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FH Trier

Einführung in das
wissenschaftliche Arbeiten
SS 2007

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 1


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Literatur
FH Trier

Brink, Alfred Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten, 2. Auflage, München, Wien:


Oldenbourg, 2005.
Disterer, Georg Stundeinarbeiten schreiben, Diplom-, Seminar- und Hausarbeiten in den
Wirtschaftswissenschaften, 3. Auflage, Berlin u.a.: Springer, 2005.
Esselborn-Krumbiegel, Helga Von der Idee zum Text, Eine Anleitung zum wissenschaftlichen Schreiben,
2. Auflage, Paderborn: Schöningh, 2004.
Franck, Norbert Handbuch Wissenschaftliches Arbeiten, Frankfurt am Main: Fischer, 2004.
Hülshoff, Friedhelm Mit Erfolg studieren, Studienorganisation und Arbeitstechniken,
Kaldewey, Rüdiger 3. Auflage, München: Beck, 1993.
Marx, Jürgen Das Anfertigen von wissenschaftlichen Arbeiten im Studienfach Betriebs-
Scharenberg, Sigrun wirtschaftliche Steuerlehre, Ein Leitfaden für Studierende der Wirtschafts-
wissenschaften, Herne, Berlin: nwb, 2000
Poenike, Klaus Duden, Wie verfaßt man wissenschaftliche Arbeiten?, Ein Leitfaden vom
ersten Studiensemester bis zur Promotion, 2. Auflage, Mannheim u.a.:
Dudenverlag, 1988.
Rückriem, Georg, Stary, Die Technik wissenschaftlichen Arbeitens, Eine praktische Anleitung,
Joachim, Franck, Norbert 13. Auflage, Paderborn u.a.: Schöningh, 2003.
Stickel-Wolf, Christine Wissenschaftliches Arbeiten und Lerntechniken, Erfolgreich studieren –
Wolf, Joachim gewusst wie!, 4. Auflage, Wiesbaden: Gabler, 2006.
Theisen, Manuel R. Wissenschaftliches Arbeiten, Technik – Methodik – Form, 13. Auflage,
München: Vahlen, 2006.
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 2
Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 3


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 4


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Wissenschaft: Begriff und Kennzeichen
FH Trier

Drei mögliche Inhalte von „Wissenschaft“


• Tätigkeit
• Institution
• Ergebnis der Tätigkeit

Grundelemente wissenschaftlicher Erkenntnis


• Methode und Systembildung
• Nachprüfbarkeit und Öffentlichkeit
• Bezug auf Axiome und Intersubjektivität
• Formalisierung und Begriffsbildung

Typen der Forschung


• Grundlagenforschung
• Angewandte Forschung
• Entwicklung

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Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S.69 -73 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Arbeitsmethoden (erste Annäherung)
FH Trier

Informationsverarbeitung
• Informationsbeschaffung
Z.B. Literaturrecherche
• Informationsaufnahme
Z.B. Lese- und Hörtechniken
• Informationsauswertung und -verdichtung
Z.B. Anfertigen von Mitschriften und Exzerpten,
Ablage und Ordnung des Materials,
Erstellung von Manuskripten

Informationsvermittlung
• Interaktive Vermittlung
Z.B. Präsentationen
(Vortrag, Medienwahl, Präsentationsmaterial)
• „Einseitige Vermittlung“
Z.B. leserbezogene Manuskripterstellung

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Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S.69 -73 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Schlüsselqualifikationen
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Soziale Kompetenz
• Gruppenarbeit
• Teamfähigkeit
• Souveränes Verhalten in neuen Situationen
• Kommunikative Kompetenz
• Transferkompetenz

Fazit
• Wissenschaftliches Arbeiten hat eine inhaltliche Ebene
• Daneben ist es durch Eigenschaften charakterisiert, die die soziale Kompetenz ausbilden
• Wissenschaftliches Arbeiten als Vorbereitung auf das Berufsleben

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Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S.69 -73 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

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Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gehirn
FH Trier

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Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 33 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Erinnern
FH Trier

Der Mensch behält von dem, ...

... was er liest 10 %

... was er hört 20 %

... was er sieht 30 %

... was er sieht und hört 50 %

... worüber er selbst spricht 70 %

... was er selbst ausführt 90 %

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Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Erinnern
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Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Die Lernkartei
FH Trier

Karteikarten
• Vorderseite: Frage, Stichwort
• Rückseite: Lösung, Erläuterung

Vorgehen
• Weg einer gelernten (durchgehende Linie) und einer vergessenen (gestrichelte Linie) Karte

• Der Lernvorgang von Fach 1 bis Fach 5 wird dem individuellen Lernrhythmus angepasst

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Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 96 - 99 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

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Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zeitplanung
FH Trier

Probleme
• Mühe, mit der Arbeit wirklich zu beginnen
• Misserfolge infolge nicht sinnvoll genutzter Zeit
• Unzweckmäßige Zeiteinteilung
- Planloses von einer Tätigkeit zur anderen Springen
- Sich in Details verbeißen, bis die Zeit für das Wesentliche fehlt

Zeitplanung
• Realistische Planung
• Feste Arbeitszeiten
• Einhalten des Planes
• Planung von Zeihreserven
• Sinnvolle Zeitplanung (Berücksichtigung des individuellen Lebensrhythmus, Pausen, Freizeit)

Hilfsmittel
• Zeitplanung im Projekt (Zeitbudgets für die einzelnen Aktivitäten)
• Stundenplan (laufende Planung, nicht nur Vorlesungen, auch Lernen, Pausen etc.)
- Studium
- Semester
- Woche

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Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 116 - 128 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Wichtigkeitsportfolio
FH Trier

nicht dringend dringend

Normstrategie: Normstrategie:
wichtig Konsequent planen Sorgfältig und mög-
und vorbereiten lichst ohne Zeitdruck
kurzfristig bearbeiten

Normstrategie: Normstrategie:
nicht wichtig Abstand nehmen, rationell und zügig
Nein sagen, erledigen
ab-/wegwerfen

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Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 279 - 304 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Musterblatt für eine Mitschrift
FH Trier

Datum: Thema: Dozent: Seite:

Randbe- Mitschreibspalte Ergänzungen Stich- bzw.


merkungen Schlagwörter
Ressourcenbasierter Ansatz RBV

!! Ressourcenbasierter Ansatz 1957 The Theory Penrose


of the Growth of
the Firm
Unternehmenszentrierte Sicht Unternehmen

?! Tacit knowledge als Erfolgsfaktor Tacit

nachschlagen Rentendenken Rente

Merkmale von Ressourcen Merkmale


- wertvoll
- strategisch relevant
- nachhaltig
- begrenzt transferierbar
Eigene Gedanken, Querverweise:
- Entspricht doch eigentlich den Gedanken der Erfolgspotentiale
- Nur interne Sicht?
- Verknüpfung mit der externen Sicht?!

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Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 57 - 66 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

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Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Lust und Frust beim wissenschaftlichen Schreiben
FH Trier

Frust Lust

• Unzählige Tassen Kaffee • Freude auf den neuen Arbeitstag


• Zerknüllte Papiere • Erfolg am Abend: Pensum geschafft!
• Gedankenstau • F(r)eier Abend
• Leerer Bildschirm • Jonglieren mit Ideen und Strukturen
• Erste zaghafte Ansätze ... gelöscht! • Lust am Texten und Gedankenbilden
• Berge von Fotokopien • Intellektuelle Herausforderung
• Chaos, Stress • Entdeckung „neuer Länder“

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Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 7 - 12 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Prüfungsordnung: § 13 Abschlussarbeit (I)
FH Trier

(1) Die Abschlussarbeit soll zeigen, dass die Studierenden in der Lage sind, innerhalb
einer vorgegebenen Frist ein Fachproblem selbständig mit wissenschaftlichen
Methoden zu bearbeiten.
(2) Vor Beginn der Abschlussarbeit sollen die Prüfungsleistungen der ersten fünf
Semester des Bachelor-Studiums erbracht sein; die Prüfungsleistungen der ersten drei
Semester gemäß Anlage 1 sind zwingend erforderlich. Die Studierenden haben dafür
Sorge zu tragen, dass sie spätestens zwei Monate nach Abschluss des Praxisprojekts
sowie aller Prüfungsleistungen, die nach Anlage 1 für die ersten fünf Semester
vorgesehen sind, das Thema der Abschlussarbeit erhalten; andernfalls gilt die
Abschlussarbeit als erstmals nicht bestanden. Auf Antrag der Studierenden sorgt der
Prüfungsausschuss dafür, dass sie rechtzeitig ein Thema für eine Abschlussarbeit
erhalten. Die Ausgabe des Themas der Abschlussarbeit erfolgt über das vorsitzende
Mitglied des Prüfungsausschusses. Der Zeitpunkt der Ausgabe ist aktenkundig zu
machen.
(3) Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel neun Wochen. Im Einzelfall kann der
Prüfungsausschuss auf begründeten Antrag die Bearbeitungszeit ausnahmsweise um bis
zu drei Wochen verlängern. Die Bearbeitungszeit beginnt mit der Ausgabe.

