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Es ist gewinnbringender, einen Tag im Monat über Geld nachzudenken, als 30 Tage dafür hart zu arbeiten

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J.D. Rockefeller

Ferdinand Schlüter

Geld im

60-

Sekunden-

Takt

erklärt Binäre Optionen Wallstreet für jedermann

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Geld verdienen im 60-Sekunden-Takt

Schlüter, Ferdinand

Originalausgabe

1. Auflage 2013

Alle Rechte der Verbreitung durch Schriften, Fern- sehen, Funk, Film, Video, Foto- oder Computer- technik, sowie durch zukünftige Medien sind vor- behalten. Bei Zuwiderhandlung und missbräuchli- cher Verwendung kann Schadensersatz gefordert werden.

© 2013 Deutscher Sachbuch Verlag

Idee und Text :

Schlüter, Ferdinand

Cover Titelgestaltung: Pro Grafik

eBook Ausgabe

ISBN

Die vorliegenden Informationen stammen aus praxisbezogenen eigenen und fremden Quellen, die als glaubwürdig gelten; eine Haftung für die Verbindlichkeit kann jedoch nicht übernommen werden.

Grundsätzlich ist der Handel im Forex-Markt oder an der Börse, wie bei jedem Geschäft auch, mit Risiken verbunden.

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Ferdinand Schlüter

Für meinen Sohn Felix

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Der schnelle Überblick

Besondere Tipps

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Präambel

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Die Börse

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Der Devisenhandel

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Binäre Optionen

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Der Erfolgsschlüssel Leidenschaft

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Die realen Möglichkeiten der Binären Optionen

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Warum das nicht jeder macht

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Die Vorbereitungen

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Handelseinstiege

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Strategie Trendlinien

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Moving Average

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Bollinger Bands

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Die besondere Handelsstrategie

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Der Wolkenchart

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Womit handeln?

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Broker für Binäre Optionen

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Money Management

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Wallstreet Trick ein Gaunerstück?

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Druck ist tödlich

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Kleines Lexikon

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Besondere Tipps:

Unter der Homepage: http://www.forex-mit-gewinn.de finden Sie ausführliche Informationen und Nachweise über die Chancen im konventionellen FOREX-Markt.

Wenn Sie zu dem Gelesenen noch einen persönlichen Coach brauchen oder lieber mit anderen Einsteigern gemeinsam in einem Seminar vor Ort den Markt verstehen und erleben wol- len, dann empfehle ich Ihnen das Portal:

http://www.proconcilio-seminare.de

Es gibt viele Broker. Doch nicht so viele, die Binäre Optio- nen auch seriös anbieten. Einen kann ich Ihnen besonders empfehlen, weil dieser auch die Möglichkeit bietet, bei eventu- ellem Verlust noch VOR der Zeit auszusteigen und ihn damit zu begrenzen. Und bei langfristigen Trends ist es sogar möglich, die Gewinne nachhaltig zu optimieren, was wohl mit dem Broker eigenen Tool „Auto Trade“ einmalig sein dürfte. Die Mindest- Handelssumme steht bei 10€.

http://aff.optionbit.com/l.aspx?A=3144

Weiteres mehr immer aktuell auf der Homepage:

www.geld-im-60-sekunden-takt.de

unter Tipps und Aktuelles

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Wer Geld nachläuft muss gut zu Fuß und schlecht bei Verstand sein

Präambel

Ludwig F. Barthel

Mit 5€ beginnen und in zwei Stunden 70€ erwirtschaften. Kein Trick, kein Glücksspiel, aber Realität, wenn man es richtig macht.

Ja, man kann diese Variante auch fortsetzen und auf der glei- chen Ebene in einem Tag 280€ holen.

Ja, es gab auch Nutzer der Binären Optionen, die nicht 5€, sondern gleich 10€ eingesetzt hatten und damit an einem Tag über 560€ gewonnen hatten.

Ja, auch BO-Freunde, die gleich in die Vollen gingen und 100€ oder gar 200€ pro Trade eingesetzt hatten, konnten bereits an einem Tag mit 2.500€ ein Freudenfest feiern.

Ja, es ist möglich. Aber der Weg ist das Ziel. Und diesen Weg müssen Sie erst finden und kennen lernen. Ihn einstudieren und üben.

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Das geht aber nicht in zehn Minuten, sondern es bedarf schon eines längeren, intensiveren Studiums.

So viel Zeit haben Sie nicht? Macht nichts. Dafür haben Sie ja jetzt dieses Buch, das Ihnen alles wirklich Wichtige zum Handeln in den Binären Optionen an die Hand gibt.

Guten Tag, verehrte Leserinnen und Leser,

die Zeiten waren noch nie so schlecht wie heute. Das sagte man eigentlich zu jeder Zeit. Tatsächlich weiß man aber erst in ein paar Jahren, wie gut die Zeiten heute doch noch waren.

Natürlich können wir nicht von der Hand weisen, dass die Renten abwärts wandern. Und wir leiden auch mit unseren Bundestagsabgeordneten, die mit monatlich gerade mal 10.500€ auskommen müssen.

Gut, für manche unter uns ist das ein Jahreseinkommen.

Wir sind auch nicht so beredt- oder bedeutsam, wie Peer Steinbrück, der sich zu seinem mageren Bundestags Einkom- men noch rund 2,1 Millionen Euro an Vortragshonoraren reinholte.

Ein paar Millionen Menschen arbeiten in Deutschland ein ganzes Leben lang, ohne jemals so viel zu verdienen, wie unser Kanzlerkandidat in nur zwei Jahren.

Wir können uns tagelang aufregen, lange Briefe schreiben oder Reden halten. Es hat sich in der Vergangenheit nichts geändert und das wird es auch in Zukunft nicht tun.

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Deshalb bringt es nichts, wenn wir ständig alles und jeden kritisieren und uns bemitleiden. Es wird keine besseren Ren- ten, besseren Stundenlöhne oder besseren Gehälter für uns geben.

Der Staat ist eine eigene verschworene Gemeinschaft aus Poli- tikern, Unternehmern, Banken und Lobbyisten. Hier sitzt das Hemd näher als die Hose.

Deshalb sind wir alle selbst gezwungen, an unseren eigenen, kleinen Staat zu denken. Damit ist die eigene Familie, die Frau, der Mann, die Tochter, der Sohn und wer auch immer bei Ihnen noch dazu gehört, gemeint. Das ist unser Hemd das näher sitzt als die Hose.

Es ist gleichgültig, wie alt oder jung Sie sind. Es ist sogar egal, ob Sie viel, gerade mal eben zum Auskommen oder nie genug zum Leben verdienen oder verdient haben.

Hier habe ich für Sie, Sie und auch Sie, eine große, reale Chan- ce gefunden, um endlich selbst mal bessere Zeiten zu erleben. Es ist nicht einfach, aber sehr viel einfacher, als sich einen Bandscheibenschaden zu erarbeiten.

Sie brauchen allerdings viel Geduld und ich möchte in Ihnen eine Leidenschaft dazu wecken, die Sie tagtäglich antreibt, wissbegierig zu sein, gerne dazuzulernen und sich von keinen Rückschlägen abhalten lassen, um weiterzumachen.

Es ist das Prinzip der Reichen und Erfolgreichen unserer Welt: Wirklich Geld macht man nur mit Geld. Allerdings

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scheiterte dieses Erfolgskonzept bei den meisten unter uns an der finanziell dürftigen Lage.

Nun ist die Chance auch für weniger betuchte Männer oder Frauen da. Die Chance mit wirklich bescheidenen Mitteln kontinuierliche Gewinne zu machen. Die Zauberformel heißt:

Binäre Optionen!

Ich selbst, ein leidenschaftlicher Fan von Forex und Börse, war von den Binären Optionen zunächst wenig begeistert. Das lag an den wenigen Möglichkeiten und dem zu großen Zeit- fenster.

Meine lauten Zweifel sind offenbar gehört worden, denn in- zwischen ist dieser Zeitfaktor nämlich zu unseren Gunsten hin ausgeräumt worden. Und es sind weitere Handelsvarianten dazugekommen, die vielen Forex-Fans sehr bekannt vorkom- men und dennoch sicherer und effektiver zu sein scheinen als der konventionelle Handel.

Aber keine Sorge! Dieses Buch ist für jeden geschrieben, für den absoluten Anfänger, aber auch für den bereits agierenden Forexhändler.

Alles ist bei den Binären Optionen etwas einfacher. Gewinn oder Verlust stehen von Anfang, wie der Zeitpunkt, genau fest. Und für besonders risikofreudige Anleger stehen spezielle Optionen zur Verfügung, die das allerdings auch mit einem Gewinn von bis zu 500% versüßen.

Für den Familienvater, der sich sonst nur aufs Sparbuch ver- lässt, sind die Binären Optionen im 60-Sekunden-Modus die

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schnellere Variante, aber es reizen dafür auch andere Möglich- keiten.

Ich denke, dass Sie –und vor allen Dingen auch Ihre Familie- es endlich verdient haben, mehr zu verdienen. Dieses Buch soll und wird Ihnen dabei helfen.

Ferdinand Schlüter

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Die Börse

Die Mediziner kennen den lateinischen Begriff bursa in Form von Beutel. Im alten Rom hatte man bursa mit „Ledersäck- chen“ oder „Geldtäschchen“ übersetzt.

Im 16. Jahrhundert lud die angesehene Kaufmannsfamilie van de Beurse regelmäßig zu Geschäftstreffen in ihrem Haus ein. Bezeichnenderweise führte der Name dieser Familie auf drei Geldbeutel in ihrem Wappen zurück.

So entwickelte sich im Laufe der Zeit das niederländische Wort borse zum internationalen Begriff für das häusliche Zu- sammentreffen von Geschäftsleuten und dann selbst zum Zusammentreffen von Geschäftstrakten.

Heute ist die Börse ein organisierter Markt von Aktien, Waren, Devisen, Anleihen oder den hierfür abgeleiteten Rechten. Sie führt Angebot und Nachfrage marktmäßig zusammen und gleicht sie durch amtlich festgesetzte Preise, die wir als Kurse bezeichnen, aus. Je nach Angebot und Nachfrage werden die Preise rauf- oder runtergesetzt.

Damit sichert die Börse eine Markttransparenz der gehandel- ten Güter, Wertpapiere und Devisen und dient gleichzeitig als Schutz vor Manipulationen.

Die Börse selbst wird durch staatliche Aufsichtsämter und durch Hauptüberwachungsstellen der Börse kontrolliert. In Deutschland ist das zum Beispiel die Bundesanstalt für Fi- nanzdienstleistungsaufsicht, kurz BaFin, und in England die Financial Services Authority (FSA).

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Durch einen speziellen Code (Market Indentifier Code) ist jede Börse und jede Handelsplattform weltweit eindeutig iden- tifierbar.

Die Börse übernimmt für jeden, egal ob Käufer oder Verkäu- fer, den zentralen Gegenpart.

In der klassischen Form der Börse trafen sich Makler in einem großen Raum und schlossen durch Gespräche ihre Geschäfte ab. In sehr verkehrsreichen Zeiten muteten diese Gespräche allerdings mehr zu einem Schreikonzert an, als tatsächlich zu einem Satzwechsel im eigentlichen Sinne. Dabei hatten die Makler oft noch den Telefonhörer zwischen Ohr und Schulter geklemmt, um dann mit ihren Kunden gleich das Ergebnis weiter zu besprechen.

Bei Telefongesprächen mit New York oder London wurden nicht nur Kurse, sondern auch Informationen und Gerüchte ausgetauscht. Bevor sich aber ein Kurs nach Informationen und Preisgebung änderte, dauerte es Stunden, manchmal sogar Tage.

Die klassische Börse, man nennt sie auch Parketthandel oder Präsenzbörse, gibt es heute immer noch. Allerdings sind die Schreiereien durch die wesentlich ruhigeren und effektiveren Computer ausgetauscht worden.

Im Börsensaal Frankfurt stehen etwa 250 Computer, die an dem doppelt gesichertem Netz der Deutschen Börse ange- schlossen sind. Insgesamt sind rund 1.000 Server damit be- schäftigt, die Daten zu bearbeiten und zu transferieren.

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Rund 98% des Handelns laufen über die Computer-Börse, der Exchange Elektronic Trading, kurz Xetra. Etwa 20.000 Händ- ler in über 18 Ländern hängen hier an diesem System und ha- ben die Möglichkeit, mit bis zu 9.000 Papieren zu handeln.

Die Börse unterteilt verschiedene Produktgruppen:

Die Warenbörsen entstanden einst durch den Handel von heimischen und importierten Erzeugnissen der Landwirtschaft. Später sind weitere Produkte, wie Edelmetalle, Rohstoffe oder Kaffee, hinzugekommen.

Bei den Terminbörsen setzt man eine Preisentwick- lung von Waren, Aktien oder Kursen fest. Darunter zählen auch Derivate – vom lateinischen Wort deri- vate = ableiten- deren Kurs nach einem bestimmten Grundwert abgeleitet und bestimmt wird.

Die Wertpapierbörse handelt mit Aktien und festver- zinslichen Wertpapieren.

An der Devisenbörse handelt man mit Fremdwäh- rungen. Sie wird auch mit dem Begriff FOREX um- schrieben.

Die Dienstleistungsbörsen sind für spezielle Ge- schäfte im Bereich Versicherungen und Verkehr vor- gesehen.

Einen regelmäßigen Überblick über die Börsenkurse erhält man kostenlos im Internet.

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Es gibt tausende Möglichkeiten, sein Geld auszugeben, aber nur zwei, es zu erwerben:

Entweder wir arbeiten für Geld oder das Geld arbeitet für uns

Bernhard Baruch, Börsenspekulant

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Der Devisenhandel

Im Devisenhandel bekommen wir stets ein Devisenpaar vor- gegeben. Die erste genannte Devise zeigt den Grundwert, mit dem wir dann kaufen oder verkaufen.

Steht der Euro/US-Dollar, so handeln wir mit dem Eurowert gegenüber dem Dollar. Sehen wir USD/EUR, so läuft der Handel mit dem Dollar, der im aktuellen Kurs zum Euro an- gegeben ist.

Beispiel: Wenn bei EUR/USD der Kurs auf 1,3552 steht (es werden größtenteils 4 Stellen hinter dem Komma genannt), dann müssen wir für einen Euro 1,3552 USD aufbringen.

Den Devisenhandel nennt man auch: Foreign Exchange, soll heißen: Wechsel von Fremdwährungen, kurz: FOREX.

Forex ist der wohl größte und liquideste Markt der Welt, der nicht nur den EUR/USD, sondern alle Währungen dieser Welt zum Handel zur Verfügung stellt.

Hier kennen wir die sogenannten Majors. Das sind die meist gehandelten Werte, die sich auch entsprechend bewegen. Man tut gut daran, sich bei seinem Handel an den Majors zu halten, weil der Kurs auch in Bewegung und dadurch besser handel- bar ist. Die größten Handelsbewegungen erzeugen täglich:

EUR/USD = Euro ./. US-Dollar

GBP/USD = Britisch Pfund ./. US Dollar USD/CHF = US-Dollar ./. Schweizer Franken

USD/YPY

USD/CAD = US-Dollar ./. Kanadische Dollar

= US-Dollar ./. Japanischer Yen

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AUD/USD = Australischer Dollar ./. US Dollar NZD/USD = Neuseeländischer Dollar ./. US-Dollar

Durch den verkehrsreichen – man spricht auch vom volatilen – Handel bestehen immer gute Chancen, einen guten Trade zu setzen.

– man spricht auch vom volatilen – Handel bestehen immer gute Chancen, einen guten Trade zu

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Einige Währungen haben von den Börsenhändlern interne K urzbezeichnungen oder Kosenamen erhalten: EUR/USD Euro

Einige Währungen haben von den Börsenhändlern interne Kurzbezeichnungen oder Kosenamen erhalten:

EUR/USD

Euro

GBP/USD

Cable

USD/CHF

Swissy

USD/YPY

Yen

USD/CAD

Loonie

AUD/USD

Aussie

NZD/USD

Kiwi

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Für jeden Handel nehmen die Broker Gebühren, die so ge- nannten Spreads. Während diese bei den Majors im Rahmen bleiben – also etwa 3 bis 7 Punkte (Pips) – können es bei den Exoten und wenig gehandelten Werten sogar bis zu 60 Punk- ten (Pips).

Natürlich ist das für einen privaten Trader, der mit einem klei- nen Konto handelt und vielleicht 0,02 Lots, das sind etwa 0,20€ eingeht, nicht viel. 3 Pips von 20 Cent sind gerade mal 60 Cent. Bei 7 Pips muss man schon 1,40€ aufbringen. Wer aber mit dem Hebelwert von 0,2 Lot (1 € pro Pip) handelt, muss bei 3 Pips gleich 6€ an Gebühren bezahlen. Wer mit ganzen Lots arbeitet, hat bei 2 Pips (10 € pro Punkt) immerhin bereits 60€ an Gebühren auf der Uhr stehen.

Grundsätzlich werden erst die Spreads abgerechnet, bevor man selbst im Gewinn ist.

Als ich mein Buch „FOREX-Trading für alle“ (http://www.benn-verlag.com/forex-fuer-alle.html) schrieb, dachte ich an erster Linie an jene Menschen, die vom Leben nicht so sehr viel abbekommen hatten.

Das traf nicht überall auf fruchtbaren Boden. Einige gutsitu- ierte Leute monierten, dass „die da“ es sowieso nicht kapieren würden und es vergebliche Liebesmüh gewesen wäre, über- haupt daran zu denken.

Mit „Die da“ waren auch Menschen mit weniger schulischem oder beruflichem Hintergrund gemeint, die entweder aufgrund von Arbeitslosigkeit oder ihrer Stellung kaum Geld zum Le- ben – und erst recht nicht zum Traden – hatten.

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Es erfüllt mich deshalb mit Stolz und Genugtuung, dass es genau unter diesen Leuten eine Reihe Frauen und Männer geschafft hatten, inzwischen einen äußerst guten Nebenver- dienst und sogar auch Haupteinkommen zu erwirtschaften.

Dabei fingen sie viele nur mit Einlagen zwischen 150€ und 500€, an. Das dann auf der anderen Seite aber Studienabsol- venten mit einem Anfangskapital zwischen 1.000€ und 5.000€ scheiterten, zeigt doch sehr eindrucksvoll, das nicht das Wis- sen und Können der Vergangenheit oder ein schulischer Ab- schluss, sondern das Erlernte der Gegenwart zählt. Und wie man damit umgeht.

Eine Kritikerin mokierte sich gar darüber, dass ich nur die übliche Variante „man(n)“ und nicht die „moderne“ man/frau geschrieben und sie damit als Frau völlig übergangen hätte.

Ich gehöre noch zur alten Schule, die für jede Frau den Stuhl räumen, ihr als Kavalier in den Mantel helfen und ihr in jeder Situation meinen ehrlichen Respekt erweise würde. So ist selbstverständlich auch die Frau gemeint, wenn ich nur neutral das Wort „man“ nehme oder von dem Trader spreche, ob- wohl es auch die Traderin sein kann.

Sicherlich ist es modern, wenn man/frau heutzutage über den Trader/die Traderin spricht. Doch es scheint auch modern zu sein, Frauen und sogar Schwangere als Mann im vollbesetzten Bus oder Bahn stehen oder ihre Taschen schleppen zu lassen.

Man/Frau möge mir verzeihen, da bleibe ich lieber bei der alten Form der maskulinen Anrede und behalte dafür meinen anerzogenen Respekt vor Damen. Selbst dann, wenn manche heute keine mehr sein wollen.

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Vorsorglich möchte ich mich aber dafür entschuldigen, falls sich frau deshalb brüskiert fühlen sollte. Selbstverständlich sind immer beide Geschlechter gemeint, auch wenn ich es nicht explizit nennen sollte.

Während sich die einen an den Ausführungen des Buches hiel- ten, suchten die anderen immer wieder nach neuen und weite- ren Wegen und Strategien, bis sie dann völlig unsicher waren.

In der Regel hängen die Händler und Händlerinnen vor dem Monitor und lassen den Kurs laufen. Sie hoffen und rechnen fest damit, dass der sich wieder zum Guten hin wendet und ihnen einen Gewinn beschert. So werden manche Werte auch noch über Nacht gehalten, weil - die Hoffnung eben zuletzt stirbt.

Ein Nerven aufreibendes Spektakel, das die meisten unter uns aber verlieren. Es bleibt mir überlassen, wie ich im Devisen- markt handle:

Der Hype des Forex-Marktes ist ungebrochen geblieben. In 2011 lag der tägliche Forex Umsatz auf über 4 Billionen US- Dollar. Das wurde 2012 noch um einiges gesteigert.

Deshalb bleibe ich auch dem Devisenhandel, wie der Fo- rexmarkt genannt wird, weiterhin treu. Er ist der liquideste Markt überhaupt und kann nicht manipuliert werden.

Bisher blieben auch die meisten Trader im konventionellen Markt, weil sie diesen gewöhnt sind. Wer dort Fuß gefasst hat und weiterhin Zeit, Spaß und Geld hat, um sich weitere Ge-

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winne zu erwirtschaften, soll sich keine Gedanken über einen möglichen Wechsel machen.

Der Devisenmarkt und die Börse bieten für viele ganz großar- tige Chancen, um damit regelmäßig viel Geld zu verdienen. Wer den Markt versteht, Analysen erstellen kann, sein Risiko und seinen Geldeinsatz klug managen kann, wird auch weiter- hin hier seine Befriedigung und sein Auskommen haben.

Die meisten Trader scheiterten allerdings an ihrer eigenen Angst, Gier, Unter- oder Überschätzung, Unwissen oder fal- scher Einschätzung des Marktes.

Hier wurden im letzten Jahr täglich über 4 Billionen Dollar umgesetzt. Banken, Fondsgesellschaften und andere Instituti- onen machten vielleicht die Hälfte des Volumens aus, alles andere wurde von Privatleuten weltweit gehandelt.

Vom Steuerberater über den Rechtsanwalt, von der Raumpfle- gerin bis hin zur Toilettenaufsicht, vom Lehrer bis zum Staub- saugenvertreter sind alle im stetigen Handel tätig.

Seither reißen große Geschichten von kleinen Leuten, die sich mit wenigen Euros Einsatz ein großes Vermögen durch Forex erwirtschaftet haben, auch nicht ab.

Ich selbst habe einen HartzIV Empfänger erlebt, der mit den Tipps und Hinweisen aus meinem ersten Buch „FOREX- Trading für alle“ (gibt es bei Amazon) sein Realkonto von 350€ in 14 Tagen auf über 2.900€ ertradet hatte. Auch das wäre eine Möglichkeit, dem Staat – und vor allen Dingen den vielen Erwerbslosen – zu helfen, um endlich wieder mehr Zu- kunft und Geld zu sehen.

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Natürlich kennen wir auch die Geschichte des jungen Mannes, der sich – nach seiner Firmenpleite – mal eben 1.000€ lieh und damit 75.000€ in 12 Monaten machte.

Oder jenes Privatmanns, der seine Erbschaft von 10.000€ nicht etwa auf ein Sparbuch zahlte, sondern es im April 2011 in ein Tradingkonto steckte und dort langsam, aber stetig so viel Gewinne (und so wenig Verluste) erzielte, dass er im April 2012 einen Kontostand von über 1,2 Millionen Euro besaß.

Allerdings müssen wir auch immer wieder feststellen, dass Leute etwas zu blauäugig in den Markt gehen. Einfach reinhu- schen, zu sehen, dass der Kurs steigt und sofort auf Kauf set- zen, ist sehr abenteuerlich zu nennen.

Genauso wenig würde ich einen Kurs eingehen, nur weil – angeblich – tausend andere die gleiche Richtung gewählt hat- ten. Oder, wie manche Broker es ja auch anbieten, man einem Trader folgen und alle seine Trades kopieren kann, um auch zu gewinnen. Niemand weiß genau, wer denn hinter dem an- geblichen Trader steckt.

Ich würde niemandem trauen, außer mir selbst. Denn ich habe die Möglichkeit, mich genau zu informieren und zu sehen, was passiert.

Sicherlich gibt es Menschen, die an der Börse Haus und Hof verloren hatten. Aber das zählt noch zu der Vergangenheit, als man sein Geld und sämtliche Vermögenswerte vertrauensvoll zur Investition in die Hände seines Bankers legte.

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Heute kann ich einen Betrag einzahlen und selbst an der Börse handeln. Ist der Betrag weg, war es meine Verantwortung, vielfach auch Dummheit und in jedem Fall falsche Einschät- zungen. Mein Haus und Hof wird aber deshalb nicht berührt.

Ich kenne viele Kollegen, die morgens den Chart öffnen und dann anfangen zu handeln. Mal gut, mal schlecht. Mal gut vorbereitet, mal gar nicht.

Viele kleben dann den ganzen Tag vor dem Bildschirm, in der Hoffnung, dass der Kurs sich so entwickelt, wie man es sich morgens gewünscht hatte. Manchmal, wenn sich der Trend in die verkehrte Richtung bewegt hatte, lassen die Jungens oder Mädels das Ganze weiter laufen. Dabei sind sie sich wohl be- wusst, dass dieser sie über Nacht die komplette Einlage kosten könnte.

Manche Hoffnungsträger zahlten morgens noch schnell Geld ein, damit der Trade weiterhin bestehen konnte und beteten, dass der Kurs sich doch endlich wieder in ihre Richtung dre- hen würde.

Manchmal tat er es. Statt jetzt vielleicht mit weitaus weniger Verlust, als am Abend, aus dem Handel auszusteigen, bleibt man drin – um spätnachmittags dann festzustellen, dass nun auch das nachgezahlte Geld verloren hat.

Ja, es gibt eine Risiko Minimierung, die man etwa durch einen gut gesetzten Stoploss erreicht.

Aber die Angst und berechtigte Sorge, dass sich der Kurs in einer längeren Korrektur in die falsche Richtung bewegt und dabei den Stoploss auslöst, ist groß. Und der Ärger noch grö-

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ßer, wenn der Kurs- nach dem er uns durch den ausgelösten Stopp kalt gestellt hatte- anschließend in die Gewinnzone schießt.

