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K O N Z E R N A B S C H L U S S

KONZERNABSCHLUSS DER ISOVOLTAIC AG ZUM 31.12.2010 NACH IFRS

I S O V O L T A I C

A G

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1

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2010

3

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010

4

Konzern-Cashflow-Statement 2010

6

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals 2010

7

Konzernanhang zum 31. Dezember 2010

8

A. Allgemeines

8

B. Auswirkungen der Erstanwendungen der IFRS

8

C. Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

10

D. Veränderungen im Konsolidierungskreis

13

E. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

14

F. Segmentinformationen

24

G. Erläuterungen zur Konzernbilanz

25

H. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

36

I. Finanzinstrumente

40

J. Bestellobligo

49

K. Eventualverbindlichkeiten

50

L. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen

50

M. Konzernunternehmen

54

N. Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

54

O. Sonstige Angaben

55

Bestätigungsvermerk

56

2

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KONZERN-GEWINN-

UND VERLUSTRECHNUNG

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

K O N Z E R N A B S C H L U S S

in tausend Euro

Anhang

2010

2009

Umsatzerlöse

16

120.671

1.733

Veränderungen des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

10.498

12

Sonstige betriebliche Erträge

17

6.196

2.433

Materialaufwand und bezogene Leistungen

-76.858

-2.868

Personalaufwand

18

-5.150

-46

Sonstige betriebliche Aufwendungen

19

-20.186

-1.037

Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern und Abschreibungen (EBITDA)

35.171

226

Normalabschreibung

1

-2.112

-499

Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (EBIT)

33.059

-273

Zinsergebnis

22

-667

-56

Sonstiges Finanzergebnis

22

-71

0

Finanzergebnis

-737

-56

Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

32.322

-330

Steuern vom Einkommen und Ertrag

23

-7.515

82

Jahresüberschuss-/fehlbetrag (Konzernergebnis)

24.807

-248

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2010

in tausend Euro

Anhang

2010

2009

Jahresüberschuss-/fehlbetrag (Konzernergebnis)

24.807

-248

Währungsumrechnungsdifferenzen wirtschaftlich selbständiger ausländischer Einheiten

-17

0

Sonstiges Gesamtergebnis vor Steuern

-17

0

Steuern auf sonstiges Gesamtergebnis

0

0

Sonstiges Gesamtergebnis nach Steuern

-17

0

Gesamtergebnis der Periode

24.790

-248

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzern-Gesamtergebnisrechnung.

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KONZERNBILANZ

ZUM 31. DEZEMBER 2010

in tausend Euro

Anhang

31.12.2010

31.12.2009

01.01.2009

Immaterielle Vermögensgegenstände

1

17

0

0

Sachanlagen

1

39.806

3.708

3.457

Aktive latente Steuern

23

363

0

0

Langfristige Aktiva

40.187

3.708

3.457

Vorräte

2

30.393

763

953

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

3, 5

20.401

303

4.270

Forderungen aus sonstigen laufenden Steuern

4

2.795

0

0

Übrige Forderungen

4

256

6

3

Zahlungsmittel

8.998

0

0

Kurzfristige Aktiva

62.842

1.072

5.226

Summe der Aktiva

103.029

4.779

8.683

4

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I S O V O L T A I C

A G

K O N Z E R N A B S C H L U S S

in tausend Euro

Anhang

31.12.2010

31.12.2009

01.01.2009

Grundkapital

6

1.000

1.000

1.000

Gewinnrücklagen

8

52.972

291

539

Den Anteilseignern zurechenbarer Anteil

53.972

1.291

1.539

Minderheitenanteile

0

0

0

Eigenkapital

53.972

1.291

1.539

Rückstellung für Abfertigungen

11, 12

849

11

0

Übrige langfristige Rückstellungen

11, 12

427

8

0

Verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten

13

148

0

0

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

13, 15

115

0

0

Passive latente Steuer

23

266

96

180

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

1.805

115

180

Übrige kurzfristige Rückstellungen

11

2.574

0

0

Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

13

13.863

2.712

5.626

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

13

14.221

576

796

Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern

14

14.279

76

542

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

13, 15

2.316

9

0

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

47.252

3.374

6.964

Summe der Passiva

103.029

4.779

8.683

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Konzernbilanz.

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KONZERN- CASHFLOW-STAT EME NT

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

in tausend Euro

Anhang

2010

2009

Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)

32.322

-330

Zinsergebnis

22

667

56

Abschreibungen auf das Anlagevermögen

1

2.112

499

Veränderung der langfristigen Rückstellungen

242

19

Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten

260

0

Steuerzahlungen

1

-3

Zinseinzahlungen

18

0

Zinsauszahlungen

-677

-56

Cashflow aus dem Ergebnis

34.946

186

Veränderung der Vorräte

-14.081

190

Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

10.758

3.967

Veränderung der sonstigen Forderungen

2.607

-3

Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen

1.997

0

Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

-5.404

-220

Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten und Abgrenzungen

332

-457

Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

31.155

3.664

Einzahlungen aus Abgängen des Sach- und immateriellen Anlagevermögens

17

0

Auszahlungen für Investitionen in das Sach- und immaterielle Anlagevermögen

-10.785

-750

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-10.768

-750

Veränderung verzinslicher Finanzverbindlichkeiten

-1.403

-2.914

Tilgung Mezzanindarlehen

-10.000

0

Zahlungsflüsse aus Umgründungsvorgängen

12

0

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

-11.390

-2.914

Veränderung des Finanzmittelbestandes

8.997

0

Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand

1

0

Finanzmittelbestand zu Beginn der Periode

0

0

Finanzmittelbestand am Ende der Periode

8.998

0

Veränderung des Finanzmittelbestandes

8.997

0

Die Zahlungsflüsse aus Umgründungsvorgängen im Bereich der Finanzierungstätigkeit, betraf im Geschäftsjahr 2010 Zahlungsmittel, die aus der Verschmelzung der FunderMax GmbH (Mödling) in Höhe von 6 t€, sowie aus der Einbringung des Teilbetriebes Photovoltaik in Höhe von 6 t€ resultieren.

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieses Konzern-Cashflow-Statements.

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ENTWICKLUNG DES KONZERN- EIGENKAPITALS

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

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Unterschieds-

Den Anteils-

beträge aus der

eignern zu-

Minder-

Gesamtes

 

Grund-

Kapital-

Gewinn-

Währungs-

rechenbarer

heiten-

Eigen-

in tausend Euro

Anhang

kapital

rücklagen

rücklagen

umrechnung

Anteil

anteile

kapital

Stand am 01.01.2010

1.000

0

291

0

1.291

0

1.291

Gesamtergebnis der

Periode

0

0

24.807

-17

24.790

0

24.790

Veränderung durch

Umgründung

D

0

10.127

17.765

0

27.892

0

27.892

Umgliederung

7

0

-10.127

10.127

0

0

0

0

Stand am 31.12.2010

1.000

0

52.989

-17

53.972

0

53.972

Stand am 01.01.2009

1.000

0

539

0

1.539

0

1.539

Gesamtergebnis der

Periode

0

0

-248

0

-248

0

-248

Stand am 31.12.2009

1.000

0

291

0

1.291

0

1.291

Der folgende Konzernanhang bildet einen wesentlichen Bestandteil dieser Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals.

