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Gabriele Volgnandt

Dieter Volgnandt

Exportwege
Wirtschaftsdeutsch neu

Kursbuch
Sprachniveau A 2 ■ B I

; W.
Gabriele Volgnandt
Dieter Volgnandt

Exportwege
Wirtschaftsdeutsch neu

Kursbuch
Sprachniveau A2 ■ B I

fScHUBERT
IL J Verlag
Zusätzliche Übungen zum Sprachniveau A2/BI finden Sie unter:

www.aufgaben.schubert-verlag.de

Das vorliegende Lehrbuch beinhaltet zwei C D s zur Hörverstehensschulung.

1.2 Hörmaterial auf C D (z. B. C D I, Track 2)

c> G I Verweis auf andere Aufgaben/Übungen im jeweiligen Kapitel

Layout und Satz: Andrea Schmidt

Zeichnungen: Janina von Niebelschütz

Die Hörmaterialien auf der C D wurden gesprochen von:


Burkhard Behnke, Claudia Graf, Judith Kretzschmar, Axel Thielmann

4. 3. 2. I.
2013 12 II 10
Die letzten Ziffern bezeichnen Zahl
und Jahr des Drucks.

Alle Drucke dieser Auflage können im Unterricht


nebeneinander verwendet werden.

© SCHUBERT-Verlag
I. Auflage 2010
Alle Rechte Vorbehalten
Printed in Germany
ISBN: 978-3-941323-02-5
Inhaltsverzeichnis
K u rsü b e rsich t.................................................................. 4 K a p ite l 6 ■D as F irm e n ju b ilä u m
Vorbemerkungen............................................................ 6
A Vorbereitung eines Firmenjubiläums............. 131
B Interview mit Mitarbeiterin Fa. TRUMPF . . . 132
C Präsentation der Produktion ............................134
K a p ite l I ■E in e G e sc h ä ftsre ise
D Firmengründungen...................................................139
A Die Vorbereitung einer Geschäftsreise . . . 7 G Grammatik ................................................................. 143
B Hotelsuche und Reservierung........................... 10 Ü Übungen .......................................................................145
C Die Reise nach Stuttgart ................................... 13
D Die Region Stuttgart ............................................ 14
K a p ite l 7 ■B ild u n g und A u sb ild u n g
G Grammatik ................................................................ 18
Ü Übungen ......................................................................20 A Schule und L e rn e n .................................................153
B Das Bildungswesen.................................................157
C Schulleben in D eu tsch lan d ................................165
K a p ite l 2 ■D e r K a u fv e rtra g
G Grammatik ............................................................... 168
A Handeln und Verhandeln ................................... 27
Ü Übungen .....................................................................169
B Produktpräsentation ............................................28
C Preisstellung und Lieferbedingungen............ 33
D Lieferbedingungen deutscher Unternehmen 36 K a p ite l 8 ■B erufsausb ild u ng und B ew erb u ng
G Grammatik ................................................................ 38 A Wege in den B e r u f................................................. 175
Ü Übungen ......................................................................42 B Studium in D eutschlan d ......................................177
C Bewerbung und Einstellung................................ 181
K a p ite l 3 ■D as B a n k w e se n D Die Bewerbung ........................................................187
E Frauen und K a rrie re ...............................................191
A Frankfurt und die deutschen Banken . . . . 51
G Grammatik ................................................................195
B Zahlungsweisen im Außenhandel ..................57
Ü Übungen ......................................................................197
C Zahlungsbedingungen............................................60
D Zahlungsschwierigkeiten...................................... 62
G Grammatik ................................................................ 66 K a p ite l 9 ■V o rb e re itu n g d e r M esse
Ü Übungen ........................................................................67 A Vorbereitung einer Messebeteiligung . . . 201
B Überlegungen zum Messestand.........................206
K a p ite l 4 ■W irts c h a fts re g io n e n C Von Goethes Küche zur Einbauküche . . . 209
A Wirtschaftsregionen in Deutschland............79 D Deutsche und ihre W o h n u n g ............................214
B Die Geschichte der H annover-M esse ............ 83 G Grammatik ................................................................. 216
C Der Maschinenbau in D eutschland ............... 84 Ü Übungen .......................................................................219
D Unternehmensformen ......................................... 89
G Grammatik ................................................................ 93 K a p ite l 10 ■D e r M e sse a u ftritt
Ü Übungen ......................................................................96
A Schein und Sein: Zur Funktion des Designs 227
B Messeaktivitäten .....................................................232
K a p ite l 5 ■R eise m it H in d e rn isse n C Vom Projekt zum P ro d u k t................................ 234
A Einladung zum Firmenjubiläum ........................ 109 D Medien in Deutschland......................................... 239
B Am Flughafen............................................................. 110 G Grammatik ................................................................ 243
C In der Apotheke .....................................................116 Ü Übungen ......................................................................245
D Kleiderkauf: Business-Outfit..............................119
E Die Lufthan sa ..............................................................122 Unregelmäßige Verben ..............................................251
G Grammatik ................................................................ 123
Ü Übungen ...................................................................... 125

3
Kursübersicht
K ap itel 1 E in e G e sch ä ftsre ise
Themenbereiche Die Vorbereitung einer Geschäftsreise • Hotelsuche Lnd Reservierung •
Die Reise nach Stuttgart • Die Region Stuttgart
Sprachliche Handlungen Eine Geschäftsreise vorbereiten • Hotels beschreiben • Eine Hotelreser­
vierung vornehmen • Sich beschweren • Etwas über Stuttgart erfahren
Grammatikthemen Nebensätze: dass-Sätze • Das Präpositionalobjekt • Das Präpositionalad-
verb (Pronominaladverb) • Infinitivsätze • Deklination der Adjektive nach
Nullartikel

K ap itel 2 D e r K au fve rtrag


Themenbereiche Handeln und Verhandeln • Produktpräsentation • Preisstellung und Liefer­
bedingungen • Lieferbedingungen deutscher Unternehmen
Sprachliche Handlungen Ein neues Produkt vorstellen • Verkaufsverhandlungen hören und führen •
Über Lieferbedingungen/Zahlungsbedingungen sprechen • Fragen mit In­
terrogativpronomen bilden • Über Veranstaltungen sprechen
Grammatikthemen Interrogativpronomen: lokal und temporal • Interrogativpronomen mit
Präposition • Präpositionaladverb (Pronominaladverb) • Interrogativpro­
nomen: welcher/welche/welches • Nebensätze: Konditionalsätze • Bildung
der Komparativ- und Superlativformen • Die Steigerung des Adjektivs
(Komparation): Komparativ und Superlativ • Der Vergleich

K ap itel 3 D as B an k w esen
Themenbereiche Frankfurt und die deutschen Banken • Zahlungsweisen im Außenhandel •
Zahlungsbedingungen • Zahlungsschwierigkeiten
Sprachliche Handlungen Dialoge in einer Bank verstehen und führen • Wichtige Formulare kennen­
lernen • Über Zahlungsbedingungen sprechen • Grafiken beschreiben •
Über Mahnungen sprechen • Tipps zur Verbesserung der Zahlungsmoral
formulieren • Über die Börse sprechen • Etwas über Frankfurt erfahren
Grammatikthemen Kausalsätze • Die Modalverben müssen/nicht müssen - dürfen/nicht dürfen -
nicht brauchen zu • Die verschiedenen Bedeutungen von lassen • Funkti-
onsverbgefüge

K ap itel 4 W irtsch a ftsre g io n e n


Themenbereiche Wirtschaftsregionen in Deutschland • „Made in Germany“ : Die Geschichte
der Hannover-Messe • Der Maschinenbau in Deutschland • Unternehmens­
formen
Sprachliche Handlungen Wichtige Industriezweige kennenlernen • Eine Produktanfrage erstellen •
Eine Rangfolge beschreiben • Unternehmensformen in Deutschland ken­
nenlernen • Über zeitgeschichtliche Ereignisse sprechen • Begriffe erklären
Grammatikthemen Verbformen im Präteritum • Der Gebrauch des Präteritums • Der Relativ­
satz • Das Relativpronomen

K ap itel 5 R eise m it H in d ern issen


Themenbereiche Einladung zum Firmenjubiläum • Am Flughafen • In der Apotheke • Klei­
derkauf: Business-Outfit • Die Lufthansa
Sprachliche Handlungen Ein Gespräch am Flughafenschalter hören • Szenen am Flughafen spie­
len • Sich beschweren - jemanden beruhigen • Sich in einer fremden Stadt
orientieren • Einen Weg beschreiben • Über Krankheiten/Beschwerden
sprechen • Im Bekleidungsgeschäft einkaufen, einen Kunden beraten • Ei­
nen Standpunkt vertreten, einem Standpunkt widersprechen
Grammatikthemen Indirekte Fragesätze • Konjunktiv der Höflichkeit - Konjunktiv II • Konjunk­
tiv II der Modalverben können, dürfen, müssen, mögen, sollen • Konjunktiv II
der Verben sein und haben • Konjunktiv: Umschreibung mit würde + Infinitiv
Kursübersicht
K ap itel 6 D as Firm en ju b ilä u m
Themenbereiche Vorbereitung eines Firmenjubiläums • Interview mit einer Mitarbeiterin
der Firma TRUMPF • Firmenjubiläum - Präsentation der Produktion • Fir­
mengründungen
Sprachliche Handlungen Eine Firma vorstellen/präsentieren • Ein Firmenjubiläum vorbereiten und
Einladungen entwerfen • Die Präsentation einer Firma hören und verste­
hen • Über eine Besichtigung sprechen • Nachfragen/sich vergewissern •
Dialoge auf einer Hausmesse führen • Etwas über Existenzgründungen
erfahren • Über Gründe für die Selbstständigkeit sprechen • Ein Interview
vorbereiten und führen • Glückwünsche und Trinksprüche formulieren
Grammatikthemen Aktiv und Passiv • Die Bildung des Passivs • Das Passiv mit Modalverben •
Das Passiv im Nebensatz

K ap itel 7 Bildung und A usbildung


Themenbereiche Schule und Lernen • Das Bildungswesen in Deutschland, Österreich und in
der Schweiz • Schulleben in Deutschland
Sprachliche Handlungen Karikaturen beschreiben • Über Schulbildung sprechen • Das Bildungswe­
sen verschiedener Länder kennenlernen und vergleichen • Eine Radiosen­
dung hören und verstehen • Über Erwartungen an den „deutschen Leh­
rer“ sprechen • Einen Text mit eigenen W orten wiedergeben • Nationali­
täten und Vorurteile besprechen • Statistiken vergleichen
Grammatikthemen Je .. . desto/umso ... • Die Doppelkonjunktion: einerseits ... andererseits

K ap itel 8 Berufsausbild ung und Bew erbung


Themenbereiche Wege in den Beruf • Studium in Deutschland Bewerbung und Einstel-
lung • Die Bewerbung • Frauen und Karriere
Sprachliche Handlungen Ausbildungsberufe vergleichen • Über die Konjunktur sprechen • Eine
Diskussionsrunde vorbereiten • Über eine Grafik sprechen • Informa­
tionen über Universität und Fachhochschule erhalten • Aufgaben eines
Personalchefs kennenlernen • Stellenanzeigen besprechen • Sich um eine
Stelle bewerben: telefonisch und/oder schriftlich
Grammatikthemen Verben mit Präpositionalobjekt von A bis Z Wortbildung • Relativpro-
nomen

K apitel 9 V o rb e re itu n g d er M esse


Themenbereiche Vorbereitung einer Messebeteiligung • Überlegungen zum Messestand •
Von Goethes Küche zur Frankfurter Küche • Deutsche und ihre Wohnung
Sprachliche Handlungen Eine Messe beschreiben und über Trends sprechen • Statistiken analysie­
ren und interpretieren • Messeziele formulieren • Kosten kalkulieren •
Etwas über die Erfinderin der modernen Einbauküche erfahren • Informa­
tionen über einen Deutschen und seine Wohnung sammeln
Grammatikthemen Einfache Substantivierungen und Ableitungen • Substantivierungen und
ihre Auflösung • Das Plusquamperfekt • Temporale Beziehungen

K ap itel 10 D e r M e sseau ftritt


Themenbereiche Schein und Sein: Zu r Funktion des Designs • Messeaktivitäten • Vom
Projekt zum Produkt • Vom Ereignis zur Information: Medien in Deutsch­
land
Sprachliche Handlungen Gegenstände beschreiben • Einen Standpunkt beziehen • Einen Vortrag
für eine Produktpräsentation entwerfen • Interviews hören und ver­
stehen • Designpreise kennenlernen • Etwas über Zeitungen und Z eit­
schriften erfahren • Zitate in indirekter Rede wiedergeben
Grammatikthemen Der Konjunktiv I • Die indirekte Rede
5
yorbem^!dt^!23^1
Exportw ege neu ist ein Lehrwerk für W irtschafts­ Themen werden gezielt ••• eder aufgenommen, so
deutsch, das sich an Lernende mit keinen oder ge­ dass sich der Lernende mit demselben Phänomen
ringen Deutschkenntnissen wendet, die beruf­ wiederholt, aber mit erhöhter Sprachkompetenz
lich mit deutschen Geschäftspartnern zu tun ha­ auseinandersetzen kann. Um sowohl Lernenden
ben, sich auf ein wirtschaftsbezogenes Studium in als auch Lehrern individus* e Erarbeitungsmöglich­
Deutschland vorbereiten oder ein Aufbaustudium keiten anzubieten, sind die Kapitel v. a. in den Bän­
absolvieren wollen. den 2 und 3 nach einem Modulsystem aufgebaut.
Exportw ege neu basiert auf dem im W O LF V ER ­ Die Teile A , B, C usw. können, müssen aber nicht
LAG D Ü RR & KESSLER erschienenen Lehrwerk in allen Fällen in der vorgegebenen Reihenfolge er­
„Exportwege“, das völlig neu bearbeitet, erw eitert arbeitet werden.
und ergänzt wurde. Exportw ege neu beinhaltet neben wirtschaftsbe­
Exportw ege neu besteht aus drei Teilen. Jeder zogenen Schwerpunkten auch vielfältige Themen
Teil umfasst ein Kursbuch mit zwei beigefügten aus Kultur, Geschichte und Gesellschaft, der Tatsa­
C D s sowie ein Arbeitsbuch. Die Kursbücher ent­ che Rechnung tragend, dass kulturelles Verständnis
halten jeweils 10 Kapitel, die sich in mehrere Teile des Gesprächspartners für den Erfolg beruflicher
gliedern: Kommunikation wesentlich ist.
• Themen und Situationen - Abschnitte A , B, C Exportw ege neu orientiert sich an den Anfor­
usw., die in ein bis zwei Unterrichtseinheiten be­ derungen des Europäischen Referenzrahmens für
handelt werden können. Sie enthalten die Texte
Sprachen. Teil I umfasst Sprachniveau A I und
und Materialien, die für den Lernfortschritt be­
einen Teil des Sprachniveaus A 2, Teil 2 Sprach­
sonders wesentlich sind.
niveau A2 und einen Teil des Sprachniveaus B l,
• Grammatik - Abschnitt G: Zusammenstellung
Teil 3 Sprachniveau Bl und B2. Das Lehrwerk be­
wesentlicher Übersichten zur Grammatik zum
reitet auf die Prüfungen Zertifikat Deutsch und
bewussten Verständnis grammatischer Zusam­
Zertifikat Deutsch für den Beruf vor. Es eignet sich
menhänge und zur Erleichterung der selbststän­
aber auch für Sprachkurse, die auf die Deutsche
digen Arbeit mit dem Lehrbuch
Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH)
• Übungen - Abschnitt Ü: Der Übungsteil dient
und Test-DaF vorbereiten.
zur Vertiefung des in den vorangegangenen Ab­
schnitten Gelernten und zum Selbststudium. Exportw ege neu beinhaltet zu jedem Teil zwei
C D s mit vielfältigen Hörtexten und Sprechübun­
Exportw ege neu geht bei der Auswahl und Dar­
stellung der Themen und Situationen von der A u­ gen, die den Kursbüchern beigefügt sind. Die A r­
ßenperspektive aus. Nicht der Wirtschaftsalltag beitsbücher zu den einzelnen Bänden enthalten
in einem deutschen Unternehmen, sondern die weiterführende Übungen zu den Kapiteln, Glos­
„kommunikativen Schnittstellen“, bei denen auslän­ sare, Lösungen zu Übungen aus dem Lehr- und A r­
dische Geschäftspartner auf deutschsprachige Part­ beitsbuch sowie die Transkriptionen der Hörtexte.
ner treffen, stehen im Mittelpunkt. Die auf dieser Zusätzliche Übungen und Aufgaben zum jeweiligen
Basis gewählten Themenschwerpunkte erstrecken Sprachniveau werden auf den Aufgabenseiten des
sich in der Regel oft über mehrere Kapitel. Dabei SCHUBERT-Verlages im Internet unter www.aufga-
sind die Lernenden nicht Beobachter, sondern Teil ben.schubert-verlag.de bereitgestellt.
der Handlung. Eigenständig oder im Team lösen sie Bei allen beteiligten Firmen, Institutionen und Per­
Aufgaben und recherchieren dabei auch mithilfe sonen möchten w ir uns für die großzügige Unter­
moderner Medien. stützung recht herzlich bedanken. W ir wünschen
Exportw ege neu liegt eine zyklische Progres­ Ihnen viel Spaß und Erfolg mit Exportw ege neu.
sion zugrunde. Grammatische und inhaltliche Gabriele und DieterVolgnandt

6
/ Eiine G e sch ä ftsre ise
Themen: A Die Vorbereitung einer Geschäftsreise B Hotelsuche und Reservierung
Reise nach Stuttgart D Die Region Stuttgart
C Die

I Die Vorbereitung einer Geschäftsreise

1 Eine Ü berraschung zum Arbeitsbeginn


Die junge Frau auf dem Bild ist Dottoressa Angela Bella-
vista. Sie arbeitet in der Exportabteilung von Celestini in
Fabriano. D ort ist sie die Assistentin des Abteilungslei­
ters, Fini. Sie studiert gerade einen Stadtplan und einen
Hotelführer, als das Telefon auf ihrem Schreibtisch läutet.

Angela: Celestini, Bellavista. Pronto! - Ah, Axel. W ie


1.2
schön, dass du anrufst. Ich wollte dich auch ge­
rade anrufen und dir sagen, ...
Axel:
Angela: Nein, aus unserer Fahrradtour im Mai wird
nichts. Ich kann den Urlaub nicht mehr neh­
men.
Axel:
Angela: Aber nein, ich mache keine W itze. Ich finde das auch schade.
Aber ich kann wirklich nicht. W eißt du, gerade in dieser Woche muss ich für die Firma
nach Stuttgart.
Axel:
Angela: Aber ich weiß es doch erst seit heute Morgen. Deswegen wollte ich dich ja anrufen. Das
ist blöd, aber den Termin kann ich nicht verschieben. Und dann ist es meine erste G e ­
schäftsreise.
Axel:
Angela: Aber natürlich habe ich nicht vergessen, dass du am 7. Geburtstag hast. Jetzt hör’ mal zu:
Unser Verkaufsleiter, H err Fini, hat heute Morgen einen Unfall gehabt. Und jetzt soll ich
Herrn Longhi, den Geschäftsführer, begleiten.
Axel:
Angela: W er ist Fini? Aber das weißt du doch! H err Fini ist der Leiter der Exportabteilung, mein
Chef. Und der hatte heute Morgen einen Autounfall.
Axel:
Angela: Nein, er ist nicht schwer verletzt. H err Longhi w ar schon im Krankenhaus. Die Ärzte
glauben, dass er bald wieder gesund ist.
Axel:
Angela: Aber natürlich mache ich das. Jetzt sei doch nicht gleich so sauer. Du weißt doch, dass
ich erst seit sechs Monaten in der Firma bin. Da kann ich doch dem Chef nicht einfach
sagen, dass ich keine Lust habe. Und das ist doch die Chance!
Axel:
Angela: Das weiß ich nicht. W ir können die Radtour doch verschieben. Du kannst ja nach Stutt­
gart kommen: Der 25. Mai ist in Baden-Württemberg ein Feiertag, Fronleichnam. Das ist
ein Donnerstag. Da kannst du doch am Mittwochabend kommen. Und ich kann am Frei­
tag vielleicht frei nehmen. Dann haben w ir vier Tage für uns.
Axel:
Angela: Gut. Dann überleg’s dir. Ich kümmere mich schon mal um ein Zimmer für uns. Also
dann, tschau.
Axel:
Angela: Quatsch. Da ist nichts. Longhi ist nur mein Chef. Er interessiert sich nur für seine Dunstab-
zugshauben. Außerdem hat er eine sehr nette Frau und zwei kleine Kinder. Also, bis dann.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 7


# Richtig oder falsch?
ja nein
1. Bei dem Anruf handelt es sich um ein geschäftliches Gespräc- □ □
2. Der Anruf kommt aus Deutschland. □ □
3. Angela muss einen geplanten Urlaub verschieben. □ □
4. Angela war für die Firma schon oft im Ausland. □ □
5. H err Longhi, ihr Chef, hat am 25. Mai Geburtstag. □ □
6. Axel kommt auch nach Stuttgart und Angela reserviert schon das Zimmer. □ □

# Was erfahren Sie über die Personen? Machen Sie sich Notizen.

Angela
i

Axel
•E

*1 .............

Fini und Longhi


M.
Li

2 W a s hat A xel zu Angela gesagt?


Sie haben nur Angelas Stimme gehört. Ergänzen Sie die Sätze an den passenden Stellen im Dialog A I.

m s.

Ich werde mir die Sache überlegen ...


Warum sagst du mir das erst heute?
Also, ich freue mich auf die Radtour im Mai.
Und wer ist H err Fini?
I
Zwischen Longhi und dir ist hoffentlich nichts.
Dann wünsche ich ihm gute Besserung!
Aber eines sage ich dir: Du hast nie Zeit für mich!
Hoffentlich ist er nicht schwer verletzt.
r
Wann können w ir dann meinen Geburtstag feiern?
Das ist wohl ein W itz!
Aber ich habe doch am 7. Mai Geburtstag.

i
8 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I
3 G eschäftsreisen und Privatleben O G I, Ü I
Was hat Axel gedacht, gesagt, gehofft ...?
► Vermutlich hat Axel gesagt, dass ... er sich auf die Fahrradtour freut.
► Wahrscheinlich glaubt/denkt er, dass ...
► Vielleicht hofft er, dass ...

# Hat Angela sich richtig verhalten oder soll Axel auf dem gemeinsamen Fahrradurlaub zu seinem
Geburtstag bestehen?

Ich glaube, dass ...


Ich bin der Ansicht, dass ...

das private Glück vor der eigenen ... Männer ihre Frauen nicht zur Aufgabe ihrer
Karriere stehen muss. Karriere zwingen dürfen.

Die G esch äftsreise vorbereiten c> G 2 -4 , Ü2


iuxin|v nog aolglouSfe
Angela muss die Geschäftsreise vorbereiten. W oran muss sie denken?
Bilden Sie Satze entsprechend den Mustern.

► Angela denkt an die Firma in Stuttgart.


Sie muss daran denken, dass sie die Firma in Stuttgart benachrichtigen muss.
Sie muss daran denken, die Firma in Stuttgart zu benachrichtigen.
► Angela kümmert sich um die bestellten Zimmer.
Sie muss sich darum kümmern, dass sie die bestellten Zimmer umbuchen muss
Sie muss sich darum kümmern, die bestellten Zimmer umzubuchen.

► Angela beschäftigt sich mit der Kostenkalkulation für die neue Serie.
Angela beschäftigt sich damit.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 9


3 Hotelsuche und Reservierung

3 1 H otelsuche in Stuttgart

H errn eFini
f& o u
hat7\=>fschon
c
ein Hotel in der Nähe von Koch-Küchen bestellt. Angela muss dort anrufen
r i ‘Lfu & p o k x x a °

und umbuchen. ------ Aber zuerst informiert


%0Lu2aX- sie sich im Internet. Sie möchte wissen, wo das Hotel ist.
Vergleichen Sie die Angebote. Was meinen Sie: In welchem Hotel muss sie anrufen?
Finden Sie in den Beschreibungen Hinweise für die einzelnen Kategorien.

S t e ig e n b e r g e r H otel G raf Z e p p e l in
......— Hotel Rieker
am H auptbahnhof Stuttgart Stuttgart
Lage: im Stadtzentrum
Fühlen Sie sich ruhig wie %u Hause.
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mer- mit Bad oder Dusche, WC, Kosmetik-Spie­ Flughafen Stuttgart (15 km)
gel, Fön, Minibar, SAT-TV, Radio, WLAN und Hoteleinrichtung Zimmer und Suiten
S ch alisch u teje^tern i?i4f-!v‘£ immerservice
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Garage
Z Lift Haustiere erlaubt
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c---
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geimtirenpflichtige Parkmöglichkeiten
in der Jiefgarage, Haustiere erlaubt

10 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


32 Jetzt sind Sie gefragt. O G 5, Ü3
Beschreiben Sie einem Touristen die Hotels in Stuttgart. Verwenden Sie dazu die folgenden Rede­
mittel.

# Redemittel: H otelbeschreibung

Lage Service und Ausstattung

Das Hotel befindet sich/ist in ... zentraler, Das Hotel bietet ... (A)
-updGi-vcc Pticuban p O C T PrQ^&<-
verkehrsgünstiger Lage (D). Das Hotel stellt ... (A) zur Verfügung.
Das Hotel liegt ... Das Hotel verfügt über ... (A)
... in der Nähe des Bahnhofes (G). Das Hotel hat ...
... gegenüber dem Schlossgarten (D). Im Hotel gibt es ... (A)
Das Hotel ist 500 m vom ... entfernt. Die Zimmer sind mit ... (D) ausgestattet.
‘ J --
Das Hotel ist ideal fürTagu
Das Hotel ist ideal als Tagungsstätte
:e(N}.
cUß c•ff O / »
► Ich kann Ihnen das ... Hotel e r n t e n
► Das Mercure Hotel verfügt über zahlreiche Tagungsräume ...
► Das Steigenberger Hotel befindet sich in zentraler Lage ...
6 6 r.a, 6
► Es bietet ...

# W ie sieht Ihr Traumhotel aus? Beschreiben Sie es.

33 Eine H otelreservierung vornehm en Ü 4 -6

c2 ^
Zimmer- Preis E Z '/ Preis D Z ' 1 Haus­

f l
Tagungs­
Hotel Frühstück Bad/ Dusche
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Tel.: (07 11) 9 54 00
Fax: (07 11) 9 54 06 30

* E Z = E in z e lz im m e r, D Z = D o p p e lz im m e r

# Wählen Sie ein Hotel aus und nehmen Sie die Reservierung für die folgenden Daten vor:

1. ein Doppelzimmer, Frühstück, 24.9.-26.9. 3. zehn Einzelzimmer für eine Tagung


2. ein Einzelzimmer mit Bad/Dusche, eine 4. ein Einzelzimmer mit Bad, Frühstück,
Übernachtung mit Frühstück, 4.4. 1.5.—8.5.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


# Redemittel: Reservieren

reservieren Ich hätte gern ein Einzelzimmer vom ... bis ...
Können Sie mir ein ... vom ... bis ... reservieren?

Erkundigung W ie viel kostet die Übernachtung/das Einzelzimmer?


nach Details Welche Tagungstechnik haben Sie?
Ist das Frühstück inklusive/im Preis inbegriffen?
W ie hoch ist der Preis für die Halbpension/Vollpension?
Gibt es einen (bewachten) Parkplatz?

verhandeln Geben Sie/Räumen Sie einen Firmen-/Wochenendrabatt ein?


Der Preis ist zu hoch. Geben Sie einen Nachlass?

3H Das H o te lzim m e r um buchen


Angela ruft das Hotel an und korrigiert die Reservierung.

^2 Rezeption: Schönen guten Tag, Hotel Mercure, Stuttgart. Olga Gersbach am Apparat.
Angela: Guten Tag. Bellavista, Firma Celestini. W ir haben für den 22. Mai ein Zimmer gebucht.
Rezeption: Einen Augenblick bitte. - Auf welchen Namen haben Sie denn reserviert?
Angela: Celestini.
Rezeption: Tut mir leid. Ich kann hier nichts finden. Haben Sie das Zimmer vielleicht in unserem
Partnerhotel in der Heilbronner Straße reserviert?
Angela: Nein, bestimmt nicht. Das Zimmer ist für einen Herrn Fini.
Rezeption: Ah, ja. Jetzt habe ich es: Ein Einzelzimmer für Herrn Brunello Fini, Firma Celestini,
vom 22. bis zum 24. Mai. Herr Fini hat über das Internet gebucht. Ist das richtig?
Angela: Ja, stimmt. W ir müssen die Reservierung ändern.
Rezeption: Aber selbstverständlich. W as kann ich denn für Sie tun?
Angela: W ir brauchen das Zimmer erst ab dem 23. Mai, für Herrn Longhi. Und dann möchte
ich noch ein Doppelzimmer vom 22. bis zum 27. Mai.
Rezeption: Gern. Also ein Doppelzimmer für Herrn und Frau Longhi vom 22. bis zum 27. Mai.
Das sind sechs Nächte.
Angela: Nein, nicht für Herrn und Frau Longhi. Mein Name ist Bellavista.
Rezeption: Oh, Verzeihung, da habe ich Sie wohl nicht richtig verstanden. Dann ein Einzelzim­
mer und wahrscheinlich für Herrn Longhi ein Doppel-...
Angela: Entschuldigung, Frau Gersbach. Ich brauche ein Doppelzimmer, aber mein Freund
kommt erst am 24. Mai. Herr Longhi braucht das Einzelzimmer.
Rezeption: Aber dann nehmen Sie das Doppelzimmer erst ab dem 24. Mai. Das ist billiger.
Angela: Gut, dann zuerst ein Einzelzimmer und ab dem 24. Mai ein Doppelzimmer. Gibt es
da einen Wochenendrabatt?
Rezeption: Aber selbstverständlich. Sie erhalten denselben Internetrabatt wie Herr Fini. Herr
Fini hat ein Nichtraucherzimmer gebucht. Gilt das auch für Sie und Herrn Longhi?
Angela: Ja, Nichtraucherzimmer nach Möglichkeit.
Rezeption: Gut. Ich fasse zusammen: Sie buchen für die Firma Celestini ein Einzelzimmer für
Herrn Longhi vom 23. auf den 24. Mai. Und für Sie selbst habe ich ein Einzelzimmer
vom 22. bis zum 24. Mai, also für zwei Nächte gebucht. Und im Anschluss reser­
viere ich für Sie persönlich ein Doppelzimmer vom 24. bis zum 27. Mai. Da gilt dann
auch unser spezieller Wochenendrabatt. Alles Nichtraucherzimmer. Ist das richtig?
Angela: Stimmt ganz genau.

12 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


Rezeption: Ich habe die Zimmer vorgemerkt. Ich faxe Ihnen die Reservierung gleich zu. W ü r ­
den Sie mir bitte die Fax-Nummer geben?
Angela: 0039-07...
Rezeption: Herzlichen Dank. Auf Wiederhören, Frau Bellavista.

$ Stimmt das? Kreuzen Sie an.


Ia nein
1. Herr Fini hat das Zimmer online gebucht. □ □
2. Angela kann die Reservierung rückgängig machen. □ □
3. Frau Gersbach kann die Reservierung für Fini sofort finden. □ □
4. Frau Gersbach versteht Angela sofort und ohne Probleme. □ □
5. Angela bekommt kein Doppelzimmer. □ □
6. Frau Gersbach räumt Angela einen Wochenendrabatt ein. □ □

C
1 Die Reise nach Stuttgart

C I Angelas erste G esch äftsreise OÜ7


Beschreiben Sie zuerst die Bilder einzeln. Schreiben Sie dann eine zusammenhängende Bilderge­
schichte.

riwfTrodf w i
... .....1 -— ——* • ........
S t u ttg a r t -Hio-f.

C2 A n der Rezeption im Hotel


Hören Sie den Dialog und ordnen Sie dann die Informationen zu.

1. Zimmernummer:.. Etage:..................
1.4
2. Schlüssel:..............
3. Frühstückszeiten: ..
4. Öffnungszeiten des Hotelrestaurants:.......................................
5. Besprechungsraum:
6. Stadtplan:.............

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 13


D I Die Region Stuttgart
negQMJ* U lM G U ltf- e fl (a
VI Schwaben - eine Region von Tü ftlern und Denkern
Informieren Sie sich über die Region.

Tüftler
tuttgart ist die wichtigste tüfteln = grübeln, etwas
S
ben1
! Schwieriges herauszu-
bringen suchen, im Klei­
nen s o r g f ä l t i g und genau
D ichter und D enker zu sein. arbeiten
Die Leute im Südwesten sind H erkunft, w ahrscheinlich
von der G a u n e rsp ra ch e
aber auch T üftler ugd.
(R o tw elsch ) beeinflusst
sierer und als Folge davoir o h <■ (diftelen = geschickt steh­
genug erfolgreiche' Tirfinderj^ len)
die nicht selten Firm en g e g j ; ^ ^
G rübler
det haben, die heute W eltgel­ j g rü b e ln == Jange
lang e uurn d
tung besitzen. „Vom D aim ler“ I genau über etw a s
könnte m an da sprechen oder | Nachdenken, sich m it
I quälenden Gedan-
„vom Bosch“, wie die beiden
1 ken herumschlagen
Firm en von vielen ihrer Mit-
QJLUUJgJ-i K j Herkunft: von althoch­
arbeiter.in herzlich-fam iliärem deutsch g ru b ilo n =
GfCfbo/ fGafc-
Ton genannt werden. Diese j Ehrend graben

\spintisieren g
\ nachdenken
kleinen und mittleren Unter- * s ' Herkunfc vielleicht
nehmen (K M U ), die in der ^italienisch spinto-
w ürttem bergischen W irtschaft , Anstoß g ^ °re" d
feinen Gedankeobe
eine wichtige Rolle spielen.
\ ginnen)

H iöeOb
er S tuttgarter Räum gejj^rtnetta^ c h t a l bei Freudenstadt) hat fer spielen eine wichtige Rol­
D zu den w irtschaftsstärksten A rtu r Fischer 1958 seinen Dü- le. Z ahlreiche Initiativen, K om ­
Regionen Europas. H ier leben bei aus Polyam id erfunden. petenzzentren und Technolo­
2,6 M illionen Menschen. Beharr-" Die Region Stuttgart ist mit gieparks bieten K ooperations­
OCjDSi,-.,
lichkeit und L eistune
e istu n ^ ^ .._
haben m ehr als 4 000 Beschäftigten m öglichkeiten in Forschung und
dieses Land weit nach vorri^ ge­ im Fahrzeugbau je 100 000 E in­ Entwicklung. In der Region sind
bracht. Q ualität geht hier vor w ohner vor allem als Stand­ 17 der 69 H ochschulen Ba­
Q uantität, K ontinuität vor ra- ort fü r die A utom obilindus­ den-W ürttem bergs angesiedelt.
i- MJJ «Tb«
schem Erfolg. Dabei w ar es trie (D aim ler, Porsche) sowie D arüber hinaus gibt es zahl­
W ürttem berg eigentlich gar für den M aschinenbau und die reiche wissenschaftliche Einrich­
nicht in die W iege gelegt, ein Elektronikindustrie bedeutsam tungen, wie die M ax-Planck-In-
erfolgreiches Industrieland zu (Bosch, Bauknecht). stitute für Festkörper- und M e­
werden. An Bodenschätzen fehlt Kunden in aller Welt schät­ tallforschung. Die Fraunhofer-
es hier fast ganz. So m ussten zen die Produkte und Dienstleis­ Gesellschaft unterhält sechs For­
sich die Schwaben von Anfang tungen aus der Region Stuttgart. schungseinrichtungen in Stutt­
an d arauf verlegen, zu verarbei­ Sie ist wie die Region M ün­ gart. Die U nternehm en im Stutt­
ten, zu verfeinern, zu erfinden. chen sehr exportstark. G rund­ garter R aum investieren viel
Und dafür w aren sie offenbar lage für die Exporterfolge sind in Forschung und Entwicklung.
genau die Richtigen. Denn sie nicht nur hochw ertige Produkte Kein W under, dass die Region
basteln und tüfteln gern. Sie und D ienstleistungen, sondern Stuttgart neben M ünchen die
halten viel vom A usprobieren auch sehr effiziente und präzise meisten Patentanm eldungen auf­
und vom Selberm achen. Produktionsverfahren. weist. Nicht nur die großen Un­
D er E rfinder der ersten M an bezeichnet die Region ternehm en wie die D aim ler AG
H andbohrm aschine (1895), Em il auch als „Innovationsregion“. und Bosch, sondern auch die
Fein, stam m t aus Ludwigsburg. Innovation und Technik und K M U sind dabei sehr erfolg­
Im N ordschw arzw ald (W al­ dam it der T echnologietrans­ reich.

14 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapite


# W as haben Sie über die Region Stuttgart und die Schwaben erfahren?
Ergänzen Sie die Notizen.

I. Charakter der Schwaben


► Die Schwaben sind T ü ftle r ... (Nomen)

► Die Schwaben sind b e h a n ilc h / ... (Adjektiv)

W as machen die Schwaben?


► Sie erfinden..........................................

► Sie gründen
T

3. Warum gibt es ben so viele Erfinder?

Beschreiben Sie die Wirtschaftsregion Stuttgart,


► In der Region leben und arbeiten...................
► Die Region is t................................................
► Die wichtigsten Branchen sind.......................

► Gründe für den Exporterfolg sind

Warum nennt man die Region eine „Innovationsregion“ ?


Nennen Sie fünf Gründe.

Heidelberg

Heilbronn

Freiburg
Württemberg

-ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 15


VI Ein G esp räch im C a n n sta tte r K urpark
Das Mercure Hotel befindet sich am Cannstatter Kurpark. Cannstatt ist ein Stadtbezirk von Stuttgart.
Angela hat sich auf eine Bank gesetzt. Ein älterer Herr spricht sie an und verwickelt sie in ein G e­
spräch. Hören Sie einen Ausschnitt.

Herr: Sie sind aber nicht von hier. So wie Sie reden, kommen Sie
1.5
bestimmt - lassen Sie mich mal raten - aus ...
Angela: Italien.
Herr: Aha. Ja, hoffentlich gefällt es Ihnen dann auch hier.
Angela: Doch, doch. Stuttgart gefällt mir sehr gut.
Herr: Hier sind wir aber in Bad Cannstatt. Für einen waschech­
ten Cannstatter ist es fast eine Beleidigung, wenn man
Stuttgarter zu ihm sagt.
Angela: Oh, Entschuldigung. Ich ...
Herr: Aber das macht doch nichts. Und was machen Sie denn
hier? Ich will ja nicht neugierig sein, aber fragen darf man
schon, oder?
Angela: Ich bin auf einer Geschäftsreise für meine Firma.
Herr: So, auf Geschäftsreise sind Sie. Und ich habe Sie fast für eine Studentin gehalten.
Angela: Oh, vielen Dank. Aber so lange ist es auch noch nicht her, dass ich mein Studium been­
det habe.
Herr: So, studiert haben Sie. Alle Achtung. Dann wissen Sie auch, dass wir hier im Kurpark
sind. Und dass man hier in der Nähe das erste Auto gebaut hat.
Angela: Tatsächlich?
Herr: Ja, wenn ich es Ihnen sage. Da drüben hat es der Gottlieb Daimler zusammengeschraubt.
Und gefahren ist es dann in der Taubenheimer Straße vor über I00 Jahren.
Angela: Das erste Auto, sagen Sie. Ich habe gedacht, dass das W e rk in Untertürkheim ist.
Herr: Stimmt schon. Aber erfunden hat er das Automobil hier bei uns. Kommen Sie, ich zeige
es Ihnen. Es ist nicht weit. Hier im Kurpark hat Gottlieb Daimler seine Villa gehabt und
im Gartenhäuschen war seine Werkstatt. Heute befindet sich da ein kleines Museum.
Kommen Sie.
Angela: Das ist sehr nett. Aber ich möchte Sie wirklich nicht aufhalten.
Herr: Sie halten mich überhaupt nicht auf. Ich bin Rentner, da habe ich doch nichts zu tun. Ich
habe mein ganzes Leben beim Daimler geschafft. Gruppenmeister war ich, in Untertürk­
heim im Motorenwerk. „Schaffen, schaffen Häusle bauen und nicht nach den Mädchen
schauen“ , so heißt das bei uns Schwaben. Jetzt schafft mein Sohn beim Daimler, und der
Enkel geht hoffentlich auch bald hin. Sehen Sie, hier war das.
Angela: Wenn man sich vorstellt, dass hier alles einmal mit einem Auto angefangen hat.
Herr: Und zwar mit einem Heidenkrach.
Angela: Verzeihung, aber das verstehe ich nicht.
Herr: Ja, was glauben Sie denn, wie laut die Motoren waren? Der Daimler hat da nachts zu­
sammen mit seinem Freund Wilhelm Maybach im Gewächshaus an der Zündung her­
umgebastelt. Sie können sich vorstellen, dass die Nachbarn manchmal fast aus dem Bett
gefallen sind.
Angela: Nachts???
Herr: Niemand durfte erfahren, dass er an einem neuen Motor arbeitet. Schließlich haben
auch andere versucht, solche Motoren zu entwickeln. Er durfte sich also nicht so in die
Karten gucken lassen. Auf jeden Fall hat Daimlers Gärtner geglaubt, dass der Daimler in
seinem Gartenhäuschen nachts heimlich Geld drucken will, und hat ihn angezeigt.
Angela: Dass er was?
Herr: Dass er ein Geldfälscher ist ...
Angela: Hat die Polizei ihn verhaftet?
Herr: Nein. Die Polizei ist gekommen - und was hat sie gefunden? Nur Maschinenteile und Rä­
der. ...

16 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


# W as erfährt Angela über den alten Mann und über die Erfindung des Automobils?
Bilden Sie dass-Sätze.

► Der alte Mann erzählt ihr, dass er aus Bad Cannstatt kommt.
► Angela erfährt, dass Daimler in der Nähe des Kurparks das erste Automobil erfunden hat.
► ...

D3 Die G o ttlieb -D aim ler-G ed äch tn isstätte in Bad C an n statt

Gottlieb Daim ler - der Vater des Automobils


ie Gottlieb-Daimler-Gedächtnisstätte befindet eure Daimler und Maybach arbeiten Tag und Nacht
D sich in Bad Cannstatt am Rande des Kurparks.
In einem ehemaligen Gewächshaus hatten Gottlieb
geheim. Selbst die Familie und die Hausangestellten
wissen nicht, was im Gartenhaus vor sich geht. Der
Daimler (1834-1900) und Wilhelm Maybach 1882 Gärtner ist misstrauisch und holt die Polizei, weil er
eine Werkstatt. glaubt, dass sich im Gartenhaus eine Falschmünzer­
Gottlieb Daimler wird 1834 in Schorndorf geboren. werkstatt befindet. Die Überraschung ist groß, als
Er macht zunächst eine Lehre als Büchsenmacher, die Polizei zu nächtlicher Stunde statt einer M ünz­
studiert an der Polytech­ presse nur Werkzeuge und
nischen Schule in Stutt­ Motorteile findet.
gart Maschinenbau und Nach dem Tod seiner
unternimmt Studienreisen Frau 1889 heiratet Daim­
nach Frankreich (Paris) und ler ein zweites Mal. Mit
England (Leeds, Manches­ seiner zweiten Frau Lina
ter und Coventry). Schwend hat er noch zwei
1865 wird Daimler Lei­ weitere Kinder.
ter der M aschinenfabrik 1890 gründet Gottlieb
des „Bruderhauses“, eines Daimler die Daimler-Mo­
Waisenheims in Reutlingen toren-Gesellschaft in Cann­
(Württemberg). Dort lernt statt (seit 1904 in Untertürk-
er Wilhelm Maybach ken­ heim). Mit ihren Mercedes-
nen. Dies ist der Beginn Wagen erzielt sie große
einer lebenslangen Freundschaft und Zusammenar­ Rennerfolge und entwickelt sich zu einer Weltfirma.
beit. 1867 heiratet Daimler Emma Kurz, die Tochter Ab 1902 heißen die Personenwagen „Mercedes“ -
eines Apothekers. Aus dieser Ehe gehen fünf Kinder nach der Tochter des Rennfahrers und Geschäfts­
hervor. mannes Emil Jellinek.
Als technischer Direktor der Gasmotorenfabrik Am 6. März 1900 stirbt der Vater des Automobils
Deutz in Köln (1872-82) arbeitet Daimler mit dem in Bad Cannstatt.
Konstrukteur Wilhelm Maybach zusammen. Dieser 1926 wird die Daimler-Motoren-Gesellschaft mit
bringt den ersten Viertaktmotor, den „Otto-Motor“, der Benz & Cie AG zur Daimler-Benz AG vereinigt.
zur Serienreife. Im Jahre 1998 fusioniert die Daimler-Benz AG mit
Im Jahr 1882 Jahr erwirbt Daimler seine Villa dem amerikanischen Automobilhersteller Chrysler
in der Taubenheimstraße in Cannstatt und entwi­ zur DaimlerChrysler AG. Neun Jahre später, im Jahre
ckelt dort im Gewächshaus mit M aybach den ersten 2007, trennt sich der Konzern wieder von Chrysler.
schnell laufenden Benzinmotor. Die beiden Ingeni­ Seit Oktober 2007 nennt er sich wieder Daimler AG .

# Erstellen Sie eine Kurzbiografie von Gottlieb Daimler.

► Geburtsdatum/-ort
► Ausbildung und Studium
► Familienstand
► Entwicklung des Automobils
► Entwicklung des Automobilunternehmens

# Stellen Sie eine berühmte Persönlichkeit aus Wirtschaft oder Technik Ihres Heimatlandes vor.

Exsortw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I j


17
& I Grammatik

Cr 1 N ebensätze: dass-Sätze

Der Nebensatz wird mit dass eingeleitet. Das konjugierte Verb steht am Satzende.

Hauptsatz Nebensatz

Angela sagt, dass sie sich auf den Urlaub freut.


Es ist wichtig, dass der Zug pünktlich ankommt.

Konjunktion konjugiertes Verb am Satzende

Trennbare Verben schreibt man zusammen.

Der Nebensatz kann auch zuerst stehen. Dann steht er auf Position I des Hauptsatzes.

Position I: Nebensatz mit dass Position 2 Satzende

Dass der Zug pünktlich ankommt, ist wichtig,


Dass er sie angerufen hat, hat sie sehr gefreut.

Konjunktion konjugiertes Verb zweiter Verbteil

doss-Sätze können Objekt- oder Subjektsätze sein.

Objektsatz: Der dass-Satz entspricht dem Objekt des Hauptsatzes.


► Der Chef sagt, dass Angela die Reise vorbereiten soll.
►Was sagt der Chef? Er sagt das. (das = Sie soll die Reise vorbereiten.)

Subjektsatz: Der dass-Satz entspricht dem Subjekt des Hauptsatzes.


► Es ist schön, dass Angela anruft.
►Was ist schön? Das ist schön, (das = Angela ruft an.)

dass-Sätze stehen ...

nach den Verben des Sagens:


► Sie sagt/antwortet/erzählt/schreibt, dass sie Zeit hat.

nach Verben, die eine Meinung ausdrücken:


► Sie denkt/glaubt/meint/hofft/ist der Meinung/Ansicht, dass sie Zeit hat.

nach unpersönlichen Ausdrücken:


► Es ist schön/gut/wichtig/interessant, dass sie Zeit hat.

18 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


C2 Das Präpositionalobjekt

Viele Verben haben ein Präpositionalobjekt. Die Präposition gehört fest zum Verb.
► denken an (A) ► sich beschäftigen mit (D) ► sich kümmern um (A) ► warten auf (A)
► sich freuen auf (A)

Angela denkt an den Katalog. Sie denkt an Axel.


Sie kümmert sich um den Katalog. Sie spricht mit ihrem Freund.

Woran denkt sie? (= Sache) An wen denkt sie? (= Person)


Worum kümmert sie sich? Mit wem spricht sie?

Wo(r) + Präposition Präposition + Interrogativpronomen

C3 D as Präpositionaladverb (Pronom inaladverb) O Kap. 2

Man kann das präpositionale Objekt auch durch ein Präpositionaladverb oder einen
doss-Satz ersetzen.

Sie denkt an den Katalog. —► Sie denkt daran.


Sie freut sich auf den Urlaub. —► Sie freut sich darauf.

Präposition + Nomen da(r) + Präposition


(= Präpositionaladverb)
Das „r “ wird eingefügt, wenn die Präposition mit einem Vokal beginnt: darüber, darauf...

Sie denkt daran, dass sie die Zimmer reservieren muss.


Sie kümmert sich darum, dass das Hotel die Reservierung zuschickt.

da(r) + Präposition + dass-Satz

A b e r: Sie denkt an Axel. —► Sie denkt an ihn. pe rso n )


Sie freut sich auf ihren Freund. —► Sie freut sich auf ihn.

C 'H Infinitivsätze

Infinitivsätze können einen Objektsatz ersetzen. Die Präposition zu steht vor dem Infinitiv,
bei trennbaren Verben zwischen der Vorsilbe (Präfix) und dem Infinitiv (anzurufen, vorzu­
bereiten ...).

Das Subjekt des Nebensatzes (NS) entspricht dem Subjekt des Hauptsatzes (HS):
Angela hofft, dass sie Axel in Stuttgart trifft. —► Sie hofft, Axel in Stuttgart zu treffen.
Axel freut sich darauf, dass er sie sehen kann. —► Er freut sich darauf, sie sehen zu können.
Sie verspricht Axel, dass sie ihn wieder anruft. ► Sie verspricht ihm, ihn wieder anzurufen,
i_________________________ i
Subjekt des HS = Subjekt des NS Infinitiv mit zu

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 19


Das Subjekt des Nebensatzes (NS) entspricht dem Objekt (Akkusativ oder Dativ) des
Hauptsatzes (HS):

Der Chef bittet Angela, dass sie das Zimmer umbucht. —► Er bittet sie, das Zimmer
, , ,1 —TT7— T T 1 , , K,,- umzubuchen.
Akkusativobjekt des HS = Subjekt des NS

Er rät ihr, dass sie das H otel anruft. —► Er rät ihr, das H ote\ anzurufen,
i________ 1
DatW otyekt des HS = Subjekt des N S

C 5 Deklination der A djektive nach N ullartikel

maskulin feminin neutral Plural


N guter Service zentrale Lage modernes Hotel moderne Räume, Hotels
A guten Service zentrale Lage modernes Hotel moderne Räume, Hotels
D gutem Service zentraler Lage modernem Hotel modernen Räumen, Hotels
G guten Services zentraler Lage modernen Hotels moderner Räume, Hotels

Vergleichen Sie:
bestimmter Artikel -► Der gute Service gefällt den Gästen.
unbestimmter Artikel —► Ein guter Service ist für unser Haus selbstverständlich.
Nullartikel Guter Service ist heute Standard.

0 I Übungen

U l Sie sind A xel. Es tut Ihnen leid, dass Sie am Telefon so enttäuscht reag iert haben.
Schreiben Sie Angela einen Brief. Die Satzteile helfen Ihnen dabei.

Aber ich kann verstehen, jetzt aus unserem gemeinsamen Fahrradurlaub


Ich hoffe, durch Mecklenburg-Vorpommern nichts wird.

Stuttgart ist sehr teuer verdammt teuer.

Ach, ich komme einfach Deine erste Reise ein Erfolg für Dich wird.

Es tut mir leid,-------- y ich kann es mir wahrscheinlich nicht leisten.


Du für die Firma unbedingt nach Stuttgart
Stuttgart ist recht schön,
musst.
Ich war eben sehr ent­
Du intelligent und stark bist.
täuscht,
Du Deine Position in der Firma festigen kannst.
Natürlich möchte ich
Dich in Stuttgart treffen, im Moment habe ich nicht so viel Geld. Die
Reparatur des Golfs war so teuer. Vielleicht
Aber in dieser Beziehung
muss ich ihn bald verkaufen.
habe ich keine Angst,
denn ich weiß, schlafe auf einer Parkbank.
ich heute Morgen am Telefon so sauer war.

20 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


Liebe Angela,
es tu t m ir leid, dass ich heute Morgen
am Telefon so sauer war ...

Ich küsse Dich/Ich um arme Dich

Dein Axel

# Angela schreibt Axel einen


Brief und lädt ihn nach Stutt­
gart ein.
Schreiben Sie diesen Brief.

Dm 'Ja

U2 Sie sollen eine Tagung in einer frem den Stadt vorbereiten.


W orum müssen Sie sich alles kümmern? Variieren Sie die Sätze.

Programm (zusammenstellen)
Hotelzimmer (rechtzeitig buchen)
Konferenzsaal (mieten)
Tagungstechnik (bereitstellen)
Teilnehmer (informieren/rechtzeitig einladen)
Abendessen (bestellen)
geselliges Rahmenprogramm (planen)
Referenten (auswählen/einladen)
Programm mit Referenten (abstimmen)

► Ich muss an die Hotelzimmer denken.


► Ich muss daran denken, die Hotelzimmer rechtzeitig zu buchen.
► Ich muss dafür sorgen, dass das Hotel die Tagungstechnik bereitstellt.

# Delegieren Sie nun die Aufgaben an einen Assistenten/eine Assistentin.


Sagen Sie, was er/sie tun soll.

► Sorgen Sie dafür, dass das Hotel die Tagungstechnik bereitstellt.


► Denken Sie daran/Kümmern Sie sich darum, die Hotelzimmer zu buchen.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 21


U3 A us einem Prospekt eines H otels in München
Setzen Sie die Endungen ein.

Unsere Devise: Keinem Geschäfte ohne entspannt ...


Atmosphäre. Deswegen bieten wir gestresst.. .. Ma­
nagern nur das Beste. Durch unser.... gehoben. ..
Service können Sie sich erholen und auf neu.. .. G e­
schäfte vorbereiten.
Unser Hotel finden Sie in ein. .. alt...., wundervoll
restauriert.... Gebäude. Es liegt in unmittelbar...
Nähe zum Olympiagelände. Zur Messe sind es unge­
fähr 8 km. Öffentlich . . Verkehrsmittel können Sie
zu Fuß erreichen. Unser Hotel hat 80 komfortabl....
Gästezimmer mit Bad/Dusche/WC, Farbfernseher mit
Pay-TV und Minibar. Im modern.... Erholungsbereich stehen Ihnen eine Sauna, ein Whirlpool und
Fitnessgeräte zur Verfügung. W ir kümmern uns um Ihr leiblich. .. W ohl in unser.... klein.... Res­
taurant Sissi. Hier verwöhnen wir Sie mit exzellent.... Speisen der gehoben.... Küche zu attrak­
tiv.... Preisen. Für privat.. .. Feiern ist ein gemütlich.... Raum mit angenehm.... Atmosphäre vor­
handen. In d.... warm ... Jahreszeit laden wir Sie im ruhig.... Garten unser.... Hauses zu Speisen
unter frei.... Himmel ein. Mittags gibt es für eilig.... Esser einen preiswert.... Businesslunch (m.)
und ein reichhaltig.... Salatbüfett. Abends dürfen Sie sich bei ein ... Drink an der gepflegt.... H o­
telbar entspannen.

9 Suchen Sie sich ein Hotel aus B I aus und schreiben Sie einen Werbetext.

UH W e r hat was gesagt?


Drei Personen haben soeben das Hotel Kempinski in Berlin angerufen und Gespräche mit der Re­
zeption geführt. Leider sind diese Gespräche durcheinandergeraten.
Können Sie sie rekonstruieren?

1 Hotel Kempinski, guten Tag.


2 Sehr wohl, Herr Reuter. Ich habe Ihre Bestellung vorgemerkt: ein Einzelzimmer vom I. auf den
2. November.
3 Guten Tag, Visconti ist mein Name! Reservieren Sie bitte für mich vom 14. bis zum 16. Oktober.
4 Sehr wohl. Ein Doppelzimmer vom 9. bis zum 11. Oktober. Auf Wiederhören, Herr Dr. Maier.
5 Selbstverständlich, Herr Reuter. Ich kümmere mich persönlich um alles. W ir freuen uns auf Ih­
ren Besuch. Auf Wiederhören, Herr Reuter.
6 Hotel Kempinski, guten Abend.
7 Ein Einzel- oder Doppelzimmer, Herr Dr. Maier?
8 Noch etwas: Können Sie mir einen Konferenzraum bereitstellen?
9 Ein Doppelzimmer. Für wann brauchen Sie denn das Zimmer?
10 Nein, dieses Mal die Suite bitte. Meine Frau begleitet mich.
11 Klaus Reuter am Apparat. Reservieren Sie mir doch bitte eine Übernachtung für den I. N o ­
vember.
12 Da schlage ich Ihnen den kleinen Konferenzraum vor. Sehr gemütlich, mit Blick auf den Park.
Tagungstechnik ist vorhanden: Videorekorder, Beamer, Leinwand ...

22 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


13 Vom 9. bis zum li. Oktober.
14 W as kostet denn das Doppelzimmer bei Ihnen?
15 Hallo, hier Dr. Maier, Firma Siemens. Ich möchte ein Zimmer reservieren.
16 Sehr wohl. W ir freuen uns auf Ihren Besuch und wünschen Ihnen und der gnädigen Frau G e ­
mahlin bis dahin alles Gute.
17 Sehr gut, dann machen Sie das. Ich kann mich doch darauf verlassen?
18 Das Doppelzimmer kostet 250 € pro Nacht.
19 Hotel Kempinski, guten Tag.
20 Dasselbe Zimmer wie immer, Herr Visconti?
21 Einen Augenblick, ich sehe mal nach. Ja, die Suite ist vom 14. bis zum 16. Oktober frei.
22 Sehr gerne, Herr Reuter. Und für wie viele Personen brauchen Sie den Raum?
23 Gut, dann sehen wir uns am 14. Oktober, und sorgen Sie für Champagner und rote Rosen.
24 Für einen kleinen Kreis von maximal zehn Personen.
25 Geht in Ordnung. Zahlt sowieso die Firma. Also dann buchen Sie das Doppelzimmer.

