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Strom aus der Donau.

Die Kraftwerke an der


österreichischen Donau
VERBUND-Austrian Hydro Power AG

Die Kraftwerke der AHP


Die VERBUND-Austrian Hydro Power AG (AHP) ist Anzahl Leistung in MW RAV in GWh
ein Tochterunternehmen des Verbund mit Sitz in Laufkraftwerke1 69 3.308 18.269
Wien. Sie umfasst heute die Wasserkraftanlagen Speicherkraftwerke2 21 2.715 4.505
der ehemaligen Donaukraft, Draukraft, Tauern- Summe Wasserkraft3 90 6.023 22.774
kraft und Verbundkraft sowie von Steweag und Projekte in Bau Legende
Kraftwerk Gerlos II (S), Inbetriebnahme Ende 2007 RAV Regelarbeitsvermögen (durchschnittliche
Steg. Die AHP beschäftigt rund 1.050 Mitarbeiter, Kraftwerk Limberg II (PS), Inbetriebnahme 2011/2012 Jahreserzeugung aus natürlichem Zufluß)
MW Megawatt (= 1.000 Kilowatt)
errichtet Kraftwerksanlagen, betreibt sie und hält Kraftwerk Aschach, Maschinenerneuerung (L), Inbetriebnahme 2010 GWh Gigawattstunde ( = 1 Million Kilowattstunden)
Kraftwerk Werfen/Pfarrwerfen (L), Inbetriebnahme 2009 L Laufkraftwerk
sie instand. In ihren 90 Wasserkraftwerken in S Speicherkraftwerk
Projekte PS Pumpspeicherkraftwerk
sieben Bundesländern erzeugt die AHP mit einer 1 davon 11 Schwellkraftwerke mit einer
Kraftwerk Hieflau (S), Erweiterung, Inbetriebnahme 2010 Gesamtleistung von 641 MW
Turbinenleistung von mehr als 6.000 MW (1 MW = Kraftwerk Reißeck II (PS), Inbetriebnahme 2014 2 davon 6 Pumpspeicherwerke mit einer
gesamten Pumpleistung von 1.182 MW
1.000 Kilowatt) jährlich rund 22.800 Millionen 3 darin sind 36 Anlagen laut Ökostromgesetz
bis 10 MW enthalten
Kilowattstunden (1 GWh = 1 Million Kilowatt-
Stand: 30.06.2007
stunden) elektrische Energie.

Die AHP ist damit der mit Abstand größte Produ-


zent von umweltfreundlichem Strom aus Was-
serkraft in Österreich.

Die AHP sorgt mit ihren Kraftwerken dafür, dass


das Öko-Produkt „Austrian Hydropower“ dem
Verbund und damit dem Stromkonsumenten zur
Verfügung steht.

„Austrian Hydropower“ ist definiert als saubere


Energie aus 100 % Wasserkraft, versehen mit
dem Gütesiegel des TÜV.

Titelbild: Kraftwerk Ybbs-Persenbeug

Wasserkraftwerke der AHP, Stand 30.06.2007

Speicherkraftwerk in Bau bzw. projektiert

Kraftwerke in sieben Bundesländern

2
Werksgruppen Obere und Untere Donau

Die Kraft der Donau Die Kraftwerke der Werksgruppen Obere und Untere Donau
Wasserkraft ist eine natürliche, saubere, nie
versiegende Energiequelle. An der Donau in Kraftwerksanlage Typ Flußgebiet Jahr der Inbetriebnahme EPL/MW RAV/GWh
Österreich wird sie seit Ende der fünfziger Aschach L Donau 1964 287,4 1.617,4
Jahre zur Stromerzeugung genutzt. Damals Ottensheim-Wilhering L Donau 1974 179,0 1.134,9
ging das Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug in Abwinden-Asten L Donau 1979 168,0 995,7
Betrieb. Heute arbeiten neun Kraftwerke an Wallsee-Mitterkirchen L Donau 1968 210,0 1.318,8
der österreichischen Donau. Sie alle liefern Summe Werksgruppe Obere Donau 844,4 5.066,8
nicht nur Strom, sondern leisten auch einen
wichtigen Beitrag zur Erhaltung natürlicher Ybbs-Persenbeug L Donau 1959/1996 236,5 1.335,9
Lebensräume.
Melk L Donau 1982 187,0 1.221,6
Auf rund 350 Kilometer Länge fließt die Donau
Altenwörth L Donau 1976 328,0 1.967,6
durch Österreich. Mit mehr als 150 Meter
Greifenstein L Donau 1985 293,0 1.717,3
Höhendifferenz zwischen der deutschen und
slowakischen Grenze entspricht ihr Gefälle Freudenau L Donau 1998 172,0 1.052,0
dem eines Gebirgsflusses. Aus diesem gewalti- Summe Werksgruppe Untere Donau 1.216,5 7.294,4
gen Energiepotential erzeugen die neun Summe Obere und Untere Donau 2.060,9 12.361,2
Donaukraftwerke zusammen mehr als 12 Mil- In Bau: Maschinenerneuerung
liarden Kilowattstunden umweltfreundliche Kraftwerk Aschach L Donau 2010 45
elektrische Energie, das sind rund 1 Fünftel der EPL Engpassleistung
RAV Regelarbeitsvermögen (durchschnittliche Jahreserzeugung aus natürlichem Zufluss)
gesamten österreichischen Stromproduktion. MW Megawatt (= 1 Million Kilowattstunden)
GWh Gigawattstunde (= 1 Million Kilowattstunden)
L Laufkraftwerk

