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Schlaganfall

Gehirnzellen

von bringen

Implantation

soll Hilfe

TItelbild: DPNY / TONY STONE / OKAPIA

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GESUNDHEIT

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ERNÄHRUNG

TONY STONE / OKAPIA NEWS GESUNDHEIT TIPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM
TONY STONE / OKAPIA NEWS GESUNDHEIT TIPS FITNESS ERNÄHRUNG AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM

AKTUELLE GESUNDHEITS-INFORMATIONEN FÜR KUNDEN DER MEDICOM PHARMA AG . 3. Ausgabe, Oktober 1998

Stürmische Stürmische

Zeiten Zeiten

für die Abwehrkräfte

Was passiert, wenn Viren und Bakterien unser Immunsystem angreifen

Immunsystem –

Freunde, Wasser, Pflanzen, Spaß, wie all das Ihre Abwehrkräfte stärken kann

Wer ißt am gesündesten?Spaß, wie all das Ihre Abwehrkräfte stärken kann Einblick in die Kochtöpfe Asiens, Deutschlands und

Einblick in die Kochtöpfe Asiens, Deutschlands und Südeuropas

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L iebe Leserinnen, l i e b e L e s e r , H

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

H erbstzeit ist eine stürmische Zeit – auch für unsere Gesundheit!

Unser Immunsystem arbeitet auf Hochtouren, um den Organismus gegen Nässe, Kälte und trockene Heizungsluft zu schützen. Wie das höchstentwickelte System des Men- schen funktioniert, erfahren Sie auf den Seiten 12 bis 15. Einige Vor- schläge, wie Sie zur Stärkung Ihrer Abwehrkräfte beitragen können, finden Sie auf Seite 16. Zwei Themen, die oft verschwiegen oder verdrängt werden, behandeln wir in dieser Herbstausgabe.

Auf Wunsch zahlreicher Leser infor- mieren wir Sie über das Hämorrhoi- dalleiden, im Volksmund schlicht „Hämorrhoiden“ genannt. Fast jeder Zweite erkrankt mindestens einmal in seinem Leben daran (mehr dazu auf Seite 17). Über das eigene Lebensende spricht man ebenfalls nicht gern. Doch was passiert, wenn man aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Krankheit im Kran- kenhaus liegt und seine Wünsche nicht mehr ausdrücken kann? Wir erklären (auf Seite 8), wie Sie mit einer Patientenverfügung Ihren

Willen zur Geltung bringen können. Erstmals implantierten Mediziner einer Frau in den USA künstliche Gehirnzellen (Bericht auf Seite 10). Die Forschungsergebnisse sind Anlaß zur Hoffnung für Schlaganfall- Patienten: Können abgestorbene Gehirnzellen bald ersetzt werden?

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und freuen uns wieder sehr auf Ihre Anregungen!

Ihre Medicom Pharma AG

INHALT Kurzmeldungen Alzheimer frühzeitig erkennen Kein Geld für Viagra 6 7 Gesundheit & Recht
INHALT
Kurzmeldungen
Alzheimer frühzeitig erkennen
Kein Geld für Viagra
6
7
Gesundheit & Recht
Patientenverfügung hilft bei Selbstbestimmung
8
Bewegung & Fitness
Fit durch Bewegung (Teil 2)
Seite 6
9
Seite 10
Neues aus der Forschung
Schlaganfall – künstliche Zellen fürs Gehirn
10
Titelthema
Wie unser Immunsystem Krankheitserreger bekämpft
Schule der Immunzellen
Training für die Abwehrkräfte
Seite 12
12
14
16
Körper & Seele
Hämorrhoiden – das verschwiegene Leiden
17
Gesund Essen
Wer ißt am gesündesten?
Unser Vitalstoffrezept
20
21
Rubriken
Editorial
3
Leserbriefe
22
Rätselseite
23
Seite 20
Impressum
22
3
++++++++++++++++ Fisch schützt vor Herzinfarkt Boston. In einer Studie mit über 20 000 Männern im
++++++++++++++++ Fisch schützt vor Herzinfarkt Boston. In einer Studie mit über 20 000 Männern im
++++++++++++++++
Fisch schützt vor
Herzinfarkt
Boston. In einer Studie mit über
20 000 Männern im Alter zwischen
40 und 84 Jahren haben US-
Ärzte des Bostoner Brigham and
Women’s Hospital nachgewiesen,
daß bereits eine Fischmahlzeit pro
Woche das Risiko, an einem aku-
tem Herzinfarkt zu sterben, um die
Hälfte reduziert. „Schuld“ an die-
sem Effekt sind die mehrfach unge-
sättigten Omega-3-Fettsäuren, die
die Meeresbewohner enthalten.
Sie hemmen die Bildung von
Thromboxanen – jenen Stoffen, die
dazu führen, daß Blutplättchen
verkleben und gefährliche Blut-
gerinnsel entstehen können.
Omega-3-Fettsäuren verringern die
Thromboseneigung, senken den
Blutdruck und schützen Herz und
Kreislauf. Daß der Verzehr von
Fisch zum Schutz der menschlichen
Gesundheit beiträgt, haben bereits
zahlreiche Studien bewiesen: So
können Omega-3-Fettsäuren zum
Beispiel auch rheumatische Ent-
zündungen lindern.
TONY STONE
TONY STONE

Künstliches Hüftgelenk

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Test erkennt lockere Kunstgelenke frühzeitig

Heidelberg. Mit Hilfe eines Urintests kann jetzt frühzeitig festgestellt wer- den, wann sich künstliche Hüft- und Kniegelenke lockern. Ärzte der Or- thopädischen Universitätsklinik Hei- delberg entwickelten eine Methode, bei der die Abbauprodukte des Kno- chenstoffwechsels im Urin nachge- wiesen werden können. Künstliche Hüftgelenke lockern sich in der Regel nach 10 bis 15 Jahren und müssen dann ausgetauscht wer- den. Da der Patient nicht immer sofort Schmerzen hat, wird eine Lockerung oft erst bemerkt, wenn bereits weitreichende Knochenver- änderungen eingetreten sind. Dies macht eine Zweitoperation erheblich komplizierter: Wegen des fortge- schrittenen Abbaus bietet der Knochen weniger Verankerungsmög- lichkeiten für das künstliche Gelenk. Die Urintestmethode, die an einigen hundert Patienten überprüft wurde, zeigt zuverlässig eine Lockerung an, noch bevor Mediziner sie auf dem Röntgenbild erkennen können. Ist

ein Knochenabbau im Gang, werden bestimmte Stoffe nicht mehr für den Knochenaufbau verwendet, sondern mit dem Urin ausgeschieden. Diese können mit Hilfe des neuen Testverfahrens gemessen werden. Vorteil für den Patienten: Die Strahlenbelastung durch das Röntgen entfällt, und eine Wechseloperation kann frühzeitig eingeplant werden. Charakteristische Anzeichen eines fortgeschrittenen Knochenabbaus sind ein Unsicherheitsgefühl beim Gehen, das Gefühl einer Verkürzung des Beines und Schmerzen, die nicht nur auf die Lockerung der Prothese zurückzuführen sind, sondern auch Folge einer Nervenreizung sein kön- nen. Auch hier scheint der Urintest aussagekräftiger zu sein als das Röntgenbild. Aufgrund der positiven Ergebnisse hoffen die Ärzte, damit ein Verfahren für routinemäßige Kon- trolluntersuchungen von Prothesen- trägern an der Hand zu haben.

