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Kirche (Bauwerk)

Eine Kirche oder ein Kirchengebäude ist ein von einer oder
mehreren christlichen Konfession(en) zum Gebet und zum
Gottesdienst genutztes Bauwerk. Ausgehend von der etymologischen
Bedeutung des griechischen Wortes κυριακή [οικία] (kyriakḗ [oikía],
„dem Herrn gehörend[es Haus]“) gelten Kirchen als Gotteshäuser.
Zusammen mit den Bauwerken anderer Religionen werden
Kirchenbauten übergreifend als Sakralbauten bezeichnet.

Als Kirchenbau bezeichnet man im Bereich von Architektur und


Bauwesen die Disziplin, die sich mit Entwurf, Neubau, Umbau und
Erhalt von Kirchen beschäftigt.
Speyerer Dom, die größte noch
erhaltene romanische Kirche der
Welt
Inhaltsverzeichnis
Überblick
Begriffe
Pfarrkirche
Klosterkirche
Stiftskirche
Kathedrale
Dom
Münster
Dorfkirche Kirche in Suceava, Rumänien
Predigtkirchen
Votivkirchen
Gedenk- oder Gedächtniskirchen
Basilika
Wegekirche
Wehrkirche
Notkirche
Kirchen nach sonstigem Zweck
Kirchen nach geometrischer Form
Kirchen nach dominierendem Baumaterial
Kapellen
Umgewidmete bzw. profanierte Kirchen
Architekturgrundformen
Städtebauliche Konfigurationen
Sonderbauformen
Geschichte
Frühchristentum
Römisches und Byzantinisches Reich
Franken
Britische Inseln
Goten
Vorromanik
Römische Kirche und Ostkirchen
Romanik
Gotik
Nachgotik, Renaissance
Barock
Klassizismus und Historismus
Moderne
Grundriss, Raum und Körper
Neue Materialien und Konstruktionen Pfarrkirche Wörth an der Donau,
Veränderte Anforderungen und Nutzungskonzepte dreischiffige Basilika
Gesellschaftlicher Wandel: Umgang mit
Pluralisierungs-, Schrumpfungs- und
Wachtumsprozessen weltweit
Siehe auch
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise

Überblick
Die Kirche ist der zentrale Ort des Gottesdienstes der römisch-
katholischen, alt-katholischen, orthodoxen, iroschottischen,
anglikanischen und der evangelischen Gemeinden. Sie dient der
Versammlung der Glaubensgemeinschaft, der gemeinsamen Andacht,
Kollegienkirche (Salzburg)
der Verkündigung des Wortes Gottes, der Spendung und dem
Empfang von Sakramenten und Sakramentalien.

Nach dem Kirchenrecht der römisch-katholischen Kirche ist es „ein heiliges, für den Gottesdienst bestimmtes
Gebäude, zu dem die Gläubigen das Recht freien Zugangs haben, um Gottesdienst vornehmlich öffentlich
auszuüben.“[1] Für Martin Luther war ein Gebäude nur dann Kirche, wenn Christen darin zusammenkommen,
„bitten, predigt horen und sacrament empfahen.“ Er empfiehlt deshalb den Abbruch von Kirchen, wenn diese
nicht mehr dem gottesdienstlichen Geschehen dienen: „wie mit allen anderen hewßern thutt, wenn sie nymmer
nütz sind“. Der Kirchenbau an und für sich besitzt nach Luther keine Heiligkeit. Ähnlich sah es der
reformierte Theologe Heinrich Bullinger (1504–1575). Heilig war eine Kirche für ihn, „sofern sie durch den
heiligen Gebrauch – und das heißt durch den gottesdienstlichen Gebrauch der Gemeinde – geheiligt wird.“[2]

Die Unterschiede im Verständnis spielen auch bei der Heiligung des Gebäudes eine nicht unbedeutende Rolle.
Während etwa in der römisch-katholischen Kirche ein Kirchengebäude durch den dem Bischof vorbehaltenen
Ritus der Kirchweihe geweiht („dediziert“) oder gesegnet wird,[3] werden evangelische Kirchen ihrer
Bestimmung übergeben,[4] beziehungsweise „gewidmet“.[5] Wird eine Kirche nicht mehr benutzt, so geht dem
in der katholischen Kirche die Profanierung voran, evangelischen Kirchen in der Regel eine sogenannte
„Entwidmung“.

→ Hauptartikel: Kirchenschließung

Katholische Kirchen erhalten mit der Weihe einen „Titel“ (titulus ecclesiae).[6] Damit ist das Patrozinium
gemeint; die Kirche wird einem oder auch mehreren Patronen unterstellt, dessen Gedenktag jährlich in dieser
Kirche als Hochfest begangen wird. Neben Heiligen kann der Titulus ecclesiae auch ein Glaubensgeheimnis
sein: die heiligste Dreifaltigkeit selbst; Jesus Christus mit Nennung eines seiner liturgisch gefeierten
Glaubensgeheimnisse oder seines Titels, etwa Christkönig, Salvator oder Herz Jesu; der Heilige Geist; die
Jungfrau und Gottesmutter Maria mit einem ihrer liturgischen Titel, etwa Unsere Liebe Frau, Maria Hilf oder
Mariä Himmelfahrt; die heiligen Engel.

Viele Kirchengebäude sind außerhalb der Gottesdienste verschlossen.[7] Die Initiativen „offene Kirche“
verschiedener evangelischer Landeskirchen wollen dem entgegenwirken und laden die Gemeinden ein, auch
unter der Woche ihre Gotteshäuser zu öffnen. Einige Kirchengebäude sind außerhalb der Gottesdienstzeiten
der Öffentlichkeit nur gegen Zahlung von Eintrittsgeld zugänglich. Auch „weltliche“ Veranstaltungen wie
Konzerte oder Lesungen finden manchmal in Kirchengebäuden statt.

Kirchen sind oft ein Baudenkmal, Kulturgut und Teil des kulturellen Erbes. Viele Kirchen tragen das
Kennzeichen für Kulturgut[8] beziehungsweise das Kennzeichen für Kulturgut unter Sonderschutz[8]
entsprechend der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten (vgl. Blue Shield
International).

Siehe auch: Kirche (Kanonisches Recht)

Begriffe

Pfarrkirche

Die Pfarrkirche, im Protestantismus auch Gemeindekirche genannt, ist


die Hauptkirche einer Pfarrei oder Kirchengemeinde. Weitere Kirchen
und Kapellen in einer Pfarrei dienen einer Einzelfunktion, so als
Friedhofskapelle – mancherorts auch als „Aussegnungshalle“
bezeichnet – oder als Jugendkirche, oder sie sind Filialkirchen in einer
Gemeinde, die einer Pfarrei zugeordnet ist. Das Gebiet einer
Kirchengemeinde oder Pfarrei beruht in der Regel auf historischen Ehemalige Pfarrkirche Heilig-Kreuz in
politischen Gemeindegrenzen, in größeren Städten auf einem Stadtteil Frankfurt-Bornheim von Martin
oder einem Stadtbezirk. Die Volkskirchen folgen in diesem Sinne dem Weber (1929)
Parochialprinzip, Freikirchen kennen diese Regelung nicht. Einer
Kirche sind meistens weitere administrative oder soziale
Einrichtungen wie etwa ein Pfarramt, Kindergärten oder Schulen zugeordnet. Sie liegen in der Nachbarschaft
oder auf dem Kirchengelände.

Klosterkirche

Die Kirche eines Klosters kann Klosterkirche, Abteikirche, Prioratskirche, Katholikon (Hauptkirche eines
griechisch-orthodoxen Klosters) oder Münster (von lat. monasterium, „Kloster“) genannt werden. Der Begriff
Münster wird dabei für manche Kathedralen, Pfarrkirchen und Klosterkirchen gleichermaßen verwendet.
Kirchen in evangelischen Klöstern, Kommunitäten oder
Lebensgemeinschaften werden teils auch Ordenskapelle genannt,
Beispiel Communität Christusbruderschaft Selbitz.

