( J H V H ) n a n n t e , mit seiner
Arbeit einsetzte.
D e r C h a s s i d i s m u s stellt also eine Bewegung im jüdischen V o l k e dar, die die
k a b b a l i s t i s c h e M y s t i k von d e n Höhen des Spintisierens in die W e l t des Alltags über-
l e i t e t e . E r f ü h l t e sich f ü r d a s g a n z e Volk der H e b r ä e r bestimmt, selbst mit Ein-
s c h l u ß der Ä r m s t e n im Geiste. H a t t e die Kabbalah — sagt der Zionist D u b n o w in
s e i n e r z w e i b ä n d i g e n aufschlußreichen „Geschichte des Chassidismus" — die E r d e
"zum H i m m e l e m p o r g e h o b e n , so b r a c h t e der Chassidismus d e n Himmel wieder zur
E r d e hinab, indem er die letzten Geheimnisse durch einfache Symbole, z u m Teil
d u r c h W u n d e r u n d Zeichen, sinnfällig machte u n d G o t t dem Mann aus dem V o l k e
d a d u r c h n ä h e r b r a c h t e , d a ß er zwischen beide als vermittelnde Stelle den mit Z a u b e r -
k r a f t a u s g e s t a t t e t e n Z a d d i k einfügte. Mystisch-kabbalistische G e d a n k e n g ä n g e w u r d e n
so z u m G e m e i n g u t des ganzen O s t j u d e n t u m s . Der Chassidismus, der die „geheime
L e h r e " (so n e n n t auch der Jude D u b n o w die Kabbalah — trotz der u n v e r s c h ä m t e n
B e h a u p t u n g e n des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, es gäbe
k e i n e j ü d i s c h e Geheimlehre!) zu einer jedem Juden offenbaren machte, gewann im
Fluge das Herz der in den osteuropäischen G h e t t i lebenden Hebräer, so d a ß —
n a c h D u b n o w — im 19. J a h r h u n d e r t die Mehrheit der Juden O s t e u r o p a s Chassidim
w a r e n , daß, a n d e r s gesagt, die „Geheimlehre" dort eine viel größere V e r b r e i t u n g
h a t t e als der f ü r die Uneingeweihten bestimmte Mosaismus.
Die chassidische Bewegung f ü h r t e mithin zur tiefgreifendsten aller Spaltungen
im J u d e n t u m , doch war und blieb dieses Schisma „eine i n n e r jüdische Angelegen-
h e i t " ( D u b n o w 1,22). Niemals dachten die Führer des Chassidismus daran, d a s
.nationale G r u n d p r i n z i p des J u d e n t u m s zu verleugnen, betont mit auffallender Schärfe
der Talmudist Dubnow.
K a u m mehr als 170 J a h r e trennen uns vom Stifter dieser geheimnisvollen Be-
wegung, dem Beseht, u n d doch hat sich um diesen Mann schon eine ganze Mythologie
gebildet u n d ist er zum Mittelpunkt phantastischster Sagen geworden. W a s wir an
T a t s ä c h l i c h e m aus seinem Leben wissen, soll hier kurz angegeben werden.
Im J a h r e 1700 wurde Israel ben Elieser in Okopy bei Kamenez-Podolsk an der
damaligen polnisch-türkischen Grenze geboren. Schon als kleines Kind verlor er seine
E l t e r n und w u r d e auf Gemeindekosten in einer Talmudschule erzogen. Durch einen
Rabbi A d a m wurde der junge Talmudist noch in Okopy in die Theorie u n d Praxis
der Kabbalah eingeführt, so daß er um das J a h r 1735 herum in Podolien als w u n d e r -
tätiger „Baal Schern" a u f t r e t e n konnte. Besonders berühmt wurde der Bescht (das
ist die A b k ü r z u n g seines Titels „Baal Schem T o w " ) durch seine heilkräftigen A m u -
l e t t e : ein mit hebräischen Engelnamen und Beschwörungsformeln gegen böse G e i s t e r
beschriebenes Pergamentstück, in einer kleinen BIechkapsel unter den Kleidern Be-
tragen, galt den Gläubigen als sicherstes Schutzmittel gegen jedwede Gefahr. Die
von Israel ben Elieser eigenhändig geschriebenen Amulette wurden als b e s o n d e r s
wirksam geschätzt und vielfach für recht beträchtliche Summen, die man „Lösegeld
der Seele nannte, erstanden. Bei dem W u n d e r t ä t e r liefen bald aus allen Ecken und
Enden der Ukraine und Podoliens Briefe mit Bitten um Schutzmittel oder Ratschläge
ein, so d a ß sich der Beseht mit der Zeit genötigt sah, für die Herstellung der A m u l e t t e
und die Beantwortung der ihm zugehenden Schreiben einen ständigen Gehilfen an-
zustellen, dem schließlich sogar noch eine zweite Hilfskraft zugesellt werden mußte.
Um das Jahr 1743 etwa trat in dem Leben des kabbalistischen Scharlatans eine
entscheidende Wendung ein: auf Grund einer angeblich göttlichen Offenbarung nahm
er seinen ständigen Wohnsitz in der Stadt Miedzyboz in Podolien, die damit zum
Mekka der neuen Bewegung wurde. „Die Ortsveränderung hatte eine Schicksals-
Veränderung mit sich gebracht: der Baal Schern verwandelte sich in Miedzyboz in
einen religiösen Führer." Der Mann, der das Herz des gemeinen Volkes durch seine
„Wunderwerke" erobert hatte, entwickelte nunmehr seine Lehre auch vor den
rabbinisch Gelehrten. Talmud- und Kabbalahkundige. Rabbiner und Lehrer wall-
fahrteten zum Bescht, um an der Glut seines Glaubens neue Zuversicht für ihren
schon erkaltenden Glauben an die Zukunft des Jakobsvolkes zu empfangen. Die
Phantasie des Wundertäters wucherte immer üppiger, er vernahm Verkündigungen
von „oben" und erhielt, wie die chassidische Legende erzählt, unmittelbar aus dem
Munde des Achia von Silo, eines Propheten der grauen Vorzeit, Aufklärung über
„die Geheimnisse der Thora" (Dubnow 1,104). In visionärer Entrückung gab er vor,
das Reich der Abgeschiedenen zu durchwandern und vollzog durch Beschwörungen
„Erhebungen der Seele" zur Schechina, der Glanzhülle Jahvehs, wo er lange Unter-
redungen mit dem zu erwartenden Messias pflog. Das Gerücht von diesen Visionen er-
warb ihm Tausende und aber Tausende fanatisierte Anhänger, so daß es, als er im
Jahre 1760 starb, bereits eine große Gemeinde vom Geist der praktischen Kabbalah
und ihrer Mysterien beseelter „Chassidim" (d. h. Frommer) gab. Zu seinem Nachfolger
hatte der Bescht noch auf dem Totenbett den Rabbi Dow Bär aus Meseritsch in
Wolhynien ernannt, der damit die große Reihe der Zaddikim (d. h. Gerechten) ein-
leitet, die seit 150 Jahren als anerkannte Mittler zwischen Jahveh und seinen Getreuen
unbedingte Macht über die Millionenmassen des Ostjudentums ausüben. Ehe wir
aber auf die Geschichte des Chassidismus eingehen, dürfte es angebracht sein,
etwas über die Lehre der Geheimsekte zu sagen.