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Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Prüfungsordnung: § 10 Abschlussarbeit (II)
FH Trier

(4) Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb des ersten Drittels der Bearbeitungszeit
zurückgegeben werden; die Bearbeitung einer neuen Aufgabenstellung ist dann innerhalb
von vier Wochen zu beginnen. Den Studierenden ist Gelegenheit zu geben, für das
Thema der Abschlussarbeit Vorschläge zu machen. Diese Vorschläge begründen
keinen Rechtsanspruch.
(5) Abschlussarbeiten können auch als Gruppenarbeiten zugelassen werden, wenn der
als Prüfungsleistung zu bewertende Beitrag der einzelnen Studierenden deutlich
unterscheidbar und bewertbar ist und die Anforderungen nach Abs. 1 erfüllt.
(6) Die Abschlussarbeit ist fristgemäß beim vorsitzenden Mitglied des
Prüfungsausschusses abzuliefern. Bei der Abgabe haben die Studierenden schriftlich
zu versichern, dass sie ihre Arbeit – bei einer Gruppenarbeit ihren entsprechend
gekennzeichneten Anteil der Arbeit – selbständig verfasst und keine anderen als
die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt haben. Der Abgabezeitpunkt ist
aktenkundig zu machen. Ist die Abschlussarbeit nicht fristgerecht abgeliefert, gilt sie als
nicht bestanden.
(7) Die Abschlussarbeit soll von zwei Personen, die als Prüfende zugelassen sind,
bewertet werden. Eine der beiden Personen soll die Arbeit betreut haben. Die
Abschlussarbeit ist in der Regel innerhalb von acht Wochen zu bewerten.

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 20


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Schlüsselworte des § 13
FH Trier

• Im Regelnfall neun Wochen


Vorgegebene • Verlängerung ist nur in Ausnahmen möglich, hierüber entscheidet der
Frist Prüfungsausschuss
• Projektmanagement

• Problem: Eine Fragestellung, eine Lösung muss erarbeitet werden


Fachproblem • Lösung liegt noch nicht vor (sonst hat man kein Problem)
• Fach: Problem aus dem Bereich der Wirtschaftswissenschaften

• Die eigene, individuelle Leistung muss klar werden,


fremde Leistungen sind hervorzuheben (Quellen)
• Nicht: eine Ansammlung kreativer Ideen, die ggf. schon andere hatten!
Selbständig • Auch das Auffinden, diskutieren und Abgrenzen fremder Auffassungen kann
eine eigene Leistung sein
• Auch bei Gruppenarbeit (Ausnahme!) muss der individuelle Beitrag klar
werden

• Allgemein anerkannte Anforderungen an die Vorgehensweise


Wissenschaftliche
• Anforderungen werden noch spezifiziert
Methoden
• Einsatz der Methoden des Fachgebiets

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Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Wissenschaftliche Vorgehensweise
FH Trier

Elemente wissenschaftlicher Vorgehensweise


• Die Fragestellung der Arbeit und sie Relevanz des Themas ist eingangs darzustellen
• Die Fragestellung ist in das Fachgebiet einzubetten und in die Theorie und Methodik
des Fachgebiets einzubinden
• Alles Aspekte der Fragestellung sind zu berücksichtigen
• Die relevante und zugängliche Literatur ist vollständig, zumindest aber
ausreichend zu berücksichtigen
• Abweichende Meinungen sind darzustellen und abzuwägen

Ergebnisse
• Erkenntnisfortschritt und Neuigkeit wird bei einer Diplomarbeit nur in eingeschränktem Maße verlangt
• Ausschlaggebend dafür ist die Zielsetzung der Arbeit
• Häufig: Kompilatorische Arbeiten: Sichten der relevanten Literatur, Darstellung des Erkenntnis-
standes, Vergleich verschiedener Ansätze und Modelle
=> Vollständigkeit des Überblick sowie sorgfältige Gegenüberstellung und Bewertung
verschiedener Ansätze als Erkenntnisfortschritt
• Beispiel: Ansätze der xxx-Optimierung in mittelständischen Hotelbetrieben
=> Neuigkeit: Bei speziellen Rahmenbedingungen sind einige Ansätze anderen überlegen
• Die Arbeitsweise muss aber immer methodisch wissenschaftlich sein!

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 22


Quelle: Disterer (2003), S. 29 - 46 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 23


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Annäherung an das Thema
FH Trier

• Modulierung des Themas unter Berücksichtigung der Interessen des


Studenten
• Schon kleine Änderungen können große Wirkungen haben
Fremdes oder
(„Technische und organisatorische Voraussetzungen ...“ statt
eigenes Thema „Organisatorische Voraussetzungen ...“)
• Gefahr des fremden Themas: uninteressant, vorbei an den Schwerpunkten
• Gefahr des eigenen Themas: Unter- bzw. Überforderung

• Allgemeines Thema:
- Zugang (Literatur, Diskussionspartner)
Allgemeines oder - Auslegung
spezielles Thema - Gefahr der Oberflächlichkeit, fordert mehr Eingrenzung
• Spezielles Thema:
- siehe Punkte oben

• Praxisorientiert:
- Anschaulich, leichter Einstieg
- Orientiert an zukünftiger Arbeit
Praxisorientiert - Weniger „Theorie“
oder theoretisch => aber: der Dozent beurteilt die Arbeit => theoretisches Fundament!
- Gefahr des „Hängens“ in der Praxis
• Theoretisch:
- siehe Punkte oben

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Quelle: Disterer (2003), S. 57 - 70 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Phänomene der Wissenschaften
FH Trier

Naturwissenschaften
• Warum verhalten sich Elementarteilchen so?
• Warum reagieren bestimmte Stoffe unter bestimmten Einflüssen so?
• Die Antworten erhalten Erklärungen
• Sie erlauben Prognosen (wann kommt die nächste Flut?)
• Sie erlauben das Steuern (Temperaturen für chemische Reaktionene)

Sozialwissenschaften
• Warum reagieren Menschen in bestimmten Situationen so?
• Warum treten in bestimmten Arbeitsgruppen immer wieder die selben Probleme auf?
• Die Antworten werden Wirkungsmechanismen abgeleitet (Modelle)
• Prognose zukünftigen Verhaltens
• Aufzeigen von Einflussmöglichkeiten

Wirtschaftswissenschaften
• Herrscht ein Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum?
• Warum sind Unternehmen mit hoher Kundenorientierung erfolgreicher?
• Die Antworten werden Wirkungsmechanismen abgeleitet (z.B. Erklärungsmodelle => Porter)
• Prognose zukünftigen Verhaltens
• Aufzeigen von Einflussmöglichkeiten
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Quelle: Disterer (2003), S. 29 - 46 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
7 W-Fragen
FH Trier

• Was will ich herausfinden?


=> Eine zentrale Frage formulieren

• Welche Unterfragen könnte ich stellen?


• In wie weit ist mein Thema mit anderen Themen ähnlich?
=> Erleichtert den Zugang zum Thema

• Worin unterscheidet sich mein Thema von ähnlichen anderen Themen?


- Ist es das Material?
- Ist es die Art der Fragestellung?
- Ist es die Verbindung von Aspekten?
- Ist es das methodische Vorgehen?

• Was könnte sich an meinem Thema noch ändern?


=> ggf. weitere Themeneingrenzung

• Was soll an meinem Thema unbedingt so bleiben?


