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Wir informieren Sie über eine neue Wer- bekampagne in den Zeitschriften „Spie- gel“ und „Stern“. Unser Ziel ist es, das Bewußtsein des Verbrauchers für den richtigen Einsatz technischer Leuchten im Wohnbereich zu entwickeln. Japan, jetzt schon das drittgrößte lndu- strieland der Erde, ist weiter auf dem Vormarsch. Wir berichten in einer Fotore- portage über dieses faszinierende Land der aufgehenden Sonne.

Lichtbericht

Kunst-Licht-Technologie. Auf der docu- menta 6 inszenierte Horst H. Baumann ein ästhetisches Schauspiel mit Laser- Strahlen. Die richtige Ausleuchtung von Museen verlangt vom Lichttechniker ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen. Fensterdamen in Hamburg“, so nannte der Fotograf Timm Rautert seine Fotoserie über Licht und Mode. Für ein Tonstudio in Berlin planten wir

eine funktionelle und mobile Beleuch- tung. Licht im Raubtierhaus: eine unge- wöhnliche, aber reizvolle Aufgabe.

Erschienen

Dezember 1977

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mobile Beleuch- tung. Licht im Raubtierhaus: eine unge- wöhnliche, aber reizvolle Aufgabe. Erschienen Dezember 1977 3

Seit in grauer Vorzeit der Blitz einen ver- trockneten Baum entzündete und dem Menschen damit das Feuer schenkte, hat dieses Phänomen der Urgewalt ihn nicht mehr losgelassen. Das Feuer hat sein Leben so grundlegend verändert wie kaum eine Entwicklungsphase vor- her oder nachher. Es versetzte ihn plötz- lich in die Lage, seine Ernährungsweise umzustellen, und es spendete gleichzei- tig Licht und Wärme in der kalten und dunklen Jahreszeit. Wobei dem Faktor Licht vermutlich eine große Bedeutung zukam. Es machte zwar nicht die Nacht zum Tage, gab ihm aber die Möglichkeit, nachts überhaupt etwas sehen zu kön- nen. Daß er schon bald nach neuen An- wendungsbereichen suchte, ist nur na- türlich, und so entstanden neben der of- fenen Feuerstelle zunächst Kienspan und Fackel als zusätzliche Lichtquellen. Von hier über die Ollampe bis zur Wachskerze war noch ein weiter Weg. Das Bild einer Familie, die sich am Abend um eine Kerze versammelt, mutet uns heute zwar idyllisch und gemütlich an, läßt aber gleichzeitig auch Assozi- ationen anderer Art in uns aufkommen. Die Spuk- und Geistergeschichten unse-

Art in uns aufkommen. Die Spuk- und Geistergeschichten unse- rer Vorfahren mögen hier ihren Ursprung genommen

rer Vorfahren mögen hier ihren Ursprung genommen haben. Die Angst vor dem Dunkel, und damit vor dem Unbekann- ten, war wohl ständig vorhanden und wurde als Bedrohung empfunden. Erst 1 825 trat mit der Erfindung des Gaslichtes eine entscheidende Wende ein. Daß es dann noch einmal gut 50 Jahre dauerte, bis Edison 1879 sei- ne elektrische Glühlampe mit Kohlefa- den vorstellen konnte, ist in unserer schnellebigen Zeit kaum zu fassen. Das elektrische Licht hat uns von der Dunkelheit befreit. Kerzen sind nur noch dazu da, um festliche Stunden gemüt- voller zu gestalten, Geburtstage zu ver- schönern oder den festlich gedeckten

Technische Leuchten im Wohnbereich

den festlich gedeckten Technische Leuchten im Wohnbereich Tisch noch feierlicher zu machen. Eine Funktion, die

Tisch noch feierlicher zu machen. Eine Funktion, die darüber hinausgeht, haben sie lediglich bei einem Stromausfall, und der ist zum Glück sehr selten. Leider wird das elektrische Licht in der Woh- nung häufig noch so genutzt, als gelte es, eine Kerze vor Zugluft zu bewahren. Man umhüllt die Lampe mit einem Schirm, stellt die Fassungen auf kleine Tellerchen, die früher einmal die Aufga- be hatten, das tropfende Kerzenwachs aufzufangen. Diese nostalgischen Remi- niszenzen haben über Jahrzehnte ver- hindert, daß die Möglichkeiten der Licht- gestaltung sich entfalten konnten. Erst in den letzten Jahren zeichnet sich der Wandel zu einem vernünftigen Lichtbe- wußtsein ab. Durch die Entwicklung von Lichtsystemen, von Downlights und Strahlerprogrammen wurden die Voraus- setzungen dafür geschaffen. Die Com- putertechnologie hat die Herstellung von besseren Reflektoren ermöglicht. So bekannte Designer wie Roger Tallon, Frankreich, Ettore Sottsass, Italien, Terence Conran, England, und Dieter Witte, Deutschland, haben im Auftrag von ERCO die Form der Leuchte und die Funktion des Lichtes in das rich-

tige Verhältnis gebracht. Zunächst nutzten Architekten, Innenar- chitekten und Planungsingenieure die Möglichkeiten, die ihnen das Medium Licht plötzlich bot. Der Verbraucher

die ihnen das Medium Licht plötzlich bot. Der Verbraucher stand, bis auf wenige Ausnahmen, den Dingen

stand, bis auf wenige Ausnahmen, den Dingen vorerst reserviert gegenüber. Ihm schienen die neuen „Lichtmaschi- nen in der Wohnung unvorstellbar zu sein. Daß man Gemäldegalerien, Bou- tiquen oder Hotels mit Strahlern oder aus Löchern in der Decke — sprich Downlights —gut und wirkungsvoll beleuchtete, war ja noch einzusehen. Daß aber in den eigenen vier Wänden das Hochzeitsgeschenk von Tante Emma, der Kronleuchter, durch Strahler an Stromschienen ersetzt werden sollte, war denn doch ein wenig utopisch. Das Hauptproblem für fast alle Verbrau- cher besteht darin, daß man sich Licht- wirkungen so schwer vorstellen kann

daß man sich Licht- wirkungen so schwer vorstellen kann und die faszinierenden Möglichkeiten des Lichtes nicht
daß man sich Licht- wirkungen so schwer vorstellen kann und die faszinierenden Möglichkeiten des Lichtes nicht

und die faszinierenden Möglichkeiten des Lichtes nicht kennt. So wird immer wieder der Fehler gemacht, daß man Beleuchtungskörper wie Möbelstücke kauft und hinterher enttäuscht ist, wenn sie die Erwartungen nicht erfüllen. Ein- fach deshalb, weil man sich über Wir- kung und Funktion einer Leuchte nicht im klaren ist. Bei einer Marktbefragung vor einigen Jahren waren über 80 % der Befragten mit ihrer Beleuchtung nicht zufrieden. Eine Zahl, die nicht weiter überrascht, wenn man bedenkt, wie schlecht noch viele Endverbraucher infor- miert sind. Das Ergebnis einer Untersu- chung, die vor kurzem durchgeführt wurde, ist nicht weniger bedenklich. Die

