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Genomforschung

Folgen und

Entschlüsselung

Erbguts

des menschlichen

die Die möglichen

FOTO: DPNY

Erbguts des menschlichen die Die möglichen FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS AKTUELLE INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER

NEWS

Erbguts des menschlichen die Die möglichen FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS AKTUELLE INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER

GESUNDHEIT

menschlichen die Die möglichen FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS AKTUELLE INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM .

TIPPS

die Die möglichen FOTO: DPNY NEWS GESUNDHEIT TIPPS AKTUELLE INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM . 13.

AKTUELLE INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM

. 13. Ausgabe

Warum Menschen abhängig werden. Was man dagegen tun kann.

Körper und Seele

Ehrenamtliche Ehrenamtliche

Tätigkeiten Tätigkeiten

Geben ist seliger denn Nehmen

FITNESS

Ehrenamtliche Ehrenamtliche Tätigkeiten Tätigkeiten Geben ist seliger denn Nehmen FITNESS ERNÄHRUNG Dezember 2000

ERNÄHRUNG

Ehrenamtliche Ehrenamtliche Tätigkeiten Tätigkeiten Geben ist seliger denn Nehmen FITNESS ERNÄHRUNG Dezember 2000

Dezember 2000

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Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

W ir alle kennen Menschen, die zu viel trinken, die „Kette rauchen“, die wieder und
W ir alle kennen Menschen, die zu viel trinken, die „Kette rauchen“, die wieder und

W ir alle kennen Menschen, die zu viel trinken, die „Kette rauchen“,

die wieder und wieder Dinge machen, die ihnen nicht gut tun. Vielleicht gilt etwas in dieser Art sogar für uns selbst. Wo hört die Gewohnheit auf? Wo fängt die Sucht an? Warum passiert uns oder anderen so etwas? Was können wir dagegen tun? Für Sie sind wir diesen Fragen auf den Grund gegangen. Ab Seite 18 lesen Sie unser Titelthema „Die Flucht in die Sucht“. Es geht um die Suchtkrankheiten – wie man sie erkennt, wie man ihnen vorbeugt und wie sie zu heilen sind.

Ab Seite 25 versuchen wir zu beleuch- ten, warum ein ehrenamtliches Enga- gement für so viele Menschen zu einer erfüllenden Aufgabe geworden ist. Was ein solches Ehrenamt Ihnen geben kann, das erfahren Sie in unserem Beitrag:

„Geben ist seliger denn Nehmen.“

Jetzt ist die Zeit der behaglichen Stun- den zu Hause. Draußen ist es kalt und ungemütlich. Wer sitzt da nicht gern bei einer heißen Tasse Tee im Warmen und knuspert etwas Feines. Wissen Sie genau, was Sie da essen? Einige über- raschende Erkenntnisse können Sie in unserer Rubrik „Essen und Trinken“ ab Seite 28 nachlesen; sie ist diesmal ganz dem Thema Zucker gewidmet.

Eine schöne Alternative dazu, zu Hause zu bleiben, möchten wir Ihnen besonders ans Herz legen. Mit unserem Beitrag „Sport und Spaß im Walzertakt“ ab Seite 8 fordern wir Sie zum Tanzen auf.

Diese und noch weitere interessante Themen warten auf Sie. Ich bin ge- spannt, wie Ihnen diese Ausgabe unserer MEDICOM gefällt, und wünsche Ihnen wieder eine anregende und informative Lektüre.

Ihnen wieder eine anregende und informative Lektüre. Mit freundlichen Grüßen Ihre Petra Wons Vorstand der

Mit freundlichen Grüßen Ihre

und informative Lektüre. Mit freundlichen Grüßen Ihre Petra Wons Vorstand der Medicom Pharma AG INHALT

Petra Wons

Vorstand der Medicom Pharma AG

INHALT Kurzmeldungen Neue Diagnosemöglichkeiten bei Hautkrebsverdacht Kluge Menschen leben länger Neue Heilmethoden
INHALT
Kurzmeldungen
Neue Diagnosemöglichkeiten bei Hautkrebsverdacht
Kluge Menschen leben länger
Neue Heilmethoden für offene Wunden
4
Seite 10
6
7
Bewegung & Fitness
Tanzen: Sport und Spaß – im Walzertakt
8
Seite 7
Neues aus der Forschung
Die Entschlüsselung des Erbguts und die Folgen
10
MEDICOM informiert
Nicht alles ist Gold, was glänzt
13
Titelthema
Flucht in die Sucht
Interview mit dem Suchttherapeuten Peter Vent
18
24
Körper & Seele
Geben ist seliger denn Nehmen –
die positiven Auswirkungen einer freiwilligen Tätigkeit
25
Seite 18
Essen & Trinken
Zucker: das süße Leben
Vitalstoff-Rezept: Hirschragout mit Pfifferlingen
28
Seite 33
33
Rubriken
Editorial
3
Impressum
33
Leserbriefe
34
Rätselseite
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FOTO: FOTOCLIP +++++++++++++++++ Jogger leben länger Wer regelmäßig joggt, kann sein Leben um bis zu

FOTO: FOTOCLIP

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Jogger leben länger

Wer regelmäßig joggt, kann sein Leben um bis zu sieben Jahre verlängern. Das be- richtet die Fachzeitschrift „Ärztliche Pra- xis“. Sie beruft sich auf eine Studie der Universitätsklinik Kopenhagen. An der Studie, die 1976 von der Copenhagen City Heart Study begonnen wurde, nahmen 4.658 Männer und Frauen teil. Die Dänen haben gezeigt, dass über viele Jahre hin aktive Jogger ein um 63 % niedrigeres Sterberisiko als Nicht-Jogger aufweisen. Rechnet man diese Prozentzahlen in Le- bensjahre um, erlaufen sich die Dauer- Jogger sieben Lebensjahre mehr. Die größ- te Lebenserwartung haben Jogger, die ihr gesundes Hobby mehr als fünf Jahre aus- üben. Selbst wenn man Risikofaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum, Bluthochdruck, einen zu hohen Cholesterinspiegel oder Übergewicht einbezieht, bleibt das Sterbe- risiko der Jogger deutlich unter demjeni- gen der Nicht-Läufer, betont Dr. Peter Schnohr, der Leiter der Studie. Noch nicht erwiesen ist, wie häufig und wie lange man regelmäßig joggen muss, um in den Genuss eines längeren Lebens zu kommen. Wer zusätzlich zur Bewegung auch auf ei- ne gute Vitalstoffzufuhr achtet, der tut sehr viel für ein gesundes und langes Leben.

der tut sehr viel für ein gesundes und langes Leben. Fast Food kann ein Mitauslöser von

Fast Food kann ein Mitauslöser von Asthma sein. Eine gute Vitalstoffzufuhr ist hingegen gut für die Lungen.

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Freier atmen mit mehr Obst

Rund 5 Millionen Deutsche leiden an „Asthma bronchiale“, einer chronischen Entzündung und Überempfindlichkeit der Atemwege. Atemnot, Husten und Kurzat- migkeit sind die fälschlicherweise oft als ungefährlich eingestuften Auswirkungen dieser Volkskrankheit. Auf dem ersten „Weltkongress für Lungengesundheit und Atemwegserkrankungen“ in Florenz wur- de eine britische Studie zitiert, die den Verzehr von Vitalstoffen aus Obst und Gemüse als Prävention für eine Asthma-

Erkrankung ansieht. In der Studie wurden Personen, die sich durch den Verzehr von Obst regelmäßig wichtige Vitalstoffe zu- führen, mit denjenigen verglichen, die nicht auf ihre Vitalstoffzufuhr achteten und auch kein frisches Obst konsumier- ten. Das Ergebnis war bei den „Vitalstoff- essern“ ein um durchschnittlich 140 ml größeres Lungenvolumen und eine da- raus folgende bessere Lungenfunktion. Ergänzend dazu ermittelte eine schotti- sche Studie, dass besonders bei jungen Menschen der übermäßige Verzehr von Fast Food offensichtlich ein mitauslösen- der Faktor der Asthma-Krankheit ist. Von 300 untersuchten Kindern hatte die Gruppe mit der ungesündesten Er- nährung ein dreimal höheres Risiko für Atemwegserkrankungen. Eine regel- mäßige Vitalstoffzufuhr mit einer aus- gewogenen Ernährung, am besten schon von Kindesbeinen an, dazu noch sport- liche Aktivität, das verringert das Risiko einer Asthma- oder anderen Atemwegs- erkrankung erheblich. Um bei der Vitalstoffversorgung auf Nummer Sicher zu gehen, ist die Nahrungsergänzung mit einem hochwertigen Multivitalstoff- präparat sehr sinnvoll. Ein Aufwand, der es uns wert sein sollte. Denn jähr- lich erliegen ca. 6.000 Patienten ihrem Asthmaleiden.

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++++ Neue Diagnosemöglichkeit bei Hautkrebsverdacht D ie Anzahl der
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Neue Diagnosemöglichkeit bei Hautkrebsverdacht
D ie Anzahl der Hautkrebs-Neuer-
krankungen hat sich in den letzten
Mit „Weltraum-
technik“ kann
7 Jahren verdoppelt. Das heißt: Etwa
12.000 Personen erkranken allein in
Deutschland jährlich an der oft noch
unterschätzten Krebsart. Einem For-
scherteam aus Dermatologen der Uni-
kinik Regensburg, Physikern des Max-
Planck-Instituts, Münchner Informati-
kern und Statistikern sowie Präzisions-
optikern der Firma Rodenstock ist es
man Hautkrebs
jetzt schneller
erkennen
jetzt gelungen, eine Software zu ent-
wickeln, die bei der Erkennung und
der Überwachung von pigmentierten
Hautveränderungen hilfreiche Dienste
leistet. Das Gerät besteht aus einer
Handkamera, die über die zu untersu-
chende Hautpartie geführt wird. Das
aufgenommene Melanom wird mit un-
gefähr 15.000 Muttermal- und Haut-
krebsbildern verglichen, die in einer
Datenbank gespeichert sind. Dadurch
kann die Neuentwicklung mit dem Na-
men „DermoGenius“ die Gut- oder
Bösartigkeit einer Hautveränderung
erkennen. Im Verlauf mehrerer Unter-
suchungstermine werden die Bilder der
vorangegangenen Sitzungen mit der
jeweils aktuellen Aufnahme verglichen
und auf eine negative Entwicklung —
wie z. B. eine Größen- oder Farbände-
rung — hin untersucht. Die ursprüng-
lich aus der Weltraumtechnik stam-
mende Software erzielt dabei eine
Trefferquote von 90 %. Mit dieser
Möglichkeit einer gezielten Beobach-
tung könnte sich die Zahl unnötiger
Operationen auf ein Minimum redu-
zieren, weil eine frühzeitige Behand-
lung möglich wird.
FOTO: RODENSTOCK
FOTO: PHOTODISC Nicht nur das typische Zittern gibt Anlass zum Verdacht auf Parkinson. Beeinträchtigungen des

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Nicht nur das typische Zittern gibt Anlass zum Verdacht auf Parkinson. Beeinträchtigungen des

Nicht nur das typische Zittern gibt Anlass zum Verdacht auf Parkinson. Beeinträchtigungen des Geruchssinns können nach Ansicht von Wissenschaftlern ebenfalls zur Diagnose von Parkinson dienen.

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Morbus Parkinson – Gewissheit durch Riechtests

W as sich bei der Parkinson-Krankheit im Körper abspielt, das ist – im

Gegensatz zu den Entstehungsursachen – bereits eindeutiger geklärt. Gehirn- zellen, die den für nervliche Impuls- übertragungen wichtigen Stoff Dopamin produzieren, beginnen abzusterben. Somit steht immer weniger Dopamin zur Verfügung. Es kommt zu einem Ungleichgewicht zwischen den verschie- denen Überträgerstoffen; dies führt schließlich zu einem verlangsamten Bewegungsablauf, einer erlahmenden Mimik und dem auffälligen Körper- zittern. Da der Körper in der Lage ist, den Dopaminmangel über Jahre hin zu kompensieren, werden diese äußeren Anzeichen der Krankheit erst bemerkt, wenn ungefähr 80 % der Dopamin produzierenden Zellen bereits abge- storben sind. Aber es gibt nicht nur äußerlich sichtbare Symptome; auch der Geruchssinn ist bei bis zu 90 % der Pa- tienten stark beeinträchtigt. Experten ge- hen sogar davon aus, dass diese Störung das Hauptmerkmal der Parkinson-Krank- heit darstellt, auch wenn die Patienten an

dem Körperzittern (dem Tremor) im All- gemeinen stärker leiden. Diese Tatsache nahm eine Forschungsgruppe um Prof. Dr. Gerd Kobal an der Universität Erlan- gen zum Anlass, einen neuen Diagnose- test für die frühzeitige Erkennung des Morbus Parkinson zu entwickeln.

40 Patienten, die im Durchschnitt seit 6 Jahren unter dieser Krankheit leiden, und ebenso viele Personen ohne Erkrankung standen für die Erprobung dieses Riechtests zur Verfügung. Die Testper- sonen mussten mit Hilfe von Geruchs- Stäbchen, so genannten „sniffin´ sticks“, verschiedene Duftstoffe identifizieren. Darunter Gerüche wie Orangen, Leder oder Terpentin. Die Wissenschaftler konnten anschließend mit einer Genauig- keit von 90 % sagen, ob die Versuchsper- son an Parkinson leidet oder nicht. Der Test, der in der Kurzform ca. 15 Minuten dauert, ist für behandelnde Ärzte und po- tenzielle Patienten eine einfache Untersu- chungsmethode, sich nach den ersten Anzeichen einer Parkinson-Krankheit Gewissheit zu verschaffen.

AUS DER NATUR MEDICOM-TIPP Aesculus hippocasta- num – die gemeine Rosskastanie D ie Rosskastanie stammt
AUS DER NATUR
MEDICOM-TIPP
Aesculus hippocasta-
num – die gemeine
Rosskastanie
D ie Rosskastanie stammt aus den
Ländern des Balkan bzw. aus
Kleinasien. Ende des 16., Anfang des
17. Jhs. wurde sie als Zierbaum in
Frankreich eingeführt. Heute sind die bis
zu 20 m hohen Bäume nicht mehr aus
unseren Parkanlagen wegzudenken. Der
Baum trägt eine Vielzahl von Früchten:
Ein großer Samen, bisweilen 2 oder 3,
steckt in einer mit Stacheln bewehrten,
zunächst fleischigen, später ledrigen
Umhüllung. Der Name Rosskastanie
leitet sich von der Tatsache ab, dass die
Kastanienfrucht als Mastfutter für Vieh
verwendet wurde bzw. heute noch
verwendet wird. Sie stand – außer in
Notzeiten, wo sie fein gemahlen als Kaf-
fee-Ersatz oder als Beigabe zum Brot-
mehl verwendet wurde – im Schatten
der Esskastanie. Nach und nach hielt die
Rosskastanie Einzug in die unterschied-
lichsten Bereiche der Naturmedizin. Ein
französischer Arzt hatte 1896 mit einer
aus dem Samen gewonnenen Tinktur
gute Behandlungserfolge bei Hämorr-
hoiden erzielt. Aus Frankreich stammen
auch mehrere um die Wende vom 19.
zum 20. Jh. erschienene medizinische
Arbeiten, die sich mit der Rosskastanie
und ihren Heilwirkungen bei Venen-
leiden befassen. Bis heute liefern die
Samen eines der wirksamsten Mittel ge-
gen venöse Stauungen oder nächtliche
Wadenkrämpfe. Die Inhaltsstoffe des
Rosskastanienextrakts – im Besonderen
das Aescin – stärken die Gefäßhüllen
und ermöglichen so eine bessere Blut-
umlaufgeschwindigkeit, im Speziellen
einen besseren venösen Rückfluss. Auch
bei Sportverletzungen wie Verstau-
chungen und Prellungen hilft der
Stoff Aescin, entstehende Flüs-
sigkeitsstauungen auf-
zulösen und somit
die Schmer-
zen zu
lindern.
FOTO: DPNY
GRAFIK: PHOTODISC / DPNY Was beeinflußt die Langlebigkeit Neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Altersforschung

GRAFIK: PHOTODISC / DPNY

Was beeinflußt die Langlebigkeit Neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Altersforschung beeinflusst Geistige
Was beeinflußt die Langlebigkeit
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Altersforschung
beeinflusst
Geistige
Leistungs-
fähigkeit
Langlebigkeit
Körperliche
Gesundheit
Quelle: Max-Planck-Institut
stärkt
verlängert

Wie alt ein Mensch wird, das hängt von vielen Faktoren ab. Eine neue wissenschaftliche Studie zeigt, dass geistig leistungsfähigere Menschen länger leben. Der Grund dafür, warum die geistige Leistungsfähigkeit die Lebensdauer beeinflusst, konnte bisher noch nicht wissenschaftlich geklärt werden.

Psychologen sagen:

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Kluge Menschen leben länger

I m Rahmen des 42. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Psychologie hat in Jena eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Heiner Mayer (Rostock) und

Christoph Rott (Heidelberg) ihre For- schungsergebnisse zu den „psychosozia- len Determinanten der Langlebigkeit“ veröffentlicht. Erstaunliches Fazit:

Produktive und körperlich anstrengende Aktivitäten wirken lebensverlängernd, während pure Selbstpflege und ausge- dehnte Ruheaktivitäten das Gegenteil bewirken. Außerdem fanden die Psycho- logen heraus, dass Frauen, die sich für Politik und gesellschaftliche Belange interessieren, länger leben als solche, die sich ausschließlich um ihre Familien kümmern. Interessant: Bei Männern wirkt sich eine Konzentration auf die Familie lebensverlängernd aus. Für beide Geschlechter gilt, dass eine geringe gei- stige Leistungsfähigkeit und ein gerin- ges Wohlbefinden die Lebenserwartung senken. Auch die soziale Stellung hat großen Einfluss auf unser Lebensalter. Sozial benachteiligte Frauen unterliegen den Untersuchungen zufolge einem höheren Sterberisiko, d. h. sie sterben statistisch gesehen früher. Diese Unterschiede ließen sich, so die Forscher, auf unterschiedliches ge- sundheitsrelevantes Verhalten und auf unterschiedliche soziale Unterstützung zurückführen. Auf die eigene Gesundheit zu achten, das scheint sich generell auszuzahlen: Die statistische Lebens- erwartung hat sich im Verlauf des 20. Jahrhunderts enorm erhöht. Sie verlängerte sich bei Frauen um 32 und bei Männern um 29 Jahre.

++++++++++++++++++++++++++++++++++ Stimme kommt von Stimmung W issenschaftler der Technischen Universität Berlin haben
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Stimme kommt von Stimmung
W issenschaftler der Technischen
Universität Berlin haben heraus-
gefunden, dass die Stimme eines Men-
schen verrät, wie es in ihm aussieht.
Die Kehlkopfmuskeln lassen nämlich je
nach Anspannung die Stimmbänder
anders schwingen. Bei Ärger zum Bei-
spiel sind sie stramm gespannt. Bei
Trauer hingegen schwingen die Bänder
weicher und geben eine eher tiefe und
hauchige Stimme. Zudem ändern wir je
bedingen einander“, sagt Gertraud
Stelzig, Hals-Nasen-Ohren-Ärztin und
Fachärztin für Phoniatrie und Pädoau-
diologie in Bensheim. Mit Sprache
könne man lügen, aber der Stimm-
klang verrate die wahre seelische
Verfassung. Doch auch die Stimmlage
lässt sich beeinflussen. Das wissen nicht
nur Sänger, Schauspieler und Politiker.
Eine Untersuchung der Sprachwissen-
schaftlerin Edith Slembeck von der
Universität Lausannne hat die Stim-
men von amerikanischen Managerin-
nen erforscht.
nach Gefühlslage unsere Sprechweise.
Bei Freude und Ärger sprechen wir
schneller und ohne uns zu verhaspeln.
Trauer und Angst führen dagegen
zu einer langsamen und nuscheligen
Sprechweise, weil der Körper sich zu-
sammenzieht. „Stimme und Stimmung
sind verwandte Wörter. Und beide
Alles eine Frage der „Stimmband-Spannung“:
Eine tiefe Stimme macht Frauen karrieregeeigneter.
Ergebnis: Frauen in leitender beruf-
licher Position sprechen mit tieferer
Stimme. Die Managerinnen senken im
Laufe ihrer Karriere ihre Tonlage
deutlich ab. Die Wissenschaftlerin
vermutet, dass Chefs Frauen mit tiefe-
rer Stimmlage für karrieregeeigneter
halten.
FOTO: PHOTODISC
FOTO: DPNY FOTO: F.MALZIEU/CNRI/OKAPIA Haut kann heute im Labor gezüchtet werden. Ob aus eigenen Hautstücken,
FOTO: DPNY
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FOTO: F.MALZIEU/CNRI/OKAPIA

FOTO: F.MALZIEU/CNRI/OKAPIA Haut kann heute im Labor gezüchtet werden. Ob aus eigenen Hautstücken, aus Haaren oder

Haut kann heute im Labor gezüchtet werden. Ob aus eigenen Hautstücken, aus Haaren oder aus der Vorhaut von beschnittenen Säuglingen – die neuen Methoden können Patienten viel Leid ersparen.

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Neue Heilmethoden für offene Wunden

Z wei Millionen Menschen in Deutsch- land leiden chronisch an offenen

Wunden — meist durch Gefäßleiden oder durch Diabetes verursacht. Darüber hinaus erleiden rund 2.000 Menschen pro Jahr Brandverletzungen, die eine Hauttrans- plantation erfordern. 3 neue Entwicklun- gen versprechen bessere Heilerfolge.

Die Mediziner können den Patienten jetzt mit einem Verfahren helfen, das von deutschen und Schweizer Wissenschaft- lern entwickelt wurde. Aus den Wurzel- zellen von etwa 100 Haaren der Patienten werden vier Wochen vor der Behandlung spezielle Kulturen angelegt. Diese Haarwurzelzellen enthalten so genannte Stammzellen, die in den Kulturen künst- liche Eigenhaut bilden, welche dann auf die Wunde aufgebracht werden kann. Wegen der höheren Vitalität der gezüch- teten Haut liegen die Erfolge beim Anwachsen bei etwa 80 % gegenüber der herkömmlichen Eigenhautmethode, bei der unversehrte Hautpartien von Bauch oder Rücken entnommen werden.

Eine weitere Neuentwicklung, Apligraf genannt, kommt aus den USA. Aus tei- lungswilligen Säuglingszellen wird eine

Ersatzhaut gezüchtet. Als Ausgangsmate- rial dient die Vorhaut Neugeborener, die bei der Beschneidung quasi als „Abfall- produkt“ anfällt. Der Vorteil besteht darin, dass die Säuglingszellen keine Im- muninformation enthalten und es somit nicht zu einer Abstoßungsreaktion kom- men kann. Die Zellen dieser „Kunsthaut“ kooperieren mit dem Gewebe der Wunde und geben beständig die fehlenden Wachstumsfaktoren ab. Das führt beson- ders bei so genannten offenen Beinen (Ulcus cruris) zur schnellen Wundheilung.

Aus Freiburg kommt Bioseed – die Haut aus der Tube. Aus einer kleinen Ge- webeprobe des Patienten wird im Labor eine Zellkultur gezüchtet, die nach 18 Ta- gen zusammen mit dem körpereigenen Eiweißstoff Fibrin auf die Wunde ge- spritzt wird. Fibrin ist für die Stützstruk- tur des Hautgebwebes zuständig. Da sich die aufgespritzten Zellen noch teilen und somit wachsen, erfolgt in den meisten Fällen ein kompletter Wundverschluss.