• Welchen Platz hat mein Thema ungefähr in der Forschungslandschaft?
=> Wüsten vs. Ballungsgebiete

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Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 64 - 66 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Das Exposé
FH Trier

Inhalte und Umfang


• 3 bis 5 Seiten in einer 12er Schrift
• Name des Studenten, Semesterzahl, Studienschwerpunkte
• Titel der geplanten Arbeit
• Knappe Zusammenfassung der Problemstellung (10 – 15 Zeilen) und genaue Fragestellung der Arbeit
• Wissenschaftliche und praktische Relevanz der Untersuchung
• Erläuterung der Problemstellung einschließlich Skizze der eigenen Vorkenntnisse sowie des Stands
der Forschung zum Thema der Arbeit
• Theorie, auf der die Arbeit beruht
• Bei empirischer Arbeit: Skizze des Forschungsdesigns
(Variablen, Variabelenanordnung, hypothetische Zusammenhänge, Grundgesamtheit, Stichprobe,
geplante Auswertungsstrategien)
• Ggf. vorhandene eigene Vorarbeiten
• Ggf. benötigte Mittel und Finanzierung dieser Mittel
• Zeitplan zur Erstellung der Arbeit
• Vorläufiges Inhaltsverzeichnis
• Verzeichnis der wichtigsten Literaturstellen

• Ein Exposé wird im Normalfall mehrfach überarbeitet


• Das Schreiben eines Exposés kann mehrere Wochen dauern

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 27


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 86 - 102 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 28


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Arbeitsschritte
FH Trier

1. Orientierung bzw. Themenfindung 5. Entwurf einer differenzierten Gliederung


• Themensuche bzw. -interpretation • Bestimmung von Teilthemen
• Thema erkunden: eigene Wissen aktivieren, • Hierarchische Ordnung der Teilthemen
Experten befragen, Informationen sammeln • Festlegung der Gliederungsstruktur
• Erste Literatursuche und -auswertung • Besprechung der differenzierten Gliederung
• Thema eingrenzen • Überarbeitung und erneute Besprechung
• Projektstart festlegen
• Festlegen von Fragestellung, Methodik und
Vorgehensweise 6. Erarbeitung und Manuskript
• Erstellung und Besprechung eines Exposés mit
Grobgliederung • Erstellung einer Manuskriptrohversion
• Ggf. Beratung/Diskussion mit Experten
2. Projektplanung
• Durchsicht der Manuskriptrohversion
• Arbeits- und Zeitplanung; Kostenplanung • Überarbeitung des Manuskripts
(nach wissenschaftlichen Standards und
3. Literaturrecherche nach sprachlichen Gesichtspunkten)
• Endkorrektur (auch durch dritte)
• Systematische Literatursuche
• Bibliographierung bzw. Archivierung von Literatur
7. Endspurt
• Beschaffung von Literatur
• Lesen, Exzerpieren und Verdichten der Literatur • Endausdruck und ggf. Vervielfältigung
• Binden
4. Strukturierung des Materials
• Abgabe
• Ordnen – Klären – Differenzieren
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 29
Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 102 - 111 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zeitplanung
FH Trier

Zeitermittlung Zeitplanung
Arbeitsschritte Plan Ist
1. Arbeits- und Zeitplanung 1
2. Literaturrecherche & -beschaffung 6
Einarbeitungszeit (6 Wochen) 3. Literatursichtung & -auswahl 5
17.07.2002 bis 31.08.2002 45 Tage 4. Literaturauswertung 16
abzüglich Sonntage 6 Tage 5. Strukturierung der Literatur 4
abzüglich Feiertage 1 Tage 6. Entwurf differenzierte Gliederung 3
abzüglich Vorlesungstage 0 Tage 7. Besprechung diff. Gliederung 1
Zur Verfügung stehend: 38 Tage 8. Überarbeitung & Besprechung
der differenzierten Gliederung 2
9. Erstellung Manuskriptrohversion
Bearbeitungszeit (9 Wochen) (incl. Tab. Abb., Verzeichnisse) 40
01.10.2002 bis 30.11.2002 61 Tage 10. Ggf. Besprechung mit Experten 2
abzüglich Sonntage 8 Tage 11. Manuskriptdurchsicht 7
abzüglich Feiertage 1 Tage 12. Manuskriptüberarbeitung 5
abzüglich Vorlesungstage 0 Tage 13. Endkorrektur 3
Zur Verfügung stehend: 52 Tage 14. Endausdruck 2
15. Binden der Arbeit 2
16. Abgabe der Arbeit 1
17. Puffer 5
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 30
Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 106 - 109 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Detaillierter Arbeitsplan
FH Trier

Arbeitsschritte Dauer Wann


1. Durchsicht von
1.1 Lexika, Handwörterbüchern
1.2 Buchbestände Präsenzbib
1.3 Bib-Katalog
1.4 Fachzeitschriften
1.5 Datenbanken
1.6 VLB
2. Bestellen und Ausleihen
3. Kopieren
4. Kaufen
Puffer

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 31


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 110 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 32


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Erschließen der Fachliteratur
FH Trier

Such- und
Erste Ansatzpunkte
Recherchestrategien

• Fachlexika und Handbücher • Überblick


• Lehrbücher • Schneeballsystem
• Fachzeitschriften • Bibliografische Suche
• Schlagwortkatalog • Suche im Internet
• Bibliografien
• Verbände, Vereine, Behörden

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 33


Quelle: Disterer (2003), S. 71 - 102 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zwei Phasen der Recherche
FH Trier

Erste Phase Zweite Phase

• Schnelle, unsystematische Suche nach direkt • Systematische und umfassende Suche mit
zugänglicher, relativ allgemeiner und möglichst Hilfe verschiedener Medien
aktueller (überblicksartiger) Literatur
• Input: • Input:
Themenstellung, -reflexion, -abgrenzung Liste von Suchworten,Verfassern, Institutionen
• Hilfsmittel: • Traditionelle Recherche:
Lexika, Nachschlagewerke, Lehrbücher, Bibliothekskataloge
Thesauri (Synonyme) Bibliographien
• Output: • DV-gestützte Suche:
(1) erste Literaturquellen Elektronische Datenbanken
(2) Liste der Suchworte (lokal, regional, virtuell)
(3) Liste von Verfassern und Institutionen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 34


Quelle: Brink Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Bibliotheken
FH Trier

Kataloge
• Alphabetischer Katalog (i.d.R. nach Verfasser)
• Sachkatalog (nach Wissensgebieten)
• Schlagwortkatalog (nach alphabetisch geordneten Sachgebieten)
• Systematischer Katalog (Schlagworte in sachlich-logischer Abfolge: Golo Mann‘s „Wallenstein“ findet
man hier unter Geschichte)
• Kreuzkatalog (Kombination von alphabetischem und Schlagwortkatalog, EDV)

Suchwege (Überblick)
• Bekannt: Titel und/oder Autor
Gesucht: Dokument
• Bekannt: Inhalt eines Dokuments
Gesucht: Genaue bibliographische Angaben (Autor, Titel, Ort, Jahr)
• Bekannt: Thema einer Arbeitsaufgabe (z.B. Seminararbeit)
Gesucht: Unbekannte Literatur zu diesem Thema

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 35


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 166 - 186 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Wasserfall wissenschaftlichen Wissens
FH Trier

Arbeitsbericht

Fachkonferenz

Fachzeitschrift

Fachbuch

Lehrbuch

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 36


Quelle: Disterer (2003), S. 71 - 102 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Relevanzkriterien einer Quelle
FH Trier

Titel Relevanz des Beitrags zum Thema


Autor Experte auf seinem Fachgebiet
Datum Aktualität
Länge Detailliertheit und Vollständigkeit
Name des Verlags/der Zeitschrift Renommee, Güte
Adressatenkreis Niveau

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 37


Quelle: Disterer (2003), S. 71 - 102 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Selektionskriterien
FH Trier

Filter 1: Literaturrecherche – Literaturbeschaffung


- Titel und ggf. Untertitel der Veröffentlichung
- Schlagworte
- Besprechungen bzw. Rezensionen
- Kurzzusammenfassungen zu beschaffende
- Verfasser und Herausgeber Literatur
- Verlag
- Auflage und Erscheinungsjahr
- Inhalt und Form (der Zeitschrift)

Filter 2: Literaturbeschaffung – Literaturauswertung


- Klappentext und Rückseite des Buches
- Geleitwort
- Vorwort und Einleitung
- Inhalts- und Stichwortverzeichnis auszuwertende
- Zitate und Anmerkungen Literatur
- Literaturverzeichnis
- Anzahl der Treffer

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 38


Quelle: Brink Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 39


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
SQ3R-Methode
FH Trier

(S)urvey Durchsehen, sich einen Überblick verschaffen

(Q)uestion Fragen an des Text stellen

(R)ead Genaues Lesen

(R)ecite Rezitieren bzw. rekapitulieren, wesentliche Punkte


zusammenfassen

(R)eview Wiederholen bzw. wiedergeben

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 40


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 7 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Lesen in drei Schritten
FH Trier

1. Überblick gewinnen
• Sich überschlägig mit dem Buch vertraut machen
• Statt sofort zu lesen, werden die Orientierungshilfen des Buchs „erforscht“:
- Titel, Erscheinungsjahr
- Vorwort, Einleitung: Intention, Ziele und Inhalte in kurzer Form
- Inhaltsverzeichnis: Aufbau, Gedankenfolge und Gewichtungen
- Kapitelüberschriften: Inhalte einzelner Kapitel
- Literatur-, Personen-, Sachverzeichnis

2. Fragen stellen
• Fragen formen die rezeptive in eine aktive Lesehaltung um
• Oft kann man die Kapitelüberschriften in Fragen umformen
• Was ist die Intention? Will er informieren, überzeugen oder diskutieren?
• Was ist der Kern der Aussagen?
• Mit welchen Voraussetzung kann man das gelesene in Beziehung setzen?
• Wodurch unterscheidet sich das gelesene von m einem bisherigen Wissen?

