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Semantische Aktivierung im mentalen Lexikon Semantik im

Gehirn (Buch „Semantik“)


Priming: Wie Worte wirken
Schon mal etwas vom Priming-Effekt gehört? Vielleicht nicht unter diesem Begriff, aber
dem Priming selbst sind sicher auch Sie schon zum Opfer gefallen. Denn hinter dem
englischen Begriff steckt eine fiese Manipulations-Technik, die in der Regel unterbewusst
wirkt und unser Denken ebenso sanft wie suggestiv steuern kann. Zwar lassen sich damit
auch unsere kognitive Leistung und Kreativität verbessern – Priming kann aber genauso
dazu genutzt werden, Meinungen subtil zu beeinflussen…

o Psychologie: Was ist Priming?


o Priming-Effekt: Experimente in der Psychologie
 Priming Arten: Sanfte Manipulation durch Worte
o Semantisches Priming
o Response Priming
o Medien Priming
o Affektives Priming
 Wie sich der Priming-Effekt nutzen lässt
o Diese Artikel finden andere Leser interessant:

Psychologie: Was ist Priming?

Der etwas sperrige Begriff Priming bezeichnet in der Psychologie


die (subtile) Beeinflussung unseres Denkens. Die Wirkung des Primens ist jedoch so
stark, dass sie unsere Reaktion auf einen Reiz oder gar unser anschließendes Verhalten, ja
sogar unseren Gemütszustand massiv verändern kann. Vor allem dann, wenn das Priming
unbewusst geschieht.
Tatsache ist, dass unser Verhalten, unsere Gedanken und Gefühle nicht aus dem Nichts
heraus geschehen, sondern durch einen Kontext erzeugt und gelenkt werden. Oder
anders formuliert: Wir reagieren im Wortsinn – und zwar auf Vorheriges. Nur ist uns diese
Verbindung zwischen Reiz und Reaktion nur selten bewusst.

Das ist – zugegeben – unnützes Wissen. Aber es ist auch eine typische Frage, wie sie im
Spiel „Trivial Pursuit“ vorkommen könnte. Oder bei „Wer wird Millionär„.
Nun ist es bei solchen Quizfragen immer so: Es gibt leichte Fragen, und es gibt schwere.
Entsprechend unterschiedlich schneiden wir dabei ab. Man kann das nicht beeinflussen,
würden Sie denken? Denkste! Man kann durchaus – eben durch Priming.
Ad van Kippenberg und Ap Dijksthuis von der Universität Amsterdam machten dazu ein
bemerkenswertes Experiment mit zwei Studentengruppen: Sie ließen beide Teams je 42
relativ schwierige Trivial-Pursuit-Fragen beantworten, wobei man dazu sagen muss, dass
sich beide Gruppen hinsichtlich Intelligenz und Vorbildung nicht unterschieden.
 Der einzige Unterschied bestand darin, dass die beiden Forscher eine Gruppe baten,
sich fünf Minuten vor dem Spiel schriftlich ein paar Gedanken darüber zu machen, wie
es wohl sei, Professor zu sein.
 Die andere Gruppe sollte indes aufschreiben, wie sie sich als Fußballrowdy sähen.
Sie ahnen was passierte: Die Professoren-Gruppe schnitt besser ab. Diese Studenten
konnten 23 der Fragen richtig beantworten, die Rowdys nur 18.

Im Jahr 1996 wiederum initiierten John Bragh, Mark Chen und Lara Burrows an der
Universität von New York einen Versuch, bei dem die Probanden ein
paar Wortreihen bekamen, die Sie zu Sätzen umstellen sollten. Die Wortreihen hätten zum
Beispiel so aussehen können:

heute – nett – Sie – angezogen – Stadt – einkaufen


Sonne – höflich – Reise – jetzt – warten – Mann
wissen – Geduld – Baby – schläft – für – verstehen
Techniker – angenehm – fahren – Auto – Zeit
Vogel – zuschauen – Park – Gesundheit – andere

Natürlich ist das keine schwere Aufgabe. Grundschüler können das. Aber das war auch
nicht das eigentliche Experiment. Kurz darauf wurden die Studenten gebeten, den
fertigen Sprachtestihrem Versuchsleiter persönlich auszuhändigen – nur unterhielt sich der
angeregt mit einem Kollegen.
Der tatsächliche Test war: Wie lange würden die Studenten wohl warten, bevor sie
(unhöflicherweise) das Gespräch des Professors unterbrächen, um ihm den Zettel zu
überreichen?
Das Erstaunliche: 82 Prozent der Probanden harrten geduldig aus, unterbrachen nie und
warteten und warteten… Wie konnte es dazu kommen?