Alle drei Methoden haben einen großen Vorteil gemeinsam: Es werden keine weiteren Wunden geschaffen, um die offenen Wunden zu schließen.

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Vitamine für bessere geistige Fähigkeiten

Forscher der Universität von Hawaii haben im Rahmen des „Honolulu Heart Programs“ bewiesen, dass ein Vitamin- Cocktail aus den Vitaminen C und E eine signifikante Schutzwirkung gegen bestimmte Demenzerkrankungen er- zielt. Bei einer Demenz lassen die geistigen Fähigkeiten des Betroffenen

stark nach. Bei einer groß angelegten Studie in den Jahren 1982 bis 1993 wurden 3.385 Männer im Alter von 70 Jahren an aufwärts mindestens einmal wöchentlich mit den Vitaminen

C und E als Nahrungsergänzung

versorgt. Immer wieder wurden die mentalen Fähigkeiten der Versuchs- personen in Leistungstests überprüft. Das ermittelte positive Ergebnis macht deutlich, dass diese Probanden im Vergleich zu der Gruppe ohne zusätzliche Vitaminzufuhr ein um 88 % geringeres Risiko hatten, an einer vaskulären (gefäßbedingten) Altersdemenz zu erkranken. Zudem konnte auch ein Schutzeffekt gegen andere Demenztypen festgestellt wer- den. Besonders gut schnitten jene Männer ab, die ihre Nahrung bereits vor der Studie mit diesen Vitaminen ergänzt hatten.

Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine langjährige Zufuhr von Vita- min C und Vitamin E die geistigen Fähigkeiten im Alter verbessern kann. Eine Schutzwirkung dieser Vitamine

im Hinblick auf die Alzheimer-Krank-

heit konnte allerdings nicht festgestellt

werden. Eine Studie aus Ohio, die sich speziell mit der Alzheimer-Demenz beschäftigte, kam zu der Erkenntnis, dass ein aktives und reges Leben

im mittleren Altersabschnitt die

Gefahr verringern kann, an Morbus Alzheimer

zu erkranken.

Vitamine helfen

gegen die

Vergesslichkeit

im Alter.

Ausgangsposition

Wiener Walzer – die beschwingte Drehung dieses Tanzes darf auf keiner Tanzveran- staltung fehlen und gehört zum Grund- repertoire eines jeden Tanzfreundes.

Tanzen:Tanzen: „ Tanze Samba mit mir, Samba, Samba die ganze Nacht “ FOTO: PHOTODISC
Tanzen:Tanzen:
Tanze Samba mit mir, Samba, Samba
die ganze Nacht
FOTO: PHOTODISC

Sport und Spaß – im Walzertakt

Tanzen? Woran denken Sie dabei? An das selige Schweben übers Par- kett beim Wiener Walzer? An die betörenden Figuren der Tango-Profis? An die Ausgelassenheit bei einer zünftigen Volkstanz-Veranstaltung? Oder an das gesellige, belebende Erlebnis eines Tanzabends? Dass Tanzen all das und noch mehr zu bieten hat, möchten wir Ihnen mit diesem Artikel näherbringen.

D ie saubere Einteilung nach Volks- und Gesellschaftstanz, wie sie dem

Adel vom 15. Jahrhundert an unver- zichtbar erschien, ist Ihnen wahrschein- lich egal. „Bei Hofe“ dagegen legte man damals großen Wert auf die Abgrenzung vom „niederen Volke“. Auch beim Tanz war man bestrebt, die soziale Hierarchie zum Ausdruck zu bringen. Doch trotz aller Etikette ist nicht zu leugnen, dass viele der schon damals praktizierten Gesellschaftstänze aus Volkstänzen her- vorgingen. Heute haben sich die Formen und Funktionen des Tanzens so un- endlich aufgefächert, dass der Ursprung vieler Tänze nicht mehr zu ergründen ist. Damit aber die Tanzbegeisterten auf der

ganzen Welt trotz der großen Vielfalt nicht die Übersicht verlieren, entwickel- ten Gerd Hädrich aus Deutschland und Alex Moore aus England in den 60er Jahren das Welttanzprogramm (WTP) mit einheitlichen Regeln und Schritten. So wollten sie sicherstellen, dass der Ver- such eines Norwegers, mit einer Südame- rikanerin einen schwungvollen Foxtrott aufs Parkett zu legen, nicht in einer für beide unangenehmen Situation endet. Heute gehören zum WTP der Langsame und der Wiener Walzer, der Foxtrott, der Tango und der Blues, Rumba, Cha-Cha- Cha, Samba, Paso Doble, Jive/Boogie sowie Disco-Fox, Rock’n’Roll, Merengue, Mambo/Salsa und Marschfox.

Tony Holyday

Dieser anstrengenden und sicher auch sehr schweißtreibenden Aufforderung will bestimmt nicht jeder nachkommen. Man kann auch Spaß am Tanz haben, ohne der perfekte Turniertänzer zu sein. Man muss auch nicht gleich das ge- samte WTP beherrschen, um ein tolles Erlebnis genießen zu können. Natürlich, einige Grundkenntnisse sind immer eine gute Voraussetzung.

My love is a tango

Guillermo Marchena

Nachdem in den 70er Jahren im Zuge diverser Discobewegungen immer mehr Menschen begannen, sich vom Paartanz und damit von der Tanzschule abzuwen- den, geht der Trend jetzt wieder hin zu einer romantischen Tanzkultur. Über 56 % der Befragten nennen in einer aktuellen Studie des Allgemeinen Deutschen Tanz- lehrer-Verbands (ADTV) die klassischen Gesellschaftstänze als beliebteste Tanzart. Heute gibt es ca. 1.000 Tanzschulen in Deutschland, und diese bieten mit unter- schiedlichsten Kursangeboten etwas für jeden Geschmack. Da gibt es Anfänger- kurse mit anschließenden Tanznächten für die Jugend, Lern- und Auffrischungskurse für die älteren Generationen, Kurse für

GRAFIK: DPNY

GRAFIK: DPNY Singles und Hochzeitspaare sowie Unter- richt in speziellen Tanzrichtungen, meist Modetänze aus Filmen oder

Singles und Hochzeitspaare sowie Unter- richt in speziellen Tanzrichtungen, meist Modetänze aus Filmen oder Musikvideos. Paartanzen ist wieder „in“. Nach dem Kinohit „Dirty Dancing“ und nach der Jugendserie „Anna“ waren die Tanzschu- len wieder voll. Plötzlich wollte jeder so tanzen können, wie die Helden es im Film vormachten. Tanzveranstaltungen mit den klassischen Tänzen wie Rumba, Jive und Walzer sind heute wieder äußerst gefragt. Auch Merengue- und Salsanächte feiert man in ganz Deutschland.

I remember when rock was young

You are the Dancing Queen,

young and sweet

ABBA

In Sportvereinen, örtlichen Gemeinde- oder Sportzentren und an Volkshoch- schulen gibt es bereits seit einigen Jahren Tanzabteilungen, die verschiedenste Möglichkeiten anbieten, vom Jazz-Tanz über Aerobic bis zum Bauchtanz. Die Kurse sind meist nach Leistungs- oder Altersstufen eingeteilt. Erkundigen Sie sich doch einfach mal nach einem geeig-

neten Angebot.

Nebenbei bemerkt: Bei einer Stunde Tan- zen verbraucht man ungefähr 360 Kalo- rien. Zum Vergleich: Bei den Sportarten Golf und Reiten verbrennt der Körper nur ca. 250 Kalorien pro Stunde. Bleibt eigentlich nur noch die Frage nach der Ausrüstung. Sie ist schnell geklärt. Für Ihren ersten Gesellschaftstanz benötigen Sie zunächst nur bequeme Schuhe mit Ledersohle, die Ihrem Fuß genügend Halt bieten, damit es auch aus orthopädischer Sicht keine Bedenken gibt. Bei speziel- len, eher sportlich ausgerichteten Tanz- kursen, wie z. B. Aerobic-Kursen, sind Turnschuhe mit guten Dämpfungseigen- schaften und übliche Trainingsanzüge natürlich eindeutig im Vorteil.

Falls Sie sich dazu entschließen, das Tanzen wettkampfmäßig zu betreiben, sollten Sie vorher Ihren Arzt aufsuchen. Da der Wettkampfsport hohe körperliche Belastungen mit sich bringt, ist gerade bei Durchblutungsstörungen oder bereits bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankun- gen Vorsicht geboten. Wie anstrengend das Tanzen ist, auch wenn es gerade nicht um einen Turniersieg geht, wird meist unterschätzt – oder es bleibt vor lauter Vergnügen unbemerkt. Sportlich Ungeübte sollten also versuchen, es ruhiger angehen zu lassen, und ihr Tanz- pensum erst nach und nach steigern.

Tanz-Häufigkeit

Nie

35,7%

Selten

36,1%

Manchmal

17,3 %

Häufig 10,9 %
Häufig
10,9 %

Elton John

Aber Tanzen ist nicht nur ein abendli- cher Zeitvertreib, sondern auch eine der gesündesten Sportarten, die man betrei- ben kann. Auch wenn „Tanzen als Sport“ noch immer nicht so recht akzeptiert ist, Sportexperten sind sich darüber einig:

Das Tanzen fordert den gesamten Organismus.

Es kräftigt durch die intensive Bewegung insbesondere das Herz und den Kreislauf. Das ist gerade in unserer „sitzenden Ge- sellschaft“ besonders wichtig, wie die hohe Zahl von Herz- und Kreislauferkrankun- gen verdeutlicht. Rund 50 % der Sterblich- keit in den Industrieländern werden auf Herz- und Kreislauferkrankungen zurück- geführt. Insofern ist Tanzen eines der ge- eignetsten „Medikamente“, um die Ge- sundheit schonend zu fördern. Das Herz- Kreislauf-System wird beim Tanzen eben- so gestärkt, wie sich die Koordination ver- bessert. Sie werden es spüren: Man be- kommt ein ungeahntes Körpergefühl. Außerdem wirkt sich die Tanzhaltung auch sehr positiv auf die gesamte Körperhaltung aus. All diese Aspekte machen das Tanzen zu einer Sportart für alle Generationen. Es kommt hinzu, dass beinahe jeder Muskel beansprucht wird. Untrainierte Menschen sollten sich also von anfänglichen Muskel- katern nicht abschrecken lassen. Was das Tanzen als Sportart aber ganz besonders interessant macht, das ist die Verbindung von Sport und Kunst. Denn hier wird nicht nur der Körper stimuliert, sondern auch die Seele. So tut man nicht nur etwas für die Gesundheit, sondern gleichzeitig etwas für das emotionale Wohlbefinden. Wer bereits die beglückende Harmonie von takt- gleichen Tanzbewegungen und den rhyth- mischen Gleichschritt mit einem guten Tanzpartner erleben durfte, der weiß, wovon wir sprechen. Obendrein vereinigt Tanz Bewegung und Geselligkeit in einer einzigartigen Weise.

Das Tanzen vereint auf eine sehr schöne

Weise eine sportliche Aktivität mit einer geselligen Betätigung. In diesem Sinne bezeichnet man das Tanzen nicht zu Un-

recht als Weltsprache. Denn schließlich ist es ein weltweit gut funktionierendes Hilfsmittel bei der Kontaktaufnahme und in der körperli- chen Kommunika- tion. Eine Befra- gung von 3.000

Personen ergab, dass 2/3 der Frau-

en Tanzen neben Reisen als beste Möglichkeit sehen, einen Partner kennen zu lernen. Möglichkeiten, Freundschaften auf Dauer zu schließen, bieten auch die örtlichen Tanzschulen oder -gruppen. Wenn also lediglich der fehlen- de Tanzpartner Sie davon abhält, aktiv zu werden, halten die Vereine eine Fülle von Lösungsmöglichkeiten für dieses kleine Problem bereit. Besser, Sie machen schon bald den ersten Schritt in eine aktive Zu- kunft. Denn: Ein „Tanzmuffel“ gilt meist auch als „Freizeitmuffel“. So zumindest sieht es eine Studie zum Freizeitverhalten. Unbestritten blieb bisher jedenfalls eines:

FOTO: PHOTODISC

Tanzveranstaltungen können auch ein schöner Anlass sein, um mal wieder so

richtig schick auszugehen.

denn wenn einer

Bossa nova tanzen kann, fängt für mich die große Liebe an

Manuela

BUCH-TIPP Krombholz/ Leis-Haase: „Richtig Tanzen1“, BLY Sportpraxis Top, BLV Verlag, 1999, 160 Seiten, 24,90 DM.
BUCH-TIPP
Krombholz/
Leis-Haase:
„Richtig Tanzen1“,
BLY Sportpraxis
Top, BLV Verlag,
1999, 160 Seiten,
24,90 DM.

Empfehlung eines Tanzschulbesuchs

67,7%

Ja, ganz bestimmt

25,1%

Eher weiterempfehlen

4,8 % Eher nicht weiterempfehlen

4,8%

Eher nicht weiterempfehlen

2,4%

Bestimmt nicht weiterempfehlen

Quelle: ADTV 1998

Fast jede/r Dritte geht in seiner Freizeit häufig bzw. manchmal tanzen. Der Besuch einer Tanzschule scheint den Tänzern ganz besonders viel Spaß zu machen. 67,7 Prozent der Tanzschulabsolventen würden den Besuch einer Tanzschule ganz bestimmt weiterempfehlen.

Das Erbe des Menschen Die Entschlüsselung des Erbguts und die möglichen Folgen Was nur eine

Das Erbe des Menschen

Die Entschlüsselung des Erbguts und die möglichen Folgen

Was nur eine sinnlose Reihe von Buchstaben zu sein scheint, was beim Versuch, es auszusprechen, klingt wie die ersten Sprachversuche eines Kleinkindes, das ist der Bauplan des menschlichen Lebens. Der FAZ erschien das vor kurzem entschlüsselte Genom – die Gesamtheit aller Gene im menschlichen Körper – immerhin so bedeutungsvoll, dass sie 6 komplette Zeitungsseiten mit der exakten Abfolge dieser Buchstaben füllte. Was macht diese Kette aus Lettern so sensationell?

I m Grunde handelt es sich nur um vier Buchstaben. Diese Buchstaben stehen für vier Moleküle namens Thymin, Adenin, Cytosin und Guanin. Jedes ein- zelne dieser Moleküle kann nur mit im- mer demselben Partner ein Paar bilden. T mit A und C mit G. Man bezeichnet die Abfolge dieser „Basenpaare“ als den ge- netischen Code. Auch wenn es eine wis- senschaftliche Sensation ist, die Buchsta- benreihe zu kennen, die den Menschen als biologisches Wesen codiert – im Moment ist es eben noch nicht viel mehr als eine lange Reihe von Buchstaben. Ob es den kommenden Wissenschaftler- generationen wirklich gelingen wird, Gottes Bauplan und sein Funktionieren vollständig zu enträtseln, sei dahinge- stellt. Doch selbst wenn er uns auch nur kleine Einblicke gewährt, gibt er uns damit schon ein Werkzeug an die Hand, mit dem wir unser Leben grundlegend verändern können.

Im Bewusstsein dieser Tatsache würdig- ten der US-Präsident Bill Clinton und der britische Premier Tony Blair die Vorstel- lung der Rohfassung des kompletten Ge- noms als Meilenstein der Menschheitsge- schichte. Der Forschungsdirektor des Ge- nom-Zentrums am Massachusetts Institut of Technology (MIT), Eric Lander, sagt es anders:

„Früher, als wir noch einzelne Gene be- trachtet haben, waren wir wie blind, wie Männer, die einen Elefanten untersuchen wollen, aber nur einen Zehennagel oder nur seinen Schwanz betrachten. Das ganze Erbgut zu verstehen, das ist, als träten wir einen Schritt zurück und sähen plötzlich den ganzen Elefanten.“

Seit 1990 wird an der Entschlüsselung der menschlichen Erbinformationen gearbei- tet. Zunächst ausschließlich im Human Genom Project, seit 1994 auch durch das privat finanzierte Forschungsinstitut Ce- lera Genomics. Auch dieser Wettbewerbs- situation ist es schließlich zu verdanken, dass die Sequenz von neunzig Prozent der 3,2 Milliarden Bausteine der DNS, die unsere Erbinformationen umfassen,

schon heute identifiziert ist. Man hatte erst viel später mit dem Ergebnis gerechnet. Den Forschern ist es schneller als erwartet gelungen, das Ge- nom zu entschlüsseln. Das bedeutet: Mit Hilfe von hoch leistungsfähigen Rech- nern sind 3,2 Milliarden chemischer „Buchstaben“ des menschlichen Erbguts entziffert. Die Entschlüsselung des gene- tischen Bauplans ist ein wissenschaftli- ches Meisterstück. Doch damit ist erst die Grundlage für die nächste Herausforde- rung geschaffen: für das Zuordnen der Gene zu bestimmten Funktionen. Diese Zuordnungen sind nämlich noch weitge- hend unbekannt. Was bis jetzt vorliegt, ist noch nicht der wirkliche „Bauplan“ eines Menschen, sondern eine Samm- lung von Daten einer ganzen Reihe von Individuen. Dabei hat sich gezeigt, dass das Erbgut unabhängig von Rasse und Hautfarbe ist. Zudem stellte sich heraus, dass sich der menschliche „Bausatz“ nur zu 2 % von dem eines Schimpansen unterscheidet.

Das Wissen, das aus diesen Daten erwächst, ist allerdings enorm. Neue Therapieformen werden die Medizin revolutionieren. Wissenschaftler hoffen, schon bald so weit zu sein, dass sie vor Beginn einer Therapie einfach ein wenig Blut des Patienten auf einen Genchip mit dem Erbmaterial des Patienten tropfen und feststellen können, welches Medika- ment der Patient verträgt und welches ihm helfen wird. Bei vielen Krankheiten endet das Leid der Patienten nämlich nicht mit der Therapie. Zwar helfen die Medikamente gegen die Krankheit — die Nebenwirkungen machen die Behandlung

die Medikamente gegen die Krankheit — die Nebenwirkun gen machen die Behandlung GRAFIK AUF SEITE 10:

GRAFIK AUF SEITE 10: DPNY, PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC jedoch oft zu einer Tortur. Gene- tiker prophezeien, dass das 20. Jahr- hundert als

jedoch oft zu einer Tortur. Gene- tiker prophezeien, dass das 20. Jahr- hundert als „raue und barbarische Periode der Medizin“ in die Geschichte eingehen wird. Bei zwei Gruppen von Erkrankun- gen wird man die genetischen Ursachen in Zukunft mit Hilfe des Wissens über das Erbgut aufklären. Das sind zum einen Krankheiten infolge von defektem Erbgut, also angeborene Krankheiten. Die Entwicklung dieser so genannten Erbkrankheiten wird man mit Hilfe von Tests zukünftig vorhersagen können. Die zweite Gruppe von Krankheiten, zu denen auch Krebs gehört, wird im Laufe des Lebens durch die Beschädigung mehrerer Gene hervorgerufen. Diese Gene können nun entdeckt und schließlich inaktiviert werden.

können nun entdeckt und schließlich inaktiviert werden. Die Chromosomen des menschlichen Körpers. Einen solchen
Die Chromosomen des menschlichen Körpers. Einen solchen Chromo- somensatz – wie hier abgebildet – enthält
Die Chromosomen des
menschlichen Körpers.
Einen solchen Chromo-
somensatz – wie hier
abgebildet – enthält
jede Zelle des mensch-
lichen Körpers. Die in
den Chromosomen
enthaltene DNA spielt
jedoch nicht nur bei
der Vermehrung eine
Rolle. Die DNA des
Zellkerns ist die
Chefetage der Zelle,
hier wird entschieden,
was hergestellt werden
muß und welche
Zellvorgänge einge-
leitet oder verändert
werden müssen.

Pro und contra

Genforschung und Gentechnik

Es gibt euphorische und kritische Stimmen zu den jüngsten Entwicklungen in Genforschung und Gen- technik. Wir haben für Sie die Argumente beider Gruppen zusammengestellt.

PROfür Sie die Argumente beider Gruppen zusammengestellt. Länger leben Man wird wissen können, für welche

Länger leben Man wird wissen können, für welche Krankheiten jeder Einzelne anfällig ist, und gezielt vorbeugen können. Man wird wissen können, für welche Krankheiten jeder Einzelne anfällig ist, und gezielt vorbeugen können. Damit steigt die Lebenserwartung.

Neue Organe „Ersatzteile“ für den menschlichen Körper werden zunächst aus Zell- material von Tieren, später vermut- lich aus dem eigenen Gewebe produ- ziert werden können.

Keine Erbkrankheiten Etwa 4.000 monogenetische (von nur einem Gen mit Fehlfunktion ausge- löste) Erbkrankheiten können prak- tisch ausgerottet werden.

Therapien nach Mass Medikamente können zielgerichteter eingesetzt und abgestimmt werden. Viele neue Präparate werden ent- stehen.

werden. Viele neue Präparate werden ent- stehen. CONTRA FOTO: PHOTODISC Viele Wissenschaftler begegnen den
werden. Viele neue Präparate werden ent- stehen. CONTRA FOTO: PHOTODISC Viele Wissenschaftler begegnen den
werden. Viele neue Präparate werden ent- stehen. CONTRA FOTO: PHOTODISC Viele Wissenschaftler begegnen den
CONTRA
CONTRA
werden. Viele neue Präparate werden ent- stehen. CONTRA FOTO: PHOTODISC Viele Wissenschaftler begegnen den neuen
FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC

Viele Wissenschaftler begegnen den neuen Möglichkeiten, die sich durch das entschlüsselte Genom eröffnen, mit Skepsis.

sich durch das entschlüsselte Genom eröffnen, mit Skepsis. Und die Seele? Wie verarbeitet ein Mensch die

Und die Seele? Wie verarbeitet ein Mensch die Information, dass er bald erkranken wird, sei es an Krebs, an Parkinson oder an Mul- tipler Sklerose?

Eine Frage der Ethik Wie wertvoll wird das Leben eines am Reißbrett entworfenen Menschen sein?

Gestörtes Gleichgewicht Was passiert, wenn der Mensch noch radikaler in das Gleichgewicht der Natur eingreift? Neue Tiere und Pflanzen mit noch unbekannten Ei- genschaften werden entstehen. Droht uns ein „realer Jurassic Park“?

werden entstehen. Droht uns ein „realer Jurassic Park“? Designkinder Das Wunschkind kann nach Ge- schlecht,

Designkinder Das Wunschkind kann nach Ge- schlecht, Größe, Haar- und Augenfarbe „selbst kreiert“ werden. Der Wert des Lebens eines Kindes läge damit nicht weit über dem eines Konsumproduktes, und die Kriterien, es abzutreiben, un- terlägen modischen Maßstäben.

Der gläserne Mensch Krankenkassen, staatliche Institutionen und Arbeitgeber könnten über Informa- tionen verfügen, die genetisch benach- teiligte Menschen diskriminieren könn- ten. Wenn die Genanalyse zur Norm wird, wer wird dann noch einem „gene- tisch minderwertigen“ Menschen einen Arbeitsplatz geben? Und wer wird mit ihm eine Familie gründen wollen?

Luxus Gesundheit Gentherapien werden in der Anfangs- phase sehr teuer sein. Wer Geld hat, wird sie sich leisten können. Was aber geschieht mit armen Menschen?