3. Lesen
• Antworten auf die Fragen finden
• Menge des Lesens hängt von Übung des Lesers und Anforderungen des Textes ab

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 41


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 158 - 165 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Lesen in fünf Schritten
FH Trier

4. Rekapitulieren
• Textrückblick
• Die Fragen kurz mündlich oder schriftlich beantworten
• Regeln: - Notizen erst nach dem Durchlesen anfertigen
- Notizen aus der Erinnerung heraus anfertigen
- Eigene Worte benutzen, so kurz wie möglich
- Raum für spätere Ergänzungen lassen
• Reflexion (Zusammenhänge, kritische Auseinandersetzung)

5. Zusammenfassen
• Verdichtung
• Die abschnittsweise erarbeiteten Ergebnisse zu einem Ganzen zusammenfassen
• Notizen ergänzen
• Einzelne Punkte anhand des Textes ergänzen
• Stoff im Gedächtnis verankern
• Wiederholung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 42


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 158 - 165 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Markieren und Exzerpieren
FH Trier

Markieren
• Nur eigene Bücher und Arbeitsunterlagen markieren
• Markierungen strukturieren den Text
• Sie erleichtern das Lernen und Wiederholen
• Markiersysteme (unterschiedliche Arten für unterschiedliche Aussagen) entwickeln
• Erst lesen, dann markieren
• Sparsam und gezielt markieren

Exzerpieren
• Wörtliche Exzerpte für direkte Zitate
• Sinngemäßes Zitat
• Exzerpte auf einheitlichen Bögen erstellen, Quellen festhalten
• Schlagworte und Überschriften erleichtern die Orientierung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 43


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 158 - 165 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Markierungssymbole
FH Trier

! wichtig  siehe oben


!! sehr wichtig  siehe unten
? versteh ich nicht bzw. Bsp. Beispiel
schwer verständlich
Def. Definition
?! umständlich, aber wichtig, um
1. 2. 3. bei Gliederungen u. Aufzählungen
Klärung bemühen
:// Wiederholung a. b. c. bei Gliederungen u. Aufzählungen

<=> Wechselwirkung Zsf. Zusammenfassung

‫ع‬ fraglich, nicht umstritten wichtiger Gedanke bzw. Begriff


 / O.K. in Ordnung
∅ im Durchschnitt
 siehe auch bei Widerspruch

=> daraus folgt Σ Summe

 damit bin ich nicht einverstanden ☺ humorvolle Stelle

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 44


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 22 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Muster eines Exzerptformblattes
FH Trier

Quelle: Standort:
Signatur:
Schlagwörter Inhalt/Zusammenfassung Seite Kommentar

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 45


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 31 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Ordnungs- und Karteisysteme (I)
FH Trier

Ordnungsprinzipien
• Aufgliederung in Ober- und Unterbegriffe (themenspezifisch)
- Konkretisierung: Vorhandenen Oberbegriffen werden Untergebriffe zugeordnet
Oberbegriff Controlling; Unterbegriffe Budget, Anreizsysteme, Kennzahlen, ...
- Abstraktion: Ein vorhandener Unterbegriff wird einem Oberbegriff zugeordnet
- Methoden: Pfaddiagramme, hierarchische Anordnung, Mind Maps, ...
• Alphabetische Ordnung
• Dezimalklassifikation: 0 Allgemeines
1 Management
2 Führung
3 Controlling

Arten
• Fundstellenkartei
• Schlagwortkartei
• Autorenkartei
• Formel- und Lehrsatzkartei
• Ideenkartei

Ablagesysteme müssen mit der Zeit wachsen!


WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 46
Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 107 - 115 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Ordnungs- und Karteisysteme (II)
FH Trier

Fundstellenkartei Schlagwortkartei

Arbeitstechnik Reiter Referat Ordnungswort

Referat Materialsammlung
Ordnungswort 2. Ordnungswort
1. Foliensatz „Einführung in Ordner 3 Hier stehen die Angaben, die man für das Zitat
das wiss. Arbeiten“, SS 03
Fundstelle Referat vermutlich braucht:
- Zitat
2. Hülshoff, Kaldewey: „Mit Handapparat
- Kurze Zusammenfassung, Stichworte
Erfolg studieren“
Nicht vergessen: bibliographische Angaben!
Fundstelle: Handapparat
Anmerkungen Anmerkungen

Autorenkartei Schlagwortkartei

Homburg, Christian Verfasser Arbeitstechnik Ordnungswort

Quantitative Betriebswirtschaftslehre, Ent- Lektüre von Fachliteratur


scheidungsunterstützung durch Modelle,
Titel 2. Ordnungswort
3. Auflage, Wiesbaden: Gabler 2000 Die 5-Schritt-Methode: Formeln,
1. Überblick gewinnen Lehrsätze,
UB: 50 K 3456 Fundstelle 2. Fragen stellen
Regeln
Quantitative Modelle der strat. und 3. Lesen
Anmerkungen
operativen Planung 4. Rekapitulieren
5. Zusammenfassende Wiederholung
15.01.2003 Lesedatum Anmerkungen
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 47
Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 107 - 115 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Ordnungs- und Karteisysteme (III)
FH Trier

Ideenkartei

Hauptstudiumsklausuren Ordnungswort

Prüfen, ob bei der Fachschaft Ideen


- Klausursammlungen
- Protokolle von Examenskandidaten
vorhanden sind.

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 48


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 107 - 115 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Hierarchische Anordnungen
FH Trier

Deduktive Darstellung Induktive Darstellung

Einzel- Einzel-
Hauptgedanke ...
gedanke gedanke

Untergedanke Untergedanke
... Hauptgedanke
1. Ordnung 1. Ordnung

Untergedanke Untergedanke
...
2. Ordnung 2. Ordnung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 49


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 38 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Hierarchische Anordnungen
FH Trier

Gefährdung der Gefährdung der


körperlichen Gesundheit psychischen Gesundheit

Herz Atemwege
Innere Abhängigkeit
Kreislauf Nerven Negatives Prestige- und
Massenverhalten
Verkehrstote Haut
Reaktionsminderung beim
Frühinvalide Autofahren

Gründe gegen das Rauchen

Aufwendungen für Tabaksteuer gegenüber


medizinische Behandlung Schaden unbedeutend
ca. 5 Mrd. € verschwendet

Negative wirtschaftliche
Auswirkungen
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 50
Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 40 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Mind Maps: Vorgehen
FH Trier

Ausgangsüberlegungen
• Menschen sind keine Computer, legen ihre Gedanken aber häufig so ab
• Linear (der Reihe nach => Wort für Wort), digital (nur Wörter und Zahlen), logisch
• Dabei arbeitet nur die linke Gehirnhälfte

Aktivierung der rechten Gehirnhälfte


• Mind Maps auf einem ganzen Blatt
• Bunt, organische Formen, Sachverhalte durch Symbole und Bilder darstellen
• Zahlreiche (Quer-)Verbindungen unterschiedlichster Art (Relation, Funktion, ...)

