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Bodensee und Oberschwaben –

Münzen und Medaillen


Manfred Miller

1
2
Inhalt

VORWORT.........................................................................................................................................15

BODENSEERAUM UND OBERSCHWABEN ...........................................................................................17

Appenzell, Ausser-Rhoden ........................................................................................................... 25


19. Jahrhundert .................................................................................................................................. 25

Appenzell, Inner-Rhoden ............................................................................................................. 28


18. Jahrhundert .................................................................................................................................. 29

Augsburg.................................................................................................................................... 36
Königliche Münzstätte ....................................................................................................................... 36
Eberhard IV. von Königstein-Eppstein (1481-1535) ...................................................................... 37
Ludwig II. von Stolberg .................................................................................................................. 38
Stadt .................................................................................................................................................. 38
Z. Zt. Heinrich II. (1002 - 1024) ..................................................................................................... 38
Z. Zt. Heinrich III. (1039 - 1056) .................................................................................................... 38
Z. Zt. Konradins bis Herzog Ludwigs II. von Bayern (1056 - 1255) ................................................ 38
Z. Zt. Maximilian I. (1493 - 1519) .................................................................................................. 38
Z. Zt. Karl V. (1530 - 1556) ............................................................................................................ 39
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 39
1 Taler ........................................................................................................................................ 39
10 Kreuzer ................................................................................................................................. 40
1 Batzen ..................................................................................................................................... 40
1/2 Batzen ................................................................................................................................. 40
1 Pfennig .................................................................................................................................... 40
Z. Zt. Ferdinand I. (1558 - 1564) ................................................................................................... 41
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 41
Guldentaler zu 60 Kreuzer]........................................................................................................ 41
1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer] ................................................................................................. 41
10 Kreuzer ................................................................................................................................. 41
Z. Zt. Maximilian II. (1564 - 1576) .................................................................................................. 41
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 41
Guldentaler zu 60 Kreuzer]........................................................................................................ 41
1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer .................................................................................................. 42
10 Kreuzer ................................................................................................................................. 42
Z. Zt. Rudolf II. (1576 - 1612) ........................................................................................................ 42
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 42
10 Dukaten ................................................................................................................................ 42
1 Dukat ...................................................................................................................................... 42
1 Pfennig .................................................................................................................................... 42
Z. Zt. Matthias (1612 - 1619) ........................................................................................................ 42
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 42
2 Dukaten .................................................................................................................................. 42
1 Heller ...................................................................................................................................... 43
Z. Zt. Ferdinand II. (1619 - 1637) .................................................................................................. 43
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 43

3
10 Dukaten ................................................................................................................................ 43
5 Dukaten .................................................................................................................................. 43
2 Dukaten .................................................................................................................................. 43
1 Dukat ...................................................................................................................................... 44
2 Taler ........................................................................................................................................ 44
1 Taler ........................................................................................................................................ 45
2/3 Taler .................................................................................................................................... 45
1/2 Taler .................................................................................................................................... 45
1/3 Taler .................................................................................................................................... 46
1/4 Taler .................................................................................................................................... 46
1/6 Taler .................................................................................................................................... 46
1/9 Taler .................................................................................................................................... 47
15 Kreuzer ................................................................................................................................. 47
2 Kreuzer.................................................................................................................................... 47
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 48
1 Pfennig .................................................................................................................................... 48
Doppelheller-Kipper .................................................................................................................. 48
1 Heller ...................................................................................................................................... 48
Unter schwed. Besatzung durch Gustav II. Adolf (1632-1634) ..................................................... 48
3 Dukaten .................................................................................................................................. 48
2 Dukaten .................................................................................................................................. 48
1 Dukat ...................................................................................................................................... 49
4 Taler Löser .............................................................................................................................. 49
1 Taler ........................................................................................................................................ 49
Z. Zt. Ferdinand III. (1637 - 1657) ................................................................................................. 50
2 Dukaten .................................................................................................................................. 50
1 Dukat ...................................................................................................................................... 50
1 Taler ........................................................................................................................................ 50
1/2 Taler .................................................................................................................................... 51
1/3 Taler .................................................................................................................................... 51
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 51
1/2 Kreuzer ................................................................................................................................ 51
Z. Zt. Ferdinand IV. (1653 - 1654) ................................................................................................. 51
1 Goldgulden ............................................................................................................................. 51
1 Dukat ...................................................................................................................................... 51
Z. Zt. Leopold I. (1658 - 1705) ....................................................................................................... 52
10 Dukaten ................................................................................................................................ 52
4 Dukaten .................................................................................................................................. 52
3 Dukaten .................................................................................................................................. 52
2 Dukaten .................................................................................................................................. 52
1 1/2 Dukaten ............................................................................................................................ 52
1 Dukat ...................................................................................................................................... 53
1 Taler ........................................................................................................................................ 53
1/2 Taler .................................................................................................................................... 54
1/4 Taler .................................................................................................................................... 54
1 Batzen ..................................................................................................................................... 55
4 Kreuzer.................................................................................................................................... 55
2 Kreuzer.................................................................................................................................... 55
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 55

4
1 Heller ...................................................................................................................................... 55
Medaillen ................................................................................................................................... 56
Z. Zt. Joseph I. (1705 - 1711)......................................................................................................... 56
10 Dukaten ................................................................................................................................ 56
5 Dukaten .................................................................................................................................. 56
2 Dukaten .................................................................................................................................. 56
1 Dukat ...................................................................................................................................... 56
1/4 Dukat ................................................................................................................................... 57
Z. Zt. Karl VI. (1711 - 1740) ........................................................................................................... 57
12 Dukaten ................................................................................................................................ 57
2 Dukaten .................................................................................................................................. 57
1 Dukat ...................................................................................................................................... 57
1/2 Dukat ................................................................................................................................... 57
2 Taler ........................................................................................................................................ 58
1 Taler ........................................................................................................................................ 58
1/2 Taler .................................................................................................................................... 59
¼ Taler ....................................................................................................................................... 59
6 Kreuzer (1/16 Taler)................................................................................................................ 60
3 Kreuzer (1/32 Taler)................................................................................................................ 60
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 60
1 Heller ...................................................................................................................................... 60
Z. Zt. Karl VII. (1742 - 1745) .......................................................................................................... 60
12 Dukaten ................................................................................................................................ 60
10 Dukaten ................................................................................................................................ 60
1 Dukat ...................................................................................................................................... 60
1 Taler ........................................................................................................................................ 61
Z. Zt. Franz I. (1745 - 1765) ........................................................................................................... 61
12 Dukaten ................................................................................................................................ 61
6 Dukaten .................................................................................................................................. 61
4 Dukaten .................................................................................................................................. 62
3 Dukaten .................................................................................................................................. 62
2 Dukaten .................................................................................................................................. 62
1 1/2 Dukaten ............................................................................................................................ 62
1 Dukat ...................................................................................................................................... 62
1/2 Dukat ................................................................................................................................... 63
1 Taler ........................................................................................................................................ 63
1/2 Taler .................................................................................................................................... 64
1/2 Konventionstaler ................................................................................................................. 65
1/4 Taler .................................................................................................................................... 65
20 Kreuzer ................................................................................................................................. 65
10 Kreuzer ................................................................................................................................. 66
7 Kreuzer.................................................................................................................................... 66
1 Groschen (3 1/2 Kreuzer) ....................................................................................................... 66
2 Pfennig .................................................................................................................................... 66
1 Pfennig .................................................................................................................................... 67
1 Heller ...................................................................................................................................... 67
Z. Zt. Joseph II. (1765 - 1790)........................................................................................................ 67
1 Dukat ...................................................................................................................................... 67
5 Kreuzer.................................................................................................................................... 68

5
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 68
1 Pfennig .................................................................................................................................... 68
1 Heller ...................................................................................................................................... 68
Z. Zt. Franz II. (1792 - 1806) .......................................................................................................... 69
1 Pfennig .................................................................................................................................... 69
1 Heller ...................................................................................................................................... 69
Medaillen ....................................................................................................................................... 69
Bistum................................................................................................................................................ 70
Heinrich I. (973-982) ...................................................................................................................... 71
Bruno (1006 - 1029)....................................................................................................................... 71
Hartwig von Hirnheim, auch Lierheim (1167 - 1184) .................................................................... 72
Dünnpfennig .............................................................................................................................. 72
Denar ......................................................................................................................................... 72
Udalschalk von Eschenlohe (1184 - 1202) ..................................................................................... 73
1 Pfennig .................................................................................................................................... 73
Brakteat ..................................................................................................................................... 73
Udalschalk und Hartwig von Hirnheim (1202 - 1208) ................................................................... 74
Hartmann II. von Dillingen (1250 - 1286) ...................................................................................... 74
Wolfhard von Roth-Wackernitz (1288-1302) ................................................................................ 75
Friedrich I. (1309 - 1331) ............................................................................................................... 75
Marquard von Randeck (1348 - 1366)........................................................................................... 75
Burkhard von Ellerbach (1373 – 1404) .......................................................................................... 76
Peter von Schaumburg (1424 – 1469) ........................................................................................... 76
Eberhard IV. von Eppstein-Königstein (1481-1535) ...................................................................... 76
1 Batzen ..................................................................................................................................... 76
1/2 Batzen ................................................................................................................................. 77
Friedrich III. von Hohenzollern (1486 - 1505) ................................................................................ 77
Ludwig II. von Stolberg (1535 – 1574) ........................................................................................... 77
1 Guldengroschen...................................................................................................................... 77
Reichsguldiner zu 72 Kreuzer .................................................................................................... 77
1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer .................................................................................................. 77
1/2 Guldengroschen .................................................................................................................. 77
3 Kreuzer.................................................................................................................................... 77
Heinrich V. von Knörringen (1598-1646) ....................................................................................... 78
Dukat ......................................................................................................................................... 78
24 Kreuzer ................................................................................................................................. 78
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 78
1/2 Kreuzer ................................................................................................................................ 78
Johann Christof von Freiberg (1665-1690) .................................................................................... 79
Alexander Sigismund von Pfalz-Neuburg (1690-1737).................................................................. 79
2 Dukaten .................................................................................................................................. 79
1 Dukat ...................................................................................................................................... 79
1 Taler ........................................................................................................................................ 79
1/2 Taler .................................................................................................................................... 79
2 Kreuzer.................................................................................................................................... 79
Joseph von Hessen-Darmstadt (1740-1768) ................................................................................. 79
1 Dukat ...................................................................................................................................... 79
1 Taler ........................................................................................................................................ 79
1/2 Taler .................................................................................................................................... 79

6
1/4 Taler .................................................................................................................................... 80
Clemens Wenzel von Sachsen-Polen (1768-1803) ........................................................................ 80
1/24 Taler .................................................................................................................................. 80
20 Kreuzer ................................................................................................................................. 80
10 Kreuzer ................................................................................................................................. 80
1/48 Taler .................................................................................................................................. 80
1 Kreuzer.................................................................................................................................... 80
1/4 Kreuzer ................................................................................................................................ 80
Literatur ......................................................................................................................................... 81

Bad Saulgau ............................................................................................................................... 83

Bad Waldsee .............................................................................................................................. 83

Biberach..................................................................................................................................... 85

Bregenz ...................................................................................................................................... 91

Buchhorn ................................................................................................................................... 93

Dillingen .................................................................................................................................... 95

Donauwörth............................................................................................................................... 96
Donauwörth, Königliche Münzstätte ................................................................................................ 96
Heinrich VI. (1190 - 1197) .............................................................................................................. 96
Otto IV. (1197 - 1215) .................................................................................................................... 98
Friedrich II. (1215 - 1250) .............................................................................................................. 99
Donauwörth, Stadt .......................................................................................................................... 102
Z. Zt. Karl V. (1519 – 1558) .......................................................................................................... 102
1 Guldiner ................................................................................................................................ 102
1/2 Guldiner ............................................................................................................................ 103
1/4 Guldiner ............................................................................................................................ 103

Friedrichshafen .........................................................................................................................105

Isny ...........................................................................................................................................115
Z. Zt. Maximilian I. (1490/93-1519)]................................................................................................ 115
1 Batzen ....................................................................................................................................... 115
1 Pfennig ...................................................................................................................................... 116
Z. Zt. Karl V. (1519 – 1558) .............................................................................................................. 116
1 Taler .......................................................................................................................................... 116
1 Batzen ....................................................................................................................................... 117
1 Pfennig ...................................................................................................................................... 117
Z. Zt. Leopold I. (1657-1705) ........................................................................................................... 117

Günzburg ..................................................................................................................................119

Kempten ...................................................................................................................................121
Kempten, Abtei................................................................................................................................ 121
Welf VI. als Vogt (1150 - 1191) .................................................................................................... 121
Landfried (1170-1187) ................................................................................................................. 122

7
Rudolph II. (1208 – 1224) ............................................................................................................ 123
Johann Eucharius von Wolffurth (1616 – 1631) .......................................................................... 123
1 Taler ...................................................................................................................................... 123
2 Kreuzer.................................................................................................................................. 123
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 124
Rupert von Bodman (1678 - 1728) .............................................................................................. 124
2 Dukaten ................................................................................................................................ 124
1 Taler ...................................................................................................................................... 124
Engelbert von Sirgenstein (1747 – 1760) .................................................................................... 125
Taler ......................................................................................................................................... 125
Kempten, Reichsmünzstätte ........................................................................................................... 125
Friedrich II. (1197 - 1250) ............................................................................................................ 125
Brakteat ................................................................................................................................... 125
Kempten, Stadt ................................................................................................................................ 125
Z. Zt. Maximilian I. (1490/93-1519) ............................................................................................. 125
1 Goldgulden ........................................................................................................................... 125
1/2 Batzen ............................................................................................................................... 125
Pfennig..................................................................................................................................... 126
Z. Zt. Karl V. (1519 – 1558) .......................................................................................................... 126
1 Taler ...................................................................................................................................... 126
1/2 Taler .................................................................................................................................. 127
1/4 Taler .................................................................................................................................. 127
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 127
Z. Zt. Ferdinand I. (1521-1564) .................................................................................................... 128
1 Taler ...................................................................................................................................... 128
1/2 Taler .................................................................................................................................. 128
2 Kreuzer .................................................................................................................................. 129
Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637) ......................................................................................... 129
1/2 Taler .................................................................................................................................. 129
3 Kreuzer.................................................................................................................................. 129
2 Kreuzer.................................................................................................................................. 130
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 130

Kisslegg .....................................................................................................................................130

Konstanz ...................................................................................................................................132
Konstanz, königliche Münzstätte .................................................................................................... 132
Konstanz, anonym ........................................................................................................................... 133
Konstanz, Stadt ................................................................................................................................ 134
Geschichte ................................................................................................................................... 134
Frühmittelalter ........................................................................................................................ 134
Reichsstadt (1192–1548) ......................................................................................................... 134
Konzil von Konstanz ................................................................................................................. 135
Badische Zeit (1806–1952) ...................................................................................................... 138
Zeit des Nationalsozialismus .................................................................................................... 139
Französische Besatzungszone ................................................................................................. 140
Konstanz im Land Baden-Württemberg .................................................................................. 140
Städtische Münzen ...................................................................................................................... 143
2 Dukat..................................................................................................................................... 148
1 Dukat..................................................................................................................................... 148

8
Goldgulden .............................................................................................................................. 149
2 ½ Taler .................................................................................................................................. 149
2 Taler ...................................................................................................................................... 149
1 ½ Taler .................................................................................................................................. 150
Taler ......................................................................................................................................... 150
½ Taler ..................................................................................................................................... 151
Dicken = 24 Kreuzer? ............................................................................................................... 152
6 Batzen (24 Kreuzer)............................................................................................................... 152
15 Kreuzer................................................................................................................................ 152
3 Batzen ................................................................................................................................... 153
10 Kreuzer................................................................................................................................ 154
Batzen (4 Kreuzer) ................................................................................................................... 154
3 Kreuzer (Groschen) ............................................................................................................... 155
Schilling = 3 Kreuzer ................................................................................................................. 156
1/2 Batzen (2 Kreuzer) ............................................................................................................. 157
Sechser .................................................................................................................................... 158
Kreuzer (4 Pfennig) .................................................................................................................. 158
Vierer ....................................................................................................................................... 159
½ Kreuzer ................................................................................................................................. 159
¼ Kreuzer ................................................................................................................................. 160
2 Pfennig .................................................................................................................................. 160
Pfennig ..................................................................................................................................... 161
Medaillen ................................................................................................................................. 162
Konstanz, Bistum ............................................................................................................................. 168
Diözesangebiet ............................................................................................................................ 168
Geschichte ................................................................................................................................... 169
Erste Missionare am Bodensee .................................................................................................... 169
Alemannenbistum........................................................................................................................ 169
Konzil von Konstanz ..................................................................................................................... 170
Reformation und Gegenreformation ........................................................................................... 170
Säkularisation und Auflösung ....................................................................................................... 171
Literatur ....................................................................................................................................... 172
Bischöfe von Vindonissa/Konstanz .............................................................................................. 173
Hochstift Konstanz........................................................................................................................... 183
Geschichte ................................................................................................................................... 183
Reichsrechtliche Stellung ............................................................................................................. 183
Wirtschaftliche Grundlage ........................................................................................................... 184
Territorium................................................................................................................................... 184
Im Heiligen Römischen Reich ................................................................................................... 184
In der Alten Eidgenossenschaft ................................................................................................ 184
In der Landgrafschaft Thurgau................................................................................................. 184
In der Grafschaft Baden ........................................................................................................... 185
Literatur ................................................................................................................................... 185
Bischofsmünzen............................................................................................................................... 187
Anonyme ottonische Prägungen um 1000 .................................................................................. 187
Warmann oder Warmund von Dillingen-Kyrburg 1026-1034 ...................................................... 187
Eberhard I. 1034-1046 ................................................................................................................. 188
Rumhold 1051-1069 .................................................................................................................... 188
ULRICH I. oder II., 1111-1127-1138 ............................................................................................. 188

9
HERMANN I. VON ARBON, 1139-1166 ......................................................................................... 189
BERTHOLD II., 1174-1183 bis WERNER VON STAUFEN, 1206-1209 ............................................. 190
DIETHELM VON KRENKINGEN, 1190-1206................................................................................... 191
Diethelm von Krenkingen und Werner von Staufen 1190-1206-1209 ......................................... 191
Konrad II. von Tegernfeld, 1209-1233 ......................................................................................... 192
Heinrich I. von Waldburg-Thann, 1233-1248 ............................................................................... 194
EBERHARD II. VON WALDBURG-Thann, 1248-1274 ..................................................................... 194
Heinrich II. von Klingenberg, 1293-1306 ...................................................................................... 199
Heinrich II. von Klingenberg bis Nikolaus von Frauenfeld 1293-1306, 1334-1344 ...................... 201
Hugo von Hohenlandsberg, 1496-1529 ....................................................................................... 201
Johann Georg von Hallwyl 1601-1603 ......................................................................................... 201
Marquard Rudolf von Roth, 1689-1704 ...................................................................................... 202
JOHANN FRANZ SCHENK VON STAUFFENBERG, 1704-1740 ........................................................ 202
Franz Konrad von Rodt, 1750-1775 ............................................................................................. 203
1 Taler ...................................................................................................................................... 203
½ Taler ..................................................................................................................................... 204
1/24 Taler ................................................................................................................................ 204
1/48 Konventionstaler.............................................................................................................. 204
Medaillen ..................................................................................................................................... 205
Sonstiges / Unbestimmt / Bodenseegebiet ..................................................................................... 205

Landsberg .................................................................................................................................209

Leutkirch ...................................................................................................................................209

Lindau .......................................................................................................................................210
Lindau, Königliche Münzstätte ........................................................................................................ 211
Anonym 1160-1400 ..................................................................................................................... 211
Brakteat ................................................................................................................................... 211
Dünnpfennig (Halbbrakteat) ................................................................................................... 212
Friedrich II. (1215 - 1250) ............................................................................................................ 212
Anonym 1230-1235 ..................................................................................................................... 213
Anonym 1250-1295 ..................................................................................................................... 213
Brakteat ................................................................................................................................... 213
Dünnpfennig (Halbbrakteat) ................................................................................................... 215
Anonym 1295-1335 ..................................................................................................................... 215
Lindau, Stadt .................................................................................................................................... 216
1 Pfennig ...................................................................................................................................... 216

Meersburg ................................................................................................................................217

Memmingen .............................................................................................................................218
Memmingen, Herzogliche Münzstätte ............................................................................................ 219
Welf VI. (1115 - 1191).................................................................................................................. 219
Richard von Cornwall (1257 - 1271) ............................................................................................ 220
Memmingen, Stadt .......................................................................................................................... 220
Konradin bis Rudolf von Habsburg (1254 - 1291)1] .................................................................... 220
Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637)] ........................................................................................ 220
1 Taler ...................................................................................................................................... 220
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 221

10
2 Pfennig .................................................................................................................................. 221
Z. Zt. Karl VI. (1711-1740) ............................................................................................................ 221
Z. Zt. Franz I. Stephan (1740/45-1765) ....................................................................................... 222

Mindelheim ..............................................................................................................................222

Montfort ...................................................................................................................................224
Linie Feldkirch .................................................................................................................................. 234
Linie Bregenz ................................................................................................................................... 234
Steirischer Zweig ............................................................................................................................. 235
Linie Werdenberg (Zweige Heiligenberg, Sargans und Vaduz) ....................................................... 235
Zweig Werdenberg-Heiligenberg ................................................................................................ 235
Zweig Werdenberg-Sargans ........................................................................................................ 236
Zweig Werdenberg-Vaduz ........................................................................................................... 236
Linie Montfort-Tettnang.................................................................................................................. 236
Münzen der Grafschaft Montfort.................................................................................................... 238
Ulrich IX. zu Rothenfels (1564 – 1574) ........................................................................................ 238
3 Kreuzer (Groschen) ............................................................................................................... 238
2 Kreuzer.................................................................................................................................. 238
Hugo XIV. und Johann VII. (1619 – 1625) .................................................................................... 239
1 Taler ...................................................................................................................................... 239
Hugo XIV. (1621 – 1662) .............................................................................................................. 239
2 Kreuzer.................................................................................................................................. 239
1 Pfennig .................................................................................................................................. 240
Johann VIII. (1662 – 1686) ........................................................................................................... 240
2/3 Taler .................................................................................................................................. 240
2/3 Taler .................................................................................................................................. 240
Gulden zu 60 Kreuzer .............................................................................................................. 241
15 Kreuzer ............................................................................................................................... 241
Anton der Ältere (1686 – 1693)................................................................................................... 242
Gulden zu 60 Kreuzer .............................................................................................................. 242
15 Kreuzer ............................................................................................................................... 242
Anton III. der Jüngere (1693 – 1733) ........................................................................................... 243
1 Taler ...................................................................................................................................... 243
1/2 Gulden zu 30 Kreuzern ...................................................................................................... 243
4 Kreuzer.................................................................................................................................. 244
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 244
1/2 Kreuzer .............................................................................................................................. 245
Ernst Max Joseph (1733 – 1758) ................................................................................................. 245
1 Dukat .................................................................................................................................... 245
1/4 Karolin ............................................................................................................................... 245
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 246
Franz Xaver (1758 – 1779)].......................................................................................................... 246
1 Taler ...................................................................................................................................... 246

Pfullendorf ................................................................................................................................247

Radolfzell ..................................................................................................................................249

Ravensburg ...............................................................................................................................251

11
Ravensburg, Reichsmünzstätte ....................................................................................................... 252
Friedrich I. (1152 - 1190) ............................................................................................................. 252
Heinrich VI. (1190 - 1197) ............................................................................................................ 252
Friedrich II. (1215 - 1250)2 .......................................................................................................... 253
Konrad IV. (1250 - 1254).............................................................................................................. 254
Richard von Cornwall (1257 - 1271) ............................................................................................ 254
Konradin (1258 - 1268) ................................................................................................................ 255
Rudolf I. von Habsburg (1273 - 1291).......................................................................................... 255
Ravensburg, Stadt............................................................................................................................ 256
Stadtgeld...................................................................................................................................... 256
Z. Zt. Rudolf II. (1576-1612)[........................................................................................................ 257
Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637) ......................................................................................... 257
Z. Zt. Leopold I. (1657-1705) ....................................................................................................... 258

Reichenau .................................................................................................................................258
Reichenau, Abtei (Baden) ................................................................................................................ 259
Diethelm von Krenkingen (1169 - 1206) ..................................................................................... 259
Martin von Krenkingen 1492-1508 ............................................................................................. 259
Konrad von Zimmern (1234 - 1255) ............................................................................................ 260

Schaffhausen .............................................................................................................................263
Ende 12. Jahrhundert ...................................................................................................................... 263
13. Jahrhundert, 1. Hälfte ................................................................................................................ 264
13. Jahrhundert, 2. Hälfte ................................................................................................................ 265
14. Jahrhundert ............................................................................................................................... 265
15. Jahrhundert ............................................................................................................................... 266
16. Jahrhundert ............................................................................................................................... 267
17. Jahrhundert ............................................................................................................................... 270

Schaffhausen, Kanton .................................................................................................................274


19. Jahrhundert ............................................................................................................................... 274

Schaffhausen /Stein am Rhein .....................................................................................................275

Sigmaringen ..............................................................................................................................276
Sigmaringen-Helfenstein, Grafschaft .............................................................................................. 276
Ulrich II. (1241 - 1289) ................................................................................................................. 276

St. Gallen, Abtei .........................................................................................................................277


12. Jh................................................................................................................................................ 277
13. Jh................................................................................................................................................ 278
Bernhard Müller von Ochsenhausen 1594-1630 ............................................................................. 279
Beda Angehrn von Hagenwil 1767-1796 ......................................................................................... 279

St. Gallen, Kanton .......................................................................................................................286


19. Jahrhundert ............................................................................................................................... 287

St. Gallen, Stadt..........................................................................................................................291


14. Jh................................................................................................................................................ 291
15. Jahrhundert ............................................................................................................................... 292
16. Jahrhundert ............................................................................................................................... 292

12
17. Jahrhundert ............................................................................................................................... 295
18. Jahrhundert ............................................................................................................................... 298

St. Gallen / Toggenburg (Grafen von) ...........................................................................................302


13. Jh................................................................................................................................................ 302

Stockach ...................................................................................................................................302

Tettnang ...................................................................................................................................305

Thurgau .....................................................................................................................................305
Diessenhofen (unter kyburgischer Herrschaft) ................................................................................ 306

Thurgau, Abtei Fischingen ...........................................................................................................307


Abt Franz Troger 1688 - 1728 .......................................................................................................... 307

Thurgau, Kanton ........................................................................................................................307


19. Jahrhundert ............................................................................................................................... 309

Toggenburg (Grafen von) ............................................................................................................312

Überlingen ................................................................................................................................313
Überlingen, Königliche Münzstätte ................................................................................................. 313
Anonym ....................................................................................................................................... 313
Friedrich I. von Hohenstaufen, 1152-1190 .................................................................................. 316
Friedrich II., 1215-1250 ............................................................................................................... 317
Konradin, 1254-1268 ................................................................................................................... 318
Überlingen, Stadt............................................................................................................................. 318

Ulm...........................................................................................................................................322
Ulm, Königliche Münzstätte ............................................................................................................ 323
Friedrich I. (1152 - 1190) ............................................................................................................. 323
1 Pfennig .................................................................................................................................. 323
Brakteat ................................................................................................................................... 324
Heinrich VI. (1190 - 1197) ............................................................................................................ 326
Philipp von Schwaben (1198 - 1208) ........................................................................................... 326
Friedrich II. (1215 - 1250) ............................................................................................................ 327
Konrad IV. und Elisabeth von Bayern (1237 - 1254).................................................................... 330
Konrad IV. bis Konradin (1237 - 1268)......................................................................................... 331
Ulm, Stadt ........................................................................................................................................ 333
Nach dem Münzvertrag von 1404 ............................................................................................... 333
Z. Zt. Maximilian I. (1490/93-1519) ............................................................................................. 333
Schilling .................................................................................................................................... 333
Plappart ................................................................................................................................... 334
Z. Zt. Ferdinand I. (1521-1564) .................................................................................................... 334
1/2 Taler .................................................................................................................................. 334
1 Pfennig .................................................................................................................................. 334
Z. Zt. Maximilian II. (1564-1576).................................................................................................. 334
1/2 Batzen ............................................................................................................................... 334
Z. Zt. Rudolf II. (1576-1612) ......................................................................................................... 334
1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer ................................................................................................ 334

13
Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637) ......................................................................................... 334
1 Dukat .................................................................................................................................... 334
1 Taler ...................................................................................................................................... 335
15 Kreuzer ............................................................................................................................... 335
1/2 Batzen (2 Kreuzer) ............................................................................................................. 335
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 336
1 Pfennig .................................................................................................................................. 336
Z. Zt. Ferdinand III. (1627/37-1657) ............................................................................................ 336
Z. Zt. Leopold I. (1657-1705) ....................................................................................................... 337
1 Taler ...................................................................................................................................... 337
1 Gulden .................................................................................................................................. 337
1/2 Taler .................................................................................................................................. 337
1 Batzen ................................................................................................................................... 337
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 337
1 Pfennig .................................................................................................................................. 337
Z. Zt. Josef I. (1705-1711) ............................................................................................................ 338
Dukat ....................................................................................................................................... 338
Z. Zt. Karl VI. (1711-1740) ............................................................................................................ 338
1 Dukat .................................................................................................................................... 338
1/2 Dukat ................................................................................................................................. 338
Z. Zt. Karl VII. (1742 - 1745) ......................................................................................................... 338
Dukat ....................................................................................................................................... 338
Z. Zt. Josef II. (1765/80-1790) ...................................................................................................... 338
5 Kreuzer.................................................................................................................................. 338
1 Kreuzer.................................................................................................................................. 339

Wangen ....................................................................................................................................341

Weingarten ...............................................................................................................................342
Weingarten, Abtei ........................................................................................................................... 343

ANHANG: HABSBURGER HERRSCHER ............................................................................................... 347

INDEX ............................................................................................................................................. 357

14
Vorwort
Der Bodensee mit seinem von den Anrainerstaaten Deutschland, Schweiz und Österreich ge-
bildeten Dreiländereck ist seit jeher ein einzigartiger Kulturraum mit einer zum großen Teil
gemeinsamen Geschichte, die sich nicht zuletzt in der Numismatik manifestiert. Kaum zu tren-
nen vom Bodenseeraum ist Oberschwaben, in der historischen Dimension bis zum Lech rei-
chend, nach moderner Auffassung im Osten von der Iller begrenzt.

Grundlage für die geschichtlichen Darstellungen ist zum großen Teil die Wikipedia.

Die Preise der abgebildeten Münzen ergeben sich i. d. R. aus dem Auktionsergebnis oder im
Fall nicht verkaufter Münzen aus dem Schätzwert. Bei allen Preisangaben handelt es sich nur
um grobe Werte, die für eine Einstufung als wertvoll oder nicht wertvoll ausreichend sind.
Deshalb wurden auch nur die Minimal- und Maximalwerte in Abhängigkeit von der jeweiligen
Qualität angegeben. Der Maximalpreis wird dabei meist nur zu erzielen sein, wenn es sich um
tadellose bzw. prägefrische Exemplar handelt.

Alle Preisangaben sind selbstverständlich ohne Gewähr. Die Quellen der Abbildungen sind je-
weils angegeben. Zum großen Teil stammen diese aus der Datenbank www.acsearch.info, mit
dem Einverständnis der Rechteinhaber selbstverständlich. Die Verwendung der Bilder ist wie
immer ein Kompromiss aus der notwendigen Größe, um auch Details erkennen zu können,
und wirtschaftlichen Erwägungen, die die Verwendung von hochauflösenden Grafiken verbie-
ten.

Auf die Zusammenstellung der Ergebnisse aus Auktionen und Listen von Volker Weege, Deut-
sche Münzen 800-2001, Wien 2001: Money Trend Verlag, sowie auf Volker Weege / Udo Lind-
ner, Deutsche Lande 1500 bis 1806 – Bewertungskatalog, Wien 2011: Money Trend Verlag,
wird verwiesen.

Alle Preisangaben sind selbstverständlich ohne Gewähr. Die Quellen der Abbildungen sind je-
weils angegeben.

Ich danke den nachfolgend genannten Münzhandlungen bzw. Auktionshäusern für ihre Er-
laubnis zur Verwendung des Materials. Ohne sie wäre dieser Katalog nicht möglich gewesen:

Busso Peus = Dr. Busso Peus Nachfolger, Frankfurt


CNG = Classic Numismatic Group, Inc., Lancaster (USA)
Emporium = Emporium Hamburg
Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG, Osnabrück / Lübke & Wiedemann, Stuttgart
Goldberg = Ira & Larry Goldberg Coins & Collectibles Inc.
Gorny & Mosch = Gorny & Mosch Giessener Münzhandlung GmbH
Lanz = Numismatik Lanz München
Möller = Münzenhandlung Harald Möller GmbH, Espenau
Münzen & Medaillen GmbH (DE) = Münzen & Medaillen GmbH (DE)
NAC = Numismatica Ars Classica AG, Zürich (Schweiz)
Münzhandlung Ritter GmbH, Düsseldorf

15
Sincona = Swiss International Coin Auction AG, Zürich (Schweiz)
Sonntag = Münzen- und Medaillenhandlung Stefan Sonntag, Stuttgart
Teutoburger = Teutoburger Münzauktion GmbH, Borgholzhausen
Tkalec = A. Tkalec AG, Zürich (Schweiz)
Varesi = Varesi Numismatica, Pavia (Italien)

Konstanz, im Dezember 2019


Dr. Manfred Miller

16
Bodenseeraum und Oberschwaben
Die Bezeichnung Bodensee steht für zwei Seen und einen sie verbindenden Flussabschnitt des
Rheins, nämlich den Obersee (auch alleine Bodensee genannt), den Seerhein und den Unter-
see. Der Bodensee liegt im Bodenseebecken, das Teil des nördlichen Alpenvorlandes ist, und
wird vom Rhein durchflossen.
Dieser Artikel behandelt neben dem Bodensee selbst auch die umgebende Bodenseeregion,
die sich je nach räumlicher Definition weit ins Hinterland erstreckt.
Drei Staaten haben Anteil an Bodensee und Bodenseeregion: Deutschland, Österreich und die
Schweiz. Während es im Untersee eine anerkannte Grenzziehung zwischen Deutschland und
der Schweiz gibt, wurde von den Anrainerstaaten des Obersees nie einvernehmlich eine
Grenze festgelegt1.
Abbildung 1: Gliederung des Bodensees2

Der heutige deutsche Name „Bodensee“ leitet sich vom Ortsnamen Bodman ab und bedeutet
damit „See bei Bodman“. Dieser am Westende des Überlinger Sees gelegene Ort hatte im
Frühmittelalter eine große Bedeutung, da er erst ein alemannischer Herzogssitz und dann eine
fränkische Königspfalz und überdies eine Münzstätte war. Erstmals bezeugt findet er sich als
Bodungo (eine Fehlschreibung für Bodumo) 496/506 (Kopie 13./14. Jahrhundert nach Kopie
um 700); weitere frühe Nennungen sind Bodomo (839) und Podoma (887). Dieser Ortsname
geht auf althochdeutsch bodam zurück, was als Gattungswort „Boden, Erdboden, Grundflä-
che“ und als Ortsname „tief gelegener Siedlungsplatz“ oder „Ort auf einer Ebene“ bedeutet.
Der Name des Sees ist erstmals 840 in latinisierter Form als in lacum Potamicum erwähnt, es
folgen 890 (jüngere Kopie) ad lacum Podamicum, 902 und 905 prope lacum Potamicum und

1
https://de.wikipedia.org/wiki/Bodensee
2
https://de.wikipedia.org/wiki/Bodensee#/media/Datei:Gliederung_des_Bodensees.png, Thomas
Römer (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gliederung_des_Bodensees.png), „Gliederung des
Bodensees“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

17
1087 deutsch Bodinse, Bodemse. Als althochdeutsche Ursprungslautung ist *Bodamsē bezie-
hungsweise mit Zweiter Lautverschiebung *Potamsē anzusetzen. Die Benennung nach der Kö-
nigspfalz verdrängte im Mittelalter alle seit der Römerzeit für Teile des Bodensees bezeugten
Namen. Der latinisierte Name wurde von klösterlichen Gelehrten wie Walahfrid Strabo fälsch-
lich auf das griechische Wort potamos für „Fluss“ zurückgeführt und als Fluss-See gedeutet.
Dabei mag auch der Gedanke an den Rhein, der den See durchfließt, eine Rolle gespielt haben.
Der deutsche Name Bodensee wurde von zahlreichen anderen Sprachen besonders Nord- und
Osteuropas übernommen.
Abbildung 2: Lage des Bodensees im Herzogtum Schwaben (gelb), 911–12683

Nach dem Konzil von Konstanz 1414–1418 verbreitete sich im (katholisch-)romanischen


Sprachraum der alternative Name Lacus Constantinus, eine schon 1187 als Lacus Constantien-
sis bezeugte Form, welche auf die am Ausfluss des Rheins aus dem Obersee liegende Stadt
Konstanz Bezug nimmt. Diese verdankt ihren Namen – lateinisch Constantia – dem römischen

3
https://de.wikipedia.org/wiki/Bodensee#/media/Datei:Alamannien_Hochburgund_ca_1000.png,
Marco Zanoli (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Alamannien_Hochburgund_ca_1000.png),
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legalcode

18
Kaiser Constantius Chlorus (292–305 n. Chr.). Beispielhaft genannt seien französisch Lac de
Constance und italienisch Lago di Costanza.
Die einst poetische und heute scherzhafte Bezeichnung „Schwäbisches Meer“ haben Autoren
der frühen Neuzeit und der Aufklärung von antiken Autoren, möglicherweise Tacitus, über-
nommen. Allerdings lag dieser Übernahme ein Irrtum zu Grunde (ähnlich wie etwa auch beim
Teutoburger Wald und dem Taunus): Die Römer hatten nämlich nicht den Bodensee, sondern
die Ostsee manchmal als Mare Suebicum bezeichnet, da sie den Volksstamm der Sueben in
der Nähe eines Meeres verortet hatten. Die Autoren der Frühneuzeit übernahmen die Be-
zeichnung für den größten See mitten im ehemaligen Herzogtum Schwaben, zu dem unter
anderem auch Teile der heutigen Schweiz gehörten4.
Für die Bodensee-Bibliographie und Euregio-Bodensee-Datenbank werden folgende Berei-
che des Bodenseeraumes berücksichtigt5:
• Landkreis Konstanz
• Bodenseekreis
• Landkreis Sigmaringen (nur Raum Pfullendorf)
• Landkreis Ravensburg
• Landkreis Lindau
• Vorarlberg (bis 1990 nur Rheintal und Vorderer Bregenzerwald)
• Fürstentum Liechtenstein
• Kanton St. Gallen (südliche Grenze: Sargans und Säntis)
• Kanton Appenzell Innerrhoden und Ausserrhoden
• Kanton Thurgau
• Kanton Schaffhausen

Anrainerstaaten sind die Schweiz (Kantone Thurgau, St. Gallen und Schaffhausen), Österreich
(Bundesland Vorarlberg) sowie Deutschland (Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern).
Seit 1972 kooperieren die an den See angrenzenden Länder und Kantone in den Gremien der
Internationalen Bodenseekonferenz (IBK). Diese hat das Ziel, die Bodenseeregion als attrakti-
ven Lebens-, Natur-, Kultur- und Wirtschaftsraum zu erhalten, zu fördern und die regionale
Zusammengehörigkeit zu stärken.
Im westlichen Abschnitt des Obersees zwischen Konstanz und dem heutigen Kreuzlingen gibt
es seit dem 16. Jahrhundert eine komplizierte Grenzziehung. Der Konstanzer Trichter im Ober-
see, der Seerhein sowie der Untersee sind durch Grenzverträge zwischen Baden und der
Schweiz (20. und 31. Oktober 1854 sowie 28. April 1878) und zwischen dem Deutschen Reich
und der Schweiz (24. Juni 1879) klar aufgeteilt. Der Überlinger See zählt vollständig zum deut-
schen Hoheitsgebiet.

4
https://de.wikipedia.org/wiki/Bodensee
5
http://bodensee-geschichtsverein.eu/bodenseeraum-karte/

19
Der Rest des Obersees bleibt neben der Emsmündung vorläufig die einzige Gegend in Europa,
in der zwischen den Nachbarstaaten nie Grenzen festgelegt wurden. Hier gibt es unterschied-
liche Rechtsauffassungen, die alle auf Gewohnheitsrecht zurückgeführt werden. Die auf Kar-
ten oft zu sehende Grenzziehung in Seemitte beruht auf der so genannten Realteilungstheo-
rie, nach der 32 % der Seefläche auf die Schweiz und 9,7 % auf Österreich entfallen. Die andere
gängige Auffassung ist die Haldentheorie, nach der das Gebiet des Obersees außerhalb des
Uferstreifens als Kondominium gemeinschaftliches Hoheitsgebiet aller Anrainer ist6.
• Bodensee-Schiffsbetriebe Konstanz (Hrsg.): Bodensee-Uferbeschreibung mit Über-
sichtskarte. Verlag Paula Büsing, Konstanz 1984.
• Patrick Brauns: Das Bodensee-ABC. Von Aach bis Zeppelin. Thorbecke, Ostfildern
2007, ISBN 978-3-7995-0181-1.
• Patrick Brauns: Der Bodensee. 101 Orte zum Verweilen und Entdecken, Konrad Theiss
Verlag (WBG), Darmstadt, 2015, ISBN 978-3-8062-3048-2.
• Harald Derschka, Jürgen Klöckler (Hrsg.): Der Bodensee. Natur und Geschichte aus
150 Perspektiven. Jubiläumsband des internationalen Vereins für Geschichte des Bo-
densees und seiner Umgebung 1868–2018. Thorbecke, Ostfildern 2018, ISBN 978-3-
7995-1724-9.
• Claudius Graf-Schelling: Die Hoheitsverhältnisse am Bodensee unter besonderer Be-
rücksichtigung der Schiffahrt. Schulthess Polygraphischer Verlag, Zürich 1978, ISBN 3-
7255-1914-5.
• Museen und Schlösser Euregio Bodensee e. V. (Hrsg.): Museen entdecken. Friedrichs-
hafen, ca. 2004.
• Georg Poensgen: Der Bodensee (Deutsche Lande – Deutsche Kunst). 3. Auflage. Mün-
chen/Berlin 1975.
• Bernhard Tschofen (Hrsg.): GrenzRaumSee – Eine ethnographische Reise durch die
Bodenseeregion. TVV-Verlag, Tübingen 2008, ISBN 978-3-932512-49-0.
• Achim Walder: „Sehenswertes rund um den Bodensee“; Kultur, Historik, Landschaft
rund um den Bodensee, Walder Verlag 2008, ISBN 978-3-936575-35-4.
• Rolf Zimmermann: Am Bodensee. Stadler Verlagsgesellschaft, Konstanz 2004, ISBN 3-
7977-0504-2. (Bilder und Beschreibung der Städte rund um den Bodensee).

Geschichte

• Karl Heinz Burmeister: Bodensee. In: Historisches Lexikon der Schweiz.


• Otto Feger: Geschichte des Bodenseeraumes. 3 Bände. Thorbecke, Lindau 1956–1963.
• Maria Schlandt (Hrsg.): Der Bodensee in alten Reisebildern. Reiseberichte und Reise-
bilder aus vergangenen Zeiten. Prisma Verlag, Gütersloh 1977, ISBN 3-570-09423-5
(Reiseberichte vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis 1826).
• Helmut Schlichtherle: Pfahlbauten: die frühe Besiedelung des Alpenvorlandes. In:
Spektrum der Wissenschaft (Hrsg.): Siedlungen der Steinzeit. S. 140–153. Spektrum
der Wissenschaft-Verlagsges., Heidelberg 1989, ISBN 3-922508-48-0.

6
https://de.wikipedia.org/wiki/Bodensee

20
• Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. (Seit 1869
erscheinende Zeitschrift, ISSN 0342-2070; Digitalisate und Inhaltsverzeichnisse siehe
Wikisource).
• Der Bodensee – Landschaft, Geschichte, Kultur (= Schriften des Vereins für Geschichte
des Bodensees und seiner Umgebung. Band 99/100, Jg. 1981/82). (Jubiläumsband mit
Überblicksdarstellungen; Digitalisat).Oberschwaben

Als Oberschwaben oder Schwäbisches Oberland wird die ungefähr ein Dreieck bildende Land-
schaft zwischen dem Südrand der Schwäbischen Alb (oberes Donautal), dem Bodensee und
dem Lech bezeichnet. Heute wird als Ostgrenze eher die Iller mit der Landesgrenze zwischen
Baden-Württemberg und Bayern angesehen. Das historische Oberschwaben war im Mittelal-
ter ein wesentlicher Bestandteil des 911 gegründeten und zum ostfränkischen Reich gehören-
den Herzogtums Schwaben. Nach dessen politischem Zerfall zum Ende der Stauferzeit 1283
gehörten große Gebiete Oberschwabens bis zu ihrem endgültigen rechtlichen Zerfall Anfang
des 19. Jahrhunderts zu Vorderösterreich. Deswegen wurde dieser Teil Vorderösterreichs als
Schwäbisch-Österreich bezeichnet. Schwäbisch-Österreich wurde nicht vom ehemals vorder-
österreich-elsässischen Ensisheim regiert, sondern war direkt der Regierung in Innsbruck un-
terstellt7.
Oberschwaben ist eine Region der ehemaligen Freien Reichsstädte und Fürstenstädte. Die
meisten Stadtgründungen fanden in der Welfenzeit bis Ende des 12. Jahrhunderts statt. Ähn-
lich hohe Gründungszahlen wurden erst wieder zur Zeit der Industrialisierung erreicht, als
viele Märkte zu Städten erhoben wurden.

Ehemalige freie Reichsstädte in Oberschwaben


Augsburg, Bad Buchau, Biberach an der Riß, Donauwörth, Buchhorn (heute zu Friedrichsha-
fen), Konstanz, Isny, Kaufbeuren, Kempten, Leutkirch, Lindau, Pfullendorf, Memmingen,
Ravensburg, Überlingen, Ulm, Wangen.

Die sonstigen Städte sind


Aulendorf, Bad Saulgau, Bad Schussenried, Bad Waldsee, Bad Wurzach, Dietenheim, Ehingen
(Donau), Erbach (Donau), Illertissen, Immenstadt, Krumbach, Laupheim, Mengen, Mindel-
heim, Neu-Ulm, Ochsenhausen, Riedlingen, Scheer, Senden, Sigmaringen, Tettnang, Vöhrin-
gen, Weingarten, Weißenhorn

7
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschwaben

21
Abbildung 3: Oberschwaben8

Ab dem 4. Jahrhundert wurde im Rahmen der Reichsreform durch Kaiser Diokletian die Pro-
vinz Raetia Teil der Diözese Italia und in die beiden Teilprovinzen Raetia prima (Curiensis) und
Raetia secunda (Vindelica) aufgeteilt. Die unter einen Dux gestellten Teilprovinzen wurden
nun von Statthaltern niederen Ranges, so genannten Praesides, verwaltet, die in Curia (Chur)
und Augusta Vindelicorum (Augsburg) ihren Amtssitz hatten. Oberschwaben wurde Teil der
Raetia Secunda. Mit dem Zusammenbruch der römischen Herrschaft trennten sich die Schick-
sale der beiden Provinzteile.
Oberschwaben und das Bodenseegebiet einschließlich des zuvor zu Churrätien gehörenden
Vorarlbergs wurden Teil des Königreichs der Alamannen, zunächst als Herzogtum Alamannien,
später als „regnum Sueviae“ („Königreich Schwaben“, für jüngere Königssöhne). Es bestand
nur kurz, bevor es durch den fränkischen König Chlodwig I. dem Frankenreich einverleibt
wurde. Im Ostfrankenreich wurde das Gebiet Teil des mächtigen Herzogtums Schwaben.
Um die Oberherrschaft über dieses Gebiet konkurrierten viele mächtige Adelsgeschlechter,
zunächst die Salier, später unter anderem die Staufer und die Welfen, deren Stammhaus sich
in Oberschwaben befindet. Die welfischen Stammlande in Oberschwaben fielen später durch
Erbvertrag an den Staufer Friedrich Barbarossa.
Nach dem Untergang der Staufer-Dynastie und der Auflösung des Herzogtums Schwabens zer-
fiel Oberschwaben in eine Vielzahl kleiner, meist reichsunmittelbarer Territorien (Ritterschaf-
ten, Reichsstädte, Grafschaften, Fürstentümer, Reichsabteien, Landvogtei Schwaben). Zu den
größten Herrschaften gehörten die Habsburger (Vorderösterreich), die Grafen von Montfort
sowie die Reichsklöster Weingarten und Salem.
Die Geschichte Oberschwabens wird vom Mittelalter bis in die Neuzeit neben dem Adel und
den Klöstern maßgeblich von den bürgerlichen und bäuerlichen Untertanen in Stadt und Dorf
mitgestaltet, die vielfach höchst selbstbewusst und streitbar sich gegen feudale Bedrückung
zur Wehr setzten, Freiheitsrechte und kommunale Autonomie einforderten. Die Erhebung des

8
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschwaben#/media/Datei:Map_Upper_Swabia_(Oberschwa-
ben).png. Maximilian Dörrbecker (Chumwa) (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Map_Up-
per_Swabia_(Oberschwaben).png), „Map Upper Swabia (Oberschwaben)“, https://creativecom-
mons.org/licenses/by-sa/2.5/legalcode

22
gemeinen Mannes in Stadt und Land im Deutschen Bauernkrieg (1524–1526) hatte in Ober-
schwaben ihr wohl wichtigstes Kraftzentrum, wo sich mehrere Bauernhaufen zum sogenann-
ten Oberschwäbischen Haufen zusammenschlossen. Einer der wichtigsten war der Baltringer
Haufen, er hatte im Oberland sein Zentrum. Im März 1525 verfassten sie in Memmingen die
Zwölf Artikel von Memmingen, die historisch erste Niederschrift der Menschenrechte. Mit den
Zwölf Artikeln entstand die allenthalben rezipierte Kampfschrift der gesamten Freiheitsbewe-
gung und mit dem Weingartener Vertrag wurde der langfristig erfolgreiche Weg eines gewalt-
freien Ausgleichs der Untertanenkonflikte gewiesen. In der gesamten Frühen Neuzeit nahmen
die bäuerlichen Untertanen über ihre Gemeinden und Landschaften mit überwiegend recht-
lich, bei Bedarf aber auch gewaltsam ausgetragenem Widerstand aktiven Anteil an der Ver-
fassungsentwicklung im territorial klein parzellierten Oberschwaben.
Durch die Säkularisation wurden 1803 fast alle Klöster aufgelöst, die Mediatisierung bedeu-
tete das Ende der Freien Reichsstädte. Nach dem Ende des Alten Reichs 1806 (siehe auch
Reichsdeputationshauptschluss von 1803) kam – endgültig durch den Wiener Kongress 1815
– der größte Teil dieser vorwiegend katholischen Landschaft an das protestantische Königreich
Württemberg. Oberschwaben ist unter mehreren Aspekten eine konservative, aber lebens-
frohe Region, in der die Mentalität mit der etwa in Oberbayern bisweilen verglichen wird. Wie
dieses hat Oberschwaben aber auch seine rebellische Seite, die sich auch in der Verehrung
des Schwarzen Veri, eines um 1800 berüchtigten Räubers, zeigt.
In der Revolution von 1848/49 brachte eine bäuerliche Erhebung die verbliebenen Feudal-
strukturen zum Einsturz, eine bürgerliche Demokratiebewegung erhob auch in Oberschwaben
liberale und nationale Freiheitsforderungen. Die hohenzollerische Demokratiebewegung
mündete in die Revolution in Sigmaringen. Die Revolution von 1918/19 brachte auch im Ober-
land den Übergang vom monarchischen Obrigkeitsstaat zur demokratischen Republik, wäh-
rend die anderenorts zu vernehmenden sozialistischen Forderungen dort angesichts einer
noch wenig entwickelten Industrialisierung und einer schwachen Arbeiterbewegung kaum
eine Rolle spielten. Negativ betroffen war auch Oberschwaben vom Verlust der Freiheit unter
der nationalsozialistischen Gewalt- und Unrechtsherrschaft von 1933 bis 1945, als auch in der
Provinz politische Gegner verfolgt und unter rassenideologischen Prämissen Menschen aus-
gegrenzt und grausam ermordet werden9.
• Hans-Georg Wehling (Hrsg.): Oberschwaben (= Schriften zur politischen Landeskunde
Baden-Württembergs. Band 24). Landeszentrale für politische Bildung, Stuttgart
1995, DNB 946380716.
• Peter Blickle: Oberschwaben. Politik als Kultur einer deutschen Geschichtslandschaft.
Bibliotheca-Academica-Verlag, Tübingen 1996, ISBN 3-928471-14-7.
• Peter Blickle (Hrsg.): Politische Kultur in Oberschwaben. Bibliotheca-Academica-Ver-
lag, Tübingen 1993, ISBN 3-928471-08-2.
• Bruno Effinger (Red.): Die ehemals fünf Donaustädte. Stadt Saulgau, Saulgau 1983.
• Peter Eitel: Geschichte Oberschwabens im 19. und 20. Jahrhundert. Band 1: Der Weg
ins Königreich Württemberg (1800–1870). Thorbecke, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-
7995-0852-0; Band 2: Oberschwaben im Kaiserreich (1870–1918). Thorbecke, Ostfil-
dern 2015, ISBN 978-3-7995-1002-8.

9
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberschwaben

23
• Elmar L. Kuhn, Peter Renz (Hrsg.): Geschichten aus Oberschwaben. Klöpfer & Meyer,
Tübingen 2009, ISBN 978-3-940086-40-2.
• Joseph Laub: Geschichte der vormaligen fünf Donaustädte in Schwaben. Mit über-
sichtlicher Beschreibung der politischen Verhältnisse Vorder-Österreichs, insbeson-
dere Schwäbisch-Österreichs. Gruber in Kommission, Mengen 1894 (Neuauflage. Bür-
germeisteramt (Druck Julius Goelz), Mengen 1972).
• Franz Quarthal: Die besten, getreuesten und anhänglichsten Untertanen. Zur Ge-
schichte der schwäbisch-österreichischen Landstände. In: Beiträge zur Landeskunde.
Nr. 1, 1979, ISSN 0408-8492, S. 1–33. (online; PDF; 4,72 MB).
• Franz Quarthal: Als Schwaben von Österreich aus regiert wurde. Zur Geschichte der
habsburgischen Besitzungen in Südwestdeutschland. In: Schönes Schwaben. 10/11,
Heft 6, 1996, ISSN 0931-2323, S. 34–39.
• Paul Rothmund: Die fünf Donaustädte in Schwäbisch-Österreich und ihr Übergang an
Württemberg unter besonderer Berücksichtigung der Verwaltungs- und Verfassungs-
reformen seit Maria-Theresia. Dissertation. Tübingen 1955.

24
Appenzell, Ausser-Rhoden
Appenzell Ausserrhoden ist ein Kanton im Nordosten der Deutschschweiz und zählt zur Region
Nordostschweiz und zur Großregion Ostschweiz. Der Regierungs-, Parlaments- und seit Ende
November 2012 auch der Polizeisitz befinden sich in Herisau, Gerichtssitz ist weiterhin Trogen.
Appenzell wurde 1597 in das katholische Innerrhoden und in das reformierte Ausserrhoden
geteilt. Hauptort (Rathaus, Stock (Halseisenstock) und Galgen) für Ausserrhoden wurde Tro-
gen. Ab dem 16. Jahrhundert wurden große Textilhäuser in verschiedenen Gemeinden ge-
gründet. Die Textilindustrie ging in den Krisenjahren 1920 bis 1939 nieder. Seit 1749 besteht
Ausserrhoden aus zwanzig Gemeinden mit neunzehn reformierten Kirchgemeinden (Lutzen-
berg bleibt kirchlich mit Thal SG verbunden). Die erste liberale Verfassung wurde 1834 ange-
nommen, diese wurde 1876 und 1908 revidiert. Herisau wurde 1876 Tagungsort des Kantons-
rates, Sitz der Regierung und wichtiger Verwaltungszweige. Zwischen 1875 und 1913 wurden
verschiedene Bahnlinien gebaut10.
19. Jahrhundert
Neutaler, 4 Franken
Abbildung 1: Appenzell, Ausser-Rhoden, Neutaler, 4 Franken 1816

NDW ID: 45702


Fotoquelle: Sonntag (vz-Stgl), 1812 und 1816
HMZ 2-28b; D./T. 155; Divo 117; Dav. 368. KM #12; Prägestätte: Bern, Ag 900; 29,10 g; d=41 mm; Aufl.
1850 St; R2; Av: Aufrecht schreitender Appenzeller Bär nach links, zwischen V- R, in zwei gekreuzten
Lorbeerzweigen, darunter Jahreszahl // Rv: Stehender Krieger in alter Tracht mit spitzem Schweizer
Schild und Flammberger; im Abschnitt Wertbezeichnung.

s 350
ss 700
vz 1400
Stgl 2800

ss+ 616 2018 Sin 53#6044


vz 732 2017 Sin 39#4504
f. Stgl 1095 2018 Sin 51#4008
f. Stgl 2000 2015 Künker/263
Stgl 2000 2019 Kün 316#930
Stgl 838 2018 Sin 47#2520
Stgl 2400 2016 Künker/278#1362

10
https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Appenzell_Ausserrhoden

25
2 Franken
Abbildung 2: Appenzell, Ausser-Rhoden, 2 Franken 1812

NDW ID: 45703


Fotoquelle: Sincona (vz)
HMZ 2-29a; D.T. 156. KM 8, Prägestätte: Bern, Ag 14,92 g; d=34 mm; Aufl. 1861 St;
Av: Spatenförmiger Appenzeller Wappenschild, zwischen gekreuztem Lorbeer- und Palmzweig // Rv:
Stehender Krieger in alter Tracht mit ovalem Schild und Flammberger; im Abschnitt Wertbezeich-
nung.

s 175
ss 350
vz 700

ss+ 293 2018 Sin 47#2518


vz 580 2014 Sincona/20#3624
vz+ leicht berieben 484 2018 Sin 53#6042

Halbfranken
Abbildung 3: Appenzell, Ausser-Rhoden, Halbfranken 1809

NDW ID: 45704


Fotoquelle: Sincona (Stgl)
HMZ 2-30a; D./T. 157. Ag 4,61 g; Aufl. 6534 St; Schräg gerippter Rand;
Av: Spitzes Kantonswappen zwischen Lorbeer- und Palmzweig.
Rv: Wert und Jahr in 4 Zeilen zwischen Palm- und Lorbeerzweig.

s 150
ss 300
vz 600
Stgl 1200

vz-Stgl 754 2018 Sin 47#2516


vz-Stgl 737 2014 Sincona/18#3267
Stgl 1319 2018 Sin 53#6040

26
Batzen
Abbildung 4: Appenzell, Ausser-Rhoden, Batzen 1808

NDW ID: 45705


Fotoquelle: Künker (vz), 1808 und 1816.
HMZ 2-31a; D./T. 158a; KM-6; Prägestätte: Bern, Bi 2,77 g; d=26 mm; Aufl. 332 190 St;
Av: Spitzes Kantonswappen zwischen einem Lorbeer- und einem Palmzweig, darunter die Jahreszahl.
// Rv: Wertangabe in einem Blumenkranz.

s 60
ss 115
vz 230

vz 190 2014 Künker/254#2517


f. Stgl 317 2016 Sincona/29#2265

Halbbatzen
Abbildung 5: Appenzell, Ausser-Rhoden, Halbbatzen 1809

NDW ID: 45708


Fotoquelle: Sincona (fvz), 1808, 1809, 1816
HMZ 2-32b; D.T. 159b. Prägestätte: Bern. Bi 1,96 g; Aufl. 60 240 St;
Av: Rundes Kantonswappen.
Rv: Wert zwischen Zweigen, IEDEM DAS SEINIGE.

s 200
ss 400
vz 800

vz- 176 2018 Sin 53#6041


vz- 567 2013 Sincona/16#5036

27
Kreuzer [1
Abbildung 6: Appenzell, Ausser-Rhoden, Kreuzer 1813

NDW ID: 45712


Fotoquelle: Sincona (vz-Stgl)
D.T. 160. HMZ 2-33a, Prägestätte: Bern. Bi 1,07 g; d=18 mm; Aufl. 86 020 St;
Av: Rundes Kantonswappen in einem Perlkranz über zwei kleinen Zweigen. //
Rv: Wertangabe in einem Blattkranz.

s 22
ss 45
vz 90
Stgl 180

vz-Stgl 116 2014 Sincona/20#3288

Pfennig
Abbildung 7: Appenzell, Ausser-Rhoden, Pfennig 1816

NDW ID: 45714


Fotoquelle: Sincona (f Stgl)
HMZ 2-34a; D.T. 161. Prägestätte: Bern. Cu 0,60 g; Aufl. 65 520 St;

s 100
ss 200
vz 400

ss 158 2018 Sin 53#6046


ss 110 2016 M & M/43#940
Stgl- 456 2014 Sincona/20#3289

Appenzell, Inner-Rhoden
Appenzell Innerrhoden ist ein Kanton in der Deutschschweiz und zählt zur Region Nordost-
schweiz sowie zur Großregion Ostschweiz. Der Hauptort und zugleich einwohnerstärkste Ort
ist Appenzell. Der Kanton Appenzell Innerrhoden, seit 1513 wie Ausserrhoden ein Glied der
Eidgenossenschaft, bildete vor der Gegenreformation zusammen mit dem Kanton Appenzell

28
Ausserrhoden den Kanton Appenzell. Im Jahr 1597 hat Appenzell sich friedlich in zwei Halb-
kantone geteilt (Landteilung), in das reformierte Appenzell Ausserrhoden und das katholisch
gebliebene Appenzell Innerrhoden. Diese sind heute im Schweizer Ständerat mit jeweils nur
einem statt mit zwei Sitzen vertreten. Sonst sind die Halbkantone heute eigenständige Kan-
tone, wie die anderen Kantone der Schweiz auch11.
18. Jahrhundert
Dukat
Abbildung 8: Appenzell, Inner-Rhoden, Dukat 1737

NDW ID: 45718


Fotoquelle: Sincona (vz+), 1737 und 1739
HMZ 2-35a.; D.T. 780. Fr. 1.; KM 24, Au 3,45 g; DUCATVS REIP APPENZELLENSIS S MAURITIVS PAT-
RONVS
Av: Vier Zeilen Schrift und die Jahreszahl auf Kartusche mit Verzierungen und Engelsköpfchen.
Rv: Der nach rechtsstehende hl. Mauritius mit Fahne hält vor sich das Appenzellerwappen

s 3250
ss 6500
vz 13000

vz+ 10406 2011 Sincona/1#1712

9 Batzen
Abbildung 9: Appenzell, Inner-Rhoden, 9 Batzen 1738

NDW ID: 45770


Fotoquelle: Sincona (ss+), 1738 (2 Varianten)
HMZ 2-36a.; D.T. 782. Tobler (SMK V) 3. Ag 8,56 g; Var. mit gebogener Schrift
Der heilige Mauritius mit Fahne und Wappenschild nach rechts.
Rv. Gebogene Inschrift in drei Zeilen mit Wertangabe und Jahreszahl in einer mit geflügeltem Engels-
kopf verzierten Kartusche, darunter die Stempelschneidersignatur "I T" für Jonas Thiébaud.

s 3500
ss 7000

11
https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_Appenzell_Innerrhoden#Geschichte

29
vz 14000

ss+ 3928 2016 Sin 35#5016


ss+ 6879 2013 Sincona/16#5046
vz- 8242 2015 Sincona/25#2068
vz+ 8321 2018 Sin 51#4009
vz-Stgl 8376 2018 Sin 47#2526

20 Kreuzer
Abbildung 10: Appenzell, Inner-Rhoden, 20 Kreuzer 1740

NDW ID: 45771


Fotoquelle: Sincona (ss), 1738 und 1740
D.T. 785. HMZ 2-37b
Beschreibung: Ag 3,99 g;

s 300
ss 600
vz 1200

Ss Prägeschwäche 486 2013 Sincona/16#5058

15 Kreuzer
Abbildung 11: Appenzell, Inner-Rhoden, 15 Kreuzer 1738

NDW ID: 45772


Fotoquelle: Sincona (ss+), 1738 und 1740
DT. 786. HMZ 2-38a. Ag 4,92 g;
Av: Geschweiftes Wappenschild m. d. Bären n. r.
Rv: SUPER / OMNE / LIBERTAS / .1738. in verzierter Einfassung.

s 850
ss 1700
vz 3400

ss 497 2016 Sincona/29#2278


ss+ 1740 2014 Sincona/20#3297

30
Abbildung 12: Appenzell, Inner-Rhoden, 15 Kreuzer 1738

NDW ID: 45773


Fotoquelle: Sincona (fss), 1738 und 1740
D.T. 787. HMZ 2-38b, Ag 4,39 g;
Av: Nach links schreitender Bär.
Rv: Variante mit GLORIA IN EXCELSIS DEO und Wertzahl 1 5.

s 450
ss 900
vz 1800

ss- 663 2014 Sincona/20#3298


ss 693 2016 Sin35#5018

6 Kreuzer [
Abbildung 13: Appenzell, Inner-Rhoden, 6 Kreuzer 1737

NDW ID: 45774


Fotoquelle: Sincona (ss-vz), 1737-1738
HMZ 2-39a; Divo/Tobler 788; Bi 3,11 g; 25-26 mm;
Av: Bär in Kartusche nach rechts.
Rv: Wertangabe und Jahreszahl in Kartusche.

ss 500
ss 250
vz 1000

s-ss 230 2018 Sin 47#2523


ss-vz 667 2012 Sincona/6#2926
f. Stgl 1819 2016 Auciones/e47#158

Batzen, 4 Kreuzer
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-40

31
Groschen, 3 Kreuzer
Abbildung 14: Appenzell, Inner-Rhoden, Groschen, 3 Kreuzer 1738

NDW ID: 45778


Fotoquelle: Sincona (ss), 1738, 1739 und 1740 (Varianten)
Tobler (SMK V) 13. D.T. 792a. HMZ 2-41c. Bi 1,26 g; seltener Typ mit kleiner Wertzahl 3 (Kreuzer)

s 400
ss 800
vz 1600

ss 648 2013 Sincona/16#5050

Halbbatzen
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-42

Kreuzer
Abbildung 15: Appenzell, Inner-Rhoden, Kreuzer 1738

NDW ID: 45782


Fotoquelle: Sincona (ss), 1737-1742 (Varianten)
Tobler (SMK V) 17. D.T. 796a. HMZ 2-43c. Bi 0,55 g;

ss 4249 2013 Sincona/16#5052

Bluzger
Abbildung 16: Appenzell, Inner-Rhoden, Bluzger 1738

NDW ID: 45855


Fotoquelle: Sincona (ss), 1738 f. (Varianten)
Tobler (SMK V) 19. D.T. 798. HMZ 2-44a. Bi 0,58 g; ovales Wappen in Kartusche

32
s 1700
ss 3400
vz 6800

ss 2914 2013 Sincona/16#5053

Halbkreuzer
Abbildung 17: Appenzell, Inner-Rhoden, Halbkreuzer 1737

NDW ID: 45864


Fotoquelle: Sincona (ss-vz). 1737 (Varianten)
D. T. 800. HMZ 2-45a; Tobler 22; Bi 0,40 g; 2 Wappen. Rv. Wertzahl 1/2.

s 33
ss 65
vz 130

ss 50 2016 M & M/43#935


ss-vz 83 2014 Sincona/20#3294

2 Pfennig
Abbildung 18: Appenzell, Inner-Rhoden, 2 Pfennig o. J.

NDW ID: 45866


Fotoquelle: Sincona (ss), Varianten)
D.T. 802. HMZ 2-46a; KM 19. Bi 0,48 g; - einseitig - Bär nach rechts mit Wappenschild.

s 130
ss 260
vz 520
ss 228 2014 Sincona/20#3295

33
Abbildung 19: Appenzell, Inner-Rhoden, 2 Pfennig o. J. (1750)

NDW ID: 45867


Fotoquelle: Sincona (vz)
Tobler (SMK V) 24. D.T. 801a. HMZ 2-46c. Bi 0,47 g; Bär nach rechts ohne Wappenschild.

s 110
ss 220
vz 440

ss-vz 135 2016 Sincona/29#2280


vz 203 2013 Sincona/16#5055

Abbildung 20: Appenzell, Inner-Rhoden, Pfennig o. J. (1750) /a

NDW ID: 45879


Fotoquelle: Sincona (vz-Stgl)
HMZ 2-47a. DT 803b. Bi 0,20 g; - einseitig, Bär nach links -

s 90
ss 180
vz 350
Stgl 700

vz- 134 2018 Sin 47#2522


vz- 135 2016 Sincona/29#2281
vz-Stgl 456 2014 Sincona/20'3301

34
Pfennig
Abbildung 21: Appenzell, Inner-Rhoden, Pfennig o. J. (1738) /b

NDW ID: 45880


Fotoquelle: Sincona (ss)
HMZ 2-47b. D.T. 803a. Tobler (SMK V) 26. Bi 0,22 g; einseitig; nach rechts schreitender Bär

s 480
ss 960
vz 1900
ss 271 2016 Sincona/29#2279
ss 834 2012 Sincona/6#2932

Abbildung 22: Appenzell, Inner-Rhoden, Pfennig o. J. (1750) /a

NDW ID: 45879


Fotoquelle: Sincona (vz-Stgl)
HMZ 2-47a. DT 803b. Bi 0,20 g; einseitig, Bär nach links

s 90
ss 180
vz 350
Stgl 700

vz- 134 2018 Sin 47#2522


vz- 135 2016 Sincona/29#2281
vz-Stgl 456 2014 Sincona/20'3301

35
Heller
Abbildung 23: APPENZELL INNERRHODEN. Heller o. J.

Sincona, Auction 44, Los 5030, 4500 CHF


SCHWEIZ. APPENZELL INNERRHODEN. Heller o. J., Appenzell. Kleiner, nach links schreitender Bär, dar-
über in zwei Zeilen EIN / HELLER. Rv. Zirkelpunkt. 0.35 g. Tobler (SMK V) 28. D.T. 805. HMZ 2-48c. Sehr
selten / Very rare. Sehr schön / Very fine.

Augsburg
Der Name der Stadt, die zu den ältesten in Deutschland gehört, geht auf das 15 v. Chr. gegrün-
dete römische Heerlager und die spätere römische Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum zu-
rück. Im 13. Jahrhundert löste sich die Stadt von der Bischofsherrschaft, wurde spätestens
1316 zur Reichsstadt und häufiger Schauplatz von Reichstagen mit engen Verbindungen zu
den Herrschern des Heiligen Römischen Reiches, die unter anderem von den Kaufmannsfami-
lien Welser und Fugger finanziert wurden („Fuggerstadt“). Nach der Reformation wurde Augs-
burg, in dem 1555 der Augsburger Religionsfriede geschlossen wurde, bikonfessionell12.
Königliche Münzstätte
Konrad (1024-1039)
Abbildung 24: AUGSBURG, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, KONRAD II., 1024-1039. Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 40, Los 699, 575 Euro


AUGSBURG, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, KONRAD II., 1024-1039. Pfennig. Gekrönter Kopf r., KVONR -
REX Rv. Kreuz, in den Winkeln C-R-V-X, +AVCSTA CIV, 1,05 g. Dbg. 1036. Hahn 148. Kluge 112. Gewellt.
Sehr schön-vorzüglich

12
https://de.wikipedia.org/wiki/Augsburg

36
Heinrich II. (1047 - 1063)
Abbildung 25: Augsburg (königliche Münzstätte). Heinrich II. 1002-1024. AR Pfennig

CNG, Mail Bid Sale 82, Los 1238, 4000 USD


GERMANY, Augsburg (königliche Münzstätte). Heinrich II. 1002-1024. AR Pfennig (1.19 g). R/X down
left field, H/IИ/RI down right, crowned bust right / ΛVGVSTA • CIV • (pellet in Λ; S horizontal), small
cross pattée; annulet in first quarter, triple pellets in second and third quarters, wedge in fourth quar-
ter. Hahn, Type 3, 145 (dies XII/73); cf. Kluge, Salier 87-9. Near EF, toned. Ex Spink Taisei 31 (23 October
1991), lot 27.
Heinrich II, king of Germany from 1002 and Holy Roman Emperor from 1014, was the only German
king to become a Catholic saint. He spent much of his reign putting down rebellions within the Empire
and reinforcing the borders of his lands. On the urging of the Pope, Heinrich led a campaign in southern
Italy to counter the growing influence of the Byzantine Empire, which had gained the allegiance of
some Italian principalities. Although he was able to extract oaths of loyalty from several Italian dukes,
Heinrich was not able to capture any Byzantine territory with his forces. The emperor was more suc-
cessful, however, in his ecclesiastical reforms. He strongly supported the rights of bishops to reign over
territories as temporal lords, in addition to their responsibility as spiritual leaders. In addition, he cham-
pioned the policy of celibacy among the clergy in an attempt to prevent battles of succession among
their heirs.