Behinderung als Makel Bereits heute ist Behinderung ein Abtreibungsgrund, denn Behinderte Menschen passen nicht in diese Ge- sellschaft.

Was passiert, wenn der der perfekte Mensch mit Hilfe von Genmanipula- tion zur Norm wird? Wird dann ein niedriger IQ, geringe Körpergröße oder fehlende Attraktivität schon zur Behinderung? Wo hört die Spirale des Perfektionismus auf?

schon zur Behinderung? Wo hört die Spirale des Perfektionismus auf? MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000 11
Was ist Genetik? Das genetische Alphabet DNS DNS ist die Abkürzung für Desoxy- ribonukleinsäure; sie
Was ist Genetik? Das genetische Alphabet DNS DNS ist die Abkürzung für Desoxy- ribonukleinsäure; sie
Was ist Genetik?
Das genetische Alphabet
DNS
DNS ist die Abkürzung für Desoxy-
ribonukleinsäure; sie bildet einen
Moleküldoppelstrang, der alle Erb-
informationen enthält. Die DNS
besteht aus 40.000 bis 70.000
verschiedenen Abschnitten, den Ge-
nen. Es gibt auch die internationale
Bezeichnung DNA. Hier steht das
A für das englische „acid“ (Säure).
Genom
Genom nennt man die Gesamtheit der
genetischen Informationen eines Or-
ganismus.
Jeder redet im Moment davon, viele legen
ihr Geld in Gentechnologie-Aktien oder
in Bereichen an, die damit zusammen-
hängen. Die Branche erlebt im Moment
einen Boom. Was ist die Genetik eigent-
lich genau?
Human Genom Project (HGP)
Internationales Forschungsprojekt der
„Human Genom Organization“ (Hu-
go); entschlüsselte in 14 Jahren die 3,2
Milliarden chemischen Buchstaben des
menschlichen Erbguts (Genom).
Gen
Ein funktionaler Abschnitt der DNS,
der die Bauanleitung für ein Protein
liefert, heißt Gen. Gene können aus
weniger als 1.000, aber auch aus
einer halben Million Basenpaaren
bestehen. Noch ist nicht sicher,
wie viele Gene der Code des
Menschen ent-
Molekül
Ein Molekül besteht aus zwei oder
aus mehreren Atomen; es können bis
zu eine Million Atome sein.
Die Genetik ist die Wissenschaft von der
Vererbung. Ihr Name leitet sich ab von
„Gen“, dem Namen für die Träger des
Erbguts. Sie bezieht sowohl Pflanzen als
auch Tiere in ihre Forschung mit ein. Es
gibt bereits ein „Mouse-Genom-Project“
und ein „Dog-Genom-Project“. Vor dem
menschlichen Genom hatte man bereits
das Genom der Hefe, der Fruchtfliege und
des Regenwurms komplett entziffert.
hält. Schätzu-
ngen reichen
von 40.000 bis
zu 70.000.
Proteine
Egal, ob Bakterium oder Mensch: Ei-
weißstoffe sind für alle Lebensvor-
gänge entscheidend. Sie bestehen aus
einer Kombination von 20 verschie-
denen Aminosäuren. Im mensch-
lichen Körper gibt es fast 30.000
verschiedene Proteinmoleküle.
WISSENSWERT
Gene sind Ab-
schnitte der hier
abgebildeten DNS,
die das menschliche
Erbgut trägt. Wie
viele Gene der
Mensch hat, ist
noch nicht sicher.
Sequenzierung
Sequenzierung ist die Bezeichnung
für das Verfahren, die Reihenfolge der
Bausteine im Erbgut herauszufinden
und in Sequenzen zu ordnen; sie wird
für jedes einzelne Gen durchgeführt.
Die Geschichte der Genforschung
1865: Im Klostergarten Brünn beginnt
ein Augustinermönch mit Kreuzungsver-
suchen bei unterschiedlichen Pflanzen.
Seine Experimente, die die Gesetze der
Vererbung aufdecken, werden jedoch
kaum beachtet. Heute allerdings gilt der
Mönch Gregor Mendel als Vater der Ver-
erbungslehre.
Gentechnik wird geboren: US-Forscher
beweisen, dass eine zerschnittene und
neu kombinierte DNS in einer lebenden
Zelle aktiv wird.
Die im Zellkern einer jeden Zelle ange-
siedelten Chromosomen beherbergen
die DNS eines Menschen. Diese hat die
Form einer um die eigene Achse
gewundenen Strickleiter. Die „Spros-
sen“ dieser „Leiter“ bestehen aus den
Molekülen Adenin (A) und Thymin (T)
sowie Cytosin (C) und Guanin (G). Ein
Gen bezeichnet einen bestimmten
Abschnitte auf der DNS-Leiter, dessen
Code für eine bestimmte Funktion
codiert. Nur ein kleiner Teil der insge-
samt 3,2 Milliarden „Buchstaben“ einer
DNS ist genetisch aktiv und ist an
der Steuerung und der Entwicklung
eines Organismus beteiligt. Aktive
Gene bestimmen die äußeren Eigen-
schaften eines Menschen und vererben
Merkmale – manchmal leider auch
Krankheiten.
1982: Als erster gentechnisch produ-
zierter Wirkstoff kommt Insulin auf den
Markt.
Die Funktionen der meisten Gene sind
noch nicht zugeordnet; ziemlich klar
ist jedoch, dass mehrere Gene zusam-
men bestimmte Funktionen ausüben.
Es gibt also nicht ein Intelligenz-, ein
1990: offizieller Start des Human Ge-
nom Projects
Alkoholiker- oder ein Aggressivitäts-
1869: Der Schweizer Pathologe Friedrich
Mieschner entdeckt in Fischsper-
mien und anderen biologischen
Materialien die DNS als Träger der Er-
binformationen.
1997: Das Klonschaf Dolly wird prä-
sentiert. Es ist aus der Zelle eines ande-
ren Schafs im Labor entstanden und
stellt eine identische Kopie des Spender-
schafes dar. Auch das Duplikat eines
Menschen ist jetzt theoretisch machbar.
gen. Bei der Entstehung solcher Eigen-
schaften sind wahrscheinlich sehr
1973:
Die
2000: Das private Unternehmen Cele-
bra teilt die Identifizierung des mensch-
lichen Genoms mit.
viele Gene mehr oder weniger stark an
deren Ausprägung beteiligt. Anders
kann man sich auch nicht erklären,
dass sich unsere Gene kaum von
denen einer Fruchtfliege oder eines
Wurms unterscheiden. Gene sind nur
in ihrer Gesamtheit maßgebend – und
selbst diese Gesamtheit bestimmt nur
selten unser Schicksal.
FOTO: PHOTODISC

GRAFIK AUF SEITE 12: DPNY, PHOTODISC

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INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG

Nicht alles ist Gold, was glänzt

Mit schöner Regelmäßigkeit tauchen pro Jahr auf den Werbeseiten von Zeitungen und Zeitschriften 2 bis 3 neue Substanzen auf, denen von den Anbietern fantastische Eigenschaften zugeschrieben werden. Wir beob- achten diese Entwicklung natürlich seit geraumer Zeit und halten es für angebracht, Sie – unsere Kunden – über den wissenschaftlichen Hinter- grund dieser Substanzen und Präparate zu unterrichten. Unsere Mitbewer- ber mögen uns verzeihen, doch wir möchten, dass unsere Kunden mit diesem wissenschaftlich überprüfbaren Wissen in der Hand selbst entscheiden können, ob sie den Aussagen zu besagten Präparaten Glau- ben schenken wollen oder nicht.

Damit Sie immer schnell und kompetent informiert sind, wollen wir Ihnen mit die- sem Merkblatt mitteilen, welche Produkte aus ernährungswissenschaftlicher Sicht unsinnig sind. Wir möchten Ihnen die wissenschaftlichen Hintergründe für die Entscheidung von MEDICOM mitteilen, bestimmte Produkte nicht zu verkaufen. Denn eines ist sicher: Qualität und Kun- denzufriedenheit sind unser oberstes Ziel.

Glutathion

G lutathion ist eine Eiweißverbindung, die der Körper aus drei Aminosäuren

herstellt. Es ist Bestandteil der Glutathi- on-Peroxidase, eines Enzyms, das zur

Entgiftung des Körpers von Freien Radikalen notwendig ist. Allerdings gibt es keine ernst zu nehmenden wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegen, dass die zusätzliche Gabe von Glutathion zu einer erhöh- ten Aktivität des Enzyms führt. Das heißt, durch die Einnahme von Glutathion wird der Schutz vor Freien Radikalen nicht verbessert. Die Glutathion-Peroxidase ist allerdings ein selenabhängiges Enzym, sodass es besser ist, dem Körper für eine aus- reichend hohe Enzymaktivität genü- gend Selen zur Verfügung zu stellen. In neuester Zeit versuchen jedoch bestimmte Hersteller, Glutathion als wissenschaftliche Neuentdeckung an- zupreisen — was es nicht ist. Denn die körpereigene Eiweißverbindung ist der Ernährungswissenschaft schon sehr lange bekannt. Auch die Versprechungen zu den Eigenschaften von Glutathion sind aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar.

Kombuchá

K ombuchá wird auch als Teepilz, japa- nischer Teepilz, China-Pilz oder Kom-

buchá-Pilz bezeichnet. Es handelt sich um eine Symbiose von Bakterien mit säure- beständigen Hefen. Stäbchenbakterien bilden die Gallerte, in die Hefezellen ein- gelagert sind. Dem Tee werden gesund- heitsfördernde Eigenschaften nachgesagt,

M EDICOM bietet Ihnen nur wirklich sinnvolle, wissen-

schaftlich geprüfte Produkte. Denn wir scheuen weder Kosten noch Mühen, um unserem Motto „Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe“ gerecht zu werden. Nobilin Q 10 ist beispielsweise die erste und bislang einzige Nahrungsergänzung, die das Prüfsiegel des Instituts Fresenius tragen darf. In einem nicht nur lang- wierigen, sondern auch sehr kost- spieligen Verfahren wird jede Liefe- rung von Nobilin Q 10 vom Institut Fresenius überprüft und analysiert. Bei MEDICOM erhalten Sie eben nur Arzneimittel und Nahrungsergän- zungen, die einen wesentlichen Bei- trag zu Ihrer Gesundheit leisten kön-

nen. Und das in bester Qualität zu einem vernünftigen Preis. Denn wir wollen, dass Gesundheit keine Frage des Geldes ist. Vielleicht haben Sie sich aber auch schon einmal gefragt, war-

um es bei MEDICOM bestimmte Produkte nicht gibt. Warum bietet MEDICOM zum Beispiel keine Apfelessig-Kapseln an? Wo man doch immer wieder las, dass damit angeblich wahre Wunder erreicht werden sollen. Die Antwort ist ganz ein- fach und liegt in unserer Firmenphiloso- phie begründet: Bei MEDICOM erhalten Sie nur Produkte mit nachgewiesener und plausibler Wirkung. Und keine

FOTO: WDV
FOTO: WDV

Sinnvoll oder nutzlos? Viele Präparate halten nicht, was sie versprechen.

teuren „Wundermittel“, die in Wirklichkeit gar keinen Nutzen bringen. Genau zu diesen gehören leider auch die viel geprie- senen Apfelessig-Kapseln. Doch nicht alles, was von anderen Herstellern angeboten wird, ist unsinnig und nutzlos. Aber oftmals gibt es ein- fach bessere Alternativen, die qualitativ hochwertiger sind. So finden Sie bei MEDICOM statt Nachtkerzen- oder Schwarzkümmelöl das wesentlich wert- vollere Borretsch-Öl, das einen weitaus höheren Anteil an Gamma-Linolensäuren aufweist als die beiden anderen Öle.

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MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert die auf Stoffwechselprodukte durch die leichte Gärung des

die auf Stoffwechselprodukte durch die leichte Gärung des Teeaufgusses zurück- geführt werden. Es handelt sich dabei vor allem um organische Säuren wie Glucu- ronsäure, Milchsäure, Essigsäure sowie verschiedene Vitamine, außerdem auch Ethanol und Kohlendioxid. Die enthaltenen Säuren entstehen auch im menschlichen Stoffwechsel und wer- den außerdem mit Lebensmitteln wie Jo- ghurt und anderen fermentierten Produk- ten aufgenommen. Vitamine enthält der Tee nur in geringer und nicht definierter Menge. Die gesundheitsfördernde Wir- kung des Tees soll schon im Jahre 414 n. Chr. durch den koreanischen Arzt Kom- bu bei der Behandlung des japanischen Kaisers Inkyo genutzt worden sein. Aller- dings sind solche Wirkungen wissen- schaftlich nie belegt worden. Ähnlich wie andere energiehaltige Getränke mit Kohlenhydraten und etwas Kohlensäure hat Kombuchá sicher eine erfrischende Wirkung. Als gezielte Nahrungsergän- zung zur Verbesserung der Gesundheit scheint er jedoch wenig geeignet.

Protein- und Aminosäure-Kapseln

I n jüngster Zeit werden zahlreiche Nah- rungsergänzungsmittel angeboten, die Proteine (Eiweiße) oder Aminosäuren ent- halten. Aminosäuren sind die Bausteine

von Proteinen und werden von den An- bietern mit allerlei wundervollen Eigen- schaften bedacht. In den angebotenen Kapseln oder Tabletten sind aber – vergli- chen mit den Mengen, die wir schon mit unserer Nahrung aufnehmen – nur so minimale Mengen enthalten, dass sie er- stens kaum geeignet sind, die Zufuhr an Aminosäuren nennenswert zu erhöhen und zweitens erst recht keine der wunder- baren Wirkungen ausüben können, die man ihnen zuschreibt. Darüber hinaus ist die Protein- und damit auch die Aminosäurezufuhr in Deutschland ohnehin eher zu hoch als zu niedrig. So zeigte eine groß angelegte wissenschaftliche Studie, dass die emp- fohlenen Zufuhrmengen an Proteinen und Aminosäuren bei weitem überschrit- ten werden. Dies liegt nicht zuletzt an der relativ großen Menge an Lebensmitteln tierischen Ursprungs, die wir üblicher- weise verzehren. Empfohlen wird täglich eine durchschnittliche Menge von etwa 48 Gramm Protein für eine 60 kg schwe- re Frau beziehungsweise 60 Gramm für einen 75 kg schweren Mann. Der Nutzen einer ergänzenden Aminosäurezufuhr ist daher sehr fragwürdig. Nur in ganz seltenen Ausnahmefällen, bei schwer erkrankten älteren Menschen, kann es zu Proteinmangelerscheinungen kommen.

In solchen Fällen ist allerdings eine Proteingabe über Nahrungsergänzungs- mittel auch nicht mehr ausreichend. Die dann nötigen hohen Mengen sind nur über eine ergänzende spezielle Trink- nahrung zu erreichen. Daher machen Aminosäuren und Proteine in Nahrungs- ergänzungsmitteln keinen Sinn, auch wenn die Anbieter für diese Produkte gern mit hochgegriffenen Versprechun- gen werben.

Obst- und Gemüsekonzentrate

I n den Werbeaussagen zu solchen Kon- zentraten versuchen einige Hersteller den Anschein zu erwecken, als könnten diese Produkte es ersetzen, viel Obst und Gemüse zu verzehren. Die Wahrheit ist allerdings, dass man seinem Körper pro Kapsel nur eine verschwindend geringe Menge an Obst beziehungsweise Gemüse zuführt. Darüber hinaus verlieren die Konzentrate bei ihrer Herstellung große Mengen der wertgebenden Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spuren- elemente. Nicht umsonst führt kein Her- steller die tatsächliche Menge an Vitami- nen, sekundären Pflanzenstoffen oder Mi- neralien auf den Packungen an. Auch die Anmerkung, diese Kapseln enthielten Ballaststoffe, ist fast eine Frechheit, denn der Ballaststoffanteil der Kapseln ist so gering, dass eine einzige Weintraube bereits ballaststoffreicher ist.

Carnitin

Aminosäuregehalt im Vergleich Schweine- Joghurt Vollmilch Goudakäse fleisch je 100 g (3,5 % Fett) je
Aminosäuregehalt im Vergleich
Schweine- Joghurt
Vollmilch
Goudakäse
fleisch
je 100 g
(3,5 % Fett)
je 100 g
(3,5 % Fett)
je 100 g
(3,5 % Fett i. Tr.)
je 100 g
Alanin
1.250
mg
170
mg
130
mg
780
mg
Arginin
1.230
mg
140
mg
130
mg
980
mg
Aspartat
1.970
mg
310
mg
290
mg
1.780
mg
Cystin*
240
mg
30
mg
28
mg
k. A.
Glutamat
3.160
mg
760
mg
790
mg
6.280
mg
Glycin
1.150
mg
94
mg
76
mg
500
mg
Histidin
800
mg
100
mg
95
mg
1.050
mg
Isoleucin
1.020
mg
240
mg
220
mg
1.340
mg
Leucin
1.560
mg
410
mg
360
mg
2.620
mg
Lysin
1.780
mg
310
mg
280
mg
2.790
mg
Methionin
580
mg
100
mg
90
mg
740
mg
Phenylalanin
790
mg
210
mg
180
mg
1.460
mg
Prolin
980
mg
460
mg
340
mg
340
mg
Serin
910
mg
240
mg
210
mg
1.570
mg
Threonin
1.010
mg
170
mg
160
mg
950
mg
Tryptophan
240
mg
45 mg
49
mg
k. A.
Tyrosin
730 mg
200 mg
180 mg
1.480 mg
Valin
1.550 mg
300 mg
240 mg
1.850 mg
k. A. = keine Angaben
Quelle: Souci, Fachmann, Kraut 1994
FOTO UND GRAFIK: DPNY

B ei Carnitin handelt es sich um eine Aminosäure. Sie wird vom Körper in

ausreichender Menge hergestellt. Aus- gangsstoffe für die Bildung von Carnitin sind zwei andere Aminosäuren. Aufgabe des Carnitins im menschlichen Körper ist, die Nahrungsfette in die Mitochon- drien, die „Kraftwerke der Zellen“, zu

schleusen, wo die Fette dann verbraucht werden. Carnitin wird hierbei jedoch

nicht zerstört, sondern es kann immer

wieder genutzt werden. Der menschliche Körper nimmt Carnitin über die Nahrung auf, denn es ist in großen Mengen in tie- rischen Lebensmitteln wie Rindfleisch enthalten. Die durchschnittliche Zufuhr von Carnitin mit der Nahrung liegt bei 32 mg pro Tag, die Eigenherstellung macht etwa 16 mg pro Tag aus. Die An- bieter von Carnitin-Kapseln erwecken in ihrer Werbung häufig den Eindruck, eine zusätzliche Carnitingabe könne den Fettsäuretransport und damit den Ver- brauch der Nahrungsfette steigern. Auf diese Weise soll Carnitin als Schlank-

14 MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert Anzeige heitsmittel wirken
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heitsmittel wirken beziehungsweise soll seine Einnahme beim Sport leistungsför- dernd sein.

Dehydroepiandrosteron (DHEA)

B ei DHEA handelt es sich um ein Hor- mon. Eine Vorstufe dieses Hormons

ist Cholesterin. DHEA entsteht als Zwi- schenprodukt bei der Bildung der männ- lichen und der weiblichen Sexualhormo- ne Testosteron und Östradiol. DHEA ist weder als Nahrungsergänzungsmittel noch als Arzneimittel in Deutschland zu- gelassen. Dennoch wird es aus dem Aus- land angeboten — und meist als Wunder- hormon angepriesen. Die Einnahme soll die Entstehung fast aller typischen Erkrankungen, die im höheren Lebensalter auftreten, unterbin- den. Besonders herausgehoben werden die angeblichen Wirkungen gegen Alzheimer, Osteoporose, Diabetes oder auch Multiple Sklerose. Damit aber nicht genug: DHEA soll auch das Wohlbefinden, die Lei- stungsfähigkeit sowie das Konzentrati- onsvermögen steigern und zu guter Letzt wird auch noch ein Lustgewinn in der Liebe versprochen. Tatsächlich sind die Aussagen der Anbieter nicht ausreichend erforscht. Die vorliegenden Studien konnten die angepriesenen Wirkungen nicht beweisen. Zudem sind auch die Risiken bei längerer Einnahme von DHEA noch völlig unbekannt. In jedem Fall sind die möglichen Gefahren einer Einnahme höher einzuschätzen als der Nutzen. Denkbar ist jedoch, dass hormonabhän- gige Tumorarten, wie Brust- oder Prosta- takrebs, durch die Gabe von DHEA zum Wachstum angeregt werden.

Schlankheitsmittel

A ls Schlankheitsmittel werden die ver- schiedensten Produkte angeboten. In

den meisten Fällen handelt es sich leider auch hier nur um leere Versprechungen. So zum Beispiel bei einem Arzneimittel, das in Anzeigen als die Tablette, die Fett auflöst, angepriesen wird. Das Medika- ment enthält tatsächlich ein fettspalten- des Enzym, doch bedeutet das nicht, dass man bei Einnahme der Tabletten automa- tisch abnimmt. Denn aus wissenschaftli- cher Sicht kann ein solches Enzym allen- falls die Fettaufnahme erhöhen, da es die Aufspaltung des Fettes im Verdauungs- trakt fördert; es kann aber auf keinen Fall zur Gewichtsabnahme führen. Die Steuerung des Stoffwechselvor- gangs „Fett abbauen“ oder „Fett anlegen“ liegt nicht in der Hand dieses Enzyms.

Denn ein Enzym ist lediglich ein Werk- zeug. Das ist so, als würde man Ihnen versprechen: Je mehr Schraubenzieher Sie kaufen, desto leichter werden sich Ihre Schrauben lösen lassen. Auch die in vielen Illustrierten bewor- benen Zitronenkapseln, Apfelessigkapseln und andere den Verbraucher täuschende Mittelchen entbehren jeder wissenschaft- lichen Grundlage und schmälern nur den Geldbeutel des Verbrauchers, aber leider nicht seine Problemzonen. Obwohl viele Verbraucherverbände und andere Institutionen gegen solche Produkte vorgehen, um die haarsträu- benden Werbeaussagen zu unterbinden, sprießen täglich neue Anzeigen für ähn- liche Produkte wie Pilze aus dem Boden. Die Vertreiber solcher Mittel kalkulieren ein Verbot des Produktes bereits bei dessen Erstellung ein, wissend, dass die Mühlen des Gesetzes langsam mahlen und sie in der Zwischenzeit mit ihren überteuerten Produkten hohe Gewinne machen können. Es schert diese Anbieter natürlich nicht, dass die gesamte Branche, unter solchen Praktiken leidet und Nah- rungsergänzungs-Präparate insgesamt in Verruf gebracht werden. Die Anbieter von zweifelhaften Präparaten sind nicht am Wohle des Kunden, sondern ausschließ- lich an der schnellen Mark interessiert. Letztlich sind Abführmittel, Enzyme oder Appetitzügler auch keine Lösung zur Gewichtsabnahme. Hierzu ist eine Verminderung der Energiezufuhr uner- lässlich – Aussicht auf einen anhaltenden Erfolg bietet eben nur eine dauerhafte Ernährungsumstellung. Schlankheitsmittel können bei länge- rer Anwendung sogar gefährlich werden. Dies gilt insbesondere für Appetitzügler; aber auch Abführmittel können bei lang- fristiger Anwendung die Darmfunktion beeinträchtigen und Nährstoffdefi- zite hervorrufen. Besonders ärgerlich sind auch die Versprechungen eines Anbieters von so genannten Schlank- pflastern: „Schlank werden, ohne etwas dafür zu tun – einfach ein Pflaster auf- kleben, und die Pfunde schwinden wie im Schlaf.“ Sie können es sich sicher bereits denken: nichts als ein besonders dreistes Werbeversprechen. Und wissenschaftlich natürlich völlig unhaltbarer Unsinn. Es ist leider nicht ganz so einfach, über- flüssige Pfunde zu verlieren, sonst gäbe es sicher längst keine übergewichtigen Menschen mehr. Wenn Ihnen Anzeigen auffallen, in denen Produkte beworben werden, mit denen Sie angeblich einen unglaublich schnellen Gewichtsverlust

erzielen können, dann ist Vorsicht gebo- ten. Auch wenn Erfolgsberichte oder die üblichen „Vorher-nachher-Bilder“ einge-

oder die üblichen „Vorher-nachher-Bilder“ einge- Nur durch dauerhafte Ernährungsumstellung nimmt man

Nur durch dauerhafte Ernährungsumstellung nimmt man wirklich ab.

setzt werden, sollten Sie einem solchen Produkt sehr kritisch gegenüberstehen. Eine weitere Tatsache, die Sie stutzig ma- chen sollte, ist die Angabe einer auslän- dischen Telefonnummer. Und auch wenn ein Herr mit weißem Kittel offensichtlich den Eindruck er- wecken soll, ein Arzt stehe dahinter, ist Vorsicht geboten. Denn es ist laut Wett- bewerbsrecht verboten, für Nahrungser- gänzungs-Präparate und Arzneimittel mit Medizinern zu werben. Meist sind die Abgebildeten auch keine Ärzte, denn oft tritt derselbe „Arzt“ in verschiedenen An- zeigen mit unterschiedlichen Namen auf.

