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Universität Tuzla

Philosophische Fakultät

Abteilung für die deutsche Sprache und Literatur

Das referat zum Thema: „Sinnsuche und Zukunftserwartungen“

Student: Sadmir Bjelosevic Betreuer: doc.dr.sc. AlmaHalidovic

Student: Vedad Halilcevic

(Tuzla, 2017)
Inhaltsverzeichniss

1. Einführung......................................................................................................................1

2. Das Werk und die Autorin..............................................................................................2


3. Gedichtanalyse durch Zitate und Begrundungen......................................................2,3,4

3.1 Wo findet Mascha ihren Frieden?...................................................................................4

4.Etwas allgemein über den Sinn des Lebens.......................................................................4

5.Schlussfolgerung................................................................................................................5

6.Literaturverzeichniss..........................................................................................................6
1.Einfuhrung

In dieser Seminararbeit geht es um unsere Auseinandersetzung mit dem Thema „Sinnsuche


und Zukunfserwatungen“ aus dem Buch der Olga Grjasnowa „Der Russe ist einer, der Birken
liebt“. Es wird das Leben der jungen und durchaus erfolgreichen Maria (Mascha) Kogan
geschildert und ihre Sinnsuche nach dem was das Leben bietet, hauptsache es wird ihr wohl
tun. Den, ihre Gedanken sind zersplittert, unabgesehen davon was sie versucht, sind ihre
Pläne zum Scheitern vorherbestimmt. Wir haben es versucht, das moglichst Beste zu zeigen
aus einer Vielfallt von Themen die unseres Leben bestimmen.

1
2.Das Werk und die Autorin

Was passiert wenn eine Frau die zersplitterten Stücke ihrer Identität aufsammelt und
aufschreibt? Im Falle von Olga Grjasnowa entsteht ein Buch voller Splitter, ähnlich einem
Kaleidoskop, das noch lange nach der Lektüre wirkt. Mal dreht man es vorwärts, mal
rückwärts, in dem spannenden Versuchen, die bunten Splitter zu einem bunten Ganzen
zusammen zu setzen. Der erste Teil des Romans bezieht sich auf den Progrom an den
Armeniern in Aserbaidschan. Im 1988 wieder aufgeflammten, bis heute bestehenden Krieg
um das armenisch-aserbaidschanische Grenzgebiet Bergkarabach fliehen über 500 000
Armenier. Unter ihnen ist auch die Erzählerin, die Judin Mascha, deren Eltern irrtümlich für
Armenier gehalten werden. Die Nebendarateller sind in der Kürze des Romans
schablonenhaft daherkommende Vertreter an Aserbaidschan angrenzender Kulturen.
Besonders bezieht sich Grjasnowa demnach auf Türken, Iraner und Russen, aber auch
Palästinenser, West- und Ostdeutsche treten auf. Umso amüsanter inmitten eines tragischen
Stoffes daher auch der Titel des Romans, ein Satz aus dem Gespräch über nationale
Klischees. Der Roman strengt an. Liegt das an kleineren technischen Mängeln, wie etwa dem
erstmaligen Wechsel der Erzählperspektiven auf den letzten Metern? Dem geschraubten
Sprachstil der Nicht-Muttersprachlerin Grjasnowa, der sich leider auch auf die Dialoge
ausdehnt, die dadurch mitunter zum wenig authentischen Treiber der ohnehin rasanten
Handlung verkommen. Man hofft, Grjasnowa möge nach diesem Hochgescwindigkeitsdebüt
ihr zweites Werk ein wenig ausdehnen-man hofft jedenfalls, es möge ein zweites Werk
geben.1

3.Gedichtsanalyse durch Zitete und Begründugen

"Ich wollte nicht, dass dieser Tag begann"2, so lautet der erste Satz dieses verstörenden
Romans. Maria "Mascha Kogan" und Elias Angermann, jung und druchaus erfolgreich, ei
eigenwilliges und eigensinniges Paar. Jeder hat seine sperrige Individualität, beide hängen
und leiden aneinder. Doch als Elias infolge eines Sportunfalls stirbt, fühlt sich Mascha
schuldig und reagiert verzweifelt, wiedersprüchlich und chaotisch.
Denn dieses Ereigniss rührt ihre traumatische Kindheitserfahrung wieder auf. Diese Erfahrung
von Gewalt und Vertreibung wirkt sich nicht nur körperlich auf sie aus, sondern vor allem als
abgründlinge Angst und unbeherrschbares Gefühl von Bedrohung und Umsicherheit. Das
sehen wir in folgenden Zitaten:

„Mein Körper wollte nicht mehr weitermachen. Ich unternahm nichts, um gesund zu
werden, aber Todessehnsucht allein reichte nicht aus. Ich lag im Bett und starrte die Decke
an. An ihr hingen noch immer die Papierflugzeuge, die Elischa für mich gebasstelt hatte,
weil ich Mobiles liebte. Ich wusste weder das Datum noch die Uhrzeit. Sogar der Monat
war mir nicht klar. Ich lebte im Vakuum. Manchmal vergaß ich, dassElischa nicht da war.
Manchmal wartete ich, dass er seinen Schlüssel im Schloss umdrehte. Dass ich seine
Schritee auf dem Boden hörte.“ (Grjasnowa 2015 S:117)

1
http://www.stiehlover.com/agenturblog/glasbruchkunst-der-russe-ist-einer-der-birken-liebt-von-olga-
grjasnowa/ (7.12.2016)
2
(vgl.Grjasnowa 2015 S:9)

2
„Ich sah Elischa am Herd stehen, ich sah ihn am Tisch sitzen, ich sah ihn den Kaffee ins
Müsli gießen. Mein Körper vermisste ihn, meine Hand griff intuitiv nach seiner, und wenn
ich mich vergaß, lehnte ich mich in die Lehne. Ich sah Silhouetten, die seiner ähnelten.
Manchmal wartete ich im Bett darauf, dass er nach Hause kam.“
(Grjasnowa 2015 S:147)

Ihre herausragende Sprachbegabung kann nicht darüber hinwegtäuschen. Die Vertriebung und
Flucht vor dem Bürgerkrieg, die Kindheitserfahrungen, Maschas Unruhe und ihre Ortlosigkeit
machen sie unfähig zu dauerhafter Glückserfahrung. Wechselnde Beziehungen, ihr
angespanntes Verhältnis zu ihren Eltern, Fremdheit als Flüchtling, alltäglicher Sexismus und
öffentliche Leiblosigkeit machen sie ratlos, wütend, verzweifelt aber auch selbstbewusst, stolz
und ehrgeizig, und das sehen wir in nächsten Zitat:

„Als ich den Katalog zur Ausstellung von Sonic Youth in den Händen hielt, fragte ich
mich, ob mein Leben richtig verlaufen war. Sprachen fallen mir relativ leicht, ich begreife
schnell die Strukturen und habe ein gutes Gedächtnis, doch in den letzten Jahren hatte ich
selten etwas anderes gemacht, als Fachvokabular und Grammatikkonstruktionen zu
lernen. Ich war diszipliniert und hungrig nach Erfolg.“ (Grjasnowa 2015 S:30)

Sie kan in Deutschland nicht heimisch werden, wo sie sich Vorurteilen, Missgunst und
Benachteiligung ausgesetzt sieht. Ihren Eltern erzählt sue bei gelegentlichen Treffen
Erfolgsmärchen, Lügengeschichten von einer heilen Welt, die sie vielleicht selbst erträumt.
Aber ihre Hoffnung hat sie nicht aufgegeben, und das zeigt uns dieses Zitat:

„Ich war mir sicher, dass alles besser würde, sobald ich fortginge und anfinge zu leben.“
(Grjasnowa 2015 S:39)

Auch gelegentliche, ja ausgelassene Episoden, wie z.B. der ukrainische Bettnachbar im


Krankenhaus sind weniger witzig, sondern im Kern voll auswegloser Verzweiflung in einer
Welt, in der Mascha keinen Platz findet- mit einer Konsequenz und Klarheit die an Goethes
Werther erinnert. Die Erfahrung der Selbstbehauptung und eines stabilen Ortes in der Welt
bleibt eine Vergangenheit, was uns das nächste Zitat zeigt:

„In diesem Augenblick wusste ich, dass ich alles konnte, was ich wollte.“
(Grjasnowa 2015 S:39)

3
„Sami sah aus wie jemand, der genau wusste, was einem schönen Leben dazugehört, wo
man es bekommt, wie man es festhält und letzendlich auch, wie man das schöne Leben
verwirft, bevor es einen zu Tode langweilt.“ (Grjasnowa 2015 S :4 )

 „Dennoch, er war innerlich heil, und ich beneidete ihn darum.“ (Elischa;
Grjasnowa 2015 S:41)

3.1Wo findet Mascha ihren Frieden ?