Eberhard IV. von Königstein-Eppstein (1481-1535)


Abbildung 26: AUGSBURG, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Eberhard IV. von Königstein-Eppstein, 1481-
1535, Batzen 1521

Emporium, Auction 78, Los 1441, 55 Euro


AUGSBURG, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Eberhard IV. von Königstein-Eppstein, 1481-1535, Batzen
1521 mit Titel Karl V. 3,61 g. Schulten 39, Forster 343

37
Ludwig II. von Stolberg
Abbildung 27: Augsburg, königliche Münzstätte, Pfandinhaber Ludwig II. von Stolberg (1535-1574)

Busso Peus, Auction 421, Los 2169, 5500 Euro


Augsburg, königliche Münzstätte, Pfandinhaber Ludwig II. von Stolberg als Erbe der Grafschaft
Eppstein-Königstein bei Frankfurt/M., 1535-1574, Reichsguldiner zu 60 Kreuzer 1560, mit Titel Ferdi-
nands I., Doppeladler, auf der Brust Reichsapfel mit Wertzahl über Augsburger Pyr / Wappen. Dav.
126; 24.41 g. Äußerst selten. Sehr schön

Stadt
Z. Zt. Heinrich II. (1002 - 1024)
Abbildung 28: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 52189


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Hahn (M.R.) vgl. 145; Avers-Typ XI, Revers Typ 145.40
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Prägung vom 3. Typ
Gekröntes, bärtiges Bb. rechts (6 Punkte im Kronreif), in den Feldern R über X und H EI N (invertiert) Ri
C (schräg liegend). / Im Perlkreis Kreuz mit Winkelzeichen: 3 Punkte; Keil; 3 Punkte, Ringel; AVGSTA .
CIV. Gewicht: 1,25 g

s 150
ss 300
vz 600

ss-vz Leicht wellig 450 2016 Gorny & Mosch/238

Z. Zt. Heinrich III. (1039 - 1056)


Ohne Abbildung

Z. Zt. Konradins bis Herzog Ludwigs II. von Bayern (1056 - 1255)
Ohne Abbildung

Z. Zt. Maximilian I. (1493 - 1519)


Ohne Abbildung

38
Z. Zt. Karl V. (1530 - 1556)
1 Goldgulden
Abbildung 29: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Goldgulden o. J. (1517-1558)

NDW ID: 14937


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Fb. 43, For 6, Schul. 57
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtpyr in verziertem Herzschild / Gekrönter Doppeladler mit Brustschild Österreich-
Ungarn sowie Titulatur Kaiser Karl V.

ss 600
vz 1200
Stgl 2400

ss-vz 700 2011 Gorny & Mosch/197


vz- 720 2016 Höhn/85
vz- 1300 2013 Emporium/69
vz 1100 2016 Sonntag/23

1 Taler
Abbildung 30: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1545

NDW ID: 8208


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: D. 986
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: unter Ludwig II. von Stolberg-Königshain-Rochefort als Münzherr

s 300
ss 600
vz 1200

39
Abbildung 31: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1547

NDW ID: 39314


Fotoquelle: Busso Peus (f. vz)
Zitierstellen: Dav. 9864, Schulten 47
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Blumenkreuz, in den Winkeln Wappen / Doppeladler über Augsburger Wappen

s 500
ss 1000
vz 2000

vz- 1500 2015 Peus/414

10 Kreuzer
Ohne Abbildung

1 Batzen
Abbildung 32: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Batzen 1521

NDW ID: 58478


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Schulten 39
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Die zwei Wappen von Königstein und Eppstein, darüber Jahr. Rs. Adler, unten Wappen
mit Pyr, Gewicht: 3,81 g

s 25
ss 50
vz 100

1/2 Batzen
Ohne Abbildung

1 Pfennig
Ohne Abbildung

40
Z. Zt. Ferdinand I. (1558 - 1564)
1 Goldgulden
Ohne Abbildung

Guldentaler zu 60 Kreuzer]
Ohne Abbildung

1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer]


Ohne Abbildung

10 Kreuzer
Abbildung 33: 10 Kreuzer 1560

Sonntag, Auction 26, Los 2108, 120 Euro


10 Kreuzer 1560. Mit Titulatur Kaiser Ferdinand I., Forster 39, Fo./S. 72. 3,95 g, sehr schön, erworben
bei Button 1956.

Z. Zt. Maximilian II. (1564 - 1576)


1 Goldgulden
Ohne Abbildung

Guldentaler zu 60 Kreuzer]
Abbildung 34: AUGSBURG, Reichsstadt, Guldentaler zu 60 Kreuzer 1574

NDW ID: 8222


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: For. 82/D. 3
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtpyr in Schild mit Schnitzwerk/Gekrönter Doppeladler, auf der Brust Reichsapfel

s 350
ss 700
vz 1600

ss Befeilter Rand 500 2016 G. Hirsch Nachf./324#3016

41
1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer
Ohne Abbildung ]

10 Kreuzer
Ohne Abbildung

Z. Zt. Rudolf II. (1576 - 1612)


1 Goldgulden
Ohne Abbildung

10 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Ohne Abbildung

1 Pfennig
Abbildung 35: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Pfennig 1579

NDW ID: 15141


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Forster 85, Fo./S. 114
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Klippenförmiger Silberpfennig
"A" im Kreis / Jahreszahl im Kreis

s 30
ss 60
vz 120

ss 50 2013 Teutoburger/78

Z. Zt. Matthias (1612 - 1619)


1 Goldgulden
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Ohne Abbildung

42
1 Heller
Abbildung 36: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Heller 1617

NDW ID: 8230


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: For. 104

s 100
ss 200

Z. Zt. Ferdinand II. (1619 - 1637)


1 Goldgulden

Sincona, Auction 29, Los 845, 13000 CHF


Augsburg, Stadt, Goldgulden 1628. Titel Ferdinands II. Die Heiligen Ulrich mit Krummstab und Afra mit
Palmzweig sitzen einander gegenüber und halten gemeinsam das Stadtpyr. Rv. Gekrönter Doppeladler
mit Insignien. 3.22 g. Forster 212. Fr. 56. Von größter Seltenheit. Vorzüglich Die Augsburger Münzakten
belegen, dass von diesem Goldgulden nur 653 Exemplare geprägt wurden, wovon nur wenige Exemp-
lare überlebt haben. Bekannte Exemplare befinden sich in den Kabinetten von Berlin und Paris. Im
Handel wurden die Stücke in den Auktionen Sammlung Erbstein Teil V, Hess Nachfolger, Frankfurt
9.1.1911, Nr. 15782 (Stgl. 180,- GM), Slg. Stroehlin, Teil 1, Hamburger 1900 (ss 257,- GM) und Fritz
Rudolf Künker GmbH & Co. KG, Auktion 144, Nr. 4445 angeboten (Information aus dem Katalog 144
der Firma Künker, Osnabrück, vom Oktober 2008).

10 Dukaten
Ohne Abbildung

5 Dukaten
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Ohne Abbildung

43
1 Dukat
Abbildung 37: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1630

NDW ID: 14843


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Fb. 59/For. 231
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: mit Titel Ferdinands II.

ss 900
vz 1800
Stgl 3600

ss-vz Leichte Belagreste, kl. Kratzer 900 2017 Künker/292#5388

2 Taler
Abbildung 38: AUGSBURG, Reichsstadt, 2 Taler 1627

NDW ID: 14975


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Dav. 5030, Forster 199, Fo./S. 232
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Breiter Doppeltaler
Stadtpyr in ovaler, reich verzierter Kartusche, darüber Engelsköpfchen / Gekrönter und nimbierter
Reichsadler mit Schwert und Zepter in den Fängen sowie Reichsapfel auf der Brust und Titulatur Kaiser
Ferdinand II.

s 2000
ss 4000
vz 8000

ss-vz Rand leicht bearbeitet 9000 2016 Sonntag/23

44
1 Taler
Abbildung 39: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1624

NDW ID: 8213


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: For. 166/D.5014
Beschreibung: gekrönter Adler mit Zepter, Schwert und Reichsapfel/zwei Genien über Stadtansicht

s 180
ss 350
vz 700

ss-vz 425 2010 Gorny & Mosch/192


vz Winz. Zainende 360 2014 Teutoburger/88

2/3 Taler
Ohne Abbildung

1/2 Taler
Abbildung 40: AUGSBURG, Reichsstadt, 1/2 Taler 1629

NDW ID: 15046


Fotoquelle: Busso Peus (ss-vz)
Zitierstellen: For. 228
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Hand aus Wolken hält Palmwedel und Lorbeerzweig über Pyr / Doppeladler, auf der
Brust Reichsapfel

s 400
ss 800
vz 1600

ss 800 2011 G. Hirsch Nachf./272


ss-vz Rufpreis 1250 €, nicht versteigert 0 2015 Peus/414

45
1/3 Taler
Abbildung 41: AUGSBURG, Reichsstadt, 1/3 Taler 1626

NDW ID: 15066


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: For. 187
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtansicht unter Stadtwappen (Zapfen), Jz. in röm. Ziffern/einköpfiger Adler nach
links blickend mit Wertzahl im Schild

s 80
ss 160
vz 300

ss 120 2010 Teutoburger/52


ss-vz 160 2016 Möller/68#13

1/4 Taler
Ohne Abbildung

1/6 Taler
Abbildung 42: AUGSBURG, Reichsstadt, 1/6 Taler 1626

NDW ID: 50775


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Forster 193
Prägestätte: Augsburg

s 60
ss 120
vz 240

46
ss-vz Startpreis 200 €410 2016 Künker/272

1/9 Taler
Abbildung 43: AUGSBURG, Reichsstadt, 1/9 Taler 1625

NDW ID: 15084


Fotoquelle: 77
Zitierstellen: Forster 171, Fo./S. 203
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Mit Titulatur Kaiser Ferdinand II.

s 100
ss 200
vz 400

ss 150 2011 G. Hirsch Nachf./272


ss-vz 220 2016 Sonntag/23

15 Kreuzer
Ohne Abbildung

2 Kreuzer
Abbildung 44: AUGSBURG, Reichsstadt, 2 Kreuzer 1624

NDW ID: 8227


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: For. 157ff
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Halbbatzen

s 30
ss 60
vz 120

vz+ 34 2017 WAG/72#601

47
1 Kreuzer
Abbildung 45: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Kreuzer 1624

NDW ID: 15124


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Forster & Schmid, 192
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Kipper-Kreuzer

s 20
ss 40
vz 80

ss 45 2013 Olding

1 Pfennig
Ohne Abbildung

Doppelheller-Kipper
Ohne Abbildung

1 Heller
Ohne Abbildung

Unter schwed. Besatzung durch Gustav II. Adolf (1632-1634)


3 Dukaten
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Abbildung 46: AUGSBURG, Reichsstadt, 2 Dukaten 1632

48
NDW ID: 8233
Zitierstellen: For. 234/Fb. 111
Prägestätte: Augsburg

vz-Stgl 9000
vz-Stgl 6000 2012 Peus/407

1 Dukat
Abbildung 47: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1632

NDW ID: 15173


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: For. 239, Fb. 113
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Brustbild mit Blick nach vorn

ss 1500
vz 3000
Stgl 6000

ss- Felder bearbeitet 675 2015 Künker/269

4 Taler Löser
Ohne Abbildung

1 Taler
Abbildung 48: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1632

NDW ID: 15178


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: For. 240, Dav. 4543
Prägestätte: Augsburg

49
Beschreibung: Belorbeertes Brustbild im Harnisch mit Spitzenkragen nach halbrechts / Gekröntes Wap-
pen mit Mittelschild Wasa auf verzierter Kartusche

s 500
ss 1000
vz 2000

ss 710 2017 Künker/296#1956


ss 230 2017 Peus/419#1652

Z. Zt. Ferdinand III. (1637 - 1657)


2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Abbildung 49: AV Dukat, Dated 1645

CNG, Auction 90, Los 2174, 1700 USD


GERMANY, Augsburg (Stadt), nomine Ferdinand III. Holy Roman Emperor, 1637-1657. AV Dukat (22
mm, 3.47 g). Dated 1645. Laureate bust right / Coat-of-arms. Förschner 124; Forster 305; Friedberg
61. EF, underlying luster. Ex Schweizerischer Bankverein 8 (30 January 1979), lot 34.

1 Taler
Abbildung 50: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1639

NDW ID: 15006


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: For. 277, Dav. 5038
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtansicht mit Stadtpyr im Vordergrund. / Bb. Kaiser Ferdinand III. halbrechts
Bewertungen Erhaltung
s 500

50
ss 1000
vz 2000

ss ursprüngliche Henkelspur und Felder leicht bearbeitet 300 2016 Sonntag/23

1/2 Taler
Abbildung 51: AUGSBURG, Reichsstadt, 1/2 Taler 1643

NDW ID: 15050


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: For. 299

s 250
ss 500
vz 1000

vz 400 2016 Sonntag/23

1/3 Taler
Ohne Abbildung

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

1/2 Kreuzer
Ohne Abbildung

Z. Zt. Ferdinand IV. (1653 - 1654)


1 Goldgulden
Ohne Abbildung

1 Dukat
Abbildung 52: Augsburg, Reichsstadt, Dukat 1653 (Chronogramm)

51
Busso Peus, Auction 416, Los 907, 6750 Euro
Augsburg, Reichsstadt, Dukat 1653 (Chronogramm), Huldigung zur Wahl und Krönung Ferdinands IV.
zum König in Regensburg. Schrift zwischen Lorbeerzweig und Palmwedel, oben Stadtpyr / Büste Ferdi-
nands IV. halbrechts. F. 64, Forster 323 (unediert ), Slg. Julius - , Slg. Montenuovo - , Plato - 3.27 g;
äußerst selten. Sehr schön/Vorzüglich

Z. Zt. Leopold I. (1658 - 1705)


10 Dukaten
Ohne Abbildung

4 Dukaten
Abbildung 53: AUGSBURG, Reichsstadt, 4 Dukaten 1704

NDW ID: 14814


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: For. 84
Beschreibung: auf den Entsatz der Stadt
Stadtgöttin mit Wappen sitzt nach l. und deutet mit der Rechten auf einen über dem Lechtal aufge-
henden Stern//Taube mit Ölzweig im Schnabel fliegt auf einen Felsen im wogenden Meer zu, der die
Arche trägt; an den Felsen ist das Stadtpyr gelehnt, 29,02 mm; 13,77 g

ss 3000
vz 6000
Stgl 12000

vz 4800 2016 Künker/271

3 Dukaten
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 1/2 Dukaten
Ohne Abbildung

52
1 Dukat
Abbildung 54: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1660

NDW ID: 14882


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Fb. 67/For. 335
Prägestätte: Augsburg

ss 1000
vz 2000
Stgl 4000

1 Taler
Abbildung 55: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1694

NDW ID: 15016


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: For. 402, Dav. 5047
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtpyr zwischen den Flußgöttern Wertach und Lech / Gekrönter Doppeladler mit
Schwert und Zepter in den Fängen sowie Titulatur Kaiser Leopold I.

s 300
ss 600
vz 1000

ss-vz 325 2016 Sonntag/23

53
1/2 Taler
Abbildung 56: AUGSBURG, Reichsstadt, 1/2 Taler 1694

NDW ID: 15052


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: For. 406
Prägestätte: Augsburg

s 100
ss 200
vz 400

ss 160 2010 Teutoburger/52


vz- 200 2011 G. Hirsch Nachf./272
vz 480 2016 Höhn/86

1/4 Taler
Augsburg, 1/4 Taler 1694

Sonntag, Auction 26, Los 2131, 400 Euro


Augsburg, 1/4 Taler 1694. Stempel von P. H. Müller. Stadtpyr auf verzierter Kartusche, oben die römi-
sche Jahreszahl / Gekrönter Doppeladler mit Schwert und Zepter in den Fängen, auf der Brust der
Reichsapfel mit Wertzahl sowie Titulatur Kaiser Leopold I. Forster 409, Fo./S. 419. 7,21 g,
selten, feine Patina, minimaler Schrötlingsriß, vorzüglich. Erworben bei Grabow 1959.

54
1 Batzen
Abbildung 57: Augsburg, Stadt, Batzen 1694

Sonntag, Auction 21, Los 531, 135 Euro


Augsburg, Stadt, Batzen 1694. Mit Titulatur Kaiser Leopold I., Forster 412, Fo./S. 426. Walzenprägung,
vorzüglich

4 Kreuzer
Abbildung 58: AUGSBURG, STADT, 4 Kreuzer 1695

Emporium, Auction 80, Los 1992, 100 Euro


AUGSBURG, STADT, 4 Kreuzer 1695. Mit Titel Leopold I. 1,97 g. Forster 416, ss+

2 Kreuzer
Ohne Abbildung

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

1 Heller
Ohne Abbildung

55
Medaillen
Abbildung 59: Augsburg, Stadt. Kleine Goldmedaille im Gewicht eines 1/2 Dukaten 1750

Sonntag, Auction 27, Los 594, 1700 Euro


Augsburg, Stadt. Kleine Goldmedaille im Gewicht eines 1/2 Dukaten 1750 von J. Thiébaud, auf Leopold
Anton Imhoff. Januskopf auf Postament mit dem Augsburger Stadtpyr / Zwei Familienwappen in baro-
cker Muschelrocaille. Forster 121. Imh. 453.77. 15 mm, 1,70 g, selten in Gold, Stempelglanz. Aus Auk-
tion 187, G. Hirsch Nachf., Nr. 2940.

Z. Zt. Joseph I. (1705 - 1711)


10 Dukaten
Ohne Abbildung

5 Dukaten
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Abbildung 60: Augsburg, Stadt, Dukat 1707

Sincona, Auction 38, Los 1119, 3500 CHF


Augsburg, Stadt, Dukat 1707. Titel Joseph I. 3.46 g. Forster 451. Fr. 82. Sehr seltener Jahrgang / Very
rare date. Vorzüglich / Extremely fine.

56
Abbildung 61: Augsburg, Reichsstadt, Dukat 1767

Busso Peus, Auction 410, Los 3006, 1750 Euro


Bayern, Augsburg, Reichsstadt, Dukat 1767, mit Titel Josephs II. Pyr in Torbogen / Kaiserbüste rechts.
F. 109, Forster 673, 3.48 g; Stempelglanz/Vorzüglich

1/4 Dukat
Ohne Abbildung

Z. Zt. Karl VI. (1711 - 1740)


12 Dukaten
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Abbildung 62: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1711

NDW ID: 14911


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Fb. 84, For. 460
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: auf die Kaiserkrönung Karl IV.
Brustbild Karl IV./fliegender Adler

ss 2500
vz 5000
Stgl 10000

vz- 2400 2017 Künker/292#5391

1/2 Dukat
Ohne Abbildung

57
2 Taler
Abbildung 63: Augsburg. 2 Taler, 1740-IT

Goldberg, Auction 106, Los 2029, 11000 USD


German States: Augsburg. 2 Taler, 1740-IT. Dav-1920; KM-146; Forster-519. Crowned arms in sprays
with river gods at sides. LIB: S: R: I: CIVIT: AUGUSTA VINDEL: Reverse; Crowned double headed eagle,
date and "IT" in foliage. Titles of Karl VI. D: G: CAROLUS VI: ROM: IMP: S: AUGUSTUS: Visually stunning
mint fresh luster with lovely old steel-gray toning. A truely magnificent specimen for the connoisseur.
Very rare. NGC graded MS-66. Estimate Value $15,000 - UP
Ex: Heritage ANA sale August 2014 where it realized $22325 including Buyer's Premium.

1 Taler
Abbildung 64: Augsburg-Stadt, Silbermedaille im Talergewicht 1685

Teutoburger, Auction 110, Los 1112, 550 Euro


Augsburg-Stadt, Silbermedaille im Talergewicht 1685 unsign. (verm. P.H. Müller) Auf die Geburt des
Erzherzogs Karl v. Österreich (der spätere Kaiser Karl VI.). Aufrecht stehende, mit Lorbeerkränzen ge-
bundene Getreidegarbe, im Abschnitt Stadtpyr zw. Ranken/aufrecht stehendes, von einem tragenden
Weinstock umwundenes Zepter mit aufgesetzter Kaiserkrone. 27,82 g, Forster 61, Slg. Mont. 1326,
vorzüglich/Stempelglanz, feine Patina, sehr selten. Ex. Gaettens 1960.

58
Abbildung 65: Haus Habsburg. Karl VI. 1711-1740. Taler 1713, Augsburg

Sonntag, Auction 29, Los 471, 360 Euro


Haus Habsburg. Karl VI. 1711-1740. Taler 1713, Augsburg. Her. 473, Dav. 1107, Voglh. 255. Forster 316
var., Hahn 237, selten, leichte Kratzer auf dem Avers, vorzüglich

Abbildung 66: Augsburg, Taler 1740

Sonntag, Auction 26, Los 2134, 9000 Euro


Augsburg, Taler 1740. Stempel von J. Thiébaud. Vor der Stadtansicht das Stadtpyr auf Postament zwi-
schen den Flussgöttern Lech mit Quellurne und Ruder sowie Wertach und Singold mit Quellurnen, im
Vordergrund Füllhorn und Kartusche mit der römischen Jahreszahl / Belorbeertes Brustbild Kaiser Karl
VI. im Harnisch und Mantel nach rechts. Mit Laubrand. Forster 521, Fo./S. 531, Dav. 1921. 29,37 g, sehr
seltenes Prachtexemplar mit feiner Patina, vorzüglich-Stempelglanz. Erworben bei Gaettens 1957.

1/2 Taler
Ohne Abbildung

¼ Taler
Abbildung 67: Augsburg, Stadt, 1/4 Taler 1713

59
Sonntag, Auction 24, Los 580, 4500 Euro
Augsburg, Stadt, 1/4 Taler 1713. Gekrönter Doppeladler mit Schwert und Zepter in den Fängen sowie
einem Oval mit dem Stadtpyr auf der Brust / Belorbeertes Brustbild Kaiser Karl VI. im Kürass mit um-
gelegter Vlieskette und Mantel nach rechts, am Armschnitt die Signatur C.M. des Stempelschneiders
Christian Müller. Forster 465, Fo./S. 476, von größter Seltenheit, feine Patina, winziges Zainende, kleine
Tuscheziffer
"19" auf dem Revers, fast vorzüglich Von diesem Vierteltaler 1713 existieren zwei variierende Revers-
stempel, Forster 464 ohne die Stempelschneidersignatur sowie die hier vorliegende, noch weitaus sel-
tenere Variante mit Signatur (Forster 465). Letztes Vorkommen des unsignierten Vierteltalers ist das
Exemplar der Slg. Cahn (Auktion 71 der Münzen und Medaillen AG, Basel 1987, Nr. 755), das damals in
vorzüglicher Erhaltung einen Zuschlag von 3.400 CHF erbrachte. Die hier vorliegende Variante mit Sig-
natur C.M. für Christian Müller am Armabschnitt des Brustbildes von Kaiser Karl VI. ist unseres Wissens
bis dato noch niemals auf einer Auktion angeboten worden und zählt somit zu einer der größten Sil-
berraritäten der Augsburger Stadtprägungen.

6 Kreuzer (1/16 Taler)


Ohne Abbildung

3 Kreuzer (1/32 Taler)


Ohne Abbildung

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

1 Heller
Ohne Abbildung

Z. Zt. Karl VII. (1742 - 1745)


12 Dukaten
Ohne Abbildung

10 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Abbildung 68: Augsburg, Stadt, Dukat 1742

Sincona, Auction 1, Los 556, 2200 CHF


Augsburg, Stadt, Dukat 1742. Titel Karl VII. Sitzende Stadtgöttin mit Stab und Pyr, im Abschnitt die
Jahreszahl. Rv. Geharnischtes, belorbeertes Brustbild des Kaisers nach rechts. 3,49 g. Forster 528. Fr.
94. Kl. Kr. Fast vorzüglich-vorzüglich.

60
1 Taler
Abbildung 69: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1744

NDW ID: 15021


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: For. 543, Dav. 1924
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtansicht/Brustbild

s 400
ss 800
vz 1600
Stgl 3200

ss-vz 1100 2015 Gorny & Mosch/234


ss-vz 350 2011 Gorny & Mosch/201
vz- winzige Sammlerpunze 1100 2017 Sonntag/27#582

Z. Zt. Franz I. (1745 - 1765)


12 Dukaten
Ohne Abbildung

6 Dukaten
Abbildung 70: AUGSBURG, Reichsstadt, 6 Dukaten 1760

NDW ID: 14810


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Fb. 106
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Stadtpyr in gekrönter und reich verzierter Kartusche, unten zwei Hufeisen (Münzmeis-
ter Johann Christian Holeisen), r. der Buchstabe T (Stempelschneider Jonas Thiébaud)//+ FRANCISCVS

61
I • D • G • R • I • S • A • GER • IER • REX • L • B • M • H • D . Büste r. mit Lorbeerkranz, darunter der
Buchstabe T, LP , vz,

Kl. Schrötlingsfehler 30000 2016 Künker/279

4 Dukaten
Ohne Abbildung

3 Dukaten
Ohne Abbildung

2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 1/2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Abbildung 71: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1745

NDW ID: 67773


Fotoquelle: Lanz
Zitierstellen: Fb. 104, Forster 554
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Belorbeertes Brustbild nach rechts. Unten Signatur Punkt über T/Stadtpyr zwischen den
Flussgöttern Lech und Wertach, darüber gekrönter Doppeladler mit Zepter und Schwert

f. Stgl Startpreis: 1'800 EUR 3500 2017 Lanz/165#37

Abbildung 72: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1763

NDW ID: 14923


Fotoquelle: Künker

62
Zitierstellen: Fb. 107/For. 629
Prägestätte: Augsburg

ss 600
vz 1200
Stgl 2400

vz 700 2011 Künker/191


vz 1150 2011 Grün/55
vz-Stgl 2500 2016 Höhn/86

1/2 Dukat
Ohne Abbildung

1 Taler
Abbildung 73: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1745

NDW ID: 8220


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: For. 555/D. 1925
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Sitzende Augusta mit Mauerkrone, in der Rechten einen Pinienzapfen, in der Linken den
Freiheitsstab haltend / Belorbeertes und drapiertes Brustbild Kaiser Franz I. nach rechts, darunter Sig-
natur IT

s 800
ss 1600
vz 3200

ss-vz 600 2016 Höhn/85

Abbildung 74: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Taler 1760

NDW ID: 8221


Fotoquelle: Möller

63
Zitierstellen: For. 609/D. 1926
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Gekr. Doppeladler mit Stadtschild / Belorb. geharn. Brb. des Kaisers n. r.

s 100
ss 200
vz 400

ss+ 280 2017 Möller/182#3060

1/2 Taler
Abbildung 75: Augsburg, Stadt, 1/2 Taler 1745

Sonntag, Auction 25, Los 584, 1100 Euro


Augsburg, Stadt, 1/2 Taler 1745. Stempel von J. Thiebáud. Stadtpyr in reich verziertem Schnitzwerk,
das von einer Mauerkrone bedeckt ist / Gekrönter Doppeladler, in den Fängen Schwert, Zepter und
Reichsapfel, auf der Brust das gekrönte Doppelwappen Lothringen/Toskana sowie Titulatur Kaiser
Franz I., Forster 558 (dort irrtümlich mit ungenauer Aversinschrift: VINDELIC anstelle von VINDEL.),
Fo./S. 565, selten in dieser Erhaltung, Prachtexemplar mit leichter Tönung, winzige Justierspuren,
Erstabschlag, Stempelglanz

Abbildung 76: Augsburg, 1/2 Taler 1763

Sonntag, Auction 26, Los 2142, 1200 Euro


Augsburg, 1/2 Taler 1763. Stempel von J. Thiébaud. Auf den Frieden von Hubertusburg. Von vorn ste-
hende Augusta mit Lorbeerzweig in der Rechten hält mit der Linken eine Kartusche mit dem Stadtpyr,
welche auf einem Postament ruht / Belorbeerte Büste Kaiser Franz I. nach rechts, darunter die Signatur
T des Stempelschneiders. Forster 632, Fo./S. 642. 14,04 g, sehr selten, feine Tönung, minimale Kratzer
und Justierspuren, vorzüglich-Stempelglanz. Erworben von Privat 1962.

64
1/2 Konventionstaler
Ohne Abbildung

1/4 Taler
Abbildung 77: Augsburg, 1/4 Taler 1745

Sonntag, Auction 26, Los 2138, 1600 Euro


Augsburg, 1/4 Taler 1745. Stempel von J. Thiébaud. Stadtansicht von Osten, darunter in einer Kartu-
sche mit zwei auslaufenden Ölzweigen die römische Jahreszahl / Belorbeertes Brustbild Kaiser Franz I.
im Harnisch nach rechts, darunter die Signatur T des Stempelschneiders. Forster 559, Fo./S. 566. 7,28
g, seltenes Prachtexemplar mit feiner Patina, fast Stempelglanz. Silberabschlag von den Stempeln des
dreifachen Dukaten (Forster 551). Erworben bei Gaettens 1958.

20 Kreuzer
Abbildung 78: AUGSBURG, Reichsstadt, 20 Kreuzer 1763

NDW ID: 8225


Zitierstellen: For. 634 – Fotoquelle: Möller

s 25
ss 50
vz 100

65
10 Kreuzer
Abbildung 79: AUGSBURG, Reichsstadt, 10 Kreuzer 1763

NDW ID: 8226


Zitierstellen: For. 635 – Fotoquelle: Weege

s 50
ss 100
vz 200

ss 90 2010 Teutoburger/52

7 Kreuzer
Abbildung 80: AUGSBURG, Reichsstadt, 7 Kreuzer 1759

NDW ID: 15100


Fotoquelle: Busso Peus (ss)
Zitierstellen: For. 602
Prägestätte: Augsburg

s 30
ss 60
vz 120
Stgl 240

Ss Winziger Schrötlingsfehler am Rand 40 2015 Peus/E1


ss 120 2012 G. Hirsch Nachf./285

1 Groschen (3 1/2 Kreuzer)


Ohne Abbildung

2 Pfennig
Ohne Abbildung

66
1 Pfennig
Ohne Abbildung

1 Heller
Abbildung 81: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Heller 1749

NDW ID: 50777


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Forster 573
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Achteckige Hellerklippe

s 25
ss 50
vz 100
Stgl 300

f. Stgl Startpreis 75 € 290 2016 Künker/272

Z. Zt. Joseph II. (1765 - 1790)


1 Dukat
Abbildung 82: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Dukat 1767

NDW ID: 14924


Fotoquelle: Künker (vz)
Zitierstellen: Fb. 109/For. 673
Prägestätte: Augsburg

ss 750
vz 1500
Stgl 3500

67
Vz Prachtexemplar 3100 2015 Künker/264
vz-Stgl 2200 2016 Künker/279

5 Kreuzer
Abbildung 83: AUGSBURG, Reichsstadt, 5 Kreuzer 1766

NDW ID: 15102


Fotoquelle: Busso Peus (ss)
Zitierstellen: For. 666/Schön 72
Prägestätte: Augsburg

s 20
ss 40
vz 80
Stgl 200

Ss Kl. Schrötlingsfehler 25 2015 Peus/E1


vz 70 2012 Teutoburger/69
vz-Stgl 64 2012 G. Hirsch Nachf./280
f.Stgl 220 2012 Künker/206
Stgl 220 2016 WAG/77

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

1 Pfennig
Ohne Abbildung

1 Heller
Abbildung 84: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Heller 1786

NDW ID: 8231


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Forster & Schmid 707
Prägestätte: Augsburg

68
s 10
ss 20
vz 40

vz-Stgl 50 2015 Emporium/73

Z. Zt. Franz II. (1792 - 1806)


1 Pfennig
Abbildung 85: AUGSBURG, Reichsstadt, 1 Pfennig 1803

NDW ID: 8229


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: For. 733/Schön 78

s 15
ss 30
vz 60

1 Heller
Ohne Abbildung

Medaillen
Abbildung 86: AUGSBURG, STADT, Silbermed. 1826 v. Neuss a. Johann Lorenz Schaezler

Emporium, Auction 81, Los 1572, 180 Euro


AUGSBURG, STADT, Silbermed. 1826 v. Neuss a. Johann Lorenz Schaezler, königlich bayerischer Finanz-
rat und Bankier. Kopf Schaezlers l.; Rs.6 Zeilen Schrift. 33,5 mm; 18,16 g. Forster 296, hübsche Tönung,
kl. Kr., vz-st

69
Bistum
Das Bistum Augsburg (lateinisch Dioecesis Augustana Vindelicorum) ist eine römisch-katholi-
sche Diözese im Südwesten von Bayern. Sie umfasst nahezu den ganzen bayerischen Regie-
rungsbezirk Schwaben, Teile des altbayerischen Gebietes östlich des Lechs und einige Gebiete
im westlichen Mittelfranken.

Augusta Vindelicum (Augsburg) war als Hauptstadt der römischen Provinz Raetia secunda ein
Ort, in den durch das römische Imperium vereinzelt erste Christen kamen. Afra von Augsburg
wurde als frühchristliche Märtyrerin im Jahr 304 hingerichtet; sie ist Schutzpatronin der Stadt
Augsburg und des Bistums Augsburg.

Aus dem Jahr 565 gibt es Hinweise für einen damals bereits überregionalen bekannten Afra-
Kult. Dieser setzt eine christliche Gemeinde voraus, die den Untergang der Römerherrschaft
überdauert haben muss. Ausgrabungen am Augsburger Dom deuten zudem auf die erste
Augsburger Bischofskirche hin, die vermutlich aus dieser Zeit stammt. Der spätantike Bischofs-
sitz in „Augusta Vindelicorum“ könnte zur Metropole Mailand und später zum Metropolitan-
verbund Aquileia gehört haben.

Für das 8. Jahrhundert ist das Wirken des heiligen Magnus von Füssen im östlichen Allgäu und
am oberen Lech bezeugt. In dieser Zeit erscheint mit Wikterp der erste urkundlich nachweis-
bare Augsburger Bischof.

Unter Bischof Simpert, einem weiteren Bistumspatron, entstanden um das Jahr 800 Benedik-
tinerklöster wie beispielsweise Benediktbeuern, Wessobrunn oder Ottobeuren. Simpert wird
in den Urkunden auch als Bischof von Neuburg bzw. Staffelsee aufgeführt. Dabei könnte es
sich um ein vom Augsburger Bistum abhängiges Unterbistum handeln das später wieder mit
Augsburg vereint wurde. Ulrich von Augsburg prägte zirka 100 Jahre später das Bistum und
die Geschichte, in die er vor allem durch die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahre 955 als Bis-
tumspatron einging. Das Bistum gehörte zur Kirchenprovinz Mainz. Der weltliche Herrschafts-
bereich des Bischofs bildete bis zur Säkularisation das Hochstift Augsburg.

1530 wurde auf einem Reichstag zu Augsburg die Spaltung zwischen der katholischen und der
evangelischen Kirche besiegelt. Elf der zwölf Reichsstädte im Bistumsgebiet gingen zum Pro-
testantismus über. In Augsburg wurde 1537 der katholische Gottesdienst verboten und die
katholischen Priester und Ordensleute vertrieben. Erst nach dem Religionsfrieden von 1555
durften in den Reichsstädten wieder beide Konfessionen nebeneinander bestehen. Um die
Bürger wieder für den katholischen Glauben zu gewinnen, entstand 1549 unter der Leitung
des Jesuitenpaters Petrus Canisius in Dillingen an der Donau eine katholische Reformuniversi-
tät (Collegium St. Hieronymi), die weit über die Bistumsgrenzen hinaus bekannt wurde.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde auch das Bistum Augsburg schwer in Mitleidenschaft gezogen.
Nach dem Krieg entstanden speziell im Süden des Bistums zahlreiche Kloster- und Pfarrkirchen
im Stil des Barock und Rokoko; es war eine Blütezeit für Baumeister (siehe auch Wessobrunner
Schule), Stuckateure und Maler. Diese Kirchenbauten prägen die Pfaffenwinkel genannte Ge-
gend bis heute. Erwähnt seien hier das Marienmünster Dießen, die Klöster Benediktbeuern
und Sankt Ottilien, die Klosterkirche Andechs und die Wieskirche bei Steingaden. Teile Mittel-
schwabens – vor allem das Gebiet des heutigen Landkreises Günzburg – werden Schwäbischer
Barockwinkel genannt.

70
Die Bischöfe von Augsburg trugen im Heiligen Römischen Reich den Titel eines Fürstbischofs.
Sein Gebrauch sowie die Verwendung der damit verbundenen weltlichen Würdezeichen (wie
Fürstenhut und -mantel) wurde 1951 durch Papst Pius XII. auch formell abgeschafft. 1802/03
wurde die Kirche in der Säkularisation enteignet, wodurch das Bistum Augsburg 98 Stifte und
Klöster verlor. Der Benediktinerpater Placidus Braun gab von 1813 bis 1815 die erste Ge-
schichte der Bischöfe von Augsburg heraus; es ist ein vierbändiges Werk. Nach der Völker-
schlacht bei Leipzig im Jahr 1813 endete die Franzosenzeit östlich des Rheins; danach wurde
die Diözese Augsburg neu geordnet. Die Bistumsgrenzen wurden an die Landesgrenzen ange-
passt. Dadurch verlor die Diözese Augsburg die auf württembergischem Gebiet gelegenen Bis-
tumsteile sowie einige Pfarreien in Tirol und Vorarlberg13

Heinrich I. (973-982)
Abbildung 87: AUGSBURG, Bistum. Denar o. J.

NDW ID: 67467


Fotoquelle: Sonntag
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Kreuz, in den Winkeln je drei Kugeln / Stilisierte Kirchenfront (Giebel mit Kreuz). Ost-
europäischer Beischlag, wohl böhmisch (vgl. Boleslaus I. 929-967) mit beiderseits stark verwilderten
Umschriften, Gew.: 0,94 g

s 120
ss 240
vz 480

ss-vz 375 2017 Sonntag/27#576

Bruno (1006 - 1029)


Abbildung 88: AUGSBURG, BISTUM, BRUNO, 1006-1029. Denar

Münzen & Medaillen, Auction 19, Los 1164, 260 Euro

13
https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Augsburg, vgl. https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bi-
schöfe_von_Augsburg

71
AUGSBURG, BISTUM, BRUNO, 1006-1029. Denar. BRVNO/xESx in Kreuzform. Rv. Kirchengebäude,
IMMO, AUGSTA.CIV 1,11 g. Steinh. 14b. Hahn 147b1/III. Sehr schön

Hartwig von Hirnheim, auch Lierheim (1167 - 1184)


Dünnpfennig
Abbildung 89: AUGSBURG, Bistum, Dünnpfennig ohne Jahr

NDW ID: 8206


Fotoquelle: Weege (ss+), gekauft bei Funk
Zitierstellen: Steinhilber 96 - selten
Beschreibung: 0,89 g, 23 mm; Zehnzackiger Stern in Doppelring (Rückseite läßt Überprägung vermu-
ten)

s 200
ss 400
vz 800

Denar
Abbildung 90: Augsburg-Bistum, Hartwig I. von Lierheim 1167-1184. Denar o. J.

Teutoburger, Auction 93, Los 3834, 55 Euro


Augsburg-Bistum, Hartwig I. von Lierheim 1167-1184. Denar o. J. Brb. des Geistlichen, in der Rechten
einen Krummstab, in der Linken ein Buch/ Dreitürmiges Gebäude, darunter in einem Bogen Brb. mit
zwei Flügeln. 0,82 g. Steinhilber 50, Slg. Bonhoff -. sehr schön, Prägeschwäche und kl. Schrötlingsrisse,
sehr selten

72
Udalschalk von Eschenlohe (1184 - 1202)
1 Pfennig
Abbildung 91: AUGSBURG, Bistum, 1 Pfennig o.J. (um 1190)

NDW ID: 8207


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Steinh. 51, Berger 2632, Bonhoff 1897
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Bischofskopf, auf dem Rand vier Bogen mit Ringeln und vier Lilien / Torburg,
Gewicht: 0,78 g

s 60
ss 120
vz 240

ss Randfehler 75 2015 Grün/65

Brakteat
Abbildung 92: AUGSBURG, Bistum. 1 Pfennig o. J. (um 1190)

NDW ID: 8207


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Steinh. 51, Berger 2632, Bonhoff 1897
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Bischofskopf, auf dem Rand vier Bogen mit Ringeln und vier Lilien / Torburg
Gewicht: 0,78 g

s 60
ss 120
vz 240

ss Randfehler 75 2015 Grün/6

73
Udalschalk und Hartwig von Hirnheim (1202 - 1208)
Abbildung 93: AUGSBURG, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 10846


Zitierstellen: Steinhilber 63/ Slg. Bonhoff 2641/ Berger 1909
Beschreibung: Gewicht 0,81 g. Zwei einander zugewandte Leoparden über einem Dreibogen, im mitt-
leren Bogen Kopf.

s 120
ss 250
vz 600
Zuschlag Jahr Auktion
ss Kl. Schrötlingsfehler 180 2017 Sonntag/27#579

Hartmann II. von Dillingen (1250 - 1286)


Abbildung 94: AUGSBURG, Bistum. Brakteat o. J.

NDW ID: 41510


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Steinh. 82, Berger 2646
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Bischofsbrustbild zwischen zwei Krummstäben unter Architekturbogen
Gewicht: 0,6 g.

s 20
ss 40
vz 80

vz 68 2016 Sonntag/23

74
Wolfhard von Roth-Wackernitz (1288-1302)
Abbildung 95: AUGSBURG, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 50727


Zitierstellen: Bonh. 1919, Steinh. 94, Berger 2659
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Kopf mit Krummstab und Buch
Gewicht: 0,42 g

s 30
ss 60
vz 120

vz- 70 2017 Möller/69#40

Friedrich I. (1309 - 1331)


Abbildung 96: AUGSBURG, Bistum, Handheller o. J.

NDW ID: 50724


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Steinh. 147
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Handfläche/Kreuz
Bewertungen Erhaltung
s 20
ss 40
Stgl 80
Preisquellen Erhaltung Zuschlag Jahr Auktion
ss-vz 40 2016 Emporium/e52

Marquard von Randeck (1348 - 1366)


Siehe → Königliche Münzstätte

75
Burkhard von Ellerbach (1373 – 1404)
Abbildung 97: AUGSBURG, Bistum, Handheller o. J.

NDW ID: 28766


Fotoquelle: Weege (vz)
Zitierstellen: Steinh. 149; Slg. Bonh. 1926
Beschreibung: 0,48 g, ca. 16 mm Hand mit "D" / Gabelkreuz, in den Winkeln je ein Punkt.

ss 110
vz 240

vz 95 2014 Sonntag #661

Peter von Schaumburg (1424 – 1469)


Abbildung 98: AUGSBURG, Bistum, 1 Pfennig ohne Jahr

NDW ID: 14718


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Steinhilber 177
Beschreibung: Vs: Bischofskopf v. vorn
Rs: "B", Gewicht: 0,37 g.

s 25
ss 50
vz 100

ss+ 50 2015 Emporium/74


ss 27 2013 Olding

Eberhard IV. von Eppstein-Königstein (1481-1535)


1 Batzen
Siehe → Königliche Münzstätte

76
1/2 Batzen
Abbildung 99: Augsburg, Bistum, Eberhard IV. von Eppstein-Königstein 1515-1531, 1/2 Batzen 1523

Möller, Auction 63, Los 15, 100 Euro


Augsburg, Bistum, Eberhard IV. von Eppstein-Königstein 1515-1531, 1/2 Batzen 1523, Schulten 42, ss+

Friedrich III. von Hohenzollern (1486 - 1505)


Abbildung 100: AUGSBURG, Bistum. 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 58477


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Steinh. 181
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Kopf von vorn zwischen Krummstab und Pyr. Rs.'MB'
Gewicht: 0,23 g

ss-vz 55 2016 Emporium/76

Ludwig II. von Stolberg (1535 – 1574)


1 Guldengroschen
Ohne Abbildung

Reichsguldiner zu 72 Kreuzer
Ohne Abbildung

1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer


Ohne Abbildung

1/2 Guldengroschen
Ohne Abbildung

3 Kreuzer
Ohne Abbildung

77
Heinrich V. von Knörringen (1598-1646)
Dukat
Abbildung 101: Augsburg - Bistum HEINRICH V. von Knörringen, 1598-1646, Dukat 1636

Möller, Auction 65, Los 21, 600 Euro


Augsburg - Bistum HEINRICH V. von Knörringen, 1598-1646, Dukat 1636. Friedb. 59. Forster 257.
ss

24 Kreuzer
Abbildung 102: Heinrich V. v. Knörringen 1598-1646, Kipper-24 Kreuzer 1622

Möller, Auction 63, Los 16, 120 Euro


Heinrich V. v. Knörringen 1598-1646, Kipper-24 Kreuzer 1622. Forster - Slg. Kraaz - selten raue Ober-
fl.,kl. Sf. a. Rd., f. ss

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

1/2 Kreuzer
Abbildung 103: AUGSBURG, BISTUM, Heinrich V. von Knorringen, 1598-1646, eins. 1/2 Kipper-Kreuzer
o. J.

Emporium, Auction 68, Los 1393, 200 Euro


AUGSBURG, BISTUM, Heinrich V. von Knorringen, 1598-1646, eins. 1/2 Kipper-Kreuzer o. J., Försch-
ner 45. Knickspur, sehr selten, ss

78
Johann Christof von Freiberg (1665-1690)
Ohne Abbildung

Alexander Sigismund von Pfalz-Neuburg (1690-1737)


2 Dukaten
Ohne Abbildung

1 Dukat
Ohne Abbildung

1 Taler
Ohne Abbildung

1/2 Taler
Ohne Abbildung

2 Kreuzer
Ohne Abbildung

Joseph von Hessen-Darmstadt (1740-1768)


1 Dukat
Abbildung 104: AUGSBURG, Bistum, 1 Dukat 1744

NDW ID: 14761


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Fb. 116, For. 402
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Brustbild r. in geistlichem Ornat//Zwei gekrönte Wappenschilde (Hochstift und Famili-
enwappen) nebeneinander, dahinter Krummstab und Schwert gekreuzt, in der Mitte Mitra, unten die
Kette des Hubertusordens

ss 3000
vz 6000
Stgl 12000

ss-vz 4600 2011 Gorny & Mosch/201


vz 6000 2016 Künker/279

1 Taler
Ohne Abbildung

1/2 Taler
Ohne Abbildung

79
1/4 Taler
Ohne Abbildung

Clemens Wenzel von Sachsen-Polen (1768-1803)


1/24 Taler
Abbildung 105: Augsburg, Bistum, Clemens-Wenzel von Sachsen, 1768-1803. 1/24 Taler 1773

Möller, Auction 63, Los 17, 190 Euro


Augsburg, Bistum, Clemens-Wenzel von Sachsen, 1768-1803. 1/24 Taler 1773. Günzburg, Reißenauer
50, Bohl 23, Meyer 83, selten, RS: just., vz

20 Kreuzer
Ohne Abbildung

10 Kreuzer
Ohne Abbildung

1/48 Taler
Ohne Abbildung

1 Kreuzer
Abbildung 106: AUGSBURG, Bistum, 1 Kreuzer 1773

NDW ID: 28917


Fotoquelle: Weege (vz-)
Zitierstellen: Reißen 52/Bohl 35/Mayer 65
Prägestätte: Günzburg
Beschreibung: 7,86 g, 23 mm

s 25
ss 60
vz 160

vz- 95 2014 Sonntag #668

1/4 Kreuzer
Ohne Abbildung

80
Literatur
• Antonius von Steichele (Bd. 2–5), Alfred Schröder (Bd. 6–8), Friedrich Zoepfl (Bd. 9–10):
Das Bistum Augsburg. historisch und statistisch beschrieben. Augsburg 1864–1940 (Band
1 ist nicht erschienen.)
o Bd. 2: Die Landkapitel Agenwang, Aichach, Baisweil, Bayer-Mänching, Burgheim,
1864 (Digitalisat)
o Bd. 3: Die Landkapitel Dilingen, Dinkelsbühel, Donauwörth, 1872 (Digitalisat, E-Text
„Landkapitel Dinkelsbühel“)
o Bd. 4: Die Landkapitel Friedberg, Füssen, Höchstätt, Hohenwart, 1883 (Digitalisat)
o Bd. 5: Die Landkapitel Ichenhausen und Jettingen, 1895 (Digitalisat)
o Bd. 6: Das Landkapitel Kaufbeuren, 1904 (Digitalisat)
o Bd. 7: Das Landkapitel Oberdorf, 1906 (Digitalisat)
o Bd. 8: Das Landkapitel Schwabmünchen, 1932 (Digitalisat)
o Bd. 9: Das Landkapitel Kirchheim, 1939 (Digitalisat)
o Bd. 10: Das Landkapitel Mindelheim, 1940 (Digitalisat)

• Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte. Augsburg 1967 ff., ISSN 0341-
9916.
• Schulreferat des Bischöflichen Ordinariats (Hrsg.): Das Bistum des heiligen Ulrich. Epochen
– Gestalten – Probleme. Eine kleine Geschichte des Bistums Augsburg. Augsburg 1983, DNB
850050553.

• Wolfgang Wüst: Geistlicher Staat und Altes Reich: Frühneuzeitliche Herrschaftsformen, Ad-
ministration und Hofhaltung im Augsburger Fürstbistum (Studien zur Bayerischen Verfas-
sungs- und Sozialgeschichte XIX/1 und XIX/2), München (Kommission für Bayerische Landes-
geschichte) 2001, 2 Bde., ISBN 3-7696-9709-X.

• Wolfgang Wüst: Das Fürstbistum Augsburg. Ein geistlicher Staat im Heiligen Römischen
Reich Deutscher Nation. Sankt Ulrich Verlag, Augsburg 1997, ISBN 3-929246-23-6

• Christoph Goldt: Die Diözese. Geschichte, Strukturen, Ämter. Kirche kurz und bündig (Band
2). Bischöfliche Pressestelle, Augsburg 2005, 22 S.

• Peter Christoph Düren (Hrsg.): Märtyrer des Bistums Augsburg im 20. Jahrhundert. Katalog
zur Ausstellung der Referate für Glaubenslehre und Hochschulen des Bischöflichen Ordinaria-
tes Augsburg. Dominus-Verlag, Augsburg 2006, ISBN 3-00-018072-9.

81
82
Bad Saulgau

Während der Zeit der Stammesherzogtümer lag Saulgau im Herzogtum Schwaben.

Saulgau wurde im Jahr 1239 von Kaiser Friedrich II. das Stadtrecht verliehen, von König Rudolf
I. 1288 das Marktrecht. 1299 fiel Saulgau an das Haus Habsburg und wurde vorderösterreichi-
sche Amtsstadt in den österreichischen Donaulanden.

Im Zuge der Neuordnung Europas durch Napoleon Bonaparte kam Saulgau 1805 mit dem Frie-
den von Pressburg an das 1806 errichtete Königreich Württemberg. Saulgau wurde Sitz des
gleichnamigen Oberamts14.
Abbildung 107: Tragbare Silbermedaille o. J. (um 1889) a. d. Marianische Kongregation Siessen (Saul-
gau)

Teutoburger, Auction 71, Los 2487, 50 Euro


Tragbare Silbermedaille o. J. (um 1889) a. d. Marianische Kongregation Siessen (Saulgau). 31 mm, sehr
schön-vorzüglich

Bad Waldsee

Am 12. Mai 1181 stiftete Kaiser Barbarossa das Kloster Waldsee.

1283 wurde die erste Stadtmauer um den Marktplatz gemauert, Erweiterung im 13. Jahrhun-
dert um die Klostervorstadt, nach 1403 wurde die Wurzacher Vorstadt einbezogen.

1298 wurde dem Flecken Waldsee das Ravensburger Stadtrecht verliehen, 1375 der Wegzoll
und das Recht zur Aufnahme von Neubürgern, 1379 die Gerichtsfreiheit und 1434 der Blut-
bann.

Die Herrschaft über die Stadt wurde aber von den Herren von Waldsee ausgeübt, die die Stadt
bald an die Habsburger, also an Österreich verkauften.

1331 verkauft von Stadt, Burg und Herrschaft an Österreich.

1352-1375 Verpfändung der Stadt an die Grafen von Hohenberg und von Lupfen.

14
https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Saulgau

83
1386 verpfändete das Haus Habsburg die Stadt Waldsee an den Truchsess Johann II. von Wald-
burg, woraufhin es zu Aufständen der Bürger kam. Der Truchsess setzte sich durch und erlegte
der Stadt einen jährlichen Treueschwur auf.

1406 wurde die Pfandherrschaft der Waldburger erneuert, als die Habsburger Waldsee zu-
sammen mit Mengen, Riedlingen, Munderkingen und Saulgau endgültig verpfändeten. Seit
dieser Zeit ist der Zwangsbund dieser fünf Städte auch als Fünf vorderösterreichische Donau-
städte bekannt. 1415 kam es zum zweiten Aufstand der Bürger gegen die Herrschaft des
Truchsessen, der mit Waffengewalt niedergeschlagen wurde.

Die österreichische Herrschaft endete, als Napoleon durch seine Kriege und die damit verbun-
dene Politik ganz Europa neu ordnete. So kam Waldsee am 12. Juli 1806 zum Königreich Würt-
temberg. Bereits 1807 wurde Waldsee zur Oberamtsstadt erhoben und bekam als Sitz des
württembergischen Oberamts Waldsee mehr Geltung15.
Abbildung 108: Versilberte Medaille 1927

Möller, Auction 72, Los 1785, 80 Euro


Schützenmedaillen - Weingarten bei Ravensburg. Versilberte Medaille 1927 a. d. 6. Oberschwäbische
Verbandsschießen unter dem Protektorat des Fürsten Maximilian v. Waldburg zu Wolfegg und Wald-
see, Slg. Schlossb. -. Slg. Wurster -, min. Rf., m. Orig. Öse 40,2 mm 26,3 g vz

Abbildung 109: Waldsee, St. Sebastiansbruderschaft, errichtet 1460. Silbermedaille 1899

Busso Peus, Auction 414, Los 1496, 105 Euro


Waldsee, St. Sebastiansbruderschaft, errichtet 1460. Silbermedaille 1899, Wallfahrtsgeschenk. Stehen-
des Einhorn links / St. Sebastian. 9.79 g. Selten. Vorzüglich. Mit Henkel

15
https://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Waldsee

84
Abbildung 110: Waldsee (Württemberg), Oberamtsstadt, 50 Pfennig, Silber 1918

Teutoburger, Auction 110, Los 2987, 410 Euro


Waldsee (Württemberg), Oberamtsstadt, 50 Pfennig, Silber 1918, 6,27 g. Funck 568.3 (Silber), fast
Stempelglanz, schöne Patina, äußerst selten

Abbildung 111: Waldsee (Württemberg), Oberamtsstadt, 5 Pfennig, Silber 1918

Teutoburger, Auction 110, Los 2988, 390 Euro


Waldsee (Württemberg), Oberamtsstadt, 5 Pfennig, Silber 1918, 6,27 g. Funck 568.1 (Silber), vorzüg-
lich/Stempelglanz, äußerst selten

Biberach
Die erstmalige urkundliche Erwähnung Biberachs erfolgte 1083. Damals lag das heutige Stadt-
gebiet im Herzogtum Schwaben. Um 1170 wurde die Marktsiedlung gegründet und 1226
wurde diese erstmals als Stadt erwähnt. 1281/82 wurde Biberach von Rudolf I. von Habsburg
zur Reichsstadt erhoben. 1312 wurde das Ulmer Recht eingeführt. Um 1239 erfolgte die Grün-
dung des Spitals, eine karitative Einrichtung für alle Bürger, die bis heute Wälder besitzt und
das Bürgerheim (Altersheim) betreibt. Im Gegensatz zu anderen Reichsstädten gelang es Bi-
berach nicht ein über die Stadtgrenze hinausgehendes Territorium zu bilden. Das Umland ge-
hörte stets zu anderen Herrschaften. Mit der Einführung der Baumwolle im 14. Jahrhundert
wuchs Biberach zu einer bedeutenden Weberstadt heran. Biberacher Barchent und Leinwand
wurden nach ganz Europa exportiert. Mehrere Weberhäuser aus dem 15. Jahrhundert sind
noch erhalten.
Ab 1500 gehörte die Reichsstadt zum Schwäbischen Reichskreis. Infolge der Reformation ent-
wickelte sich Biberach zu einer konfessionell gemischten Reichsstadt. Im Dreißigjährigen Krieg
besetzten am 20. April 1632 schwedische Truppen die Stadt und ließen am nächsten Tag den
evangelischen Taufstein wieder in der Stadtpfarrkirche aufstellen. Am 31. Mai 1632 näherten
sich Kaiserliche unter dem Kommando von Oberst Wolfgang Rudolf von Ossa der Stadt. Die
Katholiken der Stadt wurden drei Tage lang in der Stadtpfarrkirche eingesperrt und erst wie-
der freigelassen, als Ossa nach seinem am 2. Juni unter schweren Verlusten gescheiterten
Sturm auf die Stadt abzog. Nachdem die Schweden unter Feldmarschall Graf Gustaf Horn am

85
7. September 1633 mit der Belagerung von Konstanz begonnen hatten, nutzte der Oberbe-
fehlshaber über das Heer der Kaiserlichen Graf Johann von Aldringen die Gelegenheit und
stieß am 24. September nach Biberach vor. Die Kaiserlichen beschossen am 26. September
den Weißen Turm mit Kanonen und übernahmen die Stadt am 27. September. Doch bereits
am 25. März 1634 eroberten die Schweden die Stadt wieder zurück, konnten sie aber nicht
lange halten. Am 6. September erlitten sie in der Schlacht bei Nördlingen eine schwere Nie-
derlage; Horn geriet in Gefangenschaft. Danach eroberten die Kaiserlichen fast ganz Süd-
deutschland zurück. Durch den Westfälischen Frieden von 1648 wurde für Biberach sowie für
Ravensburg, Augsburg und Dinkelsbühl ein paritätisches Regierungs- und Verwaltungssystem
eingeführt (Gleichberechtigung und exakte Ämterverteilung zwischen Katholiken und Protes-
tanten, siehe Paritätische Reichsstadt).
Infolge des Friedens von Luneville und des Reichsdeputationshauptschluss kam Biberach an
das Kurfürstentum bzw. spätere Großherzogtum Baden, welches am 25. September 1802 von
der Stadt Besitz ergriff. Es wurde aber schon 1806 durch die Rheinbundakte gegen die Städte
Villingen, Bräunlingen und Tuttlingen sowie die Grafschaft Bonndorf an das Königreich Würt-
temberg ausgetauscht, das die Stadt am 24. Oktober 1806 in Besitz nahm. 1810 wurde Biber-
ach zur Oberamtsstadt erhoben und Sitz des württembergischen Oberamts Biberach, das mit
kleineren Änderungen an die Stelle des kurzzeitig gebildeten Oberamts Ochsenhausen trat.
Im Februar 1813 wurde ein franzosenfeindlicher Anschlag an die vier Stadttore geheftet. Als
Reaktion darauf wurde der Abbruch sämtlicher Mauerwerke in Biberach angeordnet, aber
nicht durchgeführt. Im Oktober 1836 wurden die Torsperre und das Torgeld mit Rücksicht auf
weitere Beitritte zum Deutschen Zollverein aufgehoben. Damit verlor die Stadtbefestigung
ihre letzte Bedeutung als finanzielle Schutzwehr und es folgten weitere Abbrüche, bei denen
die Mehrzahl der Tore und Türme abgerissen wurde. Lediglich ein kleiner Teil der Mauer zwi-
schen dem Weißen Turm und dem Gigelbergturm sowie im Bereich des Ulmer Tores blieb
erhalten.
Am 26. Mai 1849 wurde die Bahnstrecke Ravensburg-Biberach dem Verkehr übergeben und
somit die Stadt an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn angeschlossen. Ab
29. Juni 1850 stand dann eine durchgehende Verbindung von Stuttgart nach Friedrichshafen
zur Verfügung.
Bei den Verwaltungsreformen während der NS-Zeit in Württemberg wurde aus dem Oberamt
1934 der Kreis Biberach, aus dem 1938 der Landkreis Biberach hervorging16.

16
https://de.wikipedia.org/wiki/Biberach_an_der_Ri%C3%9F

86
Abbildung 112: Bodenseeraum/Oberschwaben/Nordschweiz, vierzipfeliger Pfennig um 1170/80

Sonntag, Auction 19, Los 868, 700 Euro


Bodenseeraum/Oberschwaben/Nordschweiz, vierzipfeliger Pfennig um 1170/80. Löwe nach links
schreitend mit erhobenem Schweif, vor dem Kopf und über dem Schweif zwei Punkte. Klein/Ulmer
(CC) - vgl. 270, Cahn -, Klein (KP) -. 0,52 g sehr selten, sehr schön Als Prägestätte dieses seltenen Pfen-
nigs könnte man Biberach versuchsweise in Betracht ziehen, es kommt laut Martin Heinz jedoch auch
Memmingen in Frage.

Abbildung 113: Bodenseeraum/Oberschwaben/Nordschweiz. Vierzipfeliger Pfennig um 1170/80

Sonntag, Auction 20, Los 932, 450 Euro


Bodenseeraum/Oberschwaben/Nordschweiz. Vierzipfeliger Pfennig um 1170/80. Löwe nach links
schreitend mit erhobenem Schweif. Klein/Ulmer (CC) - vgl. 270. 0,47 g, selten, minimal gewellt, fein
zentriert, fast sehr schön Als Prägestätte dieses seltenen Pfennigs könnte man Biberach versuchsweise
in Betracht ziehen, es kommt laut Martin Heinz jedoch auch Memmingen in Frage.

Abbildung 114: Biberach, königliche Münzstätte, Friedrich II., 1215-1250, seit 1220 Kaiser. Brakteat
um 1220

Busso Peus, Auction 425, Los 1480, 900 Euro


Biberach, königliche Münzstätte, Friedrich II., 1215-1250, seit 1220 Kaiser. Brakteat um 1220. Leopar-
disierter Löwe rechts. Berger, KM 2506; Klein/Ulmer 187; Slg. Bonhoff 1860; Svensson -. 0.48 g; Sehr
selten. Sehr schön Schrötlingsriß

87
Abbildung 115: Biberach, königliche Münzstätte, Brakteat um 1220

Sonntag, Auction 21, Los 668, 1350 Euro


Biberach, königliche Münzstätte, Brakteat um 1220. Nach rechts schreitender leopardisierter Löwe,
der die rechte Vorderpranke erhoben hat und den etwas schräg gestellten Kopf dem Betrachter zu-
wendet. Klein/Ulmer (CC) 187, Cahn 235, Klein (KP) 100, Slg. Ulmer 122. 0,48 g, sehr selten, feine Pa-
tina, sehr schön-vorzüglich

Abbildung 116: Bodenseeraum/Oberschwaben/Nordschweiz, Brakteat um 1240(?)

Sonntag, Auction 21, Los 674, 15000 Euro


Bodenseeraum/Oberschwaben/Nordschweiz, Brakteat um 1240(?). Geflügelter Greif nach rechts
schreitend, vor der Brust ein Punkt, unten ein "T" zwischen zwei Punkten, hinter dem Schweif ein "V"-
ähnliches Zeichen. Oben zwischen Schweif und Flügel ein fünfstrahliger Stern sowie hinter dem Kopf
ein "A" Das Ganze im Wulstreif, außen ein Viereck-Rand. Klein/Ulmer (CC) -. 0,46 g, von größter Sel-
tenheit-unediertes Unikum, feine Patina, sehr schön-vorzüglich Hochinteressante Bodenseeprägung,
welche bislang nicht bekannt war und nirgends beschrieben ist. Eine genaue Zuweisung ist ebenso wie
die Auflösung der vorhandenen Zeichen und Buchstaben nach dem jetzigen Wissensstand nicht seriös
möglich. Neben einer unbestimmten dynastischen oder reichsvögtischen Münzstätte kommt unseres
Erachtens vor allem auch Überlingen und/oder Biberach in Betracht. Aus altem Sammlungsbestand,
privat erworben in den 1990er Jahren.

Abbildung 117: Biberach, Stadt. Silberabschlag vom Dukat 1730

Sonntag, Auction 29, Los 741, 450 Euro

88
Biberach, Stadt. Silberabschlag vom Dukat 1730 auf das Konfessionsjubiläum. Tempel auf Felsen, der
oben von Blitzen und Winden aus Wolken bedrängt wird / Sechs Zeilen Schrift. Nau 14, Slg. Wurster
1617, Brozatus 1026. 22,5 mm, 2,13 g, seltenes Prachtexemplar mit feiner Patina, fast Stempelglanz

Abbildung 118: Medaille der Stadt Biberach 1801 (von Neuß) auf den Frieden von Luneville

Münzen & Medaillen, Auction 24, Los 877, 110 Euro


Paix de Lunéville. d=30 mm
Medaille der Stadt Biberach 1801 (von Neuß) auf den Frieden von Luneville. Stadtgöttin kniet an Al-
tar, an dem ein Biber-Schild lehnt. Rv. 9 Zeilen Schrift, darunter Augsburger Pyr zwischen 2 Sternen.
Paix de Lunéville. Médaille 1801, édite de la ville Biberach (Neuss). Déesse de la ville agénouillée près
d’un autel auquel est appuyé un écu aux armes d’un castor. Rv. Légende.
23 mm; 3,38 g. Br. 130. Trésor Tf. 83.12. Slg. Jul. 937 (Br). Nau 20. Slg. Wurster 1618. Vergoldet, mit
angelöteter Öse / Doré, bélière soudé. Sehr schön / TTB

Abbildung 119: Biberach, Stadt, tragbare Zinnmedaille 1881, unsigniert

Sonntag, Auction 24, Los 679, 67 Euro


Biberach, Stadt, tragbare Zinnmedaille 1881, unsigniert, auf das Schwäbische Landesturnfest zu Biber-
ach. Stadtansicht / Emblem im Lorbeerkranz. Nau -, Slg. Wurster -. 33 mm, selten, mit Originalöse, sehr
schön

89
Abbildung 120: Biberach, Stadt. Vergoldete, bronzene Prämienmedaille 1925, unsigniert

Sonntag, Auction 20, Los 930, 135 Euro


Biberach, Stadt. Vergoldete, bronzene Prämienmedaille 1925, unsigniert, der Schuhgewerbe-Ausstel-
lung (Schuhmacher-Fachausstellung) zu Biberach. Stadtansicht, darunter zwei Wappen / Weibliche Ge-
stalt hinter Schrift nach rechts stehend, oben Lorbeerzweige. Nau -, Slg. Wurster -, 50,7 mm, im Origi-
naletui, winziger Randfehler, prägefrisch

Abbildung 121: Biberach, Stadt, Tragbare, versilberte Messingmedaille 1927, unsigniert

Sonntag, Auction 21, Los 669, 90 Euro


Biberach, Stadt, Tragbare, versilberte Messingmedaille 1927, unsigniert, auf die Fahnenweihe des
Schützenvereins Illerbach (Teilort der Gemeinde Berkheim im Landkreis Biberach). Gebäudeansicht /
Gewehrschütze nach rechts, davor Schrift. 38 mm, selten, vorzüglich/sehr schön

Abbildung 122: Biberach, Stadt. Tragbare, mattierte Silbermedaille 1929, unsigniert

Sonntag, Auction 18, Los 843, 180 Euro


Biberach, Stadt. Tragbare, mattierte Silbermedaille 1929, unsigniert, auf das 43. Hauptschießen des
oberschwäbischen Schützenbundes in Biberach. Stadtansicht über zwei Wappen / Sieben Zeilen Schrift
über der eingepunzten Feingehaltsangabe "800". Nau -, Slg. Wurster -. 34,3 mm, 15,87 g, selten, mit
Originalöse, vorzüglich

90
Abbildung 123: Einseitige Bronzegussmedaille 1980 von Fritz Nuss

Sonntag, Auction 30, Los 1244, 70 Euro


Hippokrates von Kos um 460-375 v. Chr., antiker Arzt, nach dem der hippokratische Eid der Ärzte be-
nannt ist. Einseitige Bronzegussmedaille 1980 von Fritz Nuss. Der nach links auf einer Baumwurzel sit-
zende Hippokrates unterweist drei vor ihm stehende bzw. sitzende Schüler. Albert/Machauer 143, ca.
168 x 165 mm mit rückseitiger Aufhängevorrichtung, gussfrisch
Gefertigt im Auftrag der pharmazeutischen Firma Dr. Karl Thomae, Biberach.

Abbildung 124: Bronzegussmedaille 1981 von Fritz Nuss

Sonntag, Auction 30, Los 1253, 45 Euro


Müller, Friedrich von *1858, †1941, deutscher Internist, Begründer des modernen Klinikwesens. Bron-
zegussmedaille 1981 von Fritz Nuss. Brustbild nach links / Zehn Zeilen Schrift, darunter Widmung des
Ludolph von Krehl. Albert/Machauer 145. 93 mm, vorzüglich-gussfrisch. Gefertigt im Auftrag der phar-
mazeutischen Firma Dr. Karl Thomae, Biberach.

Bregenz

1330 erteilte Kaiser Ludwig der Bayer den Bürgern der Stadt Bregenz das Recht, an jedem
Montag einen Wochenmarkt abzuhalten.

1404 und 1445 wurde die Bregenzer Vorstadt in den Appenzellerkriegen zerstört und im Win-
ter 1407/1408 während der Schlacht bei Bregenz mehrere Monate lang belagert.

1451 kaufte das Fürstenhaus Habsburg die Hälfte der Grafschaft Bregenz mit der Stadt Bre-
genz. 1484 war der Ausbau der Kirchstraße abgeschlossen und Ende des 15. Jahrhunderts
Übergewicht des Marktes am Leutbühel gegenüber der Oberstadt.

91
Nach Aussterben des bedeutendsten Hochadelsgeschlechts des Bodenseeraums, des Bregen-
zer Zweiges der Grafen von Montfort, wurde ganz Bregenz 1523 Teil von Vorderösterreich im
Erzherzogtum Österreich.

Am 4. Jänner 1647 wurde Bregenz im Zuge des Dreißigjährigen Krieges von den vereinigten
Heeren Schwedens und Frankreichs unter Feldmarschall Carl Gustav Wrangel eingenommen.
Bevor sich die Schweden gegen Ende des Krieges 1647 wieder zurückzogen, sprengten sie auf
dem Gebhardsberg noch die Burg Hohenbregenz (siehe Seekrieg auf dem Bodensee 1632–
1648).

1650 bis 1652 wurde in Bregenz der Kornmarkt gegründet, der 1665 bis 1667 gepflastert
wurde und an Bedeutung gewann.

1704 wurden Angriffe der Franzosen an der Klause abgewehrt. 1753 erfolgte die Errichtung
einer vorderösterreichischen Verwaltung mit Sitz in Konstanz, welche bis 1759 bestand. 1759
bis 1803 lag die Zuständigkeit für Vorarlberg, Schwaben und Breisgau in Freiburg im Breisgau.
Bregenz wurde zu einer habsburgischen Landstadt.

Im jahre 1805 kam Bregenz zum Königreich Bayern. Im Jahr 1809 wurden unter dem Oberbe-
fehl des Oberkommissärs Anton Schneider etwa 3000 Vorarlberger Freiheitskämpfer aufge-
stellt.

Anton Schneider wurde festgenommen, und Vorarlberg kam unter starke bayrische Besat-
zung. Unter der Regierung des Grafen von Montgelas, die unter französischem Einfluss stand,
bekam die Stadt eine moderne Verwaltungsstruktur. Im Eindruck des Wiener Kongresses ver-
zichtete Bayern 1814 auf Vorderösterreich, was zur Folge hatte, dass die Herrschaften vor dem
Arlberg (Vorarlberg) mit der Stadt Bregenz gemeinsam mit Tirol an das Kaiserreich Österreich
zurückfielen17.
Abbildung 125: JOSEPH II., als Kaiser, 1780-1790. 3 Kreuzer 1786 H

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1776, 160 Euro


JOSEPH II., als Kaiser, 1780-1790. 3 Kreuzer 1786 H, Günzburg, für Vorderösterreich. Die Wappen von
Freiburg, Bregenz und Burgau in Kleeblattstellung. Rv. Wert über Zweigen. Her. 326. Kleiner Kratzer.
Vorzüglich

17
https://de.wikipedia.org/wiki/Bregenz

92
Abbildung 126: JOHANN VIII., 1662-1686. 15 Kreuzer 1679

Münzen & Medaillen, Auction 19, Los 1235, 100 Euro


MONTFORT, LINIE ZU BREGENZ, GRAFSCHAFT, d=32 mm
JOHANN VIII., 1662-1686. 15 Kreuzer 1679. Brustbild r. Rv. Gekröntes Wappen zwischen Zweigen. Eb-
ner 121. Kleine Schrötlingsfehler. Sehr schön

Buchhorn
Buchhorn ist der frühere Name der Stadt → Friedrichshafen. Die am Nordostufer des Boden-
sees gelegene Stadt war über 400 Jahre, vom 13. Jahrhundert bis 1802/03, Reichsstadt. Der
Reichsdeputationshauptschluss beendete die republikanische Ära, Buchhorn wurde dem Kur-
fürstentum Bayern zugesprochen. Jedoch kam die Stadt nur wenige Jahre später, 1810, vom
Königreich Bayern an das Königreich Württemberg, und kurz darauf verfügte der württember-
gische König Friedrich I. von Württemberg 1811 die Fusionierung der Gemarkungen der Stadt
Buchhorn und der Gemeinde Hofen, auf der auch der Bezirk des Klosters Hofen lag. Die neue
Gemeinde übernahm das Stadtrecht Buchhorns und war als württembergischer Bodenseeha-
fen konzipiert. Sie erhielt den Namen Schloss und Stadt Friedrichshafen, der Name Buchhorn
geriet außer Gebrauch, die Bezeichnung Hofen blieb jedoch bis heute erhalten. Buchhorn war
vor allem durch den Bodenseehandel geprägt worden, hatte jedoch eine wechselhafte Ge-
schichte erlebt, in der es oft zerstört wurde18.
Abbildung 127: BUCHHORN, STADT, Kreuzer 1704

Emporium, Auction 77, Los 1780, 130 Euro


BUCHHORN, STADT, Kreuzer 1704. Buche und Horn im Schild auf Doppelkreuz. Rs. Doppeladler. 0,45
g. Nau 4 d/a. ss.

18
https://de.wikipedia.org/wiki/Buchhorn

93
Abbildung 128: BUCHHORN (Friedrichshafen). Einseitiger Cu-Pfennig o. J. (ab 1700)

Münzen & Medaillen, Auction 16, Los 1427, 90 Euro


d=22 mm, BUCHHORN (Friedrichshafen). Einseitiger Cu-Pfennig o. J. (ab 1700). Buche und Hifthorn.
Dazu ein späterer Abschlag. Nau 1. Slg. Wurster 1622. Slg. Schlossberger 1253. Schön 1. 2 Stück.
Sehr schön

94
Dillingen

Aus Wittislingen kommend, ließen sich die späteren Grafen von Dillingen im 10. Jahrhundert
im Donautal nieder, wobei deren Burg zum Zentrum der heutigen Kreisstadt Dillingen wurde.
973 erstmals urkundlich erwähnt, fiel Dillingen 1258 als Schenkung an das Hochstift Augsburg,
das ab 1500 zum Schwäbischen Reichskreis gehörte. Es war spätestens ab dem 15. Jahrhun-
dert bis zur Säkularisation 1803 Residenzstadt der Bischöfe von Augsburg. Die Fürstbischöfe
von Augsburg, vor allem die beiden Kardinäle unter ihnen, förderten als Stadtherren das
Wachstum der Stadt.

