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REG316*4 1MRB520049-Ude

Ausgabe Juli 2002

Numerischer Generatorschutz

p
Bedienungsanleitung
ã 1996 ABB Schweiz AG
Baden

6. Auflage

Gilt für Softwareversionen 6.3

Für dieses Dokument behalten wir uns alle Rechte auch für den Fall der
Patenterteilung und der Eintragung eines anderen gewerblichen Schutz-
rechtes vor. Missbräuchliche Verwendung, wie insbesondere Vervielfälti-
gung und Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet.

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ren.

Die angegebenen Daten dienen allein der Produktbeschreibung und sind


nicht als zugesicherte Eigenschaften aufzufassen. Im Interesse der Kun-
den sind wir ständig bestrebt, unsere Erzeugnisse auf den neuesten Stand
der Technik zu bringen. Dabei können Abweichungen zwischen Produkt
und Produktbeschreibung bzw. der 'Bedienungsanleitung' entstehen.
Version 6.3

1. Einführung B

2. Hardware-Beschreibung C

3. Einstellung der Funktionen F

4. Funktionsbeschreibung und Anwendung B

5. Bedienung (MMK) E

6. Selbstüberwachung und Diagnose C

7. Aufstellung und Unterhalt C

8. Technische Daten B

9. Schnittstelle zum Interbaybus (IBB) E

10. Zusatzinformationen G

12. Anhang C
Anleitung zum Gebrauch und zur Handhabung der Bedienungsanleitung (BAL) REG316*4 V6.3
Sie möchten das Gerät Was genau ? Gebrauchen sie folgende Griffe (G) / Abschnitte (A):
oder vom Gerät ...
* theoretisch ÄÄÂÄÄ Kurzeinführung ÄÄÄÄÄ G1 (Einführung)
kennenlernen ÃÄÄ Gesamtüberblick ÄÄÄÄÄ G 1, A 2.1. bis A 7.1. (alle Zusammenfassungen)
ÃÄÄ Technische Daten ÄÄÄÄÄ G8 (Datenblatt, Anforderungen an Stromwandler))
ÃÄÄ Hardware ÄÄÄÄÄ G2 (Hardware-Beschreibung)
ÀÄÄ Software ÄÄÂÄÄ G3 (Einstellung der Funktionen)
ÃÄÄ G4 (Funktionsbeschreibung und Anwendung)
ÃÄÄ G6 (Beschreibung Selbstdiagnose und Überwachung)
ÀÄÄ G 10 (Softwareänderungen)

* aufstellen und ÄÄÂÄÄ Eingangskontrolle ÄÄÄÄÄ A 7.2.1.


anschliessen ÃÄÄ Aufstellungsort ÄÄÄÄÄ A 7.2.2.
ÃÄÄ Anschluss Prozess ÄÄÄÄÄ G 12 (Anschlussschema), A 7.2., A 7.3.2. bis A 7.3.5
ÀÄÄ Anschl. Leittechnik ÄÄÂÄÄ G 9 (IBB)
ÀÄÄ A 9.6. (IBB-Adressliste)

* einstellen und ÄÄÂÄÄ Installation MMK ÄÄÄÄÄ A 5.2.


konfigurieren ÃÄÄ Start MMK ÄÄÄÄÄ A 7.3.1., A 5.2.3.
ÃÄÄ Konfigurieren ÄÄÄÄÄ A 3.2. bis A 3.4., A 5.4., A 5.5., A 5.11.
ÃÄÄ Funktionen einstellen ÄÄÄÄÄ A 3.5. bis A 3.7., A 5.4., A 5.5., A 5.11.
ÀÄÄ Ausstieg MMK ÄÄÄÄÄ A 5.2.3.

* kontrollieren, ÄÄÂÄÄ Anschlusskontrolle ÄÄÄÄÄ A 7.2.3. bis A 7.2.7.


prüfen und ÃÄÄ Funktionstest ÄÄÄÄÄ A 5.9.
in Betrieb setzen ÀÄÄ Inbetriebnahmeprüfungen ÄÄÄÄÄ A 7.3.6.

* unterhalten ÄÄÂÄÄ Fehlersuche ÄÄÄÄÄ A 7.4.1., A 5.8.


ÃÄÄ Software aufdatieren ÄÄÄÄÄ A 7.5.
ÀÄÄ Hardware erweitern ÄÄÄÄÄ A 7.6.

* Daten darstellen ÄÄÂÄÄ Zeitfolgemeldung ÄÄÄÄÄ A 5.6.


und auslesen ÃÄÄ Störschreibung ÄÄÄÄÄ A 5.6., A 3.7.4.
ÃÄÄ Messung ÄÄÄÄÄ A 5.7.
ÀÄÄ Front-Anzeigeeinheit ÄÄÄÄÄ A 5.13.
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

März 01

1. EINFÜHRUNG

1.1. Einführung ............................................................................... 1-2

1.2. Anwendung.............................................................................. 1-3

1.3. Hauptmerkmale ....................................................................... 1-3

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

1. EINFÜHRUNG

1.1. Einführung
Der numerische Generatorschutz REG 316*4 gehört zur Gene-
ration der voll numerischen Schutzeinrichtungen, d.h. die Ana-
log-Digital-Umwandlung der Eingangsmessgrössen erfolgt un-
mittelbar nach den Eingangswandlern und die Verarbeitung der
numerischen Signale wird ausschliesslich durch programm-
gesteuerte Mikroprozessoren vorgenommen.
Innerhalb von PYRAMID®, dem vollständigen Schutz- und Steue-
rungskonzept, ist REG 316*4 eine kompakte Generatorschutz-
einheit.
Kompaktes Design, nur wenige verschiedene Hardwareeinhei-
ten, modulare Software und ständige Selbstdiagnose und Über-
wachung sind Hauptmerkmale, mit denen das REG 316*4 so-
wohl betriebswirtschaftliche, als auch funktionelle Anforderun-
gen an derzeitige Schutzeinrichtungen optimal erfüllt.
Die VERFÜGBARKEIT, gegeben durch das Verhältnis von feh-
lerfreier Betriebszeit und Gesamtlebensdauer, ist die wohl wich-
tigste Anforderung, die an ein Schutzgerät gestellt wird. Dieser
Quotient liegt im REG 316*4 dank Dauerüberwachung nahe bei 1.
Die menügesteuerte MMK (Mensch-Maschine-Kommunikation)
und der kompakte Aufbau verleihen dem Relais EINFACHHEIT,
was die Bedienung und das Anschliessen betrifft. FLEXIBILI-
TÄT, d.h. Anpassung an ein bestimmtes Primärsystem, oder an
bereits vorhandene Schutzeinrichtungen (Retrofit), wird im
REG 316*4 durch als Software vorhandene Zusatzfunktionen
und eine über die MMK ermöglichte Zuordnung der Ein- und
Ausgangssignale gewährleistet.
Jahrzehntelange Erfahrungen im Bereich des Generator-
schutzes konnten im REG 316*4 konsequent implementiert wer-
den, um funktionellen Anforderungen wie ZUVERLÄSSIGKEIT,
SELEKTIVITÄT und STABILITÄT möglichst Rechnung zu tra-
gen. Die Verarbeitung numerischer Signale verleihen dem
Relais GENAUIGKEIT und gleichbleibende EMPFINDLICHKEIT
während seiner gesamten Lebensdauer.

In den folgenden Griffen wird die Bezeichnung "RE. 316*4"


verwendet, wenn die Angaben für die ganze Gerätefamilie
gültig sind.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

1.2. Anwendung
Der numerische Generatorschutz REG 316*4 ist für den schnel-
len, selektiven Schutz von kleineren und mittelgrossen Genera-
toren bestimmt. Der Schutz kann bei Einheiten mit oder ohne
Transformator in Kraftwerken sowie in Industrieanlagen ver-
wendet werden.
REG 316*4 stellt geringe Anforderungen an Strom- und Span-
nungswandler und verhält sich unabhängig von deren Eigen-
schaften.

1.3. Hauptmerkmale
Die Schutzbibliothek des REG 316*4 Generatorschutzes besitzt
die folgenden Schutzfunktionen:
· Generator-Differentialschutz (Diff-Gen)
· Transformator-Differentialschutz (Diff-Transf)
· Unabhängig verzögerter Über- /Unter- (Strom)
stromschutz
· Blockierung für Einschaltströme (Inrush)
möglich
· Überstromschutz mit Scheitelwert- (Strom-Moment)
verarbeitung
· Spannungsabhängiger Überstromschutz (Imax-Umin)
· Abhängig verzögerter Überstromschutz (Strom-Invers)
· Unabhängig verzögerter Überstrom- (StromRichtung)
Richtungsschutz
· Abhängig verzögerter Überstrom- (StromInvRichtng)
Richtungsschutz
· Unabhängig verzögerter Schieflastschutz (I2-DT)
· Abhängig verzögerter Schieflastschutz (I2-Invers)
· Unabhängig verzögerter Über- /Unter- (Spannung)
spannungsschutz
· Überspannungsschutz mit Scheitelwert- (Spg-Moment)
verarbeitung
· Minimalimpedanzschutz (Min-Impedanz)
· Minimalreaktanzschutz (Min-Reaktanz)
· Leistungsschutz (Leistung)
· Überlastschutz für Stator (Überl.-Stat.)
· Überlastschutz für Rotor (Überl.-Rotor)
· Frequenzschutz (Frequenz)
· Frequenzgradientenschutz (df/dt)
· Übererregungsschutz (Übererreg.)
· Übererregungsschutz mit abhängiger (U/f-Invers)
Verzögerung
· Spannungsvergleichschutz (Spgs-Vergleich)

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

· Übertemperaturschutz (Übertemperatur)
· 100% Stator-Erdschlussschutz (Stator ESS)
· 100% Rotor-Erdschlussschutz (Rotor ESS)
· Polschlupfschutz (Polschlupf)
· Abhängig verzögerter Erdschluss- (I0-Invers)
Überstromschutz
· Schalterversagerschutz (SchalterVersag)
· Zusätzliche Logikfunktionen, wie z.B.
· Projektspezifische Zusatzschaltung, programmierbar mit
CAP316 (Funktionsplan-Programmierung FUPLA); nur
mit Projektierungsarbeit möglich.
· Logik
· Verzögerung
· Zähler
· Entprellen.
Die folgenden Mess- und Überwachungsfunktionen stehen auch
zur Verfügung:
· Messfunktion UIfPQ, 1phasig
· Messmodul, 3phasig
· Plausibilität-Strom 3phasig
· Plausibilität-Spannung 3phasig
· Störschreiber.
Ein Ereignisspeicher ist integriert.
Die Zuordnung der Optokopplereingänge, Leuchtdioden und
Relaisausgänge; die Parametereinstellung und die System-
konfiguration sowie das Ablesen von Ereignissen und Betriebs-
grössen geschehen mit einer menügesteuerten MMK (Mensch-
Maschine-Kommunikation).
REG 316*4 verfügt über serielle Schnittstellen für die MMK zur
Vorort-Kommunikation (Personal Computer) und Fern-Kommu-
nikation (Stationsleittechnik).
REG 316*4 überwacht und diagnostiziert sich dauernd selbst.
Zur quantitativen Prüfung stehen geeignete Prüfeinrichtungen
zur Verfügung (z.B. Prüfgerät XS92b).
REG 316*4 eignet sich für Einbau, Aufbau oder Rack-Montage.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

März 01

2. HARDWARE-BESCHREIBUNG

2.1. Zusammenfassung .................................................................. 2-2

2.2. Mechanischer Aufbau .............................................................. 2-4


2.2.1. Hardwarevarianten................................................................... 2-4
2.2.2. Konstruktion............................................................................. 2-4
2.2.3. Gehäuse und Montagearten .................................................... 2-4
2.2.4. Frontseite des Gerätes ............................................................ 2-4
2.2.5. PC-Anschluss .......................................................................... 2-5
2.2.6. Testmöglichkeiten.................................................................... 2-5

2.3. Speiseeinheit ........................................................................... 2-6

2.4. Wandlereinheit......................................................................... 2-6

2.5. Hauptrechnereinheit ................................................................ 2-7

2.6. Binäre Ein-/Ausgabeeinheit ..................................................... 2-8

2.7. Verbindungseinheit .................................................................. 2-8

2.8. Injektionseinheit REX 010........................................................ 2-9

2.9. Injektionswandlerblock REX 011 ........................................... 2-13


2.9.1. REX 011 ................................................................................ 2-13
2.9.2. REX 011-1, -2 ........................................................................ 2-14
2.9.3. Bilder...................................................................................... 2-18

2.10. Prüfen ohne Generator .......................................................... 2-27

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

2. HARDWARE-BESCHREIBUNG

2.1. Zusammenfassung
Das Hardware-Konzept des numerischen Gerätes RE. 316*4 be-
steht aus 4 bis 8 Einschüben, einer Verbindungseinheit und dem
Gehäuse:
· Wandlereinheit Typ 316GW61
· A/D-Umsetzereinheit Typ 316EA62
oder Typ 316EA63
· Hauptrechnereinheit Typ 316VC61a
oder Typ 316VC61b
· 1 bis 4 binäre Ein-/Ausgabeeinheiten Typ 316DB61
oder Typ 316DB62
oder Typ 316DB63
· Speiseeinheit Typ 316NG65
· Verbindungseinheit Typ 316ML61a
oder Typ 316ML62a
· Gehäuse mit Klemmenanschlüssen für die analogen Signale
und Steckeranschlüsse für die binären Signale.

Die A/D-Umsetzereinheit Typ 316EA62 bzw. 316EA63 wird nur


bei Anwendungen mit dem Leitungs-Differentialschutz verwen-
det. Sie umfasst auch die optischen Modems zur Übertragung
der Werte zur Gegenstation.
Binäre Prozesssignale werden von den binären Ein-/Ausgabe-
einheiten erfasst und an den Hauptrechner weitergeleitet. Dieser
verknüpft diese Signale mit der projektspezifischen Steuer- und
Schutzfunktionen und steuert die Ausgangsrelais und LEDs
(Leuchtdioden).
In der Wandlereinheit werden die analogen Eingangsgrössen
durch gegeneinander abgeschirmte Wicklungen galvanisch von
der Anlage getrennt und auf ein für die Elektronik kompatibles
Niveau angepasst. Die Wandlereinheit kann mit maximal neun
Eingangswandlern bestückt werden.
Die Hauptrechnereinheit 316VC61a bzw. 316VC61b umfasst im
wesentlichen den Hauptrechner (Rechnerkern 80486), und die
Analog/Digital-Umsetzereinheit sowie die Kommunikations-
schnittstelle zur Leittechnik und 2 PCMCIA Steckplätze.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

Über die Kommunikationsschnittstelle zur Stationsleittechnik


können binäre Prozesssignale, von der Steuerlogik vorverar-
beitete Signale, Ereignisse, analoge Messwerte, Störschreiber-
speicher-Dateien und Einstellungen des Gerätes zur Stations-
leitstelle übertragen werden. Umgekehrt werden Befehle an die
Steuerlogik und der Befehl für die Parametersatzumschaltung
übergeben.
RE. 316*4 kann mit ein bis vier binären Ein-/Ausgabeeinheiten
ausgerüstet werden.
Auf den Einheiten 316DB61, 316DB62 befinden sich 2 Auslöse-
relais mit je 2 Kontakten und je nach Variante:
8 Optokopplereingänge und 6 Signalrelais
oder 4 Optokopplereingänge und 10 Signalrelais.
Auf der Ein-/Ausgabeeinheit 316DB63 befinden sich 14 Opto-
kopplereingänge und 8 Signalrelais.
Die 16 LEDs an der Frontseite werden von den 316DB6. in den
Steckplätzen 1 und 2 gesteuert.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

2.2. Mechanischer Aufbau

2.2.1. Hardwarevarianten
Das Gerät RE. 316*4 kann hardwaremässig in verschiedenen
Varianten geliefert werden. Die zur Verfügung stehenden Mög-
lichkeiten sind aus dem Datenblatt "Angaben für die Bestellung"
ersichtlich.

2.2.2. Konstruktion
Die Bauhöhe des Gerätes beträgt 6 U (U = 44,45 mm), die
Breite 225 mm (Bestellcode N1) oder 271 mm (Bestellcode N2).
An der Rückseite werden die verschiedenen Einheiten in das
Gehäuse (s. Bild 12.3) eingeschoben und danach zusammen
mit der Abdeckplatte festgeschraubt.

2.2.3. Gehäuse und Montagearten


Die Gehäuseformgebung eignet sich für drei festgelegte Monta-
gearten.

Einbaumontage
Die Einbaumontage mit den 4 Befestigungselementen ist für den
Einbau in Schalttafeln vorgesehen. Die Ausschnittsgrösse mit
ihren Massen ist aus dem Datenblatt ersichtlich. Die Geräte-
anschlussklemmen befinden sich an der Rückseite.

Einbau in 19"-Etage
Für den Einbau in eine 19"-Etage ist ein Montageblech lieferbar,
das die nötigen Ausschnitte enthält (s. Datenblatt). Die Geräte-
anschlussklemmen befinden sich an der Rückseite.

Aufbaumontage
Für die Aufbaumontage ist ein schwenkbarer Aufbaurahmen
vorgesehen (s. Datenblatt). Die Geräteanschlussklemmen befin-
den sich an der Rückseite.

2.2.4. Frontseite des Gerätes


Die Frontseite mit Angaben zu den einzelnen Elementen ist aus
Bild 12.2 ersichtlich.
Hinter der Frontplatte befindet sich eine Rückstelltaste. Sie hat
drei Funktionen:
· ermöglicht das Rücksetzen der Auslöserelais, der Signal-
relais und der Signal-LEDs bei Selbsthaltung und das Lö-
schen der Distanzanzeige im Bedienprogramm.

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· ermöglicht das Rücksetzen von Fehlermeldungen in der Dia-


gnose, falls die Selbstüberwachung und Diagnose einen
Defekt detektiert (kurzes Drücken).
· ermöglicht ein Neustart (Warmstart) des Gerätes (minde-
stens zehn Sekunden drücken), falls die Selbstüberwachung
und Diagnose einen gravierenden Fehler detektiert haben.
Diese Bedienhandlungen können alle auch an der lokalen Be-
dieneinheit an der Front des Gerätes vorgenommen werden.
Sollte diese jedoch ausfallen, kann die Rückstelltaste durch das
Loch an der Front, z.B. mit einem Zahnstocher, betätigt werden.

2.2.5. PC-Anschluss
Für die Einstellungen, für das Ablesen von Ereignissen, von Be-
triebsgrössen und für Diagnosezwecke ist die serielle, optische
Schnittstelle (s. Bild 12.2) mit einem Personal Computer (PC) zu
verbinden.

2.2.6. Testmöglichkeiten
Das Gerät RE. 316*4 kann mit dem Prüfgerät des Typs XS92b
geprüft werden.

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2.3. Speiseeinheit
Die Speiseeinheit 316NG65 erzeugt aus der Batteriespannung
alle intern benötigten Hilfsspannungen. Die vorhandenen Kon-
densatoren überbrücken kurze Einbrüche (max. 50 ms) der Ein-
gangsspannung. Die Speiseeinheiten sind gegen Verpolung
geschützt.
Im weiteren werden durch die Speiseeinheit alle für die anderen
Einheiten benötigten Kontrollsignale wie Einschaltrückstellung
(Reset) und Speisespannungsausfall generiert.
Die technischen Daten der Speiseeinheit sind aus dem Daten-
blatt ersichtlich.

2.4. Wandlereinheit
Die Wandlereinheit 316GW61 dient als Prozessankopplung für
die analogen Eingangsgrössen wie Ströme und Spannungen.
Auf der Wandlerplatte können bis zu neun Strom- oder Span-
nungswandler montiert werden. Die Stromwandler sind auf der
Wandlereinheit mit einem Shunt abgeschlossen.
Die Wandler stellen einerseits die notwendige galvanische Tren-
nung sicher und erzeugen (beim Stromwandler mit dem Shunt)
die für die Weiterverarbeitung durch die Analog/Digital-Wand-
lereinheit notwendigen Spannungen auf Elektronikniveau. Somit
stehen am Ausgang der Wandlereinheit sowohl für die Strom-,
als auch für die Spannungskanäle Spannungssignale zur Ver-
fügung.
Entsprechend der Gerätevariante ist die Wandlereinheit mit den
notwendigen Strom- und Spannungswandlern bestückt. Weitere
Angaben dazu sind aus dem Datenblatt ersichtlich.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

2.5. Hauptrechnereinheit
Auf dem Hauptrechner werden die Steuer- und Schutzalgorith-
men gemäss den jeweiligen Einstellungen abgearbeitet. Die
Daten erhält der Hauptrechner von der Analog/Digital-Umsetzer-
einheit und von den Ein-/Ausgabeeinheiten. Ergebnisse der Al-
gorithmen werden direkt oder nach weiteren logischen Ver-
knüpfungen an die binären Ein-/Ausgabeeinheiten weitergeleitet.
In der Hauptrechnereinheit 316VC61a bzw. 316VC61b ist ein
Mikroprozessor mit einem 80486 Rechnerkern eingesetzt. Die
Abtastwerte der Analog/Digital-Umsetzereinheit werden von einem
Digital-Signalprozessor (DSP) vorverarbeitet. Die Kommunikati-
onsschnittstellen für den Bedien-PC und die Stationsleittechnik
(SPA, IEC60870-5-103) sind integriert. Ein PCMCIA-Interface
mit zwei Steckplätzen ermöglicht den Anschluss weiterer Bus-
systeme wie LON, MVB. Der Einsatz von Flash-EPROMs als
Programmspeicher erlaubt das Laden der Firmware von einem
PC über die Frontschnittstelle.
Der Hauptrechner führt im Hintergrund eine Selbstüberwachung
durch. Der Rechner selbst (beziehungsweise der korrekte Pro-
grammablauf) wird durch eine Watchdog-Schaltung überwacht.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

2.6. Binäre Ein-/Ausgabeeinheit


Mit den binären Ein-/Ausgabeeinheiten 316DB6. können über
Optokoppler binäre Signale vom Prozess eingelesen und über
Signal- beziehungsweise Auslöserelais Signale und Befehle an
den Prozess ausgegeben werden.
Sämtliche Ein- und Ausgabeeinheiten stellen die notwendige
galvanische Trennung der Signale zur Elektronik sicher.
Die Ein-/Ausgabeeinheiten in den Steckplätzen 1 und 2 steuern
über ein Register zusätzlich noch je 8 LEDs an der Front an.
Durch eine bis vier binäre Ein-/Ausgabeeinheiten können die für
die jeweilige Gerätevariante notwendige Anzahl der Ein- und
Ausgänge bestückt werden. Aus dem Datenblatt ist ersichtlich,
welche Einheiten für welche Varianten notwendig sind.
Die Optokopplereingänge können durch Widerstände auf Löt-
stützpunkten für verschiedene Eingangsspannungsbereiche kon-
figuriert werden. Die Eingänge werden normalerweise gemäss
der Bestellung direkt in der Fabrik entsprechend konfiguriert.
Die technischen Daten der Optokopplereingänge sowie der
Signal- und Auslöseausgänge sind aus dem Datenblatt ersicht-
lich.

2.7. Verbindungseinheit
Die einzelnen Einheiten werden durch die Verbindungseinheit
316ML62a (Gehäusebreite 271 mm) oder 316ML61a (Gehäuse-
breite 225 mm) elektrisch miteinander verbunden. Die Verbin-
dungseinheit ist im Gehäuse hinter der Front montiert. Sie ent-
hält die entsprechenden Stecker und Verbindungen für die ein-
zelnen Einheiten.
Die Verbindungseinheit enthält im weiteren die Verbindungen
zur lokalen Bedieneinheit, die Rückstelltaste sowie 16 LEDs für
Zustandsanzeigen.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

2.8. Injektionseinheit REX 010


Die Injektionseinheit REX 010 besorgt die Einspeisung des
Injektionswandlerblockes REX 011. Der Injektionswandler gene-
riert die für den 100% Stator- und Rotor-Erdschlussschutz
notwendigen Signale, die alle den gleichen Verlauf haben
(s. Bild 2.6).
Die Injektionseinheit ist in einem REG 316*4-Gehäuse einge-
baut, somit gelten die Daten für den konstruktiven Aufbau sowie
allgemeine Daten, die für REG 316*4 spezifiziert sind. Die Injek-
tionseinheit wird in 3 Varianten U1, U2, U3 für folgende Batterie-
spannungen geliefert:

Speisespannung Toleranz Ausgang

U1: 110 bzw. 125 V_ +10%/ -20% 110 V bzw. 125 V, 1,1 A
U2: 110; 125; 220; 250V _ 88...312 V_ 96 V, 1 A

U3: 48; 60; 110 V_ 36...140 V_ 96 V, 1 A

Die Varianten U2 und U3 arbeiten mit einem DC/DC-Wandler.

Auf dem Print 316AI61 kann mit einer Steckbrücke die Frequenz
der Injektionsspannung eingestellt werden, die genau 1/4 der
Nennfrequenz von 50 Hz oder 60 Hz beträgt. In Stellung X12
beträgt sie 12,5 Hz, in Stellung X11 15,0 Hz.

Bedienungselemente und Signalisation:


· grüne LED READY:
Speisespannung eingeschaltet
· rote LED OVERLOAD:
Die interne Schutzschaltung hat angesprochen. Die
Injektion ist unterbrochen.
· gelbe LED DISABLED:
Injektion mit Frontschalter oder über Optokopplereingang
ausgeschaltet.
Während dem normalen Betrieb leuchtet nur die grüne LED.
· Wippschalter ENABLE, DISABLE:
In Stellung 0 ist die Injektion unterbrochen.
In Stellung 1 ist die Injektion eingeschaltet.

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· Rückstelltaste RESET:
Setzt die Selbsthaltung der Schutzschaltung zurück,
wobei die rote LED erlischt.
Die Schutzschaltung gegen zu grosse Rückspeisungen
vom Generator unterbricht die Injektion bei Nullpunkt-
strömen ³ 5 A.
Ist der Fehler, der die Schutzschaltung aktiviert hat, immer noch
vorhanden, dann kann die Schutzschaltung nicht resetiert
werden. In diesem Fall ist die Speisespannung auszuschalten
und die externe Verdrahtung auf Kurzschlüsse bzw. Unterbrüche
zu untersuchen.
· Optokopplereingang:
Hat die gleiche Funktion wie die Reset-Taste. Ausserdem
kann man einen Unterbruch der Injektion bewirken.
Solange der Eingang aktiviert ist, ist die Injektion unter-
brochen. Die Injektion erfolgt wieder, sobald der Eingang
deaktiviert wird.

Wichtig:
Bei jeder Manipulation am Sternpunkt ist zu achten, dass
die Injektionsspannung ausgeschaltet ist. Bei der Injek-
tionseinheit REX 010 muss der Wippschalter auf "disable"
geschaltet werden und die gelbe LED "disabled" leuchten.
Die Eingangsspannung, die Injektionsfrequenz und die Opto-
kopplerspannung werden bei der Bestellung angegeben und in
der Fabrik entsprechend konfiguriert.
Im Innern des Gerätes befinden sich keine Elemente, die vom
Anwender konfiguriert werden müssen.
Ausfall der Speisung
Leuchtet die grüne LED READY nicht, obwohl die richtige
Hilfsgleichspannung ansteht, so ist bei der Spannungsvariante
U1 die Sicherung des Speiseparts 316NE61 zu kontrollieren und
evtl. zu ersetzen. Der Sicherungshalter befindet sich auf der
Rückwand neben dem Anschluss für die Hilfsgleichspannung.
Typ der Sicherung: G-Sicherungseinsatz 5 x 20 mm
2AT
Bei den Spannungsvarianten U2 und U3 ist das Gerät an die
nächste ABB-Vertretung oder an ABB Schweiz AG, Baden, zu
senden.

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Bild 2.1 Injektionseinheit REX 010 (Frontansicht)


(entspricht HESG 448 574)

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Bild 2.2 Printplatte 316AI61 zu Injektionseinheit


(entstanden aus HESG 324 366)
Stellung X11, Stellung X12

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2.9. Injektionswandlerblock REX 011


Zusammen mit der Injektionseinheit REX 010 liefert der Injek-
tionswandlerblock REX 011 die für den 100% Stator-/ Rotor-
Erdschlussschutz notwendigen Injektions- und Referenzsignale.
Für jede Erdungsart im Statorkreis muss der entsprechende
Injektionswandlertyp verwendet werden:
Primäre Injektion auf Sternpunktseite: REX 011
Sekundäre Injektion auf Sternpunktseite: REX 011-1
Sekundäre Injektion auf Klemmenseite: REX 011-2.
Jeder Injektionswandlertyp besitzt 3 sekundäre Wicklungen für
folgende Spannungen:
Uis: Injektionsspannung Statorkreis
Uir: Injektionsspannung Rotorkreis
Ui: Referenzspannung, wird mit dem analogen
Eingangskanal 8 von REG 316*4 verbunden.
Für den Stator- und Rotorschutz wird der gleiche Injektions-
wandler verwendet.
Die Nennwerte der Injektionsspannungen Uis, Uir und Ui gelten
für die Variante REX 010 U1 und einer Batteriespannung UBat =
110 V_.
Bei den Varianten U2 und U3 sind alle Spannungen um den
Faktor 96/110 = 0.8727 kleiner.
So beträgt dann die Injektionsspannung für primäre Injektion im
Statorkreis 96 V.

2.9.1. REX 011


Dieser Typ wird für die primäre Injektion auf der Sternpunktseite
eingesetzt und besitzt folgende Nennspannungen:
Uis 110 V
Uir 50 V *)
Ui 25 V

Tabelle 2.1 REX 011

*) Die Wicklung für die Spannung Uir besitzt eine Anzapfung bei 30 V. So kann in speziellen Fällen, bei denen eine

kleinere Injektionsspannung als 50 V notwendig ist, Uir auf 30 V oder 20 V umverdrahtet werden.

2-13
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

2.9.2. REX 011-1, -2


Diese Injektionswandler weisen folgende Identifikationen auf
(s. auch Tabelle 2.2 und Tabelle 2.3):
· HESG 323 888 M11, M12, M13 für REX 011-1
· HESG 323 888 M21, M22, M23 für REX 011-2.
Die Wandler für die sekundäre Injektion im Statorkreis weisen
für die Injektionsspannung im Statorkreis 4 Wicklungen auf, die
für eine optimale Leistungsanpassung an die jeweiligen
Erdungswiderstände parallel oder seriell geschaltet werden
können.
Die Grösse des Parallelwiderstandes R'Ps bzw. die maximale
Injektionsleistung bestimmen, welche Injektionsspannung ein-
gesetzt werden kann.

R'Ps [mW] Uis [V] Variante

>8 0.85 M11


> 32 1.7 M12

> 128 3.4 M13

Tabelle 2.2 REX 011-1

R'Ps [W] Uis [V] Variante

> 0.45 6.4 M21

> 1.8 12.8 M22


> 7.2 25.6 M23

Tabelle 2.3 REX 011-2


Es ist immer die grösstmögliche Injektionsspannung zu wählen,
z.B. bei einem Erdungswiderstand R'Ps = 35 mW wird Uis = 1.7 V
genommen.
Bei den Varianten M11, M12 und M13 ist auf eine möglichst
niederohmige Verbindung zwischen dem Injektionswandler und
dem Erdungswiderstand R’Ps zu achten. Der Widerstandswert
beider Verbindungskabel soll höchstens 5% R’Ps betragen, z.B.
bei einem Erdungswiderstand R'Ps = 35 mW und einer Länge der
Verbindungskabel von 2 x 2m = 4m, muss der Kabelquerschnitt
mindestens 40 mm2 betragen.
Die Spannungen Uir und Ui sind gleich wie bei REX 011.

2-14
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

Der eigentliche Anschluss mit der Anlage geschieht immer über


die 2 Starkstromklemmen 10 und 15 vom Typ UHV, welche für
eine Schraubverbindung mit Kabelschuhen vorgesehen sind.
Zwischen den beiden Starkstromklemmen befinden sich die
4 Universalklemmen 11 bis 14 vom Typ UK35, die zur internen
Verdrahtung dienen.
Je nach Variante sind die 4 Wicklungen mit den entsprechenden
Universal- bzw. Starkstromklemmen verdrahtet.
Stellt sich heraus, dass die gelieferte Variante nicht geeignet ist,
müssen die Wicklungen für die richtige Variante gemäss den
folgenden Bildern umverdrahtet werden.
Bei den Varianten M12, M22, M13 und M23 müssen Elemente
von Kettenbrücken KB-15 an den Universalklemmen angebracht
werden. Dies wird anhand des Bildes "Kettenbrücken" am Ende
dieses Abschnitts erklärt.
Jedem Wandler sind Kettenbrückenelemente und 3 Leistungs-
schilder beigelegt. Nach einem Umbau ist das alte Leistungs-
schild zu überkleben.

Varianten M11, M21


S3 S4 S5 S6

10 11 12 13 14 15 16 17

10 11 12 13 14 15

Starkstromklemmen (UHV)

Universalklemmen (UK)

Bei den Varianten M11 (REX 011-1) und M21 (REX 011-2)
werden die beiden Wicklungen S3 und S4 parallel geschaltet
und mit den Starkstromklemmen (10, 15) verbunden. Die beiden
anderen Wicklungen werden nicht gebraucht und sind mit den
Universalklemmen verbunden. Es sind keine Kettenbrücken
KB-15 vorhanden.

2-15
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

Varianten M12, M22


S3 S4 S5 S6

10 11 12 13 14 15 16 17

10 11 12 13 14 15

Starkstromklemmen (UHV)

Universalklemmen (UK)

Kettenbrücke KB-15

Bei den Varianten M12 (REX 011-1) und M22 (REX 011-2)
werden je 2 Wicklungen parallel und zusammen in Serie
geschaltet. Alle Kontakte der Universalklemmen werden mit den
Kettenbrücken KB-15 verbunden.

Varianten M13, M23


S3 S4 S5 S6

10 11 12 13 14 15 16 17

10 11 12 13 14 15

Starkstromklemmen (UHV)

Universaklemmen (UK)

Kettenbrücke KB-15

Bei den Varianten M13 (REX 011-1) und M23 (REX 011-2)
werden alle Wicklungen S3...S6 in Serie geschaltet. Die
Klemmen 12 und 13 werden mit einer Kettenbrücke KB-15
verbunden.

2-16
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

Im folgenden Bild sind die Kettenbrückenverbindungen der


Varianten M12 und M22 dargestellt:

Kettenbrücken

Schrauben

Kettenbrückenelemente

Universalklemmenblock
Klemmen 11 bis 14

Jedem Wandler sind 4 Schrauben, 3 Kettenbrückenelemente


mit Ausleger und 1 Kettenbrückenelement ohne Ausleger bei-
gelegt.
Die Kettenbrücken werden am Universalklemmenblock oben in
die dafür vorgesehenen Ausnehmungen eingesetzt.

Varianten M12 und M22:


Zuerst setzt man in Klemme 11 das Element mit abgetrenntem
Ausleger mit der Öffnung nach unten ein und reiht dann
nacheinander die 3 Brückenelemente mit Ausleger an. Jedes
Element muss mit der beiliegenden Schraube fest angeschraubt
werden.

Varianten M13 und M23:


Zuerst setzt man in Klemme 12 das Element mit abgetrenntem
Ausleger mit der Öffnung nach unten ein und reiht dann das
zweite Brückenelement mit Ausleger an. Jedes Element muss
mit der beiliegenden Schraube fest angeschraubt werden.

2-17
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

2.9.3. Bilder
Bild 2.3 Injektionssignal
Bild 2.4 Anschlussschema für REX 011 für primäre Injektion
im Stator
Bild 2.5 Anschlussschema für REX 011-1 für sekundäre
Injektion im Stator auf Sternpunktseite
Bild 2.6 Anschlussschema für REX 011-2 für sekundäre
Injektion im Stator auf Klemmenseite
Bild 2.7 Anschlussschema für REX 011 für Rotor-
Erdschlussschutz
Bild 2.8 Anschlussschema für REX 011-1, -2 für Rotor-
Erdschlussschutz
Bild 2.9 Anschlussschema für REX 011 zum Prüfen ohne
Generator
Bild 2.10 Anschlussschema für REX 011-1, -2 zum Prüfen
ohne Generator
Bild 2.11 Massbild des Injektionwandlerblocks REX 011

[V]

110

-110

Injection Test

0 320 640 [ms]

Bild 2.3 Injektionssignal Uis

2-18
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

R S T

Generator

REG 316*4

T18

REX010 REX011 REs N12 N11 Us


T. T.
X1 X1
T17
Ui1 5 6 Spannungswandler
5

rest+ 7
RPs
216GW61
rest- 6
7
8

3
Ui2 3

T15
10
Ui
Ui3 4
4 11
UBat+ 3 T16
1
Up8+ 1 P8nax
UBat- 2
Up8- 2
2

Bild 2.4 Anschlussschema für REX 011 für primäre Injektion


im Stator (s. a. Bild 2.11)

2-19
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

R S T

Generator

REG 316*4

Spannungswandler
T18
N'12 N'11
N1 N2
Us
Erdungs- R'Es
transformator T17

R'Ps

T15
REX010 REX011-1 X2
T. T. X1

5
Ui1 5 10

rest+ 7 Uis T16

rest- 6
15
8
Ui2 3
3

X1

8
Ui
Ui3 4 9
4
UBat+ 3
Up8+ 1 P8nax
1
UBat- 2
2
Up8- 2

Bild 2.5 Anschlussschema für REX 011-1 für sekundäre


Injektion im Stator auf Sternpunktseite
(s. a. Bild 2.11)

2-20
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

Erdungs-
R S T transformator

REG 316*4
N1 N2
Spannungswandler
T18
N'12 N'11

Us
R'Es
T17

R'Ps
316 GW61
Generator

REX010 T15
REX011-2
T. T. X1 X2

Ui1 5 10
5

rest+ 7 Uis T16

rest- 6
15
8
Ui2 3
3

X1

8
Ui
Ui3 4 9
4
UBat+ 3
Up8+ 1 P8nax
1
UBat- 2
Up8- 2
2

Bild 2.6 Anschlussschema für REX 011-2 für sekundäre


Injektion im Stator auf Klemmenseite (s. a. Bild 2.11)

2-21
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

+
Rotor
-

2x2uF 2x2uF
8kV 2) 1) 8kV
REG 316*4

T14

REX010 REX011 REr


T. T.
X1 X1
T13
Ui1 5 8
5

rest+ 7
RPr
316 GW61
rest- 6
9
8

3
Ui2 3

10
T15

Ui
Ui3 4
4
UBat+ 3 11
T16
Up8+ 1
1 P8nax
UBat- 2
Up8- 2
2

Bild 2.7 Anschlussschema für REX 011 für Rotor-


Erdschlussschutz (s. a. Bild 2.11)

1) Zweipolige Ankopplung

2) Einpolige Ankopplung bei bürstenloser Erregung

2-22
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

+
Rotor
-

2x2uF 2x2uF
8kV 2) 1) 8kV
REG 316*4

T14

REX010 REX011-1, -2 REr


T. T.
X1 X1
T13
Ui1 5 6
5

rest+ 7
RPr
316 GW61
rest- 6
7
8

3
Ui2 3

8
T15

Ui
Ui3 4
4
UBat+ 3 9
T16
Up8+ 1
1 P8nax
UBat- 2
Up8- 2
2

Bild 2.8 Anschlussschema für REX 011-1, -2 für Rotor-


Erdschlussschutz (s. a. Bild 2.11)

1) Zweipolige Ankopplung

2) Einpolige Ankopplung bei bürstenloser Erregung

2-23
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

S1

Ck = 4uF
Rf
S2 CE = 1uF
REG 316*4
1k W 2,5W

T18
REX010 REX011 22 W Us
T. T. X1 X1
T17
Ui1 5 8
5

7 50V 150 W
6
9 >10W
8
Ui2 3 T14
3
Ur

10 T13

Ui3 4
4 11 T15
UBat+ 3
1
Up8+ 1 P8nax Ui
UBat- 2
2
Up8- 2
T16

Bild 2.9 Anschlussschema für REX 011


zum Prüfen ohne Generator

S1: Überbrückung der Rotorkoppelkapazität


Ck: Rotorkoppelkapazität
CE: Rotor / Stator Erdkapazität
Rf: Variabler Erdfehlerwiderstand
S2: Erdfehlerwiderstand = 0 W

2-24
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

S1

Ck = 4uF
Rf
S2 CE = 1uF
REG 316*4
1k W 2,5W

T18
REX010 REX011-1, -2
22 W Us
T. T. X1 X1
T17
Ui1 5 6
5

7 50V 150 W
316 GW61
6
7 >10W
8
Ui2 3 T14
3
Ur

8 T13

Ui3 4
4 9 T15
UBat+ 3
1
Up8+ 1 P8nax Ui
UBat- 2
Up8- 2
2
T16

Bild 2.10 Anschlussschema für REX 011-1, -2


zum Prüfen ohne Generator

S1: Überbrückung der Rotorkoppelkapazität


Ck: Rotorkoppelkapazität
CE: Rotor / Stator Erdkapazität
Rf: Variabler Erdfehlerwiderstand
S2: Erdfehlerwiderstand = 0 W

2-25
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

Bild 2.11 Massbild des Injektionwandlerblocks REX 011


(entspricht HESG 324 388)

2-26
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

2.10. Prüfen ohne Generator


Um die Injektionseinheit REX 010 mit Injektionswandlerblock
REX 011 bzw. REX 011-1, -2 und die Schutzfunktionen Stator-
ESS und Rotor-ESS auch ohne Schutzobjekt prüfen zu können,
muss folgende Schaltung aufgebaut werden (Bild 2.9 bzw. Bild
2.10). Um den Aufbau einfach zu halten, werden die beiden
Erdungswiderstände RE und RP sowohl für den Stator- als auch
den Rotorschutz verwendet.
Die Injektionsspannung ist auch gemeinsam und beträgt 50 V.
Mit einem variablen Widerstand Rf wird der Erdfehlerwiderstand
simuliert.

Stator-Erdschlussschutz:
Bei der Simulation des Stator-Erdschlussschutzes bleibt der
Schalter S1 die ganze Zeit geschlossen.
Der Erdungswiderstand RE ist aus 2 Widerständen 1 kW und
22 W zusammengesetzt.
So wird auf einfache Weise das Übersetzungsverhältnis vom
Spannungswandler simuliert.
Einstellparameter MWV und REs:
Der theoretische Wert von MWV wird wie folgt berechnet:
22 W + 1000 W 110 V
MWV = ´ = 102 .
22 W 50 V
Durch die kleinere Injektionsspannung von 50 V wird MWV
um den Faktor 110 V/50 V grösser.
REs = 1022 W.
Die Einstellparameter können auch mit den Anpassfunk-
tionen 'Anpassg.MWV' und 'Anpassg.REs' gemäss Abschnitt
3.5.24. bestimmt werden und sind den berechneten vorzu-
ziehen.

Rotor-Erdschlussschutz
Bei der Simulation des Rotor-Erdschlussschutzes bleibt der
Schalter S1 die ganze Zeit geöffnet, ausser wenn im Anpass-
modus 'EingAnpasREr' die Koppelkapazitäten überbrückt wer-
den.
Einstellparameter:
Die theoretischen Werte für die Einstellparameter betragen:
REr = 1022 W
Ck = 4 mF.

2-27
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. C

Die Einstellparameter können auch mit den Anpassfunk-


tionen 'Anpassg.REs' und 'Anpassg.C' gemäss Abschnitt
3.5.25. bestimmt werden und sind den berechneten vorzu-
ziehen.

2-28
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

März 01

3. EINSTELLUNG DER FUNKTIONEN

3.1. Allgemeines ............................................................................. 3-4


3.1.1. Bibliothek und Einstellungen.................................................... 3-4
3.1.2. Ablauf der Steuer- und Schutzfunktionen ................................ 3-5
3.1.2.1. Repetitionsrate......................................................................... 3-5
3.1.2.2. Rechenaufwand der Schutzfunktionen .................................... 3-6
3.1.2.3. Rechenaufwand der Steuerfunktion ........................................ 3-9

3.2. Ein- und Ausgänge der Steuer- und Schutzfunktionen.......... 3-10


3.2.1. Wandlereingänge .................................................................. 3-10
3.2.2. Binäre Eingänge .................................................................... 3-11
3.2.3. Meldeausgänge ..................................................................... 3-11
3.2.4. Auslösungen .......................................................................... 3-12
3.2.5. Messwerte ............................................................................. 3-12

3.3. Frequenzbereich .................................................................... 3-12

3.4. System Einstellparameter...................................................... 3-13


3.4.1. Hardwarekonfiguration........................................................... 3-13
3.4.2. Eingabe der Wandlerkanäle .................................................. 3-18
3.4.3. Eingabe der Kommentare für Binäreingänge und -ausgänge .... 3-19
3.4.4. Maskierung der Binäreingänge, Eingabe der Selbsthaltung
und Definition von Doppelmeldungen .................................... 3-20
3.4.5. Bearbeiten der Systemfunktionen.......................................... 3-20
3.4.5.1. Ein- /Ausgänge ändern .......................................................... 3-21
3.4.5.2. Name des Systems ändern ................................................... 3-24
3.4.5.3. Passwort ändern.................................................................... 3-24

3.5. Schutzfunktionen ................................................................... 3-25


3.5.1. Transformator-Differentialschutz ...............(Diff-Transf) ........ 3-25

3.5.2. Generator-Differentialschutz......................... (Diff-Gen) ........ 3-53

3.5.3. Unabhängig verzögerter Über- /


Unterstromschutz..............................................(Strom) ........ 3-59

3.5.4. Überstromschutz mit


Scheitelwertverarbeitung ...............(Strom-Momentan) ........ 3-65

3.5.5. Spannungsabhängiger Überstromschutz.. (Imax-Umin) ........ 3-71

3-1
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.5.6. Abhängig verzögerter Überstromschutz ... (Strom-Invers) ........ 3-79

3.5.7. Unabhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz


............................................................(StromRichtung) ........ 3-85

3.5.8. Abhängig verzögerter


Überstrom-Richtungsschutz ............ (StromInvRichtng) ........ 3-93

3.5.9. Unabhängig verzögerter Schieflastschutz......... (I2-DT) ...... 3-105

3.5.10. Abhängig verzögerter Schieflastschutz........ (I2-Invers) ...... 3-111

3.5.11. Unabhängig verzögerter Über-/


Unterspannungsschutz ............................. (Spannung) ...... 3-117
3.5.11.1. Unabhängig verzögerter Stator-
Erdschlussschutz (95 %) ..................................................... 3-122
3.5.11.2. Rotor-Erdschlussschutz ....................................................... 3-135
3.5.11.3. Windungsschlussschutz ...................................................... 3-137

3.5.12. Überspannungsschutz mit


Scheitelwertverarbeitung ..................(Spg-Momentan) ...... 3-139

3.5.13. Minimalimpedanzschutz.......................(Min-Impedanz) ...... 3-145

3.5.14. Minimalreaktanzschutz ........................ (Min-Reaktanz) ...... 3-153

3.5.15. Leistungsschutz ............................................(Leistung) ...... 3-165

3.5.16. Überlastschutz für den Stator ............ (Überlast-Stator) ...... 3-179

3.5.17. Überlastschutz für den Rotor .............. (Überlast-Rotor) ...... 3-185

3.5.18. Frequenzschutz .......................................... (Frequenz) ...... 3-191

3.5.19. Frequenzgradientenschutz ................................. (df/dt) ...... 3-197

3.5.20. Übererregungsschutz........................... (Übererregung) ...... 3-201

3.5.21. Übererregungsschutz mit abhängiger


Verzögerung ....................................................(U/f-Inv) ...... 3-205

3.5.22. Spannungsvergleichschutz ................ (Spgs-Vergleich) ...... 3-211

3.5.23. Übertemperaturschutz ...................... (Übertemperatur) ...... 3-219

3.5.24. Stator-Erdschlussschutz mit Injektion ...... (Stator-ESS) ...... 3-227

3-2
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.25. Rotor-Erdschlussschutz mit Injektion........ (Rotor-ESS) ...... 3-249

3.5.26. Polschlupfschutz........................................(Polschlupf) ...... 3-259

3.5.27. Abhängig verzögerter Erdschluss-


Überstromschutz.......................................... (I0-Invers) ...... 3-271

3.5.28. Schalterversagerschutz .................... (SchalterVersag.) ...... 3-277

3.6. Logikfunktionen.................................................................... 3-293


3.6.1. Steuerfunktion.................................................(FUPLA) ...... 3-293
3.6.1.1. Dokumentation der Einstellparameter FUPLA ..................... 3-295
3.6.1.1.1. Generelles ........................................................................... 3-296
3.6.1.1.2. Zeitglieder ............................................................................ 3-297
3.6.1.1.3. Binäreingänge...................................................................... 3-297
3.6.1.1.4. Binärsignale ......................................................................... 3-297
3.6.1.1.5. Messwert-Eingänge ............................................................. 3-298
3.6.1.1.6. Messwert-Ausgänge ............................................................ 3-298
3.6.1.1.7. Signallaufplan der Messwert-Ein- und Ausgänge ................ 3-298
3.6.1.2. FUPLA laden ....................................................................... 3-299

3.6.2. Logik ..................................................................(Logik) ...... 3-301

3.6.3. Verzögerung / Integrator ........................ (Verzögerung) ...... 3-305

3.6.4. Entprellen................................................... (Entprellen) ...... 3-311

3.6.5. LDU-Ereignisse..................................(LDU Ereignisse) ...... 3-315

3.6.6. Zähler............................................................... (Zähler) ...... 3-319

3.7. Messfunktionen.................................................................... 3-323


3.7.1. Messfunktion.....................................................(UIfPQ) ...... 3-323

3.7.2. Plausibilität-Strom 3-phasig ...................(Prüfung-I3ph) ...... 3-329

3.7.3. Plausibilität-Spannung 3-phasig .......... (Prüfung-U3ph) ...... 3-333

3.7.4. Störschreiber ........................................ (Störschreiber) ...... 3-337

3.7.5. Messmodul .............................................. (MessModul) ...... 3-351


3.7.5.1. Pulszählereingänge ............................................................. 3-357
3.7.5.2. Funktionsprinzip der Pulszähler........................................... 3-358
3.7.5.3. Wirkungsweise der Pulszähler............................................. 3-358
3.7.5.4. Behandlung von Intervallen ................................................. 3-359

3-3
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3. EINSTELLUNG DER FUNKTIONEN

3.1. Allgemeines

3.1.1. Bibliothek und Einstellungen


REG 316*4 bietet eine umfangreiche Bibliothek von Schutz- und
Steuerfunktionen für den umfassenden Schutz von Generatoren
und Transformatoren.
Die Einstellungen erfolgen anwenderfreundlich mit Hilfe eines
Personal Computers. Dazu ist keine Programmierarbeit zu lei-
sten.
Der Umfang an aktiven Schutz- und Steuerfunktionen in einem
REG 316*4 wird begrenzt durch die verfügbare Rechenkapazität
der Hauptrechnereinheit.
Das Bedienprogramm überprüft, ob die zur Verfügung stehende
Rechenleistung ausreichend ist und gibt gegebenenfalls eine
Fehlermeldung.
Die maximal mögliche Anzahl Schutzfunktionen ist 48.
Die tatsächlich aktiven Funktionen werden durch die Einstellun-
gen und den Software-Schlüssel bestimmt. Durch dieses Kon-
zept wird es möglich, den vielfältigen Anforderungen an die
Steuer- und Schutzkonfiguration gerecht zu werden:
· Es sollen nur die tatsächlich gewünschten Funktionen akti-
viert werden. Jede Funktion entspricht einem Rechen-
aufwand, der sich auf die Auslösezeit auswirken kann.
· Viele Funktionstypen können mehrfach angewandt werden,
z.B.
· zur Realisierung mehrerer Stufen (mit gleichen oder unter-
schiedlichen Ansprechwerten und Zeitverzögerungen)
· zur Anwendung auf verschiedene Eingangskanäle.
Einige Funktionen können hingegen pro Parametersatz nur
einmal konfiguriert werden:
· Störschreiber
· Entprellen
· VDEW6.
· Die Funktionen, die im gleichen Parametersatz aktiv sind,
können logisch miteinander verknüpft werden, z.B. für
Blockierungen.

3-4
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.1.2. Ablauf der Steuer- und Schutzfunktionen

3.1.2.1. Repetitionsrate
Die Software des Schutzsystems steuert den Ablauf der einzel-
nen Funktionen selbständig. Die Funktionen werden in einzelne
Teilprogramme zerlegt und vom Rechner zyklisch abgearbeitet.
Die Häufigkeit der Abarbeitung (Repetitionsrate) wird dabei
gemäss den technischen Anforderungen festgelegt.
Für viele Funktionen dient dafür die für die Auslösung wesentli-
che Verzögerungszeit: Je kürzer die geforderte Auslösezeit, um-
so höher die Repetitionsrate. Die typischen Beziehungen zwi-
schen Verzögerungszeit und Repetitionsrate sind in Tabelle 3.1
beschrieben.
Repetitionsrate Erläuterung Verzögerungszeit

4 ³ 4 mal pro 20 ms 1) < 40 ms


2 ³ 2 mal pro 20 ms 40 ... 199 ms
1 ³ 1 mal pro 20 ms ³ 200 ms
1) Bei 50 Hz oder 60 Hz

Tabelle 3.1 Typische Repetitionsrate der Funktionen


Die Repetitionsraten einiger Funktionen sind von den Einstell-
parametern unabhängig, z.B. Differentialschutz, Erdschluss-
schutz oder reine Logikfunktionen.
Die Erfassung der binären Eingangssignale sowie das Setzen
der Signal- und Auslöseausgänge erfolgt davon unabhängig mit
der Abtastrate der Analogeingänge.
Da die einzelnen Schutzfunktionen zwar genügend schnell, aber
doch zeitlich nacheinander ablaufen müssen, ergibt sich auch
für ihre Ausgangssignale, wie ‘Anlauf‘ oder ‘Auslösung‘, eine
gewisse zeitliche Streuung. Diese wird von der Repetitionsrate
bestimmt, mit der die Funktion abläuft. Typische Werte zeigt
Tabelle 3.2.
Repetitionsrate Streuung

4 -2...+5 ms
2 -2...+10 ms
1 -2...+20 ms

Tabelle 3.2 Zeitliche Streuung der Ausgangssignale von Schutz-


funktionen in Abhängigkeit von ihrer Repetitionsrate

3-5
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.1.2.2. Rechenaufwand der Schutzfunktionen


Der Rechenaufwand einer Funktion wird durch folgende Ein-
flussgrössen bestimmt:
· Komplexität der eingesetzten Algorithmen. Diese Einfluss-
grösse ist spezifisch für die jeweilige Funktion.
· Repetitionsrate:
Je kürzer die Verzögerungszeit einer Schutzfunktion, umso
höher ist gemäss Tabelle 3.1 die Repetitionsrate der Funk-
tion. Der Rechenaufwand steigt annähernd proportional mit
der Repetitionsrate.
· Schon aktivierte Schutzfunktionen:
Das Schutzsystem ist in der Lage, bestimmte Zwischen-
ergebnisse (Messwerte) einer Schutzfunktion mehrfach zu
nutzen. Damit entsteht für weitere Stufen einer Schutzfunk-
tion mit denselben Eingängen wie die erste Stufe im allge-
meinen lediglich ein Rechenaufwand für den Vergleich mit
dem Ansprechwert, nicht jedoch für die Messwertaufbereitung.
Die Tabelle 3.3 zeigt den Rechenaufwand für die Schutzfunk-
tionen im REG 316*4. Die Angaben sind Richtwerte in Prozent
der Leistung einer fiktiven Hauptrechnereinheit.
Da sich bei einigen Funktionen der Rechenaufwand bei klein
eingestellten Zeitverzögerungen t gemäss Tabelle 3.1 erhöht,
muss teilweise ein Faktor 2 oder 4 berücksichtigt werden. Bei
den Angaben für Funktionen mit mehreren Stufen muss die
Stufe mit der kürzesten Zeitverzögerung als erste Stufe ange-
nommen werden.
In einem REG 316*4 steht eine Rechenleistung von 250% zur
Verfügung, sofern die Rechnereinheit 316VC61a bzw. 316VC61b
eingebaut ist. Dies trifft für alle Geräte mit der Frontbedien-
einheit zu. Bei älteren Geräten mit der Rechnereinheit 316VC61
steht nur eine Rechenleistung von 200% zur Verfügung.
Die Rechnerbelastung kann im Untermenü 'Relaiseinstellungen
auflisten' unter 'Programme auflisten' gelesen werden. Die
Rechnerbelastung für die vier Parametersätze wird in Promille
angezeigt. Massgebend für die Rechnerbelastung ist der grösste
Wert in den vier Parametersätzen.

3-6
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Funktion 1. Stufe 2. oder höhere Stufen Faktor für (**)


1ph 3ph 1ph 3ph t<40ms t<200ms

Diff-Gen - 40 dto.
Diff-Transf - 50 dto.
Strom 2 3 1 4 2
mit Inrushblockierung 5 5 4 2
Strom-Momentan 3 4 2 4 2
Imax-Umin 5 8 2 4 2
Strom-Invers 4 7 3
StromRichtung 19 dto. 4 2
StromInvRichtng 21 dto.
I2-DT - 6 1
I2-Invers - 8 3
Spannung 2 3 1 4 2
Spg-Momentan 3 4 2 4 2
Spgs-Vergleich 4 9 dto. 4 2
Min-Impedanz 6 17 4 11
Min-Reaktanz 6 17 4 11
Leistung 5 14 3 8 4 2
Überlast-Stator 4 7 3
Überlast-Rotor - 6 3
Übertemperatur 12 15 dto.
Frequenz 15 - 3 2
df/dt 50 5
Übererregung 15 - dto. 2
U/f-Inv 25,5 - dto.
Stator ESS 40 dto.
Rotor ESS 40 dto.
Polschlupf 20 dto.
I0-Invers 4 3
SchalterVersag. 34 46 dto.
FUPLA 1/ 2/ 4 (***) dto.
VDEW6 1 (*)
Verzögerung 8 dto.
Zähler 8 dto.
Logik 4 dto.
Entprellen 0.1 (*)
Analog RIO Trig 2 4 2
LDU Ereignisse 4 dto.
UIfPQ 5 dto.
MessModul
Analogwerte 10 dto.
Zähler 8 dto.
Prüfung I3ph 5 dto. 2
Prüfung U3ph 5 dto. 2
Störschreiber
ohne Binäreingänge 20 (*)
mit Binäreingängen 40 (*)

(*) nur einmal parametrierbar (**) immer 1 für Verzögerungszeiten ³ 200ms


(***) je nach 'Wiederh.Rate' (tief / mittel / hoch)

Tabelle 3.3 Rechenaufwand der Schutzfunktionen


(Angaben in Prozent)

3-7
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel:
Tabelle 3.4 zeigt für eine einfache Konfiguration des Schutz-
systems mit 4 aktivierten Schutzfunktionen den Rechenaufwand
gemäss Tabelle 3.3. Die Schutzfunktionen 1 und 2 benutzen
dieselben analogen Eingänge; damit ist der Aufwand für
Funktion 2 auf den Wert für eine 2. Stufe reduziert.

Funktion Eingangs- Einstellungen Prozent


Nr. Typ Kanal Phasen Ansprechw. Zeit inkl. Faktor

1 Strom 1 (,2,3) 3ph 10,0 IN 30 ms 3% x 4 = 12%

2 Strom 1 (,2,3) 3ph 2,5 IN 100 ms 1% x 2 = 2%

3 Strom 4 1ph 3,5 IN 300 ms 2% x 1 = 2%

4 Spannung 7 1ph 2,0 UN 50 ms 2% x 2 = 4%

Gesamt 20 %

Tabelle 3.4 Beispiel für die Berechnung des Rechenaufwands

3-8
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.1.2.3. Rechenaufwand der Steuerfunktion


Der Rechenaufwand der Steuerfunktion kann nicht direkt in Pro-
zenten der Gesamtrechenleistung angegeben werden. Neben
der Codegrösse bestimmt die Art der Steuerlogik den Rechen-
aufwand.
Die Belastung des Hauptrechners durch Schutz- und Steuer-
funktionen muss nach dem Laden im Menüpunkt 'Messwert-
verarbeitung', 'Wandlerkanäle anzeigen' überprüft werden.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmen---------------¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉWandlerkan„le anzeigenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°Û
Û³ ÚMesswº Kanal Nr. Amplitude Phase Frequenz º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Wandº 1 0.000 [ 1A] -.-- Grad -.--- Hz º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Betrº 2 0.000 [ 1A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Bin„º 3 0.000 [ 1A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Meldº 4 0.000 [ 5A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Meldº 5 0.000 [ 5A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Auslº 6 0.000 [ 5A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
ÛÀ-³ FUPLº 7 0.000 [100V] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°³ ZURº 8 0.000 [100V] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°³ º 9 0.000 [100V] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°À-----º º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°º º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°º º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°º Uhrzeit: 2001-04-19 12:08;35 ( 2400) º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Die Zahl rechts unten im Fenster ( 2400) ist ein Mass für die
Rechnerbelastung. Mit allen Funktionen aktiv, d.h. keine Funk-
tion darf blockiert sein, darf 20'000 nicht überschritten werden.
Die Zahl ist im normalen Betriebszustand des Gerätes, das
heisst nicht während einer Auslösung, abzulesen.
Die Zykluszeit des High-priority tasks ist auf 20 ms (Default) zu
stellen (s. Abschnitt 3.6.1.1. Dokumentation der Einstellparame-
ter FUPLA).
Damit ist die korrekte Abarbeitung der Schutz- und Steuerfunk-
tionen garantiert.

3-9
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.2. Ein- und Ausgänge der Steuer- und Schutzfunktionen

3.2.1. Wandlereingänge
(s.a. Abschnitt 5.5.4.1.)

Das System kann 3 Typen von Eingangswandlern enthalten, die


wiederum für verschiedene Nennwerte verfügbar sind:
· Schutz-Stromwandler
· Mess-Stromwandler (Ringkernwandler)
· Spannungswandler.
Die Anzahl und Konfiguration dieser Wandler ergibt sich ent-
weder aus dem Wandler-Konfigurations-Code K.. oder aus der
freien Eingabe der Wandlertypen bei K=0.
Die von den Eingangswandlern gelieferten Ströme und Span-
nungen werden auf dem Analogteil der Hauptrechnereinheit
digitalisiert, bevor die Werte von den Schutzfunktionen weiter-
verarbeitet werden.
Jeder Kanal ist entweder als 1phasig oder 3phasig deklariert:
· Ströme:
· 3phasig, Schutz-Stromwandler
· 1phasig, Schutz-Stromwandler
· 1phasig, Mess-Stromwandler (Ringkernwandler)

· Spannungen:
· 3phasig, Schaltung in Stern
· 1phasig.

Eine Schutzfunktion kann nur 3phasig verwendet werden, wenn


eine entsprechende 3phasige Gruppe von Wandlereingangs-
kanälen vorhanden ist.
Alle Einstellungen der Schutzfunktionen beruhen grundsätzlich
auf den Eingangswerten des REG 316*4 (Sekundärwerte). Eine
feine Anpassung der Nennwerte an die primären Grössen ist
jedoch möglich durch die Einstellung von Referenzwerten der
analogen Eingänge.

3-10
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.2.2. Binäre Eingänge


(s.a. Abschnitt 5.5.4.4.)
Das REG 316*4 kennt folgende binäre Grössen:
· FALSE =^ logisch "0" (fester Wert)
· TRUE =^ logisch "1" (fester Wert)
· Binärwerte der binären Eingabe (316DB6.)
· Binärwerte der Steuer- und Schutzfunktionen. Sie sind durch
Angabe der Funktionsnummer und des entsprechenden
Meldeausganges definiert.
· Binärwerte von der übergeordneten Stationsleitebene
· Binärwerte von dezentralen Eingabeeinheiten (500RIO11)
· Binärwerte von Interlocking-Daten.

All diese binären Grössen können als binäre Eingänge der


Steuer- und Schutzfunktionen parametriert werden.
Alle eingestellten Binäradressen können direkt oder invertiert
verwendet werden.
3.2.3. Meldeausgänge
(s.a. Abschnitt 5.5.4.2.)

Die Meldeausgänge der Steuer- und Schutzfunktionen bieten


folgende Möglichkeiten:
· Ausgabe auf Meldeleuchtdiode
· Ausgabe auf Melderelais
· Aufzeichnung als Ereignis
· Ausgabe auf Auslöserelais
· Ausgabe an die Kommunikationsschnittstelle
· Ausgabe auf dezentrale Ausgabeeinheiten (500RIO11)
· Ausgabe auf Interlocking-Daten.
Für die Ausgabe auf Melderelais und -leuchtdiode gilt:
· Jedes Melderelais und jede Leuchtdiode kann nur von einer
Meldung benutzt werden.
· Jedes Melderelais und jede Leuchtdiode kann individuell auf
Selbsthaltung parametriert werden.
Von jeder Meldung können maximal 2 Ausgänge angesteuert
werden, z.B.:
· 2 Melderelais
· 1 Melderelais und 1 Leuchtdiode
· 1 Melderelais und 1 Auslöserelais.
Je eine Ausgabe an die Kommunikationsschnittstelle, auf de-
zentrale Ausgabeeinheiten und auf Interlocking-Daten, sowie die
Ereignisaufzeichnung sind zusätzlich wählbar.
Wichtige Meldungen sind doppelt ausgeführt z.B. ‘GeneralAUS'
und ‘GeneralAUS2’.

3-11
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.2.4. Auslösungen
(s.a. Abschnitt 5.5.4.3.)

Alle Schutzfunktionen können ihre Auslösebefehle direkt auf die


Auslöserelais leiten. Dies geschieht in Form einer Auslöse-
matrix, die auf jeden Auslösekanal zugreifen kann. Jeder Aus-
lösekanal kann von beliebig vielen Schutzfunktionen über die
Auslösematrix aktiviert werden.
Auslöserelais besitzen nur die binären Ein- / Ausgabeeinheiten
316DB61 und 316DB62. Auf jedem Einschub stehen zwei Aus-
löserelais mit je zwei Kontakten zur Verfügung.

3.2.5. Messwerte
(s.a. Abschnitt 5.7.)

Die analogen Messwerte der Schutzfunktionen im REG 316*4


werden nicht nur intern verarbeitet, sondern sind auch nach
aussen sichtbar durch:
· Messwertanzeige:
Über die Kommunikationsschnittstelle können die Messwerte
aller Schutzfunktionen der übergeordneten Stationsleitstelle
zur Verfügung gestellt werden.
Mittels der Bedieneinheit (Personal Computer) oder an der
Frontbedieneinheit können die Messwerte aller Schutz-
funktionen vor Ort angezeigt werden.
Die Messung bezieht sich auf die sekundären Grössen am
Eingang des REG 316*4.
· Ereignisspeicherung:
Der Messwert einer Schutzfunktion im Moment ihrer Aus-
lösung wird als Ereignis abgespeichert.

3.3. Frequenzbereich
Die Schutzfunktionen sind für die Nennfrequenzen fN = 50 Hz
oder 60 Hz ausgelegt; der Wert ist einstellbar. Die im System
verwendeten Schutzalgorithmen arbeiten bei Nennfrequenz fN
optimal. Bei Abweichungen von der Nennfrequenz ergeben sich
zusätzliche Fehler.

3-12
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.4. System Einstellparameter

3.4.1. Hardwarekonfiguration
Parameter-Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

Nennfrequenz Hz 50 50 60 10
A/D auf VC61 (Auswahl)
AD Konfig K 00 00 99 1
Einschub 1 Unbenutzt (Auswahl)
Einschub 2 Unbenutzt (Auswahl)
Einschub 3 Unbenutzt (Auswahl)
Einschub 4 Unbenutzt (Auswahl)
SWVers SX... X (Auswahl)
SWVers S.XXX 100 1 999 1

Erläuterung der Parameter:


Nennfrequenz
Bestimmt die Nennfrequenz:
· 50 Hz oder 60 Hz.

A/D
Bezeichnet den Typ der Analog/Digital-Umsetzereinheit
Beim Leitungsdifferentialschutz muss je nach der
eingesetzten Analog/Digital-Umsetzereinheit „EA62…“ bzw.
„EA63…“ gewählt werden:
· auf VC61: A/D-Wandlung auf 316VC61a bzw.
316VC61b
· EA6. MasterK: Kurze Datenübertragungsdistanz
· EA6. SklaveK: Kurze Datenübertragungsdistanz
· EA6. MasterL: Lange Datenübertragungsdistanz
· EA6. SklaveL: Lange Datenübertragungsdistanz
· EA6. MstFoxK: Kurze Datenübertr. mit FOX
· EA6. MstFoxL: Lange Datenübertr. mit FOX
· EA6. SlvFoxK: Kurze Datenübertr. mit FOX
· EA6. SlvFoxL: Lange Datenübertr. mit FOX.
Die Einstellung der Datenübertragungsdistanz richtet sich
nach der Dämpfung des Lichtwellenleiters (LWL) der Über-
tragungsstrecke zwischen den beiden Geräten.

3-13
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bei der Zwischenschaltung von FOX-Übertragungsgeräten ist


die Datenübertragungsstrecke zwischen RE.316*4 und FOX
massgebend.

Die eingestellte Datenübertragungsdistanz beeinflusst die


Sendeleistung der Sendediode. Sie ist so zu wählen, dass
die Empfängerdiode auf der Gegenseite nicht übersteuert
wird.