D
Passau
Oberösterreich Niederösterreich
Kamp

Kre
Inn

Jochenstein*)
ms
Krems
Altenwörth Greifenstein
Ottensheim-
Aschach Wilhering
en

M
Tulln
Trais

ar
Abwinden-Asten
ch SK
Ybbs-
Linz Persenbeug Freudenau Bratislava
Melk St. Pölten Wien
un Enns
Tra
Enns

Wels Amstetten Schwechat


Wallsee- s
Ybb
Mitterkirchen
a
at

ch
h

Fis
ec
hw
Sc

Werksgruppe Obere Donau Werksgruppe Untere Donau

KW Jochenstein*)
KW Aschach
KW Ottensheim-Wilhering
Stauziel 290,00 KW Abwinden-Asten
280,00 KW Wallsee-Mitterkirchen
264,20
251,00
KW Ybbs-Persenbeug
240,00 KW Melk
226,20
214,00 KW Altenwörth
D KW Greifenstein
193,50 KW Freudenau
177,00
161,35

*) Kraftwerk Jochenstein zu je
50% im Eigentum von Verbund
und Rhein-Main-Donau AG
SK

Werksgruppen Obere und Untere Donau, Lageplan und Längenschnitt

3
Innovative Technik
Jedes der neun Donaukraftwerke besteht aus Portalkran
Krafthaus, Wehr- und Schleusenanlage. Im
Krafthaus befinden sich die vertikal oder hori-
zontal eingebauten Maschinensätze, beste- Fuß- und Radweg
Oberwasserbereich (Stauraum)
hend aus Turbine und Generator sowie die
Stauziel 161,35 m
Transformatoren. Der verwendete Turbinentyp Unterwasserbereich
wurde vom österreichischen Ingenieur Viktor 152,42 m (MW96)
Kaplan erfunden. Das aufgestaute Wasser der
Donau strömt durch den regelbaren Leit-
apparat. Das dabei bewegte Turbinenlaufrad Turbinenachse 142,0 m

gibt die Energie über eine Welle an den


Generator weiter. Dieser setzt die Kraft des
Wassers in elektrische Energie um.
Maschinenhalle

Bei höherer Wasserführung der Donau fließt Hauptmaschinensatz mit Kaplanrohrturbine


jenes Wasser, das die Turbinen nicht zur Strom- Kontrollgang
erzeugung nutzen können, über die Wehrfelder. Einlaufrechen
Bei größeren Hochwässern müssen die Wehr-
verschlüsse vollständig geöffnet werden.
Querschnitt durch das Krafthaus Freudenau
Die Schleusenanlagen bestehen aus zwei
Schleusenkammern mit je 24 m Breite und
230 m nutzbarer Länge (Kraftwerk Freudenau:
275 m). Sie ermöglichen es dem Schiffsver-
kehr, den Höhenunterschied der oberhalb des
Kraftwerkes aufgestauten Donau und des
unterhalb des Kraftwerkes weiterfließenden
Flusses zu überwinden. Ein Schleusungsvor-
gang dauert 15 Minuten.

Querschnitt durch eine Schleusenanlage


(Schiffsschleusungen stromaufwärts)

Kaplan-Rohrturbine

Querschnitt durch die Wehranlage

Unteres Schleusentor geöffnet, Schiff fährt in die


Schleusenkammer

Wehranlage bei geschlossenen Wehrverschlüssen


Schleusentore sind geschlossen, die Schleu-
senkammer wird gefüllt. Das Wasser fließt
durch Kanäle aus dem Stauraum in die Schleuse

Oberer Schleusenverschluss wird geöffnet, Schiff


Wehranlage bei vollständiger Öffnung der Wehrverschlüsse fährt aus der Schleusenkammer in den Stauraum

4
Symbiose von Natur und Technik
Die neun Donaukraftwerke erzeugen nicht nur
umweltfreundlichen Strom aus Wasserkraft,
sondern sie liefern auch einen wichtigen
Beitrag zur Erhaltung natürlicher Lebens-
räume. Durch das Aufstauen des Wassers wird
in den Kraftwerksbereichen die Eintiefung der
Donau und damit das gefährliche Absinken
des Grundwasserspiegels verhindert. Erst der
Ausbau der Donau hat die durchgehende Schiff-
barkeit ermöglicht und die Gefahr von Hoch-
wässern in vielen Gebieten deutlich gesenkt.

Die Donaukraftwerke haben zu einer deut-


lichen Verbesserung der Wasserqualität ge-
führt, da in die Stauräume nur biologisch
geklärte Abwässer eingeleitet werden dürfen.
Große ökologische Bedeutung haben auch die
naturerhaltenden und wiederbelebenden
Maßnahmen, wie zum Beispiel der Gießgang
im Stauraum von Greifenstein. Auch das
Kraftwerk Freudenau bringt viele Vorteile für
die Menschen und die Umwelt im Wiener
Raum. Der Hochwasserschutz für Wien wurde
fertiggestellt, der Prater, die Neue und die Alte
Donau werden wieder ausreichend mit saube-
rem Wasser versorgt. Am rechten Ufer der
Donau entstand eine dreizehn Kilometer lange
Uferpromenade.