Die Geheimlehre
Die Lehre des Chassidismus wurzelt, wie schon gesagt, in der Kabbalah, ja sie ist
angewandte Kabbalah. Der Bescht selbst war von der ungeheueren Gefahr, die seine
Profanierung der Kabbalah für Juden und Nichtjuden bedeutete, durchdrungen und
hat sich deshalb stets gehütet, seine Lehre schriftlich niederzulegen. Das taten erst
seine Jünger unter Aufwand aller im Talmud empfohlenen Methoden zur Verdunke-
lung des klaren Sinnes selbst schriftlich fixierter Lehrsätze. Aber auch heute noch sind
für den Chassid maßgebend nicht so sehr die B ü c h e r der Nachfolger des Bescht
als gerade die nur von Ohr zu Ohr, von Mund zu Mund weiterzugebenden Anweisun-
gen der vergotteten Zaddikim.
Der Historiker des Chassidismus, S i m o n D u b n o w , gibt in seinem Werke
selbst das Bestehen einer „furchtbaren Geheimlehre" im Chassidismus zu, wenn auch
in sehr verklausulierter Form. Er berichtet in Band II von der Verbrennung eines
Manuskriptes des Bescht-Enkels R. Nachman: „Im Jahre 1806 hatte nämlich sein
Schriftführer R. Nathan nach dem Diktat des Meisters e i n „ h e i l i g e s u n d
f u r c h t b a r e s " W e r k niedergeschrieben, d a s , w i e e s h i e ß , d a s Men-
s c h e n g e s c h l e c h t d u r c h s e i n E r s c h e i n e n i n A u f r u h r h ä t t e ver-
s e t z e n m ü s s e n , dem es jedoch nicht beschieden war, das Licht der Welt «
erblicken. Als der schwerkranke R. Nachman im Herbst 1808 nach Lemberg kam.
um dort Heilung zu suchen, teilte er einem seiner dortigen Freunde bitterlich weinend
mit, daß er in seinem Hause zu Brazlaw ein neu verfaßtes Buch liegen habe, um dessent-
willen er schwer heimgesucht worden sei: seitdem sich das Manuskript in seinem
Hause befinde, verfolge ihn der himmlische Zorn, schon habe er Frau und Kinder
verloren, und nun sei ihm die Offenbarung zuteil geworden, daß. falls das Manu-
skript nicht verbrannt werden würde, auch er selbst werde sterben müssen Nach
dieser Eröffnung wies R. Nachman seinen Freund an. sich unverzüglich nach Brazlaw
zu begeben, die in einer Truhe aufbewahrten Schriften hervorzuholen und sie in
Flammen aufgehen zu lassen. Der ins Vertrauen gezogene Freund erfüllte den
erteilten Auftrag, und so ging die Welt eines Buches verlustig, das. wie die Sage be-
t o n t , die .allertiefsten G e h e i m n i s s e " e n t h a l t e n habe u n d „ d e m s e i n e Z e i t n i c h t ge-
w a c h s e n gewesen sei."
Soweit unser zionistischer G e w ä h r s m a n n ! W e r zwischen d e n Z e i l e n zu lesen ver-
s t e h t u n d mit d e n G e w o h n h e i t e n jüdischer U m s c h r e i b u n g s t e c h n i k (siehe: G a n o v e n -
s p r a c h e ) v e r t r a u t ist. wird d e n w a h r e n Sachverhalt s e h r leicht sich w i e d e r h e r s t e l l e n
k ö n n e n : R . N a c h m a n h a t t e die U n k l u g h e i t begangen, d a s P r o g r a m m d e r W e i s e n v o n
Zion zu einer Z e i t schriftlich zu skizzieren, in der sein B e k a n n t w e r d e n v o n d e n un-
heilvollsten Folgen f ü r d a s gerade vor der letzten, e n t s c h e i d e n d e n E t a p p e s e i n e s V o r -
m a r s c h e s zur W e l t h e r r s c h a f t s t e h e n d e J u d e n t u m begleitet g e w e s e n w ä r e . D a s h a t t e
d e r s c h w e r k r a n k e Z a d d i k teils selbst eingesehen, teils w a r e r durch T o d e s d r o h u n -
gen seiner Kollegen unfreiwillig zu dieser E r k e n n t n i s g e b r a c h t w o r d e n . — A u f j e d e n
Fall v e r s c h w a n d das h ö c h s t bedeutungsvolle M a n u s k r i p t . D a s P r o g r a m m selbst w u r d e
n a t ü r l i c h traditionell v o n Lehrer zu Schüler mündlich weitergegeben.
D a r a u f hinzuweisen wäre noch, d a ß t r o t z der h e f t i g e n K ä m p f e z w i s c h e n T a l m u -
d i s t e n u n d C h a s s i d i m die letzteren keineswegs die A u t o r i t ä t d e s T a l m u d l e u g n e t e n .
D a s w ü r d e allein schon der U m s t a n d beweisen, d a ß d e r nach d e m Bescht g r ö ß t e
F ü h r e r der Sekte, der „ G r o ß e R a w " Schneur Salman v o n L j o s n a . auf Befehl d e s D o w
Bär von Meseritsch eine N e u a u f l a g e d e s b e r ü c h t i g t e n „S c h u I c h a n A r u c h"
herausgab.

D e r K e r n p u n k t d e r L e h r e : die Vergöttlichung d e s B ö s e n
Die Lehre d e s Bescht l ä u f t letzten E n d e s auf einen M o n i s m u s h e r a u s , d e r „ G u t "
u n d ..Böse" z u s e h r relativen W e r t e n macht. „ D a s B ö s e i s t n u r d i e u n t e r s t e
Stufe des Guten" — „Soweit das Böse Gutes v e r u r s a c h t , wird
e s s e l b s t z u m T h r o n e d e s G u t e n " — „In W i r k l i c h k e i t i s t d a s
B ö s e d e r T h r o n d e s G u t e n " ( Z a w a a t h ha' Ribasch). I m m e r u n d i m m e r v e r -
n e h m e n wir a u s d e n chassidischen Schriften diese Lehre, über d e r e n G e f ä h r l i c h k e i t
wir u n s klar sein müssen. D e n n w a s ist „gut" f ü r den f a n a t i s c h e n O s t j u d e n ? A l l e s ,
w a s Israel e r h ö h t u n d d e n „ V ö l k e r n " s c h a d e t ! G a n z im Sinne des C h a s s i d i s m u s schrei-
b e n ja die „ P r o t o k o l l e der W e i s e n von Z i o n " vor: „ W i r d ü r f e n nicht z u r ü c k s c h r e c k e n
vor Bestechung, Betrug u n d V e r r a t , s o b a l d s i e z u r E r r e i c h u n g u n s e r e r
P l ä n e d i e n e n ! " ( A u s g a b e zur Beeks, 1919, 72.) Denn d a s Böse wird j a i m J u d e n -
t u m selbst zum T h r o n des G u t e n , wenn es für „d e n guten Z w e c k " a n g e w a n d t w i r d .
D a ß der Eid f ü r einen Chassid keine Bedeutung haben konnte, war s e l b s t v e r s t ä n d -
lich; d e r Rabbi A w i g d o r ben Chaim, der im J a h r e 1800 aus K o n k u r r e n z n e i d u n d um
die P r o f a n i e r u n g der Geheimlehre an ihren U r h e b e r n zu rächen, die C h a s s i d i m d e r
russischen Regierung verriet, sagt in P u n k t 11 seiner A n k l a g e s c h r i f t a u s d r ü c k -
lich: „ E i n e m S c h w u r ( D u b n o w setzt bezeichnenderweise i n K l a m m e r n h i n z u : s c .
G e r i c h t s e i d ! ) m e s s e n sie n i c h t die g e r i n g s t e B e d e u t u n g bei."
— Als T h e o d o r Fritsch vor J a h r z e h n t e n schon auf den eigentümlichen „ J u d e n e i d "
hinwies, t r a t e n ihm im Brustton sittlicher Überzeugung selbst christliche T h e o l o g e n ,
wie H e r m a n n Strack u n d Franz Delitzsch, entgegen u n d erklärten, „die im Kolnidre-
G e b e t e n t h a l t e n e Lösungsformel f ü r r e l i g i ö s e G e l ü b d e gelte nicht f ü r b ü r g e r -
l i c h e V e r p f l i c h t u n g e n " (was auch noch H. Stern mit E m p h a s e in d e m 1924 er-
schienenen H a n d b u c h ü b e r die J u d e n f r a g e „Angriff u n d A b w e h r " wiederholt!) — Viel-
leicht belehrt sie n u n der o r t h o d o x e litauische Rabbiner A w i g d o r u n d des allzu klugen
H e r r n D u b n o w Klammerklausel eines Besseren!
A u c h die Vogelfreiheit des Eigentums der Nichteingeweihten lehrt die s e l t s a m e
Theologie des O s t j u d e n t u m s . D a s chassidische W e r k „ D a s V e r m ä c h t n i s d e s R i b a s c h "
( Z a w a a t h ha' Ribasch) e r k l ä r t (nach der Aussage des o r t h o d o x e n T a l m u d i s t e n R. Awig-
d o r ben Chaim), daß, „ w e n n e s e i n e n M e n s c h e n n a c h i r g e n d e i n e m
Ding gelüste, a n z u n e h m e n sei, daß er das Ding für die A u f r i c h -
t u n g s e i n e r S e e l e b e n ö t i g e . " W o r a u s natürlich folgert, d a ß e r sich d i e s e s
Ding ohne G e w i s s e n s s k r u p e l aneignen k a n n .
Ich schrieb oben mit V o r b e d a c h t „Eigentum der N i c h t e i n g e w e i h t e n " . d e n n auch
d a s Eigentum d e s sich nicht d e n Z a d d i k i m u n t e r w e r f e n d e n J u d e n t u m s k o n n t e auf