Für eine korrekte Einstellung, müssen bei der Inbetriebset-


zung die optischen Pegel nachgemessen werden. Die Sen-
deleistung muss in den, in der nachfolgenden Tabelle ange-
gebenen Bereichen liegen (MM = Multimode-LWL 50/125mm,
SM = Singlemode-LWL 9/125mm):
Einstellung
LWL Typ EA6…..K EA6…..L
MM -26 … -20 dBm -16 … -13 dBm
SM -32 … -22 dBm -20 … -17 dBm

Die Einstellung ist so zu wählen, dass mit der erwarteten


Dämpfung der Übertragungsstrecke die optische Empfangs-
leistung auf der Gegenseite im Bereich -34dBm ... -22dBm
liegt. Die Einhaltung dieses Bereiches für die Empfangs-
leistung ist ebenfalls durch eine Messung zu überprüfen.

Hinweise:
· Beim Messen der Ausgangsleistung ist darauf zu
achten, dass für die Messung derselbe LWL Typ
verwendet wird, welcher auch in der Übertragungs-
strecke zur Anwendung kommt.
· Es muss immer ein Gerät als Master (bzw. ‘MstFox’)
und die Gegenstation als Sklave (bzw. ‘SlvFox’)
konfiguriert werden.
· Es muss immer an beiden Enden die gleiche Daten-
übertragungsdistanz, also entweder 'EA6..…K' oder
'EA6..…L', eingestellt werden.
· Wenn eine Analog/Digital-Umsetzereinheit des Typs
316EA62 oder 316EA63 vorhanden ist, so muss der
Parameter ‘A/D’ auf ‘EA6.....’ eingestellt werden, auch
wenn die LWL-Verbindung noch nicht in Betrieb ist.

3-14
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AD Konfig K
Bezeichnet die Variante der Wandlereinheit:
· 0...67: K0: Wandler frei wählbar
K61...K67: Wandlereinheiten gemäss
Datenblatt.
Die Einstellung dieses Parameters muss vor der Konfi-
guration der Schutzfunktionen erfolgen, und kann nach-
träglich nicht mehr geändert werden. Diese Einstellung
muss mit dem Typ der Wandlereinheit im Gerät überein-
stimmen. Eine Überprüfung der Hardware findet nicht
statt.
Eine Zusammenstellung der Codes der Wandlereinheiten
findet man im Datenblatt (s. Griff 8). In Bild 3.1 und Bild 3.2
sind Anwendungsbeispiele der verschiedenen Wandler-
einheiten dargestellt.
Einschub1
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 1.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.
Einschub2
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 2.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.
Einschub3
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 3.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.
Einschub4
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 4.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.
SWVers SX...
Bezeichnet den ersten Teil (Buchstabe) des Software Codes.
SWVers S.XXX
Bezeichnet den zweiten Teil (Ziffer) des Software Codes.
Eine Zusammenstellung der Schutzfunktionen nach Software
Codes findet man im Datenblatt (s. Griff 8).

3-15
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bild 3.1 Beispiele zur Anwendung der Eingangswandler-


kombinationen Code K61 bis K66

SSW : Schutz-Stromwandler
MSW : Mess-Stromwandler
SPW : Spannungswandler

3-16
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Bild 3.2 Anwendung der Eingangswandlerkombination für


den 100% Erdschlussschutz, K67.

3-17
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.4.2. Eingabe der Wandlerkanäle


(s.a. Abschnitt 5.5.5.)

Typ ändern
Wenn in der Hardwarekonfiguration K=00 gesetzt ist, können die
Wandlerkanäle in beliebiger Reihenfolge eingegeben werden.
Voraussetzung ist, dass ein entsprechendes Wandlermodul vor-
handen ist.

Nennwert
Die Nennwerte der Strom- und Spannungswandler im Wandler-
modul werden eingegeben (1 A, 2 A, 5 A, 100 V, 200 V).
3phasige Analogkanäle übernehmen den Wert der Phase R.

Primär/Sekundär-Verhältnis
Diese Werte haben nur eine Bedeutung in Zusammenhang mit
dem IEC60870-5-103-Protokoll. 3phasige Wandlerkanäle über-
nehmen den Wert der Phase R.

Referenzwert ändern
Die Referenzwerte der Wandlerkanäle ermöglichen die Anpas-
sung der Gerätenennwerte an Objektnennwerte. Sie können in
einem Bereich von 0.5 bis 2 eingestellt werden. 3phasige
Wandlerkanäle übernehmen den Wert der Phase R.
UGN x UN2
Referenzwert für Spannungskanäle =
UN1 x UN
IGN x IN2
Referenzwert für Stromkanäle =
IN1 x IN
Es bedeuten:
UGN, IGN - Nenndaten des geschützten Objektes (Generator,
Transformator, Motor usw.)
UNl, UN2 - primäre und sekundäre Nennspannungen der
Spannungswandler
INl, IN2 - primäre und sekundäre Nennströme der Strom-
wandler
UN, IN - Nennspannung und Nennstrom des Schutzes.

3-18
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Beispiel:
Generator 13,8 kV ; 4 kA
Wandler 14400/120 V; 5000/5 A
Schutz 100 V; 5A
13, 8 x 120
Referenzwert für Spannungskanäle = = 1,150
14, 4 x 100
(Annahme: Spannungswandler im Delta)
4x5
Referenzwert für Stromkanäle = = 0,800
5x5
Der Referenzwert der Stromkanäle von 0,8 nach obigem Bei-
spiel bedeutet folgendes. Bei einem Vollaststrom von 4000 A
fliesst auf der Sekundärseite der Stromwandler der Strom von
4 A, welcher vom Schutz als ein 100% Strom betrachtet wird.
Eine Anpassung der Einstellwerte bei den Schutzfunktionen an
die unterschiedlichen Nennströme des geschützten Objektes
und der Stromwandler fällt dann weg.
Auswirkungen der veränderten Referenzwerte:
Die Einstellwerte bei den Schutzfunktionen (Parameter mit der
Einheit 'IN' oder 'UN') werden automatisch den neuen Refe-
renzwerten angepasst.

Kommentar ändern
Ein Anwenderkommentar kann für jeden einzelnen Kanal ein-
gegeben werden. Dieser wird zusammen mit dem Kanaltyp
angezeigt, wenn der Wandlereingangsparameter einer Schutz-
funktion angewählt ist.

3.4.3. Eingabe der Kommentare für Binäreingänge und -ausgänge


(s.a. Abschnitt 5.5.5.)

Ein Anwenderkommentar kann für jeden einzelnen Binärein-


gang, Melde- und Auslöseausgang eingegeben werden. Dies
geschieht mit den Untermenüs BINÄRKANÄLE ÄNDERN,
AUSLÖSEKANÄLE ÄNDERN und MELDEKANÄLE ÄNDERN.

3-19
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.4.4. Maskierung der Binäreingänge, Eingabe der Selbsthaltung


und Definition von Doppelmeldungen
(s.a. Abschnitt 5.5.5.)

Die Binärkanäle können im Untermenü BINÄRKANÄLE ÄNDERN


maskiert werden, sodass sie nicht mehr in der Ereignisliste
erscheinen.
Jede LED, jedes Melde- und Auslöserelais kann in den Unter-
menüs MELDEKANÄLE ÄNDERN bzw. AUSLÖSEKANÄLE
ÄNDERN separat in Selbsthaltung versetzt werden.
Die Selbsthaltung der LEDs ist jedoch nur aktiv, wenn auch der
Parameter 'LEDSigModus' für Selbsthaltung parametriert ist.
Es gilt zu beachten, dass die grüne LED1 (Bereitschaftsmeldung
des Gerätes) keiner Selbsthaltung unterliegt.
Jeweils zwei aufeinanderfolgende Binärkanäle können im Unter-
menü BINÄRKANÄLE ÄNDERN zu einer Doppelmeldung zusam-
mengefasst werden. Bis zu 30 solcher Doppelmeldungen können
definiert werden. Für jede Doppelmeldung kann wahlweise eine
Laufzeitüberwachung aktiviert werden.

3.4.5. Bearbeiten der Systemfunktionen


(s.a. Abschnitt 5.5.6.)

Die Systemfunktionen umfassen Einstellungen, die für alle


Schutz- und Steuerfunktionen im Gerät gemeinsam gelten:
· Ein- und Ausgänge des Systems
· Name des Systems
· Passwort.

3-20
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.4.5.1. Ein- /Ausgänge ändern


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

LEDSigModus Summ. alles (Auswahl)


ParamBestät. ein (Auswahl)
SynchDurchPC ein (Auswahl)
RelaisBereit Meldung
GeneralAUS Meldung ER
GeneralAUS2 Meldung
GeneralAnl. Meldung ER
GeneralAnl2 Meldung
InjTstAusg. Meldung
Test aktiv Meldung
MMK aktiv Meldung ER
InjTstFreig. Binärwert F
ExtRueckstell Binärwert F
FreigTest Binärwert T
Fern-Einst. Binärwert F
ParSatz2 Binärwert F
ParSatz3 Binärwert F
ParSatz4 Binärwert F
ParSatz1 Meldung ER
ParSatz2 Meldung ER
ParSatz3 Meldung ER
ParSatz4 Meldung ER
Modemfehler Meldung ER
Quitt.Taste Meldung ER
MVB_PB_Warn Meldung ER
MVB_PB_Alarm Meldung ER
PB_BA1Bereit Meldung ER
PB_BA2Bereit Meldung ER
PB_BA3Bereit Meldung ER
PB_BA4Bereit Meldung ER
PB LA Fehler Meldung ER
PB LB Fehler Meldung ER

3-21
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Erläuterung der Parameter:


LEDSigModus
Wählt den Anzeigemodus der Melde-LED Signalisierung:
· SummAlles
Die Meldungen werden nicht resetiert, sondern akku-
muliert. Es muss darauf geachtet werden, dass Mel-
dungen von verschiedenen Ereignissen überlagert
werden können.
· LöschBeiAnl
Reset mit 'GeneralAnl.'
Die Melde-LEDs werden resetiert, wenn der Anlauf an-
spricht. Alle nachfolgenden Meldungen werden angezeigt
und entsprechend gehalten, d.h. dass die Meldungen
immer mit dem letzten Fehler übereinstimmen.
· LöschBeiAUS
Reset mit 'GeneralAnl.'
Bei jedem Ansprechen des Anlaufs werden die letzten
Meldungen resetiert. Neue Meldungen werden nur ange-
zeigt und gehalten, wenn eine Auslösung stattfindet.
· KeinSlbsthlt
Keine Selbsthaltung der LED Meldungen.
In allen 3 Selbsthaltungs-Modi können die LEDs resetiert
werden, indem der 'Latch-Reset' im 'RESET-Menü' der
lokalen Bedieneinheit aktiviert wird, oder der Binäreingang
'ExtReset' kurz angesteuert wird.
Die Selbsthaltung ist nur für diejenigen LEDs wirksam, die
gemäss Abschnitt 3.4.4 für Selbsthaltung konfiguriert sind.
ParamBestät.
Schaltet die Parameterbestätigung ein/aus.
Mit der Taste <®> kann bestätigt werden, mit <ESC>
korrigiert.
SyncDurchPC
Schaltet die Synchronisierung der REG316*4-Uhr durch den
PC, beim Start der MMK, ein/aus.
RelaisBereit
Meldung für 'Gerät betriebsbereit'.
GeneralAUS, GeneralAUS2 (s.a. Abschnitt 5.5.4.3.)
Meldungen für 'Allgemeine Auslösung'.
Die Meldungen sind eine ODER-Verknüpfung aller
Auslösesignale, die der Auslösematrix zugeordnet sind.

3-22
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

GeneralAnl., GeneralAnl2 (s.a. Abschnitt 5.5.4.2.)


Meldungen für 'Allgemeinen Anlauf'.
Die Meldungen sind eine ODER-Verknüpfung aller Anlauf-
signale, die für Ereignisverarbeitung parametriert sind.
InjTstAusg.
Diese Meldung hat im REG 316*4 keine Bedeutung.
Test aktiv (s.a. Abschnitt 5.9.)
Meldet, dass sich das Gerät im Testmodus befindet.
Die Meldung wird gesetzt, solange in der MMK das Menü
‘Test-Funktionen‘ geöffnet ist.
MMK aktiv
Meldet, dass der Bedien-PC angeschlossen und aktiv ist.
InjTstFreig
Eingang für die Umschaltung in den Prüfmodus. Er wird
normalerweise zusammen mit dem Prüfgehäuse Typ XX93
oder 316 TSS 01 gebraucht und ist normalerweise dem Bi-
näreingang OC 101 zugeteilt. Wird das Prüfsteckergehäuse
Typ XX93 verwendet, so muss dieser Eingang invertiert
werden.
F: - im Betriebszustand
T: - im Prüfzustand
xx: - alle binären Eingänge.
Achtung:
· Die Bereitschaftsmeldung des Gerätes (grüne LED 1) wird
von einem aktiven Eingang nicht beeinflusst.
· Die Baudrate der MMK-Schnittstelle wird bei aktiviertem
Eingang auf 9600bps umgeschaltet.
ExtRückstell
Eingang für die externe Rückstellung der Selbsthaltung der
Leuchtdioden und Relais
F: - keine externe Rückstellung
xx: - alle binären Eingänge.
FreigTest
Eingang für die Freigabe der MMK gesteuerten Test-
Funktionen:
F: - Test-Funktionen blockiert
T: - Test-Funktionen freigegeben
xx: - alle binären Eingänge.

3-23
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Fern-Einst. (s.a. Abschnitt 5.11.1.)


Eingang für die Umschaltung der Parametersätze.
F: - Umschaltung der Parametersätze nur über die
binären Eingänge "ParSatz 2...4"
T: - Umschaltung der Parametersätze nur über die
Stationsleittechnik
xx: - alle binären Eingänge.
ParSatz2...ParSatz4 (s.a. Abschnitt 5.11.1.)
Eingänge für die Umschaltung der Parametersätze.
ParSatz1...ParSatz4 (s.a. Abschnitt 5.11.1.)
Meldung des jeweils aktiven Parametersatzes.
Modemfehler
Meldet Fehler in der optischen Datenübertragung zwischen
zwei Leitungsdifferentialrelais.
Bei einem Fehler wird diese Meldung unverzögert ausge-
geben. (s.a. Abschnitt 3.8. Fernübertragung bei REL 316*4).
In der Diagnose wird dieser Fehler 80 ms verzögert
gemeldet, d.h. erst in den Fällen, wenn die Verbindung zur
Gegenstation dauernd gestört ist.
Quitt.Taste
Meldet das Betätigen der Rückstelltaste an der Front des
Gerätes.
MVB_PB_Warn, MVB_PB_Alarm, PB_BA1Bereit…PB_BA4Bereit,
PB LA Fehler, PB LB Fehler
Diese Meldungen treten nur bei Verwendung des MVB-
Prozessbuses auf (s.a. Bedienungsanleitung des dezentralen
Ein- / Ausgabesystems RIO580, 1MRB520192-Ude)

3.4.5.2. Name des Systems ändern


Es kann ein Name eingegeben werden, der in der MMK-Kopf-
zeile erscheint.

3.4.5.3. Passwort ändern


Ein neues Passwort kann das alte Passwort ersetzen.

3-24
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5. Schutzfunktionen

3.5.1. Transformator-Differentialschutz (Diff-Transf)

A. Anwendung
Differentialschutz für 2- und 3-Wicklungstransformatoren, sowie
Blockschaltungen Generator-Transformator.

B. Merkmale
· Nichtlineare, stromabhängige Auslösecharakteristik
(s. Bild 3.5.1.1)
· Hohe Stabilität bei aussenliegenden Fehlern und Strom-
wandlersättigung
· Kurze Auslösezeiten
· Dreiphasige Messung
· Einschaltstromstabilisierung
· Auswertung des Verhältnisses 2. Harmonische / Grund-
schwingung
· Detektion für den grössten Leiterstrom
· Detektion des eingeschalteten Transformators mit Hilfe
des Laststroms
· Schaltgruppenanpassung
· Amplitudenanpassung (Stromwandler-Übersetzung)
· Dreiwicklungstransformator-Messprinzip:
· Vergleich des grössten Stroms mit der Summe der Strö-
me der anderen Seiten (getrennt für jede Phase)
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom (2 bzw. 3 mal 3 Eingänge)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Auslösung
· Auslösung Phase R
· Auslösung Phase S
· Auslösung Phase T

3-25
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

IV. Messwerte:
· Summenstrom Phase R
· Summenstrom Phase S
· Summenstrom Phase T
· Haltestrom Phase R
· Haltestrom Phase S
· Haltestrom Phase T

3-26
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

D. Dokumentation der Einstellparameter - Diff-Transf


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
g IN 0.2 0.1 0.5 0.1
v 0.50 0.25 0.50 0.25
b IN 1.50 1.25 5.00 0.25
g-Hoch IN 2.00 0.50 2.50 0.25
I-Momentan IN 10 3 15 1
Inrushgrenze % 10 6 20 1
Inrushzeit s 5 0 90 1
a1 1.00 0.05 2.20 0.01
s1 Y (Auswahl)
Stromkanal 1 Wandlereing. 0
a2 1.00 0.05 2.20 0.01
s2 y0 (Auswahl)
Stromkanal 2 Wandlereing. 0
a3 1.00 0.05 2.20 0.01
s3 y0 (Auswahl)
Stromkanal 3 Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
Inrush-Eing. Binärwert F
g-Hoch-Eing. Binärwert F
AUS Meldung ER
AUS-R Meldung
AUS-S Meldung
AUS-T Meldung
Inrush Meldung
Stabil Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).

3-27
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

g
Grundeinstellung g der Ansprechkennlinie.
v
Ansprechverhältnis v der Ansprechkennlinie.
b
Wert b der Ansprechkennlinie.
Er sollte auf den ca. 1,5-fachen Betriebsstrom eingestellt
werden.
g-Hoch
Erhöhte Grundeinstellung, die mit dem Binäreingang
'g-Hoch-Eing.' aktiviert wird und dann die normale
Grundeinstellung ersetzt.
Damit kann z.B. eine Überfunktion durch einen zeitweise
erhöhten Magnetisierungsstrom (Übererregung) vermieden
werden.
I-Momentan
Differenzstrom, ab dem die Auslösung unabhängig von der
Einschaltdetektion erfolgt.
Bei innenliegendem Fehler mit grossen Strömen kann damit
die Auslösezeit verkürzt werden.
Inrushgrenze
Verhältnis von 2. Oberwelle zur Grundwelle im Strom, ab
dem ein Einschaltvorgang detektiert wird.
Inrushzeit
Zeit, während der die Einschaltdetektion nach dem Einschal-
ten oder nach einem aussenliegenden Fehler aktiv ist.
a1
Faktor zur Amplitudenanpassung für Seite 1.
s1
Schaltung der Seite 1 (Primärseite).
Einstellmöglichkeiten:
· Y: Sternwicklung
· D: Dreieckwicklung

Stromkanal 1
Strom-Eingangskanal für Seite 1.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
a2
Faktor zur Amplitudenanpassung für Seite 2.

3-28
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

s2
Schaltgruppe der Seite 2.
Einstellmöglichkeiten: Alle üblichen Kombinationen mit
· Kennzeichnung der Schaltung (y=Stern, d=Dreieck,
z=Zickzack)
· Verschiebung der Spannung gegenüber der Primärspan-
nung als Vielfaches von 30 Grad.
Stromkanal 2
Strom-Eingangskanal für Seite 2.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
a3
Faktor zur Amplitudenanpassung für Seite 3.
s3
Schaltgruppe der Seite 3.
Einstellmöglichkeiten: Alle üblichen Kombinationen mit
· Kennzeichnung der Schaltung (y=Stern, d=Dreieck,
z=Zickzack)
· Verschiebung der Spannung gegenüber der Primär-
spannung als Vielfaches von 30 Grad.
Stromkanal 3
Strom-Eingangskanal für Seite 3.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
Wird kein Eingang gewählt, wird 2-Bein-Schutz ausgeführt.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Inrush-Eing.
Aktiviert die Einschaltdetektion.
Damit kann z.B. der vom Einschalten eines parallelen Trans-
formators hervorgerufene Einschaltstrom erkannt werden.
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-29
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

g-Hoch-Eing.
Aktiviert die erhöhte Grundeinstellung 'g-Hoch'.
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
AUS-R
Meldung einer Auslösung durch Messung in Phase R.
AUS-S
Meldung einer Auslösung durch Messung in Phase S.
AUS-T
Meldung einer Auslösung durch Messung in Phase T.
Inrush
Meldung eines Inrushstromes.
Stabil
Meldung von IH > b bei aussenliegendem Fehler.

Anmerkung:
Die Differentialschutzfunktion hat keine Anlaufmeldung. Bei je-
der Auslösung wird, zusammen mit der Meldung ‘AUS‘, auch die
Meldung ‘GeneralAnl.‘ gesetzt, falls der AUS-Befehl für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.

3-30
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

ID
IN

3
Auslösung für
I'1
Auslösung <b
IN
2 oder
I'2
<b
IN
1

v kein Auslösung
g
1 b 2 3 IH
IN

Schutz- I2
I1 objekt
I3 HEST 965 007 C

I D = I1 + I 2 + I 3 Differenzstrom

ïì I' ×I' × cos a für cos a ³ 0ü


IH = í 1 2 ý Haltestrom
für cos a < 0þ
îï0

mit I'1 = betragsgrösster Strom von I1 , I2 , I3


I'2 = I1 + I2 + I3 - I'1
a = Ð(I'1; - I'2 )

Bild 3.5.1.1 Auslösekennlinie: Diff-Transf

3-31
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis
Grundeinstellung g
Ansprechverhältnis v
Umschaltpunkt der Auslösecharakteristik b
Erhöhte Grundeinstellung g-Hoch
Ansprechdifferenzstrom
(ohne Einfluss der Einschaltdetektion) I-Momentan
Ansprechverhältnis der Inrush-Detektion Inrushgrenze
Dauer der Inrush-Detektion Inrushzeit
Faktoren zu Amplitudenanpassung a1, a2, a3
Schaltung der Transformatorseite 1 s1
Schaltgruppe der Seiten 2 und 3 s2, s3
Der Transformator-Differentialschutz ist ein Kurzschlussschutz.
Daneben werden eventuell auch Erdschlüsse und Windungs-
schlüsse erfasst. Der Differentialschutz ist empfindlich, schnell
und selektiv.

Grundeinstellung g
Der Einstellwert "g" definiert den Ansprechwert des Differential-
schutzes bei innenliegenden Fehlern.
Der Wert "g" soll klein gewählt werden, um nicht nur Kurz-
schlüsse, sondern auch wo möglich Windungsschlüsse und Erd-
schlüsse von Transformatoren zu erfassen.
Wegen der Gefahr einer Fehlauslösung bei fehlerlosem Betrieb
durch:
· Stromfehler der Stromwandler
· Transformator-Leerlaufstrom bei der höchsten Kurzzeit-Be-
triebsspannung
· Einfluss des Bereiches von Anzapfungen,
darf der Einstellwert "g" nicht zu tief festgelegt werden.
Der Leerlaufstrom eines modernen Transformators ist sehr klein,
meistens zwischen 0,3 und 0,5 % bei Nennspannung. Bei der
höchsten Kurzzeit-Betriebsspannung, wie z.B. nach einem
Lastabwurf, werden Werte des Leerlaufstromes in der Grös-
senordnung von 10 % oder mehr erreicht.
Der Bereich des durch Anzapfungen einzustellenden Spannung-
Übersetzungsverhältnisses bewegt sich meistens zwischen ± 5
und ± 10 %, wobei Werte auch bis ± 20 % und mehr auftreten.
Dieser Einfluss betrifft Transformatoren mit von Hand einstell-
baren Anzapfungen sowie Transformatoren mit dem Stufen-
regler.

3-32
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Alle diese 3 Komponenten bewirken einen Differenzstrom, der


auch bei fehlerlosem Betrieb fliesst. Der Einstellwert "g" ist über
dem Niveau dieses Differenzstromes zu wählen. Der übliche
Wert ist g = 0,3 IN (30 % IN).

Ansprechverhältnis v
Der Einstellwert "v" ist massgebend für die Stabilität des Diffe-
rentialschutzes bei aussenliegenden Kurzschlüssen und Erd-
schlüssen, d.h. bei grösseren durchgehenden Strömen.
Der Wert "v" ist definiert durch das Verhältnis eines Differenz-
stromes zum Haltestrom. Er soll so gewählt werden, dass beim
Betrieb mit Last auch solche Störungen erfasst werden können,
die nur einen kleinen Differenzstrom verursachen. Gleichzeitig
darf keine Fehlauslösung bei aussenliegenden Fehlern auftre-
ten. In der Regel wird v = 0,5 eingestellt.

Haltestrom b
Der Haltestrom b definiert den Umschaltpunkt der Ansprech-
kennlinie.
Der geneigte Teil der Ansprechkennlinie ermöglicht einen stabi-
len Betrieb des Relais auch bei aussenliegenden Fehlern mit
Wandlersättigung.
Der Umschaltpunkt des Teiles der Ansprechkennlinie mit zwei
unterschiedlichen Neigungen ermöglicht, die Form der Kennlinie
den Bedürfnissen noch besser anzupassen.
Empfohlen wird eine Einstellung des Wertes "b" auf 1,5. Damit
wird eine hohe Stabilität bei extremen Fehlern erreicht, ohne
dass bei Strömen im Betriebsbereich die Ansprechempfindlich-
keit unerwünscht vermindert wird.

Faktoren a2 und a3
Der volle Einstellbereich für die Faktoren a2 bzw. a3 zur Amplitu-
denanpassung gilt nur, wenn die Bezugswerte der Wandlerka-
näle auf den Wert 1.000 eingestellt sind. Für andere Einstellun-
gen vermindert sich der obere zulässige Wert entsprechend dem
Verhältnis der Wandlerkanal-Bezugswerte (Transformatorseite 2 /
Seite 1 bzw. Seite 3 / Seite 1).

3-33
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Auslösecharakteristik
Bei 3-Wicklungstransformatoren wird der Haltestrom nicht aus 3
sondern aus 2 Wicklungsströmen ermittelt. Zugunsten eines
wirksamen Haltestromes bei aussenliegenden Fehlern werden
zur Mitwirkung die 2 Wicklungen herangezogen, bei denen der
Strom grösser ist.
Der Haltestrom ist entweder definiert durch die Gleichung
IH = I1 x I2 x cos a bei -90° < a < 90°

oder ist er Null


IH = 0 bei 90° < a < 270°
Der Winkel
a = < (I1; - I2 )

Das Vektordiagramm der Ströme der Primär- und Sekundär-


seite, sowie des gemessenen Differenzstromes eines belasteten
Transformators wurde in der folgenden Form angenommen.

I2 I1

a
I2

I HEST 905 003 C

Danach entsteht das folgende Vektordiagramm bei aussenlie-


genden Fehlern

I2 I1
a = 0°
I I2
HEST 905 003 C

und bei innenliegenden Fehlern

I2 a I1 I2
a = 180°
HEST 905003 C

3-34
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Gemäss der Gleichung für den Haltestrom wird IH bei


aussenliegenden Fehlern (a = 0) : IH = I1 x I2

bzw. bei innenliegenden Fehlern


a) einseitig gespeisten Fehlern (I2 = 0) : IH = 0
b) beidseitig gespeisten Fehlern (a = 180°) : IH = 0
Aussenliegende Fehler mit hohem durchgehendem Strom kön-
nen eventuell eine Wandlersättigung verursachen. Deshalb wird
bei IH/IN > b auf die Charakteristik mit unendlicher Steigung um-
geschaltet.
Bei einer Überprüfung der Auslösecharakteristik ist zu beachten,
dass die unendliche Steigung (nur) aktiv ist, wenn ausser IH
auch I1 und I2 grösser als b sind.

ID
IN

0,75

0,5

0,25
g b

IH
0 0,5 1 1,5 IN
HEST 905 003 C

Bild 3.5.1.2 Auslösekennlinie des Transformator-Differential-


schutzes bei hohen durchgehenden Strömen
Mit dieser Charakteristik könnte man jedoch innenliegende
Fehler bei einem kleineren durchgehenden Strom, wie z.B. bei
Betriebsstrom, kaum erfassen. Deshalb, falls einer der Wick-
lungsströme kleiner als der eingestellte Wert "b" ist,
I1 I
oder 2 < b
IN IN

wird auf die Charakteristik mit der Steigung nur nach "v" umge-
schaltet.

3-35
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

ID
IN

0,75

0,5

0,25
g b

IH
0 1 2 IN
HEST 905 003 C

Bild 3.5.1.3 Auslösekennlinie bei kleinen durchgehenden Strö-


men
Diese Charakteristik bietet eine höhere Schutzempfindlichkeit
zur Erfassung von innenliegenden Fehlern.

Beispiel:
Innenliegender Fehler bei durchgehendem Nennstrom.
I1 I2
=4 =1 a =0
IN IN

-I 2
I1

I I2 HEST 905 003 C

I D = I1 + I2 = 4 IN - IN = 3 IN
IH = I1 x I2 x cosa = 4 IN x 1 IN x 1 = 2 IN

Und der innenliegende Fehler wird beim durchgehenden Strom


auch beim höchst eingestellten Wert von "v" mit Sicherheit er-
fasst.

Erhöhte Grundeinstellung g-Hoch


Die erhöhte Grundeinstellung g-Hoch hilft Fehlauslösungen beim
Betrieb zu verhindern. Ihre Wirkung wird durch ein externes
Signal ausgelöst.

3-36
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Im fehlerlosen Betrieb gibt es einige Fälle, welche einen erhöh-


ten Differenzstrom zur Folge haben wie z.B.:
· erhöhter Leerlaufstrom infolge einer erhöhten Spannung (bei
Schaltvorgängen, nach Lastabwurf, Fehler am Generator-
regler)
· stark veränderte Stromübersetzung (durch extreme Lage des
Umschalters von Transformator-Anzapfungen).
Falls diese abnormalen Betriebszustände durch ein Spannungs-
oder Sättigungsrelais erfasst werden, kann mit Hilfe eines Si-
gnals eine Umschaltung des Differentialschutzes von dem Wert
"g" auf "g-Hoch" eingeleitet werden. Der empfohlene Wert ist
g-Hoch = 0,75 IN.
Das Rückfallverhältnis nach einer Auslösung bleibt dennoch mit
0,8 g ungeändert.

Differenzstrom I-Momentan
Der Differenzstrom I-Momentan ermöglicht eine schnelle Ab-
schaltung von innenliegenden Fehlern (Sperre der Inrush-Detek-
tion).
Dieser Differenzstrom ist über dem maximalen zu erwartenden
Einschaltstrom zu wählen.
Der durchschnittliche Wert bei Transformatoren mit kleiner und
mittlerer Leistung ist I-Momentan = 12 IN.

Ansprechverhältnis der Inrush-Detektion


Durch dieses Ansprechverhältnis wird die Empfindlichkeit der
Detektion von Einschaltvorgängen spezifiziert.
Im Allgemeinen ist das Verhältnis der 2. Oberwelle zur Grund-
welle grösser als 15%. Mit Rücksicht auf eine zuverlässige De-
tektion der Einschaltvorgänge wird ein Einstellwert von 10%
empfohlen.

Dauer der Inrush-Detektion


Die Dauer der Inrush-Detektion richtet sich danach, wie lange
die Gefahr einer Fehlauslösung durch einen Einschaltstrom, der
nur in einer Wicklung fliesst, besteht. Als Durchschnittswert gilt
die Dauer von 5 s.

3-37
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Faktoren zur Amplitudenanpassung a1, a2, a3


Die Faktoren a1, a2, a3 ermöglichen die Unterschiede zwischen
den Nennströmen des geschützten Objektes und des Strom-
wandlers zu berücksichtigen.
Die Faktoren a sind durch das Verhältnis des Wandlernenn-
stromes zum Bezugsstrom definiert.
Bei einem Transformator mit 2 Wicklungen haben beide Wick-
lungen die gleiche Leistung und der Transformator-Nennstrom
wird als Bezugsstrom betrachtet. Bei richtig berechnetem und
eingestelltem Faktor a, beziehen sich dann alle Werte von g, v,
b, g-Hoch und I-Momentan auf den Transformator-Nennstrom
und nicht auf den Stromwandler-Primärnennstrom.

250/5 A

1
110 kV 131 A
25 MVA
20 kV 722 A
2

1000/5 A
HEST 905 004a C

ICT1 250
IB1 = ITN1 = 131 A a1 = = = 191
,
ITN1 131

ICT 2 1000
IB2 = ITN2 = 722 A a1 = = = 138
,
ITN2 722

Der Bezugsstrom wird nur dann abweichend vom Transforma-


tor-Nennstrom gewählt, wenn das wegen des Einstellbereiches
der Faktoren a1 und a2 erforderlich ist.
Die unterschiedlichen Nennströme der Wandler und eines
Transformators mit 2 Wicklungen können auch mit Hilfe der
Referenzwerte der A/D-Kanäle berücksichtigt werden. In dem
Fall wären die Faktoren a1 = a2 = 1, falls die Leistungen der
beiden Wicklungen gleich gross sind. Die entsprechenden Re-
ferenzwerte sind für das obige Beispiel:
ITN1 131 ITN2 722
= = 0,524 = = 0,722
ICT1 250 ICT 2 1000

3-38
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Mit den a-Faktoren sind die Ströme nur für die Differential-
schutz-Funktion angepasst.
Wenn man die Referenzwerte der A/D-Kanäle ändert, sind diese
Ströme für das gesamte Schutzsystem angepasst (alle Funktio-
nen und auch Messwerte).
Ein Transformator mit 3 Wicklungen hat meistens unterschiedli-
che Wicklungsleistungen. Dann wird eine Bezugsleistung ge-
wählt, die für alle 3 Wicklungen gilt. Alle Einstellwerte des Relais
beziehen sich dann auf die aus dieser Bezugsleistung ermittel-
ten Bezugsströme.

250/5 A
25 MVA 110 kV 131 A

1 500/5 A
3
2

5 MVA 6,3 kV 458 A


600/5 A
20 MVA 20 kV 577 A HEST 905 004b C

Die Bezugsleistung SB sei 25 MVA. Danach sind die Bezugs-


ströme IB und die Faktoren a:
SB 25 ICT1 250
IB1 = = 131 A a1 = = = 191
,
3 x UTN1 3 x 110 IB1 131

SB 25 ICT 2 600
IB2 = = 722 A a2 = = = 0,83
3 x UTN2 3 x 20 IB2 722

SB 25 ICT3 500
IB3 = = 2291 A a3 = = = 0,22
3 x UTN3 3 x 6,3 IB3 2291

3-39
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Die gleichen Resultate bietet die Formel mit der Bezugsleistung


SB:
UTN1 x ICT1 x 3 110 x 250 x 3
a1 = = = 1905
,
SB 25000

UTN2 x ICT 2 x 3 20 x 600 x 3


a2 = = = 0,83
SB 25000

UTN3 x ICT 3 x 3 6,3 x 500 x 3


a3 = = = 0,218
SB 25000

Eine andere Möglichkeit bietet bei Transformatoren mit 3 Wick-


lungen für unterschiedliche Nennleistungen, die Verwendung
· der Referenzwerte der A/D-Kanäle zur Anpassung des
Schutzes an unterschiedliche Wandler- und Transformator-
Nennströme,
· der Faktoren a1, a2, a3 zur Anpassung an unterschiedliche
Wicklungsleistungen.
Mit den Faktoren a sind die Ströme nur für die Differentialschutz-
Funktion angepasst.
Wenn man die Referenzwerte der A/D-Kanäle ändert, sind diese
Ströme für das gesamte Schutzsystem angepasst (alle Funktio-
nen und auch Messwerte).
Das zeigt das folgende Beispiel.
Referenzwerte:
ITN1 131
Wicklung 1 Referenzwert = = = 0,524
ICT1 250

ITN2 577
Wicklung 2 Referenzwert = = = 0,962
ICT2 600

ITN3 458
Wicklung 3 Referenzwert = = = 0,916
ICT3 500

3-40
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Faktoren a1, a2, a3:


ITN1 131
a1 = = =1
IB1 131

ITN2 577
a2 = = = 0,799
IB2 722

ITN3 458
a3 = = = 0,200
IB3 2291

Wandler im Zweig des Eigenbedarftransformators


Der Gesamt-Differentialschutz eines Blocks Generator-Trans-
formator kann bezüglich der Wandler im Zweig des EB-Trans-
formators in folgenden Varianten ausgeführt werden (Bild 3.5.1.4).
Variante Nr.1: Keine Stromwandler im Eigenbedarfszweig.
Diese Variante kommt hauptsächlich in Frage bei Wasserkraft-
werken, wo der Eigenbedarf relativ klein ist. Der Nachteil ist,
dass die durch den Differentialschutz geschützte Zone im EB-
Zweig nicht beschränkt ist. Dadurch entsteht die Gefahr einer
Fehlauslösung bei Kurzschlüssen im EB-Netz. Diese Gefahr
lässt sich verhindern durch eine entsprechende Einstellung g.

i K2

ET S ETN

iF

G S GN

iK

HEST 905 009 C

3-41
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beim Kurzschluss im EB-Netz fliesst zum Generator-Sternpunkt


ein Strom (in p.u.) iK
SETN
iK = iK 2
SGN

SETN
Beispiel: iK 2 = 10; = 0,03
SGN

iK = 10 x 0,03 = 0,3
Das bedeutet, dass die Einstellung g über dem Wert 0,3 festge-
legt werden muss, um eine Fehlauslösung zu verhindern.
Variante Nr.2: Stromwandler im Zweig des Eigenbedarftrans-
formators untergebracht auf der Generatorseite (Bild 3.5.1.4).
Diese Stromwandler haben meistens die gleiche Stromüberset-
zung wie die Stromwandler beim Generator, obwohl der Nenn-
strom des EB-Transformators viel kleiner ist. Der Grund für die
gleiche Übersetzung ist ein hoher thermischer und dynamischer
Kurzzeitstrom der Stromwandler mit Rücksicht auf die hohen
Kurzschlussströme.
Der Referenzwert dieses Stromwandler-Kanals wird nach dem
Nennstrom des Generators und nicht des EB-Transformators
festgelegt.
Variante Nr.3: Stromwandler im Zweig des Eigenbedarftrans-
formators untergebracht auf der Seite des EB-Netzes (Bild 3.5.1.4).
Bei dieser Variante werden die Stromwandler nach dem
Nennstrom des EB-Transformators spezifiziert.
Vorteile:
· eindeutig definierte Schutzzone
· kleinere Anforderungen an die Wandler; deshalb derer gün-
stiger Preis.
Nachteile:
· manchmal werden Zwischenstromwandler benötigt
· reduzierte Empfindlichkeit des Schutzes bei Kurzschlüssen
auf der EB-Seite des EB-Transformators.

3-42
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

800/5 A

3000/5 A

300 MVA
BT 220/18 kV
30 MVA
0.8/10 kA ET 10/1 A
18/6 kV
1/3 kA

10000/5 A

I>

300 MVA
G 18 kV
10 kA

10000/5 A

HEST 905 054 C

Bild 3.5.1.4 Der Gesamt-Differentialschutz eines Blockes


Generator-Transformator

3-43
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Schaltung des 3phasigen Transformators s1, s2, s3


Der Faktor s1 definiert die Schaltung der Seite 1. Die Faktoren
s2 und s3 definieren die Schaltgruppe der Seiten 2 und 3. D.h.
sie definieren die Schaltung der Wicklung und den auf die Seite
1 bezogenen Stundenwinkel.
Bei einem gemeinsamen Transformator für zwei Generatoren
gibt es z.B. folgende Anordnung:

d11 d11
2 3

HEST 905 004c C

Die entsprechenden Faktoren:


s1 = Y
s2 = d11
s3 = d11
Die Faktoren s2 und s3 werden spezifiziert nach der Phasen-
verschiebung zu der OS-Wicklung, d.h. zur Seite 1.
Anmerkung:
Diese Einstellung der Schaltgruppe (s2 = d11, s3 = d11) setzt
voraus, dass bei den Hauptstromwandlern sekundärseitig der
Sternpunkt in bezug auf das Schutzobjekt symmetrisch gebildet
und geerdet wird.
Sollte es vorkommen, dass diese Voraussetzung aus irgend
einem Grund (anlagebedingt) nicht erfüllt wird, muss eine
entsprechende Anpassung der Schaltgruppe vorgenommen
werden.

3-44
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Schaltgruppenanpassung
Zu einem Vergleich der Primär- und Sekundärströme, unbeein-
flusst von der Schaltung des Transformators, werden verkettete
Ströme verwendet. Die interne Zusammensetzung der Leiter-
ströme berücksichtigt jedoch den Schaltungswinkel. Die Lage
der Stromvektoren bei verschiedenen Schaltgruppen ist den
folgenden Bildern zu entnehmen.
Z.B. am Trafo Yd5 ist

I
R
1R
I 2R · Primär mit Sternschaltung
I R
1S
S I 2S · Sekundär mit Dreieckschaltung
I 1T S
T I 2T · Winkel zwischen beiden Leiter
T
I
strömen einer Phase 5 x 30° = 150°
1R

150°
ìïI1r (angepasst) = 1/ 3 ( -I1R + I1S )
í
I
ïîI2r (angepasst) = I2R
HEST 905 005 C

Yy0 Yy6
1 2 I1R I2R 1 2 I
1R
R
R R R
S
S S S
T
T T T

I
2R

Yd1 Yd5
1 2 I 1 2 I 1R
1R I
2R
R R R
R
S S S
S
T T T
T

I
2R

Yd7 Yd11
1 2 I 1R 1 2 I1R
I
R 2R
R R R
S
S S S
T
T T T

I
2R HEST 905 006 C

3-45
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Yz1 Yz5
1 2 I 1 2 I
1R I 1R
2R
R
R R R
S
S S S
T
T T T

I
2R

Yz7 Yz11
1 2 I 1 2
1R
R I I1R
R R R 2R
S
S S S
T
T T T

I 2R

1R
Dy1 Dy5
I 1 2
1 2 1R I
2R R
R R R
S
S S S
T
T T T
I
2R

Dy7 Dy11
1 2 I 1
1R 2
R I I 1R
R R 2R
S R
S S
T S
T T
T

I
2R

Dd0 Dd6
1 2 I 1R I 2R 1 2 I
1R
R
R R R
S
S S S
T
T T T

I
2R

HEST 905 007 C

3-46
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Dz0 Dz2
1 2 I I 1 2 I
1R 2R 1R
R R R I 2R
R
S S S
S
T T T
T

Dz4 Dz6
1 2 I 1 2 I
1R 1R
R
R R
S R
S S
T S
T T
T
I
2R
I
2R

Dz8 Dz10
1 2 I 1 2 I
1R 1R
R R R I2R
R
S S S
S
T T T
T
I
2R
HEST 905 008 C

3-47
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Liste aller Anpassungsmatrizen für Phase R


(Phasen S und T zyklisch verschoben):

Anpassungsmatrizen Amplitudenfaktor
(Phase R)
A = ( 1 0 0) 1
B = (-1 0 0) 1
C = ( 1 -1 0) 1 / 3
D = (-1 1 0) 1 / 3
E = ( 1 0 -1) 1 / 3
F = (-1 0 1) 1 / 3
G = ( 2 -1 -1) 1/3
H = (-2 1 1) 1/3
J = (-1 2 -1) 1/3
K = ( 1 -2 1) 1/3
L = (-1 -1 2) 1/3
M = ( 1 1 -2) 1/3
N = ( 0 1 0) 1
O = ( 0 -1 0) 1

Tabelle 3.5.1.1 Anpassungsmatrizen mit den entsprechenden


Amplitudenfaktoren

a) Y-Schaltung auf der Seite 1


2-Wicklungstransformator:
Schaltgruppe Anpassungsmatrix Anpassungsmatrix
Seite 1 Seite 2
Yy0 E E
Yy6 E F
Yd1 E A
Yd5 C B
Yd7 E B
Yd11 C A
Yz1 E G
Yz5 C H
Yz7 E H
Yz11 C G

3-48
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3-Wicklungstransformator:
Anpassungsmatrix auf der Seite 1

X X X

Anpassungsmatrix auf der Seite 2 Anpassungsmatrix auf der Seite 3

s3 y0 y6 d1 d5 d7 d11 z1 z5 z7 z11

s2

y0 EEE EEF EEA CCB EEB CCA EEG CCH EEH CCG
y6 EFE EFF EFA CDB EFB CDA EFG CDH EFH CDG

d1 EAE EAF EAA COB EAB COA EAG COH EAH COG
d5 CBC CBD CBO CBB CBN CBA CBK CBH CBJ CBG
d7 EBE EBF EBA CNB EBB CNA EBG CNH EBH CNG
d11 CAC CAD CAO CAB CAN CAA CAK CAH CAJ CAG

z1 EGE EGF EGA CKB EGB CKA EGG CKH EGH CKG
z5 CHC HD CHO CHB CHN CHA CHK CHH CHJ CHG
z7 EHE EHF EHA CJB EHB CJA EHG CJH EHH CJG
z11 CGC CGD CGO CGB CGN CGA CGK CGH CGJ CGG

Tabelle 3.5.1.2 Zusammenstellung der Anpassungsmatrizen


für einen 3-Wicklungstransformator mit
Y-Schaltung auf der Seite 1

b) D-Schaltung auf der Seite 1


Gilt für 2-Wicklungs- und 3-Wicklungstransformatoren:
Schaltgruppe Anpassungsmatrix Anpassungsmatrix
Seite 1 Seite 2 (u. Seite 3)
Dy1 A C
Dy5 A F
Dy7 A D
Dy11 A E
Dd0 A A
Dd6 A B
Dz0 A G
Dz2 A K
Dz4 A L
Dz6 A H
Dz8 A J
Dz10 A M

3-49
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel
Für einen 3-Wicklungstransformator Yd5y0, sind die gemes-
senen Ströme wie folgt angepasst:
s1 = Y
s2 = d5 aus Tabelle 3.5.1.2 liest man CBC, d.h. die
s3 = y0

Anpassungsmatrix auf der Seite 1 = C = (1 -1 0) (s. Tabelle 3.5.1.1)


mit 1/ 3 als Amplitude nfaktor

Anpassungsmatrix auf der Seite 2 = B = (-1 0 0) (s. Tabelle 3.5.1.1)

mit 1 als Amplitudenfaktor


Anpassungsmatrix auf der Seite 3 = C = (1 -1 0) (s. Tabelle 3.5.1.1)
mit 1/ 3 als Amplitude nfaktor.

Die betrachteten Ströme in der Funktion werden dann:

betrachtete Ströme in der Funktion (gerechnet)


gemessene Ströme am Wandler

Seite 1: æ Ir1ö æ 1 -1 0 ö æ IR1ö


ç ÷ 1 ç ÷ç ÷
çIs1÷ = 3 ç 0 1 -1÷ ç IS1÷
ç ÷ ç ÷ç ÷
è It1 ø è -1 0 1 ø è IT1ø

Seite 2: æ Ir 2 ö æ -1 0 0 ö æ IR2 ö
ç ÷ ç ÷ç ÷
çIs2 ÷ = 1 ç 0 -1 0 ÷ ç IS2 ÷
ç ÷ ç ÷ç ÷
è It 2 ø è 0 0 -1ø è IT 2 ø

Seite 3: æ Ir 3 ö æ 1 -1 0 ö æ IR3 ö
ç ÷ 1 ç ÷ç ÷
çIs3 ÷ = 3 ç 0 1 -1÷ ç IS3 ÷
ç ÷ ç ÷ç ÷
è It 3 ø è -1 0 1 ø è IT 3 ø

3-50
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Richtwerte:
g 0,3 IN
v 0,5
b 1,5
g-Hoch 0,75 IN
I-Momentan 12 IN
InrushVerh. 10%
InrushDauer 5s
a1, a2, a3 ist zu berechnen
s1, s2, s3 anlagebedingt.

3-51
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3-52
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3.5.2. Generator-Differentialschutz (Diff-Gen)

A. Anwendung
Differentialschutz für Generatoren.

B. Merkmale
· Nichtlineare, stromabhängige Auslösecharakteristik
(s. Bild 3.5.2.1)
· Hohe Stabilität bei aussenliegenden Fehlern und
Stromwandlersättigung
· Kurze Auslösezeiten
· Dreiphasige Messung
· Optimiert für Generatordifferentialschutz
· keine Einschaltstromstabilisierung
· keine Schaltgruppenanpassung
· Zweibeinschutz
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom (2 mal 3 Eingänge)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Auslösung
· Auslösung Phase R
· Auslösung Phase S
· Auslösung Phase T

IV. Messwerte:
· Summenstrom Phase R
· Summenstrom Phase S
· Summenstrom Phase T

3-53
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Diff-Gen

Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
g-Wert IN 0.10 0.10 0.50 0.05
v-Wert 0.25 0.25 0.50 0.25
Stromkanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
AUS-R Meldung
AUS-S Meldung
AUS-T Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
g-Wert
Definiert die Grundeinstellung g der Ansprechkennlinie.
v-Wert
Definiert das Ansprechverhältnis v der Ansprechkennlinie.
Stromkanal
Definiert die Stromeingangskanäle. Es muss der Kanal 1
als erster Kanal (Phase R) zweier 3phasiger Gruppen an-
gegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-54
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AUS
Meldung der Auslösung.
AUS-R
Meldung einer Auslösung durch Messung in Phase R.
AUS-S
Meldung einer Auslösung durch Messung in Phase S.
AUS-T
Meldung einer Auslösung durch Messung in Phase T.
Anmerkung:
Die Differentialschutzfunktion hat keine Anlaufmeldung. Bei je-
der Auslösung wird, zusammen mit der Meldung ‘AUS‘, auch die
Meldung ‘GeneralAnl.‘ gesetzt, falls der AUS-Befehl für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.

Bild 3.5.2.1 Auslösekennlinie: Diff-Gen

3-55
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis
Grundeinstellung g-Wert
Ansprechverhältnis v-Wert

Der Generator-Differentialschutz wird eingesetzt, um Kurz-


schlüsse in der Zone des Stators zu erfassen. Dieser Schutz ist
empfindlich, schnell und selektiv.

Grundeinstellung g
Die Grundeinstellung g definiert den Ansprechwert des Differen-
tialschutzes bei innenliegenden Fehlern. In der Auslösecharak-
teristik ist dies der Bereich mit kleinen Halteströmen IH.
Der Wert "g" soll so klein wie möglich gewählt werden, um die
meisten Kurzschlüsse auch unter ungünstigen Umständen, wie
z.B. bei schwacher Erregung, zu erfassen. Unerfasst bleiben
Kurzschlüsse längs einer Wicklung, die keinen Differenzstrom
zur Folge haben.
Eine zu tiefe Einstellung von "g" könnte jedoch eine Fehlaus-
lösung verursachen, denn einen kleinen Differenzstrom gibt es
auch bei fehlerlosem Betrieb. Dieser Differenzstrom entsteht
durch unterschiedliche Stromfehler der Stromwandler infolge
deren Ungleichheiten und unterschiedlichen Bürden.
Mit Rücksicht auf diesen Differenzstrom wird in der Regel der
Wert 0,1 IN eingestellt. Höhere Werte von "g" sind zu wählen,
wenn die Wandler z.B. unterschiedlicher Klassen sind oder
wenn die Bürde zu gross ist.
Der Primärstrom bei dem der Schutz anspricht, hängt von der
Relaiseinstellung und vom Übersetzungsverhältnis der Strom-
wandler ab. Falls keine Anpassung durch die Referenzwerte der
A/D-Kanäle vorliegt, wird er wie folgt berechnet:
Relaiseinstellung g = 0,1 IN
(wobei IN der Relaisnennstrom ist)
Generatornennstrom IGN = 4000 A
Stromwandlernennstrom IN1 = 5000 A
Berechneter primärseitiger Ansprechwert
(bezogen auf den Generatornennstrom):
g IN1 5000
i= x = 0,1 = 0,125
IN IGN 4000

3-56
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Ansprechverhältnis v
Der Ansprechwert "v" ist massgebend für die Stabilität des Diffe-
rentialschutzes bei aussenliegenden Kurzschlüssen. In der
Auslösecharakteristik ist dies der Bereich von grossen Halte-
strömen, ab 1,5 IN.
Der Wert "v" definiert den Ansprechstrom ID bei einem Halte-
strom IH im Bereich der kleinen Neigung der Auslösecharak-
teristik. Der Wert "b" ist beim Generator-Differentialschutz fest
und gleich 1,5 (zum Vergleich siehe die Bilder 3.5.1.2 und
3.5.1.3 des Transformator-Differentialschutzes).
Der Wert "v" soll klein gewählt werden, um einen empfindlichen
Schutz bei Last zu ermöglichen. Jedoch bei aussenliegenden
Fehlern darf keine Fehlauslösung auftreten. Die übliche Einstel-
lung ist v = 0,25.
Der höhere Einstellwert v = 0,5 wird verwendet, wenn bei aus-
senliegenden Fehlern das transiente Verhalten der Stromwand-
ler einen grösseren Differenzstrom verursacht. Der kann durch
schwach ausgelegte Stromwandler oder durch unterschiedliche
Bürde verursacht werden.

Richtwerte:
g-Wert 0,1 IN
v-Wert 0,25

3-57
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-58
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3.5.3. Unabhängig verzögerter Über- /Unterstromschutz (Strom)

A. Anwendung
Standard-Stromfunktion (Maximal- und Minimalfunktion) an-
wendbar zum
· Kurzschlussschutz
· Reserveschutz
oder zur Überwachung des minimalen Stromes.

B. Merkmale
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3-phasig
· Grösst- oder Kleinstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Detektion von Einschaltströmen (Inrush).

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude.

3-59
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Strom


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
Verzögerung s 01.00 0.02 60.00 0.01
I-Wert IN 02.00 0.02 20.00 0.01
MaxMin MAX (1ph) (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
I-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· > 1,6 IN (bei Messung ab Messstromwandler)
· < 0,2 IN (bei Messung ab Schutzstromwandler).
MaxMin
Definiert ob Maximal- oder Minimalfunktion oder mit Blockie-
rung bei Inrush. Einstellmöglichkeiten:
· MIN (3ph): Minimal-Funktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MIN (1ph): Minimal-Funktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.

3-60
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· MAX (3ph): Maximal-Funktion.


Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MAX (1ph): Maximal-Funktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
· MAX-Inrush: Maximum 1phasig überschritten,
mit Blockierung bei Inrush.

Phasenzahl
Definiert Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-61
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert I-Wert
Verzögerung Verzögerung
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Phasenzahl Phasenzahl

Ansprechwert I-Wert
Der Einstellwert 'I-Wert' muss einerseits so gewählt werden,
dass bei Betrieb weder eine Fehlauslösung noch ein Fehlalarm
verursacht wird; anderseits muss der Einstellwert 'I-Wert' kleiner
sein als der kleinste Kurzschlussstrom. Der nötige Abstand zwi-
schen dem höchsten Betriebs-Kurzzeitstrom und dem An-
sprechwert enthält Zuschläge für:
· Ungenauigkeit der Relais-Ansprechwerte
· Rückfallverhältnis.
Der höchste Betriebs-Kurzzeitstrom ist nach den Netzverhältnis-
sen zu bestimmen. Dabei müssen Schaltvorgänge und Last-
stösse berücksichtigt werden.

I-Wert

IN

Verzögerung

HEST 905 010 C

Bild 3.5.3.1 Auslösekennlinie des unabhängig verzögerten


Überstromschutzes

3-62
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Wenn der Wandlernennstrom IN1 vom Nennstrom IGN des ge-


schützten Objektes abweicht, dann ist eine Anpassung empfeh-
lenswert. Sie erfolgt mit Hilfe des Referenzwertes des A/D-Ka-
nals oder durch Korrektur des Einstellwertes.
Z.B. bei IGN = 800 A und IN1 = 1000 A wäre bei einem ge-
wünschten Ansprechstrom 1,5 IGN = 1200 A die nötige Einstel-
lung
IGN 800 A
1 .5 = 1 .5 = 1. 2
IN1 1000 A

Stromkanal
Bei Strom-Einstellwerten unter 0,2 IN muss unbedingt ein Mess-
stromwandler eingesetzt werden.

Verzögerung
Die Verzögerung ermöglicht die Selektivität des Überstrom-
schutzes. Diese Verzögerung wird gewählt nach der Staffelung
der Verzögerung von anderen Überstromrelais des elektrischen
Systems. Die von unserem Überstromschutz geschützte Zone
reicht bis zum nächsten Überstromschutz.
Falls der nächste Überstromschutz bei einer Störung versagt,
übernimmt der erste Überstromschutz seine Aufgabe und arbei-
tet in seiner Zone als Reserveschutz.

Einstellung MaxMin
Diese Funktion ermöglicht, folgende Varianten zu wählen:
· MIN (3ph): Ansprechen, nachdem auch der grösste
Phasenwert den Einstellwert unterschritten
hat. Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MIN (1ph): Ansprechen, nachdem der kleinste
Phasenwert den Einstellwert unterschrit-
ten hat.
· MAX (3ph): Ansprechen, nachdem auch der kleinste
Phasenwert den Einstellwert überschritten
hat. Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MAX (1ph): Ansprechen, nachdem der grösste
Phasenwert den Einstellwert überschritten
hat.
· MAX-Inrush: Ansprechen, nachdem der grösste Phasen-
wert den Einstellwert überschritten hat, mit
Blockierung bei Einschaltströmen (Inrush).

3-63
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Wirkungsweise der Inrushblockierung (Einstellung des Pa-


rameters MaxMin auf 'MAX-Inrush')
Die Inrushdetektion/-blockierung wird ausgeführt, wenn die
nennfrequente Stromamplitude den in der Stromfunktion ein-
gestellten Ansprechwert überschreitet.
Die Inrushdetektion basiert auf der Auswertung des Anteils der
2. Harmonischen I2h im Strom und Vergleich mit dem nenn-
frequenten Anteil I1h (Auswertung der Amplituden).
Überschreitet das Verhältnis I2h/I1h den Wert von 10%, so wird
der Ausgang der Funktion blockiert. Diese Blockierung wird auf-
gehoben, sobald der Wert von 8% unterschritten wird.
Der Schwellwert für I2h/I1h ist nicht einstellbar.
Die Funktion kann mit Inrushblockierung 1- oder 3phasig arbei-
ten (Parameter Phasenzahl).
Bei 3phasiger Funktion wird immer der Phasenstrom mit der
grössten nennfrequenten Amplitude ausgewertet (Ansprechen
und Inrushdetektion).

3-64
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.4. Überstromschutz mit Scheitelwertverarbeitung


(Strom-Momentan)

A. Anwendung
· Momentanstromfunktion (Maximal- und Minimalfunktion)
· Frequenzunabhängige Stromfunktion (Maximal- und Minimal-
funktion).

B. Merkmale
· Auswertung von Augenblickswerten. Dadurch sehr schnell
und weitgehend frequenzunabhängig
· Speicherung des grössten Augenblickswerts nach Anlauf
· Keine Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Keine Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Untere Grenzfrequenz fmin einstellbar.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude (nur bei Auslösung nutzbar).

3-65
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Strom-Momentan


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 00.01 0.00 60.00 0.01
I-Wert IN 04.00 0.1 20 0.1
f-min Hz 40 2 50 1
MaxMin MAX (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
.
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
I-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· > 1,6 IN (bei Messung ab Messstromwandler)
· < 0,2 IN (bei Messung ab Schutzstromwandler).

f-min
definiert die minimale Frequenz, bei der zu messen ist.
Nicht erlaubte Einstellung:
< 40 Hz (bei Messung ab Messstromwandler).

3-66
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MAX: Maximalfunktion.
· MIN: Minimalfunktion.

Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Stromeingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-67
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Überstrom I-Wert
Verzögerung Verzögerung
Minimale Frequenz f-min
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Dieser Überstromschutz ist ein schneller Schutz mit grossem
Frequenzbereich. Er ist vorgesehen für 2 unterschiedliche An-
wendungsfälle.
Der Schutz mit Scheitelwerterfassung wird benötigt für Objekte
bei welchen die Gefahr des Überstromes durch die Gleich-
stromkomponente und durch die Oberwellen nicht vernach-
lässigt werden darf, was besonders ausgeprägt ist bei Strom-
richtern mit Halbleitern.
Dank der sehr kleinen Frequenzabhängigkeit hat der Schutz mit
Scheitelwerterfassung einen sehr breiten Frequenzbereich ab
4 bis 120% der Nennfrequenz. Deshalb ist er auch geeignet zum
Schutz von Maschinen mit Synchronanlauf (z.B. Gasturbinen-
generatoren mit statischer Anfahreinrichtung während des An-
fahrens).
Das Relais überwacht, ob der Scheitelwert des Einstellwertes
durch irgendeinen Momentanwert des Messstromes überschrit-
ten wird. Z.B. beim Einstellwert 10 IN spricht das Relais an,
wenn ein Messstrom den Wert 10 2 IN = 14,14 IN erreicht
(s. Bild 3.5.4.1). Das kann passieren z.B. bei einem Kurzschluss-
strom mit Scheitelwert 6 x 1,8 2 IN = 15,27 IN infolge der
Gleichstromkomponente.
Bei jeder Anwendung muss auch die minimale Frequenz einge-
geben werden, von der die Rückfallzeit bestimmt wird. Eine klei-
ne minimale Frequenz bedeutet eine lange Rückfallzeit. Da von
einem guten Schutz schnelle Reaktionen erwartet werden, darf
die Rückfallzeit nicht zu lang sein; d.h. die minimale Frequenz
soll nur so tief wie nötig gewählt werden.

3-68
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

i 15
IN 14,14

10
Einstellstrom
10 I N

0 t

Ansprechsignale

0 t

HEST 905 028 C

Bild 3.5.4.1 Überwachung der Momentanwerte

Richtwerte:
a) Kurzschlussschutz mit Scheitelwertverarbeitung
I-Wert Anlagebedingt
Verzögerung 0,01 s
f-min 40 Hz

b) Anlauf- und Kurzschlussschutz einer Maschine mit Synchron-


anlauf
I-Wert 1,5 IN
Verzögerung 5s
f-min 2 Hz

3-69
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-70
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.5. Spannungsabhängiger Überstromschutz (Imax-Umin)

A. Anwendung
Kurzschlussschutz für Generatoren mit stark abklingenden
Kurzschlussströmen, wo ein Überstromschutz noch vor Ablauf
der Verzögerungszeit zurückfallen kann.

B. Merkmale
· Speicherung des Stromgrösstwertes nach Anlauf
· Rückfall erst nach Wiederkehr der Spannung oder nach einer
Auslösung
· Auswertung der Spannungsmitkomponente
· Unterdrückung von Gleichanteilen und Oberschwingungen
im Strom
· 1- oder 3phasige Stromerfassung, Grösstwerterfassung bei
3phasiger Einstellung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Stromamplitude
· Spannungsmitkomponente.

3-71
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Imax-Umin


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 01.00 0.5 60.00 0.01
Strom IN 02.00 0.5 20 0.1
Haltespannun UN 00.70 0.4 1.1 0.01
Haltezeit s 01.00 0.1 10 0.02
Phasenzahl 001 1 3 2
Stromkanal Wandlereing. 0
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
Strom
Stromansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellung:
· > 1,6 IN (bei Messung ab Messstromwandler).
Haltespannun
Spannung, bei deren Unterschreiten der Ansprechzustand
gehalten wird, auch wenn der Strom unter die Strom-
ansprechgrenze absinkt.

3-72
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Haltezeit
definiert die Zeit, wie lange die Auslösung gehalten wird, falls
die Spannunghaltebedingung erfüllt ist.
Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Stromphasen.
Stromkanal
definiert den Stromeingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.
Spgs.Kanal
definiert den Spannungeingangskanal der Analogeingabe.
Einstellbar sind alle 3phasigen Spannungseingänge. Zur
Messung wird der eingestellte und der diesem folgende
(zyklisch) Spannungseingang benützt.
Die Messung der Spannungen muss verkettet erfolgen.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-73
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Überstrom Strom
Verzögerung Verzögerung
Unterspannung Haltespannun
Rückfallverzögerung Haltezeit

Der spannungsabhängige Überstromschutz ist ein unabhängig


verzögerter Überstromschutz mit einer Haltung bei Unterspan-
nung.
Dieser Schutz schützt Generatoren und Blöcke Generator-
Transformator bei Störungen, die einen Überstrom zur Folge
haben, der aber unter den Ansprechwert des Überstromrelais
absinken kann, bevor das Relais auslöst.
Abgesehen von der transienten Gleichstromkomponente tritt der
gedämpfte Übergangsvorgang der Wechselstromkomponente
nur bei Generatoren auf. Der Dauer-Kurzschlussstrom ist
nämlich sehr klein infolge der grossen Synchronreaktanz Xd von
modernen Generatoren (s. Bild 3.5.5.1).
Der Einfluss der Gleichstromkomponente und der Oberwellen
auf die Messgrössen dieses Schutzes ist stark abgedämpft.

i
6
5
4
3
2
in
1

t
-1
-2
-3
-4
-5
-6
HEST 905 012 C

Bild 3.5.5.1 Kurzschlussstrom eines Generators

3-74
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Überstrom-Einstellwert "Strom"
Der Einstellwert "Strom" wird so gewählt, dass beim Betrieb we-
der eine Fehlauslösung noch ein Fehlalarm verursacht wird.
Deshalb wird er zwischen dem höchsten Betriebsstrom und dem
minimalen Kurzschlussstrom festgelegt. Der nötige Abstand
zwischen dem höchsten Betriebs-Kurzzeitstrom und dem Ein-
stellwert enthält Zuschläge für die Ungenauigkeit und das
Rückfallverhältnis des Relais. Der höchste Betriebs-Kurz-
zeitstrom ist nach den Netzverhältnissen zu bestimmen; dabei
müssen Schaltvorgänge, Laststösse sowie Einfluss der Stosser-
regung berücksichtigt werden (Bild 3.5.5.2).

I minimaler Kurzschlussstrom

höchster Betriebs-
"Strom" Kurzzeitstrom

IN

"Verzögerung"

HEST 905 013 C

Bild 3.5.5.2 Charakteristik eines unabhängig verzögerten


Überstromrelais
IN-Relaisnennstrom

Verzögerung
Die Verzögerung ermöglicht die Selektivität des Überstrom-
schutzes durch die Staffelung der Verzögerung mit anderen
Überstromrelais des elektrischen Systems. Die geschützte Zone
erstreckt sich von der Stelle der speisenden Stromwandler im
Sternpunkt des Generators bis zum nächsten gestaffelten
Schutz.

3-75
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Unterspannung-Einstellwert "Haltespannun"
Die Spannung "Haltespannun" besorgt eine Haltung des bei
Kurzschlüssen angesprochenen Überstromsystems für den Fall,
dass der Kurzschlussstrom während der Verzögerung abklingt
und das Überstromsystem zurückfällt. Diese Spannung muss so
eingestellt werden, dass sie eine eindeutige Entscheidung
zwischen Betrieb und Kurzschluss ermöglicht. Mit Rücksicht auf
unterschiedliche Verhältnisse bei symmetrischen und un-
symmetrischen Kurzschlüssen wird als Messwert die Mitkom-
ponente des 3phasigen Spannungssystems ausgewertet. Der
Einstellwert wird deutlich unterhalb der tiefsten Betriebsspan-
nung gewählt (s. Bild 3.5.5.3).

UN tiefste Betriebs-
Kurzzeitspannung

Einstellwert "Haltespannun"

HEST 905 014 C

Bild 3.5.5.3 Charakteristik eines unabhängigen Unter-


spannungsrelais
UN - Relaisnennspannung

Rückfallzeit "Haltezeit"
Die Rückfallzeit "Haltezeit" bestimmt die Dauer der Haltung, die
eine zuverlässige Abschaltung gewährleistet. Diese Rückfallzeit
wirkt ab der Auslösung.

3-76
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Richtwerte:
Strom 1,5 IN
Verzögerung 3s
Haltespannun 0,7 UN
Haltezeit 0,5 s
Bei stark unterschiedlichen Generator- und Stromwandler-
Nennströmen ist eine Anpassung des Einstellwertes für Über-
strom sinnvoll, falls keine Anpassung durch den Referenzwert
des A/D-Kanals vorliegt.

Beispiel:
Generatornennstrom IGN = 4 000 A
Stromwandler-Nennstrom IN1 = 5 000 A

Richtwert
(bezogen auf den Relaisnennstrom) 1,5
angepasster Einstellwert
IGN 4000
1, 5 = 1, 5 = 1, 2
IN1 5000

Eine Anpassung des Einstellwertes für Unterspannung käme in


Frage bei unterschiedlichen Nennspannungen des Generators
und der Spannungswandler, was jedoch selten vorkommt. Dann
wäre der angepasste Einstellwert:
UGN
0, 7
UN1

3-77
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-78
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.6. Abhängig verzögerter Überstromschutz (Strom-Invers)

A. Anwendung
Überstromfunktion mit stromabhängiger Verzögerung.

B. Merkmale
· Auslösekennlinie (s. Bild 3.5.6.1) nach British Standard
B.S. 142 mit
c = 0.02 : normal inverse
c=1 : very inverse und long time earth fault
c=2 : extremely inverse.
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Erweiterter Einstellbereich gegenüber British Standard
B.S. 142.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude.

3-79
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Strom-Invers


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
c-Wert 1.00 (Auswahl)
k1-Wert s 013.5 0.01 200.0 0.01
I-Start IB 1.10 1.00 4.00 0.01
t-min s 00.00 0.0 10.0 0.1
Phasenzahl 1 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
IB-Wert IN 1.00 0.04 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
c-Wert
Konstante (Exponent) der Auslösecharakteristik nach BS 142
bzw. Wahl der RXIDG-Charakteristik.
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
I-Start
Ansprechwert (Anlauf der Auslösecharakteristik).
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.
Phasenzahl
definiert die Anzahl der überwachten Phasen.