Regeln für Mind Maps


• Farbiges Bild im Mittelpunkt
• Entwicklung der Hauptgedanken vom Mittelpunkt aus
• Hauptgedanken in größeren Buchstaben als Nebengedanken
• Nur ein Wort je Zeile (= mehr Freiheit für das Wort, mehr Assoziationen)
• Wörter in Druckbuchstaben (= photographisches Bild)
• Wörter immer auf einer Zeile (klareres Bild); Zeilen verbinden
• So viele Bilder wie möglich benutzen; Unterscheidung der Objekte durch ihre Größe
• Zahlen oder Codes einsetzen, um die Reihenfolge bzw. Verbindung aufzuzeigen
• Codieren und Verbinden mit Pfeilen, Symbolen, Zahlen, Buchstaben, Farbe, Größen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 51


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 41 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Mind Maps: Beispiel
FH Trier

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 52


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 41 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Multizentrale Schemata
FH Trier

Lohn Arbeitszeit Berufsausbildung Weiterbildung

Gehalt Arbeitsbedingungen Bildungsurlaub Seminar

Zuschläge Urlaub Berufswettkampf Vortrag

Arbeits-
Bildung
kampf

Rechts- Wirtschafts-
schutz politik

Tarifvertrag Arbeitsgerichte Vermögensbildung


der Arbeitnehmer Wirtschafts- und
Sozialordnung
Neue Gesetze Mitbestimmung Gewinnbeteiligung
der Arbeitnehmer

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 53


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 41 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Diagramme
FH Trier

Säulendiagramm

Kreisdiagramm

Flussdiagramm

Pfaddiagramm

Tabellen

Bilder

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 54


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 41 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 55


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederung
FH Trier

Fragen an die Gliederung


• Umfang der Gliederung (Zu knapp, zu differenziert)
• Gliederungslogik (Zusammenhang der Punkte auf einer Ebene)
• Klassifikation (formaler Aufbau)
• Korrelation von Überschrift und Inhalt
• Entsprechung von Gliederung und Text
• Stil (Einheitliche Formulierungsart)

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 56


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 187 - 217 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederungsschemata
FH Trier

Gemischtes Klassifikationsschema Dezimalklassifikation


I. ... 1. ...
A. ... 1.1. ...
1. ... 1.1.1. ...
2. ... 1.1.2. ...
3. ... 1.1.3. ...
a) ... 1.1.3.1. ...
nächst tiefer Ebene: α)
b) ... 1.1.3.2. ...
B. ... 1.2.. ...
II. ... 2. ...
A. ... 2.1. ...
B. ... 2.2. ...
1. ... 2.2.1. ...

usw. usw.

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 57


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 187 - 217 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Systematische Gliederung
FH Trier

Thema:
Formen der Unternehmenskonzentration

1. Interessengemeinschaft
2. Kartell
3. Syndikat
4. Konzern
5. Fusion/Trust

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 58


Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 91-120 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Deduktive Gliederung
FH Trier

Aufbau
Beispiel
Einleitung
„Chancen und Risiken des Euro“
Hypothese 1
- Argument 1 Chancen sind: - Export
- Argument 2 - Arbeitsplatzsicherung
- Argument 3 - Wettbewerbsdynamik
Hypothese 2 Risiken sind: - Wettbewerbseinschränkungen
- Argument 1 - Verlust monetärer Souveränität
- Argument 2 - Umstellungskosten
- Argument 3 - Steigende Inflation
Schluss
I. Chancen
1. Export
1.1 Offene Märkte
1.2 Berechenbare Währungsrelationen
2. Arbeitsplatzsicherung
2.1 Keine Währungsschwankungen
2.2 Innovationsschub
3. Wettbewerbsdynamik
3.1 Stärkung gegenüber außereruro-
päischer Konkurrenz
3.2 Erfahrungsvorsprung
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 59
Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 91-120 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Induktive Gliederung
FH Trier

Aufbau
Beispiel
Einleitung
„Literatur im Netz“
- Argument 1
- Argument 2
I. 1. Wissensvermittlung im Netz
- Argument 3
Hypothese 1 2. Kontextbezug im Netz
3. Sprache und Zeichen im Netz
- Argument 1 These 1: Grundlegende Trennung von Sachtext
- Argument 2 und Literatur im Netz
- Argument 3
Hypothese 2 II. 1. Hypertext und Fliesstext
2. Autor und User
Schluss These 2: Dominanz verschalteter Texte im Netz

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 60


Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 91-120 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Ursachen-Wirkung- Gliederung
FH Trier

Aufbau I Aufbau II
Einleitung Einleitung
Ursache Phänomen
- Wirkung 1 - Ursache 1
- Wirkung 2 - Ursache 2
- Wirkung 3 - Ursache 3
Schluss Schluss

Beispiel Beispiel

Privatisierung der U in Osteuropa Arbeitslosigkeit in Deutschland


- Wachstum - Weltweite Konjunkturlage
- Arbeitslosigkeit - Strukturwandel
- Effiziente Allokation - Hoher Reallohnsatz

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 61


Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 91-120 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Relations- Gliederung
FH Trier

Aufbau I: Blockgliederung Aufbau II: alternierende Gliederung


Einleitung Einleitung
Objekt 1 Vergleich 1
- Aspekt 1 - Objekt 1
- Aspekt 2 - Objekt 2
- Aspekt 3 Zusammenfassung
Objekt 2 Vergleich 2
- Aspekt 1 - Objekt 1
- Aspekt 2 - Objekt 2
- Aspekt 3 Zusammenfassung
Vergleich der Ergebnisse Schluss
Schluss

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 62


Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S. 91-120 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederungstypen
FH Trier

zu tiefe Gliederung

zu flache Gliederung

unausgewogene Gliederung

unvollständige Gliederung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 63


Quelle: Disterer (2003), S. 154 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederung: Beispiel
FH Trier

Steuerung von E-Business-Beteiligungen

1 Einleitung
2 Grundlagen der Untersuchung
2.1 Grundlagen des Beteiligungs-Controlling
2.2 Beteiligungen im E-Business-Bereich

3 Instrumente und Zielgrößen des Beteiligungs-Controlling


3.1 Kennzahlen zur Steuerung von Beteiligungen
3.1.1 Traditionelle Kennzahlen
3.1.1.1 Darstellung ausgesuchter Kennzahlen
3.1.1.2 Kritische Würdigung
3.1.2 „Neue“ Kennzahlen im E-Business
3.1.2.1 Darstellung Kennzahlen
3.1.2.2 Kritische Würdigung
3.1.3 Empirische Relevanz
3.2 Wertorientierte Konzepte zur Steuerung von Beteiligungen
3.2.1 Das Grundkonzept des Shareholder Value
3.2.2 „Klassische“ wertorientierte Konzepte
3.2.2.1 Darstellung der Konzepte
3.2.2.2 Kritische Würdigung
3.2.3 „Neue“ wertorientierte Konzepte
3.1.2.1 Darstellung der Konzepte
3.1.2.2 Kritische Würdigung
3.2.4 Empirische Relevanz

4 Schlussbetrachtung
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 64
Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederung: Beispiel
FH Trier

Produktivität im praktischen Beispiel

1 Einleitung
2 Theoretische Betrachtung der Problemstellung
2.1 Definition der Produktivität in der Literatur
2.2 Beeinflussungsfaktoren der Produktivität in der Literatur

3 Empirische Betrachtung der Problemstellung


3.1 Ziel und Vorgehensweise der Untersuchung
3.2 Definition der Produktivität in der Praxis
3.3 Beeinflussungsfaktoren der Produktivität in der Praxis
3.4 Zusammenfassung der Ergebnisse

4 Praktische Betrachtung der Problemstellung am Beispiel XY


4.1 Darstellung der Ausgangslage
4.2 Status quo des Produktivitätsmanagements
4.3 Erarbeitung eines Konzepts zur Messung der Produktivität
4.3.1 Grundlegende Vorgehenswiese
4.3.2 Verbesserungspotentiale der aktuellen Messung
4.3.3 Erarbeitung eines Lösungsvorschlags
4.3.4 Implementierung

5 Schlussbetrachtung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 65


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederung: Beispiel
FH Trier

Kennzahlensysteme als Instrument des Management

1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen von Kennzahlensystemen
2.1 Grundsätzliche Anmerkungen zu Kennzahlensystemen
2.2 Darstellung traditioneller Kennzahlensysteme
2.3 Darstellung der BSC
2.4 Zusammenfassende Beurteilung von Kennzahlensystemen

3 Praktische Entwicklung eines Kennzahlensystems für XY


3.1 Das Unternehmen XY
3.2 Darstellung der Vorgehensweise zur Entwicklung betriebswirtschaftlichen Konzepts
3.2.1 Bestandaufnahme vorhandener Kennzahlen
3.2.2 Auswahl eines Kennzahlensystems
3.2.3 Entwicklung einer BSC für den Bereich ZZ
3.2.4 Umsetzung des Konzepts
3.3 Bewertung der Zielereichung

4 Schlussbetrachtung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 66


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Gliederung: Beispiel
FH Trier