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die gleiche bequeme Weise enteignet w e r d e n . D u b n o w e r z ä h l t die Geschichte des
Moses von Rohatyn. der als Sendbote des Z a d d i k s Elimelech e i n e n Knaben, Sohn
reicher jüdischer Eltern, beredete, seinem V a t e r G e l d zu e n t w e n d e n , um es dem Zad-
dik weitergeben zu können Als der Diebstahl a n s T a g e s l i c h t k a m , floh Moses zu
seinem Zaddik, der ihn tröstete: „Recht h a s t du g e h a n d e l t , d e n n alles geschah gemäß
dem Geheimnis der Verwandlung!"
Auch zur Erweckung der zur A n d a c h t nötigen E k s t a s e w a r u n d ist den Chassidim
jedes Mittel recht. Wein und Schnaps, D e r w i s c h t ä n z c u n d z o t i g e Lieder sollen „die
Anschmiegung der Seele an die Schechina" e r m ö g l i c h e n . Ein C h a s s i d a u s Brody, Löb
Melamed, lehrte 1786, man „dürfe es w ä h r e n d d e r A n d a c h t s o g a r zu Samenergüssen
kommen lassen, um in der erläuterten W e i s e zu d e r h o h e n S t u f e e m p o r z u s t e i g e n " und
„Es empfiehlt sich, sich beim Beten ein n a c k t e s W e i b v o r z u s t e l l e n , um so zu der be-
wußten Stufe zu gelangen"!! — Selbst Simon D u b n o w ist ehrlich g e n u g , „dieses Ge-
misch von Gemeinheit und Heiligkeit" einen u n v e r k e n n b a r e n A u s f l u ß d e r zweideuti-
gen Lehre von der „Erhebung der unreinen G e d a n k e n zu i h r e m U r q u e l l " zu nennen.
— Daß derartige Obszönitäten Bestandteil d e r G e h e i m l e h r e d e s C h a s s i d i s m u s waren,
beweist auch der im Abschnitt Wa' j a k h e l des B u c h e s „ T o l d o t h J a k o b Joseph" des
Lieblingsschülers des Baal-Schem a n g e f ü h r t e A u s s p r u c h d e s B e s c h t : „ W i e sind sünd-
hafte Gedanken zu läutern? — Beziehen sie sich auf ein w e i b l i c h e s W e s e n , so soll er
(der Betende) sie erheben und mit ihrer Wurzel v e r e i n i g e n , die ist C h e s s e d (Chessed
heißt sowohl „Gnade" als auch „schwerste U n z u c h t " ! ) , g e m ä ß d e m geheimnisvollen
Sinn der Worte: Wenn jemand seine Schwester n i m m t , so ist d a s Chessed!"
Es ist klar, daß die Preisgabe solcher G e h e i m l e h r e n v o n d e n Z a d d i k i m hart ge-
ahndet wurde. Choschen ha' mischpat 388.10 s c h r e i b t ja v o r : „ E s ist erlaubt zu töten
den Verräter überall auch heutzutage; ja es ist e r l a u b t ihn zu t ö t e n , schon bevor er
denunziert, wenn er nur sagt: Ich werde den u n d d e n d e n u n z i e r e n , ( s o d a ß er) an
seinem Körper oder an seinem Gelde, wenn es a u c h n u r w e n i g G e l d ist (Schaden
leidet), so hat er sich dem Tode preisgegeben, u n d m a n w a r n e ihn u n d sage zu ihm:
Denunziere nicht! Wenn er aber trotzt u n d s a g t : N e i n , ich w e r d e d o c h anzeigen, —
so ist es ein gutes Werk, ihn totzuschlagen, u n d j e d e r , d e r ihn z u e r s t totschlägt,
macht sich verdient." Und der große T a l m u d i s t M a i m o n i d e s b e t o n t ausdrücklich:
„Pflicht ist es, die Denunzianten und Freigeister v o n Israel m i t d e r H a n d zu ver-
nichten und in die Grube des V e r d e r b e n s zu s t ü r z e n , weil sie die Israeliten in Be-
drängnis bringen und das Volk von G o t t a b w e n d i g m a c h e n " ( J a d C h a z . Akum XI).
So mußte der Stadtrabbiner von Zlozow, ein e i f r i g e r G e g n e r d e s Chassidismus, bei
Nacht und Nebel die Stadt verlassen, da er „seines L e b e n s n i c h t sicher war und
kaum mit heiler Haut davonkam" (Scheber p o s c h e i m 42), u n d so m u ß t e auch der
R. David von Makow „Verfolgungen von chassidischer Seite ü b e r sich ergehen lassen:
Schrecken ringsum! — so beklagt er sich in seiner S c h r i f t . — Sie h a b e n sich zusammen-
getan und trachten mir nach dem Leben!" ( D u b n o w , II, S. 186). — In Wilna gar er-
mordeten die Chassidim am 10. O k t o b e r 1797 drei i h r e r A n h ä n g e r , die verdächtig
waren, über heimliche Orgien der Sekte an g e g n e r i s c h e R a b b i n e r b e r i c h t e t zu haben.
Die Leichen der Ermordeten zerrte man durch die S t r a ß e n u n d v e r s c h a r r t e sie außer-
halb des Friedhofs in einer Senkgrube (Simrath am h a ' r e z , 25).

Wenn die „Kinder Jakobs" schon gegeneinander so w ü t e t e n , ist es erklärlich, daß


gegen die Gojim auch dieselben W a f f e n a n g e w a n d t w u r d e n . B e z e i c h n e n d f ü r ihre Ein-
stellung den Regierungen gegenüber ist die c h a s s i d i s c h e L e g e n d e v o m „verborgenen
Zaddik" R Löb ben Sara. „Dieser R Löb" — wir zitieren a b s i c h t l i c h h i e r wieder Simon
Dubnow — „soll nämlich mit einer ganz b e s o n d e r e n Z a u b e r k r a f t b e g n a d e t gewesen
sein: er habe die Fähigkeit besessen, sich o h n e T a r n k a p p e u n s i c h t b a r zu machen um
ohne Siebenmeilenstiefel „mit einem S p r u n g " an j e d e n b e l i e b i g e n O r t zu gelangen-
Mit Hilfe dieser zwei Wundermittel habe er n u n d e n K a m p f gegen Kaiser Joseph 1I
eröffnet, der es auf den Umsturz der a l t ü b c r k o m m e n e n L e b e n s o r d n u n g des Volkcs
Israel abgesehen hätte. Jahre hindurch habe Löb S a r a m i t s e i n e m m ä c h t i g e n Gcgner
gerungen, indem er den Jaltschukow von d e r R e s i d e n z s t a d t W i e n t r e n n e n d e n Raum
immer wieder .sprungweise' überwunden habe, um d o r t , u n g e s e h e n v o n d e n Torhütern-

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in den kaiserlichen Palast einzudringen, dem Kaiser ein Messer ins Fleisch zu bohren
und ihm die W o r t e zuzurufen: .Wirst du deine gegen Israel verfügten M a ß n a h m e n
widerrufen, so soll es dir Wohlergehen, ansonsten sollst du alsbald verrecken! - " — Es
ist einleuchtend, d a ß sich von dem W u n s c h t r a u m des „verborgenen Z a d d i k s " eine
deutliche Linie zu den T a t e n der O s t j u d e n Helfman. Dora Brilliant A r o n Baron
u n d a n d e r e r Terroristen ziehen läßt, die. „sobald es zur Erreichung der Ziele Israels
erforderlich war ", unbedenklich über Gojim-Leichen gingen.

Chassidim u n d „ A k u m "
Der größenwahnsinnige Glaube, die Juden seien das auserwählte Volk, h a t t e
natürlich in den Chassidim seine fanatischsten Anhänger. Der Schöpfer des chassi-
dischen Schrifttums, R. J a k o b Joseph, d r ü c k t sich noch sehr gemäßigt aus, wenn er
im V o r w o r t seines H a u p t w e r k e s „Toldoth J a k o b Joseph" sagt: „Die 70 Urvölker
h ä n g e n an den Zweigen des heiligen Baumes, Israel hängt dagegen mit der Baum-
wurzel zusammen und hat so die Aufgabe, allen 70 Völkern die N ä h r s ä f t e zuzu-
leiten". (Wie — das erfahren wir ja aus den Protokollen der Weisen von Zion!).
Viel deutlicher spricht sich das herbeigewünschte Ziel in den W o r t e n des m o d e r n e n
Z i o n i s t e n D u b n o w in seiner von uns besonders zu Rate gezogenen „Geschichte d e s
Chassidismus" aus: „Die chassidische Lehre gab den Verfolgten und U n t e r d r ü c k -
ten den Glauben, d a ß sie ihre U n t e r d r ü c k e r u n d Verfolger weit überragten, d a ß
sie vollberechtigte Bürger des wahren Gottesreiches seien, Bürger e i n e r W e l t ,
in der der geächtete Jude Herr und der ihn verachtende
G u t s h e r r s e i n K n e c h t s e i " (I., S.68).
Dem a u f m e r k s a m e n Leser wird es nicht entgangen sein, d a ß D u b n o w ängstlich
sich hütet, von einem „ c h r i s t l i c h e n " Gutsherrn zu sprechen. Er gebraucht n u r
die Bezeichnung „ G u t s h e r r " schlechtweg. Dabei weiß jeder Jude, d a ß nur ein Christ
damit gemeint sein kann, so wie er das beim berühmten W o r t „ A k u m " im T a l m u d
und Schulchan Aruch s o f o r t weiß. U n d g e r a d e b e i m W o r t „ A k u m " p a s -
siert H e r r n D u b n o w ein Unglück, das ihm s ä m t l i c h e Cen-
tralvcreinsjuden Deutschlands nicht verzeihen werden! —
Die Erklärung der 220 deutschen Rabbiner vom J a h r e 1893 sagt bekanntlich:
„Die Bezeichnung A k u m bedeutet .Anbeter der Sterne u n d Sternbilder" u n d ist
selbstverständlich nicht auf die Bekenner der monotheistischen Religionen a n z u -
w e n d e n . " U n d im Meineidskessel treiben gegen Prof. Rohling 1886 war einer d e r
H a u p t a n g r i f f s p u n k t e die Behauptung Rohlings: „Im Schulchan Aruch ist d a s übliche
W o r t für die Christen Akum." Unter Eid versicherten damals jüdische und ver-
j u d e t c Gelehrte, diese Behauptung sei unwahr! Herr Simon Dubnow, Professor an
der Universität Jerusalem, läßt aber nun in seiner „Geschichte des Chassidismus"
die Katze endlich aus dem Sack. Wir zitieren wörtlich, schicken aber zur A u f h e l l u n g
des T a t b e s t a n d e s einiges voraus:
Der fanatisch-orthodoxe Rabbiner Awigdor ben Chaim. den wir bereits oben er-
wähnten, h a t t e im J a h r e 1800 bei der russischen Regierung eine Klage gegen d e n
Chassidim-Führer R. Salman eingereicht. Salman wurde auf Grund der schwer-
wiegenden Beschuldigungen verhaftet und nach der SchlüsseIburg gebracht. N u n d a s
Z i t a t : „Sobald Awigdor offiziell als Prozeßpartei a n e r k a n n t worden war, ließ er es
sich angelegen sein, die Richter mit neuem Belastungsmaterial gegen seine G e g n e r zu
versorgen. Schon im Dezember überreichte er dem Oberstaatsanwalt ein .Gesuch",
das unter anderem eine ergänzende Denunziation gefährlichster A r t enthielt. Awig-
dor f ü h r t e darin nämlich diejenigen Stellen aus dem chassidischen Buche .Tania'
(Kap, 2, 6 und 8 in fine) an, die gegen die .Völker der Welt' ( G o j i m ) bzw. gegen
die .Anbeter der Gestirne' gerichtet waren und in denen es hieß, d a ß d i e n i c h t -
j ü d i s c h c n S e e l e n von den unreinen Schalen h e r r ü h r t e n , daß
s i e d e s G u t e n v ö l l i g b a r s e i e n , und daß die Wissenschaften der f r e m d e n
Völker die göttliche Seele verunreinigten. Um dem Verfasser Haß und V e r a c h t u n g
gegen die gesamte Christenheit zur Last legen zu können, hatte der Angeber die W e n -
dungen, .Völker der Welt' und .Anbeter der Gestirne' überall durch d a s W o r t

