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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Österreichischer
EU
Trockenrasen-
Katalog

GRÜNE REIHE DES


BUNDESMINISTERIUMS FÜR GESUNDHEIT UND UMWELTSCHUTZ
BAND 6
i
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
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ÖSTERREICHISCHER
TROCKENRASEN­
KATALOG

„Steppen“ , „Heiden“ , Trockenwiesen, Magerwiesen:


Bestand, Gefährdung, Möglichkeiten ihrer Erhaltung

Wolfgang HOLZNER
(Projektleitung, Wienerwald, Niederösterreichische Alpen, Wachau; Lobau)
Eva HORVATIC
(Niederösterreich: Wienerwald, Voralpen, Wachau; Lobau)
Erwin KÖLLNER
(Burgenland)
WALTER KÖPPL
(Kärnten, Osttirol)
Maria POKORNY
(Niederösterreich: Pannonicum; Tirol, Vorarlberg)
Ernst SCHARFETTER
(Steiermark, Salzburg, EDV-Auswertung)
Georg SCHRAMAYR
(Oberösterreich, Wachau, Niederösterreichisches Alpenvorland,
EDV-Auswertung)
Michael STRUDL
(Niederösterreich: Pannonicum; Tirol, Vorarlberg)

BOTANISCHES INSTITUT DER UNIVERSITÄT FÜR BODENKULTUR


Gymnasiumstraße 79, A-1190 Wien

Grüne Reihe des Bundesministeriums


für Gesundheit und Umweltschutz
Band 6
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Unter Mitarbeit von:


Alexandra BIER, Manuela BÜRKI, Maja GEORGIOU, Ingrid KARRER,
Carmen NEMETZ, Alexander SCHUSTER, Elisabeth STRUDL.

Für Daten, Hinweise und Ratschläge danken wir insbesondere Herrn


Oberbaurat Dr. H. OTTO (Amt der Steiermärkischen Landesregierung),
ferner Prof. Mag. H. ERNST, K. FARASIN, Univ.-Doz. Dr. G. GRABHERR,
Prof. Dr. H. HAGEL, Dr. G. KARRER, Prof. H. MELZER, Dr. E. NEUMEISTER
(Amt der Niederösterreichischen Landesregierung), Univ.-Prof. Dr. H. NIKL-
FELD, L. SCHRATT, H. SINOWATZ, Dr. G. TUISL (Niederösterreichisches
Landesmuseum), Dr. J. WEBER, dem Amt der Tiroler Landesregierung und
dem Botanischen Arbeitskreis am Oberösterreichischen Landesmuseum.

Herrn Univ.-Prof. Dr. E. HÜBL danken wir für eine Einleitung, Herrn Dr. J.
GEPP (Institut für Umweltwissenschaften und Naturschutz der Österreichi­
schen Akademie der Wissenschaften, Graz) für das zoologische Kapitel
(I, 3) und Herrn Dr. E. BIRKENMEIER (Bundesministerium für Gesundheit
und Umweltschutz) für wertvolle Ratschläge und die geduldige Betreuung
dieses Kataloges.

Titelfoto: Herbstliche Wiesenlandschaft im Wienerwald


(Dornbach: N 58/13) Foto: W. Holzner
1. Auflage - März 1986 - 1.-3. Tausend

ISBN-Nr. 3 900 649 065


Copyright © 1986

Alle Rechte Vorbehalten:


Bundesmmlsterium für Gesundheit und Umweltschutz, Wien
Eigentümer, Herausgeber, Verleger:
Bundesministerium für Gesundheit und Umweltschutz
Für den Inhalt verantwortlich: Ministerialrat Dr. Ernst Bobek
Gesamtredaktion Grüne Reihe: Dr. Elmar Birkenmeier
Grafische Gestaltung: Karlheinz Maireder
Gesamtherstellung: Druck- und Verlagshaus Styria, Schönaugasse 64, 8010 Graz
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Vorwort
Teiche, Seen und Flüsse, ihre Ufer, Flochwälder, bunte Sommerwiesen -
all dies sind geläufige Begriffe für wichtige Naturlandschaften. Wenn wir
t
dagegen von Trockenrasen hören, so können wir im allgemeinen mit
diesem Begriff viel weniger anfangen. Dabei handelt es sich hiebei um
ganz bedeutende Lebensräume, die Existenzgrundlage sowohl für an sie
angepaßte Pflanzenarten als auch für seltene Tierarten bieten.

Ich begrüße es daher, in der inzwischen schon vielseitig bekannten


Grünen Reihe meines Ressorts auch diesen wertvollen Biotop vorstellen zu
können und auf diese Weise das Verständnis für seinen Wert vom
Standpunkt des Umweltschutzes aus zu wecken und zu verbreiten.

Es ist den Autoren gelungen, in anschaulicher Weise die große


Bedeutung der österreichischen Heiden, Steppen, Trocken- und
Magerwiesen darzulegen und damit einen wesentlichen Beitrag zu ihrem
Schutz zu leisten.

Bundesminister Franz Kreuzer


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Jeder kann zur Erhaltung unserer Trockenrasen beitragen!


(Ein Vorwort des Projektleiters)

Wir Österreicher sind verwöhnt!


Für die meisten von uns ist es selbstverständlich, von bunter Natur und
abwechslungsreicher Landschaft umgeben zu sein. Selbst aus der Groß­
stadt Wien kann man in kurzer Zeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Naturparadiese wie den Leopoldsberg, den Bisamberg, die Perchtolds-
dorfer Heide, den Eichkogel, um nur einige zu nennen, erreichen -
übrigens alles Trockenrasengebiete!
DerStrom derTouristen, die gerade wegen der Erholungsmöglichkeiten
in naturnaher Umgebung zu uns kommen, zeigt uns, daß wir in dieser
Hinsicht noch besser dran sind als die Bewohner anderer Länder. Dabei
übersehen wir aber allzu leicht, daß die Verwüstung der Landschaft und
der Ausverkauf der Natur auch bei uns mit einem Tempo vor sich geht, das
dem Computerzeitalter würdig ist.
Gerade die Zerstörung der Trocken- und Magerwiesen ist besonders
schwerwiegend, weil sie mit ihrer enormen Fülle an lichtbedürftigen
Pflanzen- und Tierarten abwechslungsreiche, bunte, duftende, flatternde
und summende Natur in die unmittelbare Umgebung des Menschen
bringen und einer Landschaft besonderen Erlebnis- und Erholungswert
verleihen. Darum werden auch auf Fremdenverkehrsprospekten und
-plakaten gerne bunte Wiesen abgebildet.
Und damit sind wir bei einer der vielen Antworten auf die Frage: „Wozu
Naturschutz?“ Während es für manche Menschen schwer verständlich ist,
daß Natur und Naturerlebnisse für die körperliche und psychische
Gesundheit der Bevölkerung wichtig sind, so kann die Bedeutung einer
attraktiven Landschaft für den Fremdenverkehr leicht in Schilling ausge­
drückt werden. Weitere Argumente, die die Wichtigkeit der Erhaltung von
Trockenrasen unterstreichen, werden in den Kapiteln 1/1, 3, 4, und III/2
gebracht. In III/5 wird gezeigt, daß es sogar landwirtschaftliche Über­
legungen gibt, die für die Erhaltung der Trockenrasen (und Magerwiesen)
sprechen. Dies ist schon deswegen wichtig, weil den Bauern hier eine
entscheidende Rolle zu kommt: T rockenrasen und Wiesen sind größtenteils
durch Mahd und Beweidung entstanden. Wenn sie nicht weiter bewirt­
schaftet werden, verändern sie sich oft (Kap. lll/1/b). Sie werden allmählich
wiederzu Wald (Kap. 1/1). Es genügt also in vielen Fällen nicht, die Flächen
einfach unter Naturschutz zu stellen.
Das Kernproblem im Natur- und Umweltschutz ist, daß die meisten von
uns zwar die Notwendigkeit von Maßnahmen durchaus einsehen, aber
erwarten, daß die „anderen“ , vor allem „die da oben“ , also die Behörden,
etwas unternehmen. Der behördliche Naturschutz ist aber völlig außer­
stande, die Probleme in dem Ausmaß und mit der Geschwindigkeit, mit der
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sie anfallen, zu bewältigen. Die einzige Chance besteht darin, daß


möglichst viele Mitbürger erkennen, daß sie selbst für ihre Umwelt
mitverantwortlich sind und daß sie einiges tun können.
Besonders trifft dies natürlich für Menschen zu, die in irgendeiner Form
lehrend oder beratend tätig sind. Weiters für alle, die entweder selbst ein
Stück Grund und Boden bewirtschaften oder die mit Veränderungen und
Bautätigkeit in der Landschaft befaßt sind, vom Planer bis zum Bagger­
fahrer, von Regierungsbeamten bis zum Bürgermeister.
Einige Möglichkeiten haben wir im Kapitel 111/6 dargestellt: den Schutz
der Kleinstflächen wie Böschungen, Feldraine, Wegränder, Lagerplätze,
Trockenmauern, Schottergruben, Steinbrüche etc. Zur Illustration der
Bedeutung solcher Flächen haben wir auch einige im Kapitel IV (Katalog­
teil) aufgenommen (z. B. Lunz/See: NÖ 71/2,4).

Hauptaufgaben des Naturschutzes sind Aufklärung und Anregung,


um möglichst weite Bevölkerungskreise zur Mitarbeit zu bewegen. In
diesem Sinn wird unser Buch ein wichtiger Beitrag sein. Das Kapitel IV stellt
ein Verzeichnis der wichtigsten Trockenrasen und einiger Trocken- und
Magerwiesen Österreichs, nach Bundesländern geordnet, dar. Es kann
z. B. als eine Art Führer verwendet werden: Man sucht sich im Kartenteil am
Schluß des Bändchens die am günstigsten gelegenen Flächen aus und
sucht sie mit Hilfe der Beschreibung im Katalogteil, um sich selbst einen
Eindruck zu verschaffen. So können sich vielleicht für Sie neue Naturerleb­
nisse ergeben, und Sie werden selbst Trockenrasenexperte. Womöglich
entdecken Sie in Ihrer Heimat oder in Ihrem Urlaubsgebiet Flächen, die uns
entgangen sind. Für Hinweise werden wir dankbar sein. Vielleicht kommen
Sie darauf, daß Sie sogar selbst Besitzer eines Rasens sind oder für einen
Rasen, der jemandes anderen Besitz ist, etwas tun können. Und schon sind
Sie aktiver Naturschützer.
Es gibt wohl kaum Menschen, die Blumen und Schmetterlinge absolut
nicht ausstehen können. Daher kann es auch nicht schwierig sein, seine
Mitmenschen für die Erhaltung der Trockenrasen zu begeistern, wenn
man ihnen klarmacht, welche Bedeutung fliese Flächen haben (daß z. B.
auf einem einzigen Trockenrasenhang über 1000 Schmetterlingsarten,
also noch das Vielfache an einzelnen Schmetterlingen, leben können,
s. Kap. I/3). Es müssen nur die richtigen Argumente, Anregungen und
Informationen verteilt werden.
Aufklärung und Mitarbeit aller Menschen ist also die einzige Chance,
unsere Natur zu retten. Es ist das Verdienst des ehemaligen Bundes­
ministers für Gesundheit und Umweltschutz, Herrn Dr. Kurt Steyrer, daß er
die Arbeiten an dieser umfangreichen Studie ermöglichte sowie die Kosten
für die Drucklegung dieses so großzügig mit Bildern ausgestatteten
Buches bereitstellte. Herrn Bundesminister Franz Kreuzer sei dafür ge­
dankt, daß er den Abschluß des Werkes ermöglichte.

Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Holzner


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INHALTSVERZEICHNIS

I. ALLGEMEINES ZUM THEMA TROCKENRASEN


Seite
1. Einleitung / E H ü b l 10
2. Trockenrasen als Lebensraum / M. P o k o rn y u n d M. S tru d l 12
3. Trockenrasen in Österreich als schutzwürdige Refugien
wärmeliebender Tierarten / J. G epp 15
4. Trockenrasen - gefährdete Landschaftselemente /
M. P o k o rn y u n d M. S tru d l 28
Wozu Trockenrasen? 28
Gefährdung der Trockenrasen 29
Wie kann man Trockenrasen schützen? 31

II. TROCKENRASEN: NATURNAHE VEGETATION UND


RESTE ALTER KULTURLANDSCHAFT - EINIGE BEISPIELE
1. Trockenrasen im pannonischen Raum / M. P o k o rn y u n d
M. S iru d l __________________________________________________ 36
Trockenrasen am Alpenostrand / M. P o k o rn y u n d M. S tru d l _____ 38
Die Perchtoldsdorfer Heide / W. H o lzn e r ______________________ 41_
Trockenrasen in den Hainburger Bergen / M. P o k o rn y u n d
M. S tru d l __________________________________________________ 46
Trockenrasen im Marchfeld / M. P o k o rn y u n d M. S tru d l _________50
Trockenrasen im Weinviertel / M. P o k o rn y u n d M, S tru d l _______ 52
Die Wachau / W. H o lzn e r ____________________________________56
Die Heißländen der Lobau (Wien) / W.H o lzn e r _________________ 59
2. Oberösterreichs Trockenrasen: aussterbende
Vegetation / G. S ch ra m a yr __________________________________ 61_
3. Trockenrasen inneralpiner Täler / M. P o k o rn y u n d M. S tru d l 63

III . DIE,,BUNTEN WIESEN“ STERBEN AUS!


Die Trocken- und Magerwiesen der Alpen am Beispiel
Niederösterreichs / W. H o lzn e r 67
1. Schutzbedürftigkeit der Wiesen 68
2. Schutzwürdigkeit (Warum ist es wichtig, die „Bunten
Wiesen“ zu erhalten?) 76
3. Was kann für den Wiesenschutz getan werden? 76
4. Konkrete Vorschläge für Wiesenschutzgebiete 77
5. Ist „der Bauer als Landschaftspfleger“ nur ein Werbeslogan?
Der Wert der Trockenwiesen für die Landwirtschaft 78
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6 Was kann für die Erhaltung der Trockenwiesenflora und S e ite

-fauna noch getan werden? 80


Pflege und Erhaltung kleinräum iger Landschaftselemente 80
Berücksichtigung und Förderung der Rasenflora und -fauna
bei der Planung oder Durchführung von Landschafts­
veränderungen 82

IV. KATALOG DER TROCKENRASEN ÖSTERREICHS


Gebrauchsanweisungen, Abkürzungen 86
1. Niederösterreich 89
2. Wien 201
3. Burgenland 204
4. Oberösterreich 223
5. Salzburg 233
6. Steiermark 237
7. Kärnten 263
8. Tirol 283
9. Vorarlberg 304
Literaturverzeichnis 309
Karten 313
Farbtafeln 333
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I. ALLGEMEINES
ZUM THEMA TROCKENRASEN

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1. Einleitung
Erich HÜBL

UnterTrockenrasen versteht man ungedüngte Rasengesellschaften auf


trockenen Standorten. Die meisten Trockenrasen Mitteleuropas sind unter
dem Einfluß des Menschen aus Trockenwäldern entstanden. Nur dort, wo
die Lebensbedingungen für Bäume und Sträucher besonders ungünstig
sind, wie an Felsrücken oder steilen, flachgründigen Hängen, waren
kleinflächig schon in der Urlandschaft Rasen vorhanden.
Der Landwirtschaft betreibende Mensch mußte den Wald zurück­
drängen, um leben zu können. So entstand schon vor Tausenden von
Jahren eine weitgehend „offene“ Landschaft, die bis in das 19. Jahr­
hundert vorherrschte, wie uns alte Landschaftsgemälde immer wieder
zeigen. Die wegen Steilheit oder Flachgründigkeit für den Ackerbau
ungeeigneten Flächen wurden beweidet oder als einschürige Wiesen
genutzt. Diese extensive Grünlandwirtschaft führte zur Ausbildung zwar
wenig produktionskräftiger, aber artenreicher und blumenbunter Mager­
weiden und Magerwiesen, die sich aus Arten zusammensetzten, die auf
den genannten Sonderstandorten schon im Gebiet heimisch waren oder
aus den östlichen Steppen oder südlichen Grasfluren einwanderten.
Mit der in Mitteleuropa in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts
einsetzenden industriellen Revolution änderte sich auch die Landwirt­
schaft schrittweise. Die Schafzucht, die in den meisten, für den Ackerbau
ungünstigen Lagen eine große Rolle gespielt hatte, brach wegen der
Einfuhr billiger Wolle aus Übersee zusammen. Dies geschah z. B. im
Sandgebiet des niederösterreichischen Marchfeldes. Dort wurden die
ehemaligen Wanderdünen durch Trockenrasen befestigt, die heute zu
verbuschen beginnen. Die Pflanzenarten des offenen Sandes sind hier
schon fast gänzlich verschwunden. In den meisten Ackerbaugebieten ging
man zur ganzjährigen Stallhaltung über, wodurch die Weideflächen
überflüssig wurden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte nicht nur die Vollmechanisierung
der Landwirtschaft ein, sondern es kam auch zu einer weitgehenden
Spezialisierung der landwirtschaftlichen Betriebe unter vollständiger Auf­
gabe des Selbstversorgerprinzips. In den für den Ackerbau günstigen
Gebieten im Osten Österreichs stellte man die Viehwirtschaft meist
vollständig ein. Wo noch ein Weidebetrieb vorhanden war, wurde dieser
aufgelassen, wie im gesamten Burgenland. Die großen ehemaligen Hut­
weiden wurden dort oft in Weingärten umgewandelt oder versiedelt. Mit
dem wachsenden Wohlstand verschwand auch die „Kuh des kleinen
Mannes“ , die Ziege, und Flächen wie die „Perchtoldsdorfer Heide“ bei
Wien, bis nach dem Zweiten Weltkrieg eine klassische Ziegenweide, hatten
keine wirtschaftliche Funktion mehr.

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Als Heimstätten seltener Pflanzen und Tiere sind die Trockenrasen von
unschätzbarer Bedeutung für die Wissenschaft. Infolge ihres Blütenreich­
tums bieten sie wohl für jeden Menschen einen ästhetischen Genuß. Nicht
zuletzt sind sie erstklassige Erholungsgebiete, die einzigen in der Kultur­
landschaft, in denen man noch „querfeldein“ gehen kann.
Als im kommerziellen Sinn „nutzlose“ Flächen sind Trockenrasen heute
in großer Gefahr, einer „nützlichen“ Verwendung zugeführt zu werden, die
von Versiedelung über Moto-Cross-Gelände bis zur Mülldeponie reicht.
Als Pflanzengesellschaften, die zum größten Teil ihre Entstehung dem
Menschen verdanken, sind die Trockenrasen aber auch biologisch
instabil. Das heißt, sie gehen, sich selbst überlassen, letzten Endes wieder
in einen Wald über. Will man diese Zeugen der einstigen Kulturlandschaft
erhalten, sind also Pflegemaßnahmen notwendig, die für jeden Rasen
individuell abgestimmt werden müssen. Der vorliegende Katalog soll einen
Überblick über die noch vorhandenen Trockenrasen geben und eine
Grundlage für künftige Maßnahmen bilden.

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2. Trockenrasen als Lebensraum


M. POKORNY und M. STRUDL

Trockenrasen sind für viele ein nahezu unbekannter Lebensraunn. Für


den wirtschaftlich denkenden Menschen stellen sie meist Ödland dar,
Flächen, die keinen Nutzen bringen. Trockenrasen gehören aber, da sie
in unserem ursprünglich von Wald bedeckten Land zumindest teilweise
von Natur aus offene Stellen bilden, zu den von Liebhabern wie Fach­
leuten seit langem beachteten besonderen Standorten unserer heimischen
Natur. Den Naturfreund erfreuen sie mit bunter Blütenpracht, von den
Kuhschellen und Adonisröschen im zeitigen Frühjahr über mehrere, nur
hier wachsende Orchideenarten bis hin zu den im Spätherbst noch
blühenden Astern.
Schon aus der Entfernung kann man Trockenrasen vom übrigen
Grünland am Farbton unterscheiden: Im Gegensatz zu dem das ganze
Jahr über gleichbleibenden saftigen Grün der gedüngten Wiesen und
Weiden erscheinen die Trockenrasen nur im späten Frühjahr und Früh­
sommer in einem zarten Gelbgrün, den Rest des Jahres bieten sie einen
bräunlich-vertrockneten Anblick. Während in einer gedüngten Wiese nur
wenige häufige Arten wachsen, die sich infolge der Nährstoffzufuhr üppig
entwickeln und die weniger produktiven Konkurrenten verdrängen, sind
die Trockenrasen einzigartige Lebensräume für zahlreiche selten gewor­
dene, an trockene, stark besonnte Standorte angepaßte Pflanzenarten.
Die Pflanzen der Trockenrasen haben im Kampf gegen die vorherr­
schende Trockenheit unterschiedliche Schutz- und Überlebensmecha­
nismen entwickelt. Die verbreitetste Methode zum Überdauern der trocke­
nen Zeit liegt in der Ausbildung kleiner, schmaler oder auch zerteilter
Blätter, die durch ihre geringe Oberfläche die Verdunstung herabsetzen.
Auch eine dichte Behaarung, die vielen Trockenrasenpflanzen ein silbrig­
graues Aussehen verleiht, sowie Wachsüberzüge schränken die Verdun­
stung ein. Dem Schutz vor Vertrocknung dienen auch fleischige Speicher­
blätter und tiefreichende Wurzeln, die noch aus großer Tiefe Wasser zu
holen vermögen. Manche Pflanzen schalten eine Sommerruhepause ein,
um die Trockenzeit zu überstehen; dabei sterben die oberirdischen Teile
ab, die Pflanzen überleben mit Hilfe ihrer wasserspeichernden unterirdi­
schen Organe (Knollen, Zwiebeln, Wurzelstöcke) die heiße Zeit. Die
Einjährigen schließen ihre Entwicklung noch vor der sommerlichen
Trockenheit ab: Sie blühen und fruchten schon im zeitigen Frühjahr, wenn
die obersten Bodenschichten noch gut durchfeuchtet sind, und verdorren
dann, während ihre Samen überdauern.
Viel besser als an ihrem Aussehen sind Trockenrasen an den sie
aufbauenden Arten zu erkennen. Schon GRADMANN (1900) hat in seinem
„Pflanzenleben der Schwäbischen Alb“ diesen Vegetationstyp mit Hilfe von
„Leitpflanzen“ beschrieben und dafür den Ausdruck „Steppenheide“
geprägt. Er versteht darunter die ursprüngliche Vegetation sonniger

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Felsen und Abhänge, die südlichen und südöstlichen Florencharakter


zeigt. Der Begriff „Steppe“ stammt aus Südrußland und bezeichnet die
weiten waldfreien Ebenen, die ursprünglich nicht beackert, sondern
höchstens beweidet wurden und eine sehr artenreiche Gras- und Stauden­
vegetation über Schwarzerde trugen. Später wurde der Steppenbegriff auf
alle trockenen, ursprünglich baumfreien Gebiete erweitert und wird auch
heute von manchen Autoren fürdie ursprünglichen ( = primären) Trocken­
rasen Mitteleuropas verwendet.
Während die (heute weitgehend in Ackerland umgewandelten) süd­
russischen Steppen eine Folge des kontinentalen Großklimas sind,
beschränken sich die primären Trockenrasen Mitteleuropas auf klein­
flächige Sonderstandorte mit besonders trocken-warmem Kleinklima und
flachgründigem Boden. Da diese Trockenrasen von den lokalen Boden­
verhältnissen abhängig sind, werden sie edaphische Steppen oder Fluren
genannt (WENDELBERGER 1959). Ein Hinweis auf die Ursprünglichkeit
eines Trockenrasens ist seine unregelmäßige Begrenzung gegen benach­
barte Bestände (Trockengebüsch, Buschwald): Entsprechend den klein­
räumig wechselnden natürlichen Standortbedingungen ist der ursprüng­
liche Rasen mit Trockengebüsch und Buschwald mosaikartig verzahnt.
Weitaus häufiger und großflächiger sind die sekundären Trocken­
rasen, die durch den Einfluß des Menschen (Rodung, Beweidung, Mahd)
entstanden sind. Es ist aber nicht immer möglich zu entscheiden, ob eine
Rasenfläche primär oder sekundär ist, da manche Rasen zwar kleinflächig
ursprünglich sind, ihre heutige Ausdehnung aber auf Eingriffe des
Menschen zurückgeht.
Mit der Einteilung der Trockenrasen befaßt sich die Pflanzensoziolo­
gie. Sie typisiert konkrete Pflanzengemeinschaften (Bestände) zu abstrak­
ten Pflanzengesellschaften. Diese Pflanzengesellschaften werden nach
einer oder mehreren bezeichnenden Arten lateinisch benannt. Einige der
wichtigsten in Österreich vorkommenden Trockenrasengesellschaften
werden in Teil II dieses Bandes vorgestellt. Da die korrekte Benennung
konkreter Einzelbestände nur mit Hilfe pflanzensoziologischer Aufnahmen
möglich ist, deren Erstellung im Rahmen dieser Arbeit aus Zeitgründen
unterbleiben mußte, wurden die einzelnen Trockenrasen in Teil IV (Kata­
logteil) meist nach den vorherrschenden Gräsern benannt. Außerdem
wurde innerhalb der Trockenrasen zwischen Trockenrasen i.e. S. und
Halbtrockenrasen unterschieden.
Trockenrasen i.e.S . sind teilweise ursprüngliche, lückige Rasen auf
besonders trocken-warmen Standorten. Es überwiegen die an Trockenheit
besonders angepaßten Arten: Gräser aus der Schafschwingel-Gruppe,
Federgräser, Pfriemengras, Erd-Segge, Zwergsträucher, Mauerpfeffer-
und Hauswurz-Arten. Solche Trockenrasen werden höchstens als Schaf­
weide genutzt.
Halbtrockenrasen bilden wiesenähnliche dichte Bestände auf tiefer-
gründigen Böden mit besserer Wasserversorgung. Sie enthalten auch
breitblättrige, weniger an Trockenheit angepaßte Arten; die vorherrschen­
den Gräser sind Aufrechte Trespe und Fieder-Zwenke. Halbtrockenrasen

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sind fast immer sekundär, das heißt, sie sind infolge Mahd oder Beweidung
entstanden. Zum Teil werden sie noch heute in dieser Weise genutzt.
Auf nährstoffreicherenßöden gewinnt der Glatthafer, eine Charakterart
der Fettwiesen, an Bedeutung. Solche Rasen, die den Übergang von
Halbtrockenrasen zu trockenen Fettwiesen bilden, werden als Trocken­
wiesen bezeichnet.

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3. Trockenrasen in Österreich als schutzwürdige Refugien


wärmeliebender Tierarten
Johannes GEPP*)

Erforschungsstand
Die faunistischen bzw. tierökologischen Kenntnisse über Trockenrasen
und Magerwiesen sind heute nach wie vor unbefriedigend. Dennoch
erlauben die Erfahrung und die stichprobenweise Erkundung zahlreicher
Trockenstandorte eine wissenschaftlich fundamentierte Generalisierung:
Primäre und sekundäre Trockenrasen sowie pflanzenartenreiche Mager­
wiesen sind in Österreich letzte Rückzugsgebiete für unüberschaubar
artenreiche Tierbiozönosen. Die folgende Analyse beruht weiters auf einer
Auswertung der „Roten Listen gefährdeter Tiere Österreichs“ und beinhal­
tet zahlreiche unpublizierte Aussagen freilanderfahrener Zoologen. Ihnen
wird hiermit für die Bearbeitung der Fragebögen herzlichst gedankt.

Vorposten der Wärme


Wärme und Trockenheit sind für die freilebende Tierwelt sowohl
förderlich wie auch begrenzend. Sie sind direkt wirksam, wenn sie über
Strahlung und Verdunstung das physikalische Lebensmilieu beeinflussen.
Indirekt wirksam sind sie, wenn sie über angepaßte Pflanzengesellschaften
die Nahrungsbasis und die pflanzlichen Kleinstrukturen bedingen.
Im allgemeinen sind Trockenstandorte für die typische Fauna Mittel­
europas extreme Lebensräume, die sie zufällig und meist nur kurzfristig
besiedeln. Diese Sonderstandorte stehen daher speziell angepaßten Arten
zur Verfügung. Für die südlich von Österreich verbreiteten Bewohner von
Sandfluren, Felshängen, lockeren sommergrünen Buschwäldern und für
die östlich von uns beheimateten Steppentiere sind die mitteleuropäischen
Wärmeinseln Vorposten allgemein wärmerer oder kontinentalerer Klima­
zonen. Man trifft daher in mitteleuropäischen Trockenbiotopen zahlreiche
Tierarten, die im Süden und Osten Europas weit verbreitet und häufig sein
können, in Österreich jedoch als lokale Raritäten zu werten sind.

Biogenetische Funktionen - Inseln der Vielfalt


Das Arteninventar Österreichs umfaßt mindestens 28.000 Tierarten.
Zahlreiche Arten davon sind weit verbreitet und häufig, andere nur lokal
anzutreffen und individuenarm (selten). Die Einwohnerschaft von Trok-
kenstandorten setzt sich - wie fast jede Tiergemeinschaft - aus beiden

*) Institut für Umweltwissenschaften und Naturschutz der Österreichischen Akademie der


Wissenschaften, Graz.

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Gruppen zusammen: Doch keine Biotopklasse ist mit einer derart hohen
Zahl an seltenen Insektenarten gesegnet wie die Trockenstandorte.
Es versteht sich, daß ein derartiger Artenumfang hier nur überblicks­
mäßig und mit ausgewählten Beispielen besprochen werden kann. Es
würde wohl einen eigenen umfangreichen Band füllen, alle schutzwürdi­
gen Tiergruppen der Trockenstandorte Österreichs detailliert zu erwäh­
nen. Vorerst soll genügen zu wissen, daß der Naturschutzwert der
Trockenstandorte von allen befragten Zoologen als überragend hoch
angegeben wurde (siehe die angeführten Stellungnahmen).

Abb. 1: Die vorliegende Übersicht zeigt Insektengruppen mit besonders vielen Trockenrasen-
bewohnern; sie veranschaulicht auch die enorme Bedeutung der Trockenrasen für die
Existenz von über 1000 heimischen Tierarten: 860davon sind als mehr oder weniger gefährdet
(A.1.2 bis A.4) eingestuft (° Schätzung; x grobe Schätzung; + genaue Analyse).

Neben den Auengewässern (siehe Band Nr. IV der Grünen Reihe) und
Altholzstandorten Österreichs (Urwaldreste; Johannserkogel im Lainzer
Tiergarten etc.) sind die Trockenstandorte aus zoologischer Sicht die
schutzwürdigsten Sonderstandorte Österreichs!
Von den im folgenden erwähnten Tiergruppen liegen Vergleichszahlen
vor, die die überragende Schutzwürdigkeit der österreichischen Trocken­
standorte, insbesondere der Trockenrasen, bestätigen:

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Wirbeltiere
Entsprechend der geringen Flächenausdehnung natürlicher Trocken­
rasen ist die Zahl spezialisierter Wirbeltierarten in Österreich gering. Das
Ziesel ist unter den heimischen Säugetieren eigentlich der einzige echte
Trockenrasenbewohner (Farbtafel 47), obwohl auch Hamster und einige
andere Mausarten regional in Randbereichen von Trockenrasen Vorkom­
men. Die Steppenstreifenmaus gilt in Österreich bereits als ausgestorben.
Aus der Vogelwelt sind einige Steppenvögel wie Großtrappe, Triel (s. u.),
Brachpieper und Grauammer auf Trockenrasen spezialisiert und angewie­
sen, andere (mit weiter gefaßten Biotopansprüchen) als teilweise abhän­
gig zu nennen: Schwarzkehlchen (Farbtafel 2), Haubenlerche, Heideler­
che, Zippammer u. a.
Die heimischen Reptilien stellen allgemein besondere Wärmeansprü­
che. Man findet sie vor allem im Bereich von Felsfluren und Geröllhalden.
Von Trockenrasen-Rändern mit lockeren Gebüschen und Altbäumen is t-
lokal verbreitet - die prächtige Smaragdeidechse bekannt (Farbtafel 8).
Für alle genannten Wirbeltierarten gilt, daß sie relativ scheu sind und ihr
Bestand zumindest regional gefährdet erscheint.

Abb. 2: Die Wiesenotter (V ip e ra u rs in ii) ist


einer der typischen Trockenrasenbewohner
Ost-Österreichs - leider vom Aussterben
bedroht (Foto: E. Sochurek).

Abb. 3: Der Triel (B u rh in u s o e d ic n e m u s ) ist


einer der seltensten Vögel Österreichs. Er
brütet im steppenartigen Flachgelände und
im Bereich von Brachflächen (Foto: S. He-
merka).

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Insekten
Die prächtige Blütenvielfalt der Trockenrasen wird durch die unüber­
schaubare Artenfülle an spezialisierten Insekten würdig ergänzt. Im
Spätsommer tummeln sich zwischen verdorrenden Gräsern scharenweise
Heuschrecken, an den letzten Blüten drängen sich Kleinbienen und bunte
Falter - der Trockenrasen lebt!

Schmetterlinge (Leoidootera): Gemessen an ihren geringen Flächen


sind die Trockenstandorte die lepidopterologisch bedeutsamsten Flächen
Österreichs. So sind vom burgenländischen Hackelsberg (Farbtafel 6) von
nur 9,5 ha Schutzgebietsfläche 1080 Schmetterlingsarten gemeldet (KASY
1978). Vom Inneralpinen Flleßer Steppenhang (bei Landeck, T 145/7,
Farbtafel 82) in Tirol wurden in 10jähriger Forschungstätigkeit 1300
Schmetterlingsarten nachgewiesen (md. Mitt. Mag. G. TARMANN, Inns­
bruck) - trotzdem ist es bisher nicht gelungen, das letztgenannte Gebiet
unter Naturschutz zu stellen.
Die hohen Artenzahlen im Bereich von Trockenstandorten und deren
Flächenverluste spiegeln sich auch in den ,,Roten Listen gefährdeter
Tiere“ wider: 40 der 82 in der Steiermark ausgestorbenen Großschmetter­
lingsarten waren Bewohner von Trockenstandorten.
Abb. 4: Der Schachbrett-Falter (M e la n a rg ia
g a la th e a ) ist ein typischer und regional
noch häufiger Zeiger für Trockenrasen und
Magerwiesen in allen Flöhenlagen bis zur
oberen Waldgrenze.

Käfer fCo/eoptera):Rund 150 Käferarten der „Roten Listen Österreichs“


sind vom Erhalt der Trockenrasen existentiell abhängig (FRANZ 1984).
Weitere 50 Arten leben in Übergangsgebieten zu thermophilen Stauden­
säumen.
Abb. 5: Der Sandlaufkäfer (C ic in d e la g e r ­
m a n ic a ) ist ein Bewohner trocken-warmer
und unterwuchsarmer Flächen. Durch seine
überdurchschnittliche Beweglichkeit besie­
delt er selbst entlegene Brachflächen inner­
halb kurzer Zeit.

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Für mindestens 40% der Prachtkäfer (Buprestidae) sind stabile Trok-


kenstandorte für das Überleben unerläßlich, für weitere 30% wichtig; z. B.:
Sphenoptera antiqua, S. barbarica, S. laportei, S. substriata, S. petriceki
(Trockenrasen), Capnodis tenebrionis(Buschgürtel an Trockenrasen und
Steppen), Paracylindromorphus subuHformis, Cylindromorphus bifrons,
Aphanisticus pusillus, Trachys problematicus (Trockenrasen und Fels­
steppen) - (schriftl. Mitt. E. BREGANT, Graz).
Unter den Bockkäfern sind vor allem die Boden-, Gras- und Wurzel­
bewohner der Trockenstandorte extrem gefährdet: Plagionotus floralis
(Wespenbock), Dorcadion aethiops, D. fulvum, D. pedestre (Gras- oder
Erdböckchen), Calamobius filum (Getreidebock), Agapanthia dahli
(Scheckhornbock), Oberea erythrocephala (Linienbock), Phytoecia
scutellata, P. argus, P. caerulea, P. uncinata (Walzenhalsbock) - (schriftl.
Mitt. K. ADLBAUER, Graz).
E. KREISSL (Graz, schriftl. Mitt.) zählt als typische Trockenrasen­
bewohner und Grasheiderelikte der Steiermark folgende Beispiele auf:
Laufkäfer (Carabidae): Platyderus /w/T/s (Trockenrasen); Schwarzkäfer
(Tenebrionidae): Oodoscelis polita (Felsenheiderelikt, Pfaffenkogel); Pe-
dinus femoralis (Trockenrasen, Fläuselberg bei Leoben); Blattkäfer (Chry-
somelidae): Chrysomela fimbrialis (Peggauer Wand, Mühlbachgraben);
Rüsselkäfer (Curcullonidae): Otiorrhynchus nocturnus, O. auricaplllis,
O. picltarsis (Felsenheiden); Oreorhynchaeus alpicbla (Felsenheide und
alpine Grasheide).

Netzflügler (Neurootera): Unter den Echten Netzflüglern (Planipennia)


Österreichs sind 26 Arten als xerothermophile Boden- und Krautschicht­
bewohner einzustufen. Darunter typische Zeigerarten für Trockenrasen,
wie die Schmetterlingshafte (Libelloldes [ = Ascalaphus] macaronius und
L. coccajus), der Steirische Fanghaft (Mantispa styriaca) und die Steppen­
florfliege (Chrysopa walken).

Abb. 6: Die Rasenflorfliege (C h ry s o p a p h y llo -


c h ro m a ) Ist ebenfalls ein Indikator für warme
und nährstoffarme Rasen- und Wiesenflä­
chen.

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Abb. 7: Der Steirische Fanghaft (M a n tis p a


s ty ria c a ) besiedelt nur extrem wärmebegün­
stigte Flanglagen, wo seine Larven in Ko­
kons von Wolfsspinnen heranwachsen.

Abb. 8: Die Ameisenjungfer (M y rm e le o n fo r-


m ic a riu s ) ist ein libellenähnlicher Vertreter
der Netzflügler. Alle Ameisenjungfern-Arten
Österreichs besiedeln wärmebegünstigte Le­
bensräume bzw. Mikrohabitate.

Abb. 9: Der Ameisenlöwe (hier: E u ro le o n


n o s tra s )stellt die Larvenform einer Ameisen-
jungfern-Art dar. Ameisenlöwen bauen sich
im sandigen Gelände kleine Trichter, in de­
nen sie hineinrutschende Kleintiere fangen.

Geradflüalerartiae (..Orthootera“): Der bekannteste Trockenrasen­


bewohner unter den Insekten ist wohl die Gottesanbeterin (Mantis
religiosa) - (Farbtafel 54). Von den Springschrecken (Saltatoria) sind
zahlreiche typische Rasenarten bekannt, die zwar nur lokal, aber klein­
flächig mit großer Dichte auftreten (schriftl. Mitt. K. ADLBAUER, Graz):
Platycleis grisea (Graue Beißschrecke), Metrioptera bicolor(Grüne Beiß­
schrecke), Gampsocleis glabra (Fleideschrecke), Calliptamus italicus{\ta-
lienische Schönschrecke), Sphingonotus caerulans (BlaufIügelige Sand­
schrecke), Stenobothruscrassipes(Dicker Grashüpfer), S. Hneatus (Linier­
ter Grashüpfer), S. nigromaculatus (Schwarzfleckiger Grashüpfer), Omo-
cestus ventralis (Bunter Grashüpfer), O. haemorrhoidalis (Rotleibiger

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Grashüpfer), Chorthippus mollis (Verkannter Grashüpfer), Myrmeleotettix


maculatus (Gefleckte Keulenschrecke).
Abb. 10: Die Rasenheuschrecke (O m o c e s tu s
sp.) ist hier stellvertretend für die zahlreichen
unscheinbaren Heuschrecken abgebildet,
deren Existenz vom Vorhandensein von
Trockenrasen abhängig ist (Foto: E. P.
Kauch),

Abb. 11: Die Blauflügelige Sandschrecke


(S p h in g o n o tu s c a e ru la n s ) ist durch ihren
blitzartigen Schnarrflug jedem Besucher von
Trockenrasen bekannt. Im Flug sind ihre
blauen Hinterflügel erkennbar (Foto: E. P.
Kauch).

Abb. 12: Das Weinhähnchen (O e c a n th u s


p e llu c e n s ) lebt an gebüschreichen Trocken­
rasenrändern, mitunter auch in unterwuchs­
reichen Weingärten.

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Abb. 13: Die Nasenschrecke (A c rid a u n g a ri-


c a ) ist in Österreich als ausschließlicher
Spezialist von Trockenrasen und steppen­
ähnlichen Formationen zu nennen - ihr
Vorkommen ist stark gefährdet bzw. ihr Aus­
sterben in Österreich bereits zu befürchten
(Foto: J. Gepp).

Hautflügler (Hvmenoptera): Mehrere Hautflüglergruppen sind mit der


Masse ihrer Arten auf Trockenstandorte spezialisiert. Die Grabwespen
(Sphecidae) siedeln vor allem auf offenen Sandstellen, Lößhängen,
Hangabbrüchen (DOLLFUSS 1984).

Abb. 14: Die Sandwespe (A m m o p h ila sp.)


baut im sandigen Gelände Erdhöhlen, in die
sie durch Stich gelähmte Raupen als Nah­
rung ihrer Jungtiere einträgt.

Die gefährdeten Arten der Faltenwespen (Vespidae) sind fast aus­


schließlich trockenheits- und wärmeliebend (GUSENLEITNER 1984). Von
den 109 HaHctiden-Aden Österreichs sind (nach schriftl. Mitt. A. W. EBMER,
Puchenau) 44 Arten (= 40,4%) gänzlich und 21 (= 19,3%) teilweise von
Trockenstandorten abhängig.
Rund 40% der bei uns vorkommenden Ameisen-Arten benötigen
Trockenstandorte, zumindest während der Zeit der Aufzucht ihrer Ge­
schlechtstiere. Für fast ein Viertel der Arten (vor allem pontischen und
mediterranen Ursprungs) sind Felssteppen, Trockenrasen, daran an­
schließende Gebüschgürtel und lichte, heiße und trockene, auf Felsboden
stockende Föhrenwälder, der einzige Lebensraum (schriftl. Mitt. E. BRE-
GANT, Graz); z. B.: Aphaenogaster subterránea (Felsrasen und Gebü­
sche), Messor barbarus (Felssteppe), Anergates atratulus (Sozialparasit
bei Tetramorium-Aden; Trockenrasen), Lepothoraxcarinthiacus(Schmal­
brustameisenart; Felsrasen), Tetramorium ferox (Rasenameisenart; Fels­
steppe), Lasius (Austrolasius) reginae (Wiesenameisenart; lichte Föhren­
wälder), Prenolepis nitens (Samenameise; Felsrasen und Gebüsche).

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Tu/piflüaler (Dibtera): Die artenreiche Gruppe der parasitoid lebenden


Raupenfliegen (Tachinidae) ist mit rund 200 Arten auch in Trockenrasen
Vertreten, wobei etwas mehr als 100 Arten existentielle Abhängigkeiten
Zeigen (schriftl. Mitt. H. ELSÄSSER, Graz); einige spezialisierte Gattungen:
Clytiomyia, Phasia, Gymnosoma, Allophora, Leucostoma, Cylindromyia.
Die Bombyliiden sind in Trocken rasen mit den hoch spezialisierten
Wollschwebern und Trauerschwebern beheimatet. Sie sind vor allem als
Parasiten von Sandbienen, Mörtelbienen und Heuschrecken nachgewie­
sen.
Abb. 15: Die Trauerschweber (B o m b y liid a e )
sind als Larven Parasiten von Kleinbienen
oder Flyperparaslten anderer parasitischer
Insekten.

Abb. 16: Die Wollschweber der Gattung


B o m b y liu s sp. leben als Larven In Nestern
von Sand- und Furchenbienen; die erwach­
senen Fliegen sind insbesondere an Trocken­
rasen In der Luft schwirrend anzutreffen.

Die Raubfliegen (Asilidae) wie auch zahlreiche Schwebfliegenarten


(Syrphidae), Dickkopffliegen (Conopidae), Halmfliegen (Chloropidae),
Blumenfliegen (Anthomyiidae) etc. sind mit jeweils zahlreichen Arten auf
warm-trockene Rasenflächen auch als larvalen Lebensraum angewiesen.

Wanzen (Heteroptera):Zahlreiche Heteropteren-Arten sind an Trocken-


standorte - insbesondere Trockenrasen - gebunden; ein Ausweichen auf
andere Biotoptypen kommt für sie nicht in Betracht. Meist sind es
pontomediterrane, mediterrane oder submediterrane Faunenelemente, die
in Österreich die Randgebiete ihrer Areale erreichen und auf das
Vorhandensein von Trockenstandorten angewiesen sind (schriftl. Mitt. K.
ADLBAUER, Graz): Polymerus brevicornis (Miridae, Weichwanzen), Pirates
hybridus (Reduviidae, Raubwanzen), Phymata crassipes (Phymatidae,
Raubwanzen), Prostemma aeneicolle (Nabidae, Sichelwanzen), Cato-

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p la tu s ca rth u s ia n u s (Tingidae, Netzwanzen), E m blethis verbascii (Lygidae,


Ritterwanzen), P y rrh o c o ris m a rg in a tu s (P yrrh o co rid a e , Feuerwanzen),
C a m p to p u s la te ra lis (S ichelbein, A lydidae, Lederwanzen), C h o ro so m a
s c h illin g i (C ohzidae, Lederwanzen), P sacasta n e g le cta (P entatom ida e,
Schildwanzen).

Sonstige Tiergruppen
Spinnentiere und Hundertfüßer (A ra ch n id a u n d C h ilo p o d a ): Auch unter
den Spinnen sind zahlreiche Arten auf Klimagunst und steppenartige
Strukturen der Trockenrasen angewiesen. Die Wespenspinne (A rg lo p e
b ru e n n ic h i) ist nach längerer Rückzugsphase nun offensichtlich über
trockene Ruderalflächen wieder in Ausbreitung begriffen. Als lokale
Raritäten der Felssteppen sind die im männlichen Geschlecht jeweils
grellrot gefärbte Röhrenspinne (E re s u s n lg e r = c in n a b e rin u s ;z . B. Pfaffen­
kogel) und die Feuerrote Springspinne (P h ila e u s c h ryso p s; z. B. Glas­
lauterriegel) zu betrachten (Farbtafel 53).
Die Krabbenspinne Thom isus o n u s tu s besiedelt sowohl Trockenrasen
wie auch Magerwiesen. Die Tapezierspinne A ty p u s a ffin is ist in Österreich
als seltener Magerrasenbewohner zu werten (z. B. Fleidegebiet Hochrieß).
Der ansonsten seltene Palpenläufer E u ko e n e n ia spelaea Ist In Österreich
nur vom Heidegebiet Schauboden/Hochrieß bekannt; der Spinnenläufer
S cu tig e ra c o le o p tra ta , ebenfalls vom letztgenannten Gebiet nachgewie­
sen, ist als Wärmezeitrelikt zu werten (schriftl. Mitt. F. RESSL, Purgstall).

Schnecken (M o llu sca ): Trockenstandorte zählen für zahlreiche Land­


schneckenarten zu den wichtigsten Lebensräumen. Kultivierung, Vergif­
tung und Überdüngung xerothermer Lokalitäten und sekundärer Rasen­
steppen brachten die Gestreifte Heideschnecke (H elicopsis striata),
Geyers Kegel-Heideschnecke (T ro ch o id e a geyeri), ferner die Quendel­
schnecke (C a n d id u la u n iv a c ia ta ) und die Dreizähnige Turmschnecke
(C h o n d ru la tridens) in eine ausweglose Situation. Die pannonische
Bänderschnecke (C epaea vin d o b o n e n sis) ist im gesamten österreichi­
schen Bereich im Rückgang (REISCHÜTZ & TURNER, im Druck).
E. KREISSL (Graz, schriftl. Mitt.) nennt weitere Arten als besondere
Bewohner österreichischer Trockenrasen: T ru n c a te llin a m o n o d o n , P u p illa
Abb. 17: Die Große Turmschnecke (Z e b rin a
d e trita ) ist an Trockenstandorten Südost­
österreichs lokal noch häufig, in Richtung
Westen im Bestand gefährdet.

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sterri, P upilla trip lica ta , Z e b rin a detrita, H elicella itala, H elicella obvia,
E uom pha lia strigella.

Biotopzerstörung als Hauptursache tierischer Artenverluste

Seit etwa 100 Jahren - nach der bewußten Ausrottung der mitteleuro­
päischen Großraubtiere - ist die Zerstörung der Lebensräume die
Hauptursache der tierischen Artenverluste. In den „Roten Listen gefährde­
ter Tiere Österreichs“ (Band II der Grünen Reihe) werden die Trockenrasen
und artenreichen „Blumenwiesen“ zu den schutzwürdigsten Lebens­
räumen gezählt; ihre Bewohner gelten als besonders gefährdet.
In Österreich sind innerhalb der letzten 100 Jahre zumindest 40
Trockenrasen-bewohnende Tierarten landesweit ausgestorben!
Die Hauptursachen dafür waren und sind:
£ Biotopzerstörung durch Umpflügen, Straßenbau, Steinbruch etc.,
% Belastungen wie Düngung, oftmaliges Abbrennen etc.,
® ungünstige Mährhythmen,
® Beendigung der traditionellen Pflege, dadurch „Zuwachsen“ ,

Abb. 18: Seit 1850 sind in der Steiermark 150 Tierarten ausgestorben. Im Diagramm sind die
letzten Beobachtungsjahre von ausgestorbenen Arten aufgelistet, die als typische Trocken­
rasenspezialisten galten. Beachtenswert sind die Häufungen letzter Beobachtungen In den
Jahren 1905 bis 1930 und nach 1945; sie sind hauptsächlich in Zusammenhang mit den
Intensivierungsphasen der Land- und Forstwirtschaft zu interpretieren.

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• Aufforstungsversuche bzw. Beschattung und kleinklimatische Verän­


derungen durch angrenzende Forste.
Die Biotopverluste der vergangenen Jahrzehnte haben schließlich zu
weiteren Kettenreaktionen geführt: Die zum Überleben gefährdeter Arten
geeigneten Flächen liegen heute weit verstreut, sie werden von wan­
dernden Trockenrasenspezialisten unter den Tieren kaum noch gefunden.
Die Folgen sind genetische Isolation und geringe Wiederbesiedlungs­
chancen - entlegene Teilpopulationen sind dadurch sogar dann gefähr­
det, wenn deren derzeitiges Lebensraumangebot von nun an erhalten
bliebe. Dementsprechend sind zur Erhaltung schutzwürdiger Trocken­
rasenbewohner mehrere Strategien notwendig!

Biotoppflege als Naturschutzstrategie

Alle natürlichen Trockenrasen Österreichs sind schutzwürdig! Die


autochthonen und in ihrer Entwicklung stabilen Trockenrasen Österreichs
sollten ohne Zugriffe der Menschen erhalten bleiben! Die 1. Schutzstrategie
lautet: Bestandsschutz durch Erklärung zu unantastbaren Naturschutz­
gebieten.
Für die Halbtrockenrasen, Magerwiesen und Magerweiden Österreichs
gilt jedoch, daß neben dem Flächenschutz auch eine Biotoppflege
sicherzustellen ist. Ohne die Fortführung z. T. Jahrtausende währender
traditioneller Mährhythmen oder Beweidungen wandeln sie sich in Ge­
büsch- und Waldformationen um, deren Schutzwürdigkeit wesentlich
geringer sein kann. Die Existenz hunderter angepaßter Tierarten wäre
gefährdet. Die 2. Strategie lautet dementsprechend: Fortführung traditio­
neller Biotoppflege!
Mehr noch als manche Pflanzenarten sind Rasentiere, insbesondere
Insekten, von Mährhythmen, Kleinstrukturen und Besonnung abhängig.
Durch Düngung verschwinden Nahrungspflanzen spezialisierter Pflan­
zenfresser; über die veränderten Inhaltsstoffe der Pflanzen werden Vergif­
tungen der Larven vermutet. Mehrfaches Mähen pro Jahr bzw. ungünstige
Mähtermine töten empfindliche Entwicklungsstadien bzw. entziehen ihnen
die Nahrungsgrundlage. Zu dichte Vegetationsdecken verhindern die
erforderliche Besonnung bodennaher Schichten. Das Abflämmen zur
ungünstigen Zeit tötet zahlreiche Tierindividuen, kann jedoch, umsichtig
durchgeführt, auch als biotopverjüngender Faktor gewertet werden.
Darüber hinaus soll als 3. Strategie in Zukunft auf die Möglichkeit
geachtet werden, Brachflächen, aufgelassene Weingärten, Sandgruben,
industrielle Ruderalflächen etc. als Ersatzlebensräume zu adaptieren. Die
bisherigen Untersuchungen deuten an, daß einige akut gefährdete Tier­
gruppen (z. B. Grabwespen [DOLLFUSS, im Druck], Heuschrecken,
Tagfalter) dort durch geeignete Einstrahlungsbedingungen, günstige
Oberflächenstrukturen etc. Überlebenschancen finden, die ihnen das
natürliche Biotopinventar nicht mehr bieten kann.

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Insgesamt soll dieses mehrgeleisige Naturschutzkonzept ein Netz


geeigneter Trockenbiotope sichern helfen, das im Rahmen eines europäi­
schen Biotop-Verbundnetzes (Biogenetisches Reservatenetz) eine lang­
fristige Artensicherung gewährleistet.

# Trockenrasen zählen zu den artenreichsten tierischen Lebens­


räumen Mitteleuropas. Auch die extensiv genutzten traditionellen
Grünlandstandorte wie Magerrasen, Hutungen, Gebüschhänge und
lockere, südexponierte Waldränder können bei geeigneter Wärmebe­
günstigung und Trockenheit vielfältigen Kleintier-Lebensgemeinschaf­
ten ideale Lebensvoraussetzungen bieten.
# 146 Käferarten Österreichs leben nur in Trockenrasen, 60% der 109
Schmalbienenarten und 40% der Ameisenarten Österreichs sind dort
beheimatet. Von den Heuschreckenarten Österreichs sind etwa 20%,
von den Raupenfliegen zirka 35% und von den Tagfaltern rund die
Hälfte des heimischen Artenbestandes Bewohner von Trockenstand­
orten. Einige der besonders gut untersuchten Trockenstandorte beher­
bergen jeweils mehr als 1000 Schmetterlingsarten.
• Der seit Jahrzehnten andauernde Flächenverlust an derartigen
Biotopen bewirkte auch bedauerliche Artenverluste: 48% der in der
Steiermark ausgestorbenen Großschmetterlingsarten lebten zuvor an
trocken-warmen Rasen- und Wiesenflächen, die heute nicht mehr in
ausreichender Verbreitung existieren. Von den Prachtkäfern sind 70%
des Artenbestandes ganz oder teilweise von Trockengebieten abhän­
gig. Insgesamt sind ca. 860 Trockenrasen-bewohnende Insekten-Arten
Österreichs als in Ihrem Bestand mehr oder weniger gefährdet einzu­
stufen!
• Für die Trockenrasen und Magerwiesen ist daher auch aus
zoologischer Sicht eine naturschutzorientierte Flächensicherung drin­
gend erforderlich, wobei es nicht genügt, eine Handvoll Beispiel­
reservate zu schaffen. Nur durch ein Netz von Schutzflächen in
kommunizierfähigen Abständen ist ein genetisch überlebensfähiger
Artenbestand zu sichern! Neben der Biotopsicherung ist die Fort­
führung traditioneller Bewirtschaftungsformen (Mähen, Weide) für die
Erhaltung der Fauna von großer Wichtigkeit.

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4. Trockenrasen - gefährdete Landschaftselemente


M. POKORNY und M. STRUDL

Wozu Trockenrasen?
In den vorangegangenen Kapiteln waren die Autoren bemüht, die
vielfältige Bedeutung und Schutzwürdigkeit der Trockenrasen herauszu­
arbeiten. Zusammenfassend können folgende Gründe für den Schutz von
Trockenrasen angeführt werden:
• Artenschutz
Trockenrasen sind unersetzliche Lebensräume für zahlreiche gefähr­
dete oder sogar vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.
Dementsprechend hoch ist der Anteil der in den ,.Roten Listen“ (GEPP
1983; NIKLFELD u. a., in Vorbereitung) enthaltenen Trockenrasenarten.
Das Überleben dieser Pflanzen und Tiere ist nur dann möglich, wenn es
gelingt, ihre Lebensräume zu erhalten.
• Wissenschaftliche Argumente
Trockenrasen sind ein besonders geeignetes Objekt für naturwissen­
schaftliche Forschungen: Aufgrund ihres im Vergleich zu anderen Lebens­
räumen extremen Charakters bieten sie sich für verschiedene ökologische
Untersuchungen an. Für Botaniker und Zoologen sind sie wegen des
Vorkommens an Trockenheit angepaßter Pflanzen und Tiere interessant.
Manche dieser Arten sind Relikte, die in einer nacheiszeitlichen Wärme­
periode aus dem Mittelmeerraum oder Südosteuropa eingewandert sind
und sich infolge der besonderen Standortbedingungen der Trockenrasen
behaupten konnten.
• Landschaftliche Aspekte
Das Merkmal einer gesunden Landschaft ist die sichtbare Vielfalt ihres
Pflanzenkleides. Dazu tragen die Trockenrasen gerade in monotonen
Agrarlandschaften wesentlich bei. Naturverbundene Menschen empfin­
den Trockenrasen als schön und schätzen sie als Erlebnis- und Erholungs­
räume.
• Kulturhistorische Bedeutung
Viele Trockenrasen verdanken ihre Existenz der jahrhundertelangen
Bewirtschaftung durch den Menschen. Diese Lebensgemeinschaften sind
daher lebende Kulturgüter. Auch bei den unbelebten Kulturgütern liegt der
Wert ja nicht primär im Geldmäßigen, ist aber trotzdem unbestritten.
• Nutzungsmöglichkeiten
Obwohl die Trockenrasen für die moderne Landwirtschaft weitgehend
wertlos sind, gibt es doch einige Nutzungsmöglichkeiten: Manche Trocken­
rasen eignen sich für eine Weiterführung der traditionellen Bewirtschaf­
tung (Mahd, Beweidung). Infolge ihres Reichtums an insektenblütigen
Kräutern sind Trockenrasen eine gute Bienenweide. Gerade in durch

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Kommassierung und Flurbereinigung beeinträchtigten Landschaften stel­


len die erhalten gebliebenen Trockenrasen als kleine Naturinseln Äsungs­
flächen sowie Schutz- und Fluchtgebiete für das jagdbare Wild dar.

Gefährdung der Trockenrasen


Die Trockenstandorte gehören - wie alle nährstoffarmen Biotope -
zu den gefährdeten Lebensräumen. Für Deutschland wurde dies von
SUKOPP u. a. (1978) nachgewiesen: Ordnet man die Pflanzenformationen
nach abnehmender Anzahl gefährdeter Arten, so zeigt sich, daß die
Trocken- und Flalbtrockenrasen gemeinsam mit den Feuchtbiotopen an
erster Stelle stehen. Einen Überblick über die Gefährdung der Trocken­
rasengesellschaften gibt die „Rote Liste der Pflanzengesellschaften der
Tschechischen Sozialistischen Republik und deren Gefährdung“ (MORA-
VEC 1983). Für Österreich liegen keine entsprechenden Daten vor,
ähnliche Verhältnisse sind jedoch anzunehmen.

Gesellschaftsklassen beschriebene vom Ausster­ gefährdet


Assoziationen ben bedroht
Sedo-Scleranthetea
(Mauerpfefferreiche
Pionierfluren) 22 1 3
Festuco-Brometea (Trocken-
und Flalbtrockenrasen) 59 2 35
Festucetalia valesiacae
(Kontinentale Trocken- und
Halbtrockenrasen) 42 23
Brometalia erecti
(Submediterrane Trocken-
und Halbtrockenrasen) 17 2 12
Trifolio-Geranietea
(Wärmeliebende
Saumgesellschaften) 8 3

Die wichtigsten Ursachen für die Zerstörung und den Rückgang von
Trockenrasen werden im folgenden genannt.
# Intensivierung der Landwirtschaft
Eine der Flauptursachen ist die Intensivierung der Landwirtschaft, die
zur Nutzungsänderung oder Aufgabe der bisherigen Nutzung führt und oft
mit Flurbereinigung und Kommassierung einhergeht. Davon sind am
stärksten die Flalbtrockenrasen betroffen, die früher als einschürige
Magerwiesen oder Weiden genutzt wurden. Da sich eine extensive Bewirt­
schaftung heute nicht mehr lohnt, werden diese Rasen umgebrochen oder,
wo dies möglich ist, durch Düngung in ertragreiche Fettwiesen umgewan­

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delt. Auch das Aufgeben der traditionellen Nutzung gefährdet solche


Trockenrasen, da sie nach dem Aufhören von Mahd und Beweidung
allmählich verbuschen und sich zum Wald weiterentwickeln. Flurbereini­
gungen und Kommassierung haben in den Acker- und Weinbaugebieten
im Osten Österreichs unzählige kleine Trockenstandorte beseitigt. Ver­
schwunden sind Hohlwegböschungen, kleine Geländestufen, Raine und
Hecken, die einst das Landschaftsbild belebten. Selbst die verbliebenen
Reste sind nicht vor dem Fortschrittsdenken sicher, das ein Wachstum der
Produktion um jeden Preis fordert.

• Aufforstung
Eine von vielen Menschen nicht bemerkte Gefahr für Trockenrasen ist
deren Aufforstung. Schon beim Auspflanzen der Jungbäume wird die
Grasnarbe aufgerissen. Kommen die Gehölze auf, verschwinden die licht-
und wärmeliebenden Trockenrasenpflanzen infolge der Beschattung. Ein
besonderer Feind der Trockenrasen im pannonischen Gebiet ist die
Robinie („Akazie“ ). Dieser aus Nordamerika stammende, heute bei uns
eingebürgerte Baum gedeiht auch auf sehr trockenem Boden und breitet
sich noch dazu selbständig aus. An den Wurzeln der Robinie befinden sich
Knöllchen, in denen Bakterien leben, die den Luftstickstoff binden. Die
Robinie reichert daher den Boden mit Stickstoffverbindungen an und
schafft sich einen Unterwuchs aus wenigen nährstoffliebenden Allerwelts­
pflanzen.

