Sie sind auf Seite 1von 1

P R E S S E M I T T E I L U N G

Ka



Karin Evers-Meyer

Mitglied des Deutschen Bundestages Abgeordnete des Wahlkreises Friesland Wilhelmshaven Wittmund

ISAF-Mandat wird verlängert

Karin Evers-Meyer: „Stärkung der zivilen Gesellschaft muss jetzt deutlicher in den Mittelpunkt rücken“

Berlin, 26. Januar 2012 - Wie die Verteidigungsexpertin der SPD im Deutschen Bundestag Karin Evers-Meyer in Berlin mitteilte, hat die große Mehrheit ihrer Fraktion heute einer Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan zugestimmt. "Unsere Zustimmung haben wir davon abhängig gemacht, dass die Zahl der Deutschen Soldatinnen und Soldaten spürbar abgesenkt werde. Das wird nun passieren. Das neue Mandat sieht eine Reduzierung auf 4900 Soldatinnen und Soldaten vor", so Evers-Meyer.

Auftrag der Bundeswehr in Afghanistan bleibe es, den Aufbau und die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte zu organisieren und gleichzeitig die afghanische Bevölkerung zu schützen. Bis zum Ende des Mandats im Januar 2013 solle das Bundeswehr-Kontingent abhängig von der Sicherheitslage und den Fortschritten bei der Übergabe um weitere 500 Soldatinnen und Soldaten reduziert werden.

Für Evers-Meyer bleibt die heutige Entscheidung trotzdem hinter den Möglichkeiten zurück: „Der Antrag vernachlässigt leider, ob es am Ende des Einsatzes zu einer wissenschaftlichen Abschätzung über die Fortschritte und die Entwicklungen kommen wird. Um begangene Fehler in der Zukunft zu vermeiden halte ich dies für unausweichlich“, fügte Evers-Meyer nach der Abstimmung hinzu. Auch hinsichtlich der Stärkung der Zivilgesellschaft, also dem entwicklungspolitischen und menschenrechtlichen Aufbau“, sei der Beschluss nicht mutig genug.

Evers-Meyer: "Ich sage aber auch klar, dass ich mir seitens der Bundesregierung die Vernunft gewünscht hätte, jetzt einen echten Strategiewechsel einzuleiten. Frieden für die Menschen in Afghanistan ist nur mit einem inner-afghanischen Versöhnungs- und Reintegrationsprozess zu schaffen. Die Sicherheitsverantwortung muss deshalb Schritt für Schritt an die Afghanen übergeben werden. Deutschland wird sich dabei auf die Ausbildung von Polizisten und Soldaten konzentrieren."

Die Abgeordnete, die auch Mitglied im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages ist, wolle in den nächsten Monaten dabei mithelfen, "dass dieser Einsatz, die Menschen in Afghanistan und die Soldatinnen und Soldaten, die den Einsatz vor Ort tragen, nicht in Vergessenheit geraten". Sie wolle eine offene Diskussion gerade in dieser "entscheidenden Phase".

Karin Evers-Meyer MdB - 11011 Berlin - Platz der Republik 1

Tel: (030) 227 77 78 5

Fax: (030) 227 76 78 5

karin.evers-meyer@bundestag.de - www.evers-meyer.de