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Christen1 ersetzt. In seiner Entgegnung hat wohl der Angeklagte (R. Salman) auf
diesen Unterschied der Ausdrucksweise mit Nachdruck hingewiesen und versichert
daß er in seinem Buche lediglich die Götzendiener der Vorzeit im Auge gehabt
habe, e i n e A u s r e d e , d i e m a n v o n a l t e r s h e r a l s S c h u t z m i t t e l
gegen die V e r f o l g u n g s w u t d e r Z e n s u r z u gebrauchen
p f l e g t e . " (Dubnow. Geschichte des Chassidismus, II.,.S. 164.)
Deutlicher kann man wohl nicht den Schwindel entlarven, der mit dem Begriff
„Akum" getrieben worden ist und nach wie vor munter betrieben wird. Wir
wissen nun aus jüdisch-fachmännischem Munde, daß die Behauptung, „Akum" be-
deute stets „Anbeter der Sterne und Sternbilder" und nie „Christen", e i n e faule
A u s r e d e istl
Die abgrundtiefe Verachtung des eingeweihten Juden gegen den Nichthebräer,
die in den oben angezogenen Stellen des Buches „Tania" zum Ausdruck kommt, er-
scheint auch deutlich genug in der Schrift des Zaddiks von Tschernobyl, R. Nachum
(t 1797), von dem Simon Dubnow zu berichten gezwungen ist: „ E r z w e i f e l t e
s o g a r d a r a n , o b d e m L e i b e i n e s N i c h t j u d e n e i n e unsterb-
l i c h e S e e l e i n n e w o h n e n k ö n n e . . . e r . . . glaubt . . . . daß i m allge-
m e i n e n d e r N i c h t j u d c n i c h t e i n e g ö t t l i c h e , s o n d e r n ledig-
l i c h e i n e t i e r i s c h e S e e l e h a b e . Auch ermangeln alle Völker außer Israel
— so fügt R Nachum in seiner Einfalt (!!) noch hinzu — des Verstandes, und weil
sie des Verstandes ermangeln, kann kein Staat die jüdische Leitung entbehren, wes-
halb auch jedweder König, selbst in den Ländern, in denen es zu Ausweisungen und
Zwangstaufen gekommen ist, einen Juden an seiner Seite hat." (Dubnow, Gesch. d
Ch.. IL, S. 57.)
Daß alle Nichtjuden Tiere sind, wird dem Thoragläubigen ja schon Hesekiel 23.
20 gesagt, wo die Heiden als Esel und Hengste gekennzeichnet werden — und der
selbe Prophet sagt Kap. 34, 31 zu den Juden: „Ihr, meine Herde, die Herde meinet
Weide, seid Menschen!" —, was ja nur im Gegensatz zu den Heiden, die Tiere sind,
gesagt worden sein kann.
Die Makler Gottes
Der Chassidismus kennt mehrere Stufen auf dem Wege zur Vereinigung seines
Bewußtseins mit Jahveh. Die höchste dieser Stufen ist die des „Zaddik", d. h. des Ge-
rechten. Da nicht jedermann würdig ist, in geistige Berührung mit dem Urquell der
Schöpfung zu treten, ist der Zaddik dazu bestimmt, ein Bindeglied zwischen der
oberen und unteren Welt zu sein. Fällt es dem an der Bürde der Alterssorgen tragen-
den Juden schwer, seinen Sinn auf die höheren Welten zu richten und sich an diese
in geistiger Versenkung anzuschmiegen, so kann er sich jederzeit an den Zaddik
wenden, der alle Wünsche und Gedankenrichtungen des gemeinen Mannes nach
oben weiter zu leiten vermag. So genügt es denn letzten Endes, bloß an den Zaddik
zu glauben. Die Befriedigung aller materiellen Bedürfnisse, Leben, Gesundheit, Reich-
tum und Nachkommenschaft sind für den frommen Chassid lediglich durch die Ver-
mittlung des Zaddiks zu erlangen. Für die Kranken betet der Zaddik und macht sie
gesund! „Wieso ist aber der Zaddik imstande, einem Kranken durch sein Gebet
Heilung zu bringen und Lebenskraft zuzuführen?" fragt der Zaddik Elimelech von
Lisensk in seinem Buche „Noam Elimelech" und beantwortet die Frage selbst:
der Zaddik sich an Seinen Namen, gelobt sei Er, anschmiegt, so daß des Zaddiks
Lebensprinzip mit dem ewigen Leben eins wird .... und eben darum hat er die Macht
den Kranken Lebenskraft zuzuleiten." Das gleiche gilt für alle anderen menschlichen
Bedürfnisse, selbst die religiösen: „Menschen, deren Verstand und Einsicht nicht
dazu ausreichen, die Erhabenheit des Schöpfers zu erfassen und ihm in Wahrheit und
Vollkommenheit zu dienen ..., (müssen) sich den Zaddikim anschließen ...,was
ihnen so hoch angerechnet werden soll, als hätten sie den Gottesdienst wie die voll-
kommenen Zaddikim selber verrichtet."
Der Zaddik konnte natürlich für seine „Arbeit" auch den gebührenden Lohn
fordern. R. Elimelech sagt: „Der Gott in Wahrheit dienende Zaddik ist mit einem
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Vermittler zwischen Käufer und Verkäufer zu vergleichen" — hieraus ergab sich
sein Anspruch auf Maklerlohn ganz von selbst. Die Predigten der Zaddikim be-
schäftigten sich daher zum überwiegenden Teil systematisch mit der Frage der
Maklerei des Zaddiks, und ihren Worten entsprachen ihre Taten. Bereitwilligst
nahmen sie Gelder von denen entgegen, die sie um Rat und Segen in Geschäfts-
und Familienangelegenheiten angingen oder an sie mit der Bitte herantraten, für
einen Siechen, eine Unfruchtbare usw. zu beten. Prof. Simon Dubnow schildert die
Bittstellerei bei dein Zaddik Elimelech Lisensker sehr drastisch: „Alle umringten ihn
schreiend: der eine wollte, daß sein Sohn nicht sterben solle, der andere schrie nach
Verdienst, ein anderer wieder bat um sein Leben. R. Elimelech aber meinte, daß sie
durch das Gedränge, .das sie um den Zaddik herum entstehen lassen, von der Be-
drängnis der A r m u t erlöst werden', eine Behauptung, die sich allerdings an dem
Zaddik selber durchaus bewahrheitete." (Dubnow, Gesch. d. Ch., II., S. 27.) Der
Enkel des Bescht, R. Baruch, erläuterte die sprichwörtliche Habsucht der Zaddikim
mit den schönen W o r t e n : „ G o t t pflanzte in der Zaddikim Herzen die Gier nach
Geld ein, die sie an die Gesamtheit der Kinder Israel fesselt und sie veranlaßt, die
Gebete dieser Gesamtheit emporzuheben." Die Zaddikim seien die Hüter der Tore,
durch die die Gebete Israels in den Himmel eingehen, und hätten darum den An-
spruch, für ihre Mühe entlohnt zu werden. Man denke etwa an einen König, in dessen
Burg viele von Wächtern verschiedensten Ranges bewachte Tore führen: „Will nun
j e m a n d zum König Zutritt erhalten, so wird er zunächst von dem Wächter nieder-
sten Ranges angehalten, und erst, nachdem er diesem Geld in die Hand gedrückt,
kann er das erste Tor passieren; je näher ein Tor zu den königlichen Gemächern
ist, desto höher im Rang ist der Torwächter, und desto mehr Torgeld muß man ihm
geben. Ist man schließlich bei dem höchsten Torherrn angelangt, so muß man. um
in die inneren Wohnräume des Königs Eintritt zu erhalten, gar verschwenderisch
mit seinem Gelde umgehen." Worauf dieses Gleichnis hinaus will, dürfte auch dem
Begriffsstutzigsten klar sein. — Der jüdische Gemeindeschreiber von Brody, A r j e
Löb, kennzeichnet die Machenschaften dieser Zaddikim ausgezeichnet in seinem W e r k
„Semir arizim we'charboth zurim": „Er (der Zaddik) richtet sein Augenmerk auf
die Leute mit gefülltem Geldbeutel, denen er dadurch Schrecken einjagt, daß er ihnen
ihm angeblich vom Himmel zuteil gewordene Unheilsbotschaften kündet. Geheim-
nisse, die seinem im Schlafe wachenden Auge in Traumvisionen offenbart worden
seien . . . Der an ihn Glaubende zuckt zusammen und zittert am ganzen Leibe,
worauf ihm jener (der Zaddik) versichert, sein Retter in der N o t sein zu k ö n n e n :
. . . . Gib dein Lösegeld her und ziehe aus der Not ins Freie!'"