3-80
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Stromkanal
definiert den Wandlereingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen ge-
genüber dem Nennstrom IN.
Blockierung
Bezeichnet den Eingang für das externe Blockieren der
Funktion.
F: - nicht benutzt
T: - Funktion immer blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von
Schutzfunktionen).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-81
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Freigabestrom der Relaisfunktion I-Start
Wahl der Relaischarakteristik c-Wert
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Der abhängig verzögerte Überstromschutz schützt Transforma-
toren sowie Leitungen und Verbraucher des Eigenbedarfsnetzes
vor Störungen, die einen Überstrom verursachen, wie Kurz-
schlüsse und Erdschlüsse. Der Schutz reagiert praktisch nur auf
die Grundwelle.

Bezugsstrom "IB-Wert"
Bei den abhängigen Überstromrelais gibt es keinen Einstellwert
des Ansprechstromes wie bei den unabhängigen Relais. Statt
dessen kann die Lage der Relaischarakteristik so gewählt wer-
den, dass sie über dem Betriebsstrom liegt. Zu diesem Zweck
wird ein Relaisbezugsstrom IB eingeführt, der dem Betriebs-
strom des geschützten Objektes IB1 entspricht. Der Bezugsstrom
IB bestimmt die Lage der Relaischarakteristik. Durch seine
Überschreitung um einen bestimmten Betrag (durch "I-Start")
wird die Relaisfunktion freigegeben. Die Einstellung des Be-
zugsstromes IB nach dem Betriebsstrom IB1 des Schutzobjek-
tes, statt nach dessen Nennstrom, ermöglicht bei
IB1 < Schutzobjekt-Nennstrom : Schutz mit erhöhter Emp-
findlichkeit
IB1 > Schutzobjekt-Nennstrom : Ausnützen thermischer
Reserven im Schutzobjekt.

Beispiel:
Betriebsstrom des geschützten Objektes IB1 = 800 A
Stromwandler-Nennströme IN1 = 1000 A
IN2 = 5A
Relais-Nennstrom IN = 5A
Relais-Bezugsstrom
I 5A
IB = IB1 N2 = 800 A =4A
IN1 1000 A

Einstellwert
IB 4 A
= = 0,8
IN 5 A

3-82
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Es ist auch möglich, die Lage der Relaischarakteristik der Nenn-


belastungskapazität des geschützten Objektes anzupassen und
als Basis dessen Nennstrom statt Betriebsstrom zu wählen.

Freigabe der Relaisfunktion "I-Start"


Die stromabhängige Funktion des Relais wird freigegeben, wenn
der Strom "I-Start" erreicht und überschritten wurde. Die übliche
Einstellung von "I-Start" ist 1,1 IB.

Wahl der Relaischarakteristik "c-Wert"


Die Konstante c definiert die Form der stromabhängigen
Charakteristik.
Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie
folgt eingestellt:
"normal inverse" : c = 0.02
"very inverse" und "longtime earthfault" : c = 1.00
"extremely inverse" : c = 2.00

Bild 3.5.6.1 Auslösekennlinie: Strom-Invers

Der Parameter "c-Wert" hat zusätzlich die Einstellmöglichkeit


"RXIDG". Damit wird eine Inverscharakteristik entsprechend
dem Inversrelais des Typs RXIDG gewählt:
t [s] = 5.8 - 1.35 ln (I / IB)
Der Parameter "k1-Wert" hat in diesem Fall keine Bedeutung.

3-83
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Multiplikationsfaktor "k1-Wert"
Der Faktor k1 ist ein Multiplikationsfaktor. Dieser Faktor ermög-
licht, die stromabhängigen Relais einer Relaiskette zu staffeln.
Z.B. bei der Charakteristik "very inverse" ist die Konstante c = 1
und der Faktor k1 gleich oder kleiner als 13,5. Die Auslösezeit t
ist durch die Gleichung
k1
t=
I
-1
IB
definiert. Wenn die Relais z.B. bei 6fachem Bezugsstrom IB in
Stufen von 0,5 s gestaffelt werden sollen, dann bedeutet es, den
Faktor k1 nach der Formel
k1 = 5 t
zu berechnen. Wir bekommen für Zeiten zwischen 0,5 und 2,5 s
folgende Einstellwerte k1:

t [s] k1 [s]
0,5 2,5
1 5
1,5 7,5
2 10
2,5 12,5

Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie


folgt eingestellt:
"normal inverse" : k1 = 0.14 s
"very inverse" : k1 = 13,5 s
"extremely inverse" : k1 = 80 s
"long time earth fault" : k1 = 120 s.

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
I-Start 1.1 IB
c-Wert anlagenbedingt
k1-Wert ist zu berechnen
t-min 0.00

3-84
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.7. Unabhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz


(StromRichtung)

A. Anwendung
Gerichtete Überstromfunktion, anwendbar für
· Kurzschlussschutz in Ringnetzen
· Kurzschlussschutz bei Doppelleitungen mit einseitiger
Einspeisung
· Reserveschutz für den Distanzschutz.

B. Merkmale
· Dreiphasiger Kurzschlussschutz mit Richtungserkennung
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Spannungsgedächtnis für nahe Kurzschlüsse.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung
· Empfang

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Anlauf R
· Anlauf S
· Anlauf T
· Messung vorwärts
· Messung rückwärts
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude
Amplitudenwerte der drei Phasenströme (IR, IS, IT)
· Wirkleistung
Positiver Wert bedeutet Vorwärtsrichtung
(IR * UST, IS * UTR, IT * URS)
· Spannungsamplitude
Amplitudenwerte der Phase-Phase-Spannungen
(UST, UTR, URS).

3-85
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - StromRichtung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS B00000000
Stromkanal Wandlereing 0
Spgs.kanal Wandlereing 0
I-Wert IN 2.00 0.20 20.00 0.01
Winkel Grad 45 -180 +180 15
Verzögerung s 1.00 0.02 60.00 0.01
tWarte s 0.20 0.02 20.00 0.01
RichtErinne Auslösen (Auswahl)
ErinnDauer s 2.00 0.20 60.00 0.01
Empfang Binärwert T
Ext Block Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung
Anlauf R Meldung ER
Anlauf S Meldung ER
Anlauf T Meldung ER
Mess Vorw Meldung
Mess Rück Meldung

Erläuterung der Parameter:


Parametersatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11).
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Strommessung.
Einstellbar sind nur dreiphasige Stromwandler, dabei muss
der erste Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe
angegeben werden.
Spgs.kanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Spannungs-
messung. Einstellbar sind nur dreiphasige Spannungs-
wandler, dabei muss der erste Kanal (Phase R) der ge-
wählten Dreiergruppe angegeben werden.

3-86
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

I-Wert
Ansprechwert für Auslösung.
Winkel
Charakteristischer Winkel.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösung.
tWarte
Wartezeit für Richtungsvergleich mit Blockiersignal.
RichtErinne
Wählt die Art des Verhaltens nach Ablauf des Spannungs-
gedächtnisses, wenn keine Spannung mehr vorhanden ist:
· Auslösen
· Blockieren.
ErinnDauer
Zeit während der die zuletzt gemessene Richtung als gültige
Richtung beibehalten wird.
Empfang
Eingang für den Signalempfang von der Gegenstation:
T: nicht verwendet
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Blockierung
F: nicht blockiert
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.
Anlauf R
Meldung des Anlaufs in Phase R.
Anlauf S
Meldung des Anlaufs in Phase S.
Anlauf T
Meldung des Anlaufs in Phase T.
Mess Vorw
Meldung einer Messung in Vorwärtsrichtung.
Mess Rück
Meldung einer Messung in Rückwärtsrichtung.

3-87
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert I-Wert
Charakteristischer Winkel Winkel
Verzögerung Verzögerung
Wartezeit auf Empfangssignal tWarte
Verhalten nach Ablauf des
Spannungsgedächtnisses RichtErinne
Dauer des Spannungsgedächtnisses ErinnDauer

Ansprechwert I-Wert
Der Einstellwert „I-Wert“ muss einerseits so gewählt werden,
dass bei Betrieb weder eine Fehlauslösung noch ein Fehlalarm
verursacht wird; anderseits muss der Einstellwert „I-Wert“ kleiner
sein als der kleinste Kurzschlussstrom. Der nötige Abstand zwi-
schen dem höchsten Betriebs-Kurzzeitstrom und dem Ansprech-
wert enthält Zuschläge für:
· Ungenauigkeit der Relais-Ansprechwerte
· Rückfallverhältnis.
Der höchste Betriebs-Kurzzeitstrom ist nach den Netzverhältnis-
sen zu bestimmen. Dabei müssen Schaltvorgänge und Last-
stösse berücksichtigt werden.

I-Wert

IN

Verzögerung

HEST 905 010 C

Bild 3.5.7.1 Auslösekennlinie des unabhängig verzögerten


Überstromschutzes

3-88
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Wenn der Wandlerstrom IN1 vom Nennstrom IGN des geschütz-


ten Objektes abweicht, dann ist eine Anpassung empfehlens-
wert. Sie erfolgt mit Hilfe des Referenzwertes des A/D-Kanals
oder durch Korrektur des Einstellwertes.
Z.B. bei IGN = 800 A und IN1 = 1000 A wäre bei einem ge-
wünschten Ansprechstrom 1,5 IGN = 1200 A die nötige Ein-
stellung
IGN 800A
1, 5 = 1, 5 = 1, 2
IN1 1000 A

Charakteristischer Winkel
Durch die Bestimmung der Stromrichtung wird gegenüber der
normalen Überstromschutz-Funktion eine zusätzliche Selektivität
der Auslösung erreicht. Die Richtungsgrenze beträgt ± 180 Grad
bezogen auf die Polarisationsspannung. Das folgende Bild zeigt
die Verhältnisse. Die Winkelangaben gelten bei Anschluss ge-
mäss dem Anschlussbeispiel im Griff 12.

t
ei
IR
c hk
i
j L dl
w in
pf
UR m
IR .E
UTR URS ax
m

UT US
Sperren a = 45°
cos (j’ - a ) = neg. j’

U ST U ST

Auslösen
cos (j’ - a ) = pos.

a) b)
L
HEST 005 001 C

j’ = Winkel zwischen Spannung und Strom


(positiver Winkel)
a = Charakteristischer Winkel
L = Grenzlinie zwischen dem Bereich in dem eine Auslösung erfolgt,
und dem Bereich in dem die Funktion nicht auslöst.

a) Definition von Strom b) Ansprechcharakteristik


und Spannung

Bild 3.5.7.2 Zeigerdiagramme für den Fall eines Kurzschlusses


vorwärts in Phase R

3-89
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Es ist zu beachten, dass die Funktion die Richtung des Stromes


aus Vergleich des Stromwertes mit einer gegenüberliegenden
Spannung bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Strom
mit welcher Spannung verglichen wird.
Stromeingang Phase-Erde-Spannungen Berechnete Spannungen

IR US, UT UST = US - UT
IS UT, UR UTR = UT - UR
IT UR, US URS = UR - US

Je nach Wahl des Spannungswandlers erfolgt eine automatische


Anpassung bei der Spannungsmessung: Bei Sternschaltung
(Wandlertypen UTS) berechnet die Funktion die verketten Span-
nungswerte, bei Dreieckschaltung (Wandlertypen UTD) werden
direkt die Eingangswerte benutzt.

Verzögerung
Die Verzögerung ermöglicht die Selektivität des Überstrom-
schutzes. Diese Verzögerung wird gewählt nach der Staffelung
der Verzögerung von anderen Schutzfunktionen bzw. von ande-
ren Überstromrelais des elektrischen Systems. Die von unserem
Überstromschutz geschützte Zone reicht bis zum nächsten
Überstromschutz.
Falls der nächste Überstromschutz bei einer Störung versagt,
übernimmt der erste Überstromschutz seine Aufgabe und arbei-
tet in seiner Zone als Reserveschutz.

3-90
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

I
R Anlauf R
I>
Mess Vorw

U Mess Vorw R
ST j &
³1 & t AUS
³1
Mess Rück R
j &
Empfang
td
I
S Anlauf S
I>

Mess Vorw S
U
TR j &

Mess Rück S Mess Rück


j & ³1

I
T Anlauf T
I>

Mess Vorw T
U
RS j & Anlauf
³1
Mess Rück T
j &

Bild 3.5.7.3 Blockschema


td = „Verzögerung“
t = „tWarte“

Wartezeit auf Empfangssignal


Wenn eine Leitung auf beiden Seiten mit einer gerichteten Über-
stromfunktion geschützt wird, kann das Signal „Messung Rück-
wärts“ der einen Seite mit dem Eingang „Empfang“ auf der andern
Seite verbunden werden (z.B. mit Hilfe eines HF-Übertragungs-
kanales). Stellt ein Gerät nun einen Überstrom in Rückwärts-
richtung fest, dann blockiert das Empfangssignal auf der anderen
Seite die Auslösung. Bei einem Überstrom in Vorwärtsrichtung
hingegen, erfolgt eine Auslösung bereits nach der kurzen Zeit
„tWarte“.
Die eingestellte Verzögerungszeit „Verzögerung“ wirkt in diesem
Fall als signalunabhängige Reserveschutzfunktion. Dies bedeu-
tet, dass bei Verwendung des Eingangs „Empfang“ der Einstell-
wert für „Verzögerung“ grösser sein muss als der Einstellwert
für„t-Warte“:
„Verzögerung“ > „tWarte“.

3-91
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Verhalten nach Ablauf des Spannungsgedächtnisses


Bei nahen Kurzschlüssen kann die Spannung sehr schnell auf
Werte nahe bei Null fallen, so dass eine Richtungsbestimmung
nicht mehr zuverlässig erfolgen kann. In diesen Fällen hilft das
eingebaute Spannungsgedächtnis. Während den ersten 200 Milli-
sekunden nach dem Eintreten des Überstromes wird der Strom
mit einem Spannungswert verglichen, der unmittelbar vor dem
Eintreten des Überstromes gemessen wurde, um die Richtung
zu bestimmen.
Nach Ablauf dieser Zeit wird noch während einer wählbaren Zeit
(siehe nächster Abschnitt) die zuletzt gemessene Richtung als
die gültige Richtung beibehalten.
Ist die definierte Zeit abgelaufen oder für den Fall, in dem auf
einen Kurzschluss geschaltet wird (das Spannungsgedächtnis
konnte gar keine Spannung speichern), dann kann mit Hilfe des
Einstellwertes „RichtErinn“ gewählt werden, wie die Schutz-
funktion sich verhalten soll. Es stehen zwei Einstellmöglichkeiten
zur Verfügung: Die Schutzfunktion soll in diesem Fall auslösen
oder sie soll blockieren.

Dauer des Spannungsgedächtnisses


Mit Hilfe des Einstellwertes „ErinnDauer“ kann die Länge des
Spannungsgedächtnisses gewählt werden. Beim Einsatz als
Reserveschutz für den Distanzschutz in Hochspannungsnetzen
sollte immer die kleinst mögliche Zeit (200 ms) gewählt werden,
da nur in dieser Zeit eine Richtungsumkehr noch festgestellt
werden kann, da mit einer tatsächlich gespeicherten Spannung
gerechnet wird. Bei längeren Einstellwerten wird nicht mehr mit
einer gespeicherten Spannung verglichen, sondern die zuletzt
gemessene Richtung wird als weiterhin gültige Richtung be-
trachtet.

3-92
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.8. Abhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz


(StromInvRichtng)

A. Anwendung
Gerichtete Überstromfunktion mit stromabhängiger Verzögerung,
anwendbar für
· Kurzschlussschutz in Ringnetzen
· Kurzschlussschutz bei Doppelleitungen mit einseitiger
Einspeisung
· Reserveschutz für den Distanzschutz.

B. Merkmale
· Dreiphasiger Kurzschlussschutz mit Richtungserkennung
· Auslösekennlinie (s. Bild 3.5.8.1) nach British Standard
B.S.142 mit
c = 0.02: normal inverse
c = 1: very inverse und long time earth fault
c = 2: extremely inverse.
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Spannungsgedächtnis für nahe Kurzschlüsse.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung
· Empfang

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Anlauf R
· Anlauf S
· Anlauf T
· Messung Vorwärts
· Messung Rückwärts
· Auslösung

3-93
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

IV. Messwerte
· Stromamplitude
Amplitudenwerte der drei Phasenströme (IR, IS, IT)
· Wirkleistung
Positiver Wert bedeutet Vorwärtsrichtung
(IR * UST, IS * UTR, IT * URS)
· Spannungsamplitude
Amplitudenwerte der Phase-Phase-Spannungen
(UST, UTR, URS).

3-94
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

D. Dokumentation der Einstellparameter - StromInvRichtng


Parameter – Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS B00000000
Stromkanal Wandlereing 0
Spgs.kanal Wandlereing 0
I-Start IB 1.10 1.00 4.00 0.01
Winkel Grad 45 -180 +180 15
c-Wert 1.00 (Auswahl)
k1-Wert s 13.5 0.01 200.00 0.01
t-min s 0.00 0.00 10.00 0.01
IB-Wert IN 1.00 0.04 2.50 0.01
tWarte s 0.20 0.02 20.00 0.01
RichtErinne Auslösen (Auswahl)
ErinnDauer s 2.00 0.20 60.00 0.01
Empfang Binärwert T
Ext Block Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung
Anlauf R Meldung ER
Anlauf S Meldung ER
Anlauf T Meldung ER
Mess Vorw Meldung
Mess Rück Meldung

Erläuterung der Parameter:


Parametersatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11).
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Strommessung.
Einstellbar sind nur dreiphasige Stromwandler, dabei muss
der erste Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe ange-
geben werden.

3-95
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Spgs.kanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Spannungs-
messung. Einstellbar sind nur dreiphasige Spannungs-
wandler, dabei muss der erste Kanal (Phase R) der ge-
wählten Dreiergruppe angegeben werden.
I-Start
Ansprechwert (Anlauf der Auslösecharakteristik).
Winkel
Charakteristischer Winkel.
c-Wert
Konstante (Exponent) der Auslösecharakteristik nach BS 142.
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen ge-
genüber dem Nennstrom IN.
tWarte
Wartezeit für Richtungsvergleich auf das Signal Empfang.
RichtErinne
Wählt die Art des Verhaltens nach Ablauf des Spannungs-
gedächtnisses, wenn keine Spannung mehr vorhanden ist:
· Auslösen
· Blockieren.
ErinnDauer
Zeit während der die zuletzt gemessene Richtung als gültige
Richtung beibehalten wird.
Empfang
Eingang für den Signalempfang von der Gegenstation:
T: nicht verwendet
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Blockierung
F: nicht blockiert
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

3-96
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Anlauf
Meldung des Anlaufs.
Anlauf R
Meldung des Anlaufs in Phase R.
Anlauf S
Meldung des Anlaufs in Phase S.
Anlauf T
Meldung des Anlaufs in Phase T.
Mess Vorw
Meldung einer Messung in Vorwärtsrichtung.
Mess Rück
Meldung einer Messung in Rückwärtsrichtung.

3-97
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Freigabestrom der Relaisfunktion I-Start
Wahl der Relaischarakteristik c-Wert
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Charakteristischer Winkel Winkel
Wartezeit auf Empfangssignal tWarte
Verhalten nach Ablauf des
Spannungsgedächtnisses RichtErinne
Dauer des Spannungsgedächtnisses ErinnDauer

Bezugsstrom "IB-Wert"
Bei den abhängigen Überstromrelais gibt es keinen Einstellwert
des Ansprechstromes wie bei den unabhängigen Relais. Statt
dessen kann die Lage der Relaischarakteristik so gewählt wer-
den, dass sie über dem Betriebsstrom liegt. Zu diesem Zweck
wird ein Relaisbezugsstrom IB eingeführt, der dem Betriebs-
strom des geschützten Objektes IB1 entspricht. Der Bezugsstrom
IB bestimmt die Lage der Relaischarakteristik. Durch seine
Überschreitung um einen bestimmten Betrag (durch "I-Start")
wird die Relaisfunktion freigegeben. Die Einstellung des Be-
zugsstromes IB nach dem Betriebsstrom IB1 des
Schutzobjektes, statt nach dessen Nennstrom, ermöglicht bei
IB1 < Schutzobjekt-Nennstrom : Schutz mit erhöhter
Empfindlichkeit
IB1 > Schutzobjekt-Nennstrom : Ausnützen thermischer
Reserven im Schutzobjekt.

Beispiel:
Betriebsstrom des geschützten Objektes IB1 = 800 A
Stromwandler-Nennströme IN1 = 1000 A
IN2 = 5A
Relais-Nennstrom IN = 5A
Relais-Bezugsstrom
IN2 5A
IB = IB1 = 800A = 4A
IN1 1000A

Einstellwert
IB 4 A
= = 0, 8
IN 5 A

3-98
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Es ist auch möglich, die Lage der Relaischarakteristik der Nenn-


belastungskapazität des geschützten Objektes anzupassen und
als Basis dessen Nennstrom statt Betriebsstrom zu wählen.

Freigabe der Relaisfunktion "I-Start"


Die stromabhängige Funktion des Relais wird freigegeben, wenn
der Strom "I-Start" erreicht und überschritten wurde. Die übliche
Einstellung von "I-Start" ist 1,1 IB.

Wahl der Relaischarakteristik "c-Wert"


Die Konstante c definiert die Form der stromabhängigen Cha-
rakteristik.
Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie
folgt eingestellt:
"normal inverse" : c = 0.02
"very inverse" und "longtime earthfault" : c = 1.00
"extremely inverse" : c = 2.00

Bild 3.5.8.1 Auslösekennlinie: StromInvRichtng

3-99
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Multiplikationsfaktor "k1-Wert"
Der Faktor k1 ist ein Multiplikationsfaktor. Dieser Faktor ermög-
licht, die stromabhängigen Relais einer Relaiskette zu staffeln.
Z.B. bei der Charakteristik "very inverse" ist die Konstante c = 1
und der Faktor k1 gleich oder kleiner als 13,5. Die Auslösezeit t
ist durch die Gleichung
k1
t=
I
-1
IB
definiert. Wenn die Relais z.B. bei 6fachem Bezugsstrom IB in
Stufen von 0,5 s gestaffelt werden sollen, dann bedeutet es, den
Faktor k1 nach der Formel
k1 = 5 t
zu berechnen. Wir bekommen für Zeiten zwischen 0,5 und 2,5 s
folgende Einstellwerte k1:

t [s] k1 [s]
0,5 2,5
1 5
1,5 7,5
2 10
2,5 12,5

Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie


folgt eingestellt:
"normal inverse" : k1 = 0.14 s
"very inverse" : k1 = 13,5 s
"extremely inverse" : k1 = 80 s
"long time earth fault" : k1 = 120 s.

3-100
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Charakteristischer Winkel
Durch die Bestimmung der Stromrichtung wird gegenüber der
normalen Funktion für den Überstromschutz eine zusätzliche
Selektivität der Auslösung erreicht. Die Richtungsgrenze beträgt
± 180 Grad bezogen auf die Polarisationsspannung. Das folgende
Bild zeigt die Verhältnisse. Die Winkelangaben gelten bei An-
schluss gemäss dem Anschlussbeispiel im Griff 12.

it
IR hke
ic
j L dl
w in
pf
UR m
IR .E
UTR URS ax
m

UT US
Sperren a = 45°
cos (j’ - a ) = neg. j’

U ST U ST

Auslösen
cos (j’ - a ) = pos.

a) b)
L
HEST 005 001 C

j’ = Winkel zwischen Spannung und Strom


(positiver Winkel)
a = Charakteristischer Winkel
L = Grenzlinie zwischen dem Bereich in dem eine Auslösung erfolgt,
und dem Bereich in dem die Funktion nicht auslöst.

a) Definition von Strom b) Ansprechcharakteristik


und Spannung

Bild 3.5.8.2 Zeigerdiagramme für den Fall eines Kurzschlusses


vorwärts in Phase R

Es ist zu beachten, dass die Funktion die Richtung des Stromes


aus Vergleich des Stromwertes mit einer gegenüberliegenden
Spannung bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Strom
mit welcher Spannung verglichen wird.
Stromeingang Phase-Erde-Spannungen Berechnete Spannungen

IR US, UT UST = US - UT
IS UT, UR UTR = UT - UR
IT UR, US URS = UR - US

3-101
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Je nach Wahl des Spannungswandlers erfolgt eine automatische


Anpassung bei der Spannungsmessung. Bei Sternschaltung
(Wandlertypen UTS) berechnet die Funktion die verketten Span-
nungswerte, bei Dreieckschaltung (Wandlertypen UTD) werden
direkt die Eingangswerte benutzt.

Wartezeit auf Empfangssignal


I
R Anlauf R
I>
Mess Vorw

U Mess Vorw R
ST j &
³1 & t AUS
³1
Mess Rück R
j &
Empfang
td
I
S Anlauf S
I>

Mess Vorw S
U
TR j &

Mess Rück S Mess Rück


j & ³1

I
T Anlauf T
I>

Mess Vorw T
U
RS j & Anlauf
³1
Mess Rück T
j &

Bild 3.5.8.3 Blockschema


td = Stromabhängige Verzögerung
t = „tWarte“

Wenn eine Leitung auf beiden Seiten mit einer gerichteten Über-
stromfunktion geschützt wird, kann das Signal „Messung Rück-
wärts“ der einen Seite mit dem Eingang „Empfang“ auf der andern
Seite verbunden werden (z.B. mit Hilfe eines HF-Übertragungs-
kanales). Stellt ein Gerät nun einen Überstrom in Rückwärts-
richtung fest, dann blockiert das Empfangssignal auf der anderen
Seite die Auslösung. Bei einem Überstrom in Vorwärtsrichtung
hingegen, erfolgt eine Auslösung bereits nach der kurzen Zeit
„tWarte“.
Die eingestellte stromabhängige Verzögerungszeit wirkt in diesem
Fall als signalunabhängige Reserveschutzfunktion. Dies bedeutet,

3-102
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

dass bei Verwendung des Eingangs „Empfang“ der Einstellwert


für „t-min“ grösser sein muss als der Einstellwert für„t-Warte“:
„t-min“ > „tWarte“

Verhalten nach Ablauf des Spannungsgedächtnisses


Bei nahen Kurzschlüssen kann die Spannung sehr schnell auf
Werte nahe bei Null fallen, so dass eine Richtungsbestimmung
nicht mehr zuverlässig erfolgen kann. In diesen Fällen hilft das
eingebaute Spannungsgedächtnis. Während den ersten 200 Milli-
sekunden nach dem Eintreten des Überstromes wird der Strom
mit einem Spannungswert verglichen, der unmittelbar vor dem
Eintreten des Überstromes gemessen wurde, um die Richtung
zu bestimmen.
Nach Ablauf dieser Zeit wird noch während einer wählbaren Zeit
(siehe nächster Abschnitt) die zuletzt gemessene Richtung als
die gültige Richtung beibehalten.
Ist die definierte Zeit abgelaufen oder für den Fall, in dem auf
einen Kurzschluss geschaltet wird (das Spannungsgedächtnis
konnte gar keine Spannung speichern), dann kann mit Hilfe des
Einstellwertes „RichtErinn“ gewählt werden, wie die Schutz-
funktion sich verhalten soll. Es stehen zwei Einstellmöglichkeiten
zur Verfügung: Die Schutzfunktion soll in diesem Fall auslösen
oder sie soll blockieren.

Dauer des Spannungsgedächtnisses


Mit Hilfe des Einstellwertes „ErinnDauer“ kann die Länge des
Spannungsgedächtnisses gewählt werden. Beim Einsatz als
Reserveschutz für den Distanzschutz in Hochspannungsnetzen
sollte immer die kleinst mögliche Zeit (200 ms) gewählt werden,
da nur in dieser Zeit eine Richtungsumkehr noch festgestellt
werden kann, da mit einer tatsächlich gespeicherten Spannung
gerechnet wird. Bei längeren Einstellwerten wird nicht mehr mit
einer gespeicherten Spannung verglichen, sondern die zuletzt
gemessene Richtung wird als weiterhin gültige Richtung be-
trachtet.

3-103
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-104
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.9. Unabhängig verzögerter Schieflastschutz (I2-DT)

A. Anwendung
Schieflastfunktion zum Schutz von Generatoren vor unsym-
metrischer Belastung und damit verbundener Erwärmung des
Rotors.

B. Merkmale
· Unabhängig verzögert
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 3phasige Messung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Betrag der Stromgegenkomponente
I2 = 1/3 (IR + a2 IS + a IT).

3-105
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - I2-DT


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 01.00 0.50 60.0 0.01
I2-Wert IN 00.20 0.02 0.50 0.01
Stromkanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
I2-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
< 0,05 IN (bei Messung ab Schutzstromwandler).
Stromkanal
definiert den Stromeingangskanal.
Einstellbar sind alle 3phasigen Stromeingänge.
Es muss der erste Kanal (Phase R) der gewählten Dreier-
gruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-106
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-107
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Gegenkomponente des Statorstromes I2-Wert
Verzögerung Verzögerung

Schieflast entsteht meistens durch eine unsymmetrische Netz-


belastung. Sie tritt jedoch auch bei Unterbrechung einer Phase
auf.

Eine Schieflast von Generatoren hat ein rotierendes magne-


tisches Gegenfeld zur Folge. Von diesem Gegenfeld entstehen
im Rotor induzierte Ströme, welche Zusatzverluste produzieren.
Die daraus folgende erhöhte Rotorerwärmung kann gefährlich
sein, weshalb die Schieflast überwacht wird.

Schieflast von Generatoren wird mittels der Gegenkomponente


des Statorstromes I2 definiert und so auch erfasst.

Das unabhängig verzögerte Schieflastrelais ist geeignet zum


Schutz in Netzen, wo länger dauernde und nicht häufig
wechselnde Stromunsymmetrien auftreten. Dieses Relais wird
meistens bei Generatoren mit kleiner und mittlerer Leistung ein-
gesetzt. Es werden 2 Relais verwendet, ein Relais für Alarm-
zwecke und ein Relais für Auslösung.

Vom Hersteller des Generators wird der maximal zulässige


inverse Dauerstrom I2¥ angegeben, meistens in Prozenten des
Generatornennstromes IGN.

Das Relais für Alarmzwecke wird häufig nach dem Strom I2¥
oder etwas tiefer eingestellt.

Z.B. bei I2¥ = 10 % IGN


wird I2-Wert = 8 % IGN.
Die Relaisauslösung wird um 50 bis 100 % über dem Einstell-
wert für Alarmzwecke eingestellt wie z.B.

I2-Wert = 15 % IGN.
Der Schieflastschutz wird immer verzögert um Fehlauslösungen
bei transienten Vorgängen und besonders bei unsymmetrischen
Kurzschlüssen im Netz zu vermeiden. Es werden relativ grosse
Verzögerungen erlaubt, da die Temperatur der gefährdeten
Oberfläche des Rotors nur langsam ansteigt.

3-108
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

I2

Auslösestufe

I2

Alarmstufe

0 t HEST 905 015 C

Wenn beide Stufen auf Auslösung wirken sollen, dann muss die
Stufe mit dem höherem Strom-Einstellwert schneller sein.

Eine Anpassung der Strom-Einstellwerte auf die oft unterschied-


lichen Generator- und Stromwandler-Nennströme ist auch bei
diesem Schutz zu empfehlen. Sie erfolgt nach der Formel
I
Einstellwert = Rechenwert GN
IN1

Richtwerte:
1. Stufe (Alarm)
I2-Wert 0,1 IN
Verzögerung 5s
2. Stufe (Auslösung)
I2-Wert 0,15 IN
Verzögerung 10 s

3-109
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-110
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.10. Abhängig verzögerter Schieflastschutz (I2-Invers)

A. Anwendung
Schieflastfunktion zum Schutz insbesondere von grossen,
thermisch stark beanspruchten Generatoren vor unsymmetri-
scher Belastung und damit verbundener Erwärmung des Rotors.

B. Merkmale
· Verzögerung abhängig von der Schieflast (s. Bild 3.5.10.1)
· Weite Einstellbereiche für die Auslösekennlinie
· Einstellbare Rückzählgeschwindigkeit beim Verschwinden
der Schieflast (Erwärmungsspeicher)
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 3phasige Messung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Betrag der Stromgegenkomponente
I2 = 1/3 (IR + a2 IS + a IT).

3-111
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - I2-Invers


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
k1-Wert s 10.00 5.00 60.00 0.10
k2-Wert I2/IB 0.05 0.02 0.20 0.01
t-min s 010.0 1.0 120.0 0.1
t-max s 1000 500 2000 1
t-Rück s 0030 5 2000 1
Stromkanal Wandlereing. 0
IB-Wert IN 1.00 0.50 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
k2-Wert
Dauernd zulässige Schieflast (I2/IB) und gleichzeitig
Konstante der Auslösecharakteristik.
Nicht erlaubte Einstellungen:
< 0,05 IN/IB (bei Messung ab Schutzstromwandler).
t-min
minimale Auslösezeit.
t-max
maximale Auslösezeit bei vorhandener Anregung, un-
abhängig von der Auslösezeit-Inverskennlinie.

3-112
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

t-Rück
Rückstellzeit (ab der Auslösegrenze),
entspricht der Abkühlzeitkonstante der Maschine.
Stromkanal
definiert den Stromeingangskanal.
Einstellbar sind alle 3phasigen Stromeingänge.
Es muss der erste Kanal (Phase R) der gewählten Dreier-
gruppe angegeben werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen ge-
genüber dem Nennstrom IN.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

Bild 3.5.10.1 Auslösekennlinie: I2-Invers

3-113
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Zulässige Dauerschieflast k2-Wert
Minimale Auslösezeit t-min
Maximale Auslösezeit t-max
Rückstellzeit t-Rück

Dieser Schutz ist vorgesehen für grosse Generatoren. Er ist be-


sonders dort geeignet, wo die Schieflast häufig variiert, weil
dann auch grössere Schieflasten kurzzeitig erlaubt werden kön-
nen.
Der Relaisbezugsstrom IB ist nach dem Nennstrom des Genera-
tors IGN und nach den Nennströmen der Stromwandler IN1, IN2
wie folgt zu berechnen, falls keine Anpassung durch den
Referenzwert des A/D-Kanals vorliegt:
I
IB = I GN N2
IN1

Eingestellt wird das Verhältnis IB / IN, wobei IN den Relaisnenn-


strom bezeichnet. Sonst wäre der IB-Wert = 1.0 IN.
Für die Einstellung der Faktoren k1 und k2 müssen vom Herstel-
ler des Generators zwei Daten angegeben werden:
· dauernd zulässige Gegenkomponente i2¥ [p.u.]
· zulässige Energie der Gegenkomponente i2 2 t [p.u.]
Der Faktor k1 ist gleich der zulässigen Energie:
k1 = i2 2 t
Der Faktor k2 ist gleich der dauernd zulässigen Komponente
i2¥:
k2 = i2¥

3-114
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
k1-Wert 10.0 s
k2-Wert ist zu bestimmen
t-min 10.0 s
t-max 1000.0 s
t-Rück 10.0 s

3-115
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3-116
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3.5.11. Unabhängig verzögerter Über-/Unterspannungsschutz


(Spannung)

A. Anwendung
Standard-Spannungsfunktion (Maximal- und Minimalfunktion).
Sie wird auch verwendet für den:
· Stator-Erdschlussschutz (95%)
· Rotor-Erdschlussschutz (mit Zusatzgerät YWX 111)
· Windungsschlussschutz.

B. Merkmale
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung oder Kleinstwerterfassung bei mehr-
phasiger Funktion.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Spannungsamplitude.

3-117
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Spannung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 02.00 0.02 60.00 0.01
U-Wert UN 1.200 0.010 2.000 0.002
MaxMin MAX (1ph) (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
U-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MIN (3ph): Minimalfunktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MIN (1ph): Minimalfunktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.

3-118
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· MAX (3ph): Maximalfunktion.


Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MAX (1ph) Maximalfunktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
Phasenzahl
definiert die Anzahl der überwachten Phasen.
Spgs.kanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Spannungseingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-119
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E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Überspannung U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Phasenzahl Phasenzahl
Der Überspannungsschutz schützt die Statorwicklung von Gene-
ratoren sowie die Transformatoren vor gefährlichen Überspan-
nungen. Gleichzeitig wird der magnetische Kern vor
Übererwärmung durch erhöhte Eisenverluste geschützt. Länger
dauernde Überspannungen sind besonders zu erwarten bei
Versagen des Spannungsreglers. Eine bestimmte Verzögerung
hindert Fehlauslösungen bei transienten Vorgängen. Meistens
wird dieser Schutz in 2 Stufen ausgeführt, welche auf Auslösung
wirken.

Überspannung-Einstellwert (U-Wert)
Die erste Stufe ist vorgesehen zum Schutz gegen kleine, jedoch
länger dauernde Überspannungen.
Die zweite Stufe ist vorgesehen zum Schutz gegen höhere
Überspannungen; sie ist nach 70% der Statorprüfspannung ein-
zustellen.
Wenn die Nennspannung des geschützten Objektes von der
Nennspannung der Spannungswandler abweicht, dann stimmt
der Ansprechwert des Objektes in p.u. nicht mit dem Relais-
einstellwert überein und eine Anpassung durch den Referenz-
wert des A/D-Kanals vorliegt.
Z.B. bei der Generatornennspannung UGN = 12 kV und bei der
Primärnennspannung der Spannungswandler U1N = 15 kV wäre
die Einstellung der zweiten Stufe
UGN 12
1, 4 = 1, 4 = 112
,
UN1 15

Einstellung MaxMin
Diese Funktion ermöglicht folgende Varianten zu wählen:
· MAX (1ph): Ansprechen nachdem der grösste Phasenwert
den Einstellwert überschritten hat.
· MAX (3ph): Ansprechen nachdem auch der kleinste
Phasenwert den Einstellwert überschritten hat.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.

3-120
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· MIN (1ph): Ansprechen nachdem der kleinste Phasenwert


den Einstellwert unterschritten hat.
· MIN (3ph): Ansprechen nachdem auch der grösste
Phasenwert den Einstellwert unterschritten hat.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.

U
U-Wert
Stufe 2
U-Wert
Stufe 1

UN

Verzögerung Verzögerung

0 t
HEST 905 055 C

Bild 3.5.11.1 Auslösekennlinie des Überspannungsschutzes


UN-Relaisnennspannung

Richtwerte:
1. Stufe
U-Wert 1,15 UN
Verzögerung 2s
MaxMin MAX (1ph)
2. Stufe
U-Wert 1,4 UN
Verzögerung 0,1 s
MaxMin MAX (1ph)

3-121
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3.5.11.1. Unabhängig verzögerter Stator-Erdschlussschutz (95 %)

Einstellwerte:
Überspannung U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Der unabhängig verzögerte Stator-Erdschlussschutz (95%) ist
vorgesehen zum Schutz von Generatoren in der Blockschaltung.

Beschreibung
Der übliche Schutzbereich von Generatoren in der Blockschal-
tung ist 95% der Statorwicklungslänge (s. Bild 3.5.11.2). Die ge-
schützte Zone wird normalerweise auf 95% beschränkt wegen
der Gefahr einer Fehlauslösung. Das Stator-Erdschlussrelais
wird entweder am Spannungswandler im Generatorsternpunkt
oder am Spannungswandler auf der Generatorklemmenseite
angeschlossen. In beiden Fällen überwacht das Relais die
Sternpunktverlagerung bei Statorerdschlüssen. Diese Span-
nungsverlagerung ist am grössten bei Klemmenerdschluss; sie
ist Null bei Sternpunkt-Erdschluss (s. Bild 3.5.11.2).
A

U
Generator
5%
U
9 5% ma
x

Spannungswandler U> 5% U max

HEST 905 029 C

Bild 3.5.11.2 Stator-Erdschlussüberwachung bei Generatoren


in Blockschaltung

3-122
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Die Relaiseinstellung ist 5 % von Umax bei erwünschtem Schutz-


bereich von 95 %, wie im Bild 3.5.11.2 ersichtlich ist. Auf diese
Weise werden Erdschlüsse des Generators, der Zuleitung zum
Blocktransformator sowie der Deltawicklung des Blocktrans-
formators erfasst.
Die Erdschlüsse auf der Blocktransformator-Oberspannungs-
seite haben eine Übertragung der kapazitiven Ströme auf die
Unterspannungsseite und dadurch die Gefahr einer Fehlaus-
lösung des Stator-Erdschlussschutzes zur Folge. Diese Über-
tragung findet nicht nur bei isoliertem sondern auch bei starr ge-
erdetem OS-System statt. Die Kapazität C12 zwischen OS- und
US-Wicklungen des Transformators und die Kapazität C des
Generatorkreises zur Erde bilden bei der Übertragung der
kapazitiven Ströme einen Spannungsteiler, der das Potential
des Generatorsternpunktes mitbestimmt (siehe Bild 3.5.11.3a).
Die Kapazität C reicht meistens nicht aus, um das Sternpunkt-
potential zuverlässig unter dem Niveau des Relaisansprech-
werte zu halten. Deshalb wird z.B. ein Erdungswiderstand RE
zwischen Sternpunkt und Erde angeschlossen (s. Bild 3.5.11.4),
der ein ausreichend niedriges Potential des Sternpunktes bringt
und damit die Schutzstabilität bei OS-Erdschlüssen gewähr-
leistet. Der Widerstand RE wird so ausgelegt, dass bei ge-
gebenen C12 und OS- Klemmenerdschluss die Generator-
sternpunkt-Verlagerung unter dem Ansprechwert das Stator-
Erdschlussrelais (95%) bleibt.

3 C 12 3 C 12
UOS U OS

Sternpunkt 3 3

U RE U
3C
IE IE

HEST 905 030 C

a) ohne Erdungswiderstand b) vereinfachtes Schaltbild mit


Erdungswiderstand

Bild 3.5.11.3 Generatorsternpunkt-Verlagerung bei OS-


Erdschluss

3-123
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Es bedeuten:
C12 Kapazität zwischen OS und US Seite des Trans
formators
C Kapazität des Stators, der Zuleitung mit Schutz
kondensatoren und der US-Transformatorwicklung
zur Erde
U Sternpunktverlagerung
UOS Transformator OS-Nennspannung
IE Erdschlussstrom
RE Erdungswiderstand
Der Widerstandswert RE ist massgebend für die Grösse des
Erdschlussstromes. Mit Rücksicht auf die Folgen eines Erd-
schlusses - besonders auf die Beschädigung des lamellierten
Eisens - soll der maximale Erdschlussstrom 20 A während 10 s
nicht überschreiten; d.h. der Widerstandswert RE darf nicht zu
klein sein.
Das Erdschlussrelais löst mit einer Verzögerung von 0,5 s aus,
um eine Fehlauslösung bei transienten Vorgängen zu verhin-
dern.

Dimensionierung der Sternpunkt-Schutzeinrichtung


1. Variante mit Erdungswiderstand und Spannungswandler
(s. Bild 3.5.11.4).

Generator Blocktransformator
US OS
1 2

U GN U OS
IE
3 C 12

I Emax

IE

U1n /U 2n

3C RE U>

IE

HEST 905 031 C

Bild 3.5.11.4 Stator-Erdschlussschutz mit Erdungswiderstand


im Sternpunkt

3-124
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Der Erdungswiderstand RE soll so ausgelegt sein, dass:


· der Erdschlussstrom IE gleich oder kleiner als 20 A ist,
· Erdschlüsse auf der OS-Seite eine Generator-Sternpunkt-
verlagerung verursachen, die nicht grösser ist, als die Hälfte
der Relaisansprechspannung.
Der Spannungswandler im Sternpunkt wird spezifiziert nach der
maximalen Spannung die bei Erdschluss dauernd auftreten
kann. Das ist die Phasenspannung des Generators. Kurzzeitig
können jedoch beim Wischer höhere transiente Spannungen
auftreten, die eventuell seine Sättigung verursachen würden. Es
ist deshalb empfehlenswert den Spannungswandler mit einem
höheren Überspannungsfaktor wie z.B. 1,9 zu spezifizieren.
Nennspannungen des Spannungswandlers
UGN
U1n = (UGN bezeichnet die Generatornennspannung)
3
U2n = 100 V (wenn nichts anderes verlangt wird)

Der minimale Widerstandswert REmin:


UGN
RE min ³
3 IE max

wobei IEmax £ 20 A ist.


Die Formel für den maximalen Widerstandswert (bei geschützter
Wicklungslänge 95%) REmax lässt sich aus dem vereinfachten
Schaltbild (Bild 3.5.11.3b) ableiten:
0, 05 UGN
RE max £
6 w C12 UOS

In dieser Formel bedeuten:


Faktor 0,05 - Schutzempfindlichkeit 5% bei der geschützten
Wicklungslänge 95%
Faktor 6 - 3 Phasen und 2 die Hälfte der Ansprechspan-
nung.
Der Widerstandswert RE wird zwischen REmax und REmin gewählt
und der Widerstand wird für 10 s spezifiziert.

3-125
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel 1
UGN = 12 kV; UOS = 110 kV; C12 = 3 x 10-9 F; w = 314 1/s
IEmax £ 20 A

a) OS-System isoliert
12000
REmin ³ = 346 W
3 x 20
0, 05 x 12
REmax £ = 965 W
6 x 314 x 3 x 10 -9 x 110

gewählt wird z.B. RE = 750 W


UGN 12000
IE max = = = 9, 24 A
3 RE 3 x 750

Spezifikation:
1 Erdungswiderstand 750 W; 10 A; 10 s
12000
1 Spannungswandler / 100 V ; 1polig isoliert
3

b) OS-System starr geerdet


Es wirkt nur 1/6 der Spannung UOS.
12000
REmin ³ = 346 W
3 x 20
0, 05 x 12
REmax £ = 5790 W
-9 110
6 x 314 x 3 x 10 x
6
gewählt wird z.B. RE = 3000 W
UGN 12000
IE max = = = 2, 3 A
3 RE 3 x 3000

Spezifikation:
1 Erdungswiderstand 3000 W; 2,3 A; 10 s

12000
1 Spannungswandler / 100 V ; 1polig isoliert.
3

3-126
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

2. Variante mit Erdungstransformator (s. Bild 3.5.11.5)


Diese Variante entspricht der US Praxis. Der maximale Strom
des Erdungstransformators wird ungefähr gleich der kapazitiven
Komponente des Erdschlussstromes gewählt:
IEmax » IC

UGN
IC = 3 x w x C x
3

Nenndaten des Erdungstransformators:


UGN
U1n =
3
U2n = 100; 200; 400 V oder 115; 230; 460 V
I1n = IEmax
I2n = Ie

U1n
wobei Ie = IEmax ist.
U2n

Der sekundärseitige Widerstand Re


2
U GN æ U 2n ö
Re = ç ÷
3 IE max è U1n ø

UGN
oder bei U1n =
3
U2n2
Re =
U1n IE max
Erdungstransformator-Nennleistung:
Sn = U1n I1n

3-127
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Generator Blocktransformator
US OS
1 2

UGN U OS
IE
3 C 12

I
E m
ax

IE

U 1n /U 2n U3n /U 4n

3C Re U>

IE Ie

HEST 905 032 C

Bild 3.5.11.5 Stator-Erdschlussschutz mit


Erdungstransformator im Sternpunkt
Beispiel 2
UGN = 12 kV; IC = 10 A
IEmax = IC = 10 A
12000
U1n = = 6930 V
3
I1n = 10 A
U2n = 200 V
6930
I2n = Ie = 10 = 346 A
200
200 2
Re = = 0, 577 W
6930 x 10
Sn = U1n I1n = 6930 x 10 => 70 kVA

Spezifikation:
1 Erdungstransformator 70 kVA; 10 s; 50 Hz
6930/200 V; 10/346 A
1 Widerstand 0,577 W; 346 A; 10 s
1 Zwischenspannungswandler 10 VA; 50 Hz; 200/100 V
(nötig nur wenn U2n > 100 V)

3-128
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Beispiel 3
UGN = 12 kV; IC = 10 A; Erdungstransformator spezifiziert nach
der Generatornennspannung.
U1n = UGN = 12 kV
U2n = 230 V
I1n = IEmax = IC = 10 A
U 12000
I2n = Ie = IEmax 1n = 10 = 522 A
U2n 230
2
12000 æ 230 ö
Re = ç ÷ = 0,254 W
3 ´ 10 è 12000 ø
Sn = 12000 x 10 => 120 kVA

Spezifikation:
1 Erdungstransformator 120 kVA; 10 s; 50 Hz
12000/230 V; 10/522 A
1 Widerstand 0,254 W; 522 A; 10 s
1 Zwischenspannungswandler 10 VA; 50 Hz; 230/100 V

3-129
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Dimensionierung der Schutzeinrichtung für die Klemmen-


seite
Wenn der Sternpunkt des Generators unzugänglich ist, wird der
Stator-Erdschlussschutz an 3 Spannungswandlern auf der
Generator-Klemmenseite angeschlossen (s. Bild 3.5.11.6). Der
Erdschlussstrom wird dann von den 3 Primärwicklungen der
Spannungswandler gespeist. Wenn z.B. der zulässige Kurz-
zeitstrom der Primärwicklung 5 A beträgt, dann ist der maximale
Erdschlussstrom auf 15 A zu begrenzen.
Die sekundäre Nennspannung ist so zu wählen, dass sie 300 V
nicht überschreitet und der sekundäre Strom womöglich unter
250 A bleibt.

Generator Blocktransformator
US OS
1 2

IE
U GN U OS
3 C 12

I1 I1 I1

I E = 3 I1
IE
U 1n /U 2n U 3n /U 4n

3C Ie Re Ie U>

HEST 905 033 C

Bild 3.5.11.6 Stator-Erdschlussschutz mit


Erdungstransformator auf der Klemmenseite

Bei einem Klemmenerdschluss verschwindet die Phasenspan-


nung der betroffenen Phase, und die gesunden Phasen be-
kommen eine verkettete Spannung. Durch die vektorielle
Summe von diesen beiden Vektoren entsteht am offenen Drei-
eck der Sekundärseite die 3fache Spannung
U = 3 U2n
wo U2n die Sekundärnennspannung ist. Wenn der Wert von U
grösser als 100 V ist, muss das Erdschlussrelais mit Nennspan-
nung 100 V über einen Zwischenwandler angeschlossen wer-
den.

3-130
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Bei der Dimensionierung wird zuerst der maximale Primärstrom,


der von den Spannungswandlern bei einem Erdschluss geliefert
wird, festgelegt.
Unter der Annahme, dass der zulässige Kurzzeitstrom der
Primärwicklung der Spannungswandler 5 A beträgt, wird
IEmax = 15 A
Der minimale Widerstandswert
2
U GN æ 3 U 2n ö
R e min ³ ç ÷ ´K
3Imax è U1n ø

wo K den Einfluss der Wandlerreaktanz darstellt. Bei Span-


nungswandlern kann mit einem Durchschnittswert von 0,7 ge-
rechnet werden.
Mit Rücksicht auf die Schutzstabilität bei Erdschlüssen auf der
OS-Seite darf der Widerstandswert nicht kleiner sein als
2
0,05U GN æ 3 U 2n ö
R e max £ ç ÷
6w C12 UHV è U1n ø

Der sekundäre Strom Ie wird gewählt und die Sekundärnenn-


spannung berechnet:
I
U2n = U1n E
3 Ie
Die maximale Spannung am Widerstand Re ist
UR = Re Ie
e

und die Spannung am offenen Dreieck wird 3 U2n. Sie muss um


ca. 30% grösser sein als die Spannung am Widerstand Re Ie,
damit der vorgesehene Strom IE fliessen könnte.

3-131
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel 4
UGN = 12 kV; UOS = 110 kV; C12 = 3 x 10-9 F; w = 314 1/s
OS-System ist isoliert.
IEmax = 15 A
UGN 12000
U1n = = = 6930 V
3 3
2
12000 æ 3 U 2n ö -4 2
R e min ³ ç ÷ ´ 0,7 = 0,60 ´ 10 ´ U 2n
3 ´ 15 è 6930 ø
2
0,05 ´ 12 æ 3 U 2n ö
R e max £ ç ÷ , ´ 10 -4 ´ U 2n 2
= 181
6 ´ 314 ´ 3 ´ 10 -9
´ 110 è 6930 ø

Da nach dieser Berechnung Remax grösser als Remin ist, ist die
Schutzstabilität beim gewählten Strom IEmax gewährleistet und
der Widerstandswert Re kann nach Remin festgelegt werden.
Ie = 200 A
15
U2n = 6930 = 173 V
3 x 200
Daraus folgt
Remin ³ 0,60 x 10-4 x 1732 = 1,80 W
Remax £ 1,81 x 10-4 x 1732 = 5,42 W
Re = 1,80 W
Bei Ie = 200 A ist der Spannungsabfall am Widerstand Re
UR = Re Ie = 1,8 x 200 = 360 V
e

Die maximale Spannung am offenen Dreieck wird ohne Last-


strom:
U = 3 U2n = 3 x 173 » 520 V
Spezifikation:
1 Widerstand 1,80 W; 200 A; 10 s
12000
3 Spannungswandler / 173 V ; 1polig isoliert
3
1 Zwischenspannungswandler 10 VA; 50 Hz; 520 / 100 V

3-132
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Anmerkung:
Infolge des Spannungsabfalls der Spannungswandler wird bei
vollem Erdschlussstrom nicht die Spannung 520 V, sondern die
Spannung 360 V erreicht. Deshalb ist die Relaiseinstellung wie
folgt anzupassen:
Einstellwert der Überspannung

360
0, 05 = 0, 034 (3,4 % UN statt 5 % UN)
520

Beispiel 5
UGN = 27 kV; UOS = 400 kV; C12 = 3 x 10-9 F; x = 314 1/s
OS-System starr geerdet
IE = 15 A
UGN 27000
U1n = = = 15600 V
3 3
2
27000 æ 3 U2n ö -6
Re min ³ ç ÷ = 27 x 10 x U2n2
3 x 15 è 15600 ø
2
0,05 x 27 æ 3 U2n ö -6
Re max £ ç ÷ = 132 x 10 x U2n2
400 è 15600 ø
6 x 314 x 3 x 10-9 x
6
Ie = 250 A (gewählt)
15
U2n = 15600 = 260 V
3 x 300

Der Widerstandswert Re wird nach Remin gewählt:


Re = 27 x 10-6 x 2602 = 1,825 W
Re Ie = 1,825 x 300 = 547 V
3 U2n = 3 x 260 = 780 V
S= 3 x 260 x 300 = 135 x 103 VA
Spezifikation und Anpassung der Relaiseinstellung ist ähnlich
wie im Beispiel 4.

3-133
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Richtwerte:
U-Wert 0,05 UN
Verzögerung 0,5 s
Anmerkung:
Falls der Generator durch einen Generatorschalter abschaltbar
ist, dann wird ein zweiter Erdschlussschutz benötigt für die Ver-
bindung vom Blocktransformator zum Eigenbedarfstrans-
formator für den Fall, dass der Generator abgeschaltet ist.
Dieser zweite Schutz wird an das offene Dreieck der Sekun-
därwicklungen von 3 Spannungswandlern angeschlossen. Da
dieser Schutz bei OS-seitigen Erdschlüssen und auch unter
Mitwirkung der Ferroresonanz stabil bleiben soll, ist das offene
Dreieck mit einem Widerstand zu schliessen. Meistens wird
verlangt, dass nur die Kabel- oder Schienenverbindungen gegen
Erdschlüsse geschützt werden, da die Transformatoren ihren
Differential- und Buchholzschutz haben. Die Relaiseinstellung
richtet sich dann nach der Spannungsverlagerung infolge eines
Erdschlusses bei der tiefsten Betriebsspannung. Ein Richtwert
der Einstellung für eine zuverlässige Erdschlusserfassung im
isolierten System ist 60% UN, d.h.
U-Wert = 0,6 UN
und die Verzögerung ist wieder 0,5 s. Meistens wirkt der zweite
Erdschlussschutz nur auf einen Alarm. Da der Betrieb bei Erd-
schluss an den Verbindungen nicht unterbrochen wird, muss der
Widerstand am Dreieck für eine Dauerlast ausgelegt werden.

3-134
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.11.2. Rotor-Erdschlussschutz

Einstellwerte:
Überspannung U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Maximal-Minimalfunktion Max Min
Der Rotor-Erdschlussschutz mit dessen Zusatzgerät Typ
YWX 111 und 2 Kopplungskondensatoren ist geeignet zum
Schutz von Synchronmaschinen mit allen möglichen Erregungs-
systemen. Dieser Schutz arbeitet mit einer Messbrücke, die
frequenzunabhängig ist, sodass Oberwellen des Erregungs-
systems keine Wirkung auf den Rotor-Erdschlussschutz haben.
Die Messbrücke wird zum Rotorkreis mittels 1 bis 2 Hochspan-
nungskondensatoren angekoppelt. Der erste Zweig der Mess-
brücke besteht aus der Serieschaltung dieser Kopplungs-
kondensatoren und der Rotorkapazität. Im Zusatzgerät Typ
YWX 111 befinden sich der 2. Kondensatorzweig, und die
Widerstandszweige der Messbrücke, dazu ein Speisetrans-
formator, der die Spannung der Spannungswandler z.B. 100 V
auf das Niveau der Mess-Spannung 50 V umsetzt. Ein zweiter
Transformator isoliert die Kreise der Messbrücke und des Relais
voneinander.
Bei einem Erdschluss wird die Rotorkapazität kurzgeschlossen
und die Messbrücke ist nicht mehr ausgeglichen. Dadurch ent-
steht in der Diagonale eine Spannung die von einem Span-
nungsrelais überwacht wird. Der Ansprechwert bei Isolations-
widerstand 1 kW, der als Rotorerdschluss betrachtet wird, liegt je
nach Ausführung des Schutzes zwischen 0,5 und 3 V. Der Ein-
stellwert der Spannung wird deshalb bei der Inbetriebsetzung
festgelegt.

Richtwerte:
U-Wert (bei 1 kW) 1 bis 3 V
Verzögerung 1s
Max Min MAX

3-135
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Bild 3.5.11.7 Rotor-Erdschlussschutz

3-136
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3.5.11.3. Windungsschlussschutz
(nach der Spannungsmethode)

Einstellwerte:
Überspannung U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Der Windungsschlussschutz schützt die Statorwicklung von
Synchronmaschinen vor Windungsschlüssen.
Der Windungsschlussschutz soll womöglich empfindlich ein-
gestellt werden, um die meisten Windungsschlüsse erfassen zu
können. Mit Rücksicht auf verschiedene Restspannungen in-
folge Unsymmetrie soll die Spannungseinstellung den Wert von
5% UN nicht unterschreiten. Eine kleine Verzögerung verhindert
Fehlauslösungen bei transienten Vorgängen.
Bei Spannungswandlern müssen beide Pole der Primärwicklung
für die volle Hochspannung isoliert werden!
Da die Sternpunkte des Generators und der Spannungswandler
verbunden sind, besteht bei Windungsschluss auf der Primär-
seite der Spannungswandler die Gefahr einer starken Beschä-
digung durch die grosse Kurzschlussleistung des Generators.
Deshalb soll die Primärseite der Spannungswandler womöglich
mit Hochspannungssicherungen geschützt werden.

Richtwerte:
U-Wert 0,05 UN
Verzögerung 0,5 s

R S T

Spannungswandler

Generator

U>

HEST 905 017 C

Bild 3.5.11.8 Windungschlussschutz-Spannungsmethode

3-137
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3.5.12. Überspannungsschutz mit Scheitelwertverarbeitung


(Spg-Momentan)

A. Anwendung
· Momentanspannungsfunktion (Maximal- und Minimal-
funktion)
· Frequenzunabhängige Spannungsfunktion (Maximal- und
Minimalfunktion).

B. Merkmale
· Auswertung von Augenblickswerten. Dadurch sehr schnell
und weitgehend frequenzunabhängig
· Speicherung des grössten Augenblickswerts nach Anlauf
· Keine Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Keine Unterdrückung von Oberschwingungen
· oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Untere Grenzfrequenz fmin einstellbar.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Spannungsamplitude (nur bei Auslösung nutzbar).

3-139
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Spg-Momentan


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 00.01 0.00 60.00 0.01
U-Wert UN 1.40 0.01 2.00 0.01
f-min Hz 40 25 50 1
MaxMin MAX (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
U-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
f-min
definiert die minimale Frequenz, bei der zu messen ist.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MAX: Maximalfunktion.
· MIN: Minimalfunktion.
Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.

3-140
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Spgs.kanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Spannungseingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-141
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E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Überspannung U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Minimale Frequenz f-min
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Dieser Überspannungsschutz ist ein schneller Schutz mit gros-
sem Frequenzbereich. Er ist für folgende Anwendungsfälle vor-
gesehen:
· Weitgehend frequenzunabhängiger Überspannungsschutz,
insbesondere im Bereich von Frequenzen f > fN.
Bei Frequenzen f < fN muss die begrenzte Übertragungska-
pazität der Spannungswandler-Eingänge beachtet werden:
Bei den Wandlereinheiten K01...K17 (REL 316*4) und
K41...K47 (REC 316*4):
f
1.3UN ×
fN

Bei den Wandlereinheiten K21...K24 (RET 316*4) und


K61...K68 (REG 316*4):
f
2.25UN ×
fN

· Schneller Überspannungsschutz durch Momentanwerterfas-


sung. Weil Gleichanteile und Harmonische nicht unterdrückt
werden, entfällt die Einschwingzeit der Digitalfilter.
Die Funktion weist gegenüber der Standardspannungsfunktion
eine etwas grössere Streuung der Spannungsmesswerte auf, so
dass der Einsatz nur in den oben erwähnten Anwendungsfällen
erfolgen sollte.
Da dasselbe Messprinzip wie bei Überstromschutz mit Scheitelwert-
verarbeitung verwendet wird, gelten die dortigen Angaben zum
Messprinzip und zur minimalen Frequenz f-min entsprechend.

3-142
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Überspannungs-Einstellwert (U-Wert)
Spannungswandler einphasig:
Eine Einstellung von 1,3 UN entspricht einem Ansprechwert von
130 V am Wandlereingang.
Obwohl eine Einstellung bis 2,0 UN erlaubt ist, ist zu beachten,
dass der Messbereich der analogen Eingangskanäle der Wand-
lereinheiten K01...K17 (REL 316*4) und K41...K47 (REC 316*4)
aber lediglich 1,3 UN beträgt (d.h. max. 130 V bzw. 260 V).
Spannungswandler dreiphasig (Stern):
Eine Einstellung von 1,3 UN entspricht einem Ansprechwert von
130 V/ 3 am Wandlereingang (Phasen-Null-Spannung).

Richtwerte:
U-Wert Anlagebedingt
Verzögerung Anlagebedingt
f-min 40 Hz

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3-144
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3.5.13. Minimalimpedanzschutz (Min-Impedanz)

A. Anwendung
Reserveschutz für die Generatorableitung zur Erfassung zwei-
und dreipoliger Kurzschlüsse.

B. Merkmale
· Kreisförmige Auslösecharakteristik (s. Bild 3.5.13.1)
· Einstellbare Zeitverzögerung
· Unterdrückung von Gleichspannungs- und
Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen in Spannung und
Strom
· 1- oder 3phasig
· Erfassung der kleinsten Impedanz bei mehrphasiger
Funktion
· Freigabe durch Minimalstrom (0,1 IN).

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Impedanz (Betrag).

3-145
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Min-Impedanz


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 00.50 0.20 60.00 0.01
Z-Wert UN/IN 0.250 0.025 2.500 0.001
Phasenzahl 001 1 3 1
Stromkanal Wandlereing. 0
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
Z-Wert
Ansprechwert für den Anlauf.
Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
definiert den Stromeingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.

3-146
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Spgs.kanal
definiert den Spannungeingangskanal. Einstellbar sind alle
Spannungseingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (z.B. Spannung R-S) der gewählten Dreiergruppe
angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

Bild 3.5.13.1 Auslösekennlinie: Min-Impedanz

3-147
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E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Impedanz Z-Wert
Verzögerung Verzögerung

Der Minimalimpedanzschutz ist Reserveschutz bei Kurzschlüs-


sen des Blocks Generator-Transformator. Er ist schneller und
empfindlicher als der Überstromschutz. Sein Nachteil ist die
kürzere Schutzzone als die des als Hauptschutz betrachteten
Differentialschutzes.
Das Minimalimpedanzrelais wird angeschlossen an die Strom-
wandler auf der Generator-Sternpunktseite und an die Span-
nungswandler bei den Generatorklemmen. Das Relais hat eine
kreisförmige Charakteristik deren Mittelpunkt der Anschlussstelle
der Spannungswandler entspricht. Geschützt wird die Wicklung
des Generators sowie die Generatorableitung mit dem
Blocktransformator.
Der Einstellwert der Minimalimpedanz richtet sich nach der
Kurzschlussimpedanz des Blocktansformators. In vielen Anlagen
ist die Entfernung zwischen dem Transformator und dem
Leistungsschalter zu kurz, um durch messbare Impedanzunter-
schiede Fehlauslösungen bei Fehlern hinter dem Schalter ver-
meiden zu können. Deshalb wird das Relais auf 70% der Trans-
formatorimpedanz eingestellt und damit die generatorseitige
Wicklung des Transformators geschützt.
Es ist zu beachten, dass der Einstellwert des Minimalimpedanz-
schutzes sich auf die Nennspannung und auf den Nennstrom
bezieht.
Die Impedanz der geschützten Strecke ist durch die Kurz-
schlussreaktanz des Transformators gegeben und ist im p.u.
System:
z1 = 0,7 xT [p.u.].
Die Wirkung dieser Impedanz auf der Relaisseite hängt von den
Übersetzungsverhältnissen der Wandler Ki, Ku und von den
Nenndaten des Transformators sowie des Relais ab:
IN1 UN1
Ki = Ku =
IN2 UN2

3-148
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

BT

Schutzzone
I>

Z<

HEST 905 019 C

Bild 3.5.13.2 Minimalimpedanzschutz

3-149
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Die relaisseitige einzustellende Impedanz im p.u. System wird:


UTN K i I
Z-Wert = 0,7 xT x x N [1; 1; V; A]
ITN K u UN
oder
UTN IN1 UN2 IN
Z-Wert = 0,7 xT x x x [1; 1; V; A].
ITN IN2 UN1 UN
Für einfache Verhältnisse mit UTN = UN1, ITN = IN1, UN2 = UN,
IN2 = IN gilt
Z-Wert = 0,7 xT [1; 1].

Es bedeuten:
z1 Impedanz der geschützten Strecke
xT Kurzschlussreaktanz des Transformators
Ki , Ku Übersetzungsverhältnisse der Strom- und Span-
nungswandler
IN1, IN2 Nennströme der Stromwandler
UN1, UN2 Nennspannungen der Spannungswandler
UTN, ITN Nennspannung und Nennstrom des Transforma-
tors
UN, IN Nennspannung und Nennstrom des Minimal-
impedanzschutzes.

Mit dem Faktor 0,7 wird die Gefahr einer Fehlauslösung bei
Kurzschlüssen im Netz gebannt. Gleichzeitig wird jedoch die
geschützte Zone kürzer als die des Differentialschutzes.

Beispiel:
Transformator: 100 MVA; 12 kV; 4,8 kA; xT = 0,1

Wandler: 12000/100 V; 5000/5 A

Relais: 100 V; 5A

IN1 5000
Ki = = = 1000
IN2 5

UN1 12000
Ku = = = 120 .
UN2 100

3-150
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Einstellung:

UTN K i I
Z-Wert = 0,7 xT x x N
ITN K u UN

12 1000 5
Z-Wert = 0,7 x 0,1 x x = 0, 073 .
4, 8 120 100

Es ist auch zu beachten, dass der Minimalimpedanzschutz erst


ab 0,1 IN arbeitet.

Richtwerte:
Z-Wert 0,07
Verzögerung 0,5 s

x
+0.07

0 r

Z-Wert
-0.07
HEST 935 003 C

Bild 3.5.13.3 Charakteristik des Minimalimpedanzschutzes


Einstellung: Z-Wert = 0,07

3-151
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3-152
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.14. Minimalreaktanzschutz (Min-Reaktanz)

A. Anwendung
· Erfassung der gefährlichen Betriebszustände einer
untererregten Synchronmaschine.

B. Merkmale
· Kreisförmige Auslösecharakteristik (s. Bild 3.5.14.1)
· Auslösung innerhalb oder ausserhalb des Kreises einstellbar
· Grösse und Lage der Auslösecharakterisitik einstellbar
· Kompensation anschlussbedingter Phasenverschiebungen
möglich
· Einstellbare Zeitverzögerung
· Unterdrückung von Gleichspannungs- und
Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen in Spannung und
Strom
· 1- oder 3phasig
· Erfassung der kleinsten Impedanz (Abstand vom
Kreismittelpunkt) bei mehrphasiger Funktion
· Freigabe durch Minimalstrom (0,1 IN).

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Impedanz (Abstand vom Kreismittelpunkt).

3-153
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Min-Reaktanz

Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 00.50 0.20 60.00 0.01
XA-Wert UN/IN -2.00 -5.00 00.00 0.01
XB-Wert UN/IN -0.50 -2.50 +2.50 0.01
MaxMin MIN (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 1
Stromkanal Wandlereing. 0
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Winkel Grad 000 -180 180 5
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
XA-Wert
definiert den ersten Schnittpunkt des Impedanzkreises mit
der Reaktanzachse (Annahme: Winkeleinstellung 0 Grad).
Nicht erlaubte Einstellung: ôXAô < ôXBô.
XB-Wert
definiert den zweiten Schnittpunkt des Impedanzkreises mit
der Reaktanzachse (Annahme: Winkeleinstellung 0 Grad).

