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Grazer Observatorium Lustbühel rundumerneuert

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09. Dezember 2008

13:13 MEZ

Grazer Observatorium Lustbühel rundumerneuert

Die wissenschaftliche Einrichtung birgt Gerätschaft der Superlative, darunter die leistungsfähigste Satellitenlaseranlage der Welt

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Uni Graz:

Observatorium

Lustbühel

der Welt Link Uni Graz: Observatorium Lustbühel Das Grazer Observatorium Lustbühel wurde generalsaniert.

Das Grazer

Observatorium

Lustbühel wurde

generalsaniert.

Graz - Das Grazer Observatorium Lustbühel wurde rundumerneuert: Um rund 730.000 Euro wurden seit 2006 Fassade und Flachdach des rund 30- jährigen Gebäudes gedämmt, Fenster, Heizung sowie Elektroinstallationen und Brandschutz erneuert und die Kuppeln ausgetauscht. Im Gebäude befindet sich u.a die leistungsfähigste Satellitenlaseranlage der Welt, ein Teleskop zur Suche nach extrasolaren Planeten sowie eine Satellitenbodenstation für Kommunikations- und Wellenausbreitungsexperimente.

Forscher von TU Graz, Universität Graz und dem Institut für Weltraumforschung (IWF) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften nutzen gemeinsam das Observatorium Lustbühel. Nun ließen TU Graz und Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) das Gebäude sanieren. Erbaut wurde das Grazer Observatorium mit seinen 450 Quadratmetern Nettonutzfläche im Jahr 1976. Nach mehr als 30 Jahren wurde die thermische Isolierung des Baus notwendig, der ursprünglich lediglich für den Betrieb im Sommer ausgerichtet war.

"Instrumentarium" der Superlative

Unter den Kuppeln mit je fünf Metern Durchmesser verbirgt sich ein "Instrumentarium" der Superlative: Beispielsweise die Sende- und Empfangseinheit der laut TU Graz "besten Laseranlage der Welt", mit der Wissenschafter Satellitenbahnverfolgung betreiben. Oder ein Teleskop der Universität Graz, das der Suche und Beobachtung von extrasolaren Planeten dient. Während sich die Kuppeln früher nur mühsam hydraulisch öffnen ließen, bewegt nun eine elektronische Steuerung die moderne Fieberglas-Konstruktionen am Dach des Observatoriums völlig vibrationsfrei. Für die Forscher bedeute das verbesserte Arbeitsbedingungen, die exaktere Messungen erlauben, heißt es vonseiten der TU Graz.

Die TU Graz, die das Gebäude an IWF und Uni Graz untervermietet, ist mit Instrumenten des Instituts für Kommunikationsnetze und Satellitenkommunikation vertreten: Das Institut betreibt am Observatorium eine Satellitenbodenstation, die als zentrale Kontroll- und Mess-Station für Kommunikations- und Wellenausbreitungsexperimente (v.a. im Auftrag der ESA) im Einsatz ist.

Weiters betreibt das Institut am Lustbühel ein Normalfrequenz- und

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09.12.2008

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Zeitlaboratorium, das u.a. die genaue Zeit für die Satellitennavigation wie etwa für das europäische Navigationssystem "Galileo" bereitstellt. Das an der TU Graz entwickelte Satellitenzweiwegverfahren hat sich hier als die genaueste Methode etabliert. Mit einem speziellen mobilen Satellitenterminal werden die in Europa verteilten Stationen daher regelmäßig von Graz aus kalibriert. (APA)

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