Wer abnehmen will, sollte seine Er- nährung umstellen. Da Fett der Haupt- energieträger unserer Nahrung ist, sollte in erster Linie Fett eingespart werden. Sie sollten nicht nur auf das Fett bei der Zubereitung der Mahlzeiten, sondern auch auf den natürlichen Fettgehalt der Lebens- mittel achten. Wir raten zum Austausch von fettreichen Milchprodukten und Wurstwaren gegen fettarme Varianten. Wir empfehlen eine kohlenhydratreiche Kost mit viel Gemüse und Obst sowie Vollkorngetreideprodukten. Kalorienreiche Lebensmittel wie Alkohol und Süßigkeiten sollten möglichst gemieden werden.

Melatonin

D as Hormon Melatonin darf in Deutsch- land wegen seiner unkalkulierbaren

Wirkungen nicht als Nahrungsergän- zungsmittel verkauft werden. Dennoch bieten dubiose Firmen dieses Hormon

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MEDICOM informiert MEDICOM informiert MEDICOM informiert Und es wirkt doch … Der wundersame Placebo-Effekt N
Und es wirkt doch … Der wundersame Placebo-Effekt N atürlich kann es sein, dass die
Und es wirkt doch …
Der wundersame Placebo-Effekt
N atürlich kann es sein, dass die ver-
sprochenen Wirkungen einiger
Produkte hin und wieder tatsächlich
auftreten, auch wenn das aus wissen-
schaftlicher Sicht nicht möglich ist.
Wie kommt das? In diesem Fall han-
delt es sich um den so genannten „Pla-
cebo-Effekt“. Das heißt, der Glaube an
die helfenden Eigenschaften eines
Präparates ist so groß, dass allein die-
ser Glaube ungeahnte Kräfte im Körper
des Betreffenden mobilisiert – auch
wenn das angebliche Wundermittel
völlig unbrauchbar ist.
Viele werden jetzt vielleicht den-
ken, dass es keine Rolle spielt, auf wel-
che Art und Weise eine Wirkung er-
zielt wird; Hauptsache ist doch, dass sie
erzielt wird. Das ist so nicht ganz rich-
tig, denn wenn einem Menschen ein
Präparat aufgrund des Placebo-Effek-
tes hilft, dann liegt das nicht an der
Substanz des betreffenden Mittels.
Sondern: Dieser Mensch hat sich durch
seinen Glauben an dieses Produkt qua-
si selbst geheilt. Weitere Personen, die
von diesem Erfolg beeindruckt sind,
werden sich das Wundermittel sicher
ebenfalls kaufen. Doch ob auch sie Er-
folg haben, hängt nicht vom Präparat
ab, sondern von der Fähigkeit der be-
treffenden Menschen, an die Wirkung
glauben zu können. Dieser Vorgang ist
jedoch sehr individuell, und weder ist
er wissenschaftlich zu überprüfen,
noch ist damit ein Behandlungserfolg
zu garantieren.
Die Wirkung eines solchen Präpa-
rates liegt an der Person selbst und
nicht an der Wirksamkeit der Inhalts-
stoffe. Die Wirkung könnte also eben-
so gut mit schön verpackten Süßstoff-
Dragees erzielt werden.
Bei MEDICOM erhalten Sie nur Produk-
te mit nachgewiesener und plausibler
Wirkung. Und keine teuren „Wunder-
mittel“, die keinen Nutzen bringen. Die
Medicom Pharma AG bietet in ihren
Produkten Vitamine, Mineralstoffe und
andere hochwertige Inhaltsstoffe nur in
definierter Menge an. Wir sind der Auf-
fassung, der Verbraucher sollte an Hand
der Mengenangaben nachvollziehen
können, welche gesundheitsfördernden
Substanzen und wie viel davon er mit
einem Vitalstoff-Präparat aufnimmt.

über ausländische Telefonnummern an. Es handelt sich bei Melatonin um einen Abkömmling der Aminosäure Trypto- phan, der im Gehirn gebildet wird. Melatonin wird häufig als Wunder- hormon gegen Alterserscheinungen und zur Vorbeugung bzw. Behandlung diver- ser Erkrankungen angepriesen. Außerdem soll es auch antioxidative Eigenschaften besitzen, also auch zur Abwehr freier Ra- dikale beitragen. Selbst Schlankheitskuren sollen unterstützt werden können, selbst Depressionen und AIDS sollen mit Mela- tonin zu behandeln sein. Hierbei handelt es sich jedoch um wildeste Spekulationen. Es sind keinerlei wissenschaftliche Belege für diese Behauptungen vorhanden. Bekannt wurde Melatonin vor allem dadurch, dass es den Tag-Nacht-Rhyth- mus des Menschen beeinflusst und daher die negativen Erscheinungen eines Jetlags mildern könnte. Beim Jetlag liegt eine Störung der biologischen Uhr vor, die häufig nach Fernreisen über unterschied- liche Zeitzonen hinweg auftritt. Mela- toningaben sollen darüber hinweghelfen und zur Förderung des Schlafes beitragen. Tatsache ist, dass Melatonin bereits in sehr geringen Mengen zu gravierenden Stoffwechseländerungen führen kann und in jedem Fall als Arzneimittel einzustufen ist. Schädigungen können nicht ausge- schlossen werden. Außerdem können die Wirkungen auf die biologische Uhr des Menschen zu Beeinträchtigungen der Re- aktionsfähigkeit und damit beispielsweise auch der Fahrtüchtigkeit führen. Da Mela- tonin bei Einnahme durch Schwangere auch auf den Fötus übertragen wird, soll- ten während der Schwangerschaft keines- falls Melatoninpräparate eingenommen werden. Über die Auswirkungen auf die Kindesentwicklung liegen bisher keine Daten vor. Der Einsatz von Melatonin zu medizinischen Zwecken kann gerecht- fertigt sein, darf jedoch grundsätzlich allein auf ärztliche Verordnung erfolgen.

Algenprodukte

M eeresalgen haben als Lebensmittel und wichtige Eiweißquelle im asia-

tischen Raum eine große Bedeutung. Komplett verzehrt, können Algen auch zur Ballaststoffzufuhr beitragen. Algen sind in der Lage, über ihre Oberfläche Mineralien aus dem Meerwasser aufzu- nehmen, daher weist die ganze Pflanze zum Teil hohe Gehalte an Spurenelemen-

ten auf. Daher werden Algenprodukte wie Spirulina mit dem Verweis auf den Gehalt der Pflanze an Vitaminen und

Mineralstoffen als besonders hochwertig beworben. Bei getrockneten Algenprodukten wie Spirulina-Tabletten ist der Ballaststoff- gehalt jedoch nur noch sehr gering, und es kommt zu großen Schwankungen bei

den Inhaltsstoffen. Es sind meist nur ge- ringe Mengen an Jod vorhanden. Darü- ber hinaus wird gern angegeben, dass sich Algen aufgrund hoher Gehalte an

Vitamin

Veganer besonders eignen. Da die vega- ne Kostform ausschließlich pflanzlich orientiert ist und Vitamin B 12 nur in Le- bensmitteln tierischer Herkunft sowie in sehr geringer Konzentration in fermen- tierten Produkten enthalten ist, kann es bei jahrelanger veganer Ernährung zu ei- ner Unterversorgung kommen. Allerdings enthalten Algenprodukte, anders als von den Anbietern vielfach behauptet, prak- tisch ausschließlich unwirksame Formen des Vitamins, die zudem die Aufnahme und den Stoffwechsel von aktivem Vita-

B 12 als Nahrungsergänzung für

min B 12 blockieren können. Der Grund sind analytische Probleme, die dazu führen, dass aktive und inaktive Formen nur unzureichend differenziert werden können. Untersuchungen zeigen, dass verschiedene Produkte im Versuch mit Menschen keine Verbesserung der Vita- min-B 12 -Versorgung bewirkten, obwohl sie angeblich aktive Formen des Vita- mins enthielten. Als überflüssig und in der Menge völ- lig zu vernachlässigen sind die Amino- säuren in Algenprodukten einzustufen, die zum Teil ebenfalls ausgelobt werden. Im Vergleich mit Fleisch, Käse oder an- deren tierischen Produkten wird schnell klar, dass die Aminosäuremengen in Al- genprodukten viel zu gering sind, um in irgendeiner Form Einfluss auf den Stoffwechsel zu nehmen. Der Eiweißge- halt der Algen spielt in Deutschland bei unserer ohnehin zu hohen Eiweißaufnah- me auch keine Rolle. Außerdem sollte man von hochwertigen Multi-Vitamin- oder Multi-Mineral-Präparaten auch er- warten können, dass sie zumindest die einfache Tagesempfehlung der Vitalstoffe enthalten. Besonders deutlich wird dieses Defizit einiger Algenprodukte am Bei- spiel der Folsäure, die häufig nur zu einem Bruchteil der empfohlenen Dosis vorhanden ist. So liefert eine Chlorella- Algenart pro Portion unter 40 µg, während die empfohlene Tagesdosierung bei 400 µg liegt. Dies ist insofern bedenklich, da die Folsäureversorgung über die Nahrung ohnehin als kritisch gilt.

16 MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000

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Ihre Gesundheit ist unsere Aufgabe

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FOTO: PHOTODISC

FluchtFlucht in die

SuchtSucht

Der Mensch hat träumen wollen, der Traum wird über den Menschen Herr sein, doch dieser Traum wird deutlich der Sohn seines Vaters sein.

Charles Baudelaire

S o komplex wie die Zeilen Bau- delaires, die Sucht bildhaft be- schreiben wollen, so komplex

ist auch die Sucht selbst. Sucht- formen sind so unterschiedlich wie die Menschen, und selten ist eine Sucht auf den ersten Blick zu ver- stehen. Sie hat immer ganz persön- lich mit dem einzelnen Menschen zu tun, sie ist der individuelle Alptraum eines jeden Süchtigen.

D er Umgang mit Rauschmitteln ist so alt wie die Menschheit. In früheren Gesellschaften wurde

D er Umgang mit Rauschmitteln ist so alt wie die Menschheit. In früheren

Gesellschaften wurde der Drogenrausch oft als Kontakt mit den Göttern gedeutet. Die Droge diente nicht einem persön- lichen Anliegen, sondern war Teil eines spirituellen Erlebnisses. Erst als der Mensch begann, sich als Einzelwesen zu definieren, wurde der Rausch zum privaten Abenteuer, zum individuell- psychologischen Phänomen. Zu einem gefährlichen Abenteuer.

Was ist Sucht?

Sucht wird als das Ende einer Entwick- lung beschrieben, die über den Gebrauch, den Genuss und den Missbrauch von Substanzen oder Verhaltensweisen zu Abhängigkeit führt. Sucht ist das nicht mehr kontrollierbare Verlangen nach ei- nem bestimmten Gefühls-, Erlebnis- und Bewusstseinszustand. Unterschieden wird zwischen stoffgebundenen Suchtformen

(z. B. Alkohol, Drogen, Tabletten) und stoffungebundenen Formen (z. B. Mager- oder Ess-Sucht oder Spielsucht). Wesent- liche Merkmale der Sucht sind die folgenden Aspekte.

Der so genannte Kontrollverlust: Der Süchtige kann sein Verhalten und seinen Konsum nicht mehr frei bestimmen. Das Verlangen nach der Droge oder dem süchtigen Verhalten bestimmt das Leben. Die Dosis muss ständig gesteigert wer- den, um den gleichen Effekt zu erzielen. Körperliche und/oder psychische Ent- zugserscheinungen treten nach dem Ab- setzen der Substanz oder nach Beendi- gung des süchtigen Verhaltens auf. Die Unfähigkeit des Betroffenen, den Substanzmissbrauch/das süchtige Verhal- ten trotz starker körperlicher, psychischer und sozialer Beeinträchtigung zu unter- lassen

Heute haben die Begriffe Sucht und Abhängigkeit im Alltagsgebrauch fast die gleiche Bedeutung; Abhängigkeit beschreibt mehr die medizinische Seite, Sucht auch die seelischen und sozialen Folgen. Die Weltgesundheitsorganisation verwendet offiziell nur den Begriff Abhängigkeit. Schaut man sich die Defi- nition von Sucht an, so tauchen dort oft Begriffe wie „zwanghafter Drang“ oder „unbezwingbares Verlangen“ auf. Wer süchtig ist, ist nicht mehr frei.

Warum werden Menschen süchtig?

Es gibt nicht eine alleinige Ursache von Sucht, es ist immer eine Fülle von Fakto- ren, die zum Ausbruch einer Suchtkrank- heit führen. Erklärungsansätze, die einzelne Faktoren in den Vordergrund stellen, widersprechen sich zum Teil. Nach Auffassung der Biologen unter den Suchtforschern ist die Sucht zum Beispiel ein Versuch, einen Mangel an körpereige- nen Botenstoffen, die Lust auslösen, durch chemische Mittel zu ersetzen, um ein „normales Empfinden“ wieder herzu- stellen. Dieser Mangel kann angeboren oder erworben sein.

stellen. Dieser Mangel kann angeboren oder erworben sein. Zweifelhafter König Alkohol „König Alkohol“ ist der
stellen. Dieser Mangel kann angeboren oder erworben sein. Zweifelhafter König Alkohol „König Alkohol“ ist der
stellen. Dieser Mangel kann angeboren oder erworben sein. Zweifelhafter König Alkohol „König Alkohol“ ist der
stellen. Dieser Mangel kann angeboren oder erworben sein. Zweifelhafter König Alkohol „König Alkohol“ ist der
stellen. Dieser Mangel kann angeboren oder erworben sein. Zweifelhafter König Alkohol „König Alkohol“ ist der
Zweifelhafter König Alkohol „König Alkohol“ ist der deutsche Titel des Buches „John Barley- corm“ von
Zweifelhafter König Alkohol
„König Alkohol“ ist der deutsche Titel des Buches „John Barley-
corm“ von Jack London. Das Buch galt als das Leitwerk der
amerikanischen Prohibitionsbewegung — geschrieben von einem
notorischen Trinker. Die erschreckend brutale autobiografische
Auseinandersetzung mit dem Alkoholismus erschien 1913
in den USA.
Die folgenden Zahlen verdeutlichen den gesellschaftlichen
Einfluss des Alkohols im Jahr 2000.
Rund 1,6 Millionen Bundesbürger
sind akut von Alkohol abhängig. Das
sind 2,4 Prozent der Bevölkerung ab
18 Jahren. Alkoholmissbrauch be-
stimmt derzeit das Leben von etwa
2,65 Millionen Menschen (vier Pro-
zent der Bevölkerung).
Bei 60 Prozent der Verurteilungen
wegen Straftaten im Straßenverkehr
spielt Trunkenheit eine Rolle.
In Deutschland sterben jährlich
rund 42.000 Menschen an den direk-
ten oder indirekten Folgen des Alko-
holmissbrauchs.
Arbeitsunfähigkeit und Invalidität
wegen einer Alkoholabhängigkeit
oder einer Alkoholpsychose wird in
92.000 Fällen pro Jahr festgestellt, zur
Frührente kommt es in etwa 6.500
Fällen. In beiden Zahlen sind die
Krankheiten, die erst in der Folge des
Alkoholkonsums entstehen, nicht ent-
halten.
Rund zwei Millionen Kinder im
Alter von bis zu 18 Jahren müssen in
der Bundesrepublik mit der Alkohol-
abhängigkeit eines der beiden Eltern-
teile leben.
Zehn bis zwölf Prozent der Bevöl-
kerung konsumieren Alkohol in einer
Größenordnung, die langfristig ge-
sundheitlich riskant ist.
Sieben Prozent aller Straftaten in
Deutschland werden unter Alkohol-
einfluss begangen.
(Ergebnisse einer Untersuchung, die vom
Bundesgesundheitsministerium in Auftrag
gegeben wurde. Stand Mai 2000.)
FOTO: PHOTODISC

Psychologen und Soziologen sehen in der „Sozialisation“ des einzelnen Menschen, also seiner frühkindlichen Entwicklung, der Struktur seiner Familie, seiner sexuellen Entwicklung und besonders der Erziehung die Grundlagen für die Entwicklung eines süchtigen Verhaltens. Ausschlaggebend hier: Gibt es in der Familie bereits Suchtverhalten? Kann der Mensch mit Konflikten konstruktiv umgehen? Hat er die Kapazität, Frustra- tionen zu ertragen, ohne vor ihnen zu fliehen? Schließlich spielen auch die gesellschaftliche und die soziale Kompo- nente eine große Rolle. Lebt der Mensch in befriedigenden sozialen Verhältnissen? Geben ihm Beruf, Familie, Freunde Halt im Leben? Außerdem zu beachten:

Wie nah wird dem Menschen die Droge oder das Suchtverhalten gelegt?

Am besten bewährt haben sich die so ge- nannten multifaktoriellen Theorien, die von einem Bündel von Ursachen aus- gehen. Einer der bekanntesten und akzeptiertesten Erklärungsansätze ist die „Trias der Entstehungsursachen der Drogenabhängigkeit“. In diesem Modell werden die Faktoren Mensch, Mittel und Milieu/Gesellschaft miteinander

Faktoren Mensch, Mittel und Milieu/Gesellschaft miteinander Fortsetzung auf Seite 20 verbunden. 19 MEDICOM 13. Ausgabe,

Fortsetzung auf Seite 20

verbunden.

19

MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000

FluchtFlucht inin diedie SuchtSucht

 

Wie kommt es zur Abhängigkeit?

Robert T.

4 Beispiele verdeutlichen, wie Menschen in eine Sucht geraten können.

Rückblickend kann Robert von sich sa- gen, dass er sich niemals anerkannt gefühlt hat. Da er in der Schule nicht besonders gut ist, muss R. gegen

seinen Willen eine Baulehre absolvie- ren. Da er sich mit „Erwachsenen“ gut

Harald P.

Harald P.     men, keine auffälligen Anzeichen – wie Lallen, Sprachstörungen und Gangunsicherheit beim
   

men, keine auffälligen Anzeichen – wie Lallen, Sprachstörungen und Gangunsicherheit beim Alkoholkon- sum. Dennoch machen sie abhängig. So kann H. seinen Beruhigungsmittelkon- sum relativ leicht verborgen halten – bis sein Körper den Tribut für den langfristigen Missbrauch fordern wird.

Harald P. ist Mana- ger eines großen Unternehmens und beruflich entspre-

versteht und sich für nichts zu schade ist, kommt er zum ersten Mal in seinem Leben bei seiner Umgebung gut an. Auf dem Bau fängt man bereits Mor- gens zu trinken an. Anfangs ist es

FOTO: PHOTODISC

R.

eine große Ehre, immer mithalten zu

chend eingespannt. Der Stress beginnt H.

langsam zu viel zu werden; er merkt, dass er an seine Grenzen stößt. Er glaubt, dass er im Moment keinen Urlaub nehmen kann, denn wichtige Entscheidungen müssen getroffen werden, beanspruchen sein ganzes Können und fordern seinen vollen Einsatz. Er bekommt Angst, dem Druck nicht gewachsen zu sein. Die Angst wird zum weiteren Stressfaktor. Er kann nicht mehr ruhig schlafen. Schließlich geht er wegen einer Grippe, die ihn jetzt zusätzlich belastet, zu einem Arzt und bittet ihn, ihm etwas zu verschreiben, damit er keine Leistungseinbußen hat. Zum er- sten Mal erzählt er von seinen Sorgen, es bricht förmlich aus ihm heraus. Der Arzt macht sich ein Bild vom Zustand seines Patienten und bietet ihm an, ihm vorübergehend ein Beruhigungs- mittel (Valium) in geringer Dosis zu verschreiben. H. nimmt dieses Angebot dankbar an. Schon nach kurzer Zeit geht es ihm besser, weil er den Stress nicht mehr als belastend wahrnimmt. Auch seine Mitarbeiter und Vorgesetz- ten erleben H. als ruhiger, gelassener und ausgeglichener. Er wirkt einfach wieder gesünder und belastbarer, so- dass ihm auch wieder mehr zugetraut wird. H.s Entscheidungskompetenz im Unternehmen wird erweitert. Inzwi- schen musste H. aber schon einige Male den Arzt wechseln, um seine Ta- bletten weiter ohne lästige Fragen zu bekommen. Er ist als Privatpatient jedoch gern gesehen und hat keine Schwierigkeiten, die Verordnungen zu erhalten. Niemandem fällt auf, dass H. inzwischen abhängig geworden ist, denn Benzodiazepine (Beruhigungs- mittel) zeigen, regelmäßig eingenom-

dürfen und zu können. Nach und nach verbindet sich für ihn das Alkoholtrin- ken mit dem Gefühl, anerkannt zu sein. Da R. gut verdient, fällt es ihm nicht schwer, abends durch die Kneipen zu

ziehen. Bald ist er jeden Abend dort und auch fast immer betrunken. Wer viel trinkt und viel verträgt, ist gern ge- sehen und wird

 

Erika S.

Erikas S. ist eine sehr gute Schülerin. Ihr Vater war Akademiker und schwer alkoholkrank. Er ist früh am Alkohol gestorben. E. möchte auch mal studie- ren. Mit 13 Jahren ist sie zum ersten Mal richtig betrunken. Sie weiß nicht mehr, was passiert ist und wie sie ins Bett kam. E. schämt sich sehr dafür. Als sie das zweite Mal betrunken ist, wird sie vergewaltigt. Nun trinkt sie hem- mungslos, ihre Würde hat sie ohnehin verloren. Aber nicht ihren Ehrgeiz. E. studiert Medizin, und aus Angst, den Anforderungen dieser gehobenen Krei- se nicht gewachsen zu sein, trinkt sie bereits vor den Festen und Veranstal- tungen, um locker, selbstbewusst und schlagfertig zu sein. Das klappt auch – anfangs. Schließlich wacht sie am Ende dieser Abende immer öfter im Kranken- haus auf. Später wird E. schwanger und heiratet den Vater des Kindes. Die Ehe geht jedoch nach

kurzer Zeit in die

FOTO: PHOTODISC

respektiert. R. beginnt jetzt immer mehr zu trinken, ohne dass es ihm

selbst auffällt.