Genau: wieder Priming. Wenn Sie sich die Wortreihen noch einmal aufmerksam
durchlesen, werden Sie feststellen, dass dort unterschwellig eben diese Botschaft
transportiert wurde: Bitte warten!. Die Studenten wurden de facto manipuliert und auf das
Assoziationsfeld Geduld geprimt.
Hier einmal ganz deutlich durch Fettschrift hervorgehoben:
heute – nett – Sie – angezogen – Stadt – einkaufen
Sonne – höflich – Reise – jetzt – warten – Mann
wissen – Geduld – Baby – schläft – für – verstehen
Techniker – angenehm – fahren – Auto – Zeit
Vogel – zuschauen – Park – Gesundheit – andere

Nur durch die Wörter waren sie in einen geduldigen, höflichen, gelassenen Zustand versetzt
worden, ohne es zu bemerken.

Priming-Effekt: Experimente in der Psychologie


 Menschen, die einen Bleistift quer im Mund mit den Zähnen festhalten, finden Filme
und Comics sofort lustiger, weil der Bleistift sie manuell zum Lächeln zwingt.
 Werden Menschen an ein beschämendes Erlebnis erinnert, steigt das Bedürfnis, sich
zu waschen (siehe auch Macbeth-Effekt).
 Wer sich fünf Minuten lang langsam bewegen musste, erkennt Wörter besser, die mit
dem Thema Altern assoziiert werden. Das Ganze funktioniert aber auch umgekehrt:
Wer auf „Altern“geprimt wurde, bewegt sich langsamer (sogenannter Florida-Effekt).
 Laut einer Gemeinschaftsstudie von Forschern um Leonie Reutner von der Universität
von Basel und Kollegen Universität von Salzburg wird uns schon beim Gedanken an
Geld kälter. Obendrein sind derart geprimte Menschen weniger hilfsbereit und lieber
allein.
 Schon der Gedanke an Sport macht fit. Mentales Training kann körperliches Training
ergänzen, so eine Studie.
Priming Arten: Sanfte Manipulation durch Worte
Zugegeben, wir werden im Alltag eher selten mit solchen Wortreihen konfrontiert. Das senkt
die Manipulationsgefahr allerdings nicht. Priming kann völlig unterschiedliche Formen
haben:
 Semantisches Priming
Diese Form kennen Sie bereits – sie ist der Klassiker. Hierbei werden mithilfe von
Worten oder Wortfeldern begriffliche Assoziationen aktiviert, um anschließend die
Meinungen oder Verhaltensweisen zu verändern.
 Response Priming
Hierbei folgen unterschiedliche Reize sehr schnell aufeinander, auf die die
Betroffenen sofort reagieren müssen. Auch dabei werden sie geprimt, jedoch kaum
noch bewusst wahrnehmbar.

Das Lehrbuch-Beispiel hierfür ist eine typische Fragenkaskade mit suggestiver


Wirkung:

Welche Farbe hat Schnee?


„Weiß.“
Welche Farbe hat die Wand?
„Weiß.“
Welche Farbe haben Wolken?
„Weiß.“
Was trinkt die Kuh?
„Milch.“ (Falsch!)
 Medien Priming
Die verbreitetste Form des Primings – auch bekannt als Filterblase. Durch die
Auswahl unserer Informationsquellen oder durch die permanente Wiederholung
derselben Botschaften in den Massenmedien, werden unsere Einstellung, unser
Weltbild und unser Verhalten verändert.
 Affektives Priming
Hierbei geht es vor allem um die Aktivierung von Gefühlszuständen. In diesem Fall
wecken beispielsweise Musik oder Bilder starke emotionale Erinnerungen, deren
„primenden“ Reiz wir anschließend auf eine davon eigentlich unabhängige Situation
übertragen.
Wie sich der Priming-Effekt nutzen lässt
Natürlich lässt sich Priming nicht nur zum Schaden anderen einsetzen. Durch den Priming-
Effektlässt sich auch die eigene Leistung steigern. Denken Sie nur an das obige
Experiment von Ad van Kippenberg und Ap Dijksthuis.
Die Macht unserer Gedanken oder positiver Affirmationen ist ebenfalls schon mehrfach
erforscht worden – immer mit demselben Ergebnis: Wer an den eigenen Erfolg glaubt,
erreicht mehr.
Alexander D. Stajkovic von der Universität von Wisconsin in Madison ließ dazu
beispielsweise zwei Teilnehmergruppen semantisch primen:
 Die Einen durch Begriffe wie „gewinnen“, „erfolgreich sein“, „Wettkampf“.