5
Kraftwerk Aschach

Die Kraftwerksanlage In Bau: Maschinenerneuerung


Das Kraftwerk Aschach wurde von 1959 bis Kraftwerk Aschach
1964 als zweites österreichisches Donaukraft- Nach über 40jähriger Betriebsdauer werden
werk zwischen Sauwald und Mühlviertel die Hauptmaschinen im Kraftwerk Aschach
errichtet. Das Kraftwerk staut die Donau 15,3 m erneuert. Diese Großrevision sieht die Ferti-
hoch auf und verfügt damit über die höchste gung und Montage von neuen Laufrädern mit
Fallhöhe aller österreichischen Donaukraft- vergrößertem Durchmesser (8,6 m anstelle 8,4 m)
werke. Im Krafthaus, das in der Mitte des und eine Komponentenerneuerung an den be-
Kraftwerkes zwischen der Schleusenanlage stehenden Generatoren vor.
(rechtsufrig) und der Wehranlage (linksufrig)
liegt, sind vier Maschinensätze mit vertikaler Die Jahreserzeugung wird sich nach Abschluss
Welle, bestehend aus je einer Kaplanturbine der Umbauarbeiten an den vier Hauptmaschi-
und je einem Drehstromgenerator eingebaut. nensätzen um 45 GWh erhöhen. Der erste Ma-
Zwei kleinere Maschinensätze erzeugen den schinensatz wurde 2007 erneuert, im Frühjahr
2010 soll dann der letzte fertig gestellt werden. Kraftwerk Aschach
Strom für die Eigenbedarfsversorgung des
Kraftwerkes. Die im Stauraum des Kraftwerkes
geschaffenen Biotope bieten Lebensraum für
eine vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Portalkran

Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)

Allgemeine Daten
281,80
Kraftwerktype Laufkraftwerk Stauziel 280,00 m Wehrpfeiler
Stromkilometer 2.162,67
Donau
Bauzeit 1959-1964
267,70
Engpassleistung 287.400 kW MW 264,71 m
Erzeugung im Regeljahr 1.617,4 GWh
Tosbecken
Mittlere Rohfallhöhe 15,3 m
Ausbauwassermenge 2.040 m3/s 256,00

Kontrollgang Doppelhakenschütze
Technische Daten
Turbinen Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m

Anzahl 4
Kraftwerk Aschach, Querschnitt durch ein Wehrfeld
Bauart Kaplanturbinen
Anordnung vertikal

Nennleistung Turbinen 1+3: 66.900 kW Portalkran


Turbinen 2+4: 66.500 kW
Nenndurchfluss je 500 m3/s
Nenndrehzahl 68,2 U/min Oberwasserbereich Unterwasserbereich
Laufrad-Ø 8,4 m
(Stauraum)
Kraftwerkshalle
Generatoren
Anzahl 4
Stauziel 280,00 m
Nennleistung 85.000 kVA 278,00
Nennspannung 10,5 kV
Donau
Eigenbedarfsmaschinensätze
2 Kaplanrohrturbinen, Nennleistung je 718 kW MW 264,71 m
2 Drehstromgeneratoren, Nennleistung je 900 kVA
Wehranlage

5 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m;


Hakendoppelschütze; Verschlusshöhe 15,8 m 242,85

Stauziel 280,0 m ü. A.
Kontrollgang Einlaufrechen
Stauraumlänge rund 41 km
Hauptmaschinensatz
Schleusen mit Kaplan-Turbine
Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)

Kraftwerk Aschach, Querschnitt durch das Krafthaus

6
Kraftwerk Ottensheim-Wilhering

Die Kraftwerksanlage
Beim Kraftwerk Ottensheim-Wilhering,
errichtet von 1970 bis 1974, wurden erstmals
in einem österreichischen Donaukraftwerk
Kaplan-Rohrturbinen mit horizontaler Welle,
anstatt der bis dahin verwendeten Kaplan-
turbinen mit vertikaler Welle, eingebaut. Diese
Anordnung der Maschinensätze ermöglicht
eine niedrigere Bauweise und bessere Einbin-
dung der Kraftwerksgebäude in die umgeben-
de Landschaft. Im rechtsufrig situierten Kraft-
haus sind neun Maschinensätze bestehend aus
je einer Kaplan-Rohrturbine und je einem direkt
gekoppelten Drehstromgenerator eingebaut.

Der Stauraum im Eferdinger Becken gilt als


Freizeitparadies. Die internationale Regatta-
strecke im ruhigen Altarm der Donau bei
Ottensheim ist weit über die Grenzen Öster-
reichs hinaus bekannt.

