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Campus Essen

Fachbereich Bildungswissenschaften Professur für Klinische Psychologie Dr. Ulrich Kobbé

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Gebäude Datum

Abjekt : Injekt : Adjekt
Symptomatik, Dynamik, Repräsentanz, Funktion von Körpersubjekt und Körperobjekt
Vorarbeit zum forensisch-psychoanalytischen Lehrforschungsprojekt ›Subjekt im Nessoshemd – Zur Klinik des forensischen Subjekts im institutionellen Diskurs‹ 2005-2007

Von Fall zu Fall
Die Kompetenz des Klinikers ist die seiner Praxis. Die Qualität der zugrunde gelegten / abgeleiteten Theorie erweist sich im therapeutischen Prozess. Sprich: beides ist fallweise Voraussetzung wie Resultat der Behandlung. Worauf es ankommt ist, als Behandler (s)eine reflektierte therapeutische Position zu wahren, eine therapeutische Beziehung einzugehen und zu halten, den therapeutischen Prozess zu gestalten, den Täter als Subjekt zu ›denken‹. Wenn denn zudem das Ich »vor allem ein körperliches«, damit eben »nicht nur ein Oberflächenwesen, sondern selbst die Projektion einer Oberfläche« ist (Freud 1923, 253), wird die Frage der Beziehung von Psyche Soma am ehesten anhand kasuistischer Vignetten zu exemplifizieren sein.

Körpersubjekt – Körperobjekt
Die Rolle des Körpers in der Delinquenz, körperbezogene Aspekte, selbst psychosomatische Störungen und deren Relevanz für ein Verständnis der Psychodynamik des Tätersubjekts werden äußerst selten im Kontext forensischer Fragestellun-

gen ausgearbeitet. Selbst körperliche Internalisierungen, die von der primären, leibbezogenen Inkorporation über Introjektionen (z. B. Übernahme von Normen) hin zu Identifizierung (z. B. abbildhafte Entwicklung des Ideal-Ichs) reichen, sowie Mechanismen der entlastend-spannungsreduzierenden Externalisierung im Sinne von Exkorporationen (z. B. Sich-Auskotzen, Halluzinieren) über Projektionen (z. B. Verfolgungsideen, Übertragungen ) bis hin zu Selbstobjektivierungen ( z. B. Personifizierung von Selbstanteilen in äußeren Objekten, Delegationen) werden allenfalls in ihrer Funktion, nicht jedoch differenzierter in ihrer entwicklungspsychologischen und psychodynamischen Bedeutung erarbeitet. Dass Introjektionsprozesse nicht nur als (noch global) differenzierende Verinnerlichungsmechanismen, sondern auch als phantasmatischer Abwehrmechanismus eingesetzt werden können, lässt sich am Beispiel der wahnhaften Verarbeitung der Zofen Papin ersehen, deren feindselige Visionen – indem »sich der Innenraum des Psychischen zur Welt selbst« erweitert (Drewermann 1992, 481) – dazu dienen, eine introjizierende (Ver-)Nichtung der Umwelt vorzunehmen.

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Kasuistik: Die paranoid-inzestuöse Spiegelbeziehung der Zofen Papin
Für die psychodynamische Erhellung dieser Dynamik bietet sich der Fall der Zofen Papin und ihrer Herrschaft an (Kobbé (1993; 1995). Der Beschreibung Lacans (1933a, 389-399; 1933b, 357-358) folgend, stellt sich das Tatgeschehen wie folgt dar:
Die beiden 28 und 21 Jahre alten Schwestern sind seit mehreren Jahren die Dienstmädchen ehrenwerter Bürger der kleinen Provinzstadt, eines Anwaltes, seiner Frau und seiner Tochter. Musterhafte Dienstmädchen, wie man gesagt hat, die im Haushalt geschätzt waren; zugleich unbegreifliche Dienstmädchen, denn, wenn man festgestellt hat, dass der Herrschaft seltsamerweise menschliches Mitgefühl abging, so berechtigt uns nichts zu der Annahme, dass die hochmütige Gleichgültigkeit der Hausangestellten lediglich eine Reaktion auf diese Haltung war; »on ne se parlait pas«, das heißt, eine Gruppe ›sprach nicht‹ mit der anderen. Dieses Schweigen jedoch konnte nicht ›leer‹, nicht bedeutungslos sein, selbst wenn es den Beteiligten dunkel war. Eines Abends, am 2. Februar, nimmt diese Dunkelheit Gestalt an infolge eines banalen Defektes des elektrischen Lichtes. Eine Ungeschicklichkeit der Schwestern hat ihn verursacht, und die abwesenden Hausherrinnen haben bereits bei geringfügigeren Gelegenheiten ihren lebhaften Unmut bewiesen. Wie haben sich die Mutter und die Tochter verhalten, als sie bei ihrer Rückkehr diese unbedeutende Katastrophe entdeckten? Christines Aussagen haben diesbezüglich geschwankt. Wie dem auch sei, das Drama kommt sehr schnell ins Rollen, und was die Art und Weise des Angriffs betrifft, kann kaum eine andere Version als richtig anerkannt werden, als diejenige der Schwestern, nämlich dass er schlagartig, gleichzeitig erfolgte und auf Anhieb den Höhepunkt der Raserei erreichte: Jede bemächtigt sich einer Widersacherin, kratzt noch lebendig die Augen aus den Höhlen, eine, wie man gesagt hat, in der Geschichte des Verbrechens beispiellose Tat, und erschlägt sie. Dann stürzen sie sich mit dem, was sich in ihrer Reichweite befindet, Hammer, Zinnkrug, Küchenmesser, auf die Körper ihrer Opfer, zerschmettern ihnen das Gesicht und schlitzen, ihnen das Geschlecht entblößend, die Schenkel und Hinterbacken der einen tief auf, um mit diesem Blut die der anderen zu beflecken. Dann waschen sie die Instrumente dieser grässlichen Riten, reinigen sich selbst und legen sich zusammen ins selbe Bett. »C'est du propre!« Dergestalt ist die Schlussformel, die sie austauschen und die den Ton der Ernüchterung bar jeder Emotion wiederzugeben scheint, die bei ihnen auf die blutige Orgie folgt.

schaft ihrer Opfer. Die reale Schlüsselinszenierung der hohen Stellung der einen und niedrigen Position der anderen verweist zudem auf den von Genet (1957) herausgearbeiteten Kontext von analem Schmutz mit der sozialen Stellung. Der Knie-Fall dient der Beseitigung von Ab-Fall, der bei Genet in der Küchenarbeit am Ausguss, in den Ausdünstungen und als Auswurf von Sauberem oder Reinem zu trennen ist. In der demütigenden Auseinandersetzung mit ihren Herrinnen erleben die Zofen real wiederholt die für Schamaffekte charakteristische Trias (Wurmser 1987, 125) von Schwäche, Schmutzigkeit und Defekt. Thematisch geht es »also darum, wer sich bücken muss, wer die (weibliche) Arbeit = wer den Dreck wegmacht, oder nach der HerrKnecht-Dialektik Hegels formuliert: Wer mit der selbständigen Seite der Dinge konfrontiert ist, um diese, die dem reinen Genießen im Wege steht, dem Herrn zu ersparen« (Gürtler 1992, 226). So dürfen die intersubjektiven Aspekte des konkreten Falls nicht von den historischen Bedingungen abgetrennt werden. In der von Hegel (1807, 145-159) herausgearbeiteten Dialektik verwirklicht erst der Knecht das Ideal der Freiheit des Selbstbewusstseins, das vom Herrn nur mittelbar und damit unzulänglich verkörpert werden kann. Ein Entkommen aus diesem unselbständigen Tun der Hausarbeit eröffnet sich bei Kojève (1937/8, 163) lediglich durch »die wirksame Tat [...], Knechtschaft zu negieren, d.h. den Herrn zu negieren, also sein Leben in einen Kampf gegen ihn einzusetzen«. Die Negation der Herrschaft der Schwestern Papin wird zum grauenhaft-absurden Drama, in dem der unerträglich chronische Macht-Ohnmacht-Konflikt Aspekte eines ›aufgeschobenen‹ Todes (Baudrillard 1982, 71) enthält und in die Dynamik und Verwerfung des Herrendiskurses mündet.

In der Inkohärenz gesellschaftlicher Ordnung der Geschlechterdifferenz ist der Ritualmord der Schwestern Papin ebenso ein Akt momentaner Aufgabe ihrer Persönlichkeit wie der Inbesitznahme der Herr-

Abb. 1: Dialektik des Tatgeschehens

Im Verhältnis der Schwestern Papin zu Madame und Mademoiselle Lancelin jedoch erweist sich, dass diese Dialektik des

der als Fremdkörper im Subjekt weder symbolisiert noch imaginiert Der nachträglich fast lapidar erscheinende Kommentar »C'est du propre!« wird im Allgemeinen mit ›Eine schöne Bescherung!‹ übersetzt. rein‹. Insofern geht es um verschränkte Aspekte von ›Körper-Sein‹ und ›KörperHaben‹.3/25 an sich nichthierarchisch-freiwilligen – Differenz reziprok anerkennenden – Verhältnisses (›Pakts‹) von Herr und Knecht durch eine hierarchische Tyrannei über die Dienstmädchen aufgehoben wurde und als Hierarchie des bedrohlichen Oben Unten erstarrte. eigentlich. dass dem Zerr-Fall der Herrschaft auch der Zerfall der Idealisierung innewohnt und zum Fall der Herrschaft werden muss: »Der Mord. heißt es in der Beschreibung des Tatvorfeldes. Objekt oder Ding. oder besser formuliert. und gibt damit an. das ist was Sauberes!‹ (Gürtler 1992. Eigenschaft‹. Während dieser frühen Entwicklungsprozesse existiert charakteristischerweise »bei der Entstehung des psychischen Objekts eine Zwischenphase der Unklarheit darüber. 395). Das Ich sei dabei nichts anderes als »nur ein Oberflächenwesen«. 299). die projektive Entstellung eigener Bedürfnisse bedeutet. bevor es zu etwas anderem. dass hier der blutige Mord zur Säuberung beziehungsweise die Herrschaft zum Schmutz wird. Die Transformation des Begehrens in Neid und Hass. Die resultierende Infragestellung der Knechtschaft impliziert auch das gewaltsam-tödliche Aufbrechen der Herrschaftsverhältnisse: Im délire à deux der Schwestern Papin. die zu späteren Störungen der Identität führen und meist nur anhand körperlicher Repräsentanzen identifizierbar sind (Kristeva 1982). was äußerlich ist. der ich bin‹ (Gamm 2004. die . sodass der Körper »wie ein anderes Objekt gesehen« werde. ihrer paranoid gefärbten Zweieinheit als »psychologisches Paar« (Lacan 1933a. unterschlägt zunächst aber als entscheidenden Hinweis die Bedeutungen von ›Na. was eine paranoide Dynamik beinhalten kann und innerhalb der vorgefundenen Herrschaftsverhältnisse bedingen muss: ›Man sprach nicht miteinander‹. und was innerlich ist. 397) im Bett liegenden Schwestern Papin und auf deren projektiv-iIdentifikatorischen Tausch mit den Herrinnen Lancelin hin. der beseitigt werden muss. 253) fast lapidar. um den ›Körper. andererseits »vor allem« – sprich. auf die Zeitlosigkeit der Unterdrückung und auf die Ordnung der Macht« (Peter & Favret 1973. werde – eine körperlich bedingte Funktion (gewesen) sei. 33-34) darlegt – auch den »Nächsten«. das die Bewältigungsprozesse steuernde Ich sei »vor allem ein körperliches«. besondere(r/s). denn in den Entwicklungsphasen von Subjekt und Objekt gibt es präverbale. dass diese psychische Instanz einerseits »vor allem« – ursprünglich. ausgehend von der Bedeutung ›propre‹ = ›sauber. Mit dieser Übersetzung ist das Tatgeschehen in projektiver Verkehrung ins Gegenteil dahingehend zu verstehen. Als ›Das ist unser!› oder ›Was ganz Eigenes!‹ weist dieser Ausspruch neben der Umkehrung hierarchischer Macht und der Verkehrung von ›schmutzig / beschmutzend‹ zu ›sauber / gesäubert‹ auch auf die identifikatorische Verschmelzung der siamesisch eng (Lacan 1933a. kommt es zur doppelten Negation der in der Paranoia enthaltenen homosexuellen Wunschphantasie (Freud 1911. 54). den ich habe‹. »Dialektik von Herr und Knecht« und Aspekte der »Wiederaneignung« von Macht thematisiert. 226 Fn 40) oder ›Das haben wir sauber hingekriegt!‹. nicht-erinnerbare Krisen traumatischer Art. Subjekt oder Ich/Selbst« (Warsitz 2000. Darüber hinaus aber impliziert ›propre‹ auch Bedeutungen wie ›eigen. In dieser Entstehung des Ich gerate »der eigene Körper und vor allem die Oberfläche desselben« zu einem Ort gleichzeitig äußerer wie innerer Wahrnehmung. zielt. Bereits im Herrendiskurs grenzt die definitorische Macht des Herrn unweigerlich etwas sich der sprachlichen Bestimmung Entziehendes aus. eigentümlich. inmitten einer erstarrten Welt. sodass dieser Ausspruch – wie Cixous (1976. Psychischem. zudem seinerseits »selbst die Projektion einer Oberfläche«. Abjekt – Injekt – Adjekt Auf den frühen Beziehungsebenen beschreibt Freud (1923. 215). Eigentum. insbesondere – auch als psychische Instanz spezifisch körperlich konstituiert werde. Dieses Zwischending stellt als ›Abjekt‹ – »abjet« – einen präverbalen ›Rest‹ dar. 44-45). Dennoch ist diese scheinbar eindeutige Differenz und begriffliche Differenzierung keineswegs eindeutig. exemplarisches Ereignis. und den ›Leib.

