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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

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14 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 1 3 2 1 . Rustikaler Tisch, alpenländisch, 18

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1. Rustikaler Tisch, alpenländisch, 18. Jh. Das Blatt aus Eiche, der Unterbau aus Nadelholz. Rechteckiges Blatt auf zwei X-Beinen, die durch einen geschweiften Steg verbunden sind. Unter dem Blatt zwei nebeneinander liegende Schubladen. 77:166:70 cm. 600.—/800.—

2. Stuhl, Barock, schweizerisch, 17. Jh. Nuss- baum mit braunem Lederbezug. Rechteckiger Sitz und Rücken, die Vorderbeine gedrechselt und durch Streben verbunden. 95:48:50 cm.

200.—/300.—

3. Platte, Winterthur, datiert 1680. Gemuldet, auf Standring, breitrandig. Leuchtender Scharf- feuerfarbendekor: Wappenkartusche und Jahres- zahl, Traubendolde, Birne, Zwetschgen und Granatapfel. Mit Riss. D = 32,5 cm.

2000.—/3000.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

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4. Sehr seltene und einzigartige Barockbank, süd­ liches Graubünden oder Wallis, datiert 1755. Nussbaum, massiv, geschnitzt und ebenisiert. Längs- formatige Bank mit geschnitzter Zarge und frontseitig gedrechselten Balusterbeinen, rückseitig mit Pfosten- beinen, verbunden durch H-Steg. Die hohe Rücken- lehne mit Rankenwerk geschnitzt, die Sprossen verziert mit Rosetten, Fabelwesen und Fratzen zwischen Ran- kenwerk. Gerollte, mit Akanthus verzierte Armlehnen auf Balusterstützen. 124:120:77 cm. 1200.—/1500.—

Die hier angebotene barocke Sitzbank weist gewisse Elemente auf, wie wir sie aus dem italienischen Möbelbau her kennen, und doch ist diese Sitzbank mit der zentralen Wappenkartusche und der präch- tigen Löwenfratze ein ganz eigenständiges Möbel, das wohl kein ver- gleichbares Exemplar kennt. Unser Möbel dürfte als Teil einer sehr repräsentativen Innenausstattung entstanden sein und wohl mehr einem «Schau-» als einem Nutzzweck gedient haben. Leider ist die ursprüngliche Herkunft des Möbels nicht gesichert, doch erscheint die überlieferte Lokalisierung ins Wallis oder ins südliche Graubünden durchaus denkbar.

5. Stauf, 19. Jh. Leicht konisch, mit Mittelwulst und auf- gelegten Scheiben. In bunter Bemalung ein Paar, zwei flammende Herzen und Inschrift: «Lieb mich allein oder lass gar sain». H = 20 cm. 400.—/600.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

Mit roter Inventarnummer.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

16 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 6 8 7 9 6 . Schöner Barockstuhl, Nordostschweiz,

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16 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 6 8 7 9 6 . Schöner Barockstuhl, Nordostschweiz,

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16 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 6 8 7 9 6 . Schöner Barockstuhl, Nordostschweiz,

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16 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 6 8 7 9 6 . Schöner Barockstuhl, Nordostschweiz,

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6. Schöner Barockstuhl, Nordostschweiz, 17. Jh. Nussbaum, massiv und geschnitzt. Wenig trapezförmi- ger Sitz über wellig ausgeschnittener Zarge und massiven, vierkantigen Beinen mit umlaufender Stegver- bindung. Die Rückenlehne mit reich geschnitztem Steg und Zierbrett. Darin eine Wappenkartusche, um- geben von Rankenwerk und Schuppenmotiven. Aufgesetzte Zierknäufe. Geschweifte und gelockt

400.—/500.—

7. Ein Paar Kerzenstöcke, 18. Jh. Fruchtholz. Hoher, mehrfach stark profilierter Schaft. Eisendorn.

100.—/200.—

8. Schale, Langnau, um 1740/1750. Rund, gemuldet, auf Standring. Radial angeordneter floraler Dekor mit Blüten und einzelnen Blumen. Mit Riss und Bestossung. D = 29 cm. 700.—/900.—

eingezogene Armstützen. 113:58:60 cm.

H = 51 cm.

Vergleiche:

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, 1966, Abb. 18 bis 21.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 17 10 9 . Grosses Présentoir, italienisch, um 1700 .

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 17 10 9 . Grosses Présentoir, italienisch, um 1700 .

9. Grosses Présentoir, italienisch, um 1700. Rund, gemuldet, in der Mitte gewölbt. Fläche- füllender Blaudekor: im Zentrum Häuser- gruppen, aussen blühende Stauden, Blatt- und Rankenwerk, Vögel und Tiere. Minim bestos- sener Rand. D = 44,5 cm. 1000.—/2000.—

10. Grosser Barockschrank, wohl Basel, um 1720. Nussbaum, massiv und furniert. Hoch- formatiger, zweitüriger Korpus mit profiliertem Sockel auf gedrückten Kugelfüssen und stark profiliertem und weit ausladendem Kranz. Die Front mit reichen, bastionsartigen Kissenfüllun- gen versehen. Jede Schranktüre mit zwei Sternfüllungen, umrahmt von gefriesten Bän- dern. Die Beistösse mit je drei übereinander

angebrachten, an barocke Bastionen erinnernde Zierfüllungen. Der Sockel mit angedeuteten Schubladenfronten, flankiert von Zackenfüllungen. Originale Beschläge und überaus reich verziertes Schloss und Zierbänder. Im

Innern mit Tablaren. 220:212:72 cm.

2000.—/4000.—

10 Detail

Mit seinen sternförmigen Bastionsfüllungen ist der hier angebotene Barockschrank von grosser Seltenheit, er weist eine sehr unberührte Ober- fläche auf, wie man sie nur selten findet. Der Typus unseres Schrankes entspricht den repräsentativen barocken Schrankmöbeln, wie wir sie in Basel, Colmar und Strassburg finden. Der prachtvoll gestaltete Kranz und die harmonische Gestaltung unseres Möbels lassen es wohl nach Basel und in die Zeit um 1720 einordnen.

Vergleiche:

Stefan Hess, Wolfgang Loescher, Möbel in Basel, Basel, 2012, für vergleichbare Schränke.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

18 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 11 12 13 11 . Wetzsteinköcher, schweizerisch, 19 .

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18 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 11 12 13 11 . Wetzsteinköcher, schweizerisch, 19 .

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18 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 11 12 13 11 . Wetzsteinköcher, schweizerisch, 19 .

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11. Wetzsteinköcher, schweizerisch, 19. Jh. Weich- holz, fein geschnitzt. H = 28 cm. 100.—/150.—

12. Vier Schöpflöffel, schweizerisch, 19. Jh. Weich- holz. Unterschiedliche Grössen und Ausformungen. Zum Teil die Griffe mit kleiner Schnitzerei.

150.—/300.—

13. Apothekenvase, Italien, Padua, 1. Hälfte 16. Jh. Kugelig, auf flachem Stand. Eingezogener kurzer

Hals. Dichtes Blattwerk und Ranken auf gelbem Hin- tergrund. Mit Retuschen und Randbestossung.

2000.—/4000.—

H = 29 cm.

Provenienz:

Ehemals Sammlung Emil Dreyfuss, Genf.

Vergleiche:

Victoria & Albert-Museum, London.

14. Sehr schöner und ausziehbarer Schrägpfosten­

Tisch, Barock, Nordostschweiz, wohl Zürich

oder Zürcher Landschaft, frühes 18. Jh. Nuss- baum, massiv und gedrechselt. Rechteckiges Blatt mit seitlichen Auszügen, über massiver und profilierter Zarge mit zwei seitlichen Schüben und gedrechselten Zügen. Die Zargenschürze wellig ausgeschnitten, die massiven Beine schräg ausstehend und balusterartig gedrechselt. Umlaufender Steg und schlichte Füsse. 76:116 bzw. 206:92 cm. 1200.—/1500.—

Der hier angebotene, prächtige Auszugstisch dürfte in Zürich oder in der Zürcher Landschaft in der Zeit um 1700 entstanden sein. Unser Tisch folgt dem Typus des um 1625 zu datierenden und in Zürich entstandenen Auszugstisches aus dem Umkreis des Gabriel Kramer, der sich im Besitze des Schweizerischen Landesmuseums, Inv.-Nr. LM21045, erhalten hat. Dem Meister Gabriel Kramer wird der prunkvolle, 162025 entstandene Auszugstisch aus dem Seidenhof in Zürich zugewiesen, dem bedeutendsten Schweizer Tisch dieser Zeit, der sich ebenfalls in den Sammlungen des Schweizerischen Landesmuseums, Inv.-Nr. DEP 21555, erhalten hat. Der hier angebotene Auszugstisch findet sich bereits auf einer Messe-Ausstellung von Elsa Bloch-Diener aus den 1970er-Jahren.

Vergleiche:

Thomas Loertscher, Zürcher und Nordostschweizer Möbel vom Barock bis zum Klassizismus, Katalog der Sammlung des Schweizeri- schen Landesmuseums Zürich, 2005, Nr. 156 und 157.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 19 14 Im Hause der Sammlerin, mit Los Nr. 14.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 19 14 Im Hause der Sammlerin, mit Los Nr. 14.

Im Hause der Sammlerin, mit Los Nr. 14.

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20 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 15 16 Elsa Bloch-Diener, um 1960, mit Los Nr.

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20 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 15 16 Elsa Bloch-Diener, um 1960, mit Los Nr.

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20 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 15 16 Elsa Bloch-Diener, um 1960, mit Los Nr.

Elsa Bloch-Diener, um 1960, mit Los Nr. 17.

1 .Teil 15 16 Elsa Bloch-Diener, um 1960, mit Los Nr. 17. 16 15 . Schöner

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15. Schöner Barockstuhl, Graubünden, Surselva, 18. Jh. Nussbaum mit Zinneinlagen. Wenig trapez- förmiger Sitz mit Lederbezug, auf schlichten Beinen. Die Rückenlehne überaus fein und reich gestaltet mit welligen Sprossen und verschlungenem Rankenwerk und schlichten Zinnfilets. 106:44:51 cm.

300.—/400.—

16. Zwei Platten, Heimberg, Mitte 19. Jh. Flacher Spiegel, stark aufgebogene Fahne. Radial angeordneter bunter Blumendekor auf elfenbeinfarbenem Fond mit je einem zentralen Inschriftenmedaillon. Beriebene

200.—/400.—

Glasur.

D = 26 cm.

Provenienz:

Sammlung Jürg Stuker, Gerzensee.

17. Heilige Anna, Spanien, Anfang 16. Jh. Die Mutter Marias, die Arme vor der Brust verschränkt. Nuss-

550.—/750.—

baum, geschnitzt, ungefasst. Rückseitig Wurmgänge.

