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Architekten gangsgebäude immatrikulieren.

immatrikulieren. Der „Urban Fo- Weitere notwendige Funktionen wie Küche, ein Die Pavillons wurden von ei-
ner Berliner Gerüstbau­-
rest“ von Atelier Bow Wow unterscheidet sich Projekt der Architekturfakultät der UdK Ber-

Studieren im
Raumlaborberlin firma innerhalb von vier Wo-
vom übrigen Ensemble und ist ein reiner Holzbau. lin, Essbereich, Toiletten und eine Bar, entworfen chen aufgebaut.
Förderer Er stammt noch aus der Ausstellung „Wohnungs- und betrieben von Studenten der Kunsthoch-
Kulturstiftung des Bundes, frage“, die 2015 einige Kilometer entfernt im Haus schule Weissensee Berlin, sind dem Laborturm
Bundeszentrale für poli­

Regenwasserrück-
tische Bildung, Senatsver-
der Kulturen der Welt stattfand. Mit leichten angeschlossen. „Wir selber sind hier Haus-
waltung und Rudolf-Aug- Schiebewänden ausgestattet, erinnert er jetzt an meister, Dekanat und Kuratoren in einem und
stein-Stiftung einen japanischen Teepavillon am Wasser. Über schauen, dass die Leute gleichzeitig da sind
einen langen Steg gelangt man zum Laborturm, und es einen Austausch gibt.“
Gerüstbau
dem Herzstück des Campus. In einem performa­ Das Projekt planten Raumlabor über drei Jah-

haltebecken
Gerüstbau Tisch, Berlin
tiven Wasserfiltrationssystem aus Trichterdach, re, den Ort haben sie schon viel länger in den
Dauer Förderrad und einer Kaskade von zwölf Bade- Köpfen. Nun da sie auf ihn aufmerksam gemacht
September 2018 wannen, wird das Wasser soweit gesäubert, dass haben, fühlen sie sich auch ein wenig verant-
die Tomaten am Eingang damit gegossen wer- wortlich für ihn. Benjamin Foerster-Baldenius:
den können. Gleichzeitig gibt es eine Regenwas- „Bei den bestehenden Boden- und Mietpreisen

Das Architekturkollektiv Raumlaborberlin hinterfragt ser-Sammelanlage und einen Schüttelbad-Re-


aktor: an kleinen Styropor-Würfeln anhaftende
lohnt es sich, über ein Gebäude mit 500 Sozial-
wohnungen mit Regenwassersammelstelle im
städtische Routinen in Form eines offenen Labors Bakterien reinigen das Wasser innerhalb von
einem Tag – kein Trinkwasser aber von der Bade-
Keller nachzudenken. Doch genauso braucht es
Denkräume, wo man sich Begegnet, mit der
für Wasserfiltration. Text Beatrix Flagner wasserqualität kann man sich im Pool, der dem Umwelt auseinandersetzt und außerschulisch
Auditorium angegliedert ist, überzeugen. bilden kann.“

Mitten in Berlin, und doch im Verborgenen: Das es so: „Das Regenwasser vom Tempelhofer Feld Über einen unscheinbaren
Eingang gelangt man ins
Rückhaltebecken des ehemaligen Flughafens und vom Columbiadamm kommt hier als ver-
Tomatengewächshaus. Da-
Berlin-Tempelhof ist ein ruhiger Ort im Drei-Be- seuchte Brühe an. Dasselbe Wasser, das vom neben steht ein Projekt
zirke-Eck Tempelhof-Kreuzberg-Neukölln, ein- Himmel fällt und nur einmal durch einen Filter von Atelier Bow Wow von
gefasst von Büschen und Bäumen. Auf den ers- läuft, ist Trinkwasser. Zwischen diesen beiden 2015.
Zeichnung ohne Maßstab;
ten Blick sehr idyllisch, auf den zweiten erspäht Extremen stellt sich die Frage: Warum machen alle Fotos: Victoria To-
man in dem von Ölschlieren durchzogenen Was- wir nicht mehr mit unserem Regenwasser?“ maschko, Raumlaborberlin
ser eine Ansammlung von Schuhen, Bällen, Hun- Für fünf Monate wird in der Floating University
deknochen, Festivalbändchen, Feuerzeugen und diesen und ähnlichen Themen nachgegangen.
jede Menge Zigarettenstummel. An dem Wasser Auf dem temporären Campus bieten unterschied-
kann man ablesen, wie dreckig eigentlich unsere liche Fachgebiete von europaweit 25 Universi­
Stadt ist und was nur einige hundert Meter wei- täten Vorträge, Seminare und Workshops an. Je-
ter auf dem Tempelhofer Feld alles passiert. der kann Student der schwimmenden Univer­
Für das Architekturkollektiv Raumlaborberlin sität werden.
steht das hier gesammelte Regenwasser sinn- Über ein unscheinbares Gittertor gelangt man
bildlich für das, was sie selbst „urbane Praxis“ nen- in ein Tomatengewächshaus. Von dort kann
nen: Den Umgang mit den Ressourcen einer man sich einen Überblick über die gesamte An-
Stadt. Benjamin Foerster-Baldenius, Mitbegrün- lage verschaffen. Nachdem man acht Meter
der von Raumlabor und Projektinitiator erklärt in das Becken absteigt, kann man sich im Ein-

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