G esp räch I
A: Hotel Kempinski, guten Tag.
B: Guten Tag, Visconti ist mein Name! Reservieren Sie bitte für mich vom 14. bis zum 16. Oktober.
A: .................................................................................................................................................
B: .................................................................................................................................................
A: .................................................................................................................................................
B: .................................................................................................................................................
A: .................................................................................................................................................

G esp räch II
A Hotel Kempinski, guten Tag.
B Hallo, hier Dr. Maier, Firma Siemens. Ich möchte ein Zimmer reservieren.
A
B
A
B
A
B
A

G esp räch III


A: ..............
B: ..............
A: ..............
B: ..............
A: ..............
B: ..............
A: ..............
B: ..............
A: ...............

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 23


U5 C hao s im H o te lzim m e r
Sie haben ein ruhiges, behagliches Hotel mit allem Komfort gebucht. Bei Ihrer Ankunft erleben Sie
eine böse Überraschung. Beschweren Sie sich und verlangen Sie, dass das Chaos sofort beseitigt wird.

Gast: Hören Sie mal! Die Minibar ist leer.


(der Zimmerservice - Kühlschrank füllen)
Bitte sorgen Sie dafür, dass der Zimmerservice den Kühlschrank füllt.

Gast: Die Blumen sind verwelkt, (das Zimmermädchen - frische Blumen bringen)
Das Zimmer ist zu laut! (ein anderes Zimmer bekommen)
Auf dem Boden liegt Papier! (der Zimmerservice - Zimmer aufräumen)

U G Im m e r w ieder Beschw erden ...


Sie arbeiten an der Rezeption eines Hotels. Gäste rufen an und beschweren sich. Beruhigen Sie
die Gäste und versprechen Sie Abhilfe.

► sich kümmern um ► bringen ► geben ► schicken ► austauschen ► sauber machen ► putzen


► das Zimmermädchen ► die Putzfrau ► der Monteur ► der Zimmerservice

1. Hallo, der Fernseher funktioniert nicht.


► Tut uns leid. Der Zimmerservice bringt Ihnen sofort einen neuen.
2. Im Bad tropft ständig der Wasserhahn.
3. Das Zimmer ist nicht aufgeräumt.
4. Hören Sie mal, die Bettwäsche ist ja nicht sauber.
5. Rezeption, hallo. Sagen Sie mal. Das Zimmer ist viel zu laut. W ir sind doch hier nicht in einer
Diskothek.
6. Die Minibar ist leer.
7. Hören Sie mal: Ich habe Frühstück mit heißem Kaffee bestellt. Und was bekomme ich? Kalten
Kaffee. Das ist ja unmöglich.
8. Also, das ist ja die Höhe. Ich habe extra ein Zimmer mit Aussicht auf den Park bestellt. Und
jetzt mache ich das Fenster auf und schaue auf die Mülltonnen im Hinterhof.
9. Die Handtücher im Bad sind verschmutzt und feucht.
10. Sie! Wissen Sie was: Die Klospülung ist verstopft.

24 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


Ul W a s sagen Sie im Hotel?
Manchmal sind mehrere Lösungen möglich. Kreuzen Sie an.

Wann 8. Gibt es einen Nachtportier? Oder kann


d ] kann man man mit dem Zimmerschlüssel die Ein­
[ I isst man frühstücken? gangstür
! _ _ _ i gibt es C D aufschließen?
beschließen?
2. Kann man den Zimmerschlüssel behalten
I___ ! entschließen?
oder muss man ihn an der Rezeption
i___abholen? 9. W ir
[___] abgeben? ___ gehen schon morgen aus dem Hotel.
□ verlieren? __ I ziehen schon morgen ab.
□ reisen schon morgen ab.
3. Können Sie mir bitte das Gepäck
[ __j aufs Zimmer 10. W ir haben die Zimmer online
□ im Zimmer ----bringen? ___ gebucht und bezahlt.
I I auf dem Zimmer I I vermietet.
! bestellt.
4. Wann muss man die Zimmer
II. W ir hätten gern ein Zimmer
I I räumen?
i___ verlassen? I___ | mit Blick auf dem Park.
1 lassen? ___| mit einem Blick auf den Park.
i___] mit Blick auf den Park.
5. Können wir
12. Können Sie jemanden auf das Zimmer 210
L Z ] noch einen Tag länger bleiben?
schicken? Es kommt nur kaltes Wasser
i das Zimmer noch einen Tag länger
und ich wollte gerade
behalten?
noch einen Tag länger verreisen? I I duschen.
□ eine Dusche haben,
6. Könnten Sie uns bitte eine Dusche machen.
□ ein Taxi anrufen?
13. W ir haben ein kleines Kind.
□ ein Taxi bestellen?
Können Sie noch ein Kin­
□ ein Taxi rufen?
derbett im Zimmer
7. Ich habe leider nur einen 50 €-Schein. □ aufstellen?
Können Sie ! ~~| einrichten?
□ mir wechseln? I I stellen?
den Schein Umtauschen?
__ den Schein vertauschen?

J 8 Phonetik: Konsonantenverbindungen am W ortanfang (W iederholung)


[ft] Stadt - [[p] Spiel - [Jr] schreien [[pr] sprechen - [ftr] Strom

Hören Sie und sprechen Sie nach.

1.6 Schraube schwarz Schwan schnell


schrecklich Stein Straße Schrank
Schnur schneiden scheiden Strand
Scheiben schwimmen streiten schreiben

# Bilden Sie Sätze mit jeweils zwei W örtern aus den Kästen.

► Ein stolzer Schwan schwimmt auf dem Strom.

r«2>ortwege neu, Kursbuch 2, Kapitel I 25


U9 Phonetik: Konsonantenverbindungen bei Kom posita

Komposita mit schwierigen Konsonantenverbindungen löst man zunächst einmal auf.


Dann kann man sie auch leichter sprechen.

► Geschäftsreise —► Geschäfts - reise


► Geschäftskontakte —► Geschäfts - kontakte
► Forschungsprogramm —► Forschungs - programm
► Arbeitswissenschaften —► Arbeits - Wissenschaften

9 Lesen Sie die Sätze, schreiben Sie sie korrekt ab und markieren Sie die Komposita.

1. Inderregionstuttgartgibtesvieleuniversitätenfachhochschulentechnologiezentrenundfor-
schungseinrichtungen.
2. diemenschensindvoralleminderautomobilbrancheimmaschinenbauundinderelektronikbranche-
beschäftigt.
3. dieregionstuttgartverfügtübereinumfangreichesstraßennetz.
4. stuttgarthateingroßesangebotanopernballettundschauspielaufführungen.
5. imneuenmercedesbenzmuseuminstuttgartuntertürkheimkönnenbesucherl lOjahreinnovativer-
automobilgeschichteerleben.

U 10 Schwaben - eine starke W irtsch aftsregion und das Land der D ich ter und D enker

W as wissen Sie über Schwaben? Bilden Sie dass-Sätze.

1. Friedrich Schiller - 1759 in Marbach geboren


2. der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel - 27. August 1770 in Stuttgart geboren
3. das Projekt 21 realisieren - den Hauptbahnhof in Stuttgart umbauen
4. die Schwaben - Rostbraten mit Spätzle essen und Rotwein (Trollinger) trinken
5. in Baden-Württemberg - zahlreiche Thermalbäder geben
6. die Arbeitslosenquote - relativ niedrig sein

7. der Dichter Friedrich Hölderlin - 36 Jahre


bis zu seinem Tod - in einer Turmstube in
Tübingen (Hölderlinturm) - verbringen
8. Porsche - Sportwagen - W e rk in Zuffenhau­
sen - hersteilen
9. die Robert Bosch GmbH - Firmensitz in Stutt­
gart - haben - ein sehr wichtiger Zulieferer
der Automobilindustrie
10. Maultaschen - eine A rt Nudeln (Ravioli) sein
11. ein Werbeslogan für Baden-Württemberg -
lauten - „W ir können alles - außer Hoch­
deutsch. “

► A: Wissen Sie/Haben Sie gewusst, dass der Dichter Friedrich Schiller in Marbach geboren ist?
B: Ich habe (nicht) gewusst, dass .. ./Ich finde es interessant, dass .../Es ist erstaunlich, dass ...

26 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel I


P e r K a u fv e rtra g
Z Themen: A Handeln und Verhandeln B Produktpräsentation
Pi C Preisstellung und Lieferbe­
dingungen D Lieferbedingungen deutscher Unternehmen

□ Handeln und Verhandeln

*" Handel ist nicht gleich Handel!


Beschreiben Sie die Bilder.

# Ordnen Sie die Texte den Bildern zu und ergänzen Sie sie.

Nr. y j ist e in ................. in der Türkei. Die Menschen dort


............................ Obst, Gemüse und Tieren. Geschäftsleute
verhandeln über (Ay
$
Viele ........ auch......... den Preis, wollen
handetn mit (D)
etwas billiger haben. , 1
feilschen um (A)
Nr. H ie r ................. Politiker......... ein neues Abkommen. verhandeln über (A)
(etwas) schmuggeln
Nr. Diese beiden........................................................... den Preis. Markt
Nr. Die Polizei führt an Bahnhöfen oder an der Grenze Kontrollen dealen mit (D)
Drogen
durch. D o r t ................. einige M änner........................... oder
Kunden
........................ Zigaretten.
Gemüsehändler
Nr. i D ieser............................... wartet auf..................

# Beantworten Sie die folgenden Fragen.

1. Mit welchen Produkten/Womit handelt man in Ihrem Heimatland auf dem Markt?
► In meinem Heimatland handelt man vor allem mit .../treibt man Handel mit ...
2. W orüber können Geschäftspartner verhandeln?
3. W om it ist der Handel in Ihrem Heimatland verboten?

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 27


2 Vom Handeln
Hier finden Sie verschiedene Zitate zum Thema „Handel“. Welches Zitat gefällt Ihnen am besten?
Erklären Sie es.

■*Pr T ~ ~_-----------------------------------------------------------
*»*»<44 ... .Gewinn I « Segen, wenn man ihn nich. suehlL
Tucho/sicy , /( 0 U f E r fo lg “ Shakespeare, Der fC««/>mmn von W < g

^SP«~ - -• — --jiflp *
„Die Macht hat stets, wer zahlt.“
B erto lt B rech t, D e r a u fh a lts a m e A u fstie g d es A rtu ro Ui

3 Um frage zu Verkaufsverhandlungen
W ie ist Ihre Meinung? Diskutieren Sie.
ja nein stimmt tei
1. Kaufverträge schließt man am besten nur schriftlich ab. □ □ □
2. Bei Verkaufsverhandlungen sollten am Ende beide □ □ □
Geschäftspartner zufrieden sein.
3. Bei Verkaufsverhandlungen ist nur der Preis □ □ □
wichtig.
4. Qualität und Service sind entscheidend. □ □ □
5. Das persönliche Verhältnis zwischen den Geschäfts­ □ □ □
partnern spielt bei Verhandlungen keine Rolle.
6. Die Kleidung ist bei Verhandlungen sehr wichtig. □ □ □
7. Beim Verkauf über das Internet sind Verkaufsverhand­
lungen unwichtig. □ □ □

3 I Produktpräsentation

3 / Kochen Sie gern?


Die Firma Celestini produziert Dunstabzugshauben.
Sie saugen den Koch- und Backdunst ab und sorgen so für gute
Luft in der Küche.
Hier sehen Sie eine Dunstabzugshaube. Aus welchen
Teilen besteht sie? Ordnen Sie die Begriffe zu.

(V) die Halogenleuchte


2 der (Metall-)Fettfilter

3 die elektronische Schaltung

4 die Glasplatte

5 der (Hauben-)Körper/das Gehäuse

28 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


3 2 Mit w elchen Adjektiven kann man eine Dunstabzugshaube beschreiben? O U 13

Ordnen Sie die Adjektive verschiedenen Kategorien zu. Die Adjektive können auch mehrfach ver­
wendet werden.

modern dekorativ geräuscharm bedienungsfreundlich


benutzerfreundlich laut kompliziert leistungsstark
sicher klassisch praktisch teuer
zuverlässig funktional einfach schön
normgerecht elegant anspruchsvoll hochwertig
geprüft umweltfreundlich nüchtern

1. Design:...........
2. Technik:.........
3. Bedienung:.....
4. Umweltschutz:

# Sie möchten einem Kunden eine teure Dunstabzugshaube verkaufen. W ie präsentieren Sie sie ihm
am wirkungsvollsten?

# Redemittel: D a rf ich Ihnen unser neues Produkt vorstellen?

Das hier ist ein besonders modernes Modell.


Das Gerät besteht aus (D) hochwertigen Einzelteilen.
Das Gerät gibt es mit (D) einem Metallfilter ...
W ir verwenden nur umweltfreundliche Materialien.
W ie Sie sehen, legen wir W e rt auf (A) Qualität, Sicherheit. ...

-2 3 Rom a oder Pisa1

Ihr Kunde ist noch etwas skeptisch. Er vergleicht zwei Hauben miteinander, das Modell Roma und
das Modell Pisa. Sie versuchen, das Modell Roma zu verkaufen.
Ergänzen Sie den Dialog.

Ich weiß nicht, mir gefällt das Modell Pisa besser als das Modell Roma.
ich finde das Modell Pisa eleganter als das andere.

Außerdem ist es ...


Das Modell Roma ist am schönsten.

1 Sicher ist das Modell Roma etwas teurer, aber dafür ist es ...
Es kostet etwas mehr als das Modell Pisa, aber es ist ...

# Spielen Sie weitere Dialoge. Suchen Sie sich ein anderes Produkt aus (z. B. eine Kaffeemaschine)
und versuchen Sie, das Produkt einem Kunden zu verkaufen.

Exportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 29


23H Verkaufsverhandlung: H e rr Longhi stellt sein Produkt vor.
Die folgenden Begriffe spielen beim Verkaufsgespräch zwischen Herrn Longhi und Herrn Schult­
heiß eine Rolle. Suchen Sie die unbekannten W örter, wenn möglich, in einem zweisprachigen
technischen Wörterbuch.

der Geräuschpegel K o ck-


die Luftleistung
die Geruchsabsorption
die elektronische Steuerung
die Banküberweisung
die leichte Handhabung
die Lieferart
die Zuverlässigkeit
der Mehr-/Aufpreis
das Gebläse
die Beleuchtung

Herr Schultheiß: Guten Tag, Herr Longhi, herzlich willkommen bei Koch-Küchen. Das ist ja schön,
1.7
dass Sie persönlich gekommen sind. Nehmen Sie doch bitte Platz. Darf ich Ihnen
irgendetwas zu trinken anbieten? Mineralwasser, Kaffee, Saft ...?
Herr Longhi: Ja, gern, ein Mineralwasser bitte ... Danke ... Ich nehme an, Frau Bellavista hat
Ihnen bereits unser Angebot erläutert.
Herr Schultheiß: Ja, ich bin informiert. W ie Sie wissen, stellen wir im Moment unser Küchenpro­
gramm um. W ir wollen in die gehobene Preisklasse einsteigen. Unsere Kunden
sind sehr anspruchsvoll. Sie legen vor allem W e rt auf Qualität und Zuverlässig­
keit, aber auch auf einfache Handhabung. Eine ganz große Rolle spielt das D e­
sign. Und natürlich auch der Preis.
Herr Longhi: W ir haben Ihnen auf der Messe ja unsere neuen Modelle gezeigt, z. B. Pisa, eine
Wandhaube. Das ist die hier. Wenn ich Ihnen nur kurz die technischen Daten
erläutern darf: Die Luftleistung entspricht der DIN-Norm. Der Geräuschpegel
ist sehr niedrig. Die Hauben absorbieren vollkommen den Geruch. Und der Mo­
tor ist sehr leistungsstark. Außerdem haben sie eine elektronische Steuerung,
eine Stufenregelung, und sie sind sehr bedienungsfreundlich.
Herr Schultheiß: Das heißt?
Herr Longhi: Die Metallfilter kann man leicht herausnehmen und in der Spülmaschine reini­
gen. Sie lassen sich so problemlos säubern.
Herr Schultheiß: Das Design ist ja sehr schön. In welchen Farben gibt es die Hauben?
Herr Longhi: Das Standardmodell Pisa gibt es in Edelstahl. Das Modell Ravenna, eine Einbau­
haube, gibt es auch lackiert, in den Farben W eiß und Schwarz, sowie in Edel­
stahl. Noch etwas. Das ist vielleicht für Sie noch wichtig. Unsere Dunstabzugs­
hauben sind selbstverständlich alle VDE-geprüft und entsprechen der europä­
ischen Norm.
Herr Schultheiß: Ja, sehr gut. Unsere Kunden sind sehr qualitätsbewusst ...
Herr Longhi: Sie haben vorhin gesagt, dass Ihre Kunden auch großen W e rt auf Design legen.
Dann sollten Sie in Ihr Programm unsere Inselhauben aufnehmen, die frei im
Raum über der Kochstelle hängen. Diese Hauben, z. B. das Modell Roma, sind
aus hochwertigem Edelstahl mit einer Glasplatte. Sie sind allerdings teurer als
die anderen, aber dafür ist das Design sehr edel ...

30 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


# W as ist für die Kunden von Koch-Küchen wichtig, was nicht so wichtig?

wichtig nicht so wichtig


1. die Sicherheit □ □
2. die Qualität des Produkts □ □
3. der Preis □ □
4. das Design □ □
5. die einfache Bedienung □ □
6. die Zuverlässigkeit □ □
7. die Verpackung □ □

# W as ist bei einem Produkt wichtig? Ergänzen Sie die Substantive.

Das Produkt muss gut sein: ...........................................................................

Das Produkt muss schön sein: ...........................................................................

Das Produkt darf für den Benutzer nicht so


kompliziert sein: ...........................................................................

Das Produkt muss sicher sein: die/SC cb erheit

Das Produkt darf nicht so viel kosten: ...........................................................................

Das Produkt muss man lange benutzen können: ...........................................................................

5 H e rr Longhi bietet verschiedene Typen von Dunstabzugshauben an. Ü 15


Welche Definition passt zu welcher Haube?

1. Diese Haube wird an der Wand mon­


tiert: ...........................................................................

2. Diese Dunstabzugshaube hängt frei über


der Kochstelle/dem Herd: ...........................................................................

3. Sie kann man einbauen bzw. unter einem


Wandschrank montieren: ...........................................................................

# Die Dunstabzugshauben von Celestini haben bestimmte Eigenschaften. Welche nennt Herr Longhi?
Ergänzen Sie das Schema mit den Informationen aus dem Dialog.

► Arten von Hauben: .............................................................

► Luftleistung: m ^cbV lN -N orm /...............................

► Geräuschpegel: .............................................................

► Geruchsabsorption: .............................................................

► Motor: .............................................................
Mit
► Steuerung: .............................................................

► Farbe: .............................................................

► Norm/Sicherheit: .............................................................

► Bedienung: .............................................................

i neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 31


Abkürzungen für Normen
DIN-Norm Norm des Deutschen Instituts für Normung e. V.
ISO-Norm Norm der Internationalen Organisation für Normung
(International Organization for Standardization)
EN Europäische Norm (EU-Norm)

Abkürzungen für Sicherheitsprüfungen in Deutschland


TUV geprüft durch den Technischen Überwachungsverein (für Maschinen,
technische Geräte, Fahrzeuge)
VDE geprüft durch den Verein deutscher Elektrotechniker (für Elektrogeräte)
GS Geprüfte Sicherheit (Zertifikat des TÜV)

Abkürzungen in Geschäftsbriefen
d. h. das heißt zuzgl. zuzüglich MwSt. Mehrwertsteuer
bzw. beziehungsweise ausschl. ausschließlich BLZ Bankleitzahl
““ inkl. inklusive einschl. einschließlich Kto.-Nr. Kontonummer
(= inklusive)
•5

'l
Redemittel: Verkaufsverhandlungen: Q ualität/Sicherheit des Produkts

1 Kunde Verkäufer

Iu Ist das Produkt normgerecht? Das Produkt entspricht der ISO-Norm 9001.
der EN 29000.
B
der DIN-Norm.
Entspricht das Produkt den deut­ Das Gerät entspricht den TÜV-Vorschriften.
schen/europäischen Sicherheitsbe­ den VDE-Vorschriften.
stimmungen? Es ist TÜV-geprüft/VDE-geprüft.
Das Gerät/Die Maschine ist präzise/zuverlässig/genau.
normgerecht/geprüft.
Der Motor ist leistungsstark.
Die Maschine/Das Gerät ist benutzerfreundlich/
bedienungsfreundlich/
leicht zu bedienen,
leicht zu reinigen/säubern.

# Redemittel: Verkaufsverhandlungen: Ausführung der Maschine/des Produkts

Kunde Verkäufer

In welcher Ausführung gibt es Die Maschine gibt es in einer Standardausführung mit ...
die Maschine? Das Standardmodell hat ...
Die Grundmaschine hat ...
Welche Ausstattung hat die Ma­ Die Maschine ist mit elektronischer Steuerung usw.
schine?
Können wir die Maschine auch Ja, natürlich. Ja, aber nur mit Aufpreis/mit einem
mit/ohne ... haben? Aufpreis von ...
Ja, natürlich. ... ist/sind im Preis inbegriffen.

32 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


3 6 W ie sitzen die P artn er bei Verhandlungen am besten?
Begründen Sie Ihre Meinung.

P artner 2 P artner 1 P artner 2

$ Herr Longhi und Herr Schultheiß haben die Sitzform B gewählt. Welche Gründe kann es dafür geben?

# W ie würden Sie Verkaufsverhandlungen für zwei Geschäftspartner organisieren?


► Sitzform? ► W as bieten Sie an: Kaffee, Tee, Mineralwasser ...? ► Darf man rauchen? ...
► Pausen?

Preisstellung und Lieferbedingungen

^ 7 H e rr Schultheiß und H e rr Longhi verhandeln. O G 1-5

Herr Schultheiß: W as kostet das Modell Ravenna in Schwarz und Weiß?


Herr Longhi: Die Standardausführung kostet 180 €.
Herr Schultheiß: W as heißt Standardausführung?
Herr Longhi: Sie umfasst Motor, Metallfilter, Beleuchtung und Gebläse.
Herr Schultheiß: Nein, Herr Longhi. Das geht nicht. Das ist zu hoch. Da müssen Sie mit dem Preis
runter. Ich gehe davon aus, dass die Halogenlampen in diesem Fall inklusive sind?
Herr Longhi: Nein, die Halogenlampen sind extra.
Herr Schultheiß: Die müssen Sie uns schon mitliefern. W ir wollen immerhin insgesamt I 000 Stück
abnehmen.
Herr Longhi: Herr Schultheiß, das ist natürlich ein exklusives Modell. Davon haben wir aber
auch noch eine einfache Version, diese hier zum Beispiel ...
Herr Schultheiß: Nein, nein, die ist zu einfach. Unsere Kunden sind doch sehr anspruchsvoll. Üb­
rigens: W ie lange geben Sie Garantie?
Herr Longhi: Normalerweise zwei Jahre. Wenn Ihre Kunden das wünschen, dann gewähren
wir auch eine 5-Jahres-Vollgarantie - für einen Mehrpreis von 15 €.
Herr Schultheiß: Das ist für die teureren Hauben interessant.
H err Longhi: Ja, wie z. B. für die Inselhauben.
Herr Schultheiß: W ie teuer sind die?
Herr Longhi: In der Standardausführung kostet das Modell Roma 565 €, dazu kommen noch die
15 € für die 5-Jahres-Garantie und 30 € für die Fernbedienung, also insgesamt 610 €.
Herr Schultheiß: Und wie sieht es mit den Wandhauben aus, z. B. mit dem Modell Pisa?
Herr Longhi: Das Standardmodell aus Edelstahl kostet 250 €.
Herr Schultheiß: Wenn wir insgesamt I 000 Dunstabzugshauben nehmen, bis wann können Sie liefern?
Herr Longhi: Das kommt darauf an. Die Standardmodelle Ravenna und Pisa sofort, d. h. in drei
Wochen. Für Sonderanfertigungen bzw. für die Inselhauben brauchen wir sechs
bis acht Wochen.
Herr Schultheiß: Das ist zu spät. W ir wollen noch im Sommer das neue Küchenprogramm vor­
stellen. Bis zum I. August? Ist das möglich?
Herr Longhi: Ich muss noch einmal mit der Produktion reden, aber ich denke, das geht.
Herr Schultheiß: Ja bitte, sehen Sie auf jeden Fall, was sich machen lässt.
Herr Longhi: Herr Schultheiß, wenn Sie so eine große Menge abnehmen, da kann ich Ihnen
das Modell Ravenna für 170 € und Pisa für 235 € anbieten, jeweils inklusive Halo­
genlampen. Die Inselhauben für 600 € - inklusive Fernbedienung und 5-Jahres-
Garantie. Lieferung zum 15. Juli ...

ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 33


# Welche Probleme gibt es (z. B. Lieferzeiten, Preise, Ausführung
Markieren Sie die Textstellen.

# W as gehört zur Standardausführung beim Modell Ravenna?


M o to r,...............................................................................

W as kostet extra?

# Ergänzen Sie die Sätze.

1. Der Preis für die Standardausführung......................................................................................

2. Die Halogenlampen sind..........................................................................................................

3. Herr Schultheiß m öchte........................................................................................ abnehmen.

4. Er braucht die Hauben.............................................................................................................

5. Noch im Som m er....................................................................................................................

6. Herr Longhi muss....................................................................................................................

7. Am Ende macht Herr Longhi...................................................................................................

9 W ie geht das Gespräch weiter? W as meinen Sie?

0 2 H ören Sie das G esp räch zu Ende. O U 7 , U8

Notieren Sie das Ergebnis der Kaufverhandlungen.

1. A rtikel:..............................................................................
1.8
2. Menge:..............................................................................

3. Art/Beschaffenheit:...........................................................

4. Preis (pro Stück):...............................................................

5. Zahlungsbedingungen:.......................................................

6. Verpackung:..........................................................................

7. Liefertermin: I..................................................................
2...............................................................
8. Zahlungsweise: ................................................................

9. Höhe des Auftrags:


► mit Skonto:....................................................................
► ohne Skonto:..................................................................

# Wiederholen Sie noch einmal mit eigenen W orten das Ergebnis der Verkaufsverhandlungen.

# W as meinen Sie, können beide Geschäftspartner mit dem Ergebnis der Verhandlungen zufrieden
sein? Müssen sie noch einige Punkte klären?

34 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


C3 Jetzt sind Sie gefragt. O Ü I

Spielen Sie ähnliche Dialoge. Benutzen Sie die folgenden Informationen.

Der Lieferant Der Kunde

► Dunstabzugshaube in der Standardausführung ► Preis zu hoch, max. 280 €


► ohne Metallfilter, in den Farben Weiß, Schwarz ► will Haube in Edelstahl und W eiß
► Preis: 320 € ► mit Metallfilter
► Liefertermin: I. April ► 900 Stück
► Preisstellung: mit Verpackung ► Liefertermin zu spät
ab W erk
ohne Mehrwertsteuer
2 % Skonto innerhalb acht Tagen

# Redemittel: Preisstellung/Lieferbedingungen/Zahlungsbedingungen

Preisstellung
A: W ie ist Ihre Preisstellung?/Wie sind Ihre Preise?
B: ► Die Preise sind freibleibend./Wir behalten uns den Preis vor.
► Der Preis versteht sich mit/inklusive Mehrwertsteuer.
Der Preis versteht sich ohne/zuzüglich/ausschließlich Mehrwertsteuer.
► Der Preis ist mit/inklusive Verpackung.
Der Preis ist ohne/außer Verpackung.
► Die Preise verstehen sich einschließlich Montage.
Die Preise verstehen sich ohne Montage.
Die Preise gelten ab Werk/ab Lager/ab Fabrik.

Lieferbedingungen
A: W ie liefern/schicken Sie die Ware?
B: ► Die Lieferung erfolgt per/mit Lkw/mit der Bahn/mit Seefracht/mit Luftfracht.
► Die Lieferung erfolgt ab Werk/ab Lager/ab Fabrik. = E X W (Ex Works)
Die Lieferung erfolgt frei Werk/Haus. = CIP (Carriage and Insurance Paid To)
Die Lieferung erfolgt frei Grenze. = DAF (Delivered At Frontier)
Angaben nach Incoterms 2000

Zahlungsbedingungen
A: Welche Zahlungsbedingungen haben Sie?
B: ► Die Lieferung erfolgt nach Vorauszahlung/nach Anzahlung von ...
► Die Rechnung ist sofort zahlbar/in bar zu bezahlen.
► Die Rechnung ist zahlbar ...
.. innerhalb 30 Tagen ohne Abzug/rein netto.
. nach Rechnungsdatum innerhalb 8 Tagen ./. 2 % Skonto.
. per Banküberweisung.
. mit Verrechnungsscheck.
.. gegen unwiderrufliches, bankbestätigtes Akkreditiv, bezogen auf: Commerzbank BLZ .../
Begünstigter: ... GmbH, Industriestr. I, 70173 Stuttgart.
► Zahlungsvereinbarung: 1/3 (= ein Drittel) bei Auftragseingang
1/3 bei Lieferung
1/3 bei Inbetriebnahme oder 30 Tage nach Lieferung

E o c rtw e g e neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 35


1 Lieferbedingungen deutscher Unternehmen

VI W o steht was? O Ü 2-4


Lesen Sie die Zahlungs- und Lieferbedingungen. In welchem Text stehen die Informationen?
Kreuzen Sie an.
A B C D E F
1. Der Kunde muss vor der Lieferung einen □ □ □ □ □ □
Betrag anzahlen.
2. Der Kunde muss den Transport der W are □ □ □ □ □ □
ab W erk zahlen.
3. Der Lieferant zahlt den Transport der W are. □ □ □ □ □ □
4. Der Kunde muss die Verpackung nicht zahlen. □ □ □ □ □ □
5. Der Kunde im Ausland bekommt kein Skonto. □ □ □ □ □ □
6. Die Preise können sich ändern. □ □ □ □ □ □
7. Der Lieferant schickt die W are mit dem Lkw. □ □ □ □ □ □
8. Der Kunde muss die Verpackung zahlen. □ □ □ □ □ □
9. Der Kunde muss die Montage nicht zahlen. □ □ □ □ □ □
10. Der Kunde bekommt 2 % Skonto. □ □ □ □ □ □
II. Der Kunde muss die W are in € zahlen. □ □ □ □ □ □
12. Der Kunde muss die Montage selbst zahlen. □ □ □ □ □ □

Text A Text ß
Die Preise gelten ab Werk oder Lager aus­
schließlich Verpackung, ohne Aufstellung
und Montage sowie ausschließlich der ge­ Mc*
setzlichen Mehrwertsteuer. Es werden die
am Tage der Lieferung gültigen Preise
berechnet.

Text D
Text C
Rechnungen sind innerhalb 30 Tagen ab
Die Preise verstehen sich in Euro, aus­ Rechnungsdatum netto oder innerhalb 8 Ta­
schließlich gesetzl. MwSt., ab Werk, ohne gen mit 2 % Skonto, unabhängig vom Ein
Verpackung. Es gelten die am Tag der Lie­ gang der Ware, zu bezahlen. Exportsen­
ferung gültigen Listenpreise. Preise freiblei­ dungen ms Ausland sind ohne Skonto sofort
bend. Preisänderungen behalten wir uns vor. nach Rechnungserhalt netto zahlbar.

Text E Text F
und Vertragsbedingungen:
P r e is s te llu n g Zahlunssziel u t
f r d Werk, jedoch ohne Abladen, einschl. Montage, zuzüglich der zum J S W d M Tage
Zeitpunkt der Rechnungsstellung gesetzlich gültigen M ehrwertsteuer steJJu* f ^ o , W

Zahlungsbedingungen: Verpackung, Lieferung


4 0 % bei Auftragsbestätigung Verladung trei H a“s mit Lkw
40 % bei Vorabnahme in unserem Werk, auf jeden Fall vor Verladun«
10 % 8 Tage nach Anlieferung
10 % 30 Tage nach Anlieferung

36 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


~Z) 2 Verkaufs- und Lieferbedingungen O Ü9

Sie sehen einen Ausschnitt aus den Verkaufs- und Lieferbedingungen der MS/ Motor Service Interna­
tional GmbH. Sie interessieren sich für Preis, Lieferung, Verpackung und Zahlungsbedingungen.
Markieren Sie die wichtigsten Informationen für Ihre Firma.

V erkaufs- und Lieferbedingungen


1. A uftragserteilung, abw eichende B edingungen testens wenn die W are das Werk/Lager verlässt, geht die Gefahr auf
den Besteller über. Dies gilt auch, wenn wir den Transport durchführen.
Eine Transportversicherung erfolgt nur nach besonderer Vereinbarung
2. A ngebot, A ngebotsu nterlagen und auf Rechnung des Bestellers.
2.1 Unser Angebot ist freibleibend, sofern sich aus der Auftragsbestäti­ 4.6 Einwegverpackungen werden nicht zurückgenommen. Der Besteller
gung nichts anderes ergibt. hat diese auf eigene Kosten zu entsorgen.
2.2 An Abbildungen, Zeichnungen und anderen Unterlagen, die dem B e ­
steller überlassen werden, behalten wir uns das Eigentums- und Urhe­ 5. Sachm ängelhaftung
berrecht vor; sie dürfen nicht für andere als die von uns angegebenen 5.1 Der Besteller hat nach der Lieferung die W are unverzüglich zu untersu­
Zwecke verwendet oder Dritten zugänglich gemacht werden. Dies gilt chen und etwaige Mängel unverzüglich schriftlich zu rügen. Verdeckte
insbesondere für schriftliche Unterlagen, die als „vertraulich“ bezeich­ Mängel sind unverzüglich nach Entdeckung schriftlich zu rügen.
net sind; vor ihrer Weitergabe an Dritte bedarf der Besteller unserer 5.2 Bis zur Klärung der Reklamation darf beanstandete Ware nicht weiter­
ausdrücklichen schriftlichen Zustimmung. verarbeitet werden. Uns ist Gelegenheit zu geben, gerügte Mängel an
Ort und Stelle zu überprüfen. Im Übrigen ist uns beanstandete Ware
3. Preise auf unseren Wunsch zu übersenden.
3.1 Unsere Preise gelten ab Werk/Lager ausschließlich Verpackung und
zuzüglich der zum Zeitpunkt der Rechnungsstellung jeweils gültigen 6. Zah lungsbedingungen
gesetzlichen Mehrwertsteuer.
3.2 Wir behalten uns das Recht vor, unsere Preise entsprechend zu än­ 6.2 Falls nicht anders vereinbart, sind unsere Rechnungen sofort nach Er­
dern, wenn nach Abschluss des Vertrages Kostensenkungen oder halt ohne Abzug zahlbar.
Kostenerhöhungen, insbesondere aufgrund von Tarifabschlüssen oder 6.3 Kommt der Besteller in Zahlungsverzug, so sind wir berechtigt, Ver­
Materialpreisänderungen, eintreten. Diese werden wir dem Besteller zugszinsen in Höhe von 8 % über dem Basiszinssatz zu berechnen ...
auf Verlangen nachweisen.
7. Eigentum svorbehalt
4. Lieferung 7.1 Gelieferte W are bleibt unser Eigentum bis zur Erfüllung aller gegen­
wärtigen Ansprüche aus Geschäftsverbindungen zwischen dem B e ­
4.5 Unsere Lieferungen erfolgen ab Werk/Lager, sofern im Einzelfall nichts steller und uns (Vorbehaltsware).
anderes vereinbart ist. Mit der Anzeige der Versandbereitschaft, spä­

# W as bedeuten die Begriffe? Kreuzen Sie an. Manchmal sind mehrere Lösungen möglich.

1. Das Eigentums- und Urheberrecht bein­ 5. Versandbereitschaft: Das Unternehmen


haltet, teilt dem Besteller mit, dass es
] dass man die Produkte/Ideen kopie­ !___ die W are verschicken kann.
ren darf. |___ | die W are nicht liefern kann.
i__ ] dass man die Produkte/Ideen imitie­ [ d l die W are bereits zum Kunden ge­
ren darf. schickt hat.
dass man die Rechte des Künstlers/
6. Einwegverpackungen: Man
des Unternehmens respektieren muss
und die Produkte nicht einfach nach­ I I kann sie mehrmals verwenden.
ahmen darf. ! kann sie nur einmal verwenden.
I l muss sie nach dem Gebrauch weg­
2. „Vertraulich“ : Die Dokumente/Gespräche werfen oder recyceln.
L P sind geheim.
7. Mangel:
r darf man nicht veröffentlichen.
P I ] kann man nicht verstehen. ___ die Verspätung
der Fehler
3. Kostensenkungen: Die Kosten
[___die hohen Kosten
i i sind niedriger.
] werden erhöht. 8. Einen Mangel rügen heißt:
i ! sinken. d J etwas bestellen
|__ ! etwas beanstanden
4. Ein Tarifabschluss ist
[__j etwas reklamieren
□ ein Vertrag zwischen Arbeitgebern
und Gewerkschaften über die Bezah­ 9. Zahlungsverzug: Man zahlt
lung der Arbeitnehmer. pünktlich.
□ ein Telefontarif. [___] zu spät.
□ ein Kaufvertrag. I I rechtzeitig.

ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 37


# Ordnen Sie die Textstellen dem entsprechenden Gliederungspunkt der MS/-Verkaufs- und Liefer-
bedingungen zu.
Punkt
1. Das Angebot kann sich ändern.
2. Der Besteller darf die Unterlagen nicht einfach an Dritte weitergeben.
3. Der Kunde muss den Transport und die Verpackung zahlen.
4. Die Preise können sich ändern.
5. Der Kunde trägt das Risiko für den Transport.
6. Der Besteller kann Einwegverpackungen nicht zurückgeben.

# Beschreiben Sie die Verkaufsbedingungen. Bilden Sie wenn-Sätze.

1. Der Kunde darf Dokumente nur an andere Personen weitergeben, wenn/dctyUnterneh/-

2. Die Preise können sich ändern, w ernv.................................................................................

3. Der Kunde trägt das Risiko für den Transport, wenn/die/ W are/...

4. Der Kunde muss sofort reklamieren, wenn/...................................

5. Der Kunde muss die W are sofort bezahlen, w e n n .........................

6. Der Besteller muss Verzugszinsen zahlen, w e n n ............................

7. Die W are bleibt Eigentum des Unternehmens, w enn /d er K unde/.

&I Grammatik

Cr 1 In terro g ativp ro n o m en : lokal und te m p o ra l

lokal temporal

W o? in Italien (Land) Wann? morgen, gestern, heute


in Rom (Stadt) am Dienstag, am 15. Mai
bei Bosch (Firma) um 18 Uhr
Bei wem? bei Herrn Müller (Person) nach der Messe
vor der Messe
W oher? aus Italien (Land)
aus Rom (Stadt) Ab wann? ab heute
vom Bahnhof/von der Firma X ab nächster W oche

Von wem? vom Chef (Person) Bis wann? bis zum 30. Mai

Wohin? nach Italien (Land) Von wann


nach Stuttgart (Stadt) bis wann? vom II. bis 13. Mai
zum Bahnhof/zur Firma Koch
Zu wem? zu Herrn Dr. Müller (Person)

38 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


C7 Z Interrogativpronom en m it Präposition

Mit wem telefonieren Sie? Mit Herrn Müller./Mit ihm.


Von wem sprechen Sie? Von Frau Meier./Von ihr.
Personen Zu wem möchten Sie? Zu Herrn Krug./Zu ihm.
Auf wen warten Sie? Auf Frau Bellavista./Auf sie.
Präposition + Interrogativpronomen

Wom it (W ie?) fahren Sie? Mit dem Auto./Damit.


Wovon sprechen Sie? Von der Maschine./Davon.
Wozu dient die Maschine? Zum Schleifen./Dazu.
Sachen
W orauf warten Sie? Auf den Bus./Darauf.
Woraus ist die Maschine? Aus Metall./Daraus.
—► Wo (r) + Präposition

3 Präpositionaladverb (Pronom inaladverb)

Ich bin mit Ihrem Angebot einverstanden. Ich bin damit einverstanden. (= Sache)
Ich gehe von einem Preisnachlass aus. Ich gehe davon aus, dass Sie
einen Preisnachlass gewähren.
Präposition + Nomen da(r) + Präposition
mit Ihrem Angebot damit
von einem Preisnachlass davon + dass-Satz

Ich bin mit Herrn Longhi einverstanden. Ich bin mit ihm einverstanden. (= Person)

Welche Maschine wollen Sie nehmen? Die große hier.


W elcher Motor interessiert Sie? Der Elektromotor.
Welche Modelle gefallen Ihnen? Die Modelle in Schwarz und Edelstahl.
Für welches Modell interessieren Sie sich? Für das Standardmodell.

Singular maskulin feminin neutral


Nominativ welcher Motor welche Maschine welches Auto
Akkusativ (ß r) welchen Motor welche Maschine welches Auto
Dativ (mit) welchem Motor welcher Maschine welchem Auto
Genitiv welches Motors welcher Maschine welches Autos

Plural
Nominativ welche Motoren/Maschinen/Autos
Akkusativ (für) welche Motoren/Maschinen/Autos
Dativ (mit) welchen Motoren/Maschinen/Autos
Genitiv welcher Motoren/Maschinen/Autos

-rge neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 39


6-5 N ebensätze: Konditionalsätze

Hauptsatz Konsequenz N ebensatz Bedingung

W ir gewähren den Kunden einen Rabatt, wenn/falls sie sofort zahlen.


I I
finites Verb an 2. Position finites Verb am Satzende

N ebensatz Bedingung H auptsatz Konsequenz

W enn/Falls die Kunden sofort zahlen, (dann) gewähren wir ihnen einen Rabatt.

finites Verb am Satzende finites Verb am Satzanfang

Die Subjunktion wenn/falls kann am Satzanfang auch wegfallen:


► Zahlen die Kunden sofort, (dann) gewähren wir ihnen einen Rabatt.
I
finites Verb am Satzanfang

Cr 6 Bildung d e r K o m p arativ- und S u p e rla tiv fo rm e n _________________________________________

Positiv Komparativ Superlativ

Normalform schön schöner am schönsten


schnell schneller am schnellsten

a —► ä warm wärmer am wärmsten


lang länger am längsten

o —► ö groß größer am größten

u —► ü jung jünger am jüngsten

Adjektive auf: -er teuer teurer am teuersten


-el dunkel dunkler am dunkelsten

Adjektive auf: -dl-tl-sl-ssl-ßl schlecht schlechter am schlechtesten


-z/-tz/-xl-skl-sch frisch frischer am frischesten
alt älter am ältesten
kurz kürzer am kürzesten
intelligent intelligenter am intelligentesten
aber: bedeutend bedeutender am bedeutendsten

Sonderformen gut besser am besten


viel mehr am meisten
gern lieber am liebsten
hoch höher am höchsten
nah näher am nächsten

40 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


G "1 Die Steigerung des A djektivs (K om paration): Kom parativ und Superlativ

Prädikativer G ebrauch
Positiv: Das Modell Pisa ist schön. Adjektiv
Komparativ: Das Modell Pisa ist schöner als das Modell Ravenna. Adjektiv + -er
Superlativ: Das Modell Roma ist am schönsten. am +Adjektiv + -(e)sten

A dverbialer G ebrauch
Adjektive kann man auch als Adverbien gebrauchen. Das Adverb charakterisiert das Verb,
einen Sachverhalt genauer, z. B.: W ie passiert etwas?
Komparativ: Das Modell Roma kostet mehr als das Modell Alba.
Das Modell Roma gefällt mir besser als das Modell Alba.
Der Kunde entscheidet sich schneller als der andere.
Superlativ: Das Modell Roma verkauft sich am besten.

A ttrib utiver G ebrauch


Wenn Komparativ und Superlativ als Attribut verwendet werden, dann werden sie dekli­
niert und erhalten eine Endung.
Positiv: Das Modell Alba ist ein gutes Produkt.
Komparativ: Das Modell Pisa ist ein besseres Produkt als das Modell Ravenna.
Superlativ: Das Modell Roma ist das beste Produkt von allen Hauben.

D e r Vergleich im Positiv: wie


Der Positiv drückt in Vergleichen einen gleichen Grad aus.
Das Vergleichswort ist so, genauso, gleich, ebenso ... wie.
► Das Modell Alba ist so teuer wie das Modell Ravenna. -+~ Beide Modelle kosten 180 €.
► Das Modell Alba ist nicht so teuer wie das Modell Roma. Das Modell Alba kostet nur 150 €.

D e r Vergleich im Kom parativ: als


Der Komparativ drückt einen Unterschied zwischen zwei Dingen aus.
Das Adjektiv erhält das Suffix -er. Das Vergleichswort ist als.
► Das Modell Elba ist billiger als das Modell Alba. -*■ Es kostet 140 €.
► Das Modell Ravenna ist nicht billiger als das Modell Alba. -► Beide Modelle kosten 180 €.

D erV erg leich im Superlativ


Der Superlativ drückt den höchsten Grad aus. Man bildet ihn mit dem Suffix -erl-est.
Man verwendet die Ersatzform mit am: am schönsten, am liebsten ...
► Das Modell Roma ist bei den Kunden am beliebtesten/das beliebteste von allen Modellen.

Die Menge nennt man entweder mit einem Ausdruck mit Genitiv oder mit der Präposition von:
► Berlin ist die größte Stadt Deutschlands, oder: Berlin ist die größte Stadt von Deutschland/
von allen Städten in Deutschland.

E ; :~r*ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 41


••
ü Übungen

U 1 So ein D urcheinander!
Rekonstruieren Sie den Dialog. Spielen Sie ihn dann.

1 W as kostet die gesamte Maschine?


2 Ja, das habe ich erhalten.
3 Aber die elektronische Steuerung ist im Preis inbegriffen?
4 W ie Sie wissen, stellen wir im Moment die Produktion um. W ir brauchen deshalb eine neue
Maschine.
5 Darf ich Ihnen noch einmal die Maschine erklj
6 W ir haben Ihnen ja ein Angebot geschickt.
7 Die Grundmaschine kostet 20 000 € plus ...
8 Ist die Maschine normgerecht?
9 Das macht noch einmal 5 000 €.
10 Ja, sie entspricht der ISO- und der EN-Norm.
11 Die Lieferzeit beträgt vier Monate.
12 W ie sind Ihre Zahlungsbedingungen?
13 Bis wann können Sie die Maschine liefern?
14 Der Preis ist mit Verpackung, ohne Mehrwertsteuer, Lieferung ab W erk.
15 Sie können die Rechnung innerhalb 30 Tagen rein netto zahlen oder mit 2 % Skonto innerhalb
acht Tagen.
16 Und wie ist Ihre Preisstellung?

Kunde: W ie Sie wissen, stellen wir im Moment die Produktion um. W ir brauchen deshalb eine
neue Maschine.
Lieferant: W ir haben Ihnen ja ein Angebot geschickt.
Kunde: Ja, das habe ich ...

U2 W ie können Sie auch sagen?


Kreuzen Sie an.

1. Der Preis ist zu hoch. Die Preise verstehen sich außer Verpa­
: ' 1 Das ist zu wenig. ckung.
Das ist zu teuer. I 1Die Preise verstehen sich mit Verpa­
I 1Den Preis können wir zahlen. ckung.
[___| Die Preise verstehen sich inklusive
2. Der Preis ist mit Mehrwertsteuer.
Verpackung.
C D Der Preis ist zuzüglich Mehrwertsteuer. [ Die Preise verstehen sich ohne Verpa­
C H Der Preis ist ohne Mehrwertsteuer. ckung.
L H Der Preis ist inklusive Mehrwertsteuer.
Der Preis ist freibleibend.
3. Der Preis versteht sich ausschließlich •Der Preis kann sich noch ändern.
Montage. ___Der Preis ist fest.
___Der Preis versteht sich inklusive Mon­ Der Preis ändert sich nicht mehr.
tage.
I I Der Preis versteht sich ohne Montage.
j 1Der Preis versteht sich zuzüglich
Montage.

42 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


U3 W o rtsch a tz
Welche W ö rte r passen nicht? Unterstreichen Sie diese.

1. Die Lieferung erfolgt per Lkw - mit der Bahn - mit der Post - mit Seefracht - mit MwSt.

2. Die Lieferung erfolgt ab W erk - ab Lager - frei Haus - freihändig - frei italienische Grenze

3. Die Lieferung erfolgt sofort - in 6 Monaten - zum Bahnhof - zum 15. September

4. Der Preis ist mit Verpackung - ohne Verpackung - ohne W are - ohne Montage

5. Die Rechnung ist zahlbar gegen Vorauszahlung - per Banküberweisung - per Lkw - gegen
Akkreditiv

0 H W a s passt?
Ergänzen Sie die Texte mit Verben, Adjektiven und Substantiven.

► Abzug ► gelten ► Lieferung ► Mehrwertsteuer ► Montage ► Preise ► Rechnungen


► Skonto ► Tagen ► Verpackung ► W e rk ► zahlbar

Text A Text B

Die Preise.......................... a b ........................ U nsere.................... sind..................


oder Lager, ausschließlich........................ , ohne nach Wahl: innerhalb ach t...................
Aufstellung und........................ sowie ausschließlich ab Rechnungsdatum mit 2 % ...............
der gesetzlichen............... ........ Es werden die am oder innerhalb 30 Tagen ab Rechnungs­
Tage d e r ........................ gültigen........................ datum ohne.........................
berechnet.

J5 In Stuttgart
Ergänzen Sie die Präpositionen.

Herr Longhi und Frau Bellavista sind........... Stuttgart........... der Firma Koch-Küchen. Frau Bel-
lavista ist schon einen Tag früher........... Stuttgart gefahren. Dort wohnt s ie ........... Hotel Mer-
cure. Herr Schultheiß hat s ie ........... seinem A u to ........... Hotel abgeholt und is t........... ihr
........... Firma gefahren............. nächsten Tag kommt ihr C h e f........... Mailand. Er is t...........
d........... Flugzeug........... Stuttgart geflogen. Jetzt ist e r ........... der Firma Koch-Küchen und
spricht........... Herrn Schultheiß........... das Angebot. Angela m öchte........... Freitag............
Sonntag........... Stuttgart bleiben. Sie will sich d o r t........... ihrem Freund treffen.

J 6 W a s w ar in Stuttgart?

Formulieren Sie Fragen zu dem Text in Ü 5.

1 sind Herr Longhi und Frau Bella­ 5 spricht Herr Longhi?


vista? 6 spricht er mit Herrn Schult­
2 sind sie gefahren? heiß?
3 ist Herr Longhi nach Stuttgart 7. ................. möchte Angela in Stuttgart
geflogen? bleiben?
4 kommt Angelas Chef? 8...................... will sie sich dort treffen?

* «portwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 43


Ul Die Verkaufsverhandlung
Rekonstruieren Sie den Inhalt der Verkaufsverhandlung.

Herr Longhi--- v sein ■♦zur Fa. Koch-Küchen


f
Er \ hersteilen / in sechs bis acht W ochen
Herr Schultheiß \ sein / mit Herrn Schultheiß
Die Firma Celestini \ fragen
/ 1 000 Dunstabzugshauben
Das
K möchte kaufen nach dem Preis
Das Standardmodell
Herr Schultheiß
\
: n
kann liefern
*■ ist gefahren---'
/ mit Verpackung, ohne Mehrwertsteuer
zu spät für Herrn Schultheiß
Der Preis gibt es die Hauben auch in einer anderen Farbe
Das Unternehmen sprechen in den Farben Schwarz und W eiß

►Herr Lorugbö Lbt %ur peu H&dv-KiXcher^ gefahren/.

U 8 H e rr Schultheiß hat viele Fragen an H errn Longhi.


Bilden Sie Fragen mit den Interrogativpronomen welcher - wie viel - wann - woraus - wie usw.

Herr Schultheiß Herr Longhi

kostet die Dunstabzugshaube? Das Standardmodell...................................

Normen entspricht die Haube? Sie entspricht.............................................

besteht der Filter? Der Filter ist aus Metall.

Zahlungsbedingungen haben Sie? Unsere Zahlungsbedingungen sehen so aus

können Sie die Maschine liefern? Frühestens ab September.

verschicken Sie die Ware? Mit dem Lkw.

# Herr Longhi möchte auch einige Informationen von Herrn Schultheiß haben.

Herr Longhi Herr Schultheiß

.............. Dunstabzugshaube möchten Sie? Das Modell Palermo.


.............. Menge? Ich nehme davon 500 Stück.

Und in .............. Ausführung? 250 in der Standard- und 250 in der Sonderaus
führung................ Farben gibt es noch?

I n .............. Farbe möchten Sie die Dunst­ In Aluminium und in Edelstahl.


abzugshaube haben?

.............. brauchen Sie die Waren? So bald wie möglich.

44 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


Ergänzen Sie die Sätze.

► Der Preis ist nicht so wichtig. ► Man kann einen Rabatt gewahren. ► Die Kunden sind zufrie­
den. ► Das Produkt findet keinen Käufer. ► Der Kunde erhält Skonto.

1. Wenn der Kunde die Rechnungen sofort zahlt, dann..............................................................


2. Wenn der Kunde mehr Maschinen kauft, dann kanM m an/elne^Rtx b& ttg& w cÜ w sri/.
3. Wenn der Lieferant pünktlich liefert, dann..............................................................................
4. Wenn die Qualität stimmt, dann.............................................................................................
5. Wenn das Produkt schlecht ist, dann......................................................................................

J 70 Etw as m iteinander vergleichen


Bilden Sie Sätze mit Vergleichen.

1. der Porsche - der V W - der Ferrari - teuer


► Der Porsche ist teurer als der V W . Aber der Ferrari ist am teuersten.
2. die Mieten - auf dem Land - Berlin - Paris - hoch
3. die Elbe - der Neckar - die Donau - lang
4. der Regionalexpress - der ICE - der Intercity - bequem
5. das Flugzeug - der ICE - das Auto - schnell
6. Stuttgart - Tübingen - Berlin - groß
7. die Lebensmittel - beim Discounter - auf dem Markt - im Supermarkt - frisch
8. die Fahrt - mit dem Fahrrad - mit dem Auto - mit der Bahn - billig
9. das W etter - in Norddeutschland - am Bodensee - in Südfrankreich - schön
10. die Arbeitslosenquote in - Rheinland-Pfalz (5,8 %) - Bayern (4,5 %) - Baden-Württem-
berg (4,4 %) - niedrig

W as meinen Sie?
Diskutieren Sie mit Ihrem Nachbarn/Ihrer Nachbarin.

1. W elch.... Stadt in Deutschland ist cwwgrößten/(groß)?


► Ich glaube, dass Berlin am größten ist./lch glaube, dass Berlin die größte Stadt Deutschlands
ist./lch glaube, Berlin ist die größte Stadt Deutschlands.
2. In welch.... Stadt in Deutschland sind die Löhne........................................ (niedrig/hoch)?
Chemnitz - Frankfurt - Stuttgart
3. W elch.... Universität in Deutschland is t........................................ (alt)?
Universität Heidelberg - Humboldt-Universität Berlin - Universität Konstanz
4. W elch.... Unternehmen ist in Deutschland........................................ (bekannt)?
Daimler AG - Miele - Siemens
5. W elch.... Berg ist in Deutschland........................................ (hoch)?
der Feldberg im Schwarzwald - die Zugspitze - das Nebelhorn bei Oberstdorf
6. W elch.... Bundesland in Deutschland is t........................................ (klein)?
Bremen - das Saarland - Bayern
T. W elch.... Produkte aus Deutschland, der Schweiz und Österreich sind.................................
(berühmt)?
die Schokolade - der Käse - die Autos - die Maschinen
3. W e r sind d.............................................. (bekannt) Musiker/Dichter/Schauspieler Deutsch­
lands?

= *ej, Kursbuch 2, Kapitel 2 45


0 12 U nd je t z t sind Sie dran.

Beschreiben Sie Ihr Heimatland und vergleichen Sie es mit Deutschland, Österreich und der
Schweiz.

1. In ................................ leben................................ (viel/wenig) Menschen (als/wie)


in Deutschland.
2. D ie ................................ (groß) Stadt meines Heimatlandes is t..................
3. D ie ................................ (viel) Menschen leben in ..................................
4. Die Arbeitslosenquote is t................................ (niedrig/hoch)........ (als/wie) in Deutsch-
land, Österreich oder der Schweiz.
5. Die Arbeitsbedingungen sind............................... (gut/schlecht)....... ... (als/wie) in
Deutschland.
6. Die Menschen essen am ............................... (gern) ................................
7. Die jungen Leute leben.............................. (gern) in ............................................. (als/
wie) in ................................
8. Das Klima bei uns ist............................... (warm/kalt)............ (als/wie) in Deutschland.
9. In ............................... verdient man............................... (viel/wenig)............ (als/wie) in
Deutschland.
10. Die jungen Leute wollen am ............................... (gern) in ............................... studieren.
11. Die Qualitätsstandards in Europa sind............................... (hoch/niedrig)............ (als/wie)
in ................................
12. Die Menschen bei uns legen............................... (viel) W ert auf...............................
............ (als/wie) in Deutschland.
E

0 13 W ortbild ung
Finden Sie Begriffe und leiten Sie die Adjektive ab. Sie können auch Beispiele aus diesem Kapitel
suchen.
Markieren Sie auch den Akzent. Der Hauptakzent liegt auf dem Bestimmungswort.