Schon der Bescht hatte gelehrt, man müsse an den Zaddik selbst dann glauben,
wenn dieser zuweilen in die irdischen Eitelkeiten verstrickt zu sein scheine: „Manch-
mal gleitet der Zaddik von der ihm gebührenden Stufe ab . . . Nun könnte es je-
mandem, der den Zaddik auf dieser Stufe sieht, einfallen, das gleiche zu tun, doch
darf es der einfache Mensch nicht wagen, sich mit einem Zaddik zu vergleichen.
N u r wenn der Chassid sich in seinem Glauben an den Zaddik nicht irre machen
läßt, vermag dieser für seinen Getreuen in den höheren Welten Fürsprache einzu-
legen. Darum ist es auch geboten, durch Verbreitung der Kunde von den Wunder-
werken des Zaddik das Vertrauen der großen Menge zu ihrem Fürsprecher un-
erschütterlich zu machen. Wer durch seine Erzählungen (lies: Aufschneidereien) die
Zaddikim verherrlicht, beschäftigt sich gleichsam mit den höchsten Gottesweis-
heiten." (Maassc merkaba.) Auch der Zaddik Elimelech von Liscnsk weiß seine
höchst irdischen Gebrechen gut zu bemänteln: „Die vor Sünden gesicherten Zaddi-
kim", schreibt e r i n „Noam Elimelech", — „ b e g e h e n z u w e i l e n e i n e S ü n d e
u m d e r g u t e n S a c h e w i l l e n . i n Übereinstimmung mit dem überlieferten Satz:
.Um des Friedens willen ist es erlaubt, zu lügen' . . . Dadurch, daß der Zaddik eine
Sünde begeht, erlangt er die Möglichkeit, sich dem Sünder zu verbinden und diesem
Gutes zu tun . . . In seiner Barmherzigkeit führt El Schaddai, gelobt sei Fr. dem
Zaddik irgendeine Sünde zu, damit dieser sich in das Eitle verstricke und sodann
kraft seines durch seine Heiligkeit bewirkten Aufschwungs die Welt mit emporhebe."

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Die gottnahen" Zaddikim h a t t e n allen G r u n d , d u r c h derartige Glaubenssätze
ihre durch das wenig vorbildliche Leben d e r „ G e r e c h t e n " beunruhigten Gläubigen
zu beschwichtigen. Einem gegnerischen j ü d i s c h e n Bericht zufolge kamen unfrucht
bare Frauen in bunten Kleidern und s t a r k p a r f ü m i e r t in d a s H a u s des „Rcbbe ,
tranken zusammen mit den dort aus- u n d eingehenden Jünglingen Wein und zogen
sich zu Heilzwecken" mit dem Zaddik zurück, d e r die U n f r u c h t b a r e untersuchte
und mit dem Segen entließ: „ G o t t b e s c h e r e d i r S c h w a n g e r s c h a f t ! " Der
orthodoxe Verfasser des Berichtes macht kein Hehl a u s seinem Verdacht, daß bei
diesem Zusammensein von Männern und Frauen u n t e r vier A u g e n nicht alles mit
rechten Dingen zuzugehen pflegte und s p o t t e t über „die große Innigkeit, mit der sich
der Mann an eines anderen Frau anschmiegt" (Scheber poscheim 34) — R. B a r u c h .
der Enkel des Bescht, der in Miedzyboz „residierte", hielt sich wie ein regierender
Fürst des Mittelalters einen Hofnarren, Herschel O s t r o p o l e r , den er einmal bei einer
allzu deutlichen Anspielung auf den anstößigen L e b e n s w a n d e l d e s Z a d d i k s die Treppe
hinunterwerfen ließ, so daß der Unglückliche lebenslänglichem schwerem Siechtum
verfiel. — All das fanden die gläubigen A n h ä n g e r entschuldigt durch den Lehrsatz von
der Notwendigkeit der Verstrickung des Z a d d i k s in das S ü n d h a f t e ! —
Und wie die Großen, so die Kleinen! Chassidische S e n d b o t e n zogen in Litauen von
Haus zu Haus und beschwatzten die gläubigen J u d e n , sich zur allwöchentlichen Ent-
richtung eines Betrages „für die A r m e n in Palästina" in ein Sammelbuch einzuzeichnen.
„Alsdann sind die Gemeinden auch noch genötigt, sie (die Sammler) für ihre Mühe
zu entlohnen. Die Folge ist, daß die G e m e i n d e n die von ihnen eingetriebenen Staats-
steuersummen angreifen, .. so daß viele A r m e H u n g e r s s t e r b e n . Überdies sind die
Karliner (Chassidim) bestrebt, ihre Leute überall zu (Kahal-) O b e r e n zu machen, denen
es obliegt, für die Befriedigung aller Bedürfnisse Sorge zu tragen sowie in betreff
der Gemeindeeinnahmen und -ausgaben zu verfügen. Solche O b e r e unterschlagen nun
einen Teil der Steuergelder, um zu j e d e m Feiertag und auch sonst Geschenke an
ihre Rebbes zu schicken." (Awigdor ben Chaim.) A u c h W e c h s e I f ä I s c h u n g e n .
die auf Befehl des Zaddiks Salman in W e i ß r u ß l a n d vorgenommen worden waren,
wurden von streitbaren Talmudisten auf die U n m o r a l d e r chassidischen Lehre
zurückgeführt. — So konnte der jüdische Prediger Israel Löbel in seinem „Dispu-
tationsbuch" erklären: „Ich habe mich überzeugt, d a ß e s i n i h r e r ( d e r c h a s s i -
dischen) g a n z e n S e k t e k e i n e n e i n z i g e n m a k e l l o s e n Menschen
g i b t ... d i e S c h l i m m e r e n u n t e r i h n e n s i n d R ä u b e r u n d Mörder,
und a l l e s , was aus i h r e m M u n d e k o m m t i s t L ü g e ... Ich werde
beweisen, und auch die Gemeinden, denen sie angehören, werden bestätigen, daß
sich viele von ihnen der Unzucht hingeben, a n d e r e in frevelhafter Weise ihren
Schuldverpflichtungen nicht nachkommen, u n d noch a n d e r e sich auf die Angeberei
verlegt haben. Ich verpflichte mich, vor d e n G e r i c h t s h e r r e n , die über Tod und Leben
entscheiden, die Wahrheit j e d e r von mir niedergeschriebenen Silbe zu erhärten.
(Sefer ha'wikkuach. 1798.)
Und diese Verbrecherbande, nur den A n b e t e r n d e r blutigen Kali in Indien ver-
gleichbar. gehorchte bedingungslos den Anweisungen d e r Zaddikim, m u ß d o c h
s e l b s t J a h v e h „den W o r t e n d e s Z a d d i k s d e r j e w e i l i g e n Gene-
r a t i o n g l e i c h w i e e i n K n e c h t s e i n e m H e r r n g e h o r c h e n " ! Dies ist
die einhellige Auffassung aller Kabbalisten, d e r auch der Z a d d i k Elimclech in seinem
schon ö f t e r erwähnten W e r k e „ N o a m Elimelech" A u s d r u c k verleiht: „ W i e er (der
Z a d d i k ) d u r c h s e i n e n U r t e i l s s p r u c h b e s t i m m t , s o h ä l t e s der
H e i l i g e , g e l o b t sei Er ... D e r Z a d d i k bestimmt und E r er-
f ü l l t . . . Der Zaddik macht die Sünden schneeweiß . . . " So ist denn „das Grund-
prinzip und Fundament, von dem alles abhängt, d a ß man sich an den Zaddik der
jeweiligen Generation binde, allem, was er sagt, gleichviel, ob es eine wichtige oder
geringfügige Sache betrifft, Folge leiste, von seinen W o r t e n weder nach rechts noch
nach links abweiche, alle Klügeleien beiseite lasse und a u f d i e e i g e n e M e i n u n g
völlig v e r z i c h t e , als b e s ä ß e man k e i n e n a n d e r e n V c r s t a n d
a u ß e r d e m , d e m m a n d e m Z a d d i k v e r d a n k e " . wie der Zaddik N a c h -