 Die Kontrollgruppe durch neutrale Wörter wie „Schildkröte“, „Grün“, „Lampe“.

Anschließend sollten beide kreative Aufgaben lösen, wie etwa aus einem Draht möglichst
viele unterschiedliche Dinge zu entwickeln.
Es wird Sie nicht überraschen, dass die erste Gruppe deutlich mehr und bessere
Ergebnisseerzielte.
So oder so: Die Primingforschung ist sich da heute einig, der Priming-Effekt ist hoch
wirksam, kann unsere Gedächtnisleistung und Kreativität verbessern, aber natürlich auch
andere beeinflussen, ohne dass ihnen dies bewusst wäre.
Unsere Wahrnehmung ist leider alles andere als objektiv. Wir wären zwar gerne rational,
gesteuert von einem klugen Verstand. Tatsächlich aber sind wir manipulierbar bis in die
Haarspitzen – ob uns das gefällt oder nicht.
Immerhin: Wer sich mit dem Priming bewusst auseinandersetzt (und das tun Sie
glücklicherweise gerade), ist schon mal einen Schritt weiter und kann sein Denken und
Verhalten zumindest ab und an besser hinterfragen und so womöglich auch freiere
(objektivere) Entscheidungen treffen.
Gleichzeitig sollten Sie sich das nächste Mal, wenn Ihnen etwas Dummes passiert und
Sie vor sich hinmurmeln Warum passiert sowas immer ausgerechnet mir? oder Ich Idiot!,
sich bewusst machen, dass Sie sich damit gerade primen – allerdings negativ.
Positiv funktioniert das natürlich auch. Am besten Sie probieren das gleich mal aus:
Ich – finde – diese – Seite – super – und – werde – sie – weiterempfehlen
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Ich – schreibe – sofort – einen – Kommentar – hierzu
Oder so.
Semantik im Gehirn (Buch „Semantik“)
Alles über das semantische Gedächtnis: „Es liegt mir
auf der Zunge“
Dezember 20, 2016 /// YANA KAHL
„Es liegt mir auf der Zunge“. Das semantische Gedächtnis speichert unsere Kenntnisse über die Welt und
Sprache. Wenn wir uns an Dinge erinnern wollen, die wir einmal erlernt haben, wie zum Beispiel: „Was
ist die Hauptstadt von Frankreich?“ oder „Wie heißt der aktuelle Präsident der USA?“ machen wir
effizienten Gebrauch von unserem semantischen Gedächtnis. Dank ihm können wir die Antworten in
wenigen Sekunden abrufen. Entdecke in diesem Artikel was das semantische Gedächtnis ist und wozu es
dient. Außerdem erfährst du welche Übungen du machen kannst, um die Leistungsfähigkeit des
semantischen Gedächtnisses zu bewerten und zu verbessern.

Das semantische Gedächtnis: Nature paper semantic maps of the human brain

Was ist das semantische Gedächtnis?

Was ist das semantische Gedächtnis? Tulving war der erste, der den Begriff des
semantischen Gedächtnisses definierte. Das semantische Gedächtnis kann als eine Art
Gedächtnis für allgemeine Bedeutungen und Kenntnisse bezeichnet werden. Dort werden
konkrete Erfahrungen sowie Erinnerungen einzelner Ereignisse nicht miteinbezogen.