INFO/BERATUNG Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg Frau Nelson (Sekretariat Oberarzt Dr. Schneider)
INFO/BERATUNG
Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg
Frau Nelson
(Sekretariat Oberarzt Dr. Schneider)
Schlierbacher Landstraße 200 a
69118 Heidelberg
Heidelberg Frau Nelson (Sekretariat Oberarzt Dr. Schneider) Schlierbacher Landstraße 200 a 69118 Heidelberg 4
COMSTOCK +++++++++++++++++ Universaler Sprach- unterricht für Babys Trotz unterschiedlicher Herkunft, haben
COMSTOCK
COMSTOCK

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Universaler Sprach- unterricht für Babys

Trotz unterschiedlicher Herkunft, haben englische, russische und schwedische Mütter eines gemeinsam:

Wenn sie sich mit ihrem Säugling in der Babysprache unterhalten, wenden sie unbewußt dasselbe Lehr-Prinzip an. Damit der Nachwuchs die Vokale i, a und u besser unterscheiden kann, werden sie von den Müttern bis zu 92 Prozent länger gedehnt als in Unterhaltungen mit Erwachsenen.

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Jugendlicher

Leichtsinn

Meist fangen sie aus Neugier an. Oder, um dazuzugehören: Teenager, die zur Zigarette greifen. Die Frage nach den Gesundheitsrisiken, die „der blaue Dunst“ mit sich bringt, stellen sich in diesem Moment die wenigsten. Dabei beginnen gesund- heitliche Schäden bereits mit dem ersten Zug an der Zigarette. Mediziner diagnostizierten bei knapp 15jährigen Rauchern bereits geschädigte Blutgefäße und Zellen, die in späteren Jahren Herzinfarkte und Schlaganfälle verursachen kön- nen. Dieses erschreckende Resultat ergaben englische Untersuchungen, die im Rahmen einer Kampagne gegen das Rauchen durchgeführt wurden. Irische und amerikanische Studien bestätigen das Ergebnis:

Kinder zwischen 12 und 14 Jahren, die rauchen, leiden wesentlich häufiger unter Husten mit Auswurf. Auch das Risiko, an Arterienver- kalkungen zu erkranken, liegt bei jugendlichen Rauchern um ein

++++++++++++++++ Neue Rezeptur für Schmerzmittel Wer Schmerzen hat, greift sehr wahrscheinlich zu Acetylsalicyl-
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Neue Rezeptur für
Schmerzmittel
Wer Schmerzen hat, greift sehr
wahrscheinlich zu Acetylsalicyl-
säure (auch als Aspirin bekannt):
Der Klassiker unter den Schmerz-
mitteln steht auf der Beliebtheits-
skala der Bundesbürger ganz oben.
Insbesondere, seit wissenschaftli-
che Studien belegt haben, daß die
regelmäßige Einnahme des Wirk-
stoffes nicht nur das Darmkrebs-
risiko senkt, sondern auch die
Gefahr mindert, an Alzheimer zu
erkranken. Bisher konnte es bei
Dauereinnahme des Medikamentes
allerdings zu Magengeschwüren
und Darmblutungen kommen.
Denn das Arzneimittel hemmt nicht
nur die Schmerzen und Schwel-
lungen, unter denen etwa Patienten
mit Arthrose leiden, sondern
gleichzeitig das Enzym COX-1, das
unsere empfindlichen Nieren und
die Magenschleimhäute schützt.
Nun haben Biochemiker die Mole-
kularstruktur der Acetylsalicylsäure
umgebaut, so daß sie nur noch die
positive Wirkung entfaltet. Mit der
Zulassung der neuen Rezeptur
rechnet die Herstellerfirma Anfang
nächsten Jahres.

Vielfaches höher als bei Nicht- rauchern. Sobald sich das Kohlen- monoxid der Zigarette mit den roten Blutkörperchen verbindet, läßt die Fähigkeit des Blutes erheblich nach, Sauerstoff zu transportieren. Schon das Rauchen von zwei Zigaretten führt dazu, daß sich die Anzahl geschädigter Blutzellen verdoppelt. Eine Anti-Raucher-Kampagne mit Schockeffekt soll die Jugendlichen jetzt zum Nachdenken bewegen. Unter dem Titel „Jede Zigarette fügt dir Schaden zu“ werden anhand von Fotografien kranker Organe verstor- bener Raucher die Risiken des „gefährlichen Hobbys“ aufgezeigt.

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Klassische Musik baut Streß ab

Musikstücke von Beethoven, Schu- mann und Bach sind nicht nur für die Ohren ein Genuß, sondern auch ein Heilmittel für gestreßte Seelen. Das Hören klassischer Musik baut nämlich Streß ab. Dies stellten US- Forscher in einer Studie fest.

In mehreren Sitzungen hörten sich gestreßte Erwachsene klassische Musik ver- schiedener Kom- ponisten und Stil- richtungen an. Das Ergebnis: Die im Blut meßbare Konzentration von Cortisol, einem Streß- hormon, nahm deutlich ab. Sämtliche Probanden fühlten sich nach der „Musikstunde“ entspann- ter, wohler und wacher als zuvor.

Alzheimer Alzheimer frühzeitig frühzeitig erkennen erkennen Neues Testverfahren deckt Alterskrankheit schneller

Alzheimer Alzheimer frühzeitig frühzeitig erkennen erkennen

Neues Testverfahren deckt Alterskrankheit schneller auf

Sprache und Denkvermögen. Im Verlauf der Krankheit treten schließlich auch aus- geprägte körperliche Sym- ptome
Sprache und Denkvermögen.
Im Verlauf der Krankheit
treten schließlich auch aus-
geprägte körperliche Sym-
ptome auf. Der Betroffene
leidet unter Krampfanfällen,
verliert die Kontrolle über die
Körperfunktionen und wird
anfälliger für Infektionen.
Bei den meisten Erkrankten
führt eine Lungenentzündung
im Schlußstadium zum Tod.
Durch den neuen Test, den
Forscher der Universität
Düsseldorf in Zusammen-
arbeit mit dem Biotechno-
logie-Unternehmen EVO-
TEC Hamburg entwickelt
haben, kann der Arzt die
Krankheit bereits im An-
E in neuer Test soll die Alzhei-
mer´sche Erkrankung bereits im
TONY STONE
A. Pasieka

Anfangsstadium erkennbar machen. Bisher konnte die Alterserkrankung des Gehirns, von der rund eine Million Deutsche betroffen sind, erst nach dem Tod mit 100prozentiger Sicherheit nachgewiesen werden. Im Gehirn des Toten finden sich typi- sche Ablagerungen des Eiweißstoffes

Amyloid, der unter anderem für die Entstehung der Erkrankung verant- wortlich gemacht wird.