I0
man im ..Likkute Moharan" (1808) schreibt. Noch von dem R- M o s e s in U j h c l y
(Tschechoslowakei), der 1841 starb, wissen wir. d a ß er am V o r a b e n d des J o m k i p p u r -
T a g e s alle jüdischen Knaben vor dem Thora-Schrein a n t r e t e n ließ und ihnen d a s
Gelöbnis abnahm, für die Sache der Juden in den Tod zu gehen, „wenn dies der Wille
des Heiligen (lies hier: des Zaddiks!) sein sollte!".
W i r kehren nunmehr zur Geschichte dieser ostjüdischen Sekte zurück.

Der K a m p f g e g e n die „ V e r r ä t e r "


Wie stellte sich nun das „offizielle" rabbinische Judentum zu den Bestrebungen d e r
Chassidim? Die „Rechtgläubigkeit" der Sektierer war — vom kabbalistischen Stand-
p u n k t aus — nicht anzuzweifeln: desto ernster mußten aber Bedenken gegen die A n s
Licht-Beförderung bisher ängstlich gehüteter Gedanken und Praktiken durch die Fana-
tiker erhoben werden. Mit Recht nahm jeder Rabbiner an. daß nun das gesamte J u d e n -
tum f ü r die Unmoral der von den Zaddikim öffentlich verkündeten Lehren v e r a n t w o r t -
lich gemacht werden würde. Gerade in dem Augenblick, in dem das W e s t j u d e n
tum bereit war. sich in hohem Maße seinen Wirtsvölkern anzupassen, kam diese
Enthüllung des betont asiatischen Charakters der jüdischen Geheimlehre den ge-
lehrten Rabbinern höchst ungelegen. Nachdem man vergeblich versucht hatte, d e m
Bescht und seinen Schülern mit Geld und Stellungen den Mund zu stopfen, schritt
man zur Verhängung des „Cherem", des g r o ß e n B a n n e s , über die V e r r ä t e r . I n
Wilna ließ der „große Gaon" E l i a , selbst ein hervorragender Kabbalist, die Schofar-
hörner blasen und bei gelöschten Kerzen in der großen Synagoge verkündigen: „Alle
Häupter des Volkes mögen sich in das Gewand des Eifers hüllen, des Eifers f ü r
Jahveh Zebaoth, um sie (die Chassidim) auszurotten, zu vertilgen, zu ächten u n d
mit dem Bannstrahl zu treffen." Die Wilnaer Führer der Sekte wurden 1772 durch
die Kahaldiener eingekerkert und bis aufs Blut gegeißelt — nicht als K e t z e r ,
sondern als „Entweiher des Namens Jahvehs", d. h a l s V e r r ä t e r d e r t a 1 -
m u d i s c h - k a b b a l i s t i s c h c n G e h e i m l e h r c ! — Die meisten G e m e i n d e n
Litauens, Weißrußlands und Galiziens folgten dem Wilnaer Beispiel; nur in d e r
Ukraine und in Podolien und Wolhynien hatte die chassidische Lehre schon so s t a r k
Wurzel gefaßt, daß es zu keinen Kampfbeschlüssen der Gemeinden gegen die Ver-
räter mehr kommen konnte. Als dann 1790 in Galizien durch den Kaiser von Öster-
reich die Schul- und Wehrpflicht auch auf die jüdische Bevölkerung ausgedehnt
wurde, und von Panik ergriffen scharenweise junge Juden nach den russischen
Westprovinzen auswanderten, gewann durch die starken familiären Beziehungen
dieser bald dem Chassidismus gewonnenen Auswanderer zu ihren früheren Wohn-
orten, die Sekte auch in Galizien reißend an Boden. Als dann noch der schlaue Fuchs
R. S a l m a n von Ljosna trotz zweimaliger Inhaftierung in der Schlüssclburg (1812) sich
und seine Anhänger dem Zaren zu Spionagezwecken im Rücken der „Großen A r m e e "
zur Verfügung stellte, konnten auch die letzten Bastionen rabbinischen W i d e r -
standes in Weißrußland, Litauen und Zentralpolen überrannt werden. Um das J a h r
1820 herum war der Chassidismus „die" jüdische Religion der Aschkenasim außer-
halb der deutschen Bundesgrenzen geworden, und selbst in F r a n k f u r t a. M.
konnte der Versuch einer chassidischen Gemeindegründung durch den A a r o n i d c n
R . N a t h a n A d l e r gewagt werden.
V o r allen Dingen war es den Chassidim gelungen, sich der Kahals zu bemächtigen.
Der „Kahal" war der Rat, der an der Spitze jeder aschkenasischcn Gemeinde s t a n d
und der sich aus von den Gemeindemitgliedern gewählten Ältesten und den Rab-
binern des Ortes zusammensetzte. Alle öffentlichen jüdischen Einrichtungen. Wohl-
fahrtsanstalten, Schulen und Talmud-Zirkel standen unter seiner Obhut. „Diese auto-
nomen Organe der einzelnen Gemeinden unterstanden wiederum zentralen Institu-
tionen: dem „Vierländer-Waad" in Polen und dem „Waad der Hauptgemeinden" in
Litauen. Die Zentralorgane der Selbstverwaltung waren mit deren Urzellen durch
Zwischenglieder, durch die .Provinzial- und ,Kreis'-Waadim verbunden. Die Zentral
waadim regelten die Beziehungen zwischen den einzelnen Gemeinden, e r l i e ß e n
f ü r d i e G e s a m t h e i t d e r J u d e n h e i t v e r b i n d l i c h e S a t z u n g e n und b e -

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tätigten sich überdies als höchste Gerichts- und Entscheidungsinstanz in innerjüdischen
Streitsachen sowie i n religiösen Angelegenheiten . . . D i e E r z i e h u n g l a g g a n z
i n d e n H ä n d e n d e r K a h a l f ü h r e r und des Kabbinats. und das Prinzip der
allgemeinen Schulpflicht erlangte gleichsam Gesetzeskraft. Kein Knabe blieb außerhalb
der Elementarschule, des Cheder, aber auch die Jeschiboth, die höheren Talmudschulen,
wurden von der Mehrheit der Jünglinge besucht, wobei die Unbemittelten unter ihnen
auf Kahal-Kostcn Unterricht genossen." (Ich gab diese Bestimmung des Begriffs Kahal
absichtlich nach des Zionisten Dubnow „Geschichte des Chassidismus". Bd. I, S. 43.
um ganz sachlich zu zeigen, wie berechtigt die Darstellung des jungen Helmuth v.
Moltke und späterer Judenkenner vom Wesen des Kahal, des ostjüdischen „Staates
im Staate", waren!)
Die Herrschaft im Kahalsystem sicherte also dem Chassidismus die Herrschaft
über die Seelen der heranwachsenden jüdischen Geschlechterfolgen. Seit 100 Jahren
werden die jungen Juden Ost-Europas i m Geist c h a s s i d i s c h e r U n m o r a l ,
fanatischen Hasses gegen alle Nichtjuden und sklavischer Unterwürfigkeit unter ihre
Zaddikimdynastien erzogen. Wir ahnen nun auch, wo die „Zaddikim von Zion" sich
die Werkzeuge ihrer verbrecherischen Pläne heranbildeten!