• M aterialgewinnung
Steinbrüche, Schotter- und Sandgruben haben schon viele Trocken­
standorte eingeengt oder vernichtet.

• Verbauung
Trockenrasen fallen immer wieder der Ansiedlung von Industriebetrie­
ben und Verkehrsbauten zum Opfer. Auf Sonnenhängen sind sie begehrte
Bauplätze für Wochenendhäuser. Dabei geht im Zuge der Erschließung
und Gartengestaltung die ursprüngliche Vegetation meist restlos verloren.
Anstelle der bunten und pflegeleichten Trockenrasen tritt dann das
monotone Einheitsgrün aus Rasenmischung und Zwergkoniferen, das
bewässert und gegen eindringende „Unkräuter“ verteidigt werden muß.

• M üllablagerung
Die Mißachtung der Trockenrasen zeigt sich auch darin, daß sie häufig
zur Ablagerung von Gerümpel oder als Mülldeponien verwendet werden.

• Freizeitgestaltung, Erholungsnutzung
Werden kleine Trockenrasenflächen von zahlreichen Menschen auf­
gesucht, wie dies an aussichtsreichen Punkten häufig der Fall ist, leidet die
Vegetation unter dem starken Betritt. Auch die Ausübung des Moto-Cross-
Sports richtet mancherorts Schäden an.

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Wie kann man Trockenrasen schützen?

a) Rechtliche Grundlagen
In rechtlicher Hinsicht sind für den Naturschutz die Bundesländer
zuständig. Die auf die Erhaltung der Natur abzielenden Landesgesetze
(Burgenland: Naturschutzgesetz, LGBI. 23/61, 17/62, 3/70, 9/74; Kärnten:
Naturschutzgesetz, LGBI. 2/53, 48/59, 1/65, 35/66, 49/69, 52/82, Land­
schaftsschutzgesetz 1981, LGBI. 29/81; Niederösterreich: Naturschutz­
gesetz, LGBI. 5500; Oberösterreich: Natur- und Landschaftsschutzgesetz
1982, LGBI. 80/82; Salzburg: Naturschutzgesetz 1977, LGBI. 86/77, 11/78,
1/85; Steiermark: Naturschutzgesetz 1976, LGBI. 65/76; Tirol: Natur­
schutzgesetz, LGBI. 15/75; Vorarlberg: Naturschutzgesetz, LGBI. 36/69,
Landschaftsschutzgesetz, LGBI. 1/82; Wien: Naturschutzgesetz 1984,
LGBI. 6/85) normieren Beschränkungen menschlicher Eingriffe, um den
Bestand des Lebensraumes bestimmter Pflanzen und Tiere und des
Erholungsraumes des Menschen zu sichern. Die Natur soll also vor dem
Menschen und für den Menschen geschützt werden.
Die wichtigsten Kompetenzen (z. B. Erlassung von Verordnungen)
liegen bei der Landesregierung. Im übrigen Ist die Bezirksverwaltungs­
behörde (Bezirkshauptmannschaft, bei Städten mit eigenem Statut: Magi­
strat) erste Instanz. Oberbehörde ist die Landesregierung. Zur Beratung
der Landesregierung sind „Naturschutzbeiräte“ vorgesehen, weiters
,,Landesbeauftragte“ und „Bezirksbeauftragte“ bzw. Vertrauensleute In
den Gemeinden. Diese Organe haben die Interessen des Naturschutzes
wahrzunehmen. In Verfahren nach den Vorschriften über den Naturschutz
sind sie meist zu hören und haben verschiedentlich auch Parteistellung.
Alle Naturschutzgesetze in Österreich enthalten zahlreiche allgemeine
Bestimmungen zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft. Hier
werden vor allem anzeige- bzw. bewilligungspflichtige Vorhaben bei
Eingriffen außerhalb von Schutzgebieten aufgezählt. Die besonderen
Bestimmungen beziehen sich u. a. auf den Schutz wildwachsender
Pflanzen und freilebender, nicht jagdbarer Tiere (Artenschutz), auf
Naturdenkmale, geschützte Landschaftsteile, Landschaftsschutzgebiete
und Naturschutzgebiete.

Artenschutz
In allen Bundesländern sind bestimmte wildwachsende Pflanzen und
freilebende, nicht jagdbare Tiere - insbesondere solche, die wegen ihrer
Schönheit oder Seltenheit menschlichen Eingriffen ausgesetzt und da­
durch in Ihrem Bestand gefährdet sind - durch Verordnung der Landes­
regierung unter gänzlichen oder teilweisen Schutz gestellt worden. Die
Rechtswirkung einer derartigen Verordnung ist unterschiedlich, je nach­
dem, ob ein gänzlicher oder ein teilweiser Schutz verfügt wird: Gänzlich
geschützte Pflanzen dürfen nicht entfernt, beschädigt, vernichtet, feil­
geboten oder erworben werden; gänzlich geschützte Tiere dürfen nicht
verfolgt, gefangen, beunruhigt, feilgeboten oder erworben werden. Ein

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teilweiser Schutz kann sich auf bestimmte Teile (z. B. unterirdische


Pflanzenteile), Entwicklungsformen, Zeiten, Örtlichkeiten etc. beziehen.
Die - gänzlich oder teilweise - geschützten Pflanzen sind in den
Tabellen besonders gekennzeichnet (!! = gänzlich geschützt,! = teilweise
geschützt).
Die meisten Naturschutzgesetze enthalten auch Vorschriften, die sich
auf solche Pflanzen und Tiere beziehen, die nicht besonders (d. h. durch
Verordnung) geschützt sind. So bedarf das erwerbsmäßige Sammeln und
Feilbieten meist einer Bewilligung, die mißbräuchliche oder böswillige
Beschädigung von Pflanzen und Tieren ist verboten.

Naturdenkmale
Hervorragende Einzelschöpfungen der Natur, die wegen ihrer Eigenart,
Schönheit, Seltenheit, wegen ihres besonderen wissenschaftlichen oder
kulturellen Wertes oder wegen des besonderen Gepräges, das sie dem
Landschaftsbild verleihen, erhaltenswürdig sind, können durch Bescheid
der Bezirksverwaltungsbehörde zum Naturdenkmal erklärt werden. Die
Erklärung eines Naturgebildes zum Naturdenkmal hat die Rechtswirkung,
daß eine Veränderung, Entfernung oder Vernichtung unzulässig ist bzw.
einer Genehmigung der Bezirksverwaltungsbehörde bedarf. Den Eigen­
tümer trifft eine Erhaltungspflicht.
Obwohl es sich bei den meisten Naturdenkmalen um Bäume, Baum­
gruppen, Felsgebilde, Quellen, Wasserfälle etc. handelt, wurden doch
auch mehrere kleinflächige Trockenrasen (insbesondere solche, die sehr
seltene Arten beherbergen) zum Naturdenkmal erklärt.

Geschützte Landschaftsteile
Diese (nicht in allen Bundesländern vorgesehene) Schutzkategorie
steht zwischen dem Schutz der Einzelobjekte (Naturdenkmale) und den
flächigen Schutzgebieten.

Landschaftsschutzgebiete
Gebiete, die besondere landschaftliche Schönheiten oder Eigenarten
aufweisen oder die für die Erholung oder für den Fremdenverkehr
besondere Bedeutung haben, können durch Verordnung der Landes­
regierung zu Landschaftsschutzgebieten erklärt werden. In Landschafts­
schutzgebieten sind „grobe“ (verunstaltende) Eingriffe verboten, andere
Maßnahmen (z. B. Errichtung von Bauten) sind nur mit Bewilligung
zulässig.
Landschaftsschutzgebiete, in denen bedeutende Trockenrasenflächen
liegen, sind z. B. folgende Landschaftsschutzgebiete in Niederösterreich:
Bisamberg und seine Umgebung, Hohe Wand - Dürre Wand, Kamptal,
Leiser Berge, Oberes Pulkautal, Steinbergwand, Thayatal, Wachau und
Umgebung, Wienerwald, Falkenstein, Leithagebirge.

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N a tu rsc h u tzg e b ie te

Gebiete von weitgehender Ursprünglichkeit (z. B. Steppenreste) und


Gebiete, die seltene Pflanzen- oder Tierarten beherbergen, können durch
Verordnung der Landesregierung zu Naturschutzgebieten erklärt werden.
Im Burgenland und in Kärnten wird zwischen Voll- und Teilnaturschutz­
gebieten unterschieden.
In Naturschutzgebieten ist jeder Eingriff, insbesondere in das Pflanzen­
kleid und in das Tierleben, untersagt. Die Bewilligung von Ausnahmen ist
nur in engen Grenzen möglich.
Die für den Trockenrasenschutz bedeutendsten Naturschutzgebiete
sind: (im Burgenland) ZitzmannsdorferWiesen, Hackelsberg, Jungerberg,
Goldberg, Thenau; Zurndorfer Eichenwald und Hutweide, Rohrbacher
Kogel, Nickelsdorfer Haidel, Neusiedler See und seine Umgebung, Siegen­
dorfer PuBta und Heide; (in Niederösterreich) Blockheide-Eibenstein,
Braunsberg-Hundsheimer Berg, Eichkogel, Lassee, Mühlberg, Pischels-
dorfer Wiesen, Salzsteppe Baumgarten an der March, Sandberge Ober­
weiden, Weikendorfer Remise, Zeiserlberg, Glaslauterriegel-Heferlberg,
Gurhofgraben, Kalkklippe Oberpiesting, Kalkschottersteppe Obereggen­
dorf, Wacholderheide Obersiebenbrunn, Goldberg, Spitzerberg; (in Wien)
Lobau (Heißländen!).
Trotz der zahlreichen Gesetze und Verordnungen, die sich mit dem
Naturschutz befassen, gibt es in der Praxis viele Probleme. Für die
zuständigen Behörden ist Naturschutz vielfach ein unangenehmes, un­
dankbares Anhängsel. Da oft entsprechende biologisch ausgebildete
Mitarbeiter fehlen, dauern viele Verfahren übermäßig lange oder werden
überhaupt nicht in Angriff genommen.
Zahlreiche Konflikte entstehen auch dadurch, daß in den meisten
Naturschutzgebieten die land- und forstwirtschaftliche Nutzung nicht
eingeschränkt wird.
Bestehende Schutzgebiete werden fast immer sich selbst überlassen,
regelmäßige Kontrollen fehlen. Unerlaubte Eingriffe (selbst in Naturschutz­
gebieten!) werden so meist erst im nachhinein bekannt; nicht selten kommt
es (durch politische Intervention) dann noch zu einer nachträglichen
Genehmigung.
Auch von den - vom Gesetz her möglichen - landschaftspflegerischen
Aktivitäten wird in der Praxis kaum Gebrauch gemacht, so daß ein
gezieltes Management kaum vorhanden ist.
Das bestehende Vollzugsdefizit im Naturschutz wird sich nur verringern
lassen, wenn zum politischen Bemühen um einen wirksamen Naturschutz
der Druck der öffentlichen Meinung hinzutritt, der nur dann entstehen
kann, wenn breite Bevölkerungskreise von der Sinnhaftigkeit und Not­
wendigkeit des Naturschutzes überzeugt sind.
b) Pflegemaßnahmen
Ursprüngliche, von Natur aus baumfreie Trockenrasen erhalten sich
von selbst. Die Pflegemaßnahmen beschränken sich darin, sie vor
schädlichen Einflüssen, wie zu starkem Betritt oder Einwehung von Dünger

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und Bioziden, zu schützen. Letzteres könnte dadurch geschehen, daß in


den benachbarten Kulturen ein unmittelbar an Trockenrasen grenzender
Streifen biozidfrei bewirtschaftet wird. Günstig wirken sich oft Hecken als
Abschirmung aus; wo diese nicht vorhanden sind, könnte man das
Aufkommen von einheimischen Sträuchern in einer „Pufferzone" zwischen
Trockenrasen und Acker fördern.
Trockenrasen, die ihre Existenz der Bewirtschaftung verdanken, brau­
chen zu ihrer Erhaltung die weitere Nutzung (Mahd, Beweidung), da sie
sich sonst über Gebüschstadien wieder zum Wald entwickeln. Mager­
wiesen sollen alle 1-2 Jahre, am besten im Herbst, gemäht werden. Das
Heu ist aus der Fläche zu entfernen, weil liegengebliebenes Pflanzen­
material den Boden düngt. Nach Möglichkeit soll der Rasen nicht auf
einmal, sondern in deutlich versetzten Etappen gemäht werden und das
Mähgut am Rand der Fläche gelagert werden. Dies ermöglicht vielen
Insekten, die zur Verpuppung auf hohe krautige Strukturen angewiesen
sind, ihre Entwicklung zu vollenden. Werden Trockenrasen beweidet, so ist
die Anzahl der Tiere nach der Biotopkapazität zu bemessen, um eine
Überweidung mit ihren nachteiligen Folgen (Erosion, Düngung) zu
vermeiden.
Zur Auswirkung der Weidetätigkeit auf Vegetation und Tierwelt liegen
Beobachtungsergebnisse vom Naturschutzgebiet „Hundsheimer Berg“
vor, wo eine Schafherde seit drei Jahren im Dienst des angewandten
Naturschutzes steht. Diese lassen auf die Möglichkeiten für die Erhaltung
pannonischer Trockenhutweiden schließen: Die Basis für die Pflegemaß­
nahmen sind die ständige Beweidung nach einem von wissenschaftlicher
Seite erstellten Managementplan und eine unterstützende Auslichtung der
zu dichten Gehölzflächen. Die Beweidung soll - jeweils dem Stadium der
Sukzession angepaßt - sowohl in Koppelhaltung als auch im freien
Weidegang erfolgen; genügend große Weideflächen (max. 2 Tiere pro ha)
und die Annahme des Weißdorns und anderer Dornbüsche als Futter sind
die wesentlichen Voraussetzungen für die Durchführbarkeit. Eine ent­
sprechend lange Winterruhe bis Mitte/Ende März ist im Sinne des Schutzes
der Trockenrasen einzuhalten (WAITZBAUER 1986).
Das Abbrennen als Maßnahme gegen die Verbuschung ist wegen der
Schädigung des Tierbestandes nur in Ausnahmefällen zu erwägen. Eine
Gefahr durch Zuwachsen ist vor allem dort gegeben, wo es sich um
standortfremde Gehölze (z. B. Robinie, Götterbaum) handelt. Für viele
Trockenrasen im pannonischen Gebiet ist die Bekämpfung der Robinie die
wichtigste Pflegemaßnahme.

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II. TROCKENRASEN:
ATURNAHE VEGETATION UND RESTE
ALTER KULTURLANDSCHAFT -
EINIGE BEISPIELE

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1. Trockenrasen des pannonischen Raumes


M. POKORNY und M. STRUDL

Der Osten Österreichs (Weinviertel, Wachau, Tullnerfeld, Marchfeld,


Wiener Becken, Nordburgenland und östliches Mittelburgenland) gehört
pflanzengeographisch zum Pannonikum, einem Gebiet, das durch trocken­
warmes Klima (Niederschlagssumme unter 700 [stellenweise 600] mm;
Jahresmittel über 8° C, Julimittel über 19° [20°] C) gekennzeichnet ist. Trotz
der für die Trockenvegetation günstigen Klimabedingungen gibt es im
pannonischen Raum keine klimatisch bedingten Steppen. Die Trocken­
rasen sind hier entweder edaphisch (vom Boden her) bedingt - primäre
Trockenrasen, Steppen -o d e r durch die Tätigkeit des Menschen geschaf­
fen - sekundäre Trockenrasen.
P rim ä re T ro c k e n ra s e n sind auf flachgründigen Böden über Fels,
Schotter, Sand und Löß entwickelt. Die Verbreitung dieser Substrate im
pannonischen Raum ist in der folgenden Abbildung dargestellt.
Fels-Trockenrasen gibt es dort, wo in den aus Kalk- oder Silikat­
gesteinen aufgebauten Hügelländern und Mittelgebirgen Fels zutage tritt.
Die Juraklippen und Leithakalkzonen des Weinviertels (Leiser Berge,
Staatzer Berg, Falkensteiner Berge; Zistersdorfer Steinberg u. a.), der
Ostabfall der Thermenalpen, der Westteil der Hainburger Berge (Pfaffen­
berg, Hundsheimer Berg, Hexenberg, Schloßberg, Braunsberg, Spitzer­
berg) und das Leithagebirge tragen Trockenrasen über Kalk-Fels. Am
Westrand des Weinviertels (Retz-Pulkau-Eggenburg), in den in die
Gesteine der Böhmischen Masse eingeschnittenen Tälern (Thayatal,
Kamptal, Kremstal, Wachau), in den östlichen Hainburger Bergen (Königs­
warte, Hindlerberg) und auf dem Hackelsberg und dem Jungenberg,
zwei Hügeln nahe dem Nordwestufer des Neusiedler Sees, kommen
Trockenrasen über Silikat-Fels vor.
Schotter-Trockenrasen nehmen im Wiener Neustädter Steinfeld auf
den von den Voralpenflüssen abgelagerten Kalkschottern riesige Flächen
ein. In den Donauauen gibt es hoch aufgeworfene Schotterkörper, die nur
von dünnen Sand- oder Schlickschichten überlagert sind; diese Trocken­
standorte werden als Heißländen bezeichnet. Trockenrasen über Quarz­
schotter kommen nur kleinflächig vor.
Sand-Trockenrasen bedecken die (heute ruhenden) Flugsanddünen
des Marchfeldes. Kleinflächig findet man sie auch bei Siegendorf im
Nordburgenland und bei Deutschkreutz im Mittelburgenland.
Löß-Trockenrasen sind vor allem im Weinviertel verbreitet. Meist handelt
es sich um ziemlich geschlossene Trockenrasen, die Steilhänge, Hoch­
raine und Hohlwegböschungen besiedeln. Außerdem gibt es eine sehr
seltene Reliktgesellschaft kahler Lößwände.
S e k u n d ä re T ro c k e n ra s e n haben sich infolge der Tätigkeit des Men­
schen (Rodung, Weidebetrieb, Mahd) auf waldfähigen Standorten einge­
stellt. Die Pußta (Steppenweide) ist ein solcher sekundärer Trockenrasen,
der an die Stelle des natürlichen Eichenmischwaldes getreten ist. Noch vor

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wenigen Jahrzehnten besonders im Nordburgenland verbreitet, ist diese


artenreiche und bunte Vegetation bis auf wenige Reste vernichtet worden.
Auch anderswo sind derartige Hutweiden fast völlig verschwunden.
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Trockenrasen am Alpenostrand

(ÖK 58/5-7, 21-23, 26-28; 75/13; 76/1, 10, 11, 14, 15)
M. POKORNY und M. STRUDL

Wo die Ausläufer der Nördlichen Kalkalpen an einem steilen Bruchrand,


der Thermenlinie, zur Ebene des Wiener Beckens abfallen, sind die
klimatischen und edaphischen Voraussetzungen für Trockenvegetation
besonders günstig: Über den Kalk- und Dolomitgesteinen liegen flach-
gründige Kalkhumusböden, die wegen ihrer Wasserdurchlässigkeit sehr
trockene Standorte abgeben. Dazu kommen die hohen Temperaturwerte,
wie sie für den pannonischen Raum kennzeichnend sind; die Temperatur­
gegensätze sind jedoch geringer und die Niederschläge höher als in
anderen Teilen des pannonischen Gebietes. Diese Klimaverhältnisse
drücken sich in der Flora und Vegetation aus: Der Anteil der Arten, die
ihren Verbreitungsschwerpunkt in dersubmediterranen Flaumeichenzone
haben, ist am Alpenostrand höher als in den übrigen Trockenrasengebie­
ten des pannonischen Raumes.
Am Steilabfall des Alpenostrandes ist die natürliche Vegetation in einer
vom Menschen wenig beeinflußten Zone - zwischen der unterhalb
liegenden, intensiv genützten Acker- und Weinbaulandschaft des Wiener
Beckens und der oberhalb angrenzenden, forstwirtschaftlich beeinflußten
Waldregion - weitgehend erhalten geblieben: Trockenrasen und Flaum-
eichen-Buschwald auf den stark besonnten Süd- und Südosthängen,
Schwarzföhrenwälder auf den schattigen, luftfeuchteren Nord- und Nord­
westhängen.
Die steinigen, flachgründigen Böden lassen eine Nutzung für Weinbau
oder Ackerbau nicht zu, viele Flächen dienten aber früher als Weide. Durch
die Weidewirtschaft wurde der Flaumeichenbuschwald stellenweise ver­
nichtet und durch sekundäre Trockenrasen ersetzt.
Die Trockenrasen des Alpenostrandes wurden von WAGNER (1941)
vegetationskundlich untersucht. Er beschreibt drei Gesellschaften: die
Fleideröschen-Federgras-Flur (Fumano-Stipetum), den Schneckenklee-
Walliserschwingel-Rasen (Medicagini-Festucetum valesiacae) und den
Kreuzblumen-Fiederzwenken-Rasen (Polygalo-Brachypodietum pinnati).
Die Heideröschen-Federgras-Flur besiedelt die flachstgründigen, trok-
kensten, heißesten Standorte, an denen die Felsoberfläche stellenweise
zutage tritt. Die beiden namengebenden Arten dieser Pflanzengesellschaft,
das Heideröschen (F u m a n a p ro cu m b e n s), ein teppichbildender Zwerg­
strauch mit gelben Blüten, die nur einen Vormittag lang geöffnet sind, und
das Wollstengel-Federgras (Stipa eriocaulis), ein schmalblättriges Horst­
gras, das zur beginnenden Fruchtzeit mit seinen langen, behaarten
Grannen den Frühsommeraspekt des Rasens beherrscht, sind zugleich
Beispiele für die beiden Lebensformen, die das Erscheinungsbild eines
Fels-Trockenrasens bestimmen: locker stehende, grasartige Horstpflan­
zen, an denen sich bergab rutschendes Bodenmaterial zu flachen

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Absätzen staut, und niedrige Zwergsträucher, die mit ihren Kriechtrieben


nackte Felsflächen überziehen.
Neben dem Federgras sind als wichtige Florstpflanzen zu nennen: Steif-
Schwingel (F estuca stricta), Kalk-Blaugras (Sesleria varia), Badener
Rispengras (P oa b a d e n sis) und Erd-Segge (C arex hum ilis). An Teppich-
sträuchern kommen weiters vor: Graues Sonnenröschen (H elianthem u m
canum ), Flerzblatt-Kugelblume (G lo b u la ria c o rd ifo lia ), Berg-Gamander
(Teucrium m o n ta n u m ), Frühblühender Quendel (T h y m u s p ra e c o x ), Sand-
Fingerkraut (P o te n tilla are n a ria ), FHolziger Backenklee (D o rycn iu m g e rm a -
nicum ) und Seidenhaar-Ginster (G enista p ilosa). Zahlreiche ausdauernde
Kräuter vervollständigen das bunte Bild des Fels-Trockenrasens; für die
Heideröschen-Federgras-Flur sind charakteristisch: Weiche Silberscharte
(Jurinea m ollis), Visiani-Lotwurz (O nosm a visianii), Sibirische Glocken­
blume (C a m p a n u la s ib irica ) und Seegrüner Bergfenchel (Seseli elatum
agg.). Die flachestgründigen Standorte werden von Sukkulenten - Haus­
wurz (Jovibara h irta ) und Mauerpfeffer-Arten (Sedum spp.) - besiedelt.
Einjährige wie Felsenkresse (H o rn u n g ia petraea), Öhrchen-Gänsekresse
(Arabis a u ricu la ta ), Frühlings-Flungerblümchen (E ro p h lla verna), Kelch-
Steinkraut (Alyssum alyssoides) und Kleb-Flornkraut (C erastium g lu tin o -
sum) sind auf feinerdereiche Lücken im Rasen angewiesen.
Auch einzelne Sträucher finden im Trockenrasen Lebensmöglichkeit:
Felsen-Kreuzdorn (R h a m n u s saxatilis), Felsen-Birne (A m e la n c h ie r ovalis),
Steinmispel (C o to n e a ste r integerrim us), Bibernell-Rose (Rosa p im p in e lli-
folia) und Weißdorn (C ra ta e g u s m o nogyna ).
Wo die Fels-Trockenrasen in Kontakt mit Flaumeichen-Buschwald
stehen, ist am Übergang zwischen Trockenrasen und Wald häufig eine
eigene komplexe Pflanzengemeinschaft entwickelt: Sie besteht aus einem
Saum aus hochwüchsigen Stauden - dem Trockenrasenanteil - und aus
einem Gehölzanteil, der sich aus niedrigem, dichtem Gebüsch (Trocken­
busch) und Flaumeichen-Buschwald zusammensetzt. Die Gesamtheit aus
Trockenrasen, Trockenbusch und Flaumeichen-Buschwald wird als
„Waldsteppe“ bezeichnet (WENDELBERGER 1954). Der Waldsteppen­
saum ist besonders reich an auffälligen, schön blühenden Arten, die nicht
so gut an Trockenheit angepaßt und daher an das günstigere Kleinklima
in derTraufzone der Gebüsche gebunden sind: Diptam (D ic ta m n u s albus),
Blutroter Storchschnabel (G e ra n iu m sa nguin eum ), Hirschwurz (Peuce-
danum cervaha), Purpurblauer Steinsame (B u g lo sso id e s p u rp u ro c a e ru -
lea), Schwalbenwurz (V in ce to xicu m h iru n d in a ria ), Salomonssiegel (Poly-
gonatum odoratum ), Bunte Flockenblume (C e n ta u re a triu m fe ttii) u. a.
Die Sch necken klee-Walliserschwinael-Rasen sind teils primäre, teils
sekundäre Bestände auf weniger steilen bis flachen Hangabschnitten mit
tiefergründigem Boden. Die Rasendecke ist dichter geschlossen als in der
Heideröschen-Federgras-Flur und wird vorwiegend aus den graugrünen
Horsten des Walliser Schwingels (F estuca valesiaca) mit haarfeinen
Blättern gebildet. Weitere bezeichnende Gräser dieser Gesellschaft sind
Knollen-Rispengras (Poa b u lb o s a ) und Glanz-Lieschgras (P hleum
phleoides).

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Die zweite namengebende Art, der Zwerg-Schneckenklee (M e d ic a g o


m in im a ) ist ein einjähriger Schmetterlingsblütler mit kleinen gelben Blüten
und Stachelfrüchten.
Manche Ausbildungen des Schneckenklee-Walliserschwingel-Rasens,
besonders solche, in denen Graues Sonnenröschen (H e lia n th e m u m
c a n u m ) und Zwerg-Schwertlilie (Iris p u m iia ) Vorkommen, sind den vorher
beschriebenen Fels-Trockenrasen recht ähnlich.
Als Kreuzblumen-Fiederzwenken-Rasen werden verschiedene sekun­
däre Flalbtrockenrasen auf relativ tiefgründigem Boden zusammengefaßt.
Fieder-Zwenke (B ra c h y p o d iu m p in n a tu m ), Aufrechte Trespe (B rom us
erectus), Furchen-Schwingel (F estuca ru p ic o la ) und Erd-Segge (C arex
hu m ilis) schließen zu einem dichten Grasteppich zusammen. Trotzdem
bleibt noch Platz für zahlreiche Kräuter. Neben Trockenzeigern mit
geringer standörtlicher Spezialisierung gibt es solche, die an die Lebens­
gemeinschaft dieser Halbtrocken rasen gebunden sind: Große Kreuzblume
(P o lyg a la m ajor), Echte Schwarzwurzel (S co rzo n e ra h is p a n ic a ), Unga­
rische Distel (C irsium p a n n o n ic u m ), Ragwurz-Arten (O phrys spp.) und
Brand-Knabenkraut (O rch is u s tu la ta ) gehören dazu.
Besonders schön ist der Frühjahrsaspekt mit Kuhschellen (P ulsatilla
g ra n d is, P. p ra te n s is subsp. n ig rica n s), Adonisröschen (A d o n is vernalis),
blauen Traubenhyazinthen (M u s c a ri racem osum ), gelb leuchtenden Son­
nenröschen (H e lia n th e m u m o va tu m ) und Sand-Fingerkraut (P otentilla
a re n a ria ).
Das Aufkommen von Gehölzen in den Halbtrockenrasen wurde früher
durch Beweidung oder Mahd verhindert, heute wirkt sich in manchen
Flächen der Betritt durch Ausflügler günstig auf die Erhaltung der
Rasenvegetation aus.

Von den Trockenrasen am Alpenostrand sind die ursprünglichen, vom


Menschen kaum beeinflußten Flächen im allgemeinen nicht gefährdet,
dasiesich meistauf steilen, schwer zugänglichen Hängen befinden. Die
sekundären, ehemals als Hutweiden genutzten Trockenrasen am
Hangfuß stehen stellenweise unter starkem Baudruck. Für die von
Weingärten und Äckern umgebenen Rasenflächen besteht die Gefahr
des Umackerns sowie Ruderalisierung durch Einwehung von Dünger
und Pestiziden.

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Die Perchtoldsdorfer Heide


(siehe auch 58/5 und Farbtafeln 44-47)
W HOLZNER
Dieses bekannte Erholungsgebiet am Rande Wiens wurde bis nach dem
Zweiten Weltkrieg von Rindern und Ziegen beweidet, die von einem Flirten
täglich aus dem Ort aufgetrieben und gehütet (Flutweiden) wurden. Der
größte Teil der flachgründigen Böden (Rendsinen) über Dolomitgestein
war wohl von Natur aus von einem lichten Eichenwald bestanden. Nur
winzige Flecken an Stellen, wo der Fels ansteht, oder auf Südhängen kann
man wohl als natürliche (primäre) Steppen ansehen. Sicherlich waren die
Fels- und Steppenpflanzen aber auch hier von schütter stehenden und
kümmerlich wachsenden Schwarzkiefern mit ihrer charakteristischen
Kronenform „beschirmt" Die Entstehung der FHeide (Trockenweide) ist
also dem Menschen und seinem Vieh zu verdanken.

Abb. 20: Im Vordergrund Trockenrasen mit


Adonis; links Viehtränke; im Hintergrund
Perchtoldsdorf.

Wegen ihres außerordentlichen Artenreichtums ist die FHeide schon seit


langem bei Botanikern bekannt und auch bei der übrigen Bevölkerung
beliebt. Im zeitigen Frühjahr bewundert man die Massenblüte der Kuh­
schellen (P g ra n d is u n d p ra te n sis) und des Frühlings-Adonis. Aber auch
in den späteren Jahreszeiten gibt es immer wieder aspektbildende
Massenblüher, die die FHeide mit bunten Farbtupfen versehen, z. B. Große
Prunelle oder Goldschopf-Aster. Jährlich besuchen Zehntausende die

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Heide. Sie ist Ausgangs- und Endpunkt von Wanderungen durch den
südlichen Wienerwald, beliebte Lagerfläche mit Aussicht über Wien und
das Wiener Becken bis zu den Kleinen Karpaten, weiters als Spielplatz
besonders geeignet für das Drachensteigen und Modellfliegen. Neuer­
dings ist das Füttern der Ziesel Mode geworden. Diese tagaktiven,
höhlenbewohnenden Steppentiere waren vor wenigen Jahren noch so
scheu, daß man sie nur beobachten konnte, wenn man sich längere Zeit
ganz still verhielt. Ansonsten sah man nur ihre Löcher und hörte ihre
Warnpfiffe. Heute sind sie handzahm geworden (siehe Abb. 22). Ob ihnen
das üppige Leben bekommt, wird sich in der Zukunft erst zeigen. Für die
Trockenrasen hingegen ist der Betritt sehr günstig. Wenn man von den
Stellen extremer Beanspruchung absieht (in der Skizze mit S bezeichnet),
so zeigt sich, daß die Vegetation die Beanspruchung durch die Besucher
sehr gut erträgt, was bei einer Weide auch nicht weiter verwunderlich ist.

Abb. 21: Frühlings-Adonis. Abb. 22: Zieselfütterung.

Naturschützer früherer Zeiten betrachteten hingegen die Heidebesu­


cher mit Mißtrauen. Um die Natur vor den Menschen zu schützen, zäunte
man im Jahre 1939 eine kleine Fläche (3800 m2) als Naturschutzgebiet
(heute Naturdenkmal) ein. Der Pflanzensoziologe WENDELBERGER schil­
dert mit begeisterten Worten seinen Eindruck aus dem Jahr 1947: „Der
Unterschied in der Üppigkeit der Vegetation zwischen dem eingefriedeten
Teil und der umgebenden Heide ist in d e rT a tfra p p a n t!... Die Pflanzen des
Banngebietes branden förmlich in ihrer Lebensfülle an den Zaun, in
dessen Vorfeld ein öder Rasen kümmerlich sein Leben fristet."
Heute (1985) hat sich das Bild allerdings völlig gewandelt. Die Steppe
des umzäunten Gebietes wäre bereits völlig von Bäumen verdrängt, wenn
nicht der Mensch rettend eingegriffen und einen Großteil der Gehölze
abgehackt hätte. Die Rasen außerhalb sind hingegen nun üppig und
artenreich, weil die intensive Beweidung seit etwa 30 Jahren aufgehört, die
Nutzung als Erholungsgebiet aber das Zuwachsen zumindest zum Teil
verhindert hat.
Dieses Experiment zeigt in eindrucksvoller Weise, wie rasch die Steppen­
flora und -landschaft vom vordrängenden Wald abgelöst würde, wenn der
Mensch ihn nicht daran hindern würde. Auf den wenig von Ausflüglern

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besuchten Stellen siedelt sich auch außerhalb der Umzäunung rasch die
Schwarzkiefer an (zum Teil wird sie auch leider gepflanzt!). Sind Zwerg-
weichseln (P. fru tico sa ) oder Schlehdorn in der Nähe, so vermögen diese
Sträucher rasch mit Hilfe unterirdischer Ausläufer die Rasen zu durch­
wachsen (Geschwindigkeit V2 bis 1 m pro Jahr!).
In diesem Zusammenhang ist auch die Entwicklung der Zieselbevölke­
rung der Heide interessant: Während früher Kolonien dieser Nager über die
ganze Heide verstreut waren und von den Besitzern der angrenzenden
Weingärten mit Sorge beobachtet wurden, so sind sie jetzt aus den meisten
Gebieten verschwunden. Die Tiere verlassen die Flächen, die nach
Aufhören der Beweidung hochgrasig werden oder gar verbuschen (so z. B.
im Saugraben). Gerade auf der am meisten betretenen Fläche entlang des
Hauptwanderweges hat sich eine Kolonie gehalten, weil hier die Vegeta­
tion durch das häufige Betreten kurz und offen gehalten wurde. Ihre jetzige
Massenvermehrung an dieser Stelle geht wohl auf das Konto der
reichlichen Fütterung durch Besucher.
Man kann also sagen, daß bis jetzt der Heide ihre Beliebtheit als
Erholungsgebiet nicht nur nicht geschadet hat, sondern im Gegenteil von
Vorteil war. Es ist allerdings möglich, daß Pflanzen und Tiere der Heide
einen weiter zunehmenden Massenbesuch von Naturhungrigen, wie er in
allerletzter Zeit zu beobachten ist, nicht mehr verkraften. Hier wären
Beobachtungen nötig, um gezielte Maßnahmen setzen zu können, z. B.
Lenkung des Besucherstroms, Verlagerung der Spielflächen auf die
ehemaligen Deponien, Mähen der Halbtrockenrasen („Wiesen“ ). Diese
sind als Spielfläche wegen ihres hohen Wuchses und der groben Horste
bei Mensch und Ziesel nicht beliebt.

Die Perchtoldsdorfer Heide ist eine ehemalige Hutweide mit ausgedehn­


ten, besonders artenreichen Trockenrasen. Seit dem Auflassen der
Weidenutzung um etwa 1950 würde sich das Gebiet größtenteils
wiederbewaldet haben. Dies wird aber durch den Betritt der zahlreichen
Erholungsuchenden teilweise verhindert. Bisher hat sich die Nutzung
als Erholungsgebiet für Flora und Fauna positiv ausgewirkt. Ob eine
weitere Steigerung der Besucherzahlen negative Folgen bringt, wird die
Zukunft zeigen. Beobachtung und gründliche Untersuchungen wären
notwendig!

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Abb. 23: Die folgende Lageskizze der Perchtoldsdorfer Heide soll veranschaulichen, welch
geringe Flächen die primären Trockenrasen (Felssteppe, Federgrassteppe) selbst in einem
derartig ausgedehnten Rasengebiet einnehmen. Alle übrigen (sekundären) Rasen sind vom
Zuwachsen mit Gehölzen, vor allem durch Schwarzkiefern, deren Samen massenhaft
anfliegen, bedroht. Um die Heide zu erhalten, muß also der Baumaufwuchs Immer wieder
entfernt werden. Daß dies nur in geringem Umfang nötig Ist, liegt am Intensiven Betritt durch
Besucher, die In dieser Hinsicht das Weidevieh ersetzen.

PERCHTOLDSDORFER
HEIDE Felssteppe,Federgras -
steppe
Trockenrasen
Halbtrocken rasen u.Wiesen
abgedeckte Deponien
Wälder (v.a. Pinus)
Weingärten, Gärten
Gebüsch
Vorwald
Störung

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Bemerkungen zu einzelnen Punkten:


-| • Eingezäunte Fläche (Naturdenkmal), wächst mit Schwarzkiefern zu; im SW anschließend
winziger Fleck primärer Trockenrasen.
2 ■Artenreicher Flalbtrockenrasen - Trockenwiese (m. L a th y ru s p a n n o n ic u s ), sollte alle paar
Jahre gemäht werden.
3 Schlehdorn-Gebüsch, das durch unterirdische Ausläufer In die Wiese hineinwächst.
4:. Zwergweichsel-Gebüsch, unterwandert auf die gleiche Art sehr rasch die Trockenrasen.
5 : Südhänge mit Fels- und Federgrassteppe.
6. : Reste der ehemaligen Viehtränke; Brunnenhäuschen wurde abgerissen (siehe auch
Abb. 16, Seite 41).
7 . : Wasserreservoir; im N davon große Zieselkolonie.
8 . : Kleiner Steinbruch, die übrigen Steinbrüche im Heidegebiet wurden in den letzten
Jahrzehnten mit Müll aufgefüllt (Punktsignatur) und abgedeckt. Sietragen heute hauptsäch­
lich ruderale Grasbestände und Pioniergehölze. Diese Flächen werden nie Trockenrasen und
auch in absehbarer Zeit keine wertvollen Waldbestände (aus biologischer Sicht) tragen. Sie
könnten für Erholungszwecke gestaltet werden (Spielplätze, Bepflanzen mit Gehölzen aus der
Umgebung).
9. : Saugraben: mäßig trockene Wiesen auf alten Weingartenterrassen; wachsen sehr rasch
mit Gehölzen zu, müßten jährlich gemäht werden.

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Trockenrasen in den Hainburger Bergen


(ÖK 61/11-15)
M. POKORNY und M. STRUDL

Die Hainburger Berge sind Ausläufer der Kleinen Karpaten und von
diesen durch den schmalen Donaudurchbruch der Ungarischen Pforte
getrennt. Das Grundgestein, das in den östlichen Hainburger Bergen
(Königswarte und Hindlerberg) zum Vorschein kommt, ist Silikat, und zwar
vorwiegend Granodiorit. Dieser kristalline Kern ist in den westlichen
Hainburger Bergen (Pfaffenberg, Hundsheimer Berg, Hexenberg, Schloß­
berg, Spitzerberg, Braunsberg) von sedimentären Gesteinen überlagert;
meist sind es mesozoische Kalke (die stellenweise dolomitisiert sind), so
daß der Eindruck eines reinen Kalkmassivs entsteht. Kleinflächig kommen
auch Quarzite vor.
Felsdurchsetzte Hänge, flachgründige Kalkrohböden und ein ausge­
prägt trocken-warmes Klima - unter diesen Bedingungen gedeiht eine
vielfältige und artenreiche Trockenvegetation, in der Pflanzen mit östlich­
kontinentaler und submediterraner Herkunft den Ton angeben. In den
westlichen Hainburger Bergen sind, besonders an Steilhängen, artenrei­
che Felstrockenrasen entwickelt.
NIKLFELD (1964) nennt folgende Gesellschaften:
1. Die Bleichschwinael-Felsflur (Festucetum pallentis moravicum)
besiedelt die trockensten und heißesten Stellen. Es dominieren die kleinen,
an Trockenheit angepaßten Horstgräser Bleichschwingel (Festuca p a l­
lens) und Badener Rispengras (P oa b a d e n sis ) sowie Zwerg- und Halb-
sträucher, teilweise mit teppichartigem Wuchs, wie Heideröschen (F u m a n a
p ro c u m b e n s), Seidenhaar-Ginster (G enista pilo sa ), Graues Sonnenrös­
chen (H e lia n th e m u m canum ), Sand-Fingerkraut (P o te n tilla a re n a ria ),
Berg-Gamander (T e u criu m ch a m a e d rys) und Frühblühender Thymian
(T hym us p ra e c o x ); dazu kommen die sukkulenten Arten Weißer Mauer­
pfeffer (S edum a lb u m ) und Rauhhaar-Hauswurz (Jo vib a rb a hirta). Fels-
Moose und bunte Erdflechten bedecken die Lücken in der Krautschicht.
2. Die Blauaras-Erdseaaen-Flur (Diantho-Seslerietum caricetosum
humilis), der artenreichste Typ innerhalb der Hainburger Felsfluren, ist auf
weniger extremen Stellen, vorwiegend in S- bis SW-Exposition, in Form
charakteristischer Rasentreppen entwickelt. Locker stehende Horste von
grasartigen Pflanzen bestimmen das Bild; kennzeichnend ist das gemein­
same Vorherrschen von Erd-Segge (C arex h u m ilis), Ungarischem Blau­
gras (Sesleria s a d le r a n a - eine Sippe aus dem Verwandtschaftskreis des
Kalk-Blaugrases), Bleich-Schwingel (F estuca pallens), W ollstengel-F eder-
g ra s (Stipa e rio ca u lis) und Badener Rispengras (Poa badensis). Dazu
treten zahlreiche weitere Arten, unter denen die Hainburger Federnelke
(D ia n th u s lu m n itze ri) zur Blütezeit besonders auffällt.

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Abb. 24: Felstrockenrasen auf dem SW-Hang des Braunsberges (ÖK 61/14), aus: STRUDL (in
Vorbereitung).

1 Ungarisches Blaugras ( Sesleria sadlerana)


2 Bleich-Schwlngel (Festuca pallens)
3 Heideröschen (Fumana procumbens)
4 Graues Sonnenröschen (Helianthemum canum)
5 Berg-Gamander (Teucrium montanum)
6 Frühblühender Quendel (Thymus praecox)
7 Holziger Backenklee (Dorycnium germanlcum)
8 Berg-Steinkraut (Alyssum montanum)
9 Hamburger Federnelke (Dianthus lumnitzeri)
10 Steppen-Wolfsmllch (Euphorbia seguierana)
11 Welche Silberscharte (Jurinea mollis)
12 Blaue Kugeldistel (Echlnops ritro subsp. ruthenicus)
13 Österreichische Schwarzwurzel (Scorzonera austriaca)
14 Pferde-Bergfenchel (Seseli hippomarathrum)
15 Hügel-Meier (Asperula cynanchica)

Al
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3. Auf steilen N-Hängen rücken die Blaugras-Horste zu einer ziemlich


geschlossenen Rasendecke zusammen, während die übrigen Grasartigen
mit Ausnahme der Erd-Segge ganz zurücktreten: Dichte Blauarashalde
(Diantho-Seslerietum hylocomietosum). Das Vorkommen mehrerer Moos­
arten weist auf das feuchtere Kleinklima in der Schattlage hin.
Ein Teil dieser Trockenrasen ist ursprünglich und infolge der schwer
zugänglichen Lage bis heute ungestört geblieben. Vor allem auf den NW-
seitigen Felsrippen des Hundsheimer Berges kann man die natürliche
Abfolge der Vegetation von der Felsflur über den Flaumeichen-Buschwald
mit seinen Waldsteppensäumen zum Flaumeichen-Hochwald verfolgen.
Die Saumgesellschaften sind hier besonders schön entwickelt: Zu Diptam
(Dictamnus albus) und Blutrotem Storchschnabel (Geranium sangui-
neum), die massenhaft auftreten, sowie anderen weiter verbreiteten
Saumarten gesellen sich die floristischen Kostbarkeiten Österreichischer
Drachenkopf (Dracocephalum austriacum), Waldsteppen-Beifuß (Artemi­
sia pancicii) und Wolfsfuß-Scharte (Serratula lycopifolia).
Außer den Felstrockenrasen nehmen Rasengesellschaften auf tiefer-
gründigem Boden große Flächen ein. Meist handelt es sich um
Walliserschwinael- bzw. Furchenschwinael-Trockenrasen. Auf die ehema­
lige Beweidung (bis 1960 weideten Rinder auf dem Hundsheimer Berg)
weisen zahlreiche stachelige und giftige Arten hin, z. B. Weißdorn, Rosen,
Wacholder, Disteln und Zypressen-Wolfsmilch. Eine Übersicht über die
bisher veröffentlichten Vegetationsaufnahmen findet sich bei NIKLFELD
(1964).
In den östlichen Hainburger Bergen herrschen sekundäre Rasengesell­
schaften über relativ tiefgründigem Boden vor. Meist sind es glatthaferrei­
che Furchenschwingel-Trockenrasen mit vielen Weidezeigern. Die weni­
gen flachgründigen Stellen tragen Silikat-Trockenrasen. Für diese sind
die Grasartigen Kleine Segge (Carex supina), Heide-Straußgras (Agrostis
stricta), Ruchgras (Anthoxanthum odoratum), Walliser Schwingel (Fe-
stuca valesiaca), Steppen-Kammschmiele (Koeleria gracilis) und Knollen-
Rispengras (Poa bulbosa) kennzeichnend sowie das reiche Vorkommen
von Einjährigen. Sand-Strohblume (Helichrysum arenarium) und Berg-
Sandglöckchen (Jasione montana) findet man nur in diesem Teil der
Hainburger Berge. Ähnliche Trockenrasen gibt es auf dem Hackelsberg
bei Jois und am Westrand des pannonischen Gebietes.
In den Hainburger Bergen stehen insgesamt 436 ha (Hundsheimer Berg
- Hexenberg, Braunsberg, Spitzerberg) unter Naturschutz. Trotz dieser
großen Fläche gibt es noch weitere Gebiete, die einer Unterschutzstellung
bedürfen, weil manche Rasentypen kleinräumig verbreitet sind und der
Verlust einzelner Rasenflächen das Verschwinden des Typs mit sich bringt.
Vordringlich wäre eine Unterschutzstellung des Pfaffenberges, wo eine
Ausweitung des Steinbruchbetriebes die bisher noch erhalten gebliebenen
botanisch wertvollen Flächen bedroht. Stellenweise gefährden standort­
fremde Aufforstungen, die auch im Schutzgebiet vorhanden sind, die
Trockenrasen, z. B. die Schwarzföhren und Robinien auf dem Südhang
des Braunsberges. Die Trockenrasen am Hangfuß des Hexenberges sind

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teilweise einer Siedlungserweiterung (Hundsheim/Neue Siedlung) zum


Opfer gefallen. Auf dem Plateau des Braunsberges, das durch eine Straße
erschlossen worden ist, führt die große Zahl der Besucher zu Schäden an
der Vegetation und zur Verunreinigung. Der SW-Hang des Spitzerberges
wird als Moto-Cross-Strecke benutzt. Um das Zuwachsen der früher als
Hutweide genutzten Flächen zu verhindern, sollte die Beweidung wieder-
aufgenommen werden, jedoch unter begleitender naturschutzbehördli­
cher Kontrolle. Vorbildlich ist der vor einigen Jahren begonnene Weidebe­
trieb mit Schafen auf Teilen des Hundsheimer Berges und Hexenberges.

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Trockenrasen im Marchfeld
(OK 42/11-20, 43/3-6, 60/1, 61/1-7)
M. POKORNY und M. STRUDL

Das Marchfeld grenzt im Süden an die Donau, im Westen an den


Bisambergzug, im Norden an das Hügelland des Weinviertels und setzt
sich östlich der March in der Slowakei fort. Der österreichische Anteil des
Marchfeldes ist aus pleistozänen Schotterterrassen der Donau aufgebaut.
Über den Schottern liegen stellenweise Ablagerungen von Flugsanden, die
früher durch Beweidung und Beackerung immer wieder in Bewegung
gesetzt wurden, was zu Verwehungen von Straßen und Feldern führte. In
der Regierungszeit Maria Theresias wurde als Maßnahme gegen die
Sandverwehungen ein Aufforstungsprogramm erstellt, das zusammen mit
dem Verbot von Beackerung und Beweidung die Sandfestigung einleitete.
Offene Sandflächen mit Pionierrasen gibt es in Österreich nicht mehr.
Reste von primären Sandtrockenrasen finden sich auf den heute ruhen­
den Dünen auf bereits gefestigten Sanden. Die Dünen sind unterschiedlich
hoch, von kaum wahrnehmbaren Wellen im Gelände bis zu acht Meter
hohen Hügeln, deren bekanntester der Sandberg bei Oberweiden ist (ÖK
42/20).
Als Relikte aus der Zeit, als die Dünen noch in Bewegung waren, sind
einige seltene, an offene Sandböden gebundene Arten erhalten: der Sand-
Schwingel (F estuca va g in a ta ) - ein blaugrünes Horstgras, die Sand-
Strohblume (H elichrysum a re n a riu m ) - ein weißfilziger Korbblütler, die
Spätblühende Federnelke (D ia n th u s se ro tin u s) und das als Zierpflanze
bekannte Schleierkraut (G yp so p h ila p a n ic u la ta ), dessen kugelige Büsche
im Herbst über dem Boden absterben, vom Wind Verblasen werden und
dabei ihre Samen ausstreuen. Werden Schwarzföhren oder Robinien auf
Dünengelände angepflanzt, gehen die Sandspezialisten im Unterwuchs
bald zurück.
Den kleinflächigen ursprünglichen Sandtrockenrasen eng benachbart
sind ausgedehnte sekundäre Trockenrasen (anstelle von ehemaliger
Gehölzvegetation), die von dichter zusammenschließenden Gräsern (Fe­
dergräser, Pfriemengras, Aufrechte Trespe) dominiert werden. Zahlreiche
weideunempfindliche Sträucher (Wacholder, Liguster, Weißdorn) weisen
auf die ehemalige Nutzung als Hutweide hin. Bemerkenswert sind die
Tieflandvorkommen von Steinröschen (D a p h n e c n e o ru m ) und Mondraute
(B o trych iu m lu n a ria ) in den Sandtrockenrasen des Marchfeldes.
Trockenrasen auf extrem sauren Sanden, wie es sie im slowakischen
Marchfeld noch gibt, sind in Österreich verschwunden. Die winzigen
Restvorkommen einiger Leitpflanzen bodensaurer Sandtrockenrasen -
Grasnelke (A rm eria e lo n g a ta ), Silbergras (C o ry n e p h o ru s cane sce n s) und
Echter Quendel (T hym us serpyllum ) - am Rande der Marchauen weisen
auf die ehemalige Verbreitung derartiger Trockenrasen in Österreich hin.
Schottertrockenrasen sind besonders im Südosten des Marchfeldes
am Abfall der Schloßhofer Platte entwickelt (ÖK 61/3-7).

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In dem von intensivem Ackerbau geprägten Marchfeld ist naturnahe


Vegetation, abgesehen von den Auwäldern, nur noch in den Sandge­
bieten großflächig erhalten. Gefährdet sind die Sandtrockenrasen
durch Zuwachsen (als Folge des Aufhörens der Beweidung) und durch
Aufforstung mit standortfremden Gehölzen (Schwarzföhre, Robinie,
Götterbaum). Umackern von Teilen der Rasenflächen sowie Dünger­
und Biozideinsatz in den angrenzenden Kulturen sind weitere Gefähr­
dungsursachen.

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Trockenrasen im Weinviertel
M. POKORNY und M. STRUDL

Der Landschaftscharakter des Weinviertels wird größtenteils von jung­


tertiären Sanden und Tonen, die mit Löß überdeckt sind, bestimmt. Wegen
der intensiven landwirtschaftlichen Nutzung dieses fruchtbaren Hügellan­
des sind natürliche Pflanzengesellschaften nur in Resten erhalten. Von der
ursprünglich zusammenhängenden Walddecke waren im Lößgebiet nur
manche steilen Hänge ausgenommen. Diese bilden auch heute die
Standorte der für das Weinviertel charakteristischen Lößtrockenrasen.
Auf den Kalk- und Silikathügeln des Weinviertels waren die felsigen
Anteile von Natur aus waldfrei. Diese ursprünglich kleinflächig vorhande­
nen Trockenrasen wurden durch die Bewirtschaftung und die damit
einhergehende Bodenabtragung erweitert.
Die aus Jurakalken aufgebauten Klippenberge, die aus der Lößland­
schaft herausragen, tragen solche primären Trockenstandorte, deren
heutige Ausdehnung auf den Einfluß des Menschen zurückgeht. Es sind
dies die Leiser Berge (ÖK 24/9-15), die Falkensteiner Berge (ÖK 24/3, 4,
25/1-4), der Schweinbarther Berg (ÖK 11/1) und der Staatzer Berg (ÖK
24/5). Im Vergleich zu den anderen Kalkhügelgebieten des pannonischen
Raumes, dem Alpenostrand und den Hainburger Bergen, sind die Wein-
viertler Kalkhügel floristisch weniger reich, auch haben sie geringere
Ausdehnung, und es fehlen ihnen die extrem steilen Geländeformen.
Trotzdem bilden sie sowohl landschaftlich als auch durch die Vielfalt ihrer
Vegetation einen deutlichen Kontrast zu ihrem von intensivem Acker- und
Weinbau geprägten Umland.
Besonders vielfältig und artenreich ist die Kalkfels-Vegetation des
Schweinbarther Berges (ÖK 11/1). Hier finden sich auf engem Raum
verschiedene Felsfluren, Trockenrasen und Halbtrockenrasen.
Auf den trockenen Felsköpfen wachsen Bleich-Schwingel (Festuca
p allens), Badener Rispengras (P oa badensis), Mauerpfeffer-Arten (Sedum
album , S. acre, S. sexangu lare), Berg-Steinkraut (Alyssum m ontanum ),
Kelch-Steinkraut (Alyssum alyssoldes), Heideröschen (F u m a n a pro cu m -
bens), Berg-Gamander (T e u criu m m o n ta n u m ). Zu diesen weiter verbreite­
ten Felsbewohnern kommen die Sprossende Hauswurz (Jo vib a rb a soboli-
fera) und die Borsten-Miere (M in u a rtia setacea). Auf den weniger besonn­
ten, aber auch steinigen N- und W-Hängen bilden Erdsegge (Carex
h u m ilis) und Blaugras (Sesleria varia) dichtere Rasen. Vergleichbare
Felstrockenrasen gibt es in den Pollauer Bergen im südlichen Mähren; sie
wurden dort von KLIKA (1931) als Poo badensis-Festucetum pallentis
(Badener-Rispengras-Bleichschwingel-Gesellschaft) beschrieben.
Auf feinerdereichen Stellen herrscht der Walliser Schwingel (Festuca
valesiaca) vor. Von den Falkensteiner und Leiser Bergen, wo Walliser­
schwingel-Trockenrasen größere Flächen einnehmen, wurde von EIJSINK
& ELLENBROEK (1977) das Allio montani-Festucetum valesiacae (Berg­

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lauch-Walliserschwingel-Gesellschaft) beschrieben. Als charakteristische


Arten werden genannt: Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre), Büschel-
Miere (M in u a rtia fastigiata), Christusauge (Inula o c u lu s -c h ris ti), N ied e rlie ­
g e n d e r E hrenpreis (V eronica p ro s tra ta ) und zahlreiche Annuelle.
Kleinflächig und fragmentarisch kommen in den Weinviertier Kalkgebie­
ten auch Walliserschwingel-Rasen vor, die dem von KLIKA (1931) aus den
Pollauer Bergen beschriebenen Ranunculo illyrici-Festucetum valesicae
(Illyrischer-Hahnenfuß-Walliserschwingel-Gesellschaft) ähnlich sind.
Über tiefergründigem Boden bilden Aufrechte Trespe (B ro m u s erectus)
und/oder Fieder-Zwenke (B ra c h y p o d iu m p in n a tu m ) dichte Bestände.
Diese Halbtrockenrasen wurden von EIJSINK & ELLENBROEK (1977)
von den Falkensteiner und Leiser Bergen als Onobrychido arenariae-
Brachypodietum pinnati (Sandesparsetten-Fiederzwenken-Gesellschaft)
beschrieben. Die diagnostisch wichtige Artenkombination bilden Glatt­
hafer (A rrh e n a th e ru m elatius), Sand-Esparsette (O n o b ry c h is arenaria),
Acker-Wachtelweizen (M elam pyrum arvense) unö Kopf-Ginster (C h a m a e -
cytisus supinus). Ausgedehnte Halbtrockenrasen gibt es auf dem Plateau
und den unteren Abhängen der Leiser Berge; z. T. werden sie dort noch als
Mähwiesen genutzt.
Artenreiche Trockenvegetation über Kalk findet man im Weinviertel
außerdem im Gebiet von Drasenhofen (ÖK 11/2-4, 25/5, 6) und auf dem
Steinberg bei Neusiedl an der Zaya (ÖK 25/15).
Am Westrand des Weinviertels bestimmen die kristallinen Gesteine der
Böhmischen Masse den Charakter der Trockenrasen. Solche bodensaure
Trockenrasen finden sich im Gebiet Retz-Pulkau-Eggenburg (ÖK 9/6-14,
21/1-3, 22/1-12, 16-37) auf zahlreichen kleinen Flächen, die sich wegen
ihrer Flachgründigkeit nicht als Acker oder Weingarten eignen. Oft sind es
Hügel mit kleinen Felsgruppen, die innerhalb des Kulturlandes Inseln für
die Trockenvegetation bilden.
In den Silikatfels- und Grusfluren fällt die dichte Moosschicht auf, auch
Flechten sind reich vertreten. Die Krautschicht ist lückig; charakteristische
Arten sind: Bleich-Schwingel (F estuca pallens), Knolliges Rispengras (Poa
bulbosa), Ausdauerndes Knäuelkraut (S cle ra n th u s perennis), Mauerpfef­
fer-Arten (Sedum acre, S. sexangu lare, S. rupestre), Berg-Sandglöckchen
(Jasione m ontana), Kleiner Sauerampfer (R um ex ace to se lla agg.), weiters
die Frühblüher Böhmischer Gelbstem (G agea b o h e m ic a ) - eine Zwiebel­
pflanze, die nur im zeitigen Frühjahr auffällt - und der einjährige Dillenius-
Ehrenpreis (V eronica dillenii). Nach den beiden letztgenannten Arten heißt
eine Pioniergesellschaft auf Silikatfelsköpfen, die von KORNECK (1974) u.
a. aus der Umgebung von Retz beschrieben wurde.
In bodensauren Trockenrasen über tiefergründigem Boden herrschen
die Seggen C arex h u m ilis und C arex s u p in a sowie Gräser aus der
Schafschwingel-Verwandtschaft (F estuca ru p ico la , F. valesiaca, F. tra ch y-
phylla) vor. Stellenweise treten Pfriemengras (Stipa c a p illa ta ) und Feder­
gras (Stipa jo a n n is ) hinzu. Floristische Besonderheiten sind Grasnelke
(Armeria elongata), Sand-Strohblume (H elichrysum are n a riu m ), Spros­
sende Hauswurz (Jo vib a rb a s o b o life ra ) und Sand-Schwertlilie (Iris hum ilis

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su b s p . a re n a ria ), deren wenige österreichische Vorkommen (bis auf eine


Ausnahme) am Westrand des Weinviertels liegen. Kuhschellen (P u ls a tilla
g ra n d is u n d P. p ra te n s is s u b s p . n ig ric a n s ) s\n ö dagegen in den Trocken­
rasen dieses Gebietes häufig anzutreffen. Bemerkenswert für den panno-
nischen Raum ist das Vorkommen der Besenheide ( C a liu n a v u lg a ris ), die
auf den Hügeln um Retz große Bestände bildet. Diese Heideflächen, in
denen auch die Säurezeiger Drahtschmiele (A v e n e lla fle x u o s a ) und
Katzenpfötchen (A n te n n a ria d io ic a ) wachsen, bilden einen interessanten
Kontrast zu den eigentlichen Trockenrasen, welchen sie eng benachbart
liegen. Mit den Trockenrasen und Heideflächen verzahnt sind häufig
Saumgesellschaften aus Zwergweichsel (P ru n u s fru tic o s a ), Bibernell-
Rose ( R o sa p im p in e llifo lia ) und Blutrotem Storchschnabel (G e ra n iu m
s a n g u in e u m ).
Neben den Kalk- und Silikatgesteinen gibt der Löß geeignete Standorte
für Trockenrasen ab. Zwei Typen von Lößtrockenrasen sind zu unter­
scheiden: Ziemlich geschlossene Furchenschwingel-Trockenrasen auf
steilen Hängen (Lößsteppe) und die lückige Vegetation kahler Lößwände.
Natürliche Standorte für die Lößsteppe sind die steilen Abhänge
asymmetrischer Täler, wie sie während der Eiszeit entstanden sind. Diese
Vegetation ist dem aus Ungarn beschriebenen Salbei-Furchenschwingel-
Trockenrasen (Salvio-Festucetum rupicolae) zuzuordnen. Neben dem
Furchen-Schwingel herrschen die Gräser Pfriemengras (S tip a c a p illa ta ),
Quecke (A g ro p y ro n in te rm e d iu m ) und Wehrlose Trespe (B ro m u s in e rm is )
vor. Hain-Salbei (S a lv ia n e m o ro s a ), Spätblühender Löwenzahn ( T a ra x a -
c u m s e ro tin u m ), Steppen-Veilchen (V io la a m b ig u a ) und Österreichischer
Tragant (A s tra g a lu s a u s tria c u s ) sind für den Löß charakteristisch.
Typisch ausgebildete Lößsteppen, die sich auch durch das Vorkommen
seltener Arten auszeichnen, gibt es bei Goggendorf (NSG „M ühlberg“ , ÖK
22/38), bei Oberschoderlee (ÖK 24/6) und bei Ottenthal (NSG „Zeiselber­
gen“ , ÖK 10/3). Auf dem letztgenannten Steilhang hat der Tatarische
Meerkohl (C ra m b e ta ta ria ), ein Steppenroller, sein einziges österreichi­
sches Vorkommen.

