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400/520 SX, EXC RACING

BEDIENUNGSANLEITUNG
OWNERS HANDBOOK
MANUALE D’USO
MANUEL D’UTILISATION
MANUAL DE INSTRUCCIONES

2000

Art.Nr. 3.205.72 11/99


DEUTSCH
WICHTIG
LESEN SIE DIESE BEDIENUNGSANLEITUNG GENAU UND VOLL-
STÄNDIG, BEVOR SIE DIE ERSTE AUSFAHRT UNTERNEHMEN. SIE
ENTHÄLT VIELE INFORMATIONEN UND TIPS, DIE IHNEN DIE
BEDIENUNG UND HANDHABUNG ERLEICHTERN WERDEN.

BEACHTEN SIE IN IHREM EIGENEN INTERESSE BESONDERS JENE


HINWEISE, DIE WIE FOLGT GEKENNZEICHNET SIND:
1

 ACHTUNG 
WERDEN DIESE HINWEISE NICHT BEFOLGT, BESTEHT GEFAHR FÜR LEIB
UND LEBEN !

! VORSICHT !
BEI MISSACHTUNG DIESER HINWEISE KÖNNEN TEILE DES MOTOR-
RADES BESCHÄDIGT WERDEN, ODER DAS MOTORRAD IST NICHT
MEHR VERKEHRSSICHER.

Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein

Fahrgestell-Nummer

Motor-Nummer

Händlerstempel

DIE KTM SPORTMOTORCYCLE AG BEHÄLT SICH DAS RECHT VOR, AUSRÜSTUNG, TECHNISCHE ANGA-
BEN, FARBEN, MATERIALIEN, DIENSTLEISTUNGSANGEBOTE, SERVICELEISTUNGEN UND ÄHNLICHE DINGE
OHNE VORHERIGER ANKÜNDIGUNG UND OHNE ANGABE VON GRÜNDEN ZU ÄNDERN BZW. ERSATZLOS
ZU STREICHEN, SOWIE DIE FERTIGUNG EINES BESTIMMTEN MODELLS OHNE VORHERIGE ANKÜNDIGUNG
EINZUSTELLEN. FÜR DRUCKFEHLER ÜBERNEHMEN WIR KEINE HAFTUNG.
DEUTSCH

Lieber KTM-Kunde
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen.

Sie sind nun Besitzer eines modernen sportlichen Motorrades, das Ihnen bestimmt viel Freude
bereiten wird, wenn Sie es auch entsprechend warten und pflegen. Vor der ersten Inbetrieb-
nahme sollten Sie unbedingt diese Bedienungsanleitung sorgfältig durchlesen, um mit der
Bedienung und den Eigenschaften Ihres neuen Motorrades gut vertraut zu werden, auch
wenn das Ihre wertvolle Zeit in Anspruch nimmt. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Motorrad
2 am Besten für sich abstimmen und wie Sie sich vor Verletzungen schützen können.
Außerdem enthält das Handbuch wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
Das Handbuch entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser
Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung der
Motorräder ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und sollte beim Verkauf
an den neuen Eigentümer übergeben werden.

Vielleicht gehören Sie zu jenen Motorradfahrern, die über gute technische Kenntnisse
verfügen, und können so viele Wartungsarbeiten nach dieser Anleitung an Ihrem Motorrad
selber durchführen. Sollte das nicht der Fall sein, möchten wir Sie darauf hinweisen, daß die im
Kapitel "Wartungsarbeiten an Fahrgestell und Motor" mit * gekennzeichneten Arbeiten bes-
ser von einer KTM-Fachwerkstätte durchführen zu lassen, auch im Interesse Ihrer eigenen
Sicherheit.

Bitte beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten, Inspektions- und Wartungs-
intervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres
Motorrades bei. Lassen Sie die Wartungsdienste unbedingt von einer KTM-Fachwerkstätte
durchführen.
Mit speziellen Wünschen wenden Sie sich bitte an eine KTM Fachwerkstätte, die nötigenfalls
vom KTM Importeur unterstützt wird.

Bitte denken Sie daran, nur mit Helm, Augenschutz und Schutzbekleidung zu fahren. KTM
Fahrer sind rücksichtsvolle Fahrer.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren !

Die ISO 9001-Zertifizierung des Qualitätssystems der KTM


Sportmotorcycle AG ist der Beginn einer ständig andauernden
Überarbeitung unseres Qualitätsplans für eine bessere Zukunft.

KTM SPORTMOTORCYCLE AG
5230 MATTIGHOFEN, AUSTRIA

Beilagen: 1 Ersatzteilkatalog Motor


1 Ersatzteilkatalog Fahrgestell

KONSTRUKTIONS- UND AUSFÜHRUNGSÄNDERUNGEN VORBEHALTEN.


© BY KTM SPORTMOTORCYCLE AG, AUSTRIA Alle Rechte vorbehalten
INHALTSVERZEICHNIS

DEUTSCH
Seite Seite
LAGE DER SERIENNUMMERN . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Bremsklötze vorne erneuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19
Fahrgestell-Nummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Grundstellung des Fußbremshebels ändern . . . . . . . . . .20
Motor-Nummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Bremsflüssigkeitsstand hinten prüfen . . . . . . . . . . . . . . .20
Bremsflüssigkeit hinten nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . .20
BEDIENUNGSORGANE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Bremsklötze hinten kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . .21
Kupplungshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Bremsklötze hinten erneuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 3
Handdekompressorhebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Vorderrad aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21
Handbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Hinterrad aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22
Kontrollampen (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 Reifen, Reifenluftdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23
Digital-Tachometer (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 Speichenspannung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . .23
Odometer (EXC USA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 Batterie des Digital-Tachometers tauschen . . . . . . . . . .23
Kurzschlußtaster (SX) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 Digital-Tachometer einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24
Kombischalter (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Abstand des Magnetsensors kontrollieren / einstellen . .25
Lichtschalter (EXC USA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Batterie (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26
Blinkerschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Batterie laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26
Not-Aus-Taster (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Sicherung (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
Not-Aus-Schalter (EXC Australien) . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Scheinwerferlampe tauschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
Tankverschluß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Kraftstoffhahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Kühlsystem entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Choke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Luftfilter reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29
Schalthebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Glasfasergarnfüllung des Auspuff-Enddämpfers erneuern . .29
Kickstarter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Sparkarrestor reinigen (EXC USA) . . . . . . . . . . . . . . . . .29
Fußbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Einstellung des Handdekompressorseilzuges prüfen . . . .30
Druckstufendämpfung der Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Gasseilzüge einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30
Zugstufendämpfung der Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 Ölstand der hydraulischen Kupplung prüfen . . . . . . . . .30
Druckstufendämpfung des Federbeines . . . . . . . . . . . . . .9 Entlüften der hydraulischen Kupplung . . . . . . . . . . . . . .30
Zugstufendämpfung des Federbeines . . . . . . . . . . . . . . .9 Vergaser - Leerlauf einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31
Lenkungsschloß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 Gemischregulierschraube einstellen . . . . . . . . . . . . . . . .31
Seitenständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9 Schwimmerniveau (Schwimmerhöhe) prüfen . . . . . . . . .31
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren . . . . . . . . .32
FAHRANLEITUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 Ölkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32
Motorölstand kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE . . . . . . . . . . . . . . .13 Motoröl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33
Motoröl wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR . . .14
Grundstellung des Kupplungshebels ändern . . . . . . . . .14 FEHLERSUCHE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35
Steuerkopflagerung prüfen und nachstellen . . . . . . . . . .14
Telegabel entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15 REINIGUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
Staubmanschetten der Telegabel reinigen . . . . . . . . . . .15
Lenkerposition ändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15 KONSERVIERUNG FÜR DEN WINTERBETRIEB . . . . . . . . . .37
Federvorspannung des Federbeines ändern . . . . . . . . . .16
Schwenklager für PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16 LAGERUNG . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
Kettenspannung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16 Inbetriebnahme nach der Stillegung . . . . . . . . . . . . . . .37
Kettenspannung korrigieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17
Kettenpflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 TECHNISCHE DATEN - MOTOR . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38
Kettenverschleiß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17
Grundsätzliche Hinweise zu den KTM Scheibenbremsen . .18 TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL . . . . . . . . . . . . . . . .40
Leerweg am Handbremshebel einstellen . . . . . . . . . . . .18
Bremsflüssigkeitsstand vorne prüfen . . . . . . . . . . . . . . .19 STICHWORTVERZEICHNIS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41
Bremsflüssigkeit vorne nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . .19
Bremsklötze vorne kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 SCHALTPLÄNE . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Anhang
DEUTSCH

LAGE DER SERIENNUMMERN


Fahrgestell-Nummer
Die Fahrgestell-Nummer ist auf der rechten Seite des Steuerkopfrohres ein-
geschlagen. Notieren Sie sich diese Nummer auf Seite 1

Motor-Nummer
Motornummer und Motortyp sind an der linken Motorseite unterhalb des
Kettenritzels ingeprägt. Notieren Sie sich diese Nummer auf Seite 1.

BEDIENUNGSORGANE
Kupplungshebel
1 Der Kupplungshebel 1 ist am Lenker links angebracht. Mit der Einstell-
schraube A kann die Grundstellung des Kupplungshebels verändert werden
(siehe Wartungsarbeiten).
A

Handdekompressorhebel
Der Handdekompressorhebel 2 wird nur benötigt, wenn nach einem Sturz
2 der Vergaser übergelaufen ist. Zum „Freipumpen“ des Motors zieht man
während des Startvorganges den Handdekompressorhebel.
Am Hebel muß außen immer ein Spiel von ca. 10 mm vorhanden sein. Erst
dann dürfen die Ventile bewegt werden (am stärkeren Widerstand des
Handdekompressorhebels zu erkennen).
! VORSICHT !
– STELLEN SIE DEN MOTOR NICHT MIT DEM HANDDEKOMPRESSORHEBEL AB. VERWEN-
DEN SIE DAZU DEN KURZSCHLUSSTASTER ODER DEN NOT-AUS-TASTER.
– KONTROLLIEREN SIE REGELMÄSSIG DIE EINSTELLUNG DES DEKOMPRESSOR-SEILZUGES
(SIEHE WARTUNGSARBEITEN). WENN DER HANDDEKOMPRESSORHEBEL KEINEN LEER-
WEG HAT, FÜHRT DIES ZUM MOTORSCHADEN.

Handbremshebel
Der Handbremshebel 3 befindet sich am Lenker rechts und betätigt die
Vorderradbremse. Mit der Einstellschraube B kann die Grundstellung des
Handbremshebels verändert werden (siehe Wartungsarbeiten).
3  ACHTUNG 
WENN SICH DER WIDERSTAND AM HANDBREMSHEBEL BZW. FUSSBREMSHEBEL SCHWAM-
B MIG ANFÜHLT, IST AM BREMSSYSTEM ETWAS NICHT IN ORDNUNG. LASSEN SIE DAS
BREMSSYSTEM IN EINER KTM FACHWERKSTÄTTE ÜBERPRÜFEN, BEVOR SIE MIT DEM
MOTORRAD FAHREN.
Kontrollampen (EXC)

DEUTSCH
1 Die grüne Kontrollampe 1 leuchtet bei eingeschaltetem Blinker im
Blinkrhythmus.

Die blaue Kontrollampe 2 leuchtet, wenn das Fernlicht ein-


geschaltet ist.

2
5

Tachometer - digital (EXC)


TRP Einige Modelle sind mit einem Digitaltachometer 3 ausgerüstet.
KMH = Geschwindigkeit, bis 200 km/h (wird immer Angezeigt)
Neben der Geschwindigkeitsanzeige kann man zwischen folgenden
STP Anzeigen wählen:
TRP = Tageskilometer
STP = Stopuhr, Fahrzeit max. 10 Stunden (autom. Start/Stop-Funktion)
DST = Gesamtstrecke, bis 99 999 Kilometer
DST CLK = Uhrzeit

Batteriewechsel und Grundeinstellungen siehe Wartungsarbeiten.


CLK

Odometer (EXC USA)


Der Odometer ist ein Meilenzähler und kann mit dem Stellrad 4 auf 0
gestellt werden.

Tachometer, Kontrollampen (EXC AUS)


Der Kilometerzähler A im Tachometer 5 zeigt den gesamten Kilometer-
stand an.
5 A Die grüne Kontrollampe 6 leuchtet bei eingeschaltetem Blinker im
Blinkrhythmus.
Die blaue Kontrollampe 7 leuchtet, wenn das Fernlicht eingeschaltet ist.

6 7

Kurzschlußtaster (SX)
Mit dem Kurzschlußtaster 8 wird der Motor abgestellt. Beim Betätigen wird
der Zündstromkreis kurzgeschlossen.
8
Kombischalter (EXC)
DEUTSCH

Der Lichtschalter hat 2, bzw. 3 Schaltstellungen


2 1 A = Licht aus (das Licht läßt sich nicht bei allen Modellen ausschalten)
B = Abblendlicht ein
C = Fernlicht ein
Mit dem Taster 1 wird das Horn betätigt.
Der rote Kurzschlußtaster 2 dient zum Abstellen des Motors. Taster
gedrückt halten, bis der Motor stillsteht.
A
B
C
6

Lichtschalter (EXC USA)


Bei diesem Modell wird der Scheinwerfer mit dem Zugschalter 3
eingeschaltet.
3

Blinkerschalter
Blinker links

Blinker rechts

Not-Aus-Taster, Startknopf (EXC)


Der rote Not-Aus-Taster 4 befindet sich neben dem Gasdrehgriff.
Zum Abstellen des Motors Taster drücken, bis der Motor stillsteht.

Durch Drücken des schwarzen Startknopfes 5 wird der E-Starter


4 betätigt.
 ACHTUNG 
ÜBERPRÜFEN SIE IMMER OB DAS GETRIEBE AUF LEERLAUF GESCHALTET IST, BEVOR SIE
DEN STARTKNOPF BETÄTIGEN. IST WÄHREND DES STARTENS EIN GANG EINGELEGT,
5 BEWEGT SICH DAS MOTORRAD NACH VORNE.

Not-Aus-Schalter, Startknopf (EXC Australien)


Der rote Not-Aus-Schalter 6 befindet sich neben dem Gasdrehgriff.
In dieser Stellung funktioniert der E-Starter und der Motor
springt an.
6 In dieser Stellung ist der E-Startstromkreis und der Zündstrom-
kreis unterbrochen. Der E-Starter kann nicht betätigt werden
und der Motor springt auch mit dem Kickstarter nicht an.
Durch Drücken des schwarzen Startknopfes 5 wird der E-Starter
betätigt.
5  ACHTUNG 
ÜBERPRÜFEN SIE IMMER OB DAS GETRIEBE AUF LEERLAUF GESCHALTET IST, BEVOR SIE
DEN STARTKNOPF BETÄTIGEN. IST WÄHREND DES STARTENS EIN GANG EINGELEGT,
BEWEGT SICH DAS MOTORRAD NACH VORNE.
Tankverschluß

DEUTSCH
Öffnen: Tankverschluß gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Schließen: Tankverschluß aufsetzen und im Uhrzeigersinn festschrauben.
Tankentlüftungsschlauch 1 knickfrei verlegen.

Kraftstoff
Der Racing Motor benötigt Superkraftstoff mit mindestens 95 Oktan.
! VORSICHT !
VERWENDEN SIE VERBLEITEN ODER UNVERBLEITEN SUPERKRAFTSTOFF MIT 95 OKTAN.
KEINESFALLS KRAFTSTOFFE MIT WENIGER ALS 95 OKTAN VERWENDEN, DIESE KÖNNEN
MOTORSCHÄDEN VERURSACHEN.
 ACHTUNG 
BENZIN IST LEICHT ENTFLAMMBAR UND GIFTIG. BEIM HANTIEREN MIT BENZIN IST ÄUSSER-
STE VORSICHT GEBOTEN. TANKEN SIE IHR MOTORRAD NICHT IN DER NÄHE VON
OFFENEN FLAMMEN BZW. BRENNENDEN ZIGARETTEN AUF. STELLEN SIE ZUM AUFTANKEN
IMMER DEN MOTOR AB. ACHTEN SIE DARAUF, DASS SIE KEIN BENZIN AUF MOTOR
ODER AUSPUFFROHR VERSCHÜTTEN, SOLANGE DIE MASCHINE HEISS IST. VERSCHÜTTETES
BENZIN SOFORT AUFWISCHEN. WURDE BENZIN VERSCHLUCKT ODER IST ES IN DIE AUGEN
GESPRITZT, IST SOFORT EIN ARZT AUFZUSUCHEN.

35 mm

Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus. Füllen Sie daher den Tank nicht bis
zum oberen Rand (siehe Skizze).

Kraftstoffhahn
OFF In dieser Stellung ist der Kraftstoffhahn geschlossen. Es kann kein
Kraftstoff zum Vergaser fließen.
ON Bei Betrieb des Motorrades ist der Drehgriff in Stellung ON zu brin-
gen. Nun kann Kraftstoff zum Vergaser fließen, In dieser Stellung ent-
leert sich der Tank bis auf die Reserve.
RES Die Reserve wird erst dann verbraucht, wenn der Drehgriff in Stellung
RES gebracht wird. Tanken Sie so bald als möglich Kraftstoff nach und
vergessen Sie nicht den Drehgriff wieder in Stellung ON zu
drehen, damit Sie auch das nächste mal die Reserve zu Verfügung
haben.
Reserve EXC................................ca. 1 Liter
! VORSICHT !
WIRD DAS FAHRZEUG ABGESTELLT, IST DER KRAFTSTOFFHAHN IMMER ZU SCHLIESSEN.
WIRD DIESER NICHT GESCHLOSSEN, KANN MÖGLICHERWEISE DER VERGASER ÜBERLAUFEN
UND KRAFTSTOFF IN DEN MOTOR GELANGEN.
OFF ON RES

SX

EXC
Choke
DEUTSCH

Wenn man den Chokeknopf 1 bis zum Anschlag herauszieht, wird im Ver-
1 gaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Kraftstoff
ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein „fettes“ Kraftstoff-Luftgemisch,
wie es zum Kaltstart benötigt wird.
Zum Ausschalten des Chokes, drücken Sie den Chokeknopf in seine Grund-
stellung nach innen.

Schalthebel
Der Schalthebel ist am Motor links montiert. Die Lage der Gänge ist aus der
Abbildung ersichtlich. Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich
zwischen dem 1. und 2. Gang.
2,3,4 (5,6)

Kickstarter
Der Kickstarter ist am Motor rechts angebracht. Der Oberteil ist schwenkbar.
 ACHTUNG 
– ZIEHEN SIE ZUM STARTEN DES MOTORS IMMER FESTE MOTORRADSTIEFEL AN, UM
VERLETZUNGEN ZU VERMEIDEN. SIE KÖNNTEN VOM KICKSTARTER ABRUTSCHEN ODER
DER MOTOR KANN ZURÜCKSCHLAGEN UND IHREN FUSS MIT GROSSER WUCHT NACH
OBEN SCHLEUDERN.
– KICKSTARTER IMMER KRAFTVOLL ÜBER DEN VOLLEN WEG DURCHTRETEN UND DABEI
KEINESFALLS GAS GEBEN. KICKSTARTEN MIT ZU WENIG SCHWUNG UND EIN GEÖFFNE-
TER GASDREHGRIFF ERHÖHEN DIE RÜCKSCHLAGGEFAHR.