15). Symbiosewunsch andererseits verweisen auf einen virulenten Konflikt der Autonomieentwicklung gleichzeitig abzuwehrender. dass der Körper einerseits als ›Körperselbst‹ oder ›Körpersubjekt‹ erlebt. das ist das Grausame« (Warsitz 2000. zu überbrückender Regression in existentielle Angstzustände. Hingegen lässt sich daneben beim Subjekt die imaginäre Funktion eines ›Adjekts‹ – »adjet« – als etwas Objekthaft-Phantasmatisches unterscheiden. das ist der Horror. die relative Abwesenheit der Mutter zu ertragen. so- . sodass es einerseits um die Errichtung einer Außengrenze. ihm fehlt. Parallel hierzu macht Lacan (1958b. Schmerzhafte Abgrenzung einerseits. als etwas. Die in der Selbstverletzung durch den Schmerz erzeugte Grenze ist nunmehr »die zwischen dem Körper und dem wahrnehmenden Ich«. desselben mütterlichen Objekts betrifft. durch die die (phantasierte) Einheit wiederhergestellt wird« (Hirsch 1989b. Bénabou 2002. Die erkennbare Doppelnatur von Leib und Körper (Hirsch 1989a. andererseits als ›Körperobjekt‹ wahrgenommen werden kann. wobei die als bedrohlich verarbeitete Desintegration für die Erhaltung eines kohärenten Selbst »auf den abgespaltenen Körper zu lenken« gesucht wird (Hirsch 1989a. ihn zu inkarnieren. 54). andererseits um die intrapsychische Spaltung des Selbst »in einen schmerzenden und einen den Schmerz spürenden Teil« geht (Hirsch 1989a. 324) und insofern eine andere Objektfunktion.4/25 werden kann. 4) weist darauf hin. »das ihm auf der Ebene des Imaginären gegeben oder nicht geben ist. doch bleibt die alltagspraktisch anzutreffende instituierende Akkulturationspraxis der kreativen Gründungsreferenz (Legendre 1995. das ihm wie das Objekt des Penismangels vorenthalten wird« (Lacan 1958b. und daher als Mangel interveniert. ist selbst mit dem Akzent destruktiv-körperbezogener. eine ›Genderfunktion‹. mörderischer Aggression an sich nichts Besonderes. Wie anhand der Kasuistik eines Maßregelvollzugspatienten exemplarisch aufgezeigt werden konnte (Kobbé 2003a). Je nach Entwick- Die Inkorporationsdynamik des Herrn F. Ohnmachtaffekte usw. gegen den eigenen.und Objektvorstellungen bietet die Möglichkeiten zur Dissoziation des objekthaften Körperbildes vom Subjekt. 3). das heißt. das sich als nicht integrierbar erweist und als nichtrepräsentierbares Restphänomen auf einer diffusen Körperebene somatischer Spannung präsent bleibt. 209) auf der Ebene des Imaginären – vgl. indem es an ihre Stelle tritt. und es besteht eine Not(-wendigkeit) intensiver Gefühlszustände. 323-324) darauf aufmerksam.und fremdaggressiver Reaktion. 525. Die destruktive Manipulation des eigenen und des angeeigneten fremden Körpers dient offensichtlich dazu. dass die internalisierten Objekte ohnehin in ihrer Qualität differenziert werden müssen: So handelt es sich bei der phallischen Funktion der imaginären Mutter • M • nicht einzig und allein um ein phallisches Objekt. 7). 11). der Magie der Sprache. Sich den anderen darüber identifikatorisch-einverleibend anzueignen. lungsstand und Differenzierung der Körper-. sondern zugleich um ein bedürfnisbezogenes Objekt. bei der der eigene Körper geradezu objekthaft – »wie ein anderes Objekt« (Freud) – beund misshandelt wird: Der Körper erweist sich als einerseits narzisstisch besetztes »Liebesobjekt«. sich durch die aktive. andererseits als die Grenzfläche einer körperlichen Innenwelt. um ein ›Injekt‹ – »injet« – mit der Funktion. Kontrollverluste. ja. und zwar durch die Aktivität des Kindes selbst. das zur Befriedigung des kindlichen Bedürfnisses notwendige mütterliche Objekt zur Verfügung zu stellen und dieses biologische – instinkthafte – Bedürfnis dennoch nie befriedigen zu können. Kasuistik: Doppelnatur von Körperobjekt und Körpersubjekt Dabei alternieren offensichtlich Tendenzen zu selbst. entsteht auf dieser frühen Ebene des Konstitutionsprozesses von Subjekt und Objekt ein traumabedingtes Artefakt. projektiv-identifikatorisch angeeigneten – und gleichzeitig als ich-fremd abgespaltenen – Körper gerichtete destruktive Handlung eine Art imaginäres Übergangsobjekt zu schaffen: »Das Übergangsobjekt hilft. einen diffusen Aspekt des Körperlichen ausmacht und als Objekt [klein] " einen Nexus der Angst begründet (Lacan 1973a. Selbst. Inkarnationsphantasien über den fleischgewordenen Gott – und des Symbolischen. Dieses ›Abjekt‹ ist in seiner Essenz »auch das Abscheuliche.

richten sich dort ein Nachtlager aus Styroporplatten her und begeben sich zur Ruhe.5/25 dass fremdaggressive Handlungen nur noch abstrahiert oder repräsentiert werden. Dann manipuliert er an den inneren Organen. Möglicherweise trinkt er auch noch von dem Blut aus der Kehle seines Opfers. dann schließlich schläft und sich durch Streicheln nicht wecken lässt. macht er einen merkwürdig verstörten Eindruck. noch im Rohbau befindlichen Gebäude zu suchen. das man auf diese Weise für ein Stundenhotel spare. so ist die Erarbeitung eines psychodynamischen Verständnisses der Tatmotivation und des Tatgeschehens unabdingbar. (1985. sondern etwas inhärent Traumatisches und nur zu ertragen. erneut Zärtlichkeiten aus. Will man eine derart ich-dyston und schwer einfühlbar erscheinende Tat angemessen beurteilen.und Bedeutungsgehalts der symptomatischen Tat dahingehend. exemplifizieren: Im Tatvorfeld sucht der 41-jährige Herr F. das uns die Berührung eines anderen Menschen bereitet.und Inkorporationsprozessen innerhalb von Straftaten lassen sich kasuistisch anhand der Delinquenz des Herrn F. Schnitte am Hals bei. In der Inkorporation hat dies den Effekt eines Zusammenfallens von Genießen und Körper. Verblutungstod führt. was binnen kürzester Zeit zum Erstickungs. Dynamik und Be-/Deutung von Einverleibungs. erwacht dann kurze Zeit später noch einmal und tauscht mit Herrn F. Schließlich befriedigt er sich in den Eingeweiden seines Opfers. steigen über eine Leiter in den Keller des Rohbaus. 38-48) . Problematik. affektund phantasiebezogene Grundhaltungen erfordert. was ich getan habe und wo ich herkomme!‹. den Herr F. sich für die Nacht eine Unterkunft in einem. dass diese in der Regression von symbolischen Interaktionsformen auf konkrete Körperwahrnehmung und -erfahrung nicht mehr abspaltend ›vom Leibe gehalten‹ werden können. 38) die Formen des Ausdrucks. andererseits subjekt. am nächsten Morgen gegen 11. sondern auch aufgrund der Zusage. Auf einen zur Arbeit kommenden Polier. das sich aus der jeweiligen Lebens. standardisierende und operationalisierende Wissenschaften zu einer Verkürzung von Diagnostik auf Klassifikation mit psychodynamisch entsprechend reduktionistischen Etikettierungen und zwangsläufigen Auslassungen oder Vernachlässigungen der Beziehungsaspekte in der Diagnostik. einer illusionären Identität mit dem Anderen • A • im Realen. Problematischerweise tendieren die aktuellen Wissenschaftstrends der forensische Psychiatrie und Psychologie als normalisierende. nicht nur akzeptabel. Herr F. wühlt in den Eingeweiden herum und entnimmt Gedärme aus dem Körper. Synoptisch skizzieren Schorsch et al. Im Fall des Herrn F. 111). Gegen Mitternacht kommen beide im gewählten Neubauprojekt an. Er schneidet das Herz und beide Lungenflügel heraus und trennt den rechten und linken Leberlappen ab.00 Uhr anspricht. der ihn auch sexuell anzieht. wer ich bin. Nachdem Herr T. Er sticht dem Toten mit voller Wucht in die linke Brust. sondern als »Mechanismen der Einverleibung des Objekts« und der »Fusion libidinöser und destruktiver Triebziele« (Schur 1955. Das Miterleben dieser Agonie erregt Herrn F. zunächst mit Schnürsenkeln an Händen und Füßen. jedes sexuelle Vergnügen. Wie Herr F. dass in dem sexualdelinquenten Symptom ein zentrales Konfliktmuster aufscheint. eröffnet durch einen vom Unterrand des Brustkorbes bis zum Schambein reichenden Längs. (1985. ist nicht etwas Offensichtliches. wird dieser Übernachtungsort für Herrn T. wenn dieser andere in den phantasmatischen Rahmen des Subjekts integriert wird« (Žižek 1999. wobei beide sich teilweise entkleiden.. Anschließend schreibt er mit dem Blut seines Opfers an die Kellerwand ›Ich hab‘ es nicht gewollt!‹. »Jeder Kontakt mit einem realen anderen Wesen aus Fleisch und Blut. wobei er sich ein zweites Mal selbst befriedigt. zunächst ein. wie dies Freud in der Projektion aus dem Somatischen auf eine psychische Oberfläche modellhaft formuliert.und subjektivitätsinteressierte. Nach Konsum einiger Homosexuellenfilme und bis zu vier Litern Bier beschließen beide. Dann bringt er ihm mit einem Messer tiefgehende bis auf die Halswirbelsäule reichende Das Tatgeschehens konfrontieren mit einer sexualisierten Aggression. Dem gegenüber kommentieren Schorsch et al. fesselt ihn Herr F. theoriegeleitete Beurteilungsmodelle.und Entwicklungsgeschichte ableiten lässt und unterschiedliche kompensatorische Zwecke erfüllt. Sondern es kommt zu einer Resomatisierung der basalen Affekte und Phantasien mit der affektlogischen Konsequenz. verharrt dann noch geraume Zeit neben der Leiche.und zerstörerisch-grenzüberschreitenden Handlungsaspekten einerseits distanzierte. Er sagt zu ihm in etwa: ›Rufen Sie die Kripo. ungemein. Nach einigen Pettingkontakten schläft Herr T. 362) unmittelbar erlebt und agiert werden mussten.bzw. die in ihren tabulosen Beziehungs. werde ihm neben dem vereinbarten Strichjungenlohn auch noch das Geld zu geben. jedoch erwiesen sich die Affekte nicht (mehr) als desomatisiert. später berichten wird. Ich weiß nicht.und einem vom Unterrand der Rippenbögen bis zu den Lenden reichenden Querschnitt den Bauchraum. mittags Kontakt zu dem sich in der Stricherszene prostituierenden 21-jährigen Herrn T. weil dieser wohnungslos ist.