Auch auf anderen Hängen, Hochrainen und Hohlwegböschungen, die


ähnliche Standortverhältnisse wie die ursprünglichen Lößhänge bieten,
findet man mitunter schöne, wenn auch sekundäre Lößtrockenrasen.
Auf kahlen Lößwänden und „abgeblasenen Kanten“ , wo der Löß ohne
Bodendecke blank zutage liegt, kommt eine seltene Reliktgesellschaft vor,
die als Agropyro-Kochietum prostratae bezeichnet wird. Namengebend
sind die Kamm-Quecke (A g ro p y ro n p e c tin a tu m ), ein Gras, das in Nieder­
österreich nur bei Stillfried an der March (ÖK 43/1) wächst, und die
Halbstrauch-Radmelde (K o c h ia p ro s tra ta ), eine wärmeliebende Halbwü­
stenpflanze, die in Österreich nur von drei Stellen im Weinviertel bekannt
ist. Eine weitere Reliktpflanze ist die Östliche Hornmelde (K ra s c h e n in n ik o -
via c e ra to id e s ), eine Charakterpflanze der hochgelegenen, kalten Stein­
wüsten des Pamir. Sie kommt in Österreich nur bei Goggendorf (ÖK 22/40)
und Oberschoderlee (ÖK 24/6) vor.

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Am Südrand des Weinviertels gegen das Marchfeld findet man auf


Böschungen und Feldrainen noch stellenweise die Zwergmandel (P ru n u s
tenella), die, oft zusammen mit der Zwergweichsel, niedrige, nur zur
Blütezeit durch ihr leuchtendes Rosa auffallende Gebüsche bildet. Viele
Zwergmandelvorkommen sind durch Flurbereinigung vernichtet worden.

Für die untereinander sehr verschiedenen Trockenstandorte des Wein­


viertels gelten neben den im allgemeinen Teil genannten Gefährdungs­
ursachen folgende im besonderen:
Umackern; Abgraben und Verschütten von Böschungen.
Zuschütten von Flohlwegen.
Aufforstung mit standsortfremden Gehölzern - vor allem die Robinien­
aufforstungen haben schon viele Trockenrasen zerstört; das nachhalti­
ge Entfernen der Robinien ist in vielen Fällen erforderlich, um den Rasen
zu retten.
Düngung und Biozideinsatz in benachbarten landwirtschaftlichen
Flächen; Trockenrasen sollten durch einen Gehölzmantel aus einheimi­
schen Sträuchern abgeschirmt werden.
Müllablagerung, Ablagerung von Weingartenabfällen.

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Die Wachau
(Ö K 3 7 /1 0 -1 8 , F a rb ta fe ln 20, 38, 39)
W. HOLZNER
In der Wachau schneidet sich die Donau durch den südöstlichsten Teil
des „Böhmischen Massivs“ . In den Tälern der Flüsse, die den Ostrand
dieses Berglandes durchbrechen, reichen das „pannonische Klima“ und
die dieses begleitende Flora und Fauna weit in das Mittelgebirge hinein.
Aber auch Gebirgspflanzen finden in den tief eingeschnittenen Tälern
Zuflucht.
Die Wachau ist das größte und eigenartigste dieser Täler und zeigt
schon wegen ihrer Ausdehnung große Mannigfaltigkeit. Dazu kommen der
beträchtliche Flöhenunterschied auf engem Raum, das Auftreten kristalli­
nen Kalks (Teufelsmauer 37/18) im Gneismassiv sowie Lößeinwehungen,
die zumindest auf den Unterhängen der Erosion standgehalten haben und
hier auch kalkbedürftigen Pflanzen das Gedeihen über silikatischem
Gestein ermöglichen. Alles zusammen bewirkt den im Vergleich zur
Umgebung relativ großen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten in der
Wachau.
Das Landschaftsbild wird durch Weinbergterrassen geprägt. Abgese­
hen von den Schwemmflächen der Donau, auf denen Weinbau relativ jung
ist - er ist hier auch spätfrostgefährdet („Seen“ aus dem Waldviertel
abfließender Kaltluft) und liefert nicht die Qualität wie der auf den Hängen
(wohl aber höhere Erträge) -, wird Wein heute nur mehr auf den
Südhängen des linken Ufers gebaut. Früher beherrschte der Weinbau aber
auch das gegenüberliegende Ufer und ging auf beiden Seiten viel höher
die Hänge hinauf und weiter nach Westen als heute. Dies bezeugen die
zahlreichen Terrassen mit aufgelassenen Weingärten, die zunächst eine
Pioniervegetation, später artenarme Pioniergrasbestände (vor allem Glatt­
hafer und Quecke) tragen, die im Hochsommer mit ihrer Strohfarbe das
Landschaftsbild prägen. Die ältesten Terrassen fallen von ferne nicht mehr
auf. Sie sind bereits wieder von Eichenwald bestanden und gehen somit in
die Wälder der Oberhänge gleichmäßig über, auf denen Traubeneichen­
wald vorherrscht. Die flachgründigsten Rücken und Felsen tragen küm­
merlich wachsende, lichte Rotkiefern-Krüppelwälder, deren Boden von
einem dichten Flechtenteppich bedeckt ist (Literatur: HOLZNER/HÜBL/RI-
CEK 1978).
Felsrasen gibt es nur ganz kleinflächig auf Rücken, die vom Waldviertel
zum Strom herabstreichen. Größere Trockenrasenflecken finden sich auf
deren Hängen. Sie sind wohl Reste ehemaligen Weidelandes, auf das
längst nicht mehr aufgetrieben wird, so daß heute der größte Teil wieder
von Gebüsch bedeckt ist, wenn nicht der Wald selbst die Flächen wieder
zurückerobert hat.
Auffallend ist, daß zunächst die nach Osten gerichteten Hänge
Zuwachsen, während die westseitigen Hänge noch lange Steppenvegeta­
tion tragen. Dies liegt wohl an der etwas günstigeren Wassersituation der
Osthänge. Die Westhänge sind trockener, weil sie von der sommerlichen

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Abendsonne durchwärmt werden, wenn der Morgentau bereits längst


verdunstet ist. Dadurch kommen die Pflanzen hier im Sommer öfter und
länger in Streß durch Wassermangel als auf dem Osthang. Darum tragen
heute die meisten Osthänge Gebüsch oder Wäldchen, während die
schönsten Trockenrasen westseitig liegen. Aber auch hier kommen,
besonders an Stellen, wo der Boden tiefgründiger ist, z. B. in Mulden, bald
Gehölze auf. Eines der ersten ist die Zwergweichsel (P ru n u s fruticosa). Vor
und mit ihr wachsen hochwüchsige Kräuter (Saumpflanzen), in der
Wachau vor allem massenhaft die sogenannte Heilwurz (Lib a n o tis).

Abb. 25: Blick vom Franzosendenkmal Richtung Dürnstein. Der Trocken rasen im Vordergrund
wurde vor wenigen Jahren mit Schwarzkiefern aufgeforstet (s. a. Farbbild 20).

Während bis vor kurzem die Trockenrasen derWachau kaum gefährdet


schienen, so muß man heute feststellen, daß ein größerer Teil mit
standortfremden Schwarzkiefern aufgeforstet wurde. Sollten diese Bäume
sich wirklich durchsetzen, so kommt dies nicht nur aus der Sicht des
Naturschutzes einer Katastrophe gleich, da dadurch das Ende der Steppe
in der Wachau und damit zumindest lokal das Aussterben zahlreicher
Pflanzen- und Tierarten in unmittelbare Nähe gerückt sind. Auch aus der
Sicht des Fremdenverkehrs erscheint diese Vorgangsweise bedenklich,
wenn man sich vorstellt, wie sehr das Landschaftsbild durch die Schwarz­
kiefernforste verändert würde. Sie werden in der Wachauer Landschaft

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immer als Fremdkörper wirken und zusätzlich zu den Steinbrüchen,


asphaltierten Güterwegen etc. das Bild eines der wichtigsten Fremdenver­
kehrsgebiete Österreichs beeinträchtigen.

Der Schutz der Wachauer Landschaft durch die Erklärung zum LSG ist
nicht ausreichend! Abgesehen von der Ausweitung von Steinbrüchen
und Güterwegen sind vor allem die landschaftsprägenden Trocken­
rasen durch Aufforstung mit standortfremden Gehölzen unmittelbar
gefährdet. Dies wird zur Veränderung der Landschaft und zum
Aussterben zahlreicher Tier- und Pflanzenarten führen. Eine größere
Zahl von Flächen müßte unmittelbar unter Naturschutz gestellt und
angepflanzte Bäume entfernt werden. Da die extrem trockenen Ftangra-
sen nicht oder nur sehr langsam Zuwachsen werden, dürfte Pflege,
wenn überhaupt, dann nur in langen Zeitabständen, nötig sein.

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Die Heißländen der Lobau (Wien)


(Ö K 5 9 /1 -8 , F a rb ta fe l 44)
W. HOLZNER

Schotterinseln oder -zungen im Aubereich, die nur mit einer dünnen


Schicht Feinmaterials abgedeckt sind und einen Teil des Jahres so trocken
fallen, daß sie nur eine kümmerliche, steppenartige Vegetation zu tragen
vermögen, nennt man Fleißländen (auch Heißländs).
Im Bereich mancher Flußauen, so auch an der Donau unterhalb Wiens,
entstanden großflächige Fleißländen, als infolge der Stromregulierung im
vorigen Jahrhundert der Grundwasserspiegel stark absank. Die extreme­
ren unter diesen Flächen tragen Trockenrasen mit schütter stehenden
Bäumen (meist Schwarz- oder Silberpappeln) und Sträuchern (Weißdorn,
Liguster, Sanddorn, Sauerdorn).
Welch große Probleme die Bäume hier mit der Wasserversorgung
haben, sieht man daran, daß viele von ihnen wipfeldürr sind, da sie in
trockenen Sommern immer wieder im oberen Teil absterben. Aus dem
gleichen Grund sehen die Weißdornbüsche so aus, als ob sie oben
waagrecht abgeschnitten worden wären (siehe Photos: Wien ÖK 59 und
Farbteil). Dadurch entsteht der Eindruck einer afrikanischen Savannen­
landschaft, und man blickt sich unwillkürlich um, ob nicht ein Löwe hinter
dem nächsten Busch zum Sprung ansetzt.
Die Trockenrasen sind recht artenreich und zeigen eine spezielle
Artenkombination, die von der anderer Trockenrasen verschieden ist.
Typisch ist das dominante Auftreten der Glanz-Segge (C. lip a ro c a rp o s )
und des Moosfarns (S elagine lla helvética), bemerkenswert das Massen­
vorkommen von Orchideen (Farbtafel 44).
Die schönsten Heißländen Österreichs, die der Lobau (Wien), sind
heute ein wesentlicher Bestandteil der Au und von großer Bedeutung für
ihren Wert als Naturraum und Erholungsgebiet. Die Gründe dafür sind:
• Ihr Reichtum, insbesondere an seltenen und gefährdeten Pflanzen­
arten;
• der krasse Kontrast der Steppen und Savannen zum Auwald in
landschaftlicher und ökologischer Hinsicht bedeutet mit den Über-

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

gangsbereichen ein vielfältiges Mosaik von Standorten und Lebens­


möglichkeiten für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten und reizvolle,
abwechslungsreiche Landschaftseindrücke.
Die Steppen der nicht extrem trockenen Heißländen sind vom Verwach­
sen mit Gehölzen (Sanddorn, Filzweide, Purpurweide, Weißdorn, Liguster,
Schwarz- und Silberpappel) bedroht, eine Entwicklung, die wegen der
häufigen Trockenperioden gegenwärtig nur sehr langsam fortzuschreiten
scheint. Es wäre sehr wichtig, durch Anlegen von Dauerbeobachtungsflä­
chen diese Sukzession zu studieren und im Auge zu behalten, um
gegebenenfalls zur Erhaltung der Trockenrasen einschreiten zu können.

Die Trockenrasen der Heißländen sind aus biologischer Sicht sehr


wertvolle Teile der Aulandschaft und außerdem von großer Bedeutung
für den Erholungswert der Aulandschaft. In der Lobau ist diese
Vegetation im wesentlichen nicht gefährdet. Das sehr langsame
Zuwachsen der weniger extremen Flächen sollte beobachtet werden,
um gegebenenfalls zur Erhaltung der Rasen einschreiten zu können.

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2. Oberösterreichs Trockenrasen -
aussterbende Vegetation
(Farbtafeln 66, 68, 71, 72)
G. SCHRAMAYR

Trockenrasen, ja selbst gut ausgebildete Halbtrockenrasen oder Trok-


kenwiesen sind in Oberösterreich eine Rarität. Die Ursache dafür liegt
weniger in den klimatischen Bedingungen oder an den Bodenverhältnis­
sen, als vielmehr an der derzeitigen Flächennutzung. Die winzigen
heute noch auffindbaren Flächen sind die letzten Reste von Trockenrasen­
weiden, die noch vor hundert Jahren im gesamten nördlichen Alpenvor­
land auf den Niederterrassen durchaus häufig zu finden waren. In der
nEnumeratio“ von 1871 sind Arten aufgezählt, die man heute nur noch aus
Ostösterreich kennt: Zwergschwertlilie (Irisp u m ila ), Langfahniger Tragant
(A stragalus o n o b rych is) u. a. (ZIMMERMANN 1975)!
Den wahrscheinlich ausgedehntesten Trockenrasenkomplex gab es
auf der Niederterrasse der Traun zwischen Lambach und Linz (Welser
Heide). Hier hat besonders die Zersiedlung des oberösterreichischen
Zentralraumes den Rasenflächen zugesetzt. Umso erstaunlicher ist es, daß
noch heute im unmittelbaren Stadtgebiet von Wels winzige, oft nur wenige
Quadratmeter große Relikte zu finden sind, mit blühenden Kuhschellen
zwischen neuerbauten Hochhäusern. Diese Kleinstflächen sind natürlich
besonders gefährdet und wahrscheinlich in einigen Jahren verschwun­
den.
Eine zweite Gruppe von „Trockenrasen-Fossilien" ist in Oberösterreich
noch zu erwähnen, nämlich die auf den Steilabfällen der Böhmischen
Masse zur Donau im Bereich des Sauwaldes (Schlögener Schlinge) und
der Urfahrer Wände bei Linz. Diese Flächen sind heute „umgewandelt",
d. h. aufgeforstet, verbaut oder derart kleinflächig, daß nur mehr einige
Pflanzenarten an die frühere Vegetation erinnern.
Noch ein Flächentyp mit ausgeprägtem Trockencharakter ist im
Alpenvorland zu finden: kleinflächige Heißländen im Bereich der Alpen­
flüsse (besonders an der Traun). Durch Flußeintiefungen im Zuge der
Regulierungen wurde deren Charakter oft noch verstärkt, wenn sie nicht
schon längst aufgeforstet wurden.
Auch bei der Betrachtung der Trockenwiesen zeigt sich die starke
Gefährdung, z. T. durch Wegfallen der Nutzung, z. T. durch Intensivierung
oder Aufforstung. Dabei war dieser Flächentyp bis vor wenigen Jahren
nicht gerade selten, und auch heute kann man noch einige schöne, d. h.
artenreiche, bunte Trockenwiesen finden, vor allem in steilen, schwer
bewirtschaftbaren Lagen.
Insgesamt ist der Zustand der Trockenrasenflächen in Oberösterreich
alarmierend, und es ist nur noch eine Frage von wenigen Jahren, bis das
Bundesland „trockenrasenfrei" ist!

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Trockenrasen, ja selbst gut ausgebildete Halbtrockenrasen oder Trok-


kenwiesen sind in Oberösterreich eine Rarität. Die Ursachen dafür sind
in erster Linie: Zersiedlung und Umackern (Welser Heide), Aufforstung
und Intensivierung der Nutzung. Es ist nur mehr eine Frage von wenigen
Jahren, bis der letzte Trockenrasen aus diesem Bundesland verschwun­
den sein wird. Der Naturschutz sollte sich daher vordringlich der
Erhaltung der allerletzten Flächen widmen!

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3. Trockenrasen inneralpiner Täler


(Farbtafeln 41, 82, 83, 84)
(VI. POKORNY und M. STRUDL

In den inneren Tälern der Alpen sind die Niederschläge geringer, die
Sonneneinstrahlung stärker, die Temperaturgegensätze größer als in den
Randalpen. Dieses kontinental getönte Klima spiegelt sich in der Vegeta­
tion wider: Vor allem auf steilen Südhängen sind Trockenrasen entwickelt,
deren Arten zum Teil identisch sind mit den Steppenpflanzen des
pannonischen Raumes.
Am besten ausgeprägt ist Österreichs inneralpine Trockenvegetation im
oberen Inntal zwischen Nauders und Landeck. (Dieses Gebiet weist auch
den geringsten Jahresniederschlag auf, nämlich unter 700, stellenweise
unter 600 mm).
In abgeschwächter Form gibt es Trockenvegetation im Inntal zwischen
Landeck und Innsbruck, im oberen Drautal, im Virgental, im oberen Mölltal,
im Metnitztal und im oberen Murtal. Eine zusammenfassende (über
Österreich weit hinausreichende) Darstellung der inneralpinen Trocken­
vegetation findet sich bei BRAUN-BLANQUET (1961).
Die Trockenrasen des Tiroler Inntals wurden von Ihm einerseits dem aus
dem Engadin bekannten Traaant-Trespen-Trockenrasen iAstraaalo-Bro-
metum) zugeordnet, andererseits als Gamander-Erdseaaen-Trocken-
rasen (Teucrio-Caricetum humilis) beschrieben. Diese steppenartigen
Trockenrasen sind fast durchwegs durch Abholzung des trockenen
Rotföhrenwaldes entstanden und verdanken ihre heutige Ausdehnung der
Beweidung. Wo sie nicht mehr beweidet werden, entwickeln sie sich
vielfach über Gebüsche (Berberitze, Kreuzdorn, Rosen) zum Föhrenwald
weiter. Der Tragant-Trespen-Trockenrasen wächst über basischen Gestei­
nen (Bündnerschiefer, kalkhaltiges Moränenmaterial). Neben der namen­
gebenden Aufrechten Trespe (B ro m u s erectus) sind die Gräser Fieder-
Zwenke (B ra ch yp o d iu m p in n a tu m ), Steppen-Kammschmiele (K oeleria
rn a c ra n th a ) und Furchen-Schwingel (F estuca ru p ic o la ) an der Rasenbil­
dung beteiligt. Die zweite namengebende Art ist der Esparsetten-Tragant
(A stra g a lu s o n o b rych is), der mit seinen violetten Schmetterlingsblüten den
Rasen schmückt. Im obersten Tiroler Inntal kommt auf südexponierten
Steilhängen das Pfriemengras (Stipa c a p illa ta ) zur Vorherrschaft (Astra-
galo-Brometum stipetosum capillatae). Physiognomisch kennzeichnend
für diese Vegetationseinheit sind (neben dem Pfriemengras) Wimper-
Perlgras (M elica ciliata), Silber-Rauhgras (A ch n a th e ru m ca la m a g ro stis),
die leuchtend gelben Blüten des Rätischen Schotendotters (Erysim um
rh a e ticu m ) und die großen rosa Blüten der Wilden Nelke (D ia n th u s
sylvestris).
Besonders schön istdiese Gesellschaft bei Pfunds (ÖK 171/1,2) und bei
Fließ (ÖK 145/7) entwickelt.

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KIELHAUSER (1954) beschreibt u. a. vom Kaunerberg-Südhang (ÖK


145/14) einen Walliserschwingel-Trockenrasen, den er als Subassoziation
festucetosum valesiacae zum Tragant-Trespen-Trockenrasen stellt.
Das Grundgeflecht des Gamander-Erdseggen-Trockenrasens bilden
die Grasartigen Aufrechte Trespe (B ro m u s erectus), Erd-Segge (C arex
hum ilis), Steppen-Kammschmiele (K oeleria m a c ra n th a ), Bartgras (Bo-
th rio c h lo a ischaem um ), zwei Gamander-Arten (T e u criu m cham aedrys, T.
m o n ta n u m ) sowie Flaum-Fingerkraut (P o te n tilla p u silla ), Trübgrünes
Sonnenröschen (H e lia n th e m u m o v a tu m )u r\ö Feld-Beifuß (A rtem isia ca m -
pestris). Diese Gesellschaft ist an steinige oder felsige Hänge und trockene
Böschungen über Kalkunterlage gebunden und ist (in verschiedenen
Untereinheiten) im Inntal zwischen Landeck und Innsbruck verbreitet. Am
Südfuß der Nordkette bei Innsbruck (ÖK 118/3,5, 6) wächst im Gamander-
Erdseggen-Trockenrasen die seltene Kuhschelle P u lsa tilla o e n ip o n ta n a .
In den Seitentälern des Inntales (Pitztal, Ötztal, Wipptal) klingt die
Trockenvegetation mit zunehmender Seehöhe allmählich aus. Die Trok-
kenrasen sind kleinflächig und, bedingt durch die vorherrschend sauren
Gesteine, floristisch ärmer. Der Trockencharakter dieser Täler zeigt sich in
dem oft reichen Vorkommen des Stink-Wacholders oder Sadebaumes
(J u n ip e ru s sabina), dessen niederliegende Büsche steile Felshänge über­
ziehen.
Im oberen Drau- und Murgebiet (Osttirol, Ober- und Mittelkärnten,
Lungau, Obersteiermark) ist nach BRAUN-BLANQUET (1961) der
Finaerkraut-Furchenschwinael-Trocken rasen (Potentillo-Festucetum sul-
catae) verbreitet. In dieser an Südhänge gebundenen Gesellschaft sind
neben dem dominanten Furchen-Schwingel (F estuca ru p ic o la ) Glanz-
Lieschgras (P hleum phieoid es), Flaum-Fingerkraut (P o te n tilla p usilla),
Trübgrünes Sonnenröschen (H e lia n th e m u m ovatum ), Zypressen-Wolfs-
milch (E u p h o rb ia cyparissias), Kleine Bibernelle (P im p in e lla saxífraga),
Feld-Beifuß (A rtem isia c a m p e s tris ) und Kartäuser-Nelke (D ia n th u s c a rth u -
s ia n o ru m ) häufig. Das Vorkommen einiger Säurezeiger wie Felsen-
Fingerkraut (P o te n tilla rupestris), Hasen-Klee (T rifo liu m arvense) und
Kleiner Sauerampfer (Rum ex a ce to se lla ) weist auf kalkarmen Boden hin.
Die Stinkwacholder-Bestände (mit vielen Trockenrasenarten) und trok-
kenen Sanddorn-Weiden des Virgentales (ÖK 152) wurden von WAGNER
(1979) untersucht.
Auf Kalkfels ist in Mittel- und Unterkärnten und im steirischen Murtal das
Seselietum austriaci entwickelt. Diese Gesellschaft wurde von BRAUN-
BLANQUET (1961) nach dem Österreichischen Bergfenchel (Seseli a u s-
tria c u m ) benannt. Es handelt sich um einen offenen, unregelmäßig
gestuften Treppenrasen, gebildet von den Gräsern Bleich-Schwingel
(F estuca p allens), Kalk-Blaugras (Sesleria varia) und Erd-Segge (C arex
hum ilis). Nach NIKLFELD (1979) sind folgende Arten für diese Rasengesell­
schaft charakteristisch: Grauer Löwenzahn (L e o n to d ó n in ca n u s), F e d e r­
nelke (D ia n th u s hoppei, zu D. p lu m a riu s), Österreichischer Bergfenchel
(Seseli a u stria cu m ), Bleich-Schwingel (F estuca pallens), Wilder Schoten-
dotter (Erysim um sylvestre), Österreichische Schwarzwurz (S corzonera

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austriaca), Rauhhaar-Hauswurz (Jo vib a rb a hirta), Heideröschen (F um a-


na p ro cu m b e n s) und Borsten-Miere (M in u a rtia setacea).
In der Steiermark ist diese Gesellschaft besonders schön auf der
Peggauer Wand (ÖK 164/1), auf dem Kirchenhügel von Deutschfeistritz
(ÖK 164/2) und auf dem Jungfernsprung bei Graz-Gösting (ÖK 164/5)
entwickelt. In Kärnten findet man sie z. B. auf dem Odwinskogel bei
Launsdorf (ÖK 186/1), auf dem Burgberg von Hochosterwitz (ÖK 186/11)
und bei Griffen (ÖK 204/1).
Ein geschlossener Felstrockenrasen, vor allem auf warmen Steilhängen
in Mittelkärnten verbreitet, ist das von BRAUN-BLANQUET (1961) nach
dem Glanz-Lieschgras (P hleum p h le o id e s) und der Schwärzlichen Kuh­
schelle (P ulsa tilla p ra te n sis subsp. n ig ric a n s ) benannte Phleo-
Pnisatilletum niaricantis. Beispiele dafür gibt es in der Umgebung von
Friesach (ÖK 186/2, 3) und auf dem Burgberg von Hochosterwitz (ÖK
186/11).
Eine Sonderstellung nehmen die Serpentintrockenrasen des Murtals -
In der Gulsen“ bei Kraubath (ÖK 132/4) und auf dem Kirchkogel bei
Pernegg (ÖK 134/1, 2) - ein. EGGLER (1954, 1955) und MAURER (1966)
haben diese Standorte, die wegen des Vorkommens seltener Serpentin-
Pflanzen äußerst bemerkenswert sind, eingehend untersucht.
Im Hinblick darauf, daß es im Bereich der inneralpinen Trockenvegeta­
tion noch keine Naturschutzgebiete gibt, wäre eine Unterschutzstellung
wenigstens der bedeutendsten dieser Trockenrasen dringend nötig. Nur
dann könnte einer allfälligen Bedrohung (z. B. Steinbruchbetrieb, Verbau­
ung, Aufforstung, Verbuschung) entgegengetreten werden.

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III. DIE „BUNTEN WIESEN


STERBEN AUS!
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Die Trocken- und Magerwiesen des Alpenraumes am


Beispiel Niederösterreichs
W. HOLZNER

Theoretisch ist es zwar möglich, Begriffe wie „Trockenrasen“ und


„Trockenwiese“ gegeneinander abzugrenzen. In der Natur ist dann aber
oft nur schwer zu entscheiden, in welche Kategorie man einen konkreten
Standort einordnen soll, denn die Übergänge sind fließend (so paradox
das auch bei Trockenstandorten klingen mag). Darum beschlossen wir,
zumindest exemplarisch neben den ausgesprochenen Trockenrasen auch
Wiesen aufzunehmen.
Unter „Magerrasen“ oder „Magerwiesen“ verstehen wir dabei von
grasartigen Pflanzen beherrschte Bestände auf ausgesprochen nährstoff­
armen Böden. (Herrschen Zwergsträucher vor, so spricht man von
Heiden.) Ein Magerrasen sieht ganz ähnlich wie ein Trockenrasen aus,
denn die Pflanzen entsprechen im Typ denen trockener Standorte, auch
wenn es sich meist um andere Arten handelt (z. B. schmalblättrige, niedrige
Gräser, kleinblättrige, niedrige Zwergsträucher, reichlich Schmetterlings­
blütler). Trockenheit und Nährstoffarmut wirken sich nämlich auf die
Pflanzen ähnlich aus. Analysiert man den Boden eines Trockenrasens, so
kann sich zeigen, daß er recht gut mit Nährstoffen versorgt ist. Die Pflanzen
können diese wegen der schlechten Wasserversorgung aber nicht recht
nutzen. In Extremfällen haben sie sogar zwei Ruheperioden im Jahr: eine
durch Winterkälte und eine durch Sommerdürre erzwungene. Sie leiden
also indirekt Nährstoffmangel. Magerrasen hingegen können recht gut mit
Wasser versorgt sein. Hier ist der Nährstoffmangel direkt auf die Armut des
sauren Bodens zurückzuführen. Zeitweilige Austrocknung kann noch
dazukommen.

1. Schutzbedürftigkeit der Wiesen


Im Laufe unserer Geländearbeiten zeigte sich bald, daß Trocken- und
Magerwiesen noch weitaus gefährdeter als Trockenrasen sind. Viele
Gegenden, wo wir noch vor wenigen Jahren artenreiche Wiesen gesehen
hatten, suchten wir vergeblich auf. Denn die bunte Pracht war verschwun­
den! Die Hauptursachen waren dabei Aufforstungen. Weniger extreme
Flächen wurden durch Intensivierung in eintöniges Grünland umgewan­
delt.
Im großen und ganzen gilt für Österreich heute dasselbe, was schon seit
längerem aus unseren Nachbarstaaten und aus Westeuropa bekannt ist:
Artenreiche Trocken- und Magerwiesen gehören zu den gefährdetsten
Vegetationstypen überhaupt und sind unm ittelbar vom Aussterben
bedroht. Viele Wiesentypen sind wahrscheinlich schon völlig verschwun­
den (ZOLLER et al. 1984).

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a) Verdrängung der Wiesenflora und -fauna durch Aufforstung


(Färbt. 59, 60, 61)
Flächen, deren Bewirtschaftung nicht mehr rationell erscheint, werden
entweder brach liegen gelassen oder mit Bäumen zugepflanzt, wobei in
erster Linie immer noch die Fichte verwendet wird, gleichgültig, um
welchen Klimaraum oder Standort es sich handelt. Diese Aufforstungen
sind recht kostspielig. Einen Nutzen bringen sie, wenn überhaupt, erst in
fernererZukunft. Hauptm otivfürdasZupflanzen auch kleiner Böschungen
ist aber, daß der Bauer sie zwar einerseits nicht mehr mähen will, es aber
andererseits nicht übers Herz bringt, sie einfach „verwildern" zu lassen. Es
muß auch die kleinste Fläche irgendeinen Nutzen erbringen.
Diese Tendenz hat im Bergland in den letzten Jahren äußerst rasch
zugenommen, und die Folgen sind recht augenfällig. Wenn aber erst die
meist noch jungen Bäumchen herangewachsen sein werden, wird in vielen
Gebieten eine völlig neue Landschaft entstanden sein. An die Stelle der
bunten Wiesen mit vereinzelten Laubgehölzen, Hecken und Gebüschgrup­
pen treten nun die dunklen, einförmigen Kulturen in Reihen gesetzter
Koniferen. Da es sich um Gegenden handelt, die ohnehin bereits einen
hohen Waldanteil haben, von denen wieder meist ein großer Anteil bereits
aus Fichtenforst besteht, wird das Landschaftsbild völlig verändert und
monoton. Der Bestand an Pflanzen und Tierarten geht drastisch zurück (s.
z. B. ZOLLER u. BISCHOF 1980)1 Dadurch, daß sonnige Hangwiesen zu
Nadelwald werden, wird höchstwahrscheinlich auch das Lokalklima
verändert.
Insgesamt sinken die ökologische Wertigkeit und der Erholungswert
c s Gebietes stark ab.

Abb. 27 und 28: Die Abbildungen zuge­


pflanzter Trockenrasen bzw. -wiesen spre­
chen für sich.

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Abb 29: Die Landschaftsaufnahme (Maria­ Fichtenforst, Gehöft) durch allmähliches Zu­
zell) zeigt, wie eine ehemals reich strukturier­ pflanzen mit Koniferen verarmt und eintönig
te Landschaft (Trockenwiesen, Fettwiesen, wird.
Feuchtwiesen, Flecken, Laubbaumgruppen,

b) Intensivierung führt zu eintönigen Grünlandbeständen (mit wenigen


und gewöhnlichen Pflanzenarten)
Durch verstärkte Düngung und Nutzung geht die Z ahl d e r Pflanzenar­
ten e in er Wiese oder Weide stark zurück. D i e s w i r d d u r c h f o l g e n d e s
S c h e m a v e ra n s c h a u lic h t:

Abb. 30: Minimum, Durchschnittswert und


Maximum der Artenzahlen einiger Wiesen­
n gesellschaften (nach PFEFFER 1981)'
A - Überdüngte Fettwiesen (Glatthafer­
wiesen)
B - Typische Glatthaferwiesen
C - Goldhaferwiesen (Berg-Fettwiesen)
D - Flalbtrockenwiesen
E - Magere Trockenwiesen (Berg-Seggen-
Wiesen)

Nicht im Diagramm enthalten sind die durch


Neuansaat geschaffenen Intensivgrünland­
flächen, die oft unter 20 Arten enthalten.

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Zusätzlich kommt es zu starken Verschiebungen in der Artenzusam­


mensetzung. An sich relativ seltene, konkurrenzschwache Wiesenarten,
cüe an magere, offene Standorte angepaßt sind, werden von häufigen und
weif verbreiteten Arten verdrängt (z. B. Spitzwegerich, Stumpfblättriger
Ampfer, Wiesen-Ehrenpreis [V. cham a e d rys], Pippau [C. biennis], H a h n e n ­
fuß [Fi- acris], Knaulgras und anderen hochwüchsigen Gräsern).
Besonders die empfindlichen Orchideen-Arten (Knabenkräuter) ver-
schwinden rasch (ZOLLER u. BISCHOF 1980, KÜNKELE u. VOGT 1973,
BILLENSTEINER 1984), unter anderem vermutlich, weil zumindest ihre
Jungendstadien vom Zusammenleben mit Bodenpilzen abhängen, die
ihrerseits wieder durch intensive Mineraldüngung geschädigt werden. M it
den Pflanzenarten und dem Blütenreichtum verschwinden zahlreiche
Tiere, vor allem Schmetterlinge, blütenbesuchende Käfer und Wanzen
und viele an offene, kurze Rasen angepaßte sonnenhungrige Insekten wie
Grillen und Heuschrecken.
Aus einer bunten, summenden Wiese ist einförmiges Grünland gewor­
den. Obwohl die extremeren Trocken- und Magerwiesen sich ohnehin
nicht für eine Intensivierung eignen, da die Pflanzen die zusätzlich durch
Düngung angebotenen Nährstoffe wegen Wassermangels nicht nützen
können oder weil der Ertragsgewinn die Kosten der Intensivierung nicht
übersteigt, versuchen Landwirte immer wieder, auch aus solchen Flächen
mehr herauszuholen - und wenn nur der Inhalt eines übriggebliebenen
Düngersackes auf der nächsten Böschung verteilt wird. Der Nutzen für den
Bauern ist, wenn überhaupt einer vorhanden ist, minimal, der Schaden für
die Natur und Landschaft und damit wieder indirekt für den Bauern selbst
kann hingegen enorm sein. Zumindest die Orchideen werden durch die
Anwendung von Kunstdünger oft schlagartig ausgerottet.

c) Brachliegende (ungenutzte) Wiesen und Weiden wachsen zu


(Färbt. 39)
Rasen und Wiesen sind bei uns unterhalb der Baumgrenze von Natur
aus nur ganz kleinflächig vorhanden gewesen (z. B. in Lawinenbahnen, im
Bereich von Flüssen ...). Der größte Teil ist erst durch die Einwirkung des
Menschen an die Stelle von Wäldern getreten. Auch viele der Rasen-,
Pflanzen- und Tierarten haben sich entweder von kleinstflächigen
Sonderstandorten ausgebreitet, sind aus südlicheren oder östlichen
Steppen-Gebieten eingewandert oder sind überhaupt erst als an die
besonderen Bedingungen der Wiesen und Weiden angepaßte Typen
entstanden. Fällt die Einwirkung des Menschen weg, w ird eine Wiese
oder Weide nicht m ehr genutzt, so erobert der Wald die Fläche zurück.
Diese Entwicklung (Sukzession) geht dabei etwa folgendermaßen vor sich:
In den ersten Jahren ändert sich die Flora qualitativ kaum, d. h., der
Artenbestand bleibt im wesentlichen gleich. Es treten aber Änderungen in
den Mengenverhältnissen der Pflanzenarten auf. Da nun der Streß der
Mahd oder Beweidung wegfällt, werden die Unterschiede in der Konkur­
renzkraft der Pflanzen deutlicher. Konkurrenzstarke Arten können ihre

71
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Überlegenheit besser ausnützen und vermögen noch stärker als zuvor zu


herrschen.
Auf vielen Flächen b e g in n e n h o c h w ü c h s ig e , b re itb lä ttrig e K rä u te r z u
w u c h e rn . Sie waren zwar zuvor auch da, als die Wiese noch gemäht
wurde, konnten sich aber gegen die Gräser nicht recht durchsetzen. Diese
können nämlich wegen ihrerzahlreichen Wuchszonen (in jedem Halmkno-
ten) nach der Mahd (bzw. nach dem Abweiden) besonders rasch wieder
nachwachsen.
Manche von diesen Kräutern breiten sich durch unter- oder oberirdi­
sche Kriechtriebe aus und können dadurch von einer Stelle ausgehend
immer größere Flächen erobern.
Sie treten dann bald herdenweise auf. Besonders tüchtig ist in dieser
Beziehung z. B. das Gefleckte Johanniskraut (H. m a cu la tu m ), das
besonders in kühl-feuchtem Klima, auf Nordhängen oder auf feuchten
Böden große Teile aufgelassener Wiesen oder Weiden zu erobern vermag.
In anderen Fällen treten bestimmte mähfeindliche Gräser (Fiederzwen­
ke und Reitgräser, C. e p ig e jo s u. varia) besonders stark auf. Auch sie
breiten sich durch Kriechtriebe herdenweise aus und neigen dazu, andere
Pflanzen zu verdrängen.
Neben der Ausbreitung bereits vorhandener Wiesenpflanzen kommt es
nach und nach zum Eindringen von zusätzlichen Pflanzenarten, die sich
wegen ihrer Empfindlichkeit gegenüber Mahd oder Beweidung bisher
nicht halten konnten. Außerdem ändern sich allmählich auch die Wuchs­
bedingungen, so daß in Trockenwiesen gegenüber Austrocknung emp­
findlichere Pflanzen von Waldrändern Möglichkeiten zum Gedeihen
finden. Andererseits werden kleinwüchsige Wiesen-Arten durch diese
hochwüchsigen Stauden, aber auch durch die immer dichter werdende
Streuschichte, die den Boden bedeckt, verdrängt.
Diese Streuschichte ist eines der auffälligsten Merkmale von Grünland­
brachen. Sie wird vor allem von den toten Blättern von Gräsern gebildet. So
hat z. B. das häufigste Trockenwiesengras, die Aufrechte Trespe, winter­
grüne Blätter (die bei geringer Schneelage und günstigen Temperaturen
auch im Winter assimilieren können), die im Frühling absterben und sich
nur sehr langsam zersetzen. Dieser Blattfilz bedeutet, daß kaum mehr
Sonne auf den Boden durchkommt. Außerdem wird der austrocknende
Wind durch die hohe Vegetation gebremst. Der Boden wird feuchter und
kühler und weniger anfällig gegen Austrocknung in Dürreperioden. Eine
deutliche Zunahme der unterirdischen Biomasse (grob gesprochen der
Durchwurzelung) bedingt eine höhere Porosität und damit ein höheres
Wasserspeichervermögen (höheres matrisches Wasserpotential, GISI u.
OERTLI 1981). Durch den geringen Entzug von Kohlenstoff kommt es zu
einer Veränderung des C/N-Verhältnisses und zu relativem Stickstoffman­
gel, der dann auf mageren Standorten durch das Wegbleiben der
Düngung gravierend werden kann und den Schmetterlingsblütlern einen
besonderen Konkurrenzvorteil bietet (s. u.). Von GISI u. OERTLI wurden
absinkende pH-Werte und gesteigerte Ca-Auswaschung festgestellt sowie
ein Rückgang der mikrobiologischen Aktivität des Bodens (1981).

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Ob nun Pflanzen von Waldrändern (sogenannte „Saumpflanzen“ ),


Waldlichtungen, Wegrändern, Steinbrüchen etc. in der Brache aufkommen
yncj welche Arten es sind, hängt einerseits davon ab, ob entsprechende
Standorte In entsprechender Entfernung vorhanden sind. Besonders
günstig ist es, wenn die Wiese an einen Wald grenzt oder eine Hecke oder
Gebüschgruppe vorhanden ist. Eine ganze Reihe von Pflanzenarten kann
nun im Laufe von Jahrzehnten allmählich in die Wiese vorrücken -
entweder mit Hilfe von unter- oder oberirdischen Kriechtrieben oder mit
Schleuderfrüchten oder Flugmechanismen. Pflanzen mit fliegenden Sa­
men können auch gleich mitten in der Wiese ankommen.
Ihr Problem ist allerdings, daß die Keimung und vor allem das
Aufkommen der Keimlinge durch die dichte Streuschichte und die hohe
Vegetation verhindert werden. Sie haben daher nur auf offenen Bodenstel­
len eine Chance, z. B. auf Maulwurfs- oder Wühlmaushügeln. Das gleiche
gilt für die „fliegenden Gehölze“ (s. u.). Auch ein Auskeimen von Samen, die
bereits seit langerZeit im Boden liegen und auf eine Chance warten, ist nur
an solchen Stellen möglich. Diese Strategie ist zwar von Pionierpflanzen
der Waldschläge, Steinbrüche und ähnlicher Standorte gut bekannt, z. B.
von den Königskerzen-Arten (Färbt. 30) oder von manchen Nachtschat­
tengewächsen. Ihre Samen vermögen Jahrhunderte im Boden zu überdau­
ern, bis sich über ihnen die Vegetation wieder lichtet und ihren Keimlingen
eine Chance bietet. Dies ist allerdings in einer W iese- und schon gar nicht
in einer, die nicht mehr gemäht wird - sehr selten der Fall, so daß diese
Arien nur dort zu finden sind, wo der Boden z. B. durch Forstarbeiten
(Aufforsten, Holzbringung ...) verletzt worden ist. Häufiger sind sie hinge­
gen in den Trockenrasen der Straßenböschungen und Feldraine.

In erster Linie sind es also doch (Wald-)Saumpflanzen (Färbt. 13, 65),


die in aufgelassenen Mager- und Trockenwiesen besondere Bedeutung
erlangen: Blutroter Storchschnabel (G. sa n g u in e u m , Färbt. 29, 65),
Doldenblütler: (Libanotis, P e u ce d a n u m spp., P a s tin a c a . . .), Disteln (v. a.
Clrsium p a n n o n ic u m ), Flockenblumen (v. a. C. scabiosa, Färbt. 56, 59),
Alant-Arten (I. hirta, conyza, salicin a ), Ebensträußige Margerite (T a n a ce -
tum corym bosum , Färbt. 55), Quirl-Salbei (S. verticillata), Baldrian (V.
o rficin a lis agg.), Graslilie (A n th e ricu m ram osum ), Ochsenauge (B u p h th a l-
rnum), Großer Ehrenpreis (V. teucrium ), Färber-Kamille (A. tin cto ria ),
Johanniskräuter (H. p e rfo ra tu m , m a cu la tu m , m o n ta n u m ), Habichtskräuter
(v. a. H. u m bellatum ), Greiskraut (v. a. S. eru cifo liu s), Goldrute (S o lid a g o
virgaurea), Berg-Aster (A. am ellus).
Eine besondere Rolle spielen auf Wiesen- oder Weide-Brachen die
Schmetterlingsblütler (die sich ja mit Hilfe ihrer Knöllchensymbionten
selbst aus der Luft mit Stickstoff versorgen können), so z. B. Wicken (V.
tenuifolia, cra cca ), Tragant (A. cicer), Bunte Kronwicke (C. varia). Arten
dieser Familie sind auch besonders wichtig als Nektarspender (bes. f.
Hummeln) und Futterpflanzen für die Raupen von Schmetterlingen
(KRATOCHWIL 1984).

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Diese (Wald-)Saumpflanzen zeigen einerseits die allm ähliche Ände­


rung der Umweltbedingungen auf der Wiesenbrache an und tragen
andererseits selbstzur Beschleunigung dieser Entwicklung bei. Sie sind
V o rb o te n d e r W ie d e rb e w a ld u n g . Keimlinge von Sträuchern und Bäumen
können allerdings bereits in den allerersten Jahren nach Aufhören der
Nutzung auftreten. So können z. B. die Früchte der Waldrebe anfliegen. Da
diese Liane noch nichts vorfindet, an dem sie sich emporranken könnte,
bedeckt sie flächig den Boden und erstickt die Wiesenpflanzen. Gehölze,
die sich ebenfalls in erster Linie durch Anflug verbreiten, sind Salweide,
Zitterpappel, Birke, Hainbuche, Esche, Feldahorn. Sie haben aber die
gleichen Probleme wie die Kräuter: In einer ungestörten Wiesenbrache mit
dichter Streuschichte haben ihre lichtbedürftigen Keimlinge kaum eine
Chance hochzukommen. Ihre Möglichkeiten sind auf offene Stellen im
Rasen beschränkt. Sie treten daher v o r a lle m a ls P io n ie r e a u f W e id e n a u \,
da es hier durch den Viehtritt zahlreiche Bodenanrisse gibt.
Leichter haben es Gehölze, die sich vom Waldrand, von Hecken,
Gebüschen oder bereits in der Wiese stehenden Einzelbäumen durch
unterirdische Ausläufer in die Wiese vorschieben können. So wächst der
Wald allmählich in die Wiese hinein. Diese Strategie verfolgen folgende
Arten: Roter Hartriegel, Schlehdorn, Zwergweichsel, Zitterpappel, Silber­
pappel, Robinie, Feldulme.
Während, wie oben erwähnt, Gehölze mit Flugsamen den Hauptteil der
Waldpioniere in aufgelassenem Weideland darstellen, so werden dichte
W ie s e n b ra c h e n z u n ä c h s t e in m a l v o r a lle m v o n G e h ö lz e n e ro b e rt, d e r e n
S a m e n v o n T ie re n v e r b r e ite t w e r d e n (Vögel, vor allem Eichelhäher,
Mäuse, Eichkätzchen): Eichen, Haselnuß, Walnuß, Weißdorn, Gelber
Hartriegel, Heckenrose, Holzapfel, Holzbirne. Der Grund dafür scheint klar
zu sein: Die Gehölze mit Flugsamen (bzw. -früchten) müssen ja an Gewicht
sparen, können daher ihren Embryos nur wenig Reservestoffe mitgeben.
Die Keimlinge verhungern, bevor sie sich an das Licht durchgekämpft
haben. Anders ist es bei den Arten, die für die Verbreitung durch Tiere
eingerichtet sind. Der reiche Nährstoffvorrat ihrer Samen bzw. Früchte
ermöglicht es den Keimlingen, eine längere Hungerzeit durchzustehen, bis
sie sich über die Kräuter hinaus einen Platz an der Sonne erobert haben.

Abb. 31: In den ersten Jahren und Jahrzehn­


ten nach der Brachlegung bildet so eine
Fläche ein abwechslungsreiches Bild von
kräuterreichen Wiesenflecken mit zahlrei­
chen bunten Blumen (viele Saumpflanzen
haben wegen ihrer Anpassung an Insekten­
bestäubung sehr auffällige Blüten), unter­
schiedlich hohen Gebüschgruppen, Einzel­
büschen und Bäumen.

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Die Botaniker sprechen von einem Vegetationsmosaik m it hoher


ökologischer Diversität, d. h. einer Vielzahl ökologischer Nischen.
Dadurch ist auch die Fauna auf solchen Flächen besonders artenreich,
ein Umstand, der jedem sofort auffällt, wenn er im Sommer über so eine
F l ä c h e streift: Neben dem bunten Gewimmel blütenbesuchender Insekten
krabbelt, summt und zirpt es rundumher, und die Fleuhüpfer spritzen nach
allen Seiten. KRATOCFIWIL (1984) hat eine Brachen-Biozönose gründlich
ökologisch untersucht. Er betont unter anderem, daß ein derartiges
Vegetationsmosaik für ortstreue Kleinbienen essentiell ist. Die Tierwelt ist
nicht nur besonders reich an Insektenarten. Sobald sich Gehölze einge­
stellt haben, werden auch die Vogelfauna und die Zahl der Kleinsäuger
gefördert.
ZOLLER et al. (1984) belegen diese Entwicklung mit einigen Daten, die in
der Schweiz gewonnen wurden. Sie betonen, daß die Zunahme der
Diversität nach Brachfallen von Wiesen nur für die Zahl der Nischen, die
Vegetation und die Fauna zutrifft, nicht aber für die Flora, mit anderen
Worten: Die Zahl der Pflanzenarten geht bereits in den ersten Jahren
ziemlich drastisch zurück, und zwar auf die Hälfte bis auf ein Drittel. Dies
erklärt sich aus der oben beschriebenen verdrängenden Entwicklung
konkurrenzstarker Kräuter und mähfeindlicher Gräser sowie aus der
verdämmenden Wirkung der Streuauflage. Ganz im Gegensatz dazu
betont ZIMMERMANN (1979), daß die von ihm untersuchte Halbtrocken­
rasen-Brache (Graslilien-Halde) zu den artenreichsten Gesellschaften
Mitteleuropas gehört (mit im Durchschnitt 60 Arten pro 100 m2). Auch in
den niederösterreichischen Kalkalpen gibt es noch bewirtschaftete Mager­
wiesen mit über 70 Arten auf der gleichen Flächeneinheit, und nach
Aufhören der Bewirtschaftung kann die Artenzahl auf diesen Flächen
sogar noch zunehmen!
Dies gilt allerdings nur für ausgesprochen magere und/oder im Sommer
stark austrocknende Standorte. Hier kann Brachlegung tatsächlich eine
Zunahme der Floren-Diversität bewirken, da kaum Arten wegfallen - die
Vegetation bleibt ja offen und niedrig, der Anfall an Streu ist gering -, aber
mäh- und weidefeindliche Arten, die bisher ausgeschlossen waren,
hinzukommen können. Im allgemeinen, d. h. auf den für Trocken- und
Magerwiesen typischen Standorten, gilt jedoch, daß ein Zuwachsen der
Wiese mit Verlust an Pflanzenarten einhergeht, wobei gerade ohnehin
seltene, weil konkurrenzschwache Arten und besonders Orchideen verlo­
rengehen.
Wenn man weiters noch bedenkt, daß die oben beschriebene positive
Entwicklung für die Tierwelt nur eine vorübergehende ist, da das reiche
Vegetationsmosaik ja nur ein Übergangsstadium zum Wald darstellt, wo
dann die Zahl der Tierarten extrem absinkt, so wird deutlich, daß es nicht
nur aus landschaftspflegerischen, sondern auch aus ökologischen Ge­
sichtspunkten besser wäre, die Wiesen und Weiden wie bisher zu
bewirtschaften, obwohl Brachlegung sicher noch wesentlich günstiger ist
als Aufforstung, Intensivierung, Umbruch, Verbauung etc., die ja die
sofortige komplette Vernichtung der Flora und Fauna bedeuten.

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2. Schutzwürdigkeit: Warum ist es wichtig, die „bunten Wiesen“ zu


erhalten?
a) Zahlreiche licht- und wärmeliebende Pflanzenarten (und Tierarten,
siehe Kapitel 1/4) sind vor allem im kühl-feuchten Voralpenklima an die
Wiesen gebunden und sterben mit deren Verschwinden aus. Wiesen­
blumen sind als Nektarspender für zahlreiche Insekten (Schmetterlinge,
Bienen...) unentbehrlich.
b) Bunte Wiesen prägen das B ild einer Landschaft und schaffen einen
harmonischen Kontrast zu den Wäldern, mit denen sie durch Säume
verbunden sind. Sie bringen mit ihrer Mannigfaltigkeit an Formen und
Farben bunte, duftende, flatternde und summende Natur in die unmittelba­
re Umgebung der Menschen und verleihen einer Landschaft besonderen
Erlebnis- und Erholungswert. Dies wird schon dadurch deutlich, daß auf
Fremdenverkehrsprospekten häufig bunte Wiesen abgebildet sind, um
den Erholungswert einer Landschaft zu illustrieren. Heute wird es immer
schwieriger, derartige Photos zu schießen oder in einer bunten Wiese „mit
derSeelezu baumeln“ , dadie Landschaft von eintönigem Grün beherrscht
wird (Färbt. 55, 56, 59, 71, 72, 73, 79, 81).
c) Die Erhaltung bunter Wiesen wäre auch aus kulturhistorischen
Gründen erstrebenswert, handelt es sich doch um Vegetationstypen, die
se it Jahrtausenden die Umwelt des Menschen geprägt haben.
Sollen unsere K inder diese Landschaft nur m ehr aus Bilderbüchern
kennenlernen?

3. Was kann für den Wiesenschutz getan werden?


Aus der Tatsache, daß die meisten Wiesen nicht Ur-Natur, sondern
Menschenwerk sind, ergibt sich, daß es nicht genügt, sie einfach unter
Schutz zu stellen. Um sie zu erhalten, müssen sie bewirtschaftet oder
gepflegt werden.
Es gibt zwei Möglichkeiten, dies durchzuführen:
a) Der bewirtschaftende Landwirt erhält eine entsprechende Entschädi­
gung mit der Auflage, das Grünland so zu nutzen, daß sein bisheriger
Charakter erhalten bleibt.
b) Landwirtschaftliche Grenzertragsflächen werden von der öffentli­
chen Hand oder von Vereinen etc. aufgekauft und entweder Nutzungs­
rechte mit entsprechenden Auflagen an Landwirte vergeben, oder es wird
ein nebenberuflicher oder hauptamtlicher Landschaftspfleger angestellt.
Dieser bewirtschaftet die Fläche dann vorwiegend nach ökologischen
Richtlinien. Dabei können aber wirtschaftliche Gesichtspunkte durchaus
berücksichtigt werden: So könnte das duftende Heu artenreicher Mager­
wiesen sicher bei entsprechender Organisation gut vermarktet werden. Z.
B. ist das, was momentan in Tierhandlungen als ,,Alpen-Heu“ zu hohen
Preisen verkauft wird, in manchen Fällen minderwertiges Zeug von reinen
Knaulgras-Intensivbeständen.

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Nicht empfehlenswert ist es, Trockenwiesen zur Kurzhaltung der


Verbuschung und Verminderung der Streuschicht einfach abzubrennen.
Dies wirkt sich nicht nur auf die Tierwelt, sondern im wesentlichen auch auf
die Flora nachteilig aus (ZIMMERMANN 1979).
Besonders dringende und wichtige und im Vergleich zu den vorher
beschriebenen re la tiv einfache Maßnahmen wären Aufklärungskam ­
pagnen, bei denen vor allem die ländliche Bevölkerung über die Bedeu­
tung der Trocken- und Magerwiesen für die Landwirtschaft, Landschaft,
den Natur- und Umweltschutz und den Fremdenverkehr informiert wird.

4. Konkrete Vorschläge für Wiesenschutzgebiete


Es ist sinnlos, einzelne Wiesen über ein großes Gebiet (z. B. den
niederösterreichischen Alpenteil) verstreut unter Schutz zu stellen. Ein
sinnvolles Wiesenschutzgebiet müßte eine Fläche von mehreren Hektar
umfassen (ZOLLER et al. 1984), wobei allerdings nicht die ganze Fläche
aus genutzten Wiesen bestehen muß. Sie kann nicht nur, sondern soll
sogar auch Gebüsche, Feuchtwiesen, Brachen, Ufervegetation etc. umfas­
sen. Hier könnte ein Landwirt unter Anleitung von Ökologen als Land­
schaftspfleger tätig werden und die Flächen nach einem naturschutz­
orientierten Plan bewirtschaften.
Bei dieser Gelegenheit sollten gleich intensive wissenschaftliche Unter­
suchungen und Freilandexperimente durchgeführt werden, um einige der
vielen offenen Fragen zu klären. Die Ergebnisse würden dann zur
Verbesserung des Pflegemodells beitragen.
Wiesenschutzaebiete - Vorschläge für Niederösterreich
Q ..Alpennordrand“ (Abbruch des Wienerwaldes zum Tullnerfeld)
Die Unterhänge des Wienerwaldes zwischen Sieghartskirchen und
St. Andrä-Wördern sind durch eine besonders reizvolle und biologisch
höchstwertige Landschaft charakterisiert: Großflächig gibt es Mosaike
von artenreichen Gehölzen, Trockenrasenflecken mit Massenvorkommen
von Orchideen (z. B. Riemenzunge), aufgelassene Wiesen mit verschiede­
nen Verbuschungsstadien (so z. B. Blutroter Storchschnabel, dominant
auf Flächen von mehreren tausend Quadratmetern), artenreiche Gehölze,
Hecken und Wäldchen, aufgelassene Weingärten neben noch bewirt­
schafteten Wein- und Obstkulturen und Ackerbau. Vordringlich wären die
Erhaltung der allerletzten noch genutzten Trockenwiesen und die Verhin­
derung weiterer Verbauung (ÖK 40/19, 20).
• Gscheid bei Kernhof, vor allem Flachmoor und Feuchtwiesen im
Zusammenhang mit verschiedensten anderen Wiesentypen (73/5,
Färbt. 78).
• Miesenbachtal - Dürnbach. Gern. Puchberg/Miesenbach/Waldegg;
(Schwerpunkte: Am Ascher (biszum Paß); Haselbauer; Unterhänge der
Hohen Wand; Auf der Höh (75/11).
• Puchbera. Hügel SW d. Ortes; Fadenwiese in Losenheim (unterhalb d.
Lifts) und Weiden bis hinauf zur Edelweißhütte (75/12, Färbt. 55, 56).

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• Altenmarkt a. d. Triestina - Nöstach (57/9, Färbt. 59).


• Wienerwald: fHeiliaenkreuz) - Sittendorf - Dornbach - Grub - (Sulz) -
(Färbt. 62, 63).
• Lunz. Oed (71/1).
• Lilienfeld. Zögersbachtal (73/2).
• Kaumbera. Laabach: Hafnergraben - Steinbachtal (57/2-5).

Im W aldviertel:
• Jauerlina: Hänge oberhalb Gut am Steg.
• Elsenreith: Wiesen an der Straße nach Spitz (36/3).
• Gmünd, Blockheide (5/2).

5. Ist „der Bauer als Landschaftspfleger“ nur ein Werbeslogan?


Der Wert der Trockenwiesen für die Landwirtschaft
Sollte ein der Landwirtschaft verbundener Mensch oder gar ein
Landwirt in unserem Büchlein gelesen haben, so wird er sich gefreut
haben zu lesen, welche Bedeutung Wiesen und Weiden für Pflanzen, Tiere
und Menschen haben und welche Rolle der Bauer bei Ihrer Entstehung
gespielt hat und wie nötig seine Pflege für ihre Erhaltung ist. Bis hierher ist
also gegen das Zitat im Titel, das heute oft verwendet wird, z. B. um die
Notwendigkeit staatlicher Unterstützung für Bergbauern hervorzukehren,
nichts einzuwenden. Leider muß man aber nun feststellen, daß die
moderne Landwirtschaft d rauf und dran ist, die Landschaft m it ihren
harmonischen, menschlichen (im Sinne von humanen, naturverbunde­
nen) Dimensionen, die m it unseren Vorfahren gewachsen sind und an
die w ir uns seit Generationen gewöhnt haben, zu zerstören. Dies ist in
den vorigen Kapiteln in Wort und Bild eindringlich dargestellt worden.
Einfach den Landwirten die Schuld zu geben und sie als Vergifter und
Zerstörer der Natur anzuklagen, wie es gerne getan wird, ist aber zu
einfach und ginge weit am Kern des Problems vorbei. Einerseits werden die
Bauern durch wirtschaftliche Zwänge zu immer weiter gehender Rationali­
sierung gedrängt. Andererseits laufen ihre ganze Erziehung, Schulung
und die Beratung und Aufklärung darüber, was ein moderner, erfolgrei­
cher Bauer zu denken und zu tun hat, in die verkehrte Richtung. Was also
nötig ist, ist richtige und bessere Aufklärung vor allem für die, deren Beruf
es ist, Landwirte zu unterrichten oder zu beraten. Wir hoffen, daß unser
Buch in dieser Richtung nützlich sein wird.
Mit welchen Argum enten kann man nun versuchen, einen Landw irt
davon zu überzeugen, daß Trocken- und Magerrasen a uf seinem Grund
und Boden ein Plus für ihn sind?
Während man es bisher für wünschenswert hielt, durch intensive
Düngung bei entsprechend gesteigerter Nutzung maximalen Ertrag an
eiweißreichem, rohfaserarmem Futter aus dem Grünland herauszuholen,
wobei ein hoher Anteil an Gräsern für den Ertrag entscheidend ist, so
warnen seit einiger Zeit Grünlandexperten vor dieser Einstellung: „Hohe

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Erträge von gutem Rauhfutter liefern nur Wiesenbestände, in denen


Kleearten, K räuter und Gräser in einem ausgewogenen M engenver­
hältnis vertreten sin d ... Matten und Weiden mit einer ausgewogenen
botanischen Zusammensetzung liefern nicht nur mehr und besseres
Futter, sondern auch Futter, das sich leichter konservieren und beweiden
läßt“ (DIETL 1977).
In Trocken- und Magerwiesen kann man nun den Ertrag der oben
angesprochenen Fettwiesen nie erreichen. Wohl aber liefern sie kräuter­
reiches (aromatisches) Futter m it hohem Ballaststoffanteil, m it dem sich
durch Dazufüttern die Mängel des Futters von intensivem Grünland
ausgleichen lassen.
Punkt für Punkt kann man also folgende Vorteile von Trocken- und
Magerrasen anführen:
£ Liefern Qualitätsheu als Ausgleich bei rohfaserarmem Futter.
§H Futter wirkt durch Geschmacksstoffe appetitanregend und führt zu
vermehrter Futteraufnahme.
$> Futter fördert die Gesundheit der Tiere (allerdings auf Giftpflanzen
achten!) - beugt Krankheiten vor und kann sogar Fruchtbarkeitsstö­
rungen beheben („Medizinalheu“ , FIEDINGER 1984).
fl Trocken- und Magerwiesen brauchen kaum gedüngt werden. (Im
Gegenteil: Düngung bringt zwar kaum Mehrertrag, kann jedoch durch
Veränderungen des Pflanzenbestandes dem Trockenrasen schweren
Schaden zufügen: z. B. Ausrottung der Orchideen),
f l Tiefreichendes Wurzelwerk wirkt erosionshem mend auf Steilhängen.
0 Trockenwiesen werden später geschnitten als Fettwiesen; der Schnitt­
zeitpunkt kann eher variiert werden, ohne daß die Futterqualität
leidet, als bei den Fettwiesen. Dadurch kann auf günstiges Wetter zur
Heugewinnung eher gewartet werden.
# Es wäre denkbar, daß Heu von M agerwiesen als Besonderheit zu
guten Preisen verm arktet werden kann (z. B. an Tierhalter in Städten;
Kleinpackungen; „Echtes Alpen-Fleu“ , „Bio-Heu“ ...).
# Der Pflanzenbestand 6er Trocken- und Magerrasen ist an die von
Natur aus gegebenen Standortbedingungen angepaßt.
{& Trocken- und Magerrasen in der Nähe sind daher wichtige Samen­
spender für neu angelegte Böschungen (Straßenbau, Güterwege
etc.)
# Die Heublumenvon Trocken- und Magerrasen sind heute für Berasun-
gen, die Anlage von „bunten Blumen wiesen“ etc. gesucht und können
verkauft werden. Landwirte mit größeren geeigneten Flächen könnten
sich sogar auf die Produktion von Saatgut für solche Zwecke
spezialisieren.
# Und zuletzt noch ein Punkt, der nichts mit Produktion und Gewinn zu
tun hat:
Es wird heute viel davon gesprochen, wie wichtig Naturerlebnisse für
Seele, Nerven und körperliche Gesundheit 6er Stadtbewohner sind
(PIPEREK 1983). Die Landbevölkerung, so nimmt man an, ist da besser

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

dran. Wie viele Bauern rattern jedoch auf ihren Traktoren durch eine
ausgeräumte, begradigte, von unordentlicher Natur befreite Land­
schaft, in der es kaum mehr Wildblumen oder Schmetterlinge - von
Kohlweißlingen abgesehen - gibt, die sie wenigstens für einen Augen­
blick von ihren Bandscheibenschmerzen ablenken.
Wenn den Landwirten einmal klar ist, was sie alles zerstören, wenn sie
die Hangwiese bis zum Waldrand düngen, Trockenrasen auf Böschungen
abschieben oder aufforsten oder den letzten Herbizidrest vom Acker
darübersprühen, und daß ihnen das letzten Endes m ehr schadet als nützt,
dann wird man wohl nicht mehr lange argumentieren oder nach Natur­
schutzschildern rufen müssen. Denn welcher B auer freut sich nicht an
Schm etterlingen oder bunten Blumen und bedauert deren Verschwin­
den, ohne zu ahnen, daß er selbst vielleicht der Hauptschuldige daran
ist?
Aus dieser Sicht klingt die Forderung des Schweizer Naturschutzbun­
des , J e d e m Bauernbetrieb seine M agerw iese“ (HEDINGER 1984) gar
nicht so ausgefallen.
Mit entsprechenden Erklärungen müßte es zu erreichen sein, daß
Landwirte sich von selbst und aus eigenem Verständnis heraus um die
Pflege der Landschaft und Erhaltung der Natur in ihrem Besitz küm ­
mern. Es muß ihnen klar sein, daß die Erhaltung und Pflege einer
harmonischen Landschaft mit einer möglichst großen Vielfalt an naturna­
hen Lebensräumen heute zu ihren Aufgaben gehört und welche Vorteile
sie selbst daraus ziehen können. Die übrige Bevölkerung müßte von der
Bedeutung der Rolle der Landwirtschaft bei der Erhaltung der Land­
schaft und der Lebensqualität für alle so überzeugt werden, daß die
Bauern in ihrer Forderung nach Unterstützung und gerechterer Entloh­
nung ihrer Arbeit breitere Unterstützung finden als bisher.

