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Gleich im nächsten Vers spricht Gott mit Eva über das Thema "Nachkommenschaft",

über Schwangerschaft, Schmerzen, Geburt, das Verlangen der Frau und das Herrsche
n des Mannes. Eva hat dies so verstanden, daß ihr Sohn eben dieser Nachkomme wär
e (vgl. 1. Mose 4,1, H.J. Bräumer a.a.O.). Das Judentum dagegen hat diesen Vers
auf den Messias (bzw. auf dessen Herrschaft) gedeutet und das Christentum dann f
olgerichtig auf Jesus Christus.
Wir bleiben noch in 1. Mose 3 - fast versteckt findet sich noch ein weiterer, wi
chtiger Hinweis auf die Passion. In Vers 7 lesen wir, daß sich Adam und Eva Lend
enschurze aus Feigenblättern gemacht hatten. Doch in Vers 21 heißt es dann:
"Und Gott, der HERR, machte für den Menschen und seine Frau Kleider aus Fellen"
(1. Mose 3,21).
Warum handelte Gott so? Die Menschen hatten sich doch aus geflochtenen Feigenblä
ttern Lendenschurze gemacht. Das waren ihre eigenen Werke, ihre eigenen guten Ta
ten. Doch vor Gott genügten diese Schurze nicht. Gott tötet ein Tier, um daraus
Bekleidung für Adam und Eva zu machen. Blut mußte fließen, das Blut eines unschu
ldigen Tieres, das Gott opferte. Wir lernen daraus: Vor Gott reichen unsere "Len
denschurze" nicht. Sie können unsere Scham, unsere Schuld nicht bedecken. Damit
unsere Scham, unsere Schuld bedeckt wird, muß ein Unschuldiger geopfert werden.
Unsere eigenen Taten sind nicht ausreichend. Hier haben wir einen wichtigen Hinw
eis, warum der Christus für uns gestorben ist: Unsere eigenen guten Taten vermög
en unsere Sünden nicht zu bedecken. Wir können noch so sehr einen "Lendenschurz"
aus guten Taten flechten - es wird vor Gott niemals ausreichen, um unsere Schul
d, unsere Sünde zu bedecken. Gott weist den Weg: Ein Unschuldiger muß sterben, d
as Blut eines Unschuldigen muß fließen - und wir müssen uns diesen Tod des Unsch
uldigen "anziehen" wie einen Mantel. Als Christus am Kreuz starb und sein Blut f
ür uns vergossen hat, das Blut eines ganz und gar Unschuldigen, geschah genau di
es: Er starb für uns, weil unsere guten Taten nicht ausreichen, unsere Sünden au
szutilgen. Ohne den Tod des Christus gibt es für uns keine Befreiung von Schuld
und Sünde.
Vor dem Tod des Christus jedoch, vor der Passion Christi, als zwar das Blut eine
s Tieres vergossen worden war, reichte dies noch nicht aus, um die Sünde Adam un
d Evas auszutilgen: Gott vertrieb die Menschen dennoch aus dem Paradies. Das zei
gt uns, wie schwerwiegend Sünde tatsächlich ist. Nicht die guten Taten der Mensc
hen noch das Blut eines Opfertieres können die Sünde aufwiegen. Der Mensch muß d
ennoch das Paradies verlassen, und Gott stellt zwei Engel mit Flammenschwertern
vor das Paradies. Damit wurden die Menschen vom Paradies mit dem Baum des Lebens
, ja vom Leben selbst abgeschnitten.
Als Jesus aber am Kreuz stirbt, und ein Verbrecher, der mit ihm gekreuzigt wurde
, an Jesus gläubig wurde, da versprach Jesus ihm: "Ich sage dir, noch heute wirs
t du mit mir im Paradies sein" (Lukas 23,43). Der Tod Jesu am Kreuz also öffnet
wieder das Tor zum Paradies, zum ewigen Leben.