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KONZERNANHANG

ZUM 31. DEZEMBER 2010

A. ALLGEMEINES

Der ISOVOLTAIC-Konzern (im Nachfolgenden „ISOVOLTAIC“ oder „Konzern“ genannt) ist der weltweit führende Anbieter von hochwertigen Rückseitenfolien zur Verwendung in Photovoltaikmodulen. Unternehmenszweck des Mutter- unternehmens ISOVOLTAIC AG, (Firmenbuch-Nr. FN 285789d beim Landesgericht für ZRS Graz), ist die Entwicklung, Erzeugung, Konfektionierung, der Vertrieb und Handel von Verbundwerkstoffen und Polymeren. Der eingetragene Ge- schäftssitz des Konzerns befindet sich in der Isovoltastraße 1, 8403 Lebring, Österreich. Die ISOVOLTAIC AG hält 100 % der Anteile an der einzigen Tochtergesellschaft Changzhou Isovoltaic Composite Materials Co., Ltd., Changzhou, China. Der Konzernabschluss wird unter der Verantwortung des Vorstands erstellt und vom Aufsichtsrat zur Kenntnis genommen. Zahlreiche Beträge und Prozentsätze, die im Konzernabschluss dargestellt werden, wurden gerundet. Summie- rungen können deshalb von den dargestellten Beträgen abweichen.

Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge Die ISOVOLTA AG hat mit 01.06.2010 ihren Teilbetrieb Photovoltaik durch Abspaltung zur Aufnahme gemäß Bun- desgesetz über die Spaltung von Kapitalgesellschaften (SpaltG) und unter Anwendung des Artikel VI Umgründungssteuergesetz (UmgrStG) auf die ISOVOLTA GmbH – nach Firmenwortlautänderung und Rechtsformände- rung gemäß §§ 245 ff AktG nunmehr ISOVOLTAIC AG – als übernehmende Gesellschaft übertragen. Die Vergleichszahlen des Vorjahres für die Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Cashflow-Statement, Entwicklung des Eigenkapitals sowie die Vorjahreszahlen in den Erläuterungen des Anhangs stellen die Vermögens- und Ertragslage der ISOVOLTA GmbH dar. Die durch die Übernahme des Teilbetriebs Photovoltaik von der ISOVOLTA AG ausgelöste Ausweitung des Geschäftsbe- triebes der ISOVOLTAIC schränkt die Vergleichbarkeit der Finanz- und Geschäftsinformationen ein.

B. AUSWIRKUNGEN DER ERSTANWENDUNGEN DER IFRS

Der Konzernabschluss der ISOVOLTAIC zum 31.12.2010 wurde gemäß IFRS 1 unter Berücksichtigung der Vor- schriften für die Erstanwendung der IFRS aufgestellt. IFRS 1 sieht grundsätzlich vor, dass alle Standards, die zum Stich- tag 31.12.2010 gültig waren, retrospektiv angewendet werden. Hinsichtlich der Anwendungen von zum 31.12.2010 bereits veröffentlichten, jedoch noch nicht verpflichtenden IFRS wird auf den Gliederungspunkt C verwiesen. Bei dem Übergang der externen Rechnungslegung von UGB auf IFRS mussten verschiedene Anpassungen vorge- nommen werden. Die Auswirkungen dieser Anpassungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des ISOVOLTAIC- Konzerns werden nachfolgend dargestellt und erläutert. Als Grundlage dient der letzte Abschluss nach UGB der ISOVOLTA GmbH, der zum 31.12.2009 erstellt wurde, im Vergleich zum Abschluss nach IFRS zu diesem Stichtag.

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Eröffnungsbilanz per 01.01.2009

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in tausend Euro

UGB

Umwertung

IFRS

Sachanlagen

3.303

154

3.457

Langfristige Aktiva

3.303

154

3.457

Vorräte

388

565

953

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

4.270

0

4.270

Übrige Forderungen

3

0

3

Kurzfristige Aktiva

4.661

565

5.226

Summe der Aktiva

7.964

719

8.683

Grundkapital

1.000

0

1.000

Gewinnrücklagen

0

539

539

Eigenkapital

1.000

539

1.539

Verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten

0

0

0

Passive latente Steuer

0

180

180

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

0

180

180

Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

5.626

0

5.626

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

796

0

796

Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern

542

0

542

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

6.964

0

6.964

Summe der Passiva

7.964

719

8.683

Das Ergebnis nach UGB betrug im Geschäftsjahr 2009 0 t€, durch ergebniswirksame IFRS-Umwertungen ergab sich eine Gesamtergebnis der Periode von -248 t€.

Aus der Anwendung der IFRS resultieren die folgenden Auswirkungen auf das Eigenkapital zum 01.01.2009 bzw.

31.12.2009:

in tausend Euro

31.12.2009

01.01.2009

Eigenkapital gemäß UGB

1.000

1.000

Anpassung des Sachanlagevermögens

176

154

Anpassung der Bewertung des Vorratsvermögens

209

565

Anpassung der Bewertung von Forderungen

2

0

Anpassung der passiven latenten Steuern

-96

-180

Eigenkapital gemäß IFRS

1.291

1.539

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach UGB und IFRS be- treffen insbesondere die folgenden Sachverhalte.

Sachanlagevermögen (IAS 16) Nach den Vorschriften im IFRS wird die Nutzungsdauer eines Vermögenswertes über dessen voraussichtliche Nutzung im Unternehmen bestimmt. Das Sachanlagevermögen ist durch die Verwendung einer längeren Nutzungsdauer im Vergleich zum UGB sowie durch die unterschiedliche Methodik der linearen Abschreibung angestiegen. Im IFRS wird

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die Methode pro rata temporis im Gegensatz zu der im UGB angewandten Methode der Halb-Jahres-Abschreibung zu- grunde gelegt.

Vorräte (IAS 2) Die Anpassung der Bewertung der Vorräte beruht auf der unterschiedlichen Kalkulation der Abwertungen. Nach den Vorschriften des UGB sind auch beschaffungsmarktorientierte Abwertungen zu ermitteln, die bei der Zugrundele- gung rein absatzmarktorientierter Abwertungen gemäß IAS 2 nicht auftreten.

Originäre Finanzinstrumente (IAS 39) Beim erstmaligen Ansatz eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit hat ein Un- ternehmen diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu bewerten.

Latente Steuer (IAS 12) Nach IAS 12 sind latente Steueransprüche und latente Steuerschulden für sämtliche temporäre Differenzen zwi- schen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in der IFRS-Bilanz und deren steuerlichen Wertansätzen sowie für steuerliche Verlustvorträge zu bilden. Latente Steueransprüche werden nur in der Höhe ausgewiesen, in der sie künftig voraussichtlich genutzt werden können. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt dabei auf Grundlage künftiger geltender Steuersätze. Im Wesentlichen führen die zuvor angeführten Bewertungsunterschiede zwischen UGB und IFRS zu unterschiedlichen Buchwerten, sodass unterschiedlich hohe temporäre Differenzen ermittelt worden sind, auf die latente Steuern gebildet wurden.

C. DARSTELLUNG DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Folgende wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden bei Erstellung des Konzernabschlusses der ISOVOLTAIC AG angewandt.

A) ALLGEMEINES

Der Konzernabschluss der ISOVOLTAIC AG zum 31.12.2010 wurde in Übereinstimmung mit sämtlichen vom Inter- national Accounting Standards Board (IASB) formulierten, von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und für 2010 verpflichtend anzuwendenden Standards erstellt. Ebenso wurden sämtliche für 2010 verpflichtend anzuwendende Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) beachtet. Die ab 01.01.2011 verpflichtend anzuwendenden IFRS und IFRIC wurden noch nicht vorzeitig angewandt. Dem Jahresabschluss des in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmens liegen ein- heitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Sofern erforderlich, wird der Jahresabschluss des Toch- terunternehmens entsprechend angepasst. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgte unter Heranziehung der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente, welche zum beizule- genden Zeitwert (Fair Value) bewertet wurden.