Unter Alzheimer versteht man einen Abbauprozeß des Zentralnerven- systems. Durch den allmählichen Verlust von Nervenzellen und Nerven- zellkontakten kommt es zu einer fortschreitenden Störung psychi- scher Leistungen wie Gedächtnis,

Schnitte durch das geschrumpfte Gehirn eines Alzheimer-Patienten (links, Rottöne) sowie ein gesundes Gehirn (rechts, Gelb-Grün-Töne)

fangsstadium erkennen. Dazu ent- nimmt er dem Patienten mit einer Spritze Rückenmarksflüssigkeit. Im Speziallabor wird die Flüssigkeit gefärbt und anschließend mit Laser- licht bestrahlt. Sind krankhafte Ei- weißkörper (Amyloide) vorhanden, blitzen sie hell auf – der Beweis für die Alzheimer´sche Erkrankung.

Mediziner hoffen, daß die neue Methode schon Ende 1999 in der Praxis Anwendung finden wird und

daß die neuesten Erkenntnisse in fer- ner Zukunft auch dazu verwendet werden können, Medikamente zu entwickeln, die bereits in frühen Stadien der Erkrankung eingesetzt werden können. Das neue Testver- fahren zur Erkennung von Alzheimer im Frühstadium ist ein erster Schritt auf dem Weg zur Bekämpfung der grausamen Nervenkrankheit.

Alzheimer durch Vitaminmangel? Noch immer sind die Ursachen der Alzheimer´schen Erkrankung weit- gehend unbekannt.
Alzheimer durch Vitaminmangel?
Noch immer sind die Ursachen der
Alzheimer´schen Erkrankung weit-
gehend unbekannt. Jetzt allerdings
stellten Wissenschaftler bei Blut-
untersuchungen von Alzheimer-
Patienten erhöhte Homocystein-
sowie verringerte Folsäure- und
Vitamin-B12-Werte fest. Homo-
cystein ist ein Nebenprodukt des
Stoffwechsels, das im Körper zu-
nimmt, wenn die Versorgung mit
Folsäure und Vitamin B12 nicht
ausreicht. Bisher ist lediglich
bekannt, daß freie Radikale für die
Zerstörung der Gehirnzellen verant-
wortlich sind. Zusätzliche Gaben des
Coenzyms Q10 sollen dem Prozeß
vorbeugen und die Energiebereit-
stellung der Zellen sichern. Sollte
sich herausstellen, daß erhöhte
Homocysteinwerte eine Ursache der
Alzheimer´schen Erkrankung sind,
wäre ein Ansatzpunkt zur Vor-
beugung gefunden.
INFO/BERATUNG Informationen über die Alzhei- mer´sche Erkrankung erhalten Betroffene und Angehörige bei der:
INFO/BERATUNG
Informationen über die Alzhei-
mer´sche Erkrankung erhalten
Betroffene und Angehörige bei der:
Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.
Kantstraße 152
10623 Berlin
+++++++++++++++++ „Rückenschule“ senkt den Gebrauch von Schmerzmitteln Richtig sitzen kann man lernen. Zum

+++++++++++++++++

„Rückenschule“ senkt den Gebrauch von Schmerzmitteln

Richtig sitzen kann man lernen. Zum Beispiel in der Rückenschule. Das Programm zum Erlernen von „rückengerechtem Verhalten“ wurde speziell für Menschen mit Rücken- beschwerden entwickelt. Und darun- ter leiden immerhin drei von vier Bundesbürgern (zumindest zeitwei- lig). Nicht selten lautet die Diagnose „Wirbelsäulenschaden“ – verursacht durch eine ungleichmäßig oder gar nicht trainierte Bauch- und Rücken- muskulatur sowie falsches Verhalten. In der Rückenschule lernen die Betroffenen deshalb, wie man richtig sitzt, steht und schwere Lasten hebt. Offensichtlich mit Erfolg, wie das erfreuliche Ergebnis eines Projektes der Göttinger Universität unter- streicht. 90 Patienten mit starken Schmerzen hatten sich dem acht- wöchigen Programm unterzogen. Danach konnten 63 Prozent der zuvor Arbeitsunfähigen wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren. Auch die Fehlzeiten nahmen ab. Während sie vor der Behandlung im Durchschnitt 32 Wochen jährlich betrugen, verringerten sie sich nach der Teilnahme an dem Programm auf durchschnittlich 6,7 Wochen. Den Gebrauch von Schmerzmitteln konnten die Teilnehmer der Studie gar um 66 Prozent senken – und so auch Leber und Nieren entlasten.

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Nasentropfen bremsen Migräne

Narkotische Nasentropfen können Migräneanfälle verhindern. Bereits ein Tropfen des Betäubungsmittels

MAURITIUS
MAURITIUS

Lidocain, so das Ergebnis einer kalifornischen Studie, stoppt die quälenden Kopfschmerzattacken, die sich mit Lichtblitzen und leichten Sehstörungen ankündigen. Das Mittel lähmt vermutlich eine Nerven- verbindung zum Gehirn, so die Wissenschaftler. Die Anwendung des Medikamentes ist jedoch kom- plizierter als bei einem üblichen Nasenspray. Deshalb müssen sich Migräne-Patienten bei den ersten Vorboten eines Anfalls vom Arzt „tropfen lassen“.

Der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen entscheidet: KeinKein GeldGeld fürfür ViagraViagra Krankenkassen
Der Bundesausschuß der Ärzte und Krankenkassen entscheidet:
KeinKein GeldGeld fürfür ViagraViagra
Krankenkassen zahlen künftig
nicht mehr für Arzneitherapie
bei Erektiler Dysfunktion
Kurz vor der Zulassung von Sil-
denafil (Viagra) für den deutschen
Markt hat der Bundesausschuß der
Ärzte und Krankenkassen eine fol-
genschwere Entscheidung getroffen:
Die Behandlung der Erektilen
Dysfunktion (ED) wird demnächst
keine Leistung der Gesetzlichen
Krankenversicherung (GKV) mehr
sein. Für die ca. 7,5 Millionen
Männer in Deutschland, die unter
Potenzstörungen leiden, bedeutet
dies, daß sie für die Kosten ihrer Be-
handlung künftig selbst aufkommen
müssen.
ausschuß an, daß Erektile Dysfunktion
subjektiv so unterschiedlich bewer-
tet würde, daß keine Richtlinien
über den wirtschaftlichen oder
unwirtschaftlichen Gebrauch sol-
cher Arzneimittel gemacht werden
könnten. Für individuelle Bedürfnisse
des privaten Lebensbereiches könne
die Solidargemeinschaft allerdings
die Kosten nicht übernehmen.
Hintergrund der Entscheidung ist
die Annahme, daß die Verordnung
von Viagra auf Krankenschein zu
zusätzlichen Arzneimittel-Ausgaben
der GKV von bis zu 15 Milliarden
DM führen könnte. Um diese Aus-
gaben zu decken, wäre eine Bei-
tragssteigerung von 0,4 Prozent
erforderlich. Zur Begründung seiner
Entscheidung führte der Bundes-
Mit dem kategorischen Ausschluß
der Kostenübernahme überschreite
der Bundesausschuß eindeutig seine
Kompetenz, so der Kommentar des
Hersteller-Unternehmens Pfizer.
Gemeinsam mit dem Verband der
Forschenden Arzneimittelhersteller
hatte das Unternehmen dafür plä-
diert, die Erstattung bei bestimmten
chronischen Erkrankungen (wie z. B.
Diabetes, Parkinson und Prostat-
ektomie) zu ermöglichen.
Noch steht die Genehmigung der
Entscheidung von Bundesgesund-
heitsminister Seehofer aus. Dieser
hatte den Beschluß
jedoch bereits
begrüßt.
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Damit Damit Ihr Ihr Wille Wille zählt zählt – – bis bis zuletzt! zuletzt! Patientenverfügung

Damit Damit Ihr Ihr Wille Wille zählt zählt

bis bis zuletzt! zuletzt!