Fußbremshebel
Der Fußbremshebel befindet sich vor der rechten Fußraste. Die Grundstel-
lung kann Ihrer Sitzposition entsprechend angepaßt werden (siehe
Wartungsarbeiten).
 ACHTUNG 
WENN SICH DER WIDERSTAND AM HANDBREMSHEBEL BZW. FUSSBREMSHEBEL SCHWAM-
MIG ANFÜHLT, IST AM BREMSSYSTEM ETWAS NICHT IN ORDNUNG. LASSEN SIE DAS
BREMSSYSTEM IN EINER KTM-FACHWERKSTÄTTE ÜBERPRÜFEN, BEVOR SIE MIT DEM
MOTORRAD FAHREN.

Druckstufendämpfung der Gabel


Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfe-
dern der Gabel.
Der Dämpfungsgrad der Druckstufe kann mit den Einstellschrauben 2 am
unteren Ende der Gabelbeine verstellt werden. Drehen im Uhrzeigersinn
erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die
Dämpfung beim Einfedern.
STANDARD-EINSTELLUNG:
– Einstellschrauben bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen
– dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
2 2 WP 0518U782 . . . . . . . . . 14 Klicks
WP 0518U791 . . . . . . . . . 14 Klicks
Zugstufendämpfung der Gabel

DEUTSCH
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfe-
1 1 dern der Gabel.
Der Dämpfungsgrad der Zugstufe kann mit den Einstellschrauben 1 ver-
stellt werden. Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen
gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
STANDARD-EINSTELLUNG:
– Einstellschrauben bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen
– dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
WP 0518U782 . . . . . . . . . 14 Klicks
WP 0518U791 . . . . . . . . . 14 Klicks
9

Druckstufendämpfung des Federbeines


Der Dämpfungsgrad der Druckstufe kann mit dem Drehknopf 2 verstellt
werden. Je höher die Zahl, desto höher die Dämpfung.
STANDARDEINSTELLUNG:
WP 1218U716 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 Klicks
WP 1218U721 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4 Klicks
 ACHTUNG 
DIE DÄMPFEREINHEIT DES FEDERBEINES IST MIT HOCHVERDICHTETEM STICKSTOFF
2 GEFÜLLT. VERSUCHEN SIE NIE DAS FEDERBEIN ZU ZERLEGEN ODER WARTUNGSARBEITEN
SELBST DURCHZUFÜHREN, SCHWERE VERLETZUNGEN KÖNNTEN DIE FOLGE SEIN.

Zugstufendämpfung des Federbeines


Der Dämpfungsgrad der Zugstufe kann mit der Einstellschraube 3 (REB)
verstellt werden. Drehen nach rechts erhöht die Dämpfung, Drehen nach
links veringert die Dämpfung beim Ausfedern.
STANDARDEINSTELLUNG:
3 – Einstellschraube bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen
– dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzei-
gersinn zurückdrehen.
WP 1218U716 . . . . . . . . . . . . . . . . . 18 Klicks
WP 1218U721 . . . . . . . . . . . . . . . . . 20 Klicks

Lenkungsschloß
Mit dem am Steuerkopf angebrachten Schloß ist die Lenkung versperrbar.
Zum Versperren Lenkung ganz nach rechts einschlagen, Schlüssel
anstecken, nach links drehen, eindrücken, nach rechts drehen und abziehen.
! VORSICHT !
LASSEN SIEDEN SCHLÜSSEL NIE IM ABSPERRSCHLOSS STECKEN. WENN SIE DIE LENKUNG
NACH LINKS EINSCHLAGEN KANN DER SCHLÜSSEL BESCHÄDIGT WERDEN.

Seitenständer
Seitenständer mit dem Fuß auf den Boden drücken und mit dem Motorrad
belasten. Achten Sie auf festen Untergrund und sicheren Stand. Wenn Sie
mit dem Motorrad im Gelände fahren, kann der hochgeklappte Seitenstän-
4 der zusätzlich mit dem Gummiband 4 gesichert werden.
! VORSICHT !
– DER SEITENSTÄNDER IST NUR FÜR DAS GEWICHT DES MOTORRADES AUSGELEGT.
WENN SIE SICH AUF DAS MOTORRAD SETZEN UND DADURCH DEN SEITENSTÄNDER
ZUSÄTZLICH BELASTEN, KANN DER SEITENSTÄNDER BZW. DER RAHMEN BESCHÄDIGT
WERDEN UND DAS MOTORRAD KANN UMFALLEN.
– KONTROLLIEREN SIE IMMER BEVOR SIE LOSFAHREN, OB DER SEITENSTÄNDER BIS ZUM
ANSCHLAG NACH OBEN GESCHWENKT IST. WENN DER STÄNDER AM BODEN STREIFT
KANN DAS MOTORRAD AUSSER KONTROLLE GERATEN.
DEUTSCH

FAHRANLEITUNG

Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme  ACHTUNG 


Beim Betrieb muß das Motorrad in technisch einwandfreiem – DIE SX-MODELLE SIND FÜR DEN BETRIEB AUF ÖFFENTLICHEN STRAS-
Zustand sein. Im Interesse der Fahrsicherheit sollten Sie sich zur SEN UND AUTOBAHNEN NICHT ZUGELASSEN.
Gewohnheit machen, am Motorrad vor jeder Inbetriebnahme – BEDENKEN SIE BEI FAHRTEN MIT IHREM MOTORRAD, DASS SICH
eine allgemeine Überprüfung vorzunehmen. ANDERE MENSCHEN DURCH ÜBERMÄSSIGEN LÄRM BELÄSTIGT FÜHLEN.
Folgende Kontrollen sollten dabei durchgeführt werden:
1 MOTORÖLSTAND KONTROLLIEREN
Zu wenig Motoröl führt zu vorzeitigem Verschleiß und in
10 weiterer Folge zum Motorschaden. Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
2 KRAFTSTOFF – Vergewissern Sie sich, daß die Arbeiten der „FAHRBEREIT-
Kraftstoffmenge im Tank prüfen und beim Schließen des STELLUNG“ (siehe Kundendienstheft) von Ihrem KTM
Tankverschlußes den Tankbelüftungsschlauch knickfrei Fachhändler durchgeführt wurden.
verlegen. – Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanlei-
3 KETTE tung aufmerksam durch.
Eine lockere Kette kann von den Kettenrädern fallen, eine – Machen Sie sich mit den Bedienungsorganen vertraut.
stark abgenützte Kette kann reißen und mit einer unge- – Stellen Sie den Kupplungshebel, den Handbremshebel und
schmierten Kette tritt unnötiger Verschleiß an Kette und den Fußbremshebel in die für Sie angenehmste Stellung.
Kettenräder auf. Ist die Kette zu stark gespannt, werden die – Gewöhnen Sie sich auf einem leeren Parkplatz oder im
Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Lager leichten Gelände an das Handling des Motorrades, bevor Sie
von Getriebe und Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vor- eine größere Ausfahrt machen. Versuchen Sie auch einmal
zeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr
die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Gefühl für das Motorrad zu bekommen.
4 REIFEN – Machen Sie keine Geländefahrten, die Ihre Fähigkeiten und
Reifen auf Beschädigungen prüfen. Reifen mit einem Schnitt Erfahrung überfordern.
oder einer Beule müssen erneuert werden. Die Profiltiefe – Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Hän-
muß den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen. Der den fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrastern.
Luftdruck ist ebenfalls zu prüfen. Wenig Profil und falscher – Nehmen Sie den Fuß vom Bremshebel wenn Sie nicht brem-
Luftdruck verschlechtern das Fahrverhalten. sen wollen. Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben,
5 BREMSEN schleifen die Bremsklötze ununterbrochen und die Bremse
Funktion prüfen, Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehälter wird überhitzt.
prüfen. Die Vorratsbehälter sind so dimensioniert, daß auch – Nehmen Sie keine Veränderungen am Motorrad vor und
bei abgenützten Bremsklötzen kein Nachfüllen erforderlich verwenden Sie immer „Original KTM Ersatzteile”. Ersatzteile
ist. Fällt der Bremsflüssigkeitsstand unter den Minimalwert, von anderen Herstellern können die Sicherheit des Motorra-
deutet dies auf Undichtheiten im Bremssystem bzw. total des beeinträchtigen.
abgenützte Bremsklötze hin. Lassen Sie das Bremssystem in – Motorräder reagieren empfindlich auf Veränderung der
einer KTM-Fachwerkstätte überprüfen, da mit einem Brems- Gewichtsverteilung. Wenn Sie Gepäck mitnehmen, befesti-
versagen zu rechnen ist. gen Sie es möglichst nahe an der Fahrzeugmitte und vertei-
Der Zustand der Bremsschläuche und die Bremsbelagstärke len Sie das Gewicht gleichmäßig auf Vorderrad und Hinter-
müssen ebenfalls kontrolliert werden. rad. Überschreiten Sie keinesfalls das höchstzulässige
Leerweg an Handbremshebel und Fußbremshebel kontrollieren Gesamtgewicht und die Achslasten. Das höchstzulässige
6 SEILZÜGE Gesamtgewicht ergibt sich aus folgenden Gewichten:
Einstellung und Leichtgängigkeit aller Seilzüge prüfen. – Motorrad betriebsbereit und vollgetankt
7 KÜHLFLÜSSIGKEIT – Gepäck
Kühlflüssigkeitsstand bei kaltem Motor prüfen. – Fahrer mit Schutzkleidung und Helm.
8 ELEKTRISCHE ANLAGE – Beachten Sie die Einfahrvorschriften
Scheinwerfer, Schlußlicht, Bremslicht, Blinker, Kontrollam-
pen und Horn bei laufendem Motor auf Funktion prüfen.
9 GEPÄCK
Falls Sie Gepäck mitführen, ist die Befestigung zu prüfen.
Einfahren der Racing Modelle
 ACHTUNG  Auch noch so fein bearbeitete Flächen an den Motorteilen
– ZIEHEN SIE SICH FÜR DIE FAHRT ENTSPRECHEND AN. CLEVERE KTM- haben rauhere Oberflächen als Teile, die schon längere Zeit
FAHRER TRAGEN STETS EINEN HELM, STIEFEL, HANDSCHUHE UND EINE aufeinander gleiten. Jeder Motor muß daher einlaufen.
JACKE, EGAL OB ES SICH UM EINE TAGESREISE ODER NUR UM EINE Aus diesem Grund darf der Motor während der ersten 3
KURZE AUSFAHRT HANDELT. DIE SCHUTZKLEIDUNG SOLLTE AUFFÄLLIG Betriebstunden bis maximal 50% seiner Leistung beansprucht
SEIN, DAMIT SIE SCHON FRÜH VON ANDEREN VERKEHRSTEILNEHMERN werden. Außerdem darf die Motordrehzahl 7000/min nicht
GESEHEN WERDEN. überschreiten. Vermeiden Sie Vollgasfahrten!
– SCHALTEN SIE AUF IHREN FAHRTEN IMMER DAS LICHT EIN, DAMIT SIE In den nächsten 12 Betriebstunden darf der Motor bis maximal
VON DEN ANDEREN VERKEHRSTEILNEHMERN FRÜH GESEHEN WERDEN. 75% seiner Leistung beansprucht werden. Fahren Sie das
– FAHREN SIE NICHT NACH ALKOHOLKONSUM. Motorrad unter verschiedenen Einsatzbedingungen (Straße,
– VERWENDEN SIE NUR ZUBEHÖRTEILE, DIE VON KTM FREIGEGEBEN leichtes Gelände).
SIND. FRONTVERKLEIDUNGEN KÖNNEN ZUM BEISPIEL BEI HOHEN
GESCHWINDIGKEITEN DAS FAHRVERHALTEN DES MOTORRADES NEGA-
! VORSICHT !
TIV BEEINFLUSSEN. KOFFER, ZUSATZTANKS USW. KÖNNEN SICH DURCH
DIE GEÄNDERTE GEWICHTSVERTEILUNG EBENFALLS NEGATIV AUF DAS DIE 400/520 SX/EXC RACING MODELLE SIND KOMPROMISSLOS FÜR
FAHRVERHALTEN AUSWIRKEN. DEN OFFROAD-WETTBEWERB ENTWICKELT. OBWOHL DIE EXC-MODELLE
– VORDER- UND HINTERRAD DÜRFEN NUR MIT REIFEN GLEICHARTIGER HOMOLOGIERT SIND, EMPFIEHLT SICH EIN EINSATZ IM STRASSENBEREICH
PROFILGESTALTUNG BEREIFT SEIN. NUR SEHR BEDINGT. VERMEIDEN SIE LANGE VOLLASTFAHRTEN AUF DER
– DIE RACING MODELLE SIND NUR FÜR 1 PERSON KONSTRUIERT UND STRASSE.
AUSGELEGT. EIN BEIFAHRER DARF NICHT MITGENOMMEN WERDEN.
Startvorgang bei kaltem Motor

DEUTSCH
1 Kraftstoffhahn öffnen 1
2 Motorrad vom Ständer nehmen
1 3 Getriebe auf Leerlauf schalten
4 Kaltstarthilfe (Choke) 2 betätigen
5 KEIN Gas geben und Kickstarter über den VOLLEN Weg kraftvoll
durchtreten bzw. den E-Starter betätigen.
 ACHTUNG 
– ZIEHEN SIE ZUM STARTEN DES MOTORS IMMER FESTE MOTORRADSTIEFEL AN, UM
VERLETZUNGEN ZU VERMEIDEN. SIE KÖNNTEN VOM KICKSTARTER ABRUTSCHEN ODER
DER MOTOR KANN ZURÜCKSCHLAGEN UND IHREN FUSS MIT GROSSER WUCHT NACH
OBEN SCHLEUDERN.
– KICKSTARTER IMMER KRAFTVOLL ÜBER DEN VOLLEN WEG DURCHTRETEN UND DABEI 11
KEINESFALLS GAS GEBEN. KICKSTARTEN MIT ZU WENIG SCHWUNG UND EIN GEÖFFNE-
TER GASDREHGRIFF ERHÖHT DIE RÜCKSCHLAGGEFAHR.
– STARTEN SIE DEN MOTOR NICHT IN EINEM GESCHLOSSENEN RAUM UND LASSEN SIE
IHN DORT AUCH NICHT LAUFEN. AUSPUFFGASE SIND GIFTIG UND KÖNNEN ZU
2 BEWUSSTLOSIGKEIT ODER ZUM TODE FÜHREN. SORGEN SIE BEIM BETRIEB DES
MOTORS STETS FÜR AUSREICHENDE BELÜFTUNG.
! VORSICHT !
– MAXIMAL 5 SEKUNDEN UNUNTERBROCHEN STARTEN. BIS ZUM NÄCHSTEN STARTVER-
SUCH MINDESTENS 5 SEKUNDEN WARTEN.
– DREHEN SIE DEN KALTEN MOTOR NICHT HOCH. DABEI KANN ES ZUM MOTORSCHA-
DEN KOMMEN, WEIL SICH DER KOLBEN SCHNELLER ERWÄRMT UND DADURCH AUS-
DEHNT ALS DER WASSERGEKÜHLTE ZYLINDER. MOTOR IMMER VORHER WARMLAUFEN
LASSEN BZW. MIT GERINGER BELASTUNG WARMFAHREN.

Startvorgang bei warmem Motor


1 Kraftstoffhahn öffnen 1
2 Motorrad vom Ständer nehmen
3 Getriebe auf Leerlauf schalten
4 KEIN Gas geben und Kickstarter über den VOLLEN Weg kraftvoll
durchtreten bzw. den E-Starter betätigen.

Abhilfe bei „abgesoffenem” Motor


Bei einem Sturz kann unter Umständen mehr Kraftstoff als nötig in den
Motor gelangen. Um den Motor „freizupumpen“, Handdekompressorhebel
ziehen, Vollgas geben, Kickstarter 5 – 10 mal betätigen bzw. 2 mal
5 Sekunden den E-Starter betätigen. Danach Motor wie oben beschrieben
starten.
Springt der Motor nicht an, Zündkerze herausschrauben und trocknen.
HINWEIS: Der Vergaser hat eine Beschleunigerpumpe. Jedesmal wenn Sie
Gas geben, wird Kraftstoff in den Ansaugkanal gespritzt. Achten Sie beim
Starten darauf, daß Sie nur einmal Vollgas geben.

Anfahren
Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freige-
ben und gleichzeitig Gas geben.
 ACHTUNG 
– KONTROLLIEREN SIE BEVOR SIE LOSFAHREN IMMER, OB DER SEITENSTÄNDER BIS ZUM
ANSCHLAG NACH OBEN GESCHWENKT IST. WENN DER STÄNDER AM BODEN STREIFT,
KANN DAS MOTORRAD AUSSER KONTROLLE GERATEN.
– SCHALTEN SIE AUF IHREN FAHRTEN IMMER DAS LICHT EIN, DAMIT SIE VON DEN
ANDEREN VERKEHRSTEILNEHMERN FRÜH GESEHEN WERDEN.

Schalten, Fahren
Der 1. Gang, mit dem Sie jetzt fahren, stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
Wenn die Verhältnisse (Verkehr, Steigung) es erlauben, können Sie in
höhere Gänge schalten. Dazu Gas wegnehmen, gleichzeitig Kupplungshebel
ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
Wurde der Choke betätigt, ist dieser nach dem Erwärmen des Motors
abzustellen.
Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des
Gasdrehgriffes, diesen auf 3/4 Gas zurückdrehen; die Geschwindigkeit verrin-
gert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
Geben Sie immer nur so viel Gas wie der Motor gerade verar- überdrehen Sie jedoch den Motor nicht. So brauchen sie
DEUTSCH