H = 54 cm.

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18. Sehr schöner Schragentisch mit Auszügen, Kanton Bern, um 1740. Nussbaum. Rechteckiges Blatt mit eingelassener Schieferplatte und seitlichen Auszügen. Massive Zarge mit Schubladen und wellig ausge- schnittenen Zierstreben. Die Beine ausstehend und balusterartig gedrechselt. Umlaufender, originaler Fuss- Steg und Klotzfüsse. Schöne Patina. 73:122:88 cm. 2000.—/4000.—

19. Platte, Winterthur, um 1680. Stark gemuldeter Spiegel, breite Fahne, Standring. In feinen Farben Darstellung eines Dorfes und eines im Vordergrund springenden Hundes. Bezeichnet «Conscientia Mille Testes», unten in einer Kartusche «Erbsblasn am Schwantz, den Hund schreckt sehr, Bössgwüssn den menschn schreckt doch vil mehr». Auf der Fahne blau gemalte Ornamentik aus Ranken und Blumen. Minime Glasurabschürfungen am Rand. D = 21,5 cm. 3000.—/5000.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

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22 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 20 21 22 Sehr feines und seltenes Bündner Buffet,

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22 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 20 21 22 Sehr feines und seltenes Bündner Buffet,

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Sehr feines und seltenes Bündner Buffet, wohl Engadin, um 1725. Nussbaum und Fruchthölzer massiv und eingelegt. Hochformatiger, drei- geschossiger Korpus mit profiliertem Sockel und ausladendem Kranzgesims. Der Unterbau seitlich geschrägt und mit zwei kassettierten Türchen ver- sehen. Der Mittelbau mit seitlicher Waschnische, darin ein Zinngiessfass und Zinnwasserbecken. Seitlich der Nische mit stilisierten Pilastern und Ziervoluten, die den Aufbau stützen. Links von der Nische eine ab- klappbare, kassettierte Schreiblade mit schmiedeeisernem und scharniertem Stützfuss. Das Innere des Schreibfaches mit zwei grösseren und neun kleineren Schubladen über offenem Fach. Seitlich des Schreibfachs zwei weitere, über die Eckkante verlaufende Schubladen, welche ein kassettiertes Schrankfach mit Tablar einfassen. Der Aufbau mit zwei kassettierten Längstürchen.

2000.—/3000.—

197:140:42 cm.

20.

Den Typus des Buffets mit abklappbarer Schreiblade, so wie wir es an unserem Möbel in schönster Form finden, kennt man besonders auch in den Bergregionen der Schweiz, insbesondere im Kanton Graubünden, woher auch unser Möbel stammt. Ein in Arvenholz gefertigtes Buffet im Engadiner Museum in St. Moritz, ehemals aus dem Oberen Albertinihaus in Zuoz stammend, weist einen iden- tischen Verwendungszweck auf, mit Schrankfächern, Schreiblade mit daran befestigtem eisernen Fuss und seitlichem Giessfasskalter, wie bei unserem Möbel.

21. Platte, Blankenburg, 2. Hälfte 18. Jh., Abraham Marti. Schräge schmale Fahne mit Lorbeerkranz. Flächefüllender Dekor mit vierpassiger Blattreserve und Blumen in Rauten und zentrales Medaillon mit Hirschdarstellung. Kleine Randreparatur und Gebrauchsspuren. D = 29,5 cm. 1500.—/2500.—

22. Drei unterschiedliche Brenten, 19. Jh. Weichholz. Oval bzw. rund. H = ca. 40 cm. 300.—/500.—

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24 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 23 25 24 26 23 . Platte, Heimberg, um

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24 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 23 25 24 26 23 . Platte, Heimberg, um

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24 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 23 25 24 26 23 . Platte, Heimberg, um

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23. Platte, Heimberg, um 1850. Rund, gemuldet. Dekoriert mit grosser Blütenrosette in Blau, Grün, Ziegel-

100.—/200.—

rot auf weissem Grund. Auf der schrägen Fahne Blumenkranz. Geheftet.

D = 30,5 cm.

24. Deckelschüssel, Heimberg, um 1860. Rund, steile Wandung, Bogengriffe, gewölbter Deckel mit flachem Knauf. Bunter Blütendekor. Mit Gebrauchsspuren. D = 17,5 cm. H = 14,5 cm. 100.—/200.—

25. Platte, Heimberg, 2. Hälfte 19. Jh. Rund, halbtief gemuldet, mit abgesetztem Rand. Flächefüllender,

bunter Dekor mit einem grossen Blumenstrauss in einer Doppelhenkelvase auf elfenbeinfarbenem Grund.

100.—/150.—

Mit kleinen Bestossungen.

D = 27,5 cm.

26. Platte, Heimberg, um 1860. Halbtiefe Form mit elfenbeinfarbener Grundglasur. Darauf eine Blüten- rosette in Blau, Gelb, Grün und Ziegelrot. Bestossung. D = 29 cm. 100.—/150.—

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27. Bedeutender und aussergewöhnlicher Barock­ schrank, Bern, um 1700/1720. Nussbaum, massiv und furniert. Längsformatiger Korpus mit hohem Sockelgeschoss und reich profiliertem und vorste- hendem Kranzgesims. Die fein gegliederte Front durch vier Pilastersäulen unterteilt. Jede Säule mit geometrischen Einlagen von flammigem Nuss- baum, umrahmt von Filets und Bandwerk. Die drei Türen mit je zwei grossen quadratischen Kassetten. In diesen Kassetten weitere bastionsartige Kassetten mit gespiegeltem und flammigem Nussbaummaser furniert. Das Sockelgeschoss mit drei Längsschub- laden. Die Schmalseiten in Tannenholz. Schlüssel- lochzierden und gedrechselte Zuggriffe. 248:475:67 cm. 4000.—/7000.—

Zuggriffe. 248 : 475 : 67 cm. 4000 .—/ 7000 .— Der hier angebotene, monumentale Barockschrank

Der hier angebotene, monumentale Barockschrank dürfte in der Zeit um 17001720 für eines der bernischen Landschlösser ent- standen sein. Dreitürige Barockschränke sind ausserordentlich selten. Der Schrank aus der Sammlung Bloch-Diener ist von be- sonders schöner Qualität. Der Schreiner hat nur die besten und schönsten Nussbaumfurniere gewählt und diese sehr gekonnt auf der Schauseite des Möbels angeordnet. Mit der bastionsartig ge- stalteten und fein profilierten Kassette im grösseren Kassettenfeld gelingt es dem Kunstschreiner auf vortreffliche Art, dem Schrank etwas seiner Wuchtigkeit zu nehmen und ihm eine noble Ele- ganz zu verleihen. In der Zeit um 1700 ist es nicht unüblich, die Schmalseiten, die nicht direkt ins Blickfeld fallen, in gebeizter Tanne zu belassen und nicht zu furnieren. Der hier angebotene Schrank hat sich in einem sehr schönen, originalen Zustand er- halten und ist vergleichbar mit einem zweitürigen Barockschrank, datiert 1704, der unter Berner Einfluss in der Westschweiz entstan- den ist und den wir hier zum Vergleich abbilden.

Vergleiche:

Roger Chapuis, Guide pratique des meubles de Suisse romande, Lausanne, 1981, Abb. S. 30.

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26 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 28 30 29 31 28 . Platte, Winterthur, datiert

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28. Platte, Winterthur, datiert 1673. Kleiner gemuldeter Spiegel, breitrandige Fahne, auf Standring. Im Fond Wappenkartusche und Jahreszahl, bezeichnet: «Samuel Stantz». Aussen Traubendolde, Birne, Zwet- schgen und Granatapfel in leuchtenden Scharffeuerfarben. Kleine Randbestossung und Glasurabschürfung.

2000.—/3000.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

29. Ohrenfauteil, Barock, Graubünden, 1. Drittel 18. Jh. Nussbaum, massiv. Trapezförmiger Sitz über teils gedrechselten Beinen mit Stegverbindung. Die Armstützen auf Balustern ruhend und gepolstert. Jochartig abschliessende Rückenlehne mit seitlichen Ohren. Grüner Veloursbezug. 122:63:88 cm. 200.—/300.—

30. Platte, Blankenburg, 2. Hälfte 18. Jh., Abraham Marti. Schwach gemuldet, schmaler Rand. Dar-

gestellt ein Vogel auf einer Traubendolde und stilisierte Blattgirlande. Gestrichelter Rand. Minim bestossen

1500.—/2500.—

und mit Haarriss. D = 28,5 cm.

Vergleiche:

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, Bern, 1966, Abb. 12.

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31. Barockfauteuil, schweize­ risch, um 1725. Nussbaum, massiv, geschnitzt und gedrech- selt. Wenig trapezförmiger Sitz über schlichter Zarge und balus- terartigen Beinen mit Stegver- bindung. Die Rückenlehne ge- rade abschliessend und wenig nach hinten geneigt. Gerundete, S-förmig geschweifte Armleh- nen und Balusterstützen. Grüner Veloursbezug. 120:66:83 cm.

300.—/400.—

32. Hanseatischer Barockschrank, deutsch, Lübeck, Anfang 18. Jh. Nussbaum, massiv, ge- schnitzt und ebonisiert. Hoch- formatiger, zweitüriger Korpus mit bogenförmig geschweiftem und profiliertem, vorstehendem Kranzgesims. Das äussere Kranz- profil mit Akanthus geschnitzt, im Fries selbst mit tief geschnitz- tem Akanthusrollwerk, dazwi- schen eine bekrönte Figur einer Melusine, deren Fischkörper im

eine bekrönte Figur einer Melusine, deren Fischkörper im 32 Akanthuswerk aufgeht. Drei reich mit Ranken, Blüten

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Akanthuswerk aufgeht. Drei reich mit Ranken, Blüten und Kinderfiguren geschnitzte Pilastersäulen unterteilen die Front. Die zwei Türen mit prächtigen basteiförmigen Kassetten, deren Ecken mit Rollwerk geschnitzt. Der Sockel mit zwei liegenden Kissenfüllungen, auf gedrückten Kugelfüssen. Verstecktes Schlüsselloch, welches durch Weg- schieben einer Kinderfigur zum Vorschein kommt. Verzinnte Beschläge. Restaurationen. 220:203:84 cm.