Patientenverfügung hilft bei Selbstbestimmung in medizinischen Behandlungsfragen

H ilflos im Krankenhausbett liegen, an Maschinen angeschlossen, der

Technik und fremden Menschen aus- geliefert – eine sehr unangenehme

Die Deutsche Hospiz Stiftung rät zu einer sogenannten medizinischen Patientenanwaltschaft oder einer Betreuungsverfügung.

TONY STONE
TONY STONE

Die Patientenverfügung hilft Ihnen, Ihren Willen in medizinischen Behandlungsfragen abzusichern

Vorstellung, mit der sich niemand gerne beschäftigt. In medizinischen Grenzsituationen, etwa nach einem schweren Verkehrsunfall oder einer schlimmen Krankheit, die Selbstbe- stimmung zu verlieren und den eige- nen Willen nicht mehr ausdrücken zu können, ist ein beängstigender Gedanke. Gegen diese Ungewißheit im Krank- heitsfall kann man sich heute bereits absichern! Eine „Patientenverfügung“ sorgt dafür, daß die persönlichen Wertvorstellungen des Betroffenen – insbesondere zu Schmerztherapie, Sterbehilfe und Lebensqualität – berücksichtigt werden.

Die Medizinische Patientenanwaltschaft

benennt für den behandelnden Arzt eine Person, die am besten über Wünsche und Wertvorstellungen hinsichtlich der medizinischen Be- handlung informiert ist. Der Arzt wird so von seiner Schweigepflicht gegenüber dem Bevollmächtigten entbunden und kann mit ihm im Notfall weitere Behandlungsmaß- nahmen absprechen.

Die Betreuungsverfügung

In einer Betreuungsverfügung wer- den nicht nur medizinisch relevante,

sondern alle gerichtlichen und außergerichtlichen Verfügungsrechte auf eine Vertrauensperson übertra- gen. Der Bevollmächtigte kann dann beispielsweise auch Grundstücks- verkäufe vornehmen. Bei schwer- wiegenden Entscheidungen wie z. B. einem Behandlungsabbruch ent- scheidet er gemeinsam mit dem Vormundschaftsgericht über die wei- tere Vorgehensweise. Existiert keine solche Betreuungsverfügung, stellt das Vormundschaftsgericht in Not- fällen einen Betreuer.

Praktische Hilfe und Infos

Wer seine Selbstbestimmung mittels medizinischer Patientenanwaltschaft oder Betreuungsverfügung absichern möchte, der sollte sich im Vorfeld gut über die einzuhaltenden Forma- lien informieren. Mittlerweile exi- stieren mehr als 100 Formulie- rungsvorschläge unterschiedlicher Organisationen, Initiativen und Vereine zu diesem Thema. Allerdings können nicht alle Formen der Patientenverfügung automatisch in der Praxis bestehen, wie ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt kürzlich ergab. Auch die Änderung des Betreuungsrechts ist ein wichti- ger Faktor, der beim Aufsetzen des jeweiligen Schriftstückes unbedingt beachtet werden sollte. Die Deutsche Hospiz Stiftung entwickelte daher eine Willenserklärung, die die zen- trale Forderung der Bundesärzte- kammer nach größerer Patienten- autonomie praktisch umsetzt und rechtliche Bestimmungen erfüllt.

INFO/BERATUNG Hilfe und Formulare erhalten Sie gegen Einsendung von zehn Mark in Briefmarken oder per
INFO/BERATUNG
Hilfe und Formulare erhalten Sie
gegen Einsendung von zehn Mark
in Briefmarken oder per Ver-
rechnungsscheck unter folgender
Anschrift:
Deutsche Hospiz Stiftung
Hohle Eiche 29
44229 Dortmund

Seite ausschneiden und sammeln!

Seite ausschneiden und sammeln! Fit Fit durch durch Bewegung Bewegung H aben Sie die sanfte Fitneßübung
Seite ausschneiden und sammeln! Fit Fit durch durch Bewegung Bewegung H aben Sie die sanfte Fitneßübung

Fit Fit durch durch

Bewegung Bewegung

H aben Sie die sanfte Fitneßübung aus unserer letzten

MEDICOM-Ausgabe schon eingeübt? Sie werden sehen: Mit der Zeit weckt die Guten-Morgen-Gymnastik Körper und Geist und gibt Ihnen Kraft für den Tag! Den zweiten Teil der Bewegungsfolge stellen wir Ihnen heute vor.

Denken Sie immer daran: Es geht nicht um Höchstleistungen! Führen Sie die Bewegungen immer langsam und ruhig aus. Atmen Sie gleichmäßig durch die Nase ein und aus. Nach etwas Training werden die insgesamt 7 Positionen schon bald fließend ineinander übergehen.

7 Positionen schon bald fließend ineinander übergehen. Stellen Sie beide Füße nach hinten, und strecken Sie
7 Positionen schon bald fließend ineinander übergehen. Stellen Sie beide Füße nach hinten, und strecken Sie

Stellen Sie beide Füße nach hinten, und strecken Sie die Beine durch, soweit Sie können. Dabei schieben Sie den Po nach hinten und oben. Gleichzeitig pressen Sie die Fersen fest an den Boden. Den Kopf hängen lassen. Nun drücken Sie den Rücken durch und atmen dabei tief aus. Wirkung: Die Übung entspannt den Nacken und erfrischt, weil der Kopf durchblutet wird. Rücken und Arme werden gekräftigt und die Rückseite der Beine wird gedehnt.

gekräftigt und die Rückseite der Beine wird gedehnt. Legen Sie Knie, Brust, Stirn und Zehen auf

Legen Sie Knie, Brust, Stirn und Zehen auf den Boden. Po anheben, die Ellbogen bleiben am Körper. Auch die Arme und Schultern müssen sich anspannen. Halten Sie die Anspannung für kurze Zeit. Wirkung: Alle Muskeln entlang der Wirbelsäule werden gekräftigt.