Kraftwerk Ottensheim-Wilhering

Allgemeine Daten Portalkran


Oberwasserbereich Unterwasserbereich
Kraftwerktype Laufkraftwerk (Stauraum)
Stromkilometer 2.146,73 Betriebsbrücke
Bauzeit 1970-1974
Engpassleistung 179.000 kW 265,50 Wehrpfeiler
Stauziel 264,20m
Erzeugung im Regeljahr 1.134,9 GWh 258,40
Mittlere Rohfallhöhe 10,5 m Donau MW 253,53m
Ausbauwassermenge 2.250 m3/s Tosbecken

245,00

Technische Daten
Turbinen
Brunnen
Anzahl 9 Doppelhakenschütze
Bauart Kaplan-Rohrturbinen Kontrollgang
Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m
Anordnung horizontal

Nennleistung Turbinen 1-3: 20.200 kW Kraftwerk Ottensheim-Wilhering, Querschnitt durch ein Wehrfeld
Turbinen 4-9: 20.400 kW

Nenndurchfluss Turbinen 1-3: 238 m3/s Portalkran


Turbinen 4-9: 240 m3/s Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
Nenndrehzahl 100 U/min Kraftwerkshalle
Laufrad-Ø 5,6 m Rechenreinigungsanlage Betriebsbrücke
Generatoren
Anzahl 9 Stauziel 264,20m Dammbalkenkran

Nennleistung 21.000 kVA 258,40


Donau MW 253,53m
Nennspannung 8,0 kV
Wehranlage 246,80
Turbinenachse
5 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m;
Hakendoppelschütze; Verschlusshöhe 12,5 m
Einlaufrechen
Stauziel 264,2 m ü. A.
Stauraumlänge rund 16 km Brunnen Hauptmaschinensatz
Schleusen Kontrollgang mit Kaplan-Rohrturbine
Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)

Kraftwerk Ottensheim-Wilhering, Querschnitt durch das Krafthaus

7
Kraftwerk Abwinden-Asten

Die Kraftwerksanlage
Das Kraftwerk Abwinden-Asten wurde von
1976 bis 1979 in Niedrigbauweise errichtet.
Der im Stauraum gelegene Stadtbereich von
Linz mit seinen Industrie- und Hafenanlagen
stellte höchste technische Anforderungen an
Planung und Bauausführung. Die Wasserfüh-
rung der Donau wird durch die von Süden in
den Stauraum mündende Traun erheblich ver-
stärkt. Im Krafthaus am rechten Donauufer
sind neun Maschinensätze bestehend aus je
einer Kaplan-Rohrturbine und je einem direkt
gekoppeltem Drehstromgenerator eingebaut.

In Linz entwickelte sich am rechten Ufer ein


Kultur- und Freizeitbereich, nicht zuletzt weil
durch die Rückstaudämme am Donauufer und
längs des Traunflusses das Zentrum hochwas-
serfrei wurde. Durch den Kraftwerksbau sind
die Linzer Häfen selbst bei Niederwasser voll
schiffbar geworden.

Kraftwerk Abwinden-Asten

Allgemeine Daten
Kraftwerktype Laufkraftwerk
Stromkilometer 2.119,45
Bauzeit 1976-1979
Engpassleistung 168.000 kW
Erzeugung im Regeljahr 995,7 GWh
Mittlere Rohfallhöhe 9,3 m
Ausbauwassermenge 2.475 m3/s

Technische Daten
Turbinen
Anzahl 9
Bauart Kaplan-Rohrturbinen
Anordnung horizontal

Nennleistung Turbinen 1-3: 19.900 kW


Turbinen 4-6: 19.100 kW Kraftwerk Abwinden-Asten, Querschnitt durch ein Wehrfeld
Turbinen 7-9: 19.500 kW

Nenndurchfluss 264 m3/s


Nenndrehzahl 93,75 U/min
Laufrad-Ø 5,7 m
Generatoren
Anzahl 9
Nennleistung 20.000 kVA
Nennspannung 8,0 kV
Wehranlage

5 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m;


Drucksegment mit aufgesetzter Stauklappe;
Verschlusshöhe 12,5 m

Stauziel 251,0 m ü. A.
Stauraumlänge rund 27 km
Schleusen
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)

Kraftwerk Abwinden-Asten, Querschnitt durch das Krafthaus

8
Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen

Die Kraftwerksanlage
Die stark gekrümmte Donauschleife vor
Wallsee mit Sandbänken und unübersicht-
licher Uferführung war früher ein schweres
Hindernis für die Schifffahrt. Das Kraftwerk
Wallsee-Mitterkirchen wurde zwischen 1965
und 1968 in dieser Schleife in einer großen
Baugrube neben dem ursprünglichen Donau-
bett errichtet. Nach Fertigstellung des Kraft-
werkbaus wurde die Donau zum Kraftwerk
umgeleitet und der bisherige Flusslauf mit
einem Damm abgeriegelt. Die beim Bau dieses
Kraftwerkes angewandte »Trockenbauweise«
wurde zum Modell für den raschen und öko-
nomischen Ausbau der Wasserkraft an den öster-
reichischen Flüssen. Im Krafthaus am Südufer
sind sechs Maschinensätze mit vertikaler Welle,
bestehend aus je einer Kaplanturbine und je
einem Drehstromgenerator eingebaut. Die in
Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen, Querschnitt durch ein Wehrfeld
den Stauraum mündende Enns erhöht die Was-
serführung der Donau um rund 8 %.