BSC für NPO‘s

1 Einleitung 2
2 Theoretische Grundlagen 2
2.1 BSC Grundlagen 2
2.2 Die klassischen Perspektiven der BSC 4
2.3 Zusammenhang der einzelnen Perspektiven 6

3 Die BSC für NPO‘s 7


3.1 Definition NPO 7
3.2 Unterschiede zwischen NPO‘s und Profit-Organisationen 8
3.3 Gemeinsamkeiten mit Profit-Organisationen 8
3.4 Die Perspektiven der BSC in bezug auf NPO‘s 9

4 Strategieumsetzung mit der BSC 9


4.1 Die Hindernisse traditioneller Managementsysteme bei der Strategieumsetzung 9
4.2 Entwicklung eines integrierten Managementsystems mit der BSC 12

5 Würdigung der BSC als betriebswirtschaftliches Managementtool 19

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 67


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

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Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Kernbestandteile des Manuskripts (I)
FH Trier

Einleitung
• Nicht weit ausholen! (Negativbeispiel: „ Globalisierung, Komplexität und Dynamik sind die wichtigsten
Herausforderungen unserer Zeit.“)
• Themenstellung
• Einordnung in einen übergeordneten inhaltlichen Zusammenhang
• Schwerpunkte der Themenbehandlung
• Ziele, klare Fragestellung
• Subziele, nachgelagerte Fragestellungen
• Ausgeblendete Felder des Themas
• Ausgangslage aus der Literatur
• Motivation (rein sachlich, z.B. mit Statistiken)
• Theoretische und praktische Grundlagen bzw. Rahmenbedingungen
• Gang der Untersuchung
• Zentrale Begriffe

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 69


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 167 - 201 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Kontaktaufnahme mit dem Leser
FH Trier

5. Ergebnisse 1. Titel Leitfragen

2. Inhaltsver-
4. Begriffs- zeichnis
klärungen

Ergebnisse

Kontaktaufnahme

Forschungslage
Welche 3b. Methodisches
Gegenstände 3a. Standort-
Vorgehen bestimmung Problemlage

Welche
Leitfragen Relevanz der
Fragestellung

Welche Welche • 3a, 3b, 4, 5 als Bestandteile der


Einzelschritte Voraussetzungen Einleitung
• 5 muss nicht
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 70
Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S.121-148 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Kernbestandteile des Manuskripts (II)
FH Trier

Hauptteil
• Stringente Argumentation
• Klar und eindeutig auf das Thema der Arbeit bezogen
• Ziel und Fragestellung im Mittelpunkt der Abhandlungen
• Ausgewogene Erklärungs- und Diskussionstiefe über die ganze Arbeit
• Kritikfähigkeit: Ansätze aus dem Schrifttum nicht nur Beschreiben, sondern diskutieren
• Innovative Aussagen
• Interdisziplinparität
• Zusammenfassung am Ende eines jeden größeren Abschnitts
• Praxisarbeit: Nicht Wiedergabe der Hochglanzbroschüre einer Firma
• Strukturbildung durch Absätze
• Hervorhebung durch kursive Schrift
• Eigene Meinung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 71


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 167 - 201 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Kernbestandteile des Manuskripts (III)
FH Trier

Zusammenfassung und Ausblick


Zusammenfassung
• Zusammenfassung der Ergebnisse
• Keine „Wenns“ und „Abers“
• Auch ein Nicht-Ergebnis ist ein Ergebnis
• Klarer Bezug zum Hauptteil, aber vor allem zur Einleitung
• Das Neue Herausstellen
• Gesamtbewertung
• Eigene Meinung
Ausblick
• Projektion in die Zukunft
• Zukünftige Entwicklungen
• Weiterer Untersuchungsbedarf

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 72


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 167 - 201 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Argumentieren in wissenschaftlichen Arbeiten
FH Trier

Grundlagen/Anforderungen
• Komponenten erfolgreichen Argumentierens: Ein überschaubares, nachvollziehbares,
einleuchtendes, überzeugendes, Gründe suchendes sowie ein zu einem stimmigen Denkgebäude
führendes Formulieren von Gedanken
• Rechtzeitige und präzise Definition von Begriffen
• Relevanz der Aussagen
• Stringenz der Aussagen
• Widerspruchsfreiheit / innere Stimmigkeit / Konsistenz der Aussagen
• Überschneidungsfreiheit der Aussagen
• Begründung der Aussagen
• Wahl angemessener Argumentationsformen (deduktiv, induktiv, Analogien,
Wahrscheinlichkeitsschluss, Methode des Schlusses auf die beste Erklärung)
• Hoher Gehalt der Aussagen
• Dialogische Darlegungsform
• Abgabe von Zukunftsprognosen
• Ausweis fremden Gedankenguts
• Kritische Distanz gegenüber Aussagen
• Neutralität des Sprachspiels
• Sorgfältige Unterscheidung zwischen deskriptiven und präskriptiv-normativen Aussagen
• Zielgruppenbezogenheit der Aussagen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 73


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 167 - 201 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Sprache und Stil
FH Trier

Grundlagen/Anforderungen
• Kompakte, klar strukturierte Sätze
• Treffsicher formulieren
• Vermeiden von umgangssprachlichen Formulierungen
• Vermeiden einer saloppen Sprache und eines Boulevard-Stils
• Vermeiden von Floskeln
• Vermeiden von Allgemeinplätzen („es ist offensichtlich, wie allgemein bekannt“, ...)
• Sparsamer Umgang mit Siegelstrichaufzählungen
• Begriffe einheitlich und durchgängig verwenden
• Fremdwörter sorgfältig einsetzen
• Vermeiden eines englischsprachigen Fachjargons
• Vermeiden häufiger Substantivierung
• Vermeiden schier endloser Wortkombinationen
• Löschen nichtssagender Füllwörter
• Illustration der Darstellung durch aussagekräftige Beispiele
• Vermeiden von Passivformulierungen
• Weitgehender Verzicht auf Abkürzungen
• Abklären: männliche Wortform?
• Abklären: Ich- bzw. Wir-Form
• Im Kontext der Sprach- und Stilfragen an die Zielgruppe denken

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 74


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 167 - 201 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Sprache: Beispiel
FH Trier

Die Theorie selbstreferentieller Systeme behauptet, daß eine Ausdifferenzierung von Systemen nur durch
Selbstreferenz zustande kommen kann, das heißt dadurch, daß die Systeme in der Konstitution ihrer
Elemente und ihrer elementaren Operationen auf sich selbst (,sei es auf Elemente desselben Systems,
sei es auf Operationen desselben Systems, sei es auf die Einheit desselben Systems) Bezug nehmen.
Systeme müssen, um dies zu ermöglichen, eine Beschreibung ihres Selbst erzeugen und benutzen; sie
müssen mindestens die Differenz von System und Umwelt systemintern als Orientierung und als Prinzip
der Erzeugung vom Informationen verwenden können. Selbstreferentielle Geschlossenheit ist daher nur
in einer Umwelt, ist nur unter ökologischen Bedingungen möglich. Die Umwelt ist ein notwendiges
Korrelat selbstreferentieller Operationen, weil gerade diese Operationen nicht unter der Prämisse des
Solipsismus ablaufen können (man könnte auch sagen: weil alles, was in ihr eine Rolle spielt,
einschließlich des Selbst selbst, per Unterscheidung eingeführt werden muß). Die (inzwischen
klassische) Unterscheidung von >geschlossenen< und >offenen< Systemen wird ersetzt durch die Frage,
wie selbstreferentielle Geschlossenheit Offenheit erzeugen könne. (Luhmann)

Als ich diese Passage las, fürchtete ich, psychosomatische Hautausschläge zu bekommen, falls ich
weiterlesen würde. Ein Text dieses Zuschnitts, der tatsächlich nur von Niklas Luhmann stammen kann,
hinterlässt hoffentlich nicht nur bei mir ein Gefühl der Ratlosigkeit. Für die Überwindung eines solchen
Zustands intellektueller Selbsterniedrigung und emotionaler Vereinsamung empfehle ich eine hilfreiche
Methode für den Umgang mit schwer zugänglichen Mitteilungen, nämlich die Meditation. (Wöhlcke)