Später heiratet

FOTO: PHOTODISC respektiert. R. beginnt jetzt immer mehr zu trinken, ohne dass es ihm selbst auffällt.

R.

seine Frau A., die sich zwar über sei-

nen Alkoholkonsum beschwert, aber nicht bedenkt, ihr Mann könnte Alko- holiker sein. R. selbst bekommt sein Trinkverhalten nicht mehr in den Griff. Alkohol ist jetzt wie Medizin für ihn; Er braucht am Morgen erst einmal zwei große Magenbitter, bevor er zur Arbeit fährt. Nach und nach pendelt sich sein täglicher Alkoholkonsum auf drei bis vier große Magenbitter und 8 bis 10 Liter Bier ein.

 

Brüche. E. arbeitet

 

Peter F.

FOTO: PHOTODISC

jetzt als Ärztin im Krankenhaus und trinkt immer noch regelmäßig große Mengen Alkohol. E. kann

jetzt als Ärztin im Krankenhaus und trinkt immer noch regelmäßig große Mengen Alkohol. E. kann jedoch

auf Knopfdruck funktionieren, und den Alkohol merkt ihr keiner an. Sie achtet auf ihr Ausse- hen, benutzt viel Parfüm und Pfeffer- minzbonbons; sie raucht 2 Packungen Zigaretten am Tag. Im Kofferraum ihres Mercedes steht immer eine Kiste Rot- wein, und die geöffnete Flasche liegt im Handschuhfach.

Peter F. ist ein Mann mit einfacher Schulbildung, der es dennoch ge- schafft hat, in seinem Job zu einem anerkannten Experten zu werden. Er ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist ein glücklicher Mann. Alkohol trinkt er sehr selten, meist nur zu geselligen Anlässen. Sein Chef bietet ihm an, für einen wichtigen Kunden Druck- maschinen in ganz Europa zu instal- lieren. Er muss dabei ganz eigenver- antwortlich vorgehen und wird von den dortigen Arbeitern unterstützt

zu instal- lieren. Er muss dabei ganz eigenver- antwortlich vorgehen und wird von den dortigen Arbeitern

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC

werden. P. ist stolz über diesen großen Vertrauensbeweis seines Chefs. Er bespricht sich noch mit
werden. P. ist stolz über diesen großen
Vertrauensbeweis seines Chefs. Er
bespricht sich noch mit seiner Frau,
die ihn unterstützt, und schließlich
sagt er zu. Zwei Jahre wohnt er allein
in Paris, Marseille, Belgrad, Zagreb
und anderswo. Ohne Kenntnis der
jeweiligen Landessprache verpflegt
er sich selbst und führt schwierige
Installationen durch. Er steht von Be-
ginn an unter enormer Anspannung,
da ihm die Verständigungsprobleme
seine Arbeit mehr erschweren, als er
zunächst dachte. Abends telefoniert er
natürlich mit seiner Frau und seinen
Kindern. Den Großteil der Zeit ist er
jedoch allein. Er beginnt, mehr aus
Langeweile, nach der Arbeit in Gast-
stätten etwas zu trinken. Ihm gefällt
die scheinbar entspannende Wirkung
des Alkohols, die es ihm leichter
macht, den großen Druck und den
Stress zu ertragen. Im Laufe der Zeit
steigert sich unmerklich die Menge des
Alkohols, und auch, dass er immer
öfter, „einen über den Durst trinkt“,
hält P. für normal. Er trinkt jetzt bereits
jeden Morgen einen großen Magen-
bitter und in der Mittagspause drei Bier
und zwei Schnäpse – so fällt ihm die
Arbeit leichter. Beim Urlaub mit seiner
Familie merkt seine Frau zwar, dass P.
sich verändert hat, doch sie sagt nichts,
da sie der Meinung ist, sie müsse Ver-
ständnis für die schwierige Lage von
P. haben. Als ihn aber die Kollegen
scherzhaft darauf ansprechen, dass er
wohl an einem Tag mehr Alkohol
trinkt, als sie alle zusammen in einer
Woche, wird P. schlagartig klar, das
mit ihm etwas nicht stimmt. Er er-
schrickt und erkennt, dass er ein Alko-
holproblem haben könnte. Er versucht
von einem auf den anderen Tag auf-
zuhören. Doch es ist zu spät, die Sucht
hat bereits Kontrolle von seinem
Körper ergriffen, er kann an diesem
Tag keinen klaren Gedanken fassen,
und auch sein Körper gehorcht ihm
nicht mehr wie gewohnt. Erst als er in
der Mittagspause
rasch mehrere
Schnäpse trinkt,
kann er normal
weiterarbeiten.
FOTO: PHOTODISC

Milieu

Die Gesellschaft und das Umfeld

beruflich zufrieden?

gute Wohnverhältnisse? intakte Partnerschaft?

echte Freunde?

nette Nachbarn?

viele Interessen?

Hobbys?

Alle diese Aspekte entfalten unter- schiedliche Ein- flüsse auf eine Person. Im ungün-

stigen Fall kann eine Zunahme der individuellen Sucht- gefährdung auftreten. Doch der Mensch trifft dennoch selbst die Ent- scheidung, ob er sich dem realen Leben entzieht und die wenn auch verlockenende Schein- welt des Suchtmittels betritt oder ob er sich seinen Problemen stellt.

Droge

Einfluß des Suchtmittels

Dem Suchtmittel inne- wohnendes Suchtpotenzial, die Beschaffbarkeit einer „Droge“, Häufigkeit und Dauer des Konsums, Dosis des Suchtmittels

Mensch

persönliche Eigenschaften

Frustrationstoleranz: Wieviel seelischen Druck hält ein Mensch aus? Soziale Kompetenz: Die Fähigkeit, Bezie- hungen und Freundschaften aufzubauen. Sozialisation: Kindheitsentwicklung, sexuelle Entwicklung Familiengeschichte: Wie geht der Mensch mit Konflikten um?

Grafische Darstellung der Entstehungsur- sachen der Drogen- abhängigkeit.

I n nebenstehendem Modell ist der biochemische Er- klärungsversuch für Suchtver- halten nicht mit einbezogen. Er ortet den Suchtmechanismus als biochemischen Vorgang im Gehirn. Die Suchtveranlagung ist demnach eine Dysfunktion, also eine Fehlfunktion im körpereigenen Beloh- nungssystem. Messungen haben ergeben, dass Alkoholkranke und Heroinabhängige dreimal niedrigere Werte des „Belohnungs- stoffes“ Endorphin, jedoch viermal mehr Stresshormone als gesunde Menschen aufweisen. Vom Verhältnis dieser beiden Stoffe zueinander hängt die individuelle Stresstoleranz ab. Zu viel Stresshormone bewirken eine ausgeprägte Miss-Stim- mung. Dieser Zustand kann angeboren sein, muss aber nicht zwingend in die Sucht führen; er wird jedoch unglück- licherweise durch regelmäßigen Drogen- konsum noch verstärkt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass dieses Ungleichgewicht von Glücks- und Stresshormonen erst durch regelmäßigen Drogenkonsum er- worben wird und chronisch bleibt. Dafür, in welchen Fällen dies geschieht, konnte kein diagnostisches Instrumentarium ent- wickelt werden; es ist nicht vorauszusehen.

Suchtstoffe und Suchtverhalten

Bei dem, was süchtig macht, muss man grundsätzlich unterscheiden zwischen Suchtmitteln, die berauschen und in eine bestimmte Stimmung bringen, und be- stimmten Verhaltensweisen, die zumin- dest eine suchtartige Entwicklung neh- men, zum Zwang werden und fatale Aus- wirkungen haben können.

Stoffgebundene Süchte

Manche Stoffe, so genannte psychotrope Substanzen, wirken auf das Gehirn und erzeugen so einen Rausch bzw. bestimmte Stimmungen. Manche dieser Drogen sind legal, andere illegal. Dabei ist die Zahl der von legalen Drogen Abhängigen er- heblich größer als die derer, die von illegalen Drogen abhängig sind.

Legale Drogen

Alkoholdie von illegalen Drogen abhängig sind. Legale Drogen Nikotin Medikamente Pflanzen und Gewächse, die nicht

Nikotinvon illegalen Drogen abhängig sind. Legale Drogen Alkohol Medikamente Pflanzen und Gewächse, die nicht allgemein als

MedikamenteDrogen abhängig sind. Legale Drogen Alkohol Nikotin Pflanzen und Gewächse, die nicht allgemein als Drogen

Pflanzen und Gewächse, die nicht allgemein als Drogen bekannt sind, wie Nachtschattengewächse, psychoaktive Pilze, Kakteen etc. Illegale Drogen Illegale Drogen

Cannabispsychoaktive Pilze, Kakteen etc. Illegale Drogen Ecstasy, Designerdrogen Halluzinogene (LSD) Heroin

Ecstasy, Designerdrogenpsychoaktive Pilze, Kakteen etc. Illegale Drogen Cannabis Halluzinogene (LSD) Heroin Kokain/Crack Die Hälfte aller

Halluzinogene (LSD)etc. Illegale Drogen Cannabis Ecstasy, Designerdrogen Heroin Kokain/Crack Die Hälfte aller Raucher ist sucht-

HeroinDrogen Cannabis Ecstasy, Designerdrogen Halluzinogene (LSD) Kokain/Crack Die Hälfte aller Raucher ist sucht- krank.

Kokain/CrackCannabis Ecstasy, Designerdrogen Halluzinogene (LSD) Heroin Die Hälfte aller Raucher ist sucht- krank. Nikotin ist eine

Designerdrogen Halluzinogene (LSD) Heroin Kokain/Crack Die Hälfte aller Raucher ist sucht- krank. Nikotin ist eine

Die Hälfte aller Raucher ist sucht- krank. Nikotin ist eine der am schnellsten süchtig machenden Substanzen.

Nichtstoffgebundene Süchte

Essen/Hungernsüchtig machenden Substanzen. Nichtstoffgebundene Süchte Glücks-Spiel Internetsurfen, Konsum etc. Arbeit Fortsetzung

Glücks-SpielSubstanzen. Nichtstoffgebundene Süchte Essen/Hungern Internetsurfen, Konsum etc. Arbeit Fortsetzung auf Seite 22

Internetsurfen, Konsum etc.Nichtstoffgebundene Süchte Essen/Hungern Glücks-Spiel Arbeit Fortsetzung auf Seite 22 MEDICOM 13. Ausgabe,

ArbeitEssen/Hungern Glücks-Spiel Internetsurfen, Konsum etc. Fortsetzung auf Seite 22 MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000

Glücks-Spiel Internetsurfen, Konsum etc. Arbeit Fortsetzung auf Seite 22 MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000

Fortsetzung auf Seite 22

FluchtFlucht inin diedie SuchtSucht

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC
FOTO: PHOTODISC

Alkohol und andere Süchte provozieren meist auch zwischenmenschliche Probleme.

Die falsche Dosis

Alle Dinge sind Gift,

und nichts ist ohne Gift. Die Menge allein macht, dass ein Ding kein Gift ist.

Paracelsus

Leider kann man weder genau bestimmen, welche Umstände einen gesunden zu einen süchtigen Menschen machen, noch kann man genau sagen, welche Stoffe jeden Menschen über kurz oder lang abhängig machen würden. Man kann nur das Sucht- potenzial angeben, das Stoffe wie z. B. harte Drogen, Alkohol oder Nikotin haben. Es gibt Menschen, die enorm viel Alkohol konsumieren und dennoch nicht süchtig werden. Wieder andere entwickeln in Be- zug auf so „normale“ und lebenswichtige Dinge wie Nahrung ein Suchtverhalten. Sucht ist eine psychische Störung, die im Grunde alle Menschen zu jeder Zeit ent- wickeln können. Allein schon das Auf- zählen von Stoffen und Faktoren, die Menschen süchtig machen können, ist schwierig, denn zum einen kommen stän- dig neue Stoffe, wie z. B. Designerdrogen dazu, zum anderen stellt sich immer wieder die Frage: Wo fängt die Sucht an? Ist je- mand, der täglich Stunden vor dem Fern- seher verbringt, fernsehsüchtig oder nur antriebslos? Ab welcher Menge Alkohol ist man Alkoholiker? Die Grenzen sind fließend und entsprechend schwer zu zie- hen. Es gibt zu viele Süchte, um sie alle im Rahmen dieses Artikels ausführlich behandeln zu können. Wir versuchen des-

halb, im Folgenden die Alkoholsucht stell- vertretend für alle Süchte zu beschreiben. Viele Charakteristika der Alkoholsucht treffen auf andere Süchte ebenso zu.

Viele Süchte – ein Beispiel

Deutschlands Droge Nummer eins:

der Alkohol

Alkoholismus ist das Leiden an der Verleugnung, es ist die einzige Krankheit, die dir einredet, dass du sie gar nicht hast

(Unbekannt)

Psychische Erkrankungen bei Männern

Obdachlose bevölkerung Alkoholmissbrauch 91 % 21 % Manie, Depression 42 % 6% Angsterkrankungen 23 %
Obdachlose
bevölkerung
Alkoholmissbrauch
91 %
21 %
Manie, Depression
42 %
6%
Angsterkrankungen
23 %
9%
Drogenmissbrauch
18 %
1,4 %
Psychosen
12 %
0,7 %

Durchschnitts-

21% der männlichen Durchschnittsbefölkerung hat eine psychische Störung durch Alkoholmissbrauch, das ist jeder 5. Mann! Quelle: Der Spiegel, Ausgabe 11/99

Wir leben in der Bundesrepublik Deutsch- land in einer Gesellschaft, in der Alkohol- konsum gesellschaftlich anerkannt, biswei- len sogar gewollt und gefordert ist. Bei vie- len geselligen Anlässen, im Familienkreis oder bei größeren Veranstaltungen ist der Konsum alkoholischer Getränke normal. Auf emotionaler Ebene baut Alkohol Spannungs- und Angstzustände ab. Bereits bei einer für die meisten nicht wahrnehm- baren Menge von 0,2 Promille verringern sich Angst- und Spannungszustände. Die Person wird lockerer, und Situationen, die vorher noch Angst verursachten und daher gemieden wurden, können nun angegan- gen und bewältigt werden. Ihr Maximum erreicht diese Wirkung bei einer Menge von 0,3 Promille. Ab 0,6 Promille kehrt sich diese Wirkung ins Gegenteil. Es kommt leichter zu Angst und Beklem- mungsgefühlen, die schon von belanglosen Dingen ausgelöst werden können. Man verliert zuviele Hemmungen, was für die Mitmenschen äußerst unangenehme Folgen haben kann (Prügeleien, sexuelle Belästigungen, auch Gewaltverbrechen). So vielschichtig die Motivation auch sein kann, das Glücklich-Sein ist die Hoffnung vieler Alkoholiker. Doch nach kurzen Episoden hochtrabender Gefühle folgt meist der Absturz in Selbsthass und Depression. Gefangen im Teufelskreis der Sucht greifen sie wieder zur Flasche, um

die dunklen Gedanken und schlechten Gefühle loszuwerden. Damit lösen sie im Gehirn genau die Prozesse aus, die sie

immer weiter in die Abhängigkeit drängen.

Doch verursacht Alkohol noch eine Men- ge mehr als nur Abhängigkeit. Es gibt praktisch nichts, was chronischer Alko- holkonsum in höherer Dosierung nicht kaputtmacht. Das fängt bei Organen und Organsystemen an und hört bei der Ehe und den sozialen Kontakten noch lange nicht auf. Die Zufuhr großer Mengen Alkohol fordert die Reparatursysteme des Körpers bis aufs Äußerste. Alkoholiker haben darum einen sehr hohen Vital- stoffbedarf, der unbedingt durch ein Multivitalstoff-Präparat ausgeglichen werden sollte. Das kann den körperlichen Zerfall zwar nicht verhindern, ihn aber zumindest etwas bremsen. Die seelischen Folgen hören nicht einmal mit dem Tod des Betroffenen auf. Seine Kinder haben immer etwas mitbekommen und ein sehr schweres Erbe erhalten, das sie in der Regel für ihr Leben prägen wird. Eine Anlage für den Alkoholismus kann durch die Familie mitgegeben werden. Ein alko- holabhängiger Elternteil „vererbt“ quasi die Abhängigkeit, d. h. den Alkoholismus

Elternteil „vererbt“ quasi die Abhängigkeit, d. h. den Alkoholismus 2 2 MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000
der Vorfahren, und erhöht die Suchtge- fährdung für die Kinder dramatisch. Auch Menschen, die keine

der Vorfahren, und erhöht die Suchtge- fährdung für die Kinder dramatisch. Auch Menschen, die keine oder eine gekränkte Selbstachtung haben und Menschen, die im Verlauf ihres Lebens keine Strategien zur Bewältigung von Konflikten erlernt haben, sind besonders gefährdet, an Süch- ten zu erkranken. Letztlich kann jeder zu einem Suchtkranken werden.

Süchtig — was nun?

Spätestens dann, wenn man sich fragt:

„Trinke ich zu viel?“, sollte man professio- nelle Hilfe aufsuchen. Am besten wendet man sich dann an eine Suchtberatungs- stelle. In nahezu jeder deutschen Stadt gibt es eine entsprechende Beratungs- stelle, teils in kirchlicher, teils in freier Trägerschaft. Sie ist in der Regel im Tele- fonbuch unter Beratungsstellen oder unter

Suchtberatung etc. zu finden. Falls es zu einem krankhaften Umgang mit Alkohol gekommen ist, gibt es in Deutschland verschiedene Behandlungsangebote, die ambulant, aber auch stationär in den ent- sprechenden Fachkliniken durchgeführt werden können. Alkoholismus ist eine Krankheit. Es ist kein dem freien Willen des Kranken unterliegendes Fehlverhalten

mehr, das durch gute Vorsätze allein oder vielleicht nach Strafen beziehungweise unter Androhung von Konsequenzen eingestellt werden kann. Seit 1968 ist Alkoholismus auch in Deutschland als Krankheit anerkannt. Es gibt entspre- chende Behandlungsangebote zur Be- kämpfung der Alkoholsucht, die durch die zuständigen Rentenversicherungsträger, eventuell auch durch Krankenkassen fi-

nanziert werden.

Der Weg zu einer Beratungsstelle fällt den meisten schwer. Wer gibt schon gern zu, dass
Der Weg zu einer Beratungsstelle fällt
den meisten schwer. Wer gibt schon
gern zu, dass er Probleme hat. Aber
man kann es auch so sehen:
Wenn ich ein neues Dach brauche, ge-
he ich zum Dachdecker.
Wenn ich ein rechtliches Problem ha-
be, frage ich den Rechtsanwalt.
Und wenn ich ein persönliches Pro-
blem habe, suche ich mir eben den
Fachmann oder die Fachfrau, die mir
helfen können.
INFO/BERATUNG Deutsche Hauptstelle gegen Suchtge- fahren (DHS) Westring 2 59065 Hamm Im Internet: www.dhs.de. Hier
INFO/BERATUNG
Deutsche Hauptstelle gegen Suchtge-
fahren (DHS)
Westring 2
59065 Hamm
Im Internet: www.dhs.de. Hier können
auch Adressen von Beratungs- und Be-
handlungsstellen eingesehen werden.
Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung
Postfach 91 01 52
51071 Köln
Internet: www.bzga.de
Infotelefon zur Suchtvorbeugung
Tel.: 0221/892031
Beantwortung von Fragen zur Sucht-
vorbeugung; persönliche Beratung von
Menschen mit Suchtproblemen mit dem
Ziel, sie an geeignete lokale Hilfs- und
Beratungsangebote zu vermitteln; Ver-
mittlung von Anschriften und Telefon-
nummern der Suchtberatungsstellen so-
wie anderer geeigneter Beratungsdienste
Selbsthilfegruppen in Deutschland
NAKOS: Allgemeine Informationen,
Aufklärung, Kontakte
Tel.: 030 / 8914019
(Di,Mi,Fr 9-13, Do 13-17.00 Uhr)
Fax: 030 / 8914014;
E-Mail: nakos@ gmx.de
Die Nationale Kontakt- und Informa-
tionsstelle zur Anregung und Unterstüt-
zung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) in
Berlin arbeitet zentral für Deutschland
zum Thema Selbsthilfe: Dort können Sie
sich ganz allgemein über Selbsthilfe-
gruppen informieren und Aufklärungs-
material anfordern. Die Materialien sind
kostenlos. Anfragen und Anforderungen
richten Sie bitte schriftlich mit einem
adressierten und frankierten Rückum-
schlag (DIN A4, 3,— DM) an die
NAKOS
Albrecht-Achilles-Str. 65
10709 Berlin
MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000
23
65 10709 Berlin MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000 23 Fortsetzung auf Seite 24 Bin ich süchtig?

Fortsetzung auf Seite 24

Bin ich süchtig? A nhand der folgenden 31 Fragen, die von der Weltgesundheits- organisation WHO
Bin ich süchtig?
A nhand der folgenden 31 Fragen, die von der Weltgesundheits-
organisation WHO entwickelt wurden, läßt sich feststellen, ob
jemand alkoholabhängig ist. Wer bei einer ehrlichen Selbstprüfung
mehr als sechs Fragen mit ja beantwortet, hat wahrscheinlich ein
Alkoholproblem, wer mehr als 10 Ja-Antworten gibt, hat nahezu
sicher ein Suchtverhalten gegenüber Alkohol entwickelt.
Haben Sie Gedächtnislücken nach
starkem Trinken?
Verbergen Sie Ihren Alkoholgenuss?
Hat sich Ihre Alkoholverträglichkeit
verändert?
Denken Sie häufig an Alkohol?
Trinken Sie die ersten Gläser hastig?
Haben Sie wegen Ihres Trinkens
Schuldgefühle?
Vermeiden Sie in Gesprächen An-
spielungen auf Alkohol?
Haben Sie nach den ersten Gläsern ein
Verlangen weiterzutrinken?
Gebrauchen Sie besondere Begrün-
dungen, warum Sie trinken?
Finden Sie sich irgendwie bemitlei-
denswert?
Sind äußere Umstände oder andere Per-
sonen schuld an Ihrem Alkoholgenuss?
Zeigen Sie ein besonders agressives
Benehmen gegen die Umwelt?
Haben Sie einen Verlust Ihres Interes-
ses an anderen Dingen (als an Alkohol)
bemerkt?
Versuchen Sie, periodenweise völlig
abstinent zu leben?
Neigen Sie zu innerer Zerknirschung,
innerem Druck- oder Schuldgefühl
wegen des Trinkens?
Haben Sie ein Trinksystem (etwa: nicht
vor einer bestimmten Uhrzeit zu trin-
ken) versucht?
Haben Sie häufig den
Arbeitsplatz gewechselt?
Haben sich Veränderungen im Famili-
enleben, in den Beziehungen zu
Freunden/Bekannten ergeben?
Richten Sie Ihre Arbeit und Ihren Le-
bensstil auf den Alkohol ein?
Neigen Sie dazu, sich einen Vorrat an
Alkohol zu sichern?
Vernachlässigen Sie Ihre Ernährung?
Trinken Sie manchmal/regelmäßig
schon am Morgen?
Haben Sie mitunter tagelang ununter-
brochen hintereinander Alhohol kon-
sumiert?
Beobachten Sie an sich selbst einen
Abbau von Werten und Idealen oder
eine Veränderung im Sexualleben?
Ist Ihr Denkvermögen beeinträchtigt?
Trinken Sie öfter mit Personen, die
weit unter Ihrem Niveau stehen?
Wurde Ihre Alkoholverträglichkeit ge-
ringer?
Zittern Sie am Morgen, oder schwitzen
Sie vermehrt?
Haben Sie Durchschlafstörungen?
Haben Verwandte, Freunde, Kollegen,
Vorgesetzte Sie auf Ihren Alkoholkon-
sum angesprochen?
Können Sie mit Alkohol in bestimmten
Mengen besser denken?
FOTO: PHOTODISC

FluchtFlucht inin diedie SuchtSucht

Interview mit dem Suchttherapeuten Peter Vent

D er Diplompsychologe Peter Vent (39) beschäftigt sich seit 10 Jahren mit der Entwöhnungsbehandlung von alkohol-, medikamenten- und

glücksspielabhängigen Menschen. Er ist als Suchttherapeut am Zentral- krankenhaus Bremen-Ost tätig. Vor kurzem erschien seine Arbeit „Spiel- sucht als Affektregulation“.