6. Was kann für die Erhaltung der Trockenwiesenflora und -fauna noch
getan werden?
Selbst in Gebieten, in denen Wiesen und Weiden kaum Vorkommen oder
wo aus wirtschaftlichen Überlegungen auf eine Intensivierung nicht
verzichtet werden kann, läßt sich doch einiges für die Landschaft und den
Naturschutz tun:

a) Pflege und Erhaltung kleinräum iger Landschaftselemente


Straßenböschungen, Wegränder, Feldraine, Zwickel in Gabelungen
von Güterwegen, ungenützte („wüste“ ) Plätze, z. B. nur zeitweise benützte
Lagerplätze, aufgelassene Schottergruben, Steinbrüche, Grabenufer, Fel­
sen, Trockenm auern... stellen Biotope dar, die von licht- und wärmelie­
benden Tier- und Pflanzenarten besiedelt werden können. In Ortschaften
oder ausgeräumter, naturarmer landwirtschaftlicher Intensivlandschaft
stellen sie die letzten Refugien vieler Arten dar und haben daher einen
relativ sehr hohen Wert für den Naturschutz. In Landschaften, wo noch

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naturnahe Vegetation, z. B. Trockenwiesen, vorhanden ist, fungieren sie


als wichtige Verbindungsbiotope zwischen den größeren Flächen.
Der moderne Mensch hat die finanziellen, technischen und chemischen
Möglichkeiten und die nötige Zeit, um auch in diese letzten Fleckchen
Natur „O rdnung“ zu bringen. Terrassierte Felder werden in eine schräge
Fläche verwandelt, ohne einen Gedanken darauf zu verschwenden, daß
diese Terrassen ja einen Sinn hatten, nämlich die Bodenerosion zu
verhindern. Mit der Planierung verschwinden die Böschungen. Hohlwege
werden zugeschüttet - in vielen Fällen mit Müll! Genauso ergeht es alten
Schottergruben oder Steinbrüchen. Hecken und Einzelgehölze, die sich
seit Jahrhunderten naturnah entwickelt haben und von kleinen Säumen
und Fleckchen seltener Kräuter umgeben sind, werden entfernt. Wegrän­
der und Böschungen werden mit Herbiziden behandelt, und nach der
Arbeit auf dem Feld wird der Herbizidrest, der im Faß verblieb, noch am
Waldrand versprüht, um Ordnung zu schaffen. Dabei ist wissenschaftlich
erwiesen, daß von derartigen Standorten keine Verunkrautung der Ä cker
zu befürchtend. In den Ortschaften werden alle Fleckchen mit sogenann­
ter wüster Vegetation umgebrochen und entweder betoniert oder asphal­
tiert, oder sie erhalten einen kurzgeschorenen Rasen mit ausländischen
Zierpflanzen und Koniferen.
Und die Gestalter, die auf diese Weise der Natur unter die Arme greifen,
wundern sich selbst, daß sie seit Jahren keinen Schmetterling mehr (außer
den unbeliebten Kohlweißlingen und „M otten“ ) gesehen haben und daß
es Immer weniger Singvögel gibt! Wenn man die Farbtafeln 3,11,36,42, 58
und 70 betrachtet und den Text über die Bedeutung der Trockenrasen für
die Schmetterlingsfauna liest, wird klar, welchen hohen Wert selbst kleine
Trockenrasenflecken nicht nur aus der Sicht des Naturschutzes, son­
dern für jeden Menschen, der Blumen, Schm etterlinge und Vögel mag,
haben. Diese winzigen Wildnisflecken, die niemandem schaden,
müssen daher nicht nur unangetastet bleiben, sondern sollten sogar
tow uß tgeschützt werden, indem man z. B. besonders darauf achtet, daß
mit Pestiziden oder Dünger von ihnen ein Sicherheitsabstand eingehalten
wird.
Eine besondere Bedeutung haben in dieser Hinsicht die Bahndämme
wegen ihrer Großflächigkeit. Sie stellen in vielen Gebieten unschätzbare
Naturreservoire dar und müssen unbedingt sorgfältig behandelt werden.
Sehr wertvoll sind auch die Waldränder, vor allem wenn sie nach Süden
exponiert sind. Hier können sich ein artenreicher Strauchmantel und ein
Saum aus bunten Kräutern entwickeln. Ein derartiger Waldrand ist ein
wichtiges Refugium für seltene Pflanzen und Tiere, verbindet Wald und
landwirtschaftliches Gelände mit einem harmonischen Übergang und ist
von hohem ästhetischem Wert. An so einem Waldrand ist es schön zu
sitzen! Dabei muß für diesen enormen Nutzen für Natur und Landschaft
nur ein Streifen von ein bis eineinhalb Metern am W aldrand,,g eopfert“
werden.
Von Waldrändern muß daher beim Spritzen oder Düngen ein ausrei­
chender Sicherheitsabstand eingehalten werden. Wege am Waldrand

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sind günstig, wenn sie von diesem mindestens einen Meter Abstand halten.
Sie fungieren dann als zusätzliche Barriere gegen die Agrarflächen und
hindern andererseits z. B. Sträucher mit Wurzelausläufern, in die Äcker
oder Wiesen hineinzuwachsen. RUTHSATZ (1984) hat über den Schutz-
und Zeigerwert der Waldsäume ausführlicher berichtet.

b) Berücksichtigung und Förderung der Rasenflora und -fauna bei der


Planung oder Durchführung von Landschaftsveränderungen
Wären sich alle Beteiligten - vom Planer bis zum Baggerfahrer, vom
Bürgermeister bis zum Bauern - klar darüber, welche Bedeutung Trocken-
rasen und die oben beschriebenen kleinen Landschaftselemente haben,
dann könnte im Zuge von Kommassierungen, Straßen- und Wegebau etc.
sehr viel für die Schonung, Erhaltung und Schaffung auch kleinster
Fleckchen Natur getan werden.
Entstehen neue trockenrasenfähige Böschungen, so können diese so
gestaltet werden, daß eine naturnahe Besiedlung möglichst rasch und
sicher vor sich gehen kann. FISCHER (1982) hat diesbezüglich detaillierte
Vorschläge für die Gestaltung von Lößböschungen mitgeteilt. Besonders
wichtig ist es, Reste des Bewuchses alter Böschungen in die neuen
einzubauen und die künstliche Begrünung nur so dicht vorzunehmen, daß
Arten aus der Umgebung Möglichkeiten finden, die Böschung zu besie­
deln. Bei Löß und ähnlich haltbarem Material ist es günstig, südseitig
senkrechte Wandstellen als Siedlungsraum für selten gewordene Haut­
flügler und andere Tiere vorzusehen.
Die Selbstbesiedlung von Böschungen ist natürlich nur möglich, wenn
ähnliche Standorte mit entsprechender Artengarnitur nicht zu weit entfernt
sind. Dies ist, wie bereits betont wurde, eines der Argumente für die
Erhaltungswürdigkeit auch der kleinsten Rasenflecken und -böschungen.

Trocken- und Magerwiesen gehören zu den gefährdetsten Vegeta­


tionstypen und sind in vielen Gebieten bereits ausgestorben oder vom
Aussterben bedroht. Da sie zu den pflanzen- und tierartenreichsten
Biotopen überhaupt gehören, bedeutet ihr Verschwinden, daß Fauna
und Flora eines Gebietes einen großen Teil ( Y 2 - Y 4 ! ) ihrer Arten verlieren.
Bunte Wiesen und Weiden prägen das Landschaftsbild und bieten dem
Menschen durch ihre Mannigfaltigkeit an Formen und Farben, Düften
und Geräuschen (G rillen...) besonders reiche Naturerlebnisse. Bunte
Wiesen verleihen daher einer Landschaft einen hohen Erholungswert
und sind sehr wichtig für den Fremdenverkehr. Dies wird auch aus der
Häufigkeit, mit der sie in der Werbung verwendet werden, deutlich.
Das rasche Verschwinden der Trocken- und Magerwiesen im Alpen­
raum in den letzten Jahren hat folgende Hauptursachen:
• Aufforstungen mit Fichten, wobei selbst kleinste Flächen (Böschun­
gen) nicht verschont bleiben.
• Intensivierung: Durch verstärkte Düngung und Nutzung entstehen
artenarme Bestände aus weitverbreiteten (gewöhnlichen) Pflanzen­
arten.

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^ Brache: Nichtmehmutzung führt zum Zurückgehen der Pflanzenar­


ten, andererseits aber zur Zunahme der ökologischen Mannigfaltig­
keit und der Tierarten. Dieser Zustand ist aber nur ein vorüberge­
hender in der Entwicklung zum Wald hin.
Maßnahmen zum Schutz der Trocken- und Magerwiesen:
$ Daher wäre die Weiternutzung (Mahd, Weide) wie bisher die ideale
Lösung. Dabei sollten ökologische Gesichtspunkte im Vordergrund
stehen und auf eine möglichst hohe ökologische Diversität der
Landschaft (Mosaik von Wiesen-Weiden, Brachen, Gebüschen,
W aldsäumen...) hingearbeitet werden. Aber auch wirtschaftliche
Überlegungen könnten durchaus berücksichtigt werden.
H Viele Zerstörungen in Natur und Landschaft werden nicht aus
rücksichtslosem Gewinnstreben oder böser Absicht, sondern aus
Ahnungslosigkeit angerichtet. Die wichtigste Naturschutzmaß­
nahme wäre daher Aufklärung der Bevölkerung.
• Besonders für kleinräumige Landschaftselemente (Böschungen,
Waldränder, Bahndämme, Feldraine...) könnte durch Erhaltung
und Pflege viel von privater Seite getan werden.
^ Bei Bauarbeiten in der Landschaft und Umgestaltungen könnte
ebenfalls viel mehr als bisher zur Schonung, Erhaltung und
Neuschaffung von Trockenrasen-Biotopen getan werden.

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IV. KATALOG DER


TROCKENRASEN ÖSTERREICHS

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Dieses Verzeichnis enthält den größten Teil der von uns in den
Vegetationsperioden 1984 und 1985 aufgenommenen Rasen. Obwohl zur
Vorbereitung die Literatur gesichtet wurde, sind hier nur Standorte
enthalten, die von uns auch besucht werden konnten. Die Angaben
beziehen sich also auf den aktuellen Stand! Natürlich konnte in der
beschränkten Zeit keine Vollständigkeit erreicht werden. Wir haben
versucht, die wichtigsten Flächen zu erfassen. Dies ist wohl auch bei den
Trockenrasen selbst, vor allem denen des pannonischen Raumes, weitge­
hend gelungen. Im Gegensatz dazu mußte bei den Wiesen von vornherein
auf Vollständigkeit verzichtet werden. Hier konnten nur Beispiele gebracht
werden (obwohl Niederösterreich wohl auch in dieser Hinsicht ziemlich
komplett ist).
Sollten einem der Benützer dieses Kataloges weitere Flächen bekannt
sein, so wären wir für Hinweise dankbar. Dies gilt auch für andere
Ergänzungen und Korrekturen.
Die „Rasen" sind zunächst nach Bundesländern geordnet (N, W, B, 0,
S, Stmk., K, T, V). Innerhalb dieser sind sie nach den Blattnummern der
Österreichischen Karte (ÖK) 1 :50.000 gereiht. Die erste Zahl gibt also das
ÖK-Blatt an, die zweite die Ordnungsnummer innerhalb dieser Karte (z. B.
ÖK 75/13). Mit dieser Zahlenkombination verschlüsselt wurden auch die
Querverweise im übrigen Text angegeben. Sie finden sich auch auf den
Übersichtskarten im Maßstab 1 :500.000 am Ende dieses Buches auf Seite
313 wieder.

WEITERE ANGABEN
Bundesland (abgekürzt)/Verwaltungsbezirk/Gemeinde - Ort, F lu rn a ­
me oder sonstige lokale Ortsangabe (in vielen Fällen kursiv). Zum
genauen Auffinden der Stelle dienen dann einerseits die Kilometeran­
gaben in Luftlinie von der Kirche des nächsten Ortes (sind mehrere
Kirchen vorhanden, dann von der, die als trigonometrischer Punkt
bezeichnet ist) und/oder die Koordinaten (Längen-/Breitengrad).

Weitere Abkürzungen und Symbole:

Flächengröße
© <0,1 ha
© 0,1-1 ha
© 1-5 ha
0 5-10 ha
© 10-50 ha
© 50-100 ha
® >100 ha

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Bewertung des Rasens

Schutzwürdigkeit
I stark gestörter Rasen von relativ häufigem Typ (lokale Bedeutung)
II gut erhaltener Rasen von relativ häufigem Typ (lokale Bedeutung)
III gut erhaltener, typisch ausgeprägter Rasen, der in der weiteren
Umgebung selten ist (regionale Bedeutung)
IV seltener Rasentyp oder Standort sehr seltener Arten (nationale
Bedeutung)
V für Österreich einmaliger Rasen (wegen Ausdehnung und Artenzu­
sammensetzung - internationale Bedeutung)

S c h u tz b e d ü rftig k e it

1 keine Gefährdung erkennbar


2 Zerstörung zu befürchten
3 Zerstörung wahrscheinlich
4 Zerstörung unmittelbar drohend
5 Zerstörung im Gange

Nach dieser Kurzformel (z. B. 111/2, fettgedruckt) sind in Klammern die


Gefährdungsursachen angeführt:
A = Aufforstung
B = Bautätigkeit
D = Düngung
E = intensive Erholungsnutzung
F = Abbrennen
I = Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung
K = Kommassierung
M = Müllablagerung
P = Pestizide
R = Robinien
S = Sand-, Schotterabbau, Steinbruch
U = Umbruch
Z = Zuwachsen mit Gehölzen

Schutzstatus (bestehend)
NSG = Naturschutzgebiet (bzw. Vollnaturschutzgebiet)
TSG = Teilnaturschutzgebiet
ND = Naturdenkmal
GLT = geschützter Landschaftsteil
LSG = Landschaftsschutzgebiet

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Leider wares nicht möglich, sämtliche aufgenommenen Rasen (ca. 900)


ausführlich zu beschreiben. Dies hätte den Rahmen dieser Buchreihe bei
weitem gesprengt. Wir mußten daher eine Auswahl treffen. Von den nur
kurz mit einer Angabe wie Silikat-Trockenrasen oder Furchenschwingel-
Trockenrasen „beschriebenen“ Rasen gibt es allerdings zusätzlich in
vielen Fällen eine Artenliste, die in Form einer Tabelle am Ende jedes
Bundesland-Teiles zusammengestellt ist. (Von Niederösterreich gibt es drei
Tabellen: NA, NB, NC.) Ob ein Rasen in der Tabelle enthalten ist, erkennt
man durch den Flinweis Tab.-Nr. XY. In manchen Tabellen ist dominantes
Auftreten einer Art durch ein D gekennzeichnet. Neben dem Artnamen gibt
es in den Tabellen Angaben über den Schutz (nach den Naturschutzbe­
stimmungen des jeweiligen Bundeslandes) und über den Gefährdungs­
grad (nach der im Druck befindlichen „Roten Liste“ der Gefäßpflanzen
Österreichs). Die Aufschlüsselung dieser Abkürzungen ist am Ende jeder
Tabelle abgedruckt.
Trotz der komprimierten Tabellenform konnte nur ein Teil der Rasen mit
Artenlisten versehen werden (dies gilt vor allem für den pannonischen
Raum von Österreich). Die Listen zu den übrigen Rasen liegen mit weiteren
Unterlagen und den OK, in die die Rasen eingezeichnet sind, im Archiv des
Botanischen Institutes der Universität für Bodenkultur.

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

1. Niederösterreich

ÖK £ Rundblättrige Glockenblume, Schwärz­


ÖK 5/ 1 -N/Gmünd/Eibenstein - ,,B lo c k ­ licher Geißklee, Arnika, Deutscher Gin­
Naturpark, 1,4 km ENE der
h e id e “, ster, Färber-Ginster (G. tin c t o r ia ) und
Pfarrkirche (500 m, 15° 00’17”/ Habichtskraut (H. c a e s iu m ).
48° 46’ 23”). © 11/5 (Z) NSG. Heiden dieser Art müssen im nordwest­
lichen Waldviertel früher weit verbreitet
gewesen sein. Sie sind aber durch
Aufforstung, Zuwachsen und Bautätig­
keit schon seit vielen Jahrzehnten
praktisch völlig verschwunden. Diese
Fläche dürfte der letzte größere Rest
sein (ca. 5000 m2!). Ganz kleinflächig
findet man diesen landschaftsprägen­
den Vegetationstyp um Felsen in
Wiesen und Äckern noch häufiger.
Diese Stellen sind dann meist mit
einigen Birken oder Kiefern bewachsen
und geben der Landschaft einen
besonderen Reiz. Die Erhaltung dieser
Kleiner Hügel mit Granitblöcken und Fleckchen durch Schaffung einer grö­
lichtem, etwa 20jährigem Wäldchen von ßeren Zahl von Naturdenkmälern wäre
Stiel-Eiche und Rotkiefer. Im Unter­ besonders wichtig. Eine charakteristi­
wuchs Reste einer Heide mit Heide­ sche Landschaft dieser Art, die beson­
kraut, Deutschem Ginster und Färber- ders erhaltungswürdig ist, befindet sich
Ginster, Heide-Nelke (D. d e lto id e s ), westlich von Brand.
Rotem Straußgras, Knäuel (S. p e r e n -
nis), Quendel (T. p u le g io id e s ) und
Frühlings-Ehrenpreis (V. v e rn a ).
ÖK 7
Der Name Kuhschellenberg bezieht
sich auf das ehemalige Vorkommen der ÖK 7/1-N/Waidhofen an der Thaya/
heute sehr seltenen Frühlings-Kuh­ Raabs an der Thaya - „Galgenberg"
schelle (P. v e rn a lis ); diese Pflanze ist (520 m), 1,9 km E W e ik e rts c h la g an der
allerdings auch hier verschwunden. Sie Thaya: Bodensaurer Magerrasen. ©
wurde vermutlich durch den Schatten 11/3 (D, U).
der Gehölze verdrängt und dürfte im
Raum Gmünd nun völlig ausgestorben
sein.

ÖK 5/2-N/Gmünd/Langegg - Hügel
700 m NW der Kirche (540 m,
15° 2'30”/48° 50' 15”). © IV/4 (A, Z).
Heidehügel mit Baumgruppen und
Gebüsch auf stark saurer, podsoliger
Braunerde. Vorherrschend: Heidekraut,
Heidelbeere, Rotschwingel, Rotes
Straußgras, Drahtschmiele. Außerdem:

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 7/2-N/Waidhofen an der Thaya/


Raabs an der Thaya - Linksufriger
Steilhang (420-440 m) zur Deutschen
Thaya, 0,8 km SW der Brücke (Kote 408)
in O b e r p f a f fe n d o r f : Siiikattrockenrasen
© III/1.

ÖK 7/3-N/Waidhofen an der Thaya/


Raabs an der Thaya - Linksufriger
Felshang (420-480 m) zur Thaya SSE
K o llm itz d ö rfl, knapp SW „Klinger-Mau-
soleum“: Felstrockenrasen (auf Silikat).
© III/1 LSG.

ÖK 7/4-N/Waidhofen an der Thaya/


Raabs an der Thaya - Linksufriger
Abhang (400-420 m) zur Thaya, unter­
halb der R u in e K o llm itz . ® 111/1 LSG,
Tab. Nr. NB 1.

S-exponierter, felsdurchsetzter Steil­


hang; kleinflächige Silikat-Felsfluren
mit Berg-Lauch (A. m o n ta n u m ), Sand­
glöckchen (J a s io n e m o n ta n a ) , Flaus-
wurz ( J o v ib a rb a h ir ta a g g .), Siebenbür­
ger Perlgras (M. tra n s s ilv a n ic a ),
Knäuelkraut (S. p e re n n is ), Mauerpfef­
fer-Arten (S. a lb u m , S. s e x a n g u la r e ) ; auf
tiefergründigem Boden ruderale Trok-
kenrasen mit Glatthafer, Bunter Kron­
wicke, Tauben-Storchschnabel (G. c o -
lu m b in u m ), Wald-Borstendolde (T o rilis
ja p o n ic a ) .
Bemerkenswerte Trockenvegetation
auf kulturhistorisch interessantem Bo­
den; allgemein sind solche warm­
trockenen Standorte (mit entsprechen­
der Flora und Fauna) im Waldviertel
selten!

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 7 /5 -N/Waidhofen an der Thaya/ Trockenrasen mit Erd-Segge (C. h u m i-


Raabs an der Thaya - SE-Ortsrand lis), Federgräsern (St. jo a n n is , St.
(520 m) von K o llm itz d ö r fl: Bodensaurer p u lc h e r r im a ) , Seegrünem Labkraut (G.
Magerrasen. © H/2 (A, D, U). g la u c u m ) , Echtem Gamander (T. c h a -
m a e d ry s ) und Schwärzlicher Kuhschel­
ÖK 7 /6 -N/Waidhofen an der Thaya/ le (P. p ra te n s is ).
Raabs an der Thaya - ,,J u n g f e r n s te in ” Saumgesellschaften (z. T. flächig ent­
(ca 400 m) SE Raabs: Silikattrockenra­ wickelt) mit Blutrotem Storchschnabel
gen. © 111/1 LSG. (G. s a n g u in e u m ), Schwalbwurz (V.
h ir u n d in a r ia ) , Zwergweichsel (P. fr u ti-
ÖK 8 c o s a ).
ÖK 8/1-N/Horn/ Drosendorf-Zissers- Interessanter Vegetationskomplex mit
dorf - Rechtsufriger Steilhang (370-380 zahlreichen schützenswerten Arten -
m) zur Thaya, 1,5 km ENE U n te r th ü r n a u , derartige Trockenstandorte sind im
beim Grenzstein VII/52: Silikattrocken­ Waldviertel selten. Landschaftlich reiz­
rasen und Saumgesellschaften in Kon­ voller Aussichtspunkt.
takt mit Eichen-Hainbuchen-Wald. ©
11/1 LSG. ÖK 8/4-N/Hollabrunn/Hardegg - S-
exponierte Böschung (380 m), 0,5 bis
ÖK 8/2-N/Horn/ Drosendorf-Zissers- 0,6 km SE H e u fu rth , knapp NE Kote 378:
dorf - Rechtsufriger Steilhang (380-400 Bodensaurer Furchenschwingel-Trok-
m)zurThaya, knapp SE des Drosendor- kenrasen, Zwergweichselgebüsch. ©
II/3 (A, D).
ÖK 9
ÖK 9/1-N/Flollabrunn/Hardegg -
(400-424 m), 1,7 km
,,S c h w a lb e n fe ls e n ”

fer Bades: Silikatfelsfluren und Trok-


kenrasen. © 111/1 LSG, Tab. Nr. NC 28.

ÖK 8/3-N/Horn/ Drosendorf-Zissers-
dorf- Rechtsufriger Steilhang (380-420
m) zur Thaya, mit der „J u lie n h ö h e ”
genannten Felskanzel, 0,8 km NNE
Drosendorf-Altstadt. © IV/1 LSG, Tab.
Nr. NB 2.
Mit lichtem Eichen-Rotföhren-Wald ver­
zahnt:
Silikatfelsfluren mit Bleich-Schwingel
(F. p a lle n s ), Felsen-Steinkraut (A u r in ia
s a x a tilis ), Weißem Mauerpfeffer (S.
a lb u m ) und Streifenfarn-Arten (A. r u t a -
m u ra ria , A. s e p te n trio n a le , A. t r ic h o m a -
nes).

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

NW Hardegg: Silikattrockenrasen, ver­ n e u m ) und den floristischen Seltenhei­


zahnt mit Saumgesellschaften. © 111/1 ten Ungarisches Hasenohr (B. a ffin e ),
LSG. Hohes Perlgras (M. a ltis s im a ), Buntes
Perlgras (M. p ic ta ).
ÖK 9/2-N/Hollabrunn/Hardegg - W- Bemerkenswerter Vegetationskomplex
exponierter Felshang (280-300 m), 1,3 mit einer Vielfalt an Lebensräumen.
km ENE Hardegg: Silikatfelsfluren und Gefährdung: Bau der Staustufe ,,Byci
Trockenrasen, verzahnt mit Saumge­ Skala“ in der CSSR.
sellschaften. © 111/1 LSG.
ÖK 9/4-N/Hollabrunn/Hardegg - Rech­
tes Thayaufer (275 m), am S- und SW-
Fuß des U m la u fs , SE vom Grenzstein
VIII/22: Kleine Flecken trockener Mager­
wiesen (innerhalb der ufernahen Frisch­
wiesen). © III/3 (A, D, U, Bau einer
Thaya-Staustufe in der CSSR) LSG.

ÖK 9/5-N/Hollabrunn/Hardegg - S-
exponierte Böschung (390 m), 0,5 km
NNW P le iß in g : Silikatfelsfluren (frag­
mentarisch), bodensaurer Furchen­
schwingel-Trockenrasen. © 11/ 1.

ÖK 9/6-N/Hollabrunn/Retzbach -,,Hei­
liger Stein“ (320 m), 0,8 km NNW
M itte r r e tz b a c h : Silikattrocken rasen,

ÖK 9/3-N/Hollabrunn/Hardegg - ,,U m ­
la u f “ (280-378 m), 2 bis 2,5 km NE
Merkersdorf. © IV/2 LSG, Tab. Nr. NB 3.
Der von einer Schlinge der mäandrie-
renden Thaya umschlossene, zum
Großteil von Laubmischwald bedeckte
Hügel trägt auch eine bemerkenswerte
Trockenvegetation:
Silikatfelsfluren mit Gelbem Lauch (A.
fla v u m ), Berg-Lauch (A. m o n ta n u m )
und Felsen-Steinkraut ( A u r in ia s a x a ti-
lis).
Trockenrasen und Saumgesellschaf­
ten mit reichen Vorkommen der Bunten
Schwertlilie (I. v a r ie g a ta ) und des
Blutroten Storchschnabels (G. s a n g u i-

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ralluna vulgaris-Heideflächen, Saum­ ÖK 9/12-N/Hollabrunn/Retz - „P a r a -


gesellschaften. © 111/3 (R) ND. p lu ie b e r g ", SW-Hang und Umgebung
der W in d m ü h le (300-350 m), 0,9 bis
ÖK9 /7 -N/Hollabrunn/Retz-„Zt/tenbe/-- 1,5 km NW Retz: Silikatfelsfluren,
n e n " (320-340 m), 2 bis 2,3 km NNW bodensaure Trockenrasen, C a llu n a
Retz, 0,5 km W Kote 335: Silikattrocken­ v u lg a r is - Heideflächen, Saumgesell­
rasen und Saumgesellschaften. © 111/1. schaften. © IV/2 (A, E), Tab. Nr. NC 29.

ÖK y/8-N/Hollabrunn/Retz - NNW- ÖK 9/13-N/Hollabrunn/Retz - „M itte l­


Ortsrand (300 m) von Retz, oberhalb der b e r g " (280-320 m), 1,5 km W Retz:
kleinen Sandgrube, 0,5 km SW Kote 335: Silikatfelsfluren, bodensaure Trocken­
Silikattrockenrasen und Saumgesell-
schaften. © 11/ 1 .
ÖK 9 /9 -N/Hollabrunn/Retz - „M u z io n "
(290-335 m), 1,6 km SW Oberretzbach,
Umgebung der Kote 335 bis knapp S
der Bahn. © 111/1, Tab. Nr. NB 4.
Silikatfelsfluren und Grusfluren mit
Bleich-Schwingel (F. p a lle n s ), Berg-
Sandglöckchen (J a s io n e m o n ta n a )
und Knäuelkraut (S. p e re n n is ).
Silikattrockenrasen, in denen Seggen
(C. h u m ilis , C. s u p in a ) und Gräser aus
der Schafschwingel-Verwandtschaft (F.
tra c h y p h y lla , F. r u p ic o la ) vorherrschen. rasen, C a llu n a v u lg a r is - Heideflächen,
Saimgesellschaften (z. T. flächig ent­ Federgrasfluren. © IV/3 (R, U), Tab. Nr.
wickelt) mit Blutrotem Storchschnabel NC 30.
(G. s a n g u in e u m ), Hirschwurz (P e u c e -
d a n u m c e rv a ria ), Salomonssiegel (P. ÖK 9/14-N/Hollabrunn/Retz - „ G o l-
o d o ra tu m ), Zwergweichsel (P. fr u ti- (280-325 m), 1 km SW Retz. ©
lit s c h "
c o s a ) u r \6 Bibernell-Rose (R. p im p in e lli- V/3 (R, E), Tab. Nr. NB 5, Färbt. 4.
fo lia ).
Vorkommen zahlreicher schützenswer-
ter Arten, z. B. Grasnelke (A rm e ria
e lo n g a ta ), Sprossende Kopfnelke (P e -
tr o r h a g la p r o life ra ) , Große Kuhschelle
(P. g ra n d is ). Die Trockenrasen bilden
zusammen mit dem angrenzenden
niedrigen Eichenwäldchen einen reiz­
vollen Kontrast zu den umliegenden
Weingärten.

ÖK 9/10-N/Hollabrunn/Retzbach -
(290 m), 1 bis 1,2 km SW
„ M u z io n "
Oberretzbach, 0,5 km E Kote 335: Felstrockenrasen und Grusfluren mit
Silikattrockenrasen. © 111/2 (M). viel Bleich-Schwingel (F. p a lle n s ) und
Knäuelkraut (S. p e re n n is ).
üK 9/11-N/Hollabrunn/Retz - 2 km W Silikattrockenrasen, in denen die Seg­
Retz, knapp W und N der Kote 288: gen C a re x h u m ilis und C. s u p in a ,
Silikattrockenrasen. C a llu n a v u lg a r is - Gräser aus der Schafschwingel-Ver­
Heideflächen © III/3 (U). wandtschaft (F. tr a c h y p h y lla , F. v a le -

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

siaca), Heide-Straußgras (A. stricta) der Hirschwurz (Peucedanum cerva­


und Knollen-Rispengras (P. bulbosa) ria).
vorherrschen; In den Lücken der Kleinflächig (auf oberflächlichen
Trockenrasen wachsen zahlreiche Ein­ Quarzschottern am Rand von Schotter­
jährige. gruben im NW-Teil des Heidberges)
Calluna i/u/ga/Vs-Heideflächen. lückige Erdseggen-Trockenrasen mit
Stellenweise bilden Federgras (St.joan- Sand-Fingerkraut (P. arenaria) und
nis) und Pfriemengras (Stipa capillata) Berg-Gamander (T. montanum).
dichte Bestände. Ausgedehnter, schöner Trockenrasen
Der kahle, von Äckern und Weingärten in der an naturnahen Standorten fast
umgebene Hügel prägt das Land­ völlig verarmten Kulturlandschaft. Ge­
schaftsbild. In den ausgedehnten Sili­ fährdung: Aufforstung, Vordringen von
kattrocken rasen, die in dieser Artenzu­ Robinien, Schotterabbau.
sammensetzung in Österreich nur In der
Umgebung von Retz Vorkommen, ÖK 10/2-N / Mistelbach / Wildendürn­
wachsen zahlreiche schützenswerte bach - NE-Fuß des Hügels ,,Bimenuß"
Arten, z. B. Grasnelke (Armeria elon- (260-280 m), 1,1 km SW Pottenhofen:
gata), Sand-Strohblume (Helichrysum Fiederzwenken-Halbtrocken rasen. ©
arenarium), Böhmischer Gelbstern (G. IV/1, NSG, Tab. Nr. NB 7.
bohemica), Hauswurz (Jovibarba sobo-
lifera). Gefährdung: Verwendung als ÖK 10/3-N/Mlstelbach/Falkenstein -
Übungsgelände für Moto-Cross-Fahrer „Zeiselbergen“ (220-230 m), 1,1 km
(in der Umgebung des Steinbruches hat WNW Ottenthal. © IV/1 NSG, Tab. Nr.
die Vegetation darunter sehr gelitten), NB 7.
Aufkommen von Robinien (stellenwei­ Dichter Salbei-Furchenschwingel-Trok-
se). kenrasen (mit Saumarten wie Früh­
lings-Adonis, Blutroter Storchschnabel,
ÖK 10 Zotten-Lein, Hirschwurz) auf einem
ÖK 10/1-N / Mistelbach/ Wildendürn­ ziemlich steilen, W-exponierten Löß­
bach - ,, Heidberg“ { 240-256 m), 4,5 bis hang. Einziges Vorkommen des Tatari­
4,9 km NNE Wildendürnbach. ® IV/3 schen Meerkohls (Crambe tataria) in
(A, R, S), Tab. Nr. NB 6. Österreich. Literatur: EIJSINK & ELLEN-
BROEK (1977).

ÖK 11
ÖK 11/1-N/Mistelbach/Drasenhofen -
,,Schweinbarther Berg“ { 280-337 m), 1
bis 1,9 km NE Kleinschweinbarth. ©
IV/3 (A, E), Tab. Nr. NB 8.

Großflächig homogener, ziemlich


geschlossener Erdseggen-Furchen-
schwingel-Pfriemengras-Trockenrasen
(auf mittel- bis tiefgründigem Bo­
den, über Quarzschotter) mit einem
bemerkenswerten Massenvorkommen

94
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Die aus Ernstbrunner Kalk aufgebaute (Kote 252): Trespenreicher Furchen­


Juraklippe trägt eine vielfältige und schwingel-Trockenrasen. © 111/3 (D, P,
reiche Trockenvegetation: U).
Lückige Kalkfelsfluren (vor allem auf
s-Hang und auf trockenen Fels­ ÖK 11/4-N/Mistelbach/Drasenhofen -
köpfen) mit Bleich-Schwingel (F. pal­ „Steinbergen“ {220-240 m), 1,2 km NE
lens): Badener Rispengras (P. baden- bis 2 km NNE Steinebrunn: Trespen rei­
sis), Kalk-Blaugras (S. varia), Wimper- cher Furchenschwingel-Pfriemengras-
Perlgras (M. ciliata), Berg-Steinkraut (A. Trockenrasen. © 111/5 (A, M, R).
montanum), Heideröschen (Fumana
procumbens) und Berg-Gamander (T.
montanum). ÖK 17
Sukkulentenfluren (auf Felsgrus) mit ÖK 17/1-N/Gmünd/Großpertholz -
Hauswurz (Jovibarba sobolifera) und Streimberg, 600 m SE der Kirche von
Mauerpfeffer-Arten (S. album, S. sexan­ Großpertholz (720 m, 14° 49’45” /
g u la re ). 48° 37’28”). © IV/4 (A).
Ziemlich dichte Erdseggen-Blaugras- Herausragende Granitfelsen mit Felsra­
Trockenrasen (auf dem frischeren, sen, umgeben von M a g e r w ie s e n - und
felsig-steinigen N- und W-Hang). H e id e r a s e n fle c k e n sowie Gebüsch­
Kleinflächig Walliserschwingel-Trok- gruppen. Vorherrschend: Felsrasen:
kenrasen (über Kalk mit Feinerdeaufla­ Knäuel ('S. perennis), Habichtskraut (H.
ge) und Annuellenfluren (in den Lücken pilosella), Heidenelke (D. deltoides);
der Trockenrasen). Magerrasen (Heiden): Heidekraut,
Pfriemengras-Trockenrasen. Ruchgras, Gras-Sternmiere; Magerwie­
Fiederzwenken- und Trespen-Halb- sen: Rotschwingel, Zittergras, Goldklee
trockenrasen in den unteren Hangbe­ (T. aureum), Rotes Straußgras, Bürst-
reichen. ling.
Beispielhafte Ausbildung verschiedener Artenreiches Biotopmosaik (,,Insekten­
Trockenrasentypen auf engem Raum. paradies“), letzter Rest eines ausster­
Gefährdet durch Aufforstung, stellen­ benden Vegetations- und Landschafts­
weise Trittwirkung der Besucher (Süd­ typs.
mährerkreuz) und touristische Erschlie­
ßung (Rastplätze, Stufen). Entfernen
der ausgepflanzten Jungbäume! Gele­ ÖK 21
gentliches Mähen der Halbtrockenra­ ÖK 21/1-N/Hollabrunn/Pulkau - „Hei­
sen! de“ (380 m), 1,5 km NNW Rating:
Literatur: EIJSINK & ELLENBROEK Bodensaurer Trockenrasen. © 111/2 (A,
(1977). D, P) LSG.
ÖK 11/2-N/Mistelbach/Drasenhofen - ÖK 21/2-N/Hollabrunn/Pulkau - Hügel
Trockenhang (200-210 m), 0,9 bis (340 m), 0,3 km NW der Bründlkapelle.
1.2 km NNE Steinebrunn, 0,1 bis 0,2 km © IV/3 (D, P) ND, Tab. Nr. NB 9.
SE der Herrnmühle: Pfriemengras- Kleiner, von Weingärten und Äckern
Trockenrasen mit Helictotrichon deser- umschlossener W a llis e r s c h w in g e l-
lorum (Steppen-Hafer), Erdseggen- T ro c k e n ra s e n (über kalkreichem tertiä­
Furchenschwingel-Trocken rasen, rem Substrat) mit Illyrischem Hahnen­
Fiederzwenken-Halbtrocken rasen. © fuß (R. illyricus), Finger-Steinbrech (S.
¡V/2 (A, U). tridactylites) und der sehr seltenen
Sand-Schwertlilie (I. humilis subsp.
ÖK 11/3-N/Mistelbach/Drasenhofen - arenaria), die nur an wenigen Stellen im
2.3 km NNE Steinebrunn, zwischen Kote Weinviertel wächst. Gefährdet durch
291 (richtig: 191) und Grenzstein X/2 Dünger- und Biozideinwehung.

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 21/3-N/Horn/Straning-Grafenberg Gars: Silikattrockenrasen. © 11/1.


- ,, Wolfersberg“ (390—397 m), 1,2 km E
Zogelsdorf: Silikatgrusfluren und bo­ ÖK 21/9-N/Krems/Schönberg am
densaure Walliserschwingel-Trocken­ Kamp - Böschung (240 m) am rechten
rasen. © 11/2 (D, P). Kampufer, 0,8 km N Oberplank: Fur­
chenschwingel-Trockenrasen. © II/2
ÖK 21/4-N/Horn/Rosenburg-Mold - (R) LSG.
Umgebung der kleinen Sandgruben
(340 m), knapp SE Mörtersdorf: Frag­ ÖK 21/10-N/Krems/Schönberg am
mente von Trocken- und Halbtrocken­ Kam p- Rechte Talseite des Kamptales,
rasen. ® I/3 (S). Waldrand (260 m), 0,55 km N Ober­
plank: Silikatfelsfluren, bodensaure
ÖK 21 /5-N/Horn/Burgschleinitz-Kühn- Trockenrasen. © II/3 (D, P) LSG.
ring - Jm Hör“ (420 m), 1,9 km S
Reinprechtspölla: Silikattrockenrasen. ÖK 21/11-N/Krems/Schönberg am
© 11/3 (M). Kamp - Rechtsufriger Hang (240-
250 m) zum Kamp, 0,5 km N Oberplank:
ÖK 21/6-N/Horn/Altenburg - Linksufri- Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. ©
ger Steilhang (300-340 m) zum Kamp, II/2 (A) LSG, Tab. Nr. NC 31.
1,9 km SSW A ltenburg: Silikatfelsfluren,
Saumgesellschaften. © 111/1. ÖK 21/12-N/Krems/Schönberg am
Kamp - Linke Talseite des Kamptales,
ÖK 21/7-N/Horn/Gars am Kamp - zur Bundesstraße abfallender Felshang
Rechtsufriger Steilhang (260-340 m) (ca. 250 m), am E-Ortsrand von Plank
zum Kamp knapp S Thunau. © IV/1 am Kamp, knapp SE der Kapelle:
LSG, Tab. Nr. NB 10. Silikatfelsfluren. © 11/1 LSG.
Mosaikartig zusammengesetzte Trok-
kenvegetation - in Kontakt mit Eichen- ÖK 21/13-N/Krems/Schönberg am
Hainbuchen-Wald bzw. Eichen-Rotföh- Kamp - Böschung (240 m) am rechten
ren-Wald: Kampufer, 0,3 km S Plank. © II/2 (A, D)
S ilik a tfe ls flu re n mit Bleich-Schwingel LSG, Tab. Nr. NB 11. Furchen-
(F. pallens), Knäuelkraut (S. perennis), schwingel-Trockenrasen, Schlehdorn­
Berg-Lauch (A. montanum), Felsen- gebüsch.
Steinkraut (Aurlnia saxatilis) und Nordi­
schem Streifenfarn (A. septentrionale); ÖK 21/14-N/Krems/Schönberg am
Moos- und flechtenreiche, lückige S ili­ Kamp - ,, Hungerfeld“ (240-260 m), 0,6
k a ttro c k e n ra s e n mit Berg-Sandglöck- bis 0,8 km N Stiefern: Trespen- und
chen (Jasione montana), Ruten-Lattich Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. ®
(L viminea) und den Frühjahrsblühern III/2 (A, D) LSG.
Böhmischer Gelbstem (G. bohémica)
und Dillenius-Ehrenpreis (V. dillenii). ÖK 21/15-N/Krems/Schönberg am
R a s e n b ä n d e r mit Bunter Schwertlilie (I. Kamp - „H o ra “ (240-270 m), 0,5 bis 0,8
variegata) und Grauscheiden-Feder- km NW Stiefern: Furchenschwingel-
gras (St. joannis). Trockenrasen, Trespen- und Fieder­
S a u m g e s e lls c h a fte n mit Bunter Flok- zwenken-Halbtrockenrasen. © II/2 (D,
kenblume (C. triumfettii), Hirschwurz P) LSG.
(Peucedanum cervaria) und Schwal­
benwurz (V. hlrundlnaha). Vielfältiger ÖK 21/16-N/Krems/Schönberg am
und schützenswerter Lebensraum! Kamp - „Klopfhartsberg“ (400-420 m),
ca. 1,5 km SW Stiefern: Trespen-
ÖK 21/8-N/Horn/Gars am Kamp - Halbtrockenrasen, Schlehdornge­
„Stranitzberg“, N-Hang (ca. 330 m), SE büsch. ® 111/3 (A) LSG, Tab. Nr. NC 32.

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ÖK 2 1 / 1 7 -N /K r e m s /S c h ö n b e rg am ÖK 2 1 /2 1 -N /K re m s /L a n g e n lo is ,
K am p - Rechtsufriger Steilhang S c h ö n b e rg a m K a m p - Rechte Talseite
i? 20-260 m) zum Kamp, 0,9 km SW des Kamptales, Steilhang (220-300 m),
Stiefern. © I V / 1 LSG, Tab. Nr. NB 12. ca. 1,5 km SE Mollands: Erdseggen-
Komplex aus Laubmischwald, Saum­ Furchenschwingel-Trockenrasen, Fie­
gesellschaften, Trockenrasen und Fels­ derzwenken- und Trespen-Halbtrok-
fluren: kenrasen, Saumgesellschaften. © IV /1
Silikatfelsfluren mit Nordischem Strei­ LSG, Tab. Nr. NC 34.
fenfarn (A. septentrionale), Felsen­
gteinkraut (Aurinia saxatilis), Berg- ÖK 2 1 /2 2 -N /K re m s /S c h ö n b e r g am
Sandglöckchen (Jasione montana) K a m p - Flügel (260-300 m) mit
Kote
Und Knäuelkraut (S. perennis). 308, knapp SE Schönberg-Neustift. ©
Lückige Silikattrockenrasen, in denen III/2 (A, B) LSG, Tab. Nr. NB 13.
Gräser aus der Schafschwingel-Ver-
wandtschaft (F. guestphalica, F. rupi-
cola, F. valesiaca)vorherrschen, häufig
sind Gelber Lauch (A. flavum), Seegrü­
nes Labkraut (G. glaucum) und
Schwärzliche Kuhschelle (P. pratensis);
stellenweise wächst Federgras (St.
joannis).
Die Saumgesellschaften bilden Blaß­
gelber Eisenhut (A. anthora), Bunte
Flockenblume (C. triumfettii), Blutroter
Storchschnabel (G. sanguineum), Rau­
her Alant (I. hirta), Flirschwurz (Peuce-
danum cervaria), Zwergweichsel (P. Ausgedehnte Trocken- und Haibtrok-
fruticosa), Strauß-Wucherblume (Ta- kenrasen mit einzelnen Sträuchern
nacetum corymbosum) und Schwal­ (Weißdorn, Rosen, Wacholder):
benwurz (V. hirundinaria). Schöne und Moos- und flechtenreiche S ilik a ttro k -
vielfältige Trockenvegetation in Kontakt k e n r a s e n , in denen die Erd-Segge (C.
mit naturnahem Wald („Waldsteppe"). humllis) und Gräser aus der Schaf-
schwingel-Verwandtschaft (F. rupicola,
ÖK 2 1 /1 8 -N /K re m s /S c h ö n b e r g am F. valesiaca) vorherrschen.
K a m p - Linke Talseite des Kamptales Trespen- und Fiederzwenken-Flalbtrok-
zwischen Stiefern und Schönberg, N W - k e n ra s e n mit viel Berg-Aster (A. amel-
exponierter Felshang (225-260) vom lus) und Kuhschellen (P. grandis, P.
Kalvarienberg zur Straße: Silikatfelsflu­ pratensis).
ren, bodensaure Trockenrasen, Saum­ Z w e rg w e ic h s e lg e b ü s c h .
gesellschaften. © 111/1 LSG. Schützenswerte Trockenvegetation, die
den Reiz der kleinräumig gegliederten
ÖK 2 1 /1 9 -N /K re m s /S c h ö n b e r g am
Kulturlandschaft im unteren Kamptal
K a m p - „Im Schütt“ (280-320 m), 0,4 km
ausmacht.
NNE Schönberg: Bodensaurer Trok-
Ö K 22
kenrasen. © III / 2 (A, U) LSG, Tab. Nr.
NC 33. ÖK 22/1-N/Flollabrunn/Pulkau - „Heid-
berg" (ca. 410 m), 2,2 km NW Pulkau,
knapp SE vom Lönsstein: Bodensaure
ÖK 2 1 /2 0 -N /K re m s /S c h ö n b e r g am Trockenrasen. © 11/1 LSG.
K a m p - „ImSchütt“ (ca. 300 m), 0,25 km
NE Schönberg: Bodensaurer Trocken­ ÖK 22/2-N/Hollabrunn/Pulkau - „Teu­
rasen. © I I / 2 (R) LSG. felswand“ (320-370 m), 2 km W Pulkau.

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© IV/1 LSG, Tab. Nr. NB 14. Schlehen- und Zwergweichselge­


Der S- bis SW-exponierte, steil zur büsch (a. d. Photo m. Blüte). Reiches
Pulkau abfallende Felshang trägt eine Vorkommen der Sand-Schwertlilie (l.
vielfältige, mit niedrigen Eichenbestän­ humilis subsp. arenaria), die in Öster­
den und Gebüsch verzahnte Trocken­ reich nur an wenigen Stellen im
vegetation über Silikat. Weinviertel wächst, und anderer schüt­
Fels- und Grusfluren: Nordischer Strei­ zenswerter Arten, wie Grasnelke (Arme-
fenfarn (A. septentrionale), Berg-Sand­ ria elongata), Liegender Geißklee (Cyti-
glöckchen (Jasione montana), Ruten- sus procumbens), Purpur-Königskerze
Lattich (L. viminea), Knäuel kraut (S. (V. phoeniceum) und Große Kuhschelle
perennis). (P. grandis).
Walliserschwingel-Trockenrasen: Ha­ Schöne Trockenvegetation in einer an
bichtskraut (H. cymosum), Pechnelke naturnahen Standorten verarmten Ak-
(Lychnis viscaria), Große Kuhschelle ker- und Weinbaulandschaft. Robinien
(P. grandis), Steppen-Greiskraut (S. entfernen!
integrifolius), Purpur-Königskerze (V.
phoeniceum). Ö K 22/4-N/Hollabrunn/Retz- Heideflä­
Saumgesellschaften: Bunte Flocken­ che (170-180 m), 0,9 km WSW Obern­
blume (C. triumfettii), Diptam (D. albus), alb: Silikatfelsfluren, bodensaure
Blutroter Storchschnabel (G. sangui- Trockenrasen, Zwergweichselgebüsch.
neum), Zwergweichsel (P: fruticosa), © 111/4 (M, S), Tab. Nr. NC 35.
Bibernell-Rose (R. pimpinellifolia).
Gut ausgebildetes Mosaik aus Eichen-
Buschwald, Säumen (,.Waldsteppe"), ÖK 22/5-N/Hollabrunn/Retz - „Roß­
Trockenrasen und Felsfluren von gro­ berg" (300-303 m), 1,2 km SW Obern­
ßer landschaftlicher Schönheit! alb: Silikatfelsfluren, bodensaure
Ö K 22/3-N/Hollabrunn/Retz - „Tal­
Trockenrasen, Gebüsche (Bibernell-
berg" (300 m), 1,4 km W Obernalb. ® Rose, Zwergweichsel, Schlehdorn). ©
IV/3 (D, M, P, R, U), Tab. Nr. NB 15. 111/2 (R), Tab. Nr. NC 36.
Silikatfelsfluren mit Bleich-Schwingel
(F. pallens), Knäuelkraut (S. perennis), ÖK 22/6-N/Hollabrunn/Retz - Heideflä­
Berg-Sandglöckchen (Jasione mon­ che (270 m), 1,3 km SSW Obernalb, links
tana) und den Frühblühern Böhmi­ von der Straße Obernalb-Schrattenthal
scher Gelbstern (G. bohemica) und bei der Abzweigung des Feldweges
Dillenius-Ehrenpreis (V. dillenii).
Bodensaure Trockenrasen, in denen
die Grasartigen Erd-Segge (C. humilis),
Walliser Schwingel (F. valesiaca) und
Pfriemengras (St. capillata) vorherr­
schen.

nach Unternalb (Wegkreuz): Boden­


saurer Walliserschwingel-Trocken ra­
sen, Cytisus procumbens-Heidefläche.
© 111/3 (D, M, P).

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ÖK 2 2 /7 -N/Hollabrunn/Retz - „Stein- prostrata (Halbstrauch-Radmelde). ®


parz" (280-290 m), 1,3 bis 1,6 km SSE IV/2 (F, R).
Obernalb: Silikatfelsfluren, bodensaure
Trockenrasen, Calluna vulgaris-Helde- ÖK 22/14-N/Hollabrunn/Haugsdorf -
flächen, Zwergweichsel- und Bibernell- Große Straßenkehre an der Znaimer
rosen-Gebüsch. ® 111/2 (D, M, P, R), Straße (ca. 270 m), 2,2 km N Jetzelsdorf:
Tab. Nr. NC 37. Lößtrockenrasen mit Kochia prostrata
(Halbstrauch-Radmelde). ® IV/2 (We­
ÖK 22/ 8-N/Hollabrunn/Zellerndorf - gebau).
„Ölberg“ (300-320 m), 0,7 km NE
'pillersdorf: Silikatfelsfluren, bodensau­ ÖK 22/15-N/Hollabrunn/Haugsdorf -
re Trockenrasen. © 11/5 (M, R, U), Tab. ,,Kirchberg“,W-Hang (ca. 220 m), am N-
Nr. NC 38. Ende der Kellergasse von Jetzelsdorf:
Lößtrockenrasen mit Kochia prostrata
ÖK 22/ 9-N/Hollabrunn/Zellerndorf - (Halbstrauch-Radmelde). ® IV/3 (R).
„H o ch ste in e rb e rg " (310-330 m), 0,5 km
ENE Pillersdorf: Silikatfelsfluren, bo­ ÖK 22/16-N/Horn/Röschitz - „Feld­
densaure Trockenrasen. © 11/5 (M, U), berg“ (360-369 m), 2 km NE Klein-
Tab. Nr. NC 39. Jetzelsdorf:Silikatfelsfluren, bodensau­
re Trockenrasen. © III/4 (M, R, S, U).
ÖK 22/10-N/Hollabrunn/Zellerndorf -
„Kalvarienberg“ (295-303 m), 0,6 km ÖK 22/17-N/Horn/Röschitz - „Königs­
WSW Pillersorf: Silikatfelsfluren, Walli­ berg“, NW-Hang (300-330 m), E Rog­
serschwingel-Trockenrasen. ® III/2 (D, gendorf: Silikatfelsfluren, bodensaure
P), Tab. Nr. NC 40. Trockenrasen. © 11/1.

ÖK 22/11-N/Hollabrunn/Schrattenthal ÖK 22/18-N/Horn/Röschitz - „Galgen­


- „Hüttenberg“ (300-304 m), 1 km SE berg“ (300-325 m), 1,1 bis 1,4 km W
Pillersdorf: Bodensaure Trockenrasen. Röschitz: Bodensaure Trockenrasen.
® 51/2 (M, U), Tab. Nr. NC 41. 0 111/2 (A, R, U), Tab. Nr. NC 43.

ÖK 22/12-N/Hollabrunn/Zellerndorf - ÖK 22/19-N/Horn/Röschitz - „Reipers-


„Altenberg" (260-296 m), 1,35 km W berg“, S-Teil (280-310 m), am NW-
Zellerndorf:Silikatfelsfluren, bodensau­ Ortsrand von Röschitz: Silikatgrusflu­
re Trockenrasen. ® 111/3 (A, R, U), Tab. ren, bodensaure Trockenrasen. © 11/4
Nr. NC 42. (A, R), Tab. Nr. NC 44.

ÖK 22/13-N/Hollabrunn/Retz - „Der ÖK 22/20-N/Horn/Röschitz - „Mühl-


Gupferte" (ca. 240 m), 2,4 km ESE berg“ (280-326 m), 0,4 km NW bis 0,9 km
Cnterna/b/Lößtrockenrasen mit Kochia NNW Röschitz: Silikatfelsfluren, bo­
densaure Trockenrasen © 11/5 (M, R),
Tab. Nr. NC 45.
ÖK 22/21-N/Horn/Eggenburg, Rö­
schitz - 1 km S Roggendorf, knapp W
bzw. N der Kote 292: Walliserschwingel-
Trockenrasen. © 11/2 (A).
ÖK 22/22-N/Horn/Eggenburg - ,,Heid­
weingärten“ (320-360 m), 1 km NW
Stoitzendorf: Silikatfelsfluren, boden­
saure Trockenrasen. © 11/2 (R), Tab. Nr.
NC 46.

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ÖK 22/23-N/Horn/Eggenburg - „Stoit- ÖK 22/24-N/Horn/Eggenburg - Hügel


zenberg“, S-Hang (280-300 m), 0,6 km mit Kote 295, 1,2 km E Stoitzendorf:
WNW Stoitzendorf. ® 111/4 (M), Tab. Nr. Silikatfelsfluren, bodensaure Trocken­
NB 16. rasen, Zwergweichselgebüsch. © 111/2
Silikatgrusfluren mit Bleich-Schwingel (A, D, P).
(F. pallens), Knäuelkraut (S. perennis),
Dillenius-Ehrenpreis (V. dillenii) und viel ÖK 22/25-N/Horn/Röschitz - Felsen
Zwerg-Sauerampfer (R. acetosella (280 m) beim Bildstock knapp S Klein-
agg.). Reinprechtsdorf: Silikatfelsfluren, bo­
Bodensaure Trockenrasen, in denen densaure Trockenrasen. © 11/2 (M).
Seggen (C. humilis, C. supina), Gräser
ÖK 22/26-N/Horn/Eggenburg - „ Hol­
lerberg“ (280-289 m), N Wartberg:
Silikatfelsfluren, bodensaure Trocken­
rasen. © III/2 (D, P).

ÖK 22/27-N/Horn/Straning-Grafen-
berg - Hügel mit Bildstock (ca. 330 m),

1,3 bis 1,4 km NW Grafenberg: Boden­


saurer Trockenrasen. © 111/2 (D, P).

ÖK 22/28-N/Horn/Straning-Grafen-
berg - Waldrand (300-320 m), 1,4 km
NNW bis 1,3 km N Grafenberg:
Walliserschwingel-Pfriemengras-Trok-
kenrasen, Trespen-Halbtrockenrasen.
© 11/2 (A, D, P, U).

ÖK 22/29-N/Horn/Straning-Grafen-
aus der Schafschwingel-Verwandt­ berg - Hügel (310-320 m), 1 km NNW
schaft (F. ruplcola, F. valesiaca) und Grafenberg: Reste von Silikattrockenra­
Heide-Straußgras (A. stricta) vorherr­ sen. © 1/5 (M).
schen.
Ausgedehnte, für den Westrand des ÖK 22/30-N/Horn/Eggenburg - Flache
Weinviertels typische Trockenrasen. Kuppe (310-320 m), 0,9 km SW
Vergrößerung der angrenzenden Müll­ Stoitzendorf, 0,3 km N ,,Kogelstein"
deponie verhindern! Abschirmung ge­ (Kote 336): Silikattrockenrasen mit Irls
gen die Rasenflächen! Entfernen des humilis subsp. arenaria, Zwergweich­
über die Fläche verstreuten Unrats! selgebüsch. © IV/2 (D, P, R).

100
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ÖK 22/31-N/Horn/Straning-Grafen- ÖK 22/34-N/Horn/Straning-Grafen-
b e r g - ,,Kogelstein1'(310-336 m), 0,9 bis berg - Flöhenrücken (220-230 m), 0,2
1 1 km NNE Grafenberg. ® IV/2 (D, E, P) bis 0,7 km S Grafenberg: Felsdurchsetz­
fsj’o, Tab. Nr. NB 17, Färbt. 27. te, stellenweise glatthaferreiche Silikat­
Kleiner Flügel mit mächtigen Granit­ trockenrasen. ® 111/3 (A, M).
blöcken (,.Fehhaube" oder ,, Feenhau­
be"): ÖK 22/35-N/Plorn/Straning-Grafen-
mit Bleich-
S ilik a tfe ls - und G ru s flu re n berg - „Hühnerbühel" (330-350 m):
Schwingel (F. pallens), Knäuelkraut (S. Silikatgrusfluren und bodensaure Trok-
perennis), Berg-Lauch (A. montanum)
und Nordischem Streifenfarn (A. sep­
tentrionale);

kenrasen mit Iris humilis. subsp. arena-


ria (Sand-Schwertlilie). © IV/3 (A, M, R,
U), Tab. Nr. NC 47.