Natürlich kann man den Stoploss auch sehr viel weiter setzen. Da besteht allerdings die Gefahr, dass wir nicht nur 30 Punkte, sondern gar 50 oder 70 verlieren.

Und das kann, je nach Einsatz, zwischen 50 Cent und 500€ liegen. Ein nicht unerheblicher Schaden, den manche Trader regelmäßig schlucken müssen und irgendwann am Ende sind.

Dennoch schützt selbst ein weiter Stoploss vor dem totalen Verlust des kompletten Einsatzes. Es ist aber verständlich, dass viele Privathändler verzweifelt werden, wenn ihr Stop regelmäßig ausgelöst wird und damit ihr Konto ständig an Masse verliert.

Gern schiebt man in solchen Situationen den Schwarzen Peter dem Broker zu. In seltenen Fällen ist das auch die richtige Adresse – aber nur in seltenen Fällen.

In der Regel ist es der Trader selbst, der die Kurs-Situationen falsch einschätzt, die Indikatoren zu großzügig liest und sich um wichtige Nachrichten nicht schert.

Der Devisenhandel hat aber in drei Monaten mehr Menschen zu Vermögen oder mindestens regelmäßigen guten Einkünften verholfen, als alle guten Marketing-Verkaufs-Produkt- Coaching Kurse in den letzten Jahren zusammen es nicht ge- schafft haben.

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Binäre Optionen

Von Optionen haben wir ja schon viel gehört. Einige Anleger werden auch den Ausdruck Optionsscheine noch kennen, aber nicht aussprechen, um nicht gleich danach auszurasten. Opti- onsscheine waren nämlich eines der Lieblingsprodukte der Banken. Hier konnten sie selbst bestimmen, wie hoch der Gewinn oder ein möglicher Verlust dem Kunden mitgegeben werden konnte.

Bei einer Option bekomme ich das Recht, eine Sache oder ein Produkt zu einem vereinbarten Preis und Zeitpunkt zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Verpflichtung ist das nicht. Optionen laufen auch unter dem Begriff Termingeschäfte.

Die Binären Optionen bieten zwei Möglichkeiten: Man ge- winnt oder verliert. Aber Gewinn oder Verlust sind vorher schon fest gelegt, so dass es keine bösen Überraschungen ge- ben kann.

Auf dieser Art und Weise ist der Handel mit Binären Optio- nen Risiko beschränkt.

Während ich im normalen Forex-Handel erst einmal 3 bis 6 Punkte (Pips) als Gebühr für den Broker erwirtschaften muss und danach mein eigentlicher Gewinn erst zählt, habe ich bei den Binären Optionen bereits mit einem einzigen Pip meinen Gewinn gesichert.

Diese können bereits in einer Minute abgelaufen sein. Danach kann ich wieder rein und mit dem gleichen oder einen anderen

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Kurs die Preisentwicklung der nächsten Minute festsetzen – und wieder gewinnen.

Seit 2008 dürfen auch Privatleute mit den Binären Optionen handeln. Und es hat sich seither gezeigt, dass hier der Handel als eine der lukrativsten und eher schon sicheren Wege zu bezeichnen ist, um im Forex Markt oder an der Börse wirklich auf Dauer Gewinne zu erzielen.

Sie können mit einem Risiko von 5€ oder auch von 1.000€ handeln. Haben Sie die Preisentwicklung im 60-Sekunden- Level richtig eingeschätzt, erhalten Sie nach 1 Minute zwi- schen 3,50 und 700€ Gewinn.

Es gibt Kritiker im Internet, die behaupten, das wäre wie Rou- lette und ein voraus berechnender Gewinn nicht möglich. In der Regel hat kein einziger von diesen Schlaumeiern je am Markt für Binäre Optionen teilgenommen.

Oder es sind die gleichen Pappenheimer, die sich schon im Forex Markt und an der Börse mehrfach als Day Trader oder Interday Trader versucht hatten und gescheitert waren.

So dürfen wir das ruhig unter der Rubrik „Mensch“ sehen, dass bei jedwedem Scheitern erst einmal das System schuld ist, dann der Broker, später der Computer und schließlich das Internet. Selten hört man: Ich war zu habgierig, wollte alles mitnehmen und noch mehr oder ich war zu ängstlich und bin gleich nach dem ersten Gewinn Pip aus dem Markt ausgestie- gen.

Forscht man dann bei dem Einzelnen etwas weiter nach, kommen ganz andere Dinge zum Tragen. Etwa, das man kei-

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nen Stoploss gesetzt hatte. Oder, dass ein Stoploss gesetzt wurde, aber viel zu eng, so dass ein eigentlicher Gewinntrade bei der Korrektur den Stop berührte und auslöste. Peng und Ende.

Während wir nämlich im Forex Handel oftmals stunden-, ta- ge-, wochen- oder monatelang den Wert bis zum Gewinn hal- ten müssen, um überhaupt wirklich einen Gewinn realisieren zu können, geben wir bei den Binären Optionen von vorne- herein einen Zeitpunkt des Ein-und Ausstiegs an.

Einen Stoploss, wie beim klassischen Daytraden, braucht man bei den Binären Optionen nicht einzusetzen. Selbst wenn der Kurs in einer Korrektur tiefer in die andere Richtung geht, bleiben wir im Markt und können den Gewinn mitnehmen, sobald unser eingegebenes Ziel erreicht ist.

Die Zeitpunkte können, je nach Broker, wie folgt festgelegt werden.

60 Sekunden

5

Minuten

10

Minuten

15

Minuten

60

Minuten

3

Stunden

6

Stunden

12

Stunden

24

Stunden

3

7

Tage

Tage

30 Tage

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Und es gibt sogar Zeitwerte dazwischen. So haben wir auch die Möglichkeit noch in einen Stundentrade 5 Minuten vor Schluss reinzugehen und einen Preis festzusetzen.

Im üblichen Handel kann ich nicht sagen, ob ich am Ende nun, je nach Einlage, 2,50€ oder aber 2.500€ Gewinn (oder Verlust) einstreiche. Es kommt darauf an, inwieweit sich der Kurs vom Einstiegspunkt bewegt hat. Die ersten Gewinn-Pips (Punkte) gehen ohnehin als Spread für den Broker raus, so dass ich erst nach etwa 5 oder gar 8 Punkten in den eigentli- chen Gewinn komme. Hier muss ich auch meine möglichen Verluste mit einberechnen, so dass ich schon einige Pips mehr generieren muss, damit sich das rechnen lassen kann. In der Regel müssten das wenigstens 20 bis 60 Punkte in der Ge- winnzone sein.

Im Binären Handel reicht schon ein einziger Pip zum Ge- winn im vorher festgelegten Zeitfenster.

Und da wir den Zeitpunkt nicht mehr allein auf einen Tag, einen Monat oder einem halben Tag, sondern sogar nur bis zu einer Minute festzulegen brauchen und eine Reihe weiterer, sehr nützlicher Handelsmöglichkeiten zur Verfügung bekom- men haben, wären wir – meines Erachtens – mit den Binären Optionen dem konventionellen Handel überlegen.

Die Binären Optionen wurden erst im August 2008 von der Chicago Board Option Exchange (CBOE), der weltweit größ- ten Börse für Optionen und Derivaten als neue Handelsmög- lichkeit ins Leben gerufen. Die Chicago Board Option Exchange ist 1973 gegründet worden und hat jährlich über eine Milliarde Kontrakte.

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Vielen Börsenprofis dürfte die CBOE wohl auch durch ihren täglich veröffentlichten CBOE Volatility Index bekannt sein. Dieser beeinflusst den US-Aktienindex SP 500 maßgeblich.

Die Vorteile des Binären Handels sind:

1. 24 Stunden Handel 5 Tage die Woche

2. Festgesetzte Handels-Zeiteinheiten zwischen 60 Sekunden bis hin zu einem Monat

3. Einfaches Setzen von Kauf oder Verkauf mit ei- nem festgelegten Gewinn- oder Verlustsatz.

4. Automatisch eingegrenztes Risiko

5. Überdurchschnittliche Renditen zwischen 70 und

81%

6. Vertretbare Kontogrößen schon ab 100€

7. Handeln schon ab 1€

8. Mehr, als die von uns jedes Mal neu eingesetzte Handelsgröße von1 €, 5€, 10€, 20€, 25€, 100€ und mehr, kann nicht in den Verlust gehen

9. Besondere Handelsmöglichkeiten am Wochenen- de mit einer Spitzenrendite bis 500%

10. Gewinn bereits bei einem einzigen Pip (Punkt)

11. Gewinn auch beim bloßen Berühren eines Kurs- punktes innerhalb eines weiter gesteckten Zeit- rahmens möglich

12. Nützliche Tools für Gewinnerträge beim Range Kursverlauf

13. Keine Spreads oder versteckte Gebühren

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An der Börse muss man sich verhalten wie beim Baden in kaltem Wasser:

Hineinspringen und rasch wieder heraus.

Carl Meyer Rothschild

Erfolgsschlüssel Leidenschaft

Internet-User kennen das: Die ewigen, oftmals gleichen An- machen im Internet. Da hat jeder den Stein des Weisen gefun- den. Die einen behaupten, dass man nur mit Empfehlungen, also als Affiliate, das große Geld machen kann, andere sind davon überzeugt, dass der Einstieg in eine neue, supergroße amerikanische Firma das Ei des Columbus wäre.

Und zwischendurch immer wieder jene Experten, die sich im Laufe der Jahre tatsächlich mit einer Idee einen Namen und eine goldene Nase verdient hatten. Dank ihres guten Namens und ihrer Gefolgschaft kommen sie immer wieder mit schein- bar völlig neuen Tipps und Tricks auf den Markt, mit denen sie tatsächlich ein weiteres Mal herrliche absahnen.

Erstaunlich ist dabei, dass die Preise immer höher angesetzt werden. Das liegt wohl einmal daran, dass man sich in der Provisionshöhe der Weiterempfehler (Affiliates) gegenseitig den Rang ablaufen möchte und zum anderen, dass auch den Gurus langsam die Luft ausgeht und sie vorsorglich noch ein- mal richtig zuschlagen möchten.

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Und so bekommen wir nicht nur den Supersause- Geldverdien-und-Marketing-Coach durch den Guru selbst, sondern auch noch gefühlte 250 Affiliates in unser Postfach gespült.

Hatte man sich früher noch mit 27€ oder 39€ für ein eBook oder Information zufrieden gegeben, so wurden daraus erst 97€, dann 147€ und inzwischen sogar 197€.

Mit Recht wird gefragt: Wer soll das bezahlen?

Es ist vielleicht eine neue Idee dabei, die wurde aber mit vielen alten Errungenschaften und Erfahrungen garniert, um das vermeintliche Schnäppchen künstlich aufzublähen.

Der psychologische Verkaufstrick ist simpel:

Man bietet verschiedene eBooks und Tipps an, die dann je- weils mit einem ziemlich hohen Wert überschrieben werden. Etwa so:

Die sensationelle Einklick-Bonus-Masche im Wert von 995,00€ Der einmalige Listenaufbau im Wert von 1.597,00€ Die Super Marketing Strategie im Wert von 2.560,00€ Für zusammen: 5.152,00

Bei solchen Zahlen wird einem schwindelig und man sieht sich schon außen vor, bis das plötzlich die Erlösung kommt…

Nein, keine 5.152,00€, auch keine 2.500€, selbst keine 1.000,00€, obwohl das die Oma gesagt hatte, sondern nur noch 347,00€ für alles…

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Da greifen sie dann zu, die Schnäppchenjäger und Hoffnungs- träger, um endlich damit aus dem Nichts heraus das verspro- chene große Geld zu machen.

Wir können sicher sein, dass die gleichen und andere Interes- senten bei dem nächsten Supersause Angebot mit dabei sind und nicht mehr nur die bisherigen 200 Affiliates dieses Schnäppchen mit anbieten, sondern weitere 150 Leute, die sich als Produkt-Empfehler eingetragen hatten.

Und wieder hat ein Guru seine Schäfchen ins Trockene ge- bracht, während schon der nächste mit einem neuen Super- sause-Trick in den Startlöchern steht.

Aber die Internetgemeinde ist ruhig, macht jeden Mist mit, solange sie dem Traum zum Geldverdienen im Internet nicht aufgeben muss.

Was mir aber immer wieder aufgefallen war:

Sobald ein neues Programm oder eine neue Idee auf dem Markt war, wurde sie gleich Hunderte Mal übernommen oder kopiert und weiter benutzt. So war es natürlich absehbar, bis sich eine unübersehbare Menge an Usern der gleichen Metho- den bediente und somit der große Kuchen zu immer kleineren Teilchen vergeben wurde. Den Letzten bissen die Hunde, er hatte nichts – außer seinen neuen Erfahrungen.

Auch ich gestehe, diesen Hype immer wieder mitgemacht zu haben, bis ich selbst einen Schlussstrich zog.

Aus diesem Grund prallten die vielen Anbieter von Forex und anderen Handelsarten an der Börse bei mir immer wieder ab.

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Dazu schien es mir zu umständlich, zu verschleiert, zu auf- wändig und zu risikoreich.

Bis mich dann einmal ein sehr sympathischer Mensch mit sei- nem Angebot und den dargestellten Methoden überraschte.

Er bot mir nur ganze vier Währungspaare an und dazu eine sehr einfache Handelssoftware, die selbst ein Computer Anal- phabet wie ich verstand. Gleichzeitig bekam ich die Möglich- keit nicht nur im Demo Account zu handeln, sondern auch noch Geld für Empfehlungen des Brokers zu erhalten.

Nur war alles nicht so einfach, wie es schien. Denn ich verlor erst einmal reihenweise. Mein Kontaktmann gab mir deshalb noch einen kleinen Trick mit auf den Weg, wie ich das Demo- kapital per Knopfdruck wieder erhöhen konnte, um fleißig weiterzuüben. Über Skype wies er mich dann noch in einige Feinheiten des Forex Marktes ein.

Allerdings legte er in seinen Gesprächen immer wieder den Schwerpunkt auf das Empfehlungsgeschäft.

Ich hatte zwar nichts dagegen, nebenher etwas Geld zu ver- dienen, aber ich wollte kein Verkäufer sein. Auch wenn man ihn Empfehler oder Affiliate nennt, es bleibt beim Verkaufen. Das war aber nicht meine Passion.

Ich wollte nur mit Forex mein Geld verdienen und alle meine Freunde und Bekannte, denen ich das wärmstens ans Herz gelegt hatte, doch auch.

Egal, wie hoch hier auch der Hype wäre, da würde der Kuchen niemals kleiner werden. Daher würde niemand von uns dem

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anderen etwas wegnehmen, weil jeder im neutralen Forex Markt handelte. So konnten wir zusammenrücken, ohne nei- disch auf den anderen blicken zu müssen.

Jeder hatte die exakt gleiche Chance, es gab niemanden, der über jemanden stand und durch ihn Geld verdiente, sondern ausschließlich alle und jeder im Markt. Das machte aus Kolle- gen Freunde und echte Mitstreiter. Und das war meine Passi- on.

Als – immer schon sehr – wissbegieriger Mann, wollte ich natürlich sehr viel mehr wissen, als man mir bei diesem Broker mitgeben wollte. Zufällig kündigte mein Kontaktmann, weil ihn sein Vertragspartner vor neue Hürden stellte, die er nicht mitmachen wollte.

Für ihn war Forex nur ein Mittel zum Geschäft, aber kein Ge- schäft für ihn.

Für mich war Forex inzwischen ein sehr spannendes, aufre- gendes und auch erlernbares Geschäft mit Leidenschaft ge- worden.

Leidenschaft, so finden wir bei allen erfolgreichen Menschen dieser Welt, ist der eigentliche Motor zum Erfolg.

Eines der wohl eindrucksvollsten Beispiele dürften wir in der Computerwelt nachverfolgen.

Millionen von Menschen, Arbeitslose, Hauptschule- oder auch Studien-Abbrecher, Couchpotatos, Schwätzer, Looser und andere Kreaturen fanden die Computerwelt faszinierend und verbrachten bald jede Minute in ihr.

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Nach nur wenigen Monaten und Jahren suchte man händerin- gend nach Fachleuten in der Computerbranche. Da die Uni- versitäten und Schulen aber auch noch nicht reagieren konn- ten und dazu auch niemanden hatten, der von dieser Materie wirklich Ahnung besaß, nahm man alles, was kam.

Und sieh da: Niemand fragte nach irgendwelchen Abschlüs- sen. Selbst Haupt- oder sogar Hilfsschüler wurden mit Hand- kuss und einem gutnotiertem Vertrag genommen, wenn sie nur wirklich die Materie beherrschten. Und die meisten taten es auch.

Warum?

Weil sie mit Leidenschaft dabei waren. Weil sie vielfach noch direkt das Essen und manchmal auch noch das Schlafen aus- fallen ließen, da sie etwas in der Computerwelt fesselte.

Die Industrie und Handelskammer hat bestimmte Vorausset- zungen geschaffen, damit aus einem Schüler ein Lehrling und auch einem Lehrling – heute Auszubildender oder Azubi – ein Verkäufer wird. Dazu muss er eine Prüfung ablegen und erhält ein wichtiges Papier.

Es gibt Tausende von Auto Verkäufern und Händlern, die nicht ein einziges Mal auf so einer kaufmännischen Schulbank gesessen haben und dennoch Umsätze machen, wovon die meisten Absolventen der IHK nur träumen.

Auch das ist ein ganz typisches Beispiel für den Erfolg aus Leidenschaft, das kein Papier der Welt ersetzt hätte.

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Von wem möchten Sie am liebsten operiert werden? Von ei- nem Arzt mit Abitur-Traumnoten und einem Traumstudium oder einem Arzt, der viele Umwege gegangen ist, um über- haupt Arzt zu werden?

Der erstere ist ein Produkt unserer Studienpolitik und der ver- schiedenen Ärztekammern. Manche von ihnen sind nur Arzt geworden, weil ihr gutes Abitur und ihre ehrgeizige Familie kein „zweitrangiges“ Studium zugelassen hätten.

Den zweiten interessierte nicht das gesellschaftliche Ansehen, ihn interessierte nur seine Leidenschaft zur Medizin.

Warum haben wir so viele müde Krieger im Krankenhaus, bei den Ämtern, Lebensmittelkonzernen, Putzkolonnen, Service- personal, Leiharbeitern, in den Kaufhäusern, Tankstellen, Au- towerkstätten, Ärzten und in allen Berufen?

Weil hier Menschen arbeiten, die es aus den unterschiedlichs- ten – hautsächlich aus überlebungstechnischen – Gründen tun, aber niemals, weil es ihre Leidenschaft ist.

Jahr für Jahr werden Tausende von jungen Menschen in Beru- fe hinein gepfercht, weil keine andere Lehrstelle, Studien- oder Arbeitsplatz frei war oder sie in den intelligenzlosen Mühlen der Arbeitsagentur und einem der vielen denkfaulen Mitarbei- tern geraten sind.

Wie viel Bauchschmerzen, Leid, Depressionen und Zukunfts- losigkeit so einem jungen Menschen damit angetan wird, inte- ressieren in diesem Moment niemanden. Hauptsache, man hat sein Pflicht getan und die jeweilige Ministerin oder der Minis-

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ter können wieder stolz vermelden, was sie alles für die jungen Menschen geschaffen haben.

Dabei verhallen dann die Klagen der Unternehmer, die sich über den mangelnden Einsatz ihrer Schützlinge beschweren.

Michael Dell, zum Beispiel, war 15 Jahre alt, als er seinen ers- ten Apple Computer bekam. Da seine Freunde ebenfalls Computer hatten, aber die günstigeren Versionen und etwas mehr rausholen wollten, baute er für sie die verschiedensten Modelle zusammen. Das wurde seine Leidenschaft und als es um seine berufliche Zukunft ging, gründete er mit nur 1.000$ seine eigene Computer Firma. Heute beschäftigt dieser Mann mehr als 40.000 Mitarbeiter weltweit und setzt rund 40 Milli- arden Dollar um. Laut Forbes gehört seine Firma zu den zehn mächtigsten Unternehmen der Welt.

Was wäre gewesen, wenn Michael in Deutschland gelebt und seiner Leidenschaft nicht hätte nachgehen können? Wenn ihn seine Eltern oder das Arbeitsamt in die KFZ-Werkstatt ge- steckt hätte?

Auch Warren Buffet entdeckte schon früh seine Leidenschaft, irgendwie Geld mit Geld zu machen. Schon in jungen Jahren hatte er aus Kleingeld mit Spekulationen ein paar tausend Dol- lar gemacht. Heute rangiert er, Jahr für Jahr, unter den fünf reichsten Menschen der Welt und gehört zu den erfolgreichs- ten Börsen-Spekulanten.

Wenn Sie bisher mit Lust und Freude am Auto schraubten und dabei selbst Frau, Kind und Mittagessen vergessen, dann bleiben Sie dabei. Mehr noch: Versuchen Sie, mit diesem Job

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auch Geld zu verdienen. Denn es ist einer aus Leidenschaft, die beste Voraussetzung, um Erfolg zu haben.

Falls Ihre Frau und Ihre Kinder die besondere Leidenschaft Ihres Lebens darstellen, könnten Sie nach einem Job in Bezug auf Familie suchen und darin Ihr Glück finden.

Womöglich besteht ihre Leidenschaft aber auch nur für Ihre eigene Familie – so brauchen Sie eine Einnahmequelle, die diese Leidenschaft unterstützt.

In der Regel gibt es in jeder Familie nur einen Hauptverdiener. Ich gehöre noch zu der alten Schule und für mich ist und bleibt es stets der Mann. Kein Mann kann nämlich eine Mutter ersetzen, auch ein Vater könnte es nicht. (Und eine fremde Person, selbst wenn sie hochgradig qualifiziert wäre, kann es erst recht nicht).

Deshalb müssen wir die volle Verantwortung für Frau und Kinder tragen und dafür sorgen, dass es ihnen gutgeht. Die Familie ist unser Rückgrat, unser Leben. Ohne sie sind wir und sogar die komplette Gesellschaft nichts.

Darum müssen wir dafür sorgen, dass es ihnen gut geht. Lei- der sind dazu auch einige finanzielle Anstrengungen nötig. Falls wir diese nicht durch einen Job befriedigen können, müs- sen wir einen zweiten haben – oder einen anderen.

Einen, den wir mit Leidenschaft ausfüllen.

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Denn die Leidenschaft im Beruf treibt uns dazu,

1. ständig unser Bestes zu geben

2. ständig neu hinzuzulernen

3. ständig nach besseren Ausführungen zu suchen

4. ständig Freude an der Arbeit zu haben

Zwar haben wir auch darin Stress, aber die bessere Variante, weil es sich hier um einen positiven Stress handelt.

Haben Sie erst einmal Ihre Leidenschaft für einen Beruf ent- deckt, dann lassen Sie sich auch nicht davon abbringen. Weder von Ihrer Frau, noch von Ihrer Verwandtschaft. Weder von Freunden, noch von dummen Kommentaren.

Und jetzt stellen Sie sich mal vor, dass Sie morgens nicht zur Arbeit, sondern beizeiten in Ihr Büro gehen, den Computer anschmeißen und sich erst einmal die Nachrichten und die Börse anschauen.

In der Regel findet man kaum jemanden in der Verwandt- schaft oder im Freundeskreis, der mit der Börse überhaupt etwas zu tun hat. Egal, ob der Schwager nun Arzt, Steuerbera- ter oder der Bruder Ihres Freundes Rechtsanwalt oder Unter- nehmer ist. Bei dem Wort Börse bekommen alle erst einmal eine Hab-Acht-Stellung. Da kennt sich niemand so richtig aus, es ist eine Kategorie, die eigentlich nur für die Superreichen bestimmt ist.

Ansonsten kennt jeder irgendeinen oder den Bekannten von irgendeinem, der mit der Börse sein ganzes oder halbes Ver- mögen verloren hatte. Meist sind solche Geschichten aus jener Urzeit, als nur die Banken für Börsengeschäfte eingesetzt wer-

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den konnten und damit reichlich Raum für zweifelhafte Ge- schäfte ließ.

Da die meisten immer noch den Banken absolute Seriosität bescheinigen, sind solche schief gelaufenen Geschäfte aus- schließlich der Börse angelastet worden. Dieser ist es aber gleichgültig, wie und was man handelt – Hauptsache man handelt. Die Verantwortung hat der Handelnde, in diesem Fall also früher nur die Banken und einige Institutionen.

Heute kann jeder von zuhause aus – ohne die Vermittlung der Hausbank – selbst und eigenverantwortlich handeln. Also auch Sie.

Und Sie stellen plötzlich fest, dass es Spaß macht, Wissen über die Börse, verschiedene Unternehmen und das Weltgeschehen zu sammeln. Da werden Sie automatisch zum Experten und können den vielen klugen Köpfen im Bekannten- oder Ver- wandtschaftskreis mit fundiertem Wissen Paroli bieten. Die haben in der Regel nämlich nur die Schlagzeile der Bildzeitung im Kopf oder etwas in den Nachrichten oder bei Kunden auf- geschnappt.

Wenn Sie jetzt auch noch den Computer anschmeißen und den Zweiflern anhand Ihres eigenen Accounts beweisen könn- ten, dass Sie schon Geld durch die Börse verdient haben, ist Ihr Ruf um einige Grade gestiegen. Und niemand fragt – wie seinerzeit beim Computerhype – ob Sie das gelernt oder stu- diert haben, ob Sie ein Diplom oder gar einen Doktor dafür haben, weil die Fakten zählen.

Nun kommt auch die Leidenschaft ins Spiel. Denn genau die- se Anerkennungen und der finanzielle Erfolg werden Sie in

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Zukunft antreiben. Und Sie müssen an sich auch weiterhin glauben.

Ich denke dabei an einen Mann wie Birger Schäfermeier. Er hatte sich etwas mit der Börse beschäftigt und auch zu reinen Bankenzeiten bereits etwas Geld investiert. Aufgrund von bankenüblichen Procedere konnte er eine Reihe Aktien nicht an seinem Entscheidungstag, sondern erst Tage später verkau- fen. Damit verlor er bereits einige Gewinne.