Zum Beispiel ist für die Antwort auf die Frage „Wie viele Stunden hat ein Tag?“ kein
Erinnern an einen konkreten Moment unseres Lebens notwendig, zu welchem wir diese
Kenntnis erlangt haben. Das semantische Gedächtnis ermöglicht es uns „automatisch“
zu erinnern, dass ein Tag 24 Stunden hat, ohne konkrete Ereignisse abzurufen, die uns
an diese Kenntnis erinnern.

Das semantische Gedächtnis ist notwendig, um uns an die Konzepte zu erinnern, die wir
über die Welt haben, und ist auch für einen angemessenen Sprachgebrauch
unverzichtbar. Außerdem ist es Teil des Langzeitgedächtnisses, weswegen eine einmal
erworbene Kenntnis sogar ein ganzes Leben lang beibehalten werden kann.

Das semantische Gedächtnis ist so umfassend wie die Kenntnisse, die wir
erwerben können. Wenn wir beispielsweise erinnern wollen, dass der Löwe ein
Säugetier ist und 4 Beine hat, müssen wir dies nicht an ein besonderes Ereignis knüpfen
– unser Gehirn arbeitet sehr viel schneller.

 Das semantische Gedächtnis ist ein Teil des Langzeitgedächtnis: Es ermöglicht uns,
Erinnerungen für Tage, Jahre oder Jahrzehnte abzuspeichern. Es kennt keine
Grenzen hinsichtlich seiner Kapazität oder Dauer.
 Das semantische Gedächtnis ist deklarativ: Das bedeutet, dass wir die enthaltenen
Informationen mit Worten beschreiben können.
 Unterschied zwischen dem periodischen und dem semantischen Gedächtnis: Das
episodische Gedächtnis ist dafür zuständig, autobiographische Erinnerungen zu
speichern und abzurufen, wie zum Beispiel: „Was habe ich heute gegessen?“ oder
„Was habe ich am Wochenende gemacht?“. Der große Unterschied zwischen
beiden Erinnerungstypen ist, dass das semantische Gedächtnis wie ein Wörterbuch
ist, das Weltwissen und Fakten enthält, ohne diese mit persönlichen
Erfahrungen zu verknüpfen. Das episodische Gedächtnis im Gegensatz dazu enthält
persönliches Wissen und ist wie ein Tagebuch aus persönlichen Erinnerungen
aufgebaut.
Wo befinden sich die Wörter in unserem Gehirn? Ein wissenschaftliches Team hat
eine interaktive Karte erstellt, die zeigt, welche Hirnzonen beim Hören verschiedener
Wörter aktiviert werden. Diese semantische Gehirnkarte deckt auf, wie die Sprache sich
über den Kortex und die beiden Gehirnhälften verteilt, indem die Wörter nach
Bedeutungen gruppiert werden und so ein riesiges Gehirnwörterbuch konstruiert wird.
Wozu dient das semantische Gedächtnis?
Das semantische Gedächtnis dient uns als mentales Wörterbuch, um die Wörter,
Konzepte und Symbolen, die wir gespeichert haben, zu organisieren, und ihnen eine
Bedeutung zu geben. Es ermöglicht uns, kognitive Ressourcen zu sparen und die Welt,
in der wir leben, mit wenigen Worten und innerhalb kurzer Zeit zu interpretieren.

Für unseren Alltag ist das semantische Gedächtnis grundlegend. Zum Beispiel
ermöglicht das semantische Gedächtnis uns „automatisch“ zu wissen, dass der Löwe ein
Säugetier ist. Hierfür müssen wir nicht im Geiste alle Löwen durchgehen, die wir in
unserem Leben gesehen haben, oder müssen an die Arten von Löwen denken, die
existieren.