3000.—/4000.—

Der hier angebotene Barockschrank ist ein sehr schönes Beispiel der berühmten hanseatischen Prunkschränke, wie sie im 17. und frü- hen 18. Jh. im Norden Deutschlands anzutreffen sind. Dieser in Bremen, Hamburg, Lübeck und Danzig gleichermassen vorkommende Typus des Barockschrankes mit seinen prachtvollen Kassettenfüllungen, findet seine Hochblüte in der Zeit um 1700. Die Lokalisierung der einzelnen Schränke ist oft nicht ganz einfach, doch verraten gewisse Unterschiede im Dekor und besonders in der Gestaltung der mächtigen Giebel ihre ursprüngliche Provenienz. So ist denn auch die Form des bogenartigen Kranzgesimses mit kleinem Knick und reich geschnitztem Fries, so wie wir ihn an unserem Schrank finden, typisch für die Lübecker Schränke der Zeit um 17001720. Der Giebel des Hamburger Schapp ist gerade abschliessend, mit reicher, zentraler Schnitzerei, der Danziger Barockschrank weist hingegen einen bastionsartigen Knick im geraden Giebelprofil auf. Ein mit unserem Schrank vergleichbares Möbel findet sich in Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe.

Vergleiche:

Max Sauerlandt, Norddeutsche Barock-Möbel, Elberfeld, 1922, Abb. 29 Hermann Schmitz, Deutsche Möbel des Barock und Rokoko, Stuttgart, 1937, S. 42, Lübecker Schrank aus dem Pfarrhaus zu Burg auf Fehmarn.

33. Platte, Blankenburg, 2. Hälfte 18. Jh., Abraham Marti. Flach, aufgebogener, hell- blau gestrichelter Rand. Im Zentrum Vogel auf Blumenzweig, am Rand breite Borte mit Blüten und Birnen. D = 29,5 cm.

1500.—/2500.—

Vergleiche:

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, Bern, 1966, Abb. 15.

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, Bern, 1966 , Abb. 15 . 33

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28 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 34 37 35 36 38 34 . Füllkachel, Spanien,

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34. Füllkachel, Spanien, 16. Jh. Hochrechteckig. Dargestellt ein Haus mit Turm und angelehnter Leiter. In

300.—/500.—

Holzrahmen aus der Zeit. Bestossene Glasur.

25:11 cm.

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

35. Gefäss, Spanien, Teruel, 15. Jh. Konischer Korpus auf hoher eingezogener unglasierter Basis. Schräge Schulter mit drei Ösengriffen, weiter Mündungsrand mit kleinem Ausguss. Ornamentikdekor in Grün und Braun. Mit Rissen und berieben. H = 16,5 cm. 700.—/900.—

Provenienz:

Ehemals Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

36. Gefäss, Spanien, Teruel, 15. Jh. Konischer Korpus auf eingezogenem hohem Fuss. Schräge Schulter mit drei Ösengriffen. Weiter Mündungsrand mit kleinem Ausguss. Beigefarbene Glasur und Ornamentik- dekor in Grün und Braun. Mit Glasurabsplitterungen. H = 14 cm. 500.—/700.—

Provenienz:

Ehemals Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

37. Wetzsteinköcher, 19. Jh. Weichholz. Mit geschnitzten Bändern.

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H = 30 cm.

60.—/80.—

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 29 39 40 41 38 . Platte, Heimberg, um 1860

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38. Platte, Heimberg, um 1860. Kleiner gemuldeter Spiegel, breite schräge Fahne. Floraler Dekor mit blauen Margeriten auf elfenbeinfarbener Grundglasur. Mit Gebrauchsspuren. D = 28 cm. 120.—/240.—

39. Grosser Auszugstisch, 17. Jh., wohl Rheinlande. Eiche, massiv und gedrechselt. Rechteckiges, seitlich ausziehbares Blatt über schlichter Zarge und vier gedrechselten Balusterbeinen mit H-förmigem Steg.

1200.—/1500.—

40. Schale, Siebenbürgen, um 1700. Rund, tief gemuldeter Spiegel, breitrandig. Blau glasiert mit Sgrafitto-

2000.—/4000.—

Restauration. 81:180 bzw. 288:70 cm.

Muster: Trauben und Blüten.

Provenienz:

Auktion Galerie Fischer 1958, Privatmuseum Sandor Wolf, Eisenstadt

Vergleiche:

Csatkai, André; Frey, Dagobert, Sammlung Sandor Wolf in Eisenstadt, In: Österreichische Kunsttopographie, Bd. 24. Die Denkmale des politischen Bezirks Eisenstadt und der freien Städte Eisenstadt und Rust, Wien, 1932, Seite 75.

41. Beckenschlägerschüssel, 19. Jh. Messing. Stark gemuldeter, in der Mitte mit Traubendekor reliefierter

Spiegel. Gestanzte Fahne und Randwulst.

D = 33 cm.

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300.—/500.—

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42. Kaminkette, 17. Jh. Eisen. Dazu Kette und Haken.

L = 129 cm.

50.—/100.—

43. Kaminkette, 17. Jh. Eisen.

L = 125 cm.

100.—/200.—

44. Kaminkette, 18. Jh. Eisen.

L = 159 cm.

100.—/200.—

45. Kaminkette, 18. Jh. Eisen.

L = 156 cm.

100.—/200.—

46. Drei grosse Kaminketten, 18. und 19. Jh., Eisen. L = 210 bzw. 136 bzw. 100 cm.

400.—/600.—

47. Kleines Eisengitter, 19. Jh. Oben gerundet, rautenförmig durchbrochen, auf geschwungenen Füssen.

H = 38 cm.

100.—/200.—

48. Lot von zehn diversen Eisenteilen, 17. bis 19. Jh.

200.—/400.—

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32 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil Elsa Bloch-Diener, 1922–2012. 49 . Schnapsschwein, 18 . Jh.

Elsa Bloch-Diener, 1922–2012.

49. Schnapsschwein, 18. Jh. Bräunliches Glas.

L = 15,5 cm.

500.—/700.—

50. Grosses Schnapsschwein, 19. Jh. Mit Rauten- muster am Körper. Reparierter Fuss.

300.—/500.—

L = 31 cm.

51. Schnapshund, um 1900. Pressglas, mit Nop- penmnuster. L = 15 cm. 100.—/200.—

52. Schnapshund mit kleinem Kopf, 18. Jh. Rautenförmiges Muster am Körper.

400.—/600.—

L = 16,5 cm.

53. Schnapshund, 18. oder 19. Jh. Mit eingeroll- tem Schwanz und Zinnmontierung.

300.—/500.—

L = 14,5 cm.

54. Schnapshund, 19. Jh. Gerippter Körper, mit blauen Augen. L = 18 cm. 300.—/500.—

55. Schnapshund, 18. Jh. Leicht violettes Glas. Am Körper Rautendekor. L = 15 cm.

400.—/600.—

18 . Jh. Leicht violettes Glas. Am Körper Rautendekor. L = 15 cm. 400 .—/ 600

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34 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 56 57 58 56 . Platte, Isnik, Ende 17

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34 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 56 57 58 56 . Platte, Isnik, Ende 17

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34 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 56 57 58 56 . Platte, Isnik, Ende 17

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56. Platte, Isnik, Ende 17. Jh. Rund, gemuldet, auf hohem Standring. Blumendekor in Blau, Grün, Eisenrot und Dunkelbraun: im Spiegel grosses Blumenarrangement mit roten Nelken, blauen Tulpen und dominierendem Zweig, auf der Fahne fünf Felder mit Spiralmuster. Kleine Reparaturstelle am Rand und etwas beriebene Glasur am Rand. D = 31 cm.

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

2000.—/3000.—

57. Teller, Isnik, Ende 17. Jh. Rund, auf hohem Standring. Flächefüllender Blumendekor: im gemuldeten Spiegel Nelken und Tulpen, auf der schmalen Fahne kleine Blumen und Blätter. Kleine Randreparatur und kleiner Haarriss. D = 25,5 cm. 1500.—/2000.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

58. Kleine Platte, Isnik, Ende 17. Jh. Rund, auf hohem Standring. Gemuldeter Spiegel, schmale Fahne. Bunter Dekor: im Zentrum Blütenreserve, aussen Nelken und Tulpen, auf der Fahne Spiralmuster. Drei

1500.—/2000.—

kleine Haarrisse. D = 27,5 cm.

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

59. Sehr schöne Barockkommode, Louis XIV, Frankreich, 1. Viertel 18. Jh. Palisander furniert und gefriest. Frontseitig leicht geschweiftes und profiliertes Rouge-de-France-Marmordeckblatt über passig ge- schweiftem Korpus mit wellig ausgeschnittener Zarge und Stollenfüssen. Die Front mit drei Schub- ladenrängen, unterteilt durch mit Messingkannelüren eingelegte Traversen. Die unteren Ränge mit grossen Schubladen, der oberste Rang mit zwei kleineren Schüben. Die Eckstollen mit eingelassenen Messing- Zierkannelüren. Alle Flächen sehr fein gefriest und mit Federfriesbändern umrahmt. Reiche Schlüsselloch-

3000.—/4000.—

60. Schöner Spiegel, Solothurn, Louis XV, um 1750. Holz, geschnitzt und vergoldet. Originales Spiegelglas in profiliertem Rahmen mit betonten Eckkartuschen. Das Fronton mit Rocaille und Ranken- werk geschnitzt und durchbrochen. Spiegel mit Fehlstelle. 77:46 cm. 300.—/500.—

zierden. 84:130:58 cm.

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36 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 61 62 63 zungen. 172 : 98 : 35

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zungen. 172:98:35 cm.

bögen. 24,5:43 cm.

61. Schöner Barockfauteuil, Bündner Herr­ schaft, 1. Viertel 18. Jh. Nussbaum massiv und gedrechselt. Trapezförmiger Sitz über schlichter Zarge und fein gedrechselten Balusterbeinen mit geschweiftem H-Steg. Die Rückenlehne bogen- förmig abschliessend, die Armlehnen ausladend und gelockt endend, die Stützen in Baluster- form. Grüner Bezug. 104 : 66 : 74 cm.