Alle Muskeln entlang der Wirbelsäule werden gekräftigt. Wiederholung Wiederholung von von Folge Folge 1 1

WiederholungWiederholung vonvon FolgeFolge 11

Wiederholung Wiederholung von von Folge Folge 1 1 Stellen Sie die Füße hüftbreit aus- einander, stehen
Wiederholung Wiederholung von von Folge Folge 1 1 Stellen Sie die Füße hüftbreit aus- einander, stehen

Stellen Sie die Füße hüftbreit aus- einander, stehen Sie mit lockeren Knien. Legen Sie die Handflächen vor der Brust aneinander. Die Schultern locker hängenlassen und leicht zusam- menziehen. Atmen Sie langsam ein, und dann ruhig wieder aus. Atmen Sie ein, und strecken Sie sich, so weit Sie können, nach oben und hinten. Der Brustkorb weitet sich, und Ihr Blick ist nach oben gerichtet. Führen Sie die Hände bei geradem Rücken und mit geraden, aber nicht durchgedrückten Knien so weit wie möglich nach unten. Die Fingerspitzen sind in einer Linie mit den Zehen. (Großes Foto) Bleiben Sie in Position 3. Strecken Sie nun langsam das linke Bein nach hinten, bis Sie so tief stehen, daß Ihr Knie den Boden berührt. Schieben Sie das Becken leicht nach vorn, und nehmen Sie eine stolze Haltung mit gestreckter Wirbelsäule ein. Achten Sie darauf, daß Ihr Kniegelenk stets eine senk- rechte Linie mit dem Fußknöchel bil- det. Wenn nötig, können Sie sich mit den Händen abstützen. Atmen Sie dabei ruhig ein.

Linie mit dem Fußknöchel bil- det. Wenn nötig, können Sie sich mit den Händen abstützen. Atmen
Linie mit dem Fußknöchel bil- det. Wenn nötig, können Sie sich mit den Händen abstützen. Atmen
Linie mit dem Fußknöchel bil- det. Wenn nötig, können Sie sich mit den Händen abstützen. Atmen
sich mit den Händen abstützen. Atmen Sie dabei ruhig ein. (Kleines Bild links) Legen Sie sich
sich mit den Händen abstützen. Atmen Sie dabei ruhig ein. (Kleines Bild links) Legen Sie sich
sich mit den Händen abstützen. Atmen Sie dabei ruhig ein. (Kleines Bild links) Legen Sie sich

(Kleines Bild links) Legen Sie sich bäuchlings auf den Boden. Nun beugen Sie den Oberkörper zurück, indem Sie Ihren Rücken anspannen. Schauen Sie nach oben, und atmen Sie tief ein. Wirkung: Die Übung macht den Brustkorb weit. Sie kräf- tigt Rücken und Arme und dehnt sanft die oft ver- kürzte Bauchmuskulatur. Die Übergänge von Position 5 bis 7 werden mit der Zeit gleitend, die Bewegungen fließend wie die einer Schlange.

Wiederholen Sie einfach von Position 5 an alle bekannten Haltungen rückwärts – also Position 5, -4, -3, -2, -1. Der einzige Unterschied ist, daß bei Position 4 (Großes Foto) nun der rechte Fuß hinten steht.

DPNY / A. Pasieka Schlaganfall Schlaganfall - - künstliche künstliche Zellen Zellen fürs fürs Gehirn
DPNY / A. Pasieka
DPNY / A. Pasieka

Schlaganfall Schlaganfall

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künstliche künstliche Zellen Zellen fürs fürs Gehirn Gehirn

Erstmals implantierten US-Ärzte einer Frau Gehirnzellen

E rstmals in der Geschichte der Medizin haben amerikanische

Ärzte in Pittsburgh einer Patientin künstliche Gehirnzellen eingepflanzt. Die Mediziner versprechen sich von dieser Methode, Menschen mit Ge- hirnstörungen – zum Beispiel nach einem Schlaganfall – in Zukunft effektiver behandeln zu können.

Die Transplantation wurde im Medical Center der University of Pittsburgh an einer 62jährigen Patientin vorgenommen. Der linke Arm und das linke Bein der Frau waren nach einem Schlaganfall gelähmt, und sie hatte fast ihre ge- samte Sprechfähigkeit verloren. Die

Ärzte injizierten etwa zwei Millionen künstliche Gehirnzellen in den geschädigten Teil des Gehirns. Die Wissenschaftler erwarten, daß es hier nun wieder zu einem erhöhten Stoffwechsel kommt. Ein solcher Erfolg konnte bereits bei For- schungsarbeiten mit Ratten vermel- det werden. Im Idealfall übernehmen die implantierten Zellen die Funk- tion der beschädigten Gehirnzellen. Dies kann jedoch Monate dauern.

Ein Tumor als Zellenlieferant

Bisher verfügen Ärzte nur über Medikamente zur Behandlung diver- ser Hirnerkrankungen. Das grundle- gende Problem, nämlich den Verlust

von Gehirnzellen, können diese nicht beheben. Wissenschaftler star- teten daher eine Reihe von Versuchen, neue Zellen in menschli- che Gehirne einzupflanzen.

Die Zellen für das momentan einge- setzte Verfahren wurden bereits in den 80er Jahren gezüchtet. Sie stam- men von einem Patienten, der einen seltenen und einfachen Tumor hatte. Dieser Tumor wies unreife Zellen auf, die die Fähigkeit besaßen, sich in verschiedenen Bereichen des Kör- pers anzusiedeln und die Aufgaben der Stammzellen zu übernehmen. Die Forscher arbeiteten nun intensiv daran, daß die verwendeten Zellen sich nicht wieder in Tumorzellen ver- wandelten und nicht von Bakterien, Viren oder anderen Angreifern durch- setzt wurden, die für den Empfänger eventuell tödlich sein könnten.

die für den Empfänger eventuell tödlich sein könnten. Stark vergrößerte Aufnahme eines Neuronengeflechts In

Stark vergrößerte Aufnahme eines Neuronengeflechts

In Tierversuchen schienen die im- plantierten Zellen die Arbeit der jeweiligen Gehirnregion zu überneh- men. Sie verbanden sich mit den bestehenden Nervenzellen (Neuronen), den Grundbestandteilen des Zen- tralnervensystems, und bildeten Synapsen. Synapsen sind die Kontaktstellen von Neuronen, über die der Informationsfluß zustande kommen kann, also zum Beispiel Sinnesreize oder Befehle weitergelei- tet werden.

Noch können die Wissenschaftler nicht beurteilen, ob die Transplan- tation von Gehirnzellenneuronen bei Menschen

Noch können die Wissenschaftler nicht beurteilen, ob die Transplan- tation von Gehirnzellenneuronen bei Menschen Schäden wiedergutma- chen kann, die ein Schlaganfall oder andere Gehirnerkrankungen, wie beispielsweise Parkinson oder Alz- heimer, angerichtet haben. In weite- ren Testreihen muß sich zuallererst herausstellen, ob das Verfahren für Patienten überhaupt sicher ist. Doch die Behandlungsmethode läßt die

WISSENSWERT Was ist ein Schlaganfall? Ein Schlaganfall wird durch eine mangelnde Blutversorgung des Ge- hirns
WISSENSWERT
Was ist ein Schlaganfall?
Ein Schlaganfall wird durch eine
mangelnde Blutversorgung des Ge-
hirns hervorgerufen. Ursachen sind
entweder eine plötzliche Verstopfung
eines zum Gehirn führende Blut-
gefäßes oder eine Blutung, die durch
den plötzlichen Riß eines Gefäßes
entsteht. Die Nervenzellen erhalten
nicht mehr genug Sauerstoff und
Nährstoffe und sterben ab. Schon
kleinste Unterbrechungen der Sauer-
stoffzufuhr von nur wenigen Minu-
ten können aufgrund des hohen
Sauerstoffbedarfs des Gehirngewebes
irreparable Zellschäden verursachen.
Wie schwer die Auswirkungen eines
Schlaganfalls für den Betroffenen
sind, hängt davon ab, wie viele und
welche Hirnzellen nicht mehr durch-
blutet werden können. Die Schäden
reichen von halbseitigen Lähmun-
gen des Körpers über Seh-, Sprech-
und Sprachstörungen bis zu
Koordinationsproblemen.
Deshalb: Rufen Sie sofort den Not-
arzt, wenn Sie den Verdacht haben,
daß ein Angehöriger oder Bekannter
einen Schlaganfall erlitten haben
könnte!
Die Behandlung innerhalb der
ersten sechs Stunden nach dem
Anfall ist entscheidend für die
Überlebens- und Heilungsaussich-
ten für den Patienten.