Durch den Bau des Kraftwerkes wurde der


Hochwasserschutz für das Machland wesent-
lich verbessert, kleinere Hochasser treten
dadurch nicht mehr so oft auf wie früher. Die
alte Donauschleife, der sogenannte »Altarm«,
ist heute ein attraktiver und naturnaher
Erholungsraum.

Technische Daten
Turbinen Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen, Querschnitt durch das Krafthaus
Anzahl 6
Bauart Kaplanturbinen
Anordnung vertikal

Nennleistung Turbinen 1+2: 35.400 kW


Turbinen 3-6: 35.500 kW
Nenndurchfluss 450 m3/s
Nenndrehzahl 65,2 U/min
Laufrad-Ø 7,8 m
Generatoren
Anzahl 6
Nennleistung 42.500 kVA
Nennspannung 8,0 kV
Allgemeine Daten
Wehranlage Kraftwerktype Laufkraftwerk
6 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m; Stromkilometer 2.094,50
Hakendoppelschütze; Verschlusshöhe 13,0 m Bauzeit 1965-1968
Stauziel 240,0 m ü. A. Engpassleistung 210.000 kW
Stauraumlänge rund 24 km Erzeugung im Regeljahr 1.318,8 GWh
Schleusen Mittlere Rohfallhöhe 10,8 m
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m) Ausbauwassermenge 2.700 m3/s

Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen

9
Kraftwerk Ybbs-Persenbeug

Die Kraftwerksanlage
Das älteste Donaukraftwerk Österreichs, einst
gefeiert als Symbol für den Wiederaufbau
Österreichs, wurde bereits in den 1940er
Jahren geplant und 1959 fertiggestellt. Das
Kraftwerk wurde im Strombett der Donau
errichtet und hat je eine Kraftwerkshalle am
südlichen und nördlichen Ufer. In jedem der
beiden Kraftwerksteile sind drei »stehende«
Kaplanturbinen eingebaut. Jede von ihnen
treibt einen Drehstromgenerator an. Seit 1996
erzeugt in einem eigenen Krafthaus am
Südufer ein siebter Maschinensatz Strom. In
der Mitte der Kraftwerksanlage befinden sich
die fünf je 30 m breiten Wehrfelder.

Allgemeine Daten
Kraftwerktype Laufkraftwerk
Stromkilometer 2.060,42
Bauzeit 1954-1959/1996
Engpassleistung 236.500 kW
Erzeugung im Regeljahr 1.335,9 GWh
Mittlere Rohfallhöhe 10,9 m
Ausbauwassermenge 2.650 m3/s

Kraftwerk Ybbs-Persenbeug

Technische Daten
Turbinen
Anzahl 6 1
Bauart Kaplanturbinen Kaplan-Rohrturbine
Anordnung vertikal horizontal

Nennleistung Turbine 1-4, 6: 32.300 kW Turbine 7: 48.400 kW


Turbine 5: 33.800 kW

Nenndurchfluss Turbine 1-4, 6: 350 m3/s 500 m3/s


Turbine 5: 388 m3/s
Nenndrehzahl Turbine 1-4, 6: 68,2 U/min 75 U/min
Turbine 5: 75,0 U/min

Laufrad-Ø Turbine 1-4, 6: 7,4 m 7,5 m


Turbine 5: 7,6 m
Generatoren
Anzahl 6 1
Nennleistung 45.000 kVA 46.000 kVA
Nennspannung 10,3 kV 8,0 kV
Eigenbedarfsmaschinensätze
2 Kaplanturbinen, Nennleistung je 1.765 kW
2 Drehstromgeneratoren, Nennleistung je 2.300 kVA
Wehranlage
5 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 30 m; Hakendoppelschütze; Verschlusshöhe 13,5 m
Stauziel 226,2 m ü. A.
Stauraumlänge rund 34 km
Schleusen
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)
Maschinenhalle

10
Der 7. Maschinensatz – eine technische
Meisterleistung
Portalkran
Das Kraftwerk Ybbs-Persenbeug war bei sei-
Oberwasserbereich Unterwasserbereich nem Bau noch nicht auf die effizientere
(Stauraum)
Straßenbrücke
Wassernutzung aller später gebauten Donau-
kraftwerke ausgelegt worden. Deshalb wurde
ein zusätzlicher Maschinensatz mit horizon-
Stauziel 226,20 m 227,70 Wehrpfeiler taler Welle und der größten Kaplan-Rohr-
219,00
turbine Europas eingebaut und 1996 in Betrieb
Donau MW 215,31 m genommen. Ohne Beeinträchtigung des Kraft-
Tosbecken werksbetriebes und unter Vollstau ein Kraftwerk
208,50
zu erweitern war einzigartig und sowohl
planerisch wie auch technisch eine Meister-
leistung. Der Einbau des 7. Maschinensatzes
Kontrollgang Doppelhakenschütze am Südufer war nur mittels Spezial-
Tiefbautechniken möglich und fand inter-
Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m
nationale Anerkennung.