beiten kann - brüskes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht den wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht
Verbrauch. überhitzt.
Zum Zurückschalten Motorrad nötigenfalls abbremsen und  ACHTUNG 
gleichzeitig Gas wegnehmen. Kupplungshebel ziehen und
niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben – BEI REGEN, NACH DEM WASCHEN DES MOTORRADES, NACH WAS-
SERDURCHFAHRTEN ODER BEI FAHRTEN IN NASSEM GELÄNDE, KANN
und Gas geben bzw. nochmals schalten.
DURCH FEUCHTE BZW. VERSCHMUTZTE BREMSSCHEIBEN DIE BREMS-
HINWEIS WIRKUNG VERZÖGERT EINSETZEN. DIE BREMSEN MÜSSEN TROCKEN-
DIE 400/520 SX/EXC MODELLE SIND KOMPROMISSLOS FÜR BZW. SAUBERGEBREMST WERDEN.
OFFROAD-WETTBEWERBSFAHRTEN AUSGELEGT. ES IST DAHER KEIN – BEI FAHRTEN AUF SALZGESTREUTEN ODER VERSCHMUTZTEN STRASSEN
KÜHLERLÜFTER VORHANDEN UND DIE GRÖSSE DER KÜHLER IST AUF KANN DIE BREMSWIRKUNG EBENFALLS VERZÖGERT EINSETZEN. DIE
OPTIMALE ERGONOMIE AUSGELEGT. BREMSEN MÜSSEN ERST SAUBERGEBREMST WERDEN.
IM NORMALEN WETTBEWERB IST DAS KÜHLSYSTEM AUSREICHEND. – BEI VERSCHMUTZTEN BREMSSCHEIBEN TRITT ERHÖHTER VERSCHLEISS
12 FALLS SIE IHR MOTORRAD UNTER ANDEREN BEDINGUNGEN VERWENDEN, AN BREMSKLÖTZEN UND BREMSCHEIBEN AUF.
BEACHTEN SIE BITTE FOLGENDES: – BEIM BREMSEN ERHITZEN SICH BREMSSCHEIBE, BREMSKLÖTZE, BREMS-
– DIE EXC MODELLE LASSEN SICH JEDERZEIT PER E-STARTER WIEDER IN SATTEL UND BREMSFLÜSSIGKEIT. JE HEISSER DIESE TEILE WERDEN,
GANG SETZEN. STELLEN SIE DAHER DEN MOTOR AB, WENN LÄNGERER DESTO SCHWÄCHER IST DIE BREMSWIRKUNG. IM EXTREMFALL KANN
BETRIEB (MEHR ALS 2 MINUTEN) IM LEERLAUF ODER IM STAND DANN DAS KOMPLETTE BREMSSYSTEM AUSFALLEN.
BEVORSTEHT.
– VERMEIDEN SIE OFTMALIGES UND LÄNGERES SCHLEIFEN DER KUPP-
LUNG. DIESES ERHITZT DAS MOTORÖL UND DAMIT DEN MOTOR UND
DAS KÜHLSYSTEM. FAHREN SIE DAHER BESSER MIT NIEDRIGER DREH-
Anhalten und Parken
ZAHL (4-TAKT FAHRSTIL - LASSEN SIE DEN MOTOR ZIEHEN) ANSTATT Motorrad abbremsen und Getriebe auf Leerlauf schalten. Zum
MIT HOHER DREHZAHL UND SCHLEIFENDER KUPPLUNG (2-TAKT Abstellen des Motors bei Leerlaufdrehzahl des Motors Kurz-
FAHRSTIL). schlußtaster oder Not-Aus-Taster drücken, bis der Motor still-
steht. Kraftstoffhahn schließen, Motorrad auf festem Unter-
 ACHTUNG  grund parken absperren.
– BEFOLGEN SIE DIE VERKEHRSVORSCHRIFTEN, FAHREN SIE DEFENSIV UND
VORAUSSCHAUEND UM GEFAHREN MÖGLICHST FRÜH ZU ERKENNEN.
 ACHTUNG 
– PASSEN SIE DIE FAHRTGESCHWINDIGKEIT DEN VERHÄLTNISSEN UND – LASSEN SIE DAS MOTORRAD NIE UNBEAUFSICHTIGT SOLANGE DER
IHREM FAHRKÖNNEN AN MOTOR LÄUFT.
– FAHREN SIE VORSICHTIG AUF UNBEKANNTEN STRASSEN BZW. IN UNBE- – MOTORRÄDER PRODUZIEREN BEI BETRIEB SEHR VIEL WÄRME. DER
KANNTEM GELÄNDE. MOTOR, DIE KÜHLER, DIE AUSPUFFANLAGE, DIE BREMSSCHEIBEN
– IM GELÄNDE SOLLTEN SIE STETS MIT EINEM FREUND AUF EINEM ZWEI- SOWIE DIE STOSSDÄMPFER KÖNNEN SEHR HEISS WERDEN. BERÜHREN
TEN MOTORRAD UNTERWEGS SEIN, DAMIT SIE SICH IM FALLE VON SIE DIESE TEILE NACH INBETRIEBNAHME DES MOTORRADES NICHT UND
SCHWIERIGKEITEN GEGENSEITIG HELFEN KÖNNEN. ACHTEN SIE DARAUF, DASS SIE IHRE MASCHINE AN EINEM ORT
– ERNEUERN SIE DAS HELMVISIER BZW. DAS BRILLENGLAS RECHTZEITIG. ABSTELLEN, WO NICHT DIE WAHRSCHEINLICHKEIT BESTEHT, DASS
BEI GEGENLICHT IST MAN MIT ZERKRATZTEM VISIER ODER ZERKRATZ- FUSSGÄNGER SIE BERÜHREN UND SICH DABEI VERBRENNEN.
TER BRILLE PRAKTISCH BLIND.
! VORSICHT !
– NACH EINEM STURZ IST DAS MOTORRAD WIE VOR JEDER INBETRIEB-
NAHME ZU ÜBERPRÜFEN. – STELLEN SIE DEN MOTOR NICHT MIT DEM HANDDEKOMPRESSORHEBEL
– EIN VERBOGENER LENKER IST IMMER ZU ERNEUERN. KEINESFALLS DEN AB. VERWENDEN SIE DAZU DEN KURZSCHLUSSTASTER ODER DEN NOT-
LENKER RICHTEN, ER VERLIERT DADURCH SEINE SATABILITÄT. AUS-TASTER.
– WIRD DAS FAHRZEUG ABGESTELLT, IST DER KRAFTSTOFFHAHN ZU
! VORSICHT ! SCHLIESSEN. WIRD DIESER NICHT GESCHLOSSEN, KANN EVENTUELL DER
– HOHE DREHZAHLEN BEI KALTEM MOTOR WIRKEN SICH NEGATIV AUF VERGASER ÜBERLAUFEN UND KRAFTSTOFF IN DEN MOTOR GELANGEN.
SEINE LEBENSDAUER AUS. SIE FAHREN DEN MOTOR AM BESTEN IM – PARKEN SIE DAS MOTORRAD NIE AN STELLEN, AN WELCHEN FEUERGE-
MITTLEREN DREHZAHLBEREICH EINIGE KILOMETER WARM, ERST DANN FAHR DURCH TROCKENES GRAS ODER ANDERE LEICHT BRENNBARE
SOLLTE DER MOTOR VOLL BELASTET WERDEN. DER MOTOR HAT SEINE MATERIALIEN BESTEHT.
BETRIEBSTEMPERATUR ERREICHT, SOBALD DIE KÜHLER WARM WERDEN.
– SCHALTEN SIE NIE VON VOLLGAS IN EINEN KLEINEREN GANG. DER
MOTOR WIRD DABEI ÜBERDREHT UND KANN BESCHÄDIGT WERDEN.
AUSSERDEM KANN DURCH DAS BLOCKIEREN DES HINTERRADES DAS
MOTORRAD LEICHT AUSSER KONTROLLE GERATEN.
– LÄNGERE WHEELIE-FAHRTEN FÜHREN ZU EINEM DRUCKABFALL IM
ÖLSYSTEM UND KÖNNEN DADURCH ZUM MOTORSCHADEN FÜHREN.
– BEI AUFTRETEN VON ABNORMALEN VIBRATIONEN WÄHREND DES
BETRIEBES, MOTORBEFESTIGUNGSSCHRAUBEN AUF FESTEN SITZ PRÜFEN.
– TRETEN WÄHREND DER FAHRT BETRIEBSUNÜBLICHE GERÄUSCHE AUF,
IST SOFORT ANZUHALTEN, DER MOTOR ABZUSTELLEN UND MIT EINER
KTM-FACHWERKSTÄTTE KONTAKT AUFZUNEHMEN.
– NEHMEN SIE IHR MOTORRAD NIE OHNE LUFTFILTER IN BETRIEB,
SONST KANN STAUB UND SCHMUTZ IN DEN MOTOR GELANGEN UND
ZU ERHÖHTEM VERSCHLEISS FÜHREN.

HINWEIS ZUM SEITENSTÄNDER:


Abbremsen Seitenständer mit dem Fuß bis zum Anschlag nach vorne
Gas wegnehmen und mit Hand- und Fußbremse gleichzeitig schwenken und Motorrad zur Seite neigen. Achten Sie auf
bremsen. Auf sandigem, regennaßem oder schlüpfrigem festen Untergrund und sicheren Stand.
Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt wer- ! VORSICHT !
den. Bremsen Sie stets mit Gefühl, blockierende Räder führen DER SEITENSTÄNDER IST NUR FÜR DAS GEWICHT DES MOTORRADES AUS-
zum Schleudern oder zum Sturz. Schalten Sie dabei auch das GELEGT. WENN SIE SICH AUF DAS MOTORRAD SETZEN UND DADURCH
Getriebe, der Geschwindigkeit entsprechend, in kleinere DEN SEITENSTÄNDER ZUSÄTZLICH BELASTEN, KANN DER SEITENSTÄNDER
Gänge. BZW. DER RAHMEN BESCHÄDIGT WERDEN UND DAS MOTORRAD KANN
Nützen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des UMFALLEN.
Motors. Schalten Sie dazu das Getriebe 1 oder 2 Gänge zurück,
KTM KTM

DEUTSCH
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE Fahrer Fachwerkstätte

20 Liter Kraftstoffverbrauch

100 Liter Kraftstoffverbrauch

200 Liter Kraftstoffverbrauch


vor jeder Inbetriebnahme
11.99

nach jeder Reinigung

nach 15 Stunden oder

nach 30 Stunden oder


nach 3 Stunden oder
400/520 SX RACING
400/520 EXC RACING

mindestens
1x jährlich
1. Service
BEI SPORTEINSATZ IST DER 15 STUNDEN SERVICE
NACH JEDEM RENNEN DURCHZUFÜHREN
Motorölstand kontrollieren 
Motoröl wechseln   
13
Kurzes und langes Ölsieb und Magneten der Ablaßschrauben bei Motorölwechsel reinigen  
Kurzen und langen Ölfiltereinsatz wechseln   
Ölleitungen auf Beschädigungen prüfen  
Ventilspiel kontrollieren und nötigenfalls einstellen  
Zündkerze wechseln 
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren und reinigen   
Leerlauf einstellen 
Entlüftungsschläuche von Motor, Tank und Vergaser auf knickfreie Verlegung prüfen  
Luftfilter und Filterkasten reinigen   
Kettenräder, Kettenführungen und Kette prüfen   
Kette reinigen und ölen   
Kettenspannung prüfen   
Kühlflüssigkeitsstand prüfen   
Frostschutz prüfen 
Kühlsystem auf Dichtheit prüfen - Sichtprüfung   
Auspuffanlage auf Dichtheit prüfen 
Glasfasergarn-Füllung des Auspuff-Enddämpfers erneuern 
Sparkarrestor reinigen (EXC USA)  
Aufhängungen der Auspuffanlage prüfen  
Bremsflüssigkeitsstand in den Vorratsbehältern prüfen   
Bremsflüssigkeit wechseln 
Belagstärke der Bremsklötze prüfen  
Bremsscheiben auf Verschleiß und Beschädigungen prüfen 
Zustand und Verlegung der Bremsschläuche prüfen   
Leerweg und Leichtgägigkeit des Handbremshebels und des Fußbremshebels prüfen   
Ölstand im Geberzylinder der hydraulischen Kupplung prüfen 
Öl der hydraulischen Kupplung wechseln 
Einstellung und Dämpfung der Telegabel prüfen  
Telegabel auf Dichtheit prüfen 
Entlüftungsschrauben an den Gabelbeinen lösen (Überdruck)  
Öl der Telegabel wechseln 
Telegabel vollständig warten 
Staubmanschetten der Telegabel reinigen   
Steuerkopflager auf Spiel prüfen / einstellen  
Steuerkopflager und deren Dichtungselemente reinigen und fetten 
Einstellung und Dämpfung des Federbeines prüfen  
Federbein vollständig warten 
Schwingarmlagerung warten 
Speichenspannung und Felgenschlag prüfen   
Radlager auf Spiel prüfen  
Reifenzustand und Reifenluftdruck prüfen   
Seilzüge auf Beschädigungen und Leichtgängigkeit prüfen   
Seilzüge einstellen und ölen    
Elektrische Anlage prüfen   
Scheinwerfereinstellung prüfen 
Not-Aus Schalter, Kurzschlußtaster und Lichtschalter mit Kontaktspray behandeln  
Alle Schrauben, Muttern und Schlauchklemmen auf festen Sitz prüfen   
Alle Gleit- und Lagerstellen ölen bzw. fetten   
DEUTSCH

WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR

 ACHTUNG 
ALLE WARTUNGS- UND EINSTELLARBEITEN, DIE MIT EINEM * GEKENNZEICHNET SIND, ERFORDERN FACHKENNT-
NISSE UND TECHNISCHES VERSTÄNDNIS. LASSEN SIE DIESE ARBEITEN, IM INTERESSE IHRER EIGENEN SICHERHEIT,
IN EINER KTM FACHWERKSTÄTTE DURCHFÜHREN ! DORT WIRD IHR MOTORRAD VON SPEZIELL GESCHULTEN
FACHKRÄFTEN OPTIMAL GEWARTET.

14 ! VORSICHT !
– VERWENDEN SIE ZUM REINIGEN DES MOTORRADES MÖGLICHST KEINEN HOCHDRUCKREINIGER, DA SONST WASSER IN LAGER, VERGASER, ELEKTRISCHE
STECKVERBINDER USW. GELANGEN KANN.
– ACHTEN SIE BEIM TRANSPORT IHRER KTM DARAUF, DASS DIESE MIT SPANNBÄNDERN ODER ANDEREN MECHANISCHEN BEFESTIGUNGSVORRICHTUNGEN
AUFRECHTGEHALTEN WIRD UND DASS DER BENZINHAHN AUF „OFF“ STEHT. SOLLTE DAS MOTORRAD UMKIPPEN, KANN BENZIN AUS DEM VERGASER
ODER DEM BENZINTANK LAUFEN.
– VERWENDEN SIE ZUM BEFESTIGEN DER SPOILER AM TANK NUR DIE SPEZIALSCHRAUBEN MIT DER RICHTIGEN GEWINDELÄNGE VON KTM. WENN SIE
ANDERE SCHRAUBEN VERWENDEN ODER LÄNGERE SCHRAUBEN MONTIEREN KANN DER TANK UNDICHT WERDEN UND KRAFTSTOFF AUSFLIESSEN.
– VERWENDEN SIE BEI DEN MOTORBEFESTIGUNGSSCHRAUBEN KEINE ZAHNSCHEIBEN ODER FEDERRINGE, WEIL SICH DIESE IN DIE RAHMENTEILE EINARBEITEN
UND DAHER STÄNDIG LOCKER WERDEN. VERWENDEN SIE SELBSTSICHERNDE MUTTERN.
– LASSEN SIE DAS MOTORRAD ABKÜHLEN, BEVOR SIE MIT DEN WARTUNGSARBEITEN BEGINNEN UM VERBRENNUNGEN ZU VERMEIDEN
– ÖLE, FETTE, FILTER, KRAFTSTOFFE, REINIGUNGSMITTEL USW. ORDNUNGSGEMÄSS ENTSORGEN. BEACHTEN SIE DIE ENTSPRECHENDEN VORSCHRIFTEN
IHRES LANDES.
– ALTÖL KEINESFALLS IN DIE KANALISATION ODER IN DIE NATUR SCHÜTTEN. 1 LITER ÖL VERSCHMUTZT 1.000.000 LITER WASSER.

Grundstellung des Kupplungshebels ändern


Mit der Einstellschraube 1 läßt sich die Grundstellung des Kupplungshebels
individuell anpassen. So kann für jede Handgröße eine optimale Position des
Kupplungshebels eingestellt werden.
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der
Kupplungshebel dem Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzei-
gersinn verdreht wird, entfernt sich der Kupplungshebel vom Lenker.
! VORSICHT !
1 DER VERSTELLBEREICH IST BEGRENZT. DREHEN SIE DIE EINSTELLSCHRAUBE NUR MIT DER
HAND UND WENDEN SIE KEINE GEWALT AN.

Steuerkopflagerung prüfen und nachstellen *


Die Steuerkopflagerung sollte regelmäßig auf Spiel geprüft werden. Zum
Prüfen stützt man das Motorrad am Rahmen so ab, daß das Vorderrad
3 angehoben ist. Nun versucht man die Gabel nach vorne und hinten zu
bewegen, dabei darf kein Spiel spürbar sein. Zum Nachstellen die
5 Klemmschrauben 2 der oberen Gabelbrücke lockern und die
Abschlußschraube 3 nachdrehen, bis kein Spiel mehr vorhanden ist. Kei-
nesfalls die Abschlußschraube fest anziehen, da sonst die Lager beschädigt
werden. Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke
klopfen, um ein Verspannen zu Vermeiden und die 5 Klemmschrauben mit
20 Nm festziehen.
2  ACHTUNG 
IST DIE STEUERKOPFLAGERUNG NICHT SPIELFREI EINGESTELLT, TRITT UNRUHIGES FAHRVER-
HALTEN AUF. DAS MOTORRAD KANN DABEI AUSSER KONTROLLE GERATEN.
! VORSICHT !
WIRD ÜBER LÄNGERE ZEIT MIT SPIEL IN DER STEUERKOPFLAGERUNG GEFAHREN, WERDEN
DIE LAGER UND IN WEITERER FOLGE DIE LAGERSITZE IM RAHMEN ZERSTÖRT.

Die Steuerkopflager sollten mindestens einmal jährlich nachgefettet werden


(z.B. mit Shell Advance Grease).
Telegabel entlüften

DEUTSCH
Nach jeweils 5 Stunden Wettbewerbseinsatz sind die Entlüftungsschrauben
1 einige Umdrehungen aufzuschrauben, um eventuellen Überdruck aus
dem Gabelinneren entweichen zu lassen. Bocken Sie dazu das Motorrad
auf, damit das Vorderrad den Boden nicht mehr berührt. Wenn das Motor-
rad vorwiegend auf der Straße gefahren wird, genügt es, diese Arbeit beim
1 periodischen Wartungsdienst durchzuführen.
! VORSICHT !
ZU HOHER DRUCK IM GABELINNEREN KANN AUCH UNDICHTHEITEN AN DER GABEL
VERURSACHEN. WENN IHRE GABEL UNDICHT IST, SOLLTEN SIE ZUERST DIE ENTLÜF-
TUNGSSCHRAUBEN LOCKERN, BEVOR SIE DIE DICHTUNGSELEMENTE TAUSCHEN LASSEN.

15

Staubmanschetten der Telegabel reinigen


Die Staubmanschetten 2 sollen Staub und groben Schmutz vom Gabel-
holm abstreifen. Mit der Zeit kann aber auch Schmutz hinter die Staubman-
schetten gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahin-
terliegenden Öldichtringe undicht werden.
Staubmanschetten mit einem Schraubenzieher aus den Außenrohren hebeln
und nach unten schieben.

Staubmanschetten, Außenrohre und Gabelholme gründlich reinigen und mit


Silikonspray oder Motoröl gründlich einölen. Abschließend die Staubman-
schetten mit der Hand in die Außenrohre drücken.

Lenkerposition ändern
Die Lenkerposition kann um 22 mm verstellt werden. Sie haben dadurch die
Möglichkeit den Lenker in die für Sie angenehmste Position zu bringen.
An der oberen Gabelbrücke 3 befinden sich 2 Bohrungen mit einem
Abstand von 15 mm. Die Bohrungen an der Lenkeraufnahme 4 sind
3,5 mm aus der Mitte plaziert. Sie haben also die Möglichkeit den Lenker in
4 verschiedenen Positionen zu montieren.

Dazu entfernen Sie die Schrauben 5 der Lenkerklemmbrücken und die


Schrauben 6 der Lenkeraufnahme. Lenkeraufnahme positionieren und
5 Schrauben 6 mit 40 Nm festziehen. Lenker und Lenkerklemmbrücken
montieren und Schrauben 5 mit 20 Nm festziehen. Der Spalt zwischen
6 Lenkeraufnahme und Lenkerklemmbrücke muß hinten und vorne gleich
groß sein.

mm 4 3,5 mm
15

3
Federvorspannung des Federbeines ändern
DEUTSCH

Die Federvorspannung kann durch Verdrehen des Einstellringes 1 geändert


werden. Dazu bauen Sie das Federbein am Besten aus und reinigen es
gründlich.
2 HINWEIS:
– Bevor Sie die Federvorspannung ändern sollten Sie sich die Grundeinstel-
lung notieren - z.B. wieviele Gewindegänge oberhalb des Einstellringes
sichtbar sind.
1 – Bei 1 Umdrehung des Einstellringes 1 ändert sich die Federvorspannung
um 1,75 mm
Lockern Sie die Klemmschraube 2 und verdrehen Sie mit dem Haken-
schlüssel aus dem Bordwerkzeug den Einstellring entsprechend. Drehen
gegen den Uhrzeigersinn verringert die Vorspannung, drehen im Uhrzeiger-
16 sinn erhöht die Vorspannung.
Nach dem Verstellen die Klemmschraube 2 mit 8 Nm anziehen.

