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SCI-tłVEł2.ER ftNtvALEN ,~0q3S""-!f~36) 1 s. 36c:t-3/}/l.

Der ]\fonotbei~iimu$ ais połitisc•ht>s Problem

hn

von Erik Pl~ter!!on

Jakoh Hegner. Leipzig

t ntertit•~l nennt bicb die

lintersu

chung "dn Bdtrag zur Geschichte dt~r poli~

tisdH~n Theologie im Imperium Romannm"", w()rnit schon eine doppelte ALsicht ange-

deuttt ist, die das ganze Werk durehzi(•ht.

Eitwsteiłs :;;oJI dif' Gesr·hichtt' eim~r zugleicb tłu:ołogisthen und politischen Itłee dtm·h

eirwn

lwstimmtt··u

heeonder:;

Zl'it.nwm

(von

Aristoteles

lwdeutenden

bis

Augustin)

Hrfułgt werden. A.ndemteilli! $Oli an diesrr

En t wieklung ais an einrm Bchopiel der iihrr- histnrisdw Sirm od,~r Widert\inn dieser Idet> geu~igt wt~rden, der Idee der polithwht'n

TIH·nlol!i<", d. h. d(•r Idee, dafi das theoln~

gi::sch,,

Problen1

d t·~ g <H tlic.·hen

W dtr<>gi*

nu:•nt,~s in i.JnH~rcr Beziehung zum połiti­

srhen Probłt•m der Staat!iiform stiinde~

da Ueint'r hestimmten Gf~staltder Monarchie

rwl wendig: t>in het<timmtf"t BegriJf \on Mon(l

t:heismus zugt•o.rdnd st'i und umgt,kehrt. Dit• l nlt'rl:'uchung j!eht aus von Arh~to­

tdcs, d(•r tłie Einht,1it

s

-itws

PrinzipB rnit

,Jem K i.lni~e llomer~ u·r~ld(•ht. Dif.s Bild

wini

~plH('T sownhl

vom Jndenf.l.un, (L h.

iihernommen.

HdlenisniUS, ah

;;ubstituit•rt

aueh \om

X<HH]rien

dc~m homt!"ri.:,ch~tu lłt·rkiinig fr(:iłidt den

ru:·rshd•-hell~nistis('ht:·n Grol3kónig, und hd

Phiłon ven' tnuldt skh u nter dem EinfluU

dt•s <.lristntdii:iehen Bildes dN jiidhir-:łu~ Monothei~mus in t>ine kosrni::;whe Monarch.il" Go t łt'tó;. Hd Hun zuer~;t ersdu•iut da~> \"\'ort ,Jvlonurt'hia" ohrw Zu~utt. al:-; Btzeiduuml! dc•r l ;ebrt" 'un (ler Linlwi t Gones. Darm hwh·n wir "\lonarehie'· al,_; f(·~tt•n

Philon \, Ah--

Jen(:r

Bę~riir in dern~dlu·u Sin1w hei d(•n ebristli~

dh:n ,\pohJf!t~lt'H, dann gur ałs lmlr~rsc,hr-i·

dt·nde><

fo

ennzridtt·n

da (•lui~tlidtl."~l ~~m·

<h•rh•hre de;;; .,Mouurdl.iani:-;Hitts•·. rlie

l t>r·

309

tullian bekampft. Um die ~,ehre '~~~~ d~r Trinitlit mit dem tnonarduschtm Prtmap

yerbinde-n zu konnen, ve:rstebt dieser das

Verhnltnis Christi zu Go t t von dem juri-

stiseh-politisrhcn

Doppel-

Phanomeu

des

prinzipats der spater~u ~aiser~rit ans. G~­

rade dirse MoglifohkeH emcr Vtdherrschaft unter einem grundsatzlich mouarl"hisC'hen Prinzip wird uun abrr vom Ht:\identmn :mr Vtrteidigung dt>-s Polytht"ismus Vt"''rwandt, vor allem von Ct•lsus; d. h. der V<'rsueh Te-r-

Politischen uus

zu hegriinden~ ist unmoglich. Celsos p:reift

seincrsdts die Ghristeu ant weil ihr Mono-

tullians, die Trinitiit vom

thei:mm.s dit" nationalen Kulte nud natio-

Bt>-

stand dnrch das Imperiunt Romamnn ga-

nałen BeMnderhdten

zt>rst.ore,

tleren

rnntir-rt st

>.i.