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 75


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Sprache: Beispiel
FH Trier

Die dritte Analogie betrifft die sogenannte Liebe, die ja bekanntlich hochentropische Eigenschaften
hat, sobald sie höhere Aggregatseigenschaften annimmt als die geschlechtsneutrale Kameradschaft.
Wenn nicht ständig von beiden Partnern ein konzentrierter Funktions- und Erhaltungsaufwand
geleistet wird, kommt es zu einem galoppierenden Prozess der Dissipation libidinöser Energie, der zu
einem syntropischen Prozess in Richtung auf eine neue soziale Abbindung umschlägt, in der die
Entropie wiederum wirksam wird. Dies ließe sich natürlich einfacher formulieren, aber das laufende
Kapitel richtet sich in erster Linie an die Fachkollegen, die mich nicht richtig ernst nehmen würden,
wenn ich mich damit begnügen würde, die Liebe mit einem Schmetterling zu vergleichen, der sich
Dressurversuchen gegenüber als ziemlich unzugänglich erweist. (Wöhlcke)

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 76


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Abbildungen: Immer erläutern!
FH Trier

Das folgende Zahlenbeispiel erläutert den Aufbau einer Deckungsbeitragsrechnung:

Bereiche I II
Produkt 1 2 3 4 5
Produktgruppe A B C
Erlöse 14.960 5.760 13.800 12.840 9.800
- Var. Kosten -10.259 -2.257 -9.278 -8.021 -4.791
DB 1 4.701 3.503 4.522 4.819 5.009
- Produktfixkosten -100
DB 2 4.701 3.503 4.422 4.819 5.009
DB 2 je Produktgruppe 8.204 4.422 9.828
- Produktgruppenfixkosten -150 -250
DB 3 8.054 4.422 9.578
DB 3 je Bereich 12.476 9.578
- Bereichsfixe Kosten -4.295 -4.795
DB 4 8.181 4.783
DB 4 der Unternehmung 12.964
- Unternehmensfixkosten -690
Periodenergebnis 12.274

Nein! Abbildungen müssen immer erläutert werden!

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Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Strukturen
FH Trier

Der Ablauf der Prozesskostenrechnung besteht


aus mehreren Schritten, die im weiteren Verlauf
näher erläutert werden. Einen groben Überblick
soll die nachfolgende Abbildung geben.

Tätigkeitsanalyse

Zusammenfassung zu
a) Tätigkeitsanalyse
Teilprozessen
b) Ermittlung der Prozessgrößen
c) Ermittlung der Kostentreiber
KoSt 1 KoSt 2 KoSt 3
d) Prozesskalkulation

Verdichtung zu
Hauptprozessen

HP 1 HP 2

Produkt A Produkt B

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Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Beliebigkeit der Ausführungen
FH Trier

Beim XY, dessen Ziel es ist, ...


Ein anderes Beispiel ...
Ein weiterer positiver Effekt ...
XY kann auch dazu dienen, ...
Neben der ... besteht ferner die Möglichkeit, ...
Aus Nachfragesicht ergibt sich noch der Vorteil, ...
Daneben kann ...

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 79


Quelle: Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 80


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Anforderungen an schriftliche Arbeiten (I)
FH Trier

Formale Anforderungen
• Seitenumfang, Din A 4, einseitig beschriftet
• 1 ½ - zeiliges Schriftbild, normale Schrift (Arial 12, Times New Roman 12)
• Fußnotentext einzeilig, fortlaufen nummeriert in kleinerer Größe (10)
• Fußnoten auf gleicher Seite
• Rand in cm: links 4, rechts 2,5 oben 2, unten 2
• Nummerierung der Seitenzahlen oben und zentriert

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 81


Quelle: Marx, Scharenberg (2000), S. 3 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Anforderungen an schriftliche Arbeiten (II)
FH Trier

Abfolgen und Nummerierungen


Ohne Nummerierung - Deckblatt
Nummerierung römisch (I - ...) - Inhaltsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- ggf. Symbolverzeichnis
- ggf. Tabellen-/Abbildungsverzeichnis
- ggf. Vorbemerkungen
Nummerierung arabisch (1 - ...) - Textteil
. Einleitung
. Hauptteil (Theorie, Methodik, Ergebnisse)
. Schlussbemerkungen
- ggf. Anhang
- Literaturverzeichnis
- Gesetze etc.
Ohne Nummerierung - Eidesstattliche Erklärung

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 82


Quelle: Marx, Scharenberg (2000), S. 3 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Deckblatt für eine Arbeit
FH Trier

Seminararbeit Abschlussarbeit

Fachhochschule Trier Fachhochschule Trier


Fachbereich Wirtschaft

Veranstaltung: Seminar Controlling im Industriebetrieb Thema


Prof. Dr. Dominik Kramer
WS 2003/2004
Abschlussarbeit zur Erlangung des Grades
Bachelor of Arts (B.A.) Betriebswirtschaft
am Fachbereich Wirtschaft
Thema der Fachhochschule Trier

Themensteller: Prof. Dr. Dominik Kramer

Name Matrikelnummer:
Semesteranschrift Fachsemester Vorgelegt von:
Ausgabetermin: Name Ausgabetermin:
Abgabetermin: Semesteranschrift Abgabetermin:

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 83


Quelle: Marx, Scharenberg (2000), S. 15 f. Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Eidesstattliche Erklärung
FH Trier

Eidesstattliche Erklärung

Hiermit erkläre ich an Eides statt, dass ich die vorliegende ......arbeit mit dem Titel
„........................................“
selbständig verfasst und nur hierzu keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel
verwendet habe. Alle Stellen der Arbeit, die wörtlich oder sinngemäß aus fremden
Quellen entnommen wurde, sind als solche kenntlich gemacht. Die Arbeit wurde
bisher in gleicher oder ähnlicher Form in keinem anderen Studiengang als Prüfungs-
leistung vorgelegt oder an anderer Stelle veröffentlich.
Ich bin mir bewusst, dass eine falsche Erklärung rechtliche Folgen haben wird.

Ort, Datum
Unterschrift

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 84


Quelle: Hülshoff, Kaldewey (1993), S. 187 - 217 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zitieren und Literatur (I)
FH Trier

Anforderungen
• Wörtliche oder sinngemäß übernommene fremde Überlegungen müssen belegt werden
• Hierzu gibt es verschiedene Methoden
• Frei Wahl der Methode, aber: Gewählte Methode konsequent durchhalten
• Alle zitierte Quellen müssen im Literaturverzeichnis sein, aber auch nur die zitierten
• Alles im Original zitieren!
Nicht: Gutenberg, zit. nach Meier, Hermann, Einen an der Waffel, unveröffentlichtes Manuskript, 1999

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 85


Quelle: Disterer (2003), S. 103 - 136 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zitieren und Literatur (II)
FH Trier

Zitate
• Vollbeleg:
1) Vgl. Theisen, Manuel R., Wissenschaftliches Arbeiten, Technik – Methodik – Form, 11. Auflage,
München: Vahlen, 2002, S. 15 - 30.
2) Vgl. Theisen, M. R., Arbeiten (FN 1), S. 32 f.
• Kurzbeleg
1) Vgl. Theisen (2002a), S. 15 – 30.
Theisen, Manuel R. (2002a), Wissenschaftliches Arbeiten, Technik – Methodik – Form, 11.
Auflage, München: Vahlen, 2002.
1) Vgl. Theisen (Wissenschaftliches Arbeiten, 2002), S. 15 – 30.
Theisen, Manuel R. (Wissenschaftliches Arbeiten, 2002), Wissenschaftliches Arbeiten, Technik –
Methodik – Form, 11. Auflage, München: Vahlen, 2002.
Theisen, Manuel R., [Wissenschaftliches Arbeiten], Technik – Methodik – Form, 11. Auflage,
München: Vahlen, 2002.
1) Vgl. Theisen (Arbeiten, 2002), S. 15 – 30.
Theisen, Manuel R. (Arbeiten, 2002), Wissenschaftliches Arbeiten, Technik –
Methodik – Form, 11. Auflage, München: Vahlen, 2002.
Theisen, Manuel R., Wissenschaftliches [Arbeiten], Technik – Methodik – Form, 11. Auflage,
München: Vahlen, 2002.

• Direktes Zitat
• Indirektes Zitat

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Quelle: Disterer (2003), S. 103 - 136 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zitieren und Literatur (III)
FH Trier

Literaturliste
• Die Liste wird nicht untergliedert (z.B. nach Monographien, Aufsätzen, ...)
• Verzeichnis alphabetisch ordnen
• Einrücken nach dem Namen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 87


Quelle: Disterer (2003), S. 103 - 136 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Zitieren und Literatur (IV)
FH Trier

Literaturbelege
• Monographie:
<< Autor, Titel, Auflage, Ort: Verlag, Jahr. >>
• Artikel:
<< Autor, Titel, in: Zeitschrift, Jahrgang, Jahr, Heft, Seiten. >>
• Sammelbeitrag:
<< Autor, Titel, in: Herausgeber, Sammelbandtitel, Auflage, Ort: Verlag, Jahr, Seiten. >>

• Autor: Name, Vorname


Bei mehr als drei Verfasser: erster Name u.a.
• Titel, Sachtitel, Untertitel
• Abkürzungen: o.V., o.J., u.a.