Stiftskirche

Eine Stiftskirche gehört zu einem Stift. Jenes unterscheidet sich von


einem Kloster dadurch, dass es Stiftsherren oder -damen bewohnen.
Diese untergliedern sich wiederum in Regular- und Säkularkanoniker
bzw. Regular- und Säkularkanonissen.

Kathedrale

In der katholischen und den orthodoxen Kirchen tragen


Bischofskirchen den Titel einer Kathedrale. Von der Spätantike bis ins
hohe Mittelalter wurde in der Westkirche häufig neben die Kathedrale
eine Taufkapelle (Baptisterium) gebaut.
Evangelische Erlöserkirche in
Wiesbaden-Dotzheim (1995)
Dom

Domkirchen sind wegen ihrer Größe und Gestaltung besonders herausragende, meist bischöfliche
Kirchengebäude.

Münster

Münster dient als Bezeichnung für eine Kloster-, Stifts- oder Domkirche.

Dorfkirche

Dorfkirche ist eine u. a. kunstgeschichtliche Bezeichnung für eine - in der Regel alte und kleine - Kirche in
einem Dorf oder in einem zur Zeit der Erbauung dörflichen Umfeld, oft im Siedlungskern des Ortes gelegen
und mit ländlichen Charakter und ländlichen Architekturmerkmalen. Nicht jede Kirche in einem Dorf oder auf
dem Land ist eine Dorfkirche.

Predigtkirchen

Kirchen, bei denen die Wortverkündigung, d. h. die Predigt bzw. die Auslegung der Bibel im Mittelpunkt des
Geschehens steht und meist auch die architektonische Gestalt beeinflusst. Predigtkirchen sind insbesondere im
Protestantismus verbreitet. Nicht selten ist die Kirche auf die Kanzel ausgerichtet, teilweise gibt es auch einen
Kanzelaltar oder eine andere gleichrangige Kombination von Altar und Kanzel bzw. Ambo, so dass beide im
Zentrum des Ausrichtung stehen.

Votivkirchen

Eine Kirche, die aufgrund eines Gelübdes als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage oder mit
der Bitte um Erfüllung eines bestimmten Anliegens, zuweilen auch zur Sühne, erbaut wurde, wird Votivkirche
genannt.
Gedenk- oder Gedächtniskirchen

Gedenkkirchen oder Gedächtniskirchen erinnern an positive oder negative Ereignisse oder an Personen.
Sofern sie an negative Ereignisse erinnern, sind sie auch eine Art Mahnmal.

Basilika

Als Basilika werden einerseits frühchristliche mehrschiffige Sakralbauten der Spätantike bezeichnet. Daneben
stellt Basilika auch einen von der katholischen Kirche für besondere Kirchengebäude verliehenen Ehrentitel
(→ Basilika (Titel)) dar, wobei zwischen den sechs altehrwürdigen Basilicae maiores und den derweilen über
1800 Basilicae minores zu unterscheiden ist.

Wegekirche

Mit dem eher liturgiewissenschaftlichen Begriff der Wegekirche werden Kirchenbauten bezeichnet, in denen
es eine starke Ausrichtung des ganzen Raums, der Gemeinde und des Liturgen nach vorn, zum Altar, zum
Licht hin gibt. Der Begriff ist eher im katholischen Kirchenbau verbreitet und wurde im 20. Jahrhundert von
Rudolf Schwarz geprägt.

Wehrkirche

Als Wehrkirche bezeichnet man festungsartig befestigte Kirchen.

Notkirche

Notkirche nennt man Räume oder Gebäude, die behelfsmäßig bzw. provisorisch als Kirche dienen und in der
Regel in einer Notlage entstanden sind. Nicht immer sind sie typologisch als Kirche erkennbar. Teilweise
handelt es sich aber auch Kirchen, die zwar in einer Notsituation entstanden sind, aber zur dauerhaften
Nutzung vorgesehen sind (z. B. Bartning-Notkirchen).

Kirchen nach sonstigem Zweck

In Verbindung mit Einrichtungen oder Sonderzwecken spricht man auch von Wallfahrtskirchen, Spitalkirchen,
Krankenhauskapellen, Anstaltskirchen, Friedhofskapellen oder Autobahnkirchen. Als Profilkirche bezeichnet
man eine Kirche, die einem thematisch eng definierten Zweck dient, etwa als Jugendkirche, Meditationskirche,
wie z. B. Zentrum für Meditation und Spiritualität oder als Seelsorgezentrum für Trauernde. Kleine und teils
privat errichtete Kirchengebäude werden als Kapellen bezeichnet. Freikirchliche Gemeinden verwenden
manchmal auch den Namen Kapelle (abweichend von o. g. Bedeutung), Betsaal oder Bethaus. Einen
Sonderfall stellen die sogenannten Simultankirchen dar, die von Gemeinden zweier oder mehrerer
Konfessionen genutzt werden.

Kirchen nach geometrischer Form

Manche Kirchen haben eine markante charakteristische Grundrissform. Kirchen, die einen kreisförmigen
Grundriss haben, nennt man Rundkirchen, analog auch Kreuzkirchen mit Kreuzförmigen Grundriss oder
beispielsweise die Sternkirche, von Otto Bartning entworfen
Kirchen nach dominierendem Baumaterial

Kirchen können auch nach Baumaterial unterschieden werden: Insbesondere Kirchen mit ungewöhnlichem
oder offen sichtbaren Baumaterial werden so bezeichnet, auch solche, bei denen das Material die Architektur
sehr bestimmt: Holzkirchen, Betonkirchen, Feldsteinkirchen, Stahlkirche, Backsteinkirchen (z. B. in der
Backsteingotik).

Kapellen

Kleine Kirchengebäude werden auch als Kapelle bezeichnet, private oder teilöffentliche Gebetsräume als
Oratorium.

Umgewidmete bzw. profanierte Kirchen


→ Hauptartikel: Kirchenschließung

Architekturgrundformen
Der christliche Kirchenbau nach dem frühzeitlichen und mittelalterlichen Ideal
folgt vier Grundrissen, nach der Reformation kam ein fünfter, die Querkirche,
hinzu. Ein Großteil der Kirchengebäude bis etwa zur Mitte des 20. Jahrhunderts
entspricht einem dieser Grundschemen, im modernen Kirchenbau gibt es seitdem
eine große Vielfalt an Bauformen. Eine sechste, die Predigtkirche, ist durch den
im Wort genannten Zweck charakterisiert.