1. Mose 22: Die Opferung Isaaks
Die Beinahe-Opferung Isaaks ist ein deutliches Zeichen auf die Opferung des Mess
ias Jesus Christus. Nicht einmal so sehr die Opferung Isaaks selbst, sondern vie
lmehr, daß Gott seine Opferung im letzten Moment verhindert und Abraham das stel
lvertretende Opfer eines Widders ermöglichte. Isaak steht hier für den Menschen,
der dem Tode verfallen ist - jeder Mensch hat wegen seiner Sünden den Tod verdi
ent; vergleiche Römer 3,23 und 6,23 -, doch Gott greift ein und akzeptiert ein s
tellvertretendes Opfer.
Wir sind die dem Tode verfallenen Menschen. Wegen unserer Sünde haben wir den To
d verdient. Wir mißtrauen Gott, wir rebellieren gegen ihn, wir beten Götzen an -
all das trennt uns von Gott, schneidet uns vom Leben ab.
Jesus Christus aber bietet sich als das stellvertretende Opfer für uns an. Und s
o wie Gott das stellvertretende Opfer eines Widders anstelle der Opferung von Is
aak angenommen hat - ja selbst für dieses Opfertier gesorgt hat -, so nimmt Gott
auch das stellvertretende Opfer Jesu Christi an. Gott selbst hat dafür gesorgt,
daß Jesus in diese Welt kam, um an unserer Statt zu sterben. So verhindert Gott
unseren eigenen Tod und schenk uns ewiges Leben.
1. Mose 37-50: Josef
Josef, der Sohn Jakobs, wurde von seinen Brüdern verraten und verkauft, und Gott
berief ihn zum zweithöchsten Herrscher über Ägypten. Dies ist ein Vorbild für J
esus Christus, der von seinem Volk , den Juden, verworfen wurde. Einer seiner ei
genen Jünger, Judas Iskariot, verkaufte ihn für 30 Silberstücke, die Juden verla
ngten seinen Tod, die Römer kreuzigten ihn. Doch er erstand von den Toten und is
t nun der Herrscher aller Herrscher, der König aller Könige, der Herr aller Herr
en.
2. Mose 12 - Das Passah-Opfer und der Auszug aus Ägypten
Das Passah-Opfer, das Gott durch Mose befohlen hat, zeigt auf das Opfer Jesu Chr
isti, auf sein vergossenes Blut. Ein unschuldiges Tier wird getötet, und sein Bl
ut verhindert, daß der Todesengel das Leben der durch das Blut Geschützten forde
rt. Nur durch dieses vergossene Blut ist Errettung möglich.
3. Mose 16 - Die Opfergesetze
Die mosaischen Opfergesetze sind Zeichen für das vollkommene Opfer, das Gott sel
bst darbrachte, als er seinen Sohn Jesus Christus hingab und am Kreuz für unser
aller Sünden opferte (vergleiche dazu im Neuen Testament Hebräer 9-10).
Psalm 22 - Der leidende Christus
Nach Matthäus 27,46 betete Jesus, ehe er starb: »Eli, Eli, lemá sabachtháni? Das
heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?«. Das ist der Anfang
von Psalm 22, den er wahrscheinlich ganz betete.
Psalm 22 ist die Frage nach dem Warum und gibt zugleich die Antwort - ab Vers 4.
Vergleiche die Aussagen von Psalm 22 mit den Berichten von Jesu Leiden und Sterb
en. So vergleiche insbesondere Psalm 22,7-9 mit Matthäus 27,39-44; Psalm 22,17 m
it Jesaja 53,7 und Johannes 20,20-25; Psalm 22,19 mit Matthäus 27,35.