3-154
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion.
Einstellmöglichkeiten:
· MIN: Minimalfunktion - Auslösung innerhalb des Kreises.
· MAX: Maximalfunktion - Auslösung ausserhalb des
Kreises.
Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
definiert den Stromeingangskanal.
Einstellbar sind alle Stromeingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R) der
gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Spgs.kanal
definiert den Spannungeingangskanal.
Einstellbar sind alle Spannungseingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Spannung
R-S) der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Winkel
Zur Korrektur von anschlussbedingten Phasenlagen der
analogen Eingangsgrössen.
Ermöglicht auch eine Verschiebung des Impedanzkreises.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-155
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bild 3.5.14.1 Auslösekennlinie: Min-Reaktanz


bei Einstellung MaxMin = MIN (Default)

3-156
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Reaktanz XA XA-Wert
Reaktanz XB XB-Wert
Winkelkorrektur Winkel
Verzögerung Verzögerung

Integrator (Funktion "Verzögerung") AUS-Zeit


Rück-Zeit

Prinzipien des Minimalreaktanzschutzes


Der Minimalreaktanz- oder Untererregungsschutz ist ein Schutz
des Generators bei verschiedenen gefährlichen Betriebszustän-
den infolge Erregerausfall oder Untererregung. Diese können
einen Verlust der statischen Stabilität verursachen: Der Rotor
läuft asynchron und kann dabei thermisch durch induzierte
Ströme sowie mechanisch durch Drehmomentstösse gefährdet
werden.
Bekanntlich darf eine Synchronmaschine kapazitiv viel weniger
als induktiv belastet werden. Bei zu hoch steigender kapazitiver
Last käme es nämlich zum Aussertrittfallen. Die Ursache liegt in
der Grenze der statischen Stabilität. Sie ist durch den Lastwinkel
d = 90° definiert und kann bei Betrieb nur im untererregten
Zustand, d.h. bei kapazitivem Phasenwinkel j erreicht werden.
Die Ortskurve der Grenze der statischen Stabilität eines Blockes
ist ein Kreis gemäss Bild 3.5.14.3, wenn die Spannungsmes-
sung an den Generatorklemmen erfolgt. Die Ortskurve enthält
Betriebspunkte der unterschiedlich untererregten Maschine bis
zum Punkt XA mit vollem Erregungsverlust. Das Relais arbeitet
mit einer Kreischarakteristik, die normalerweise oben von der
Stabilitätsgrenze etwas abweicht. Der Grund liegt in der Gefahr
einer Fehlauslösung bei Spannungseinbrüchen durch Kurz-
schluss.
Die Auslösung erfolgt mit einer Verzögerung um bei dynami-
schen Vorgängen mit kurzzeitigem Lastwinkel d > 90° eine
Rückkehr zum Synchronismus zu ermöglichen. Der übliche Ein-
stellwert ist 2 s.
Für den Fall von wiederholten Pendelungen ist ein Integrator
(Zusätzliche Funktion “Verzögerung“) vorzusehen, wenn ein
einfaches Zeitglied bei Pendelungen eine Auslösung verhindern
würde.

3-157
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bestimmung der Relaischarakteristik


Die kreisförmige Relaischarakteristik ist definiert durch 2 Punkte
A und B. Der Punkt A ist gegeben bei Turbogeneratoren durch
die ungesättigte Synchronreaktanz xd oder durch die Synchron-
reaktanz xq bei Schenkelpolgeneratoren. Das Vektordiagramm
im Bild 3.5.14.2 zeigt nämlich, dass die Stabilität bei Schenkel-
polmaschinen durch xq gegeben ist, weil der Lastwinkel d von
dieser Reaktanz mitbestimmt wird. Die Grenze der statischen
Stabilität an diesem Punkt wird erreicht bei Verlust der Erregung.
Der Punkt B ist gegeben durch den halben Wert der transienten
Reaktanz xd‘ Dieser Punkt ist definiert durch Spannung und
Strom an Generatorklemmen nach Aussertrittfall und Spannun-
gen des Generators und des Netzsystems in Phasenopposition.
a) Turbogenerator
xd i

e j - Phasenwinkel
d - Lastwinkel
j < u, i
u d < u, e

i
d j

HEST 905 018 C

b) Schenkelpolgenerator
e

xq i

xd i

i
d j

HEST 905 018 C

Bild 3.5.14.2 Vektordiagramm eines übererregten Generators


Spannungen, Ströme und Reaktanzen sind im
p.u. System

3-158
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Die Reaktanzen XA und XB, welche nach der verketten Span-


nung definiert sind, werden bei Turbogeneratoren wie folgt be-
rechnet:
U K
X A =x d x GN x i 3
3IGN K u

x d ' UGN K i
XB = x 3
2 3IGN K u

Bei Schenkelpolgeneratoren steht in der obigen Formel xq statt


xd.
IN1
Ki =
IN2
UN1

Ku = 3 = IN1
UN2 IN2
3

Es bedeuten:
xd, xd‘ ungesättigte Synchronreaktanz, gesättigte tran-
siente Reaktanz des Generators in p.u.
xq Synchronreaktanz in p.u.
UGN, IGN Nennspannung und Nennstrom des Generators
Ki Übersetzungsverhältnis der Stromwandler
Ku Übersetzungsverhältnis der Spannungswandler
UN1, UN2 Nennspannungen der Spannungswandler
IN1, IN2 Nennströme der Stromwandler.

3-159
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel
Turbogenerator 100 MVA; 12 kV; 4,8 kA
xd = 2,0; xd'= 0,25

UN1
3 12000
Spannungswandler K u = = = 120
UN2 100
3

5000
Stromwandler Ki = = 5000
1

UGN Ki 12000 5000


XA = xd ´ ´ 3 = 2,0 ´ 3 = 208,3W
3 IGN Ku 3 × 4800 120

xd' U K 0,25 12000 5000


XB = ´ GN ´ i 3= ´ ´ 3 = 13,02W
2 3 IGN K u 2 3 × 4800 120

Die auf die Relaisnennwerte UN, IN bezogene Reaktanzwerte


werden:

XA 208, 3
XA - Wert = IN = - x 1 = - 2, 08
UN 100

XB 13, 02
XB - Wert = IN = - x 1 = - 0,130 = 0,13
UN 100

3-160
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Winkelkorrektur
Zur Messung gibt es 1 bis 3 unabhängige Messsysteme. Jedes
Messsystem wird auf eine verkette Spannung und auf einen
Phasenstrom angeschlossen. Z.B. für die einphasige Messung
in der Phase R gibt es 3 Möglichkeiten der Referenzspannun-
gen: URS, UST und UTR. Da jedes System pro Phase arbeitet,
d.h. bei Phase R mit der Richtung der Phasenspannung UR ist
eine Winkelkorrektur in jedem Fall nötig.

Winkelkorrektur
Referenzspannung Vektordiagramm "Winkel"

R U RS
RS +30°

T S

R
*)
ST -90°
T S
U ST

U TR R
*)
TR +150°

T S

HEST 905023 C

*) nur bei einphasiger Messung

Die Winkelkorrektur kann auch verwendet werden, wenn der


Kreis der Relaischarakteristik um einen bestimmten Winkel ver-
schoben oder einfach in den induktiven Bereich, z.B. zwecks
Prüfung, umgekippt werden soll.
Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss Bild 12.4. Ist
der Wandlersternpunkt sekundär in Richtung des Generator-
sternpunktes geerdet, ist ein Winkel von -180° zu addieren.

3-161
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Richtwerte:
XA-Wert ist zu berechnen,
z.B. -2.0
XB-Wert ist zu berechnen,
z.B. -0.13
Winkel (Spannungswandler im Delta) +30°
Zeitglied mit Auslöseverzögerung:
Verzögerung 2s
oder separater Integrator (Funktion "Verzögerung"):
AUS-Zeit 6s
Rück-Zeit 3s

BT
E

US

xd xT

x d - Synchronreaktanz des Generators [p.u.]


x T - Transformator-Kurzschlussreaktanz [p.u.]

Grenzkurve der
x statischen Stabilität

xT
0
x' d r
XB-Wert
2

xd

Charakteristik
des Untrerregungsrelais XA-Wert

XA-Wert
Einstellwerte
XB-Wert
HEST 905 021 C

Bild 3.5.14.3 Anpassung der Charakteristik des Untererreger-


relais an die Grenzkurve der statischen Stabilität
eines Turbogeneratorblockes
Alle Reaktanzwerte sind im p.u. System

3-162
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

tR tR tR tR

Anlauf
0

Einstellwert "AUS-Zeit"

t int
Integration
0

Auslösung
0

HEST 935 017 C

tint integrierte Zeit


tR Rückfallzeit

Bild 3.5.14.4 Minimalreaktanzschutz


Wirkung des Integrators bei Pendelungen.

3-163
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Messwertanzeige:
Die Messwertanzeige des Minimalreaktanzschutzes ist ein Im-
pedanzvektor, der seinen Anfang im Mittelpunkt der Kreis-
charakteristik hat. Mit der an den Generatorklemmen gemes-
senen Impedanz bildet der Impedanzvektor ein Dreieck gemäss
Bild 3.5.14.5. Der Schutz sprich an, wenn die angezeigte Impe-
danz gleich oder kleiner ist als Halbmesser des Kreises:
1æ X d 'ö
z£ çxd - ÷
2è 2 ø

Beispiel:
xd = 2; Xd' = 0,2
1
z£ (2 - 0,1) = 0,95
2

x
U
I
z

r
X d' 0

xd

HEST 905 034 C

Bild 3.5.14.5 Anzeige des Messwertes des Minimal-


impedanzschutzes

3-164
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.15. Leistungsschutz (Leistung)

A. Anwendung
Leistungsfunktion zur Überwachung von
· Rückleistung
· Wirkleistung
· Blindleistung
· Leistungsrichtung.

B. Merkmale
· Unabhängig verzögert
· Minimal- oder Maximalfunktion
· Einstellbarer charakteristischer Winkel
· Kompensation anschlussbedingter Phasenverschiebungen
möglich
· 1, 2 oder 3phasige Messung (2phasig nur bei
dreieckgeschalteten Spannungswandlern)
· Weite Anwendungsmöglichkeiten
(s. Bild 3.5.15.2 und Bild 3.5.15.3)
· Kompensierbarer Wandlerwinkelfehler
· Unterdrückung von Gleichspannungs- und
Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen in Spannung und
Strom.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Leistung.

3-165
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Leistung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
P-Wert PN -0.050 -0.100 1.200 0.005
Winkel Grad 000.0 -180.0 180.0 5.0
Rückfallverh % 60 30 170 1
Verzögerung s 00.50 0.05 60.00 0.01
MaxMin MIN (Auswahl)
Phi-Komp. Grad 0.0 -5.0 5.0 0.1
Phasenzahl 001 1 3 1
Stromkanal Wandlereing 0
Spgs.kanal Wandlereing 0
PN UN*IN 1.000 0.500 2.500 0.001
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
P-Wert
Leistungsansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Betrag < 0,005 PN bei Messstromwandler
· Betrag < 0,020 PN bei Schutzstromwandler

Mit Rücksicht auf die erforderliche Messgenauigkeit wird


empfohlen schon bei Einstellwerten £ 0,2 PN die Mess-
stromwandler einzusetzen.

3-166
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Winkel
charakteristischer Winkel der Leistungsmessung.
Winkel = 0 bedeutet Wirkleistungsmessung,
Winkel = 90 Grad Blindleistungsmessung (induktiv),
Werte dazwischen sind ebenfalls möglich, z.B. für die
Richtungsmessung im Netz.
Zusätzlich wird die Korrektur der Phasenlagen der ange-
schlossenen analogen Eingangsgrössen ermöglicht.
Rückfallverh
Rückfallverhältnis des Ansprechwertes.
Entsprechend der Richtung und dem Vorzeichen des
Ansprechwertes muss das Rückfallverhältnis grösser oder
kleiner als 100% gewählt werden.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Rückfallverhältnis > 100% bei MAX und P-WERT >0
· Rückfallverhältnis < 100% bei MAX und P-WERT <0
· Rückfallverhältnis < 100% bei MIN und P-WERT >0
· Rückfallverhältnis > 100% bei MIN und P-WERT <0.

Bei kleinen Ansprechwerten ist eine grosse Hysterese


einzustellen, bei grossen Ansprechwerten muss die
Hysterese klein sein (s. Bild 3.5.15.1).
Nicht erlaubte Einstellungen für den Betrag der Hysterese
(=½100% - Rückfallverhältnis½):
· £ 0,5% / (½P-Wert/PN½ + 0,01)
· ³ 10% / ½P-Wert/PN½
· Diese Bedingungen lassen sich erfüllen indem man das
Rückfallverhältnis z.B. wählt
P - Wert
für 0, 2 £ £ 1: 95%
PN
und
P - Wert
für 0, 005 £ £ 0, 2 : 60%
PN
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl. Die
Zeitverzögerung wirkt sich auf die Rückfallzeit der Funktion
aus:
Für t > 100 ms ist die Rückfallverzögerung des Auslöse-
signals 50 ms, sonst erfolgt der Rückfall unverzögert.

3-167
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

MaxMin
definiert die Funktionsweise:
· MAX: Maximalfunktion
· MIN: Minimalfunktion.
Achtung:
Betrachtet werden die tatsächlichen Zahlenwerte und nicht
die Beträge.
Beim Rückleistungsschutz ist also "MIN" einzustellen, weil
bei einer Leistung ausgelöst werden soll, die kleiner als 0 ist
(P-Wert < 0).
Phi-Komp.
Winkelangabe zur Kompensation von Wandlerfehlern,
für sehr hohe Genauigkeit der Leistungsmessung.
Zu berücksichtigen ist die Differenz der Winkelfehler von
Strom- und Spannungswandler.
Phasenzahl
Phasenzahl der Leistungsfunktion:
· 1: 1phasige Leistungsmessung
· 2: 2phasige Leistungsmessung in Aron-Schaltung
P = URS x IR x cos j - UST x IT x cos j
Die zweiphasige Leistungsmessung kann nur verwendet
werden, wenn die Funktion an eine dreieckgeschaltete
Spannungswandlergruppe angeschlossen ist
· 3: 3phasige Leistungsmessung
P = UR x IR x cos j + US x IS x cos j + UT x IT x cos j
(bei sterngeschalteten Spannungswandlern)
P = URS x IR x cos j + UST x IS x cos j + UTR x IT x cos j
(bei dreieckgeschalteten Spannungswandlern,
die Messung liefert nur bei symmetrischen Spannungen
richtige Resultate).
Stromkanal
Definiert den Stromeingangskanal.
Es können alle Stromeingänge eingestellt werden.
Bei mehrphasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
einer Dreiergruppe angewählt werden.
Spgs.kanal
Definiert den Spannungeingangskanal
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.
Bei mehrphasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
einer Dreiergruppe angewählt werden.

3-168
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

PN
Nennleistung bezogen auf UN x IN. Damit kann eine Amplitu-
denanpassung der gemessenen Leistung erfolgen, z.B. um
den Nennleistungsfaktor eines Generators zu berücksichti-
gen.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

1
Rückfallverhältnis 95%

60%
Rückfallverhältnis

0.5

0 0.05 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.75


1
Einstellwert PP
N

HEST 935 022 C

Bild 3.5.15.1 Zulässige Einstellwerte des


Rückfallverhältnisses

3-169
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Bezugsleistung PN
Ansprechwert P-Wert
Rückfallverhältnis Rückfallverh
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Charakteristischer Winkel Winkel
Phasenwinkel-Kompensation Phi-Komp.
Auslöseverzögerung Verzögerung
Die Leistungsfunktion kann für verschiedene Einsatzfälle an-
gewendet werden. Einige Beispiele sind aus Bild 3.5.15.2 und
Bild 3.5.15.3 ersichtlich. Die Winkelangaben gelten bei Anschluss
gemäss dem Anschlussbeispiel im Griff 12.

Q Q

keine Auslösung Auslösung Auslösung keine Auslösung

0 P 0 P

Maximal-Wirkleistungsschutz: Minimal-Wirkleistungsschutz:

- P-Einstellung >0 - P-Einstellung >0


- Max/Min MAX - Max/Min MIN
- Rückfallverh. <100% - Rückfallverh. >100%
- Winkel 0° (30° ) *) - Winkel 0° (30° ) *)

HEST 965017 C

Bild 3.5.15.2 Einstellungen der Leistungsfunktion für


verschiedene Anwendungsfälle

*) Die Werte in Klammern gelten jeweils bei 1phasiger Messung mit verkettet angeschlosse-
nem Spannungswandler (z.B. Strom IR und Spannung URS) oder bei 3phasiger Messung
mit dreieckgeschalteten Spannungswandlern.

3-170
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Q Q
Auslösung keine Auslösung
Auslösung

keine
Auslösung

0 P 0 P

Rückleistungsschutz: Maximal-Blindleistungsschutz:

- P-Einstellung <0 - P-Einstellung >0


- Max/Min MIN - Max/Min MAX
- Rückfallverh. <100% - Rückfallverh. <100%
- Winkel 0° (30° ) *) - Winkel 90° (120° ) *)

Q
keine Auslösung

0 60°
P

Auslösung

Leistungsrichtungsschutz:

- P-Einstellung <0
- Max/Min MIN
- Rückfallverh <100%
- Winkel 60° (90° ) *)
HEST 965 018 C

Bild 3.5.15.3 Einstellungen der Leistungsfunktion für


verschiedene Anwendungsfälle

*) Die Werte in Klammern gelten jeweils bei 1phasiger Messung mit verkettet angeschlosse-
nem Spannungswandler (z.B. Strom IR und Spannung URS) oder bei 3phasiger Messung
mit dreieckgeschalteten Spannungswandlern.

3-171
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bestimmung der Einstellwerte


Bei den unterschiedlichen Nennströmen und eventuell auch
Nennspannungen der Wandler und des Schutzobjektes ist es
von Vorteil, wenn der Ansprechwert auf die Nennleistung des
Schutzobjektes bezogen werden kann. Dazu muss jedoch die
Relaisempfindlichkeit mit Hilfe des Einstellwertes für PN ange-
passt werden.
Einstellwert der Bezugsleistung PN:
PN SGN
= SGN = 3xUGN xIGN
UN xIN 3 xUN1 xIN1
PGN = SGN x cos jGN
Es bedeuten:
SGN, PGN, UGN, IGN, cosjGN: Nenndaten des Schutzobjektes
UN1, IN1: primäre Nennwerte der
Spannungs- und Stromwandler
PN, UN, IN: Relaisnenndaten.

Beispiel 1
Generator: 96 MVA, 13,8 kV, 4 kA, cos j = 0,8
14, 4 100
Wandler: kV / V; 5 kA / 5 A
3 3
Relais: 100 V; 5 A
Rückleistung: 0,5% PGN

Lösung Nr.1: keine Anpassung von PN


Einstellwerte:
PN
Bezugsleistung: = 1, 0
UN xIN
Rückleistung:
P U xI 13,8 x 4
= 0,005 GN GN cos j GN = 0,005 0,8 = 0,003
PN UN1 xIN1 14,4 x 5

3-172
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Lösung Nr.2: Anpassung nach cos jGN


Einstellwerte:
PN P
Bezugsleistung: = GN = cos j GN = 0,8
UN xIN SGN
P U xI 13, 8 x 4
Rückleistung: = 0, 005 GN GN = 0, 005 = 0, 004
PN UN1 xIN1 14, 4 x 5

Lösung Nr.3: Anpassung nach cos jGN und Wandlerdaten


Einstellwerte:
PN U xI 13,8 x4
Bezugsleistung: = GN GN cos j GN = x 0,8 = 0,614
UN IN UN1 xIN1 14,4 x 5
P
Rückleistung = 0, 005
PN

Winkelkorrektur
Die Leistungsfunktion wird an die Phasenströme und an die
Phase-Null- oder verketteten Spannungen angeschlossen. Die
Winkelkorrektur hat zwei Aufgaben:
· die Phasenverschiebung zwischen der Phasenspannung und
einer allfälligen verketteten Messspannung zu korrigieren,
· zu bestimmen, ob das Relais Wirkleistung oder Blindleistung
messen soll.
In der nachfolgenden Tabelle sind die wichtigsten Betriebs-
zustände zusammengefasst, um die richtige Einstellung zu er-
leichtern. Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss dem
Anschlussbeispiel im Griff 12.
Je nach Bedarf kann die Winkelkorrektur auch zur Änderung der
Messrichtung oder zur Kompensation falscher Wandlerpolarität
benützt werden.

3-173
Funktion "MaxMin" "Rückfallverh" "P-Wert" "Winkel" *)

P
U RS

3-174
max MAX < 100%
0
Wirkleistung IR >0 +30°
P
min MIN > 100%

Bild 3.5.15.4
0
ABB Schweiz AG

P
U RS 0
max MIN < 100%
Rückleistung <0 +30°
P
IR 0
min MAX > 100%

max MAX < 100% U RS Q


0

ten Spannung URS


induktive
Blindleistung >0 +120°

min MIN > 100% IR Q


0

max MIN < 100% U RS Q


0
kapazitive
Blindleistung <0 +120°

min MAX > 100% I Q


R 0

*) Gültig bei 1- oder 3phasiger Messung mit verkettet angeschlossenen Spannungswandlern (bei 3phasiger HEST 965 019 C
Messung mit sterngeschalteten Spannungswandlern oder bei 2phasiger Messung (Aronschaltung) muss
30° weniger eingestellt werden).

Einstellungen für verschiedene Anwendungsfälle


bei Messung in der Phase R mittels der verkette-
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Phasenwinkel-Kompensation
Diese Kompensation bezieht sich auf den Fehlwinkel zwischen
Spannungs- und Stromwandler. Dieser Fehlwinkel beeinflusst
nämlich stark die Messung der Wirkleistung bei kleinem Lei-
stungsfaktor.

Beispiel 2
Ein gesamter Fehlwinkel d von 10' hat bei Nennstrom und Lei-
stungsfaktor cos j = 0 einen Wirkleistungsfehler von
DP = 0,03 x d = 0,03 x 10 = 0,3% [%; 1; min]
zur Folge. Das bedeutet einen Fehler, der bei einer Einstellung
von 0,5% nicht vernachlässigt werden kann.
Allerdings besteht der gesamte Fehlwinkel aus der Differenz der
Fehlwinkel von Spannungs- und Stromwandlern. Der Fall mit
vollem Blindstrom (100%) im Beispiel ist kaum denkbar; jedoch
mit Blindstromanteilen ab ca. 80% ist sicher zu rechnen.

Anwendung als Rückleistungsschutz


Der Rückleistungsschutz ist hauptsächlich zum Schutz der An-
triebsmaschine vorgesehen. Er wird benötigt bei folgenden An-
triebsmaschinen:
· Dampfturbinen
· Wasserkraftturbinen des Typs Francis und Kaplan
· Gasturbinen
· Dieselmotoren.
Bei Leistungen der Antriebsmaschine über 30 MW sind aus Si-
cherheitsgründen 2 Schutzfunktionen zu verwenden.
Der Rückleistungsschutz arbeitet in 2 Stufen. Der Einstellwert
der Rückleistung wird für beide Stufen gleich, nach der halben
Schleppleistung des Generators mit der Antriebsmaschine, fest-
gelegt.
Die erste Stufe ist schnell und ist als Schutz gegen Über-
drehzahl beim normalen Abstellen der Maschine vorgesehen.
Bei fehlerhafter Regelung oder bei undichten Ventilen wird erst
dann abgeschaltet, wenn eine bestimmte Rückleistung erreicht
wurde, d.h. wenn die Gefahr von gefährlicher Überdrehzahl vor-
bei ist. Um Fehlauslösungen zu vermeiden, wird bei Dampf-
turbinen die Auslösung durch Hilfskontakte des abgeschlosse-
nen Schnellschlussventiles der Antriebsmaschine freigegeben.

3-175
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Die zweite Stufe ist vorgesehen als Schutz gegen Übertempera-


tur und eventuell gegen mechanische Beschädigung der An-
triebsmaschine. Die Stufe ist wesentlich langsamer, weil die
Temperatur nur langsam ansteigt. Wenn es bei schwacher Last
zu Pendelungen kommt, wegen des Drehzahlreglers oder
wegen des unruhigen Netzes, dann kann die zweite Stufe nicht
auslösen, weil das Relais immer wieder anspricht und während
der Verzögerung zurückfällt. In diesem Fall ist ein Integrator
(Funktion "Verzögerung") einzusetzen, der eine zuverlässige
Abschaltung gewährleistet.

Block

t 1> AUS
U
P>
I AUS AUS
t 2>
Anlauf

t 3>
Integrator

t1 schnelle Stufe, blockiert durch das Turbinenabschlussventil


t2 langsame Stufe
t3 langsame Stufe mit Integrator für den Fall von Pendelungen

Bild 3.5.15.5 Rückleistungsschutz für Dampfturbinen

3-176
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Richtwerte:
PN gegeben durch cos jGN
P-Wert (für Dampfturbinen mittlerer Leistung) - 0.005
MaxMin MIN
Rückfallverh 60%
Winkel Bei Anschluss an IR und UR 0°
Bei Anschluss an IR und URS +30°
Bei Anschluss an IR und UST -90°
Bei Anschluss an IR und UTR +150°
Phi-Komp. 0.0
1.Stufe:
Verzögerung 0.5 s
2.Stufe:
Verzögerung 20 s
oder
Integrator (Funktion "Verzögerung") mit Auslöse- und Rückfall-
verzögerung:
AUS-Zeit 20 s
Rück-Zeit 3s
Integration 1

Anmerkung:
Beim Schutz "Minimum forward-power" nach angelsächsischer
Praxis ist einzustellen:
P-Wert >0
MaxMin MIN
Rückfallverh 150%

3-177
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-178
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.16. Überlastschutz für den Stator (Überlast-Stator)

A. Anwendung
Überlastfunktion für den Schutz des Stators von Grossgenera-
toren.

B. Merkmale
· Verzögerung abhängig von der Überlast (s. Bild 3.5.16.1)
· Auslösekennlinie entsprechend Vorschrift ASA-C50.13
(American Standard Requirements for Cylindrical-Rotor
Synchronous Generators) mit erweitertem Einstellbereich
· Einstellbare Rückzählgeschwindigkeit beim Verschwinden
der Überlast (Erwärmungsspeicher)
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Stromamplitude.

3-179
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Überlast-Stator


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
k1-Wert s 041.4 1.0 120.0 0.1
I-Start IB 1.10 1.00 1.60 0.01
t-min s 0010.0 1.0 120.0 0.1
tg s 0120.0 10.0 2000.0 10.0
t-max s 0300.0 100.0 2000.0 10.0
t-Rück s 0120.0 10.0 2000.0 10.0
Phasenzahl 3 1 3 2
Stromkanal Wandlereing. 0
IB-Wert IN 1.00 0.50 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
k1-Wert
k1-Einstellung, Konstante der Auslösecharakteristik.
I-Start
Anlaufstrom, Konstante der Auslösecharakteristik.
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.
tg
Gültigkeitsdauer der Inverskennlinie, Konstante der Aus-
lösecharakteristik.
Darf nicht grösser als die maximale Verzögerungszeit sein.

3-180
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

t-max
Maximale Verzögerungszeit bei vorhandenem Anlauf, un-
abhängig von der Inverskennlinie, Konstante der Aus-
lösecharakteristik.
t-Rück
Rückstellzeit (ab der Auslösegrenze),
entspricht der Abkühlzeitkonstante der Maschine.
Phasenzahl
Definiert die Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
Definiert den Stromeingangskanal.
Einstellbar sind alle Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion
muss der erste Kanal einer Dreiergruppe angegeben werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen
gegenüber dem Nennstrom IN.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-181
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bild 3.5.16.1 Auslösekennlinie: Überlast-Stator

3-182
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Anlaufstrom I-Start
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Minimale Auslösezeit t-min
Gültigkeitsdauer der Inverskennlinie tg
Maximale Verzögerung t-max
Rückstellzeit t-Rück

Der Stator-Überlastschutz ist ein Schutz der Statorwicklung von


Generatoren vor unzulässiger Erwärmung infolge der Über-
ströme. Dieser Schutz kann verwendet werden, wenn der Gene-
rator nach der durch die Vorschrift ASA-C50.13 für Turbogene-
ratoren definierten oder mit einer ähnlich definierten Überlast-
barkeit ausgelegt wurde.
Der Relaisbezugsstrom IB ist nach dem Betriebsstrom des
Generators IB1, der oft mit dem Generatornennstrom identisch
ist, und nach den Nennströmen IN1, IN2 der Stromwandler wie
folgt zu berechnen, falls keine Anpassung durch den Referenz-
wert des A/D-Kanals vorliegt:
IN2
IB = IB1
IN1
Eingestellt wird das Verhältnis IB/IN, wobei IN der Relaisnenn-
strom ist. Sonst wäre IB-Wert = 1.0 IN.
Der Multiplikationsfaktor k1 ist bei nach ASA gebauten Maschi-
nen gleich 41,4 s.
Für Maschinen mit einer ähnlichen Überlastbarkeit ist;
DJ m - D J n
k1 = t [s; s; K]
DJ n

Es bedeuten:
t : thermische Zeitkonstante des Stators
DJm : maximal zulässige Erwärmung der Statorwicklung
DJn : Nennerwärmung der Statorwicklung.

3-183
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel:
t = 5 min oder 300 s
DJm = 70 K
DJn = 60 K
70 - 60
k1 = 300 = 50 s
60

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
I-Start 1.1 IB
k1-Wert 41.4 s
t-min 10.0 s
tg 120.0 s
t-max 300.0 s
t-Rück 120.0 s

3-184
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.17. Überlastschutz für den Rotor (Überlast-Rotor)

A. Anwendung
Überlastfunktion für den Schutz des Rotors von Grossgenerato-
ren.

B. Merkmale
· Verzögerung abhängig von der Überlast (s. Bild 3.5.17.1)
· Auslösekennlinie entsprechend Vorschrift ASA-C50.13
(American Standard Requirements for Cylindrical-Rotor
Synchronous Generators) mit erweitertem Einstellbereich
· Einstellbare Rückzählgeschwindigkeit beim Verschwinden
der Überlast (Erwärmungsspeicher)
· Auswertung dreiphasig
· Strommessung:
· wechselstromseitig, 3-phasig
· Auswertung über die Summe der Beträge der Phasen-
ströme (Augenblickswerte ohne digitale Filterung).

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Stromamplitude.

3-185
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Überlast-Rotor


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
k1-Wert s 033.8 1.0 50.0 0.1
I-Start IB 1.10 1.00 1.60 0.01
t-min s 0010.0 1.0 120.0 0.1
tg s 0120.0 10.0 2000.0 10.0
t-max s 0300.0 100.0 2000.0 10.0
t-Rück s 0120.0 10.0 2000.0 10.0
Stromkanal Wandlereing. 0
IB-Wert IN 1.00 0.50 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
k1-Wert
k1-Einstellung, Konstante der Auslösecharakteristik.
I-Start
Anlaufstrom, Konstante der Auslösecharakteristik.
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.
tg
Gültigkeitsdauer der Inverskennlinie,
Konstante der Auslösecharakteristik.
Darf nicht grösser als die maximale Verzögerungszeit sein.

3-186
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

t-max
Maximale Verzögerungszeit bei vorhandenem Anlauf,
unabhängig von der Inverskennlinie, Konstante der
Auslösecharakteristik.
t-Rück
Rückstellzeit (ab der Auslösegrenze), entspricht der Abkühl-
zeitkonstante der Maschine.
Stromkanal
Definiert den Stromeingangskanal.
Einstellbar sind alle Stromeingänge. Bei 3phasiger
Funktion muss der erste Kanal einer Dreiergruppe
angegeben werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen
gegenüber dem Nennstrom IN.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-187
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bild 3.5.17.1 Auslösekennlinie: Überlast-Rotor

3-188
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Anlaufstrom I-Start
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Minimale Auslösezeit t-min
Gültigkeitsdauer der Inverskennlinie tg
Maximale Verzögerung t-max
Rückstellzeit t-Rück

Der Rotor-Überlastschutz ist ein Schutz der Rotorwicklung von


Generatoren vor unzulässiger Erwärmung infolge der Über-
ströme. Dieser Schutz kann verwendet werden, wenn der Gene-
rator nach der durch die Vorschrift ASA-C50.13 für Turbogene-
ratoren definierten, oder nach einer ähnlichen Überlastbarkeit
ausgelegt wurde. Er wird an die Stromwandler auf der Wech-
selstromseite der Erregungseinrichtung angeschlossen. Keine
Anwendung bei bürstenlosen Rotoren.
Der Relaisbezugsstrom IB ist nach dem Betriebsstrom IB1 der
Wechselstromseite der Erregungseinrichtung, der meistens dem
Volllast-Erregerstrom entspricht, und nach den Nenn-strömen
IN1, IN2 der Stromwandler wie folgt zu berechnen, falls keine An-
passung durch den Referenzwert des A/D-Kanals vorliegt:
IN2
IB = IB1
IN1
Eingestellt wird das Verhältnis IB/IN, wobei IN der Relaisnenn-
strom ist.
Der Multiplikationsfaktor k1 ist, bei nach ASA gebauten Maschi-
nen gleich 33,8 s. Für Maschinen mit einer ähnlichen Überlast-
barkeit wird

DJ m - D J n
k1 = t [s; s; K]
DJ n

Es bedeuten:
t : thermische Zeitkonstante des Rotors
DJm : maximal zulässige Erwärmung der Rotorwicklung
DJn : Nennerwärmung der Rotorwicklung.

3-189
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
I-Start 1.1 IB
k1-Wert 33.8 s
t-min 10.0 s
tg 120.0 s
t-max 300.0 s
t-Rück 120.0 s

3-190
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.18. Frequenzschutz (Frequenz)

A. Anwendung
· Unter- und Überfrequenzschutz
· Lastabwurf.

B. Merkmale
· Auswertung einer Spannung
· Frequenzberechnung mit Hilfe des komplexen Spannungs-
zeigers
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Blockierung durch Unterspannung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Blockierung durch Unterspannung
· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Frequenz
· Spannung.

3-191
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Frequenz


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 Auswahl


AUS 00000000
Frequenz Hz 48.00 40.00 65.00 0.01
U-Block UN 0.20 0.20 0.80 0.10
Verzögerung s 01.00 0.10 60.00 0.01
MaxMin MIN (Auswahl
)
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Block.(U<) Meldung
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Frequenz
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Unterfrequenz: ³ fN
· Überfrequenz: £ fN .

U-Block
Ansprechwert für die Unterspannungsblockierung
(Rückfallverhältnis ca. 1,05).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MAX: Maximalfunktion.
· MIN: Minimalfunktion.

3-192
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Spgs.kanal
Definiert den Spannungeingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.
Block.(U<)
Meldung einer Unterspannungsblockierung.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-193
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis
Der Frequenzschutz ist sehr oft mehrstufig. Deshalb werden
mehrere einstufige Relais eingesetzt.

Einstellwerte:
Frequenz Frequenz
Verzögerung Verzögerung
Minimale Spannung U-Block
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Der Frequenzschutz wird entweder als Schutz von Synchron-
und Antriebsmaschinen oder als Überwachungs- und Steuer-
element bei Lastabwurf eingesetzt.
Der Frequenzschutz schützt:
· Synchronmaschinen vor erhöhter Erwärmung durch Eisen-
und Zusatzverluste
· Synchronmaschinen und Antriebsmaschinen vor mecha-
nischen Vibrationen.
Bei manchen Synchronmaschinen treten starke Vibrationen auf,
falls die Drehzahl vom Nennwert abweicht.
Meistens ausgeprägt sind Vibrationen bei Unterdrehzahl, jedoch
oft erscheinen die Vibrationen bei Unter- sowie bei Überdreh-
zahl. Deshalb sind oft 4 Stufen vorgesehen, zwei Stufen für
Alarm und Auslösung bei Überfrequenz und zwei Stufen für
Unterfrequenz. Eine Verzögerung beschränkt die Gefahr von
Fehlauslösungen bei transienten Vorgängen.

Richtwerte:
1. Maschinenschutz
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe 4. Stufe
Alarm Auslösung Alarm Auslösung
Frequenz (Hz) 51,0 52,0 49,0 48,0
Verzögerung (s) 1,5 3 1,5 3
U-Block 0,6 0,6 0,6 0,6
MaxMin MAX MAX MIN MIN

Tabelle 3.5.18.1 Richtwerte für Alarm und Auslösung

3-194
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

2. Lastabwurf
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe 4. Stufe 5. Stufe
Alarm Lastabwurf Alarm Auslösung Auslösung
Frequenz (Hz) 49,8 49,0 48,7 48,8 47,5
Verzögerung 0,5 0,0 0,0 0,0 0,0
U-Block 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6
MaxMin MIN MIN MIN MIN MIN

Tabelle 3.5.18.2 Richtwerte für Alarm und Auslösung

3-195
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3-196
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.19. Frequenzgradientenschutz (df/dt)

A. Anwendung
· Statischer, dynamischer und adaptiver Lastabwurf in Indu-
strie- und Verteilnetzen
· Generatorschutz.

B. Merkmale
· Auswertung einer Spannung
· Überwachung des Frequenzgradienten df/dt
· Freigabe durch ein Frequenzkriterium möglich
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unempfindlich gegenüber Oberschwingungen und anderen
höherfrequenten Signalen
· Blockierung durch Unterspannung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Blockierung durch Unterspannung
· Auslösung

IV. Messwerte
· Frequenzgradient
· Frequenz
· Spannung.

3-197
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - df/dt


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 Auswahl


AUS 00000000
df/dt Hz/s -1.0 -10.0 +10.0 0.1
Frequenz Hz 48.00 00.00 65.00 0.01
U-Block UN 0.2 0.2 0.8 0.1
Verzögerung s 00.10 00.10 60.00 0.01
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Block.(U<) Meldung
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
df/dt
Ansprechwert für den Frequenzgradienten.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· df/dt = 0
· df/dt > 0, wenn die Einstellung 'Frequenz‘ < fN ist
· df/dt < 0, wenn die Einstellung 'Frequenz' > fN ist.

3-198
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Frequenz
Ansprechwert für das Frequenzkriterium.
Die Funktion als Über- oder Unterfrequenzkriterium ergibt
sich aus dem Einstellwert:
· Unterfrequenzkriterium für 'Frequenz' < fN
· Überfrequenzkriterium für 'Frequenz' > fN
Das Frequenzkriterium ist nicht wirksam, wenn 'Frequenz' = 0
eingestellt ist. In diesem Fall ist die Auslösung nur vom ein-
gestellten Frequenzgradienten df/dt abhängig.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Frequenz = fN
· Frequenz < fN – 10 Hz
· Frequenz > fN + 5 Hz.

U-Block
Ansprechwert für die Unterspannungsblockierung
(Rückfallverhältnis ca. 1,05, Rückfallzeit ca. 0,1 s).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen internem Anlauf und Auslöse-
befehl.
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden,
ausser den speziellen Spannungseingängen für den 100%
Erdschlussschutz.
Block.(U<)
Meldung einer Unterspannungsblockierung.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

3-199
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis
Der Frequenzgradientenschutz wird oft mehrstufig aufgebaut. In
diesem Fall kann die Funktion mehrmals konfiguriert werden.

Einstellwerte:
Frequenzgradient df/dt
Frequenz Frequenz
Minimale Spannung U-Block
Verzögerung Verzögerung
Der Frequenzgradientenschutz löst nur aus, wenn sowohl die
Frequenzgradientenstufe als auch das Frequenzkriterium an-
sprechen und die Spannung nicht unter der minimalen Span-
nung liegt.
Das zusätzliche Frequenzkriterium verhindert ein Fehlanspre-
chen bei transienten Frequenzänderungen. Soll der Frequenz-
gradientenschutz jedoch trotzdem ohne das Frequenzkriterium
betrieben werden, so ist ‘Frequenz‘ auf 0 einzustellen.

3-200
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.20. Übererregungsschutz (Übererregung)

A. Anwendung
Schutz von Generatoren und Transformatoren vor Über-
erregung.

B. Merkmale
· Auswertung des Verhältnisses Spannung/Frequenz
· 1phasige Messung
· unabhängig verzögert
· Frequenzberechnung mit Hilfe des komplexen Spannungs-
zeigers
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Maximal- oder Minimalfunktion.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Spannung/Frequenz
· Frequenz.

3-201
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Übererregung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 01.00 0.10 60.00 0.01
Spgs.kanal Wandlereing. 0
U/f-Wert UN/fN 01.20 0.20 2.00 0.01
MaxMin MAX (Auswahl)
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.
U/f-Wert
definiert den Ansprechwert für das Verhältnis Spannung/
Frequenz.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglich-
keiten:
MAX: Maximalfunktion.
MIN: Minimalfunktion.

3-202
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-203
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Magnetische Induktion U/f-Wert
Verzögerung Verzögerung
Maximal-Minimalfunktion MaxMin

Der Übererregungsschutz ist hauptsächlich zum Schutz des


magnetischen Kernes von Transformatoren vorgesehen. Die
Verzögerung der Auslösung hat die Aufgabe Fehlauslösungen
bei transienten Vorgängen, wie z.B. nach Lastabwurf, zu verhin-
dern.
Die magnetische Induktion wird nicht direkt gemessen; sie ist
proportional dem Verhältnis Spannung/Frequenz, welches für
die Messung besser geeignet ist und deshalb benützt wird.
Eine Übererregung kann sowohl durch eine Erhöhung der
Spannung wie auch durch eine Absenkung der Frequenz auftre-
ten.
Z.B. bedeutet eine Übererregung von 10% bei konstanter Fre-
quenz eine Erhöhung des Verhältnisses U/f auf 1,1 UN/fN.

Richtwerte:
U/f-Wert 1,1 UN/fN
Verzögerung 5s
MaxMin MAX

3-204
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.21. Übererregungsschutz mit abhängiger Verzögerung (U/f-Inv)

A. Anwendung
Schutz von Transformatoren vor Übererregung, insbesondere
von stark beanspruchten nicht laminierten Metallteilen und damit
verbundener Erwärmung der Maschine.

B. Merkmale
· Auswertung des Verhältnisses Spannung/Frequenz
· 1phasige Messung
· Verzögerung abhängig vom U/f-Messwert
· Frequenzberechnung mit Hilfe des komplexen Spannungs-
zeigers
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· integrierende Auswertung für die Verzögerung
· Tabelleneingabe für Verzögerung ermöglicht maschinen-
spezifische Auslösecharakteristik gemäss IEEE Guide
C 37.91-1985.
· Einstellbare Rückzählgeschwindigkeit beim Verschwinden
der Übererregung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Spannung/Frequenz
· Frequenz.

3-205
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - U/f-Inv


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Spgs.kanal Wandlereing. 0
U/f-Wert UB/fN 01.10 1.05 1.20 0.01
UB-Wert UN 01.00 0.80 1.20 0.01
t-min min 0.20 0.01 2.00 0.01
t-max min 60.0 5.0 100 0.1
t [U/f=1.05] min 70.0 0.01 100 0.01
t [U/f=1.10] min 70.0 0.01 100 0.01
t [U/f=1.15] min 06.0 0.01 100 0.01
t [U/f=1.20] min 01.00 0.01 100 0.01
t [U/f=1.25] min 00.480 0.01 30 0.001
t [U/f=1.30] min 00.300 0.01 30 0.001
t [U/f=1.35] min 00.220 0.01 30 0.001
t [U/f=1.40] min 00.170 0.01 30 0.001
t [U/f=1.45] min 00.140 0.01 30 0.001
t [U/f=1.50] min 00.140 0.01 30 0.001
t-Rück min 60.0 00.2 100 0.1
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.

3-206
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

U/f-Wert
definiert den Ansprechwert für das Verhältnis
Spannung/Frequenz, bezogen auf UB / fN.
UB-Wert
Bezugswert zur Berücksichtigung von Abweichungen
zwischen Nennspannungen der Spannungswandler und des
Generators bzw. des Transformators.
t-min
Minimale Auslösezeit bei vorhandenem Anlauf, unabhängig
von der Inverskennlinie, Konstante der Auslösecharakteristik.
t-max
Maximale Auslösezeit bei vorhandenem Anlauf, unabhängig
von der Inverskennlinie, Konstante der Auslösecharakteristik.
t [U/f = 1.05] ... t [U/f = 1.50]
10-Tabellenwerte zur Definition (Eingabe) der inversen
Auslösekennlinie.
t-Rück
Rückstellzeit (ab der Auslösegrenze), entspricht der
Abkühlzeitkonstante der Maschine.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-207
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Magnetische Induktion, Startwert U/f-Wert
Bezugswert UB-Wert
Minimale Auslösezeit t-min
Maximale Auslösezeit t-max
10-Tabellenwerte der
inversen Auslösekennlinie t [U/f = 1.05] ... t [U/f = 1.50]
Rückstellzeit t-Rück

Der Übererregungsschutz ist zum Schutz des magnetischen


Kernes von Transformatoren und Generatoren vorgesehen.
Die magnetische Induktion wird nicht direkt gemessen; sie ist
proportional dem Verhältnis Spannung/Frequenz, welches für
die Messung besser geeignet ist und deshalb benützt wird.
Eine Übererregung kann sowohl durch eine Erhöhung der
Spannung wie auch durch eine Absenkung der Frequenz auftre-
ten.
Z.B. bedeutet eine Übererregung von 10% bei konstanter Fre-
quenz eine Erhöhung des Verhältnisses U/f auf 1,1 UB/fN.
Die Grenzkurve der Belastbarkeit von elektrischen Maschinen
mit der magnetischen Induktion (U/f) ist gegeben durch
· Vorschriften
· Angaben des Herstellers.
Die Relaisbezugsspannung UB ist nach der Nennspannung des
Transformators UTN und nach der Nennspannung der Spannungs-
wandler UN1, UN2 wie folgt zu berechnen, (falls keine Anpassung
durch den Referenzwert des A/D-Kanals vorliegt):

UN2
UB = U TN
UN1

Eingestellt wird das Verhältnis UB / UN, wo UN die Relais-


nennspannung bezeichnet. Sonst wäre der UB-Wert = 1.0 UN.
Für die Einstellung der Zeiten t-min, t-max, und 10-Tabellen-
werten t [U/f = 1.05] ... t [U/f = 1.50] muss die Übererregungs-
kurve der Maschine bekannt sein.

3-208
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

% 150

[UB/fN]
145

140

135

130
Zulässige kurzzeitige
125
Übererregung
Approximation
120
mit Tabelle

115

U/f-Wert
110

105
.1 .2 .3 .4 .5 1.0 2 3 4 5 6 7 8 9 10 20 30 40 50 60

t-min Zeit in Minuten t-max

HEST 935 024 C

Bild 3.5.21.1 Beispiel einer Übererregungskurve

ANWENDUNGEN FÜR LEISTUNGSTRANSFORMATOREN (IEEE C37.91-1985)


150

140
1

2
% 130
V
O
L
T 120
/
H
z
110

100

EINZELNE FABRIKANTEN MÜSSEN BEZÜGLICH ÜBER-


ERREGUNGSGRENZEN KONSULTIERT WERDEN
90
0.01 0.1 1.0 10 100 1000
MINUTEN
HEST 935 025 C

Bild 3.5.21.2 Übererregungsgrenzen für Transformatoren


(Angaben dreier Fabrikanten)

3-209
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Richtwerte:
U/f-Wert 1,1 UB/fN
UB-Wert anlagebedingt
t-min 0,2 min
t-max 60 min
t [U/f = 1.05...1.50] gemäss der geschützten Maschine1)
t-Rück gemäss der geschützten Maschine.

1) Richtwerte zu Maschinen von Westinghouse siehe im Bild 3.5.21.1

3-210
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.22. Spannungsvergleichschutz (Spgs-Vergleich)

A. Anwendung
Überwachung/Vergleich zweier Gruppen von ein- oder dreipha-
sigen Spannungseingängen zur Erfassung fehlerhafter Span-
nungsmessungen.

B. Merkmale
· Vergleich der Spannungsamplituden von 2 Gruppen von
Spannungseingängen (Leitung 1, Leitung 2)
· 1- oder 3-phasige Spannungserfassung
· Signalisierung der Gruppe mit der tieferen Spannung
· Auswertung der Spannungsunterschiede pro Phase bei der
Dreiphasenfunktion und logische ODER-Verknüpfung für den
Auslöseentscheid
· Einstellbare Auslöse- und Rückfallverzögerung
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Spannung (2 mal 1 bzw. 3 Eingänge)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung
· Auslösung Leitung 1 (Spannungseingang U1)
· Auslösung Leitung 2 (Spannungseingang U2)

IV. Messwerte:
1phasige Funktion
· Differenz der Spannungsamplituden (U1 - U2)

3phasige Funktion
· Differenz der Spannungsamplituden Phase R (U1R - U2R)
· Differenz der Spannungsamplituden Phase S (U1S - U2S)
· Differenz der Spannungsamplituden Phase T (U1T - U2T).

3-211
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Spgs-Vergleich


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Diff.-Spg UN 0.20 0.10 0.50 0.05
Verzögerung s 0.04 0.00 1.00 0.01
t-Rück s 1.50 0.10 2.00 0.01
Phasenzahl s 003 1 3 2
Spgs.kanal 1 Wandlereing. 0
Spgs.kanal 2 Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER
AUS-Leitg. 1 Meldung
AUS-Leitg. 2 Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Diff.-Spg
Ansprechwert für die Auslösung:
Definiert die Differenz der Spannungsamplituden zwischen
den beiden Eingangskanälen die zu einer Auslösung führt.
Bei der 3phasigen Funktion gilt der Wert für alle drei Phasen.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
t-Rück
Rückfallzeit nach Verschwinden der Auslösebedingung
(Rückfallverhältnis: 0,90).

3-212
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Phasenzahl
Definiert die Anzahl der überwachten Phasen.
Spgs.kanal 1
Definiert den 1. Spannungeingangskanal (U1) der Analog-
eingabe (Leitung 1).
Bei dreiphasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Spgs.kanal 2
Definiert den 2. Spannungeingangskanal (U2) der Analog-
eingabe (Leitung 2).
Bei dreiphasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.
AUS-Leitg. 1
Meldung der Auslösung, falls die Spannungsamplitude am
Eingang U1 kleiner ist als diejenige am Eingang U2 (bei
3phasiger Funktion Auswertung der Spannungsdifferenz
phasenweise).
AUS-Leitg. 2
Meldung der Auslösung, falls die Spannungsamplitude am
Eingang U2 kleiner ist als diejenige am Eingang U1 (bei
3phasiger Funktion Auswertung der Spannungsdifferenz
phasenweise).

3-213
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

U 2R

U1R:
1 x UN Spannungsamplitude Phase R,
Auslösung
Leitung 1 Spannungskanal 1 (Leitung 1)
(U 1 < U 2 )
0,8
keine U2R:
Auslösung Spannungsamplitude Phase R,
Spannungskanal 2 (Leitung 2)
Auslösung
0,2 Leitung 2 Bei 3phasiger Funktion:
(U 2 < U 1 )
Die Kennlinie gilt entspre-
U 1R chend für die Phasen S und T
0 0,2 0,8 1 x UN

HEST 915 009 C

Bild 3.5.22.1 Auslösekennlinie: Spgs-Vergleich


(dargestellt für die Phasen R und den Einstellwert
Diff.-Spg = 0,2 x UN)

3-214
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Max. Differenzspannung Diff.-Spg
Verzögerung Verzögerung
Rückfallverzögerung t-Rück

Der Spannungsvergleichschutz ist hauptsächlich zur Erfassung


fehlerhafter Spannungsmessungen vorgesehen.
Die Funktion vergleicht phasenweise die Ausgangsspannungen
(Amplituden) zweier im allgemeinen identischer, an der gleichen
Sammelschiene angeschlossener Spannungsquellen miteinan-
der.
Übersteigt die Differenz der Phasenspannungsamplituden einen
einstellbaren Ansprechwert (Diff.-Spg), wird ein Anlauf signali-
siert.
Nach einer parametrierbaren Verzögerungszeit (Verzögerung),
und wenn die Ansprechbedingung noch immer erfüllt ist, wird
der Auslösebefehl (AUS-Leitg. 1 bzw. AUS-Leitg. 2) für die
Quelle mit der tieferen Spannung sowie ein allgemeiner Aus-
lösebefehl (AUS) generiert. Diese Signale können zur Blockie-
rung von Schutz- und Messeinrichtungen dienen, die an der
fehlerbehafteten Quelle angeschlossen sind, um damit Fehl-
auslösungen und Fehlmessungen zu vermeiden.
Nach Verschwinden der Auslösebedingung bleiben die Auslöse-
befehle und die Auslösesignale während einer parametrierbaren
Rückstellzeit (t-Rück) bestehen.
Die Schutzfunktion eignet sich daher zur Fehlererfassung in
Anlagenspannungswandlern sowie daran angeschlossener Schutz-
und Messkreise.

3-215
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Anmerkungen:
· Es sollen nur Ausgangsspannungen gleichartiger, an dersel-
ben Sammelschiene angeschlossener Spannungsquellen
miteinander verglichen werden, die in Amplitude und
Phasenlage übereinstimmen.
Zudem sollten Analogkanäle aus möglichst benachbarten
Abtastgruppen und nach Möglichkeit vom gleichen analogen
Eingabegerät gewählt werden. Dies zur Verringerung zusätz-
licher Fehler der Messwertaufbereitung bei Abweichungen
von der Nennfrequenz fN sowie bei transienten Vorgängen.
Um auch in ungünstigeren Fällen Fehlfunktionen bei Fre-
quenzabweichungen zu vermeiden, kann einerseits der
Ansprechwert erhöht, andererseits die Schutzfunktion mit
einer Frequenzfunktion blockiert werden.
· Unterschiedliche Nennspannungen der Primärwandler
können mit Hilfe der Referenzwerte der entsprechenden A/D-
Kanäle berücksichtigt werden. Diese Referenzwerte gelten
dann für alle an diesen Kanälen angeschlossenen
Schutzfunktionen.

Anwendungsbeispiel:

R S T Spannungswandler 1
Leitung 1
U 1R
Schutz-/Mess-
U 1S einrichtung
U 1T 1
Eingangskanal (U1 )
Spannungs-

Blockier-
eingang

AUS-Leitg. 1
Spannungsvergleichs-
Blockier-
Funktion AUS
eingang
(3phasig)
AUS-Leitg. 2
Eingangskanal (U2 )

Blockier-
eingang
Spannungs-

Spannungswandler 2
U 2R
Schutz-/Mess-
U 2S einrichtung
U 2T 2

Leitung 2

HEST 915 010 C

Bild 3.5.22.2 Spannungsvergleichfunktion 3phasig (eine


Spannungsmessung ausgefallen)

3-216
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Es werden die Ausgangsspannungen der beiden Spannungs-


wandler 1 und 2 durch die Schutzfunktion überwacht:
Im Falle einer Störung (hier im Beispiel eine unterbrochene
Messleitung im Wandlerkreis 1) wird das Spannungsungleich-
gewicht zwischen Leitung 1 und Leitung 2 von der Schutz-
funktion erfasst, welche dann nach einer einstellbaren Verzö-
gerungszeit die Auslösungen 'AUS' und 'AUS-Leitg. 1' generiert.
Dies führt anschliessend zur Blockierung der am Wandler 1 an-
geschlossenen Mess- und Schutzeinrichtungen (wie z.B. Minimal-
impedanzschutz, spannungsabhängiger Überstromschutz, Distanz-
schutz, etc.).

Richtwerte:
Max. Differenzspannung Diff.-Spg 0.20 UN
Verzögerung 0.04 s
Rückfallverzögerung t-Rück 0.50 s.

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3.5.23. Übertemperaturschutz (Übertemperatur)

A. Anwendung
Übertemperaturschutz mit genauem thermischem Abbild.

B. Merkmale
· Thermisches Modell 1. Ordnung
· Warnungs- und Auslösestufe
· Einstellbare Anfangserwärmung
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasige Strommessung
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Erwärmungsberechnung 40-mal pro eingestellte thermische
Zeitkonstante.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Warnung
· Auslösung

IV. Messwerte
· Erwärmung
· Verlustleistung
· Strom.

3-219
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Übertemperatur


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
Theta-Beginn % 100 000 100 001
Theta-Warn % 105 050 200 001
Theta-AUS % 110 050 200 001
Phasenzahl 1 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
IB-Wert IN 1.00 0.50 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
Warnung Meldung ER
AUS Meldung ER
Zeitkonst. min 005.0 002.0 500.0 000.1

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
Auslösematrix für den Auslösebefehl.
Theta-Beginn
Anfangswert für die Erwärmung. Dieser Wert wird bei jeder
Initialisierung angenommen, z.B. wenn der Schutz einge-
schaltet wird oder die Einstellungen geändert wurden.
Theta-Warn
Ansprechwert für die Warnung.
Theta-AUS
Ansprechwert für die Auslösung.
Phasenzahl
Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
Wandlereingangskanal.
Alle Stromeingänge können eingestellt werden. Bei drei-
phasiger Funktion, muss der erste Kanal (Phase R) der
Dreiergruppe angewählt werden.

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IB-Wert
Bezugsstrom: Nennstrom des Schutzobjektes bezogen auf
den Nennstrom des Schutzgerätes.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Warnung
Meldung für die Warnung.
AUS
Meldung für die Auslösung.
Zeitkonst.
Bezeichnet die thermische Zeitkonstante für die Erwärmungs-
berechnung. Einstellungen < 2 min sind nicht erlaubt.

3-221
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E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Anfangswert der Erwärmung Theta-Beginn
Ansprechwert für die Warnung Theta-Warn
Ansprechwert für die Auslösung Theta-AUS
Phasenzahl Phasenzahl
Bezugsstrom IB-Wert
Thermische Zeitkonstante Zeitkonst.
Der Übertemperaturschutz dient als Schutz vor unzulässiger Er-
wärmung infolge von Überströmen. Die Erwärmung wird nach-
gebildet auf Grund des Stromes und eines thermischen Abbil-
des. Dieser Schutz kann im Gegensatz zum Überlastschutz für
Schutzobjekte beliebiger Leistung und beliebiger thermischer
Kapazität angepasst und eingestellt werden. Er überwacht die
Erwärmung und nicht die absolute Temperatur. Deshalb bleibt
der Einfluss der Aussentemperatur sowie der Einfluss der Inten-
sität eines Kühlungssystems ohne Wirkung auf diesen Schutz.
Der Übertemperaturschutz arbeitet mit einem Nachbild der Er-
wärmung. Die Erwärmung des Schutzobjektes erfolgt bei einer
Stromänderung vom Anfangswert zum Endwert nach einer oder
mehreren e-Funktionen. Diese Vielzahl von transienten Funktio-
nen entspricht z.B. bei einem Transformator dem Kühlwasser,
dem Öl, der Wicklung usw. Eine dieser e-Funktionen ist immer
stärker ausgeprägt als die andern, wie z.B. die Funktion des
Transformatoröls. Das Modell des Übertemperaturschutzes für
die Nachbildung der transienten Erwärmung arbeitet mit einer
e-Funktion.
Der Verlauf einer Erwärmung wird beim Übertemperaturschutz
auf folgende Weise gegeben:
· die Enderwärmung durch den Strom
· der Anstieg der Erwärmung durch eine Übergangsfunktion.
Es wird angenommen, dass der Nennstrom des geschützten
Objektes IGN eine Erwärmung von 100% zur Folge hat. Das Re-
lais misst, ohne Anpassung des A/D-Kanals oder des Bezugs-
stromes IB, jedoch einen durch die Nennströme der Stromwand-
ler gegebenen Relaisstrom IR:

IN2
IR = IGN
IN1

3-222
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wobei IGN den Nennstrom des geschützten Objektes und IN1,


bzw. IN2 den primären bzw. sekundären Nennstrom des Strom-
wandlers bezeichnet.
Der auf den Relais-Nennstrom IN bezogene Strom ist:
IR I I
iR = = GN ´ N2
IN IN IN1
Die Enderwärmung wird:
2
æI I ö
DJ W = ç GN ´ N2 ÷ ´ 100%
è IN IN1 ø

Die Auslösezeit beträgt bei konstantem Strom:


æ 2ö
ç J [%] - 100 ´ æç I ö÷ ÷
ç 0 çI ÷ ÷
t = t ln ç è Bø ÷
2
ç æ I ö ÷
çç J [%] - 100 ´ çç ÷÷ ÷÷
è è IB ø ø
wobei J0 die Anfangserwärmung, J die Ansprecherwärmung,
sowie t die thermische Zeitkonstante bezeichnet.

Die Messwerte im Untermenü 'BETRIEBSMESSWERTE ANZEI-


GEN' sind die berechnete Erwärmung, die Verlustleistung und
der Strom. Die ersten beiden Messwerte sind Mittelwerte über
eine Berechnungsperiode (= t / 40).
Der angezeigte Wert in der Ereignisliste ist die Verlustleistung im
Auslösezeitpunkt.

Beispiel
Nennstrom des geschützten Objektes IGN = 8000 A
Stromwandler-Nennströme IN1 = 10000 A
IN2 = 5 A
Relais-Nennstrom IN = 5 A

3-223
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Vom Relais gemessene Enderwärmung bei Nennstrom IGN:

2
æ 8000 5 ö
DJ W = ç x ÷ 100% = 64%
è 5 10000 ø
Eine Übertemperatur um 5% bzw. 10% bietet dann folgende
Einstellwerte:
Theta-Warn = 67%
Theta-AUS = 70%
Normalerweise wird der Schutz initialisiert, sodass mit der An-
fangserwärmung von 100% ('Theta-Beginn' = 100%) gerechnet
wird.
Mit Anpassung durch IB werden die Einstellwerte:

IB I I 8000 5
Der Bezugsstrom = GN x N2 = x = 0, 8
IN IN IN1 5 10000

Einstellwerte für Alarm und Auslösung:


Theta-Warn = 105%
Theta-AUS = 110%
Bei Transformatoren gibt es 2 ausgeprägte e-Funktionen, eine
für das Öl und eine für die Wicklung, mit folgenden Durch-
schnittswerten:
Öl : DJÖl = 50 K tÖl = 120 min
Wicklung : DJW - DJÖl = 10 K tW = 10 min
gesamte Wicklungserwärmung DJW = 60 K.
Da jedoch das Modell nur mit einer einzigen e-Funktion arbeitet,
muss eine dem Verlauf der Wicklungserwärmung optimal pas-
sende äquivalente e-Funktion gefunden werden, wie sie auf dem
Bild 3.5.23.1 gezeigt wird. Die Enderwärmung dieser äqui-
valenten e-Funktion ist identisch mit der gesamten Wicklungs-
erwärmung, wie z.B. DJW = 60 K im Beispiel, jedoch liegt ihre
Zeitkonstante oft zwischen 60 und 80% der Zeitkonstante für die
Ölerwärmung (s. Bild 3.5.23.2).

3-224
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1,5

Jnw = 100°C DJnw = 60°C


1,0

i = in JÖl = 90°C DJÖl = 50°C

tw = 10 min tÖl = 120 min

0 t

Jw ( t = ¥ )
J [°C] 160

J Öl ( t = ¥ ) Jw
140

J Öl
120

J nw
100

J Öl t Öl
80

60

40
tw DJ Öl
20
Jw J Öl

0 20 40 60 80 100 120 140 t [min]

HEST 905 035 C

Bild 3.5.23.1 Erwärmungen einer Transformatorwicklung

3-225
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t
J =126,4°C

140
Wicklungstemperatur
simulierte Wicklungstemperatur
120

130
J [°C] D J [%]

120

110
Überlast i = 1,2
Erwärmung bei Nennstrom DJ nw - DJnÖl = 10°C t w = 10 min
110
DJ nÖl = 50°C t Öl = 120 min
Einstellwert der therm. Zeitkonstante t = 90 min

100 100
0 100 200 300 400 500
t [min]
HEST 905 036 C

Bild 3.5.23.2 Vergleich der Wicklungstemperatur mit der


simulierten Temperatur

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
Theta-Beginn 100%
Theta-Warn 105%
Theta-AUS 110%

3-226
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3.5.24. Stator-Erdschlussschutz mit Injektion (Stator-ESS)

A. Anwendung
Erdschluss-Schutzfunktion zum Schutz von Generatoren vor Erd-
schlüssen in der Nähe des Sternpunktes. Der Stator-Erdschluss-
schutz beruht auf dem Prinzip der Sternpunktverlagerung mit
einem niederfrequent kodierten Injektionssignal. Das Injektions-
signal wird von der Injektionseinheit REX 010 generiert und über
den Injektionswandlerblock REX 011 in den Statorkreis eingespeist.
Zusammen mit der Spannungsfunktion "Spannung" für den
95% Stator-Erdschlussschutz bildet sie einen 100% Stator-Erd-
schlussschutz. Kompensiert den Einfluss eines zweiten hochohmig
geerdeten Sternpunktes in der Schutzzone.
Bei Statorerdschlüssen mit einem Nullpunktstrom > 5 A, wird die
Injektionseinheit REX 010 durch das abfallende P-8 Schütz vom
Injektionswandlerblock REX 011 getrennt und die Injektion wird
sowohl im Stator- als auch im Rotorkreis unterbrochen. Der 95%
Stator-Erdschlussschutz bleibt dann allein aktiv.

B. Merkmale
· Schützt den Sternpunkt und je nach dem Nullpunktstrom
einen Teil der Statorwicklung. Bei Generatorstillstand wird
die ganze Wicklung geschützt.
· Der Sternpunkt wird mit einem Injektionssignal, das mit der
Injektionseinheit REX 010 generiert wird, gegen Erde ver-
lagert.
· Berechnet den Erdfehlerwiderstand.
· Überwacht das Injektionssignal auf Amplitude und Frequenz.
· Überwacht den Messkreis auf einen Unterbruch und die
korrekte Erdung der Erdungswiderstände.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Spannung (2 Eingänge)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung
· 2. Sternpunkt parallel geschaltet
· Anpassung MWV
· Anpassung REs

3-227
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III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf Alarm
· Alarm
· Anlauf Auslösung
· Auslösung
· 2. Sternpunkt parallel geschaltet
· Anpassung MWV aktiv
· Anpassung REs aktiv
· Injektionsunterbruch intern
· Injektionsunterbruch extern.

IV. Messwerte:
· Erdfehlerwiderstand Rfs
· MessWertVerhältnis MWV"
· Erdungswiderstand REs".

Erläuterung der Messwerte:


Rfs:
Es können Erdfehlerwiderstände zwischen 0 und 29.8 kW
berechnet und angezeigt werden. Wird 29.9 kW oder 30 kW
angezeigt, so deutet dies auf einen Erdfehlerwiderstand
>29.8 kW hin. Im störungsfreien Betrieb des Generators ohne
Erdfehlerwiderstand beträgt die Anzeige immer 29.9 kW oder
30 kW.
In Fällen, in denen keine korrekte Berechnung des Erd-
fehlerwiderstandes möglich ist, wird als Fehlercode eine
ganze Zahl zwischen 100 und 111 angezeigt.
· 100.0 bedeutet keine Injektion während > 5 s.
· 101.0 bedeutet falsche Frequenz. Entweder ist die In-
jektionsfrequenz im REX 010 oder die Nennfrequenz im
REG 316*4 falsch eingestellt.
· 102.0 bedeutet einen externen Unterbruch.
· 109.0 bedeutet, dass beide binäre Eingänge
'EingAnpasREs' und 'EingAnpasMWV' gesetzt sind.
Alle anderen Fehlercodes treten normalerweise nicht auf und
dienen als Diagnosehilfe für den Spezialisten.
MWV":
Bei aktiviertem Eingang 'EingAnpasMWV' wird der aus-
gemessene Wert des MWV angezeigt.
Im Normalbetrieb wird der in der MMK eingegebene Wert
des MWV angezeigt.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

REs":
Bei aktiviertem Eingang 'EingAnpasREs' wird zuerst 123.0
angezeigt bis der Widerstandswert berechnet worden ist.
Nach ca. max. 10 s erscheint dann der ausgemessene Wert
von REs.
Im Normalbetrieb wird der in der MMK eingegebene Wert
von REs angezeigt.
Normalbetrieb: Beide Eingänge 'EingAnpasMWV' und
'EingAnpasREs' sind deaktiviert und die
Injektion ist vorhanden.
Hinweis: Es darf gleichzeitig jeweils nur ein binärer
Eingang aktiviert sein, ansonsten erscheint
ein Fehlercode in den Messwerten Rfs, MWV
und REs (siehe auch untenstehende Tabelle).

EingAnpasMWV EingAnpasREs
0 0 Schutzfunktion aktiv, Rfs wird
berechnet
1 0 Bestimmung des MWV und Rfs
0 1 Bestimmung des REs und Rfs
1 1 Fehlercodes: MWV=1090.0,
REs=109.0, Rfs=109.0

0: Binärer Eingang deaktiviert


1: Binärer Eingang aktiviert

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D. Dokumentation der Einstellparameter - Stator-ESS

Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Alarm-Verzög s 0.5 0.20 60.00 0.01
AUS-Verzög s 0.5 0.20 60.00 0.01
RFsAlarmWert kW 10.0 0.1 20.0 0.1
RFsAUSWert kW 1.0 0.1 20.0 0.1
REs kW 1.00 0.40 5.00 0.01
REs-2.Sternp kW 1.00 0.90 5.00 0.01
RFs-Anpassng kW 10.0 8.000 12.00 0.01
MWVerh. 100.0 10.0 200.0 0.1
AnzSternpkte 1 1 2 1
Spgs.kanalUi Wandlereing. 0 *)
Spgs.kanalUs Wandlereing. 0 *)
Eing2.Sternp Binärwert F
EingAnpasMWV Binärwert F
EingAnpasREs Binärwert F
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf AUS Meldung
Alarm Meldung ER
Anlauf Alarm Meldung
Unterbr.Int. Meldung
Unterbr.Ext. Meldung
2.Sternpkt. Meldung
Anpassg.MWV Meldung
Anpassg.REs Meldung
Extern-Block Meldung

*) Bei REG 316*4 ist ein Wandlereinschub 316GW61 mit dem Code K67 erforderlich, mit
folgenden fixen Spannnungskanälen:
Spgs.Kanal Ui: Kanal 8
Spgs.Kanal Us: Kanal 9

3-230
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Alarm-Verzög
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Alarm.
AUS-Verzög
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösung.
RFsAlarmWert
Erdfehlerwiderstand Ansprechwert für den Alarm.
RF Alarm sollte > RF Auslösung sein.
RFsAUSWert
Erdfehlerwiderstand Ansprechwert für die Auslösung.
REs
Erdungswiderstand REs bei primärer Erdung.
Bei sekundärseitig angeschlossenem Erdungswiderstand
muss der auf die Primärseite umgerechnete Wert von R'Es
eingegeben werden.
REs-2.Sternp
Der gesamte Erdungswiderstand eines 2. Sternpunktes im
Statorkreis.
RFs-Anpassng
Simulierter Erdfehlerwiderstand, dient als Referenzwert für
die Berechnung von REs im Modus AnpassungREs.
MWVerh.
Übersetzungsverhältnis des Spannungswandlers bei
primärer Erdung.
AnzSternpkte
Anzahl Sternpunkte im Statorkreis.
Spgs.kanalUi
definiert den Spannungseingangskanal für die Referenz-
spannung. Es ist Kanal Nr.8 zu verwenden.
Spgs.kanalUs
definiert den Spannungseingangskanal für die
Messspannung. Es ist Kanal Nr.9 zu verwenden.