Er machte weiter. Gewann 100.000 und verlor sie wieder. Dann besorgte er sich durch andere Jobs wieder ein paar tau- send und investierte neu. Dieses Mal schaffte er sogar Super- gewinne von über 1.000.000. Während andere sich ausruhen und vielleicht schnell ein Haus, einen Porsche und einen Kari- bikurlaub kauften, handelte Birger an der Börse mit seinem Geld weiter.

Baute damit seinen Millionärsruf erst um 250.000, dann um 500.000 und schließlich sogar bis auf null wieder ab.

Was machte der junge Mann damals? Sich unters Flugzeug schmeißen oder vom Fenstersims im Erdgeschoß springen?

Nein. Er arbeitete in einem anderen Job, um neues Geld für neue Investitionen zu sammeln. Seine Leidenschaft für die Börse und das Handeln hat ihn nie losgelassen. Nach dem er nun auch selbst – ohne Zwangsmitwirkung seiner Hausbank – direkt an der Börse handeln konnte, wurde es zusehends bes- ser.

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Heute besitzt Birger Schäfermeier ein Anwesen in Mülheim a.d.R., ein großes Büro in Düsseldorf unweit der Kö und einen Expertenruf als Trader (Börsen-oder Forexhändler).

Vor Fernsehkameras hatte er schon mal demonstriert, wie er innerhalb kurzer Zeit mal eben 17.000€ ertradete. In seinem Düsseldorfer Büro kann man –unter seiner Anleitung- das Traden erlernen. Es ist nicht ganz billig, aber es rentiert sich.

Birger Schäfermeier ist einer unter vielen, die sich durch den Handel an der Börse und im Forex Markt nicht nur ein be- achtliches Monatseinkommen, sondern auch noch ein Vermö- gen geschaffen haben.

Moderatoren fragten ihn schon mehrfach, was er denn beruf- lich machen würde, wenn er nach heutiger Sicht noch einmal von vorne anfangen würde: „Traden“, sagte er und das würde er auch seinen Kindern empfehlen und gönnen. Weil es ein spannender, aufregender, aber auch sehr einkommensstarker Beruf wäre.

Auch im Binären Handel brauchen wir Leidenschaft, um an unseren Zielen unumstößlich festhalten zu können. Es ist ein gutes Ziel. Es gibt jedem von uns eine der besten Möglichkei- ten, um aus wenig Geld ein regelmäßiges Einkommen zu er- wirtschaften und sogar ein richtiges Vermögen aufzubauen.

Es spielt keine Rolle, ob Sie Rentner, Manager, Arbeitsuchen- der, Steuerberater, Hilfsarbeiter, Lebenskünstler, Straßenfeger, Student, Selbstständiger, Alleinerziehender, Familienvorstand , männlich oder weiblich, jung oder alt, Vater oder Mutter, Oma oder Opa , Akademiker oder jemand ohne Schulabschluss sind.

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Beim Handel mit den Binären Optionen fragt man Sie nur, ob Sie denn schon 18 Jahre – also erwachsen – sind. Alles andere interessiert nicht und falls es jemanden wegen der Statistik interessiert, können Sie eine Märchenfigur aufbauen, ohne dass man Ihnen deshalb zu nahe treten könnte oder würde.

Nutzen Sie die Chance, wenn Sie ein Herz dafür aufbringen können. Denn Ihre Leidenschaft dafür macht so manche Schlappe, so manchen Verlust wett.

So, wie in unserem Beispiel von Birger Schäfermeier – und es gibt sehr viele ähnliche Fälle – heißt es nach einem kleinen oder großen Verlust: Macht nichts, Ärmel hochkrempeln, Feh- ler merken, neu anfangen und nicht beirren lassen. Nur so wird sich auch Ihr Erfolg einstellen und von Dauer sein. Die Binären Optionen sind einfach ideal dazu.

Egal, was Sie aber machen: Tun Sie es, aber mit Leidenschaft!

Durch die Leidenschaft lebt der Mensch; durch die Vernunft existiert er bloß!

Nicolas de Chamfort franz. Schriftsteller 1741-1794

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Die realen Möglichkeiten der BINÄREN OPTIONEN

Bis hierhin wissen wir, dass die Binären Optionen in einem Zeitfenster mit festgelegtem Gewinn und Verlust gesetzt wer- den.

Das simple Prinzip:

Man setzt 5€ oder 10€ (oder auch mehr) ein und erhält nach dem Eintreffen seiner Voraussage einen Gewinn in Höhe von

70 bis 81% seiner Einlage. Gehen wir hier mal von der 60

Sekunden Möglichkeit aus.

Bei 5€ Einsatz wären das 3,50 bis etwa 4,05€. Bei 10€ Einsatz also 7,00€ bis 8,10€ Gewinn.

Das hört sich erst einmal wenig an. Doch wenn Sie hier im 60 Sekunden Takt handeln, könnten Sie mit 20 bis 30 Trades in einer Stunde rechnen. Also in der kleinsten Einheit 35€ bis 70€ Gewinn. Und sogar 70€ bis 81€ bei der größeren Einlage von 10€. Rechnen wir mal weiter, was wir so in einem 24 Stunden Tag selbst noch nebenbei ertraden würden.

Bei nur drei Stunden könnten Sie also in unserem Beispiel zwischen 105€ bis 243€ pro Tag erwirtschaften. Das wäre bei

20 Tagen immerhin zwischen 2.100€ und 4.860€ pro Monat.

Ist das nichts? Mit welchem Job bekommen Sie in so kurzer Zeit so viel Geld?

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Aber Achtung! Als Einsteiger und Neuling werden Sie diese Zahlen im Anfang noch NICHT erreichen können. Jeder, der Ihnen da etwas anderes erzählt, würde die Unwahrheit sagen!

Später, wenn Sie Erfahrungen gesammelt haben, lassen sich die Einnahmen durch eine einfache Erhöhung der Preisset- zung vervielfältigen. Mit einem Einsatz von nur 25€ könnte man in unserem Beispiel auf über 10.500€ pro Monat rech- nen.

Ja, man kann tatsächlich mit 10.500€ im Monat rechnen, wenn man das nötige Wissen und Können, die Erfahrung und Ge- duld dazu aufgebracht hat.

Allerdings bleibt es bei den meisten nur eine Milchmäd- chenrechnung, weil sie falsch handeln, sich selbst nicht in der Gewalt haben, zu schnell und zu viel auf einmal haben wollen und glauben, dass das Traden ein Kinder- spiel wäre.

Ja, man kann so viel verdienen. Ja, es gibt tausende von Men- schen, die es jede Minute irgendwo auf der Welt probieren und wieder tausende, die ihre Einsätze an die Wand fahren.

Leider, so muss ich Ihnen aus der Erfahrung vom konventio- nellen Forex Handel ebenfalls sagen, gibt es sehr viel mehr Verlierer als Gewinner.

Kann ich es trotzdem guten Gewissens einem Familienvater mit geringem Einkommen empfehlen, die Binären Optionen zu traden? Kann ich trotzdem behaupten, dass auch dieser

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Familienvater mit seinen geringen Möglichkeiten und einer Einlage von vielleicht 100€ oder 200€ mit den Binären Optio- nen ein regelmäßiges Zusatz- und sogar auch ein Hauptein- kommen generieren kann?

Ja, ich kann es, weil es bereits es viele Menschen vor Ihnen schon bewiesen haben und jeden Tag aufs Neue beweisen. Jeder von ihnen hat einmal angefangen und die meisten mussten viele Federn lassen. Um Ihnen die größten Fehler – und damit viel Geld – zu ersparen, wur- de dieses Buch geschrieben.

Deshalb ist es wichtig, dass Sie das Buch genau durcharbeiten und auch ruhig zwei- oder dreimal die Stellen lesen, die Sie nicht ganz verinnerlichen konnten. Wenn Sie besonnen, nicht zu ängstlich und auch nicht zu gierig handeln, gehören Sie bald zu den größeren Gewinnern. Sie können sicher sein, es geht!!!

Sie brauchen dazu

viel Übung

viel Geduld

viel Wissen

viel Fingerspitzengefühl

viel Ruhe

gute Nerven

Im konventionellen Forex Handel kann jeder mit einer Kon- togröße von 100€ anfangen. Die ersten Gewinnpunkte gehen allerdings zunächst für die Brokergebühren drauf. Ansonsten liegen die Gewinn-Erwartungen zunächst bei Beträgen zwi-

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schen 0,60€ und 2,50€. Selten mehr, weil der Broker die He- belhöhe (Lotgröße) in der Regel gedrosselt hat, damit man nicht gleich beim ersten Handel alles verspielt. Da niemand genau voraussagen kann, in welcher Zeit sich der Gewinn rea- lisiert, braucht man hier mehr Zeit und Geduld, um sein Kon- to langsam hochzutraden und damit in eine größere Ebene hineinkommen kann.

Aus diesem Grund kann man nur dann aus diesen 100€ in einem Monat – also 20 Handelstagen- rund 1.000€ erwirt- schaften, wenn man sehr fleißig und geduldig dabei ist. Aber es kann hier auch sehr schnell passieren, dass man seine ge- samte Konto-Einlage auf den Kopf haut, weil man keinen Stoploss gesetzt oder man gehofft hatte, dass sich der Kurs doch irgendwie drehte.

Während beim klassischen Handel die gesamte Kontogröße aufs Spiel gesetzt wird, da viele üblicherweise ohne Stoploss arbeiten, steht bei den Binären Optionen ausschließlich nur der aktuelle Einsatz im Verlustrisiko.

Plötzlicher Wegfall vom Strom oder Telefonverbindung, Computer- oder Internetausfall wären im konventionellen Handel eine Tragödie und für manche Frauen ein Scheidungs- grund.

Bei den Binären Optionen zählen diese Wenn und Aber nicht, weil das Kontokapital nicht berührt wird, sondern allei- ne nur die eingesetzte Summe auf dem Spiel steht. Und die ist meist nicht hoch, so zwischen 5€ und 25€.

Man weiß vorher schon genau, was man gewinnen oder verlie- ren kann. Mehr oder weniger nicht. Und das im 1 Minuten

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Takt. Aber auch in längeren Phasen. Allerdings sollte man sich vorsichtig einklinken und die Zeiteinheit nehmen, die einem am besten liegt.

Viele Broker für Binäre Optionen stellen ihren Kunden nicht nur den 1 oder 4 Stunden Takt, sondern auch den 5 oder 15 Minuten Rhythmus, zur Verfügung.

In einigen Fällen besteht aber noch die Chance, in den letzten 5 Minuten mit eingreifen und ebenfalls vom Gewinn partizi- pieren zu können.

Es hört sich alles recht einfach an. Im Prinzip ist es auch ein- fach, wenn man weiß, was man tut.

Im Internet verbreitete ein gewisser Norbert – Hausnamen gibt es wohlweislich nicht – eine reißerische Seite, in dem der Handel mit Binären Optionen wie ein Kinderspiel aussieht.

Aber das ist eine gefährliche Kiste, bei dem schon viele Leute ihr Geld verloren haben. Insider und Juristen wissen schon, weshalb es kein richtiges Impressum auf dieser Wallstreet- Trick oder Binary Code Seite gibt und Norbert keinen Haus- namen hat. Insider wissen auch warum. Diesen Norbert gibt es gar nicht wirklich.

Es stehen hier nur Schauspieler vor der Kamera. Dahinter steckt ein Werbemann, der von der Börse keine Ahnung hat, sondern nur eines will: dass der interessierte Zuschauer oder Leser seine Broker-Empfehlung annimmt, weil dafür Provisi- on bekommt.

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Gehen wir zu den Fakten:

Im Handel mit den Binären Optionen ist es einfach, zu be- stimmen, ob es

hopp oder top, cash or nothing, im Geld oder aus dem Geld, Call oder Put, hoch oder Runter, UP oder DOWN

geht, aber nur die richtige Voraussage bringt den Gewinn. Ansonsten verliert man seinen Geldeinsatz und wenn das öfter passiert, auch seinen Mut.

Erreicht der Kurs das festgesetzte Preisziel, ist man im Geld – also im Gewinn. Schafft er es nicht, ist man „aus dem Geld“, also im Verlust des Einsatzes.

Dazu gibt es noch, je nach Broker-Angebot, -einige Optionen, die irgendwie dazwischen liegen und auch noch andere Mög- lichkeiten bieten, außer die Ursprüngliche, nämlich einen Preis zu einem fest gelegten Zeitfenster zu benennen.

Einige Broker bieten mit den Binären Optionen eine Wo- chen- oder Wochenend-Zielvorgabe, bei der es sogar 150% und 500% des eingesetzten Kapitals zu gewinnen gibt. Doch diese Trades sind sehr riskant. In der Regel wird ein Mindesteinsatz von 50€ erwartet.

Während unsere Kollegen an der Börse und im Forex Handel oftmals gebannt auf ihren Monitor starren, um bei einem ent-

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sprechenden Kursverlauf den Gewinn zu sichern, können wir uns in Ruhe anderen Aufgaben widmen. So oder so, der Trade läuft und wenn wir nach einer, fünf oder 60 Minuten dann nachschauen, heißt es: Gewinn oder Verlust.

In der Regel können wir mit den Binären Optionen alle Anla- gen wie Rohstoffen, Devisen, Aktien und Indizes handeln. Man kann also mit seinen Lieblingswerten, egal ob Gold, Zu- cker, Öl oder die Siemens-Aktien weiter traden, soweit man darin bereits Erfahrungen gesammelt hatte.

Grundsätzlich sind die Binären Optionen zwar einfacher ge- staltet, aber dennoch sollte man nicht einfach blindlings hin- einstolpern und seine Trades ohne Sinn und Verstand setzen.

Wie jeder Börsianer müssen auch wir uns erst einmal mit den fundamentalen und technischen Tagesanalysen auseinander setzen.

Die jeweilige Auswertung macht dann den Unterschied zwi- schen mehrheitlichen Gewinntrades und wenigeren Verlusten. Das ist nämlich die ganze Kunst.

Deshalb lesen Sie sich das Buch genau durch. Bleiben Sie bitte weiterhin interessiert und lassen sich die Analysen nicht nur schicken, sondern schauen auch täglich hinein, aber bitte:

VOR Ihrem Handel!

Die Anhänger der Binären Optionen sind nicht nur auf dem Parkett, sondern auch hinter vielen privaten Computern welt- weit zu finden. Ihre Fangemeinde wächst rasend an und im- mer mehr Broker haben das neue Finanzinstrument entdeckt.

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Konkurrenz belebt das Geschäft. Dieser kaufmännische Leit- satz gilt überall, und ganz besonders an der Börse.

Die Vermittler – wir kennen sie im Allgemeinen unter der Bezeichnung Broker – möchten natürlich so viele Kunden wie möglich auf ihrer Plattform haben und deshalb überbieten sie sich gegenseitig mit ständig neuen Handelsideen.

Das Angebot an Brokern, die auch Binäre Optionen anbieten, ist schon ganz ansehnlich geworden. So können wir uns aus- suchen, mit wem wir unseren Handel betreiben, mit welchem Risiko – manche geben sogar bei Verlusten Geld zurück – und mit welchen Möglichkeiten, wir einsteigen können.

So gibt es unter anderem folgendes:

TOUCH IN: Ähnlich wie bei der Börse und Meta Trader 4 der Button „Take Profit“ den Gewinn auslöst, ist bei den Bi- nären Optionen der TOUCH IN zu verstehen. Sobald inner- halb eines Zeitrahmens der Preis nur einmal berührt wird, sind wir bereits „Im Geld“, also im Gewinn.

NO TOUCH: Hier darf der Kurs innerhalb einer bestimmten Zeit den Zielpreis nicht berühren, um einen Gewinn zu erzie- len.

INSIDE BOUNDARY (oder Range): Hier kann der Trader einen Gewinn erzielen, wenn er voraus sagt, ob sich der Kurs in einer bestimmten Zeit immer noch innerhalb der Range befindet.

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OUTSIDE BOUNDARY: Ist der Kurs innerhalb des Zeit- fensters außerhalb der Range (Seitwärtsverlauf) gelandet, ge- hört Ihnen der Gewinn.

CLOSE NOW: Wenn hier zum Beispiel der Trader eine 1- stündige Option gekauft hat und er sieht nach 50 Minuten, dass der Kurs wieder fällt, kann er mit Close Now den Handel schließen und dennoch mit Profit rausgehen. Falls die Ent- wicklung des Kurses ohnehin in die falsche Richtung gelaufen ist, kann man mit Close Now den Verlust noch eingrenzen. Eine schöne Sache, die uns unter anderem der Broker Opti- onbit bietet.

ROLL OVER: Gibt dem Händler die Chance, einen Trade in seiner Zeit zu verlängern, falls er gerade sein Ziel noch nicht erreicht haben sollte. Wir kennen es beim DAX, aber auch den Hauptwährungen wie EUR/USD, GPP/USD und anderen, dass sie sich zu bestimmten Zeiten kurz sacken lassen. Meine Kaufoption würde damit „Out of money“ (aus dem Geld) oder mit anderen Worten im Verlust landen.

Mit der Option Roll over kann ich die Zeit noch etwas hin- auszögern. Kostet zwar eine kleine Gebühr extra, bringt uns aber dann unter Umständen doch noch „In the money (Im Geld), also in den Gewinn.

Wir können davon ausgehen, dass sich die Handelsvarianten der Binären Optionen im Laufe der nächsten Jahre noch wei- ter entwickeln werden.

Wie wir von der Börse und dem Forex Markt aus der Vergan- genheit wissen, ist der Phantasie der Finanzwelt grenzenlos, so dass noch einige Überraschungen auf uns zukommen werden.

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Freuen wir uns darauf und nutzen sie.

Repetieren wir noch einmal:

1. Binäre Optionen können mit fast allen Finanzanlagen, von den Rohstoffen über Indizes bis hin zu den Wäh- rungspaaren gehandelt werden.

2. Die einfachste Option: Schließt der Preis zu einem be- stimmten Zeitpunkt höher oder niedriger (Call oder Put, Buy oder Sell)?

3. Handelszeiträume bereits mit nur 60 Sekunden, 5 oder 15 Minuten, 1 Woche und einen Monat.

4. Kaufpreis einer Option bereits ab 1€.

5. Bei Verlust verliert man nur die Kaufsumme, nicht das gesamte Konto.

6. Gewinn oder Verlust sind vorher genau festgelegt.

7. Massiv hohe Gewinne bis zu 500% über einen länge- ren Zeitraum (aber auch höheres Risiko).

8. Große Rendite.

9. Binäre Optionen lassen sich auch mit bereits bekann- ten Analysen und Handelsstrategien berechnen.

10. Handel 24 Stunden am Tag, 5 Tage die Woche.

Wenn die Börsenspekulation leicht wäre, gäbe es keine Bergarbeiter, Holzfäller und andere Schwerarbeiter. Jeder wäre Spekulant.

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André Kostolany

Warum das nicht jeder macht

Das ist die typische Frage, die Ihnen Ihr Partner, die Familie oder Freunde stellen. Es ist nicht böse gemeint, sondern nur aus Sorge darüber, dass Sie eventuell den nicht vorhandenen Hof oder das nicht vorhandene Haus, in jedem Fall aber gutes Geld an der Börse verscherbeln.

Die Frage wird auch deshalb gestellt, weil der Handel so ein- fach klingt. Weil es mathematische Berechnungen gibt, die die Kursrichtung in etwa vorausbestimmen. Weil es Erfahrungs- werte und tatsächlich sehr viele Menschen gibt, die es damit zu Vermögen gebracht haben.

Bei dieser Frage schwingt vielleicht etwas Neid oder aber Hä- me mit. Etwa dann, wenn ein Familienmitglied es nach harten Studienjahren und harten Berufsjahren zu etwas Geld gebracht hatte und Sie jetzt vielleicht zu der Kategorie des Schwarzen Schafs in der Familie gehören. Einer oder eine, die noch nicht einmal einen richtigem Abschluss hat und in seinem Job in einem Monat gerade mal so viel verdient, wie der Familien- Akademiker in einer halben Woche.

Aber es funktioniert, der Vermögensaufbau durch Forex, der Börse oder aber hier der besonderen Form der Binären Opti- onen.

Warum macht das also nicht jeder, obwohl es doch so einfach ist? Weil es nicht jeder kann. Denn es geht hier nicht um eine Wette oder ein Lotteriespiel. Es geht nicht ums Kasino und auch nicht um ein Pokerspiel.

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Es geht um eine Strategie, um das Wissen um die Börse und die Finanzwelt. Erst das macht das Setzen von Trades voraus- rechenbarer und zu einer Wissenschaft, die nicht von jeder- mann verstanden, allerdings von jedermann erlernbar ist.

Das geht sicherlich nicht von heute auf morgen. Vieles werden Sie hier in diesem Buch lernen. Aber die Börse, deren Hinter- gründe und das Wissen um die Auswirklungen der Politik und Wirtschaft sind dermaßen komplex, dass man damit ganze Buchreihen füllen könnte, ohne je am Ende zu sein.

Politik, Wirtschaft und Börse, das hört sich alles so dröge an. Aber Sie können sicher sein, dass diese Themen auch für Sie wahnsinnig spannend werden können und Ihr normales All- gemeinwissen um ein großes Fachwissen erhöht.

Viele Ihrer Bekannten, Verwandten und Freunde werden et- was von der Politik wissen oder etwas von der Wirtschaft, am wenigsten von der Börse. Aber erst durch die Zusammenhän- ge und das Zusammenspiel von Politik und Wirtschaft funkti- oniert die Börse und gibt einen ganz anderen Blick frei.

Genau das Wissen unterscheidet einen Trader vom Zocker. Ja, es kann tatsächlich jeder an der Börse handeln. Es ist auch nicht schwer und durch die Binären Optionen sogar extrem einfach. Aber wir müssen trotzdem erst einen gewissen Pro- zess durchlaufen, bevor wir tatsächlich auf Dauer erfolgreich sein können.

Große Gewinne an der Börse lassen sich immer gut verkaufen. In der Regel wird man Ihnen zu Ihrem ersten großen Gewinn gratulieren, aber den Gewinn nur als Glücksfall einstufen. Nicht als Können.

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Gutmeinende Freunde oder Familienmitglieder werden Ihnen raten, sofort alles abzuziehen und aufzuhören. Denn sie haben ja vom Bruder des Nachbarn gehört, dass dessen Onkel einen kennt, der Haus und Hof an der Börse verloren hat.

Die Ratschläge erhalten Sie auch oft von solchen Leuten, die jeden Monat 100€ oder mehr im Lottogeschäft lassen. Spa- ßeshalber können Sie sich mal ausrechnen, was Ihnen die 100€ bei den Binären Optionen in einem Monat bringen könnten und wie viel Ihr Freund damit bisher „gewonnen“ hatte.

Gespräche über mögliche Börsengewinne werden in den Fa- milien mit durchschnittlichem oder gar unterdurchschnittli- chem Einkommen regelmäßig als Phantastereien abgetan. Es kann doch nicht sein, was im Allgemeingut nicht sein kann.

Man gönnt dem Freund oder Kollegen, dem Vater, dem Sohn, der Mutter oder der Tochter ja alles. Die Jüngeren sollten sich aber dennoch etwas Bodenständiges aussuchen und die Älte- ren das weiterhin tun, was sie bisher getan haben.

Stellen Sie sich mal einen Hilfsarbeiter mit einem 6-Euro- Job vor, der in einer Sozialwohnung lebt und nicht einmal ein Au- to besitzt, der seiner Familie eröffnet, dass er an die Börse gehen würde.

Dieser Mann erntet alles: Vom Mitleid über Vogel zeigen bis hin zur Überlegung, ihn entmündigen oder einweisen zu las- sen.

Wir Menschen sind leider so gepolt, dass wir anderen, die kei- ne so große Schulbildung besitzen wie wir, keinen so großartig

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bezahlten Job haben wie wir und außerdem vielleicht nicht einmal richtig Deutsch sprechen können, alles , was mit höhe- rer Mathematik oder Börse zu tun hat, einfach jegliches ernst- hafte berufliche Weiterkommen absprechen. Erst recht, wenn ausgerechnet der sich auf die Überholspur begibt.

Es sollte uns verwundern, dass eine Universitätsstudie heraus- gefunden hatte, dass gerade die „einfacheren“ Menschen mehr Erfolg im Börsenhandel aufweisen konnten, als die Abteilung der Klugen oder besonders Klugen.

Der Grund wäre darin zu suchen, meinten die Wissenschaft- ler, dass die Vieldenker auch beim Traden immer viel mehr darüber nachdenken, ob es nicht eine bessere Strategie gibt und ständig nach dem Besseren suchen, sobald sie wieder ei- nen Verlust haben.

Viele sind auch krank vor Ehrgeiz und müssen es nicht nur ihrer Familie und Bekannten, sondern auch sich beweisen, wie gut sie sind. Und wenn sie es nicht beweisen können, haben die anderen Schuld.

Oftmals geht das in die Hosen, weil der Markt nicht darauf hört, welche Meinung der einzelne über ihn hat.

Es sind vielfach Leute, die immer Recht haben und mit dem Kopf durch die Wand gehen wollen. Nur was sie sagen, hat zu stimmen. In der Familie, im Beruf, in der Freizeit – überall. Ich glaube, jeder von uns hat so eine Knalltüte in seiner Fami- lie oder Verwandtschaft. Und diese Leute hängen jetzt verbis- sen vor dem Computer und können nicht akzeptieren, dass der Markt gerade eine andere Richtung eingenommen hatte, als sie.

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Manche nehmen noch fürsorglich ihren Stoploss heraus, damit der andere Kursverlauf nicht noch Recht haben soll. Sie den- ken, dem Markt damit ein Schnippchen geschlagen zu haben.

Sie warten auf den Wechsel und wenn der Kurs dann doch mal reagiert und korrigiert, dann fühlen sie sich in ihrem Recht bestätigt. Eine Weile, bis der Kurs wieder kehrtmacht.