Kraftwerk Ybbs-Persenbeug, Querschnitt durch ein Wehrfeld

Portalkran

Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
Kraftwerkshalle
Straßenbrücke
Rechenreinigungsanlage

Stauziel 226,20 m
222,00
Donau
MW 215,31 m Schleuse

198,60

Einlaufrechen

Kontrollgang Hauptmaschinensatz
mit Kaplan-Turbine Nordkraftwerk
Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m

Kraftwerk Ybbs-Persenbeug, Querschnitt durch das Krafthaus

Donau Wehranlage

Portalkran

Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
Straßenbrücke
Rechenreinigungsanlage

Stauziel 226,20 m
Südkraftwerk
Maschinenhalle
Südkraftwerk
MW 215,31m
Donau
204,50
Turbinenachse Haupt-
maschine 7
220 kV Tunnel
Freiluft- neues Krafthaus
Schaltanlage
Betriebs-
Einlaufrechen gebäude
Hauptmaschinensatz
Höhe in m über Adria mit Kaplan-Turbine 0 5 10 20 m

Kraftwerk Ybbs-Persenbeug, Querschnitt durch Maschinensatz 7 Kraftwerk Lageplan

11
Kraftwerk Melk

Die Kraftwerksanlage Neue Fischwanderhilfe


Das Kraftwerk Melk, von 1979 bis 1982 in Seit Mai 2007 ist beim Donaukraftwerk Melk
Niedrigbauweise errichtet, fügt sich in un- eine neu errichtete Fischwanderhilfe in Be-
mittelbarer Nähe zum berühmten Stift Melk trieb. Sie ist ein wichtiger Teil des LIFE
harmonisch in die Landschaft. Im Krafthaus am Projektes "Vernetzung Donau - Ybbs", welches
rechten Donauufer sind neun Maschinensätze gemeinsam mit dem Land Niederösterreich
bestehend aus je einer Kaplan-Rohrturbine und mit Unterstützung des Lebensministeri-
und je einem direkt gekoppelten Drehstrom- ums (BMLFUW) und der EU durchgeführt wird.
generator eingebaut. Die erzeugte Energie
wird zur Schonung des Landschaftsbildes nicht Die Fischwanderhilfe ist als naturnaher zwei
über Freileitungen, sondern über Erdkabel im Kilometer langer Bach ausgeführt. Er führt
rechtsufrigen Damm in das Hochspannungs- vom Stauraum des Kraftwerks Melk in gewun-
netz transportiert. dener Form bis in den Bereich unterhalb des
Kraftwerkes und mündet dort wieder in die
Rund um den Altarm sind ein Freizeitparadies Donau. Fische, die diesen künstlich angelegten
und ein neuer Erholungsraum entstanden. Der Bach durchschwimmen, können damit den
Vogelschutzteich und die aufgeschütteten Höhenunterschied des Kraftwerks Melk von
Kiesinseln im Altarm sind ein wertvolles etwa 12 Metern mühelos überwinden. Die
Rückzugsgebiet für Wasservögel. zahlreich eingebauten Buchten und Seicht-
wasserzonen bieten zudem Kleinlebewesen aus-
reichend Schutz und wertvollen Lebensraum.
Neue Fischwanderhilfe

Allgemeine Daten
Kraftwerktype Laufkraftwerk Portalkran
Stromkilometer 2.038,16 Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
Bauzeit 1979-1982
Betriebsbrücke
Engpassleistung 187.000 kW
Erzeugung im Regeljahr 1.221,6 GWh
217,00 Wehrpfeiler
Mittlere Rohfallhöhe 9,6 m Stauziel 214,00 m

Ausbauwassermenge 2.700 m3/s 206,60


Donau MW 204,16m

Tosbecken

196,30

Drucksegment mit
Technische Daten aufgesetzter Stauklappe Kontrollgang
Turbinen
Dichtungswand
Anzahl 9 Höhe in m über Adria 0 5 10 20 m
Bauart Kaplan-Rohrturbinen
Anordnung horizontal Kraftwerk Melk, Querschnitt durch ein Wehrfeld
Nennleistung je 22.300 kW
Nenndurchfluss je 300 m3/s
Portalkran
Nenndrehzahl 85,7 U/min
Oberwasserbereich Unterwasserbereich
Laufrad-Ø 6,3 m (Stauraum)
Kraftwerkshalle
Generatoren
Rechenreinigungsanlage Betriebsbrücke
Anzahl 9
Dammbalkenkran
Nennleistung 24.000 kVA Stauziel 214,00 m
209,30
Nennspannung 9,0 kV
Donau MW 204,16 m
Wehranlage

6 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m; 196,50


Drucksegment mit aufgesetzter Stauklappe; Turbinenachse
Verschlusshöhe 13,0 m Einlaufrechen
Stauziel 214,0 m ü. A.
Kontrollgang
Stauraumlänge rund 22,5 km Hauptmaschinensatz
Dichtungswand mit Kaplan-Rohrturbine
Schleusen 0 5 10 20 m
Höhe in m über Adria
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)