MEDICOM: Herr Vent, in letzter Zeit ist davon die Rede, dass aus verwöhnten Kindern süchtige Erwachsene werden. Ist da Ihrer Meinung nach etwas dran?

P.V.: Der Grundstock für die Fähigkeit, sich vor einer Suchterkrankung schützen zu können, wird zu einem nicht unerhebli- chen Teil in der Kindheit gelegt. Hier ent- wickelt nämlich der heranreifende Mensch die nötige seelische Stärke, um mit Kon- flikten und Belastungen ohne die „Unter- stützung“ von Suchtmitteln umgehen zu können. Ihre Vermutung, dass verwöhnte Kinder suchtgefährdeter sind als andere, trifft insofern schon etwas zu. Wichtig ist, dass Kinder durch die Bewältigung altersangemessener Frustrationen lernen können, mit Widerständen im Leben umzugehen, statt ihnen auszuweichen. Ein Zuwenig an Fürsorge oder gar massive Vernachlässigung haben jedoch ebenfalls fatale Auswirkungen für die seelische Sta- bilität der Kinder. Wenn die Unterstützung der Eltern mangelhaft ist oder fehlt, wird die kindliche Psyche oft überfordert sein und folglich nur ein schwaches Selbstbe- wusstsein ausbilden können. Es scheint, dass auch hier der „goldene Mittelweg“ – weder Überbehütung noch Vernachlässi- gung – der richtige ist.

MEDICOM: Ist es aus wissenschaftlicher Sicht sinnvoll, so zu formulieren: Die erb- liche Veranlagung plus die Erziehung er- geben in der Summe die Suchtgefährdung?

P.V.: Jein! Denn selbst wenn eine erbliche Belastung mit einer unglücklichen Kind- heit zusammenfallen sollte, so können im Einzelfall immer noch andere Faktoren den Ausschlag dafür geben, ob die Ab- hängigkeitserkrankung ausbricht oder nicht. Arbeitslose haben zum Beispiel ein sehr viel höheres Risiko, abhängig zu werden, als Erwerbstätige. Auch die „Griffnähe“, d. h. die Verfügbarkeit des Suchtmittels, kann der entscheidende letzte Anstoß für eine Suchtentwicklung sein. Und: Es gibt Suchtstoffe, die

schlichtweg ein höheres Suchtpotenzial haben als andere, sodass bereits nach kurzfristigem Konsum eine Abhängigkeit entstehen kann.

MEDICOM: Wie kann man sich vor einer Suchterkrankung schützen?

P.V: Zuallererst dadurch, dass man gut für sich sorgt. Das bedeutet, dass man in sei- nem Lebensalltag eine gesunde Balance zwischen „Sollen“ und „Wollen“ bzw. zwischen Verpflichtungen und Erholung herstellt. Durch regelmäßigen Stressabbau stärkt man die eigenen Ressourcen für Si- tuationen besonderer Belastungen und ist, unter anderem, nicht darauf angewiesen, sich mit Alkohol zu entspannen. Regel- mäßiger Sport, erholsame Hobbys und ge- meinsame Aktivitäten mit dem Partner oder Freunden können dazu beitragen, sich ein „Stresspolster“ zu schaffen.

MEDICOM: Man hört von Spielsucht, Magersucht, Kaufsucht, Arbeitssucht (Workaholism), Fernsehsucht etc. Jetzt soll es auch eine Internetsucht geben. Kann man solche Verhaltensweisen, die vor nicht langer Zeit noch als „Charakter- schwäche“ bezeichnet worden wären, mit Alkohol- oder Drogensucht gleichsetzen?

P.V.: Natürlich wäre es falsch, jede ex- zessiv betriebene Verhaltensweise mit „Sucht“ zu bezeichnen. Suchtmittel- abhängigkeiten wie z. B. Alkoholismus sind schwere chronische Erkrankungen mit oftmals gravierenden körperlichen Folgen. Sie führen – bleiben sie unbe- handelt – nicht selten zum Tode. Ein Vergleich von z. B. „Fernsehsucht“ mit hochgradiger Heroinabhängigkeit wäre vor diesem Hintergrund schon recht zynisch. Es ist allerdings nicht von der Hand zu weisen, dass es Menschen gibt, die Verhaltensweisen wie das Glücksspiel um Geld, das Internet-Chatten oder auch die Börsenspekulation derart exzessiv und selbstzerstörerisch betreiben, dass man von einer Sucht bzw. Abhängigkeit sprechen kann.

dass man von einer Sucht bzw. Abhängigkeit sprechen kann. MEDICOM: Was bedeutet der Begriff Co- Abhängigkeit?

MEDICOM: Was bedeutet der Begriff Co- Abhängigkeit?

P.V.: Die nahen Freunde und Angehöri- gen von Süchtigen sind oftmals eng in die Abhängigkeitserkrankungen ver- strickt. Und zwar in dem Sinne, dass versucht wird, das Suchtverhalten der Betroffenen in irgendeiner Art und Weise zu beeinflussen. Die sozialen und menschlichen Folgen der Abhängigkeit sollen kontrollierbar gemacht werden, nach dem Motto: „Wenn ich mich so und so gegenüber XY verhalte, ihm dies oder das abnehme oder es von ihm fernhalte, wird er/sie schon nicht mehr so viel trin- ken.“ Oft kommen auch Schuldgefühle hinzu, dass man die Abhängigkeit des nahe stehenden Menschen mit verur- sacht haben könnte und sozusagen die Verantwortung für dessen Sucht trägt. Bei Eltern von drogenabhängigen Jugendlichen z. B. sind diese eigenen Schuldzuweisungen die Regel. Es ent- steht dann die so genannte „Co-Abhän- gigkeit“, die durch die Überzeugung ge- speist wird, verantwortlich für das Wohl- ergehen, das Verhalten und für die Ge- fühle des Süchtigen zu sein.

MEDICOM: Was also sollten Freunde, An- gehörige, Kollegen von Süchtigen tun?

P.V.: So hart es klingt, der Betroffene muss die negativen Konsequenzen seiner Sucht erst spüren können, um in einen Lernprozess einsteigen zu können. Das heißt nicht, dass man den nahe stehenden Menschen einfach fallen lassen sollte. Man sollte ihm aber unmissverständlich zu verstehen geben, dass man die Auswir- kungen seiner Sucht nicht mehr mittra- gen und seine Verhaltensweisen nicht mehr decken möchte. Darüber hinaus sollten Hilfsangebote daran gekoppelt werden, dass der Süchtige etwas für sich selbst tut, z. B. eine Selbsthilfegruppe auf- sucht oder eine Therapie antritt.

MEDICOM: Herr Vent, wir danken für dieses Gespräch.

FOTO: PHOTODISC Gerade junge Menschen engagieren sich unerwartet häufig in ehrenamtlichen Tätigkeiten. Insgesamt sind

FOTO: PHOTODISC

FOTO: PHOTODISC Gerade junge Menschen engagieren sich unerwartet häufig in ehrenamtlichen Tätigkeiten. Insgesamt sind 34

Gerade junge Menschen engagieren sich unerwartet häufig in ehrenamtlichen Tätigkeiten. Insgesamt sind 34 Prozent der Bevölkerung bis zu 5 Stunden pro Woche aktiv. Prozentual mehr Männer als Frauen.

Geben ist seliger denn Nehmen

Die positiven Auswirkungen einer freiwilligen Tätigkeit

Gabriele Hoffmann, 64, Rentnerin und Leiterin eines Gemeindecafés; Sven Assfalg, 14, Schüler und Messdiener; Holger Biermann, 42, Tierarzt und Mitarbeiter beim DRK; Corinna Krause, 28, Informatikerin und ak- tiv tätig in der Betreuung von HIV-Infizierten.

D iese 4 Menschen von ganz unter- schiedlicher Herkunft und Genera-

tionszugehörigkeit unter einen Hut zu bringen, das erscheint auf den ersten Blick schwierig. Dabei verbindet diese vier eine Gemeinsamkeit, die jeder von uns kennt und manch einer vielleicht sogar teilt: Sie sind ehrenamtlich aktiv. Die Tätigkeiten, die sie dabei unentgeltlich ausüben, schenken auch den „Ehrenamt- lern“ einen unbezahlbaren Nutzen für

das eigene Seelenleben. So „rentiert“ sich das intensive Engagement auch für die Aktiven.

Rund 21 Millionen Bundesbürger ab 14 Jahren sind in irgendeiner Form ehren- amtlich engagiert. Und dabei handelt es sich nicht nur um eine passive Mitglied- schaft in einem Verein. Es geht um die unbezahlte und freiwillige Bewältigung von Aufgaben innerhalb eines Vereins oder einer anderen Organisation. Beson- ders hoch ist das Engagement im sportli- chen und im Freizeitbereich. Doch auch in kirchlichen, kulturellen und sozialen Organisationen gibt es eine gewaltige Anzahl freiwillig Tätiger. Woher kommt dieses große Interesse an Aufgaben, die meist nicht mit dem Berufs- oder Famili-

enleben in Verbindung stehen? Findet man die Erklärung in Goethes Worten:

„Edel sei der Mensch, hilfreich und gut“? Ist das die Devise? Natürlich übernehmen fast alle Helfer ein Ehrenamt aus ideellen Motiven. Doch die konkrete Frage nach den individuellen Beweggründen kennt mehr als eine Antwort. Viele haben bereits früh festgestellt, wie positiv sich ein Ehrenamt auf das eigene Leben auswirkt. Und sind dann auch mit dieser kleinen Portion Eigennutz dabeigeblieben: Denn jeder zweite Ehrenamtliche war beim Beginn seines Engagements jünger als 20 Jahre.

Ein wichtiger Teil des Lebens

Mehr als 2/3 der Aktiven bezeichnen ihr Ehrenamt als sehr wichtigen Teil ihres Lebens. Vielleicht haben Sie selbst bereits ehrenamtliche Erfahrungen gesammelt und wissen genau, warum das so ist und was man für sich persönlich erwarten darf. Vielleicht tragen Sie sich auch nur mit dem Gedanken, eine Tätigkeit zu übernehmen, und fragen sich, was denn genau die oft genannten positiven Aspekte eines Ehren- amtes sind? Gabriele Hoffmann ist die Leiterin eines Gemeindecafés, eines Treff- punktes für Seniorinnen und Senioren.

Nach ihrem persönlichen Motiv gefragt stellt sie einen Punkt besonders in den Vordergrund: „Schon in meinem Beruf hatte ich viel mit Menschen zu tun. Aber Sie glauben nicht, welche interessanten und sympathischen Leute man hier ken- nen lernt.“ Da unter anderem ihr Organi- sationstalent in erheblichem Maß gefor- dert ist, liegen ihre im Berufsleben über Jahrzehnte bewährten Fähigkeiten nun nicht einfach brach, sondern kommen ihr und dem Café zugute. „An manchen Ta- gen bin ich im Café länger in Bewegung, als ich es jemals in meiner beruflichen Laufbahn war. Aber die Arbeit macht mir unwahrscheinlich viel Freude, und der Kontakt mit den vielen Menschen hält mich einfach vital und jung.“ Als Ehrenamt würde sie ihre Arbeit — trotz des bürokratischen Beiklangs — schon be- zeichnen. Man könnte auch Freiwilligen- arbeit sagen. Ihr ist das egal:

„ Hauptsache, es macht Spaß.“

Sven Assfalg sieht neben den religiösen und gemeinnützigen Aspekten des Mini- strierens ganz klar die Gemeinschaft als sein Hauptanliegen. „Wir treffen uns alle 2 Wochen und einmal im Jahr gibt’s als absoluten Höhepunkt einen Berghüt- tenaufenthalt. Wir gehen hier in der Gruppe ganz anders miteinander um, als ich es aus meiner Schule gewohnt bin. In dieser Gemeinschaft hat jeder die glei- chen Rechte und Aufgaben, und es gibt eigentlich kaum Rivalitäten, sondern viel Respekt und gegenseitige Rücksicht- nahme.“ Die Bereitschaft vieler Jugendli- cher, ein freiwilliges Amt zu übernehmen ist überraschend. Herrscht doch eigent- lich die Meinung, die junge Generation sei vorwiegend passiv und unengagiert, so ergibt sich das Bild einer sehr aktiven und verantwortungsbewussten Jugend, wenn man nur genauer hinschaut. Ju- gendliche übernehmen Aufgaben im Tier- und im Umweltschutz, in der kirch- lichen Jugendarbeit und natürlich in Sportvereinen. Allerdings stellen sie größere Ansprüche an die Rahmenbedin- gungen; dazu gehören nicht zuletzt ge- eignete Räume und Arbeitsmaterialien.

Ein Ehrenamt auf Dauer?

Eher traditionell begründet Holger Bier- mann, Sanitäter beim DRK, sein ehren- amtliches Engagement. Für ihn steht im Vordergrund, dass er hier sein Fachwis- sen einbringen und seine Kenntnisse erweitern kann. „Aus meinem Medizin- studium hatte ich schon gewisse Vor-

kenntnisse; aber als

erweitern kann. „Aus meinem Medizin- studium hatte ich schon gewisse Vor- kenntnisse; aber als Fortsetzung auf

Fortsetzung auf Seite 26

GRAFIK: DPNY, PHOTODISC Erwartungen an die ehrenamtliche Tätigkeit Anforderungen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit

GRAFIK: DPNY, PHOTODISC

Erwartungen an die ehrenamtliche Tätigkeit Anforderungen, die eine ehrenamtliche Tätigkeit stellt 4.5 69 %
Erwartungen an die
ehrenamtliche Tätigkeit
Anforderungen, die eine
ehrenamtliche Tätigkeit stellt
4.5
69 %
Tätigkeit macht Spaß
Gut mit Menschen umgehen können
4.2
54 %
Sympathische Menschen kennen lernen
Hohe Einsatzbereitschaft
4.1
40 %
Etwas für das Gemeinwohl tun
Organisationstalent
4.1
36 %
Anderen Menschen helfen
Belastbarkeit
3.9
30 %
Eigene Kenntnisse/Erfahrungen erweitern
Fachwissen
3.5
24 %
Eigene Verantwortung haben
Führungsqualitäten
3.3
23 %
Für Tätigkeit auch Anerkennung finden
Mit Behörden gut umgehen können
2.8
21
%
Berechtigte eigene Interessen vertreten
Selbstlosigkeit
2.6
Eigene Probleme selbst lösen
2.2
25 %
Nutzt auch beruflich
„Manchmal überfordert“ fühlen sich
Quelle: Projektverbund Ehrenamt/Infratest Burke, München 1999

Ehrenamtliche Tätigkeit gibt den Menschen viel. Sowohl denjenigen, die sie ausüben, als auch denjenigen, denen sie zugute kommt. Doch sie stellt auch hohe Anforderung an die Helfer. Gut mit Menschen auszukommen und hohe Einsatzbereitschaft sind in erster Linie gefordert. Spaß an der Arbeit und bereichernde soziale Kontakte sind unter ande- rem der schöne Lohn für das freiwillige Engagement. In der Grafik links bewerten die Befragten auf einer Skala von 1 (Unwichtig) bis 5 (Außerordentlich wichtig) ihre Erwartungen an eine ehrenamtliche Tätigkeit.

Rettungssanitäter bin ich auf regelmäßige Weiterbildungen angewiesen, um den Einsatz-Alltag besser in den Griff zu be- kommen. Von daher ist mein Ehrenamt ganz sicher auf längere Sicht angelegt. Dafür ist auch das Feedback ganz beson- ders intensiv, denn wenn man einem Men- schen helfen kann, dann gibt einem das selbst sehr viel. Da ist der Zeitaufwand schnell aufgewogen.“

Diesen Zeitaufwand schätzen nicht ehren- amtlich Tätige meist höher ein als er tat- sächlich ist. Und zugleich wird der positive Effekt der investierten Zeit auf das seeli- sche und körperliche Wohlbefinden oft unterschätzt. Ein Ehrenamt auf längere Sicht, wie das beim DRK oder der freiwil- ligen Feuerwehr auch heute noch üblich ist, war früher allgemein die Regel. Der Trend geht jedoch immer mehr zur projektbezogenen Freiwilligenarbeit, die automatisch nach einem gewissen Zeit- raum endet. Diese Wende geht mit den Än- derungen im typischen Freizeitverhalten einher, gemäß dem Motto „Öfter mal was Neues“. Viele Aktive machen die Möglich- keit zu punktuellem bzw. befristetem Mitwirken bereits zur Voraussetzung für ein Engagement. So spricht man heute auch eher von der flexibleren „Freiwilli- genarbeit“ als von dem eher bürokratisch geregelten „Ehrenamt“. Gerade die neue Projekt-Beliebtheit nutzen viele Organisa-

tionen, um Personen mit einem zunächst befristeten Engagement für weitere Tätig- keiten zu begeistern. Eventuell entwickelt sich aus dem einmaligen „Job“ ja eine langfristige Bindung. Gerade hoch qualifi- zierte „Ämter“ – wie der Rettungsdienst, der Katastrophenschutz oder der Feuerwehrein- satz – erfordern ein spezifisches Fachwis- sen und spezielle Kompetenzen, die nur auf lange Sicht erworben werden können.

USA als Spitzenreiter?

Das Modell eines anfänglich lediglich pro- jektbezogenen Ehrenamts führt wohl mit dazu, dass die Zahl der ehrenamtlich Ak- tiven in den USA um 20 % höher ist als in Deutschland. Auch Großbritannien und die Niederlande belegen in der Statistik vordere Ränge. Aber sicher ist nicht ein- fach eine höhere Bereitschaft zum Enga- gement der Grund für diese Unterschiede. Unterschiedliche Traditionen spielen eine wichtige Rolle. So ist es in den USA durchaus üblich, dass große Unternehmen einzelne Mitarbeiter für ein Ehrenamt auf Zeit freistellen. Diese stehen dann für eine gewisse Zeit mit all ihren beruflichen Kompetenzen einer Organisation, einem Projekt zur Verfügung. Ganz uneigennüt- zig ist dieses großzügige Verhalten der Firmen allerdings nicht. Studien haben er- geben, dass Mitarbeiter, die sich in dieser Weise engagieren, weniger häufig am

Arbeitsplatz fehlen und motivierter an ih- re Arbeit gehen. Auch von außen kommt Zustimmung: Jeder dritte Amerikaner bewundert Firmen, die nicht nur mit Geld, sondern auch mit Taten helfen. Also ein guter Ansatzpunkt für die Imagepflege. Aus welchen Gründen auch immer dieses Engagement zustande kommt, Gewinner sind eindeutig die Organisationen, die durch neue ehrenamtliche Mitarbeiter un- terstützt werden. Denn viele dieser „am Anfang nicht ganz freiwillig“ Aktiven ent- scheiden sich dafür, längere Zeit in ihrem Ehrenamt weiterzuarbeiten. Die deutschen Niederlassungen amerikanischer Firmen arbeiten daran, dieses System auch hier- zulande zu etablieren. Und auch viele

deutsche Unternehmen sind bereits zu die- ser Form der Unterstützung des Gemein- wohls übergegangen, sowohl auf kommu- naler als auch auf nationaler Ebene.

Professionelle Unterstützung bei schwierigen Tätigkeiten

Insbesondere an die emotionale Belast- barkeit der Aktiven werden bisweilen ho- he Anforderungen gestellt. Das hat auch Corinna Krause erfahren. Sie arbeitet in der Betreuung HIV-Infizierter bei der Aids-Hilfe mit. „Ich kam über meinen Job als Informatikerin zur Aids-Hilfe. Zuerst erledigte ich nur die PC-Arbeit, dann be- gann ich mich für die Arbeit zu interessie- ren, nahm die Angebote zur Weiterbil- dung wahr und engagierte mich schließ- lich immer mehr in der Patientenbetreu- ung. Anfangs konnte ich mit den vielen Einzelschicksalen überhaupt nicht umge- hen. Bei der Bewältigung geholfen hat mir der Austausch mit den anderen Aids-Hil- fe-Aktiven und der Besuch weiterer Kurse. Mittlerweile kann ich sagen, dass das Eh- renamt zu meiner ‚Nebenberufung‘ ge- worden ist.“ Corinna Krause betreut zur Zeit zweimal pro Woche für 3 Stunden 2 an Aids erkrankte Menschen. „Meine Termine sind absolut flexibel. Es kommt auch darauf an, wie sich ‚meine‘ Patienten fühlen und ob sie mich lieber an diesem oder an jenem Tag sehen wollen. Wenn es ihnen gut geht, ist manchmal auch ein Ki- nobesuch drin. Oft bin ich auch nur zum Zuhören da und übernehme hauptsächlich Aufgaben, die die Menschen aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr selbst erledi- gen können.“ Dazu gehört auch die Koor- dination zwischen verschiedenen Institu- tionen, so z. B. zwischen Sozialstationen, Ärzten und Beratungsstellen. Eine ihrer Hauptaufgaben ist es, einfach „da zu sein“ und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. „Was ich durch mein Engagement gewinne?