Die Basilika ist die wichtigste Grundform des frühchristlichen und


mittelalterlichen Kirchenbaus, dessen Innenraum durch
Säulenreihen in mehrere Längsschiffe getrennt ist. Am häufigsten
sind drei Längsschiffe (dreischiffige Basilika), bei denen das mittlere
höher ist als die beiden Seitenschiffe und in der Wandzone, die die
Höhendifferenz zu den Seitenschiffen darstellt, eigene Fenster
besitzt. Fünfschiffige Basiliken sind sehr viel seltener und sind meist Evangelische
besonders prachtaufwendig. Die frühchristlichen Kirchen lehnten Johanniskirche in
sich noch stark an die antike Basilika an, im Mittelalter wurde sie zur Frankfurt-Bornheim, eine
Kreuzbasilika mit einem Querhaus weiterentwickelt. barocke Saalkirche
Die Hallenkirche ähnelt der Basilika, ihre Längsschiffe sind
allerdings von gleicher oder annähernd gleicher Höhe und unter
einem gemeinsamen Satteldach vereinigt, weil das Mittelschiff über keine eigenen Fenster
verfügt, während das Dach der Basilika „abgetreppt“ ist.
Die Saalkirche ist ein einschiffiges Kirchengebäude, das aus einem einzigen, saalartigen
Raum –, meist mit eingezogenem Chor –, besteht; oft mit einem Dachreiter als Glockenturm.
Weitverbreiteter Bautyp bei meist ländlichen Kirchen und Kapellen.
Die Chorturmkirche (meist Saalkirche) hat einen über dem Altarraum errichteten Kirchturm,
der auch als Glockenturm dient, oft auch als Wehrturm, entstanden in der Romanik.
Beim Zentralbau sind die Hauptachsen gleich lang, daraus ergeben sich unter anderem
kreisförmige, ovale, quadratische und kreuzförmige Grundrisse. Der Zentralbau ist in
Westeuropa vor allem in Italien verbreitet und wird sehr häufig bei östlich-orthodoxen Kirchen
angewendet.
Bei einer Querkirche durchschneidet in geosteten Kirchen die Hauptachse vom
(West-)Eingang zum Altar die längere Seite der Kirche. Die Ostung des Gebäudes ist jedoch
bei der nach der Reformation in Deutschland entstandenen Querkirche als rein protestantische
Kirchbauform nicht mehr zwingend, vielmehr bildet die
Kanzel an einer Schiff-Längsseite den Fixpunkt für die
Hör-, Blick- und Sitzrichtung der Gemeinde. Der Altar kann
sich sowohl unter der Kanzel als auch rechtwinklig dazu in
der anderen Mittelachse des Schiffs befinden. Querkirchen
sind vor allem in den protestantischen Regionen
Deutschlands, der Niederlande und der Schweiz
anzutreffen.
Bei einer Predigtkirche bestimmt das gute Sehen und
Hören zur Kanzel die Innenraumgestaltung, nicht jedoch
die äußere Gebäudegestalt: eine möglichst kurze Distanz
und ein stützenfreier Raum sind wichtig. Am besten eignen Aufriss eines Zentralbaus mit vier
sich in diesem Sinne die Querkirchen. Konchen (Tetrakonchos) und
Pendentifkuppel mit Tambour. Dom
Die architektonischen Hauptteile eines traditionellen europäischen des heiligen Sava, 1926–2018
Kirchenbaus sind der Chor (Altarhaus), das Querhaus und das
Langhaus. Die Fassade verfügt oft über einen Turm oder zwei Türme.
Das Langhaus ist in der Regel mehrschiffig, d. h., es verfügt über ein Mittelschiff
und zwei oder vier Seitenschiffe. Im Kreuzungsbereich zwischen Quer- und
Langhaus befindet sich die Vierung.

Kirchenbauten waren im Mittelalter in der Regel nach Osten ausgerichtet


(„geostet“), d. h., der Hauptaltar liegt in Richtung des mittleren Aufgangspunktes
der Sonne. Diese Orientierung (von Orient = Osten) symbolisiert einerseits den
Erlöser Jesus Christus, der wie der Sonnenaufgang das Licht des Glaubens
bringt. Zum anderen bezieht sich die Orientierung auf die von Europa aus
gesehene Lage Jerusalems im Osten. Eine bedeutende Ausnahme ist der
Petersdom in Rom, er ist „gewestet“. Das Prinzip der Ostung hielt sich in der Basilika
Neuzeit nicht durch, bei Zentralbauten spielte es ohnehin meist keine Rolle.

Städtebauliche Konfigurationen
freistehende Kirche
frei in der Landschaft stehende Kirche oder Kapelle
frei auf einem Platz, dem Dorfanger oder einer Grünanlage
innerhalb einer Ortschaft stehend
in die bauliche Struktur integriert
Hallenkirche, hier
in die Fassadenfront einer Blockrandbebauauung eingebunden mit „westfälischem
Kirche Quadrat“
in einen Gebäude-Komplex integrierte Kirche, z. B. viele
Klosterkirchen, die einen eigenständigen Gebäudetrakt dieser
Anlage bilden.
in ein Gebäude integriert (z. B. Krankenhauskapelle)
Hinterhofkirche

Sonderbauformen
Es gibt eine Reihe von Sonderbauformen, die sich sowohl architektonisch als
auch in der Nutzung von der gängigen Bauweise unterscheiden;
Bettelordenskirchen folgen in Größe und Gestaltung dem
Armutsideal der Bettelorden und haben in der Regel einen
Dachreiter, keinen Turm.
Bei Chorturmkirchen erhebt sich der Turm, oft als Glockenturm, über
dem Chorraum.
In einer Doppelkirche sind zwei Kirchenräume räumlich voneinander
getrennt.
Emporenkirchen basieren oft auf der Bauform der Basilika, in der
eine Empore den Raum über den Seitenschiffen und unter dem
Obergaden einnehmen kann. Saalkirche
Eisenkirchen sind aus vorgefertigten Bauelementen aus Wellblech
oder Gusseisen gefertigt.
Felsenkirchen sind aus dem Felsen geschlagene Kirchen. In den
Fels gehauene Kirchen nennt man auch Höhlenkirchen.
Die Kettenkirche ist noch vereinzelt in Süddeutschland, Österreich
und Südtirol anzutreffen. Zum Namen hat die Form des
Fassadenschmucks von Kirchen, die dem heiligen Leonhard
geweiht sind, geführt. Die Kirchen werden entweder dauerhaft oder
in einem Ritus am 6. November mit eisernen Ketten umspannt.
Von einer Kirchenburg spricht man, wenn die Kirche von eigenen
Verteidigungsanlagen, etwa Mauern und Türmen, umgeben ist. Eine Zentralbau im
mit vergleichsweise einfachen Wehrvorrichtungen ausgestattete Vergleich zum
Kirche nennt man dagegen Wehrkirche. Längsbau (rechts)
Notkirchen und Barackenkirchen sind provisorische Sakralgebäude.
Die Kirchen eines solchen Typus entstanden in Zeiten
wirtschaftlicher Not, nach Kriegen oder als Interimskirche während
der Gemeindeaufbauphase. Die sogenannte Zeltmission nutzt provisorische Zeltkirchen zur
Evangelisation.
Die Ovalkirche verfügt über einen ovalen Grundriss und kann als Längskirche (auch: in
„Eiform“) oder Querkirche angelegt sein.
In einer Querkirche ist die Querausrichtung des Innenraumes stärker betont als die
Längsrichtung.
Die Rundkirche ist eine Form des einfachen Zentralbaus und diente früher als Tauf-, Grab-
oder Wehrkirche. Etwaige Anbauten sind nicht Bestandteil des eigentlichen Kirchenraumes.
In England, Elsass und Norddeutschland sind Rundturmkirchen verbreitet, deren Bauweise
dem Langbau entspricht.
Stabkirchen oder „Mastenkirchen“ sind Holzkirchen, die in Skandinavien während der
Übergangszeit von der heidnischen Religion zum Christentum im 12. und 13. Jahrhundert
gebaut wurden.
In einer Wegekirche ist der Kirchenraum als Weg nach vorn, zum Altar hin ausgerichtet.
Winkelkirchen bestehen aus zwei Seitenschiffen, die im rechten Winkel zueinander stehen.
Altar oder Kanzel eines solchen Gebäudes befinden sich im Winkel.

Geschichte
Bislang gibt es für die ersten beiden Jahrhunderte, was den christlichen Sakralbau angeht, keine
archäologischen Funde. Es gilt überhaupt als wenig wahrscheinlich, dass in diesem Zeitraum bereits christliche
Sakralbauten existierten.[9] Verehrt wurden jedoch seit spätestens Anfang des 2. Jahrhunderts bestimmte
Stätten wie die Grotte in Nazareth oder das Petrusgrab in der Vatikanischen Nekropole. Die älteste
archäologisch bisher nachgewiesene Kirche ist die sogenannte Hauskirche von Dura Europos. Es handelt sich
dabei um ein ehemaliges Wohnhaus, das 232/33 zu einer Kirche mit
Baptisterium umgebaut wurde.