Kraftwerk Melk, Querschnitt durch das Krafthaus

12
Kraftwerk Altenwörth

Die Kraftwerksanlage
Das Kraftwerk Altenwörth wurde in den Jahren Portalkran
Oberwasserbereich Unterwasserbereich
1973 bis 1976 rund 20 Kilometer unterhalb (Stauraum)
von Krems ebenfalls in Niedrigbauweise er-
richtet. Im rechtsufrig angeordneten Krafthaus Betriebsbrücke
sind neun Maschinensätze bestehend aus je
einer Kaplan-Rohrturbine und je einem direkt Stauziel 193,50 m 195,00

gekoppelten Drehstromgenerator eingebaut. Wehrpfeiler

Mit einer Nennleistung von 328.000 Kilowatt Donau


180,50
ist es das leistungsstärkste Donaukraftwerk MW 178,61 m

und erzeugt rund ein Sechstel des an der Tosbecken


österreichischen Donau gewonnenen Stroms
168,80
aus erneuerbarer Wasserkraft.
Drucksegment mit
Bei der Errichtung des Stauraumes wurde ein aufgesetzter Stauklappe Kontrollgang
Bootshafen an der ehemaligen Traisen-
Dichtungswand
Mündung angelegt. Auch hier ist der Altarm 0 5 10 20 m
Höhe in m über Adria
zu einem Naherholungsgebiet geworden.
Kraftwerk Altenwörth, Querschnitt durch ein Wehrfeld

Portalkran
Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)

Allgemeine Daten Rechenreinigungsanlage Kraftwerkshalle


Kraftwerktype Laufkraftwerk Betriebsbrücke
Stauziel 193,50 m
Stromkilometer 1.979,83 Dammbalkenkran
Bauzeit 1973-1976 183,10
Engpassleistung 328.000 kW Donau
MW 178,61 m
Erzeugung im Regeljahr 1.967,6 GWh
Mittlere Rohfallhöhe 15,0 m 168,50
Turbinenachse
Ausbauwassermenge 2.700 m3/s

Einlaufrechen

Dichtungswand
Technische Daten Kontrollgang Hauptmaschinensatz
0 5 10 20 m
Turbinen mit Kaplan-Rohrturbine
Höhe in m über Adria
Anzahl 9
Bauart Kaplan-Rohrturbinen Kraftwerk Altenwörth, Querschnitt durch das Krafthaus
Anordnung horizontal

Nennleistung Turbine 1-3: 38.700 kW


Turbine 4-6: 39.000 kW
Turbine 7-9: 38.800 kW

Nenndurchfluss je 300 m3/s


Nenndrehzahl 103,4 U/min
Laufrad-Ø 6,0 m
Generatoren
Anzahl 9
Nennleistung 45.000 kVA
Nennspannung 7,75 kV
Wehranlage

6 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m;


Drucksegment mit aufgesetzter Stauklappe;
Verschlusshöhe 15,5 m

Stauziel 193,5 m ü. A.
Stauraumlänge rund 30 km
Schleusen
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)

Kraftwerk Altenwörth

13
Kraftwerk Greifenstein

Die Kraftwerksanlage
Das Kraftwerk Greifenstein wurde nördlich des
ursprünglichen Flussbettes am Rand der
Donau-Auen von 1981 bis 1985 errichtet. Es
war das fünfte Kraftwerk, das in moderner
Niedrigbauweise gebaut wurde. Im Krafthaus
am nördlichen Ufer sind neun Kaplan-
Rohrturbinen mit waagrechter Welle und
einem Laufraddurchmesser von 6,5 m ein-
gebaut. Jede von ihnen treibt einen direkt
gekoppelten Drehstromgenerator an.

Durch den Bau des Kraftwerkes wurde das


Überleben des größten zusammenhängenden Gießgang
Auwaldgebietes Mitteleuropas gesichert. Die
heute wieder üppige Au am nördlichen Ufer
des über 30 km langen Stauraums war in wei- Allgemeine Daten
ten Bereichen von der Austrocknung und Kraftwerktype Laufkraftwerk
Versteppung bedroht. Die Donau hat sich seit Stromkilometer 1.949,18
der Regulierung vor mehr als 100 Jahren immer Bauzeit 1981-1985
tiefer in ihr Flussbett eingegraben und dadurch
Engpassleistung 293.000 kW
ist auch der Grundwasserspiegel abgesunken.
Erzeugung im Regeljahr 1.717,3 GWh
Zum Schutz der Au wurde mit dem Kraftwerk
Mittlere Rohfallhöhe 12,6 m
auch ein als »Gießgang« bekannt gewordenes
Bewässerungssystem gebaut. Dieser 42 Kilo- Ausbauwassermenge 3.150 m3/s
Kraftwerk Greifenstein
meter lange und auch von Donauwasser ge-
speiste »Fluss« sorgt in der Au wieder für Portalkran
natürliche Wasserspiegelschwankungen. Das
von Ökologen geplante und ständig über- Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
wachte System schafft optimale Bedingungen
für die Tier- und Pflanzenwelt. Betriebsbrücke
Stauziel 177,00 m 178,50
Wehrpfeiler

Donau 169,00
MW 164,15 m
Tosbecken
154,30

Technische Daten
Turbinen
Kontrollgang Drucksegment mit
Anzahl 9 aufgesetzter Stauklappe
Bauart Kaplan-Rohrturbinen
Anordnung horizontal 0 5 10 20 m
Höhe in m über Adria
Nennleistung Turbine 1-3: 34.700 kW
Turbine 4-6: 34.500 kW Kraftwerk Greifenstein, Querschnitt durch ein Wehrfeld
Turbine 7-9: 35.000 kW
Nenndurchfluss je 350 m3/s Portalkran
Nenndrehzahl 93,75 U/min
Laufrad-Ø 6,5 m Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
Kraftwerkshalle
Generatoren
Rechenreinigungsanlage
Betriebsbrücke
Anzahl 9
Stauziel 177,00 m Dammbalkenkran
Nennleistung 38.000 kVA
Nennspannung 8,0 kV
Donau MW 164,15 m
Wehranlage