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Die Gliederung der Konzernbilanz wird gemäß IAS 1 nach Fristigkeiten vorgenommen. Vermögenswerte und Schulden werden als kurzfristig klassifiziert, wenn diese voraussichtlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanz- stichtag realisiert oder ausgeglichen werden. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Mutterunternehmens, der ISOVOLTAIC AG aufgestellt, das Ge- schäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Bei diesem Konzernabschluss handelt es sich um einen Abschluss auf freiwilliger Basis.

B) BERICHTSWÄHRUNG

Der Konzernabschluss wurde in Euro (€), der funktionalen Währung der ISOVOLTAIC erstellt. Die Darstellung er- folgt in tausend Euro (t€). Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Tochtergesellschaft mit einer anderen funktionalen Währung als dem Euro werden mit dem zum Bilanzstichtag geltenden Devisenreferenzkurs umgerechnet. Die Umrechnung von Aufwendungen und Erträgen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Stichtagsumrechnungsdifferenzen werden er- gebnisneutral erfasst und innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Anwendung des Stichtagskurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

Nichtmonetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- bzw. Herstellkosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Nichtmonetäre Posten, die mit ihrem beizule- genden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig ist.

C) KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

Der Konzernabschluss umfasst die ISOVOLTAIC AG und die Changzhou Isovoltaic Composite Materials Co., Ltd. Die Beherrschung ist gewöhnlich dann gegeben, wenn die ISOVOLTAICAG, entweder direkt oder indirekt, über mehr als 50 % der Stimmrechte einer Gesellschaft verfügt und die Finanz- und Geschäftspolitik der Gesellschaft derart lenken kann, dass sie von deren Aktivitäten profitiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach den Grundsätzen des IAS 27 (Konzernabschlüsse und Bilanzierung von An- teilen an Tochterunternehmen). Der Buchwert des Beteiligungsansatzes an der Tochtergesellschaft und der Anteil der ISOVOLTAIC AG am Eigenkapital der Tochtergesellschaft werden eliminiert. Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Sämtliche konzerninterne Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse im Bereich des langfristigen und kurzfristigen Vermögens wurden eliminiert.

D) ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Folgende Änderungen wurden aufgrund neuer bzw. geänderter IAS/IFRS bzw. IFRIC- und SIC-Interpretationen, die für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2010 beginnen und verpflichtend in der Europäischen Union an- zuwenden sind, bei gegebenem Sachverhalt vorgenommen.

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Neue IFRSs/IFRICs

„Annual Improvements 2009“

Geänderte IFRSs/IFRICs

IFRS 5 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

IAS 7 Kapitalflussrechnung: Darstellung der Zahlungsströme

Die Änderungen an IFRS 5 stellen klar, dass die Angabeerfordernisse in anderen Standards als IFRS 5 auf lang-

fristige Vermögenswerte oder Veräußerungsgruppen nicht anzuwenden sind, außer diese Standards erfordern spezifi-

sche Angaben zu langfristigen Vermögenswerten (oder Veräußerungsgruppen), die als zur Veräußerung gehalten oder

als aufgegebener Geschäftsbereich eingestuft werden, oder Angaben zur Bewertung der Vermögenswerte und Schulden

einer Veräußerungsgruppe, die nicht unter die Bewertungsanforderungen von IFRS 5 fallen und zu denen nicht bereits

entsprechende Angaben im Konzernabschluss gemacht werden.

Aus der Überarbeitung von IFRS 7 ergibt sich, dass bei der Darstellung der Zahlungsströme lediglich solche Aus-

zahlungen der Investitionstätigkeit zugeordnet werden können, die zum Ansatz eines Vermögenswertes führen.

Geänderte IFRSs/IFRICs, die im Konzernabschluss keine Anwendung fanden

IAS 1 Darstellung des Abschlusses

IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen

IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer

IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden

Noch nicht anzuwendende neue IFRSs/IFRICs

IFRS 9 Finanzinstrumente: Beinhaltet neue Klassifizierungs- und Bewertungsregelungen für finanzielle Vermö-

genswerte

Noch nicht anzuwendende geänderte IFRSs/IFRICs

IFRS 1 Erstmalige Anwendung: Begrenzte Ausnahmen bzgl. Vergleichsangaben in IFRS 7 für Erstanwender

IFRS 7 Finanzinstrumente Angaben: Übertragung finanzieller Vermögenswerte

IAS 24 Nahe stehende Personen: Angaben zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

IAS 32 Finanzinstrumente Angaben: Bilanzierung von Bezugsrechten

IFRIC 14 (IAS 19 Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindestdotierungsverpflichtungen

und ihre Wechselwirkung): Vorausgezahlte Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften

IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

„Annual Improvements 2010“

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Die Auswirkungen der neuen und überarbeiteten Standards und Interpretationen werden zurzeit evaluiert. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die oben angeführten Standards und Interpretationen im Konzernabschluss des Geschäftsjahres, das am 01.01.2011 beginnt, sowie für die Vergleichsperioden keinen wesentlichen Einfluss auf das Ei- genkapital und Ergebnis der ISOVOLTAIC im Jahr der erstmaligen Anwendung haben werden.

D. VERÄNDERUNGEN IM KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Geschäftsjahr 2010 wurde dem stark wachsenden asiatischen Markt mit der Gründung eines Standorts in Changzhou/China Rechnung getragen. Um die Position am asiatischen Markt weiter ausbauen zu können, wurde mit Stichtag 08.12.2010 die Changzhou Isovoltaic Composite Materials Co., Ltd (im Nachfolgenden auch „CICM“ genannt) als eine 100-prozentige Tochtergesellschaft gegründet. Die Hauptaufgaben der CICM sind der Vertrieb und der Ausbau eines Servicenetzwerkes in China. Im IFRS 3 Business Combinations sind die Sachverhalte „transaction under common control“, wie zum Beispiel Umgründungen, ausgenommen. Da auch andere IFRS keine Regelung zur bilanziellen Behandlung hierzu vorschreiben, wurde aufgrund des faktischen Wahlrechtes das nach IFRS-Grundsätzen bewertete Vermögen sowie die Schulden des Teilbetriebes Photovoltaik zu den entsprechenden IFRS-Buchwerten per 31.05.2010 aus der ISOVOLTA AG, einem Unter- nehmen der Constantia Industries-Gruppe, übertragen. Die übertragenen Vermögenswerte und Schulden stellen sich wie folgt dar:

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Bilanz des per 31.05.2010 übernommenen Teilbetriebs Photovoltaik

in tausend Euro

Sachanlagen

27.330

Übrige Finanzanlagen und Forderungen

8.341

Langfristige Aktiva

35.671

Vorräte

15.578

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

30.856

Übrige Forderungen

11

Zahlungsmittel

6

Kurzfristige Aktiva

46.451

Summe der Aktiva

82.122

Kapitalrücklagen

10.043

Gewinnrücklagen

17.765

Eigenkapital

27.808

Langfristiges nachrangiges Mezzanindarlehen

10.000

Rückstellung für Abfertigungen

697

Übrige langfristige Rückstellungen

318

Verzinsliche langfristige Finanzverbindlichkeiten

13.876

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

245

Passive latente Steuer

1.034

Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

16.170

Übrige kurzfristige Rückstellungen

577

Verzinsliche kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

1.537

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

18.659

Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern

5.493

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

1.878

Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

28.144

Summe der Passiva

82.122

Weiters erfolgte im Geschäftsjahr 2010 eine Down-stream Verschmelzung der FunderMax GmbH (Mödling) auf die Gesellschaft. Die FunderMax GmbH (Mödling) wies zum Stichtag der Down-stream Verschmelzung kurzfristige Aktiva in Höhe von 84 t€, kurzfristige Passiva in Höhe von 0 t€ sowie ein Eigenkapital in Höhe von 84 t€ auf.

E. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten bewertet. Nach der erstmaligen Aktivierung werden die immateriellen Vermögenswerte zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger

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außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte werden linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die erwartete Nutzungsdauer liegt bei 3 Jahren. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden zum Ende jedes Geschäftsjahres überprüft.

Sachanlagen Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und etwaiger außerplanmä- ßiger Abschreibungen ausgewiesen. Wird ein Vermögensgegenstand verkauft oder ausgeschieden, so werden die An- schaffungskosten und die kumulierten Abschreibungen ausgebucht und ein allfälliger Gewinn oder Verlust aus der Ver- äußerung erfolgswirksam erfasst. Die Anschaffungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich der Importzölle und nicht refundierbarer Steuern und all jene direkt zurechenbaren Kosten, die entstehen, um den Vermögenswert an den zur Nutzung vorgesehenen Ort zu bringen und in einen arbeitsbereiten Zustand zu versetzen. Ausgaben, die nach der Inbe- triebnahme von Anlagevermögen entstehen, wie Reparaturen, Wartung und Überholungskosten, werden grundsätzlich als Aufwand verrechnet. Sie werden aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass die nachträglichen Aufwendungen zu weiteren zukünftigen, wirtschaftlichen Vorteilen aus der Nutzung des Vermögenswertes führen werden. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer:

Geschäfts- und Fabriksgebäude, Grundstückseinrichtungen und andere Baulichkeiten

10 bis 50 Jahre

Technische Anlagen und Maschinen

5 bis 10 Jahre

Werkzeuge, Büro- und Geschäftsausstattung und Fahrzeuge

3 bis 10 Jahre

Die Nutzungsdauer und die Abschreibungsmethode werden periodisch geprüft, um sicherzustellen, dass diese dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzenverlauf des Sachanlagegegenstandes entsprechen. Unter den in Bau befindlichen Anlagen werden noch nicht betriebsbereite Sachanlagen erfasst und mit den An- schaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Sie werden bis zum Zeitpunkt der Fertigstellung und Inbetriebnahme des jeweiligen Vermögensgegenstandes nicht abgeschrieben. Gemietete Sachanlagen von wesentlicher Bedeutung, die wirtschaftlich als Anlagenkäufe mit langfristiger Finan- zierung anzusehen sind (Finanzierungsleasing), werden gemäß IAS 17 zu den zu Beginn des Leasingverhältnisses beizu- legenden Zeitwerten des Leasingobjektes oder den niedrigeren Barwerten der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer.

Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber be- steht, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaf- fung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als Kürzung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten berücksichtigt. Andere Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als Ertrag über den Zeitraum erfasst, der notwendig ist, um sie den entsprechenden Aufwendungen, für deren Ausgleich sie bestimmt sind, zuzuordnen. Zuwendungen der öffentli- chen Hand, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen oder für Zwecke der sofortigen finanziellen Unterstützung des Konzerns vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst.

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Wertminderungen Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte werden auf Wertminderungen geprüft, sobald Ereignisse oder Veränderungen der Umstände anzeigen, dass der Buchwert des Vermögensgegenstandes möglicherweise höher als der erzielbare Betrag ist. Sobald der Buchwert eines Vermögensgegenstandes den erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen. Der erzielbare Betrag wird für die einzelnen Vermögenswerte einge- schätzt. Sollte sich der Wertminderungsaufwand in der Folge umkehren, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf die neuerliche Schätzung des erzielbaren Betrages erhöht. Die Erhöhung des Buchwertes ist dabei auf den Wert be- schränkt, der sich ergeben hätte, wenn für den Vermögenswert in den Vorjahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre. Eine Wertaufholung wird unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Fremdkapitalkosten In unmittelbarem Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierenden Vermö- genswerten stehende Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung oder zum Verkauf bereit stehen, zu den Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hin- zugerechnet. Erwirtschaftete Erträge aus der zwischenzeitlichen Anlage von speziell aufgenommenem Fremdkapital bis zu dessen Ausgabe für qualifizierende Vermögenswerte werden von den aktivierbaren Fremdkapitalkosten abgezogen. Im Geschäftsjahr 2010 waren mangels Voraussetzung keine Fremdkapitalkosten zu aktivieren. Alle anderen Fremdkapitalkosten werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Finanzinstrumente Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswertes und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderun- gen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmittel oder einem an- deren finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen, Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden grundsätzlich angesetzt, sobald die ISOVOLTAIC Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstrumentes wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang der Erfüllungstag relevant, das ist jener Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die ISOVOLTAIC geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartner hinsichtlich der vertraglichen Regelung des Finanzinstruments wird. Finanzinstrumente werden in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt der vertraglichen Bedingungen als Vermögensgegenstand bzw. Schuld klassifiziert. Daher sind Zinsen, Dividenden, Gewinne und Verluste aus diesen Finanzinstrumenten als Aufwendungen oder Erträge dargestellt. Die Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Kon- zern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.

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Finanzielle Vermögenswerte

Ansatz und Ausbuchung von Finanzinvestitionen erfolgen zum Handelstag. Dies ist der Tag des Kaufs oder Ver-

kaufs einer Finanzanlage, an dem die Vertragsbedingungen eine Lieferung der Finanzanlage innerhalb des für den be-

troffenen Markt üblichen Zeitrahmens vorsehen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit

dem beizulegenden Zeitwert zuzüglich der Transaktionskosten bewertet. Davon ausgenommen sind finanzielle Vermö-

genswerte, die als „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet“ kategorisiert wurden. Hier erfolgt der Erst-

ansatz zum beizulegenden Zeitwert ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten.

Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziel-

len Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewer-

tungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet.

Die Kategorisierung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt:

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen

zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte

Kredite und Forderungen

Die Kategorisierung hängt von der Art und dem Verwendungszweck der finanziellen Vermögenswerte ab und er-

folgt bei Zugang.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn der finanzielle

Vermögenswert entweder zu Handelszwecken gehalten oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

designiert wird. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung

gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als „zu Handelszwecken gehalten“ klassifiziert werden müssen. Ein

aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung

erfasst.

Ein finanzieller Vermögenswert wird als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, wenn dieser:

hauptsächlich mit der Absicht erworben wurde, ihn kurzfristig in der Zukunft zu verkaufen, oder

ein Derivat ist, das nicht als Sicherungsinstrument designiert wurde und als solches effektiv ist, oder

Teil eines identifizierten Portfolios gemeinsam vom Konzern gesteuerter Finanzinstrumente ist, für das in der

jüngsten Vergangenheit Hinweise auf kurzfristige Gewinnmitnahmen bestehen.

Ein finanzieller Vermögenswert, der nicht als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, kann im Rahmen des

erstmaligen Ansatzes als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden, wenn:

er Teil eines Vertrages ist, welcher ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält und gemäß IAS 39 Finanzin-

strumente für das gesamte strukturierte Produkt (Vermögenswert oder Verbindlichkeit) erfolgswirksam zum bei-

zulegenden Zeitwert angesetzt werden kann, oder

eine solche Designation Bewertungs- und Ansatzinkonsistenzen beseitigt oder wesentlich reduziert, die ansons-

ten auftreten würden.