Frühchristentum

Römisches und Byzantinisches Reich

Nach den Christenverfolgungen im Römischen Reich, die unter


Kaiser Diokletian ihren Höhepunkt erreichten, leiteten das
Toleranzedikt des Galerius und die Mailänder Vereinbarung zwischen
den zwei römischen Kaisern Konstantin und Licinius die Grundriss der Hauskirche (232/33);
konstantinische Wende ein, wodurch das Christentum legitimiert und rechts oben das Baptisterium
schließlich von Theodosius I. zur Staatsreligion des Römischen
Reiches ernannt wurde. Mit staatlicher finanzieller Unterstützung
entstanden zahlreiche neue Kirchen vor allem in Rom und Konstantinopel, der Trierer Dom und die
Grabeskirche in Jerusalem. Erstmals entstand eine eigenständige sakrale Architektur des Christentums, dessen
Gebetsräume in früherer Zeit lediglich einen provisorischen Charakter besaßen, als Gottesdienste meist in
Privaträumen abgehalten wurden.[10]

Aus der römischen Architektur wurde die Basilika mit mehreren


Längsschiffen, Säulen mit Kapitellen, Kolonnadenhof (Atrium) und
Apsis gegenüber dem Eingang übernommen. Die Bauform der
Basilika ist einerseits neutral, da auch Gerichts- und Marktgebäude
ähnlich aussahen, hatte zuletzt andererseits aber auch dem Kult der
vergöttlichten Kaiser gedient und machte insofern die Ablösung des
Kaiserkultes durch die neue Religion sichtbar. Die Tonnengewölbe
vieler römischer Bauten wurden durch Flachdächer, meist in
Kassettierung, ersetzt. Der Kirchturm war zunächst freistehend
(Campanile) und wurde erst in späterer Epoche dem Baukörper
angegliedert. In etwas späteren Kirchengebäuden setzte sich ein
eingefügtes Querschiff durch, das die Basilika vor der Apsis beschnitt
und ein kreuzförmiges Grundschema ergab. In frühchristlichen
Basiliken in Rom liegt die Frontseite der Kirche im Osten und die
Apsis im Westen.

Der frühchristliche Sakralbau verzichtete weitgehend auf Dekorierung


Künstlerische Darstellung aus dem
und Zierwerk. Die Theologen der Alten Kirche orientierten ihre
12. Jahrhundert der Apostelkirche in
Haltung in den ersten Jahrhunderten n. Chr. vornehmlich am
Konstantinopel
Bilderverbot des Dekaloges und standen künstlerischen Tätigkeiten,
namentlich der Kirchenmalerei, durchaus feindlich gegenüber.
Malereien mit neutestamentlichen Motiven wurden erst ab dem 4.
Jahrhundert verwendet,[10] auch das Kreuz gewann als zentrales christliches Motiv erst nach dem Konzil von
Ephesos im Jahre 431 zunehmend an Bedeutung.

Der frühen Kirche im Zentralbau war noch eine Basilika oder ein Atrium angegliedert. Erste Rundkirche auf
dem Gebiet des Römischen Reiches war die von 372 bis 402 erbaute Basilika San Lorenzo in Mailand. Mitte
des 5. Jahrhunderts entstand in Rom mit Santo Stefano Rotondo ein Rundbau mit drei konzentrischen Kreisen,
in die ein griechisches Kreuz eingeschrieben war. Ein weiterer wichtiger Zentralbau aus dieser Zeit ist San
Vitale in Ravenna.
Mit dem Konzil von Ephesos begann die Spaltung zwischen den Ostkirchen und der römisch-katholischen
Kirche. Kuppelbasiliken und Kreuzkuppelkirchen (Markusdom in Venedig) dominierten als Architekturstil der
byzantinischen Glaubensrichtung. In Konstantinopel, als wichtigstem christlichem Zentrum des Ostens,
entstanden bedeutende Kirchengebäude; der am 28. Juni 550 geweihte Neubau der Apostelkirche zeichnete
ebenso wie Santo Stefano Rotondo im Grundriss das griechische Kreuz nach. Weiterhin entstand von 532 bis
537 n. Chr. die Hagia Sofia als Hauptkirche der altorientalischen und später byzantinischen Kirche. Beide
Gebäude sind Kuppelbasiliken, also Basiliken mit Zentralbaucharakter.

Als stilistisch eigenständig wird der kleine Zentralbau betrachtet, der sich ab den vierten Jahrhundert n. Chr.
verbreitete. Er war auf geometrische Grundformen reduziert, etwa kreisförmig, quadratisch oder oktogonal
und war anstatt einer Gemeindekirche eine Memoria an einem Heiligtum, ein Baptisterium oder
Mausoleum.[10]

Franken

Die mit der Völkerwanderung verbundene Verbreitung des


Christentums in germanische, fränkische und gotische Gebiete führte
zu einer neuen Auslegung des Kirchenbaus. Die
Architekturkenntnisse der nord- und mitteleuropäischen Stämme
Europas waren vergleichsweise gering, so dass der Holzbau das
wichtigste Element der Sakralarchitektur wurde. Die Stabkirchen, die
heute vor allem noch in Skandinavien erhalten sind, stammen aus
dieser Epoche. Größere Kirchengebäude aus Stein, wie der
Südseite der Kirchenruine des
Vorgängerbau der Kathedrale von Reims, wurden zur Zeit Chlodwigs
frühchristlichen Klosters von
I. gegen Ende des 5. Jahrhunderts errichtet. Der gängige Typus für
Ardpatrick, Irland
größere Kirchenbauten war die mehrschiffige und schnörkellose
Basilika, Zentralbauten wurden nur selten und in kleiner Ausführung
errichtet.

Beim ländlichen Kirchenbau im Fränkischen Reich, insbesondere bei den weitverbreiteten Eigenkirchen,
überwog die turmlose Saalkirche mit einem geosteten, eingezogenen quer-rechteckigen oder quadratischen
Chor. Statt eines Glockenturms wurde ein Dachreiter aufgesetzt. Ursprünglich waren dies überwiegend
Holzbauten auf Steinfundamenten, die bei Verfall in Stein (meist Feldsteine) erneuert/umgebaut wurden bei
Beibehaltung des Standortes. Der Chor wurde vielfach später überwölbt und mit einem Chorturm ausstaffiert,
der gelegentlich auch als Wehrturm ausgebaut wurde (Chorturmkirche). Diese frühen Kirchenbauten erinnern
sehr stark an Kirchen, wie sie im 6. und 7. Jahrhundert in Irland und Schottland üblich waren. Die iro-
schottischen Wandermönche brachten diesen Baustil auf das europäische Festland, als sie mit der
Missionierung des Frankenreiches im 6. Jahrhundert begannen.

Nachdem Bonifatius die Kirchenorganisation des fränkischen Reiches im Auftrag des Papstes nach römischem
Vorbild neu organisiert hatte, verdrängte er den irisch-fränkischen Kirchenbaustil und ließ neue Kirchen nur
noch in Form der römischen Basilika mit Querschiff und Apsis errichten.

Britische Inseln

In der angelsächsischen Architektur überwogen bis zum 7./8. Jahrhundert in Mitteleuropa einfache
Holzkonstruktionen (Beispiel Greensted), seltener wurden Sakralbauten aus Bruch- und Backsteinen errichtet.
Lange hielten sich archaische Formen im Bereich der iro-schottischen Kirche, die sich auch in ihren
Organisationsformen von der römischen Kirche auf dem Festland unterschied.

Goten
Anders als der Kirchenbau nördlich der Alpen entwickelte sich die ostgotische Sakralarchitektur. Ab 476
erlangten die Ostgoten die Herrschaft über Italien, die Westgoten übersiedelten größtenteils nach Spanien und
verschmolzen mit der einheimischen Bevölkerung zu einer Ethnie. Sie adaptierten nicht nur am stärksten die
römische und byzantinische Baukunst, sondern orientierten sich kulturell wie politisch an der ehemaligen
Großmacht Rom. In diesem Zeitraum, insbesondere in der Hochphase des 5. und 6. Jahrhunderts, entstanden
in Mittel- und Südeuropa rund 1.200 gemauerte Sakralbauten größerer Art und rund 280 Kathedralen, der
Großteil davon im heutigen Italien und Frankreich.[11]

Siehe hierzu:

Liste der byzantinischen Kirchen auf Sardinien


Westgotische Architektur

Vorromanik
→ Hauptartikel: Vorromanik

Der Beginn der Vorromanik wird entweder auf die Dynastie der Merowinger um 500 oder auf die
Karolingische Renaissance am Hofe Karls des Großen im späten 8. Jahrhundert angesetzt. Die karolingische
Architektur zielte bewusst auf die Nachahmung der römischen Architektur. Aus der frühchristlichen und der
byzantinischen Architektur wurden zahlreiche Elemente übernommen, wobei sich nach Einführung einiger
Neuerungen ein eigener Stil ergab. Die Form der Basilika wurde variiert und ergänzt. Die Apsis wurde zum
Chor ausgestaltet, unter diesem wurden Krypten angelegt, und der Aufschwung der Heiligenverehrung
erforderte zusätzliche Altäre in Kirchen. Darüber hinaus wurde das Westwerk entwickelt, eine dem
Kirchenraum vorgelagerte Eingangshalle. Zur Zeit der Ottonen wurden die Innovationen der karolingischen
Epoche weiter entwickelt. Insbesondere die räumliche Gliederung wurde durch Säulen und Nischen
harmonisiert, die Basilika wurde tendenziell vergrößert, ebenso die Krypta, für die ein eigener Raum
(Hallenkrypta) oder bis zu zweistöckiger Anbau errichtet wurde.[10]

Ottonische San Salvador de Kirche Sv. Donat in


Michaeliskirche Valdediós, 9. Jh. Zadar
Hildesheim

Römische Kirche und Ostkirchen

Seit Mitte des 9. Jahrhunderts lebten sich die römische Kirche (Primat des Papstes) und die byzantinische
Kirche zunehmend auseinander. Liturgische Unterschiede bedingten unterschiedliche Anforderungen an die
Kirchengebäude. Dem Patriarchat von Konstantinopel unterstand bis ins 11. Jahrhundert auch Süditalien, bis
zum 15. Dezember 1448 auch die russische Kirche, die heute autokephalen Kirchen Südosteuropas noch
länger. Die koptische Kirche, die syrische einschließlich der georgischen und die Armenische Apostolische
Kirche führten schon seit 451 ein Eigenleben. Um die Adria und in Süditalien mischten sich die Einflüsse.
Ansonsten hatten diese Kirchen lange Zeit nur geringe Verbindungen
zur abendländischen Stilentwicklung. Die Kreuzzüge schufen zwar
Kontakte aber auch Angst vor Bevormundung (Vgl. Lateinisches
Kaiserreich). Noch um 1475 erhielt der Renaissancebaumeister
Aristotele Fioravanti für die Uspenski-Kathedrale in Moskau
ausdrücklich den Auftrag, sie nach russischen Traditionen zu
errichten.

Romanik
Uspenski-Kathedrale in Wladimir,
→ Hauptartikel: Romanik
1158–1189
Um 1000 bis 1200 nach Christus verbreitete sich der romanische Stil
in Europa. Politische und wirtschaftliche Stabilität führten zu einer
neuen Blütezeit. Obwohl der Begriff Romanik namentlich auf die
Tradition römischer Baukunst verweist, stellt der Architekturstil eine
Entwicklung west- und mitteleuropäischer Baukunst dar und setzt die
Ansätze der karolingischen und ottonischen Architektur fort. Die
romanische Baukunst wirkt sehr voluminös und massiv. Typisch sind
Rundbögen, ein vergrößertes kompaktes Westwerk, Türme in runder
oder oktogonaler Form sowie Würfelkapitelle auf den Säulen. In
frühromanischer Epoche finden sich flache Kassettendecken, später
dann Kreuzgratgewölbe. Die Raumweite vergrößert sich erheblich,
Syrisch-Orthodoxe Mutter-Gottes-
vor allem die Basilika wird mit Chorumgang, Kapellenkranz und
Kloster in Hah Tur-Abdin, erbaut im
erweiterter Stützenweite neu dimensioniert. Skulpturen und
4. Jahrhundert nach Christus
Glasmalerei werden formenreicher und zeigen epischere Motive. Ein
Zierelement der romanischen Baukunst ist die Zwerggalerie.
Tonnengewölbe mit Abteikirche Basilika Saint- Bemalte Krypta der
Gurtbögen: Bursfelde, ab 1093: Sernin in Toulouse Basilika San Isidoro
Abteikirche in Saint- Basilika mit flachen um 1100: in León, Spanien
Savin im Westen Decken Rundbögen und
Frankreichs Kreuzgratgewölbe

Notre Dame la Atrium und Südwestliches


Grande in Poitiers, Westportal von Querschiff der
vollendet 1150 Sant’Ambrogio in Kathedrale von Ely,
Mailand, um 1090 um 1100
romanisch
umgestaltet

Gotik
→ Hauptartikel: Gotik

Die Gotik[12] entstand um 1140 in der Île-de-France und hielt sich nach der Verbreitung in ganz Europa am
längsten in Großbritannien. Sie grenzte sich deutlich von der Kompaktheit der Romanik ab und bediente sich
im großen Umfang der Symbolik und Allegorie. Es wurden erstmals Spitzbögen, Kreuzrippengewölbe und
Strebepfeiler verwendet, so dass auf massive Mauern als statisches Trageelement verzichtet werden konnte.
Fensterflächen wurden durch diesen Vorteil erheblich vergrößert und bewirken eine hellere und freundlichere
Atmosphäre im Innenraum. Die Kirchenschiffe wurden höher. Pfeiler und Säulen wurden schlanker, typisch
aber längst nicht allgemein verbreitet war ihre Gestaltung als Bündel von Diensten. Auch Kirchtürme wurden
erhöht und traten deutlich aus dem Baukörper heraus. Auf Vierungstürme wurde nun in Frankreich oft, in
Deutschland fast ganz verzichtet. In England und Spanien wurden sie verfeinert. Der Ehrgeiz, die
Möglichkeiten der Statik auszureizen, ließ so manchen Turm einstürzen. Besonders in Deutschland und den
Niederlanden, aber auch anderswo, nicht zuletzt in Spanien, gestaltete man viele Kirchenschiffe als
Hallenkirchen, in der alle Gewölbe etwa gleich hoch waren.

Mit dem hochmittelalterlichen Landesausbau verdichtete sich die bäuerliche Bevölkerung und zahlreiche
Städte wurden gegründet, von denen einige zu erheblichem Wohlstand kamen. Damit nahmen Zahl und Größe
der Pfarrkirchen zu, aber auch der innerstädtischen Klosterkirchen. Besonders aufwändig gestaltet wurden wie
schon in die Romanik viele Kathedralen. Zwei der bedeutendsten gotischen Kathedralen Frankreichs, Notre-
Dame de Paris und Notre-Dame de Reims, waren gleichzeitig Orte der wichtigsten Zeremonien des
Königreichs. Mehrere der bedeutendsten gotischen Kirchen Deutschlands wurden jedoch als Stadtpfarrkirchen
errichtet und sind es bis heute geblieben, so die Marienkirchen in Lübeck und in Rostock und das Ulmer
Münster. Das Freiburger Münster wurde erst lange nach seiner Fertigstellung zur Kathedrale.

Viele gotische Kirchen weisen Bauteile auf, die noch im romanischen Stil errichtet wurden. Mehrere der
bekanntesten gotischen Kirchen blieben jahrhundertelang unvollendet, nachdem die Gotik aus der Mode
gekommen war. Während dem Ulmer Münster kaum mehr fehlte als die oberen Geschosse des Turms, wurden
der Kölner Dom und der Prager Veitsdom zu annähernd der Hälfte erst im 19. Jahrhundert errichtet, wenn
auch weitgehend nach den mittelalterlichen Plänen.