Substantiv Adjektiv zusammengesetztes Adjektiv

(das) Salz + arm salzarm (= arm an Salz, das Gericht enthält wenig Salz)
+ arm ............................ arm/
arm ............................ arm/

(die) Frist gerecht fristgerecht (= etwas entspricht einer Norm, einem


Gesetz, man hält bestimmte Bedin­
gungen ein: eine fristgerechte Lieferung)
+ gerecht ............................... ger& cht
+ gerecht ............................... ge re ch t

(die) Regel mäßig regelmäßig (= immer wieder)


+ mäßig ...............................
+ mäßig ............................... m äßig'

(die) Kinder freundlich kinderfreundlich (= ein kinderfreundliches Hotel/


Kinder sind dort willkommen)
+ freundlich ............................ freu n d lich /
+ freundlich ............................ f iv u n d lic K

46 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


U 1H Phonetik - ch und k: [g], [x], [k], [J], [tj]
Hören Sie die folgenden Laute und sprechen Sie nach.

1.9
mich - ich - Licht - richtig - sich - sprechen - sicher - freundlich - Küche
[?] Technik - nicht - normgerecht - Beleuchtung - Chemie

M machen - acht - W oche - Sache - einfach - brauchen - Buch

[k] Kunde - kochen - Katalog - können


Chaos - Charakter - Chrom ( Wörter aus dem Griechischen)

Menschen - Geräusch - schön - schon


[J] Chef - Chance - charmant (Wörter aus dem Französischen)

[tn Chip - checken - Check-in ( Wörter aus dem Englischen)

# Achten Sie auf die unterschiedlichen Laute.

[q] sprechen - [x] Sprache [k] Akt [x] acht


[q] nicht - [x] Nacht [k] nackt - [x] Nacht
[q] Gesicht - [x] gesucht [k] schleckt - [q] schlecht
[q] Küchen - [x] kochen [k] dick - [?] dicht
[?] sicher - [x] Sache [k] Rock - [x] roch
[f] Maschen - [x] machen [tj] Chile [J] schielen
[f] Kirsche - [q] Kirche [tj] Check [J] Scheck
[J] mischen - [g] mich [tf] Chip [J] Schiff
[J] Menschen - [q] Männchen

• Lesen Sie.

Keine Panik!
err Mack spricht mit dem Chef über den neuen Der Kunde: „Wer, ich? Ich kann doch gar nicht ko­
H Katalog. Ein Kunde kommt. Er möchte eine Kü­
che kaufen. Er braucht sie in acht Wochen. Der Kunde
chen. Ich bin Single.“ Herr Mack: „Aber ich bitte Sie!
Auch Sie können kochen! Wir organisieren in unserem
wünscht eine einfache, aber sichere Technik. Das ist Küchenstudio auch Kochkurse. Der nächste Kurs be­
sehr wichtig. ginnt am Freitag um acht Uhr. Der Chefkoch des Ho­
Charmant und freundlich verspricht ihm Herr tels Goldener Hirsch kommt und kocht mit unseren
Mack: „Machen Sie sich keine Sorgen. Die Beleuch­ Kunden zunächst einfache Gerichte. Die schmecken
tung ist normgerecht. In dieser Küche können Sie lecker und sind leicht zuzubereiten.“ „Herr Mack, das
wirklich wie ein Meisterkoch kochen.“ klingt ja sehr verlockend. Also ...“

# Ordnen Sie die W ö rte r zu. Schreiben Sie dann den Dialog weiter.

[?] M [k] [J]


ich/,........................... auch/, ...................... k e in e /, .................... wünscht,

neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 47


U 15 W ie spricht man A bkürzungen aus?
Hören Sie die Abkürzungen. Sprechen Sie nach.
Bei einigen Abkürzungen spricht man die einzelnen Buchstaben (B-A-S-F), bei anderen spricht
man die Silben aus (ISO). Bei einigen spricht man statt der Abkürzung das vollständige W o rt.

11Q ► DIN ► CE-Norm ► TÜV ► EN ► B LZ ► Lkw ► ISO


► VD E ► GmbH ► d. h. ► z. B. ► vgl. ► EU ► BASF
► MwSt. ►€ ► Pkw ► PR (= Public Relations)

# Ordnen Sie nun die Abkürzungen den Ausspracheformen zu.

silbische Aussprache Aussprache der Buchstabennamen vollständige W ö rte r

IS O , ........................... B A S F ,............................................... y. B. (yum / 'BeÄ&pieX),

Ü 16 K ultur in Stuttgart

Sicher, Geschäftsleute haben oft keine Zeit für das kulturelle Angebot in einer Stadt. Aber werfen
Sie doch einmal einen Blick auf den Veranstaltungskalender vom Samstag, den 27. Mai.

FILM M U SIK TH EA TER M U SEU M L IT E R A T U R

F o rrest Gum p M adam a B u tterfly L uft zum Leben Im R am penlicht: 1. S tuttgarter K rim i­
Berührendes Drama Oper von Giacomo Diese atemlose Ko­ B au m eister als B üh­ nacht m it Ulrich Ritzel
mit Tom Hanks um Puccini in drei Akten, mödie ist eine bissige nen b ild n er Zum ersten Mal findet
den lieb-naiven Forrest die Sie in das Nagasa­ Darstellung grotesker Ausstellung, in der im Stuttgarter Schrift­
Gump, der seine G e­ ki des frühen 20. Jahr­ Marketingstrategien ausdrucksstarke Skiz­ stellerhaus eine Krimi­
schichte erzählt. hunderts entführt. und des Glaubens an zen und veranschauli­ nacht statt. Eingeladen
20 Uhr, Kommunales 20 Uhr, Staatsoper uneingeschränktes chende Entwürfe Bau­ ist der Journalist und
Kino Wirtschaftswachs­ meisters zu verschie­ Autor Ulrich Ritzel.
R ock und Pop der tum - bei der dem denen Theaterstücken Von spannend bis gru­
P re tty W om an 1980er-Jahre Besucher gelegentlich zu sehen sind. selig ist in dieser Nacht
Liebeskomödie mit Die ultimative Fete für Luft und Lachen im Kunstmuseum fast alles vertreten.
Julia Roberts und alle Tanzwütigen. Halse stecken blei­ Die Öffnungszeiten entneh­ 19.30 Uhr, Stuttgarter
men Sie bitte Ihrer Tages­
Richard Gere über 20 Uhr, Classic- ben. Sie verhalt dem Schriftstellerhaus
zeitung.
die Liebe und die Rock-Cafe britischen Schriftstel­
Überwindung sozialer ler Ben Elton 1990 zu Die W elt d e r M ärchen
Luxus und Lustbar­
Unterschiede. G roße S alsa-P arty seinem Durchbruch als Die schönsten Mär­
keiten des Rokoko -
19.30 Uhr, CinemaxX Heiße Rhythmen, Bühnenautor. chen der Gebrüder
Herzog Carl Eugens
coole Drinks und ein 20 Uhr, Altes Schau­ Grimm, erzählt von
Venezianische Messe
Im Rahmen der franzö­ Salsa-Tanzturnier für spielhaus Luise Wunderlich.
Ein Jahrmarkt für Lu­
sischen Filmtage; alle Salsabegeisterten Im Gepäck hat die
xuswaren wird leben­
La Boum - D ie Fete und die, die es noch Im Dickicht der Städte Erzählerin bekannte
dig, der zwischen 1768
Kultfilm aus Frank­ werden wollen, Dieses frühe Stück von Märchen wie Dornrös­
und 1793 in der würt-
reich über das (kom­ ab 20 Uhr, Diskothek Bertolt Brecht führt Sie chen oder Rapunzel,
tembergischen Resi­
plizierte) Leben der Caribe in die Welt zweier Män­ aber auch andere, die
denzstadt Ludwigsburg
Teenager. ner, die sich in einen eher selten erzählt
bzw. Stuttgart stattfand
17 Uhr, CinemaxX R ock/O ldie Classics motivlosen Kampf ver­ werden. Das ist nicht
und in Tafelschmuck
mit „More than Six“, wickeln - einen Kampf nur ein Erlebnis für
verschiedenster Art Kinder! Lassen Sie
Wenn die Flut kom m t einer Stuttgarter Band, um des Kampfes wil­
und Form bildlich über­ sich entführen in die
In diesem Film ver­ die die Seele ihrer len. Über den moder­
nen Daseinskampf im liefert ist. fantasiereiche Welt der
bünden sich Kino und Musik zum Greifen nah
Theater zu einer gro­ und die Halle zum Ko­ Chaos der Großstadt.
Landesmuseum Märchen.
Die Öffnungszeiten entneh­
ßen Liebesgeschichte. chen bringt. 19 Uhr, Staatstheater men Sie bitte Ihrer Tages­
17 Uhr, Kulturzent­
22 Uhr, Cinema 22 Uhr, Die Röhre Stuttgart zeitung. rum Merlin

48 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 2


Ordnen Sie die Begriffe den einzelnen Bereichen zu und suchen Sie jeweils zwei bis drei Institutio­
nen bzw. Veranstaltungen aus Stuttgart.

der Film das Kabarett


die Komödie das Filmfestival
das Theaterstück das Schauspiel
das Gemälde das Ballett
das Bild die Sinfonie
der Krimi die Oper
die Tragödie die Operette
die Skulptur das Musical
das Drama die Lesung

Theater Museum Musik

die/ Kcnnödle/.

► Stuttgarter StvuxtsthecctBr

Kino Literatur

d e r film/, cLm -Filmfestival

. '1 Und Sie?

Diskutieren Sie in der Gruppe.

1. W as gefällt Ihnen besser, ein Liebesfilm oder ein Krimi?


Warum?
2. Wohin gehen Sie lieber, in eine Ausstellung oder in ein
Konzert?
3. W as machen Sie in Ihrer Freizeit am liebsten?

• Beschreiben Sie Ihr Lieblingsbuch, Ihren Lieblingsfilm ...

efe neu, Kursbuch 2, Kapitel 2 49


U 18 Das Kulturprogram m
Unterhalten Sie sich über das Kulturprogramm in Stuttgart. Verwenden Sie dazu die folgenden
Redemittel.

# Redemittel: W a s wollen w ir unternehm en?

A B

Was möchtest du denn machen? Ich möchte mal wieder ...


W as möchten Sie denn machen? ... in eine Ausstellung, ins Kino gehen
... in die Oper, ins Konzert gehen
... ein Theaterstück sehen ...

W as gibt’s denn? In der Oper spielen sie Madame Butterfly.


In der Staatsgalerie gibt es eine Ausstellung
von W illi Baumeister.

W as ist das für eine Oper? Das ist eine Oper von Giacomo Puccini.
W as läuft denn (im Kino)? Im Kino läuft Forrest Gump.
W as ist das für ein Film? Das ist ein Film über den lieb-naiven Forrest
Gump, der mit einer Schachtel Pralinen auf
einer Bank sitzt und sein Leben erzählt.

W ie ist die Ausstellung, der Film ...? interessant/langweilig/spannend/amüsant/


schön/modern/unterhaltsam/traurig ...

Besorgst du die Karten? Ich bestelle sie im Vorverkauf/per Fax/per


Besorgen Sie die Karten? E-Mail.
W ir können sie an der Abendkasse kaufen.

9 Suchen Sie sich eine Veranstaltung aus dem Veranstaltungskalender von Ü 16 heraus.

1. Rufen Sie im Kino/Theater an und reservieren Sie Plätze bzw. Karten.


2. Schreiben Sie eine E-Mail an die Theaterkasse und reservieren Sie zwei Karten.

50 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 21


Das B ankw esen
Themen: A Frankfurt und die deutschen Banken B Zahlungsweisen im Außenhandel C Zah­
lungsbedingungen D Zahlungsschwierigkeiten

11 Fran kfu rt und die deutschen Banken

A I W elche deutschen Banken kennen Sie? O Ü I5

Welche deutschen Banken haben Filialen oder Vertretungen in Ihrem Heimatland? Viele dieser
Banken haben ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main.
Lesen Sie den folgenden Text.

1 Frankfurt am M ain ist Mittelpunkt der dyna­ Finanzdienstleistungen. Frankfurt ist Sitz der Eu ­
mischen Wirtschaftsregion Rhein-Main. Die Stadt ropäischen Zentralbank, der Deutschen Bundes­
ist weltweit eines der wichtigsten Finanz- und bank und der Gruppe Deutsche Börse AG . Die
Dienstleistungszentren und gehört zu den führen­ Weltbank, die Asian Development Bank (A D B )
den Unternehmensstandorten Europas. Grund da­ sowie eine Vielzahl von Nationalbanken haben in
für sind die zentrale Lage, die ausgezeichnete In ­ Frankfurt ihre Europa- und Deutschlandnieder­
frastruktur mit dem größten Flughafen des Konti­ lassung.
nents, die Konzentration zukunftsorientierter Un­
4 ) Frankfurt ist aber auch einer der größten
ternehmen der unterschiedlichen Branchen sowie
Messeplätze der W elt und ein wichtiger Handels­
die Internationalität der Stadt.
platz. 120 Messen finden jährlich in Frankfurt
2 In der Region Rhein-Main leben 4,9 M illio ­ statt, so z. B. die Internationale Automobilausstel­
nen Einwohner, davon rund 660 000 in Frankfurt. lung und die Frankfurter Buchmesse. 48 000 M en­
Die Stadt bietet 590 000 Arbeitsplätze in Frank­ schen sind in den 4 600 Unternehmen des Groß-
furt und im Umland, ln dieser Region erwirt­ und Einzelhandels beschäftigt.
schaften 320 000 Unternehmen mit 2,5 M illionen
Arbeitnehmern ein jährliches Bruttoinlandspro-
dukt (B IP ) von 167,8 M illiarden Euro. Unterneh­
men aller Größen, vom großen Industriekonzern
bis zum kleinen Softwareentwickler, haben sich
hier angesiedelt. Viele international operierende
Unternehmen haben ihre Zentrale im Großraum
Frankfurt. Frankfurt gilt als Kommunikations­
und Dienstleistungsstadt mit über 100 Verlagen
sowie mehr als 400 Werbe- und PR-Agenturen.

An diesem führenden Finanzplatz sind über


300 nationale und internationale Banken vertre­
ten. 80 000 Menschen arbeiten im Finanzsektor,
bei Banken, Versicherungen und im Bereich der

# Finden Sie für jeden Abschnitt eine Überschrift.

® . ................................................................ ®

© ............................................................... ®

0 Viele Frankfurter arbeiten im Dienstleistungssektor. Welche Bereiche gehören dazu?

&ie/TH>avüo,.................................................................................................................................

T-vege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 51


# Ordnen Sie die Tätigkeiten den einzelnen Berufsgruppen zu. Kennen Sie noch andere Berufe aus
dem Dienstleistungssektor?

► die/der Veranstaltungskauffrau/-mann ► die Finanzdienstleister ► die Softwareentwickler


► die/der Bankkauffrau/-mann ► die Grafiker ► die Börsenmakler

1. Sie vermitteln Versicherungen und Immo­


bilienfonds. .......................................................................
2. Sie planen kreatives Design und gestalten
Werbemittel. .......................................................................
3. Sie haben Informatik studiert. .......................................................................
4. Sie vermitteln Wertpapiergeschäfte
zwischen Kreditinstituten und der Börse..............................................................................
5. Sie arbeiten bei einem Kreditinstitut. .......................................................................
6. Sie organisieren Messen, Veranstaltungen
und Ausstellungen. ........................................................................

2 Szenen in einer Bank


Ergänzen Sie die Verben. Manchmal passen auch zwei Verben.
Hören Sie anschließend fünf Dialoge und ordnen Sie die Sätze den jeweiligen Dialogen zu. Kreuzen
Sie an.

► einreichen ► aufnehmen ► abheben ► eröffnen ► tätigen ► einrichten ► vornehmen

W e r will ... Dialog: 1 2 3 4 5


ein K o n to ..................................... ............... ? □ □ □ □ L J
einen K re d it................................. ............... ? □ □ □ □ □
Geld vom Sparkonto.................... .................? □ □ □ □ □
einen Scheck................................ .................? □ □ □ □ □
eine Überweisung..................... .................? □ □ □ □ □

# Hier sehen Sie einige Formulare. W e r muss welches Formular ausfüllen?


Ordnen Sie die Dialoge zu. Nicht zu allen Dialogen gibt es ein Formular.

860 555 92
S p a r - A u s z a h lu n g Sp arkasse Leipzig
Empfangsbescheinigung
Konto lautend aut: Name. Vorname -
-—.Kontonummer —

1
. AuszahSungsbetrag

(Kennwort -Passwort

Bareinzahlung
auf eigenes Girokonto Sparkasse
Leipzig

thireh:H
•Einzahlung am
c,

■«nwlt

B~Kasset.JfcSr
Dialog Nr. 1 2 3 4 5 Stosssisj Slrf
Formular Nr.

52 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


£\3 H ören Sie die Dialoge nochmals. O G 2 , G4, Ü I, Ü 2, Ü 5

Hier sind Dialogteile aus den ersten drei Dialogen. Rekonstruieren Sie sie. Wenn Sie die Dialoge
in die richtige Reihenfolge bringen, gibt es für jeden Dialog ein Lösungswort.

Kann ich das Geld gleich mitnehmen? \T]


1.11
Haben Sie das Sparbuch dabei? Füllen Sie doch bitte das Formular hier aus. [Y\
Ich möchte gern diesen Scheck auf mein Konto einreichen.
Ja. Und hier bekomme ich von Ihnen noch eine Unterschrift. Sie haben ein Passwort für das
Konto. W ie lautet es?
Ich möchte gern bei Ihnen ein Konto eröffnen. |_7C
Nein, tut mir leid. Der Betrag wird Ihrem Konto gutgeschrieben v
Sind Sie schon Kundin unseres Hauses? r
Bitte füllen Sie den Vordruck aus.
Ja, in Heidelberg. W ir sind jetzt hierher gezogen. Und da möchte ich das Konto nach Leipzig
verlegen. O
Ich möchte Geld von meinem Sparkonto abheben
Ein Girokonto. hJ
Welches? Das gelbe hier? AJ
W as für ein Konto?

Dialog ! : [ * ] □ □ □ □ Dialog 2: Q O LJ D Dialog 3: □ □ □ □

—i H Rund um Bank und Bankgeschäfte


Übersetzen Sie die Begriffe in Ihre Muttersprache.

Konto bargeldloser Zahlungsverkehr Kreditgeschäft


► das Girokonto ► der Dauerauftrag ► der Verfügungskredit/
► das laufende Konto ► die Überweisung der Dispositionskredit
► das Sparkonto ► die Lastschrift ► der Konsumentenkredit
► der Kontostand ► der Scheck: der Barscheck, ► der Ratenkredit
► der Kontoauszug der Verrechnungsscheck ► das Darlehen
► das Onlinebanking
► der Wechsel

► ein Konto ... ► einen Scheck ... ► einen Kredit ...


eröffnen - auflösen - ausstellen - einlösen - ein­ aufnehmen - zurück­
sperren - überziehen - reichen - sperren - zur Ver­ zahlen - gewähren -
ausgleichen rechnung ausstellen einräumen
► einen Betrag vom Konto ► einen Betrag überweisen ► die Bonität prüfen
abheben - abbuchen ► eine Überweisung vornehmen ► ein Projekt finanzieren
► ein Formular ausfüllen - ► einen Überweisungsauftrag
unterschreiben erteilen
► einen Dauerauftrag einrichten
► ein Bankgeschäft abwickeln
► Der Scheck ist nicht gedeckt.

# Spielen Sie ähnliche Dialoge wie in A2 auf der Bank.

1. Sie arbeiten in Deutschland. Sie wollen ein 3. Sie haben einen Ansparplan eingerichtet.
Girokonto eröffnen: Über das Konto laufen Sie erkundigen sich nach dem Kontostand
die Miete, Nebenkosten (Strom, Telefon), ... und wollen sich einen Betrag (2 000 €)
2. Sie wollen einen Betrag überweisen. auf Ihr Konto gutschreiben lassen.
Sie zahlen das Geld bar ein.

i r-twege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 53


£\ 5 Onlinebanking
Lesen Sie den Text.

Onlinebanking - Bankgeschäfte bequem vom Computer aus erledigen


O nlinebanking - diese Mög­ das PIN-TAN-Verfahren und das Onlinetransaktion nicht mehr durch
lichkeit der Kontoverwaltung HBCI-Verfahren. eine beliebige TAN frei. Vielmehr
wird in Deutschland immer be­ Am beliebtesten ist das PIN- müssen sie eine bestimmte (indi­
liebter. Im Jahr 2000 nutzten erst TAN-Verfahren. Die Onlineban- zierte) TAN nutzen, die von der
11 % die Vorteile des Onlineban­ king-PIN ist eine fünfstellige Ge­ Bank für die jeweilige Transakti­
king. Im Mai 2007 erledigte je­ heimzahl. Mit diesem Code in on angefordert wird. Ein Beispiel:
der dritte Deutsche seine Bankge­ Kombination mit der Girokonto­ Wenn ein Kunde einen Dauerauf­
schäfte online. Dafür gibt es gute nummer identifiziert sich der Kunde trag ändern will, fordert ihn das
Gründe: So sind im Allgemeinen gegenüber dem Bankcomputer. Au­ System auf, zur Freigabe die TAN
Finanztransaktionen, die online ab­ ßerdem wird dem Kunden eine Lis­ mit der Listennummer 20 einzu­
gewickelt werden, preiswerter als te mit sechsstelligen Transaktions- geben. In der TAN-Liste sind alle
Geschäfte am Bankschalter. Vor nummem zugeschickt, den TAN. TANs fortlaufend nummeriert. Nun
allem aber überzeugt die Kunden, Wenn der Kunde einen Überwei­ muss er einfach die entsprechende
dass sie Bankgeschäfte bequem und sungsauftrag erteilt, dann muss er Geheimzahl mit der Nummer 20
sicher von zu Hause aus abwickeln eine dieser TANs angeben. Sie ist angeben und den Auftrag mit einem
können - und das rund um die sozusagen die Onlineunterschrift. Mausklick erteilen.
Uhr. Die Banken führen dazu um­ Weltweit gilt das TAN-Verfahren Erledigen die Kunden jedoch
fangreiche Sicherangsmaßnahmen als eines der sichersten Legitima­ ihre Bankgeschäfte vorwiegend
durch und schützen zum Beispiel tionsverfahren für Onlinebankge- von nur einem bestimmten Compu­
die Übertragung vertraulicher Da­ schäfte. Dennoch versuchen eini­ ter aus, der zum Beispiel zu Hause
ten via Internet. ^ ge Kriminelle, auf betrügerische steht, sollten sie das HBCI-Verfah­
Zur Sicherheit sollte jedoch auch Art und Weise TANs von Kunden ren (Homebanking Computer In­
jeder Onlinenutzer beitragen und herauszufinden - mit dem soge­ terface) wählen, das inzwischen zu
einige wichtige Tipps sorgfältig nannten Phishing. Bei dieser Me­ FinTS (Financial Transaction Ser­
beachten. Denn auch im Internet thode fälschen die Kriminellen die vices) weiterentwickelt wurde.
ist Vertraulichkeit oberstes Gebot. E-Mail-Adresse oder die Internet­ Das Home-Banking-Computer-
So sollten auch Onlinenutzer ihre seite einer Bank oder eines Dienst­ Interface-Verfahren (H BC I) wur­
Passwörter, Geheim- und Transak­ leisters. Deshalb sollten Kunden de von der deutschen Kreditwirt­
tionsnummern schützen. die Websites immer genau prüfen. schaft entwickelt. H BC I bietet für
Der Bankkunde muss sich sei­ Um die Onlinegeschäfte ihrer die Bankgeschäfte von zu Hause
nem Kreditinstitut gegenüber legi­ Kunden noch besser zu schützen, einen einheitlichen SicherheitsStan­
timieren, d. h. ausweisen. Hierfür haben zahlreiche Banken das soge­ dard und macht die Datenüber­
können Bankkunden in Deutsch­ nannte iTAN-Verfahren eingeführt. tragung damit unabhängig vom
land verschiedene Verfahren nutzen, Hierbei geben die Bankkunden ihre offenen System Internet.

# Wortschatz. Ergänzen Sie die Aussagen mit Verben aus dem Text.

► Die Bankkunden ...

1. können Bankgeschäfte online a b w ic k e h v ,.........................................................................


2. können Transaktionen........................................................................................................

3. müssen sich gegenüber der Bank........................................................................................


4. müssen eine T A N ...............................................................................................................

5. können verschiedene Verfahren..........................................................................................

# Beantworten Sie die Fragen zum Text.

1. Warum wählen Bankkunden das Onlinebanking?


► Sie nutzen das Onlinebanking, weil ...
2. Sicherheit beim Onlinebanking. W as können Kunden tun?
3. Sie arbeiten bei einer Bank. Erklären Sie einem Kunden das PIN-TAN-Verfahren sowie das
iTAN-Verfahren.

54 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


^ 6 Rund ums Bezahlen: W as bedeutet ...?
Ordnen Sie die Begriffe den Definitionen zu. Wenn Sie die Buchstaben der jeweiligen Definition
zu den Begriffen schreiben, ergibt sich ein Lösungswort.

1. die Abschlagszahlung □
2. die Vorauskasse (Vorkasse) □
3. Scheck (Barscheck/Verrechnungsscheck) □
4. Bezahlung per Dauerauftrag □
5. Lastschriftverkehr □
6. Leasing □
7. die Kreditkarte □
K| In diesem Dokument weist der Aussteller ein Kreditinstitut an, einen bestimmten Geld­
betrag zu zahlen, wenn der Überbringer dieses Dokument vorlegt. Man unterscheidet
Bar......................... und Verrechnungs..........................Beim Bar........................... wird der
Betrag bei Vorlage dem Überbringer direkt ausgezahlt, beim Verrechnungs..........................
wird der Betrag dem Konto des Überbringers gutgeschrieben.
Man weist ein Kreditinstitut an, einen regelmäßig wiederkehrenden Betrag (z. B. die Miete)
vom Girokonto durch Überweisung an einen genannten Empfänger durchzuführen. Das ist
eine........................................
C Der Kaufpreis wird dem Zahlungsempfänger vorab überwiesen, man spricht dabei von der
........................................ Nach Eingang der Zahlung wird die W are versandt.
F Der Schuldner leistet ein e...................................... , d. h. eine Teilzahlung auf eine Geld­
schuld. Da der Schuldner aber nicht von sich aus zu einer Teilzahlung berechtigt ist, braucht
er dazu die Zustimmung des Gläubigers.
Kj B e im ....................................... können Banken Zahlungen durchführen, die regelmäßig anfal­
len, aber in der Höhe verschieden sind (z. B. Telefon-, Gas- oder Stromrechnungen). Dabei
unterscheidet man zwischen Abbuchungsverfahren (zwischen Kaufleuten) und Einzugser­
mächtigungsverfahren (im Privatkundenbereich). Beim Abbuchungsverfahren beauftragt der
Zahlungspflichtige seine Bank, die von der Bank des Gläubigers jeweils angeforderten Beträge
abbuchen zu lassen. Beim Einzugsermächtigungsverfahren erteilt der Zahlungspflichtige dem
Zahlungsempfänger (in der Regel schriftlich) die Ermächtigung (= die Erlaubnis), einen Betrag
einmalig oder mehrmals von seinem Konto abzubuchen. Der Zahlungspflichtige nimmt dabei
keinen Kontakt zu seiner Bank auf. Er kann die Einzugsermächtigung jederzeit widerrufen.
Ej Der Kunde erhält d ie ...................................... nicht von seiner Bank, sondern von einem
Kreditkartenunternehmen (American Express, Visa ...). Der Betrag wird nicht vom Girokonto
abgebucht. Die Kreditkartengesellschaft räumt dem Karteninhaber einen Kredit ein. Dafür
muss der Karteninhaber der Gesellschaft eine jährliche Gebühr zahlen. Unternehmen, die
Kreditkarten akzeptieren, müssen dem Kreditinstitut eine Provision zahlen: zwischen 2-7 %
des Kaufpreises.
~T\ Der Begriff stammt aus dem Englischen. E in ...................................... -Geber überlässt einem
.......................................-Nehmer einen........................................-Gegenstand auf Zeit ge­
gen Entgelt (in Form von monatlichen Raten). Der Gegenstand bleibt Eigentum d es..............
....................... -Gebers.

Lösung: Man konnte die __] __ ______ ___ j__ bis 2002 als Geldkarte verwenden. Seitdem
gibt es die Girokarte (ehemals EC-Karte). Damit können sich Bankkunden an Geldauto­
maten und anderen SB-Terminals (SB-Selbstbedienung) bedienen und bargeldlose Zah­
lungen abwickeln. Für bargeldlose Zahlungen im Ausland muss die Girokarte das Logo
„Maestro“ besitzen.

»ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 55


# Diskutieren Sie Vor- und Nachteile der einzelnen Zahlungsweisen. W e r bevorzugt wohl welche
Zahlungsart? Warum?

A l W ie bezahlen Sie in Ihrem Heim atland? c> G I, G 3, Ü 3, Ü4, Ü 11-14'

Kreuzen Sie das Zutreffende an. v<&


ö- ^

<f O* O P
1. Miete □ □ □ □ □ □ □ □ □
2. Nebenkosten (Gas, Strom ...) □ □ □ □ □ □ □ □ □
3. Fernsehgebühren □ □ □ □ □ □ □ □ □
4. Kleidung □ □ □ □ □ □ □ □ □
5. Lebensmittel □ □ □ □ □ □ □ □ □
6. Versicherungen □ □ □ □ □ □ □ □ □
7. Reisen □ □ □ □ □ □ □ □ □
8. Auto □ □ □ □ □ □ □ □ □
9. Restaurant □ □ □ □ □ □ □ □ □
10. Telefon □ □ □ □ □ □ □ □ □

# Warum wählen Sie die jeweilige Zahlungsweise?

► Ich lasse die Miete von meinem Konto abbuchen, weil das viel bequemer ist.
► Ich lasse die Miete von meinem Konto abbuchen, weil ich sie sonst vergesse.

8 Sind Sie fit? W e r bezahlt wie?


Welche der folgenden Zahlungsverfahren sind in den unten stehenden Fällen sinnvoll?
Ordnen Sie die Nummern den Fällen zu und begründen Sie Ihre Entscheidung.

(jj Zahlung mit Münzen und Scheinen 5 Dauerauftrag

2 Barscheck 6 Lastschriftverfahren

3 Verrechnungsscheck 7 Kreditkarte

4 Einzel-Überweisung 8 Elektronischer Zahlungsverkehr mit


EC-/Maestro-Karte

Fall A: Anna B. geht in den Supermarkt und kauft dort Lebensmittel für 8,75 €.
Fall B: Student Michael G. hat in Köln ein Zimmer bei Herrn Lang gemietet. Die Miete beträgt
200 €. Den Strom muss er extra zahlen. Vermieter und Mieter haben ein Girokonto.
Fall C: Frau Keller aus Aachen möchte ihre Enkelin Christina, eine Studentin, unterstützen.
Sie möchte ihr einen Betrag von 200 € geben. Die Großmutter hat aber kein Bargeld
zu Hause. W ie kann sie ihrer Enkelin das Geld geben? Frau Keller kennt die Bankver­
bindung (Kontonummer, Bank) ihrer Enkelin aber nicht.
Fall D: Axel B. lädt seine Freundin Angela in ein teures Restaurant ein. Anschließend möch­
ten beide noch ins Kino gehen. Axel hat noch 50 € in seinem Geldbeutel.
Fall E: Franziska ist Kundin bei der Deutschen Telekom. Sie lässt die monatliche Telefonrech­
nung von ihrem Konto bei der Bank abbuchen.
Fall F: Frau Schwarz kauft am Samstag im Supermarkt ein. Der Einkaufsbetrag beträgt 122 €.
Sie hat noch 50 € im Geldbeutel. Sie möchte noch auf dem Markt und beim Bäcker
einkaufen.

► Fall A: Sie muss ... bezahlen, weil ...

56 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


3 I Zahlungsweisen im Außenhandel

1 Das D o kum entenakkreditiv (L e tte r of C re d it, L/C )


Im Außenhandel ist das Dokumentenakkreditiv eine sichere Form der Abwicklung des Zahlungs­
und Kreditverkehrs. Dabei macht der Importeur den ersten Schritt und weist seine Bank an, ei­
nen bestimmten Betrag gegen Vorlage bestimmter Dokumente an den Exporteur zu zahlen.

Bank des Käufers Korrespondenzbank


-< 3 )---------- ^
= eröffnende Bank = Avisbank
= Akkreditivbank = Bank des Exporteurs

§ ^ §
‘f T
Käufer (Importeur) Verkäufer (Exporteur)
= Akkreditivsteller = Begünstigter
^---------- ® ---------- *
= Akkreditivauftraggeber

Beschreiben Sie die Abwicklung eines Dokumentenakkreditivs. Setzen Sie die richtigen Verben ein.

* ein Akkreditiv eröffnen ► die A kkre ditiveröffnung arjzeigen/mitteiIen ^ die W are verladen
► den Dokumentengegenwert (= Betrag) auszahlen ► die Dokumente prüfen f die Doku­
mente senden ► einen Auftrag erteilen ► den Dokumentengcgenwei L gutschreiben > >das er-
öffnete Akkreditiv übersenden # die Dokumente zusammenstellen und bei der Bank einreichen
► einen Kaufvertrag abscniießen ► die Dokumente an den Auftraggeber weitergeben

(i) Exporteur und Importeur sch ließen /eln & n /K au fvertrag ab -.

2 Der Im porteur......... . . .................. seiner Hausbank den Auftrag, zugunsten des Verkäu­
fers ein Akkreditiv z u ..... ...............................

3 Die Bank des Käufers .................... der Bank des Exporteurs (= der avisierenden
Bank) das eröffnete Akkreditiv.

4 Die avisierende Bank.................................. /............. .................. dem Verkäufer (= Ex­


porteur) die Akkreditiveröffnung.................../........ ..

5 Der Exporteur..... V.S\ W & l ':............ die W are. Danach................................... er die D o­


kumente .................................. und.................... .v .v......... sie bei seiner Bank (= der avi­
sierenden Bank) ...C i.W .........

Die Bank des Exporteurs........ ........................ die Dokumente und...................................


dem Exporteur den Dokumentengegenwert. . . ........
„ - r j r j tyUA 0<A
7 ) Danach........... .T................... die Bank des Exporteurs die Dokumente an die avisierende
Bank. Die Bank des Importeurs...... ^rvs.pT................ die Dokumente und bchredytder
avisierenden Bank d^y^Vobum^riterige^erVMertgut.
Die eröffnende Bank prüft die Dokumente und belastet das Konto des Auftraggebers (= Im­
porteurs) mit dem Dokumentengegenwert. S ie ........... ................. die Dokumente an den

# Haben Sie das Schema verstanden? Erstellen Sie dazu eine Folie und präsentieren Sie das Schaubild.

E =^ortwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 57


13 2 A rb e ite n S ie b ereits im A uß en h an d el?

Dann diskutieren Sie. Welche Zahlungsweisen bevorzugt Ihre Firma? Warum? Bei wem?

1. das Dokumentenakkreditiv
2. die Überweisung
3. die Vorauskasse

► Bei neuen Kunden bitten wir gewöhnlich um ...

ß 3 Die EU-Standardüberweisung
Lesen Sie den folgenden Text.

Was Sie über die EU-Standardüberweisung wissen sollten


M it der EU-Standardüberweisung können Über­ von der üblichen Bankleitzahl und Kontonummer.
weisungen in Länder der Europäischen Union So ist die IB A N mit bis zu 34 Stellen deutlich län­
genauso einfach und kostengünstig wie innerhalb ger als die deutsche Variante.
Deutschlands abgewickelt werden. Voraussetzung Die IB A N und die B IC des eigenen Kontos be­
für eine EU-Standardüberweisung ist, dass der B e­ kommt der Kunde von seiner Bank oder kann sie
trag auf Euro lautet und 50 000 Euro nicht über­ seinem Kontoauszug entnehmen. Die Angaben des
schreitet. Zahlungsempfängers erhält man ausschließlich von
Für die automatisierte Bearbeitung müssen Bank­ diesem selbst. W ill man beispielsweise eine Rech­
kunden zudem die internationale Kontonummer nung aus dem Ausland bezahlen, sind die IB A N und
(IB A N ) und die internationale Bankleitzahl (B IC ) B IC des Empfängers in der Regel auf der Rechnung
des Empfängers angeben. Diese unterscheiden sich oder dem Briefbogen zu finden.

# Herr Schultheiß von der Firma Koch-Küchen hat bei Herrn Longhi von der Firma Celestini einige Er­
satzteile bestellt. Tragen Sie die Daten in die EU-Standardüberweisung ein.

► Bankverbindung von Koch-Küchen: BW-Bank Stuttgart B LZ 600 501 01, Kontonummer: 40 87 34


► Bankverbindung von Celestini: Cassa di Risparmio di Fabriano e Cupramontana, conto/corrente
23 45 89 ► IBAN: IT79 FA897548471323662 234589 ► BIC: FA BC IT 3 3 X XX ► Betrag: 8 000 €
► Rechnungsdatum vom 17.7.2...

EU-Standardüberweisung Nur1arBe,räqf’bis50000Eur° inandere


Überweisender trägt Entgelte und Auslagen bei seinem
Kreditinstitut; Begünstigter trägt die übrigen Entgelte
und Auslagen.
Bitte beachten S ie ggf, die Meldevorschriften
gem. AWV (ab 12.500 Euro).
Begünstigter: Name, Vorname/Firma (m«x. 27 steilen. bei meschkneiisr Beschriftung max. 36 steilen)

Q
IB A N des B e g ü n s tig te n (max. 34 Stellen)
CE
B IC (SWiFT-Code) d .tigten (8 oder - St <

'7"1' Betrag; Euro, Cent


Q
EUR Z
K u n d en -R eferen z n u m rner - Verwendungszweck: ggf. Name und Anschrift des Oberweisender. - {mir für Begünstigten)

... <
n o c h V e rw e n d u n g s z w e c k {insgesamt max. 2 Zeilen ä 27 Stellen, bei maschineller Beschriftung max. 2 Zelten ä 35 Steilen)

<
8 </)
K o n to in h ab er: N a m e , V o rn a m e/Firm a , O rt (max. 27 Stellen, keine StrsSen- oder Postfachangaben) |

ä IB A N B a n k le itz a h l d e s K o n to in h a b e rs Konto-Nr. d e s K o n to in h a b e rs
Z)
lE
" iD I 1 i 13 ^
Bitte NICHT VERGESSEN:
Datum/Unterschrift
Datum, Unterschrift

58 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


T D e r Zahlungsauftrag
Welche Zahlungsweise hat Herr Schultheiß von der Fa. Koch-Küchen mit Herrn Longhi vereinbart?
Er hat die Buchhaltung angewiesen, den Betrag auf das Konto von Celestini zu überweisen.
Füllen Sie den Zahlungsauftrag aus.

j Anlage Z 1 zur AWV 2 ZAHLUNGSAUFTRAG IM A U SSEN W IR TSC H A FTSV ER K EH R Dem Kreditinstitut mit
Blatt 2 einzureichen
pp Meldung nach §§ 59 ff. der Außenwirtschaftsverordnung (AWV)
52: An Kreditinstitut Referenz des Kontoinhabers

Konto-Nummer des Kontoinhabers/Einzahlers

Zahlung zu Lasten 1 = Euro-Konto Keine Angabe bedeutet Zahlung


2.= Währungskonto zu Lasten des Euro-Kontos

32: Währung Betrag iv Version


0 0 0 3
50: Name des Kontoinhabers/Einzahlers^

Straße

Postleitzahl Ort Herr Schultheiß hat dazu


folgende Notizen ge­
57: Bank des Begünstigten BIC (S.WI.F.T.-Code) ist sowohl der S.W.l.FT.-Code als auch Name
(bevorzugt als S.W.i.F. s.-Gode) und Anschrift der Bank aisgeiuft. wird die
Zahlung gemäS S,W.(.F.T,-Cocte ausgefüftn, macht:
Name des Kreditinstituts
► Geld vom Konto abbu­
chen
► Die Überweisung geht
r. des Begünstigten und Bank Code (max. 34 Stellen)
direkt an die Bank von
Celestini.
(Die Bankverbindungen
von Koch-Küchen und
£ Ort/Land Celestini finden Sie in B3.)

7ü Verwendungszwec/^nur für Öegl'insfigleif'


► Rechnungsnummer:
Nr. 4689 vom 1.8.20...

© Zusätzliche Weisungen für das Kreditinstitut \2 . B. zum Weisungsschiüssefj

Ausföhrunosari. Weisungsschlüsse! 71: Entgeitregeiung (Keine Angabe Bei Zahlungen zu Lasten Währungskonto :
(Keine Angabe bedeutet Standard) > (Weisungen für Kreditinstitut) bedeutet alle Entgelte2.L. Kontoinhaber)
- “ '' Entgelte zu Lastei
0 - Entgeftteilung
0 * Standard (S.W.f.F,T.) 1 - Avis an Bank des Begünstigten eigenes Entgelt*!, Kontoinhaber 1 = Euro-Konto
1 = Eito (S.W.I.F.T.) 2 = Telefonats an den BeoTirvsttnton •: fremdes Entgelt z.L. Begünstigten 2 = Währungskonto
2 =Scneckziehung . 3 * Telex-/Fax-Av<s an den EL,.,., t .=alle Entgelte z.L. Kontoinhaber föhne Weisung wird das zu
3 = Scheckziehung an Kontoinhaber;: 4 =.Zahlung gegen Legitimation ; 2 - aHe Entgelte z. L. Begünstigten belastende Konto angesprochen)

M e ld u n g n a c h §§ 59 ff. d e r A u ß e n w ir ts c h a f ts v e r o r d n u n g (A W V )

Befreiungen, Erläuterungen und Leistungsverzeichnis siehe Rückseiten

Die Zahlung erfolgte für: 1, Dienstleistungen, Übertragungen, Eekier 505 111 ausfuüer. _ Feld 10Ö ankreuzen, :i 500
jGgf. Zahlungsbetrag aufteilen. Kapitaltransaktionen Kennzahlen anhand d 2. Transithandel Meldung auf Vordruck Z4
Leistungsverzstahnisses angeben. einreichen.
105: Kennzah 106: Land (Erläuterungen beachten) Länder Code iö f : Betrag in o.g. Währung {nur aröjgs&öitai mehrateernen Zatmrgslnec*!

108: Kennzahl 109: Land (Erläuterungen beachten) Länder-Code 110: Betrag mo.g. Währung ‘m anzugaöeni*mehr afeencmZahkjOQSrtredc

111: Nähere Argaben zu der-? zugrunde liegenden Leistungen bzw. zum Grundgeschäft (ggf. mit weiteren Beträgen)

Firmennummer Währung

Kontoführung/SiCherungssternpel

Telefon/Durchwahl

L Unterschrift /Stempel
jl !
»145 150.000 (Fassung Dez. 2004) Deuischer Sparkassenverlag 12. 2004

1 der Kontoinhaber/Einzahler: bezahlt die Rechnung/überweist das Geld 3 der Begünstigte: erhält das Geld
2 der Verwendungszweck: z. B. die Rechnungsnummer und das Datum 4 das Entgelt/die Spesen: Kosten der Bank

f e i : —wege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 59


fl| Einige Zeit später ruft der Mitarbeiter der Buchhaltung der Firma Celestini an. Er fragt, ob das
Geld schon überwiesen ist. Spielen Sie das Telefonat.

3 5 Koch-Küchen liefert auch fertige Küchen nach O steuropa.

Hören Sie ein kurzes Telefongespräch zwischen Frau Blüm von der Buchhaltung bei Koch-Küchen
und einem osteuropäischen Kunden.

1. Um welche Zahlungsweise geht es?


2. Markieren Sie am Schaubild (Akkreditiv), an welcher Stelle es Probleme gibt.
3. Spielen Sie das Gespräch weiter.

# Spielen Sie einen anderen Fall:

B
► Sie haben mit einem deutschen ► Der deutsche Kunde ruft an.
Kunden ein Geschäft abgeschlossen. ► Er teilt mit, dass das Akkreditiv
► Sie haben die W are bereits verladen. eröffnet ist.
► Die Dokumente sind bereits bei ► Er will wissen, ob die W are schon
Ihrer Bank. unterwegs ist.

C I Zahlungsbedingungen

C 1 Die Zahlungsbedingungen der M S I M o to r Service In tern atio nal Gm bH


Hören Sie zuerst das Interview mit Hansjörg Rolle von der MS/ Motor Service International GmbH.
Beantworten Sie dann die Fragen.

^^ I. Welche Konditionen gelten für Kunden ...

► in Deutschland und Europa?................................................................................................

► für Kunden in Südamerika und Fernost?..............................................................................

► für Neukunden?...................................................................................................................

2. Welche Lieferarten werden in der Metall verarbeitenden Industrie gewählt? Notieren Sie sie.
Welche Lieferart bevorzugt die MSI Motor Service International GmbH?

► ............................................................................................................................................................................................................................................

► ............................................................................................................................................................................................

3. Seit der Einführung des europäischen Binnenmarktes 1993 sind in Europa die Schranken gefallen.
W as bedeutete die Einführung des Binnenmarktes für die MS/ Motor Service International GmbH?

# Sagen Sie es mit eigenen Worten.

1. Die Importzölle in Europa sind weggefallen.............................................................................


2. Man kann die W aren leichter fließen lassen..............................................................................
3. Die Märkte sind transparenter geworden.................................................................................

4. Das Preisniveau geht nach unten. ...........................................................................

60 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


Die Herm esdeckung: E xportkreditgaran tien der Bundesrepublik Deutschland
Hansjörg Rolle sagt in dem vorangegangenen Interview, dass für jeden Kunden ein Kreditlimit gilt,
das teilweise auch durch Hermes abgesichert ist. W as unter Hermes zu verstehen ist, können Sie
anhand der folgenden Informationen herausfinden.
Lesen Sie die Informationen und ordnen Sie die Überschriften zu.

1 Politische und wirtschaftliche Ursachen für Forderungsverluste

2j Im Auftrag der Bundesregierung

3 Unterstützung für die deutsche Exportwirtschaft

Die Hermesdeckung - Exportkreditgarantien der Bundesrepublik Deutschland


o 'T '\ ie staatliche Exportkreditversicherung
\ - J schützt Unternehmen vor dem Risiko des
Industrieländer, aber auch einige Entwicklungs­
und Schwellenländer staatliche ExportkreditVersi­
Forderungsausfalls bei Ausfuhrgeschäften. Damit un­ cherungssysteme zur Förderung der einheimischen
terstützt sie den Export als Wachstumsmotor der deut­ Exportwirtschaft aufgebaut. M it den Hermesde­
schen Wirtschaft, sichert Arbeitsplätze in der Bundes­ ckungen erhalten deutsche Exporteure somit Chan­
republik und trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der deut­ cengleichheit im internationalen Wettbewerb. So
schen Exportwirtschaft bei. wird ein Großteil der Ausfuhren in Entwicklungs­
und Schwellenländer mit Hermesdeckungen abge­
O Die Exportkreditversicherung schützt vor po­
sichert. A uf diese Länder entfallen rund 75 % aller
litischen und wirtschaftlichen Risiken sowie Wäh­
Ausfuhrgewährleistungen.
rungsrisiken im Ausland. Politische Ursachen kön­
nen neben der Devisenknappheit des Bestellerlandes > ' Die Bundesregierung hat bereits 1949 zwei
z. B. auch Kriege, Unruhen oder Zahlungsverbote private Unternehmen - die heutige Euler Hermes
sein. Wirtschaftliche Ursachen bedeutet, dass der Kreditversicherungs-AG und die ebenfalls umfir­
Kunde nicht zahlt oder nicht zahlen kann, weil er in­ mierte PwC AG (Price Water Coopers A G ) - mit
solvent, d. h. zahlungsunfähig ist. dem Management der Exportkreditgarantien beauf­
Exporte in Märkte mit erhöhten Risiken lassen sich tragt. Da Euler Hermes in dieser Partnerschaft fe­
oft nur mithilfe der staatlichen Exportkreditversi­ derführend ist, hat sich in der Wirtschaft der Begriff
cherung realisieren. Deshalb haben alle westlichen „Hermesdeckungen“ etabliert.

# Aufgaben zum Text

I. Unternehmen aus dem Ausland können aus unterschiedlichen Gründen nicht zahlen.
► politische Gründe: V e u tx h e/U n tern eh m en /erh alten / ih r Geld/ n ic h t, weil/..

► wirtschaftliche Gründe: E y k o m m t^ fo n le ru n ^ ia u i^ iM e n / , weil/

2. Suchen Sie eine Definition für folgende Begriffe und nennen Sie Beispiele.
► Industrieländer:..............................................................................................................

► Schwellenländer:............................................................................................................

► Entwicklungsländer:........................................................................................................

3. W as bedeutet der Begriff „federführend“ ? Kreuzen Sie an.

__ Die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG ist vor allem für die Exportkredite zuständig.
___ Die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG kann die Kredite nicht abwickeln.
[ __ 1 Die Euler Hermes Kreditversicherungs-AG muss die Bundesregierung fragen, wenn sie
Exportkredite vergibt.

Exportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 61


I Zahlungsschwierigkeiten

VI Zahlungsverhalten und Insolvenzen in Europa O Ü 7 - Ü IO

Die Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung veröffentlicht jährlich im Frühjahr die


Studie „Insolvenzen in Europa“ .
Das Zahlungsverhalten hat sich demnach 2006 in den meisten EU-Staaten, in Norwegen und der
Schweiz verbessert. Immer noch warten die italienischen Unternehmen am längsten auf ihr Geld.
Zahlungseingänge erreichen hier nach durchschnittlich 90 Tagen (2005: 89) ihren Empfänger. In
Schweden zahlt man am schnellsten - innerhalb von 37 Tagen (2005: 37) werden die Rechnungen
bezahlt.
Genauere Informationen finden Sie in den folgenden Grafiken.

Insolvenzen HauptWirtschaftsbereiche
P ro zen tu a le V eränderungen d e r U n te rn eh m e n sin solven zen Insolvenzen in den H auptW irtschaftsbereichen im
in W e ste u ro p a 2005 - 2006: I. H albjah r 2007:
Finnland
Portugal
V e ra rb e ite n - .. ' 460
- 20,7%
-w'; Spanien
Österreich
des G e w e r b e 2006

Schweiz
Belgien 21,1%
Luxemburg
Italien
Frankreich
Irland 12 , 0 %
Schweden
Griechenland
Niederlande
_____________________ 7 ,6 0
-1
1,1/0
D ie n st-
Norwegen . .
le is tu n g 8 050

*) von Creditreform geschätzt Quelle: € S r © d i t r « f ö i r m

Quelle: t S m c M f e s f o r m

Verbraucherinsolvenzen
Altersgruppen D ie In so lve n ze n vo n P riv a tp e rso n e n 2005 bis 2006:

Schuldnerquote nach Altersgruppen in den Jahren 200512006: I 385


Schweden 1 2006 -15,4%
455
2005
lJ 1-0”
t.431 -24,7%

Nieder-. J 13.227
lande >« «., k J L , -2.5%
’ 33.311 ' l.r. t
d 5.840
♦ J } +2,2%
5.714
.583
ich sgss»
«Str1
" tmSI ....
121.800 ]
"99J 20] +22,1%
256.841 j
^ +30,7%

Veränderungen In Prozent Quelle; C5f«scHlT©forr*"»

# Ergänzen Sie die Sätze mit den Informationen aus den Schaubildern.

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in den EU-Staaten, Norwegen und der Schweiz ist insge­
samt im Durchschnitt zurückgegangen ( ................... %). Nur in drei Ländern ist die Zahl der In­
solvenzen ................................. : in Finnland, ..................................., .................................... Die
wenigsten Insolvenzen gibt es in ...................................
Auch Deutschland konnte................................. verzeichnen, und zwar u m .................. % . Auch
in ................................. gibt e s .................................. Unternehmenskonkurse (- 8,5 % ). Welche
................................. sind vor allem betroffen? D ie .................................. Insolvenzen gibt es im
................................. (7 160). Aber auch im ............................... (2 940) und im ......................-
gewerbe gibt es viele Firmenpleiten (2 540). Nur im ............................... Gewerbe ist die Zahl

62 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


der Insolvenzen relativ.................................... (I 460). Aber die Zahl d e r ..............
hat zugenommen, vor allem in Großbritannien,.................................. und ..............
Nur in Skandinavien ( .................................... /.....................................), aber auch in
..................... ist die Zahl der Privatinsolvenzen..................................D ie ...............
Schuldner sind in der Altersgruppe zwischen................................ (14,73 %) und ....
........ (13,23 %) zu finden.

# Schreiben Sie nun eine kurze Presseerklärung zum Thema „Insolvenzen in Europa“ .

# Redemittel: Die G rafiken beschreiben

Zahlungsverhalten

Die Kunden in ... zahlen/begleichen ihre Rechnungen erst nach ...

Die Kunden zahlen ... pünktlich/mit Verspätung.

Die Kunden lassen sich Zeit ...

Die Zahlungsmoral ... Die Zahlungsmoral ...


ist gut. ist schlecht,
hat sich verbessert, hat sich verschlechtert,
ist besser geworden ist schlechter geworden.

Beschreibung von Entwicklungen

Die Zahl der Insolvenzen ist gestiegen, hat zugenommen/ist zurückgegangen, ist rückläufig, hat
abgenommen ...

Man verzeichnet/Es gibt einen Anstieg/einen Rückgang.

Die Zahl der ... ist hoch/niedrig.

I» - W as m einen Sie?

Analysieren Sie in der Gruppe die Statistiken.

I. Welche Konsequenzen hat eine schlechte Zahlungsmoral gerade für kleinere und mittlere
Unternehmen? Verwenden Sie für Ihre Antwort die folgenden Argumente.
► große Konkurrenz ► die Stabilität der Unternehmen ist gefährdet ► Kosten sparen
► wenig Eigenkapital haben

2 Warum sind so viele Privatpersonen zahlungsunfähig? In welcher Altersgruppe?

3 Warum gibt es in einigen Wirtschaftsbereichen mehr Insolvenzen als in anderen?

Kursbuch 2, Kapitel 3 63
P 3 M ahnungen O U6

Viele Firmen beschäftigen Angestellte, die die Zahlungseingänge überprüfen. Hören Sie Frau Blüm
von der Buchhaltung bei Koch-Küchen. W as der Kunde antwortet, sollen Sie dann ergänzen.

1.14

FrauBlöm: dS " : “
Rechnung bei f e t 8e*ellt, Sie noch eine offene
schon beglichen ist? " " S'6 e'" mal ™ehschauen. ob die Rechnung
Kunde:

Frau Blüm: Das ist eine Rechnung vom 25.3., Nr. 345/28.
Kunde:

Ah, Sie haben den Betrag schon angewiesen. Wann denn?


Kunde:

F“ :
Anruf. e,„treffen. Entschuldigen Sie noch einmal meinen

Frau B!.:m: Guten Tag. Hier ist Blüm von der


Kundin: Fa. Keilermann. Schwaiger am Apparat.

Frau Blüm: ^ « r , wir 27.3. noch nicht bezahlt ha-

ben? Können Sie einmal nachsehen?

Kundin:
ir haben das Geld noch nicht bekommen.
Frau Blüm: Nein, tut mir leid, wir

Frau Blüm: £ D a " e n : s T e ^ l S t t e " bringen Sie

das in Ordnung

W as sagen wohl die Kunden? Ergänzen Sie zuerst die Sätze, Vergleichen Sie dann die beiden Dia-
löge.

1. “Mit welchem Kunden hat die Fa. Koch-Küchen einen guten


Kontakt?
2. Mit welchem Kunden gibt es Probleme? W oran merken
Sie das?
3. Mahnen - ein heikles Thema. W ie mahnen Sie in Ihrem
Unternehmen?
► Schriftlich oder mündlich?
► Entschlossen oder höflich und freundlich?
► Drohen Sie Konsequenzen an oder bleiben Sie verbindlich?

4. W as machen Sie bei neuen Kunden/bei Stammkunden?

64 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


9 Redemittel: Mahnungen

mündliche Mahnung

► W ir haben festgestellt, dass Sie noch offene Rechnungen bei uns haben.
► Können Sie bitte einmal nachschauen? Haben Sie folgende Rechnungen in der Zwischenzeit
bezahlt?
► Dürfen wir Sie daran erinnern, dass Sie folgende Rechnungen noch nicht bezahlt haben?
► Sicher haben Sie noch nicht gemerkt, dass noch einige Rechnungen offen sind.
► Bitte überweisen Sie uns den Betrag ...

schriftliche Mahnung

► Bei der Durchsicht unserer Unterlagen haben wir festgestellt, dass noch folgende Rech­
nungen offen sind ...
► W ie wir unseren Unterlagen entnehmen können, sind noch folgende Rechnungen offen ...
► Sicher ist es Ihnen entgangen, dass noch folgende Rechnungen offen sind ...
► W ir bitten Sie, die folgenden Rechnungen zu begleichen ...
► Bitte überprüfen Sie, ob die Rechnung in der Zwischenzeit beglichen ist.

Der Kunde hat auf die Mahnungen nicht reagiert:

► Leider haben Sie auf unser Erinnerungsschreiben nicht reagiert.


► Nach der dritten Mahnung schalten wir den Anwalt ein.
► W ir werden das gerichtliche Mahnverfahren gegen Sie einleiten.

# Frau Blüm schickt die Rechnung noch einmal per Fax zu. Formulieren Sie ein geeignetes Begleit­
schreiben.

H W as kann m an tun, um die Zahlungsm oral zu verbessern?


Lesen Sie zuerst die folgenden Tipps und formulieren Sie dann selbst noch einige Tipps, die dabei
helfen können, die Zahlungsmoral zu verbessern.

Tipps eines erfahrenen deutschen Ihre Tipps:


Handelsvertreters:
' s Wenn Sie bei Ihrem Kunden zu
Besuch sind, dann besuchen Sie die
Angestellten in der Buchhaltung.
s Bauen Sie ein persönliches Verhält­
nis zu ihnen auf.
s Zeigen Sie ihnen, dass sie auch
wichtig sind. Dann bearbeiten sie
die Rechnungen schneller. »

h a z-Twege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 65


Cr I G ra m m a tik

Cr / Kausalsätze

Warum/Weshalb haben Sie ein Girokonto?