Der Kardinal Peter von Schaumberg baute die Dillinger Burg zum spätgotischen Burgschloss
um und richtete in ihr die Regierung des Hochstifts ein. Der Kardinal Otto Truchseß von Wald-
burg gründete 1549/1551 die Universität Dillingen und holte dazu Sebald Mayer als ersten
Buchdrucker in die neue Universitätsstadt (Sebald Mayers Sohn Johann übernahm dann ab
1576 diese akademische Druckerei). Die Universität mit theologischem Schwerpunkt wurde
1563 den Jesuiten übergeben und erlangte als erste voll ausgeprägte Jesuiten-Universität auf
dem Boden des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation überregionale Bedeutung19.

In den Jahren 1802 und 1803 kam die Stadt zu Bayern.


Abbildung 129: DILLINGEN, STADT, Händleinheller o. J.

Emporium, Auction 77, Los 1787, 75 Euro


DILLINGEN, STADT, Händleinheller o. J., mit "D" auf der Hand. Bonh. 1926. 2 Stk., ss.

Abbildung 130: DILLINGEN, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE, Burkhard von Ellerbach, 1373-1404

Emporium, Auction 69, Los 1279, 50 Euro


DILLINGEN, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE, Burkhard von Ellerbach, 1373-1404
Heller. Hand mit D. Rs.Kreuz mit Punkten. 0,53 g. Bonh.1926, ss

19
https://de.wikipedia.org/wiki/Dillingen_an_der_Donau

95
Abbildung 131: Bronze-Preismedaille 1890 (von Drentwett)

Münzen & Medaillen, Auction 19, Los 1194, 40 Euro


BAYERN, HERZOGTUM, SEIT 1806 KÖNIGREICH, DILLINGEN. d=39 mm
STÄDTE. DILLINGEN. Bronze-Preismedaille 1890 (von Drentwett) der Gewerbe-, Industrie- und Land-
wirtschaftsausstellung. Wappen mit Mauerkrone zwischen Zweigen. Rv. 11 Zeilen Schrift zwischen
Zweigen. 37,5 mm. Kleiner Randfehler. Vorzüglich-Stempelglanz

Donauwörth
1178–1266 wurde die Stadt als Reichslehen direkt den herrschenden Staufern zugeordnet, die
sie 1266 an das Herzogtum Bayern verpfändeten. Der einköpfige Stauferadler blieb im Stadt-
wappen bis 1530 vertreten, als er durch den doppelköpfigen Reichsadler ersetzt wurde.
1301 wurde die Stadt Reichsstadt. Die Besetzung der Stadt durch Ludwig den Reichen von
Bayern-Landshut war der Auslöser für den Bayerischen Krieg. 1376 wurde der Schwäbische
Städtebund gegründet. Anlass dafür war, dass Karl IV. die Stadt wegen hoher Schulden an
seine Gläubiger abtreten musste. In den Jahren 1444–1473 entstand die Stadtpfarrkirche Zu
unserer Lieben Frau an Stelle der zu klein gewordenen Sankt-Ulrichs-Kirche. 1488 wurde Do-
nauwörth Mitglied des Schwäbischen Bundes. 1536 kam die Pflege an die Fugger20.
Donauwörth, Königliche Münzstätte
Heinrich VI. (1190 - 1197)
Abbildung 132: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 10848


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Steinhilber 102, Gebh. 3
Prägestätte: Donauwörth

20
https://de.wikipedia.org/wiki/Donauw%C3%B6rth

96
Beschreibung: Von vorn thronender König mit Kreuz und Lilie auf einem Bogen mit zwei Türmchen.
Wulstreif, umgeben von 10 Bögen, je eine Lilie bzw. ein Kreuz einschließend, in den Außenwinkeln
Punkte, Gewicht: 0,75 g

s 100
ss 200
vz 400

ss-vz minimale Überprägungsspuren 230 2016 Sonntag/23

Abbildung 133: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 47822


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Steinhilber 107, Gebh. 7
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Brustbild König Heinrichs´ im Mantel, der in zwei Bäuschen von den Armen herabfällt.
In der linken Hand ein 5-blättrig endendes Lilienzepter, in der Rechten ein Stab mit Kreuz und zwei
herabhängenden Ringen. Wulstreif, umgeben von 12 Bögen, je einen Ringel einschließend und aus-
schließend, Gewicht: 0,66 g

s 750
ss 1500
vz 3000

vz winzige Schrötlingsfehler am Rand 2600 2017 Sonntag/27#77

Abbildung 134: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 60051


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Steinhilber 104, Gebh. 4, Slg. Eglmeier 1381
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Zwei einander zugewandte Adler, zwischen ihnen ein Kreuzstab auf einer winklig gebro-
chenen Linie. Darunter gekrönter Kopf zwischen zwei schräg gestellten Kreuzen und zwei Ringel.

97
Wulstreif, umgeben von zwölf Bögen, abwechselnd eine Lilie bzw. ein Kreuz einschließend
Gewicht: 0,75 g

s 100
ss 200
vz 400

Abbildung 135: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 63550


Fotoquelle: GM
Zitierstellen: Steinhilber 101, Gebhart 2
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekrönte Brustbilder von Heinrich mit Schwert in seiner Linken und seiner Gemahlin
Konstanze von Sizilien mit Lilie in ihrer Rechten über einer Mauerbrüstung von vorn, dazwischen ein
Kreuzstab unter einem fünfstrahligen Stern, zu den Seiten jeweils ein Ringel. Wulstreif, umgeben von
zwölf Bögen, abwechselnd Ringel und Kreuze einschließend, in den Außenwinkeln Ringel, Gew.: 0,75 g

Otto IV. (1197 - 1215)


Abbildung 136: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 47823


Fotoquelle: GM
Zitierstellen: Steinhilber 109
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Königliches Brustbild mit Bügelkrone, in der Rechten Kreuzstab mit herunterhängen-
den Lilienblättern, in der Linken Reichsapfel. Wulstreif, umgeben von acht, durch Stäbchen voneinan-
der getrennten Bögen, je einen Ringel einschließend
Gewicht: 0,69 g

s 750
ss 1500
vz 3000

vz-Stgl 3200 2015 Gorny & Mosch/234

98
Friedrich II. (1215 - 1250)
Abbildung 137: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte. Brakteat o. J.

Fotoquelle: Emporium (vz)


Zitierstellen: Steinh. 127, Gebh. 19, Bonh. 1934
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekrönter Kopf von vorn über dem Schweif eines steigenden Löwen von rechts, die
Krone mit einem Kreuz. Wulstreif, umgeben von zehn Bögen, Gewicht: 0,69 g

s 60
ss 130
vz 260

vz 210 2017 Müller/179#3130

Abbildung 138: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 41580


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Steinh. 121, Gebh. 17, Berger 2675
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekröntes Brustbild von vorn, in den erhobenen Händen je ein Kreuz haltend. Wulst-
reif, umgeben von zehn Bögen ohne Verzierung, Gewicht: 0,68 g

s 40
ss 80
vz 160

ss-vz 150 2017 Möller/69#276

99
Abbildung 139: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 42724


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Steinh. 122, Gebh. 18
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekröntes Brustbild von vorn mit Palmzweig und Kreuzzepter in den Händen, auf der
Krone drei Kreuze. Wulstreif, umgeben von 10 Bögen, Gewicht: 0,61 g

s 150
ss 300
vz 600

ss-vz minimaler Randriß 360 2013 Sonntag/17


vz 252 2016 Höhn/86

Abbildung 140: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 42725


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Steinh. 135, Gebh. 43
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekröntes Brustbild von vorn mit Lilie und Palmzweig in den Händen im Wulstreif
0,68 g

s 1000
ss 2000
vz 4000

ss Startpreis 900 €2200 2013 Sonntag/17

100
Abbildung 141: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 60052


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Steinh. 118, Gebh. 15
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekröntes Brustbild von vorn, in den erhobenen Händen je eine Lilie haltend. Beidsei-
tig des Kopfes jeweils ein Ringel. Wulstreif, umgeben von zehn Bögen, je ein Kreuz einschließend, in
den Außenwinkeln Punkte, Gewicht: 0,72 g

s 400
ss 800
vz 1600

ss leicht gewellt, minimale Randfehler 675 2016 Sonntag/23

Abbildung 142: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 60064


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Steinh. 119, Gebh. 14
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekröntes Brustbild von vorn, in den erhobenen Händen je ein Kreuz haltend. Beidseitig
des Kopfes jeweils ein Ringel. Wulstreif, umgeben von zehn Bögen, je ein Kreuz einschließend, in den
Außenwinkeln Punkte, Gewicht: 0,74 g

ss-vz Startpreis 900 €2200 2016 Sonntag/23

101
Abbildung 143: DONAUWÖRTH, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 67493


Fotoquelle: Sonntag
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Königliches Brustbild mit Bügelkrone im Mantel mit Agraffe von vorn, zu den Seiten je
ein sechsstrahliger Stern. Wulstreif, umgeben von zehn Bögen, je einen Ringel einschließend, außen
Punkte, Gew.: 0,73 g

s 700
ss 1400
vz 2800

vz 2400 2017 Sonntag/27#779

Donauwörth, Stadt
Z. Zt. Karl V. (1519 – 1558)
1 Guldiner
Abbildung 144: DONAUWÖRTH, Stadt, 1 Guldiner 1548

NDW ID: 52194


Fotoquelle: GM
Zitierstellen: Dav. 9170, Gebhart 118
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekrönter Doppeladler mit Stadtschild, Umschrift WERD*/Gekröntes und geharnischtes
Hüftbild Kaiser Karls V. mit geschultertem Zepter

s 150
ss 300
vz 600

s-ss Startpreis: 200 EUR 400 2017 G. Hirsch Nachf./329#1142

102
1/2 Guldiner
Abbildung 145: DONAUWÖRTH, Stadt, 1/2 Guldiner 1548

NDW ID: 39330


Fotoquelle: Peus (vz)
Zitierstellen: Gebhart 123
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Initialenschild auf Doppeladler / Kaiserhüftbild rechts

s 350
ss 700
vz 1400

vz 1900 2015 Peus/414

1/4 Guldiner
Abbildung 146: DONAUWÖRTH, Stadt, 1/4 Guldiner 1543

Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Gebhart 67, Schulten 758
Prägestätte: Donauwörth
Beschreibung: Gekrönter, doppelköpfiger Reichsadler mit dem Stadtwappen auf der Brust / Gekröntes
Hüftbild Kaiser Karls V. im Harnisch und mit geschultertem Zepter nach rechts

s 100
ss 200
vz 400

s-ss Henkelspur, bearbeitet 100 2017 Sonntag/27#780

103
104
Friedrichshafen
Friedrichshafen entstand 1811 aus der ehemaligen Reichsstadt → Buchhorn (von der sie das
Wappen übernahm) durch Zusammenschluss mit dem nahen Dorf und Kloster Hofen an der-
selben Bodensee-Bucht. Die Stadt gehörte als Bestandteil des Königreichs Württemberg zum
Oberamt Tettnang, aus dem 1938 der Landkreis Friedrichshafen hervorging, welcher 1945
nach Rückverlegung der Kreisverwaltung wieder zum Landkreis Tettnang wurde21.

Abbildung 147: Einseitige, rechteckige Bronzeplakette o. J. (1908)

Teutoburger, Auction 81, Los 4370, 67 Euro


Einseitige, rechteckige Bronzeplakette o. J. (1908) von Mayer & Wilhelm. Brb. Zeppelin, darunter An-
sicht Zeppelin über Friedrichshafen. 38 X 50 mm, im Etui. Kaiser 278. Vorzüglich

Abbildung 148: Silbermedaille von M. & W. Stuttgart 1908

Teutoburger, Auction 71, Los 2721, 100 Euro


Silbermedaille von M. & W. Stuttgart 1908 a. d. Fahrt Friedrichshafen-Strassburg-Echterdingen. Brb.
Graf Zeppelin halbr./ Luftschiff über Stadt. 33,5 mm. Kaiser 289, Button (Slg. Wolf) 44, vorzüglich, mat-
tiert, winz. Randfehler

21
https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrichshafen

105
Abbildung 149: ZEPPELIN, Bronzemedaille 1908 (von Mayer & Wilhelm)

MM, Auction 38, Los 809, 160 Euro


ZEPPELIN, Bronzemedaille 1908 (von Mayer & Wilhelm) auf die Fernfahrt des LZ 4 nach Echterdingen.
Brustbild des Grafen Zeppelin l. Rv. Adler mit Lorbeerkranz über dem Bodensee vor Friedrichshafen.
60 mm. Kaiser 298. Slg. Wolf 45. Mattiert. Vorzüglich

Abbildung 150: ZEPPELIN, FRIEDRICHSHAFEN, Stadt, Alu.-Med. 1908

Emporium, Auction 81, Los 1465, 45 Euro


ZEPPELIN, FRIEDRICHSHAFEN, Stadt, Alu.-Med. 1908. Unglück bei Echterdingen. Brb. des Grafen Zep-
pelin v. vorn. Rs. Luftschiff vor dem Straßburger Münster bei der Dauerfahrt von Friedrichshafen nach
Mainz (583 km), geprägt aus den Resten des Luftschiffes LZ 4. 5,79 g; 33 mm. Kaiser 303,
st

Abbildung 151: Silbermedaille 1909

Möller, Auction 59, Los 1102, 350 Euro


Silbermedaille 1909, Münchens Ehrenbürger - Friedrichshafen, München. Ohne Randschrift. Kienast
46, Kaiser 310.4. 35,1 mm, 19,8 g, vz

106
Abbildung 152: Medaillen von Karl Goetz, Bronzemedaille 1909

Sincona, Auction 39, Los 3587, 425 CHF


Medaillen von Karl Goetz, Bronzemedaille 1909. Auf die Fernfahrt des Luftschiffs Zeppelin II von Fried-
richshafen nach Nürnberg. Büste des Grafen Zeppelin schräg nach rechts. Rv. Putto schreibt auf einen
Stein: FERNFAHRT VON FRIEDRICHSHAFEN NACH NÜRNBERG 30. MAI 1909. Guss, 65 mm. 119.10 g.
Kienast 48. Sehr selten / Very rare. Vorzüglich / Extremely fine.

Abbildung 153: Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1913

Busso Peus, Auction 411, Los 1580, 410 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1913, auf die Notlandung des Zeppelins XVI in Luneville am 3. April.
Stempel von K. Goetz. Das Luftschiff bei der Landung, verfolgt von einem Doppeldecker und französi-
schen Kavalleristen / Der gallische Hahn und der deutsche Adler. Ohne Randpunze. Kaiser 382.2,
Kienast 131, 49.64 g; 50,5 mm. Vorzüglich, mattiert. Kleiner Randfehler

Abbildung 154: Friedrichshafen, Stadt, Silbermedaille 1924

Busso Peus, E-Auction 9, Los 341, 35 Euro

107
Friedrichshafen, Stadt, Silbermedaille 1924, auf die Amerikafahrt des "LZ 126". Stempel von A. D.,
Büste Dr. Hugo Eckeners von vorn / Luftschiff über der Stadtansicht von Friedrichshafen. Kaiser 449.
14.64 g; 33,5 mm. Stempelglanz/Vorzüglich.

Abbildung 155: Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1924

Busso Peus, Auction 404, Los 3469, 180 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1924, auf die Amerikafahrt des LZ 126. 18.12 g. Stempel von Karl
Goetz. Luftschiff über dem Segelschiff des Columbus / Deutscher Mann steht neben Erdkugel mit Ad-
ler und Eule. Kaiser 456. Kienast 321. Polierte Platte

Abbildung 156: Friedrichshafen, Stadt, Bronzegussmedaille 1925

Busso Peus, Auction 400, Los 2146, 270 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Bronzegussmedaille 1925, für Verdienste um die Zeppelin-Eckener-Spende.
Modell von C. Stock. Nackter Jüngling steht auf Felsen über bewegtem Meer und hält einen zum Flug
bereiten Adler über seinem Kopf / Luftschiff vor Wolken, darunter 6 Zeilen Goethe-Zitat. Kaiser 474.2
Vorzüglich

108
Abbildung 157: Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1928

Busso Peus, Auction 406, Los 2049, 410 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1928, auf die Schöpfer des LZ 127, Ludwig Dürr und Hugo Eckener.
73.43 g. Mayer & Wilhelm (Werkstatt). Büsten Dürrs und Eckeners / Zeppelin über Schrift. Kaiser 482.1,
Vorzüglich/Stempelglanz

Abbildung 158: Silbermedaille v. Lauer 1929

Teutoburger, Auction 103, Los 4430, 190 Euro


Silbermedaille v. Lauer 1929 auf die Weltfahrt des LZ 127. Brb. Zeppelins, Dürr und Eckener versetzt,
dazw. Lorbeerzweig/Luftschiff durch Wolken fahrend n. r. umgeben mit den eingetragenen Stationen
der Weltfahrt: Friedrichshafen - Tokio - Los Angeles - Lakehurst. 33,5 mm, 14,6 g. Kaiser 512. Polierte
Platte-, selten

Abbildung 159: Friedrichshafen, Stadt, Bronzemedaille 1929

Busso Peus, Auction 395, Los 2495, 160 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Bronzemedaille 1929, auf den Erstflug der Do X im schweizerischen Altenrhein
am Bodensee. Stempel von K. Goetz. Büste des Erbauers Claude Dornier / Das Flugzeug über dem Bo-
densee. Randpunzierung BAYER. HAUPTMüNZAMT. Kaiser 991.3; Kienast 436. 36 mm. Vorzüglich

109
Zu seiner Zeit war die Do X das bei weitem größte Flugzeug der Welt. Die Do-X war wirtschaftlich kein
Erfolg. Die Geldgeber hatten nach kurzer Zeit Zweifel an der praktischen Umsetzung des Konzepts
und stellten die Unterstützung ein. Der Lufthansa war das Flugmuster zu unwirtschaftlich. Es wurden
neben dem Prototypen noch zwei Exemplare gebaut, die nach Italien geliefert wurden.

Abbildung 160: Friedrichshafen, Stadt, Silbermedaille 1929

Busso Peus, Auction 416, Los 1115, 380 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Silbermedaille 1929, auf die Weltfahrt des LZ 127 von Friedrichshafen über
Japan (Tokyo) nach USA (Los Angeles, Lakehurst). Stempel von Mayer und Wilhelm, Stuttgart. Büste
Graf Zeppelins rechts / Globus mit Nordpol im Zentrum. Kaiser 500. 1 48.60 g; 50,8 mm. In Silber sehr
selten. Vorzüglich

Abbildung 161: Weiße Porzellanmedaille 1929 (Meissener Porzellanmanufaktur)

Teutoburger, Auction 117, Los 3051, 100 Euro


Weiße Porzellanmedaille 1929 (Meissener Porzellanmanufaktur). "Graf Zeppelin" Weltrundflug Fried-
richshafen - Tokio - Los Angeles - Lakehurst. 47 mm, vorzüglich/prägefrisch, leicht berieben. Kaiser
503.2.

110
Abbildung 162: Porzellanmedaille, braun, 1929, Friedrichshafen

Teutoburger, Auction 79, Los 3067, 60 Euro


Luft- und Raumfahrt, Porzellanmedaille, braun, 1929, Friedrichshafen, a. d. Welt-Rundflug des Graf
Zeppelin. 50 mm. Kaiser 503. Scheuch 1636a. Aufl. nach Scheuch nur 201 bis 500 Exemplare, präge-
frisch, selten

Abbildung 163: Münchner Medailleure, Karl Goetz, Silbermedaille 1929

Teutoburger, Auction 117, Los 3065, 450 Euro


Münchner Medailleure, Karl Goetz, Silbermedaille 1929. Weltfahrt des LZ 127 "Graf Zeppelin". Brb. Dr.
Hugo Eckener l./ TOKIO LOS ANGELES LAKEHURST FRIEDRICHSHAFEN. Zeppelin und Vogel über Globus.
60 mm; 54,36 g, vorzüglich, schöne Patina, selten Kaiser 496. Button (Slg. Wolf) 235. Kienast 429.

Abbildung 164: ZEPPELIN, FRIEDRICHSHAFEN, Stadt, Goldmed. 1929

Emporium, Auction 79, Los 1530, 300 Euro


ZEPPELIN, FRIEDRICHSHAFEN, Stadt, Goldmed. 1929 von J. Bernhard. Weltfahrt des Luftschiffes LZ 127
Graf Zeppelin. Brb. des Grafen Zeppelin und Hugo Eckener l. Rs. Zeppelin über Bodensee. Rd. Preuss.
6,46 g; 22,5 mm. Kaiser 510.3, GOLD, vz aus PP

111
Abbildung 165: Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1930

Busso Peus, Auction 411, Los 1582, 140 Euro


Friedrichshafen, Stadt, Medaille 1930, auf die 1. Südamerikafahrt des LZ 127 nach Rio de Janeiro.
Stempel von O. Glöckler. Luftschiff über dem Äquator zwischen Europa und Südamerika / Büste Hugo
Eckners links. Kaiser 542, 24.61 g; 36 mm. Stempelglanz/Vorzüglich

Abbildung 166: ZEPPELIN, , Eins. Br.-Autoplakette 1930

Emporium, Auction 77, Los 1536, 190 Euro


ZEPPELIN, , Eins. Br.-Autoplakette 1930 a. d. Rückkehr v. d. 1. Südamerikafahrt des LZ 127, Zielfahrt
des MC Friedrichshafen. Teilemaillierte Vs. m. Zeppelin r. über Küste m. Sonnenuntergang. Rs. Mayer
u. Wilhelm Stuttgart. Oben/unten Montagelöcher. 117 g; 89 x 65 mm. Kaiser 548, vz.

Abbildung 167: Bronze-Autoplakette 1952 (v. Hofstätter)

Möller, Auction 71, Los 843, 85 Euro


Bronze-Autoplakette 1952 (v. Hofstätter) a. d. Int. Seehasen-Sternfahrt des DTC Friedrichshafen, bunt
emailliert und versilbert, m. 3 Montagelöchern, Kai. 632. 82,0 x 100 mm, 93,6 g, prfr.

112
Abbildung 168: Luftfahrt Plakette o. J.

Möller, Auction 69, Los 1207, 60 Euro


Luftfahrt Plakette o. J. aus braunem Kunststoff mit 2 Befestigungslöchern, im Zierrahmen, Zeppelin
über den Fabrikhallen in Friedrichshafen, 48,2 x 55,1 mm, 14,5 g, vz

Abbildung 169: GOLD-Medaille o. J.

Teutoburger, Auction 59, Los 1948, 45 Euro


GOLD-Medaille o. J., Friedrichshafen am Bodensee, Zeppelinstadt. 20 mm; 3,6 g, 333/1000. Kaiser 641.
Polierte Platte, Randfehler

113
114
Isny

Das heutige Isny wurde um das Jahr 1043 vom Grafen von Altshausen-Veringen gegründet.
1096 wurde die Kirche den Mönchen des Klosters Hirsau zur Gründung des Klosters St. Georg
übergeben; dieses Datum stellt auch die erste urkundliche Erwähnung dar. Um das Kloster
herum entstand eine Siedlung, die bereits Ende des 12. Jahrhunderts das Marktrecht erhielt.
1281 verlieh König Rudolf von Habsburg auf Betreiben seines engen Vertrauten Heinrich von
Isny dem Ort das Lindauer Stadtrecht.

1284 fielen Stadt und Kloster einem Brand zum Opfer. 1365 erkauften sich die Isnyer die
Rechte einer Freien Reichsstadt von ihrem Vogtherrn, dem Truchsessen von Waldburg. 1376
beteiligte sich die Stadt an der Gründung des Schwäbischen Städtebundes. 1401 brannte es
erneut in Isny. 1507 erhielt die Stadt das Münzrecht.

1802 wurde die Reichsstadt mediatisiert und fiel zunächst an die Reichsgrafen von Quadt.
1806 kam Isny zum Königreich Württemberg, wo es kurzfristig Sitz eines eigenen Oberamtes
wurde. Aber bereits 1810 kam die Stadt zum Oberamt Wangen. Die Bevölkerung favorisierte
eine Eingliederung zu Österreich oder alternativ nach Bayern. Durch die Angliederung an das
Königreich Württemberg und das damit verbundene Abschneiden der traditionellen Wirt-
schaftsbeziehungen wurde die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt über viele Jahre hinweg
gehemmt22.
Z. Zt. Maximilian I. (1490/93-1519)]
1 Batzen
Abbildung 170: ISNY, Stadt, 1 Batzen 1516

NDW ID: 58567


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 92, Lanz 60
Prägestätte: Isny
Beschreibung: mit Titel Maximilian I.

s 30
ss 60
vz 120

ss 45 2016 Emporium/76

22
https://de.wikipedia.org/wiki/Isny_im_Allgäu

115
1 Pfennig
Abbildung 171: ISNY, Stadt, 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 58568


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 52, Lanz 237a
Prägestätte: Isny
Beschreibung: einseitiger Heller-Hohlpfennig
Hufeisen,nach 1508 geprägt, Gewicht: 0,21 g

s 50
ss 100
vz 200

ss 120 2016 Emporium/76

Z. Zt. Karl V. (1519 – 1558)


1 Taler
Abbildung 172: ISNY, Stadt, 1 Taler 1554

NDW ID: 8118


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Dav. 9322, MB 30
Beschreibung: Stadtwappen/Reichsadler mit Wertzahl 72 (Kreuzer) im Reichsapfel

Ss Ruf CHF 12500, ca. 10000 € 0 2013 Sincona/13#2098

116
1 Batzen
Abbildung 173: ISNY, Stadt, 1 Batzen 1528

NDW ID: 60079


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Nau 196, Schulten 1383
Prägestätte: Isny
Beschreibung: Mit Titulatur Kaiser Karl V.

s 15
ss 30
vz 60

vz-Stgl 68 2016 Sonntag/23

1 Pfennig
Ohne Abbildung

Z. Zt. Leopold I. (1657-1705)


Abbildung 174: ISNY, Stadt, 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 10995


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 307/KM 15
Beschreibung: Einseitiger Pfennig
Stadtwappen (gekr. Adler mit Hufeisenschild), geprägt 1701-1702

s 60
ss 160
vz 320

ss 50 2016 Emporium/76

117
118
Günzburg

1301 kam die Stadt nach Aussterben der Grafen von Berg – eines mit den Staufern verschwä-
gerten Uradelsgeschlechts, welchem der Markgraftentitel verliehen wurde – als „erledigtes
Reichslehen“ in den Besitz des Hauses Österreich/Habsburg, welches Günzburg zum Hauptort
der Markgrafschaft Burgau ausbaute. Schon bald nach Inbesitznahme durch die Habsburger
wurde die ursprünglich im Mündungstal der Günz zur Donau liegende (römische) Unterstadt
um eine schematisch-planmäßig auf einem Riedelvorsprung errichtete „Oberstadt“ erweitert,
welche die „Unterstadt“ infolge der Verlegung des Marktes rasch überflügelte. 1418 erhielt
die Stadt die Hochgerichtsbarkeit.

Im Jahre 1418 sollten Günzburg und die Markgrafschaft wegen Geldnot an Bayern verkauft
werden, das wurde jedoch durch die Reichsstädte Augsburg und Ulm sowie weitere Mitglieder
des Schwäbischen Bundes – durch entsprechende finanzielle Kompensationen an Österreich
– verhindert. Günzburg und die Markgrafschaft konnten auch in späterer Zeit stets auf die
Bereitschaft der Reichsstädte Augsburg und Ulm, den Augsburger Bischof und auch das Haus
Fugger zählen, wenn es galt, die Gelüste bayerischer Herzöge nach Landgewinn westlich des
Lechs im Zaum zu halten.

Von 1609 bis 1618 wurde die Stadt Residenz des Markgrafen Karl von Burgau, eines strengen
Katholiken und Sohns Ferdinands II. in Tirol, Statthalter von Oberösterreich. Für ihn ließ sein
Vater durch den italienischen Baumeister Alberto Lucchese 1577–1580 ein großes Schloss er-
bauen. 1617 verfügte der Markgraf die Ausweisung der Günzburger Judengemeinde binnen
Jahresfrist (die verbreiteten jüdischen Nachnamen Ginsburg, Gainsbourg, Ginsberg, Ginzberg,
Ginzburg etc. bezeichnen meist Nachkommen dieser Gemeinde). Karl und seine Frau Sybille
hatten keine Kinder, so dass Günzburg zurück an die habsburgische Hauptlinie fiel23.

Günzburg war vorderösterreichische Münzstätte

Abbildung 175: Haus Habsburg, Maria Theresia, 1740-1780, Silbermedaille 1770

Teutoburger, Auction 117, Los 2327, 180 Euro


Haus Habsburg, Maria Theresia, 1740-1780, Silbermedaille 1770, unsigniert. Willkommensprägung der
Stadt Günzburg zum Treffen ihrer Tochter Marie Antoinette mit der Lothringischen Prinzessin Karoline.
26 mm, 4 g, fast vorzüglich, kl. Druckstelle am Rand, Slg. Montenuovo 2010.

23
https://de.wikipedia.org/wiki/Günzburg

119
120
Kempten

Durch die Förderung der Karolinger, nach Hildegard und Karl auch durch ihren Sohn Ludwig
den Frommen, stieg das Kloster Kempten zum flächenmäßig größten und bedeutendsten
Herrschaftsträger im Allgäu auf. Dem Fürstabt (Titel seit dem 12. Jahrhundert belegt) gelang
es, aus der Siedlung am Flussübergang eine Stadt zu entwickeln. Kloster und Stadt waren bis
in die zweite Hälfte des 13. Jahrhunderts durch die Iller getrennt, die erst kurz vor 1300 in ihr
heutiges Bett verlegt wurde. Die Iller war zugleich die Grenze zwischen den Bistümern Kon-
stanz und Augsburg; die alte Grenzlinie wurde nach der Flussverlegung noch bis 1827 beibe-
halten.

Der Stauferkönig Friedrich II. belehnte 1213 den Abt des Fürststiftes mit der Grafschaft Kemp-
ten. Ein Privileg König Rudolfs von Habsburg im Jahre 1289 war der erste Schritt auf dem lan-
gen Weg der Reichsstadt aus dem Hoheitsbereich des Abtes. Die Privilegien des 14. Jahrhun-
derts festigten Kemptens Status als Reichsstadt.

Der Status Kemptens als reichsunmittelbare Stadt inmitten des Herrschaftsgebietes des Fürst-
stifts führte zu ständigen Auseinandersetzungen zwischen den Bürgern der Reichsstadt und
dem Fürstabt des Fürststifts Kempten. So nutzten 1363 Kemptener Bürger die alljährliche Ein-
ladung des Abtes zum Martinsessen zur Eroberung der Stadtburg auf der Burghalde, die dem
Abt gehörte und mit einem Vogt besetzt war. Der Bau einer eigenen Schule (1358) und die
Stiftung einer Kirchenbibliothek für die Stadtprediger (1437) unterstrichen die Eigenständig-
keit der Stadt.

An der Iller entstand 1477 mit den ersten beiden Papiermühlen ein neuer Wirtschaftszweig.

Durch Kaiser Friedrich III. erhielt die Reichsstadt Kempten im Jahr 1488 das Recht, den Reichs-
adler mit der Kaiserkrone in ihrem Stadtwappen zu führen. Ein Kemptener Truppenkontingent
hatte sich bei der Befreiung des in Brügge gefangenen jungen Königs Maximilian besonders
ausgezeichnet. Der Reichsadler ziert heute noch die rechte Hälfte des Stadtwappens.

Im Jahre 1802 marschierten kurfürstlich bayerische Truppen ins Allgäu ein und vollzogen die
Mediatisierung der Reichsstadt und die Säkularisation der Fürstabtei; beide wurden dem bay-
erischen Staatsgebiet angeschlossen24.
Kempten, Abtei
Welf VI. als Vogt (1150 - 1191)
Abbildung 176: KEMPTEN, Abtei, Brakteat 1170/1180

NDW ID: 60080

24
https://de.wikipedia.org/wiki/Kempten_(Allgäu)

121
Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 107, Gebh. 2, Haertle 20
Prägestätte: Kempten
Beschreibung: Barhäuptiges Brustbild mit dreizipfliger Fahne nach rechts, im Feld dahinter ein Kreuz
und zwei Ringel
Gewicht: 0,47 g

s 400
ss 800
vz 1600

ss- prägeschwach 450 2016 Sonntag/23

Landfried (1170-1187)
Abbildung 177: KEMPTEN, ABTEI, Landfried, 1170-1187, Dünnpfennig um 1170/80

Emporium, Auction 77, Los 1859, 50 Euro


KEMPTEN, ABTEI, Landfried, 1170-1187, Dünnpfennig um 1170/80. Brustb. des Abtes mit Krummstab
l., 0,35 g. Bonh. 1836, Berger 2559, Gebhardt 1b, ss.

Abbildung 178: KEMPTEN, ABTEI, LANDFRIED, 1170-1187. Brakteat

MM, Auction 44, Los 491, 480 Euro


KEMPTEN, ABTEI, LANDFRIED, 1170-1187. Brakteat. Zweitürmige Kirchenfassade mit Mittelgiebel und
Portal, an den beiden Seiten Blattranken. 0,45 g. Cahn 198, CC 112, Slg. Ulmer 1256 (dieses Exemplar),
Berger 2507. Selten. Prägeschwäche am Rand.
Gutes sehr schön Aus Slg. Ulmer, Auktionen Meister & Sonntag, Stuttgart, Auktion 5 (2007), 1256.

122
Rudolph II. (1208 – 1224)
Abbildung 179: KEMPTEN, ABTEI, RUDOLPH II. bis HEINRICH III., 1208-1224. Brakteat um 1210-1218

MM, Auction 44, Los 494, 40 Euro


KEMPTEN, ABTEI, RUDOLPH II. bis HEINRICH III., 1208-1224. Brakteat um 1210-1218. Gekröntes Brust-
bild der hl. Hildegard mit Lilienzepter und Kreuzstab. Randverzierung aus Kreuzen und Vierecken. 0,39
g. CC 113.2, Berger 2512. 0,4 g. Vorzüglich

Johann Eucharius von Wolffurth (1616 – 1631)


1 Taler
Ohne Abbildung

2 Kreuzer
Abbildung 180: KEMPTEN, Abtei, 2 Kreuzer 1623

NDW ID: 61991


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Härtle 130, Gebhardt 23
Prägestätte: Kempten
Beschreibung: mit Titel Ferdinand II.

s 25
ss 50
vz 100

ss leichter Belag 30 2016 Möller/68#321

123
1 Kreuzer
Abbildung 181: KEMPTEN, Abtei, 1 Kreuzer 1623

NDW ID: 10328


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Härtle 160

s 80
ss 160
vz 320

Rupert von Bodman (1678 - 1728)


2 Dukaten
Abbildung 182: KEMPTEN, Abtei, 2 Dukaten 1693

NDW ID: 41806


Fotoquelle: Künker (ss)
Zitierstellen: Fb. 1422; Forster 430; Haertle 206
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Vierfach behelmtes, vierfeldiges Wappen mit Mittelschild/Verzierter, ovaler Schild, da-
rin Brustbild der heiligen Hildegard mit Schleier und Krone, über dem Schild Genius mit Schwert und
Zepter

ss 5000
vz 10000
Stgl 20000

Ss Min. gewellt, leichte Justierspuren 4200 2015 Künker/264

1 Taler
Ohne Abbildung

124
Engelbert von Sirgenstein (1747 – 1760)
Taler
Abbildung 183: Kempten, Stift, Engelbert von Sirgenstein 1747-1760. Taler 1748, Augsburg

Sonntag, Auction 18, Los 1039, 425 Euro


Kempten, Stift, Engelbert von Sirgenstein 1747-1760. Taler 1748, Augsburg. Gebhart 46, Haertle 229,
Dav. 2372, Forster 1127, feine Patina, kleine Henkelspur, Felder minimal geglättet, sehr schön-vorzüg-
lich

Kempten, Reichsmünzstätte
Friedrich II. (1197 - 1250)
Brakteat
Ohne Abbildung

Kempten, Stadt
Z. Zt. Maximilian I. (1490/93-1519)
1 Goldgulden
Ohne Abbildung

1/2 Batzen
Abbildung 184: KEMPTEN, Stadt,1/2 Batzen 1514

NDW ID: 10333


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Härtle 595/Nau 37

s 20
ss 40
vz 80

ss 30 2016 Möller/68#323

125
Pfennig
Abbildung 185: KEMPTEN, Stadt, Pfennig o. J.

NDW ID: 28759


Fotoquelle: Weege (vz-)
Zitierstellen: Bernhart 755ff; Nau 4; Haertle 1388
Beschreibung: Einseitiger Silberpfennig (ab 1510) Gekrönter Doppeladler, darunter halbrunder Schild
mit K

ss 60
vz 160

vz- 65 2014 Sonntag # 1143

Z. Zt. Karl V. (1519 – 1558)


1 Taler
Abbildung 186: KEMPTEN, Stadt, 1 Taler 1546

NDW ID: 67515


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: D. 9365, Nau 134
Prägestätte: Kempten

s 150
ss 300
vz 600

126
1/2 Taler
Abbildung 187: KEMPTEN, Stadt, 1/2 Taler 1547

NDW ID: 67516


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Bernhart 197, Nau 134
Prägestätte: Kempten

s 120
ss 240
vz 480

1/4 Taler
Abbildung 188: KEMPTEN, Stadt, 1/4 Taler 1543

NDW ID: 44069


Fotoquelle: Weege, ss/ss+
Zitierstellen: Nau 106 a/ Schulten 1584a
Beschreibung: 7,21 g / 29 mm, selten

ss/ss+ 800

1 Kreuzer
Abbildung 189: KEMPTEN, Stadt, 1 Kreuzer o. J.

NDW ID: 42752


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Bernhart 738 var., Nau 176/175d, Haertle 1361/1362
Beschreibung: Typ Etschkreuzer

127
s 90
ss 180
vz 360

ss 135 2013 Sonntag/17

Z. Zt. Ferdinand I. (1521-1564)


1 Taler
Abbildung 190: KEMPTEN, Stadt, 1 Taler 1547

Fotoquelle: GM
Zitierstellen: D. 9365/Nau 128B

s 200
ss 400
vz 800

vz-Stgl 800 2011 Grün/55

1/2 Taler
Abbildung 191: KEMPTEN, Stadt, 1/2 Taler 1544

NDW ID: 10331


Fotoquelle: GM
Zitierstellen: Nau 110/Schul. 1581

s 400
ss 800
vz 1600

ss 600 2012 Künker/206


ss 575 2011 G. Hirsch Nachf./271

128
2 Kreuzer
Abbildung 192: KEMPTEN, Stadt, 2 Kreuzer 1623

NDW ID: 61993


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Nau 196
Prägestätte: Kempten

s 20
ss 40
vz 80

ss 30 2016 Möller/68#323

Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637)


1/2 Taler
Abbildung 193: Kempten, 1/2 Taler 1622

Sonntag, Auction 26, Los 2339, 1500 Euro


Kempten, 1/2 Taler 1622. Gekrönter Doppeladlerschild, umgeben von den Wappen Burgund, Öster-
reich und Tirol, im Feld vier Feuereisen / Belorbeertes Hüftbild Kaiser Ferdinand II. im Harnisch nach
rechts mit großer Halskrause und Orden vom Goldenen Vlies. Härtle 322, Bernh. 201, Nau 181. Wal-
zenprägung. 14,27 g, sehr selten, feine Patina, übliche Stempelfehler, sehr schön-vorzüglich.
Aus Auktion Schulman, Amsterdam 1957.

3 Kreuzer
Ohne Abbildung

129
2 Kreuzer
Abbildung 194: KEMPTEN, Stadt, 2 Kreuzer 1624

NDW ID: 10334


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: KM 14, Haertle 143-52
Beschreibung: Stadtwappen im Dreipass/Reichsadler mit Wertzahl im Reichsapfel

s 150
ss 300
vz 600

1 Kreuzer
Abbildung 195: KEMPTEN, Stadt, 1 Kreuzer 1623

NDW ID: 10335


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 196/Bernh.745ff

s 40
ss 80
vz 160

Kisslegg
Die Gemeinde Kißlegg ist ein Luftkurort im Landkreis Ravensburg im Südosten von Baden-
Württemberg im Westallgäu.
Auf eine Besiedlung in der Römerzeit weist ein reicher Münzfund in Oberhorgen hin. Im 8.
Jahrhundert gründete der Leutkircher Priester Ratpot am Ufer des Zellersees eine Zelle (Woh-
nung und Kirche), die erstmals 824 als Ratpotiscella urkundlich erwähnt wurde und sich bis
Anfang des 9. Jahrhunderts zu einer Ortschaft entwickelte. Um 850 kam der Ort in den Besitz
des Klosters St. Gallen, das zwischen Zellersee und Obersee einen Meierhof (auch Kellhof) er-
richtete, zu dem über 100 Bauerngüter der Umgebung gehörten.
Eine adlige Familie war bereits seit dem 9. Jahrhundert in der Umgebung ansässig und verwal-
tete neben eigenen Besitzungen auch als Meier (auch Keller genannt) die Güter des St. Galler

130
Meierhofs. Ein Mitglied der Familie soll den Namen Kisololt, Kisilhar oder Kisalfrid getragen
haben. Die Familie errichtete im 11. oder 12. Jahrhundert die Burg Kisilegge, nach der sie sich
ab 1227 Herren von Kiselegge nannte. Der Name der Burg verdrängte mit der Zeit die ur-
sprünglichen Namen Zell und Kißleggzell, so dass der Ort seit dem 15. Jahrhundert nur noch
als Kißlegg bekannt ist.
Der letzte Erbe der Herren von Kißlegg verheiratete um 1300 seine Tochter an Marquard von
Schellenberg aus der Familie der Schellenberg, die damit neue Besitzer Kißleggs wurden.
1381 wurde die Herrschaft innerhalb der Familie Schellenberg geteilt in einen schellenbergi-
schen Teil, der 1708 durch Heirat an die Waldburger Linie Waldburg-Wolfegg und Waldsee
kam, und einen paumgartischen Teil, der nach mehreren Besitzerwechseln 1625 zunächst an
Friedrich von Waldburg-Scheer-Trauchburg und schließlich 1793 an das Haus Waldburg-Zeil-
Wurzach ging.
Am 28. Februar 1394 verlieh König Wenzel in Prag beiden Herrschaften das Marktrecht und
die niedere und hohe Gerichtsbarkeit. Während des Deutschen Bauernkriegs lag Kißlegg in
einem der Zentren des Aufstandes. 1548 wurde Kißlegg mit Ausnahme des Schellenbergischen
Schlosses völlig zerstört, 1704 zerstörte ein Feuer erneut fast den gesamten Marktflecken.
1806 kam Kißlegg zum Königreich Württemberg, wo es dem Oberamt Wangen zugeordnet
wurde. 1820 entstanden die selbständigen Gemeinden Kißlegg, Sommersried, Samisweiler
(um 1823 zu Sommersried), Emmelhofen und Wiggenreute. Am 15. September 1870 eröffne-
ten die Württembergischen Staatseisenbahnen den Streckenabschnitt Waldsee–Kißlegg der
Württembergischen Allgäubahn. Bei der Verwaltungsreform während der NS-Zeit in Württem-
berg gelangte Kißlegg 1938 zum Landkreises Wangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fiel der
Ort 1945 in die Französische Besatzungszone und gehörte somit zum neu gegründeten Land
Württemberg-Hohenzollern, das 1952 im Land Baden-Württemberg aufging. Mit Auflösung
des Landkreises Wangen kam die Gemeinde 1973 zum Landkreis Ravensburg25.
Abbildung 1965: Oberschwäbisches Verbandsschießen zu Kisslegg 1926

Sonntag, Auction 24, Los 1337, 67 Euro


Oberschwäbisches Verbandsschießen, 5. Oberschwäbisches Verbandsschießen zu Kisslegg 1926. Trag-
bare, versilberte Bronzemedaille von Mayer und Wilhelm. Stadtansicht mit dem Alten Schloß / Brust-
bild des Protektors Fürst Maximilian von Waldburg-Wolfegg-Waldsee mit Jägerhut nach halblinks. Kai-
ser III, S. 125, 1a. 40,2 mm, zaponiert, mit Originalöse, Prüfspur am Rand, vorzüglich-prägefrisch

25
https://de.wikipedia.org/wiki/Ki%C3%9Flegg

131
Abbildung 197: Kisslegg i. Allgäu (Württemberg), Stadt 25 Pfennig Silber 1918

Teutoburger, Auction 110, Los 2862, 330 Euro


Kisslegg i. Allgäu (Württemberg), Stadt 25 Pfennig Silber 1918, 4,51 g. Auflage nur 25 Ex., Funck 247.1
(Silber), Stempelglanz, schöne Patina, äußerst selten

Abbildung 198: Notmünzen/Wertmarken, Kisslegg i. Allgäu (Württemberg), Stadt 50 Pfennig, Silber


1918

Teutoburger, Auction 110, Los 2863, 490 Euro


Notmünzen/Wertmarken, Kisslegg i. Allgäu (Württemberg), Stadt 50 Pfennig, Silber 1918. 5,18 g. Auf-
lage nur 25 Ex, Funck 247.1 (Silber), Stempelglanz, schöne Patina, äußerst selten

Konstanz
Konstanz, königliche Münzstätte
Abbildung 199: Konstanz, königliche Münzstätte. Anonymer Denar

Sonntag, Auction 18, Los 1048, 200 Euro


Konstanz, königliche Münzstätte. Anonymer Denar. Roh gezeichneter Kopf nach rechts / Viersäuliger
Kirchengiebel. Beidseitig leichte Umschriftreste. Cahn 15 und 27, Dannenb. 1925, Dannenb. (Schweiz)
14, 0,76 g, selten, fast sehr schön

132
Abbildung 200: Heinrich I., 919-936. Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 28, Los 310, 14000 Euro


SCHWABEN, KONSTANZ, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE
HEINRICH I., 919-936. Pfennig. Kreuz in Raute, an deren Ecken HE-IN-RI-CIS, Rv. Kirche, CONSTANTIA
1,52 g. Unediert. Sehr schön-vorzüglich

Abbildung 201: Heinrich II., 1002/1014-1024, Denar

Sonntag, Auction 18, Los 1047, 500 Euro


Konstanz, königliche Münzstätte
Heinrich II. 1002/1014-1024, Denar. Gekröntes Brustbild von vorn zwischen IM-R (= Imperator) /
CONSTANTIA. Zweistöckiges Kirchengebäude mit spitzem Dach. Cahn 12, Dannenb. 1013, Dannenb.
(Schweiz) 6. 0,71 g, sehr selten, Prägeschwächen, fast sehr schön

Konstanz, anonym
Abbildung 202: Brakteat um 1400

Sonntag, Auction 19, Los 935, 75 Euro


Konstanz, städtische Münzstätte
Brakteat um 1400. Bischofskopf zwischen großer Mondsichel und großem Stern. Klein/Ulmer (CC)
54.1, Cahn -, Klein (KP) -, Slg. Ulmer 33 (var.). 0,39 g, vorzüglich

133
Konstanz, Stadt
https://de.wikipedia.org/wiki/Konstanz

Geschichte
Frühmittelalter

Nach dem Ende des Weströmischen Kaisertums 476 n. Chr. gelangte die ehemalige römische
Provinz Raetia prima und damit auch Konstanz unter die Herrschaft Odoakers. Nach dessen
Tod 493 erlangte das Ostgotenreich bis 536 die Kontrolle über die Raetia prima, die in dieser
Zeit weiterhin von Ravenna aus regiert wurde. 537 musste der ostgotische König Witiges das
Gebiet dann an den Frankenkönig Theudebert I. abtreten als Gegenleistung für dessen Unter-
stützung gegen das Oströmische Reich (Gotenkrieg (535–554)). Damit wurde Konstanz Teil des
Reichs der Merowinger.

Vermutlich um 585 zog der Bischof Maximus aus dem in der Völkerwanderungszeit etwas un-
ruhigen Vindonissa (heute Windisch) in das geschützter liegende Konstanz um und wurde zum
Stadtherren. Wohl um diese Zeit wurde, teils auf den Fundamenten der spätantiken Festung,
ein erster Vorgängerbau des heutigen Münsters errichtet.

Konstanz lag am Weg vom mittelalterlichen Deutschland über die Bündner Alpenpässe nach
Italien, so dass es vom immer mehr aufblühenden Fernhandel im Mittelalter profitierte. In der
Folge wurde die Stadt mehrfach in Richtung Süden erweitert, und auch der Hafen wurde mehr-
mals verlegt. Konstanz lag im Zentrum des Leinenhandels („Tela di Costanza“).

Konrad von Konstanz, auch Konrad I. von Altdorf (* um 900; † 26. November 975) war Bischof
im Bistum Konstanz von 934 bis 975 und wird seit 1123 als katholischer Heiliger verehrt. Auf-
enthalte in Rom ließen in ihm den Entschluss reifen, die städtische Topographie von Konstanz
derjenigen von Rom anzugleichen. Unter dem Einfluss der Patriarchalbasiliken Roms ließ Kon-
rad so zum Beispiel analog zu San Paolo fuori le mura eine Paulskirche errichten. In unmittel-
barer Nähe entstand die Kirche St. Johann entsprechend San Giovanni in Laterano. Die eben-
falls vor der Stadt gelegene Laurentiuskirche (später Ratskapelle St. Lorenz; heute nicht mehr
existent) ließ er erneuern. Unter dem Eindruck seiner Jerusalemer Pilgerfahrten ließ er dann
die Mauritiusrotunde als Nachbau der Grabeskirche bauen, die nun als regionales Pilgerziel
diente. Für diese unmittelbar beim Chor der Domkirche gelegene Kapelle richtete er eine Ge-
meinschaft von zwölf Kanonikern ein, die als dritte Kanonikergemeinschaft neben dem Kon-
stanzer Münster und dem von seinem Amtsvorgänger Salomo III. eingerichtete Stift an der
Stephanskirche jedoch nur kurze Zeit Bestand hatte.

Reichsstadt (1192–1548)

Die zunehmend autonomen Bürger der Stadt erkämpften sich 1192 und 1213 eine eigenstän-
dige, vom bisherigen Stadtherren – dem Bischof – unabhängige Position, und erhielten – so
die Meinung einiger Historiker – schließlich den Status einer Freien Stadt bzw. Reichsstadt.
Eine Reichsstadt definiert sich über die Reichsunmittelbarkeit, das heißt konkret, dass sie
keine Steuern an den jeweiligen Landesherren, sondern alle Steuern direkt an den Kaiser, also
das Reich, zu zahlen hatte. Da die Stadt Konstanz ihre Steuern nachweislich zur Hälfte an den

134
Kaiser und zur Hälfte an den Bischof zahlte, lässt sie sich möglicherweise nicht dem reinen
Typus einer Freien Stadt bzw. Reichsstadt zuordnen.

Im Jahr 1295 erwarb Konstanz käuflich das Münzrecht und prägte den sogenannten Ewigen
Pfennig, der nicht mehr der jährlichen Münzverrufung unterlag.

Am 24. Mai 1312 schlossen sich die vier Städte Zürich, Konstanz, Schaffhausen und St. Gallen
zu einem Städtebund zusammen.

Auf dem Höhepunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Macht errichtete die Stadt am Ha-
fen im Jahr 1388 ein Kaufhaus als Warenlager und -umschlagszentrum, das heutige Konzilge-
bäude. Durch die Erschließung des Gotthardpasses verlagerten sich die Handelsströme in der
Folgezeit zunehmend auf die Route über Zürich–Basel, so dass die Entwicklung der Stadt im
Spätmittelalter stagnierte. Daher blieb die gotische Bausubstanz der Stadt von späterer Um-
gestaltung weitgehend verschont. Wichtigstes Handels- und Exportgut war rohe, gebleichte
Leinwand, welche weithin bekannt war unter dem Namen Konstanzer Leinwand (tela di
Costanza).

Konzil von Konstanz


Abbildung 203: Konzilgebäude Konstanz

Von 1414 bis 1418 fand das Konzil von Konstanz statt. Das Konzilgebäude, in dem lediglich das
Konklave der Papstwahl stattfand, steht heute noch am Bodenseeufer, gleich neben dem Kon-
stanzer Hafen und Bahnhof. Der eigentliche Sitzungssaal war der Bischofsdom, das heutige
Münster. Die Wahl von Martin V. am 11. November 1417 war die einzige Papstwahl nördlich
der Alpen. Gleichzeitig wurde hier das abendländische Schisma von 1378 durch die Absetzung
der Gegenpäpste und die Hinrichtung des tschechischen Reformators Jan Hus beendigt. Rom
wurde als Sitz des Papstes bestätigt und festgelegt. Auf dem Obermarkt erhielt 1417 der Burg-
graf von Nürnberg durch König Sigismund die Mark Brandenburg als Lehen.

Jan Hus wurde in dem der Seeseite zugewandten Rundturm des Inselklosters (heute Inselhotel
auf der Dominikanerinsel) und später in der Burg des Bischofs von Konstanz in Gottlieben ein-
gekerkert. Am 6. Juli 1415 wurde der Reformator anlässlich des Konzils als Ketzer auf dem
Scheiterhaufen verbrannt, seine Asche wurde in den Rhein gestreut. Der Prozess fand im Dom
zu Konstanz statt. Hus wurde keine Gelegenheit zu detaillierter Stellungnahme zu den Ankla-
gepunkten gegeben. Die Zusage des freien Geleits des Königs Sigismund wurde gebrochen.
Die Hinrichtung wurde durch die weltlichen Mächte vorgenommen nach einer letzten Auffor-
derung des Abgesandten des Königs zum Widerruf.

135
Das Hus-Denkmal an der Laube in Konstanz gegenüber der Lutherkirche wurde von Adéla
Kacabová entworfen. Es wurde 2015 aufgestellt und eingeweiht. Es ist ein Geschenk der
Tschechoslowakischen Hussitischen Kirche an die Stadt Konstanz. Das drei Meter hohe Denk-
mal aus Stein hat in seinem Sockel das Jahr 1415 eingraviert und zeigt im Mittelteil auflo-
dernde Feuerflammen. Den Kopfteil des Denkmals bildet ein symbolischer Kelch als Symbol
für Wahrheit und Versöhnung. Die Silhouette des Denkmals erinnert an die Figur Turm im
Schachspiel, der Recht und Wahrheit symbolisiert.

Ein schwarzer, querliegender Findling mit der goldenen Inschrift Johannes Hus am vermuteten
mittelalterlichen Richtplatz (in der heute danach benannten Straße Zum Hussenstein, auf dem
Brühl, westlich der Altstadt, nahe der Schweizer Grenze) erinnert daran. Der als Hussenstein
bezeichnete Findling erinnert zugleich auch an den ebenfalls auf dem Konstanzer Konzil am
30. Mai 1416 hingerichteten Hieronymus von Prag. Daher ist in die andere Seite des Steins
Hieronymus von Prag eingraviert.

Das Hus-Museum in der nach Hus benannten Hussenstraße beim Schnetztor mit Dokumenten
zu Hus und der Hussitenbewegung galt lange Zeit als einer der Aufenthaltsorte von Jan Hus zu
Beginn des Konstanzer Konzils und wurde 1923 von der Prager Museumsgesellschaft zum Ge-
denken an den Reformator eingerichtet. Der Name des Jan-Hus-Hauses (Studentenwohn-
heim) erinnert ebenfalls an die reformatorischen Thesen von Jan Hus und an sein Schicksal in
Konstanz.

Im 13. Jahrhundert war die Stadt nicht mehr nur Constantia genannt worden, sondern teil-
weise auch Costanze und Kostinz. Im 15. Jahrhundert wurde aus letzterem durch einen Le-
sefehler die Bezeichnung Costnitz, was dazu führte, dass das Konzil von Konstanz in der Lite-
ratur häufig als Konzil von Costnitz bezeichnet wird. Von 1895 an gab es daher eine Kostnitzer
Straße in Berlin-Wilmersdorf, bevor ihr Name 1908 auf Konstanzer Straße geändert wurde. Im
Tschechischen wird der Ort noch heute als Kostnice bezeichnet.

Reformationszeit

Konstanz hätte sich im 15. Jahrhundert gerne der Eidgenossenschaft angeschlossen, was aber
die Landorte der heutigen Schweiz nicht zuließen, weil sie ein Übergewicht der Städte befürch-
teten. Wäre Konstanz damals eine eidgenössische Stadt geworden, so wäre sie wohl heute
anstelle von Frauenfeld Hauptstadt des Thurgaus, ihres natürlichen südlichen Hinterlands. Ku-
riose Folge davon ist die einmalige Tatsache, dass die Konstanzer Gemarkung Tägermoos auf
schweizerischem Territorium liegt, was zuletzt im Jahr 1831 vertraglich festgelegt wurde. In
der Folge schloss sich Konstanz schweren Herzens dem Schwäbischen Bund an. Die Stadt ge-
hörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu
Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens.
Im Jahr 1527 wurde Konstanz unter Ambrosius Blarer und Johannes Zwick reformiert und trat
in der Folge dem Schmalkaldischen Bund bei. Die Bischöfe von Konstanz siedelten nach Meers-
burg in die Burg Meersburg um.

Konstanz fällt an Österreich

Kaiser Karl V. begann 1546 einen Krieg gegen die Protestanten, den er 1547 gewann. Die Nie-
derlage der Protestanten im Schmalkaldischen Krieg wollte Konstanz für sich nicht gelten las-
sen, sondern verhandelte bis 1548 um seine Reichsfreiheit und die Religionsfreiheit. Am 6.

136
August 1548 verhängte der Kaiser per Urkunde, die in Augsburg gedruckt und ausgestellt
wurde, Konstanz per Reichsacht zur rechtlosen Stadt. Spanische Truppen versuchten Konstanz
einzunehmen, kamen aber nur bis Petershausen. Die Konstanzer Bürger wehrten am 6. August
1548 spanische Truppen von Kaiser Karl V. vor dem Rheintor erfolgreich ab. Nach der Belage-
rung durch die Österreicher einige Wochen später kapitulierte Konstanz am 13. September
1548 und fiel dadurch an Österreich. Es verlor den Status als Freie Stadt.

Pestepidemien

Im Jahr 1439 starben mehr als 4000 Menschen in Konstanz an einer Krankheit. Die Pestepide-
mien des 16. Jahrhunderts im Bodenseeraum erfassten auch Konstanz in den Jahren 1518,
1519, 1529 und 1541/1542. Margarete Blarer pflegte im Spital auf der Dominikanerinsel die
Pestkranken und starb 1541 selber an der Pest. In den Jahren 1611/1612 starb ein Drittel der
Konstanzer Bevölkerung an Pest.

Habsburgische Zeit (1548–1806)

Als nach der Entdeckung Amerikas der transalpine Handel, dem die Stadt ihren Reichtum ver-
dankte, langsam an Bedeutung verlor, da sich die internationalen Handelsrouten verschoben,
betraf dies auch Konstanz.

Konstanz wurde nach der Kapitulation 1548 durch Schenkung des Kaisers Karl V. an seinen
Bruder Ferdinand in das habsburgische Vorderösterreich eingegliedert und im Zuge der Ge-
genreformation rekatholisiert. Es verlor seine Bedeutung und wurde eine vorderösterreichi-
sche Landstadt. Die Fürstbischöfe behielten jedoch Meersburg als Residenzstadt bei.

Konstanz gehörte bis 1806 zu Vorderösterreich. Die Stadt diente den Habsburgern als Bollwerk
gegen eine weitere Expansion der Eidgenossenschaft nach Norden. Zur Festigung des katholi-
schen Bewusstseins wurde mit einer Päpstlichen Bulle 1604 gegen Widerstände in der Stadt
ein Jesuitenkolleg gegründet. Dieses Gymnasium, das auch Franz Anton Mesmer von 1746 bis
1750 besuchte, besteht bis heute als humanistisches Heinrich-Suso-Gymnasium fort.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde Konstanz von den Schweden 1633 belagert, aber die Kernstadt
wurde nicht eingenommen (siehe Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648). Zum Gedenken an
den steckengebliebenen Vormarsch der Schweden ist neben der Brücke vom Festland zur
Mainau das „Schwedenkreuz“, auf ein schwedisches Kanonenrohr montiert, im Bodensee zu
besichtigen.

Zur Förderung des wirtschaftlich daniederliegenden Konstanz siedelte die Regierung Vorder-
österreichs 1785 in der Stadt hugenottische Emigranten aus Genf an, die ihre Heimat aus welt-
anschaulichen und wirtschaftlichen Gründen verlassen mussten. Zu diesen gehörte Jacques
Louis Macaire de L’Or (1740–1824) und seine Familie. Neben der ersten Bank im damaligen
Konstanz richtete er auf der Konstanzer „Dominikanerinsel“ eine Indienne-Manufaktur mit In-
digo-Färberei ein. Mit diesem Textilunternehmen legte er die Grundlage für den wichtigsten
Konstanzer Industriezweig des 19. und 20. Jahrhunderts.

Im Zuge des Ersten Koalitionskriegs besetzten französische Revolutionstruppen unter General


Jean-Victor Moreau (1763–1813) 1796 Konstanz für zwei Monate. Im Zweiten und Dritten Ko-
alitionskrieg nahmen französische Truppen Konstanz 1799 bzw. 1805 erneut ein. Infolge der

137
wiederholten Besetzungen der Stadt verarmte Konstanz und dessen Bevölkerungszahl sank.
Dies geschah weniger auf Grund direkter Kampfhandlungen als wegen der hohen Kosten für
die Einquartierung, Ausrüstung und Verpflegung abwechselnd französischer und österreichi-
scher Soldaten.

Badische Zeit (1806–1952)

1806 wurde Konstanz dem neu gegründeten Großherzogtum Baden einverleibt und die
Hauptstadt des Seekreises.

Im Österreichisch-Französischen Krieg wurde Konstanz im Mai 1809 im Zuge der Kämpfe der
Vorarlberger gegen die mit den Franzosen verbündeten Bayern vom See her belagert.

Die Angriffe und die Belagerung wurden geleitet vom Hauptmann Bernhard Riedmiller aus
Bludenz. Diese Erhebung brach aber bereits im Juli desselben Jahres wieder zusammen.

Im Jahr 1816 herrschte in Konstanz und im Bodenseegebiet eine Hungersnot. 1817 wurden
durch Hochwasser des Bodensees das Tägermoos, der Briel, der Stadtteil Paradies und über
die Hälfte der Marktstätte überschwemmt.

Am 28. März 1831 schlossen das Großherzogtum Baden und der Kanton Thurgau eine Über-
einkunft bezüglich der Grenzberichtigung im Tägermoos ab, so dass dieses seitdem (wieder)
eine Gemarkung der Stadt Konstanz ist.

In der badischen Revolution startete der Heckerzug mit mäßiger Resonanz von Konstanz aus.
Dabei soll am 12. April 1848 auch die deutsche Republik ausgerufen worden sein, was aller-
dings von allen drei in Konstanz ansässigen Zeitungen, die über die entsprechende Rede be-
richteten, nicht erwähnt wird.

1863 wurde Konstanz an die Stammstrecke Mannheim-Basel-Konstanz der Badischen Staats-


eisenbahnen angeschlossen. Dies löste – zusammen mit der 1862 in Baden verkündeten Ge-
werbefreiheit – einen wirtschaftlichen Aufschwung aus, die Bevölkerung wuchs stark, und
man riss die mittelalterliche Stadtmauer weitgehend ab. Mit den Trümmern wurden die Grä-
ben zugeschüttet, mit Aushubmaterial aus dem vergrößerten Hafenbecken der Stadtpark
– Stadtgarten genannt – zum See hin aufgefüllt. Modernisierungsmaßnahmen wurden in den
Jahren von 1866 bis 1877 vom Konstanzer Bürgermeister Max Stromeyer angestoßen und
durchgeführt, zum Beispiel der Bau der Seestraße, des Hafens, der Eisenbahnanbindung an
die Schweiz und die Schulreform.

Reste der letzten Stadtmauer sind noch an der Unteren Laube (dort als Rekonstruktion), am
Schnetztor und seit ihrer Freilegung im Jahr 2008 auch entlang der neu angelegten Schlacht-
torgasse zu sehen. Am Rheinufer existieren in der Nähe der Rheinbrücke der Rheintorturm
und auf Höhe der Unteren Laube der Pulverturm – in der Südwestecke der Stadt blieb das
Schnetztor erhalten.

Im Ersten Weltkrieg wurde die Außengrenze des Deutschen Reiches zur Schweiz abgeschottet,
so dass die noch immer lebhaften Beziehungen der Stadt zu ihrem traditionellen Hinterland
Thurgau stark eingeschränkt wurden. Konstanzer Arbeitspendler kamen nicht mehr nach

138
Kreuzlingen, Thurgauer Bauern nicht mehr auf die Konstanzer Wochenmärkte, Schmuggel ent-
stand. Der Aufschwung seit der Gründerzeit wurde damit beendet.

Am 5. und 6. August 1914 strandeten in Konstanz etwa 6000 Italiener, die nach Ausbruch des
1. Weltkrieges und der Neutralitätserklärung Italiens am 2. August 1914 aus Deutschland über
die Schweiz nach Italien zurück wollten. Die Schweiz öffnete dann doch noch die Grenze für
die Bahnfahrt nach Italien. Zwischen Konstanz und Lyon wurden ab März 1915 rund 180.000
schwerstverletzte Kriegsgefangene des Ersten Weltkriegs ausgetauscht.

Nach dem Ersten Weltkrieg litt auch die Konstanzer Bevölkerung unter der Inflation, eine der
radikalsten Geldentwertungen, die in der Hyperinflation des Jahres 1923 ihren Höhepunkt er-
reichte.

Zeit des Nationalsozialismus

1935 wurde Konstanz Stadtkreis im Sinne der Deutschen Gemeindeordnung und vier Jahre
später eine kreisfreie Stadt, indem sie aus dem Landkreis Konstanz ausgegliedert wurde. Die
Stadt blieb aber Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises Konstanz.

Juden wurden nach dem Beschluss des Deutschen Reichstags zum Ermächtigungsgesetz vom
24. März 1933 aus dem öffentlichen Dienst, aus Vereinen und aus Berufen ausgeschlossen.
Besucher von jüdischen Geschäften und Praxen wurden bereits 1933 von SA-Männern beim
Eintritt behindert. Schilder an Sitzbänken, Geschäften, Gasthäusern und am Freibad Horn
schlossen Juden von der Nutzung und dem Besuch aus. Mit den Nürnberger Gesetzen begann
1935 die systematische Verfolgung der Juden. Juden verkauften daraufhin ihre Wohn- und
Geschäftshäuser unter Wert und emigrierten. Es wurde eine Reichsfluchtsteuer von 25 % er-
hoben. In einem ersten Brandanschlag auf die Konstanzer Synagoge im Jahr 1936, wurde das
Gebäude noch von der Freiwilligen Feuerwehr gerettet. Die beschädigten sieben Torarollen
wurden auf dem Jüdischen Friedhof (Konstanz) beigesetzt. In der Reichspogromnacht 1938
wurde die Konstanzer Synagoge von Angehörigen der Allgemeinen SS, Abschnitt XIX Konstanz,
unter SS-Oberführer Walter Stein in Brand gesteckt. Eine Brandbekämpfung wurde der Feuer-
wehr diesmal nicht gestattet. Im Gegenteil wurde versucht, die Dachluken der Synagoge zu
öffnen, um dem Feuer besseren Zug zu verschaffen. Anschließend wurde die Synagoge von
der SS-Verfügungstruppe III./SS-Standarte Germania aus Radolfzell gesprengt. 16 männliche
Juden wurden in das KZ Dachau verbracht. Ab 1938 wurde eine Judenvermögensabgabe er-
hoben. Einigen Konstanzer Familien gelang es bis 1939 noch, in die Schweiz, nach Palästina,
England, USA, Argentinien und in asiatische Länder zu fliehen. Die Schweizer Bodensee-Kan-
tone schotteten sich ab. In Konstanz lebten im Jahr 1933 433 Juden, im Jahr 1940 120. Von
diesen wurden 112 ins südfranzösische Camp de Gurs gebracht.

Am Abend des 8. November 1939 wurde in Konstanz Georg Elser verhaftet, als er versuchte,
in die Schweiz zu fliehen. Elser hatte zuvor in München eine Bombe platziert, um Adolf Hitler
zu töten, doch war dieser dem Attentat durch Zufall entgangen.

Juden, Kriegsgefangene, Zwangsarbeiter und deutsche Deserteuren unternahmen Fluchtver-


suche am Saubach. Die Flucht durch einen Sprung über den Saubach war bis 1938 möglich.
Flüchtlinge, die es in den Thurgau geschafft hatten, wurden an Deutschland ausgeliefert.

139
Ab Ausbruch des Zweiten Weltkriegs wurde der Grenzbachweg gesperrt und ein Grenzzaun
errichtet. Nun mussten die offiziellen Grenzübergänge benutzt werden. Am 10. Mai 1940, dem
deutschen Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg wurde die Grenze zur Schweiz
geschlossen, um einen Informationsfluss über die Schweiz nach Frankreich zu verhindern. Am
22. Oktober 1940 wurden 110 jüdische Konstanzer in das KZ Gurs nach Südfrankreich depor-
tiert, die letzten acht in den Jahren 1941 bis 1944 nach Riga, Izbica und Theresienstadt. Die
meisten von ihnen wurden in den Lagern ermordet.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Konstanz, obwohl auch Industriestandort, anders als andere
Städte am Bodensee wie zum Beispiel Friedrichshafen von alliierten Bomberangriffen ver-
schont. Im sogenannten „Bomber’s Baedeker“ wurde die Industrie von Konstanz – von einigen
aufgeführten Ausnahmen abgesehen – als „unbedeutend“ beschrieben. Auch die Schweiz
hatte vom 7. November 1940 bis 12. September 1944 eine Verdunkelungspflicht angeordnet.
Die dortige Verdunkelung wurde wegen der Gefahr versehentlicher Angriffe auf Schweizer
Städte am 12. September 1944 durch den Bundesrat aufgehoben. Dazu führte auch die gemäß
alliierter Verlautbarungen irrtümliche Bombardierung von Schaffhausen am 1. April 1944. Da-
raufhin wurde von deutscher Seite die Verdunkelung der linksrheinischen Altstadt von Kon-
stanz aufgehoben. So wurde die nicht offensichtliche Grenzlinie zwischen der Konstanzer Alt-
stadt und Kreuzlingen weiter verwischt. Nun setzte sich die schweizerische Regierung vehe-
ment für eine Verschonung der deutschen Stadt ein. Die rechtsrheinischen Stadtteile, die
durch den Seerhein klar von Schweizer Gebieten abgetrennt sind, wurden weiterhin verdun-
kelt, aber trotz der Unternehmen wie Degussa und Stromeyer nicht angegriffen.

Französische Besatzungszone

Konstanz wurde am 26. April 1945 fast kampflos eingenommen. Es fielen lediglich einige MG-
Schüsse auf letzten in die Schweiz flüchtende Soldaten der Wehrmacht, die jedoch keinen
Schaden anrichteten. Die kampflose Besetzung geht auf Verhandlungen zurück, die im April
1945 auf Schweizer Hoheitsgebiet im Trompeterschlössle im Tägermoos zwischen Abgesand-
ten aus Konstanz, Franzosen und Schweizer Amtsträgern, hier insbesondere Otto Raggenbass
geführt wurden. Die 5. Französische Panzerdivision der 1. Französischen Armee erreichte Kon-
stanz über Radolfzell und Allensbach und fuhr von der Spanierstraße über die alte Rheinbrücke
zur Marktstätte. Zu ihrem eigenen Schutz nahm die Französische Besatzungstruppe am 6. Mai
1945 vierhundert Konstanzer Männer in der Klosterkaserne an der Rheinbrücke in Geiselhaft.
Der Schulunterricht war für mehrere Monate ausgesetzt. Soldaten schenkten Kindern Scho-
kolade und Kekse. Ab November 1945 standen wieder Fähren zur Verfügung, ab Juni 1946
verkehrte wieder der Bus „Roter Arnold“ zwischen Konstanz-Bahnhof und Konstanz-Staad.
Diese Verbindung wurde zu Hamsterfahrten über den See genutzt.

In der Nachkriegszeit gehörte Konstanz innerhalb der französischen Besatzungszone zunächst


zum Land Südbaden. Französische Truppen waren in drei Kasernen stationiert – der Kloster-
kaserne direkt bei der Rheinbrücke, der Jägerkaserne und der Chérisy-Kaserne. Am 18. Juli
1978 wurde die letzte französische Einheit verabschiedet.

Konstanz im Land Baden-Württemberg

Im Jahre 1952 wurde Konstanz durch die Vereinigung von Baden, Württemberg-Baden und
Württemberg-Hohenzollern eine Stadt im neuen Bundesland Baden-Württemberg. Sie ge-
hörte fortan zum Regierungsbezirk Südbaden. 1953 wurde sie auf eigenen Wunsch wieder in

140
den Landkreis Konstanz eingegliedert und mit Inkrafttreten der baden-württembergischen
Gemeindeordnung am 1. April 1956 wurde sie kraft Gesetzes zur Großen Kreisstadt erklärt.

Mit der Gründung der Universität im Jahr 1966 wurde ein neuer Aufschwung der Stadt einge-
leitet, der im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Deutschland zu Beginn des 21. Jahr-
hunderts noch andauert. Die Anwesenheit zahlreicher Studierender und Wissenschaftler hat
die Stadt erkennbar verändert.

Bei der Kreisreform 1973 wurde Konstanz Zentrum des vergrößerten Landkreises Konstanz,
der gleichzeitig dem neuen Regionalverband Hochrhein-Bodensee zugeordnet wurde.