250.—/350.—

62. Ungewöhnliches Kräuterschränklein, Grau­

bünden, datiert 1762. Weichholz, geschnitzt. Eintüriges Schränklein mit kleiner Schublade

und fein geschnitzten Kassetten. Die Seitenwangen wellig ausgeschnitten und Tablare umfassend. Ergän-

300.—/400.—

63. Holztafel, 18. Jh. Buche. Rechteckig. Gestanzt und flach geschnitzt: zwei stilisierte Pflanzen in Rund-

80.—/120.—

64. Barocker Auszugstisch, schweizerisch, 1. Hälfte 18. Jh. Nussbaum, massiv und gedrechselt. Recht- eckiges Blatt mit eingelassener Schieferplatte und seitlichen Auszügen und Schubladen. Die Zarge seitlich ausgeschnitten, die massiven, schräggestellten Beine in Balusterform, mit profilierter Stegverbindung und zusätzlichem, geschweiftem Kreuzsteg mit Zierknauf. 74:98 bzw. 168:66 cm. 1200.—/1500.—

Der hier angebotene Auszugstisch ist ein besonders schönes und gut erhaltenes Beispiel eines qualitätsvollen Esstisches, wie sie in den städtischen wie auch ländlichen Gegenden der Deutschschweiz im 18. Jahrhundert beliebt waren. Unser Tisch ist von besonders schönen Proportionen und dürfte mit seinen fein gedrechselten Balusterbeinen und dem wohlgeformten Kreuzsteg die Stube eines sehr wohlhabenden Besitzers geziert haben.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 37 64 65 66 65 . Platte, Heimberg, um 1860

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 37 64 65 66 65 . Platte, Heimberg, um 1860

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65. Platte, Heimberg, um 1860. Halbtiefe Rundform. Im Spiegelzentrum die Inschrift:

«Junges Bluth spar dein Guth Armuth im Alter wehe duth», aussen bunter Blumenkranz, auf der aufgebogenen Fahne vier Zweige.

200.—/400.—

66. Platte, Heimberg, um 1860. Flacher Spiegel, stark aufgebogene Fahne. Im Zentrum Inschriftenmedaillon, aussen vier Blumenarran- gements, auf dem Rand Zweige. Mit Randbes- tossung. D = 27 cm. 100.—/200.—

67. Platte, Heimberg, um 1860. Bunter Dekor auf elfenbeinfarbenem Grund. Zentrales Inschriftenmedaillon: «Verweile wo die Freude weilet Und eile wo die Jugend eilet». Aussen Blumenkranz, auf der Fahne Zweige. Minim beriebener Rand. D = 28 cm. 200.—/300.—

D = 26 cm.

der Fahne Zweige. Minim beriebener Rand. D = 28 cm. 200 .—/ 300 .— D =

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

38 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 68 68 . Runder, rustikaler Tisch, alpenländisch, 18 ./
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68. Runder, rustikaler Tisch, alpenländisch, 18./19. Jh. Nussbaumblatt, mit einem Unterbau aus Nadel-

holz. Rundes Blatt mit zurückversetzter geschweifter Zarge, diese mit einer Schublade. Vier gedrechselte,

schräg nach aussen abstehende Beine, die durch einen X-Steg verbunden werden.

300.—/400.—

72 : 108 cm.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 39 69 70 69 . Wetzsteinköcher, wohl Grau­ bünden, 19

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69. Wetzsteinköcher, wohl Grau­ bünden, 19. Jh. Grün gefasst. Ge- baucht, oben mit feiner Schnitzerei. Eisenhaken. H = 33,5 cm. 300.—/500.—

70. Sehr feine Zierkassette, Flan­ dern, Malines, 17. Jh. Holz, ebo- nisiert und Alabaster geschnitten, gefasst und teilvergoldet. Längsfor- matiger Korpus auf ausgeschnitte- nem und profiliertem Sockel. Die Front architektonisch gegliedert und durch zwei Säulenpaare unter- teilt. Zwischen den Säulen mit Sockeln für Ziervasen, zwischen den Säulenpaaren zwei Bogenni- schen, reich verziert mit Ranken- werk und Kartuschen. Am Gesims kassettiert und gerillt. Die Schmal- seiten mit zwei Bogennischen, flan- kiert von zwei Ziersäulen. Die Paneele der Schmalseiten hochzu- heben und Geheimschübe freige- bend. Die rechte Hälfte mit zwei kleinen Schüben, innen mit Tür-

rechte Hälfte mit zwei kleinen Schüben, innen mit Tür- 70 kisch-Papier ausgeschlagen, aussen grün gefasst. Die

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kisch-Papier ausgeschlagen, aussen grün gefasst. Die linke Schmalseite mit drei übereinander liegenden Schüben. Der wenig vorstehende Deckel mit zwei Kassetten, darin reich und fein geschnittene Alabaster-Paneele. Schmiedeeiserner Bügelhenkel. Im Innern mit seitlicher Lade und mit rotem Kleisterpapier ausgeschlagen. 17,5:34:22 cm. 1500.—/2500.—

Die hier angebotene Alabaster-Schatulle ist eine sehr schöne flämische Arbeit der Zeit um 163050. Eine beinahe identische Schatulle konnte bei Christie’s London am 30. November 2010, Los Nr. 353, versteigert werden.

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71. Truhe, Barock, wohl Graubünden, datiert 1697. Arvenholz. Längsrechteckiger Korpus mit zweige- teilter Front. Die Felder mit eingelegten Lilien, datiert und monogrammiert sowie ein eingelegtes Herz über dem Schlüsselloch. Originales Schloss und Schlüssellochzierde aus geschmiedetem Eisen. Der Sockel mit der geschweiften Zarge erneuert. 64:148:57 cm. 500.—/800.—

72. Kleines Eckschränkchen, schweizerisch, im Stile des Barock, wohl unter Verwendung alter Teile. Nussbaum und Weichholz. Die Front seitlich geschrägt und mit einem von Gitterwerk durch- brochenen Türchen. Das Blatt wenig vorstehend. 77:34,5 cm. 50.—/80.—

73. Armlehnstuhl, Renaissance, Ostschweiz, 2. Hälfte 17. Jh. Nussbaum, massiv und geschnitzt. Recht- eckiger Sitz mit schlichter Zarge. Die Beine mit stilisiertem Zopf- oder Kettenmotiv verziert. Umlaufende Stegverbindung mit Ranken. Gepolsterte, gerollt endende Armlehnen mit massiven Stützen. Die Rücken- lehne wenig nach hinten geneigt und ebenfalls gepolstert. Roter Veloursbezug. 110:66:62,5 cm.

300.—/400.—

74. Platte, Blankenburg, 2. Hälfte 18. Jh., Abraham Marti. Rund, leicht gemuldet. Dekor in Blau, Gelb,

Grün und Manganviolett: an einem Brunnen rastende Schäferin mit ihren Tieren. Mit Gebrauchsspuren.

1500.—/2500.—

D = 35 cm.

Vergleiche:

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, Bern, 1966, Abb. 12. Register Seite 111 112

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 41 75 77 76 78 75 . Schönes Talglicht, 18

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75. Schönes Talglicht, 18. Jh. Bronzeschalen und Eisen. H = 43 cm. 100.—/150.—

76. Zwei schöne Talglichter, 18. Jh. Eisen bzw. Eisen und Bronze. H = 32 bzw. 44 cm. 200.—/400.—

77. Platte mit Abtropfeinsatz, Bäriswil, datiert 1808. Tief gemuldet, breite Fahne und aufgebogener Rand. Weisse Grundglasur. Mit Initialen BB und KG und Jahreszahl. Zwei langgezogene Blumenzweige, gelbes Gitterfeld und blaue Voluten. Mit Gebrauchsspuren. D = 34,5 cm. 1000.—/2000.—

Vergleiche:

Andreas Heege, Andreas Kistler und Walter Thut, Keramik aus Bäriswil, Bern, 2011, S. 123, Abb. 110.

78. Drei Schaber oder Schneider, 17. Jh. Eisen.

L = 31 cm.

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200.—/300.—

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42 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 79 Register Seite 111 – 112 79 . Aussergewöhnlich
42 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 79 Register Seite 111 – 112 79 . Aussergewöhnlich

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79. Aussergewöhnlich feiner Ba­ rockschrank, Elsass, Saverne oder Rheinlande, circa Mitte 18. Jh. Eiche, massiv und Frucht- holz eingelegt. Hochformatiger, zweitüriger Korpus mit hohem und reich profiliertem Sockelgeschoss und entsprechendem Kranzgesims. Die Türen mit je einer nach oben und unten hin bogenartig ab- schliessenden Hauptkassette, um- rahmt von vier kleineren Neben- kassetten und feiner Moulurierung. Jede Kassette mit eingelegtem Bankwerk verziert. Die Türen mit feinem Wellenband umrahmt. Die geschrägten Beistösse ebenfalls mit Wellenprofilen versehen, die Schmalseiten kassettiert und von Wellenprofilen umrahmt. Schlichte Beschläge, innen mit Tablaren. 210:208:76 cm. 1200.—/1500.—

Der hier angebotene, überaus fein propor- tionierte Hallenschrank besticht durch die feine Gliederung seiner Schauseite, mit der in zehn Kassettenfelder unterteilten Front. Viele Einflüsse bestimmen den Charakter dieses aussergewöhnlichen Möbels, das in der Gegend von Saverne im Elsass ent-

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 43 80 81 standen sein dürfte und ganz dem Stile

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 43 80 81 standen sein dürfte und ganz dem Stile

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standen sein dürfte und ganz dem Stile der lothringischen Schränke des 18. Jahrhunderts folgt. Ungewöhnlich sind die an unserem Schrank anzutreffenden Wellenprofile, wie wir sie im Frankfurter Möbelbau kennen, von dem auch die rei- che Profilierung des Sockelgeschosses und des Kranzes unse- res Möbels beeinflusst scheinen. Diese besonders schöne Fünfteilung der Türenkassetten mit Einlagen findet sich auch in Trier an der Mosel, wo ein Entwurf des Meisters Hans Neumann für einen Kleiderschrank mit solcher fünfteiligen Kassettierung, von 1752, im Städtischen Museum erhalten ist, wo sich auch das Meisterstück selbst befindet.

Vergleiche:

Heinrich Kreisel/Georg Himmelheber, Die Kunst des deut- schen Möbels, München, 1983, Bd. 2, Abb. 968 und 969. François Lévy-Coblentz, L’art du meuble en Alsace, Saint- Dié, 1985.

80. Vier unterschiedliche Platten, Heimberg, Anfang 19. Jh. Alle mit schwarzem Grund, unterschiedlich dekoriert, ein Stück datiert 1826. Alle berieben, eine mit Riss. D = ca. 30 cm.

100.—/200.—

81. Platte, Heimberg, datiert 1801. Bombierter Spiegel, breiter aufgebogener Rand mit Inschrift und Jahreszahl. Dargestellt Bauer und Kuh. Be- rieben. D = 34 cm. 500.—/700.—

82. Grosse Platte, Heimberg, Anfang 19. Jh. Gemuldet, mit breiter Kehle und schmaler auf- gebogener Fahne. Darauf umlaufende Inschrift. Im gewölbten Spiegel dargestelltes Paar. Repa- riert. D = 34 cm. 500.—/700.—

83. Platte, Heimberg, datiert 1835. Stark gemul- det, mit abgesetztem Rand. Bunter Dekor auf schwarzem Grund: eine Pappel, ein Brunnen, ein Vogel auf Postament und Blumen. Bezeich- net und datiert: «Anno 1835». D = 34,5 cm.