Kathedrale Notre- Mailänder Dom, Kathedrale von Vierung und Chor


Dame de Reims, drittgrößte Kirche Chartres, gotische der Kathedrale von
Portale mit und der Kreuzbasilika Chartres,
Wimpergen, Rosette umfangreichste Kreuzrippengewölb
Marmorbau der Welt e

Maßwerkturm und Vierungsturm der San Francesco St. Lamberti in


Strebepfeiler des Kathedrale von d’Assisi in Palermo, Münster,
Freiburger Münsters Burgos, Altkastilien gotische Basilika in Hallenkirche
Sizilien
Englische Frühgotik: Vierungsturm des Englische Spätgotik:
Salisbury Cathedral York Minster eine Wool Church in
mit hohem Lavenham (Suffolk)
Vierungsturm

Nachgotik, Renaissance
→ Hauptartikel: Nachgotik

Im 15. und 16. Jahrhundert wirkten sich der ethische und


gesellschaftliche Wandel des Humanismus und der Reformation auf
den Kirchenbau aus. Tendenziell bediente man sich noch der
Formensprache der Gotik, versuchte aber mit gestalterischen Mitteln
vom Stil abzugrenzen. Die Standardform der Basilika trat zurück und
man wendete sich vermehrt der Hallenkirche und der Saalkirche zu.
Durch weitgehenden Verzicht auf den Einsatz von Fiale und Wimperg
wurde auch in katholischen Kirchen die gotische Bausprache
wesentlich vereinfacht und der Raum wurde – im Sinne der
Vorstellungen der Renaissance – einheitlicher. Die klassischen
Elemente der Renaissance, etwa Säulen und klassische Kapitelle,
ergänzten oft eine gotische Formensprache.

Im protestantischen und reformierten Bereich, wo die


Wortverkündigung einen zentralen Stellenwert einnahm, entstanden
gerade in der Renaissance und dann im Barock als Sonderform von
Hallenkirchen zunehmend Predigtkirchen in der Bauform von
Querkirchen, in denen die Blick- und Hörrichtung der Gemeinde auf
den Verkündigungsort, die Kanzel, konzentriert wird und die somit als Mit dem Bau der Kathedrale von
einzige rein protestantische Sakralbauform bezeichnet werden Orléans wurde 1601 begonnen
kann.

Barock
→ Hauptartikel: Barock

Zwischen 1545 und 1563 verfasste die katholische Kirche das Konzil von Trient und leitete die
Gegenreformation ein. Der Katholizismus versuchte seit ca. 1540, den Protestantismus durch Diplomatie,
staatliche Repression und eine missionarische Rekatholisierung zurückzudrängen. In dieser Situation
entwickelte sich aus dem Manierismus der Barock, der sich ab 1575 von Italien aus in Europa und mit der
Kolonialarchitektur auch in den europäischen Kolonien in Übersee verbreitete.
Wie auch in der Profanarchitektur war der Barock eine Hochphase der Bauaktivität, im Mittelpunkt stand die
repräsentative Darstellung des Gebäudes und der neuen theologischen Dogmen. Ausgehend von der
Formensprache der Renaissance, wurde sie im Barock überproportional gesteigert. Kuppeln und Kapitelle
wurden mit überwallenden Dekor und Gesimsen bereichert und Stuckfiguren gingen in perspektivische
Deckenfresken über. Eine barocke Kirche wurde erstmals als Gesamtkunstwerk angesehen und der
Kirchenraum konzeptionell vereinheitlicht. Der Langbau trat gegenüber dem Zentralbau zurück, oft wurden
beide Bautypen kombiniert. Trotz der dynamischen Formen wurde ein Ausdruck der Strenge gewahrt. Die
Gewölbe, die schon in der Gotik Verwendung fanden, wurden zu Muldengewölben und Spiegelgewölben mit
rechteckigen und runden Grundriss staffiert. Ein Novum ist außerdem die Stichkappe, ein parallel zum
Langbau laufendes Gewölbe, meist mit Nischen für Fensterflächen. Die ausladende Dekoration in floraler
Ornamentik und mythologischen Motiven steigert sich um 1720 zur Stilepoche des Rokoko. In der späten
Phase des Barock und Rokoko entstanden, vor allem in Süddeutschland, kleinere Saalkirchen.

Der Protestantismus bevorzugte in dieser Epoche Querkirchen, um alle Gottesdienstteilnehmer möglichst nahe
bei Kanzel und Altar zu platzieren. Eine neue Entwicklung der reformierten Kirche war der Kanzelaltar.[13]

Barocke Stiftskirche Römisch- St.-Nikolaus-Kirche Santa Maria


St. Gallen katholische St.- in Prag Zobenigo in
Nikolaus-Kirche in Venedig
Čakovec, Kroatien

Klassizismus und Historismus

Mit der Französischen Revolution begann 1789 die Auflösung


absolutistischer Herrschaftsformen in Europa, womit auch die
ausschweifende Epoche des Barock endete. Zum Ende des 18.
Jahrhunderts verbreiteten sich die Ideen und Ideale der Aufklärung.
Mit den Säkularisationen zu Beginn des 19. Jahrhunderts verlor der
Kirchenbau seine vorrangige Stellung in der Architektur und die
ehemals meinungsbildende Elite der Kleriker und Aristokraten traten
in den Hintergrund. Es führte zu einer Phase, in der mehrere Baustile
auf der Basis der Klassik parallel existierten, deren Ausdrucksformen
schon seit der Renaissance verwendet wurden. Diese Stile werden
Klassizistische Kirche La Madeleine
heute als Klassizismus zusammengefasst.
in Paris (1842)
Im Kirchenbau verzichtete man auf die Ostung und band sie in das
städtebauliche Gesamtbild ein. Kirchen dienten als Blickfang großer
Straßenachsen, der insbesondere durch Kuppeln und Türmen verstärkt wurde. Schlanke, scharf geschnittene
Grundrisse ersetzten die verspielten Formen des Barock. Säulen nach römisch-hellenistischen Vorbild bildeten
einen Portikus oder eine Kolonnadenreihe.
Der mit dem Klassizismus eng verwandte Historismus bezog sich
noch stärker auf die Antike, teilweise wurden Gebäudeformen
schlicht kopiert. Die Kunstbewegung der Romantik und der
protestantische Klerus knüpften ab dem Ende des 18. Jahrhunderts
wieder an Formen der Romanik (Neu- oder Neoromanik), Gotik
(Neu- oder Neogotik) und Renaissance (Neo- oder Neurenaissance)
an, und auch der aufkeimende Nationalismus bemühte sich um eine
Architektur der nationalen Identität.

Ein besonderes Merkmal dieser Epoche war der „Export“ der


klassizistischen und historistischen Stile. Im Zuge des Kolonialismus
bauten Kolonialbehörden und Missionare weltweit Kirchen nach
europäischen Vorbildern.[14]

Moderne
→ Hauptartikel: Moderner Kirchenbau Die neugotische Mariahilfkirche in
München (1839)
Der Kirchenbau der Moderne ist geprägt von umfassenden
Veränderungen einerseits im Bereich Architektur und Bautechnik,
zweitens im Bereich Theologie und in der Rolle des Christentums.

Die sich ändernde gesellschaftlichen Situation des Christentums und


der Kirchen ist in der Phase der Moderne in vielen einst christlichen
Kernlanden von Demokratisierung, Religionsfreiheit, Entkirchlichung
und Tendenzen zu säkularen oder multikulturellen Gesellschaften
geprägt. Außerdem sind insbesondere die Auswirkungen der
Liturgischen Bewegung und des Zweiten Vatikanischen Konzils in
der römisch-katholischen Kirche sowie neue Formen von
Gemeindearbeit zu nennen.
Herz-Jesu-Kirche, München (2000)
Das Zweite Vatikanische Konzil betrachtete den Kirchenbau im
größeren Rahmen der sakralen Kunst; es eröffnete dem Kirchenbau
im Bereich der römisch-katholischen Kirche einen Freiraum, indem es
jeglichem Historismus eine Absage erteilte und ausführte: „Die Kunst
unserer Zeit und aller Völker und Länder soll in der Kirche Freiheit
der Ausübung haben, sofern sie nur den Gotteshäusern und den
heiligen Riten mit der gebührenden Ehrfurcht und Ehrerbietung
dient.“[15] Für den Kirchenbau stellte das Konzil nur zwei allgemeine
Bedingungen: Die Verantwortlichen sollen „mehr auf edle Schönheit
bedacht sein als auf bloßen Aufwand“, und die Kirchenbauten Inneres der Kirche St. Canisius
müssten „für die liturgischen Feiern und für die tätige Teilnahme der (Berlin) (2002)
Gläubigen geeignet“ sein.[16]