ÖK 22/36-N/Horn/Straning-Grafen-
Bodensaure Trockenrasen, in denen berg - Trockenrasen (330 m), 0,8 km
Walliser-Schwingel (F. valesiaca), FHei- NNW Straning, knapp N des Bildstocks:
de-Straußgras (A. stricta), Ruchgras (A. Walliserschwingel-Trockenrasen (auf
odoratum), Drahtschmiele (A. fle- Silikat) mit Iris humilis subsp. arenaria.
xuosa), Pfriemengras (St. capillata)ur\d (Sand-Schwertlilie). © IV/3 (D, P).
Seggen (C. humilis, C. supina) vorherr­
schen; in den Lücken der Trockenrasen ÖK 22/37-N/Horn/Straning-Grafen-
wachsen viele Einjährige. berg-Trockenrasen (330 m), 0,6 km
Niedrige Gebüsche aus Liegendem NNW Straning, knapp S des Bildstocks:
Geißklee (Cytisus procumbens) und Walliserschwingel-Trocken rasen (auf
Zwergweichsel (P. fruticosa). Silikat) mit Iris humilis subsp. arenaria
Schöne Silikattrockenrasen mit vielen (Sand-Schwertlilie), Zwergweichselge­
schützenswerten Arten. Gefährdung: büsch. © 111/4 (D, M, P) ND.
Dünger- und Biozideinwehung, stellen­
weise Trittwirkung der Besucher. ÖK 22/38-N/Flollabrunn/Sitzendorf an
der Schmida - Trockenhang
ÖK 22/32-N/Plorn/Straning-Grafen- (250-270 m), 0,7 km NNE Goggendorf:
b e rg - ,,Kogelberg"(300-303 m), 1,4 km Lößtrockenrasen mit Astragalus exsoa-
NE Grafenberg: Silikattrockenrasen, pus (Stengelloser Tragant). © IV/2 (D,
Zwergweichselgebüsche. © 111/2 (D, P). P, R) NSG, Tab. Nr. NB 18.

ÖK 22/33 N/Horn/Straning-Grafen- ÖK 22/39-N/Hollabrunn/Sitzendorf an


berg - „Steinberg" (280-285 m), NW der Schmida - „Goldberg" (310-322
Wartberg: Bodensaure Trockenrasen. m), 1,7 km NE Goggendorf: Furchen-
© 111/2 (D, P). schwi ngel-Pf riemeng ras-Trocken rasen

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ÖK 22/45-N/Hollabrunn/Ziersdorf -
„Kuhstallberg“ (320-340 m), ca. 1 km
NE Kiblitz:Teilweise ruderalisierte Trok-
ken- und Halbtrockenrasen. © 11/2 (D,
P).
ÖK 22/46-N/Hollabrunn/Hollabrunn -
„ Steinfeld" (ca. 250 m), S Hollabrunn,
0,5 km S Kote 242: Trespen- und
Flederzwenken-Halbtrockenrasen. ©
111/2 (A, D, P), Tab. Nr. NB 19.

ÖK 22/47-N/Hollabrunn/Hollabrunn -
(über Löß bzw. Quarzschotter), Fieder- „ Pankratzberg" (295-301 m), 0,5 km
zwenken-Halbtrockenrasen, Gebüsche NW Kleedorf: Teilweise ruderalisierte
(Zwergweichsel, Schlehdorn, Blbernell- Furchenschwingel-Trocken rasen,
Rose). © 111/1. Zwergweichselgebüsch. © 1/2 (D, P).

ÖK 22/40-N/Hollabrunn/Sitzendorf an ÖK 23
der Schmida - Trockenhang (ca. ÖK 23/1-N/Hollabrunn/Haugsdorf -
250 m), 0,9 km ESE Goggendorf: Hang (220-240 m), 2,5 km NNW
Lößtrockenrasen mit Krascheninniko- Alberndorf im Pulkautal, knapp NE des
via ceratoides (Östliche Hornmelde). © Brunnens: Oxytropis pilosa-Bestand in
IV/1. einem brachgefallenen Weingarten.
© l/l.

ÖK 22/41-N/Hollabrunn/Sitzendorf an
der Schmida - Trockental (300 bis 340 ÖK 23/2-N/Hollabrunn/Hadres -
m), 2,1 km ESE Goggendorf: Fleder- „Fuchsberg“ (ca. 260 m), 1,8 km NW
zwenken-Halbtrockenrasen. © 11/3 (A, Untermarkersdorf, knapp S des Bild­
U). stocks (Kote 252): Furchenschwingel-
Trockenrasen (auf Löß). © 11/1.
ÖK 22/42-N/Hollabrunn/Sitzendorf an
der Schmida - „Geißberg“ (250 bis 320 ÖK 23/3-N/Hollabrunn/Wullersdorf -
m), 1,2 bis 1,4 km S Sitzendorf: Z. T. „Galgenberg“ (330-347 m), 2,3 bis
ruderalisierte Trocken- und Halbtrok- 2,5 km N Oberstinkenbrunn. © IV/3 (D,
kenrasen. © 11/ 1. M, P, R, U) ND, Tab. Nr. NB 20.
Lückige, annuellenreiche Walliser­
schwingel-Trockenrasen (bes. im Gip­
ÖK 22/43-N/Hollabrunn/Ziersdorf - felbereich, auf jungtertiärem Süßwas­
„Kranberg“ (280-346 m), 1,2 km E serkalk).
Höllenstein:Felsfluren, Furchenschwin­ Fiederzwenken-Halbtrockenrasen mit
gel-Trockenrasen (auf Lößrohboden) Steppen-Windröschen (A. sylvestris),
mit Astragalus vesicarius (Ungarischer Berg-Aster (A. amellus), Trauer-Nacht­
Blasen-Tragant) und Hypericum ele- viole (H. tristis), Großer Kreuzblume (P.
gans{Z\er\\ches Johanniskraut). © 111/4 major), Kuhschellen (P. grandis, P.
(A, R). pratensis) und großen Beständen von
Frühlings-Adonis (A. vernalis).
ÖK 22/44-N/Hollabrunn/Hollabrunn - Saumgesellschaften mit Diptam (D.
„Krumme Leiten“, „Heide“ {320-350 m), albus), Blutrotem Storchschnabel (G.
ca. 3 km NW Hollabrunn: Teilweise sanguineum), Knollen-Brandkraut
ruderalisierte Trocken- und Halbtrok- (Phiomis tuberosa) und Zwergweichsel
kenrasen. © 11/3 (D, P). (P. fruticosa).

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Vielfältige Trockenvegetation in einer Böschungen (ca. 260 m), ca. 2,5 km S


an naturnahen Standorten verarmten Raschala, zwischen ,, Feldleiten" und
Acker- und Weinbaulandschaft. Frei­ der Straße nach Hollabrunn: Fieder-
halten der Fläche von Robinien! zwenken-Halbtrockenrasen. © 111/3 (A,
D, P, R).
ÖK 23/ 4-N/Hollabrunn/Nappersdorf-
Kammersdorf - „ D e r n b e r g “ (240 bis
281 m), 1,5 km SW Nappersdorf. © IV/2 ÖK 24
(D, P), Tab. Nr. NB 21. ÖK 2 4 /1 -N /M is te lb a c h /N e u d o r f bei
F u r c h e n s c h w in g e l-P frie m e n g r a s - Staatz - Wiederbesiedelter Weingarten
T rc c k e n ra s e n (auf Löß bzw. Quarz­ (ca. 280 m), 1,1 km ENE Kirchstetten:
schotter) mit Österreichischem Tragant Halbtrockenrasen und Gebüsch. ©
(A. a u s tria c u s ), Blauer Kugeldistel (E. 11/ 2 .
ritro s u b s p . r u th e n ic u s ), Christusauge
(In u la o c u lu s - c h r is ti) und viel Gold-
Aster (A. lin o s y ris ); die Rasen sind zum ÖK 24/2-N/Mistelbach/Neudorf bei
Großteil lückig (Kaninchenbauten!). Staatz - ,, Galgenberg" (260 m),
Stellenweise bildet die Wehrlose Trespe 0,5 km SW Zlabern. © 111/1 ND, Tab. Nr.
(B. in e rm is ) dichte Bestände. NB 22.
Kleinflächig F ie d e r z w e n k e n -H a lb tr o k - Die Kuppe des Galgenberges trägt
k e n ra s e n mit viel Weldenblatt-Alant (I. einen dichten F ie d e r z w e n k e n -H a lb -
s a lic in a ). tro c k e n ra s e n mit Berg-Aster (A. amel-
Dichtes Schlehdorn-Weißdorn-Rosen- lus), Zotten-Lein (L. hirsutum), Großem
Gebüsch. Ehrenpreis (V. teucrium), viel Kleinem
Der kulturhistorisch interessante Flügel Odermennig (A. eupatoria), Skablosen-
(mittelalterlicher Flausberg) ist in der Flockenblume (C. scabiosa) und Ech­
ausgeräumten Ackerlandschaft ein Re­ tem Labkraut (G. verum). Der Rasen Ist
fugium für zahlreiche Trockenrasen­ durch eine dichte Hecke (Schlehdorn,
arten. Weißdorn, Rosen, Zwergweichsel) ge­
gen die umliegenden Äcker abge­
Ö l' 23/5-N/Hollabrunn/Nappersdorf- schirmt. Letzter Rest naturnaher Vege­
Kammersdorf - ,,B o c k s t a ll" (280 bis tation in einer ausgeräumten Acker­
352 m), ca. 1 km SW K le in s ie r n d o rf: landschaft!
Furchenschwi ngel-Pf riemeng ras-Trok-
ken rasen, Fiederzwenken-Halbtrok-
kenrasen. ® IV/3 (A, R), Tab. Nr. NC 48. ÖK 2 4 /3 -N /M is te lb a c h /F a lk e n s te in -
Kleiner Felshügel (360 m), 0,5 km NNE
ÖK 23/6-N/Hollabrunn/Nappersdorf- Ruine Falkenstein: Lückige, felsdurch­
kammersdorf - Abhang (250-260 m), setzte Walliserschwlngel-T rocken­
1,1 bis 1,3 km SSE K le in s ie rn d o rf, knapp rasen, Pfriemengras-Trockenrasen. ©
W „Hanftal": Furchenschwingel-Trok- III / 2 (D, P).
ken rasen, Flederzwenken-Halbtrok-
kenrasen. © 11/2 (R).
ÖK 2 4 /4 -N /M is te lb a c h /F a lk e n s te in -
ÖK 23/7-N/Hollabrunn/Nappersdorf- Felsen (320-415 m) unterhalb der Ruine
,Tammersdorf - Hang (260-290 m), ca. Falkenstein: Fragmentarische Felsflu­
1,3 km SSE K le in s ie rn d o rf, 0,5 km S ren und Trockenrasen (über Kalk). ©
,,H a n f t a l Furchenschwingel-Trocken­ 111/ 1 .
rasen, Flederzwenken-Halbtrocken-
rasen , z. T. ruderallsiert. ® 11/2 (D, P).
ÖK 24/5-N/Mistelbach/Staatz - Felsen
ÖK 23/8-N/Hollabrunn/Hollabrunn - (300-332 m) unterhalb der Ruine:

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 24/10-N/Korneuburg; Mistelbach/
Ernstbrunn; Gnadendorf, Niederleis -
„B u s c h b e r g " - „ Z a h lb e r g “ - „ S c h u l­
b e r g “ (400-485 m). ® IV/2 (A, D, E)
LSG, Tab. Nr. NB 23.
Der aus Jura-Kalken aufgebaute Hö­
henzug trägt ausgedehnte Trocken-
und Halbtrockenrasen und Gebüsche.
Lückige, annuellenreiche W a llis e r ­
s c h w in g e l-T ro c k e n ra s e n (auf flach-
gründigem, skelettreichem Boden): Berg-
Lauch (A. m o n ta n u m ) , Christusauge
Felsfluren und Trockenrasen mit rude- (In u la o c u lu s - c h r is ti) , Rauhhaar-Haus­
ralerm Einschlag. © 111/1 ND. wurz (J o v ib a rb a h ir ta a g g .), Büschel-
Miere (M. fa s tig ia ta ), Liegender Ehren­
ÖK 24/6-N/Mistelbach/Stronsdorf -
SW-exponierter Hang (260-280 m), ca.
1 km SE O b e rs c h o d e rle e : Lößtrocken­
rasen mit K r a s c h e n in n ik o v ia c e r a to id e s
(Östliche Hornmelde). © IV/3 (R).

ÖK 24/7-N/Mistelbach/Mistelbach -
„ H o lz b e r g “ (290-294 m), 2 km W
S ie b e n h irte n : Furchenschwlngel-Trok-
ken rasen, Fiederzwenken-Halbtrok-
kenrasen. © 11/3 (M).

ÖK 24/8-N/Mistelbach/Asparn an der
Zaya - Zwischen Asparn und H ö r e r s ­
d o rf, knapp NW Kote 244: Teilweise preis (V. p r o s tr a t a ) und viel Sand-
ruderalisierte Halbtrockenrasen, Fingerkraut (P. a re n a ria ), Scharfer
Schlehdorngebüsch. © 1/1. Mauerpfeffer (S. a c re ), Ungarischer
Quendel (Th. p a n n o n ic u s a g g . ) ; stellen­
ÖK 24/9-N/Mistelbach/ - Asparn an weise kommt auch das Grauscheiden-
der Zaya - „ G a lg e n b e r g “ (280-307 m), Federgras (St. jo a n n is ) vor.
1,8 bis 2,0 km NE M ic h e ls te tte n : T r e s p e n - und F ie d e r z w e n k e n -H a lb -
Walllserschwingel-Trockenrasen, Tres­ tro c k e n ra s e n (auf tiefergründlgem Bo­
den, z. T. mit viel Glatthafer): Steppen-
Wlndröschen (A. s y lv e s tris ), Ästige
Zaunlille (A. ra m o s u m ), Berg-Aster (A.
a m e llu s ), Holziger Backenklee (D. g e r-
m a n ic u m ), Weidenblatt-Alant (I. s a li-
c in a ), Acker-Wachtelweizen (M. a rv e n -
se), Sand-Esparsette (O. a re n a ria ),
Große Kreuzblume (P. m a jo r).
G e b ü s c h e (Weißdorn, Wacholder, Li­
guster, Schlehdorn, Rosen). Die Trok-
kenrasen der Leiser Berge, ein Doku­
ment einer früheren Landnutzungs­
form, sind in ihrer Ausdehnung und
pen- und Fiederzwenken-Halbtrocken- Artenzusammensetzung einzigartig.
rasen (über Kalk). @ 111/2 (R, S). Wertvolles Erholungsgebiet. Die flach-

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qründigen Standorte leiden unter der Trespen. (Halb-)Trockenrasen (im Be­


Trittwirkung der zahlreichen Besucher, reich des Wildparks durch Überwei­
die Halbtrockenrasen sind durch Dün­ dung degradiert).
gung und Aufforstung gefährdet. Mahd S a u m g e s e lls c h a fte n : Bunte Flocken­
und Beweidung (unter naturschutzbe­ blume (C. triu m fe ttii), Diptam (D. a lb u s ),
hördlicher Kontrolle) wären für die Dost (O. v u lg a re ), Strauß-Wucherblume
Erhaltung dieser Landschaft günstig. ( T a n a c e tu m c o ry m b o s u m ), Voralpen-
Literatur: EIJSINK & ELLENBROEK Klee (T. a lp e s tre ), Schwalbenwurz (V.
(1977). h ir u n d in a r ia ) , Zwergweichsel (P. fr u ti-
c o s a ).
ÖK 2 4 /1 1 -N/Mistelbach/Asparn an der Dem Eichenwald vorgelagert ist ein
Zaya - „ S te in b r u c h b e r g “ (ca. 320 m), G e h ö lz m a n te l aus Kornelkirschen und
1,2 km W S c h le tz : Fragmentarische alten, baumförmigen Steinweichseln.
Kalkfelsfluren, Halbtrockenrasen mit Schönes, beispielhaftes Mosaik aus
ruderalem Einschlag. © 11/2 (S) LSG. Trockenrasen, Säumen und Flaum-
eichen-Buschwald; ursprünglicher, im
ÖK 24/12-N/Korneuburg/Ernstbrunn - Weinviertel seltener Vegetationstyp. Ge­
Hochfläche (430-450 m), 0,9 bis 1,3 km fährdet durch Steinbruch-Erweiterung,
W O b e rle is : Fragmentarische Felsflu­ Überweidung (im Bereich des Wild­
ren, Walliserschwingel-Trockenrasen, parks).
Trespen-Halbtrockenrasen (über Kalk).
© 111/3 (D, P, S, U) LSG. ÖK 24/15-N/Korneuburg/Ernstbrunn -
,,S e m m e lb e r g “, SE-Hang (340 m), 0,9
ÖK 24/13-N/Korneuburg/Ernstbrunn - km NW Ernstbrunn: Walliserschwingel-
,,O b e rle is e r B e rg ", W-Hang (440 bis 457
m): Fragmentarische Felsfluren, Walli-
serschwingel-T rockenrasen, Fieder-
zwenken-Halbtrockenrasen. © III/3 (D)
LSG.
ÖK 24/14-N/Korneuburg/Ernstbrunn -
„ S te in b e r g ", S-Hang (340-460 m), N
D ö rfle s . ® IV/4 (S), Tab. Nr. NB 24,
Färbt. 5.
Vielfältige Trockenvegetation (über
Ernstbrunner Kalk) in Kontakt mit
Laubmischwald und Flaumeichen-
Buschwald.
Felsdurchsetzte W a llis e r s c h w in g e l- T rockenrasen, T respen-Halbtrocken-
T ro c k e n ra s e n (besonders schön am rasen. © II/2 (D, P).
Rand des großen Steinbruchs, Werk II):
Christusauge (In u la o c u iu s - c h r is ti) , ÖK 24/16-N/Korneuburg/Ernstbrunn -
Zwerg-Schwertlilie (I. p u m ila ), Illyrischer ,,S itz e n b e r g “, NW-Hang (250-270 m),
Hahnenfuß (R. illy ric u s ), Büschel-Miere ca. 1 km E T h o m a s !: Fiederzwenken-
(M. fa s tig ia ta ), Zwerg-Schneckenklee Halbtrockenrasen. ® 111/3 (A, R), Tab.
(M. m in im a ), Rauhhaar-Hauswurz (J o - Nr. NC 49.
v ib a rb a h ir ta a g g .), viel Gelber Lauch
(A. fla v u m ) und Berg-Lauch (A. m o n ­ ÖK 24/17-N/Mistelbach/Ladendorf -
ta n um ). 1,2 km NW Ladendorf,
„ A lt e n b e r g e n “,
E r d s e g g e n -F u r c h e n s c h w ln g e l-T ro k - knapp NW bzw. SE Kote 301: Furchen­
k e n ra s e n (auf flachgründigem Boden) schwingel-Trockenrasen (auf Löß über
mit Übergängen zu glatthaferreichen Quarzschotter). © 11/2 (D, P), Färbt. 15.

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ÖK 24/18-N/Mistelbach/Mistelbach - ÖK 25/5-N/Mistelbach/Drasenhofen -
Trockenrasen (210 m), 1 km SE Kalvarienberg (280-300 m), unmittelbar
Hüttendorf: Furchenschwingel-Trok- NW Stützenhofen: Kalkfelsfluren, Trok-
kenrasen. © 11/2 (D, P). ken- und Halbtrockenrasen, Gebüsche.
© III/2 (A).
ÖK 25
ÖK 25/1-N/Mistelbach/Falkenstein - ÖK 25/6-N/Mistelbach/Drasenhofen -
„ Dürrenberg" (350-370 m), ca. 1,5 km Abhang (220-240 m) zum Mühlbach S
NNE Falkenstein: Trockenrasen und Steinebrunn (vom S-Ortsrand bis 1,9 km
Saumgesellschaften in Kontakt mit S davon): Trespen-Halbtrockenrasen,
Flaumeichenbuschwald. © 111/4 (Wild­ Weißdorngebüsch. © 111/3 (A, B), Tab.
gehege) LSG. Nr. NB 26.

ÖK 25/2-N/Mistelbach/Falkenstein - ÖK 25/7-N/Mistelbach/Bernhardsthal
,,Höhlenstein“ (350-390 m), 0,7 bis - Hang (190-210 m), 1,6 km WNW
1,1 km N Falkenstein. © IV/2 (M) LSG, Katzelsdorf, 0,3 km SE „ Wolfsberg“:
Tab. Nr. NB 25. Furchenschwingel-Trockenrasen. ©
Felsfluren (auf anstehendem Kalk) mit 111/ 3 (A, D, P, R), Tab. Nr. NB 27.
Bleich-Schwingel (F. pallens), Badener
Rispengras (P. badensis), Gelbem ÖK 25/8-N/Mistelbach/Bernhardsthal
Lauch (A. flavum), Borsten-Miere (M. - Böschung (ca. 200 m) am SE-
setacea), Seegrünem Bergfenchel (Se- Ortsrand von Katzelsdorf in der Stra­
seli osseum) und Sukkulenten (Jovibar- ßengabel knapp N des Dammes
ba sobolifera, Sedum acre). zwischen den Teichen: Furchenschwin-
Lückige, annuellenreiche Walliser­ gel-Pfriemengras-Trockenrasen. ©
schwingel-Trockenrasen (auf flach- 11/ 1 .
gründiger Feinerdeauflage) mit viel
Echtem Gamander (T. chamaedrys). ÖK 25/9-N/Mistelbach/Bernhardsthal,
Kleine Federgrasfluren (St. joannis). Großkrut - Böschungen (180-200 m),
Trespen-Halbtrockenrasen (auf tiefer- ca. 3,4 km NNW Altlichtenwarth, knapp
gründigem Boden) mit Berg-Aster (A. S ,,Z' Widern“. © 111/3 (A, D, P, R, U), Tab.
ameil us), Hirschwurz (Peucedanum Nr. NB 28.
F ie d e r z w e n k e n -H a lb tr o c k e n r a s e n mit
cervaria), Großer Kuhschelle (P. gran-
c//s),Steppen-Bergfenchel (Seseliannu- Herbstzeitlose (C. a u tu m n a le ), Mäde­
um). Gebüsche (Weißdorn, Rosen, süß (F. vulgaris), Weidenblatt-Alant (I.
Roter Hartriegel). salicina) und Hirschwurz (Peucedanum
Schönes Beispiel für die Kalkhügel- cervaria). Kleinflächig F u rc h e n s c h w in -
Vegetation des Weinviertels. Gefährdet g e l-P fr ie m e n g r a s -T ro c k e n ra s e n mit
durch Ausdehnung der angrenzenden Kelch-Steinkraut (A. alyssoides), Gold-
Mülldeponie. Aster (A. linosyris) und Liegendem
Ehrenpreis (V. prostrata).
ÖK 25/3-N/Mistelbach/Falkenstein - Letzter Rest naturnaher Vegetation in
Umgebung des Steinbruches (340 bis einer ausgeräumten Ackerlandschaft.
360 m), 0,6 km NNE Falkenstein:
Kalkfelsfluren, Walliserschwingel-Trok- ÖK25/10-N/Mistelbach/Altlichtenwarth
kenrasen, Federgrasfluren, Trespen- - Böschungen NW Altlichtenwarth, vom
Halbtrockenrasen. © 11/2 (A, S) LSG. Ortsrand bis zur Kote 239: Lößtrocken­
rasen, Trespen-Halbtrockenrasen. ©
ÖK 25/4-N/Mistelbach/Falkenstein - II/4 (A).
Kapellenhügel (300-320 m), knapp NE
Falkenstein: Kalkfelsfluren, Trocken­ ÖK 25/11-N/Mistelbach/Poysdorf -
rasen, Gebüsche. © 111/1 LSG. ,,Kogelberg“, W-Hang (210-260 m), SE

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Erdberg: Erdseggen-Furchenschwin- ra s e n (über Kalk): Gelber Lauch (A.


qel-Trockenrasen, T respen-Halbtrok- fia v u m ), Zwerg-Schwertlilie (I. p u m ila ),
kenrasen, Gebüsche. © 111/3 (D, P, U). Helm-Knabenkraut (O. m ilita ris ), Kuh­
schellen (P. g ra n d is , P. p r a te n s is ) und
ÖK 2 5 /1 2 -N/Gänserndorf/Z is te r s d o r f - viel Frühlings-Adonis (A. v e rn a lis );
Hang (220-240 m), 1,1 bis 1,4 km SW Weißdornsträucher.
Maustrenk, knapp S „B r e itä c k e r " : Erd- S a u m g e s e lls c h a fte n : Blauer Steinsa­
seggen-Furchenschwmgel-Trockenra- me (B u g io s s o id e s p u r p u r o c a e r u le a ) ,
sen, © 111/2 (R). Bunte Flockenblume (C. triu m fe ttii),
Blutroter Storchschnabel (G. s a n g u i-
ÖK 25/13-N/Gänserndorf/Zistersdorf- n e u m ), Rauher Alant (I. h irta ), Knollen-
Hang (220-240 m), 1,2 km SSW Brandkraut (P h io m is tu b e ro s a ),
M a u s tre n k , knapp N der Schottergru­ Strauß-Wucherblume ( T a n a c e tu m c o -
ben. © m/2 (A, S), T a b . Nr. NB 29. ry m b o s u m ), Schwalbenwurz (V. h ir u n -
E rd s e g g e n -F u rc h e n s c h w in g e l-T ro k - d in a r ia ) und massenhaft Diptam (D.
k e m a s e n mit Pfriemengras (S tip a c a - a lb u s ).
p illa ta ), Österreichischem Geißklee (C h. Ausgedehnte und vielfältige Trockenve-
a u s tria c u s ), Echtem Gamander (T. getation mit prächtigen Saumgesell­
c h a m a e d ry s ) und einem reichen Kuh- schaften in Kontakt mit naturnahem
schellen-Vorkommen (P. p ra te n s is , P. Eichenwald.
g ra n d is ).
Beispiel für einen kleinen, aber artenrei­ Ö K 25/16-N/Gänserndorf/Z is te r s d o r f -
chen Trockenrasen, welcher in der „ H a u s b e r g “ { 260-270 m) in Gaiselberg:
durch Kommassierung und Flurbereini­ Teilweise ruderalisierte Furchenschwin­
gung verarmten Landschaft besondere gel-Trockenrasen. © 11/ 1 .
Bedeutung hat.
ÖK 26
ÖK 2 5 /1 4 - N /G ä n s e r n d o r f/Z is t e r s d o r f - ÖK 2 6 /1 -N /M is te lb a c h /B e r n h a r d s th a l
Hang (220-240 m), 1,4 km S M a u s tre n k , - „ A lt e G r a b h ü g e l“ {ca . 170 m), 2,3 km
SE Bernhardsthal: Furchenschwingel-
Pfriemengras-Trockenrasen. © 11/3 (D,
F, P, U).
Ö K 2 6 /2 -N /M is te lb a c h /R a b e n s b u r g -
„ M ü h lg r a b e n w ie s e n ", „G ris a w ie s e n ",
„ K u b if e ld “ (153-154 m): Trockenrasen
(auf etwas höher liegenden Flächen)
innerhalb der Feuchtwiesen im Über­
schwemmungsbereich der Thaya. ©
IV /4 (U, Thaya-Regulierung) NSG.

ÖK 36
zwischen den Schottergruben: Fur­ Ö K 3 6 /1 -N /M e lk /R a x e n d o rf-Z e h e n te g g
chenschwingel-Trockenrasen. © 111/2 - N-Ortsrand (540 m, 15° 17’14” /
(A, S). 48° 18’55”). © IV /3 (A, Z), Färbt. 1.
Südexponierte M a g e r r a s e n und M a ­
O K 2 5 /1 5 -N /G ä n s e r n d o r f/N e u s ie d l a n g e rw ie s e n auf Silikatgrus-Braunerde
der Zaya - ,,S te in b e r g “, NE-Teil (und Ranker); vorherrschend: Quendel
(280-310 m), WSW Neusiedl. © I V /2 (D, (T. p u le g io id e s ), Echtes Labkraut (G.
U) LSG, Tab. Nr. NB 30. v e ru m ), Straußgras (A. c o a r c ta ta ) ,
E rd s e g g e n -F u r c h e n s c h w in g e l-T ro k - Dreizahngras ( D a n th o n ia d e c u m b e n s ),
k e n ra s e n und T r e s p e n -H a lb tr o c k e n - Aufrechte Trespe, Rot-Schwingel, Fur-

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

(790 m, 15° 16’25” / 48° 22’35”). © 111/4


(A, Z).
Aufgelassene tro c k e n e W e id e n über
Silikatgestein mit Kalkeinsprengungen;
etwas verbuscht (5%) mit Birke, Hek-
kenrose, Weißdorn; im unteren Teil
lichter Rotkiefern-Heidewald.

chen-Schwingel, Habichtskraut (H. p i-


lo s e lla ). Bemerkenswert: Berg-Aster (A.
a m e llu s ).
Die nicht mehr genutzten Wiesen und
Weiden wachsen mit Weißdorn, Hek-
kenrosen, Birken, Rotkiefern und Hain­
buchen zu; ausgedehntes Schlehdorn­
gebüsch (schützenswert!) in Richtung
Pögstall. Gefährdung der Vegetation Vorherrschend: Furchenschwingel,
und der Landschaft durch Aufforstung Rotschwingel, Schmalblättrige Rispe,
mit Stech-Fichte! Diese Bäumchen Echtes Labkraut, Wiesenhafer, Sonnen­
müßten unbedingt wieder entfernt röschen (H. n u m m u la r iu m und o v a -
werden! tu m ), Echter Gamander; bemerkens­
wert: Himmelschlüssel (P. veris), Großer
ÖK 36/2-N/Melk/Raxendorf - 400 m Ehrenpreis (V. te u c riu m ,
WSW der Kirche von H e ilig e n b lu t massenhaft), Mehlbeere ( S o rb u s a ria ),
(500 m, 15° 16’ 14” / 48° 19’ 25”). © 11/5 Bergfenchel (S e s e li a n n u u m ).
(A, B, Z, P, D).
Südexponierte, jetzt aufgelassene tro k - ÖK 36/4-N/Zwettl/Kottes-Purk - 1,6 km
k e n e W e id e n , z. T. leider stark mit E der Elsenreither Kirche (700 m,
Kiefern, Fichten und Stechfichten auf­ 15° 18'22” / 48°23’ 15”): Artenreiche
geforstet oder stark (10-70%) mit Trockenwiese, E-exponiert, mit 5° Nei­
Hainbuche, Weißdorn und vereinzelt gung. © IV/3 (A, Z, I).
Wacholder verbuscht.
ÖK 37
ÖK 36/3-N/Zwettl/Kottes-Purk - „Pfaf­ ÖK 37/1-N/Krems/Albrechtsberg an
fenbühel“, 1,2 km SW Kirche Elsenreith der Großen Krems - Felsen (560 bis
620 m), 0,2 bis 0,5 km N B u rg
H a rte n s te in . © 111/1, Tab. Nr. NB 31.
F e ls tro c k e n ra s e n (auf Marmor bzw.
Augitgneis) mit Bleich-Schwingel (F.
p a lle n s ), Berg-Lauch (A. m o n ta n u m ),
Streifenfarn-Arten (A s p le n iu m spp.),
Mauerpfeffer-Arten (S e d u m s p p .);
stellenweise sind die Rasen dichter und
mit S a u m a rte n angereichert: Bunte
Flockenblume (C. triu m fe ttii), Dost
( O r ig a n u m v u lg a re ), Echtes Salomons­
siegel ( P o ly g o n a tu m o d o r a tu m ) , Heil­
wurz (S e s e li lib a n o tis ), Großer Ehren-

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

preis (V. te u c riu m ), Schwalbenwurz (V. Hang (300-360 m), N bis NE Kote 254
h iru n d in a ria ). (Abzweigung der Straße ins Steinbach­
Interessante Trockenvegetation in einer tal): Silikattrockenrasen, Saumgesell­
naturnah erhalten gebliebenen, ab­ schaften. © 11/2 (D, P, U).
wechslungsreichen Landschaft (Fluß-
au, Hangwälder, Felsgebilde). ÖK 37/6-N/Krems/Senftenberg - Kir­
che in Senftenberg (Kote 265) - Ruine
ÖK 3 7 /2 -N/Krems/Gföhl - „W a c h t­ Senftenberg - Hügel mit dem Kreuz
b e rg ", S-Hang (370-440 m), 0,5 km (Kote 374). © IV/2 (D, P, R), Tab. Nr.
NNW bis WNW Ober-Meisling. © 111/3 NB 33.
(/\, D), Tab. Nr. NB 32. Die nicht als Weingarten genutzten
Sil'ikatfelsfluren mit Nordischem Strei­ Flächen auf den vorwiegend S-expo-
fenfarn (A. s e p te n trio n a le ), Felsen- nierten Hängen tragen eine mosaikartig
Steinkraut ( A u r in ia s a x a tilis ), Berg- zusammengesetzte Trockenvegetation
Sandglöckchen (J a s io n e m o n ta n a ), über Silikat:
Knäuelkraut (S. p e r e n n is ) und Mauer­ Felsdurchsetzte Erdseggen-Furchen-
pfeffer-Arten (S e d u m sp p .). schwingel-Trockenrasen mit Bleich-
Schwingel (F. p a lle n s ), Gelbem Lauch
(A. fla v u m ), Ruten-Lattich (L. v im in e a ),
Kuhschellen (P. g r a n d is , P. p ra te n s is ),
Mauerpfeffer-Arten (S e d u m spp .) und
Federgräsern (St. jo a n n is , St. p u lc h e r -
rim a ).
Zwergweichsel- und Bibernellrosen-
Gebüsche und Saumgesellschaften
mit Blaßgelbem Eisenhut (A. a n th o r a ) ,
Bunter Flockenblume (C. triu m fe ttii),
Aufrechter Waldrebe (C. re c ta ), Diptam
(D. a lb u s ), Blutrotem Storchschnabel
(G. s a n g u in e u m ), Rauhem Alant (I.
Ausgedehnte Fiederzwenken-Halb-
trockenrasen, in denen stellenweise
Federgras (St. jo a n n is ) zur Vorherr­
schaft gelangt.
Vorposten xerothermer Vegetation im
Waldviertel. Gefährdet durch Düngung
und Aufforstung. Gelegentliches Mä­
hen der Halbtrockenrasen ist notwen­
dig.

ÖK 37/3-N/Krems/Gföhl - S-Hang (ca.


380 m), am NE-Ortsrand von O b e r-
M e is lin g , 0,3 km NE der Kirche:
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen, Fe­
dergrasfluren. © 111/3 (A, D), Tab. Nr.
MC 50.

ÖK 37/4-N/Krems/Stratzing-Droß -
Hohlweg (390-410 m) knapp NW P rie l;
Halbtrockenrasen. ® 11/2 (K).

OK 37/5-N/Krems/Senftenberg - S-

109
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

hirta), Hirschwurz (Peucedanum cerva- ÖK37/11-N/Krems/Dürnstein-400 m E


ria). Stift Dürnstein (240 m, 15°31’32” /
Fiederzwenken-Halbtrocken rasen 48°23’45”): Durch Betritt, Düngung,
(auf schmalen, nicht mehr bewirtschaf­ Befahren, Müll... stark gestörte Fels­
teten Weingartenterrassen und Bö­ und Trockenrasenflecken, verbuschte
schungen). Hänge mit Trockenrasenresten, rudera-
Schöne und vielfältige Trockenvegeta­ le Pioniergrasflächen, bemerkenswert:
tion als Bereicherung der kleinräumig Einzelexemplare besonderer Arten (z. B.
gegliederten Weinbaulandschaft. Ge­ Onosma helveticum). © 11/3 (Z).
fährdet durch Dünger- und Biozidein-
wehung (stellenweise) und durch das
Vordringen von Robinien. ÖK 37/12-N/Krems/Dürnstein - Men­
talgraben, 1000 m E Stift Dürnstein
(280 m, 15°32’ 10” / 48°23’45”): Sehr
ÖK 37 (und 38)/7-N/Krems/Senften- steiler Osthang, mit artenreichem Halb­
berg - Linke Talseite des Kremstales trockenrasen, größtenteils fehlge­
(300-370 m), ca. 1 km NNE Imbach: schlagene Aufforstungsversuche mit
Erdseggen-Furchenschwingel-Trok-
kenrasen (auf Silikat), Federgrasfluren,
Saumgesellschaften. © 111/3 (D, P, U,
Moto-Cross), Tab. Nr. NC 51.

ÖK 37 (und 38)/8-N/Krems - Linke


Talseite (400-420 m) des Frauenbach­
tales W Rehberg (von der Ruine bis
0,5 km W davon): Silikatfelsfluren,
bodensaure Trockenrasen, Trespen-
und Fiederzwenken-Halbtrockenrasen,
Saumgesellschaften. © 111/1.

ÖK 37/9-N/Krems/Bergern im Dunkel­ Robinie und Schwarzkiefer; ein Teil


steinerwald - Knapp W Nesselstauden, bereits stark mit vielen Gehölzarten
oberhalb der Straße nach Mitterarns- verbuscht, einzelne größere Rotkiefern;
dorf (550-600 m): Bodensaure Mager­ im Unterhang aufgelassene Weingär­
wiese. © II/2 (D). ten mit Pioniergrasfluren und Gebüsch.
© 111/5 (A, Z), Tab. Nr. NC 54.
Wachau (ÖK 37/10-18) siehe auch
einleitender Text Kapitel 11/1 und Litera­
tur: HÜBL & HOLZNER (1977). Schutz­ ÖK 37/13-N/Krems/Dürnstein - Unter­
status: LSG Wachau und Umgebung. hang des Loibenberges, 1100 m E Stift
Dürnstein (280 m, 15° 32’20” /
48° 23’40”): Kaum gestörtes, artenrei­
ÖK 37/10-N/Krems/Dürnstein - Hänge ches Vegetationsmosaik: Felsrasen,
zwischen Kanzel und Watstein Furchenschwingel-T rockenrasen, be­
(200-440 m, 15° 30’30” bis 60” / reits stark von Saum-Arten (Libanotis)
48° 24’ 10” bis 45”): Aufgelassene Wein­ und Gebüsch (Erstbesiedler: Zwerg­
bauterrassen mit artenarmen Pionier­ weichsel) zugewachsen, artenreiche
grasbeständen (Glatthafer, Quecke...), Gebüsche (v. a. auf Lesesteinhaufen),
dazwischen Fels- und Trockenrasen­ naturnahe Rotkiefernbestände, Wein­
flecken, stark gestört, z. T. „ruderali- gärten. © IV/3 (Z), Tab. Nr. NC 53,
siert". © 11/3 (Z), Färbt. 39. Färbt. 39.

110
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 37/16-N/Krems/Weißenkirchen i.
d. Wachau -200 m E St. Michael (310 m,
15°26’5” / 48° 22’30”): Artenreicher

ÖK 37/14-N/Krems/Dürnstein - Fran­
zosendenkmal (300 m, 15° 32’ /
48° 23’35”). W-Hang: Großflächige, ein­
heitliche Furchenschwingel-Pfriemen-
gras-Trockenrasen, wenig verbuscht: Trespen-Pfriemengras-Halbtrockenra-
nur in Mulden und Rinnen Saumarten- sen. (D 111/2 (A, Z), Tab. Nr. NC 55.
dominanz und Pioniergebüsch; einst
der schönste Trockenrasen der Wa­
chau, jetzt zum großen Teil mit ÖK 37/17-N/Krems/Weißenkirchen i.
Schwarzkiefern aufgeforstet; E-Hang: d. Wachau - 500 m NE Kirche Spitz
Pioniergebüsch und offener, stark (240 m, 15° 25’25” bis 55” / 48° 22’ 10”):
gestörter Rasen (schuttiger Hang, Stark verbuschte Trockenwiesen und
Betritt) mit zahlreichen Pionierarten; aufgelassene Weingärten. 0 11/3 (Z).
massenhaft: Pracht-Königskerze (V.
speciosum), Perlgras (Mélica transsil- ÖK 37/18-N/Krems/Spitz - „Teufels­
vanica), Mäuseklee (T. arvense), Be­ mauer" (220-300 m, 15° 24’ 12” bis 25” /
sonderheit: Herbst-Steifhalm (Cleisto- 48°20’55”): Kalk-Fels- und Trockenra­
genes serótina). ® IV/5 (A), Färbt. 20. senfleckchen, Flaumeichen-Buschwald
auf Marmoreinsprengungen in Silikat.
© IV/3 (S), Tab. Nr. NC 18.
ÖK 37/15-N/Krems/Krems - „Förthof-
graben“, 300 m NW Kapelle Förthof
(320 m, 15° 34’5” / 48° 24’5”): Kleinflä­ ÖK 37/19-N/Melk/Schönbühel-Aggs-
chiger Silikattrockenrasen und Feder- bach - SE-Hang des „Luftenberges"
gras-Rasen. © 111/3 (Z). (320 m, 15°24’50” / 48° 17’55”): Arten­

111
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

arme Trespen-Trockenwiese. ® 11/3 (A, Steinbruch an der Straße zur Neumühle


Z). (280-330 m), knapp W Langenlois:
Silikattrocken rasen, Saumgesellschaf­
ÖK 3 7 /2 0 -N /M e lk /S c h ö n b ü h e l-A g g s - ten. ® I II / 2 (R, S).
b a c h - „Aggsteingraben" (300 m,
15° 25’10” / 48° 18’35”): Artenarme Ö K 38 (und 2 1 )/3 -N /K r e m s /L a n g e n lo is
Trespen-Furchenschwingel-Trocken- - „Kogelberg"( 240-307 m), NW Zöbing:
wiese. © 11/3 (A, D, Z). Silikattrockenrasen, Fiederzwenken-
und Trespen-Halbtrockenrasen, Saum­
Ö K 3 7 /2 1 -N /M e lk /D u n k e ls te in e r w a ld - gesellschaften. ® III / 2 (U) LSG.
,,Gurhofgraben", eigentlich: „Mitter­
bachgraben“, 1,5 km W Schloß Gurhof ÖK 3 8 /4 -N /K r e m s /L a n g e n lo is - Bö­
(320-500 m, 15° 27’00” / 48° 17’40”): schung (220 m), 0,8 km N Zöbing,
Serpentintrockenrasen in stark aufge­ knapp E des Bades: Silikatfelsfluren,
lichtetem Kiefernwald. © IV /1 NSG. bodensaure Trockenrasen, Fieder­
Literatur: KRETSCHMER (1930). zwenken- und Trespen-Halbtrockenra­
sen, Gebüsche (Zwergweichsel, Biber-
Ö K 3 7 /2 2 -N /M e lk /D u n k e ls te in e r w a ld - nell-Rose). © I I/ 2 (A) LSG.
SE-Hang der „Friedleiten", 300 m SE
Hohenwarth (460 m, 15° 24’45” / Ö K 38 (und 2 1 )/5 -N /K r e m s /L a n g e n lo is
48° 15’24”): Artenarme Trespen-Trok- - Umgebung des Bildstocks (300 bis
kenwiese. © 11/2 (A, Z). 310 m), 1,2 km NE Zöbing:Bodensaurer
Trockenrasen. © 11/3 (D, P, R) LSG.
O K 38
Ö K 3 8 /6 -N /K r e m s /L a n g e n lo is , S tra ß
Ö K 3 8 /1 -N /K r e m s /L a n g e n lo is - „Loiser
im S t r a s s e r ta le - „Heiligenstein" (ca.
Berg", SW-Hang (300-320 m), 3,3 bis
3,6 km WNW Langenlois. ® III / 3 (A, R), 220-350 m) bei Zöbing. © IV /3 (D, P, U)
Tab. Nr. NB 34. LSG, Tab. Nr. NB 35.
Kleinflächige Silikatfelsfluren mit Die größtenteils von Weingärten be­
Knäuelkraut (S. perennis), Berg-Sand­ deckten Abhänge gegen das Kamptal
glöckchen (Jasione montana), Ruten- und gegen das Strassertal tragen eine
Lattich (L. viminea) und Mauerpfeffer- vielfältige Trockenvegetation, die vor
Arten (Sedum spp.). allem im oberen Teil größere Flächen
Bodensaure Trockenrasen, in denen (die für den Weinbau zu flachgründig
die Erd-Segge (C. humilis) und Gräser sind) einnimmt und stellenweise Kon­
aus der Schafschwingel-Verwandt­
schaft (F. rupicola, F. valesiaca) vor­
herrschen; häufig sind Holziger Bak-
kenklee (D. germanicum) und Echter
Gamander (T chamaedrys). Im Saum
der Gebüsche große Bestände von
Rauhem Alant (I. hirta).
Schöne Trockenrasen mit schätzens­
werten Arten, z. B. Geflecktes Ferkel­
kraut (Fl. maculata), Stein-Fingerkraut
(P. rupestris), Schwärzliche Kuhschelle
(P. pratensis), Federgras (St. joannis).
Gefährdung: Aufforstung, Vordringen
von Robinien.

ÖK 3 8 /2 -N /K r e m s /L a n g e n lo is - Zwi­ takt mit dem angrenzenden bodensau­


schen ,,Steinmaßl" und dem großen ren Eichenwald hat.

112
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

S ilik a tfe ls - und G ru s flu re n mit Bleich- zum Gipfel bzw. nach W führende
Schwingel (F. p a lle n s ), Knäuelkraut (S. Hohlwege (330-360 m): Trocken- und
p e re n n is ), Berg-Sandglöckchen (J a s io - Halbtrockenrasen. © I I/ 3 (D, P, Weg­
ne m o n ta n a ) und Mauerpfeffer-Arten verbreiterungen).
(S e d u m spp.).
B o d e n s a u re T r o c k e n ra s e n , in denen Ö K 3 8 /9 -N /K r e m s /S tr a ß im S tr a s s e r ta ­
die Erd-Segge (C. h u m ilis ) und Gräser l e - ,,G a u ts c h e r" , S-Fuß (ca. 300 m), NE
aus der Schafschwingel-Verwandt­ Straß im Strassertale, knapp N der
schaft vor­
(F. ru p ic o la , F. v a le s ia c a ) Straße: Trespen- und Fiederzwenken-
herrschen; auffallend sind Gelber Halbtrockenrasen. © I I/3 (A, R).
Lauch (A. fla v u m ), Berg-Lauch (A.
m o n ta n u m ), Langstiel-Kugelblume (G. Ö K 3 8 /1 0 -N /H o lla b r u n n /H o h e n w a r th -
p u n c ta ta ) , Heide-Ehrenpreis (V. s p i- M ü h lb a c h a m M a n h a r ts b e r g -ca. 1 km
c a ta ) und Kuhschellen (P. g ra n d is , P. N W S te tte n h o f, 0,2 km N N W Kote 372
p ra te n s is ); stellenweise tritt die Besen­ (Straßenkreuzung). © 11/3 (A, D, P, R,
heide ( C a llu n a v u lg a ris ) bestandbil­ U), Tab. Nr. NB 36.
dend auf. Trespen- und Fiederzwenken-Halb-
Trespen- und Fiederzwenken-Halb- trockenrasen mit Berg-Aster (A. a m e l­
trockenrasen (z. T. auf nicht mehr lu s), Kreuz-Enzian (G. c r u c ia ta ) , Helm-
bewirtschafteten Weingartenterrassen) Knabenkraut (O. m ilita r is ) und Kuh­
mit Berg-Aster (A. a m e llu s ), Schopf- schellen (P. g ra n d is , P. p ra te n s is ).
Kreuzblume (P. c o m o s a ) und viel
Sieppen-Windröschen (A. s y lv e s tris ).
Saumgesellschaften mit Bunter Flok-
kenblume (C. tr iu m fe ttii), Diptam (D.
a lb u s ), Blutrotem Storchschnabel (G.
s a n g u in e u m ), Hirschwurz ( P e u c e d a -
n u m c e rv a r ia ) und ausgedehnten Be­
ständen von Zwergweichsel (P. fr u ti-
c o s a ) und Bibernell-Rose (R. p im p in e lli-
fo lia ):
Gebüsche (Rosen, Weißdorn, Schleh­
dorn).
Schöne Trockenrasen und -gebüsche,
die sich mit den kleinen Weingartenter­ Schöne Halbtrockenrasen in einer an
rassen zum Bild einer harmonischen naturnahen Standorten verarmten Ak-
Kulturlandschaft fügen. Gefährdung: kerlandschaft. Gefährdung: Auffor­
Dünger- und Biozideinwehung (stellen­ stung, Aufkommen von Robinien, Dün­
weise), Neuanlage von Weingärten, ger- und Biozideinwehung, Anlegen
Verbreiterung von Wegen. von Wildäckern.
O K 3 8 /7 -N /K r e m s /S tr a ß im S tr a s s e r ta ­
Ö K 3 8 /1 1 -N /K r e m s /L a n g e n lo is - Hohl­
le - „ W e c h s e lb e rg “, SW-Hang (240-310 wegabschnitte (230-280 m) W G o b e ls -
m), N Straß im Strassertale: Fels­ b u rg , Wegdreieck, gebildet aus den
trockenrasen, Trespen- und Fieder- beiden vom W-Ortsrand von Gobels-
zwenken-(Halb-)Trockenrasen, Saum­ burg nach WNW bzw. WSW ziehenden
gesellschaften, Gebüsche. (D 111/1. Wegen und dem N und S der Kote 265
(Bildstock) verlaufenden Weg: Trok-
ken- und Halbtrockenrasen. © II/3
Ö K 38/8-N/Krems/Straß im S tr a s s e r ta ­ (Wegverbreiterung, Zuschütten).
le - S c h ö n b e r g “, S Elsarn im Strasser-
tal, zwei von der Kote 330 (Bildstock) Ö K 3 8 /1 2 -N /K r e m s /L a n g e n lo is - Trok-

113
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

kental (240-260 m), 1 bis 1,9 km SW ÖK 38/15-N/Krems/Etsdorf-Haitzen-


Gobelsburg: Furchenschwingel-T rok- dorf - Hohlweg (ca. 260 m), 1,4 bis 2 km
NNE Engabrunn: Silikattrockenrasen,
Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/2 (D,
P, U). Färbt. 25.

ÖK 38/16-N/Krems/Senftenberg
Knapp NNE Platzl (ca. 300 m), 1 km N
Rehberg. © III/2 (D, P), Tab. Nr. NB 38.
Mosaikartig zusammengesetzte Trok-
kenvegetation über Silikat:
Kleinflächig Felstrockenrasen mit
Bleich-Schwingel (F. pallens), Knäuel­
kraut (S. perennis) und Mauerpfeffer-
Arten Sedum spp.).
kenrasen (über Quarzschotter), Tres­ Bodensaure Trockenrasen mit den
pen- und Fiederzwenken-Halbtrocken- vorherrschenden Gräsern Furchen-
rasen, Lößtrockenrasen. ® 111/3 (A, R). Schwingel (F. rupicola), Heide-Strauß­
gras (A. stricta), Ruchgras (A. odora-
ÖK 38/13-N/Krems/Langenlois - FHohl- tum), Pfriemengras (Stipa capillata),
weg SSW Gobelsburg (Bildstock - Kote Gelbscheiden-Federgras (St. pulcher-
257 - „Alte Heide"): Trocken- und rima) und einem reichen Vorkommen
Flalbtrockenrasen. © II/3 (Zuschütten). der Großen Kuhschelle (P. grandis).
Saumgesellschaften mit Bunter Flok-
ÖK 38/14-N/Krems/Langenlois - „Go-
kenblume (C. thumfettii), Aufrechter
belsberg" (220-303 m), ca. 2 km S Waldrebe (C. recta), Rauhem Alant (I.
Gobelsburg. @ IV/3 (U, Moto-Cross), hirta), Hirschwurz (Peucedanum cerva­
Tab. Nr. NB 37. ria), Voralpen-Klee (T. alpestre),
Im Kuppenbereich, umgeben von Wein­ Schwalbenwurz (V. hirundinaria) und
gärten: den niedrigen Sträuchern Zwergweich­
Ausgedehnte Trockenrasen (über sel (P. fruticosa), Bibernell-Rose (R.
Quarzschotter), in denen Aufrechte pimpinellifolia) und Essig-Rose (R.
Trespe (B. erectus), Erd-Segge (C. galilea).
humilis), Furchen-Schwingel (F. rupi- Schöne und vielfältige Trockenvegeta­
cola), Fieder-Zwenke (B. pinnatum), tion, die die Weinbaulandschaft berei­
stellenweise auch Steppen-Bergfenchel chert.
(S. annuum) und Heilwurz (Seseli
libanotis) vorherrschen.
Auf Böschungen zwischen Weingarten­ ÖK 38/17-N/Krems - ,,Am Steindl"
terrassen und entlang von Hohlwegen: (230-300 m), zwischen Krems und
Lößtrockenrasen mit Wehrloser Trespe Rehberg, ca. 0,3 km SW vom Turner­
(B. inermis), Furchen-Schwingel (F. kreuz: Trocken- und Halbtrockenrasen.
rupicola), Pfriemengras (Stipa capil- © II/3 (B, R).
lata) und Hain-Salbei (S. nemorosa).
Schöne und ziemlich ausgedehnte
Trockenrasen mit zahlreichen schüt­ ÖK 38/18-N/Krems/Rohrendorf bei
zenswerten Arten, z. B. Große Kuhschel­ Krems - ,,Rohrendorfer Gebling"
le (P. grandis), Rauhblatt-Rose (R. (260-300 m), NW Rohrendorf. © 111/1,
jundzillii), Wiesen-Bergflachs (Th. pyre- Tab. Nr. NB 39.
naicum). Gefährdung: Vergrößerung Terrassenabfall mit eindrucksvollen
der angrenzenden Weingärten, Ver­ Konglomeratbänken und steilen Löß­
wendung als Moto-Cross-Gelände. böschungen:

114
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Felsiluren (sehr kleinflächig) mit Gel­


bem Lauch (A. flavum) und Mauerpfef­
fer-Arten (Sedum spp.).
Lückige bis geschlossene Trocken-
Und Halbtrockenrasen (auf Böschun­
gen und wiederbesiedelten Weingar­
tenterrassen) mit Berg-Aster (A. amel-
lus), Gold-Aster (A. linosyris), Schwert­
blatt-Alant (I. ensifolia), Schwärzlicher
Kuhschelle (P. pratensis) und Berg-
Gliedkraut (Sideritis montana).
Saumgesellschaften mit Bunter Flok- fährdung durch Aufforstung, Schotter­
kenblume (C. triumfettii), Aufrechter gewinnung.
Waldrebe (C. recta), Hirschwurz (Peu-
cedanum cervaria), Zwergweichsel (P. ÖK 38/23-N/Krems - „ Schiffberg", N-
fruticosa) und Schwalbenwurz (V. hi- Hang (210-240 m), am S-Ortsrand von
rundinaria). Hollenburg, 0,7 km W bis 0,5 km ESE der
Schöne und interessante Trockenvege­ Kirche: Furchenschwingel-Pfriemen-
tation! gras-Trockenrasen (auf Löß), Trespen-
und Fiederzwenken-Halbtrockenrasen,
ÖK 38/19-N/Tulln/Grafenwörth - Bö­
Saumgesellschaften. (D 111/2 (U).
schung (ca. 190 m), W Seebarn am
Wagram (vom Ortsrand bis knapp W ÖK 38/24-N/Krems - „Schiffberg"
vom Pestkreuz): Teilweise ruderalisierte (320-340 m), S Hollenburg, zwei kleine
Trocken- und Halbtrockenrasen. ® 1/1. Trockenrasenflächen, 0,2 km NE vom

ÖK 38/20-N/St. Pölten/Traismauer -
Heißlände (ca. 190 m), 1,9 km SE
Donaudorf, Umgebung des Kreuzes:
Trespen- und Fiederzwenken-Halbtrok-
kenrasen. ® III/4 (A, S).

OK 38/21-N/St. Pölten/Traismauer -
Heißlände (ca. 190 m), ca. 2,5 km SE
Donaudorf: Trespen- und Fiederzwen-
ken-Halbtrockenrasen. ® 111/3 (A, S).

ÖK 38/22-N/St. Pölten/Traismauer -
Heißlände, „Stiftskaibtsaum" (ca. 190
m), ca. 2,8 km SE Donaudorf. (D IV/3 (A,
S), Tab. Nr. NB 40.
Ausgedehnte Fiederzwenken- und
Trespen-Halbtrockenrasen mit Lang-
sporn-Händelwurz (G. conopsea),
Helm-Knabenkraut (O. militaris); auf
anstehendem Schotter wächst Schwei­
zer Moosfarn (S. helvética).
Vorkommen schätzenswerter Arten. Ge­

115
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Gipfel (dem Wald vorgelagert) und kenwiese, deren Wert auch den derzeiti­
0,3 km E vom Gipfel (knapp SE des gen Grundeigentümern bewußt ist.
Bildstocks). © 111/4 (A, U), Tab. Nr.
NB 41. ÖK 38/26-N/Krems/Paudorf - 1 km NE
Trespenreiche Erdseggen-Furchen- Krustetten (320 m, 15° 40’ 12” /
schwingel-Trockenrasen (auf anste­ 48° 22’8”): Steile N-exponierte Trespen-
hendem kalkreichem Konglomerat) mit Fiederzwenken-T rockenwiese, nicht
viel Holzigem Backenklee (D. germani- mehr gemäht. © 11/3 (A, Z).
cum), Schwertblatt-Alant (I. ensifolia),
Hirschwurz (Peucedanum cervaria) ÖK 38/27-N/St. Pölten/Nußdorf a. d.
und den Kalkzeigern Weiche Silber­ Traisen - Unterhang des Spatzenber­
scharte (Jurinea mollis), Österreichi­ ges, 400 m E Kapelle Ried (460 m
sche Schwarzwurz (S. austriaca) und 15° 4V 0” / 48° 21 ’35”): Artenreicher
Kalk-Blaugras (S. varia). Trockenrasen auf seichtgründiger
Kleinflächig Fiederzwenken- und Tres- Kalkbraunerde, randlich in Gebüsch­
pen-Halbtrockenrasen mit Berg-Aster gruppen und Wald übergehend. © 111/3
(A. amellus), Großer Kreuzblume (P. (A, Z).
major) und Großer Kuhschelle (P.
grandis). ÖK 38/28-N/Krems/Paudorf- 400 m SW
Reste einer wegen ihrer Artenzusam­ Kapelle Paudorf (280 m, 15°36’15” /
mensetzung bemerkenswerten Trok- 48°2f 15”): Trespentrockenwiesen auf
kenvegetation. Gefährdet durch Weg­ ehemaligen Ackerbauterrassen. © 11/3
verbreiterung, Aufforstung, Neuanlage (A, Z).
von Weingärten.
ÖK 38/29-N/Krems/Paudorf - 300 m W
Hörfarth (290 m, 15° 37’ 0” / 48° 20’ 30”):
ÖK 38/25-N/Krems/Mautern a. d. Do­ Trespentrockenwiesen auf aufgelasse­
nau - 800 m W Furth bei Göttweig, nen Hangterrassen, von den Rändern
Weingärten von Baumgarten (300 m, her starke Verbuschung. © 11/3 (A, Z).
15° 35' 12” bis 50” / 48° 22’20”). © IV/3
(D, I, A, Z). ÖK 38/30-N/St. Pölten/Statzendorf -
Komplex von Weinbauterrassenbö­ Großer Köibiing, W-Hang (310 m,
schungen und Vorwald zwischen Wein- 15°39’25” / 48° 17'30”): Trespen-Fur-
Intensivkulturen (ca. 1 ha) auf Kalkkon­ chenschwingel-Trockenwiese mit be­
glomerat und Löß, N-exponiert (45°). reits starker Verbuschung. © 111/3
Nicht mehr gemähte Bereiche stark (A, Z).
verbuscht (Winterlinde, Haselnuß,
Hainbuche...), gemähte Flächen (1 x ÖK 38/31-N/St. Pölten/Statzendorf -
jährlich) artenreiche Trespen-Trocken­ Hoher Köibiing, W-Hang, 1 km SE
wiesen mit dem Kleinen Wiesenknopf Rottersdorf (330 m, 15° 39’40” /
(Sanguisorba minor), der Warzen- 48°17’0”): Ausgedehnte Trespentrok-
Wolfsmilch (E. verrucosa) und der kenwiese mit Kuhschelle auf aufgelas­
Sichel-Luzerne als weitere dominante senem Hang-Segelfluggelände, z. T.
Arten. Auffallend das reiche Orchideen­ aufgeforstet, mäßig verbuscht. © 111/5
vorkommen (Helm-Knabenkraut, (A, Z, R).
Brand-Knabenkraut, Langsporn-Hän-
delwurz und Frauenschuh). ÖK 38/32-N/St. Pölten/Herzogenburg -
Die Flächen sind vor allem durch Hoher Köibiing, E-Hang, 2 km westlich
Intensivierung (Düngung) und die steil­ Stift Herzogenburg (330 m, 15°39’50” /
sten Bereiche durch Auflassen der 48° 17’00”): Artenreiche Trespentrok-
Nutzung und damit Verbuschung ge­ kenrasen auf längst aufgelassenen
fährdet. Eine besonders schöne Trok- (Weinbau?-)Terrassen mit reichlich

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

KuhSChelle> Blutrotem Storchschnabel, Kuhschellen (P. grandis, P. pratensis)


Qeibem Lein. Seit Jahren nicht mehr vor.
n e m ä h t daher von den Rändern her Ausgedehnte und vielfältige Trocken­
zuwachsend. © 111/3 (A, Z). vegetation in einem geomorphologisch
interessanten Gelände. Gefährdung:
ÖK 38/33-N/St. Pölten/Obritzberg- Vordringen von Robinien.
Rust - neben Sandgrube, 1 km NW
Kirche Großrust (400 m, 15° 36’20” / ÖK 39/4-N/Tulln/Großriedenthal -
48° 16’45”): Artenreicher Trockenrasen Lößtürme (ca. 300 m), an der Straße
und Trockenwiese auf geringmächtiger Großriedenthal-Neudegg, ca. 0,5 km E
Kalkbraunerde. Nur mehr selten ge­ Großriedenthal: Trockenrasen, Halb­
mäht. © IM/3 (A, Z, S). trockenrasen, Zwergweichselgebüsch.
© 11/1 ND.
ÖK 39
ÖK 3 9 / 1 -N/Tulln/Großriedenthal - Hü­ ÖK 39/5-N/Tulln/Großriedenthal - Bö­
gel (ca. 290 m), 1,1 km NNW Großrie­ schungen (ca. 260 m), N der Straße
denthal, knapp SE des Bildstocks am Großrledenthal-Ottenthal, vom SE
Gießgraben: Felsfluren (über Quarz­ Ortsrand von Großriedenthal (Bild­
konglomerat), Trocken- und Halb­ stock) bis zur Abzweigung der Straße
trockenrasen. © 11/2 (D, P). nach Neudegg (Bildstock): Furchen-
schwingel-Pfriemengras-Trockenrasen
ÖK 39/2-N/Tulln/Großriedenthal - (auf Löß), Fiederzwenken-Trespen-
„Spielberg", S- und SW-Hang (290 bis Halbtrockenrasen. © II/2 (R).
350 m), 1 km N bis 0,7 km ENE
Großriedenthal: Furchenschwingel- ÖK 39/6-N/Tulln/Kirchberg am Wag­
Pfriemengras-Trockenrasen (über ram - „Exlberg“ (230-250 m), 0,7 km SE
Quarzkonglomerat, Quarzschotter und bis 2,1 km SSE Ottenthal: Furchen­
Löß), Saumgesellschaften. © 111/4 (R). schwingel-Trockenrasen (auf Löß) mit
Festuca vaginata (Sand-Schwingel),
ÖK 39/3-N/Tulln/Großriedenthal - Ter­ Trespen-Fiederzwenken-Halbtrocken-
rassenabfall (300-350 m), 0,5 km N bis rasen. © 111/4 (R).
0,5 km SE Neudegg. © IV/3 (R), Tab. Nr.
NB 42. ÖK 39/7-N/Tulln/Kirchberg am Wag­
Terrassenabfall mit eindrucksvollen ram - SW-exponierte Böschung (ca.
Konglomeratwänden: 230 m), 1,1 km S bis 1,7 km SSE
Felsfluren mit Berg-Lauch (A. monta- Ottenthal: © 111/3 (A), Tab. Nr. NB 43.
num), Berg-Steinkraut (A. montanum), Trespen-Halbtrockenrasen mit Ästiger
Büschel-Miere (M. fastigiata), Mauer­ Zaunlilie (A. ramosum), Kreuz-Enzian
pfeffer-Arten (S. acre, S. sexangulare). (G. cruciata) und viel Österreichischem
Lückige Bartgras-Pfriemengras-Trok- Geißklee (Ch. austriacus).
kenrasen (auf Quarzschotter) mit Wim­ Ziemlich ausgedehnter Halbtrockenra­
per-Perlgras (M. ciiiata), Schmalblatt- sen in einer an naturnahen Standorten
Lein (L. tenuifolium), Berg-Glied kraut verarmten Ackerlandschaft. Gefährdet
(Sideritis montana), viel Sand-Finger­ durch Aufforstung.
kraut (P. arenaria)\mb Echtem Gaman­
der (T. chamaedrys). ÖK 39/8-N/Tulln/Großweikersdorf -
Furchenschwingel-Trockenrasen mit „Kobelberg“ (210-220 m), 1,6 km S
viel Acker-Wachtelweizen (M. arvense). Großweikersdorf: Lößtrockenrasen. ©
Großflächig Trespen-Halbtrockenra- 111/2 (D, P, R).
sen mit viel Ästiger Zaunlilie (A.
ramosum). ÖK 39/9-N/Korneuburg, Hollabrunn/
In den Trockenrasen kommen auch Rußbach, Hollabrunn - „Kalte Stube“

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

(300-360 m), SE Puch. ® 111/2 (A, U), zwischen Starnwörth und Eggendorf
Tab. Nr. NB 44. © 111/2 (D, P), Tab. Nr. NB 45.
Die steile, S-exponierte Geländestufe
trägt Lößtrockenrasen mit Quecke
(Agropyron spp.), Wehrloser Trespe (B.
inermis), Furchen-Schwingel (F. rupi-
cola), Pfriemengras (Stipa capillata),
Feld-Beifuß (A. campestris), Ruten-
Knorpellattich (Chondrilla juncea), Gel­
bem Zahntrost (O. lutea), Hain-Salbei
(S. nemorosa), Steppen-Bergfenchel (S.
annuum) und Liegendem Ehrenpreis
(V. prostrata).
Schönes Beispiel für die Lößtrocken­
rasen des Wagram.