Hoffnung zu, daß Mediziner eines Tages in der Lage sein werden, Schlaganfallpatienten mit bleiben- den Schäden zu helfen – selbst Monate und Jahre, nachdem es zu einem Hirnschlag kam.

Schlaganfall – die häufigste Einzelursache für Behinderungen

Jährlich erleiden rund 200.000 Men- schen in Deutschland einen Schlag- anfall. Die Hälfte aller Betroffenen

einen Schlag- anfall. Die Hälfte aller Betroffenen ist im erwerbsfähigen Alter, schät- zungsweise 10 Prozent

ist im erwerbsfähigen Alter, schät- zungsweise 10 Prozent sogar unter 40 Jahren. Nach Herzerkrankungen und Krebs ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache in den westlichen Industrieländern und gleichzeitig die häufigste Einzel- ursache für Behinderungen in Deutschland.

Risikofaktoren

Bis zu 40.000 Todesfälle nach Schlaganfall könnten jährlich ver- mieden werden, wenn gefährdete Menschen ihr Risiko kennen und dementsprechend ihr Verhalten ändern würden. Nur etwa ein Drittel aller Fälle wird auf eine Erbveranla- gung zurückgeführt. Folgende Risi- kofaktoren begünstigen die Gefahr eines Schlaganfalls.

Rauchenkofaktoren begünstigen die Gefahr eines Schlaganfalls. Herzrhythmusstörungen Erhöhter Cholesterinspiegel Diabetes

Herzrhythmusstörungenbegünstigen die Gefahr eines Schlaganfalls. Rauchen Erhöhter Cholesterinspiegel Diabetes mellitus

Erhöhter CholesterinspiegelGefahr eines Schlaganfalls. Rauchen Herzrhythmusstörungen Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)

Diabetes mellitusRauchen Herzrhythmusstörungen Erhöhter Cholesterinspiegel (Zuckerkrankheit) Fettstoffwechselstörungen Übergewicht

(Zuckerkrankheit)

FettstoffwechselstörungenCholesterinspiegel Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) Übergewicht und Bewegungsmangel Bluthochdruck Die Risiken

Übergewicht und Bewegungsmangelmellitus (Zuckerkrankheit) Fettstoffwechselstörungen Bluthochdruck Die Risiken minimieren Viele dieser Risiken

BluthochdruckFettstoffwechselstörungen Übergewicht und Bewegungsmangel Die Risiken minimieren Viele dieser Risiken können durch

Die Risiken

minimieren

Viele dieser Risiken können durch eine konse- quente medikamentöse Behandlung oder eine Um- stellung der Ernährung minimiert werden. Wichtig bei Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechsel- störungen ist eine regelmäßige Kontrolle der Blutwerte.

Bei den meisten anderen Punkten hilft bereits die Änderung der eige- nen Verhaltensweisen. Wer mit dem Rauchen aufhört, hat nach vier bis fünf Jahren das deutlich niedrigere Schlaganfallrisiko eines Nichtrau- chers erreicht. Eine gesunde und vital- stoffreiche Ernährung trägt ebenfalls zur Gesundheitsvorsorge bei.

Ernährung trägt ebenfalls zur Gesundheitsvorsorge bei. INFO/BERATUNG Umfangreiches Informationsmaterial zum Thema
INFO/BERATUNG Umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Schlaganfall ist gegen eine Gebühr von 4,— DM (in Brief-
INFO/BERATUNG
Umfangreiches Informationsmaterial
zum Thema Schlaganfall ist gegen
eine Gebühr von 4,— DM (in Brief-
marken) erhältlich bei der:
Stiftung Deutsche
Schlaganfall-Hilfe
Stichwort: MEDICOM
Postfach 104
33311 Gütersloh

INDEX

INDEX
Stürmische Stürmische Zeiten Zeiten Wie Wie unser unser Immunsystem Immunsystem Krankheitserreger

Stürmische Stürmische

Zeiten Zeiten

Wie Wie unser unser Immunsystem Immunsystem

Krankheitserreger Krankheitserreger bekämpft bekämpft

W enn die Blätter durch die Straßen wirbeln und das naß-

kalte Wetter beginnt, dann wird unsere Gesundheit auf eine harte Probe gestellt. Der oftmals schnelle Wechsel zwischen warmen und kal- ten Temperaturen läßt die Erkäl- tungsgefahr steigen. Herbstzeit bedeutet daher auch Schwerstarbeit für unser Immunsystem. Millionen von Krankheitserregern dringen in jeder Sekunde in den Körper ein, zerstören körpereigene Zellen und vermehren sich schnell. Das Immun- system arbeitet rund um die Uhr auf Hochtouren, um den Körper vor Viren, Bakterien, Pilzen, Parasiten oder auch Tumorzellen zu schützen. Doch wie funktioniert eigentlich das höchstentwickelte System des Men- schen, sein Immunsystem?

V ergleichbar einer Feuerwehr, die mit verschiedenen Geräten und Löschflüssigkeiten arbeitet, verfügt unser

V ergleichbar einer Feuerwehr, die mit verschiedenen Geräten und

Löschflüssigkeiten arbeitet, verfügt unser Immunsystem über zahlreiche Hilfsmittel für unterschiedliche Aufgaben. Milliarden von Lympho- zyten – eine Klasse der weißen Blutkörperchen – patrouillieren in unserem Lymphsystem und im Blutkreislauf. Jeder Fremdling, er wird auch als Antigen bezeichnet, der über Haut, Lunge oder Magen- Darm-Trakt in den Körper eindringt, wird sofort erkannt und möglichst schnell vernichtet. Alle Einheiten des Immunsystems würden zusammen- gerechnet in einem erwachsenen Organismus ein Gewicht von etwa 1,5 bis 2 Kilogramm auf die Waage bringen, mehr als Gehirn, Leber oder Herz. Anders als bei diesen Organen handelt es sich beim Immunsystem jedoch nicht um ein festes Gefüge, in welchem die Zellen nach ihrer Eta- blierung auch über längere Zeit er- halten bleiben. Der überwiegende Teil der Immunzellen erreicht nur ein Durchschnittsalter von wenigen Ta- gen. Das menschliche Immunsystem erneuert sich so permanent selbst.

den Eindringlingen um Viren oder besonders gefährliche Bakterien handelt. Auch krebsbefallene Zellen werden von den Killerzellen bis zu einem gewissen Grad beseitigt.