Das Ganze geht sogar so weit, dass sie entweder auf ihrem Konto noch etwas einzahlen, weil der verdammte Kurs sich irgendwann dann doch drehen muss, oder aber sie lassen alles laufen. Dann haben sie es dem Markt aber gegeben, wenn ihr komplettes Konto aufgebraucht wird.

Es sind dann oft jene Kritiker im Internet, die den Forex Markt oder alle Broker oder beide zusammen als Abzocker bezeichnen.

Menschen, denen das Leben bisher nicht so viel Gutes ge- bracht hatte, denken nicht so verbissen darüber nach, warum der Kurs sich gegen ihre eigene Richtung stellt – sie reagieren. Sie schließen den Handel mit Verlust, um dann im nächsten wieder Gewinne erzielen zu können.

Sie akzeptieren, dass sie mehr und anderes darüber lernen müssen, als die Studenten und Professoren der BWL-Fächer je gelernt haben. Sie wissen, dass die Marktsituation sensibel auf nationale und internationale Nachrichten reagiert.

Sie suchen nicht ständig nach neuen Strategien, sondern halten sich an ihre oder verbessern sie noch etwas.

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Während die klugen Köpfe oft nach einigen Verlusten wieder aufgeben, probiert es die andere Seite so lange, bis dass die Gewinne endlich die Verluste übersteigen. Womöglich können Menschen mit weniger Ehrgeiz oder Schulbildung oder beide, das Verlieren besser wegstecken.

Verluste werden wir alle machen und machen auch die größ- ten und besten Profis. Solange wir es nicht als persönliche Schlappe einstufen, wird es uns nur am Rande tangieren. Ver- luste gehören nämlich zur Börse wie die Ladenkosten im stati- onären Handel. Sie gehören in den Posten von den sonst übli- chen Werbe-und Neuanschaffungskosten eines jeden Unter- nehmens. Sie sind Unternehmer. Nur dass Sie kein konventio- nelles Geschäft im eigentlichen Sinne betreiben, sondern ein besonderes Handelsgeschäft.

Wenn Sie eine Boutique betreiben, wird niemand etwas sagen, wenn Sie dafür regelmäßig Werbung machen. Im Gegenteil:

Ihre Bekannten und Verwandten werden Ihnen immer wieder dazu raten, sich mit Angeboten an die Öffentlichkeit zu wen- den, damit das Geschäft läuft.

Und wenn Sie einen Posten Kleidung noch übrig haben – so wie viele andere Kaufhäuser auch- weil in der letzten Saison weniger gekauft oder sich plötzlich eine andere Mode durch- gesetzt hatte, ist es ganz normal, dass Sie diese zum EK-Preis oder sogar mit Verlust verkaufen.

Wehe aber, Ihre Bekannten oder Verwandten bekommen mit, dass Sie im Börsenhandel Geld verloren haben. Dann wird es heißen, dass man das sowieso vorausgesehen hätte und be- stimmt einer kennt einen, der hier sein halbes Vermögen ver- loren hätte.

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Das es eine andere Zeit war, in der man als Anleger nur immer auf die Bank angewiesen war, wird ausgeblendet. Dass man damals seine Aktien oder Anteilscheine, Optionen oder gar Optionsscheine größtenteils nur auf Anraten der Bank gekauft hatte, und diese nicht fachgerecht, sondern nach ihrer Provisi- onshöhe beraten hatten, will auch niemand mehr wissen.

Sicherlich werden Sie mit den Binären Optionen ebenfalls Verluste machen. Denn die gehören auch zum Markt.

Die große Börsenkunst besteht hier ebenfalls nur darin, mehr Gewinne als Verluste zu erhandeln.

Um vorausschauender und gewinnbringender traden zu kön- nen, wenden wir sogenannte Handels-Strategien auf Basis mathematischer Erkenntnisse an.

Manch einer wird alleine schon bei dem Gedanken, eine ma- thematische Formel einsetzen zu müssen, die Flügel hängen lassen. Tatsächlich aber sind die meisten Börsen-oder Devi- senhändler – oder Trader, wie wir sie nennen – keine Rechen- künstler oder Mathematik-Liebhaber, sondern ganz normale Menschen.

Sie nutzen eine Plattform, die man Meta Trader –Ausgabe 4 – nennt. Hier sind viele mathematischen Formeln zur Feststel- lung von Einstieg oder Ausstieg, der Verkehrsgröße oder des Volumens (Volatilität), der Kauf- oder Verkaufsaktivitäten unter der Bezeichnung Indikatoren, die wir automatisch in der Plattform integrieren können.

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Mit dem Meta Trader 4 haben wir eine Plattform, die uns auf jedem Chart (Kursbild der einzelnen Werte) zeigt, ob wir mit unseren Binären Optionen handeln können oder nicht.

Anschließend geben wir unsere Entscheidung in die vom Bro- ker zur Verfügung gestellte Plattform für Binäre Optionen ein. Alles easy.

So ist der Handel mit Binären Optionen die einfachste Form, um wirklich regelmäßig und viel Geld zu erwirtschaften. Auch wenn das jeder könnte, kann es nicht jeder, weil das eigene Ego, die Bequemlichkeit oder das begrenzte Auffassungsver- mögen im Wege stehen.

Der Kluge lernt aus allem und von jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen, und der Dumme weiß alles besser.

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Sokrates

Die Vorbereitungen

Zunächst suchen sie sich mal einen Broker aus, bei dem Sie ein kostenloses Demokonto mit Meta Trader 4 erhalten.

Etoro wird von vielen empfohlen, aber das liegt wohl eher daran, dass etoro für Empfehlungen gutes Geld bezahlt. Die- ser Broker bietet aber gar keinen Meta Trader 4, sondern nur einen Web basierten Account. Das bringt uns aber nicht viel.

Deshalb unbedingt einen Broker aussuchen, der uns die Mög- lichkeit gibt, den Meta Trader 4 herunterzuladen und zu nut- zen. Vielfach wird im Internet etoro empfohlen. Das aber hängt daran, dass etoro große Provisionen an seine Empfehler aus schüttet. Tatsächlich hat etoro nämlich keinen Meta Tra- der, den man herunter laden könnte.

Das macht mich schon alleine nicht zum Freund von etoro. Abgesehen davon bietet dieser Broker zu viele irreführende Möglichkeiten, angeblich andere für sich denken zu lassen. Das geht meist in die Hosen.

Es gibt eine Reihe von Brokern, die den Meta Trader 4 im Programm haben. Unter anderem alpari.com, gcitrading.com, activtrades.de und weitere.

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Ich selbst denke gerne an diesen Broker hier, der uns bei den Währungspaaren weniger Sicherheitskapital (Margin) und KEIN Mindestkapital abverlangt. Sie können also mit 30€ Einlage ein echtes Realkonto eröffnen, dass Sie ein Leben lang halten können (vielleicht sogar auch etwas traden). Gehen Sie zu http://www.avafx.com und es öffnet sich diese Seite:

zu http://www.avafx.com und es öffnet sich diese Seite: Sie können sich sofort die deutsche Version oben

Sie können sich sofort die deutsche Version oben rechts ein- stellen und erhalten dann das hier:

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Vielleicht versuchen Sie sich mal im konventionellen Forex Markt. Darf ich Ihnen als Eigenwerbung mein

Vielleicht versuchen Sie sich mal im konventionellen Forex Markt.

Darf ich Ihnen als Eigenwerbung mein Buch FOREX- TRADING FÜR ALLE, (gibt es auch bei Amazon, ansonsten als Ebook unter http://www.benn-verlag.com/forex-fuer- alle.html) empfehlen?

Wenn Sie erst üben möchten, können Sie zunächst ein Übungskonto eröffnen. Lässt sich gut lesen und gibt Ihnen eine Schritt für Schritt Anleitung, wie und wo Sie am besten handeln können.

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In diesem Werk hier haben wir uns aber hauptsächlich den Binären Optionen verschrieben. Dazu halte ich ein Live- oder Real-Konto, das auf den herunterladbaren Meta Trader 4 läuft, für unumgänglich. Wir brauchen nämlich verlässliche Daten, die ich einem Demo- oder Übungskonto abspreche.

Deshalb drücken wir hier auf LIVE Konto eröffnen.

Hier suchen Sie den Meta Trader 4 (oder kurz MT 4), und downloaden ihn.

drücken wir hier auf LIVE Konto eröffnen. Hier suchen Sie den Meta Trader 4 (oder kurz

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Nach dem Herunterladen öffnen sich gleich vier verschiedene Fenster in einem Fenster. Man nennt sie Chart und sicherlich haben Sie so etwas schon einmal im Fernsehen oder in der Zeitung gesehen?

Um aus den vier Charts einen großen zu bauen, müssen Sie auf das mittlere Kästchen drücken und der Chart erscheint dann so:

mittlere Kästchen drücken und der Chart erscheint dann so: Nun sieht er zunächst aus wie eine

Nun sieht er zunächst aus wie eine Fieberkurve. Die müssen Sie lesen lernen.

Jedes Währungspärchen, jede Aktie und jeder Aktienin- dizes hat da seine eigene Kurve. Die meisten Trader haben

diese Kurven stark vergrößert auf ihrem Bildschirm.

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Um diese aber besser und auf einen Blick einschätzen zu kön- nen, lässt man die Kurve verschwinden und holt sich stattdes- sen Kerzen auf den Chart.

Kerzen- oder auch Candle Sticks- werden als kleine Trends bezeichnet. Im 18. Jahrhundert hatte ein japanischer Reishänd- ler in jahrelanger Kleinarbeit diese Kerzen entwickelt, um die Reisbörse besser berechnen zu können.

So konnte er die zukünftigen Reispreise prognostizieren und war meistens auf dem richtigen Weg. Aufgrund seines großen Erfolges wurde er in Japan als Handelsgott bezeichnet.

In dieser Ansicht sehen diese Kurven dann aus, wie viele klei- ne Kerzen.

wurde er in Japan als Handelsgott bezeichnet. In dieser Ansicht sehen diese Kurven dann aus, wie

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Unsere Kerzen, man nennt sie auch Candle-Sticks,- haben zwei verschiedene Farben. Eine Farbe, die anzeigt, dass im Augenblick mehr gekauft wird und eine andere Farbe, die an- zeigt, dass im Augenblick mehr verkauft wird.

Hier haben wir sie einmal in schwarz – für die aufsteigenden Kerzen und einmal in weiß, für die absteigenden Kerzen. Manche haben die Farben des Hintergrundes auf weiß oder creme gesetzt.

Ihren Candlesticks geben Sie dann – für die Bereiche :

Kauf/buy/call/auf oder hoch eine blaue, schwarze,

braune oder eine andere Farbe.

Für die Bereiche Verkauf/sell/put/ab/oder tief die

Farbe Rot. Oder weiß oder eine andere Farbe, die sie immer sofort mit dieser Handelsrichtung in Verbindung bringen. Jeder kann und darf es sich so einstellen, wie er mag.

Wichtig ist nur eines: Sie sehen mit einem Blick, wo der Kurs gerade steht.

Die Farben und Hintergründe Ihres Charts ändern Sie wie folgt:

Wenn Sie mit dem Cursor auf das Mittelfeld gehen und die linke Maustaste drücken, so erscheint eine Textleiste. Hier sehen Sie ganz unten den Hinweis: EIGENSCHAFTEN.

Da drücken Sie drauf und dann erscheint das folgende Bild:

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Mit der Bezeichnung Bull Candle ist hier die Kerze für den KAUF/BUY/HOCH/ CALL oder AUFSTEIGEND

Mit der Bezeichnung Bull Candle ist hier die Kerze für den KAUF/BUY/HOCH/ CALL oder AUFSTEIGEND ge- meint.

Der Bear Candle steht für den Verkauf/SELL/Put/Tief oder Abwärts

Die Börsianer haben dem Auf-und Abwärtstrend der Kurse Tiernamen gegeben. So denken Sie beim vorwärts jagenden Bullen an den Aufwärtsdrang und bei dem erst einmal flüch- tenden Bären an einen Rückwärts- oder Abwärtstrend.

Im nachfolgenden Chartbild sehen Sie die „Bullen“ als schwarze Kerzen (Candelsticks) und die „Bären“ als weiße Kerzen. Damit haben die meisten einen besseren und schnel- leren Überblick über die derzeitige Situation am Markt.

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Sie sollte es in Zukunft nicht mehr verwundern, wenn Sie im Fernsehen von Börsenexperten hören,

Sie sollte es in Zukunft nicht mehr verwundern, wenn Sie im Fernsehen von Börsenexperten hören, dass der Kurs heute bullisch, also aufsteigend, wäre. Oder bearisch.(absteigend). Beide Bezeichnungen sind international und werden Sie stets begleiten.

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Falls Sie mal die Frankfurter Börse besuchen sollten, hier die Anschrift:

Börse Frankfurt Börsenplatz 4 Frankfurt am Main

Auf dem Vorplatz sehen Sie dann die beiden Tierfiguren Bulle und Bär als Wahrzeichen der Börse.

Oft verraten uns die Kerzen, wohin der aktuelle Trade geht. Allerdings dürfen wir dabei nicht vergessen, dass sich das im Nu ändern kann. Es sind nämlich kleine Biester, die Candle- Sticks. Sie können einen manchmal ganz schön in die Irre führen.

Allerdings gibt es da verschiedene Anzeichen, wenn sie vorha- ben, sich in eine andere Richtung zu bewegen und gar die Far- be zu wechseln. So kann man erkennen, wenn die kaufenden Kerzen den Stab an die verkaufenden Kerzen abgeben. Oder umgekehrt. Genauso schnell kann es dann wieder in die ande- re Richtung gehen.

Jede Kerze zeigt eine Zeiteinheit an. Und zwar genau die, die wir auch in der obigen Leiste eingestellt haben.

Ich kannte einen Trader, der vor seinem Bildschirm saß und furchtbar über den Broker, dann über Telekom und schließ- lich über den Computer wetterte, weil sich die Kerze nicht ein bisschen bewegte.

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Als ich ihn schließlich darauf aufmerksam machte, dass er seinen Chart auf H4 – also vier Stunden Takt- eingegeben hatte und er sich noch etwas Zeit nehmen müsste, bis sich überhaupt mal eine Kerze bewegte, schaute er mich an wie ein Bulle, dem man in die Eier getreten hätte. Gottseidank reagier- te er dann doch, indem er das Hirn zuschaltete.

reagier- te er dann doch, indem er das Hirn zuschaltete. Solche Akrobatik passiert auch, wenn Sie

Solche Akrobatik passiert auch, wenn Sie den Chart Ihres EUR/USD eingeschaltet haben und tatsächlich aber mit dem GBP/USD handeln. Da ist es schon so manches Mal zu ei- nem bitterbösen Erwachen gekommen.

Also bitte IMMER konzentriert arbeiten. Das Traden ist kei- ne Freizeitbeschäftigung, wie etwa diese Ballerspiele im Inter-

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net. Um hier zu handeln, können Sie mit dem Cursor mitten aufs Feld gehen, die linke Maustaste drücken und dann auf dem aufspringenden Textfeld in TRADING gehen.

und dann auf dem aufspringenden Textfeld in TRADING gehen. Professionellere Trader drücken auf F9 und dann

Professionellere Trader drücken auf F9 und dann gleich auf buy, falls er kaufen will. Auf sell, wenn sie verkaufen möch- ten.

Bei den Binären Optionen haben wir andere Bezeichnungen:

Für kaufen oder aufwärts CALL oder Auf Für verkaufen oder abwärts- PUT oder Abwärts

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Ich empfehle Ihnen übrigens, dass Sie sich nicht auf die De- moversion des oder überhaupt eines Brokers verlassen sollten, weil diese eben nur zum Üben sind und deshalb alles Mögliche anzeigen können – solange es ist dem Börsengeschehen ähn- lich ist.

Aus diesem Grunde nehmen Sie lieber ein paar Euro in die Hand und eröffnen ein Realkonto. Denn nur das ist verläss- lich, denn genau daraus müssen wir ja unsere Handelsschlüsse für die Binären Optionen wählen.

unsere Handelsschlüsse für die Binären Optionen wählen. Ich möchte es nicht so laut sagen, aber wenn

Ich möchte es nicht so laut sagen, aber wenn man hier schon ein Traderkonto besitzt, warum soll man da nicht auch ein wenig traden?

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Ich habe hier im Laufe von einigen Tagen hin und wieder mal einen Trade im Forex-Markt, insbesondere dem EUR/USD abgegeben und das Konto so nebenbei auf über 119,50€ hoch gehandelt.

Wenn ich also anhand meiner Strategie sehe, in welche Rich- tung der Kurs läuft, drücke ich bei den Binären Optionen auf den 60 Sekunden Tick und setze gleichzeitig bei dem Meta Trader Broker meinen Handel in die gleiche Richtung.

Es macht Spaß, besonders, wenn es ins Plus läuft. Da ich nicht hastig, sondern sehr überlegt handle, habe ich oft tagelang nicht einen einzigen Verlust.

Übrigens, Sie können, wenn Sie wollen, Ihr Konto bei AFX in 10€ Schritten erhöhen. So besteht die Möglichkeit, dass Ihr Kontostand noch größer wird und somit höher gehandelt werden kann.

Hätte ich jetzt, statt ein Startkapital von 50€ gar 500€ gehabt, würde mein Konto mit den gleichen Handelsbedingungen auf über 1100€ stehen. Warum sollte ich mir mein Konto hier nicht auch langsam hochwirtschaften? Wir haben Zeit und Geduld.

Das Handeln mit diesem Broker macht Spaß, weil die Sicher- heitsleistungen – man nennt es auch Margin- nicht so hoch sind und man sogar auch 10-Cent-weise handeln kann.

Des Weiteren hat dieser Broker einen guten Ruf, man wird nicht übers Ohr gehauen und handelt in eigener Regie.

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Die einzigen Zeugen für den Erfolg eines Börsenspekulanten sind seine Erben.

André Kostolany, berühmter Börsenspekulant

Handelseinstiege

Für uns stellt sich alle die Frage, wo können wir denn am bes- ten in den Handel einsteigen?

Eigentlich ganz einfach. Geht der Kurs nach oben, kaufen wir im Forex-Handel. Und wenn wir die Binären Optionen bevorzugen, gehen wir eben- falls auf Kauf – obwohl es hier CALL oder AUF oder UP heißt.

Geht der Kurs aber runter, so heißt es im Forex und an der Börse: Verkaufen. Bei den Binären Optionen verwendet man den Ausdruck PUT oder DOWN oder ABWÄRTS.

Aber die Börse und auch der Forex Markt macht es uns nicht immer ganz so einfach, wie es dargestellt ist. Manchmal zeigt der Kurs die ganze Zeit AUFWÄRTS, wir kaufen also oder setzen auf CALL, doch darauf schien der gewartet zu haben und dreht plötzlich um.

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Umgekehrt passiert das auch vielen Tradern, die in einem vermeintlichen Abwärtstrend mit Verkauf oder Put einsteigen und dann plötzlich mit aschfahlem Gesicht sehen müssen, dass der Kurs sich wendet.

Leider besitzen die meisten Broker der Binären Optionen nur ein einfaches Kursbild, dessen Preise auf- oder abgehen. Aus diesem Grund bevorzugen die meisten Händler einen zusätzli- chen Meta Trader 4.

Der erlaubt uns nämlich verschiedene Anhaltspunkte nach mathematischen Gesichtspunkten zu setzen, so dass wir dem eigentlichen Kursverhalten schon etwas näher kommen.

Gehen wir mal in medias res:

Sie haben sich dafür entschieden, bei den Binären Optionen das Währungspaar EUR/USD zu handeln. Wir wissen ja, dass wir im Devisenhandel immer nur pärchenweise handeln können.

In diesem Beispiel geht es darum, in welchem Verhältnis der Euro zum Dollar steht. Nehmen wir an, der Euro hat den Wert von 1,36 US-Dollar. In der Regel werden die Währungs- kurse – mit wenigen Ausnahmen – hinter dem Komma vier- stellig angegeben. Der EUR würde dann mit 1,3645 gewertet. Wir können das Währungspaar auch als USD/EUR nehmen. In diesem Fall steht der Dollar auf 0,78990.

Wir überlegen uns jetzt, in welcher Zeiteinheit wir handeln wollen. Kämen wir mit 60 Sekunden zurecht?

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Oder sollten wir uns lieber an den 5 Minuten oder gar 15 Mi- nuten Faktor wenden?

Wir schauen uns jetzt einmal den Chart an. Da Demokonten vielfach in der Vergangenheit arbeiten, haben wir deshalb ein Realkonto genommen. Wie hier im Beispiel gezeigt, reicht es schon, wenn man 50€ oder 100€ einsetzt.

reicht es schon, wenn man 50€ oder 100€ einsetzt. Die schwarze Kerze zeigte erst an, dass

Die schwarze Kerze zeigte erst an, dass sie im CALL (Auf- wärts/Kauf/BUY/Hoch)Bereich lag. Wer jetzt schnell zugriff und setzte, wäre im kurzfristigen Chart in den Verlust gegan- gen, denn die nächste Kerze zeigte bereits einen PUT (Ver- kauf/ Abwärts / Tief) an.

Was tun?

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Im Laufe der vielen Börsenjahrzehnte haben kluge Mathema- tiker komplizierte Rechnungen angestellt, um den Kursverlauf in etwa Voraus berechnen zu können. Tatsächlich ist es eine Berechnung der Vergangenheit geworden, die aber dennoch durch diese Berechnungen in etwa den nächsten Kursverlauf erahnen lässt.

Man kann heute Mathematik studieren und dann die gleichen Rechenschritte im aktuellen Chart nachvollziehen oder es sich einfacher machen. Viele dieser Rechenstrategien sind in der Software vom Meta Trader 4 mit verankert. Man nennt sie

auch Indikatoren.

Hier sucht man sich einen aus und verankert diesen auf dem betreffenden Chart. Etwa auf dem Euro/USD. Verschiedene Linien zeichnen sich nun in Ihren Chart und lassen den derzei- tigen Trend sehen.

Keep

It

simple,

stupid

Kurz: KISS

Mach`s so einfach wie möglich!

Das ist die Formel zum schnellen und einfachen Handeln an der Börse. Die genauere Übersetzung würde zwar heißen:

Mach es einfach, Dummkopf! Aber damit kann man an der Börse niemandem kommen. Deshalb die freiere Übersetzung, die auch sinngemäß beim Traden gemeint ist.

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Strategie Trendlinien

Gerade haben wir uns das schöne Wort KISS verinnerlicht. Also so einfach wie möglich zu handeln.

Dabei denken wir an zwei ganz simple Linien, die wir in unse- rem Chart einsetzen können. Wir sprechen von den Support und Resistance Linien.

Support heißt so viel wie Unterstützung, während man unter Resistance den Widerstand versteht.

, während man unter Resistance den Widerstand versteht. Zunächst sehen wir hier nur einen „nackten“ Chart.

Zunächst sehen wir hier nur einen „nackten“ Chart. Die Linie oben läuft automatisch mit dem aktuellen Kurs mit.

Wie kommen wir jetzt an die Widerstands-und Unterstüt- zungslinien?

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Die können wir uns selbst basteln. Dazu sehen wir uns dann den Chart einmal in einer höheren Zeitspanne – also statt auf 1 Minute auf 5 Minuten- an. Nun suchen wir nach zwei schwarzen Kerzen, die in gleicher Höhe stehen. Die verbinden wir oberhalb des Abschlusses mit einer gerade Linie.

Die Linien bekommen wir übrigens in unserem Chart. Oben links draufdrücken und dann mit dem Cursor an den Punkt gehen, an dem wir die Linie ziehen wollen.

an den Punkt gehen, an dem wir die Linie ziehen wollen. Diese Trendlinien sind sehr wandelbar.

Diese Trendlinien sind sehr wandelbar. Hat der Kurs die obe- re Linie – man nennt sie Widerstandslinie – durchbrochen, wird die gleichsam zur Unterstützungslinie.

Dazu müssen wir uns die beiden großen Lager der Trader Gemeinde mal anschauen.

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Auf der einen Seite sind die Käufer, die jeden Wert gerne billig kaufen und dann um jeden Preis hochbringen wollen. Zwar hat nicht jeder so eine Trendlinie eingezeichnet, aber sie be- steht vielfach in den Köpfen der Händler.

Sobald die Käufer nun nach vorne stürmen, um einen be- stimmten Preis zu erreichen, wehren sich die Verkäufer mit Händen und Füßen dagegen.

Sie waren vorher auch mal Käufer, hatten dafür aber weitaus mehr bezahlt. Deshalb wollen sie mit Macht, dass der Kurs runter geht, damit sie beizeiten wieder im Gewinn sind und den Wert abstoßen können.

Ist die Preislinie erst erreicht, steht gleich die gesamte Mann- schaft dahinter und drückt.

Die Käufer nach oben, die Verkäufer nach unten. Sie rennen, wie beim Football, bis zur nächsten Linie, um diese einzu- nehmen. Haben sie die überschritten, gehört dieser Platz au- tomatisch in ihr Territorium.

Und so wird aus einer Widerstandslinie, die sich oberhalb des Kurses postiert hatte, schnell eine Unterstützungslinie, wenn die eingenommen worden ist.

Umgekehrt:

Fällt der Kurs unterhalb der Unterstützungslinie, wird diese automatisch zur Widerstandslinie.

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Wir kaufen oder setzen auf CALL

Wenn der Kurs ÜBER die obere Widerstandslinie geht, können wir von einem beginnenden AUFWÄRTS-Trend, also einer CALL- oder Kaufoption, ausgehen.

Wir verkaufen oder setzen auf PUT

Wenn der Kurs UNTERHALB der Unterstützungslinie seinen Lauf fortsetzt, dürfen wir von einem ABWÄRTSTREND, also einer PUT- oder Verkaufsoption ausgehen.

Sie können das im Meta Trader 4 auf allen Charts eingeben. Die meisten Trader nehmen dazu immer die Candle Sticks. Sie können sich übrigens auf allen Charts die gleichen Bild- Voraussetzungen schaffen. Die einen mögen den Hintergrund weiß und schwarze oder bunte Candle Sticks, die anderen lie- ben es, wenn der Hintergrund schwarz und die Candlesticks weiß oder rot sind. Je nach dem, ob sie als Kauf- oder Ver- kaufskerze gesehen werden soll.