EINSTELLWERTE - FEDERVORSPANNUNG A:
A Vorspannung minimal. . . . . . . . . . . . . . 4 mm
STANDARD-VORSPANNUNG . . . . . . . 6 mm
Vorspannung maximal . . . . . . . . . . . . . 10 mm

Schwenklager für PDS-Federbein


Das Schwenklager 3 am Schwingarm, ist teflonbeschichtet und darf weder
mit Fett noch mit anderen Gleitmitteln geschmiert werden. Fette oder
andere Gleitmittel lösen die Teflonschicht auf, wodurch die Lebensdauer
drastisch verkürzt wird.

Achten Sie beim Reinigen des Motorrades mit Hochdruckreinigern darauf,


daß der Hochdruckstrahl nicht direkt auf das Schwenklager gerichtet ist.

Kettenspannung kontrollieren
Zur Kontrolle der Kettenspannung Motorrad abstellen
B Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken. Der Abstand zwi-
schen Kette und Schwingarm soll ca. 15 mm betragen. Der obere Ketten-
teil B muß dabei gespannt sein (siehe Skizze).
Nötigenfalls Kettenspannung korrigieren.
 ACHTUNG 
– IST DIE KETTE ZU STARK GESPANNT WERDEN DIE KOMPONENTEN DER SEKUNDÄR-
KRAFTÜBERTRAGUNG (KETTE, KETTENRÄDER, LAGER IM GETRIEBE UND IM HINTER-
RAD) ZUSÄTZLICH BELASTET. NEBEN VORZEITIGEM VERSCHLEISS KANN IM EXTREMFALL
DIE KETTE REISSEN ODER DIE ABTRIEBSWELLE DES GETRIEBES BRECHEN.
– IST DIE KETTE HINGEGEN ZU LOCKER, KANN SIE VON DEN KETTENRÄDERN FALLEN UND
DAS HINTERRAD BLOCKIEREN ODER DEN MOTOR BESCHÄDIGEN.
– IN BEIDEN FÄLLEN KANN DAS MOTORRAD LEICHT AUSSER KONTROLLE GERATEN.

15 m
m
Kettenspannung korrigieren

DEUTSCH
3 Bundmutter 2 lockern, Kontermuttern 3 lockern und Einstellschrauben 4
links und rechts gleich weit verdrehen.
Damit das Hinterrad korrekt ausgerichtet ist, müssen die Markierungen an
5 den Kettenspannern links und rechts in der selben Position zu den Referenz-
marken A stehen. Kontermuttern der Einstellschrauben festziehen.
Prüfen Sie vor dem Festziehen der Steckachse, ob die Kettenspanner 5 an
den Einstellschrauben anliegen.
Bundmutter 2 mit 80 Nm festziehen.
 ACHTUNG 
4 2 – FALLS SIE BEIM EINBAUEN KEINEN DREHMOMENTSCHLÜSSEL ZUR VERFÜGUNG HABEN,
LASSEN SIE DAS ANZUGSDREHMOMENT MÖGLICHST BALD IN EINER KTM FACHWERK-
A STÄTTE BERICHTIGEN. EINE LOCKERE STECKACHSE KANN ZU UNSTABILEM FAHRVER- 17
HALTEN DES MOTORRADES FÜHREN.
– ZIEHEN SIE DIE BUNDMUTTER MIT DEM VORGESCHRIEBENEN DREHMOMENT FEST.
EINE LOCKERE STECKACHSE KANN ZU UNSTABILEM FAHRVERHALTEN DES MOTORRA-
3 DES FÜHREN.

5 HINWEIS
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können ver-
schiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren wer-
den. Die Kettenspanner 5 können um 180° gedreht werden.

4
A

Kettenpflege
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab. Ketten
ohne O-Ringe sollten regelmäßig in Petroleum gereinigt und anschließend
in heißem Kettenfett getränkt bzw. mit Kettenspray (z.Bp. Shell Advance
Bio Chain) behandelt werden.
Bei der O-Ring-Kette ist die Wartung auf ein Minimum reduziert. Die Reini-


gung erfolgt am besten mit viel Wasser. Keinesfalls Bürsten oder Lösungs-
mittel zum Reinigen verwenden. Nach dem Trocknen kann ein speziell für
O-Ring-Ketten geeignetes Kettenspray (z.B. Shell Advance Bio Chain) ver-
wendet werden.
 ACHTUNG 
ES DARF KEIN SCHMIERMITTEL AUF DEN HINTERREIFEN ODER DIE BREMSSCHEIBE GELAN-
GEN, DIE BODENHAFTUNG DES REIFENS UND DIE BREMSWIRKUNG DER HINTERRADBREMSE
WÜRDEN DADURCH STARK REDUZIERT UND DAS MOTORRAD LEICHT AUSSER KONTROLLE
GERATEN.

! VORSICHT !
15 KG BEIM MONTIEREN DES KETTENSCHLOSSES MUSS DIE GESCHLOSSENE SEITE DER SICHE-
RUNG IMMER IN LAUFRICHTUNG WEISEN.
33 lbs
Kettenräder und Kettenführungen sollten bei dieser Gelegenheit ebenfalls
auf Verschleiß geprüft, und nötigenfalls erneuert werden.

Kettenverschleiß
Um den Kettenverschleiß zu prüfen, gehen Sie am besten wie folgt vor:
Schalten Sie das Getriebe auf Leerlauf und ziehen Sie am oberen Kettenteil
mit einer Kraft von 10 - 15 Kilogramm nach oben (siehe Abbildung). Nun
wird der Abstand von 18 Kettenrollen am unteren Kettenteil gemessen.
Spätestens bei einem Abstand von 272 mm sollte die Kette erneuert wer-
den. Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie des-
halb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
HINWEIS:
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten auch die Kettenräder erneuert
werden. Neue Ketten nützen sich auf alten, eingelaufenen Kettenrädern
schneller ab.
! VORSICHT !
max. 272 mm DIE SCHRAUBEN DES KETTENRADES AM HINTERRAD MIT LOCTITE SICHERN UND ÜBER
KREUZ MIT FESTZIEHEN.
ANZUGSDREHMOMENT AN DEN MUTTERN 35 NM.
ANZUGSDREHMOMENT AN DEN SCHRAUBEN 50 NM.
1 2 3 16 17 18
Grundsätzliche Hinweise zu KTM Scheibenbremsen
DEUTSCH

BREMSZANGEN:
Die Bremszangen dieser Modellreihe sind „schwimmend” gelagert, das
heißt sie sind nicht fix mit dem Bremszangenträger verbunden. Durch den


seitlichen Ausgleich wird immer eine optimale Anlage der Bremsklötze an
DOT DOT die Bremsscheibe erreicht.


5.1 5 BREMSKLÖTZE:
Die Bremsklötze sind vorne mit Sinterbelag (TOSHIBA TT2701) und hinten
mit organischem Belag (FERODO ID450) ausgerüstet. Diese Beläge bilden
die Beste Kombination von Dosierbarkeit, Bremsleistung und Lebensdauer.
Der Belagtyp ist an der Rückseite der Bremsklötze angeführt und ist auch
die Homologationspapiere eingetragen.
18
Für den Wettbewerb sind noch andere Belagarten lieferbar.
VORNE TOSHIBA H38 (Sinter) – geringere Bremsleistung, längere Lebens-
dauer, für nasses rutschiges Gelände.
FERODO ID450 (organisch) – gute Bremsleistung, kürzere
Lebensdauer, für trockenes Gelände, preisgünstiger
HINTEN GOLDFREE KBA60878 (Sinter) – höhere Bremsleistung, längere
Lebensdauer
FERRIT 222 (organisch) – besser dosierbar, kürzere Lebensdauer

BREMSSCHEIBEN
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der
Anlagefläche 1 der Bremsklötze. Die Bremsscheiben dürfen an der
schwächsten Stelle A maximal 0,4 mm dünner sein, als das Nennmaß. Das
Nennmaß können Sie an einer Stelle B außerhalb der Anlagefläche messen.
Kontrollieren Sie den Verschleiß an mehreren Stellen.
 ACHTUNG 
– BREMSSCHEIBEN MIT HÖHEREM VERSCHLEISS ALS 0,4 MM, SIND EIN SICHERHEITSRI-
SIKO. LASSEN SIE BEIM ERREICHEN DER VERSCHLEISSGRENZE DIE BREMSSCHEIBEN
SOFORT ERNEUERN.
– LASSEN SIE REPARATUREN AN DER BREMSANLAGE GRUNDSÄTZLICH IN EINER KTM-
A FACHWERKSTÄTTE DURCHFÜHREN
B BREMSFLÜSSIGKEITSBEHÄLTER:
Die Bremsflüssigkeitsbehälter der Vorder- und Hinterradbremse sind so
dimensioniert, daß auch bei abgenützten Bremsklötzen kein Nachfüllen von
Bremsflüssigkeit erforderlich ist. Fällt der Bremsflüssigkeitsstand unter den
Minimalwert, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
1 abgenützte Bremsklötze hin. Suchen Sie in diesem Fall sofort eine KTM-
Fachwerkstätte auf.

BREMSFLÜSSIGKEIT:
Die Bremsanlagen werden von KTM mit Bremsflüssigkeit „Shell Advance
Brake DOT 5.1“ gefüllt, eine der hochwertigsten Bremsflüssigkeiten, die zur
Zeit im Handel sind. Wir empfehlen, diese auch später zu verwenden. DOT
5.1 Bremsflüssigkeit basiert auf Glykolether und ist bernsteinfarben. Steht
zum Nachfüllen keine DOT 5.1 zur Verfügung kann notfalls Bremsflüssig-
keit DOT4 verwendet werden. Diese sollten Sie aber möglichst bald durch
DOT5.1 ersetzen.
Verwenden Sie keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5. Diese basiert auf
Silikonöl und ist purpur gefärbt. Die Dichtungen und Bremsschläuche der
KTM Motorräder sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt !
 ACHTUNG 
LASSEN SIE MINDESTENS EINMAL JÄHRLICH DIE BREMSFLÜSSIGKEIT WECHSELN. WENN SIE
DAS MOTORRAD OFT WASCHEN, SOLLTE SIE SOGAR ÖFTER GEWECHSELT WERDEN.
BREMSFLÜSSIGKEIT HAT DIE EIGENSCHAFT WASSER AUFZUNEHMEN. IN EINER „ALTEN“
BREMSFLÜSSIGKEIT KÖNNEN SICH DADURCH BEREITS BEI NIEDEREN TEMPERATUREN
DAMPFBLASEN BILDEN UND DAS BREMSSYSTEM FÄLLT AUS.

Leerweg am Handbremshebel einstellen


Der Leerweg am Handbremshebel kann mit der Stellschraube 2 verändert
werden. Dadurch kann die Position des Druckpunktes (jener Widerstand,
der am Handbremshebel spürbar wird, wenn die Bremsklötze an die Brems-
min. 3 mm scheibe gepreßt werden) für jede Handgröße eingestellt werden.
! VORSICHT !
2
DER LEERWEG AM HANDBREMSHEBEL MUSS MINDESTENS 3 MM BETRAGEN. ERST DANN
DARF DER KOLBEN IM HANDBREMSZYLINDER BEWEGT WERDEN (AM STÄRKEREN WIDER-
STAND DES HANDBREMSHEBELS ZU ERKENNEN). IST DIESER LEERWEG NICHT VORHANDEN,
BAUT SICH IM BREMSSYSTEM DRUCK AUF UND DIE VORDERRADBREMSE KANN DURCH
ÜBERHITZUNG AUSFALLEN.
Bremsflüssigkeitsstand vorne prüfen

DEUTSCH
Der Bremsflüssigkeitsbehälter ist mit dem Handbremszylinder am Lenker
kombiniert und hat ein Schauglas. Der Bremsflüssigkeitsstand darf bei
waagrechtem Behälter nicht unter die „MIN“ Marke des Schauglases sinken.
 ACHTUNG 
FÄLLT DER BREMSFLÜSSIGKEITSSTAND UNTER DEN MINIMALWERT, DEUTET DIES AUF
UNDICHTHEIT IM BREMSSYSTEM BZW. TOTAL ABGENÜTZTE BREMSKLÖTZE HIN. SUCHEN
SIE IN DIESEM FALL SOFORT EINE KTM-FACHWEKSTÄTTE AUF.

19

Bremsflüssigkeit vorne nachfüllen *


1 Die Schrauben 1 entfernen und Deckel 2 mit Membrane 3 abnehmen.
2 Handbremszylinder in waagrechte Position bringen und Bremsflüssigkeit
DOT 5.1 (z.B. Shell Advance Brake 5.1) bis 5 mm unter die Behälter-Ober-
kante auffüllen. Membrane, Deckel und Schrauben wieder montieren.
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit mit Wasser abwaschen.
 ACHTUNG 
– KEINESFALLS DARF BREMSFLÜSSIGKEIT DOT5 VERWENDET WERDEN! DIESE BASIERT
AUF SILIKONÖL UND IST PURPUR GEFÄRBT. DICHTUNGEN UND BREMSSCHLÄUCHE
3 MÜSSEN SPEZIELL DAFÜR AUSGELEGT SEIN.
– LAGERN SIE BREMSFLÜSSIGKEIT AUSSER REICHWEITE VON KINDERN
– BREMSFLÜSSIGKEIT KANN HAUTREIZUNGEN VERURSACHEN. NICHT MIT HAUT ODER
AUGEN IN BERÜHRUNG BRINGEN. FALLS BREMSFLÜSSIGKEIT IN DIE AUGEN SPRITZT,
GRÜNDLICH MIT WASSER SPÜLEN UND SOFORT EINEN ARZT AUFSUCHEN.

! VORSICHT !
– BRINGEN SIE BREMSFLÜSSIGKEIT NICHT MIT LACKIERTEN TEILEN IN BERÜHRUNG,
BREMSFLÜSSIGKEIT GREIFT LACK AN!
5 mm – VERWENDEN SIE NUR SAUBERE BREMSFLÜSSIGKEIT AUS EINEM DICHT VERSCHLOSSE-
NEM BEHÄLTER!

Bremsklötze vorne kontrollieren


min. Die Bremsklötze sind von unten einzusehen. Die Belagstärke darf 1 mm
1 mm nicht unterschreiten.
 ACHTUNG 
DIE BELAGSTÄRKE DER BREMSKLÖTZE DARF AN DER SCHWÄCHSTEN STELLE 1 MM NICHT
UNTERSCHREITEN, ANSONSTEN KANN EIN BREMSVERSAGEN AUFTRETEN. LASSEN SIE DAHER
IM INTERESSE IHRER EIGENEN SICHERHEIT DIE BREMSKLÖTZE RECHTZEITIG ERNEUERN.

! VORSICHT !
WERDEN DIE BREMSKLÖTZE ZU SPÄT ERNEUERT, SODASS DER BELAG TEILWEISE ODER ZUR
GÄNZE ABGESCHLIFFEN IST, SCHLEIFEN DIE STAHLTEILE DER BREMSKLÖTZE AN DER
BREMSSCHEIBE. DADURCH LÄSST DIE BREMSWIRKUNG STARK NACH UND DIE BREMS-
SCHEIBE WIRD ZERSTÖRT.

Bremsklötze vorne erneuern *


4 Bremszange zur Bremsscheibe drücken, damit die Bremskolben in ihre
Grundstellung gelangen. Sicherungen 4 entfernen, Bolzen 5 herausziehen
und Bremsklötze aus der Bremszange nehmen. Bremssattel und Bremssattel-
träger mit Druckluft reinigen, Manschetten der Führungsbolzen auf Beschä-
digung prüfen und Führungsbolzen nötigenfalls fetten.

5
4
Den rechten Bremsklotz montieren und mit dem Bolzen fixieren. Linken
DEUTSCH

Bremsklotz montieren und Bolzen bis zum Anschlag einschieben. Sicherun-


gen montieren.
Beachten Sie beim Montieren der Bremsklötze, daß das Gleitblech 6 im
Bremssattelträger und die Blattfeder 7 richtig sitzen.
6 7  ACHTUNG 
– HALTEN SIE DIE BREMSSCHEIBE UNBEDINGT ÖL- UND FETTFREI, DIE BREMSWIRKUNG
WÜRDE SONST STARK REDUZIERT.
– KONTROLLIEREN SIE NACH DER MONTAGE, OB DIE SICHERUNGEN RICHTIG SITZEN.
5 – BETÄTIGEN SIE NACH ARBEITEN AN DER BREMSANLAGE IMMER DEN HAND- BZW.
FUSSBREMSHEBEL, DAMIT SICH DIE BREMSKLÖTZE AN DIE BREMSSCHEIBE ANLEGEN
5 4 UND DER DRUCKPUNKT VORHANDEN IST.
20

Grundstellung des Fußbremshebels ändern *


Die Grundstellung des Fußbremshebels kann durch Verdrehen der
2 Anschlagschraube 1 verändert werden. Mit der Kolbenstange 2 muß dann
der Leerweg am Fußbremshebel eingestellt werden.
Der Fußbremshebel muß außen gemessen einen Leerweg von 3-5 mm
haben. Erst dann darf die Kolbenstange den Kolben im Fußbremszylinder
bewegen (am stärkeren Widerstand des Fußbremshebels zu erkennen).
! VORSICHT !
IST DIESER LEERWEG NICHT VORHANDEN, BAUT SICH IM BREMSSYSTEM DRUCK AUF.
3-5mm DADURCH BEGINNEN DIE BREMSKLÖTZE ZU SCHLEIFEN. DAS BREMSSYSTEM WIRD ÜBER-
HITZT UND KANN IM EXTREMFALL TOTAL AUSFALLEN.
1

Bremsflüssigkeitsstand hinten prüfen


Der Vorratsbehälter für die hintere Scheibenbremse befindet sich am Motor
im Bereich der Ölfilter. Der Bremsflüssigkeitsstand darf bei senkrecht abge-
stelltem Fahrzeug nicht unter die „MlN”-Markierung sinken.
 ACHTUNG 
FÄLLT DER BREMSFLÜSSIGKEITSSTAND UNTER DEN MINIMALWERT, DEUTET DIES AUF
UNDICHTHEITEN IM BREMSSYSTEM BZW. TOTAL ABGENÜTZTE BREMSKLÖTZE HIN.

Bremsflüssigkeit hinten nachfüllen *


Sobald der Bremsflüssigkeitsstand die "MIN" Marke erreicht, muß Brems-
flüssigkeit nachgefüllt werden.
3 Dazu Schraubverschluß 3 mit Gummibalg 4 abnehmen und Bremsflüssig-
keit DOT 5.1 (Shell Advance Brake DOT 5.1) bis zur "MAX" Markierung
auffüllen. Gummibalg und Schraubverschluß montieren. Übergelaufene
oder verschüttete Bremsflüssigkeit mit Wasser abwaschen.
 ACHTUNG 
– KEINESFALLS DARF BREMSFLÜSSIGKEIT DOT5 VERWENDET WERDEN! DIESE BASIERT
AUF SILIKONÖL UND IST PURPUR GEFÄRBT. DICHTUNGEN UND BREMSSCHLÄUCHE
MÜSSEN SPEZIELL DAFÜR AUSGELEGT SEIN.
– LAGERN SIE BREMSFLÜSSIGKEIT AUSSER REICHWEITE VON KINDERN!
– BREMSFLÜSSIGKEIT KANN HAUTREIZUNGEN VERURSACHEN. NICHT MIT HAUT ODER
AUGEN IN BERÜHRUNG BRINGEN. FALLS BREMSFLÜSSIGKEIT IN DIE AUGEN SPRITZT,
GRÜNDLICH MIT WASSER SPÜLEN UND SOFORT EINEN ARZT AUFSUCHEN.

