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/ Stadt u Bazi a Cottbus 75 cies Eotliner eee 734 Fernruf 24305 Abgeschrieben aus dem Bestand der Bibliothek Ste Sa oe fe Oe i poreroose fi i . zag-raHLOLIel \ 06, 849 feb OEe5Sh71 5 k derasa areal Eat Puschkin f Denkmal Neues Gebaude des Moskauer Kunsllertheaters Kleine Skizze Alte Eiche Rast am Springbrunnen chavs) lasen A. Block, und W. Maja- Gedichte Boulevard von oben WORT DES REDAKTEURS DIE VOLKER WOLLEN DEN FRIEDEN In Sofia ist das Weltparlament der Volker fiir den Frieden zusammengekommen. Nicht alle Reprisentanten im Tagungssaal sind Parlamen- tarier. Doch die hohe Kompetenz und der repréi- sentative Charakter des Forums sind unbestrit- ten. Das vordringlichste Problem der Gegen- wart, die Frage von Krieg und Frieden, wird von Vertretern aller Kontinente, aller Regionen und fast aller Staaten der Erde, von Parla- mentsabgeordneten und Mitarbeitern kommu- naler Verwaltungen, von internationalen und nationalen Regierungs- und Nichtregierungsor- ganisationen, von progressiven politischen Par- teien und Gewerkschaften, gesellschaftlichen Bewegungen und religiésen Kreisen erértert. Das ist der beste Beweis daftir, welch grofes Echo der Appell des Weltfriedensrates gefun- den hat. In unserer komplizierten Zeit dirfen keine noch so unterschiedlichen Ansichten und Anschauungen einen offenen Dialog oder ge- meinsame Aktionen fiir die Zukunft der Menschheit verhindern. Jetzt mu Alarm ge- schlagen werden! Eine Statistik des letzten Viertels des 20. Jh. zeigt, daB eine Milliarde Manner, Frauen und Kinder unter Hunger, Elend und Krankheiten leiden, walhrend taglich mehr als eine Milliarde Dollar vom Moloch des Wettriistens aufgefres- sen wird. In den Arsenalen sind UNO-Schitzun- gen zufolge fast 1,5 Mio Atombomben des Hiro- shima-Typs aufgehduft — und damit kénnte man 15mal alles Leben auf Erden vernichten. Nicht nur von den Staaten und den Regierun- gen hingt die Antwort auf die Frage ab, ob es zu einer neuen Runde des Wettriistens kommt, die unvergleichlich gefihrlicher und verheeren- der ware, als alles, was bislang bekannt ist. Die Menschen dirfen das Wetiriicten nicht fatali- stisch hinnehmen. Das wiirde die Katastrophe bedeuten! Die Welt, in der wir leben, macht grofe so- ziale Veranderungen durch. Jene, denen die po- sitiven Veriinderungen gegen den Strich gehen, greifen wieder zu den Waffen, schiiren die Kriegspsychose. Die Verfechter einer Konfron- wMEUE ZEIT” 39-80 tation stationieren in Westeuropa immer neue Massenvernichtungswaffen. Sie heizen die Lage im Fernen, Mittleren und Nahen Osten an, be- reiten zusammen mit den Pekinger Hegemo- nisten Kriegshandlungen in Stidostasien vor. Fieberhaft errichten sie Stiitzpunkte am Indi- sehen Ozean, verstarken sténdig ihre Flotten im Persischen Golf und im Mittelmeerraum, agie- ren in Landern Afrikas, Mittelamerikas und der Karibik, Carters Direktive Nr. 59 geht von der Méglichkeit eines ,,begrenzten” Nuklearkrieges aus und erklart die faktische Bereitschaft des Imperialismus, ihn zu entfesseln. Und wie raf- finiert sich die Urheber der Doktrin auch tarnen mégen, um die Volker zu betriigen — selbst in den USA nahestehenden Kreisen gesteht man ein: Die Risikoschwelle wird gesenkt, was ,,logi- scherweise den Ubergang in der Nuklearstra- tegie von der politischen Abschreckungswatfe zur militérischen Einsatzwaffe bedeutet. Kann man etwa zulassen, daB sich die Menschen an den Gedanken gewohnen, ein nuklearer Welt- brand sei nicht abzuwenden? Die Volker sind fest entschlossen, ein Holocaust nicht zuzulas- sen, dem Imperialismus nicht zu erlauben, die Menschheit, die in den 70er Jahren nicht weni- ge Schritte auf dem Weg des Guten und der Entspannung getan hat, erneut in den Dschungel des Bésen und der Spannungen zu stoBen. Das Erreichte 1a8t sich nicht durchstreichen. Die Volker haben den Frieden nie fiir eine Him- melsgabe gehalten. ,,.. .Der Wille der Volker hat iiber alle Hindernisse den Weg fir jene positi- ve internationale Richtung gebahnt, die mit dem umfassenden Begriff der Entspannung bezeich- net wird", sagte Leonid Breshnew. ,,Eine solche Politik hat tiefe Wurzeln geschlagen. Sie wird von starken Kraften unterstiitzt, und diese Po- litik hat alle Chancen, die Haupttendenz in den Beziehungen zwischen den Staaten zu bleiben." Fir den endgiiltigen Sieg dieser Tendenz kampfen die Friedenskrafte heute auf mehre- ren internationalen Foren zugleich. So auf der 35. UNO-Vollversammlung, die ein ganzes Spektrum von Fragen behandelt, deren Lésung die Wiederaufnahme des kalten Krieges verhin- dern soll. So in der Vorbereitungsrunde des Madrider Treffens, wo Hindernisse zu dberw’ den sind, die sich ‘in letzter Zeit bei der Fest gung der europaischen Sicherheit und Zusam- menarbeit aufgetan haben. So im Weltparl: ment in der bulgarischen Hauptstadt, das die aktive Teilnahme der Vélker an der Lésung der Fragen von Krieg und Frieden verkérpert. Der imperialistischen Politik werden hier die ent- schiedenen gemeinsamen Aktionen der Frie- denskimpfer entgegengesetzt. Es hat tiefen Symbolgehalt, da das Weltparlament, das den unerschiitterlichen Willen der Vélker demon- striert, in Sofia, der Metropole eines sozialisti- schen Landes, stattfindet. Die jetzige Genera- tion und kiinftige Generationen diirfen nie die Schrecken eines Krieges kennenlernen!