141
142
Städtische Münzen
Münzen von Konstanz
Elisabeth Nau
in: Die Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte (1964)
hier nur Auszug (S.19-23) ohne Anmerkungen u. Katalogteil.
https://www.coingallery.de/Texte/Konstanz_Nau.htm

Erwachsen aus einem spätrömischen Kastell wurde der lateinische Name des Ortes "Constan-
tia" bzw. "Constancia" oft mit Constantius Chlorus in Verbindung gebracht, der sich im Jahr
296 um die Wiederherstellung der Kastelle an Rhein und Donau verdient machte. Vielleicht
trägt Konstanz auch seinen Namen zu Ehren des Kaisers Constantius II., der im Jahr 355 n. Chr.
einen Feldzug am Bodensee gegen die Lentienser unternahm. Kurz vor 600 wurde Konstanz
Bischofssitz. Als Münzstätte zuerst unter Bischof Salomon (892-920) belegt, der auch gleich-
zeitig - um das Jahr 900 - mit dem Marktrecht privilegiert wurde. Sowohl Markt wie Münzprä-
gung waren in dieser Zeit in bischöflicher Hand, daneben läuft bis zur ersten Hälfte des 11.
Jahrhunderts eine königliche Münzprägung her. Seit dem beginnenden 12. Jahrhundert Aus-
gabe von Dünnpfennigen, seit ca. 1180 bis zum Beginn des 15. Jahrhunderts variantenreiche
Brakteaten- bzw. Hohlpfennigprägung mit Kugel- und Kreuz-Viereck-Rand. Konstanz war wäh-
rend des ganzen Mittelalters die führende Münzstätte des oberschwäbischen Bereiches, des-
sen wirtschaftliche Grundlage die Leinwandindustrie war. Durch das Edikt des Bischofs Hein-
rich von Tanne vom 19.4.1240 wurde ausdrücklich festgelegt und bestätigt, daß sechs Münz-
stätten um den Bodensee, außer Konstanz, St. Gallen, Radolfzell, Überlingen, Ravensburg und
Lindau Pfennige von gleichem Schrot und Korn schlagen sollten. Auch die Münzstätten Ulm,
Biberach, Pfullendorf, Sigmaringen, Riedlingen, Buchhorn, Leutkirch, Isny, Kempten, Mem-
mingen prägten nach Konstanzer Schlag und die Stilverwandtschaft ihrer Münzbilder legt die
Vermutung nahe, daß die Prägestempel alle in einer Münzstätte, nämlich in der Konstanzer
angefertigt wurden. 1175 wird zum ersten Mal ein Konstanzer Münzmeister urkundlich er-
wähnt, es folgen im Laufe des 13. Jahrhunderts viele andere Namen, von denen wohl der be-
deutendste der von 1236-1273 als Münzmeister immer wieder erwähnte civis Ulrich ist, den
man auch als Urheber und spiritus rector des oben genannten Ediktes von 1240 anzusehen
hat. 1295 erste entscheidende Einflußnahme des Rates der Stadt auf die Ausübung der bischöf-
lichen Münzprägung. Dem Bischof wird sein Recht der Münzverrufung auf 10 Jahre von der
Stadt abgekauft, und damit ein "ewiger Pfennig", der in Bild, Schrot und Korn unveränderlich
sein solle, geschaffen. Bis 1335 erkaufte sich die Stadt immer wieder vom Bischof die Stabilität
der Pfennigwährung. Ab 1335 Prägung eckiger Hohlpfennige nach Breisgauer Vorbild, ab 1357
auch Hellerprägung. 1367 gewaltsame Übernahme der bisher bischöflichen Münzstätte durch
die Stadt. Münzen aus dem letzten Viertel des 14. Jahrhunderts sind aber bisher nicht mit
Sicherheit bekannt geworden. Als erste städtische Münzen sind darum die auf Grund des
Münzvertrags mit Schaffhausen ab 1400 geprägten Pfennige anzusehen. Nach dem Wortlaut
des Vertrages sollten sie mit den Zeichen der jeweiligen Stadt versehen, rund, "gantz und
starck und wiss genug" sein. Als Parallelprägung zu den entsprechenden Schaffhauser Pfenni-
gen (Wielandt 19 und 20) haben wir deshalb auch in Konstanz damals Hohlpfennige mit Perl-
rand zu erwarten. (Kat. Nr. 9.) Als Zeichen der Stadt galt - wie auf den Gegenstempeln - der
Bischofskopf (Heiliger Conrad), auch Stern und Mondsichel. 1404 ging Konstanz einen neuen
Münzvertrag ein mit der Grafschaft Württemberg, Ulm, Biberach, Pfullendorf und dem Bund
der Städte um den See und dem Allgäu, zu dem Überlingen, Lindau, Ravensburg, Memmingen,
St. Gallen, Kempten, Isny, Wangen, Leutkirch und Buchhorn gehörten. In vier Münzstätten:

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Stuttgart, Ulm, Konstanz und Ravensburg sollte geprägt werden, in Stuttgart und Ulm Schil-
linge und Heller, in Konstanz und Ravensburg nur Pfennige. Auch diese Pfennige sind Hohl-
pfennige mit dem Bischofshaupt, diesmal mit glattem Rand (Kat. Nr. 10), zu denen es entspre-
chende Ravensburger Parallelprägungen gibt (Kat. Rav. Nr. 9). Am 7. Oktober 1417 neuer
Münzbund mit Zürich, Schaffhausen, Ravensburg, Überlingen, Lindau, Pfullendorf, Wangen,
Radolfzell, Diessenhofen und Buchhorn. Hauptgeld der neuen Bundeswährung war der Pfen-
nig nach Züricher Korn und Konstanzer Gewicht. Diese Pfennige sind wahrscheinlich die Hohl-
ringpfennige mit dem 1417 um das Schildhaupt vermehrten Stadtwappen und dem Buchsta-
ben C darüber (Kat. 12). Die in dem Vertrag vorgesehenen schweren Schillinge sind nur in ge-
ringem Umfang geprägt worden (Kat. 11), offenbar allein in Konstanz und Überlingen, da von
den anderen vertragschließenden Städten keine entsprechenden Stücke bekannt geworden
sind. Eine umfangreichere Schillingprägung setzte auch in Konstanz erst auf Grund des Ried-
linger Münzvertrages vom 20. September 1423 ein, der das Geldwesen Schwabens nunmehr
auf breitester Grundlage regelte. Diesem Bund gehörten an die Grafschaft Württemberg, die
Bodenseestädte Konstanz, Überlingen, Lindau, Wangen, Buchhorn und Radolfzell, sowie die
innerschwäbischen Städte Ulm, Rottweil, Gmünd, Kempten, Pfullendorf, Kaufbeuren, Isny, Gi-
engen und Aalen. Schillinge, Pfennige und Heller wurden in drei Münzstätten: Stuttgart, Kon-
stanz und Ulm geprägt. Das Münzbild der Konstanzer Schillinge, der thronende Stadtpatron,
ist nach dem Vorbild der Mailänder Groschen mit dem hl. Ambrosius entworfen. Entsprechend
den Vertragspfennigen anderer am Riedlinger Münzbund beteiligter Städte haben wir in den
seit 1423 geprägten Konstanzer Pfennigen jene einseitigen leicht schüsselförmigen Pfennige
zu sehen, die im Perlkreis den Stadtschild und darüber einen Stern bzw. Rosette zeigen (Kat.
13-16). Auch wenn der Stern 1423 nicht ausdrücklich erwähnt ist, muß er doch damals schon
auf den Pfennigen erschienen sein, denn es gibt keine Konstanzer Pfennige dieses Riedlinger
Typs ohne Stern. Die fortwährende Kurssteigerung des rheinischen Goldguldens, … , erklärt
die geringe Ausprägung der hoch-silberhaltigen Schillinge in diesen Jahren. Die meisten Schil-
linge mit dem Bild des hl. Konrad sind erst nach den im Feingehalt ermäßigten Sätzen von
1499 geprägt worden, was deutlich auch aus dem äußeren Bild dieser Münzen, z. B. der Ver-
wendung der Antiquaschrift hervorgeht. Pfennige und Heller sind jedoch damals offensichtlich
viel reichlicher hergestellt worden, denn durch ihren sehr geringen Silbergehalt war die Prä-
gung dieser Sorten lohnender. Die älteren Pfennige ab 1423 unterscheiden sich weniger durch
ihr Gewicht - auch hier gibt es sehr leichte Stücke - von den ab 1499 ganz nach dem Vorbild
der ersteren geprägten, sondern vielmehr durch ihr Aussehen, wonach die im 16. Jahrhundert
entstandenen Stücke in ihrem viel flacheren und zierlicheren Stempelschnitt sich deutlich als
Produkte einer späteren Zeit zu erkennen geben (Kat. Nr. 48). Trotz der unvermeidlichen Ver-
luste in der Prägung und vor allem im Geldwechsel hielt Konstanz im Gegensatz zu den übrigen
oberschwäbischen Städten auch nach Ablaufen des Riedlinger Vertrages an Weihnachten
1433 an dessen Bestimmungen fest. Zwar wurde der Guldenkurs im August 1436 offiziell auf
28 ß erhöht, doch die Münzen weiterhin nach den Riedlinger Gewichts- und Feingehaltsbe-
stimmungen ausgebracht. Bezeichnenderweise aber wurden 1437 im neuerbauten Münzhaus
nur Heller und dann erst wieder nach langer Pause 1474 nochmals Heller und Pfennige genau
nach den Riedlinger Vorschriften ins Werk gesetzt. Erst in den 80er Jahren entschloß sich der
Rat der Stadt zu einem wesentlich ermäßigten Münzfuß, damit endlich dem Steigen des Gul-
denkurses Rechnung getragen werde. Von 1485 an wurde auch in Konstanz der rheinische
Goldgulden zu 30 ß gerechnet und die neue Großmünzenprägung ab 1499 war - unter Anpas-
sung an die schweizerische Batzen- und österreichische Kreuzerwährung - ganz auf diesen Gul-
denkurs abgestellt. Der am 28.9.1498 angestellte Münzmeister Wolfgang Höder aus Basel
wurde auf die Münzprägung nach diesen neuen Bestimmungen verpflichtet (siehe Tabelle).

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Dem äußeren Aussehen nach aber sollten die neuen, geringeren Sorten den alten des Riedlin-
ger Vertrages gleich sehen, wodurch immer noch ein trotziges Bekenntnis zu der alten Kon-
vention zum Ausdruck kam. Am 10. Juni 1499 erhielt Konstanz von Maximilian I. dann aus-
drücklich das Privileg, silberne Münzen jeder Größe zu schlagen. Es ist die älteste Verleihung
des Münzrechts an die Stadt Konstanz. Auf Grund dieses Privilegs wurden ab 1499 auch Batzen
zu vier Kreuzern und Dickpfennige zu 10 Schillingen = 5 Batzen geprägt. Das Silber wurde aus
Nürnberg bezogen. Am 29. Juni 1507 bekam die Stadt vom Kaiser auch das Recht der Gold-
münzenprägung. Sicher ist ab diesem Datum bereits auch Gold geprägt worden. Am 9. Februar
1508 wurde dem Münzmeister Wolfgang vom Rat befohlen, "auch soll er gut sorg über das
Gold haben" und kurz darauf wird ihm nochmals gesagt, daß er "hinfüro die werck (Batzen)
uff LXXI mach (d. h. 71 Stück auf die Mark) und nit ander und mit den guldin" auch den Best-
immungen gemäß verfahre. 1511 wird dem Wardein Hans Stoss befohlen, die Gulden zu pro-
bieren und auf Montag nach Invocavit des gleichen Jahres heißt es im Ratsbuch: "Man soll
Meister Wolfgang die Goldmünz abkünden und den von Basel schreiben, das sy daran syn,
damit die ysen zerbrochen werden oder dz sy uns die verbitschiert zuschicken". Damit ist
Cahn's Ansicht, die Guldenprägung habe erst 1513 begonnen, dahin modifiziert, daß zwar ab
1507 für Konstanz in Basel bereits Goldgulden geprägt worden waren, in Konstanz selbst aber
erst ab 1513 mit der Goldprägung begonnen wurde. Neue Goldguldenprägung mit altem Bild
und Umschriften 1531-1536. 1534 wurden vom Rat folgende Münzeisen zu schneiden in Auf-
trag gegeben: "Ober Blapphart ysen, X under Blapphart ysen, XI ober pfennig ysen, VI under-
stöck von pfennige, X ober ysen von hallern, I understock von hellern." 1537 nochmal "II un-
derstöck von Hallern, so man geschlagen hat in Anno XXXVII Jar". Item uff Samstag nach St.
Ulrich tag Anno MCCCCCXXXVII hat Maister Jacob (Zentgraf) diss obgeschrieben ysen do sy
denn abgenempt sind alle widerumb der Statt geantwurt, und ligend in diser Lad". 1535 - wie
schon 1505 - Prägung von Zweipfennigstücken, den sog. "Zwaygerly"; außerdem wurden Vie-
rer (4-Pfennigstücke} geprägt. Die Stempel wurden von dem "Ysenschnyder zu Zurych" ge-
schnitten, vielleicht ist damit Jacob Stampfer gemeint. Nach den Bestimmungen der oberdeut-
schen Konvention des Königs Ferdinands 1. mit den Städten Augsburg und Ulm prägte auch
Konstanz 1537-1541 Taler, deren Stempel der "Ysenschnyder zu Schaffhusen" schnitt, wohl
kein anderer als Lorenz Rosenbaum. Die Münzumschriften dieser Taler sind - unter dem Ein-
fluß der Reformation - die ersten und einzigen Konstanzer Münzumschriften in deutscher
Sprache. 1538 wurden die ersten Kreuzer geprägt und ausgegeben. Trotz des Verlustes der
Reichsfreiheit im Schmalkaldischen Krieg 1548 behielt Konstanz auch als österreichische Land-
stadt das Recht der Münzprägung in Gold und Silber, das ihr durch Urkunde vom 3. April 1549
erneut bestätigt wurde. Nach langer Prägepause, die durch die schwierigen Verhältnisse in der
Zeit der Reichsmünzordnungen von 1551 und 1559 bedingt war, setzen neue Emissionen in
den Jahren 1561-1563 ein. Die in der Münzherrn-Ordnung vom Jahr 1563 vorgesehenen und
vom Münzmeister eidlich beschworenen Reichsguldiner und Halbguldiner im Gehalt von 14
Lot 16 Grän 9½ bzw. 19 Stück auf die kölnische Mark, die sicher geprägt wurden, sind bisher
weder im Original noch in Kopie bekannt geworden. Wahrscheinlich sind sie wegen ihrer ho-
hen Feinheit und darum unverhältnismäßig hohen Kosten nur in sehr geringer Auflage geprägt
worden und bald wieder in den Schmelztiegel gewandert. Auch die 10-Kreuzer-, 5-Kreuzer-
und 2½-Kreuzerstücke dieser Jahre sind nicht überliefert, lediglich Kreuzer und Halbbatzen
sind bekannt. Die in diesen Jahren geprägten Zwayerle haben wir wohl unter den 2-Pfennig-
stücken Kat. Nr. 90-94 zu suchen. 1567 und 1572 sind wieder Halbbatzen bekannt, merkwür-
digerweise in letzterem Fall mit dem Namen des 1564 verstorbenen Kaisers Ferdinand I. Aus
dem Jahr 1573 haben wir dann datierte Guldentaler und -halbtaler zu 60 Kreuzer nach der
Reichsmünzordnung von 1559, die allerdings nur in galvanoplastischen Kopien bekannt sind.

145
Daneben gibt es eine undatierte Variante vom Ganzstück in Wien, die sicher ebenfalls in die
Jahre 1573/74 gehören dürfte. Als Rohmaterial für diese Guldinerprägung wurde aus Nürn-
berg bezogenes Brandsilber verwendet, außerdem alte Dickpfennige eingeschmolzen. Für die
Halbbatzen wurden "Doppel-Vierer, kleine Vierer, dicke Pfennig, Kreuzer, Fünfferli und Dreier"
eingeschmolzen. Auch die - leider wieder unbekannten - Kreuzer, Heller und Pfennige dieser
Jahre 1573/74 wurden aus eingeschmolzenen alten Sorten rekrutiert. "Uff den 11. Tag Juni
anno 83 ist angefangen worden zemuntzen bis auff ausgang Anno 86 Sind 39 werckh gemuntzt
wurden" berichtet eine Abrechnung im Stadtarchiv Konstanz. Gemünzt wurden in jenen Jah-
ren Vierer, Heller, Pfennige und Kreuzer. Nur letztere sind bekannt, es sind die undatierten,
auf den Namen Kaiser Rudolfs II. lautenden Typen Kat. Nr. 133- 134. Eine umfangreiche Gro-
schenprägung fällt in die Jahre 1592-1596. Das Rohmaterial dafür bildeten eingeschmolzene
Mailänder Silberkronen, "allerley Funfferle" und die 1592 verrufenen Konstanzer und Schaff-
hauser Zwayerle. Neben diesen Groschen - die in den Akten "Behemsche" (Böhmische in Erin-
nerung an die alten, im 15. und 16. Jahrhundert so beliebt gewesenen böhmischen Groschen)
genannt werden - wurden im Jahr 1592 auch einige wenige Halbbatzen und 1593 bis 1595
einige ganze Batzen geprägt, die sich jedoch nicht erhalten haben. Ihre Prägung stellte sich als
Verlustgeschäft heraus und wahrscheinlich sind sie wieder eingeschmolzen worden. "Somma
Sommarum so in 99 werck gewonnen ist worden vom 10. Januar Ao 92 bis Anf. Januar Ao 97
duot 6055 fl 1 ß 1½ dn." Gesamtverlust 5125 fl 2 ß 7½ dn (besonders durch die Batzenprä-
gung), Reingewinn 2085 fl 2 ß 4 dn. Anfang März 1597 ging eine Klage des kaiserlichen Kam-
mergerichtsfiskals in Speyer beim Konstanzer Rat ein, die kürzlich ausgegebenen 3-Kreuzer-
stücke seien zu gering gemünzt, 114 Stück auf die Mark im Feingehalt von nur 7 Lot 6 grän.
Nach 1597 setzt wieder eine lange Prägepause ein. Um 1620 Zwayerle-Prägung durch Münz-
meister Martin Stoff. Als der Rat 1621 mit Martin Näf und dessen Schwager Joh. Rudolf Wä-
gerich einen Vertrag schloß, nach denen den beiden auf vier Jahre "Präg und Stampf" verlie-
hen wurde, um die Stadt vor allem mit Kleinmünzen zu versorgen, mußten sie das gesamte
Münzwerk auf ihre Kosten neu erbauen und erhalten. Sie sollten auf des Reiches Valor und
Schrot münzen, die Taler 14-lötig 8 Stück auf eine Mark, Drei-Bätzner 7-lötig, 83 oder 84 Stück
auf die Mark, die geringen und kleinen Münzen nach Ordnung und Maßgebung des Herrn
Stadthauptmanns und des Rats, zu deren Sicherheit dem Münzmeister ein oder mehrere
Wardeine zugegeben werden sollen. Die Münzmeister sollen sich das Silber selbst beschaffen,
dazu aber keine Reichswährung brechen und schmelzen, und jedes Vierteljahr sollen der Stadt
1250 fl Konstanzer Prägung und Währung abgeliefert werden. Nach seiner Aussage lieferte
der Gold- und Silberscheider Johann Capitell von Feldkirch in den Jahren 1623-26 der Münze
in Konstanz ca. 9000 Mark Silber. Eine Abrechnung der Steuerherrn über ihre Einnahmen aus
der Münze vom 22. Juni bis 22. Oktober 1622 ergibt, daß sie am 22. Juni 1020 Stück Dreibätz-
ner in Empfang nahmen (Kat. Nr. 175/76), am letzten Juni 755 Stück Dreier (= Groschen, wohl
unter den undatierten Kat. Nr. 168-172). An Talern lieferte die Münze am 9. Juli 1622 700
Stück und am 7. Dezember 400 Stück. Datierte Taler und Halbtaler aus dem Jahr 1622 sind
bisher nicht bekannt geworden, es handelt sich wohl um undatierte Prägungen mit den Stem-
peln der Nummern 145/47, von denen nur ein Dickabschlag und Halbtaler überliefert sind. Am
1. August 1622 nahmen die Steuerherrn 1100 Dukaten und am 29. August nochmals 500 Du-
katen in Empfang. Bisher sind keine einfachen, sondern nur doppelte Dukaten aus dem Jahr
1622 bekannt geworden (Kat. Nr. 174). Vom 25. August bis 31. Dezember 1622 wurden "12
Werke Örtlin" im Wert von 22877 Gulden 45 Kreuzern geprägt. Die Gesamtjahresprägung an
Örtlin erreichte einen Wert von 122827 Gulden (Kat. Nr. 148/49). Vier paar neue Prägestöcke
zu Zwayerlen wurden geschnitten und die Gesamtjahresproduktion belief sich auf einen Ge-

146
genwert von 21173 Gulden (Kat. Nr. 173). Mit Jahreszahl 1623 sind Taler, Halbtaler, Dreibätz-
ner und 10-Kreuzerstücke überliefert, dazu Regimentstaler in vielen Gewichten, 1624 Taler,
Dreibätzner und Halbbatzen, 1625 Taler und Halbbatzen. Aus einem Münzmemorial vom 25.
Oktober 1926 erfahren wir, daß in jenem Jahr über 60000 Taler gemünzt wurden, außerdem
wurden 24-Kreuzerstücke = Sechsbätzner (Dickpfennige), Dreibätzner, Halbbatzen und Sech-
ser geprägt. Letztere sind eine uralte Münzsorte mit neuem Bild, denn die Sechspfennigstücke
waren in Konstanz seit den Schillingen des Riedlinger Vertrages heimisch und beliebt. 1627
bringt neben Dicken nochmals Sechser, 1628 Taler und Dreibätzner, 1629 Goldgulden und die
schönen Regimentstaler, 1630 und 1633 Dicken, wobei für letzteres Jahr durch eine Münzab-
rechnung im Konstanzer Archiv auch eine Groschen- und 10-Kreuzerprägung bezeugt ist, die
sich höchstwahrscheinlich unter den undatierten Stücken Kat. Nr. 156-172 verbirgt. Dann ken-
nen wir erst aus dem Jahr 1636 wieder eine - offenbar geringe - 15-Kreuzerprägung. Unter
Kaiser Ferdinand III. (1637 bis 1657) erscheinen ohne Jahreszahl Dukaten, 10-Kreuzerstücke
und Groschen, mit Jahreszahlen 1639 Groschen, 1652 bis 1654 Dukaten und Halbbatzen,
welch letztere auf dem Regensburger Münzprobationstag vom Mai 1657 als zu gering befun-
den wurden. Am 11. März 1656 mußte Münzmeister Franz Änzinger dem Rat Caution stellen
und sich erbieten, für allen Schaden der Stadt an unterwertigen Geprägen aufzukommen. Von
1653 bis 1655 wurden für mindestens 8580 Mark Kreuzer geprägt, die wir vielleicht mit unter
den Billontypen Kat. Nr. 244/45 zu suchen haben. Sie hielten nach den Münzabrechnungen 4
Lot 1 qu, während sie im Reich 5 Lot hielten. "Hat also Hr. Münzmeister an jeder Mark ½ Lot
fein Silber zum besten." Auf eine Mark gingen in Konstanz 300 Kreuzer, im Reich 280 Kreuzer.
"Hat also Hr. Münzmeister an jeder Mark 20 Stuck zum besten." "thut 2393 fl 40 x." "Zu Halb-
batzen ist vermünzt worden ungefehr 1196 Mark und ist auf 1 Mark gegangen 7 fl, da doch im
Reich nit mer als 6 fl 44 x gehen, hat also an jeder Mark der Münzmeister zum besten 16 x,
thut 318 fl 56 x. Zu Pfennigen ist vermünzt worden ungefehr 200 Mark, gehen auf eine Mark
752 Stuck, hält die Mark fein 1 Lot 3 Grän. Württembergische Pfennig gehen auf die Mark 552
Stck, halt die Mark fein 3 Lot 1 dn, hat Münzmeister an jeder Mark 200 Stück mehr, an Fein-
silber bei jeder Mark 1 Lot 1 Grän 1 dn zu gelt gemacht 1 fl 18 x. Summa 718 fl. Summa Sum-
marum 6702 fl 10 x." Aus dem Schreiben des Stuttgarter Wardeins Christoph Tauchwitz, der
diese Feingehaltsproben ausführte, an den Rat der Stadt Konstanz geht hervor, daß Änzinger
nach Schweizer Währung prägte, obwohl ihm bei Dienstantritt vorgehalten wurde, daß er
nach Reichsordnung prägen solle. Vollends unter Leopold I. läuft seit der zweiten Jahrhundert-
hälfte die Konstanzer Münzprägung mit der Emission kleinster Werte nur noch auf unbedeu-
tenden Touren. In erster Linie wurden Pfennige geprägt, zu denen alte Konstanzer Batzen ein-
geschmolzen wurden. "Wenn diese Batzen zu Pfennig sollent vermünzt werden, so hat man
Jeder Mark ohne die Uncosten zum besten 3 fl 8 x 3 dn. Undt kann aus Jeder Mark batzen 4½
Mark Pfennig gemacht werden. Und kommt der Zusatz die Mark je 14 Kreuzer, thut 50 Kreu-
zer. Von 1675 bis 1691 wurden datierte Kupferpfennige herausgebracht. 1676 erhielt der
Goldschmied und Wardein Hans Conrad Betzerin im März für das Schneiden zweier Prägestö-
cke für Zwayerli 2 fl, für das Schneiden zweier Pfennig-Prägestöcke "aines auf den Prägstock,
das ander auff die wellen" 48 x. Im Mai lieferte Betzerin zwei Paar geschnittene Kreuzer-Prä-
gestöcke zu 4 fl, am 11. Juni ein "understöckli zu den Kreutzer Präge geschnitten 1 fl", am 22.
Dezember erhielt er nochmals für das Schneiden von zwei Paar Kreuzer-Prägestöckli 4 fl. Diese
Rechnungen setzen sich in den folgenden Jahren fort. 1676 lieferte Münzmeister Staiffel an
geprägten Ratschillingen 482 Mark, im gleichen Jahr neue Konstanzer Kreuzer für 2037 fl 1 x
9 dn, 1677 lieferte er sogar Kreuzer im Wert von 10060 fl 13 dn ab und 1678 für 18654 fl 2 x 9
dn. 1679 lieferte Staiffel an neu geprägten Pfennigen 227 fl 52 x ab. Das Rohmaterial für diese

147
bildeten massenhaft eingeschmolzene Montforter Pfennige. In dtn 80er und 90er Jahren setz-
ten sich die umfangreichen Pfennig- und Kreuzerausprägungen fort. 1690 am 24. April "seindt
zu einem Werk Kreuzer 700 Reichsguldiner und andere alte ... empfangen, haben gewogen 57
Mark". Unter Karl VI. wurden in den Jahren 1715, 1717, 1723 und 1724 noch einige Viertelgul-
den, Kreuzer, Halb- und Viertelkreuzer ausgegeben. Der Kreuzer von 1724 ist die letzte da-
tierte Münze der Stadt Konstanz, die im gleichen Jahr nochmals besonders prächtige Regi-
mentstaler und -doppeltaler prägen ließ. Die allerletzten Kreuzeremissionen von 1727 und
1733, deren Stempel erst von dem Konstanzer Petschierstecher Rubick geschnitten, dann in
Diessenhofen angefertigt wurden, sind bisher nicht bekannt geworden, vielleicht sind sie mit
den alten Jahreszahlen ausgegeben worden.

Konstanz wurde 1548 Teil Österreichs (Vorderösterreich), konnte das Münzrecht jedoch behalten
und prägte Münzen bis 1733

2 Dukat
• 2 Dukat 1622, selten, 7.00 g Gold 0.986, Wappen von Konstanz, Rs. bekrönter Reichs-
adler, Titel von Ferdinand II, KM # 117
• 2 Dukat, ohne Datum (1622), selten, 7.00 g Gold 0.986, Wappen von Konstanz, Rs.
bekrönter Reichsadler, Titel von Ferdinand III, Klippe, KM # 155

1 Dukat
• Dukat, 1652, 1654 und ohne Datum, 3,5000 g Gold 0.986, ovales Stadtwappen,
DVCATVS NOVVS CIVI CONSTANTIENTIS, Rs. bekrönter Reichsadler. Titel von Ferdi-
nand III., FERDINAND III D G ROM IMP S AVG, 875-7800, KM # 161
• Dukat, ohne Datum (1654), 3.5000 g Gold 0.986, Johann Franz I., ovales Stadtwap-
pen, Rs. bekrönter Reichsadler, Titel von Ferdinand III, Klippe, KM # 162

Abbildung 204: KONSTANZ, Stadt, 1 Dukat 1652

NDW ID: 41809


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Fb. 844; Nau 232
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Das Stadtwappen von Konstanz in verzierter Kartusche/Gekrönter Doppeladler, auf der
Brust österreichischer Bindenschild, oben Krone

ss 4000
vz 8000

148
Stgl 16000

Goldgulden
Abbildung 205: Konstanz, Stadt, Goldgulden o. J. (1513-1551)

Sincona, Auction 13, Los 2114, 1850 CHF


Konstanz, Stadt, Goldgulden o. J. (1513-1551). Titel Maximilian I. 3.25 g. Nau 87. Fr. 841. Sehr schön.

2 ½ Taler
• 2 ½ Taler, 16Z3, selten, Silber, Regimentstaler, Klippe, Dav. # 5175, KM # 129
• Goldgulden, 1629, 3.5000 g Gold 0.986, Wappen von Konstanz, Rs. Adler, Titel von
Ferdinand II, 1150-9500 USD, KM # 143
2 Taler
• 2 Taler 16Z3, Silber, 2 Regimentstaler, 3500-10000 USD, KM # 128
• 2 Taler 16Z3, Silber, selten, großer Schild teilt Datum, MON:NO:CIVITAT:CONSTANTI-
ENSIS, Rs. bekrönter Reichsadler, FERD: II: D: G: ROM: IMP …, Dav. # A 5 177, KM # A
126
• 2 Taler 16Z3, Silber, großer Schild teilt Datum, MON:NO:CIVITAT:CONSTANTIENSIS,
Rs. Titel von Ferdinand II., FERD: II: D: G: ROM: IMP …, Dav. # A 5177, 6000-18500
USD, KM # A 130
• 2 Taler, 1724, Silber, Stadtansicht, CONSTANTIA darunter, Rs. Stadtwappen mit 4 ova-
len Wappen, umgeben von 20 kleinen Wappen, Dav. # 2191, 5500-12000 USD, KM #
211

Abbildung 206: Doppelter Regimentstaler

Busso Peus, Auction 424, Los 1163, 2000 Euro

149
Konstanz, Stadt. Doppelter Regimentstaler 1623. 3 Wappen über Stadtansicht / 5 Wappen der Mit-
glieder des Kleinen Rates, umgeben von den 21 Wappen der Mitglieder des Großen Rates. Dav. 5175;
Nau 293. 55.90 g.; Sehr schön Rand und Feld leicht bearbeitet

1 ½ Taler
• 1 ½ Taler, 16Z3, Silber, Regimentstaler, Klippe, 2500-7500 USD, KM # 127

Taler
• Taler, ohne Datum (1619-37), Silber, selten, Heilige Pelagius und Conrad hinter Stadt-
wappen, Rs. bekrönter Reichsadler, Titel von Ferdinand II., KM # 105
• Taler, 1623, Silber, Regimentstaler, 900-3200 USD, KM # 124
• Taler, 16Z3-16Z6, Silber, großes Stadtwappen, MON:NO:CIVITAT:CONSTANTIENSIS,
Rs. Titel von Ferdinand II., FERD: II: D: G: ROM: IMP …, 165-1250 USD, KM 125.1
• Taler, 16Z3, 28.86 g Silber, Stadtwappen teilt Datum, Rs. bekrönter Reichsadler,
Klippe, 2500-8000 USD, KM # 126
• Taler, 16Z8, Silber, Strahlen um Schild, 350-1250 USD, KM 125.2
• Taler, 1629, Silber, Stadtansicht, CONSTANTIA, Rs. 5 Schilde, 22 Schilde umher, Regi-
mentstaler, 950-8750 USD, KM # 142
• Taler, 1724, Silber, Stadtansicht, CONSTANTIA darunter, Rs. Stadtwappen mit 4 ova-
len Wappen, umgeben von 20 kleinen Wappen, Regimentstaler, Dav. # 2192, 1750-
10000 USD, KM # 210

Abbildung 207: Konstanz, Taler 1539

Sonntag, Auction 26, Los 2350, 5250 Euro


Konstanz, Taler 1539. Nach links kniender Ritter mit Streitkolben und Stadtschild / Nimbierter Reichs-
adler nach links auf Reichsapfel mit Schwert und Zepter. Nau 99a, Berstett 437, Dav. 9160. 28,96 g,
sehr seltenes-besonders in dieser Erhaltung, fein ausgeprägtes, vorzügliches Prachtexemplar. Die Stadt
wurde benannt nach Constantius Chlorus, dem Vater Constantins des Großen. Aus Auktion J. Schul-
man, Amsterdam 1957.

150
Abbildung 208: KONSTANZ, Stadt, 1 Taler 1625

NDW ID: 66840


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Dav. 5177; Nau 193
Prägestätte: Konstanz

s 250
ss 500
vz 1000

vz- leichte Belagreste, Startpreis: 240 EUR 1000 2017 Künker/296

½ Taler
• ½ Taler, ohne Datum (1622), Silber, Heilige Pelagius und Conrad hinter Stadtwappen,
Rs. bekrönter Reichsadler, Titel von Ferdinand II., 700-4800 USD, KM # 121
• ½ Taler, ohne Datum (1622), Silber, Heilige Pelagius und Conrad hinter Stadtwappen,
Rs. bekrönter Reichsadler, Titel von Ferdinand II., Klippe, KM # 121
• ½ Taler 16Z3, Silber, Stadtwappen teilt Datum, 300-1900 USD, KM # 123

Abbildung 209: Konstanz – Stadt, 1/2 Taler

Möller, Auction 68, Los 326, 2000 Euro


Konstanz – Stadt, 1/2 Taler mit Titel Ferdinand II. Nau 147, äußerst selten winz. Hklsp. f. vz/ss

151
Abbildung 210: Konstanz, Stadt, 1/2 Taler o. J. (1622)

Möller, Auction 69, Los 363, 2500 Euro


Konstanz – Stadt, 1/2 Taler mit Titulatur Kaiser Ferdinand II., Exemplar der Slg. Brand, herrliche Feu-
ervergoldung, kaum sichtbare Hklsp., Nau 147, äußerst selten, vz

Dicken = 24 Kreuzer
Abbildung 211: Konstanz, Stadt, Dicken 1630

Sincona, Auction 11, Los 908, 60 CHF


Konstanz, Stadt, Dicken 1630. 8,13 g. Nau 222. Hksp. Sehr schön.

6 Batzen (24 Kreuzer)


• 6 Batzen (24 Kreuzer), 1626-27, 1630, 1633, Silber, Stadtwappen, Rs. bekrönter
Reichsadler, Titel von Ferdinand II., 55-430 USD, KM # 136
• 6 Batzen 1681, Silber, großes Stadtwappen, MO:NO:CIVI:CONSTANTIEN, Rs. LEO-
POLDVS D G R I S A G H B R, 190-2500 USD (MS60), KM # 181.1
• 6 Batzen 1681, Silber, kleines Stadtwappen, MONETA NOVA CIVITATIS CON-
STANTIENSIS, Rs. LEOPOLDVS D G I S A G H ET REX, KM # 181.2

15 Kreuzer
• 15 Kreuzer, ohne Datum (1622), Silber, Heilige Pelagius und Conrad hinter Stadtwap-
pen, Rs. bekrönter Reichsadler, 15 auf der Brust, Titel von Ferdinand II., 170-1900
USD (MS60)
• 15 Kreuzer, ohne Datum (1622), 7.43 g Silber, Klippe, 300-1900 USD (XF), KM # 113
• 15 Kreuzer, ohne Datum (1622), 5.36 g Silber, oktagonale Klippe, 300-1900 USD, KM
# 114
• 15 Kreuzer 1636, Silber, ovales Wappen mit Datum darunter, 55-450 USD, KM # 152

152
• 15 Kreuzer, ohne Datum (1637), Silber, Titel von Ferdinand II., KM # 153
• 15 Kreuzer, 1679, Silber, Titel von Leopold I., 65-550 USD, KM # 177
• 15 Kreuzer, 1715, Silber, Datum über Heiligen, Rs. Titel von Karl VI., 65-550 USD, KM
# 202

Gegenstempel

• 15 Kreuzer, ohne Datum (ca. 1716), Silber, Gegenstempel Konstanzer Stadtwappen,


100-650 USD, KM # 203

Abbildung 212: KONSTANZ, STADT. 15 Kreuzer 1636

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1676, 120 Euro


KONSTANZ, STADT. 15 Kreuzer 1636. Stadtschild zwischen St. Pelagius und St. Conradus. Rv. Gekrön-
ter Doppeladler. 4,62 g. Nau 226. Knickspur. Sehr schön. Aus Münzen & Medaillen Deutschland
GmbH, Lörrach, Auktion 1, 1997, Nr. 1192.

Abbildung 213: KONSTANZ, STADT, 15 Kreuzer o. J. (1715). Mit Gegenstempel Konstanz

Emporium, Auction 77, Los 1873, 75 Euro


KONSTANZ, STADT, Karl VI. von Habsburg, 1711-1740, 15 Kreuzer o. J. (1715). Mit Gegenstempel Kon-
stanz. 4,35 g. Nau 280. min. Zainende, f. ss.

3 Batzen
• 3 Batzen (Dreibätzner), 1622 und ohne Datum, Silber, Stadtwappen, Rs. Reichsadler,
Wertzahl 3, Titel von Ferdinand II, 50-430 USD, KM # 115
• 3 Batzen (Dreibätzner), 1622-24, Silber, Wappen teilt Datum, 135-1100 USD, KM #
116

153
• 3 Batzen (Dreibätzner), 1623 und 1624, Silber, Stadtwappen, Rs. Reichsadler, Wert-
zahl 3, Titel von Ferdinand II, Klippe, 2000 (VF) – 3900 (XF), KM # 120
• 3 Batzen (12 Kreuzer), 1626 und ohne Datum, Silber, bekrönter Reichsadler, Wertzahl
XII darunter, 45-375 USD, KM # 135
• 3 Batzen (12 Kreuzer), 1628, Silber, Datum über Wappen, Rs. ohne Wertangabe, KM
# 138
• 3 Batzen (12 Kreuzer), ohne Datum (1628), Silber, Stadtwappen, Rs. bekrönter
Reichsadler, 50-430 USD, KM # 139
• 3 Batzen (12 Kreuzer), ohne Datum (1628), Silber, 3 Wappen zwischen Zweigen, 50-
430 USD, KM # 140
• 3 Batzen (12 Kreuzer), ohne Datum (1628), Silber, ohne Zweige, 50-430 USD, KM #
141

10 Kreuzer
• 10 Kreuzer (16)23 und ohne Datum, Silber, Stadtwappen, Rs. bekrönter Reichsadler,
Wertzahl 10 darunter, Titel von Ferdinand II., 30-270 USD, KM # 119
• 10 Kreuzer, ohne Datum (1623), Silber, Titel von Ferdinand II., Rs. Stadtwappen, 50-
430 USD, KM # 151

Abbildung 214: Konstanz, Stadt, 10 Kreuzer o. J. (um 1630)

Busso Peus, Auction 416, Los 1290, 160 Euro


Konstanz, Stadt, 10 Kreuzer o. J. (um 1630), mit Titel Ferdinands II., Wappen in Vierpass / Doppelad-
ler über Wertzahl. Nau 165, 4.80 g; Vorzüglich

Batzen (4 Kreuzer)
• 4 Kreuzer (1 Batzen), 1702, Silber, ovales Stadtwappen in barockem Rahmen, Rs. Be-
krönter Reichadler, 4 im Reichsapfel, Titel von Leopold I., 75-625 USD, KM # 193

154
Abbildung 215: Konstanz, 4 Kreuzer (1 Batzen), 1702

Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 55ff/Saurma 1614
NDW ID: 10378

3 Kreuzer (Groschen)
• 3 Kreuzer (Groschen), ohne Datum (1638), Silber, bekrönter Reichsadler, Schild auf
der Brust, Wertzahl 3 darunter, Titel von Ferdinand III., Rs. Stadtwappen, 30-250
USD, KM # 118
• 3 Kreuzer (Groschen), ohne Datum (1638), Silber, Titel von Ferdinand III., Rs. Stadt-
wappen in geschmücktem Schild, 35-290 USD, KM # 150
• 3 Kreuzer (Groschen), 1639, Silber, bekrönter Schild teilt Schilde, 39 darunter, Rs. 3
im Reichsapfel auf der Brust, 35-290 USD, KM # 154
• 3 Kreuzer (Groschen), 1680, Silber, Titel von Leopold I., 30-240 USD, KM # 180
• 3 Kreuzer (Groschen), 1694, Silber, Stadtwappen in geschmücktem Schild, Rs. Titel
von Leopold I, 45-155 USD, KM # 185

Abbildung 216: KONSTANZ, STADT. Groschen 1694

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1677, 60 Euro


KONSTANZ, STADT. Groschen 1694. Wappenschild zwischen zwei kleinen Dreiblättern. Rv. Gekrönter
Doppeladler. Nau 269, vorzüglich

155
Abbildung 217: KONSTANZ, STADT, Ferdinand II. von Habsburg, 1619-1637, 3 Kreuzer = Groschen o. J.

Emporium, Auction 77, Los 1875, 65 Euro


KONSTANZ, STADT, Ferdinand II. von Habsburg, 1619-1637, 3 Kreuzer = Groschen o. J. Mit Titel Ferdi-
nand II., 1,67 g. Nau 171, min. Zainende, ss.

Abbildung 218: KONSTANZ, Stadt, 3 Kreuzer 1694

NDW ID: 58575


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 267
Prägestätte: Konstanz

s 15
ss 30
vz 60

vz- 45 2016 Emporium/76

Schilling = 3 Kreuzer
Abbildung 219: KONSTANZ, STADT , Schilling o. J. (nach 1423)

156
Emporium, Auction 76, Los 1553, 41 Euro
KONSTANZ, STADT , Schilling o. J. (nach 1423). Wappen. Rs. Thron. Heiliger Konrad. 1,73 g. Nau 18, ss.

1/2 Batzen (2 Kreuzer)


• ½ Batzen (2 Kreuzer), (16)24 und (16)25, Silber, Stadtwappen teilt Datum, Rs. Reichs-
adler, 2 im Reichsapfel auf der Brust, Titel von Ferdinand II., 35-290 USD, KM # 130
• ½ Batzen (2 Kreuzer), (16)24 und (16)25, Silber, als Klippe, KM # 131
• ½ Batzen (2 Kreuzer), (16)24 und (16)25, Silber, Rs. bekrönter Reichsadler, 30-275
USD, KM # 132
• ½ Batzen (2 Kreuzer), (16(25), Silber, bekrönter Reichsadler, Klippe, KM # 133
• ½ Batzen (2 Kreuzer), 1652 und 1653, Silber, Datum über Wappen, Rs. Wertzahl 2 un-
ter Adler, Titel von Ferdinand II., 30-275 USD, KM # 160
• ½ Batzen (2 Kreuzer), 1654, Silber, Wappen teilt Datum, 35-290 USD, KM # 164

Abbildung 220: KONSTANZ, Stadt, 1/2 Batzen 1652

NDW ID: 10380


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: KM 160

s 50
ss 100
vz 200

Abbildung 221: KONSTANZ, Stadt, 1/2 Batzen o. J.

NDW ID: 10379


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 38ff/Schul. 1720

s 50
ss 100
vz 200

157
Sechser
• 6 Pfennig (Sechser), (16)26, Silber, Stadtwappen, Rs. Adler mit ovalem Schild auf der
Brust teilt Datum und Wertangabe V-I, 95-575 USD, KM # 134
• 6 Pfennig (Sechser), (16)27, Silber, Rs. Wertangabe VI unter Adler, 95-575 USD, KM #
137

Abbildung 222: Konstanz, Stadt, 6 Pfennig (Sechser) 1627

Sonntag, Auction 23, Los 1206, 290 Euro


Konstanz, Stadt, 6 Pfennig (Sechser) 1627. Nau 218.
Sehr selten, kleines Zainende, gutes sehr schön

Kreuzer (4 Pfennig)
• Kreuzer, ohne Datum (1657-1705), Billon, Stadtwappen mit Doppelkreuz, Rs. Adler
mit Wappen auf der Brust, 20-160 USD, KM # 166
• Kreuzer, ohne Datum (1699), Silber, Stadtwappen mit Doppelkreuz, Wertzahl 1 da-
runter, Rs. bekrönter Reichsadler, Titel von Leopold, 15-135 USD, KM # 165
• Kreuzer, 1702, Billon, bekrönter doppelköpfiger Reichsadler, Rs.: 2 Bischöfe, Wappen
darunter, 12-100 USD, KM # 192
• Kreuzer, ohne Datum, Billon, ovales Stadtwappen in barockem Schild, 10-80 USD, KM
# 201
• Kreuzer, 1715, 1717, 1723-24, Billon, Titel von Karl VI., Rs. Wappen, 10-80 USD, KM #
200

Abbildung 223: KONSTANZ, Stadt, 1 Kreuzer o. J. (1583-1586)

NDW ID: 58576


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 133
Prägestätte: Konstanz

158
s 40
ss 80
vz 160

ss 70 2016 Emporium/76

Abbildung 224: KONSTANZ, STADT, Kreuzer 1711

Emporium, Auction 76, Los 1557, 54 Euro


KONSTANZ, STADT, Kreuzer 1711. Mit Titel Karl VI., 0,57 g. Nau 284, vz/st.

Vierer
• 4 Pfennig (Kreuzer), ohne Datum (ca. 1622), Billon, ovales Stadtwappen, 4 darüber,
Kranz, einseitig, 55-220, KM # 111

Abbildung 225: Konstanz, Stadt. Vierer (4 Pfennige) o. J. (1535)

Sonntag, Auction 28, Los 1077, 325 Euro


Konstanz, Stadt. Vierer (4 Pfennige) o. J. (1535), Stadtschild / Linksblickender Adler. Nau 89b,
selten, minimal gewellt, sehr schön

½ Kreuzer
• ½ Kreuzer, 1702 und 1704, Billon, ovales Stadtwappen, ½ darunter, Datum, einseitig,
32-260 USD, KM # 191

159
Abbildung 226: Konstanz, Stadt, einseitiger 1/2 Kreuzer 1702

Sonntag, Auction 20, Los 1155, 90 Euro


Konstanz, Stadt, einseitiger 1/2 Kreuzer 1702. Nau 274 var. (mit .CON:).
selten, leicht dezentriert, vorzüglich

¼ Kreuzer
• ¼ Kreuzer, 1703, Billon, ovales Stadtwappen, darüber Datum, Rs. C über ¼, 30-240
USD, KM # 194

2 Pfennig
• 2 Pfennig (Zweier), ohne Datum (1622), Silber, Stadtwappen, C darüber, einseitig, 45-
180 USD, KM # 110

Abbildung 227: KONSTANZ, STADT, 2 Pfennig = Zwaygerli o. J. (um 1563)

Emporium, Auction 76, Los 1558, 110 Euro


KONSTANZ, STADT, 2 Pfennig = Zwaygerli o. J. (um 1563). Var. +MO:CIVI:CONSTAN. 0,34 g. Nau 90.
Var., ss.

Abbildung 228: Konstanz, Stadt. Einseitiger Zweier (= 2 Pfennige) o. J. (1622)

Sonntag, Auction 27, Los 870, 135 Euro


Konstanz, Stadt. Einseitiger Zweier (= 2 Pfennige) o. J. (1622). Stadtschild in verziertem Vierpass, dar-
über "C". Nau 173. sehr selten, winziger Knick, sehr schön

160
Pfennig
• Pfennig, ohne Datum (1653-55), Billon, Stadtwappen, oben Stern, einseitig, 10-100
USD, KM # 163
• Pfennig, ohne Datum (1671-74), Kupfer, Stadtwappen, C darüber, einseitig, 10-100
USD, KM # 175
• Pfennig, 1675-91, Kupfer, Stadtwappen, Datum darüber, 8-75 USD, KM # 176
• Pfennig, 1700, Billon, Stadtwappen, Datum durch C geteilt, einseitig, 30-275 USD, KM
# 190

Abbildung 229: KONSTANZ, STADT. Hohlpfennig, nach 1404

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1673, 110 Euro


KONSTANZ, STADT. Hohlpfennig, nach 1404. Bischofskopf zwischen Mondsichel und fünfstrahligem
Stern. 0,24 g. Nau 10. CC 54. Cahn 88 und 103. Vorzüglich

Abbildung 230: Pfennig o. J. (1417-1422), Konstanz

NDW ID: 67232 P B

Abbildung 231: Konstanz, Stadt, Hohlpfennig o. J. (1417/22)

Sonntag, Auction 23, Los 1204, 230 Euro


Konstanz, Stadt, Hohlpfennig o. J. (1417/22). In einem Wulstreif der Stadtschild, darüber "C". Nau 12,
0,14 g, sehr schön

161
Abbildung 232: KONSTANZ, STADT, Pfennig n. d. Riedlinger Vertrag v. 1423

Emporium, Auction 71, Los 1476, 45 Euro


KONSTANZ, STADT, Pfennig n. d. Riedlinger Vertrag v. 1423 (Schwäbischer Münzverein). Fünfstrahliger
Stern über Stadtschild im Perlkreis. 0,35 g. Nau 14, selten, schöne Patina, ss

Medaillen
Abbildung 233: Esslingen, Stadt, Silbergussmedaille 1539. Auf Ambrosius Blarer

Sincona, Auction 39, Los 3084, 450 CHF


Esslingen, Stadt, Silbergussmedaille 1539. Auf Ambrosius Blarer, *1492 in Konstanz, gest. 1564 in
Winterthur, Theologe und Reformator. Unsigniert, vom Meister der Eislerin. Brustbild nach rechts
mit Barett und Talar. Rv. Behelmtes Familienwappen. 46.6 mm. 23.34 g. Klein/Raff 27. Habich 809.
Geglätteter früher Guss. Sehr schön / Very fine.

Abbildung 234: Konstanz, Stadt, vergoldete Silbergussmedaille o. J. (um 1557)

Busso Peus, Auction 416, Los 1288, 190 Euro


Konstanz, Stadt, vergoldete Silbergussmedaille o. J. (um 1557), auf die Hinrichtung von Johannes Hus
im Jahr 1415. Modell von Michael Hohenhauer, Joachimstal? Büste Hus' rechts / Hus auf Scheiterhau-
fen. Slg. Donebauer 3440, 7.02 g; 31 mm. Sehr selten Sehr schön Vergoldung teilweise defekt

162
Abbildung 235: Konstanz, Stadt, Rechenpfennig o. J. (1603-04) von Hans Krawinkel

Sincona, Auction 6, Los 737, 80 CHF


Konstanz, Stadt, Rechenpfennig o. J. (1603-04) von Hans Krawinkel. Auf den Frieden mit den Türken.
Gekröntes Stadtwappen. Rv. Der türkische Sultan nach links reitend. 4.04 g. Neumann 32289. Sehr
schön-schön.

Abbildung 236: Friedrich I. als Großherzog 1856-1907, Silbermedaille 1884

Möller, Auction 63, Los 176, 500 Euro


Baden ab 1803 Kurfürstentum, ab 1806 Großherzogtum
Friedrich I. als Großherzog 1856-1907, Silbermedaille 1884, leicht vergoldet (v. C. Schnitzspahn) a. d.
Oberbadische Landwirtschaftsaustellung in Konstanz, Zeitz 345, 42,3 mm, 36,5 g, selten, Auflage 54
Stk. kl. Kr., kl. Rf., vz-

Abbildung 237: Baden-Durlach. Friedrich I. 1852-1907. Bronzemedaille 1904

Sonntag, Auction 29, Los 660, 68 Euro


Baden-Durlach. Friedrich I. 1852-1907. Bronzemedaille 1904 von Lauer, auf das 300-jährige Bestehen
des Gymnasiums Konstanz. Weibliche Gestalt mit Lorbeerzweig und Porträtmedaillon des Großherzogs
nach rechts vor Ansicht des Gymnasiums, zu ihren Füßen Symbole der Wissenschaft und Künste / In
einem Lorbeerkranz drei Wappen über sechs Zeilen Schrift. Zeitz 597. Nau 308. 50 mm prägefrisch

163
Abbildung 238: Medaille, um 1906, Konstanz kommt zu Baden

http://numismatik-bw.de/objekt/record_DE-MUS-072119_im-
daspro_C320CFAE798C45BEA7305D35D931595F/2/

Medaille, um 1906, Konstanz kommt zu Baden, Pforzheim, Adolf Schmid, zit. nach Numisma-
tisches Portal Baden-Württemberg
Vorderseite (Bild):
Zwei Frauen stehen sich gegenüber und reichen sich die Hand. Mit Umschrift und im Ab-
schnitt der Jahreszahl sowie Künstlersignatur und Ortsangabe., ZUM GEDÄCHTNIS DER VEREI-
NIGUNG DER STADT KONSTANZ MIT BADEN; im Abschnitt: 1806-1906; Signatur: A. SCHMID;
Ort: PFORZHEIM

Rückseite (Bild):
Oben die Stadt Konstanz darunter im Abschnitt siebenzeiliger Text zwischen den Wappen von
links Baden und rechts Konstanz. IM JAHRE/ DER/ 80. GEBURTSTAGSFEIER/ UND DER GOLDE-
NEN HOCHZEIT/ GROSSHERZOG FRIEDRICHS/ VON BADEN/ 1806-1906

Abbildung 239: Silbermedaille 1910 auf das Ehr und Preisschießen der Schützengesellschaft Konstanz

Möller, Auction 64, Los 2070, 55 Euro


Silbermedaille 1910 auf das Ehr und Preisschießen der Schützengesellschaft Konstanz. Nau - mit Ori-
ginalöse u. Ring, 40,2 mm, 24,4 g, vz

164
Abbildung 240: Konstanz, Stadt, Bronzemedaille 1912

Busso Peus, Auction 413, Los 2413, 80 Euro


Konstanz, Stadt, Bronzemedaille 1912, auf den 2. Deutschen Zuverlässigkeitsflug am Oberrhein.
Stempel von Poser. Schrift zwischen 2 Zweigen / Blériot-Eindecker über dem Rheintal. Kaiser 711
54.50 g; 50 mm. Vorzüglich

Abbildung 241: Konstanz. Tragbare, mattierte Silbermedaille 1933

Sonntag, Auction 25, Los 1693, 68 Euro


Konstanz. Tragbare, mattierte Silbermedaille 1933, unsigniert, auf das Jubiläumsschießen anlässlich
des 25-jährigen Bestehens der Schützengesellschaft "Paradies 08". Reichsadler über vier Wappen /
Stadtansicht. 40,4 mm, 22,68 g. Mit Feingehaltspunze "990" auf dem Rand zaponiert, mit Originalöse,
vorzüglich

Abbildung 242: Konstanz. Tragbare, versilberte Zinkmedaille 1938

Sonntag, Auction 25, Los 1694, 68 Euro


Konstanz. Tragbare, versilberte Zinkmedaille 1938, unsigniert, auf das 500-jährige Bestehen der
Schützengesellschaft. Stadtwappen mit Schützenscheibe auf Eichenlaub / Stadtansicht, darunter
Stadtwappen. 40,4 mm, zaponiert, mit Originalöse, vorzüglich

165
Abbildung 243: Silber-Plakette 1938, vergold. (v. M.&W.) einseitig

Möller, Auction 65, Los 1510, 650 Euro


Silber-Plakette 1938, vergold. (v. M.&W.) einseitig, a. d. Zeppelinausstellung in Konstanz anläßl. des
100. Geburtstages von Ferdinand Graf v. Zeppelin unter der Schirmherrschaft von Gräfin v. Branden-
stein-Zeppelin, Rs: Punzen: 835 SILBER MAY, st

Abbildung 244: KONSTANZ. Silberne Brosche o. J.

Sonntag, Auction 30, Los 1223, 45 Euro


KONSTANZ. Silberne Brosche "Städtisches Säuglingsheim Konstanz" mit der Darstellung eines Säug-
lingsbrustbildes nach rechts sowie der Signatur von B. H. Mayer / Eichenlaubzweig sowie die Gravur
"13./14.X.27./Liselotte". 34 mm. Mit Feingehaltspunze "990" auf dem Avers, selten, an rückseitiger
Tragenadel, vorzüglich

Abbildung 245: KONSTANZ, STADT, Silbergußmed. o. J. (unsign.)

Emporium, Auction 70, Los 1490, 95 Euro


KONSTANZ, STADT, Silbergußmed. o. J. (unsign.) a. Johannes Hus. Brb. r., Rs. Hus auf dem Scheiter-
haufen. 41 mm; 22,34 g. Wohlf. 55019, ss

166
Abbildung 246: Silbermedaille o. J.

Teutoburger, Auction 117, Los 3114, 85 Euro


Silbermedaille o. J., unsigniert. Tragb. Teilnehmer-Abz. auf das Preisschießen der Schützengesell-
schaft. 35,2 mm, 17,31 g, vorzüglich, winz. Randfehler

167
Konstanz, Bistum
https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Konstanz

Das Bistum Konstanz mit Sitz in Konstanz am Bodensee bestand von etwa 585 bis zu seiner
Auflösung 1821. Die zu Deutschland gehörenden Gebiete gingen in den neu gegründeten Bis-
tümern Freiburg und Rottenburg auf, die zur Schweiz gehörenden Gebiete wurden den Bistü-
mern Chur und Basel zur Verwaltung unterstellt. Das Bistum war Teil der sogenannten Pfaf-
fengasse und Kerngebiet des Herzogtums Schwaben.

Diözesangebiet
Abbildung 247: Karte der Archidiakonate und Dekanate des Bistums Konstanz vor der Reformations-
zeit26

26
https://de.wikipedia.org/wiki/Bistum_Konstanz#/media/Datei:Karte_Archidiaconate_und_Deca-
nate_des_Bischtums_Constanz.jpg

168
Am Ende der Salierzeit im 12. Jahrhundert umfasste das Heilige Römische Reich 42 Bistümer
in sechs Kirchenprovinzen. Die Größe der deutschen Bistümer übertraf mit durchschnittlich
13.000 km² bei weitem die restlichen Bistümer. Die größten Bistümer waren im 12. Jahrhun-
dert Prag (52.000 km²), Salzburg (40.000 km²) und Konstanz (36.000 km²).

Zum Höhepunkt des Bistums Konstanz im 15. Jahrhundert (Neuzeit) war es definitiv das größte
deutsche Bistum, nur im Mittelalter wurde es von Passau übertroffen. Mit rund 45.000 km²
war es größer als die heutige Schweiz mit 41.300 km² oder das Land Baden-Württemberg mit
35.750 km². Flächenmäßig waren die Diözesen Passau und Konstanz in etwa gleich groß,
Passau wurde jedoch von Konstanz um das Doppelte übertroffen hinsichtlich Pfarreien, Geist-
lichen und den „zu betreuenden Seelen“. Im Jahr 1249 gab es im Bistum Passau etwa 920
Pfarreien, in Konstanz im Jahre 1439 über 1700 Pfarreien.

Das Konstanzer Diözesangebiet, zugehörig zur Kirchenprovinz Mainz, erstreckte sich im We-
sentlichen vom Gotthardmassiv bis zur oberen Donau, des oberen und zum mittleren Neckar,
vom Rhein bis an die Iller und umfasste den Breisgau und den Bregenzerwald sowie das Gebiet
der östlich der Aare gelegenen Nord-, Zentral- und Ostschweiz. Die Diözese war (ab 1275) in
64 Dekanate und zehn Archidiakonate unterteilt: Schwarzwald, Rauhe Alb, Allgäu, Illergau,
Burgund, Klettgau, Breisgau, Thurgau, Zürichgau, Aargau. Die so genannte „Schweizer Quart“
des Bistums umfasste weite Teile der heutigen Schweiz, wie den größeren Teil des Kantons
Aargau, die Gebiete der Kantone Bern und Solothurn rechts der Aare, die Kantone Uri, Schwyz
und Ob- und Nidwalden sowie fast vollständig die Kantone Luzern, Zug, Glarus, Zürich, Schaff-
hausen, Thurgau, St. Gallen und die beiden Appenzeller Kantone. Vom Kanton Basel gehörte
lediglich der rechtsrheinisch gelegene Teil der Stadt Basel zum Diözesangebiet.

Geschichte
Erste Missionare am Bodensee

Als erste Missionare kamen bereits im 6. Jahrhundert die Mönche Fridolin, Landolin, Trudpert
und Gallus zu den Alamannen an Rhein und Bodensee. Säckingen am Hochrhein und Schuttern
in der Ortenau sind die frühesten Klostergründungen. Dazu zählt das Kloster auf der Boden-
seeinsel Reichenau, das um 724 der Wanderbischof Pirmin gegründet hat. Weitere Klöster,
die nicht zuletzt durch ihre Schulen sehr bald zu Zentren christlichen Lebens wurden, entstan-
den in Gengenbach, Schwarzach, Mosbach und Ettenheimmünster.

Ebenfalls im 7. und 8. Jahrhundert kam das Christentum in die mainfränkischen Gebiete. Dort
waren es insbesondere der Heilige Kilian und der Heilige Bonifatius mit ihren Helfern, die den
Boden für die Kirche bereiteten. Eine große Ausstrahlung gewann in dieser Zeit das Benedik-
tinerinnenkloster in Tauberbischofsheim durch die Heilige Lioba, die es seit etwa 750 als Äb-
tissin leitete.

Alemannenbistum

Um die Alemannen zu missionieren, wurde im 6. Jahrhundert, vermutlich 585 das Bistum Kon-
stanz gegründet, indem der Bischofssitz von Vindonissa (Windisch) nach Konstanz verlegt
wurde. Bis zum Jahr 780/782 gehörte die Diözese zur Kirchenprovinz Besançon, ab diesem
Zeitpunkt zur Kirchenprovinz Mainz.

169
Die Badische Historische Kommission stellte jedoch fest, dass „in den ersten Jahrhunderten
der Christianisierung Alamanniens“ der Episkopat – und damit war das Bistum Konstanz be-
zeichnet – „kaum je hervorgetreten (ist); geschweige denn, dass er eine führende Rolle dabei
gespielt hätte. […] die frühesten Klostergründungen vollziehen sich ohne Zusammenhang mit
dem zuständigen Bischof“. So haben auch „die späteren Biographen des hl. Gallus diese Zu-
stände einer Emanzipation von der bischöflichen Jurisdiktion zu korrigieren für nötig“ befun-
den, und „auch Pirmin führt sein Reformwerk durch in den verschiedenen Diözesen, ohne dass
sich ein Bischof darum gekümmert hätte“. Erst einen „Kirchenfürsten“ – wie Sidonius – „sehen
wir seine Jurisdiktionsgewalt ausüben und zwar [nur] in sehr prinzipiellen Rechtsfragen.“ Erst
im späten 8. Jahrhundert – mit Johannes II. (zuvor Abt von St. Gallen) – „haben die Konstanzer
Bischöfe […] mühelos die zwei mächtigsten Klostergründungen in der Nähe ihres Sitzes in ihre
Abhängigkeit gebracht, Reichenau und St. Gallen.“ Durch die Karolinger erhielten die Klöster
später wieder Immunität, freie Abtswahl und die Lösung vom Zinsrecht verliehen.

Zu den herausragendsten Bischöfen des frühen Mittelalters zählte der „Alemannenbischof“


Konrad von Konstanz (Amtszeit 934–975). Er stand in enger Beziehung zu Kaiser Otto I., der
das Bistum zum Pelagiusfest im August 972 nach seiner Rückkehr aus Italien besuchte.

Im 7. Jahrhundert wird erstmals eine Bischofskirche erwähnt. Mit dem Bau des Münsters Un-
serer Lieben Frau wird 1054 begonnen, nachdem die ottonische Vorgängerkirche eingestürzt
war.

Als im 11. Jahrhundert die Abtei Cluny in Burgund zum Ausgangs- und Mittelpunkt einer radi-
kalen Reform des Klosterlebens wurde, breitete sich die Erneuerungsbewegung der Clunia-
zenser vom Kloster Hirsau aus im südwestdeutschen Raum aus und führte unter anderem zur
Gründung des Klosters St. Peter im Schwarzwald, in dem bis zum Jahr 2006 das Priestersemi-
nar des Erzbistums Freiburg untergebracht war. Heute befindet sich in den ehemaligen Klos-
tergebäuden das Geistliche Zentrum der Erzdiözese Freiburg. Im Gefolge der zweiten, noch
radikaleren Reformbewegung der Zisterzienser im 12. Jahrhundert entstanden unter anderem
die einflussreiche Reichsabtei Salem, das Kloster Tennenbach und das Kloster Lichtenthal.

Konzil von Konstanz

Ins Zentrum des kirchlich-politischen Geschehens rückte Anfang des 15. Jahrhunderts die da-
malige Bischofsstadt Konstanz, als dort von 1414 bis 1418 das Konzil von Konstanz tagte. Es
war von Kaiser Sigismund einberufen worden, um nach der Rückkehr der Päpste aus Avignon
die umstrittene Frage nach dem rechtmäßigen Papst zu klären. Die Wahl fiel auf Kardinal Co-
lonna, der sich als Papst Martin V. nannte. Die kirchlichen Bischöfe waren weltliche Herren
des Fürstbistums Konstanz.

Reformation und Gegenreformation

Die in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts mit Martin Luther anbrechende Reformation
breitete sich sehr schnell im südwestdeutschen Raum aus. Der Markgraf von Baden-Durlach
und der in Heidelberg residierende Kurfürst der Pfalz gehörten zu den bedeutendsten Regen-
ten, die die Reformation in ihren Gebieten einführten. Konstanz wurde 1527 reformiert; der
Bischof floh nach Meersburg.

170
Konstanz blieb jedoch nicht lange reformiert: 1548 zwangen die Habsburger die Stadt zur Re-
katholisierung. Sie wurde ihres Status als freie Reichsstadt enthoben und nach Vorderöster-
reich eingegliedert. Der Bischof kehrte zwar offiziell nach Konstanz zurück, seine Residenz ver-
blieb jedoch bis zum Ende des Bistums in Meersburg. Um 1600 sorgten vor allem die Jesuiten,
die nach Konstanz geholt wurden, für die Wiedererstarkung des katholischen Glaubens.

Säkularisation und Auflösung

Die rationalistische Geistesströmung aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und der vor
allem durch Kaiser Franz II. Joseph geförderte aufgeklärte Absolutismus wirkten über das zu
Vorderösterreich gehörende Freiburg in den südwestdeutschen Raum hinein. Einen sich bis
heute auswirkenden grundlegenden Umbruch brachten die Napoleonischen Kriege und die
Säkularisation von 1803. Die politische Neuordnung im Südwesten Deutschlands hatte eine
Neuordnung der reichskirchlichen Territorien zur Folge. Das Hochstift Konstanz fiel nach § 5
des Reichsdeputationshauptschlusses (RDH) mit dessen Ratifizierung (27. April 1803) an die
Markgrafschaft Baden; bereits durch Patent vom 16. September 1802 hatte der Markgraf von
Baden das Hochstift provisorisch in Besitz genommen.

Der kirchliche Sprengel des Bistums blieb von der staatsrechtlichen Neuordnung zunächst un-
berührt (§ 62 RDH). Allerdings war die Ausübung der kirchlichen Leitungsbefugnisse in Würt-
temberg und Baden durch das Bestreben der Regierungen, eine Art „landesherrliches Kirchen-
regiment“ auch über die katholische Kirche zu errichten (Einrichtung „katholischer Abteilun-
gen“ in den Kultusministerien) nur eingeschränkt möglich; namentlich in Württemberg haben
sich die verbleibenden kirchlichen Befugnisse des Konstanzer Diözesanbischofs auf die mit der
Weihegewalt verbundenen Aufgaben beschränkt.

In Konstanz wirkte im Sinne des aufklärerischen Josephinismus vor allem der Generalvikar Ig-
naz Heinrich von Wessenberg unter Bischof Karl Theodor von Dalberg. Nach Dalbergs Tod
wählte das Domkapitel 1817 von Wessenberg als Nachfolger. Papst Pius VII. erkannte die Wahl
nicht an. Die Bulle Provida solersque vom 16. August 1821 erklärte das Bistum Konstanz für
aufgelöst. Es sollte in den neu gegründeten Bistümern Erzbistum Freiburg und Rottenburg
(heute Rottenburg-Stuttgart) aufgehen. Die schweizerischen Teile des Bistums Konstanz wur-
den zuerst provisorisch vom Abt von Beromünster Franz Bernhard Göldlin von Tiefenau ver-
waltet und den Bistümern Basel und Bistum Chur unterstellt. Wessenberg übte sein Amt unter
dem Schutz der badischen Landesherren noch bis 1827 aus, da die Nachfolgebistümer Frei-
burg und Rottenburg erst 1828 nach langem politischem Ringen zwischen Baden und dem
Vatikan besetzt werden konnten.

Wie überstürzt das größte Bistum der römisch-katholischen Kirche jenseits der Alpen aufge-
löst worden ist, um Wessenberg loszuwerden, zeigt die Tatsache, dass die schweizerischen
Kantone Glarus, Ob- und Nidwalden, Uri und Zürich bis auf den heutigen Tag als Gebiete des
ehemaligen Bistums Konstanz vom Bischof von Chur provisorisch administrativ verwaltet wer-
den. Der Kanton Thurgau kam zum Bistum Basel, der Kanton St. Gallen bildet seit 1823/47 das
Bistum St. Gallen, dem die beiden Kantone Appenzell Innerrhoden und Appenzell Ausserrho-
den als Apostolische Administratur unterstellt sind.

171
Das Bistum war am Ende seines Bestehens sehr aufgeklärt und liberal; 50 Jahre nach seiner
Auflösung bildete sich noch Widerstand gegen das Erste Vatikanum. Im Bistum Konstanz be-
findet sich heute noch das Kernland der alt-katholischen und christkatholischen Kirche in
Deutschland und der Schweiz. Viele Kirchenlieder und Traditionen in den heutigen römisch-
katholischen Bistümern Freiburg, Rottenburg-Stuttgart, Chur und St. Gallen stammen aus der
Blütezeit unter Bischof Dalberg und Bistumsverweser Wessenberg.

Siehe auch

• Gerichtsherrenstand im Thurgau
• Heinrich Murer: Chronik des Bistums Konstanz, Kantonsbibliothek Thurgau Y 106 Di-
gitalisat.
• Liste der Bischöfe von Konstanz
• Liste der Konstanzer Domprediger
• Liste der Konstanzer Domherren
• Konstanzer Münster, ehemalige Kathedralkirche
• Domstift Konstanz
• Liste der ehemaligen katholischen Diözesen
• Einführung des Ewigen Pfennigs – Hohlpfennig des Bistums Konstanz

Literatur

• Dieter Göpfert: Das Bistum Konstanz – um 600 bis 1821 – Geschichte und Bedeutung.
Druckerei Ernst Knoblauch, Markdorf 2005.
• Elmar L. Kuhn, Eva Moser, Rudolf Reinhardt, Petra Sachs: Die Bischöfe von Konstanz. 2
Bände. Gessler, Friedrichshafen 1988, ISBN 3-922137-48-2.
• Helmut Maurer: Die Bischöfe vom Ende des 6. Jahrhunderts bis 1206 (= Germania Sa-
cra. Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Band 5). De Gruyter, Berlin 2003, ISBN 3-
11-017664-5 (Digitalisat – Im Buch fälschlich als Band 2 bezeichnet.).
• Elisabeth Reiners-Ernst: Die Gründung des Bistums Konstanz in neuer Sicht. In: Schrif-
ten des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung. 71. Jg. 1952, S.
17–36 (Digitalisat)

172
Bischöfe von Vindonissa/Konstanz
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bischöfe_von_Konstanz

Wappentafel
Nr. Bischof von bis Beschreibung
(Stiehle, 19. Jh.)
erster Bischof von Vindonissa
1 Bubulcus 515 534 (Bistum Windisch-Konstanz)
(517–534)
zweiter Bischof von Vindonissa
2 Cromatius 534 552 (Bistum Windisch-Konstanz)
(534–562)
dritter Bischof von Vindonissa
3 Ursinus I. 550er 580er (Bistum Windisch-Konstanz)
(534–562)
erster Bischof von Konstanz mit
4 Maximus Ende 6. Jh. Gründung des Bistums Konstanz
um 585/590
5 Ruodelo um 583 um 589
6 Ursinus II. um 589 um 600
7 Gaudentius um 612/13
8 Johann I. zw. 615 u. 629/639?
9 Martianus zw. 629 u. 639
10 Othardus Mitte 7. Jh.
11 Pictavus Mitte 7. Jh.
12 Severius Mitte 7. Jh.
13 Astropius Mitte 7. Jh.
14 Johann II. (?) Mitte 7. Jh.
15 Boso 2. Hälfte 7. Jh.
16 Gandolphus 2. Hälfte 7. Jh.
17 Fidelis 2. Hälfte 7. Jh.
18 Theobaldus (?) 2. Hälfte 7. Jh.
19 Audoin bis 736
Arnefried-Ernfried;
20 Arnefried 736 746 Abt des Klosters Reichenau (726–
746)
Abt des Klosters Reichenau (746–
21 Sidonius 746 760
760)
Abt der Abtei St. Gallen (759–
Johannes II. von 782);
22 760 782
Konstanz Abt des Klosters Reichenau (760–
782)
23 Egino 782 811
24 Wolfleoz 811 838 (839) Abt der Abtei St. Gallen (812–816)
25 Salomo I. 838 (839) 871
26 Patecho 871 ?

173
27 Gebhard I. ? 875

28 Salomo II. 875 (876?) 889

Salomo III. von


29 890 919 Anlage der Krypta (?)
Ramschwag

Noting von Kon-


30 919/920 934
stanz

Bau der Mauritiusrotunde; Kir-


Konrad I. von Alt-
31 934 975 chengründungen; Heiligspre-
dorf
chung 1123

32 Gaminolf 975 979

Gebhard II. von Gründung des Klosters Petershau-


33 979 995
Bregenz sen; Heiligsprechung 1134

Münster erhält ein ottonisches


34 Lambert (995) 1018
Querhaus

35 Rudhart 1018 1022

174
36 Heimo 1022 1026

Warmann (War-
37 mund) von Dillin- 1026 1034
gen

38 Eberhard I. 1034 1046

Wappen "Rohrdorf"
(unhistorisch)

39 Theoderich 1047 1051

Rumold von Kon-


40 1051 1069 Neubau des Münsterlanghauses
stanz

40 Karl von Konstanz 1069 1071 Rücktritt

Otto I. von Lier- 1080 im Investiturstreit vom


41 1071 1086
heim Papst abgesetzt

43 Bertolf 1080 1084 päpstlich

Gebhard III. von


44 1084 1110 päpstlich
Zähringen

175
Arnold von Heili-
45 1092 1112 kaiserlich
genberg

Ulrich I. von
46 1111 1127
Kyburg-Dillingen

Ulrich II. von Kon-


47 1127 1138 Rücktritt
stanz

Hermann I. von
48 1138 1165
Arbon

Otto II. (von Habs-


49 1165 1174 Rücktritt
burg?)