2: Schematische Darstellung der Verhältnisse von Ausdrucksgehalt und Grundproblematik . von Wut und Hass. Störung des Selbsterlebens auf der narzisstischen Ebene und Beziehungsproblematik angegeben und als überdeterminierende Bedingungen des lediglich symptomatischen (Sexual-)Delikts aufgefasst werden: „Theoretischer formuliert ergibt sich. die sich unter Einbeziehung weiterer Forschungsbefunde (Kobbé. dem Aspekt der Objektbeziehungen (Beziehungsproblematik) und dem narzisstischen Aspekt (Selbsterleben)“ (Schorsch et al. 16-19) um weitere Inhaltsaspekte der Bewältigung von Scham und Schuld. Störungen der männlichen Identität. der Omnipotenz. des Ausweichens vor Genitalität. 48). Abb. typische Bedeutungsinhalte der Demonstration von Männlichkeit.6/25 sieben induktiv gewonnene. des oppositionellen Ausbruchs. der Selbstwirksamkeit ergänzen lassen. dass die Dramaturgie des perversen Symptoms unter 3 Aspekten zu betrachten ist: dem Triebaspekt (männliche Identität und Aggression). S. die als Männlichkeitsproblematik bzw. Diese einander thematisch ergänzenden Symptombedeutungen können sich auf vier wesentliche Störungsaspekte der Persönlichkeit rückgeführt werden. des Auffüllens innerer Leere. 2003b. Aggressionsproblematik. der identifikatorischen Wunscherfüllung. 1985.

Herr F. Schmerzzufügung). autonomer fühlen kann. was eng mit seiner brüchigen. erst später auf den Körper eines ›typisierten‹. tendiere dazu. unselbständige Seite in sich und lehne sie zugleich sehr vehement ab. machen zu können. wird aber gutachterlich bereits vor dem Tatgeschehen nicht die Homosexualität angesehen. es handelt sich nicht um sadistische Phantasien des Quälens (Schlagen. sich in Abhängigkeiten zu begeben und sich dort zu verlieren. fasst ein Vorgutachter zusammen. gibt an. perverse Symptombildungen herausgearbeitete Muster der Symptombedeutungen mit korrespondieren Grundkonflikten auf den konkreten Einzelfall anwenden und Aussagen über die individuelle Dynamik und Struktur der Persönlichkeit von Herrn F. ›weich‹. schwachen männlichen Identität zusammenhänge. als ›knabenhaft‹. 3: Sad(ist)isches Phantasma 1 Intrapsychisch impliziert dies eine phantasmatische Interaktion. wenn auch sehr rudimentäre. zwar ständig auf der Suche ist nach einer dichten Beziehungsintensität sei. dass Herr F. erst im Alter von 33 Jahren erstmals eine heterosexuelle Beziehung gehabt und diese – wie er es berichtet – sehr intensiv und erotisch sehr viel befriedigender erlebt hat als seine homosexuellen Kontakte. femininen Seiten projektiv hineinverlagern und sich selbst dadurch stabiler. sondern spezifische Phantasien de- struktiven Inhalts. Das heißt. auf das er sich nicht einmal als solches • "&$ • beziehe: Vielmehr diene der verobjektivierte andere ausschließlich als Projektionsfläche der auf den Handlungsaspekt des Aufschneidens fixierten Phantasien. Abb. da es bei einer so lange praktizierten Homosexualität außergewöhnlich sei. ›feminin‹ phantasierten anderen. entstellte und verzerrte Beziehungsform zu einem – phantasierten – Gegenüber zum Ausdruck kommt. auf den er seine eigenen weichen. dass sich diese ursprünglich auf den eigenen Körper bezogen. dass er zugleich aber Nähe wiederum auch scheue. des Sich-Bemächtigens und/oder des Wehrlos-Machens. berichtet und bewusst wahrgenommen hat: Einerseits habe ihn die Auseinandersetzung damit ihn in seinem Gleichgewicht zu sehr bedroht. sich einen Partner phantasiert. Als zentrales Problem von Herrn F. sodass er sich in Zuständen von Verliebtheit. in der er sich aufgehoben fühlen könne. seit der Pubertät sei seine sexuelle Orientierung ausschließlich auf Jungen gerichtet. als in derartig sadistischen Phantasien eine. Für den Ausdrucksgehalt dieser Phantasien ist differentialdiagnostisch wesentlich. Dabei verfüge er über nur geringe Autonomie. bedurfte es einer eingehenderen Analyse der anamnestisch verfügbaren Daten: Bezüglich der psychosexuellen Entwicklung von Herrn F. andererseits sei nicht wirklich sicher. und er habe diese homosexuelle Orientierung immer und von Beginn an konfliktfrei erlebt und akzeptiert. was jedoch in den Phantasien von Herrn F. in denen der – phantasierte – andere nicht eigenständiges Individuum ist 1 Lacan (1962. die ihn seit der Spätpubertät beschäftigt und zunehmend beunruhigt haben: Diese Phantasien haben über Jahre hinweg eine Eigendynamik entwickelt und sich thematisch um Zerstückeln. dass Herr F. ob eine Homosexualität im Sinne einer fixierten und stabilen sexuellen Orientierung (›core gender identity‹) vorliege oder nicht doch ein letztlich irreversibles neurotisches Ausweichverhalten. Herr F. Intersubjektiv finden sich dem entsprechend anstelle reifer. wechselseitiger Beziehungsformen so genannte narzisstische Beziehungsmuster. austauschbares Objekt. 130 schéma I) . spüre diese abhängige. Aufschneiden. angereichert mit Projektionen. Herausnehmen von Eingeweiden und um Blut gedreht.7/25 Phantasmen von ego und alter Um dieses für delinquente bzw. Dem gegenüber beurteilt der Gutachter diese Homosexualität als durchaus nicht so konfliktfrei wie dies Herr F. nicht einmal als solche Beziehungsbruchstücke vorkommt. Im Sinne einer strukturellen – und nicht nur symptomatischen – Perversion ist der Gegenüber ein entindividualisiertes. männlicher. weiche. zu verlieren drohe. die Beziehungsstörung drücke sich speziell darin aus. bei der Herr F. abhängigen. Dieser Unterschied ist psychodynamisch insofern bedeutsam.

um weitere Taten zu verhindern. Gott sei Dank blieb es nur beim Versuch. Außer dieser sexualisierten Konfliktebene. dass er dies tun wolle und gleichzeitig nicht tun wolle. die Augen voller Angst. die er so sehr wünscht und wohl auch fürchtet. sondern gleichähnlicher Teil der eigenen Subjektivität • d ($&$') • mit wichtiger Funktion für das eigene innere Gleichgewicht sein muss. nicht in seiner Brust leben können. Daneben gab es Zeiten. habe viermal versucht. 99). das nicht phallisch ist‹. in denen er mit Witz und Humor den Stationsbetrieb schilderte und überhaupt eine Empfindsamkeit und Feinfühligkeit für soziale Situationen an den Tag legte« (Pfäfflin & Haake. »auf seine eigene Bedürftigkeit und Sehnsucht wütend ist. weil er sie sich durch den Abwehrmechanismus der Abspaltung vom Leibe hält. die Suche nach der Lebendigkeit dieses Knaben in seinem Inneren. dass er seine Autonomie und Freiheit. Zum Verständnis der subjektiven Funktion der sadistischen Phantasien wird dabei deutlich. ¶x †x = ›Es gibt kein x. Meist brütete er dann über seinen sexuellen Phantasien und wenn er schließlich Worte fand. das Trinken des Lebenssaftes. unbefleckten und unschuldigen Knaben. dass es mitnichten um ein hingezogenes Quälen als Charakteristikum typisch sadistischer Arrangements geht. den Penis abschneidet. auch einer Unterbringung in einer geschlossenen Anstalt oder einem hirnchirurgischen Eingriff. sie allenfalls in anderen projektiv erleben kann. scheinen ihm andere Konfliktebenen bewusst wenig zugänglich. die Hoffnung auf Angenommen-Werden. warmen Eingeweide auf den Leib legt. Verschmelzungsphantasien Über seine Phantasien berichtet Herr F. dass er nicht bewusstseinsfähig ist. unbändigen Lebenswillen. 1983. Aufgrund der biographisch begründeten Traumata. Wenn ich einen Jungen erwürge. den Bauch aufschlitzt. heißt es dann weiter: von »Es gab Momente. Ekel vor einer solchen Tat und das Verlangen danach seien etwa gleichstark. 99). Bei der Schilderung dieser Phantasien ist er sichtlich erregt. dass Herr F. panisch. Die hilflose Sehnsucht und Bedürftigkeit ist für ihn deshalb so aufgeilend. schlägt mit der Hand auf sein offenbar erigiertes Glied. ihn ausweidet. 98). 1983. wie faszinierend und beängstigend zugleich er seine Phantasien erlebt« (Pfäfflin & Haake. sie ist ja ein verschütteter Teil seiner Selbst. auf seinen Wunsch nach Anlehnung. vielleicht das Blut aus der Halsschlagader trinkt. aufs Spiel setzt. würde es nicht beim Erwürgen bleiben. in der er zwischen Einverleiben und Auskotzen des Einverleibten pendelt. Eine orale Gier lässt ihn Situationen so strukturieren. da der sich hier abzeichnende Konflikt aus den Asymmetrien der kastrativ-männlichen versus phallischweiblichen Funktion2 • µx †x Å ¶x †x • sowie der phallisch-männlichen versus kastrativ-weiblichen Funktion3 • ¹x …x Å »x …x • entspringt (Lacan 1973c). 3 ¹x …x = ›Für alle x gilt. Gerade in diesem Sinne dürfte die Konfliktlosigkeit seiner Homosexualität nur vordergründig und scheinbar sein. Einverleiben und Eindringen wider« (Pfäfflin & Haake. der Konflikt ragt so weit in die eigenen Struktur und Identität hinein. das Gesicht in tiefe Furchen gelegt. selbst. In den sadistischen Phantasien spiegeln sich Beziehungswünsche nach Verschmelzen. selbst bereits Jahre vor dem Tatgeschehen in einer – von ihm dann tragischerweise abgebrochenen – Behandlung: »›Ich habe da so Mordgedanken beim Sex. das Vordringen zu den Eingeweiden. Sobald der Funke überspringt. erschien dann wie ein Greis. voller Angst. dann der feminin(isiert)e Typ das Objekt seiner destruktiven Impulsen wird. Unmittelbar daneben betont er seinen 2 µx †x = ›Es gibt mindestens ein x. brechen die mörderischen Impulse durch. das nicht phallisch ist‹. das Einverleiben und dann natürlich das Erbrechen des Einverleibten. Vielmehr geht es um das Töten eines schönen. Das heißt. Zur Psychodynamik berichten die Autoren: »Der Patient erlebt seine sexuellen Phantasien und Wünsche als deutlich konflikthaft. die Abwehr zusammenbricht. in denen er dumpf vor sich hinbrütend dasaß. Zum Beziehungsverhalten Herrn F. Oft habe er quälende Phantasien. Notfalls will er sich umbringen. Wenn in seinen Phantasien anfangs Herr F. die ich hier im einzelnen nicht entfalten will. Er möchte sich unbedingt behandeln lassen. denn: „Die Reaktion des Opfers ist ganz unwichtig. entwickelte er diese Phantasien in allen Details. wurde zunehmend erregt. dass sie phallisch sind‹. sobald er sie merkt. einen Jungen im Bett umzubringen. wie eingeschrumpft. sich die blutigen. Er bringt deutlich zum Ausdruck.8/25 oder sein darf. Sicherheit. Diese rudimentären Gefühle muss er in sich abtöten. beteuert seine Bereitschaft. kann er sie aber . wirkt innerlich unruhig. obwohl er zu begreifen scheint. verbrannte sich die Hand mit glimmenden Zigaretten oder schlug mit dem Hinterkopf ganz unvermittelt hat gegen die Wand. Vertrauen. um es hart auszudrücken. seinen Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit. 1983. dass er der Einverleibende ist.‹ Der Patient berichtet. Ich würde ihn abschlachten wie ein Stück Vieh. wie er einem Jungen den Kopf abschneidet. sich jedweder Behandlung zu ›unterwerfen‹.« Von Bedeutung bleibt dabei. Der Patient steht unübersehbar unter extremem Leidensdruck. weil er sie natürlich auch zulassen möchte. weil die zwei Seiten in der Phantasie des Patienten antagonistisch sind. »x …x = ›Nicht alle x sind phallisch‹. Die Ambivalenz gegenüber seinen fast ständig präsenten sexuellen Phantasien ist im Interview gut erlebbar. Normalerweise merkt er sie nicht. lässt sich dies als Ausdruck der sich in der projektiven Identifikation mit dem gleichähnlichen anderen selbst geltenden Zerstörungsphantasien und -impulse verstehen.