! VORSICHT !
– BRINGEN SIE BREMSFLÜSSIGKEIT NICHT MIT LACKIERTEN TEILEN IN BERÜHRUNG,
3 BREMSFLÜSSIGKEIT GREIFT LACK AN!
– VERWENDEN SIE NUR SAUBERE BREMSFLÜSSIGKEIT AUS EINEM DICHT
VERSCHLOSSENEM BEHÄLTER!
4
Bremsklötze hinten kontrollieren

DEUTSCH
min. Die Bremsklötze sind von hinten einzusehen. Die Belagstärke darf 1 mm
1 mm nicht unterschreiten.
 ACHTUNG 
DIE BELAGSTÄRKE DER BREMSKLÖTZE DARF AN DER SCHWÄCHSTEN STELLE 1 MM NICHT
UNTERSCHREITEN, ANSONSTEN KANN EIN BREMSVERSAGEN AUFTRETEN. LASSEN SIE DAHER
IM INTERESSE IHRER EIGENEN SICHERHEIT DIE BREMSKLÖTZE RECHTZEITIG ERNEUERN.

! VORSICHT !
WERDEN DIE BREMSKLÖTZE ZU SPÄT ERNEUERT, SODASS DER BELAG TEILWEISE ODER ZUR
GÄNZE ABGESCHLIFFEN IST, SCHLEIFEN DIE STAHLTEILE DER BREMSKLÖTZE AN DER
BREMSSCHEIBE. DADURCH LÄSST DIE BREMSWIRKUNG STARK NACH UND DIE BREMS-
SCHEIBE WIRD ZERSTÖRT. 21

Bremsklötze hinten erneuern *


Bremszange 1 in Richtung Kettenrad drücken, damit der Bremskolben in
seine Grundstellung gelangt. Sicherungen 2 entfernen, Bolzen 3 heraus-
1 ziehen und Bremsklötze entfernen. Bremszange gründlich mit Druckluft rei-
nigen und Manschetten der Führungsbolzen auf Beschädigungen prüfen.

Linken Bremsklotz in die Bremszange schieben und mit dem Bolzen fixieren.
Rechten Bremsklotz einschieben und Bolzen 3 bis zum Anschlag in die
Bremszange schieben. Sicherungen 2 montieren.
 ACHTUNG 
– HALTEN SIE DIE BREMSSCHEIBE UNBEDINGT ÖL- UND FETTFREI, DIE BREMSWIRKUNG
WÜRDE SONST STARK REDUZIERT.
– KONTROLLIEREN SIE NACH DER MONTAGE, OB DIE SICHERUNGEN RICHTIG SITZEN.
– BETÄTIGEN SIE NACH ARBEITEN AN DER BREMSANLAGE IMMER DEN HAND- BZW.
FUSSBREMSHEBEL, DAMIT SICH DIE BREMSKLÖTZE AN DIE BREMSSCHEIBE ANLEGEN
UND DER DRUCKPUNKT VORHANDEN IST.

Vorderrad aus- und einbauen


7 Motorrad am Rahmen aufbocken, damit das Vorderrad den Boden nicht
4 mehr berührt.
Bundmutter 4 lösen
Die 4 Klemmschrauben 5 an den Gabelfäusten lockern.
Vorderrad halten, Steckachse 6 herausziehen
HINWEIS: Die Steckachse läßt sich leichter herausziehen, wenn man diese
mit einem Ringschlüssel (SW 21 mm) oder einem Inbusschlüssel
(6 mm) leicht hin- und herdreht.
Vorderrad vorsichtig aus der Gabel nehmen und Tachoantrieb 7 von der
5 Nabe nehmen.
HINWEIS: Bei Modellen mit Digitaltacho wird anstatt des Tachoantriebes
5 eine Distanzbüchse montiert.
6
! VORSICHT !
– BEI AUSGEBAUTEM VORDERRAD DIE HANDBREMSE NICHT BETÄTIGEN.
– LEGEN SIE DAS RAD IMMER MIT DER BREMSSCHEIBE NACH OBEN AB, DIE BREMS-
8 SCHEIBE KANN SONST BESCHÄDIGT WERDEN.

Vor dem Einbauen des Vorderrades, den Wellendichtring 8 und die Lauf-
fläche 9 am Tachoantrieb reinigen und fetten
7 Zum Einbauen des Vorderrades dieses in die Gabel heben und Tachoantrieb
bzw. Distanzbüchse in die Nabe stecken. Dabei müssen die Mitnehmer-
nasen bk in die Schlitze des Tachoantriebs eingreifen.
Vorderrad samt Tachoantrieb bzw. Distanzbüchse positionieren und Steck-
achse montieren
10
9
Die Tachowelle muß am Gabelschutz außen und an der Gabelbrücke vorne
DEUTSCH

zum Tacho verlegt sein.


Bundmutter 4 montieren, Tachoantrieb so drehen, daß die Tachowelle par-
allel zum Gabelbein nach oben führt (siehe Abb.) und Bundmutter mit
40 Nm festziehen.
Motorrad vom Ständer nehmen, Vorderradbremse betätigen und Gabel
einige male kräftig einfedern, damit sich die Gabelholme ausrichten.
Erst dann die Klemmschrauben 5 an den Gabelfäusten mit 10 Nm
festziehen.
 ACHTUNG 
– FALLS SIE BEIM EINBAUEN KEINEN DREHMOMENTSCHLÜSSEL ZUR VERFÜGUNG HABEN,
LASSEN SIE DAS ANZUGSDREHMOMENT MÖGLICHST BALD IN EINER KTM FACHWERK-
22 STÄTTE BERICHTIGEN. EINE LOCKERE STECKACHSE KANN ZU UNSTABILEM FAHRVER-
HALTEN DES MOTORRADES FÜHREN.
– BETÄTIGEN SIE NACH DEM EINBAUEN DES VORDERRADES IMMER DIE HANDBREMSE,
BIS DER DRUCKPUNKT VORHANDEN IST.
– HALTEN SIE DIE BREMSSCHEIBE UNBEDINGT ÖL- UND FETTFREI, DIE BREMSWIRKUNG
WÜRDE SONST STARK REDUZIERT.
2

Hinterrad aus- und einbauen


Motorrad am Rahmen aufbocken, damit das Hinterrad den Boden nicht
berührt.
1 Bundmutter 1 abschrauben, Kettenspanner 2 abnehmen, Hinterrad fest-
halten und Steckachse 3 so weit herausziehen, daß das Hinterrad frei ist,
der Bremszangenträger aber noch gehalten wird.
Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben, Kette vom Kettenrad
nehmen und Hinterrad vorsichtig aus dem Schwingarm nehmen.
! VORSICHT !
– BEI AUSGEBAUTEM HINTERRAD DIE FUSSBREMSE NICHT BETÄTIGEN.
– LEGEN SIE DAS RAD IMMER MIT DER BREMSSCHEIBE NACH OBEN AB, DIE BREMS-
SCHEIBE KANN SONST BESCHÄDIGT WERDEN.
– WIRD DIE STECKACHSE AUSGEBAUT, SIND DIE GEWINDE DER STECKACHSE UND DER
BUNDMUTTER GRÜNDLICH ZU REINIGEN UND FRISCH ZU FETTEN, UM EIN FESTGEHEN
DES GEWINDES ZU VERMEIDEN.

Der Einbau erfolgt in sinngemäß umgekehrter Reihenfolge. Vor dem Fest-


3 ziehen der Bundmutter mit 80 Nm das Hinterrad nach vorne drücken, damit
die Kettenspanner an den Spannschrauben anliegen.
 ACHTUNG 
– FALLS SIE BEIM EINBAUEN
KEINEN DREHMOMENTSCHLÜSSEL ZUR VERFÜGUNG HABEN,
LASSEN SIE DAS ANZUGSDREHMOMENT MÖGLICHST BALD IN EINER KTM FACHWERK-
STÄTTE BERICHTIGEN. EINE LOCKERE STECKACHSE KANN ZU UNSTABILEM FAHRVER-
HALTEN DES MOTORRADES FÜHREN.
– BETÄTIGEN SIE NACH DEM EINBAU DES HINTERRADES IMMER DIE FUSSBREMSE, BIS
DER DRUCKPUNKT VORHANDEN IST.
– HALTEN SIE DIE BREMSSCHEIBE UNBEDINGT ÖL- UND FETTFREI, DIE BREMSWIRKUNG
WÜRDE SONST STARK REDUZIERT.
– ZIEHEN SIE DIE BUNDMUTTER MIT DEM VORGESCHRIEBENEN DREHMOMENT FEST.
Reifen, Reifenluftdruck

DEUTSCH
Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhal-
ten des Motorrades. Sie müssen vor jeder Fahrt kontrolliert werden.
– Reifentyp und Reifendimension finden Sie in den Technischen Daten und
im Typenschein
– Der Reifenzustand muß vor jeder Fahrt kontrolliert werden. Untersuchen
Sie den Reifen auf Schnitte, eingefahrene Nägel oder andere spitze
Gegenstände.
Zur Mindestprofiltiefe beachten Sie bitte die gesetzlichen Vorschriften in
Ihrem Land. Wir empfehlen, die Reifen spätestens bei einer Profiltiefe
von 2 mm erneuern zu lassen.
– Der Reifenluftdruck sollte regelmäßig bei "kalten" Reifen kontrolliert
werden. Richtiger Luftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und
maximale Lebensdauer des Reifens. 23
 ACHTUNG 
REIFENLUFTDRUCK – LASSEN SIE NUR REIFEN MONTIEREN, DIE VON KTM FREIGEGEBEN SIND. ANDERE
REIFEN KÖNNEN SICH NEGATIV AUF DAS FAHRVERHALTEN AUSWIRKEN.
vorne hinten – VORDER- UND HINTERRAD DÜRFEN NUR MIT REIFEN GLEICHARTIGER PROFILGESTAL-
TUNG BEREIFT SEIN. REIFENFREIGABEN BEACHTEN !
– BESCHÄDIGTE REIFEN MÜSSEN IM INTERESSE IHRER SICHERHEIT SOFORT ERNEUERT
Gelände 1,0 bar 1,0 bar
WERDEN.
– ABGEFAHRENE REIFEN WIRKEN SICH BESONDERS AUF NASSER FAHRBAHN UNGÜNSTIG
Straße solo 1,5 bar 2,0 bar AUF DAS FAHRVERHALTEN AUS.
– ZU GERINGER REIFENLUFTDRUCK FÜHRT ZU ABNORMALEM VERSCHLEISS UND ZUR
ÜBERHITZUNG DES REIFENS.

Speichenspannung kontrollieren
Korrekte Speichenspannung ist für die Stabilität des Rades und damit auch
für die Fahrsicherheit sehr wichtig. Durch eine lockere Speiche wird das Rad
unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen.
Prüfen Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regel-
mäßig. Zur Kontrolle schlagen Sie mit der Klinge eines Schraubendrehers
jede Speiche kurz an (siehe Abbildung). Dabei muß ein heller Ton erklingen.
Dumpfe Töne deuten auf lockere Speichen hin. Lassen Sie bei Bedarf die
Speichen in einer Fachwerkstätte nachziehen und das Rad zentrieren.
 ACHTUNG 
WENN MIT LOCKEREN SPEICHEN WEITERGEFAHREN WIRD, KÖNNEN SPEICHEN REISSEN
UND DADURCH UNSTABILES FAHRVERHALTEN BEWIRKEN.

Batterie des Digital-Tachometers tauschen


Nach ca. 2 Jahren sind die Batterien des Digitaltachometers erschöpft und
müssen erneuert werden. Der Tachometer muß dazu ausgebaut werden.
A A Dazu Scheinwerfermaske abnehmen und Tachobeleuchtung 1 aus dem
Tachogehäuse ziehen.

1
Mit einem Schraubendreher das blaue Tachoglas 2 nach unten aus dem
Tachogehäuse 3 hebeln. Die beiden Nasen A müssen dabei am Tacho-
gehäuse aushängen. Die Schrauben 4 entfernen und Tachometer aus dem
Gehäuse nehmen.

3 Bevor Sie die Batterie entfernen, unbedingt folgende Daten notieren:


– Gesamtkilometerstand (DST)
– Radumfang (WS) (KTM Serienbereifung = 2205 mm)
2 2
Entfernen Sie den Batteriedeckel an der Rückseite des Tachometers und ent-
nehmen Sie die Batterien. Die neuen Batterien müssen mit dem
4 Plus-Pol nach oben eingesetzt werden.
Achten Sie beim Montieren des Batteriedeckels auf die richtige Positon des
Dichtringes am Deckel.
4 Nun muß noch der Gesamtkilometerstand, der Radumfang und die Uhrzeit
eingegeben werden.

Der Einbau des Tachometers erfolgt in sinngemäß umgekehrter


Reihenfolge.
DEUTSCH

1. mit der rechten Taste die 2. die linke Taste so oft


GESAMTKILOMETER „DST“ zu ändernde Position drücken bis die gewün-
wählen schte Ziffer angezeigt wird
NACH BATTERIEWECHSEL

24

1 sec

5. zum Beenden des Einstell-


vorganges die Taste an der
Rückseite mit einem spit-
3. durch Drücken der rech- 4. Punkt 2+3 wiederholen bis der vorher zen Gegenstand für ca. 1
ten Taste springen Sie zur notierte Gesamtkilometerstand angezeigt Sekunde drücken (der Wert
nächsten Ziffer weiter wird ist somit gespeichert)

UHRZEIT „CLK“
1. vergewissern Sie sich daß die 2. die linke Taste so oft drücken bis die 3. durch Drücken der rechten
Uhrzeit angezeigt wird und gewünschte Ziffer angezeigt wird Taste springen Sie zur
drücken Sie die Taste an der nächsten Ziffer weiter
Rückseite für ca. 5 Sekunden 5 sec
(Uhrzeit beginnt zu blinken)

1 sec

5. zum Beenden des Ein-


stellvorganges die Taste
an der Rückseite für ca.
4. Punkt 2+3 wiederholen bis die korrekte Uhrzeit angezeigt wird 1 Sekunde drücken.
DEUTSCH
RADUMFANG „WS“
1. vergewissern Sie sich daß die 2. mit der rechten Taste die zu ändernde
Anzeige „TRP“ aktiv ist und drücken 5 sec Position wählen
Sie die Taste an der Rückseite für ca.
5 Sekunden („WS“ erscheint)

25

1 sec

5. zum Beenden des Ein-


stellvorganges die Taste
3. die linke Taste so oft drücken bis die 4. Punkt 2+3 wiederholen bis an der Rückseite für ca.
gewünschte Ziffer angezeigt wird der korrekte Radumfang 1 Sekunde drücken.
angezeigt wird

km/h:
WS = mm x 3,14
2
mm x 3,14
mp/h:
WS = (mm x 3,14) : 1,61

Radumfang mit Serienbereifung = 2205 mm


1

Abstand des Magnetsensors kontrollieren / einstellen


Der Abstand zwischen Magnet 2 und Sensor 1 muß 2-4 mm betragen. Ist
dies nicht der Fall kann es zu Funktionsstörungen des Tachometers
kommen.

Dieser Abstand kann durch hinein- bzw. herausdrehen des Sensors 1 korri-
giert werden.

1
Batterie (EXC)
DEUTSCH

Die Batterie befindet sich unter der Sitzbank.


Diese Batterie hat ein geschlossenes System und ist daher wartungfrei.
1 Elektrolytstand kontrollieren oder Wasser nachfüllen ist nicht nötig. Es sind
lediglich die Batteriepole sauber zu halten und nötigenfalls mit säurefreiem
Fett leicht einzufetten.
Batterie ausbauen:
Zuerst Minuspol dann Pluspol der Batterie abklemmen.
Filterkastendeckel abnehmen und die beiden Gummibänder 1 aushängen.
Batterie herausnehmen.
Beim Einbauen den Minuspol zuletzt an die Batterie anschließen.
 ACHTUNG 
26 – SOLLTE AUS IRGEND EINEM GRUND ELEKTROLYT (SCHWEFELSÄURE) AUS DER BATTE-
RIE AUSTRETEN IST HÖCHSTE VORSICHT GEBOTEN. ELEKTROLYT KANN SCHWERE
VERBRENNUNGEN VERURSACHEN
– BEI HAUTKONTAKT MIT REICHLICH WASSER ABSPÜLEN
– FALLS ELEKTROLYT IN DIE AUGEN GELANGT, MINDESTENS 15 MINUTEN LANG MIT
2 WASSER AUSSPÜLEN UND SOFORT EINEN ARZT AUFSUCHEN
– OBWOHL ES SICH UM EINE VERSCHLOSSENE BATTERIE HANDELT, KÖNNEN DENNOCH
EXPLOSIVE GASE AUSTRETEN. FUNKEN ODER OFFENE FLAMMEN VON DER BATTERIE
FERNHALTEN
– DEFEKTE BATTERIEN AUSSER REICHWEITE VON KINDERN HALTEN UND ORDNUNGS-
GEMÄSS ENTSORGEN

! VORSICHT !
– DIE VERSCHLUSSLEISTE 2 DARF KEINESFALLS ENTFERNT WERDEN, DA SIE SONST
BESCHÄDIGT WIRD
– BATTERIE KEINESFALLS BEI LAUFENDEM MOTOR ABKLEMMEN, DADURCH WIRD DER
REGLER-GLEICHRICHTER ZERSTÖRT

LAGERUNG:
Wird das Motorrad für längere Zeit stillgelegt, Batterie ausbauen und
aufladen. Lagertemperatur 0 - 35°C, ohne direkte Sonneneinstrahlung.

Batterie laden
Batterie ausbauen und den Ladezustand ermitteln. Dazu mißt man mit
einem Voltmeter die Spannung zwischen den Batteriepolen (Ruhespan-
nung). Um eine exakte Messung zu erhalten, darf die Batterie mindestens
30 Minuten vorher weder geladen nocht entladen werden.

Ruhespannung Ladezustand Ladedauer bei Ladespannung


VOLT Volt % 0,5 A
>12,7 100 ––
~12,5 75 4h
Max.
~12,2 50 7h
14,4 V
~12,0 25 11 h
~11,8 0 14 h

Kann der Ladezustand nicht festgestellt werden, darf die Batterie max. 10
Stunden mit 0,5 Ampere und max. 14,4 Volt geladen werden.
! VORSICHT !
– DIE VERSCHLUSSLEISTE DARF KEINESFALLS ENTFERNT WERDEN, DA SIE SONST
BESCHÄDIGT WIRD
– BEIM LADEN ERST BATTERIE AN DAS LADEGERÄT ANSCHLIESSEN, DANN LADEGERÄT
EINSCHALTEN.
– BEI LADUNG IN GESCHLOSSENEN RÄUMEN IST FÜR GUTE BELÜFTUNG ZU SORGEN.
BEIM LADEN ERZEUGT DIE BATTERIE EXPLOSIVE GASE.
– WIRD DIE BATTERIE ZU LANGE ODER MIT ZU HOHER SPANNUNG GELADEN, ENT-
WEICHT ELEKTROLYT ÜBER DIE SICHERHEITSVENTILE. DADURCH VERLIERT DIE BATTERIE
AN KAPAZITÄT.
– SCHNELLADUNGEN SOLLTEN MÖGLICHST UNTERLASSEN WERDEN.
Sicherung (EXC)

DEUTSCH
Die Sicherung 1 befindet sich im Startrelais des E-Starters 2 unter der lin-
ken Seitenverkleidung.
Nach dem Abnehmen der linken Seitenverkleidung, des Filterkastendeckels
A und der Schutzkappe A, ist die Sicherung sichtbar.
Mit ihr sind folgende Verbraucher abgesichert:
2 – E-Startsystem
– Horn
– Blinker

27

Im Startrelais steckt auch eine Ersatzsicherung 3 (10 Ampere).

Durchgeschmolzene Sicherung nur durch eine gleichwertige ersetzen.