Man kann ein kausales Verhältnis auf unterschiedliche Weise ausdrücken:

► im Hauptsatz durch das Adverb daher/deshalb/deswegen: Es drückt eine Konsequenz aus.

H auptsatz Grund/Ursache Hauptsatz Konsequenz

Ich will mich nicht um jede Rechnung kümmern. Deshalb habe ich ein Girokonto.

► durch die Konjunktion denn: Sie leitet einen Hauptsatz ein. Sie steht an der Nullposition.

Hauptsatz Konsequenz Hauptsatz Grund/Ursache

Ich habe ein Girokonto, denn ich will mich nicht um jede Rechnung kümmern.

Position 0 I 2

► im N ebensatz durch die Subjunktionen da, weil: Sie leiten einen Nebensatz ein.

Hauptsatz Konsequenz Nebensatz Grund/Ursache

Ich habe ein Girokonto, weil ich mich nicht um jede Rechnung kümmern will.
I
finites Verb am Satzende

Steht der Nebensatz vor dem Hauptsatz, so beginnt der Hauptsatz mit dem finiten Verb.

Nebensatz Grund/Ursache H auptsatz Konsequenz

Weil ich mich nicht um jede Rechnung kümmern will, habe ich ein Girokonto.
\ \
finites Verb am Satzende finites Verb am Satzanfang

Cr 2 Die M odalverben müssen/nicht müssen - dürfen/nicht dürfen - nicht brauchen zu

Die Kunden müssen bei der Kontoeröffnung Es ist notwendig, dass sie einen Ausweis
einen Ausweis vorlegen. vorlegen.

Die Kunden müssen nicht unterschreiben, "


wenn sie bar bezahlen. Es ist nicht notwendig, dass die Kunden
Die Kunden brauchen nicht zu unter­ unterschreiben.
schreiben, wenn sie bar bezahlen.

Darf man in einer Bank rauchen? Ist das Rauchen in der Bank erlaubt?

Tut mir leid, hier dürfen Sie nicht rauchen. Es ist verboten.

66 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


C? 3 D ie verschieden en Bed eutung en von lassen

W ir lassen den Betrag von unserem Konto abbuchen.


Ich lasse das Auto (vom Mechaniker) reparieren.
I
lassen + Akkusativ Infinitiv Präsens
Bedeutung: veranlassen, dass man den Betrag abbucht
veranlassen, dass der Mechaniker (= eine dritte Person) das Auto repariert

2. W ir lassen die Kunden entscheiden.


Ich lasse die Kinder ins Ausland fahren.
I
lassen + Akkusativ
i
Infinitiv Präsens
Bedeutung: erlauben/akzeptieren, dass jemand etwas tut

3. W ir lassen das Auto vor der Bank stehen,


Ich lasse meinen Personalausweis zu Hause.
I
lassen + Akkusativ Infinitiv Präsens
Bedeutung: etwas zurücklassen

Funktionsverbgefüge bestehen aus einem Funktionsverb (z. B. erteilen, erfahren, führen) und
einem nominalen Teil (z. B. einem Substantiv im Akkusativ). Sie bilden zusammen eine Ein­
heit. Das Verb kann nicht ohne den nominalen Teil stehen (und umgekehrt!). Funktions­
verbgefüge haben oft die Bedeutung eines Vollverbs.

Funktionsverbgefüge Vollverb
jemandem einen Auftrag erteilen —► jemanden beauftragen
jemandem eine Vollmacht erteilen —► jemanden bevollmächtigen

Übungen

Gespräche in der Bank


Diese Dialoge kennen Sie schon. Ergänzen Sie jetzt die folgenden Modalverben.
► können ► müssen ► wollen ► sollen ► mögen (= möchte) ► dürfen ► nicht brauchen

Bank: Guten Tag, ja bitte?


Kundin:Ich m öchte/ gern diesen Scheck auf mein Konto einreichen.
Bank: Bitte füllen Sie diesen Vordruck aus.
Kundin:Verzeihung?
Bank: Dieses Formular hier. Das ist ein Orderscheck. D e n ................... Sie auf der Rück­
seite noch unterschreiben.
Kundin: ................... ich das Geld gleich mitnehmen?
Bank: Nein, tut mir leid. Der Betrag wird Ihrem Konto gutgeschrieben.

neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 67


2 Bank: Guten Tag. W as Jccw vich für Sie tun?
Kundin: lc h ................... gern ein Girokonto bei Ihnen eröffnen.
Rank. ich Sie ins Besprechungszimmer bitten? D ort ......
' w ir uns ungestört unterhalten. Sind Sie schon Kundin unseres Hauses?
Kundin: ja, in München. Ich bin jetzt nach Frankfurt gezogen und das Konto
nach Frankfurt verlegen.
Bank- So je tz t................... Sie hier den Kontoeröffnungsantrag ausfüllen. Dann benö­
tige ich noch Ihren Personalausweis oder Reisepass. Und hier noch eine Unter­
schrift. Zu welchem Term in................... Sie das Konto in München auflosen.

Kundin: Vielleicht nicht sofort, sagen wir zum I. Juli.

Bank: Guten Tag. W a s ................... ich für Sie tun? y' }^


Kundin: Ic h ................... einen Betrag überweisen.
Bank: Von Ihrem Konto? %>%o . -
500Sm / 4 # ^ '
Kundin: Nein, ic h ................... den Betrag bar einzahlen.
Bank: D ann................... Sie das Formular hier ausfüllen.
Kundin: So, bitte..................... ich denn auch noch unter-
schreiben?
4
Bank: Nein, das................... Sie nicht. Das ist bei Bareinzahlungen
nicht unbedingt nötig. So, und dieser Beleg ist für Sie.

U 2 W as haben Sie in den Gesprächen erfahren?

Ergänzen Sie sinngemäß die Sätze mit den Informationen aus den Dialogen und den Modalverben.
I
1. Wenn man einen Kredit haben wüLi/, dann
m uw d i e / p r ü f e n / .
2. Wenn man in Deutschland ein Girokonto
eröffnen................... , dann.....................

3. Wenn man einen Orderscheck einreichen


................... , dann ....................................

4. Wenn man einen Betrag auf ein Konto ein­


zahlen ................... , dann ........................

68 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


J 3 Kausalsätze

Kombinieren Sie die Sätze. W enn Sie die Sätze richtig kombiniert haben, ergibt sich ein Losungs­
wort. Beachten Sie, dass mehrere Kombinationen möglich sind.

1 Heute haben viele Leute eine Die Gewinne der Unterneh­


Lebensversicherung. men und die Aktienkurse
2 Die Menschen glauben, steigen.

3 Meine Urgroßmutter hatte bJ Sie wollen später ein Haus


noch einen Sparstrumpf. bauen oder eine Wohnung
renovieren.
4 Viele Bauherren müssen ei­
nen Wohnungsbaukredit auf­ K Die Renten sind im Jahr 2025
nehmen. nicht mehr so sicher.

5 Die Aktionäre sind zufrieden. K Sie wollen sich am Kapital­


markt Geld für Investitionen
6 Viele Deutsche haben einen wenn
beschaffen.
Bausparvertrag abgeschlos­ dass
sen. U Das Unternehmen will seine
-weil, da - Aktien an die Börse bringen.
7 Viele Unternehmen gehen an
denn + HS A Sie wollen im Alter eine Zu­
die Börse.
satzrente haben.
8 Das Unternehmen muss be­
stimmte Voraussetzungen p fj Für sie war das die einzige
erfüllen (z. B. einen Prospekt Sparmöglichkeit.
über die Aktie und das Un­ n Sie will dadurch die Kredite
ternehmen erstellen). billiger machen.
9 Die EZB (Europäische Zen­ Sie bekommen eine hohe Di­
tralbank) senkt die Leitzinsen. vidende.
10 Man kann das beobachten. Sie wollen einen Hausbau
oder Hauskauf finanzieren.

► Die EZB (Europäische Zentralbank) senkt die Leitzinsen, weil/da sie die Kredite billiger machen will.

Lösungswort: □ □ □ □ □ □ □ □ S D
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10

H D ie Börse

Notieren Sie sich aus Ü 3 alle Begriffe und Ausdrücke rund um das Thema „Börse“ .

cuv die- Böne/ gehetv,..........................

— •ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 69


U5 Funktionsverbgefüge
Finden Sie die entsprechenden Funktionsverbgefüge. Benutzen Sie dazu ein Wörterbuch.

1. eine Überweisung vornehmen etwas überweisen


2. eine Abmachung treffen — abmachen, vereinbaren
3. etwas auf Abzug/Raten kaufen — etwas in Raten abzahlen
4. Anklang finden — gefallen
5. Verhandlungen aufnehmen —
6. einen Einfluss ausüben —
7. einen Auftrag bekommen beauftragt werden
8. einen Auftrag erteilen —
9. zur Sprache bringen -*► etwas besprechen
10. ein Gespräch führen —
II. eine Garantie geben -*
12. einen Rat geben
13. eine Zusicherung geben —
14. Anrecht haben auf (A) — ein Recht haben auf (A), beanspruchen dürfen
15. Anspruch erheben auf (A) — beanspruchen
16. zur Kenntnis nehmen (D) — etwas beachten
17. einen Beitrag leisten zu (D) —
18. etwas in Rechnung stellen -> etwas berücksichtigen
19. Zugang haben zu (D)

# In welchen Kombinationen kommt das Verb leisten vor? W as bedeutet es?


Erläutern Sie den folgenden Auszug aus dem D W D S, dem digitalen Wörterbuch der deutschen
Sprache (www.dwds.de).

leislten, er leistete, er hat geleistet


1. eine Arbeit zustande bringen, eine Verpflichtung erfüllen: er leistet viel, wenig, nichts; körperlich,
geistig etwas 1.; sie glaubt, auf diesem Gebiet etwas 1. zu können; er hat in seinem Fach, für die W is ­
senschaft Hervorragendes geleistet; er leistet gute, schnelle, schwere, politische, (ugs.) ganze Arbeit; sie
müssen acht Stunden Arbeit am Tag 1.; diese Aufgabe, eine solche Verpflichtung ist nicht zu 1.
2./1. + abhängiges Subst. dient häufig zur Umschreibung eines Verbalbegriffes: jmdm. Gehorsam 1.,
H ilfe 1. (helfen), Widerstand 1. (sich widersetzen), Gesellschaft 1. (bei jm dm . bleiben, jm dn. unterhal­
ten)-, jmdm., einer Sache Vorschub I. (jmdn., etw. begünstigen ); jmdm. Ersatz I. (jmdm. etw. ersetzen)-,
der Hersteller leistet (für die W are) ein Jahr Gewähr (garantiert dafür ein Jahr)-, (geh.) Abbitte 1. (etw.
abbitten ); auf etw. Verzicht 1. (a u f etw. verzichten)-, einen Schwur 1. (schwören)-, eine Unterschrift I. (etw.
unterschreiben)\ (Jur.) Bürgschaft für jmdn. 1. (für jmdn. bürgen)-, einer Sache Folge 1. einer Sache nach-
kommen: einer Aufforderung, einem Befehl Folge 1.; jmdm. einen Dienst 1. (einen D ienst erweisen)-, eine
Zahlung 1. (etw. zahlen)
3. sich/Dat./etw. 1. sich etw. erlauben, gestatten:
a) sich die Freiheit zu etw. nehmen: er kann es sich 1., zu spät zu kommen; sie kann sich das nicht noch
einmal 1.!; er hat sich viel(es), allerhand geleistet; er hat sich eine Frechheit, Entgleisung, einen
schlechten Scherz, Seitensprung geleistet; sie kann sich die jugendliche Frisur 1. (die Frisur steht
ihr, passt zu ihr)-, es ist unerhört, was du dir heute wieder geleistet hast (was du angestellt hast)'.
b) die finanziellen M ittel zu etw. haben: er kann sich keinen neuen Anzug, kein Auto 1.
c) umg. sich etw. zukommen lassen, gönnen: sie leistete sich einen Kaffee, Eisbecher; heute Abend
wollen w ir uns einmal etw. Gutes, eine Flasche Sekt 1.!

70 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


J 6 O rth o g ra fie

Lange Vokale kann man so schreiben:

zwei identische Vokale See, Saal, Moos, Meer


Vokal und Dehnungs-h mehr, mahnen, wohnen
-ie vier, Ljebe, viel, Dienst
Vokal vor einem Konsonanten + (Vokal) lesen, leben, reden, malen, ...mal, WaJ
Vokal vor einem ß + (Vokal) Straße, Füße, Maß

# Finden Sie weitere Beispiele in Kapitel 3.

# Ergänzen Sie in dem folgenden Mahnschreiben die langen Vokale.

M __ nung

S. r ge . rte Frau Ma.... ler,

h.... ben S.... herzlichen Dank für . . .. ren Br.... f vom 4.5.2... W . ... wir unseren Unterl. .. gen
entn.... men können, h.... ben S.... folgende Rechnungen noch nicht bez.... It. ...
W ir bitten S...., den Betrag auf unser Konto zu überweisen.

Mit freundlichen G r.... en

Die Magie der Zahlen


Auf einem Kupferstich von Albrecht Dürer Melancholia I ist dieses Quadrat zu sehen. In ihm sind
verschiedene Zahlen versteckt. Auch viele moderne Künstler und Künstlerinnen haben sich mit
diesem magischen Quadrat beschäftigt.

horizontale Reihe

Beantworten Sie die Fragen.

1. Die Summe in der horizontalen, vertikalen und diagonalen Reihe ist immer gleich.
W ie heißt sie?
2. In dem Quadrat ist auch der Todestag von Dürers Mutter versteckt: 17.5.1514.
Finden Sie die Zahlen.
3. Welche Zahlen haben in Ihrem Heimatland magische Bedeutung?

feporcwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 71


# Johann Wolfgang von Goethe hat sich in seinem Drama Faust I über die Zahlenmystik des Mittelal­
ters und der Renaissance lustig gemacht.
Der Gelehrte Faust wird von Mephistopheles, seinem teuflischen Begleiter, in die Hexenküche ge­
führt. Dort bereitet ihm die Hexe einen Zaubertrank, der ihn verjüngt. Mephistopheles verspricht
ihm: „Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, | Bald Helenen in jedem Weibe.“
In der nächsten Szene trifft Faust Gretchen. Die Liebestragödie beginnt ...
Lesen und hören Sie nun das Hexen-Einmaleins von Goethe. Ergänzen Sie die Zahlen.

1.15
„D u musst verstehn!
Aus Ein s m ach’ Zehn,
U n d ............. lass
U nd D rei m ach’ gleich
So bist du reich.
V erlier’ d ie .............
Aus F ü n f u n d .............
So sagt die H ex’,
M ach ’ Sieben u n d .......
So ist’s vollbracht:
U nd N eun ist Eins,
U n d ............. ist keins.
Das ist das Hexen-Einm aleins!“

U8 G rundrechenarten
Hören Sie und sprechen Sie nach.

I X I = I ein mal eins ist eins


eins multipliziert mit eins ist eins
2 X 3 =6 zwei mal drei ist sechs
zwei multipliziert mit drei ist sechs
I + I =2 eins und eins ist zwei
eins plus eins ist zwei
I - I =0 eins weniger eins ist null
eins minus eins ist null
4 2=2 vier geteilt durch zwei ist zwei
vier dividiert durch zwei ist zwei

U 9 W ie spricht m an das aus?


Hören Sie und sprechen Sie nach.

22 = zwei hoch zwei 2 m3 = zwei Kubikmeter


1.17
2 m2 = zwei Quadratmeter 2 cm3/ccm = zwei Kubikzentimeter
25 % = fünfundzwanzig Prozent = ein Viertel = %
33 % = dreiunddreißig Prozent = ein Drittel = '/3

50 % = fünfzig Prozent = die Hälfte = Zi = ein Halbes


66 % = Sechsundsechzig Prozent = zwei Drittel = 2/3

75 % = fünfundsiebzig Prozent = drei Viertel = 3Ä


IO % = zehn Prozent = ein Zehntel = '/io
I % = ein Prozent = ein Hundertstel - Vm
0,5 % = null Komma fünf Prozent

72 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


# W ie tauscht man das Geld?

I : 7 (im Verhältnis) = eins zu sieben I : 100 = eins zu hundert

0 10 W as hören Sie?
Hören Sie die Zahlen, Prozentangaben und Bruch zahlen. Notieren Sie.

1......................................................................... 8.........................................................................
1.18
2. ............................... 9.........................................................................

3. ............................... 10.......................................................................

4. ..................................................... I I .......................................................................

5. ........................................................... 12.......................................................................

6. ............................................. 13.......................................................................
7 ..................................................... 14.......................................................................

# Stellen Sie Ihrem Nachbarn Rechenaufgaben.

► 3 + 17 : 20x25 + 75-4 0 : 2 0 - 3 = ...

J 11 G eldanlage - frü h er und heute

Lesen Sie zuerst den Text und berichten Sie dann, wie früher bei Ihnen zu Hause Geld gespart wurde.

S icher gab es schon zu allen Zeiten in Hochkul­


turen Banken und ein Bankwesen. So kannten
die Römer schon den Wechsel, die Chinesen das
Papiergeld, und die Italiener prägten den Wort­
schatz des Bankwesens. Man denkt nur an das
Wort Konto. Auch das Sparen ist schon lange ver­ Viele Kinder werfen heu- t
breitet. te noch ihr Geld in ein Spar­
Der Sparstrumpf war früher ein Ausdruck von schwein oder in eine Sparbüchse. Sie
Wohlstand. Was bedeutet er? Man hatte etwas sparen es und kaufen sich später Turn­
Geld übrig, man legte es zur Seite, sparte es und schuhe, Bücher oder Computerspiele.
kaufte sich später davon Möbel, Kleider usw. Auf diese Art und Weise spart man natür­
Aber man durfte das Geld nicht entdecken. Des­ lich Geld, aber man vermehrt es nicht.
halb taten es früher vor allem alte Leute in einen Schließlich bekommt man für das Geld im
Strumpf und versteckten ihn im Wäscheschrank Sparstrumpf oder in der Sparbüchse kei­
oder im Bett. ne Zinsen.

# W ie vermehren Sie heute Ihr Geld? Hier einige Beispiele.

► Kontensparen: ein Sparbuch anlegen, Geld auf einem Festgeldkonto anlegen


► Wertpapiersparen: festverzinsliche Wertpapiere (Unternehmensanleihen, Bundes­
wertpapiere) kaufen
► Aktien: Aktien kaufen, Geld in Aktien anlegen
► lnvestment-/lmmobilienfonds: in einen Aktienfonds investieren, Investmentzertifikate erwerben
► Sachanlagen: Immobilien kaufen/erwerben, Kunst sammeln, Wein kaufen ...
► Versicherungssparen: eine Kapitallebensversicherung abschließen

% Kennen Sie noch andere Anlageformen?

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 73


U 12. Die Deutschen und ihr Anlageverhalten
Die Deutschen legen offensichtlich mehr W e r t auf Sicherheit als auf eine hohe Rendite. So ruht
der größte Teil des Ersparten auf Spar-, Sicht- und Terminkonten, in Versicherungen und verzins­
lichen Wertpapieren.
Lesen Sie die Texte. Die Grafik gibt Ihnen zusätzliche Informationen.

W as ist das?

Spareinlagen

Das sind Einlagen bei Kreditinstituten. WIE SPAREN DIE


Sie sind nicht für den Zahlungsverkehr DEUTSCHEN?
bestimmt. Sie haben eine Kündigungs­
4,53 Billionen Euro Geldvermögen
frist von mindestens drei Monaten. Zu
A ng aben in M illiard en Euro
den Spareinlagen gehören z. B. Spar­
buch, Sparbrief, Sparplan und Prämien­ Spar-, Sicht-, Termineinlagen und Bargeld
sparen. In Deutschland ist vor allem das
Sparbuch sehr beliebt. Allgemein gelten Geldanlagen bei Versicherungen
Spareinlagen als sehr risikoarme Anla­
gen, denn die Rückzahlungen und Zin­ Investmentfonds
sen sind garantiert.
Verzinsliche Wertpapiere*
Sichteinlagen

Auch das sind Einlagen bei Kreditinsti­


tuten. Über dieses Geld kann der Bank­
kunde unbeschränkt verfügen. Das be­
deutet in diesem Fall, es gibt für Sicht­
einlagen keine Kündigungsfristen, diese
Einlagen sind täglich verfügbar. Deshalb
sind die Zinsen auch niedrig. BUN DESVERBAND DEUTSCHER BANKEN

Termineinlagen

Sie werden für eine begrenzte Zeit, auf Termin, angelegt. Sie werden auch als Festgelder bezeich­
net, weil der Sparer sein Geld für einen Zeitraum von einem Monat bis zu vier Jahren fest anlegt.
Während der Laufzeit ändert sich der Zins nicht. Kunden können mit ihren Banken für das Ende
der Befristung eine stillschweigende Verlängerung oder die Rückzahlung der Festgeldanlage verein­
baren.

Investmentfonds

Bei dieser Form der Geldanlage verwaltet eine Kapitalanlagegesellschaft Vermögen. Die Gelder I
sind in Aktien oder Rentenpapieren angelegt. Durch die Streuung des Geldes reduziert sich das
Risiko im Vergleich zur Anlage in Einzelwerten (Aktien). Bei einer Aktie schwankt die Dividende.
Daher eignen sich Investmentfonds gerade für regelmäßiges, langfristiges Sparen - zum Beispiel für
die Altersvorsorge. Möglich ist das etwa mit sogenannten Fondssparplänen, bei denen Anleger je­
derzeit über ihr Fondsvermögen verfügen und bei Bedarf ihre Sparrate ändern können.

Verzinsliche Wertpapiere

Man nennt sie oft auch Anleihen, Renten, Bonds oder Obligationen. Es handelt sich um Schuldver­
schreibungen, die von öffentlichen Emittenten wie vom Bund, von Ländern und Gemeinden oder
auch von Unternehmen und Kreditinstituten ausgegeben werden. Sie haben einen festen Zinssatz
und eine vorgegebene Laufzeit. Es gibt aber auch variabel verzinsliche Papiere, sogenannte Floaten
oder Anleihen ohne laufende Zinszahlung.

74 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


Anlagen bei Versicherungen

Das bekannteste Beispiel ist die Lebensversicherung. Sie gehört zu den Individualversicherungen
und hat den Status einer Personenversicherung. Es gibt verschiedene Möglichkeiten: Man kann z. B.
eine Kapitallebensversicherung abschließen. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit oder bei Tod des
Versicherten wird eine vertraglich festgeschriebene Summe ausgezahlt. Außerdem kann man zur
Lebensversicherung noch Zusatzversicherungen abschließen, wie z. B. eine Berufsunfähigkeitsversi-
cherung, wenn man krank ist und seinen Beruf nicht mehr ausüben kann.

Aktien

Aktien sind Anteilscheine. Mit ihnen erwirbt der Inhaber einen bestimmten Teil des Gesellschafts­
vermögens einer Aktiengesellschaft (AG). Ein Aktionär ist also ein Gesellschafter. Er ist auch am
Erfolg des Unternehmens beteiligt. Ein bestimmter Teil des Gewinns kann als Dividende ausge­
zahlt werden. Der Aktionär trägt aber auch das unternehmerische Risiko, aber nur bis zur Höhe
des Kapitaleinsatzes.

# Welche Aussagen gehören zu welchen Anlageformen? Kreuzen Sie an. Mehrere Lösungen sind
möglich.
<& iß

c/* c / ^ ^ ^
1. Sie gilt als risikoarme Anlageform. □ □ □ □ □ □ □
2. Man erzielt eine höhere Rendite, □ □ □ □ □ □ □
trägt aber auch ein höheres Risiko.
3. Es gibt einen festen Zinssatz. □ □ □ □ □ □ □
4. Die Summe wird nach Ablauf einer verein­
barten Laufzeit oder im Todesfall ausgezahlt. □ □ □ □ □ □ □
5. Man kann jederzeit über das Geld verfügen. □ □ □ □ □ □ □
6. Der Anleger erhält nur wenig Zinsen. □ □ □ □ □ □ □
7. Diese Anlageform eignet sich für die Alters­ □ □ □ □ □ □ □
vorsorge.
8. Es gibt eine Kündigungsfrist. □ □ □ □ □ □ □

U l3 Sie arbeiten als B erater/-in in einer Bank.


Beschreiben Sie die Anlageformen und beraten Sie die Kunden. Spielen Sie die Dialoge.

Dialog I: Maria A. ist Studentin. Sie hat nur wenig Geld. Sie möchte über das Geld jederzeit ver­
fügen.
Dialog 2: Petra B. hat von ihrer Großmutter 10 000 € bekommen. Sie möchte einen Teil des Ka­
pitals für die Altersvorsorge verwenden. Sie ist aber auch etwas risikobereit.
Dialog 3: Christoph C. ist Berufsanfänger (Arzt). Er möchte etwas für die Altersvorsorge tun,
eine Familie gründen. Er hat Angst davor, dass er berufsunfähig wird.
Dialog 4: Michael D. und Christa G. arbeiten als Angestellte. Sie möchten sich in drei Jahren ein
neues Auto kaufen.

► Fragen des Beraters:

1. W ie viel Geld möchten Sie (monatlich) anlegen?


2. W as möchten Sie mit dem Geld machen?
3. Möchten Sie das Geld fest anlegen oder wollen Sie jederzeit über das Geld verfügen?
4. W ie sicher soll die Anlage sein? W ie risikobereit sind Sie?
5. W ie lange wollen Sie das Geld anlegen?

b c o rtw e g e neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 75


U 1 H D e r Deutsche Aktienindex (D A X )

Der DAX, ursprünglich Deutscher Aktienindex, ist der wichtigste deutsche Aktienindex. Er gibt über
Entwicklung und Stand der deutschen Aktienkurse von 30 ausgewählten Unternehmen Auskunft.
In die Berechnung des DAX fließen neben den Kursen auch die meist jährlich erfolgenden Dividen­
denzahlungen ein.
Beschreiben Sie anhand einiger Beispiele die Entwicklungen der DAX-W erte, die Sie aus der
Übersicht entnehmen können.

Dax-Bericht: 21.12.2007
letzte D ivi­ Veränderungen innerhalb Dividenden-
Unternehm en Kurs in € Vortag in €
dende in € eines Jahres in € Rendite* in %
Hoch Tief
Adidas 0,42 49,00 ^ 47,83 51,26 34,50 1,0
Allianz 3,80 145,27 t ' 141,83 180,29 131,96 2,5
BASF 3,00 100,27 'T' 98,01 102,00 71,28 3,7
Bayer 1,00 61,93 71 60,39 62,74 39,80 2,2
BMW 0,70 41,55 71 40,71 51,49 39,42 1,6
Commerzbank 0,75 26,11 71 26,01 38,20 22,76 2,3
Continental 2,00 88,78 t 86,28 111,71 83,30 2,1
Daimler AG 1,50 65,86 71 64,54 78,85 45,98 2,4
Deutsche Bank 4,00 87,98 71 87,62 159,74 120,06 4,0
Deutsche Börse 1,70 131,98 t 127,30 136,32 68,91 2,1
Deutsche Post 0,75 23,52 71 23,25 26,33 19,81 3,4
Deutsche Postbank 1,25 60,64 ■r 58,01 74,72 43,41 2,0
Deutsche Telekom 0,72 15,02 71 15,01 15,37 12,18 5,7
E.ON AG 3,35 143,70 71 142,66 146,48 94,50 3,3
Fresenius Med. Care 0,47 36,40 71 36,16 39,09 32,98 1,3
Henkel 0,50 38,95 71 38,25 41,94 33,37 1,4
Hypo Real Estate 1,50 36,97 71 36,67 53,65 31,80 3,2
Infineon Techno - 8,13 71 8,10 13,63 7,56 -

I Linde 1,50 90,38 t 88,32 93,20 71,68 1,9


Lufthansa 0,70 18,27 71 18,05 22,83 17,06 3,5
MAN 2,00 110 ,4 0 - r 108,04 126,99 68,41 1,7
MERCK 1,05 89,83 71 89,43 109,26 79,07 1,05
Metro 1,12 57,61 71 57,05 68,60 48,82 2,1
Münch. Rückvers. 4,50 131,21 t 129,26 142,75 112,35 3,6
RWE 3,50 95,46 1 " 93,59 98,40 74,14 4,5
SAP 0,46 35,91 71 35,69 43,03 32,83 1,4
Siemens 1,45 107,41 ■t 104,91 112,10 74,96 1,8
ThyssenKrupp 1,00 37,82 71 36,98 46,92 32,75 2,8
TUI - 18,53 u 18,74 22,10 15,21 -

VW 1,25 156,53 71 155,31 199,70 82,23 1,1

DAX (in Punkten) - 7 990,78 71 7 858,14 8 132,73 6 437,25 -

* Die D ivide ndenrend ite ergib t sich aus d e r D ivision d e r D ividende durch den aktuellen A ktie nkurs m ultipliziert m it 100. Sie gibt die V e rzinsung des
in vestierten A ktie nkapitals je A k tie in P rozen t an.

76 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitei ■


# Redemittel: Börsenkurse

► Der DAX erreicht einen Tiefpunkt < — ►einen Höhepunkt.


klettert a u f... Punkte/hat die Marke von ... Punkten erreicht,
fällt auf ... Punkte .../ist auf ... Punkte gesunken.^ '
hat die Marke von ... übersprungen.
► Die Aktien von ... haben eine Rendite erzielt von ...
► Die BASF hat eine Dividende pro Aktie von ... ausgeschüttet/ausgezahlt. • •>%. y
► Die Aktien können einen Zuwachs verbuchen/haben an W e rt gewonnen <— ►verloren.
► Die Titel von ... gehören zu den Gewinnern <
— ►Verlierern. *aä
► Der Kurs ist (gegenüber dem Vortag) gestiegen <
— ►gefallen.

5 Rund um F ran kfu rt


Lesen Sie zuerst den Informationstext über Frankfurt am Main.

Frankfurt - mehr als nur ein Bankenzentrum


F rankfurt ist nicht nur ein Finanzzentrum, furter Altstadt, auch dank der wichtigen kultu­
sondern auch Kulturm etropole und Brenn­ rellen Ergänzungen w ie dem Historischen M use­
punkt der Geschichte. um und der Kunsthalle Schirn.
In einer Urkunde wird die Stadt 794 erstmals 1585 w ird in Frankfurt die Börse eingerich­
erwähnt. Im Jahre 1994 feierte die Stadt ihren tet. Heute ist Frankfurt führender Börsenplatz in
zwölfhundertsten Geburtstag. In Frankfurt wur­ Deutschland.
den über Jahrhunderte hinweg deutsche K a i­ Im Jahre 1749 kommt Johann W olfgang von
ser gewählt und gekrönt. Ab 1372 ist Frankfurt Goethe in Frankfurt zur W elt und verbringt hier
„Freie Reichsstadt“ und nur noch dem Kaiser seine Jugendjahre. B is 1795 war das Goethe-
verpflichtet. 1240 bekommt Haus im Großen H irsch­
die Stadt am M ain offizi­ graben der Wohnsitz der
ell von Friedrich II. das Fam ilie Goethe.
M esseprivileg. Dam it be­ D ie Paulskirche (1789 -
ginnt die lange internati­ 1833) ist als „W ieg e der
onale Messetradition der deutschen Dem okratie“
Stadt. Im M ittelalter wer­ das nationale Sym bol für
B B f l f l V I l l l R I B
den hier Bücher, Waffen, Freiheit und Dem okratie in
Gewürze und Stoffe ver­ ■■■■■■■■■■MB Deutschland schlechthin.
kauft und erste bargeld­ Am 18. M a i 1848 trat die
lose Finanzgeschäfte abge­ ■■■■■■■■.■■■■
erste frei gewählte N atio­
wickelt. U m 1480 wird die nalversammlung hier zu­
Buchmesse fester Bestand­ sammen.
teil der Frankfurter Messe. Im Eurotower, dem ehe­
D ie Stadt kauft im Jahre m aligen BfG-Hochhaus,
1405 das Haus Röm er und nimmt 1995 das Europä­
einige angrenzende B ü r­ ische W ährungsinstitut,
gerhäuser und baut diese Vorläufer der heutigen E u ­
zu einem Rathaus um. A u f ropäischen Zentralbank,
dem Römerberg (dem Zen­ seine Arbeit auf.
trum der Altstadt) fanden Die Mainmetropole Frank­
nicht nur die bedeutenden furt ist das Zentrum des
Frankfurter Messen statt, Rhein-Main-Gebietes und
hier wurden auch die W ahlen und Krönungen hat sich im Laufe ihrer Geschichte zu einer der
deutscher Könige durchgeführt. Heute ist der R ö ­ produktivsten und dynamischsten Metropolen in
merberg repräsentativer M ittelpunkt der Frank­ Europa entwickelt.

rc^twege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3 77


# W as stimmt? Kreuzen Sie an. Informationen erhalten Sie aus dem vorangegangenen Text.

I. Der Römerberg ist der wichtigste Markt­


platz der Stadt. Bereits im 11. Jahrhundert
gibt es in Frankfurt

I Messen.
I I Banken.
I H eine Börse.

2. Hier versammeln sich 1848 Abgeordnete


zum ersten frei gewählten Parlament der
deutschen Geschichte.

: Nikolaikirche
j Paulskirche
___ ] Französischer Dom

3. Im Großen Hirschgraben wurde am


28.8.1749 Deutschlands bekanntester
Dichter geboren. Sein Name ist

I 1Friedrich Nietzsche.
j I Friedrich Schiller.
__ j Johann Wolfgang von Goethe.

4. Frankfurt ist auch eine Museumsstadt


(z. B. mit dem Deutschen Film-Museum).
Wichtige zeitgenössische Kunst wird in
einem der renommiertesten Ausstellungs­
häuser gezeigt. Gemeint ist

□ die Neue Nationalgalerie.


j I die Neue Pinakothek.
[ 1die Schirn Kunsthalle.

5. Der Eurotower ist seit 1998 der Hauptsitz

I | der Deutschen Bundesbank.


___ der Europäischen Zentralbank.
I I des Deutschen Fußballbunds (DFB).

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 3


Wirtschciftsreqionen
11 ■ — —Ii-
Themen: A Wirtschaftsregionen in Deutschland B „Made in Germany“ : Die Geschichte der
H
Hannover-Messe C Der Maschinenbau in Deutschland D Unternehmensformen

W irtschaftsregionen in Deutschland

A1 Von d er U k ra in e nach D eutschland

Boris Korolenko arbeitet als Entwicklungschef für ein Automobilunternehmen in der Ukraine. Sei­
ne Firma braucht für den Karosseriebau Maschinen, die Bleche bearbeiten können. Boris Korolen­
ko informiert sich zuerst über die Wirtschaftsregionen in Deutschland.

ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 79


# Suchen Sie Beispiele aus der Karte für die einzelnen Sektoren.

P rim ä re r S ektor Sekundärer S ektor T e rtiä re r S ektor


Urproduktion Produktion Dienstleistung

L(xvidw üt^hcvft, Ä b b aw M<Mohly^erdyau/,


\<m/3oderi}K>hät^n/,

# Notieren Sie die wichtigsten Industriezweige in den einzelnen Regionen.

Rhein-Ruhr Sachsen (Leipzig, Dresden, Chemnitz)


Cheml&che/ Indu strie/,................................................................................................................

Rhein-Main Rhein-Neckar

Stuttgart Augsburg/München

# Bilden Sie Gruppen und stellen Sie jeweils eine Region vor.

# Redemittel: W elche Industrien gibt es? W o arbeiten die Menschen?

► In der Region ... gibt es ... ► Die Menschen arbeiten vor allem ...
... (keine) Industrie. ... in der ... Industrie.
... vor allem Industrie. ... im Maschinenbau.
... mehr/weniger Industrie. ... im ... Sektor.
... in der ... Branche.
► In der Region ... dominiert/herrscht die
... in der Sparte ...
... Industrie vor.
(in + Dativ) "V
► In der Region ... haben sich vor allem //
► Die Menschen sind in '[
Unternehmen der ... Industrie angesie­
der ... Industrie be­
delt/niedergelassen.
schäftigt/tätig.
► Dagegen/hingegen/stattdessen fehlt die
... Industrie.

80 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


# Beschreiben Sie eine Wirtschaftsregion Ihres Heimatlandes. Recherchieren Sie zuerst in Lexika
oder im Internet. Bereiten Sie dann einen kleinen Vortrag vor. Machen Sie sich nur Notizen.
Gehen Sie auch auf folgende Punkte ein: Warum entstehen bestimmte Industrieregionen? W ie ist
die Infrastruktur (schiffbare Flüsse, Eisenbahn- und Straßennetz) und Bodenschätze (Kohle ...)?

" 2 A u f Herstellersuche
Welche Informationen sind für die Kontaktaufnahme von Boris Korolenko wichtig?
Markieren Sie, wie wichtig die einzelnen Informationen sind. Tauschen Sie sich dann mit einem
Partner über die Ergebnisse aus.

Informationen wenig wichtig wichtig sehr wichtig


1. ... über deutsche Außenhandelskammern □ □ □
2. ... auf Industriemessen □ □ □
3. ...in Anbieter- und Herstellerverzeichnissen □ □ □
4. ... aus Internetauftritten deutscher Firmen □ □ □
5. ... über die allgemeine wirtschaftliche Situation
in Deutschland □ □ □
6. ... bei anderen Firmen über deutsche Außen­
handelspartner □ □ □
7. ... über wichtige Produktgruppen, die Deutsch­
land exportiert □ □ □

“ 3 D e r VD M A - Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V.

D er Verband Deutscher Maschinen- und Anla­


genbau e. V. ( V D M A ) vertritt die Interessen von
3 000 zumeist mittelständischen M itgliedsunterneh­
men der Investitionsgüterindustrie.
Der Maschinen- und Anlagenbau ist eine Schlüs­
seltechnologie und der Motor für die W irtschaft. Mit
einem Umsatz von rund 167 M illiarden Euro und
873 000 Beschäftigten gehört der Maschinen- und
Anlagenbau zu den größten Branchen und wichtigs­
ten Arbeitgebern in Deutschland.
D er V D M A ist einer der bedeutendsten Industrie­
verbände in Europa.

# Auf der Webseite des VDMA (www.vdma.org) ist ein Branchenverzeichnis zu finden. Aus welcher
Branche sollte sich Boris Korolenko ein Unternehmen suchen?
Suchen Sie die Begriffe im Wörterbuch.

Branchen von A bis Z

1 Antriebstechnik und -elemente 9 Laser und Lasersysteme für die Materialbearbeitung


2 Bau- und Baustoffmaschinen 10 Motorenanlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung
3 Chemiefaseranlagen 11 Nahrungsmittelmaschinen und Verpackungsmaschinen
4 Dichtungen 12 Präzisionswerkzeuge
5 Fertigungs-, Mess- und Prüftechnik 13 Software
6 Gleitlager 14 Technische Logistik
7 Holzbearbeitungsmaschinen 15 Verpackungsmaschinen
8 Klima- und Lüftungstechnik 16 Werkzeugbau

Esportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 81


H Eine Produktanfrage
Der VDMA unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Herstellern. Dafür bietet der VDMA
einen speziellen Service an, die INFOTHEK - W er baut Maschinen in Deutschland? Dort können Un­
ternehmen Produkte aufrufen und erhalten dann eine Liste mit Unternehmen, die diese Produkte
hersteilen.
Die Firma von Boris Korolenko benötigt Maschinen für den Karosseriebau. Er möchte den Servic.
des VDMA nutzen, um ein geeignetes Unternehmen zu finden. Füllen Sie für ihn das Formular aus

f t VD M A INFO THEK - Wer baut M aschinen in Deutschland - W indows Internet Explorer

Q - * Mp:// _______|hPH
C o -gic C - Einstellungen*’

W 'Jä ; ß Produktanfrage ••■Seite - Extras *

i.liliflffflB liiM ir
baut Maschinen in Deutschland?
Sie suchen spezielle Firmen aus dem Stahl- und Maschinenbau?
Dann füllen Sieden linken Teil des nachstehenden Formulars aus und klicken dann auf „Anfrage senden".

Suche nach: Bitte geben Sie Ihre Absenderdaten ein:


Produkt/Dienstleistung *
Firma *

Name*

Funktion*
Details
Straße *
Angebot b is*
PLZ/Ort*
Lieferung b is*
Telefon*
Lieferbedingungen*
Fax*
Sonstiges
E-Mail*

Alle mit * markierten Felder sind obligatorisch.

Unser Service: Wir senden Ihre Anfrage auch direkt an die gefundene Firma.
Füllen Sie dafür bitte nach dem Einträgen in die Suchfelder
auch die Adressfelder aus und klicken Sie auf
VDMA
J
AGB Datenschutz Impressum Kontakt

i 0 Internet

# Boris Korolenko erhält als Er­


.....
gebnis seiner Anfrage folgende
<9
Adresse: 9 :--l
v«ikHus5iSi
*
Offine
Bte rinfo@^eTtmmpfxöm
{20:: j ---

Firma TRUM PF GmbH + Co. KG


f*-31-• - ■■■ ■w v F K u A. z i l ?
Johann-Maus-Straße 2
71254 Ditzingen
Sehr geehrt.... Damen und Herren,
Tel.: (0 71 56) 3 03-0
Fax: (0 71 56) 3 03-3 09
liefen* für d in d Uk™ ne und als Zu-
E-Mail: info@de.trumpf.com lererer für d. . Automobilindustrie .. F ür d r

Er schreibt eine E-Mail an diese r - " gd “ e wir Stanzmaschinen. "


Firma. Ergänzen Sie die Sätze. S,e e,n A " « eb0>» " to o le ilkoeaum^nhd
► senden ► suchen Mit freundlich.... Grüßen
► tätig ► sein Boris Korolenko
Entwicklungschef

82 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


„M ade in G e rm a n y “ : D ie Geschichte d e r Hannover-M esse

Ein R ü ckb lick G 1, Ü 1, Ü 5, Ü 8, ÜI3

Die Hannover-Messe
D ie Entwicklung des Messeplatzes Hannover allem ein Auto, den V W Käfer, den man seit 1946
spiegelt die gesamte Messegeschichte Deutsch­ wieder in Wolfsburg baute. Er wurde bald zu einem
lands und den Wiederaufstieg der deutschen Wirt­ weltweiten Exportschlager.
schaft nach dem Zweiten Weltkrieg wider. Nach dem Im Jahre 1950 stellten erstmals ausländische Un­
Krieg war Deutschland zerstört, die Industrie war ternehmen auf der „Deutschen Industrie-Messe“ aus.
zerschlagen und es herrschte Lebensmittelknappheit. Ludwig Erhard, erster Wirtschaftsminister der
Aber am 16. August 1947 wurde auf Initiative der Bundesrepublik Deutschland und von 1963-66 Bun­
britischen Militärregierung die Deutsche Messe AG deskanzler, gehörte immer wieder zu ihren Besu­
gegründet. Zwei Jahre nach dem Kriegsende fand die chern. Dort vertrat er auch seine Vorstellung von der
erste Exportmesse Hannover statt, die bald zum Sym­ „sozialen Marktwirtschaft“ .
bol des deutschen Wirtschaftswunders Aus der „Hannover-Messe“ gingen
wurde. Zeichen für die Messe 1986 die HANNOVER-MESSE
ist noch heute der Kopf des und die CeBIT (Centrum
Hermes. Der listige Her­ für Büro- und Informati­
mes ist der Gott der onstechnik), die welt­
Händler. weit größte Messe
In Absprache mit für Informationstech­
den US-Behörden nik, als eigenständige
ordnete damals die Veranstaltungen her­
britische Militärregie­ vor. Sie sind heute die
rung vom 18. August wichtigsten Messen der
bis 7. September 1947 niedersächsischen Landes­
eine Exportmesse für die west­ hauptstadt Hannover.
lichen Zonen an. Auf ihr sollten Un­ Von Juni bis Oktober 2000 fand
ternehmer, Arbeiter und Politiker zeigen, dass die in Hannover u. a. auf dem Messegelände die
deutsche Industrie noch etwas zu bieten hatte. Denn erste Weltausstellung in Deutschland, die EXPO
nur der Export ihrer Produkte, so die Hoffnung der 2000 („Mensch - Natur- Technik“ ), statt. In den
Alliierten, konnte den Deutschen helfen, ihre W irt­ früheren Weltausstellungen lag der Schwerpunkt auf
schaft wieder aufzubauen. 1 300 Aussteller präsen­ der Präsentation technischer Fortschritte. Auf der
tierten auf der Exportmesse ihre Produkte. Zu sehen EXPO 2000 zeigten dagegen Aussteller aus mehr
waren z. ß. der kleinste Dieselmotor der Welt oder als 180 Nationen Lösungen für die Probleme des
Zahnprothesen. Die Besucher bestaunten aber vor 21. Jahrhunderts in Umwelt und Entwicklung.

# Was war am .../im Jahre ...? Ergänzen Sie die Sätze.

16. August 1947: Vi& V eu& cK e/M etee'A C j wurde/ ^ e ^ rim cie t.
18. August bis 7. September 1947:..............................................
1950:.............................................
1986:
2000 :

# Fragen zum Text:

1. W as erfahren Sie über die erste Exportmesse nach dem Krieg (Gründe für die Entstehung,
Aussteller, Produkte)?
2. Nennen Sie stichwortartig Informationen zu Ludwig Erhard.
3. W as zeigt man auf der Ceß/7?
4. W ie lautete das Motto der EXPO 2000? Welche Probleme des 21. Jahrhunderts halten Sie für
besonders wichtig?

I=3ortwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


83
3 2 Chroniken werden oft im Präsens geschrieben. O G2, Ü 11, Ü 12, Ü 14
Formulieren Sie die wichtigsten Etappen der Hannover-Messe im Präsens.

C 1 D e r Maschinenbau in Deutschland

C I W as m einen Sie? O Ü 2 -4
Welche Produkte/Erzeugnisse werden von der Metall verarbeitenden Industrie hergestellt? Notie­
ren Sie die Produkte/Erzeugnisse.

Benzin Waschmittel
Elektromaschinen Motoren
Düngemittel Kolben
Kühlschränke Häuser
Brot Traktoren
Turbinen Medikamente
Zement Landmaschinen

# Nutzen Sie die Karte in A I. Notieren Sie wichtige Standorte des Maschinenbaus in den alten und
neuen Bundesländern.

alte Bundesländer neue Bundesländer

84 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


0 2 D e r Maschinenbau in Deutschland O G3, G4, Ü9-I0, Ü 15

Lesen Sie zuerst den Text.

Maschinenbau - die größte Branche Deutschlands


T~Xer deutsche Maschinen- und An- Durch seine innovativen Produkte und
\ - J lagenbau gehört zu den fünf w ich­ Dienstleistungen sichert der Maschinen- und A n ­
tigsten Branchen in der Bundesrepublik. In den lagenbau die Wettbewerbsfähigkeit seiner K un­
rund 5 900 Unternehmen sind 862 000 M en­ den. Rund ein Viertel ihrer Umsätze erwirtschaf­
schen beschäftigt. Dam it ist der Maschinenbau tete die Branche 2003 mit neuen oder deutlich
die größte Branche Deutschlands vor dem Emäh- verbesserten Produkten.
rungsgewerbe, der Elektrotechnik und der Auto­ Gut ausgebildete und hoch m otivierte M it­
mobilindustrie. arbeiter sind in einem Industriezweig m it höchs­
( ) Im deutschen Maschinenbau dominieren ten technischen Ansprüchen das größte K a p i­
mittelständische Betriebsstrukturen. Etw a 8 8 % tal. Über 140 000 Ingenieure und Inform atiker
der Unternehmen beschäftigt der
beschäftigen we­ deutsche M aschi­
niger als 250, nur nen- und Anlagen­
2 % haben mehr als bau und ist damit
1 000 Mitarbeiter. einer der w ichtigs­
M ehr als zwei D rit­ ten Arbeitgeber für
tel der Unternehmen Ingenieure. Und der
haben sogar weniger Bed arf w ird w eiter
als 100 Beschäftigte. wachsen. D ie Inno-
Viele der kleinen vationsbranche M a ­
und mittleren Unter­ schinenbau kann
nehmen sind auf ih­ ihre internationale
ren Spezialgebieten Wettbewerbsfähig­
weltweit führend. keit aber nur er­
Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau halten, wenn der Nachwuchs an exzellent ausge­
ist exportorientiert. 74 % des Maschinenum ­ bildeten Ingenieuren auch in der Zukunft gesi­
satzes geht ins Ausland. Sein A nteil am W elt­ chert bleibt. Aber auch die Beschäftigten ohne
handel beträgt über 19 % und macht damit die akademische Ausbildung haben in der Regel
Branche zum führenden Anbieter von M aschi­ mindestens einen Facharbeiterabschluss. Im H in ­
nen weltw eit, vor den U S A und Japan. In 21 von blick auf Qualifikation w ie auch Flexibilität neh­
31 Fachzweigen ist der deutsche Maschinen- und men die Anforderungen an die Belegschaften
Anlagenbau Weltm arktführer. seit Jahren zu.

# Ordnen Sie die Begriffe den einzelnen Abschnitten zu.

1 industrieller Mittelstand 4 hoch qualifiziertes Personal

2 Innovationsbranche @ größte Industriebranche

3 Exportweltmeister

# Ergänzen Sie die Sätze.

Der Maschinenbausektor ist d ie ........................................................ in Deutschland. In ihm sind


............................................................................ dominierend. Hauptsächlich...........................
un d ............................ Unternehmen sind in diesem Industriezweig vertreten. Nur in wenigen
Betrieben arbeiten................................. I 000 Beschäftigte. Zwei Drittel der Maschinenpro­
dukte w erd en............................................. exportiert. Der Maschinen- und Anlagenbau ist einer
.................................................................................... für Ingenieure.

Exportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 85


# Definieren Sie folgende Begriffe aus dem Text.

1. Die Automobilindustrie ist eine Industrie, c lte A u t^ h e rtfe U t. M

2. Ein Weltmarktführer ist ein Wirtschaftszweig,.....................................................

3. Eine Innovationsbranche ist eine Branche,.............................................................


i ' 7f
4. Hoch qualifiziertes Personal ist Personal,.................................... . ..M.......

5. Motivierte Mitarbeiter sind Mitarbeiter,................................................................

6. Die Facharbeiter sind Beschäftigte,.......................................................................

03 K leine und m ittle r e U n te rn e h m e n lau t D e fin itio n d e r E U -K o m m issio n

M ikro-, klein- und mittelgroße Un­ Zahl der Bilanz­


ternehmen sind sozial und wirt­
Unternehmens­ Umsatz in oder
Mitar­ summe* in
schaftlich wichtig, da sie 99 % aller Un­ kategorie Mill. Euro
beiter Mill. Euro
ternehmen in der E U darstellen, etwa
65 Millionen Arbeitsplätze bieten und
eine wichtige Quelle für unternehme­ mittelgroß < 250 < 50 < 43
rische Initiative und Innovation sind.
Am 6 . M ai 2003 hat die Europäische klein < 50 < 10 < 10
Kommission eine neue Definition von
kleinen und mittleren Unternehmen an­
mikro (kleinst) < 10 < 2 < 2
genommen (K M U ).
Damit w ill sie die Rechtssicherheit
Bilanzsumme: Die Bilanzsumme ergibt sich aus der Summe der linken
in Europa erhöhen und verhindern,
(Aktiva) oder der rechten (Passiva) Seite der Bilanz
dass Unternehmen, die nicht zu die­ eines Unternehmens.
ser Gruppe gehören und damit keine
echten K M U sind, von KMU-Unter-
stützungsmaßnahmen profitieren. Die # Beantworten Sie die Fragen zum Text.
Empfehlung garantiert, dass Unterneh­
men, die zu einem größeren Unterneh­ 1. Warum hat die Europäische Union eine neue Defi­
men gehören und sich auf eine stärkere
nition angenommen?
wirtschaftliche Position stützen können,
z. B. keine staatlichen Beihilfen (Sub­ 2. W as passiert, wenn keine echten KM U Förder­
ventionen) oder finanziellen Mittel aus mittel erhalten? Diskutieren Sie.
dem Forschungs- und Entwicklungspro­
gramm erhalten.

# Ergänzen Sie die Definition der EU-Kommission mit den Informationen aus der Tabelle.

1. Kleinstunternehmen sind Unternehmen,........... weniger als........... Personen beschäftigen


und.......... Jahresumsatz und Bilanzsumme nicht höher a ls............................................... ist.

2. Ein kleines Unternehmen wird als Unternehmen definiert,........... weniger als............ Mit­
arbeiter hat und.......... einen Jahresumsatz von höchstens....................................... erzielt.

3. Ein mittleres Unternehmen ist ein Unternehmen,........... weniger als........... Mitarbeiter hat
und........... einen Jahresumsatz von maximal.................................................... erzielt oder
........... Bilanzsumme sich auf höchstens.................................................... beläuft.

86 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


H U n d je t z t sind Sie g e fra g t.

Welche Rolle spielt der Maschinenbau in Ihrem Heimatland? In welchen Bereichen sind kleinere
und mittlere Unternehmen in Ihrem Heimatland tätig?
Recherchieren Sie in Lexika oder im Internet nach Informationen und stellen Sie Ihre Ergebnisse
dann in einem kleinen Vortrag vor.

^5 D e r W e rk ze u g m a s c h in e n b a u in D eutschland

Nennen Sie weitere Maschinen und finden Sie das passende Verb für ihre Verwendung.
W as für eine Maschine ist auf dem Bild zu sehen?

Welche Maschinen kennen Sie? W as macht man damit?

Schleifmaschinen

drehen

Fräsmaschinen

schweißen

bohren

6 D e r W e rk ze u g m a s c h in e n b a u im in te rn a tio n a le n V ergleich

W erkzeugm aschinen sind für die indus­ Softw are und Dienstleistungen. M aschinen,
trie lle Fertigung absolut notwendig. die m it Spitzentechnologie ausgerüstet sind,
D er W eltm arkt fü r Fertigungstechnik beträgt sind ein Spezialgebiet der deutschen Hersteller.
150 M rd . Eu ro und w ird heute zu ca. 30 % D iese Produkte werden vor allem in W esteu­
durch W erkzeugm aschinen bestimmt. D er B e ­ ropa, Asien und den U S A abgesetzt. A ber M it­
reich Fertigungstechnik umfasst darüber h in ­ tel- und Osteuropa sind zukünftig besonders
aus W erkzeuge, M esstechnik, Steuerungen, interessante M ärkte.

# Beschreiben Sie die beiden Grafiken mithilfe der Redemittel.

l # R e d e m itte l: Eine Rangfolge


m W erkzeugm aschinen-Export beschreiben
Die 10 führenden Exportländer
► ... und ... sind die führenden Ex­
Japan
portländer.
Deutschland

Italien ► ... und ... liegen beim Werkzeug­


Taiwan maschinen-Export Kopf an Kopf.
Schweiz ► ... ist das wichtigste Exportland,
Südkorea gefolgt von ...
USA
► Danach folgt/folgen ...
China

Großbritannien ► Auf den Plätzen ... und ... fol­


Belgien
gen ...

Exportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 87


# Redemittel: A b n eh m er beschreiben
Abnehmerbranchen der deutschen
Werkzeugmaschinen-Industrie
► Die Abnehmer der deutschen W e rk ­
Anteile in %
zeugmaschinen kommen aus folgenden
32% Autom obilindustrie
Branchen/Industriezweigen/Industrie­
1 1% Sonstige Branchen
sektoren: ...
Elektroindustrie,
Luft-/Raum fahrt, ► Werkzeugmaschinen werden in ... (D)
7% Feinmechanik/Optik
eingesetzt/kommen in ... (D) zur An­
1 8% Maschinenbau wendung.
► Abnehmerbranchen des deutschen
2 % Sonstiger Fahrzeugbau
Werkzeugmaschinenbaus sind ...
Metallerzeugung und ► Die Maschinen werden in ... abge­
9% -bearbeitung
setzt/verkauft ...
21 % Automobilzulieferer ► In ... (D) gibt es eine starke Nachfrage
nach ... (Dj/einen Markt für ... (A)l
einen Bedarf an ... (D).

C 7 D e r W erkzeugm aschinenbau im Z e ita lte r der Globalisierung

urch die Globalisierung des Marktes für


Wo Maschinenbauer Plagiate befürchten
D
Werkzeugmaschinen wird auch der Wett­ A ntw orten auf eine VDMA-Umfrage
bewerb intensiver. Nationale Grenzen bieten Anteile an den Nennungen insgesamt
der Branche, die über 65 % ihrer Produkte
Komplette
weltweit vertreibt, keinen Wettbewerbsschutz Maschinen
mehr. Die deutschen Anbieter müssen daher
Komponenten
ihre internationale Marktposition und ihre
Wettbewerbsposition sichern, insbesondere in Ersatzteile
Asien. Immer mehr Maschinenbauer haben je ­
Äußeres
doch Angst vor Plagiaten, denn in letzter Zeit Erscheinungsbild
sind immer wieder Nachbildungen von Kom ­
Verpackungen
ponenten oder ganzen Maschinen aufgetaucht.
% ----
0 10

# Warum haben die Maschinenbauer Angst vor Plagiaten?


Diskutieren Sie Gründe und Folgen der Produktpiraterie und überlegen Sie sich Maßnahmen.
Verwenden Sie dabei die Stichwörter.