Das Tatgeschehen selbst markiert sozusagen in paradoxem Widerspruch zu der zielgerichtet erscheinenden Tatmotivation und -durchführung einen Zusammenbruch der bis dahin zumindest weitgehend wirksamen Abwehrmechanismen. Gerade die Tatsache. 11. »vorher und nachher nicht mehr das gleiche« Subjekt ist (Miller 1989.9/25 nicht zulassen. sich auf Bildvorstellungen beziehender Vorgang keineswegs die gegenteilige Entsprechung der Introjektion sein kann. sondern ein symbolischer Prozess. son4 Lacan (1972. macht darauf aufmerksam. Projektion. Entleibung und Inkorporation des anderen. geht. indem diese als charakteristische psychosexuelle Position (»statut«) Menschen (»l’homme«) annimmt. des als ›Typ‹ zwar affektiv ›logisch‹. dass die meist parallelisierende Gleichsetzung der als antagonistisch verstandenen Internalisierungsprozesse (Inkorporation. 29-30) durch den Wegfall der prothetischen Funktion dieses Phantasmas und durch eine chirurgische Kastration nun nicht mehr zur Verfügung steht. 42). die gerade nicht – wie meist postuliert (Mentzos 1992. Strukturell weist dies auf manifeste Störungen in den Persönlichkeitsbereichen der männlichen Identität und Selbstkongruenz. um die hieraus resultierende Interaktionsdynamik in ihrer affektiven Logik hinreichend nachvollziehen zu können. Propf« (Morgenthaler) eine Strukturlücke schließende Symptomatik der destruktiven sexuellen Phantasiewelt geeignet waren.identifikatorischen Wunscherfüllung geht. 100-101). der Aggressionsbewältigung. Ein weiteres Paradoxon dieser Tathandlung ist. 1973c. 42-51) – phantasmatische Einverleibung introjizierter Objekte ist. als sie keineswegs auf derselben Verarbeitungsebene erfolgen: Beispielhaft lässt sich für die Projektion und Introjektion herausarbeiten (Lacan 1954. der narzisstischen Homöostase sowie der fundamentalen Beziehungsfähigkeit hin. Wesentlich ist für das Verständnis der – Folgen der – Tat die psychodynamische Tatsache. ließ die Prognose bereits zu früheren Zeitpunkten ungünstig erscheinen. dass es dabei – wie an anderer Stelle ausgeführt – nicht um die Tötung des konkreten anderen. deshalb muss er sie töten und beweist damit erneut. in seiner Phantasie. wie lebensgefährlich sie ist. indem Herr F. dass die Projektion als imaginärer. dass nicht das unerreichbare und unbefriedigende Phantasieobjekt als erlebter Mangel beunruhigend ist und in seiner Wiederholungsdynamik bleibt. lebensgefährlich. Selbstobjektivierung) insofern nicht stimmig ist. ei- . so wird deutlich. sondern dass die Herstellung einer zu großen Nähe mit dem Objekt des Begehrens. Herrn F. in hohem Maße ängstigend und destabilisierend wirkt. dern sich im Grunde in der Tathandlung um eine Art Selbstauslöschung oder Selbstmodifizierung handelt. da die »Dank dieser Plombe« ermöglichte und aufrecht erhaltene narzisstische Homöostase (Morgenthaler 1974. Dass dieses Phantasma schließlich in einem ›passage à l’acte‹ schließlich konkretisiert und real gelebt wurden.und Verschmelzungsphantasmen von ego und alter. 134). sonst aber beliebigzufällig ausgewählten Herrn T. Identifikation) und Externalisierungsprozesse (Exkorporation. wie wenig die homosexuelle ›Beziehung‹ und die »als Plombe. Die hilflose Sehnsucht und Bedürftigkeit ist die große Schweinerei und das Schwein muss geschlachtet werden. des situativen Selbsterlebens von Macht (Omnipotenz) als Negierung von Ohnmacht und der projektiv. 1983. dass es insbesondere um Formen der Selbstversicherung von – ›hom(m)osexueller‹ – Männlichkeit4 als auch der externalisierenden Bewältigung von Wut und Hass. dass die perversen Phantasien und Impulse sich zudem verselbständigten und in dieser Eigendynamik eine deutliche Progredienz aufwiesen. wie diese in den Einverleibungs. Introjektion. 107) präzisiert die Homosexualität als ›Hommosexualität‹.und Verschmelzungsversuchen während der Tat realisiert wird. schafft er sich dadurch doch sein eigenes Gefängnisgrab« (Pfäfflin & Haake. Internalisierungs-Externalisierungs-Mechanismen Verkörperungs. definitiv zu stabilisieren. operativen Kastration und nicht zuletzt auch die Dynamik des ›flash-back‹ verweisen darauf. muss sie abspalten. Hom(m)osexuelle Deliktdynamik Prüft man das Deliktgeschehen hinsichtlich typischer Bedeutungsinhalte der Symptomatik. dass es einer differenzierten Theoriebildung körpernaher und körperbezogener Psychodynamik bedarf. Sie ist. Diesbezüglich bleibt zunächst grundsätzlich zu kritisieren.

mithin die intrapsychische Gesamtdynamik in eine weitere Regression der Externalisierung auf der intersubjektiven Handlungsebene. h. indem das Ich als Gesamtheit der Introjektionen aufzufassen sei und dabei die »Einverleibung im eigentlichen Sinne« als semantischer Verinnerlichungsprozess unvermittelt. Autoren wie Abraham & Torok (1979) machen diesbezüglich darauf aufmerksam. Wenn das Ich sich die […] Identifikationen ›einverleibt‹. dass dieser andere dabei wie ein Fremdkörper. warum projektive Mechanismen im Fall von Herrn F. Angesichts einer progredienten Entwicklung und eines entstandenen Wiederholungszwangs mündet die sich so verselbständigenden Eigendynamik des chronischen Konflikts regressiv in das Deliktgeschehen als ›passage à l’acte‹. ermöglichte.10/25 ne – sprachabhängige – Identifikation mit der symbolischen Bedeutung des anderen. deren Dynamik bislang weder differenziert konkretisiert noch konzeptionell ausgearbeitet wurden. zweideutig. imaginiert. in dem Identifizierungen aufbewahrt sind. ›anasemisch‹ = widersinnig. der noch einer anderen psychischen Funktion dient« (Butler 2003. oszillierenden Dynamik von Hass und Selbsthass. die solche Räume zu beschwören und zu verdinglichen vermag. 107). Teil der Persönlichkeitsstruktur geworden (Trescher & FingerTrescher 1993. 68-69) zwar an Freuds Fall des ›Wolfsmanns‹ aufzeigen. nicht hinreichten. Inkorporation und Einverleibung Als weiterer Aspekt der somatopsychischen Besonderheiten des Falles fallen das Phantasma und die Strukturbildung der Inkorporation und/oder Einverleibung auf. den anderen zu lieben. 13). die es Herrn F. unverständlich-bedrohliches. 38) skizziert dies als ein ›Wort-Ding‹ mit anasemischer5 Struktur. dort im Sinne einer virulent beunruhigenden. zutrifft – »die einzige Art«. psychosenahe Mechanismen homöostatisch ausbalanciert werden konnten. um ihn nicht zu töten. wenn wir ihn als einen phantasierten Ort denken können. »Die Vorstellung von einem psychischen Innenraum. als erst aus diesem Strukturmodell des Symbolischen und Imaginären hieraus verstehbar wird. zwei miteinander unvereinbare Aspekte des Gegenüber wie bei sich selbst zusammen zu ertragen: Es ist – wie Abraham & Torok (1979. d. keit trotz seiner prothesenhaft stützenden Funktion andererseits als nicht-dechiffrierbares. und zugleich ihn inkorporierend zu töten. wie ein störendes Ding. Derrida (1979. von Idealisierung und Selbstidealisierung jeweils nur kurzfristig (aus-)gehalten. auch die Abwehrmodi der Inkorporation nicht angemessen durch exkorporierende. und zwar in einer Sprache. aber wie dies gleichermaßen auch auf Herrn F. unlogisch . 107). doch ist dieser Konflikt längst strukturbildend. einverleibt und einer Plombe gleich die Strukturlücke eines phantasmatischen Objektverlusts schließt. Relevant ist diese Differenzierung und Korrektur insofern. Dabei wird der unlösbare Konflikt zwischen aggressivem und libidinösem Begehren vermittels der Einverleibung vom Objekt weg ins eigene Ich verlagert. plötzlich und zuweilen symptomatisch halluzinatorisch auftauche. um ihn nicht zu lieben. dass Introjektion und Einverleibung voneinander unterschieden werden müssen. dessen widersprüchlich-subjektive Bedeutung und Sinnhaftig5 Als Abwehrmechanismus »lässt sich eine solche Einverleibung […] als die einzige Art und Weise verstehen«. wenn introjektive Bewältigungsprozesse zu scheitern drohten (Derrida 1979. 98-102). womit der Körper selbst als einverleibter Raum verstanden werden muss« (Butler 2003. macht nur dann Sinn. körpersprachliches ›Co-Symbol‹ den intrapsychischen Strukturdefekt zugleich aufrecht erhält und eine metaphorischen Überbesetzung des Körpers zur Folge hat. so befindet er sich möglicherweise auf dem Körper als dessen Oberflächen-Bezeichnung. bleibt die Frage: wo liegt dieser einverleibte Raum? Liegt er nicht im literalen Sinne innerhalb des Körpers. in den ein Objekt hineingenommen wird. um die Spannung introjizierter Objektanteile zu reduzieren. jedoch weder integriert noch beruhigt. In diesem Sinne lässt sich die ›Einverleibung‹ mit Abraham und Torok als eine Phantasie – nicht als Prozess – charakterisieren: »Demnach wird der Innenraum. Wesentlich erscheint dabei.

. sondern die Differenz absichernde Unmöglichkeit seiner Verkörperung und Umsetzung in der Tat (Žižek 1992. Wird in diesem selbstobjektivierenden Manöver die – latente oder manifeste – Ungewissheit über die eigene Identität und Individualität symbolisierend zu beseitigen versucht. sich dem Objekt zu sehr zu nähern und dadurch des . das weder zu erreichen ist noch erreicht werden darf: »Stiftet die Introjektion die Möglichkeit metaphorischer Bedeutung. weil sie den Verlust gerade als radikal Unnennbares bewahrt. sondern. Erst durch das Phantasma besteht für den Patienten die Möglichkeit. in einer Identifikation des Subjekts mit diesem nicht-analysierbaren Punkt« partikulärer Pathologie. »wenn dieser andere in den phantasmatischen Rahmen des Subjekts integriert« und vor diesem Hintergrund auf entsublimierte Art und Weise angeeignet wird (Žižek 1999. sich der Unmöglichkeit der Realisierung des Phantasmas zu versichern . 108). das nur zu ertragen ist. Damit ist diese Perversion als Struktur »das einzige. 111). sein Begehren überhaupt zu realisieren. die Gefahr. sein Inhalt. der jeder Interpretation widersteht«. ein ›Abjekt‹. beinhaltet die pervers strukturierte. Paradoxerweise ist folglich nicht unbedingt die phantasmatische Szene selbst. sondern untergräbt die Bedingungen für die metaphorische Bedeutung als solche« (Butler 2003. als es aus ihr als eine Art Fremdkörper herausfallen muss. wenn die Objekt-Ursache des Begehrens fehlt. sondern es ist für dieses konkrete Subjekt als integraler Teil seines Körpers in ›Fleisch und Blut‹ übergegangen. doch zugleich buchstäblich Verkörperung eines Zieles. liegt das Ziel der Behandlung »nicht in einer interpretativen Auflösung des Sym- ptoms [. Und insofern im Kern des Symptoms ein Kern des Genießens persistiert. sondern in einer Identifikation mit ihm. sich als begehrendes Subjekt zu konstituieren und dadurch – zwar beunruhigt und zwiespältig. dass es darum ging.11/25 Der Körper als Brücken-Objekt Mit dieser traumaspezifischen Struktur stehen folglich prototypische Objektrepräsentanzen nicht (mehr) so zur Verfügung. die grundlegende Komponente des Phantasmas. sprich. sexuelle Praxis für das – sexualdelinquente – Subjekt »etwas inhärent Traumatisches«. Es handelt sich also um eine krisenhafte Regression von der Phantasie einer symbolischen Repräsentanz auf konkret präsente Selbstobjekte des Körpers. kompletten Realisierung des Phantasmas. und sich dieses so als eben leibhaftiges Phantasiegeschehen zu erhalten. Die Verkörperung des perversen Phantasmas Paradoxerweise bieten weder dieses Phantasma noch die – delinquente Realisierung dieser Phantasie Möglichkeiten der Erfüllung oder Befriedigung des Begehrens. Insofern ist das Phantasma zwar ein existentielles Problem. den Verlust zu benennen oder einzugestehen. als ich-dystones Körperobjekt. Denn: »Angst tritt nicht auf. im Gegenteil. Deutlich wird dies unter anderem auch in der Vorgeschichte des Tatgeschehens: Bis dahin waren die als Tötungsund Einverleibungsversuche interpretierbaren Fremdaggressionen nie wirklich ›erfolgreich‹ im Sinne einer effektiven. das mitnichten psychologistisch auf eine anderweitig verweisende Chiffre zu reduzieren wäre. die »letztendlich die einzige Stütze dieses Daseins bildet« (Žižek 1991. der dabei zum »Körper-Brücken-Objekt« wird und entbehrte Beziehungserfahrungen kompensiert (Kestenberg 1971). was darauf hindeutet.. als Körpersubjekt. Anders formuliert: die Einverleibung verfehlt nicht nur. das wahrhaftig existiert. 26-27). In diesem Sinne ist das fremdaggressive Handeln – konsequent zu Ende gedacht – ein perverses Symptom besonderer Art. nicht das Fehlen des Objekts löst sie aus. 16). das der Realität ihre Konsistenz geradezu insofern verleiht.]. wahrgenommen und benutzt. andererseits im Sinne der von Freud (1923. das in seiner Brückenfunktion verlässlich präsent und kontrollierbar ist. so ist die Einverleibung wesentlich anti-metaphorisch.. so doch sich selbst / sein Selbst spürend – überhaupt als lebendig-pulsierendes Subjekt existieren zu können. die unterstellte Absicht usw. 253) als »zweierlei Empfindungen« beschriebenen Körperwahrnehmungen zugleich auch ich-synton als (Teil des) Selbst. Dabei wird dieser offensichtlich einerseits als ›Nicht-Ich‹.. erlebt. weil das Subjekt sich dieses selbst geschaffen hat. dass diese als ein gute – mütterliche – Übergangsobjekte kompensatorisch wirksam sein könnten: Der eigene Körper muss als Vorläufer des Übergangsobjekts diese Funktionen übernehmen und fungiert nun als ein intermediäres Objekt.