1 Schmilzt nach dem Einsetzen einer neuen Sicherung diese wieder durch,
unbedingt eine KTM Fachwerkstätte aufsuchen.
Sie hat eine Kapazität von 10 Ampere.
! VORSICHT !
AUF KEINEN FALL EINE STÄRKERE SICHERUNG EINSETZEN ODER DIE SICHERUNG
„FLICKEN“, UNSACHGEMÄSSE BEHANDLUNG KANN DIE GESAMTE ELEKTRISCHE ANLAGE
ZERSTÖREN !
3

Scheinwerferlampe tauschen (H4)


Beide Gummibänder 4 lösen und Scheinwerfermaske nach vorne schwenken.
4 Stecker 5 von der Glühlampe abziehen und Gummikappe 6 abnehmen.
5 Haltering gegen den Uhrzeigersinn drehen und mit der Glühlampe aus dem
Reflektor nehmen.

Neue Lampe so einsetzen, daß die Nasen 7 in die Ausnehmung 8 eingreifen.


Dabei den Glaskörper der Lampe nicht berühren, damit er fettfrei bleibt.
Haltering, Gummikappe und Stecker montieren. Scheinwerfermaske unten
an den Haltestiften einhängen und mit den Gummibändern fixieren.

8
7
Kühlsystem
DEUTSCH

Durch die Wasserpumpe 1 im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssig-


keit gegeben. Bei kaltem Motor zirkuliert die Kühlflüssigkeit nur im Zylinder
2 und im Zylinderkopf. Nachdem der Motor seine Betriebstemperatur (ca
70°C) erreicht hat, öffnet der Thermostat 2 und die Kühlflüssigkeit wird
auch durch die beiden Aluminium-Kühler gepumpt.
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind. Je niedriger die Geschwindigkeit,
desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern schmutzige Kühlrippen
die Kühlwirkung.
1 Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil
im Kühlerverschluß 3 geregelt; hierdurch ist eine Kühlflüssigkeitstemperatur
bis zu 120°C zulässig, ohne daß mit Funktionsstörungen gerechnet werden
muß.
28
 ACHTUNG 
– KONTROLLIEREN SIE DEN KÜHLFLÜSSIGKEITSSTAND MÖGLICHST BEI KALTEM MOTOR.
WENN SIE DEN KÜHLERVERSCHLUSS 3 BEI HEISSEM MOTOR ABNEHMEN MÜSSEN,
SOLLTEN SIE IHN MIT EINEM LAPPEN ABDECKEN UND LANGSAM ÖFFNEN, DAMIT SICH
DER ÜBERDRUCK ABBAUEN KANN. VORSICHT - VERBRÜHUNGSGEFAHR !
– LÖSEN SIE KEINE KÜHLERSCHLÄUCHE BEI HEISSEM MOTOR. DIE AUSTRETENDE, HEISSE
KÜHLFLÜSSIGKEIT UND DER DAMPF KÖNNEN ERNSTHAFTE VERBRÜHUNGEN
VERURSACHEN.
– BEI VERBRÜHUNGEN DIE STELLE SOFORT UNTER FLIESSENDES, KALTES WASSER HALTEN.
– KÜHLFLÜSSIGKEIT IST GIFTIG! LAGERN SIE KÜHLFLÜSSIGKEIT SO, DASS SIE VON
KINDERN NICHT ERREICHT WERDEN KANN.
– WENN KÜHLFLÜSSIGKEIT GESCHLUCKT WURDE, SOFORT EINEN ARZT AUFSUCHEN.
– WENN KÜHLFLÜSSIGKEIT IN DIE AUGEN GELANGT, SOFORT MIT WASSER AUSSPÜLEN
UND EINEN ARZT AUFSUCHEN.

Als Kühlflüssigkeit wird eine Mischung aus 40 % Frostschutzmittel und 60 %


Wasser verwendet. Der Gefrierschutz muß jedoch mindestens -25° C betra-
gen. Diese Mischung bietet neben Gefrierschutz auch einen guten Korrosi-
onsschutz und sollte deshalb nicht durch reines Wasser ersetzt werden.
! VORSICHT !
– WENN DIE KÜHLFLÜSSIGKEIT ABGELASSEN WURDE, IST BEIM BEFÜLLEN DAS KÜHLSY-
STEM UNBEDINGT ZU ENTLÜFTEN (SIEHE UNTEN).
3 – FÜR DAS KÜHLSYSTEM SOLLTEN SIE NUR HOCHWERTIGEN MARKEN-FROSTSCHUTZ
(Z.B. Shell Advance Coolant) VERWENDEN. BEI MINDERWERTIGEN FROSTSCHUTZ-
MITTELN KANN ES ZU KORROSION UND SCHAUMBILDUNG KOMMEN.

Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
Die Kühlflüssigkeit sollte bei kaltem Motor ca. 10 mm über die Kühllamellen
stehen (siehe Skizze).
 ACHTUNG 
– KONTROLLIEREN SIE DEN KÜHLFLÜSSIGKEITSSTAND MÖGLICHST BEI KALTEM MOTOR.
WENN SIE DEN KÜHLERVERSCHLUSS 3 BEI HEISSEM MOTOR ABNEHMEN MÜSSEN,
SOLLTEN SIE IHN MIT EINEM LAPPEN ABDECKEN UND LANGSAM ÖFFNEN, DAMIT SICH
10 mm DER ÜBERDRUCK ABBAUEN KANN. VORSICHT - VERBRÜHUNGSGEFAHR !
– LÖSEN SIE KEINE KÜHLERSCHLÄUCHE BEI HEISSEM MOTOR. DIE AUSTRETENDE, HEISSE
KÜHLFLÜSSIGKEIT UND DER DAMPF KÖNNEN ERNSTHAFTE VERBRÜHUNGEN
bei kaltem Motor VERURSACHEN.
– BEI VERBRÜHUNGEN DIE STELLE SOFORT UNTER FLIESSENDES, KALTES WASSER HALTEN.
– KÜHLFLÜSSIGKEIT IST GIFTIG! LAGERN SIE KÜHLFLÜSSIGKEIT SO, DASS SIE VON
KINDERN NICHT ERREICHT WERDEN KANN.
– WENN KÜHLFLÜSSIGKEIT GESCHLUCKT WURDE, SOFORT EINEN ARZT AUFSUCHEN.
– WENN KÜHLFLÜSSIGKEIT IN DIE AUGEN GELANGT, SOFORT MIT WASSER AUSSPÜLEN
UND EINEN ARZT AUFSUCHEN.

! VORSICHT !
WURDE DIE KÜHLFLÜSSIGKEIT ABGELASSEN, IST DAS KÜHLSYSTEM ZU ENTLÜFTEN.
5

Kühlsystem entlüften
Die Kühlflüssigkeit kann durch Entfernen der Schraube 4 an der Vorder-
seite des Zylinders abgelassen werden.
Zum Entlüften des Kühlsystems ca 0,8 Liter Kühlflüssigkeit einfüllen und die
Entlüftungsschraube 5 entfernen. Entlüftungschraube erst einsetzen, wenn
an der Bohrung Kühlflüssigkeit blasenfrei austritt.
Füllen Sie das nun Kühlflüssigkeit ein, bis diese ca 10 mm über die Kühlla-
4 mellen reicht.
Nach einer kurzen Fahrt den Kühlflüssigkeitsstand nochmals prüfen.
Luftfilter reinigen *

DEUTSCH
3 Ein verschmutzter Luftfilter beieinträchtigt den Luftdurchsatz, vermindert
die Motorleistung und erhöht den Kraftstoffverbrauch. Im Extremfall kann
sogar Schmutz in den Motor gelangen und Schäden verursachen. Warten
Sie daher den Luftfilter regelmäßig.

1 Dazu die beiden Schnellverschlüsse 1 gegen den Uhrzeigersinn drehen und


bis zum Anschlag herausziehen. Filterkastendeckel nach vorne ziehen und
2 abnehmen. Filterhaltebügel 2 unten aushängen, zur Seite schwenken und
Luftfilter 3 samt Filterträger 4 aus dem Filterkasten nehmen.
! VORSICHT !
– LUFTFILTER NICHT MIT KRAFTSTOFF ODER PETROLEUM REINIGEN, DA DIESE MITTEL
DEN SCHAUMSTOFF ANGREIFEN. KTM EMPFIEHLT FÜR DIE LUFTFILTERWARTUNG DIE 29
PRODUKTE DER FIRMA PUTOLINE. „ACTION CLEANER” ZUM REINIGEN UND
„ACTION FLUID” ZUM ÖLEN DES LUFTFILTERS.
– NEHMEN SIE IHR MOTORRAD NIE OHNE LUFTFILTER IN BETRIEB. DER EINDRINGENDE
STAUB UND SCHMUTZ KANN SCHÄDEN UND ERHÖHTEN VERSCHLEISS VERURSACHEN.

Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswaschen und gut


4 trocknen lassen. Den Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Filteröl einölen. Luftfilterka-
sten ebenfalls reinigen. Vergasermanschette auf Beschädigungen und festen
Sitz prüfen.
Luftfilter auf den Filterträger montieren. Die Stirnseite A des Luftfilters mit
Fett bestreichen um die Abdichtung zu verbessern. Luftfilter samt Filterträ-
A ger in den Filterkasten montieren, dabei auf die Zentrierung achten, und mit
dem Filterhaltebügel fixieren.

SX Glasfasergarnfüllung des Auspuff-Enddämpfers erneuern*


Auspuff-Enddämpfer aus Aluminium, sind zur Dämpfung mit Glasfasergarn
gefüllt. Durch die Hitzeeinwirkung wird das Glasfasergarn locker. Das kann
zu Leistungsverlust führen und die Dämpfung des Schalldämpfers wird ver-
mindert. Erfahrungsgemäß ist die vordere Glasfasergarn-Packung 5 öfter
C zu erneuern, als die hintere Dämmstoffmatte 6.
7 5 Nehmen Sie dazu den Auspuff-Enddämpfer vom Fahrzeug und entfernen
Sie die vordere Verschlußkappe 7. Ziehen Sie die vordere Glasfasergarn-
Packung samt dem Auspuff-Innenrohr 8 aus dem Enddämpfer. Reinigen
8 Sie das vordere Auspuff-Innenrohr.
Zur leichteren Montage der Glasfasergarn-Packung können Sie sich selbst
ein Montagewerkzeug 9 aus Holz, Kunstoff oder Metall anfertigen. Mon-
9 tagewerkzeug in das Innenrohr stecken und Glasfasergarn-Packung darü-
berschieben. Innenrohr mit Packung so in den Schalldämpfer schieben, daß
der Schlitz des Innenrohres in den Steg C eingreift. Glasfasergarn-Packung
mit einem stumpfen Gegenstand zur Gänze in den Enddämpfer stopfen und
EXC Verschlußkappe montieren.
Zum Wechseln der hinteren Dämmstoffmatte zuerst die vordere Packung
und das Auspuff-Innenrohr entfernen. Dann die Nieten aufbohren und die
Endkappe abnehmen.
HINWEIS:
7 Die O-Ringe der Verschlußkappen sind bei jeder Auspuffreparatur zu erneu-
ern. Glasfasergarn-Packungen sind in Ihrer KTM-Fachwerkstätte erhältlich.
8 6  ACHTUNG 
DIE AUSPUFFANLAGE WIRD BEIM BETRIEB DES MOTORRADES SEHR HEISS. BEGINNEN SIE
MIT DEN ARBEITEN AN DER AUSPUFFANLAGE ERST NACH DEM ABKÜHLEN UM VERBREN-
9 NUNGEN ZU VERMEIDEN.

C
Sparkarrestor reinigen (EXC USA) *
Der Sparkarrestor sollte beim Erneuern der Glasfasergarn-Füllung oder min-
destens einmal jährlich gereinigt werden.
Dazu Auspuff-Endkappe abnehmen und eventuell vorhandene Ablagerun-
gen im Bereich D entfernen. O-Ring erneuern und Endkappe montieren.

D
Einstellung des Handdekompressorseilzuges prüfen *
DEUTSCH

Motor starten und bei Leerlaufdrehzahl langsam den Handdekompressorhe-


bel ziehen, bis Sie am Hebel das Klopfen des Kipphebels spühren. Der Leer-
3 1 weg bis zum Klopfen sollte am Hebel außen ca. 10 mm betragen. Nötigen-
2 falls Leerweg korrigieren.
Zum Einstellen Schutzkappe 1 zurückschieben, Kontermutter 2 lockern
und Einstellschraube 3 entsprechend verstellen. Kontermutter festziehen
10 mm und Schutzkappe aufschieben.
! VORSICHT !
WENN AM DEKOHEBEL KEIN LEERWEG VORHANDEN IST, FÜHRT DIES ZUM MOTORSCHADEN.
HINWEIS:
Am Autodeko sind keinerlei Einstellarbeiten erforderlich.
30

Gasseilzüge einstellen*
Am Gasdrehgriff soll immer ein Leerweg von 3-5 mm vorhanden sein.
Außerdem darf sich bei laufendem Motor die Leerlaufdrehzahl nicht ändern,
5 6 wenn sie den Lenker ganz nach links und rechts einschlagen.
Zum Einstellen der Gasseilzüge Sitzbank und Tank mit Spoiler abnehmen.
Schutzkappe 4 zurückschieben, Kontermutter 5 lösen und Einstellschraube
4 6 entsprechend verdrehen. Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn dre-
hen verringert den Leerweg, Einstellschraube im Uhrzeigersinn drehen
erhöht den Leerweg.
Kontermutter festziehen und Gasdrehgriff auf Leichgängigkeit prüfen.
Tank und Sitzbank montieren.

Ölstand der hydraulischen Kupplung prüfen


7 7 Zum Prüfen des Ölstandes im Geberzylinder der Kupplung muß der Deckel
abgenommen werden. Dazu Schrauben 7 entfernen und Deckel samt
Gummibalg 8 abnehmen. Der Ölpegel sollte bei waagrecht-stehendem
Geberzylinder 4 mm unter der Oberkante liegen. Nötigenfalls Hydrauliköl
SAE 10 (z.B. Shell Naturelle HF-E15) nachfüllen.
8 ! VORSICHT !
VERWENDEN SIE ZUM BEFÜLLEN DES GEBERZYLINDERS NUR MINERALISCHES
HYDRAULIKÖL SAE 10. KEINESFALLS BREMSFLÜSSIGKEIT EINFÜLLEN.

9
Entlüften der hydraulischen Kupplung *
Zum Entlüften muß der Deckel des Geberzylinders der Kupplung abgenom-
men werden. Dazu Schrauben 7 entfernen und Deckel samt Gummibalg 8
abnehmen. Am Nehmerzylinder der Kupplung den Entlüftungsnippel entfer-
nen. Statt dessen die mit Hydrauliköl (SAE 10) gefüllte Entlüftungsspritze 9
montieren. Das Öl solange nachfüllen, bis aus der Bohrung A des Geberzy-
linders das Öl blasenfrei austritt. Achten Sie darauf, das kein Öl überläuft.
Die Entlüfungsspritze ist beim KTM Händler erhältlich.
! VORSICHT !
NACH BEENDIGUNG DES ENTLÜFTUNGVORGANGES IST AUF DEN RICHTIGEN ÖLSTAND IM
GEBERZYLINDER ZU ACHTEN. VERWENDEN SIE ZUM BEFÜLLEN DES GEBERZYLINDERS NUR
MINERALISCHES HYDRAULIKÖL SAE 10 (Z.B. SHELL NATURELLE HF-E15). KEINESFALLS
BREMSFLÜSSIGKEIT EINFÜLLEN.

A
VERGASER – Leerlauf einstellen (MX-FCR39) *

DEUTSCH
Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten
des Motors aus. Das heißt, ein Motor mit korrekt eingestelltem Leerlauf
wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch eingestelltem Leerlauf.
Der Leerlauf wird mit dem Einstellrad 1 und der Gemischregulierschraube
1 2 reguliert. Mit dem Einstellrad wird die Grundstellung des Schiebers
eingestellt. Mit der Gemischregulierschraube wird das Leerlaufgemisch
reguliert, das über das Leerlaufsystem zum Motor gelangt. Drehen im Uhr-
zeigersinn verringert die Kraftstoffmenge (mageres Gemisch), drehen gegen
den Uhrzeigersinn erhöht die Kraftstoffmenge (fettes Gemisch).
UM DEN LEERLAUF RICHTIG EINZUSTELLEN GEHEN SIE FOLGENDER-
MASSEN VOR:
A 1 Gemischregulierschraube 2 bis zum Anschlag eindrehen und auf die von 31
KTM vorgesehene Grundeinstellung (siehe Technische Daten Motor)
regulieren.
2 Motor warmfahren
3 Mit dem Einstellrad 1 normale Leerlaufdrehzahl (1400 - 1500/min)
einstellen.
4 Gemischregulierschraube 2 langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis die
Leerlaufdrehzahl zu sinken beginnt. Merken Sie sich diese Stellung und
drehen Sie die Gemischregulierschraube nun langsam gegen den Uhrzei-
gersinn, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt. Zwischen diesen beiden
Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl einstellen. Sollte
es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, reduzieren Sie die
Leerlaufdrehzahl auf normales Niveau und verfahren nochmals entspre-
2 chend Punkt 4. Der Extremsportfahrer wird von diesem Idealwert ca 1/4
Umdrehung magerer (im Uhrzeigersinn) einstellen, da sein Motor im
Sporteinsatz heißer wird.
HINWEIS: Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgangsweise zu
keinem befriedigenden Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leer-
laufdüse die Ursache dafür sein. Sollte
a) die Gemischregulierschraube bis zum Anschlag eingedreht sein und es
gab keine Drehzahlveränderung, muß eine kleinere Leerlaufdüse einge-
setzt werden.
b) der Motor ausgehen, wenn die Gemischregulierschraube noch 2
Umdrehungen offen ist, muß eine größere Leerlaufdüse gewählt werden.
Nach einem Düsenwechsel ist natürlich mit den Einstellarbeiten von
vorne zu beginnen.
3 5 nun mit dem Einstellrad die gewünschte Leerlaufdrehzahl einstellen
6 Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiede-
nen Höhenlagen sollte der Leerlauf neu eingestellt werden.
Grundsätzliches zum Verschleiß des Vergasers
Gasschieber, Düsennadel und Düsenstock unterliegen durch Motorvibration
erhöhtem Verschleiß. Durch die Abnützung treten am Vergaser Fehlfunktio-
nen (z.B. überfetten) auf. Diese Teile sollten deshalb nach 200 Betriebstun-
den erneuert werden.

Gemischregulierschraube einstellen *
Die Gemischregulierschraube ist speziell bei den EXC-Modellen schwer zu
erreichen. Aus diesem Grund ist ein entsprechendes Spezialwerkzeug
erhältlich.
Führen Sie das Spezialwerkzeug in die Bohrung A an der Vergaser-Unter-
seite ein. Drücken Sie das Werkzeug leicht nach oben und drehen Sie das
Einstellrad 3 bis das Werkzeug in den Schlitz der Gemischregulierschraube
2 einrastet.
Nun können Sie die Einstellung vornehmen. Auf dem Einstellrad sind Mar-
H kierungen angebracht, damit die Umdrehungen besser ersichtlich sind.

Schwimmerniveau (Schwimmerhöhe) prüfen *


Dazu Vergaser ausbauen und Schwimmerkammer entfernen. Vergaser so
schräg halten, daß der Schwimmer am Schwimmernadelventil anliegt, dieses
aber nicht zusammendrückt (siehe Abbildung).
Nun mit einer Schiebelehre den Abstand H von der Gehäusekante zur
4 Schwimmer-Oberkante messen.
Die Schwimmerhöhe H soll 9 mm betragen.
Entspricht die Schwimmerhöhe nicht dem Sollwert, Schwimmernadelventil
kontrollieren und nötigenfalls erneuern.