Mehrzahl fand den Leuchtenkauf zu schwierig und das Leuchtenangebot zu umfangreich. Was wir brauchen, sind nicht noch mehr Leuchten, sondern bes- seres Licht. Wir brauchen genau auf Funktion berechnete und gestaltete Leuchten und Leuchtensysteme, um die Probleme im privaten Bereich zu lösen. Daß diese Leuchten anders aussehen als die Kerzenhalter unserer Ahnen, ist zu erwarten. So wenig wie ein Radioge- rät einem Musikinstrument gleichen kann, so wenig kann eine technische Leuchte, die eine bestimmte Funktion zu erfüllen hat, einem Kerzenleuchter gleichen. Wenn diese einfache Erkennt- nis Allgemeingut geworden ist, dann

diese einfache Erkennt- nis Allgemeingut geworden ist, dann wird man in der Zukunft nur noch Licht
diese einfache Erkennt- nis Allgemeingut geworden ist, dann wird man in der Zukunft nur noch Licht

wird man in der Zukunft nur noch Licht für bestimmte Bereiche und Anwendun- gen kaufen. Selbstverständlich müssen technische Leuchten eine hervorragen- de Designqualität haben, um sich in die

Raumarchitekturzu integrieren. ERCO hat von Anfang an, neben der Technik, dem Bereich des Produktdesigns die größte Aufmerksamkeit geschenkt. Die intensive Auseinandersetzung mit der Produktgestaltung hat uns internationale Anerkennung von Fachleuten und zahl- reiche Design-Preise gebracht, sie bestätigen die Richtigkeit des einge- schlagenen Weges. Eine Reihe unserer Produkte zählt heute schon zu den Klas- sikern. Wir sind davon überzeugt, daß die technische Leuchte salonfähig wird, einfach deshalb, weil der Fortschritt sich nicht aufhalten läßt.

daß die technische Leuchte salonfähig wird, einfach deshalb, weil der Fortschritt sich nicht aufhalten läßt. 2
Japan: Licht ohne Sehkomfort Wie alle westlichen Wirtschaftsnatio- nen, so hat auch Japan nach dem
Japan: Licht ohne Sehkomfort Wie alle westlichen Wirtschaftsnatio- nen, so hat auch Japan nach dem
Japan: Licht ohne Sehkomfort Wie alle westlichen Wirtschaftsnatio- nen, so hat auch Japan nach dem
Japan: Licht ohne Sehkomfort Wie alle westlichen Wirtschaftsnatio- nen, so hat auch Japan nach dem

Japan:

Licht ohne Sehkomfort

Japan: Licht ohne Sehkomfort Wie alle westlichen Wirtschaftsnatio- nen, so hat auch Japan nach dem zwei-

Wie alle westlichen Wirtschaftsnatio- nen, so hat auch Japan nach dem zwei- ten Weltkrieg in einem gewaltigen Wie- deraufbau das Land hochgearbeitet. Daß dabei aus dem Land der Kirschblü- te, der Teezeremonie, der Gärten und der Stille ein effizientes, hochindustriali- siertes, mit Umweltproblemen belaste- tes Monster wurde, scheint unüberseh- bar. Doch ist die Wirtschaft, wie das alte Japan auch, nur ein Teil des Ganzen. Ähnlich wie bei uns werden jetzt Strö- mungen sichtbar, die eine Rückbesin- nung auf die alten kulturellen Werte dar- stellen, und besonders junge Leute set- zen sich immer stärker mit den klassi- schen Begriffen auseinander, indem sie versuchen, zu einer Synthese zwischen den Erfordernissen eines modernen Wirtschaftssystems und dem japani- schen Harmonieverständnis zu kom- men. Natürlich ist davon noch wenig zu se- hen, Resultate sind nur hier und da sichtbar, zum Beispiel in der Architektur, aber die Strömung entwickelt sich. 11 Millionen Einwohner Tokios kaufen täglich ein, gehen in Restaurants, arbei- ten und amüsieren sich. Allein 30 000 Restaurants, Bars und Coffee-Shops stehen zur Verfügung. Riesige Waren- häuser, deren Warensortimente weit un- sere westlichen Vorstellungen übetref- fen, bieten ihre Dienste an, und unge- zählte Einzelhandelsgeschäfte stellen die Versorgung der Bevölkerung sicher. Die Beleuchtung dieser Läden unter- scheidet sich zum Teil erheblich von der Beleuchtung, wie wir sie einsetzen. Zu- nächst einmal fällt auf, daß man dem Problem der Blendung fast gar keine

Aufmerksamkeit schenkt. Freistrahlende Leuchtstofflampen und Glühlampen werden breit eingesetzt und führen zu einem blendenden und gleißenden Licht, das eine billige Atmosphäre erzeugt, wie wir sie aus Cash-and-Carry- Märkten kennen. Daß darunter das Image der angebote- nen Ware leidet, wird inzwischen auch von den großen Warenhäusern wie WAKO, TAKASHIMAYA oder MITSU- KOSHI erkannt, und man fängt jetzt an, durch gerichtetes Licht gezielt die Warenpräsentation zu verbessern. Die hier gezeigten Aufnahmen vermitteln einen Eindruck über die eingeschlagene Richtung. Es fällt auf, daß das Niveau

der Schaufensterdekoration zum Teil sehr hoch ist. Eine Reihe dieser Dekora- tionen ist auch bei uns durch Veröffentli- chungen in Fachzeitschriften bekanntge- worden. Auch die riesigen Einkaufszentren von Tokio sind für einen Europäer interes- sant und faszinierend zugleich. Stunden- lang kann der Käufer durch ein Labyrinth von Stockwerken, Gängen und Hallen laufen. Rolltreppen befördern ihn in die unterirdischen Kauflandschaften. Er hat das Gefühl, durch endlose Marktstraßen zu wandern. Zahllose Verkäuferinnen und Verkäufer, in weißen oder farbigen Verkaufskitteln, offerieren links und rechts der Straßen die unübersehbare

offerieren links und rechts der Straßen die unübersehbare Warenfülle und den Überfluß einer hochentwickelten
offerieren links und rechts der Straßen die unübersehbare Warenfülle und den Überfluß einer hochentwickelten