Unser Gedächtnis ermöglicht es uns, dem Wort „Löwe“ eine allgemeine Bedeutung
zuzuschreiben: Säugetier mit 4 Beinen, groß, mit einer großen Mähne, etc.
Wenn wir an alle auf der Welt existierenden Löwen denken müssten, um uns an sie zu
erinnern und sie zu beschreiben, wäre das unmöglich. Deswegen fasst das semantische
Gedächtnis viele konkrete Konzepte (Tiere, Personen, Gegenstände) in einem alleinigen
allgemeinen Konzept zusammen. Diese Konzepte werden in einer Unendlichkeit
an Kategorien organisiert (Tiere, Gegenstände, Lebewesen, Nicht-Lebewesen,
Säugetiere, Reptile, etc.)
Beeinträchtigungen des semantischen Gedächtnisses: Störungen beim Zugriff und der
semantischen Speicherung

 Menschen mit semantischer Demenz: Sie haben Probleme, sich an die
Bedeutung von Konzepten zu erinnern. Es gibt große Symptomunterschiede
zwischen den Patienten. Es gibt Patienten bei denen sich die semantische
Demenz dadurch auszeichnet, dass sie Schwierigkeiten haben, auf die
Bedeutungen der Konzepte zuzugreifen. Sie haben aber nicht unbedingt
Probleme dabei Schemata anzuwenden (zum Beispiel ihre Sachen zu bügeln).
 Menschen mit Verletzungen im Präfrontalen Kortex: Es gibt Befunde dazu, dass
Patienten mit einer Verletzung des Präfrontalen Kortex Schwierigkeiten haben
können, Schemata zu entwickeln. Im Gegensatz zum vorherigen Beispiel
haben sie aber keine Probleme, auf die Bedeutungen von Wörtern zuzugreifen.
Diese Personen sind somit nicht in der Lage, einem Schema zu folgen, wie zum
Beispiel zum Zahnarzt zu gehen, wenn sie ein Problem mit den Zähnen haben.
Andererseits können sie aber auf die Konzepte der Wörter zugreifen.
 Ein typisches Merkmal bei der Alzheimer-Krankheit ist eine Störung im
episodischen Gedächtnis (also der autobiografischen Erinnerungen). Zweifellos
wird auch das semantische Gedächtnis beeinträchtigt, da diese Patienten dazu
neigen, Störungen in der Sprache und bei der Verwendung von Schemata zu
entwickeln.
Übungen zur Verbesserung des semantischen Gedächtnissen
1- CogniFit, führende Plattform zur kognitiven Bewertung und Stimulation
Der schnelle und flüssige Zugriff auf Wörter und Schemata ist eine unserer
wichtigsten kognitiven Fähigkeiten. Jeder hatte schon mal das Gefühl, dass einem
etwas „auf der Zunge liegt“, wir aber nicht auf das Wort kommen. Ab und zu kommt es
vor, dass der schnelle Abruf gestört ist und Schwierigkeiten auftreten.
CogniFit ist ein professionelles Werkzeug, dass es ermöglicht, den Zugriff auf den
Wortschatz zu bewerten und zu verbessern. Studien zur Gehirnplastizität, auch
neuronale Plastizität genannt zeigen, dass eine Neuroneverbindung stärker wird, je
öfter man sie benutzt. Dies lässt sich auf die Neuronalen Netze übertragen, die für die
Erinnerungsfähigkeit verantwortlich sind: Zugriff auf den
Wortschatz, Arbeitsgedächtnis, Kurzzeitgedächtnis, visuelles Gedächtnis, auditives
Kurzzeitgedächtnis, kontextabhängiges Gedächtnis …

Die Fähigkeit, das passende Wort im in einem bestimmten Moment zu finden, kann
durch richtiges Training verbessert werden. Die verschiedenen klinischen Übungen von
CogniFit ermöglichen es, den Zugriff auf den Wortschatz und andere kognitive
Fähigkeiten, die mit der Erinnerung zu tun haben, zu bewerten und zu trainieren.

Wie funktioniert CogniFit? Das Programm bewertet zunächst auf präzise Art und Weise
die Fähigkeit auf den Wortschatz zuzugreifen (die Fähigkeit des Individuums, Namen
und Gegenstände wiederzugeben) und andere kognitive Fähigkeiten. Basierend auf den
Ergebnissen der Übung bietet CogniFit automatisch einen kompletten, personalisierten
kognitiven Trainingsplan.
Die verschiedenen interaktiven Übungen sind als unterhaltsame Denkspiele gestaltet,
die am Computer gespielt werden können. Nach jeder Sitzung präsentiert CogniFit eine
detaillierte Graphik mit der Entwicklung des kognitiven Zustandes. Du musst dich nur
registrieren!

2- Sich Dinge über die Welt, die uns umgibt, zu merken.