800.—/1000.—

Bezeich- net und datiert: «Anno 1835 ». D = 34 , 5 cm. 800 .—/ 1000

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Bezeich- net und datiert: «Anno 1835 ». D = 34 , 5 cm. 800 .—/ 1000

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

44 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 84 85 84 . Sechs Portraitminia­ turen von Gabriel

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44 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 84 85 84 . Sechs Portraitminia­ turen von Gabriel

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84. Sechs Portraitminia­ turen von Gabriel Ludwig Lory (17631840). Junge Frau mit Kopfschmuck und fünf bärtige Männer. Blei- stift und Farbstift auf Papier, signiert. Holz- rahmen. Ca. 10:8 cm.

300.—/500.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

85. Sechs Portraitminia­ turen von Gabriel Ludwig Lory (17631840). Drei Frauen mit Kopfbedeckungen, drei bärtige Männer. Bleistift und Farbstift auf Papier, signiert. In Holzrahmen. Ca. 10:8 cm.

300.—/500.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

86. Portraitminiatur, Ende 19. Jh. Knabe in hellbraunem Rock

mit weisser Halsbinde vor braun gewölktem Hintergrund. Aquarell, signiert J. Göstl. Mes- singrahmen.

H = 9,5 cm.

200.—/400.—

87. Portraitminiatur,

um 1800. Junge Frau in weissem Spitzenkleid, auf ihrem Schoss ein kleines Mädchen mit Kinderrassel. Gouache auf Papier. Rund, in Holzrahmen.

D = 6 cm.

200.—/300.—

88. Portraitminiatur, Anfang 19. Jh. Portrait eines jungen Mannes in dunkelblauem Mantel mit Samt-

kragen, weissem Rüschenhemd und schwarzer Halsbinde. Aquarell. Rückseitig bezeichnet. Vergoldeter

200.—/400.—

89. Portraitminiatur, um 1800. Junge Frau in rotem Kleid mit Rüschenkragen. Hochsteckfrisur mit

100.—/120.—

Kupferrahmen. Rund. D = 6,5 cm.

Löckchen. Gouache auf Elfenbein. In Holzrahmen. H = 5,5 cm.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 45 86 87 88 89 90 90 . Portraitminiatur, englisch,

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 45 86 87 88 89 90 90 . Portraitminiatur, englisch,

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90. Portraitminiatur, englisch, 1844. Knabe in blauer Jacke, grauem Gilet, weissem Hemd mit grossem Kragen auf rotem Stuhl. Im Hinter- grund eine Mauer und roter Vorhang, rechts

Blick in eine Landschaft. Aquarell auf Elfenbein, monogrammiert WB ligiert und datiert 1844. Rückseitig bezeichnet: «Painted by William

King of Hanover

1844». 8:6 cm. 400.—/600.—

Bone Enamel painter

the

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

46 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 91 Detail 92 91 . Sehr bedeutender und seltener

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46 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 91 Detail 92 91 . Sehr bedeutender und seltener

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91. Sehr bedeutender und seltener Braut­ schrank, bernisch oder freiburgisch, da­ tiert 1787. Nadelholz, polychrom bemalt auf blauem Grund. Hochformatiger, zweige- schossiger Korpus mit marmoriertem Sockel und ebensolchem Kranzgesims. Der Unter- bau mit zwei grossen Schranktüren. Jede Türe mit vier Kassetten, darin reiche Blu- menbouquets gemalt. Zwischen den Türen sechs Rokokokartuschen mit rocaillenartigen Umrandungen. Innerhalb der Kartuschen, auf dunklem Grund, sehr feine Blumen- sträusse und Blumenkörbe. In den freien Flächen zwischen den Kartuschen finden sich Vögel auf Astzweigen, Zierkartuschen, ein Trachtenmädchen, weitere Vögel und springende Rehe und ein geflügeltes Engels- köpfchen. Der Aufbau in gleicher Manier, mit zwei querformatigen Türchen mit je zwei Kassetten, darin Bogennischen mit Blu- mensträussen. Umrahmt werden die Kasset- ten von Flechtwerkkartuschen mit Herz- motiven, Rocaillenwerk und Blumen. Im Zentrum eine von ovalem Lorbeerkranz umrandete und bekrönte, von zwei steigen- den Löwen flankierte Heraldik. Über dem Wappen zwei Distelfinke auf Zweigen, dar- unter zwei Sommervögel und Erdbeeren. Unter dem Kranz ein weisses Spruchband mit der Inschrift «Mit Gott mus man in allen Sachen, den Anfang und das Ende machen * Anna.Nussbaum. Anno1787». 201:189:49 cm. 7000.—/10000.—

Der hier angebotene Brautschrank aus der Zeit des Rokoko ist wohl einer der schönsten seiner Art und von hoher Qualität der Schreinerarbeit. Diese schreinerische Qualität wird von der Feinheit der Malerei noch über- troffen. Es ist dies eine Rokoko-Malerei, wie man sie selten in solcher Harmonie, Qualität und Fantasie der Ausführung findet. Liebesembleme, wie die prächtigen Erdbeeren, als Attribute der Liebesgöttinnen Frigg, der Schutzherrin von Ehe und Mutterschaft, und der Venus. Die beiden Stieglitze, auch Distelfinke, über dem be- krönten Wappen des in den Kantonen Bern und Frei- burg ansässigen Geschlechts der Nussbaum stehen für Fruchtbarkeit und Beharrlichkeit, sie waren und sind Symbole für Passion und den Opfertod Jesu Christi. Die Flechtwerke in der Art der keltischen Herzen, die Som- mervögel als Sinnbild der Wiedergeburt und Unsterb- lichkeit, alles an Symbolik an diesem prachtvollen Schrankmöbel soll das Brautpaar auf ihrem gemeinsamen Weg begleiten. Interessant ist die Auflösung des Text- bandes, das sich von links nach rechts liest: «An fang und Anna Nussbaum. Anno 1787 Mit Gott mus man in allen

Sachen, den das Ende machen – der sich lesen muss: Mit Gott muss man in allen Sachen den Anfang und das Ende machen * Anna Nussbaum, Anno 1787». Der Brautschrank der Sammlung Elsa Bloch-Diener ist sicher einer der schönsten seiner Art und ein Unikat erster Güte. Er nimmt im ländlichen Möbel der Schweiz einen hohen Stellenwert ein und dürfte wohl im Freiburgi- schen oder aber im Amtsbezirk Konolfingen, wo mehrere Zweige der Nussbaum ansässig waren, entstanden sein.

Vergleiche:

Gislind M. Ritz, Alte bemalte Bauernmöbel, München, 1970, Abb. S. 87 für einen ebenfalls 1787 datierten Schrank aus dem Simmen- tal, der sich in den Sammlungen im Bernischen Historischen Museum erhalten hat, für eine ähnlich feine Art der Malerei. Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Neuenburg, 1929, 5. Bd., für Angaben zu den in Kanton Bern und Freiburg ansässigen Mitgliedern der Familie Nussbaum

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92. Platte, Langnau, datiert 1791. Flache Ausformung mit wulstigem fassoniertem und profiliertem Rand. Dekor in Gelb, Grün und Rotbraun: im Spiegel ein mit einem Löwen kämpfender Jüngling, auf dem Rand halbe Blüten und blühende Stauden, in der Kahle die Inschrift und Jahreszahl: «Ein starcker Held war din Sohn, wheil er zereisst dem Leüm sein mund. ein forbild wars wie man hört, auf christum das er der hölen

1500.—/1800.—

macht zerstört». Mit Haarriss. D = 32 cm.

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48 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 93 95 Im Haus der Sammlerin, um 1960, mit

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48 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 93 95 Im Haus der Sammlerin, um 1960, mit

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48 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 93 95 Im Haus der Sammlerin, um 1960, mit

Im Haus der Sammlerin, um 1960, mit Los Nr. 95.

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um 1960, mit Los Nr. 95. Register Seite 111 – 112 94 93 . Aussergewöhnliches Kanapee,

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93. Aussergewöhnliches Kanapee, Graubünden, Mitte 18. Jh. Nussbaum, massiv und geschnitzt. Längsformatiger Sitz mit losem Sitzkissen und wellig ausgeschnit- tener Zarge auf geschweiften Beinen. Die Rückenlehne wellig ausgeschnitten. Ausladende, S- förmig geschweifte Wangen. Grüner Bezug. 116:236:67 cm.

600.—/800.—

94. Krug, Langnau, 1726, Davyd Eyman. Kugelig, mit abgekante- tem Röhrenausguss mit Steg, geradem Hals und wulstigem Henkel. Floraler Blumendekor in Smaragd- und Olivgrün. Be- schriftet und mit Jahreszahl. H = 21 cm. 1000.—/1500.—

Sehr selten. Minime Glasurausbrüche.

Vergleiche:

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, Bern, 1966, S. 24.

95. Rokokokommode, Ostschweiz, um 1760. Nussbaum, massiv und furniert. Dreischübiger, frontsei- tig gewellter Korpus mit profi- liertem Sockel und gedrückten Kugelfüssen. Das Blatt wenig profiliert und vorstehend. Schauseitig mit feinen Bandi- ntarsien geschmückt, schlichte Beschläge. 87:125:66 cm.

800.—/1200.—

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96. Platte, Langnau, datiert 1755. Gemulde- ter Spiegel, schräge Fahne. Im Zentrum ein blühender Zweig und Jahreszahl. Mit Inschrift: «Von erden Bin ich ein Blatten Gemacht wann du mich Brichst der hafner Lacht; hin Gecht die Zeit har komt der Todt;». Auf der Fahne Blumen und Blüten- rosetten im Wechsel. Auf der Unterseite Ranke. Minime Randbestossung und Haar- riss. Mit alter Sammleretikette. D = 32 cm. 1000.—/1500.—

Vergleiche:

Robert L. Wyss, Berner Bauernkeramik, Verlag Paul Haupt Bern, Bern, 1966. S. 28.

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97. Sehr seltene Rokoko­Herrenkommode mit Schrankaufsatz, wohl Solothurn, circa 17501760. Nussbaum, massiv und mouluriert. Hochformatiger Korpus mit profiliertem, gekehltem und vorstehendem Kranz und schlichtem Sockel auf gedrückten Kugelfüssen. Die Front mit sechs Schub- laden und zwei abschliessenden, kassettierten Schrankfächern. Die Schubladenfronten sehr fein kassettiert und mit Rokoko-Beschlägen versehen. Die Schmalseiten in der Art der Schranktürchen kassettiert. Restauration, Fehlstellen. 200:153:68 cm. 2000.—/3000.—

Das hier angebotene Schubladenmöbel ist von grosser Seltenheit und ein eigentlicher Solitär im Schweizer Möbelbau des 18. Jahrhun- derts. Das wohlproportionierte Ziermöbel erinnert an die besonders in Schaffhausen und Zürich beliebte Windellade, jenes zierliche Kombinationsmöbel aus Kommode und Schrankteil. Hier nun dominiert der sechsschübige Kommodenteil, ein Typus, der an das hohe, meist vier- oder sechsschübige französische Schubladenmöbel, die Chiffonière, erinnert, wie wir sie besonders in der Epoche Louis XV und Louis XVI in Frankreich finden.