Ein kleiner Trick:

Erarbeiten Sie sich ein Chartbild, das Ihnen am besten liegt.

Dabei gehen Sie mit dem Cursor mitten aufs Bild, drücken die rechte Maustaste und dann bei der aufspringenden Textleiste unten auf Eigenschaften. Hier können Sie dann Farben und alles Weitere einrichten. Auch das blöde Gitter auf dem Standartchart können Sie entfernen. Jedenfalls irritiert es

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viele und soll eigentlich nur die angegebene Kursanzeige noch einmal genauer unterstreichen.

Sind Sie mit Ihrem Ergebnis zufrieden, so drücken Sie auf OK. Danach erscheint das gewünschte Bild auf Ihrem Meta Trader.

Anschließend setzen Sie Ihren Cursor noch einmal auf die Bildmitte, drücken die rechte Maustaste und dann auf >>Template. Anschließend auf >>Template speichern. Hier können Sie irgendeinen Namen eingeben.

Wenn Sie jetzt mal den DAX oder aber den GBP/USD traden wollen, bekommen Sie erst einmal das hässliche Anfangsbild.

Alles ganz düster und in Kurven angezeigt.

Nun gehen Sie mit Ihrem Cursor wieder in die Bildmitte, drücken auf die rechte Maustaste, ein Textfeld erscheint und hier drücken Sie wieder auf >>Template. Da sehen Sie dann Ihr eigenes, gespeichertes Template. Das klicken Sie an, drücken auf OK und Sie haben das gleiche schöne Chart- bild, wie Sie es sich schon anfangs zusammengesetzt hatten.

Nach dieser Vorgehensweise können Sie sich alle Chartbilder gestalten. Allerdings müssen Sie die zuvor beschriebenen Trendlinien auf jedem Chart und jeden Tag neu setzen!

Falls Sie selbst mit dem Einschätzen der Linien etwas unsicher sind, lassen Sie sich die täglich die kostenlosen Newsletter von BNP kommen.

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Unter der nachfolgenden www-Adresse holen Sie sich den täglichen, kostenlosen Newsletter für sämtliche Währungspaa-

Unter der nachfolgenden www-Adresse holen Sie sich den täglichen, kostenlosen Newsletter für sämtliche Währungspaa- re:

http://www.derivate.bnpparibas.com/DEU/Ser

vice/Daily_Newsletter

Außer den Newslettern über Forex bietet BNP noch einige andere Zahlen und Werte an. Hier werden nämlich Analysen mitsamt Daten der Trendlinien abgegeben. Der Dienst ist sehr zuverlässig und pünktlich. Er ist kostenlos.

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Ein Wirtschaftswissenschaftler ist ein Experte, der morgen wissen wird, warum die Dinge, die er gestern

Ein Wirtschaftswissenschaftler ist ein Experte, der morgen wissen wird, warum die Dinge, die er gestern vorausgesagt hat, nicht geschehen sind.

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Charles M. Schulz

Die gleitenden Durchschnitte oder:

der MOVING AVARAGE

Wem das Einzeichnen der Trendlinien allmorgendlich zu un- bequem oder aufwändig ist, der bedient sich gleich der soge- nannten Gleitenden Durchschnitte.

Die bleiben auf dem Chart und schlängeln sich regelmäßig mit dem Kurs durch das Bild. Wir brauchen nichts mehr einzu- zeichnen.

Man holt sich aber nicht nur einen, sondern wenigstens zwei unterschiedliche MAs – (Moving Avarage) aus dem System des Meta Trader 4.

Es gibt Trader, die setzen sich sogar fünf verschiedene MAs in den Chart. Um zu wissen, um welche Zeitebenen es sich han- delt, werden die Linien mit Farben versehen. Das gibt dann so manches Mal ein farbenfrohes Bild auf dem Monitor.

Wie holen wir uns den Moving Average?

Indem wir oben links auf den Reiter „Einfügen“ drücken. Dabei öffnet sich eine Textleiste, auf der wir dann den Begriff Indikatoren anklicken.

Nun erscheint ein schmaler Text auf dem auch die Bezeich- nung Trend zu sehen ist. Mit einem Klick darauf kommen wir ins nächste Textfeld und erblicken hier den Reiter Moving Average.

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Und wieder öffnet sich ein Feld, und wir können einen Wert eintragen.

öffnet sich ein Feld, und wir können einen Wert eintragen. Das tun wir hier mit 10.

Das tun wir hier mit 10. Damit wird der Durchschnitt der letzten 10 Tage berechnet. Es gibt Freunde, die setzen hier eine 55 hin. Oder eine 20.

Jeder Durchschnitt hat seine Fans. Der MA mit der kleineren Zahl ist natürlich flinker als der mit der größeren Zahl. Jetzt drücke ich auf OK und damit meldet sich der Durchschnitt in Form einer Linie auf meinem Chart.

Ich nehme aber noch einen zweiten Wert. Also wieder Einfü- gen>>>Trend>>>Moving Average klicken und dieses Mal 100 eintragen. Jene Fans, die den schnelleren mit 55 eingege- ben haben, tragen hier 200 ein.

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Und schon haben wir zwei MAs auf unserem Chart. Die ha- ben verschiedene Aufgaben, um

Und schon haben wir zwei MAs auf unserem Chart. Die ha- ben verschiedene Aufgaben, um unsere Kurseinschätzungen besser gestalten zu können.

um unsere Kurseinschätzungen besser gestalten zu können. Wie Sie im Bild sehen, durchstößt die schnellere Linie

Wie Sie im Bild sehen, durchstößt die schnellere Linie den langsameren MA von OBEN nach UNTEN. Damit wird ein Abwärtstrend gezeigt.

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Wenn umgekehrt der schnellere MA die langsamere Linie von UNTEN nach OBEN kreuzt, dann geht es in einen AUFWÄRTSTREND.

Verschiedene Händler packen sich auf ihrem Monitor gleich 5 verschiedene Moving Average drauf, so dass sich diese wie ein fünfstrahliger Düsenjet über den Kurs bewegen. Sie wollen sich damit nicht allein nur auf ein Signal, sondern besser auf mehrere verlassen.

Wie wir erfahren haben, können uns die Indikatoren nur ma- thematische Einschätzungen anzeigen. Etwa nach der Devise, was in den letzten Wochen, Tagen oder Minuten passiert ist, wird jetzt genauso abgehen. Vielfach ist das auch so, weil die Händler danach handeln und somit das Marktgeschehen mit- bestimmen. Ob zwei oder fünf Moving Avarges ist meines Erachtens einerlei.

Ich tendiere eher zu einem weiteren Signal, das nach einer anderen mathematischen Methode berechnet wird und so den Kursverlauf nur bestätigen oder abweichen lassen kann. Es ist der Stochastic.

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Den bekommen wir unter Einfügen>>Indikatoren>>-

Oszillatoren >>Stochastic

ndikatoren >>- Oszillatoren >> Stochastic Der Begriff Stochastik kommt aus dem Altgriechischen und

Der Begriff Stochastik kommt aus dem Altgriechischen und wurde von den Lateinern in ars conjectandi übersetzt. Heißt zu Deutsch: Kunst des Vermutens.

Die Stochastik ist ein Teilgebiet der Mathematik und wird als Oberbegriff für Wahrscheinlichkeitsrechnungen und Statisti- ken angegeben. In der Finanzmathematik hilft sie durch ihre Methode bei der Preisfindung von Optionen.

Im Chart zeigt sie uns, wie der Markt gerade steht. Ist er im oberen Bereich und über die gedachte Linie von 80, dann be- deutet es, dass dieser Wert von zu vielen Händlern gekauft worden ist und sich somit in einem ÜBERkauf befindet.

Damit besteht die Gefahr, dass der Händler seinen Wert wie- der schnell verkaufen will. Deshalb warten wir am Markt eine Trendwende ab. Und wenn wir im Chart sehen, dass sich die

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Kerzen wieder bärisch geben, also runtergehen wollen, dann gehen wir mit diesem Wert in den Verkauf. Bei den Binären Optionen heißt das dann PUT oder ABWÄRTS oder FALLEN.

Steht der Stochastik dagegen unterhalb des 20er Wertes, ist der Markt ÜBERVERKAUFT und steht kurz davor, sich zu dre- hen und wieder zu kaufen.

Ich kann die Bahn der Himmelskörper auf Zentimeter und Sekunden genau berechnen, aber nicht, wohin die verrückte Menge einen Börsenkurs treiben kann.

Isaac Newton, englischer Physiker

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Die BOLLINGER BANDS

Diese wurden 1980 von dem Amerikaner John Bollinger ent- wickelt. Er wollte mit diesem mathematischen Verfahren wis- sen, wann ein Kurs überteuert oder extrem günstig war.

Sie vereinen eigentlich einen Gleitenden Durchschnitt (Mo- ving Average) mit zwei Außenbändern, die dem Stochastik ähnlich sind.

Ist der Kurs OBERHALB des oberen Bollinger Band, dann ist der Markt überGEkauft.

Liegt der Kurs ganz unterhalb des letzten Bandes, so ist der Wert überVERkauft.

Aber sie geben auch noch andere Hinweise:

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Wenn etwa der aktuelle Trend kurz vor einer Trendwende oder einem Ausbruch nach einer längeren Seitwärtsphase steht, dann ziehen sich die Außenbänder nach innen zu- sammen:

dann ziehen sich die Außenbänder nach innen zu- sammen: Sind die Bänder weit auseinander gezogen ,

Sind die Bänder weit auseinander gezogen, dürfen wir da- mit rechnen, dass der Trend langsam zu Ende geht.

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Seine Interpretationen wurden allerdings später von den meis- ten Usern missverstanden. Sie setzten die Bollinger Bands zu Kauf- oder Verkaufsentscheidungen ein.

Danach ging man vom folgenden Szenario aus:

Ging der Kurs nach oben und berührte dabei die obere Linie der Bollinger Band, müsste man damit rechnen, dass der so- fort umdreht.

Also: Kurs marschiert nach oben, prallt gegen die obere Linie und tuckert wieder zurück. Sobald der oben ankommt, sollte man also auch in den Binären Optionen auf Put (oder Verkauf oder sell in Forex) oder tief setzen.

Umgekehrt:

Der Kurs fällt ab und geht bis zur untersten Linie, prallt unten ab und marschiert nach oben. Hier sollte man dann in den Binären Optionen auf CALL oder Hoch setzen, um in den Gewinn zu kommen.

Diese Vorgehensweise ist eigentlich nicht richtig und war auch vom Begründer der Bollinger Bands nicht so ausgerechnet worden.

Man spricht allerdings in der Börsenwelt gerne von der sich erfüllenden Prophezeiung. Da sich das Verhalten der Tra- der im Kursverlauf und auch bei den verschiedenen Indikato- ren wieder spiegelt, scheint sich manche Annahme deshalb zu bestätigen, weil der größere Teil es eben so angenommen hatte. Und so brachte es der eine oder andere Trader dennoch zu manch einem Gewinn. Allerdings ist das Ganze recht trüg-

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lich und sollte nicht unbedingt als alleinige Kauf- oder Ver- kaufsentscheidung herhalten.

Wie der Chart hier zeigt, ist der Kurs am unteren Band viermal abgeprallt, aber nur zweimal ins Call –nach oben- gelaufen. Wir hätten also zweimal gewonnen und zweimal verloren, wenn wir im 60 Sekunden Takt getradet hätten.

verloren, wenn wir im 60 Sekunden Takt getradet hätten. Die Bollinger Bands sind unterstützend, aber keineswegs

Die Bollinger Bands sind unterstützend, aber keineswegs maß- geblich für einen Einstieg, sei es CALL (buy, Kauf) oder PUT (sell, Verkauf), alleine zu gebrauchen. In jedem Fall sollten wir nicht überreagieren und zu schnell einsteigen.

Insofern halte ich auch – wie es im Internet von einem Marke- tingprofi beschrieben wurde-sehr wenig davon, bei einem

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eventuellen Verlust gleich hinterher mit einer größeren Sum- me nachzuhaken.

Wir befassen uns aber auch mit den Nachrichten des Tages und wissen genau, ob und wann Politiker oder irgendein ande- rer, für die Wirtschaft bedeutsamer Mensch heute vor das Mikrofon treten möchte, um etwas Kluges zu sagen. Die Da- ten dazu erhält man gratis von http://www.forexpros.de/economic-calendar/

Die schaut man sich hier an und beherzigt sie. Am besten geht man jeweils eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach einem wichtigen Termin nicht in den Markt.

Politiker, Nachrichten und unvorhersehbare Ereignisse, sowie viele andere Komponenten zählen und beeinflussen das Ge- schehen zeitnah und lassen die empfindlichen Gemüter der Trader weltweit reagieren.

Ich schaue immer gerne morgens gegen 8.00 Uhr nach, was uns am jeweiligen Tag erwartet. Dazu berücksichtige ich auch die Börsenöffnungszeiten.

Börsenzeiten:

Frankfurt:

9.00 Uhr bis 20.00Uhr

London:

9.00 Uhr bis 17.30 Zeitverschiebung –1 Std.

New York

14.30 Uhr bis 22.00 Zeitverschiebung –6 Std.

Toronto

14.30 Uhr bis 22.00 Zeitverschiebung –6 Std.

Tokio

1.00 Uhr bis 3.00 Uhr und

Hongkong

4.30 Uhr bis7.00 Uhr Zeitverschiebung +8 Std. 3.00 Uhr bis 5.30 Uhr und 7.30 Uhr bis 9.00 Uhr Zeitverschiebung +7 Std.

99

Die verkehrsreichsten (volatilsten) Zeiten liegen in den Ge- schäftszeiten von Frankfurt, London und New York. Da geht oftmals die Post ab.

Wer es sehr viel ruhiger haben möchte und auch genauso viel Geduld aufbringen kann, geht nach 20.00 Uhr oder sogar nach 22.00 Uhr in den Markt und tradet bis zum frühen Morgen. Da laufen keine Kurse, da tuckern die gaaaanz langsam.

Die Wirtschaft kann man nicht lehren, man muss sie selber erleben und überleben.

André Kostolany

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Eine besondere Handelsstrategie

Wir gehen nach dem KISS Prinzip vor. Je einfacher, umso besser. Denn wir müssen uns ja auf unsere Binären Optionen konzentrieren.

Da heißt es: CALL oder PUT! Kauf oder Verkauf, Hoch oder Runter!

Wir haben bisher ein paar gängige Indikatoren kennen gelernt. Die sind eigentlich auch am gebräuchlichsten. Aber wir ken- nen auch eine Reihe Trader, die immer wieder nach dem Hei- ligen Gral der Börsenkunst suchen.

Sie sind heute große Fans der Moving Average (MA) und morgen lieben sie die Bollinger Bands. Übermorgen nehmen sie die Ampel Strategie und nächste Woche schwören sie auf den Alligator und dem MACD. Ich möchte Sie mit den unzähligen Strategien weder langwei- len noch irritieren. Denken Sie bitte an unseren Grundsatz:

KISS! Keep it simple, stupid!

Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr davor.

Peter Ustinov, engl. Schriftsteller (1921 – 2004)

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Die besondere Handelsstrategie:

Sie ist etwas ganz Besonderes, weil sie von einem aus unserer Mitte entwickelt worden war. Er nannte sie Dachstrategie. Dieser Mann gehört zu den besonders vorsichtigen Tradern. Sein Name: Dirk Griesdorn.

Dirk wurde wohl, wie ich auch, im Internet auf eine interes- sante Seite aufmerksam, in der man mit wenig Kapital viel bewegen könnte. Nachdem man nun hier seinen Informa- tionshunger preisgegeben hatte, meldete sich ein Kontakt- mann.

Der schwor seine Zuhörer dann auf eine besondere Art des Geldverdienens ein, auf Forex.

Bis dahin hatte ich zwar schon davon gehört, aber es schien mir bei allen anderen Angeboten und Werbungen viel zu kompliziert und aufwändig zu sein.

Mein Gesprächspartner wirkte sehr sympathisch und offen, so dass ich gerne seine Hilfe und Angebote annahm. Es sollte alles ganz leicht sein und – was ja der absolute Hammer wäre – ich würde sogar für jede Empfehlung an einen Freund Geld bekommen. Mehr noch: Bei jedem Handel, den er machen würde, bekäme ich einen Teil davon ab.

Nachdem ich nun die hauseigene Plattform heruntergeladen hatte, bekam ich ein Demokonto, mit dem ich üben konnte.

Ganze vier Devisenpaare hatte der Broker im Programm. Das war übersichtlich und auch die Handelsplattform, auf dem der

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Kurs im Minutentakt rauf- und runterhüpfte, schien mir sehr aufgeräumt. Also begann ich mutig und ahnungslos zu han- deln.

Klar, dass ich immer in die Miesen kam und bald mein Übungskonto völlig aufgerieben hatte. Aber ich wusste von meinem Kontaktmann, wie ich es selbst wieder auffüllen konnte. Also tat ich es.

Es gab auch Webinare, die so interessant und sympathisch durchgeführt wurden, dass ich mich jedes Mal wie ein kleines Kind darauf freute.

Unter anderen wurde uns erklärt, dass wir doch über einen anderen Broker einen Meta Trader 4 herunterladen und ihn beim Traden berücksichtigen sollten. Offen gesagt, hörte ich zu, verstand aber immer nur Bahnhof. Die Terminologie des Börsenhandels war mir einfach noch nicht geläufig.

Und so lud ich zwar den Meta Trader 4 eines anderen Brokers herunter und wunderte mich dabei sehr über die wahnsinnig vielen Handelsmöglichkeiten, aber das waren alles böhmische Dörfer für mich und so löschte ich ihn bald darauf wieder.

Ich war mir sicher, dass die meisten der Trader ebenfalls durch Ahnungslosigkeit glänzten, sich aber nicht trauten, weiter nachzufragen.

Möglicherweise war das auch Dirk Griesdorn aufgefallen. Al- lerdings machte er sich seine eigenen Gedanken und hatte es wohl immer als nervig empfunden, zu der brokereigenen Handelsplattform noch einen zusätzlichen Bildschirm öffnen zu müssen, um gezielter handeln zu können.

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Ich kannte tatsächlich Leute, die sich eigens dafür einen zwei- ten Computer mit Monitor angeschafft hatten. Die ganz Muti- gen kauften gleich eine komplette Trading Computer Anlage mit drei Bildschirmen.

Dirk gehört nicht dazu. Er war eher ein Mann, der dreimal mehr nachdachte, bevor er ein einziges Mal entschied.

Nun bekam der Broker für jeden Handel sogenannte Spreads. Das sind Gebühren, die sich nach dem Handelsaufkommen richten. Deshalb wurden die in Pips – Punkten – angegeben.

Pro Handel mit den vier Währungspaaren wurden gleich au- tomatisch 5 Pips für diese Gebühren eingezogen. Das waren also alleine schon 5€ pro Handel, wenn man hier nur mit dem Mindestwert von 1€ getradet hatte.

Deshalb wollte man so viel Pips wie möglich in den Gewinn bringen. Allerdings war es eine sehr unruhige Zeit, so dass man von einer Minute auf die andere vom Gewinn in den großen Verlust rasen konnte. Man konnte zwar nicht mehr verlieren, als auf dem Konto war, aber dennoch wollte keiner diese Schmach haben.

Dirk handelte lieber vorsichtiger. Ihm war der Spatz in der Hand immer lieber,als die Taube auf dem Dach. Deshalb freu- te er sich, wenn er nur 2 oder 3 € pro Handel gewonnen hatte. Da er seinen eigenen Beruf liebte und ihn auch nicht für die Euphorie anderer Teilnehmer aufs Spiel setzen wollte, tradete er nur sehr verhalten und immer nur mit 1€ pro Pip. Dennoch war er in seiner kurzen Handelszeit bis fünf Mal pro Tag im Set und erwirtschaftete sich so ein kleines Taschengeld.

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Sicherlich hätte Dirk seinen Handel erhöhen können, aber sicherlich ärgerte er sich auch über den relativ hohen Spread, den der Broker pro Handel abverlangte. Wäre er mit 10€, statt mit 1€ pro Pip ins Geschäft gegangen, hätte er sich sicherlich ein größeres Einkommen, statt nur ein Taschengeld jeden Monat erwirtschaften können. Aber der Broker hätte ihm pro Trade 50€ abgeknöpft. Wäre mir egal gewesen, aber…

Ich kann nicht sagen, was hinter den Kulissen abgelaufen war. Ich kann auch nicht sagen, ob Dirk die anderen, eher sehr aggressiv handelnden Kollegen vor ihren eigenen Übermut schützen wollte und deshalb nur ein kleines Konto vorgezeigt hatte. Mir ist nur bekannt, dass er in achtzehn Monaten „ne- benbei“ durch das Handeln über 120.000€ nach Hause getra- gen hatte.

Seine eigene, recht effektive und eigenwillige Strategie möchte ich Ihnen nicht vorenthalten.

Denn was wissen wir bei den Binären Optionen? Es reicht ein einziger Pip im Gewinn und wir sind Im Geld, mit anderen Worten: Wir haben gewonnen.

Da Dirk seine Strategie so vorstellt, dass man bereits nach zwei bis drei gewonnenen Pips aus dem Handel steigen sollte, um den Gewinn zu sichern, wäre diese deshalb gerade zu ideal für unsere Binären Optionen.

Dabei denken wir an den klassischen Fall, in dem wir in 60 Sekunden, 5 oder 10 Minuten die Preissituation im Fo- rexmarkt richtig einschätzen.

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Möglicherweise funktioniert dieses System auch bei Aktien, Rohstoffen und den Indices. Da denke ich insbesondere an den DAX, der gerne mit dem Euro konform läuft. Oder auch an den Dow Jones, der mit dem USD geht.

Das aber hat der Begründer dieser Strategie wohl doch offen- bar noch nicht ausprobiert. Allerdings sind überall Menschen im Handel, die nach gleichen oder ähnlichen Gesichtspunkten vorgehen. Es gibt eben überall psychologische Grenzen – und darum handelt es sich hier ja – die in jedem Wert ungern über- schritten und deshalb mehrfach an getestet werden.

Genau das wird hier ausgenutzt. Warum diese Strategie nur im Abwärtstrend (sell/put/runter/ab) von Erfolg gekrönt ist, vermag ich nicht nachzuvollziehen. Denn schließlich sind an beiden Seiten nur Menschen und der Käufer wird auch immer wieder zum Verkäufer und umgekehrt.

Insofern müsste es eigentlich auch in die andere Richtung ge- nauso laufen. Bleiben wir aber erst einmal bei den Erfah- rungswerten im Sell, Up oder Put Bereich.

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Die simple Strategie:

1.

Es gibt nur eine Richtung:

SELL oder PUT oder Abwärts

2.

3.

Der Kurs darf nur von unten nach oben kommen! Also auf einem Kauftrend marschie- ren.

Das Kursziel sollte an diesem Tag schon mal erreicht worden sein.

Beispiel zum Einstieg: Die Candlesticks steigen bis auf 1,3520. Das war der letzte Höchstkurs an diesem Tag.

Jetzt steigen wir bei 1,3520 ein, denn der Kurs wird hier abprallen und erst einmal wieder runtergehen. (PUT/Abwärts/sell)

Beispiel zur Zurückhaltung. Der Kurs steigt auf 1,3520, aber er war an diesem Tag schon auf 1,3555 – also steigen wir NICHT ein (die Gefahr besteht, dass er diese Kursmarke überrennt), sondern erst, wenn der Kurs die 1,3555 wieder erreicht hat.

4. Diese Strategie funktioniert erfahrungsgemäß bei den zwei letzten Zahlen mit den End-

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ziffern: …, bis …, 96

20

/

,

50

bis

,

60

/

,

84

Die Dachstrategie hat sich mit der Psychologie des Traders auseinander gesetzt. Es gibt immer bestimmte Marken, die der Trader im bullischen Trend knacken und die bärische Gegen- seite nicht überschritten haben will. Diese sind besonders um- kämpft.

Das sind neben den 00, also zum Beispiel 1,3200, auch sol- che Ziffern, wie oben beschrieben. Es ist nicht der Markt als solches, der die Richtung bestimmt. Es sind die Mehrzahl der Händler und ihre Reaktionen. Einer der Gründe, weshalb logi- sches und mathematisches Denken die Börse niemals beherr- schen wird.

Für Trader der Binären Optionen ist die Dachstrategie eine Gewinnchance mehr. Sie sollte besonders in kurzfristigen Pha- sen gehandelt werden. Ganz besonders in den 60 Sekunden oder 5 Minuten Optionen.

Aber bitte beachten Sie:

KEINE Strategie besitzt eine Garantie zum Erfolg. Sie beruhen alle auf Erfahrungswerten und können – trotz vorheriger 90%-Gewinnchance, dennoch mal in den Ver- lust gehen.

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Die Tatsache, dass Leute gierig, ängstlich und töricht sind, lässt sich wohl voraussehen. Nicht jedoch in welcher Reihenfolge.

Der Wolkenchart

Warren Bufett

Er ist Japaner und heißt Ichimoku Kinko Hyo. Oft verwechse- le ich den Ichimuko mit Hashimoto. Letzteres ist eine seltene Auto-Immunerkrankung, welche die Schilddrüse angreift.

Ichimoku Kinko Hyo ist keine Person, keine japanische Kampsportart oder eine Sushi-Spezialität. Vielmehr ist der Ichimoku Kinko Hyo ein Indikator, den man auch Wolken- Chart nennt.

Bereits in den 30er Jahren arbeitete sein Erfinder Goichi Hosada, damit, um die Reispreise kalkulieren und voraussagen zu können. Allerdings veröffentlichte er dieses System erst 1968. Seitdem wird er vor allen Dingen in den asiatischen Räumen benutzt.

International ist der Ichimoku aber auch immer beliebter ge- worden, da es ein kompaktes, gutes Trendfolge-System ist. Wer den Meta Trader 4 hat, hat auch den Wolkenchart.