Auf dem terrassierten, S-exponierten ÖK 39/13-N/Korneuburg/Hausleiten -


Hang hat sich auf ungestört gebliebe­ ,,Wagram“ (200-210 m), knapp NW
nen Flächen eine vielfältige Trockenve­
getation erhalten bzw. auf ehemaligem
Kulturland wieder eingestellt:
Trespen- und Fiederzwenken-Halb-
trockenrasen mit Steppen-Windrös-
chen (A. sylvestris), Berg-Aster (A.
amellus), Weidenblatt-Alant (i salicina)
und Großer Kreuzblume (P. major); an
einer Stelle dominiert die Hirschwurz
(Peucedanum cervaria).
Zwergweichselgebüsch.
Furchenschwingel-Lößtrockenrasen,
stellenweise mit viel Pontischem Beifuß
(A. pontica).
Refugium für Trockenrasenarten in der (hallstattzeitlicher Riesenhügel) bzw.
intensiv genutzten Acker- und Wein­ 0,3 bis 1,5 km E Gaisruck: Lößtrocken­
baulandschaft. Gefährdet durch Auf­ rasen. (D 111/2 (D, P).
forstung und Umbruch.
ÖK 39/14-N/Tulln/Zwentendorf an der
Donau, Königsbrunn am Wagram -
ÖK 39/10-N/Tulln/Fels am Wagram - Mehrere Heißländen (ca. 180 m) in den
Aufgelassener Hohlweg NW Thürnthal, linksufrigen Donau-Auen W bis S
knapp W Kote 226: Trespen- und Utzenlaa. © IV/3 (A, S, U), Tab. Nr.
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. © NB 46.
I/2 (Zuschütten). Ausgedehnte Trocken- und Halbtrok-
kenrasen, denen Sträucher (Berberitze,
ÖK 39/11-N/Tulln/Kirchberg am Wag­ Weißdorn, Sanddorn, Liguster, Schleh­
ram - „ Wagram“ (210-220 m), 0,4 km S dorn) und einzelne absterbende
bis 0,7 km SE Engelmannsbrunn: Schwarzpappeln ein savannenartiges
Lößtrockenrasen. © 111/2 (D, P). Aussehen verleihen:
Trespen- und Fiederzwenken-Halb­
trockenrasen mit Ästiger Zaunlilie (A.
ÖK 39/12-N/Korneuburg/Stetteldorf ramosum), Pracht-Nelke (D. superbus),
am Wagram - „l/l/agram" (200-210 m), Kreuz-Enzian (G. cruciata), Dauer-Lein

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(L. perenne) und Brand-Knabenkraut ÖK 39/16-N/Tulln/Michelhausen -


(0. ustulata). 3,1 km SW Michelhausen, oberhalb
/\
ut anstehendem Schotter lückige Lintner („Waldhof“) (240 m,
Bartgras-Furchenschwingel-Trocken­ 15° 54’30 + 40” / 48° 16’ 15”): Ost- und
rasen mit Schweizer Moosfarn (S. westexponierte Wegböschungen mit
helvetica). Halbtrockenrasen (mit Linum flavum,
Typische und weitgehend ungestörte Orchis militaris, Sitene nemoralis...). ©
Heißländenvegetation. Gefährdung: IV/5 (D, P).
Schotterabbau, Umackern, Auffor­
stung. ÖK 39/17-N/Tulln/Sieghartskirchen -
2 km NE Sieghartskirchen (210-310 m,
ÖK 39/15-N/Tulln/Atzenbrugg - Bö­ 16° 3’55” bis 4’20” / 48° 16’40” bis 55”):
schungen (230-240 m), 0,6 km SSW bis Artenreiche Halbtrockenrasen und
1,3 km S Hütteldorf. ® 111/3 (A, D, P), Trockenwiesen. © 111/4 (A, Z, I).
Tab. Nr. NB 47.
T re s p e n - und Fiederzwenken-Halb-
ÖK 39/18-N/Tulln/Sieghartskirchen -
tro c k e n ra s e n mit Steppen-Windrös- 1,5 km NW Ollem (210-290 m, 16° 1'20”
chen (A. sylvestris), Schwärzlichem bis 2’ 10” / 48° 16’ 12” bis 31”): Artenrei­
Geißklee (Lembotropis nigricans), che Halbtrockenrasen und Trockenwie­
Steppen-Bergfenchel (S. annuum) und sen. © 111/4 (A, Z, I).
Orchideen (Orchis militaris, O. ustu­ ÖK 40
lata). ÖK 40/1-N/Hollabrunn/Göllersdorf -
Schöne Halbtrockenrasen in einem Abhang (240-280 m) knapp SSE
intensiv landwirtschaftlich genutzten Eitzersthal: Furchenschwingel-T rok-
Gebiet. Gelegentlich mähen! Gefähr­ kenrasen, Trespen- und Fiederzwen-
dung: Aufforstung, Dünger- und Biozid- ken-Halbtrockenrasen. © II/3 (A).
einwehung.
ÖK 40/2-N/Korneuburg/Rußbach - Bö­
schung (260-280 m), SE Stranzendorf,
0,5 km NE „Neuberg“ (Kote 267):
Trespen- und Fiederzwenken-Halbtrok-
kenrasen. © III/3 (A, D, P, U).
ÖK 40/3-N/Korneuburg/Rußbach - ,, Ei­
senberg" (260-280 m), SE Stranzendorf:
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. ©
II/2 (D, P).
ÖK 40/4-N/Korneuburg/Sierndorf -
Trockenhang (240-260 m), 1 km ESE

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Unterparschenbrunn. (D 111/3 (A, R), Großmugl. © 111/2 (D, P), Tab. Nr. NB 49.
Tab. Nr. NB 48. Der hallstattzeitliche Riesentumultus,
Der W-exponierte Hang trägt ziemlich dem der Ort Großmugl seinen Namen
geschlossene Trespen- und Fieder- verdankt, trägt Walliserschwingel-
zwenken-Halbtrockenrasen mit viel Pfriemengras-Trockenrasen (im Kup­
Skabiosen-Flockenblume (C. scabiosa) penbereich) und Quecken-Trocken-
und den Orchideen Langsporn-Hän- rasen (im Hangbereich); stellenweise
delwurz (Gymnadenia conopsea) und dominiert die Rispen-Flockenblume (C.
Helm-Knabenkraut (O. mHitaris);Sträu- stoebe).
cher (Berberitze, Roter Hartriegel, Weiß­ Trockenraseninsel Inmitten einer aus­
dorn, Wacholder) stehen teils einzeln, geräumten Ackerlandschaft. Gefährdet
teils bilden sie dichte Gebüsche. durch Dünger- und Biozideinwehung.
Schöne Halbtrockenrasen in einer an
naturnahen Standorten verarmten Ak- Ö K 40/10-N/Korneuburg/Niederholla-
ker- und Weinbaulandschaft. Gefähr­ b ru n n - ,,Eichberg“, NW-Fuß (ca. 220
dung: Aufforstung (ein Teil der Fläche m), 1,4 km N Bruderndorf: Fiederzwen-
wurde bereits mit Föhren bepflanzt), ken-Halbtrockenrasen. © 111/3 (A, D).
Vordringen von Robinien.
Ö K 40/11-N/Korneuburg/Niederholla-
ÖK 40/5-N/Korneuburg/Sierndorf - b ru n n - Böschungen und Gräben
Hohlweg (ca. 240 m), ca. 1 km WNW (250-280 m) ca. 2,1 km NNE Brudern­
Oberhautzental: Trocken- und Halb­ dorf, ca. 0,8 km WNW „Raingrubenhö­
trockenrasen. © 11/2 (K). he“. © III/1, Tab. Nr. NB 50.
ÖK 40/6-N/Korneuburg/Sierndorf -
Hohlweg (200-210 m), 0,6 bis 0,8 km N
Untermallebarn, knapp NE des Bild­
stocks: Flederzwenken-Halbtrocken-
rasen. © 11/4 (K).
ÖK 40/7-N/Korneuburg/Sierndorf -
Rand einer Schottergrube (220 m),
1,7 km E Höbersdorf: Trocken- und
Halbtrockenrasen. © 1/4 (D, M, P, S).
ÖK 40/8-N/Korneuburg/Sierndorf -
Böschung (ca. 190 m), 1,5 km S
Senning, knapp NW vom Bildstock:
Teilweise ruderallslerte Trocken- und
Halbtrockenrasen. © 1/1.
ÖK 40/9-N/Korneuburg/Großmugl - Fiederzwenken-Halbtrockenrasen mit
„Leeberg“ (250-265 m), 1,3 km SSW Berg-Aster (A. amellus), Österreichi­
schem Geißklee (Ch. austriacus), Wie-
sen-Alant (I. britannica), Schwärzli­
chem Geißklee (Lembotropis nigri­
cans), Elsässer Haarstrang (P. alsati-
cum), Hirschwurz (Peucedanum cerva­
ria), Großer Kreuzblume (P. major) und
Kuhschellen (P. grandis, P. pratensis).
Zwergweichselgebüsche.
Einer der letzten Reste wiesenartiger
Vegetation in der an naturnahen
Standorten verarmten Ackerlandschaft.

120
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

qK 4 0 /1 2 -N/Korneuburg/Niederholla- Hinblick auf den allgemeinen Rück­


brunn - „Leeberg" (253 m), 0,7 km N gang an Trockenrasen ist diese Trok-
Niederfellabrunn: Reste von Trockenra­ kenlandschaft unbedingt zu erhalten.
sen. © I/3 (D, P, U). Gefährdung: Zunehmend Verbuschung
und Wiederbewaldung, Aufforstung
ÖK 40/13-N/Korneuburg/Niederholla- (stellenweise bereits bestehend), Ver­
brunn - „Leeberg“ (237 m), 1 km NW größerung der Bauschuttdeponie.
Niederhollabrunn: Löß-Trockenrasen.
® llí/3 (D, P). ÖK 40/16-N/Korneuburg/Hausleiten -
„Wagram" (ca. 200 m), W Hausleiten
ÖK 40/14-N/Korneuburg/Niederholla- (vom Ortsrand bis 1 km W der Kirche):
brunti - „Michelberg" (350-409 m), E Löß-Trockenrasen. © 111/1.
Wollmannsberg: Trespen- und Fieder-
zwenken-Halbtrockenrasen. © 111/2 (D, ÖK 40/17-N/Korneuburg/Leobendorf -
E). Böschung (180 m), 0,4 bis 0,7 km SE
Unterrohrbach: Fiederzwenken-Halb-
ÖK 40/15-N/Korneuburg/Leitzersdorf trockenrasen. © 11/3 (B).
_ „Waschberg" (320-388 m), SSE
Wollmannsberg. © IV/3 (A, M, Z), Tab. ÖK 40/18-N/Tulln/Tulln - Heißlände S
Nr. NB 51. „Gemeindeau" (Umgebung der Kote
147): Trespen- und Fiederzwenken-
Halbtrockenrasen. © 11/4 (S).

ÖK 40/19-N/Tulln/Königstetten und
Tulbing - „Falleiten" (200-260 m):
Aufgelassene Weiden und Obstgärten,
Hohlwegböschung: Trockenwiesen,

Tre s p e n -F ie d e r z w e n k e n -H a lb tr o k -
k e n ra s e n : Kleiner Odermennig (A.
eupatoria), Berg-Aster (A. amelius),
Heil-Ziest (Betónica officinalis), Ska-
biosen-Flockenblume (C. scabiosa),
Elsässer Haarstrang (P. alsaticum),
Hirschwurz (Peucedanum cervaria),
Schwärzliche Kuhschelle (P. pratensis),
Steppen-Bergfenchel (S. annuum), Klei­
ne Wiesenraute (Th. minus), Berg-Klee
(T. montanum); Weißdorn-Sträucher
Stehen teils einzeln im Rasen, teils
bilden sie dichtere Gebüsche.
An Anrissen sind kleinflächig lückige
Furchenschwingel-T rockenrasen ent­
wickelt.
Einer der wenigen großflächigen Halb-
irockenrasen im Weinviertel - im

121
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meist dominiert von Saumelementen, in Hang; Besonderheiten: Bunte Schwert­


verschiedenen Stadien des Zuwach­ lilie (I. variegata) und Diptam. © 111/1,
sens mit Bäumen und Sträuchern; Tab. Nr. NA 55.
massenhaft Anemone sylvestris. © IV/5
(A, Z), Tab. Nr. NA 57. ÖK 40/23-N/Wien-Umgebung/Kloster-
neuburg - „ Hundsberg", SE des
ÖK 40/20-N/Tulln/Zeiselmauer und Gipfels, 1,1 km SSE der Kirche von
Königstetten - NW-Rand des Wiener­ Höflein (345 m, 16° 15' 50” / 48° 20’26”):
Trespen-Trockenrasen auf S-Hang mit
20° Neigung. © 111/3 (Z, B), Tab. Nr. NA
53.

ÖK 40/24-N/Wien-Umgebung/Kloster-
neuburg - unterhalb der St. Paula-
Kapelle, 1,5 km SE der Kirche von
Höfiein (300 m, 16° 17’20” / 48° 20’22”):
Besonders schöne Orchideen-Wiese,
schon ziemlich verbuscht; Besonder­
heiten: Orchis tridentata, Crepis prae­
morsa. © IV/4 (Z), Tab. Nr. NA 52.
waldes zum Tullnerfeld zwischen Kö­
nigstetten und St. Andrä vor dem ÖK 40/25-N/Wien-Umgebung/Kloster-
Hagenthale (190-260 m): Längst aufge­ neuburg - Südfuß des Hermannsko­
lassene Trockenweiden und -wiesen, gels (380 m, 16° 17’30” / 48° 15’56”):
Obstgärten, Gebüschgruppen, Hecken Trockenwiese, z. T. wechselfeucht, nur
und Wäldchen; Grasflächen in ver­ teilweise gemäht, daher in verschiede­
schiedensten Stadien des Zuwachsens nen Stadien der Wiederbewaldung;
mit Saumpflanzen und Gebüsch; arten­ Besonderheit: Danthonia alpina, hoher
reich; ansprechender, abwechslungs­ Erholungswert! Düngerverbot! Weiter
reicher, aussterbender Landschaftstyp. mähen wie bisher! © IV/3 (Z, I).
Einige Besonderheiten, z. B. massen­
haft Riemenzunge; riesige Flächen ÖK 41
dominiert von Blutrotem Storchschna­ ÖK 41/1-N/Korneuburg/Großrußbach
bel. ® IV-V/5 (A, Z, B), Tab. Nr. NA 56. - Böschung (260-280 m), 1,1 bis 1,3 km
Färbt. 80. NNW Wetzleinsdorf: Teilweise ruderali-
sierte Furchenschwingel-Trocken­
ÖK 40/21-N/Tulln/St. Andrä-Wördern - rasen. © 1/ 1.
Haselbacherhof in Hintersdorf, 1,6 km
ENE der Kirche von Hintersdorf (280 m, ÖK 41/2-N/Korneuburg/Großrußbach
16° 14’22” / 48° 18’ 17”): Trespen-Trok- - SW-exponierter Hang (ca. 270 m) am
kenwiese auf S-exponiertem Hang mit S-Ortsrand von Kleinebersdorf: Tres-
30° Neigung; Besonderheit: Crepis pen-Halbtrockenrasen. © II/4 (A).
praemorsa. © 111/3 (Z, B), Tab. Nr.
NA 54. ÖK 41/3-N/Korneuburg/Großrußbach
- ,,ln der Hölle" (280-290 m), 1,5 km SE
ÖK 40/22-N/Tulln/St. Andrä-Wördern - Wetzleinsdorf. © 111/3 (A, D, P, U), Tab.
850 m SSE der Kirche von Greifenstein, Nr. NB 52.
Serpentinenweg E der Tempelbergwar­ Die SW-exponierte flache Böschung
te, Lichtung unter der Leitung (350 m, trägt einen (stellenweise lückigen)
16° 14’36” / 48°20' 15”): Kleine „Wald­ Furchenschwingel-Pfriemengras-
steppe” (eine der inselartigen Auflich­ Trockenrasen mit Schwärzlicher Kuh­
tungen im Eichen-Eschen-Wald), SW- schelle (P. pratensis) und viel Regens-

122
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

burger Geißklee (Ch. ratisbonensis);an landwirtschaftlich genutzten Kulturlan­


offenen sandigen Stellen wächst der des. Gefährdung: Aufforstung, Um­
sehr seltene Sand-Schwingel (F. vagi- ackern (stellenweise), Dünger- und
nata). Biozideinwehung.
Trockenraseninsel in einer ausgeräum-
len Ackerlandschaft. Gefährdet durch ÖK 41/7-N/Mistelbach/Ulrichskirchen-
Aufforstung, Dünger- und Biozideinwe- Schleinbach - Knapp E ,,Soldaten­
hung, Umackern. kreuz" (Kote 273), 1,2 km S Schiein­
bach: Furchenschwingel-Trocken­
ÖK 41/ 4-N/Mistelbach/Kreuzstetten - rasen. © 11/3 (D, P).
Hang (ca. 280 m), 1,1 bis 1,3 km NE
N ie d e rk re u z s te tte n : Trespen- und Fie-
derzwenken-Halbtrockenrasen. © 111/4 ÖK 41/8-N/Mistelbach/Wolkersdorf im
Weinviertel - „ W a r t b e r g " , W-Hang
(A, R). (200-240 m), ca. 0,8 km W Riedenthal:
ÖK 4 1 /5 -N/Mistelbach/Kreuttal- Hang Trespen-Halbtrockenrasen. © III/2
(ca. 220 m), 0,6 km NE Hautzendorf: (A, R).
Teilweise ruderalisierte Halbtrockenra­
sen. © II/3 (A). ÖK 41/9-N/Mistelbach/Wolkersdorf im
Weinviertel - Hang (240-250 m), 1,1 km
ÖK 41/6-N/Mistelbach/Ulrichskirchen- SSE R ie d e n th a l: Trespen- und Fieder-
Schleinbach - „Haulesbergen", W- zwenken-Halbtrockenrasen. © 11/1.
Hang (200-250 m), 1,2 bis 1,7 km NW
Kronberg. © IV/3 (A, D, P, U), Tab. Nr. ÖK 41/10-N/Mistelbach/Wolkersdorf
NB 53. im Weinviertel - Hohlweg (180-190 m)
Trockenrasen, in denen die Erd-Segge am SW-Ortsrand von Wölkersdorf:
(C. humilis), Gräser aus der Schaf­ Furchenschwingel-Trocken rasen, Tres­
schwingel-Verwandtschaft (F. rupicola, pen-Halbtrockenrasen. © 111/3 (Zu­
F. valesiaca), Pfriemengras (Stipa capil- schütten).
la ia ) und Grauscheiden-Federgras (St.
joannis) vorherrschen und die Zwerg- ÖK 41/11-N/Mistelbach/Wolkersdorf
Schwertlilie (I. pumila) große Bestände im Weinviertel - Hang (ca. 260 m),
bildet. An einigen Stellen wachsen 1,8 km NW M ü n ic h s th a l: Fiederzwen-
seltene, an offene Sandböden gebun­ ken-Halbtrockenrasen. © 11/3 (B, M).
dene Arten: Sand-Schwingel (F. vagi-
nata), Kegelfrucht-Leimkraut (S. co-
mca), Sand-Schwertlilie (I. humilis ÖK 41/12-N/Mistelbach/Wolkersdorf
subsp. arenaria). Das Vorkommen der im Weinviertel - Böschungen (220 bis
Sand-Schwertlilie in diesem Trockenra­ 240 m) knapp N M ü n ic h s th a l: Halb­
sen ist besonders bemerkenswert, da trockenrasen. © 11/ 1 .
ihre bisher bekannten Fundorte (Retz,
Pulkau, Eggenburg) 60 km weiter ÖK 41/13-N/Mistelbach/Pillichsdorf -
nordwestlich liegen. Hügel (ca. 170 m) mit dem Kreuz, 1 km
Trespen- und Fiederzwenken-Halb- SW Pillichsdorf: Furchenschwingel-
trockenrasen mit Steppen-Windrös- Trockenrasen. © 11/3 (D, P), Tab. Nr.
chen (A. sylvestris), Helm-Knabenkraut NB 54.
(O. militaris), Großer Kreuzblume (P.
maj'or). ÖK 41/14-N/Mistelbach/Großebers-
Gebüsche (Weißdorn, Schlehdorn, Ro­ dorf- „ W a r t b e r g " (230-242 m), knapp S
sen, Zwergweichsel). Vorkommen zahl­ Putzing: Teilweise ruderalisierte Trok-
reicher schützenswerter Arten. Schöne ken- und Halbtrockenrasen. © I/3 (A,
frockenrasen inmitten des intensiv R).

123
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 41/15-N/Mistelbach/Großebers- Hügelland des Weinviertels. Wertvolles


d o rf- Hang (ca. 210 m) knapp S bis SE Erholungsgebiet im Nahbereich von
der Kapelle am SE-Ortsrand von Wien. Gefährdung: Aufforstung, Be­
P u tz in g : Walliserschwlngel-Trockenra­ bauung, stellenweise Trittwirkung der
sen. © III/2 (D, P). Besucher. Literatur: UHLMANN (1938)
WAGNER (1941).
ÖK 4 1 /1 6 -N /K o r n e u b iir g /S te tte n - ,,Am
(180-190 m), 1,5 bis 1,7 km W
T e iritz “ ÖK 4 1 /2 1 -N /K o r n e u b u r g /L a n g e n z e r s -
Stetten: Stark ruderalislerte Trocken- d o rf - , ,L a n e r b e r g “, S-Hang (190-290
und Halbtrockenrasen. © 1/ 1 . m), ESE Langenzersdorf: Trocken- und
Halbtrockenrasen (z. T. auf brachgefal­
ÖK 41/17-N/Korneuburg/Stetten - lenen Weingärten), Saumgesellschaf­
„ S te tte r b e r g "
(210-276 m), E Stetten: ten, Gebüsche. ® 111/2 (B, I).
Erdseggen-Furchenschwingel-Trok-
kenrasen, Trespen-Halbtrockenrasen, ÖK 41/22-N/Wien-Umgebung/Geras-
Weißdorn-Schlehdorn-Rosen-Gebü- d o rf b e i W ie n - Kleiner Wagram
sche. © 111/2 (A, U). (170-180 m), 2,5 km NW Gerasdorf. ©
111/3 (D, P, U), Tab. Nr. NC 2.
ÖK 4 1 /1 8 -N /K o r n e u b u r g /E n z e r s fe ld -
Hang (200-210 m), links an der Straße
Flandorf-Enzersfeld, von der Abzwei­
gung des Weges nach Stetten in ENE-
Richtung: Flederzwenken- und Tres­
pen-Halbtrockenrasen, Schlehdornge­
büsch. © 111/3 (R, U), Tab. Nr. NB 55.

ÖK 4 1 /1 9 -N /K o r n e u b u r g /H a g e n b r u n n
- .K r o n a w e tt b e r g “, S-Hang (240 bis 295
m): Erdseggen-Federgras-Trockenra-
sen, Schlehdorn-Welßdorn-Gebüsch.
© I II / 4 (B).

ÖK 4 1 /2 0 -N /K o r n e u b u r g /B is a m b e r g ,
L a n g e n z e r s d o r f - ,,B is a m b e r g “ W- Von Äckern umgebene breite Hohlform
Hang (200-358 m). © V /2 (A, B) LSG, (alter Viehtrieb) und S-exponierte Bö­
Tab. Nr. NC 1. schungen: Furchenschwingel-Pfrie-
Mosaik aus kleinräumig verzahnten mengras-Trockenrasen (auf Löß und
Felsfluren (fragmentarisch), Trocken­ stellenweise anstehendem Quarzschot­
rasen (mit wechselnder Dominanz von ter) mit Esparsetten-Tragant (A. o n o -
Erd-Segge, Furchen-Schwlngel und Fe­ b ry c h is ), Hain-Salbei (S. n e m o ro s a ),
dergräsern), Halbtrockenrasen, Saum­ Spätblühendem Löwenzahn (T. s e ro ti-
gesellschaften, Gebüschen und n u m ); stellenweise glatthaferreicher
Flaumeichen-Buschwald. Vorkommen Trespen-Halbtrockenrasen mit Ska-
vieler prächtiger Trockenrasenpflanzen biosen-Flockenblume (C. s c a b io s a ),
wie Frühlings-Adonis (A. v e rn a lis ), Weidenblatt-Alant (I. s a lic in a ) und
Diptam (D. a lb u s ), Kuhschellen (P. Elsässer Haarstrang (P. a is a tic u m ).
g ra n d is , P. p ra te n s is ), Zwerg-Schwertli- Vorkommen schützenswerter Arten.
lle (I. p u m ila ) und viele Orchideen. Letzter Rest wiesenartiger Vegetation
Floristlsch reichste Trockenlandschaft inmitten einer völlig ausgeräumten
des Weinviertels. Pflanzengeographi­ Ackerlandschaft. Gefährdet durch Dün­
sche Brückenstellung zwischen dem ger- und Biozideinwehung, Umackern
Abfall des Wienerwaldes und dem und durch Zuschütten der Hohlform.

124
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK L 1/2 3 -NA/Vien-Umgebung/Geras- ÖK 42/5-N/Gänserndorf/Spannberg -


dorf bei Wien - K le in e r W a g ra m (ca. Hohlweg (ca. 180 m) am NW-Ortsrand
170 m), 1,8 km NW Gerasdorf: Furchen- von G ö tz e n d o rf, knapp S des Bild­
schwingel-Trockenrasen, T respen- stocks: Löß-Trockenrasen, Zwerg­
Halbtrockenrasen. © 111/3 (D, M, P, U). weichselgebüsche. © 11/ 1 .

ÖK 42 ÖK 42/6-N/Gänserndorf/Spannberg -
ÖK 4 2 /1 -N/Gänserndorf/Bad Pira- Hohlweg (170-180 m) am S-Ortsrand
warth - Böschungen (180-190 m), 1,2 von Velm, knapp S des Wegkreuzes:
pis 1,3 km E Bad Pirawarth: Furchen­ Furchenschwingel-Trocken rasen, Fie-
schwingel-Trockenrasen, Fiederzwen- derzwenken-Halbtrockenrasen. © 11/2
ken-Halbtrockenrasen. © 11/2 (D, P). (D, P), Tab. Nr. NC 4.
Vorkommen schützenswerter Arten. Der
ÖK 42/2- N/Gänserndorf/Bad Pira-
Hohlweg trägt zur Strukturierung der
warühi - Flang (170-200 m) zwischen Ackerlandschaft bei und ist ein Refugium
Groß-Schweinbarth und Bad Pira­ für Trockenarten. Gefährdung durch
warth, knapp S der Bahnbrücke über Dünger- und Biozideinwehung.
den Weidenbach bis 0,8 km SSE dieser
Brücke: Erdseggen-Furchenschwingel- ÖK 42/7-N/Gänserndorf/Spannberg -
Trockenrasen, Fiederzwenken-Halb- Böschung (170-190 m) E ,,Rainbergen",
trockenrasen, Gebüsche (u. a. mit 2,2 km ESE bis 2,5 km SE Spannberg:
Zwergmandel). ® 111/3 (R). Fu rchenschwingel-Pf riemeng ras-Trok-
kenrasen. © 11/4 (A, R).
ÖK 42/3-N/Gänserndorf/Groß-Schwein-
barSh - Böschung (170 bis 180 m), ÖK 42/8-N/Gänserndorf/Angern an
1,6 km NW Groß-Schweinbarth: Fie- der March - Böschungen (ca. 200 m),
derzwenken-Plalbtrockenrasen. © 11/2 ,,Z w le fe lh a p “, 2 km NE Ollersdorf:
(D, P). Trockenrasen und Gebüsche (Zwerg­
weichsel, Zwergmandel, Bibernell-Ro-
se). © 111/3 (D, F, P).
ÖK 42/4-N/Gänserndorf/Sulz im Wein-
vieirtel - Böschungen (200-230 m)
längs der Straße Niedersulz-Hohen- ÖK 42/9-N/Gänserndorf/Angern an
ruppersdorf, W ,,Fluderrutsch" und der March - „S/e//?/a/"(170-190 m), ca.
,,Rainbergen". © 111/2 (D, P), Tab. Nr. 1,6 km W Ollersdorf: Pfriemengras-
NC 3. Trockenrasen. © 111/3 (A, R), Tab. Nr.
Kleine, von einer dichten Flecke gegen NC 5.
die angrenzenden Äcker abgeschirmte
Fläche mit einer einzelstehenden Rot­ ÖK 42/10-N/Gänserndorf/Matzen-Rag-
föhre: gendorf - , , W a r tb e r g " (190-210 m),
Trespen-Plalbtrockenrasen mit Step- ca. 2 km SE Raggendorf: Furchen-
pen-Windröschen (A. s y lv e s tris ), Berg- schwingel-Pfriemengras-Trockenrasen,
Aster (A. a m e llu s ), Kreuz-Enzian (G. Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. ©
c ru c la ta ), Zotten-Lein (L. h ir s u tu m ) u n d
11/2 (I).
viel Großer Kuhschelle (P. g r a n d is ) ;
ähnliche Plalbtrockenrasen auf den
angrenzenden schmalen Böschungen. ÖK 42/11-N/Gänserndorf/Matzen-Rag-
Kleiner, aber artenreicher Trocken­ gendorf - Waldrand (ca. 180 m),
standort, der in dieser durch Flurberei­ 2,5 km SSE Matzen, knapp S „ W ie s -
nigung und Kommassierung verarmten fle c k e n " . ® III/3 (D, P, R, U), Tab. Nr. NC
Landschaft besondere Bedeutung hat. 6.

125
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Auf einem schmalen Streifen zwischen


Äckern und dem lichten Eichen-Rotföh-
ren-Wald (und mit diesem verzahnt) ist
ein ziemlich geschlossener Sandtrok-
kenrasen erhalten, in dem die Gräser
Aufrechte Trespe (B. e re c tu s ) und
Pfriemengras (S tip a c a p illa t a ) dominie­
ren. An wenigen offenen Stellen wächst
Schleierkraut (G. p a n ic u la ta ) .
Vorkommen schätzenswerter Arten.
Schöner Sandtrockenrasen in Kontakt
mit naturnahem Wald als Bereicherung
der intensiv genutzten Ackerlandschaft.
Gefährdet durch Dünger- und Biozid- ÖK 42/16-N/Gänserndorf/Weikendorf
einwehung, Umackern, Aufkommen - „ W e ik e n d o r f e r R e m is e " (152 m), SW-
von Robinien. Teil, ca. 5,5 km SSW Weikendorf:
Sandtrockenrasen (mit sehr viel S tip a
jo a n n is ) . © IV/2 (Z), NSG.
ÖK 42/12-N/Gänserndorf/Markgraf-
neusiedl - Böschung (ca. 160 m) am ÖK 42/17-N/Gänserndorf/Obersieben-
NW-Rand von Markgrafneusiedl: Fur- b ru n n -,, G ro ß e R e m is e " {150 m), E-Teil,
chenschwingel-Pfriemengras-Trocken- ca. 1,4 km N Neuhof: Sandtrockenra­
rasen. © 11/2 (B, R). sen. © IV/3 (Z).

ÖK 42/18-N/Gänserndorf/Lassee- Dü­
OK 42/13-N/Gänserndorf/Gänserndorf nengelände (156-160 m), ca. 1,7 km NW
- S „ T ie fe n ta l" , knapp NE Kote 163: S c h ö n fe ld im Marchfeld. © IV/3 (R, Z),
Furchenschwingel-Trocken rasen (über Tab. Nr. NC 8.
Quarzschotter). © 11/2 (A). Geschlossene Sandtrockenrasen mit
viel Aufrechter Trespe (B. e re c tu s ),
Glanz-Segge (C. lip a r o c a r p o s ) , Fur-
chen-Schwingel (F. r u p ic o la ) und Fe­
ÖK42/14-N/Gänserndorf/Gänserndorf dergräsern (St. jo a n n is , St. p u lc h e r -
- SW-exponierter Terrassenabfall (ca. r im a ) ; die Rasen sind z. T. dicht mit alten
160 m) zwischen ,.Tiefental“ und Wacholderbüschen bestanden.
„Klingenfeld". © 111/2 (A), Tab. Nr. NC 7. Kleinflächig offene Sandtrockenrasen
Trockenrasen (über Quarzschottern mit Sand-Schwingel (F. v a g in a ta ) ,S p ä \-
und Sanden), in dem die Gräser blühender Federnelke (D. s e ro tin u s ),
Aufrechte Trespe (B. e re c tu s ), Furchen- Schleierkraut (G. p a n ic u la ta ) , Sand-
Schwingel (F. r u p ic o la ) und Pfriemen­ Strohblume (H e lic h ry s u m a r e n a r iu m )
gras (S tip a c a p illa t a ) v o rh e rrs c h e n . und Frühlings-Miere (M. v e rn a ).
Vorkommen schützenswerter Arten, z. Vorkommen schützenswerter Arten, ins­
B. Sprossendes Nelkenköpfchen (P e - besondere mehrerer an offene Sandbö­
tr o r h a g ia p r o lifé ra ) , Schwärzliche Kuh­ den gebundener Pflanzen. Gefährdet
schelle (P. p ra te n s is ). durch Vordringen von Robinien und
Götterbäumen, Zuwachsen der offenen
Sandstellen.
ÖK 42/15-N/Gänserndorf/Obersieben-
brunn - S ,,H e r r s c h a ftlic h e G ro ß e ÖK 42/19-N/Gänserndorf/Lassee -
(ca. 150 m), 2,5 bis 3,3 km
H u tw e id e " Trockenrasenstreifen (155 m), 1 km NE
NNE Obersiebenbrunn: Sandtrocken­ S c h ö n fe ld im Marchfeld: Sandtrocken­
rasen. © IV/3 (R, Z) NSG. rasen. ® 111/2 (Z) ND.

126
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 4 2 /2 0 -N/Gänserndorf/Weiden an B a u m g a r te n a n der March, ca. 0,3 km E


der March - ,,S a n d b e r g “ (161 m), 3 km der Brücke über den Mühlbach (Bild­
S Oberweiden: Sandtrockenrasen. ® stock, Kote 144): Trockenrasen (z. T.
|V /2 (Z), NSG. „Alkali-Rasensteppe") mit Übergängen
zu Feuchtwiesen. ® IV /2 (D, P, U) NSG.
ÖK 43
ÖK 4 3 / 1 -N /G ä n s e r n d o r f/A n g e r n an ÖK 4 3 /6 -N /G ä n s e r n d o r f/M a r c h e g g -
d e r M a rc h - Steilhang (170-180 m), Düne (150-157 m), 3 km WSW March­
egg (im Winkel zwischen Bahn und
Straße). © IV /3 (B, D, P, R), Tab. Nr. NC
9.
Die ca. 4 m hohe, aus kalkarmen
Flugsanden aufgebaute Düne ruht zur
Zelt und trägt daher bereits dicht
geschlossene T ro c k e n ra s e n , in denen
Sand-Federgras (St. s a b u lo s a ),
Schleierkraut (G. p a n ic u la ta ) , Früh­
lings-Miere (M. v e rn a ) und Ohrlöffel-
Leimkraut (S. o tite s ) als „Relikte" aus
der Phase mit offenen Sandflächen
wachsen.
0,4 km NE S tillfrie d , oberhalb der Vorkommen zahlreicher schützenswer­
Straßengabel knapp S Grub an der ter Arten. Gefährdung durch Aufkom­
March: Lößtrockenrasen mit A g r o p y r o n men von Gehölzen (Robinien, Flieder),
p e c tin a tu m (Kamm-Quecke). © IV/3 aber auch durch Dünger- und Biozld-
(D, P, R). elnwehung, Bautätigkeit im Bereich der
alten Bunkeranlage.
ÖK 43/2-N/Gänserndorf/Angern a n
der M a r c h - 0,3 km NE S tillfrie d , ÖK 4 3 /7 -N /G ä n s e r n d o r f/M a r c h e g g -
oberhalb der Straßengabel knapp S Damm (ca. 150 m) am SW-Ortsrand von
Grub an der March: Furchenschwingel- Marchegg-Bahnhof, beiderseits der
Trockenrasen (auf Löß). © 111/3 (I, U). Straßenbrücke über die Bahn: Trespen-
und Fiederzwenken-Halbtrockenrasen.
Ö!u 43/3-N/Gänserndorf/Angern a n © 11/ 1 .
der M a r c h - Zwischen den Schotter­
gruben (1 5 0 -1 6 0 m), 1 km ESE Bahnhof ÖK 54
O b e rw e id e n : Z. T. ruderalisierter Trok-
Ö K 5 4 /1 - N /M e lk /M a r b a c h a n d e r D o ­
kenrasen. © 1/5 (A, S). n a u - Hang-Oberkante (ca. 220 m)
oberhalb der Marbacher Kirche: Fels­
Ö"I 43/4-N/Gänserndorf/Weiden an trockenrasen (fragmentarisch), bo­
der M a r c h - 0 , 6 km NE der Kirche (Kote densaure Magerrasen. © 11/1.
145) von B a u m g a r te n an der March,
unmittelbar N des Güterweges Gas-
sammelstation-Forsthaus: Massen be­ Ö K 5 4 /2 -N /M e lk /K r u m m n u ß b a u m an
stände von A s te r c a n u s (Graue Aster) d e r D o n a u u fe rb a h n , M a r ia T a fe r l - ,,ln
und P e u c e d a n u m o ffic in a le (Echter d e n N e u b e r g e n “ (300-400 m), zwischen
Haarstrang) - Trockenrasenanteil einer Maria Taferl und Krummnußbaum:
fragmentarischen „Alkali-Waldsteppe". Magerwiesen mit Trockenrasenantei­
© IV/3 (D, P, U) ND. len. © III / 3 (D).

ÜK 4 3 /5 -N /G ä n s e r n d o r f/W e id e n an ÖK 5 4 /3 -N /M e lk /K le in -P ö c h la r n -
Per M a r c h - 1,7 bis 2,1 km S „ G r a m m e r n " (200-320 m), zwischen

127
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Ö K 55
ÖK 5 5 /1 -N /M e lk /A g g s b a c h -S c h ö n b ü -
hel, Melk - „ S t e in w a n d “ (240-280 m),
zwischen Pielamund und Pielachberg
© III/3 (A, B, R, S), Tab. Nr. NC 10.
Felsiger, S-exponierter Steilhang:
Silikatfelsfluren mit Nordischem Strei­
fenfarn (A. s e p te n trio n a le ), Erd-Segge
(C. h u m ilis ), Furchen-Schwingel (F.
r u p ic o la ) , Wimper-Perlgras (M. c iiia ta ),
Siebenbürger Perlgras (M. tra n s ilv a -
n ic a ) u u 6 Mauerpfeffer-Arten (S. a lb u m ,
S. s e x a n g u la re ).

Klein-Pöchlarn und Ebersdorf: Silikat-


Felstrockenrasen (kleinflächig), Fieder­
zwenken- und Trespen-Halbtrocken-
rasen, Saumgesellschaften, Gebüsche
(Liguster, Rosen, Weißdorn, Schleh­
dorn). © 111/2 (D).

ÖK 54/4-N/Melk/Leiben - Felshänge
(ca. 220 m) unterhalb der Ruine
Weitenegg: Silikatfelsfluren. © 111/1.

ÖK 54/5-N/Melk/Zelking-Matzleins-
dorf - Weingärten Zelklng, 1200 m SW
Kirche Matzleinsdorf (300 m, 15° 15’50"
/ 48° 11’40’’): Trespen-Furchenschwin- Silikattrockenrasen, in denen Erd-
gel-Halbtrockenrasen In ehemaliger Segge (C. h u m llls ), Furchen-Schwingel
Weingartenterrassenlandschaft. © (F. r u p ic o la ) und Federgräser (St.
111/3 (A, Z). jo a n n is , St. p u lc h e r r im a ) vorherrschen.
Die Trockenrasen sind mit Gebüsch
ÖK 54/6-N/Melk/Zelking-Matzleins- (Berberitze, Weißdorn, Liguster, Rosen)
d o rf- 1 km S Matzleinsdorf, Hangflug­ und lichtem, niedrigwüchsigem Eichen-
gelände des ,,FC Bussard" (290 m, Rotföhren-Wald verzahnt.
15° 16' 20” / 48° 11’40’’): Trespen-Fie- Tiefgründige, weniger steile Hangpar­
derzwenken-Trockenwiese, artenarm, tien, Böschungen und nicht mehr
auf Silikat. © 11/3 (A, Z). bewirtschaftete Weingartenterrassen:

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Trespen-Halbtrockenrasen und Fle- ÖK 55/ 5-N/Lil ie n fe ld /L ilie n fe ld


derzwenken-Halbtrockenrasen mit viel Schwarzengrabner, 1,8 km NNW des
0 erg_Aster (A. amellus). Die Halb­ Bahnhofes von Schrambach (600 bis
trockenrasen werden z. T. noch ge­ 700 m, 15° 33’ 13” bis 30” / 48° 00’34” bis
mäht. 55”): Oberhang-Trockenweide. © III/3
Schöne und vielfältige Trockenland-
schaft. Gefährdung: Robinien (Vordrin­
gen aus benachbarten Beständen), ÖK 55/ 6-N/Lil ie n fe ld /L ilie n fe ld -
Aufforstung, Wiederaufnahme des Schrambach, 500 m NW des Bahnhofes
Steinbruchbetriebes E Pielamund, Ver­ von Schrambach (480 m, 15°33’39” bis
bauung vom Hangfuß her (Pielach- 34’26” / 48° 00’07” bis 22”): Oberhang-
berg). Trockenweide. © 111/3 (A).

Ö K 56
ÖK 5 5 /2 -N /M e lk /S c h o lla c h - ,,Sandko­
gel“ (280-300 m), 0,7 bis 1 km NW ÖK 5 6 /1 -N /S t. P ö lte n - Wagram,
zwischen Ratzersdorf und Stattersdorf
(260 m, 15° 40’ 15” / 48° 13’15” bis
15° 39’0” / 48° 11 ’ 15”): Trespen-Fieder-
zwenken-Trockenwiese, z. T. aufgefor­
stet oder ruderalisiert. © 111/3 (A, M, R,
D).

Ö K 57
Ö K 57/1-N/St. P ö lte n /N e u le n g b a c h -
A lm e r s b e r g - 250 m NNE Almersberg
(320 m, 15° 55’32” bis 52” / 48° 12' 38”
bis 41 ”). © IV /4 (P, D, Z), Tab. Nr. NA 21.
Schmaler Rasenstreifen (ca. 2000 m2)
an S-exponiertem Waldrand mit Pulsa-
Anzendorf: Sandtrockenrasen (auf tilla grandis und anderen Steppenele­
sauren Melker Sanden), Trespen- und menten. Durch Saum mit artenreichem
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen, Waldrand (Trauben-, Stiel-, Zerr- u.
Zwergweichselgebüsche. © 11/4 (A, S). Flaum-Eiche) verbunden. Gefährdung
durch Pestizid- und Dünger-Einwirkung
von den angrenzenden Äckern; Weg
C'EC55/3-N/Melk/Schollach - „ Wach­ geht direkt durch die Fläche. Schutz nur
berg", S-Hang (250-280 m), 0,4 bis zusammen mit angrenzendem Wald­
0,9 km W Roggendorf: Sandtrockenra­ streifen (ca. 20 m breit) sinnvoll; Rasen
sen (auf sauren Melker Sanden), muß einmal jährlich gemäht werden,
Trespen- und Fiederzwenken-Halbtrok- dabei soll der Saum nördlich des Weges
kenrasen. © 11/4 (A, S). unberührt bleiben.

ÖK 57/2-N/Ulienfeld/Kaumberg - Laa-
Ö K 55/4-N/St. P ö lte n /R a b e n s te in a . d. bach, 300 m N von Waisenhof (540 m,
t ie la c h - Steinklamm (zw. Rabenstein 15°53’ 10” bis 30” / 48°00’47” bis 54”):
u. Kirchberg a. d. Pielach) (400 m, Artenreiche, wechselfeuchte Magerwei­
15° 27’20” / 48° 02’45”): Trockenwiesen de (7000 m2); Insektenparadies! © III/3
auf sehr steilen Hängen (W, SE; (B?), Tab. Nr. NA 28.
größtenteils noch gemäht), Einzelbäu­
me u. Gebüschgruppen. ® III/4 (A, Z), ÖK 57/3-N/Ulienfeld/Kaumberg - Laa-
Tab. Nr. NA 32. bach, 200 m NE von Waisenhof (520 m,

129
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

15° 53’ 18” bis 28” / 48° 00’36” bis 44”): reiche Trockenwiese (2500 m2); nicht
Mäßig magere wechselfeuchte Wiesen. mehr gemäht. © IV /4 (A, Z, B?),Tab. Nr
© 111/3 (A, B), Tab. Nr. NA 27. NA 10.

ÖK 57/4-N/Lilienfeld/Kaumberg - Eb­ ÖK 5 7 /9 - N /B a d e n /A lt e n m a r k t
a. d.
ner, N des Steinbaches, 700 m S vom T rie s tin g - N ö s ta c h , 600 m
S vom
Kaumberger Bahnhof (480 m, Bildstock (Nöstachbach), (460 m
15° 55’02” bis 22” / 48° 01’ 14” bis 24”): 16° 01’50” bis 02’18” / 48° 00’48” bis
Artenarme Oberhangweide; nicht mehr 01'26”): Westhänge mit Trockenwiesen
genutzt. © 111/4 (B), Tab. Nr. NA 26. und Halbtrockenrasen (30.000 m2); zum
Teil nicht mehr gemäht. © V / 5 (A, Z
ÖK 57/5-N/Lilienfeld/Kaumberg - H a f­ B?), Tab. Nr. NA 8, Färbt. 59.
n e r g r a b e n , seitlich des Steinbaches, Ausgedehnte, mäßig steile Westhänge
700 m S vom Kaumberger Bahnhof mit Trockenwiesen zwischen Hecken,
(460 m, 15°55’ 19” bis 22” / 48°01 ’08” Gebüsch und Buchenwald über Kalk­
bis 11”): Trockenwiese (2800 m2). © steinbraunlehm. Wiesen nur mehr zum
111/4 (B), Tab. Nr. NA 25. Teil gemäht, daher auf großen Flächen
Gräser von Kräutern (Wiesen- und
ÖK 57/6-N/Baden/Alland - westlicher Quirl-Salbei, Skabiosen-Flockenblume,
Ortsrand (350 m, 16° 04'10” bis 30” / Ochsenauge, Ungarische Distel,
48° 03’25” bis 33”): Felsrasen, offene Schmalblättrige Vogelwicke...) zurück­
Halbtrockenrasen, Trockenwiese auf gedrängt. Dies ergibt ein sehr buntes
Oberhang und Kuppe; in Mulden Bild und einen Anziehungspunkt für
Gebüsch- und Waldflecken. © 11/3 (A, Insekten, insbesondere Schmetterlinge
Z), Tab. Nr. NA 17. (zahlr. Schmetterlingshafte, siehe
Photo). Besonders gut und großflächig
ÖK 57/7-N/Baden/Alland - Felsiger erhaltene Reste eines aussterbenden
Rücken am N-Ortsrand (350 m, Vegetations- und Landschaftstyps von
16° 04’ 50” bis 58” / 48° 03’35” bis 40”): großem Erholungswert und Bedeutung
Artenreiche, wenig gestörte Trocken- für den Artenschutz (Pflanzen, Schmet-
und Felsrasen (200 m2) im Komplex mit
Säumen, Gebüsch und Eichen-Hainbu-
chen-Wald. Besonderheit: Riemenzun­
ge ( H im a n to g lo s s u m ) . © IV /3 (Z, E?),
Tab. Nr. NA 6.

ÖK 5 7 /8 - N /B a d e n /A lt e n m a r k t a. d.
T rie s tin g - H a fn e rb e rg , nördlicher *
Ortsrand (480 m, 16° 00’56” bis 01 ’01 ” /
48° 01'10” bis 16”): E-exponierte arten­

130
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

48° 00’24” bis 31 ”): Trockenwiese (3000


m2); nicht mehr gemäht. © 111/5 (A, S, Z),
terlinge). Extrem gefährdet: Große Teile Tab. Nr. NA 9.
bereits mit Fichten aufgeforstet. Bei
Schutz ist Mahd notwendig (alle 5-10 Ö K 58
Jahre), da die Fläche sonst mit ÖK 58/3-N/Wien-Umgebung/Tullner-
Gehölzen zuwächst (momentan vor bach - Ire n e n ta l, 5,4 km W der
allem Roter Hartriegel, Weißdorn und Purkersdorfer Kirche (380 m, 16° 06' 00”
Holzbirne) - Einzelgehölze stehenlas­ bis 16” / 48° 12’27” bis 34”): Artenarmer
sen. (D V /5 (A, Z, B?), Tab. Nr. NA 8. riesiger Magerwiesenkomplex (50.000
m2); landschaftsprägend, aussterben­
ÖHC 5 7 /1 0 -N /B a d e n /W e iß e n b a c h a. d. der Vegetationstyp. © 111/3 (B?), Tab.
T rie s tin g - S c h w a rz e n s e e , 150 m SSW Nr. NA 23.
vom Seehof (540 m, 16° 03' 49” bis 59” /
Ö K 5 8 /4 -N /W ie n -U m g e b u n g /W o lfs g r a -
b e n - T a b o r, 800 m W der Kirche in
Wolfsgraben (400 m, 16° 06’30” bis 52” /
48° 00'59” bis 0T 14”): Magerweide auf
S-exponiertem Oberhang, stark ver-
buscht (30.000 m2); seltener Vegeta­
tionstyp, landschaftsprägend!; flecken­
weise unbedingt wieder mähen oder
beweiden! ® 111/4 (Z?, B), Tab. Nr. NA
22.

Ö K 5 8 /5 -N /M ö d lin g /P e r c h to ld s d o r f -
,,P e r c h to ld s d o r fe r H e id e “ . @ V /3 (Z, E,

131
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Sehr artenreiches Gebiet, große Ziesel­


kolonie (von der dichter werdenden
Vegetation bedroht); Erholungsnut­
zung im jetzigen Umfang positiv, da
Vegetation kurz gehalten wird (Besu­
cher ersetzen Weidevieh).

Ö K 5 8 /6 -N /M ö d lin g /K a lte n le u tg e b e n -
Hügel (ca. 500 m), 1,3 km NW G ie ß h ü b l:
Walliserschwingel-Trockenrasen mit
viel Iris p u m ila (Zwerg-Schwertlilie) und
Säume über Kalk. ® 111/1 LSG.
A), LSG (ND), Tab. Nr. NA 1, Färbt. 45
Ö K 5 8 /7 -N /M ö d lin g /P e r c h to ld s d o r f -
(siehe auch allgemeiner Teil!).
,,H o c h b e r g “, im Ort (16° 15’44” bis
Dolomit-Felssteppen (primäre Trok-
kenrasen): Herzblatt-Kugelblume, 16’ 16” /48°06’ 54” bis 07' 04”): Artenrei­
Goldschopf-Aster (A. lin o s y ris ), Bade­
ner Rispe (P. b a d e n s is ), Heideröschen
(F u m a n a ), ... kurzlebige Frühlingsan-
nuelle.

che Trockenrasen u. -wiesen, kleiner


Felsrasenfleck, hauptsächlich S-expo-
niert, artenreiche Hecken (20.000 m2);
nicht mehr gemäht; landschaftsprä­
gend. ® IV /2 (E), Tab. Nr. NA 2.

ÖK 5 8 /8 -N /M ö d lin g /W ie n e r w a ld
H o c h e c k , 750 m SSE der Kirche in Grub
(400-440 m, 16° 06’55” bis 07’41” /
48°04’25” bis 40”). © I V /4 (I, Z, B! -
Straßenbau), Tab. Nr. NA 20.

Federgras-Steppen (auf S-Hängen)


mit S tip a e r io c a u lis und jo a n n is .
Trockenrasen: Furchenschwingel, Erd-
Segge (C. h u m ilis ), Regensburger Geiß­
klee, Heide-Ginster, Große Kuhschelle,
Frühlings-Adonis, Große Prunelle.
Halbtrockenrasen - Trockenwiesen:
Aufrechte Trespe, Flaumhafer, Wiesen-
Salbei, Frühlings-Adonis...

132
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Großflächige, homogene Standweide benützt werden kann. Weniger mähen!


mit sehr schön ausgebildeten Hecken, Es wäre hier die seltene Gelegenheit,
Weide-Dornbüschen, Stockausschlä­ Autobahnbenützer mit Natur und Na­
gen von Baumpionieren (z. B. Birken) turschutz bekannt zu machen.
und Einzelbäumen. Diese erzeugen das
Bild einer ,,englischen Weideland­ ÖK 5 8 /1 1 -N /M ö d lin g /W ie n e r w a ld -
schaft". Weide mit interessanter, im V o g e lg ra b e n -R o h rb e rg , 1,1 km SE
der
Wienerwald seltener Artenkombination Kirche von Sulz (400-460 m, 16°08’55”
(Bürstling, Rotes Straußgras, Rot­ bis 09’22” / 48° 05’ 19” bis 48”): (Noch)
schwingel, Dreizahngras...), zahlrei­ artenreiche Magerwiesen. ® 11/3 (A, I).
che Orchideen (O. m ilita ris , O. s a m b u -
cin a, O. m a s c u la , O. u s tu la ta ) und ÖK 5 8 /1 2 -N /M ö d lin g /W ie n e r w a ld -
massenhaft Frühlings-Enzian. Nutzung Hanganriß gegenüber „ F e s t le ite n “
war bereits aufgegeben, wurde aber (400 m, 16° 8’46” / 48° 5’34”): Z. T.
neuerdings wiederaufgenommen. Soll­ künstliche SW-seitige „Felswand" ne­
te unbedingt als Extensivweide erhalten ben der Straße mit Fels- und Schuttpio­
werden. nieren. © 1/ 1.
ÖK 5 8 /9 - N /B a d e n /H e ilig e n k r e u z - ÖK 5 8 / 1 3 - N /M ö d li n g / W i e n e r w a l d - Am
Pnefamtann, 600 m NNW von Stift Fuß des Weinberges, 550 m E der
Heiligenkreuz (310 m, 16° 07’ 18’’ bis 44” D o r n b a c h e r K a p e lle (400 m, 16° 08’30”
/ 48° 03’ 36" bis 52”): Artenreiche, bunte bis 44” / 48° 04' 54” bis 05' 01 ”). ® IV /3
Trockenwiesen, am Oberhang in Trok- (I, Z, B?), Tab. Nr. NA 16, Färbt. 63.
kenrasen übergehend (60.000 m2); Ausgedehnter Trockenrasen-Trocken-
unbedingt wieder teilweise mähen! @ wiesen-Waldsaum-Wald-Komplex über
IV/5 (A, Z, B), Tab. Nr. NA 13. Rendsina und Rotlehm.
Q!T 5 8 /1 0 -N /B a d e n /H e ilig e n k r e u z - Trockenrasen auf den Kuppen; nicht
„ E in s ie d le r k r e u z “ (Schulmeisterkogel), mehr gemähte Trockenwiesen (Auf-
1,4 km NNW vom Stift Heiligenkreuz
(320 m, 16° 07’23” / 48° 03’ 58”). © IV /5
(E, I), Tab. Nr. NA 11.
Kleine Kalkkuppe mit Trockenrasen,
Trockenwiese, Waldsäumen und be­
sonders artenreichem Hainbuchen-
Niederwald. Die Vegetation des Süd­
hanges und die Kuppe sind durch
Einbeziehung in einen Autobahn-Rast­
platz bereits zerstört oder von der
Zerstörung bedroht. Naturferne Gestal­
tung: Bepflanzung mit Ziergehölzen,
betonierter Aussichtspunkt, riesiges
Kreuz aus Leitschienen; WC viel zu weit
entfernt. Empfohlene Maßnahmen: Er­
klärung zum Naturdenkmal; die beson­
ders artenreiche, bunte und natürliche
Vegetation (z. B. massenhaft Berg-
Aster) braucht nicht durch Zierpflanzen
verschönert werden - Angepflanztes
wieder entfernen, Anlegen weiterer
WC’s, Aufstellen aufklärender Schilder,
Heraufziehen des Zaunes bis zum
Rastplatz, so daß Wald nicht als Klo

133
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

rechte Trespe, Glatthafer; Kräuterdomi- Kapelle (400 m, 16°08’40” bis 09' 18” /
nanz: Weißes Labkraut, Ungarische 48° 04’54” bis 58”): Waldmäntel u.
Distel, Steppen-Bergfenchel, Dost, -säume, Halbtrockenrasen u. ,,Wie­
Haarstrang ...) mit starker Tendenz zur sen”, schön ausgeprägte Hecken
Wiederbewaldung (vor allem mit Zerr- (25.000 m2); landschaftsprägend! ©
Eichen). Mulden und tiefgründige Stel­ 11/4 (Z, E), Tab. Nr. NA 15.
len im Oberhang mit ähnlichem Vor­
herrschen von Saumpflanzen (Großer ÖK 58/15-N/Mödling/Wienerwald -
Ehrenpreis, Österreichische Königsker­ 1,4 km ESE der Dornbacher
S o m m e ra u ,
ze, Ebensträußige Margerite, Färber- Kapelle (400 m, 16° 09’10” bis 22” /
Hundskamille ...). 48°04’45” bis 51”): Artenreiche Trok-
Säume am Waldrand (Blutroter kenwiese auf N-Hang; nicht mehr
Storchschnabel, Dürrwurz, Schmal­ bewirtschaftet (4000 m2). ® 11/3 (Z)
blättrige Vogelwicke, Schwalbwurz...). Tab. Nr. NA 17.
Für den Kalk-Wienerwald typische
Landschaft und Vegetation in beson­
ders guter Ausprägung; Grünland nur ÖK 58/16-N/Mödling/Wienerwald -
mehr zum Teil bewirtschaftet. Gefähr­ 1,5 km ESE von Dornbacher
S o m m e ra u ,
dung durch Zuwachsen mit Gehölzen, Kapelle (400 m, 16° 09’ 10” bis 35” /
Aufforstung oder durch intensivierte
Nutzung (Einzäunung - Ziegenweide).
Naturschutzwürdig, wobei Waldflecken
mitgeschützt werden sollten (Erhaltung
der Säume). Wiesen jährlich, Saumflä­
chen alle zehn Jahre mähen.