► das geistige Eigentum schützen ► Produktfälschungen bekämpfen ► Verbraucher sensibilisie-


ren/aufklären ► die Gesundheit der Verbraucher gefährden ► die Existenz der Unternehmen/
Arbeitsplätze gefährden

88 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel


V U n tern eh m en sfo rm en

T) / U nternehm ensform en in Deutschland

Unternehm ensform en

Einzelunternehm en

Das Einzelunternehmen ist die kleinste und einfachste Form des wirt­
schaftlichen Handelns. Es wird von einer einzelnen Person, dem Inha­ Gesellschaften
ber, geführt. Er trägt die volle persönliche Haftung für alle Verbind­
lichkeiten, die das Unternehmen treffen. Das Einzelunternehmen ist
die häufigste Unternehmensform in Deutschland, da es ohne große fi­
nanzielle Rücklagen gegründet und betrieben werden kann. Wenn das
Einzelunternehmen im Handelsregister eingetragen ist, dann erhält die
Firma den Zusatz e. K. (eingetragener Kaufmann).

Personengesellschaften
&f c t
Kapitalgesellschaften

►GbR: Gesellschaft bürgerlichen Rechts ►GmbH: Gesellschaft mit beschränkter Haftung


Mehrere Personen schließen sich zur Erreichung eines Eine GmbH ist eine Handelsgesellschaft mit eigener
gemeinsamen Zweckes zusammen. Das Vermögen der Rechtspersönlichkeit (juristische Person). Ihr Stamm­
Gesellschaft ist „gesamthänderisch gebunden“ , d. h., kapital4 setzt sich aus Stammeinlagen zusammen. Seit
alle Gesellschafter1 können nur gemeinsam darüber ver­ 2008 ist es möglich, eine GmbH mit nur einem Euro
fügen. Jeder Gesellschafter haftet für die Schulden der Startkapital zu gründen.
Gesellschaft unbeschränkt, auch mit seinem Privatver­ Die Gesellschafter der GmbH haften nicht für die Ver­
mögen. bindlichkeiten der Gesellschaft. Als juristische Person
haftet lediglich die GmbH selbst. Die Gesellschafter
► OHG: Offene Handelsgesellschaft
können nur den Wert des Geschäftsanteils teilweise
Sie wird von mindestens zwei Gesellschaftern gegrün­
oder ganz verlieren. Die Gesellschafter übernehmen
det. Die Gesellschafter betreiben ein Handelsgewerbe
daher nur eine „Risikohaftung“ . Sie ist vergleichbar
(z. B. einen Produktions- oder Handelsbetrieb) unter ei­
mit der beschränkten Haftung.
ner gemeinsamen Firma. Ein Mindestkapital ist nicht
vorgeschrieben. ► AG: Aktiengesellschaft
Jeder Gesellschafter haftet2 persönlich und unbe­
Die AG ist eine juristische Person. Sie ist die wichtigs­
schränkt, d. h. mit seinem Geschäftsvermögen und mit
te Rechtsform für Großunternehmen. Ein Unterneh­
seinem Privatvermögen, für die Schulden der Gesell­
men gibt Anteilscheine (= Aktien) aus und beschafft
schaft.
sich so Kapital. Der Aktionär als Eigentümer der Aktie
► KG: Kommanditgesellschaft ist Miteigentümer der AG. Der Aktionär ist in Höhe
Die Gesellschafter betreiben unter einer gemeinsamen des Nennwerts der Aktie (Mindestnennwert: ein Euro)
Firma ein Handelsgewerbe. Mindestens ein Gesell­ am Unternehmen beteiligt. Das Grundkapital beträgt
schafter ist Komplementär (Vollhafter), der mit seinem 50 000 €. Nur die Aktiengesellschaft haftet, die Aktio­
gesamten Vermögen haftet, und mindestens ein Ge­ näre haften nicht persönlich. Der Aktionär übernimmt
sellschafter ist Kommanditist (Teilhafter), der nur be­ nur eine „Risikohaftung“ , d. h., er kann einen Kursver­
schränkt mit seiner Einlage3 haftet. lust der Aktie erleiden oder den Wert der Aktie verlie­
Sonderform: GmbH & Co. KG ren.
Eine GmbH & Co. KG ist eine Kommanditgesellschaft Sonderform: Holding-Gesellschaft
(KG). An ihr ist eine GmbH beteiligt, die als einzige Das herrschende Unternehmen kann auch eine „Dach­
persönlich haftet (Komplementär/Vollhafter). Sie haf­ gesellschaft“ sein. Bei diesen Dachgesellschaften über­
tet unbeschränkt mit ihrem Vermögen. Das Stamm­ tragen die Unternehmen eines Konzerns5 ihre Aktien
kapital beträgt mindestens 25 000 €. Die Gesellschaf­ (oder zumindest deren Mehrheit) auf eine übergeord­
ter der GmbH (Kommanditisten) haften nur mit ihren nete Gesellschaft. Sie übernimmt Aufgaben der Ver­
Stammeinlagen. waltung und Finanzierung.

Gesellschafter: eine Person, die an einem W irtschaftsunternehmen beteiligt ist


haften für: man muss mit seinem Vermögen eintreten, verantwortlich sein
die Einlage: Geld, das ein Gesellschafter in ein Unternehmen einbringt
das Stammkapital: alle Stammeinlagen zusammen
Konzerne: sind Zusammenschlüsse von Unternehmen, die rechtlich selbstständig sind, aber ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit aufge­
ben. Sie unterstellen sich einer einheitlichen Leitung.

£s->ortwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 89


$ Beantworten Sie die folgenden Fragen.

I. Welche Unternehmensform wird von großen, welche von kleinen oder mittleren Unterneh­
men bevorzugt? Warum?

2. Sie machen Geschäfte mit einem deutschen Unternehmen. Sie haben Angst, dass das Unter­
nehmen nicht zahlen kann. Bei welcher Unternehmensform ist das Risiko größer, bei welcher
geringer? W e r haftet jeweils?

3. Man schlägt Ihnen vor, in ein deutsches Unternehmen einzusteigen. Welche Unternehmens­
form ist Ihnen lieber? Warum?

# Ergänzen Sie die Übersicht mit den Informationen aus dem Text.

Unterneh­ A rt der W e r haftet?


Grundkapital Gesellschafter
mensform Gesellschaft W ie haftet er?

e. K.

GbR

OHG

KG

GmbH

AG

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


3 2 P räs e n ta tio n eines deutschen U n te rn e h m e n s : D ie Kolbenschm idt Pierburg A G

Die Kolbenschmidt Pierburg AG - ein weltweit erfolgreicher Automobilzulieferer


D ie börsennotierte Kolbenschmidt Pierburg AG Sicherheit sind die maßgeblichen Antriebsfaktoren
(General Standard) ist die Führungsgesell- für die Innovationen von Kolbenschmidt Pierburg.
schaft des Rheinmetall Untemehmensbereiches Entsprechend seiner strategischen Ausrichtung
Automotive. Als weltweit erfolgreicher Automobil- gliedert sich das Unternehmen in die fünf selbst­
zulieferer nimmt Kolbenschmidt Pierburg mit sei­ ständig handelnden Geschäftsbereiche: Pierburg
ner Kompetenz in den Bereichen Luftversorgung, GmbH, KS Kolbenschmidt, KS Aluminium-Techno­
Schadstoffreduzierung und Pumpen sowie bei der logie, KS Gleitlager, M S Motor Service Internatio­
Entwicklung, Fertigung und Ersatzteillieferung nal GmbH.
von Kolben, Motorblöcken und Gleitlagern Spit­ Kolbenschmidt Pierburg erzielte mit Systemen
zenpositionen auf den jeweiligen Märkten ein. Die und Modulen „rund um den Motor“ 2006 einen
Produktentwicklung erfolgt in enger Kooperation Umsatz von rund 2,18 Mrd. Euro. An mehr als
mit renommierten Automobilherstellem. Niedrige 30 Fertigungsstandorten in Europa, Nord- und Süd­
Schadstoffemission, günstiger Kraftstoffverbrauch, amerika sowie in Japan und China beschäftigt das
Leistungssteigerung, Zuverlässigkeit, Qualität und Unternehmen rund 11 920 Mitarbeiter.

1.19
# Lesen Sie zuerst den Text über die Kolbenschmidt Pierburg AG (KSPG). Hören Sie dann das Inter­
view und ergänzen Sie das Schaubild.

► Mitarbeiter:............................................... ► Mitarbeiter (weltweit):............

► Umsatz:..................................................... ► Umsatz (weltweit):..................

► Bereich:.....................................................

► Produkte:..................................................

# W o ist die Kolbenschmidt Pierburg AG weltweit vertreten? Ergänzen Sie die Kontinente.

®0 ®(§
f i | j|£ H
f§jS i 1 1 ? ”'
Legende:

Standorte/Kontinente Was? 1 Pumpen


@ Kolben
13 Gussteile
2.............................
4 ) Gleitlager
5 Ersatzteilmarkt
4............................... ...........................................................

i =^ortwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 91


T) 3 U n te rn e h m e n s s tru k tu r d e r K S Pierburg A G

Hören Sie das Interview aus D2 noch einmal. Vervollständigen Sie die Übersicht.

1.19 H o lding-G esellschaft: KS P ierb u rg A G

untergliedert sich in verschiedene............................... oder auch

KS G le itla g e r P ierb u rg
G m bH

► weit.. ► Produktion ► ...........................


►..........................
stät- von Aluminium- ► weltweiter

ten in: Zylinder. ......... ► Luftversor­


z. B. für Schei­ und............... gung
I.........
benwischer, ............... blo­ ►
2.........
Türscharniere cken
3.........
und.................
4......... Gleitlager

# In welchen Bereichen ist die Kolbenschmidt Pierburg AG führend? Kreuzen Sie an.

i___ Gleitlager IZZI Kolben

L J Bremsen __ J Wasserpumpen

[__ i Aluminiumblöcke [___] Motoren

# W ie schätzt Hansjörg Rolle die Zukunft der Metall verarbeitenden Industrie ein? W ie ist das Ver­
hältnis zu den Ländern der Dritten Welt? Ergänzen Sie die Notizen.

-Produkte

► Entwicklung:.............................................. ► Produktion:

► Gefahr:.............................................. denn:

1. Länder der Dritten W e l t ......................................................................

2. deutsche Unternehmen:.............................................. im Ausland


.......................................aus Deutschland —►

92 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


# Ergänzen Sie den Text. Fassen Sie dann die Notizen mit eigenen W orten zusammen.

► Hansjörg Rolle sieht die Zukunft der Metall verarbeitenden Industrie in Deutschland so:

D ie ...........................-Produkte werden in Deutschland............................ , und die Produktion

Es besteht aber die Gefahr, dass diese Produkte........................................................... W ie


Länder aus der Dritten W elt gezeigt haben, braucht m an...........................................................

Viele deutsche Unternehmen haben........................... im ............................ Auf diese Weise


erhalten ausländische Firm en......................................................................................................
und können so auch...........................................................................................................

Cr ■ G ra m m a tik

Cr 1 V erb form en im P räteritu m

Das Präteritum der Verben sein und haben kennen Sie bereits. (c> Teil I, Kap. 7)

Infinitiv Präteritum Perfekt

sein war (ist) gewesen


haben hatte (hat) gehabt

Diese drei Formen nennt man S tam m fo rm en eines Verbs. In Grammatiken und W ö r ­
terbüchern werden diese drei Formen in Listen aufgeführt (vor allem bei unregelmäßigen
Verben).

regelmäßige Verben unregelmäßige Verben

Infinitiv zeigen gehen


ich zeigte ging
du zeigtest ging(e)st
er/sie/es zeigte ging
wir zeigten gingen
ihr zeigtet ging(e)t
sie zeigten gingen
Sie zeigten gingen
1 1
Verbalstamm + -te + Endung Änderung des Stammvokals (Ablaut)

Regelmäßige Verben bilden das Präteritum mit dem Suffix -te. Endet der Stamm auf
-d oder -t, so wird ein -e eingefügt: arbeitete, redete.
Sie ändern ihren Stammvokal nicht: machen - machte.

Unregelm äßige Verben bilden das Präteritum ohne Suffix. Sie ändern ihren Stammvokal
im Infinitiv, Präteritum und Partizip II (Ablaut): gehen - ging - gegangen.

Die erste und dritte Person hat bei regelmäßigen und unregelmäßigen Verben keine En­
dung.

E *^ortwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 93


re g elm äß ig e V e rb e n

Infinitiv Präsens Präteritum Partizip II


machen machte gemacht
mit Präfix, untrennbar besuchen besuchte besucht
mit Präfix, trennbar vorstellen stellte vor vorgestellt
Fremdwörter auf -ieren präsentieren präsentierte präsentiert

u n re g elm ä ß ig e V erb e n

Infinitiv Präsens Präteritum Partizip II

gehen ging gegangen


mit Präfix, untrennbar vergessen vergaß vergessen
mit Präfix, trennbar anrufen rief an angerufen

M ischverben
Infinitiv Präsens Präteritum Partizip II
kennen kannte gekannt
wissen wusste gewusst
bringen brachte gebracht
brennen brannte gebrannt
nennen nannte genannt
rennen rannte gerannt
senden sandte/sendete gesandt/gesendet
wenden wandte/wendete gewa ndt/gewendet

► Die Mischverben ändern den Stammvokal im Präteritum und Partizip II. Gleichzeitig ha­
ben sie im Präteritum die Endung -te.

M o d alverb en
Infinitiv Präsens Präteritum Partizip II

wollen wollte gewollt/wollen


können konnte gekonnt/können
dürfen durfte gedurft/dürfen
mögen mochte gemocht/mögen
sollen sollte gesollt/sollen

C72 D e r G eb rau ch des P rä te ritu m s

Bei der Lektüre des Textes über die Hannover-Messe haben Sie festgestellt:

Das Präteritum verwendet man zur Wiedergabe von Vergangenheit in geschriebenen Tex­
ten. In der gesprochenen Sprache gibt man vergangene Ereignisse meist im Perfekt wieder.
In Norddeutschland verwendet man auch in der gesprochenen Sprache oft das Präteritum,
in Süddeutschland und Österreich meistens das Perfekt. Die Verben haben und sein sowie
die Modalverben verwendet man auch in der gesprochenen Sprache im Präteritum.

94 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kap *


-7 3 D e r R elativsatz

Nominativ
Ein Geschäftsführer ist ein Manager, der ein Unternehmen leitet.
maskulin, Singular__f
Er leitet ein Unternehmen.

Die CeBIT ist eine Messe, die in Hannover stattfindet,


feminin, Singular__f
Sie findet in Hannover statt.

Daimler ist ein Unternehmen, das Automobile herstellt,


neutral, Singular_f
Es stellt Automobile her.

Ingenieure sind Mitarbeiter, die Maschinen konstruieren.


Plural_^
Sie konstruieren Maschinen.

Der R e lativsatz bezieht sich auf ein Element im übergeordneten Satz und charakterisiert
ein Nomen genauer.
Das R e la tiv p ro n o m e n hat dasselbe Genus (m./f./n.) und denselben Numerus (Singular/
Plural) wie das Bezugswort im Hauptsatz. Das Verb des Relativsatzes bestimmt den Kasus
(Nominativ, Genitiv, Akkusativ, Dativ). Das Relativpronomen steht auf Position I des N e­
bensatzes, das finite Verb (= konjugierte Verb) am Satzende.

' Das R e la tiv p ro n o m e n

maskulin feminin
Der Manager,... Die Firma,...
Nom. der die Firma leitet, die Computer verkauft,
Gen. dessen Büro ich suche, deren Büro ich suche,
Akk. den ich kenne, die ich kenne,
Dat. dem ich schreibe, der ich schreibe,
Präp. + Dat./Akk. mit dem ich arbeite, für die ich arbeite,

... heißt Max Müller. ... heißt Combit.

-=> : '••ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 95


U / V e rb e n , V e rb e n , nichts als V erb e n !

Tragen Sie die Stammformen der folgenden Verben in die Übersicht ein.

► sein ► verwenden ► waschen ► werden ► ersetzen ► gelten ► begrüßen ► besitzen


► erkennen ►bringen ►trocknen ►liefern ►machen ►können ►bauen ►bleiben

Infinitiv Präteritum Partizip II


regelmäßige j tyoclcvx&vv g&tv&cky\&ü
Verben .......................................................................................................................

unregelmä­
ßige Verben

Mischverben

ÜZ Von d e r ............................. ................. z u r


Hier finden Sie die Geschichte eines bekannten Waschmaschinenherstellers. Leider hat jemand
alle Adjektive aus den Texten entfernt. Sie finden sie unten in drei Gruppen. Setzen Sie die Adjek­
tive in die Texte ein. Das Lösungswort jeder Gruppe ergibt sich aus den Buchstaben in den Kästen.
Die richtige Ordnung der Lösungsworte ergibt den Titel der Fotogeschichte.
G ru p p e I G ru p p e II G ru p p e III
Hier stimmt die Reihenfolge. Hier stimmt die Reihenfolge nicht. Hier stimmt die Reihenfolge nicht
Text: Bild 1-4. Text: Bild 4-7. Text: Bild 7-9.
[Bl beste Hfl neueste [Wl starkem
® leichter [H| fortschrittlichere 0 unglaublichen
pTTj schneller [N\ größere |T1 vollautomatisches
UÜ besser |~Vl alte
F r]sauberer IT] sauberer
[Ml weißer Pr[ beste
0 beste [Ö[ stärkere
|5CHj weniger T I schneller
\J\ einfacher [Kl edelsten
[Ü] starken |T[ größer
[TI modernste [Ö[ leichteres
s
[ÄJ] weißer
\s c h \ erste

Lösungswort:

96 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kap i


©

1901 baut M/e/e die erste Das zweite Modell ist schon 1914: Miele Waschmaschi­
Waschmaschine aus einer besser. Die Hausfrau wäscht ne Nr. 24 ist die ................
Buttermaschine. Natürlich immer noch von Hand, aber Waschmaschine der Zeit. Ein
verwendet die Firma nur die Wäsche w ir d ................. Schwungrad ersetzt das Pen­
das I>esteEichenholz. Das sauber und die Waschlau­ del. Das bedeutet.................
umgebaute Holzfass macht ge verteilt sich.................. Kraftaufwand beim Waschen.
das Waschen für die Haus­ So wird die Wäsche auch Aber noch immer ist W a ­
frau .................. .................und ................... schen Handarbeit.

,i - J
©

c.

Mit dieser Schaukelwasch­ Ein Jahr später bringt M ie­ Aber der Fortschritt macht
maschine wird das Waschen le e in e................. und auch nicht vor dem ..............
noch.................. Sie be­ ............................. Wasch­ Produkt halt: Der Holzbottich
sitzt schon einen............... maschine auf den Markt. Mit hat endgültig ausgedient. Die­
Elektromotor. Nummer 30 dieser Maschine kann man se Waschmaschine mit Metall­
von Miele ist bestimmt das die Wäsche schon auswrin­ bottich ist d as.............. und
................. Haushaltsgerät gen. So wird die Wäsche ................. Modell auf dem
von 1925. Aber noch immer noch................. und trock­ Markt.................. Waschen
erkennt man die a lte ' But­ net ................. als bisher. und............... Zeitersparnis,
termaschine. Die Arbeitsersparnis ist noch denn jetzt kann der Elektromo­
.............. als mit Nummer 30. tor das Wasser auch heizen.

Millionen v o n ..................... 1954: D ie ............... W asch­ Zwei Jahre später: Der erste
Hausfrauen begrüßen das maschine des Jahrhunderts Waschvollautomat leitet die
................. Nachkriegsmo- für 2 kg Trockenwäsche Revolution des Waschens
dell von Miele in ................. in ........................... vier ein....................................
Ausführung. So waschen Minuten mit der bisher Waschen mit einem Knopf­
die Deutschen wieder ................. Heizleistung. druck, noch.................
.................. Wahlweise mit Heizleistung u nd ................
................ Elektromotor Schleuderleistung. Aber die
oder m it................. Zwei­ Devise von Miele bleibt: Im­
taktmotor lieferbar, beide mer besser, immer reiner,
m it................ Heizleistung. immer schneller.

—-rge neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 97


U 3 G roß - größer - am größten
Ergänzen Sie die Tabelle.

Positiv Komparativ Superlativ

leicht le ic h te r .......................................
schnell ............................................................ .......................................
modern ............................................................ .......................................
hoch ............................................................ .......................................
stark ............................................................ .......................................
gut ............................................................ .......................................

UH Das „historische Präsens“


Der Text über die Waschmaschine beschreibt historische Ereignisse. Trotzdem steht er im Prä­
sens. Man nennt es „historisches Präsens“.
Setzen Sie nun den Text in die Vergangenheit. Verwenden Sie - wo möglich - das Präteritum.

► 1901 baute M/e/e die erste Waschmaschine aus ...

# Können Sie aus Ihrer Firma/Branche eine ähnliche Produktgeschichte erzählen? Erstellen Sie eine
Bildmontage und schreiben Sie einen kurzen Text dazu.

U 5 Früher und heute


W ie hat sich das Leben bei Ihnen (in Ihrem Heimatland) im Laufe der letzten 50 Jahre verändert?
W as halten Sie von den Veränderungen?
Suchen Sie sich zuerst eines der folgenden fünf Themen aus und bilden Sie Gruppen. Schreiben Sie
dann kurze Texte über die Veränderungen in der Vergangenheit und verwenden Sie dazu die ne­
benstehenden Verben.

( J ) das Essen
spielen regnen
2 die Familie/Kinder essen schneien
3 das W etter trinken flexibel sein
telefonieren kochen
4 die Arbeit
sich unterhalten anstrengend sein
5 die Kommunikationsmittel arbeiten Briefe schreiben
► Früher schrieb man noch sicher sein sich beschäftigen mit (D)
Briefe, heute verschickt man reisen verdienen
E-Mails. ruhiger sein zur Schule gehen
► Früher schrieb ich/schrieben (Sonne) scheinen bauen
wir ... wohnen

98 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


- 6 V o m A rm e -L e u te -E s s e n zu m M illia rd e n -U n te rn e h m e n

Beschreiben Sie das Bild und lesen Sie den Artikel. Entwerfen Sie dann einen Text für einen klei­
nen Werbefilm.

in Arme-Leute-Essen hatte Julius Maggi im


E Sinn. Jahrelang experimentierte er mit eiweiß­
reichen Hülsenfrüchten. Für die Industriearbeiter
wollte er eine billige, fleischlose Kost schaffen.
1882 begann der Schweizer Müllerssohn mit seinen
Versuchen, vier Jahre später gelang ihm die Her­
stellung der ersten kochfertigen Suppen aus Erbsen-
und Bohnenmehlen. Die Idee mit der Suppe machte
den Erfinder zum reichen Mann und das Unterneh­
men zum reichen Konzern.
Schon 1887 war Maggi mit seiner klas­
sischen „Maggi’s Suppenwürze“ auf den deut­
schen Markt gekommen. Im gleichen Jahr eröff-
nete der Schweizer Unternehmer eine deutsche
Niederlassung in Singen, bis heute das Stammwerk
und größter Betrieb der deutschen M ag g i...
Am 17. August 1897 wurde aus der Niederlas­
sung ein rechtlich selbstständiges Unternehmen. Als
„Maggi Gesellschaft mbH Singen“ trug man sie ins
Handelsregister ein. 1934 wurden alle Maggi-Un­
ternehmen in der Holding Alimentana AG zusam­
mengefasst. Seit 1947 gehört das Unternehmen zum
schweizerischen Nestle-Konzern. Zwei Jahre nach
dem Ende des Zweiten Weltkrieges schloss sich die
Alimentana AG mit Nestle zur Nestle Alimenta­
na AG, Vevey/Schweiz, zusammen. 1950 kamen die
ersten Rindsbouillon-Würfel auf den Markt. Suppen
und Würze sind bis heute ein wichtiger Bestandteil
Worterklärungen
des Geschäfts geblieben.
► das Eiweiß: das Protein ► die Hülsenfrüchte (PI.): Erbsen,
Der Nestle-Konzern ist mit seinen 265 000 M it­
Bohnen, Linsen ► fleischlos: ohne Fleisch ► die Kost: das
arbeitern und 481 Werken das größte Industrieun­
Essen ► die Herstellung gelang: er konnte ... herstellen
► die W ü rz e : Extrakt aus Fleisch, Gem üse und Kräutern; ternehmen der Schweiz und der weltweit größte Le ­
damit wird die Suppe gewürzt, verfeinert ► sich zusam­ bensmittelkonzern.
menschließen: fusionieren; einen Konzern bilden

# Schreiben Sie die Verben im Präteritum heraus. Suchen Sie die Infinitive.

# W ie hat sich das Unternehmen Maggi im Laufe des letzten Jahrhunderts entwickelt?

J7 W a s passierte wann?

Ergänzen Sie die Zeitleiste mit kurzen Sätzen.

1882 ...........................................................................................................

1887 ...........................................................................................................

1887 ...........................................................................................................

August 1897 ...........................................................................................................

1934 ............................................................................................................

1947 ...........................................................................................................

1950 ...........................................................................................................

Exportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 99


ie Maggi-Flasche hat viele Künstler # „Es war einmal ..."
D inspiriert. So montierte der deutsche
Künstler Joseph Beuys 1972 für sein Ob­
So fangen viele Märchen an - auch Firmen­
legenden: bei Microsoft (Bill Gates), Ford
jekt „Ich kenne kein Weekend“ eine
oder Siemens.
Maggi-Flasche auf einen schwarzen
Koffer. Der Frankfurter Kunstpro­ Recherchieren Sie in Lexika oder im In­
fessor Thomas Bayerle über Maggi: ternet. Wählen Sie eine Person aus und
„D ie Amerikaner haben sich Coke, schreiben Sie eine kurze Biografie.
die Deutschen Maggi geschaffen.“

U 8 Viele Regionen in Deutschland w erben fü r sich als Industriestandort.


Der zunehmende Wettbewerb um Investoren und Fachkräfte zwischen den deutschen und euro­
päischen Regionen erfordert, dass sich jedes Bundesland aktiv mit seinen Stärken und Besonder­
heiten in der Öffentlichkeit präsentiert.
Tragen Sie die Präteritumsformen in das Kreuzworträtsel ein. Wenn Sie das Rätsel richtig gelöst
haben, dann ergibt sich das Losungswort und Sie erfahren, welches Bundesland hier wirbt.

Präteritum von: *2
gehen:
bleiben:
fallen:
stehen:
vergessen:
bringen:
wissen:
beginnen:
denken:
sprechen:
lesen:
raten:
e rfinden:

# Vervollständigen Sie nun den Lückentext mit Relativpronomen und dem Namen des Bundeslandes

................................. ist ein Land mit vielen Gesichtern.


................................. ist jedoch vor allem das Land,
Sie kennen unsere Pferde.
.............. Forschung und Innovation in vielen Bereichen
Erleben Sie unsere Stärken, anführt. Das Land mit Unternehmen,.............. in ihren
Branchen ganz vorne liegen. Unternehmen,.............. in
................................. angesiedelt sind, sind auf dem G e­
biet der technologischen Innovationen bundes-, europa-
und oftmals sogar weltweit führend.
Mit der Kampagne „Innovatives..................................“ unter dem Motto „Sie kennen unsere
Pferde. Erleben Sie unsere Stärken.“ wollen Land und Wirtschaft die Attraktivität des Standortes
................................. bekannt machen.

# Stellen Sie sich vor, Sie arbeiten in einer Werbeagentur. Verfassen Sie einen Slogan für eine Region
in Ihrem Heimatland.

100 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4


J9 R uh r 2010 - K u ltu rh a u p ts ta d t Europas

Das Ruhrgebiet - das größte Industriegebiet Europas


as Ruhrgebiet als drittgrößter Ballungsraum
D Europas ist erst Mitte des 19. Jahrhunderts
entstanden. Aus dem ländlichen Raum mit kleinen
Dörfern und Städten wurde durch die Industriali­
sierung innerhalb weniger Jahrzehnte das größte
Industriegebiet Europas. Der Kohleabbau und die
Stahlherstellung boten vielen Menschen Arbeit.
Viele von ihnen wanderten aus Ostdeutschland und
Osteuropa ein, und so entstand ein Ballungsgebiet
mit mehr als fünf Millionen Menschen. Für viele
bedeutet „Ruhrgebiet“ bis heute: ein dicht besiedel­
tes Industriegebiet, Steinkohlebergbau, Stahlwerke
(Krupp, Thyssen), verpestete Luft, die Fußballver­
eine Borussia Dortmund und Schalke 04 ...
Doch die Metropole Ruhr - mit ihren 53 Städten
und Gemeinden - hat sich seit dem Niedergang der
Montanindustrie in den 60er-Jahren des 20. Jahr­
hunderts gewaltig verändert. Immer mehr Zechen
wurden geschlossen, viele Menschen wurden ar-

beitslos und mussten neue Berufe erlernen. Im


Ruhrgebiet vollzog sich ein Strukturwandel und es
erwachte auch ein neues Selbstbewusstsein. Kultur
statt Kohle - so heißt jetzt die Devise. Als RUHR
2010 - Kulturhauptstadt Europas w ill die Region
nunmehr Modell für andere urbane Regionen in Eu­
ropa sein.
„Das Ruhrgebiet atmet nicht mehr Staub, sondern
Zukunft. “ (Adolf Muschg)

# Lesen Sie den Text und ergänzen Sie die Informationen mit Relativsätzen.

1. Das Ruhrgebiet ist ein Ballungsraum,...................... M itte ................................................


entstanden ist.

2. Das größte Industriegebiet Europas entstand in einer Region,...................... sehr ländlich


war.

3. Die Menschen,...................... im Ruhrgebiet Arbeit suchten, kamen aus..........................

4. Eine Zeche ist ein Bergw erk,...................... Kohle abgebaut wird.

5. Das Ruhrgebiet ist ein G eb iet,...................... sich durch den Niedergang der Schwerindus­
trie stark ....................................

6. Viele Industrieanlagen,...................... geschlossen wurden, sind heute Museen und Theater­


stätten.

7. Als Kulturhauptstadt 2010 will die Metropole Ruhr eine Region sein,...................... für ande­
re urbane Regionen in Europa Vorbild ist.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 4 101


U 10 S e h e n s w ü rd ig k e ite n im R u h rg e b ie t

Ergänzen Sie die Relativpronomen und suchen Sie die Städte auf der Karte.

Haltern
Dorsten

Schermbeck
IAUSEN
Oer-
Erkenschwick

Waltrop
Bergkamen
Herten Rec*(lin9hausen
Kamen
Dinslaken Gelsen- Castrop-
Rheinberg kirchen Rauxel

Dortmund
^Holz­
wickede Fröndenberg
Bochum
Moers

[Hattingen

ENNEPE
Gevelsberg

G a s o m e te r O berhausen Schauspielhaus B ochum

1. Das deutsche Bergbaumuseum in B ochum ,................... verschiedene technische Bereiche des


Bergbaus darstellt, ist das größte Bergbaumuseum der W e lt.

2. Das Schauspielhaus Bochum ist eines der renom m iertesten Theater in D eutschland,............
......................... nicht nur klassische Dramen, sondern auch moderne Theaterstücke gespielt
werden.

3. Die Zeche Z ollern in D ortm und entstand Anfang des 20. Jahrhunderts und ist eine Industrie­
anlage, ................... heute unter Denkmalschutz steht.

4. Das Museum Folkwang in Essen ist ein Kunstm useum ,................... eine bedeutende Samm­
lung deutscher und französischer Malerei und Skulptur des 19. und 20. Jahrhunderts zeigt.

5. Ein beliebtes Ausflugsziel in Essen ist das ehemalige Wohnhaus der Familie Krupp, die „Villa
Hügel“ , ........................................ seit 1953 auch große Ausstellungen stattfinden.

6. „Z ollverein“ ist der Name des B ergw erks,................... die großen Steinkohle-Funde unter­
halb der Stadt Essen ausbeutete u n d ................... im Jahre 2001 UNESCO-Weltkulturerbe
wurde.

7. Schalke 04 ist ein Fußballverein aus dem Gelsenkirchener Stadtteil Schalke,................... eines
der modernsten Fußballstadien Europas hat.

8. D e r Gasometer, das Wahrzeichen der Stadt Oberhausen, ist ein Kokereigasspeicher*,


man 1929 errichtete u n d ................... heute eine Ausstellungshalle ist.

9. Die drei Ruhruniversitäten (Bochum, D ortm und und Duisburg-Essen),...................


................... 89 000 Studenten studieren, haben die Universitätsallianz „M e tro p o le Ruhr“ ge­
gründet. A u f diese Weise wollen sie noch stärker Zusammenarbeiten.

Kokereigas: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts w ar Kokereigas der Brennstoff fü r die Gaslampen in den Städten. Es wurde
später auch zum Heizen und Kochen in den Haushalten verw endet. Kokereigas w ird durch ein spezielles
Verfahren aus Steinkohle erzeugt. Es w ird heute nur noch in der Industrie eingesetzt.

102 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l <


J 11 D e u ts c h la n d nach d e m Z w e ite n W e lt k r ie g

Lesen Sie dazu den folgenden gekürzten Ausschnitt aus der Satire „M ein Onkel Fred“ (1951) von
Heinrich Böll.
Heinrich Böll (1917-1985) wurde in Köln geboren. Nach sechs Kriegsjahren als Soldat kehrte er
1945 nach Köln zurück. Er schrieb Erzählungen, Romane, Hörspiele. 1972 erhielt er den N obel­
preis für Literatur. In seinen frühen Erzählungen beschreibt Böll vo r allem den Alltag im Krieg und
in der Nachkriegszeit in Deutschland.

1 TV /fe in Onkel Fred ist der einzige Mensch, der Er erhob sich an einem Spätsommertag morgens
X V X m ir die Erinnerung an die Jahre nach 1945 von seinem Sofa, rasierte sich so umständlich,
erträglich macht. Er kam an einem Sommernach­ dass wir erschraken, verlangte saubere Wäsche,
mittag aus dem Kriege heim, schmucklos geklei- lieh sich mein Fahrrad und verschwand,
5 det, als einzigen Besitz eine Blechbüchse an ei­ so Seine späte Heimkehr stand unter dem Zeichen
ner Schnur um den Hals tragend sowie beschwert großen Lärms und eines heftigen Weingeruchs;
durch das unerhebliche Gewicht einiger Kippen, der Weingeruch entströmte dem Munde meines
die er sorgfältig in einer kleinen Dose aufbewahrte. Onkels, der Lärm rührte von einem halben Dut­
Er umarmte meine Mutter, küsste meine Schwester zend Zinkeimern, die er mit einem großen Seil
10 und mich, murmelte die Worte „Brot, Schlaf, Ta­ 55 zusammengebunden hatte. Unsere Verwirrung
bak“ und rollte sich auf unser Familiensofa, und so legte sich erst, als wir erfuhren, dass er entschlos­
entsinne ich mich seiner als eines Menschen, der sen sei, den Blumenhandel in unserer arg zerstör­
bedeutend länger war als unser Sofa. ... ten Stadt zum Leben zu erwecken. Meine Mut­
Ich selbst übte damals eine undankbare Funkti- ter, voller Misstrauen ..., verwarf den Plan und
15 on in unserer unbescholtenen Familie aus: ich war so behauptete, für Blumen bestehe kein Bedürfnis.
vierzehn Jahre alt und das einzige Bindeglied zu je ­ Aber sie täuschte sich.
ner denkwürdigen Institution, die wir Schwarzmarkt Es war ein denkwürdiger Morgen, als wir On­
nannten. Mein Vater war gefallen, meine Mutter kel Fred halfen, die frisch gefüllten Eimer an die
bezog eine winzige Pension, und so bestand meine Straßenbahnhaltestelle zu bringen, wo er sein
20 Aufgabe darin, fast täglich kleine Teile unseres ge­ es Geschäft startete. Und ich habe den Anblick der
retteten Besitzes zu verscheuern oder sie gegen Brot, gelben und roten Tulpen, der feuchten Nelken
Kohle und Tabak zu tauschen. Die Kohle war damals noch heute im Gedächtnis und werde nie ver­
Anlass zu erheblichen Verletzungen des Eigentums­ gessen, wie schön er aussah, als er inmitten der
begriffes, die man heute mit dem harten Wort Dieb- grauen Gestalten und der Trümmerhaufen stand
25 stahl bezeichnen muss. So ging ich fast täglich zum 70 und mit schallender Stimme anfing zu rufen:
Diebstahl oder Verscheuern aus, und meine Mut­ „Blumen ohne!“. Über die Entwicklung seines
t e r ... sah mich morgens nur mit Tränen in den Au­ Geschäftes brauche ich nichts zu sagen: sie war
gen meinen komplizierten Pflichten entgegengehen. kometenhaft. Schon nach vier Wochen war er
So hatte ich die Aufgabe, ein Kopfkissen zu Brot, Besitzer von drei Dutzend Zinkeimern, Inhaber
30 eine Sammeltasse zu Grieß oder drei Bände Gustav 75 zweier Filialen, und einen Monat später war er
Freytag zu fünfzig Gramm Kaffee zu machen ... Steuerzahler. ...
Onkel Freds Ankunft weckte in uns allen die Er­ Jedenfalls waren wir nicht nur dauernd mit fri­
wartung starker männlicher Hilfe. Aber zunächst schen Blumen, sondern auch mit Brot und Kohlen
enttäuschte er uns. Schon vom ersten Tage an er- versehen, und ich konnte meine Vermittlertätig-
36 füllte mich sein Appetit mit großer Sorge, und als 80 keit niederlegen ... Onkel Fred ist längst ein ge­
ich diese meiner Mutter ohne Zögern mitteilte, bat machter Mann: seine Filialen blühen immer noch,
sie mich, ihn erst einmal „zu sich kommen zu las­ er hat ein Auto, und ich bin als sein Erbe vorge­
sen“. Es dauerte fast acht Wochen, ehe er zu sich sehen und habe den Auftrag, Volkswirtschaft zu
kam. Trotz aller Flüche über das unzulängliche studieren, um die steuerliche Betreuung des Un-
« Sofa schlief er dort recht gut, verbrachte den Tag 85 ternehmens schon vor Antritt der Erbschaft über­
dösend oder indem er uns mit leidender Stimme er­ nehmen zu können.
klärte, welche Stellung er im Schlaf bevorzuge ... Wenn ich ihn heute sehe, ... kommt es mir
Aber das Ereignis in dieser Zeit war die Tatsa­ merkwürdig vor, dass es wirklich eine Zeit in
che, dass Onkel Fred acht Wochen nach seiner er- meinem Leben gab, in der mir sein Appetit
45 freulichen Heimkehr die Initiative ergriff. so schlaflose Nächte bereitete.

W orterklärungen
► erträglich: man kann etwas ertragen ► die Blechbüchse: die Dose aus Blech ► schmucklos: einfach ► die Kippe:
der Rest einer Z iga rette ► verscheuern: verkaufen ► unbescholten: integer ► dösen: leicht, nicht tie f schlafen ► der
Zinkeim er: ein Eimer aus Z in k ► kometenhaft: sehr schnell ► die V e rm ittle rtä tig ke it niederlegen: m it dem Handel auf
dem Schwarzm arkt aufhören ► der Erbe: Person, die nach dem Tod eines Menschen ein Erbe (z. B. Geld, Haus usw.) erhält

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 4 103


# Aufgaben zum Text

1. Heinrich Böll beschreibt den Onkel als „K riegsheim kehrer“ . W oran erkennt man ihn (K lei­
dung, Besitz, Wünsche)?

2. Erläutern Sie den Begriff „Schw arzm arkt“ . W arum muss der Neffe d o rt verkaufen? W o m it
handelt er?

3. Suchen Sie Beispiele aus dem Text fü r die Erwartungen der Familie an den Onkel, das Verhal­
ten des Onkels.
4. M it welcher Idee w ill der Onkel Geschäfte machen? W ie reagiert die Familie darauf? W ie
entw ickelt sich das Geschäft?

5. Was bedeutet der Begriff „gemachter Mann“ ?


C....! Er ist fü r das Geschäft nicht geeignet.
□ Er ist erfolgreich.
I Er hat das Geschäft aufgegeben.

U 11 Stationen der deutschen N achkriegsgeschichte: Von der Teilung zu r Einheit

1989

104 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 4


— 8. Mai 1945 Ende des Zweiten Weltkriegs: Das — Januar 1963 K onrad A denauer und Charles de
Deutsche Reich kapituliert. Gaulle unterzeichnen in Paris den
— 5. Juni 1945 Die vier Siegermächte (USA, Eng­ deutsch-französischen Freundschafts­
land, Frankreich und die Sow jetuni­ vertrag.
on) teilen Deutschland in vier Besat­ — Juni 1963 Der am erikanische Präsident John F.
zungszonen auf. K ennedy besucht die Bundesrepublik
— 1947 Die USA beschließen m it dem Mar- und W est-Berlin (Kennedy: „Ich bin
shall-Plan ein W iederaufbaupro­ ein B erlin er“ ).
gram m für W esteuropa. — Oktober 1969 Die SPD unter W illy B randt (ab 1974
— Juni 1948 W ährungsreform in den drei W estzo­ Helmut Schmidt) übernim m t zu­
nen und in W est-Berlin. Die Sowjet­ sam m en mit der FDP die Regierung
union blockiert die Zufahrtsw ege („Neue O stpolitik“ ).
nach W est-Berlin („Berlin-Blocka- — August 1970 M oskauer Vertrag zw ischen der B un­
de“). W est-Berlin w ird aus der Luft desrepublik und der Sowjetunion
versorgt („Luftbrücke“). — D ezem ber 1970 Warschauer Vertrag zwischen der
— Septem ber 1948 In der Trizone (britische, am erika­ Bundesrepublik und Polen. Beide
nische und französische B esatzungs­ Staaten stellen die Unverletzlichkeit
zone) w ird der Parlam entarische Rat der Grenzlinie an Oder und Neiße fest.
gebildet. — 1971 V ier-M ächte-Abkom men über Ber­
— 23. Mai 1949 D er Präsident des Parlam entarischen lin: Es regelt u. a. den Transitverkehr
Rates, K onrad Adenauer, verkündet zw ischen W est-Berlin und der B un­
das G rundgesetz. Die Bundesrepublik desrepublik.
D eutschland w ird gegründet. — D ezem ber 1972 Grundlagenvertrag zwischen den bei­
■7. O ktober 1949 Die DDR w ird gegründet. den deutschen Staaten: Die beiden deut­
■17. Juni 1953 Die Erhöhung der A rbeitsnorm en schen Staaten wollen au f Gewalt ver­
führt in O st-Berlin zu einem Streik zichten und erkennen die Grenze an.
der Arbeiter. Er weitet sich zum — 1974 DDR und B undesrepublik eröffnen
Volksaufstand aus und w ird gewalt­ „Ständige V ertretungen“ (= kleine
sam niedergeschlagen (bis 1990 im Botschaften).
W esten „Tag der deutschen Einheit“). — 1982 Helmut Kohl (CDU) übernim m t mit
— 1954 Pariser Verträge: Die B undesrepublik der CSU und der FDP die Regierung.
w ird M itglied der W esteuropäischen
— ab A ugust/Sep­ M ontagsdem onstrationen in den
Union und der NATO.
tem ber 1989 großen Städten der DDR gegen die
■1955 Die O stblockstaaten schließen den SED -Führung („Wir sind das Volk“)
W arschauer Pakt. Die DDR tritt
— 7. O ktober 1989 Die DDR feiert den 40. Jahrestag der
ihm bei.
Staatsgründung (M. Gorbatschow
— 1957 Römische Verträge: Die A ußenm inis­ w arnt Erich Honecker: „Wer zu spät
ter der B undesrepublik, Frankreichs, komm t, den bestraft das L e b en “ ).
Italiens und der B eneluxstaaten u n ­
— 9. N ovember 1989 Die M auer w ird geöffnet.
terzeichnen in Rom die Verträge über
die G ründung einer Europäischen — 18. M ärz 1990 In der DDR finden die ersten freien
W irtschaftsgem einschaft (EWG) und Wahlen statt.
einer Europäischen A tom gem ein­ — 1. Juli 1990 W ährungs-, W irtschafts- und Sozial­
schaft. union: Die D -M ark w ird alleiniges
— 13. A ugust 1961 Im m er m ehr M enschen fliehen aus der Zahlungsm ittel in der DDR.
DDR in den Westen. Die DDR unter — 3. O ktober 1990 D eutschland erhält die volle Sou­
W alter U lbricht lässt in B erlin eine veränität zurück. Die DDR tritt der
M auer bauen. B undesrepublik bei.

# Geben Sie die Geschichte der beiden deutschen Staaten in der Vergangenheit wieder.

# N otieren Sie in Stichworten die verschiedenen Phasen der deutschen Geschichte nach 1945.

Teilung Annäherung auf dem W eg zur Einheit

VLe/ Alliierten/ teilten/


V e u t}^ h la r id / (r v v t e r
ß e w t y u n g ir y y r ie n / c u A f.

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 4 105


U 13 Stichw ort: „So ziale M arktw irtschaft“
Das von Ludwig Erhard (1897-1977), dem ersten W irtschaftsm inister der Bundesrepublik, ver­
tretene Konzept der „Sozialen M a rktw irtsch a ft“ verfolgt das Prinzip „So wenig Staat wie möglich,
so viel Staat wie nötig.“ „Sozial“ steht fü r soziale G erechtigkeit und Sicherheit, „M a rk tw irts c h a ft“
steht fü r wirtschaftliche Freiheit.

Einschränkungen der M arktw irtschaft Das Betriebsverfassungsgesetz

Merkmal der M a rktw irtschaft ist der W e ttb e ­ Das Betriebsverfassungsgesetz aus dem Jahre
w erb und das Streben nach Gewinn. 1952 regelt die innerbetriebliche Ordnung.
W irtschaftliche Freiheit bedeutet, dass Ver­ Dazu gehören die Mitbestimmung und M itw ir­
braucher frei entscheiden können, welche kung des einzelnen Arbeitnehm ers, die A rb e it­
G üter sie kaufen (Konsumfreiheit). Käufer und nehm ervertretung und die Rechte der Ge­
Verkäufer von G ütern und Dienstleistungen werkschaften.
haben die Freiheit, sich neben anderen um das D e r Betriebsrat v e rtritt die Interessen der
gleiche Ziel zu bemühen (W ettb ew e rb sfre i­ A rbeitnehm er gegenüber dem Arbeitgeber. Er
heit). w ird von allen Arbeitnehm ern über 18 Jahren
Das Kartellgesetz von 1957 soll jedoch verhin­ gewählt. Er muss z. B. darauf achten, dass die
dern, dass Konkurrenten sich absprechen oder Tarifverträge eingehalten werden. Seine M it­
sich zu großen Firmen zusammenschließen und bestimmungsrechte betreffen z. B. Fragen der
dadurch den W e ttbe w e rb beschränken. Eini­ A rbeitszeit und der Urlaubsregelung. D er A r ­
ge W irtschaftsbereiche sind nicht ganz dem beitgeber braucht bei Einstellungen und Kündi­
m arktw irtschaftlichen System unterw orfen gungen die Zustimmung des Betriebsrats.
und werden deshalb subventioniert, wie z. B.
die Landwirtschaft oder das Verkehrswesen. Soziale Sicherheit
Die M a rktw irtschaft soll durch den Staat d o rt
beschränkt werden, w o sie die soziale G erech­ Sozial Schwächere werden durch ein soziales
tigkeit und die soziale Sicherheit gefährdet. N etz abgesichert. Die deutsche Sozialversiche­
rung ist das Kernelement des deutschen Sozi­
Tarifautonomie alsystems. Es basiert auf fünf Säulen: A rb e its­
losenversicherung (AV), Rentenversicherung
D e r Staat verzichtet fast vollkommen darauf, in (RV), Krankenversicherung (KV), Unfallver­
die Preis- und Lohngestaltung einzugreifen. sicherung (UV) und Pflegeversicherung (PV).
Im Rahmen der Tarifautonomie handeln die Daneben umfasst das soziale N etz steuerfinan­
Tarifpartner (Arbeitgeber und Arbeitnehm er) zierte Leistungen wie z. B. das Kindergeld oder
allein die Tarifverträge aus. In Lohn- und G e­ das Elterngeld fü r ein Elternteil, das nach der
haltstarifverträgen w ird die Vergütung der A r ­ G eburt des Kindes ein Jahr zu Hause bleibt.
beitsleistung geregelt. In Rahmentarifverträgen A be r das 21. Jahrhundert verlangt nach Re­
werden die Lohn- und Gehaltsgruppen festge­ form en (z. B. im Gesundheitswesen), weil das
legt und die A rbeitnehm er diesen Gruppen zu­ Sozialsystem in der bisherigen Form nicht
geordnet. M anteltarifverträge regeln allgemei­ mehr finanziert werden kann. D e r Grund dafür
ne Arbeitsbedingungen wie Urlaubsdauer oder ist, dass die Bevölkerung im m er älter w ird, die
Arbeitszeit. Die Arbeitgeber werden dabei G eburtenrate niedrig ist und die Zahl der Er­
durch ihre Arbeitgeberverbände (z. B. Gesamt­ werbstätigen zurückgegangen ist.
metall), die A rbeitnehm er durch die G ew erk­
schaften vertreten. Die Gewerkschaften in der
Bundesrepublik sind im Deutschen G ew erk­
schaftsbund (DGB) zusammengeschlossen. Die
Einzelgewerkschaften (z. B. IG Metall, IG Berg­
bau, Chemie, Energie) vertreten die A rbeitneh­
m er eines gesamten W irtschaftsbereichs.

W orterklärungen
► u n terw o rfe n sein: unterliegen, bestim m t sein ► sich absprechen: hier: sich über Preise einigen ► festlegen: bestimmen

106 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 4


9 Aufgaben zur Übersicht

I. Was bedeutet „Soziale M a rktw irtsch a ft“ ? Suchen Sie dafür Beispiele im Text.

2. W elche Rechte haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

3. W arum ist das Sozialsystem zu Beginn des 21. Jahrhunderts in der Krise?

4. W ie sieht das Sozialsystem in Ihrem Heimatland aus?

# Redemittel: Begriffe erklären

U nter ... versteht man,dass ...


D efinition
U nter ... versteht man ... Substantiv (A)
D e r Begriff ... bedeutet, dass ...
D e r Begriff ... bedeutet ... Substantiv (A)

Was gehört zu Das ist eine Versicherung, die ...


einem Begriff? (D e r Begriff) ... umfasst ...
Zu ... gehört/gehören ...
Zu ... zählt/zählen ...

# Diskutieren Sie zum Thema „Soziale Sicherheit“ .

► Was kann/muss Aufgabe des Staates sein?


► W o ru m können/sollen sich die Bürger selbst kümmern?

Um W ir sind w ieder w er: Deutschland wird Exportw eltm eister.


< W irtsch a ftlich e r Aufschwung, W irtschaftsw under. Im Sommer 1964 w ird in der Bundesrepublik
öer rriitnonste ^jastafoeY teir, k r m a n ö o V voängu e s , Y)eg r uifrt.
Sie hören dazu eine Rundfunksendung.
Die Sendung w ird m it dem folgendem Z ita t Ludwig Erhards eingeleitet, der die Deutschen zum
Sparen auffordert.

„Die M enschen haben es zw ar zuwege gebracht, das Atom zu spalten, aber nim ­
m erm ehr w ird es ihnen gelingen, jenes eherne Gesetz aufzusprengen, das uns
m it unseren M itteln haushalten lässt, das uns verbietet, m ehr zu verbrauchen, als
w ir erzeugen können - oder erzeugen wollen.“
L udw ig E rhard, 1964

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 4 107


§ Hören Sie nun zuerst den Radiobericht „G ro ß e r Bahnhof fü r einen kleinen Mann“ und beantwo -
■j 2 q ten Sie dann die folgenden Fragen.

1. W arum holte man ausländische A rbeitskräfte nach Deutschland?


2. W o h e r kom m t Arm ando Rodrigues?
3. W o kom m t er an?
4. Die R eporterin unterhält sich m it Dr. M ühlwarth, einem V e rtre te r der Bundesvereinigung
der deutschen Arbeitgeberverbände. In dem Gespräch werden ausländische A rbeitskräfte
„G astarbeiter“ bezeichnet. Was bedeutet das?
5. W ie b eu rte ilt Dr. M ühlwarth die Tendenz?
6. W ie viele ausländische A rbeitskräfte kommen 1964 monatlich nach Deutschland?
I I 10 000 □ 20 000 □ 30 000
7. W ie viele ausländische A rbeitskräfte kommen im Jahr 1964 m ehr nach Deutschland?
8. W o h er kamen bisher die meisten ausländischen Arbeitskräfte? W ie sieht die Situation d o rt au
9. Aus welchen Ländern kommen die A rbeitskräfte nun?
10. Man hat die ausländischen A rbeitskräfte auch als „A rb e itsw illige “ bezeichnet. W ie beurte :
die Sprecherin diesen Begriff?

0 15 W a s /W e r is t das ...?

Ergänzen Sie die Definitionen m it Relativpronomen und ordnen Sie die Begriffe zu.

(T ) der Vorstand 2 der G astarbeiter 3 der Aufsichtsrat 4 die Waschmaschine 5 d


Gewerkschaft 6 der Betriebsrat 7 die Arbeitslosenversicherung 8 die Holding 9 de
Ballungsraum (io die Aktiengesellschaft 11 der Geschäftsführer

o 1. Das sind A rbeitskräfte aus dem A usland,................... fü r eine bestimmte Z e it in


Deutschland arbeiten.

o 2. Das ist eine O rganisation,................... die Interessen der A rbeitnehm er v e r tr itt und
......................................... die A rb e itg e b e rve rtre te r Tarifverträge aushandeln.

o 3. Das ist eine V ersicherung,................... den Einzelnen schützt, wenn er arbeitslos wird. |

o 4. Das ist eine R egion,......................................... sehr viele Menschen leben.

o 5. Das ist ein Leitungs- und V ertretungsorgan,................... an der Spitze einer juristischer
Person (z. B. Aktiengesellschaft) steht.

o 6. Das ist ein O rg a n ,................... den Vorstand einer juristischen Person überwacht und
ko n tro llie rt.

o 7. Das ist eine Handelsgesellschaft m it eigener Rechtspersönlichkeit,...................


................... A ktionäre m it ihren Einlagen beteiligt sind.

o 8. Das ist ein G re m iu m ,................... die Interessen der A rbeitnehm er in einem Unterneh
men v e rtritt.

o 9. Das ist eine G esellschaft,................... als Dachgesellschaft die Finanzierung und Verwal­
tung der Tochterunternehm en übernimm t.

o 10
rufen u n d ................... als leitendes Organ die Geschäfte füh rt.

o II.

# Suchen Sie sich in dem Kapitel w eitere Begriffe zu den folgenden Themen heraus und definieren
Sie sie. Ihr Lernpartner soll die Begriffe erraten.
► Maschinen ► Unternehmensformen ► W irtschaftsregionen

108 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a pite -


5 R e ise mit Hindernissen
Themen: A Einladung zum Firmenjubiläum B Am Flughafen
kauf: Business-O utfit E Die Lufthansa
C In der Apotheke D Kleider­

A I Einladung zum Firmenjubiläum

A 1 E in e M a sch in e f ü r B o ris K o ro le n k o

Boris Korolenko, Entwicklungschef eines ukrainischen Autom obilunternehm ens, sucht einen deut­
schen Kooperationspartner. Seine Firma sucht einen H ersteller von Maschinen fü r die Blechbear­
beitung. A u f der E M O - Die W elt der M etallverarbeitung in Hannover hat er den Messestand der
Fa. TRU M PF G m bH + Co. KG besucht und sich über ein bestimmtes Verfahren in form ie rt. Das U n­
ternehmen hat anlässlich des Firmenjubiläums eine neue Produktionshalle eröffnet und einige Kun­
den nach Ditzingen bei S tuttgart eingeladen.
Lesen Sie zuerst die Einladung und füllen Sie dann die A n tw o rtk a rte aus.

A n tw o rtk a rte
Ic h n e h m e am Jubiläum
Einladung
teil | [ nicht teil 1_1
zu unserem Firmenjubiläum am Freitag, m it....... Personen
allein 0
den 2 2 .5., in Ditzingen
Ich reise

Programm
mit dem Zug
mit dem Flugzeug □
16 00 Uhr: Festvortrag mit anschließendem mit dem eigenen Pkw —
Rundgang durch die neuen an.
Produktionsanlagen
Ich benötige D oppelzim m er
ab 19.00 Uhr: Aperitif und kaltes Büfett . . . Einzelzimmer
_____________________________ "fi
V o ra u s s ic h tlic h e A nkunft:..............................
Bitte teilen Sie uns auf dem neben­ Die Zimmer werden für Sie im H o te l Blankenburg
ste h e n d e n Abschnitt bis 1.5. mit, ob
in Ditzingen reserviert.
Sie an dieser Veranstaltung teilnehmen.

A 2 W a n n m uss B o ris K o ro le n k o anreisen?

Schreiben Sie fü r Boris Korolenko eine Mail an das Unternehmen und teilen Sie m it, wann Sie an­
kommen.

Von: K iew (Borispol) N ach: Stuttgart-Echterdingen

Termin Abflug Ankunft Flugdauer Flugnummer Stopps Umsteigeort

Mi. 20.05. 06:45 10:00 4h 15 min LH 3233 1 München


14:10 17:45 4 h 35 min LH 3237 1 Frankfurt
Do. 21.05. 06:45 10:00 4h 15 min LH 3233 1 München
14:10 17:45 4 h 35 min LH 3237 1 Frankfurt
Fr. 22.05. 06:45 10:00 4 h 15 min LH 3233 1 München
14:10 17:45 4h35 min LH 3237 1 Frankfurt
Sa. 23.05. 06:45 10:00 4h 15 min LH 3233 1 München
14:10 17:45 4h35 min LH 3237 1 Frankfurt
So. 24.05. 14:10 17:45 4h35 min LH 3237 1 Frankfurt

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 109


3 Am Flughafen

3 1 W a s is t m it B o ris K o ro le n k o passiert? OÜ7

Weshalb steht er am Schalter der Lufthansa ? Erzählen Sie die Geschichte m it Ihren eigenen W o rte n

»WunPt- Lu0

# Was ist das fü r ein Gegenstand? O rdnen Sie die Begriffe den Gegenständen zu.

Dr. Blümel
fehlerem*
l die Zahnbürste Tandor
Lavendel

( 2 ) der Kamm

(3 ) das Shampoo

; 4) die Zahnpasta

(5 die Creme

6 die Rasiercreme

7 der Rasierapparat

8 das Parfüm

E x z x >-~"»£&2 tcm- <ai ’fiw r ti 2 . Kapreei 5


32 Ein G espräch am Lufthansa-Schalter O Ü I, Ü 2

Hören Sie den ersten Teil des Gesprächs und machen Sie sich Notizen.