die eine fehlgegangene narzisstische Entwicklung geschaffen hat. Nicht mehr integrier. das die Lücke schließt. Pfropf. Das heißt. 29-30). 11). 15). Indem das perverse Syndrom so »ein fester Bestandteil« des Subjekts ist (Morgenthaler 1974. was zwar als Traumatisierung durch das Erleben der eigenen Tat. aber eben auch als fundamentale Ängstigung durch Modifizierung des bis dahin stabilisierenden Phantasmas verstanden werden kann. zwar »ein innerer Widerspruch bestehen. das Verschwinden des Begehrens zu erleiden« (Žižek 1992. der dauernd die realitätsangepassten Ich-Strukturen bedroht und in Frage stellt«. das bewirkt. Dank dieser Plombe wird die Homöostase im narzisstischen Bereich ermöglicht und aufrechterhalten«. Dabei bleibt. die als ebenso bedrohlich wie ›lästig‹ erlebte Perversion als im Grunde existentiell irrelevantes Körpersymptom zu isolieren und das Subjekt als sonst eigentlich ›normal‹ und ›ungefährlich‹ zu phantasieren.12/25 Mangels selbst verlustig zu gehen – anders gesagt. sondern verkennt auch. Tatsächlich erwies sich das konkrete Subjekt nach der entleibenden Tat als extrem verstört und destabilisiert.und Körpersubjektanteile unintegrierte . Der Versuch.und metaphorisierbar führt dies im konkreten Fall zur ›passage à l’acte‹. die jedoch als unmöglicher Wesenskern ein Überleben des eigenen Traumas garantierte. als eine Art Lust-in-Unlust. dass und wie sehr dieses körpernahe Abwehrsystem der strukturellen Perversion – auch jenseits der symptomatischen Phantasie – durch dynamische Aspekte der Erniedrigung – »humiliation« – beziehungsweise Selbsterniedrigung und der Feindseligkeit – »hostility« – geprägt ist (Stoller 1979. der entmannende Eingriff destabilisiert nicht nur die ohnehin labile narzisstische Balance dieses Subjekts. Aspekte eines quasi ›zerstückelten‹ Körpers dar. Sie erscheint so als körperliche Faktizität bzw. Gerade indem die bis dahin in der Perversion aufrecht erhaltene Differenz von Realität und Phantasma zerstört und der phantasmatische Raum auf eine gewöhnliche Alltagsroutine reduziert wurde. dass der somatisch verhafteten Kompensationsfunktion des Körper-Brücken-Objekts im Bereich der psychischen Struktur eine perverse Phantasiebildung entspricht. Gerade aus diesen Gründen bedarf es nicht der Leugnung des Symptoms durch dessen Eliminierung. weil Illusion und Wirklichkeit nicht durchgängig in Übereinstimmung zu bringen sind. dass das Subjekt vorher und nachher nicht mehr das gleiche ist« (Miller 1989. 108-109). die »sich am besten als Plombe. als nicht-integrierbares Introjekt empfand. fand sich das forensische Subjekt des ›Ortes‹ beraubt. als das Mittel. 42). stellen Körperobjekt. kommt einerseits einer »Sprengung der Plombenfunktion« (Morgenthaler) gleich und ist zudem der befremdliche Versuch. deren Tathandlung sich – wie jede Handlung – wie eine Art von Selbstmord des Subjekts auswirkt: »Das macht den Akt im eigentlichen Sinn aus. »Als antimetaphorische Tätigkeit literalisiert die Einverleibung den Verlust auf oder im Körper. an dem er bis dahin sein Begehren ›artikulieren‹ konnte (Žižek 1992. die das Subjekt wie eine unerträgliche Wahrheit. 17). Die prothetische Funktion des Phantasmas Bei eingehenderer theoriegeleiteter Diskussion wird anhand der Kasuistik deutlich. die Auslöschung des Phantasmas bewirkt eine Kastration des Begehrens und damit eine Annullierung von Lebendigkeit. hatte sich im konkreten Fall die intrapsychische Situation eher verschärft denn entspannt. die virulente Aggressionsproblematik durch Kastration operativ aufzulösen. sondern der Identifizierung des Subjekts mit dieser Fundamentalphantasie. Da dem Subjekt seine ursprüngliche phantasmatische Körpersymptomatik und sein (Über-)Lebensscript des Körperhandelns nicht mehr für die Exkorporierung von ›Feindseligkeit‹ wie zur Distanzierung des Beziehungsobjekts zur Verfügung stehen und zugleich auch die inkorporierende Wiederherstellung (s)eines Kernselbst nicht mehr möglich ist. Das heißt. dass der Körper schließlich das Attribut ›Geschlecht‹ (sex) als seine literale Wahrheit trägt« (Butler 2003. doch absorbiert diese Struktur die narzisstische Wut des Subjekts und stellt als »prothetische Ergänzung […] das Resultat einer Umformung aggressiver Energien in eine polymorphe Struktur dar«. als ein heterogenes Gebilde beschreiben [lässt].

sondern darauf. jedoch – wie am Beispiel der Schlagephantasie ausgearbeitet (siehe unten) – nicht mehr erinnert wird. Im Gegensatz zur gutachterlichen Beurteilung zunehmender Autonomie des Subjekts erlebte sich dieses selbst mehr denn je als Objekt einschießender ›flash-backs‹. traumatisierendes Tatgeschehen. Dieser Übergang von der faktischen Beobachtung zum daran anknüpfenden. wie es Lacan im Begriff der ›Holophrase‹ als für den psychosomatischen Prozess charakteristischen Vorgang konzeptualisiert. führt dies zu »schwer auflösbaren. an diese vergeblichen Versuche von ohnmächtiger Intrusionserfahrung und destruktivem Selbsthass gebunden. in der phantasierten inneren Szene übernimmt das Subjekt eine passive Rolle (des gedemütigten Opfer. jedoch über den ›Schauplatz‹ der Phantasie dieses fundamentale Phantasma abgewehrt wird. Entscheidend für ein Verständnis der Phantasmatisierung oder retroaktiven Traumatisierung ist die Vergegenwärtigung. eine »reflexive Geste der Introjektion« im Sinne der internalisierenden ›Verlegung‹ der äußerlichen Szene auf die innere ›Bühne‹ der Phantasie. eine Passivierung des Inhalts. dadurch zu »gefrieren« (Borens) und auf die ›eingefrorenen Introjekte‹ in der dissoziativen Erlebnisverarbeitung verweisen. 225) folgende Bestandteile: eine Sexualisierung der Situation im Sinne des Heraushebens einer situati- ven Komponente durch »Supplementierung« der Szene mit einem darauf bezogenen Phantasma. die als solche keineswegs gänzlich der imaginären Ordnung angehört. Gerade dieses aber erweist sich im konkreten Fall als ›eliminiert‹. des ohnmächtigen Zuschauers. Denn die interpersonelle Dynamik bedingt im Einzelfall auch. das heißt. dass nicht die objektiven. dass die Introjektion in Form von Sprachlosigkeit ver- . Tatsächliche Autonomie sei »den subjektiven Neigungen ganz und gar fremd«. Dem zufolge könnte wirkliche Autonomie nur auf dem irreduziblen pathologischen Kern des Subjekts beruhen.noch eine selbstaggressive Befreiung möglich ist. durch die die betreffende Szene zwar signifikant. dass sie »in einer Bedeutungsstruktur zur Wirkung gebracht« (Lacan 1958a. dass dieser Abhängigkeit und Unvollkommenheit impliziere. da sie von der allen imaginären Bildungen zugrundeliegenden symbolischen Ordnung abhängt. 637). verdrängten Wunsch enthält mit Cremonini (2003. In der Folge bilden die Subjekte – analog zur wahnhaften Metapher der Psychotiker – ein illusionär-metaphorisches Symptom als Ersatz dieses Organisationspols heraus (Wartel 1992. dass er den ihm unaussprechlichen Horror der Tat nicht dauerhaft verdrängen kann. zu »verklumpen«. fast konkretistischen Metaphern« (Borens 1998. erwies sich das konkrete Subjekt auf tragische Weise dennoch weiter an (s)ein grausames. das heißt. Dennoch kommt es zugleich zu einer Auflösung der signifikanten Struktur durch ein traumabedingtes ›Überlappen‹ oder Konvergieren der Signifikanten. Wenngleich mit der Kastration die vorher dominierenden perversen Phantasien ›verschwunden‹ war. sondern die sich daran heftende phantasmatische Bearbeitung. verworfen. Indem diese Signifikanten der »Holophrase« die Tendenz haben zu »verkleben». Für das dem Subjekt nicht mehr zugängliche Phantasma bedeutet dies. oder ähnlich …). Zwar wird anhand der ›flash-backs‹ die Macht dieser unbewussten inneren Bilder in der Phantasie deutlich. doch beruht diese nicht auf der affektiven – Qualität der Bilder. 100). 24): Freiheit und Autonomie könnten »lediglich« darauf beruhen. innerhalb der signifikanten Struktur subjektiv wirksam werden. als Objekt einer ›innen‹ stattfindenden Introjektion. 219). indem die traumatische Szene – einer eingefrorenen Szene des Kinobildes gleich – fixiert bleibt. sprich. äußerlich beobachtbaren Ereignisse verdrängt werden. konstatiert Zupančič (1995. durch diese Angstaffekte höchst beunruhigt und in seiner bis dahin kompensatorisch wirksamen Abwehr so sehr destabilisiert. dass es eine Schutzfunktion versieht. dass sie von einem »Fremdkörper« im Subjekt dadurch provoziert würden. von der weder eine fremd. auf seinem dem – im Abjekt verkörperten – Mangel entspringenden Phantasma beispielsweise.13/25 Intrusion • ò Andererseits jedoch wird er durch einschießende Erinnerungsbilder an die letzte Tat und begleitende Affektzustände gepeinigt und durch diese ›flash-backs‹ beunruhigt.