6 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m; 154,25


Drucksegment mit aufgesetzter Stauklappe; Turbinenachse
Verschlusshöhe 14,5 m
Einlaufrechen
Stauziel 177,0 m ü. A.
Stauraumlänge rund 31 km
Kontrollgang Hauptmaschinensatz
Schleusen mit Kaplan-Rohrturbine
0 5 10 20 m
Höhe in m über Adria
2 Schleusen (nutzbare Länge 230 m, Breite 24 m)

Kraftwerk Greifenstein, Querschnitt durch das Krafthaus

14
Kraftwerk Freudenau

Die Kraftwerksanlage
Das Kraftwerk Freudenau wurde von 1992 bis
1998 in »Nassbauweise«, das heißt im Flussbett
errichtet. Im Krafthaus in der Mitte des
Stromes, zwischen Schleusen- und Wehranlage,
sind sechs Kaplan-Rohrturbinen eingebaut.
Mit 7,5 Metern Laufraddurchmesser zählen die
Turbinen zu den größten in Europa. Jede von
ihnen treibt einen direkt gekoppelten Dreh-
stromgenerator an.

Freudenau ist weltweit das erste große


Flusskraftwerk in einer Millionenstadt. Es wur-
de erst gebaut, nachdem sich eine Mehrheit
der Bürger Wiens dafür entschieden hatte. Das
Kraftwerk setzt attraktive architektonische
Kraftwerk Freudenau
Akzente und rückt Wien wieder näher an die
Donau. Zusammen mit dem Entlastungs- gestaltete Umgehungsbach mit Fischaufstieg Mitte 2005 wurde das Gemeinschaftskraftwerk
gerinne der »Neuen Donau« garantiert das auf der Donauinsel. Am südlichen Ufer ent- Nußdorf in Betrieb genommen. Das Klein-
Kraftwerk Freudenau einen sicheren Hoch- stand eine dreizehn Kilometer lange Ufer- wasserkraftwerk, eingebaut in das Schemerl-
wasserschutz für Wien. Über ein ausgeklügel- promenade und über das Kraftwerk führt ein wehr am Beginn des Donaukanals, ist ausge-
tes Brunnensystem wird der Prater mit saube- Fuß- und Radweg zum Erholungsgebiet nörd- stattet mit 12 Matrixturbinen und erzeugt mit
rem Wasser ausreichend versorgt. Weitere lich der Donau. einer Leistung von 4,8 MW jährlich rund
ökologische Maßnahmen sind die Wasser- 24,7 Mio. kWh Strom.
zuführung zur Neuen und Alten Donau, neue
Biotope, Buchten, Inseln und der ökologisch
Portalkran

Oberwasserbereich Unterwasserbereich
(Stauraum)
Allgemeine Daten
Fuß- und Radweg
Kraftwerktype Laufkraftwerk
Stromkilometer 1.921,05 162,85 Wehrpfeiler
Stauziel 161,35 m
Bauzeit 1992-1998
Donau MW 152,42 m
Engpassleistung 172.000 kW
Erzeugung im Regeljahr 1.052,0 GWh Tosbecken
140,30
Mittlere Rohfallhöhe 8,6 m
Ausbauwassermenge 3.000 m /s
3
Drucksegment mit
aufgesetzter Stauklappe

Kontrollgang
Technische Daten
Dichtungswand
Turbinen 0 5 10 20 m
Höhe in m über Adria
Anzahl 6
Bauart Kaplan-Rohrturbinen Kraftwerk Freudenau, Querschnitt durch ein Wehrfeld
Anordnung horizontal
Nennleistung je 30.300 kW
Portalkran
Nenndurchfluss je 500 m3/s
Oberwasserbereich Unterwasserbereich
Nenndrehzahl 65,2 U/min (Stauraum)
Maschinenhalle
Laufrad-Ø 7,5 m
Fuß- und Radweg
Generatoren Rechenreinigungsanlage
Dammbalkenkran
Anzahl 6 Stauziel 161,35 m
Nennleistung 32.000 kVA
MW 152,42 m
Nennspannung 10,5 kV
Donau
Wehranlage
142,00
4 Wehrfelder mit einer lichten Weite von je 24 m; Turbinenachse
Drucksegment mit aufgesetzter Stauklappe;
Verschlusshöhe 13,85 m Einlaufrechen

Stauziel 161,35 m ü. A. Dichtungswand


Stauraumlänge rund 28 km Kontrollgang Hauptmaschinensatz
mit Kaplan-Rohrturbine 0 5 10 20 m
Höhe in m über Adria
Schleusen
2 Schleusen (nutzbare Länge 275 m, Breite 24 m) Kraftwerk Freudenau, Querschnitt durch das Krafthaus

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VERBUND-Austrian Hydro Power AG
Am Hof 6a, A-1010 Wien
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