98. Tintengeschirr, wohl Winterthur, 18. Jh. Rechteckiger Korpus auf Tatzenfüssen. Mit Reliefdekor und

400.—/600.—

grüner Glasur. Repariertes Tintenfässchen.

L = 16 cm.

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99. Zwei Pfannenknechte, 19. Jh. Weich-

L = 65 bzw. 50 cm.

200.—/400.—

100. Zwei Löffel und Schöpfkelle, 18./ 19. Jh. Verschiedene Hölzer. L = 31 bzw. ca. 16,5 cm. 60.—/90.—

101. Model, 19. Jh. Kirschbaumholz. Schmales Brett mit konkav geschnitzten Tieren. 10:71 cm. 300.—/500.—

102. Drei Webschiffchen, 18/19. Jh. Weichholz. L = 18 bzw. 15 cm.

30.—/90.—

holz.

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103. Teil eines Pferdegeschirrs, Österreich, um 1900. Mit Messing verzierte vier Lederriemen und gravierte Plakette bezeichnet: «Leop. Berger Raggendorf 9». L = 127 cm.

100.—/150.—

104. Eisenschlüssel und Holzzierstück. Mit herz- förmigem Griff bzw. durchbrochen und ge- schnitzt. L = 14 bzw. 19,5 cm.

80.—/120.—

105. Grosse und kleine Schüssel, 19. Jh. Weich- holz. Rund, die kleinere Schüssel mit festem Mittelstück. D = 41 bzw. 30 cm.

 

200.—/300.—

106. Holzzirkel, um 1900. Gebeizt.

H = 39 cm.

50.—/100.—

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52 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 107 108 107 . Ungewöhnlicher Teller, Langnau, 18 .

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52 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 107 108 107 . Ungewöhnlicher Teller, Langnau, 18 .

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52 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 107 108 107 . Ungewöhnlicher Teller, Langnau, 18 .

107. Ungewöhnlicher Teller, Langnau, 18. Jh. Flache Ausformung. Im Spiegel ein Stadttor und Häuser, darunter mit Inschrift: Ein jeder der mich aufricht der gedänck sin nicht, denn gedänck er sin so vergäss

er min. Auf der schrägen Fahne Vögel und Spiralmuster. Grün und ziegelrot bemalt auf weissem Grund.

200.—/400.—

108. Schnapshund mit Welpen auf dem Rücken, schweizerisch, 18./19. Jh. Minim bestossen.

400.—/600.—

109 . Sehr feines und aussergewöhnlich seltenes Eckbuffet, Graubünden, Engadin, 17 ./ 18 . Jh. Arve und Nussbaum massiv und geschnitzt. Die linke Seite des Möbels mit einer grossen und einer kleinen Türe, seitlich eingefasst von feinen Pilastersäulen mit Schuppendekor und stilisierten Kapitellen. Die Türen mit

D = 26,5 cm.

L = 19,5 cm.

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sternförmig gezackten Kassetten und schlichten Beschlägen. Die rechte Seite des Möbels als Anrichteteil mit offenem Mittelfach und seitlichem, integriertem Giessfasskalter. Wellig ausgeschnittene Wangen zieren den Anrichteteil und stützen den Aufbau mit drei kleinen Türchen, zwischen vier Pilastersäulen. Die Rückseite des Anrichteteils mit kassettierten Feldern. Der Unterbau mit einem grossen Schrankfach und

einer darüberliegenden Schublade, flankiert von zwei grossen Pilastersäulen mit Schuppendekor. Der Giess- fasskalter mit kleinem Schrankfach. Schlicht profilierter Sockel und reich verzierter Kranz.

184:204 bzw. 101,5:50 bzw. 44 cm.

2000.—/3000.—

Das hier angebotene Eckbuffet ist von besonders grossem Charme und hat sich in einem sehr unberührten Zustand erhalten. Elsa Bloch-Diener sammelte schon in sehr jungen Jahren bedeutendes Mobiliar aus dem Bündnerland und sicher gehörte das hier an- gebotene Buffet zu einem der schönsten Möbel, die sie in so vielen Jahren der Sammlerleidenschaft erstand. Unser Möbel stammt aus dem Engadin und dürfte in der Zeit nach 1650 entstanden sein. In ihrem Werk über die Engadiner Stube bildet Bettina Campell eine Stube aus dem Oberen Albertinihaus in Zuoz ab, welche um 1640 entstanden ist und sich heute im Engadiner Museum in St. Mo- ritz befindet. Das sich in dem Raum befindliche Arvenholz- Buffet ist unserem Eckbuffet sehr verwandt. Die noch ganz der Renaissance verpflichtete Gestaltung unseres Buffets wurde in den Bergregionen bis ins 18. Jahrhundert bei- behalten, und so ist denn möglicherweise auch unser Möbel etwas später zu datieren als etwa das Buffet aus Zuoz, worauf etwa die Kassettierung der Rückwand unseres Möbels hinweisen könnte.

Vergleiche:

Bettina Campell, Die Engadiner Stube, Bern, 1983, Abb. 54.

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110. Sehr schöne und selten Breischüssel, schwei­ zerisch, um 1830. Weichholz oder Rüster. Halbkugelig, mit beweglichen Eisengriffen und -bändern. Mit Riss. D = 48 cm. H = 26 cm.

80.—/120.—

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111. Kleine Kassette mit Flach­ schnitzerei, schweizerisch, um 1700. Rechteckig, auf ausgeschnittenem Sockel, mit profiliertem Klappdeckel. Frontale, weiss gefasste Reserve mit zwei Vögeln in Ranken. Eisenschloss und -bänder. 17:31,5:15,5 cm.

400.—/600.—

112. Drei sehr schöne Brei­ schalen, ein Teller und ein Becher, schweizerisch, 19. Jh. und früher. Weich- holz. Unterschiedliche Grös- sen. 300.—/400.—

113. Kleiner Schragentisch, Graubünden, 18. Jh. Frucht- und Nussholz, massiv und geschnitzt. Rechteckiges Blatt mit eingelassener Schieferplatte. Die massive Zarge mit einer Schublade, darin mit Unter- teilung. Unter der Zarge eine kleinere, kassettierte Schub- lade. Die massiven Beine wenig schräg gestellt und balusterartig. Profilierte, massive Stegverbindungen. Fehlstellen, Restauration. 70:97:78 cm.

300.—/500.—

114. Drei stehende Löwen, wohl Italien, 15. Jahrhun­ dert. Stein. Zwei Stück mit Resten einer polychromen Fassung. Je auf dem Rücken leicht abgeflacht. H = je ca. 27 cm, L = je ca. 35 cm.

3000.—/4000.—

Die Abflachungen auf den Rücken verweisen darauf, dass diese Löwen einmal als architektonische Elemente eingebunden waren und so einst z.B. als Portallöwen Verwendung hatten.

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115. Beschlag eines Vortragekreuzes, Limoges, um 1200. Bekrönter Christus am Kreuz. Bronzehohlguss auf Kupfer genietet. Reste von poly- chromer Emaillierung. Am oberen Kreuzende wenig verkürzt. H = 19,5 cm. 3000.—/5000.—

Provenienz:

Ehemals Sammlung Emil Dreifuss, Genf.

Der hier zum Verkauf kommende Kreuzbe- schlag dürfte neben der ursprünglichen poly- chromen Emaillierung, von der noch Reste vorhanden sind, an den erhabenen Stellen und auf den Stegen vergoldet gewesen sein. So be- findet sich ein sehr ähnlicher Kreuzbeschlag mit identischer Christusfigur im Zentrum eines Vortragekreuzes in den Beständen des Museums für angewandte Kunst in Frankfurt am Main.

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56 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 116 117 118 116 . Platte, Nîmes oder Narbonne,

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56 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 116 117 118 116 . Platte, Nîmes oder Narbonne,

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56 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 116 117 118 116 . Platte, Nîmes oder Narbonne,

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116. Platte, Nîmes oder Narbonne, 17. Jh. Rund, gemuldet, auf flachem Stand. Bunter Scharf- feuerfarbendekor in Blau, Gelb und Grün:

Vogelmedaillon und diagonales Spiralmuster.

Beriebener Rand.

D = 34 cm.

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

2000.—/3000.—

117. Apothekenvase, Venedig, 1. Hälfte 16. Jh. Kugeliger gedrungener Korpus auf flachem Stand. Kurzer, eingeschnürter Hals mit ausge- weitetem Mündungsrand. Bunter Scharffeuer- farbendekor: Portraitmedaillon und Wappen- kartusche in dichten Ranken mit Blumen. Schriftband. Minim schartiger Rand.

H = 29 cm. 2000.—/4000.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

2000 .—/ 4000 .— Provenienz: Slg. Emil Dreyfuss, Genf. Los Nr. 119 im Hause der Sammlerin,

Los Nr. 119 im Hause der Sammlerin, 1970er Jahre.

118. Sehr schönes Kornmass, schweizerisch, 18. Jh. Weichholz mit feiner, wohl heraldischer Flachschnitzerei. Seitlicher Aufhängering.

D = 42 cm. H = 22,5 cm. 300.—/500.—

119. Bedeutender Zahl­ und Klapptisch, auch Flügeltisch genannt, Tirol oder Graubün­ den, wohl 17. Jh. Arvenholz und Nussbaum. Rechteckiges, verschliessbares und klappbares Blatt mit seitlichen, schmiedeeisernen Beschlä- gen. Die Zarge mit einer schlichten Schublade. Die Seitenwangen wellig ausgeschnitten und mit kanneliertem Profildekor, auf massiven Hol- men ruhend und mit rückseitigen Schwenk- flügeln. Zwei schlichte Stegverbindungen. 80:154:54 bzw. 108 cm. 2000.—/3000.—

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Der hier angebotene Flügeltisch, als Zahl-, Schreib- und Klapptisch, entspricht einem Typus, wie wir ihn seit Mitte des 16. Jahrhun- derts besonders auch im Tirol finden. Unser Tisch mit den beiden ausserhalb der Seitenwangen verkeilten Stegen erinnert an einen Nadelholztisch, datiert 1549, der sich auf Burg Kreuzenstein bei Leobendorf, nahe Wien, erhalten hat. Der prachtvolle, hier angebotene Flügeltisch findet sich bereits auf einer sehr frühen Innenaufnahme anlässlich einer Reportage zur Sammlerin und Kunsthändlerin Elsa Bloch-Diener der 1970er-Jahre.