Warenfülle und den Überfluß einer hochentwickelten Konsumgesellschaft. Dabei fällt auf, daß europäische Waren, und ganz besonders hochwertige Mar- kenartikel, beim japanischen Käufer au- ßerordentlich gefragt sind. Der staunende Europäer hat den Ein- druck, daß es keinen Mangel an Bedie- nungspersonal gibt. Die sprichwörtliche Höflichkeit und Beflissenheit sind gera- dezu Balsam für eine europäische Käu- ferseele, die solche Dinge kaum noch kennt. So verwundert es eigentlich auch nicht, daß bei einem solchen Quanti- täts- und Qualitätsangebot auch die Preise ganz schön „gesalzen“ sind. Ja- pan ist teuer, und Tokio ist die teuerste Stadt der Welt. Aber die Japaner sind stolz darauf, sich Teures leisten und Teures schenken zu können.

Das Land ist knapp ein Drittel größer als die Bundesrepublik, aber nur 30 % der

Das Land ist knapp ein Drittel größer als die Bundesrepublik, aber nur 30 % der Fläche eignen sich für die Besiedelung. Auf diesem Raum leben fast doppelt so viele Menschen wie in Deutschland. Trotz der totalen Ubervölkerung des süd- lichen Teiles zählt Japan zu den gesün- desten Ländern der Welt. Vom Meer umgeben und von riesigen Waldflächen bedeckt, hat das Land keine großen Kli- maschwankungen zu verzeichnen. Ent- sprechend ausgeglichen ist auch das Wesen des japanischen Menschen. Mit den Problemen der Umweltver- schmutzung mußte sich Japan ebenso auseinandersetzen wie alle anderen In- dustrienationen auch. Denn Wiederauf-

wie alle anderen In- dustrienationen auch. Denn Wiederauf- bau und wirtschaftliches Wachstum hatten zunächst einmal
wie alle anderen In- dustrienationen auch. Denn Wiederauf- bau und wirtschaftliches Wachstum hatten zunächst einmal

bau und wirtschaftliches Wachstum hatten zunächst einmal Vorrang. So konnte es nicht ausbleiben, daß man mit der natürlichen Umwelt teilweise recht leichtsinnig umgegangen ist. Eine Zeitlang waren Skandale der Umwelt- verschmutzung an der Tagesordnung. Die Gefahr wurde jedoch erkannt und, wie es scheint, auch gebannt. Die Un- ternehmen mußten bis zu 25 % ihrer Investitionen für Schutzmaßnahmen ausgeben. Das waren in der Tat harte Auflagen, die sich aber offensichtlich gelohnt haben.

In den Bereichen der generellen Archi- tekturbeleuchtung, zum Beispiel in Ver- waltungen, Schulen oder öffentlichen Bauten, liegt die Qualität der Beleuch- tungsanlagen deutlich unter unseren Standards. Zwar sind die Beleuchtungs- stärken noch in etwa ähnlich, aber der Sehkomfort der Anlagen ist sehr schlecht. Das billigste Material wird zur Beleuchtung genommen, und Fragen wie Blendungsbegrenzung, Darklight- Technik, Reflektionsblendung werden gar nicht erst diskutiert, geschweige denn berücksichtigt. Nach Angaben eines japanischen Leuchtenherstellers werden nur etwa 0,8 % der Bausumme für die Beleuchtung von Verwaltungen

0,8 % der Bausumme für die Beleuchtung von Verwaltungen ausgegeben, die zur Topklasse zählen. Bei uns
0,8 % der Bausumme für die Beleuchtung von Verwaltungen ausgegeben, die zur Topklasse zählen. Bei uns

ausgegeben, die zur Topklasse zählen. Bei uns kann man etwa das Doppelte veranschlagen. Somit präsentieren auch die japanischen Verwaltungsbauten einen Qualitätsstandard in der Beleuch- tung, der etwa 15 Jahre hinter dem deutschen Niveau liegt. Auf dem Gebiet der Hotelbeleuchtung auf der anderen Seite ist man internatio- nal ebenbürtig, zum Teil sogar führend. Hier spürt man die hohe Gastlichkeit

und den enormen Service der Japaner in allen Details, also auch in der Beleuch- tung. Alles in allem läßt sich sagen, daß die Japaner in raschen Schritten den Anschluß an die westliche Leuchten- technik gewinnen und vielleicht sogar eines Tages, wie auf so vielen Gebieten vorher, die Trends bestimmen werden. Anfänge in solch eine Richtung sind zu erkennen, und wir konnten bei unseren

eine Richtung sind zu erkennen, und wir konnten bei unseren Gesprächen feststellen, daß man sich über
eine Richtung sind zu erkennen, und wir konnten bei unseren Gesprächen feststellen, daß man sich über
eine Richtung sind zu erkennen, und wir konnten bei unseren Gesprächen feststellen, daß man sich über

Gesprächen feststellen, daß man sich über den Unterschied und den Abstand zu den westlichen Kollegen durchaus im klaren ist. Natürlich ist noch ein weiter Weg, besonders auf dem Gebiet der An- wendungstechnik, zurückzulegen. Das Bewußtsein für die Probleme der Licht- technik entwickelt sich nicht über Nacht wie wir aus eigener Erfahrung wissen. Das vielbeschworene Lichtbewußtsein ist von einem Erziehungsprozeß, der Jahre dauert, abhängig und kann nur durch eine konstante Arbeit entstehen.

Heute können die Menschen an den Wochenenden wieder in einer intakten Natur ihren Hobbys nachgehen.
Heute können die Menschen an den Wochenenden wieder in einer intakten Natur ihren Hobbys nachgehen.

Heute können die Menschen an den Wochenenden wieder in einer intakten Natur ihren Hobbys nachgehen. Sie kön- nen, je nach Neigung und Vergnügen, angeln, golfen oder zu einem der zahl- reichen Wasserfälle wandern. Die Ab- bildung zeigt den bekannten Drachen- kopf-Wasserfall im Nationalpark Nikko, 80 km von Tokio entfernt.