Im Verlauf des 19. Jahrhunderts machten Natur- und Ingenieurswissenschaften, sowie die daraus
hervorgehenden technischen Möglichkeiten große Fortschritte. Die Weiterentwicklung von Baustatik und
Tragwerksplanung lässt eine exaktere Berechnung des Bauwerks und neue Baukonstruktionen zu. Auch in
der bildenden Kunst waren Ende des 19. Jahrhunderts gravierende Umbrüche zu beobachten: Neue
Strömungen und Konzepte lösten sich vielfach von bisherigen Vorstellungen, was auch im Bereich
Architektur, auch im Kirchenbau im Speziellen, zu neuen Raum- und Gestaltungskonzepten führte.
Zu Beginn des
20. Jahrhunderts wurden die
ersten Sakralbauten realisiert,
die heute nach
kunsthistorischen Kriterien
als modern gelten, die
Hochphase war dann in der
Nachkriegsmoderne, d. h. in
den Jahrzehnten nach dem
Nevigeser Wallfahrtsdom von Wotrubakirche, (Wien 1976)
Zweiten Weltkrieg. Der
Gottfried Böhm in Velbert (1968)
moderne Sakralbau
entwickelte eine enorme
Vielfalt, so dass bestimmte Richtungen, Tendenzen und regionale
Unterschiede in der Gesamtheit nur schwer zu bestimmen sind. Dennoch lassen sich einige grundlegende
Merkmale definieren: tragender Baustoff ist oft Beton, die Materialien werden sichtbar gezeigt, auf Ornament
wird weitgehend verzichtet, die Oberflächen (Fassade, Wände von innen, Decken usw.) sind schnörkellos.
Die klassischen Bauformen, etwa der Basilika, rücken in den Hintergrund und werden oft als unregelmäßige
Grundrisse adaptiert. Ganz neue Raumkonzepte werden realisiert. Manchmal entstehen auch freie
Konfigurationen, die nicht dem gewohnten Bild einer Kirche entsprechen (Beispiel: Maria Regina Martyrum
(Berlin)), oder Ensembles mit mehreren freistehenden Baukörpern (Beispiel Kaiser-Wilhelm-
Gedächtniskirche). Nahezu jeder Architekturstil im Zeitrahmen der Moderne wurde auch im Sakralbau
angewendet.[10]

Grundriss, Raum und Körper

Die o. g. Tendenz zu freieren Grundrissen, zu freier gestalteten Baukörpern und Innenräumen führt zu
innovativen Raumkonzepten und zu einer Vielfalt von Erscheinungsformen. Teilweise werden sehr
individuelle plastisch durchformte Gebäude errichtet mit expressiver Raumwirkung und imposanter äußeren
Gestalt der Baukörper, wie beispielsweise die Kathedrale von Brasília oder die Kapelle Notre Dame du Haut
von Ronchamp. Anderseits entstehen auch Kirchen, die sehr funktionalistisch, sehr minimalistisch und/oder
kubistisch gestaltet sind (Beispiel: Kreuzkirche Hof). In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts (insbesondere
nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil in der Katholischen Kirche, aber nicht nur dort) rückte der Altar
teilweise mehr ins Zentrum des Kirchenraums. Ein Beispiel für die konsequente Umsetzung dieses Gedankens
ist die Kirche St. Laurentius in Buchbach. Der Altar steht exakt in der Mitte des sechseckigen Kirchenraums,
wie in der Manege eines Zirkuszeltes.

Neue Materialien und Konstruktionen

Neue Konstruktionen und die neuen Baumaterialien Glas, Eisen, Stahl und Beton wurden seit dem
ausgehenden 19. Jahrhundert in der Architektur immer mehr verwendet, zunächst aber noch überwiegend mit
historisierenden und klassizistischen Fassaden verkleidet, nach dem Ersten Weltkrieg dann zunehmend offen
sichtbar. Der Stahlskelettbau ermöglichte eine effizientere Bauweise, Otto Bartning errichtete 1928 in dieser
Bauweise eine Stahlkirche. Auch das Material Beton wurde zunehmend als Gestaltungsmittel offen gezeigt,
insbesondere in der Strömung des Brutalismus, ein Beispiel ist die St.-Martin-Kirche (Berlin-Märkisches
Viertel).

Veränderte Anforderungen und Nutzungskonzepte

Auch erleben die Anforderungen an einen modernen Kirchenraum mit der Zeit einen Wandel. Die Bedürfnisse
und Anforderungen der Kirchengemeinden nach einem lebendigen Miteinander in ihrer Kirche erfordern die
Berücksichtigung zusätzlicher Nutzungswünsche wie Gemeindeversammlungen, Gruppentreffen, Lesungen,
Konzertveranstaltungen und drücken sich in neuen Gestaltungskonzepten aus – dem „multifunktionalen
Kirchenraum“. In Form von Gemeindezentren werden teils komplexe Gebäudeensembles errichtet, die
Gottesdienstraum, Verammlungssäle, Räume für unterschiedliche Gemeindegruppen, z. T. auch
Pfarrwohnung, Gemeindebüro etc. unter einem Dach vereinen. In anderen Fällen ergänzen separate
Gemeindehäuser den bestehenden Gottesdienstraum in der Kirche.

Gesellschaftlicher Wandel: Umgang mit Pluralisierungs-, Schrumpfungs- und


Wachtumsprozessen weltweit

Durch gesellschaftliche Veränderungen und den Säkularisierungsprozess in den ehemals christlich geprägten
Staaten bzw. Weltregionen kommt es vermehrt zum Umbau von Kirchen und zu Kirchenschließungen durch
Profanierung oder Entwidmung. Manche Gemeinden bauen ihre Kirche so um, dass andere Funktionen der
Gemeinde ins Kirchengebäude integriert werden (z. B. Heilig-Kreuz-Kirche (Berlin-Kreuzberg)) und dadurch
andere Gebäude wie das Gemeindehaus entbehrlich werden. Daneben kommt es auch zur Umnutzung und
Zwischennutzung von ehemaligen Profanbauten durch Gemeinden (gerade im freikirchlichen Spektrum bzw.
bei Neugründungen unabhängiger Gemeinden), die bestehende Räumlichkeiten improvisiert nutzen, umnutzen
bzw. anmieten, so z. B. Fabriketagen (Beispiel ICF Berlin-Tempelhof) oder Ladenlokale („Ladenkirche“).

Doch gibt es auch stark wachsende Gemeinden in manchen Regionen: Durch die Verbreitung christlicher,
meist protestantisch-evangelikaler Strömungen in Schwellenländern und der Dritten Welt entstanden neue
Kirchentypen, u. a. sog. „Megakirchen“ in Südamerika, Südkorea, Indien und Afrika mit Platz für 50.000 bis
75.000 Besuchern.[17] Die größte Megakirche weltweit ist die 1958 gegründete Yoido Full Gospel Church in
Seoul mit angeblich 230.000 sonntäglichen Gottesdienstbesuchern.[18]

Siehe auch
Kirche (Organisation)
Orthodoxe Kirchenbauten
Kirchenarchäologie
Kirchenportal als Rechtsstätte
Geschichte des Kirchenbaus in Ostfriesland

Weiterführende Listen

Liste der zum UNESCO-Welterbe zählenden Kirchengebäude


Liste der ältesten Kirchen der Welt
Liste der größten Kirchen
Kirchen in Neapel
Kirchen in Rom