^2^ I- W arum w endet sich Boris Korolenko an den Schalter der Lufthansa ?
2. W o h e r kom m t er gerade?
3. Beschreiben Sie sein Gepäck.

# Hören Sie nun den zweiten Teil des Gesprächs am Lufthansa- Schalter.

Hostess: ... W ir kümmern uns so fo rt darum. Füllen Sie bitte das Formular aus und geben Sie
1.22
uns eine Adresse und Telefonnummer in S tuttgart an. Sind Sie im Hotel?
Korolenko Ja, ...
Hostess: Gut. Wenn w ir das Gepäck gefunden haben, setzen w ir uns m it Ihnen in Verbindung.
W ir liefern Ihnen das Gepäck dann kostenfrei ins Hotel. H ier ist die Vorgangsnum­
mer. U n ter dieser N um m er können Sie sich auch online über den Stand der G e­
päckerm ittlung informieren.
Korolenko: A be r am Nachmittag bin ich zu einem Empfang eingeladen. Da muss ich m ir noch ein
paar Sachen kaufen. Bekomme ich die Kosten von Ihnen erstattet?
Hostess: A be r selbstverständlich. Ich kann Ihnen vorerst 200 € bar auszahlen. Sie können sich
auch Ersatzkleidung und Toilettenartikel kaufen. Bei Kleidung erstatten w ir bis zu
50 %, Toilettenartikel erstatten w ir zu I00 %.

Korolenko: Verzeihung, das habe ich nicht verstanden.


Hostess: Laut M ontrealer Abkomm en von 2004 müssen die Fluggesellschaften den Fluggästen
eine Entschädigung zahlen, wenn das Gepäck verspätet ankomm t oder verloren geht.
W enn das Gepäck nicht m ehr auftaucht, erhalten Sie zurzeit I 200 € Entschädigung.
Sie können sich aber schon heute das N ötigste kaufen - Bekleidung und Toilettenar­
tikel. A be r bitte bewahren Sie die Quittungen auf.
Korolenko: Das ist gut.

Hostess: So, wenn Sie so freundlich wären und bitte dieses Formular ausfüllen würden - m it
genauer Gepäckbeschreibung und Inhalt. Und dann brauchen w ir noch die Adresse
und Ihre Telefonnummer.

Korolenko: Selbstverständlich.
Hostess: Und hier ist die Telefonnummer der Gepäckermittlung. Sie können auch heute noch
einmal d o rt anrufen. Die kann Ihnen sagen, w o Ihr Gepäck geblieben ist. Und wie
gesagt, Sie können sich auch online unter dieser Adresse inform ieren, ob w ir das Ge­
päck m ittle rw e ile gefunden haben.

Korolenko: Ah ja, das ist sehr praktisch.


Hostess: D a rf ich Ihnen inzwischen ein „O ve rn ig h t-K it“ , einen Kulturbeutel unserer Gesell­
schaft, geben? Da haben Sie schon das Nötigste.
Korolenko: Sehr freundlich von Ihnen.

# Beantworten Sie die Fragen.

1. W ie löst die Hostess das Problem?


2. W ie reagieren Boris Korolenko und die Hostess (ruhig, sachlich, aggressiv, höflich, wütend usw.)?
Suchen Sie Beispiele im Dialog.
3. Boris K orolenko hat sicher noch einige Fragen an die Hostess. Spielen Sie einen Dialog.

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5


3 3 V e r lu s tm e ld u n g

Füllen Sie das Formular I Member of Star Alliance Lufthansa


Bitte Felder ausfüllen und senden an: Referenznummer der Verlustmeldung hier angeben:
der Lufthansa fü r Boris Please compiete the fields and return to: Input here your file reference number:
■» «r
Korolenko aus. Ihr Nachname:
Your last name:
Deutsche Lufthansa AG Ihr Vorname:
Gepäckdienste Your first name:

Ihre Konto-Nr ->


Your account nö.:
D-60546 Frankfurt
Deutschland Bankleitzahl:
Bank code:

Name des Geldinstitutes/Ort: 4


Name of bank/Place:
F a x : + 4 9 - (0 )6 9 - 6 9 0 5 5 1 7 1
Vielfliegerprogramm und Ihre Kundennummer:
Frequent Flyer Programme and your customer number:
E-m ail: C e n tra lB a a q a q e T ra c in q @ c llh .d e

Lieber Fluggast.
mit den von ihnen bisher gemachfen Angaben müssten wir Ihr Gepäck in kürzester Zeit finden. In Einzelfällen kann jedoch eine erweiterte
Computer-Suche notwendig werden. Sollten Sie Ihr Eigentum nicht innerhalb von 3 Tagen erhalten haben, füllen Sie bitte diese Inhaltsliste aus
und senden sie an uns per Posl, Fax oder e-mail. Eine möglichst detaillierte Beschreibung des Gepäckinhalts ist sehr wichtig. Fehlen Ihnen
mehrere Gepäckstücke, bitten wir Sie, pro Stück eine separate Liste auszufüllen. Vielen Dank!

Dear passenger,
with the particulars you have glven, we should be able to trace your baggage soonest. In some cases however, an extended computerized
search by means of detailed lists of contents may be required. If your baggage cannot be retrieved withln 3 days, please compiete this form and
submit it to us (mail, fax or e-mail). In case several pieces of baggage are missinq, please compiete one separate list for each bag. Thank you!
Ihre ständige Anschrift / Telefonnummer / E-mail-Adresse Vorübergehende Adresse / Telefonnummer
Your permanent address / Telephone number / e-mail-address Temporarv address/Telephone number bis / until:

Fluggesellschaft / Flugnummer: Datum: Von: Nach:


Airline / Flight number: Date: From: To:

Falls Sie uns den Verlust nicht sofort an Ihrem Ankunftsflughafen angezeigt haben, geben Sie bitte den Grund an.
If you did not report the loss al once on arrival. please state why not.

Verlusl wurde bereils bet folgender anderer Luftverkehrsgesellschaft gemeldet


Loss has been already reported to followino airlines:
In: ^ ______________________________________________________________ Am / On: +
Das Gepäckstück wurde unterwegs neu abgefertigt und erhielt einen neuen Gepäckanhänger in : (Flughafen) 4
The baggage was cleared again en route and was given a new baggage tag in: (airport)

Ich habe es dort gesehen / 1saw it there ^ □ Ich habe es dort nicht gesehen / 1did not see it there □
Beschreibung des fehlenden Gepäckstückes Material: ->
Description of missing baggage -»
Farbe / Colour: 4
Markenname / Brandname: ->
Gewicht / Weight: kgs
Art/Type:
Ist Ihr Name (oder ein anderer *) am Gepäck? J a / Yes 0 • Welcher ?
Is vour name (or another *i on the bao? Nein / No □ * Which one ?

Kaufpreis (Währung angeben/Quittungen beifügen': -> Gekauft am:


Purchase price (indicate currency/enclose receipts) Bought on:

Ist Ihr Gepäck versichert? Ja /Yes D Versicherungs-Schein-Nr.: ->


Is your baggage insured? Nein/ No □ Policy No.:

Versicherungsgesellschaft (Name/Anschrift): -*
Insurance C ompany (name/address):

Forml-List'HDOLH'au ?:

S U Member of Star Alliance L l lf t h d R S d

Voilständ ige Angaben Uber den gesamten Inhalt dieses Gepäckstückes:


Full deta s of the compiete contents of this missing piece of baggage:

Anzahl Beschreibung, Fabrikat, Material Preis, Währung Gekauft am Zeitwert


Number Description, Brand, Material Price. Currency Date bought Claim

Bemerkungen / Remarks: 4* Endsumme / Total

Ich füge Quittungen bei. Ich versichere, dass die vorstehenden Angaben vollständig und
I enclose receipts. wahrheitsgemäß sind.
I affirm that the above particulars are true and compiete.
Ort, Datum Unterschrift / Signature
Place, Date

For(WI-Ust/HDOI.H«ii;2COO

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K - r l


H Handgepäck auf Flugreisen
Kennen Sie die aktuellen EU-B estimmungen fü r Handgepäck auf Flugreisen? Sie packen einen Kof­
fer fü r eine Flugreise. Was dür :en Sie nicht in die Flugkabine m it iehmen? Was ist erlaubt? Was
kom m t davon in einen Plastikb eutel, den man verschließen kann

► Feuerzeug ► Spielzeugpisto e ► Kekse ► Schlittschuhe ► Skistöcke ► Alkohol (über 70 %)


► W erkzeuge ► Golfschläger ► Rasierschaum ► Tageszeiturig ► Zündhölzer ► Batterien
► Babynahrung ► Taschentücl le r ► Wasser ► Haargel ► Pa rfüm ► Nagelschere ► Bücher
► Gesichtscreme ► Zahnpast a ► Taschenmesser

verboten erlaubt durchsichtiger Plastikbeutel

0 V U , n1MjCä

Pl{ / /f | mm. 1/

35 Szenen am Flughafen O Ü 9 , ÜI O

Spielen Sie Szenen am Flughafen: einchecken, Informationen erfragen.

# Redemittel: A m Flughafen

Fluggast Hostess

W o ist denn der Schalter der Lufthansa /der H ier in der großen Halle ...
Air France ?
W o kann man einchecken/sein Gepäck auf­ Am Schalter 289.
geben?
Wann kann man einchecken? Eine Stunde/30 Minuten vo r Abflug.
Wann kom m t die Maschine aus ... an? Die Maschine landet um ... Uhr.
Wann startet das Flugzeug? Es startet um .../D ie Maschine hat Verspätung./
D e r Flug ist annulliert.
Ist das ein D irektflug oder muss man um­ Die Maschine hat Aufenthalt in ...
steigen?
D arf man im Flugzeug rauchen? Nein, auf unseren Linien ist das Rauchen verbo­
ten.
G ibt es noch Plätze in der Businessklasse? Nein, aber in der Economyklasse.
H ier ist Ihre Bordkarte.

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 113


3 6 Is t Ih n e n so e in Z w is c h e n fa ll w ie b ei B o ris K o r o le n k o sch on e in m a l p a ssie rt? c> Ü 3 -6

Führen Sie einen ähnlichen Dialog. Verwenden Sie die Redemittel.

# Redemittel: S ich b e s c h w e re n - je m a n d e n b e ru h ig e n

Fluggast Hostess

Sagen Sie mal, was ist denn da passiert? Einen M oment bitte./Einen Augenblick bitte.

Können Sie m ir sagen, was m it meiner Ich sehe/schaue mal nach.


Tasche/meinem Koffer/meinem Trolley Ich nehme an,
passiert ist? ... dass Ihr Gepäck nicht m it dem Flugzeug an­
Schauen Sie doch (bitte) einmal nach, was gekommen ist.
da passiert ist. ... dass es beim Transfer Probleme gegeben hat.
Das gibt’s doch nicht! Mein Koffer ist nicht ... dass das Personal in ... das Gepäck nicht
m it der Maschine/dem Flugzeug/dem Zug eingeladen hat.
angekommen.
W ollen Sie damit sagen, dass mein Gepäck/
mein Koffer verschwunden ist?
Ich brauche unbedingt/sofort/heute noch ... Ich kümmere mich darum.
Kümmern Sie sich bitte so fo rt darum! Ich schaue, was ich fü r Sie tun kann.

37 E in a u s lä n d is c h e r G e s c h ä fts p a rtn e r k o m m t zu Ih n e n zu B e su ch . O Ü 10

Was machen Sie, wenn der Gast wichtig, nicht so w ichtig ist?
wichtig nicht so wichtig
1. W ir holen sie/ihn persönlich vom Flughafen/Bahnhof ab. □ □
2. W ir lassen sie/ihn durch einen firmeneigenen Wagen abholen. □ □
3. W ir lassen sie/ihn durch einen hoteleigenen Wagen/Bus abholen. □ □
4. Er/Sie nim m t ein Taxi und bekom m t das Geld von seiner/
unserer Firma erstattet. □ □
5. Er/Sie reist m it dem eigenen Pkw an. □ □
6. Er /Sie findet sich selbst zurecht. □ □
7. Er/Sie benutzt öffentliche Verkehrsm ittel. □ □

38 O r ie n tie r u n g in S t u t t g a r t <^> G 1-5, Ü 8, Ü9

Die Firma TRU M PF hat Boris Korolenko eine Lageskizze und einen Streckennetzplan von Stuttgart
geschickt. Boris Korolenko ist zum ersten Mal in Stuttgart. Deshalb fragt er einige Passanten.
Formulieren Sie die Fragen höflicher und spielen Sie kleine Dialoge. Verwenden Sie dabei auch
den S-Bahn-Plan von Stuttgart.

1. W ie komme ich am besten nach D it­ 6. Muss man umsteigen?


zingen? 7. W o kauft man denn die Fahrkarten?
2. Ist das w e it vom Flughafen? 8. W ie viel kostet denn die Fahrt ins Z e n ­
3. G ibt es vom Flughafen aus einen Zug trum?
o der eine U-Bahn? 9. W ie spät ist es eigentlich?
4. Kann man m it der S-Bahn nach D it­ 10. Wann fä h rt denn die S-Bahn?
zingen fahren? II. W o gibt es hier Bekleidungsgeschäfte?
5. Von welchem Bahnsteig fä h rt die 12. Bis wann sind sie geöffnet?
S-Bahn? 13. G ibt es hier in der Nähe eine Apotheke?
(kh.

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5


S-Bahn-Fahrplan
F lug­ Stuttg. ve r­ F lug­ Stuttg. ve r­ Benningen
hafen Hbf. kehrt hafen Hbf. kehrt

\
Freiberg (N)
10:08 10:35 täglich 18:08 18:35 täglich Favoritepark
Asperg“
10:38 11:05 täglich 18:38 19:05 täglich Ludwigsburg
Schwaikheim
Neustadt-
'% i- Komwestheim
11:08 11:35 täglich 19:08 19:35 täglich Hohenacker
Neuwirtshaus V 7,rfhnha„ Waiblingen
(Porscheplatz)
11:38 12:05 täglich 19:38 20:05 täglich Komtal ^ * Fellbach Stetten-Beinstein
Weilimdorf[ y Endersbach
12:08 12:35 täglich 20:08 20:35 täglich Ditzingen^ Beutelsbach
Höfingen.^^ Grunbach
12:38 13:05 täglich 20:38 21:05 täglich Leonberg ^
Gottlieb-Daimler-Stadion Geradstetten
Rutesheim 4 ?
13:08 13:35 täglich 21:08 21:35 täglich Renningen \ lU M i N>W »t«eiler
^.W teh
Malmshein^^^ J& F Cannstatt
Hauptbahnhof ^ Obertürkheim
13:38 14:05 täglich 21:38 22:05 täglich ^ jir Stadtmitte Mettinqen E2
^ Feuersee
14:08 14:35 täglich 22:08 22:35 täglich \ Esslingen (N)
Oberesslingen
14:38 15:05 täglich 22:38 23:05 täglich
Zell
15:08 15:35 täglich 23:08 23:35 täglich Altbach

15:38 16:05 täglich 23:38 00:05 täglich


Goldberg
X
Böblingen
Hulb ^
m
16:08 16:35 täglich 00:08 23:35 täglich Ehningen
Gärtringen
16:38 17:05 täglich Fahrpreis E inzelticket Nurfringen ^

17:08 17:35 täglich Flughafen - B ahnhof wr © Liniennetzplan S tu ttg a rt


17:38 18:05 täglich 2 Zonen: 2,35 €

# Redemittel: W egbeschreibung

► Verzeihung, können Sie m ir sagen, wie ich nach Ditzingen komme?


► Wissen Sie, ob es vom Flughafen aus eine S-Bahn gibt?

der Passant/die Passantin

Ja, einen Moment. Ich erkläre es Ihnen sofort. Tut m ir leid, ich bin auch nicht von hier./
Also, da müssen Sie ... Ich kenne mich in S tuttgart nicht aus.
Ja, natürlich/selbstverständlich. Ich habe keine Ahnung./Das weiß ich nicht.
Ja, w arten Sie, ich zeige Ihnen den Fahrkarten­ Das weiß ich leider auch nicht. Fragen Sie
automaten. doch mal den Taxifahrer/den Polizisten/am
Schalter nach ...

3 ? Boris Korolenko in Stuttgart


Hören Sie zuerst die Dialoge. Ordnen Sie die Bilder zu und notieren Sie sich auch die Informationen

1.23 O ......................

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2 , K a p ite l 5 115


C I In der Apotheke

0 1 K ra n k a u f G e s c h ä fts re is e n

Markieren Sie die Beschwerden, die typisch fü r Fernreisen sind. Suchen Sie im W ö rte rb u c h die
A rtik e l und beschreiben Sie die Symptome (auch m it Gesten).

1. d i e ' Grippe □ II. .. .... Erkältung


i/
[_L
2. ....... Husten □ 12. .. . . . . Entzündung
3. ....... Durchfall □ 13. .. .... Verstopfung
4. ....... Kopfschmerzen □ 14. .. .... Fieber \^f
5. ....... Schlafstörung □ 15. .. Magenschmerzen
6. ....... Allergie □ 16. .. .... Vitaminmangel
7. ....... Insektenstich □ 17. .. .... Zahnschmerzen
8. ....... Übelkeit □ 18. .. .... Sodbrennen
9. ....... Schnupfen □ 19. .. .... Thrombose
10. ....... Sonnenbrand □ 20. .. ...................................... A

# Redemittel: Krankheiten/Beschw erden

Ich habe Kopfschmerzen. D er Kopf tu t weh.


Halsschmerzen. D er Hals tu t weh. Ich huste/habe Husten.
Magenschmerzen. D er Magen drückt. Ich habe einen nervösen Magen/
Sodbrennen.
eine Grippe, Fieber. Ich bin erkältet, huste und habe Schnupfen.
Kreislaufbeschwerden. D er Blutdruck ist hoch/niedrig.
Verdauungsprobleme. Ich habe Durchfall/Verstopfung.
Was nehmen Sie dagegen? Ich nehme/ich trinke ...
Tropfen, einen Saft, einen Sirup, ein Aspirin, einen Tee.
In welcher Form gibt es die Medi­ Das Präparat gibt es als Kompressen, Spray,Tabletten
kamente?

02 C h eckliste: Reiseapotheke und Impfungen


V or einer Reise sollte man sich nach wichtigen Impfungen erkundigen und eine Reiseapotheke zu­
sammenstellen.
W elche Medikamente nehmen Sie auf eine Reise mit? Ergänzen Sie die Übersicht.

C h eckliste für Ihre Reiseapotheke

Medikament Beschwerden

► A bführm ittel bei


► Beruhigungsmittel bei
► Halsschmerzmittel bei
► Schmerztabletten bei
► Nasenspray bei
► D urchfallm ittel bei
► A ntibiotika bei
► Insektenschutzmittel bei
► Magnesiumpräparat bei ; . ...
► Pflaster/Verband bei
► Gel bei

16 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, Kapitc :


# Z u r Prophylaxe (Vorbeugung) gegen gefährliche Krankheiten sind Impfungen ein wichtiges M ittel.

allgemeine Impfungen gegen

► DTP: Diphtherie (Infektion der Atemwege), Tetanus (W undstarrkram pf), Pertussis (Keuchhusten)
► Hepatitis B (HBV)
► Poliomyelitis (Kinderlähmung)
► Masern (MMR: Masern-Mumps-Röteln)

Reiseimpfungen gegen

► Cholera : RN A Tl°N A l.C E m iM 3


O F V A C C I N M (O H
► Gelbfieber
C E H T IF IC A T S IN T E R N A T \ O H ^ X
► Hepatitis A (HAV) 1
D E V A C C N A H O U

► Influenza (Grippe) V T E R N A T I O N A U E B E S C H E \N \G W C » ö \
► Tuberkulose Ü B E R IM P F U N G E N
► Typhus (Durchfallerkrankung) U N D IM P F B U C H
► Zecken-Enzephalitis (FSME)

# In welchen Regionen/Ländern kommen die Krankheiten vor, gegen die Sie sich vo r einer Reise
impfen lassen sollten?

# Gegen die gefährliche Malaria gibt es keine Impfung. W ie können Sie dagegen Vorbeugen? W o ist
Malaria besonders verbreitet?

C3 In der A potheke
Boris Korolenko geht in eine Apotheke. Ordnen Sie die Dialogteile zu und verfassen Sie einen
sinnvollen Dialog zwischen Patient und Apotheker.

(T ) Patient(in) 2 ) Apotheker(in)
Normalerweise nehme ich ...
W ie o ft muss ich es nehmen?/Wie ist die Dosierung?
2 x täglich, vor/nach dem Essen ...
Ich wünsche Ihnen gute Besserung!
Ich hätte gern etwas gegen ...
Möchten Sie Tropfen oder Tabletten?
Möchten Sie ein bestimmtes Medikament/Präparat?
Haben Sie ...
(k)ein stärkeres, schwächeres Mittel?
(k)ein homöopathisches Präparat?
Norm alerweise sind diese Medikamente rezeptpflichtig. Sie müssen zu einem A rz t gehen, der
Ihnen ein Rezept ausstellt. A be r dieses Medikament ist rezeptfrei ...

# Hören Sie nun das Gespräch und notieren Sie, was Sie über Boris Korolenko erfahren.

, I. Beschwerden:..............................................................................................................................................
1.24
2. A r t des M edikam ents:..............................................................................................................................
3. D o sie ru ng :...................................................................................................................................................

G H Jetzt sind Sie gefragt.


Suchen Sie aus der Checkliste Beschwerden aus, die typisch fü r Fernreisen sind. Spielen Sie D ialo­
ge in einer Apotheke/bei einem H otelarzt. Machen Sie dabei auch Gesten.

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5


G5 J e tla g : T ip p s d e r Lufthansa f ü r ih re F lu g re is e n d e n

Lesen Sie die Texte.

Ursachen und Auswirkungen des Jetlags


er Mensch lebt normalerweise in einem 24-Stun- Allgemeine Tipps gegen Jetlag
D den-Rhythmus. Während des Schlafes verlang­
samt sich die Herz- und Atmungsfrequenz, der Blut­
Während des Fluges:
'S Stellen Sie bereits im Flugzeug Ihre Uhr
druck sinkt, die Muskulatur entspannt sich und die
auf die U hrzeit des Ziellandes um. So
mentale und psychomotorische Leistungsfähigkeit
verringert sich deutlich. können Sie sich m ental an den neuen
Durch den schnellen Ortswechsel in eine andere Zeitrhythm us gewöhnen.
Zeitzone wird eine Phasenverschiebung im mensch­ Nach der Ankunft:
lichen Tagesrhythmus hervorgerufen. Nicht nur der 'S Versuchen Sie am Tagesrhythmus des
Schlaf- und Wachrhythmus wird durchbrochen, son­ Zielortes teilzunehmen, d. h. essen Sie zu
dern auch der regelmäßige Ablauf einer Vielzahl ver­ den Zeiten des Gastlandes und gehen Sie
schiedenster Körperfunktionen, die einem 24-Stun- erst ins Bett, wenn die Sonne untergeht.
den-Rhythmus unterliegen. 'S Versuchen Sie, in der ersten Nacht nach
Müdigkeit und eine verringerte Reaktionsfähigkeit der Ankunft ausreichend zu schlafen.
in Verbindung mit Gedächtnis- und Konzentrations­ S Vermeiden Sie möglichst anstrengende
schwierigkeiten sind die häufigsten Folgen. Darüber Aktivitäten an den ersten zwei Tagen
hinaus können ein durch die Schlafunterbrechung nach der Landung. So kann sich Ihr Kör­
hervorgerufenes Erschöpfungsgefühl, Kopfschmerzen per an den neuen Zeitrhythmus gewöh­
und Übelkeit auftreten. Die Auswirkungen des Jetlags nen.
sind dabei bei einem Flug Richtung Osten stärker als 'S Vermeiden Sie die Einnahme von Schlaf­
bei einem Flug Richtung Westen. Der Grund für die­ mitteln, denn diese bringen den Organis­
sen Unterschied liegt darin, dass die „innere Uhr“ des mus zusätzlich durcheinander.
Menschen zu einem Rhythmus hin tendiert, der die •f Verbringen Sie so viel Zeit wie möglich
24 Stunden übersteigt. Wenn man also von Ost nach im Freien - das Tageslicht trägt dazu
West (zum Beispiel von Deutschland in die USA) bei, dass sich der Körper schneller an die
fliegt, ist der Tag länger - dies kommt dem biolo­ neue Umgebung anpasst.
gischen Rhythmus eher entgegen. Die Umstellung des 'S Bleiben Sie, wenn möglich, nach der
menschlichen Körpers auf die neue Zeit erfolgt dabei Reise ein bis zwei Tage zu Hause, damit
um 20 % schneller als bei einem Flug in Richtung Os­ Sie sich entspannt wieder an den Tages­
ten (zum Beispiel von Deutschland nach Thailand), da rhythmus in Ihrer Heimat gewöhnen
er hierbei mehrere Stunden „verliert“. können.

# W elche Aussagen stimmen? Kreuzen Sie an.

1. Durch einen schnellen Ortswechsel 3. Die Folgen des Jetlags sind bei einem
wird/werden Flug Richtung Osten
□ nur der Schlafrhythmus verän­ [__ schwächer, weil der menschliche
dert. K örpe r sich sehr gut an den neuer
□ nur der Schlaf- und Wachrhythmus Rhythmus gewöhnen kann.
durchbrochen. [ j stärker, weil der K örper mehrere
~ ] sowohl Schlaf-und Wachrhythmus Stunden „v e rlie rt“ ,
als auch andere Körperfunktionen stärker, weil dadurch der Tag länger ist.
gestört.
4. Was sollte man nicht tun?
2. Folgen des Jetlags sind die U hr während des Flugs umstelle-
Konzentrationsstörungen |___! Schlafmittel einnehmen
_ Husten I 1 ins Bett gehen, wenn man müde ist
i I Grippe CZ] sich gleich nach der Ankunft sp ort­
___ Kopfschmerzen lich betätigen (joggen)
___ Übelkeit ___] sich im Freien aufhalten
C I] Halsschmerzen gleich nach der Reise w ieder ins
schlechtere Reaktionsfähigkeit Büro gehen

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a pitel 5


C 6 G e s c h ä fts re is e n sind a n s tre n g e n d u n d stre s s ig .

W ie halten Sie sich auf Reisen fit? Bilden Sie Gruppen und verraten Sie den anderen Ihr Geheim­
nis: Essen, Entspannung, Bewegung ...
W arum sollten sich gerade auch Geschäftsleute im Z e ita lte r der M obilität und Globalisierung vor
Krankheiten schützen?

V Kleiderkauf: Business-Outfit

D 1 K le id e r m a c h e n L e u te

Sie gehen auf Geschäftsreise. O rdnen Sie die Kleidungsstücke zu.

Geschäftsfrau

der Anzug die Unterhose


die Krawatte das Hemd
der Pullover die Strümpfe (PI.)
der BH die Schuhe (PI.)
der Schlafanzug der Mantel
der Hosenanzug der Slip

Geschäftsmann die Socken (PI.) der Blazer


der Regenschirm der Kulturbeutel
die Jacke / ? \ \ d a s Kostüm
die Bluse '/ ( J der Rock

die Hose A j / / / ./d a s Jackett


das K le id y% //7 v das Halstuch

# Machen Sie auf Geschäftsreisen manchmal einen Stadtbummel? Was kaufen Sie dann? W o kaufen Sie
gern ein? Diskutieren Sie.

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5


D l Im H e rre n b e k le id u n g s g e s c h ä ft O Ü I!

Boris Korolenko ist ins Zentrum von S tuttgart gefahren. In der Königstraße hat er ein H errenbe­
kleidungsgeschäft gefunden.
Hören Sie den Dialog und notieren Sie sich Informationen zu den Kleidungsstücken.

Kleidungsstück 1....................................... 2 ......................................

Farbe

Größe

A r t (z. B.
klassisch)

Modell

Redemittel: Im G e s c h ä ft

Verkäufer/Verkäuferin Kunde/Kundin

Sie wünschen bitte? Ich suche/möchte ...


In welcher Größe? In 54, 38 ... Ich glaube, das entspricht bei uns
Größe ...
In welcher Farbe? In Weiß, Dunkelblau, Beige ...
Haben Sie die (Hose) auch in Schwarz?
Was für eine Krawatte suchen Sie? Eine einfarbige/bunte/gestreifte/karierte/dezente
Krawatte.
Was für ein Hemd darf es sein? Ein leicht getöntes/dunkles/helles Hemd.
W ie gefällt Ihnen der Hosenanzug? Ja, der gefällt m ir./D er gefällt m ir nicht.
Er ist sehr elegant/bequem./Nein, er sitzt nicht.
W ie gefallen Ihnen diese Blusen? Ja, die gefallen mir./Nein, die gefallen m ir nicht.
Rot steht m ir (nicht).
W ollen Sie den Anzug probieren? W o sind denn die Umkleidekabinen?

D3 K le id e rg rö ß e n

Ergänzen Sie die Tabelle m it den internationalen Kleidergrößen für Damenbekleidung.

D 36 38

I 40

E 40 42

120 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, Kap


$ Haben Sie sich darüber schon Gedanken gemacht, warum die Kleidergrößen von Land zu Land va­
riieren? W elche Folgen hat das für Designer?

► Größe 36 in Deutschland entspricht Größe ... in Spanien.


► Das hängt vielleicht dam it zusammen, dass die Frauen d o rt schlanker/dünner/dicker/zierlicher/
schmaler usw. sind./Das liegt vielleicht daran, dass ...

D re s s c o d e : W ie z ie h t m a n sich im G e s c h ä fts le b e n r ic h tig an?

H ier sind Aussagen zum Thema „B usiness-O utfit“ . Was ist Ihrer Meinung nach richtig, falsch,
nicht so wichtig?
richtig falsch nicht so wichtig
1. Herren und Damen sollten m it der Mode gehen. □ □ □
2. Man sollte sich durch die Kleidung jünger machen □ □ □
als man ist.

3. D e r klassische Business-Anzug fü r den H errn ist


dunkelblau oder dunkelgrau. □ □ □
4. Die Krawatte kann sehr bunt sein. □ □ □
5. Die Krawatte sollte nur ein dezentes M uster haben. □ □ □
6. Die Herren sollten helle oder weiße Hemden tragen. □ □ □
7. A u f der Krawatte sollte das Firmenlogo stehen. □ □ □
8. Die Herren tragen Tennissocken. □ □ □
9. Bunte Strümpfe im Com icstil sind modern. □ □ □
10. Die Strümpfe sollten etwas dunkler als der
Anzug sein. □ □ □
11. Die Damen tragen ein kurzes Businesskostüm. □ □ □
12. Die Damen sollten keine Miniröcke tragen. □ □ □
13. Zum Hosenanzug oder Kostüm sollten Frauen
durchscheinende Blusen tragen. □ □ □
14. Damen sollten auf jeden Fall Feinstrumpfhosen
tragen. □ □ □
15. Damen sollten geschlossene Schuhe tragen. □ □ □
16. Das Make-up muss nicht dezent sein, es kann
auffallend sein. □ □ □

# Und je tz t sind Sie gefragt. Beantworten Sie die Fragen.

1. W arum legen Unternehmen W e rt auf einen


„Dresscode“ , eine bestimmte K leiderord­
nung?

2. In welchen Bereichen ist die Kleiderordnung


konservativer, in welchen Branchen w ird ein
eher legerer Kleidungsstil („casual wear“ )
akzeptiert?

3. Stellen Sie bestimmte K leidervorschriften


aus Ihrem Heimatland vor.

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 121


& / D ie w ic h tig s te n e u ro p ä is c h e n F lu g g e s e lls c h a fte n im V e rg le ic h

Das Wirtschaftsmagazin W irtschaftsW oche hat zusammen m it der Unternehmensberatungsfirma


Oliver Wyman in mehreren Studien die wichtigsten europäischen Fluglinien Air France-KLM, British Air­
ways (BA) und Lufthansa/Swiss untersucht. Dabei werden die drei Fluglinien nach 35 K riterien von
den Finanzen über die Konzernstrategie bis hin zur Produktqualität m it Schulnoten von eins bis
fünf bew ertet.

rgebnis der Studien: Die Lufthansa ist immer gen lassen. Fast so viele Flugzeuge
E noch führend, aber die beiden anderen Fluglinien
haben aufgeholt. Lufthansa hat die stärksten Finanzen
werden zusätzlich auf den Lang­
streckenflügen eingesetzt - und
und die beste Marktposition, aber der Kranich hat in zwar von Linien vom Persischen
wichtigen Bereichen wie Ertragskraft, Produktquali­ G olf wie Emirates, aber auch
tät und Wachstum die Führung verloren. von US-Linien, die vor der Billig-
P rodukt. Neutrale Kundenbefragungen z. B. durch Konkurrenz in den USA auf Langstreckenflüge
das britische M arktforschungsunternehmen Skytrax nach Europa ausweichen. Auch Ryanair und Air Ber­
haben ergeben, dass die Kunden mit dem Service lin wollen häufiger nach Übersee fliegen.
der Lufthansa nicht besonders zufrieden sind. So Die Kunden profitieren von billigeren Flügen - den
führte sie als eine der letzten Linien Betten in der Fluglinien beschert die wachsende Konkurrenz ge­
Businessklasse ein. In den Augen der Kunden ist ringere Umsätze. Aber es genügt nicht zu sparen
der Umgang der Flugbegleiter weniger herzlich als und die Billigflieger zu imitieren. „Hier können die
der bei A ir France oder BA. Dafür war der Boden­ M arktführer nur punkten, wenn sie profitabler werden
service bei der Lufthansa besser. Positiv beurteilt und in ein besseres und kundenfreundlicheres Pro­
werden vor allem die schnellen Abläufe in Frankfurt dukt investieren“, sagt Markus Franke, Fluglinien­
und München. spezialist der Unternehmensberatung Oliver Wyman.
Z ukunftsfähigkeit. Viele Fluggesellschaften ha­ Vorbild könnte u. a. Singapore Airlines sein. Die
ben Angst vor mehr Konkurrenz und fürchten sin­ Fluggesellschaft setzt Maßstäbe bei Service und
kende Preise. So wollen in Europa Billigflugge­ Qualität: Das Bordpersonal ist sehr freundlich und
sellschaften wie Easyjet, Ryanair und Air Berlin aufmerksam und der Fluggast kann sich über eine
insgesamt mehr als 100 Maschinen zusätzlich flie­ aufwendige Bordunterhaltung freuen.

# Machen Sie sich Notizen zu den Ergebnissen der Studie.

1. P o s itio n d e r Lufthansa (allgemein):..................................................................................................

2. B e u rte ilu n g d e r Lufthansa:.............................................................................................................

3. D ie F lu g g e s e lls c h a fte n u n d d ie K o n k u rre n z :


► Flugstrecken:........................................................................................................................................
► Fluggesellschaften:...............................................................................................................................

4. Z u k u n fts p e r s p e k tiv e n :.....................................................................................................................

# Bilden Sie Gruppen und wählen Sie eines der beiden folgenden Themen aus. Präsentieren Sie dann
Ihre Ergebnisse und diskutieren Sie.

1. W elche V or- und Nachteile hat eine Flugreise m it Billigfliegern?

2. Sie arbeiten bei einer Fluggesellschaft. W ie können Fluggesellschaften profitabler werden,


d. h„ w o können sie sparen? W ie werden sie kundenfreundlicher? Machen Sie Vorschläge.

122 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a pite :


E- 2 F lu g re is e n d e u n d F lu g g e s e lls c h a fte n im G e s p rä c h

Stellen Sie sich vor, Sie werden zu einer Diskussion m it V ertrete rn verschiedener Fluggesell­
schaften eingeladen.
Diskutieren Sie über folgende Punkte: Verspätung, Service, Preise, Zweiklassensystem (Business­
klasse, Economyklasse), neue Regelungen fü r das Handgepäck usw.
Bilden Sie zwei Gruppen. Formulieren Sie Standpunkte aus der Sicht der Kunden und der Flugge­
sellschaften.

Kunden: Die Preise sind zu hoch.


Fluggesellschaften: Es gibt unterschiedliche Tarife ...

9 Redemittel: E in e n S ta n d p u n k t v e r t r e te n , e in e m S ta n d p u n k t w id e rs p re c h e n ...

G" 1 In d ir e k te F ra g e s ä tz e

E r fra g t: E r fra g t:
„W issen Sie vielleicht,/Können Sie m ir sagen,
„W o ist die S-Bahn?“ ... w o die S-Bahn ist?“
„W ie w eit ist es denn bis zum Zentrum?“ ... wie w e it es zum Zentrum ist?“
„G ib t es in der Nähe ein Kaufhaus?“ ... ob es hier ein Kaufhaus gibt?“
„Kann ich m it K reditkarte bezahlen?“ ... ob ich m it K reditkarte zahlen kann?“

direkte Frage
* I
indirekte Frage

Die indirekte Frage w ird als Nebensatz wiedergegeben. Das finite Verb steht am Ende des
Nebensatzes:
Hauptsatz Nebensatz
Wissen Sie, w o die Schillerstraße ist?
finites (konjugiertes) Verb
Er fragt, ob die Banken geöffnet sind.

Bei Fragen m it Fragewort (= W ortfragen,W -Fragen) w ird dasselbe Fragewort wie in der di­
rekten Frage verwendet: ► Er w ill wissen, w o die Schillerstraße ist.
Bei Fragen ohne Fragewort (= Satzfragen) w ird ob als Konjunktion verwendet:
► Er fragt, ob die Banken geöffnet sind.

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 123


G e b ra u c h :

bei höflichen Fragen: Können Sie m ir sagen, ob es hier eine U-Bahn gibt?
Wissen Sie, w o eine Drogerie ist?
Ich möchte wissen, wie spät es ist.

bei Zweifel/Unsicherheit: Ich weiß nicht, was das ist.


Ich habe keine Ahnung, w o das Hotel ist.
Ich kann m ir nicht vorstellen, w o er ist.

in der indirekten Rede: Boris Korolenko hat gefragt, w o das Zentrum ist.

G" 2 K o n ju n k tiv d e r H ö flic h k e it - K o n ju n k tiv II

B o ris K o ro le n k o b it t e t e in e n P assanten: E r ka n n auch h ö flic h e r fra g e n :

„Sagen Sie m ir bitte, wie spät es ist.“ „Könnten Sie m ir bitte sagen, wie spät es ist?“
„D a rf ich Sie um einen Gefallen bitten?“ „D ü rfte ich Sie um einen Gefallen bitten?“
„Zeigen Sie m ir bitte den Weg zum H o te l!“ „W ürde n Sie m ir bitte den Weg zum Hotel
zeigen?“

Für die höfliche Bitte verwendet man im Deutschen den Konjunktiv II.
Man kann den Konjunktiv auch m it würde + Infinitiv umschreiben, aber nie bei Modalverben.
Eine Form des Konjunktiv II kennen Sie bereits :ich möchte ... (von mögen c> Teil I, Kap. 4)

D e r Konjunktiv II w ird vom Präteritum abgeleitet.

re g e lm ä ß ig e V e rb e n : D er Konjunktiv II ist identisch m it dem Präteritum.


► Er machte es. (Präteritum) Er machte es. (Konjunktiv II)

u n re g e lm ä ß ig e V e rb e n : Alle Verben haben in der Endung ein -e. Ä n d e rt sich bei den
Verben der Stammvokal im Indikativ Präteritum, dann haben
die umlautfähigen Verben im Konjunktiv II einen Umlaut:
► Ich wusste es. (Präteritum) Ich wüsste es gern. (Konjunktiv II)

0~ 3 K o n ju n k tiv II d e r M o d a lv e rb e n können, dürfen, müssen, mögen, sollen

können dürfen müssen mögen sollen

ich könnte dürfte müsste möchte sollte


du könntest d ürftest müsstest m öchtest solltest
er/sie/es könnte dürfte müsste möchte sollte
w ir könnten dürften müssten möchten sollten
ihr könntet d ü rfte t müsstet m öchtet solltet
sie/Sie könnten dürften müssten möchten sollten

124 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5


0~H K o n ju n k tiv II d e r V e rb e n sein u n d haben

sein haben
ich wäre hätte
du wärest hättest
er/sie/es wäre hätte
w ir wären hätten
ihr w äret hättet
sie/Sie wären hätten

C/ 5 K o n ju n k tiv : U m s c h re ib u n g m it würde + In fin it iv

Ich würde gern in die USA reisen.


W ürdest du bitte den Brief unterschreiben?
Er/Sie würde alles fü r mich tun.
W ir würden Sie anrufen.
Ihr w ürdet uns abholen? - Das wäre nett.
W ürden Sie m ir bitte helfen? - Danke.
I I
i T
würde Infinitiv am Ende

W ürde verwendet man, wenn Präteritum und Konjunktiv formal identisch sind:
► Er machte es. (Präteritum) Er würde es machen.

U ■ Übungen

J 1 Reise m it H in d e rn is s e n

Spielen Sie folgende Szene am Flughafen.

Sie sind Geschäftsfrau. Ihr schwar­


Sie sind Angestellte am Flughafen
zer K offer ist nicht angekommen.
Sie stellen fest, dass das Gepäck
Sie haben noch einen wichtigen
der Dame nach N ew York geflo­
Termin am selben Tag. Sie wohnen
gen ist. Es kom m t frühestens in
im H otel. Sie wollen, dass man den
zwei Tagen an. Beruhigen Sie die
K offer bis zum nächsten Morgen Dame. A
ins H otel bringt.

: : *tw ege neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 125


uz Ein Fluggast erkundigt sich telefonisch bei der G epäckerm ittlung am Flughafen.
Ergänzen Sie den Dialog sinngemäß und führen Sie ihn dann.

ughafenpersonal: Flughafen Stuttgart, Gepäckermittlung, guten Tag. Mein Name ist ...
Was kann ich für Sie tun?
uggast: .. Ich w o llte fragen,

ughafenpersonal: W ie w ar Ihr Name?


uggast:
ughafenpersonal: M it welchem Flug sind Sie gekommen?
uggast:
ughafenpersonal: Über Frankfurt?
uggast:
ughafenpersonal: Haben Sie die Registrierungsnummer?
uggast: Ja ..................................................................................................................................
ughafenpersonal: Könnten Sie bitte die Vorgangsnummer wiederholen?
uggast:
ughafenpersonal: Einen M om ent b itte ... Was fü r ein Gepäckstück w ar das?
uggast:
ughafenpersonal: Ja, Ihr Gepäck ist angekommen.
uggast:
ughafenpersonal: Tut m ir leid. Heute können w ir es nicht mehr zustellen. A b e r morgen früh.
W o sind Sie denn in S tuttgart zu erreichen?
uggast:
ughafenpersonal: Zwischen 8.00 und 9.00 Uhr. Sind Sie da noch im Hotel?
uggast:
ughafenpersonal: Gut. Nein, später als 9.00 U h r w ird es nicht. Entschuldigen Sie noch einmal
das Versehen.
uggast:
ughafenpersonal: A u f W iederhören.

U 3 Jetzt s in d Sie gefragt.


Bilden Sie verschiedene Gruppen. Überlegen Sie sich, was auf Reisen alles schiefgehen kann.
Was machen Sie in einer solchen Situation?

m it dem A uto m it de m Z u g m it de m Flugzeug im Hotel


iwvStcuÄ/ itehen/ ► d e r Zug- h a t Ver - ► dxwflufyfyeMfy ► d a ^ Z L m m e r ib t
Streüoan/der Grenze/ fycitwnfy verpate&n/ irchn vutyC ^ '
► ►
►.................................... ► ....................................
► .................................... ► ....................................
► .................................... ► ....................................
► .................................... ► ....................................
►.................................... ►....................................

126 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5


UH S c h re ib e n Sie e in e P o s tk a rte /e in e E -M a il f ü r H e r r n K o r o le n k o an d e u ts c h e F re u n d e .

Er berichtet über seine Erlebnisse (vermisstes Gepäck, Gespräch am Flugschalter, Fahrt zum H o ­
tel, Einkauf, Telefonanruf usw.)

Lieber Michael, liebe Ursula,


stellt Euch vor, was mir gestern passiert ist.

Zum Glück hat mir ein Kurier heute Morgen das Gepäck ins Hotel gebracht.

Hoffentlich bis bald.

Herzliche Grüße
Euer Boris

J5 E tw a s is t s c h ie fg e g a n g e n .

Suchen Sie sich aus der Tabelle in Übung 3 einen Zwischenfall aus.
Rufen Sie Ihren deutschen Geschäftspartner/Ihre deutsche Geschäftspartnerin an und erklären Sie,
was passiert ist. Bitten Sie ihn/sie, den Geschäftstermin zu verschieben. Spielen Sie das Gespräch.

J G E rfa h ru n g e n m it F lu g re is e n

In Internet-Foren oder in Leserbriefen an W irtschaftszeitschriften teilen Reisende o ft ihre Erfah­


rungen m it Flugreisen mit. N otieren Sie am Rand die Unannehmlichkeiten, die der Fluggast auf sei­
nem Flug von Deutschland nach Japan beklagt.

Umsteigen in Kopenhagen:
Aus unseren Leserbriefen:
4 Stunden Verspätung:.......
„ ... Der Flug Frankfurt-Osaka verzögerte sich beim
Umsteigen in Kopenhagen um vier Stunden. In dieser
Zeit gab es weder eine Betreuung noch Informationen
über den neuen Abflugtermin. Als wir in die Maschine
konnten, war sie schmutzig.
Auch der Rückflug eine Woche später startete mit
zwei Stunden Verspätung. Man hatte die Maschine si­
cher nicht geputzt, da mein Sitz mit Krümeln übersät
Rückflug:
war. Wegen der Verspätung wurden wir bereits vor der
Landung ermahnt, sofort zum Gate zu eilen, um den An­
schlussflug nach Frankfurt noch zu erreichen. Schweiß­
gebadet stiegen wir in das Flugzeug. Das aber startete
nicht, da eine andere Reisegruppe langsam zum Flieger
gebracht wurde.
In Frankfurt mussten wir feststellen, dass man unser Gepäck:
Gepäck auf das falsche Transportband gelegt hatte. Erst
nach langem Suchen tauchte es wieder auf.“
Felix M., Frankfurt

# W arum kom m t es bei Flügen oder Bahnreisen im m er häufiger zu Verspätungen und Zwischenfäl­
len? Diskutieren Sie.

# Schreiben Sie einen Beitrag fü r ein Internet-Forum oder einen Leserbrief und berichten Sie über
Ihre Erfahrungen.

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 127


Ü1 W o r t f e ld „F lu g re is e *

In diesem Suchrätsel sind 16 W ö rte r versteckt.

I. D e r Fluggast w endet sich an sie,


X L F A B F L U G P P Y M W H H
wenn er seinen K offer vermisst:
V A L D P 1 L 0 T Q U K A N L (J

w N 1 W P D T Y U 1 B T U Q X s
2. Das müssen die Fluggesell­ H G E E N T S C H Ä D 1 G U N
schaften dem Fluggast zahlen, M P C H A L T E R IC
A S G S Q S
wenn das Gepäck verloren geht
N T E F L U G B E G L E 1 T E R
o der die Flüge ausfallen:
D R R C J Ö F L U G H A F E N c
G E P Ä C K E R M 1 T T L U N g
3. Nach einem Flug h olt man auf E C N L U F T H A N S A N R G D
d e m _________________________
P K K T R A N S P 0 R T B A N D
sein Gepäck ab.
Ä E W T G B E S A T Z U N G Ä X
4. Sie kümmern sich an Bord der C L A N D U N G S N F A Q A V 1
Maschine um die Fluggäste: T A R T E N H D D B 0 R D
K B S

5. So nennt man den W eg von Europa nach Übersee:

6. Dazu gehören die Dinge, die man in die Flugkabine mitnehmen kann

7. D o rt starten und landen Flugzeuge:

8. Das Logo dieser Fluggesellschaft ist der Kranich:

9. Deutsches W o r t fü r Crew:

10. W enn der Fluggast eine Frage hat, w endet er sich an den
schaft.

11. In der Umgangssprache nennt man ein Flugzeug auch so:

12. Das Gegenteil von „landen“ :

13. Das Gegenteil von „S ta rt“ : _

14. Ein Synonym fü r „S ta rt“ : _

15. Er steuert das Flugzeug:_________

16. Die Fluggäste betreten das Flugzeug. Sie gehen a n _______

U8 A m F lu g h a fe n

Formulieren Sie höfliche Fragen und führen Sie kleine Dialoge.

Sie su che n :
einen Taxistand einen Stadtplan
die Toiletten einen Geldautomaten
die Telefonzelle einen Fahrplan der
einen Zeitungskiosk Deutschen Bahn AG

die Gepäckausgabe

► K önnten/W ürden Sie m ir bitte sagen, w o ...?


► Wissen Sie, w o ...?

128 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, Kap


J 9 F ra g e n vo n R e ise n d e n an ih re F lu g g e s e lls c h a ft

Stellen Sie Fragen wie in den Beispielen. Kennen Sie die A ntw orten? W enn nicht, dann recher­
chieren Sie bei einer Fluggesellschaft.

1. Was soll/kann ich auf meine Reise mitnehmen?


► Ein Fluggast am Schalter der Fluggesellschaft:
Könnten Sie m ir sagen/Wissen Sie, was ich auf meine Reise mitnehmen soll/kann?
► Ein M itarbeiter der Fluggesellschaft über die Reisenden:
Die Reisenden wollen wissen, was sie auf ihre Reise mitnehmen sollen/können.
2. W ie viel Gepäck darf ich kostenlos mitnehmen?
3. Was passiert m it Übergepäck oder Sondergepäck (z. B. Fahrrädern, Skiern usw.)?
4. Was darf ich als Handgepäck m it an Bord nehmen?
5. W ie tra nsportiere ich Wertsachen?
6. Muss ich etwas beachten, wenn ich Medikamente mitnehme?
7. D a rf ich Tiere an Bord mitnehmen?
8. W elche Gegenstände darf ich nicht mitnehmen?
9. Was muss ich bei Reisen in die USA beachten?
10. W ie soll ich mein Gepäck kennzeichnen?
11. Was mache ich bei Gepäckverlust?
12. Wann muss ich mein Gepäck einchecken?

J 70 G e s c h ä fts k o n ta k te

Sie sind M itarbeiter/in in einem deutsch-spanischen Unternehmen in Madrid. Es e rw a rte t den Be­
such einer deutschen Geschäftspartnerin, von Frau Sibylle Jakob, Firma SAP, aus 6 9 190 W a lld o rf
bei Heidelberg. Ihre Chefin hat Sie m it der Organisation beauftragt und Ihnen die folgenden Daten
mitgeteilt.

► Besuchstermin: 2.6. bis 4.6.20...


► Flug: LH 4812 (Frankfurt-M adrid)
Abflug: 9.25 U hr
Ankunft: 11.55 U hr
► Hotel: E i Prado (siehe Stadtplan)
► Transfer: Taxi
► Termine: 2.6. gemeinsames Abendessen m it der Geschäftsführerin
21.00 U hr Restaurant La Mancha
3.6. Schulung: 9.00-13.00 Uhr, 15.00-18.00 U hr

# Schreiben Sie einen Brief/eine E-Mail an Frau Jakob. Verwenden Sie dabei die folgenden Textbau­
steine.

Sehr g e e h rte ..................................... ,

w ir fre u e n .......... , ............ m itteilen zu können, dass die geplante Schulung am ... stattfinden kann.
F ü r............. Besuch in Madrid haben w ir f ü r ............. folgendes Programm vorgesehen: ...
Falls............. noch Fragen dazu haben sollten, so erreichen S ie ............. unter der folgenden Tele­
fonnum mer: ...
............. w ü nschen ............. eine angenehme Anreise.

M it ................................. Grüßen

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 5 129


U 11 Im B e k le id u n g s g e s c h ä ft

Ergänzen Sie die Sätze.

1. Die Verkäuferin w ill wissen, w a ^ d e r K u n d e / w ü n s c h t .

2. Sie fragt ih n ,........................................... .............................. er den A n zu g ......................... möchte

3. Sie möchte w issen,............................... Farbe er das Hemd wünscht.

4. Dam it das Hemd passt, muss sie auch w isse n ,.............................................. das Hemd sein soll.

5. Boris Korolenko ist sich nicht sicher, ....... die G rö ß e n ..........................................

6. Die Verkäuferin fragt ihn a u ch ,.......... ............. sportliches oder elegantes Hemd s e in ..........

7. Sie erkundigt s ic h ,................................. .................. K ra w a tte ...........................

8. Am Ende möchte sie noch wissen, ........................................ W u n s ch ...........................

9. Boris Korolenko fragt nach,................ ........................................................ za hlen........................

U l2 B e r ic h t e in es K a u fm a n n e s aus d e m a lte n C h in a

ür den Reisenden ist China das sicherste und erscheint er wieder mit seinem Schreiber, ruft alle
F angenehmste Land, das man sich denken kann.
Ganz allein kann man eine Wegstrecke von sieben
Gäste bei ihrem Namen auf, vergleicht sie mit sei­
ner Liste und verfasst darüber ein Protokoll. Mit den
Monaten zurücklegen und ohne Risiken einen gro­ Reisenden schickt er dann einen seiner Leute, der sie
ßen Geldbetrag m it sich führen. bis zur nächsten Station begleitet. Von deren Ver­
Nach dem Gesetz gibt es an jeder Station des walter bringt er anschließend eine Nachricht zurück,
Reichs ein Gasthaus. Es wird von einem staatlichen aus der hervorgeht, dass die Reisenden wohlbehalten
Verwalter geleitet. Dieser verfügt über eine Anzahl eingetroffen sind. Andernfalls würde er nämlich zur
von Reitern und Fußgängern, die dort ihr Standquar­ Verantwortung gezogen.
tier haben. Nach Sonnenuntergang oder bei Dun­ So sind die Verhältnisse auf allen Stationen des
kelheit kommt der Verwalter mit seinem Schreiber Reichs von Sin as-Sin bis Chan Balik (Peking). In die­
in das Gasthaus, notiert die Namen aller Ü bernach­ sen Gasthäusern ist alles vorhanden, was der Reisende
tungsgäste, versiegelt seine Liste und verschließt an Verpflegung braucht, besonders Hühner und Gänse
hinter den Reisenden die Türen. Nach Tagesanbruch Hammel findet man jedoch in China nur selten.

W orterklärungen
► versiegeln: m it einem Siegel verschließen ► die Verpflegung, jemanden verpflegen: jemandem etwas zu essen geben
► das Huhn, die Gans: Geflügel ► der Hammel: männliches Schaf

# Lösen Sie die Aufgaben zum Text.

1. Geben Sie dem Text eine Ü berschrift.

2. Aus welcher Z e it könnte der Text stammen?

3. W ie reiste man früher in Ihrem Heimatland?

4. W aren Sie schon einmal auf Geschäftsreise in China oder kommen Sie aus China?

0 Geben Sie Tipps fü r eine Reise: Transportm ittel, K leidervorschriften, Essensgewohnheiten ...

130 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, Kapite 5


6 Pas P/rmen/ufe/'/äum
Themen: A Vorbereitung eines Firmenjubiläums B Interview m it einer M itarbeiterin der Fir­
ma TRU M PF C Firmenjubiläum - Präsentation der Produktion D Firmengründungen

Vorbereitung eines Firmenjubiläums

^ 7 D ie F ir m e n p rä s e n ta tio n

Stellen Sie Ihre Firma oder eine Firma aus Ihrem Heim atland/Ihrer Region vor.

1. Seit wann e xistie rt sie? W e r hat die Firma gegründet? Wo?

2. W ie viele Beschäftigte hatte die Firma damals? Und heute?

3. Was hat die Firma zuerst produziert? Was produziert sie heute?

4. W ie hat sich die Firma im Laufe der Z e it verändert?

2 V o r b e r e itu n g e in es F ir m e n ju b ilä u m s d> G 1-4, Ü I, Ü 2

Sie und eine Gruppe von M itarbeitern aus der Marketingabteilung sollen ein Firmenjubiläum v o r­
bereiten. O rdnen Sie die Verben den Programmpunkten zu.

1. Programm (Betriebsbesichtigung, Empfang, V o r­


trag/Reden usw.)
halten festlegen
2. Gäste (welche Gäste, Anzahl, aus dem Ausland/
organisieren bestellen
Inland, Unterkunft/H otelzim m er, Kosten usw.)
durchführen kalkulieren
3. Redner (W e r spricht worüber?/Thema) zeigen erstellen
4. Belegschaft/Mitarbeiter einladen schreiben
verschicken geben
5. Fest (O rt, Zeit, Essen/Trinken, Musik usw.)
verfassen herausgeben
6. PR-Material (Broschüre, Pressemitteilung usw.)
unterbringen entwerfen
7. Ausstellung

8. Kosten

► ein Programm entwerfen/erstellen, Gäste einladen, eine Rede halten ...

# Delegieren Sie die einzelnen Aufgaben: W e r soll/muss/kann etwas machen?

Wer? Was?

Die M arketingleiterin soll das Programm entwerfen.


Die Sekretärin muss die Einladungen schreiben.
D e r P raktikant/D er Sachbearbeiter

# Diskutieren Sie auch, was Sie auf keinen Fall machen


wollen oder können.

► Die Firma kann nicht alle Kunden einladen ...