Spezifische Abwehr

Das spezifische oder erlernte Ab- wehrsystem ist mit speziellen Waffen ausgerüstet und reagiert gegen Mil- lionen verschiedener Fremdkörper in einer jeweils hochspezifischen Art. Seine Zellen verfügen über unter- schiedliche Verteidigungsstrategien, abgestimmt auf unterschiedliche Angreifer. Ihr großer Vorteil ist vor allem, daß sie bei einer erneuten Infektion mit demselben Erreger diesen sehr viel schneller und effek- tiver abtöten können. Dies ist der Grund dafür, warum wir zum Beispiel viele Kinderkrankheiten nur einmal durchmachen.

T-Lymphozyten, die im Thymus „geschult“ werden (siehe Kasten), at- tackieren von Viren befallene Zellen und stimulieren andere Zellen des Immunsystems. Sie entfalten im un- mittelbaren Kontakt ihre Wirkung, sind sozusagen die Feuerwehrleute, die sich direkt an einzelne Brandher- de begeben und die Flammen „aus- treten“. Trifft ein Antigen auf diese Zellen, so werden nur diejenigen stimuliert, die darauf geprägt sind, mit diesem speziellen Fremdkörper zu reagieren.

Die Aufgabe von B-Lymphozyten ist es, Antikörper zu produzieren. Um beim Bild der Feuerwehr zu bleiben:

B-Lymphozyten sind Elemente des Immunsystems mit „Fernwirkung“:

Sie halten Abstand zu den Flammen, indem sie diese mit einem Wasser- strahl bekämpfen. B-Lymphozyten tun dies mit Hilfe von Antikörpern. Sobald ein Eindringling erkannt ist, wird der B-Lymphozyt aktiviert und dazu veranlaßt, sich zu vermehren.

Immunzellen werden im Knochenmark (1) gebil- det, im Thymus (2) geschult und reagieren im peripheren
Immunzellen werden im Knochenmark (1) gebil-
det, im Thymus (2) geschult und reagieren im
peripheren Lymphgewebe (3,4,5) mit Antigenen.
Thymusdrüse – „Schule“ der
Immunzellen
Die Thymusdrüse befindet sich hin-
ter dem Brustbein. Das eher un-
scheinbare Organ ist von grundle-
gender Bedeutung für die Funktions-
tüchtigkeit unseres Immunsystems.
Hier erhalten die T-Lymphozyten
ihre „Ausbildung“. „Ungelernte“ T-
Lymphozyten wandern nach ihrer
Entstehung im Knochenmark sofort
in die Thymusdrüse. Dort entwickeln
sie eine immunologische Toleranz:
Sie „lernen“, zwischen fremden und
eigenen Zellen zu unterscheiden. So
ist gewährleistet, daß sie nur uner-
wünschte Eindringlinge angreifen,
das körpereigene Gewebe jedoch un-
behelligt lassen. Fällt diese Toleranz
aus, sehen die T-Zellen den körper-
eigenen Code als fremd an und ver-
nichten die eigenen Zellen. Eine sol-
che Reaktion ist für eine Reihe
schwerster Krankheiten (wie etwa
Multiple Sklerose) verantwortlich.
Wenn die T-Zellen die Thymusdrüse
verlassen, können sie eine Million
und mehr unterschiedliche fremde
Strukturen erkennen und mit geziel-
ten Maßnahmen vernichten.
DPNY

Unspezifische Immunabwehr

Das unspezifische oder angeborene Immunsystem ist die „erste Vertei- digungslinie“ im Kampf gegen Antigene. Es richtet sich nicht gegen spezielle Fremdstoffe, sondern ganz allgemein gegen alles, was körper- fremd ist. Spezielle Freßzellen und natürliche Killerzellen zirkulieren im Blutkreislauf und sind schnell zur Stelle, wenn ein Erreger bekämpft werden muß. Alles, was nicht in den Körper gehört, wird auf biochemi- schem Weg unschädlich gemacht. Die Killerzellen kommen zum Einsatz, wenn es sich bei

INDEX

INDEX Es werden nun große Mengen von löslichen Antikörpern produziert und direkt ans Blut abgegeben. Antikörper

Es werden nun große Mengen von löslichen Antikörpern produziert und direkt ans Blut abgegeben. Antikörper sind Eiweißstoffe, die nach dem Bild des zu bekämpfenden Fremdlings maßangefertigt werden und diesen gezielt unschädlich machen. Die einfachsten Antikörper- Moleküle sind Y-förmige Strukturen mit zwei identischen Antigen- Bindungsstellen an den Enden der „Arme“ des Y.

An diese Arme werden die krank- machenden Antigene gebunden und dadurch unschädlich gemacht. Es entsteht ein Antigen-Antikörper- Komplex, der nun das sogenannte Komplement-System aktiviert. Dieses System besteht aus speziellen Blut- eiweißen und setzt verschiedene Zellen in Marsch, die bei der endgül- tigen Zerstörung mitwirken: Der markierte Feind wird entweder von T-Zellen zerstört, von Freßzellen verschlungen oder mit chemischen Waffen vernichtet.

Wie das Nervensystem besitzt unser Immunsystem die Fähigkeit, sich zu erinnern. Ein Teil der T- und B-Lympho- zyten wird nach erfolgreicher Vernichtung der Erreger zu Gedächtniszellen ausgebildet. Sie speichern die Struktur des Antigens wie in einer Datenbank und besitzen eine wesentlich längere Lebensdauer als andere Immunzellen. Bei erneu- tem Kontakt mit dem gleichen Erre- ger wird dieser noch schneller be- kämpft, so daß es oft erst gar nicht zu einer Erkrankung kommt. Ein Effekt, den sich Ärzte bei Schutzimp- fungen – gegen Masern, Mumps, Windpocken etc. – zunutze machen, indem sie den Patienten inaktive Er- reger spritzen und das Immunsystem dazu veranlassen, entsprechende Antikörper zu bilden.

Und warum bekommen wir dann immer wieder eine Erkältung? Daß dieser ausgeklügelte Schutzmecha- nismus bei einigen Leiden zu versa- gen scheint, liegt nicht etwa an der „Vergeßlichkeit“ der Gedächtnis- zellen, sondern daran, daß sich die Erreger selbst ständig verändern.

Nach getaner Arbeit erfolgt eine pro- grammierte Abschaltung der Ab- wehrreaktion durch spezialisierte T- Zellen (Suppressor-Zellen). So verhin- dert der Körper eine überschießende Immunreaktion und dosiert das Ausmaß des Angriffs genau.