Literatur
Ralf van Bühren: Kunst und Kirche im 20. Jahrhundert. Die Rezeption des Zweiten
Vatikanischen Konzils. (Konziliengeschichte, Reihe B: Untersuchungen), Ferdinand
Schöningh, Paderborn 2008, ISBN 978-3-506-76388-4.
Johann Hinrich Claussen: Gottes Häuser oder die Kunst, Kirchen zu bauen und zu verstehen.
Vom frühen Christentum bis heute. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60718-9.
Renate Dürr (Hrsg.): Kirchen, Märkte und Tavernen. Erfahrungs- und Handlungsräume in der
Frühen Neuzeit. Klostermann, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-465-03413-9.
Emanuel Gebauer: Fritz Schaller. Der Architekt und sein Beitrag zum Sakralbau im 20.
Jahrhundert. (= Stadtspuren 28). Bachem, Köln 2000, ISBN 3-7616-1355-5. (Entschlüsselt im
Exkurs Das Thing – Ein Gegenstand der Kirchengeschichte? die Theologie von Rudolf
Schwarz (Vom Bau der Kirche. Würzburg 1938) und beschreibt für die Nachkriegszeit vor allem
die Organisation / Reform des kath. Kirchenbauwesens sowie dessen
„Popularisierungsbeitrag“ moderner Bauformen in der Gesellschaft Westdeutschlands nach
1945.)
Ludwig Klasen: Grundriss-Vorbilder von Gebäuden aller Art. Abth. XI. Kirchliche Gebäude.
Baumgartner, Leipzig 1889.
Andreas Mauz: Art. Kirchenraum. In: Daniel Weidner (Hrsg.): Handbuch Literatur und Religion.
Metzler, Stuttgart 2016, S. 376–380.
Edward R. Norman: Das Haus Gottes. Die Geschichte der christlichen Kirchen. Bassermann,
München 2005, ISBN 3-8094-1822-6.
Hugo Schnell (Hrsg.): Das Münster. Zeitschrift für christliche Kunst und Kunstwissenschaft.
Schnell + Steiner, München/ Regensburg 1947–, ISSN 0027-299X (Homepage (http://www.sch
nell-und-steiner.de/muenster.ahtml?NKLN=40_RSA))
Ernst Seidl (Hrsg.): Lexikon der Bautypen. Funktionen und Formen der Architektur. Philipp
Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-010572-2.
Peter Wick: Die urchristlichen Gottesdienste. Entstehung und Entwicklung im Rahmen der
frühjüdischen Tempel-, Synagogen- und Hausfrömmigkeit. 2. Auflage. Stuttgart 2003, ISBN 3-
17-018107-6.
Kerstin Wittmann-Englert: Zelt, Schiff und Wohnung. Kirchenbauten der Nachkriegsmoderne.
Kunstverlag Fink, Lindenberg 2006, ISBN 3-89870-263-4.

Weblinks
Wiktionary: Kirche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Kirche (Bauwerk) (https://commons.wikimedia.org/wiki/Church?uselang=de) – Album
mit Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kirchengebäude – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
kirchbau.de (http://www.kirchbau.de/), Portal zum Kirchenbau (Datenbank mit mehreren
Tausend Kirchen, Materialien zu Kirchenraumpädagogik, Gestaltung und Theologie von
Kirchen)
KIDOK (http://www.kirchenbau-dokumentation.de/), Website des Kirchenbau-
Dokumentationsbüros zu den Sakralbauten des Historismus, des Heimat- und Jugendstils,
etwa 1860 bis 1918
„Auf gutem Grund − die Rekonstruktion einer Kirche“ (https://www.youtube.com/playlist?list=PL
8A78E69BBBD120EC) Video: Medio Via − Kirche Hedeper
Luigi Monzo: Am Ursprung des Kirchenbaus – eine Skizze (http://luigimonzo.wordpress.com/2
013/07/18/vom-ursprung-des-kirchenbaus-eine-skizze/) (19. Juli 2013).
Ralf van Bühren: Kirchenbau in Renaissance und Barock. Liturgiereformen und ihre Folgen für
Raumordnung, liturgische Disposition und Bildausstattung nach dem Trienter Konzil. In:
Operation am lebenden Objekt. Roms Liturgiereformen von Trient bis zum Vaticanum II. Hrsg.
von Stefan Heid, Berlin 2014, S. 93–119 Volltext online (https://dl.dropboxusercontent.com/u/14
648637/Kirchenbau%20und%20%20Liturgiereformen%20nach%20dem%20Trienter%20Konzi
l%20(Ralf%20van%20B%C3%BChren%202014).PDF)

Einzelnachweise
1. CIC can. 1214 CIC
2. Zitate nach Markus Sahli, Matthias D. Wüthrich: Wohnung Gottes oder Zweckgebäude. Ein
Beitrag der Kirchenumnutzung aus evangelischer Perspektive (Hrsg. Schweizerischer
Evangelischer Kirchenbund SEK). Folge 4 in der Reihe SEK Impulse. Bern 2007, ISBN 978-3-
7229-1007-9, S. 16–18.
3. Nova ecclesia quam primum dedicetur aut saltem benedicatur „Nach ordnungsmäßiger
Vollendung des Baues ist die neue Kirche unter Einhaltung der liturgischen Gesetze
baldmöglichst zu weihen oder wenigstens zu segnen“, CIC can. 1217.
4. Erich Hertzsch: Art. Kirchweihe. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. 3. Auflage. Bd.
3. Tübingen 1959, Sp. 1624.
5. Siehe zum Beispiel Evangelisch-Lutherische Kirche in Oldenburg: Kirchengesetz über die
Widmung und Entwidmung von Kirchen (Widmungsgesetz, WidmungsG) (https://www.kirchenr
echt-oldenburg.de/pdf/28814.pdf); eingesehen am 16. Oktober 2017.
6. Unaquaeque ecclesia suum habeat titulum „Jede Kirche muß ihren Titel haben, der nach
vollzogener Weihe nicht geändert werden kann“, CIC can. 1218 codex-iuris-canonici.de (http
s://www.codex-iuris-canonici.de/cgi-bin/dbman.cgi?db=cic83lat&uid=&view_records=1&Canon
=1218&Text=&bool=&view_records=Suche)
7. Warum uns Kirchen wichtig sind (https://religion.orf.at/stories/2981498/). Artikel vom 24. Mai
2019, abgerufen am 25. Mai 2019.
8. Definiert in Artikel 16 der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut vom 14. Mai 1954.
9. Franz-Heinrich Beyer: Geheiligte Räume. Theologie, Geschichte und Symbolik des
Kirchengebäudes. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-534-
26320-2, S. 23.
10. Wilfried Koch: Baustilkunde. Wissen Media Verlag, Gütersloh 2005, ISBN 3-577-10457-0.
11. Koch; Gütersloh 2005 (s. o.); 60f.
12. Kirchbau.de: Gotischer Kirchenbau (http://www.kirchbau.de/php/400_kirchendatenbank.php?w
unsch=kirchenbaugeschichtegotisch_deutschland&ansicht=vollliste&name=keiner)
13. Kirchbau.de: Barocker Kirchenbau (http://www.kirchbau.de/php/400_kirchendatenbank.php?w
unsch=kirchenbaugeschichtebarock_deutschland&ansicht=vollliste&name=keiner)
14. Kirchbau.de: Klassizistischer Kirchenbau (http://www.kirchbau.de/php/400_kirchendatenbank.p
hp?wunsch=kirchenbaugeschichteklassizismus_deutschland&ansicht=vollliste&name=keiner)
15. Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium Nr. 123 vatican.va (http://www.va
tican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanc
tum-concilium_ge.html).
16. Konstitution über die heilige Liturgie Sacrosanctum Concilium Nr. 124 vatican.va (http://www.va
tican.va/archive/hist_councils/ii_vatican_council/documents/vat-ii_const_19631204_sacrosanc
tum-concilium_ge.html); zum Ganzen: Hanno Schmitt: „Mache dieses Haus zu einem Haus der
Gnade und des Heils“. Der Kirchweihritus in Geschichte und Gegenwart als Spiegel des
jeweiligen Kirchen- und Liturgieverständnisses im 2. Jahrtausend. Paderborn u. a. 2004, S.
120ff.
17. Weltweit größte Megakirchen in Südkorea und Nigeria (https://www.evangelisch.de/inhalte/134
017/27-04-2016/weltweit-groesste-megakirchen-suedkorea-und-nigeria) auf evangelisch.de,
27. August 2016.
18. Ulrike Heitmüller: Megakirchen (https://www.heise.de/tp/features/Megakirchen-3287498.html)
aut telepolis, 14. August 2016.

Abgerufen von „https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kirche_(Bauwerk)&oldid=211516796“

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Mai 2021 um 11:48 Uhr bearbeitet.

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