E - c rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 131


P\ 3 D ie E in la d u n g OÜ

Entwerfen Sie ein Programm fü r das Firmenjubiläum und schreiben Sie die Einladungen.

# Redemittel: Einladung

Einladung zu unserem Firmenjubiläum am ... in ...

Sehr geehrte Damen und Herren,


Sehr geehrte Frau ..., sehr geehrter H e rr ...,

aus Anlass unseres 50-jährigen Firmenjubiläums möchten w ir Sie


recht herzlich am ... in ... einladen.
W ir freuen uns, Sie zu ... einladen zu dürfen.

W ir würden uns über Ihre Zusage freuen.


W ir würden uns freuen, wenn w ir Sie bei uns begrüßen dürften.

A u f Ihr Kommen fre u t sich/freuen sich ...


M it freundlichen Grüßen

Interview mit einer Mitarbeiterin der Fa. TRUM PF

3 1 Präsentation der T R U M P F G m b H + Co. K G


Hören Sie das Interview m it Heidi-Melanie Maier. N otieren Sie zuerst nur die Themen.

1.26
2.

3.

# Beantworten Sie nun die Fragen zum Interview.

1. Wann wurde die Fa. TRU M PF gegründet?

2. In welcher Branche ist die Fa. TRU M PF tätig?

3. Das Unternehmen produziert ...

I | Maschinen, m it denen Baumaterialien hergestellt werden können.


[ I Maschinen, m it denen Papier hergestellt werden kann.
[__ ] Maschinen, m it denen Metalle bearbeitet werden können.

4. Heidi-Melanie Maier nennt zwei Technologien, die zum Kerngeschäft von TRU M PF gehören:
W erkzeug.................................... fü r die fle x ib le ............................................................ und indus­
trie lle .............................................................

5. In welchen Bereichen finden die Maschinen von TRU M PF Anwendung?


I | Textilindustrie L H A utom obilindustrie
|___j Herstellung von Designmöbeln C I ] Lebensm ittelindustrie
r __ | Chemische Industrie !___| Elektroindustrie
___I Flugzeugindustrie [___i Maschinenbau
! Papierherstellung

132 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6


6. Heidi-Melanie Maier spricht auch über die Krise im Werkzeugmaschinenbau. Was hat man
bei TRU M PF in den I990er-Jahren gegen die Krise gemacht?
I | Man hat die Produktion ins Ausland verlagert.
I | Man hat nichts mehr investiert.
1 1 Man hat frühzeitig reagiert.
I | Man hat die Produktion umgestellt.

7. D e r Werkzeugmaschinenbau in Deutschland
|___ | hat keine Chance gegen die Konkurrenz.
1 I muss sich durch Innovationen gegen die Konkurrenz behaupten.
j | ist stärker als die Konkurrenz.

8. W o sieht Heidi-Melanie Maier die größte Konkurrenz fü r die deutschen Hersteller?

9. „Fertigungsindustrie“ (bzw. ,,enabling“ -Branche) - Was bedeutet das?


i__ ] Die Industrie stellt die Endprodukte her.
I Diese Industrie arbeitet im Dienstleistungssektor.
I | Diese Industrie arbeitet fü r die H ersteller von Endprodukten. Die Produzenten sind auf
diese Industrie angewiesen.

# W arum sind die Rahmenbedingungen fü r die Maschinenbaubranche in Deutschland ideal? N o tie ­


ren Sie ein oder zwei Stichworte.

3 2 E rfo lg v e r p flic h te t

Lesen Sie zuerst den Bericht.

erthold Leibinger hat die Führung des Maschi­ Sohn eines Kunsthändlers
B nenbauers TRUMPF kurz vor seinem 75. G e­
burtstag an die nächste Generation abgegeben. Da
für ostasiatische A ntiqui­
täten, hat seinen unterneh­
lagen vier Jahrzehnte an der Spitze eines Unterneh­ merischen Erfolg stets als
mens hinter ihm, das er aus kleinsten Dimensionen Verpflichtung zum ge­
heraus an die Weltspitze geführt hat - 1,94 M il­ sellschaftlichen Enga­
liarden Euro Umsatz, 7 300 Beschäftigte im G e­ gement verstanden -
schäftsjahr 2006/07. Seit November 2005 steht seine und dies auch auf seine
Tochter Nicola Leibinger-Kammüller an der Spitze, Kinder übertragen. So
Sohn Peter ist stellvertretender Vorsitzender der G e­ war Leibinger Präsi­
schäftsführung. Auch sein Schwiegersohn Mathias dent der Stuttgarter In­
Kammüller gehört der Geschäftsführung an. Leibin­ dustrie- und H andels­
ger ist an die Spitze der Aufsichtsgremien gerückt. kam m er und Präsident des Maschinenbauverbandes
Aus dem Tagesgeschäft hält er sich heraus, aber er VDMA. Er war Aufsichtsratsvorsitzender der BASF
ist das, was in der W irtschaftswelt gerne als aktiver und ist jetzt Ehrenvorsitzender dieses Gremiums.
Aufsichtsrat bezeichnet wird. Lange gehörte er auch dem ßMW-Aufsichtsrat an.
Der gebürtige Stuttgarter Leibinger, der zunächst als Kunst und Kultur haben den Musikliebhaber aber
Angestellter bei TRUMPF begann, verhalf mit sei­ nie losgelassen. So engagiert er sich in der Bach­
nem Unternehmen dem Einsatz des Lasers in der akademie und im Freundeskreis des Schiller-Natio-
Metallbearbeitung zum Durchbruch. Der Ingenieur, nalmuseums in Marbach (bei Stuttgart).

$ Beantworten Sie die Fragen.

1. Was erfahren Sie über Berthold Leibinger (H erkunft, Ausbildung, Funktion bei TRUM PF, In­
teressen)?

2. W ie lange stand er an der Spitze des Unternehmens?

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 133


3. „E r verhalf dem Einsatz des Lasers in der Metallbearbeitung zum Durchbruch.“
Was bedeutet der Satz?
I D er Laser w ird in der Metallbearbeitung erfolgreich eingesetzt.
; Man verw endet den Laser nur selten in der Metallbearbeitung.
i I Es w ar schwierig, den Laser in der Metallbearbeitung einzusetzen.

4. „E r hat unternehmerischen Erfolg stets als Verpflichtung zum gesellschaftlichen Engagement


verstanden.“ Ergänzen Sie sinngemäß den Satz und diskutieren Sie ihn.
Ein U nternehm er sollte nicht nur a n ........................................................... denken, sondern sich
auch fü r d ie ........................................................... engagieren.

5. Seit 2005 leitet Nicola Leibinger-Kammüller das Unternehmen. Sie hat Germanistik, Anglisti-
und Japanologie studiert und ist prom ovierte Literaturwissenschaftlerin. Ihr Ehemann, Mathias
Kammüller, und ihr jüngerer Bruder, Peter Leibinger, sind Ingenieure.
Diskutieren Sie. W arum hat B erthold Leibinger wohl seine Tochter zur Nachfolgerin be­
stimmt?

c Firmenjubiläum - Präsentation der Produktion

CI Vorstellung und Führung durch die Produktion der Firm a T R U M P F


Boris Korolenko nim m t an einer Führung durch die Maschinenproduktion teil. Hören Sie die Ein­
führung und ordnen Sie dann die Bilder zu.

1.27 „M eine Damen und Herren, wenn ich mich kurz


vorstellen darf: Mein Name ist Andreas Schulz und
ich bin als W e rk le ite r ve ra ntw o rtlich fü r die Pro­
duktion an diesem Standort. A u f einem Rundgang
möchte ich Ihnen unsere Produktionsorganisati­
on vorstellen. Die Schwerpunkte unserer techno­
logischen Forschungsarbeit liegen, wie Sie sicher
wissen, im Bereich Stanz-, U m form - und Biegetech­
nik, Laser- und Systemtechnik sowie bei neuartige-
Elektrowerkzeugen ...“

W elche Fotos passen wohl zu welcher genannten Technik?

134 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, Kac


C2 V o r b e r e itu n g a u f e in e P rä s e n ta tio n

In dem folgenden V ortrag hören Sie verschiedene Verben. W ie heißen sie in Ihrer Muttersprache?
Schlagen Sie die Begriffe in einem zweisprachigen W ö rte rb u ch nach. O rdnen Sie die Verben den
Substantiven zu.

► schneiden ► biegen ► behandeln ► bearbeiten ► stanzen ► beschriften ► umformen


► schweißen

I. eine O berfläche beh an deln / 4. ein Blech ..........................................

2. einen Kunststoff

3. ein Metall ..........................................

3 D ie P rä s e n ta tio n c> Ü 3

Hören Sie den V ortrag mehrmals und notieren Sie die Informationen. Ordnen Sie die Bilder aus
C I zu.

Bild Nr. Maschine Funktion/Einsatz V orteil

► .................... S tu ^ m u ^ h ln e n m it Bleche/ sta n g e n /,


einem /................................... .........................................

W orterklärungen
► die Rüstzeit: die Z eit, die man zur V orbereitung einer bestimm ten A rb e it braucht
► der Stanzkopf: oberer, beweglicher Teil einer Stanzmaschine

CH E in G e s p rä c h ü b e r d ie B e s ic h tig u n g OÜ4

Boris Korolenko unterhält sich nach der Führung m it einer M itarbeiterin der Fa. TRUMPF.
Setzen Sie die Verbform en + werden sowie die Substantive ein und spielen Sie den Dialog. Verglei­
chen Sie dann m it dem H ö rte x t.

► gedreht ► geschnitten ► eingesetzt ► umgestellt ► geschweißt ► ve rkü rzt ► gestanzt


► produziert ► behandelt ► Oberflächen ► Stanzkopf ► Bearbeitungszeiten ► Laser-Stanz-
Kombimaschinen

. Boris Korolenko: Frau Schiller, ich w o llte mich noch einmal fü r die Einladung bedanken.
Frau Schiller: Das w a r doch selbstverständlich. W ir feiern solche Jubiläen gern m it unseren
Kunden und Geschäftspartnern. Das gibt uns doch auch die Gelegenheit, ihnen
unsere Innovationen vorzustellen und sie dabei auch besser kennenzulernen.

ro rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 135


Boris Korolenko: Das ist schön. Und vielleicht können Sie m ir ganz nebenbei den einen oder an­
deren Rat geben. Wissen Sie, w ir wollen unsere Produktion umstellen - auch
bei uns steigen die Lohnkosten.
Frau Schiller: So, w a s ................... denn in Ihrem U n te rn e h m e n ........................................... ?
Boris Korolenko: Komponenten für die Autom obilindustrie. Und je tzt soll die Produktion auf ma­
schinelle Fertigung................................................................... Die eine oder andere
Maschine könnte für unsere neue Produktion interessant sein, z. B. diese Laser-
Stanz-,..
Frau Schiller: ..............................................................................................
Boris Korolenko: Ja, danke. Das ist interessant. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, können
damit Bleche und M e ta lle .......................................... u n d .......................................

Frau Schiller: Stimmt, auf diese A r t und Weise spart man eine Menge Zeit. Denken Sie an die
........................................... zeiten. Die können so e n o rm .........................................

Boris Korolenko: Was ich Sie noch fragen wollte: Was ist denn ein „intelligenter ...köpf?“ Das
habe ich nicht verstanden.
Frau Schiller: Sie meinen einen „in te llig e n te n ............................................................“ ? Das ist der
zentrale Bestandteil jeder Stanzmaschine. D am it können Werkzeuge in jede be­
liebige W inke lla g e .........................................................................
So muss man weniger W erkzeug wechseln. Dadurch entstehen kürzere Bear­
beitungszeiten. Ü brigens,................... in Ihrem Unternehmen auch Laser

Boris Korolenko: Nein, noch nicht. W ozu nutzt man sie?


Frau Schiller: Dam it können Bleche berührungslos................................. und
oder O b e r ß x ic h e r v ........................................................

# Boris Korolenko hat bei der Führung durch die Produktion nicht alles verstanden. N otieren Sie
die Redemittel aus dem Dialog. Sammeln Sie noch w eitere Ausdrücke.

# Redemittel: Nachfragen/sich vergew issern

Was heißt denn das?/Das habe ich gerade nicht verstanden.


Könnten Sie m ir das bitte noch einmal erklären?
W enn ich Sie richtig verstanden habe, dann ...
W o llte n Sie damit sagen, dass ...?
Ich bin nicht sicher, ob ich Sie richtig verstanden habe, aber meinen
Sie damit, dass ...?

B'J
136 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6
C5 „Tage der offenen T ü r “, H ausm essen, „Fam ilientag e“ Ü5

Viele Unternehmen öffnen ihre Türen und W erkhallen fü r die Ö ffentlichkeit, fü r Kunden, M itar­
b eiter und ihre Familien. Was sagen solche Initiativen über die „K u ltu r“ eines Unternehmens aus?
Bilden Sie Sätze.

sich m it der Firma identifizieren die M itarbeiter motivieren


die Firma besser kennenlernen die Verbundenheit m it dem U n te r­
das Image der Firma verbessern nehmen stärken

den Kunden Innovationen und neue das Betriebsklima verbessern


Produkte vorstellen

► Dadurch w ill die Firma ihr Image verbessern./Dadurch soll das Image der Firma verbessert
werden.

CG G esp räch e anlässlich einer H ausm esse O Ü 6 -IO

Erfinden Sie Dialoge zu den folgenden Themen.

1. das W e tte r
2. allgemeine W irtschaftslage
3. das Fest/Büfett
4. die A rc h ite k tu r des Gebäudes

7 Firm en k u ltu r als hohes G u t


In dem folgenden A rtike l gibt es zahlreiche Begriffe und Redewendungen. Suchen Sie vor der Lek­
türe die Synonyme und Definitionen und ordnen Sie zu.

1 ) der Leistungsträger hoffen/vertrauen auf (A)

etwas diktieren (hier) Angst haben vo r (D)

3 ) bauen auf (A), setzen auf (A) O etwas riskieren

4 eine Chance ergreifen O unabhängig sein/nicht von Kapitalgebern/


Subventionen abhängig sein
5 W achstum aus eigener
K raft O etwas nutzen

® etwas aufs Spiel setzen O nur für einen kleinen/bestimmten M arkt


produzieren
® einen emotionalen M ehr­
w e rt bieten O etwas bestimmen

8 ein Risiko scheuen etwas hemmen/verhindern, nicht m ehr machen

9 ) den Keim in sich tragen nicht nur einen finanziellen, sondern auch
einen emotionalen V orteil haben
@ auf der Bremse stehen
0 Er ist wichtig fü r die G esellschaft/W irtschaft,
(n ) sich in Marktnischen
weil er sie voranbringt.
bewegen
O etwas schon am Anfang haben

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 137


9 Nicola Leibinger-Kammüller argum entiert im Rahmen der „Initiative fü r Deutschland“ , dass die
Firm enkultur das höchste G ut und die entscheidende Stärke von Familienunternehmen ist.
Lesen Sie nun zuerst den Beitrag von Nicola Leibinger-Kammüller. Lösen Sie dann die Aufgaben
zum Text.

Familien stützen die Wirtschaft


ind Familienbetriebe die besseren Unternehmen? weil sie über notwendige Ressourcen verfügen, uir,
S Oft lautet die Antwort: Ja, sie können es sein. Sie
sind es aber nicht per se. Und was heißt eigentlich
weltweit interessante Märkte und Nischen zu er­
schließen. Andererseits weil sie immer noch flexibler
besser? Besser als wer? Und besser in welcher Hin­ auf Herausforderungen reagieren und Fehler schneller
sicht? Das Bonner Institut für Mittelstandsforschung korrigieren können als mancher Großkonzern.
(IfM) hat in einer Studie die 30 Dax-Unternehmen mit Entscheidende Merkmale von Familienbetrieben
den 500 größten Familienbetrieben in Deutschland sind das Wachstum aus eigener Kraft sowie die tie­
verglichen, und zwar in den konjunk­ fe Verbundenheit der Finnenleitung
turell eher schwachen Jahren 2003 mit dem Betrieb - beides stärkt die
bis 2005. Das Ergebnis: Während Kultur. Und diese ist im Grunde das
bei Familienuntemehmen die Mitar­ höchste Gut von Familienuntemeh­
beiterzahl im Inland durchschnittlich men und zugleich ihre Stärke. Be­
um zehn Prozent stieg, schrumpf­ sonders wenn die Unternehmen ihre
te sie bei den Dax-Unternehmen Mitarbeiter nicht allein durch Geld
um 3,5 Prozent. Gleichzeitig stieg motivieren, sondern ihnen einen
der Umsatz der Familienbetriebe im emotionalen Mehrwert bieten. Die
Durchschnitt um fast 16 Prozent, bei Mitarbeiter spüren dann: Hier finde
den Dax-Firmen dagegen erhöhte er ich nicht nur interessante Aufgaben
sich lediglich um neun Prozent. und einen sicheren Arbeitsplatz, hier
Was verleiht Familienunterneh­ werde ich auch emst genommen und
men die Kraft, die sie zu „bedeu­ wertgeschätzt. Zudem wissen die
tenden Leistungsträgem der deutschen Volkswirt­ Mitarbeiter eines Familienbetriebs, dass ihr Chef im
schaft“ macht, wie die Studie resümiert? Sicher ist: Zweifel nicht nur ihre Arbeitsplätze, sondern sein eige­
Bei Familienbetrieben diktieren nicht Börse, Aktio­ nes Lebenswerk aufs Spiel setzt. Das schafft Vertrauen.
näre und Quartalsberichte das Handeln. Stattdessen Natürlich schützt das Prädikat „Familienuntemeh­
bauen sie auf langfristige Ziele, Werte und Strate­ men“ nicht vor wirtschaftlichen Gefahren. Schließ­
gien, die eine stabile Führungsspitze konsequent um- lich trägt jeder Vorteil schon den Keim des Nachteils
setzen kann. Chancen hingegen kann die Führungs­ in sich. Wer zu sehr auf Stabilität setzt und Risiken
spitze [...] schnell und flexibel ergreifen. scheut, läuft Gefahr, auf der Investitions- und damit
Gerade Firmen wie TRUMPF mit aktuell rund auch auf der Fortschrittsbremse zu stehen. Für die Fa­
7 300 Mitarbeitern und knapp zwei Milliarden Euro milienunternehmen, die sich in Marktnischen bewe­
Umsatz besitzen eine „goldene Größe“. Einerseits gen, ist dies eine große Gefahr ...

W orterklärungen
► schrumpfen: zurückgehen ► per se: an sich ► konjunkturell schwaches Jahr: Die W irts c h a ft wächst in diesem Jahr
nicht sehr stark. ► die K ra ft verleihen: die K ra ft geben ► Dax-Unternehm en: die 30 größten und um satzstärksten U n­
ternehm en in Deutschland. D e r Dax (D eutscher Aktienindex) gibt über die Aktienkurse dieser 30 wichtigsten U nte rne h­
men an der Frankfurter W ertpap ie rbörse Auskunft.

I. Vergleichen Sie Dax-Unternehm en und Familienunternehmen und ergänzen Sie die Tabelle.

D a x -U n te r n e h m e n F a m ilie n u n te rn e h m e n
M itarbeiterzahl

Umsatz

unternehmerisches
Handeln w ird be­
stim m t durch

V or-/N achteile der


Unternehmensgröße

2. N otieren Sie die Merkmale eines Familienbetriebs.


3. W elche Gefahren fü r Familienunternehmen sieht Nicola Leibinger-Kammüller?
4. W elche Vor- und Nachteile eines Familienbetriebs sehen Sie?

138 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6


V Firmengründungen

D 1 W a s is t b ei e in e r E x is te n z g rü n d u n g w ic h tig ?

Markieren Sie, was Ihrer Meinung nach dabei sehr wichtig, relativ wichtig und unwichtig ist.
sehr wichtig relativ wichtig unwichtig
1. eine gute Idee, Kreativität □
2. M ut zum Risiko CJ
3. ein hohes Startkapital 1 I
4. berufliche Q ualifikation __ J
5. Ehrgeiz, Fleiß 1 [
6. Belastbarkeit, Durchsetzungswille
7. Flexibilität I I
8. kaufmännische Kenntnisse
9. der Wunsch, viel Geld zu verdienen
10. Beziehungen
11. Branchenkenntnisse |__ |
12. Führungserfahrung P j
13. Berufserfahrung
14. Verantwortungsbewusstsein
15. familiäre U nterstützung j

Z) 2 A ls T e le fo n tr a in e r in e rfo lg r e ic h a m M a r k t

„W e r ’ne Idee hat, soll sie sich bloß nicht kaputtreden lassen. Und sich auch von Hiobsbotschaften
nicht abschrecken lassen“ , sagt Sabin Bergmann, die seit mehr als 15 Jahren erfolgreich Telefon­
training für Unternehmen anbietet.
Lesen Sie zuerst den folgenden Text.

m Jahre 1997 wählte der Verband deutscher nioren helfen jungen Unternehmern“. Drei Dinge
I Unternehmerinnen die damals 29-Jährige zur
Nachwuchs-Unternehmerin des Jahres im Bereich
lernte sie gleich im ersten Gespräch: Sie musste
ihr Ziel klar und deutlich formulieren, keine Angst
Dienstleistungen: „Uns hat vor allem ihr Durchset­ vor Investitionen (sprich Schulden) haben und die
zungswille und Fleiß überzeugt.“ Existenzgründung bis hin zum Geschäftslogo pro­
Sabin Bergmann ist Industriekauffrau und arbeitete fessionell planen. Im Oktober 1992 war es dann
zunächst als Angestellte bei P H IL IP S , wo sie Hi-Fi- soweit: Sabin Bergmann gründete die Hamburger
Geräte verkaufte, Reklamationen entgegennahm. Sie Firma Contelle. Seitdem bietet sie Konzernen indi­
baute eine Telefonmarketing-Abteilung auf. Im Er­ viduelles Telefontraining für die Mitarbeiter an und
folg ihrer Arbeit sonnte sich der Betrieb. „Ich wollte konzipiert Telefonmarketingstrategien. Zu ihren
aus den Mühlen einer großen Firm a raus.“ Und noch Großkunden gehören u. a. die D aim ler AG, Bofrost,
etwas gefiel ihr nicht: „Computer, die um 18 Uhr die Bausparkasse Schwäbisch-H all, Siemens, M az­
ausgehen, weil der Betriebsrat es so will.“ Egal, ob da und e-on.
sie acht, zehn oder zwölf Stunden am Tag arbeitete, In der Zwischenzeit hat das Unternehmen seine
für sie gab es nur ein Kriterium: „Arbeit muss Spaß Tätigkeit ausgebaut und führt auch Telefontraining-
machen.“ Deshalb beschloss sie, ins kalte Wasser zu Kurse (in Englisch und Französisch) auf Mallorca
springen und sich selbstständig zu machen. durch. Im Jahre 2007 erhielt es das Prüfsiegel „Ge­
Ein Telefon. Viel Freundlichkeit. Eine vage Idee. prüfte Weiterbildungseinrichtung“ der Weiterbil­
Zunächst suchte sie Rat bei den Experten von „Se­ dung Hamburg e. V.

Worterklärungen
► ’ne: eine (Umgangssprache, ugs.) ► kaputtreden (ugs.): so lange darüber reden, bis nichts mehr von der Idee übrig bleibt
► die Hiobsbotschaft, -en: schlechte N achricht ► sich im Erfolg sonnen: den Erfolg genießen ► aus den Mühlen ’raus-
wollen (ugs.): m it dem m onotonen Leben aufhören ► ins kalte W asser springen: etwas riskieren, wagen ...

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 139


# Beantworten Sie die folgenden Fragen zum Text.

1. W arum wurde Sabin Bergmann zur „Nachwuchsunternehm erin des Jahres 1997“ gewählt?
2. W arum hat sie sich selbstständig gemacht? Kreuzen Sie an.
j__ ] Sie w o llte nicht mehr in einer großen | | Für sie ist Spaß an der A rb e it sehr w ic h t -
Firma arbeiten. ___J Sie schwimm t gern.
I | Sie w o llte nur bis 18 U h r arbeiten. ___ | Sie hat keine Angst vor dem Risiko.

3. Sie musste verschiedene Dinge lernen. N otieren Sie sie.


4. Was macht Sabin Bergmann in ih re r Hamburger Firma? Und w e r zählt zu ihren Kunden?
5. Das Unternehmen bietet heute erfolgreich Kurse für Telefontraining an. Recherchieren Sie
im Internet auf der Seite von Contelle und notieren Sie sich Tipps fü r das Telefonieren.

# Für Unternehmensgründer gibt es zahlreiche Kooperationsmodelle, wie das Franchise-System.


Ursprünglich waren diese Franchiseformen auf die Produktion und/oder den V ertrieb beschränk:
(z. B. Coca-Cola). A b e r auch das Dienstleistungsfranchising w ird im m er beliebter.
Kennen Sie w eitere Franchise-Unternehmen?

Das Franchising beruht auf einem Vertrag zwischen einem Franchisegeber und einem Franchisenehmer.
Aufgrund dieses Vertrages erhält der Franchisenehmer die Lizenz, rechtlich selbstständig Produkte mit
dem M arkenzeichen des Franchisegebers herzustellen oder zu führen oder zu vertreiben. Dafür zahlt der
Franchisenehmer eine Gebühr, die meist von der Umsatzhöhe abhängig ist.

D 3 Interview m it einem m ittelständischen U n te rn eh m er


Hören Sie das Gespräch m it W e rn e r Kustermann. In welcher Reihenfolge erfahren
Sie etwas über die folgenden Themen? Num m erieren Sie.

1.29 O Q ualität und Innovation Produkte des Unternehmens


Kunden Probleme

anwenderspezifische Lösungen Gründe fü r die Selbstständigkeit

# Hören Sie das Interview noch einmal. Tragen Sie die Themen ein und machen Sie sich Notizen

1.29 ©
®
®
®
®
©
# W elche Vor- und Nachteile sieht er gegenüber Großunternehmen? W o sieht er die Hauptkon
renten?

# Für A rchitekten, Techniker und Ingenieure: Stellen Sie sich vor, Sie wollen ein Haus bauen ode­
eine W ohnung renovieren. Sie suchen dazu geeignete Fenster.
Formulieren Sie Sätze zu den einzelnen Funktionen und recherchieren Sie im Internet.

1. Lärmschutz 3. Belüftung
2. W ärm eschutz/Isolation 4. Verdunkelung

► Die Fenster sollen vor Lärm schützen. ...

I40 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2,


"D H G rü n d e f ü r d ie S e lb s ts tä n d ig k e it

Beschreiben Sie die Grafik. Verwenden Sie dazu auch die folgenden Vorgaben.

1. unternehmerische und per­


Gründe für den Schritt in die Selbstständigkeit sönliche Freiheit erlangen
fü r 2006, Angaben in Prozent
2. den Wunsch nach Selbst­
U n tern e h m eris ch e und
ständigkeit haben
persönliche F re ih e it 3. w irtschaftlich in einer N o t­
W unsch nach lage sein
S e lb s ts tä n d ig k e it
4. nicht mehr arbeitslos sein/
aus w irts c h a ftlic h e r
N ot h eraus
Angst vo r der A rbeitslosig­
A lte rn a tiv e zu r
keit haben
A rb e itslo s ig ke it 5. eine gute Geschäftsidee
G eschäftsidee umsetzen
V e rd ie n s tm ö g lic h k e it
6. mehr verdienen/eine grö­
und A nsehen ßere Verdienstmöglichkeit
W e ite rfü h re n der haben/einen höheren gesell­
(F a m ilie n -) T ra d itio n
schaftlichen Status erlangen/
S onstige G ründe
besser angesehen sein
7. ein Familienunternehmen
w eiterführen ...

► 64,4 % der Existenzgründer wollen unternehmerische und persönliche Freiheit erlangen./64,4 %


der Existenzgründer sagen, dass sie unternehmerische und persönliche Freiheit erlangen wollen.

# Vergleichen Sie die G rafik m it den Aussagen von Sabin Bergmann und W e rn e r Kustermann.

5 D ie Rolle der Selbstständigen in d er Bundesrepublik


Lesen Sie den Text. Fassen Sie das Thema jedes Abschnitts in einer Ü berschrift zusammen.

durchdachter und im Umgang mit Geld als risi­


kobewusster. Außerdem hat ein hoher Prozent­
In Deutschland sind derzeit 4,1 Millionen Frauen satz der Existenzgründerinnen keinen bzw. nur
und M änner beruflich selbstständig, führen klei­ einen geringen Finanzierungsbedarf. Aber selbst
ne und mittlere Unternehmen. Der Mittelstand wenn man nur in geringem Maße auf die Finan­
bildet über 82 % aller Lehrlinge aus und über zierung aus Fremdkapital angewiesen ist, besteht
70 % aller Arbeitnehmer finden hier Lohn und immer das Risiko des Scheiterns.
Brot. Auf die kleinen und mittleren Unternehmen
entfallen ca. 38 % aller Umsätze. ® ....................................................................................
Denn: Finanzierungsmängel sind die Hauptur-
sache für eine Firmenpleite. Es ist deshalb rat­
Rund 1,6 Millionen Existenzgründer sind weib­ sam, sich vor einer Existenzgründung genau zu
lichen Geschlechts, das entspricht einem Frauen­ informieren, denn Beratung ist das A und O auf
anteil von 40 %. Laut einer Erhebung der KfW- dem Weg zum Unternehmer. Allerdings gibt’s
Bankengruppe (sie versorgt Existenzgründer mit oft gleich mehrere Ursachen für das Scheitern,
Krediten) sind Frauen und M änner in der Selbst­ z. B. Informationsdefizite, Qualifikationsmängel,
ständigkeit gleichermaßen erfolgreich. Frauen fehlerhafte Planung, Familienprobleme und die
gelten allerdings bei ihrer Finanzplanung als Überschätzung der Ertragskraft.

W orterklärungen
► Lohn und B rot finden: eine Beschäftigung finden ► m it Krediten versorgen: Kredite gewähren ► Finanzierung aus
Fremdkapital: z. B. K re d it von einer Bank erhalten ► Firmenpleite: Scheitern eines Unternehmens ► das A und O
sein (ugs.): entscheidend sein, sehr wichtig sein ► gibt’s (ugs.): gibt es ► Ertragskraft: Gewinn, Einnahmen

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 141


# Beantworten Sie die folgenden Fragen.

1. Frauen und Männer als Existenzgründer. W o rin unterscheiden sie sich?


2. Weshalb scheitern Existenzgründer? Nennen Sie Beispiele.
► Existenzgründer scheitern, weil man sie schlecht beraten hat.
weil sie schlecht beraten w orden sind.
► Sie scheitern wegen (+ Gen.)/aufgrund (+ Gen. oder von + Dat.) schlechter Beratung.
Sie sind schlecht beraten w orden. Deshalb scheitern sie.
3. Finden Sie andere Ausdrücke.
► in Konkurs gehen, Pleite machen ...

~D 6 R isike n f ü r E x is te n z g rü n d e r

A u f dem W eg zum eigenen Unternehmen w arten eine Reihe von Schwierigkeiten auf den Exis­
tenzgründer/die Existenzgründerin. A be r keine Angst: W e r die Risiken kennt, kann ihnen auswei-
chen und sich darauf vorbereiten. Das Bundesministerium für W irtschaft hat ein Portal fü r Existenz­
gründer eingerichtet.
Lesen Sie den Inform ationstext und ordnen Sie die Überschriften den einzelnen Abschnitten zu.

(T ) Mangel an kaufmännischen Kenntnissen 4 Familienprobleme


2 Überschätzung der Betriebsleistung 5 Informationsdefizite
3 Finanzierungsmängel 6 Planungsmängel

Nach einer Untersuchung der KfW-Bankengruppe stehen die folgenden „Pleite-Ursachen‘‘


fast alle direkt oder indirekt mit der Gründer-Person in Verbindung:
Viele Gründer haben bei der Gründungsfi­ nissen. Gerade die Branchenerfahrung ist aber der
nanzierung oft ihren kurzfristigen Kapitalbedarf Schlüssel zum Erfolg.
(um laufende Rechnungen zu bezahlen) falsch 1 Hier gibt es zwei Mangel-Varianten: Entwe­
eingeschätzt und daraufhin ihre Liquidität falsch der ist die Planung des Unternehmensaufbaus feh­
geplant. Probleme gibt es in dieser Situation vor lerhaft oder die Planung ist gut, wird aber nicht
allem dann, wenn Kunden langsam oder vielleicht eingehalten.
überhaupt nicht zahlen. Gefährlich auch: ein zu Familiäre Probleme sind umso einfluss­
hoher Preis bei einer Unternehmens-Übernahme. reicher, je kleiner ein Unternehmen ist. Gravie­
Gründer wissen oft zu wenig vom M arktge­ rend ist hier vor allem, wenn der Ehepartner die
schehen. Sie überschätzen z. B. die Nachfrage für familiären Belastungen gerade in der Anfangs­
ihr Produkt oder ihre Dienstleistung und unter­ phase nicht oder nicht länger hinnehmen will.
schätzen die Konkurrenz. Viele Gründer schätzen die Leistungsfähig­
An der fachlichen Qualifikation mangelt es keit ihres Unternehmens völlig falsch ein. Hier ist
bei Gründern so gut wie nie. Dafür umso mehr an der Umsatz des Betriebes zu gering im Verhältnis
kaufmännischen und unternehmerischen Kennt­ zu den hohen Investitionen oder Fixkosten.

# Stimmen folgende Aussagen? Kreuzen Sie an und korrigieren Sie sie.


ja nein
1. Existenzgründer haben sich über den Kapitalbedarf o ft sehr gut inform iert. □ □
2. G ründer kennen den M arkt sehr gut. □ □
3. Sie glauben oft, dass es eine große Nachfrage fü r ihr Produkt gibt und irren
sich dabei. □ □
4. Viele Unternehmen sind falsch geplant worden. □ □
5. Die Ehepartner sind m it der Gründung imm er einverstanden. □ □
6. Viele Existenzgründer glauben, dass ihr Unternehmen wirtschaftlich
arbeitet, weil der Umsatz höher als die Investitionskosten ist. □ □

142 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a pite *


5" I Grammatik

7 A k t iv u n d Passiv

A : Volker Schönlein ist Ingenieur und Lei­ B: Diese Maschine hier ist erst vo r Kurzem
te r der Produktionsabteilung. Er hat entwickelt worden. M it ihr können Bleche
diese Maschine entwickelt. Im Moment bearbeitet werden. Sie w ird vo r allem in
überprüft und ko n tro llie rt er sie. der Autom obilindustrie eingesetzt.

► A k tiv und Passiv: Man kann zu allen deutschen Verben A ktivform en bilden, aber nicht
im m er das Passiv. Zu diesen Verben gehören die Verben des Habens bekommen, besitzen,
erhalten, haben und kennen, wissen u. a. sowie die Verben gelten, kosten, umfassen, es gibt.
► Im Beispiel A benutzt man das Aktiv, weil die handelnde Person im Zentrum steht.
W ichtig ist, was Volker Schönlein, der Ingenieur, m it der Maschine macht.
► Im Beispiel B ist nicht wichtig, w e r die Maschine bedient. Man w ill wissen, wie die Maschi­
ne funktioniert, was man m it ihr machen kann. Im M ittelpunkt steht nicht die handelnde
Person, sondern der Vorgang, der Prozess. Deshalb verwendet man hier das Passiv.

0" 2 Die Bildung des Passivs

Präsens Präteritum
ich werde eingeladen ich wurde eingeladen
du w irst eingeladen du wurdest eingeladen
er/sie/es w ird eingeladen er/sie/es wurde eingeladen
w ir werden eingeladen w ir wurden eingeladen
ihr w erdet eingeladen ihr w urdet eingeladen
sie/Sie werden eingeladen sie/Sie wurden eingeladen
i i i
werden + Partizip II werden + Partizip II
im Präsens im Präteritum

Perfekt
ich bin zum Firmenjubiläum eingeladen worden
du bist nach S tuttgart eingeladen worden
er/sie/es ist vom Firmenchef eingeladen worden
w ir sind im letzten Jahr eingeladen worden
ihr seid nicht eingeladen worden
sie/Sie sind schon mehrmals eingeladen worden
i i
sein + Partizip II + worden

E xp o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 143


Aktiv: D e r Ingenieur k o n t r o llie r t .die Maschine/den M otor.
Subjekt (Nom inativ) O bjekt (Akkusativobjekt)

Passiv: Die Maschine/Der M o to r w ir d (vom Ingenieur) k o n t r o llie r t.


Subjekt (Nom inativ) Position 2 von + Dativ Satzende
durch + Akkusativ

V o rg a n g sp a ssiv („w e rd e n -P a s s iv “ )
N u r Verben, die ein A kkusativobjekt haben, können ein volles „werden-Passiv“ bilden.
Das A kkusativobjekt des Aktivsatzes w ird zum Subjekt (= Nom inativ) des Passivsatzes.
Beschreibt man einen Vorgang, so ist die handelnde Person nicht im m er wichtig. Man muss
sie deshalb nicht angeben, aber man kann sie in den Passivsatz m it von + Dativ übernehmen.
Durch + Akkusativ w ird verwendet, wenn die handelnde Person nur ein M ittle r ist und im
Auftrag einer anderen Person handelt. M it durch w ird auch die Methode, das Instrument,
angegeben.
► Die Kunden werden von uns durch einen K urier in form ie rt.
Im Präsens bildet man das Passiv m it dem Hilfsverb werden und dem Partizip II. Das Parti­
zip II bleibt unverändert:
► Die Maschine w ird k o n tro llie rt.
► Boris K orolenko w ird eingeladen.
► Die Briefe werden geschrieben.
Im Perfekt w ird worden verwendet:
► Er ist eingeladen worden.
Geworden verwendet man nur, wenn werden als Vollverb benutzt w ird. Es hat dann akti­
vische Bedeutung:
► Er ist Ingenieur geworden. (= Er hat studiert und ist je tz t von Beruf Ingenieur.)

Z u s ta n d s p a s s iv (,,se in -P assiv“ )
Es kann von Verben m it A kkusativobjekt gebildet werden und drückt eine Handlung aus,
die abgeschlossen ist (Ergebnis/Resultat eines Vorgangs). Das Partizip w ird dann wie ein A d­
jektiv (= Prädikativ) verwendet.
► Das A uto ist gestern repariert worden. Jetzt ist es repariert. (= Es ist fertig.)
► Das Geschäft ist vor zehn Minuten geöffnet worden. -* Jetzt ist es geöffnet. (= Es ist offen.)
I ^
Vorgangspassiv Zustandspassiv

N e u tra le s Passiv
D er Satz hat kein Subjekt. Das finite Verb steht in der 3. Person Singular.
► Ihm wird geholfen. (= Man hilft ihm.)
► Hier wird geraucht. (= Man raucht.)

Cr 3 D as Passiv m it M o d a lv e rb e n

Die Maschine kann zum Schweißen eingesetzt werden,


Die Laser können in der Medizintechnik verw endet werden,
Metalle können damit geschnitten werden.
i
Modalverb Infinitiv Passiv (Partizip II + werden)
(im Präsens oder Präteritum)

144 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a pitel :


C’H Das Passiv im N ebensatz

Boris Korolenko fragt, wann die Firma TRU M PF gegründet wurde


Er möchte wissen, ob die Stanzmaschinen hier produziert werden
I
Satzende
Partizip II + werden (= finites Verb)

Er fragt, ob damit Metalle aller A r t bearbeitet werden können

Satzende
Infinitiv Passiv + finites Verb
(Partizip II + werden + Modalverb)

0 I Übungen

U1 C h eckliste zu r Planung eines Firm enjubiläum s


Nehmen Sie noch einmal Ihre Notizen zur
Planung eines Firmenjubiläums. Checkliste
Was kann oder muss in Ihrer Firma
0 G äste einladen (nicht m ehr als 500')
gemacht werden?
Was ist unmöglich? Was kann auf keinen
Fall gemacht werden?
0
0 Essen bestellen

► N ich t mehr als 500 Gäste können


0 Broschüre drucken
E f G etränke besorgen
eingeladen werden.
0 die M itarbeiter einladen
► Das Essen sollte bei der Fa. Krause 3 das Program m erstellen
bestellt werden. 2 die Presse inform ieren
► ... 0 ...........
0 ............ .............
JZ In der M arketingabteilung
Innerhalb der Marketingabteilung w ird über die Feier noch heftig diskutiert. Die Marketingleiterin,
Frau Kaiser, fragt ihre M itarbeiter und M itarbeiterinnen.

Frau Kaiser: Frau Sommer, haben Sie die Gäste schon eingeladen?
Frau Sommer: Ja, Frau Kaiser, sie sind schon eingeladen worden./N ein, sie müssen noch ein­
geladen werden.

# Spielen Sie w eitere Dialoge.

► eine Wandtafel zur Firmengeschichte aufbauen/gestalten


► eine Präsentation vorbereiten/in A uftrag geben
► historische Geräte putzen/instand setzen/aufstellen
► Blumenschmuck besorgen/das Programm drucken/
das Menü bestellen/Getränke besorgen ...

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 145


U3 Ein A r t ik e l ü b e r das F irm e n ju b ilä u m

Bei dem Firmenjubiläum w ar auch eine Journalistin anwesend. Sie hat einen Beitrag fü r eine Ver­
bandszeitschrift geschrieben. H ier ist ihre Beschreibung der neuen Produktionsanlagen.
Ergänzen Sie den Text m it den Verben im Passiv (Präsens und Präteritum).

► behandeln ► drehen ► brauchen ► führen ► verkürzen ► schweißen ► schneiden


► zeigen ► reduzieren ► stanzen ► umformen ► erhöhen ► berühren ► verschleißen

„Am 22.5. feierte die Fa. TRUMPF ......................... A uf diese A rt und W ei­
ihr Firmenjubiläum. Dazu waren Gäs­ se ........................ weniger W erkzeuge
te aus dem In- und Ausland angereist. ........................., die Vorbereitungs- und
Nach einem Festvortrag ........................ Rüstzeiten ........................ und die Bear­
die Gäste durch die neuen W erkhal­ beitungszeiten ........................ So kann die
len ......................... A uf dem Rundgang P ro d u k tio n ....................................................
durch die Produktion ......................... M ithilfe der neuen Laserm aschinen
ihnen die technologischen Neuheiten können die unterschiedlichsten M ateri­
......................... Beeindruckt zeigten sich alien berührungslos ......................... oder
die Gäste vor allem von den neu­ ........................., aber auch Oberflächen
en Technologien: Stanz- und U m form ­ ...................................................... Der E in­
technik, Laser- und System technik so­ satz dieser M aschinen hat den Vorteil,
wie den neuartigen Elektrow erkzeu­ dass das M aterial nicht .........................
gen. M it den Stanzm aschinen können o d e r ............................................................ “
Bleche jeder A rt ......................... und
umg&forwvt werden. Durch den „intel­
ligenten“ Stanzkopf können die Werk­
zeuge in jede W in k e lla g e .........................

'. . „ v p

0 H A u s d e r G e s c h ic h te d e r F ir m a TRUMPF GmbH + Co. KG


Vervollständigen Sie die Übersicht. Ergänzen Sie zu den jeweiligen Substantiven die Infinitive im
A ktiv und Passiv.

S u b s ta n tiv A k t iv Passiv

Produkte pnydu^CerTen/ p m d u fy C e r t w e r d e iv

die Eröffnung

die Erweiterung

eingeweiht werden

hersteilen

gründen

präsentieren

einsetzen

verlegen

bestimmen

146 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2.!■


# Lesen Sie den folgenden Text.

Firmengründer: Christian Trumpf


1923: Produkt des Unternehmens: biegsame Wellen 1988: Die Neuerungen im Bereich der Laser­
zunächst für den zahnärztlichen und den Dru­ entwicklung machen eine eigene Gesell­
ckereibedarf. Mit der schaft notwendig: Die TRUMPF Lasertechnik
Entwicklung des moto­ G mbH wird gegründet.
rischen Antriebs werden 1998: Das Unternehmen begeht sein 75-jähriges Be­
sie für industrielle Zwe­ stehen leise. Zukunftsorientierung bestimmt
cke - zur Bearbeitung Denken und Handeln. Die Erweiterung der
von Metall und H o lz - Produktionskapazitäten gehört dazu. Am
hergestellt und vertrie­ Stammsitz Ditzingen wird am 20. November
ben. 1998 eine neue Laserfabrik eingeweiht. Sie
1960: TRUMPF wird soll den Produktionsstandort Deutschland si­
von einer Fachzeit­ chern.
schrift als „Nibbelkö­
nig” bezeichnet. Nib­
beln wird anfangs als
Methode der Blechbearbeitung wenig ange­
wendet. TRUMPF erkennt die Vorteile dieses
Trennverfahrens für die Blechbearbeitung
und setzt es bei seinen stationären Maschinen
und bei den Elektro- und Druckluftwerkzeu­
gen ein.
1968: TRUMPF präsentiert mit der TRUMATIC 20
die erste Blechbearbeitungsmaschine mit num­
merischer Bahnsteuerung.
1972: TRUMPF verlegt seinen Standort nach Dit­
zingen.
1979: Das Unternehmen stellt die erste kombinierte
Stanz-Lasermaschine TRUMATIC 180 LA­
SERPRESS vor. 2003: Eröffnung des neuen Vertriebs- und Service­
zentrums am Standort Ditzingen. Das Unter­
nehmen präsentiert als Weltneuheit den Pro­
totyp eines Scheibenlasers mit vier Kilowatt
Laserleistung.
2005: Nach mehr als 40 Jahren in der Geschäftslei­
tung übergibt Professor Berthold Leibinger
am 18. November die Führung an die nächste
Familiengeneration. Er übernimmt den Vor­
sitz im Aufsichtsrat. Dr. Nicola Leibinger-
Kammüller wird Vorsitzende der Geschäfts­
führung.

Bereiten Sie nun ein Interview m it Heidi-Melanie Maier, der stellvertretenden Pressesprecherin
von TRUM PF, vor. Spielen Sie das Interview. Verwenden Sie möglichst viele Passivsätze (im P räteri­
tum).

Journalist: Frau Maier, von wem wurde das Unternehmen gegründet?


H.-M. Maier: Das Unternehmen wurde von Christian Trum pf gegründet.
Journalist: Was hat das Unternehmen zuerst p ro du zie rt? Was produzierte
das Unternehmen zuerst?
H.-M. Maier: Z uerst wurden biegsame W ellen produziert/hergestellt. Später
wurden sie ...

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 147


U5 E ine R ede z u m F irm e n ju b ilä u m

D er Firmenchef eines kleineren Unternehmens hat seiner Sekretärin eine Rede zum Firmenjubilä-
um d ik tie rt. Hören Sie die Rede und ergänzen Sie die fehlenden W ö rte r.

^ Sehr geehrte Damen und H e rre n ,.......................................................... ,


am heutigen Tage jä h rt s ic h .......................................................................... zum 60. Mal. Zu diesem
................................................................................................. auf das Herzlichste.
Ich freue mich, dass S ie .......................................................... so zahlreich gefolgt sind und gemeinsam
........................................................................................................................................................ feiern.
Anfang der I950er-Jahre............................ mein G ro ß v a te r...................................................................
Nach anfänglichen........................................... vergrößerte sich das Unternehmen, vo r allem dank
........................................... , stetig. Nach e in e m ............................................................................................
stieg er 1969 in das Unternehmen ein u n d ........................................ bis Ende der I990er-Jahre.
Am 1.1.1998 ........................................ ich von ih m ............................................................
In den darauffolgenden Jahren bis zum heutigen Tage erarbeiteten w ir uns d u rc h ...........................
............................................................................... bei unseren Kunden einen guten Namen. Diesen Ruf
habe ich zum größten T e il............................................ u n d .............................................. zu verdanken
Ich versichere Ihnen, dass a u ch .......................................................... allzeit für die ihm gestellten Auf­
gaben bereit ist. W ie Sie wissen, haben w ir vor drei Jahren................................................................
und können am heutigen Tage..................................................................................................
Nun wollen w ir z u m ......................................................................... übergehen. Ich wünsche Ihnen
.......................................................... Stunden.
Danke für Ih re ........................................ !

0 6 A m k a lte n B ü fe tt

Nach dem Rundgang durch die Produktionsanlagen hat die Geschäftsleitung zu einem kalten Bü­
fe tt eingeladen. W e r unterhält sich über welches Thema? Hören Sie die Dialogausschnitte.

W e r s p ric h t? W o rü b e r?
1.31
Dialog I

Dialog 2

Dialog 3

Dialog 4

Dialog 5

Ü1 S m a ll T a lk a m B ü fe tt

Spielen Sie in der Gruppe die Szenen.

1 D arf ich Sie fragen, w oher Sie kommen? 3 Schön, dass Sie da sind./Schön, dass Sie ge­
D arf ich Sie um einen Gefallen bitten ...? kommen sind.
W ären Sie so freundlich und würden Sie . (Es) fre ut mich, Sie hier zu sehen/Sie hier
tun? begrüßen zu dürfen.
( 2 j Mich würde noch interessieren,... 4 Das W e tte r ist ja heute traumhaft. Es
W ie hat Ihnen denn der Vortrag/die Rede könnte nicht besser sein: Sonnenschein,
gefallen? blauer Himmel, keine Wolken ...
Übrigens, was ich Sie fragen w o llte ,... 5 Übrigens, haben Sie schon gehört ...?
Natürlich, gern. Keine Ursache. Nein, na so etwas. Das hätte ich nicht ge­
Ich fand ihn/sie ganz/sehr interessant. dacht ... Das gibt’s doch nicht.
Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Reise .

148 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, Kapite s


# Redemittel: G lü c k w ü n s c h e u n d T rin k s p rü c h e

Glückwünsche
Glückwunsch zu Ihrem Firmenjubiläum/zu Ihrem Geburtstag ...
D a rf ich Ihnen/dürfen w ir Ihnen zu Ihrem Umbau/neuen Technologiezentrum gratulieren?
Kom plim ent fü r die neue Produktionsanlage/das neue Servicezentrum/Logistikzentrum!
Ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Beförderung ...
Ich habe gehört, dass Sie Nachwuchs bekommen haben ... Herzlichen Glückwunsch!
dass Sie geheiratet haben. Herzlichen Glückwunsch zur Hochzeit!

Trinksprüche
Im Deutschen gibt es verschiedene Möglichkeiten, m it einem G etränk anzustoßen.
► Stößt man m it W ein, Sekt, Champagner an, so sagt man in der Regel dazu: A uf Ihr W o h l!/
A u f Ihre Gesundheit!/Zum W o h l!/A u f gute Zusammenarbeit!
► T rin k t man hingegen Bier, so sagt man beim Anstoßen: Prost!
► Bei Kaffee, Tee, Wasser oder Saft sagt man nichts.

J8 D a n k e , ich t r in k e n ic h ts .

Verena Schiller und Boris Korolenko haben sich am kalten B üfett bedient und sich an einen Tisch
gesetzt. Ein Kellner geht herum und schenkt den Gästen ein.
Erfinden Sie zunächst ein Gespräch zwischen Frau Schiller und H errn Korolenko.

# Redemittel: D a r f ich e in sch e n ke n ?

A: D a rf ich Ihnen einschenken?/Darf ich Ihnen nachschenken (= noch einmal einschenken)?


B: Ja, aber nur einen kleinen Schluck ...

# Im Laufe des Gesprächs sagt Boris Korolenko folgendes zu Verena Schiller.

Boris: Übrigens, ich heiße Boris. ... W ie ist denn Ihr Vorname?
Verena: W arum interessiert Sie das?
Boris: Ja, warum nicht? Ich meine nur, ...

aeu. K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 149


U9 S ie zen o d e r duzen?
H e rr K orolenko ist etwas verunsichert, nachdem er Verena Schiller nach ihrem Vornamen gefragt
hat. W ie w ar das m it dem Duzen und Siezen?

0
0 , Duzen Siezen 0
Sie kennen die „Du-Form“ im Deutschen als Anrede
Man verwendet hingegen die Höflichkeitsform mit „Sie'
^gutr jkennt
n enWpndet,SiewÜr PerS° nen’
(Freunde, Verwandte die man Persönlich
usw.). wenn man erwachsene Personen (über 16 Jahre) nicht
Junge Leute zwischen 18 und 30-35 Jahren (z. B. Stu­ kennt, z. B. im Alltag, im Geschäft, im Büro, auf der Bank
denten) duzen sich untereinander ebenfalls. Auch am Die Anrede für erwachsene Männer lautet „Herr“ („Herr
Arbeitsplatz (z. B. zwischen Arbeitern, langjährigen Ar­ c u ! Z'2' Erwachsene Frauen werden mit „Frau“ (."Frau
beitskollegen, in einem Team von jungen Leuten) duzt Schulz ) angeredet, auch wenn sie nicht verheiratet sind
man sich nach gewisser Zeit immer häufiger. Die Anrede „Fraulein“ wird offiziell nicht mehr verwendet.
Kennt man einen Mitarbeiter/eine Mitarbeiterin, einen Ge-
Dabei gilt. Der Vorgesetzte (Abteilungsleiter) bie­
schaftskollegen/eine Geschäftskollegin gut, so ist es auch
tet einem Gleichrangigen (Abteilungsleiter) oder dem möglich, ihn/sie mit Vornamen anzureden: „Helmut kön­
Rangniedrigeren (Projektmanager) das Du an, genauso nen Sie bitte kommen?“ Das ist eine gute Alternative zum
wie der Altere dem Jüngeren. Sowohl Männer als auch direkten Du.
brauen können sich gegenseitig das Du anbieten Aber
eine Sekretärin darf der Chefin/dem Chef niemals das ln der Regel gilt: Richten Sie sich bei der Anrede nach der
Du anbieten. Unternehmenskultur. Gerade in Banken, Versicherungen
und Behörden ist das Sie üblich.

# Diskutieren Sie.

1. W ie sollte Verena Schiller auf das Angebot von Boris Korolenko reagieren?
2. W elche Konsequenzen hat es fü r die Geschäftskontakte, wenn man sich duzt?
3. W ie spricht man in Ihrem Heimatland einen Chef, eine junge Frau, einen Angestellten, Ver­
wandte usw. an?

U 10 F r u s t r ie r t aus d e m U rla u b ________________________________________________________________

Erzählen Sie die Geschichte. So könnte die Geschichte beginnen:

► „Das ist ja eine Superfrau“ , dachte Matthias H. und blickte zu der Blondine, die ihm schräg ge­
genüber an der Strandbar saß und einen Campari trank. „Vielleicht frage ich sie mal, ob sie heu­
te Abend m it m ir in die Disko geht“ , überlegt er noch, als ...
► „Ein bisschen schüchtern, aber nett, der Typ“ , sagte sich Elvira R. ...

Und so könnte die


Geschichte enden:

► „Sind w ir uns
nicht im Urlaub
begegnet?“ eröff-
nete Elvira R., die
Personalchefin
von H & Co., das
Bewerbungsge­
spräch. ...
► „O je , die kennst
du doch“ , sagte
sich Matthias H.
und begrüßte die
Personalchefin
von H & Co. ...

150 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6


U 1/ Einladung zu einem privaten Abendessen
W aren Sie schon einmal bei deutschen Geschäftspartnern zum Essen eingeladen? W enn ja, dann
berichten Sie davon.

Die Einladung zu einem privaten Abendessen


ormalerweise wird man bei G eschäftsbesu­ wie sie ihren Gast bewirten, entspricht oft ihren
N chen in Deutschland nicht nach Hause, son­
dern ins Restaurant eingeladen. Wenn Sie eine
eigenen Essgewohnheiten. Normalerweise essen
viele Deutsche mittags warm (zu Hause oder in der
Einladung zu einem privaten Abendessen erhal­ Kantine) und nehmen daher abends nur ein kaltes
ten, werden beim ersten Gericht ein. Es hängt aber
Besuch sicher ein warmes auch vom Lebensstil der
und aufwendig gekochtes deutschen Familie ab, ob
Abendessen oder regionale sie am Abend warm isst.
Spezialitäten (z. B. N ürn­ Immer mehr Deutsche, die
berger Bratwürste mit Sau­ durch Geschäfts- oder Ur­
erkraut oder Kartoffelsalat) laubsreisen andere Länder
serviert. In der Regel essen kennengelernt haben oder
viele Deutsche abends nur mittags nur eine Kleinigkeit
kalte Speisen wie Wurst, essen, servieren daher ih­
Käse, Brot, Salate, Toma­ ren Gästen abends auch ein
ten. Dazu wird M ineralwas­ warmes Menü. Lädt man
ser, Saft, Wein oder Bier getrunken. Dies bedeutet jem anden „auf ein Glas Wein“ ein, dann wird im
nicht, dass die Deutschen geizig sind und den Gast Allgemeinen nur ein Imbiss gereicht (z. B. Salzge­
nicht richtig bewirten wollen. Die Art und Weise, bäck, Häppchen).

# Beantworten Sie die folgenden Fragen.

1. G ibt es Unterschiede in den Essgewohnheiten zu Ihrem Heimatland?

2. W ie verhält man sich bei einer privaten Einladung in Deutschland? Kreuzen Sie das Z u tre ffe n ­
de an.
d ] Man kom m t eine Viertelstunde (15 Minuten) zu früh zum verabredeten Termin.

[d Man kom m t pünktlich.


[ Man kom m t etwa eine Viertelstunde zu spät. D e r Gastgeber/Die Gastgeberin hat so
Zeit, alles in Ruhe vorzubereiten.

__ Man bringt der Dame des Hauses einen Strauß Blumen mit.

! | Es ist nicht wichtig, welche Blumen man der Dame des Hauses m itbringt.

| | Dem Gastgeber bringt man eine Flasche W ein, Champagner oder einen Cognac mit.

L Z l Man bringt ein Dessert aus der K onditorei oder Pralinen mit.

___] Man wünscht nur den Kollegen in der Kantine einen „guten A p p e tit“ . Bei Geschäftses­
sen gilt es als nicht sehr schick.