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Kredite und Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Kredite und sonstige Forderungen mit festen oder bestimmbaren

Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind, werden als Kredite und Forderungen kategorisiert. Kredite und

Forderungen werden gegebenenfalls unter Anwendung der Effektivzinsmethode – mit dem Erstbuchwert abzüglich

Wertminderungen – bewertet (fortgeführte Anschaffungskosten), mit Ausnahme von kurzfristigen Forderungen, bei de-

nen der Zinseffekt unwesentlich wäre.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Finanzielle Vermögenswerte, mit der Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten fi-

nanziellen Vermögenswerte, werden zu jedem Bilanzstichtag auf das Vorhandensein von Indikatoren für eine Wertminde-

rung untersucht. Objektive Hinweise für eine Wertminderung bestehen im Folgenden aus:

erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Emittenten oder der Gegenpartei,

dem Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen oder

der erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass über das Vermögen des Kreditnehmers ein Insolvenz- oder ein sonstiges

Sanierungsverfahren eröffnet wird.

Eine Wertminderung führt zu einer direkten Minderung des Buchwertes aller betroffenen finanziellen Vermö-

genswerte mit der Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von

Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos

oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung

der Risikosituation ab. Nachträgliche Eingänge bereits abgeschriebener Beträge werden ebenfalls gegen das Wertmin-

derungskonto gebucht. Änderungen des Buchwertes des Abschreibungskontos werden erfolgswirksam über die Gewinn-

und Verlustrechnung erfasst.

Die Wertminderungen von Forderungen und Krediten, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenom-

men werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der

betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche

potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallsrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf

Wertminderungen untersucht sowie gegebenenfalls wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten

zukünftigen Cashflows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische

Ausfallserfahrungen berücksichtigt.

Verringert sich die Höhe der Wertminderung eines als zur Veräußerung verfügbar klassifizierten Eigenkapitalin-

struments, werden die in der Vergangenheit erfolgswirksam erfassten Wertminderungen nicht erfolgswirksam rückgän-

gig gemacht. Jegliche Erhöhung des beizulegenden Zeitwertes wird nach einer erfolgten Wertminderung direkt im Ei-

genkapital erfasst.

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus

einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit

dem Eigentum des Vermögenswertes verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern

weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt, noch behält und weiterhin

die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am

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Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass

der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines übertragenen finanziellen

Vermögenswertes zurückbehält, hat der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Dar-

lehen für die erhaltene Gegenleistung zu erfassen.

Finanzmittelbestand

Der Finanzmittelbestand setzt sich aus Kassabestand und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 3.998 t€ und

aus kurzfristigen Veranlagungen bei Kreditinstituten (kürzer 3 Monate) in Höhe von 5.000 t€ zusammen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finan-

zielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wenn sie entweder

zu Handelszwecken gehalten oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden.

Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als zu Handelszwecken gehalten eingestuft, wenn:

sie hauptsächlich mit der Absicht eingegangen wurde, kurzfristig zurückgekauft zu werden, oder

sie ein Derivat ist, welches nicht als Sicherungsinstrument designiert wurde und als solches effektiv ist, oder

sie Teil eines identifizierten Portfolios gemeinsam vom Konzern gesteuerter Finanzinstrumente ist, für das in der

jüngsten Vergangenheit Hinweise auf kurzfristige Gewinnmitnahmen bestehen.

Eine andere als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeit kann zum Zeitpunkt des Erstansatzes

als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert werden, wenn:

sie Teil eines Vertrages ist, welcher ein oder mehrere eingebettete Derivate enthält, und gemäß IAS 39 Finanzin-

strumente (Ansatz und Bewertung) für das gesamte strukturierte Produkt (Vermögenswert oder Verbindlichkeit)

erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert angesetzt werden kann, oder

eine solche Designation Bewertungs- und Ansatzinkonsistenzen beseitigt oder wesentlich reduziert, die ansons-

ten auftreten würden.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Dabei werden sämtliche aus der Bewertung resultierende Gewinne oder Verluste erfolgswirksam vereinnahmt.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich aufgenommener Kredite werden erstmalig zum beizulegen-

den Zeitwert abzüglich Transaktionskosten erfasst.

Im Rahmen der Folgebewertung werden sonstige finanzielle Verbindlichkeiten gemäß der Effektivzinsmethode zu

fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wobei der Zinsaufwand entsprechend dem Effektivzinssatz erfasst wird, mit

Ausnahme von kurzfristigen Verbindlichkeiten, bei denen der Zinseffekt unwesentlich wäre.

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Ausbuchung finanzieller Verbindlichkeiten Der Konzern bucht eine finanzielle Verbindlichkeit dann aus, wenn die Verpflichtung des Konzerns beglichen, auf- gehoben oder ausgelaufen ist.

Derivative Finanzinstrumente Die ISOVOLTAIC setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten resultierenden Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzin- strumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die ISOVOLTAIC bei Beendigung des Finanzinstruments zum Ab- schlussstichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschlussstichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze berechnet. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte – erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung– ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen und als sonstige Forderung oder sonstige Verbindlichkeit ausgewiesen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbe- ziehung gemäß IAS 39, wird der Sicherungszusammenhang als solcher bilanziert.

Bilanzielle Abbildung von Sicherungsbeziehungen (Hedge Accounting) Die ISOVOLTAIC wendet Vorschriften zu Sicherungsmaßnahmen gemäß IAS 39 (Hedge Accounting) zur Sicherung von Bilanzposten an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Fair Value Hedge Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermö- genswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtun- gen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwertes des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgs- wirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besi- cherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen. Die bilanzielle Abbildung der Sicherungsbeziehung endet, wenn der Konzern die Sicherungsbeziehung auflöst, das Sicherungsinstrument ausläuft, veräußert, beendet oder ausgeübt wird, oder sich nicht mehr für Sicherungszwecke eignet. Zu diesem Zeitpunkt beginnt die erfolgswirksame Auflösung der auf das gesicherte Risiko zurückführenden Buchwertanpassungen des Grundgeschäfts.

Energiehandelskontrakte Zur Reduktion der Risiken im Energiebereich, die aus der Änderung im Beschaffungsbereich resultieren, werden Forwards eingesetzt. Die von der ISOVOLTAIC abgeschlossenen Forwards zum Kauf von Strom und Erdgaslieferungen werden zur Sicherung der Einkaufspreise abgeschlossen. Da sie zu einer physischen Erfüllung führen, handelt es sich

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hierbei nicht um derivative Finanzinstrumente im Sinne des IAS 39, sondern um schwebende Einkaufsverträge, die nach den Vorschriften von IAS 37 auf drohende Verluste aus schwebenden Geschäften untersucht werden.

Leasing Nach IAS 17 erfolgt die Zuordnung eines Leasinggegenstandes zum Leasinggeber oder Leasingnehmer nach dem Kriterium der Zuordenbarkeit aller wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand verbunden sind. Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermö- genswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedri- ger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasing- geber ist innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsverhältnissen zu zeigen. Die Leasingzahlungen werden in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt. Die Zinsaufwendungen werden direkt in der Ge- winn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfolgt zu gleitenden Durchschnittspreisen, wobei Anschaf- fungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten unter Beachtung des niedrigeren realisierbaren Nettoveräuße- rungswerts aktiviert werden. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sowie die noch nicht abrechenbaren Leistungen werden auf Basis der va- riablen und fixen Kosten zu Herstellungskosten oder zum niedrigeren realisierbaren Nettoveräußerungswert aktiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr erzielbare Verkaufspreis abzüglich der noch bis zur Fertigstellung anfallenden Kosten sowie der notwendigen Vertriebskosten. Die Kosten werden überwiegend auf Basis des FIFO-Verfahrens festgestellt. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer sowie aus einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, sind durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt. Nicht mehr verwertbares Vorratsvermögen wurde vollständig abgeschrie- ben.