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Man findet ihn unter Indikatoren>>> Oszillatoren >>

Ichimuko Kinko Hyo. Der allgemeine Börsenspruch

“the trend is your friend”

wird durch den Ichimoku Kinko Hyo hervorragend unter- stützt. Der Indikator zeigt nicht nur den Kauf oder Verkauf, sondern auch die Widerstands- oder Unterstützungslinie an.

Er ist wohl auch der einzige Indikator, der in die Zukunft schaut. Allerdings darf man sich auch hier nicht kritiklos auf ihn verlassen.

Wer den Ichimoku Kinko Hyo das erste Mal sieht, wird zu- nächst nur Bahnhof verstehen. Aber das geht schnell vorbei, sobald man sich damit mehr befasst hat.

Man nennt den Ichimoku Wolkenchart, weil sich, bei der ent- sprechenden Vorgabe, zwei Linien zu einer Wolke zusammen- schließen. Die von uns voreingestellte Farbe der Wolke ändert sich mit dem jeweiligen Trend.

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Ichimoku Kinko Hyo –ist der Wolkenchart. Ob Sie jetzt die aufsteigende Wolke in gelb, weiß

Ichimoku Kinko Hyo –ist der Wolkenchart. Ob Sie jetzt die aufsteigende Wolke in gelb, weiß oder blau nehmen, ist gleichgültig. Auch, wie Sie die Farbe der abwärts strebenden Wolke konstruieren. Es ist Ihre Wolke!

Die Wolke selbst wird mit KUMO bezeichnet und entsteht durch die Angabe der Größenordnung in der Strichstärke der entsprechenden Linien. Wenn sich der Kurs ändert, drehen die sich in ihrer ganzen Pracht, wie ein Handtuch, das gerade ausgewrungen wird. Dabei ändert sich die Farbe, je nachdem, wohin der Trend gerade läuft.

Der Ichimoku Kinko Hyo wird nicht maßgeblich von der Kumo alleine geleitet, sondern erhält noch weitere Anhalts- punkte. Aber sie fällt dem Betrachter natürlich sofort ins Au- ge, so dass man den IKH eben Wolkenchart nannte.

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Widmen wir uns aber erst einmal der Einstellung unserer Wolke. Sie besteht aus zwei Linien, die sich Senkou Span A und Senkou Span B nennen. Um nicht nur Striche, sondern fette Farben und Wolken hinzuzaubern, stellen wir die Strich- stärken auf ganz dick ein. Erst dann erscheint alles, wie ein Wolkengebilde.

dick ein. Erst dann erscheint alles, wie ein Wolkengebilde. Der Kijun-Sen ist eine Trendlinie. Er ist

Der Kijun-Sen ist eine Trendlinie. Er ist wie ein Moving Average, ein Gleitender Durchschnitt, der die Kurse der letz- ten 26 Tage im Schnitt berechnet.

Ist der Kurs unterhalb des Kijun Sen, so arbeitet diese Linie als Widerstandslinie.

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Ist der Kurs oberhalb des Kijun sen, so agiert sie als Unter- stützungslinie. Wir können Sie farblich und in der Strichstär- ke ebenfalls in der obigen Darstellung einstellen.

ke ebenfalls in der obigen Darstellung einstellen. Wir sehen, neben der Wolke, noch drei Linien. Als

Wir sehen, neben der Wolke, noch drei Linien. Als da wären die…

Tenkan Sen: Man nennt sie auch die Turning Line die dre- hende Linie. Sie zeigt den Mittelwert des höchsten und des tiefsten Kurs der letzten 9 Tage (Stunden/Minuten) an.

Kijun Sen: Sie nennt man auch Standard Line, also die Stan- dardlinie und sie zeigt den Mittelwert des höchsten und des niedrigsten Kurses der letzten 26 Tage (Stunden/Minuten) an.

Chikou Span – Delayed Line. Die verzögerte Linie ist rück- wärts projiziert auf 26 Tage (Minuten/Stunden).

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Senkou Span A ist eine vorauseilende Linie und Teil der Wolke. Sie errechnet sich aus

Senkou Span A ist eine vorauseilende Linie und Teil der Wolke. Sie errechnet sich aus den beiden Mittelwerten des Tenkan Sen und des Kinjun Sen und ist auf 26 Tage (Minu- ten/Stunden) in die Zukunft projiziert.

Senkou Span B ist ebenfalls eine vorauseilende und der zwei- te Abschlussteile der Wolke. Sie errechnet sich aus dem höchs- ten und tiefsten Kurs der letzten 52 Tage (Stunden/Minuten) und zeigt 26 Tage (Stunden/Minuten) im Voraus an.

Senkou Span A und Senkou Span B machen die eigentliche Wolke (Kumo) aus. Sie kann, je nach Dichte der eingestellten Linien, als schraffiertes Feld oder aber in einer kompletten Farbe dargestellt werden.

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Wir müssen hier allerdings wissen, dass sich die Daten auf die jeweilige Zeiteinheit beziehen. Wenn

Wir müssen hier allerdings wissen, dass sich die Daten auf die jeweilige Zeiteinheit beziehen.

Wenn wir also im 1-Minuten-Chart sind, bedeutet es, dass die jeweiligen Trendlinien den Durchschnitt in Minuten und nicht in Tages- oder Stundeneinheiten angezeigt werden.

Als der Ichimoku Kinko Hyo entwickelt worden war, gab es an der Börse noch eine 6-Tage-Woche.

Inzwischen haben wir aber keine 6-, sondern eine 5- Tage-Woche, so dass wir die automatische Einstellung von 9, 26 und 52 vom Meta Trader 4 ändern sollten in aktuell 7, 22 und 44:

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.

. Allerdings gibt es Stimmen, die immer noch die alten Werte eintragen, weil man in Japan

Allerdings gibt es Stimmen, die immer noch die alten Werte eintragen, weil man in Japan immer noch auf dieser Basis ar- beitet. Eine Trendverstärkung oder Trendwendung wird ja durch die Anzahl der Trader mit bestimmt.

Was sagt uns nun Kijun Sen?

In Japan bedeutet Kijun Sen Trendlinie.

Wir erinnern uns?

Sie ist der Mittelwert der letzten 26 – oder in der modernen 5- Tage-Woche – der 22 Tage (Stunden(Minuten).

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Während unsere sonst eingezeichneten Trendlinien steif und starr an einem Fleck stehen bleiben, wandert der Kijun Sen mit. Aber bei einer 6-Tage-Woche-Einstellung im 26er oder bei einer 5-Tage-Wochen-Einstellung im 22er Rhythmus.

Genau nach dieser Zeitvorgabe richtet sie ihre Spitze im Auf- wärtstrend nach oben und im Abwärtstrend nach unten.

Wenn der Kijun Sen UNTER dem Kurs liegt und steigt, dann sehen wir einen Aufwärts-Trend

Wenn der Kijun Sen waagerecht verläuft, haben wir einen Seitwärts-Trend, der uns vom Handeln in den Binären Optionen erst einmal abhalten sollte.

Ist der Kijun Sen über dem Kurs und ändert die Richtung abwärts, so liegt ein Abwärts-Trend vor.

Kijun Sen wird von den Japanern auch gerne Vertei- digungslinie genannt, weil sie wie eine normal einge- zeichnete Trendlinie als Unterstützung- und Wi- derstandslinie arbeitet.

Was sehen wir im Tenkan Sen?

Tenkan Sen zeigt den Mittelwert der letzten 9 oder 7 Ta- ge (Minuten/Stunden) an und ist dadurch wesentlich flotter drauf, als sein Kollege Kijun Sen.

Ich denke dabei immer an unseren alten Boxerhund Lui und der jüngeren Boxerdame Paula. Die wirbelt immer um ihn herum und scheint Ameisen im Hintern zu haben. Lui ist der träge Kijun Sen und Paula der hibbelige Tenkan Sen.

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Sie müssen sich das also so vorstellen, dass Paula immer hin und her zappelt, während Lui ganz ruhig da liegt und seinen Kopf mal nach links, mal nach rechts dreht und auch mal nach oben oder unten hebt.

Wenn der Tenkan Sen seinen langsameren Kollegen Kijun Sen von UNTEN nach OBEN durchkreuzt, liegt ein KAUSIGNAL vor.

Kreuzt Tenkan Sen dagegen von OBEN nach un- ten, besteht ein Abwärtstrend.

Vorsicht aber in der Seitwärtsphase oder Range, wie man an der Börse sagt.

Hier werden oft, wie auch bei allen anderen Trendlinien im Moving Average oder bei den Bollinger Bands, Fehlsignale generiert.

Worauf sollten wir beim Ichimoku Kinko Hyo und dem Lesen des Charts achten?

Wir richten uns nicht nur nach dem IKH (Ichimoku Kinko Hyo), sondern auch nach den jeweiligen Candlesticks. (Kerzen).

Sind die Kerzen oberhalb der Wolke, können wir auf Call / Buy / Long /Aufwärtsbewegungen set- zen.

Sind die Kerzen aber unterhalb der Wolke, sollten wir auf PUT / Sell / Short / Abwärts gehen.

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VORSICHT, wenn der Kurs sich in der Wolke be- findet. Hier sollte man sich besser zurückhalten, auch dann, wenn die Kerze augenscheinlich in die Call- Long Version oder aber in die Put-Short Richtung verläuft. Innerhalb der Wolke ist in je- dem Fall Vorsicht geboten.

Innerhalb der Wolke ist in je- dem Fall Vorsicht geboten. The trend is your friend. Und

The trend is your friend.

Und das auch in den Binären Optionen!

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Das ideale PUT, ABWÄRTS oder Verkaufssignal im Wolkenchart liegt vor,

wenn die Candlesticks UNTERHALB der Wolke stehen,

wenn die Kreuzung des Kiju Sen und Tenkan Sen UNTERHALB der Wolke läuft,

wenn der Chikou Span (verzögerte Linie) unter- halb der Wolke steht.

Der Trend wird als sehr stark betrachtet, wenn Tenkan Sen und Kiju Sen ziemlich eng und fast parallel nebenei- nander weiter laufen.

Eine Bestätigung des Trends wird durch Chikou Span ausgelöst!

Das ideale CALL-, Aufwärts- oder Kaufsignal im WOLKENCHART liegt vor,

wenn die Candlesticks OBERHALB der Wolke sind,

wenn die Kreuzung des schnelleren Ten- kan Sen über den langsameren Kiju Sen von unten nach oben ÜBER der Wolke stattgefunden hat oder stattfindet,

Chikou Span, die verzögerte Linie, eben- falls oberhalb der Wolke liegt.

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Hat man erst einmal den Blick dafür bekommen, ist der Ichimoku Kinko Hyo die ideale Strategie, um Einstiegs- oder Ausstiegssignale zu erhalten. Wir können den IHK in sämtli- chen Zeiteinheiten laufen lassen.

Vorsicht ist hier nur im Seitwärtstrend, der so genannten Ran- ge, geboten, weil hier leicht Fehlsignale auftauchen.

Jeder sollte die Strategie verfolgen, die ihm am liebsten ist. Nur so kann er langfristig erfolgreich handeln. Auch in den Binären Optionen.

An der Börse sagt uns oft das Gefühl, was wir machen, und der Verstand, was wir vermeiden sollen.

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André Kostolany

Womit handeln?

Persönlich tendiere ich immer für den Devisenhandel. Dieser ist der liquideste der Welt und dazu nicht manipulierbar. Doch auch hier müssen wir unterscheiden und können nicht auf jedes Pferd aufspringen.

Mein absoluter Favorit.

EUR/USD. Kurzform und Kosename von Börsianer:

Der Euro. Es ist das meistgehandelte Währungspaar der Welt und ist bei den Majors an oberste Stelle.

Wenn es heißt, dass der Euro gestiegen ist, dann sprechen wir immer von dieser Konfiguration: EUR/USD. Der Wert des Euro wird in Dollar ausgedrückt.

Die Börsianer sprechen beim ersten Wert vom Base Cur- rency und beim zweiten um den Counter Currency.

Als der Euro 1999 eingeführt wurde, war er 1,17 $ wert. In den letzten Monaten des Jahres 2000 fiel der Euro auf ein Tief von 0,83 $

Durch den wachsenden Euromarkt und die stabile Finanzpoli- tik des EZB (Europäische Zentralbank) erreichte der EUR 2008 sogar ein sensationelles Hoch von 1,59$ pro Euro. An- fang 2012 wurde der Euro durch die Sorge der Schuldenkrise unter der Marke von 1,30 gedrückt. Obwohl sich auch im neu- en Jahr 2013 nicht viel geändert hatte, sprang der Euro bis auf

1,36.

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Der Euro reagiert auf Nachrichten auf wichtige Wirtschafts- nachrichten aus Europa und den USA. Darunter zählen auch die Arbeitslosenzahlen, der BIP (Brutto-Inlands-Produkt, re- präsentiert den Marktwert aller Waren und Dienstleistungen) und der so genannte Einkaufs-Manager-Index eines Staates.

Im Wirtschaftskalender von http://www.forexpros.de/ be- kommt man alle Daten mit übertragen.

be- kommt man alle Daten mit übertragen. Achten Sie auf die Zeichen der Wichtigkeit für den

Achten Sie auf die Zeichen der Wichtigkeit für den Devisen- markt, insbesondere des EUR/USD

An jedem ersten Freitag im Monat kommen gegen 15.15 Uhr die Zahlen der Handelsbilanz der USA raus. Die amerikani- sche Börse öffnet 15 Minuten später, so dass die Zahlen noch nicht eingepreist sind. Aber dann geht die Post ab!

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Sehen Sie sich monatlich mal die Zahlen an und merken Sie sich, wie der Kurs

Sehen Sie sich monatlich mal die Zahlen an und merken Sie sich, wie der Kurs jeweils darauf reagiert. Wenn Sie einige Er- fahrungen damit gemacht haben, können Sie diese Zahlen dann für ihre eigenen Binären Optionen verwenden.

Ansonsten gehen Sie etwa 30 Minuten VOR solchen Nach- richten und 30 Minuten nach solchen Nachrichten nicht in den Markt.

Den Euro können Sie 24 Stunden am Tag handeln. Ich gehe gerne immer morgens gegen 8.30 in den Markt, um mit dem Euro zu handeln. Da bleibe ich bis etwa gegen 11.00, um dann am Nachmittag, kurz vor New Yorker Einstieg, gegen 15.15 Uhr, weitere Trades abzugeben. Ab 18.00 Uhr – wenn London und Frankfurt draußen sind, wird es im Allgemeinen ruhiger. Gegen 22.00 Uhr geht die Wallstreet und auch wir am besten schlafen.

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In meinem letzten Buch – FOREX- TRADING FÜR ALLE (bei Amazon als Buch mit Softcover oder aber als Ebook auf http://www.benn-verlag.com/forex-fuer-alle.html) hatte ich den Kontoauszug eines Traders, der ausschließlich mit dem Euro und dem Cable – das ist der Britische Pfund, gehandelt hatte.

Es war auch deshalb so eindrucksvoll, weil der Trader damit innerhalb eines Jahres (April 2011 bis April 2012) über 1,2 Millionen € verdient hatte.

Für die Binären Optionen ist der Euro im 60-Sekunden Takt genauso interessant und gut zu traden wie die 5 Minuten, 15 Minuten oder 1 Stunden Phase. Eigentlich ist der Euro ein Multitalent und manchmal ein Überraschungspaket. Wir set- zen unseren Handel aber nicht ohne ein bis zwei tiefe Blicke auf unseren Meta Trader 4 im übergeordneten und direkten Zeitfenster.

Manchmal etwas sehr sensibel scheint mir das Wäh- rungspaar

GBP/USD zu sein. Börsianer sprechen bei der britisch- amerikanischen Währungsachse auch vom Cable.

In guten Tagen ist das Britische Pfund fast der Bruder vom Euro. Steigt der, steigt auch das GBP. So manches Mal er- wischt man die beiden dann in trauter Zweisamkeit. Sie lösen sich dann gegenseitig in der Führungsriege ab.

Im September 1992 handelte George Soros, ein milliarden- schwerer Börsenspekulant, gegen das Britische Pfund und

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holte sich damit innerhalb kurzer Zeit einen Gewinn von 1,2 Milliarden Dollar.

Großbritannien ist die zweitgrößte Volkswirtschaft Europas. Hat sich aber bis heute vehement dagegen gewehrt, das Briti- sche Pfund gegen den Euro als nationales Zahlungsmittel aus- zutauschen. Dadurch ist England von der Europäischen Schuldenkrise weniger betroffen.

Allerdings hat Großbritannien selbst wirtschaftliche Probleme, die auf den GBP drücken. Das Britische Pfund ist ein Sensi- belchen. Während der Euro mitunter selbst bei schlechten Nachrichten weitermacht, als wäre er taub, reagiert das Briti- sche Pfund sofort. Dann ist es sogar noch volatiler als der Euro, so dass plötzlich Kurssprünge auftauchen, mit denen niemand gerechnet hatte.

Achten Sie besonders auch auf Zinsänderungen. Wenn die Bank of England ihre Zinsen ändert, ändert sich auch der Kurs. Wenn der Britische Wirtschaftsminister Vince Cable sich öffentlich zu der Wirtschaft oder den Finanzen äußert, dann reagiert der Kurs.

So oder so heißt es bei dem GBP/USD-Paar – bitte achtgeben und die Nachrichten verfolgen. Am besten aber erst einmal das Britische Pfund kennen lernen.

Im 60 Sekunden, 5 Minuten und 15 Minuten Takt müsste es eigentlich trendmäßig gut gehen – falls nicht gerade Nachrich- ten stören. Ansonsten sehen wir auch das Trading-Verhalten im Meta Trader 4. Diesen bitte auch in der jeweils übergeord- neten Zeit anschauen.

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USD/CHF

Hier müssen wir schnell umdenken. Denn an der Basis (Base Currency) steht der Dollar. Der Schweizer Franken ist nur der Counter Currency. Wir sehen hier also, wie teuer der Dollar in Schweizer Franken ist.

Dieses Paar ist ziemlich ruhig zu handeln. Allerdings kann der Kurs manchmal ausbrechen.

Bitte auch hier auf die fundamentale Analyse schauen. Wenn der Dollar hustet, bekommt auch der Schweizer Franken eine Erkältung.

Für Trades von 60 Sekunden bis 60 Minuten ganz gut zu han- deln. Aber wenig Action. Wir nutzen in jedem Fall unsere In- dikatoren im Meta Trader 4.

AUD/USD

Auf Rang 6 , hinter dem US-Dollar, dem Euro, dem Yen, dem Pfund Sterling und dem Schweizer Franken, steht der Austra- lische Dollar als meist gehandelte Währung.

1910 wurde als erstes das Australische Pfund eingeführt, das wie das Britische Pfund auch in 20 Schilling und 240 Pence unterteilte.

Im Juli 1944 versammelten sich 44 Staaten in Bretton Woods, New Hempshire, um die durch den 2. Weltkrieg verursachte geschwächte Weltwirtschaft neu zu ordnen. Dabei wurde der Weltwährungsfonds gegründet, dem Australien 1947 beitrat.

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Der US Dollar wurde als internationale Leit-und Transakti- onswährung festgelegt.

Im Jahre 1963 stellte die Australische Regierung fest, dass das von ihr bisher genutzte englische Münzsystem, im internatio- nalen Vergleich zu kompliziert und zu veraltet war. Deshalb wurde langfristig eine Umstellung in Dezimalzahlen, also den Zehnerreihen, geplant.

Bei der Umstellung erdachte man einen neuen Währungsna- men und an Anlehnung an das Britische Empire die Bezeich- nung Royal. In der Bevölkerung gab es dafür keine Gegenlie- be, so dass man der Währung den Namen Australischer Dollar gab.

Bei der Währungsumstellung 1966 war ein Australischer Dol- lar in 100 Cent unterteilt. Im Dezember 1983 wurde der Aust- ralische Dollar erstmals im Devisenmarkt gehandelt.

Der Spitzname ist Aussie. Womöglich abgeleitet vom Spitz- namen des Australien Shepherd. (Schäferhund).

Der Aussie gehört zu den so genannten Rohstoff Währungen und hat es in sich. Australien ist nämlich ein großer Gold- produzent, so dass der Kurs vom jeweiligen Goldpreis stark beeinflusst wird. Man spricht hier auch von einer Korrelation, einer Wechsel- beziehung. Steigt der Australische Dollar, steigt auch der Goldpreis und umgekehrt.

Er ist in kurzfristigen Trades zwischen 60 Sekunden und 60 Minuten recht gut zu handeln. Grundsätzlich muss man auch hier auf Fundamentale Daten achten, um nicht plötzlich eine

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böse Überraschung zu erleben. Bitte auch Technische Analy- sen nicht vergessen.

USD/CAD

Achtung: Hier steht als Base Currency wieder einmal der US Dollar vorne. Soll heißen, dass der Wert eines US Dollar in der Währung des Kanadischen Dollars angezeigt wird.

1871 wurde der Kanadische Dollar eingeführt, um in allen Provinzen ein einheitliches Zahlungsmittel zu haben.

In der Umgangssprache heißt er auch Buck, vom englischen „unsicher“ oder „bockig“ abgeleitet. Börsianer nennen den CAD auch Loonie. Dieser Spitzname entstand wohl, weil auf der Rückseite der 1 Dollarmünze ein Eistaucher (loon) zu sehen ist.

Seit 1973 werden die Münzen zweisprachig, in Englisch und französisch ausgegeben. Die Vorderseite ziert das kanadische Staatsoberhaupt, Königin Elisabeth II.

50 Cent Stücke gibt es nicht mehr und auch die 1.000-Dollar- Note wurde nicht mehr weiter gedruckt. Letztere, weil diese immer mehr zur Geldwäsche von kriminellen Elementen ge- nutzt wurden.

Kanada ist ein großer Erdölproduzent. Also korreliert er mit dem Ölpreis. Steigt der Ölpreis, steigt auch der Kanadische Dollar. Sinkt der, bekommt auch der CAD kalte Füße.

Auch hier muss man auf wichtige Nachrichten und den Öl- preis achten. Lässt sich ebenfalls in 60 Sekunden bis 60 Minu-

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ten Phasen, aber auch mit anderen Variablen wie etwa dem Touch in Zusammenspiel mit der Technischen Analyse und Meta Trader 4 gut handeln.

GPB/JPY

Wenn die Japaner ihre Wirtschaftszahlen veröffentlichen, ist hier die Hölle los. Als wenn die Engländer darauf gewartet haben, scheint hier so viel Rush Hour zu sein, wie auf Lon- dons Straßen zu Berufsanfangszeiten.

Da ist dieses Währungspaar zeitweise volatiler als der Euro. Dann ist allerdings Achtung geboten und man sollte sich nicht auf längerfristige Trades festlegen.

Das Britische Pfund/ Japanischer Yen Paar kann auch außer- halb der veröffentlichten Wirtschaftszahlen in den 60 Sekun- den bis 60 Minuten Parts gut gehandelt werden. Auch in ande- ren Varianten der Binären Optionen ist dieses Devisenpaar ein dankbarer Mitspieler.

USD/JPY

Die US-Dollar/Yen Achse lässt sich ebenfalls gut handeln, nur eben viel langsamer. Da ist nicht so viel Drive drin wie etwa in dem englischen Pedant.

In vielen Ländern ist der Yen übrigens, neben dem US-Dollar und dem Euro- im Sinne der Währungsstabilität Teil der eige- nen Geldreserven. Der Yen ist eine der stärksten Währungen der Welt.

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Er wurde das erste Mal 1871 nach europäischem Vorbild in Dezimalzahlen( 1 Yen = 100 Sen) heraus gebracht.

Vorbild in Dezimalzahlen( 1 Yen = 100 Sen) heraus gebracht. NZD/USD Der Neuseeländische Dollar ist unterteilt

NZD/USD

Der Neuseeländische Dollar ist unterteilt in 100 Cent. Das erfolgte allerdings erst im Juli 1967 mit der Umstellung vom Neuseeländischen Pfund (= 20 Schillinge) in Neuseeland Dol- lar.

Weil man Neuseeland mit der dort wachsenden Kiwifrucht verbindet und diese auch auf der Rückseite der 1-Dollar- Münze abgebildet ist, nennen ihn die Börsianer neckisch Kiwi.

Der Kiwi – so wird auch das Währungspaar NZD/USD ge- nannt, ist relativ ruhig zu handeln. Es kommt auf die Funda- mentalen Daten der USA an, wie ruhig der Kiwi zu handeln ist.

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DAX

Jeder hat so seine Lieblinge. Während ich mich von den Unsi- cherheiten des amerikanischen Marktes lieber zurück halte, gibt es einige Händler, die sich sehr erfolgreich auf Dow Jo- nes, Nasdaq und SP 500 regelrecht spezialisiert haben.

Der Dow Jones wurde bereits im Jahre 1884 von den Wallstreet Journal Gründern Charles Dow und Edward Jones als Index zur Entwicklung des amerikanischen Marktes heraus gebracht. Heute beinhaltet der Dow Jones den Index der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen der USA. Er rea- giert also ähnlich wie sein deutsches Pendant, der DAX.

Der Deutsche Aktien Index, kurz DAX genannt, spiegelt den Wert der 30 größten und umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands wieder.

Am 31.12. 1987 wurde er erstmalig mit einem Indexwert von 1000 genannt und ganz offiziell im Juli 1988 an der Deutschen Börse eingeführt. Der höchste Wert wurde im Juli 2007 mit über 8.150 Punkten verzeichnet.

Wert wurde im Juli 2007 mit über 8.150 Punkten verzeichnet. D er DAX hatte sich im

Der DAX hatte sich im Laufe der Jahre weniger gut ent- wickelt, als der Dow Jones.

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Nach einer Wahnsinns Rallye 1997, wo der DAX innerhalb eines Jahres von 2.800 Punkten auf 4.200 stieg und 1999 noch mit 6.958 Punkten das Jahr abschloss, sackte er in den nächs- ten Jahren dann Stück für Stück ab, bis das er anno 2002 nur noch mit 2890 Punkten im Index gestanden hatte.