ÖK 58/14-N/Mödling/Wienerwald -
L u tz fe ld , 800 m E von Dornbacher

48° 04'35” bis 48”): Blumenreiche, aus­


gedehnte Magerwiesen, sehr artenrei­
che Hecken, N-S- und E-W-Hänge, 20°
Neigung, seltener Vegetationstyp! ©
111/4 (Z, B?), Tab. Nr. NA 18.

ÖK 58/17-N/Mödling/Wienerwald -
500 m N der Sittendorfer
H o c h fe ld ,
Kirche (350 m, 16°09’42” bis 55” /
48° 04’44” bis 49”): Magere Mähwiesen,
N-S-exponiert, auf Hang und Kuppe
(10.000 m2); nur mehr teilweise genutzt;
pflanzengesellschaftlich schön ausge­
prägt; landschaftsprägend. ® 111/4 (B?,
Z, I), Tab. Nr. NA 19.

ÖK 58/18-N/Mödling/Wienerwald -
900 m NE der Sittendorfer
K re u z rle g e l,
Kirche (420 m, 16°09’59” bis 10’53” /

134
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 58/20-N/Mödling/Gaaden - Laus­
800 m S der Kirche von Gaaden
k o g e l,
(450 m, 16° 12’ 12” / 48° 02’46’): Arten­
reiche, hochgrasige Trockenrasen mit
Saumpflanzen-Dominanz auf auffal­
lender kleiner Hügelkuppe. © IV/4 (AI,
D).
ÖK 58/21-N/Mödling/Maria Enzers-
dorf am Gebirge, Mödling - ,,K a le n d e r ­
b e r g “, S-Hang und Plateau (240-330
m): Komplex aus Felstrockenrasen,
Felsgrusgesellschaften, Felsgebüschen
und Flaumeichenbuschwald (über
Hauptdolomit); Walliserschwingel-
Trockenrasen. © IV/1 LSG.

ÖK 58/22-N/Mödling/Mödling -
,,F r a u e n s te in “, N-Hang(240-320 m) zur
Mödlinger Klause: Felsgrusgesellschaf­
ten mit D r a b a la s io c a r p a (Karpaten-
Felsenblümchen) und D ia n th u s n e ilr e i­
c h ii {M ö d M n g e r Federnelke), Blaugras-

48ü04’34” bis 58”). © IV/5 (Z, A?, B?), und Federgras-Felstrockenrasen, Fels­
Tab. Nr. NA 14, Färbt. 62. gebüsche. ® IV/1 LSG.
Markanter, weithin sichtbarer Höhen­
rücken mit ausgedehnten, noch besto­ ÖK 58/23-N/Mödling/Mödling
ßenen Extensivweideflächen, Moto- 600 m E der Ruine Burg
,,F r a u e n s t e in “,
Ci oss-Gelände, Wäldchen bzw. Ge­ Mödling (300 m, 16° 16’45” /
büschgruppen und Hecken (Feld- 48° 04' 50”): Kleinflächige, gut ausge­
Ahorn, Esche, Mehlbeere, Elsbeere, prägte, artenreiche Fels- und Trocken­
Zerreiche, Holzbirne, Hainbuche, Weiß­ rasen auf SE-Hang. © IV/3 (Z).
dorn, Dirndlstrauch, Warziger und
Gewöhnlicher Spindelstrauch ...). ÖK 58/24-N/Mödling/Mödling - Stra­
Letzte große Extensivweide des Wiener­ ßenrand gegenüber dem Friedhof:
waldes und damit historisches Doku­ Ruderalisierte Halbtrockenrasen; an
ment; artenreich durch Vegetationsmo­ lückigen Stellen Annuellenfluren mit
saik, jetzige Bewirtschaftung (auch C e r a to c e p h a la o r th o c e r a s (Gerad-
Moto-Cross in der bisherigen geringen früchtiges Hornköpfchen). © IV/1 ND.
Intensität) sollte unbedingt beibehalten
werden. Nicht mehr genutzte Flächen ÖK 58/25-N/Mödling/Mödling, Gunt­
bereits stark mit Gebüsch zugewach­ ramsdorf- , , E ic h k o g e l" (230-367 m), S
sen. Mödling. © V/3 (B, D, E, P, U) NSG, Tab.
Nr. NA 66.
ÖK 58/19-N/Baden/Alland - Kleiner Der aus Sanden und Süßwasserkalken
Hügel beim Kirchenwald, beim Bild­ aufgebaute, von einer dünnen Löß­
stock (320 m, 16° 06’05” bis 14” / schicht überdeckte Hügel trägt eine
48° 02’57” bis 03’00”): Trockenwäld­ vielfältige Trockenvegetation: Frag­
chen mit schönen Säumen, Halb- und mentarische Felstrockenrasen (auf
Trockenrasenresten, nicht mehr ge­ anstehendem Kalk) mit Badener Ris­
mäht (1000 m2); landschaftsprägend! pengras (P. b a d e n s is ), Wimper-Perl­
© IV/3 (P, D, Z), Tab. Nr. NA 12. gras (M. c ilia ta ), Kalk-Blaugras (S.

135
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

v a ria ) und den Teppichsträuchern


Heideröschen (F u m a n a p ro c u m b e n s ) ,
Graues Sonnenröschen (H. c a n u m ),
Sand-Fingerkraut (P. a r e n a r ia ) und
Berg-Gamander (T. m o n ta n u m ).
Walliserschwingel-Trockenrasen (auf
Rendsina) mit Trauer-Nachtviole (H.
tris tis ), Zwerg-Schwertlilie (I. p u m p ila )
und Großer Kuhschelle (P. g ra n d is ).
Furchenschwingel-Trockenrasen (auf
Löß) mit Hain-Salbei (S. n e m o ro s a ),V \e \
Wehrloser Trespe (B. in e rm is ) und Blau-
Quecke (A. in te rm e d iu m ).
Fiederzwenken-Halbtrocken rasen
(auf tiefgründiger Schwarzerde) mit
Ungarischer Distel (C irs iu m p a n n o n i-
c u m ), Gelbem Lein (L. fla v u m ), Knaben­
kraut-Arten (O. m ilita ris , O. u s tu la ta )
und Kuhschellen (P. g ra n d is , P. p r a te n ­
sis).
Saumgesellschaften mit Frühlings-
Adonis (A. v e rn a lis ), Steppen-Windrös-
chen (A. s y lv e s tris ), Filz-Glockenblume
(C. b o n o n ie n s is ), Bunter Flockenblume
(C. tr iu m fe ttii), Diptam (D. a lb u s ),
Blutrotem Storchschnabel (G. s a n g u -
in e u m ), Deutschem Alant (I. g e r m a ­
n ic a ), Thüringer Strauchpappel ( L a v a -
te ra th u r in g ia c a ) , Elsässer Haarstrang
Buschwald, dazu aufgelassene Wein­
(P. a ls a tic u m ), Hirschwurz (P e u c e d a -
gärten In verschiedensten Verwilde­
num c e rv a ria ), Knollen-Brandkraut rungsstadien; extrem artenreich!, land­
(P h io m is tu b e r o s a ) und Echtem Salo­
schaftsprägend, hoher Erholungswert;
monssiegel ( P o ly g o n a tu m o d o r a tu m ) . nur eine kleine Fläche ist NSG, der Rest
Zwergweichsel- und Bibernellrosen- ist LSG; Besonderheit: C o n v o lv u lu s
c a n ta b r ic u s . Je © V/3 (D, P, A -
Gebüsche.
Außerordentlich reiche Trockenvegeta­ Schwarzkiefern).
tion mit vielen schützenswerten Arten.
Wertvolles Erholungsgebiet. Gefähr­ ÖK 58/27-N/Baden/Pfaffstätten - „H e ­
b e rlb e rg " , 1,9 km SW der Kirche von
dung: Dünger- und Biozidelnwehung,
Verbauung vom Hangfuß her, Trittwir­ Gumpoldskirchen (320 m, 16° 15’28” /
kung der Besucher. Das bestehende
Naturschutzgebiet sollte erweitert wer­
den! Die Vegetation des Eichkogels
wurde zuletzt von RATHMAYER (1985)
untersucht.

ÖK 58/26-N/Mödling/Gumpoldskir-
chen - (16° 15'16” bis 16’59” /
48° 02’10” bis 03'15”): Felsige Abbrü­
che der Kalk-Alpen zum Steinfeld
(Thermenlinie). Komplex aus Felsstep­
pen, Säumen und Flaumeichen-

136
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Säume (dem angrenzenden Flaum-


eichen-Weißdorn-Gehölz vorgelagert)
mit Frühlings-Adonis (A. v e rn a lis ), Dip-

48 02’02”): Fels- und Trockenrasen auf


S- bis SW-Hang. (D IV/1 NSG, Tab. Nr.
NA 3, Färbt. 48.

ÖK 59 tarn (D. a lb u s ) und Trauer-Nachtviole


(H. tristis).
ÖK 59/10-N/Wien-Umgebung/Eber-
gc Sing - ,,P f a f fe n ö d e n " (215-230 m), Kleiner, aber artenreicher Trocken­
1,1 bis 1,5 km W Wienerherberg: standort inmitten einer ausgeräumten
Ackerlandschaft. Gefährdung: Umak-
kern, Dünger- und Biozideinwehung,
Vordringen von Robinien.

ÖK 59/12-N/Wien-Umgebung/Eber-
gassing - Böschung (ca. 190 m), 1 bis
1,3 km W l/l//e/7e/'/7e/'A>e/'5r.' Ruderalisier-
ter Furchenschwingel-Trockenrasen.
© 1/2 (D, P).

ÖK 59/13-N/Wien-Umgebung/Eber-
gassing - ,,S e e re u tl " (180 m), 0,7 km
NNE Wienerherberg: Trocken- und
Pfriemengras-Trockenrasen, Furchen­ Ffalbtrockenrasen (über Löß). © 11/1.
schwingel-Trockenrasen. © 111/3 (A,
Überweidung). ÖK 59/14-N/Bruck an der Leitha/Göt-
zendorf an der Leitha - N-Teil der
ÖK 59/11-N/Wien-Umgebung/Eber- ,,F is c h a w ie s e n " (176 m), 4,3 bis 5 km
gassing - , , H ö c h s t e n b ü h e r (200-225 WNW Götzendorf: Vegetationsmosaik
m), 1,4 km WNW Wienerherberg. © 111/3 aus Feuchtwiesen (im Bereich alter,
(D, P, R, U), Tab. Nr. NC 12. verlandeter Flußmäander) und Trok-
Furchenschwingel-Trockenrasen mit ken- und Halbtrockenrasen (auf trocke­
Christusauge (In u la o c u lu s -c h ris ti), nen Schotterrücken). © IV/2 (D, P,
Plolzigem Backenklee (D. g e r m a n ic u m ) Grundwasserabsenkung) NSG.
und viel Echtem Gamander (T. c h a m a -
edrys). ÖK 59/15-N/Baden/Reisenberg
Fiederzwenken-Flalbtrockenrasen mit „ G o ld b e r g "
(180-218 m), knapp W
Erd-Eberwurz (C. a c a u lis ), Filz-Glok- Reisenberg. ® IV/2 (D, P, R) NSG, Tab.
kenblume (C. b o n o n ie n s is ) und viel Nr. NC 13.
Skabiosen-Flockenblume (C. sca- Der aus Schottern und Sanden aufge­
b io s a ). baute Hügel trägt eine reiche Trocken-

137
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Vegetation: Lückige, annuellenreiche Flschamend-Markt und Enzersdorf an


E rd s e g g e n -W a llis e r s c h w in g e l-P fr ie - der Fischa, 0,3 bis 0,5 km S Kote 156:
m e n g ra s -T ro c k e n ra s e n mit Gold-Aster Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/2 (A).
(A. lin o s y ris ), Christusauge (In u la o c u -
lu s -c h ris ti), Zwerg-Schwertiilie (I. p u -
ÖK 60/4-N/Bruck an der Leitha/En-
m ila ) und Schwärzlicher Kuhschelle (P.
zersdorf an der Fischa - NW-Ausläufer
p r a t e n s i s ) - v o r allem auf dem ziemlich
(160-210 m) des Königsberges bei
stellen SW-Hang. Enzersdorf, 0,5 bis 1,1 km NNW vom
T re s p e n -H a lb tr o c k e n r a s e n mit Step-
Gipfel. © 111/2 (R, U, Z), Tab. Nr. NC 15.
pen-WIndröschen (A. s y lv e s tris ) und SW-exponlerter, großteils von dichtem
Großer Kuhschelle (P. g r a n d is ) - vor Weißdorn-Gebüsch bedeckter Hang:
allem auf dem flacheren N-Hang. T r e s p e n -H a lb tr o c k e n r a s e n mit Trauer-
S ä u m e mit Blutrotem Storchschnabel
Nachtviole (H. tristis), Gold-Aster (A.
(G. s a n g u in e u m ) und Hirschwurz (P e u -
lin o s y ris ) und Duft-Grindkraut (S. c a -
c e d a n u m c e rv a ria ).
n e s c e n s ).
G ebüsche (Feldulme, Weißdorn, Lückige F u r c h e n s c h w in g e l-W a llis e r-
Zwergweichsel). s c h w in g e l-T ro c k e n ra s e n mit Steppen-
Oase der pannonischen Trockenvege­ Wolfsmilch (E. s e g u ie ra n a ), Purpur-
tation inmitten des intensiv landwirt­ Königskerze (V. p h o e n ic e u m ) und viel
schaftlich genutzten Umlandes. Ge­ Echtem Gamander (T. c h a m a e d ry s ).
fährdung: Aufkommen von Robinien, Ziemlich geschlossene P frie m e n g ra s -
Dünger- und Biozideinwehung. T ro c k e n ra s e n .
Stellenweise (vor allem in der Nähe der
ÖK 60 angrenzenden Äcker) bilden Kriech-
ÖK 60/1 -N/Gänserndorf/Leopoldsdorf Quecke (A. re p e n s ) und Wehrlose
im Marchfelde - ,,S a n d b e r g " (154 m), Trespe (B. in e rm is ) dichte Bestände.
2,1 km S Leopoldsdorf. © 111/4 (R, Z), Vielfältige Trockenvegetation in einer
Tab. Nr. NC 14. an naturnahen Standorten verarmten
F u r c h e n s c h w in g e l-S a n d tro c k e n r a s e n
Ackerlandschaft. Gefährdung: Anlegen
mit Mondraute (B. iu n a r ia ) , Sand- von Wildäckern (ein Teil der Rasen
Schwingel (F. v a g in a ta ), Pfriemengras wurde dadurch bereits zerstört), Vor­
(S tip a c a p iiia ta ) , Grauscheiden-Feder-
dringen von Robinien, allmähliches
gras (St. jo a n n is ) und viel Sand- Zuwachsen mit Weißdorn.
Fingerkraut (P. a r e n a r ia ) und Ungari­
schem Quendel (Th. p a n n o n ic u s a g g . ). ÖK 60/5-N/Bruck an der Leitha/En-
Kleiner Rest eines für das Marchfeld zersdorf an der Fischa - ,,K ö n ig s b e rg " ,
bezeichnenden Vegetationstyps. Eines S-Hang (180-240 m), ca. 1,4 km ENE
der wenigen Vorkommen des Sand- Enzersdorf: Saumgesellschaften. ©
Schwingels in Österreich. Gefährdung: 111/2 (A, B).
Zuwachsen des früher offenen beweg­
ten Sandes; Vordringen von Robinien. ÖK 60/6-N/Bruck an der Leitha/En-
zersdorf an der Fischa - SW-exponier-
ÖK 60/2-N/Gänserndorf/Orth an der te Böschung (180-200 m), 0,8 km S
Donau - „H e u s ta d e lb ö d e n " , 1,6 km K a rls d o rf. © 111/2 (A, D, P, U), Tab. Nr.
WSW Orth, 0,4 km NE Kote 153: NC 16.
Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/3 Lückiger T ro c k e n ra s e n , in dem Gräser
(D, S). aus der Schafschwingel-Verwandt­
schaft (F. r u p ic o la , F. v a le s ia c a ) und
ÖK 60/3-N/Wien-Umgebung/Fischa- Pfriemengras (S tip a c a p iiia ta ) vorherr­
mend - W-exponierte Böschung (170 schen; häufig sind Esparsetten-Tragant
m) knapp E der Straße zwischen (A. o n o b r y c h is ) , Feld-Beifuß (A. c a m -

138
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

pestris), Österreichischer Lein (L. aus- ÖK 60/9-N/Bruck an der Leitha/Traut-


triacum). mannsdorf an der Leitha - „ Herrn­
Ziemlich geschlossener Furchen­ berg", NW Gallbrunn, NW-Hang
schwingel-Trockenrasen mit viel Ech­ (180-200 m) und N-Hang (200-210 m) -
tem Labkraut (G. verum). vom Trafo-Häuschen am NW-Ortsrand
Vorkommen schützenswerter Arten, be­ bis zum Windschutzstreifen 1 km NE
sonders der vom Aussterben bedrohten Gallbrunn. ® 111/3 (A, B, M), Tab. Nr. NC
Spreu bl ume (Xeranthemum annuum), 17.
die hier eindrucksvolle Massenbestän­ Fiederzwenken-Halbtrockenrasen
de bildet. Gefährdung: Anlegen von (stellenweise glatthaferreich) mit viel
Wildäckern, Aufforstung, Dünger- und Heil-Ziest (Betónica officinalis), Skabio-
Biozideinwehung. sen-Flockenblume (C. scabiosa), Un­
garischer Distel (Cirsium pannonicum),
ÖK 3 0 /7 -N/Bruck an der Leitha/En- Weiden-Alant (I. salicina), Großem
zerrdorf an der Fischa - NE-exponierte Ehrenpreis (V. teucrium) und den
,,'Waldsteppenarten“ Blutroter Storch­
schnabel (G. sanguineum), Hirschwurz
(Peucedanum cervaria), Ebensträußige
Margerite (Tanacetum corymbosum).
Trespen-Halbtrockenrasen mit Helm-
Knabenkraut (O. miiitaris).
Interessanter und seltener Vegetations­
typ - derartige Halbtrockenrasen sind
in der weiteren Umgebung nicht (mehr)
vorhanden. Gefährdet durch Auffor­
stung (der N-Teil ist bereits locker mit
Robinien bestanden), Ablagerung von
Gartenabfällen, Christbäumen etc. (im
Böschung (180-190 m), 1 km S ortsnahen Teil), Verbauung.
/Lar/saör/: F¡ederzwenken-HaIbt roc ken-
rasen. © 111/2 (A, D, P).

ÖK 60/8-N/Bruck an der Leitha/En- ÖK 60/10-N/Bruck an der Leitha/En-


zoiTsdorf an der Fischa - Trockenhang zersdorf an der Fischa - ,,Hunds­
(200-220 m), SSE ,, Neuberg", 0,9 bis 1,6 rücken", S-Hang, mehrere kleinere

km NNW Gallbrunn: Furchenschwin-


gel-Pfriemengras-Trockenrasen, Fie­ Böschungen (200-230 m), 1,3 bis 1,5 km
derzwenken- und Trespen-Halbtrok- NE Gallbrunn: Furchenschwingel-Trok-
kenrasen. (D 111/2 (A, D, P, R). kenrasen. © 11/2 (D, P, R, U).

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK60/11-N/Bruck an der Leitha/Traut- (180-190 m), 0,3 bis 0,8 km W Arbesthal:


m a n n s d o rf a n d e r L e ith a - ,,Rainberg“ Reste von Fiederzwenken-Halbtrocken­
rasen. © 1/3 (A, D, P).

ÖK 60/14-N/Bruck an der Leitha/Gött-


le s b r u n n -A rb e s th a l - ,,Eisberg"
(190-200 m), 1,3 km SW Arbesthal:
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. ©
11/2 (D, P), Tab. Nr. NC 19.

ÖK 60/15-N/Bruck an der Leitha/Gött-


- Zwei N-S verlau­
le s b r u n n -A rb e s th a l
fende Böschungen (180 bzw. 200m), 1,2
bzw. 1,5 km NW Göttlesbrunn: Furchen­
(200-220 m), 0,6 km NW bis 1,4 km NNW schwingel-Trockenrasen, z. T. ruderali-
Stixneusiedl. © 111/3 (A, M), Tab. Nr. NC sierte Halbtrockenrasen. © 11/3 (A, D
18. P).
Langgestreckte und breite W-exponier-
te Böschung (Geländestufe): Furchen- ÖK 60/16-N/Bruck an der Leltha/Gött-
schwingel-Pfriemengras-Trockenra- le s b r u n n -A rb e s th a l - „Schüttenberg“
sen mit Feld-Beifuß (A. campestris), und „Altenberg“ (220-284 m), N Gött­
Österreichischem Tragant (A. austria- lesbrunn. © IV/3 (M, S, U) Tab. Nr. NC
cus), Hain-Salbei (S. nemorosa), Spät­ 20.
blühendem Löwenzahn (T. serotinum), Im Gebiet zwischen Schüttenberg und
Heide-Ehrenpreis (V. spicata) und viel Altenberg ist, dem Eilender Wald
Gold-Aster (A. linosyris). vorgelagert, zwischen Weingärten und
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen mit Äckern eine vielfältige Trockenvegeta­
Ästiger Zaunlilie (A. ramosum), Espar­ tion entwickelt:
sette (O. viciifolia agg.), Wiesen-Salbei Auf kleinen Schotterrücken (Quarz­
(S. pratensis), Berg-Klee (T. montanum) schotter) bodensaure Trockenrasen,
und viel Frühlings-Adonis (A. vernalis). in denen Walliser Schwingel (F. vale-
Weißdorn, Dorn-Hauhechel (O. spi- siaca), Heide-Straußgras (A. stricta),
nosa) und viele ,,Disteln" (Carduus Ruchgras (A. odoratum) und Erd-
acanthoides, C. nutans, Cirsium erio- Segge (C. humiiis)vorherrschen; häufig
phorum, C. vulgare, Carlina vulgaris) sind Lauch-Arten (A. flavum, A. mon­
weisen auf eine frühere Beweidung hin. tanum, A. sphaerocephalon), Duft-
Ausgedehnte Trocken- und Halbtrok- Grindkraut (S. canescens), Seegrüner
kenrasen in einer an naturnahen Bergfenchel (S. osseum), Heide-Ehren­
Standorten verarmten Ackerlandschaft. preis (V. spicata) und Schwärzliche
Gefährdung: Ausweitung der angren­ Kuhschelle (P. pratensis).
zenden Mülldeponie, Aufforstung. Auf tiefergründigem Boden (in Kontakt
mit Weißdorn- und Rosengebüsch)
ÖK 60/12-N/Bruck an der Leitha/Traut- Fiederzwenken- und Trespen-Halb-
m a n n s d o rf a n d e r L e ith a - ,,Reutberg“, trockenrasen mit Kleinem Mädesüß (F.
NW-Hang (190-200 m), 2,3 km N vulgaris), Kamm-Wachtelweizen (M.
Stixneusiedl: Fiederzwenken-Halbtrok- cristatum), Steppen-Bergfenchel (S. an-
kenrasen, Weißdorngebüsch. © 11/2 (A, nuum), Hirschwurz (Peucedanum cer-
Z). varia), Berg-Haarstrang (P. oreoseli-
num), Voralpen-Klee (T. alpestre), Zick­
ÖK 60/13-N/Bruck an der Leitha/Gött- zack-Klee (T. medium) und viel Ästiger
le s b r u n n -A rb e s th a l - Böschung Zaunlilie (A. ramosum).

140
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Ausgedehnte und schöne Trocken­ kerlandschaft. Gefährdung: Auffor­


vegetation. Gefährdung: Vergrößerung stung, Dünger- und Biozideinwehung,
der Mülldeponie auf dem Altenberg, Aufkommen von Robinien, Schotterab­
Schotterabbau, Umackern. bau.

ÖK 6 /1 7 -N/Bruck an der Leitha/Höf- Ö K 60/20-N/Bruck an der Leitha/


lein - ,, Rotenbergen“ (240-257 m), 3,5 T ra u tm a n n s d o rf a n d e r L e ith a - „Auf
der Alm“ (ca. 200 m), 1,2 km SE
Stixneusiedl: Z. T. ruderalisierte Fur­
chenschwingel-Trockenrasen (über
Löß). © 11/1.

ÖK 61
ÖK 61/1-N/Gänserndorf/Lassee -
„Lasseelüsse“ (Kote 147), 2,6 km ESE
Lassee: Geschlossener Sandtrockenra­
sen mit Gypsophila fastigiata (Sand-
Gipskraut). © 111/3 (R, Z).

Ö K 61/2-N/Gänserndorf/Lassee - Von
km NW Höflein: Bodensaure Trockenra­ Windschutzstreifen umgebene Düne
sen (auf Quarzschotter), Fiederzwen-
ken-Halbtrockenrasen. (I) III/3 (S).

ÖK 60/18-N/Bruck an der Leitha/Höf-


lein - „Oberer Heidenberg“ (200-210
m), 1,7 km W Höflein, knapp SW Kote
214 (Wegkreuz): Furchenschwingel-
Trockenrasen, Fiederzwenken-Halb-
trockenrasen. © 11/5 (M). Färbt. 31.

Ö K 60/19-N/Bruck an der Leitha/


S c h a rn d o rf, H ö fle in - „ Wartberg“
(220-231 m), 1,7 bis 2 km WSW
Scharndorf. ® 111/3 (A, D, P, R, S). Tab. (ca. 145 m), 3,2 km SSW Breitensee:
Nr. NC 21. Lückiger Sandtrockenrasen. © 111/4 (D,
Lückiger Walliserschwingel-Pfriemen- M, P, U).
gras-Trockenrasen (über Quarzschot­
ter) mit Erd-Segge (C. humilis), Kleiner ÖK 61/3-N/Gänserndorf/Lassee - W-
Segge (C. supina), Gold-Aster (A. Rand der Schloßhofer Platte (150 bis
linosyris), Seegrünem Labkraut (G. 160 m), 0,7 km S Breitensee. ® 111/4 (A,
glaucum), Schwertblatt-Alant (I. ensifo- R, S, Moto-Cross), Tab. Nr. NC 22.
lia), viel Heide-Ehrenpreis (V. spicata), Trockenrasen (über Quarzschotter) mit
Seegrünem Bergfenchel (S. osseum), den vorherrschenden Gräsern Fur-
Echtem Gamander (T. chamaedrys) chen-Schwingel (F. rupicola), Walliser
und Kugel-Lauch (A. sphaerocepha- Schwingel (F. valesiaca) und Pfriemen­
lon). gras (Stipa capillata); bemerkenswert
Fiederzwenken- und Trespen-Halb- sind Zwerg-Schwertlilie (I. pumila),
trockenrasen (auf tiefgründigem Bo­ Frühlings-Miere (M. verna), Illyrischer
den) mit Zotten-Lein (L. hirsutum). Hahnenfuß (R. illyricus), Zwiebel-Stein­
Schöner Trockenrasen in einer an brech (S. bulbifera) und Purpur-
naturnahen Standorten verarmten Ak- Königskerze (V. phoeniceum).

141
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Trespen- und Fiederzwenken-Halb-


trockenrasen mit Kleinem Mädesüß (F.
vulgaris), Kuhschellen (P. grandis, P.
pratensis) und den Saumarten Blutroter
Storchschnabel (G. sanguineum),
Hirschwurz (Peucedanum cervaria),
Ebensträußlge Margerite (Tanacetum
corymbosum), Voralpen-Klee (T. alpe-
stre) und Schwalbenwurz (V. hirun-
dinaria).
Vielfältige und schöne Trockenvegeta­
tion. Größtes Kuhschellenvorkommen
des Marchfeldes. Gefährdung: Vordrin­
gen von Robinien, Aufforstung, Schot­ Pfriemengras-T rockenrasen, Feder­
tergewinnung, Verwendung als Moto- grasfluren, Trespen-Halbtrockenrasen
Cross-Gelände. Literatur: SCHUSTER (über Quarzschotter). © 111/3 (R, S, U).
(1974).
ÖK 61/7-N/Gänserndorf/Engelhart-
stetten - Schloßhofer Platte (150-160
ÖK 61/4-N/G änserndorf/Engelhart- m) am SW-Ortsrand von Schloßhof, 0,4
stetten - Schloßhofer Platte (150-170 km S Kote 166 (Bildstock): Teilweise
gestörter Furchenschwingel-Trocken­
rasen (über Quarzschotter). © 11/2 (R
U).

ÖK 61/8-N/Bruck an der Leltha/Wolfs-


thal-Berg - Zwei dem ,,Wangheimer
Wald" nördlich vorgelagerte Trocken­
rasenflächen (170-180 m), 1,4 km WSW
bzw. 1 km SW Wolfsthal: Trespen- und
Fiederzwenken-Halbtrockenrasen. ©
111/3 (U).

ÖK 61/9-N/Bruck an der Leitha/Wolfs-


thal-Berg - ,, Schafberg“, W-Fuß (180
m), 0,2 km E Kote 164 (Bildstock):
m), 0,3 bis 0,7 km WNW Groißenbrunn: Trespen-(Halb-)Trockenrasen. © 111/4
Trocken- und Halbtrockenrasen (über (B, R).
Quarzschotter). ® 111/3 (D, P, U).
ÖK 61/10-N/Bruck an der Leltha/Wolfs-
thal-Berg - „ Schafberg“, W-Fuß
ÖK 61/5-N/G änserndorf/Engelhart- (190-200 m), 0,8 bis 1,1 km S Wolfsthal
stetten - Schloßhofer Platte (165 m), (Kirche): Erdseggen-Trespen-(Halb-)
knapp NNE der Kirche von Groißen­ Trockenrasen. © 111/4 (B), Färbt. 22.
brunn: Walliserschwingel-Pfrlemengras-
Trockenrasen (über Quarzschotter). ©
111/3 (B).
Vorbemerkungen zu ÖK 61/11-15
Für die aus Kalksteinen aufgebauten
ÖK 61/6-N/Gänserndorf/Engelhart- westlichen Hainburger Berge, das sind
stetten - Schloßhofer Platte (160-170 Pfaffenberg - Hundsheimer Berg -
m), E Groißenbrunn, knapp N bis 0,6 km Hexenberg (Pfa - HuB - Hex), Schloß­
ESE Marienbründl: Walliserschwingel- berg (Sch), Spitzerberg (Spi) und

142
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Braunsberg (Bra), und die aus Grano- mit den Beson­


S a u m g e s e lls c h a fte n
(jjorit bestehenden östlichen Hainbur­ derheiten Waldsteppen-Beifuß (A. p a n -
ger Berge, das ist der Höhenzug c ic ii), Österreichischer Drachenkopf (D.
Königswarte - Hindlerberg (Kön - Hin), a u s tria c u m ), Wolfsfuß-Scharte (S. ly c o -
sind die Artenlisten in Form einer p ifo lia ) und zahlreichen weiter verbrei­
Tabelle nach ÖK 61/15 angeführt. Aus teten Arten (Frühlings-Adonis, Diptam,
Platzgründen wurden nur Pfa - HuB - Blutroter Storchschnabel, Breitblatt-
Hex und Kön-Hin ausführlicher be­ Laserkraut, Strahldolde, Hirschwurz,
schrieben. Farbtafeln 9-14 Echte Schwarzwurz, Ebensträußlge
Margerite, Schwalbenwurz).
ÖK 01/11-N/Bruck an der Leitha/Hain- Eindrucksvolle Trockenlandschaft mit
burg an der Donau, Hundsheim - einer Vielfalt an Lebensräumen und
„Piaffenberg“ - „Hundsheimer Berg“ - zahlreichen schützenswerten Arten.
'„Hexenberg“ (200-480 m). ® V/2 (B), 4 Beispielhaft ausgebildete, an östlich­
(S) NSG (z. T.). kontinentalen Arten reiche Kalkhügel-
Außerordentlich reiche Trockenvegeta­ Trockenvegetation. Gefährdung: Erwei­
tion über Kalk; teils als ursprünglicher terung des Steinbruches (Pfaffenberg),
(vom Menschen kaum beeinflußter) Verbauung (Hundsheim - Neue Sied­
Vegetationskomplex (,,Waldsteppe") lung). Das bestehende Naturschutzge­
erhalten geblieben, teils durch die (erst biet sollte auf die bisher dem Stein­
vor wenigen Jahrzehnten eingestellte) bruchbetrieb nicht zum Opfer gefalle­
Beweidung anthropogen: nen Teile des Pfaffenberges und auf
Verschiedene Typen von Felsfluren, im den NW-Hang des Hundsheimer Ber­
Erscheinungsbild bestimmt von den ges ausgedehnt werden! Das reiche
Grasartigen Erd-Segge (C. humilis), pflanzensoziologische Schrifttum be­
Blelch-Schwingel (F. pallens), Badener legt die große Bedeutung der Hainbur­
Rispengras (P. badens/s), Ungarisches ger Berge: KLIKA (1931), WAGNER
Blaugras (S. sadlerana), Grauschei­ (1941), KNAPP (1944), NIKLFELD
den-Federg ras (St. erlocaulis), den (1964).
Teppichsträuchern Heideröschen (Fu-
mana procumbens), Haar-Ginster ( G . ÖK 61/12-N/Bruck an der Leitha/Hain-
pilosa), Graues Sonnenröschen (H. burg an der Donau - „ S c h lo ß b e r g “
canum), Sand-Fingerkraut (P. arena-
ria), Berg-Gamander (T. montanum),
Quendel (Th. praecox) und den Sukku­
lenten Hauswurz (Jovibarba hirta) und
Mauerpfeffer-Arten (Sedum spp.). Be­
merkenswert ist vor allem das reiche
Vorkommen der Hainburger Federnelke
(D. lumnitzeri) und des seltenen Step-
pen-Hafers (Hellctotrichon deserto-
rum).
Furchenschwingel- und Walliser-
schwingel-Trockenrasen, stellenweise
mit sehr viel Duft-Schöterich (E. odora-
tum ), Kleinem Mädesüß (F. vulgaris),
Knack-Erdbeere (F. viridis), Christus­
auge (Inula oculus-christi), Echtem
Gamander (T. chamaedrys). In Ge­
büschnähe herrscht kleinflächig das
hohe, prächtige Gras Goldbart (Chry-
sopogon gryllus) vor.

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(220-291 m): Felstrockenrasen, (stellen­ Auf flachgründigen Stellen Silikat­


weise ruderalislerte) Trockenrasen, trockenrasen (z. T. lückig und daher
Saumgesellschaften (über Kalk). ® reich an Einjährigen), in denen die
IV/1. Grasartigen Kleine Segge (C. sup/na),
Heide-Straußgras (A. stricta), Ruchgras
ÖK 61/13-N/Bruck an der Leitha/Prel- (A. odoratum), Walliser Schwingel (F.
lenkirchen - ,, Spitzerberg“, S-Hang valesiaca), Steppen-Kammschmlele (K.
(200-302 m): Felstrockenrasen, annu- macrantha) und Knollen-Rispengras
ellenrelche Walliserschwingel-Trocken­ (P. bulbosa) vorherrschen; Illyrischer
rasen, Furchenschwingel-T rockenra­ Hahnenfuß (R. illyricus), Zwiebel-Stein­
sen, Goldbart-Rasen, Trespen-Halb- brech (S. bulbifera), Purpur-Königsker­
trockenrasen, Saumgesellschaften ze (V. phoeniceum) und die in den
(über Kalk). ® V/2 (Moto-Cross) NSG. Hainburger Bergen sonst nicht vorkom­
menden Arten Sand-Strohblume (He-
lichrysum arenarium) und Berg-Sand-
ÖK 61/14-N/Bruck an der Leitha/Hain- glöckchen (Jasione montana) sind für
burg an der Donau - ,,Braunsberg“ diesen Rasentyp bezeichnend.
(1 8 0 -3 4 6 m): Felsfluren, Blaugrashal­ In Kontakt mit dem angrenzenden
den, verschiedene Ausbildungen von Eichen-Halnbuchen-Wald Saum ge­
Furchenschwingel- und Walllser- s e lls c h a fte n mit Diptam (D. albus),
schwingel-Trockenrasen (im Plateau­ Blutrotem Storchschnabel (G. sangui-
bereich großteils ruderalisiert), Tre- neum), Rauhem Alant (I. hirta), Bunter
spen-Halbtrocken rasen, Saumgesell­ Schwertlilie (I. variegata), Hirschwurz
schaften (über Kalk bzw. Quarzit). © (Peucedanum cervaria), Zwergweichsel
V/3 (B, E) NSG. (P. fruticosa), Bibernell-Rose (R. pimpi-
nellifolia).
ÖK61/15-N/Bruck an der Leitha/Wolfs- Vergleichbare, wenn auch anders zu­
thal-Berg - ,,Königswarte“ - ,,Hindler- sammengesetzte Silikattrockenrasen
berg“ (1 4 0 -3 4 4 m). © IV/3 (B). sind in Österreich selten. Sie finden sich
Der Höhenzug Ist größtenteils von nur auf dem Hackelsberg und am
g la tth a fe rr e ic h e n F u r c h e n s c h w in g e l- Westrand des pannonischen Gebietes.
T ro c k e n ra s e n (auf tiefgründigem Bo­ Die Rasen auf der Königswarte und auf
den) bedeckt; Weißdorn- und Rosen­ dem Hindlerberg sollten daher unbe­
sträucher und andere Weidezeiger (z. B. dingt unter Naturschutz gestellt werden.
Zypressen-Wolfsmilch, Knack-Erdbee­ Für die Erhaltung wäre eine maßvolle
re, Nickende Distel, Erd-Eberwurz) Beweldung unter naturschutzbehördli­
weisen auf die frühere Nutzung als cher Kontrolle günstig. Literatur:
Hutweide hin. STRUDL (1979).

144
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

P fa S ch Spi B ra Kön
HuB H in
H ex

/\r hiiiea c o ilin a O o o o


-IF h Iiie a ~ p a n n o n ic a (gefährdet) O o o o
" iH v iie a s e ta c e a (stark gefährdet) o
'Aninos a rv e n s is o o o o o
PBärfnis v e rn a lis (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o
'J n rirn o n ia e u p a to ria o o o o
l\n rn o v r o n in te rm e d iu m aqp. o o o o o
A n m n v ro n re p e n s o o o o o
~A^mätis s t n e t a (gefährdet) o o
~Aiüöä c h a m a e p ity s (gefährdet) o
~Ajuöa a e n e v e n s is o o o
üJIhTm c a rin a tu m o o
liJU Tm fla v u m o o o o o
Ailium m o n ta n u m o o o o
Ailium o le ra c e u m o o
A llium s c o ro d o p ra s u m o o
Ailium s p h a e ro c e p h a lo n (gefährdet) o o o
A ilium v ineale o
Alvssum a ly s s o id e s o o o o o
A lvssum m o n ta n u m o o o o
A n a c a m p tis p y ra m id a lis (gefährdet; gänzlich geschützt) o
A n c h u s a o ffic in a lis o o
A n d ro s a c e e lo n p a ta (stark gefährdet) o
A n e m o n e s y lv e s tris (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o
A n th e m is tin c to ria o
A n th e ric u m ra m o s u m o o o o o
A n th o x a n th u m o d o ra tu m o o
A n th v llis v u ln e ra ria o o o o o
A ra b id o p s is th a lia n a o o o
A ra b is a u ric u la ta o o o o o
A ra b is p la b ra o o o
A ra b is s a p itta ta o o 0 o o
A ra b is tu rrita o o 0 o
A re n a ria s e rp y llifo lia a p p . o o o o o
A rrh e n a th e ru m e la tiu s o o o o o
A rte m is ia a b s in th iu m o o o o o
A rte m is ia c a m p e s tris o o o o o
A rte m is ia p a n c ic ii (stark gefährdet) o o
A s p a ra p u s o ffic in a lis o o o o
A s p e ru la c y n a n c h ic a o o o o o
A s p le n iu m ru ta -m u ra ria (teilweise geschützt) o o o
A s p le n iu m tric h o m a n e s (teilweise geschützt) o o
A s te r a m e llu s (teilweise geschützt) o o
A s te r lin o s y ris o o o o
A s tra p a lu s a u s tria c u s (gefährdet) o
A s tra p a lu s c ic e r o o
A s tra p a lu s o n o b ry c h is o o o o o
A s tra p a lu s v e s ic a riu s (stark gefährdet) o
A u rin ia s a x a tilis o
A v e n o c h lo a p ra te n s is (gefährdet) o o o o
A v e n o c h lo a p u b e s c e n s o o
B e rb e ris v u lp a ris o o o o o
B e rte ro a in c a n a o o o
B e to n ic a o ffic in a lis o o o o
B o th rio c h lo a is c h a e m u m o o o o o
B ra c h y p o d iu m p in n a tu m o o o o

145
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P ía S ch Spi B ra
HuB Hin
Hex

B riz a m e d ia O o o
B ro m u s e re c ta s O o o o o
B ro m a s h o rd e a c e a s O o o o
B ro m a s in e rm is o 0 o o o ~
B ro m a s s q a a rro s a s (stark gefährdet) o o
B ro m a s s te rilis o o
B ro m a s te c to ra m o o o
B a p lo s s o id e s a rv e n s is o o o ‘
B a p lo s s o id e s p a rp a ro c a e ra le a o o o o
B a p le a ra m fa tc a ta m o o o o o
C a m e lin a s a tiv a a pp. o o
C a m p a n a la b o n o n ie n s is (gefährdet) o o
C a m p a n a la p lo m e ra ta o 0 o
C a m p a n a la r o ta n d ifo lia a pp. o o
C a m p a n a la s ib iric a (gefährdet) o o o
C a p s e lla b a rs a -p a s to ris o o
C a rd a ría d ra b a o o o
C a rd a a s a c a n th o id e s o o o o
C a rd a a s n a ta n s o o o o
C a re x c a ry o p h y lie a o o
C a re x fla c e a o
C a re x h a m ilis o o o o o
C a re x lip a r o c a r p o s (gefährdet) o o o o
C a re s p ra e c o x o o o
C a re x s te n o p h y lla (gefährdet) o o o
C a re x s a p in a (gefährdet) o o n
C a rlin a v a lp a ris o o o
C e n ta a re a ¡a c e a o 0 o
C e n ta a re a s c a b io s a o o o o o
C e n ta a re a s to e b e o o o 0 o
C e n ta a re a tria m fe ttii o o o
C e n ta a ria m e ry th ra e a o
C e ra s tia m a rv e n s e o o o
C e ra s tia m p la tin o s a m o o o o o
C e ra s tia m p a m ila m o o
C e ra s tia m s e m id e c a n d ra m o o o
C e ra s tia m te n o re a n a m (gefährdet) o
C e rin th e m in o r o o
C h a m a e c y tis a s a a s tria c a s (gefährdet) o o o o
C h a m a e c y tis a s ra tis b o n e n s is o o o
C h a m a e c y tis is s a p in o s o
C h o n d rilla ¡a n c e a o
C h ry s o p o p o n p ry lla s (gefährdet) o o o
C le m a tis re c ta o o o o
C lin o p o d ia m i/a to a re o o o o
C o lc h ic a m a a ta m n a le o
C o n v o iv a ta s a rv e n s is o o o o
C o m as m as o o o o
C o m a s s a n q a in e a o o o
C o ro n illa v a ria o o o o
C o to n e a s te r in te q e rrim a s o o o o
C o to n e a s te r to m e n to s a s o
C ra ta e p a s m o n o q y n a o o o o o
C ra c ia ta p e d e m o n ta n a o o o o
C a s c a ta e p ith y m a m o o o o o
C y n o p lo s s a m o ffic in a le o o o

146
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P fa S ch Spi B ra Kön
HuB H in
H ex

p a n tv lis g lo m e ra ta ________________________________ O o o o o
p a iin u s c a r o ta __________________________________ o o o o
~fj^íñn7ain¡a s o p h ia o o
'pTáríthus a rm e ría o
-piZñtiTus lu m n itz e ri (gänzlich geschützt) o o o
T iiñ ñ th u s p o n te d e ra e o o o o
'fü rtä m n u s a lb u s (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o o o
T üpiofaxis te n u ifo ü a o o o
n n rv c n iu m p e rm a n ic u m o o o o o
T im b a n e m o ro s a o
T im c o c e p h a lu m a u s tria c u m (stark gefährdet) o
T ñhJnops ritro s u b s p . ru th e n ic u s (gefährdet) o o
F eh ln o p s s p h a e ro c e p h a iu s o o
Fnhium v u lp a re o o o o o
F ro d iu m c ic u ta riu m o o o o
F ro o h ila verna app. o o o o
F rvn p iu m c a m p e s tre o o o o o
F rvsim um d iffu s u m o o o
F rvsim um o d o ra tu m o
F uo n v m u s e u ro p a e a o o o o
F u o n v m u s v e rru c o s a o o o o
E u p h o rb ia c y p a ris s ia s o o o o o
E u o h o rb ia s e p u ie ra n a o o o o
E u p h ra s ia s tric ta o o o
F alca ría v u lp a ris o o
F a llo p ia c o n v o lv u lu s o o o o o
F a llo p ia d u m e to ru m o o o o
F estuca p a lle n s o o o
F estuca ru p ic o la o o o o o
F estu ca v a le s ia c a (gefährdet) o o o o o
F ila p o a rv e n s ls o
F ilip é n d u la v u lp a ris o o o o
F ra p a ria m o s c h a ta o o
Fr a p a n a virid is o o o o o
F u m a n a p ro c u m b e n s o o o o
G a p ea p ra te n s is (gefährdet; teilweise geschützt) o
G ap ea p u s illa (gefährdet; teilweise geschützt) o o o
G a liu m a lb u m o o o o
G a liu m b o re a le o
G a liu m p la u c u m o o o
G a liu m verum o o o o o
G en ista p ilo s a o o o
G e n ista tin c to ria o o
G e ra n iu m s a n p u in e u m o o o o
G le c h o m a h irs u ta o o o
G lo b u la ria p u n c ta ta o o o o
H e lia n th e m u m c a n u m o o o o o
H e lia n th e m u m o v a tu m o o o o o
H e lic h ry s u m a re n a riu m (stark gefährdet) o
H e lic to tric h o n d e s e rto ru m o
H e sp e ris tris tis (gefährdet) o o o o
H ie ra c iu m b a u h in ii o o o
H ie ra c iu m c y m o s u m o
H ie ra c iu m e c h io id e s (gefährdet) o o o
H ie ra c iu m p ilo s e lla o o o o
H ie ra c iu m s a b a u d u m _____________________________________________ O

147
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P fa Sch Spi B ra Kön


HuB Hin
Hex

H ie ra c iu m u m b e lla tu m O
H o lo s te u m u m b e lla tu m O o o o '
H o r n u n p ia p e tra e a o o 0
H y p e ric u m m o n ta n u m o o
H y p e ric u m p e rfo ra tu m o o o 0 o
H y p o c h c e ris ra d ic a ta o
In u la c o n y z a o o
In u la e n s ifc lia o o o o o
In u la h irta o o '
In u la o c u lu s -c h ris ti (gefährdet) o o
Iris p u m ita (gänzlich geschützt) o o o o
J a s io n e m o n ta n a o
J o v ib a rb a h irta o o
J u n ip e ru s c o m m u n is (teilweise geschützt) o o o
J u rin e a m o llis (gefährdet) o o o
K n a u tia a rv e n s is o o o
K o e le ria m a c ra n th a o o o o o
L a c tu c a vim in e a o
L a p p u la s p u a rro s a (gefährdet) o o
L a s e rp itiu m la tifo liu m o o
L a th y ru s p a n n o n ic u s (stark gefährdet) o
L a v a te ra th u rin p ia c a (gefährdet) o o
L e m b o tro p is n ip ric a n s o o o o
L e o n to d ó n h is p id u s o o o
L e p id iu m c a m p e s tre o o
L e u c a n th e m u m v u lp a re a pp. o o o o
L ip u s tru m v u lp a re o o o o o
L im o d o ru m a b o rtiv u m (stark gefährdet; gänzlich geschützt) o
L in a ria p e n is tifo lia o o o o o
L in a ria v u lp a ris o o o o
L in u m a u s tria c u m (gefährdet) o o o
L in u m c a th a rtic u m 0 o
L in u m h irs u tu m (stark gefährdet) o o
L in u m te n u ifo liu m o o o o o
L o tu s b o rb a s ii (gefährdet) o o o o
L o tu s c o rn ic u la tu s o o o o
L u z u la c a m p e s tris o o o
L y c h n is vise a ría o
M a rru b iu m p e re p rin u m (gefährdet) o o
M e d ic a p o fa lc a ia o o o o o
M e d ic a p o lu p u lin a o o o o
M e d ic a p o m in im a (gefährdet) o o o
M e la m p y ru m a rv e n s e (gefährdet) o
M e la m p y ru m b a rb a tu m (stark gefährdet) o
M e la m p y ru m c ris ta tu m (gefährdet) o o o
M e la m p y ru m n e m o ro s u m o o o
M é lic a c ilia ta o o o o
M é lic a tra n s s ilv a n ic a (gefährdet) o
M e lilo tu s o ffic in a lis o o o
M in u a rtia fa s tip ia ta gefährdet) o o o o
M in u a rtia v e rn a (gefährdet) o
M in u a rtia v is c o s a (stark gefährdet) o o
M u s c a ri c o m o s u m (teilweise geschützt) o o o
M u s c a ri ra c e m o s u m (teilweise geschützt) o o o
M u s c a ri te n u iflo ru m (teilweise geschützt) o o
M y o s o tis a rv e n s is o o

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P la Sch Spi B ra Kön


HuB H in
H ex

(jy n s iitis ra m o s is s im a o o o
J jy o s o iis s tn c ta _________________________________________ o o o
jitT TiJa~arvensis (stark gefährdet) o
J irm e s T p ulls ____________________________________________ O o o
lo H n n trte s lu te a (gefährdet) o o o o o
T v in n tfte s v u lp a ris o
U n n b F vch is v ic iifo lia app. o o o
T ü v n iis p u s illa (stark gefährdet) o
TTnonis s p in o s a o o o o
- n ^ m a a re n a ria (vom Aussterben bedroht) o o
H n ö s m a v is ia n ii (gefährdet) o o
T irn h is m ilita ris (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o
T irn h is m o rio (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o
T irn h is u s tu la ta (gänzlich geschützt) o o o
Oha an um v u lp a re o o o o
D rlava p ra n d iflo ra (stark gefährdet) o o
D m ith o p a lu m c o m o s u m (teilweise geschützt) o o o
D m ith o p a lu m p u s s o n e i (gefährdet; teilweise geschützt) o o o o
D ro b a n c h e a ls a tic a (gefährdet) o
O ro b a n c h e c a ry o p h y lla c e a o o o
D ro b a n c h e e la tio r (stark gefährdet) o
O ro b a n c h e p ra c ilis o o
O ro b a n c h e lu te a o o o
O ro b a n c h e te u c rii o
O xvtro p is p ilo s a (gefährdet) o
P e tro rh a p ia p ro life ra (stark gefährdet) o o
P e tro rh a p ia s a x ifra p a o o o o o
P e u c e d a n u m a ls a tic u m o o
P e u c e d a n u m c e rv a ria o o o o
P e u c e d a n u m o re o s e lin u m o o o o o
P hleum p h le o id e s o o o o
P h vte u m a o rb ic u la re o o
P im p in e lla s a x ifra p a app. o o o o o
P la n ta p o in d ic a (stark gefährdet) o
P la ta p o la n c e o la ta o o o o
P la n ta p o m e d ia o o o o
P oa a n p u s tifo lia o o o o o
P oa b a d e n s is o o o o
P oa b u lb o s a o o o o o
P oa c o m p re s s a o o o
P o d o s p e rm u m c a n u m o o o
P o lyp a /a c o m o s a o o o
P o ly p a la m a io r (gefährdet) o
P o ly p o n a tu m o d o ra tu m o o o o
P o ly p o d iu m in te rje c tu m o
P o te n tilla a re n a ria o o o o o
P o te n tilla a rp e n te a a pp. o o o
P o te n tilla re c ta o o o o
P rim u la veris (teilweise geschützt) o o o o
P ru n e lla la c in ia ta (gefährdet) o o
P ru n e lla v u lp a ris o
P ru n u s fru tic o s a (gefährdet) o o o o o
P ru n u s m a h a le b o o o o
P ru n u s s p in o s a o o o o
P u ls a tilla p ra n d is (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o
P u ls a tilla p ra te n s is su b sp . n ig ric a n s (gefährdet; gänzlich geschützt) o o o

149
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P fa Sch Spi B ra Kön


HuB H in
Hex

Q u e rc u s p u b e s c e n s o o o o
R a n u n c u lu s b u lb o s u s o o o
R a n u n c u lu s fic a ria s u b sp . n u d ic a u lis (gefährdet) o
R a n u n c u lu s illy ric u s (gefährdet) o o o o
R a p is tru m p e re n n e o o o
R e se d a lu te a o o o o o~
R h a m n u s c a th a r tic u s o o o o
R h a m n u s s a x a tilis o o o o
R h in a n th u s m in o r o
R o sa c a n in a a pp. o o o o o
R osa c o ry m b ífe ra a pp. o
R o sa p im p ln e llifo lia o o o o o
R o sa ru b ip in o s a o o
R u m e x a c e to s a o
R u m e x a c e to s e lla a p p . o o
R u m e x th y rs iflo ru s o
S a ls o la k a li o
S a lvia a u s tria c a (stark gefährdet) o
S a lvia n e m o ro s a o o o
S a lvia p ra te n s is o o o o o
S a lvia ve rt¡ d ila ta o
S a n p u is o rb a m in o r o o o o o
S a x ifra p a b u l b ífe ra (gefährdet) o o o o
S a x ifra p a trid a c ty lite s (gefährdet) o o o o
S c a b io s a c a n e s c e n s (gefährdet) o o
S c a b io s a o c h ro le u c a o o o o o
S c le ra n th u s a n n u u s o o
S c le ra n th u s p o ly c a rp o s o
S c o rz o n e ra a u s tria c a o o o o
S c o rz o n e ra h is p á n ic a (gefährdet) o o
S c o rz o n e ra p u rp u re a (gefährdet) o o
S e d u m a c re o o o o
S e d u m á lb u m o o o o o
S e d u m m á x im u m o o o o
S e d u m s e x a n p u la re o o o o o
S e d u m s p u riu m o
S e n e c io in te p rifo liu s (gefährdet) o o o
S e n e c io ja c o b a e a o o o
S e rra tu la ly c o p ifo lia (stark gefährdet) o
S eseli a n n u u m o o o
S eseli h ip p o m a ra th ru m o o o o
S eseli lib a n o tis o o
S eseli o s s e u m o o o o
S es/eria sa d ie ra n a o o o
S id e ritis m o n ta n a o
S ilen e n u ta n s o o o o
S ilen e o tite s (gefährdet) o o o
S o rb u s a ria a pp. o o
S ta c h y s re c ta o o o o o
S te lla ria p ra m in e a o
S tip a c a p illa ta o o o o o
S tip a e rio c a u lis (teilweise geschützt) o o o o
S tip a io a n n is (teilweise geschützt) o o o o
S tip a p u lc h e rrim a (teilweise geschützt) o
T a n a c e tu m c o ry m b o s u m o o
T a ra x a c u m la e v ip a tu m app. o o o o o

150
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P ia Sch Spi B ra Kön


HuB H in
H ex

T ara xa cu m s e ro tin u m (stark gefährdet) O


ffíñ c r iu m c h a m a e d ry s o o o o Q
' TfíJJcrium m o n ta n u m o o o o
T h a lic tru m m in u s o o o o o
Thesium a rv e n s e (gefährdet) o
Thesium lin o p h y llo n o o o o
Th la s p i p e rfo lia tu m o o o
Thvm eiaea p a s s e rin a (stark gefährdet) o
Thvm us p la b re s c e n s o o o
Thvm us p a n n o n ic u s (stark gefährdet) o
Thvm us p ra e c p x o o o o
T ra a o p o g o n d u b iu s o o
T rifolium a lp e s tre o o o o
T rifolium a rv e n s e o o o o
T rifolium c a m p e s tre o o o
T rifolium m o n ta n u m o o o
T ria o n e lla m o n s p e lia c a (stark gefährdet) o
Trinia g la u c a (gefährdet) o o o
V a leriana w a llro th ii o o o o
V a le ria n e lla c a rin a ta o o
V a le ria n e lla lo c u s ta o
V erbascum a u s tria c u m o o
V erb a scum ly c h n itis o o o o
V erb a scum p h o e n ic e u m (gefährdet) o o o o
V erónica a rv e n s is o o
V erónica a u s tria c a (gefährdet) o o
V erónica c h a m a e d ry s agg. o o o o
V erónica p ra e c o x o o o
V erónica p ro s tra ta o o o o
V erónica s p ic a ta o o o o
V erónica te u c riu m o o o o
V erónica ve rn a (stark gefährdet) o o
V ib u rn u m la n ta n a o o o o o
Vicia a n g u s tí fo lia o o o
Vicia c ra c c a agg. o o o
Vicia h irs u ta o o o
Vicia la th y ro id e s o
Vicia te tra s p e rm a o
V in ce to x ic u m h iru n d in a ria o o o o o
Viola a m b ig u a (gefährdet) o o o
Viola a rv e n s is o o o o o
Viola c o llin a o
Viola h irta o o o
Viola ru p e s tris o o
X e ra n th e m u m a n n u u m (vom Aussterben bedroht) o

151
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ÖK 61/16-N/Bruck an der Leitha/Rohr- schiedlichster ökologischer Bedingun­


au - Trockenrasenstreifen (ca. 185 m) gen sind das Gebiet artenreich, die
entlang eines N-S verlaufenden Feldwe­ Wiesen ,,bunt“ und die Landschaft
ges, 1,6 bis 2,1 km NNE H o lle rn (S besonders ansprechend. Gerade die
,,Ungarnstraße"): Teilweise ruderali- „Bunten Wiesen" sind jedoch von
sierter Furchenschwingel-Trocken ra­ Aufforstungen bedroht (die zum Teil
sen. © 1/2 (D, P, U). bereits vorgenommen wurden), da sie
zu wenig Ertrag bringen. Das Gebiet
ÖK 61/17-N/Bruck an der Leitha/Prel- würde sich besonders für ein Wiesen­
lenkirchen - NW-exponierte Böschung schutzgebiet eignen, in dem die Land­
(140-148 m), 0,6 km SE W a n g h e im , wirte (z. T. Nebenerwerbsbauern) für die
knapp NE Kote 148: Furchenschwingel- Weiterführung der extensiven Nutzung
Trockenrasen. © 11/1. eine Entschädigung bekommen müß­
ten. Dies wäre nicht nur eine dringende
Ö K 71 und bahnbrechende Aktion für den
ÖK 71/1-N/Lilienfeld/Lunz am See - Naturschutz, sondern außerdem die
„ O e d ", ca. 2 km NE der Lunzer Kirche Schaffung einer zusätzlichen Fremden­
(700-800 m, 15° 3’ / 47° 52' 10”). © IV/4 verkehrsattraktion.
(A, Z), Tab. Nr. NA 46.
Der Höhenrücken zwischen den Stra­ ÖK 71/2-N/Scheibbs/Lunz am See -
ßen nach Gaming bzw. Langau trägt ,,M a is z in k e n “, 3,4 km ENE der Lunzer
neben lichten, blumenreichen Heide­ Kirche (800 m, 15°04'25" / 47° 52’00"):
wäldern (Erika-Kiefernwälder, Schnee- Wechseltrockene Magerwiese, nicht
rosen-FIchtenwälder) abgelegene Höfe mehr gemäht (1000 m2); Erholungs­
(Katzensteiner Kogel, Schlapperhart), wert!; letzter Rest der einst in dieser
umgeben von Wiesen sehr unterschied­ Gegend verbreiteten „Bunten Wiesen".
lichen Typs: Neben Fettwiesen gibt es © 111/4 (A, Z), Tab. Nr. NA 45.
auf flachgründigen Böden artenreiche
Kalk-Trockenwiesen und -weiden ÖK 71/3-N/Scheibbs/Lunz am See -
(vorherrschend: Wundklee, Blaugras, „P f a n n e “ (Oberois), 1,6 km SSW der
Ochsenauge, Wetterdistel, Kugelblume, Lunzer Kirche (660 m, 15°00'55" /
Hufeisenklee, Erika...). Auf der Kuppe 47° 51’00"): Trockenweide, mit Gehöl­
am E-Hang wächst großflächig der zen zugewachsen. © 111/5 (bereits
seltene Blau-Schwingel (F. a m e th y - zerstört) (A, Z), Tab. Nr. NA 47.
s tin a ). Am NW-Hang bodensaure Ma­
gerwiesen mit einer völlig anderen ÖK 71/4-N/Scheibbs/Lunz am See -
Artengarnitur: Arnika, Borstgras (N a r- Straße zum Maiszinken, 2,5 km E der
d u s ), Heidekraut (C a llu n a ), Aufrechtes Lunzer Kirche (620 m, 15° 03’38" bis
Fingerkraut (,,Blutwurz“, P. e re c ta ). 47”/47°5 T 27” bis31”): Durch Straßen­
Durch das Nebeneinander unter­ bau frisch aufgerissener Steilhang mit
Pioniervegetation, die sich zu Trocken­
rasen hin entwickelt (2000 m2); Insek­
tenparadies. © 1/1, Tab. Nr. NA 49.