Grundkapital Das Grundkapital beträgt 1.000 t€ und ist eingeteilt in 999.998 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien und zwei auf Namen lautende Stückaktien.

Gewinnrücklagen Die Gewinnrücklagen beinhalten insbesondere thesaurierte Gewinne sowie Unterschiedsbeträge aus der Wäh- rungsumrechnung.

Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann und nur dann gebildet, wenn der Konzern aus einem vergangenen Ereignis eine ge- genwärtige Verpflichtung (gesetzlicher oder vertraglicher Natur) hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist (das heißt eher wahrscheinlich denn nicht) und eine zuver-

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lässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und der jeweiligen Neueinschätzung angepasst. Bei wesentlichen Zinseffekten wird der Rückstellungsbetrag mit dem Barwert der erwarteten Ausgaben zur Erfüllung der Verpflichtung angesetzt.

Forschungs- und Entwicklungskosten Ausgaben für Forschung und Entwicklung werden in jener Periode, in der sie angefallen sind, als Aufwand aus- gewiesen, da die Kriterien für die Aktivierung (IAS 38) nicht erfüllt werden. Insgesamt wurden im Jahr 2010 1.831 t€ und im Jahr 2009 2.431 t€ als Aufwand berücksichtigt.

Ertragsrealisierung Umsätze werden dann erfasst, wenn es hinreichend wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen der wirtschaftli- che Nutzen aus dem Verkauf zufließen wird und die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmbar ist. Die Umsätze werden ohne Umsatzsteuer und Rabatte oder ähnliche Abzüge ausgewiesen, wenn die Lieferung erfolgt ist und sowohl Risiko als auch Eigentum übergegangen sind. Die Zinsen werden aliquot auf Basis des jeweiligen Zinssatzes abgegrenzt.

Fremdwährungstransaktionen Fremdwährungstransaktionen werden grundsätzlich in der Berichtswährung durch Anwendung des Wechselkur- ses zwischen Berichtswährung und Fremdwährung zum Zeitpunkt der Transaktion dargestellt.

Ausländische Gesellschaften Ausländische vollkonsolidierte Tochtergesellschaften werden als selbstständige Unternehmen angesehen, da sie finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch unabhängig sind. Die Währungsumrechnung ausländischer Abschlüsse erfolgt gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden aus der funktionalen Währung in Euro erfolgt zum jeweiligen Mittelkurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge werden zu Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Differenzen aus der Währungsumrechnung des anteiligen Eigenkapitals werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Beim Ausscheiden eines ausländischen Unternehmens aus dem Konsolidierungskreis werden diese Währungs- differenzen erfolgswirksam dargestellt. Die Auswirkungen von Wechselkursänderungen ergeben bei der Umrechnung der Bilanzpositionen der einbezo- genen Gesellschaften eine erfolgsneutrale Eigenmittelveränderung in Höhe von 17 t€ (2009: 0 t€). Diese ist in der Ent- wicklung des Konzerneigenkapitals unter Unterschiedsbeträge aus Währungsumrechnungen ausgewiesen.

Abfertigungsverpflichtungen Der Konzern ist in Österreich gesetzlich verpflichtet, in bestimmten Fällen der Beendigung des Dienstverhältnis- ses Abfertigungen zu zahlen. Im Falle einer Kündigung durch den Arbeitnehmer sind keine Abfertigungen zu zahlen. Für diese langfristigen Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern werden Vorsorgen gemäß IAS 19 gebildet. Die- se werden versicherungsmathematisch auf Basis der Projected Unit Credit Method unter Ansatz eines bestimmten län- derspezifischen Zinssatzes 2010 5,0 % (für mittelfristige Anleihen erstklassiger Bonität), eines angenommenen Gehalts-

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trends 2010 3,5 % und einer dienstzeitabhängigen Fluktuationswahrscheinlichkeit berechnet. Vom Wahlrecht, die versi- cherungsmathematischen Gewinne bzw. Verluste ergebnisneutral im Eigenkapital zu erfassen, wird nicht Gebrauch gemacht. Die Aufwendungen aus der Aufzinsung werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Jubiläumsgelder Aufgrund gesetzlicher Regelungen ist die ISOVOLTAIC verpflichtet, an Mitarbeiter nach Erreichung gewisser Dienstjahre Sonderzahlungen zu leisten. Diese Zahlung ist abhängig von der Anzahl der erreichten Dienstjahre und dem zum Jubiläumszeitpunkt maßgeblichen Monatsbezug. Für diese Verpflichtung wird gemäß IAS 19 vorgesorgt. Die Ver- pflichtung wird auf Basis der Projected Unit Credit Method unter Ansatz eines bestimmten länderspezifischen Zinssatzes 2010 5,0 % (für mittelfristige Anleihen erstklassiger Bonität), eines angenommenen Gehaltstrends 2010 3,5 % und einer dienstzeitabhängigen Fluktuationswahrscheinlichkeit berechnet.

Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden Steueraufwands und der latenten Steuern dar. Steuerlatenzen werden unter Anwendung der „balance sheet liability method“ errechnet. Latente Steuern spie- geln die Steuereffekte der temporären Differenzen zwischen den ausgewiesenen Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden und den entsprechenden Beträgen aufgrund der jeweiligen steuerlichen Vorschriften wider. Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden unter Verwendung der erwarteten Steuersätze für das steuerba- re Einkommen ermittelt, die im Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen anwendbar sein werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuervorschriften) verwendet, die zum Bilanzstichtag gültig oder angekündigt sind. Aktive und passive Steuerabgrenzungen werden für alle temporären Differenzen ohne Rücksicht darauf, wann ein Umkehreffekt voraussichtlich eintreten wird, berücksichtigt. Die aktive Steuerabgrenzung wird berücksichtigt, wenn es wahrscheinlich ist, dass zum Zeitpunkt der Verwen- dung der aktiven Steuerabgrenzung genügend steuerbare Gewinne vorhanden sein werden. Zu jedem Bilanzstichtag werden die bisher unberücksichtigten sowie der Buchwert der gebildeten aktiven Steuerabgrenzungen neu eingeschätzt. Jene bisher nicht aktivierten latenten Steueransprüche werden in dem Ausmaß berücksichtigt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass der zukünftige steuerbare Gewinn die Verwendung der aktiven Steuerabgrenzungen zulässt. Im Ge- gensatz dazu wird der Buchwert aktiver latenter Steuern in jenem Ausmaß wertberichtigt, in dem es nicht länger wahr- scheinlich ist, dass in Zukunft genügend steuerbare Gewinne zur Verwendung der aktiven latenten Steuern vorhanden sein werden. Latente Steuern werden direkt mit dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutgeschrieben, wenn die Steuer sich auf Posten bezieht, die in derselben oder in einer anderen Periode dem Eigenkapital verrechnet oder diesem gutge- schrieben werden.

Lang- und kurzfristige Aktiva und Passiva Die Aktiva und Passiva mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden als kurzfristig eingestuft, jene mit ei- ner Restlaufzeit von mehr als einem Jahr als langfristig. Die Feststellung der Restlaufzeit erfolgt immer ausgehend vom Bilanzstichtag.