für die einerseits Verdrängung – »repression« –. dass Füsslis ›Nightmare‹ – bedingt durch die Darstellung des ›inneren Bildes‹ wie der äußeren Erscheinung der träumenden Protagonistin – eine zwiespältig-doppelte Thematik des »terror nightmare« wie des »nightmare of paralysis« (Kellerman 1987a) einschließlich der korrespondieren Mischaffekte repräsentiert. 172-173). lässt sich anhand der von Füssli dargestellten Alptraum-Thematik und -Dynamik veranschaulichen (Kobbé 2001a). 45) beziehungsweise als deren zwar unreflektiertes. affektiv-traumatisches Erleben. Als quasi fixierter Traum(atisierungs)affekt ist dieses Bild (Abb. Als Vgl. andererseits Regression – »regression« – als Abwehr. nicht mehr integrierbarer Affektqualitäten und der Gefahr einer Ich-Fragmentierung.und Bewältigungsmechanismen (Kellerman 1987b. die nach außen hin als Demetaphorisierung erscheint und zum Buchstäblichnehmen der damit zurückgewiesenen Metaphern führt. 3) die Repräsentanz eines »eingefrorenen Introjekts« (Giovacchini 1967) einschließlich der darin ›gebundenen‹ Dynamik destruktiver. Körper und Handlung ist also eine Widerspiegelung. 167). sondern in besonderer Wiese – als Abjektinhalt und -effekt – auch körperlich betroffen.14/25 weigert oder untersagt wird und so nicht mehr verbal artikuliert werden kann. 420 Fn 157). sonst durch Über-Ich-Funktionen unterdrückte Impulse freizusetzen (Kellerman 1987c. 16). dass es sich entgegen ›klassischer‹ Interpretationen (Starobinski 1978) nicht um abgewehrte sexuelle – fraglich inzestuöse – Wünsche handelt. Damit handelt es sich nicht um ›den‹ Alptraum schlechthin. . gleichsam als sprachliche Reflexion körperlicher Flexion (Deleuze 1965. die Darstellung einer katatonen Antriebsstörung. so doch reflexives Agieren. 321). 4: Füssli (1790/91) ›The Nightmare‹ Wie extrem beunruhigend sich diese virulente Traumatisierung auswirkt. Dieses Traumaparadigma ermöglicht eine Neuinterpretation dieses Angsttraums als zwar eines symptomatischen Traums sexuellen Inhalts mit einer Subjektspaltung in somatische Passivität und träumende Aktivität. 44) über den Mund aufgenommen. 178. Damit ist der hier angesprochene Leib ein anderer als nur der Körper selbst: Er ist das leibhaftige Leben im Gegensatz zum funktionalen Körper (Goldschmidt 1988. sodass eine Metaphorisierung im Körper – über den Leib – erfolgt. Das gemeinsame Element von Sprache.6 Insgesamt wird deutlich. die als libidinöse Spannung »eine Verwandlung in Angst erfahren hat« (Freud 1900. wobei sich der Alptraum als – dysfunktionaler – Versuch erweist. so genannten ›wächsernen Biegsamkeit‹ (›Flexibilitas caerea‹). Jedoch weisen Desintegration und Ambivalenz der Affekte darauf hin. ein traumatisches Erlebnis zu bewältigen. Versuch. lassen sich die Motive der hämischen Gestalt des Alp und der Mähre als dargestellte Spaltung eines introjizierten Aggressors verstehen. 310) charakteristisch sind und dazu dienen. Scham usw. Schrecken. als alptraumhaftige Reinsze6 Kasuistik: Alptraum und Trauma in Füsslis ›Nightmare‹ Abb. Als zwangsläufig erfolgende Inkorporation traumatischer Identitätsbildung (Küchenhoff 1990. bewältigen zu wollen. das heißt eine fixiertes. sondern ›The Nightmare‹ visualisiert den prototypischen Alptraum der Traumatisierten (Alt 2002. um die paranoide Hintergrunddynamik des Befehlsautomatismus und – katatonen – Willensverlust in abhängig-traumatisierenden Beziehungen parodierend abzuwehren (Kobbé 2002b. Vielmehr ist das Alptraumgeschehen als ›flash back‹. 18) werden diese unnennbaren Dinge quasi ›kryptisch‹ als Phantasma der Einverleibung (Derrida 1979. Mithin ist das traumatisierte Subjekt nicht nur psychisch. Ekel. Ohnmacht. das unverarbeitete Geschehen im Sinne eines Wiederholungszwangs mitsamt der dazu gehörenden Affekte von Angst. bei Max Ernst. eine spezifische intrusive Beziehungserfahrung und die damit introjizierte Objektrepräsentanz.

85). nicht-gestört oder ähnlich phantasiert.. der Begriff wird zur Bezeichnung eines bildlich als »überbeinigkeit« zu begreifenden Fehlers. Als Überbein. das in jedem von uns wohnt. kurzum für Widerspenstigkeit. jedoch nur humpelnd gehfähig ist. übrig. wie dieses subjektive Absolute auf höchst partikuläre Weise organisiert wird. 85). dass wir niemals daran Teil haben werden« (Žižek 1992. das als sogenannter ›Kernpädophiler‹ jede Behandlung seiner pädosexuellen Neigung verweigert. mit einem dritten Bein zwar sicheren Stand erhält. das als Dreibein an ein Stativ7 denken lässt und auf die Garantie einer sonst instabilen Statik hinweist. ja geradezu überflüssig und lästig ist. dass dieser Herr M. 7 Jenseits des Corpus delicti Was dem Subjekt trotz dieser Demütigung seine Würde verleiht. die Beweglichkeit des Gelenks schmerzhaft einschränken und bei besonderen Gelenkstellungen hervortreten kann: In ähnlicher Weise wird die pädophile Wahl des Sexualpartners nur in besonderen ›Drucksituationen‹ auffällig und verweist das Präfix ›über‹ darauf. das heißt. die als zwiespältig-widersprüchlichen Identifikation mit diesem Introjekt und mit der durch das traumatisierende Objekt definierten intrusiven Beziehungssituation. sein Genießen organisiert« (Žižek 1992. »Um Kants Worte zu verwenden: Wir respektieren den anderen nicht aufgrund des universellen Gesetzes. den Therapeuten also. Die Phantasie vom Über-Bein erschafft zugleich ein drittes Bein. als Repräsentation des Konflikts in der Affektlogik (Simon 1982) der inneren Objektwelt des Subjekt zu verstehen ist (Lindsay 1954. dass er den Patienten als ›eigentlich‹ gesund. dass diese pädosexuelle Neigung aus therapeutischer Sicht sozusagen über. Der Terminus technicus verweist allerdings mehr auf den Erfinder. das unter Belastung oder Druck auftritt.. die nur höchst ambivalent mitzuverfolgende Dynamik von Einverleibung und Entleibung. 138). insofern transparent macht. (Kobbé 1997) ist im Grunde der Fall einer latenten Wahrheit im Unbewussten eines forensisch-psychiatrischen Therapeuten: Dieser (er-)findet den Begriff des ›päderastrischen Überbeins‹ im Behandlungsplan eines forensischen Patientensubjekts. das sich als ›päderastrisches Überbein‹ phantasieren und isolieren ließ.15/25 nierung einer basalen Traumatisierung. Die dahinter nur zu erahnende Verflechtung von Körpersubjekt. 231). aufgrund der absolut partikulären Weise. Kasuistik: Das ›päderastrische Überbein‹ des Herrn M. denn: »Genießen kann nur für den Körper. von dem wir sicher sein können. als ein um die Leere des Phantasmas aufgebautes Körpersymptom. Etymologisch heißt es 1797 bei Sterz »er ist mir ein überbein« (Dollmayr 1991. benutzt. Körperobjekt und Körperabjekt. in der jeder von uns ›seine eigene Welt träumt‹. die nur distanziert zu ertragende Körperlichkeit desomatisierter Basisaffekte macht transparent. In diesem Sinne ist das Subjekt einer Kurzdefinition Lacans zufolge kein anderes als »Diskontinuität im Realen« (Lacan 1960. wäre da nicht zusätzlich doch dieses lästige Symptom. ist sein Phantasma als »jener Teil von ihm. Der Exzess dieser transgressiven (Selbst-)Befriedigung scheint in der Kasuistik um ein phallisches ›Corpus delicti‹ zentriert zu sein . und erweist sich letztlich nur als ein um die Unmöglichkeit des realen Genießens. wir tun es im Gegenteil aufgrund seines äußersten ›pathologischen‹ Kerns. als aus dem Unbewussten ›spontan‹ perseverierte Verdrängung zu charakterisieren. ist das ihm eigene ›absolut Partikuläre‹. das – so der Pschyrembel – eben nur Geschwulstbildung ist. von Inkorporationen und Exkorporationen. denn dieser mag sich aus der aussichtslos erscheinenden Situation mit dem Kunstgriff zu befreien gesucht haben. 160). normal. damit von vorn herein jede Teilnahme an einer Psychotherapie ablehnt und insofern als ›therapieresistent‹ gilt. 20) und ist »hors corps« – außerhalb des Körpers – als Imaginäres oder Symbolisches nicht möglich. ein im Grunde existentiell irrelevantes Körpersymptom. von lat. für ›die Materie‹ behauptet werden« (Zupančič 1995. »stare« = stehen . Die Kasuistik des Herrn M.

40). 242) ist das Subjekt daher »als generatives Subjekt« gedacht. Impulse wie Beziehungen als zwar sexualisiert.und bedeutungsstiftend ist und ein – wenn auch instabiles – Erfassen des Realen ermöglicht. die in zärtliche Regungen eingelagerten sadistischen Impulse und abrupten Zustandswechsel pädophiler Subjekte (Schorsch & Becker 1977.oder unbewusst ist. In diesem impliziten Motiv der ›Überbeinigkeit‹ sind somit paradoxerweise gerade die als lediglich ›päderastrisches Überbein‹ zu leugnen gesuchten aggressiven. doch wird diese Sexualisierung – diese »erotisierte Form von Hass« (Stoller) – in der pädosexuellen Devianz gebunden und erscheint die übrige Persönlichkeit intakt. als drittes Standbein des therapeutischen Subjekts. ›Der Schlaf‹ 1937) – als existentielle Absicherung. und andererseits das Objekt entwicklungspsychologisch aus einer aggressiv unterlegten Intersubjektivität – »aus dem Hass« (Grunberger 1986. »dass es noch nicht zu Ende ist« (Dalí nach Schmied 1991. der – im ihm eigenen hinkenden. 144-145) werden kann. Dieses Entwicklungsmodell des Mythos thematisiert die sexualaggressiv. Mit dieser rückwärts gewandten Lebensperspektive der pädophilen Problemsubjekte. und »als Stützpunkt im Innern meiner fließenden geistigen Strukturen« (Dalí 1989. 211). 113). indem sie in eine Kinderwelt einzutauchen suchen. hasserfüllten und zerstörerischen Elemente. Mit diesem Bild des Dreibeins befinden wir uns inmitten des Mythos des Ödipus und dem Orakel der Sphinx. von unbewusst abgewehrten Bedürfnissen und Ängsten. Verletzungen und Traumatisierungen verstanden werden muss. vor. deren Expressivität sinn. denn immerhin müssen nun gerade diejenigen. die Freud hinter sich gelassen zu haben nie behauptet hat: zu der des Mythos« (Lacan 1964a. 518) – ihrer eigenen Innenwelt (Dannecker 1987. im »Keiner hat meinen Gang«: im einsamen Gang an die Erkenntnis. Mithin wird entspricht die Situation des Therapeuten der des mythischen Ödipus. sie ›durchquerende‹ Struktur. weil sie nicht als Unterschied zwischen konkreten Subjekten zu verstehen ist.oder Prothesenfunktion9 erfüllt. als »exzessiv gerechtfertigte Aussage« (Barthes 1956. 87) entspricht. die mit »den Kindern als Kind« (Schorsch 1986. erweist sich die Phantasie vom Überbein als stabilisierendes Element. lebt: »Da kommen der Schwellfuß und der wissende Zweifüßler zusammen. die Differenz des synthetischen Verhältnisses von Möglichkeit und Notwendigkeit begriffen und ertragen (Dethlefsen 1990.und Verstümmeltseins ist« (Groenewold 1985. erweisen sich die Konflikte.und zurückgeworfenen Gang – das aufrechte Gehen als einen Balanceakt. Therapeutischerseits bedarf es folglich eines dritten Punktes. 38). 34). über die Achsen der ›doppelten Differenz‹ von Generativität und Geschlecht konstituiertes Subjekt« zu begreifen (Gürtler 1996. 39). die reaktualisiert und nunmehr bewältigt. 9 Vgl. von dem aus das Wechselspiel der Gegensätze. der auch der Gang des Ausgesetzt. korrespondiert auf therapeutischer Seite die Phantasie vom Überbein als eine zeitlose Affekt. . ein »Fall in die Zeit« (Thompson). Ängste. So. 95). um ihr unerträgliches oder verhasstes Erwachsenendasein ungeschehen zu machen.16/25 »Wir wollen da doch etwas Neueres beitragen und greifen zu einer Form. die dazu führen.und Konfliktisolierung. als ein permanent bestehendes Oszillieren des Subjekts um seine Differenz8 er8 Von Bedeutung ist die sexuelle Differenz. Denn: Der Mythos fungiert als eine Metasprache. Wenn bereits in der nicht-devianten Sexualität ein »Hauch von Feindseligkeit« (Stoller) enthalten und als solche vor. ›Brennende Giraffe‹1936. 206) entund erhalten. mithin als verschleierte Thematisierung von Ängsten. ohne die sexuelle Differenz in einen Androgynismus aufzulösen (Gürtler 1996. 209) – entspringt. wie die Perversion für das pädophile Subjekt eine Plomben. dass diese zu den diagnostisch-prognostischen Ausschlusskriterien gehört. die gesellschaftlich delegierte Schuld übernommen und deren uneingestandene wie eigene Ängste mit einer humanistisch-sozialpsychiatrischen Ideologie avantgardistisch ein durch die Zweigeschlechtlichkeit hindurch. die – allerdings nur vermeintlich (Ferenczi 1932. das heißt »als Die Unausweichlichkeit und Ambivalenz der ›Überbeinigkeit‹. die Hostilität des schwer gestörten Tätersubjekts. ungeschehen gemacht und ›besiegt‹ werden müssen (Schorsch 1980. 295) leben möchten. sexualtraumatisch angelegten Interaktionsdynamik eines mit elementarer Gewalt unterlegten Begehrens (Bergeret 1984). Unter Bezug auf subjektkonstitutive Aspekte der »Gebürtigkeit« oder Natalität (Arendt 1981. 61). das ikonographisch bedeutsame Motiv des grotesk verlängertem Steißbeins oder der Krücke in vielen Bildern Dalís – zum Beispiel in ›Das Rätsel Wilhelm Tells‹ 1933. ist zudem darin begründet. dass sich das pädophile Subjekt regressiv in die Kindheit hineinillusioniert. sondern als eine beide Geschlechter determinierende.