Für den an Architektur interessierten Be- obachter stellt sich die Frage, ob gewis- se Wesenszüge aus der Vergangenheit von den zeitgenössischen japanischen Architekten beibehalten, weiterentwik- kelt oder vernachlässigt worden sind. Die Geschichte der japanischen Bau- kunst unterscheidet sich erheblich von der des Westens. In Japan haben sich keine großen stilistischen Wandlungen vollzogen, keine heftigen Brüche in der Entwicklung und keine plötzlichen Re- naissance-Bewegungen. Es hat im Laufe der Jahrhunderte zwei deutlich zu unter- scheidende Konstruktionsarten gege- ben. Eine davon wird durch die Tempel verkörpert, die aus wuchtigen Holzstäm-

durch die Tempel verkörpert, die aus wuchtigen Holzstäm- men erbaut wurden. Die andere ist durch das
durch die Tempel verkörpert, die aus wuchtigen Holzstäm- men erbaut wurden. Die andere ist durch das
durch die Tempel verkörpert, die aus wuchtigen Holzstäm- men erbaut wurden. Die andere ist durch das

men erbaut wurden. Die andere ist durch das Teehaus mit seinen zerbrech- lich wirkenden Wänden und leise ver- schiebbaren Türen vertreten. Diese beiden Wesenszüge japanischer Architektur , das Kraftvolle und das Zer- brechliche, haben in den ländlichen Ge- genden überwiegend fortbestehen kön- nen. In den hektisch gewachsenen Großstädten hingegen ist zunächst ein Mischmasch aus traditioneller, und aus nachempfundener westlicher Bauweise entstanden. Daneben entwickelte sich aber ein selbständiger, anspruchsvoller und modernerArchitekturstil, der für den Westen wiederum vorbildlich und be- fruchtend sein kann. Japanische Toparchitekten, hier sei stellvertretend nur Kenzo Tange er- wähnt, haben in den letzten Jahren avantgardistische Bauten geschaffen. Sie verarbeiten moderne Baustoffe wie Beton, Stahl und Glas ebenso, wie den roten Backstein. Seit es den Konstrukteuren gelungen ist, durch neue Baumethoden der ständig drohenden Erdbebengefahr Herr zu wer- den, sind die Städtebilder Japans mehr und mehr durch Hochhäuser geprägt.

drohenden Erdbebengefahr Herr zu wer- den, sind die Städtebilder Japans mehr und mehr durch Hochhäuser geprägt.
drohenden Erdbebengefahr Herr zu wer- den, sind die Städtebilder Japans mehr und mehr durch Hochhäuser geprägt.
drohenden Erdbebengefahr Herr zu wer- den, sind die Städtebilder Japans mehr und mehr durch Hochhäuser geprägt.

Bodenbelag

und

Beleuchtung

1

Reflexionsgrad des Bodens: 0,80. Ähnlich RAL9O10(Reinweiß). Decke sehr gut aufgehellt. Wände sehr ausgeglichen beleuchtet.

2

Reflexionsgrad des Bodens: 0,75. Ähnlich RAL 1015 (Hellelfenbein). Decke sehr gut aufgehellt. Wände ausgeglichen beleuchtet.

3

Reflexionsgrad des Bodens: 0,40. Ähnlich RAL 7035 (Lichtgrau). Decke gut aufgehellt. Wände leicht ungleichmäßig beleuchtet.

4

Reflexionsgrad des Bodens: 0,25. Ähnlich RAL 1011 (Braunbeige). Decke mäßig aufgehellt, verfärbt. Wände ungleichmäßig beleuchtet, verfärbt.

Wie wirkt sich die Farbe des Bodenbela- ges auf die Beleuchtung aus? Theore- tisch ist klar, daß sich die Beleuchtung aus einem direkten und einem indirek- ten Anteil zusammensetzt. Der direkte Anteil kommt ohne Beeinflussung durch die Farben im Raum auf die zu beleuch- tende Fläche. Der indirekte Anteil ge- langt erst nach mindestens einer Refle- xion an einer Raumbegrenzungsfläche oder an einem Gegenstand im Raum auf die zu beleuchtende Fläche. Somit wird dieser indirekte Anteil hinsichtlich Inten- sität und Farbe von den reflektierenden Flächen beeinflußt. Um die Antwort der Theorie für die Praxis zu verdeutlichen, haben wir den Modellraum (siehe Licht-

zu verdeutlichen, haben wir den Modellraum (siehe Licht- bericht 2, Seite 12 + 13) mit sieben
zu verdeutlichen, haben wir den Modellraum (siehe Licht- bericht 2, Seite 12 + 13) mit sieben
zu verdeutlichen, haben wir den Modellraum (siehe Licht- bericht 2, Seite 12 + 13) mit sieben
zu verdeutlichen, haben wir den Modellraum (siehe Licht- bericht 2, Seite 12 + 13) mit sieben

bericht 2, Seite 12 + 13) mit sieben un- terschiedlichen Böden unter sonst glei- chen Bedingungen fotografiert. Die Bild- reihe zeigt ganz klar, daß bei dunklen Bodenfarben die Beleuchtung ungleich- mäßiger wird als bei hellen und daß Decke und Wände teilweise die Boden- farbe annehmen. Die größere Ungleich- mäßigkeit kommt durch Verringerung des Indirektanteils zustande, der bei hel- len Böden (Reflexionsgrad ab 0,30) mehr als zehn Prozent der Gesamt-Be- leuchtungsstärke ausmacht. Anders ausgedrückt: Dunkle Böden kosten zehn Prozent Beleuchtüngsstärke oder zehn Prozent mehr Aufwand an Energie für gleiche Beleuchtungsstärke. Abgesehen

an Energie für gleiche Beleuchtungsstärke. Abgesehen vom Bodenbelag herrschten bei allen Aufnahmen gleichbleibend
an Energie für gleiche Beleuchtungsstärke. Abgesehen vom Bodenbelag herrschten bei allen Aufnahmen gleichbleibend
an Energie für gleiche Beleuchtungsstärke. Abgesehen vom Bodenbelag herrschten bei allen Aufnahmen gleichbleibend
an Energie für gleiche Beleuchtungsstärke. Abgesehen vom Bodenbelag herrschten bei allen Aufnahmen gleichbleibend

vom Bodenbelag herrschten bei allen Aufnahmen gleichbleibend folgende Be- dingungen: Reflexionsgrad der Decke:

0,80. Reflexionsgrad der Wände: 0,50. Beleuchtung durch vier Downlights 8701 mit silber-eloxiertem Darklight- Reflektor, bestückt mit A-Lampen, 150 Watt, innenmattiert.