___ Man isst aus H öflichkeit alles und lehnt nichts ab.

I | Man spricht beim Essen nicht mehr über geschäftliche Di

I | Sie müssen als Gast beim Essen niesen. Sie entschuldigen

3. Z u r Diskussion

► W elche Geschenke sind tabu (z. B. Parfüm, Unterwäsche, teure Uhren ...)? Warum?
► W ie lange kann man bleiben?

E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6 151


U 1Z U n d je t z t sind S ie g e fra g t.
Schreiben Sie kurze Briefe zu den folgenden Themen und verwenden Sie dabei die unten stehen­
den Textbausteine.

© Sie sind in der Marketingabteilung tätig. Ihr U nterneh­


men organisiert einen W o rkshop m it internationalen
4 Sie haben eine Einladung
einem Firmenjubiläum erh
Referenten zum Thema „F irm e nku ltu r“ . Formulieren ten. Leider können Sie da
Sie ein Einladungsschreiben. nicht teilnehmen. Formulier

© Ein Geschäftspartner hat Sie zu einem Geschäftsessen


eingeladen und darum gebeten, ihm eine Bestätigung
Sie eine Absage. Drücken
Ihre Glückwünsche aus.
der Einladung zu schicken. Formulieren Sie diese. (5 j Sie waren bei einem Geschä
partner privat zu Gast. Sie
® Sie werden zu einer Tagung als Referent/Referentin
danken sich in den Tagen d
eingeladen. Sagen Sie zu und nennen Sie das Thema Ih­
res Vortrags. nach fü r die Einladung ...

© E in la d u n g

- jUun
b!,rm Flrm a/U nS er Ur,ternehm e" fe is rt in Jahr ihr/sein .. ..jähriges Bestehen/

► Uie
Q » 'F
f! r , ef!
Feier T ’ am
findet Sie ...
Undin "... aUS diesem Anlass 2U -
statt. einladen zu dürfen.

► B itte teilen Sie uns bis zum ... m it, ob Sie an unserem Jubiläum teilnehmen können.

©
© B e s tä tig u n g d e r E in la d u n g
Z u sa g e

► Ich nehme die Einladung (zu ...)


► Haben Sie recht herzlichen Dank für an und würde gern einen Vortrag
Ihre Einladung zu ... über ... halten/über das Thema ...
► Ich habe mich sehr über Ihre Einla­ sprechen/referieren.
dung gefreut ... ► Selbstverständlich kommen w ir zu
► M it großer Freude habe ich Ihre Einla­ Ihrem Jubiläum am ...
dung zu ... erhalten ... ► H ie rm it möchte ich Ihnen m itte i-
len, dass ich an der Tagung ... te il­
nehme.

A b sa g e

* ;rr
* mitterlen zu
leid/lch
müssen,bedaure-
dass ichihnen
nicht
© D ank für die Einladung

.n - t e i l n e h m e n kann, da ich zu ► Haben Sie noch einmal recht


herzlichen D a n k fü r Ihre Ein­
diesem Termin/an diesem Tag ver­
hindert bin. S ladung z u . . .
► Leider kann ich Ihrer Einladung ► Ich m öchte mich bei Ihnen
noch einmal für den w under­
zu ... nicht folgen und bitte Sie dies
zu entschädige,. Ich möchte Ihnen baren Abend bedanken ...
trotzdem sehr herzlich zu
gratu-
lieren ...

152 E x p o rtw e g e neu, K u rsbu ch 2, K a p ite l 6


T ^ ild u n q u n d A u s b ild u n q
■i i ............. ■

■ '■ i . 11. . ....................... . ..i —... .................. ...........- % JL -

Themen: A Schule und Lernen B Das Bildungswesen in Deutschland, Österreich und in der
7
Schweiz C Schulleben in Deutschland

A I Schule und Lernen

A / Schule in d e r K a rik a tu r

Beschreiben Sie die Karikaturen zum Thema „Schule und Lernen“. Welche Schlüsse können Sie
schon daraus ziehen?

# Redemittel: Beschreibung e in e r K a rik a tu r

Thema Der Karikaturist/Der Zeichner thematisiert ...


Thema der Karikatur ist (die Disziplinlosigkeit an deutschen Schulen/Bil-
dungskrise/P/SA-Studie und Schulunlust).
► Weitere Verben: darstellen, zum Gegenstand haben, spotten über (+ Akk.),
verspotten, kritisieren

Bild Man sieht ...


► Was ist zu sehen?: Im Vordergrund lümmeln drei Schüler in ihren Bänken./
Auf der linken Seite/Rechts/Im Hintergrund/An der Decke ...
► Was passiert gerade?: der Lehrer: das Klassenzimmer betreten/hereinkom-
men ♦ begleitet werden von .../schwer bewaffnete Polizisten: den Lehrer
eskortieren ♦ die Schüler: mit dem Handy spielen; telefonieren/sich laut
unterhalten
► Was sieht man noch?: Im Hintergrund ist ... zu sehen. * Die Tafel ist ...
von ... mit Kreide beschrieben./Auf ihr steht: „Schule ist Diktatur“.
► Was für ein Untertitel?: „Die Schule im Land der Dichter und Denker“ -
ein Titel, den sich die Deutschen selbst verliehen haben, weil Bildung und
Gelehrtheit für sie einmal ein hohes Gut darstellten.

Bedeutung anarchische Zustände herrschen/Offenbar ist die Situation an vielen deut­


schen Schulen außer Kontrolle./Ergebnisse der antiautoritären Erziehung
zeigen .../Das schlechte Abschneiden des deutschen Bildungssystems in der
P/SA-Studie hat ... zur Ursache.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 153


AZ S c h u lk a rrie re n

Schüler erzählen von ihrer Schule. W er ist wer? Welcher Text passt zu welchem Bild? Ordnen Sie zu

Angelika Stehle
„Mit meinem bisherigen Schul­ Vater auf einer Schifffahrt auf
weg hatte ich eigentlich nie dem Yangtse kennengelemt.
Probleme. Ich bin jetzt 18 und Geboren wurde ich 1990 in
mache noch in diesem Jahr am Mannheim, wo ich auch den
Johann-Vanotti-Gymnasium Kindergarten besuchte. Spä­
mein Abitur. Ab Herbst werde ter zogen wir nach Heidelberg
ich dann Medizin studieren. um, wo ich 1997 in die Fröbel-
Mein Vater ist Arzt und in schule kam. Vier Jahre später
der Forschung tätig. Meine beendete ich den Besuch die­
Mutter ist Lehrerin. Sie kommt ser Schule und wechselte auf
aus China. Dort hat sie mein das Gymnasium in Ehingen.“

ps\\\\\\XXXv

Silvana Christ
„Der Wechsel von der Grundschule (1992-1996) Um praktische Erfahrungen zu sammeln, beschloss
zum Gymnasium gestaltete sich für mich recht ich, nach dem Berufskolleg eine Ausbildung bei
schwierig, da mein mitgebrachtes Wissen recht lü­ Ratiopharm in Ulm zu machen und wurde Industrie-
ckenhaft war. Aus diesem Grund beendete ich den kauffrau. In dieser Zeit besuchte ich die Berufsschu­
Besuch des Gymnasiums in Laupheim und wechsel­ le in Ulm. Aber ich stellte damals auch fest, dass ich
te im Halbjahr der 8. Klasse auf die Realschule und mich in der freien Wirtschaft als Sachbearbeiterin
machte dort meine mittlere Reife. Danach ging ich in etwas fehl am Platz fühlte. Deswegen beschloss ich
die Kaufmännische Berufsschule in Ehingen und be­ 2007, die Wirtschaftsoberschule in Riedlingen zu
suchte dort das zweijährige Berufskolleg. Mein Ziel besuchen, um später Wirtschaftspädagogik zu stu­
war, später BWL zu studieren. dieren.“

154 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


4

Ali Memetoglu
„1991 wurde ich in Ehingen an der Längenfeldschule, BWL studieren wollte. Doch mit der Zeit bekam ich
einer Grund- und Hauptschule, eingeschult und blieb den Wunsch, Medizin zu studieren, weshalb ich noch
dann auch unglücklicherweise bis zu meinem Werkre­ einmal auf eine Schule musste, um die Allgemei­
alschulabschluss 2001 dort. ne Hochschulreife zu erlangen. Inzwischen bin ich
Da weder ich noch meine türkischen Eltern eine Ah­ 23 Jahre alt, habe eine Berufsausbildung zum Phy­
nung vom deutschen Schulsystem hatten, ließen sich siotherapeuten abgeschlossen, besuche seit 2007 die
meine Eltern dazu überreden, mich auf die Haupt­ Wirtschaftsoberschule in Riedlingen und versuche
schule zu schicken, obwohl ich bis auf eine Vier in über unzählige Umwege und Prüfungen das zu errei­
Deutsch die Noten für die Realschule hatte. Die Un­ chen, was man im Durchschnitt mit 18 und einer ein­
terschiede der weiterführenden Schulen wurden mir zigen Abschlussprüfung erreicht.
erst im Laufe der 5. Klasse bewusst. Danach nahm ich Meiner Meinung nach bietet das deutsche Schul­
auch den Kampf auf, über die Aufnahmeprüfungen in system den Eltern und den Kindern viel zu viele Op­
die Realschule zu kommen. Leider scheiterte ich auf­ tionen bei der Auswahl der weiterführenden Schulen
grund meiner schlechten Deutschleistungen bereits an. Dies beginnt schon ab der 4. Klasse. Wenn nicht
am ersten Prüfungstag und durfte in den weiteren bereits dort selektiert werden würde und allen Schü­
Kemfächern gar nicht erst antreten. lern die gleiche Möglichkeit wie in manchen anderen
Nach der 10. Klasse ging ich auf das Berufskol­ Ländern gegeben wäre, blieben den Kindern manche
leg, um die Fachhochschulreife zu erlangen, da ich unnötigen Schuljahre erspart.“

# Notieren Sie nun die Informationen in der tabellarischen Übersicht und suchen Sie dann die Schul-
formen in B2 und B3.
Birgit Angelika Silvana Ali

H e rk u n ft ........................ ........................ ........................ ........................

M ig ra tio n
ja/nein

H auptschule
ja/nein

Realschule
ja/nein

G ym nasium
ja/nein

berufliche
Schulw ege/ ........................ ........................ ........................ ........................
Ausbildungen

A b itu r nachho­
len ........................ ........................ ........................ ........................

Studienw unsch
ja/nein

S tu d ie n ric h ­
tun g

# Stellen Sie die Lebensläufe noch einmal kurz vor.


► Birgit kommt aus Österreich und hat dort das Gymnasium besucht. ...

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 155


3 Schule und Schulbildung in Ih re m H e im a tla n d

Beschreiben Sie typische Schulverläufe aus Ihrer Heimat.

Redemittel: Rund um die Schulbildung

die Kinderkrippe besuchen, in den Kindergarten gehen, eineVor-


schule besuchen, in die Schule kommen, eingeschult werden, die
Schule besuchen
im Alter von, mit ... Jahren, ab dem .. .ten Schuljahr, bis zum .. .ten
Schuljahr, bis zum Alter von ... Jahren
Unterricht haben, von ... bis ... zur Schule gehen,ganztägig in die
Schule gehen
die Schule wechseln, eine höhere Schule besuchen, die Aufnahme­
prüfung in eine höhere Schule ablegen
eine Berufsausbildung machen, zur Universität gehen, eine Ausbil­
dung erhalten

► Im Alter von drei Jahren besucht man bei uns den Kindergarten. Das dauert drei Jahre. Dann
wechselt man in die Grundschule.

# Formulieren Sie die Ziele und Erwartungen von Eltern und Gesellschaft an die Schule und die
Schullaufbahn.
► Unser Kind soll es einmal besser haben als wir.
► Unser Kind sollte in der Schule optimal gefördert werden.
► Die Schüler sollen leistungsbereit und sozial kompetent werden.

P\ H J e tz t sind Sie g e fra g t.

Stellen Sie das Schulsystem Ihres Heimatlandes vor. Wählen Sie eine Variante der beiden mög­
lichen Gruppenarbeiten aus.

D isku tieren Sie in Ih re r G ru p p e die


Zeichnen Sie eine Grafik/ein
w ichtigsten M erkm ale des Schulsys­
Flussdiagramm auf Folie oder
te m s Ihres H eim atlandes. W ä h le n
auf eine Stellwand.
Sie dann einen E x p e rte n z u r Schul-
Bereiten Sie dazu einen klei­
m inisterin/zum Schulm inister. Ein
nen V ortrag vor.
an d e re r K u rste iln e h m e r spielt den
R eporter.

Stellen Sie Ihr Schul- und Bildungs­


system in Fo rm eines In terview s vor.

► Bei uns gibt es ein dreigliedriges/mehr­


gliedriges Schulsystem ...

156 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


3 Das Bildungswesen in Deutschland, Ö sterreich und in d e r Schweiz

Sie arbeiten in der Niederlassung Ihres Unternehmens im deutschsprachigen Ausland. Ihre Firma
möchte weitere Mitarbeiter, darunter viele mit Kindern im schulpflichtigen Alter, vor allem nach
Deutschland schicken. Diese sollen Sie über das Schulsystem informieren. Vorher aber informieren
Sie sich besser selbst. Eines sollten Sie schon vorab wissen: In Deutschland haben die Länder die Bil­
dungshoheit. Sie haben es also im Grunde genommen mit 16 unterschiedlichen Schulsystemen zu tun.

3 / W e lc h e Schule? Realschule o d e r G ym nasium ?

Lesen Sie zuerst die Ausschnitte aus einem Internetforum.


O Fragen rundumdie Schule - Mozilla Firefox m m
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FORUM A A
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. J •! j , 4mm ^ 1 iä \ L iliiii «
Gesendet von Julia am 8. Dezember um 22:44
Ich muss meine älteste Tochter im Februar auf die nächste Schule anmelden. Doch nur auf welche? Wie habt
ihr entschieden? Mal bin ich mehr für die Realschule, dann wieder für das Gymnasium; doch guter Rat ist teuer.
Vielleicht habt ihr ein paar Vorschläge? Vielleicht wisst ihr, woran ich mich halten muss oder was ich bedenken
muss? Vielen Dank Julia

Antworten
Gesendet von Tanja am 30. Dezember um 18:54:
Hi, ich will dich nicht zutexten, aber wir hatten das gleiche Problem mit unserer großen Tochter. Sie hatte immer
sehr gute Noten in der Grundschule und die Lehrerin sagte auch: „Ihre Tochter ist ein Kind für das Gymnasium.
Aber ich hätte mich lieber auf mein Bauchgefühl verlassen sollen, denn sie hat es sehr schwer. Sie ist jetzt in der
6. Klasse im Gymnasium in einer Musikschule, weil sie Musiklehrerin werden will. Aber ihre Noten sind jetzt nicht
mehr so gut. Das ist aber normal. Ich kann dir nur einen Rat geben: Mach das, was deine Tochter möchte, wenn sie
ins Gymnasium will, dann ist es okay. Diese Kinder boxen sich durch, weil sie es wollen. Unsere Tochter kämpft und
lernt doppelt so viel wie die anderen, aber ich bin sehr stolz auf sie. Also lass dein Kind entscheiden, wo es hin will.
Mfg Tanja
Gesendet von Marion am 30. Dezember um 19:09:
Ich hatte das Gleiche bei mir! Ich bin noch nicht so alt und jetzt in der 11. Klasse. In der Grundschule war ich
sehr gut, und deswegen bin ich dann aufs Gymnasium gegangen, aber das war eine Fehlentscheidung. Ich hatte
nur noch schlechte Noten. In der 7. Klasse wäre ich sitzen geblieben. Deshalb wechselte ich dann zum Halb­
jahr auf die Realschule. Da hatte ich dann bessere Noten. Ich ruhte mich dann aber auf meinem Vorsprung aus
und wurde aus diesem Grund auch wieder etwas schlechter. Deshalb habe ich jetzt auch keine Ausbildungsstel­
le bekommen! In der 10. Klasse war ich dann sehr gut, weil ich viel gelernt habe: In den 4 Prüfungen hatte ich
nur 1er und bin mit einem Durchschnitt von 1,2 Schulbeste geworden. N aja, Schulbeste ohne Ausbildungsplatz.
Notgedrungen bin ich jetzt auf die Fachoberschule gegangen, obwohl für meinen Traumjob Fotograf auch die
Realschule gereicht hätte. Jetzt muss ich das halt noch 2 Jahre machen! Also mein Rat: Erst mal klar über den
Berufswunsch werden, grundsätzlich ist die Realschule besser, da danach immer noch die Chance für die Fach­
oberschule da ist. Außerdem, so war es zumindest hier, ist das Gymnasium schon eher ein Massenbetrieb, auf
der Realschule wird man individueller betreut. Und bei der Entscheidung fürs Gymnasium von Anfang an am Ball
bleiben, natürlich auch bei der Realschule!
Marion
Gesendet von Laura am 5. Januar um 12:13:
Ich würde es erst mal mit dem Gymnasium probieren. Ich bin zwar selber gerade erst mit dem Abi fertig, aber
meiner Erfahrung nach ist die Beurteilung in der Grundschule nicht gerade aussagekräftig. Die einen sind in der
Grundschule nicht gerade das, was man einen Überflieger nennt, ihnen wird deshalb die Hauptschule empfohlen,
andere sind super gut und sollen aufs Gymnasium gehen. Während der Pubertät entwickeln sich die Kinder aber
auch noch, was sich auch auf die Schule auswirkt! So hat ein Mädchen bei mir ein „Eins-Komma-Abi“ hingelegt,
hatte aber von der Grundschule eine Empfehlung für die Hauptschule bekommen.
Grüße Laura
. . _
. y . - Interne!:____________________________________________ 1 0 0 % -

# Beantworten Sie die Fragen.


1. Welche Antworten bekommt Julia, die ratlose Mutter, von den einzelnen Teilnehmern?
2. Was verraten die Schreiber über ihre eigene Schulkarriere?

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 157


3 2 V ie le W e g e - keine Sackgasse O U I

Eine Sendung des Bayerischen Rundfunks informiert Eltern zur Wahl der weiterführenden Schulart.
Prägen Sie sich vor dem ersten Hören die folgenden W örter ein.

eine Sackgasse eine Straße, an deren Ende es keinen Ausgang gibt


„eine Drei“ Das deutsche Notensystem reicht von I (sehr gut); 2 (gut); 3 (befriedigend);
4 (ausreichend); 5 (mangelhaft) bis 6 (ungenügend).
Eine Drei ist also eine mittlere Note. Mit einer Vier hat man noch bestan­
den, Fünf und Sechs bedeuten, dass man das Lernziel nicht erreicht hat.
HSK Heimat- und Sachkunde, Unterrichtsfach in der Grundschule. Später wird:
HSK von Geografie, Physik und Biologie abgelöst. /
Mathe Abkürzung für Mathematik, in der Grundschule oft noch Rechnen . :~:-
Zeugnis Zertifikat nach Abschluss eines Schuljahres mit dem Notensysfem von
I bis 6 (siehe oben)
Wortgutachten schriftliche Beurteilung; Darin beschreiben die Lehrer das Lern- und Sozial­
verhalten der Kinder.
ein Notendurch­ Eine Zwei in Deutsch, eine Zwei in Mathematik und eine Drei in HSK ergibt
schnitt von 2,33 einen Notendurchschnitt von 2,33 (da 7:3 = 2,33).

Hören Sie nun den Bericht und setzen Sie dann die Adjektive in der richtigen Form in die Lücken
ein. Die Adjektive stehen bereits in der richtigen Reihenfolge.
► nächst- ► vierte ► wesentlich ► hoch ► sehr gut ► begabt ► schnell ► hoch ► groß
► viel ► lang ► viel ► anspruchsvoll ► hoch ► abstrakt ► groß ► stark ausgeprägt
► durchschnittlich ►klassisch ►hoch ►niedrig ►optimal ►gut ►viel

Nach der vierjährigen Grundschule wechseln die Kinder in d ie........................... Schulform.


2.2
Dabei sind die Noten d er........................... Grundschulklasse ein........................... Fak­
tor. Die Kinder, die in eine........................... Schulart wechseln wollen, brauchen nicht nur
........................... Noten in den Hauptfächern, sie brauchen auch ein Wortgutachten, das Aus­
kunft über ihr Lern- und Sozialverhalten gibt. Allgemein gilt: Nur sehr........................... Kinder
mit einer........................... Auffassungsgabe sollten auf das Gymnasium gehen.
Das Gymnasium ist in Deutschland die........................... Schulform mit den...........................
Leistungsanforderungen an die Kinder. Der Besuch des Gymnasiums verlangt von den Schü­
lern ........................... Ausdauer als die Realschule, denn es handelt sich mit acht Jahren um
die........................... Schulart. Trotzdem wollen die........................... Eltern, dass ihre Kin­
der auf diese........................... Schule gehen. Für das Gymnasium müssen die Kinder eine
........................... Bereitschaft zum Lernen mitbringen als für die Hauptschule. Das Gymnasium
sollten also nur Kinder mit einem........................... Denkvermögen, einem...........................
Fleiß und einer................................................ Sozialkompetenz als........................... Grund­
schüler besuchen.
Die Realschule ist die........................... Schule und ist angesiedelt zwischen dem
........................... Gymnasium und d e r........................... Hauptschule. Sie ist auch für eher
durchschnittliche Schüler geeignet.
Im Allgemeinen gilt jedoch, sagen die Politiker, dass die........................... Schulform für das Kind
diejenige ist, die ihm am ........................... liegt und für die es sich am ........................... eignet.

158 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


# Verbinden Sie die Sätze aus dem linken Kasten mit denen aus dem rechten.

1. Der Bericht wendet sich an Eltern, a) die begabt sind und eine schnelle Auf­
fassungsgabe haben.
2. Die Eltern müssen entscheiden, \
b) in welche Schulform sie ihr Kind nach
3. Die Kinder bekommen am Ende der \
der Grundschule schicken wollen.
Grundschule ein Übertrittszeugnis, \
c) auf das die Lehrer der nächsten Schul­
4. Das Übertrittszeugnis besteht aus \
form großen W ert legen.
einem Notenzeugnis und einem
Wortgutachten, d) der an der künftigen Schule drei Tage
dauert und Prüfungscharakter hat.
5. Im Gegensatz zur Hauptschule ist das
Gymnasium eine Schulart, e) mit dem ein Schüler in Deutschland
die Allgemeine Hochschulreife er­
6. Kinder mit einem Durchschnitt von
wirbt.
2,66 in den Hauptfächern müssen in
einen Probeunterricht, * f) deren Kinder am Ende der vierjäh­
rigen Grundschule in eine andere
7. Auf das Gymnasium sollen nach An­
Schulart wechseln.
sicht der Psychologin Kinder,
g) in dem die Grundschullehrer eine
8. Die Abschlussprüfung ist das Abitur,
Empfehlung für die nächste Schulart
aussprechen.
► Der Bericht wendet sich an Eltern, deren Kin­ h) in der die Kinder hauptsächlich von
der am Ende der vierjährigen Grundschule in Fachlehrern unterrichtet werden.
eine andere Schulart wechseln.

Ergänzen Sie die Tabelle mit den Informationen aus dem gehörten Bericht.

Hauptschule Realschule Gymnasium

von Klasse ... bis 5-8/9 5-10 5-12

U b e rtritts n o te n um die 2,33 in


Deutsch, Mathe, HSK
Deutsch oder Mathe 3
möglich

F rem dsprachen —

m ö g lich e r Abschluss

w e ite rfü h re n d e Berufsausbildung Berufsausbildung (vor Studium an Univer­


Bildungsw ege/Ziel (im handwerklichen allem im kaufmän­ sität oder Fachhoch­
Bereich) nischen Bereich) schule
für gute Schüler Wech­
sel ins Gymnasium/zur
Berufsoberschule

Vc,C^Xe \

Realschule

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 159


33 Z u m V ergleich: D ie Schw eiz und Ö s te rre ic h

Welcher Text passt zu welchem Schulsystem?

© ©
as Schulsystem in .............................. as Schulsystem in ............................. wird

D w ird auf Bundesebene geregelt.


............................. besteht Unterrichtspflicht, was
In D in jedem der 26 Kantone unterschiedlich gere­
gelt. Die Kompetenzen des Bundes beschränken sich
bedeutet, dass Kinder ab dem 6. Lebensjahr sich auf die Festlegung der Qualitätsanforderungen und
frei für öffentliche Schulen, Privatschulen, aus­ der Einheitlichkeit von Zeugnissen und Zertifikaten.
ländische Schulen oder den häuslichen Unterricht Schulpflicht besteht für die neunjährige Volksschu­
entscheiden können. le, die sich in Primär- und Sekundarschule aufteilt.
Noch nicht schulreife Kinder können ab dem Die Dauer der Primarschule umfasst in den meisten
sechsten Lebensjahr für ein Jahr in die Vorschule Kantonen 6 Jahre. Danach beginnt die Sekundarstu­
gehen. Sonst besuchen die Kinder vom 6. bis zum fe im Alter von 10 bis 12 Jahren. Manche Kantone
10. Lebensjahr zuerst die Volksschule. Danach folgt haben vor der Sekundarschule noch eine ein- oder
für 4 Jahre die Sekundarbildung der Unterstufe auf zweijährige Orientierungsschule eingerichtet.
der allgemeinbildenden höheren Schule Gymnasium In der Sekundarstufe I gibt es eine erste Selekti­
(A H S), die für begabte Schüler angelegt ist, oder auf on der Schüler, die entsprechend ihrer Begabung in
der Hauptschule für durchschnittliche Kinder. Aus­ Schulen mit Grundansprüchen und mit erweiterten
schlaggebend für die Aufnahme an einer A H S sind Ansprüchen sowie in Schulen ohne Selektion auf­
die Abschlussnoten der Volksschule beziehungswei­ geteilt werden. Über den Besuch einer Schule mit
se ein Aufnahmetest, den das Kind bestehen muss. erweiterten Ansprüchen entscheiden die Lehrkräfte
Ab dem 8. Schuljahr haben alle Schüler die W ahl und die Noten der Primarstufe.
zwischen den Schulrichtungen A H S Oberstufe, Die Sekundarstufe II besteht aus einer berufsbil­
B H S (berufsbildende höhere Schule), B M S (berufs­ denden bzw. einer allgemeinbildenden Ausbildung.
bildende mittlere Schule) und der Polytechnischen In der Berufsschule werden neben der Allgemein­
Schule mit anschließender Berufsschule. Für die bildung Kenntnisse und Fertigkeiten für einen be­
Aufnahme an eine B H S entscheidet allerdings der stimmten Beruf erlernt. Gleichzeitig oder im A n­
Notendurchschnitt und ein Aufnahmetest, da nur schluss kann zusätzlich die Berufsmaturität erlangt
B H S und A H S mit der M atura abschließen. Die werden. W ird ein allgemeinbildender Ausbildungs­
Matura berechtigt zum Studium an Universitäten, weg eingeschlagen, kann man zwischen einer M a­
Fachhochschulen und Akademien. Begabte Absol­ turitätsschule (Gymnasium) oder einer Fachmittel­
venten der Hauptschule, die später einmal studieren schule (F M S ) wählen.
wollen, besuchen für 5 Jahre erst einmal die BH S. Die 3- bis 4-jährige Ausbildung am Gymnasium
wird mit der Matura abgeschlossen und ermöglicht
das Hochschulstudium. Die F M S wird mit dem
Das Schulsystem in der Schweiz Fachmittelschulabschluss oder der Fachmaturität
abgeschlossen und bereitet auf bestimmte Berufs­
felder, höhere Fachschulen (H F ) und Fachhochschu­
Weiterbildung len (F H ) vor. Rund 90 % der Jugendlichen schließen
die Sekundarstufe II mit Matura, Fachmatura bezie­
hungsweise mit dem Fachmittelschulabschluss ab.

Höf’s e

j ' w m ’Art».' >


Pädagogische
4ccr>sctw:en firW wtw'W ' ■
FachsäiJler

SB
Cr
5A
5A 5A
Das österreichische Schulsystem
48 Berufsbildung (Zwöisusbittungl Universität Fachhoch­
4 A Malirrtstsscfulen für Erwachsene Akademie
schule
§
■ p H M
Berulsscftulea
Lehre inkl. Bsrafsmaturitöt
3A. 3B,3C

► Maturitätsschule für Erwachsene: Schule, an der Erwach­


sene berufsbegleitend das Abitur (Hochschulreife) nachho­
len können (von lat. maturitas = Reife) ► ETH: Eidgenös­
sische Technische Hochschule

Kindergarten
Notieren Sie stichwortartig die wesentlichen
Merkmale des jeweiligen Systems. 3 MINDESTALTER

160 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


ß H A us d e m B ildungsbericht d e r B undesregierung___________________________ O G I , Ü 4 - 9

Lesen Sie den Text und ordnen Sie dann die Überschriften den jeweiligen Abschnitten zu.

(Y) Zuwachs bei den Sonderschulen 3 Soziale Ungleichheiten durch Vielfalt


2 Hoher Anteil an verzögerten Schullauf- ^er Übergänge
bahnen und Klassenwiederholungen 4 Vielfalt verlangt frühe Entscheidungen

r \ TV ^ a rk a n t für die schulische Laufbahn von Schichten, vor allem solche mit Migrationshinter­
.IV A K in d e rn und Jugendlichen in Deutsch­ grund, benachteiligt. Sie haben es nicht nur schwerer,
land sind vor allem eine Vielzahl von Übergängen, auf höher qualifizierende Schularten zu kommen,
die an Schnittstellen des deutschen Bildungswesens sondern sich dort auch zu halten.
auftreten. Übergänge beginnen meistens nach der ) Gleichzeitig ist die Anzahl der Schülerinnen
vierten Grundschulklasse. Sie stellen für die Kinder und Schüler, die in eine Sonderschule (Förderschu­
und ihre Eltern oft „Richtungsentscheidungen“ dar. le) wechseln, in den letzten Jahren kontinuierlich

Abb. Dl-2: Verteilung der Kinder* auf die Schularten im Schuljahr 2004/05 nach Ländern (in % )

in %
' Betrachtet werden diejenigen
100
Schülerinnen und Schülery
die im vorangegangenen 90 91 "" I "" |
Schuljahr die Grundschule **0
besuchten. Für BE und BB 7®
wurde der Übergang von der 60
6. in die 7. Jahrgangsstufe 50
dargestellt. Die Berechnun- 40
gen fü r Deutschland sowie 30
Ostdeutschland schließen 20
diese Länder jedoch nicht mit io
ein. Für HH ist anstelle der I I I . iq 1 U l i I
Übergangsquoten die Schüler- | | | BW BY BE BB HB HH HE MV NI NW RP SL SN ST SH TH
Verteilung in den Schularten •£ ^-5 •ikfi
der Klassenstufe 5 zugrunde Ä g a ° a ■ Integrierte Gesamtschule Gymnasium ■ Schulart mit mehreren Bildungsgängen
gelegt worden J -o -S ■ Realschule ■ Hauptschule ■ Schulartunabhängige Orientierungsstufe
.................... . (ohne Freie Waldorf- und Sonderschulen)
Quelle: Statistisches Bundesamt, Schulstatistik 2004/05

Das heißt, dass die Eltern in der Regel entscheiden gestiegen. Ihr Anteil beträgt inzwischen fünf Prozent
müssen, wie die weitere schulische Laufbahn ihrer aller schulpflichtigen Kinder. Das bedeutet: Obwohl
Kinder verlaufen soll. Dazu kommt, dass sich die gleichzeitig die individuelle Förderung in den Schu­
verschiedenen Schularten der Sekundarstufe I zum len erhöht wurde, braucht doch jeder zwanzigste
Teil erheblich voneinander unterscheiden. Schüler eine sonderpädagogische Förderung. Dies
betrifft besonders Kinder aus bildungsfernen Schich­
1 Die Befürworter des drei- und mehrgliedrigen ten. Auch ein Übergang von der Sonderschule in die
Schulsystems betonen, dass die frühzeitige W ahl ei­ Regelschule ist schwierig: Fünfm al so viele Schüler
ner bestimmten Schulart mit einer Durchlässigkeit wechseln aus Regelschulen in Sonderschulen über
des Schulsystems einhergeht, was die ehemalige als von dort zurückkehren.
Kultusm inisterin von Baden-Württemberg mit dem
( Je nach Land beenden zwischen 20 % und
Motto „K ein Abschluss ohne Anschluss“ zusam­
45 % der deutschen Schülerinnen und Schüler die
menfasst. Das soll heißen, dass Eltern und Schüler
Schullaufbahn später als geplant, w eil sie entweder
ihre Entscheidung für eine bestimmte Schule spä­
verspätet eingeschult wurden oder Klassen wieder­
ter auch wieder korrigieren können. In W irklichkeit
holen mussten. In einigen Ländern ist der Anteil von
jedoch weist diese Durchlässigkeit vor allem einen
Kindern mit Migrationshintergrund, die eine ver­
Trend nach unten auf. Schüler wechseln in der Regel
zögerte Schullaufbahn aufweisen, doppelt so hoch
überwiegend „abwärts“ , von der höher qualifizierten wie der von Kindern, deren Fam ilien nicht nach
Schulart auf die weniger hoch qualifizierte. So liegt Deutschland zugewandert sind. Abgesehen von der
das Verhältnis von Ab- zu Aufstiegen in den alten langen Verweildauer im Schulwesen und den da­
Ländern bei 4:1. Das bedeutet, dass auf jeden Schü­ durch verursachten Kosten werden die Zw eifel am
ler, der von einer Hauptschule auf ein Gymnasium Nutzen des Wiederholens dadurch verstärkt, dass
oder eine Realschule oder von einer Realschule auf W iederholer im Allgem einen signifikante Leistungs­
ein Gymnasium wechselt, vier Schüler kommen, die nachteile gegenüber denjenigen haben, die sich nach
von einer höheren Schule nach unten wechseln. B e i einem regulären D urchlauf in derselben Jahrgangs­
den Übergängen sind Schüler aus unteren sozialen stufe befinden.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 161


9 Fragen und Aufgaben zum Text

1. Was müssen Familien mit schulpflichtigen


Kindern bei beruflich bedingten Umzügen
bedenken?
2. Erklären Sie den Begriff „Richtungsentschei­
dung“, indem Sie ihn umschreiben.
3. Was versteht man unter einem „Schüler mit
Migrationshintergrund“ ?
4. Überlegen Sie, warum dieses System gerade
solche Schüler benachteiligt.

# Ergänzen Sie die richtigen Relativsätze und erklären Sie die hervorgehobenen Begriffe.

1. Unter einer S c h n itts te lle ver- — a) in welche Kinder mit einer Lernbehinde-
steht man einen Punkt, rung gehen.
2. Ü b erg än g e sind Stellen, b) die in der Regelschule nicht mitkommen.
3. Eine Übergangsklasse ist eine c) an welchen man von dem einen zu einem
Klasse, anderen Punkt übergeht.
4. Unter einer R ichtungsentschei­ d) an dem sich zwei Geraden schneiden.
dung versteht man eine Entschei­ e) welche aus unterschiedlichen Gründen
dung, keine Bildung und Ausbildung bekommen
5. Unter einem Schüler mit M ig ra ti­ oder die Bildungsangebote nicht wahrneh­
o n sh in terg ru n d versteht man ei­ men können.
nen Schüler, f) der aus einem anderen Land kommt oder
6. Unter einer S on d er- o d e r F ö rd e r­ dessen Eltern nach Deutschland eingewan­
schule versteht man eine Schule, dert sind.
7. In Sonderschulen gehen die Kin­ g) mit der man sich für eine bestimmte Rich­
der, tung entscheidet.
8. Mit dem Begriff „bildungsferne h) nach der man in eine andere Schulart
S chichten“ fasst man die gesell­ wechselt.
schaftlichen Gruppen zusammen,

Stimmen die folgenden Sätze logisch mit den Aussagen des Lesetextes überein?
ja nein
1. In Deutschland müssen sich Eltern keine Gedanken über die Schullauf-
bahn ihrer Kinder machen und können beruhigt auf den Staat und
seine Erziehungseinrichtungen vertrauen. [Z I 1_I
2. Das deutsche Bildungswesen weist eine homogene, klare Struktur auf,
die vor allem die frühzeitige und individuelle Förderung aller Kinder
im Blick hat. I__I ZZ
3. Das deutsche Bildungswesen sorgt dafür, dass keine sozialen Benach­
teiligungen entstehen. I___] □
4. Die Durchlässigkeit des dreigliedrigen Schulsystems garantiert auch
Schülern mit Benachteiligungen den Aufstieg in höhere Schularten.
5. Familien mit gutem Einkommen, die ihre Kinder selbst optimal fördern
können, müssen sich um ihre Kinder keine Sorgen machen.
6. Schüler, die in eine Förderschule eingruppiert wurden, kommen leicht
wieder in die höher qualifizierten Regelklassen zurück.

162 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


9 Beschreiben Sie mögliche Schullaufbahnen nach dem Modell und dem Text. Entscheiden Sie vor­
her, ob das Kind ein Junge oder Mädchen sein soll.

1. Kind aus einem Akademikerhaushalt, in dem die Mutter sich ausschließlich der Betreuung ih­
rer Kinder widmet
2. Kind, das im Alter von neun Jahren mit seinen Eltern aus Kasachstan nach Deutschland einge­
wandert ist und seitdem in einer Parallelgesellschaft lebt
3. Kind mit einer leichten Lernverzögerung, das Eltern hat, die gut verdienen, in ihrem gesell­
schaftlichen Umfeld anerkannt und bekannt sind und die Zeit für ihr Kind haben
4. durchschnittliches Kind, dessen deutsche Eltern beide um ihre berufliche und soziale Integra­
tion kämpfen und sich aus diesem Grund wenig um ihr Kind kümmern können
► zu 2. Der Junge kommt zuerst einmal in die vierte Klasse der Grundschule. Er ist vielleicht be­
gabt, kann aber nicht so gut Deutsch wie seine Klassenkameraden und versteht deswegen
vieles nicht. In Mathe ist er gut, aber bei Textaufgaben versagt er manchmal. Deswegen
bekommt er nur eine Empfehlung für die Hauptschule.
W orterklärung
► Parallelgesellschaft: Deutsche und Ausländer leben nebeneinander, aber streng isoliert.

# Bilden Sie aus den beiden Kästen sinnvolle und logische Satzverknüpfungen mit je ... desto. Es gibt
mehrere Lösungsmöglichkeiten.
►Je schlechter ein Kind aus dem Ausland in die deutsche Gesellschaft integriert ist, desto höher
ist die Wahrscheinlichkeit, dass es eine schlechte Bildung oder Ausbildung bekommt.

1. Ein Kind aus dem Ausland ist Die Wahrscheinlichkeit wird hoch, dass das Kind
schlecht in die deutsche Gesell­ die falsche Schullaufbahn einschlägt.
schaft integriert. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es dort
2. V ie le Übergänge zu verschiedenen auch bleibt.
Schularten werden angeboten. Die Eigenverantwortung der Eltern für ihre Kin­
3. Das Schulsystem ist durchlässig. der ist groß.
4. Eltern müssen sich frü h für eine -Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es eine
bestimmte Schulart entscheiden. schlechte Bildung und Ausbildung bekommt.

5. Das Schulsystem und seine Ab­ Es ist für die Familien sozial.
schlüsse sind vielfältig. Eltern und Kinder können e h e r eine einmal be­
schlossene Schullaufbahnentscheidung wieder
6. Der Sozialstatus der Eltern ist hoch.
korrigieren.
7. Die Familien sind bildungsfern.
Man findet ihr Kind sicher auf dem Gymnasium.
8. Ein Kind beherrscht die deutsche
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ihre Kin­
Sprache schlecht.
der eine Sonderschule besuchen müssen.
9. Ein Kind kommt frü h in die
Es hat w enige Bildungschancen.
Hauptschule.
Der Gesellschaft kostet das viel.
10. Die soziale Schicht, aus der ein
Kind kommt, ist tief. Es kommt schnell in eine Sonderschule.
11. Ein Kind muss lange in der Schule Die Chancen auf einen Abschluss sind gering.
bleiben. Die Bildungschancen für Kinder aus Migrantenfa­
12. Ein Kind muss eine Klassenstufe milien oder aus sozial benachteiligten Schichten
o ft wiederholen.
sind gut.

13. Für die Kinder wer­ I


den viele Ganztags­
schulen eingerichtet. I t

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 163


3 5 H aup tschulen in B a d e n -W ü rtte m b e rg

Lesen Sie den Text aus der Stuttgarter Zeitung und erläutern Sie die Grafiken.

Baden-Württemberg will Hauptschulen retten


aupt- und Sonderschüler in Baden-Württem- Auch die Regionaldirektion für Arbeit, die in der

H berg sollen es künftig leichter bei der Berufs­


wahl haben. Das Land w ill sie dabei frühzeitig un­
Kompetenzanalyse eine gute Vorbereitung auf das
Berufsleben sieht, unterstützt das Projekt und steu­
terstützen und ert 3,2 M illionen Euro bei. Nach ihren Angaben
/ Bevölkerung in ausgewählten
Altersgruppen 2006 führt deshalb an waren im M ärz rund 23 000 Jugendliche im A lter
nach allgemeinem Schulabschluss
allen Haupt- und von unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Von diesen
I ohne Abschluss Mittlerer Abschluss
Sonderschulen haben etwa 60 Prozent keine Ausbildung. Rund je ­
Hauptschulabschluss ü Hochschul-ZFachhochschulreife eine sogenannte der sechste der jungen Menschen bricht außerdem
Kompetenzana­ seine Ausbildung vorzeitig ab.
lyse ein. Dam it Keine Zustimmung findet das Projekt bei den
200
könnten nach Gegnern des dreigliedrigen Schulsystems. Diese
Ansicht des K u l­ wollen weiterhin dessen Änderung und die A b ­
tusministers Hel­ schaffung der Hauptschule. D er Hauptgeschäfts­
mut Rau Schüler führer des Handwerkstags, Hartmut Richter, sagte,
ihre besonderen die Hauptschule sei nicht mehr zu retten: „D a nützt
Stärken und auch das beste pädagogische Program m nichts
Schwächen fest­ mehr. Das Spiel läuft im dreigliedrigen Schulsystem
stellen. Z ie l der gegen sie.“ Einführen sollte man stattdessen eine
2 0-30 60-70 20-30 60-70 Maßnahme ist, achtjährige ge­
von... bis unter... Jahre Bevölkerung 2006 nach Staatsangehörigkeit
dass die Schüler meinsame B a ­
und allgemeinem Schulabschluss
die Schule ausbildungsreif verlassen und somit der sisschule, in in%

weitere Anstieg von Jugendarbeitslosigkeit verhin­ der die Kinder B ohne Abschluss Mittlerer Abschluss

Hauptschulabschluss ■ Hochschui-/Fachhochschulreife
dert wird. nicht mehr so
In der Kompetenzanalyse wird ermittelt, wie gut einfach sortiert
die Schüler in den Klassenstufen 7 strukturiert ar­ werden. D ie 20.4

beiten und wie sie sich in eine Gruppe einfügen kön­ Kompetenzana­
15,2
nen. W eiterhin w ill man ihre Kommunikationskom­ lyse für Haupt-
petenz und ihre organisatorischen Fähigkeiten fest­ und Sonderschü­
stellen. Rau geht davon aus, dass Jugendlichen mit ler sei zwar ein
47,8
schlechten beruflichen Zukunftschancen so am bes­ Schritt in die
ten geholfen wird. D ie Kosten für das Projekt, das richtige R ic h ­ 47,1

auf drei Jahre anberaumt ist, belaufen sich auf etwa tung, komme
10 M illionen Euro, von denen 7,5 M illionen aus dem aber rund zehn
Europäischen Sozialfonds kommen. Jahre zu spät.

9 Tragen Sie die Informationen aus dem Text in die Tabelle ein.
Kompetenzanalyse

W a s w ird d a ru n te r verstanden?

W o w ird sie gem acht? HcuXpt- uvuLSotule4^chuleY\/

W e lc h e Personen sind betroffen? ........................................................

Z ie l d e r M aßnahm e?

Kosten?

I..............................................
W ie w ird das P ro je k t finanziert? ^

164 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel "


Reaktionen und Einstellungen

R egion aldirektio n fü r A r b e it

H a n d w erk s ta g

R egierung selbst

# Beantworten Sie die Fragen zum Text.

1. Warum haben die Redakteure der Zeitung einen Vertreter des Handwerkstags befragt?
2. Was wird über die Zahl der jugendlichen Arbeitslosen gesagt?
3. Was könnten die Gründe dafür sein, dass rund 17 % der Auszubildenden ihre Lehre vorzeitig
abbrechen?

CI Schulleben in Deutschland

C7 L e h re r ü b e r ih ren B e ru f

Lesen Sie zuerst die Texte. Was haben die dargestellten Lehrer gemeinsam - was unterscheidet
sie? Inwieweit finden Sie Ihre Erwartungen „an den deutschen Lehrer“ bestätigt/nicht bestätigt?

Cornelia El Amrani, Wolfgang Sigloch (Ehingen)


Berufliche Schule „35 Jahre lang war
Riedlingen ich Lehrer an einem
Gymnasium. Ich
„Ich unterrichte seit 11 Jahren habe die Fächer
an dieser Schule. Eigentlich bin Deutsch, Geschichte
ich Lehrerin für das allgemein- und Gemeinschafts­
bildende Gymnasium für Deutsch
kunde unterrichtet.
und Geschichte. Nach meinem zweiten
Seit einem Jahr bin
Staatsexamen vor 20 Jahren war ich zunächst einmal von der
ich im Ruhestand und erinnere mich an die
großen Lehrerarbeitslosigkeit betroffen. Diese Situation än­
Schulstunden und die Schulklassen, die mir
derte sich vor 12 Jahren schlagartig. Es gab zu wenig Lehrer
über all die Jahre oft, aber nicht immer viel
an den beruflichen Schulen, somit hatte ich die Chance, als
Freude und so manches Erfolgerlebnis be­
Beamtin eingestellt zu werden.
schert haben, denn ich habe gerne unterrich­
Hier werde ich in allen Schulformen eingesetzt. Das Spek­
tet. Aber der Beruf des Lehrers ist auch noch
trum reicht von Förderschülem bis zu angehenden Abitu­
mit vielen anderen Aufgaben verbunden, die
rienten und bietet somit Jugendlichen die Möglichkeit, auf
man nicht gerne, aber pflichtbewusst erfüllt.
dem zweiten Bildungsweg bestimmte Schulabschlüsse zu
Vor allem die vielen Korrekturen haben mich
erreichen. Trotzdem sind viele Schüler nicht motiviert und
häufig über die Wochenenden in Anspruch
strengen sich nicht an. Einige sehen ihren Schulalltag nur als
genommen. Deshalb habe ich nie verstan­
eine Notlösung an. Viel lieber hätten sie Ausbildungsplätze,
die trotz des Wirtschaftswachstums immer noch rar sind oder den, dass viele Leute meinen, die Lehrer hät­
für die sie nicht qualifiziert genug sind. ten zu viel Freizeit.
Neben mangelnder Motivation haben viele Schüler auch mit Natürlich haben die Lehrer auch noch Ferien,
geringen Grundkenntnissen zu kämpfen. Da die berufliche aber die kann ein Lehrer, wenn er etwa eine
Schule am Ende der Schullaufbahn steht, können diese oft Reise macht, zur Weiterbildung nutzen, weil
nicht behoben werden. Trotz allem gibt es auch Lichtblicke. ja das alte Sprichwort gilt: Reisen bildet. Und
Gerade unter den Aussiedlerinnen beobachte ich begabte immer ist es mir gelungen, von solchen Rei­
und leistungswillige Mädchen, die ehrgeizig ihr Ziel verfol­ sen etwas für meinen Unterricht mitzubringen:
gen. Aus diesen Beispielen schöpfe ich meine Kraft für den Wissen, Erfahrungen und Erkenntnisse, die
Schulalltag.“ auch meine Schüler weitergebracht haben.“

Exportwege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 165


Bernhard Haussier, Berufliche Schule Riedlingen
,,In Riedlingen bringe ich angehenden Metallfachar- mer, wandelt er sich
beitem die theoretischen und praktischen Grundlagen heute immer mehr
ihres Berufs bei. Ich bin Diplom-Ingenieur und komme zu einem Manager,
selbst aus der Praxis. 2001 begann ich als Quereinstei­ der für viele Teilbe­
ger mit der Ausbildung zum Berufsschullehrer. Schon reiche, auch außer­
bald stellte ich fest, dass die Theorie der Ausbildung halb seines eigenen
sich in der Praxis oft nicht umsetzen lässt. Viele Ansät­ Klassenzimmers, tä­
ze, die uns der Rahmenlehrplan vorgibt, scheitern an zu tig ist.
großen Klassen und zu geringen Vorkenntnissen einzel­ Trotzdem freut es
ner Schüler. Deshalb sind w ir oft gezwungen, Grund­ mich sehr, wenn
kenntnisse zu vermitteln, die w ir als bereits erlerntes meine Schüler durch
Wissen eigentlich voraussetzen müssten. Interesse und Leistungsbereitschaft einen guten Ausbil­
Das Lehrerbild, so wie w ir es noch aus unserer Schul­ dungsabschluss erreichen. Von der Gesellschaft und de:
zeit her kennen, hat sich stark gewandelt. W ar der Politik würde ich mir eine größere Akzeptanz für den
Lehrer früher noch Pädagoge im eigenen Klassenzim­ Lehrerberuf wünschen.“

C- 2 A m B eruflichen S c h u lze n tru m Riedlingen

Lesen Sie zuerst den Text und geben Sie ihn dann mit Ihren eigenen Worten wieder.

it zu den kleinsten be­


M ruflichen Schulen in
Baden-Württemberg gehört
die an der Bundesstraße nach
Reutlingen gelegene Gewerb­
liche, Kaufm ännische und
H ausw irtschaftliche Schule
Riedlingen. Sie umfasst neun
Schularten in 22 Klassen mit
insgesamt etwa 500 Schülern
und 40 Lehrkräften. Das ge­
pflegte Schulgebäude, in dem
früher einm al das städtische
Krankenhaus untergebracht
war, liegt in einem großen
parkähnlichen Gelände und
verm ittelt Schülern und Leh ­
rern so etwas wie Campus-
Atmosphäre in Deutschland.
D er Landkreis Biberach un­
terstützt als Schulträger ent­
sprechend seinem dezentra­
len Leitgedanken die Schule
vorbildlich. So wurden z. B .
in den letzten Jahren der
Chemieraum, der großzügige
Raum für die Übungsfirma,
das zukunftsweisende Labor
für Steuerungstechnik (in
dem zum Beispiel angehende
Industriem echaniker das Pro ­
grammieren einer CNC-Ma-
schine üben und simulieren
können) und eine moderne
Schulküche eingebaut.

166 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


C, 3 O b e rs tu d ie n d ire k to r M a n fre d R ieger zu m B eruflichen Schulwesen

In Riedlingen ist der Oberstudiendirektor Manfred Rieger Chef einer


kleinen Beruflichen Schule im Land Baden-Württemberg, in der Schü­
ler in Metallberufen sowie kaufmännischen Berufen ausgebildet werden.
Er hat Automations- und Feinwerktechnik an einer Fachhochschule und
Feinwerktechnik und Biomedizinische Technik an der TU Berlin stu­
diert. Er kennt das Berufliche Schulwesen sehr genau. Schließlich absol­
vierte er selbst einmal eine Berufsausbildung im Metallbereich, bevor er
über den zweiten Bildungsweg sein Studium antrat.

# Hören Sie zunächst das Interview mit Oberstudiendirektor Manfred


Rieger und kreuzen Sie dann die richtigen Antworten in der Tabelle an.
falsch
2 I. Unter einer Beruflichen Schule muss man sich ein
komplexes System aus verschiedenen Schularten vorstellen. □
2. Die eigentliche Berufsschule ist keine Vollzeitschule. □
3. Normale allgemeinbildende Gymnasien finden sich ebenfalls
in Beruflichen Schulen. □
4. Die Beruflichen Schulen trainieren die Auszubildenden,
damit die Unternehmen sie gleich als vollwertige Arbeits­
kräfte einsetzen können. □
5. Die Qualität der Ausbildung wird von den Kammern und
den Schulen gemeinsam überwacht. □
6. Auch die Beruflichen Schulen müssen sich ständig verbessern. □
7. Grundsätzlich bilden alle Unternehmen gleich gut aus. □
8. Die Beruflichen Schulen werden immer mehr zu Vollzeitschulen,
weil viele Unternehmen nicht mehr richtig ausbilden können. □
9. Auch allgemeinbildende Schulen können die Aufgaben einer
beruflichen Schule wahrnehmen. □
10. Auf eine gute Grundausbildung kann man in den beruflichen
Schulen verzichten. □

# Notieren Sie: Was sagt Manfred Rieger zu den folgenden Themen?

berufliche Schulen:

duale Ausbildung:

Qualitätssicherung:

Unternehmen und
Ausbildung:

Lehrer:

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 167


# Finden Sie sinnvolle Ergänzungen.

1. Je vielfältiger das Angebot an Bildungsmöglichkeiten ist, cl&tfö-............................

2. Je größer das Wirtschaftswachstum ist,..............................................................


3. Je mehr die Unternehmen ihre Produktion spezialisieren,...................................

4. Je besser die Schulbehörden und die IHKs die Inhalte der Ausbildung überwachen,

5. Je höher das Ausbildungsniveau der Schüler ist,...................................................

& ■ G ra m m a tik

0" / Je ... desto/umso ...

N ebensatz H auptsatz
desto - Komparativ - finites Verb ...
je - Komparativ - Subjekt... finites Verb
umso

Je früher die Kinder in eine höhere


Schulbildung kommen, desto besser kann man sie ausbilden.
Je mehr Schulen zur Auswahl stehen, desto individueller kann man die Kinder fördern.

Der mit je eingeleitete Nebensatz gibt einen Grund/eine Bedingung an, der mit desto/umso
eingeleitete Hauptsatz die Folge/das Ergebnis.
In der Regel steht bei der Doppelkonjunktion je ... desto der Nebensatz vor dem Hauptsatz.
►Je früher die Kinder nach Leistungen eingestuft werden, umso/desto weniger werden
Kinder aus sozial schwächeren Schichten gefördert.
►Je länger die Kinder in einer Schule zusammenbleiben können, umso/desto geringer wird
die soziale Benachteiligung.
Wird aber das Satzgefüge mit der Folge eingeleitet, steht der HS vor dem NS.
► Die soziale Benachteiligung wird umso/desto geringer, je länger die Kinder in einer Schule
zusammenbleiben können.

Gt Die Doppelkonjunktion: einerseits ... andererseits

H auptsatz H auptsatz

einerseits - finites Verb - Subjekt ... andererseits - finites Verb ...

Einerseits brauchen die Unternehmen


gute Facharbeiter, andererseits sind ihnen die Lehrlinge zu teuer.
Einerseits verlangt die Gesellschaft
gute Schulen, andererseits kürzt der Staat die Gehälter der Lehrer.

168 Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7


J 1 S teig erungen

Ergänzen Sie die fehlenden Adjektivformen.

I. alt ................
2 ......... mehr
3 am kältesten
4 ......... näher
5. gern ................
6..................................... ......... besser
7. hoch ................
8..................................... ......... klüger
9. dumm ................
10................................... ......... teurer
II. groß ................

J Z N a tio n a litä te n und V o ru rte ile

Vorurteile sind immer falsch und trotzdem richtig. Und deswegen dürfen Sie hier auch einmal ein
Vorurteil nach dem anderen von sich geben. Nach dem Motto: Die Spanier sind die feurigsten
Liebhaber und die Deutschen die langweiligsten.

Deutsche
Autofahrer Köchinnen/Köche
Russen/Russinnen
Manager Väter/Mütter
Italiener/Italienerinnen
Organisatoren Liebhaber
Franzosen/Französinnen
Verkäufer/Einkäufer Freunde/Gesellschafter
Engländer/Engländerinnen
Menschen Fußballspieler
Amerikaner
Hausmänner/Haus­ Tänzer
Japaner
frauen Schauspieler u. a.
Chinesen
Spanier
natürlich auch die Brasilianer/
Brasilianerinnen ... u.a.

einparken/rückwärts fahren
können
kochen/Speisen zubereiten
gut - schlecht pünktlich - unpünktlich
Tore schießen/mit dem
großzügig - geizig viel - wenig
Ball umgehen/eine (gute/
fleißig - faul schön - hässlich
schlechte) Technik haben
witzig - langweilig humorvoll - humorlos
Fantasie haben
schnell - langsam fantasievoll - fantasielos
organisiert - chaotisch unterhalten

► Die Deutschen sind die besseren Organisatoren, aber die humorloseren Menschen.
► Die Italiener sind die besten Liebhaber, aber die schlechtesten Ehemänner.
Das halte ich für ein Gerücht. Die Polen sind in der Liebe noch viel fantasievoller und dazu noch
die besten Ehemänner.

Exportw ege neu, Kursbuch 2, Kapitel 7 169


U3 Aus d e m F a m ilie n alb u m

Bilden Sie Sätze und verwenden Sie Komparativ und Superlativ. Setzen Sie dabei die Adjektive in
der richtigen Form ein. Die Adjektive können mehrfach verwendet werden.
► alt ►jung ►allerliebst ►nah ►uralt ►groß

as ist meine Fam ilie im Jah r 2008. A u f dem .......................... als mein Opa und in einem Jahr

D ersten B ild , der mit den blonden Haaren, das


bin ich, Jakob. M it meinem Vetter und meinen Cou­
achtmal .......................... als meine Cousine heu­
te. Unser Opa ist schon sehr ............................
sinen sind w ir bei den Großeltern zu Besuch und Rüben sagt sogar, er ist ............................ E r ist
schauen gerade Fotoalben an. überhaupt der .......................... von uns allen.
D er in der M itte, das