3-231
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Eing2.Sternp
Binär- Adresse als Statuseingang. Gibt an ob, der 2.
Sternpunkt zum ersten parallel geschaltet ist.
(F ® FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion).
EingAnpasMWV
schaltet die Schutzfunktion in den Bestimmungsmodus des
MWVerh..
(F -> FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion)
EingAnpasREs
schaltet die Schutzfunktion in den Bestimmungsmodus von
REs.
(F ® FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion)
Blockierung
Binär- Adresse als Blockiereingang.
(F ® FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion)
AUS
Ausgang für die Signalisierung der Auslösung.
(Meldung)
Anlauf AUS
Ausgang für die Signalisierung des Anlaufs der AUS-Stufe.
(Meldung)
Alarm
Ausgang für die Signalisierung des Alarmes.
(Meldung)
Anlauf Alarm
Ausgang für die Signalisierung des Anlaufs der Alarmstufe.
(Meldung)
Unterbr.Int
Ausgang für die Signalisierung eines Injektionsunterbruches.
(Meldung)
Unterbr.Ext.
Ausgang für die Signalisierung eines Unterbruches im
Messkreis.
(Meldung)

3-232
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

2.Sternpkt.
Ausgang für die Signalisierung eines 2. parallel geschalteten
Sternpunktes.
(Signal-Adresse)
Anpassg.MWV
Ausgang für die Signalisierung des Binärwertes EingAn-
pasMWV.
(Meldung)
Anpassg.REs
Ausgang für die Signalisierung des Binärwertes EingAn-
pasREs.
(Meldung)
Extern-Block
Ausgang für die Signalisierung der externen Blockierung.
(Meldung)

3-233
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise
Der RFs-Wert Alarm muss immer grösser RFs-Wert Auslösung
sein.
Sowohl die Auslösung als auch der Alarm haben ein eigenes
Verzögerungsglied.
Beim 100% Erdschluss-Schutz liegen die Verzögerungszeiten
im Bereich von Sekunden.
Einstellwerte:
RFs- Wert Auslösung
RFs- Wert Alarm
Verzögerung Auslösung
Verzögerung Alarm
Erdungswiderstand REs
MessWertVerhältnis MWV.

Richtwerte:
Alarm Stufe:
RF - Wert 5 kW
Verzögerung 2s
Auslöse Stufe:
RF - Wert 500 W
Verzögerung 1s

Einstellmöglichkeiten:
Die Genauigkeit der Berechnung von Rfs hängt von der Genauig-
keit der eingegebenen Werte REs und MWV ab. Eine Überprüfung
bzw. Optimierung der Einstellwerte ist notwendig und erfolgt bei
stillstehendem Generator, indem am Generatorsternpunkt Wider-
stände zwischen 100 W und 10 kW angelegt werden.
Die Schutzfunktion bietet die komfortable Möglichkeit die beiden
Parameter softwaremässig zu bestimmen, indem die Schutz-
funktion via binären Eingang 'EingAnpasMWV' oder 'EingAnpas
REs' in einen anderen Modus geschaltet wird und in jedem Fall
verwendet werden soll. In diesen Modi werden anhand von
simulierten Erdfehlerwiderständen die Parameter 'MWV' und 'REs'
berechnet. Im Messwertfenster werden die beiden Parameter
permanent angezeigt.
Falls die in den Anpassmodi ermittelten Werte REs und MWV
von den nominellen abweichen, so ist immer den ermittelten
Werten der Vorzug zu geben.

3-234
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Bestimmung des 'MWV':


· Erdung des Sternpunktes ( Rf = 0 W ).
· Setzen der Binärwertes 'EingAnpasMWV' .
· In der MMK das entsprechende Untermenü
'Betriebsmesswerte anzeigen' öffnen und den ange-
zeigten Messwert 'MWV' notieren. In das Hauptmenü
'Einstellungen eingeben' zurückkehren und im Untermenü
'Schutzfunktionen ändern' die Funktion 'Stator-ESS' akti-
vieren und den notierten Wert 'MWV' als Einstellpara-
meter 'MWVerh.' eingeben und abspeichern.
· Entfernung der Erdung am Sternpunkt.
· Rücksetzen des Binärwertes 'EingAnpasMWV' .

Bestimmung von 'REs':


Die Menüführung verläuft analog zu 'Bestimmungen des
MWV'
· Setzen des Binärwertes 'EingangAnpasREs'.
· Den ungefähren Wert von REs eingeben.
· Am Sternpunkt mit einem Widerstand einen Erdfehler Rf
simulieren. 8 kW<Rf<12 kW
· In der MMK das Fenster 'Funktionseinstellungen ändern'
öffnen:
Eingabe dieses Wertes als Einstellparameter 'RFs-An-
passng'.
Den ungefähren Wert von 'REs' eingeben. Bei
sekundärer Injektion muss der auf die Primärseite
transformierte Wert von 'REs' eingegeben werden (s. a.
Abschnitt REs und MWV bei sekundärer Injektion auf der
Sternpunktseite bzw. an der Generatorklemmenseite).
Eingegebene Parameter abspeichern.
· das Untermenü 'Betriebsmesswerte anzeigen' öffnen und
den angezeigten Wert von 'REs' notieren.
· Im Fenster 'Funktionseinstellungen ändern' den notierten
Wert als Einstellparameter 'REs' eingeben und abspei-
chern.
· Entfernung des Erdfehlers am Sternpunkt.
· Rücksetzen des Binärwertes 'EingangAnpasREs'.

Die Schutzfunktion kehrt nur dann vom


Bestimmungsmodus in den eigentlichen Schutzmodus
zurück, wenn beide binären Eingänge zurückgesetzt worden
sind.
Zur Kontrolle werden Erdungswiderstände zwischen 100 W und
20 kW (P ³ 5 W) am Sternpunkt simuliert und mit den Werten im
Messwertanzeigefenster verglichen.

3-235
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Wichtiger Hinweis:
Solange eine der beiden binären Eingänge 'Eingang-
Anpasxxx' aktiv ist, sind die Triggerstufen von AUS und
Alarm blockiert. Es gibt keine Auslösung, wenn z.B. der
Statorkreis geerdet ist. Die beiden Meldungen 'Unterbr.Int.'
und 'Unterbr.Ext.' werden hingegen nicht blockiert.

REs und MWV bei primärer Injektion am


Generatorsternpunkt
Für diese Anschlussart wird ein Injektionswandlerblock vom Typ
REX 011 benötigt.
Bild 3.5.24.1 zeigt das Anschlussschema für primäre Injektion, d.h.
die Einspeisung der Injektionspannung (Uis mit Scheitelwert 110
oder 96 V=) am Generator-Sternpunkt. Der Sternpunkt wird über
den Erdungswiderstand REs und Parallelwiderstand RPs geerdet.
Der maximale Nullpunktstrom darf 20 A nicht überschreiten. Es
wird jedoch empfohlen die Erdungswiderstände so zu dimensionie-
ren, dass der max. Nullpunktstrom £ 5 A ist, um den grösstmög-
lichen Teil der Wicklung zu schützen.
Für die Summe beider Widerstände gilt somit:
UGen
Bedingung 1): REs + RPs ³
3 ´ IEmax
Es bedeuten: UGen Generatorklemmenspannung (verkettet)
IEmax max. Nullpunktstrom = 20 A
Ausserdem gelten folgende Bedingungen:
Bedingung 2): RPs ³ 130 W und RPs £ 500 W
Bedingung 3): REs ³ 4,5 ´ RPs
Bedingung 4): REs ³ 0,7 kW und REs £ 5 kW
Der Spannungswandler ist so auszulegen, dass bei sattem
Klemmenerdschluss das betriebsfrequente Signal Us = 100 V ±
20% beträgt, d.h. das Übersetzungsverhältnis MWV = N12/ N11
kann im folgenden Bereich liegen:
Bedingung 5):
N12 UGen REs
1,2 ´ n ³ ³ 0,8 ´ n wobei n= ´
N11 3 ´ 100 V REs + RPs
In den meisten Fällen wird Bedingung 5) mit einem Spannungs-
N12 UGen
wandler = erfüllt.
N11 3 ´ 100 V

3-236
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Dimensionierungsbeispiel:
UGen = 8 kV
Annahme: IEmax £ 5 A
Dimensionierung der Erdungswiderstände:
8 kV
1. Bedingung: REs + RPs ³ ³ 924 W
3 ´5A
2. Bedingung: RPs ³ 130 W
Annahme: RPs = 150 W
3. Bedingung: REs ³ 4,5 ´ 150 W = 675 W
4. Bedingung: REs ³ 700 W
Damit Bedingungen 1, 3 & 4 erfüllt werden: REs = 800 W
Dimensionierung des Spannungswandlers:
N 8 kV
Annahme: 12 = = 46,188
N11 3 ´ 100 V
5. Bedingung wird erfüllt:
N12
1,2 ´ n ³ ³ 0,8 ´ n = 46,7 ³ 31,1 wobei
N11
8 kV 800 W
n= ´ = 38, 9
3 ´ 100 V 800 W + 150 W

Folgende Werte können verwendet werden:


RPs = 150 W
REs = 800 W

N12 N11 = 8 kV 3 100 V

Auslegungshinweise:
Bei Einspeisung von einer Batterie mit 110 V beträgt die
maximale Injektionsleistung im Statorkreis 110 VA. Die
Batteriespannungen zwischen 48 V und 250 V verlangen die
Anwendung eines Konverters in der Injektionseinheit. Der
Spitzenwert der Injektionsspannung beträgt ± 96 V.

3-237
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Mit Rücksicht auf die zur Verfügung stehende Leistung können


als Richtwert für die allgemeine Anwendung REs=1000 W und
RPs=150 W betrachtet werden. Die beiden Widerstände RPs und
REs müssen für den maximalen Nullpunktstrom während 10 s
dimensioniert sein. Der Widerstand RPs muss ausserdem für die
Dauerbelastung durch die Injektionsspannung (Injektionsleistung
< 100 VA) ausgelegt werden.
Nach den Widerstandswerten REs und RPs richtet sich der
maximale Nullpunktstrom des Generators. Er beträgt bei
Klemmenerdschluss und obigen Widerstandswerten z.B. 5,3 A
bei UGen=10,5 kV, resp. 13,5 A bei UGen=27 kV.

3-238
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

REs und MWV bei sekundärer Injektion auf der


Sternpunktseite
Für diese Anschlussart wird ein Injektionstransformator vom Typ
REX 011-1 benötigt.
Ist der Generator über einen Erdungstransformator mit sekun-
därem Widerstand geerdet, kann die Verlagerungsspannung
auch sekundärseitig eingespeist werden (s. Bild 3.5.24.2).
Die beiden Widerstände R'Es und R'Ps begrenzen den max. Null-
punktstrom, der 20 A nicht überschreiten sollte. Für die Summe
der beiden Widerstände gilt somit:
2
UGen æN ö
Bedingung 1): R'Es +R'Ps ³ ´ç 2÷
3 ´ IEmax è N1 ø

Es bedeuten: UGen Generatorklemmenspannung (verkettet)


IEmax max. Nullpunktstrom = 20 A
N1/N2 Windungsübersetzungsverherhältnis des

Erdungstransformators
Ausserdem gelten folgende Bedingungen:
2 2
æN ö æN ö
Bedingung 2): R'Ps ³ 130 W ´ ç 2 ÷ und R'Ps £ 500 W ´ ç 2 ÷
è N1 ø è N1 ø

Bedingung 3): R'Es ³ 4,5 ´ R'Ps


2 2
æN ö æN ö
Bedingung 4): R'Es ³ 0,7 kW ´ ç 2 ÷ und R'Es £ 5,0 kW ´ ç 2 ÷
è N1 ø è N1 ø

Der Spannungswandler ist so auszulegen, dass bei sattem


Klemmenerdschluss das betriebsfrequente Signal Us = 100 V
±20% beträgt. Das Windungszahlverhältnis MWV' = N'12/N'11
muss im folgenden Bereich liegen:
Bedingung 5):
N'12 UGen N R'Es
1,2 ´ n ³ ³ 0,8 ´ n wobei n= ´ 2´
N'11 3 ´ 100 V N1 R'Es +R'Ps
In den meisten Fällen kann Bedingung 3) mit einem Spannungs-
N' UGen N
wandler 12 = ´ 2 erfüllt werden.
N'11 3 ´ 100 V N1
In der MMK müssen als Parameter REs und MWV eingegeben
werden, d.h. die auf die Primärseite des Erdungstransformators
transformierten Werte von R'Es und MWV':

3-239
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

2
æN ö
REs = R'Es ´ç 1 ÷ ³ 0,7 kW
è N2 ø

110 V N'12 110 V


MWV = MWV' ´ = ´
Uis N'11 Uis
Die Injektionsspannung Uis hängt von der Grösse des Parallel-
widerstandes R'Ps ab und kann 0.85 V, 1.7 V oder 3.4 V
betragen.
In der folgenden Tabelle ist der minimale Widerstandswert R'Ps
für die entsprechende Injektionsspannung Uis ersichtlich. Es ist
immer die grösstmögliche Injektionsspannung zu wählen.

R'Ps [mW] Uis[V]

>8 0.85
> 32 1.7
> 128 3.4

Tabelle REX011-1

Die beiden Bestimmungsmodi 'AnpassungREs' und 'Anpas-


sungMWV' berechnen und zeigen die Werte von REs und MWV
an, d.h. sie sehen die ganze sekundärseitige Beschaltung
transformiert auf die Primärseite. Ungenauigkeiten, die durch
Übergangswiderstände, vom Nominalwert abweichende Er-
dungswiderstände etc. herrühren, werden so kompensiert.
Es ist empfehlenswert, während der Inbetriebsetzung, die Werte
REs und MWV mit den Bestimmungsmodi 'AnpassungREs' und
'AnpassungMWV' zu bestimmen und einzugeben und nicht die
berechneten Werte.
Zur Kontrolle können die Werte von R'Es und MWV' aus den im
Messwertfenster angegebenen Werte von RE und MWV nach
folgenden Formeln umgerechnet werden:
2
æN ö
R'Es = REs ´ç 2÷
è Nø

Uis
MWV' = MWV ´
110 V
In den meisten Fällen werden die berechneten und bestimmten
Parameter nicht übereinstimmen. Abweichungen von + 20%
sind tolerierbar. Bei grösseren Abweichungen, insbesondere bei
REs, müssen die effektiven Werte der Erdungswiderstände, des
Erdungstransformators überprüft bzw. gemessen werden.

3-240
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Dimensionierungsbeispiel:
UGen = 18 kV
N1 14,4 kV
= = 60
N2 240 V
Annahme: IEmax £ 6,6 A
Dimensionierung der Erdungswiderstände:
2
18 kV æ 1ö
1. Bedingung: R'Es +R'Ps ³ ´ ç ÷ = 440 mW
3 ´ 6,6 A è 60 ø
2
æ 1ö
2. Bedingung: R'Ps ³ 130 W ´ ç ÷ = 36 mW
è 60 ø

Annahme: R'Ps = 42 mW

3. Bedingung: R'Es ³ 4,5 ´ 42mW = 189mW


2
æ 1ö
4. Bedingung: R'Es ³ 700 W ´ ç ÷ = 194 mW
è 60 ø

Damit die Bedingungen 1, 3 & 4 erfüllt werden:


R'Es = 400 mW
Dimensionierung des Spannungswandlers:
N'12 18 kV 1 173,2 V
Annahme: = ´ = = 3
N'11 3 ´ 100 V 60 100 V
5. Bedingung wird erfüllt:
N'12
1,2 ´ n ³ ³ 0,8 ´ n = 1,88 ³ 1,732 ³ 1,254 wobei
N'11
18 kV 1 400 mW
n= ´ ´ = 1,567
3 ´ 100 V 60 400 mW + 42 mW

Folgende Werte können verwendet werden:


R'Ps = 42 mW
R'Es = 400 mW
N12 N11 = 173 V 100 V

3-241
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Kalkulation der Einstellparameter REs und MWV:


2
REs = 400 mW ´ ( 60) = 1,44 kW
N'12 110 V
MWV = ´ = 112
N'11 1,7 V
bei einer Injektionsspannung Uis=1,7 V.

Anlagen mit einem 2. Sternpunkt im Statorkreis


Folgende Parameter müssen programmiert werden:
· 'AnzSternpkte' = 2.
· 'Eing2.Sternp' = T
In Fällen , bei denen der 2. Sternpunkt immer parallel
zum ersten verbunden ist.
· 'Eing2.Sternp' = Binär Eingang des Systems
In Fällen, bei denen der 2. Sternpunkt über einen
Schalter mit dem ersten verbunden ist.
Die Schalterstellung wird über einen Binär Eingang einge-
lesen. Bei geschlossenem Schalter muss der Binärwert
TRUE sein.
· REs-2.Sternp = Widerstandswert des Erdungswiderstandes
vom 2. Sternpunkt.
Hinweis:
Für den Stator-Erdschlussschutz verhält sich der Widerstand
eines 2. Sternpunktes wie ein Erdfehler mit dem Wert 'REs-
2.Sternp'.
Tritt ein Erdfehler mit Erdfehlerwiderstand Rfs auf, so wird
zuerst der Widerstandswert der beiden parallelen Wider-
stände Rfs und 'REs-2.Sternp' berechnet. Aus diesem
berechneten Wert kann einfach Rfs berechnet werden, wenn
der genaue Wert von 'REs-2.Sternp' bekannt ist.
Diesem Verfahren sind prinzipiell gewisse Einschränkungen
gegeben. Der maximal detektierbare Erdfehlerwiderstand ist
ca. der zehnfache Wert von REs-2.Sternp. Beträgt der Er-
dungswiderstand des 2. Sternpunktes z.B. 1 kW, so können
Erdfehler kleiner 10 kW detektiert werden. Aus diesem Grund
wird empfohlen, falls möglich, den Erdungswiderstand 'REs-
2.Sternp' ³2 kW zu wählen.

3-242
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

REs und MWV bei sekundärer Injektion an der Generator-


klemmenseite
Für diese Anschlussart wird ein Injektionstransformator vom Typ
REX 011-2 benötigt.
Ist der Generator über einen Erdungstransformator mit sekun-
därem Widerstand geerdet, angeschlossen an der Generator-
klemmenseite, kann die Verlagerungsspannung auch sekundär-
seitig eingespeist werden (s. Bild 3.5.24.3).
Die beiden Widerstände R'Es und R'Ps begrenzen den max.
Nullpunktstrom, der 20 A nicht überschreiten sollte. Für die Summe
der beiden Widerstände gilt somit:
2
UGen æ 3 ´ N2 ö
Bedingung 1): R'Es +R'Ps ³ ´ç ÷
3 ´ IEmax è N1 ø
Es bedeuten: UGen Generatorklemmenspannung (verkettet)
IEmax max. Nullpunktstrom = 20 A
N1/N2 Windungsübersetzungsverherhältnis des
Erdungstransformators.
Die Erdungswiderstände R'Es und R'Ps müssen folgende Be-
dingungen erfüllen:
2
æ 3 ´ N2 ö
Bedingung 2): R'Ps ³ 130 W ´ ç ÷ und
è N1 ø
2
æ 3 ´ N2 ö
R'Ps £ 500 W ´ ç ÷
è N1 ø
Bedingung 3): R'Es ³ 4,5 ´ R'PS
2 2
æ 3 ´ N2 ö æ 3 ´ N2 ö
Bedingung 4): R'Es ³ 0.7 kW ´ ç ÷ und R'Es £ 5,0 kW ´ ç ÷
è N1 ø è N1 ø
Der Spannungswandler ist so auszulegen, dass bei sattem
Klemmenerdschluss das betriebsfrequente Signal Us = 100 V ±
20% beträgt. Das Windungszahlverhältnis MWV' = N'12/N'11
muss im folgenden Bereich liegen:
Bedingung 5):
N'12 UGen 3 ´ N2 R'Es
1,2 ´ n ³ ³ 0,8 ´ n wobei n= ´ ´
N'11 3 ´ 100 V N1 R'Es +R'Ps
In den meisten Fällen kann Bedingung 5) mit einem Spannungs-
N' UGen 3 ´ N2
wandler 12 = ´ erfüllt werden.
N'11 3 ´ 100 V N1
In der MMK müssen als Parameter REs und MWV eingegeben
werden, d.h. die auf die Primärseite des Erdungstransformators
transformierten Werte von R'Es und MWV':

3-243
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

2
æ N1 ö
REs = R'Es ´ ç ÷ ³ 0,7 kW
è 3 ´ N2 ø

110 V N'12 110 V


MWV = MWV' ´ = ´
Uis N'11 Uis
Die Injektionsspannung Uis hängt von der Grösse des Parallel-
widerstandes R'Ps ab und kann 6.4 V, 12.8 V oder 25.6 V betra-
gen.
In der folgenden Tabelle ist der minimale Widerstandswert R'Ps
für die entsprechende Injektionsspannung Uis ersichtlich. Es ist
immer die grösstmögliche Injektionsspannung zu wählen.

R'Ps [W] Uis[V]

> 0.45 6.4


> 1.8 12.8

> 7.2 25.6

Tabelle REX011-2

Dimensionierungsbeispiel:
UGen = 12 kV
12 kV
N1 3
=
N2 600 V
3
Annahme: IEmax £ 5 A
Dimensionierung der Erdungswiderstände:
1. Bedingung:
2
æ 600 V ö
ç 3´ ÷ 2
3 ´ ( 600 V)
12 kV 3 ÷ =
R'Es +R'Ps ³ ´ç = 10,4W
3 ´ 5 A ç 12 kV ÷ 3 ´ 5 A ´ 12 kV
è 3 ø

2
æ 600 V ö
ç3´ ÷
2. Bedingung: R'Ps ³ 130 W ´ ç 3 ÷ = 0,98 W
ç 12 kV ÷
è 3 ø

Annahme: R'Ps = 1,0 W

3-244
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3. Bedingung: R'Es ³ 4,5 ´ 1 W = 4,5 W


2
æ 600 V ö
ç3´ ÷
4. Bedingung: R'Es ³ 700 W ´ ç 3 ÷ = 5,25 W
ç 12 kV ÷
è 3 ø

Damit die Bedingungen 1, 3 & 4 erfüllt werden: R'Es = 10, 0 W


Dimensionierung des Spannungswandlers:
600 V

N'12 12 kV 3 = 3 ´ 600 V
Annahme: = ´ = 6,0
N'11 3 ´ 100 V 12 kV 100 V
3
5. Bedingung wird erfüllt:
N'12
1,2 ´ n ³ ³ 0,8 ´ n = 6,6 ³ 6, 0 ³ 4, 4 wobei
N'11
600 V

n=
12 kV
´ 3 ´ 10 W = 6 ´ 0,91 = 5, 5
3 ´ 100 V 12 kV 10 W + 1 W
3
Folgende Werte können verwendet werden:
R'Ps = 1 W
R'Es = 10 W
N'12 N'11 = 3 ´ 600 V 100 V
Kalkulation der Einstellparameter REs und MWV:
2
æ 12 kV ö
ç ÷
REs = 10 W ´ ç 3 ÷ = 1,33 kW
ç 3 ´ 600 V ÷
è 3 ø

N'12 110 V
MWV = ´ = 103,1
N'11 6, 4 V
bei einer Injektionsspannung Uis=6,4 V.

3-245
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

R S T

Generator

N12 N11

REs Us

Spannungswandler

Uis RPs

Injektionsspannung

Bild 3.5.24.1 Stator-Erdschlussschutz mit primärer Injektion

3-246
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

R S T

Generator

Spannungswandler

N1 N2 N'12 N'11

R'Es Us

R'Ps Uis
Erdungs-
transformator
Injektionsspannung

Bild 3.5.24.2 Stator-Erdschlussschutz mit sekundärer Injektion


auf der Generator-Sternpunktseite

R S T
Spannungswandler

N1 N2 R'Es N'12 N'11 Us

R'Ps Uis

Erdungs-
transformator Injektionsspannung

Generator

Bild 3.5.24.3 Anschlussschema für sekundäre Injektion im Stator


(Erdungstransformator an Generatorklemmenseite)

3-247
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R S T

S1

REs-2.Sternp

Generator
Schalterstellung
Binär Eingang

N12 N11

REs
Us

Spannungswandler
Uis RPs

Injektionsspannung

Bild 3.5.24.4 Stator-Erdschlussschutz für Anlagen mit


2 Sternpunkten

3-248
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.25. Rotor-Erdschlussschutz mit Injektion (Rotor-ESS)

A. Anwendung
Erdschluss-Schutzfunktion zum Schutz von Generatoren vor
Rotor-Erdschlüssen. Sie ist wegen ihrer hohen Störunempfind-
lichkeit für alle Erregerarten verwendbar.

B. Merkmale
· Schützt den Rotor gegen Erdfehler.
· Die Injektionsspannung wird über Widerstände und Koppel-
kondensatoren an die beiden Rotorklemmen angekoppelt.
· Berechnet den Erdfehlerwiderstand.
· Überwacht das Injektionssignal auf Amplitude und Frequenz.
· Überwacht den Messkreis auf einen Unterbruch und die
korrekte Erdung der Erdungswiderstände.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Spannung (2 Eingänge)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung
· Eingang Anpassung Koppelkapazität
· Eingang Anpassung REr

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf Alarm
· Alarm
· Anlauf Auslösung
· Auslösung
· Anpassung Koppelkapazität aktiv
· Anpassung REr aktiv
· Injektionsunterbruch intern
· Injektionsunterbruch extern
· Externe Blockierung

IV. Messwerte:
· Erdfehlerwiderstand Rfr
· Koppelkapazität Ck"
· Erdungswiderstand REr".

3-249
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Erläuterung der Messwerte:


Rfr:
Es können Erdfehlerwiderstände zwischen 0 und 29,8 kW be-
rechnet und angezeigt werden. Werden 29,9 kW und 30,0 kW
angezeigt, so deutet das auf einen Erdfehlerwiderstand
>29,8 kW hin. Im störungsfreien Betrieb des Generators ohne
Erdfehler beträgt die Anzeige 29,9 kW oder 30,0 kW.
In Fällen, wo keine korrekte Berechnung des Erdfehlers
möglich ist, wird als Fehlercode eine ganze Zahl zwischen
100 und 111 angezeigt.
· 100.0 bedeutet keine Injektion während > 5 s.
· 101.0 bedeutet falsche Frequenz. Entweder ist die In-
jektionsfrequenz im REX 010 oder die Nennfrequenz im
REG 316 falsch eingestellt.
· 102.0 bedeutet einen externen Unterbruch.
· 109.0 bedeutet, dass beide binäre Eingänge
'EingAnpasREr' und 'EingAnpasC' gesetzt sind.
· 111.0 bedeutet, der binäre Eingang 'EingAnpasREr' ist
gesetzt.
Alle anderen Fehlercodes treten normalerweise nicht auf und
dienen als Diagnosehilfe für den Spezialisten.
Ck":
Bei Aktivierung des Einganges 'EingAnpasC' wird zuerst
133.00 angezeigt bis die Koppelkapazität berechnet worden
ist. Nach ca. max. 10 s erscheint dann der ausgemessene
Wert von C.
Im Normalbetrieb wird der in der MMK eingegebene Wert der
Koppelkapazität C angezeigt.
REr":
Bei Aktivierung des Einganges 'EingAnpasREr' wird zuerst
der Fehlercode 133.0 angezeigt, bis der Widerstandswert be-
rechnet worden ist. Nach ca. max. 10 s erscheint dann der
ausgemessene Wert von REr. Der Messwert Rf beträgt 97.0.
Im Normalbetrieb wird der in der MMK eingegebene Wert
von REr angezeigt.

3-250
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Normalbetrieb: Beide Eingänge 'EingAnpasC' und


'EingAnpasREr' sind deaktiviert und die
Injektion ist vorhanden.
Hinweis: Es darf gleichzeitig jeweils nur ein binärer
Eingang aktiviert sein, ansonsten erscheint
ein Fehlercode in den Messwerten Rf, C und
REr. (siehe auch unterstehende Matrix)

EingAnpasC EingAnpasREr
0 0 Schutzfunktion aktiv, Rfr wird be-
rechnet
1 0 Bestimmung von C und Rfr
0 1 Bestimmung des REr (Rfr = 111.0)
1 1 Fehlercodes 109.00 & 109.00
(Rfr = 109.0)

0: Binärer Eingang deaktiviert


1: Binärer Eingang aktiviert

3-251
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Rotor-ESS

Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Alarm-Verzög s 0.50 0.20 60.00 0.01
AUS-Verzög s 0.50 0.20 60.00 0.01
RFrAlarmWert kW 10.0 0.1 25.0 0.1
RFrAUSWert kW 1.0 0.1 25.0 0.1
REr kW 1.00 0.90 5.00 0.01
Uir V 50 (Auswahl)
RFr-Anpassng kW 10.0 8.000 12.00 0.01
KoppelKapC mF 4.00 2.00 10.00 0.01
Spgs.kanalUi Wandlereing. 0 *)

Spgs.kanalUr Wandlereing. 0 *)

EingAnpasREr Binärwert F
EingAnpasC Binärwert F
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf AUS Meldung
Alarm Meldung ER
Anlauf Alarm Meldung
Unterbr.Int Meldung
Unterbr.Ext Meldung
Anpassg.REr Meldung
Anpassg.C Meldung
Extern-Block Meldung

*) Bei REG 316*4 ist ein Wandlereinschub 316GW61 mit dem Code K67 erforderlich, mit
folgenden fixen Spannnungskanälen:
Spgs.Kanal Ui: Kanal 8
Spgs.Kanal Ur: Kanal 7.

3-252
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Alarm-Verzög
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Alarm.
AUS-Verzög
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösung.
RFrAlarmWert
Erdfehlerwiderstand Ansprechwert für den Alarm.
RFr Alarm Mus immer > RFr Auslösung sein.
RFrAUSWert
Erdfehlerwiderstand Ansprechwert für die Auslösung.
REr
Erdungswiderstand REr.
Uir
Im Normalfall beträgt die Injektionsspannung für den Rotor
50 V. Es besteht die Möglichkeit auch eine Injektions-
spannung von 20 oder 30 V zu generieren, was eine Än-
derung der Rotorwicklung am Injektionswandler REX011
bedingt.
RFr-Anpassng
Simulierter Erdfehler, dient als Referenzwert für die Be-
rechnung von REr im Modus AnpassungREr.
KoppelKapC
Die gesamte Kapazität C der beiden parallelen Koppel-
kapazitäten.
Spgs.kanal Ui
definiert den Spannungseingangskanal für die Referenz-
spannung Ui. Es ist Kanal Nr. 8 zu verwenden.
Spgs.kanal Ur
definiert den Spannungseingangskanal für die Mess-
spannung Ur. Es ist Kanal Nr. 7 zu verwenden.

3-253
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

EingAnpasREr
schaltet die Schutzfunktion in den Bestimmungsmodus von
REr.
(F ® FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion)
EingAnpasC
schaltet die Schutzfunktion in den Bestimmungsmodus von C
(F ® FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion).
Blockierung
Binär- Adresse als Blockiereingang.
(F ® FALSE, T ® TRUE, Binäreingang oder Ausgang einer
Schutzfunktion).
AUS
Ausgang für die Signalisierung der Auslösung.
Anlauf AUS
Ausgang für die Signalisierung des Anlaufs.
Alarm
Ausgang für die Signalisierung des Alarms.
AnlaufAlarm
Ausgang für die Signalisierung des Alarmanlaufes.
Unterbr.Int
Ausgang für die Signalisierung eines Injektionsunterbruches.
Unterbr.Ext.
Ausgang für die Signalisierung eines Unterbruches im
Messkreis. Diese Meldung hat eine Anzug- und eine
Rückfallverzögerung von je 5s.
Anpassg.REr
Ausgang für die Signalisierung des Binärwertes
EingAnpasREr.
Anpassg.C
Ausgang für die Signalisierung des Binärwertes EingAnpasC.
Extern-Block
Ausgang für die Signalisierung des Binärwertes Blockierung.

3-254
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

E. Einstellhinweise
Der RFr- Wert Alarm muss immer grösser RFr- Wert Auslösung
sein. Sowohl die Auslösung als auch der Alarm haben ein ei-
genes Verzögerungsglied. Beim Rotor - ESS liegen die Ver-
zögerungszeiten im Bereich von Sekunden.
Empfohlene Widerstandswerte:
REr = 1000 W
RPr = 100 W.

Einstellwerte:
Erdungswiderstand REr
Koppel Kapazität C
RFr- Wert Alarm
RFr- Wert Auslösung
Verzögerung Alarm
Verzögerung Auslösung.

Richtwerte:
Alarm Stufe
RFr- Wert 5 kW
Verzögerung 2s
Auslöse Stufe
RFr- Wert 500 W
Verzögerung 1 s.

Einstellmöglichkeiten:
Die Genauigkeit der Berechnung von Rfr hängt von der Ge-
nauigkeit der eingegebenen Werte REr und C ab. Eine Über-
prüfung bzw. Optimierung der Einstellwerte ist notwendig und
erfolgt bei stillstehendem Generator indem am Rotor Wider-
stände zwischen 100 W und 10 kW angelegt werden.
Die Schutzfunktion bietet die komfortable Möglichkeit die beiden
unbekannten Parameter softwaremässig zu bestimmen, indem
die Schutzfunktion via binären Eingang 'EingAnpasREr' oder
'EingAnpasC ' in einen anderen Modus geschaltet wird. In die-
sen Modi werden anhand von simulierten Erdfehlern die Para-
meter REr und C berechnet.
Bestimmung von REr
· Setzen des Binärwertes 'EingAnpasREr'.
· Koppelkapazitäten kurzschliessen.
· Am Rotor einen Erdfehler Rf simulieren.
8 kW £ Rf £ 12 kW

3-255
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

· In der MMK das entsprechende Untermenü 'Funktions-


einstellungen ändern' öffnen, den Wert des simulierten
Erdfehlers bei 'RFr-Anpassg' und den nominellen Wert
von REr eingeben und abspeichern.
Das Untermenü 'Betriebsmesswerte anzeigen' öffnen und
den angezeigten Wert REr notieren Im Fenster 'Funktions-
einstellungen ändern' den notierten Wert als Einstellpara-
meter REr eingeben und abspeichern.
· Kurzschluss von den Koppelkapazitäten und Erdfehler
entfernen.
· Rücksetzen des Binärwertes 'EingAnpasREr' in der MMK.

Bestimmung von C
· Setzen des Binärwertes 'EingAnpasC'.
· Erdung des Rotors ( Rf = 0 W ).
· Nomineller Wert von C im Untermenü 'Funktionseinstel-
lungen ändern' eingeben und abspeichern.
Das Untermenü 'Betriebswerte anzeigen' öffnen und den an-
gezeigten Wert Ck notieren. Im Fenster 'Funktionseinstellun-
gen ändern', den notierten Wert als Einstellparameter Kop-
pelKapC eingeben und abspeichern.
· Erdung des Rotors entfernen.
· Rücksetzen des Binärwertes 'EingAnpasC' in der MMK.

Auslegehinweise:
Für die Erdwiderstände und Koppelkapazitäten gelten folgende
Bedingungen:
Rotorerdwiderstand Rpr : 100 W £ Rpr £ 500 W
Rotorerdwiderstand REr : 900 W £ REr £ 5 kW
Koppelkapazitäten
C = C1 + C2 : 2mF £ C £ 10mF
Zeitkonstante t = REr x C : 3 ms £ t £ 10 ms

Der Erdwiderstand Rpr muss für einen Dauerbetrieb mit dem In-
50 V
jektionsstrom I = ausgelegt sein.
Rpr
Die Koppelkapazitäten müssen für die max. Erregerspannung
dimensioniert sein.

3-256
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Anwendungsbeispiele:
Rpr = 200 W , P = 15 W
REr = 1 kW
C = 2 x 2m F , 8 kV
t = 4 ms

+
Rotor

-
C1 C2

C = C1 + C2

REr
Ur

Uir RPr

Injektionsspannung

Bild 3.5.25.1 Einpoliger Rotoranschluss

3-257
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

+
Rotor

C1 C2

C = C1 + C2

REr Ur

Uir RPr

Injektionsspannung

Bild 3.5.25.2 Zweipoliger Rotoranschluss

3-258
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.26. Polschlupfschutz (Polschlupf)

A. Anwendung
Die Polschlupfschutz-Funktion erfasst vollständiges Aussertritt-
fallen (Schlupf) eines Generators gegenüber dem Netz.

B. Merkmale
· Erfassung der Polradbewegungen von 0,2 bis 8 Hz
· Warnung vor dem ersten Schlupf (ab eingestelltem Polrad-
winkel)
· Unterscheidung der Generator- und der Motor-Polradbe-
wegungsrichtung
· Unterscheidung des lokalen und externen Schlupfzentrums
· Auslösebefehl nach eingestellter Schlupfzahl
· Auslösebefehl erst nach eingestelltem Polradwinkel.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung der gesamten Funktion
· Blockierung der Generator (links)-Bewegungserfassung
· Blockierung der Motor (rechts)-Bewegungserfassung
· Externe Aktivierung der Zone1.

III. Binäre Ausgänge:


· Warnung vor dem ersten Schlupf
· Ansprechen mit einem Generator (links)-Schlupf
· Ansprechen mit einem Motor (rechts)-Schlupf
· erstes Ansprechen in der Zone1
· erstes Ansprechen in der Zone2
· n1-tes Ansprechen in der Zone1 (Auslösung)
· n2-tes Ansprechen in der Zone2.

IV. Messwerte:
· Schlupfimpedanz
· Schlupffrequenz.

3-259
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Polschlupf


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS1 00000000
ZA UN / IN 0,00 0,000 5,000 0,001
ZB UN / IN 0,00 -5,000 0,000 0,001
ZC UN / IN 0,00 0,000 5,000 0,001
Phi Grad 090 60 270 1
WarnWinkel Grad 000 0 180 1
AusWinkel Grad 090 0 180 1
n1 01 0 20 1
n2 01 0 20 1
t-Rück s 5,000 0,500 25,000 0,010
Stromkanal Wandlereing. 0
Spgs.kanal Wandlereing. 0
BlockGen Binärwert F
BlockMot Binärwert F
Blockierung Binärwert F
Erf.Zone1 Binärwert F
Warnung Meldung ER
Generator Meldung ER
Motor Meldung ER
Zone1 Meldung ER
Zone2 Meldung ER
AUS1 Meldung ER
AUS2 Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)

3-260
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AUS1
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
1. Stufe der Funktion wirkt (Matrix).
ZA
Impedanz vorwärts 1). ZA ist das Ende der Zone2 und wird
auch für die Winkelmessung gebraucht.
ZB
Impedanz rückwärts 1). ZB ist der Anfang der Zone1 und wird
auch für die Winkelmessung gebraucht.
ZC
Impedanz der Zonengrenze 1). ZC ist das Ende der Zone1,
welche zwischen ZB und ZC und der Anfang der Zone2,
welche zwischen ZC und ZA liegt.
Phi
Winkel der Schlupfgerade und der Impedanzen ZA, ZB und ZC.
Mit Phi wird auch die Stromrichtung bestimmt:
60...90 Grad Stromwandlersternpunkt auf Leitungsseite.
240...270 Grad Stromwandlersternpunkt auf Generatorseite.
WarnWinkel
Polradwinkel ab dem die Meldung Warnung erst ausgegeben
wird (Polradwinkel > WarnWinkel).
AusWinkel
Polradwinkel unter welchem erst die Signale AUS1 und
AUS2 ausgegeben werden (Polradwinkel < AusWinkel).

1) Als Impedanzeinheit 1,000 UN/IN wird die Impedanz von 100% benützt. Ist die einzu-
stellende Impedanz in Prozent bekannt, kann sie direkt verwendet werden; z.B. 10% wird
als 0,100 eingestellt.

Die Impedanz von 1,000 UN/IN bzw. 100% entspricht bei einem Strom von 1 IN der Nenn-
spannung Ph-0 von UN / 3 in jeder Phase. Dies entspricht der Mitimpedanz von
UN / 3 / IN :

UN IN Impedanzeinheit
100 V 1A 57,735 W/Ph
100 V 2A 28,868 W/Ph
100 V 5A 11,547 W/Ph

200 V 1A 115,470 W/Ph


200 V 2A 57,735 W/Ph
200 V 5A 23,094 W/Ph.

3-261
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

n1
Schlupfzahl der Zone1. Definiert die Anzahl Schlüpfe, von
der ab die Meldung und Auslösung AUS1 abgegeben
werden.
n2
Schlupfzahl der Zone2. Definiert die Anzahl Schlüpfe, von
der ab die Meldung AUS2 abgegeben wird.
t-Rück
Die Rückfallzeit t-Rück verhindert den Rückfall zwischen zwei
Schlüpfen, falls n1 oder n2 grösser als 1 ist.
Stromkanal
definiert den Stromeingangskanal.
Spgs.kanal
definiert den Spannungseingangskanal.
BlockGen
Blockiereingang für die Erfassung der Polradbewegung nach
links, d.h. falls der Generator schneller als das Netz ist.
BlockMot
Blockiereingang für die Erfassung der Polradbewegung nach
rechts, d.h. falls der Generator langsamer als das Netz ist
(Der Generator wird vom Netz wie ein Motor gezogen).
Blockierung
Blockiereingang der gesamten Polschlupffunktion.
Erf.Zone1
Aktivierung der Zone1 auch bei einer Schlupferfassung in der
Zone2, d.h. unabhängig von ZC.
Warnung
Meldung der Erfassung einer Polradbewegung (bereits vor
einem Schlupf).
Generator
Meldung der Polradbewegung nach links, d.h. falls der
Generator schneller als das Netz ist.
Motor
Meldung der Polradbewegung nach rechts, d.h. falls der
Generator langsamer als das Netz ist (Der Generator wird
vom Netz wie ein Motor gezogen).
Zone1
Meldung des ersten Schlupfes zwischen ZB und ZC oder mit
aktivem Eingang Erf.Zone1 auch zwischen ZB und ZA.

3-262
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Zone2
Meldung des ersten Schlupfes zwischen ZC und ZA.
AUS1
Meldung wenn der Zähler der Zone1 den Wert n1 erreichte.
AUS2
Meldung wenn der Zähler der Zone2 den Wert n2 erreichte.
Falls AUS2 die Auslösung ansteuern soll, muss die Meldung
AUS2 einem Auslöserelais zugeordnet werden (siehe auch
Abschnitt 5.5.4.2.).

3-263
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

E. Erfassung der Polradbewegung und des Schlupfes


Die Detektion der Polradbewegung erfolgt mit der Änderung von
U×cosj, welche die Spannungskomponente in Phase mit dem
Strom ist.
Ist der Generator schneller als das Netz, erscheint die Polrad-
bewegung in der Impedanz- und Spannungsebene von rechts
nach links und wird als Generator signalisiert. Ist der Generator
langsamer als das Netz, erscheint die Polradbewegung von links
nach rechts und wird als Motor signalisiert (Der Generator wird
vom Netz wie ein Motor gezogen).
Diese Bewegungen in der Impedanzebene sieht man im Bild
3.5.26.1. Der transiente Vorgang ist gegeben durch die
transienten E.M.K. EA und EB, sowie durch X'd , XT und die
transiente Systemimpedanz ZS.
Die Polradbewegung wird erfasst, falls
· der Minimalstrom von 0,10 IN überschritten,
· die Maximalspannung von 0,92 UN unterschritten,
· U×cosj sich entsprechend einer Polradbewegung von
0,2...8 Hz verändert und
· die Richtung der Bewegung nicht blockiert ist.
Das Signal Warnung wird abgegeben, wenn eine Polrad-
bewegung zur Schlupfgerade erfasst und der Polradwinkel
grösser als WarnWinkel wird.
Ein Schlupf wird erfasst, falls
· eine Polradbewegung erfasst,
· die Schlupfgerade zwischen ZA und ZB überquert wurde,
· die Bewegung seit Beginn gleiche Richtung hat und
mindestens t-Schlupf lang dauert.
· die Bewegung während t-Schlupf gleiche Richtung hat.
Eine Überquerung der Schlupfgerade zwischen ZB und ZC wird
zur Zone1, zwischen ZC und ZA zur Zone2 gezählt. Mit aktivem
Eingang Erf.Zone1 wird die ganze Strecke ZA-ZB zur Zone1
gezählt (externe Richtungserkennung des Schlupfzentrums).
Bei der ersten Schlupferfassung werden die Signale Zone1 oder
Zone2 und, je nach der Polradbewegungsrichtung, Generator
oder Motor abgegeben.

3-264
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Bei jeder Schlupferfassung wird die Impedanz der Überquerung


der Schlupfgerade und die momentane Schlupffrequenz als
Messwerte angezeigt.
Weitere Schlüpfe werden nur erfasst, falls sie gleiche Richtung
haben und falls nach dem vorherigen Schlupf die Polrad-
bewegung abgefallen ist oder die Schlupfgerade ausserhalb ZA-
ZB in die andere Richtung überquert wurde.
Ein weiterer Schlupf innerhalb ZA-ZB in die andere Richtung führt
zum Rückfall aller Signale und zur Signalisierung wie bei der
ersten Schlupferfassung.
Nach n1 Schlüpfen in der Zone1 wird der Auslösebefehl AUS1
und die Meldung AUS1 abgegeben, falls der Polradwinkel
kleiner als AusWinkel wird.
Nach n2 Schlüpfen in der Zone2 wird die Meldung AUS2 ab-
gegeben, falls der Polradwinkel kleiner als AusWinkel wird.
Der Rückfall von sämtlichen Signalen erfolgt, falls:
· eine Bewegung die Richtung wechselt, oder
· die Erfassung der Polradbewegung abfällt ohne einen
Schlupf gezählt zu haben, oder
· während der Zeit t-Rück keine Polradbewegung erfasst
wird.

3-265
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bild 3.5.26.1 Ortskurven der an den Generatorklemmen


gemessenen Impedanz bei Schlupf zum
Netzsystem A.
X'd : transiente Reaktanz des Generators
XT : Kurzschlussreaktanz des Blocktransformators
ZS : transiente Impedanz des Netzsystems A

3-266
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

F. Einstellhinweise

Einstellwerte: Stromkanal, Spannungskanal


Beim Stromkanal ist nur eine dreiphasige Stromgruppe erlaubt.
Beim Spannungskanal sind einstellbar:
· einphasiger Kanal mit URS oder
· Dreiergruppe verkettet oder
· Dreiergruppe sternförmig angeschlossen.

Einstellwert: Phi
Der Winkel Phi bestimmt die Neigung der Schlupfgerade, wel-
che als Anerkennung eines Schlupfes dient. Auf dieser Schlupf-
gerade liegen die Impedanzen ZA, ZB und ZC.
Phi wird ebenfalls für die Bestimmung der Stromrichtung, bzw.
des Stromwandleranschlusses benützt:
60... 90 Grad Stromwandlersternpunkt auf Leitungsseite,
d.h. Anschluss gemäss Bild 12.4.
240...270 Grad Stromwandlersternpunkt auf Generatorseite.

Einstellwerte: ZA
Die Impedanz ZA ist die Impedanz auf der Schlupfgerade,
welche als Grenze der Zone2 und bei der Winkelmessung
gebraucht wird (siehe WarnWinkel und AusWinkel).
ZA soll gleich der Impedanz zwischen Einbauort und der Leer-
laufspannung des Ersatzbildes des ganzen angeschlossenen
Netzes eingestellt werden.

Einstellwert: ZB
Die Impedanz ZB ist die Impedanz auf der Schlupfgerade rück-
wärts, welche als Grenze der Zone1 und bei der Winkelmessung
gebraucht wird (siehe WarnWinkel und AusWinkel).
ZB soll gleich der Generatorimpedanz X'd rückwärts (mit nega-
tivem Vorzeichen) eingestellt werden.

Einstellwert: ZC
Die Impedanz ZC teilt die Schlupfgerade in zwei Zonen. Zone1
ist zwischen ZB und ZC und Zone2 ist zwischen ZC und ZA.
ZC soll gleich der Impedanz vom Einbauort bis zur ersten
Sammelschiene eingestellt werden.

3-267
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Bild 3.5.26.2 Ermittlung der Einstellwerte ZA, ZB, ZC, Phi nach
X'd, XT und ZS.

Einstellwert: WarnWinkel
Der Polradwinkel ist durch das Dreieck zwischen der momen-
tanen Impedanz und den Impedanzen ZA und ZB gegeben.
Gemessen wird jedoch im Dreieck zwischen der momentanen
Spannung und den Polradspannungen EA und EB, welches dem
Impedanzdreieck ähnlich ist.
Mit WarnWinkel zwischen 0° und 180° wird der Polradwinkel
bestimmt, von dem die Meldung Warnung abgegeben wird.
Mit WarnWinkel = 0° wird das Erfassen einer Polradbewegung
unverzögert gemeldet, sofern sie im An-sprechbereich der
Erfassung liegt.
Mit WarnWinkel ist es möglich den Betriebszustand des
Generators schon vor dem ersten Schlupf - bei dem gewählten
Polradwinkel WarnWinkel - noch zu beeinflussen. Mit dem
Polradwinkel bis ca. 135° kann z.B. die Maschine noch durch
Änderung der Erregung oder durch das Zuschalten von Drosseln
stabilisiert werden.
Mit WarnWinkel = 180° wird die Warnung erst mit dem ersten
Schlupf abgegeben, d.h. mit dem Signal Zone1 oder Zone2.
Richtwert: WarnWinkel = 110°.

3-268
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Bild 3.5.26.3 Ablaufbeispiel mit n1 = 1, WarnWinkel = 53°,


AusWinkel = 96°

3-269
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Einstellwert: AusWinkel
Der Winkel AusWinkel wird ausgewertet, wenn eine der Zonen
ihre Endzahl erreicht hat, d.h. n ³ n1 bzw. n2 ist.
Mit dem Wert AusWinkel = 180° werden die Auslösung AUS1
und die Signale AUS1, AUS2 unverzögert abgegeben.
Mit dem Wert AusWinkel = 0° werden diese Signale erst
gemeldet, wenn die Schlupferfassung zurückfällt, d.h. wenn der
Generator praktisch wieder synchron mit dem Netz ist.
Mit AusWinkel zwischen 180° und 0° (Richtwert 90°) wird der
Polradwinkel bestimmt, ab wann diese Signale abgegeben
werden.
Der Polradwinkel bei dem ausgelöst werden soll, wird nach
einem Betriebspunkt festgelegt, der
· kurz nach dem letzten zugelassenen Schlupf auftritt,
· günstig ist für den Schalter (kleinste Beanspruchung durch
wiederkehrende Spannung),
Richtwert: AusWinkel = 90°.

Einstellwerte: n1, n2, t-Rück


Die Anzahl der zulässigen Schlüpfe n1 bzw. n2 hängt von dem
geschützten Generator ab und muss von seinem Hersteller
angegeben werden.
Sind die Parameter n1 und n2 kleiner oder gleich 1, kann die
Rückfallzeit t-Rück beliebig klein eingestellt werden.
Ist n1 oder n2 grösser als 1, darf t-Rück nicht kleiner als die
Periode 1/fS der kleinsten zu erfassenden Schlupffrequenz fS
sein. Mit dem Richtwert von 5 Sekunden werden Schlupf-
frequenzen ab 0,2 Hz sicher erfasst.

3-270
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.27. Abhängig verzögerter Erdschluss-Überstromschutz


(I0-Invers)

A. Anwendung
Überstromfunktion mit stromabhängiger Verzögerung. Kann als
Reserveschutzfunktion zum Erdschluss-Richtungsschutz ver-
wendet werden, entweder mit externem 3 I0 Anschluss oder
interner 3 I0 Bildung.

B. Merkmale
· Auslösekennlinie (s. Bild 3.5.27.1) nach British Standard
B.S. 142 mit
c = 0.02 : normal inverse
c=1 : very inverse und long time earth fault
c=2 : extremely inverse.
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Externes 3 I0 Signal oder interne Berechnung aus den drei
Phasenströmen
· Erweiterter Einstellbereich gegenüber British Standard
B.S. 142.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Summenstromamplitude.

3-271
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - I0-Invers


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
c-Wert 1.00 (Auswahl)
k1-Wert s 013.5 0.01 200.0 0.01
I-Start IB 1.10 1.00 4.00 0.01
t-min s 00.0 00.0 10.0 0.1
Phasenzahl 1 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
IB-Wert IN 1.00 0.04 2.50 0.01
Blockierung Binaerwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
c-Wert
Konstante (Exponent) der Auslösecharakteristik nach BS 142
bzw. Wahl der RXIDG-Charakteristik.
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
I-Start
Ansprechwert (Anlauf der Auslösecharakteristik).
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.

3-272
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Phasenzahl
Definiert die Phasenzahl:
1 : Summenstrom direkt von einem Wandlereingang
3 : Summenstrom aus den 3 Phasen gebildet.
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen gegen-
über dem Nennstrom IN.
Blockierung
Eingang für das externe Blockieren der Funktion.
F: - nicht benutzt
T: - Funktion immer blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von
Schutzfunktionen).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-273
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E. Einstellhinweise

Freigabe der Relaisfunktion "I-Start"


Die stromabhängige Funktion des Relais wird freigegeben, wenn
der Strom "I-Start" erreicht und überschritten wurde. Die übliche
Einstellung von "I-Start" ist 1,1 IB.

Wahl der Relaischarakteristik "c-Wert"


Die Konstante c definiert die Form der stromabhängigen Charak-
teristik.
Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie
folgt eingestellt:
"normal inverse" : c = 0,02
"very inverse" und "long time earth fault" : c = 1,00
"extremely inverse" : c = 2,00

Bild 3.5.27.1 Auslösekennlinie I0-Invers (I = 3 I0)

Der Parameter "c-Wert" hat zusätzlich die Einstellmöglichkeit


"RXIDG". Damit wird eine Inverscharakteristik entsprechend
dem Inversrelais des Typs RXIDG gewählt:
t [s] = 5,8 - 1,35 ln (I / IB)
Der Parameter "k1-Wert" hat in diesem Fall keine Bedeutung.

3-274
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Multiplikationsfaktor "k1-Wert"
Der Faktor k1 ist ein Multiplikationsfaktor. Dieser Faktor erlaubt
es, die stromabhängigen Relais einer Relaiskette zu staffeln.
Z.B. bei der Charakteristik "very inverse" ist die Konstante c = 1
und der Faktor k1 gleich oder kleiner als 13,5. Die Auslösezeit t
ist durch die Gleichung
k1
t=
3 I0
-1
IB
definiert. Wenn die Relais z.B. bei 6fachem Bezugsstrom IB in
Stufen von 0,5 s gestaffelt werden sollen, dann ist der Faktor k1
nach der Formel
k1 = 5 t
zu berechnen. Wir bekommen für Zeiten zwischen 0,5 und 2,5 s
folgende Einstellerte k1:

t [s] k1 [s]
0,5 2,5
1 5
1,5 7,5
2 10
2,5 12,5

Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie


folgt eingestellt:
"normal inverse" : k1 = 0,14 s
"very inverse" : k1 = 13,5 s
"extremely inverse" : k1 = 80 s
"long time earth fault" : k1 = 120 s.

Minimale Auslösezeit "t-min"


Falls der Überstromzeitschutz als Reserveschutzfunktion zum
Erdschluss-Richtungsschutz eingesetzt wird, sollte die Minimal-
zeit "t-min" wie folgt eingestellt werden:
t-min = tGrund + tW
tGrund = Grundzeit der Erdschluss-Richtungsfunktion
tW = Wirkzeit der Erdschluss-Richtungsfunktion (1 s).

3-275
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Verknüpfung mit der Erdschluss-Richtungsfunktion


Der Überstrom-Zeitschutz arbeitet ungerichtet.
Durch eine zusätzliche Verknüpfung des Blockiereingangs mit
dem Richtungsentscheid der Erdschluss-Richtungsfunktion ("Mess
Vorw") kann eine gerichtete Auslösung erreicht werden. Der
Eingang muss invertiert werden, damit ein aktiver Vorwärts-
entscheid die Blockierung aufhebt.
Bei Verwendung dieser Verknüpfung, ist zu berücksichtigen,
dass beim Nichtansprechen von "Mess Vorw", wenn die Polari-
sationsspannung der Erdschluss-Richtungsfunktion zu klein ist,
die I0-Invers-Funktion nicht auslösen kann. Soll in diesem Fall
eine Auslösung erfolgen, so ist der Blockiereingang durch das
Signal "Mess Rück" der Erdschluss-Richtungsfunktion anzusteuern.

Verwendung bei einpoliger Wiedereinschaltung


Ist die einpolige Wiedereinschaltung erlaubt und ist die minimale
Auslösezeit "tmin" kleiner als die einpolige Pausenzeit einge-
stellt, so muss die I0-Invers-Funktion bei einpolig offenem Lei-
stungsschalter blockiert werden. Damit wird vermieden, dass sie
während der Pausenzeit, infolge der Lastströme in den beiden
anderen Phasen, dreipolig auslöst.

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
I-Start 1.1 IB
c-Wert anlagenbedingt
k1-Wert ist zu berechnen
t-min 0.00

3-276
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3.5.28. Schalterversagerschutz (SchalterVersag.)

A. Anwendung
· Redundante Auslösung (RED 1))
· Wiederholte Auslösung (SVS 2))
· Reserve Auslösung (SVS)
· Endfehler Auslösung (EFS 3))
· Unbedingte Auslösung (US 4))
· Externe Auslösung.

B. Merkmale
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1 oder 3phasiger Betrieb
· Blockierung
· zwei unabhängige Zeitstufen (t1, t2)
· Fernauslösung
· Deaktivierung der Auslösungen (RED, SVS, EFS, US)
· Identifikationsnummer für jeden binären Ein-, Ausgang.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom.

II. Binäre Eingänge


· 13205 Blockierung SVS
· 13710 Anregung L1
· 13720 Anregung L2
· 13730 Anregung L3
· 13740 Anregung L1L2L3
· 13705 Ext Anregung
· 13770 LeistSchalt-Aus
· 13775 LeistSchalt-Ein
· 13780 Ext Auslös t2
· 13785 Ext Auslös EFS

1) Redundant
2) Schalterversagerschutz
3) Endfehlerschutz
4) Unbedingter Schutz

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III. Binäre Ausgänge


· 23305 Aus t1
· 23315 Aus t1 L1
· 23320 Aus t1 L2
· 23325 Aus t1 L3
· 23310 Aus t2
· 23340 Fern Aus
· 23345 Red Aus L1
· 23350 Red Aus L2
· 23355 Red Aus L3
· 23375 EFS Fern Aus
· 23370 EFS Bus Aus
· 23330 Wiederh t1
· 23360 unbed Aus t1
· 23380 Ext Aus t1
· 23335 Reserv Aus t2
· 23365 unbed Aus t2

IV. Messwerte
· Stromamplitude L1
· Stromamplitude L2
· Stromamplitude L3.

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D. Dokumentation der Einstellparameter – SchalterVersag.


Parameter – Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
AUS-Befehle
AUS t1 B00000000
AUS t1 L1 B00000000
AUS t1 L2 B00000000
AUS t1 L3 B00000000
AUS t2 B00000000
FERN AUS B00000000
RED AUS L1 B00000000
RED AUS L2 B00000000
RED AUS L3 B00000000
EFS FERN AUS B00000000
EFS BUS AUS B00000000
Allgemeine Parameter
ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
I Wert IN 1.20 0.20 5.00 0.01
Verzögerung t1 s 0.15 0.02 60.00 0.01
Verzögerung t2 s 0.15 0.02 60.00 0.01
Verzögerung tEFS s 0.04 0.02 60.00 0.01
t Rück WiedHol s 0.05 0.02 60.00 0.01
t Rück SichAus s 0.05 0.02 60.00 0.01
t Puls FernAus s 0.05 0.02 60.00 0.01
t1 aktiv ein (Auswahl)
t2 aktiv ein (Auswahl)
Fern Aus aktiv ein (Auswahl)
EFS aktiv ein (Auswahl)
Red aktiv ein (Auswahl)
Start Ext aktiv ein (Auswahl)
Fern nach t1 (Auswahl)
Phasenzahl 3 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0

Blockierung SVS Binärwert F

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Text Einheit Default Min. Max. Schritt

Anregung L1 Binärwert F
Anregung L2 Binärwert F
Anregung L3 Binärwert F
Anregung L1L2L3 Binärwert F
Ext Anregung Binärwert F
LeistSchalt-Aus Binärwert F
LeistSchalt-Ein Binärwert F
Ext Auslös t2 Binärwert F
Ext Auslös EFS Binärwert F
Aus t1 Meldung ER
Aus t1 L1 Meldung ER
Aus t1 L2 Meldung ER
Aus t1 L3 Meldung ER
Aus t2 Meldung ER
Fern Aus Meldung ER
Red Aus L1 Meldung ER
Red Aus L2 Meldung ER
Red Aus L3 Meldung ER
EFS Fern Aus Meldung ER
EFS Bus Aus Meldung ER
Wiederh t1 Meldung ER
unbed Aus t1 Meldung ER
Ext Aus t1 Meldung ER
Reserv Aus t2 Meldung ER
unbed Aus t2 Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


AUS t1
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Aus t1 der Funktion wirkt (Matrix). Dieser Ausgang wird bei
einer wiederholten, externen bzw. unbedingten Auslösung
aktiviert.

3-280
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AUS t1 L1/L2/L3
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Aus t1 L1/L2/L3 der Funktion wirkt (Matrix). Dieser Ausgang
wird bei einer phasengetrennten, wiederholten Auslösung
aktiviert.
AUS t2
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Aus t2 der Funktion wirkt (Matrix). Dieser Ausgang wird bei
einer Reserve- bzw. einer unbedingten Auslösung nach der
zweiten Zeitstufe t2 aktiviert.
FERN AUS
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Fern Aus der Funktion wirkt (Matrix).
RED AUS L1/L2/L3
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Red Aus L1/L2L3 der Funktion wirkt (Matrix).
EFS FERN AUS
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
EFS Fern Aus der Funktion wirkt (Matrix).
EFS BUS AUS
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
EFS Bus Aus der Funktion wirkt (Matrix).
Parametersatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.).
I Wert
Ansprechwert des Stromkriteriums. Dieser Wert gilt für den
Schalterversagerschutz (SVS), Endfehlerschutz (EFS) sowie
die redundante Logik (RED).
Verzögerung t1
Verzögerungszeit der wiederholten Auslösung.
Verzögerung t2
Verzögerungszeit der Reserve Auslösung.
Verzögerung tEFS
Verzögerungszeit der Endfehler Auslösung.
t Rück WiedHol
Rückfallverzögerung der wiederholten, redundanten bzw.
Externen Auslösung.

3-281
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t Rück SichAus
Rückfallverzögerung der Reserveauslösungen.
t Puls FernAus
Impulslänge der Fernauslösungen.
t1 aktiv
Definiert den Zustand der Zeitstufe t1.
'ein' Zeitstufe t1 ist aktiv
'aus' Zeitstufe t1 ist nicht aktiv.
t2 aktiv
Definiert den Zustand der Zeitstufe t2.
'ein' Zeitstufe t2 ist aktiv
'aus' Zeitstufe t2 ist nicht aktiv.
FernAus aktiv
Definiert den Zustand der Fernauslösungen.
'ein' Fernauslösungen ist aktiv
'aus' Fernauslösungen ist nicht aktiv.
EFS aktiv
Definiert den Zustand der Endfehlerlogik.
'ein' Endfehler ist aktiv
'aus' Endfehler ist nicht aktiv.
Red aktiv
Definiert den Zustand der redundanten Logik.
'ein' redundante Logik ist aktiv
'aus' redundante Logik ist nicht aktiv.
Start Ext aktiv
Definiert den Zustand der unbedingten Logik.
'ein' unbedingte Logik ist aktiv
'aus' unbedingte Logik ist nicht aktiv.
Fern nach
Definiert den Zeitpunkt der Fernauslösung.
't1' nach Zeitstufe t1 des SVS
't2' nach Zeitstufe t2 des SVS.
Phasenzahl
Definiert die Anzahl der überwachten Phasen.
'1' Funktion arbeitet einphasig
'3' Funktion arbeitet dreiphasig.
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Strommessung.
Einstellbar sind ein- oder dreiphasige Stromwandler. Bei
dreiphasigen Stromwandlern muss der erste Kanal (Phase
R) der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.

3-282
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung SVS
Eingang für die Blockierung der Funktion.
F: nicht blockiert
T: blockiert
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Anregung L1/L2/L3
Anregung von SVS und RED in Phase L1/L2/L3
F: keine Anregung
T: Anregung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Anregung L1L2L3
Anregung von SVS und RED in allen drei Phasen
F: keine Anregung
T: Anregung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Ext Anregung
Anregung des US.
F: keine Anregung
T: Anregung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
LeistSchalt-Aus
Definiert den Status "offen" des Leistungsschalters. Dies wird
als Anregung des Endfehlerschutzes benutzt.
F: Schalter ist nicht offen
T: Schalter ist offen
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
LeistSchalt-Ein
Definiert den Status "geschlossen" des Leistungsschalters.
F: Schalter ist nicht geschlossen
T: Schalter ist geschlossen
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-283
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Ext Auslös t2
Eingang von den zweiten Zeitstufen der restlichen SVS in der
Anlage.
F: keine externe Auslösung nach t2
T: externe Auslösung nach t2
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Ext Auslös EFS
Eingang von den Endfehlerausgängen der restlichen SVS in
der Anlage.
F: keine externe Endfehler Auslösung
T: externe Endfehler Auslösung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Aus t1
Meldung einer Auslösung, die durch eine der folgenden
Logiken ausgelöst wurde:
· wiederholte Auslösung (siehe "Wiederh t1")
· externe Auslösung (siehe "Ext Aus t1")
· unbedingte Auslösung (siehe "unbedingt Aus t1").
Aus t1 L1/L2/L3
Meldung einer wiederholten Auslösung von Phase L1/L2/L3.
Aus t2
Meldung einer Reserve Auslösung. Diese Meldung kann
durch mehrere Logiken ausgelöst werden, diese wären:
· Reserve Auslösung t2 (siehe "Reserv Aus t2")
· unbedingt Aus t2 (siehe "unbed Aus t2").
Fern Aus
Meldung einer Fernauslösung.
Red Aus L1/L2/L3
Meldung einer Redundanten Auslösung in Phase L1/L2/L3.
EFS Fern Aus
Meldung einer Endfehler Auslösung. Diese Meldung besteht
aus einem Impuls mit der Länge ‚t Puls Fern Aus’ und wird
abgesetzt, falls die EFS Zeitstufe abgelaufen ist.
EFS Bus Aus
Meldung einer Endfehler Auslösung. Diese Meldung wird
abgesetzt, falls die EFS Zeitstufe abgelaufen ist, und stellt
nach Rückfall des Startsignals das Signal „t Rück Bus Aus“
zurück.

3-284
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Wiederh t1
Meldung einer wiederholten Auslösung nach t1. Diese
Meldung wird abgesetzt, falls in einer der Phasen die
Zeitstufe t1 des SVS abgelaufen ist.
unbed Aus t1
Meldung einer unbedingten Auslösung nach t1. Diese
Meldung wird abgesetzt, falls die Zeitstufe t1 des US
abgelaufen ist.
Ext Aus t1
Meldung einer externen Auslösung. Diese Meldung wird
abgesetzt, falls einer der Eingänge "Ext Auslös t2" oder
" Ext Auslös EFS" vorhanden ist.
Reserv Aus t2
Meldung einer Reserve Auslösung nach t2. Diese Meldung
wird abgesetzt, falls die Zeitstufe t2 des SVS abgelaufen ist.
unbed Aus t2
Meldung einer unbedingten Auslösung nach t2. Diese
Meldung wird abgesetzt, falls die Zeitstufe t2 des US
abgelaufen ist.

3-285
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E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert: I Wert
Auslöseverzögerung: Verzögerung t1
Verzögerung t2
Verzögerung tEFS

Rückfallverzögerung: t Rück WiedHol


t Rück SichAus
Impuls: t Puls Fern Aus

Aktivierungen: t1 aktiv
t2 aktiv
Fern Aus aktiv
EFS aktiv
Red aktiv
Start Ext aktiv.