5

Reflexionsgrad des Bodens: 0,1 7. Ähnlich RAL 3000 (Feuerrot). Decke stark verfärbt. Wände stark ungleichmäßig beleuchtet, verfärbt.

6

Reflexionsgrad des Bodens: 0,10. Ähnlich RAL 8015 (Kastanienbraun). Decke kaum aufgehellt, stark verfärbt. Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet, verfärbt.

7

Reflexionsgrad des Bodens: 0,02. Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet.

Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11
Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11
Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11
Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11
Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11
Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11
Ähnlich RAL 9005 (Tiefschwarz). Decke dunkel; Boden ungleichmäßig, Wände sehr ungleichmäßig beleuchtet. 10 11

Das Kasseler Kulturspektakel

Umstritten war sie eigentlich schon seit 1955, und daran hat sich offenbar nichts geändert. Die „documenta 6“ sorgte auch in diesem Jahr wieder für ausreichenden Gesprächsstoff. Merk- würdigerweise wurden die Menschen auf dieser documenta am stärksten von Veranstaltungen gefesselt, die den stati- schen Gattungsbegriff sprengten, die nicht den Formsinn, sondern unsere Erlebnisbereitschaft ansprachen. Es war kein Zufall, daß etliche der Attraktionen nicht mehr in geschlossenen Räumen, sondern unter freiem Himmel stattge- funden haben. Dazu gehörte nicht zuletzt das Laser- Environment des Kommunikationsdesig-

ners Horst H. Baumann aus Düsseldorf. Die Zukunft des Lasers hat eben erst be- gonnen, wirtschaftlich, aber auch als Kunstelement. Die Laser-Gestaltung auf der documenta war ein Symbol der Zu- kunftsbejahung. Sie kündete von einem Sieg des Menschen über die Unzuläng- lichkeit seiner bisherigen Lichtquellen. Immer bestand das Licht aus einer Viel- zahl von Farben und damit verschiede- ner Wellen. Immer nahm es bei zuneh- mender Entfernung von der Lichtquelle an Intensität rasch ab. Das verminderte seine Nutzung als Arbeitsmittel, denn Licht kann ja viel mehr als leuchten. Der Laser, Licht in seiner reinsten Form, eröffnet ungeahnte Möglichkeiten.

In der Medizin, in der Materialbearbei- tung, in der Satellitendistanzmessung, in der Meßtechnik und in der Diagnostik ist er heute schon zu finden. Einem La- serstrahl lassen sich Informationen auf- modulieren, das könnte im Zusammen- hang mit Kabelfernsehen, Bildtelefon, elektronischer Zeitung und Datenbank interessant werden. ERCO unterstützte das Laser-Environment auf der docu- menta 6 deshalb, weil ERCO in erster Linie Licht verkauft.

menta 6 deshalb, weil ERCO in erster Linie Licht verkauft. Die Reflexion des roten Laserstrahls in
menta 6 deshalb, weil ERCO in erster Linie Licht verkauft. Die Reflexion des roten Laserstrahls in

Die Reflexion des roten Laserstrahls in dem ruhigen Wasserspiegel eines Seitenkanals erzeugte ungewöhnlich reizvolle und unvergeßliche Perspek- tiven.

ungewöhnlich reizvolle und unvergeßliche Perspek- tiven. Das Einrichten der erforderlichen Ge- räte für das

Das Einrichten der erforderlichen Ge- räte für das Laser-Experiment verlangte äußerste Präzision. Horst H. Baumann überwachte persönlich den Einsatz.

für das Laser-Experiment verlangte äußerste Präzision. Horst H. Baumann überwachte persönlich den Einsatz. 12 13
Kunst Fensterdamen im in Licht Hamburg Die Kunst lebt vom Licht. Nicht nur die Kunst,

Kunst

Fensterdamen

im

in

Licht

Hamburg

Die Kunst lebt vom Licht. Nicht nur die Kunst, natürlich nicht, aber sie in ganz besonderem Maße. Die Beleuchtung von Kunstwerken gehört nach wie vor zu den schwierigen Aufgaben der Licht- technik. Kaum ein Thema kann so kon- trovers behandelt werden, wie gerade dieses. Das Hauptproblem bei der Beleuchtung von Museen und Galerien liegt heute weniger auf dem techni- schen als auf dem konzeptionellen Gebiet. Zur Zeit kristallisieren sich zwei Richtungen heraus, die zwar nebenein- ander und gleichberechtigt laufen, beleuchtungstechnisch aber speziell behandelt werden müssen. Das Gemäldemuseum vertritt die eine

werden müssen. Das Gemäldemuseum vertritt die eine tektur im Regelfall für die Integration von Sachverhalten
werden müssen. Das Gemäldemuseum vertritt die eine tektur im Regelfall für die Integration von Sachverhalten

tektur im Regelfall für die Integration von Sachverhalten gebraucht. Sie ist nicht nur Gehäuse, sondern auch viel- fach Bühne und Kulisse für die Samm- lung. In diesem Falle muß die Beleuch- tung unterstützend eingreifen, darf inter- pretieren, dramatisieren und Akzente setzen. Spotlights mit engen Lichtke- geln sind die geeigneten technischen Mittel dafür. Für beide Museumsrich- tungen gilt aber der Grundsatz: Je früher sich Architekt, Museumsleitung und Lichtplaner zusammensetzen, desto si- cherer ist der Erfolg für das Gesamtpro- jekt. Die Sorgfalt der Planung entschei- det, ob das Museum von den Besuchern angenommen und verstanden wird.