Sagen Sie uns Ihre Meinung! Liebe Leserin, lieber Leser, Meine Patienten erleben das „Heute“ derart
Sagen Sie uns Ihre Meinung!
Liebe Leserin, lieber Leser,
Meine Patienten erleben das „Heute“
derart bewusst, dass ich oftmals geradezu
erschrecke, wenn ich merke, wie sehr mir
diese Fähigkeit durch meinen Beruf bereits
abhanden gekommen ist. Manchmal habe
ich sogar den Eindruck, dass meine Pati-
enten mir viel mehr an Lebenserfahrung
mitgeben, als ich ihnen an Hilfe geben
kann. Auch die neu gewonnenen Freunde
unter den Kollegen und Kolleginnen
möchte ich nicht mehr missen.“ Ehren-
amtlich Aktive — besonders im Gesund-
heitsbereich — brauchen professionelle
Begleitung, die sie auch erhalten. Die
hohen Anforderungen könnten die Helfer
überfordern und die Freude an der Arbeit
nehmen. Weiterbildungen machen die
vorhandenen Stärken besser bewusst, sie
bieten Gelegenheit, neue Kompetenzen zu
entwickeln — und so die Probleme in den
Griff zu bekommen.
da wir ständig bemüht sind, die MEDICOM zu verbessern, bitten wir Sie um Ihre Mithilfe.
Sagen Sie uns, wie Ihnen unsere Kundenzeitschrift gefällt. Einfach den Bewertungs-
bogen ausfüllen, ausschneiden und im frankierten Umschlag senden an:
Medicom Pharma AG, Sedemünder 2, 31832 Springe. Stichwort: „Umfrage“.
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So bewerte ich den Inhalt der MEDICOM
Die Artikel in der MEDICOM finde ich zu lang
zu kurz
gerade richtig
Die Behandlung der Themen ist
zu oberflächlich
zu ausführlich
gerade richtig
Die Themenvielfalt ist zu gering zu groß ausgewogen
Die MEDICOM
ist zu umfangreich
ist gerade richtig
könnte umfangreicher sein
Die 1 / 4 jährliche Erscheinungsweise ist zu häufig
zu selten
genau richtig
So gefällt mir die Gestaltung der MEDICOM
Die optische Aufmachung
finde ich langweilig
ist normal
gefällt mir gut
Die Übersichtlichkeit
ist schlecht
geht so
ist gut
In einer Ausgabe lese ich
bis zu 30 Min.
bis zu 60 Min.
bis zu 90 Min.
länger
Stärkung des Selbstbewusstseins
Meine MEDICOM lesen außer mir
1 Person
2 Personen
3 Personen
Ein Punkt, der vielen ehrenamtlich Akti-
ven äußerst wichtig ist: der Gestaltungs-
spielraum für eine Sache. Eigenverant-
wortung zu übernehmen, sich Anforde-
rungen zu stellen und eigene Fähigkeiten
einbringen zu können, die sonst unge-
nutzt bleiben – könnte das nicht genau
der richtige Ausgleich zum Alltag oder
zum Berufsleben sein? Hinzu kommt
noch ein wichtiger Aspekt, den viele Frei-
willige verschweigen: die Anerkennung
der ehrenamtlichen Arbeit durch Außen-
stehende. Auch wenn man dieses Lob oft
nicht bewusst wahrnimmt oder es sogar
bescheiden überhört, so wirkt es sich doch
sehr positiv auf das Selbstwertgefühl aus.
Eine Stärkung des Selbstbewusstseins ist
also ein weiterer nicht zu unterschätzen-
der Aspekt der freiwilligen Tätigkeit.
Persönliche Erfolgserwartungen sollten
allerdings nicht der Beweggrund zum An-
treten eines Ehrenamtes sein. Die Über-
zeugung, im Rahmen eines Ehrenamtes
helfen zu wollen, sollte im Vordergrund
stehen – sonst ist es unwahrscheinlich,
dass überhaupt jemand profitiert.
4 Personen
mehr Personen
Die MEDICOM
hebe ich auf
gebe ich weiter
werfe ich weg
Ich lese noch andere Gesundheitstitel.
Nein
Ja, und zwar
Über folgende Themen würde ich gerne (mehr) lesen
Ich interessiere mich besonders für
medizinische Themen
Operationsmethoden
Neues aus der Forschung
Sport und Fitness
Ernährung & Gesundheit
gesundheitsrechtliche Themen
So beurteile ich die MEDICOM insgesamt
Alles in allem bekommt die MEDICOM
von mir die „Schulnote“
123456
Müsste man die MEDICOM
kaufen, hätte sie einen Wert von
1,00 DM
3,00 DM
5,00 DM
Ich benutze folgende MEDICOM-Produkte
Nobilin Q 10
Nobilin Lyco
Borretsch-Öl
Calcium Plus
Coenzym Q 10
Folsäure
Kieselerde
Lycopin
Magnesium
Multi-Mineral
Multi-Vital
Omega-3-Fettsäuren
Ginseng
Kur Biotin
Johanniskraut
Knoblauch
Kürbiskern
Vitamin C
Vitamin E
Vita Venenkapseln
Vita-Venencreme
Melissen-Geist Franzbranntwein
Kreislauf-Kapseln
Baldrian Hopfen
Artischocke
Lacto-Aktiv
Nobilin Premium
Nobilin First
Auch diese Produkte sollten bei Medicom Pharma erhältlich sein
Persönliches (freiwillige Angabe)
Name, Vorname
Straße/Nr.
PLZ/Ort
Familienstand
ledig
verheiratet
verwitwet
Wie viele Personen leben in Ihrem Haushalt?
1
2
3
4
5
mehr als 5
Beruf/derzeitige Tätigkeit?
Arbeiter/in
Angestellte/r
Selbstständig
Hausfrau
Student/in
Ohne Beschäftigung
Im Ruhestand
Auch Trainer oder Betreuer sind in den verschieden-
sten Sportarten ehrenamtlich aktiv.
Ich habe einen Computer.
Ja
Nein
Ich habe Internetzugang.
Ja
Nein
Ich bekomme die MEDICOM
als Kunde per Post
von Freunden/Verwandten
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Hinweis zum Datenschutz:

Selbstverständlich werden Ihre persönlichen Angaben streng vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Die Ergebnisse dieser Umfrage dienen lediglich der Ermittlung von Durchschnittsgrößen und deren statistischer Auswertung.

FOTO: AID e.V., MEIER
FOTO: AID e.V., MEIER

Das süße Leben

Zucker, Zuckeraustauschstoff, Süßstoff: Natur contra Chemie?

So einfach ist es leider nicht. Industrie- zucker ist kein Produkt, das in der Form, wie wir es zu uns nehmen, natürlich vor- kommt. Zucker ist das Ergebnis einer Raffinade, einer — wörtlich übersetzt — Verfeinerung oder Veredelung. Zucker- austauschstoffe sind ebenfalls Stoffe, die aus natürlichen Substanzen gewon- nen werden, aber in ihrer verwendeten Form nicht eigentlich „natürlich“ sind. So gesehen sind Zucker und Zuckeraus- tauschstoffe keine Naturstoffe, im Gegensatz etwa zu Süßstoffen. Natürli- chen Zucker finden wir in der ursprüng- lichen Form nur in Obst und Gemüse, in Milch usw.

Weniger ist mehr, denn weniger Zucker- stoffe sind auch ein „Mehr“ an Ge- schmack. Ein zu hoher „Süß-Konsum“ überdeckt andere Geschmacksstoffe und macht die Nahrung auch kulinarisch einseitig.

Viele Menschen versuchen heutzutage, fit zu bleiben, sie treiben Sport und achten auf ihre Ernährung. Besonders fette und süße Speisen sind als Dickmacher bekannt. Zucker gilt als Zahnkiller und Dickmacher Nummer eins. Kuchen, Torten, Eis und Schokolade werden nur noch mit schlechtem Gewissen konsumiert. Zu Recht? Die Alternative ist Süßstoff. Eine verwirrende Vielfalt in den Super- marktregalen macht die Entscheidung nicht einfacher. Was ist da drin? Werde ich davon krank? Zucker und Co. — was ist was? Und vor allem:

Wie gesund ist es?

Wir versüßen uns das Leben

unsere Vorfahren in 5 Jahren. 36 bis 40 Kilo Zucker nimmt der Durchschnitts- deutsche im Jahr zu sich, obwohl der Körper Zucker – im Gegensatz zu Salz – gar nicht braucht.

essen an einem Tag so viel Zucker wie

W ir nehmen heute kaum mehr Salz zu uns als im Mittelalter, aber wir

Zuckerverbrauch pro Person und Tag in g Zucker ist ein Vitalstoffräuber. Wer viel Zucker ißt
Zuckerverbrauch pro Person und Tag in g
Zucker ist ein Vitalstoffräuber. Wer viel Zucker ißt sollte unbedingt auf eine gute Vitalstoff-
zufuhr achten. Im Zweifel kann ein Multivitalstoff-Präparat die Vitalstoffversorgung
sinnvoll verbessern.
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79/80
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GRAFIK: DPNY

Quelle: Statistische Jahrbücher

Zucker

Wo er herkommt, wie er ge- macht wird, wo er drin ist

Das süße Gemüse:

Lange Zeit wurde Zucker ausschließlich aus Zuckerrohr gewonnen und von Afrika nach Europa verschifft. Erst als im Jahre 1747 der deutsche Chemiker Andreas Sigismund Marggraf den Zuckergehalt der Runkelrübe entdeckte, wurde der Zucker in Europa erschwinglich. Welt- weit wird heute Zucker zu 60 Prozent aus Zuckerrohr und zu 40 Prozent aus Zuckerrüben gewonnen.

Aus der Rübe in die Tüte:

Wie Zucker hergestellt wird Rüben werden gewaschen und geschnet- zelt. Im Extraktionsturm der Zuckerfabrik löst heißes Wasser den Zucker aus den Rübenschnitzeln – es entsteht der Roh- saft. Mit Hilfe von Kalk und Kohlensäure werden die meisten Nichtzuckerstoffe entfernt, so dass der Zuckersaft eine hell- gelbe Farbe annimmt. Durch Zusatz von schwefeliger Säure wird verhindert, dass sich die Farbe weiter verändert. Der dün- ne Saft wird nun so lange konzentriert, bis sich erste Kristalle bilden. Nach dem Entfernen der Sirupreste bleibt der gelb- lich braune Rohzucker zurück. Durch das Zentrifugieren und das Spülen mit Wasser und Dampf wird der anhanftende Sirup

Zentrifugieren und das Spülen mit Wasser und Dampf wird der anhanftende Sirup 2 8 MEDICOM 13.

FOTO: AID e.V., MEIER

Zucker und seine Namen

W enn Sie darauf achten möchten, wie viel Zucker Sie zu sich neh-

men, sollten Sie seine Namen kennen. Denn oft versteckt sich hinter fremd klingenden Begriffen nichts anderes als Zucker. Noch ein Tipp. Laut Le- bensmittelgesetz müssen die Zutaten auf den Zutatenlisten der Menge nach von oben nach unten aufgelistet wer- den, damit man schnell sieht, aus was das Lebensmittel hauptsächlich be- steht. Viele Hersteller sind deswegen dazu übergegangen, den Zucker nach seinen verschiedenen Bestandteilen zu benennen. Was erstens dazu führt, dass manche Stoffe nicht als Zucker erkannt werden, und zweitens zur Folge hat, dass diese Stoffe auf den Zutatenlisten nach unten rutschen, weil die Mengen der einzelnen Zucker kleiner werden. Die Namen des Zuckers in alphabe- tischer Reihenfolge Dextrose: Traubenzucker Farin: feiner, mehlartiger Zucker, der durch Zufügen von Sirup braun ge- färbt wird.

entfernt. Soll dieser Zucker zu einer fein- kristallinen Raffinade weiterverarbeitet werden, wird er noch einmal aufgelöst, geklärt, eingedickt und zu schneeweißer Raffinade auskristalliert.

Wie gesund ist Zucker? Karies contra Kaffeekränzchen.

Dass Zucker gut für die Zähne ist, mag wohl keiner glauben — und dass er dün- ner macht, sicher auch nicht. Anderer- seits ist der völlige Verzicht auf Zucker zum einen schwer und zum anderen we- nig verlockend. Den Zuckerkonsum ein- zuschränken, das ist sicher die beste Lö- sung. Hier und da kann auch Süßstoff mal Zucker ersetzen. Grundsätzlich soll- te auf eine ausgewogene Ernährung ge- achtet werden, und die darf auch mal Zucker enthalten – in Maßen eben. Über- legen Sie einmal, wie viel offenen und versteckten Zucker Sie zu sich nehmen. Auf das eine oder andere Würfelchen können Sie Ihrer Gesundheit zuliebe be- stimmt verzichten. Wenn Sie gern süß essen und trinken, dann fällt Ihnen jetzt bestimmt der Süßstoff ein. Kann das ei-

ne Lösung sein?

bestimmt der Süßstoff ein. Kann das ei- ne Lösung sein? Fortsetzung auf Seite 30 Fruchtzucker/Fruktose: Vorkommen

Fortsetzung auf Seite 30

Fruchtzucker/Fruktose: Vorkommen in süßen Früchten. Galaktose: Baustein verschiedener Zuckerarten, z. B. des Milchzuckers. Er schmeckt nicht so süß wie Saccharose. Glukose: Traubenzucker Glukosesirup: Stärkezucker Glykogen: Es ist die Speicherform von Kohlehydraten im menschlichen Orga- nismus. In Muskel- und Leberzellen kann der Körper 400 mg Glykogen speichern. Diese dienen als schnell verfügbare Energiereserven. Hexosen: Sammelbegriff für die ge- bräuchlichsten Zuckerarten Isoglukose: Wird in Getränken und in Obstkonserven verwendet und ist dem Invertzucker verwandt. Isoglukose wird vorwiegend aus Maisstärke her- gestellt. Deshalb findet man auch die Bezeichnungen „Corn Sirup“, „Maissi- rup“/„Maiszucker“ und „Stärkezucker“. Lävulose: Fruchtzucker Laktose: Milchzuker – Form des Zuk- kers, die in der Muttermilch und in der Milch von Säugetieren vorkommt

Maltodextrin: Stärkezucker Maltose/Malzzucker: aus Stärke ge- wonnener Zucker, der bei der Produk- tion von Alkohol zum Einsatz kommt Mannit: Zuckeralkohol Melasse: Dunkelbrauner Sirup, der als „Produktionsrest“ bei der Zuckerher- stellung entsteht. Wird zur Rumher- stellung verwendet. Milchzucker: Laktose Raffinade: Haushaltszucker Raffinose: ebenfalls ein Zucker, der aber nicht süß schmeckt Rübenzucker: Saccharose Saccharose: chemische Bezeichnung für weißen Haushaltszucker oder Raf- finade Sorbit: Zuckeralkohol Stärkezucker: Sammelbegriff für alle Zuckerarten, die aus Stärke hergestellt werden Xylit: Zuckeralkohol Zuckeralkohol: entsteht bei industriel- ler Herstellung aus Zucker Zuckeraustauschstoffe: Zuckeralkohole

Offener und versteckter Zucker Schokoriegel bis 65 % Schoko-Fertigdessertsoße 65 % Jeder weiß, was im
Offener und versteckter Zucker
Schokoriegel
bis 65 %
Schoko-Fertigdessertsoße
65 %
Jeder weiß, was im Zuckertöpfchen auf
dem Kaffeetisch ist, und auch, dass
Schokolade viel Zucker enthält. Aber
dass Tomatenketchup fast so stark ge-
zuckert wird wie Fruchteis, das über-
rascht dann doch. Brot und Fertiggerich-
te, Frikadellen, Fischkonserven, Senf,
Mayonnaise und Gewürzgurken enthal-
ten Zucker. Viele Kindertees sind extrem
stark gesüßt. Natürlich findet sich
Zucker auch in Limonaden, Marmeladen,
Nussnougatcremes, Kakaogetränken usw.
Wieviel Zucker worin enthalten ist,
lesen Sie hier.
Konfitüren, Marmeladen
60 - 62 %
Nussnougatcremes
50 - 60 %
Mürbeteig aus Backmischung
59 %
Vollmilchschokolade
ca. 54 - 60 %
Obstkonserven
14 - 55 %
Sahnestandmittel (z. B. Sahnesteif)
53 %
Müsliriegel
bis 44 %
Fruchteis
bis 32 %
Likör (im Durchschnitt)
30 %
Tomatenketchup
28 - 30 %
Fertig-Müslis
20 - 30 %
Rührkuchen aus Backmischung
28 %
Fruchtnektare
bis 20 %
Zuckergehalt in %
Kunstspeiseeis
bis 20 %
Bonbons
97 %
Götterspeise
bis 15 %
Instant-Kindertee mit Granulat
96 %
Milchspeiseeis
ca. 14 %
Instant-Kakaopulver
70 - 80 %
Fruchtjoghurt
10 - 13 %
Kaugummi
78,5 %
Vanillepudding (Fertigprodukt)
13 %
Lakritze
62 - 79 %
Limonade, Fruchtsaftgetränke 7 - 12 %
Gummibärchen
77 %
Cola-Getränke
8 - 11 %
Vanille-Eispulver
75 %
Kindercola
9 - 11 %
Puddingpulver
Kakaotrunk
ca. 10 %
zur Kaltzubereitung
63 -75 %
Salatsoßen
9 - 10 %
Schokoküsse
ca. 65 %
Wein, süß
ca. 6 %
FOTO: PHOTODISC

FOTO: AID e.V., MEIER

FOTO: AID e.V., MEIER Saccharin Saccharin hat als ältester Süßstoff eine mehr als hundertjährige Geschichte. 1879

Saccharin Saccharin hat als ältester Süßstoff eine mehr als hundertjährige Geschichte. 1879 stieß der Chemiker C. Fahlberg auf diese Substanz. In Notzeiten war Saccharin für viele Menschen Zuckerersatz. Heute ist es der weltweit am meisten gebrauchte Süßstoff. Die Süßkraft von einem Gramm Saccharin entspricht der Süße von 300 bis 500 Gramm Haushaltszucker. Es ist

ein kristallines, weißes, geruchloses, süß- schmeckendes Pulver, leicht in heißem, je- doch schwer in kaltem Wasser löslich. In Kanada ist Saccharin verboten; und in den USA muss auf Waren, die damit ge- süßt sind, auf die mögliche Entstehung von Krebs bei Tieren hingewiesen werden. Bei Fütterungsversuchen mit hohen Dosen von Saccharin traten bei Ratten immer wieder Blasentumore auf. Aller- dings wurde in vielen Vergleichs- studien bei Men- schen mit hohem

Saccharinkonsum keine höhere Bla-

senkrebsrate fest- gestellt. Umgekehrt verzehrten an Blasenkrebs erkrankte Menschen nicht auffällig mehr Saccha- rin. Zu beachten ist, dass die hohen Dosen, die bei diesen Versuchen gegeben werden, von Menschen unter normalen Umständen nicht aufgenommen werden. Erst bei einer Menge von mehr als 20 Milligramm pro Kilogramm Körperge- wicht traten Veränderungen bei den Ratten auf. Eine 60 Kilo schwere Frau müsste demnach 1.200 Milligramm, also mehr als ein Kilo bzw. einen Liter reinen Saccharins pro Tag zu sich nehmen.

Die süßeste Versuchung, seit es die Chemie gibt:

Süßstoffe und

Zuckeraustauschstoffe

D er Aufdruck „ohne Zucker“ muss nicht unbedingt auf weniger Kalorien

hindeuten. Eine mit Zuckeraustauschstof- fen gesüßte Diät-Marmelade ist zwar für Diabetiker geeignet, nicht aber dazu, Fettpolster schmelzen zu lassen. Wichtig ist es, den Unterschied zwischen Süßstof- fen und Zuckeraustauschstoffen zu be- achten. Zuckeraustauschstoffe sind dem Zucker verwandte Stoffe, die nicht kalori- enfrei sind und eine geringe zahnschädi- gende Wirkung besitzen. Nur Süßstoffe sind geeignet, Kalorien zu sparen und Zähne zu schonen. Die meisten Tafel- süßen, d. h. Süßstofftabletten, Tropfen und Pulver, sind Gemische aus verschie- denen Süßstoffen.

Auf dem europäischen Markt sind folgende Süßstoffe zuge- lassen

Saccharin

Cyclamat

Aspartam

Acesulfam-K

Thaumatin

Neohesperidin DC

Cyclamat Cyclamat wurde 1937 von Michael Sve- da zufällig auf der Suche nach einem fie- bersenkenden Medikament entdeckt. Es ist ein weißes, geruchloses, rein süß schmeckendes Kristall, das mit einer et- wa 30fach höheren Süßkraft als Zucker die geringste Süßkraft unter den Süß- stoffen aufweist. Cyclamat findet auf- grund seiner guten Stabilität, Koch- und Backfähigkeit eine breite Anwendung in Lebensmitteln und Getränken, besonders in Verbindung mit Saccharin. Auch für Cyclamat gilt die synergistische Wirkung (siehe Saccharin). Cyclamat ist in den USA verboten, weil Versuche mit Ratten zu Hodenkrebs führten. Auch hier konn- te diese Wirkung beim Menschen nicht nachgewiesen werden.

Aspartam Aspartam ist das dritte Zufallsprodukt. Es wurde 1965 in Amerika von James Slatter bei der Suche nach einem Mittel gegen Magengeschwüre entdeckt. Aspar- tam wirkt geschmacksverstärkend und hat die reinste Süße unter den Süßstof- fen. Es ist unter den Namen „Nutra Sweet“ und „Canderel“ im Handel. As- partam dient u. a. zusammen mit Sac- charin seit 1986 als Süßmittel in den „Cola Light“-Getränken. Aspartam ist nicht koch– bzw. backfest. Personen, die an der seltenen Stoffwechselkrankheit Phenylketonurie leiden, dürfen Aspar- tam nicht verwenden, da es das für sie schädliche Phenylalanin — ein Eiweiß- baustein — enthält. Aspartam hat wegen seiner Eiweißbestandteile auch einen ge- ringen Energiewert. Wegen seiner inten- siven Süßkraft sind die benötigten Men- gen aber so gering, dass Aspartam als praktisch kalorienfreies Süßungsmittel betrachtet werden kann. Aspartam ist seit den 80er Jahren in den USA zugelassen, seit 1990 in der EU. Der Zulassung gingen umfangreiche Unter- suchungen voraus. Aspartam gilt als ins- gesamt gut verträglich – außer für Men- schen mit Phenylketonurie.

Acesulfam-K Acesulfam wurde von den beiden Hoechst-Wissenschaftlern Karl Clauß und Harold Jensen in den 60er Jahren ent- deckt. Systematische Untersuchungen führten 1967 zu Acesulfam-K. Es ist etwa 130- bis 200-mal süßer als Zucker. Es wird nur in Kombination mit Aspartam, Sac- charin und Cyclamat als Mischpräparat in Lebensmitteln eingesetzt. Acesulfam–K ist hitzebeständig und kann daher zum Ko- chen und zum Backen verwendet werden. Bisher wurden keine Hinweise darauf ent- deckt, dass dieser neue Süßstoff gesund- heitliche Schäden verursacht. Acesulfam- K trägt den Markennamen „Sunett“.

Thaumatin Thaumatin wurde 1994 europaweit zu- gelassen. Es handelt sich um einen kalo- rienarmen Protein-Süßstoff und Ge- schmacksverstärker, der aus der westafri- kanischen Katemefrucht gewonnen wird. Von den Einheimischen wird die Kate- mefrucht seit jeher zum Süßen von Tee, Brot und Palmwein verwendet. Thauma- tin wirkt ca. 2.000- bis 3.000-mal süßer als Zucker. Die Wahrnehmung der Süße tritt verzögert auf, bleibt aber länger erhalten als bei anderen Süßstoffen – nämlich bis zu einer Stunde. Dies sowie der Beigeschmack (Thaumatin hinterlässt

– nämlich bis zu einer Stunde. Dies sowie der Beigeschmack (Thaumatin hinterlässt FOTO: AID e.V., MEIER

FOTO: AID e.V., MEIER

FOTO: AID e.V., MEIER

FOTO: PHOTODISC

einen lakritzartigen Nachgeschmack) so- wie vor allem die teure Extraktion des Thaumatins begrenzen bis jetzt noch den Einsatz von Thaumatin. Da es bisher nicht gelungen ist, den Kateme-Strauch in Europa zu kultivieren, untersuchte man die gentechnische Herstellung. Es gibt Planungen, das Thaumatin-Gen direkt in die Erbanlage von Pflanzen ein- zuschleusen, z. B. in die Kakaobohne. Die Bohne würde dann „natürlich“ süß. Fazit: Thaumatin „hat das Zeug“, zum Süßstoff der Zukunft zu avancieren.