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Verwendung von Schätzungen Bei der Erstellung des Konzernabschlusses müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die bilanzierten Aktiva, Rückstellungen und Verbindlichkeiten, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während der Berichtsperiode be- einflussen. Die effektiven künftigen Ergebnisse können von den Schätzungen abweichen. Die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden laufend auf ihre Gültigkeit hinterfragt und über- prüft. Änderungen der Schätzungen werden in der Periode erfasst, in der diese vorgenommen werden. Die wesentlichen Annahmen der Schätzungen werden bei den Erläuterungen zu den entsprechenden Posten angegeben.

Wechselkurse

 

Mittelkurs

Mittelkurs

Jahres-

Jahres-

 

ISO-

am

am

durchschnitts-

durchschnitts-

in Euro

Code

31.12.2010

31.12.2009

kurs 2010

kurs 2009

China

CNY

8,822000

9,787800

8,927675

9,535400

Vereinigte Staaten von Amerika

USD

1,336200

1,432000

1,320675

1,396833

Die Devisenmittelkurse zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechen den Referenzkursen der Europäischen Zent- ralbank (EZB). Die Jahresdurchschnittskurse wurden von den Referenzkursen der EZB hergeleitet.

Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten werden in der Bilanz nicht berücksichtigt. Sie werden dann nicht offengelegt, wenn die Möglichkeit eines Ressourcenabflusses mit wirtschaftlichem Nutzen unwahrscheinlich ist. Eine Eventualforderung wird im Konzernabschluss nicht berücksichtigt, aber offengelegt, wenn der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist.

F.

SEGMENTINFORMATIONEN

Das Geschäftsmodell, die Herstellung und der Vertrieb von hochwertigen Rückseitenfolien zur Verwendung in Photovoltaikmodulen, stellt für die ISOVOLTAIC ein Geschäftssegment dar. Die Konzernbilanz spiegelt im Wesentlichen das Segmentvermögen und die Segmentverbindlichkeiten des Standorts Österreich wieder. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung stellt die interne Struktur der Steuerungs- und Berichterstattung des Managements dar. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind den entsprechenden Punkten zu entnehmen.

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G. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

1.

KONZERNANLAGENSPIEGEL

Anschaffungs- und Herstellungskosten des immateriellen Anlagevermögens

 

Geleistete

in tausend Euro

Firmenwerte

Lizenzen

Anzahlungen

Summe

Stand am 01.01.2010

0

0

0

0

Zugänge

0

19

0

19

Stand am 31.12.2010

0

19

0

19

Stand am 01.01.2009

0

0

0

0

Stand am 31.12.2009

0

0

0

0

Anschaffungs- und Herstellungskosten des Sachanlagevermögens

 

Umwelt-

Geleistete

 

Technische

Betriebs- und

schutz-

Anzahlungen,

 

Bebaute

Grundstücks-

Unbebaute

Anlagen und

Geschäfts-

einrich-

Anlagen in

in tausend Euro

Grundstücke

Gebäude

einrichtung

Grundstücke

Maschinen

ausstattung

tungen

Bau

Summe

Stand am 01.01.2010

0

0

0

0

3.953

59

0

475

4.486

Zugänge

88

4.884

0

0

1.848

1.109

0

3.227

11.156

Abgänge

0

-1

0

0

-413

-97

0

0

-510

Umbuchungen

0

0

0

0

34

0

0

-34

0

Veränderung Kons.kreis

0

0

0

0

0

0

0

0

0

Veränderung durch

Umgründung

1.710

13.264

0

0

15.529

3.222

0

799

34.524

Stand am 31.12.2010

1.798

18.147

0

0

20.951

4.293

0

4.467

49.656

Stand am 01.01.2009

0

0

0

0

3.571

29

0

136

3.736

Zugänge

0

0

0

0

382

30

0

338

750

Stand am 31.12.2009

0

0

0

0

3.953

59

0

475

4.486

I S O V O L T A I C

A G

|

25

Abschreibungen und Buchwerte des immateriellen Anlagevermögens

 

Geleistete

in tausend Euro

Firmenwerte

Lizenzen

Anzahlungen

Summe

Stand am 01.01.2010

0

0

0

0

Normalabschreibung

0

2

0

2

Stand am 31.12.2010

0

2

0

2

Buchwert am 31.12.2010

0

17

0

17

Stand am 01.01.2009

0

0

0

0

Normalabschreibung

0

0

0

0

Stand am 31.12.2009

0

0

0

0

Buchwert am 31.12.2009

0

0

0

0

Abschreibungen und Buchwerte des Sachanlagevermögens

 

Umwelt-

Geleistete

 

Technische

Betriebs- und

schutz-

Anzahlungen,

 

Bebaute

Grundstücks-

Unbebaute

Anlagen und

Geschäfts-

einrich-

Anlagen in

in tausend Euro

Grundstücke

Gebäude

einrichtung

Grundstücke

Maschinen

ausstattung

tungen

Bau

Summe

Stand am 01.01.2010

0

0

0

0

766

12

0

0

778

Normalabschreibung

0

293

0

0

1.444

372

0

0

2.110

Abgänge

0

-1

0

0

-146

-86

0

0

-233

Veränderung durch

Umgründung

0

2.029

0

0

3.718

1.448

0

0

7.194

Stand am 31.12.2010

0

2.321

0

0

5.782

1.746

0

0

9.850

Buchwert

am 31.12.2010

1.798

15.826

0

0

15.169

2.547

0

4.467

39.806

Stand am 01.01.2009

0

0

0

0

275

4

0

0

279

Normalabschreibung

0

0

0

0

491

8

0

0

499

Stand am 31.12.2009

0

0

0

0

766

12

0

0

778

Buchwert

am 31.12.2009

0

0

0

0

3.186

47

0

475

3.708

Subventionen für Sachanlagen Die Anschaffungskosten für Technische Anlagen und Maschinen wurden um die in der Berichtsperiode 2010 er- haltene Subvention in Höhe von 165 t€ (2009: 0 t€) gekürzt angesetzt. Die bisher erhaltenen Förderungen sind teilweise an Behaltefristen und Arbeitsplatzgarantien geknüpft. Infolge des Aussetzens der Beschäftigungsverpflichtung bis

26

|

I S O V O L T A I C

A G

K O N Z E R N A B S C H L U S S

31.03.2012 durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sind die Vertragsbedingungen im Berichts- jahr und im Jahr 2011 erfüllt.

Finanzierungsleasingverhältnisse Im Sachanlagevermögen sind geleaste Anlagengegenstände ausgewiesen, die aufgrund der Gestaltung der Lea- singvereinbarungen wirtschaftlich dem Konzern zuzurechnen sind. Die zu aktivierenden Beträge sind in der Bilanzposition „Sachanlagen“ ausgewiesen. Die Buchwerte der als Fi- nanzierungsleasing bilanzierten Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in tausend Euro

   

31.12.2010

 

31.12.2009

Betriebs- und Geschäftsausstattung

   

314

 

0

 

Die Mindestleasingzahlungen am Bilanzstichtag stellen sich wie folgt dar:

 

in tausend Euro

   

31.12.2010

 

31.12.2009

Bis 1 Jahr

   

101

 

0

1 bis 5 Jahre

   

159

 

0

Über 5 Jahre

   

0

 

0

Ausstehende Mindestleasingzahlungen

   

260

 

0

Abzüglich zukünftige Finanzierungskosten

   

-15

 

0

Buchwert der Leasingverpflichtungen

   

244

 

0

2.