angesichts des pädophilen Tätersubjekts den offensiv vertretenen Heilungsanspruch als Mythos der Heilbarkeit aufgeben. auf ihr ich-syntones Symptom nicht verzichten können. die an den Möglichkeiten des Patienten oder an der Wirklichkeit vorbeigehen (Schorsch et al. 1985. 157 Fn 28). sie im »fraglosen Aushaltenkönnen und Standhalten« mit »gelassene[m] Trotz« (Jaspers 1948. Schulen. die wie der pädophile Herr M. ebenso unrealistisch sein wie der oberflächliche Übungsansatz angesichts ich-syntoner Verarbeitung auch die mangelnde Bereitschaft zur Mitarbeit auf Seiten des Patienten schlechthin ignoriert. denn dieses wird trotz der bewirkten ›Sprengung‹ der imaginären institutionellen Vollständigkeit nicht »einen reinen Triumph genießen. doch lässt diese »Geste des Internierens« (Glucksmann) auch eine Verschiebung in der Dialektik von Subjekt und Objekt erkennen. 94) ohne Manipulationsbestreben oder Abschiebetendenzen engagiert. Spielstraßen usw.17/25 bekämpft haben. Wenn zu den prädiktiven Faktoren psychoanalytisch orientierter Psychotherapie die durch zwei Faktoren – ›Offenheit versus Verteidigungshaltung‹ und ›Bereitschaft / Fähigkeit. Der antizipatorische ›Über-Gang‹ des Patientensubjekts mit dem ›päderastrischen Überbein‹ vom sicheren Zu-Stand des So-Seins zum unsicheren Stand eines unklaren. sich angesichts dieser Patienten keineswegs als – schuldhaft – inkompetent oder defizitär empfindet. noch undefinierten Anders-Sein beinhaltet den Untergang dieser pädosexuellen Identität und ist entsprechend angstmachend. Als Alternative ganz anderer Art wird institutionell immer wieder von der Notwendigkeit einer Verlegung phantasiert. sondern verzweifelt. Diesem Versuch erneuter intrainstitutioneller Ausgrenzung innerhalb bereits vorgenommener gesellschaftlicher Ausschliessung eignet etwas fraglos Hilfloses. gegen Anpassung. Denn das dergestalt gestörte Subjekt bedarf beider Mangel.und Sportplätze. Gerade Patienten. Fußgängerzonen. um eine Beziehung zulassen beziehungsweise aufnehmen. dass dieses forensische Objekt nur »Oberflächenphänomen« (Vattimo 1985. sich affirmativ als unvollständig begreifen und bejahend anerkennen kann (Feuling 1988. sprich. 83) anzeigt oder ermöglicht: Im pars pro toto der Reduzierung des Patientensubjekts auf eine Eigenschaft kann dieses daher weder als Subjekt gedacht noch er- kannt werden. 1994) – determinierte Aufnahmebereitschaft des Patientensubjekts gehört und beide Faktoren an die oben diskutierte Angstabwehr und Feindseligkeit anknüpfen.und Verhaltenstherapie das Vermeiden der Aufenthaltsorte von Kindern anzutrainieren. lösen in Therapeuten häufig Phantasien über unrealistische Therapieziele aus. 103). indiziert dies ein Offenhalten der – noch nicht – therapeutischen Situation und ein grundsätzliches therapeutisches Empathieangebot. So schlug der Gutachter im konkreten Fall vor. Disziplinierung und Verwahrung mitsamt der »Therapieverweigerung der Psychiater« (Kammeier 1984. diese Patienten in ihrer Ohnmacht ebenso ›ohnmächtig‹ anzunehmen. Jugendtreffs. 83-84) ist. sondern aus Gründen psychischen Überlebens daran festhalten müssen. Sprachanalytisch verweist das Präfix ›über‹ des Neologismus verweist darauf. 207) angetreten sind. sondern sich als im positiven Sinne ›ohnmächtig‹ und mangelhaft. 42). das nicht effektiv zu beeinflussende Patientensubjekt objekthaft zu verlegen. Indem die Unerbittlichkeit der Störung die Institution dazu veranlasst. dass die forensisch-psychiatrische Institution ihren Anspruch auf Omnipotenz und Omnipräsenz aufgeben kann. die gegen den Mythos der Unheilbarkeit psychischer Störungen. Als Bedingung wird hierbei vorausgesetzt. geschieht dies um den Preis kaum zu verarbeitender Schuldgefühle dieses Subjekt. Es bleibt daher wohl nur. vernichtet sein über den Verlust eines Teils seiner selbst« (Feuling 1991. Als Symptomkontrolle dürfte der Slalom um Kindergärten. Bäder. Spiel. unverzweifelt und ambivalent zu begleiten. 42) eines Wortspiels und insofern nur ein »Ichqua-Metapher« (Jaynes 1988. Die ebenso unrealistische Alternative war dann die Negierung der Störung durch Umdefinition zum ›päderastrischen Überbein‹. einen sozialen Ort finden und ei- . diesem Patienten im Sinne einer schlichten Aversions. dessen Dekonstruktion keine Übereinstimmung von Metapher und realer tragischer Existenz des »Ich-qua-Analogon« (Jaynes 1988. sich auf Erfahrungen und Gefühle einzulassen und diese zu artikulieren‹ (Orlinsky et al.

822).. wie dies als »szientistisches Selbstmissverständnis« der Psychoanalyse inhärent ist (Habermas 1973. so alt geworden wie das betroffene Individuum und funktionell verändert« (Machleidt 1998. wie die Repräsentanz selbst. sondern einer dem Subjekt inhärenten ›Affektlogik‹ (Ciompi) folgt. die Wut. 300-332). topologisch ein »Aufklaffen« gibt. von Ursache und Wirkung. 145) und dadurch zugleich mit dem abgewehrten traumatischen Realen verbunden bleibt. andererseits um symbolisch repräsentierte Affektzustände handelt. Hinsichtlich der Symbolisierungsfähigkeit ist das Trauma als »ein interpersonales Ereignis« zu definieren. Dem entsprechend ist die traumatische Beziehungserfahrung keineswegs ein fixiertes Introjekt: »Die Annahme. das heißt. Kasuistik: Die Schlagephantasie des Max Ernst Als latente Dynamik libidinöser selbstund fremdaggressiver Phantasien in der Beziehung von Subjekt und Objekt • ÷ • lassen sich Vorläufer perverser Beziehungsstrukturen anhand infantiler Schlagephantasien bereits für neurotische Verarbeitungsmechanismen angeben.18/25 nen intersubjektiven Rapport ertragen zu können: Erst in einer gegenseitigen Unzulänglichkeit finden diese Patientensubjekte ihren Platz als begehrende Subjekte. bei dessen Funktion die Affekte und Kognitionen der als traumatisch erfahrenen Situation repräsentiert sind«. 31) – jedem Versuch naturwissenschaftlicher Psychologisierung. 1990. die vermittels des Introjekts • "(„) • und der traumabedingt neurotischen Symptomatik überbrückt wird (Clastres et al. zwischen der Ursache und dem. die Verletzungsgefühle. 166). die existentiellen Ängste. entzieht es sich in seiner Unbestimmtheit – als eine »für die Ursache charakteristische Kluft« (Lacan 1964b.E. 931) keiner Kausallogik von Aktion und Reaktion. 5: Ernst (1926) ›Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen: A. 480). 30) dahingehend auf. an dem es. P. Deutlich wird. ist dies als eine adaptiv-selbststabilisierende ›Antwort‹ auf das Trauma zu verstehen. »das heißt.als »Neuronenkomplex. ist demzufolge eine inadäquate. Das Unbewusste erweist sich demzufolge als dynamisches Strukturmerkmal einer »interrogativen Kluft« (Lacan 1946. die Verlustgefühle oder was auch immer Inhalt des psychischen Traumas gewesen sein mag« unterliegt entwicklungsabhängigen Veränderungen und ist »ausgealtert. dass dieses »an dem Punkt situiert ist. »das das Netzwerk der Signifikanten zerreisst und das internalisierte gute Objekt beschädigt oder zerstört« (Bohleber 2000. das ›psychische Trauma‹ liege verdrängt und unverändert im Unbewussten und entfalte dort seine schädigende Eigenlebigkeit«. Gerade weil das Unbewusste entgegen der Wissenschaftsutopie Freuds (Kerz-Rühling 1993. Abb. und dem Maler‹ Kasuistisch kann dies anhand der Schlagephantasie von Max Ernst in seinem Bild ›Die Jungfrau züchtigt das Je- . neurophysiologische Dauerveränderungen beschrieben werden können. Traumatisierung Wenn emotionale Erinnerungen aus psychobiologischer Analyse (van der Kolk 1994) als in »assoziativen Netzwerken« organisiert und »spezifisch traumabezogene innere Bilder« als neuronale bzw. was die Ursache affiziert«. Denn auch das Introjekt . mechanistischschematische Denkfigur.B. die der unbewussten Prozesshaftigkeit der signifikanten Kette des Subjekts unterliegen. dass es sich psychodynamisch um einerseits imaginär. Diese Beziehung des Traumas zum Unbewussten zeigt Lacan (1964b.

während sich bei Mädchen eine mutterbezogene Verführungsphantasie finde (Freud 1928/33. dass bei Jungen der praeödipale Wunsch nach der Liebe des Vater und – im Sinne von einerseits ›Kastrationswunsch‹. Folgt man den klassischen Arbeiten der Psychoanalyse zur Bedeutung von Schlagephantasien (A. dass bei einigen Patienten die Rivalität mit einem Bruder – der verdrängte Hass auf ihn. Die Schlagephantasie • "&$ • beinhaltet gleichermaßen eine libidinös-inzestuöse Mutter-Sohn-Dynamik mit entsprechend starker Ambivalenz gegenüber der Mutter und einer Abwehr dieser Ambivalenz sowie mit daraus resultierenden Strafforderungen des Über-Ichs. S. 105). sodass sich die aus dieser praeödipalen Phase herrührende Aggressionsangst auf die Mutter beziehe (Freud 1928/33.19/25 suskind vor drei Zeugen: A. die quälenden Schuldgefühle ihm gegenüber – einen Aspekt in der Genese dieses Phantasmas darstellen. Mitscherlich 1965. bleibt oft als Rest eines ödipalen Konflikts erhalten und belastet das Subjekt »mit dem an ihm haftenden Schuldbewusstsein« (Freud 1919. dass »die bewusste oder bewusstseinsfähige Phantasie des Inhalts. was bei Max Ernst einen Hinweis auf die unbewusste Auseinandersetzung mit dem 1889 erstgeborenen wie dem 1894 nachgeborenen Bruder Karl Maria gibt und deren autoaggressive Verarbeitung im Sinne einer Fixierung und Wendung gegen die eigene Person anzeigt. Sie hat ein Vorstadium. dass der Schlagende das Geschlecht wechselt (Mitscherlich 1965. mit biografischen Aspekten der Mutter-Sohn-Beziehung wie des Vater-Sohn-Verhältnisses insbesondere um die Psychodynamik von Schlagephantasien beziehungsweise Schlagepraktiken und um das Verhältnis von Tat und Strafe respektive Schuld und Sühne geht. 196-197) darauf aufmerksam. bei der es neben einer Auseinandersetzung mit der Katholizismus der Herkunftsfamilie. 26). von der Mutter geschlagen zu werden. […] nicht primär [ist]. idealisierten Mutterbildes deutlich. und dem Maler‹ (1926) aufgezeigt und veranschaulicht werden. so lässt sich für die Bilddarstellung bei Ernst biografisch nachvollziehen. 38). andererseits ›Kastrationsangst‹ • -„ • – die gleichzeitige Angst davor dadurch bewältigt werden. die stufenweise abgewehrt werden muss: ›Ich werde vom Vater geliebt‹ ›Ich werde vom Vater geschlagen‹ ›Ich werde von der Mutter geschlagen‹. wird sie »in Beziehung zur inzestuösen Objektliebe des Kindes« gebracht. Die Bildung der Schlagephantasien geht auf einen Konflikt mit der Mutter zurück. 38-39) geleugnet wird: Die idealisierte Marienimago verdeckt die (sexual-)aggressiven und mörderischen Eigenschaften der Eltern ebenso wie die barmherzige Jesusimago die reziproke Aggression des Kindes kaschiert (Bergeret 1984. Freud 1919. inzestuösem Bemächtigungstrieb und inzestuösem Begehren in einer verführerischen Mutter-Kind-Beziehung begründet ist.B. 129). dass diese Dynamik hier abgewehrt und durch Verkehrung ins Gegenteil (Bergeret (1984. der angsterregende sadistische Phantasien auslöst und dessen Nexus von Gewalt. Auf der imaginären Ebene wird in der bildlichen Darstellung anhand des – in der Jungfrau Maria fixierten – tradierten. P. Indem das Phantasma ›Ein Kind wird geschlagen‹ als Symptom einer Persönlichkeitsstruktur fungiert und diese Perversion »nicht mehr isoliert im Sexualleben des Kindes« steht. . wobei hinter diesem Vorstadium die ursprüngliche Phantasie des männlichen Kindes ›Ich werde vom Vater geliebt‹ steht. Im Kontext der geschlechtspezifischen Psychodynamik der Schlagephantasien wird paradigmatisch davon ausgegangen. das regelmäßig unbewusst ist und das den Inhalt hat: Ich werde vom Vater geschlagen« (Freud 1919.E. sondern »in den Zusammenhang der uns bekannten typischen – um nicht zu sagen: normalen – Entwicklungsvorgänge aufgenommen« ist. 219). Demnach lässt sich die Gesamtdynamik der Schlagephantasien wie folgt zusammenfassen: In der infantilen Schlagephantasie als solcher ist eine inzestuöse Vater-Sohn-Beziehung als homosexuelle Objektwahl verborgen. 130-131). Diese wird vom Kind als Ag- gression erlebt und führt zur Introjektion und Herausbildung entsprechender Objektrepräsentanzen (Bergeret 1984.. Diesbezüglich macht Mitscherlich (1983. Freud 1922. 1983). 212).