In den Versen 15-18 haben wir eine anschauliche Beschreibung der Kreuzigung (die
freilich damals unbekannt war!): »Die Knochen (der Hände, der Arme, der Schulte
rn und des Beckens) zertrennt (aus den Gelenken) (V. 15); der übermäßige Schweiß
, verursacht durch intensives Leiden (V. 15); die Tätigkeit des Herzens in Mitle
idenschaft gezogen (V. 15); die Kraft erschöpft; ein quälender Durst (V. 16); di
e Hände und Füße durchbohrt (siehe V. 17 [...], vgl. auch Johannes 20,22); durch
teilweise Nacktheit Verletzung des Anstands (V. 18); das alles ist mit dieser A
rt des Todes verbunden. Die Zustände, die hier erwähnt werden, wurden durch die
Kreuzigung Christi ganz genau erfüllt. Der trostlose Schrei in V. 2 (Matthäus 27
,46); die Stunden des Lichtes und der Finsternis in V. 3 (Matthäus 27,45); die v
erächtliche und demütigende Behandlung in Vv. 7-9.13.14 (Matthäus 27,39-44); das
Werfen des Loses in V. 19 (Matthäus 27,35); alles wurde wörtlich erfüllt. Wenn
man bedenkt, daß die Kreuzigung eine römische und nicht eine jüdische Form der T
odesstrafe war, so ist hier der Beweis für die Inspiration der Bibel unwiderlegb
ar erbracht« (Scofield-Bibel zu Vers 8). Solange Qumran keine Rolle spielte, kon
nte man von einer christlichen Fälschung von Psalm 22 ausgehen. Qumran mit seine
n vorchristlichen Handschriften beweist jedoch, das diese These unhaltbar ist. U
nd die Kreuzigung gab es zur Zeit Davids nachweislich noch nicht (und selbst wen
n man diesen Vers nicht David, sondern einer späteren Zeit zuschreibt, reichen a
uch die jüngsten Datierungen in eine Zeit, ehe die Kreuzigung erfunden wurde). S
o ist Psalm 22 entweder reiner Zufall, was vollkommen unmöglich ist, oder aber P
rophezeiung auf den Tod Jesu am Kreuz hin.
Die Funde in Qumran machen es also unmöglich, an eine christliche Fälschung zu g
lauben. Hätte jemand den Leidenspsalm zufällig so schreiben können, daß er genau
auf die Kreuzigung Jesu paßt? Und es ist ja nicht nur Psalm 22. Auch Jesaja 53
und andere Bibelstellen hauen, wie wir noch sehen werden, in die gleiche Kerbe.
So viele Zufälle kann es gar nicht geben. Hier kann man nur an das Wirken eines
allwissenden Gottes denken, der den Schreiber von Psalm 22 zu dieser erstaunlich
en Prophezeiung veranlaßte. Ins Gewicht fällt hier gar nicht mehr, daß in der Bi
bel die Zahl 22 durchgängig die Zahl des Leidens und des Opfers ist (vgl.. Gerha
rd Salomon, »Zahlen der Bibel«).
Übrigens bilden die Psalmen 22, 23 und 24 eine »Hirten-Trilogie«. »In Psalm 22 g
ibt der gute Hirte Sein Leben für die Schafe (Johannes 10,12); in Psalm 23 sorgt
der große Hirte, 'der aus den Toten heraufgeführt wurde... durch das But eines
ewigen Bundes' (Hebräer 13,20), in zarter Weise für Seine Schafe; in Psalm 24 er
scheint der oberste Hirte als König der Herrlichkeit, um seine Schafe zu belohne
n (1. Petrus 5,4)« (Scofield-Bibel zu Psalm 22,2). Wir haben also hier eine Konj
unktion von drei Sternen, den »großen Hirten-Stern«, der uns zu Jesus Christus f
ührt, dem guten Hirten (Johannes 10,11+14, lies den ganzen Text!).
Jesaja 53 - Christus, der Knecht Gottes
(Jesaja 52,13-53,12, im Folgenden der Bibeltext »in Anführungszeichen«, Kommenta
re aus der Scofield-Bibel in kursiver Schrift, eigene Kommentare in normaler Sch
rift. Zu dem Buch Jesaja ist anzumerken, daß in Qumran eine komplette Rolle dies
es Buches gefunden wurde, die von Archäologen auf die Mitte des zweiten Jahrhund
erts vor Christus datiert wurde, und die mit dem bis dahin kekannten - nur in ru
nd 1000 Jahre jüngeren Handschriften sowie in Übersetzungen überlieferten - Text
inhaltlich vollständig übereinstimmten.)