Zurzeit steht er bei 7.620. Durch die Eurokrise wurde er schon so manches Mal totgesagt, doch die Anleger scheinen sich an den Negativschlagzahlen so gewöhnt zu haben, dass sie sich im DAX nicht beirren lassen.

Tatsächlich prognostiziert man dem DAX eine Überschrei- tung der 8000er Marke bis Ende des Jahres 2013. Man darf gespannt sein.

Marke bis Ende des Jahres 2013. Man darf gespannt sein. Viele Trader, die offensichtlich im Forex

Viele Trader, die offensichtlich im Forex Markt kein Glück – oder kein Gefühl dafür – hatten, suchten sich den DAX als Handelsobjekt aus.

Der DAX ist mit Öffnung der Börse in Frankfurt ziemlich geschäftig, zumal auch die Londoner Börse bereits geöffnet

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hatte. Gegen Nachmittag, wenn die Wallstreet gegen 15.30 Uhr mit in das Börsengeschehen mit eingreift, wird es manchmal ziemlich stürmisch. Erst recht, wenn US-Zahlen veröffentlicht werden.

Oft kann man erkennen, dass der DAX mit dem Euro gleich- sam steigt – oder fällt. Aber man sollte sich nicht unbedingt darauf verlassen und jeden Wert einzeln beobachten.

Der DAX lässt sich, genauso wie der Euro, auch in den Binä- ren Optionen in allen Zeitebenen gut handeln. Sehr gut auch in der Touch In Position.

Um große Dinge zu vollbringen, müssen wir nicht nur handeln, sondern auch träumen; nicht nur planen, sondern auch glauben!

Anatole France (franz. Schriftsteller)

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Broker für Binäre Optionen

Leider gibt es kaum einen Broker, der ein Demo-Konto zum Üben der Binären Optionen anbietet. So bleibt uns nichts anderes übrig, als die kleinste geforderte Einlage in die Hand zu nehmen und ein Realkonto zu eröffnen.

Banc de Swiss

Auch, wenn der Name es uns so auffassen lässt, dieser Broker ist keine Schweizer Bank und hat seine Hauptniederlassung auch nicht in der Schweiz, sondern in Zypern.

Letzteres wird wohl steuerliche Gründe haben. Da können wir uns sicherlich noch an die großen, politischen Debatten erin- nern, als vor vielen Jahren eine Reihe deutscher Unternehmen, eben aus der steuerlichen Perspektive heraus, in Zypern eine Hauptniederlassung gründeten. Inzwischen haben auch viele Broker die Vorteile von Zypern entdeckt.

Deutsche Trader können sich allerdings darüber freuen, dass Banc de Swiss eine Niederlassung in Frankfurt unterhält und man dort deutsche Ansprechpartner hat. Damit sind wir mit diesem Broker klar im Vorteil.

Er ist auch der einzige, der mit ganzen 100€ (oder 100$) als Ersteinlage zufrieden ist. Um etwas druckfreier handeln zu können, bietet er die Möglichkeit, auch nur 5€ pro Handel einsetzen zu müssen. Banc de Swiss hatte als eine der ersten Broker die Möglichkeit geboten, im 60 Sekunden Takt zu handeln. Allerdings ist

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dieser Handel nicht ganz ungefährlich, wenn man zu hastig, unüberlegt und unter Stress handelt.

Deshalb darf man niemals – wie schon oft von einer mysteriö- sen Wallstreet Trick Seite im Internet propagiert – nach einem Verlust sofort wieder rein, und dann noch den Einsatz ver- doppeln. Das geht in die Hosen.

Banc de Swiss bietet eine Vielzahl von Handelsmöglichkeiten an.

1. CALL oder PUT. Der übliche Optionshandel, bei dem wir vorher bestimmen müssen, ob der Wert in- nerhalb einer festgelegten Zeit – auch 60 Sekunden – fällt oder steigt. Bis zu 85% der getätigten Einlage (also auch nur 5€) kann man damit gewinnen. Schön ist es auch, dass Banc de Swiss 10% zurückgibt, falls man verloren haben sollte.

2. One touch. Diese Handelsform ist sehr lukrativ, da Gewinne zwischen 200% und 500% ausgeschüttet werden. Allerdings werden auch andere Einlagen vom Broker gefordert. Mit einem 5€ Trade kann man hier nichts tun. In der Regel sind mindestens 50€ erforder- lich. Dazu gibt man an, ob ein genannter Kurswert übers Wochenende zu einem bestimmten Kurs aus- oder ab- steigt. Entscheidend ist der Zeitpunkt des Wochenan- fangs, also am Montagmorgen.

3. Options Builder. Ein tolles Instrument, der Option Builder. Damit dürfen wir selbst bestimmen, mit wel-

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cher Einlage, in welcher Zeit und zu welchem Risiko wir handeln wollen.

Über Banc de Swiss kursierten im Internet negative Gerüchte, wonach der Broker gegen seine Kunden handeln würde. Tat- sächlich aber hatte es der Marketing Profi der Wallstreet Trick Seite ins Internet gesetzt, weil er für seine Empfehlungen an Banc de Swiss über 85.000€ haben wollte und nicht bekam. Banc de Swiss selbst hatte bis dato gar keine Partnerseiten gehabt.

Die verschiedensten Brokertests von Vergleichsportalen und Forex Seiten haben Banc de Swiss aber in jeder Beziehung Seriosität und absolute Korrektheit bescheinigt.

und Forex Seiten haben Banc de Swiss aber in jeder Beziehung Seriosität und absolute Korrektheit bescheinigt

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Optionsclick

Möglicherweise werden manche etwas irritiert sein, weil sie an dieser Stelle keinen bekannteren Broker sehen. Ich habe mich für Optionsclick aus verschiedenen Gründen entschieden.

Er rangiert in den Mindesteinlagen nach Banc de Swiss an zweiter Stelle. Allerdings teilen einige andere Broker mit ihm diesen zweiten Platz, weil sie ebenfalls nur 200€ als Min- desteinlage verlangen.

sie ebenfalls nur 200€ als Min- desteinlage verlangen. Was OPTIONSCLICK so interessant macht, ist der Umstand,

Was OPTIONSCLICK so interessant macht, ist der Umstand, dass sie die kleinste Handelssumme mit 10€ angeben. Das ist in meinen Augen ein Vorteil anderer gegenüber, die bereits 20€ oder gar 25€ als unterste Handelssumme verlangen.

Wir müssen nämlich immer mit Verlusten rechnen. Um aber unser Money Management in einem einigermaßen vertretba-

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ren Rahmen zu halten, sollten wir pro Trade maximal 5 bis 8% unserer Einlage riskieren.

Bei einer Einlage von 200€ wären das 10€ bis 16€ pro Trade.

Ein Tipp am Rande:

Wenn Ihnen 200€ im Augenblick zu viel sind, wählen Sie ein Dollar- Konto und überweisen diesen Betrag in Dollar. Damit würde Ihr Euro- konto nur mit etwa 145€ belastet werden.

Handelbare Zeiteinheiten bei Options Click sind:

15

Minuten

30

Minuten

Ende des Tages Ende der Woche

Leider ist die deutsche Version der Handelsplattform noch nicht vorhanden, so dass man sich etwas auf die automatische Übersetzung durch Google & Co verlassen muss. Allerdings ist die Seite fast selbsterklärend, so dass man auch fast ohne Worte auskommt.

Eine Reihe Trader, die noch nicht einmal in der Schule etwas Englisch hatten, kommen mit optionsclick jedenfalls bestens klar.

Nach der Einzahlung erhalten wir sogar noch die Möglichkeit, zum Eingewöhnen ein Demokonto zu nutzen. Das stellt Op- tionsclick seinen Kunden da nämlich kostenlos zur Verfügung. Und wer meint, damit überhaupt nicht klar zu kommen, kann sich seine Einlage wieder komplett auszahlen lassen. Eine faire Sache.

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Optionsclick bietet uns:

High/Low. Wir kennen diese Begriffe aus dem Forex auch unter buy/sell oder kauf/verkauf. Im Kurs also HOCH oder TIEF. Der klassische Trade bei den Binären Optionen, in denen man in einer vor programmierten Zeiteinheit (15Min/30 Min, Tag/Woche) eingibt, ob der Kurs ein be- stimmtes Ziel erreicht oder nicht.

One Touch. Hier gibt uns der Broker eine Zeiteinheit mit einem zu erreichenden Wert an. Erreicht er ihn in der Zeit, sind wir „im Geld“ oder „in the money“: Der Gewinn ist un- ser. Es kann aber auch anders herum ausgehen, dass der Kurs nicht erreicht wird, hier können wir die Option auf No Touch stellen und uns bei erreichter Zielvorgabe herzlich freuen.

Range. Englischer Begriff für Bereich oder Grenze. Der Broker nennt uns einen Bereich, der eine Unter- und Ober- grenze darstellt. Ähnlich wie bei den Bollinger Bands oder zwei unterschiedlichen Moving Averages.

Prognostizieren wir, dass der Kurs in der vorgegeben Zeitein- heit innerhalb der Range – der Grenzen – bleibt, dann strei- chen wir den Gewinn ein, wenn das so geschieht. Wir haben aber auch die Möglichkeit zu sagen, dass der Kurs sich aus der Range stiehlt und wenn das geschieht – sind wir in the money.

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Early Closure. Eine zusätzlich, wie außergewöhnliche Form, um sich frühzeitig Gewinne zu sichern. Im Forex- Handel kennen wie das unter Take Profit. Early Closure heißt Frühes Beenden oder Vorzeitiges Schließen.

Closure heißt Frühes Beenden oder Vorzeitiges Schließen. Wir schließen dabei noch vor dem Zeitpunkt unseren Trade,

Wir schließen dabei noch vor dem Zeitpunkt unseren Trade, um ganz sicher den angezeigten Gewinn mitzunehmen. Es ist weniger, als am Zeitpunkt-Ende. Aber es ist sicher, weil wir nie genau wissen, ob wir am Ende nicht doch noch aus dem Geld liegen. (out of money), also verloren haben.

Wir können uns bei optionsclick gut aufgehoben fühlen.

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OptionBit

Dieser Broker bietet sogar eine deutsche Handelsplattform. Er ist seit 2010 auf dem Markt und gehört mit zu den größ- ten Brokern weltweit. Die Handelssoftware basiert auf dem System Tradologic und ist sehr zuverlässig.

auf dem System Tradologic und ist sehr zuverlässig . Auch Optionbit bietet, neben vielen anderen Brokern,

Auch Optionbit bietet, neben vielen anderen Brokern, einen Einzahlungsbonus. Wer die Mindestsumme von 200€ einzahlt, bekommt gleich einen Bonus von 30%. Somit könnte er be- reits mit 260€ handeln.

Ab 500€ gibt es 40% und ab 1.000€ will man den Trader gleich mit 50% beglücken. Ein schöner Start, doch sollten wir uns auch die Kehrseite anschauen. Für jede beantragte und angenommene Bonuszahlung ist man verpflichtet, ein be- stimmtes Handelsvolumen zu ertraden. Nicht immer eine leichte Sache.

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Manche Broker geben bei Verlust bis zu 15% der verlorenen Summe wieder zurück. Optionbit macht das nicht. Dafür kann man aber den Handel bei Verlust noch vor Ende durch die Funktion: CLOSE, schließen und somit noch eini- ges retten.

Und wenn es besonders gut läuft, bietet Optionbit die Mög- lichkeit, den Handel zu verlängern oder gar längerfristig im Auto Trade Tool mehr zu verdienen.

Der 60 Sekunden Handel ist hier ebenfalls möglich. Des Weiteren findet man folgende Handelsformen:

DIGITAL: Unser Klassiker für Binäre Optionen. Man setzt auf ein Zeitfenster (60 Sekunden und mehr) und offenbart seine Einschätzung zum Preis.

TOUCH: Ein Handel mit der gleichen Funktion, wie sie bei dem regulären Forex-Markt der Take Profit hat. Während im klassischen Handel nicht die Zeit, sondern nur der Kursver- lauf zählt, muss man hier schon das vorher bestimmte Kurs- ziel spätestens zum Ende der Zeit erreicht haben. Hat der Kurs aber schon vorher das Ziel berührt, wir Ruhr- pottler sprechen auch vom Antatschen, so ist man „im Geld“, hat also den Gewinn eingefahren.

RANGE: Es sind die gestreckten Grenzen oben oder unten, die in einer Seitwärtsphase des Kurses nur schwer nach oben oder unten zu durchbrechen sind. Wir haben die Aufgabe zu sagen, ob der Kurs im vorher bestimmten Zeitfenster nun die Grenze oben oder unten durchbricht.

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Eine meiner Empfehlungen: Optionbit:

http://aff.optionbit.com/l.aspx?A=3144

Dass der Kurs in jedem Fall oben oder unten durchbrechen wird, ist sicher. Nur wann und wo – das können uns vielleicht die Technischen Analysen beim Meta Trader 4 sagen. Den haben wir uns ja extra bei einem anderen Broker herunter ge- laden

400% am Wochenende. So viel bietet Optionbit seinen Kunden, die Freitagabend sagen können, ob der Kurs am Montagmorgen die vorgestellte Höhe oder Tiefe erreicht hat oder nicht.

Bei diesen außergewöhnlich gewinnträchtigen, aber auch ris- kanten Trades bietet kein Broker eine Mindesthandelssumme von nur 5€ oder 10€ an. Wer viel gewinnen will, muss hier auch viel riskieren. Die Mindesthandelssummen sind in sol- chen Fällen ab 50€ aufwärts.

Rollover. Eine Funktion, bei der wir das Zeitfenster etwas nach hinten verschieben könnten. Zum Beispiel dann, wenn wir im Verlust sind und es so aussieht, als ob sich der Kurs zu unseren Gunsten dreht oder weiter in die Richtung geht.

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Banc de Binary

Es ist der letzte Broker dieser Reihe. Für Sie kann es aber auch der erste Broker Ihrer Wahl sein. Hier steht er an letzter Stelle, weil BBinary mindestens 250€ Einzahlung verlangt.

Stelle, weil BBinary mindestens 250€ Einzahlung verlangt. Dafür liegt aber die Mindest-Handelssumme bei

Dafür liegt aber die Mindest-Handelssumme bei sensationellen 1 € . Nun gut, wer will schon nur mit einem Euro handeln. Bei 75% Gewinn hätte man dann 1,75€ auf dem Konto. Da sieht doch die zehnfache Gewinnsumme viel besser aus.

Sie haben Recht, sollten allerdings bedenken, dass Sie damit auch das zehnfache Risiko eingehen.

Banc de Binary ist einer der ältesten Broker für Binäre Optio- nen und wurde bereits 2009 in New York gegründet. BBinary liegt es sehr am Herzen, dass seine Kunden wirklich Erfolg haben.

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Dafür ist auch die geringe Handelssumme gedacht, denn damit lässt sich gut und in Ruhe üben. Mal 75 Cent zu verlieren, bringt niemanden zum Herzinfarkt oder in stressige Situatio- nen. Genau das sollen wir ja in allen Handelsstrategien ver- meiden. Ruhe ist das oberste Gebot.

Wem auch die 75 Cent zu viel sind, kann bei BBinary auch ein Demokonto beantragen. So ein Übungskonto wird aus- schließlich den Kunden der BB gewährt. Letztendlich will man nicht, dass Kunden der Mitbewerber hier üben, um bei der Konkurrenz dann ein Echtgeldkonto zu eröffnen.

Also. ERST 250€ einzahlen, DANN Demokonto beantragen oder besser: Erst einmal mit 1€ handeln.

Banc de Binary hat sich – wohl allein aus steuerlichen Grün- den – für Europa in Zypern niedergelassen. Da er offenbar seine Seriosität unterstreichen wollte, hatte er als erster Broker für Binäre Optionen eine Lizenz bei der Zyprische Finanz- marktaufsichtsbehörde (CySEC) beantragt. Seit Januar 2013 ist er nunmehr offiziell reguliert. Mit der Regulierung bei der Cy- SEC ist er auch bei der deutschen Bafin registriert worden.

Man erhält hier auch einen deutschen Support und eine deut- sche Seite. Nur die Handelsplattform ist im internationalen Englisch gehalten. Allerdings so schön aufgeräumt, dass sich alles fast von alleine erklärt.

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BBinary bietet unter anderem folgende Optionen:

Call/Put: Hier kann man bis zu 90% Gewinn machen, wenn man im Geld endet. Allerdings gibt es auch die Mög- lichkeit, bis zu 15% der Handelssumme bei Verlust wieder zu bekommen.

60 Seconds: Wer sich sehr sicher ist, kann seinen Trade mit einem Zeitfenster von 60 Sekunden setzen. Man kann diese Trades auch wiederholen oder beliebig viele setzen, wenn der Zeitpunkt gekommen ist. Eine nicht immer ganz stresslose Form des Handelns.

Option Builder: Wir kennen doch alle die muskelbepack- ten Bodybuilder. So, wie die ihren Körper durch gezieltes Training selbst formen, kann man hier seine eigenen Optio- nen bilden. Wir können sagen, was wir handeln wollen, wie lange wir handeln wollen und in welchem Risikolevel. Wer risikofreudig ist kann seine Gewinnerwartungen stark erhöhen, geht aber bei Verlust leer aus. Will man bei Verlust lieber et- was zurück haben, so muss der Gewinn reduziert werden.

One Touch: Die einen Broker lassen bei dieser Option nur allein die Zeit bis zum Wochenanfang zu. BBinary aber gibt uns zum Wochenende eine Option vor, die für die gesamte laufende Woche gilt. Damit lassen sich ganz andere Erwartun- gen erfüllen. Ist man im Geld, so erwarten einen zwischen 200 und 500%.

Auch bei Banc de Binary bietet sich die Möglichkeit, im lau- fenden Handel frühzeitig auszusteigen, falls man Gefahr läuft, in den Verlust zu kommen. Anders herum besteht die Chance,

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bei einer Gewinnerwartung den Trade auch zu verdoppeln. Und das zu allen Zeiten. Der Trader sollte allerdings dabei beachten, dass der Broker nur bis zum bestimmten Zeitpunkt den vorzeitigen Abbruch oder die Verdoppelung des Trades zulässt. So oder so eine sehr interessante Variante.

Auch BB bietet seinen Kunden einen Bonus an. Den erhält man schon ab 250€, also bereits bei der ersten Einzahlung. Jedoch sollte uns allen klar sein, dass jeder Broker seinen Bonus nur unter bestimmten Handelsbedingungen abgibt.

Bevor also nicht ein bestimmtes Minimum an Handelsauf- kommen getätigt wird, bekommt man den Bonus erst gar nicht oder aber der Bonus verfällt.

Insofern besteht die ernsthafte Frage, ob man nicht besser auf einen Bonus verzichtet und somit jederzeit auf sein Guthaben zurückgreifen kann.

Es gibt eine ganze Reihe ebenso seriöser Broker, wie die hier genannten. Jedoch werden dort als kleinste Han- delssummen zwischen 20€ und 25€ gefordert, so dass ein vernünftiges Money Management bei der Mindesteinlage von nur 200€ nicht möglich ist. Hier würde Gefahr beste- hen, dass Sie Ihr gesamtes Konto zu verlieren.

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Wenn man nicht bereit ist, eine Aktie zur Hälfte fallen zu sehen, ohne in Panik zu geraten, dann sollte man sie von vornherein nicht kaufen!"

Warren Bufett

Money Management – Kontenschutz

Einer der meist gebräuchlichsten Fehler ist die Vernachlässi- gung des Konto-Trading-Verhältnisses.

Natürlich möchte ein jeder sein Handelskonto schnell nach oben pushen. Deshalb nimmt man gerne die größtmögliche Handelssumme, um sie für seinen Trade einzusetzen und da- mit auch einen größeren Gewinn zu erzielen.

Die wenigsten denken dabei auch daran, dass der Schuss nach hinten losgehen kann.

In meinem Buch FOREX- TRADING FÜR ALLE (bei Amazon) habe ich das Beispiel eines üblichen Geschäftsablau- fes genommen.

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Denken wir mal an ein Textilunternehmen, dass für seine Fi- lialen 1.000 Kleider in rosarot mit Pünktchen ordert, weil das der Trend ist. Natürlich setzen wir noch Zeitungs-und Inter- netwerbung ein, um diese Kleider zu pushen.

Plötzlich tritt eine US-Sängerin mit einem lilafarbenen Hosen- anzug auf und löst damit einen neuen Trend aus. Unsere ge- samte Werbung und auch unser schönes rosarotes Kleidersor- timent sind damit zum Teufel. Wir können nur noch unter großem Verlust ein paar Kleider absetzen und bleiben auf dem Rest sitzen. Der Geschäftsmann nennt diesen nicht vorher- sehbaren Verlust: Kosten.

Stellen wir uns jetzt vor, das sein Unternehmen 200.000€ Ka- pital besitzen würde. Glauben Sie, dass ein Geschäftsmann tatsächlich davon 50.000€ für eine einzige Kampagne riskiert hätte? Was meinen Sie, wie lange er dann noch überleben könnte?

Der Börsenhandel ist wie ein Geschäft. Da müssen wir Kos- ten, die wir hier als Verluste bezeichnen, automatisch mit ein- kalkulieren.

Deshalb steht für uns der Vermögensschutz an erster Stelle. Bitte, man mag denken, wie man will. Für die einen sind 100€ nur Peanuts. Andere wissen auch diesen Betrag hoch ein zu schätzen.

Die Kunst liegt darin, so lange wie möglich im Geschäft zu bleiben, sich zu halten und auch zu steigern. Und da kommt man mit kleinen, vorsichtigen Schritten besser voran, als mit zwei, drei großen.

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Im konventionellen Forex Handel ist das Risiko höher einzu- schätzen, mit einem Trade sein Gesamtkapital zu verlieren. Deshalb wird hier empfohlen, nie mehr als 1 bis 2% der Ein- lage zu riskieren.

Bei den Binären Optionen liegen der Gewinn und der Verlust von vorneherein fest. Man kann nicht mehr verlieren, als was man eingesetzt hat. Aber wenn ich von 200€ Einlage jedes Mal eine Handelssumme von 25€ riskiere, so bin ich in spätestens 8 Verlusten in Folge Pleite.

Sinnvoller wäre es, nur 10€ pro Handel einzusetzen oder – wo es möglich ist – sogar nur 5€. Zwar sind die Gewinne dabei auch kleiner, aber die bauen sich mit der Zeit immer weiter auf.

Irgendwann, wenn Ihre Gewinne das Konto auf 1.000€ hoch gewirtschaftet haben, können Sie auch mehr Geld pro Trade einsetzen.

Bei den Binären Optionen geht man von einer Handelssumme aus, die nie höher als 5% bis 8% der Gesamtkontogröße aus- macht.

Wer zum Beispiel bei Banc de Swiss die Mindesteinlage von 100€ bedient hat, sollte auch nur die kleinste Einheit von 5€ pro Handel einsetzen. Alles andere wäre tödlich. Auch die im Internet verbreitete Empfehlung, bei einem Verlust mit der doppelten Handelssumme zu arbeiten, um den Verlust zu ei- nem Gewinn zu machen, ist absoluter Blödsinn und einem Konten-Suizid gleichzusetzen.

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Unsere Regel:

Wir setzen niemals mehr als 5% unserer Einlage als Handelssumme ein, um unser Konto zu schützen und im Geschäft bleiben zu können!

Alles, was sich ein Mensch vorstellen kann, werden andere Menschen verwirklichen.

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Jules Verne

Der Wallstreet Trick ein Gaunerstück?

Wer sich bisher je für Binäre Optionen interessiert hatte, dürf- te über kurz oder lang über die Internetpräsentationen vom Wallstreet Trick gestolpert sein.

Diese Homepage knallt dem Betrachter förmlich ins Gesicht und schreit immer wieder: Lies mich, nutz mich…

Die Seite ist phänomenal und sehr professionell aufgemacht. Sie sieht fast so aus, wie ein Wallstreet Journal und ist auch ebenso in verschiedene Spalten unterteilt. Man findet hier ver- schiedene Rubriken und wird förmlich von einer Überschrift zur nächsten weiter gereicht.

Das ist die Handschrift eines Marketing Experten und muss die Macher viel Geld gekostet haben.

Unbewusst oder auch bewusst nimmt man die Markenzeichen von internationalen Fernsehsendern, deren Nachrichten- und Börsenabteilungen wahr, die sich hier, wie zur Unterstreichung einer unbedingten Seriosität, auf der Seite tummeln. Wer ge- nau hinschaut wird feststellen, dass von der Seite kein einziger Hinweis zum Wallstreet Trick besteht.

Das aber übersieht der User zuerst und schaut ganz gespannt auf das Video. Hier stellt sich ein Mann in den besten Jahren mit seinem nicht ganz besten Anzug vor. Er gibt den An- schein, dass er gerade von der Wallstreet kommt. Seine Kolle- gen sind böse auf ihn, so lässt er verlauten, weil er doch die

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Supersause-Tricks zum Geldverdienen verrät. Ob die ihn des- halb in New York ins Wasser geschmissen hatten? Mit dem Anzug?

Dem um Seriosität bemühten Wallstreet Knaben hatte man offenbar nicht nur das Bügeleisen, sondern auch seinen Haus- namen geklaut. Er nennt sich schlichtweg Norbert.

Das aber wird vielen wohl erst einmal nicht so sehr ins Be- wusstsein gerückt, da die meisten noch von den ersten Präsen- tationen freudig erregt geschockt sein dürften.

143 € in nur 39 Minuten 576 € in nur zwei Stunden 4.754 € in nur einer Woche…

…schreibt Norbert und sagt es auch gleich in seinem Video. Es sind Menschen, wie Sie und er, Hausfrauen, Ärzte und so weiter, die noch nie etwas mit der Börse oder Forex zu tun hatten, gibt er an und

mit

der Anleitung aus diesem Video hat jeder schon am

ersten Tag bis zu 973€ verdient…

…sagt Norbert weiter. Niemand wird ihm das auch anzwei- feln, denn auf der Homepage scheint sich eine Auszeichnung nach der anderen für seine Methoden erwärmt zu haben. So kommt uns Norbert tatsächlich wie ein Guru aus Übersee vor.