Vergleiche:

Otto von Falke, Deutsche Möbel des Mittelalters und der Renaissance, Stuttgart, 1924, Abb. S. 197. Heinrich Kreisel/Georg Himmelheber, Die Kunst des deutschen Möbels, München, 1981, Bd. 1, Abb 275.

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58 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 120 Los Nr. 120 im Hause der Sammlerin, 1970er

Los Nr. 120 im Hause der Sammlerin, 1970er Jahre.

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120. Nordostschweizer Barocktruhe, um 1700. Nussbaum, massiv und Flammenleisten, ebenisiert. Recht-

eckiger Korpus auf gedrückten Kugelfüssen. Profilierter Sockel und wenig vorkragender Deckel. Die Front mit Schlüsselloch und Schlüssellochzierde, die Schmalseiten mit ohrenförmigen Tragebügeln. Schauseitig mit rechteckigen Kassetten eingelassen und reich verziert mit breiten und schmalen Flammenleisten. Das

400.—/600.—

Innere mit seitlicher Lade. 68:127:64 cm.

121. Grosser Barockfauteuil, schweizerisch, 1. Viertel 18. Jh. Nussbaum, massiv und gedrechselt. Trapez- förmiger Sitz über schlichter Zarge und gedrechselten Beinen mit geschweiftem Steg. Die Rückenlehne gerade abschliessend, die Armlehnen gepolstert und mit balusterartigen Stützen. Blauer Veloursbezug.

300.—/500.—

121:74:78 cm.

122. Tintengeschirr, Heimberg, datiert 1848. Rechteckiger Korpus auf vierkantigen Füssen. Vorgelagerte Federschale, Tintenfässchen und Sandstreuer. Bunter Blumendekor und Jahreszahl. L = 18 , 5 cm.

400.—/600.—

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 59 123 123 . Grosser Ohrenfauteuil, Barock, schweize­ risch, 1

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123. Grosser Ohrenfauteuil, Barock, schweize­ risch, 1. Drittel 18. Jh. Nussbaum, massiv und gedrechselt. Trapezförmiger Sitz über mas- siven Beinen mit Stegverbindung. Die Arm- stützen gerollt und gepolstert. Gerade, wenig nach hinten neigende Rückenlehne mit seit- lichen Ohren. Grüner Veloursbezug. 135:87:70 cm. 300.—/500.—

124. Platte, Heimberg, um 1860. Flacher Spiegel,

aufgebogene Fahne. Elfenbeinfarbener Grund und stilisierte Kränze in Blau, Grün, Ziegelrot und Braun. Beriebene Glasur.

D = 29 cm.

100.—/200.—

125. Zuckerdose, Langnau, 2. Hälfte 18. Jh. Ge- bauchtes, auf drei Blattfüssen ruhendes Gefäss mit Blattauflagen und weiss-gelben Wülsten. Zwei Ringgriffe. Gewölbter Deckel mit gelb- grünen Bändern, als Bekrönung ein Vögelchen. Braune, weiss getupfte Glasur. H = 16,5 cm.

800.—/1000.—

126. Platte, Heimberg, datiert 1861. Flacher Spiegel, aufgebogene Fahne. Mit Inschriften- medaillon, buntem Blumenkranz und vier blü- henden Zweigen auf der Fahne und Jahreszahl. Mit Gebrauchsspuren. D = 26 cm.

200.—/300.—

der Fahne und Jahreszahl. Mit Gebrauchsspuren. D = 26 cm. 200 .—/ 300 .— 124 125

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der Fahne und Jahreszahl. Mit Gebrauchsspuren. D = 26 cm. 200 .—/ 300 .— 124 125

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der Fahne und Jahreszahl. Mit Gebrauchsspuren. D = 26 cm. 200 .—/ 300 .— 124 125

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60 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil Im Hause der Sammlerin, 1960er Jahre. 127 . Kleiner

Im Hause der Sammlerin, 1960er Jahre.

127. Kleiner Kessel mit Deckel, 18. Jh. Kupfer. Zylindrisch, auf ausgestelltem Standring. Mit beweglichem

Kordelbügel. Flacher Deckel mit kantigem Griff und reliefiertem Blumendekor.

H = 23 cm.

300.—/500.—

128. Brotbüchse, 18. Jh. Kupfer. Konisches Gefäss auf hohem profiliertem Standring. Bombierter Klappdeckel

mit diagonalem Zungenmotiv. Lose Ringgriffe aus Eisen.

H = 39 cm.

300.—/500.—

129. Gugelhupfform, 19. Jh. Kupfer.

D = 25 cm.

100.—/200.—

130. Kuchenform, 19. Jh. Kupfer.

D = 29 cm.

100.—/150.—

131. Zwei Kuchenformen, 19. Jh. Kupfer. Rund, niedrig bzw. hoch.

D = je 23 cm.

100.—/150.—

132. Gugelhupfform, 19. Jh. Kupfer.

D = 24,5 cm.

100.—/150.—

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62 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 133 134 133 134 133 . Deckelterrine, Langnau, datiert

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62 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 133 134 133 134 133 . Deckelterrine, Langnau, datiert

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62 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 133 134 133 134 133 . Deckelterrine, Langnau, datiert

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62 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 133 134 133 134 133 . Deckelterrine, Langnau, datiert

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133. Deckelterrine, Langnau, datiert 1794. Gebauchtes Gefäss, breiter profilierter Rand mit Inschrift und

zwei anliegende Ringgriffe. Braun gefladerte Glasur, die Schrift auf hellem Gelb. Innen breites Hämmer- band, Blumen, Jahreszahl und Darstellung eines Alphornbläsers. Bezeichnet Ulrich Gerber. Gewölbter, ebenfalls gefladerter Deckel mit plastischer Birne als Knauf; innen eine Sternrosette.

1200.—/1800.—

D = 22 cm. H = 17,5 cm.

Aussergewöhnliches Stück.

134. Deckelschüssel, Langnau, datiert 1804. Gebaucht, mit Palmettengriffen. Flacher Deckel mit aufgelegter Birne. Braun-weiss gefladerte Glasur, innen ein Löwe und ein Haus. Mit Jahreszahl.

1000.—/1500.—

D = 18 cm. H = 14,5 cm.

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135. Äusserst seltener und feiner Sakristeischrank aus dem Kanton Graubünden, Mitte 18. Jh. Fichte, gewachst. Längsformatiger Korpus mit ge- kehltem und wellig geschweiftem Kranz und schlichtem Sockel. Der Mittelbau mit zwei längs- formatigen Schrankfächern, darüber drei neben- einander liegende Schubladen. Wenig vorstehen- des Blatt mit zurückversetztem Aufsatz von fünf Schubladen und vier wellig kassettierten Türchen. Seitlich wird der Mittelbau von zwei ein- türigen Schränken mit Sockelschublade flankiert. Schmiedeeiserne Beschläge und Handhaben. 202:332:58 cm. 1200.—/1500.—

Der hier angebotene Sakristeischrank ist ein besonders char- mantes Rokokomöbel aus dem Kanton Graubünden aus der Zeit um 1760 und gehörte zu den Möbeln, die Elsa Bloch- Diener besonders am Herzen lagen. Bereits in den 1970er- Jahren war das prachtvolle Möbel im Besitze der berühmten Sammlerin und Händlerin und tauchte in der Presse 1973 auf, wo es prominent abgebildet und beschrieben wurde.

und tauchte in der Presse 1973 auf, wo es prominent abgebildet und beschrieben wurde. Register Seite

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64 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 136 136 . Maria Immaculata, süddeutsch, Barock, um 1700
64 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 136 136 . Maria Immaculata, süddeutsch, Barock, um 1700

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136. Maria Immaculata, süddeutsch, Barock, um 1700. Die unbefleckte Muttergottes in bewegter Haltung mit wehenden Haaren und Kleidern, die Arme vor der Brust verschränkt. Holz, geschnitzt, gefasst und teilvergoldet.

2000.—/4000.—

H = 83 cm.

137. Zwei Dominikanermönche, burgundischer Meister, um 1450. Beide Figuren in kräftig gefaltetem Habit, die Gesichter individuell und charaktervoll geschnitzt. Die Köpfe bedeckt mit Kapuze, über der Stirn der schmale Haarkreis der Tonsur. Die grössere Figur hält in den Händen ein aufgeschla- genes Buch, die kleinere Figur in der Rechten ein Bruchstück eines verlustigen Abtstabes. Die linke Hand fehlt. Nussbaum, geschnitzt, mit Originalfassung. Rückseitig gehöhlt.

H = 115 cm und H = 111,5 cm. 8000.—/12000.—

Die beiden hier zum Verkauf kommenden Skulpturen zweier Mönche, wel- che sich über ein halbes Jahrhundert im Besitze von Elsa Diener-Bloch be- fanden, stammen aus der Zeit, als das Reich der Herzöge von Valois-Burgund sich praktisch vom eigentlichen Herzogtum Burgund bis zur Nordsee erstreckte und zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich die dritte Gross- macht in Europa war. Unter dem umsichtigen Herzog Philipp dem Guten (13961467) stand dieses Mittelreich in seiner wirtschaftlichen und kulturellen Blüte. Die besten Künstler aus diesem Reich, wozu auch die Niederlande ge- hörte, arbeiteten für den Hof. So hinterliessen die aus Haarlem stammenden Claus Sluter (13501405/6) und Claus de Werve (13801439) als Hofbildhauer nachhaltig ihre Spuren, indem sie den für die niederländische Spätgotik typi- schen Realismus in die burgundische Kunst einbrachten. Die charaktervollen, realistischen Gesichtszüge, aber auch die teils wirkungsvollen Faltenwürfe, die der Künstler unserem Skulpturenpaar vermachte, verweisen auf diesen nieder- ländischen Einfluss in die Kunst Burgunds.

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66 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 138 139 138 . Schreibtisch, schweizerisch, wohl aus alten

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66 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 138 139 138 . Schreibtisch, schweizerisch, wohl aus alten

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138. Schreibtisch, schweizerisch, wohl aus alten Teilen

komponiert. Frontseitig geschrägtes Blatt über einschü- biger Zarge mit Schrankfächern und Kniehöhle.

300.—/500.—

139. Schlichte und schöne Brauttruhe, wohl Ostschweiz, datiert 1800. Nussbaum massiv und Ahorn eingelegt. Rechteckiger Korpus auf gedrückten Kugelfüssen und schlichtem Sockelprofil. Die Front mit zwei fein profi- lierten Kassetten, darin links die Besitzerinitialen IG und rechts die Jahreszahl 1800. Wenig profilierter Deckel mit schmiedeeisernen Bandscharnieren. Innen mit einer linksseitigen Lade mit Deckel. 66:132:52 cm.