Neohesperidin DC Neohesperidin DC kam 1994, im gleichen Jahr wie Thaumatin, auf den Markt. Bereits in den 60er Jahren wurde dieser Süßstoff ebenfalls zufällig von Robert Horowitz und Bruno Gentili entdeckt. Bei der Erforschung des bitteren Geschmacks von Zitrusfrüchten kam heraus, dass das Flavonoid-Glycosid Naringin-Dihydro- chalon (DC) nicht nur bitter, sondern auch intensiv süß schmeckt. Weitere Nachforschungen führten zu Neohesperi- din DC, dessen Vorstufe Neohesperidin von Natur aus in Zitrusfrüchten enthal- ten ist. Auch dieser Süßstoff hat einen la- kritzähnlichen Nachgeschmack.

Naschen: wenn, dann richtig

W enn Sie der „Süßhunger“ zur Schokolade treibt, darf dem –

bedingt – nachgegeben werden. Ins- gesamt sollten Sie den Zuckerkonsum reduzieren und auf eine ausgewogene Ernährung achten.

Lesen Sie hier die sieben goldenen Regeln zur Ausnahme:

Zähneputzen nicht vergessen, vor allem beim Zwischendurch-Naschen.

nicht vergessen, vor allem beim Zwischendurch-Naschen. Mit regelmäßigem Zähneputzen kann Karies als Folge von

Mit regelmäßigem Zähneputzen kann Karies als Folge von hohem Zuckerkonsum zumindest einge- schränkt werden.

von hohem Zuckerkonsum zumindest einge- schränkt werden. Klebriges, wie Kaubonbons, Gelee- früchte, Honig oder
von hohem Zuckerkonsum zumindest einge- schränkt werden. Klebriges, wie Kaubonbons, Gelee- früchte, Honig oder

Klebriges, wie Kaubonbons, Gelee- früchte, Honig oder Sirup, ist beson- ders kariesfördernd. Bonbons, Gummibärchen und La- kritz sind fast fettfrei. Lakritz enthält außerdem wertvolle ätherische Öle und Gewürze. Wenn der Heißhunger kommt, ge- ben Sie ihm sofort nach – aber in Maßen. Lieber gleich ein Stückchen Schokolade als irgendwann eine ganze Tafel. Süßmittel sind Genussmittel, nicht Nahrungsmittel. Naschen Sie mit Genuss, also ohne Schuldgefühle. Sonst tritt die ge- wünschte Befriedigung nicht ein, und Sie naschen immer weiter. Entscheiden Sie sich: Was ist Ih- nen das Liebste? Kuchen, Schokolade, Eis oder Chips. Dann naschen Sie da- von und vom anderen nicht!

oder Chips. Dann naschen Sie da- von und vom anderen nicht! Machen Süßstoffe dick? Fast so
oder Chips. Dann naschen Sie da- von und vom anderen nicht! Machen Süßstoffe dick? Fast so
oder Chips. Dann naschen Sie da- von und vom anderen nicht! Machen Süßstoffe dick? Fast so
oder Chips. Dann naschen Sie da- von und vom anderen nicht! Machen Süßstoffe dick? Fast so
oder Chips. Dann naschen Sie da- von und vom anderen nicht! Machen Süßstoffe dick? Fast so

Machen Süßstoffe dick?

Fast so viele Meinungen wie zum Zucker gibt es auch zum Süßstoff. Süßstoff ist noch ungesünder als Zucker, führt zu Krebs, macht dick, macht Hunger. Süß- stoff macht schlank, hält schlank und ist auf gesundheitsschädliche Wirkungen untersucht und für gut befunden worden. Untersuchungen, die das eine wie das andere beweisen, gibt es viele. Zur Verwirrung trägt zusätzlich bei, dass in man- chen Ländern manche Süß- stoffe zugelassen sind, in an- deren Ländern wiederum nicht. Die Kriterien dafür, was Gesundheitsschädigung be- deutet und wie sie nachge- wiesen werden kann, sind unterschiedlich. So ist Cy- clamat in den USA verboten, in Deutschland z. B. nicht. Faktum ist, dass Süßstoffe oft ein Nebenprodukt der Medikamentenentwicklung waren. Mehr durch Zufall wurde der Süßgeschmack entdeckt und dann vermarktet. Fest steht auch, dass Saccharin als Hilfsmittel in der Schweinemast angewendet wird, was in einem merkwürdigen Kontrast zur Verwendung als „Diätsüße“ steht. Der

appetitfördernde Effekt von Süßstoffen erklärt sich so: Wenn von der Zunge süßer Geschmack registriert wird, reagiert der Körper automatisch mit der Ausschüt- tung von Insulin, da er Zucker erwar- tet und den erwarteten Blut- zuckeranstieg abmildern will. Folgt auf den Auslöser „Süß“ hin jedoch kein Zucker, sinkt durch das vorsorglich ausge- schüttete Insulin der Blut- zuckerspiegel. Darauf wiede- rum reagiert der Körper automa- tisch mit einem Hungergefühl. Gibt man ihm nach, kann Süß- stoff das Gegenteil dessen be- wirken, was man mit seiner Verwendung erreichen wollte. Ein ganz großer Vorteil von Süßstoffen ist jedoch, dass sie die Zähne nicht angreifen.

Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe können, wie der Name sagt, anstelle von Zucker verwen- det werden und sind für Diabetiker geeignet. Im Unterschied zu Süßstoffen sind sie nicht kalorienfrei (oder fast kalorienfrei), und sie wirken häufig ab- führend. Sie werden, anders als Trauben-

häufig ab- führend. Sie werden, anders als Trauben- FOTO: AID e.V., MEIER zucker, vom Körper langsam

FOTO: AID e.V., MEIER

zucker, vom Körper langsam aufgenom- men und belasten den Blutzuckerspiegel weniger. Außerdem können sie ohne das dem Zuckerkranken fehlende Hormon Insulin im Körper verwertet werden. Zuckeraustauschstoffe lassen sich weit- gehend wie Haushaltszucker verwenden und schmecken fast genauso. Zum Zweck der Kalorienreduzierung sind sie nicht geeignet – und auch nur bedingt zahnschonend.

INFO/BERATUNG „Zucker, Sirupe, Honig, Zuckeraus- tauschstoffe, Süßstoffe“, eine Bro- schüre vom Auswertungs- und
INFO/BERATUNG
„Zucker, Sirupe, Honig, Zuckeraus-
tauschstoffe, Süßstoffe“, eine Bro-
schüre vom Auswertungs- und Infor-
mationsdienst für Ernährung, Land-
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Gesundheitsurlaub am Möhnesee. Das ist jetzt schon seit fast zwei Jahren ein richtiger Renner. Anders als in Hotels, in denen der Gast ein zusätzliches Fitnessprogramm absolviert, steht im Gesundheits- Centrum ausschließlich die therapeutische Anwendung unter ärztlicher Aufsicht im Vordergrund. Gesundheits- vorsorge und Gesundheitstraining in einer Fachklinik bie- tet daher mehr als Erholung und Entspannung: die fach- männische medizinische Betreuung. Ziel ist es, für jeden Gast den optimalen Weg zur indivi- duellen Leistungssteigerung und Fitnessverbesse- rung zu finden. Ausgewogene Ernährung oder Heilfasten unter ärztlicher Aufsicht, eine Vielzahl von Sport- und Bewegungsprogrammen sorgen für neue Energie, ein besseres Aussehen und eine schlankere Figur. Tests klären Ihr persönliches Leistungsniveau und garantieren gute Ergebnisse. In den verschiedenen Programmen arbeiten Sie intensiv an ihrer Fitness und lernen, wie Sie die Übungen auch zu Hause anwenden können.

Neu: Ein Programm für alle Junggebliebenen ab 70 Jahren

Sport mit 70 ist heute ganz normal. Es gibt zum Beispiel Marathonläufer, Triathleten und ausgezeich- nete Skifahrer in dieser und auch in höheren Altersklassen. Oft fehlt nur die richtige Anleitung oder die Gruppe mit Gleichgesinnten, um sich aktiv zu betätigen. Genau dafür haben wir ein neues Programm geschaffen. Mit täglicher ärztlicher Kontrolle und einem Ansprechpartner, der 24 Stunden rund um die Uhr für Sie da ist. Mit wahl- weise 5 oder 12 Übernachtungen, Sportprogramm, Gymnastik, Entspannungstraining, Sauna, Massage, Fango und mehr. Und das zu einem äußerst attrakti- ven Preis. Fordern Sie einfach weitere Unterlagen an, wenn Sie sich hierfür, oder für eins der anderen Programme interessieren. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Programme interessieren. Wir freuen uns auf Ihren Anruf. Vier Programme für jeden Geschmack. Fordern Sie jetzt

Vier Programme für jeden Geschmack. Fordern Sie jetzt die Buchungsunterlagen an:

NEU: Fit im Alter

Das Programm für Junggebliebene ab 70 Jahren

Unterbringung im Einzelzimmer – oder mit Partner im Doppelzimmer. Täglicher Check, 24-Stunden Ansprechpartner im Haus

5 Übernachtungen invl. VP Preis pro Person: ab 1.150,– DM* 12 Übernachtungen incl. VP Preis pro Person: ab 2.150,– DM*

Fastenwochen

Das Fett verbrennt, die Laune steigt, die Vitalität erblüht

Medizinisch betreutes Heilfasten. Unterbringung im Einzelzimmer – oder mit Partner im Doppelzimmer.

12 Übernachtungen, Fasten nach Buchinger/Lützner, Fitnesspro- gramm, ärztlicher Check und Abschlussgespräch Preis pro Person: ab 2.098,– DM*

Fit durch Bewegung

Neue

eine schlanke Figur

Energie,

mehr

Leistung,

Das attraktive Sport- und Wohlfühl- programm. Unterbringung im Einzelzimmer – oder mit Partner im Doppelzimmer.

12 Übernachtungen incl. VP, ärztlich optimiertes Fitnessprogramm, ärztli- cher Check und Abschlussgespräch Preis pro Person: ab 2.150,– DM*

Schnuppertage

Der Grundkurs für den Einstieg in ein gesünderes Leben

Unterbringung im Einzelzimmer - oder mit Partner im Doppelzimmer.

5 Übernachtungen incl. VP, ärztli- cher Check, Fitnessprogramm und Abschlussgespräch Preis pro Person: ab 999,– DM*

Informationen unter

(0 800) 73 77 730

Unsere Medicom-Berater freuen sich auf Ihren Anruf!

* Für alle Angebote gilt: Anreise jeweils Sonntag ab 15 Uhr, Verlängerungs- wochen sind möglich. Individuelle Arrangements können mit dem Kundenservice und dem Ärzteteam ver- einbart werden. Aufnahmegespräch, EKG, Laborkontrolle und Abschluss- gespräch sind in den o.g. Programmen enthalten.

Vitalstoff-Rezept H aben Sie jetzt auch wieder Lust auf etwas „Besonderes“, das nicht nur außerordentlich

Vitalstoff-Rezept

H aben Sie jetzt auch wieder Lust auf etwas „Besonderes“, das nicht nur außerordentlich köstlich ist, sondern auch

noch richtig satt macht? Wenn dieses Gericht auch noch ausgewogen und sehr gesund ist – wer kann dazu schon Nein sagen? Sie werden sehen, es ist ganz einfach zuzubereiten und dennoch ein „Sonntags- Schmaus“, den Sie bestimmt in Ihr „Festtagsmenü- Repertoire“ aufnehmen werden.

Hirschragout mit Pfifferlingen

(Für 2 Personen)

Zubereitung

Fleisch und Speck in Würfel schneiden, die Zwiebel fein hacken, und alles in dem Öl anbraten.

Nachdem es gut angebraten ist, alles mit etwas Mehl bestreuen. Nun können Sie mit Salz und Pfeffer würzen und etwas Zitronensaft darüber träufeln.

Jetzt den Fleischfond dazugießen; alles zugedeckt 1 Stunde schmoren lassen.

In der Zwischenzeit die Pfifferlinge put- zen, die Petersilie hacken, und beides in etwas Butter 10 Minuten schmoren.

Danach alles zum Ragout geben. Jetzt die Vollkornspätzle in kochendes Salz- wasser geben und die auf der Packung angegebene Zeit kochen lassen.

Zum Schluss das Ragout noch einmal abschmecken und mit den Spätzle zu- sammen servieren.

Guten Appetit!

und mit den Spätzle zu- sammen servieren. Guten Appetit! ZUTATEN Hirschragout mit Pfifferlingen 300 g
ZUTATEN Hirschragout mit Pfifferlingen 300 g Hirschfleisch aus der Schulter (ohne Knochen) 200 g Vollkornspätzle
ZUTATEN
Hirschragout mit Pfifferlingen
300
g
Hirschfleisch aus der Schulter
(ohne Knochen)
200
g
Vollkornspätzle
(Trockengewicht)
100
g
Pfifferlinge
20 g
magerer Speck
200 ml Gemüsebrühe
1 kl.
Zwiebel
1 kl.
Bund Petersilie
etwas Butter, Mehl, Salz,
Pfeffer, Zitronensaft
1 EL
Öl
1 Preiselbeeren, nach Wunsch
EL
NÄHRWERTANGABEN (Pro Portion) Energie 664 kcal Proteine 48 g Fett 18 g Kohlenhydrate 77 g
NÄHRWERTANGABEN
(Pro Portion)
Energie
664
kcal
Proteine
48 g
Fett
18 g
Kohlenhydrate
77 g
Ballaststoffe
10 g
Vitamin B 1
Vitamin B 2
Vitamin B 6
Vitamin B 12
Vitamin C
Niacin
Folsäure
Eisen
Magnesium
Zink
Cholesterin
0,7 mg
0,6 mg
0,6 mg
1,7 µg
28 mg
15 mg
54 µg
10 mg
123 mg
7 mg
187 mg

FOTOS: PERE COLOM

MEDICOM 13. Ausgabe, Dezember 2000

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Leserbriefe Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen?

Leserbriefe

Liebe MEDICOM-Leser, möchten Sie kritisch oder zustimmend zu einzelnen Themen im Heft Stellung nehmen? Oder interessante Tipps zum Thema „gesund werden – gesund bleiben“ an andere Leser weitergeben? Dann schreiben Sie uns!

Unsere Anschrift lautet: MEDICOM-Redaktion, Sedemünder 2, Altenha- gen I, 31832 Springe.

Sehr geehrter Herr Hartmann, Ihr Arzt hat völlig Recht. Solange Sie sich gut fühlen und am Tag nicht müde oder abgeschlagen sind, können Sie ganz beruhigt sein. Jeder Mensch hat einen persönlichen Schlafrhythmus, der auch altersabhängig ist. Wichtig ist, dass Sie den Rhythmus nicht zu oft und zu stark stören und so Ihr Schlafbedürfnis nicht künstlich beschneiden. Es gibt durchaus Menschen, die mit weniger Schlaf auskommen als andere. Wenn nicht Angstzustände, Herzrhythmus- störungen oder andere Beschwerden Sie von der verdienten Nachtruhe abhalten, müssen Sie sich nicht beunruhigen.

Skilanglauf

(MEDICOM, November 2000) Sehr geehrte MEDICOM-Redaktion, ich betreibe seit Jahren Skilanglauf. Ich meine in mich auch ziemlich gut damit auszu- kennen. Ihr Artikel hat mir gut gefallen, ich vermisse jedoch den Hinweis darauf, dass man auch im Sommer Skilanglauf auf Rollen betreiben kann. Für den einen oder anderen Leser, wäre diese Informa- tion sicher interessant gewesen; sie könnte auch einen zusätzlichen Anreiz darstellen, diesen schönen Sport auszu- üben. Vielleicht kann ja mein Leserbrief diese Informationslücke schließen.

C. Hackl, Augsburg

Sehr geehrter Herr Hackl, danke für Ihren Hinweis. Wir haben auf diese Information bewusst verzichtet, da es sich bei dieser Form des Skilanglaufs um eine betont sportliche Variante handelt, die einige Praxis voraussetzt. Unser Anliegen ist es immer, Sportarten vorzustellen, die wenig Vorkenntnisse voraussetzen und von vielen ausgeübt werden können. Trotzdem vielen Dank für Ihren Hinweis.

Laserbehandlung

(MEDICOM, November 2000) Seit sehr langer Zeit stört mich schon ei- ne große Narbe an meinem linken Ober- schenkel. Besonders im Sommer würde ich gern mal einen kürzeren Rock tragen, finde das aber mit der Narbe nicht schön. Bislang konnte ich mich jedoch noch nicht zu einer Schönheitsbehandlung durchringen, denn die erschreckenden Berichte in Zeitung und Zeitschriften über verpfuschte Schönheitsoperationen haben mich bisher davon abgehalten. Ich wäre durchaus bereit, die Laser- behandlung aus eigener Tasche zu be- zahlen, wenn ich nur davon ausgehen könnte, dass alles ordentlich gemacht wird und ich nicht hinterher schlimmer aussehe als vorher. Kann denn bei einem Lasereingriff auch etwas schief gehen?

A. Weiss, Düsseldorf

Sehr geehrte Frau Weiss, Sie haben völlig Recht, wenn Sie eine Behandlung gut ab- wägen, denn abgesehen von den Kosten, kann so eine Therapie, wenn sie nicht fachgerecht ausgeführt wird, auch negati- ve Folgen haben. Am besten bitten Sie zunächst Ihren Hausarzt um eine Ein- schätzung, denn nicht in jedem Fall kann eine Laserbehandlung den gewünschten Erfolg erzielen. Wenn Sie weitere Infor- mationen benötigen, wenden Sie sich gern an das Laser Medizin Zentrum Rhein Ruhr, dessen Adresse und Telefonnummer am Ende des MEDICOM-Textes abge- druckt ist.

Meditation

(MEDICOM, November 2000) Ihren kleinen Gedanken und Gedichten zur Meditation hätte ich ein weiteres hinzuzufügen. Ich las die Zeilen erst kürzlich und möchte die Leser der

MEDICOM gern daran teilhaben lassen. „Die Geburt ist nicht ein augenblickli- ches Ereignis, sondern ein dauernder Vorgang. Das Ziel des Lebens ist es, ganz geboren zu werden, und seine Tragödie, dass die meisten von uns sterben, bevor sie ganz geboren sind.“

K. Friedrich, Berlin

Sehr geehrter Herr Friedrich, vielen Dank für die schönen Zeilen, die in gewisser Weise auch das widerspiegeln, was wir mit dem Artikel weitergeben möchten.

Schlafen

(MEDICOM, November 2000) Ich schlafe nur 4 bis 5 Stunden in der Nacht. Muss ich mir darüber Sorgen machen? Ich fühle mich danach sehr aus- geruht und kann einfach nicht mehr wei- terschlafen. Nach Ihrem Artikel habe ich darüber nachgedacht, dass das vielleicht ungesund ist und ich etwas dagegen un- ternehmen sollte. Mein Arzt sagte mir, dass das in Ordnung ist, solange ich mich wohl fühle, und das tue ich ja.

E. Hartmann, Bremen

Impressum Lösungen aus dem November-Heft Herausgeber: Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe
Impressum
Lösungen aus dem November-Heft
Herausgeber:
Medicom Pharma AG
Sedemünder 2, Altenhagen I
31832 Springe
Tel. (0 50 41) 78-0
Fax (0 50 41) 78-11 69
Verlag,
Redaktion,
Gestaltung:
DPNY communications
Druck:
Eller repro+druck
„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der
Medicom Pharma AG; sie erscheint fünfmal
jährlich.
Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit
schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.
GRAFIK: © CROSSWORD FOTO: MEV 1. Preis: eine Schnupperwoche im GesundheitsCentrum Möhnesee Lösung:

GRAFIK: © CROSSWORD

FOTO: MEV

1. Preis: eine Schnupperwoche im GesundheitsCentrum Möhnesee
1. Preis:
eine Schnupperwoche im
GesundheitsCentrum Möhnesee

Lösung:

Schnupperwoche im GesundheitsCentrum Möhnesee Lösung: Kreuzworträtsel Liebe Rätselfreunde, diesmal gilt es etwas

Kreuzworträtsel

Liebe Rätselfreunde,

diesmal gilt es etwas auszuknobeln, das so genannte „Freie Radikale“ in Schach halten kann. Tragen Sie einfach die Buch- staben in den nummerierten Feldern ein, und nehmen Sie an unserer Verlosung teil. Viel Glück! Auch diesmal gibt es wieder tolle Gewinne.

eine

Schnupperwoche

im

Centrum Möhnesee 2. — 4. Preis: je ein Ratgeber „Richtig Tanzen 1“ aus dem BLV Verlag

Gesundheits-

1.

Preis:

Tanzen 1“ aus dem BLV Verlag Gesundheits- 1. Preis: Und so können Sie gewinnen Haben Sie

Und so können Sie gewinnen

Haben Sie das richtige Lösungswort? Dann schreiben Sie es auf eine Postkarte, und schicken Sie diese an: MEDICOM Redaktion, Stichwort: „Preisrätsel“, Sedemünder 2, Altenhagen I, 31832 Springe. Einsendeschluss ist der 15. Januar 2000 (Datum des Poststempels). Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Medicom Pharma AG und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen.

SCHON

GEWUSST?

Mich laust der Affe

Afrikanische Affen medikamentieren sich selbst. Wenn Schimpansen Bauch- schmerzen haben, greifen sie zu Pflan- zenmedizin. Der Primat frisst ein paar gallebittere Blätter und ist am nächsten Tag wieder auf dem Posten. Das haben französische Forscher beobachtet. Bei Magenschmerzen nehmen Affen Blätter der Vernonia amygdalia zu sich, einer im Geschmack äußerst bitteren Pflanze, die Tiere normalerweise nicht an- rühren. Die Bitterstoffe dieser Pflanze

besänftigen Magenpro- bleme bei Menschen und bei Tieren. Die Schimpansen wis- sen offenbar in- tuitiv, dass es ihnen danach besser gehen wird. Tierisch schlau.

Wer täglich

alles gibt,

darf auch mal

was nehmen.

Nobilin Q 10 – die gesunde Basis.

Mit nur einer Kapsel Nobilin Q 10 täglich leisten Sie einen aktiven Beitrag zu Ihrer Gesundheit. Sie decken mit jeder Soft-Gel-Kapsel Ihren Tagesbedarf an 11 Vi tami - nen und dem Spurenelement Selen. Dazu erhalten Sie das für die Haut und die Energiegewinnung wichtige Coenzym Q10 sowie Magnesium. Nobilin Q 10 – eine fein

abgestimmte Kombination aus 14 Vitalstoffen. Die MEDICOM-Forschung ermittelte diesen Vitalstoff-Komplex in Zusammenarbeit mit den ernährungswissenschaftli- chen Instituten deutscher Universitäten sowie dem Institut Fresenius.

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Die Soft-Gel-Kapseln von Nobilin Q 10 enthalten all ihre Inhaltsstoffe in bereits gelöster Form. So kann unser Körper diese sinnvollen Vitalstoffe besonders gut aufnehmen und verwerten.

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Haben Sie Fragen zur Ernährung oder zu den 28 MEDICOM- Produkten? Sie erreichen die MEDICOM Kundeninformation von Montag bis Samstag von 8.00 bis 22.00 Uhr unter der gebühren- freien Telefonnummer. Natürlich nimmt unsere Kundeninformation auch Ihre Bestellung telefonisch entgegen.

Rufen Sie jetzt gebührenfrei an!

0800-73 77 730

Fax: 0800-73 77 700

www.medicom.de