Richtung, das technische oder das völ- kerkundliche Museum die andere. Wenn es darum geht, Gemälde und Graphiken zu beleuchten, dann haben Architektur und Raumgestaltung lediglich als Gehäu- se zu dienen und hinter das Ausstel- lungsgut zurückzutreten. Die Beleuch- tung darf in solch einem Museum keine Akzente setzen, sie sollte gleichmäßig, aber nicht zu hell sein. Mit Wandflutern wird man dieser Forderung am ehesten gerecht werden, sie stellen allerdings keineswegs die einzige Lösung dar. Eine umfangreiche Planungsarbeit ist not- wendig, um optimale Sehbedingungen zu erreichen. Im technischen Museum wird die Archi-

zu erreichen. Im technischen Museum wird die Archi- 14 Schaufenster sind das Hauptwerbemit- tel des
zu erreichen. Im technischen Museum wird die Archi- 14 Schaufenster sind das Hauptwerbemit- tel des
zu erreichen. Im technischen Museum wird die Archi- 14 Schaufenster sind das Hauptwerbemit- tel des
zu erreichen. Im technischen Museum wird die Archi- 14 Schaufenster sind das Hauptwerbemit- tel des
zu erreichen. Im technischen Museum wird die Archi- 14 Schaufenster sind das Hauptwerbemit- tel des

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Schaufenster sind das Hauptwerbemit- tel des Einzelhandels und dienen dazu, den Leistungsbereich und die Ware in ansprechender, auf den Konsumenten abgestimmter Form zu zeigen. Die Gestaltung der Schaufenster ist in den letzten Jahrzehnten nach ästhetischen und psychologischen Gesichtspunkten entwickelt worden. Die Wirkung des Schaufensters beruht auf Größe, Lage, Blickfang, Warengruppierung und Beleuchtung. (Brockhaus, Band 16)

Wirkung des Schaufensters beruht auf Größe, Lage, Blickfang, Warengruppierung und Beleuchtung. (Brockhaus, Band 16) 15
Wirkung des Schaufensters beruht auf Größe, Lage, Blickfang, Warengruppierung und Beleuchtung. (Brockhaus, Band 16) 15

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16 Wenn in dieser Reportage von „Fenster- damen“ gesprochen wird, dann möch- ten wir diesen

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16 Wenn in dieser Reportage von „Fenster- damen“ gesprochen wird, dann möch- ten wir diesen Begriff

Wenn in dieser Reportage von „Fenster- damen“ gesprochen wird, dann möch- ten wir diesen Begriff nicht mißverstan- den wissen. Hier handelt es sich keines- wegs um Mitglieder des ältesten Ge- werbes, sondern um jene wesenlosen Geschöpfe, die in Schaufenstern herum- stehen und Bekleidung im weitesten Sinne des Wortes demonstrieren. Der Brockhaus hat mit seiner kargen Defini tion über das Schaufenster im allgemei- nen sicher recht. Die Aufnahmeserie, die der Fotograf Timm Rautert in dem Modehaus Thomsen für uns geschos- sen hat, zeigt allerdings, daß ein hohes Maß an künstlerischem Einfühlungsver- mögen notwendig ist, um Mode so mo-

Einfühlungsver- mögen notwendig ist, um Mode so mo- disch und erotisch zu präsentieren. Es ist nun
Einfühlungsver- mögen notwendig ist, um Mode so mo- disch und erotisch zu präsentieren. Es ist nun

disch und erotisch zu präsentieren. Es ist nun einmal die Aufgabe des Schau- fensters, eine Atmosphäre zu kreieren, die den Traum vom weiblichen Chic vi- sualisiert. Dazu genügt es nicht allein, die kühlen und unnahbaren Fensterda- men, um bei dem Ausdruck zu bleiben, richtig zu gruppieren, es ist genauso wichtig, sie in das richtige Licht zu rük- ken. Die oft blasierten und überzüchte- ten Gesichter der Schaufensterfiguren können durch eine positive Beleuch- tung so überhöht werden, daß sie bei aller Distanz schon wieder anziehend wirken, und darauf kommt es letztlich an. Der Display-Manager von Thomsen, Hans Damen, gehört zu der internatio-

von Thomsen, Hans Damen, gehört zu der internatio- nalen Elite der Schaufenstergestalter. Schon häufig wurden
von Thomsen, Hans Damen, gehört zu der internatio- nalen Elite der Schaufenstergestalter. Schon häufig wurden

nalen Elite der Schaufenstergestalter. Schon häufig wurden Fensterfronten von ihm in der Schweizer Fachzeitschrift „INSPIRATION“ veröffentlicht. Diese nennt sich im Untertitel auch „ZEIT- SCHRIFT FÜR VISUELLE FASZINA- TION“. Und visuelle Faszination sollen auch die Dekorationen von Hans Damen und seinem Team vermitteln. Mode- trends, Modelinien, Stoffdesigns, Schnitte und das Gefühl für das Tragbare kommen in seinen Displays zum Aus- druck. Jahrelange Erfahrung ist notwen- dig, um dieses Ziel zu erreichen. Es ist wie im Theater, man braucht ein drama- turgisches Konzept für die Schaufenster- gestaltung. Dazu gehört auch das sorg-

die Schaufenster- gestaltung. Dazu gehört auch das sorg- fältige Setzen und Ausrichten der Strahler an Stromschienen
die Schaufenster- gestaltung. Dazu gehört auch das sorg- fältige Setzen und Ausrichten der Strahler an Stromschienen

fältige Setzen und Ausrichten der Strahler an Stromschienen und der bewußte Ein- satz von Licht und Schatten, von Hell- und Dunkelzonen. Erst dadurch ist der optimale Effekt bei der Warenpräsenta- tion zu erreichen. Der Beschauer muß die Möglichkeit haben, sich mit der aus- gestellten Ware zu identifizieren. Wie steht es noch im Brockhaus? Schaufen- ster sind das wichtigste Werbemittel des Einzelhandels. Die Glitzerwelt der Schaufensterfiguren ist sicher ein we- sentlicher Teil der Warenpräsentation. Das gerichtete Licht spielt in dieser Welt der Mode eine überragende Rolle. Die künstliche Welt der Fensterdamen hat das Publikum schon immer stark in-

Welt der Fensterdamen hat das Publikum schon immer stark in- teressiert. Erst kürzlich veröffentlichte Heinz Schubert
Welt der Fensterdamen hat das Publikum schon immer stark in- teressiert. Erst kürzlich veröffentlichte Heinz Schubert

teressiert. Erst kürzlich veröffentlichte Heinz Schubert — den meisten als Dar- steller von Ekel Alfred besser be- kannt — im Stern eine vielbeachtete Fo- toserie von Schaufensterfiguren. Jahre- lang hatte Heinz Schubert Fensterda- men als Hobby fotografiert und zum Schluß eine Dokumentation über ihre Welt erhalten, die sehenswert ist.