Die Davidische Dynastie


Es bleibt mir nur noch übrig, einige abschließende Worte über die Zaddikim zu
sagen.
Wie schon erwähnt, wurde erster Nachfolger des Israel ben Eliescr Baal-Schem
Tow der Zaddik Dow Bär aus Meseritsch. Aus seiner Schule gingen die Zaddikim
Elimelech Lisensker und R. Sußja hervor, die dem Chassidismus in Galizien Bahn
brachen. Sie wurden die Begründer kleiner Zaddikim-Dynastien im österreichischen
Anteil Polens, während in Weißrußland und Litauen der Einfluß des „Großen Raw"
Schneur Salman ständig wuchs. Trotz dieser Vielheit chassidischer Mittelpunkte bc
wahrte doch nach wie vor das Geschlecht des Beseht das angestammte Vorrecht seiner
göttlichen Erwählung. Der ahnenstolze Enkel des Baal-Schem, R. Baruch, hielt wie ein
Herrscher ganz offen Hof zu Miedzyboz. An der „königlichen Residenz" drängten sich
ständig Scharen von Chassidim, die ihren Meister mit Geschenken überhäuften und
sich in Schnaps-Trunkenheit dem Gottesdienst „aus Frohsinn" hingaben. Zaddik
Baruch brauchte auch wirklich sehr viel Geld, da er stets in mit edlen Pferden be-
spannten Wagen ausfuhr, einen Palast sich erbauen ließ, von einem ganzen Troß von
Sekretären und Dienern umgeben war und fast alltäglich feuchtfröhlichc Gastmähler
veranstaltete. Selbst Dubnow muß gestehen: „Von beschränktem Verstand und von
zweifelhafter Sittlichkeit, war Baruch bestrebt, aus seiner Würde als Enkel des Beseht
persönlichen Vorteil zu ziehen: Geld anzuhäufen, ein vergnügliches Leben zu führen
und das Volk . . . seiner Herrschaft zu unterwerfen." — Auch dem Urenkel des Beseht,
Nachman Brazlawer. der 1810 starb, ist Dubnow genötigt, als einen „an Körper und
Geist kranken, von religiösem Wahn besessenen Menschen" zu kennzeichnen, was aber
nach Dubnows eigenem Urteil die Ostjuden nicht hindert, in den Geschichten des
Zaddik Nachman die Lösung der Welträtsel zu suchen und zu finden! — Von dem
hohen Selbstbewußtsein dieses Bescht-Nachkommen zeugt sein berühmter Ausspruch:
„Mich braucht die ganze Welt! Von der Zeit des R. Simon ben Jochai (des Begründers
der Kabbalistik) bis zu der des Ari seligen Angedenkens (des Erneuerers der Kabba
listik) stand die Welt still, insofern nämlich bis zum Erscheinen des Ari nichts Neues
offenbart wurde, und ebenso ereignislos, ohne neue Offenbarung, ging es in der Welt
von der Zeit des Ari bis zu der des Beseht seligen Andenkens zu, bis dieser erschien
Seitdem richtete sich die Welt nach dem. was der Beseht offenbart hat, bis ich er
schienen bin, der ich nun Neues von wunderbarster Art offenbar zu machen beginne |
Bezeichnenderweise fügt Dubnow diesem Zitat hinzu: „Wie prahlerisch diese Worte
auch anmuten mögen, so spricht aus ihnen dennoch weder Überheblichkeit noch irgend
eine betrügerische Absicht, sondern lediglich ungetrübteste Naivität und der uner-
schütterliche Glaube an die eigene Sendung." — Wir wollen uns hierbei erinnern, daß
es der R. Nachman war, der jenes geheimnisvolle Werk schrieb, das er vor seinen»

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T o d e v e r b r e n n e n ließ und in dem wir eine Vorarbeit zum Programm der Weisen von
Z i o n mit größter Wahrscheinlichkeit zu vermuten haben. Fast zur Gewißheit wird
diese A n n a h m e durch die Tatsache, daß es ebenfalls der R. N a c h m a n war, der erklärte,
d a ß d e r „gerechte Erlöser" (d.i. der zukünftige jüdische Weltherrscher) sein A b k ö m m -
ling sein werde! — Ein N a c h k o m m e des Beseht, ein oberster Z a d d i k der Chassidim,
wird also j e n e r „König aus dem Blute Zions" sein, dem nach den „Protokollen" die
Völker z u j u b e l n sollen!

C h a s s i d i s m u s u n d Bolschewismus
D a s Zions-Reich der Chassidim wird ein Weltstaat sein, dessen U n t e r t a n e n in
„ k o m m u n i s t i s c h e r " Besitzlosigkeit, dessen Herren in Luxus und Ausschweifungen
leben w e r d e n . Wo anders können die Keimzellen dieses jüdischen Traumreiches liegen
als im j a h r h u n d e r t e a l t e n Siedlungsgebiet der Ghetto-Hebräer — in Wolhynien, Podo-
lien, in der U k r a i n e ?
U n d trägt nicht der Bolschewismus schon in seinem blutroten Diktatoren- u n d
K n c c h t s t u m das Kennzeichen seiner kabbalistisch-chassidischcn H e r k u n f t auf der
S t i r n ? — W i r sind in der glücklichen Lage, zum Schluß unserer Ausführungen ein un-
b e s t r e i t b a r e s Zeugnis über die Zusammenhänge von Chassidismus und Bolschewismus
anzuführen!
D e r jüdische Schmutzschreiber Benjamin Segel, dessen Fälschung eines Eucken-
Briefes anläßlich einer mißglückten „Erledigung" der Alljuda so unbequemen „Zioni-
stischen Protokolle" seinem schriftstellerischen Wirken ein Ziel setzte, berichtet in
eben dieser „Erledigung" auf S. 159 der 1. Auflage: „ D i e j ü d i s c h e n K o m -
m i s s a r e (der Sowjets) r e k r u t i e r e n sich meist aus den K r e i s e n
e h e m a l i g e r C h a s s i d i m , die in f r ü h e r e n J a h r e n blind und f a n a -
t i s c h a n i h r e W u n d e r r a b b i s g l a u b t e n u n d n u n m i t d e r s e l b e n Ver-
b l e n d u n g und U n d u l d s a m k e i t dem B o l s c h e w i s m u s d i e n e n . . .
Einige weibliche Mitglieder des jüdischen K o m m i s s a r i a t s ..
s i n d S p r ö ß l i n g e b e k a n n t e r c h a s s i d i s c h e r F a m i l i e n . " Daß die jüdi-
schen Sowjctkommissarc nur in früheren Jahren fanatisch an ihre W u n d e r r a b b i s
glaubten, jetzt aber restlos Atheisten seien, widerlegt der Verfasser dummerweise auf
d e r nächsten Seite gleich selbst durch die Feststellung, daß sich auch unter den jüdi-
schen Kommissaren „perverse Typen" finden, die in aller Stille die Synagoge besuchen,
fasten und überhaupt alle Ritualvorschriften genau einhalten! — Es steht also un-
widerruflich fest, daß es der Chassidismus ist, der dem „streitbaren Gottlosentum"
S o w j e t j u d ä a s die Führer gestellt hat! —

D a s U r t e i l e i n e s u n b e s t o c h e n e n Richters
Derselbe Benjamin Segel, der uns ungewollt über die Rolle des Chassidismus in
Sowjetrußland belehrt hat, fragt mit dem Brustton des unschuldig verfolgten edlen
Helden auf Seite 2 seines Machwerks: „Die Protokolle der Weisen von Zion — eine-
Erledigung": „Wie kann ein Jude lehren, der Zweck heilige die Mittel, oder: .Aus dem
vorübergehenden Unheil, das wir jetzt anrichten, wird die Wohltat einer unerschütter-
lichen Regierung hervorgehen', — während es ein unzählige Male im Talmud wieder-
holtes Gesetz ist, daß man eine Sünde nicht begehen dürfe, auch wenn dies unumgäng-
lich ist, um eine Mizwah (religiöses Gebot) zu erfüllen, da eine solche auf dem Um-
weg einer Sünde erfüllte Mizwah keinen sittlichen Wert repräsentiere?" — Dieser ge-
bürtige Galizier weiß natürlich genau Bescheid um die Lehren seiner heimischen Z a d -
dikim, — er weiß so gut wie Prof. Dubnow, daß für den eingeweihten Chassid „das
Böse der Thron des G u t e n " ist, daß „einem Schwur vor Gericht nicht die geringste Be-
deutung beizumessen ist", daß der fromme Kabbalist von jedem Ding Besitz ergreifen
darf, wonach es seiner Seele gelüstet. — daß nach jüdischer Auffassung alle Nicht-
juden „Tiere" sind, zu deren Beherrschung und Ausnutzung der wahre Israelit berufen

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ist! - Und dann stellt sich dieser Schlemihl hin und deklamiert — auf die Unwissen-
heit der Gojim in ostjüdischen Dingen bauend —: „ S o 1 1 1 e n s i c h i r g e n d w o in
d e r W e l t J u d e n f i n d e n , i n d e r e n S c h ä d e l s o l c h e I d e e n (wie die
der W e i s e n v o n Z i o n ) n i s t e n , s o b i l d e n s i e i n d e r T a t e i n e große
G e f a h r , aber nicht für die europäischen Staaten und Völker, sondern für ihre eigene
nächste Umgebung, denn e s l i e g t n a h e , d a ß s i e e i n e s s c h ö n e n T a g e s
einen Tob s u c h t s a n f a l l b e k o m m e n k ö n n e n . Es w ä r e a l s o humane
Pflicht der n ä c h s t b e t e i l i g t e n R e g i e r u n g , sie z u r Sicherheit
i n e i n e l r r e n a n s t a l t z u s p e r r e n."
Auch wir sind der Meinung, daß es höchste Zeit ist, einem etwaigen Tobsuchts-
anfall durch Unschädlichmachung der chassidischen „Geisteskranken" zuvorzukommen!