Falls das Schwimmernadelventil in Ordnung ist, kann die Schwimmerhöhe


durch Biegen des Schwimmerhebels 4 eingestellt werden.

Schwimmerkammer montieren, Vergaser einbauen und Leerlauf einstellen.


Schwimmerkammer des Vergasers entleeren
DEUTSCH

Nach jeder Naßreinigung sollte die Schwimmerkammer des Vergasers ent-


leert werden, um eventuell eingedrungenes Wasser zu entfernen. Wasser in
der Schwimmerkammer führt zu Funktionsstörungen.
1 Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor durch. Schließen Sie den Kraft-
stoffhahn und legen Sie ein Tuch unter den Vergaser, das den auslaufenden
Kraftstoff aufsaugen kann. Schrauben Sie die Verschlußschraube 1 ab und
reinigen Sie diese mit Druckluft. Kontrollieren Sie den O-Ring und montie-
ren Sie die Verschlußschraube wieder. Öffnen Sie den Kraftstoffhahn und
prüfen Sie die Schwimmerkammer auf Dichtheit.
 ACHTUNG 
– KRAFTSTOFF IST LEICHT ENTFLAMMBAR UND GIFTIG. BEIM HANTIEREN MIT
32 KRAFTSTOFF IST ÄUSSERSTE VORSICHT GEBOTEN. FÜHREN SIE ARBEITEN AN DER
KRAFTSTOFFANLAGE NIE IN DER NÄHE VON OFFENEN FLAMMEN ODER BRENNENDEN
ZIGARETTEN DURCH.
– LASSEN SIE DEN MOTOR IMMER VORHER ABKÜHLEN. VERSCHÜTTETEN KRAFTSTOFF
SOFORT AUFWISCHEN. MIT KRAFTSTOFF GETRÄNKTE MATERIALIEN SIND EBENFALLS
LEICHT ENTFLAMMBAR. WURDE KRAFTSTOFF VERSCHLUCKT ODER IST ER IN DIE
AUGEN GESPRITZT, IST SOFORT EIN ARZT AUFZUSUCHEN.
– ENTSORGEN SIE DEN KRAFTSTOFF ORDNUNGSGEMÄSS.

Ölkreislauf
Die Ölpumpe 1 saugt über das lange Ölsieb 2 Motoröl aus dem Ölsumpf
3 4 des Getriebes. Das Motoröl wird über eine Ölleitung 3 in den Zylinderkopf
zur Nockenwellen-Schmierung 4 geleitet, die Ölmenge wird mit der
Düsenschraube 5 geregelt. Ein Ölkanal zweigt zum langen Ölfilter 6 ab,
7 6 wo die gröberen Partikel aus dem Motoröl gefiltert werden. Danach gelangt
5 das Motoröl zum kurzen Ölfilter 7, der auch die feinsten Partikel filtert. Das
gereinigte Motoröl wird nun vorbei am Bypaßventil 8 zum Pleuellager 9
8 bl gepumpt und durch eine Düse bk von unten auf den Kolben gespritzt.
Die zweite Ölpumpe bl saugt das Motoröl über das kurze Ölsieb bm aus
dem Kurbelgehäuse und schmiert damit die Getriebezahnräder bn.
bk
1
bn bm
9
2

Motorölstand kontrollieren
Der Motorölstand kann bei kaltem und warmem Motor kontrolliert werden.
Motorrad auf waagrechte Fläche aufrecht stellen (nicht auf Seitenständer).

Bei kaltem Motor muß das Motoröl an der Schauglas-Unterkante A


sichtbar sein.
Bei warmem Motor muß das Motoröl bis zur Schauglas-Oberkante B
stehen.
Nötigenfalls Motoröl nachfüllen.
B ! VORSICHT !
A ZU WENIG MOTORÖL ODER
VERSCHLEISS DES MOTORS.
QUALITATIV MINDERWERTIGES ÖL FÜHRT ZU VORZEITIGEM

Wenn das Ölschauglas stark verschmutzt ist (z.B. Wettbewerb in schlammi-


gem Gelände) kann der Motorölstand auch mit dem Ölmeßstab vorgenom-
men werden. Dazu Ölmeßstab herausschrauben und mit einem Tuch abwi-
schen. Ölmeßstab ganz einschrauben und wieder herausschrauben. Bei
warmem Motor sollte der Ölstand nahe der MAX-Markierung C liegen
(+0mm –5mm).
! VORSICHT !
ACHTEN SIE BEIM ENTFERNEN DES ÖLMESSTABES, DASS KEIN SCHMUTZ IN DEN MOTOR
GELANGT.
Motor auf Dichtheit prüfen.
C
Motoröl

DEUTSCH
Verwenden Sie nur vollsynthetische Markenöle (Shell Advance Ultra 4),
API: SG, SH welche die Qualitätsanforderungen der API-Klassen SG oder SH (Angaben
auf dem Behälter) erfüllen oder übertreffen.
TEMPERATUR
 
! VORSICHT !
– 0°C
32°F + ZU WENIG MOTORÖL ODER
VERSCHLEISS DES MOTORS.
QUALITATIV MINDERWERTIGES ÖL FÜHRT ZU VORZEITIGEM

10W 40 15W 40
10W 50 15W 50
33

Motoröl wechseln *
HINWEIS: BEI EINEM MOTORÖLWECHSEL MUSS DAS KURZE UND DAS LANGE ÖLSIEB
GEREINIGT WERDEN UND BEIDE ÖLFILTER ERNEUERT WERDEN.

1 Der Motorölwechsel ist bei betriebswarmem Motor vorzunehmen.


 ACHTUNG 
EIN BETRIEBSWARMER MOTOR UND DAS DARIN BEFINDLICHE MOTORÖL SIND SEHR
HEISS – VERBRENNEN SIE SICH NICHT.

Motorrad auf waagrechter Fläche abstellen, Verschlußschraube 1 entfer-


nen und Öl in ein Gefäß ablaufen lassen.
Verschlußschraube (mit Magnet) gründlich reinigen.
Nachdem das Öl zur Gänze abgelaufen ist, Dichtfläche reinigen,
Verschlußschraube samt Dichtring montieren und mit 20 Nm festziehen.

2 KURZES ÖLSIEB REINIGEN


Das kurze Ölsieb 2 steckt in der Verschlußschraube mit Innensechskant 3
3 an der Motor-Unterseite. Stecken Sie einen Stiftschlüssel in die Ver-
schlußschraube und klopfen Sie mit einem Hammer einige male auf den
Schlüssel, um die Verschlußschraube zu entspannen. Ölsieb ausbauen, Teile
gründlich reinigen und mit Druckluft ausblasen. O-Ringe auf Beschädigun-
gen prüfen und nötigenfalls erneuern. Ölsieb mit Verschlußschraube wieder
montieren und Verschlußschraube mit 10 Nm festziehen.

LANGES ÖLSIEB REINIGEN


Das lange Ölsieb steckt in der Verschlußschraube mit Sechskant 4 neben
der Motornummer. Verschlußschraube mit Ölsieb ausbauen, Teile gründlich
reinigen und mit Druckluft ausblasen. O-Ringe auf Beschädigungen prüfen
und nötigenfalls erneuern.

Zum Montieren des langen Ölsiebes 5 stecken Sie dieses auf einen ca 300
mm langen Stiftschlüssel oder Ähnliches.Stecken Sie den Stiftschlüssel durch
die Öffnung in die Bohrung der gegenüberliegenden Motorgehäusewand.
Schieben Sie nun das Ölsieb bis zum Anschlag in das Motorgehäuse.
5 Stiftschlüssel entfernen, Verschlußschraube montieren und mit 15 Nm
festziehen.
ÖLFILTER WECHSELN
DEUTSCH

Entfernen Sie die Schraube 1 und schwenken Sie den Bremsflüssigkeitsbehäl-


1 2 ter zur Seite. Stellen Sie ein Gefäß unter den Motor, in den das Öl abfließen
kann. Entfernen Sie die 4 Schrauben 2 und nehmen Sie die beiden Ölfilter-
deckel ab.
2

2
34

Mit einer Seegerringzange können nun die Ölfiltereinsätze 3 aus dem


Gehäuse gezogen werden.
Ölfilterdeckel, die Dichtflächen der O-Ringe und das Motorgehäuse reinigen.
O-Ringe der Ölfilterdeckel auf Beschädigungen prüfen und nötigenfalls
3 erneuern.

Motorrad umlegen und beide Ölfiltergehäuse etwa halb voll mit Motoröl
füllen. Den langen Ölfilter vorne und den kurzen Ölfilter hinten in das Gehäuse
stecken.
O-Ringe der Ölfilterdeckel einfetten und Deckel 4 montieren. Schrauben
4 montieren und mit 8 Nm festziehen.
Bremsflüssigkeitsbehälter positionieren und Schraube mit 8 Nm festziehen.

Motorrad wieder aufstellen.

Verschraubung 6 am Kupplungsdeckel entfernen und 1,2 Liter vollsynthe-


tisches Motoröl (Shell Advance Ultra 4) einfüllen.
6 Motor starten allle Verschraubungen und Ölfilterdeckel auf Dichtheit prüfen.

Abschließend Motorölstand kontrollieren und nötigenfalls berichtigen.


DEUTSCH
FEHLERSUCHE
Wenn Sie die vorgeschriebenen Wartungsarbeiten an Ihrem Motorrad durchführen lassen, sind Störungen kaum zu erwarten. Sollte
dennoch ein Fehler auftreten, empfehlen wir Ihnen, zur Fehlerlokalisierung nach der Fehlersuchtabelle vorzugehen.
Wir weisen aber darauf hin, daß viele Arbeiten nicht selbst durchgeführt werden können. Im Zweifelsfall wenden Sie sich bitte an
einen KTM-Händler.

STÖRUNG URSACHE ABHILFE


Motor dreht nicht durch Bedienungsfehler Not-Aus-Schalter einschalten (nur Australien)
(E-Starter)
Sicherung durchgeschmolzen Linke Seitenverkleidung und Filterkastendeckel abnehmen und
Sicherung im Startrelais erneuern 35

Batterie entladen Batterie aufladen und Ursache der Entladung feststellen, Fach-
werkstätte aufsuchen

Motor dreht durch, springt Bedienungsfehler Kraftstoffhahn öffnen, Kraftstoff tanken, Choke nicht betätigt,
aber nicht an (E-Starter) Starthinweise beachten (siehe Fahranleitung)
Motor springt nicht an (Kick-
starter) Motorrad war längere Zeit nicht in Die leicht entflammbaren Anteile der neuen Kraftstoffe
Betrieb, daher alter Kraftstoff in der verflüchtigen sich bei längerer Stehzeit.
Schwimmerkammer Wenn das Motorrad länger als 1 Woche nicht benutzt wurde,
sollte der alte Kraftstoff aus der Schwimmerkammer abgelassen
werden. Wenn die Schwimmerkammer mit frischem zündfähi-
gem Kraftstoff gefüllt ist, wird der Motor sofort anspringen.

Kraftstoffzufuhr unterbrochen Kraftstoffschlauch am Vergaser lösen, in ein Gefäß leiten und


Kraftstoffhahn öffnen,
– tritt Kraftstoff aus, ist der Vergaser zu reinigen
– tritt kein Kraftstoff aus, ist die Tankentlüftung zu überprü-
fen, bzw. der Kraftstoffhahn zu reinigen

Motor abgesoffen Um den Motor „freizupumpen“, Handdekompressorhebel


ziehen, Vollgas geben, Kickstarter 5 – 10 mal betätigen bzw. 2
mal 5 Sekunden den E-Starter betätigen. Danach Motor wie
oben beschrieben starten.
Springt der Motor nicht an, Zündkerze herausschrauben und
trocknen.

Zündkerze verrußt oder naß Zündkerze reinigen und trocknen bzw. erneuern

Elektrodenabstand zu groß Elektrodenabstand auf 0,6 mm einstellen

Zündkerzenstecker oder Zündkerze Zündkerze ausbauen, Zündkabel anschließen, Zündkerze an


defekt Masse (blanke Stelle am Motor) halten und starten, dabei
muß an der Zündkerze ein starker Funke entstehen
– wenn kein Funke entsteht, zuerst die Zündkerze tauschen
– wenn auch jetzt kein Funke entsteht, den Kerzenstecker
vom Zündkabel lösen, etwa 5 mm von Masse entfernt
halten und starten
– wenn jetzt ein Funke entsteht, ist der Zündkerzenstecker zu
erneuern
– wenn kein Funke entsteht, Zündanlage überprüfen lassen

Kurzschlußkabel im Kabelstrang Kraftstofftank abnehmen, schwarz/gelbes Kabel vom Kabel


aufgescheuert, Not-Aus Schalter des Not-Aus Schalters bzw. Kurzschlußtasters abziehen und
oder Kurzschlußtaster defekt Zündfunken prüfen
Wenn ein Funke entsteht, Fehler im Kurzschlußstromkreis
suchen

Steckverbinder von CDI-Einheit, Sitzbank und Kraftstofftank abnehmen, Steckverbinder reini-


Impulsgeber oder Zündspule gen und mit Kontaktspray behandeln
oxydiert

Wasser im Vergaser bzw. Düsen Vergaser ausbauen und reinigen


verstopft

Motor hat keinen Leerlauf Leerlaufdüse verstopft Vergaser zerlegen und Düsen reinigen

Einstellschrauben am Vergaser verdreht Vergaser einstellen lassen

Zündkerze defekt Zündkerze tauschen

Zündanlage defekt Zündanlage prüfen lassen


DEUTSCH

STÖRUNG URSACHE ABHILFE


Motor dreht nicht hoch Vergaser läuft über, weil Schwim- Vergaser zerlegen und auf Verschleiß prüfen
mernadel verschmutz oder ab-
genützt ist

lockere Vergaserdüsen Düsen festziehen

elektronische Zündverstellung Zündanlage überprüfen lassen


defekt

Motor hat zu wenig Leistung Kraftstoffzufuhr teilweise unterbro- Kraftstoffsystem und Vergaser reinigen und überprüfen
36 chen oder Vergaser verschmutzt

Schwimmer undicht Schwimmer erneuern

Luftfilter stark verschmutzt Luftfilter reinigen bzw erneuern, Fachwerkstätte aufsuchen

Auspuffanlage undicht, deformiert Auspuffanlage auf Beschädigungen prüfen, Glasfasergarn im


oder zu wenig Glasfasergarn im Enddämpfer erneuern
Auspuff-Enddämpfer

Ventilspiel zu gering Ventilspiel einstellen

Kompressionsverlust durch zu Handdekompressorseilzug einstellen


knapp eingestellten Handdeko

elektronische Zündverstellung Zündanlage überprüfen lassen


defekt

Motor setzt aus oder patscht Kraftstoffmangel Kraftstoffsystem und Vergaser reinigen und überprüfen
in den Vergaser
Motor saugt Falschluft an Gummimuffe und Vergaser auf festen Sitz prüfen

Motor wird übermäßig heiß zu wenig Kühlflüssigkeit im Kühl- Kühlflüssigkeit nachfüllen (siehe Wartungsarbeiten), Kühlsy-
system stem auf Dichtheit prüfen

zu wenig Fahrtwind zügig weiterfahren

Kühlsystem nicht entlüftet Kühlsystem entlüften

Kühlerlamellen stark verschmutzt Kühlerlamellen mit Wasserstrahl reinigen

Schaumbildung im Kühlsystem Kühlflüssigkeit erneuern, Marken-Frostschutzmittel verwenden

geknickter Kühlerschlauch Kühlerschlauch kürzen bzw. erneuern

Thermostat defekt Thermostat ausbauen und überprüfen lassen (Öffnungstem-


peratur 70°C) bzw erneuern

hoher Ölverbrauch Schlauch der Motorentlüftung Entlüftungsschlauch knickfrei verlegen bzw erneuern
geknickt

Motorölstand zu hoch Motorölstand und nötigenfalls berichtigen

zu dünnflüssiges Motoröl dickflüssigeres Motoröl verwenden, beachten Sie das Kapitel


(Viskosität) „Motoröl“

alle eingeschalteten Lampen Kondensator oder Spannungsregler Sitzbank und Kraftstofftank abnehmen und Anschlüsse kon-
durchgebrannt defekt trollieren, Kondensator und Spannungsregler prüfen lassen

Horn, Blinker und E-Starter Sicherung im Startrelais durchge- Linke Seitenverkleidung und Filterkastendeckel abnehmen,
funktionieren nicht schmolzen Sicherung erneuern

Batterie entladen Batterie wird vom Generator nicht Sitzbank und Kraftstofftank abnehmen und Anschlüsse des
geladen Spannungsreglers kontrollieren, Spannungsregler und Genera-
tor in einer Fachwerkstätte prüfen lassen
DEUTSCH
REINIGUNG
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig um die Kunststoffteile schön zu erhalten.
Sie verwenden dazu am besten warmes Wasser, dem ein handelsübliches Waschmittel zugesetzt ist und einen Schwamm. Grober
Schmutz kann vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernt werden.
! VORSICHT !
REINIGEN SIE DAS MOTORRAD NIE MIT EINEM HOCHDRUCKREINIGER ODER EINEM STARKEN WASSERSTRAHL. DAS WASSER GELANGT SONST DURCH DEN
HOHEN DRUCK IN ELEKTRISCHE BAUTEILE, STECKVERBINDER, SEILZÜGE, LAGER, VERGASER USW. UND VERURSACHT STÖRUNGEN BZW. FÜHRT ZUR VORZEITI-
GEN ZERSTÖRUNG DIESER TEILE.
– Zum Reinigen des Motors sollten handelsübliche Reiniger verwendet werden. Stark verschmutzte Stellen werden zusätzlich mit
einem Pinsel bearbeitet. 37
– Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde, sollte es mit Druckluft und einem Tuch
getrocknet werden. Entleeren Sie die Schwimmerkammer des Vergasers. Fahren Sie danach ein kurzes Stück, bis der Motor die
Betriebstemperatur erreicht hat und betätigen Sie dabei auch die Bremsen. Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den
unzugänglichen Stellen des Motors und der Bremsen.
– Schieben Sie die Schutzkappen an den Lenkerarmaturen zurück, damit auch hier eingedrungenes Wasser verdunsten kann.
– Nach dem Abkühlen des Motorrades sind alle Gleit- und Lagerstellen zu ölen oder zu fetten. Die Kette mit einem Kettenspray
behandeln. Kraftstoffhahn ebenfalls ölen.
– Um Störungen in der Elektrik vorzubeugen, sollten Sie Not-Aus Schalter, Kurzschlußtaster, Lichtschalter und Steckverbinder mit
Kontaktspray behandeln.

KONSERVIERUNG FÜR DEN WINTERBETRIEB


Wird das Motorrad auch im Winter benutzt und es muß mit Salzstreuung auf den Straßen gerechnet werden, sind Vorkehrungen
gegen das aggressive Streusalz zu treffen.
– Motorrad nach jeder Fahrt gründlich reinigen und trocknen lassen
– Motor, Vergaser, Schwingarm und alle anderen blanken oder verzinkten Teile (Bremsscheiben ausgenommen) mit Korrosions-
schutzmittel auf Wachsbasis behandeln.
 ACHTUNG 
ES DARF KEIN KORROSIONSSCHUTZMITTEL AUF DIE BREMSSCHEIBEN GELANGEN, DADURCH WIRD DIE BREMSWIRKUNG STARK VERMINDERT.