Es ist gut, sich an die Tatsachen über die Welt, die uns umgibt, zu erinnern: Wenn eine
Person ihr semantisches Gedächtnis trainieren und stärken möchte, sind die effektivsten
Übungen, sich eine Reihe von Wörtern zu merken und Schritt für Schritt die Menge und
Schwierigkeit zu erhöhen. Zum Beispiel, die Bundesländer Deutschlands zu lernen, dann
die Hauptstädte Europas und weiter bis man alle Hauptstädte der Welt kennt. Hier
kannst du andere sehr nützliche Übungen zur Gehirngymnastik finden.
3- Neue Sprachen lernen und reisen
Das Erlernen einer neuen Sprache zwingt uns dazu, neue Vokabeln zu lernen und neue
Regeln der Sprache zu merken. Das semantische Gedächtnis ist bei dem Erlernen von
Sprachen unerlässlich. Entdecke die Vorteile von Zweisprachigkeit.

Reisen kann ebenfalls dabei helfen, neue Schemata und und neue Richtlinien zu lernen,
da Bräuche und die Kultur jedes Landes anders sind. Das Kennenlernen neuer
Schemata und Richtlinien hilft, uns an neue Situationen anzupassen und flexibel zu
bleiben.
4- Bedeutungen festlegen, indem wir verstehen, was wir lernen
Wie lernt das Gehirn? Alle Untersuchungen weisen darauf hin, dass man besser und
schneller lernt, wenn man den Konzepten eine Bedeutung zuschreibt. Beim Lernen
erinnern wir uns zum Beispiel viel besser an etwas, dem wir dem eine Bedeutung
gegeben haben, als wenn wir es wir durch bloße Wiederholung der Wörter gelernt
haben. Entdecke diese Lerntechniken.

5- Übungen für Patienten mit Störungen des semantischen Gedächtnisses

Für Patienten mit Beeinträchtigungen des semantischen Gedächtnisses gibt es eine


Reihe von Fragen, welche die Patienten beantworten sollen und wenn sie falsch liegen,
werde sie direkt berichtigt. Zum Beispiel, Fragen wie: „Was sind die vier Jahreszeiten?“,
„Was sind die Monate?“, „Wie sind die Zahlen von 1 bis 15?“

Bei Menschen mit Störungen des semantischen Gedächtnisses ist es auch sehr
effizient, unvollständige Sätze zu beginnen, damit sie diese fortsetzen und sie bei
Fehlern zu korrigieren: „Zitronen haben die Farbe …“, „Die Hauptstadt von Spanien ist
…“, etc.
Das semantische Gedächtnis ist so wichtig in unserem Leben, dass es unmöglich ist zu
zählen wie oft wir es am Tag eigentlich benutzen. Es hilft uns zu sprechen, zu
kommunizieren, zu lernen, Konzepte in der Welt zu verstehen und ihnen Bedeutungen
zuzuschreiben. Deswegen scheint es wie ein Wunder, dass wir ein so umfangreiches und
gut organisiertes Wörterbuch besitzen, wenn wir überlegen wie viele Reize uns umgeben.
Wenn wir jeden Tag die Bedeutungen der Dinge die uns umgeben neu lernen müssten,
wäre das nicht machbar. Das semantische Gedächtnis ermöglicht uns die größte
kognitive Ersparnis. Dank ihm können wir die Welt, so wie wir sie wahrnehmen,
abspeichern.

Dadurch wissen wir, welchen Schemata wir folgen müssen, wenn wir uns beispiel die
Zähne putzen wollen (erst die Zahnpasta auf die Zahnbürste, dann in den Mund und
später den Mund am Waschbecken ausspülen…). Ebenfalls wissen wir in welcher
Reihenfolge bestimmte Dinge ablaufen. Wir können diese -auch bei hoher Ähnlichkeit-
von einander unterscheiden (im Italiener um die Ecke bestellt man, isst und
anschließend wird gezahlt. Im Fastfood Restaurant hingegen bestellt man, zahlt und
dann wird gegessen). Zusätzlich laufen diese Handlungsschritte so gut wie automatisiert
ab und wir müssen nicht lange überlegen.

Quelle: Eva Rodríguez Weisz, Psychologin bei CogniFit.