Ansprechwert I Wert
Wird der Ansprechwert der SVS-Stromerfassung zu tief ein-
gestellt, so besteht nach einer erfolgreichen Auslösung die Gefahr,
dass die Stromerfassung des SVS zu spät zurückfällt. Dies kann
durch den Einfluss von Ausschwingvorgängen auf der Sekun-
därseite des Stromwandlers verursacht werden.
Eine Unterfunktion des SVS kann durch das zu hohe Einstellen
des Ansprechwertes verursacht werden. In einem solchen Fall
(z.B bei extremer Stromwandlersättigung) kann der gemessene
Strom des Wandlers wieder unter den Ansprechwert fallen. Der
SVS fällt zurück. Prinzipiell soll der Stromwert kleiner als der
minimale Kurzschlussstrom auf dem betreffenden Abzweig ein-
gestellt werden.

3-286
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Auslöseverzögerung t1, t2
Die Auslöseverzögerung ermöglicht die Einstellung des SVS
sowie des US an die jeweiligen Umgebungsparametern (Beispiel
Leistungsschalter). In Bild 3.5.28.1 ist der klassische Zeitablauf
einer Fehlerlöschung mittels Stromunterbrechung dargestellt.

Fehler- LS ist wiederholte


eintritt (1) Anregung (2) offen (3) Auslösung (4)

LS ist Reserve
offen (5) Auslösung (6)

Auslösezeit t LS offen tReset + tZuschlag

t LS offen tReset + tZuschlag

Verzögerung t1
Verzögerung t2

Bild 3.5.28.1 Zeitstufen t1, t2 des SVS/US

Erläuterung: Zeitablauf des SVS


(1) Ein Fehler ist aufgetreten und von einer Schutzeinheit er-
fasst worden.
(2) Nach der Arbeitszeit des Objektschutzes steht ein Aus-
Befehl am Leistungsschalter an, der gleichzeitig als Anregung
des SVS dient. Dies kann einphasig (Start Lx) oder dreiphasig
(Start L1L2L3) erfolgen. Gleichzeitig werden die
redundanten Meldungen aktiviert.
(3) Der Leistungsschalter hat den Stromkreis unterbrochen.
(4) Nach einer zusätzlichen Rückfallzeit tReset plus eines
Sicherheitszuschlags tZuschlag wird die Unterbrechung des
Stromkreises vom SVS erkannt und die Schutzfunktion
zurückgesetzt. Andernfalls wird eine Wiederauslösung
eingeleitet.
(5) Der Leistungsschalter hat den Stromkreis erfolgreich unter-
brochen nach der wiederholten Auslösung.

3-287
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(6) Nach einer zusätzlichen Rückfallzeit tReset plus eines


Sicherheitszuschlags tZuschlag wird die Unterbrechung des
Stromkreises vom SVS erkannt und die Schutzfunktion
zurückgesetzt. Andernfalls wird eine Reserve Auslösung
eingeleitet.
Wird eine einstufige Auslösung des SVS benötigt, kann die Zeit-
stufe t1 deaktiviert werden (siehe t1 aktiv). Das Zeitverhalten
des SVS entspricht in diesem Falle wie in Bild 3.5.28.1, wobei
der Wert der Verzögerung t1 dem Wert Null entspricht.

Erläuterung: Zeitablauf des US


(1) Ein Fehler ist aufgetreten und von einer Schutzeinheit
erfasst worden.
(2) Durch den Eingang Ext Anregung wird der US gestartet.
(3) Der Leistungsschalter hat geöffnet.
(4) Zeigt der Schalterhilfskontakt "LeistSchalt-Ein" nach der
Rückfallzeit tReset plus eines Sicherheitszuschlags tZuschlag
dem US immer noch an, dass dieser geschlossen ist, wird
eine Wiederauslösung eingeleitet.
(5) Der Leistungsschalter hat geöffnet nach der wiederholten
Auslösung.
(6) Zeigt der Schalterhilfskontakt "LeistSchalt-Ein" nach einer
zusätzlichen Rückfallzeit tReset plus eines Sicherheitszu-
schlags tZuschlag dem US immer noch an, dass dieser
geschlossen ist, wird eine Reserve Auslösung eingeleitet .

Verzögerung t1 ³ t LS offen + t Reset + t Zuschlag

Verzögerung t 2 ³ t LS offen + t Reset + t Zuschlag

tLS offen Öffnungszeit des Leistungsschalters inklusive


Löschzeit
tReset Rückstellzeit des Stromkriteriums 1)
tZuschlag Berücksichtigung der typischen Schwankungen der
effektiven Fehlerklärungszeit 2)

1) Siehe Rückstellzeit der Stromerfassung tReset


2) Siehe Sicherheitszuschlag tZuschlag

3-288
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Auslöseverzögerung tEFS
Die tEFS Einstellung kann aus Bild 3.5.28.2 entnommen werden,
welches einen klassische Zeitablauf einer Stromunterbrechung dar-
stellt.

LS LS ist EFS
Aus-Befehl (1) offen (3) Aus Meldung (4)

t LS offen
tReset + tZuschlag

t LS AUS tEFS

LeistSchalt-Aus (2)

Bild 3.5.28.2 Zeitablauf Endfehler

(1) Aus Befehl für den Leistungsschalter.


(2) Schalterhilfskontakte melden „Schalter ist offen“. Dies
wird der Funktion durch den Eingang "LeistSchalt-Aus"
angezeigt. Dieser wird als Anregung des EFS benutzt.
(3) Der Leistungsschalter hat den Stromkreis unterbrochen.
(4) Nach der Rückfallzeit plus eines Sicherheitszuschlags
tZuschlag wird die Unterbrechung des Stromkreises vom
Stromglied erkannt, und der EFS wird zurückgesetzt.
Andernfalls wird eine EFS Meldung abgesetzt.

tEFS ³ t LS offen - t LS AUS + t Reset + t Zuschlag

tLS offen Öffnungszeit des Leistungsschalters inklusive


Löschzeit
tLS AUS Öffnungszeit des Schalterhilfskontaktes
(Meldung „Schalter ist offen“)
tReset Rückstellzeit der Stromerfassung 3)
tZuschlag Berücksichtigung der typischen Schwankungen der
effektiven Fehlerklärungszeit 4)

3) Siehe Rückstellzeit der Stromerfassung tReset


4) Siehe Sicherheitszuschlag tZuschlag

3-289
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Rückstellzeit der Stromerfassung tReset


Die Rückstellzeit der Stromerfassung wird von der Netzanordnung
wie folgt bestimmt:
· Netzzeitkonstanten bis 300 ms
· Kurzschlussströme bis 40 IN

Hauptstromwandler TPX: tReset = 28 ms (IWert ³ 0.2 IN)

Hauptstromwandler TPY: tReset = 28 ms (IWert ³ 1.2 IN)


tReset = 38 ms (IWert ³ 0.4 IN).
Sicherheitszuschlag tZuschlag
Ein Sicherheitszuschlag von 20 ms wird empfohlen.

Rückfallverzögerung t Rück WiedHol, t Rück SichAus


Die Meldungen der Funktion verfügen über zwei unterschiedlich
einstellbare Rückfallverzögerungen.
t Rück WiedHol definiert die Rückfallverzögerung folgender
Meldungen: 23305 Aus t1
23315 Aus t1 L1
23320 Aus t1 L2
23325 Aus t1 L3
23345 Red Aus L1
23350 Red Aus L2
23355 Red Aus L3
23330 Wiederh t1
23360 unbed Aus t1
23380 Ext Aus t1.

t Rück SichAus definiert die Rückfallverzögerung folgender


Meldungen: 23310 Aus t2
23370 EFS Bus Aus
23335 Reserv Aus t2
23365 unbed Aus t2.

3-290
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Impuls t Pulse Fern Aus


t Pulse Fern Aus definiert die Impulsdauer der Fernauslösungen.
Diese wären: 23340 Fern Aus
23375 EFS Fern Aus.

Aktivierung einzelner Funktionen


Die Funktion verfügt über eine Anzahl von Aktivierungs- bzw. De-
aktivierungsmöglichkeiten.

t1 aktiv
Durch diese Einstellung kann die Zeitstufe t1 deaktiviert werden.
Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des Typs
"wiederholte Auslösung" nicht erscheinen.

t2 aktiv
Durch diese Einstellung kann die Zeitstufe t2 deaktiviert werden.
Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des Typs
"Reserve Auslösung" nicht erscheinen.

Fern Aus aktiv


Durch diese Einstellung kann die Fernauslösung deaktiviert wer-
den. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des Typs
"Fernauslösung" nicht erscheinen.

EFS aktiv
Durch diese Einstellung kann der Endfehlerschutz deaktiviert
werden. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des
Typs "Endfehler" nicht erscheinen.

Red aktiv
Durch diese Einstellung kann der redundant Schutz deaktiviert
werden. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des
Typs "redundant" nicht erscheinen.

Start Ext aktiv


Durch diese Einstellung kann der unbedingte Schutz deaktiviert
werden. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des
Typs "unbedingt" nicht erscheinen.

3-291
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3.6. Logikfunktionen

3.6.1. Steuerfunktion (FUPLA)


A. Anwendung
Die Steuerfunktion ist für die Datenerfassung, Überwachung und
Steuerung von Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen vor-
gesehen. Die Feldsteuerlogik kann für SF6-gas-isolierte- (GIS),
Innenraum- und Freiluftschaltanlagen in Einfach-, Doppel-, und
Mehrfach-Sammelschienenanordnungen ausgelegt werden.
Die Steuerfunktion verarbeitet die Stellungsmeldungen der
Schaltgeräte, die Messwerte und den Alarmzustand des Feldes
und stellt die benötigten Informationen der Kommunikations-
schnittstelle (IBB) zur Verfügung.
Die Steuerfunktion übernimmt Steuerbefehle von der über-
geordneten Stationsleitebene (SCS Substation Control System)
oder von der Vorortmimik, verarbeitet sie in der Feldsteuerlogik
und führt die Befehlsausgabe aus.
Die in der Steuerfunktion implementierte Verriegelung verhindert
unerlaubte Schalthandlungen die zur Beschädigung der Schalt-
anlage oder zur Gefährdung von Personen führen könnten.

B. Merkmale
Die Steuerfunktion wird projektspezifisch mit der Funktionsplan-
sprache CAP 316 erstellt. Sie beinhaltet im wesentlichen:
· Erfassung und Plausibilitätsprüfung von Stellungsmeldungen
· Ansteuerung der Schaltgeräte
· Verriegelung
· Überwachte Befehlsausgabe
· Laufzeitüberwachung
· Einbindung der Vorortmimik
· Alarmerfassung und Alarmverknüpfung
· Verarbeitung von Messwerten.
Es können bis zu acht FUPLA-Funktionen konfiguriert werden.
Die maximale Codegrösse für alle FUPLA-Funktionen zusam-
men ist 128 kB. Die Funktion FUPLA kann nicht kopiert und nicht
als 48. Funktion konfiguriert werden. Die Funktionsplansprache
CAP 316 ist in der Druckschrift 1MRB520059-Ude beschrieben.

3-293
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C. Ein und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Konstante, Messwerte von Schutzfunktionen, Eingänge
vom IBB, Abtastwerte

II. Analoge Ausgänge


· Messwert-Ausgänge

III. Binäre Eingänge


· Blockierung, Binäreingang zur Blockierung der FUPLA
· Binäreingänge, vom IBB, System, Schutzfunktionen

IV. Binäre Ausgänge


· Binärsignale, zum IBB, System, Schutzfunktionen,
Ereignisverarbeitung

V. Messwerte
· Messwert-Ausgänge.

3-294
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.1.1. Dokumentation der Einstellparameter FUPLA


Wenn die Funktion FUPLA neu konfiguriert wird, muss vor allen
anderen Parametern das Verzeichnis, in dem sich die Dateien
'project1.bin, project.cfg' befinden, eingegeben werden. Der Projekt-
name in der 'project1.bin' Datei wird automatisch als FUPLA-
Funktionsname verwendet, kann aber nachträglich editiert wer-
den.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREC316*4 - Steuerger„tÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmeÚNeue Funktion einfgen -----------¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ..... ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinst³ ÚFUPLA-----------------------------¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSch³ ³ Projekt Verzeichnis º>Verzeichnis º°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ³ ZURšCK ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ 1³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ 2³ À----------------------------------Ù°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ 3³ VDEW6 ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀ-³ ³ 4³ Flattererk. ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°³ ³ 5³ Verz”gerung ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°³ ³ 6³ Z„hler ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°À-³ 7³ Logik ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ 8³ UIfPQ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ 9³ St”rschreiber ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ 10³ Keine Funkt. ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ZU³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°À---À----------------------------------Ù°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 3.6.1.1 Eingabe des FUPLA-Verzeichnisses.

Danach können die einzelnen Parameter eingegeben werden.

ÚHauptmen ---------------¿
³ ³
³ ÚEinstellungen eingeben------------¿
³ ³ ³
³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndern-----------¿
³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÚBearbeitung einer Funktion---------¿
³ ³ ³ ³ ÉProject Name ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ ³ ³ ³ Eiº º
À-³ ³ ³ Naº Generelles º
³ ³ ³ Koº Zeitglieder º
³ ³ ³ L”º Bin„reing„nge º
À-³ ³ ZUº Bin„rsignale º
³ ³ º Messwert-Eing„nge º
³ À---º Messwert-Ausg„nge º
³ 10 Nº Projekt Verzeichnis º
³ ZURšº ZURšCK º
³ º º
À-----ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 3.6.1.2 Eingabe der einzelnen Parameter

3-295
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

3.6.1.1.1. Generelles
Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


Wiederh.Rate tief tief hoch 1
Zyklus Zeit ms 20 0 1000 1

Blockierung Binärwert F

Erläuterung der Parameter:


ParSatz4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
Wiederh.Rate
Bestimmt die Anzahl Abarbeitungen der FUPLA innerhalb
eines Umlaufes.
hoch: die FUPLA wird viermal pro Umlauf abgearbeitet.
mittel: die FUPLA wird zweimal pro Umlauf abgearbeitet.
tief: die FUPLA wird einmal pro Umlauf abgearbeitet.
Zyklus Zeit
Bestimmt das Zeitintervall, mit dem die Abarbeitung der
FUPLA gestartet wird.
Blockierung
(F® FALSE, T® TRUE, Binäreingang des Systems, Binär-
ausgang einer Schutzfunktion, Eingang von IBB).
Blockiert die FUPLA.

3-296
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.1.1.2. Zeitglieder
In diesem Fenster erscheinen EXTIN-Signale vom Typ Time-
factor sowie Signale in der Signalgruppe TMSEC.
Die Signale können an folgende Quellen angeschlossen werden:
· Messwertkonstante
Einstellbereich und Auflösung:
Signalgruppe TMSEC: 0...60.000 s, für TON
0...40.00 s, für TONS
Signaltyp TIMEFACTOR: 0...4000 s, für TONL
· Binärausgang (Messwert) einer Schutzfunktion
Die Faktoren ms (TON), 10 ms (TONS) 1 s (TONL) sind zu
beachten.
· Eingang von IBB
Die Faktoren ms (TON), 10 ms (TONS) 1 s (TONL) sind zu
beachten.

3.6.1.1.3. Binäreingänge
Binäreingänge können an folgende Quellen angeschlossen wer-
den:
· Immer EIN ("1")
· Immer AUS ("0")
· Binäreingang des Systems
· Binärausgang einer Schutzfunktion
· Eingang von IBB, 768 Eingänge, in 24 Gruppen zu 32 Signalen.

3.6.1.1.4. Binärsignale
Binärsignale können an folgende Senken angeschlossen wer-
den:
· Melde-LEDs
· Melderelais
· Ereignisverarbeitung (BinExtOut-Blöcke nicht)
· Binäreingang einer Schutzfunktion
· Auslöserelais
· Signale zu IBB, 768 Signale in 24 Gruppen zu 32 Signalen.

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3.6.1.1.5. Messwert-Eingänge
Messwert-Eingänge können an folgende Quellen angeschlossen
werden:
· Messwertkonstante,
Wertebereich Integer oder Prozent.
· Messwert einer Schutzfunktion,
der Wertebereich für Winkel ist ±180.00°, Ströme und Span-
nungen werden in Unit's übertragen.
· Eingang von IBB
Wertebereich Integer.
· Wandlerkanäle.

3.6.1.1.6. Messwert-Ausgänge
Messwert-Ausgänge können an folgende Senken angeschlossen
werden:
· Messwert Nr. 1...64.

3.6.1.1.7. Signallaufplan der Messwert-Ein- und Ausgänge

FUPLA
Funktions-Nr. 1
O1 V1
Messwert
IBB IBB Ausgänge
Output des KANAL 4 KANAL 9 Messwert Input des
SCS Eingänge SCS
O 64 V 64

64

Bild 3.6.1.3 Signallaufplan der Messwert-Ein- und Ausgänge

IBB Kanal-Nr. 4 ist nur schreibbar. IBB Kanal-Nr. 9 ist nur lesbar.
Der übertragbare Zahlenbereich im IBB-Kanal 4 ist -32768...
+32767, entsprechend 16 Bit Integer.

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3.6.1.2. FUPLA laden


Nach jeder Änderung in der FUPLA-Konfiguration wird der
FUPLA-Code neu geladen. Zum Laden nach FUPLA-internen
Änderungen, nachdem die neuen 'project1.bin, project.cfg' Da-
teien in das FUPLA-Verzeichnis kopiert wurden, muss aus dem
Hauptmenü 'Einstellungen eingeben' gewählt werden, in diesem
Fenster ZURÜCK, danach wird der neue FUPLA-Code, geladen.

ÚHauptmen---------------¿
³ ³
³ ÚEinstellungen eingeben------------¿
³ ³ ³
³ ³ Schutzfunktionen „ndern ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ ³ Hardware-Funktionen „nderº ABSPEICHERN? º
³ ³ System-Funktionen „ndern º <J>/<N> º
³ ³ Relaiseinstellungen aufliº º
³ ³ Einstellung in Datei abspÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
À-³ Einstellung von Datei laden ³
³ ZURšCK ³
³ ³
À----------------------------------Ù

Bild 3.6.1.4 Einstellungen eingeben, Abspeichern?

3-299
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

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3.6.2. Logik (Logik)

A. Anwendung
Logische Verknüpfung von binären Eingangssignalen oder von
Ausgängen der Schutzfunktionen, z.B. für
· Erzeugung anwendungsspezifischer Meldungen
· Realisierung erweiterter Schutzfunktionen.

B. Merkmale
· Binäre Eingangskanäle einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen der Schutzfunktionen
· Alle Eingangskanäle sind invertierbar
· Folgende Logiken können gewählt werden:
· ODER-Verknüpfung von 4 Eingängen
· UND-Verknüpfung von 4 Eingängen
· RS-Flipflop mit 2 Setzeingängen und 2 Rücksetzeingängen:
· Ist mindestens einer der Rücksetzeingänge "1", so ist
der Ausgang "0".
· Ist mindestens einer der Setzeingänge "1" und keiner
der Rücksetzeingänge "1", so ist der Ausgang "1".
· Sind alle Eingänge "0", so bleibt der Ausgangszustand
gespeichert.
· Bei jeder Logik ist ein zusätzlicher Blockiereingang vorhanden.
Ist der Blockiereingang "1", so wird der Ausgang immer auf
"0" zurückgesetzt.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· 4 Logikeingänge
· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Auslösung

IV. Messwerte
· keine.

3-301
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Logik


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Logik-Modus ODER (Auswahl)
BinAusgang Meldung ER
Blockierung Binärwert F
BinEin1 (R1) Binärwert F
BinEin2 (R2) Binärwert F
BinEin3 (S1) Binärwert F
BinEin4 (S2) Binärwert F

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Logik-Modus
definiert die mit den 4 binären Eingängen auszuführende Logik.
Einstellmöglichkeiten:
· ODER: ODER-Verknüpfung aller 4 binären
Eingänge
· UND: UND-Verknüpfung aller 4 binären Eingänge
· RS-Flipflop: Kippglied mit 2 Setzeingängen (S1 und S2)
und 2 Rückstelleingängen (R1 und R2).
Der Ausgang wird gesetzt bzw. zurück-
gestellt, wenn mindestens einer der ent-
sprechenden Eingänge logisch "1" ist
(ODER-Verknüpfung).
Rückstelleingänge haben Priorität vor den
Setzeingängen.
BinAusgang
Meldung der Auslösung.

3-302
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion.
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Bei aktivem Blockiereingang ist der Ausgang immer
logisch "0".
Bei der Flipflopfunktion wirkt der Blockiereingang wie ein
Rückstelleingang.
BinEin1 (R1), BinEin2 (R2), BinEin3 (S1), BinEin4 (S2)
Binäreingänge 1 bis 4 (UND- bzw. ODER-Funktion)
Rückstelleingänge 1 und 2 sowie Setzeingänge 1 und 2
(RS-Flipflop)
F: - nicht verwendet (bei Logik-Modus = ODER
bzw. RS-Flipflop)
T: - nicht verwendet (bei Logik-Modus = UND)
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

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3.6.3. Verzögerung / Integrator (Verzögerung)

A. Anwendung
Allgemeines Verzögerungsglied für
· zeitliche Integration von binären Signalen, z.B. der Aus-
gangssignale der Erregerausfallfunktion (Aussertrittfall-
schutz) oder der Rückleistungsfunktion
· Verlängerung von kurzen Eingangssignalen
(Impulsverlängerung)
· Einfache Zeitverzögerung.

B. Merkmale
· Eingangskanal und Blockiereingang einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen der Schutzfunktionen
· Eingangskanal und Blockiereingang sind invertierbar
· Einstellbare Rückfallzeit
· 2 Arten der Zeitverzögerung einstellbar
· Integration: Nur die Zeit mit Eingangssignal auf logisch "1"
wird beim Ablauf der Verzögerungszeit berücksichtigt.
· Keine Integration: Die gesamte Zeit ab Anlaufbeginn bis
zu einem eventuellen Rückfall der Funktion wird beim
Ablauf der Verzögerungszeit berücksichtigt.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Eingangssignal
· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Zeit ab Anlaufbeginn.

3-305
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Verzögerung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
AUS-Zeit s 01.00 00.00 300.00 0.01
Rück-Zeit s 00.01 00.00 300.00 0.01
Integration 0/1 0 0 1 1
Binäreingang Binärwert F
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
AUS-Zeit
Verzögerungszeit zwischen Anlaufbeginn und Auslösebefehl.
Rück-Zeit
Rückfallzeit nach Verschwinden des Eingangssignals.
Integration
Bestimmt das Verhalten bei zeitweise verschwindendem
Eingangssignal:
0: Die Verzögerungszeit wird durch das verschwindende
Eingangssignal nicht beeinflusst, solange die Rückfall-
zeit nicht abgelaufen ist (s. Bild 3.6.3.1).
1: Die Zeit mit vorhandenem Eingangssignal wird integriert.
Die Auslösung erfolgt erst, wenn die integrierte Zeit
grösser als die Verzögerungszeit ist (s. Bild 3.6.3.2).

3-306
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Binäreingang
Eingang des Zeitgliedes.
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-307
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tR tR tR

Anlauf
0 t 0 t

Impuls-
Verlängerung
0 t 0 t

tA tA
(keine (keine
Auslösung) Auslösung)
Auslösung
0 t 0 t

tR
tR tR

Anlauf
0 t 0 t

Impuls-
Verlängerung
0 t 0 t

tA tA
(keine
Auslösung)
Auslösung
0 t 0 t

HEST 935 019 C

Anmerkung: Es gibt nur eine Auslösung, wenn innerhalb tR auch der


Anlauf ansteht.
tA Auslösezeit ("Aus-Zeit")
tR Rückfallzeit ("Rück-Zeit")

Bild 3.6.3.1 Wirkung der Funktion "Verzögerung" ohne Integration

3-308
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

tR tR tR

Anlauf
0 t 0 t
Einstellwert
Einstellwert

tint tint

Integration
0 t 0 t

(keine (keine
Auslösung) Auslösung)
Auslösung
0 t 0 t

tR tR tR tR
Anlauf
0 t 0 t

Einstellwert Einstellwert
tint tint
Integration
0 t 0 t

Auslösung
0 t 0 t

HEST 935 020 C

tint integrierte Zeit für Auslösung


tR Rückfallzeit ("Rück-Zeit")
Einstellwert "AUS-Zeit"

Bild 3.6.3.2 Wirkung der Funktion "Verzögerung" mit Integration

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3.6.4. Entprellen (Entprellen)

A. Anwendung
Unterdrückt das Prellen von binären Eingangssignalen. Findet
nur Verwendung für Signale von binären Eingabekarten.
B. Merkmale
· Einstellbare maximale Prellzeit.
· Die erste auftretende Flanke des entsprechenden Eingangs-
signals wird um die Zeit ‘t-Überwachg.‘ verlängert.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Binärwerte (Eingangssignale)

III. Binäre Ausgänge


· keine

IV. Messwerte
· keine.

3-311
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Entprellen


Parameter Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

BinEin 1 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms
BinEin 2 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms
BinEin 3 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms
.
.
BinEin 16 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms

Erläuterung der Parameter:


BinEin 1 ... 16
Binäreingang Nr. 1 ... 16
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge.
t-Überwachg.(pro Kanal)
Einstellwert der maximalen Prellzeit.

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E. Einstellhinweis
Die erste auftretende Flanke des entsprechenden Eingangs-
signals wird um die Zeit ‘t-Überwachg.‘ verlängert.

Funktionen, die entprellte Eingangssignale verwenden


sollen, sind direkt an die entsprechenden Binäreingänge
anzuschliessen.
Die Funktion ‘Entprellen‘ darf nur einmal pro Parametersatz
konfiguriert werden.

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3.6.5. LDU-Ereignisse (LDU Ereignisse)

A. Anwendung
Erzeugt Ereignisse, die auf der lokalen Anzeige (LDU = Local
Display Unit) dargestellt werden können. Besitzt die Möglichkeit,
einen benutzerdefinierten Namen zu setzen.

B. Merkmale
· Binäre Eingangskanäle einstellbar aus
· Binäre Eingangssignale
· Ausgangssignale der Schutzfunktionen
· Alle Eingangskanäle sind invertierbar
· Direkte Verknüpfung von Ein- zu Ausgang: Eingang 1 wirkt
direkt auf den Ausgang 1, Eingang 2 auf Ausgang 2 etc.
· Ein zusätzlicher Blockiereingang erlaubt das Blockieren der
ganzen Funktion: Alle Ausgänge sind bei aktivem Blockier-
eingang auf “0” zurückgesetzt.
Die Ereignismeldung nennt nicht den Namen des Ausganges
sondern den Namen des auf den Eingang verdrahteten Signals.

C. Ein- und Ausgänge

Wandlereingänge
· Keine

Binäre Eingänge
· 4 einzelne Eingänge
· Blockierung

Binäre Ausgänge
· 4 einzelne Ausgänge

Messwerte
· Keine.

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D. Dokumentation der Einstellparameter – LDU Ereignisse


Parameter – Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 000000000
Blockierung Binärwert F
BinEingang1 Binärwert F
BinEingang2 Binärwert F
BinEingang3 Binärwert F
BinEingang4 Binärwert F
BinAusgang1 Meldung ER
BinAusgang2 Meldung ER
BinAusgang3 Meldung ER
BinAusgang4 Meldung ER

Erläuterung der Parameter


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
hat keine Funktion, immer “0”.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion.
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Bei aktivem Blockierungseingang sind alle Ausgänge immer
logisch “0”.
BinEingang1, BinEingang2, BinEingang3, BinEingang4
Binäre Eingänge 1 bis 4. Jeder Eingang wirkt direkt auf den
entsprechenden Ausgang. Nur die Invertierung und die Blok-
kierung können einen Einfluss auf die direkte Verbindung
haben.

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BinAusgang1, BinAusgang2, BinAusgang3, BinAusgang4


Meldeausgänge 1 bis 4. Jeder Eingang wirkt direkt auf den
entsprechenden Ausgang. Die Ereignismeldung kann ein-
oder ausgeschaltet werden. Wenn eingeschaltet, erscheint
dieses Ereignis auch auf der lokalen Anzeige.

Hinweis:
Im Gegensatz zu allen anderen Funktionen zeigt die Ereignis-
liste nicht den Namen des Ausganges, sondern den Namen des
Signals, das auf den entsprechenden Eingang verdrahtet ist.
Damit und mit der Möglichkeit, der Funktion einen aussage-
kräftigen Namen zu geben, ist es möglich, einfach verständliche
Ereignisse in die Liste aufzunehmen und an der lokalen Anzeige
zur Darstellung zu bringen.

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3.6.6. Zähler (Zähler)

A. Anwendung
Allgemeiner Zähler, z.B. für
· Zählen von Ausgangsimpulsen der Erregerausfallfunktion
oder der Rückleistungsfunktion
· Verlängerung von kurzen Eingangssignalen
(Impulsverlängerung).

B. Merkmale
· Eingangskanal und Blockiereingang einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen der Schutzfunktionen
· Eingangskanal und Blockiereingang sind invertierbar.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Eingangssignal
· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Aktueller Zählerstand.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Zähler


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Zahl-Schwell 1 1 100 1
Rückfallzeit s 00.04 00.01 30.00 00.01
Rück-Zeit s 010.0 000.1 300.0 000.1
Binäreingang Binärwert F
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Zahl-Schwell
Anzahl der Eingangsimpulse für eine Auslösung.
Rückfallzeit
Dauer des Auslösesignals nach Verschwinden des
Eingangssignals, das zur Auslösung geführt hat.
Rück-Zeit
Rückfallzeit nach Verschwinden des Eingangssignals.
Nach Ablauf dieser Zeit wird der Zähler zurückgestellt,
sofern keine Auslösung erfolgt ist.
Binäreingang
Eingang des Zählers.
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-320
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.7. Messfunktionen

3.7.1. Messfunktion (UIfPQ)

A. Anwendung
Messung von Spannung, Strom, Wirkleistung, Blindleistung und
Frequenz, z.B. zur Anzeige auf dem Bediengerät oder zur Über-
tragung und Weiterverarbeitung mittels Stationsleitsystem.

B. Merkmale
· 1-phasige Messung (1 Spannungs- und 1 Stromeingang)
· Spannungsmessung direkt oder optional verkettet (wenn
Spannungswandler 3-phasig in Sternschaltung vorhanden
sind)
· Auswertung der grundfrequenten Anteile
· Hohe Genauigkeit im Frequenzbereich (0,9...1,1) fN
· Frequenzmessung vom Spannungseingang (oder bei kleiner
Spannung vom Strom) abgeleitet; bei sehr kleinen Eingangs-
signalen wird Nennfrequenz gemessen
· mindestens ca. 1 Messung pro Sekunde
· Unterdrückung von Gleichspannungs- und Gleichstrom-
komponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen in Spannung und
Strom
· Kompensation anschluss- und messfehlerbedingter Phasen-
verschiebungen möglich.
C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung
· Strom

II. Binäre Eingänge


· keine

III. Binäre Ausgänge


· keine

IV. Messwerte:
· Spannung (Einheit UN)
· Strom (Einheit IN)
· Wirkleistung (Einheit PN (P))
· Blindleistung (Einheit PN (Q))
· Frequenz (Einheit Hz).

3-323
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D. Dokumentation der Einstellparameter - UIfPQ


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz. 4..1 P1 (Auswahl)


Stromkanal Wandlereing. 0
Winkel Grad 000.0 -180.0 180.0 0.1
Spgs.kanal Wandlereing. 0
PN-Wert UN*IN 1.000 0.200 2.500 0.001
Spngs.Modus direkt (Auswahl)

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
Stromkanal
Definiert den Strom-Eingangskanal.
Es können alle Stromeingänge eingestellt werden.
Winkel
gibt den charakteristischen Winkel der Wirkleistungsmes-
sung an. Für die Blindleistungsmessung wird der Winkel
ebenfalls berücksichtigt.
Der Standardwert 0.0 Grad ist immer beizubehalten, wenn
die Spannungs- und Stromeingänge bei reiner Wirkleistung
in Phase sind, z.B. bei Messung der Spannung Leiter-Erde
und des Stromes im gleichen Leiter.
Von 0.0 abweichende Einstellungen sind für folgende Fälle
erforderlich:
· Kompensation von Winkelfehlern bei Strom- oder Span-
nungsmessung
· Korrektur der Phasenverschiebung zwischen Phasen-
spannung und verketteter Spannung
· Korrektur der Phasenverschiebung zwischen Spannungs-
und Strommmessung allgemein (z.B. bei Messung der
Spannung S-T und des Stromes R).
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.

3-324
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

PN-Wert
Nennleistung bezogen auf UN x IN. Damit kann eine Amplitu-
denanpassung der gemessenen Leistung erfolgen, z.B. um
den Nenn-Leistungsfaktor eines Generators zu berücksichti-
gen.
Spngs.Modus
definiert die Art der Spannungsmessung und ebenfalls die
damit ausgeführten Leistungsberechnungen. Einstellmög-
lichkeiten:
· direkt die Spannung wird direkt aus dem einge-
stellten Spannungseingang bestimmt
· verkettet die Spannung wird als verkettete Spannung
zwischen dem eingestellten Spannungskanal
und dem zyklisch folgenden Spannungskanal
bestimmt.
Nicht erlaubt bei 1-phasigem Spannungsein-
gang und nicht erlaubt bei verkettetem Span-
nungseingang.

3-325
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E. Einstellhinweis
Um die optimale Genauigkeit der Messfunktion zu erhalten,
muss die Funktion sorgfältig eingestellt werden. Folgende Hin-
weise sind zu beachten:
· Wandlerkanal-Referenzwerte
Die Wandlerkanal-Referenzwerte für den Spannung- und
den Strom-Eingangskanal müssen so eingestellt sein, dass
von der Funktion bei Nennwerten am Eingang auch die
Werte 1.000 UN bzw. 1.000 IN gemessen werden.
In den meisten Fällen kann der Defaultwert für den Wandler-
kanal-Referenzwert (1.000) beibehalten werden. Bei Ände-
rungen des Referenzwertes 3-phasiger Strom- oder Span-
nungseingänge ist zu beachten, dass für alle Phasen dersel-
be Referenzwert gilt.
· Winkelkorrektur "Winkel"
Für die richtige Messung von Wirk- und Blindleistung muss
der Parameter "Winkel" richtig eingestellt sein. Der Default-
wert 0.0 Grad kann in vielen Fällen beibehalten werden,
wenn die Leiter-Erd-Spannung und der Strom des gleichen
Leiters gemessen werden.
Eine spezielle Einstellung ist in folgenden Fällen notwendig:
a) Die Spannungsmessung erfolgt verkettet, z.B.
Auswertung von Spannung zwischen den Leitern R - S,
Strom im Leiter R:
=> Winkelkorrektur: +30.0 Grad.
b) Fehlwinkel von Strom- und Spannungswandler sollen
kompensiert werden.
=> Winkelkorrektur: je nach Eichung z.B. -5.0...+5.0 Grad.
c) Die Messrichtung bzw. die Wandlerpolarität soll
geändert werden.
=> Winkelkorrektur: +180.0 Grad bzw. -180 Grad.
Sind mehrere Fälle zu berücksichtigen, sind die einzelnen
Winkelkorrekturen zu addieren.
Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss dem
Anschlussbeispiel im Griff 12.
· Leistungs-Bezugswert "PN-Wert"
In den meisten Fällen kann der voreingestellte Wert 1.000
beibehalten werden. Da sich bei der Leistungsberechnung
Fehler im Spannungs- und im Stromreferenzwert überlagern,
ist zum Erreichen optimaler Genauigkeit eine Feineinstellung
sinnvoll.

3-326
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Die optimale Einstellung der Parameter "Winkel" und "PN-Wert"


ist mit einem genauen Prüfgerät folgendermassen zu überprüfen
bzw. festzulegen:
a) Einspeisung reiner Wirkleistung bei Nennspannung und
Nennstrom.
b) Die angezeigte Wirkleistung muss möglichst genau 1.000
sein, bzw. symmetrisch um diesen Wert schwanken.
=> Bei Bedarf Einstellung "PN-Wert" verändern.
c) Die angezeigte Blindleistung muss möglichst genau 0.000
sein, bzw. symmetrisch um diesen Wert schwanken.
=> Bei Bedarf Einstellung "Winkel" verändern.

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3.7.2. Plausibilität-Strom 3-phasig (Prüfung-I3ph)

A. Anwendung
Plausibilitätskontrolle von 3-phasigen Stromeingängen für
· die Überwachung der Symmetrie des 3-phasigen Systems
· die Überwachung des Summenstroms
· die Überwachung der Wandlereingangskanäle.

B. Merkmale
· Auswertung von
· Summe der 3 Phasenströme
· Phasenfolge der 3 Phasenströme
· Vergleich der Summe der Phasenströme mit einem
Summenstromeingang ist möglich
· Amplitudenanpassung für den Summenstrom
· Blockierung bei grossen Strömen (über 2 x IN)
· Blockierung der Überwachung der Phasenfolge bei kleinen
Strömen (unter 0,05 IN)
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Phasenströme
· Summenstrom (optional)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Auslösung

IV. Messwerte:
· Betrag der Differenz zwischen der Summe der 3 Phasen-
ströme und dem Summenstrom.

3-329
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Prüfung-I3ph


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
I-Wert IN 0.20 0.05 1.00 0.05
Verzögerung s 10.0 0.1 60.0 0.1
Stromw.-Komp 01.00 -2.00 +2.00 0.01
Stromkanal Wandlereing. 0
Sum.-Eing. Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
I-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl
Nicht erlaubte Einstellung:
£ 1 s für Ansprechwerte £ 0,2 IN.
Stromw.-Komp
Amplitudenanpassungsfaktor für den Summenstromeingang.
Damit können unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse der
Primärwandler für Phasen- und Nullgrössen ausgeglichen
werden.
Durch negative Werte kann die Polarität der Summengrösse
gewechselt werden.

3-330
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Stromkanal
Definiert den Strom-Eingangskanal.
Einstellbar sind alle 3-phasigen Stromeingänge.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
Sum.-Eing.
Summenstrom-Eingangskanal. Einstellbar sind alle 1-phasi-
gen Stromeingänge.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

Anmerkung:
Bei einer falschen Phasenfolge kommt es unabhängig vom An-
sprechwert (I-Wert) zur Auslösung.

3-331
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3.7.3. Plausibilität-Spannung 3-phasig (Prüfung-U3ph)

A. Anwendung
Plausibilitätskontrolle von 3-phasigen Spannungseingängen für
· die Überwachung der Summe der Phasenspannungen
· die Überwachung der durch die Nullkomponente verursachten
Unsymmetrie des 3-phasigen Systems
· die Überwachung der Wandlereingangskanäle.

B. Merkmale
Auswertung von
· Summe der 3 Phasenspannungen
· Phasenfolge der 3 Phasenspannungen
· Vergleich der Summe der Phasenspannungen mit einem
Summenspannungseingang ist möglich
· Amplitudenanpassung für die Summenspannung
· Blockierung bei grossen Spannungen (über 1,2 ´ UN )
· Blockierung der Überwachung der Phasenfolge bei kleinen
Spannungen (unter 0,4 ´ UN (verkettete Spannung))
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.
Eine Auswertung ist nur möglich bei sterngeschalteten Ein-
gangswandlern, die eine Messung der Summenspannung er-
möglichen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Phasenspannungen
· Summenspannung (optional)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Auslösung

IV. Messwerte:
· Betrag der Differenz zwischen der Summe der 3 Phasen-
spannungen und der Summenspannung.

3-333
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Prüfung-U3ph


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
U-Wert UN 0.20 0.05 1.20 0.1
Verzögerung s 10.0 0.1 60.0 0.1
Spgs.w.-Komp 01.00 -2.00 +2.00 0.01
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Sum.-Eing. Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
U-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl
Nicht erlaubte Einstellung:
£ 1 s für Ansprechwerte £ 0,2 UN.
Spgs.w.-Komp
Amplitudenanpassungsfaktor für den Summenspannungs-
eingang. Damit können unterschiedliche Übersetzungsver-
hältnisse der Primärwandler für Phasen- und Nullgrössen
ausgeglichen werden.
Durch negative Werte kann die Polarität der Summengrösse
gewechselt werden.

3-334
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Einstellbar sind alle 3-phasigen Spannungseingänge.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
Nicht sinnvoll, bei im Dreieck geschalteten Spannungs-
wandlern!
Sum.-Eing.
Definiert den Summenspannung-Eingangskanal.
Einstellbar sind alle 1-phasigen Spannungseingänge.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

Anmerkung:
Bei einer falschen Phasenfolge kommt es unabhängig vom An-
sprechwert (U-Wert) zur Auslösung.

3-335
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3-336
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3.7.4. Störschreiber (Störschreiber)

A. Anwendung
Aufzeichnen von Strom- und Spannungsverläufen und Funktions-
messwerten vor, während und nach dem Ansprechen einer
Schutzfunktion.

B. Merkmale
· Aufzeichnen von bis zu 9 Wandlereingängen
· Aufzeichnen von bis zu 12 Funktionsmesswerten
· Aufzeichnen von bis zu 16 binären Eingängen
· Aufzeichnung mit einer Abtastrate von 12 Abtastungen pro
Periode (d.h. 600 bzw. 720 Hz)
· Aufzeichnungsdauer bei Aufzeichnung von 9 analogen und
8 binären Signalen zirka 5 Sekunden
· Auslösen der Aufzeichnung wählbar durch Generalanlauf
oder Generalauslösung oder durch beliebiges binäres Signal
(binärer Eingang oder Ausgang einer Schutzfunktion).
· Aufzeichnen der Daten in einem Ringbuffer. Die älteste Auf-
zeichnung kann gelöscht werden, um im Speicher Platz für
eine neue Aufzeichnung zu schaffen.
· Verhalten bei vollem Speicher wählbar: Entweder 'Stop
der Aufzeichnung' oder 'Überschreiben der ältesten Auf-
zeichnung'.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· alle vorhandenen Eingänge möglich

II. Messwert Eingänge

· alle vorhandenen Funktionsmesswerte möglich

III. Binäre Eingänge:


· alle vorhandenen Eingänge möglich (auch Ausgänge von
Schutzfunktionen)

IV. Binäre Ausgänge:


· Anlauf der Aufzeichnung
· Speicher voll

V. Messwerte:
· keine.

3-337
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Störschreiber


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


Stations Nr 1 0 99 1
Vorgeschichte ms 40 40 400 20
Ereignis ms 100 100 3000 50
Nachgeschicht ms 40 40 400 20
Aufz. Modus A (Auswahl)
Trig. Modus TrigBeiStart (Auswahl)
Speicherart StopBeiVoll (Auswahl)
Bin Ausgang Meldung ER
SpeicherVoll Meldung ER
AnalogEin1 Wandlereing.
AnalogEin2 Wandlereing.
.
.
AnalogEin12 Wandlereing.
BinEin1 Binärwert F
BinEin2 Binärwert F
.
.
BinEin16 Binärwert F
BinEin1 Kein Trigger (Auswahl)
BinEin2 Kein Trigger (Auswahl)
.
.
BinEin16 Kein Trigger (Auswahl)
MessEin1 Messwert
.
.
MessEin12 Messwert
MessSkala1 Faktor 1 1 1000 1
.
.
MessSkala12 Faktor

3-338
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Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
Es sollte nur die Originalfunktion in jedem Satz aktiv sein.
Falls jedoch ein Störschreiber in jedem Parametersatz aktiv
ist oder von der Originalfunktion kopiert wurde, muss folgen-
des beachtet werden:
Beim Umschalten in einen anderen aktiven Parametersatz
werden die alten Aufzeichnungen gelöscht, um Fehlinterpre-
tationen zu vermeiden. Sie müssen daher vor dem Umschal-
ten ausgelesen werden.
StationsNr
definiert die Nummer des Aufzeichnungsgerätes. Damit wer-
den die Aufzeichnungen für die Auswertung gekennzeichnet.
Vorgeschichte
definiert die Zeitdauer der Aufzeichnung vor dem Trigger-
zeitpunkt.
Ereignis-Zeit
definiert die maximale Ereignislänge (Aufzeichnungsmodus A).
Bei Aufzeichnungsmodus B wird damit die Zeitdauer der
Aufzeichnung definiert.
Nachgeschichte
definiert die Zeitdauer der Aufzeichnung nach dem Ablauf
der Ereigniszeit.
Aufz. Modus (Aufzeichnungsmodus)
definiert die Art der Aufzeichnung. Einstellmöglichkeiten:
A: Solange das Triggersignal aktiv ist, wird aufgezeichnet.
(minimale Zeit = 100 ms, maximale Zeit = definierte Er-
eignis Zeit).
B: Nach dem Erscheinen des Triggers wird immer während
der definierten Ereigniszeit aufgezeichnet.
Trig.Modus
bestimmt Triggerart und Aufzeichnung der binären Signale.
Die definierten Wandlerkanäle werden immer aufgezeichnet.
Einstellmöglichkeiten:
· TrigBeiStart: Die Triggerung erfolgt beim Anlaufen einer
Schutzfunktion (Generalanlauf). Keine Aufzeichnung von
binären Signalen.

3-339
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· TrigBeiAus: Die Triggerung erfolgt beim Auslösen einer


Schutzfunktion (Generalauslösung). Keine Aufzeichnung
von binären Signalen.
· TrigBeiBin: Das Triggersignal ist durch BinEin1 bestimmt.
Keine Aufzeichnung von binären Signalen.
· TrigBeliebBi: Es werden die definierten binären Signale
aufgezeichnet. Der Start der Aufzeichnung erfolgt durch
eine ODER-Verknüpfung der als Trigger bezeichneten
Eingänge.
· TrigStart&Bi: Es werden die definierten binären Signale
aufgezeichnet. Der Start der Aufzeichnung erfolgt durch
eine ODER-Verknüpfung der als Trigger bezeichneten
Eingänge und auf Anlaufen einer Schutzfunktion
(Generalanlauf).
· TrigAusl&Bin: Es werden die definierten binären Signale
aufgezeichnet. Der Start der Aufzeichnung erfolgt durch
eine ODER-Verknüpfung der als Trigger bezeichneten
Eingänge und auf Auslösen einer Schutzfunktion
(Generalauslösung).
Hinweis:
Wenn bei Triggerbedingungen, die ODER verknüpft sind, eine
der Triggerbedingungen erfüllt ist, haben weitere Triggerbe-
dingungen keinen Einfluss, es erfolgen keine weiteren Aufzeich-
nungen. In diesem Zustand löst ein Reset des Störschreibers
eine Aufzeichnung aus.
Speicherart
bestimmt das Verhalten bei vollem Speicher:
· StopBeiVoll: Wenn der Speicher voll ist, werden keine
Daten mehr aufgezeichnet.
· Ueberschreib: Wenn der Speicher voll ist, werden die
Daten der ältesten Aufzeichnung(en) gelöscht und mit
den neuen Daten überschrieben.
BinAusgang
Ausgang für die Signalisierung der Aufzeichnung.
SpeicherVoll
Ausgang für die Meldung, dass der Speicher bald voll sein
wird: Wird aktiv, wenn drei Viertel des Speichers belegt sind.
Mindestens eine einzelne Aufzeichnung hat im Normalfall
nach Erscheinen dieses Ausgangs noch Platz im Speicher.

3-340
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AnalogEin1...AnalogEin12
definieren die aufzuzeichnenden Wandlereingänge. Der Wert
definiert die Eingangsnummer.
Es ist für die Aufzeichnung nicht nötig, dass die Nummern
der Wandlereingänge mit denjenigen des Wandlerkanales
übereinstimmen. Es dürfen jedoch keine Lücken entstehen
(Wert Null).
BinEin1...BinEin16
definieren die aufzuzeichnenden Binäreingänge (für die Trig-
germodi "TrStrt&Bin, TrBeLiebBin, TrAusl&Bin"). Binär-
adresse (Binäreingang oder Ausgang einer Schutzfunktion).
F®FALSE oder T®TRUE bedeutet keine Aufzeichnung.
Die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge ist nicht erfor-
derlich. Auch Lücken sind erlaubt.
BinEin1...BinEin16
definieren ein entsprechendes Binärsignal als mögliches
Triggersignal. Die Aufzeichnung wird durch eine ODER-Ver-
knüpfung aller bestimmten Triggersignale gestartet. Einstell-
möglichkeiten:
· Kein Trigger: Das entsprechende Signal hat keine Bedeu-
tung für den Aufzeichnungsstart.
· Trigger: Das entsprechende Signal startet eine Aufzeich-
nung beim Übergang von Null auf Eins.
· Inv. Trigger: Das entsprechende Signal startet eine Auf-
zeichnung beim Übergang von Eins auf Null.
MessEin1...MessEin12
definieren die aufzuzeichnenden Funktionsmesswerte.
Möglich sind:
· Löschen, kein Eingang
· Messwertkonstante, Analogwert als Konstante
· Binärausgang einer Schutzfunktion, Funktionsmesswert
der gewählten Funktion
· Eingang von IBB, Eingangsgrösse aus IBB Kanal 4,
Eingang 1...64.
MessSkala1...MessSkala12
definieren die Skalierungsfaktoren für das Auslesen der
Störschreibungen aus dem Gerät.

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E. Einstellhinweise

Allgemein:

Die Funktion 'Störschreiber' darf nur einmal pro Parameter-


satz konfiguriert werden.

Die Spezialfunktion "Störschreiber" dient dem Aufzeichnen von


Strom- und Spannungsverläufen sowie Funktionsmesswerten
beim Ansprechen einer Schutzfunktion. Dazu steht dem Gerät
ein batteriegestützter Speicher zur Verfügung. Die Grösse die-
ses Speichers von 64 KByte erlaubt bei der Aufzeichnung von
9 analogen und 8 binären Signalen eine maximale Aufzeichnungs-
dauer von rund 5 Sekunden.
Damit der Speicher nur durch interessante Daten gefüllt wird,
wird die eigentliche Aufzeichnung erst durch ein Startsignal (das
sog. Triggersignal) aktiviert. Jedesmal, wenn das Startsignal ak-
tiv wird, werden die Daten während der definierten Zeit aufge-
zeichnet und als ein sogenanntes Ereignis abgespeichert. Es
finden im Speicher je nach definierten Zeiten 1 bis ca. 56 Ereig-
nisse Platz.
Damit der Verlauf der Signale auch vor und nach dem Startzeit-
punkt (Triggerzeitpunkt) beobachtet werden kann, besteht ein
Ereignis aus drei Teilen: Der Vorgeschichte (Aufzeichnungen vor
dem Startzeitpunkt), dem eigentlichen Ereignis und der Nach-
geschichte. Die Dauer eines jeden Teils kann definiert werden.
Speziell die Vorgeschichte bedarf einer zusätzlichen Erklärung:
Sobald der Störschreiber programmiert wird, beginnt das Ab-
speichern der Daten. Diese Daten werden in einen Ringspeicher
geschrieben, der sobald er voll ist, wieder überschrieben wird.
Dieses Überschreiben des Ringspeichers dauert solange, bis ein
Signal die eigentliche Aufzeichnung startet (Triggerung). Somit
steht zu diesem Zeitpunkt die volle Vorgeschichte im Speicher
zu Verfügung.
Die Dauer der Aufzeichnung des eigentlichen Ereignisses wird
durch das Auslösesignal (Triggersignal) bestimmt: Solange es
aktiv ist, wird aufgezeichnet (Aufzeichnungsmodus A). Bei sehr
kurzem Signal wird mindestens während 100 Millisekunden auf-
gezeichnet, und bei sehr langem aktiven Signal wird nach der
maximalen Zeit (gleich der definierten Ereigniszeit) mit der Auf-
zeichnung abgebrochen. Falls gewünscht, steht eine zweite Be-
triebsart zu Verfügung (Aufzeichnungsmodus B): Die Ereignis-
dauer ist identisch mit der definierten Ereigniszeit, unabhängig
von der Länge des Triggersignals.

3-342
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Die Nachgeschichte ist von geringerer Bedeutung, insbesonders


in der Aufzeichnungsart B, bei der damit lediglich die Auf-
zeichnungsdauer verlängert wird. Wichtig ist jedoch, dass wäh-
rend der Nachgeschichte ein neues Triggersignal eine neue
Aufzeichnung starten kann. Durch die dabei entstehende zeit-
liche Überlappung der Ereignisse ist unter Umständen die
Rekonstruktion der Ereignisse nicht mehr 100% möglich (ein Teil
der Vorgeschichte befindet sich im vorherigen Ereignis).
Der gesamte Speicher ist als Ringspeicher organisiert. Dies be-
deutet, dass die älteste Aufzeichnung gelöscht werden kann, um
Platz für eine neue Aufzeichnung zu schaffen, ohne dass die
übrigen Aufzeichnungen gelöscht werden müssen.
Das Verhalten bei vollem Speicher ist wählbar: Entweder wird
die Aufzeichnung gestoppt und es werden keine neuen Störfälle
mehr aufgezeichnet, oder aber die älteste Aufzeichnung wird
automatisch gelöscht und mit den neuen Daten überschrieben,
so dass immer die neusten Störfälle im Speicher vorhanden
sind. In dieser Betriebsart ist zu beachten, dass eine Aufzeich-
nung auch gelöscht wird, wenn sie noch nicht auf eine Bedien-
station übertragen worden ist. Selbst eine laufende Übertragung
wird abgebrochen, falls die älteste Aufzeichnung gelöscht wer-
den muss, um einer neuen Aufzeichnung Platz zu bieten.

Anwenderprogramme
Störschreiberdaten (Ströme, Spannungen und Funktionsmess-
werte) können mittels dem Konvertierungsprogramm INTERFAC
mit dem Prüfgerät XS92b in das RE. 316*4 zurückgespeist wer-
den (siehe INTERFAC Bedienungsanleitung CH-ES 86-11.53 D).
Störwertübertragung über IBB siehe Abschnitt 9.3.
Die Dateien der Störschreiberfunktion sind in einem binären
Format abgespeichert. Sie können nur mit dem Auswerte-
programm WinEve (siehe Bedienungsanleitung WinEve *BHT 450
045 D0000) oder REVAL (siehe REVAL Bedienungsanleitung
1MDU10024-EN) ausgewertet werden.
Funktionsmesswerte können Zahlenwerte erreichen, die von der
Auswertesoftware nicht vollständig dargestellt werden können.
Mit den Skalierungsfaktoren MessSkala werden die Zahlenwerte
geteilt. Die grösste darstellbare Zahl in der Auswertesoftware ist
±16535. In der Darstellung der Auswertesoftware sind die Ska-
lierungsfaktoren automatisch berücksichtigt.

3-343
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Nachfolgend sind Beispiele zur Skalierung der wichtigsten Funk-


tionsmesswerte aufgeführt.
Funktion Messwert Nennwert MessSkala

UIfPQ f (50Hz) 20000 2


UIfPQ P 820698 52
UIfPQ Q 820698 52
SynchroCheck deg (180°) 31415 2

Leistung PN 1641397 105

Nennwert
MessSkala errechnet sich aus: + Re serve
16535

Rechnerbelastung:
Die Störschreiberfunktion läuft auf der gleichen Verarbeitungs-
einheit (CPU) wie die Schutzfunktionen; die von ihr verursachte
Belastung des Rechners beträgt (in Prozent der gesamten
Rechnerkapazität) bei Aufzeichnung von:
· 9 analogen und 0 binären Signalen: 20%
· 9 analogen und 16 binären Signalen: 40%.
Die Anwendung der Störschreiberfunktion muss also i. allg. auf
die Aufzeichnung der analogen Signale beschränkt werden, ge-
triggert durch Generalanlauf oder Generalauslösung. Zustands-
änderungen binärer Signale werden ja ohnehin durch die Ereig-
nisspeicherung dokumentiert.

Aufzeichnungsdauer:
Die Zeit, während der Daten aufgezeichnet werden können,
kann wie folgt bestimmt werden:
65535 - ((n + 1) ´ 22)
t aufz = ´ p
(2a + b) ´ 12
wobei taufz: maximale Aufzeichnungszeit
n: Anzahl Ereignisse, die abgespeichert werden
a: Anzahl Wandlerkanäle, die aufgezeichnet werden
b: Anzahl Bytes für die Binärkanäle (pro acht Binär-
signale wird ein Byte benötigt)
p: Periodendauer einer Netzschwingung (z.B. 20 ms
bei 50 Hz).

3-344
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Beispiel:
n = 10
a=9
b = 2 (d.h. 9 bis 16 binäre Signale)
p = 20 ms
65535 - ((10 + 1) ´ 22)
t aufz = ´ 20 ms = 5,44 s
(2 ´ 9 + 2) ´ 12
Mit anderen Worten: Es können bei der gegebenen Kanalzahl
und Netzfrequenz 10 Ereignisse mit einer Zeitdauer von je
540 ms abgespeichert werden.

Datei PLOT.TXT
PLOT.TXT für WinEve, REVAL (Störschreiberdaten-Auswerte-
programm) und INTERFAC (Datenaufbereitungsprogramm zum
Abspielen der Störschreiberdaten mit dem Prüfgerät XS92b).

Allgemeine Bemerkungen
Die Programme (WinEve, REVAL und INTERFAC) benötigen für
die Auswertung der Aufzeichnungsdaten des Störschreibers die
Datei PLOT.TXT. Die Störschreiberdaten RExxxx.xxx müssen
für INTERFAC immer mit den Buchstaben RE beginnen.

3-345
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Beispiel PLOT.TXT
Hardware-Konfiguration: AD Konfig: K9
Stromw.Ue: A1 (IN = 1 A)
Spgw.Ue: U1 (UN = 100 V)

******************************************************
N: 001
S: ABB_Relays_AG
D 0 : D 0 /CO: 1
D 1 : D 1 /CO: 2
D 2 : D 2 /CO: 3
D 3 : D 3 /CO: 4
D 4 : D 4 /CO: 5
D 5 : D 5 /CO: 6
D 6 : D 6 /CO: 7
D 7 : D 7 /CO: 8
D 8 : D 8 /CO: 9
D 9 : D 9 /CO: 10
D10 : D10 /CO: 11
D11 : D11 /CO: 12
D12 : D12 /CO: 13
D13 : D13 /CO: 14
D14 : D14 /CO: 15
D15 : D15 /CO: 1

U 0 : UR /CO: 2 /TR: 0.1981 /UN: UN


U 1 : US /CO: 4 /TR: 0.1981 /UN: UN
U 2 : UT /CO: 11 /TR: 0.1981 /UN: UN
I 3 : I0 /CO: 10 /TR: 10.83 /UN: IN
U 4 : U /CO: 7 /TR: 0.1981 /UN: UN
U 5 : U /CO: 13 /TR: 0.1981 /UN: UN
I 6 : IR /CO: 8 /TR: 10.83 /UN: IN
I 7 : IS /CO: 12 /TR: 10.83 /UN: IN
I 8 : IT /CO: 9 /TR: 10.83 /UN: IN

******************************************************
Es bedeuten:
N: Stationsnummer: Text
S: Stationsname: Text
Dnn Binärkanäle: Text (max. 8 Zeichen)
Unn:, Inn: Spannungskanal, Stromkanal: Text (max. 8 Zei-
chen)
/CO 1 bis 15: Nummer der Zeichnungsfarbe für WinEve (Die
Zeichnungsfarbe wird bei REVAL über das je-
weilige Layout bestimmt.)

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

/TR: Übersetzungsverhältnis für WinEve, REVAL


/UN: Einheit für WinEve, REVAL: Text.
Hinweis:
Für INTERFAC muss mit Unn:, Inn: bezeichnet werden, ob ein
Wandlerkanal ein Spannungs- bzw. Stromkanal ist.
Für WinEve kann für alle Wandlerkanäle Ann: gewählt werden.

Übersetzungsverhältnisse TR
Spannungskanäle REL 316*4 und REC 316*4
100 V: TR = 19,81 Angabe in V
200 V: TR = 39,62 Angabe in V
TR = 0,1981 Angabe in UN (PLOT.TXT)
Spannungskanäle REG 316*4 und RET 316*4
15 V: TR = 5,144 Angabe in V
100 V: TR = 34,312 Angabe in V
200 V: TR = 68,624 Angabe in V
TR = 0,34312 Angabe in UN (PLOT.TXT)
Stromkanäle RE. 316*4
Schutz: 1 A: TR = 10,83 Angabe in A
2 A: TR = 21,66 Angabe in A
5 A: TR = 54,11 Angabe in A
TR = 10,83 Angabe in IN (PLOT.TXT)
Messung: 1 A: TR = 0,2506 Angabe in A
2 A: TR = 0,5011 Angabe in A
5 A: TR = 1,253 Angabe in A
TR = 0,2506 Angabe in IN (PLOT.TXT)
Mit diesen Übersetzungsverhältnissen werden bei WinEve
Sekundärwerte dargestellt. Für Primärwerte sind die Über-
setzungsverhältnisse mit der Übersetzung des Primärwand-
lers zu multiplizieren.
INTERFAC wertet CO, TR und UN nicht aus.

Automatische Erstellung der Datei plotxxx.txt:


Die Datei plotxxx.txt wird automatisch beim Abspeichern der
RE. 316*4 - Einstellungen in dem Verzeichnis abgelegt, in wel-
chem das Bedienprogramm (MMK) gestartet wird bzw. gegebe-
nenfalls in dem Verzeichnis, das in der Konfigurationsdatei
‘rexx.cfg‘ eingetragen ist, z.B.:
EVEDATA = .\RE2

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Mehrere Dateien plotxxx.txt verschiedener Stationsnummern


(xxx) können zu einer einzigen Datei plot.txt zusammengefasst
werden. Für das Auswertungsprogramm REVAL muss sich die
Datei plot.txt am selben Ort befinden wie die Störschreiberauf-
zeichnung.

Beispiel:
PLOT.TXT (bestehende Datei), plot020.txt (Datei der Stations-
Nr. 20) und plot021.txt (Datei der Stations-Nr. 21) können
zusammengefasst werden mit dem DOS-Befehl:
C:\REL316
>copy c:\EVE\PLOT.TXT+plot020.txt+plot021.txt c:\EVE\PLOT.TXT
Diese Datei PLOT.TXT kann mittels Editor nachträglich nach
Wunsch geändert werden.
Die Auswertung basiert auf der Angabe in UN, resp. IN.

Hinweise zur Installation des Auswerteprogramms


Das Auswerteprogramm ist gemäss der entsprechenden Bedie-
nungsanleitung zu installieren.

WINEVE
Die Datei “PLOT.TXT“ muss in das folgende Verzeichnis kopiert
werden:
C:\I650\EVENTS
Während der Inbetriebsetzung der Relais sollte von jedem Re-
lais ein Störung aufgezeichnet werden. Diese Aufzeichnungen
sind in das obengenannte Verzeichnis zu kopieren.
Installation der Stations-Parameter-Dateien:
· WINEVE aufstarten
· Ein Störaufzeichnung öffnen
Die folgende Fehlermeldung erscheint:
C:\I650\STATION\ST0xx.PAR
Datei nicht gefunden
· OK drücken
· Wähle das Menu “Parameter / Stations Datei importieren“
· Wähle das zu dieser Störaufzeichnung gehörende
PLOT.TXT

3-348
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· Wähle das Menu “Parameter / Station speichern“


Dieser Vorgang ist für alle Relais zu wiederholen. Jetzt ist die
Konfigurationsdatei PLOT.TXT nicht mehr nötig. Die Fehler-
meldung betreffend der fehlenden Stationsdatei erscheint nicht
mehr. Alle Stationsparameter (Texte, Farben) können in WINEVE
geändert und wieder abgespeichert werden.
Ausnahme: Uebersetzungsverhältnisse TR müssen in der Datei
PLOT.TXT geändert werden, nachher ist diese Stationsdatei
neu zu importieren und wieder abzuspeichern, wie oben be-
schrieben.

REVAL
Das File “PLOT.TXT“ muss in das folgende Verzeichnis kopiert
werden:
C:\SMS\REVAL\EVENTS
PLOT.TXT wird von REVAL jedesmal gelesen wenn eine
Störaufzeichnung geladen wird. Farben, welche in PLOT.TXT
spezifiziert sind, werden jedoch ignoriert. Farben werden von
REVAL zugeteilt und können nach dem Laden der Störaufzeich-
nung geändert werden.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

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3.7.5. Messmodul (MessModul)

A. Anwendung
Messen von 3 Phasenspannungen, 3 Phasenströmen, Wirk-
und Blindleistung, cos j sowie Frequenz z.B. für die Anzeige an
einem Bedienungsgerät bzw. die Übertragung an ein Stations-
überwachungssystem.

B. Merkmale
· Messen von 3 Phasenspannungen (Stern oder Dreieck),
3 Phasenströme, Wirk- und Blindleistung, cos j sowie
Frequenz.
· Möglichkeit, die 3 Phasenstromeingänge entweder mit 3
verketteten Spannungen oder 3 Phasenspannungen zu
kombinieren.
· 2 unabhängige Zählereingänge zur Berechnung eines
Intervalls bzw. der kumulierten Energie.
· Die dreiphasige Messung und die Zähler lassen sich
unabhängig von einander einsetzen, können aber auch
blockiert werden.
· bis zu 4 Messmodulfunktionen im selben Gerät
konfigurierbar.
· vom Benutzer konfigurierbare Ein- und Ausgänge.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung
· Strom.

II. Binäre Eingänge


· 2 Pulseingänge
· 2 Rückstelleingänge.

III. Binäre Ausgänge


· 2 Ausgänge für den neuen Zählwert.

3-351
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IV. Messwerte
· Spannung URS (Einheit UN)
· Spannung UST (Einheit UN)
· Spannung UTR (Einheit UN)
· Spannung UR (Einheit UN)
· Spannung US (Einheit UN)
· Spannung UT (Einheit UN)
· Strom R (Einheit IN)
· Strom S (Einheit IN)
· Strom T (Einheit IN)
· Wirkleistung P (Einheit PN)
· Blindleistung Q (Einheit QN)
· cos j (Einheit cos phi)
· Frequenz f (Einheit Hz)
· Energiewert des Intervalls 1 (E1Int)
· Pulsnummer des Intervalls 1 (P1Int)
· kumulierter Energiewert 1 (E1Acc)
· kumulierte Pulsnummer (P1Acc)
· Energiewert des Intervalls 2 (E2Int)
· Pulsnummer des Intervalls 2 (P2Int)
· kumulierter Energiewert 2 (E2Acc)
· kumulierte Pulsnummer 2 (P2Acc).

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D. Dokumentation der Einstellparameter - MessModul


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Stromkanal Wandlereing. 0
PN UN*IN*Ö3 1.000 0.200 2.500 0.001
WinkelKomp Grad 0.000 -180 180 0.1
t1-Interval 15 min (Auswahl)
PulsEing1 Binärwert F
Ruecksetz1 Binärwert F
SkalFakt1 1.0000 0.0001 1.0000 0.0001
Zaehler1Neu Meldung
t2-Interval 15 min (Auswahl)
PulsEing2 Binärwert F
Ruecksetz2 Binärwert F
SkalFakt2 1.0000 0.0001 1.0000 0.0001
Zaehler2Neu Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal. Es sind nur drei-
phasige Eingangskanäle einstellbar. Dabei muss der erste
Kanal (Phase R) angegeben werden.
Die Spannungs- und Stromeingangskanäle müssen zugeteilt
werden, sonst lässt sich der dreiphasige Messteil der Funktion
nicht aktivieren. Will man nur den Pulszählerteil der Funktion
einsetzen, so müssen beide Wandler-Eingangskanäle blockiert
werden.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

Stromkanal
Definiert den Stromeingangskanal. Es sind nur dreiphasige
Eingangskanäle einstellbar. Dabei muss der erste Kanal
(Phase R) angegeben werden.
Die Strom- und Spannungseingangssignale müssen vom
gleichen Wandlermodul kommen.
PN
Bezugswert der Leistungsmessung. Diese Einstellung
ermöglicht die Anpassung der Leistungsparameter z.B. zur
Berücksichtigung des Nenn-cos j bzw. zum Ausgleich der
Amplitudenfehler der Messwandler.
WinkelKomp
Einstellung zur Kompensation von Winkelfehlern. Sie wird so
gewählt, dass die Genauigkeit der Leistungsmessung ein
Optimum wird. In den meisten Fällen kann man die
Standard-einstellung 0.0 Grad bestätigen; andere
Einstellungen können aber in folgenden Situationen
erforderlich sein:
a) Winkelfehler der Messwandler
à typische Einstellung: -5° ... +5°
b) Korrektur einer falschen Wandlerpolarität
à typische Einstellung: -180°oder +180°.
t1-Interval
Das zur Kumulierung der an E1Kum_intervall und
Puls1Kum_intervall zugeteilten Pulse eingestellte Intervall.
Folgende Einstellungen sind möglich: 1 min, 2 min, 5 min,
10 min, 15 min, 20 min, 30 min, 60 min sowie 120 min.
PulsEing1
Pulseingang des Energiezählers.
F: inaktiv
T: immer aktiv. Nicht benützen.
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen).
Anmerkung: Die minimale Pulsbreite beträgt 10 ms.
Ruecksetz1
Eingang zur Rückstellung der Ausgänge E1Kumulierung und
Puls1Kumulierung.
F: keine Rückstellung
T: immer zurückgestellt
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen).

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

SkalFakt1
Faktor zur Skalierung der E1-Ausgänge in Abhängigkeit des
Zählausgangs:
E1Kum_intervall = Puls1Kum_intervall ´ SkalFakt1
E1Kumulierung = Puls1Kumulierung ´ SkalFakt1.
Zaehler1Neu
Ausgang, der anzeigt, dass neue Werte an den Ausgängen
des Pulszählers 1 zur Verfügung stehen und eingefroren
sind. Der binäre Ausgang wird 30 s nach Intervallbeginn
zurückgesetzt.
t2-Interval
Siehe t1-Interval.
PulsEing2
Siehe PulsEing1.
Ruecksetz2
Siehe Ruecksetz1.
SkalFakt2
Siehe SkalFakt1.
Zaehler2Neu
Siehe Zaehler1Neu.