»Siehe, mein Knecht wird einsichtig handeln. Er wird erhoben und erhöht werden u
nd sehr hoch sein.«
Wenn auch die Geburt Christi schon in den vorigen Kapiteln vorausgesagt wurde (7
,14; 49,1-7), so beginnt doch hier erst der Abschnitt über Christus, den leidend
en Knecht des HERRN. Seine Erniedrigung im allgemeinen wird in Kap. 50 berichtet
. Das 53. Kapitel enthält einen Bericht über die Leiden Christi (VV. 1-3), in de
m sie als stellvertretend (VV. 4.6.7.9) und siegreich (VV. 10-12) gezeigt werden
. Aufgrund dieses Opfers kann die Erlösung angeboten werden, wie es in Kap. 55 g
eschieht. Die Randbemerkungen zu Jesaja 53 lassen erkennen, wie häufig dieses Ka
pitel von unserm Herrn und von den Schreibern des NT gebraucht wird. Beachte, da
ß in den Stellen vom Knecht manchmal von Ihm in der 3. Person die Rede ist, manc
hmal wird Er angeredet und manchmal spricht Er selbst.
»Wie sich viele über dich entsetzt haben - so entstellt war sein Aussehen, mehr
als das irgendeines Mannes, und seine Gestalt mehr als die der Menschenkinder -,
«
Diese Stelle zeigt ein erschreckendes Bild; denn man kann auch lesen: "Seine Ges
talt war so anders als die eines Menschen, daß sein Aussehen nicht mehr das eine
s Sohnes des Menschen war", d. h. nicht mehr menschlich. Das war die Wirkung der
brutalen Behandlung, die in Matthäus 26,67.68; 27,27-30 beschrieben wird. »eben
so wird er viele Nationen besprengen; über ihn werden Könige ihren Mund schließe
n. Denn sie werden sehen, was ihnen nicht erzählt worden war, und was sie nicht
gehört hatten, werden sie wahrnehmen.« Vergleiche die wörtliche Erfüllung dieser
Voraussage in 1. Petrus 1,1.2, wo von Menschen aus vielen Nationen gesagt wird,
daß sie mit dem Blut Jesu Christi besprengt wurden. Das Wort, das hier mit "bes
prengen" übersetzt wird, wird gewöhnlich in dem Pentateuch (5 Bücher Mose) gebra
ucht, um die Reinigung der Gefäße im Tempel zu beschreiben, wenn die Priester Bl
ut oder Wasser auf sie sprengten. Vgl. Hebräer 10,22.
»Wer hat unserer Verkündigung geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN offenbar ge
worden? Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelsproß aus d
ürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen,
da hatte er kein Aussehen, daß wir Gefallen an ihm gefunden hätten. Er war verac
htet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden vertr
aut, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir habe
n ihn nicht geachtet. Jedoch unsere Leiden - er hat sie getragen, und unsere Sch
merzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft, vo
n Gott geschlagen und niedergebeugt.«
Weil Matthäus diese Stelle anführt und sie auf körperliche Krankheit bezieht (vg
l. Matthäus 8,17 im Zusammenhang), wurde von manchen Auslegern gefolgert, daß Kr
ankheit ebenso wie Sünde in den sühnenden Tod Christi eingeschlossen wäre. Aber
Matthäus sagt, daß der Herr den ersten Teil von Jesaja 53,4 in dem heilenden Amt
Seines Dienstes auf Erden erfüllte. Matthäus 8,17 erwähnt nicht den sühnenden T
od Christi für die Sünde.
Der Herr nahm die Krankheiten der Menschen hinweg, indem Er sie heilte. Er starb
für unsere Sünden, nicht für unsere Krankheiten; denn körperliche Krankheit an
sich ist keine Sünde; sie ist nur eine der Auswirkungen der Sünde. Also propheze
it Jesaja 53,5.6, daß Christus unsere Sünden an das Kreuz tragen würde (vgl. 1.
Petrus 2,24.25). Sein Tod war stellvertretend und sühnend.
»Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen willen, zerschlagen um unserer Sünde
n willen. Die Strafe lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist
uns Heilung geworden. Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder a
uf seinen ?eigenen? Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld. Er w
urde mißhandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm,
das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Sc
herern; und er tat seinen Mund nicht auf. Aus Drangsal und Gericht wurde er hinw
eggenommen. Und wer wird über sein Geschlecht nachsinnen? Denn er wurde abgeschn
itten vom Lande der Lebendigen. Wegen des Vergehens seines Volkes hat ihn Strafe
getroffen. Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen ist
er gewesen in seinem Tod, weil er kein Unrecht begangen hat und kein Trug in sei
nem Mund gewesen ist.«