Ö K 72
ÖK 72/1-N/Scheibbs/Gaming - zwi­
schen Pockau und Grafenmühl
(400-500 m, a] 15° 06’05” / 47° 56’33",
b] 15° 07’47" / 47° 56’55", c] 15° 08’ 15"
/ 47° 57’06", d] 15° 08’45" / 47° 57’08’’):
Artenreiche, bunte Voralpen-Trocken-
wiesen, schöne Waldsäume; land­

152
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schaftsprägend!; Erholungswert!; aus­ ÖK 7 3 /4 -N /L ille n fe ld /A n n a b e r g - N


sterbender Vegetationstyp; jeweils © oberhalb der Kirche (1000 m, 15° 22’ 14”
111/4 (A, Z), Tab. Nr. NA 41. bis 43” / 47° 52’ 19” bis 26”): Artenreiche
Trockenweiden, z. T. beweidet, z. T.
ÖK 72/2-N/Scheibbs/Puchenstuben - aufgelassen und von C a la m a g r o s tis
T o te r M a n n (Tormäuer), 2,5 km NNW v a ria (Bunt-Reitgras) dominiert bzw.
des Erlaufbodener Kraftwerkes (650 m, aufgeforstet mit Fichten; Erico-Pineten;
15'14’50” / 47° 54’00"): Felsrasen, W- sehr interessante Geländestruktur (tiefe
exponlert, 50° Neigung (500 m2). © 11/2 Risse Im Kalk!), landschaftsprägend!,
(B), Tab. Nr. NA 50. hoher Erholungswert. (D IV/5 (A, B, M).

ÖK 72/3-N/St. Pölten/Frankenfels -
Orisende (W), 300 m W vom Frankenfel- ÖK 73/5-N/Ulienfeld/St. Aegyd -
ser Bahnhof, an der Bahnstrecke „ G s c h e id “{970 m,© - © III (-V)/4 (A, Z,
(450 m, 15° 19’00" / 47° 58’50’’): Trok- B, D, U), Tab. Nr. NA 48, Färbt. 78.
kenwlese auf steilem Südhang (4000 Kleine T r o c k e n w ie s e , schütz- und
m2). © 111/3 (A, Z), Tab. Nr. NA 33. erhaltenswürdig nur im Verband mit
den umliegenden Wiesenflächen
ÖK 72/4-N/St. Pölten/Frankenfels - (20.000-30.000 m2). Artenreicher Kom­
1 4 km NE des Frankenfelser Bahnhofes plex verschiedenster Typen (Gradien­
(420 m, 15° 20’00” / 47° 59’15’’): Arten­ ten von naß-quelllg über wechselfeucht
arme Trockenwiese, nicht mehr gemäh­ bis trocken, nährstoffarm bis nährstoff­
te Steilhänge. © 11/3 (A, Z), Tab. Nr. reich, kalkhältiger bis kalkfreier Ober­
NA 34. boden, dazu noch variiert durch
unterschiedliche Nutzung bzw. Nicht­
Ö K 7 2 /5 -N /L ilie n fe ld /M itte r b a c h a m mehrnutzung) - Quellfluren, Flach­
E rla u fs e e - 250 m E des Ostufers des moor, Feuchtwiesen, Pfeifengraswiese
Erlaufsees (840 m, 15° 17’02” bis 15” / (wechselfeucht), Fettwiese, Trocken­
47° 47’30” bis 36”): Trocken- und wiese. Bemerkenswert Ist, daß hier die
Magerweiden auf kleinen Kuppen inmit­ Hirschbrunft direkt neben der Straße
ten von fetteren Flächen. © 11/5 (A, Z). stattfindet - die Tiere wühlen Ihre
Suhlen In das Flachmoor. Gefährdet
OK 73 durch Aufforstung mit Fichten - da­
ÖK 73/1-N/Lillenfeld/Türnitz - R a x e n - durch würde das offene, reizvolle
b ö c k , 1,3 km NNE der Türnitzer Kirche Landschaftsbild (im Sommer bunte, im
(560 m, 15° 30’ 05” / 47° 56’35”): Arten­ Herbst durch Pfeifengras leuchtend
reiche Trockenwiese auf Oberhang. © braunorange gefärbte Wiesen, im Hin­
11/3 (A, Z). tergrund Fichtenforst) zerstört; weitere
Gefährdung: Trockenlegungsversuche;
ÖK 73/2-N/Lilienfeld/Lilienfeld - „ Z ö ­ in neuester Zeit wurden die Feuchtwie­
g e r s b a c h 1', südseitiger Steilhang 50 m senflächen durch Aufschüttung ent­
NE von Niederdorf (420-450 m, 15° 33’ / lang der Straße sowie Parkplatzvergrö­
47° 59’40”): Fette Trockenwiese, umge­ ßerung beim Skilift dezimiert.
ben von erhaltenswerten, artenreichen Bei Unterschutzstellung: Nutzung im
Wiesenflächen. © - © 111/4 (A, Z, B?), bisherigen Umfang, Ausbreiten der
Tab. Nr. NA 35. Bäume verhindern.

ÖK 73/3-N/Ulienfeld/Annaberg - Süd­
hang, 650 m W Kirche (950 m, ÖK 73/6-N/Lilienfeld/St. Aegyd - „Ka-
15° 22’15” /47° 52’20”): Ehemals arten- pellenhügel” mitten im Ort (660 m):
(orchideen-)relche trockene Fettwiese Trockenrasen, -wiese und -gebüsch. ©
© 1/5 (A), Tab. Nr. NA 36. IV/2 (B, Z), Tab. Nr. NA 38.

153
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 73/7-N/Lilienfeld/St. Aegyd - „Ro­ ÖK 74


tenbachtal“ (600 m, 15° 33’25” / ÖK 74/1-N/Neunkirchen/Schwarzau
47° 51’5"): Lückige heterogene Rasen im Gebirge - Naßwald, Fleufuß, 1,5 km
auf Dolomitgrus mit reichlich Gehölz­ W der Kirche von Oberhof (700 m
anflug. © 111/2 (Z), Tab. Nr. NA 39. 15° 40’30” bis 38” / 47° 45’51” bis 55”)!
Aufgelassene Almen in größtenteils
ÖK 73/8-N/Lilienfeld/St. Aegyd - SE- geschlossenem Waldgebiet. Extensive
seitiger Steilhang, 800 m SW der Nutzung notwendig! © 11/5 (A, Z, B)
Pfarrkirche (620 m, 15° 33’ 17’’ / Tab. Nr. NA 51.
47 50'53”): Calamagrostis vaha-Jrok-
kenwlese (artenarm, 3000 mz) mit ÖK 75
Fichtenanflug. © 11/3 (Z), Tab. Nr. NA ÖK 75/1-N/Baden/Furth an der Trie-
43. sting, Altenmarkt an der Triesting -
(420-520 m, 16° 00’00” bis 01’20” /
ÖK 73/9-N/Lilienfeld/St. Aegyd - SE- 47° 59' 23” bis 48° 00’00”): Ausgedehnte
Hang neben der Straße, 1,5 km SW der Trockenweide (Schafe). © 11/1.
Pfarrkirche (660 m, 15° 33’3” /
47° 50’40”): Blaugras-T rockenwiese ÖK 75/2-N/Baden/Weißenbach an der
(1000 m2), bereits fast zur Gänze mit Triesting - 800 m W der Kirche von
Fichten und Kiefern zugewachsen. © Neuhaus (530 m, 16° 02’ 14” /
11/5 (Z), Tab. Nr. NA 40. 47° 59’52”): Sehr extensiv genutzte
Trockenweiden auf S-Flang; stark mit
Birken zuwachsend. © 11/2 (Z).
ÖK 73/10-N/Lilienfeld/St. Aegyd -
„Wällischgraben“ (640 m, 15°32'30” /
47° 50'15”): Trockenwiese, nicht mehr ÖK 75/3-N/Baden/Weißenbach an der
genutzt (SO, 3000 m2), mit Reitgras, Triesting - a) 400 m N, b) 500 m NE, c)
Salomonssiegel und Fieder-Zwenke. © 800 m NE der Kirche von Neuhaus
111/3 (A, Z), Tab. Nr. NA 44. (280 m, a] 16° 02’55” / 47°59’58”, b]
16° 03’ 18” / 47° 59’ 56”, c] 16° 03’35” /
47°59’ 59”): Mehrere kleine Restflächen
ÖK 73/11 -N/Lilienfeld/St. Aegyd - eines ehemals ausgedehnten Weidege­
„Wällischgraben“ (660 m, 15°32’45” / bietes; Fieder-Zwenken-Halbtrockenra-
47° 50’20”): Magerweide auf steiler NW- sen; nicht mehr bewirtschaftet. © 111/5
Böschung, nur z. T. noch bewirtschaftet (A, Z, B).
(Gehölzanflug). @ 11/2 (Z), Tab. Nr.
NA 44.
ÖK 75/4-N/Baden/Furth an der Trie­
sting - Aggsbach (420 m, 16° 00’00” /
ÖK 73/12-N/Lilienfeld/St. Aegyd - 47° 59’ 18”): Ende eines kleinen felsigen
„Kurzenthal“ (660 m, 15° 32’50” / Kalk-Höhenrückens mit reichlich Gel­
47°49’50”): Nicht mehr genutzte Trok- bem Hartriegel und einigen Felsrasen­
ken-(bis Frisch-)Wiese (SE-Flang neben pflanzen (1500 m2); beweldet (zahlrei­
Straße, 10.000 m2), artenreich (m. Vicia che Nährstoffzeiger). © 1/1.
oroboides), z. T. bereits aufgefichtet. ©
11/4 (A), Tab. Nr. NA 42.
ÖK 75/5-N/Baden/Weißenbach an der
Triesting - 1,1 km SE der Kirche von
ÖK 73/1 3-N/Lil ienfeld/St. Aegyd - Neuhaus (530 m, 16° 03’48” /
Steiler Wagram, 300 m N Bahnhof 47°59’28”): Schöne Trockenrasen und
Kernhof (670 m, 15° 32’50” / S-exponierte Felsrasenflecken (mit Poa
47° 49' 10”): Trockenrasen. © 111/5 (A), badensis); beweidet (6000 m2). © 111/3
Tab. Nr. NA 37, Färbt. 60. (Z, M, B?, Steinbruch?).

154
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 7 5 /6 -N/Baden/Furth an der Trie- ÖK 75/9-N/Baden/Furth an der Trie-


sting - H a rra s , N des Steirer (500 m, sting - N von L e r c h e n fe ld (400 m,
1 5 ° 55’ 28” / 47° 58’ 50”): Oberhänge mit 16°00’24” / 47°58’24”): Nicht mehr
nicht mehr genutzten Trockenweiden beweidete Trockenrasen in Schwarz-
( i T offene Trockenrasen mit Blau­ kiefer-Kalkfelslandschaft (3000 m2). ©
gras). © H/2 (A, Z). 1/3 (Z),

ÖK 75/7-N/Baden/Furth an der Trie-


sting - bei Weggabelung (460 m, ÖK 75/10-N/Baden/Furth an der Trie-
1 5 ° 58’32” / 47° 58'29”): SE-exponierte sting - S te in w a n d g ra b e n , 3,6 km S der
Trockenweide, dominiert von Aufrech­ Kirche von Furth (520 m, 15°58’11” /
ter Trespe; im oberen Teil mit Schwarz­ 47° 56’26”): Trockenweide auf Berg­
kiefern zugewachsen. © 11/2 (Z). rücken, noch bestoßen. © 1/2 (A, Z).
ÖK 7 5 /8 -N/Baden/Furth an der Trie-
stitE-g - E der Weggabelung, oberhalb ÖK 75/11-N/Neunkirchen/Puchberg -
des Heldenfriedhofes (440 m, 15° 58’45” „Am Ascher”, Oberstes M ie s e n b a c h ta l
/ 47°58’28”): Schmaler Rücken auf S- (560-710 m). © V/4 (A, I), Tab. Nr.
Hang mit schönen Trockenrasen, be­ NA 31.
reits stark verbuscht mit Sauerdorn und Artenreiche, magere Kalk-Trockenwie­
Schwarzkiefern; Besonderheit: F u m a n a sen und -weiden auf E- und NW-
p r o c u m b e n s (Heideröschen). © 111/4 exponierten Oberhängen, darunter
Fettwiesen.

Bergweiden Die Wiesentypen des Miesenbach­


tales
(nach PFEFFER 1981)
Boden flachgründig
Klima feucht
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Eines der artenreichsten und somit


,,buntesten“ Wiesengebiete Nieder­
österreichs. Die extensiv bewirtschafte­
ten Wiesen sind ein Refugium für immer
seltener werdende Wiesenpflanzen. Ne­
ben den üblichen Arten (Aufrechte
Trespe, Fiederzwenke...) herrschen in
den Wiesen Berg-Segge (C. montana),
Weißes Fingerkraut (P. alba), Ungari­
sche Distel (C. pannonicum), Graslilie
(A. ramosum) und andere Arten vor, die
sonst seltener zur Dominanz kommen.
Besonderheiten: z. B. Orange-Greis­
kraut (Senecio aurantiacus), Becks
Glockenblume (C. öec/r/anaj... Bemer­
kenswert ist auch die Massenentfaltung
von Orchideen! Literatur: PFEFFER
(1981).
Das Gebiet vom Ascher-Paß bis hinun­
ter zu „Am Ascher“ sollte zum „Wiesen­
schutzgebiet" erklärt werden (siehe
Kapitel III).

ÖK 75/12-N/Neunkirchen/Puchberg -
Hügel am Südrand des Ortes (600 m,
15° 54’ 20” / 47° 47’ 15“ ). ® V /4 (Z, I, D,
B?), Tab. Nr. NA 29, Färbt. 55, 56. Katzenpfötchen (Antennaria dioica),
Sehr artenreiche Trockenwiesen, die Straußgras (A. tenuis). Saumpflanzen
nur mehr zum geringen Teil genutzt auf den nicht mehr gemähten Teilen -
werden, am NE-Hang eines gebüschge­ Ebensträußige Margerite, Österreichi­
krönten Aussichtshügels. Bemerkens­ scher Haarstrang (P. austriacum),
werte Artenkombination: vorherr­ Großer Ehrenpreis (V. teucrium, mas­
schend Aufrechte Trespe, Blaugras, senhaft!) - und Orchideen (Anacamp-
Löwenzahn (L. hispidus), Berg-Klee, tis, Gymnadenia conopsea)! Artenrei­
Skabiosen-Flockenblume, Ebensträu- che Gebüschgruppe: Dirndlstrauch
ßige Margerite (T corymbosum) und (Cornus mas), Mehlbeere (Sorbus aria),
Voralpen-Klee (T. alpestre). Neben Pfaffenkäppchen (Euonymus euro-
diesen Trockenwiesenarten noch paea), Liguster, Wildkirsche (P. avium),
„Wechselfeuchtezeiger“ am Mittel­ Berg-Ahorn, Hasel, Sauerdorn, Kreuz­
hang - Herbstzeitlose, Sterndolde, dorn, Steinmispel (C. integerrimus),
Trollblume, Simsenlilie (Tofieldia)- und Heckenkirsche (L. xylosteum).
Fettwiesen-Arten: Glatthafer, Goldha­ Eine der schönsten Wiesen Österreichs!
fer, Kammgras. Kalkzeiger - Ochsen­ Sollte unter Naturschutz gestellt wer­
auge, Knäuel-Glockenblume (C. glome- den. Fremdenverkehrsattraktion! Unter­
rata), Gelbe Skabiose, Graslilie (Anthe- hänge jährlich mähen, Oberhänge in
ricum ramosum), Nördliches Labkraut 3-5jährigem Turnus; vorläufig nicht
(G. boreale), Große Prunelle (P. grandi­ düngen!
flora)...- neben Säurezeigern (Ober­
boden entkalkt, Rohhumusauflage Ö K 75/13-N/Wiener Neustadt, Neunkir-
durch Nichtmehrnutzung): Blutwurz chen/Hohe W a n d , G rü n b a c h a m
(Aufrechtes Fingerkraut, P. erecta), S c h n e e b e rg - ,,Hohe Wand“, S- und

156
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

SE-Abstürze (600-1050 m). © IV/1 LSG, S- Ufer (255 m): Trespen-Halbtrocken-


Tab. Nr. NC 23, Färbt. 52. rasen (teilweise mit Übergängen zu
Blaugras-Felstrockenrasen (auf Pro- Feuchtwiesen). © 11/3 (D, P, U) NSG.
torendsina über Kalk) mit viel Erdsegge
(C. humilis), Herzblatt-Kugelblume (G.
cordiflora), Trübgrünem Sonnenrös­ ÖK 76/7-N/Baden, Wiener Neustadt/
chen (H. ovatum), Schmalblatt-Laser- Pottendorf, Steinfelden, Ebenfurth,
kraut (L. siler), Berg-Gamander (T. Eggendorf, Sollenau, Wiener Neustadt
montanum) und Frühblühendem - „Steinfeld", N-Teil (220-270 m). © V/3
Quendel (Th. praecox); die Trockenra­ (A, B, S) (z. T.) NSG, Tab. Nr. NC 24.
sen bilden zusammen mit Gebüschen Auf einer insgesamt ca. 20 km2 großen
und Waldfragmenten einen kleinräumig Fläche sind Trockenrasen auf Rend-
verzahnten Vegetationskomplex. sina über Kalkschotter („Schotterstep­
Interessante Trockenvegetation mit xe- pe“ ) entwickelt, z. T. auf noch nie
rothermen und montanen Arten. umgeackertem Boden (im Bereich des
Truppenübungsplatzes Großmittel),
z. T. auf ehemaligen Äckern. Flohsti­
ÖK 76 sche Einförmigkeit und relative Artenar­
ÖK 76/1-N/Baden/Bad Vöslau - mut kennzeichnen diese Rasengesell­
„Hauerberg", ca. 4 km W Bad Vöslau, S- schaften, die wahrscheinlich die natürli­
Hang (440-485 m): Felstrockenrasen che Vegetation des Gebietes sind.
auf Dolomit. © 111/1 LSG. Neben den aufbauenden Gräsern Steif-
Schwingel (F. stricta), Wimpern-Perl-
ÖK 76/2-N/Baden/Bad Vöslau - Zwi­ gras (M. ciliata) und Federgras (St.
schen Gainfarn und Großau, knapp pennata agg.) prägen Teppichsträu-
NW Kote 287 (Bildstock): cher den Rasen, v. a. Heideröschen
Walliserschwingel-Pfrlemengras- (Fumana procumbens), Herzblatt-Ku­
Trockenrasen, Trespen-Halbtrockenra- gelblume (G. cordifolia), Graues Son­
sen. © II/3 (A, D, M, P) LSG. nenröschen (H. canum) und Berg-
Gamander (T. montanum). An gestör­
ÖK 76/3-N/Baden/Bad Vöslau - 2,6 km ten Stellen herrscht die Aufrechte
NE der Kirche von Bad Vöslau (230 m, Trespe (B. erectus) vor.
16° 14’43” / 47° 58’37”): Halbtrocken­ Größter Trockenrasen Österreichs! Ge­
rasen, vermutlich ehemals Hutweide, fährdet durch Schotterabbau, Verbau­
größtenteils bereits bewaldet (500 m2). ung. Literatur: BÜCHNER (1975).
© II 15 (Z, P, D).

ÖK 76/4-N/Baden/Bad Vöslau - „Rau­ ÖK 76/8-N/Baden/Hirtenberg - 1,1 km


henbig!" (320-360 m), ca. 0,7 km SSE ENE Hirtenberger Kirche (300 m,
Großau: Teilweise ruderalisierte Tres- 16° 1T 26” bis 12’ 18” / 47° 56’0” bis 8”):
pen-Halbtrockenrasen. © 11/3 (A), LSG. Homogener, artenreicher Trockenra­
sen auf Terrassenhang (S, 35°); bereits
ÖK 76/5-N/Baden/Berndorf - N des zu ca. 70% mit Gebüsch und Bäumen
Strietzelberges (300-400 m, 16° 08’07” zugewachsen. @ IV/3 (Z, D, P, M), Tab.
bis 44” / 47° 56’36” bis 52”): Letzte Nr. NA 4.
Reste von Weiden, Halbtrockenrasen
und Trockenrasen; größtenteils schon
verbaut, z. T. noch gemäht, z. T. stark ÖK 76/9-N/Baden/Enzesfeld-Linda-
zugewachsen mit Eichen. © 111/4 (B, Z). brunn - 650 m WNW der Kirche von
Lindabrunn (380 m, 16° 10’00” /
ÖK 76/6-N/Baden/Schönau an der 47° 54’50”): Halbtrockenrasen im Stein­
Triesting - „Schönauer Teich", N- bzw. bruchgelände. © 111/5 (E, A, Z).

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Ö K 76/10-N/Wiener Neustadt/Waldegg
- Kalkklippe Ober-Piesting, 700 m ESE
vom Bahnhof (420 m, 16° 06’32" /
47° 52’21"): Trockenrasen, hauptsäch­
lich S-exponiert, auf Hügel; Sträucher
und Baumgruppen, winzige Felsrasen­
flecken mit F u m a n a p r o c u m b e n s {3500
m2). (D 111/1 NSG, Tab. Nr. NA 5.

ÖK 76/11-N/Wiener Neustadt/Markt
Piesting - Zwischen Ober-Piesting und
Markt Piesting, H ü g e l m it K o te 424, S-
und SW-Hang (370-424 m). ® 111/1,
Tab. Nr. NC 25.
Komplex aus Felstrockenrasen, Saum­
gesellschaften, Felsgebüschen und
Flaumelchen-Buschwald (auf Kalk bzw.
Dolomit):
Felsdurchsetzte Trockenrasen mit den
Grasartigen Erd-Segge (C. h u m ilis ),
Kalk-Blaugras (S. v a ria ), Steif-Schwin-
gel (F. s tr ic ta ) und Wollstengel-Feder-
gras (St. e rio c a u lis ), den Tepplchsträu-
chern Heideröschen (F u m a n a p r o c u m -
b e n s ), Herzblatt-Kugelblume (G. c o r d i-
fo lia ), Graues Sonnenröschen (H. c a -
n u m ), Berg-Gamander (T. m o n ta n u m )
und Sukkulenten ( J o v ib a rb a h irta ,
S e d u m sp p .).
Saumgesellschaften mit Bunter Flok-
kenblume (C. triu m fe ttii), Aufrechter
Waldrebe (C. re c ta ), Diptam (D. a lb u s ),
Blutrotem Storchschnabel (G. s a n g u i-
n e u m ), Rauhhaar-Alant (I. h ir ta ) und
Strauß-Wucherblume ( T a n a c e tu m c o -
ry m b o s u m ).
Gebüsche (Felsenbirne, Berberitze,
Hartriegel, Gewöhnliche Steinmispel,
Liguster, Steinweichsel, Wolliger
Schneeball).
Schöne und für den Alpenostrand
bezeichnende Trockenvegetation mit
zahlreichen schützenswerten Arten.

ÖK 76/12-N/Wiener Neustadt/Markt
Piesting - E D re is te tte n , knapp NE Kote
483: Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/1.

ÖK 76/13-N/Wiener Neustadt/Markt
Piesting - Hügel (500-510 m) am SE-
Ortsrand von D re is te tte n : Trespen-
Magerrasen. (D 111/2 (D).

158
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

(jK 7 8 /1 4 -N/Wiener Neustadt/Winzen- ÖK 78/4-N/Bruck an der Leitha/Som-


dorf-Muthmannsdorf - ,,E n g e ls b e rg ", merein - ,, Kolmberg" N-Fuß
SE-Hang (360-400 m), ca. 2 km NE (190-230 m), 1,3 bis 2 km E Sommerein:
Winzendorf: Komplex aus Felstrocken­ Felstrockenrasen (auf Leithakalk),
rasen, Saumgesellschaften und Flaum- Trespen-(Halb-)Trockenrasen, Fieder-
eichen-Buschwald, Trespen-Halbtrok- zwenken-Halbtrockenrasen. © 111/2 (A,
kenrasen. ® 111/1. D, U).
ÖK 78/5-N/Bruck an der Leitha/Man-
ÖK 76/15-N/Wiener Neustadt/Bad nersdorf am Leithagebirge - Oberhalb
picchau-Brunn - S- und SW-Hang des Steinbruches (ca. 220 m), 1,2 km E
(360-400 m) des Flügels mit der Elsen­ Mannersdorf. ® IV/4 (S), Tab. Nr.
steingrotte NE W in z e n d o rf: Komplex NC 26.
aus Felstrockenrasen, Saumgesell­ Trocken- und Flalbtrockenrasen, In
schaften und Flaumelchen-Mlschwald. denen die Erd-Segge (C. humilis) und
© GV/1. die Gräser Furchen-Schwlngel (F. rupi-
cola), Aufrechte Trespe (B. erectus) und
ÖK 76/16-N/Wiener Neustadt/Bad Fieder-Zwenke (B. pinnatum) vorherr­
Fischau-Brunn - W Brunn an der schen; an flachgründigen Stellen
Schneebergbahn, 0,2 bis 0,6 km SW (Leithakalk wachsen Berg-Lauch (A.
Kote 299 (Kapelle): Trespen-(Flalb-) montanum), Büschel-Miere (M. fastl-
Trockenrasen (über Kalk). ® III/4 (B). giata) und Berg-Gamander (T. monta­
num).
Säume mit Frühlings-Adonis (A. verna-
ÖK 76/17-N/Wiener Neustadt/Winzen- lis), Bunter Flockenblume (C. triumfet-
dc f-Muthmannsdorf - ,,D a c h e n s te in " , tii), Diptam (D. albus), Blutrotem
S-Flang (340-380 m), zwischen Winzen­ Storchschnabel (G. sanguineum),
dorf und Dörfles: Erdseggen-Steif- Kamm-Wachtelweizen (M. cristatum),
schwingel-Federgras-Trocken rasen Zwergweichsel (P. fruticosa), Strauß-
(über Kalk), Trespen-Halbtrocken- Wucherblume (Tanacetum corym-
rasen. ® IV/1. bosum) und Schwalbenwurz (V. hirun-
dinaria).
ÖK 78 Die Trockenrasen und Säume fügen
sich mit dem angrenzenden Flaum-
CC< 78/1-N/Bruck an der Leitha/Som- eichen-Buschwald zum Bild einer har­
merein - ,, W e n z e lb e rg ", NW-Flang monischen Trockenlandschaft.
(240-250 m), ca. 1 km SW Sommerein: Gefährdung: Erweiterung des Stein­
Trespen-Flalbtrockenrasen. © 11/3 bruches nach SE.
(B,Z).
ÖK 78/6-N/Bruck an der Leltha/Man-
ÖK 78/2-N/Bruck an der Leitha/Som- nersdorf am Leithagebirge - ,,Schei­
i ierein - Umgebung der Steinbrüche terberg" (ca. 350 m), 1,2 km ESE
(220-240 m) am S-Ortsrand von Som­ Mannersdorf: Felsfluren, Trockenrasen
merein: Trespen-(Flalb-)Trockenrasen. und Saumgesellschaften in Kontakt mit
© IN/4 (A, B, Z). Flaumeichen-Buschwald. © 111/2 (S).
ÖK 78/7-N/Bruck an der Leitha/Hof am
ÖK 78/3-N/Bruck an der Leitha/Som- Leithagebirge - NE-Ortsrand
merein - ,,K o lm b e rg " , NW-Hang (230-280 m) von Hof: Fragmentarische
(230-280 m): Fragmentarische Fels­ Felstrockenrasen (auf Leitha­
trockenrasen (auf Leithakalk), Tres- kalk), Trespen-(Halb-)Trockenrasen,
pen-(Flalb-)Trockenrasen, Fiederzwen- Fiederzwenken-Halbtrockenrasen,
ken-Halbtrockenrasen. ® 111/4 (A, B, M). Saumgesellschaften. © 111/3 (B, M).

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Ö K 78/8-N/Bruck an der Leitha/Hof a m ris), Büschel-Nelke (D. armería), Pech­


L e ith a g e b ir g e - SE-Ortsrand nelke (Lychnis visearía), Berg-Sand­
(260-320 m) von Hof. 0 IV /3 (A, B), glöckchen (Jasione montana) und
Tab. Nr. NC 27. Zwerg-Sauerampfer (R. acetosella
F e ls tro c k e n ra s e n (auf anstehendem agg.).
Leithakalk) mit Badener Rispengras (P. Größte Trockenrasenfläche des Leitha­
badensis), Steppen-Glockenblume (C. gebirges in Niederösterreich; Dokument
sibirica), Heideröschen (Fumana pro- einer früheren Landnutzung (Hut­
cumbens), Langstiel-Kugelblume (G. weide). Gefährdung: Verbauung, Auf­
punctata), Büschel-Miere (M. fastigiata) forstung.
und Berg-Gamander (T. montanum).
T r e s p e n -(H a lb -)T r o c k e n r a s e n mit
Gold-Aster (A. linosyris), Filz-Glocken­ ÖK 105
blume (C. bononiensis), Schwärzlicher Ö K 1 0 5 /1 -N /N e u n k ir c h e n /P a y e r b a c h -
Kuhschelle (P. pratensis), Duft-Grind­ Semmering, Klamm; 900 m NW
kraut (S. canescens) und Heide- der Kirche in Klamm (790 m,
Ehrenpreis (V. spicata); stellenweise 15° 5T 26”/47° 39’53”): M a g e r e , trok-
sehr viel Hirschwurz (Peucedanum k e n e W e id e , S-exponierter Hang mit
cervaria) und Voralpen-Klee (T. alpe­ 40° Neigung; ehemals in diesem Gebiet
stre). verbreiteter Vegetationstyp (3000 m2)
mit
F ie d e r z w e n k e n -H a lb tr o c k e n r a s e n © - 0 11/3 (A, I), Tab. Nr. NA 24.
Frühlings-Adonis (A. vernalis), Ästiger
Zaunlilie (A. ramosum), Heil-Ziest (Betó­ ÖK 1 0 5 /2 -N /N e u n k ir c h e n /P r ig g litz -
nica officinalis). Bei Wegscheid, 700 m E von Kirche in
B o d e n s a u re T ro c k e n ra s e n mit Heide- Prigglitz (700 m, 15°56’24”/47°42’ 16"):
Straußgras (A. stricta), Ruchgras (A. H a lb fe tte T ro c k e n w ie s e n , SE-expo-
odoratum), Besenheide (Ca/Iuna vulga­ niert. © - 0 111/3 (A, I), Tab. Nr. NA 30.

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3 OK 58/28 18 OK 58/16 33 OK 72/3 48 Ok 73/5
4 OK 76/8 19 OK 58/17 34 OK 72/4 49 OK 71/4
5 OK 76/10 20 ÖK 58/8 35 ÖK 73/2 50 OK 72/2
6 OK 57/7 21 OK 57/1 36 OK 73/3 51 OK 74/1
7 OK 57/6 22 OK 58/4 37 ÖK 73/13 52 ÖK 40/24
8 OK 57/9 23 OK 58/3 38 OK 73/6 53 OK 40/23
9 OK 57/10 24 OK 105/1 39 OK 73/7 54 OK 40/21
10 OK 57/8 25 OK 57/5 40 OK 73/9 55 OK 40/22
11 OK 58/10 26 OK 57/4 41 OK 72/1 56 OK 40/20
12 OK 58/19 27 OK 57/3 42 OK 73/12 57 Ok 40/19
13 OK 58/9 28 OK 57/2 43 ÖK 73/8 58 OK 40/26
14 OK 58/18 29 Ok 75/12 44 OK 73/10,11I 59 Ok 41/28
15 OK 58/14 30 OK 105/2 45 ÖK 71/2

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© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

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198 NC
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

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200 NC
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

2. Wien

ÖK 40 ehemaliger Beweidung - der Hang


ÖK 40/26-Wien - ,,R o h re rw ie s e “ beim dürfte früher wegen Weidenutzung zum
Fischerhaus an der Höhenstraße größten Teil waldfrei gewesen sein -,
(360 m, 16° 17’55” / 48° 16’). ® V/3 (A, die vielleicht wegen Wildeinwirkung
I), Tab. Nr. NA 58. nicht Zuwachsen.
Bunte Magerwiesen verschiedenen Schuttfluren mit Schmalblättrigem
Typs: von mager-trocken bis wechsel­ Hohlzahn, Trauben-Gamander, Stink-
feucht; extrem artenreich, einige Beson­ Storchschnabel (G. ro b e rtia n u m ) ...
derheiten, z. B.: Dreizahn (D a n th o n ia Gefährdet im Bereich des Nasenweges
alpina), Spanische Schwarzwurz (S cor- durch Erosion (Betritt: Mergel sehr
zonera h is p á n ic a ); hoher Erholungs­ erosionsanfällig) und Eutrophierung.
wert! Aufforstung entfernen! Dünger­ Bemerkenswerte Arten:
Achillea pannonica (G), Agropyron intermedium, Allium
verbot! Teilweise mähen wie bisher. flavum, A. rotundifolium (G), A. scorodoprasum, Alyssum
alyssoides, Anemone sylvestris (G, !!), Anthemis tinctoria,
Anthericum ramosum, Arabis auriculata, A. brassica (G), A.
CK 41 glabra, A. hirsuta agg., A. turrita, Asperula cynanchica,
Aster amellus, Astragalus onobrychis, Buglossoides pur-
ÖK 41/24-Wien - „A lte S chanzen“ purocaerulea, Buphthalmum salicifolium, Campánula
(200-220 m), ca. 2 km N S ta m m e rsd o rf: glomerata, Carex humilis und michelii, Carlina vulgaris,
Trocken- und Halbtrockenrasen, Centaurea scabiosa, stoebe und triumfettii, Coronilla
coronata (G) und emerus, Cuscuta epithymum, Dictamnus
Saumgesellschaften. (D III/2 (U). albus (G, II), Dorycnium germanicum, Erysimum odoratum,
Festuca valesiaca (G), Filipéndula vulgaris, Fragaria viridis,
Fumana procumbens, Galium boreale, G. glaucum, G.
OK 41/25-Wien - „ L e o p o ld s b e rg “, SE- lucidum, G. x pomeranicum, Genista pilosa, Geranium
Hang und ,,Nase“ (200-425 m). @ V/2 sanguineum, Glechoma hirsuta, Gymnadenia conopsea,
Helianthemum ovatum, Hieracium bauhinii, Himantoglos-
(E). sum hircinum (S,!l), Hypericum hirsutum, Inula ensifolia und
Haumeichen-Buschwald mit reichem hirta und oculus-christi (G) undsalicina (G), Laser trilobum,
Lathyrus sylvestris, Lavatera thuringiaca (G), Lembotropis
Unterwuchs von ,,Saum-Arten": Diptam, nigricans, Linaria genistifolia, Linum flavum (S, !!), Orlaya
Laserkraut ( L trilo b u m ), Storchschna­ grandiflora (S), Orobanche alba (!) und gracilis (!),
Peucedanum alsaticum und cervaria, Phleum phleoides,
bel (G. sa n g u in e u m ), Alant (I. ensifolia, Potentilla arenaria und neumanniana und recta, Rosa
hirta, c o n y z a ), ... und Sträuchern (v. a. pimpinellifolia (!), Salvia nemorosa, Sanguisorba minor,
Scabiosa canescens (G), S. ochroleuca, Scorzonera
Warziger Spindelstrauch, Gelber Hart­ austriaca, Serratula tinctoria, Silene nutans (!), Stachys
riegel, Flieder; Besonderheit: Perücken­ recta, Stipa pulcherrima (!!), Tanacetum corymbosum,
Teuchum botrys (G) und chamaedrys, Thlaspi perfoliatum,
strauch); stellenweise Schwarzkiefer Thymus glabrescens undpannonicus (S), Trifolium alpestre
(gepflanzt); randliche Schlehdornbe­ und medium, Verbascum austriacum und speciosum (S),
Verónica teucrium, Vincetoxicum hirundinaria, Viola collina
stände; in der Nähe des Weges und hirta.
Eutrophierung.
An offenen Stellen, vor allem im Bereich
der ,,Nase" (Ostgrat), Trockenrasen­
flecken, beherrscht von Erd-Segge und
Furchen-Schwingel. ÖK 41/26-Wien - „ K a h le n b e r g “ (360 m,
Kleinflächig Halbtrockenrasen, domi­ 16° 20’30” bis 217 48° 16’30 bis 40”).
niert von Fiederzwenke und Blaugras ®~® IV/2 (Z).
auf der Schattenseite. Ostexponierte Mittel- und Unterhänge,
Trockenwiesen, beherrscht von Glatt­ Halbtrockenwiesen, größtenteils nicht
hafer, Blaugrüner Quecke (A. in te rm e - mehr gemäht, meist aufgelassene Obst­
dium ), Pannonischer Schafgarbe, Ku­ gärten, Gebüschgruppen, Hecken oder
geldistel (E. sp h a e ro c e p h a lu s ), Ritter­ Wäldchen; besonders artenreiche Ge­
sporn (C. regalis). Vermutlich Reste hölzflora! Hoher Erholungswert!

201
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 41/27-Wien - „ B u rg s ta ll“ (270 m,


16° 21’ 30” / 48° 16’ 20”): Trockenrasen­
flecke über Mergel, Trockenwiesen­
reste, nicht mehr gemäht; artenreiche
Gebüschgruppen. © IV/2 (Z, B?).

ÖK 41/28-Wien - „ W ild g r u b e “ (280 m,


16°20’ 50” /48° 15’ 55”): Kleiner Trok-
kenrasenfleck auf SW-Oberhang mit
Saumarten-Dominanz und massenhaft
ÖK 58/2-Wien -„ G a litz in b e r g " {350 bis
370 m): Bodensaure Magerwiese. ©
111/1.

Ö K 59
ÖK 59/1-Wien - L o b a u , „F u c h s h ä u fe l“
-Große Heißländ mit Trockenwiese, die
z. T. gemäht wird, und artenreichen
Trockenrasen. Schüttere Bestände von
Wipfeldürren Pappeln; einzelne Weiß­
dornbüsche, stellenweise Liguster­
gebüsch. © V/1 NSG, Färbt. 44.

Trockenwiese: Dominante: Aufrechte


Umgeben von arten­
H im a n to g lo s s u m ! Trespe (B. erectus), Glatthafer (A.
reichem Trockenwäldchen (mit S o rb u s Fieder-Zwenke
elafius), (B. p in n a tu m ),
d o m e s tic a !) und aufgelassenen Wein­ Deutscher Backenklee (D. g e rm a n i-
gärten In verschiedenen Verbu- cum ).
schungsstadien; landschaftsprägend! Trockenrasen: Dominante: Furchen-
Naturrest in steriler Weingartengegend. Schwingel (F. ru p ic o la ), Glanz-Segge
© IV/5 (I), Tab. Nr. NA 59. (C. n itid a ), Quendel (T. p u le g io id e s),
Kamm-Schmiele (K o e le ria g ra cilis),
Ö K 58 Niederliegender Ehrenpreis (V. p ro s t-
ÖK 58/1-Wien - „S c h a fb e r g “ (300 bis ra ta ), Milder Mauerpfeffer (S. s e x a n g u ­
390 m), S- und SW-Hang, N Neuwald­ lare), Schweizer Moosfarn (S e la g in e lla
egg: Trockenwiese, Saumgesellschaf­ helvé tica), Federgras (S. jo a n n is -
ten. © III/3 (B, E). stellenweise, aber selten).

202
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Im Frühlingsaspekt: Milchstern (Orni- ÖK 59/4-Wien - Lobau, S des Mittel­


thogalum gussonei - massenhaft), (16° 33’ 15” / 48° 09’ 35” ): Schö­
wassers <
Täschelkraut (Thlaspi perfoliatum), ne Heißländ mit sehr artenreichen
Hornkraut (Cerastium glutinosum), Gebüschen (viel Cornus mas). © 111/1
Hungerblümchen (Erophüa verna), NSG.
Gänsekresse (Arabis recta).
ÖK 59/5-Wien - Lobau, N des Huber­
tusdammes (16°33’ 19” / 48°08’ 58” ):
Riesige, stark verbuschte Heißländ mit
Trockenrasen und wechseltrockenen
„Wiesen” . ® III/1 NSG.

ÖK59/6-Wien- Lobau, Hubertusdamm


(setzt sich in Niederösterreich fort), E
des Ölhafens: Bunte, magere, artenrei­
che Trockenwiesen, mäßig trocken bis
trocken. An S-Oberkanten Trocken­
rasen mit vielen Einjährigen. Besonder­
Besonderheiten: Orchideen (stellenwei­ heiten: Vogelkopf (Thymelaea passe-
se massenhaft!): Orchis mono (auch rina) und Zwerg-Luzerne (M. minima).
weiß), O. militaris, O. coriophora, O. © 11/1 NSG.
ustulata, Platanthera bifolia.
Weitere Arten: Asperula cynanchica, Calamintha acinos,
Carex flacca, Centaurea stoebe, Coronilla varia, Dianthus
ÖK 59/7-Wien - Lobau, Biberhaufen
pontederae (massenhaft/), Eryngium campestre, Erysimum (Heißländ nördlich der Dechantlacke,
odoratum, Euphorbia cyparissias und seguierana, Festuca
rubra, Fragaria viridis, Galium verum und wirtgenii,
(16° 28’ 45” / 48° 11 ’ 40” ): Relativ kleine,
Helianthemum ovatum, Linum catharticum, Lotus cornicu- schon stark verbuschte (ca. 70%) Flä­
latus, Ononis spinosa, Petrorhagia saxifraga, Piantago
media, Potentilla arenaria, Rhinanthus minor, Salvia
che mit offenen, ziemlich extremen
pratensis, Sanguisorba minor, Tetragonolobus maritimus Trockenrasen; vorherrschend: Glanz-
(nur im N), Teucrium chamaedrys, Thesium linophyllon,
Trifolium alpestre, Verbascum lychnitis.
Segge (C. nitida), Furchen-Schwingel,
Moosfarn (Selaginella helvética ) . . .; or­
ÖK 59/2-Wien - Lobau, S vom Laus­ chideenreich! Leicht zugänglich, da
grundwasser (16° 31’ 50" / 48° 09’ 38”): angrenzend Parkplatz. © IV/4 (E) NSG.
Rasen-Heißländ mit ziemlich dichter,
homogener und artenarmer Trespen- ÖK59/8-Wien- Lobau, beim Forsthaus
Trockenwiese, stark verbuscht. © 111/1 (16° 31 ’ / 48° 11’ 15” ): Kleine Trocken­
NSG. wiese, jährlich gemäht; vorherrschend:
Aufrechte Trespe. Relativ artenreich
ÖK 59/3-Wien - Lobau, ,,Kreuzgrund“ (Helm-Knabenkraut...); in weitem Um­
(16° 32’ 40” / 48° 09'37”): Riesige Heiß- kreis sehr seltener Vegetationstyp. ©
länd mit besonders schön ausgepräg­ 111/1 NSG.
ten Trockenrasen, teilweise bis zu 50%
verbuscht; trocken bis wechseltrocken; ÖK 59/9-Wien - Rotes Kreuz, N
vereinzelte Räume; aufgerissene Stellen Unterlaa (190m, 16°25’ / 48°08’ 22” ):
(Feuerstreifen) mit bemerkenswerter Böschung mit Trespen-Halbtrockenra-
Pioniervegetation. ® V/1 NSG. sen. ® 11/ 1 .

203
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

3. Burgenland

ÖK 60 (und 78) Im Kuppenbereich lückige, annuel-


ÖK 60 (und 78)/21-B/Neusiedl am lenrelche W a llis e r s c h w in g e l-T r o c k e n ­
See/Bruckneudorf - „Spittelberg“ ra s e n (über rotbraunen Quarzschot­
(200-270 m), S Bruck an der Leitha. © tern) mit Illyrischem Hahnenfuß (R.
IV/2 (A, B, U), Tab. Nr. B 1. illyricus), Zwiebel-Steinbrech (S. bulbi-
Auf dem im Bereich des Truppen­ fera), Gamander (T. chamaedrys) und
übungsplatzes gelegenen Hügel ist eine viel Piemonteser Kreuzlabkraut (Cru-
sehr ausgedehnte Trockenvegetation ciata pedemontana). Auf dem N-Hang
erhalten: Trespenreiche E rd s e g g e n - T r e s p e n -H a lb tr o c k e n r a s e n mit Wie-
F u r c h e n s c h w in g e l-T r o c k e n r a s e n (auf sen-Gelbstern (G. pratensis), Zwerg-
flachgründiger, skelettreicher Rendsina Gelbstern (G. pusilla) und Frühlings-
über Leithakalk) mit Gelbem Lauch (A. Schlüsselblume (P. veris). In diesem
flavum), Kugel-Lauch (A. sphaeroce- Rasen stehen einzelne Weißdorn- und
phalon), Berg-Steinkraut (A. monta- Rosensträucher, am Fuß des N-Hanges
num). Steppen-Glockenblume (C. sibi- bilden sie ein dichtes Gebüsch. Die
rica), Langstiel-Kugelblume (G. Fläche sollte zusammen mit dem
punctata), Duft-Grindkraut (Scabiosa angrenzenden kleinen Feuchtgebiet
canescens), Berg-Gamander (T. mon- (das in der weiteren Umgebung einzig­
tanum) und Purpur-Königskerze (V. artig ist) unter Schutz gestellt werden.
phoeniceum). Wiesenartige T r e s p e n -
H a lb tro c k e n ra s e n (auf tiefgründigem
ÖK 61/20-B/Neusiedl am See/Gatten-
Boden) mit Odermennig (Agrimonia dorf-Neudorf - N-Ortsrand (ca. 175 m)
eupatoria), Heil-Ziest (Betonica offici- von Neudorf bei Parndorf, in der
nalis), Kleinem Mädesüß (F. vulgaris) Straßengabel mit dem Bildstock: Trok-
und den Saumarten Blutroter kenrasenreste. © 1/4 (D, P, U).
Storchschnabel (G. sanguineum),
Hirschwurz (Peucedanum cervaria) ÖK 77
und Bibernell-Rose (R. pimpinellifolia). ÖK 77/1-B/Eisenstadt-Umgebung/
Welßdorn-Sträucher stehen teils in Wimpassing an der Leitha - „Geißbü-
Gruppen, teils bilden sie dichte Gebü­ hel“, S-Fuß (250 bis 260 m, 16°26’ 50” /
sche. Größte zusammenhängende 47° 54’ 33”), ca. 1,3 km ESE Wimpassing:
Trockenrasenfläche des Burgenlandes! Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/2 (A,
D, P, U).
ÖK 77/2-B/Eisenstadt-Umgebung/
ÖK 61 Wimpassing an der Leitha - „H irsch­
ÖK 61/18-B/Neusiedl am See/Kittsee - bühel", NW-Hang (220-235 m,
„Kleiner Raubwald“ (190-198 m), 1,6 km 16°26’ 24” / 47°54’ 48” ), 0,9 km SE
SSE Edelstal: Erdseggen-Walliser- Wimpassing: Trespen-Halbtrockenra-
schwIngel-Trockenrasen (über Quarz­ sen. © 11/3 (D, P, U).
schotter), Gebüsche. © 11/4 (D, M, P).
ÖK 77/3-B/Eisenstadt-Umgebung/
Wimpassing an der Leitha - „Hirsch-
ÖK 61/19-B/Neusiedl am See/Kittsee - bühel" (ca. 230 m, 16° 26’ 30” /
„G roßer Raubwald“ (170-190 m), ca. 47°54’ 42”), ca. 1 km SE Wimpassing:
1,3 km SE Edelstal. ® 111/3 (R, S). Tab. Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/3 (A,
Nr. B 2. D, P, U).

204
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

Öc: 77/4-B/Eisenstadt-Umgebung/ ÖK 77/11-B/Eisenstadt-Umgebung/


Wimpassing an der Leitha - „B e rg ­ Leithaprodersdorf - Sandgrube (ca.
ä c k e r“ (ca. 220 m, 16° 25’ 59” / 300 m, 16°32’ 40" / 47° 54’ 12” ), 0,3 km
47° 54’ 18” ), ca. 1,3 km S Wimpassing, SW Stotzing: Trespen-Halbtrockenra-
knapp S Knote 218: Teilweise ruderali- sen. © 11/2 (S).
sierte Furchenschwingel-Trockenrasen
(auf flachgründiger Rendsina über ÖK 77/12-B/Eisenstadt-Umgebung/
Leithakalk). © 111/4 (S). Leithaprodersdorf - Ehemalige Sand­
grube (ca. 280 m, 16° 32’ 50” /
ÖT 77/5-B/Eisenstadt-Umgebung/ 47° 54’ 11” ), 0,3 km S Stotzing:Trespen-
Wimpassing an der Leitha - Halbtrockenrasen. © 11/2 (M).
( ¡ 6° 26’ 10” / 47°54’ 23” ), 1,2 km SSE
Wimpassing, knapp E Kote 218: Rude­ ÖK 77/13-B/Eisenstadt-Umgebung/
ralisierter Trockenrasen. © 1/3 (A, M). Leithaprodersdorf - Kuppe (ca. 300 m,
16° 32’ 55” / 47° 54’ 07” ), 0,4 km S
6 IX 77/6-B/Eisenstadt-Umgebung/ Stotzing: Teilweise ruderalisierter Tres-
Wimpassing an der Leitha - Knapp S pen-Halbtrockenrasen. © 11/4 (F, M, U).
der Schottergrube (ca. 205 m,
16° 26’ 24” / 47° 54’ 56” ) 1,6 km SSE
Wimpassing: Walliserschwingel-Trok- ÖK 77/14-B/Eisenstadt-Umgebung/
kenrasen. © 111/2 (D, E, K, P). Leithaprodersdorf - „H oher Berg“, E-
Hang (320-340 m, 16° 32’ 50” /
üK 77/7-B/Eisenstadt-Umgebung/ 47° 53’ 52” bis 54’ 2” ), 0,5 bis 0,8 km S
Wimpassing an der Leitha - Feldweg Stotzing: Teilweise ruderalisierter Tres-
(235 m, 16° 26’ 45” / 47° 54’ 29” ), 1,5 km pen-Halbtrockenrasen. © 11/1, Tab. Nr.
3E Wimpassing: Trockenrasenreste. © B 4.
72 (K).
ÖK 77/15-B/Eisenstadt-Umgebung/
OK 77/8-B/Eisenstadt-Umgebung/ Leithaprodersdorf - Hang (320-340 m,
Wimpassing an der Leitha - Umge­ 16° 32’ 50” / 47° 53’ 48” ), 1 km S Stot­
bung der Schottergrube (240-260 m, zing: Trespen-Halbtrockenrasen. ©
16° 26’ 45” bis 59” / 47° 54’ 00” bis 12”), 11/ 1 .
2,2 km SE Wimpassing: Trespen-
Halbtrockenrasen. © 11/4 (S). ÖK 77/16-B/Eisenstadt-Umgebung/
Leithaprodersdorf - S-Hang
ÖK 77/9-B/Eisenstadt-Umgebung/ (16°33’ 40” / 47°54' 55” ), 1,2 km SE
Wimpassing an der Leitha - „ H ir s c h - Stotzing, Umgebung der Kote 291:
b ü h e l“ NW-Hang (220-235 m, Furchenschwingel-Trockenrasen. ©
16° 26’ 24” / 47°54’ 48” ), 0,9 km SE 11/2 (A).
Wimpassing: Trespen-Halbtrockenra-
sen. © 11/3 (D, P, U).
ÖK 77/17-B/Eisenstadt-Umgebung/
ÖK 77/10-B/Eisenstadt-Umgebung/ Hornstein - Sandgrube (220-230 m,
Leithaprodersdorf - Hang (220-300 m, 16° 25’ 25” bis 36” / 47° 53’ 26” bis 35”),
16° 31’ 10” bis 32’ 32” / 47° 54’ 22” bis 2,2 km NW Hornstein, knapp S Kote 216:
55’ 05” ), 0,8 bis 1,3 km SE und 0,9 bis Trockenrasen (auf pannonen Sanden).
1,9 km E L o re tto . © IV/3 (A, B, M, S, U), © 111/2 (A, S).
Tab. Nr. B 3.
K a lk m a g e rra s e n mit Schwedischem ÖK 77/18-B/Eisenstadt-Umgebung/
Drachenkopf ( D r a c o c e p h a lu m ru - Hornstein - Hänge (220-230 m,
y s c h ia n a ) und ein artenreicher H a lb ­ 16° 25’ 30” / 47° 52’ 30” ), ca. 2 km NW
tro c k e n ra s e n mit Aufrechter Trespe (B. Hornstein: Trockenrasen (auf panno­
e re c tu s ). nen Sanden). © 111/4 (M), Tab. Nr. B 5.

205
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

ÖK 77/19-B/Eisenstadt-Umgebung/ ÖK 77/27-B/Eisenstadt-Umgebung/
Hornstein - Burgfelsen (320-360 m, Großhöflein - Steinbrüche (300-360 m
16° 27' 10" bis 20” / 47° 52'35” bis 44” ), 16° 28’ 20” bis 45” / 47° 50’ 35” bis 55”)^
am SE-Ortsrand von Hornstein, ober­ ca. 1 km W M ü lle n d o r f: Verschiedene
halb des Friedhofes: Trespen-Halb- Stadien der Wiederbesiedlung der
trockenrasen. (2) 11/3 (F, M, S). Steinbrüche. © 11/4 (M, S, Moto-Cross).

ÖK 77/20-B/Eisenstadt-Umgebung/ ÖK 77/28-B/Eisenstadt-Umgebung/
Hornstein - Rücken (300-320 m, Großhöflein - Hang (270-350 m
16° 26’ 48” bis 27’ 6” / 47° 52’ 25” bis 16° 28’ 59” / 47° 50’ 35” bis 45”), 0,6 bis
35” ), 0,6 bis 0,9 km SSE Hornstein: 1.2 km N H ö fle in , vom Ortsrand bis zum
Trespen-Trockenwiese. © 11/4 (A, B). Weißen Kreuz: Trockenrasen (auf flach-
gründiger Rendsina über Leithakalk),
ÖK 77/21-B/Eisenstadt-Umgebung/ Trespen-Halbtrockenrasen. © IV/5 (B,
Hornstein - S-Ortsrand von Hornstein, E, M), Tab. Nr. B 6.
0,1 bis 0,3 km W Kote 274 (16° 26’ 18” /
47° 52’ 23” ): Teilweise ruderalisierter ÖK 77/29-B/Eisenstadt - ,,H e ts c h e rl-
Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/3 (B, b e rg “ (200-260 m, 16° 32’ 25” /
M). 47° 51’ 25” bis 36” ), 0,7 bis 0,9 km WNW
St. G e o rg e n am L e ith a g e b ir g e :
ÖK 77/22-B/Eisenstadt-Umgebung/ Felstrockenrasen (auf flachgründiger
Hornstein - Hang (290-310 m, Rendsina über Leithakalk). © 11/3 (B, M,
16° 26' 47” / 47°52' 14”), 1,2 km S U).
Hornstein: Trespen-Halbtrockenrasen.
© 11/3 (A, E, I). ÖK 77/30-B/Eisenstadt - Hang
(190-260 m, 16° 33’ 20” / 47° 51 ’ 48”), 0,4
ÖK 77/23-B/Eisenstadt-Umgebung/ bis 1 km NNE St. G e o rg e n a m L e it h a ­
Müllendorf - Steinbruch (280-340 m, g e b irg e , knapp N der Rochuskapelle:
16° 27’ 10” / 47°51’ 26” ), ca. 1,6 km Felstrockenrasen (auf flachgründiger
NNW Müllendorf: Verschiedene Stadien Rendsina über Leithakalk), Trespen-
der Wiederbesiedlung des Steinbru­ Halbtrockenrasen. © 111/4 (D, E, P),
ches. © 1/3 (S). Tab. Nr. B 7.
ÖK 77/24-B/Eisenstadt-Umgebung/ ÖK 77/31-B/Eisenstadt - Hang
Müllendorf - SW-Hang (315-340 m, (240-260 m, 16°34’ 28” / 47°52’ 18” ),
16°28’ 12” / 47°50’ 57” ), 0,9 bis 1,1 km 2.3 km NE St. G e o rg e n a m L e it h a g e b ir ­
NE Müllendorf, knapp S der St.-Georg- ge, 0,3 km NW Schauerkreuz: Fels­
Kapelle: Bodensaure Trockenrasen, durchsetzte Trespen-(Halb-)T rocken­
Trespen-Halbtrockenrasen, Gebüsche. rasen. © 11/3 (A, D, P), Tab. Nr. B 8.
© 11/2 (A, Z).
ÖK 77/25-B/Eisenstadt-Umgebung/ ÖK 77/32-B/Eisenstadt - ,,Schauer­
Müllendorf - Umgebung der beiden kreuz” (231 m, 16° 34’ 40” / 47° 52’ 10” ),
Wasserbehälter (ca. 150 m, 16° 27’ 50” / 2.3 km NE St. G e o rg e n a m L e it h a g e b ir ­
g e : Felsdurchsetzte Trespen-(Halb-)
47° 50'48”), knapp NE Müllendorf:
Trespen-Halbtrockenrasen. © 11/4 (B, Trockenrasen. © 11/3 (A, D, P).
E).
ÖK 77/33-B/Eisenstadt-Umgebung/
ÖK 77/26-B/Eisenstadt-Umgebung/ Großhöf lein, Müllendorf - , ,F ö llig "
Müllendorf - W-Hang (240-260 m), am (200-280 m, 16° 26’ 50” bis 27’ 10” /
E-Ortsrand von Müllendorf (Hyrtlgas- 47°48’ 35” bis 59”), SW Großhöflein:
se): Trespen-Halbtrockenrasen, Saum­ Felstrockenrasen (auf flachgründiger
gesellschaften. © 111/3 (B, D, E). Rendsina über Leithakalk), Trespen-

206
© Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft

und Fiederzwenken-Halbtrockenrasen, ÖK 77/40-B/Eisenstadt-Umgebung/


Weißdorngebüsch. 0 III/3 (M, S), Tab. Siegendorf im Burgenland - ,,K ö n ig s ­
Nr. B 9. s c h ü s s e l" (200 m, 16° 34’ 40” /
47° 46' 32” ), 0,8 km ESE Kote 214:
ÖK 77/34-B/Eisenstadt-Umgebung/ Erdseggen-Trockenrasen mit A s tra g a ­
Zagersdorf - Hänge (200-220 m, lu s e xsca p u s (Stengelloser Tragant). ©
16° 30'59” / 47° 45’ 33” bis 43” ), ca. IV/3 (A, K).
1,1 km SSE Zagersdorf, knapp S des
Friedhofes: Ruderalisierte Trespen- ÖK 77 (und 78)/41-B/Elsenstadt-Umge-
Halbtrockenrasen. © 11/4 (A, M). bung/ Siegendorf im Burgenland -
„ S ie g e n d o rfe r P u ß ta " (160-180 m,
16 34’ 52” bis 35’ 45” / 47° 46’ 38” ), ca.
ÖK 77/35-B/Eisenstadt-Umgebung/ 3 km E Siegendorf. © IV/1 TSG, Tab. Nr.
Klingenbach - ,, W olfsberg", SW-Hang B 11.
(210-240 m, 16° 32' 45” bis 33’ 05” / Ziemlich geschlossene, nur an Stellhän­
47 ° 45’ 18” bis 30” ), 0,6 bis 0,8 km ENE gen von Erosionsrinnen noch offene
Klingenbach: Trespen-Halbtrockenra- S a n d tro c k e n ra s e n : Stengelloser Tra­
sen (ehemalige Hutweide). 0 11/3 (A, M, gant (A. exscapus), Sand-Strohblume
P, U), Tab. Nr. B 10. (H. a re n a riu m ), Sand-Lotwurz
(O n o sm a a re n a riu m ), Sand-Wegerich
ÖK 77/36-B/Eisenstadt-Umgebung/ (P. in d ic a ). Bemerkenswert Ist auch das
Siegendorf im Burgenland - Vereb- Ebenen-Vorkommen von Duft-Seidel­
nung und SW-Hang (180-210 m, bast (Steinröserl, D a p h n e cne o ru m ).
16° 32’ 35” bis 33’ 10” / 47° 46’ 10” bis Die Trockenrasen sind (infolge der
34” ), im Bereich der Rochuskapelle, Düngereinwehung aus den benachbar­
SSE Siegendorf: VerschiedeneTrocken- ten Feldern) teilweise ruderalisiert.
und Halbtrockenrasen (auf pannonen
Sanden); stellenweise dominiert C hry- ÖK 78
s o p o g o n g ry llu s (Goldbart). 0 111/3 (A, ÖK 78/9-B/Neusiedl am See/Winden
D, P). am See - Tal zwischen ,,Zeilerberg”
und ,,Königsberg” (190-230 m,
ÖK 77/37-B/Eisenstadt-Umgebung/ 16° 45’ 00” bis 20” / 47° 58’ 10” bis 50” ),
Siegendorf im Burgenland - , , K e h rw e i­ 2.5 km N Winden: Furchenschwingel-
d e " (190 m, 16° 34’ 00” / 47° 46’ 20” bis Trespen-Trockenrasen (auf Rendsina);
23” ), 0,5 km N Kote 225: Erdseggen- kleinflächig Kalkfelsfluren. 0 11/2 (Z)
Furchenschwingel-Trockenrasen. © LSG + TSG, Tab. Nr. B 12.
IN/3 (F, K).
ÖK 78/10-B/Eisenstadt-Umgebung/
Winden am See - ,,Z e ile rb e rg ", Gipfel­
ÖK 77/38-B/Eisenstadt-Umgebung/ kuppe (240-302 m, 16° 45’ 35” bis 52” /
Siegendorf im Burgenland - ,,K e h rw e i­ 46° 58’ 30” bis 58” ), N Winden: Frag­
d e " (190 m, 16° 33’ 56” / 47° 46’ 57” ),
mentarische Felstrockenrasen (auf
0,3 km N Kote 225: Pfriemengras- flachgründiger Rendsina), Trespen-
Trockenrasen (auf pannonen Sanden). (Halb-)Trockenrasen. 0 111/1.
© 111/2 (U).
ÖK 78/11-B/Neusledl am See/Jois -
ÖK 77/39-B/Eisenstadt-Umgebung/ ,,S c h ie fe rb e rg " {240-265 m, 16° 46’ 32”
Siegendorf im Burgenland - ,,K e h rw e i­ bis 50” / 47° 58’ 52” bis 59’ 05” ), ca.
d e " (210 m, 16° 34’ 25” / 47° 46’ 23”), 2.5 km NW Jois: fragmentarische Fels­
0,75 km NW Kote 225: Erdseggen- trockenrasen (auf Kalk), Trespen-
Pfriemengras-Trockenrasen mit C al- (Halb-)Trockenrasen. 0 111/1, Tab. Nr.
iu n a vu lg a ris (Heidekraut). © 111/2 (F). B 13.