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E. Einstellhinweis
Eine sorgfältige Einstellung ist für die optimale Funktion des
Messmoduls sehr wichtig. Die folgenden Hinweise sollen die
richtigen Einstellungen wählen helfen:
· Bezugswerte der analogen Eingangskanäle
Hier sollen die Einstellungen so gewählt werden, dass bei
Nennspannung bzw. -strom die Funktionen 1.000 UN und
1.000 IN messen. Meistens kann man die
Standardeinstellung (1.000) bestätigen.
· Winkelkorrektur „WinkelKomp“
Diese Einstellung ist für die richtige Messung von Wirk- und
Blindleistung sowie von cos j wichtig. Meistens kann man
die Standardeinstellung 0.0° bestätigen.
Andere Einstellungen können aber in den folgenden Fällen
erforderlich sein:
a) Winkelfehler der Messwandler
à typische Einstellung: zwischen -5.0° und +5.0°
b) Korrektur einer falschen Wandlerpolarität
à typische Einstellung: -180.0° bzw. +180.0°
Liegen mehrere Winkelfehler vor, so entspricht die
Einstellung deren Summe.
Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss dem
Aschlussbeispiel im Griff 12.
· Spannungsmessung
Bei Dreieckschaltung wird die Nullkomponente mit Null
angenommen; bei Sternschaltung hingegen hat die
Nullkomponente einen Einfluss auf die Phasenspannungen.
In isolierten Netzen schweben die Phasenspannungen
gegenüber der Erde.
· Leistungs- bzw. Frequenzmessung
Leistung wird durch die Addition der Leistungen der
einzelnen Phasen bestimmt: 3 ´ S = UR ´ IR* + US ´ IS* + UT
´ IT*. Die Messung ist im Bereich (0.8...1.2) fN von
Frequenzschwankungen weitgehend unabhängig. Die
gemessene Frequenz bezieht sich auf die Mitkomponente
der Spannung. Bei zu kleiner Spannung wird die Frequenz
nicht gemessen und der Wert 0.0 Hz ausgegeben.
· Wird nur der Pulszähler benützt, so muss man die beiden
analogen Eingangskanäle (Strom und Spannung) blockieren.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· Wird nur die Messung benützt, so muss man die binären


Puls- und Rückstelleingänge der beiden Pulszähler
blockieren, d.h. Einstellung „immer FALSE“.

3.7.5.1. Pulszählereingänge
Im Normalfall werden die zu zählenden Pulse von einem
Messgerät generiert (siehe Bild 3.7.5.1).
1
TPulse =
fPulse

tPulse tPause

Bild 3.7.5.1 Eingangsignal der Pulszähler


Die maximale Wiederholfrequenz der Pulse beträgt 25 Hz (Bild
3.7.5.1). Die Minimalzeit zwischen den positiven Flanken zweier
aufeinanderfolgenden Pulse beträgt somit
1
TPuls, min = Hz = 40 ms .
25
Die die Pulse generierende Funktion bestimmt die Pulsbreite.
Deren Verhältnis zum Intervall zwischen der negativen Flanke
des einen Pulses und der positiven Flanke des nächsten soll im
Bereich 1:3 bis 1:1 liegen, d.h.:
1 1
tPuls, min = ´ TPuls, min = ´ TPuls, min = 10 ms .
1+ 3 4
Eine Abfrage der Pulszähler erfolgt ca. alle 5 ms. Die Pulse
werden somit mit einem Sicherheitsfaktor von etwa 2 erfasst.
Die Pulszähler erfassen die positiven Flanken (0à1) der
Eingangssignale.
Zur Entprellung werden die zusätzlichen positiven Flanken, die
während einer bestimmten Zeit (meist 10 ms) nach der ersten
erfassten Flanke auftreten, nicht berücksichtigt.

3-357
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3.7.5.2. Funktionsprinzip der Pulszähler


Bild 3.7.5.2 zeigt das Prinzip eines Pulszählers.

Prinzipschema eines Pulszählkanals

Skalierungs-
faktor
tIntervall
Zwischen- EKum_intervall
speicher Skalie-
Pulszähler- Kum_intervall rung
eingang
Zähler PulsKum_intervall
Einfrieren
tIntervall Skalierungs-
Rückstellung
faktor

Zwischen- Skalie-
EKumulierung
speicher rung
Kumulierung
PulsKumulierung

Signalverhalten
Rück-
tIntervall tIntervall tIntervall stellung

tIntervall t
Pulszähler-
eingang t

Ekum_intervall
PulsKum_intervall t
Zu übertragende
Zählwerte

EKumulierung
PulsKumulierung
Zu übertragender t
Zählwert

Bild 3.7.5.2 Prinzipschema eines Pulszählkanals und


Signalverhalten
3.7.5.3. Wirkungsweise der Pulszähler
Die binären Eingänge „Ruecksetz1“ und „Ruecksetz2“ stellen die
Zählwerte EKumulierung und PulsKumulierung auf Null zurück, nicht
aber die Intervallwerte EKum_intervall und PulsKum_intervall.

3-358
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Wird ein Rückstellbefehl an den binären Eingang „Ruecksetz1“


bzw. „Ruecksetz2“ gelegt, so werden vor der Rückstellung des
entsprechenden Zählers die Messereignisse für den betreffen-
den Kanal mit den Werten EKumulierung und PulsKumulierung er-
zeugt.
Die Zählwerte werden in einem batteriegepufferten RAM ab-
gelegt und bleiben auch bei einem Ausfall der Hilfsspeisung
erhalten. Pulse, die während der Initialisierungsphase z.B. nach
der Parametrisierung am Eingang eintreffen, gehen verloren.
· Kapazität PulsKumulierung:
Die Anzahl Pulse, die bei der maximalen Wiederholfrequenz im
Laufe eines Jahres gezählt werden, beträgt 25 P/s ´ 3'600 s/h ´
8'760 h/J = 788'400'000 Pulse pro Jahr. Bei einer Zahl von
2'000'000'000 d.h. 2 ´ 109 geht der Ausgang auf Null zurück.
Sofern keine weiteren Massnahmen getroffen oder ein Zähler
zwischenzeitlich zurückgesetzt wird, kann ein Zähler im
schlimmsten Fall nach 2'537 Jahren überlaufen.
· Im Falle eines Überlaufs trägt die Funktion den Wert PulsKumu-
lierung in die Ereignisliste ein. Keine weiteren Massnahmen
sind vorgesehen, weil
1) ein Überlauf kaum vorkommen kann und
2) auch wenn ein Ereignis vorkommen sollte, es rasch auf-
fällt, sofern z.B. ein Stationsleitsystem (SCS) die Zähl-
stände regelmässig abfragt.
Ausserdem lässt sich die Anzahl Pulse, die seit der letzten
Rückstellung gezählt wurden, auch nach einem Überlauf
feststellen.

3.7.5.4. Behandlung von Intervallen


Ein Intervall beginnt zur vollen Stunde plus ein gerades
Vielfache der Zeit tIntervall und wird von der internen RE..16-Uhr
mit der vollen Minute synchronisiert.
Bei einer Einstellung tIntervall = 120 min beginnt das Intervall zu
jeder geraden Tagesstunde.
Auch wenn das vorhergehende Intervall unvollständig gewesen
wäre, erfolgt beim Beginn des ersten regulären Intervalls die
Rückstellung der Zähler- und Energieausgänge, um sicherzu-
stellen, dass keine Pulse nach dem Start der Funktion verloren
gehen.
Beim Ablauf der Zeit tIntervall geschieht folgendes:
· Die Zählwerte EKumulierung, PulsKumulierung, EKum_intervall sowie
PulsKum_intervall werden in Zwischenspeichern abgelegt und
bleiben bis zum Ende des nächsten Intervalls unverändert.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. F

· Wenn am Ende des Intervalls die neuen Ergebnisse


eingefroren werden, wird der binäre Ausgang „Zähler1Neu“
bzw. „Zähler2Neu“ auf TRUE gesetzt. Unabhängig der
Intervalldauer wird er nach 30 s wieder zurückgesetzt und
kann zur Auslösung des Lesens eines neuen Satzes
eingefrorener Intervallwerte benützt werden.
· Die Übertragung von entsprechend konfigurierten Zählwerten
über die LON-Schnittstelle kann durch die positive Flanke
dieses Ausgangs eingeleitet werden.
· Die Werte EKum_intervall und PulsKum_intervall des
entsprechenden Kanals lassen sich nur als Messereignisse
aufzeichnen, wenn der Ausgang „Zähler1Neu“ bzw.
„Zähler2Neu“ z.B. zur Steuerung eines Störschreibers, LEDs
oder Signalrelais eingesetzt wird.
Bild 3.7.5.3 zeigt das Einfrieren der Ergebnisse, das Rückstellen
sowie die Ereignisaufzeichnung bei Intervallzählern.
Pulszählereingang
t

PulsKum_intervall nur intern

Rückstellung
t

Ereignis-
messung
PulsKumulierung nur intern

Zählereingefroren 30 s 30 s 30 s 30 s 30 s

tIntervall tIntervall tIntervall tIntervall tIntervall t

Bild 3.7.5.3 Verarbeitung von Intervallen

3-360
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August 00

4. FUNKTIONSBESCHREIBUNG UND ANWENDUNG

4.1. Zusammenfassung .................................................................. 4-3

4.2. Schutzfunktionen ..................................................................... 4-4


4.2.1. Hochimpedanz-Differentialschutz ............................................ 4-4
4.2.1.1. Einleitung ................................................................................. 4-4
4.2.1.2. Selektiver Erdschlussschutz eines Transformators ................. 4-5
4.2.1.2.1. Grundsätzliche Anforderungen ................................................ 4-5
4.2.1.2.2. Komponenten der Schutzeinrichtung....................................... 4-5
4.2.1.2.3. Auslegung................................................................................ 4-5
4.2.1.2.4. Beispiel .................................................................................... 4-7
4.2.2. Maschinen-Stillstandsschutz.................................................. 4-11
4.2.2.1. Einleitung ............................................................................... 4-11
4.2.2.2. Anwendung einer Überstromfunktion..................................... 4-12
4.2.3. Rotor-Erdschlussschutz ......................................................... 4-13
4.2.3.1. Anwendung............................................................................ 4-13
4.2.3.2. Bestimmung der Einstelldaten ............................................... 4-13
4.2.3.2.1. Benötigte Daten ..................................................................... 4-14
4.2.3.2.2. Empfehlung für Einstellungen Rf , bzw. U-Wert und t ........... 4-14
4.2.3.3. Funktionskontrolle.................................................................. 4-14
4.2.3.4. Montage und Anschluss ........................................................ 4-15
4.2.3.4.1. Aufstellungsort und Umgebungsbedingungen ....................... 4-15
4.2.3.4.2. Kontrolle der Anschlüsse ....................................................... 4-15
4.2.3.4.3. Anschluss für zweistufigen Schutz......................................... 4-15
4.2.3.4.4. Anschluss bei Erregungssystem mit rotierenden Dioden....... 4-16
4.2.3.4.5. Anpassung bei Anlagen mit Wellenfilter ................................ 4-16
4.2.3.5. Inbetriebnahme...................................................................... 4-16
4.2.3.5.1. Kontrollen vor der Inbetriebnahme ........................................ 4-16
4.2.3.5.2. Abgleich des Zusatzgerätes YWX111-11/-21 ........................ 4-17
4.2.3.5.3. Messung der Spannungswerte .............................................. 4-18
4.2.3.5.4. Betriebsmässige Prüfung....................................................... 4-19
4.2.3.6. Wartung ................................................................................. 4-21
4.2.3.6.1. Mögliche Ursachen bei Störung............................................. 4-21
4.2.3.6.2. Wartung ................................................................................. 4-21
4.2.3.7. Fehlersuche ........................................................................... 4-21
4.2.3.8. Zubehör und Ersatzteile......................................................... 4-22
4.2.3.9. Anhang .................................................................................. 4-22
4.2.4. Anwendung der Schutzfunktion Minimalreaktanz .................. 4-26
4.2.4.1. Einleitung ............................................................................... 4-26
4.2.4.2. Aussertrittfall .......................................................................... 4-26
4.2.4.3. Überwachung eines bestimmten Lastwinkels ........................ 4-26

4-1
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4.2.5. Stator-Erdschlussschutz für unmittelbar parallel


arbeitende Generatoren......................................................... 4-31
4.2.5.1. Wirkungsweise....................................................................... 4-31
4.2.5.2. Sammelschienen-Erdschlussschutz ...................................... 4-33
4.2.5.3. Anfahr-Erdschlussschutz ....................................................... 4-33
4.2.5.4. Erdungstransformator ............................................................ 4-33
4.2.5.5. Ferroresonanz dämpfender Widerstand Rp .......................... 4-33
4.2.5.6. Erdungswiderstand Re........................................................... 4-34
4.2.5.7. Schütz.................................................................................... 4-34
4.2.5.8. Nullstromwandler ................................................................... 4-34
4.2.5.9. Implementierung im REG 316*4 ............................................ 4-35
4.2.5.10. Schutzempfindlichkeit ............................................................ 4-35
4.2.6. 100% Stator- und Rotorerdschluss ........................................ 4-39
4.2.7. Schalterversagerschutz ......................................................... 4-42
4.2.7.1. Einleitung ............................................................................... 4-42
4.2.7.2. Betriebsart dreiphasig bzw. einphasig ................................... 4-43
4.2.7.3. Redundante Auslösung ......................................................... 4-43
4.2.7.4. Auslösewiederholung............................................................. 4-44
4.2.7.5. Reserveauslösung ................................................................. 4-44
4.2.7.6. Fernauslösung ....................................................................... 4-44
4.2.7.7. Unbedingte Auslösung........................................................... 4-44
4.2.7.8. Endfehler ............................................................................... 4-45
4.2.7.9. Externe Auslösung................................................................. 4-45

4-2
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4. FUNKTIONSBESCHREIBUNG UND ANWENDUNG

4.1. Zusammenfassung
Die analogen und binären Eingangssignale werden vor der Ver-
arbeitung im Haupt- und Logikrechner einer Signalaufbereitung
unterzogen:
Die Analogsignale durchlaufen - wie im Abschnitt 2. Hardware
beschrieben - die Kette Eingangswandler, Shunt, Tiefpassfilter
(Anti-Alias-Filter), Verstärker, Abtastung (Sample and Hold),
Multiplexer und Analog/Digital-Umsetzung. Dann gelangen sie in
Form numerischer Signale, durch digitale Filter in Real- und
Imaginärteile zerlegt, zum Hauptrechner. Die Binärsignale wer-
den über Optokopplereingänge der Verarbeitung im Hauptrech-
ner zugeführt.
Jetzt erst erfolgt die eigentliche Verarbeitung der Schutzalgo-
rithmen und der Logikkreise.
Eine mittels FUPLA (Funktionsplan-Programmierung) frei pro-
grammierbare Zusatzlogik bietet die Möglichkeit mit relativ ge-
ringem Aufwand auch projektspezifische Zusatzschaltungen zu
implementieren.
Mit dem Ereignisspeicher können bis zu 256 Binärsignale mit
relativer Zeitangabe erfasst werden.
Der Störschreiberspeicher erfasst bis zu 9 Analogeingänge und
16 Binärsignale. Je nach Ereignislänge, gegeben durch die
Dauer der Vorgeschichte und der eigentlichen Störung, kann der
Störschreiber eine bestimmte Anzahl Störfälle aufnehmen.
Die Software-Funktionsbibliothek von RE. 216 und RE. 316*4
bietet eine umfassende Auswahl von zusätzlichen Schutz- und
Logikfunktionen, wenn nötig.

4-3
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4.2. Schutzfunktionen

4.2.1. Hochimpedanz-Differentialschutz

4.2.1.1. Einleitung
Der Hochimpedanz-Differenzialschutz arbeitet mit einer hoch-
ohmigen Impedanz im Zweig des Differenzstromes. Dieser
Schutz ist geeignet für
· Generatoren, Motoren und Reaktoren als Kurzschluss- und
evtl. Erdschlussschutz.
· Transformatoren als Erdschlussschutz.
Der Vorteil dieses hochohmigen Differentialschutzes gegenüber
dem üblichen niederohmigen Schutz liegt in der besseren Sta-
bilität bei externen Fehlern, die mit relativ kleineren durchge-
henden Strömen (zwischen IN und 5 IN) verbunden sind.
Die Nachteile sind
· Überspannungen im Differenzzweig bei internen Fehlern
· spezielle Anforderungen an Stromwandler.
Der Hochimpedanz-Differenzialschutz wird mit Vorteil dort ein-
gesetzt, wo
· die Fehlerströme relativ klein sind,
· die Selektivität unentbehrlich ist.
Das ist der Fall von Kurzschlüssen an Kompensations-Luft-
reaktoren und Erdschlüssen an Transformatoren, die den Stern-
punkt über eine Erdungsimpedanz oder eventuell auch starr ge-
erdet haben.
Der Hochimpedanz-Differenzialschutz lässt sich grundsätzlich
durch ein Stromrelais mit Seriewiderstand oder durch ein Span-
nungsrelais realisieren. Eine Anwendung der Stromfunktion
"Strom" wird am Beispiel des selektiven Erdschlussschutzes für
Transformatoren gezeigt; dieser Schutz wird in der angelsächsi-
schen technischen Literatur als "restricted earth fault protection"
oder mit Abkürzung R.E.F. bezeichnet.
Die ausreichende Stabilität bei aussenliegenden Fehlern wird
durch die hochohmige Impedanz des Differenzkreises erreicht.

4-4
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.1.2. Selektiver Erdschlussschutz eines Transformators

4.2.1.2.1. Grundsätzliche Anforderungen


Der selektive Erdschlussschutz muss in der Lage sein
· innenliegende Erdschlüsse zu erfassen.
· stabil zu bleiben bei aussenliegenden Erd- und Kurzschlüs-
sen.
Bezüglich der Stabilität wird der Schutz ausgelegt bei
· starr geerdetem Sternpunkt nach dem Strom bei aussen-
liegendem Erdschluss
· über eine Impedanz geerdetem Sternpunkt nach dem au-
ssenliegenden Erdschluss und Kurzschluss mit maximalem
Strom.
Bei der Auslegung wird vorausgesetzt, dass ein Stromwandler
völlig gesättigt ist während die anderen Wandler dies überhaupt
nicht sind.

4.2.1.2.2. Komponenten der Schutzeinrichtung


Der selektive Erdschlussschutz besteht aus folgenden Kompo-
nenten:
· linearer Stabilisierungswiderstand RS
· Stromfunktion des REG 316*4
· nichtlinearer Widerstand
· eventuell ein Kurzschliesser.

4.2.1.2.3. Auslegung
Der Erdschlussstrom hängt ab
a) bei geöffnetem OS-Schalter von den Reaktanzen des Gene-
rators und des Transformators (s. Bild 4.1).
b) bei geschlossenem OS-Schalter zusätzlich von einem OS-
Netzanteil (s. Bild 4.2).
Infolge der Stromverteilung beim aussenliegenden Erdschluss
eines starr geerdeten Transformators gemäss Bild 4.2 ist der
Strom am grössten im Sternpunktwandler. Abgesehen von der
Bürde durch die Verkabelung wird dieser Stromwandler durch
den höheren Strom magnetisch stärker beansprucht und kommt
eventuell in die Sättigung.

4-5
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

Der Einfluss von aussenliegenden Kurzschlüssen auf die


Schutzstabilität lässt sich beschränken durch die Holmgreen-
Schaltung mit äusserst kurzen Verbindungen zwischen einzel-
nen Phasenstromwandlern. Deshalb wird der Einfluss der Kurz-
schlüsse bei starr geerdeten Transformatoren nicht berücksich-
tigt. Bei halb starr geerdeten Transformatoren muss jedoch der
Einfluss der Kurzschlussströme berücksichtigt werden.
Der Stabilisierungswiderstand wird so festgelegt, dass keine
Auslösung bei aussenliegenden Erdschlüssen und evtl. Kurz-
schlüssen auftritt, verursacht durch den Spannungsabfall am
Sekundärkreis des sättigenden Stromwandlers (siehe Bild 4.3).
Die Kniespannung der Stromwandler wird so festgelegt, dass die
Wandler bei innenliegenden Erdschlüssen einen ausreichenden
Strom liefern können um eine sichere Schutzfunktion zu
gewährleisten. Deshalb muss die Kniespannung Uk wesentlich
grösser sein als der Spannungsabfall DUa.
Verwendete Symbole:
IE primärseitiger Sternpunktstrom (Wechselstrom-
komponente) bei aussenseitigem Erdschluss
I2 Sekundärstrom der nicht sättigenden Stromwandler
I2N Sekundärnennstrom der Stromwandler
I1N Primärnennstrom der Stromwandler
IN Nennstrom des Schutzsystems
R2 Sekundärwiderstand des gesättigten Stromwand-
lers bei 75°C
RL Widerstand der Zuleitung gemäss Bild
DUa , DUi Spannungsabfall am Differenzstromzweig bei aus-
senliegenden und innenliegenden Fehlern
Uk Kniespannung
I Einstellwert des Stromes
RS Stabilisierungswiderstand
IF grösster primärseitiger Fehlerstrom (Wechsel-
stromkomponente) der innenliegenden Erd-
schlüsse.

4-6
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Formeln:
DUa = (R2 + 2 RL) I2
Uk ³ 2 DUa
I = 0,25 I2N (Sternpunkt starr geerdet)
I = 0,10 I2N (Sternpunkt halb starr geerdet)
DUa
RS ³
I
DUi = RS I2 (Strom I2 gegeben durch IF)
Umax = 2 2 Uk ( DUi - Uk )

4.2.1.2.4. Beispiel
Dimensionierung des Stabilisierungswiderstandes:
Stromwandler 1000/1 A
R2 = 5 W
100 m
RL = = 0, 5 W
50 x 4 mm2
(Leiterquerschnitt 4 mm2)

Strom bei aussenliegendem Erdschluss:


IE = 10 000 A

Dieser Strom tritt auf bei Erdschluss auf der OS Seite mit:
xd" = x2 = 0,2 ; xT = xT0 = 0,1 ; xNetz = xNetz 0 = 0,01
1
I2 = 10 000 = 10 A
1000
DUa = (5 + 2 x 0,5) x 10 = 60 V
Uk ³ 2 DUa = 120 V
gewählt wird
Uk = 200 V

4-7
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Einstellwert bei starr geerdetem System:


I = 0,25 IN = 0,25 A
(Bei halb starr geerdetem System wählt man meistens den Ein-
stellwert I = 0,1 IN.)
Stabilisierungswiderstand
DU 60
RS ³ = = 240 W
I 0, 25
gewählt wird RS = 300 W
Kontrolle der Überspannungen bei maximalem Fehlerstrom
3 I1N 3 ´ 1000
IF = = = 100 000 A
2 x Netz + x Netz0 0,02 + 0,01

1
I2 = 100 000 = 100 A
1000
DUi = RS I2 = 300 x 100 = 30 000 V
Umax = 2 2 Uk ( DUi - Uk )

= 2 2 200 (30000 - 200) = 6905 V

Da dieser Wert die zulässige Grenze von 2000 V SW über-


schreitet, muss ein nichtlinearer Widerstand parallel zum Diffe-
renzstromzweig zwecks Spannungsbegrenzung eingesetzt wer-
den. Eventuell auch ein Kurzschliesser.

Spezifikation des Stromwandlers:


Nennströme 1000/1 A
Wicklungswiderstand R2 £ 5 W
Kniespannung Uk = 200 V
Magnetisierungsstrom I2m £ 2% I2N
d.h. I2m £ 0,02 A bei U2 = 60 V
Ausführung des Stromwandlers wie nach der britischen Vor-
schrift für Stromwandler BS 3938, Klasse X.
Der Stromwandler soll womöglich haben:
· regelmässig verteilte Sekundärwicklung am Toroid-Kern (d.h.
äusserst kleine Sekundär-Streuinduktivität)
· keine Windungskorrektur.

4-8
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Spezifikation des Stabilisierungswiderstandes:


300 W; 0,5 A
Prüfspannung 2 kV.

Spezifikation des nicht linearen Widerstandes:


z.B. Metrosil Typ 600 A/S1.

Kurzschliesser:
Der Kurzschliesser muss verwendet werden, falls die thermische
Kapazität der beiden Widerstände die aufgenommene Energie
bei internen Fehlern nicht verkraften kann.

Einstellwerte der Schutzfunktion "Strom":


I-Wert 0,25 IN
Verzögerung 0,02 s

G T

4,286

Netz

4,286

HEST 935 005 FL

Bild 4.1 OS-seitiger Erdschluss gespeist vom Generator


xd" = x2 = 0,2 ; xT = xT0 = 0,1
Stromwerte wurden bezogen auf den Transformator-
Nennstrom.

4-9
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HEST 935 006 FL


Netz
95,8793
4,1238

95,8793
105,4672
2,0619

2,0619
5,4641

9,5879
T
G

Bild 4.2 OS-seitiger Erdschluss gespeist vom Generator sowie


vom Netz
xd" = x2 = 0,2 ; xT = xT0 = 0,1 ;
xNetz = xNetz 0 = 0,01

4-10
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gesättigter Stromwandler innenliegender Erdschluss

IE

IE aussenliegender
R2 Erdschluss

RS
Ui
I>
I2 I2

RS
VDR Kurzschliesser

I>

HEST 935 007 FL

Bild 4.3 Selektiver Erdschlussschutz einer sterngeschalteten


Transformatorwicklung

4.2.2. Maschinen-Stillstandsschutz

4.2.2.1. Einleitung
Der Maschinen-Stillstandsschutz dient zur schnellen Trennung
einer Maschine vom Netz, wenn diese unerlaubt eingeschaltet
worden ist, wie z.B. im Stillstand, während des Anfahrens oder
bei Lauf ohne Spannung.
Wegen der grossen mechanischen Beanspruchung für Rotoren
und Lager des Generators und der Turbine bei solcher plötzli-
cher Einschaltung muss der Schutz schnell wirken. Gleichzeitig
darf er nicht auslösen bei aussenliegenden Fehlern sowie bei
transienten Vorgängen.
Der Maschinen-Stillstandsschutz lässt sich realisieren grund-
sätzlich durch eine schnelle Überstrom- oder Leistungsfunktion.
Für beide Varianten gibt es in der REG 316*4 Funktionsbiblio-
thek die benötigten Funktionen. In dem folgenden Beispiel wird
die Variante mit der Überstromfunktion gezeigt.

4-11
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

4.2.2.2. Anwendung einer Überstromfunktion


Die Überstromfunktion wird durch eine Unterspannungsfunktion
freigegeben, falls die Unterspannung länger dauert.
Die Komponenten dieses Schutzes sind:
Überstromfunktion "Strom"
Unterspannungsfunktion "Spannung"
Zeitglied "Verzögerung".
Das Blockschema befindet sich im Bild 4.4. Der Rechenbedarf
beträgt 23%.

Funkt.Nr. 1 Spannung Funkt.Nr. 2 Verzoegerung

Auslösung Auslösung
U U-Wert = 0.85 UN AUS-Zeit = 0.0 s
Verzögerung = 1.00 s Rueck-Zeit = 20.0 s

Blockierung

Funkt.Nr. 3 Strom

I-Wert = 1.5 IN Auslösung


I Verzögerung = 0.02 s
Maschinenstillstands-
Schutz

HEST 935 008 FL

Bild 4.4 Blockschema des Maschinen-Stillstandschutzes Vari-


ante mit der Überstromfunktion

4-12
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.3. Rotor-Erdschlussschutz

4.2.3.1. Anwendung
Mit der Schutzfunktion "Spannung" und dem Zusatzgerät vom
Typ YWX111-11 oder YWX111-21 können Erdschlüsse an der
Rotorwicklung von Synchrongeneratoren und -motoren erfasst
werden.
Die Schutzeinrichtung wird über Koppelkondensatoren (Potential-
trennung) an den Plus- und Minuspol der Erregung und an die
Wellenerdung angeschlossen. Das Zusatzgerät YWX111-11/-21,
die Koppelkondensatoren und die natürliche Rotorwicklungska-
pazität gegen Erde (Welle) bilden zusammen im normalen Be-
triebszustand eine abgeglichene RC-Messbrücke. Im Fehlerfall
wird die Rotorwicklungskapazität gegen Erde (Welle) durch den
Isolationsfehlerwiderstand überbrückt und dadurch das Gleich-
gewicht der Messbrücke gestört. Die Differenzspannung der
Messbrücke wird zu einem Spannungseingangswandler des
REG 316*4 übertragen, wodurch dessen Spannungsfunktion
anspricht und auslöst.

Aufbau
Das Zusatzgerät YWX111-11/-21 ist als Einheit in einem Ge-
häuse für Aufbaumontage mit den Abmessungen 183 x 113 x
81 mm aufgebaut.

4.2.3.2. Bestimmung der Einstelldaten


Da bei diesem Rotor-Erdschlussschutz der Wert des minimalen
Isolationswiderstandes nicht direkt eingestellt werden kann,
muss am REG 316*4 eine Spannung (der U-Wert) eingestellt
werden, die einem bestimmten Wert des Isolationswiderstandes
entspricht und dann die Auslösezeitverzögerung t [s]. Der nor-
male Einstellbereich ist für R zwischen 0 und 5000 W:
· U-Wert = 0,5...3 V
· t = 0,5...5 s

R: Isolationswiderstand
zwischen Rotorwicklung und Erde (Welle)
U-Wert: Einstellwert der Spannung
t: Auslösezeitverzögerung der Schutzfunktion.

4-13
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

4.2.3.2.1. Benötigte Daten


Für die Bestimmung der Relaiseinstellungen werden keine spe-
ziellen Daten benötigt. Die Einstellungen können nur schwer
rechnerisch ermittelt werden und deshalb sind sie messtech-
nisch festzustellen.

4.2.3.2.2. Empfehlung für Einstellungen Rf , bzw. U-Wert und t


Prinzipiell können für den Ansprechwert Rf und für die Zeitver-
zögerung t beliebige Werte innerhalb der verfügbaren Bereiche
festgelegt werden.
Um bei schnellen Lastregelungen ein fehlerhaftes Ansprechen
des Gerätes zu verhindern, wird empfohlen die Spannungsfunk-
tion nicht allzu empfindlich einzustellen. Dies gilt insbesondere
wenn die Schutzeinrichtung für Auslösung des Feldschalters und
Abschalten der Maschine angewendet wird.

Empfehlung:
· Stufe 2: "Auslösung"
R £ 2000 Ohm
t ³ 1,5 s
· Stufe 1: "Alarm"
R £ 5000 Ohm
t ³ 1,5 s.
Es ist zu beachten, dass die gemessene Differenzspannung
klein ist bei grossem Isolationswiderstand und gross bei kleinem.

4.2.3.3. Funktionskontrolle
Soll vor der Installation bzw. vor dem Anschluss des Relais an
den Generator eine Funktionskontrolle durchgeführt werden, ist
gemäss Abschnitt 4.2.3.5.3. vorzugehen, oder eine Schaltung
gemäss Bild 4.7 zu simulieren und gemäss Abschnitt 4.2.3.5.4.
vorzugehen.

4-14
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4.2.3.4. Montage und Anschluss

4.2.3.4.1. Aufstellungsort und Umgebungsbedingungen


Das Zusatzgerät YWX111-11/-21 muss möglichst in der Nähe
von REG 316*4 (gleiches Schaltfeld) montiert werden, um Stör-
einflüsse zu vermeiden.
Die Koppelkondensatoren CK sollen nicht im Relais- bzw. Gerä-
teraum sondern möglichst in der Nähe der Maschine installiert
werden. Die primärseitigen Anschlusskabel müssen für das
durch die Erregerspannung bedingte Isolationsniveau ausgelegt
sein.

4.2.3.4.2. Kontrolle der Anschlüsse


Alle Anschlüsse sind auf Übereinstimmung mit dem Anschlusss-
schaltbild zu prüfen.
Nennfrequenz sowie Hilfsspannung 100 V~ bzw. 220 V~ sind
mit den am Zusatzgerät YWX111-11/-21 angegebenen Werten
zu kontrollieren.

Anschluss YWX111-11/-21
Die Speisehilfsspannung 100 V~ bzw. 220 V~ kann von einer
gewöhnlichen Spannungsverteilung in der Anlage oder von ei-
nem Spannungswandler der Generatoranlage bezogen werden.
Die Speisehilfsspannung kann auch an den Eingangsklemmen
des Wandlermoduls des REG 316*4 abgegriffen werden, welche
zur Messung der Generatorspannung dienen.
Da Doppelerdungen zu Störungen im Betrieb führen können, ist
im gegebenen Fall die Geräte-Erdverbindung innerhalb des
Schaltfeldes von YWX111-11/-21, Klemme 3 (Anschluss der
Wellenerdung) zu trennen.

4.2.3.4.3. Anschluss für zweistufigen Schutz


Für die zweistufige Ausführung des Schutzes werden 2 Schutz-
funktionen "Spannung" und ein Zusatzgerät YWX111-11/-21
verwendet.
Übliche Anwendung:
· Stufe 1: "Alarm"
· Stufe 2: "Auslösung".
Die Anschlüsse müssen gemäss Bild 4.9 ausgeführt sein.

4-15
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4.2.3.4.4. Anschluss bei Erregungssystem mit rotierenden Dioden


Bei Maschinen mit Erregung über rotierende Halbleitergleich-
richter ist grundsätzlich nur 1polig über ein Hilfsschleifring an
das Rotorpotential anzuschliessen.
Die beiden Koppelkondensatoren CK1, CK2 sind parallel an den
Plus- oder an den Minuspol anzuschliessen. Sind beide Mög-
lichkeiten vorhanden (mehrere Hilfsschleifringe), so sind die bei-
den CK1/2 vorzugsweise an den Minuspol anzuschliessen.
Alle übrigen Anschlüsse müssen gemäss Bild 4.8 bzw. Bild 4.9
ausgeführt sein.

4.2.3.4.5. Anpassung bei Anlagen mit Wellenfilter


Ist an das Rotorpotential ein sogenanntes Wellenfilter zur Ver-
hinderung von Lagerschäden angeschlossen, wird dadurch die
Empfindlichkeit der Schutzeinrichtung reduziert.
Um bei Anlagen mit Wellenfilter die gewünschte Empfindlichkeit
der Messanordnung zu erreichen, kann der Widerstandswert
von R 9 des Zusatzgerätes YWX111-11/-21 erhöht werden.

YWX111-11/-21
· Standard: R 9 = 120 Ohm
(normale Empfindlichkeit)
· Anlage mit Wellenfilter: R 9 = 1 kOhm
(erhöhte Empfindlichkeit)
Lage des Widerstandes R 9: s. Bild 4.11.

4.2.3.5. Inbetriebnahme
Für die Inbetriebnahme des Gerätes soll gemäss den Abschnit-
ten 4.2.3.5.1. bis 4.2.3.5.4. vorgegangen werden. Während den
Prüfungen gemäss den Abschnitten 4.2.3.5.3. und 4.2.3.5.4. sol-
len die Auslösekreise des REG 316*4 unterbrochen sein.

4.2.3.5.1. Kontrollen vor der Inbetriebnahme


· Kontrolle der Anschlüsse gemäss Abschnitt 4.2.3.4.
· Kontrolle, ob das Zusatzgerät YWX111-11/-21 an die richtige
Speisehilfsspannung, 100 V~ bzw. 220 V~ angeschlossen
ist.

Die Anschlussbürste für die Wellenerdung ist auf einwand-


freies Funktionieren zu kontrollieren.

4-16
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4.2.3.5.2. Abgleich des Zusatzgerätes YWX111-11/-21


Die Messbrückenanordnung mit dem Zusatzgerät YWX111-11/-
21 muss bei angeschlossenem Gerät, durch Einsetzen der Ka-
pazität CX, abgeglichen werden.

Bild 4.5 Abgleich YWX111-11/-21


Abgleichkapazität CX: Polyesterkondensatoren, ³ 400 V
Der Abgleich kann bei stillstehender Maschine vorgenommen
werden.

Vorgehen:
· Auslösekreise des REG 316*4 unterbrechen.
· Voltmeter (für Wechselspannung eingestellt) an
YWX111-11/-21 (Klemmen 1-2) anschliessen.
· Kondensatordekade an Stelle von CX anschliessen.
· Erregerschalter einschalten.
· Speisehilfsspannung USH einschalten.
· CX variieren, bis Ausgangsspannung an YWX111-11/-21
(Klemme 1-2) auf Minimum ist; normalerweise £ 50 mVeff.
Anmerkung: Bei Anlagen mit Wellenfilter und erhöhter
Empfindlichkeit von YWX111-11/-21
(R9 = 1 kOhm) können diese 50 mVeff even-
tuell nicht erreicht werden.

4-17
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· Kondensator, bzw. Kombination von Kondensatoren mit dem


ermittelten Wert an Stelle von CX einlöten.

Theoretischer Wert für CX


a) Anschluss gemäss Bild 4.8a (bzw. Bild 4.5):
(CK1 + CK 2 ) x CR
CX =
CK1 + CK 2 + CR
b) Anschluss gemäss Bild 4.8b:
3CK x (3CS + CR )
CX =
3CK + 3CS + CR

4.2.3.5.3. Messung der Spannungswerte


Die Spannungswerte der Differenzspannung am YWX 111 zu
den vorgesehenen Isolationswiderstandswerten werden mittels
einer Simulation durch einen einstellbaren Widerstand (z.B. De-
kadenwiderstand) nach Schaltung im Bild 4.6 gemessen.

Bild 4.6 Messung der Spannungswerte


Fehlerwiderstand RP:
· 0 Ohm, satter Erdschluss
· 2000 Ohm, ³ 2,5 W
· 5000 Ohm, ³ 2,5 W
Die Messung kann bei stillstehender Maschine vorgenommen
werden.

4-18
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Vorgehen:
· Auslösekreise des REG 316*4 unterbrechen.
· RP = 5000 Ohm, 2000 Ohm bzw. RP = 0 Ohm an Pluspol der
Erregung anschliessen.
· Erregerschalter einschalten.
· Speisehilfsspannung USH einschalten.
· Spannung messen (zu den verschiedenen Widerstands-
werten).
· Die bei den Widerständen 2000 bzw. 5000 Ohm gemessene
Spannung wird am REG 316*4 eingestellt. Es ist mit Werten
zwischen 0,5 und 3 V zu rechnen.
· Vorgehen wiederholen, aber RP = 5000 Ohm, 2000 Ohm
bzw. RP = 0 Ohm an Minuspol der Erregung anschliessen.

4.2.3.5.4. Betriebsmässige Prüfung


Mit der betriebsmässigen Prüfung wird die korrekte Funktion des
REG 316*4 und des Zusatzgerätes im Betrieb der Anlage ge-
prüft. Dazu wird mit einem Prüfwiderstand ein Rotorerdfehler si-
muliert. Es wird kontrolliert, ob der Schutz tatsächlich anspricht
und auslöst.

Bild 4.7 Betriebsmässige Prüfung

Prüfwiderstand RP: 1000 Ohm, ³ 10 W, Isolationsspannung


gemäss IEC-Vorschriften (für verschiedene
Erregerspannungen).

4-19
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Vorgehen:
· Betriebszustand: Maschine auf Nenndrehzahl, erregt und
belastet, Prüf-Erdungsschalter ES offen.
· Auslösekreise unterbrechen.
· Am REG 316*4 nach Abschnitt 4.2.3.5.3. gemessene Span-
nung einstellen.
· Erdungsschalter ES schliessen.
· Die eingestellte Spannung "U-Wert" stufenweise reduzieren
bis der Schutz anspricht und auslöst.
Achtung: Das Auslösesignal ist zeitverzögert.
· Prüfwiderstand RP an den Minuspol der Erregung anschlies-
sen und obiges Vorgehen wiederholen.
· Während den Prüfungen ist die Ausgangsspannung von
YWX111-11/-21 (Klemmen 1-2) zu messen und zu protokol-
lieren.
· Nach der Prüfung ist der Erdungsschalter ES zu öffnen und
die Auslösekreise sind wieder zu schliessen.

Kontrolle des Abgleichs des YWX111-11/-21


Bei laufender, erregter und belasteter Maschine ist die Aus-
gangsspannung der Messbrückenanordnung an YWX111-11/-21
(Klemmen 1-2) zu messen. Im Normalbetrieb (ES offen) soll
diese Ausgangsspannung £ 150 mVeff sein. Wird dieser Wert
überschritten, so muss
· der Übergangswiderstand der Anschlussbürste für die Wel-
lenerdung kontrolliert werden. (Siehe Abschnitt 4.2.3.6.).
· der Abgleich von YWX111-11/-21 gemäss Abschnitt
4.2.3.5.2. wiederholt und optimiert werden.
Anmerkung: Bei Anlagen mit Wellenfilter und erhöhter
Empfindlichkeit von YWX111-11/-21 (R9 =
1 kOhm) können diese 150 mVeff eventuell
nicht erreicht werden.

4-20
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4.2.3.6. Wartung

4.2.3.6.1. Mögliche Ursachen bei Störung


Ist die Schutzeinrichtung gestört, d.h. das Relais spricht fehler-
haft an, kann dies folgende Ursachen haben:
· Die Anschlussbürste für die Wellenerdung funktioniert nicht
einwandfrei. ® Siehe Abschnitt 4.2.3.6.2.
· Der Abgleich des Zusatzgerätes YWX111-11/-21 stimmt
nicht. ® Siehe Abschnitt 4.2.3.5.2. und 4.2.3.5.4.
· Eine Geräteerdung ist an YWX111-11/-21 (Klemme 3) an-
geschlossen, wodurch Doppelerdung entsteht. ® Siehe Ab-
schnitt 4.2.3.4.2.
· Der Schutz ist zu empfindlich (der vorgesehene Ansprech-
wert des Isolationswiderstandes ist zu hoch) bzw. die Zeit-
verzögerung t zu klein eingestellt.

4.2.3.6.2. Wartung
Das Zusatzgerät bedarf keiner besonderen Wartung. Es soll
aber - wie dies bei allen Sicherheitsvorrichtungen üblich ist - re-
gelmässig überprüft werden. Dies kann wie unter Abschnitt
4.2.3.5. beschrieben vorgenommen werden.
Die Anschlussbürste für die Wellenerdung ist häufig und regel-
mässig zu kontrollieren, wenn notwendig zu reinigen und der
Federdruck nachzustellen. Der Übergangswiderstand des Bür-
stenanschlusses muss möglichst gering und vor allem konstant
sein.

4.2.3.7. Fehlersuche
Die Fehlersuche an den Geräten beschränkt sich darauf, mit
den Prüfungsmöglichkeiten gemäss Abschnitt 4.2.3.5. festzu-
stellen, ob das Gerät funktioniert. Fehlerhafte Geräte sind an die
nächste ABB-Vertretung oder an ABB Schweiz AG, Baden, ein-
zusenden.

4-21
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

4.2.3.8. Zubehör und Ersatzteile


Bei der Bestellung von Zubehör oder Ersatzteilen ist die Be-
zeichnung der Typ und die Fabrikationsnummer des Gerätes
anzugeben. Sind in der Anlage eine Anzahl gleicher Geräte ein-
gebaut, so empfiehlt es sich, Ersatzgeräte anzuschaffen.
Ersatzmaterial ist in einem sauberen und trockenen Raum bei
mässiger Temperatur zu lagern. Es wird empfohlen, im Rahmen
der periodischen Überprüfung der im Betrieb befindlichen
Schutzeinrichtungen, auch die Reservegeräte zu überprüfen.

4.2.3.9. Anhang
Bild 4.8 Anschlussschaltbild des REG 316*4 und des Zu-
satzgerätes YWX111-11/-21
Bild 4.9 Anschlussschaltbild; zweistufiger Schutz
Bild 4.10 Interne Funktion und Anschlussklemmen YWX111-
11/-21
Bild 4.11 Printplatte YWX111-11/-21, Bestückungsseite

4-22
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

a) Anschluss auf der Gleichstromseite

b) Anschluss auf der Wechselstromseite

Bild 4.8 Anschlussschaltbild des REG 316*4 und des Zusatz-


gerätes YWX111-11/-21

CK1, CK2: Koppelkondensatoren; 2 x 2 mF, 8-20 kV, 0.55 A


CK: Koppelkondensatoren; 3 x 0,5 mF, 8-20 kV, 0.55 A
CS: Schutzkondensatoren für Thyristorerregung
USH: Speisehilfsspannung; 100 V bzw. 220 V, 50/60 Hz
B: Anschlussbürste für Wellenerdung

4-23
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

Bild 4.9 Anschlussschaltbild; zweistufiger Schutz

4-24
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Frequenz C10 C35

Filter

Bild 4.10 Interne Funktion und Anschlussklemmen des Zu-


satzgerätes YWX111-11/-21

Bild 4.11 Printplatte mit Bestückungsseite des Zusatzgerätes


YWX111-11/-21, (entstanden aus HESG 437 807)

4-25
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

4.2.4. Anwendung der Schutzfunktion Minimalreaktanz

4.2.4.1. Einleitung
Die Schutzfunktion Minimalreaktanz kann zu verschiedenen
Zwecken verwendet werden. Normalerweise wird sie zur Erfas-
sung des Aussertrittfalles bei Lastwinkel d ³ 90° eingesetzt. Sie
kann auch zur Überwachung eines maximalen Lastwinkels, wie
z. B. d = 70° eingesetzt werden.

4.2.4.2. Aussertrittfall
Die Grenzkurve der statischen Stabilität eines Turbogenerators
in der Block- und Sammelschienenschaltung ist im Bild 4.12
dargestellt, links oben als Funktion der an den Generatorklem-
men gemessenen Impedanz, rechts oben im Leistungsdia-
gramm. Die Schutzfunktion wird nach dem Kreis (s. Bild 4.12
unten links) eingestellt um Auslösungen bei Kurzschlüssen und
Schlüpfen zu vermeiden. Der Bereich der Einstellmöglichkeiten
erlaubt die Schutzcharakteristik der Grenzkurve der statischen
Stabilität (s. Bild 4.12 oben links, Blockschaltung oder Sammel-
schienenschaltung) anzupassen.

4.2.4.3. Überwachung eines bestimmten Lastwinkels


Die Einstellmöglichkeiten erlauben auch die Überwachung eines
bestimmten maximalen Lastwinkels d < 90° :
· Überwachung eines maximalen Lastwinkels zu Alark-
zwecken
· bei besonderen Anforderungen, z. B. wenn der Einfluss der
unterschiedlichen Werte von Xd und Xq auf die Stabilitäts-
grenze berücksichtigt werden soll
· bei Schenkelpolgeneratoren.
Ein Lastwinkel d < 90° bedeutet im Impedanzdiagramm einen
verschobenen Kreis (s. Bild 4.13 links). Der Mittelpunkt dieses
Kreises liegt auf einer Geraden die von der R-Achse um den
Winkel d verschoben ist. Dieser Kreis ist die Ortskurve der Be-
triebspunkte mit einem bestimmten Lastwinkel d. Die entspre-
chende Charakteristik im Leistungsdiagramm ist eine Gerade mit
Neigung d.
Der Wert des Lastwinkels d wird über die Winkelkorrektur ein-
gestellt, sie muss um den Werte (90-d) vergrössert werden. Bei
d = 70°, einer Referenzspannung R-S und Strom in Phase R ist
die einzustellende Winkelkorrektur:
30° + (90°- 70°) = 50°.

4-26
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Der Reaktanzwert XA wird entweder nach der Synchronreaktanz


Xd oder nach einem Wert der den Einfluss der unterschiedlichen
Werte Xd und Xq berücksichtigt.
Allgemein gilt:
X
XA =
sind

Im Bild 4.13 ist der XB-Wert = 0. XB kann auch positiv oder ne-
gativ sein, in der Impedanzebene dargestellt durch Kreise die
den Nullpunkt nicht berühren. Diesen Kreisen entsprechen im
Leistungsdiagramm Kreise links und rechts der Geraden durch
die Punkte C', A', E'. Der Punkt A ist gemeinsam für alle Kreise
bei gleichem Lastwinkel d und gleichem XA-Einstellwert (s. Bild
4.12).

4-27
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

Bild 4.12 Grenzkurven der statischen Stabilität bei Turbogene-


ratoren mit Blocktransformator. Charakteristik der
Schutzfunktion "Minimalreaktanz"

4-28
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Bild 4.13 Grenzkurve für Lastwinkel d < 90°

4-29
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

Bild 4.14 Grenzkurven bei unterschiedlichen Einstellwerten


"XB-Wert" und Lastwinkel d<90°

4-30
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.5. Stator-Erdschlussschutz für unmittelbar parallel arbeitende


Generatoren
Dieser selektive Erdschlussschutz ist für Generatoren mit isolier-
tem Sternpunkt bestimmt. Er schützt ca. 80% der Wicklungs-
länge und arbeitet mit einer gerichteten Nullstromkomponente in
den einzelnen Generatorabgängen. Da die kapazitive Kompo-
nente des Erdschlussstromes meist keine zuverlässige Erfas-
sung des betroffenen Abganges ermöglicht, wird der Erd-
schlussstrom künstlich um eine gut messbare Wirkkomponente
erhöht. Diese Komponente wird kurzzeitig von 3 Spannungs-
wandlern oder drei einphasigen Erdungstransformatoren er-
zeugt. Deren Sekundärwicklungen werden im offenen Dreieck
geschaltet und im Erdschlussfall kurzzeitig mit einem Wider-
stand (Re) belastet. Diese Spannungswandler/Erdungstrans-
formator werden an die Sammelschiene angeschlossen, die
ständig unter Spannung ist. Die Anzahl der zugeschalteten Ge-
neratorabgänge kann variieren.
Die Schutzeinrichtung besteht aus zwei Teilen:
Den ersten Teil bildet eine unselektive Erdschlussüberwachung,
sie wird einmal pro Sammelschiene verwendet. Sie besteht aus:
· Erdungstransformator
· Störspannung dämpfenden Widerstand Rp
· geschaltetem Widerstand Re
· Nullspannungserfassung für Zuschaltautomatik
· Schütz
· Zwischenspannungswandler.
Den zweiten Teil bildet die Leistungsfunktion, die den Generator-
abgang mit dem Erdschluss selektiv erfasst und der Null-
stromwandler. Als Nullstromwandler dient ein Kabelumbau-
wandler oder drei Stab-Nullstromwandler.

4.2.5.1. Wirkungsweise
Ein Erdschluss wird zuerst unselektiv durch die Nullpunktspan-
nung erfasst. Sie wird mit einer empfindlich eingestellten Span-
nungsfunktion überwacht. Nach kurzer Verzögerung (t1 = 0,1 s),
um den Einfluss von transienten Vorgängen wie Schaltvorgänge
oder Wischer zu eliminieren, wird der Erdungswiderstand Re zu-
geschaltet. Erst danach ist der Erdschlussstrom gross genug um
von der Leistungsfunktion des betroffenen Generatorabganges
selektiv erfasst werden zu können. Die Verzögerung der Lei-
stungsfunktion wird so eingestellt, dass der Erdschluss nach

4-31
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

0,5 s abgeschaltet wird. Der Erdungswiderstand Re bleibt 1,9 s


zugeschaltet. Nach der eingestellten Verzögerung von 2 s der
Spannungsfunktion wird der Widerstand Re abgeschaltet.
Für die korrekte Funktion werden 2 Zeitglieder eingesetzt:
· T1 überbrückt transiente Vorgänge, t1 = 0,1 s
· T2 verhindert "pumpen" beim Ein- und Ausschalten des
Erdungswiderstandes Re , t2 = 1 s.
Der Schutz arbeitet mit einer maximalen Wirkkomponente des
Erdschlussstromes, bei Klemmenerdschluss, von 12 ... 20 A. Die
Nullpunktspannung ist dabei maximal. Der Erdschlussstrom ist
proportional zur Nullpunktspannung, er ist maximal bei Klem-
menerdschluss und Null bei Nullpunkterdschluss.
Eine Spannungsverlagerung des Spannungssystems wird ver-
ursacht:
a) im normalen Betriebszustand durch
· Unsymmetrie der Kapazitäten zwischen Phase und Erde
· 3. Oberwelle
b) in abnormalen Betriebszuständen durch
· transiente Schaltvorgänge
· interne sowie externe Erdschlüsse.
Die Gefahr einer Fehlwirkung der Erdschlussüberwachung er-
fordert, dass der Einstellwert der Ansprechspannung über dem
Wert der betrieblichen Spannungsverlagerung gewählt wird.
In abnormalen Betriebszuständen kann die Spannungsverlage-
rung durch eine Ferroresonanz der Kapazität mit der Induktivität
der Spannungswandler verstärkt werden.
Die Gefahr einer Fehlwirkung der Erdschlussüberwachung in-
folge transienter Schaltvorgänge lässt sich durch einen Wider-
stand Rp sowie durch eine Verzögerung beschränken oder sogar
verhindern. Die Effizienz der Gefahrbeschränkung hängt von
dem ab, wie klein der Widerstandswert Rp gewählt werden kann.
Mit kleinerem Widerstandswert steigt der Strom, die Leistung
des Widerstandes und die Belastung der verwendeten Span-
nungswandler oder des Erdungstransformators.

4-32
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.5.2. Sammelschienen-Erdschlussschutz
Falls der Erdschluss in keinem Abgang selektiv erfasst wird,
muss der Erdschluss in der nicht selektiv überwachten Zone der
Sammelschiene oder eventuellen Zuleitungen liegen. Die Span-
nungsfunktion spricht an, nach Ablauf der eingestellten Verzöge-
rung von 2 s wird der Alarm "Sammelschienenerdschluss" ab-
gegeben.

4.2.5.3. Anfahr-Erdschlussschutz
Ein Generatorabgang wird durch die Leistungsfunktion nur bei
geschlossenem Leistungsschalter geschützt. Bei offenem Lei-
stungsschalter wird der Stator-Erdschlussschutz durch eine ei-
gene Erdschlussüberwachung mit einer empfindlichen Span-
nungsfunktion realisiert. Bei einem Statorerdschluss löst sie
nach 0,5 s den Entregungsschalter aus. Diese Spannungsfunk-
tion wird bei geschlossenem Leistungsschalter blockiert.

4.2.5.4. Erdungstransformator
Zur Erhöhung des Erdschlussstromes kann verwendet werden :
· 3 Spannungswandler mit maximaler Leistung 80 kVA wäh-
rend 10 s. Diese Wandler lassen sich bei 6,66 A bis zur Ge-
neratornennspannung 12 kV verwenden. Bei 5 A bis 16 kV
und bei 4 A bis 20 kV.
· 3 einphasige Trockentransformatoren erlauben 6,66 A auch
bei Spannungen über 12 kV.
Die 3 einphasigen Erdungstransformatoren haben neben dem
Vorteil stärkerer Überlastbarkeit auch den Vorteil praktisch ver-
nachlässigbarer Spannungsabfälle.
Beispiel für Generatoren mit 10,5 kV Nennspannung und für ei-
nen Erdschlussstrom von 20 A (6,66 A pro Phase):

Sekundärer
Spannungswandler
Kurzzeitstrom

U1N [V] U2N [V] S [kVA] [A] 10 s

10500 167 70 240


3

4.2.5.5. Ferroresonanz dämpfender Widerstand Rp


Bei einem Erdschluss in der Zone der Sammelschiene gibt die
Erdschlussüberwachung einen Alarm und der Betrieb wird nicht

4-33
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

unterbrochen. Deshalb muss der Widerstand Rp für einen Dau-


erstrom dimensioniert werden. Oft wird er für einen Dauerstrom
von 1 oder 2 A dimensioniert, der für die meisten Spannungs-
wandler zwar zulässig ist, jedoch nur eine beschränkte, die Stör-
spannungen dämpfende Wirkung hat. Beim Spannungswandler
gemäss Beispiel variiert die Ausgangsleistung des Spannungs-
wandlers beim Dauerstrom von 2 A zwischen 577 und 831 VA.
Wenn eine wirksamere Beschränkung der Gefahr einer Fehl-
wirkung erforderlich ist, kann der Widerstand Rp nach dem ma-
ximal zulässigen Dauerstrom der Spannungswandler festgelegt
werden. Der Wert dieses Dauerstromes liegt oft im Bereich von
5 bis 10% des zulässigen 10 s-Kurzzeitstromes. Für den Fall,
dass der Spannungswandler auch für Messzwecke verwendet
wird, ist es zu beachten, dass der Spannungsfehler sowie der
Fehlwinkel bei maximalen Dauerstrom grösser werden.

4.2.5.6. Erdungswiderstand Re
Der Erdungswiderstand wird für eine Belastungsdauer von 10 s
ausgelegt, bei Verwendung des Spannungswandlers wird der
Spannungsabfall mit 20% berücksichtigt. Der empfohlene Wert
des Widerstandes Re für den Erdschlussstrom von 20 A beträgt
bei UN = 10,5 KV.
UN UDoffen Rp Re I2

[V] [V] [W] [A] Spannungs- [A] 10 s


wandler

10500 500 250 2 1,7 W 240

4.2.5.7. Schütz
Mit diesem Schütz wird der Widerstand Re zweipolig zugeschal-
tet.

4.2.5.8. Nullstromwandler
Variante I:
1 Kabelstromwandler 100/1 A, Nennbürde 2,5 W.
Variante II:
3 Stab-Nullstromwandler, .../5 A - 33/1 A, Nennbürde 1,5 W.
Die angegebene Bürde gilt für eine Zuleitung von 2 x 100 m mit
Drahtquerschnitt 4 mm2.

4-34
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.5.9. Implementierung im REG 316*4


Für den selektiven Erdschlussschutz wird im REG 316*4 benö-
tigt:
· 1 Spannungseingang 100 V
· 1 Mess-Stromeingang
· 1 bis 4 Auslösekanäle
je nach Anzahl der Spulen des Schalters, mit oder ohne
Redundanz
· 1 Meldekanal "Erdschluss"
· 2 Signaleingänge.
Für den Anfahrschutz wird benötigt:
· 1 Spannungseingang 100 V
· 1 bis 2 Auslösekanäle zum Entregerschalter
· 1 Meldekanal "Anfahr-Erdschluss"
· Signaleingang "Generatorschalter EIN".

4.2.5.10. Schutzempfindlichkeit
Ein Klemmenerdschluss hat einen Wirkstrom von 20 A und eine
Spannung am Eingang des REG 316*4 von ca. 80 V bzw. 100 V
zur Folge. Die kleinere Spannung ergibt sich durch Spannungs-
abfälle der Spannungswandler. Ein Erdschluss 20% der Wick-
lungslänge vom Sternpunkt entfernt hat einen Strom von 4 A
und eine Spannung von 16 V zur Folge. Die Verwendung eines
Kabelumbauwandlers mit Übersetzung 100/1 A ergibt am
REG 316*4 einen Strom von 0,04 A der mit 16 V eine Leistung
von 0,64 W darstellt, die von der Leistungsfunktion bei Einstel-
lung 0,5% oder 0,5 W bei URN = 100 V und IRN = 1 A erfasst
wird.

4-35
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

Bild 4.15 Selektiver Generatorabgang - Erdschluss- und An-


fahrschutz

4-36
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Bild 4.16 Erdschlusserfassung


a) Sammelschienen-Erdschluss
b) Abgangserdschluss

4-37
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

1
3

U> 2
5

P> 6 7 8
U> 9

UR

UTR USR U TR

U
UT US
HEST 965039 FL

U SR

Es bedeuten:

1 Generatorsternpunkt-Spannungswandler
2 Spannungsrelais des Anfahrschutzes
3 3 Nullstromwandler für den Generator-Erdschlussstrom
4 Leistungsrelais des Generator-Erdschlussschutzes
5 Erdungstransformator
6 Erdungswiderstand Re des Generator-Erdschlussschutzes
7 Störspannungen dämpfender Widerstand Rp
8 Zwischenspannungswandler
9 Spannungsrelais des Sammelschienen-Erdschlussschutzes

Bild 4.17 3poliges Schutzschema und Vektordiagramm

4-38
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.6. 100% Stator- und Rotorerdschluss


Stator-Erdschlussschutz
Der Erdschlussschutz für die gesamte Statorwicklung besteht
aus einem 95% Stator-Erdschlussschutz und aus einem 100%
Stator-Erdschlussschutz (s. Bild 4.18). Die durch diese zwei
Schutzsysteme geschützten Zonen überlappen sich innerhalb
der Statorwicklung. Erdschlüsse in der Nähe von Generator-
klemmen werden überwiegend durch den 95% Erdschlussschutz
erfasst. Dagegen Erdschlüsse nahe beim Sternpunkte können
nur von dem 100% Stator-Erdschlussschutz erfasst werden.
Realisiert wird der
· 95% Stator-Erdschlussschutz durch die Spannungsfunktion
"Spannung"
· Sternpunktschutz durch die Sternfunktion "Stator ESS".
Der 95% Sternpunktschutz arbeitet mit der eigenen Generator-
spannung und erfasst Erdschlüsse durch Messung der Span-
nungsverlagerung des Generatorsternpunktes.
Der Sternpunktschutz arbeitet mit einer ständigen Spannungs-
verlagerung des Generatorsternpunktes durch eine eingeprägte
Spannung. Diese Spannung ist impulsförmig mit Amplitude von
ca. 100 V und Frequenz 12,5 oder 15 Hz. Die Spannung wird
geliefert von einer Injektionseinheit REX 010 und von einem
Wandlerblock REX 011. Gemessen wird der Erdfehlerwider-
stand.
Die Empfindlichkeit des Schutzes wird eingestellt, und zwar
· bei 95% Schutz durch die Ansprechspannung (üblich 5 V)
· bei Sternpunktschutz durch den Erdfehlerwiderstand (üblich
5 kW für Alarm und 500 W für Auslösung).
Die durch den Sternpunktschutz geschützte Zone hängt vom
maximalen netzfrequenten Generator-Nullpunktstrom ab. Dieser
Strom tritt bei einem Klemmenerdschluss auf. Die niederfre-
quente Spannung wird abgeschaltet, wenn der netzfrequente
Nullpunktstrom 5 A überschreitet. Bei einem Strom IE max = 20 A
wird der Ansprechwert 5 A bei einem Erdschluss in Entfernung
25% vom Sternpunkt erreicht. Es ist von Vorteil einen Null-
punktstrom IE max £ 5 A zu berücksichtigen, damit die vom 100%
Stator-Erdschlussschutz geschützte Zone auf die ganze Stator-
wicklung ausgedehnt wird.

4-39
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

Bild 4.18 100% Stator- und Rotor-Erdschlussschutz

4-40
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Rotor-Erdschlussschutz
Der Rotor-Erdschlussschutz arbeitet mit einer ständigen Span-
nungsverlagerung des Rotorkreises durch eine eingeprägte
Spannung mit Amplitude 50 V und Frequenz 12,5 und 15 Hz. Als
Erdschluss gilt, wenn der eingestellte Wert des Erdfehlerwider-
standes unterschritten wird.
Die nötige Spannung 50 V wird geliefert von der gleichen Einheit
REX 010 und von dem gleichen Wandlerblock REX 011 wie
beim Statorerdschluss.

4-41
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

4.2.7. Schalterversagerschutz

4.2.7.1. Einleitung
Diese Funktion wird durch den Objektschutz freigegeben und
stellt einen Reserveschutz für den Fall eines Versagens des
Leistungsschalters (LS) bereit. Besonders in Höchstspannungs-
netzen, deren Stabilität für die Stromversorgung ganzer Re-
gionen von grösster Wichtigkeit ist, muss der Schalterversager-
schutz (SVS) rasch und zuverlässig eingreifen.
Zu diesem Zweck überwacht die Stromerfassung des SVS
fortlaufend und phasengetrennt die Leitungsströme. Sollte nach
einer eingestellten Verzögerung, die die Funktionszeiten des
Objektschutzes sowie des Leistungsschalters berücksichtigt, die
Stromerfassung immer noch angesprochen sein, so versucht
der SVS den Schalter doch noch auszulösen bzw. löst die
angrenzenden Leistungsschalter aus.
Ob die Stromerfassung zurückfällt oder nicht, hängt von fol-
genden Faktoren ab:
· Auch nach Öffnen der LS-Hauptkontakte reduziert sich der
Strom nicht sofort auf Null sondern auf einen Wert, der durch
die Widerstände des Fehlers sowie des Lichtbogens über den
geöffneten LS-Kontakten bestimmt ist. Der Fehlerstrom wird
erst nach der Entionisierungszeit des LS-Lichtbogens end-
gültig unterbrochen.
· dem eingestellten Ansprechwert der Stromerfassung
· der Höhe des Kurzschlussstroms vor Auslösung des LS
· ob eine Sättigung der Hauptstromwandler vorliegt. Im Falle
einer Wandlersättigung müssen die Zeitpunkte der primären
und sekundären Nulldurchgänge nicht unbedingt überein-
stimmen. Hört nun der Primärstrom im Nulldurchgang auf, so
kann die Wandlermagnetisierung noch einen positiven bzw.
einen negativen Wert haben. Der Sekundärstrom klingt daher
mit einer gewissen Zeitkonstante über die Bürden der Schutz-
relais ab, was zu einer Verlängerung derer Rückstellzeiten
führt.
Die Rückstellzeit variiert somit zwischen 20 und 30 ms.
Weil vor allem bei dieser Anwendung die Stromerfassung
möglichst rasch zurückfallen soll, sind Fourier-Filteralgorithmen
vorgesehen, die die Auswirkungen der Stromwandlersättigung
minimieren und eine etwaige Gleichstromkomponente entweder
gänzlich oder weitgehend eliminieren.
Das nachstehende Prinzipschaltbild zeigt die hauptsächlichsten,
in den nachfolgenden Abschnitten erklärten Funktionen.

4-42
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

I Strom-
erfassung
Redundant- Red Aus Lx
Anregung Lx logik

Aus t1 Lx
Wiederhol-
logik Wiederh t1

Fern Aus
Fernlogik

Reserv Aus t2
Reservelogik

EFS Bus Aus


Endfehler-
LeistSchalt-Aus logik EFS Fern Aus

LeistSchalt-Ein unbed Aus t2


unbedingte
Ext Anregung Logik unbed Aus t1

Ext Auslös EFS


Ext Aus t1
Ext Auslös t2 ³1

Aus t1
³1

Aus t2
³1

HEST 005 045 C

Bild 4.19 Prinzipschaltbild


4.2.7.2. Betriebsart dreiphasig bzw. einphasig
Die Funktion ist mit einer phasengetrennten Stromerfassung
ausgestattet, d.h. dass in der Betriebsart dreiphasig die Phasen-
ströme des geschützten Objektes einzeln gemessen werden.
Wird zusätzlich eine Messung des Nullstromes erwünscht, so ist
diese Funktion ein zweites Mal vorzusehen und zwar mit der
entsprechenden Stromeinstellung in der Betriebsart einphasig.
Die zwei Instanzen der Funktion arbeiten parallel.
Diese Anordnung deckt auch die Sonderfälle der zwei- und
dreiphasigen Kurschlüsse mit Erdberührung ab.

4.2.7.3. Redundante Auslösung


Die logische Verknüpfung „Red Aus“ führt unverzögert eine
phasengetrennte Auslösung des selben Leistungsschalters aus,
vorausgesetzt die Starteingänge aktiv und die entsprechenden
Strommessungen in angesprochenem Zustand sind. Sie stellt
sicher, dass der Leistungsschalter auch beim fehlerhaften
Auslösekreis des Objektschutzes einen Auslösebefehl erhält.
Ohne diese Funktion würde eine Auslösung entweder des
selben Schalters oder der angrenzenden Schalter erst verzögert
erfolgen.

4-43
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B

4.2.7.4. Auslösewiederholung
Der Objektschutz setzt einen Auslösebefehl ab und erregt
gleichzeitig eine oder mehrere Phasen der SVS-Stromer-
fassung.
Vorausgesetzt die Strommessung ist immer noch angesprochen,
wird nach der ersten Zeitstufe (t1) ein zweites Mal versucht, die
entsprechende(n) Phase(n) auszulösen.
Bei Nichtbedarf lässt sich die Auslösewiederholung blockieren.
Die richtige Arbeitsweise bei Umschlagfehlern wird durch die
getrennten Zeitglieder der einzelnen Phasen sichergestellt.

4.2.7.5. Reserveauslösung
Mit dem Ablauf der ersten Zeitstufe (t1) beginnt die zweite
Zeitstufe (t2) zu laufen. Läuft diese auch noch aus, so erfolgt
eine Reserveauslösung. Bei blockierter erster Zeitstufe startet
die zweite sofort, sofern eine oder mehrere Strommessungen
angesprochen sind.
Bei der Auslösung wirkt diese Funktion auf die angrenzenden
Leistungsschalter.
4.2.7.6. Fernauslösung
Die logische Verknüpfung Fernauslösung lost den Leistungs-
schalter am anderen Ende der Leitung aus.
Sie arbeitet parallel zu den Funktionen Auslösewiederholung
bzw. Reserveauslösung, lässt sich aber auch blockieren.
Im Gegensatz zu den anderen Auslösearten, die eine gewisse
Zeit nach dem Zurückfallen des Anregesignals bestehen
bleiben, besteht die Fernauslösung aus einem einstellbaren,
vom Rückfall des Anregesignals unabhängigen Impuls.
4.2.7.7. Unbedingte Auslösung
Diese Funktion wurde eingeführt, um auch Fehler zu
berücksichtigen, die nur einen geringen bzw. gar keinen
Fehlerstrom zur Folge haben und deshalb zu keinem
Ansprechen der Stromerfassung führen. Es handelt sich dabei
meistens um Auslösungen mechanischer Schutzgeräte wie der
Buchholzschutz usw.
Sofern der Leistungsschalter geschlossen ist, umgeht der
Starteingang die Stromerfassung und aktiviert die Zeitstufen
direkt. Sonst ist die Arbeitsweise dieser Funktion analog zu
denen der Funktionen Auslösewiederholung und Reserve-
auslösung.