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 88


Quelle: Disterer (2003), S. 103 - 136 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

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Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Editieren nach...
FH Trier

... wissenschaftlichen .... nach sprachlichen


Standards Gesichtspunkten

• Begrifflichkeiten • Satzbau
• Logik • Ausdruck
• Stringenz • Rechtschreibung
• Konsistenz • Interpunktion
• Vollständigkeit
• Überleitungen
• Anmerkungen
• Metaphern
• Quellenangaben und Literaturverweisen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 90


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 105 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 91


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Bewertung der Leistungsnachweise
FH Trier

Beispiel! Beispiel! Beispiel!

Kriterium Teilkriterium Gewicht


Fachkenntnisse Kenntnisse im Fachgebiet, 20 – 30 %
über Fachmethoden und
deren Einsatz
Engagement, Initiative, Kreativität, 5 – 10 %
Originalität, Originalität im Ansatz,
Selbständigkeit Eigenständigkeit des Vorgehens

Vorgehensweise wissenschaftlich, methodisch, 30 – 50 %


logisch, widerspruchsfrei,
vollständig, nachvollziehbar

Ergebnisse relevant, nützlich neu 5 – 20 %

Präsentation verständlich, angemessen, 10 – 20 %


überzeugend, formal richtig,
zeitgerecht
Kriterien sind hochschullehrerindividuell und miteinander korreliert!

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 92


Quelle: Disterer (2003), S. 164 - 168 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 93


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Tipps und Tricks bei Schreibblockaden
FH Trier

• Mein Lieblingsproblem
- Früh mit dem Schreiben anfangen
- Früh andere lesen lassen
- Mut zum Müll => auch mal ganze Kapitel wegkürzen
• Nicht anfangen können
- Wenn man nicht schreiben kann, sollte man schreiben,
warum man nicht schreiben kann und schon schreibt man
- Mittendrin anfangen
- Bestandaufnahme (Stichworte: Was weis ich schon über mein Thema?)
- Laut schreiben (Text laut lesen und weiterlesen)
• Der innere Kritiker
- Zeitlimits setzen
- Denken Sie beim Schreiben an einen konkreten Leser und seine Erwartungen
- Genrewechsel: Ab und zu einen bewusst anspruchslosen Text schreiben
- Im Schreibfluss bleiben, nicht durch Nebentätigkeiten ablenken lassen
- Kritik produktiv nutzen und bestimmte Einwände (Logik, Ausdruck, Lücke, Satzbau, Beispiel
einfügen) sofort in den Text einfließen lassen, um später die Einwände zu bearbeiten
• Chaos
- Zeitplan beachten
- Gedanken sortieren (Stichwortlisten, Kritzelzeichnungen, roter Faden der Zeichnung etc.)
- Fahrplan für jedes Kapitel aufstellen
-- Was will ich in diesem Kapitel beweisen?
-- Wie folgen die Argumente aufeinander?
-- Was soll der Leser aus diesem Kapitel unbedingt mitnehmen?
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 94
Quelle: Esselborn-Krumbiegel (2002), S.187-204 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
FH Trier

Inhalt

0 Annäherung an den Themenbereich wissenschaftliches Arbeiten: Brainstorming


1 Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens
1.1 Zum Begriff Wissenschaft
2.2 Lernen als Basis des wissenschaftlichen Arbeitens
2.3 Organisation des Lernens
2 Schriftliche Arbeiten
2.1 Hinführung zum schriftlichen Arbeiten
2.2 Themenfindung
2.3 Arbeitsschritte und Projektplanung
2.4 Inhaltliche Aspekte
2.4.1 „Wissen finden“ (Literaturrecherche)
2.4.2 „Wissen aufnehmen“ (lesen, exzerpieren, systematisieren)
2.4.3 „Wissen strukturieren“ (Gliederung)
2.4.4 „Wissen schreiben“ (Abfassen der Arbeit)
2.5 Formale Aspekte
2.6 Überarbeiten
2.7 Bewertung
2.8 Blockaden
3 Präsentationen

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 95


Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Präsentationen (I)
FH Trier

Vorbereitungen
• Zielsetzung:
Was möchte ich mit der Präsentation erreichen?
(Information, Überblick, Entscheidung, Motivation, Eigenpräsentation, ...)
• Zuhörer:
Was ist die Zielgruppe?
(Abstimmung der Präsentation auf die Zuhörer)
• Situation:
Wie sind die Rahmenbedingungen der Präsentation?
(Zeit, Raum, Sitzordnung, Medien, ...)

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 96


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 233 - 262 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Präsentationen (II)
FH Trier

Erfolgsfaktoren
• Einfachheit:
Einfache und verständliche Sprache
• Struktur:
- Gedankenfolge
- Modularität
- Hervorhebungen
• Kürze und Prägnanz
• Anregung

Erfolgsfaktoren: Fazit
• Sprechen Sie einfach!
• Strukturieren Sie den Inhalt!
• Sprechen Sie prägnant!
• Reden Sie anregend!

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 97


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 233 - 262 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Präsentationen (III)
FH Trier

Gliederung: Einstieg
• Kontakt herstellen zum Publikum
• Interesse wecken
• Orientierung geben

Gliederung: Hauptteil (ggf. mehrere)


• I.d.R. wissen Sie eher zu viel als zu wenig
• Was also wollen Sie rüberbringen (3 - 5 Kernthesen, welche Details sind überflüssig)
• Arten der Informationen
- Muss (wichtig für die Zusammenhänge)
- Soll (erhöhen das Verständnis der Zuhörer)
- Kann (vertiefendes Verständnis)
• Redestrategie: Abfolge der Argumente
- Dreischritt: Ausgangslage – Vorgehensweise – Ergebnis
oder: Problem – bisherige Lösung – neuer Ansatz
- Fünfsatz als Erweiterung
Gliederung: Schluss
• Kurze Zusammenfassung
• Ausblick
• Ggf. vertiefende Literatur etc.
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 98
Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 233 - 262 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Präsentationen (IV)
FH Trier

Präsentationsunterlagen
• Nicht den Text des Referats vorlesen
• Arbeit mit Karteikarten (Stichworte)
• Unterstützung durch Medien (visuelle Verarbeitung des Gehirns)
• Aber: Kein Folienfilm!
• Struktur der Folien
• Keine Großschrift
• Flipchart zum Entwickeln von Gedanken, Brainstorming

Körpersprache
• Stimmiges Erscheinungsbild
• Stimme: ruhig, eher betonend, rhythmisch fließend, nicht zu schnell (laut) u. nicht zu langsam (leise)
• Blickkontakt
• Gestik (Arme, Hände, Finger, Schulter)
• Mimik (Gesicht)
• Haltung (Rumpf, Beine)
• Präsentationsgerechte Gestaltung der Bühne

WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 99


Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 233 - 262 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling
Präsentationen (V)
FH Trier

Lampenfieber
• Dem Lampenfieber stellen
• Zeit für die (= gute) Vorbereitung
• Üben des Textes und der Körpersprache
• Kontaktperson (freundliche) unter den Zuhörern suchen
• Am Anfang eher langsam und leise reden (das entspannt)

Interaktion bei kritischen Situationen


• Steckenbleiben
Zusammenfassen, Wiederholen, etwas „Ausfüllendes“ sagen bzw. tun (Stift ergreifen), menschlich
bleiben („Jetzt bin ich rausgekommen.“)
• Verunglückte Formulierung: Wiederholen
• Überfrag sein: Zugeben, Experten einbeziehen
• Zwischenrufe (sachlich)
Kurz beantworten, verschieben, Rückfrage, Neutralisieren, Ja-aber-Taktik
• Zwischenrufe (unsachlich)
Überhören, Gegenfrage, Absicht aufdecken
• Unruhe
Sprache, Mimik ändern, am Thema bleiben, Grund der Unruhe erfragen
WissArb Prof. Dr. Dominik Kramer 100
Quelle: Stickel-Wolf, Wolf (2002), S. 233 - 262 Betriebswirtschaftslehre, Internes Rechnungswesen und Controlling