Nicht in der Heimat, nicht in einem Beruf, nicht in einer Beziehung, nicht in einer
Geschlechtorientierung, nicht in einer akzeptierten Identität findet Mascha ihren Frieden und
ihr Glück. Sie ist eine Frau die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat.

IhrVerhältnis zum Begriff „Heimat“ sehen wir im nächsten Zitat:

 „Auf der anderen Seite: Wenn ich mit meiner Mutter telefonierte, überkam mich
manchmal die Sehnsucht nach meinem Zuhause, ohne dass ich es hätte lokalisieren
können. Wonach ich mich sehnte war ein vertrauter Ort. Eigentlich hielt ich nicht
von verdrauten Orten- der Begriff Heimat implizierte für mich stets den Progrom.
Wonach ich mich sehnte, waren vertraute Menschen, nur war der eine tot, und die
anderen ertrug ich nicht mehr. Weil sie lebten.“ (Grjasnowa 2015 S:202)

Sie findet auf Vermittlung eines ihrer Professoren bei enier deutschsprachigen Organisation in
Israel eine bequeme Arbeitsstelle. Vordergründig ist sie zufrieden, aber wieder lebt sie in
einem politischen, religiösen und sozialen Kriesengebiet.Ihr eigener Konflikt bleibt damit
ungelöst und wird weiter geschürt. Orientierungslos, beziehungslos und hilflos steht sie am
Scluss auf einem Feld in Palästina. (vgl. Grjasnowa 2015 S:284)

Der Roman endet mit einer Erinnerung an die gemeinsame Zeit mit Elias:

 „Die Sonne ist schon fast untergegangen, aber es ist noch hell.“ (Grjasnowa 2015
S:284)

Ob Mascha sich retten kann, wann sie in in ihrem Spinnennetz der Sprachen und Kulturen den
richtigen Faden findet, aus dem sich ein heimatlicher Kokon spinnen lässt, muss sich der
Leser selbst beantworten. Das Ende belohnt nicht mit einer einfachen Lösung.

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4. Etwas allgemein über den Sinn des Lebens

Wir werden jetzt noch ein paar Sätze allgemein über den Sinn sagen:

Im engsten Sinn ist damit die „Deutung des Verhältnisses in dem der Mensch zu seiner Welt
steht“, gemeint. Die Frage nach dem Sinn des Lebens beinhaltet diejenige nach der
Bestimmung des Menschen. Hierbei wird diskutiert, ob idese durch eine äußere Institution
vorgegeben istm etwa ein Götliches Gebot, ob ein bestimmtes Verhalten der Natur entspringt,
dass z.B. der Mensch dem Zweck der Fortplflanzung oder Arterhaltung folgt, oder ob er
gefordert ist autonom ein selbstbestimmtes Leben zu führen und sich einen Lebensweg zu
wählen, den er als sinnvoll erachtet. Sinnvoll erscheint ein Leben dann, wenn es einer idealen
Weltvorstellung entspricht.

Die größte Angelegenheit des Menschen ist,

zu wissen,

wie er seine Stelle in der Schöpfung gehörig erfülle und recht verstehe,

was man sein muss,

um ein Mensch zu sein. (Immanuel Kant)

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5.Schlussfolgerung

Olga Grjasnowa hat szenisch stark ein sehr umfangreiches Buch geschrieben, das eine
Vielfallt von Themen enthält und den Leser dazu bringt um sein Leben nachzudenken. Es ist
ein faszinierender Roman in dem die junge Heldin Mascha mit ihrem Leben kämpft und mit
allem was das Leben ihr bietet. Der Russe ist einer der Birken liebt ist ein autobiographisches
Roman. In dem Roman ist gezeigt, wie sich ein Mensch ohne Heimat, ohne Identität, ohne
seine Würzeln fühlt.Dieser Mensch gibt nie auf, er kämpft und versucht das Böse weswegen
er leidet zu bekämpfen. Leider ist kein Erfolg zu erreichen. Die Hauptfigur ist zum Scheitern
bestimmt.Wir wissen nicht was uns die Zukunft bringt aber der Sinn des Lebens ist:

-Unserer Meinung nach ist der Sinn des Lebens einfach zu beschreiben. Es ist das Neigen des
Menschen menschlich zu sein und sich darunter wohl zu fühlen.

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6.Literaturverzeichniss

-Grjasnowa,Olga (2015): Der Russe ist einer, der Birken liebt, Hamburg. Hanser Verlag

- http://www.stiehlover.com/agenturblog/glasbruchkunst-der-russe-ist-einer-der-birken-liebt-von-olga-
grjasnowa/ (7.12.2016)