Berthold von Buß-


50 1174 1183
nang

Hermann von Frie-


51 1183 1189
dingen

Diethelm von
52 1189 1206
Krenkingen

Werner von Stau-


53 1206 1209
fen

176
Konrad II. von Te-
54 1209 1233
gerfelden

Heinrich von
55 1233 1248
Tanne

Eberhard II. von


56 1248 1274
Waldburg

Rudolf I. von
57 Habsburg-Laufen- 1274 1293
burg

Friedrich I. von
58 1293 1293 Rücktritt
Zollern

Heinrich II. von Doppelwahl Rudolf von Hewen


59 1293 1306
Klingenberg und Ludwig von Strassberg

Doppelwahl: Konrad von Klingen-


60 Gerhard von Bevar 1307 1318 berg (Rücktritt) und Heinrich von
Werdenberg (gibt auf)

Doppelwahl: Albert von Hohen-


Rudolf II. von
61 1322 1334 berg (1335 verzicht) und Nikolaus
Montfort
von Frauenfeld

Nikolaus von Frau-


62 1334 1344
enfeld

177
63 Ulrich Pfefferhard 1345 1351

ermordet; anschl. Doppelwahl:


Albert von Hohenberg u. Ulrich
64 Johann Windlock 1352 1356 von Friedingen - beide Kandida-
ten nicht bestätigt. Lupold von
Bebenburg lehnt das Amt ab.

Heinrich III. von


65 1357 1383
Brandis

Mangold von
66 1384 1385 Bischof des Papstes zu Avignon
Brandis

Nikolaus von Rie- Bischof des Papstes zu Rom,


67 1384 1387
senburg Rücktritt

Heinrich von
68 1387 1388 Bischof des Papstes zu Avignon
Bayler

Burkard I. von He- bis 1388 Verweser; Bischof des


69 1387 1398
wen Papstes zu Rom

Friedrich II. von Bischof des Papstes zu Rom;


70 1398
Nellenburg Rücktritt

Marquard von
71 1398 1406 vorher Bischof von Minden
Randegg

178
72 Albrecht Blarer 1407 1410 Rücktritt

Otto III. von Hach- Konzil von Konstanz (1414–1418);


73 1410 1434
berg Rücktritt

Friedrich III. von


74 1434 1436 Gegenbischof
Zollern

Heinrich IV. von


75 1436 1462 Administrator des Bistums Chur
Hewen

Burkhard II. von


76 1462 1466
Randegg

Hermann III. von


77 1466 1474
Breitenlandenberg

Ludwig von Frei- Konstanzer Bistumsstreit; Kandi-


78 1474 1481
berg dat des Papstes

Konstanzer Bistumsstreit; Kandi-


Otto IV. von Son-
79 1474 1491 dat des Domkapitels und des Kai-
nenberg
sers

auch Thomas von Cilli; ksl. Proto-


notar und Rat, Dompropst zu
80 Thomas Berlower 1491 1496
Konstanz und Wien, Beisitzer des
Kammergerichts

179
Wegen der Reformation 1526
1496 1529 Auszug aus Konstanz und Verle-
Hugo von Hohen- gung der Residenz nach Meers-
81
landenberg burg, Rücktritt 1529,
1531 1532 wegen Tod des Nachfolgers noch-
mal 1531 bis 1532

82 Balthasar Merklin 1530 1531

Johannes von Lup-


83 1532 1537
fen

Abttitel des Klosters Reichenau


84 Johann von Weeze 1537 1548
geht an die Bischöfe von Konstanz

85 Christoph Metzler 1549 1561

Markus Sittikus
86 1561 1589 Rücktritt
von Hohenems

Andreas von Ös-


87 1589 1600 Ansiedelung von Jesuiten
terreich

Johann Georg von


88 1601 1604 gilt als Reformbischof
Hallwyl

89 Jakob Fugger 1604 1626

180
Sixt Werner Vogt
90 von Altensumerau 1626 1627
und Prasberg

Johann von Wald-


91 1627 1644
burg

Franz Johann Vogt


92 von Altensumerau 1645 1689
und Prasberg

Marquard Rudolf
93 1689 1704
von Rodt

Rücktritt; Baubeginn des Meers-


Johann Franz II.
94 1704 1740 burger Neuen Schlosses, auch
von Stauffenberg
Fürstbischof von Augsburg

Damian Hugo Phi- auch Fürstbischof von Speyer,


95 lipp von Schön- 1740 1743 Fortführung des Baues des
born-Buchheim Meersburger Neuen Schlosses

Kasimir Anton von Fortführung des Baues des


96 1743 1750
Sickingen Meersburger Neuen Schlosses

Franz Konrad von Kardinal; Vollender des Meers-


97 1750 1775
Rodt burger Neuen Schlosses

Maximilian Chris-
98 1775 1799
toph von Rodt

181
weitere Bischofsthrone in Worms,
Karl Theodor von Regensburg und Mainz, Fürst von
99 1799 1817
Dalberg Aschaffenburg, Großherzog von
Frankfurt

1817 zum Kapitularvikar und Bis-


tumsverweser gewählt; die Wahl
(Ignaz Heinrich
wurde von Papst Pius VII. aller-
von Wessenberg)
dings nie anerkannt und das Bis-
tum wurde 1821 aufgelöst.

182
Hochstift Konstanz
https://de.wikipedia.org/wiki/Hochstift_Konstanz

Das Hochstift Konstanz (auch als Fürstbistum Konstanz bezeichnet) war der weltliche Herr-
schaftsbereich der Fürstbischöfe von Konstanz. Im Gegensatz zum Bistum Konstanz war das
Hochstift zersplittert und wesentlich kleiner; die Besitzungen waren beidseits des Bodensees
und Hochrheins verteilt.
Geschichte
Abbildung 248: Das Neue Schloss in Meersburg, Residenz der Fürstbischöfe von Konstanz

Eine Urkunde Kaiser Friedrichs I. von 1155 gilt als erste Bestätigung der Besitztümer des Hoch-
stifts. Bischof Eberhard von Waldburg konnte den Besitz beidseits von Bodensee und Hochr-
hein noch einmal entscheidend vermehren.

In einer Urkunde von 1294 ist der Verkauf der Burg Rötteln mit den zugehörigen Orten Tengen
(dem heutigen Hohentengen) und Kaiserstuhl durch die „Freiherrn von Regensberg an das
Hochstift Konstanz“ dokumentiert.

Durch die Lage des Hochstifts zwischen der expandierenden Eidgenossenschaft, dem Reich
und dem Haus Habsburg war der politische Spielraum ab Mitte des 15. Jahrhunderts dann
aber stark eingeschränkt.

Mit der Reformation waren zwar keine territorialen Verluste verbunden, die mit den Pfarreien
und Klöstern verbundenen Einkünfte der reformierten Gebiete gingen jedoch verloren. Au-
ßerdem musste der Bischofssitz aus der Stadt Konstanz verlegt werden. Residenzstadt wurde
Meersburg am Nordufer des Bodensees.

Im Zuge der von Napoleon eingeleiteten Säkularisation fiel das Fürstbistum Konstanz gemäß
§ 5 des Reichsdeputationshauptschluss von 1803 als Ganzes an die Markgrafschaft Baden; be-
reits durch Patent vom 16. September 1802 hatte der Markgraf von Baden das Hochstift pro-
visorisch in Besitz genommen. Letzter Fürstbischof war Karl Theodor von Dalberg.

Reichsrechtliche Stellung

Das Hochstift Konstanz hatte Sitz und Stimme im Reichsfürstenrat. Es hatte dort eine Viril-
stimme und nahm einen Sitz auf der geistlichen Fürstenbank ein. Als katholischer Reichsstand
gehörte das Hochstift auch dem Corpus Catholicorum an.

183
Im Kreistag des Schwäbischen Reichskreises hatte das Hochstift ebenfalls eine Virilstimme und
den Vorsitz auf der geistlichen Fürstenbank. Gemeinschaftlich mit dem Herzog von Württem-
berg nahm der Fürstbischof von Konstanz das Kreisausschreibamt wahr, das wichtigste Amt
im Reichskreis. Das Hochstift gehörte zudem dem Ausschuss der Kreisversammlung (Ordinari-
Deputation) an.

Wirtschaftliche Grundlage

Die dem Bischof zugehörigen Bauern von der „Bischofshöri“, einem Gebiet im Dreieck Kon-
stanz – Münsterlingen – Ottenberg TG, dem Hausberg von Weinfelden – Gottlieben, hatten
dem Bischof und seinen Klerikern Naturalien und Zinsabgaben zu leisten.

Territorium
Im Heiligen Römischen Reich

Im Schwäbischen Reichskreis des Heiligen Römischen Reich lagen die folgenden Gebiete der
weltlichen Herrschaft des Hochstifts:

• in der Grafschaft Heiligenberg (Linzgau)


o Obervogteiamt Meersburg
o Obervogteiamt Markdorf
o Obervogteiamt Ittendorf-Ahausen
• in der Landgrafschaft Nellenburg (Hegau)
o Homburg mit Stahringen
o Herrschaft Rosenegg (Obervogteiamt Bohlingen)
o Obervogteiamt Bohlingen-Gaienhofen (Höri)
o Obervogteiamt Öhningen (Höri)
o Obervogteiamt Reichenau

Bedeutende verlorene Besitzungen waren die Herrschaft Küssaburg und die Stadt Tiengen.

In der Alten Eidgenossenschaft

Der größte Teil der weltlichen Herrschaft des Hochstifts Konstanz lag auf dem Gebiet der Alten
Eidgenossenschaft, wobei hier das Hochstift nirgendwo die vollständige Landeshoheit ausü-
ben konnte. In den Obervogteien Arbon und Bischofszell erlangte es immerhin die Landesho-
heit exklusive der Militärhoheit. 1798 - in der Helvetischen Republik erloschen hier alle Ho-
heitsrechte des Hochstifts.

In der Landgrafschaft Thurgau

• hochstiftisch-konstanzische Herrschaften, Gerichte und Lehen in der Landgrafschaft


Thurgau
o altstiftisch-konstanzische Herrschaften
▪ Obervogtei Arbon
▪ Obervogtei Bischofszell
▪ Obervogtei Güttingen
▪ Obervogtei Gottlieben mit dem Schloss Gottlieben

184
o hochstiftische Lehen
▪ Hauptwil
▪ Herrschaft Zihlschlacht
▪ Öttlishausen
▪ Schloss und Herrschaft Oberaach
o Lehen des Domstifts Konstanz
▪ Langrickenbach
▪ Herrschaft Liebburg
▪ Andwil
▪ Wigoltingen
o Lehen der Dompropstei Konstanz
▪ Herrschaft Pfyn
o reichenauische oder neustiftische Gerichte
▪ unter dem Obervogt der Reichenau
▪ Triboltingen
▪ Ermatingen
▪ Mannenbach
▪ Fruthwilen
▪ Berlingen
▪ Steckborn
▪ unter dem fürstlich-konstanzischen Amtmann in Frauenfeld
▪ Müllheim
▪ Eschikofen
▪ Langenerchingen
▪ Mettendorf und Lustdorf

Bezüglich der altstiftisch-konstanzische Herrschaften war die Landesherrschaft zwischen


dem Hochstift und der Alten Eidgenossenschaft umstritten.

Domkapitel und Dompropstei Konstanz gehörten zum Gerichtsherrenstand im Thurgau.

In der Grafschaft Baden

In der Grafschaft Baden (später zum Kanton Aargau) lagen folgende Vogteien des Hochstifts:

• Obervogteiamt Kaiserstuhl
• Obervogteiamt Klingnau
• Obervogteiamt Zurzach

Literatur

• Hansmartin Schwarzmaier: Hochstift Konstanz. In: Meinrad Schaab, Hansmartin


Schwarzmaier (Hrsg.) u. a.: Handbuch der baden-württembergischen Geschichte. Band
2: Die Territorien im alten Reich. Hrsg. im Auftrag der Kommission für geschichtliche
Landeskunde in Baden-Württemberg. Klett-Cotta, Stuttgart 1995, ISBN 3-608-91466-
8, S. 466–480.
• Franz Xaver Bischof: Das Ende des Bistums Konstanz. Hochstift und Bistum Konstanz im
Spannungsfeld von Säkularisation und Suppression (1802/03-1821/27). Stuttgart / Ber-
lin / Köln 1989, ISBN 3-17-010575-2.

185
• M. Fleischhauer: Das geistliche Fürstentum Konstanz beim Übergang an Baden. Hei-
delberg 1934.
• Ludger Beckmann: Konstanzer Bischöfe vom 13. zum 14. Jahrhundert. Freiburg im
Breisgau 1995.
• Konstantin Maier: Das Domkapitel von Konstanz und seine Wahlkapitulationen. Ein
Beitrag zur Geschichte von Hochstift und Diözese in der Neuzeit. Stuttgart 1990, ISBN
3-515-04362-4.
• Rudolf Reinhardt: Die Beziehungen von Hochstift und Diözese Konstanz zu Habsburg-
Österreich in der Neuzeit. Wiesbaden 1966.
• Andreas Bihrer: Handbuch Höfe und Residenzen im spätmittelalterlichen Reich, Band
15.I, S. 368–370 pdf
• Eberhard Achtermann: Der Besitzstand des Hochstifts Konstanz zu Anfang des 18. Jahr-
hunderts, S. 93–106 (Scan fehlt) Schriften des Vereins … 103. Jg. 1985
• Franz Ludwig Baumann: Die Territorien des Seekreises 1800. Karlsruhe : Braun, 1894
(Badische Neujahrsblätter 4) im Internet Archive
• Hugo Hungerbühler: Staat und Kirche im Thurgau während Helvetik und Mediation
1798-1814, I. Teil Digitalisat
• Konrad Beyerle: Grundherrschaft und Hoheitsrechte des Bischofs von Konstanz in Ar-
bon. Zugleich ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Stadtverfassung, in: Schriften
des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 32. Jg. 1903, S. 31–
116 bodenseebibliotheken.eu; 34. Jg. 1905, S. 25–146 bodenseebibliotheken.eu
• Helene Hasenfratz: Die Landgrafschaft Thurgau vor der Revolution von 1798, Frauen-
feld 1908 (Inaugural-Dissertation der Universität Zürich) im Internet Archive
• Anneliese Müller: Hochstift Konstanz. In: Historischer Atlas von Baden-Württemberg.
Erläuterungen Beiwort zu Karte 6,8 Entwicklung ausgewählter geistlicher Territorien in
Südwestdeutschland von Meinrad Schaab, H.-M. Maurer, Anneliese Müller, Hans Pfei-
fer, S. 12–16 Landeskundliches Informationssystem Baden-Württemberg (LeoBW)

186
Bischofsmünzen
Hugo von Hohenlandenberg, 1. Periode, 1496-1529
Balthasar Merlin (Merkler), 1529-1531
Hugo, 2. Periode, 1531-1532
Johann II., Graf von Lupfen, 1532-1537
Johann III. von Welza (Weza), 1537-1548
Christoph Metzler von Andelberg, 1548-1561
Marcus Sittich, Graf von Hohenems, 1561-1589
Andreas, Großherzog von Österreich, 1589-1600
Johann Georg von Hallwyl, 1601-1604
Jacob, Graf von Fugger-Weissenhorn, 1604-1626
Sixtus Werner von Prassberg, 1626-1627
Markwart Rudolf von Rodt, 1689-1704
Johann Franz II. Schenk von Staufenberg, 1704-40
Damien Hugo von Schoenborn, 1740-43
Casimir Heinrich Anton von Sickingen, 1743-50
Franz Conrad von Rodt, 1750-1775
Maximilian Christoph von Rodt, 1775-1800

Münzzeichen
SG = Günzburg

Nau, Elisabeth, Die Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte, Freiburg 1964

Officials
FH 1760-94 Friedrich Heuglin, warden in Stuttgart
Anonyme ottonische Prägungen um 1000
Warmann oder Warmund von Dillingen-Kyrburg 1026-1034
Abbildung 249: WARMANN, 1026-1034. Mit Kaiser KONRAD II., 1024/27-1039. Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 28, Los 311, 700 Euro


SCHWABEN, KONSTANZ, BISTUM
WARMANN, 1026-1034. Mit Kaiser KONRAD II., 1024/27-1039. Pfennig. Kopf l. Rv. Kreuz mit S-förmi-
gen Zeichen in den Winkeln. 0,66 g. Klein, Fd. 1050, 30 (dieses Ex.). Dbg. 1684. Cahn 16. Teilweise
Prägeschwäche. Sehr schön. Ex Fund von 1050.

187
Eberhard I. 1034-1046
Abbildung 250: Konstanz, Bistum, Eberhard I. 1034-1046, Denar

Sonntag, Auction 18, Los 1049, 90 Euro


Konstanz, Bistum, Eberhard I. 1034-1046, Denar. Tonsurierter Kopf nach links / Kastenförmiges, von
einem Kreuz überragtes Kirchengebäude. Leichte Umschriftreste. Cahn 23, Dannenb. 1017, Dannenb.
(Schweiz) 12, 0,50 g, sehr selten, minimaler Schrötlingsriß, schön-sehr schön

Rumhold 1051-1069
Rumhold von Konstanz (1051 erstmals erwähnt; † 4. November 1069) war von 1051 bis 1069
Bischof von Konstanz.
ULRICH I. oder II., 1111-1127-1138
Abbildung 251: SCHWABEN, KONSTANZ, BISTUM, ULRICH I. oder II., 1111-1127-1138. Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 28, Los 313, 600 Euro


SCHWABEN, KONSTANZ, BISTUM, ULRICH I. oder II., 1111-1127-1138. Pfennig. Kopf von vorn. Rv.
Hand auf Kreuz. 0,61 g. Klein 111. Trachsel Tf. IV, 44 u. 47. Sehr schön

Abbildung 252: SCHWABEN, KONSTANZ, BISTUM, ULRICH I. oder II., 1111-1127-1138. Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 28, Los 315, 240 Euro


SCHWABEN, KONSTANZ, BISTUM, ULRICH I. oder II., 1111-1127-1138. Pfennig. Kopf von vorn. Rv. Ge-
bäude. 0,49 g. Klein 118. Trachsel 32-33. Vorderseite nicht ausgeprägt. Sehr schön

188
HERMANN I. VON ARBON, 1139-1166
Abbildung 253: KONSTANZ, Bistum, 1 Pfennig um 1150/1160

NDW ID: 60120


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 1, Klein 26
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Vierzipfeliger Pfennig
In wulstartigem Relief innerhalb eines Kreises grob gezeichneter Kopf mit nimbenartiger Kopfbede-
ckung zwischen drei Kugeln und Krummstab, Gewicht: 0,44 g

Abbildung 254: KONSTANZ, Bistum, Halbbrakteat o. J.

NDW ID: 30476


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Cahn 35, Berger 2478, Slg. Bonhoff 1804
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Stehender Bischof mit Krummstab zwischen zwei Türmen
Gewicht: 0,47 g, D: 20 mm

s 70
ss 140
vz 280

ss 110 2015 WAG/49#854


ss-vz 135 2016 Müller/177

189
Abbildung 255: Konstanz-Bistum, Hermann I. von Arbon, 1139-1166, Brakteat o. J. (ca. 1165)

Teutoburger, Auction 124, Los 3122, 45 Euro


Konstanz-Bistum, Hermann I. von Arbon, 1139-1166, Brakteat o. J. (ca. 1165). Bischof mit Mithra und
Krummstab steht v. v. zwischen zwei Türmen, sehr schön

Abbildung 256: Konstanz-Bistum, Hermann I. von Arbon 1139-1166. Brakteat o. J. (ca. 1165)

Teutoburger, Auction 86, Los 4133, 80 Euro


Konstanz-Bistum, Hermann I. von Arbon 1139-1166. Brakteat o. J. (ca. 1165). Bischof mit Mithra und
Krummstab steht v.v. zwischen zwei Türmen. Slg. Bonh. 1804, Slg. Wüthr. 224, Cahn 35. Sehr schön,
Randriss, etw. dez.

BERTHOLD II., 1174-1183 bis WERNER VON STAUFEN, 1206-1209


Abbildung 257: BERTHOLD II., 1174-1183 bis WERNER VON STAUFEN, 1206-1209. Brakteat

Münzen & Medaillen, Auction 19, Los 1133, 160 Euro


MÜNZEN DES MITTELALTERS SAMMLUNG K. W. GÜSTROW
d=22 mm
BERTHOLD II., 1174-1183 bis WERNER VON STAUFEN, 1206-1209. Brakteat. Mitrierte Büste des Bi-
schofs von vorn mit Krummstab und Buch unter einem Dreibogen, darüber sieben unregelmäßige Ku-
geln. Wulst- und Perlreif. 0,51 g. CC 7.1. Cahn 36. Vorzüglich

190
DIETHELM VON KRENKINGEN, 1190-1206
Abbildung 258: Konstanz (Bistum). Diethelm von Krenkingen. 1190-1206

CNG, Electronic Auction 380, Los 583, 65 USD


Konstanz (Bistum). Diethelm von Krenkingen. 1190-1206. AR Bracteate (22 mm, 0.45 g). Half-length
bust facing, wearing miter, holding crozier and gospels; decorated triple-arched canopy above; all
within beaded border / Incuse of obverse. Bonhoff 1806; Löbbecke –. VF, toned. From the estate of
Thomas Bentley Cederlind.

Abbildung 259: DIETHELM VON KRENKINGEN, 1190-1206. Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1669, 120 Euro


KONSTANZ, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE. DIETHELM VON KRENKINGEN, 1190-1206. Pfennig. Brust-
bild des Bischofs mit Krummstab und Buch unter Dreibogen. 0,47 g. CC 7.1, Cahn 36, Fd. Elchenreute
1d, Berger 2479. Gut ausgeprägtes, vorzüglich erhaltenes Exemplar. Vorzüglich

Diethelm von Krenkingen und Werner von Staufen 1190-1206-1209


Abbildung 260: KONSTANZ, Bistum, Brakteat

NDW ID: 40090


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Bonh. 1806, Cahn 36, Berger 2479
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Brustbild des Bischofs v. v. mit Krummstab und Evangeliar unter Dreibogen, oben Perlen
Gewicht: 0,46 g

s 40
ss 80

191
vz 160

ss+ 80 2016 Künker/272

Abbildung 261: Konstanz, Bistum, Diethelm von Krenkingen und Werner von Staufen 1190-1206-1209

Sonntag, Auction 20, Los 1152, 55 Euro


Konstanz, Bistum, Diethelm von Krenkingen und Werner von Staufen 1190-1206-1209. Brakteat
1180/90 bis 1200/1210. Mitriertes Brustbild unter Dreibogen, in den emporgehaltenen Händen
Krummstab und Buch. Kleine Mitra mit kugeligen Enden, über der Kasel Stola, über dem Bogen sechs
Perlen und ein Keil. Innerhalb des Wulstrings noch eine zarte punktierte Linie. Klein/Ulmer (CC) 7.1,
Cahn 36, Klein (KP) -, Slg. Ulmer 3. 0,57 g, feine Patina, sehr schön-vorzüglich

Abbildung 262: Konstanz, Bistum, Diethelm von Krenkingen und Werner von Staufen 1190-1206-1209,
Brakteat

Sonntag, Auction 18, Los 1050, 100 Euro


Konstanz, Bistum, Diethelm von Krenkingen und Werner von Staufen 1190-1206-1209, Brakteat
1180/90 bis 1200/1210. Mitriertes Brustbild unter Dreibogen, in den emporgehaltenen Händen
Krummstab und Buch. Kleine Mitra mit kugeligen Enden, die Kasel ist nur angedeutet, über dem Bogen
sechs Perlen, die am Ende zu Keilen verbunden sind. Klein/Ulmer (CC) 7.2, Cahn -, Slg. Ulmer 4. 0,47 g,
sehr schön-vorzüglich

Konrad II. von Tegernfeld, 1209-1233


Abbildung 263: KONSTANZ, Bistum, Brakteat um 1220-1230

NDW ID: 41639

192
Fotoquelle: Münzen & Medaillen
Zitierstellen: Cahn 46, Klein 10, Berger 2480
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Sitzender Bischof von vorn, die Rechte hält einen Krummstab, die Linke ein Buch vor
der Brust, r. im Feld ein freistehender Krummstab,
Gewicht: 0,46 g

s 60
ss 120
vz 240

ss-vz 140 2016 Sonntag/23

Abbildung 264: Konstanz-Bistum, Konrad II. von Tegernfeld, 1209-1233, Brakteat o. J.

Teutoburger, Auction 124, Los 3125, 90 Euro


Konstanz-Bistum, Konrad II. von Tegernfeld, 1209-1233, Brakteat o. J., Bischofsbüste v. v. mit zwei
Krummstäben, sehr schön

Abbildung 265: KONRAD II. VON TEGERFELDEN, 1209-1233. Pfennig um 1210-1230

Münzen & Medaillen, Auction 18, Los 2003, 280 Euro


BODENSEE-BRAKTEATEN, SLG. ACHIM LANGGUTH, KONSTANZ, Bischöfliche Münzstätte
KONRAD II. VON TEGERFELDEN, 1209-1233. Pfennig um 1210-1230. Hüftbild des Bischofs von vorn mit
verzierter Kasel, die Rechte zum Segen erhoben, in der Linken ein Palmzweig. Wulst- und Perlreif. 0,46
g, 26 mm. CC 12.1. Cahn 44. Klein 9. Winziges Loch im Wulstreif. Vorzüglich

193
Heinrich I. von Waldburg-Thann, 1233-1248
Abbildung 266: Konstanz, Bistum, Heinrich I. von Waldburg-Thann, 1233-1248, Brakteat 1240/1248

Busso Peus, Auction 418, Los 2564, 500 Euro


Konstanz, Bistum, Heinrich I. von Waldburg-Thann, 1233-1248, Brakteat 1240/1248. Bischofsbüste
mit segnender Rechten und Krummstab. Berger, KM 1199, Klein/Ulmer 20, Slg. Bonhoff - 0.42 g. Sehr
selten. Vorzüglich

Abbildung 267: KONSTANZ, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE. HEINRICH I. VON TANNE, 1233-1248. Pfen-
nig

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1670, 180 Euro


KONSTANZ, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE. HEINRICH I. VON TANNE, 1233-1248. Pfennig. Thronender
Bischof von vorn mit Krummstab und Buch auf einem mit Löwenköpfen verzierten Faltstuhl, HAINRIC'
- .EP-C, 0,46 g. CC 15, Cahn 53, Klein 11, Slg. Wüthrich 233. Vorzüglich

EBERHARD II. VON WALDBURG-Thann, 1248-1274


Abbildung 268: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 41640


Fotoquelle: Münzen & Medaillen
Zitierstellen: Cahn 57, Klein 18, Berger 2489
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Bischofsbüste von vorn mit Krummstab und Lilienzepter
0,5 g

s 20
ss 40

194
vz 80

Abbildung 269: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 41641


Fotoquelle: MM
Zitierstellen: Cahn 61, Klein 19
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Bischofsbüste von vorn mit Palmzweig und Krummstab
0,4 g

s 20
ss 40
vz 80

Abbildung 270: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 42092


Fotoquelle: Busso Peus
Zitierstellen: Berger 2491, Klein/Ulmer 45
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Büste zwischen Krummstab und Lilie
0.44 g

s 18
ss 35
vz 75

195
Abbildung 271: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 42758


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Cahn 59, Klein 17, Slg. Ulmer 16
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Auf einer Leiste zwischen zwei Kronen die Aufschrift CHRONA

s 200
ss 400
vz 800

ss kleine Randfehler 350 2013 Sonntag/17

Abbildung 272: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 51012


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Berger 2497 (dort unter Heinrich III.), Klein/Ulmer (CC) 43
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Mitriertes Brustbild v. v. zwischen Halbmond und Rosette
Gewicht: 0,44 g

s 80
ss 160
vz 320

ss-vz 130 2017 Sonntag/27#868

196
Abbildung 273: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 58573


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Cahn 63, Bonh. 1812
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Bischofs-Brb. mit Krummstab u. Lilienzepter v. vorn
Gewicht: 0,37 g

s 30
ss 60
vz 120

Abbildung 274: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 60121


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Cahn 62, Klein/Ulmer 36, Klein 22
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Bischofskopf mit Mitra von vorn
Gewicht: 0,39 g

ss Startpreis 1350 € 2100 2016 Sonntag/23

Abbildung 275: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 60122


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Cahn 67a, Klein/Ulmer 42, Klein 25
Prägestätte: Konstanz

197
Beschreibung: Zwei gekreuzte Krummstäbe, darüber Rosette, darunter querliegender Halbmond
Gewicht: 0,46 g

s 35
ss 75
vz 150

Abbildung 276: Eberhard II. von Waldburg-Thann, 1248-1274, Brakteat, Konstanz

Busso Peus, Auction 423, Los 2210, 100 Euro


Konstanz, Bistum, Eberhard II. von Waldburg-Thann, 1248-1274, Brakteat, Konstanz. Bischofsbüste
mit Krumm- und Lilienstab von vorn. Berger, KM 2489; Klein/Ulmer 26; Slg. Bonhoff 1811. 0.45 g; vor-
züglich

Abbildung 277: EBERHARD II. VON WALDBURG, 1248-1274. Brakteat

Münzen & Medaillen, Auction 40, Los 745, 4400 Euro


KONSTANZ, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE, EBERHARD II. VON WALDBURG, 1248-1274. Brakteat. Brust-
bild des Bischofs von vorn mit segnender Rechten, den Krummstab in der Linken. 0,42 g. CC 30. Cahn
55. Slg. Wüthrich -. MM AG 77, -. Berger -. Slg. Ulmer - . Sehr selten. Riss vom Rand bis ins Bild. Vorzüg-
lich

Abbildung 278: Eberhard II. von Waldburg-Thann 1248-1274, Brakteat 1250-1270

Sonntag, Auction 21, Los 896, 1350 Euro


Konstanz, Bistum, Eberhard II. von Waldburg-Thann 1248-1274, Brakteat 1250-1270. Thronender,
mitrierter Bischof mit Stola, die Rechte segnend erhoben und mit der Linken einen Krummstab hal-
tend. Klein/Ulmer (CC) 28, Cahn 54, Klein (KP) 12, Slg. Ulmer -. 0,45 g

198
sehr selten, feine Patina, sehr schön-vorzüglich Aus Auktion 9 der Münzen und Medaillen Deutsch-
land GmbH, Stuttgart 2001, Nr. 891.

Abbildung 279: KONSTANZ, BISTUM, Eberhard II. von Waldburg-Thann, 1248-1274, Brakteat

Emporium, Auction 68, Los 1549, 100 Euro


KONSTANZ, BISTUM, Eberhard II. von Waldburg-Thann, 1248-1274, Brakteat. Zwei gekreuzte Krumm-
stäbe, darüber Rosette, darunter Halbmond. 0,39 g. Berger 2496. Ss

Abbildung 280: Eberhard II von Waldburg. 1248-1274. AR Bracteate

CNG, Electronic Auction 382, Los 568, 240 USD


GERMANY, Konstanz (Bistum). Eberhard II von Waldburg. 1248-1274. AR Bracteate (20mm, 0.38 g,
12h). Facing half-length bust, wearing episcopal attire, holding banner on cross-tipped staff in each
hand / Incuse of obverse. Berger 2488; De Wit Collection (Part II, Künker 130), lot 2441. VF, toned,
traces of hard green. From the estate of Thomas Bentley Cederlind.

Heinrich II. von Klingenberg, 1293-1306


Abbildung 281: KONSTANZ, Bistum, Brakteat o. J.

NDW ID: 39311


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Cahn 63, Berger 2491
Prägestätte: Konstanz
Beschreibung: Mitrierte Büste des Bischofs von vorn zwischen Krummstab und Lilie
Gewicht: 0,40 g

s 25
ss 50

199
vz 100

ss 52 2015 M&M/42
ss+ 80 2016 Künker/272
vz 80 2015 Peus/414

Abbildung 282: Heinrich II. von Klingenberg, 1293-1306, Brakteat o. J.

Emporium, Auction 85, Los 1935, 70 Euro


KONSTANZ, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE, Heinrich II. von Klingenberg, 1293-1306, Brakteat o. J., Brb.
zwischen Halbmond und Stern. 0,50 g. Bonh. 1815

Abbildung 283: HEINRICH II. VON KLINGENBERG, 1293-1306. Brakteat

Münzen & Medaillen, Auction 44, Los 502, 65 Euro


KONSTANZ, BISCHÖFLICHE MÜNZSTÄTTE
HEINRICH II. VON KLINGENBERG, 1293-1306. Brakteat. Mitrierte Büste des Bischofs von vorn zwi-
schen Krummstab und Lilie. 0,40 g. CC 45, Cahn 63, Berger 2491.
Sehr schön

Abbildung 284: Konstanz-Bistum, Heinrich II. von Klingenberg, 1293-1306, Brakteat o. J.

Teutoburger, Auction 124, Los 3130, 45 Euro


Konstanz-Bistum, Heinrich II. von Klingenberg, 1293-1306, Brakteat o. J. Mithriertes Bischofsbrb. v. v.,
links Krummstab, rechts Lilie, sehr schön/vorzüglich, kl. Schrötlingsriß

200
Heinrich II. von Klingenberg bis Nikolaus von Frauenfeld 1293-1306, 1334-1344
Abbildung 285: Konstanz, Bistum. Heinrich II. von Klingenberg bis Nikolaus von Frauenfeld

Sonntag, Auction, Auction 27, Los 869, 225 Euro


Konstanz, Bistum. Heinrich II. von Klingenberg bis Nikolaus von Frauenfeld 1293-1306, 1334-1344.
Brakteat 1295- 1335. Mitriertes Brustbild zwischen Krummstab und Lilie. Variante mit einem Punkt in
der Krümmung des Krummstabes. Klein/Ulmer (CC) 45.1 var., Cahn 63 (var.), Klein (KP) -, Slg. Ulmer
(var.). 0,39 g, seltene und wohl bislang unbekannte Variante, kleiner Schrötlingsfehler am Rand, sehr
schön

Hugo von Hohenlandsberg, 1496-1529


Abbildung 286: Konstanz, Bistum, Hugo von Hohenlandenberg, 1496-1529, Batzen o. J. (nach 1510)

Busso Peus, E-Auction 4, Los 657, 50 Euro


Konstanz, Bistum, Hugo von Hohenlandenberg, 1496-1529 Batzen o. J. (nach 1510), mit Titel Maximi-
lians II. Wappen / Doppeladler. Schulten 1703 Sehr schön

Johann Georg von Hallwyl 1601-1603


4 Heller, ohne Datum (1601-14), Kupfer, Johann Georg, ovales Wappen (Kreuz), Lorbeerkranz, einsei-
tig, 16-150 USD, KM # 4 und 6

Abbildung 287: KONSTANZ, Bistum, 1 Kreuzer ohne Jahr

NDW ID: 10374


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Neum.7254f/Klein 113
Beschreibung: Kreuzer zu 4 Heller (einseitig)

201
s 40
ss 80
vz 160

vz Kleiner Fleck, Startpreis: 100 EUR 250 2017 WAG/79#29156

Marquard Rudolf von Roth, 1689-1704


Abbildung 288: Marquard Rudolf von Roth

Sonntag, Auction 25, Los 1251, 2000 Euro


Württemberg, Eberhard Ludwig 1693-1733, Schwäbischer Kreistaler 1694, Stuttgart. Gemein-
schaftsprägung mit dem Konstanzer Bischof Marquard Rudolf von Roth. Wappen des Schwäbischen
Kreises, darunter die Signatur des Münzmeisters Johann Jakob Wagner und das Stuttgarter Rössle als
Münzstättenzeichen / Die Wappen des Konstanzer Bischofs und des Herzogs von Württemberg neben-
einander. KR 37, Ebner 39, Dav. 7800. Walzenprägung, selten, feine Patina, sehr schön-vorzüglich
Aus Auktion Meister & Sonntag 4, Stuttgart 2006, Nr. 2658, ex. Sammlung Wurster 237 (Auktion Gale-
rie des Monnaies 15, Düsseldorf 1975).

JOHANN FRANZ SCHENK VON STAUFFENBERG, 1704-1740


• Ducat, 1737, 3.5000 g, Gold 0.986, Johann Franz II., 2 Wappenschilde, Mitra und Krone
oben, Rs. Wappen, 750-7200 USD, KM # 10
• 2 Ducat, 1737, 7.000 g Gold 0.986, Johann Franz II., 2 Wappenschilde, oben Mitra und
Krone, Rs. Wappen, 3000-12000 USD, KM # 11

Abbildung 289: Zinnmedaille 1726 (von H. J. Gessner) auf den 500. Todestag der hl. Idda von Toggen-
burg

Münzen & Medaillen, Auction 19, Los 1220, 1100 Euro


KONSTANZ, BISTUM. JOHANN FRANZ SCHENK VON STAUFFENBERG, 1704-1740. Zinnmedaille 1726

202
(von H. J. Gessner) auf den 500. Todestag der hl. Idda von Toggenburg. Brustbild r. Rv. Hüftbild der
Heiligen neben einem Hirsch. 65 mm. Berstett 409. Äußerst selten. Kleine Randfehler. Vorzüglich
Laut beiliegendem Zettel 1920 von Eugen Seligmann, Frankfurt/M., für 85.- Mark gekauft.

Franz Konrad von Rodt, 1750-1775


• ½ Kreuzer 1772G, Kupfer, Franz Conrad, Wappen, Rs. Wert über Datum, 12-100 USD,
KM # 25
• Kreuzer 1772G, Kupfer, Franz Conrad, Kardinalshut und Mitra über Wappen in Man-
tel, 15-100 USD, KM # 26
• 20 Kreuzer 1761FH, Silber, Franz Conrad, Büste links, Rs. Bekröntes Wappen, Wertan-
gabe darunter, 25-200 USD, KM # 16
• 1/48 Taler, 1772, Billon, Franz Conrad, Wappen, Rs. Wert über Datum, 15-120 USD,
KM # 27
• 1/24 Taler, 1772, Billon, Franz Conrad, Kardinalshut und Mitra über Wappen in Man-
tel, 25-200 USD, KM # 26
• ¼ Taler, 1761 FH, Silber, Franz Conrad, Büste links, Rs. Kardinalshut und Krone über
Wappen in Mantel, 65-550 USD, KM # A 18
• ½ Taler, 1761 FH, Silber, Franz Conrad, Büste links, Rs. Kardinalshut und Krone über
Wappen in Mantel, 80-675 USD, KM # 17
• Taler, 1761 FH, Silber, Franz Conrad, Büste links, FRAN:CON:TIT:S:MA:DE
POP:CARD:DE RODT:EPIS:CONST:S:R:I:PRIN, Rs. Kardinalshut und Krone über Wappen
in Mantel, Dav. # 2190, 175-800 USD, KM # 18
• Ducat, 1761, 3.5000 g Gold 0.986, Franz Conrad, Büste links, Rs. Kardinalshut und
Krone über Wappen in Mantel, 350-2850 USD, KM # 19

1 Taler
Abbildung 290: KONSTANZ, Bistum, 1 Taler 1761

Sincona, Auction 18, Los 1433, 600 CHF


Konstanz, Bistum, Franz Conrad von Rodt, 1750-1775. Konventionstaler 1761, Augsburg. 27.94 g.
Forster 408. Dav. 2190. Justiersp. Sehr schön-gutes sehr schön.

203
½ Taler
Abbildung 291: Konstanz-Bistum, Franz Conrad von Rodt 1750-1775. 1/2 Taler 1761

Teutoburger, Auction 100, Los 3763, 380 Euro


Konstanz-Bistum, Franz Conrad von Rodt 1750-1775. 1/2 Taler 1761, Augsburg. Berstett 415, Forster
410. gutes vorzüglich, etwas justiert

1/24 Taler
Abbildung 292: KONSTANZ, Bistum, 1/24 Taler 1772

NDW ID: 51013


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Berstett 417
Prägestätte: Günzburg

s 30
ss 60
vz 120

vz-Stgl Startpreis 75 € 250 2016 Künker/272

1/48 Konventionstaler
Abbildung 293: 1/48 Konv

Sonntag, Auction 22, Los 938, 350 Euro

204
Konstanz, Bistum, Franz Conrad von Rodt 1750-1775. 1/48 Konventionstaler 1772 – Günzburg -. Berst.
418, Klein S. 189 Abb. 125, Reißen. 38. selten in dieser Erhaltung, Prachtexemplar mit feiner Patina,
fast Stempelglanz

Medaillen
Abbildung 294: Konstanz, Bistum, Franz Konrad von Rodt, 1750-1775, Bronzemedaille 1758

Busso Peus, Auction 423, Los 2211, 120 Euro


Konstanz, Bistum, Franz Konrad von Rodt, 1750-1775, Bronzemedaille 1758, auf die Sedisvakanz. 2
Wappen / Schrift. Berstett 412 (AR). 9.77 g; 29 mm. Sehr schön

Sonstiges / Unbestimmt / Bodenseegebiet


Abbildung 295: Konstanz, Bistum, unbestimmter Bischof, vierzipfeliger Pfennig um 1150/1160

Sonntag, Auction 21, Los 883, 400 Euro


Konstanz, Bistum, unbestimmter Bischof, vierzipfeliger Pfennig um 1150/1160. In wulstartigem Re-
lief innerhalb eines Kreises grob gezeichneter Kopf mit nimbenartiger Kopfbedeckung zwischen drei
Kugeln und Krummstab. Klein/Ulmer (CC) 1, Klein (KP) 26 und Tf. 16. 0,44 g
vorzüglich

Abbildung 296: Konstanz, Bistum. Unbestimmter Bischof. Vierzipfeliger Pfennig um 1150/1160

Sonntag, Auction 20, Los 1151, 180 Euro

205
Konstanz, Bistum. Unbestimmter Bischof. Vierzipfeliger Pfennig um 1150/1160. In wulstartigem Re-
lief innerhalb eines Kreises grob gezeichneter Kopf mit nimbenartiger Kopfbedeckung zwischen drei
Kugeln und Krummstab. Klein/Ulmer (CC) 1var. (größerer Kopf), Klein (KP) vgl. 26 und Tf. 16. 0,40 g
kleiner Randausbruch, sehr schön-vorzüglich

Abbildung 297: Konstanz, Bistum, unbestimmter Bischof. Vierzipfeliger Pfennig um 1150/1160

Sonntag, Auction 19, Los 917, 135 Euro


Konstanz, Bistum, unbestimmter Bischof. Vierzipfeliger Pfennig um 1150/1160. In wulstartigem Relief
innerhalb eines Kreises grob gezeichneter Kopf mit nimbenartiger Kopfbedeckung zwischen drei Ku-
geln und Krummstab. Klein/Ulmer (CC) 1, Klein (KP) 26 und Tf. 16. 0,44 g, minimale Schrötlingsfehler,
sehr schön

Abbildung 298: Konstanz, Bistum, unbestimmter Bischof. Dünnpfennig 1160/1170

Sonntag, Auction 19, Los 918, 90 Euro


Konstanz, Bistum, unbestimmter Bischof. Dünnpfennig 1160/1170. Stehender Bischof mit Mitra, der
in seiner Rechten einen Krummstab hält, seitlich je ein Turm mit Spitzdach, außen Trugschrift / Nicht
ausgeprägt. Klein/Ulmer (CC) 2, Cahn 35/35a, Klein (KP) 1, GK 1, Slg. Ulmer 1. 0,45 g, feine Patina,
winziger Randfehler, sehr schön-vorzüglich

Abbildung 299: SCHWABEN, HERZOGTUM. UNBEKANNTE SCHWÄBISCHE MÜNZSTÄTTE. Bodenseege-


biet oder Raum Konstanz. Viereckiger Brakteat, ca. 1160/1180

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1691, 240 Euro


SCHWABEN, HERZOGTUM. UNBEKANNTE SCHWÄBISCHE MÜNZSTÄTTE. Bodenseegebiet oder Raum
Konstanz. Viereckiger Brakteat, ca. 1160/1180. Pentagramm, in den Außenwinkeln gestreifte Keile, in
der Mitte eine Rosette. 0,40 g. Teilweise Prägeschwäche. Randausbruch, sonst sehr schön

206
Abbildung 300: BÖHMEN. Wenzel III. (IV.) 1378-1419. Prager Groschen mit Gegenstempel "Bischofs-
kopf mit fünfeckiger Mitra" von KONSTANZ

Sonntag, Auction 27, Los 534, 600 Euro


BÖHMEN. Wenzel III. (IV.) 1378-1419. Prager Groschen mit Gegenstempel "Bischofskopf mit fünfecki-
ger Mitra" von KONSTANZ sowie "Turm über dreistufigem Unterbau" von RAVENSBURG. Krusy K 5,11
sowie R 3,3. 2,08 g, selten, Münze gering erhalten, Gegenstempel schön-sehr schön

Abbildung 301: Württemberg, Karl Rudolf 1737-1738. Schwäbischer-Kreisdukat 1737, Stuttgart. Das
württembergische Wappen unter Fürstenhut und das Wappen des Bischofs von Konstanz

Sonntag, Auction 25, Los 1264, 11000 Euro


Württemberg, Karl Rudolf 1737-1738. Schwäbischer-Kreisdukat 1737, Stuttgart. Das württembergi-
sche Wappen unter Fürstenhut und das Wappen des Bischofs von Konstanz unter Inful mit Krumm-
stab und Schwert, unten ein Blumengebinde über der Jahreszahl / Wappenschild des Schwäbischen
Kreises auf verzierter Kartusche, unten die Initialen F-B des Münzmeisters Friedrich Breuer. KR 225,
Ebner 8, Fr. 3595, 3,48 g, sehr seltenes Prachtexemplar, fast Stempelglanz. Vom Lager der Münzen
und Medaillenhandlung Stuttgart, ex. Sammlung Otto Kehrer, Ludwigsburg.

207
208
Landsberg
Herzog Albrecht V. initiierte 1556 in Landsberg die Gründung des Landsberger Bundes unter
maßgeblicher Beteiligung von Ferdinand I. Es handelt sich dabei um den Zusammenschluss
überwiegend katholischer Territorien und Städte (Bayern, Ober- und Vorderösterreich, die
seit 1525 lutherische Reichsstadt Nürnberg, Salzburg, den Hochstiften Augsburg, Bamberg und
Würzburg, dem später auch Kurmainz und Kurtrier beitraten), um sich gegen die protestanti-
schen Reichsstände, insbesondere Fürsten wie Albrecht Alkibiades von Brandenburg-Kulm-
bach zu organisieren. Den katholischen Fürsten ging es darum, ein weiteres Vordringen des
Protestantismus zu verhindern. Der Rekatholisierung diente auch die Gründung des 1576 er-
öffneten Jesuitenkollegs in Landsberg27.
Abbildung 302: Bayern, Maximilian II. Joseph 1848-1864. Silbermedaille 1862 von Drentwett

Teutoburger, Auction 109, Los 3053, 170 Euro


Bayern, Maximilian II. Joseph 1848-1864. Silbermedaille 1862 von Drentwett. Auf die Brücke bei
Schwabstadel mit dem Einödhof. 29 mm; 10,21 g. MBNG I (1882), Seite 91, Nr. 190 (dort in Zinn). vor-
züglich/Stempelglanz, schöne Patina, äußerst selten, in Silber bisher unbekannt? Das Dorf Schwab-
stadel ist heute ein Ortsteil der Gemeinde Obermeitingen, Kreis Landsberg am Lech.

Leutkirch
Leutkirch im Allgäu ist eine ehemalige Freie Reichsstadt mit rund 23.000 Einwohnern im Land-
kreis Ravensburg im Südosten von Baden-Württemberg. Im Westallgäu zwischen Memmingen
und Wangen an der A 96 gelegen, bildet die Stadt ein Mittelzentrum für die umliegenden Ge-
meinden. Leutkirch ist mit seiner Fläche von 175 km² nach Stuttgart, Baiersbronn, Bad Wurz-
ach und Ehingen die fünftgrößte Gemeinde in Baden-Württemberg.
Leutkirch im Allgäu ist seit dem 1. Januar 1974 Große Kreisstadt. Mit ihren Nachbargemeinden
Aichstetten und Aitrach ist die Stadt Leutkirch eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft ein-
gegangen.
m Jahre 1293 wurden Leutkirch von König Adolf von Nassau die Rechte der Stadt Lindau ver-
liehen; sie wurde so zur Freien Reichsstadt. Frühere Urkunden mit dem Begriff in burgo lassen
aber auch schon auf eine städtische Siedlung schließen.
Das Hauptgewerbe der Stadt wurde der Leinwandhandel. Die größte Zunft mit bis zu 200 Mit-
gliedern waren die Weber, deren Erzeugnisse bis nach Italien und Spanien gehandelt wurden.
1488 wurde Leutkirch Mitglied im Schwäbischen Bund und erlangte Sitz und Stimme auf dem
Reichstag und im Schwäbischen Bund.

27
https://de.wikipedia.org/wiki/Landsberg_am_Lech

209
Im Jahre 1546 hielt in Leutkirch die Reformation Einzug. Bürgermeister Georg Bock (1512–
1589) unterzeichnete für den Rat der Stadt die lutherische Konkordienformel von 1577. Der
Dreißigjährige Krieg setzte der Stadt schwer zu. Zahlreiche Häuser wurden zerstört, die Zahl
der Bürger sank auf 184. Auch die Zeit nach 1648 war keine Blütezeit für die Stadt, deren Ver-
schuldung weiter zunahm. Trotz dieser wirtschaftlich schlechten Zeiten wurde 1740 das baro-
cke Rathaus erbaut. Die Stuckdecke von Johannes Schütz zählt zu den Hauptsehenswürdigkei-
ten der Stadt.
Bei der Mediatisierung 1803 wurde Leutkirch zunächst bayerisch. 1810 kam die Stadt zum
Königreich Württemberg und wurde Sitz des Oberamtes Leutkirch. Im Jahre 1872 kam der
Anschluss an das Streckennetz der Württembergischen Eisenbahn. Es wurde zunächst die
Bahnstrecke Kißlegg–Leutkirch eröffnet, am 15. August 1874 die Bahnlinie nach Isny und 1889
die Linie nach Memmingen. Im 19. Jahrhundert setzte zögernd eine Industrialisierung ein28.
Abbildung 303: Leutkirch, Stadt, Dukat 1748 – Augsburg

Sonntag, Auction 21, Los 915, 3200 Euro


Leutkirch, Stadt, Dukat 1748 – Augsburg -. Auf die Hundertjahrfeier des Westfälischen Friedens. Strah-
lendes Gottesauge über Stadtansicht mit neuem Rathaus und Bockturm / Nimbierter Doppeladler über
Kirche. Nau 3, Fr. 1441, Slg. Wurster 1730, Dethl./Ord. 252, sehr selten, etwas rauh, Druckstelle am
Rand, sehr schön-vorzüglich.
Einzige Goldprägung von Leutkirch. Leutkirch entstand im Hochmittelalter im Anschluß an eine Leut-
kirche des Nibelgaues und erhielt 1293 das Stadtrecht von Lindau. 1488 wurde es Mitglied des Schwä-
bischen Bundes und erlangte Sitz und Stimme auf dem Reichstag und beim Schwäbischen Reichskreis.
Die Reformation wurde 1546 eingeführt und 1562 wurden der katholischen Minderheit ihre Rechte
garantiert. Die nach Frieden und Ausgleich strebende südwestdeutsche Reichsstadt feierte dankbar
das Jubiläum des Westfälischen Friedens, der auch die Glaubenskonflikte weitgehend beendete.

Lindau
Lindau nutzte sein Münzrecht, um die den Handel störende Münzverrufung und Erneuerung
der Brakteatenpfennige durch eine eigene Münzprägung, den sogenannten Ewigen Pfennig,
zu beseitigen. ür die Jahre 1496/97 ließ Maximilian I. den Reichstag in das Lindauer Rathaus
(heute Altes Rathaus) einberufen. Da der König gerade Krieg in Italien führte, ließ er sich dabei
durch seinen Sohn Philipp vertreten.

Vom 15. Jahrhundert bis 1826 verkehrte der so genannte Mailänder Bote, auch Lindauer Bote
genannt, auf der Viamala zwischen Lindau und Mailand. Die durch Handel und Beförderung
(eigene Bodenseeflotte) von Korn und Salz reich gewordene Bürgerschaft konnte die im

28
https://de.wikipedia.org/wiki/Leutkirch_im_Allgäu

210
13. Jahrhundert erworbenen Rechte einer Freien Reichsstadt stets nutzen und auch durchset-
zen.

Ab 1500 gehörte Lindau zum Schwäbischen Reichskreis.

Durch den Reichsdeputationshauptschluss wurde Lindau 1803 mediatisiert und verlor den
Status als freie Reichsstadt. Das tausendjährige Lindauer Damenstift wurde säkularisiert. Fürst
Karl August von Bretzenheim, der Stadt und Damenstift erhalten hatte, gab die Reichsstadt
Lindau aufgrund eines 1803 abgeschlossenen Tauschvertrages 1804 kurzzeitig an Österreich
ab.

Im Frieden von Pressburg trat Österreich am 26. Dezember 1805 Vorarlberg und damit auch
Lindau an Bayern ab. 1806 erfolgte die Eingliederung in das neu proklamierte Königreich Bay-
ern. Parallel zu den Unruhen in Tirol kam es 1809 auch in Vorarlberg zu einer Volkserhebung
gegen die bayerische Regierung. Im Mai 1809 eroberten Vorarlberger Truppen unter der Lei-
tung von Bernhard Riedmiller Lindau und sie unternahmen anschließend Vorstöße bis nach
Konstanz. Diese Erhebung brach im Juli desselben Jahres wieder zusammen29.

Lindau, Königliche Münzstätte


Anonym 1160-1400
Brakteat
Abbildung 304: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 60129


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 84.1, Lebek 4
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Linde mit dreiteiliger Wurzel, sieben Blättern und 16 Blüten, die Stengel der Blüten sind
gebogen, Gewicht: 0,47 g

s 25
ss 50
vz 100

29
https://de.wikipedia.org/wiki/Lindau_(Bodensee)

211
Abbildung 305: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat um 1290

NDW ID: 60130


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 96, Lebek 9
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Linde mit fünf Blättern, der Stamm teilt sich unten in drei Wurzeln
Gewicht: 0,42 g

s 35
ss 75
vz 150

ss-vz 80 2016 Sonntag/23

Dünnpfennig (Halbbrakteat)
Abbildung 306: LINDAU, Münzstätte der Abtei, seit 1215 mit Beteiligung ihres Vogtes, des Königs

Münzen & Medaillen, Auction 18, Los 2018, 270 Euro


LINDAU, Münzstätte der Abtei, seit 1215 mit Beteiligung ihres Vogtes, des Königs, d=22 mm
UNBEKANNTE ÄBTISSINEN. Halbbrakteat um 1160-1170. Kreuz mit je einem Lindenblatt in den Win-
keln. Trugschrift. Rv. Gebäude mit Turm und runden Fenstern, im Feld ein Ringel. 0,49 g. Fd. Leubas
9. CC 80A. Cahn 176. Lebek 1. Sehr schön

Friedrich II. (1215 - 1250)


Abbildung 307: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 58583


Fotoquelle: Emporium

212
Zitierstellen: Bonh. 1832, Cahn 188, Berger 2528/29
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Lindenzweig mit 3 Blättern, dazwischen i. d. Winkeln Blüten, Gew. 0,44 g

s 25
ss 50
vz 100

Anonym 1230-1235
Abbildung 308: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat 1230-1235

NDW ID: 42759


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 87.3, Lebek 14d, Slg. Ulmer 57
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Vor einer Linde mit drei Blättern nach links liegender Löwe mit hersehendem Kopf. Der
Stamm teilt sich in drei Wurzeln, oben zwischen den Blättern befindet sich je eine dreikugelige, darun-
ter je eine einkugelige Blüte. Außen Wulstring und Kreuz-Viereck-Rand, die Vierecke sind mit kleinen
Ringeln belegt, 0,41 g

s 500
ss 1000
vz 2000

vz 1100 2017 Sonntag/27#873

Anonym 1250-1295
Brakteat
Abbildung 309: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat 1250-1270

NDW ID: 41645


Fotoquelle: Münzen & Medaillen (vz-Stgl)
Zitierstellen: Cahn 189, Klein 46, Berger 2522
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Zwei an den Stielen zusammengebundene Lindenzweige, dazwischen ein Kreuz auf ei-
ner Kugel, 0,4 g

213
s 35
ss 80
vz 180
Stgl 350

vz-Stgl 240 2015 M & M/42

Abbildung 310: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1260)

NDW ID: 41646


Fotoquelle: Münzen & Medaillen (ss)
Zitierstellen: Cahn 187, Lebek 8, Berger 2527
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Linde mit 7 Blättern, der Stamm ist unten gerade abgeschnitten
Gewicht: 0,3 g

s 30
ss 60
vz 120

ss 50 2015 M & M/42

Abbildung 311: LINDAU, Königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1290)

NDW ID: 58584


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Bonh.1824, Lebek 4e
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Linde mit sieben Blättern und 16 Blüten
Gew. 0,44 g

s 30
ss 60
vz 120

ss+ 60 2016 Emporium/76

214
Dünnpfennig (Halbbrakteat)
Abbildung 312: LINDAU, Königliche Münzstätte, Dünnpfennig (Halbbrakteat) um 1170/80

NDW ID: 39549


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: M. u. S. 11
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: viereckig. Turm auf Geröll l. Mann mit [Dreiblatt] r. steigender Löwe
Gewicht: 0,48 g

s 200
ss 400
vz 800

ss Rufpreis 400 €, nicht versteigert 0 2015 Müller/173

Anonym 1295-1335
Abbildung 313: LINDAU, Königliche Münzstätte, Dünnpfennig (Halbbrakteat) um 1170/80

NDW ID: 39549


Fotoquelle: Münzen & Medaillen
Zitierstellen: M. u. S. 11
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: viereckig. Turm auf Geröll l. Mann mit [Dreiblatt] r. steigender Löwe
Gewicht: 0,48 g

s 200
ss 400
vz 800

ss Rufpreis 400 €, nicht versteigert 0 2015 Müller/173

215
Lindau, Stadt
1 Pfennig
Abbildung 314: LINDAU, Stadt, 1 Pfennig 1696

NDW ID: 58586


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 10
Prägestätte: Lindau
Beschreibung: Gewicht: 0,74 g

s 15
ss 30
vz 60

vz 50 2016 Emporium/76

216
Meersburg
Meersburg ist eine Kleinstadt im baden-württembergischen Bodenseekreis. Sie liegt zwischen
Friedrichshafen und Überlingen. Nach dem Aussterben der Grafen 1210 blieben Burg und
Siedlung von 1211 bis 1802 im unmittelbaren Besitz des Bischofs. Der 1268 in Neapel hinge-
richtete letzte Stauferkönig Konradin hatte zuvor mehrere Jahre in der Burg Meersburg seines
Onkels, des Bischofs von Konstanz, verbracht.
Die Siedlung entwickelte sich zunächst vor allem oberhalb der Burg, im Bereich der späteren
Oberstadt, die 1233 Marktrecht, vor 1260 eine Mauer und 1299 unter dem Konstanzer Bischof
Heinrich von Klingenberg das Stadtrecht nach Ulmer Vorbild erhielt. Im selben Jahr wurde die
unterhalb der Burg gelegene Siedlung am Seeufer durch Aufschüttung erweitert, so dass Raum
für einen großen Marktplatz und für die Erweiterung der Siedlung zur Unterstadt entstand.
Im Jahr 1526 siedelte der bischöfliche Hof des Bischofs Hugo von Hohenlandenberg ins Alte
Schloss von Meersburg über, weil sich Konstanz als Freie Reichsstadt 1519/1523 der Reforma-
tion angeschlossen hatte. Meersburg hingegen lag im Territorium des Hochstifts Konstanz, wo
die Fürstbischöfe zugleich Landesherren waren und die weltliche Macht ausübten. So fand am
10. Mai 1527 auch der Prozess gegen den evangelisch gesinnten Sernatinger Fühmessner
(Pfarrer) Johann Hüglin in Meersburg statt, ebenso dessen anschließende Hinrichtung. Meers-
burg blieb weiterhin bischöfliche Residenz, als Konstanz wieder katholisch wurde. 1575 wurde
das Amt des Bürgermeisters in Meersburg wieder eingeführt. Die Pestepidemien des 16. Jahr-
hunderts im Bodenseeraum erfassten in den Jahren 1529, 1575, 1588, 1595 und 1611/12 auch
Meersburg.
Im Dreißigjährigen Krieg von 1618 bis 1648 plünderten Schweden und Württemberger Meers-
burg (siehe Seekrieg auf dem Bodensee 1632–1648). Durch die Pest in den Jahren 1635/36
und 1646 schrumpfte die Meersburger Bevölkerung auf ein Sechstel. An diese Zeit erinnert
der Fasnachtsbrauch des „Schnabelgiere“ sowie die „Gesellschaft der Hundertein Bürger“ (Ge-
denkstein an der Ostseite der Stadtkirche).
Die Burg Meersburg war bis zur Fertigstellung des Neuen Schlosses 1750 ständiger Wohnsitz
des Konstanzer Bischofs. Vor allem das 18. Jahrhundert prägte mit dem Bau aus Neuem
Schloss (ab 1710–1712), Priesterseminar (1725/29–34) und Reit- oder Stallhof (um 1760) das
barocke Panorama Meersburgs am Steilufer zum Bodensee („Seefassade auf dem Meersbur-
ger Höhenrücken“).
Kardinal Franz Konrad von Rodt und sein Nachfolger (und Bruder) Maximilian Christoph von
Rodt residierten bereits im Neuen Schloss. Meersburg blieb Residenz des Bischofs bis zur Auf-
hebung des Bistums 1803.
Thomas Warndorf weist darauf hin, dass die amtierenden Fürstbischöfe sich durch die Fami-
liensitze ihrer Vorfahren, durch Sommersitze, durch die Konstanzer kirchlichen Einrichtungen,
durch die weiteren Besitztümer im Hochstift Konstanz sowie durch finanzielle Engpässe nicht
dauerhaft in Meersburg aufhielten.
Nach Auflösung des Hochstiftes Konstanz und dem Übergang an Baden im Reichsdeputations-
hauptschluss 1803 war Meersburg nur noch bis 1807 Hauptstadt des Oberen Fürstentums am
See, 1803 bis 1857 Hauptort des Amtsbezirks Meersburg und 1814 bis 1836 Sitz des Hofge-
richts des badischen Seekreises (in der Burg).
Das Alte Schloss wurde 1838 durch den Freiherr Joseph von Laßberg vom Land Baden erwor-
ben und so vor dem Abriss bewahrt. Er bewahrte dort seine berühmte Bibliothek mittelalter-
licher Schriften auf, die nach seinem Tod zur fürstlichen Hofbibliothek Donaueschingen kam.

217
Von Laßberg und seine Frau Jenny von Droste zu Hülshoff beherbergten im Alten Schloss viele
namhafte Gäste, darunter vor allem die jüngere Schwester seiner Frau, die Dichterin Annette
von Droste-Hülshoff, die dort am 24. Mai 1848 nach längerem Aufenthalt starb, sowie Ludwig
Uhland, Gustav Schwab und Justinus Kerner. Heute beherbergt die Burg ein Museum mit spät-
gotischen und barock stuckierten Innenräumen und einer im 20. Jahrhundert zusammenge-
tragenen Einrichtung. Sie gilt als „älteste, vollständig erhaltene und bewohnte Burg Deutsch-
lands“.
Das Fürstenhäusle, ein ehemaliges, um 1600 erbautes Rebhaus, gehörte Annette von Droste-
Hülshoff von 1843 bis 1848, diente deren Verwandten bis Mitte des 20. Jahrhunderts als
Wohnsitz und wurde als Droste-Gedenkstätte Eigentum des Landes Baden-Württemberg. Es
befindet sich wenige Schritte vom Obertor in den Weinbergen. Das Neue Schloss fiel bei der
Säkularisation an Baden und wurde danach an den Badischen Staat verkauft. 1865–1937 be-
herbergte es die Taubstummenanstalt zuerst für Baden, ab 1874 für Südbaden.
Abbildung 315: Baden-Durlach, Karl Friedrich 1746-1811, Silbermedaille 1803

Sonntag, Auction 18, Los 608, 150 Euro


Baden-Durlach, Karl Friedrich 1746-1811, Silbermedaille 1803 von J. H. Boltschauser, auf die Huldi-
gung der Stadt Meersburg. Büste nach rechts / Acht Zeilen Schrift. Berst. 518, Haas 430, 35,5 mm,
14,72 g. Auflage: 125 Exemplare, feine Patina, minimale Kratzer, vorzüglich

Memmingen
Wegen der Nähe zum Allgäu bezeichnet sich die Stadt auch als „Tor zum Allgäu“. Der örtliche
Slogan lautet „Memmingen – Stadt mit Perspektiven“. In neuerer Zeit kommt auch „Memmin-
gen – Stadt der Menschenrechte“ auf, was vor allem mit den historischen Zwölf Artikeln und
dem Memminger Freiheitspreis 1525 zusammenhängt. Alle vier Jahre zu den Wallensteinfest-
spielen ist auch der Beiname „Wallensteins Memmingen“ üblich30.

30
https://de.wikipedia.org/wiki/Memmingen

218
Memmingen, Herzogliche Münzstätte
Welf VI. (1115 - 1191)
Abbildung 316: Welf VI. *1115, †1191, Vierzipfeliger Pfennig um 1170/75

Sonntag, Auction 23, Los 1237, 1600 Euro


Memmingen, herzogliche Münzstätte, Welf VI. *1115, †1191, Verwalter der welfischen Besitzungen in
Oberschwaben, Vierzipfeliger Pfennig um 1170/75. Löwe nach links schreitend mit erhobenem
Schweif, darunter WEL-F. Klein/Ulmer (CC) 270. 0,26 g, sehr selten mit kompletter Umschrift, kleine
Randfehler und Schrötlingsrisse, sehr schön Laut neuesten Erkenntnissen infolge der intensiven Be-
schäftigung mit dieser Thematik durch Martin Heinz wird die Prägung dieses Pfennigs in Memmingen
verortet. Er entspricht dem bei Klein/Ulmer in ihren Concordantiae Constantienses unter Nr. 270 (dort
unter den unbestimmten dynastischen, reichsvögtischen und anderen Münzstätten eingereiht und
versuchsweise nach Überlingen oder Biberach gelegt) beschriebenen Typ, bei deren abgebildetem
Exemplar jedoch prägebedingt und/oder aufgrund einer Stempelabnutzung lediglich die Buchstaben L
und F (zum Teil schwach) erkennbar sind. Trotz der leichten Schrötlingsprobleme im Randbereich ist
das vorliegende Stück wohl eines der am besten erhaltenen Exemplare dieser Emission im Hinblick auf
den sehr selten vollständig lesbaren Namen WELF des Prägeherren.
Weitere

Abbildung 317: MEMMINGEN, herzogliche Münzstätte, 1 Pfennig o. J. (um 1170/75)

NDW ID: 60143


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 270
Prägestätte: Memmingen
Beschreibung: Vierzipfeliger Pfennig
Löwe nach links schreitend mit erhobenem Schweif, darunter WEL-F.
Gewicht: 0,26 g

Ss Startpreis 270 €, kleine Randfehler und Schrötlingsrisse 1600 2016 Sonntag/23

219
Richard von Cornwall (1257 - 1271)
Abbildung 318: MEMMINGEN, herzogliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 67525


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 244, Cahn 117, Klein (KP) 124
Prägestätte: Memmingen
Beschreibung: Nach rechts schreitender Löwe mit Adlerkopf und langem Schweif
Gew.: 0,31 g

s 50
ss 100
vz 200

Memmingen, Stadt
Konradin bis Rudolf von Habsburg (1254 - 1291)1]
Abbildung 319: MEMMINGEN, Stadt, Brakteat o. J.

NDW ID: 41655


Fotoquelle: MM (vz)
Zitierstellen: Cahn 117, Klein 124, Berger 2588
Prägestätte: Memmingen
Beschreibung: Nach rechts schreitender Löwe mit Adlerkopf, 0,3 g

s 100
ss 200
vz 400

vz 340 2015 M & M/42

Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637)]


1 Taler
Ohne Abbildung

220
1 Kreuzer
Abbildung 320: MEMMINGEN, Stadt, 1 Kreuzer o. J.

NDW ID: 61897


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Nau 10
Prägestätte: Memmingen

s 35
ss 75
vz 150

vz+ min. justiert 150 2016 Möller/68#98

2 Pfennig
Ohne Abbildung

Z. Zt. Karl VI. (1711-1740)


Abbildung 321: MEMMINGEN, Stadt, 1 Dukat 1730

NDW ID: 41820


Fotoquelle: Künker (vz)
Zitierstellen: Fb. 1743; Forster 382; Nau 27
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: auf die 200-Jahrfeier der Übergabe der Augsburger Konfession

ss 2000
vz 4000
Stgl 8000

vz 3600 2015 Künker/264

221
Z. Zt. Franz I. Stephan (1740/45-1765)
Abbildung 322: MEMMINGEN, Stadt, 1 Dukat 1748

NDW ID: 44294


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Nau 30
Beschreibung: auf die 100-Jahrfeier des Westfälischen Friedens in Memmingen. Sieben Zeilen lateini-
sche Schrift zum Anlass über gekreuzten Palmzweigen/Ansicht der befestigten Stadt, darüber Adler
mit Stadtschild, im Abschnitt über zwei Zeilen lateinisch: Memmingen, Freie Stadt des Hl. Römischen
Reichs

ss 1600
vz 3300
Stgl 6600

Stgl 5500 2014 Gorny & Mosch/221

Mindelheim
Mindelheim ist ein Mittelzentrum und die Kreisstadt des Landkreises Unterallgäu in Schwa-
ben. Die Besitzverhältnisse der Stadt wechselten in der Geschichte mehrfach. Unter anderem
gehörte sie dem Vater der Landsknechte Georg von Frundsberg sowie den Fuggern. Seit 1606
war sie eine bayerische Exklave im schwäbischen Territorium, ehe auch ihr Umland, bestehend
aus Reichsstädten, Reichsklöstern und Grafschaften, ab 1803 durch die Mediatisierung nach
dem Reichsdeputationshauptschluss in das Kurfürstentum Bayern eingegliedert wurde. Sie
war Sitz des ehemaligen Landkreises Mindelheim und ist seit 1972 Sitz des im Rahmen der
Gebietsreform in Bayern neu geschaffenen Landkreises Unterallgäu31.

31
https://de.wikipedia.org/wiki/Mindelheim

222
Abbildung 323: Bronzegussmedaille 1529

Busso Peus, Auction 411, Los 1690, 310 Euro


Habsburgische Erblande RDR, Karl V., 1519-1556, seit 1516 König von Spanien, 1520 Kaiser, Bronze-
gussmedaille 1529, auf seinen Feldherrn Balthasar Frundsberg, Herr von Mindelheim (Schwaben). Mo-
dell von Friedrich Hagenauer. Büste des Feldherrn mit Federhut links / Lateinische Inschrift (deutsch:
Adel ist des Menschen edelmütigste Gesinnung 1529). Domanig 121, Habich 539, Köhler Münzbelusti-
gungen Bd. XVI, S. 209 118.19 g; 73 mm. Sehr schöner alter Guss

Abbildung 324: Mindelheim (Bayern), Stadt, Tragbare, mattierte Silbermedaille 1903 von Lauer

Sonntag, Auction 20, Los 1217, 90 Euro


Mindelheim (Bayern), Stadt, Tragbare, mattierte Silbermedaille 1903 von Lauer, auf das Festschießen
anläßlich der Denkmalsenthüllung für Georg von Frundsberg zu Mindelheim. Musketier in mittelalter-
licher Kleidung nach rechts, dahinter die Mindelburg / Schrift. 40,3 mm, 26,36 g mit Originalöse und
Ring, vorzüglich

223
Abbildung 325: Schützenmedaillen, Bronzemedaille 1953, versilbert

Möller, Auction 64, Los 2145, 50 Euro


Schützenmedaillen, Bronzemedaille 1953, versilbert, auf das Max-Abt-Gedächtnisschiessen in Min-
delheim mit Orginalöse am Band, 32,9 mm, 15,4 g, ss+

Montfort

Die Grafen von Montfort waren ein schwäbisches Adelsgeschlecht, das dem reichsunmittelbar
regierenden Hochadel des Heiligen Römischen Reichs angehörte. Das Geschlecht erlosch
1787.

Die einflussreichen und sehr begüterten Grafen trugen ihren Namen nach dem nahe der
Schweizer Grenze gelegenen Stammschloss Montfort bei Weiler im heutigen Vorarlberg. Mit
ihren Herrschaften Feldkirch (bis 1390), Bregenz (bis 1523) und Tettnang (bis 1779) haben sie
die territoriale Entwicklung Oberschwabens, der Ostschweiz und Vorarlbergs entscheidend
beeinflusst32.

32
https://de.wikipedia.org/wiki/Montfort_(Adelsgeschlecht)

224
House of Tubingen33
Partitions of Montfort under Tubingen rule

County of Montfort
(1208-1260)
County of Montfort-Bregenz (1st crea-
County of Montfort-Tettnang
tion)
(1260-1520)
(1260-1338)
County of Mont-
fort-Feldkirch
(1260-1375)
County of Montfort-Bregenz (2nd crea-
tion)
(1353-1443)
Sold to Austria
County of Mont-
fort-Pfannberg
(1379-1779)
County of Mont- County of Mont-
fort-Rothenfels fort-Werdenberg
(1438-1576) (1438-1483)
Sold to Austria
County of Montfort-
Bregenz (3rd creation)
(1482-1525)
Recovered only half of
Bregenz

Sold to Austria
Sold to Königsegg
Sold to Austria

33
https://en.wikipedia.org/wiki/Counts_of_Montfort

225
Table of rulers

(Note: Here the numbering of the counts is the same for all counties, as all were titled Counts of Montfort, de-
spite of the different parts of land or particular numbering of the rulers. The counts are numbered by the year of
their succession.)