Das demonstriert uns Norbert nun auch anhand eines Echt- zeitcharts. Ich bin mir nicht ganz sicher, wie oft das geübt worden war, denn der Markt hält nicht so kritiklos still, wie die Schauspieler dieser Seite.

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Und Norbert, dem ich am liebsten mal eine Currywurst rüber geschoben hätte, so abgemagert wie er aussah, erklärt laut, wie es denn so geht:

„Man geht auf buy oder call, wenn der Kurs die untere Linie des Bollin- ger Band berührt und umgekehrt, auf sell oder put, wenn der Kurs am oberen Rand stößt.“

Super. Der liebe Gott war mit dabei. Denn beim ersten Trade – oder waren die anderen weggeschnitten?- mit einem Einsatz von 5€ klappt das auch.

Und ab zum Nächsten. Norbert lässt wissend und mutig drü- cken und … oh shit, ging daneben. Norbert ist offenbar kurz irritiert. Aber er fängt sich schnell und meint: „ Das kann ja mal passie- ren, daran muss sich jeder gewöhnen, das es Verluste gibt…“ womit er sicherlich nicht Unrecht hat und so zeigt uns Norbert den geheimen Wallstreet Trick, indem er den nächsten Trade von 5€ gleich auf 10€ erhöht, um den Verlust wieder auszuglei- chen.

Doch irgendwie ist der Teufel im Detail und plötzlich scheint sich ein anderes Konto dazwischen gemogelt zu haben, denn wir finden auf einmal eine andere Zahl vor.

Statt 7€ Gewinn sind es nur 2€, aber das übergeht Norbert mit einer freudigen Feststellung: „…in zwei Minuten 2 € erwirtschaf- tet“ – und er lobt sich selbst: „Kein schlechter Schnitt…“

Bis hierhin kann man das Ganze als eine geniale Marketing Methode bezeichnen und dem Macher anerkennend auf die Schulter klopfen. Man wartet jetzt direkt darauf, dass sich ein

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Button auftut, wo man sich für das nächste Seminar von Norbert anmelden könnte.

Doch es kommt nichts.

Allerdings wagt Norbert auch keinen weiteren Life-Beweis, sondern schwört den Zuschauer auf die scheinbar trickreiche Methode ein, bei einem weiteren Verlust den Einsatz gleich auf 25€ zu erhöhen und wenn das schief läuft, sofort noch einmal auf 50€ zu verdoppeln.

Wenn wir überlegen, dass er uns scheinbar reale Beispiele ge- zeigt hat, wie man mit 200€ in knapp einer Stunde ein paar hundert Euro verdient und der Trick wohl darin liegt, die Einsätze immer wieder zu verdoppeln, frage ich mich, wie lange noch?

Überlegen wir mal: Es sind uns 5€ und danach 10€, anschlie- ßend 25€ und nochmal 50€, also insgesamt 90€ von einem Konto über 200€ flöten gegangen. Verbleiben noch 110€.

Wenn bis hierhin alles in den Verlust gegangen ist – was ext- rem selten vorkommt, wie Norbert erzählt – dann müssten wir, jetzt mit 100€ handeln. Und wenn das auch schief geht?

Da diese Kamikaze Methoden wohl kaum von professionellen Brokern so angewandt werden, dürften die Nachahmer sehr bald auf die Nase gefallen sein. Ich las in den verschiedenen Foren von Wallstreet-Trick und Binary Code Opfern, die auf diese Art und Weise zwischen 150€ und 1.600€ verloren hat- ten.

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Da kann aber dieser Norbert wirklich nichts dazu. Er ist nur Schauspieler, hat sein Leben noch nie etwas von Börse gehört, geschweige denn, da überhaupt mal mit gehandelt. Das er an- geblich Seminare gegeben hätte, soll den Leser und Zuschauer nur noch in Sicherheit wiegen.

Damit man nicht so stark ins Grübeln kommt und sich auch über Norbert keine Gedanken macht, werden auf der Home- page die etwas verschwommenen Kontoauszüge eines offen- bar erfolgreichen Schülers von Norbert, nämlich Thomas Grüzi, der am 24.8. mit 200€ begonnen haben sollte. Danach folgen weitere Tagesauszüge, aber keine Namen. Angeblich auch von Thomas Grüzi, der nun bereits nach 7 Tagen auf ein Guthaben von 4.754,76€ blicken wollte.

Man darf an der Rechtmäßigkeit dieser Kontoauszüge und deren Abfolge innerhalb 7 Tagen erhebliche Bedenken anmel- den. Erst recht, wenn man den Ausführungen folgt, wie dieser Handel zustande gekommen ist und wie jeder handeln sollte.

Als Forex-User waren nicht nur mir, sondern auch der ganzen Branche solche Informationen ziemlich abenteuerlich, um nicht zu sagen: hochbrisant und gefährlich.

Aber wer hier ganz unbedarft auf die Seite kam und zum ers- ten Mal mit der Börse und Forex in Berührung kam, der wür- de auch das noch einigermaßen seriös und schlüssig halten.

Doch was dann kommt, bringt bei vielen nur noch ein Kopf- schütteln hervor.

„Norbert“ lässt sich in einem Luxuswagen filmreif zum Semi- nartermin fahren. Er trägt Anzug. Klar. Soll ja seriös wirken.

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Man fragt sich, ob er nur einen hat oder das Ganze in einem einzigen Tag abgedreht hatte?

Es erinnert so ein bisschen an eine Szene aus einem Fernseh- bericht über den Buchautor und Dozenten Bodo Schäfer (In 7 Jahren zum Millionär), der sich mit Rolls Royce und eigenem Chauffeur filmen ließ. Nur, der trug maßgeschneiderte Anzüge und besaß tatsächlich einen teuren Fuhrpark.

Bei Norbert ist alles ein wenig bescheidener, auch wenn die Kamera Luxus und Erfolg demonstrieren will und zeigt, wie er gerade vor dem Berliner Kempinski Hotel ankommt und dann genau dort die weitläufige Treppe aufsteigt.

Schnitt. Norbert ist offenbar an seinem Ziel angekommen. Während der noch ganz im Gewinnerrausch stehende Zu- schauer nur Kempinski Hotel und Seminar zusammen zählt und sich immer noch in dem Luxushotel wähnt, erkennt der genauere Betrachter, das es sich hier wohl um einen anderen Seminarraum handeln würde.

Norbert also beim Seminar. Allerdings hört man nicht, was er sagt. Man sieht ihn nur zwischen ein paar Tischen, an denen einige Personen sitzen, entlang laufen und reden. Es hätte auch ein Vortrag über ein MLM Geschäft oder die Anweisung für die Küche gewesen sein können.

Schnitt. Seminar ist wohl zu Ende, denn die Teilnehmer wer- den im Flur vor die Kamera gebracht. Das müssen allerdings die Teilnehmer eines anderen Seminars gewesen sein, denn diese Gesichter hatte man vorher nicht gesehen.

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Ein gewisser Sven Barth hätte bereits schon beim Seminar mehr Geld mit den Binären Optionen gemacht, als er als Ge- bühr hätte zahlen müssen.

Auch andere, wie etwa ein Herbert Krosswang oder Cornelia Weiss hätten schon gleich Geld verdient und weitere Teilneh- mer planten bereits ein großes Auto, schöne Reisen und gar den Ausstieg aus dem bisherigen Beruf.

Meine Augen würden jedenfalls ganz anders strahlen, wenn ich über so phantastische Gewinne sprechen würde. Da man- cher Zuschauer vielleicht gerne aus berufenem Munde gehört, ob und wie das Ganze denn weiter funktioniert hätte, versuch- ten einige, die Telefonnummer oder eine Facebook-Adresse der einzelnen Teilnehmer ausfindig zu machen.

Doch vergeblich. Nicht eine oder einer der vorgeführten Da- men oder Herren konnte tatsächlich irgendwo ausgemacht werden.

War alles nur ein Fake? Vielleicht könnte Norbert da Aufklä- rung schaffen. Wie hieß er denn nochmal, außer Norbert? Und wie konnte man ihn direkt erreichen? Vielleicht wäre der eine oder andere auch daran interessiert, eines seiner Seminare zu besuchen.

Ich wendete mich mal an den 24Stunden Support, auf das man ja zurückgreifen sollte.

Doch: Auf meine verschiedenen Fragen, gab es nur schwam- mige Ausweichmanöver, aber keine klaren Antworten.

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Kunststück, Norbert heißt noch nicht mal Norbert. Und wie er mit Hausnamen heißt, ist ebenfalls uninteressant. Denn dieser Mann hier ist nur Schauspieler. Wer steckt also wirklich dahinter?

Wer jetzt mal nach einem ordentlichen Impressum sucht, sucht vergebens. Keine Telefonnummer, keine Emailadresse, nur ein anonymer Support.

Durch Zufall kommt man dann doch irgendwie an eine Ad- resse in Spanien. Zwischendurch auch mal an eine in der Tür- kei.

In seinen verschiedenen Videovorträgen weist Norbert, im Auftrag der Marketing-Profis, noch explizit darauf hin, dass es viel Müll und Abzocke bei den Brokern geben würde, so dass der Zuschauer nur genau die Broker nehmen sollte, die er – der Norbert – ihnen empfehlen würde.

Hoppla? Geht es den Machern womöglich gar nicht um die Binären Optionen oder eines seiner angeblichen Seminare, sondern verdient er sein Geld hauptsächlich als Affiliate (Empfehler)?

Bei den ersten Angeboten hatte der Eigentümer der Werbesei- te auch die Banc de Swiss mit einem Link genannt. Womög- lich nur deshalb, weil diese zum damaligen Zeitpunkt die ein- zigen mit einem 60-Sekunden Deal aufwarten konnten. Jeden- falls war es nur ein ganz normaler Link.

Anders bei etoro. Diesen brauchte man, so der Hinweis, um genauere Traderdaten durch den Metatrader 4 zu erhalten.

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Eine Einzahlung von 50€ würden schon genügen, um lebens- lang das Realkonto und die Daten nutzen zu können.

Erstaunlicherweise hat etoro gar keinen Meta Trader 4, den man herunterladen und mit entsprechenden Indikatoren ver- sehen kann. Aber etoro hat etwas anderes: Eine Provision für jeden, der den Broker weiterempfiehlt.

Offensichtlich gehört Banc de Swiss nicht zu den Brokern, die für Empfehlungen zahlen. Aus diesem Grund hatten die Ma- cher von Norbert wohl einen neuen Broker für Binäre Optio- nen gesucht und gefunden, der ihm Affiliate- Provisionen zahlte.

Über 6.000 Menschen hätten seine Ratschläge befolgt, so heißt es auf seiner Homepage. Das wären für ihn rund 200.000€ gewesen, die ihm damit in die Kasse gespült worden waren.

Kein schlechter Schnitt, um es mit Norberts Worten zu sagen. Und das ist wohl auch der einzige Grund seiner großen Auf- tritte, die er noch mit der Suche nach eigenen Empfehlungs- gebern (Affiliates) untermauerte.

Hier bietet er den besten Affiliates, neben einem Haufen Geld, sogar noch den kostenlosen Besuch einer attraktiven, blonden Putzfrau an, die den Gewinnern nicht nur das Büro säubern wollte. Meine Frau würde mir jedenfalls etwas ganz anderes erzählen, wenn in meinem Büro so eine Mieze auftauchen würde.

Aber damit sollte allen klar sein, worum es unserem ominösen Norbert tatsächlich geht – um Einnahmen aus Weiterempfeh- lungen. Nicht mehr!

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Alles durchaus noch legitim.

Aber weshalb der Mann – und auch seine Mitstreiter – wis- sentlich die Leser und Zuschauer mit dubiosen Angaben zum bloßen Zocken statt zu einem sonst seriösen Handel bringen wollte, ist mir schleierhaft. Er hatte gute Ansätze, aber dann gingen mit ihm wohl die Pferde durch.

Hinter Norbert und allen anderen Schauspielern steht ein Marketing Experte, der nur eines im Kopf hatte: Die Zu- schauer und Leser dazu zu bringen, den Klick bei etoro zu machen und 50€ einzuzahlen. Damit hätte er sich nämlich schon 25€ mit einem Klick verdient.

Schlimmer könnte es nicht mehr kommen, so glaubt man. Aber da kennt man den Macher hinter Norbert schlecht.

Auf seiner Seite hatte er nämlich Banc de Swiss empfohlen, weil die damals wohl die einzigen waren, die 60-Sekunden Trades angeboten und nur ein Mindestkapital von 100€ gefor- dert hatten.

Wer sich mit Affiliate-Programmen auskennt, wird festgestellt haben, dass es nur bei etoro, nicht aber bei Banc de Swiss ei- nen Empfehler-Link gegeben hatte.

Das aber interessierte den Macher der Wallstreet Trick Kam- pagne wohl weniger. Er forderte von Banc de Swiss über 85.000€ für seine Weiterempfehlungen. Der Broker ging da- rauf nicht ein. Und so gab es von dem Wallstreet Trick Hin- termann im Namen von Norbert eine Warnung an alle Kun- den:

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Da der Wallstreet-Trick Macher inzwischen wohl auch die vielen Negativnachrichten mit bekommen hatte, spannte er

Da der Wallstreet-Trick Macher inzwischen wohl auch die vielen Negativnachrichten mit bekommen hatte, spannte er einfach Banc de Swiss als den Bösen Broker und den eigentli- chen Grund für die massiven Verluste seiner Kunden ein.

Auch alle anderen Kritiken wendete der Marketing-Fritze ein- fach um, in dem er auf seiner Webseite über andere schimpfte und gleich auch wieder mal den absoluten Beweis liefern kann, dass der Wallstreet Trick funktionieren würde.

Natürlich war das auch wieder eine Farce. Doch einige Neule- ser fanden das natürlich schlüssig und tappten in seine Falle.

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Damit hatte der Marketing Mensch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum ersten Banc de

Damit hatte der Marketing Mensch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Zum ersten Banc de Swiss einen ausge- wischt, weil die seinen Forderungen nicht nachgekommen waren und zum zweiten bei einem anderen Broker noch ein- mal Provisionen für die Vermittlung. Damit aber viele Altkun- den noch mal den Link aufriefen, sagte er ihnen einen Bonus zu. Quasi als Entschuldigung für die angeblich falsche Emp- fehlung von Banc de Swiss.

Tatsächlich aber bieten diese Broker ihren Kunden ohnehin immer einen Bonus von 30% an.

Aber das muss man Norbert, der offiziell dafür eingespannt wurde, nachsehen, denn er hat von Forex, Binären Optionen, der Börse oder den Strategien absolut keine Ahnung

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Der Macher ist Fachmann für Werbebotschaften, für Tricks, wie man Menschen für seine Dienste einspannt. Wahrschein- lich ist oder wäre er ein begnadeter Heizdeckenverkäufer auf Ausflugsfahrten von Senioren. Oder Menschen, die nur das Äußerliche sehen. Er ist kein Wallstreet Mensch, aber ein Trickser allererster Güte. Leider arbeitet er mit doppeltem Boden.

Wie seriös der Wallstreet Trick oder Binare Code ist, zei- gen schon die vielen getürkten Absender, unter denen die Botschaft vermittelt werden soll.

Der Wallstreet Trick oder Binary Code Hintermann hat sich ein paar Mailadressen besorgt, die dem Leser Seriosität vermit- teln sollen, aber tatsächlich mit dem eigentlichen Absender rein gar nichts zu tun hat. Offenbar scheinen sich die Leute hinter Norbert & Co. sehr sicher in ihrer Anonymität zu füh- len, denn hier schießen sie weit übers Ziel hinaus und auf kri- minelle Pfade.

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Es gibt inzwischen wieder neue Seiten mit Videos, die dieses Mal aber einen anderen, weltmännisch

Es gibt inzwischen wieder neue Seiten mit Videos, die dieses Mal aber einen anderen, weltmännisch dreinblickenden, Schauspieler auf einer Ledercouch zeigt.

Auch er hat das Geheimnis der Binären Optionen entschlüs- selt. Dieses Mal sind wenigstens ein paar Vorsichtsmerkmale zum Money Management vorhanden.

Da man aber gieriger geworden ist, empfiehlt das Kerlchen für seine Auftraggeber, gleich zwei verschiedene Broker mit Binä- ren Optionen –und natürlich etoro – zu nehmen, um angeb- lich noch andere Werte traden zu können.

Das ist Blödsinn. Denn man kann und sollte sich nur auf ein Konto konzentrieren und sein schwer verdientes Geld nicht

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wie beim Einarmigen Banditen auf verschiedene Automaten verteilen.

Lassen Sie sich also nicht ins Bockshorn jagen.

Das ist das Schöne an der Börse:

Ein Spekulant kann 1000% gewinnen, aber nie mehr, als 100% verlieren.

Hermann Josef Abs,-deutscher Bankmanager

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Druck ist tödlich

Natürlich kann ich es verstehen, wenn man schnellstmöglich Geld verdienen will. Die meisten von uns haben ein Leben lang darauf gewartet.

Einige stehen vielleicht noch in einem Beruf, der sie sprich- wörtlich ankotzt. Andere finden den Beruf gut, nur die Kolle- ginnen und Kollegen sind alles andere als Mitstreiter oder gar Freunde. Und der Chef womöglich eine Knalltüte.

Rudolf K., ein Leser aus meinem letzten Buch, hatte sein ge- samtes Erspartes auf ein Traderkonto überwiesen und war voller Enthusiasmus eingestiegen. Ein paar gute Trades ließen ihn schon vom Familienurlaub in der DomRep träumen. Aber dann wurde er schluderig.

Als seine Frau ihn abends nun mit strahlender Erwartung frag- te, wie viel er denn heute gewonnen hatte, bekam er einen Kloss in den Hals. Er hatte an diesem Tag ein Viertel ihres Sparbuch-Vermögens verloren.

Und am nächsten Tag das gleiche Spiel. Rein in den Trade, eine höhere Lot-Zahl genommen, weil er ja den Verlust vom letzten Tag auf jeden Fall wieder zurückholen wollte – und wieder ging es in die roten Zahlen.

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Rudolf war in meiner Altersklasse. Ein Leben lang nur viel Arbeit und von Jahr zu Jahr blieb von Gehalt immer weniger übrig. Nun musste er unbedingt gewinnen, denn sonst wäre auch das letzte, vom Munde abgesparte Geld weg. Und damit auch sein Traum, seiner Frau und seinen beiden Kindern mal etwas mehr zu gönnen als zwei Tage Eifelurlaub.

Unter diesen Voraussetzungen war es klar, dass er wieder ver- lieren würde. Gottseidank wandte er sich vorher an mich. Er ließ das Traden ein paar Tage sein, machte ein direktes Coaching mit und war danach wieder im Geschäft. Dieses Mal sehr viel überlegter und ruhiger.

Auch da machte er noch Verluste, aber eben seltener. Dafür machte er mehr Gewinne und hatte endlich nach zwei Mona- ten alle seine Verluste wieder raus und tradet nun mit Gewinn. Ohne Druck.

Falls Sie unter Druck stehen sollten, lassen Sie das Handeln für ein paar Tage sein. Beschäftigen Sie sich mit etwas ande- rem. Vielleicht wollten Sie mal ein Buch schreiben, dann tun Sie es. Wenn Sie nicht wissen wie, dann sehen Sie unter www.proconcilio-seminare.de mal nach. Da finden Sie auch Schriftsteller-Seminare. Sie lernen dort, Ihr eigenes Projekt umzusetzen und damit auch Geld zu verdienen.

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Machen sie sich alle möglichen Gedanken, wie und wo Sie noch ein paar Euros dazuverdienen. Tun Sie es.

Und dann traden Sie wieder. Ganz ruhig.

Sie schauen erst einmal, was es aktuell in den Nachrichten gibt. Dann holen sie sich den Meta Trader 4 auf den Monitor. Es ist wichtig, dass Sie hier ein Realkonto haben, um tatsäch- lich reale Kurse zu haben.

Anschließend gehen Sie in das Broker-Konto der Binären Op- tionen. Es ist gleichgültig, ob Sie jetzt mit dem Wolkenchart, dem Moving Average oder den Trendlinien arbeiten. Wichtig ist, dass Sie etwas haben, womit Sie umgehen können. Einen Indikator, bei dem Sie sich zuhause fühlen.

Erst dann setzen Sie mit der kleinsten Zahl, also etwa 5€ oder 10€ einen Zielkurs. Das kann in einem 60 Sekunden- oder in einem 5 Minuten-Takt sein. Bedenken Sie bitte: Je kürzer der Trade, desto schneller der Puls. Je schneller der Puls, desto mehr setzen Sie sich selbst unter Druck.

Arbeiten Sie jedoch nie unter Druck!

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Kleines Lexikon

A

Ablaufzeit Zeit und Datum, an dem der Trakt verfällt.

Asset Ein globaler Ausdruck für Aktien, Währungen, Indizien und Werte, die in einem Kontrakt gehandelt werden.

Aus-dem-Geld (out of the money) Man ist mit seinem Kurstipp aus der Gewinnzone geflogen und damit aus dem Geld.

B

Baisse (Bear, Bär) Ein Ausdruck der Börsianer – auch als bärisch bezeichnet –, wenn der Kurs die Abwärtsrichtung nimmt oder genommen hat. Bärenmarkt (Baisse) ein Markt, der sich im Abwärtstrend befindet.

Bull (Hausse) Ein Börsenausdruck, wenn sich der Kurs nach oben hin ent- wickelt. Der Kurs ist bullisch, sagt man auch. Bullenmarkt (Hausse) Der Markt, der sich im Aufwärtstrend befindet.

C

Candlestick Chart (Kerzenchart) Sehen aus wie Kerzen mit oder ohne Docht. Auch mit einem oder zwei Dochten. Wenn der Kurs bei der Eröffnung höher

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ist, als der Schlusskurs ist, dann wird das Teil zwischen dem Eröffnungs- und Schlusskurs schattiert. Ist der Schlusskurs dagegen höher als der Eröffnungskurs, dann bleibt dieser Be- reich leer.

D

Devisenhandel Der gleichzeitige Kauf einer Währung und der Verkauf einer anderen Währung in einem außerbörslichen Markt (over the counter market). Die meisten Devisen werden gegen den US-Dollar notiert.

Digital-Option Ein anderer Name für Binäre Optionen.

E

Einlage (Deposit) Das Ausleihen und Borgen von Bargeld. Die Rate, zu der Geld geliehen wird, wird auch als Einlagenzinssatz bezeichnet. Ein- lagenzertifikate (CDs oder Certificates of Deposit) sind auch handelbare Finanzinstrumente.

F

Fundamentalanalyse Aus den aktuellen wirtschaftlichen und politischen Nachrich- ten werden Rückschlüsse auf den aktuellen Kurs oder deren Entwicklung gezogen. Je nach Wichtigkeit kann das am Markt sehr starke Schwankungen verursachen.

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I

Im oder am Geld (at the money) Ein Ausdruck, wenn der Kurs am Zeitende genauso hoch oder niedrig ist, wie beim Einstieg. In diesem Fall gewinnt oder verliert der Anleger nichts. Das Geld bleibt bestehen.

Im-Geld Ein Begriff, der besonders bei den Binären Optionen auf- taucht, wenn man im Gewinn ist.

K

Konto Aufzeichnung aller Transaktionen. Kontostand = Geldbetrag auf einem Konto.

L

Leverage Wird auch Margin genannt. Eine Art Sicherheitsleistung für den jeweiligen Trade.

Libor - London InterBank Offered Rate Zinssatz aus dem Londoner Interbankhandel. Die großen in- ternationalen Banken benutzen LIBOR, wenn sie sich von einer anderen Bank Geld leihen.

Low/Below/Put/Down Option Eine Option, wonach der Kurs am gewählten Zeitpunkt nied- riger ist, als beim Einstieg.

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P

Points, Pips Der bei Forex (im Devisenmarkt ) verwendete Begriff für die kleinste Veränderung . Je nach Währung bedeutet ein Pip normalerweise 0,0001 bei EUR/ USD, GBD/USD, USD/CHF und 0,01 beim Währungspaar USD/ JPY).

R

Range (Bereich) Der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Kurs, der im Laufe eines Handelstages aufgezeichnet wird. Man spricht aber auch von einem Range, wenn sich ein Kurs im Seitwärtstrend befindet.

Rate Der Preis einer Währung in Bezug auf eine andere.

T

Technische Analyse Eine Analyse, die auf mathematischen Grundsätzen als Quer- schnitt der letzten Minuten, Tage, Stunden oder Wochen ge- stellt wird und eine Kursrichtung angeben kann.

Tick Eine minimale Preisänderung nach oben oder unten.

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U

Unterstützung Eine Unterstützungslinie ist in manchen Indikatoren automa- tisch enthalten, kann aber auch von Hand täglich selbst in den Chart gezeichnet werden. Dabei handelt es sich um eine Linie, die unterhalb der letzten Kurse liegen. Sobald diese Linie nach unten hin durchbrochen wird, sprechen wir von einem Ab- wärtstrend. Gleichzeitg wird aus der Unterstützungslinie eine Widerstandslinie.

V

Vertrag (Contract) Bei jedem Handel an der Börse, im Forex-Markt oder den Binären Optionen geht man einen Contract ein.

W

Währungspaar Die beiden Währungen, aus denen ein Wechselkurs besteht. Zum Beispiel EUR / USD.

Widerstand Bei verschiedenen Indikatoren wird der aktuelle Widerstand angezeigt. Dieser kann auch selbst von Hand im Chart einge- zeichnet werden und befindet sich in der Regel oberhalb der Kurse. Wird dieser Widerstand von den Bullen (Käufern) nach oben durchbrochen, so können wir von einem Aufwärtstrend ausgehen. Damit wird die Widerstandslinie zu einer Unterstüt- zungslinie.

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Z

Zahlungsbilanz Aufzeichnungen von Transaktionen mit dem Rest der Welt über einen bestimmten Zeitraum. Dazu gehören Waren, Dienstleistungen und Kapitalbewegungen.

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