ihr eine phallisch-genitale Struktur gibt« (Widmer 1990. sprich. ist zu ihrem unbewussten Ideal geworden« (Mitscherlich 1965.. indem die Schläge zu einer Fixierung an den Schlagenden • $&" • führen. 192). und Ausdruck des Tabus als Zwang zum Triebverzicht: »Das Kind muss zuerst erfahren. 1990... indem das Subjekt in der phantasierten inneren Szene sich aktiv die passive Rolle eines – vermeintlich liebevoll gedemütigten – Opfers aneignet. wo sie nicht möglich ist und insofern einen Mangel im Anderen • S(%) • mit einem Verlust an Wunscherfüllung. »geradeso wie die […] ›Minderwertigkeit‹ einer solchen narzisstischen Narbe entspricht« (Freud 1919. 1990. 3. 225): 1.] auch immer eine Tendenz zur Selbstverherrlichung. 2. der Es-Über-IchKonflikte. Im Fall einer Ausbildung manifest masochistischer Phantasien des Erwachsenen findet sich »neben der offensichtlichen sexuellen und selbstbestrafenden Bedeutung dieser Phantasien masochistischer Patienten [. Es erfolgt eine Passivierung des Inhalts. . als eine Wendung / Hinwendung zum Vater dahingehend zu verstehen. Es wird eine Sexualisierung der Situation vorgenommen. indem die beobachtete / erlebte Situation durch ein darauf bezogenes Phantasma ›supplementiert‹ und hierdurch ein besonderer Aspekt des Genießens – als dadurch zentraler Signifikant des Genießens • … • – hervorgehoben wird. äußere Situation nach Innen auf die intrapsychische ›Bühne‹ der Phantasie verlegt. die wie folgt beschreibbar sind (Cremonini 2003. 1990. Mithin inszeniert das Phantasma die fundamentale Wahl. 184). fungiert das Phantasma als Erinnerungsfunktion eines untersagten – inzestuösen – Begehrens und Genießens (Avignone et al. ohne dass dies jedoch gelingen könnte. 121). 121). In diesem Sinne ist die Perversion homophon als eine »père-version«. [. 253). ebenso wie das Gesetz ›Echo‹ eines Genießens jenseits des Gesetzes ist. In dieser Hinsicht ist das Phantasma als kastrierende und auf den im symbolischen Vater repräsentierten [großen] Anderen bezogene Intersubjektivität als ò&A zu schreiben (D’Angiolillo et al. 1990. den Versuch einer Bewältigung des Traumas. 37). Die Schlagephantasie und andere analoge perverse Fixierungen sind demzufolge »gleichsam Narben« eines abgelaufenen ödipalen Prozesses. an dessen gesetzgeberisch-symbolische Funktion und versagende Instanz sich das unstrukturierte Begehren des kindlichen Subjekts ›bricht‹ (Widmer 1990. In ihrer Entwicklung zum verdrängten Wunsch durchläuft dabei die Schlagephantasie mehrere Stufen. 214). Andererseits ist anhand der Beziehung von Passivität und Aktivität innerhalb der Perversion und des Phantasmas hervorzuheben. das Phantasma ›Ein Kind wird geschlagen‹ verweist immer auch auf den symbolischen Vater • P •. Die Schlagephantasie beinhaltet die traumatische Wiederholung. Bewusste Schlagephantasien scheinen durch traumatische Ereignisse mitverursacht zu sein.. In einer reflexiven Geste der Introjektion wird die ursprünglich intersubjektive. Das heißt. dass der Namedes-Vaters es in die Kultur einführt und dass er seine ungerichtete Sexualität reguliert. Es ist Funktion des Über-Ichs. 61).] Mehr Strafe und Leid als alle anderen zu erleben. beinhaltet. exakter eine Einbuße des Genießens. dass Schlagephantasien strukturell als reines Phantasma • $&" • und als Phantasma der Perversion • "&$ • voneinander unterschieden werden müsen (Atger et al. dass im Phantasma ›Ein Kind wird geschlagen‹ die Liebe des Vaters da eingefordert wird. die sich aus einer Fusion der Größenideen des vaterbezogenen Ich-Ideals • I(A) • mit den Bestrafungsforderungen des Über-Ichs herleiten. Das heißt. entweder Subjekt des Begehrens oder Objekt des Genießens zu sein und dieses Subjekt nur als Objekt des anderen – als »version du père« – sein zu können (Aramburo et al.20/25 In diesen Phantasien sind latent masochistische Größenphantasien enthalten.

1981. Die unendliche Zirkulation des Begehrens (15-45). ohne dass – sofern es sich nicht um Zitate handelt – die Literaturstelle jeweils ausgewiesen wird. de & Tapia Garzon. S. & Auber.a. Marcel & Liège. 1990. N. Zur strafrechtlichen Behandlung der Pädosexualität. G.).B. Sprachen des Körpers. & Nakkache.-L. mit einem Asterix (*) versehenen Beiträge finden sich in der nachfolgenden Literaturliste. 3) Ernst (1926) ›Die Jungfrau züchtigt das Jesuskind vor drei Zeugen: A. & Deleuze. Luc.. Kryptonymie. & Cosentino. 1990.O. & Nemirovsky. (2) Andere Arbeiten aus dem forensisch-psychoanalytischen Lehrforschungsprojekt ›Subjekt im Nessoshemd – Zur Klinik des forensischen Subjekts im institutionellen Diskurs‹: Kobbé 2005. Lacan contra Sartre. 6-58 Dethlefsen. W. Die Winkelwörter von Nicolas Abraham und Maria Torok. H. Die bibliografischen Angaben der hier rezipierten. & Basz. & Moukarzel.). & Lichtensztain. M. M.a. & Martinet. 3 Abb. 1979. Le sujet dans la logique perverse. Andreas. Abb. D. 2003. & Deltombe. Raymond. In: Klossowski.J. Quelle: Kobbé. (1979) a. R. Maria. München: Knaur Dalí. Stuttgart: Klett-Cotta Ciompi. In: Fondation du Champ freudien (1990) a. L. (1962. Une version du père. & Bataille. M. A. L. (2002b. & Dicker. & Greco. Laurent (Éds. E.. Quelle: Kobbé.-A. Quelle: Kobbé. und dem Maler‹. München: Bertelsmann 10 aktualisiert 12/2011. & Ariel. U. P. C. Das Drama der Sexualität (72-89). 1 Abb.-P. 34). E. Abbildungen Abb. & Cerrizuela. E. München: Fink Dalí. & Disette.H. FORS. & Borie. Der Schlaf der Vernunft. In: Fondation du Champ Freudien (1990) a. & Michanie. Affektlogik. Jean.O. & Perez. M. In: Barthes. A. Thorwald. München / Zürich: Piper Atger. U. Dominique de & Cornaz. M.). M. Jean. In: Fondation du Champ Freudien (1990) a. Salvador. M. Frankfurt a. & Chaverondier. n° 159).O. schéma I) Füssli (1790/91) ›The Nightmare‹.. A. J. 1956. La violence fondamentale. G.O.a. 2003.-F. Über die Struktur der Psyche und ihre Entwicklung. 141-148 Cremonini. 1984. Berlin: Merve Derrida.M. Luc. L’inépuisable Œdipe. J. Hamburg: Rogner & Bernhard D’Angiolillo. S. & Toppelberg.. Geschlecht oder Kopf? In: Cixous. U . M. Salvador. E. Pierre Klossowski oder Die Sprache des Körpers. Die Entwicklung der Traumatheorie in der Psychoanalyse. 2001. J. 1989. 1987. 251-257 Avignone. 2002. Frankfurt a. Ödipus – der Rätsellöser. M. Gilles. A. 182-189 Barthes. c. Berlin: Merve Clastres. & Blanchot. Martin. R. Unabhängigkeitserklärung der Phantasie und Erklärung der Rechte des Menschen auf seine Verrücktheit.O. J. & Ojeda. H. Mythe et fantasme: entre névrose et perversion. Der Mythos heute.-C. S. München: Matthes & Seitz Bénabou.: Suhrkamp Ciompi. 236 Abb. M.21/25 Anmerkungen (1) Dieser Übersichtsbeitrag beruht unter anderem auf einer Reihe eigener Veröffentlichungen und greift diese teilweise wieder auf. M. de & Usandivaras. J. In: Abraham. Frankfurt a. 197-223 Butler. 167. Frankfurt a. 1) Literatur10 Abraham. La question du surmoi dans la névrose et dans la perversion (masochisme).O. P. 1990.R. E. 1999. C. Traits de perversion dans la clinique freudienne : Le cas Dora. b. & Jozami.. 1979. Aufgezeichnet von Louis Pauwels. & Nestérovitch. A. C. 58-63 Dannecker. (Hrsg. & Kahanoff. (1997. M. & Issartel. 12/13. & Dheret.: Ullstein Alt..E. Vorlage: Quinn. u.a. Das Verbarium des Wolfsmanns. & Côte. O. G. 1976.M. & Azaretsky. 1964. Die emotionalen Grundlagen des Denkens. G. & Martinez Araoz.: Suhrkamp Baudrillard. 797-839 Borens. In: Fondation du Champ freudien (1990) a. 789 néologismes de Jacques Lacan. 1982. J. Hannah. & Foucault. 137. M. J. Paris: Dunod Bohleber. 190-193 Arendt. J. Die Durchquerung des Cogito. S. Paris: EPEL Bergeret. Quelle: Lacan. 1979. Nicolas & Torok. Roland. J. In: Rebus.J. 1982. In: Dannecker. & Derezensky. In: Psyche. L. (o. E. 2000. 1987. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht Cixous. 1990. 54 (9/10). Jacques.: Athenäum Deleuze. Das Unbehagen der Geschlechter. Der Mensch zwischen Schuld und Erlösung. Marginalien zum Werk von Pierre Klossowski (39-66). 1965. Hélène. & Paul. 2006a. Peter-André. & Bacara. & Mayer. Vorlage: Pinelli. A.a. Entwurf einer fraktalen Affektlogik. 2 Abb. & Tardits. Darmstadt: WBG Aramburu. le fantasme. Judith. 1990. Meine Leidenschaften. Mythen des Alltags (85-151). S. 1977.M. 130. & Lew.. Vita activa oder Vom tätigen Leben.a. & Baudini. & Gerez Ambertin. Gesammelte Schriften. 4 Dialektik des Tatgeschehens.M. & Trejo. & Singer. F. (2001a. 1990. & Torok. In: Fondation du Champ Freudien (1990) a. . Der symbolische Tausch und der Tod. Psychoanalysomatik. Fétichisme et phobie. (1993) Sad(ist)isches Phantasma. (1997.a. 1998.

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