Ruling
Ruler Born Reign Death Consort Notes
part

Matilda of Esch-
enbach-Schna-
belburg
1208- Mont- two children
Hugo I c.1160 1228
1228 fort
Matilda of
Wangen
five children

First counts of Mont-


fort, ruled together as
brothers.

Matilda of
1208- 17 March Mont- Gleiberg
Rudolph I c.1160
1219 1219 fort 1181
six children

Elisabeth of
1228- 15 August Mont- Sons of Hugo I, ruled
Hugo II c.1195 Burgau
1260 1260 fort together until 1230,
eight children
when Rudolph inher-
Clementia of ited Werdenberg. After
Rudolph 1228- 7 October Mont- Kyburg Hugo's death the
c.1190
II 1230 1247 fort c.1230 county was divided.
six children
Agnes of
Mont-
1260- 7 April Helfenstein Son of Hugo II, inher-
Ulrich I ? fort-Bre-
1287 1287 c.1272 ited Bregenz.
genz
two children

Agnes of Gro-
Mont-
Rudolph 1260- 19 October ningen Son of Hugo II, inher-
? fort-
III 1302 1302 c.1265 ited Feldkirch.
Feldkirch
seven children

21 May/5 Mont-
1260- Elisabeth Son of Hugo II, inher-
Hugo III ? December fort-
1309 two children ited Tettnang.
1309 Tettnang

226
Agnes of Sold half of Bregenz to
Mont-
1287- 26 July Helfenstein Austria. Left no descen-
Hugo IV ? fort-Bre-
1338 1338 c.1272 dants and Bregenz was
genz
two children annexed to Tettnang.
Mont-
1302- 17 February
Ulrich II 1266 fort- Unmarried Sons of Rudolph III,
1343 1350
Feldkirch ruled jointly. In 1343
21 May/5 Mont- Anna of Ver- his nephews forced Ul-
1302- rich to abdicate.
Hugo V ? December fort- ingen
1309
1309 Feldkirch eight children
Mont-
Fre- 1310- 25 March
? fort-
derick 1321 1321
Feldkirch Sons of Hugo V, co-
Unmarried
Mont- ruled with their uncle.
Bert- 1310- 18 January
? fort-
hold 1318 1318
Feldkirch
Mont- Elisabeth von
1309-
fort- Schlüsselberg
1338
Tettnang one child

Maria Anna
Magdalena von
6 February Mont- Schwarzenberg Inherited Bregenz in
1348 or 3 fort- no children 1338. After his death
William I ?
November Tettnang his sons divided the
1338- 1350 A woman from land.
and
1348/50 the House of
Mont-
fort-Bre- Rappoltstein
genz four children

Unknown
no children
Rudolph Mont-
1343- 18 January
IV the ? fort- Unmarried Sons of Hugo V, were
1375 1318
Elder Feldkirch ruling jointly with their
Margaret of uncle (Ulrich II) and
Furstenberg brothers (Berthold and
no children Frederick) since 1310.
Mont- However, they gained
1343- 29 March
Hugo VI ? fort-
1359 1359 Bertha of Kirch- more independence af-
Feldkirch ter deposing their un-
berg
c.1341 cle, Ulrich II, in 1343.
two children
Son of William I, inher-
Mont- ited Tettnang. Had no
1348/50 3 Novem-
Hugo VII ? fort- Unmarried descendants and the
- 1354 ber 1354
Tettnang comital throne passed
to his brother Henry.
Unknown
one child
Son of William I, inher-
18 May Mont-
William 1348/50 Ursula de Fer- ited Bregenz. After his
? 1373 or 14 fort-Bre-
II - 1373/4 rette death his grandchildren
June 1374 genz
no children divided the land.

Margaret of

227
Schaumberg
no children
Mont- Ursula of Ho- Son of William II, co-
William 1348/50 19 October
? fort-Bre- henberg ruled with his father,
III - 1368 1368
genz two children predeceasing him.
Adelaide of
Habsburg-Lau-
fenburg
Mont- before 1370
1354- 18 October
Henry I ? fort- four children
1408 1408
Tettnang
Klara von Ellen-
bach
one child

Mont- Anna of Wald- Son of Henry I, co-ruled


c.1380?-
Henry II ? c.1395 fort- burg with his father, prede-
1395
Tettnang one child ceasing him.

Son of William II, co-


ruled with his father,
Mont- Agnes of Mont-
1373/4- predeceasing him.
Conrad ? 1393 fort-Bre- fort-Feldkirch
1393 Through his marriage
genz two children
became son-in-law of
Hugo VI.
Margaret of
Pfannberg
c.1373
one child

Mont- Clementia of Son of William III, in-


Hugo 1373/4- 4 April fort- Toggenburg herited Montfort. He
1357
VIII 1423 1423 Pfann- before 1401 was also a minnesinger
berg no children (troubadour).

Anna of Neu-
haus
before 1426
one child
Mont- Judith of Sta-
Son of Hugo VIII, co-
c.1390- fort- deck
Ulrich III ? c.1410? ruled with his father,
1410? Pfann- before 1410
predeceasing him.
berg two children
Rudolph Mont-
16 Novem-
V the Y- ? 1375 fort- Unmarried
ber 1390
ounger Feldkirch
Kunigunde of
Mont- Toggenburg Son of William II, co-
William 1393-
? 1422 fort-Bre- September/Oc- ruled with his father,
IV 1422
genz tober 1387 predeceasing him.
one child
Kunigunde of Sons of Henry I, ruled
Mont-
William 1408- Werdenberg- jointly. After William's
? 1439 fort-
V 1439 Bludenz death, his sons divided
Tettnang
one child the land.

228
Mont-
Rudolph 1408- 8 Decem-
? fort- Unmarried
VI 1425 ber 1425
Tettnang

Eberhard of
Nellenburg
c.1413
one child

William, Mar-
Mont- Son of William II, co-
Elisa- 1422- grave of
? 4 June 1458 fort-Bre- ruled with his father,
beth 1443 Hachberg-Sau-
genz predeceasing him.
senberg
17 August 1422
or 23 February
1424
(annulled 1436)
two children
In 1443 Bregenz was sold to the Archduchy of Austria
Mont-
1423- 14/27 Au- fort-
Stephen ? Unmarried
1437 gust 1437 Pfann- Ruled jointly. Stephen
berg was an uncle of Her-
Mont- Margareta of man I, who was son of
22 January Ulrich II.
Herman 1423- fort- Celje
? 1434 or 24
I 1434/5 Pfann- 15 March 1430
July 1435
berg four children[2]
Mont- Cecilia of Liech-
Herman 1437- fort- tenstein-Murau
? 1482
II 1482 Pfann- 1462
berg five children
Mont- A woman from
1437- fort- the Sternberg Sons of Herman I, ruled
John I ? April 1469
1469 Pfann- family jointly.
berg no children
Mont-
1437- fort-
George I ? 1447 Unmarried
1447 Pfann-
berg
Ursula of
Ulrich IV Mont-
1439- 29 Septem- Hachberg
the El- fort-
1495 ber 1495 1467
der Tettnang Sons of William V,
one child
ruled jointly.
Mont- Beatrice of
Rudolph 1439- 11 Decem-
? fort- Helfenstein
VII 1445 ber 1445
Tettnang no children
Mont-
1439- 23 Novem- fort- Unknown Son of William V, inher-
Henry III
1444 ber 1444 Werden- one child ited Werdenberg.
berg
Elisabeth of
Mont-
1439- 16 October Werdenberg- Son of William V, inher-
Hugo IX fort-Rot-
1491 1491 Heiligenberg ited Rothenfels.
henfels
before 1462

229
one child

Elisabeth of Ho-
henlohe
before 1488
one child
Mont-
Clementia von Left no descendants.
William 1444- 5 February fort-
? Hewen Werdenberg merged in
VI 1483 1483 Werden-
two children Rothenfels.
berg
In 1483 Werdenberg was annexed by Rothenfels.
In 1482 half of Bregenz was recovered by Hugo, son of Herman II.
Son of Herman II,
Mont- Veronica of
1482- bought half of Bregenz
Hugo X ? 1550 fort-Bre- Waldburg
1525 for himself, just to sell
genz no children
it once more in 1525.
In 1525 the half of Bregenz was sold again to the Archduchy of Austria.
Mont- Catherine of Po-
George 1482- March/30 fort- land
?
II 1544 May 1544 Pfann- after 1522
berg one child Sons of Herman II,
Mont- ruled jointly.
Herman 1482- fort-
? 1515 Unmarried
III 1515 Pfann-
berg
Apollonia of
Kirchberg
before 1518
Mont- no children
1491- 19 Septem-
John II ? fort-Rot-
1529 ber 1529 Half-brothers, ruled
henfels Magdalena of
Oettingen jointly. John left no de-
23 June 1524 scendants and was suc-
no children ceeded by his neph-
ews, sons of Hugo XI.
Anna of the Pa-
Mont- latinate-
1491- 24 April
Hugo XI ? fort-Rot- Zweibrücken-
1519 1519
henfels Bitsch
four children

Magdalena of
Ulrich V Mont- Oettingen Left no descendants.
1495- 23 April
The Y- c.1485 fort- 24 February Tettnang merged in
1520 1520
ounger Tettnang 1485 Rothenfels.
no children

In 1520 Tettnang was annexed by Rothenfels.

230
Maria Magda-
Mont- lena of
1529- 21 Novem-
Hugo XII c.1500 fort-Rot- Schwarzenberg
1564 ber 1564
henfels before 1543
six children

Jeanne d'Aren- Sons of Hugo XI, ruled


Mont-
1529- berg jointly.
John III ? 1547 fort-Rot-
1547 c.1535
henfels
no children

Eleonore of
Mont-
Wolf- 1529- 21 March Wolfstein
? fort-Rot-
gang I 1541 1541 before 1523
henfels
no children

Mont- Katharina Fug-


1544- fort- ger
Jacob c.1530 1573
1573 Pfann- 9 February 1553
berg five children
After his death, the
Ursula of Solms-
Mont- county was annexed by
1564- 6 April Lich
Ulrich VI fort-Rot- the Barony of Konigs-
1575 1575 1559
henfels egg, depriving Ulrich's
two children
sons from succession.
In 1575 Rothenfels was annexed by the Barony of Königsegg.
Mont- Sybilla Fugger
1573- 21 February fort- 4 October 1587
John IV c.1557
1619 1619 Pfann- Augsburg
berg three children
Mont-
Wolf- 1573- fort- Sons of Jacob, ruled
? 1596 Unmarried
gang II 1596 Pfann- jointly.
berg
Mont-
George 1544- fort-
? 1590 Unmarried
III 1573 Pfann-
berg
Johanna Eu-
Mont- phroysne of
Hugo 1 April 1619- fort- Waldburg
2 July 1662
XIII 1599 1662 Pfann- 7 October 1618
berg Wolfegg Sons of John IV, ruled
four children jointly.
Mont-
Herman 1619- fort-
? 1641 Unmarried
IV 1641 Pfann-
berg

231
Maria Victoria
Mont-
14 Oc- of Spauer-Fla-
1662- 15 June fort-
Anton I tober von
1706 1706 Pfann-
1635 1670
berg
two children

Anna Eusebia of Sons of Hugo XIII, ruled


Königsegg jointly.
1655
25 No- Mont-
one child
vem- 1662- 12 Septem- fort-
John V
ber 1686 ber 1686 Pfann-
Maria Katharina
1627 berg
of Sulz
12 August 1658
two children

Maria Anna of
26 No- Mont-
Thun-Hohen-
vem- 1706- 17 Decem- fort-
Anton II stein
ber 1733 ber 1733 Pfann- Anton II, son of John V,
16 May 1693
1670 berg shared rule with his
two children
cousin Sebastian, son
of Anton I.
Mont-
7 Oc-
Sebas- 1706- 6 February fort-
tober Unmarried
tian 1728 1728 Pfann-
1684
berg

Maximi- Mont- Maria Antonia


20 Ja-
lian Jo- 1733- 17 March fort- of Waldburg
nuary Son of Anton II.
seph Er- 1759 1759 Pfann- 26 January 1722
1700
nest berg one child

Sophia Theresa
Maximiliane of
3 No- Mont-
Limburg-Bronk- After his death the
Francis vem- 1759- 24 March fort-
horst county was sold to Aus-
Xavier ber 1780 1780 Pfann-
1 December tria.
1722 berg
1758
no children

In 1780, Pfannberg was sold to the Archduchy of Austria

232
Abbildung 326: Montforter Besitz im 14. Jh.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Werdenberg_(Adelsgeschlecht)#/media/Datei:Karte_Werden-
berger.png. Marco Zanoli (sidonius 13:29, 3 March 2007 (UTC)) (https://commons.wikime-
dia.org/wiki/File:Karte_Werdenberger.png), https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/legal-
code

233
Die Entstehung des Geschlechts der Grafen von Montfort lässt sich auf seinen Sohn Hugo II.,
Pfalzgraf von Tübingen († 1182), zurückführen. Durch seine Frau, Gräfin Elisabeth von Bre-
genz, Erbin von Bregenz, Montfort und Sigmaringen, Tochter von Graf Rudolf von Bregenz,
erbte er den Besitz der Grafen von Bregenz und kam dadurch – neben seiner mächtigen Stel-
lung in Oberschwaben – in eine beherrschende Stellung im Raum Vorarlberg/Ostschweiz. Au-
ßerdem kam er durch diese eheliche Verbindung in nahe verwandtschaftliche Beziehungen zu
Kaiser Friedrich I. Barbarossa und den Welfen (Elisabeth war – ebenso wie Barbarossa und
Heinrich der Löwe – ein Enkelkind des Welfenherzogs Heinrichs des Schwarzen von Bayern).
Ein Großteil des Bregenzer Erbes ging nach Hugos II. Tod an seinen zweiten Sohn Hugo (†
1228/30, III. von Tübingen, I. von Montfort über, der sich etwa ab dem Jahr 1200 Hugo von
Montfort nannte. Sein Besitz umfasste die Grafschaft über Churrätien, Tettnang, Bregenz,
Feldkirch, Sonnenberg, Werdenberg und Sargans. Für das Wappen des neu entstandenen
Montforter Hauses wurde das Wappen des Tübinger Grafenhauses abgewandelt und die rote
Montfortsche Kirchenfahne auf silbernen (statt goldenen) Grund gelegt.

Hugo von Montforts älterer Bruder Rudolf I. (1160–1219) setzte die Linie der Pfalzgrafen von
Tübingen fort; fünf Generationen später verkaufte jedoch Pfalzgraf Gottfried II. († 1369) Tü-
bingen 1342 an die Grafschaft Württemberg und führte nurmehr den bloßen Titel eines Gra-
fen von Tübingen; er erbte aber über seine Frau Clara von Freiburg die Herrschaft Lichteneck.
Die Linie seiner Nachfahren, der Grafen von Tübingen-Lichteneck, existierte bis 1664 und
stellte damit neben den Montfortern in Tettnang die am längsten bestehende Linie des Hauses
Nagold-Tübingen dar.

Linie Feldkirch

Der genannte Graf Hugo (III. von Tübingen, I. von Montfort, † 1228), gründete die Stadt Feld-
kirch und erbaute um 1200 auf einem Hügel über der Stadt die Schattenburg. Sie wurde im
14. Jahrhundert Mittelpunkt der Herrschaft Montfort-Feldkirch und damit zur Nachfolgerburg
zu Alt-Montfort. 1375 verkaufte Burggraf Rudolf IV. von Montfort die von der Schattenburg
aus verwaltete Herrschaft Feldkirch an Herzog Leopold III. aus dem Hause Habsburg.

Linie Bregenz

Hugo II., Pfalzgraf von Tübingen († 1182), hatte durch seine Frau Elisabeth den Besitz der Gra-
fen von Bregenz geerbt. Unter montfortischer Herrschaft existierten ab 1170 als Teillinie die
Grafen von Montfort-Bregenz. Sie erloschen schon 1338 wieder.

In Folge bildete sich aus dem dritten Haus der Montforter (das erste war Montfort-Feldkirch),
den Montfort-Tettnang, ab 1354 die Linie Montfort-Tettnang-Bregenz, die sich 1379 in die äl-
tere und die jüngere Herrschaft teilte. Dieses Haus brachte mit Hugo XII. (VIII. von Bregenz,
1357–1423), Minnesänger und Staatsmann, einen europäisch bedeutenden Vertreter hervor.

Elisabeth von Hochberg (Hachberg), Erbtochter Wilhelms VII. († 1422), verkaufte 1451 die äl-
tere Herrschaft, einen Teil des Gebiets, an die Habsburger. Die jüngere Herrschaft nannte sich
ab 1514 Tettnang-Bregenz-Bregenz, da sich mit den Tettnang-Bregenz-Pfannberg/Beckach
(siehe unten) ein steirischer Zweig mit den Besitzungen, die der Minnesänger Hugo durch Hei-
rat erworben hatte, ergab. 1523 verkauften die Montfort-Bregenzer, die allesamt in der

234
Fremde dienten, auch den anderen Teil der Bregenzer Grafschaft. Das Montfort-Tettnang-Bre-
genzer Haus trat aber im steirischen Zweig 1574 auch das Erbe der Montfort-Tettnanger an,
und erlosch erst 1787, und mit ihm das Gesamthaus Montfort.

Steirischer Zweig

1362 erbte Margareta, Gemahlin des Minnesängers Hugo von Montfort (1357–1423) aus der
Tettnang-Bregenzer Linie, die steirischen Besitzungen ihrer erloschenen Familie, der Grafen
von Pfannberg. Hugo nahm seinen Wohnsitz ab 1401 auf der Burg Pfannberg und trat in den
steirischen Herrenstand ein. Nach dem Verkauf von Pfannberg 1524 übersiedelte der steiri-
sche Zweig auf die Burg Peggau und nannte sich Montfort-Bregenz-Peggau, beziehungsweise
zeitgenössisch Montforth-Bregenz-Beckach. 1574 erlosch die Tettnanger Hauptlinie der vor-
arlbergischen Montforter und die Peggauer traten ihr Erbe an, 1596 verkauften sie daher Burg
und Herrschaft Peggau.

Linie Werdenberg (Zweige Heiligenberg, Sargans und Vaduz)

Nach Hugos I. von Montforts Tod verwalteten seine Söhne den Familienbesitz zunächst ge-
meinsam. Als Stammvater des Hauses Werdenberg gilt Rudolf I., obwohl erst sein Sohn Hart-
mann den Titel comes de Werdenberch (urkundlich seit 1259) führte. Nachdem sowohl Rudolf
(bereits vor 1247) als auch sein jüngerer Bruder Hugo gestorben waren, erfolgte 1258 eine
Aufteilung. Dabei erhielten Rudolfs Söhne Hugo I. von Werdenberg-Heiligenberg und Hart-
mann I. von Werdenberg den südlichen Teil des montfortischen Besitzes; mit ihnen verzweigte
sich die Familie der Werdenberger in die Hauptlinien Werdenberg-Heiligenberg und Werden-
berg-Sargans. Für das Wappen des Werdenberger Hauses wurde die rote Montforter Kirchen-
fahne in eine schwarze umgewandelt.

Sigmaringen war nur kurzzeitig ab 1272 (bis zum Verkauf 1290) durch Erbschaft im Besitz der
Werdenberger. Allerdings kam es 1399 von Württemberg pfandweise an die Werdenberger
zurück, samt der oberen Grafschaft Veringen, zehn Jahre später auch der unteren Grafschaft.
1535 gelangte Sigmaringen an die Grafen von Zollern, deren Nachfahren Schloss und Grund-
herrschaft bis heute besitzen.

Zweig Werdenberg-Heiligenberg

Hugo I. von Werdenberg-Heiligenberg († 1280), war eng mit König Rudolf von Habsburg ver-
bunden und konnte so 1274 die Landvogtei über Oberschwaben und Churwalden sowie 1277
die Grafschaft Heiligenberg erwerben. Nach seinem Tod 1280 spaltete sich der Familienbesitz,
in dessen Folge sich die Nachkommen des älteren seiner Söhne, Rudolfs I., fortan Grafen von
Werdenberg nannten. Graf Hugo III. fügte dem Besitz noch Burg und Stadt Rheineck, Hohent-
rins mit Tamins, Reichenau GR sowie durch seine Heirat mit Anna von Wildenberg die Herr-
schaften Freudenberg und Greifenstein hinzu. Die Werdenberger wurden als Nachfolger der
Wildenberger auch Klostervögte des Reichsklosters Pfäfers mit der Vogtsburg Wartenstein.

Albrecht I. war 1327 Reichslandvogt um den Bodensee, 1331 auch der Länder Uri, Schwyz und
Unterwalden. Er fügte dem Besitz die Reichsvogtei über Altstätten und das Rheintal sowie
Wartau hinzu. Albrecht I. war in eine Fehde mit Graf Rudolf III. von Montfort-Feldkirch verwi-
ckelt, die den Niedergang des Geschlechts einläutete und den Habsburgern ermöglichte, im

235
Vorarlberg Fuß zu fassen. 1402 verpfändeten die Werdenberger die Grafschaft Werdenberg
an die Grafen von Montfort-Tettnang.

Durch die Ehe der Gräfin Clementine von Montfort-Werdenberg kamen die Grafschaft Wer-
denberg und die Herrschaft Wartau 1483 in den Besitz des Grafen Johann Peter von Sax-Misox
(1462–1540), der sie 1485 an die Stadt Luzern verkaufte. Durch die Ehe der Gräfin Anna von
Werdenberg-Heiligenberg mit Graf Friedrich zu Fürstenberg kam Heiligenberg 1535 an die
Fürstenberger, die Schloss und Grundherrschaft bis heute besitzen.

Zweig Werdenberg-Sargans

Schon unter Graf Hugo I. von Montfort (* um 1160, † 1228) war Anfang des 13. Jahrhunderts
das vermutlich bereits bestehende Schloss Sargans als kleine Burganlage ausgebaut worden.
Um die Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Anlage unter Hartmann I. Sitz des Zweiges der
Grafen von Werdenberg-Sargans.

Urkundlich werden die Montforter erstmals 1242 als Herren von Sonnenberg erwähnt, mit der
Erbteilung um 1260 kam die Herrschaft Sonnenberg an den Zweig Werdenberg-Sargans. 1258
wurde die Burg Nüziders errichtet – sie heißt seit ihrem Wiederaufbau 1409/10 Burg Sonnen-
berg.

1338 kam Schloss Ortenstein zusammen mit den anderen Gütern im Domleschg, der Bären-
burg u. a. durch Heirat der Ursula von Vaz mit Graf Rudolf an die Grafen von Werdenberg-
Sargans.

1455 verkauften Jörg (Georg) Graf von Werdenberg-Sargans (ca. 1427–1504) und dessen Bru-
der Wilhelm die Feste und Herrschaft Sonnenberg an Eberhard I. aus dem Haus Waldburg,
Jörgs späteren Schwiegervater. 1483 erwarben die eidgenössischen sieben alten Orte die
Grafschaft Sargans, die dadurch Untertanenland der Eidgenossen wurde. Nach dem Tod des
Grafen Georg von Werdenberg-Sargans 1505 wurde Ortenstein als bischöflich-churisches
Lehen eingezogen.

Zweig Werdenberg-Vaduz

Die Grafschaft Vaduz entstand 1342 durch Erbteilung als Teil der Grafschaft Werdenberg. Die-
ser Grafschaft wurde 1396 die Reichsunmittelbarkeit gewährt, nachdem vier Jahre zuvor die
Ansprüche der Grafen zu Werdenberg endeten. Die gräfliche Linie von Vaduz starb 1416 aus
und die Freiherren von Brandis übernahmen die Herrschaft.

Linie Montfort-Tettnang

Ein Enkel des Grafen Hugo I. von Tübingen-Montfort, Graf Hugo III. von Montfort, erhielt bei
der Teilung der Grafschaft die Gebiete um Tettnang, war also Begründer der sogenannten
„Tettnanger Linie“. 1309 starb Hugo III.; sein Sohn Wilhelm II. erbte dessen Herrschaftsgebiet.
In dem Thronstreit zwischen Friedrich dem Schönen und Ludwig dem Bayern stellte er sich
zunächst auf die Seite der Habsburger, lief 1319 jedoch zu Ludwig über. Daher wurde die Stadt
Tettnang 1322 von dem Habsburger Herzog Leopold belagert und völlig zerstört.

236
Nach dem Tod Wilhelms V. teilten seine Söhne die Grafschaft Montfort-Tettnang in drei Kom-
plexe: einerseits Tettnang, andererseits Rothenfels, Argen (Wasserburg Argen samt Langen-
argen) und Wasserburg, sowie Werdenberg mit den rätischen Besitzungen, wobei letztere bis
1470 an Habsburg verloren gingen. Ulrich V. (1440–1495) und dessen Sohn Ulrich VII. von
Montfort-Tettnang († 1520) residierten daher in Tettnang als Hauptstadt ihrer Grafschaft.

Nach den Zerstörungen des Dreißigjährigen Kriegs, denen auch die alte Burg Tettnang zum
Opfer fiel, nutzten die Grafen von Montfort ab 1629 das Torschloss Tettnang als Residenz.
Graf Johann X. von Montfort (1627–1686) ließ ab 1667 auf dem Gelände vor der Burgruine
einen Schlossbau ausführen, das heutige Alte Schloss. In seiner bescheidenen Dimension ent-
sprach es den wirtschaftlichen Möglichkeiten der Grafen, nicht aber ihrem dynastischen An-
spruch, da sie als Nachfahren der Pfalzgrafen von Tübingen sich als Vertreter eines der vor-
nehmsten Geschlechter Oberschwabens betrachteten und eine Hofhaltung anstrebten, die
einem regierenden Hause angemessen war.

Deshalb wurde unter Graf Anton III. von Montfort zwischen 1712 und 1728 das Neue Schloss
als barocke Residenz erbaut. Doch der Bau riss ein riesiges Loch in die Kasse des Grafen, und
nach fünfzehnjähriger Bauzeit ließ er 1728 die Arbeiten einstellen. Nachdem Graf Anton III.
wegen der immensen Schuldenlast von der Regierung abgetreten war, ließ sein Sohn Graf
Ernst (1700–1755) lediglich 1731 die Hofkapelle vollenden. 1753 brannte das halbfertige
Schloss bis auf die Erdgeschossgewölbe aus. Graf Franz Xaver (1722–1780) ließ mit finanzieller
Unterstützung aus Österreich das Schloss wiederaufbauen.

1779 oder 1780 wurde die Grafschaft Montfort wegen hoher Schulden – vor allem verursacht
durch die Bautätigkeit – an das Haus Österreich weit unter Wert zwangsverkauft. Damit gingen
die letzten Montfortschen Besitzungen Herrschaft Tettnang, Herrschaft Argen und Rittergut
Schomburg verloren. Das Geschlecht erlosch 1787 mit dem Tod seines letzten männlichen Na-
mensträgers, Graf Anton IV., dem die Habsburger eine kleine Rente ausgesetzt hatten, end-
gültig.

1810 kam ein Teil der alten Grafschaft Montfort um Langenargen und Tettnang, die nach den
napoleonischen Neuordnungen an Bayern gekommen war, durch Gebietstausch an Württem-
berg. Nach dem Fall Napoleons und der Auflösung des Königreich Westphalen verlieh König
Friedrich I. von Württemberg seiner Tochter Katharina und ihrem Gatten Jérôme Bonaparte
den Titel Prinzessin und Prinz von Montfort. Diese hielten sich dort aber nie auf, sondern
hauptsächlich in Triest.

237
Münzen der Grafschaft Montfort
Ulrich IX. zu Rothenfels (1564 – 1574)
3 Kreuzer (Groschen)
Abbildung 327: MONTFORT, Grafschaft, 3 Kreuzer (Groschen) 1571

NDW ID: 42774


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner 36, Slg. Wurster 149
Prägestätte: Langenargen
Beschreibung: Mit Titulatur Kaiser Maximilian II.

s 60
ss 120
vz 240

ss Rufpreis 135 €, nicht versteigert 0 2013 Sonntag/17

2 Kreuzer
Abbildung 328: MONTFORT, Grafschaft, 2 Kreuzer 1568

NDW ID: 42773


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner 29, Slg. Wurster 1494
Prägestätte: Tettnang
Beschreibung: Mit Titulatur Kaiser Maximilian II.

s 380
ss 750
vz 1500

ss-vz 850 2013 Sonntag/17

238
Hugo XIV. und Johann VII. (1619 – 1625)
1 Taler
Abbildung 329: Montfort, Grafschaft. Hugo IV. Und Johann VII. 1611-1621. Taler 1620, Erolzheim

Sincona, Auction 47, Los 1469, 1000 CHF


DEUTSCHLAND. Montfort, Grafschaft. Hugo IV. und Johann VII. 1611-1621. Taler 1620, Erolzheim. Mit
Titel Ferdinands II. Arabeske am Ende der Vorderseitenumschrift und vor der Jahreszahl. 28.37 g. Ebner
43. Dav. 7077. Äußerst seltene Variante / Extremely rare variety. Sehr schön / Very fine (~€ 855/~US$
1055)
Nach letzten Untersuchungen wurden die unterwertigen Taler vom Schwager der beiden Grafen Na-
mens Freiherr Hans von Bemmelberg in Erolzheim geprägt, der die Münzstätte gepachtet hatte. Diese
seltene Variante mit der Arabeske fehlte in vielen großen Sammlungen, so auch in von Schulthess-
Rechberg.

Hugo XIV. (1621 – 1662)


2 Kreuzer
Abbildung 330: MONTFORT, Grafschaft, 2 Kreuzer 1628

NDW ID: 60145


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner vgl.87
Prägestätte: Langenargen

s 25
ss 50
vz 100

239
1 Pfennig
Abbildung 331: MONTFORT, Grafschaft, 1 Pfennig 1627

NDW ID: 67526


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner 84
Prägestätte: Langenargen
Beschreibung: Kartusche mit der Kirchenfahne, zu den Seiten die abgekürzte Jahreszahl Z-7, oben .H.

Ss Startpreis: 225 EUR 1600 2017 Sonntag/27#890

Johann VIII. (1662 – 1686)


2/3 Taler
Abbildung 332: MONTFORT, Grafschaft, 2/3 Taler 1675

NDW ID: 40125


Fotoquelle: Emporium (vz)
Zitierstellen: Dav. 682, Ebner 89
Beschreibung: Brustbild/Gekröntes Wappen

s 75
ss 150
vz 300

2/3 Taler
Abbildung 333: Montfort, Grafschaft, Johann VIII., 1662-1686. 2/3 Taler1675

Sincona, Auction 9, Los 3809, 130 CHF

240
Montfort, Grafschaft, Johann VIII., 1662-1686. 2/3 Taler1675. 19,14 g. Dav. 682. Ebner 99. Fast sehr
schön.

Gulden zu 60 Kreuzer
Abbildung 334: MONTFORT, Grafschaft, Gulden zu 60 Kreuzer 1679

NDW ID: 40126


Fotoquelle: Emporium (ss-vz)
Zitierstellen: Dav. 685, Ebner 114
Prägestätte: Langenargen
Beschreibung: Brustbild/Gekröntes Wappen

s 75
ss 150
vz 300

15 Kreuzer
Abbildung 335: MONTFORT, Grafschaft, 15 Kreuzer 1676

NDW ID: 67527


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner 105a, Slg. Wurster 1520
Prägestätte: Langenargen

s 40
ss 80
vz 160

241
Anton der Ältere (1686 – 1693)
Gulden zu 60 Kreuzer
Abbildung 336: MONTFORT, Grafschaft, Gulden zu 60 Kreuzer 1690

NDW ID: 60146


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Dav. 686, Ebner 127, Slg. Wurster 1531
Prägestätte: Langenargen
Beschreibung: Geharnischtes Brustbild nach rechts / Gekröntes Wappen auf gekreuzten Zweigen

s 120
ss 240
vz 480

vz Ex. mit Gegenstempel des Fränkischen Kreises 400 2016 Sonntag/23

15 Kreuzer
Abbildung 337: MONTFORT, Grafschaft, 15 Kreuzer 1692

NDW ID: 60147


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner 136, Slg. Wurster 1538
Prägestätte: Langenargen

s 35
ss 75
vz 150

242
Anton III. der Jüngere (1693 – 1733)
1 Taler
Abbildung 338: MONTFORT, Grafschaft, 1 Taler 1696

NDW ID: 8666


Fotoquelle: MM
Zitierstellen: D. 7078/Ebner 151

s 1000
ss 2000
vz 4000

ss-vz 2000 2012 34a/37

1/2 Gulden zu 30 Kreuzern


Abbildung 339: MONTFORT, Grafschaft, 1/2 Gulden zu 30 Kreuzern 1732

NDW ID: 65490


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Ebner 266
Prägestätte: Langenargen

s 370
ss 750
vz 1500

vz-Stgl Startpreis: 1'000 EUR 1800 2017 Möller/69#387

243
4 Kreuzer
Abbildung 340: MONTFORT, Grafschaft, 4 Kreuzer 1714

Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Ebner 178/Hoffm.1698

s 40
ss 80
vz 160

ss 50 2012 34a/37
ss 35 2011 Schimmer/55

1 Kreuzer
Abbildung 341: MONTFORT, Grafschaft, 1 Kreuzer 1726

NDW ID: 64917


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: B.-E. 231
Prägestätte: Langenargen

s 10
ss 20
vz 40

244
1/2 Kreuzer
Abbildung 342: Montfort, Grafschaft, Anton der Jüngere 1693-1733. Einseitiger 1/2 Kreuzer 1717

Sonntag, Auction 24, Los 814, 75 Euro


Montfort, Grafschaft, Anton der Jüngere 1693-1733. Einseitiger 1/2 Kreuzer 1717, Langenargen. Eb-
ner 203, Slg. Wurster 1568, selten in dieser Erhaltung, winziger Randriß, vorzüglich-prägefrisch

Ernst Max Joseph (1733 – 1758)


1 Dukat
Abbildung 343: MONTFORT, Grafschaft, 1 Dukat 1745

NDW ID: 8669


Fotoquelle: MM
Zitierstellen: Ebner 321

s 2000
ss 4000
vz 8000

vz-Stgl 8000 2012 34a/37

1/4 Karolin
Abbildung 344: MONTFORT, Grafschaft, 1/4 Karolin 1736

NDW ID: 65787

245
Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Fb. 561 (unter Österreich), Ebner 293
Prägestätte: Langenargen

ss 1500
vz 3000
Stgl 6000

vz- 2200 2016 Künker/271#227

1 Kreuzer
Abbildung 345: MONTFORT, Grafschaft, 1 Kreuzer 1739

NDW ID: 60149


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Ebner 299, Slg. Wurster 1580
Beschreibung: Rentkreuzer

s 50
ss 100
vz 200

vz 160 2016 Sonntag/23

Franz Xaver (1758 – 1779)]


1 Taler
Abbildung 346: MONTFORT, FRANZ XAVER 1758-1780, Taler 1759, Langenargen

Möller, Auction 60, Los 1471, 575 Euro


MONTFORT, FRANZ XAVER 1758-1780, Taler 1759, Langenargen, Dav. 2459, Wurster 1587, Ebner 352,
kl. Rf. f. vz

246
Pfullendorf
Pfullendorf ist die drittgrößte Stadt im baden-württembergischen Landkreis Sigmaringen und
eine ehemalige freie Reichsstadt. Die Grafen von Pfullendorf werden erstmals gegen Ende des
11. Jahrhunderts erwähnt. Rudolf von Pfullendorf war wohl der mächtigste, aber auch letzte
von ihnen; er besaß Ländereien und Besitzrechte im Linzgau und rund um den Bodensee. Er
war der Schwiegersohn von Herzog Welf VI. Seine Frau Elisabeth (* um 1130/35; † 1164/80)
war eine Cousine von Herzog Heinrich dem Löwen und von Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Weil
Rudolf keinen männlichen Erben hatte, setzte er Barbarossa als Erben ein. Rudolfs Tochter Ita
(* 1150/52; † vor 1191) wurde mit dem Grafen Albrecht III. von Habsburg vermählt, genannt
„der Reiche“. Über Ita von Pfullendorf stammen die späteren Habsburger Könige und Kaiser
cognatisch (in weiblicher Linie) von den Welfen ab.
Im Jahre 1434 verlieh Kaiser Sigismund der Reichsstadt die „Hohe Gerichtsbarkeit“, den Blut-
bann. Nunmehr war Pfullendorf keinem Fürsten mehr hörig und nur noch dem Kaiser und Gott
untertan. Seine Bürger lebten von Handwerk, zahlreichen Märkten und Viehhaltung.
m 14. und 15. Jahrhundert gehörte Pfullendorf zahlreichen Städtebündnissen an, die die Frei-
heiten der Reichsstädte gegen die Fürsten verteidigten. So gehörte Pfullendorf z. B. 1431 und
1441 mit Überlingen und Ravensburg dem Bund der Seestädte an. Im Jahr 1492 war Pfullen-
dorf z. B. Mitglied des Schwäbischen Bundes gegen Herzog Albrecht von Bayern. Pfullendorf
stellte vier Mann, sechs Pferde, vier Wägen und acht Zelte für den Feldzug.
Während des Spanischen Erbfolgekrieges wurde Pfullendorf im Mai 1704 von einer bayrisch-
französischen Armee besetzt, wurde aber nicht verbrannt.
Vor allem im 18. und 19. Jahrhundert gab es in Pfullendorf alljährlich einen Kindermarkt für
sogenannte „Schwabenkinder“. Das waren Kinder aus dem heutigen Vorarlberg, Nord- und
Südtirol, sowie der Schweiz, die vom Frühjahr bis zum Herbst zum Viehhüten oder zur Arbeit
hauptsächlich in der Landwirtschaft ins Schwäbische geschickt wurden. Eine Vermutung be-
sagt, sie hätten den Fasnachtsbrauch des „Schnellens“ nach Pfullendorf gebracht. Der als Fuhr-
mann aus dem 19. Jahrhundert gekleidete Schneller mit seiner Karbatsche begleitet die Pful-
lendorfer Fasnet bereits seit der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurde Pfullendorf, das ab 1500 zum
Schwäbischen Reichskreis gehörte, wie fast alle anderen Reichsstädte mediatisiert. Hieraus
resultiert der Verlust der herausgehobenen Stellung als „Reichsstadt“. Pfullendorf wurde Teil
des Großherzogtums Baden und blieb bis 1936 Amtssitz eines badischen Bezirksamtes. 1806
übernahm das Großherzogtum Baden auch die Aufsicht über das Spital, das in der Folge viele
Ländereien und andere Vermögenswerte verkaufen musste. Chronist Johann Georg Heilig
sprach in diesem Zusammenhang vom „badischen Joch“34.

34
https://de.wikipedia.org/wiki/Pfullendorf

247
Abbildung 347: PFULLENDORF, GRAFSCHAFT, Rudolf von Ramsberg-Pfullendorf, 1158-1180, Vierzipfe-
liger Pfennig

Emporium, Auction 74, Los 2074, 135 Euro


PFULLENDORF, GRAFSCHAFT, Rudolf von Ramsberg-Pfullendorf, 1158-1180, vierzipfeliger Pfennig. Ste-
hender Eber l., umher mit Dreiblättern besetzter Perlkreis. 0,41 g. Wiel. Tf. IId, Sf., prägeschw., ss

Abbildung 348: Grafen von Pfullendorf. Vierzipfeliger Pfennig 1170-1180

Sonntag, Auction 19, Los 946, 1200 Euro


Pfullendorf, Grafen von Pfullendorf. Vierzipfeliger Pfennig 1170-1180. Stehender, nach links gerichte-
ter Eber in einem mit Dreiblättern besetzten Perlkreis. Klein/Ulmer (CC) 245, Klein (KP) 126, Wiel.
(Schaffhausen) S. 15 Tf. IId, Z. d. St. 199.82, Slg. von Höfken II 257. 0,45 g selten und überdurchschnitt-
lich erhalten, sehr schön-vorzüglich

Abbildung 349: Grafen von Pfullendorf. Vierzipfeliger Pfennig 1170-1180

Sonntag, Auction 19, Los 947, 360 Euro


Pfullendorf, Grafen von Pfullendorf. Vierzipfeliger Pfennig 1170-1180. Ein weiteres, ähnliches
Exemplar von abweichenden Stempeln. Mit größeren Proportionen und die Schnauze des Ebers ist
nicht nach unten gerichtet. Klein/Ulmer (CC) 245. 0,45 g, selten, minimal gewellt, sehr schön

248
Radolfzell
Radolfzell war Münzstätte der Abtei → Reichenau
Radolfzell wurde um 826 von Bischof Radolt von Verona (Amtszeit 799 bis 840, gestorben um
847) gegründet, nach dem die Stadt ihren Namen erhielt (lat.: Cella Ratoldi). Ältester Überlie-
ferungsträger der Gründungsgeschichte Radolfzells ist eine Reliquienübertragungslegende
des Klosters Reichenau und Teil der Sammelhandschrift des Reichenauer „Codex domesticus“.

Im Jahr 1100 kam es unter dem Reichenauer Abt Ulrich II. von Dapfen und mit Zustimmung
Heinrichs IV. nach Allensbach „in dem Weiler Radolfs“ (in villa Ratolfi) zur zweiten Marktgrün-
dung des Klosters, vermutlich verbunden mit einem eigenen Münzrecht. Neben dem Bauern-
und Fischerdorf, dem alten reichenauischen Kelhof und der Kirche Radolfs, die in der Obhut
eines Chorherrenstifts stand, wurde ein von dem Kelhof getrennter Handelsplatz mit eigenem
Recht konstituiert. Die Marktrechtsurkunde von 1100 gilt als die früheste in Südwestdeutsch-
land überlieferte Urkunde über die Schaffung eines eigenen städtischen Grund- und Boden-
rechts, das im Stadtrecht von Freiburg im Breisgau 1120 weiter ausgebildet wurde. Gleichzei-
tig wurde die Siedlung erweitert und wenig später mit dem Bau einer Stadtmauer und ihrer
vier ältesten Tortürme begonnen, von denen drei neben den Resten der Stadtmauer heute
noch erhalten sind.

Die Äbte der Reichenau, welche in den Anfängen der Siedlung Grund- und Hofrechte, mithin
die unbeschränkte Herrschaft über den Ort als Eigengut des Klosters besaßen, belehnten und
vergaben auch das Vogteirecht an Reichenauer Ministerialen, die ihrerseits zusammen mit
dem jeweiligen Meier und Schultheiß für die Gerichtsbarkeit bzw. für die recht- und regelmä-
ßigen Abgaben der Zinsbauern (Censualen) und Hörigen an die Reichenauer Lehensgeber zu-
ständig waren.

Erst 1267 erhielt Radolfzell die Stadtrechte und wird in diesem Zusammenhang wieder der
„rechtmäßigen Gewalt“ eines Reichenauer Abtes (Albrecht von Ramstein) unterstellt, nach-
dem es zwischenzeitlich den Herren von Friedingen, welche Vogt- und Meieramt über Radolf-
zell ausübten, unterstanden hatte.

Aber nicht lange nachdem die Reichenau die Vogtei über Radolfzell zurück erworben hatte,
verkaufte im Jahr 1298 der Konstanzer Bischof Heinrich II. von Klingenberg, unter dessen
Pflegschaft das äbtelose und hoch verschuldete Kloster Reichenau damals stand, die Vogtei
über Radolfzell samt den Dörfern Aach (Hegau), Überlingen am Ried, Böhringen und Reute
(Radolfzell) an die Habsburger unter König Albrecht I. (HRR). Im Habsburger Urbar zu Beginn
des 14. Jahrhunderts wird Radolfzell zusammen mit Böhringen, Überlingen und Reute denn
auch – zum habsburgischen Amt Aach gehörig – geführt. Radolfzell sollte die nächsten 500
Jahre nahezu ununterbrochen unter der Herrschaft Habsburg-Österreichs bleiben. Zwar er-
hielt die Stadt 1415 als Folge der Ächtung Herzog Friedrichs IV. die Reichsfreiheit – Friedrich
hatte dem auf dem Konstanzer Konzil weilenden Papst Johannes XXIII. zur Flucht verholfen –
doch kam die Stadt 1455 wiederum unter habsburgisch-österreichische Herrschaft, gehörte
zur Landgrafschaft Nellenburg und zählte zu den schwäbisch-österreichischen Ständen35.

35
https://de.wikipedia.org/wiki/Radolfzell_am_Bodensee

249
1806 fiel die Stadt an das Königreich Württemberg und kam 1810 im Tausch an das Großher-
zogtum Baden. Hier wurde die Stadt Sitz des Bezirksamts Radolfzell, das 1872 aufgelöst wurde.
Anschließend gehörte Radolfzell zum Bezirksamt Konstanz, aus dem 1939 der Landkreis Kon-
stanz hervorging.
Abbildung 350: Radolfzell (Münzstätte der Abtei Reichenau), Heinrich der Löwe 1129-1195

Sonntag, Auction 20, Los 1294, 240 Euro


Radolfzell (Münzstätte der Abtei Reichenau), Heinrich der Löwe 1129-1195 (als Kastvogt 1152-1180).
Halbbrakteat 1100-1150. Brustbild mit Mitra und Krummstab von vorn (nicht ausgeprägt) / Hand im
Handschuh auf Kreuz. Dannenb. 1696, Fd. Steckborn 6-13, Geiger (Steckb. 1998) Abb. 2, Klein 110-
113. 0,41 g, selten, sehr schön

Abbildung 351: Radolfzell (Münzstätte der Abtei Reichenau). Diethelm von Krenkingen 1169-1206.
Brakteat 1190-1200

Sonntag, Auction 28, Los 1379, 540 Euro


Radolfzell (Münzstätte der Abtei Reichenau). Diethelm von Krenkingen 1169-1206. Brakteat 1190-
1200. Zwei waagerecht gegeneinander schwimmende Fische, zwischen denen sich eine kleine Kugel
befindet, im Feld drei Sterne. Umschrift: NONETA.ABBATIS.AVGENSIS+. Klein/Ulmer (CC) 56, Cahn
163, Klein (KP) 28, Slg. Ulmer 35. 0,43 g, selten, feine Patina, gutes sehr schön

Abbildung 352: Radolfzell. Silberne Prämienmedaille 1882

Sonntag, Auction 20, Los 714, 150 Euro

250
Badische Städte und Gemeinden – Feuerwehrmedaillen. Radolfzell. Silberne Prämienmedaille 1882
von M. Mayer, für 20-jährige Dienste als Freiwilliger Feuerwehrmann. Gekröntes Stadtwappen auf Kar-
tusche sowie Schrift / Feuerwehrhelm, darunter Namensgravur des Beliehenen "Henes/Hernatin-
ger/Schuhmacher". 36,4 mm, 24,94 g, selten, feine Patina, minimale Randfehler, vorzüglich-präge-
frisch

Abbildung 353: Radolfzell (Baden), Stadt 10 Pfennig Eisen 1918

Teutoburger, Auction 107, Los 2740, 850 Euro


Radolfzell (Baden), Stadt 10 Pfennig Eisen 1918, Funck 436.1B, gutes vorzüglich

Abbildung 354: Tragbare, mattierte Silbermedaille 1925

Sonntag, Auction 25, Los 1609, 68 Euro


See- und Hegau Schützengau – Gauschießen, 2. Gauschießen des See- und Hegau Schützengaus zu
Radolfzell 1925. Tragbare, mattierte Silbermedaille unsigniert. Verzierte Schrifttafel, darunter freie
Kartusche / Schütze mit Gewehr nach links im Anschlag. 40,2 mm, 18,25 g. Mit Feingehaltspunze
"990" am Aversrand, zaponiert, mit Originalöse, vorzüglich

Ravensburg
Mit dem Untergang der Staufer endete auch das Herzogtum Schwaben als politische Körper-
schaft. Wie viele andere Städte Schwabens regierte sich Ravensburg fortan selbst, die Burg
wurde Reichsbesitz. 1276 bestätigte der Habsburger König Rudolf I. die reichsstädtischen Pri-
vilegien Ravensburgs. Auf der Burg saß fürderhin der kaiserliche Landvogt der Reichsland-
vogtei Schwaben.

1803 wurde durch den Reichsdeputationshauptschluss die Reichsunmittelbarkeit der meisten


Reichsstädte aufgehoben (Mediatisierung) und kirchlicher, bisher ebenfalls reichsunmittelba-
rer Grundbesitz, verstaatlicht (Säkularisation). Beide Maßnahmen dienten unter anderem der
territorialen Entschädigung von Reichsfürsten, die durch die napoleonischen Eroberungen
linksrheinische Gebiete verloren hatten.

251
Die Stadt wurde zunächst Bayern (siehe Landgericht Ravensburg (Bayerische Verwaltungsein-
heit)) zugeschlagen. Da die umliegenden habsburgischen Lande an Württemberg fielen, die
Reichsklöster Weingarten und Weißenau wiederum anderen Reichsfürsten zugeordnet wur-
den, entstand eine Enklavensituation, die wirtschaftlich sehr abträglich war. Erst 1810 kam
Ravensburg nach einem Gebietstausch im Allgäu – bestätigt durch den Wiener Kongress 1815
– zum Königreich Württemberg, das zuvor auch schon die ausgedehnten Territorien von Wein-
garten (einschließlich des heutigen Schlosses in Friedrichshafen) erworben hatte. Die Stadt
wurde Sitz des Oberamts Ravensburg36.

Ravensburg, Reichsmünzstätte
Friedrich I. (1152 - 1190)
Abbildung 355: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J. (1185/1200)

NDW ID: 48115


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Berger 2533
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Verwilderte Umschrift, Torburg mit 3 Türmen
Gewicht: 0,50 g

s 40
ss 80
vz 160

Heinrich VI. (1190 - 1197)


Abbildung 356: HEINRICH VI., 1190-1197. Pfennig um 1190-1200

Münzen & Medaillen, Auction 18, Los 2056, 170 Euro


RAVENSBURG, königliche Münzstätte, HEINRICH VI., 1190-1197. Pfennig um 1190-1200. Stilisierte
Stadtansicht in Form einer Mauer mit Tor, Torturm und zwei seitlichen Türmen (nach Kölner Vorbild).
Trugschrift zwischen zwei Perlreifen. 0,50 g. CC 192.2. Cahn 202 var. Lanz 13(19). Klein 104.
Vorzüglich

36
https://de.wikipedia.org/wiki/Ravensburg

252
Friedrich II. (1215 - 1250)2
Abbildung 357: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 62072


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Bonh. 1849, Berger 2542, Wüthrich 261
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Mauer mit Tor, darauf Turm m. 3 Zinnen zw. 2 Ringeln.
Gewicht: 0,41 g

s 75
ss 150
vz 300

vz 170 2016 Möller/68#539

Abbildung 358: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J. (um 1240)

NDW ID: 67552


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 207, Klein (KP) 110
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Gekrönter Kopf unter einem geperlten Torbogen, der ein gegittertes Spitzdach trägt
und von zwei kleinen Spitztürmen flankiert wird, Gew.: 0,44 g

s 600
ss 1200
vz 2400

ss-vz 1400 2017 Sonntag/27#1315

253
Konrad IV. (1250 - 1254)
Abbildung 359: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat

NDW ID: 65509


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Cahn 208, Bonh.1846, Berger 2551
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Gew.: 0,49 g

s 35
ss 75
vz 150

Richard von Cornwall (1257 - 1271)


Abbildung 360: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 51090


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Berger 2550; Klein/Ulmer (CC) 211
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Drei gedeckte Zinnentürme, der mittlere hat eine Toröffnung, die äußeren stehen auf
einem Unterbau, in dem sich jeweils ein Ringel befindet
Gewicht: 0,43 g

s 100
ss 200
vz 400

ss Startpreis 75 € 210 2016 Künker/272

254
Konradin (1258 - 1268)
Abbildung 361: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 58627


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Berger 2549
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Torburg mit einem großen Mittelturm und zwei Seitentürmen
Gew. 0,28 g

s 50
ss 100
vz 200

Rudolf I. von Habsburg (1273 - 1291)


Abbildung 362: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 40153


Fotoquelle: Emporium (vz-Stgl)
Zitierstellen: Cahn 208, Berger 2551, Klein/Ulmer 215
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Dreitürmiges Torgebäude, im Tor eine sechsblättrige Rosette. Umgeben von geschlos-
senem Ringelkreis und Punkten, Gewicht: 0,48 g

s 30
ss 60
vz 120

vz 120 2017 Gorny & Mosch/246#3016

255
Abbildung 363: RAVENSBURG, Reichsmünzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 67553


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: vgl. Klein/Ulmer 213 und 215
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Zweitürmiges Torgebäude mit einem halbrunden Giebeltor, auf dem sich ein Kreuz er-
hebt, im Torbogen ein sechsstrahliger Stern. Wulstreif und Kreuz-Viereck-Rand, Gew.: 0,43 g

s 1000
ss 2000
vz 4000

vz-Stgl 4500 2017 Sonntag/27#1316

Ravensburg, Stadt
Stadtgeld
Abbildung 364: RAVENSBURG, Stadt, 1 Pfennig o. J. (ab 1693)

NDW ID: 58628


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 29
Prägestätte: Ravensburg
Beschreibung: Gewicht: 0,66 g

s 50
ss 100
vz 200

ss 95 2016 Emporium/76

256
Z. Zt. Rudolf II. (1576-1612)[
Abbildung 365: RAVENSBURG, Stadt, 1/24 Taler 1602

NDW ID: 9012


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: KM 5
Prägestätte:

s 30
ss 60
vz 120

Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637)


Abbildung 366: RAVENSBURG, Stadt, 1 Taler 1624

NDW ID: 52208


Fotoquelle: GM
Zitierstellen: Nau 45, Forster 483
Prägestätte: Augsburg
Beschreibung: Sogenannter "Regimentstaler"
Stadtansicht, oben Stadt- und Reichswappen unter einer Krone, römische Jahreszahl. / Wappen-
schilde des Kleinen (5) und Großen (10) Rates, 1-6-2-4-DS verteilt unter den Wappenpaaren
Schräg geriffelter Rand

s 2000
ss 4000
vz 8000

ss-vz 5500 2016 Gorny & Mosch/238

257
Z. Zt. Leopold I. (1657-1705)
Abbildung 367: RAVENSBURG, Stadt, 1 Pfennig 1695

NDW ID: 9013


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 34
Beschreibung: einseitiger Pfennig

s 40
ss 80
vz 160

Reichenau

Die Insel Reichenau war bereits von den Römern bebaut und besiedelt. So beschreibt der Be-
nediktinermönch Walahfrid Strabo in seinem Buch 7: „In diesem See (Bodensee) gibt es eine
Insel derer sich Tiberius gleichsam als einer Burg anlässlich des Zuges gegen die Vindelicier
bequem bei den Kämpfen zu Schiff bedienen konnte.“

Die Grundstücke gehörten bis in die 1830er Jahre Stiftungen oder dem Fürstbischof. Sie wur-
den als Lehen an Rebleute oder Bauern vergeben. Das Lehnswesen wurde in den 1830er Jah-
ren aufgelöst. Die Grundstücke konnten von den ehemaligen Lehensnehmern gekauft wer-
den.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurden im Sommer 1945 etwa zwei Drittel der Bewohner
der Insel für zweieinhalb Monate evakuiert. Rund 3000 französische KZ-Häftlinge aus dem
Konzentrationslager Dachau verbrachten dort ihre Quarantäne vor ihrer Rückkehr in die Hei-
mat37.

37
https://de.wikipedia.org/wiki/Reichenau_(Insel)

258
Reichenau, Abtei (Baden)
Diethelm von Krenkingen (1169 - 1206)

Sonntag, Auction 20, Los 1295, 450 Euro


Radolfzell (Münzstätte der Abtei Reichenau), Diethelm von Krenkingen 1169-1206. Brakteat 1180-
1190. Stehender Abt von vorn, in der Rechten ein Palmwedel, in der Linken ein offenes Buch und ein
Kreuzstab. Rechts neben dem Hals ein Ringel, über dem Palmwedel eine kleine Kugel. Klein/Ulmer (CC)
55, Cahn 109a, Klein (KP) 27, Slg. Ulmer 34. 0,43 g, selten, leichte Schrötlingsfehler am Rand, sehr schön

Abbildung 368: REICHENAU, ABTEI, Ulrich IV. von Heideck, 1159-1174

Emporium, Auction 70, Los 1590, 70 Euro


REICHENAU, ABTEI, Ulrich IV. von Heideck, 1159-1174
Brakteat (um 1160), Radolfzell. Tonsuriertes Brb. des Abtes l., davor Krummstab, rings Trugschrift.
0,56 g. Berger 2559, ss

Martin von Krenkingen 1492-1508


Abbildung 369: Reichenau, Abtei, Martin von Krenkingen, 1492-1508. Einseitiger Pfennig o. J.

Sonntag, Auction 25, Los 1114, 750 Euro


Reichenau, Abtei, Martin von Krenkingen, 1492-1508. Einseitiger Pfennig o. J. – Radolfzell -. Bischofs-
stab über Wappenschild im Fadenkreis. Cahn 123, Nau -. 0,21 g, selten, vorzüglich

259
Abbildung 370: REICHENAU, Abtei, Brakteat o. J.

NDW ID: 60201


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 55, Cahn 109a, Klein 27
Prägestätte: Radolfzell
Beschreibung: Stehender Abt von vorn, in der Rechten ein Palmwedel, in der Linken ein offenes Buch
und ein Kreuzstab. Rechts neben dem Hals ein Ringel, über dem Palmwedel eine kleine Kugel
Gewicht: 0,46 g

s 200
ss 400
vz 800

ss-vz 540 2016 Sonntag/23

Konrad von Zimmern (1234 - 1255)


Abbildung 371: Radolfzell (Abtei Reichenau). Konrad von Zimmern 1234-1255. Brakteat um 1240

Sincona, Auction 51, Los 3273, 500 CHF


DEUTSCHLAND. Radolfzell (Abtei Reichenau). Konrad von Zimmern 1234-1255. Brakteat um 1240. Mit-
riertes Brustbild über einem Fisch, in der Rechten Krummstab, in der Linken Buch, über dem sich eine
Lilie befindet. Im Feld ein großes und ein kleines Kreuz sowie drei Ringel. 0.42 g. Klein/Ulmer (CC) 58.
Selten / Rare. Gutes sehr schön / Good very fine (~€ 440/USD 505)

Abbildung 372: REICHENAU, Abtei, Brakteat o. J. (um 1240)

NDW ID: 60202

260
Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer 58, Cahn 161, Klein 30
Prägestätte: Radolfzell
Beschreibung: Mitriertes Brustbild über einem Fisch, es hält in der Rechten einen Krummstab und in
der Linken ein Buch, über dem sich eine Lilie befindet. Im Feld ein großes und ein kleines Kreuz sowie
drei Ringel, Gewicht: 0,48 g

s 240
ss 480
vz 900

ss 400 2016 Sonntag/23

261
262
Schaffhausen

1045 verlieh König Heinrich III. in Köln Graf Eberhard VI. von Nellenburg das Münzrecht für die
am Rhein gelegene Siedlung Scafhusun. Die Ernennungsurkunde wird im Stadtarchiv Schaff-
hausen aufbewahrt. 1049 wurde das Kloster zu Allerheiligen von Ita und Eberhard von Nellen-
burg gegründet. Die Klostergebäude wurden 1064 fertiggestellt. Ab 1090 bis 1105 wurde das
romanische Münster als neue Klosterkirche errichtet. Der Münsterturm wurde in der zweiten
Hälfte des 12. Jahrhunderts hinzugefügt. Der Altar und der Bauplatz wurden von Papst Leo IX.
geweiht. Der Sohn von Eberhard, Graf Burkhard von Nellenburg, schenkte 1080 dem Kloster
Allerheiligen die Stadt Schaffhausen samt Markt- und Münzrecht. Der jeweilige Abt war somit
Herr über die Stadt. Im selben Jahr stiftete Graf Burkhard von Nellenburg für seine Mutter,
Gräfin Ita († nach 1100), das Kloster Sankt Agnesen. Im Jahre 1190 wurde das Kloster Allerhei-
ligen und die Stadt reichsunmittelbar, d. h. sie unterstanden direkt dem Deutschen Kaiser
Heinrich VI. Das Barfüßerkloster wurde 1250 als drittes Kloster in der Stadt gegründet. Auf
einem Siegel von 1253 erscheint erstmals ein aus einem Tor herausschreitender Schafbock.
Eine feste Brücke über den Rhein wurde im Jahre 1259 erstmals urkundlich erwähnt. 1278
sicherte König Rudolf I. von Habsburg den Bürgern zu, dass sie ausschließlich vor ein Schaff-
hauser Gericht gestellt werden können. Die Bürger fühlten sich somit als Bewohner einer
freien Stadt. 1299 zählte die Stadt 376 Häuser und 6 Türme. Ab 1324 hatte Schaffhausen die
Schutzvogtei über das Kloster Paradies übernommen.

Im Jahre 1312 schloss Schaffhausen zur Verbesserung der Handelsbeziehungen und zur ge-
genseitigen Beistandspflicht mit Zürich, St. Gallen und Konstanz ein auf vier Jahre befristetes
Bündnis. König Ludwig der Bayer verpfändete 1330 nebst Rheinfelden auch die Stadt Schaff-
hausen an die Herzöge Albrecht II. und Otto von Habsburg. Zahlreiche Vorrechte als Reichs-
stadt gingen verloren. Schaffhausen wurde für die nächsten 85 Jahre zu einer österreichischen
Landstadt und musste den habsburgischen Vögten jedes Jahr Abgaben leisten. Fast drei Viertel
aller Häuser in Schaffhausen wurden 1372 bei einem verheerenden Stadtbrand ein Raub der
Flammen. 1386 muss Schaffhausen an der Seite der Habsburger in der Schlacht bei Sempach
gegen die Eidgenossen kämpfen. Mehrere Mitglieder des Stadtadels verloren dabei ihr Leben.
In Schaffhausen fand im Jahr 1402 einer der ersten bekannten Hexenprozesse statt38.
Ende 12. Jahrhundert
Abbildung 373: Runder Pfennig

Sincona, Auction 35, Los 5288, 750 CHF.


Runder Pfennig. 0.28 g. HMZ 1-419. Sehr selten / Very rare. Starker Ausbruch / Planchet defect. Vor-
züglich / Extremely fine.

38
https://de.wikipedia.org/wiki/Schaffhausen

263
13. Jahrhundert, 1. Hälfte
Abbildung 374: Vierzipfliger Pfennig o. J. (1. Hälfte 13. Jhdt.)

Sincona, Auction 18, Los 3552, 1700 CHF.


Vierzipfliger Pfennig o. J. (1. Hälfte 13. Jhdt.). Einseitig. Widder nach rechts mit offenem Türmchen auf
dem Rücken. 0.33 g. HMZ 1-423a. Sehr selten. Sehr schön-vorzüglich.

Abbildung 375: Mitte 13. Jh. Vierzipfeliger Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 37, Los 588, 160 Euro.


MÜNZSTÄTTE DES KLOSTERS ZU ALLERHEILIGEN. Mitte 13. Jh. Vierzipfeliger Pfennig. Schafbock r., über
dem Hinterteil ein Kreuz. Perlkreis. W. Schaffhausen 8. W. Breisgau 53. HMZ 1-426. Vorzüglich.

Das Kloster Allerheiligen oder Salvator-Kloster in Schaffhausen war eine Benediktinerabtei


und wurde von Eberhard VI. von Nellenburg 1049 gestiftet. Das Münster ist heute evangelisch-
reformierte Pfarrkirche39.

Abbildung 376: Schweiz-Schaffhausen, Stadt. Vierzipfeliger Pfennig um 1250

Sonntag, Auction 30, Los 496, 170 Euro.


Schweiz-Schaffhausen, Stadt. Vierzipfeliger Pfennig um 1250. Widder nach rechts, über seinem Rücken
ein sechsstrahliger Stern. Wiel. 9, Slg. Wüthrich -, Wiel. (Breisgau) 52, HMZ 1-427a, Slg. Ulmer 307. 0,34
g. fast vorzüglich.

39
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Allerheiligen_(Schweiz)

264
Abbildung 377: Vierzipfliger Pfennig o. J., einseitig

Sincona, Auction 6, Los 2827, 700 CHF


Vierzipfliger Pfennig o. J., einseitig. Widder nach links aus Turm springend, grober Perlkreis. 0,38 g.
HMZ 1- 428. Wielandt, Schaffhausen 11. Wielandt, Breisgau 73e. Selten. Sehr schön.

13. Jahrhundert, 2. Hälfte


Abbildung 378: Schaffhausen. Vierzipfliger Pfennig o. J. (13. Jahrhundert)

Sincona, Auction 11, Los 2822, 2000 CHF


Schaffhausen. Vierzipfliger Pfennig o. J. (13. Jahrhundert). 0.36 g. Wielandt 10. HMZ 1-430a. Sehr sel-
ten. Gereinigt. Schön-sehr schön.

14. Jahrhundert
Abbildung 379: MÜNZSTÄTTE DES KLOSTERS ZU ALLERHEILIGEN. 1300-1320. Vierzipfeliger Pfennig

Münzen & Medaillen, Auction 38, Los 647, 210 Euro.


MÜNZSTÄTTE DES KLOSTERS ZU ALLERHEILIGEN. 1300-1320. Vierzipfeliger Pfennig. Schafbock aus ei-
nem Turm l. heraustretend. Perlreif. 0,38 g. W. Schaffhausen 12. W. Breisgau 73f. Slg. Wüthr. 182. HMZ
1-432. Leichte Prägeschwäche am unteren Rand. Sehr schön-vorzüglich.

265
Abbildung 380: Schaffhausen. Vierzipfliger Pfennig o. J., einseitig

Sincona, Auction 6, Los 2832, 175 CHF


Schaffhausen. Vierzipfliger Pfennig o. J., einseitig. Zurückblickender Widder nach rechts, dahinter
Kreuzstab. Perlrand. 0.4 g. und 0,36 g. HMZ 1-433a. Slg. Wüthrich 186. Fast sehr schön und sehr schön.

Abbildung 381: Schweiz-Schaffhausen. Runder Pfennig Ende 14. Jh.

Sonntag, Auction 27, Los 365, 450 Euro.


Schweiz-Schaffhausen. Runder Pfennig Ende 14. Jh. Aus Turm springender Widder nach links, über dem
Turm eine Kugel. Wulstreif und Perlkreis. Wiel. (Schaffhausen) 19, HMZ 1-435, Slg. Wüthrich -. 0,32 g.
sehr selten, minimale Schrötlingsfehler, sehr schön.

15. Jahrhundert
Prager Goschen
Angster
Haller

Abbildung 382: BÖHMEN. Wenzel III. (IV.) 1378-1419. Prager Groschen mit Gegenstempel "Schafhaus
(dem Stadtwappen entnommen)" von SCHAFFHAUSEN

Sonntag, Auction 27, Los 543, 2400 Euro.


BÖHMEN. Wenzel III. (IV.) 1378-1419. Prager Groschen mit Gegenstempel "Schafhaus (dem Stadtwap-
pen entnommen)" von SCHAFFHAUSEN. HMZ 2-745a (LP!). 2,35 g, sehr selten, Münze gering erhalten,
Gegenstempel sehr schön.

266
Abbildung 383: Schaffhausen. Runder Pfennig o. J. (Angster)

Sincona, Auction 16, Los 5819, 60 CHF


Schaffhausen. Runder Pfennig o. J., 0.44 g. Wielandt (Schaffhausen) 16. HMZ 2-746a. Schön-sehr
schön.

Abbildung 384: Schaffhausen. Lot. Haller o. J.

Sincona, Auction 16, Los 5820, 375 CHF


Schaffhausen. Lot. Haller o. J., Wielandt (Schaffhausen) 22. HMZ 2-747a. Selten. Schön-sehr schön.

16. Jahrhundert
Dukat
Taler
Guldentaler
Halbtaler
Dicken
Batzen
Groschen
Halbbatzen
Kreuzer
Vierer
Pfennig
Heller

Abbildung 385: SCHAFFHAUSEN. Taler 1550

Sincona, Auction 35, Los 5289, 2800 CHF


1550-1562

267
SCHAFFHAUSEN. Taler 1550. Widder aus Torturm springend. Darüber die Jahreszahl. Rv. Nach links
blickender Adler. 28.81 g. HMZ 2-749a. Sehr seltene Erhaltung. Attraktive Patina. / Rare condition.
Attractive toning. Vorzüglich / Extremely fine.

Abbildung 386: Schaffhausen. Batzen 1514

Sincona, Auction 53, Los 6587, 2400 CHF


1514-1529 und o. J.
SCHWEIZ. Schaffhausen. Batzen 1514, Schaffhausen. Aus dem Torturm springender Widder nach links
mit angewinkelten Vorderfüßen. 2.85 g. Wielandt (Schaffhausen) 374. HMZ 2-753b. Von großer Sel-
tenheit / Of high rarity. Fast sehr schön / About very fine.

Abbildung 387: SCHAFFHAUSEN. Groschen 1597

Sincona, Auction 47, Los 2914, 30 CHF


1550-1599 und o. J.
SCHAFFHAUSEN. Groschen 1597, Schaffhausen. 1.68 g. Wiel. (Schaffhausen) 226ff. HMZ 2-754cc. Sehr
schön / Very fine (~€ 25/~US$ 30)

Abbildung 388: Schaffhausen. AR Halbbatzen

CNG, Electronic Auction 297, 55 USD


1525-1573 und o. J.
SWITZERLAND, Kanton Schaffhausen. Schaffhausen. AR Halbbatzen (22 mm, 1.16 g). Struck circa 1515-
1533. Ram leaping left out from tower gate / Eagle facing, head left, with wings spread. HMZ, Schweiz
2-755b. Near VF.

268
Abbildung 389: Schaffhausen, Etschkreuzer 1551

Sincona, Auction 6, Los 3300, 300 CHF


1550-1560 und o. J.
Schaffhausen, Etschkreuzer 1551. Aus Torturm spingender Widder. In der Umschrift die Jahreszahl. Rv.
Doppeladler auf Kreuz. 1,80 g. Wiel. 163. HMZ 2-756 (fehlt). Selten. Schön-sehr schön.

Abbildung 390: Schaffhausen, Kreuzer 1550

Sincona, Auction 16, Los 5834, 500 CHF


1550-1560 und o. J.
Schaffhausen, Kreuzer 1550. 1.01 g. Wielandt (Schaffhausen) 130 var. HMZ 2-756b. Sehr schön.

Abbildung 391: Schaffhausen. Vierer o. J. / ND

Sincona, Auction 53, Los 6601, 100 CHF


1549-1580 und o. J.
SCHWEIZ. Schaffhausen. Vierer o. J. / ND, Schaffhausen. Variante mit: O REX GLO XP. und einköpfiger
Adler nach links. 0.44 g. Wielandt (Schaffhausen) 77. HMZ 2-757b. Fast sehr schön / About very fine.

Abbildung 392: Schaffhausen, Pfennig o. J.

269
Sincona, Auction 16, Los 5829, 800 CHF
Schaffhausen, Pfennig o. J., 0.25 g. Wielandt (Schaffhausen) 22a (Abb. 21a sic.). HMZ 2-758a var. Sel-
ten. Schrötlingsrisse. Fast vorzüglich.

Abbildung 393: Schaffhausen. Haller o. J. / ND

Sincona, Auction 53, Los 6600, 475 CHF


SCHWEIZ. Schaffhausen. Haller o. J. / ND, Schaffhausen. Nach links springender Widder ohne Turm. Je
ein Horn nach rechts und nach links. Erste Hälfte 16. Jahrhundert. Zwei Varianten. Wielandt (Schaff-
hausen) 22a (Tf. XV 21a). HMZ 2-759b. Selten / Rare. Schrötlingsrisse / Planchet cracks. Sehr schön /
Very fine.

17. Jahrhundert
Dukat
Goldgulden
Halbdukat
Taler
Halbtaler
Dicken
Örtli
Halbdicken
Pfennig
Heller

Abbildung 394: Schaffhausen, Dukat 1633

Sincona, Auction 1, Los 1928, 3100 CHF


1614-1657 und o. J.
Schaffhausen, Dukat 1633. Stadtwappen auf verzierter Kartusche. Rv. Nimbierter Doppeladler mit
Kreuz zwischen den Köpfen. 3,45 g. D.T. 1368a. HMZ 2-760e. Fr. 370. Selten. Fast vorzüglich.

270
Abbildung 395: Schaffhausen. AR Taler

CNG, Auction 90, Los 2330, 260 USD


1620-1656
SWITZERLAND, Kanton Schaffhausen. Schaffhausen. AR Taler (40 mm, 27.99 g). Dated 1621. Ram leap-
ing left out of tower gate / Eagle facing, head left, with wings spread. HMZ, Schweiz 2-763b; Coraggioni
pl. XXVIII 6 var. (date). Near VF, toned. From the HLT Collection.

Abbildung 396: SCHAFFHAUSEN. Halbtaler 1621

Sincona, Auction 44, Los 5661, 500 CHF


SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. Halbtaler 1621, Schaffhausen. Die 0 der Jahreszahl 1620 wie üblich in 1621
umgeschnitten. 14.46 g. Wiel. (Schaffhausen) 661. D.T. 1374. HMZ 2-764. Leicht justiert / Minor ad-
justment marks. Sehr schön / Very fine.

Abbildung 397: SCHAFFHAUSEN. Dicken 1614

Sincona, Auction 47, Los 2916, 150 CHF


1611-1635
SCHAFFHAUSEN. Dicken 1614. 8.74 g. D.T. 1375. HMZ 2-765b. Sehr schön-vorzüglich / Very fine-extre-
mely fine (~€ 130/~US$ 160)

271
Abbildung 398: SCHAFFHAUSEN. Örtli 1657

Sincona, Auction 44, Los 5676, 115 CHF


1605-1658 und o. J.
SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. Örtli 1657, Schaffhausen. Kein Gegenstempel. 4.82 g. Wiel. (Schaffhausen)
462(?). D.T. 1379a. HMZ 2-766e (dieses Expl. Abgebildet). Flaue Stellen bei Jahreszahl. Zainende / Weak
areas at cipher of year. Edge clip. Gutes sehr schön / Good very fine.

Abbildung 399: SCHAFFHAUSEN. Halbdicken 1620

Sincona, Auction 44, Los 5659, 1100 CHF


1616-1627
SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. Halbdicken 1620, Schaffhausen. 4.97 g. Wiel. (Schaffhausen) 452. D.T.
1382c. HMZ 2-767c (dieses Expl. abgebildet). Selten in dieser Erhaltung / Rare in this condition. Flaue
Stellen / Weak areas. Gutes sehr schön / Good very fine.