4-44
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

4.2.7.8. Endfehler
Trotz richtiger Funktion des Leistungsschalters bei einem
Kurzschluss zwischen dem Leistungsschalter und nur einseitig
eingebauten Stromwandlern sind die Auswirkungen auf das Netz
gleich, wie wenn der Leistungsschalter tatsächlich versagt hätte.
Sind Stromwandler z.B. nur auf der Sammelschienenseite des
Leistungsschalters eingebaut, so überlappen die Schutzbe-
reiche nicht und ein Kurzschluss zwischen Stromwandlern und
Leistungsschalter wird als Leitungsfehler erfasst, obwohl es sich
um einen Sammelschienenfehler handelt und bleibt nach dem
Auslösen des Leistungsschalters bestehen. Solche Kurz-
schlüsse werden vom Endfehlerschutz erfasst und nach der
zweiten Zeitstufe abgeschaltet.
Die Logik ist bei offenem Leistungsschalter und angesprochener
Stromerfassung freigegeben und deutet auf einen Kurzschluss
zwischen Stromwandlern und Leistungsschalter hin. Die Aus-
lösezeit ist durch die Einstellung des Zeitgliedes bestimmt.
Abhängig davon, ob die Stromwandler sammelschienen- oder
leitungsseitig eingebaut sind, löst diese Funktion entweder den
betreffenden Sammelschienenabschnitt oder den Leistungs-
schalter am anderen Leitungsende aus.

4.2.7.9. Externe Auslösung


Diese Funktion wurde eingeführt, um den Schalterversager-
schutz noch benützerfreudlicher zu machen, bzw. den Projek-
tierungsaufwand herabzusetzen. Sie leitet eine sofortige
Auslösung ein, wenn einer der beiden folgenden Eingänge
aktiviert wird:
· Der Eingang, der von den zweiten Zeitstufen der restlichen
Schalterversagerschutzfunktionen in der gleichen Anlage
angeregt wird.
· Der Eingang, der von den Endfehlerausgängen der restlichen
Schalterversagerschutzfunktionen in der gleichen Anlage
angeregt wird.

4-45
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

März 01

5. BEDIENUNG (MMK)

5.1. Zusammenfassung .................................................................. 5-5

5.2. Installation und Starten des Bedienprogramms ....................... 5-6


5.2.1. Anforderungen an den Bedien-PC........................................... 5-6
5.2.2. Installation des Bedienprogramms .......................................... 5-6
5.2.3. Starten und Beenden des Bedienprogramms.......................... 5-9

5.3. Bedienung.............................................................................. 5-11


5.3.1. Allgemeines ........................................................................... 5-11
5.3.2. Standard-Tasteneingaben, gültig für alle Menüs ................... 5-11
5.3.3. Verwendung einer Maus ........................................................ 5-12
5.3.4. Bildschirmanzeigen................................................................ 5-12

5.4. Haupt- und Untermenüs ........................................................ 5-13

5.5. Der Editor............................................................................... 5-20


5.5.1. Bearbeiten einer aktiven Funktion ......................................... 5-21
5.5.1.1. Einstellungen einer Funktion ändern ..................................... 5-23
5.5.1.2. Namen einer Funktion ändern ............................................... 5-23
5.5.1.3. Kopieren einer Funktion......................................................... 5-25
5.5.1.4. Löschen einer Funktion ......................................................... 5-26
5.5.2. Hinzufügen einer neuen Funktion .......................................... 5-28
5.5.3. Allgemeines zur Parameterbearbeitung................................. 5-28
5.5.3.1. Numerische Parametereingabe ............................................. 5-29
5.5.3.2. Auswahl aus einer Liste ......................................................... 5-30
5.5.4. Erklärung zu den verschiedenen Kanalarten ......................... 5-32
5.5.4.1. Wandlerkanäle....................................................................... 5-32
5.5.4.2. Meldekanäle .......................................................................... 5-33
5.5.4.3. Auslösekanäle ....................................................................... 5-39
5.5.4.4. Binärkanäle............................................................................ 5-40
5.5.5. Bearbeiten von Hardwarefunktionen...................................... 5-47
5.5.5.1. Kanalkommentar.................................................................... 5-52
5.5.5.2. Wandlerkanäle....................................................................... 5-53
5.5.5.3. Ereignismaske der Binärkanäle ............................................. 5-54
5.5.5.4. Selbsthaltung der Auslöse- und Meldekanäle........................ 5-55
5.5.5.5. Definition von Doppelmeldungen ........................................... 5-55
5.5.6. Bearbeiten von Systemfunktionen ......................................... 5-58
5.5.7. Auflisten von Einstellungen.................................................... 5-61
5.5.8. Speichern des Editorinhaltes ................................................. 5-62
5.5.8.1. Abspeichern im Gerät ............................................................ 5-63

5-1
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.5.8.2. Abspeichern in bzw. Laden von einer Datei........................... 5-63

5.6. Bearbeiten von Ereignissen und Bedienung des


Störschreibers........................................................................ 5-64

5.7. Darstellen veränderlicher Daten ............................................ 5-69


5.7.1. Anzeige der Wandlerkanäle................................................... 5-69
5.7.2. Anzeige von Betriebsmesswerten.......................................... 5-70
5.7.3. Anzeige der binären Eingänge, Melderelais, Melde-LEDs,
oder Auslöserelais ................................................................. 5-71
5.7.4. Anzeige der analogen Ein- oder Ausgänge ........................... 5-71
5.7.5. Anzeige der ITL- Ein-/ Ausgänge........................................... 5-72
5.7.6. Anzeige der SCS Ausgänge .................................................. 5-73
5.7.7. Anzeige von FUPLA-Signalen ............................................... 5-74

5.8. Diagnose................................................................................ 5-75

5.9. Test-Funktionen..................................................................... 5-76

5.10. Dokumentation....................................................................... 5-83

5.11. Betrieb mit mehreren Parametersätzen ................................. 5-84


5.11.1. Parametersatz-Umschaltung ................................................. 5-84
5.11.2. Erstellen von verschiedenen Parametersätzen ..................... 5-85
5.11.2.1. Zuordnung einer Funktion zu den Parametersätzen.............. 5-85
5.11.2.2. Kopieren einer parametrierten Funktion ................................ 5-86
5.11.2.3. Darstellung der parametrierten Funktionen ........................... 5-87
5.11.3. Logische Verknüpfungen ....................................................... 5-87

5.12. Remote-MMK......................................................................... 5-88


5.12.1. Zusammenfassung ................................................................ 5-88
5.12.2. Anforderungen an das Remote-Modem ................................ 5-88
5.12.3. Remote-MMK-Shell ............................................................... 5-89
5.12.3.1. Installation.............................................................................. 5-89
5.12.3.2. Einrichten einer neuen Station............................................... 5-89
5.12.3.3. Verbindung zur Station aufbauen .......................................... 5-94
5.12.4. Konfiguration der Remote-MMK an der SPA-BUS
Schnittstelle ........................................................................... 5-95
5.12.4.1. Remote-MMK direkt am elektro/optischen Umsetzer ............ 5-95
5.12.4.2. Remote-MMK über Modem am elektro/optischen Umsetzer ..... 5-96
5.12.5. Konfiguration der Remote-MMK an einem SRIO................... 5-97
5.12.5.1. Remote-MMK direkt am SRIO ............................................... 5-97
5.12.5.2. Remote-MMK über Modem am SRIO.................................... 5-98
5.12.6. Bedienung eines Gerätes lokal über die Frontschnittstelle.... 5-99
5.12.6.1. Zugriffsrechte der Remote-MMK auf Gerätefunktionen ......... 5-99
5.12.7. Bedienung über SPA-BUS oder SRIO oder Modem.............. 5-99
5.12.7.1. Start der MMK...................................................................... 5-100

5-2
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.12.7.2. SPAComm Fenster.............................................................. 5-101


5.12.8. SRIO Einstellungen ............................................................. 5-102

5.13. Lokale Bedienung ................................................................ 5-103


5.13.1. Zusammenfassung .............................................................. 5-103
5.13.2. Einschränkungen ................................................................. 5-103
5.13.3. Allgemeine Beschreibung .................................................... 5-103
5.13.3.1. Mechanische Montage und Frontansicht ............................. 5-103
5.13.3.2. Elektrische Verbindung........................................................ 5-104
5.13.3.3. Passwort .............................................................................. 5-104
5.13.3.4. Passive Bedienung .............................................................. 5-104
5.13.3.5. Tastatur auf der LDU ........................................................... 5-105
5.13.4. Die drei Status LEDs ........................................................... 5-106
5.13.4.1. Allgemein ............................................................................. 5-106
5.13.4.2. Gerätestart........................................................................... 5-106
5.13.4.3. Keine Schutzfunktion aktiv................................................... 5-107
5.13.4.4. Gerät ohne Fehler in Betrieb ............................................... 5-107
5.13.4.5. Gerät mit Anlauf einer Schutzfunktion (Generalanlauf) ....... 5-107
5.13.4.6. Gerät mit Auslösung einer Schutzfunktion (GeneralAUS) ... 5-107
5.13.4.7. Gerät mit fatalem Fehler ...................................................... 5-108
5.13.5. Textanzeige (LCD)............................................................... 5-108
5.13.5.1. Allgemein ............................................................................. 5-108
5.13.5.2. Sprache ............................................................................... 5-108
5.13.5.3. Abhängigkeiten .................................................................... 5-108
5.13.5.4. Konfigurierbarkeit................................................................. 5-109
5.13.6. Menüstruktur........................................................................ 5-109
5.13.7. Eingangsmenü..................................................................... 5-111
5.13.8. Hauptmenü .......................................................................... 5-111
5.13.8.1. Messwerte ........................................................................... 5-112
5.13.8.1.1. Wandlerkanäle..................................................................... 5-113
5.13.8.1.2. Betriebsmesswerte .............................................................. 5-114
5.13.8.1.3. Binärsignale ......................................................................... 5-115
5.13.8.2. Ereignisliste ......................................................................... 5-118
5.13.8.3. Bedienhinweis...................................................................... 5-118
5.13.8.4. Störschreiber ....................................................................... 5-119
5.13.8.5. Diagnose-Menü ................................................................... 5-119
5.13.8.5.1. DiagnoseInfo........................................................................ 5-119
5.13.8.5.2. IBB-Info................................................................................ 5-120
5.13.8.5.3. ProzessbusInfo .................................................................... 5-120
5.13.8.5.4. LED Beschreibung............................................................... 5-121
5.13.8.6. RESET Menü....................................................................... 5-122
5.13.9. Automatische Anzeige ......................................................... 5-123
5.13.9.1. Allgemeine Beschreibung .................................................... 5-123
5.13.9.2. Start der automatischen Anzeige......................................... 5-123
5.13.9.3. Stop der automatischen Anzeige ......................................... 5-123
5.13.9.4. Zyklus der automatischen Anzeige ...................................... 5-123

5-3
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.14. SMS010 ............................................................................... 5-124


5.14.1. Installation von SMS010, Reporting und
SM/RE.316*4 für SMS010 ................................................... 5-124
5.14.2. SMS010 Editor..................................................................... 5-125
5.14.2.1. Hauptmenü .......................................................................... 5-125
5.14.3. Das Submenü SMS010-Editor............................................. 5-126
5.14.4. Beschreibung der einzelnen Menüpunkte............................ 5-127
5.14.4.1. Menüpunkt Edit Event.dsc zum Bearbeiten von Event.DSC .... 5-127
5.14.4.2. Menüpunkt Edit Logging.dsc zum Bearbeiten von
Logging.DSC ....................................................................... 5-129
5.14.4.3. Menüpunkt Create New DSC Files ...................................... 5-130
5.14.5. Einrichten einer Station nach der Installation von SMS010 ..... 5-131
5.14.5.1. Erstellen der Applikationsstruktur ........................................ 5-131
5.14.5.2. Anpassen der Spin.CNF Datei............................................. 5-135
5.14.5.3. Einrichten einer Reportstation ............................................. 5-137
5.14.5.4. Eingeben der SRIO Adresse für das Reporting ................... 5-138

5-4
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5. BEDIENUNG (MMK)

5.1. Zusammenfassung
Die Anwenderschnittstelle zum RE. 316*4 ist so ausgelegt, dass
ein Minimum an Unterstützung durch eine Bedienungsanleitung
benötigt wird. Dadurch werden eine Vielzahl von Vorteilen an-
geboten:
· Eine äusserst anwenderfreundliche menüunterstützte
Funktionsauswahl durch Vollbilddarstellung und eine
Kombination gestaffelter Fenster.
· Aufscheinende Rückmeldungen, wo immer sinnvoll, um den
Benutzer weiterzuführen und Fehler zu vermeiden.
· Die Fähigkeit ganze Parametersätze 'off-line' zu bilden, zu
bearbeiten und zu überprüfen, d.h. ohne am Schutzsystem
angeschlossen zu sein.
· Die Möglichkeit, Parametersätze von einer Datei zu lesen
oder dorthin zu schreiben.
· Selbsterklärende Texte mit sehr wenig Code-Bezeichnungen.
· Vom Benutzer eingebbare Kommentare zur Beschreibung
aller Funktionen, Ein- und Ausgänge.

5-5
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.2. Installation und Starten des Bedienprogramms

5.2.1. Anforderungen an den Bedien-PC


Die MMK des RE. 316*4 läuft im protected mode. Der Bedien-
PC muss über mindestens 16 MB RAM und 12 MB auf der Fest-
platte und ein Betriebssystem MS Windows 3.x, Windows 95
oder Windows NT4.0 oder höher verfügen. Empfehlenswert ist
ein Prozessor ab 486.
Die MMK kommuniziert mit dem RE. 316*4 mit 9600 Baud.
Manche PCs haben Probleme mit der Kommunikation, wenn der
Speichermanager EMM386 aktiv ist. EMM386 wird in der
config.sys Datei des PC durch das Voranstellen von 'REM' in der
entsprechenden Zeile deaktiviert:
REM DEVICE=..........\EMM386........
Empfehlenswert ist das Deaktivieren des EMM386. Die Folge ist
ein verringerter Arbeitsspeicher des PC unterhalb von 640 kB,
da die Devicetreiber nicht mehr in das Upper Memory geladen
werden können. Für den Betrieb der MMK ist das nicht von
Bedeutung.

5.2.2. Installation des Bedienprogramms


Wir empfehlen Ihnen dringend, folgende Punkte zu beachten,
bevor Sie die Bediensoftware auf einer Festplatte installieren:
1. Schützen Sie die Originaldisketten mit dem Schreibschutz.
2. Erstellen Sie Kopien der Originaldisketten. Legen Sie dann
die Originaldisketten in ein Archiv, und verwenden Sie für die
Installation die Kopien.
Das Bedienprogramm befindet sich in komprimierter Form auf
den Disketten "RE.316*4 Software". Zur Erleichterung der Instal-
lation des Bedienprogramms befindet sich auf den Disketten
eine Installationsroutine.

Installation auf der Festplatte unter Windows 3.1 / 3.11:


1. Legen Sie die erste Diskette "Disk 1/4" in das Disketten-
laufwerk A.
2. Im Menü ‘Datei’ den Menüpunkt ‘Ausführen’ wählen und als
Befehlszeile ‘a:\setup’ eingeben.

5-6
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Installation auf der Festplatte unter Windows 95 / NT 4.0:


1. Legen Sie die erste Diskette "Disk 1/4" in das Disketten-
laufwerk A.
2. Im Taskbar den ‘Start’-Knopf betätigen. Im Startmenü den
Menüpunkt ‘Ausführen’ wählen und als Befehlszeile
‘a:\setup’ eingeben.
Der weitere Ablauf ist selbsterklärend. Die Remote-MMK-Shell
kann wahlweise installiert werden. Die Fragen des Installations-
programms nach Sprache, Laufwerk, Verzeichnis und Programm-
gruppe sind zu beantworten.

Umfang der MMK:


Nach der Installation befinden sich unter anderem folgende Dateien
im Verzeichnis der MMK:
· pcgc91.exe: Bedienprogramm.
· re*.cfg: Konfigurationsdatei.
· readme.d: Textdatei mit Erklärungen zur
Installation des Bedienprogramms
und den aktuellsten Informationen
über neue SW-Versionen.
· diststd.bin: Logik für die Funktion Distanz.
· aurestd.bin: Logik für die Funktion Wieder-
einschaltung.
· Unterverzeichnis VDEW6: Logik für die Funktion VDEW6.
Zur Ausführung des Bedienprogramms muss der Devicetreiber
"ansi.sys" geladen sein. Die Einträge in die Konfigurations-
dateien der Betriebssysteme werden bei der Installation erstellt:

DOS, Windows 3.x:


In der Datei C:\CONFIG.SYS:
device=c:\dos\ansi.sys.

Windows 95:
In der Datei C:\CONFIG.W40:
device=c:\win95\command\ansi.sys

Windows NT 4.0:
In der Datei C:\WINNT\SYSTEM32\CONFIG.NT:
device=%SystemRoot%\system32\ansi.sys

5-7
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Beim Aufruf des Bedienprogramms werden über die Konfigura-


tionsdatei 're*.cfg' verschiedene Parameter übergeben.
Beispiel einer Konfigurationsdatei re2.cfg:
;program parameters: (* 13-Mar-1998 16:36 *)
;RETYP={REG216, REC216, RET316, REC316, REL316}
;LANG={ENG, DEU, FRA}
;COLOR={BW80,RGB}
;COMT={RDM,SRIO,TC57,SPA,MDM}
;BAUD={1200,2400,4800,9600,19200}
;SLVE={10...890} (Default SlaveNr)
;TNR={T...., P.....}
;MPAR=AT&FE0
;
RETYP=REC316
LANG=DEU
COLOR=RGB
EVEDATA=
ONHOOK=~~~~~+++~~~~~ATH0
CPUTYPE=PENTIUM
SLVE=2
SRIO_ADDR=950
COMT=TC57
TNR=T581625
MPAR=AT&D0E0M0S0=0
PORT=1
BAUD=9600
BAUD_XX=BAUD96

Für die Kommunikation der MMK mit dem RE.316*4 über die
Frontschnittstelle sind folgende Parameter von Bedeutung:
RETYP=
LANG=
COMT=TC57
PORT=
BAUD_XX=

5-8
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.2.3. Starten und Beenden des Bedienprogramms


Das Bedienprogramm wird durch Anklicken des, bei der Installa-
tion definierten Icons aufgerufen.
Das Ablaufschema (s. Bild 5.1) zeigt die Vorgehensweise beim
Aufstarten und Beenden des Bedienprogramms. Das Bedien-
programm startet im Offline-Betrieb oder mit einem neuen ("lee-
ren") Relais als REC 316*4. Die Wahl des Relaistyps und der
wesentlichen Konfigurationsparameter wird im Menü 'Hardware-
Funktionen ändern' eingegeben.

Programmaufruf

<Esc>
ABB - Logo

<Enter>

N Verbindung J
zum Relais ?
(OFFLINE) (ONLINE)

LADEN...
Einstellungen
Keine Verbindung
N zum Relais.
Offline weiter ?
<J> / < N> PRÜFEN...
J System

Hauptmenü Hauptmenü

ZURÜCK ZURÜCK

N Sind sie sicher ?


<J> / < N>
J

Programmende

Bild 5.1 Ablaufschema beim Aufstarten und Beenden des


Bedienprogramms

5-9
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Anmerkungen:
Soll das Bedienprogramm "online" arbeiten, mit Datenaustausch
zwischen dem PC und dem RE. 316*4, so ist sicherzustellen,
dass das Kabel für die serielle Datenübertragung angeschlossen
ist. Die Verbindung geht vom seriellen Port 1 oder 2 des Rech-
ners zum optischen Anschluss an der Front des RE. 316*4. Das
Gerät muss bereit sein, d.h. die grüne Leuchtdiode für die Funk-
tionsbereitschaft leuchtet oder blinkt.
Wenn das Gerät nicht von der Stationsleittechnik über den Inter-
baybus zeitsynchronisiert wird, so wird beim Start der MMK die
PC-Zeit übernommen.

5-10
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.3. Bedienung

5.3.1. Allgemeines
Die MMK kann sich in vier verschiedenen Zuständen befinden:
· Menü: Es wird die Auswahl eines Menüpunktes
erwartet.
· Bearbeitung: Es wird die Eingabe von Daten erwartet, z.B.
Eingabe von Parametern, Rückmeldung,
Passwort etc.
· Ausgabe: Anzeige von Messwerten, Ereignislisten etc.
Ausgabefenster werden mit <Enter>
geschlossen.
· Warten: Kann in einem der oben genannten Zustände
auftreten, wenn eine Funktion ausgeführt wird
(Tastatur blockiert).
Im Menü steht eine Liste zur Verfügung. Der angewählte
Menüpunkt wird durch den Auswahlbalken hervorgehoben. Der
Auswahlbalken wird mit den Pfeiltasten auf- und abbewegt. Mit
der Taste <Enter> wird die Auswahl abgeschlossen.
Die Menüs werden in der Form von überlagerten Fenstern dar-
gestellt. Ausgaben auf den Bildschirm verwenden die gesamte
Bildschirmfläche. Temporäre Menüs bzw. Rückmeldungen be-
nützen 'Aufzeigefenster', und zum Editieren wird eine Kombi-
nation von Fenster und Vollbild benützt.

5.3.2. Standard-Tasteneingaben, gültig für alle Menüs


Ausser beim Bearbeiten von Parametern, Beantworten von
Rückmeldungen und Ausführen spezieller Funktionen, befindet
sich die MMK immer in einem Menü, wobei ein Menüpunkt oder
eine Menüzeile aus der Liste ausgewählt wird. Dabei können die
folgenden Tasten für alle Menüs verwendet werden:
<­> Vorhergehende Zeile
<¯> Nächste Zeile
<PgUp> Eine Seite zurück
<PgDn> Eine Seite vorwärts
<Home> Beginn des Menüs
<End> Ende des Menüs
<Enter> Ausführung der in der Zeile beschriebenen Funktion
<Esc> Zurück zum vorherigen Fenster.

5-11
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.3.3. Verwendung einer Maus


Die Menüs können, statt mit den Tasten, auch mit einer Maus
bearbeitet werden. Die folgenden Tasten können durch Maus-
bedienungen ersetzt werden:
Pfeiltasten Bewegen der Maus
<Enter> Linke Maustaste
<Insert> Rechte Maustaste.

5.3.4. Bildschirmanzeigen
Im unteren Rahmen des Bedienprogrammfensters werden fol-
gende Informationen angezeigt:
· Ob das Bedienprogramm mit dem RE. 316*4 verbunden ist:
"On - Line" oder "Off - Line".
· Die Schnittstellen-Baudrate:
"4800 bps", "9600 bps" oder "19200 bps".
· Das Kommunikationsprotokoll zur Stationsleittechnik (SCS):
"SCS:SPA" oder "SCS:VDEW" oder "SCS:LON" oder
"SCS:MVB".
· Die Software-Versionen:
Links wird die Version des Bedienprogramms und rechts die
Version der Geräte-Software angezeigt.
· Zwischen den beiden Versionsangaben befindet sich die
Aktivitätsanzeige. Wenn das Bedienprogramm mit dem Gerät
kommuniziert, äussert sich dies in Form eines sich drehen-
den Striches.

5-12
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.4. Haupt- und Untermenüs


Im Hauptmenü kann der Anwender die folgenden Möglichkeiten
aufrufen:
1. Einstellungen eingeben: Aufruf des Editors, in dem alle
Schutz- und Systemfunktionen
aufgelistet, geändert und ge-
speichert werden können.
2. Ereignisverarbeitung: Auflisten aller Ereignisse aus dem
Ereignisspeicher des Systems oder
Löschen der Ereignisliste.
3. Messwertverarbeitung: Anzeige der veränderlichen Daten
des Schutzsystems einschliesslich
der A/D-Wandlereingänge.
4. Test-Funktionen: Prüfung der Schutzfunktionen in
verschiedenen Parametersätzen,
sowie Prüfung der Melde-LEDs,
Auslöse- und Melderelais.
5. Diagnose: Verschiedene Informationen zur
Fehlersuche im Schutzsystem
werden aufgelistet.
6. SMS010 Editor: Ereignisse und Messwerte können
für die Behandlung im SMS010
konfiguriert werden.
7. Dokumentation: Die Gerätekonfiguration kann in
Textdateien ausgegeben werden,
zur Weiterverwendung in der SCS
Projektierung.
8. ZURÜCK: Verlassen des Bedienprogramms.
Die Angaben gelten für den Online-Zustand; im Offline-Zustand
bestehen nur die Möglichkeiten 1, 6, 7 und 8.

Anmerkung:
Die genannte Auswahl, mit Ausnahme des Editors, ist nur sinn-
voll, wenn sich das System im Online-Zustand befindet, mit
Datenaustausch zum Gerät. Alle Ausgaben sind ein exaktes
Abbild der im Gerät vorhandenen Daten und nicht bezogen auf
jene, die im Editor bearbeitet werden.

5-13
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Einstellungen eingeben

Hauptmenü (b)

(a)
Ereignisverarbeitung

(c)

Messwertverarbeitung

(d)

EINGABE PASSWORT

(e)

Test-Funktionen

(f)

Diagnose

(g)

SMS010 Editor

(h)

Dokumentation

(i)

Bild 5.2 Haupt- und Untermenüs


(s. nachfolgende Bildschirmdarstellungen a bis i)

5-14
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
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Ûº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Einstellungen eingeben º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Ereignisverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Messwertverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Test-Funktionen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Diagnose º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº SMS010-Editor º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Dokumentation º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 a Hauptmenü

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉEinstellungen eingebenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Schutzfunktionen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Hardware-Funktionen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º System-Funktionen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Relaiseinstellungen auflisten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Einstellung in Datei abspeichern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Einstellung von Datei laden º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 b Einstellungen eingeben


(s. Abschnitt 5.5.)

5-15
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉEreignisverarbeitungÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Neue Ereignisse anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Ereignisse auflisten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Ereignisse l”schen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Selbsthaltung zurcksetzen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 c Ereignisverarbeitung


(s. Abschnitt 5.6.)

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauÉMesswertverarbeitungÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Eiº Wandlerkan„le anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Erº Betriebsmesswerte anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Meº Bin„re Eing„nge anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Teº Melderelais anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Diº Ausl”serelais anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ SMº Melde-LED's anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Doº Analoge Eing„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZUº Analoge Ausg„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º RBI Zust„nde zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄĺ RBO Zust„nde zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ITL-Eing„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ITL-Ausg„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º SCS-Ausg„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º FUPLA-Signale anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 d Messwertverarbeitung


(s. Abschnitt 5.7.)

5-16
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Einstellungen eingeben ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Ereignisverarbeitung ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Messwertverarbeitung ³°°°ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Test-Funktionen ³°°°º EINGABE PASSWORT º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Diagnose ³°°°º> º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ SMS010-Editor ³°°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Dokumentation ³°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 e EINGABE PASSWORT

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉTest-FunktionenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Eingabe der Testdaten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Test durchfhren º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Ereignisverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Messwertverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Diagnoseinformation anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Parametersatz umschalten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Lock BWA º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ToggleBWA º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀĺ Unlock BWA º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 f Test-Funktionen


(s. Abschnitt 5.9.)

5-17
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉDiagnoseÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Diagnoseinformation anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Lade Hex Dump º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º L”sche Hex Dump º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º IBB-Information º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º RIO-Information º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Zurckstellen SCS-Daten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Laden SCS-Masken º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 g Diagnose


(s. Abschnitt 5.8.)

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉSMS010-EditorÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Žndern EVENT.DSC º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Žndern LOGGING.DSC º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Neue DSC-Dateien º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 h SMS010 Editor


(s. Abschnitt 5.14.)

5-18
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Einstellungen eingeben ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Ereignisverarbeitung ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Messwertverarbeitung ³°°°ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Test-Funktionen ³°°°º REG2.SIG º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Diagnose ³°°°º Anlauf º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ SMS010-Editor ³°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Dokumentation ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 i Dokumentation


(s. Abschnitt 5.10.)

5-19
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.5. Der Editor


Die Bearbeitung der Einstellungen wird in einem separaten
Pufferspeicher ausgeführt, d.h. im Gerät wird solange nichts
verändert, bis die Routine zum Abspeichern aufgerufen wird. So
ist es möglich, einen kompletten Satz Parameter zu erstellen,
ohne dass eine Verbindung zum Gerät besteht. Der einzige
Unterschied zwischen der off-line und der on-line Bearbeitung ist
der, dass der Benutzer bei der on-line Bearbeitung mit einer
Kopie der im Gerät vorhandenen Daten beginnt. Im Menü
"Einstellungen eingeben" bestehen die folgenden Wahlmöglich-
keiten:
1. "Schutzfunktionen ändern":
Ändern, Kopieren oder Löschen einer bereits aktiven
Funktion, oder Einfügen einer neuen Funktion.
2. "Hardware-Funktionen ändern":
Bearbeiten von Parametern, die sich auf die Hardware des
Gerätes beziehen, wie die Gerätekonfiguration, Analog-,
Binär-, Auslöse- und Meldekanäle, sowie die OBI-
Konfiguration.
3. "System-Funktionen ändern":
Bearbeitung von funktionsunabhängigen Systemparametern.
4. "Relaiseinstellungen auflisten":
Die Einstellungen können auf dem Bildschirm angezeigt,
in eine Datei geschrieben oder mit einem Drucker ausge-
druckt werden, der am Parallel-Port des PCs angeschlos-
sen ist.
5. "Einstellung in Datei abspeichern":
Der gesamte Parametersatz, (der dem ganzen Inhalt des
Editier-Pufferspeichers entspricht), kann in einer Datei ab-
gespeichert werden.
6. "Einstellung von Datei laden":
Umgekehrt wie unter 5. kann ein früher abgelegter Para-
metersatz von einer Datei in den Editor geladen werden.
7. "ZURÜCK":
Mit diesem Befehl wird der geänderte Parametersatz ge-
speichert und die Rückkehr ins Hauptmenü vollzogen.

5-20
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.1. Bearbeiten einer aktiven Funktion


Die Einstellungen und der Name jeder aktiven Funktion können
geändert werden, oder die Funktion kann kopiert oder gelöscht
werden. Die Vorgehensweise bei der Bearbeitung geht aus Bild
5.3 hervor.

Schutzfunktionen ändern Funktionseinstellungen ändern

(a) (c)

Bearbeitung einer Funktion Ändern Funktionskommentar

(b) (d)

Schutzfunktionen ändern

(e)

Funktionseinstellungen ändern

(f)

Sind Sie sicher ?


<N> / <J>
(g)
N
J

KEINE DATEN IM RELAIS Schutzfunktionen ändern


GEAENDERT
(h) (i)

Bild 5.3 Bearbeiten einer aktiven Schutzfunktion


(s. nachfolgende Bildschirmdarstellungen a bis i)

5-21
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉSchutzfunktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 1 [1000/00] Strom º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 2 [1000/00] Spannung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 3 [1000/00] Leistung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 4 [1000/00] Spannung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 5 [1000/00] St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 6 Neue Funktion einfgen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 a Schutzfunktionen ändern

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉBearbeitung einer FunktionÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Einstellungen der Funktion „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Name der Funktion „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kopieren der Funktion º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º L”schen der Funktion º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.3 b Bearbeitung einer Funktion

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.1.1. Einstellungen einer Funktion ändern


Die Änderungen an einer Schutzfunktion werden im Fenster
"Funktionseinstellungen ändern" vorgenommen. Die Bearbei-
tung der verschiedenen Arten von Parametern wird in den
Abschnitten 5.5.3. und 5.5.4. erläutert.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº Funktions Nr. 1 - Strom * * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ParSatz4..1 P1 Auswahl ºÛ
Ûº AUS B00000000 ºÛ
Ûº Verz”gerung 01.00 s ºÛ
Ûº I-Wert 02.00 IN ºÛ
Ûº MaxMin MAX (1ph) Auswahl ºÛ
Ûº Phasenzahl 001 ºÛ
Ûº Stromkanal 1 Analogeing. ºÛ
Ûº Blockierung F Bin„rwert ºÛ
Ûº AUS ER Meldung ºÛ
Ûº Anlauf ER Meldung ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 c Funktionseinstellungen ändern

5.5.1.2. Namen einer Funktion ändern


Im Fenster "Ändern Funktionskommentar" kann ein maximal
25stelliger Kommentar eingegeben werden. Die Eingabe wird
mit <ENTER> abgeschlossen. Der Kommentar ersetzt oder er-
gänzt in allen Fenstern die Default-Bezeichnungen der Funk-
tionen. Kommentare werden im geöffneten Eingabefenster mit
der Leertaste gelöscht. Kommentare werden beim Abspeichern
der Parameter in das Gerät mit abgespeichert.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÚBearbeitung einer FunktionÄɎndern FunktionskommentarÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ º>U> Oberspannungsseite º°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Einstellungen der FunktionÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Name der Funktion „ndern ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Kopieren der Funktion ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ L”schen der Funktion ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 d Ändern Funktionskommentar

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉSchutzfunktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 1 [1000/00] Strom º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 2 [1000/00] U> Oberspannungsseite º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 3 [1000/00] Leistung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 4 [1000/00] Spannung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 5 [1000/00] St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 6 Neue Funktion einfgen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 e Schutzfunktionen ändern

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.1.3. Kopieren einer Funktion


Wenn die Einstellungen einer parametrierten Funktion zum
grössten Teil in einen zweiten Parametersatz übernommen wer-
den sollen, so kann diese Funktion kopiert werden.
Die neue, kopierte Funktion übernimmt sämtliche Einstellungen
der Originalfunktion. Bei der kopierten Funktion können folgende
Parameter nicht mehr geändert werden:
· alle Analogeingänge
· alle Meldesignale
· alle Auslösekanäle.
Diese Parameter erscheinen auch nicht mehr in der Parameter-
liste der kopierten Funktion (vergl. Bilder 5.3 c und e). Werden
diese Parameter in der Originalfunktion geändert, so wird ihr
Wert von der kopierten Funktion automatisch übernommen.
Die Einstellungen der Binäreingänge und des Parameters
"ParSatz4..1" müssen bei der kopierten Funktion neu eingege-
ben werden. Die Quellen der Binäreingänge müssen jedoch im
gleichen Parametersatz, wie die kopierte Funktion, aktiv sein.
Die kopierte Funktion darf nicht im gleichen Parametersatz wie
ihre Originalfunktion aktiv sein, und die Parametersatz-Nummer
der Originalfunktion muss kleiner sein:
P1 £ pO £ P4 und pO < pK £ P4
pO = Parametersatz-Nummer der Originalfunktion
pK = Parametersatz-Nummer der kopierten Funktion.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº Funktions Nr. 6 - Strom * * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ParSatz4..1 Auswahl ºÛ
Ûº Verz”gerung 01.00 s ºÛ
Ûº I-Wert 02.00 IN ºÛ
Ûº MaxMin MAX (1ph) Auswahl ºÛ
Ûº Phasenzahl 003 ºÛ
Ûº Blockierung F Bin„rwert ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 f Funktionseinstellungen ändern

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.5.1.4. Löschen einer Funktion


Eine Funktion kann nur gelöscht werden, wenn keine Kopien
davon existieren und wenn sie nicht von einer anderen Funktion
benötigt wird (z.B. ein binärer Ausgang, der als Blockiereingang
einer anderen Funktion gebraucht wird). Der Benutzer wird zur
Sicherheit zurückgefragt "Sind Sie sicher?", bevor definitiv ge-
löscht wird. Ist diese Funktion die letzte der Liste, so ver-
schwindet sie von der Liste. Sonst wird ihre Bezeichnung ersetzt
durch "Keine Funkt.", damit die Numerierung der folgenden
Funktionen unverändert bleibt.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÚBearbeitung einer FunktionÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Einstellungen der Funº Sind Sie sicher ? º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Name der Funktion „ndº <N>/<J> º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Kopieren der Funktionº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ L”schen der Funktion ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 g Sind Sie sicher?

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Schutzfunktionen „ndern ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Hardware-Funktionen „nderÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ System-Funktionen „ndern º KEINE DATEN IM RELAIS º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Relaiseinstellungen aufliº GEAENDERT º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Einstellung in Datei abspº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Einstellung von Datei ladÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.3 h KEINE DATEN IM RELAIS GEAENDERT

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉSchutzfunktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 1 [1000/00] Strom º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 2 [1000/00] U> Oberspannungsseite º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 3 [1000/00] Leistung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 4 Keine Funkt. º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 5 [1000/00] St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 6 Neue Funktion einfgen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 i Schutzfunktionen ändern

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.5.2. Hinzufügen einer neuen Funktion


Zum Hinzufügen einer zusätzlichen Funktion wird im Menü
"Schutzfunktionen ändern" (s. Bild 5.3 i) der zweitletzte Menü-
punkt "Neue Funktion einfügen" oder, falls vorhanden, eine Linie
mit "Keine Funkt." angewählt. Nach dem Bestätigen mit <Enter>
erscheint eine Liste mit den zur Verfügung stehenden Funktio-
nen. Die gewünschte Funktion wird ausgewählt und mit <Enter>
bestätigt. Darauf erscheint das Fenster "Funktionseinstellungen
ändern" (s. Bild 5.3 c), wo die Parameter eingestellt werden. Die
Bearbeitung der verschiedenen Arten von Parametern wird in
den Abschnitten 5.5.3. und 5.5.4. erläutert.
In der Liste der zur Verfügung stehenden Funktionen, findet sich
am Ende der Eintrag "Keine Funkt.". Wird diese Zeile mit
<Enter> bestätigt, so wird "Keine Funkt." in die Liste der aktiven
Funktionen eingetragen. Damit kann beispielsweise erreicht
werden, dass bestimmte Funktionen bei allen Relais dieselbe
Funktionsnummer haben, obwohl nicht in allen Relais die glei-
chen Funktionen verwendet werden.

5.5.3. Allgemeines zur Parameterbearbeitung


Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Parametereingaben:
1. Eingabe von numerischen Werten, z.B. Einstellung von
Strom- oder Spannungsansprechwerten.
2. Auswahl von einem oder mehreren Punkten einer Liste, z.B.
Wahl von Optionen oder Kanälen.

Gemeinsames Bearbeitungsfenster für beide Arten:


ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ParSatz4..1 P1 Auswahl ºÛ
Ûº AUS B10300000 ºÛ
Ûº Verz”gerung 02.00 s ºÛ
Ûº U-Wert 1.200 UN ºÛ
Ûº MaxMin MAX (1ph) Auswahl ºÛ
Ûº Phasenzahl 001 ºÛ
Ûº Spgs.kanal 6 Analogeing. ºÛ
Ûº Blockierung f 1 AUS Bin„rwert ºÛ
Ûº AUS S104 L03 SC1307 ER Meldung ºÛ
Ûº Anlauf S103 ER Meldung ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.4 Parameterliste

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Gemeinsame Tasten für beide Arten:


In der Parameterliste:
<­> - Eine Zeile aufwärts bewegen
<¯> - Eine Zeile abwärts bewegen
<PgUp> - Eine Seite aufwärts bewegen
<PgDn> - Eine Seite abwärts bewegen
<Home> - Sprung zum Anfang
<End> - Sprung zum Ende
<Enter> - Sprung in das Eingabe-/Auswahlfenster.
<Esc> - Rückkehr zum vorhergehenden Menü ohne die
Änderungen zu speichern.
<Enter> bei "Zurück/Eingeben" - Rückkehr zum vorhergehen-
den Menü mit Kontrolle und
Speicherung der Parameter.
Im Eingabe-/Auswahlfenster:
<Enter> - Rückkehr in die Parameterliste. Die Einstellung im
Eingabe-/Auswahlfenster wird übernommen.
<Esc> - Rückkehr in die Parameterliste. Die Einstellung im
Eingabe-/Auswahlfenster wird nicht übernommen,
der ursprüngliche Wert bleibt erhalten.

5.5.3.1. Numerische Parametereingabe


Das Eingabefenster befindet sich rechts in der Parameterliste:
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 Auswahl ³Û
Û³ AUS B10300000 ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 s ³Û
Û³ U-Wert 1.200 ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) ºU-Wert º ³Û
Û³ Phasenzahl 001 º º ³Û
Û³ Spgs.kanal 6 º NEUER WERT º ³Û
Û³ Blockierung f 1 AUS º º ³Û
Û³ AUS S104 L03 SC1307 ERº MAX 2.000 º ³Û
Û³ Anlauf S103 ER º MIN 0.010 º ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.5 Numerisches Eingabefenster

5-29
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Bedeutung der Tasten:


<0...9>, <.>, <+>, <-> - Eingabe neuer Zahlenwerte
Für jeden Parameter ist eine bestimmte Anzahl Stellen nach
dem Komma vorgegeben. Die Eingabe wird entsprechend ge-
rundet.
Versucht man, eine Zahl ausserhalb des erlaubten Bereiches
einzugeben, so erscheint eine Warnung. Der Benutzer wird auf-
gefordert, den nächstmöglichen Wert zu akzeptieren oder es er-
neut zu versuchen:
Nächstmöglicher Wert 20.00
Soll er gesetzt werden?

<J>/<N>

HEST 905 076 FL

5.5.3.2. Auswahl aus einer Liste


Es bestehen zwei Möglichkeiten der Auswahl:
· Optionsauswahl: Auswahl einer Einstellmöglichkeit
aus einer Liste
· Kanalauswahl: Auswahl eines bzw. mehrerer der vorge-
gebenen Kanäle.
Options-Auswahl:
Das Options-Auswahlfenster dient zur Auswahl einer Einstell-
möglichkeit aus einer Liste. Die gewählte Option wird mit dem
Zeichen ">" markiert:
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ÉAuswahlÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung º º * ³Û
Û³ º MIN (3ph) º ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 º MIN (1ph) º ³Û
Û³ AUS B10300000 º > MAX (1ph) º ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 º MAX (3ph) º ³Û
Û³ U-Wert 1.200 º º ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ Phasenzahl 001 ³Û
Û³ Spgs.kanal 6 Analogeing. ³Û
Û³ Blockierung f 1 AUS Bin„rwert ³Û
Û³ AUS S104 L03 SC1307 ER Meldung ³Û
Û³ Anlauf S103 ER Meldung ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.6 Options-Auswahlfenster

5-30
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Bedeutung der Tasten:


<­>, <¯>,<Pg Up>, <Pg Dn> - Bewegung des Cursors im
Auswahlfenster
<Ins> - Auswahl eines Kanals.

Kanal Auswahl:
Die Wahlmöglichkeit im Kanal-Auswahlfenster wird durch eine
Blockdarstellung vorgegeben, die neben der Kanalnummer auch
Felder für bis zu 2 Zeichen enthält (s. Bild 5.7). Die Kanal-
beschreibung besteht aus einem internen erklärenden Text
und/oder aus einem Benutzerkommentar, den dieser beim Be-
arbeiten der Hardware-Funktionen eingeben kann (s. Abschnitt
5.5.5.). Wird der Cursor im Auswahlfenster von einer Option zur
nächsten bewegt, so wird jeweils die zugehörige Information an-
gezeigt.
Es gibt zwei Auswahlarten:
1. Mehrfachauswahl: Alle mittels der Taste <Ins> gewählten
Kanäle werden mit einem "X" markiert. Beim Eintritt in das
Fenster springt der Cursor zum ersten Kanal.
2. Einzelauswahl: Die getroffene Auswahl wird mit einem "X"
markiert. Wählt man einen neuen Kanal, so wird das alte "X"
automatisch gelöscht. Beim Eintritt in das Fenster springt der
Cursor zum gewählten Kanal.
Bedeutung der Tasten:
<¬>, <®> - Bewegung des Cursors im Auswahlfenster
<Ins> - Auswahl eines Kanales
<Del> - Löschen einer Auswahl
(nur bei Mehrfachauswahl)
<-> - Inversion eines Kanales
(nur bei Binäreingängen).
Das System erlaubt nur die Auswahl von Kanälen, die von ihm
als plausibel betrachtet werden, andernfalls erfolgt ein Warnton
ohne weitere Fehlermeldung; so z.B. wenn ein als Stromeingang
definierter Kanal als Spannungseingang gesetzt werden soll,
oder wenn versucht wird, eine Meldung einem bereits besetzten
Ausgang (Relais oder LED) zuzuweisen.

5-31
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

5.5.4. Erklärung zu den verschiedenen Kanalarten


Es gibt vier Kanalarten, für die allgemein die Regeln der voraus-
gegangenen Abschnitte gelten. Aber zusätzlich gibt es einige
Eigenheiten und Abkürzungen für jede besondere Art.

5.5.4.1. Wandlerkanäle
Die Wandlereingangskanäle werden im Auswahlfenster "Wandler-
kanäle" zugeordnet:
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 Auswahl ³Û
Û³ AUS B00000000 ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 s ³Û
Û³ U-Wert 1.200 UN ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) Auswahl ³Û
Û³ Phasenzahl 001 ÉWandlerkan„leÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ Spgs.kanal 6 º º ³Û
Û³ Blockierung F ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º ³Û
Û³ AUS ER º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³º ³Û
Û³ Anlauf ER º³ c+ c+ c³ c³ v³Xv³ v+ v+ v³º ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº ³Û
Û³ ºUT 1ph 1.00 º ³Û
Û³ ºU RS, Oberspannungsseite º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.7 Auswahlfenster "Wandlerkanäle"

Im Kanal-Auswahlfenster enthalten die neun Felder, die die


neun möglichen Wandlerkanäle darstellen, folgende Information:
Oben: 1...9 : Kanal-Nr.
Unten: c : Stromwandler
v : Spannungswandler
o : Kein Wandler vorhanden
+ : Die beiden "+"-Zeichen verbinden
eine 3phasige Wandlergruppe
X : Ausgewählter Kanal.
Unterhalb der neun Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Wandlertyp und der Benutzerkommentar
(falls vorhanden) angezeigt.

5-32
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Die Anordnung der Wandlereingangskanäle ist durch den Bestell-


code (K...) festgelegt. Bevor die Wandlerkanäle zugeordnet wer-
den können, muss der K-Code im Menü "Relais-Konfiguration
ändern" eingestellt werden (s. Abschnitt 3.4.1.).
Bei dreiphasigen Funktionen darf nur die erste Phase einer drei-
phasigen Gruppe angewählt werden, die anderen Phasen sind
dann auch ohne Markierung mit eingeschlossen. Dagegen kann
bei einphasigen Funktionen ein beliebiger Kanal gewählt wer-
den.
In der Spalte der Parameterwerte, im Fenster "Funktionseinstel-
lungen ändern" wird die gewählte Kanal-Nr. angezeigt.

5.5.4.2. Meldekanäle
Meldungen können getrennt dem Ereignisspeicher, bis zu zwei
physikalischen Ausgängen (LEDs, Melde- und Auslöserelais,
dezentrale Ausgabe) und einem Ausgang zur Stationsleittechnik
(SCS) sowie zu den Interlockingdaten (ITL) zugewiesen werden.
Wird versucht, mehr als zwei physikalische Ausgänge zu bele-
gen, so ertönt ein Warnton.
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 ÉMeldekan„le setzenÍÍÍÍ» Auswahl ³Û
Û³ AUS º º ³Û
Û³ Verz”gerung º Melde-LED's º s ³Û
Û³ U-Wert º Melderelais º UN ³Û
Û³ MaxMin º Ereignisverarbeitung º Auswahl ³Û
Û³ Phasenzahl º Ausl”serelais º ³Û
Û³ Spgs.kanal º Signal zu SCS º Analogeing. ³Û
Û³ Blockierung º Signal zu RBO º Bin„rwert ³Û
Û³ AUS º Signal zu ITL º Meldung ³Û
Û³ Anlauf º ZURšCK º Meldung ³Û
Û³ Zurck/Eingeben º º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.8 Meldekanäle setzen

Melde-LEDs
Zur Zuordnung der Melde-Leuchtdioden wird zuerst im Fenster
"Wähle EinschubNr." die gewünschte Ein-/Ausgabeeinheit (1 für
die LEDs 1 bis 8, 2 für die LEDs 9 bis 16) gewählt. Danach er-
scheint das Auswahlfenster "LEDs":

5-33
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ³
³ MeÚW„hle EinschubNr.ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Me³ ³
³ Er³ > 1 ³
³ Au³ ÉLEDsÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Si³ W„hlbare Einscº º
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Si³ 1, 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³º
³ ZU³ º³u ³u ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.9 Auswahlfenster "LEDs"

Die acht Felder im LED-Auswahlfenster enthalten folgende Infor-


mation:
Oben: 1...16 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
Es gilt zu beachten, dass der Kanal 1 nicht angewählt werden
kann, da die LED 1 fest durch die Funktionsbereitschaftsanzeige
belegt ist.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktionsein-
stellungen ändern" wird die Nr. der gewählten LED (z.B. L03)
angezeigt.

Melderelais
Zur Zuordnung der Melderelais wird zuerst im Fenster "Wähle
EinschubNr." die gewünschte Ein-/Ausgabeeinheit (1 bis 4) ge-
wählt. Danach erscheint das Auswahlfenster "Melderelais":

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ³
³ MeÚW„hle EinschubNr.ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Me³ ³
³ Er³ > 1 ³
³ Au³ ÉMelderelaisÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Si³ W„hlbare Einscº º
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Si³ 1, 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ º
³ ZU³ º³ ³ ³u ³X ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺU> OS, AUS º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.10 Auswahlfenster "Melderelais"

5-34
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Die Felder im Melderelais-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:
Oben: 1...10 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Benutzerkommentar (falls vorhanden) an-
gezeigt.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die Einschub- und Kanalnummer des
gewählten Melderelais (z.B. S104) angezeigt:
Sxyy: x = Einschubnummer (1...4)
yy = Kanalnummer (1...10).

Ereignisverarbeitung
Die Aufnahme einer Meldung in den Ereignisspeicher wird im
Fenster "Ereignisverarbeitung" ein- oder ausgeschaltet:
ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º Ereignisverarbeitung º
º <EIN>/<AUS> º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.11 Ein- bzw. Ausschalten der Ereignisverarbeitung

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" wird die eingeschaltete Ereignisspeiche-
rung mit "ER" angezeigt.

Achtung:
Eine 'Anlauf'-Meldung einer Funktion setzt im allgemeinen
die 'GeneralAnl'-Sammelmeldung nur, wenn sie für Ereig-
nisverarbeitung (ER) parametriert ist.
Ausnahmen sind die Distanzfunktion, deren allgemeines
Anregesignal 'Anreg R+S+T' immer als Ereignis gemeldet
wird und immer auf die 'GeneralAnl'-Sammelmeldung wirkt,
sowie die Differentialfunktionen, deren 'AUS'-Meldung die
'GeneralAnl'-Sammelmeldung setzt, wenn sie für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.

5-35
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Achtung:
Ein 'AUS'-Befehl einer Funktion setzt im allgemeinen die
'GeneralAUS' Sammelmeldung nur, wenn er der Auslöse-
matrix zugeordnet ist und die 'AUS'-Meldung für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.
Eine Ausnahme ist die Distanzfunktion, wo die 'GeneralAUS'
Sammelmeldung immer gesetzt wird.

Auslöserelais
Auslöserelais können auch für Meldungen gebraucht werden.
Ab Version V4.2 können Meldungen auch Auslöserelais zu-
geordnet werden, die schon von einer Meldung (Anzeige 'u' im
Meldekanal-Auswahlfenster) oder der Auslösematrix belegt sind
(ODER-Verknüpfung aller Meldungen, Auslösungen). Die Zuord-
nung erfolgt, wie im Abschnitt Melderelais beschrieben.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die Einschub- und Kanalnummer des
gewählten Auslöserelais (z.B. C201) angezeigt:
Cxyy: x = Einschubnummer (1...4)
yy = Kanalnummer (1...2).

Signal zu SCS
Zur Zuordnung der Meldungen zum SCS, wird zuerst im Fenster
"Auswahl der SCS-Gruppe" die gewünschte Gruppe (1 bis 24)
gewählt. Die SCS Gruppen 1c...24c sind zur Übertragung von
kurzen Signalen auf dem MVB Interbaybus vorgesehen (Signal-
capturing). Danach erscheint das Auswahlfenster "Signale zu
SCS":

5-36
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ³
³ MeÉAuswahl der SCS-GruppeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Meº º
³ Erº > 14 º
³ Auº º
³ Siº M”gliche SCS-Gruppen º
³ Siº º
³ Siº 1..24,1c..24c º
³ ZUº º
³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
ÉSignale zu SCSÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³11³12³13³14³15³16³17³18³19³20³º
º³ ³ ³ ³ ³ ³u ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
º³21³22³23³24³25³26³27³28³29³30³31³32³ º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
º º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.12 Auswahlfenster "Auswahl der SCS-Gruppe" und


"Signale zu SCS"

Die Felder im Auswahlfenster enthalten folgende Information:


Oben: 1...32 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die SCS-Zuordnung (z.B. SC1307)
angezeigt:
SCxxyy: xx = Nummer der SCS-Gruppe (1...24)
yy = Datenpunkt innerhalb einer Gruppe (1...32).

Signal zu RBO (Remote Binary Output)


Zur Zuordnung der Signale zu RBO (dezentrales Ausgabe-
system), wird zuerst im Fenster "Wähle RBO-Nr" die ge-
wünschte Gruppe (1 bis 80) gewählt.

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ÉSignal zu RBOÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ MeÚAuswahl dº º
³ Me³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Er³ > 31 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³º
³ Au³ º³ ³u ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ Si³ M”glicheºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Si³ 1..80º³11³12³13³14³15³16³ º
³ ZU³ º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.13 Auswahlfenster "Auswahl der RBO Gruppe" und


"Signal zu RBO"

Die Felder im Auswahlfenster enthalten folgende Information:


Oben: 1...16 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die RBO-Zuordnung (z.B. R101) an-
gezeigt:
Ryyxx: y = Nummer der RBO-Gruppe (1...80)
xx = Ausgangsrelais innerhalb einer Gruppe (1...16).

Signal zu ITL (Interlocking)


Zur Zuordnung der Signale zu ITL (Interlocking Daten), wird zu-
erst im Fenster "Wähle ITL-Gruppe" die gewünschte Gruppe (1
bis 3) gewählt.

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ÉSignal zu ITLÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ MeÚAuswahl dº º
³ Me³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Er³ > 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³º
³ Au³ º³ ³ ³u ³ ³ ³ ³X ³ ³ ³ ³º
³ Si³ M”glicheºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Si³ 1, 2,º³11³12³13³14³15³16³ º
³ ZU³ º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.14 Auswahlfenster "Auswahl der ITL Gruppe" und


"Signal zu ITL"
Die Felder im Auswahlfenster enthalten folgende Information:
Oben: 1...16 : Kanal-Nr.

5-38
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal


X : Ausgewählter Kanal.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die ITL-Zuordnung (z.B. I101) an-
gezeigt:
Iyxx: y = Nummer der ITL-Gruppe (1...3)
xx = Datenpunkt innerhalb einer Gruppe (1...16).

5.5.4.3. Auslösekanäle
Um eine Auslösematrix aufzubauen, können AUS-Befehle ver-
schiedener Funktionen einem oder mehreren Auslösekanälen
zugeordnet werden:

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 Auswahl ³Û
Û³ AUS B10300000 ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 s ³Û
Û³ U-Wert 1.200 UN ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) Auswahl ³Û
Û³ Phasenzahl 001 ÉAusl”sekan„leÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ Spgs.kanal 5 º º ³Û
Û³ Blockierung F ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º ³Û
Û³ AUS S104 L03 SC1307 ERº³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³º ³Û
Û³ Anlauf S103 ER º³X ³ ³X ³ ³- ³- ³- ³- ³º ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº ³Û
Û³ º º ³Û
Û³ º º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.15 Auswahlfenster "Auslösekanäle"


Die Felder im Auslösekanal-Auswahlfenster enthalten folgende
Information:
Oben: 1...8 : Kanal-Nr.
Unten: - : Nicht vorhandener Auslösekanal
X : Ausgewählter Kanal.
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Benutzerkommentar (falls vorhanden) an-
gezeigt.
Nur die Ein- /Ausgabeeinheiten der Typen 316DB61 und 316DB62
besitzen je 2 Auslöserelais.

5-39
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" werden die ausgewählten Kanäle als eine
Bitfolge dargestellt, wobei die Zahlen "1" bis "8" für die jeweils
angewählten, die "0" für die nicht aktiven Kanäle stehen (z.B.
10300000).

Achtung:
Ein 'AUS'-Befehl einer Funktion setzt im allgemeinen die
'GeneralAUS' Sammelmeldung nur, wenn er der Auslöse-
matrix zugeordnet ist und die 'AUS'-Meldung für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.
Eine Ausnahme ist die Distanzfunktion, wo die 'GeneralAUS'
Sammelmeldung immer gesetzt wird.

5.5.4.4. Binärkanäle
Die Binäreingänge der Funktionen können entweder fest ein-
bzw. ausgeschaltet, oder mit einem Binäreingang des Systems,
Binärausgang einer andern Funktion, mit einem SCS-Eingang,
einem Eingang von RBI (dezentrales Eingabesystem) oder
einem Eingang von ITL (Interlocking-Daten) verbunden werden.
Die Auswahl erfolgt im Fenster "Binäreingang wählen":

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 ÉBin„reingang w„hlenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Auswahl ³Û
Û³ AUS º º ³Û
Û³ Verz”gerung º Immer EIN ("1") ºs ³Û
Û³ U-Wert º Immer AUS ("0") ºUN ³Û
Û³ MaxMin º Bin„reingang des Systems ºAuswahl ³Û
Û³ Phasenzahl º Ausgang einer Schutzfunktion º ³Û
Û³ Spgs.kanal º Eingang von SCS ºAnalogeing. ³Û
Û³ Blockierung º Eingang von RBI ºBin„rwert ³Û
Û³ AUS º Eingang von ITL-Daten ºMeldung ³Û
Û³ Anlauf º ZURšCK ºMeldung ³Û
Û³ Zurck/Eingeben º º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.16 Binäreingang wählen

5-40
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Immer EIN, Immer AUS


Die Binäreingänge der Funktionen können entweder fest ein-
(logisch 1) oder ausgeschaltet (logisch 0) werden, indem mit
dem Cursor die entsprechende Zeile angewählt und die <Enter>
Taste gedrückt wird.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird für einen eingeschalteten Eingang
ein "T" (true = wahr), für einen ausgeschalteten Eingang ein "F"
(false = falsch) eingetragen.

Binäreingang des Systems


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem Binäreingang des Systems (Optokopplereingang) zuge-
ordnet werden. Zuerst wird im Fenster "Wähle EinschubNr." die
gewünschte Ein- /Ausgabeeinheit (1 bis 4) gewählt. Danach er-
scheint das Auswahlfenster "Binär-Eingänge":
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÚW„hle EinschubNr.ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Im³ ³
³ Bi³ > 1 ³
³ Au³ ÉBin„r-Eing„ngeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Ei³ W„hlbare Einscº º
³ Ei³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Ei³ 1, 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³º
³ ZU³ º³I ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺSchalter offen º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.17 Auswahlfenster "Binär-Eingänge"


Die Felder im Binäreingang-Auswahlfenster enthalten folgende
Information:
Oben: 1...14 : Kanal-Nr.
Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Benutzerkommentar (falls vorhanden) an-
gezeigt.

5-41
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" wird die Einschub- und Kanalnummer des
gewählten Binäreinganges, mit vorangestelltem Minuszeichen
im Falle eines invertierten Einganges, angezeigt (z.B. -101):
xyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
y = Einschubnummer (1...4)
zz = Kanalnummer (1...14).

Anmerkung:
Um die Kanalauswahl wieder aufzuheben, wird im Menü
"Binäreingang wählen" entweder "Immer AUS" oder "Immer EIN"
gewählt.
Da die Kanäle mehrfach verwendet werden können, gibt es im
Kanal-Auswahlfenster keine speziellen Zeichen für schon be-
legte Kanäle.

Ausgang einer anderen Funktion


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem Binärausgang einer andern Funktion zugeordnet werden.
Zuerst wird im Fenster "Binärausgang einer Schutzfunktion" die
gewünschte Funktion gewählt. Danach erscheint das Auswahl-
fenster mit allen Ausgängen der entsprechenden Funktion:
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÚAusgang einer SchutzfunktionÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Im³ ³
³ Bi³ 0 [1234/00] System-IO ³
³ Au³ 0 [1234/00] OÉ 1 StromÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Ei³ 1 [1000/00] Sº º
³ Ei³ 2 [1000/00] UºÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Ei³ 3 [1000/00] Lº³01³02³ º
³ ZU³ 4 Keine Funktº³X ³ ³ º
³ ³ 5 [1000/00] SºÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄij ZURšCK ºAUS º
³ º º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.18 Auswahlfenster der Binärausgänge einer Funktion

Die Felder im Binärausgang-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:
Oben: 1...47 : Kanal-Nr.
Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Signalname angezeigt.

5-42
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" wird die Funktionsnummer und der
Signalname des gewählten Ausganges, mit vorangestelltem
Minuszeichen im Falle eines invertierten Einganges, angezeigt
(z.B. -f 1 AUS):
xfy z: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
y = Funktionsnummer
z = Signalname.

Achtung:
Die Verbindung binärer Signale ist mit grosser Sorgfalt
durchzuführen, da falsche Verbindungen zu Fehlfunktionen
führen können.

Eingang von SCS


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem SCS-Eingang zugeordnet werden. Zuerst wird im Fenster
"Auswahl der SCS-Gruppe" die gewünschte Gruppe (1 bis 24)
gewählt:
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÉAuswahl der SCS-GruppeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Imº º
³ Biº > 1 º
³ Auº º
³ Eiº M”gliche SCS-Gruppen º
³ Eiº º
³ Eiº 1..24 º
³ ZUº º
³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ

Bild 5.19 Auswahlfenster "Auswahl der SCS-Gruppe"

Nach der Wahl der Gruppe erscheint das Auswahlfenster


"Eingänge von SCS":
ÉEing„nge von SCSÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³11³12³13³14³15³16³17³18³19³20³º
º³ ³ ³ ³I ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
º³21³22³23³24³25³26³27³28³29³30³31³32³ º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
º º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.20 Auswahlfenster "Eingänge von SCS"

Die Felder im SCS-Eingang-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:

5-43
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Oben: 1...32 : Kanal-Nr.


Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die SCS-Zuordnung (z.B. -SCSI2104)
angezeigt:
xSCSIyyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
yy = Nummer der SCS-Gruppe (1...24)
zz = Datenpunkt innerhalb einer Gruppe (1...32).

Eingang von RBI (Dezentrales Eingabesystem)


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem RBI-Eingang zugeordnet werden. Zuerst wird im Fenster
"Auswahl der RBI-Nr." die gewünschte Gruppe (1 bis 80) ge-
wählt. Danach erscheint das Auswahlfenster "Eingänge von
RBI":
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ÉEingang von RBIÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ ImÚAuswahl dºBIM-Ger„t º
³ Im³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Bi³ > 21 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³º
³ Au³ º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ Ei³ M”glicheºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
³ Ei³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Ei³ 1..80º³11³12³13³14³15³16³17³18³19³ º
³ ZU³ º³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.21 Auswahlfenster "Auswahl der RBI-Gruppe" und


"Eingänge von RBI"
Die Felder im RBI-Eingang-Auswahlfenster enthalten folgende
Information:
Oben: 1...19 : Kanal-Nr.
Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die RBI-Zuordnung (z.B. -RI2111)
angezeigt:
xRIyyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
yy = Nummer des RBI-Gerätes (1...80)
zz = Eingang innerhalb des Gerätes (1..19).

5-44
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Beachte:
Die Eingänge 17, 18 und 19 liefern spezielle Informationen:
Eingang 17: Ist dieses Signal auf 1 dann heisst dies, dass das
Gerät Daten überträgt ("Gerät verbunden").
Eingang 18: Ist dieses Signal auf 1 dann heisst dies, dass das
Gerät meldet, dass die Leitung A defekt ist ("Linie
A defekt")
Eingang 19: Ist dieses Signal auf 1 dann heisst dies, dass das
Gerät meldet, dass die Leitung B defekt ist ("Linie
B defekt").

Eingang von ITL-Daten (Interlocking-Daten)


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem ITL-Eingang zugeordnet werden. Zuerst wird im Fenster
"Auswahl der ITL-Nr." die gewünschte Gruppe (1 bis 64) ge-
wählt.
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÉAuswahl der ITL-Nr.ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Imº º
³ Biº > 1 º
³ Auº º
³ Eiº M”gliche ITL Gruppen º
³ Eiº º
³ Eiº 1..64 º
³ ZUº º
³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ

Bild 5.22 Auswahlfenster "Auswahl der ITL-Nr."

Danach erscheint das Auswahlfenster "Auswahl der ITL-Nr.":


ÉEingang von ITL-DatenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³11³12³13³14³15³16³17³18³19³20³21³22³º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³23³24³25³26³27³28³29³30³31³32³33³34³35³36³37³38³39³40³41³42³43³44³º
º³ ³ ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
º³45³46³47³48³49³ º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
º º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.23 Auswahlfenster "Auswahl der ITL-Nr."

Die Felder im ITL-Eingang-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:

5-45
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

Oben: 1...49 : Kanal-Nr.


Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die ITL-Zuordnung (z.B. -ITL2225)
angezeigt:
xITLyyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
yy = Nummer der ITL-Gruppe (1…64)
zz = Datenpunkt innerhalb der Gruppe (1..49).
Beachte:
Der Eingang mit der Nummer 49 liefert ein Signal, das besagt,
dass das entsprechende Gerät aktiv ist (Signal ist 1) oder nicht
(Signal ist 0).

5-46
REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.5. Bearbeiten von Hardwarefunktionen


Die Hardwarefunktionen beinhalten alle auf die Hardware
bezogenen Geräteeinstellungen. Der Menüaufbau geht aus Bild
5.24 hervor.

Funktionseinstellungen ändern
Relais-Konfiguration
(b)

Wandlerkanäle ändern

(c)

Hardware-Funktionen ändern Binärkanäle ändern

(a) (d)

Auslösekanäle ändern

(e)

Meldekanäle ändern

(f)

Analogeingänge ändern

(g)

Analogausgänge ändern

(h)

IBB / RIO - Konfiguration

(i)

Bild 5.24 Bearbeiten der Hardwarefunktionen


(s. nachfolgende Bildschirmdarstellungen a bis i)

5-47
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉHardware-Funktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Relais-Konfiguration „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Wandlerkan„le „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Bin„rkan„le „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Ausl”sekan„le „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Meldekan„le „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Analogeing„nge „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º Analogausg„nge „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ IBB/RIO - Funktion º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:LONÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 a Hardware-Funktionen ändern

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº System-Vers. * Muster * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº Nennfrequenz 50 Hz ºÛ
Ûº A/D auf VC61 Auswahl ºÛ
Ûº AD Konfig K 62 ºÛ
Ûº Einschub 1 DB61 Auswahl ºÛ
Ûº Einschub 2 DB62 Auswahl ºÛ
Ûº Einschub 3 DB63 Auswahl ºÛ
Ûº Einschub 4 Unbenutzt Auswahl ºÛ
Ûº SWVers SX... R Auswahl ºÛ
Ûº SWVers S.XXX 600 ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 b Funktionseinstellungen ändern, Relais-Konfiguration


Die Bedeutung der Parameter ist in Abschnitt 3.4.1.
erklärt.

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

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ÛÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉWandlerkan„le „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Typ „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Nennwert º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Prim„r/Sekund„r-Verh„ltnis º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Referenzwert „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kommentar „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:LONÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 c Wandlerkanäle ändern

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉBin„rkan„le „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Freigabe/Ereignismaske „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kommentare „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Doppelmeldungen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 d Binärkanäle ändern

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ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉAusl”sekan„le „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Selbsthaltung „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kommentare „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 e Auslösekanäle ändern

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉMeldekan„le „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Selbsthaltung „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kommentare „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º LED-Beschreibung „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 f Meldekanäle ändern

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REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉAnalogeing„ngeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Eingangsart „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kanalparameter „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ Analogausg„nge „ndern ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij IBB/RIO - Funktion ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:LONÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.24 g Analogeingänge ändern

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉAnalogAusg„ngeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Ausgangsart „ndern (RIO) º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kanalparameter „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ Analogausg„nge „ndern ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij IBB/RIO - Funktion ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Bild 5.24 h Analogausgänge ändern


Die einzelnen Untermenüs und die Bedeutung der Parameter
zur Konfiguration der Analogein- und -ausgänge finden sich in
der Bedienungsanleitung 1MRB520192-Ude für das dezentrale
Ein- / Ausgabesystem RIO580.

5-51
ABB Schweiz AG REG 316*4 1MRB520049-Ude / Änd. E

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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚHardware-Funktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉIBB Konfig.ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Allgemeine IBB Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º SPA Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º LON Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º MVB-IBB Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º MVB-RIO Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º MVB-ITL Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij º MVB-BA Parameter º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ º Lade MBAParam von Datei º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ º RIO-Parameter abspeichern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°Àĺ RIO-Parameter von Datei laden º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Bild 5.24 i IBB Konfiguration

Die einzelnen Untermenüs und die Bedeutung der Parameter ist


in Abschnitt 9.2. erklärt. Die Einstellungen für den LON-
Interbaybus finden sich in der Druckschrift 1MRB520225-Ude,
diejenigen für den MVB-Interbaybus in 1MRB520270-Ude und
für den MVB-Prozessbus in 1MRB520192-Ude.

5.5.5.1. Kanalkommentar
Zu jedem Kanal kann ein Kommentar mit bis zu 25 Zeichen
eingegeben werden, indem der Menüpunkt "Kommentare
ändern" gewählt wird. Die Vorgehensweise ist bei den Analog-
eingängen anders als bei Binär-, Auslöse- und Meldekanälen.
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ÛÚKommentare „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
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