Gegen d.iesNt Vorwurf auf po-

liti:H:he Rt-bdlion wt'lut sid1 Origć.:'ru•s mit

dem

Bekt'"nntnis

zur

Ma.eht

des

Logos,

der an1 jiingsten Tage alle national<•n Ver~

sehiedenhdten aufhehrn werdt<. Gleiehzeitig

aht"r heginnt bd ilun dns Chdstentum den

dirrkt zu fiih.rt-n: genule von

.,Gegensto6

der Erscheinung Christi in den Tagen dt"s Augustus her wird von dtn Christen eine not~

wendige Bt-ziehung zwischt"ll iłmm1 Mono-

tht~ismus und dt•r Einhdt dt"~ riimisdwn

Hticht"s konstruiert. Hil•sc Thest~ wini bi'i Ensehhb vii~ m~ehaytt und g,,,.,·innt in

dt>r Patrisńk n'i'l:gl'httrrt> Verhuitung. lm

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B.eu~he des Ailgusttr:.>f stehl

I•:.'ltselnus

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den

von

den

friedeil

Propheten

erftillt;

zum

geweissagten

Imperium.

Vi.ilkt•r·

diis

die

Nntionalitaten

nnfltist.

gchi:lrt

uu~taphy·

si!!\ch der Monothdsmu$, ::;o daB sdtlieUlid1

die 'der Beg~ifft~ eine Einheit hilden:

Im-

perium Romauum, Frit~d~~, Mnnotbt~isnms

und Monarchie- des Ka.ili'er~. Der Eine ~lo~ n;uch auf Erd.en korw:i;pond.iert dern Einen {!6ttlieht~n Monarchen iru Hinnnel. Die!)e

Ide~ h<~rrseht st'itdem

weithin.

audt

"rf"sten,

wo

Ambrosiu~, Hi

ro~ynHh

iłu

und

Yor allcm der Historik•~r und Sehi.ih•r Au~

gustins, Orosius zu O('ntWn ~ind.

Aber geradt- Augustin bezdduwt dt.~n.An-

~atz zur Gtgt>nhewegunł!. Diei:lr muBte

kommen. d(•Jul der dtristlidw Glauh(' war

dwn k··iu )lonotheisrnu'i; in mlm;.nchi~rh­ polith~dwm Sinnt'. Es untlht' der Angeu-

hlick

"der H~,>gri.fl.dt"r

kommeu,

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góttlichf'n Mnnrt.rtbie~ der nur di,•

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s·p.iegelung

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satz zum c nstlicben Trinitatsdo nen VCHen

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er Friede des A

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·m e1ts . )egriff der Trinitat k · t

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etne

reatur

Mol\otheism·u.

theologisch

erled'

ung der christlichen Verkun.

das

hnperhnn

Romatturn

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sprec ung m er gesehafł'enen K

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So ist gru.ndsatzlit:h "der Brudt mit jedt>r

.politischen Theologie' vollzogen, die die christliche Verkiindigung Zltr Reehtferti~

g:nng

einer

politisi.'ht~n Situation

ruill-

Hierzu wini Karl Schmitt zi.

ti<~rt; hier enthiilłt sit'h iiberrasehend der unheimlich aktudle Hinter~inn dieser f:r.

hraucht

orterungen.

tJ ht•r

d as

Historische ist hier nicht zu

reden. Es wi.rtl schwer sein, sieh darUber zu

einigen, wit~viel sachli(~hes Gewicht hu

Einzdneu den vielcn von P. h~rangezol!t·

nen Stelhm zukommt., und ob e.ine so ein- heitliche Problemlinie iiberaU gunz ohn,. Gt•wahsamkdt auf<łt\ekhar ist. \Vichtigrr

bt fitr uns die Frage, oh nicbt die eutsdtt'i· dencle SchluJlwendung. das Scheitern jt-drr

politischen Theołogit~ an der eirunałigen

TatsadH.' d~r TriniHit und au der ird:ischt>n Unvollendbarkeit des Gottesfriedeus! letzt~

lich au s der modernen Prohlematik stammt.

Nicht duB dadurch ihr Gewicht an sich in

irgendciner wdse geschmiilert wiirde; amr ich wiirde es kaum wagen, anzunehmen, dall

Kuiserzeit sich

dit- Viiter

der

christlkhen

hath~nzu einer solehen raclikalen Distanzie·

nmg von aller politischen Theologie heMlOt durcharhdten konnt>n. Wilre dies der FaU gewt~sen, j;O sttinde 'vohl au('h die t:hristlirhe \Velt n.icht his hente unter dem Bannt des 1 ,mittelaltt-rlichen Geistes •~ der in naiver

Siegeszuvt>rsicht glaubte~ die triullłphałe

Kirche und

konnen, uud iibersah, daB die Kirche in ~er

Einheit

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G<" reuztgte

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ałmlil'hsdn konnt. Diese Einsieht hat t~t

dit>

Moderne

erw<lrhen~ und erst aus ·•hr

gewio.ot p, die Moglichkeit., die patristi-

Kaiser --· Ein

Gottli io eincr Wt'ise zu durchleuchten, zu

der friihere Generationtm wołu nid.tt f'd.hig

*'rbe Prohlematik des ,.Ein

gewe$en waren. Der Gewinn davvn ist frei-

łiehń1rden gełenwartigen Mena~hen kaum

grringer ais fiir den Historiker.

Olof Gigon