Abbildung 400: SCHAFFHAUSEN. Batzen 1657

Sincona, Auction 44, Los 5678, 120 CHF


1657-1698
SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. Batzen 1657, Schaffhausen. Durchmesser ca. 26 mm. 2.40 g. Wiel. (Schaff-
hausen) 431 ff., D.T. 1385b. HMZ 2-768b. Fast sehr schön / About very fine.

272
Abbildung 401: SCHAFFHAUSEN. Groschen 1611

Sincona, Auction 44, Los 5652, 700 CHF


1605-1698
SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. Groschen 1611, Schaffhausen. Unvollständige Jahreszahl 161. 1.89 g. Wiel.
(Schaffhausen) 251 ff. Var. D.T. 1375a, 1386c. HMZ 2-765a, 2-769e. Selten / Rare. Sehr schön / Very
fine.

Abbildung 402: SCHAFFHAUSEN. 2 Kreuzer = Halbbatzen 1626

Sincona, Auction 44, Los 5666, 1300 CHF


1626-1698
SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. 2 Kreuzer = Halbbatzen 1626, Schaffhausen. 1.14 g. Wiel. (Schaffhausen)
372. D.T. 1390a. HMZ 2-770a (dieses Expl. Abgebildet). Sehr selten und hervorragend erhalten / Very
rare and of excellent condition. Fast vorzüglich- vorzüglich / About extremely fine-extremely fine.

Abbildung 403: Schaffhausen, Vierer 1626

Sincona, Auction 16, Los 5860, 275 CHF


1610-1630 und o. J.
Schaffhausen, Vierer 1626. 0.43 g. Wielandt (Schaffhausen) 109 var. D.T. 1393b. HMZ 2-772f. Sehr
schön.

273
Abbildung 404: SCHAFFHAUSEN. Pfennig o. J.

Sincona, Auction 44, Los 5684, 750 CHF


SCHWEIZ. SCHAFFHAUSEN. Pfennig o. J., Schaffhausen. Nach links springender Widder auf grasbe-
wachsenem Untergrund. 0.23 g. Wiel. (Schaffhausen) 26. D.T. 1395. HMZ 2-773b (dieses Expl. Abgebil-
det). Selten / Rare. Sehr schön / Very fine.

Abbildung 405: Schaffhausen. Pfennig o. J.

Sincona, Auction 53, Los 6622, 325 CHF


SCHWEIZ. Schaffhausen. Pfennig o. J. / ND, Schaffhausen. Zwei Varianten. Widder nach links, aus dem
Turmtor springend. Ende 16./Anfang 17. Jahrhundert. Wiel. (Schaffhausen) 23. HMZ 2-774a. Schön /
Fine.

Schaffhausen, Kanton
19. Jahrhundert
Batzen
Abbildung 406: Schaffhausen, Kanton, Batzen 1808

NDW ID: 48848


Fotoquelle: Sincona (Stgl), 1808-1809
HMZ 2-775a; D.T. 151a. KM 67;
Bi 2,50 g; Aufl. 63 750 St; Wappenschild zwischen Lorbeer- und Palmzweig. Rv. Wert im Blumenkranz.

s 60
ss 125
vz 250
Stgl 500

274
vz+ 120 2019 Teutoburger 122#1357
Stgl 272 2018 Sin 47#2921
Stgl 413 2014 Sincona/20#3460

1/2 Batzen
Abbildung 407: Schaffhausen, Kanton, 1/2 Batzen 1809

NDW ID: 48851


Fotoquelle: Busso Peus (fStgl), 1808-1809
Divo/Tobler 152 b, HMZ 2-776 b; KM 68;
Prägestätte: Bern
Bi.; Aufl. 30 000 St;

s 30
ss 60
vz 125
Stgl 250

f. Stgl 180 2010 Peus/402#1738

Kreuzer
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-777

Schaffhausen /Stein am Rhein


Das Kloster St. Georgen war eine Benediktinerabtei in Stein am Rhein im Kanton Schaffhausen,
Schweiz. Schutzpatrone des Klosters waren der Heilige Georg und Cyrill von Gortyna. Es han-
delt sich um eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Klosteranlagen der Schweiz. Die
Abtei war bedeutend für die Entwicklung der Stadt Stein am Rhein. Das Kloster ist ein wert-
volles Bau- und Kunstdenkmal aus dem Anfang des 11. Jahrhunderts. Es wurde in romanischer
Zeit gegründet und in der Zeit vom 15. bis zum frühen 16. Jahrhundert mehrfach umgebaut.
Das Kloster ist bereits in der Reformation aufgehoben worden. Heute befindet sich in der ehe-
maligen Klosteranlage das Museum Kloster Sankt Georgen40.
Zur Ausprägung von Pfennigen kam es vermutlich nur in den Jahren um 123041.
Runder Pfennig
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 1-435A

40
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_St._Georgen_(Stein_am_Rhein)
41
Kunzmann / Richter, S. 229

275
Sigmaringen
Im 11. Jahrhundert, dem Ende des Frühmittelalters, entstand die erste Burganlage auf dem
talabriegelnden Felsen. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1077, als Kö-
nig Rudolf von Schwaben die Sigmaringer Burg vergeblich belagerte. Die offizielle Stadtgrün-
dung erfolgte 1250.
In den Jahren 1460 und 1500 wurde die Burg zum Schloss umgebaut. Über die Grafen von
Werdenberg gelangte Sigmaringen 1535 an das Hochadelsgeschlecht der Hohenzollern. Vier
Jahre später kam es zu einem verheerenden Schlossbrand. 1540 gingen Sigmaringen und
Veringen über den „Pfullendorfer Vertrag“ endgültig an das Haus Hohenzollern, Graf Karl I.
von Hohenzollern bezog das Schloss.
1535 erhielt Graf Karl von Hohenzollern die Grafschaft Sigmaringen als Lehen. Damit wurde
Sigmaringen Sitz einer zollernschen Linie. In den Jahren 1801 bis 1806 konnte Amalie Zephy-
rine von Salm-Kyrburg, die zu jener Zeit in Paris lebende Ehefrau des Erbprinzen Anton Aloys
von Hohenzollern-Sigmaringen, dank ihrer Beziehungen zu Joséphine de Beauharnais, der
Ehefrau von Kaiser Napoléon Bonaparte, die Mediatisierung sowohl von Hohenzollern-Sigma-
ringen als auch von Hohenzollern-Hechingen abwenden. Das Fürstentum Hohenzollern blieb
im Gegensatz zu vielen anderen kleinen Fürstentümern als souveräne Herrschaft erhalten. So
war Sigmaringen von 1806 bis 1849 Hauptstadt und Residenz des souveränen Fürstentums
Hohenzollern-Sigmaringen42.
Sigmaringen-Helfenstein, Grafschaft
Ulrich II. (1241 - 1289)
Abbildung 408: SIGMARINGEN-HELFENSTEIN, Grafschaft, Brakteat o. J.

NDW ID: 67571


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 252, Cahn S. 131
Beschreibung: Nach links schreitender Hirsch mit gerade stehenden Ohren und drei Perlen auf dem
rechten Hinterlauf. Perlrand mit 36 Perlen, Gew.: 0,49 g

s 500
ss 1000
vz 2000

vz Startpreis: 1'350 EUR 2200 2017 Sonntag/27#1479

42
https://de.wikipedia.org/wiki/Sigmaringen

276
St. Gallen, Abtei

Die Fürstabtei St. Gallen, genannt Kloster St. Gallen (gegründet 719, aufgehoben 1805), war
eine Benediktinerabtei in der heutigen Ostschweiz und nach dem Kloster Säckingen das zweit-
älteste Kloster auf dem Gebiet der Alamannen. Der Abt von St. Gallen war bis 1798 Reichsfürst
mit Sitz und Stimme im Reichstag des Heiligen Römischen Reiches; St. Gallen war gleichzeitig
erster Zugewandter Ort der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Bis zur Aufhebung der Abtei 1805 diente die Stiftskirche St. Gallen als Klosterkirche43.

12. Jh.
Abbildung 409: SCHWEIZ / ST. GALLEN, ABTEI, Ulrich IV., 1167-1199, Vierzipfliger Pfennig um 1170/80

Emporium, Auction 73, Los 883, 200 Euro.


SCHWEIZ / ST. GALLEN, ABTEI, Ulrich IV., 1167-1199, Vierzipfliger Pfennig um 1170/80. Lamm l. im
Perlkreis. 0,44g. HMZ 460, ss.

Abbildung 410: Abtei. Runder Pfennig o. J.

Sincona, Auction 35, Los 5356, 150 CHF.


Abtei. Runder Pfennig o. J., 0.41 g. Slg. Wüthrich 274. HMZ 1-463a. Fast vorzüglich / About extremely
fine.

43
https://de.wikipedia.org/wiki/Fürstabtei_St._Gallen

277
13. Jh.
Abbildung 411: Abtei. Lot. Runder Pfennig o. J.

Sincona, Auction 16, Los 5970, 450 CHF.


Abtei. Lot. Runder Pfennig o. J., Slg. Wüthrich 277. HMZ 1-467a. Selten. Gutes sehr schön.

Abbildung 412: SWITZERLAND, Kanton St. Gallen. St. Gallen. 13th century. AR Bracteae

CNG, Electronic Auction 298, Los 444, 120 USD


SWITZERLAND, Kanton St. Gallen. St. Gallen. 13th century. AR Brakteat (20 mm, 0.47 g). Agnus Dei
standing left, head right; croizer behind / Incuse of obverse. HMZ, Schweiz 1-469. VF, toned.

Abbildung 413: St. Gallen, Abtei. Runder Pfennig, o. J., einseitig

Sincona, Auction 6, Los 2846, 200 CHF.


St. Gallen, Abtei. Runder Pfennig, o. J., einseitig. Zurückblickendes Lamm nach links mit Kreuzstab.
Wulstkreis innerhalb Perlkreis. 0,49 g. HMZ 1-470b. Slg. Wüthrich 281. Sehr schön.

Abbildung 414: Schweiz-St. Gallen, Münzstätte der Abtei. Anonym. Brakteat um 1250 (?)

278
Sonntag, Auction 18, Los 421, 5500 Euro.
Schweiz-St. Gallen, Münzstätte der Abtei. Anonym. Brakteat um 1250 (?). Nach links stehendes Lamm
mit Heiligenschein und zurückgewandtem Kopf, dahinter ein Kreuzstab. Außen Wulstreif und feiner
Perlrand. Klein/Ulmer, Cahn -, Slg. Ulmer -, HMZ 1-471 (LP!). v. Höfken I, S. 347. 0,41 g, von größter
Seltenheit, leicht gewellt, kleine Schrötlingsrisse, sehr schön Dieser äußerst seltene Lammbrakteat mit
Heiligenschein ist laut Klein/Ulmer lediglich aus den Funden Federsee (mit Fragezeichen versehen) so-
wie Niederrieden II bekannt, das einzige gelistete Auktionsvorkommen in der Slg. Verworn wird von
den Verfassern mit dem Nachsatz Fälschung beschrieben. Das einzige Stück in öffentlichen Sammlun-
gen befindet sich im Bestand des Landesmuseums Württemberg in Stuttgart. Unser Stück scheint das
erst zweite Exemplar zu sein (vgl. AMS Auktion 4 Nr. 599, aus Fund Niederrieden), welches je von die-
sem Typus bei einer Auktion angeboten wurde.

Abbildung 415: SCHWEIZ. ST. GALLEN, ABTEI. Um 1250-1270. Brakteat, um 1250-1270

Münzen & Medaillen, Auction 48, Los 1931, 150 Euro.


SCHWEIZ. ST. GALLEN, ABTEI. Um 1250-1270. Brakteat, um 1250-1270. Nach rechts schreitender Bär,
über seinem Rücken eine sechsblättrige Rosette. 0,55 g. HMZ 1-472. Sehr schön.

Abbildung 416: SWITZERLAND, Kanton St. Gallen. St. Gallen (Abtei). 13th century. AR Runder Pfennig

CNG, Electronic Auction 379, Los 544, 45 USD.


SWITZERLAND, Kanton St. Gallen. St. Gallen (Abtei). 13th century. AR Runder Pfennig (19.5 mm, 0.42
g). Paschal lamb standing left; cross-tipped banner over shoulder / Incuse of obverse. HMZ, Schweiz 1-
475. VF, slightly soft strike.

Bernhard Müller von Ochsenhausen 1594-1630


Taler
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-863

Beda Angehrn von Hagenwil 1767-1796


Dukat
Halbdukat
Taler
Halbtaler
Gulden
Halbgulden

279
20 Kreuzer
15 Kreuzer
12 Kreuzer
10 Kreuzer
6 Kreuzer
5 Kreuzer
Batzen
Halbbatzen
Kreuzer
Pfennig

Dukat
Abbildung 417: St. Gallen, Abtei. Dukat 1781

NDW ID: 49075


Fotoquelle: Sincona (vz+), 1773-1781
HMZ 2-865c; D.T. 839. KM 38; Fb. 366.
Au 986; 3,30 g; 24 mm; Kerbrand; BEDA. D. G. - S. R. I. P (Rosette). Von Fürstenhut bekröntes und von
der Ordenskette des Annunziatenordens umgebenes ovales Familienwappen des Abtes auf Hermelin-
mantel und gekreuztem Krummstab und Schwert, zur Seite Mitra. // A - B - B. S. G. - . E. S. I. A. V. E.
Zwischen gekreuztem Palm- und Lorbeerzweig aufrecht schreitender Bär mit geschultertem Holzstück
nach rechts, unten in Palmzweigkartusche die Jahreszahl 1781.
Bewertungen Erhaltung
s 550
ss 1100
vz 2200

ss Kratzer auf der Vs. 1688 2012 Sin 6#3285


vz+ 2254 2013 Sincona/16#5988
vz+ Kl. Zainende. 3746 2011 Sin 1#1897
vz-Stgl MS63 6750 2014 Kün 251#3182

Halbdukat
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-866

280
Taler]
Abbildung 418: St. Gallen, Abtei, Taler 1777

NDW ID: 49082


Fotoquelle: Sincona (vz), 1776-1780, Varianten
HMZ 2-867c.; D.T.841b. Divo 122A; Dav 1778; KM 29;
Ag 27,86 g; 40 mm; Laubrand; Stempelschneider Johann Haag.
Von der Kette des Annunziatenordens umgebener und von Mitra bekrönter, viergeteilter, ovaler Wap-
penschild auf Hermelinmantel und gekreuzten Krummstäben, unten gekreuzter Palm- und Lorbeer-
zweig // In gekreuztem Lorbeer- und Palmzweig, aufrechtschreitender Bär mit geschultertem Holz-
stück nach rechts, im Abschnitt Jahreszahl zwischen zwei Verzierungen, darunter außerhalb des Kran-
zes, ligierte Stempelschneiderinitialen iH (Johann Haag).

s 165
ss 330
vz 660

vz 578 2014 Sincona/20#3486


vz-Stgl 679 2016 Sin 29#2521

Halbtaler [4
Abbildung 419: St. Gallen, Abtei, Halbtaler 1776

NDW ID: 49088


Fotoquelle: Sincona (ss-vz), 1776-1782
D.T. 843a. HMZ 2-868a.; KM 26; Ag 13,90 g; 35 mm; Mzz. V (für Vorster).
Ovales, vierfeldiges Wappen mit Inful bedeckt und mit zwei Krummstäben besteckt.
Rv. Nach r. schreitender, aufgerichteter Bär mit Holzstück auf der Schulter.

s 125
ss 250
vz 500

ss-vz 312 2015 Sincona/23#3733


ss+ 151 2018 Sin 47#2959

281
Gulden
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-869

30 Kreuzer (Halbgulden)2]
Abbildung 420: St. Gallen, Abtei, 30 Kreuzer (Halbgulden) 1796

NDW ID: 49097


Fotoquelle: Sincona (ss), 1781-1796
D.T. 851b. HMZ 2-870b.; KM 36;
Ag 7,20 g; Schräger Strichelrand. Geprägt im 24-Guldenfuss;
Bär mit geschultertem Holzscheit r. zwischen Palm- und Lorbeerzweig.
Rv. In einer Kartusche mit Palmzweigen MON./PRINCIP./TERRIT.S.GALLI/I796. Unten die Wertzahl in
einem Oval.

s 125
ss 250
vz 500

ss 221 2013 Sincona/16#5995

20 Kreuzer
Abbildung 421: St. Gallen, Abtei, 20 Kreuzer 1783

NDW ID: 49100


Fotoquelle: Sincona (ss-vz), 1774-83
D.T. 847c. HMZ 2-871f.; KM 32; Ag 6,59 g; 28 mm; Laubrand. Geprägt im Konventionsfuß. Ovales Fa-
milienwappen des Abtes auf einem Wappenmantel. Rv. Nach rechts schreitender Bär mit geschulter-
tem Holzstück in einem Kranz über der Jahreszahl.

s 100
ss 200
vz 400

ss-vz 253 2012 Sincona/6#3286

15 Kreuzer
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-872

282
12 Kreuzer
Abbildung 422: St. Gallen, Abtei. 12 Kreuzer 1773 /c

NDW ID: 49102


Fotoquelle: Sincona (ss-vz). 1773 und o. J.
HMZ 2-873c; KM 19; D.T. 853b. Ag 3,83 g; 24 mm;
Ovales Familienwappen des Abtes auf einem Wappenmantel.
Rv. Gekröntes Monogramm, darunter die Jahreszahl.

s 175
ss 350
vz 700

ss-vz 465 2012 Sincona/6#3280

10 Kreuzer
Abbildung 423: St. Gallen, Abtei, 10 Kreuzer 1774

NDW ID: 49110


Fotoquelle: Sincona (vz), 1774-1775
D.T.848a. HMZ 2-874a; KM 23; Ag 3,85 g; 25 mm;

s 90
ss 175
vz 350

vz 310 2014 Sincona/20#3483

283
6 Kreuzer
Abbildung 424: St. Gallen, Abtei. 6 Kreuzer 1773

NDW ID: 49111


Fotoquelle: Sincona (vz-Stgl), 1773 und o. J.
D.T.854b. HMZ 2-875b; KM 16;
Ag 2,35 g; Monogramm / Wappen

s 75
ss 150
vz 300
Stgl 600

vz-Stgl 371 2014 Sincona/20#3482

5 Kreuzer
Abbildung 425: St. Gallen, Abtei. 5 Kreuzer 1774

NDW ID: 49113


Fotoquelle: Sincona (vz+), 1774-75
D.T. 849b. HMZ 2-876a; KM 22; Bi 2,26 g;
Av: BEDA D G SRI PS GES II V TH AVAE / Wappen
Rv: S GALLVS ABBAS Der sitzende hl. Gallus reicht dem l. vor ihm stehenden, ein Holzscheit tragenden
Bären ein Brot.

s 100
ss 200
vz 400

vz+ 413 2014 Sincona/20#3484

284
Batzen (4 Kreuzer)
Abbildung 426: St. Gallen, Abtei. Batzen (4 Kreuzer) 1780

NDW ID: 49115


Fotoquelle: Sincona (vz-Stgl), 1780-85, Varianten
D.T.855a. HMZ 2-877a; KM 31;
Bi 2,16 g; Prägungen nach 24 Guldenfuß, Bär auf Boden nach rechts mit geschultertem Holzstück,
Rv. Wert und Jahreszahl in 4 Zeilen.

s 140
ss 275
vz 550
Stgl 1100

vz-Stgl 743 2014 Sincona/20#3487

Halbbatzen (2 Kreuzer)
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2878

Kreuzer [2
Abbildung 427: St. Gallen, Abtei, Kreuzer o. J. (1790)

NDW ID: 49119


Fotoquelle: Sincona (fStgl)
D.T.858. HMZ 2-879b.; KM 6; Bi 0,81 g; Gerippter Rand. Nach links schreitender Bär mit geschulter-
tem Holzstück. Rv. Wert in drei Zeilen in einer Kartusche.

s 150
ss 300
vz 600
Stgl 1200

f. Stgl 909 2014 Sincona/20#3490

285
Pfennig
Abbildung 428: St. Gallen, Abtei, Pfennig o. J. (1791)

NDW ID: 49121


Fotoquelle: Sincona (fvz)
D.T.859. HMZ 2-880a; KM 5; Bi 0,43 g; Bär nach links. Schräg gerippter Rand. Geprägt im 24-Gulden-
fuss.
s 800
ss 1600
vz 3200

vz- 2149 2014 Sincona/20#3491


vz- 2576 2013 Sincona/16#5992

St. Gallen, Kanton

Der Kanton St. Gallen wurde 1803 auf Antrag des helvetischen Abgeordneten Karl Müller-
Friedberg von Napoleon Bonaparte geschaffen. Das Gebiet des Kantons entstand aus der Ver-
schmelzung der helvetischen Kantone Linth und Säntis abzüglich der wiederhergestellten Kan-
tone Glarus und Appenzell. Diese «Konkursmasse» bestand aus den folgenden Gebieten (der
Größe nach):

• «Alte Landschaft» St. Gallen, bis 1798 Kerngebiet der Fürstabtei St. Gallen
• Grafschaft Toggenburg, bis 1798 von den Fürstäbten von St. Gallen regiert
• Grafschaft Sargans, bis 1798 Gemeine Herrschaft der Eidgenossenschaft
• Vogtei Windegg (Gaster) mit dem Amt Gams, bis 1798 Gemeine Herrschaft der Eidge-
nossenschaft
• Vogtei Rheintal, bis 1798 Gemeine Herrschaft der Eidgenossenschaft
• Grafschaft Uznach, bis 1798 Gemeine Herrschaft der Eidgenossenschaft
• Grafschaft Werdenberg, bis 1798 ein Untertanengebiet des Kantons Glarus
• Herrschaft Sax-Forstegg, bis 1798 Untertanengebiet des Kantons Zürich
• Herrschaft Rapperswil, bis 1798 Gemeine Herrschaft der Eidgenossenschaft
• Stadt St. Gallen, bis 1798 Freie Reichsstadt und Stadtrepublik

Der neu gebildete Kanton St. Gallen trat 1803 gemeinsam mit den anderen neuen Kantonen
Thurgau, Waadt, Aargau, Graubünden und Tessin als gleichberechtigtes Bundesglied der
Schweizerischen Eidgenossenschaft bei. Die kurzzeitig auf dem st. gallischen Territorium ge-
bildeten helvetischen Kantone Linth und Säntis wurden aufgelöst.

Der junge Kanton gab sich 1803 und 1814 die ersten Kantonsverfassungen und konnte sich in
der nachnapoleonischen Zeit gegenüber territorialen Ansprüchen des ehem. Fürstabts von
St. Gallen, Pankraz Vorster, einerseits und gegenüber separatistischen Regionen andererseits
behaupten.

286
In der Verfassung von 1814 wurden aufgrund der konfessionellen Heterogenität des Kantons
Angelegenheiten wie Kirchen-, Ehe- und Schulsachen nicht dem Staat, sondern den katholi-
schen und reformierten Bevölkerungsgruppen, den sogenannten «Kantonsteilen», überant-
wortet, sodass neben dem allgemeinen gesetzgebenden Großen Rat (heute Kantonsrat) auch
ein katholischer und ein reformierter Großer Rat eingeführt wurden (→ konfessioneller Dua-
lismus).

1831 wurde eine repräsentativ-demokratische Verfassung eingeführt, die mit dem «Volks-
veto» bereits erste direkt-demokratische Züge aufwies und das bisherige oligarchische Regime
ablöste. 1861 übernahm der Staat nach heftigen Streitigkeiten das bisher kirchliche Schulwe-
sen. Die starke Konfessionalisierung des Kantons prägte St. Gallen aber noch weit bis ins
20. Jahrhundert hinein. 1875 wurde das «Volksveto» durch das fakultative Referendum (Ein-
spracherecht des Volkes gegen Gesetze) ersetzt.

In der Verfassung von 1890 wurden mit der Einführung der Volksinitiative (Recht des Volkes,
Gesetze vorzuschlagen), der Erleichterung das Referendums und der Volkswahl der Regierung
die Volksrechte modernisiert. Dieses Grundgesetz galt, mit vielen Änderungen, bis zum Erlass
der bis heutige gültigen Verfassung von 2001, die in erster Linie die zahlreichen verfassungs-
rechtlichen Neuerungen der vergangenen hundert Jahre zusammenfasste und die Reorgani-
sation des Kantons abschloss.

Das Stimm- und Wahlrecht für Frauen wurde in St. Gallen auf kantonaler und kommunaler
Ebene 1972 eingeführt44.

19. Jahrhundert
Halbfranken
5 Batzen
6 Kreuzer
Batzen
Halbbatzen
Viertelbatzen
Kreuzer
2 Pfennig
Halbkreuzer
Pfennig

1/2 Franken [1]


Abbildung 429: St. Gallen, Kanton, 1/2 Franken 1810

NDW ID: 49187


Fotoquelle: Sincona (ss)

44
https://de.wikipedia.org/wiki/Kanton_St._Gallen

287
D.T.162. HMZ 2-913a; KM 112;
Ag 4,62 g; 25 mm; Kettenrand; Av: CANTON ST GALLEN. Mit Eichenblättern bekränztes Kantonswap-
pen. Im Abschnitt die Jahreszahl. Rv: 1/2 SCHWEIZ FRANKEN. Wertangabe in einem Lorbeer- und Ei-
chenblätterkranz.

s 6500
ss 13000
vz 25000

s-ss 8700 2015 Sincona/26#3845

5 Batzen (= 20 Kreuzer)
Abbildung 430: St. Gallen, Kanton, 5 Batzen (=20 Kreuzer) 1810 /a

NDW ID: 68923


Fotoquelle: Sincona (fStgl), 1810-1817
HMZ 2-914a. DT. 163a. 4,07 g; mit Punkt nach der Wertzahl.

s 100
ss 200
vz 400
Stgl 800

f. Stgl min. Kr. 586 2018 Sin 47#2978

6 Kreuzer
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-915

Batzen (= 4 Kreuzer)
Abbildung 431: St. Gallen, Kanton, Batzen (= 4 Kreuzer) 1807 /a

NDW ID: 49195


Fotoquelle: Sincona (vz-Stgl), 1807-1817, Varianten
HMZ 2-916a; KM 106; D.T. 167. Bi 2,69 g; 21 mm; Wertangabe "1 BAZEN"

s 280
ss 550
vz 1100

288
Stgl 2200

vz-Stgl 1405 2014 Sincona/20#3513

Halbbatzen (= 2 Kreuzer)
Abbildung 432: St. Gallen, Kanton, Halbbatzen (= 2 Kreuzer) 1812

NDW ID: 49207


Fotoquelle: Sincona (Stgl), 1807-1817
HMZ 2-917h; KM 103; D.T. 171d.
Bi 1,98 g; 20 mm;

s 45
ss 90
vz 180
Stgl 360

f. Stgl 230 2018 Sin 47#2979


Stgl 310 2014 Sincona/20#3515

Viertelbatzen (Kreuzer)
Abbildung 433: St. Gallen, Kanton, Viertelbatzen (Kreuzer) 1807

NDW ID: 68921


Fotoquelle: Sincona (fvz), 1807-08
HMZ 2-918a; DT. 172. 0,94 g;

s 65
ss 130
vz 250

vz- 188 2018 Sin 47#2974

289
Kreuzer
Abbildung 434: St. Gallen, Kanton. Kreuzer 1807

NDW ID: 49234


Fotoquelle: Sincona (ss), 1807-16
D.T. 173a. HMZ 2-919a; KM 102; Bi 0,64 g;
Bewertungen Erhaltung
s 900
ss 1800
vz 3600
Jahr Auktion
s-ss 921 2018 Sin 47#2975
ss 1610 2013 Sincona/16#6058eisquellen Erhaltung Endpreis Jahr
Handel
2 Pfennig
Abbildung 435: St. Gallen, Kanton, 2 Pfennig 1808

NDW ID: 49241


Fotoquelle: Sincona (ss)
D.T. 174. HMZ 2-920a.; KM 108; Bi 0,63 g; 13 mm; Kantonswappen zwischen Zweigen. Rv. 2 PFENNIG
und Jahreszahl.

s 35
ss 70
vz 140

ss 403 2013 Sincona/16#6060

290
Halbkreuzer
Abbildung 436: St. Gallen, Kanton. Halbkreuzer 1815

NDW ID: 49246


Fotoquelle: Emporium (vz), 1808-17
HMZ 2-921h; KM 109; Bi 13 mm;

s 15
ss 30
vz 60

vz 55 2015 Emporium/73#880

Pfennig
Ohne Abbildung, vgl. HMZ-922

St. Gallen, Stadt


1180 wurde St. Gallen zur Reichsstadt. 1291 gewährte Abt Wilhelm von Montfort den Bürgern
der Stadt die in einer «Handfeste» niedergelegten Rechte. 1319 wurde mit den Städten Lindau
und Überlingen ein Bund gegründet, der im Verlauf der folgenden Jahrhunderte in die Boden-
seeregion hinein ausgeweitet wurde. 1349 brach in der Stadt die Pest aus. Die Appenzeller
und die Schwyzer schlossen 1403 ein Landrecht, um den Freiheitskampf gegen den Fürstabt
zu führen. Erst König Ruprecht erklärte den Bodensee-Bund für aufgelöst. Am 23. Juni 1454
schworen die St. Galler den Beitritt zur Eidgenossenschaft, wofür sie dem Abt 1457 eine Ab-
löse bezahlen mussten45.
14. Jh.
Abbildung 437: SCHWEIZ. St. Gallen, Stadt und Kanton. Vierzipfliger Pfennig o. J.

Sincona, Auction 53, Los 6735, 80 CHF.


SCHWEIZ. St. Gallen, Stadt und Kanton. Vierzipfliger Pfennig o. J. / ND, St. Gallen. 2 Varianten, 1 x zu-
rückblickendes Lamm mit Kreuzstab & 1 x zurückblickendes Lamm mit Kreuzfahne innerhalb eines
Perlkreises. TZN S. 38/39. HMZ 1-477a, 1-478a. Sehr schön / Very fine. Die Fachliteratur setzt diese

45
https://de.wikipedia.org/wiki/St._Gallen

291
Pfennige vernünftigerweise als in den Übergang des äbtischen Münzrechts an die Stadt St. Gallen zu
Beginn des 14. Jahrhunderts.

15. Jahrhundert
Prager Groschen
Plappart
Kreuzer
Angster
Heller

Abbildung 438: St. Gallen, Stadt. Plappart 1424

Sincona, Auction 5, Los 47, 12000 CHF


1424 und o. J.
St. Gallen, Stadt. Plappart 1424. Av. Vierpass mit Blumenkreuz, im Zentrum Wappenschild mit einköpfi-
gem Adler nach links. Rv. Der Heilige Gallus von vorn mit Krummstab in der rechten Hand, im Vorder-
grund sein Attribut, der Bär, welcher ein Holzscheit schultert und mit einem Brot belohnt wird. 2,04 g.
Iklé 277. Slg. Iklé 1579. TZN 3b. HMZ 2-882c. Sehr selten. Sehr schön. Die älteste Münze in der Schweiz
mit Datumsangabe und die erste Münze in Europa mit arabischen Datumsziffern.

Abbildung 439: St. Gallen, Stadt und Kanton. Kreuzer o. J.

Sincona, Auction 53, Los 6736, 525 CHF


SCHWEIZ. St. Gallen. St. Gallen, Stadt und Kanton. Kreuzer o. J. / ND, St. Gallen. Doppelkreuz, alles
gotische Buchstaben (um 1480-1490?). 0.85 g. TZN 9b. HMZ 2-882Aa (dieses Expl. abgebildet). Sehr
schön / Very fine.

16. Jahrhundert
Taler
Halbtaler
Dicken
Halbdicken
Batzen
Halbbatzen
Groschen
Kreuzer

292
Pfennig
Haller

Abbildung 440: St. Gallen. St. Gallen, Stadt und Kanton. Taler 1565

Sincona, Auction 53, Los 6750, 750 CHF


1563-167, Varianten
SCHWEIZ. St. Gallen. St. Gallen, Stadt und Kanton. Taler 1565, St. Gallen. 28.44 g. TZN 37f., HMZ 2-885d
(dieses Expl. abgebildet). Flaue Stellen / Weak areas. Gutes sehr schön / Good very fine.

Abbildung 441: St. Gallen, Stadt, Halbtaler 1566

Sincona, Auction 4, Los 5630, 4500 CHF


1563-1566
SCHWEIZ, St. Gallen, Stadt, Halbtaler 1566. Bär nach links. Rv. Doppelköpfiger Adler ohne Nimben.
13,70 g. TZN 42b. Iklé 82. Slg. Ikle 1466, var. HMZ 2-886c. Sehr selten. Schön-sehr schön.

Abbildung 442: St. Gallen, Stadt. Dicken 1505

Busso Peus, Auction 406, Los 1285, 150 Euro.


1500-1513
Schweiz St. Gallen, Stadt. Dicken 1505. 9.74 g. Stehender Bär / Adler. HMZ 2-887 e. Sehr schön. Schröt-
lingsfehler

293
Abbildung 443: ST. GALLEN, STADT, Batzen o. J. (16. Jh.)

Münzen & Medaillen, Auction 42, Los 709, 140 Euro.


1500-27 und o. J.
ST. GALLEN, STADT, Batzen o. J. (16. Jh.). Bär l. Rv. Adlerschild auf Langkreuz. HMZ 2-889. Sehr schön.

Abbildung 444: St. Gallen, Stadt. Halbbatzen 1501

Sincona, Auction 16, Los 5998, 600 CHF


1500-01
St. Gallen, Stadt. Halbbatzen 1501. 1.35 g. TZN 30b. HMZ 2-890b. Schöne Patina. Gutes sehr schön.

Abbildung 445: St. Gallen, Stadt und Kanton. Groschen 1570

Sincona, Auction 53, Los 6755, 150 CHF


1563-1589, Varianten
SCHWEIZ. St. Gallen. St. Gallen, Stadt und Kanton. Groschen 1570, St. Gallen. 2.27 g. TZN 51a. HMZ 2-
891j. Selten / Rare. Gutes sehr schön / Good very fine.

Abbildung 446: St. Gallen, Stadt. Kreuzer o. J.

Sinona, Auction 16, Los 6007, 850 CHF


1583 und o. J.

294
St. Gallen, Stadt. Kreuzer o. J., Antiqua Umschrift. 0.86 g. TZN 10a. HMZ 2-892a. Selten. Fast sehr
schön.

Abbildung 447: St. Gallen, Stadt und Kanton. Pfennig o. J.

Sincona, Auction 53, Los 6754, 50 CHF


SCHWEIZ. St. Gallen. St. Gallen, Stadt und Kanton. Pfennig o. J. / ND, St. Gallen. 2 Varianten, leicht
schüsselförmig. Münzzeichen [Raute] unten. Geschlagen nach 1566. TZN 64b. HMZ 2-893b. Schön /
Fine.

Abbildung 448: St. Gallen, Stadt. Haller o. J.

Sincona, Auction 16, Los 6003, 425 CHF


St. Gallen, Stadt. Haller o. J., 0.18 g. TZN 32a. HMZ 2-894a. Selten. Min. Kratzer. Gutes sehr schön.

17. Jahrhundert
Doppeldukat
Doppeltaler
Taler
Halbtaler
Dicken
Halbdicken
Batzen
Groschen
Pfennig

Abbildung 449: Sankt Gallen, Stadt. Doppeldukat 1621

Sincona, Auction 1, Los 1908, 15000 CHF

295
Sankt Gallen, Stadt. Doppeldukat 1621. Aufgerichteter Bär nach links. Rv. Gekrönter, nimbierter Dop-
peladler. 6,87 g. D.T. 1399. HMZ 2-895a. Fr. 362. Sehr selten. Felder lt. bearb. Fast vorzüglich-vorzüg-
lich.

Abbildung 450: SCHWEIZ, Sankt Gallen, Stadt. Doppeltalerklippe 1620

Sincona, Auction 1, Los 1905, 5750 CHF


1620-22, Varianten
SCHWEIZ, Sankt Gallen, Stadt. Doppeltalerklippe 1620. Aufgerichteter Bär nach links. Rv. Gekrönter,
nimbierter Doppeladler. 55,80 g. Wint. 135a. D.T. 1400b. HMZ 2-896a. Selten. Kl. Schrötlingsf. Sehr
schön.

Abbildung 451: St. Gallen. AR Taler

CNG, Electronic Auctions 271, Los 926, 262 USD


1620-1624
SWITZERLAND, Kanton St. Gallen. St. Gallen. AR Taler (40 mm, 27.15 g). Dated 1621. Bear, wearing
collar with jewels, walking left on hind leg / Crowned double-headed eagle. HMZ 2-897; Coraggioni pl.
XXX, 15 var. (date); Davenport 4677. Near VF, toned. From the HLT Collection.
The origin of the bear as a symbol of St. Gallen comes from legend. According to folklore, when the
Irish missionary Gallus decided to build a monastery near the river Steinach around AD 600, he en-
countered a hungry bear. Gallus fed the bear some bread, and, in return, the bear helped him gather
wood for the building. In recognition of its importance in the founding of St. Gallen, the bear became
a symbol of the town.

Abbildung 452: ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Halbtaler 1620

Sincona, Auction 44, Los 5780, 600 CHF

296
SCHWEIZ. ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Halbtaler 1620, St. Gallen. 14.17
g. TZN 72a. D.T. 1401a. HMZ 2-898a. Kleiner Kratzer, hübsche Patina / Small scratch, attractive patina.
Gutes sehr schön / Good very fine.

Abbildung 453: ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Dicken 1620

Sincona, Auction 44, Los 5782, 650 CHF


1618-1633, Varianten
SCHWEIZ. ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Dicken 1620, St. Gallen. 7.59 g.
TZN 76a. D.T. 1402d. HMZ 2-899d. Kleines Zainende und justiert / Minor edge clip and adjustment
marks. Gutes sehr schön / Good very fine.

Abbildung 454: Halbdicken = 3 Batzen 1624

Busso Peus, Auction 409, Los 1534, 60 Euro.


1618-1624
Halbdicken = 3 Batzen 1624. 3.38 g. Stehender Bär, im Abschnitt 1624 / Doppeladler, im Abschnitt 3.
HMZ 2-900 g. Sehr schön.

Abbildung 455: ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Batzenklippe 1621

Sincona, Auction 44, Los 5789, 250 CHF


1621-1622, Varianten
SCHWEIZ. ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Batzenklippe 1621, St. Gallen.
Dickabschlag. Typ mit kleinerem Durchmesser und Jahreszahl im Abschnitt unten. Ungefähr 6-faches
Gewicht. 11.52 g. TZN 88a.1. Winterstein (Klippen) 147a. D.T. 1407b Anm. HMZ 2-901 b. Selten / Rare.
Avers mit fünf bearbeiteten Stellen / Avers with five machined areas. Sehr schön / Very fine.
Tobler, Zäch, Nussbaum meinen, dass diese fünf Stellen als Vorbereitung für eine Befestigung entstan-
den, was bei einer Vorderseite wenig Sinn macht.

297
Abbildung 456: ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Groschen 1618

Sincona, Auction 44, Los 5775, 325 CHF


1618-19
SCHWEIZ. ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Groschen 1618, St. Gallen. 1.48 g.
TZN 90a. D.T. 1408a. HMZ 2-902a (dieses Expl. Abgebildet). Selten / Rare. Sehr schön / Very fine.

18. Jahrhundert
30 Kreuzer
15 Kreuzer
6 Kreuzer
Batzen
Groschen
Halbbatzen
Kreuzer
2 Pfennig
Pfennig

30 Kreuzer (1/2 Gulden)


Abbildung 457: St. Gallen, Stadt, 30 Kreuzer (1/2 Gulden) 1738

NDW ID: 49127


Fotoquelle: Sincona (ss+)
HMZ 2-904a; D.T. 806.; TZN 92a.; KM 92; Ag 6,98 g; 31 mm; nach links schreitender Bär, unten im
Schriftkreis Münzzeichen. MONETA NOVA ST GALLENSIS. Rv. Schrift mit Jahreszahl in Kartusche. LIB-
ERTAS CARIOR AVRO

s 100
ss 200
vz 400

ss+ 192 2015 Sincona/23#3738

298
15 Kreuzer (1/4 Gulden)
Abbildung 458: St. Gallen, Stadt. 15 Kreuzer (1/4 Gulden) 1730

NDW ID: 49130


Fotoquelle: Sincona (fss)
1724-1789
TZN 95b. D.T. 808a. HMZ 2-905c; KM 88; Ag 4,76 g; 29 mm; MON NOVA ST GALLENSIS
SOLI DEO GLORIA

s 35
ss 70
vz 140

ss- 51 2012 Sincona/6#2531

6 Kreuzer
Abbildung 459: St. Gallen, Stadt, 6 Kreuzer 1734

NDW ID: 49142


Fotoquelle: Sincona (ss+)
1725-1790
HMZ 2-906i; KM 89; D.T.811g. Bi 2,96 g; 26 mm;
Av: MON:NOVA:S:GALLENSIS
Rv: VI / KREU / ZER / 1734

s 225
ss 450
vz 900

ss 356 2018 Sin 47#2970


ss+ 453 2012 Sincona/9#5475

299
4 Kreuzer (Batzen)
Abbildung 460: St. Gallen, Stadt. 4 Kreuzer (Batzen) 1714

NDW ID: 49150


Fotoquelle: Sincona (s-ss)
1714-25, Varianten
TZN 112a. D.T. 813. HMZ 2-907a. KM 77; Bi 1,46 g;

s 500
ss 1000
vz 2000

s-ss 685 2013 Sincona/16#6037

3 Kreuzer (Groschen)
Abbildung 461: St. Gallen, Stadt, 3 Kreuzer (Groschen) 1723

NDW ID: 49152


1714-1790, Varianten
Fotoquelle: Sincona (fvz)
D.T.820c. HMZ 2-908i; KM 85; Bi 1,68 g;

s 70
ss 140
vz 280
vz- 206 2014 Sincona/20#3498

2 Kreuzer (1/2 Batzen)


Abbildung 462: St. Gallen, Stadt. 2 Kreuzer (1/2 Batzen) 1714

300
NDW ID: 49169
Fotoquelle: Sincona (ss)
1714-68, Varianten
Tobler/Zäch/Nussbaum vgl. Typ 138 c. D.T. -. HMZ 2-909a var. Unbekannte Variante.; KM 75;
Bi 1,52 g;

s 2000
ss 4100
vz 8000

ss Schrötlingsriss, bearbeitet 3565 2013 Sincona/13#2845

Kreuzer
Abbildung 463: St. Gallen, Stadt. Kreuzer o. J. (1780) /g

NDW ID: 68920


Fotoquelle: Sincona (Stgl),
HMZ 2-910g. DT 832d. 0,73 g;

s 22
ss 45
vz 90
Stgl 180

Stgl 151 2018 Sin 47#2969

2 Pfennig (1/2 Kreuzer)


Abbildung 464: ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Lot. 2 Pfennig o. J.

Sincona, Auction 44, Los 5811, 50 CHF


ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Lot. 2 Pfennig o. J., St. Gallen. Dicker Bär
nach links zwischen 2 - D. Breiter Gerstenkornkreis zwischen zwei Kreislinien, unten Mzz. A in einem
Oval. Um 1715-1720 & Pfennig o. J. Bär nach links, unten den Gerstenkornkreis teilend, Mzz. A in einem
Kreis. Um 1721-1725. TZN 159b, 171a. D.T. 834a, 836e. HMZ 2-911d, 2-912g. Sehr schön / Very fine.

301
Pfennig
Abbildung 465: ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Pfennig o. J.

Sincona, Auction 44, Los 5807, 1400 CHF


SCHWEIZ. ST. GALLEN. Die Münzen von Stadt und Kanton St. Gallen. Pfennig o. J., St. Gallen. Grob
behaarter Bär nach links. Aussen zwei mit vielen Beeren verzierte Zweige. Um 1715. 0.20 g. TZN 166a.
D.T. 835. HMZ 2-912a (dieses Expl. abgebildet). Prachtexemplar / Cabinet piece. Fast FDC / About un-
circulated.

St. Gallen / Toggenburg (Grafen von)

Die Toggenburger waren ein Ostschweizer Adelsgeschlecht, das dem reichsunmittelbaren


Hochadel zuzurechnen ist. Der Schwerpunkt der Grafschaft Toggenburg lag in der Landschaft,
die heute als «Toggenburg» ihren Namen trägt.

Der Grafentitel ist seit 1209 urkundlich nachgewiesen. Stammsitz der Familie war die Alt-Tog-
genburg, heute eine Ruine in der Gemeinde Kirchberg, Kanton St. Gallen. Kurz vor ihrem Erlö-
schen im Mannesstamm 1436 konnte die Familie durch Erbschaften und Pfandbesitze noch
eine der größten Territorialherrschaften zwischen Eidgenossenschaft und Habsburgern errich-
ten. Wegen der strittigen Aufteilung des Erbes der Toggenburger brach anschließend zwischen
den eidgenössischen Orten Zürich, Schwyz und Glarus der sogenannte Alte Zürichkrieg aus46.

13. Jh.
Runde Pfennige - Keine Abbildung

Stockach
Zwischen 750 und 1056 wurde die Nellenburg gebaut und erweitert. Neben einem älteren
Dorf im Tal der Stockacher Aach an der Kreuzung zweier ehemaliger Römerstraßen gründeten
Mitte des 13. Jahrhunderts die Grafen von Nellenburg auf einer geschützten Anhöhe die Stadt
Stockach nach einfach gegliedertem Plan. Seit 1275 bestand das Amt Stockach in der Graf-
schaft Nellenburg, im Jahr 1278 (wahrscheinlich) oder 1283 (belegt) erhielt Stockach das
Stadtrecht, als Graf Mangold von Nellenburg einen Vertrag mit den Worten datum et actum
in civitate stoka unterzeichnen ließ.
Im Jahr 1351 soll Kuony von Stocken (auch manchmal als Hans Kuony) für seinen weisen Rat
bei der Schlacht am Morgarten im Jahr 1315 das Privileg eines Narrengerichtes erhalten ha-
ben. Das nicht erhaltene Privileg gilt als Ursprung des heutigen Stockacher Narrengerichtes.
Nach dem Aussterben der dritten Linie der Grafen von Nellenburg kam Stockach mit der Land-
grafschaft Nellenburg an die Freiherren von Tengen. Johannes von Nellenburg-Tengen ver-

46
https://de.wikipedia.org/wiki/Toggenburger

302
kaufte 1465 das Stockacher Land samt Stadt für knapp 38.000 Gulden endgültig an die Habs-
burger und die Grafschaft Nellenburg kam zu Österreich. Über viele hundert Jahre regierten
die vorderösterreichischen Landvögte in Stockach. Das Haus Habsburg blieb bis 1805 Stadt-
und Landesherr (Vorderösterreich).
Im Jahr 1499 zeigte sich, dass die Herrschaft der Österreicher nicht alleinige Sicherheit
brachte. Im Zuge des Schweizerkriegs (auch als Schwabenkrieg bekannt) drangen die eidge-
nössischen Schweizer in den Hegau vor – und bis vor die Tore Stockachs. Es kam zur vergebli-
chen Belagerung Stockachs. Eine Begebenheit, an die der sogenannte „Schweizer Feiertag“ als
Traditionsveranstaltung heute noch erinnert.
Im Jahre 1704, während des Spanischen Erbfolgekrieges (1701–1714), ließ der bayerische Kur-
fürst Max Emanuel Stockach weitgehend niederbrennen. 1770 übernachtete die Habsburger
Erzherzogin Marie-Antoinette auf ihrem Weg zur Hochzeit mit dem französischen Thronfolger,
im habsburgischen Stockach. Stockach war damals Teil von Schwäbisch-Österreich und ein be-
deutender Straßenknotenpunkt zwischen Ulm, Schaffhausen, Tuttlingen und Konstanz. Hier
kreuzten sich der Postkutschenverkehr auf der Strecke Wien-Paris/Brüssel, Stuttgart-Zürich
sowie Ulm-Basel. Der gesamte Fuhrverkehr musste sich hier die Kirchhalde hochquälen, dabei
entstanden häufig Schäden an den Fuhrwerken. Die ortsansässigen Handwerker, wie der hier
seit 1790 ansässige Seiler, verdienten gut an dem Durchgangsverkehr.
Turbulente Zeiten begannen für Stockach mit der Französischen Revolution (1789 bis 1799)
und mit Napoleon Bonaparte. Im Kriegsjahr 1799 lag die Frontlinie der sich im Zweiten Koali-
tionskrieg bekämpfenden Österreicher unter Erzherzog Karl und Franzosen unter General
Jourdan zwischen Stockach und dem Witthoh. Am 25. März 1799 kam es zur Schlacht bei
Stockach und Liptingen bei der, der in Diensten der Habsburger stehende Feldmarschallleut-
nant, Karl Aloys Fürst zu Fürstenberg bei Liptingen fiel und von seinen Soldaten zur Aufbah-
rung in die Stadt gebracht wurde. Im Zuge des Schlachtverlaufes errangen die Österreicher
einen Sieg über die Franzosen. Dieses Glück währte jedoch nicht lange: Als Napoleon sich 1804
zum König von Italien krönte, kam es erneut zum Krieg mit Österreich. Die süddeutschen Staa-
ten Bayern, Württemberg und Baden schlossen sich gestärkt durch den Reichsdeputations-
hauptschluss Frankreich an. Im Jahr 1805 war das Ende der österreichischen Herrschaft in Süd-
deutschland besiegelt, Napoleon trat jetzt als Reformator Europas auf und belohnte seine
Kriegspartner mit den ehemals schwäbisch-österreichischen Gebieten. Stockach fiel damals
zunächst an Württemberg. Am 23. November 1810 wurde das Stockacher Oberamt an Baden
übergeben. Am 9. März 1848 wurde im Zuge der bürgerlich-revolutionären Erhebung zum ers-
ten Mal in Deutschland vom Dandler-Balkon in Stockach die Deutsche Republik ausgerufen,
als Joseph Fickler, der Redakteur der Konstanzer Seeblätter, vor 6000 begeisterten Männern
aus dem ganzen Seekreis eine flammende Rede hielt. Doch wurde die revolutionäre Stimmung
schon bald durch bayrische, später württembergische und preußische Truppen erstickt. Ende
1851 zogen die letzten Besatzungstruppen ab47.

47
https://de.wikipedia.org/wiki/Stockach

303
Abbildung 466: Sconfitta francese di Stockach, 1799, Londra

NAC, Auction „Straordinaria“ – with Varesi s.r.l., Los 1189, 180 Euro
Sconfitta francese di Stockach, 1799, Londra, Æ 26,94g. Ø38,2mm. [3,2mm. ARCHDUKE CHARLES
Busto a s. in uniforme con grande decorazione sul petto; in esergo, DEFEATED THE FRENCH IN SWA-
BIA MAR 25•26•. Rv. ANIMO NON ASTUTIA La Giustizia con bilancia sorregge un grande con scudo
aquila bicefala coronata, ai suoi piedi un mostro serpentiforme con drappo francese; in esergo, 1799.
↑. Hennin 883. Julius 673. Weil,Migliore di Spl

Abbildung 467: RDR / ÖSTERREICH, Franz II. (I.), 1792-1835, Silbermedaille 1799

Sincona, Auction 29, Los 578, 250 CHF


RDR / ÖSTERREICH, Franz II. (I.), 1792-1835, Silbermedaille 1799. Auf den Sieg seines Bruders, Erzher-
zog Karl, bei Stockach. Stempel von P. Baldenbach. Brustbild Karls mit Helm nach links. Rv. Tro-
phäum. 26.23 g. Slg. Montenuovo 2321. Kl. Kratzer. Gutes vorzüglich.

304
Tettnang
Siehe → Montfort
Tettnang wurde unter dem Namen Tettinanc im Jahr 882 in einer in Wasserburg ausgestellten
Urkunde des Großbauern Cunzo und des Klosters St. Gallen zum ersten Mal urkundlich er-
wähnt. Zwischen 1112 und 1154 wurde eine Burg in Tettnang gebaut, die das Zentrum einer
neuen Grafschaft Tettnang bildete. Deren Graf Kuno, in zwei Urkunden König Friedrichs I. Bar-
barossa erwähnt, regte die Ansiedlung der ersten Ministerialen an. Über die Grafschaft Bre-
genz kam Tettnang an Hugo I., den ersten Grafen von Montfort. Dessen Enkel Hugo III. von
Montfort erhielt bei der Teilung der Grafschaft die Gebiete um Tettnang, war also Begründer
der sogenannten „Tettnanger Linie“. Er initiierte Ende des 12. Jahrhunderts die Anlegung eines
Marktes in Tettnang, da die Lage an der Fernstraße Ulm-Ravensburg-Lindau günstig erschien.
Mit der Verleihung des Marktrechts wurde auch ein Gericht notwendig, das in entsprechen-
den Streitfällen Recht sprechen konnte48.

Der Markt war die Grundlage zur Verleihung des Stadtrechts, die in einer am 1. Dezember
1297 durch König Adolf von Nassau ausgestellten Urkunde ihren formalen Abschluss fand. Ei-
nen wichtigen Beitrag dazu leistete Hugo VI., der während seines Studiums in Bologna das
italienische Stadtrecht studierte, das zu jener Zeit dort weiter entwickelt war

Das Stadtrecht wurde unter Wilhelm V. zu einem undatierten Zeitpunkt erweitert, um die
Ruhe und Ordnung des Marktes aufrechtzuerhalten. Aus diesen Entwicklungen sowie der
Schaffung von Jahrmärkten resultierte ein wirtschaftlicher Aufschwung, der mit der Belebung
des Handels einherging. Nach vielen Streitigkeiten um Grenzen und Rechtsverteilungen mit
der Stadt Lindau kam es 1429 zu einem großen Konflikt der beiden Städte, der in einer Bela-
gerung Tettnangs und dem Mord an Wilhelms unehelichem Sohn seinen Höhepunkt fand.

Nach dem Tod Wilhelms V. teilten seine Söhne Montfort in drei Komplexe: Tettnang, Rothen-
fels mit Wasserburg und Langenargen, sowie Werdenberg mit den rätischen Besitzungen. Ul-
rich V. (1440–1495) und dessen Sohn Ulrich VII. (1495–1520) widmeten sich daher Tettnang,
das Hauptstadt der verkleinerten Grafschaft Montfort-Tettnang geworden war. Mit der Festi-
gung der Rolle eines Bürgerrates, des Bürgermeisters und des Ammanns stabilisierten sie so
die städtische Selbstverwaltung. An Kunst interessiert und daher beim Adel hoch geachtet,
schufen die beiden das Torschloss und die Pfarrkirche St. Gallus und traten als Auftraggeber
des Malers Bernhard Strigel hervor. Auch Kaiser Maximilian I. würdigte den kulturellen Auf-
schwung durch Besuche 1499 und 1516.

Thurgau
Die Eidgenossen (Zürich, Luzern, Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus) eroberten 1460
die Landgrafschaft Thurgau, erwarben 1499 zusammen mit Bern, Freiburg und Solothurn das
thurgauische Landgericht und beanspruchten damit die Konzentration aller Herrschaftsrechte
in ihrer Gemeinen Herrschaft im Thurgau. Dies war ein wichtiges Moment für die Konstituie-
rung des Gerichtsherrenstandes, da die weltlichen und geistlichen Gerichtsherren ihre bishe-
rigen Rechte, alten Freiheiten und Privilegien verteidigten und sich in corpore zur Wehr setz-

48
https://de.wikipedia.org/wiki/Tettnang

305
ten. Folglich grenzten die Gerichtsherren als Inhaber der niederen Gerichtsbarkeit und die Eid-
genossen als Landesherren im Gerichtsherrenvertrag ihre rechtlichen Befugnisse voneinander
ab. Während der Abt von St. Gallen in den Verträgen von 1501/1512 und der Bischof von Kon-
stanz mit dem Vertrag von 1509 sich gewisse hoheitliche Sonderrechte gegenüber den Eidge-
nossen vorbehielten, mussten die übrigen Vogteiinhaber die Unterstellung ihrer Herrschaft
unter die eidgenössische Blutgerichts-, Militär- und Landeshoheit im Gerichtsherrenvertrag
vom 20. Juli 1509 anerkennen. Diese Herrschaftsverträge bildeten die Grundlage für die ge-
richtsherrlichen Rechte. Eine durchgreifende Änderung hat diese Ordnung bis 1798 nicht mehr
erfahren49.
Diessenhofen (unter kyburgischer Herrschaft)

Der Ort wurde durch Graf Hartmann III. von Kyburg 1178 mit 60 Hofstätten zur Stadt erhoben.
Die Stadtrechte wurden in der 1260 verliehenen Handfeste bestätigt und erweitert. Im 13.
Jahrhundert erschien dann erstmals der Name Diessinhovin und in dieser Zeit haben die
Kyburger in Diessenhofen auch Münzen geprägt: einen rechteckigen Kyburger Pfennig mit
Kopf und Umschrift „DIONI-SIVS“ (Stadtheiliger der Stadtkirche St. Dionys).

Im Jahre 1512 erhielt die Stadt von Papst Julius II. eigens einen wertvollen «Juliusbanner» für
die 1508–1510 im "Großen Pavier Feldzug" geleisteten Dienste zur Vertreibung der Franzosen.

In der Zeit der Helvetischen Republik wurde der Bezirk Diessenhofen 1798 dem Kanton Schaff-
hausen angegliedert. Bereits 1800 kam der Bezirk dann definitiv zum Kanton Thurgau. Im Jahr
2000 fusionierte die Gemeinde Willisdorf mit Diessenhofen (Mutation Nr. 47 des Amtlichen
Gemeindeverzeichnisses der Schweiz, 1986)50.

Abbildung 468: Diessenhofen. 12th-15th centuries. AR Bracteate. Vierzipfliger Pfennig (14 mm, 0.19
g). Struck circa mid-13th century

CNG, Electronic Auction 219, Los 520, 130 USD


SWITZERLAND, Thurgau. Diessenhofen. 12th-15th centuries. AR Bracteate. Vierzipfliger Pfennig (14
mm, 0.19 g). Struck circa mid-13th century. D[ION]y-SIVS, helmeted head of St. Dionysius facing / In-
cuse and reverse of obverse. Coraggioni pl. XXXIX, 24; HMZ, Schweiz 1-481a. Good VF, toned, flan
somewhat ragged. Rare. From the Jörg Müller Collection.

49
https://de.wikipedia.org/wiki/Gerichtsherrenstand_im_Thurgau
50
https://de.wikipedia.org/wiki/Diessenhofen

306
Thurgau, Abtei Fischingen
Das Benediktinerkloster Fischingen wurde 1138 vom Konstanzer Bischof Ulrich II. als bischöf-
liches Eigenkloster gegründet. Es liegt am Oberlauf der Murg im Kanton Thurgau in der Ge-
meinde Fischingen in der Schweiz. Das Kloster sollte Pilgern auf dem Weg von Konstanz nach
Einsiedeln Obdach und Zuflucht bieten51.

Abt Franz Troger 1688 - 1728


Doppeldukat
Ohne Abbildung, vgl. HMZ 2-931

Dukat
Abbildung 469: Fischingen, Abtei. Franz Troger, 1688-1728. Dukat 1728

Sincona, Auction 35, Los 5376, 10000 CHF


Fischingen, Abtei. Franz Troger, 1688-1728. Dukat 1728. Auf den 500. Todestag der heiligen Ida von
Toggenburg. Mehrfeldiges Stifts- und Familienwappen. Rv. Die heilige Ida, Gräfin von Toggenburg von
vorn. 3.38 g. D.T. 968b. HMZ 2-932a. Fr. 234. Sehr selten. Nur 50 Exemplare geprägt / Very rare. Only
50 pieces struck. Leicht gewellt / Lightly wavy planchet. Vorzüglich-FDC / Extremely fine-uncirculated.

Thurgau, Kanton
Der Thurgau ist ein deutschsprachiger Kanton im Nordosten der Schweiz. Der Hauptort ist
Frauenfeld.

Eine Landgrafschaft Thurgau mit den ungefähren Ausdehnung des modernen Kanton Thurgau
bestand vom 13. Jahrhundert bis 1798. Im frühen 15. Jahrhundert fielen erst Teile davon an
die Alte Eidgenossenschaft, nach 1460 war die Landgrafschaft als ganzes eine gemeine Herr-
schaft der Eidgenossenschaft.

Die Landgrafschaft wurde 1798 als Kanton Thurgau Teil der Helvetischen Republik und mit der
Mediationsverfassung von 1803 zu einem gleichberechtigten Kanton der Schweiz.

Nach dem Zerfall des Herzogtums Schwaben im 13. Jh. kam das Gebiet der vormaligen Graf-
schaft Thurgau in den Besitz verschiedener Feudalherren, u. a. der Fürstabtei St. Gallen
(reichsunmittelbar seit 1180), der Grafen von Toggenburg, der Zähringer, Kyburger, Landen-
berger und Habsburger. Ab dem 15. Jh. fielen Teile davon in das Gebiet der Alten Eidgenos-
senschaft (Appenzell 1403 sowie Verkäufe der Habsburger an Zürich).

51
https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Fischingen

307
Von 1264 bis 1460 stand die Landgrafschaft Thurgau unter der Herrschaft der Grafen von
Habsburg. Allerdings lag das Interesse der Habsburger bereits Ende des 13. Jahrhunderts bei
den neuen Besitzungen in Österreich, und sie ließen das Landgericht von freiherrlichen Land-
richtern verwalten; daneben traten österreichische Landvögte auf. Neben dem Landgericht
und der Landvogtei besaßen die Grafen von Habsburg in der Gegend von Frauenfeld und Dies-
senhofen zahlreiche Güter und Zinsrechte, die im Habsburger Urbar verzeichnet sind.

Der thurgauische Adel nahm an den meisten kriegerischen Auseinandersetzungen der Her-
zöge von Österreich mit der Eidgenossenschaft auf österreichischer Seite teil. So fielen in der
Schlacht am Morgarten neben vielen Edelleuten und Knappen drei Ritter von Bichelsee, drei
von Weinfelden, vier von Landenberg und einer von «Luterberg». An der Schlacht am Stoß
1405 fielen zahlreiche thurgauische Edelleute. Daraufhin verheerten die Appenzeller fast den
ganzen Thurgau und brachen etliche Burgen oder nötigten sie zur Übergabe. Allein Alten-klin-
gen, Bürglen und Frauenfeld trotzen ihrer Belagerung. Während der Reichsacht 1415 Herzogs
Friedrich von Österreich durch den römisch-deutschen König Sigismund besetzte Burggraf
Friedrich von Nürnberg den Thurgau als erledigtes Reichslehen. Die beiden festen Städte Dies-
senhofen und Frauenfeld ergaben sich nach einigem Zögern.

Damit wurde der Thurgau für kurze Zeit reichsunmittelbar und die Stadt Diessenhofen konnte
sich sogar die Rechte einer freien Reichsstadt erwerben (bis 1442). Der spätere Kaiser Sigis-
mund aber verpfändete 1415 die Vogtei Frauenfeld und 1417 das Landgericht der Stadt Kon-
stanz.

Nach der eidgenössischen Eroberung des Aargaus bei derselben Reichsacht strebten die Eid-
genossen Rhein und Bodensee als natürliche Grenze an. Sie bewarben sich zwar 1417 umsonst
für das Landgericht, doch mit eigener Kraft gelang der Kauf der Grafschaften Kyburg (1424)
und Andelfingen (1434) durch Zürich.

1460 wurde die Landgrafschaft Thurgau von den sieben eidgenössischen Orten Zürich, Luzern,
Uri, Schwyz, Unterwalden, Zug und Glarus erobert – das Landgericht Thurgau verblieb aber bis
1499 der Stadt Konstanz.

Im Jahre 1512 erhielt das Untertanengebiet des Bischofs von Konstanz von Papst Julius II. ei-
gens einen wertvollen «Juliusbanner» für die 1508–1510 im „Großen Pavier Feldzug“ geleis-
teten Dienste zur Vertreibung der Franzosen. Die Reformation setzte sich im Thurgau 1529
beinahe vollständig durch, aber während der Gegenreformation im 16./17. Jahrhundert wur-
den zahlreiche thurgauische Ortschaften rekatholisiert.

Von 1460 bis 1798 war der Thurgau eine gemeine Herrschaft der sieben bzw. ab 1712 mit
Bern, acht regierenden Orte der Alten Eidgenossenschaft. Im 18. Jh. entsprach das Gebiet der
Landgrafschaft im Wesentlichen demjenigen des heutigen Kantons (abgetrennt wurde 1803
die Exklave Rheinau; bei Thurgau blieb dagegen die Exklave Horn). Neben den erwähnten Acht
Orten beteiligten sich noch Freiburg und Solothurn an den Einnahmen des Landgerichts (Ma-
lefiz).

Am 2. März 1798 erlangte der Thurgau die Freiheit, doch bereits im April wurde der Thurgau
eine Verwaltungseinheit der Helvetischen Republik, 1803 ein selbständiger und gleichberech-
tigter Kanton der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

308
Das Wappen des Kantons Thurgau, gestaltet nach dem historischen Wappen der Kyburger,
bestimmte die provisorische Regierungskommission am 13. April 1803. Da das Wappen den
strengen Regeln der Heraldik nicht entspricht (Gold auf Silber), kam es immer wieder zu Än-
derungsversuchen. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau schlug dem Großen Rat in seiner
Botschaft vom 23. März 1948 einen Neuentwurf vor, doch der Große Rat lehnte die Änderung
ab und wollte die goldenen Löwen behalten.

Nach der Julirevolution von 1830 machte der Thurgau unter der Führung des Pfarrers Thomas
Bornhauser den Anfang mit der Demokratisierung der schweizerischen Kantone durch seine
neue, am 26. April 1831 angenommene Verfassung. Seitdem gehörte der Thurgau beständig
zu den liberalen Kantonen, nahm teil an den Badener Konferenzbeschlüssen, hob 1848 seine
Klöster bis auf eines auf und erklärte sich 1848 für Annahme der neuen Bundesverfassung. In
den Volksabstimmungen von 1872 und 1874 stand der Thurgau beide Male auf der Seite der
Befürworter einer neuen Bundesverfassung. Auch sein eigenes Grundgesetz wurde mehrfach
modernisiert: Nachdem dieses schon 1837 und 1849 revidiert worden war, forderte die de-
mokratische Bewegung ab 1868 eine neue Kantonsverfassung, in welcher das Referendum,
die Volksinitiative, die direkten Volkswahl der Kantonsregierung und weitere Innovationen
verankert werden sollten, was mit der Verfassung vom 28. Februar 1869 seinen Abschluss
fand.

1920 wurde der Große Rat erstmals nach dem Proporzwahlrecht bestellt, 1988 schaffte eine
Verfassungsrevision den typisch thurgauischen Dualismus von Ortsgemeinden und Munizipal-
gemeinden (siehe Frühere Gemeindeorganisation des Kantons Thurgau) ab zugunsten von
einheitlichen politischen Gemeinden, und 1990 trat die neue Kantonsverfassung von 1987 in
Kraft52.

19. Jahrhundert
5 Batzen
Batzen
Halbbatzen
Kreuzer
Halbkreuzer

5 Batzen
Abbildung 470: Thurgau, Kanton, 5 Batzen 1808 /b

NDW ID: 49637


Fotoquelle: Sincona (fStgl)
HMZ 2-933b; D.T.208. KM 5;

52
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_des_Kantons_Thurgau

309
Prägestätte: Solothurn. Ag 4,56 g; 25 mm; Aufl. 2580 St; Variante ohne Punkt nach der Wertzahl
Mit Girlanden behangener Thurgauer Wappenschild zwischen gekreuzten Eichenlaubzweigen //
Wertangabe ohne Punkt mit Jahreszahl in Weinlaubkranz.

s 450
ss 900
vz 1800
Stgl 3600

ss+ 482 2018 Sin 47#2991


Stgl 3075 2015 Sincona/23#3753

Batzen
Abbildung 471: Thurgau, Kanton. Batzen 1809

NDW ID: 49639


Fotoquelle: Sincona (Stgl)
1808-09
D.T.209b. HMZ 2-934b; KM 4; Prägestätte: Solothurn
Beschreibung: Bi 2,90 g; 23 mm; Aufl. 232 000 St; spitzes Kantonswappen zwischen Eichenzweigen.
Rv. Wertangabe und Jahreszahl in einem Blätterkranz

s 100
ss 190
vz 380
Stgl 760

Stgl 661 2014 Sincona/20#3527

1/2 Batzen]
Abbildung 472: Thurgau, Kanton. 1/2 Batzen 1808

NDW ID: 49641


Fotoquelle: Sincona (Stgl)
D.T. 210. HMZ 2-935a; KM 3;
Prägestätte: Solothurn. Beschreibung: Bi 2,04 g; 21 mm; Aufl. 148 802 St;
Spitzes Kantonswappen zwischen Zweigen.
Rv. Wert und Jahr im Kranz.

310
s 50
ss 100
vz 200
Stgl 400

Stgl 330 2014 Sincona/20#3524

Kreuzer
Abbildung 473: Thurgau, Kanton. Kreuzer 1808

NDW ID: 49642


Fotoquelle: Sincona (Stgl)
D.T.211. HMZ 2-936a.; KM 2; Prägestätte: Solothurn. Bi 0,97 g; 18 mm; Aufl. 99 000 St;

s 25
ss 50
vz 100
Stgl 200

Stgl 165 2014 Sincona/20#3525

1/2 Kreuzer
Abbildung 474: Thurgau, Kanton. 1/2 Kreuzer 1808

NDW ID: 49643


Fotoquelle: Sincona (Stgl)
HMZ 2-937a; D.T.212. KM 1; Prägestätte: Solothurn. Bi 0,43 g; 13 mm; Aufl. 100 320 St;

s 200
ss 400
vz 800
Stgl 1600

Stgl 1405 2014 Sincona/20#3526

311
Toggenburg (Grafen von)
Siehe → St. Gallen

312
Überlingen
Ende des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt freie Reichsstadt. Das Heiliggeistspital zu Überlin-
gen gelangte an große Besitzungen im Oberen und Unteren Linzgau sowie im Hegau. Ab 1500
lag Überlingen auch im Schwäbischen Reichskreis. Mit dem Reichsdeputationshauptschluss
verlor Überlingen 1803 die Reichsunmittelbarkeit und wurde Teil des Kurfürstentums bzw.
späteren Großherzogtums Baden. Überlingen wurde Sitz eines Amts bzw. Bezirksamtes. Ab
1918 wurde Überlingen nach der Abdankung des badischen Großherzogs Teil der Republik
Baden53.
Überlingen, Königliche Münzstätte
Anonym
Abbildung 475: ÜBERLINGEN, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Anonym, Dünnpfennig um 1160

Emporium, Auction 74, Los 2151, 68 Euro


ÜBERLINGEN, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Anonym, Dünnpfennig um 1160. Löwe r. (nicht ausgeprägt).
Kreuz in Vierpass, umher Rhomben und Halbbögen. 0,44 g. Cahn 126, Lebek 140, CC 222, ss-vz

Abbildung 476: Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat 1180-1190

Sonntag, Auction 19, Los 975, 360 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat 1180-1190. Nach rechts schreitender, gekrönter Löwe
mit erhobenem Schweif. Im Feld sind zwei Sterne und zwei kleine Kugeln verteilt. Klein/Ulmer (CC)
223, Cahn 233, Klein (KP) 114, Lebek - , Slg. Ulmer 151. 0,33 g, selten, sehr schön-vorzüglich. Die Zu-
weisung ist nach wie vor nicht eindeutig gesichert, es kommt auch Biberach in Frage.

53
https://de.wikipedia.org/wiki/Überlingen

313
Abbildung 477: Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat 1230-1240

Sonntag, Auction 21, Los 1252, 1500 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat 1230-1240. Nach links schreitender Löwe mit erhobener
rechter Vorderpranke und gekröntem, her-sehenden Menschenkopf. Der Schweif endet in einer sie-
benblättrigen Quaste. Klein/Ulmer (CC) 225, Cahn -, Klein (KP) -, Lebek 6, Slg. Ulmer 153. 0,44 g, sehr
seltenes Prachtexemplar mit feiner Patina, vorzüglich

Abbildung 478: Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat um 1240

Sonntag, Auction 18, Los 1283, 5000 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat um 1240. Nach links springender Vorderteil eines Löwen
mit gekröntem Menschenkopf, der dem Betrachter zugewandt ist. Außen Wulstreif und Kreuz-Viereck-
Rand. Klein/Ulmer (CC) 232, Cahn 132, Fd. Elchenreute 51, Lebek 12, Slg. Ulmer -. 0,39 g, von größter
Seltenheit, sehr schön-vorzüglich Ein Exemplar dieser äußerst raren Emission wurde nach unseren Un-
terlagen zuletzt vor über 30 Jahren am numismatischen Markt angeboten. Ein wichtiges Stück für die
Münzgeschichte von Überlingen und des gesamten Bodenseeraumes. Aus altem Sammlungsbestand.

Abbildung 479: Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat nach 1250

Sonntag, Auction 18, Los 1284, 400 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat nach 1250. Nach links schreitender Greif mit geperltem
Fell und fächerförmigen Flügeln. Klein/Ulmer (CC) 233, Cahn 118, Fd. Elchenreute 53, Lebek -, Slg. Ul-
mer 157. 0,45 g, sehr schön

314
Abbildung 480: Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat nach 1295

Sonntag, Auction 19, Los 978, 180 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat nach 1295. Nach rechts schreitender, gekrönter Löwe
mit erhobenem und zurückgeschlagenem Schweif, der mittig mit zwei Kugeln belegt ist und in einer
dreikugeligen Quaste endet. Die Mähne ist durch elf und die Behaarung an den Beinen durch je drei
Perlen angedeutet, die Pranken bestehen aus drei Kugeln. Klein/Ulmer (CC) 236, Cahn -, Klein (KP) -,
Lebek 14a, Slg. Ulmer 159. 0,36 g selten, feine Patina, Schrötlingsfehler am Rand, sonst sehr schön-
vorzüglich. Von auffallend zierlichem Stempelschnitt.