Fensterda- men als Hobby fotografiert und zum Schluß eine Dokumentation über ihre Welt erhalten, die sehenswert
Fensterda- men als Hobby fotografiert und zum Schluß eine Dokumentation über ihre Welt erhalten, die sehenswert

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TM -Spots und Zubehör Ein Strahlersystem im Studiocharakter für den kommerziellen Anwender und für den
TM -Spots und
Zubehör
Ein Strahlersystem im Studiocharakter
für den kommerziellen Anwender und
für den technisch interessierten Endver-
braucher. Das Grundmodell kann durch
ein umfangreiches Zubehör so verändert
werden, daß es die Beleuchtungsproble-
me in den unterschiedlichsten Anwen-
dungsbereichen lösen kann. Wir liefern
den Strahler einmal mit Adapter für die
3 -Phasen-Stromschiene und zum ende-
ren mit Einzelarmatur für die Wand- oder
Deckenmontage. Er ist aber auch mit
einem Stativ lieferbar und damit erwei-
tert sich der Spielraum dieses Strahler-
systems erheblich.
Das Gehäuse ist aus Druckguß gefer-
tigt und wird in den Farben Schwarz
oder Weiß geliefert. Auf die Führungs-
stäbe an den Seiten wird das Zubehör
aufgesteckt und festgeschraubt. Eine
Skala für Neigungswinkel erleichtert
das genaue Ausrichten ganzer
Strahlerbatterien
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Ein Filterhalter ist in erster Linie für die
Aufnahme von Glasfarbfiltern oder Cine-
moidfiltern (das sind Kunststoffolien)
bestimmt. Er kann aber auch eine Stu-
fenlinse oder ein Sicherheitsglas auf-
nehmen
Das gesamte Zubehör-Angebot umfaßt
folgende Teile:
1. Motorgetriebenes Farbrad
2. Reflektor für Allgebrauchslampen
3. Rillenblende
4. Parallelraster
5. Kreuzraster
6. Skulpturenvorsatz mit Linse
7. Wandfluter
8. Filterhalter
9. Glasfarbfilter
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10. Cinemoid-Farbfilter
11. Stufenlinse
12. Blendschutzklappen
Wir liefern außerdem:

BlendschutzkIappen wurden bisher fast ausschließlich in der Film- und Fernseh- technik verwendet. Sie haben inzwi- schen Eingang in die Schaufenster- und Ladenbeleuchtung gefunden. Daß sie jetzt auch im Wohnbereich eingesetzt werden, ist darauf zurückzuführen, daß die Abschirmung des seitlichen Streu- lichtes als angenehm empfunden wird.

Konturenstrahler mit Bildmasken für ek- kige Bildausschnitte. Konturenstrahler mit lrisblende für runde Lichtkegel. Kon turenstrahler für die Projektion von Dia- positiven und Wechselobjektive mit ver- schiedenen Brennweiten.

und Wechselobjektive mit ver- schiedenen Brennweiten. 3 Die Aufgabe der Rillenblende besteht darin, Reflexe, die

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Die Aufgabe der Rillenblende besteht darin, Reflexe, die an den Rändern einer Leuchte auftreten, weitgehend abzu- schwächen oder sogar aufzuheben. Das Innere einer Rillenblende wird immer dunkel erscheinen.

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Der Blendrasterring mit Kreuzraster wird immer dann eingesetzt, wenn eine mög- Iiche Blendung durch den Strahler aus technischen Gründen nicht restlos zu verhindern ist, Das Blendraster wird die- se Gefahr weitgehend ausschalten.

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Der Vorsatz mit Reflektor und Streulinse macht aus dem Strahler einen Wandflu- ter, dessen Funktion darin besteht, Wandflächen gleichmäßig auszuleuch-

ton. Für diese Aufgabe werden in der Regel mehrere Wandfluter erforderlich sein.

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Tonstudio

Berlin

Tonstudio Berlin 20 Vor rund einem Jahr wurde in Berlin ei- nes der modernsten Tonstudios gebaut.

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Vor rund einem Jahr wurde in Berlin ei- nes der modernsten Tonstudios gebaut. Die relativ seltene Aufgabe, ein solches Studio zu beleuchten, scheint uns inter- essant genug, darüber zu berichten. Gleichzeitig möchten wir über die Pro- bleme informieren, die eine derartige Aufgabe stellte.

Jedes Jahr kommen ungeheure Mengen von Film- und Fernsehproduktionen nach Deutschland. Der größte Teil kommt aus den USA, eine beachtliche Zahl aber auch aus dem europäischen Ausland und aus anderen übersee- ischen Ländern. Ganze Serien, wie Bo- nanza, Kojak, Daktari oder Dr. Kimble, brachen über uns herein, und auch für die Kinder stellt die Sesamstraße mit Er- nie und Bert einen beachtlichen Dauer- brenner. Auf der Filmseite sieht das Bild nicht anders aus. Ein Großteil unserer Kinoprogramme wird durch ausländi- sche Produktionen bestritten, die zu- nächst einmal in ihrer Muttersprache vorliegen.

die zu- nächst einmal in ihrer Muttersprache vorliegen. Im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern, die fast

Im Gegensatz zu den skandinavischen Ländern, die fast alle Kino- oder Fern- sehfilme mit Untertiteln laufen lassen, werden in Deutschland die ausländi- schen Filme durchweg synchronisiert. Diese Synchronarbeit ist eine der Aufga- ben des Tonstudios, über das wir hier berichten. Umfangreiche technische Installationen sind die Voraussetzungen für diese Arbeit. Neben Tonbandmaschi- nen für Aufzeichnung und Wiedergabe der Synchrontexte stehen Regieräume, Projektionsräume und der eigentliche schalldichte Aufnahmeraum mit Sicht- verbindung zur Regie. Synchronarbeit beschränkt sich aber nicht nur auf die Sprache, sie umfaßt auch Musikaufnah-

men für alle nur denkbaren Gelegenhei- ten. Die ganze Einrichtung mutet wie eine Mischung aus Diskothek und Scien- ce-fiction an und ist für Liebhaber der Technik ungeheuer reizvoll. Jedem Hi-Fi- Fan schlägt sicher das Herz höher ange- sichts der technischen Möglichkeiten, die dieses Studio bietet. Für das professionelle Fluidum der Räu- me wurde eine Beleuchtung gewählt, die auch vom Design dem technischen Image der Anlage entspricht. Viel Wert wurde darauf gelegt, daß das Licht den jeweiligen Erfordernissen entspricht bzw. angepaßt werden kann. So wurden fast ausschließlich Druckgußstrahler an Stromschienen eingesetzt, die mit den