300.—/500.—

140. Standkreuz, alpenländisch, 18. Jahrhundert. Christus am Kreuz, auf profiliertem Sockel mit Schädel Adams.

Dreinageltypus. Holz, geschnitzt und polychrom gefasst.

200.—/300.—

141. Figur einer weiblichen Heiligen, Innerschweiz, um 1700. In leichtem Kontrapost stehend, in Ordensgewand. Holz, geschnitzt, polychrom gefasst und vergoldet. Rück- seitig gehöhlt. H = 102 cm. 1000.—/1500.—

76:143,5:58 cm.

H = 45,5 cm.

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H = 102 cm. 1000 .—/ 1500 .— 76 : 143 , 5 : 58 cm.

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H = 102 cm. 1000 .—/ 1500 .— 76 : 143 , 5 : 58 cm.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 67 142 . Sehr schönes Paar Barock­Kerzen­ stöcke. Bronze. Dreipassfuss

142. Sehr schönes Paar Barock­Kerzen­ stöcke. Bronze. Dreipassfuss auf eingeroll- ten Volutenfüssen. Stark profilierter Schaft mit Vase und Nodi. Stark gemuldete Tropfschale und Eisendorn. H = 38 cm.

300.—/500.—

Provenienz:

Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

68 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 143 144 145 143 . Prächtiger Nussbaumschrank, schweize­ risch,

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68 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 143 144 145 143 . Prächtiger Nussbaumschrank, schweize­ risch,

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143. Prächtiger Nussbaumschrank, schweize­ risch, circa 1740, wohl aus dem Thurgau stammend. Nussbaum, massiv und furniert. Längsformatiger Korpus mit gekehltem und fein profiliertem Sockelgeschoss und ausladendem und reich profiliertem Kranzgesims. Die Front mit geschrägten und kassettierten Ecken, mit zwei kassettierten Türen und ebenfalls kasset- tierten Beistössen. Originale Beschläge, innen mit Tablaren. 203:226:71 cm.

2000.—/3000.—

Der hier angebotene, prachtvolle, noch sehr barock anmu- tende Schrank erinnert mit seinem ausladenden Kranzge- sims und dem gekehlten Sockelgeschoss an die mit Wellen- profilen verzierten Möbel, wie wir sie in Zürich und in der ganzen Nordostschweiz in reicherer oder schlichtere Form finden. Unser Schrankmöbel besticht durch den kraftvoll gestalteten Kranz, dessen konvexe Schweifung das passende Gegengewicht zur konkaven Gestaltung des Sockels darstellt.

144. Schöner Nussbaumschrank, Nordost­ schweiz, 2. Hälfte 18. Jh. Hochformatiger Korpus mit stark profiliertem und kissenartig gebauchtem Sockelgeschoss und ausladendem

Kranz mit späterer Datierung 1805 und Allianz- monogramm HG.Z – AB.HA zwischen Blumen und Rankenwerk, in Ahornholz in flammiges Nussholz, umrahmt von Zwetschgen-Bandwerk eingelegt. Die zweitürige Front seitlich geschrägt und mit schönem

Wellenprofil. Die Türen mit schlichten Kassetten versehen. Die Schlagleiste ebenfalls mit Wellenprofil.

Innen mit Tablaren. 202:208:72 cm.

600.—/800.—

Der hier angebotene Nussbaumschrank dürfte in der Nordostschweiz entstanden sein und ist ein schönes Beispiel der qualitätsvollen ländlichen Schreinerkunst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die am Kranz angebrachte, reich gestaltete Datierung 1805 und die beiden Monogramme verweisen darauf, dass dieser früher entstandene Schrank, im frühen 19. Jahrhundert als Brautgabe in neuen Besitz kam, was für diese Zeit nicht ungewöhnlich ist und die hohe Wertschätzung unterstreicht, die man diesem Möbel, das wohl in der Zürcher Landschaft entstanden sein dürfte, entgegenbrachte.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 69 146 147 145 . Spiegel, Louis XV, Solothurn, circa

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145. Spiegel, Louis XV, Solothurn, circa 1740. Holz, geschnitzt und vergoldet. Hoch- formatiges Spiegelglas in profiliertem Rah- men. Die Ecken sehr reich mit Rocaillenwerk und Blattranken verziert. 74:57 cm.

500.—/700.—

146. Deckelschüssel, Heimberg, Anfang 19. Jh. Gebaucht, mit Volutengriffen. Schwarze Gla- sur und bunte Lorbeergirlande. Mit Gebrauchs- spuren. D = 20 cm. H = 15 cm.

200.—/400.—

147. Grosse Platte, Heimberg, Anfang 19. Jh. Stark gemuldet. Auf dunkelbraunem Grund das Berner Wappen mit Lorbeerzweigen, seit- lich gelbe Vögel je einen Zweig haltend, und bekrönend ein weisser Bär. D = 33 cm.

700.—/900.—

148. Platte, Heimberg, Anfang 19. Jh. Tief gemuldet. Dekor in Weiss, Gelb, Grün und Ziegelrot: zwei steigende Löwen halten das Berner Wappen. Braune Grundglasur.

700.—/900.—

149. Grosse Schüssel, Heimberg, Anfang 19. Jh. Stark gemuldet. Im Spiegel zwei gelbe Löwen ein Schild haltend in weisser Blatt- ranke. Schwarze Grundglasur und gemusterter abgesetzter Rand. D = 34 cm.700.—/900.—

D = 33 cm.

und gemusterter abgesetzter Rand. D = 34 cm. 700 .—/ 900 .— D = 33 cm.

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und gemusterter abgesetzter Rand. D = 34 cm. 700 .—/ 900 .— D = 33 cm.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

70 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 150 151 152 153 150 . Seltene Polsterbank, Bündner

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70 Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 150 151 152 153 150 . Seltene Polsterbank, Bündner

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150. Seltene Polsterbank, Bündner Herrschaft, 1. Hälfte 18. Jh. Nussbaum, massiv und gedrechselt. Längsformatiger Sitz mit überpolsterter Sitzzarge. Auf sechs gedrechselten Beinen mit doppeltem Kreuzsteg und aufgesetzten Zierknäufen. Front- und rückseitig mit gedrechseltem Ziersteg. Wenig nach hinten ge- neigte und geschweift abschliessende Rückenlehne und gepolsterte Armlehnen mit gerollten Enden und Balusterstützen. Grüner Veloursbezug. 98:122:70 cm. 400.—/600.—

151. Platte, Blankenburg, datiert 1776, Abraham Marti. Flache Ausformung und schmaler aufgebogener Rand. Darauf Inschrift «Es seechet mislich in allen ständen: der eigen nutz gar vill ver bländen» und Jahres- zahl. Im Spiegel zwei Bären und Blattwerk mit dem Wappen des Abraham Marti. Etwas berieben.

1500.—/2500.—

152. Armlehnstuhl, Barock, schweizerisch, um 1700/1720. Nussbaum, massiv. Trapezförmiger Sitz über schlichter Zarge und massiven Pfostenbeinen mit Stegverbindung. Die Armstützen gepolstert, die Rückenlehne gerade abschliessend. Bezug mit Laubwerk und Trauben. 112:62:66 cm. 250.—/350.—

153. Aufbau einer Butter­ oder Kartoffelstampfe, Wallis, 18./19. Jh. Nussbaum. Wohl Überbau einer Butterstampfe. Reich mit Kerbschnitzerei versehen und auf drei Beine gesetzt. 38:74:46 cm.

200.—/300.—

D = 34,5 cm.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 71 154 155 154 . Zuckerdose, Langnau, 2 . Hälfte

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Sammlung Elsa Bloch-Diener • 1 .Teil 71 154 155 154 . Zuckerdose, Langnau, 2 . Hälfte

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154. Zuckerdose, Langnau, 2. Hälfte 18. Jh. Halbkugeliges Gefäss auf hohem Stand- ring. Hochgewölbter Deckel mit Hunde- tierknauf. Weisse Glasur und reliefierte Blumengirlande. H = 18,5 cm.

800.—/1000.—

155. Eintüriger Rokokoschrank, schwei­ zerisch, datiert 1788. Weichholz, poly- chrom bemalt. Hochformatiger Korpus mit gekehltem und marmoriertem Kranz- gesims und profiliertem Sockel. Am Fries beschriftet: Ana Katherina Eisenman und COT MIT UNS sowie die Datierung 1788. Die eintürige Front mit zentraler, grosser Rokokokartusche, darin ein Blumenstrauss in einer Vase, weitere Blumen um die aus Rocaillen gebildete Kartusche. Die Beistösse ebenfalls mit aus C-Voluten geformten Kartuschen und Blumen. Der Sockel mit Rankenwerk. 180:129:50 cm. 800.—/1200.—

mit Rankenwerk. 180 : 129 : 50 cm. 800 .—/ 1200 .— 156 156 . Platte,

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156. Platte, Heimberg, um 1860. Halbtiefe Rundform. Im flachen Spiegel Inschrift: «Zum Andenken der

Liebe» in rundem Medaillon. Aussen Blumen. Auf der stark aufgebogenen Fahne stilisierte blühende

200.—/400.—

Zweige. D = 28,5 cm.

Guter Erhaltungszustand; mit minimen Brandfehlern.

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Sammlung Elsa Bloch-Diener 1.Teil

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157. Sehr schöner und überaus seltener Apothekenschrank, Graubünden, datiert 1597. Weich und Harthölzer, verzinnte Beschläge. Hochformatiger Korpus mit leicht erhöhtem Sockel und fein profiliertem Kranz. Im Gesims- balken datiert 1597. Die zweitürige Front durch drei kannelierte Pilastersäulen unterteilt. Diese flankieren die mit Holz- sprossen vergitterten Türen. Im Innern mit 21 Schubladen. Jede mit Zugring und Rosette. Seitlich des Möbels mit Tragegriffen. Alte Restaurationen. 116:90:46,5 cm. 2000.—/4000.—

158. Apothekenvase, Venedig, 1. Hälfte 16. Jh. Gedrungener kugeliger Korpus auf flachem Stand. Eingezogener kurzer Hals mit ausgeweitetem Mündungsrand. Bunter Scharffeuerfarbendekor: Portrait- medaillon in Lorbeerkranz über Schrift- band, Blumen und Ranken, Wappen- kartusche mit Doppeladler. Minime Randbestossungen. H = 30 cm.

2000.—/4000.—

Provenienz:

Ehemals Slg. Emil Dreyfuss, Genf.

Vergleiche:

Victoria & Albert-Museum, London.

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