Abbildung 481: Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat nach 1295

Sonntag, Auction 21, Los 1257, 360 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Brakteat nach 1295. Nach rechts schreitender, gekrönter Löwe
mit erhobenem und zurückgeschlagenem Schweif, der mittig mit zwei Kugeln belegt ist und in einer
dreikugeligen Quaste endet. Die Mähne ist durch zehn Perlen angedeutet, die Pranken bestehen aus
drei Kugeln. Klein/Ulmer (CC) 236.1, Cahn -, Klein (KP) -, Lebek 14b, Slg. Ulmer 160. 0,51 g, selten, mi-
nimal gewellt, sehr schön-vorzüglich

Abbildung 482: Überlingen, königliche Münzstätte. Brakteat nach 1295

Sincona, Auction 57, Los 2750, 160 CHF


Überlingen, königliche Münzstätte. Brakteat nach 1295. Nach rechts schreitender, gekrönter Löwe
mit erhobenem und zurückgeschlagenem Schweif, zwischen den Vorderpranken eine Kugel. 0.46 g.
CC 236.3. Lebek 14 d. Fast vorzüglich / About extremely fine (~€ 90/USD 100)

315
Abbildung 483: Überlingen, königliche Münzstätte. Brakteat nach 1295

Sonntag, Auction 28, Los 1610, 112 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte. Brakteat nach 1295. Nach rechts schreitender, gekrönter Löwe
mit erhobenem und zurückgeschlagenen Schweif. Dieser weist in seiner Mitte eine kugelförmige Ver-
dickung auf und hat als Quaste nur eine Kugel. Die Krone ist nur durch drei Perlen angedeutet.
Klein/Ulmer (CC) 236.4, Cahn -, Lebek 14e, Slg. Ulmer 163. 0,40 g, feine Patina, gutes sehr schön

Abbildung 484: Überlingen, königliche Münzstätte, anonymer Brakteat nach 1295

Busso Peus, Auction 425, Los 1546, 75 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, anonym, Brakteat nach 1295. Gekrönter Löwe rechts. Berger, KM
2589; Klein/Ulmer 236. 3; Slg. Bonhoff 1855; Svensson 213 (dies Exemplar). 0.35 g. Sehr schön

Friedrich I. von Hohenstaufen, 1152-1190


Abbildung 485: Überlingen, königliche Münzstätte, Friedrich I. von Hohenstaufen, 1152-1190

Busso Peus, Auction 425, Los 1543, 200 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Friedrich I. von Hohenstaufen, 1152-1190, seit 1155 Kaiser, Bra-
kteat, 1180/1190. Gekrönter Löwe rechts, im Feld Kreuz, 2 Sterne und Kugel über Halbmond. Trug-
schrift. Berger, KM 2578; Klein/Ulmer 223; Slg. Bonhoff 1852; Svensson -. 0.40 g. Sehr schön +

316
Abbildung 486: Überlingen, königliche Münzstätte, Friedrich II. von Hohenstaufen, 1215-1250

Busso Peus, Auction 425, Los 1544, 280 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte, Friedrich II. von Hohenstaufen, 1215-1250, seit 1220 Kaiser Bra-
kteat 1212/1220. Gekrönter Löwe links mit zurückgewandtem Kopf über Stern. Berger, KM 2580;
Klein/Ulmer 224; Slg. Bonhoff 1853; Svensson S. 92, Abb. 4.21 (dies Exemplar). 0.45 g; Schöne Patina.
Vorzüglich

Abbildung 487: Überlingen, königliche Münzstätte. Friedrich II. von Hohenstaufen, 1215-1250

Busso Peus, Auction 425, Los 1545, 1200 Euro


Überlingen, königliche Münzstätte. Friedrich II. von Hohenstaufen, 1215-1250, seit 1220 Kaiser, Bra-
kteat um 1250. Greif links. Berger, KM 2582; Klein/Ulmer 233; Slg. Bonhoff 1859; Svensson Titelstück
(dies Exemplar!). 0.40 g. Fast Stempelglanz

Friedrich II., 1215-1250


Abbildung 488: ÜBERLINGEN, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Friedrich II., 1215-1250, Brakteat

Emporium, Auction 76, Los 1698, 54 Euro


ÜBERLINGEN, KÖNIGLICHE MÜNZSTÄTTE, Friedrich II., 1215-1250, Brakteat. Gekr. Löwe r., 0,35 g.
Bonh. 1855, Cahn 134, Lebek 14d, Slg.Wüthr. 296, kl. Abbr., vz.

317
Abbildung 489: Überlingen - königliche Münzstätte Friedrich II. 1215-1250, Brakteat (1210/1220)

Möller, Auction 68, Los 482, 240 Euro


Überlingen - königliche Münzstätte Friedrich II. 1215-1250, Brakteat (1210/1220). Gekr. Löwe nach li.,
den Kopf zurückgewandt, darüber und darunter je 1 Stern. Cahn 133. Slg. Wüthrich 290. Bonh. 1853.
Berger 2580, selten, schöne Patina, 0,49 g, vz

Konradin, 1254-1268
Abbildung 490: ÜBERLINGEN, königliche Münzstätte, KONRADIN, 1254-1268. Pfennig nach 1250

MM, Auction 18, Los 2062, 2850 Euro


ÜBERLINGEN, königliche Münzstätte, KONRADIN, 1254-1268. Pfennig nach 1250. Links schreitender
Löwe mit erhobener r. Vorderpranke. Wulst- und Fadenreif. 0,32 g. Fd. Elchenreute 52. CC 234. Cahn
128. Lebek 4. Sehr selten. Vorzüglich

Überlingen, Stadt
Abbildung 491: Überlingen, Stadt. Einseitiger Pfennig o. J. (nach 1436)

Sonntag, Auction 27, Los 1496, 325 Euro


Überlingen, Stadt. Einseitiger Pfennig o. J. (nach 1436). Nach links schreitender, gekrönter Löwe im
Perlkreis. Nau 13, Lebek zu 19, gutes sehr schön

318
Abbildung 492: ÜBERLINGEN, STADT. Eins. Pfennig o. J. (nach 1436)

Emporium, Auction 77, Los 2074, 90 Euro


ÜBERLINGEN, STADT. Eins. Pfennig o. J. (nach 1436). Schreitender, gekrönter Löwe im Perlkreis. 0,27
g. Nau 13, Lebek 19, beschnitten, s-ss.

Abbildung 493: Ulm-Überlingen-Ravensburg. Einseitiger Pfennig o. J.

Sonntag, Auction 29, Los 1327, 400 Euro


Ulm-Überlingen-Ravensburg. Einseitiger Pfennig o. J. Drei Stadtschilde in Kleeblattstellung, dazwi-
schen Keile. Nau 27, 0,20 g, selten, minimal gewellt, sehr schön

Abbildung 494: ÜBERLINGEN, STADT, eins. Pfennig o. J.

Emporium, Auction 72, Los 1981, 190 Euro


ÜBERLINGEN, STADT, eins. Pfennig o. J. Schreitender gekrönter Löwe l. im Perlkreis. 0,18 g. Vgl. Nau
13, selten, ss

319
Abbildung 495: ULM, STADT, Dicken 1502, Gemeinschaftsprägung mit Ravensburg und Überlingen

MM, Auction 28, Los 842, 15000 Euro


ULM, STADT, Dicken 1502, Gemeinschaftsprägung mit Ravensburg und Überlingen. Adlerschild zwi-
schen den Wappen der drei Städte, darüber Jahreszahl, alles im Vierpass. Rv. Der hl. Georg reitet n. l.
über den Drachen. 7,41 g. Nau 21. Sehr schön.

Abbildung 496: Ulm, Stadt, Schilling 1502, Gemeinschaftsprägung mit Überlingen

Sonntag, Auction 21, Los 1300, 190 Euro


Ulm, Stadt, Schilling 1502, Gemeinschaftsprägung mit Überlingen. Nau 34 b/a, Lebek 33,
sehr selten, dunkle Auflagen, kleiner Schrötlingsfehler am Rand, fast sehr schön

Abbildung 497: Plappart 1502. Gemeinschaftsprägung der Städte Ulm und Überlingen

Sonntag, Auction 117, Los 2965, 55 Euro


Plappart 1502. Gemeinschaftsprägung der Städte Ulm und Überlingen, schön/sehr schön, gewellt.
Nau 31. Schulten 3580.

320
Abbildung 498: Überlingen, Stadt. Einseitiger Cu-Pfennig 1694

Busso Peus, Auction 413, Los 2419, 135 Euro


Überlingen, Stadt. Einseitiger Cu-Pfennig 1694. Steigender Löwe mit Schwert links über Jahreszahl
1694. Nau 18 0.63 g. Sehr selten. Sehr schön

Abbildung 499: Württemberg - Überlingen, Stadt Kreuzer 1697

Möller, Auction 71, Los 294, 70 Euro


Württemberg - Überlingen, Stadt Kreuzer 1697 Nau 22. Lebek 42.

Abbildung 500: Überlingen (Baden), Stadt 2 X 50 Pfg. 1917 in Zink und Eisen

Teutoburger, Auction 104, Los 547, 70 Euro


Überlingen (Baden), Stadt 2 X 50 Pfg. 1917 in Zink und Eisen, Funck 553.2,4, beide vorzüglich, selten

321
Abbildung 501: Überlingen, Stadt. Tragbare, versilberte Bronzemedaille o. J. (um 1920/30)

Sonntag, Auction 30, Los 1049, 90 Euro


Überlingen, Stadt. Tragbare, versilberte Bronzemedaille o. J. (um 1920/30) unsigniert, der Schützen-
gesellschaft "Überlingen Bodensee". Im Achteck ein mit einem Gewehr nach links zielender Schütze /
Drei Zeilen Schrift im Kranz. 34,4 mm, mit Originalöse und Ring, vorzüglich

Ulm
Zu Beginn des Hochmittelalters, wohl um 850, wurde Ulm zur Königspfalz. Die erste urkundli-
che Erwähnung datiert vom 22. Juli 854. König Ludwig der Deutsche besiegelte eine Urkunde
in „Hulma“. Unter Ulmer Führung wurde 1376 der Schwäbische Städtebund als Bündnis von
14 schwäbischen Reichsstädten gegründet. Ulm wurde hierbei zum „Vorort“ (d. h. Hauptort
für Versammlungen des Bundes) gewählt und erhielt den Titel „Haupt- und Zierde Schwa-
bens“. Am 30. Juni 1377 begann der Bau des Ulmer Münsters, da die alte Kirche vor den Stadt-
mauern lag und die Einwohner während einer kurz zuvor erfolgten Belagerung durch Kaiser
Karl IV. nicht zur Kirche gehen konnten. Nach der Niederlage im Ersten Städtekrieg 1388 fiel
der Schwäbische Städtebund auseinander. Ulm verlor dadurch an Einfluss auf die anderen
schwäbischen Städte, blieb jedoch sowohl ökonomisch als auch politisch so einflussreich, dass
es zahlreiche, weitestgehend unabhängige Niederlassungen in nahezu allen wichtigen Han-
delsstätten Europas unterhielt (z. B. Venedig, Wien, Antwerpen/Amsterdam, Konstantino-
pel/Istanbul). Ihren wirtschaftlichen wie kulturellen Höhepunkt erreichte die Stadtentwick-
lung um 1500: Ulm besaß das nach Nürnberg zweitgrößte reichsstädtische Territorium auf
dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Drei Städte (Geislingen, Albeck und
Leipheim) sowie 55 Dörfer gehörten zum Gebiet. Mit der Gründung des Schwäbischen Reichs-
kreises als einem von insgesamt 10 Reichskreisen, mit denen Kaiser Maximilian I. 1500 bzw.
1512 die Verwaltung des Heiligen Römischen Reiches neu ordnete, gelang es Ulm daher noch-
mals, an seine Vormachtstellung unter den schwäbischen Städten und Reichsständen anzu-
knüpfen. Die Stadt wurde zum Haupt- und Versammlungsort des neuentstandenen schwäbi-
schen Reichskreises. Die Reichskreistage (d. h. die beschlussfassenden Versammlungen der im
schwäbischen Reichskreis zusammengeschlossenen Reichsstände) fanden bis zum Ende der
Reichsstadtzeit im gotischen Rathaus statt. Als Ausweichquartier für die städtische Verwal-
tung während der Reichskreistage wurde zwischen 1583 und 1593 von Hans Fischer und Mat-
thäus Gaiser der Neue Bau im Stil der Ulmer Spätrenaissance errichtet. Er diente als Mehr-
zweckgebäude gleichzeitig als Rat- und Schwörhaus, Gerichtssaal, Gefängnis und städtisches
Lager für Salz, Wein und Korn. Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in

322
Ulm aus. 1802, noch vor der Verkündung des Reichsdeputationshauptschlusses von 1803, ver-
lor die Stadt ihre Unabhängigkeit und wurde dem Kurfürstentum Bayern eingegliedert. An-
knüpfend an Ulms führende Rolle innerhalb des aufgelösten schwäbischen Reichskreises
wurde Ulm Sitz der Landesdirektion der „Baierischen Provinz Schwaben“ (Vorgänger der heu-
tigen Regierung von Schwaben). Am 14. Oktober 1805 fand nahe der Stadt eine entscheidende
Schlacht der napoleonischen Kriege statt (Schlacht von Elchingen), die zur Schlacht von Ulm
am 16. bis 19. Oktober führte, aus der Napoleon als Sieger herausging. Nachdem der franzö-
sische Marschall Ney die Österreicher vernichtend geschlagen hatte (hierfür wurde er zum
Herzog von Elchingen ernannt), zogen sich diese nach Ulm zurück, wo sie belagert wurden und
kurz darauf kapitulierten. Damit war für Napoleon der Weg nach Osten frei für die Entschei-
dungsschlacht gegen die Russen und Österreicher bei Austerlitz. 1810 gelangte Ulm durch ei-
nen bayerisch-württembergischen Gebietsaustausch, der im entsprechenden Grenzvertrag
geregelt war, vom Königreich Bayern an das Königreich Württemberg54.
Ulm, Königliche Münzstätte
Friedrich I. (1152 - 1190)
1 Pfennig
Abbildung 502: ULM, königliche Münzstätte, 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 47883


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Vierzipfeliger Pfennig
Stehender Weltlicher mit Schlüssel in der Rechten links vom Turm, in der Mitte ein Turm, rechts vom
Turm ein aufgerichteter Löwe
Gewicht: 0,47 g

s 160
ss 320
vz 640

ss 270 2015 Gorny & Mosch/234

54
https://de.wikipedia.org/wiki/Ulm

323
Brakteat
Abbildung 503: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (m 1160/70)

NDW ID: 60234


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) vgl. 286
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Bärtiges, gekröntes Brustbild zwischen zwei Türmen mit Spitzdächern, zu den Seiten je
ein Punkt. Darunter ein nach links gerichteter Löwe, über dessen Rücken drei Punkte, Wulstring und
Viereck-Rand und unter dem Löwen -der weiter entfernt ist vom Wulstreif- elf kleine Punkte
Gewicht: 0,42 g

Ss Startpreis 450 €850 2016 Sonntag/23

Abbildung 504: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1160/1170)

NDW ID: 41665


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 286
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Stadtmauer mit zwei spitzen Türmendächern, dazwischen ein bärtiger, gekrönter Kopf
nach links, unter den zwei angedeuteten Bögen der Stadtmauer mit zwei Zinnen womöglich ein Löwe
nach links, über dem Rücken drei Kugeln, vor dem Tier zwei weitere Punkte, im Wulstreif mit Rand
aus Vierecken oder N-ähnlichen Symbolen
Gewicht: 0,38 g

s 150
ss 300
vz 500

ss 350 2015 Gorny & Mosch/234

324
Abbildung 505: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1160/1170)

NDW ID: 47884


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Klein, Ergänz. 5, Klein/Ulmer
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Linienkreis umgeben von N-förmigen Zeichen, darin ein bärtiger, gekrönter Kopf rechts
zwischen zwei Türmen, darüber je ein Ringel. Unter der aus sieben Strichen gezeichneten Mauer, die
das Münzbild teilt, eine geflügelte menschliche Figur von vorn, Gewicht: 0,42 g

s 120
ss 250
vz 500

ss 160 2016 Sonntag/23

Abbildung 506: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1180)

NDW ID: 41666


Fotoquelle: MM (ss)
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 287
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Über einer Balustrade Turm, Dreieck, Fahne und nach links gerichtetes Brustbild,
0,4 g

s 80
ss 160
vz 320

ss 320 2015 M & M/42

325
Heinrich VI. (1190 - 1197)
Abbildung 507: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 51302


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Berger 2595; Klein/Ulmer 133.3
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekrönter König thront auf einem breiten, verzierten Sessel v. v. mit Zepter und Reichs-
apfel, Gewicht: 0,49 g

s 100
ss 200
vz 400

ss Startpreis 150 €420 2016 Künker/272


vz-Stgl winziger Randrisse 135 2016 Sonntag/23

Philipp von Schwaben (1198 - 1208)


Abbildung 508: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Berger 2593
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Thronender König mit geschultertem Kreuzzepter und Reichsapfel
Gewicht: 0,38 g

s 35
ss 70
vz 140

326
Friedrich II. (1215 - 1250)
Abbildung 509: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 40210


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 136, Cahn 186, Berger 2598
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekr. Kopf zw. Blütenzweigen und Turm
Gewicht: 0,52 g

s 35
ss 70
vz 140

vz 110 2015 Teutoburger/93


vz 110 2015 Emporium/73

Abbildung 510: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 40211


Fotoquelle: Emporium (vz)
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 151, Cahn 226, Berger 2602
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekr. Brb., links reich verzierter Flügel, rechte Hand zum Schwur erhoben
Gewicht: 0,35 g

s 50
ss 100
vz 200

vz 190 20017 Müller/182#3458


vz 180 2016 Sonntag/23

327
Abbildung 511: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 47885


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: CC 287
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Über einer Balustrade ein Turm, ein Dreieck, eine Fahne und ein nach links gerichtetes
Brustbild; im Bogen der Balustrade ein Ringel. Im unrunden Wulstreif, herum viereckige oder N-ähnli-
che Symbole, Gewicht: 0,49 g

s 120
ss 240
vz 480

vz- 325 2015 Gorny & Mosch/234

Abbildung 512: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 48149


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Cahn 227, Berger 2596
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekr. Brb. mit Flügeln und Kreuz auf der Brust
Gewicht: 0,42 g

s 50
ss 100
vz 200

vz 160 2015 Emporium/74

328
Abbildung 513: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (1245/50)

NDW ID: 63558


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 161
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Die Büsten des Kaiserpaares über zwei Bögen mit jeweils einem Ringel. Kreuzstab zwi-
schen dem Kaiserpaar, links im Feld ein Ringel. Wulstreif umgeben abwechselnd von Kreuz und Viereck
Gew.: 0,49 g

vz+ 2650 2017 Emporium/78#1901

Abbildung 514: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o.J. (um 1235-1240)

NDW ID: 63557


Fotoquelle: Gorny & Mosch
Zitierstellen: Cahn 224, Klein/Ulmer (CC) 154
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekröntes Brustbild und nach links blickender Adler zu den Seiten eines Kreuzstabes,
über einem mit Ringel gefüllten Dreibogen. Links im Feld ein Ringel. Wulstring und Kreuz-Viereck-Rand
Gew.: 0,48 g

s 750
ss 1500
vz 3000

vz 1350 2017 Müller/182#345

329
Abbildung 515: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1235/1240)

NDW ID: 67580


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 155, Cahn 222
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Zwischen zwei Löwenprotomen thronender Gekrönter. Er hält in der ausgestreckten
Rechten ein Kreuz und in der Linken eine Lilie, im Feld vier Ringel, Gew.: 0,42 g

s 400
ss 800
vz 1600

ss 675 2017 Sonntag/27#1498

Konrad IV. und Elisabeth von Bayern (1237 - 1254)


Abbildung 516ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1245/1250)

NDW ID: 67581


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 161
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Über einem mit zwei Kugeln gefüllten Zweibogen erheben sich die Brustbilder eines
gekrönten Paares. Dazwischen befindet sich ein Kreuzstab, im Feld ein Ringel, Gew.: 0,46 g. Laut
Klein/Ulmer kein Auktionsvorkommen, ein derartiger Brakteat mit diesem aussagekräftigen Münzbild
befindet sich demnach lediglich in den Münzkabinetten Berlin und Dresden und fehlt auch im Bestand
des Landesmuseums Württemberg
LP

vz 1350 2017 Sonntag/27#1499

330
Abbildung 517: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1245/50)

NDW ID: 60235


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 160, Klein (KP) 92
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Die nebeneinander gestellten Brustbilder des gekrönten Paares von vorn, welches ge-
meinsam einen kreuzgeschmückten Reichsapfel hält. Oben im Feld ein Ringel, Gewicht: 0,43 g
RR > LP

ss-vz leicht gewellt 5500 2016 Sonntag/23

Konrad IV. bis Konradin (1237 - 1268)


Abbildung 518: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J.

NDW ID: 62073


Fotoquelle: Möller
Zitierstellen: Berger 2617, Klein/ Ulmer (CC) 178, Bonh.1873
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekr. Kopf m. seitlichen Haarlocken zw. 2 Ringel v. vorn, Gewicht: 0,45 g

s 75
ss 150
vz 300

vz- 220 2016 Möller/68#545

331
Abbildung 519: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1250)

NDW ID: 63559


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer (CC) 164
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekröntes Brustbild mit geschultertem Schwert in der Rechten und Lilienzepter in der
Linken, im Feld rechts und links jeweils ein Ringel. Wulstreif umgeben von Kreuzen und Vierecken
Gew.: 0,46 g

vz-Stgl Startpreis: 2'400 EUR 5000 2017 Gorny & Mosch/246#3027

Abbildung 520: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1250-1270)

NDW ID: 60236


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Klein/Ulmer vgl.172-174, Nachtrag der Slg. Ulmer (Sonderdruck der AMS) unter Nr. [7]
von Dr. Ulrich Klein
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekröntes Brustbild von vorn, das in der Rechten einen Lilienstab und in der Linken
ein aufgerichtetes Schwert hält. Wulstring und Viereck-Rand, Gewicht: 0,40 g, nur wenige Ex. be-
kannt > LP

Ss kleiner Randausbruch 1350 2016 Sonntag/23

Abbildung 521: ULM, königliche Münzstätte, Brakteat o. J. (um 1270)

NDW ID: 66971


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Berger 2614; Klein/Ulmer (CC) 180

332
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Gekröntes Brustbild v. v., in jeder Hand ein Lilienstab, Gew.: 0,39 g

s 70
ss 140
vz 280

vz 220 2017 Künker/296#2742

Ulm, Stadt
Nach dem Münzvertrag von 1404
Abbildung 522: ULM, Stadt, 1 Heller o. J.

NDW ID: 67582


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Nau 6
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Ulmer Stadtschild / Gabelkreuz, in den Winkeln je eine Kugel, Gew.: 0,4 g

s 40
ss 80
vz 160

ss 70 2017 Sonntag/27#1502

Z. Zt. Maximilian I. (1490/93-1519)


Schilling
Abbildung 523: ULM, Stadt, Schilling 1501

NDW ID: 67584


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Nau 17, Lebek 25c
Beschreibung: Gemeinschaftsprägung mit Überlingen und Ravensburg
mit Stempelfehler VBERLMIG

Ss Startpreis: 90 EUR 500 2017 Sonntag/27#1505

333
Plappart
Ohne Abbildung

Z. Zt. Ferdinand I. (1521-1564)


1/2 Taler
Abbildung 524: ULM, Stadt, 1/2 Taler 1546

NDW ID: 60237


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Nau 49, Slg. Wurster 1999
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Verzierter Stadtschild zwischen der geteilten Jahreszahl / Gekrönter Doppeladler

Ss Startpreis 2700 € 6500 2016 Sonntag/23

1 Pfennig
Ohne Abbildung

Z. Zt. Maximilian II. (1564-1576)


1/2 Batzen
Ohne Abbildung

Z. Zt. Rudolf II. (1576-1612)


1/2 Guldentaler zu 30 Kreuzer
Ohne Abbildung

Z. Zt. Ferdinand II. (1592/1619-1637)


1 Dukat
Abbildung 525: ULM, Stadt, 1 Dukat 1636

NDW ID: 64790


Fotoquelle: Busso Peus
Zitierstellen: Fb. 3480; Nau 119
Prägestätte: Ulm
Beschreibung: Wappen / Schrift

334
ss 5000
vz 10000

ss Leicht gewellt, Startpreis: 3'000 EUR 6500 2017 Peus/419#2088

1 Taler
Abbildung 526: ULM, Stadt, 1 Taler 1620

NDW ID: 10576


Fotoquelle: Künker
Zitierstellen: Dav. 5903, Nau 76
Prägestätte: Ulm

s 400
ss 800
vz 1600

ss-vz 850 2017 Künker/296#2743

15 Kreuzer
Ohne Abbildung

1/2 Batzen (2 Kreuzer)


Abbildung 527: ULM, Stadt, 1/2 Batzen 1623

NDW ID: 10577


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 93

s 30
ss 60
vz 120

vz- Randfehler 67 2012 Sonntag/14

335
1 Kreuzer
Abbildung 528: ULM, Stadt, 1 Kreuzer 1624

NDW ID: 60238


Fotoquelle: Sonntag
Zitierstellen: Nau 104
Prägestätte: Ulm

s 12
ss 25
vz 50

1 Pfennig
Abbildung 529: ULM, Stadt, 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 10580


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: Nau 11
Beschreibung: einseitig

s 40
ss 80
vz 160

Z. Zt. Ferdinand III. (1627/37-1657)


Abbildung 530: ULM, Stadt, 1 Dukat 1638

NDW ID: 64791

336
Fotoquelle: Busso Peus
Zitierstellen: Fb. 3480; Nau 129
Prägestätte: Ulm

Ss Minimal gewellt, Startpreis: 5'000 EUR 22000 2017 Peus/419#2089

Z. Zt. Leopold I. (1657-1705)


1 Taler
Ohne Abbildung

1 Gulden
Ohne Abbildung

1/2 Taler
Ohne Abbildung

1 Batzen
Abbildung 531: ULM, Stadt, 1 Batzen 1703

NDW ID: 10578


Fotoquelle: Emporium
Zitierstellen: Nau 153

s 100
ss 200
vz 400

ss 170 2011 Emporium/65

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

1 Pfennig
Abbildung 532: ULM, Stadt, 1 Pfennig o. J.

NDW ID: 10581


Fotoquelle: Weege
Zitierstellen: KM 79

337
Beschreibung: einseitig

s 20
ss 40
vz 80

Z. Zt. Josef I. (1705-1711)


Dukat
Ohne Abbildung

Z. Zt. Karl VI. (1711-1740)


1 Dukat
Ohne Abbildung

1/2 Dukat
Ohne Abbildung

Z. Zt. Karl VII. (1742 - 1745)


Dukat
Abbildung 533: Ulm, Stadt. Dukat 1742, Augsburg

Sonntag, Auction 29, Los 1325, 14000 Euro


Ulm, Stadt. Dukat 1742, Augsburg. Stempel von Jonas Thiébaud. Barocker Stadtschild, darunter der
Augsburger Pyr zwischen zwei Hufeisen / Belorbeertes Brustbild Kaiser Karl VII. im Harnisch nach
rechts, am Armabschnitt die Signatur IT des Stempelschneiders. Mit Laubrand. Nau 162b, Fr. 3491,
Slg. Wurster 1974, Forster 376, 3,48 g, äußerst selten, winzige Prüfspur am Rand, fast vorzüglich. Die
letzte Goldmünze der Reichsstadt Ulm wurde nur in kleiner Auflage geprägt.

Z. Zt. Josef II. (1765/80-1790)


5 Kreuzer
Abbildung 534: ULM, Stadt, 5 Kreuzer 1767

NDW ID: 51306


Fotoquelle: Künker

338
Zitierstellen: Nau 168
Prägestätte: Ulm

s 25
ss 50
vz 100

vz-Stgl Startpreis 100 €200 2016 Künker/272

1 Kreuzer
Ohne Abbildung

339
340
Wangen

Wangen schloss sich 1349 dem Schwäbischen Städtebund an, 1362 außerdem dem Bund der
Seestädte (Seebund), der auch nach Auflösung des Städtebunds 1379 Bestand hatte und im
Juli 1389 Truchsess Johannes II. von Waldburg gefangen nahm, nachdem dieser vergeblich
versucht hatte, die Stadt einzunehmen. Zur Erinnerung an den Überfall und zum Dank für die
Errettung aus der Gefahr wurde bis 1803 jährlich am 1. Januar eine Prozession um die Stadt
abgehalten. Im 15. Jahrhundert war Wangen mit dem Seebund in eine Reihe weiterer Kriege
und Fehden verwickelt, u. a. den Appenzeller Krieg (1401–1404) und die Städtekämpfe gegen
Herzog Friedrich von Österreich (1415) und Graf Ulrich von Württemberg (1449).

1470 wurde der Seebund erneuert, doch bereits 1477 stellte sich Wangen per Vertrag unter
den Schirm der Stadt St. Gallen. Unter Androhung der Reichsacht durch Kaiser Friedrich III.
musste Wangen das Bündnis mit St. Gallen jedoch schon 1488 aufkündigen und sich dem bis
1534 bestehenden Schwäbischen Bund anschließen.

m Rahmen der Mediatisierung verlor Wangen 1803 den Status einer Reichsstadt und wurde
zunächst Teil des Kurfürstentums Bayern (siehe Landgericht Wangen). Nach dem Grenzberich-
tigungsvertrag von 1810 zwischen dem Königreich Bayern und dem Königreich Württemberg
wurde Wangen Sitz des gleichnamigen württembergischen Oberamts.55
Abbildung 535: Wangen im Allgäu (Württemberg), Stadtgemeinde, 10 Pfg., Zink verkupfert 1918

Teutoburger, Auction 104, Los 556, 45 Euro


Wangen im Allgäu (Württemberg), Stadtgemeinde, 10 Pfg., Zink verkupfert 1918. Funck 572.5 Aa Var.
gutes vorzüglich, selten

Abbildung 536: WANGEN, STADT, Eins. Kupfermarke o. J.

Emporium, Auction 85, Los 2104, 80 Euro


WANGEN, STADT, Eins. Kupfermarke o. J. Im Oval W über 3 Punkten. 16 mm; 0,81 g. Nau 6

55
https://de.wikipedia.org/wiki/Wangen_im_Allgäu

341
Abbildung 537: Drittes Reich. Tragb. eins. Bronzeabzeichen vom Rad Länder-Kampf 1939

Teutoburger, Auction 124, Los 3671, 70 Euro


Drittes Reich. Tragb. eins. Bronzeabzeichen vom Rad Länder-Kampf 1939. 10. Internat-Kriterium in
Wangen (Allgäu). 67,3 mm, fast vorzüglich, selten

Weingarten
Bis 1865 wurde der Name Weingarten nur für das Kloster Weingarten verwendet, die umge-
bende Ortschaft hieß Altdorf. Der Name wird vom altgermanischen Kultwort alach für „Heilig-
tum, Tempel“ hergeleitet, es handelte sich also um einen Ort mit/bei einem Heiligtum. Um
935 gründeten die Welfen in Altdorf ein Frauenkloster, das als Grablege (Familiengrab) ihres
Geschlechts bestimmt war, aber bereits 1053 durch einen Brand zerstört wurde. Die Nonnen
wurden zunächst auf den Martinsberg umgesiedelt.

1056 gründete Welf IV. nach der Verlegung der Burg ins benachbarte Ravensburg auf dem
Martinsberg ein neues Benediktinerkloster, das mit Mönchen aus Altomünster besiedelt
wurde; die Altdorfer Nonnen besiedelten im Gegenzug das Kloster Altomünster.

Im Jahre 1094 schenkte Judith von Flandern, die Gattin Welfs IV., dem Kloster die Heilig-Blut-
Reliquie. Neben den vielen anderen Schenkungen fand die Reliquie wenig Beachtung. Erst
1182, zur Weihe der romanischen Basilika, wird sie besonders erwähnt.

1865 erhielt Altdorf unter dem damaligen Schultheiß Friedrich Seifriz durch König Karl von
Württemberg die Stadtrechte und wurde nach dem Namen der Abtei in Weingarten umbe-
nannt. 1922 wurde in einem Teil der Klostergebäude wieder eine Benediktinerabtei gegrün-
det56.

56
https://de.wikipedia.org/wiki/Weingarten_(Württemberg)

342
Weingarten, Abtei
Hugo von Montfort (1232 - 1242) [1]
Abbildung 538: Weingarten, Abtei HUGO VON MONTFORT. 1232-1242, Brakteat

Möller, Auction 66, Los 583, 600 Euro


Weingarten, Abtei HUGO VON MONTFORT. 1232-1242, Brakteat, Mzst. Altdorf, Hüftbild mit Reliquiar
und Krummstab, Cahn 113. Bonh. 1850. Prachtexemplar, vz-st

Abbildung 539: Weingarten, Abtei. Wallfahrtsmedaillen der Abtei. Tragbare, ovale Messingmedaille
um 1700 der Heilig-Blut-Bruderschaft

Sonntag, Auction 27, Los 1515, 80 Euro


Weingarten, Abtei. Wallfahrtsmedaillen der Abtei. Tragbare, ovale Messingmedaille um 1700 der
Heilig-Blut-Bruderschaft, sog.: ROMA-Medaille. Von Strahlen umgebenes Reliquiar / Longinusszene
mit Dreiergruppe beim Kreuz vor Landschaft. Klein (Weingarten) 53, Ebner 10, 31 x 35 mm, sehr
schön-vorzüglich

343
Abbildung 540: Weingarten, Abtei. Wallfahrtsmedaillen der Abtei, Tragbare ovale, vergoldete Mes-
singmedaille o. J. (18. Jh.)

Sonntag, Auction 24, Los 1107, 275 Euro


Weingarten, Abtei. Wallfahrtsmedaillen der Abtei, Tragbare ovale, vergoldete Messingmedaille o. J.
(18. Jh.). Heilig- Blut-Reliquiar / Longinusszene. Klein (Weingarten) 89, Ebner 19, 29 x 32 mm, in alter
filigraner Fassung mit Öse und Ring, sehr schön

Abbildung 541: Weingarten, Abtei, Dominic II. Schnitzer 1746-1784, Silbermedaille 1781

Sonntag, Auction 18, Los 1300, 500 Euro


Weingarten, Abtei, Dominic II. Schnitzer 1746-1784, Silbermedaille 1781 von F. Matzenkopf, auf sein
50-jähriges Priesterjubiläum. Infuliertes Engelsköpfchen über reich verziertem, mit Krummstab und
Schwert belegtem Wappen / Sitzende, personifizierte katholische Kirche sowie Posaune blasender
Priester vor Kirche. Klein (Weingarten) 18, Ebner 6, Slg. Wurster 1317. 36 mm, 17,55 g, selten, feine
Patina, vorzüglich

344
Abbildung 542: Schützenmedaillen - Weingarten bei Ravensburg. Versilberte Medaille 1927

Möller, Auction 72, Los 1785, 80 Euro


Schützenmedaillen - Weingarten bei Ravensburg. Versilberte Medaille 1927 a. d. 6. Oberschwäbische
Verbandsschießen unter dem Protektorat des Fürsten Maximilian v. Waldburg zu Wolfegg und Wald-
see Slg. Schlossb. -. Slg. Wurster -, min. Rf., m. Orig. Öse 40,2 mm 26,3 g, vz

345
346
Kataloge und wichtige Abkürzungen
• Albert, Rainer / Franz Machauer: Dem Bildhauer und Medailleur Karl Ulrich Nuss zum
65. Geburtstag.
• Berstett, August von: Münzgeschichte des Zähringen-Badischen Fürstenhauses und
der unter seinem Scepter vereinigten Städte und Landschaften / von A. Freiherrn von
Berstett. Freiburg in Breisgau : Herder'sche Verlagshandlung, 1846
• Binder, Christian / Ebner, Julius: Württembergische Münz- und Medaillen-Kunde, I. -
XXIV.
• Bohl, Johann Jakob: Die Trierischen Münzen: chronologisch geordnet, und beschrie-
ben. Coblenz: in Commission bei H. J. Hölscher, 1823
• Brozatus, Klaus-Peter: REFORMATIO IN NUMMIS. Edited by Rainer Opitz. Osnabrück:
Künker, 2015
• Butt. = Button (Slg. Wolf)
• Cahn → Höfken
• Cahn, Erich B.: Freiburg, Schweizer Münzkataloge I, Bern 1959
• Coraggioni, Leodegar: Münzgeschichte der Schweiz. Genève, 1896
• D./T., DT = → Divo/Tobler
• Dannenberg, Hermann: Die deutschen Münzen der sächsischen und fränkische
Kaiserzeit. 4 Bände. Berlin 1874-1905
• Dannenberg, Hermann: Die Münzen der deutschen Schweiz zur Zeit der sächsischen
und fränkischen Kaiser
• Dav. = Davenport, John: German talers since 1800. Galesburg, Ill.
• Davenport, J. S.: European Crowns 1484-1600. Frankfurt 1978.
• Davenport, J. S.: European Crowns 1600-1700. Galesburg 1974.
• Davenport, J. S.: European Crowns 1700-1800. Galesburg 1971.
• Davenport, J. S.: European Crowns since 1800. Galesburg 1974.
• Davenport, J. S.: German Church and City Talers 1600-1700, 2. Auflage. Galesburg
1975.
• Davenport, J. S.: German Secular Talers 1600-1700. Frankfurt 1976.
• Davenport, J. S.: German Talers 1500-1600. Frankfurt 1979.
• Davenport, J. S.: German Talers 1700-1800. Galesburg 1958.
• Davenport, J. S.: German Talers since 1800. Galesburg 1949.
• Davenport, J. S.: Guldentalers and Silvergulden. Frankfurt 1982.
• Davenport, J. S.: Large Size Silver Coins of the World 16th-19th Centuries. Iola 1991
• Davenport, J. S.: Silver Gulden 1559-1763.
• Davenport, J. S.: The Dollars of Africa, Asia & Oceania.
• Dbg. = → Dannenberg, H.
• Dethlefs, G. / Ordelheide, K.: Der Westfälische Frieden. Münster
• Divo, J. P. / Tobler, Edwin: Die Münzen der Schweiz im 17. Jahrhundert, Zürich 1987
• Divo, J. P. / Tobler, Edwin: Die Münzen der Schweiz im 18. Jahrhundert, Zürich 1974
• Divo, J. P. / Tobler, Edwin: Die Münzen der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, Zürich
1967
• Divo, J. P.: Die Münzen und Medaillen der Fürsten von Liechtenstein, Zürich 2000
• Divo, J. P.: Schweizer Proben, Bad Ragaz 1985

347
• Domanig, Karl: Porträtmedaillen des Erzhauses Österreich von Kaiser Friedrich III. bis
Kaiser Franz II., Wien 1869.
• Ebner → Binder/Ebner
• Eypeltauer, T.: Corpus nummorum regni Mariae Theresiae: Die Münzprägung der Kai-
serin Maria Theresia und ihrer Mitregenten Kaiser Franz I. und Joseph II. 1740–1780,
Basel 1973.
• Fb. = Friedberg, A. L./Friedberg, I. S.: Gold Coins of the World. From ancient times to
present. 7th ed New Jersey 2003.
• Fd. Elchenreute
• Fd. Leubas
• Fd. Marbach = Wielandt, F.: Fund Alemannischer Pfennige aus Marbach im Elsaß, in
Berichte 13, 1973, S. 1607-1615; 1659-1667; 1827-1829
• Fd. Steckborn
• Fo./S. = Forster & Schmid
• Forrer = Forrer's Biographical Dictionary of Medalists
• Förschner, Gisela: Mittelalter bis Neuzeit der münzenprägenden Stände, Band 1.
Melsungen: Gutenberg.
• Forster, Alb., and Rich. Schmid. DIE MÜNZEN DER FREIEN REICHSSTADT AUGSBURG
VON ERLANGTEM MÜNZRECHT (1521) AN BIS ZUM VERLUSTE ...
• Fr. = Friedberg, R.: Gold Coins of the World, 7. Aufl., 2003.
• Friedberg - Gold Coins of the World | Arthur Friedberg, Ira S. Friedberg, Robert Fried-
berg, Clifton 2009.
• Friedberg, L. / Ira S. Friedberg, Gold Coins of the World From Ancient Times to the
Present, 9. Auflage 2016, basierend auf der Original-Ausgabe von Robert Friedberg
1958, Battenberg.
• Funck, Walter: Die deutschen Notmünzen
• Gebhart, Hans: Die Münzen und Medaillen der Stadt Donauwörth
• Geiger, Hans-Ulrich: Der Beginn der Gold- und Dickmünzenprägung in Bern, Bern 1968
• Geiger, Hans-Ulrich: Zum Münzschatz von Steckborn, 1998
• Haas, R.: Die Prägungen der Mannheimer Münzstätten.
• Habich, G.: Die Medaillen der Italienischen Renaissance.
• Haertle, Clemens, M.: Die Münzen und Medaillen des Stiftes und der Stadt Kempten.
• Hahn, Wolfgang: Die Münzprägung der Habsburger im Österreichischen Reichskreis
(1490-1657), Wien : Money-Trend 2011.
• Haller, G. E. von: Schweizerisches Münz- und Medaillenkabinett. Band 1 + 2.
• Hennin, M.: Histoire Numismatique de la Révolution Francaise.
• Herinek: Münzkatalog Österreichische Münzprägungen 1592-1657.
• Herinek: Münzkatalog Österreichische Münzprägungen 1657-1740.
• Herinek: Münzkatalog Österreichische Münzprägungen 1740-1969.
• HMZ - Helvetische Münzzeitung
• HMZ-Katalog Schweiz, Liechtenstein. Hilterfingen 1977.
• Höfken = Adolph E. Cahn [Hrsg.]: Sammlung Rudolf von Höfken: Münzen des deutschen
Mittelalters u.a. insbesondere Brakteaten
• HSA – Heritage Auctions
• Hsp = Henkelspur
• Iklé, Adolf: Die Münzen der Stadt St. Gallen, RSN, Bd. XVI-XVIII, 1910-1912

348
• Jaeger, K.: Die Münzprägungen der deutschen Staaten vor Einführung der Reichswäh-
rung, Heft 3/4: Die Münzprägungen des Hauses Habsburg 1780 - 1918 und der Bun-
desrepublik Österreich 1918 – 1956, Basel 1956.
• Jaeger, Kurt: Die deutschen Münzen seit 1871: Bewertungen mit aktuellen
Marktpreisen.
• Jörg Müller Collection, vgl. https://sites.google.com/site/digitallibrarynumis/03-
index/m/mueller-joerg-w
• Kaiser, H.: Medaillen - Plaketten - Abzeichen der Deutschen Luftfahrt
• Kienast, G. W.: The Medals of Karl Goetz. Teil 1+2.
• Klein, U. & R. Ulmer: Tabellarischer Katalog der Bodensee-Brakteaten in: Beiträge zur
süddeutschen Münzgeschichte 2001
• Klein, U./Raff, A.: Die Württembergischen Münzen von 1374-1873. Band 1-3.
• Klein, Ulrich, https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Klein
• Klein/Ulmer: DEUTSCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
• Klemesch, Helmut: Die vorderösterreichische Münzstätte Ensisheim (1584 - 1632),
Wien o. J.
• Kluge, Bernd: Die Salier - Fernhandel und Geldwirtschaft, Beiträge zum deutschen
Münzwesen in sächsischer und salischer Zeit
• KM - Krause/Mishler: Standard Catalog of World Coins 1901-2000, 45. Auflage 2017/
2018.
• Köhler, Johann David: „Historische Münzbelustigungen“, 22 Bände, vgl. https://de.wi-
kipedia.org/wiki/Johann_David_Köhler
• Krusy, H., vgl. https://sites.google.com/site/digitallibrarynumis/03-index/k/krusy-
hans-1905-1985
• Kunzmann, Ruedi / Richter, Jörg: Neuer HMZ-Katalog, Band 1: Die Münzen der Schweiz.
Antike bis Mittelalter, 2. Aufl., Regenstauf 2011: Gietl
• Kunzmann, Ruedi: HMZ-Katalog, Band 1 : Die Münzen der Schweiz Antike bis Mittelal-
ter
• Lacam, Guy. LA FIN DE L'EMPIRE ROMAIN ET LE MONNAYAGE OR EN ITALIE, 455-493.
Luzern, 1983
• Lebek, Walter: Die Münzen der Stadt Lindau, in: Deutsches Jahrbuch für Numismatik,
Bd. 3/4 (1940/41), S. 115-180
• Löbbecke = Münzhandlung A. Riechmann & Co. [Hrsg.]: Sammlung Arthur Löbbecke:
Kunstmedaillen und Plaketten des XV. - XVII. Jahrhunderts
• Lusuardi A.: La zecca di Correggio (1569/1630), II ed., Carpi 2002.
• Markl, Moriz: Die Münzen, Medaillen und Prägungen mit Namen und Titel Ferdinand
I., Band 1 und 2, Prag: Haase, 1896.
• Mayer = Mayer & Wilhelm (Medailleure)
• MBNG = Mitteilungen der Bayerischen Numismatischen Gesellschaft
• Meyer, Heinrich: Die Bracteaten der Schweiz: nebst Beiträgen zur Kenntnis der schwei-
zerischen Münzrechte während des Mittelalters, Zürich : Verlag von Meyer und Zeller,
1845.
• Miller, Manfred: Die Medaillen der Päpste, Norderstedt 2017: BoD
• Miller, Manfred: Die Münzen der Päpste vom Mittelalter bis in die Gegenwart, Wien
2015: money trend Verlag
• Miller, Manfred: Die Münzen und Medaillen Venedigs, Norderstedt 2017: BoD

349
• Miller, Manfred: Zwischen den Reichen: Münzen aus der Zeit vom Ende (West-) Roms
bis zu Otto (I.) dem Großen, Völkerwanderung, Merowinger, Karolinger. Wien 2016:
money trend
• Montenuovo = Sammlung Montenuovo, Verzeichnis verkäuflicher Münzen (und Me-
daillen) aus der fürstlich Montenuovo’schen Münzsammlung. A. Hess Nachf., Frankfurt
1895.
• Nau, Elisabeth, Die Münzen und Medaillen der oberschwäbischen Städte, Freiburg
1964
• Neumann, Joseph: Beschreibung der bekanntesten Kupfermünzen. Bd. 5: Enthält die
Beschreibung der Jetone und Marken aus Oesterreich, Russland, Frankreich und
Deutschland, Prag: Neumann, 1868.
• Ord. = Dethlefs, G./Ordelheide, K.: Der Westfälische Frieden. Münster
• Plato, G. G. Regensburgisches Münz-Kabinet. Faksimile-Nachdruck Berlin 1921
• Püntener, August: Urner Münz- und Geldgeschichte, Altdorf 1980
• Reißenauer, F. Münzstätte Günzburg 1764-1805
• Richter, Jörg / Kunzmann, Ruedi: Neuer HMZ-Katalog, Band 2: Die Münzen der Schweiz
und Liechtensteins. 15./16. Jahrhundert bis Gegenwart, 7. Aufl., Regenstauf 2011: Gietl
• Sattler, Albert: Die Münzen der fürstlichen Abtei St. Gallen, BSN, Band VI, 1887
• SAURMA-JELTSCH, H. FRH. v.: SCHLESISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN
• Saurma-Jeltsch, Hugo FRHR. V. DIE SAURMASCHE MÜNZSAMMLUNG DEUTSCHER,
SCHWEIZERISCHER UND POLNISCHER GEPRÄGE
• Schlumberger, H.: Goldmünzen Europas von 1800 bis heute. München 1997.
• Schön, Gerhard: Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert. Deutschland, Österreich,
Schweiz Taschenbuch – September 2002.
• Schulten, Wolfgang, Deutsche Münzen aus der Zeit Karls V. Frankfurt am Main, 1974.
• Slg. Bonhoff = Slg. Dr. Bonhoff, Auktion Dr. Busso Peus Nachf. 293, Frankfurt 1977.
• Slg. Donebauer – Fiala, Eduard: Beschreibung der Sammlung böhmischer Münzen und
Medaillen des Max Donebauer, Prag 1889-91. Nachdruck Graz 1970
• Slg. Eglmeier, Auktion 192, Gerhard Hirsch Nachfolger, München, 1996
• Slg. Iklé. Schweizer Goldmünzen
• Slg. Julius, Auktionskatalog 1959 Gaettens jun., Richard, SAMMLUNG JULIUS. Franzö-
sische Revolution. Napoleon I., Teil 1789-1808
• Slg. Montenuovo – vgl. https://muenzenwoche.de/die-sammlung-des-fuersten-wi-
lhelm-albrecht-von-montenuovo/
• Slg. Otto Kehrer, Ludwigsburg
• Slg. P. Fischer, Aarburg
• Slg. Stroehlin: Münzen und Medaillen der Schweiz
• Slg. Sven Svensson, Auktion Hirsch, Myntauktioner. Stockholm 1966
• Slg. Ulmer: MEISTER & SONNTAG, AMS AUKTION 6 2008, SCHWÄBISCH-
ALEMANNISCHE PFENNIGE
• Slg. von Höfken = Auktion Cahn 1922
• Slg. Wolf
• Slg. Wunderly von Muralt, Auktion L. & L. Hamburger 16, Frankfurt/Main
• Slg. Wurster
• Slg. Wüthrich = Slg. G. Wüthrich, Münzen und Medaillen der Schweiz und ihrer
Randgebiete. Auktion Münzen und Medaillen AG Basel 45, Basel 1971.

350
• Slg.Kraaz: Münzen Der Deutschen Kipperzeit, Mittelalter und Neuzeit. 1924
• Sonntag, Stefan / Nitsche, Dieter: Geprägte Geschichte. 500 Jahre Münzen & Medaillen
aus Württemberg 1995
• Steinhilber, D.: Münzen des Mittelalters und der Neuzeit
• Tobler, Edwin / Zäch, Benedikt / Nussbaum, Samuel: Die Münzprägung der Stadt St.
Gallen 1407-1797, St. Gallen 2008
• Tobler, Edwin: Appenzell Innerhoden, Appenzell Ausserhoden, Schweizer Münz-
kataloge V, Bern 1969
• Tobler, Edwin: Haldenstein und seine Münzen, Hilterfingen 1981
• Trachsel, C. F.: Die Münzen und Medaillen Graubündens, Berlin und Lausanne 1866-
1898
• Trésor de Numismatique et de Glyptique ou Recueil Général de Médailles, Monnaies,
Pierres gravées, Bas-Reliefs, etc. 20 Bände. Paris 1858.
• TZN = Tobler/Zäch/Nussbaum - Die Münzprägung der Stadt St. Gallen 1407 - 1797
• Voglhuber, R.: Taler und Schautaler des Erzhauses Habsburg, Frankfurt am Main 1971.
• Weege, Volker / Udo Lindner, Deutsche Lande 1500 bis 1806 – Bewertungskatalog,
Wien 2011: Money Trend Verlag
• Wielandt, F./Zeitz, J.: Die Medaillen des Hauses Baden. Band 1. Karlsruhe 1980.
• Wielandt, F.: Die Münzen von Laufenburg und Rheinau, Freiburg 1978: Kricheldorf
• Wielandt, Friedrich: Schaffhauser Münz- und Geldgeschichte, Schaffhausen 1959
• Winterstein, Christian: Die Klippen der Schweiz, Basel 2000
• Winterstein, Christian: Die Taler von Basel, Basel 1983
• Winterstein, Christian: Goldgulden von Basel, Basel 1977
• Wohlfahrt, C.: Christian Wermuth, ein deutscher Medailleur der Barockzeit.
• Wü. = Slg. Wüthrich
• Wurzbach – vgl. https://katalog.ub.uni-heidelberg.de/cgi-bin/titel.cgi?kat-
key=2171522
• Wurzbach, W. von: Katalog meiner Sammlung von Medaillen, Plaketten und Jetons. 1.
und 2. Teil. Wien 1943.

351
352
Anhang: Habsburger Herrscher
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_römisch-deutschen_Herrscher

Name Herrschafts-Chronik Krönungsort Anmerkungen


1404 unter Vormund
und ab 1411 Herzog
von Österreich, 1438 Erwählt in
Albrecht II. König von Böhmen, Frankfurt am
1438 König von Ungarn Main
und Kroatien, röm.-dt.
König 1438–1439
1424 Herzog von In-
nerösterreich, 1458–
1461 Erzherzog von
Niederösterreich,
Königskrö-
1463–1485 und 1490–
nung in Heirats- und Erbfolgever-
1493 Erzherzog von Ös-
Friedrich III. Aachen Kai- träge, längste Regierungs-
terreich, röm.-dt. Kö-
serkrönung zeit (rund 53 Jahre)
nig Friedrich IV. ab
in Rom
1440, König der Lom-
bardei und römischer
Kaiser Friedrich III.
1452–1493
Königskrö-
Röm.-dt. König ab
nung in
1486, 1493 Erzherzog
Aachen An-
Maximilian I. von Österreich, er- Reichsreform, Italienkriege
nahme des
wählter römischer Kai-
Kaisertitels in
ser 1508–1519
Trient
1506 burgundisches
Erbe, 1516 König von Königskrö-
Spanien, 1519–1521 nung in
Erzherzog von Öster- Aachen Kai-
reich, röm.-dt. König serkrönung
Kriege gegen Frankreich und
Karl V. ab 1519, König der in Bologna
Türken, Reformationszeit
Lombardei, erwählter (letzte Krö-
römischer Kaiser nung eines
1520–1530, vom Papst Kaisers durch
gekrönter römischer den Papst)
Kaiser 1530–1556
1521 Erzherzog von Ös-
terreich, 1526 König
von Böhmen und Un-
Königskrö-
garn (Krönung 1527), Frieden von Passau und
Ferdinand I. nung in
1527 König von Kroa- Augsburg
Aachen
tien, röm.-dt. König ab
1531, römischer Kaiser
1558–1564

353
1562 König von Böh-
men, röm.-dt. König ab
1562, 1563 König von
Frankfurt am Neigt der protestantischen
Maximilian II. Ungarn und Kroatien,
Main (König) Lehre zu
1564 Erzherzog von Ös-
terreich, römischer
Kaiser 1564–1576
1572–1608 König von
Ungarn und Kroatien,
1575–1611 König von
Religiös toleranter und
Böhmen, röm.-dt. Kö- Regensburg
Rudolf II. kunstsinniger Kaiser, in den
nig ab 1575, 1576– (König)
letzten Jahren untätig
1608 Erzherzog von Ös-
terreich, römischer
Kaiser 1576–1612
1608 König von Ungarn
und Kroatien, Erzher-
zog von Österreich,
Frankfurt am Beginn des Dreißigjährigen
Matthias 1611 König von Böh-
Main Krieges
men und röm.-dt. Kö-
nig und Kaiser 1612–
1619
1596 Herzog von In-
nerösterreich, 1617–
1619 und ab 1621 Kö-
nig von Böhmen, 1618
Frankfurt am Dreißigjähriger Krieg, Betrei-
Ferdinand II. König von Ungarn und
Main ber der Gegenreformation
Kroatien, Erzherzog
von Österreich und
röm.-dt. König und Kai-
ser (1619–1637)
1625 König von Ungarn
und Kroatien, 1627 Kö-
nig von Böhmen, röm.-
Regensburg Ende des Dreißigjährigen
Ferdinand III. dt. König ab 1636, Erz-
(König) Krieges
herzog von Österreich
und römischer Kaiser
1637–1657

1646 König von Böh-


men, 1647 König von Trug nur den Königstitel,
Ferdinand IV. Ungarn und Kroatien, Regensburg sein Vater Kaiser Ferdinand
röm.-dt. König 1653– III. regierte
1654

1655 König von Ungarn


Frankfurt am Kriege gegen Türken und
Leopold I. und Kroatien, 1656 Kö-
Main Frankreich
nig von Böhmen, 1657

354
Erzherzog von Öster-
reich, röm.-dt. König
und Kaiser 1658–1705
1687 König von Ungarn
und Kroatien, röm.-dt.
König ab 1690, Erzher-
Augsburg
Joseph I. zog von Österreich, Kö- Spanischer Erbfolgekrieg
(König),
nig von Böhmen und
römischer Kaiser
1705–1711
1706–1714 zum König
von Spanien gewählt,
König von Böhmen, Kö-
nig von Ungarn und Frankfurt am Pragmatische Sanktion, Tür-
Karl VI.
Kroatien, Erzherzog Main kenk
von Österreich, röm.-
dt. König und Kaiser
1711–1740

355
356
Index

A Blutbann ..................................................... 247


Bodensee-Bund........................................... 291
Adolf von Nassau .........................................209 Boltschauser, H.J. ........................................ 218
Afra ................................................................43 Bomber’s Baedeker .................................... 140
Afra von Augsburg .........................................70 Brakteatenpfennige .................................... 210
Alamannien .................................................170 Brandis
Albrecht I. ....................................................249 Freiherren von ........................................ 236
Albrecht V. ...................................................209 Braun, Placidus ............................................. 71
Albrecht von Bayern ....................................247 Bregenz ......................................................... 91
Albrecht von Ramstein ................................249 Bruno ............................................................ 71
Allerheiligen Buchhorn ...................................................... 93
Kloster......................................................263 Bund
Allgäubahn ...................................................131 der Seestädte .......................................... 247
Alte Landschaft ............................................286 Landsberger ............................................ 209
Altomünster.................................................342 Schwäbischer ............................................ 96
Altshausen-Veringen Burg Peggau ................................................ 235
Graf ..........................................................115 Burg Pfannberg ........................................... 235
Amalie Zephyrine von Salm-Kyrburg ...........276 Burgau ......................................................... 119
Ambrosius Blarer .........................................136 Bürglen ........................................................ 308
Annunziatenorden .......................................280 Burkhard von Ellerbach .......................... 76, 95
Anton der Jüngere .......................................245
Anton III. von Montfort ...............................237 C
Änzinger, Franz ............................................147
Carl Gustav Wrangel ..................................... 92
Appenzell Ausserrhoden ...............................25
Clara von Freiburg....................................... 234
Appenzell Innerrhoden ..................................28
Clemens-Wenzel von Sachsen ...................... 80
Appenzellerkriege..........................................91
Cluny ........................................................... 170
Aquileia ..........................................................70
Codex domesticus ....................................... 249
Augsburg........................................................36
Collegium St. Hieronymi ............................... 70
Bistum........................................................70
Concordantiae Constantienses ................... 219
Hochstift ....................................................70
Constantia ................................................... 143
Königliche Münzstätte ...............................36
Constantius II. ............................................. 143
Stadt ..........................................................38
Corpus Catholicorum .................................. 183
Augusta ..........................................................64
Augusta Vindelicum.......................................36
D
B Dandler-Balkon ........................................... 303
Degussa ....................................................... 140
Baden
Dicken ......................................................... 320
Großherzogtum .......................................138
Diessenhofen .............................................. 306
Markgrafen von .......................................171
Diethelm von Krenkingen ................... 191, 250
Baden-Württemberg ...................................140
Dillingen ........................................................ 95
Baldenbach, P. .............................................304
Universität ................................................ 95
Barbarossa .....................................................83
Dioecesis Augustana Vindelicorum .............. 70
Benediktbeuern .............................................70
Dominikanerinsel ........................................ 135
Berthold II. ...................................................190
Donauwörth .................................................. 96
Biberach.........................................................85
Königliche Münzstätte ............................ 101
Bischofshöri .................................................184
Stadt ........................................................ 102

357
Dornier Do X ................................................109 Friedrich von Waldburg-Scheer-Trauchburg
Dornier, Claude............................................109 ................................................................ 131
Dreibätzner ..................................................147 Friedrichshafen ............................................. 93
Drentwett ......................................................96 Fugger ......................................................... 222
Droste zu Hülshoff, Jenny ............................218 Fuggerstadt ................................................... 36
Droste-Gedenkstätte ...................................218 Fürstenhäusle ............................................. 218
Droste-Hülshoff
Annette von .............................................218 G
Dünnpfennig ................................................143 Gegenreformation ........................................ 28
Dürr, Ludwig ................................................109 Gemeindeordnung
Deutsche ................................................. 139
E
Georg und Cyrill von Gortyna ..................... 275
Eberhard I. ...................................................188 Georg von Frundsberg ................................ 222
Eberhard IV. von Eppstein-Königstein ...........76 Gesellschaft der Hundertein Bürger ........... 217
Eberhard IV. von Königstein-Eppstein ...........37 Gessner, H. J................................................ 202
Ebrerhard II. von Waldburg-Thann..............194 Gewerbefreiheit.......................................... 138
Eckener, Hugo..............................................109 Glöckler, O. ................................................. 112
Eidgenossenschaft ............................... 136, 183 Goetz, Karl .................................................. 111
Elisabeth von Bregenz .................................234 Goldgulden ................................................... 43
Elisabeth von Hochberg (Hachberg) ............234 Gotenkrieg .................................................. 134
Elser, Georg .................................................139 Gottfried II. ................................................. 234
Engelbert von Sirgenstein ...........................125 Guldentaler ................................................... 41
Erbfolgekrieg Günzburg .................................................... 119
Spanischer ...............................................247
Ernst Max Joseph.........................................245 H
Ewiger Pfennig, ............................................210 Haag, Johann............................................... 281
Habsburger ................................................... 83
F
Habsburgern ............................................... 137
Feldkirch ......................................................234 Halbbatzen ............................................ 47, 147
Ferdinand I............................................. 41, 128 Händleinheller .............................................. 95
Ferdinand II............................................ 43, 129 Hartmann I. von Werdenberg..................... 235
Ferdinand IV. .................................................52 Hartmann II. von Dillingen ............................ 74
Fischingen ....................................................307 Hartwig I. von Lierheim................................. 72
Franz II. Joseph ............................................171 Hartwig von Hirnheim................................... 72
Franz Konrad von Rodt ........................ 203, 217 Heckerzug ................................................... 138
Frieden Heilig, Johann Georg ................................... 247
von Hubertusburg .....................................64 Heilig-Blut-Reliquie ..................................... 342
von Luneville..............................................86 Heinrich der Löwe ............................... 234, 250
von Pressburg .................................... 83, 211 Heinrich I. .................................................... 133
Westfälischer ...........................................210 Heinrich I. von Tanne .................................. 194
Friedrich der Schöne....................................236 Heinrich I. von Waldburg-Thann ................. 194
Friedrich I. ......................................................75 Heinrich II. ............................................. 37, 133
Friedrich I. Barbarossa .................................234 Heinrich II. von Klingenberg................ 199, 249
Friedrich I. von Hohenstaufen .....................316 Heinrich III. ............................................ 38, 263
Friedrich II......................................................99 Heinrich V. von Knörringen........................... 78
Friedrich II. von Hohenstaufen ....................317 Heinrich VI. ................................................. 252
Friedrich III. ..................................................121 Heinrich von Isny ........................................ 115
Friedrich III. von Hohenzollern ......................77 Heinrichs der Schwarze von Bayern ........... 234
Hellerklippe ................................................... 67

358
Helvetische Republik ...................................306 K
Hermann I. von Arbon .................................189
Karl Aloys Fürst zu Fürstenberg .................. 303
Hieronymus von Prag ..................................136
Karl August von Bretzenheim ..................... 211
Hippokrates von Kos......................................91
Karl Theodor von Dalberg ........................... 171
Hirsau
Karl V. ............................ 39, 102, 116, 126, 136
Kloster......................................................115
Karl VI. ........................................................... 57
Hochstift Konstanz.......................................217
Karl von Württemberg ................................ 342
Hofen
Kempten
Kloster......................................................105
Abtei........................................................ 122
Hohenzollern-Sigmaringen ..........................276
Fürststift.................................................. 121
Holeisen, Johann Christian ............................61
Grafschaft ............................................... 121
Horn, Gustaf ..................................................85
Kloster ..................................................... 121
Hüglin, Johann .............................................217
Reichsmünzstätte ................................... 125
Hugo I. von Montfort...................................236
Stadt ........................................................ 121
Hugo I. von Werdenberg-Heiligenberg .......235
Kißlegg ........................................................ 130
Hugo II. ........................................................234
Kloster
Hugo von Hohenlandenberg ............... 201, 217
Lichtenthal .............................................. 170
Hugo von Montfort......................................234
St. Gallen ................................................. 305
Hugo XII. ......................................................234
Tennenbach ............................................ 170
Hus-Denkmal ...............................................136
Weingarten ............................................. 342
Hussenstein .................................................136
Koalitionskrieg
1. 137
I
3. 137
Idda von Toggenburg...................................202 Konrad I. von Altdorf .................................. 134
Imhoff, Leopold Anton ..................................56 Konrad II................................................ 36, 187
Inflation .......................................................139 Konrad II. von Tegernfeld ........................... 192
Inselkloster ..................................................135 Konrad von Zimmern .................................. 260
Isny ..............................................................115 Konradin........................................................ 38
Ita und Eberhard von Nellenburg ................263 Konstanz ..................................................... 263
Bischof von.............................................. 306
J Bistum ..................................................... 168
Jan Hus.........................................................135 Diözesangebiet ....................................... 169
Jesuiten..........................................................95 Fürstbistum ............................................. 183
Johann Christof von Freiberg ........................79 Hochstift ................................................. 183
Johann Eucharius von Wolffurth .................123 Königliche Münzstätte ............................ 132
Johann Franz Schenk von Stauffenberg ......202 Konzil....................................................... 170
Johann Georg von Hallwyl ...........................201 Konzil
Johann II. von Waldburg................................84 von Konstanz........................................... 249
Johann VIII. ..................................................240 Konzilgebäude ............................................ 135
Johann von Aldringen ....................................86 Krehl, Ludolph von ........................................ 91
Johann X. von Montfort...............................237 Kreisreform ................................................. 141
Johannes von Nellenburg-Tengen ...............302 Kreuzer .......................................................... 48
Johannes Zwick ............................................136 Krieg
Joseph I. .........................................................56 Alter Zürichkrieg ..................................... 302
Joseph II. ........................................................67 Appenzeller ............................................. 341
Joseph von Hessen-Darmstadt ......................79 Dreißigjähriger .......................................... 85
Joseph von Laßberg .....................................217 Österreichisch-Französischer.................. 138
Schmalkaldischer .................................... 136
Seekrieg auf dem Bodensee ................... 217

359
Kuony von Stocken ......................................302 Grafschaft ............................................... 237
Montfort-Tettnang-Bregenz ....................... 234
L Müller, P. H. .................................................. 58
Landfried .....................................................122 Müller-Friedberg, Karl................................. 286
Landsberg ....................................................209 Münzbund ................................................... 144
Lentienser ....................................................143 Münzprobationstag
Leopold I. ............................................... 55, 117 Regensburger .......................................... 147
Leopold III. ...................................................234 Münzrecht................................................... 135
Leutkirch ......................................................209 Münzverrufung ........................... 135, 143, 210
Lindau ..........................................................211 Münzvertrag
Linth Riedlinger ................................................ 144
Kanton .....................................................286
N
Lucchese, Alberto ........................................119
Ludwig II. von Bayern ....................................38 Nagold-Tübingen ........................................ 234
Ludwig II. von Stolberg ...................... 38, 39, 77 Napoleon Bonaparte..................................... 83
Luther, Martin .............................................170 Narrengericht.............................................. 302
LZ 126 ..........................................................108 Nellenburg .................................................. 302
LZ 127 .................................................. 110, 112 Nikolaus von Frauenfeld ............................. 201
LZ 4 ..............................................................106 Nuss, Fritz ..................................................... 91

M O
Mangold von Nellenburg .............................302 Oberhorgen
Maria Theresia.............................................119 Münzfund................................................ 130
Marianische Kongregation Siessen................83 Odoaker ...................................................... 134
Marie Antoinette .........................................119 Ortenstein ................................................... 236
Marquard Rudolf von Roth..........................202 Österreich
Marquard von Randeck .................................75 Erzherzogtum............................................ 92
Martin V.......................................................135 Ostgotenreich ............................................. 134
Martin von Krenkingen ................................259 Oströmisches Reich .................................... 134
Matthias ........................................................42 Otto IV........................................................... 98
Maximilian Christoph von Rodt ...................217 Otto Truchseß von Waldburg ....................... 95
Maximilian I. .................................. 38, 115, 145 Ottobeuren ................................................... 70
Maximilian v. Waldburg zu Wolfegg und
Waldsee .....................................................84 P
Maximus ......................................................134 Pelagiusfest ................................................. 170
Mayer und Wilhelm .....................................110 Pest ............................................................. 137
Mayer, Sebald................................................95 Peter von Schaumburg ................................. 76
Mediatisierung ............................................210 Petrus Canisius .............................................. 70
Meersburg ...................................................217 Pfennig
Memmingen ................................................218 vierzipfeliger ............................................. 87
herzogliche Münzstätte ...........................219 Pfullendorf .................................................. 247
Mindelheim .................................................222 Pfullendorfer Vertrag .................................. 276
Mittelfranken ................................................70 Pinienzapfen ................................................. 63
Montfort Pius VII. ....................................................... 171
Grafen von ......................................... 92, 224 Plappart ...................................................... 320
Montfort-Bregenz-Peggau...........................235 Provida solersque ....................................... 171
Montfort-Feldkirch ......................................234
Montforth-Bregenz-Beckach .......................235
Montfort-Tettnang ......................................234

360
R Säntis
Kanton..................................................... 286
Radolfzell .....................................................249
Sargans........................................................ 286
Radolt von Verona .......................................249
Grafschaft ............................................... 236
Raetia prima ................................................134
Saulgau.......................................................... 83
Raetia secunda ..............................................70
Sax-Forstegg................................................ 286
ranz I. Stephan .............................................222
Schaezler, Johann Lorenz.............................. 69
Rapperswil ...................................................286
Schaffhausen .............................................. 263
Ravensburg ..................................................251
Schattenburg .............................................. 234
Reichsmünzstätte ....................................252
Schisma
Reformation ................................................183
abendländisches ..................................... 135
Regimentstaler ............................................147
Schlacht
Regionalverband Hochrhein-Bodensee.......141
am Morgarten ......................................... 302
Reichenau ....................................................249
auf dem Lechfeld ...................................... 70
Kloster......................................................249
bei Bregenz ............................................... 91
Reichsacht ........................................... 137, 341
bei Sempach ........................................... 263
Reichsdeputationshauptschluss .... 86, 171, 211
bei Stockach ............................................ 303
Reichsfreiheit...............................................136
Schloss Ortenstein ...................................... 236
Reichsfürstenrat ..........................................183
Schnabelgiere ............................................. 217
Reichskreis
Schneider, Anton .......................................... 92
Schwäbischer .............................................85
Schnellen..................................................... 247
Reichspogromnacht.....................................139
Schwaben
Reichsstadt ..................................................134
Regierungsbezirk ...................................... 70
Reichsunmittelbarkeit ......................... 134, 236
Schwabenkinder ......................................... 247
Rekatholisierung .................................. 171, 209
Schwabenkrieg............................................ 303
Religionsfreiheit...........................................136
Schwäbischer Barockwinkel.......................... 70
Religionsfrieden
Schwäbischer Bund ..................................... 136
von 1555 ....................................................70
Sebastiansbruderschaft ................................ 84
Republik
Sechsbätzner............................................... 147
deutsche ..................................................138
Seekreis ............................................... 138, 303
Revolution
badischer ................................................ 217
badische...................................................138
Sidonius....................................................... 170
Französische ............................................303
Sigmaringen ........................................ 235, 276
Richard von Cornwall...................................220
Simpert ......................................................... 70
Riedmiller, Bernhard ...................................211
St. Gallen ............................................. 277, 341
Rudolf I. ................................................. 83, 234
Kanton..................................................... 286
Rudolf IV. von Montfort ..............................234
St. Georg
Rudolf von Bregenz .....................................234
Kloster ..................................................... 115
Rudolf von Habsburg ...................................115
St. Georgen
Rudolph II. ...................................................123
Kloster ..................................................... 275
Rumhold von Konstanz................................188
Staatseisenbahn
Rupert von Bodman ....................................124
Badische .................................................. 138
S Stadt
kreisfreie ................................................. 139
Säkularisation .................................. 71, 95, 171 Stadt, freie .................................................. 135
Salomo III. ....................................................134 Städtebund
Salomon .......................................................143 Schwäbischer .......................................... 115
Salvator-Kloster ...........................................264 Stadtkreis .................................................... 139
Sankt Agnesen Stadtpyr ........................................................ 39
Kloster......................................................263

361
Stadtrecht Riedlinger ................................................ 144
Lindauer ...................................................115 Verwaltungsreform....................................... 86
Ständerat .......................................................29 Vindonissa ................................................... 134
Stein am Rhein.............................................275 Völkerschlacht .............................................. 71
Stromeyer, Max ...........................................138 Volksinitiative ............................................. 287
Vorarlberg ..................................................... 92
T Vorderösterreich................................... 92, 137
Tettnang ......................................................105 Vorster, Pankraz.......................................... 286
Tettnang-Bregenz-Bregenz ..........................234
W
Tettnanger Linie ..........................................236
Theudebert I. ...............................................134 Walahfrid Strabo......................................... 258
Thiébaud, J.....................................................56 Waldburg-Zeil-Wurzach .............................. 131
Thurgau ....................................... 138, 305, 307 Waldsee
Toggenburger ..............................................302 Kloster ....................................................... 83
Trompeterschlössle .....................................140 Wangen ....................................................... 341
Tübingen Warmann .................................................... 187
Pfalzgrafen von ........................................234 Wasserburg ................................................. 237
Weingarten ................................................. 342
U Welf VI. ....................................................... 247
Überlingen ...................................................313 Weltkrieg
Udalschalk von Eschenlohe ...........................73 Erster....................................................... 138
Uhland, Ludwig ............................................218 Zweiter .................................................... 140
Ulm ..............................................................322 Werdenberg ................................................ 286
Ulmer Recht ...................................................85 Werner von Staufen.................................... 190
Ulrich I. ........................................................188 Wessenberg, Heinrich von .......................... 171
Ulrich II. von Dapfen ....................................249 Wessobrunn .................................................. 70
Ulrich IV. von Heideck .................................259 Wiener Kongress ........................................... 92
Ulrich V. .......................................................237 Wikterp ......................................................... 70
Ursula von Vaz .............................................236 Wilhelm von Montfort ................................ 291
Uznach .........................................................286 Witiges ........................................................ 134
Wittislingen ................................................... 95
V Wolfgang Rudolf von Ossa ............................ 85
Wolfhard von Roth-Wackernitz .................... 75
Vaduz
Württemberg-Hohenzollern ....................... 131
Grafschaft ................................................236
Verdunkelungspflicht ..................................140 Z
Veringen
Zeppelin ...................................................................... 110
Grafschaft ................................................235
Vertrag

362