! VORSICHT !
NACH FAHRTEN AUF GESALZENEN STRASSEN IST DAS MOTORRAD GRÜNDLICH MIT KALTEM WASSER ZU REINIGEN UND GUT ZU TROCKNEN

LAGERUNG
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stillegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen:
– Motorrad gründlich reinigen (siehe Kapitel REINIGEN)
– Motoröl, kurzen und langen Ölfilter wechseln (altes Motoröl enthält agressive Verunreinigungen)
– Frostschutz und Menge der Kühlflüssigkeit prüfen
– Motor noch einmal warmfahren, Kraftstoffhahn schließen und warten, bis der Motor von selbst abstirbt. Danach die Ablaßschraube
an der Schwimmerkammer öffnen, um auch den restlichen Kraftstoff zu entfernen.
– Zündkerze entfernen und durch das Kerzenloch ca 5 ccm Motoröl in den Zylinder füllen. Kickstarter 10 mal betätigen um das
Motoröl an der Zylinderwand zu verteilen und Zündkerze wieder montieren.
– Kolben auf Kompression stellen, damit die Ventile geschlossen sind.
– Kraftstoff aus dem Tank in einen entsprechenden Behälter ablassen
– Reifenluftdruck berichtigen
– Die Lagerstellen von Betätigungshebeln, Fußrasten, Kette usw. ölen,
– Batterie ausbauen und laden (siehe Kapitel BATTERIE).
– Der Lagerplatz sollte trocken sein und keinen großen Temperaturschwankungen unterliegen.
– Das Motorrad decken Sie am Besten mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke ab. Luftundurchlässige Materialien sollten keines-
falls verwendet werden, da eventuelle Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion verursacht.
! VORSICHT !
ES IST SEHR SCHLECHT, DEN MOTOR DES STILLGELEGTEN MOTORRADES KURZZEITIG LAUFEN ZU LASSEN. WEIL DER MOTOR DABEI NICHT GENÜGEND WARM
WIRD, KONDENSIERT DER BEIM VERBRENNUNGSVORGANG ENTSTEHENDE WASSERDAMPF UND BRINGT VENTILE UND AUSPUFF ZUM ROSTEN.

INBETRIEBNAHME NACH DER STILLEGUNG


– Die aufgeladene Batterie montieren (Polarität beachten).
– Frischen Kraftstoff in den Tank füllen
– Motorrad wie vor jeder Inbetriebnahme überprüfen (siehe Fahranleitung)
– Kurze, vorsichtige Testfahrt

HINWEIS: Prüfen Sie vor der saisonbedingten Stillegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten,
Reparaturen oder Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stillegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchge-
führt werden. So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
DEUTSCH

TECHNISCHE DATEN – MOTOR 400/520 SX, EXC RACING 2000


Motor 400 SX RACING 400 EXC RACING 520 SX RACING 520 EXC RACING
Bauart 1-Zylinder 4-Takt Otto-Motor mit Ausgleichswelle, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum 398 cm3 510 cm3
Bohrung/Hub 89 / 64 mm 95 / 72 mm
Verdichtung 11 : 1
Kraftstoff bleifreier Superkraftstoff mit mindestens ROZ 95
Steuerung 4 Ventile über Kipphebel u. 1 Nockenwelle gesteuert, Antrieb der Nockenwelle mit Einfachkette
38 Nockenwelle 01 55
Ventildurchmesser Einlaß: 35 mm Auslaß: 30 mm
Ventilspiel kalt 0,12 mm (Fühllehre 0,10 leichtgängig, Fühllehre 0,15 nicht einschiebbar)
Kurbelwellenlagerung 2 Zylinderrollenlager
Pleuellager Nadellager
Kolbenbolzenlager Bronzebüchse
Kolben Leichtmetall gegossen Leichtmetall geschmiedet
Kolbenringe 1 Kompressionsring, 1 Ölabstreifring
Motorschmierung Druckumlaufschmierung mit 2 Rotorpumpen
Motoröl vollsynthetisches Motoröl (Shell Advance Ultra4 SAE 10W40)
Füllmenge Motoröl 1,25 Liter
Primärtrieb gerade verzahnte Stirnräder 33:76 Z
Kupplung Mehrscheibenkupplung im Ölbad
Getriebe 4-Gang klauengeschaltet 6-Gang klauengeschaltet 4-Gang klauengeschaltet 6-Gang klauengeschaltet
Getriebeübersetzung
1. Gang 14:34 14:34 14:34 14:34
2. Gang 18:30 17:31 18:30 17:31
3. Gang 20:28 19:28 20:28 19:28
4. Gang 22:26 22:26 22:26 22:26
5. Gang – 24:23 – 24:23
6. Gang – 26:21 – 26:21
Zündanlage kontaktlos gesteuerte DC - CDI Zündanlage mit digitaler Zündverstellung, Typ KOKUSAN
Generator 12V 40W 12V 110W
Zündkerze NGK CR8 EK
Elektrodenabstand 0,6 mm
Kühlung Flüssigkeitskühlung, permanente Umwälzung der Kühlflüssigkeit durch Wasserpumpe
Kühlflüssigkeit 1 Liter, Mischungsverhältnis 40% Frostschutz, 60% Wasser, mindestens –25° C
Starthilfe Kickstarter Kick-, Elektrostarter Kickstarter Kick-, Elektrostarter

VERGASER - GRUNDEINSTELLUNG
400/520 SX RACING 400 EXC RACING 12kW
400 EXC RACING 520 EXC RACING 12,5kW 520 EXC RACING

Vergasertype MX-FCR39 MX-FCR39 MX-FCR39


Regulierungsnummer 250899 130799 100699
Hauptdüse 175 175 175
Düsennadel OBDTM OBDVR (OBDTM) OBDTM
Leerlaufdüse 52 48 48
Hauptluftdüse 200 200 200
Leerlaufluftdüse 100 100 100
Nadelposition 2. von oben 3. von oben 2. von oben
Startdüse 85 85 85
Gemischregulierschraube offen 2 1,25 2,5
Schieber 15 15 15
Drosselung – Schieberanschlag 24,5 mm –
Anschlag Pumpenmembran 055 055 055
DEUTSCH
ANZUGSDREHMOMENTE
SK-Bundschrauben Gehäuse, Kupplungsdeckel, Zündungsdeckel M6 8 Nm
Ölablaßschraube M12x1,5 20 Nm
ISK-Verschlußschraube Ölsieb kurz M16x1,5 10 Nm
SK-Verschlußschraube Ölsieb lang M20x1,5 15 Nm
Verschlußschraube Überdruckventil M12x1,5 20 Nm
Düsenschraube und Hohlschraube Ölleitung M8 10 Nm
Schrauben Ölpumpendeckel M5 Loctite 243 + 6 Nm
SK-Bundschrauben Zylinderkopf-Oberteil, Wasserpumpendeckel M6 8 Nm
SK-Bundschrauben Auspuffflansch M6 Loctite 243 + 8 Nm 39
Zylinderkopfschrauben M10 40/50 Nm
ISK-Schrauben Nockenwellenrad M8 Loctite 243 + 28 Nm
Anschlagschraube Autodeko M5 Loctite 243 + 6 Nm
ISK-Schrauben Endkappe Kipphebelachse M5 5 Nm
Kontermutter Ventileinstellschraube M6x0,75 13 Nm
ISK-Schrauben Primärrad, Freilauf M6 Loctite 243 + 18 Nm
SK-Mutter Primärrad M20x1,5 Loctite 243 + 150 Nm
ISK-Schrauben Zahnrad Ausgleichswelle M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschrauben Kupplungsfedern M6 8 Nm
ISK-Schraube Schaltwalzenarretierung M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschraube Arretierhebel M5 Loctite 243 + 6 Nm
SK-Bundschrauben Ausfallsicherung, Kettenführung, Spannschiene M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschrauben Kettenspanner M6 8 Nm
SK-Bundschrauben Stator EXC M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschrauben Stator SX M5 Loctite 243 + 6 Nm
SK-Bundschrauben Impulsgeber M5 Loctite 243 + 6 Nm
SK-Bundmutter Rotor M12x1 60 Nm
SK-Bundschraube Anschlagstück Kickstarter M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschraube Federlasche Kickstarter M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschraube Verschlußdeckel E-Starter, nur SX M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Bundschraube Bügel Entlüftungsschlauch M6 Loctite 243 + 8 Nm
ISK-Schraube Kickstarter M8 Loctite 243 + 25 Nm
SK-Bundschraube Schalthebel M6 Loctite 243 + 8 Nm
SK-Schraube Kettenritzel M10 Loctite 243 + 60 Nm

Motoröl
Verwenden Sie nur vollsynthetische Markenöle (Shell Advance Ultra 4),
API: SG, SH welche die Qualitätsanforderungen der API-Klassen SG oder SH (Angaben
auf dem Behälter) erfüllen oder übertreffen.
TEMPERATUR
 
! VORSICHT !
– 0°C
32°F + ZU WENIG MOTORÖL ODER
VERSCHLEISS DES MOTORS.
QUALITATIV MINDERWERTIGES ÖL FÜHRT ZU VORZEITIGEM

10W 40 15W 40
10W 50 15W 50
DEUTSCH

TECHNISCHE DATEN – FAHRGESTELL 400/520 SX, EXC RACING 2000

400 SX RACING 520 SX RACING 400/520 EXC RACING 400/520 EXC RACING USA
Rahmen Zentralrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren
Gabel Telegabel White Power – Up Side Down 43 MA
Federweg vorne/hinten 295/320 mm
Hinterradfederung WP Progressive Damping System Federbein, Alu-Hinterradschwinge
40 Bremse vorne Scheibenbremse mit gelochter Bremsscheibe Ø 260 mm, Bremssattel schwimmend gelagert
Bremse hinten Scheibenbremse mit gelochter Bremsscheibe Ø 220 mm, Bremssattel schwimmend gelagert
Bremsscheiben Verschleißgrenze max. 0,4 mm
Bereifung vorne 80/100 - 21“ 90/90 - 21“ 80/100 - 21“
Luftdruck Gelände 1,0 bar 1,0 bar 1,0 bar
Luftdruck Straße solo – 1,5 bar 1,5 bar
Bereifung hinten 110/90 - 19“ 140/80 - 18“ 110/100 - 18“
Luftdruck Gelände 1,0 bar 1,0 bar 1,0 bar
Luftdruck Straße solo – 2,0 bar 2,0 bar
Tankinhalt 7,5 Liter 9 Liter
Übersetzung Hinterrad 14:50Z 14:48Z 400-15:45Z / 520-15:40Z 400-14:50Z / 520-14:48Z
Kette O-Ring 5/8 x 1/4 "
Lieferbare Kettenräder 38Z, 40Z, 42Z, 45Z, 48Z, 50Z, 52Z
Steuerkopfwinkel 63,5°
Radstand 1481 ± 10 mm
Sitzhöhe unbelastet 925 mm
Bodenfreiheit unbelastet 380 mm
Leergewicht * 107 kg 112 kg
* Leergewicht ohne Kraftstoff

STANDARD-EINSTELLUNG – GABEL ANZUGSDREHMOMENTE - FAHRGESTELL


WP 0518U782 WP 0518U791 Bundmutter Steckachse vorne M16x1,5 40 Nm
Druckstufendämpfung 14 14 Schrauben Bremszange vorne M8 Loctite 243 + 25 Nm
Zugstufendämpfung 14 14 Schrauben Bremsscheiben M6 Loctite 243 + 15 Nm
Feder 4,2 N/mm 4,2 N/mm Klemmschrauben Gabelbrücke oben M8 20 Nm
Federvorspannung 7 mm 6,5 mm Klemmschrauben Gabelbrücke unten M8 15 Nm
Luftkammerlänge 120 mm 140 mm Klemmschrauben Gabelfaust M8 10 Nm
Füllmenge pro Gabelholm ca 450 ccm ca 450 ccm Bundmutter Steckachse hinten M20x1,5 80 Nm
Gabelöl SAE 5 SAE 5 Sechskantmutter Schwingarmbolzen M14x1,5 100 Nm
Bundschraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm
Innensechskanntschraube Lenkeraufnahme M10 Loctite 243 + 40 Nm
Federbein oben M12 60 Nm
Federbein unten M12 60 Nm
Kettenradschrauben M8 Loctite 243 + 35 Nm
Kugelgelenk für Druckstange M6 Loctite 243 + 10 Nm
Motor Befestigungsschraube M10 45 Nm
Motorstrebe M8 33 Nm
STANDARD-EINSTELLUNG – FEDERBEIN Schraube Einstellring Federvorspannung Federbein M6 8Nm
WP 1218U721 WP 1218U716 Restliche Schrauben am Fahrgestell M6 10 Nm
Druckstufendämpfung 5 5 M8 25 Nm
M10 45 Nm
Zugstufendämpfung 20 18
Restliche Bundmuttern am Fahrgestell M6 15 Nm
Feder PDS2–250 PDS3-250
M8 30 Nm
Federvorspannung 6 mm 6 mm M10 50 Nm
STICHWORTVERZEICHNIS

DEUTSCH
Seite Seite
Abstand des Magnetsensors kontrollieren / einstellen . . . .25 Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Batterie (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26 Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Batterie des Digital-Tachometers tauschen . . . . . . . . . . . . .23 Kühlsystem entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .28
Batterie laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .26 Kupplungshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Blinkerschalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Kurzschlußtaster (SX) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 41
Bremsflüssigkeit hinten nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . .20 Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
Bremsflüssigkeit vorne nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Leerweg am Handbremshebel einstellen . . . . . . . . . . . . . .18
Bremsflüssigkeitsstand hinten prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . .20 Lenkerposition ändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15
Bremsflüssigkeitsstand vorne prüfen . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Lenkungsschloß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
Bremsklötze hinten erneuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 Lichtschalter (EXC USA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Bremsklötze hinten kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21 Luftfilter reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29
Bremsklötze vorne erneuern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Motor-Nummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4
Bremsklötze vorne kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .19 Motoröl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33
Choke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Motoröl wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33
Digital-Tachometer (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 Motorölstand kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32
Digital-Tachometer einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .24 Not-Aus-Schalter (EXC Australien) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Druckstufendämpfung der Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Not-Aus-Taster (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6
Druckstufendämpfung des Federbeines . . . . . . . . . . . . . . . .9 Odometer (EXC USA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5
Einstellung des Handdekompressorseilzuges prüfen . . . . . .30 Ölkreislauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .32
Entlüften der hydraulischen Kupplung . . . . . . . . . . . . . . . .30 Ölstand der hydraulischen Kupplung prüfen . . . . . . . . . . .30
Fahranleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .10 Reifen, Reifenluftdruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23
Fahrgestell-Nummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37
Federvorspannung des Federbeines ändern . . . . . . . . . . . .16 Schalthebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8
Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35 Schaltpläne . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .Anhang
Fußbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Scheinwerferlampe tauschen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
Gasseilzüge einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .30 Schmier- und Wartungstabelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .13
Gemischregulierschraube einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . .31 Schwenklager für PDS . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16
Glasfasergarnfüllung des Auspuff-Enddämpfers erneuern .29 Schwimmerkammer des Vergasers entleeren . . . . . . . . . . .32
Grundsätzliche Hinweise zu den KTM Scheibenbremsen . .18 Schwimmerniveau (Schwimmerhöhe) prüfen . . . . . . . . . . .31
Grundstellung des Fußbremshebels ändern . . . . . . . . . . . .20 Seitenständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
Grundstellung des Kupplungshebels ändern . . . . . . . . . . .14 Sicherung (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .27
Handbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Sparkarrestor reinigen (EXC USA) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .29
Handdekompressorhebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .4 Speichenspannung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .23
Hinterrad aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .22 Staubmanschetten der Telegabel reinigen . . . . . . . . . . . . .15
Inbetriebnahme nach der Stillegung . . . . . . . . . . . . . . . . . .37 Steuerkopflagerung prüfen und nachstellen . . . . . . . . . . . .14
Kettenpflege . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 Stichwortverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41
Kettenspannung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .16 Tankverschluß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
Kettenspannung korrigieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 Technische Daten - Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Kettenverschleiß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .17 Technische Daten - Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .38
Kickstarter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .8 Telegabel entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .15
Kombischalter (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .6 Vergaser - Leerlauf einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .31
Konservierung für den Winterbetrieb . . . . . . . . . . . . . . . . .37 Vorderrad aus- und einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .21
Kontrollampen (EXC) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .5 Zugstufendämpfung der Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7 Zugstufendämpfung des Federbeines . . . . . . . . . . . . . . . . . .9
Kraftstoffhahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .7
Modell: Kabelstrangnummer: Land: Datum, Name: Zeichnungsnr.: ƒnderungsstand: Kabelstrangbez.:
vorne: 590.11.075.100 vo.: 4T-Racing 2000
13.10.99 TH RAC00USA
SPORTMOTORCYCLES
SERVICE 400/520 EXC RACING 2000 hinten: 503.11.076.000 USA hi.:125-380 EXC '98

Deutsch Englisch Italienisch Franzˆsisch


1 Scheinwerfer 1 headlight 1 faro 1 phare
1 2 Stecksicherung 10A 2 fuse 10 A 2 fusibile 10A 2 fusible 10A
3 Lichtschalter 3 light switch 3 interr. della luce 3 interr. d' eclairage
4 Spannungsbegrenzer 4 voltage limiter 4 regol. di tens. 4 regulateur

w
br
5 Generator 5 generator 5 dinamo 5 generateur
6 Z¸ndspule 6 ignition coil 6 bobina d'accens. 6 bobine d'allumage
12 7 Z¸ndkerze 7 spark plug 7 candela 7 bougie

w
br
8 Schlufllicht 8 rearlight 8 fanale posteriore 8 feu arriere
12 9 multip.cont.plug (3) 9 connettore a 3 poli 9 connect.multiple (3)
9 3-pol. Stecker
s s 10 CDI-Einheit 10 CDI-unit 10 CDI-seatola 10 CDI-unite
br bl 11 Startrelais 11 starter relay 11 rele d'avviamento 11 relais de demarreur
r-w o 13 12 multip.cont.plug (4) 12 connettore a 4 poli 12 connect.multiple (4)
12 4-pol. Stecker
ge-r s-w 13 startsw./run off 13 disinteritor/partire 13 ba.de.dem/arr.d'urg
13 Start/Not Aus
s-ge s-ge 14 Startermotor 14 starter engine 14 mot.d'avviamento 14 demarreur electrique
3 15 Batterie 12V 4Ah 15 battery 12V 4Ah 15 batteria 12V 4Ah 15 batterie 12V 4Ah
16 Kondensator 16 capacitor 16 condensatore 16 condensateur
w
w bl blau bl blue bl blu bl bleu
ge br braun br brown br marrone br brun
ge gelb ge yellow ge giallo ge jaune
7 gr grau gr grey gr grigio gr gris
6 g gr¸n g green g verde g vert
bl-w o orange o orange o arancione o orange
s-w
r rot r red r rosso r rouge
s schwarz s black s nero s noir
5 v violett v violet v violetto v violet
s-w w weifl w white w bianco w blanc
bl-w
r
10 g KOKUSAN
s-r
r-w 4K3 Spanisch
s-ge w G
ge 1 faro
Start- Notaus- Schalter 2 fusible prin. 10A
s- s-
4 Domino o bl s
ge w
3 interruptor d'luz
ge-r
4 regulador de tension
w 5 generador
6 bobina de encendido

br
7 bujia

ge-r
br
8 luz de trasera
ge 9 conect.multiple (3)
10 unidad cdi
11 rele de arranque
12 conect.multiple (4)

w
br
r-w
s 13 bott.de arr.par.de u
11 ge-r 9 14 motor de arranque

g
w
br
15 batteria 12V 4Ah
16 condensador
bl azul
16 br marron
15 ge amarillo
2 M gr gris
g verde
14 o naranja
r rojo
8 s negro
v violeta
w blanco

ANHANG – APPENDICE
1

APPENDIX – APÉNDICE
ANHANG – APPENDICE

2
APPENDIX – APÉNDICE
ANHANG – APPENDICE
3

APPENDIX – APÉNDICE
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5230 Mattighofen
Austria
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