II. A n g l o - I s r a e l
Der Schwindel beginnt
An einem Sonntag im Ostermond 1649 tauchten plötzlich am St.-Georgs-Hüge!
bei Cobham in der Grafschaft Surrey eine Anzahl mit Schaufeln, Picken, Äxten und
Hämmern versehener Leute auf und begannen, die Zäune der gutsherrlichcn Weide-
koppeln umzureißen und das Land zu beackern. Sie seien jetzt noch wenige, erklärten
sie den Landleuten der Umgebung, aber ihre Zahl würde bald auf 4000 steigen. Sie
wollten allen Menschen den wahren Kommunismus zeigen und beweisen, daß es eine
unbestreitbare Sache der Gerechtigkeit sei, daß das arbeitende Volk auf dem nur
unter Gottes Gesetz stehenden Lande grabe, pflüge, pflanze und wohne, ohne an
jemanden Pacht zahlen zu müssen. Nachdem sie eine Woche in der Gegend gezeltet
und gearbeitet hatten, wurden sie von Cromwells Reiterei auseinandergetrieben, ihre
Anführer aber, der ehemalige Soldat William Everard und der Londoner Kaufmann
Gerard Winstanley, gefangengenommen und zum Verhör vor General Fairfax ge-
bracht
Everard erklärte, e r g e h ö r e , w i e d i e m e i s t e n M e n s c h e n , d i e man
S a x o n s ( S a c h s e n ) o d e r J u t e s ( J ü t e n ) n e n n e , d e r R a s s e der
J u d e n an. Hier in Britannien hätten die verlorenen zehn Stämme Israels nach
schwerer Wanderung durch Kaukasien, Rußland, Skandinavien und Deutschland sich
niedergelassen und nach dem Gesetz, das Moses gegeben, gelebt. Alle Freiheiten
des Volkes aber seien durch die Unterjochung unter Wilhelm dem Eroberer ver-
lorengegangen, das Volk Gottes habe seit dieser Zeit unter einer Tyrannei und
Unterdrückung gelebt, die noch schlimmer sei als die der Vorfahren unter den
Ägyptern. Aber jetzt sei die Zeit der Befreiung gekommen, Gott werde sein aus-
erwähltes Volk aus dieser Sklaverei erlösen und ihm seine Rechte auf den Genuß
der Früchte und Güter der Erde zurückerstatten. Bald werde die Zeit kommen,
wo sie alle Armen, Arbeitslosen und Unterdrückten in ihre Verbindung auf'
genommen haben würden. Dann werde das Reich Gottes auf Erden errichtet
werden. Im übrigen, erklärte Everard, würden sie nicht die Waffen gebrauchen,
sondern sich den obrigkeitlichen Anweisungen fügen und ihre Zeit abwarten.
„Während sie so vor dem General standen", heißt es in W h i t l o c k e s
„ M e m o r i a l s", „behielten sie den Kopf bedeckt und gaben auf die Frage, warum
sie dies täten, zur Antwort: auch der General sei nur ihresgleichen." Die Jury
des Bezirkes verurteilte die Angeklagten zu sehr hohen Geldstrafen, die durch
Pfändung vollstreckt werden mußten. Aber die Anglo-Israeliten gaben ihre Sache
so leicht nicht auf, immer von neuem versuchten sie. ihre Gedankengänge in
Wirklichkeit umzusetzen. Flugschrift über Flugschrift wurde von ihnen veröffent-
licht, so „Licht, das in Buckinghamshirc scheint" mit der Losung: „Erhebe Dich,
Jehova, richte Du die Erde!", „Das neue Gesetz der Gerechtigkeit" und „Der feu-
rige Busch".

14
Runen-Wandschmuck
Der s c h ö n s t e d e u t s c h e Wandschmuck a u s g o t i s c h e n Runen (den ä l t e s t e n
g e r m a n i s c h e n Schriftzeichen) bietet sich allen d e u t s c h e n Familien d u r c h
d a s nach d e r Jarl Widarschen Irminslehre e n t w o r f e n e Zierblatt: , . h a g a l :
g i b o r b a r t y r r : s i g " ; in hochdeutscher Übersetzung: „ H e g e d a s
All! Allvater g e b i e r t Erneuerung. Sieg Heil!" Der W a n d s c h m u c k , d e r a u f
Kunstpappe In Rotdruck und Schwarzlettern künstlerisch a u s g e f ü h r t ist,
zeigt unten d a s Hakenkreuz mit s e i n e r V e r d e u t s c h u n g : „ G o t t V a t e r Aller",
r e c h t s und links die Binderune für d e n u r d e u t s c h e n g e r m a n i s c h e n
G o t t e s n a m e n „ a r a h a r i " (ara = Aria, hari = H e r r ; a r a h a r i = H e r r d e r
Arier). — Der W a n d s c h m u c k ist beim Verlag Ernst P i s t o r in Berlin W 3 5 ,
K u r f ü r s t e n s t r a s s e 151 (Grösse 4 0 x 2 8 c m ) f ü r 5 0 Reichspfennig erhältlich
(in Briefmarken einsenden).

VORANZEIGE:

In nächster Zeit erscheint Heft 3 der „ A R I S C H E N W E H R "

Die Petrusschiebung
von Hanns Obermeister

Diese Schrift ist eine wissenschaftliche Untersuchung über die Grundlagen des römischen
Papsttums und über seine Behauptung von der „Stellvertretung Christi auf E r d e n " . Ober-
meister beweist, daß es sich um eine geschichtliche Schiebung handelt.

P r e i s 1,— R e i c h s m a r k . Bei Vorbestellung bis z u m 1. J u n i 1936 0,80 R e i c h s m a r k .

V e r l a g „ D e r J u d e n k e n n e r " , Ernst Pistor, Berlin W 35, K u r f ü r s t e n s t r . 151


P o s t s c h e c k k o n t o : Berlin 1 1 2 1 7 2
Millionen v o n M e n s c h e n i m A u s l a n d w i s s e n n o c h n i c h t , w a s d a s W o r t „ v ö l k i s c h " b e d e u t e t . E i n e
ungeheure Aufklärungsarbeit liegt vor uns. Die Partei l e h n t j e d e W e r b u n g i m A u s l a n d a u s selbst-
verständlichen G r ü n d e n a b . D o c h D e u t s c h l a n d a l s „ V o r b i l d f ü r eine s c h ö n e r e W e l t " w i r k t a u c h o h n e W e r b u n g .
Sammlung, Aufklärung und Angriff sind das Gebot der S t u n d e f ü r d i e a r i s c h e n Völker i m
Kampfe gegen das J o c h des W e l t j u d e n . Der „ W e l t b u n d d e r V ö l k i s c h e n " ist eine S a m m e l -
s t e l l e d e r a r i s c h e n K ä m p f e r i n d e r W e l t , „ D e r J u d e n k e n n e r " eines der besten A u f k l ä r u n g s -
b l ä t t e r ü b e r d i e E r b f e i n d e d e r V ö l k e r . D e n A n g r i f f f ü h r e n d i e K ä m p f e r , die sich dazu b e k e n n e n .

Werde Mitkämpfer und Mitglied des Weltbundes!

D a s a r i s c h e S c h i c k s a l ist a u c h d e i n S c h i c k s a l l

Beitrittserklärung (A.R.U.)
A n A . R . U . ( P o s t s c h e c k k o n t o : E . P i s t o r , A.R.U., B e r l i n N r . i l O I 53),
B e r l i n W 3 5 , K u r f ü r s t e n s t r a ß e 151

Mitgliedsnummer: D a t u m des E i n t r i t t s : :

Hiermit e r k l ä r e ich m e i n e n Eintritt in d e n W e l t b u n d d e r V ö l k i s c h e n , e. V.,


(Alliance Raciste U n i v e r s e l l e , A.R.U.)

Ich versichere nach bestem Wissen, daß ich nicht jüdischer Abstammung und nicht mit einem Ehegatten
jüdischer Abstammung verheiratet bin o d e r w a r , d. h.. daß sich unter meinen und meines Ehegatten Ahnen
keine Personen j ü d i s c h e r Abstammung befunden haben.
Ferner versichere ich, daß ich als Deutscher die nationalsozialistische Auffassung vom deutschen Leben und
deutschen Staat teile, der Freimaurerei und ähnlichen nicht völkischen Verbänden in jeder Form und Verkleidung
fernstehe und i m m e r l e r n g e s t a n d e n h a b e u n d für die Freiheit des Gewissens jederzeit einzutreten
entschlossen bin. Mit den Satzungen des Bundes und seinen Zielen bin ich einverstanden.
Den Beitrag (1 RM. je Monat) zahle ich — vierteljährlich = 3 RM.. halbjährlich =6 RM.. jährlich = 10 RM.
— im voraus.
Die Aufnahmegebühr*) von 2 RM. und I RM. für das Bundesabzeichen sowie den Beitrag in Höhe von . RM.
für Monate, zusammen RM.. habe ich am . . . . . auf Postscheckkonto:
Berlin. Ernst Pistor. A. R. U. Nr 110153. überwiesen — werde ich am überweisen, ich stelle
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