Druckgußstrahler an Stromschienen eingesetzt, die mit den Möglichkeiten ihres Zubehörs am ehe- sten die gestellten
Druckgußstrahler an Stromschienen eingesetzt, die mit den Möglichkeiten ihres Zubehörs am ehe- sten die gestellten

Möglichkeiten ihres Zubehörs am ehe- sten die gestellten Ansprüche erfüllen. So kann man den Aufnahmeraum wie eine Diskothek beleuchten, um den Musikern bei bestimmten Aufnahmen gleich die richtige Atmosphäre zu lie- fern. Diese Möglichkeit ist deshalb wich- tig, um der Gefahr einer gewissen Steri- lität zu begegnen. Gleichzeitig muß der Raum so abgedunkelt werden können, daß bei der Sprachsynchronisation die Sprecher den Film sehen, aber auch gleichzeitig ihre Manuskripte lesen kön- nen. Für Umbauarbeiten im Studio sind wiederum hohe Beleuchtungsstärken notwendig, damit keine technischen Fehler passieren. Im Regieraum sind die Probleme anders gelagert. Zwar mußte die Beleuchtungsstärke auch hier varia- bel sein, damit die Schieberegler bei Tonaufzeichnungen einwandfrei zu erkennen sind. Doch war es vor allem wichtig, daß die Sichtverbindung zum Aufnahmeraum nicht beeinträchtigt wurde. Leuchten in Augenhöhe schie- den von vornherein aus, man wählte auch hier Strahler an Stromschienen. Die gefürchtete Reflexblendung auf der Sichtscheibe ließ sich durch sinnvolles

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22 Einrichten der Strahler leicht vermeiden, so daß optimale Sehbedingungen für die Arbeit entstanden. Für

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22 Einrichten der Strahler leicht vermeiden, so daß optimale Sehbedingungen für die Arbeit entstanden. Für den

Einrichten der Strahler leicht vermeiden, so daß optimale Sehbedingungen für die Arbeit entstanden. Für den Projektions- raum und die Tonbandmaschinen sind die vertikalen Beleuchtungsstärken besonders wichtig, diese ließen sich durch die Strahler leicht erzielen. Nur für den Filmprojektor wurde noch eine spe- zielle Lichtquelle installiert, da der kom- plizierte Transportmechanismus beson- ders kontrolliert werden sollte. Dieser Teil des Projektors hat schon manchen Amateur zur Verzweiflung gebracht, wenn er einen Filmsalat zu beseitigen versuchte. Die gesamte Beleuchtungs- anlage erfüllt die Erwartungen, die in sie gesetzt wurden. Uber die Synthese von Lichtqualität, Lichtfunktion, Leuchtende- sign und Architektur ist man besonders glücklich. Ähnlich gelagerte Probleme wird man auf vielen anderen Gebieten finden. Wenn man früh genug an ihre Lösung denkt, dann lassen sich immer vernünfti- ge Antworten auf die gestellten Fragen finden. Das rechtzeitige Zusammenspiel zwischen Architekten, Bauherren und Planungsingenieuren ist eine wichtige Voraussetzung hierfür.

Licht im Raubtierhaus

Bei unserem letzten Besuch in Berlin wurden wir durch einen Hinweis auf eine ungewöhnliche ERCO Leuchtenin- stallation aufmerksam. Im Raubtierhaus des Berliner Zoos blinzeln Löwen müde und träge die Besucher an, die vor dem Käfig stehen und darauf warten, daß et- was Aufregendes passiert. Aber im Lö- wenkäfig geht es gelassen zu, es scheint sogar so zu sein, daß die Löwen umgekehrt ihrerseits auf etwas Ab- wechslung hoffen. Ob derAngestellte des Zoos, der die Beleuchtung wartet, die gewünschte Abwechslung ist, darf bezweifelt werden. Ob der Fotograf, als er die Aufnahme machte, mehr Interes- se erweckte? Die Tiere zeigen sich nicht besonders animiert. Zum Thema Licht läßt sich folgendes sagen: daß es eigentlich keine besonde- ren Regeln gibt, nach denen ein Zoo lichttechnisch geplant werden könnte. Daß die Tiere empfindlich der Blendung gegenüber sind, ist sicher, ausgespro- chene Nachttiere dürften sogar stark darunter leiden. Besondere Beleuch- tungsstärken sind aber im Regelfall nicht nötig, da Tiere ja viel stärker als der Mensch andere Sinnesorgane zur Orientierung einsetzen. Geruchssinn und Gehör sind bei den meisten Tierar- ten besser entwickelt als beim Men- schen. Es genügt generell, wenn die Be- leuchtungsstärken so ausgelegt sind, daß die Besucher des Zoos die Tiere einwandfrei beobachten können. Beson- dere tierartentypische Problemstellun- gen müssen von den zuständigen Zoolo- gen genannt werden, so daß entspre- chende Beleuchtungsvorschläge ausgearbeitet werden können.

Im Berliner Zoo werden nebenbei be- merkt gar nicht die Tiere beleuchtet, sondern die Besucher. Einmal sollen die Tiere auch sehen, wer da so vor ihren Käfigen steht, zum anderen müssen die Besucher natürlich sehen können, wie sie gehen müssen. Zusammenfassend läßt sich sagen, daß die Beleuchtungs- planung eines Zoos zwar ein seltener Fall, aber trotzdem nicht allzu schwer ist. Die Grundprobleme der Lichttechnik sind immer ähnlich, nur die Objekte unterscheiden sich stark und werfen zum Teil schwierige Fragen auf.

Lichttechnik sind immer ähnlich, nur die Objekte unterscheiden sich stark und werfen zum Teil schwierige Fragen

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Das Laser-Environment von Horst H. Baumann, auf der documenta 6 in Kas- sel, sollte keineswegs ein Gegenpol zu dem 1000-m-Loch von Walter de Mari- as werden, wurde von zahlreichen Besu- chern aber als solcher verstanden. Es warauf jeden Fall ein eindrucksvolles „Schauspiel“, dem sich niemand ver- schließen konnte, der dabei war. Die Ab- bildung vermittelt einen interessanten Ausblick, bei dem die Schnittstelle bei- der Strahlen fast genau über dem Insel- tempel lag.

einen interessanten Ausblick, bei dem die Schnittstelle bei- der Strahlen fast genau über dem Insel- tempel

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