VORRÄTE

Stand per 31.12.2010

 
 

Fertige

 

Erzeugnisse

 
 

Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe

Unfertige

und Handels-

Geleistete

 

in tausend Euro

Erzeugnisse

waren

Anzahlungen

Summe

Anschaffungs- oder Herstellkosten

8.911

5.240

16.241

0

30.393

Wertberichtigung

0

0

0

0

0

Buchwert

8.911

5.240

16.241

0

30.393

I S O V O L T A I C

A G

|

27

Stand per 31.12.2009

 

Fertige

 

Erzeugnisse

 
 

Roh-, Hilfs- u. Betriebsstoffe

Unfertige

und Handels-

Geleistete

 

in tausend Euro

Erzeugnisse

waren

Anzahlungen

Summe

Anschaffungs- oder Herstellkosten

750

0

14

0

763

Wertberichtigung

0

0

0

0

0

Buchwert

750

0

14

0

763

3.

FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

 

in tausend Euro

   

31.12.2010

 

31.12.2009

Forderungen

   

20.478

 

303

Wertberichtigungen

   

-77

 

0

Buchwert

   

20.401

 

303

Zusammensetzung nach Herkunft der Schuldner

 

in tausend Euro

   

31.12.2010

 

31.12.2009

Asien

 

18.611

 

0

Europa

 

1.568

 

303

Übrige

 

222

 

0

Buchwert

   

20.401

 

303

In dieser Position sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber nahe stehenden Unternehmen oder Personen in Höhe von 8.868 t€ (2009: 303 t€) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen in Höhe von 77 t€ (2009: 0 t€). Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leis- tungen ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht. Vor Aufnahme eines neuen Kunden nutzt der Konzern eine externe Kreditwürdigkeitsprüfung, um die Kreditwür- digkeit potenzieller Kunden zu beurteilen und deren Kreditlimits festzulegen. Die Kundenbeurteilung sowie die Kreditli- mits werden laufend überprüft.

Überfällig und nicht wertgemindert

in tausend Euro

31.12.2010

31.12.2009

Geringes Risiko

5.621

0

Beobachtungsliste

0

0

Summe

5.621

0

28

|

I S O V O L T A I C

A G

K O N Z E R N A B S C H L U S S

in tausend Euro

31.12.2010

31.12.2009

bis zu 30 Tage

5.065

0

31

bis 60 Tage

530

0

61

bis 90 Tage

26

0

 

Summe

5.621

0

Nicht überfällig und nicht wertgemindert

 

in tausend Euro

31.12.2010

31.12.2009

Geringes Risiko

14.341

303

Beobachtungsliste

439

0

 

Summe

14.780

303

Entwicklung der Einzelwertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

in tausend Euro

 

Stand am 01.01.2010

 

0

 

Zuführung

45

Veränderung durch Umgründung

 

32

Stand am 31.12.2010

 

77

4. FORDERUNGEN AUS SONSTIGEN LAUFENDEN STEUERN UND ÜBRIGE FORDERUNGEN

In den übrigen Forderungen sind im Wesentlichen die Marktbewertungen der derivativen Finanzinstrumente in Höhe von 143 t€ (2009: 0 t€) enthalten. Die Forderungen aus Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen zum Bilanz- stichtag 0 t€ (2009: 0 t€). Der Vorstand ist der Ansicht, dass der Buchwert der Forderungen aus sonstigen laufenden Steuern sowie der übrigen Forderungen ihrem beizulegenden Zeitwert entspricht.

5. FORDERUNGSSPIEGEL

Stand per 31.12.2010

in tausend Euro

Buchwert

Restlaufzeit bis 1 Jahr

Restlaufzeit über 1 Jahr

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

20.401

20.401

0

Übrige Forderungen

3.050

3.050

0

Summe

23.451

23.451

0

I S O V O L T A I C

A G

|

29

Stand per 31.12.2009

in tausend Euro

Buchwert

Restlaufzeit bis 1 Jahr

Restlaufzeit über 1 Jahr

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

303

303

0

Übrige Forderungen

6

6

0

Summe

309

309

0

6. GRUNDKAPITAL

Das Grundkapital beträgt 1.000 t€ und ist eingeteilt in 999.998 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien und zwei auf Namen lautende Stückaktien. Die Inhaber der beiden Namensaktien sind berechtigt, je ein Mitglied des Aufsichtsra- tes zu entsenden. Der Aufsichtsrat setzt sich ausschließlich aus nicht bei der Gesellschaft tätigen Personen zusammen. Der Kon- zernabschluss wurde zunächst dem Aufsichtsrat und in weiterer Folge der Hauptversammlung ausschließlich zu Infor- mationszwecken vorgelegt. Der Konzernabschluss wurde vom Aufsichtsrat und von der Hauptversammlung zur Kenntnis genommen.

7. KAPITALRÜCKLAGEN

Die Kapitalrücklagen in Höhe von 10.127 t€ wurden in der Periode 2010 aufgelöst und sind zum 31.12.2010 Be- standteil der Gewinnrücklagen.

8. GEWINNRÜCKLAGEN

Die Gewinnrücklagen beinhalten die im Einzelabschluss des Mutterunternehmens aus Jahresergebnissen gebil- dete gesetzliche Rücklage, die nach steuerlichen Vorschriften aus Jahresergebnissen gebildete unversteuerte Rücklage, die aufgelösten Kapitalrücklagen, die kumulierten Überschüsse aus Vorjahren sowie das Jahresergebnis. Im Dezember 2010 wurde von den Gesellschaftern ein Grundsatzbeschluss gefasst, wonach 51.000 t€ ausgeschüttet werden sollen.

9. FINANZVERBINDLICHKEITEN

Der Konzern ist im Geschäftsjahr seinen Verpflichtungen termingerecht nachgekommen. In der Berichtsperiode 2010 hat der Konzern die Chancen- und Risikomanagementsysteme der Constantia Industries AG genutzt, um sicherzu- stellen, dass alle Verbindlichkeiten innerhalb des gewährten Zahlungszieles beglichen werden. Betreffend einer detail- lierten Darstellung der Finanzverbindlichkeiten verweisen wir auf Punkt 13. Verbindlichkeitenspiegel.

10. NACHRANGIGES MEZZANINDARLEHEN

Im Geschäftsjahr 2010 wurde das mit dem Teilbetrieb Photovoltaik übernommene, nachrangige Mezzanindarle- hen in Höhe von 10.000 t€ mit einer Laufzeit bis zum 30.12.2016 (Zinssatz 6,0 % p.a. fix) vorzeitig rückgezahlt.

30

|

I S O V O L T A I C

A G

11. RÜCKSTELLUNGEN

K O N Z E R N A B S C H L U S S

 

Jubiläums-

Handels-

Summe

Sonstige

Summe

in tausend Euro

Abfertigungen

gelder

vertreter

langfristig

kurzfristige

kurzfristig

Stand am 01.01.2010

11

8

0

19

0

0

Verbrauch

-155

-18

0

-173

-100

-100

Auflösung

0

0

0

0

-12

-12

Zuführung

202

30

63

295

2.109

2.109

Veränderung durch

Umgründung und

Personalübernahme

791

214

129

1.135

577

577

Stand am 31.12.2010

849

235

193

1.276

2.574

2.574

Stand am 01.01.2009

0

0

0

0

0

0

Zuführung

11

8

0

19

0

0

Stand am 31.12.2009

11