Immunreaktion und dosiert das Ausmaß des Angriffs genau. LachenLachen SieSie sichsich gesund!gesund! W ann haben Sie
LachenLachen SieSie sichsich gesund!gesund! W ann haben Sie das letzte Mal so richtig herzhaft gelacht?
LachenLachen SieSie sichsich gesund!gesund!
W ann haben Sie das letzte Mal
so richtig herzhaft gelacht?
Filme
an,
die
sie
richtig
zum
Lachen bringen.
„Lachen ist gesund“ lautet ein altes
Sprichwort, dessen Wahrheits-
gehalt wissenschaftliche Studien
bestätigen.
Freunde sind wichtig
In aufwendigen Versuchsreihen
wiesen Forscher nach, daß beim
fröhlichen Lachen mehr körperei-
gene Immunabwehrstoffe ausge-
schüttet werden. Bei lachenden
Testpersonen erhöhte sich die An-
zahl der T-Zellen und der Killer-
zellen sowie die Antikörperkon-
zentration im Blut. Es ist also ganz
einfach, etwas fürs Immunsystem
und somit für die eigene Gesund-
heit zu tun! Sehen Sie sich öfter
Auch soziale Kontakte stärken das
Immunsystem. Menschen mit
einem großen Freundeskreis wer-
den seltener krank und überwinden
Erkältungen schneller. Als Grund
hierfür nennen Wissenschaftler den
vielfältigen Keimaustausch, der die
körpereigene Abwehr ständig trai-
niert. Wer also gern unter Men-
schen ist, anstatt sich zu Hause ein-
zuigeln, dessen Immunsystem hat
es beim Kampf gegen schädliche
Erreger leichter. Und schließlich
lacht es sich in Gesellschaft meist
besser als allein!
Kampf gegen schädliche Erreger leichter. Und schließlich lacht es sich in Gesellschaft meist besser als allein!

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MAURITIUS Eiweiß für die Antikörper Damit Ihr Immunsystem richtig arbei- ten kann, ist es auf
MAURITIUS
MAURITIUS

Eiweiß für die AntikörperMAURITIUS Damit Ihr Immunsystem richtig arbei- ten kann, ist es auf eine ausgewoge- ne Ernährung angewiesen.

Damit Ihr Immunsystem richtig arbei- ten kann, ist es auf eine ausgewoge- ne Ernährung angewiesen. Eine aus- reichende Versorgung mit Vitalstof- fen bildet die wichtige Basis für die Gesundheit. Obst und Gemüse ent- halten reichlich immunstärkende Substanzen wie Vitamin C und E, B- Vitamine, Beta-Carotin sowie die Spurenelemente Selen und Zink. Auch das Coenzym Q10 unterstützt das Immunsystem. Eiweiß, das Baumaterial für die Waffen des Immunsystems – wie Antikörper und Killermoleküle –, ist reichlich enthalten in Fisch, Milchprodukten, Getreide- produkten, Sojabohnen und Nüssen.

Heißkaltes WechselspielMilchprodukten, Getreide- produkten, Sojabohnen und Nüssen. Mit wechselenden Wassergüssen und regelmäßigen

Mit wechselenden Wassergüssen und regelmäßigen Saunagängen können Sie Ihren Körper für die Erkältungszeit gut rüsten. Kalt- warme Wechselduschen regen den Kreislauf an und stimulieren das Immunsystem. Duschen Sie erst 20 bis 30 Sekunden lang mit körperwar- mem Wasser, dann 2 bis 5 Sekunden mit leitungskühlem Wasser. An- fangs viermal wechseln und immer mit kalt aufhören, allmählich den Temperaturwechsel öfter wiederho- len, höchstens jedoch zehnmal.

Training für die Abwehrkräfte

Unser Immunsystem leistet gerade jetzt in der kalten und nassen Jahres- zeit Schwerstarbeit. Unterstützen Sie es dabei! Mit fünf einfachen Maßnahmen – regelmäßig durch- geführt – können Sie der körperei- genen Abwehr dabei helfen, den Organismus vor Erkältungs- und Grippeattacken zu schützen.

Organismus vor Erkältungs- und Grippeattacken zu schützen. Pflanzenkraft Klinische Studien haben bestätigt, was

Pflanzenkraft

Klinische Studien haben bestätigt, was Naturvölker schon lange wissen und nutzen: Bestimmte Pflanzen können die Abwehrkraft des menschlichen Organismus stärken.

Zu ihnen zählt z. B. der Sonnenhut. Extrakte aus dem von Purpurrot über Blaßrosa bis Weiß blühenden Kraut verstärken die „Schlagkraft“ der Freßzellen im Blut und kurbeln die Arbeit der B-Lymphozyten an, die die wichtigen Antikörper bil- den. Sonnenhut- extrakt stimu- liert zudem die Bildung von In- terferon, einem weiteren kör- pereigenen

Abwehr-

stoff. Interferon schützt die Zellen

bis zu einem gewissen Grad vor Virusinfektionen.

Ruhepausen zum Auftankendie Zellen bis zu einem gewissen Grad vor Virusinfektionen. Streß schadet unserem Immun- system. Wer ständig

Streß schadet unserem Immun- system. Wer ständig von einem Termin zum anderen hetzt, dessen Abwehr geht auch schnell die Puste aus. Krankheitserreger können vom Immunsystem nicht mehr optimal bekämpft werden. Abhilfe schaffen autogenes Training oder Atem- und Entspannungsübungen. Auch wer ausreichend schläft, tut seinem Körper etwas Gutes. Während der Nachtruhe können zerstörte Zellen durch gesunde ersetzt werden.

Sport aktiviert die Killerzellen Killerzellen

Sport ist gut fürs Immunsystem. Körperlich trainierte Menschen lei- den seltener an Atemwegserkran- kungen und haben ein geringeres Krebsrisiko. Durch die Bewegung werden kurzzeitig Streßhormone im Körper freigesetzt – der Körper gerät in Alarmbereitschaft. Das Immun- system reagiert darauf, indem es mehr natürliche Killerzellen ausschüttet. So wird unser Abwehrsystem durch regelmäßigen Sport leistungsfähiger. Abwehrsteigernde Sportarten sind Joggen, Radfahren, Schwimmen, Wandern und Mannschaftsspiele.

H.E. LAUX
H.E. LAUX
DPNY
DPNY

Wichtig: Auch bei pflanzlichen Wirkstoffen ist eine Rücksprache mit dem Arzt oder dem Apotheker ratsam, da sich die verschiedenen Präparate stark in ihrer Zusammensetzung und Dosierung unterscheiden. Zudem könnten Menschen mit Allergien überempfindlich auf Sonnenhut- extrakt reagieren.

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überempfindlich auf Sonnenhut- extrakt reagieren. 16 Wichtig: Wenden Sie diese gesund- heitsfördernden

Wichtig: Wenden Sie diese gesund- heitsfördernden Maßnahmen nur an, solange keine Infektion besteht!

Hämorrhoiden Hämorrhoiden – – das verschwiegene Leiden das verschwiegene Leiden H ämorrhoiden – ein Leiden,

Hämorrhoiden Hämorrhoiden

das verschwiegene Leiden

das verschwiegene Leiden

H ämorrhoiden – ein Leiden, über das man nicht gerne spricht,

obwohl es sehr viele Menschen betrifft. Laut Statistik erkrankt jeder zweite Bundesbürger zumindest ein- mal im Leben daran. Auf Wunsch zahlreicher MEDICOM-Leser nehmen wir uns des Themas ausführlich auf den folgenden Seiten an.

Was sind Hämorrhoiden?

Jeder Mensch hat Hämorrhoiden. Es sind kleine Gefäßpolster, die wie Kissen den oberen Analkanal aus- kleiden und dem Schließmuskel hel- fen, den After zu verschließen. Mit Blut gefüllt, verhindern diese Schwellkörper, daß Flüssigkeiten und Gase aus dem After entweichen.

Normalerweise wird beim Stuhlgang der innere Schließmuskel geöffnet, und das Blut fließt aus den Polstern in die Abflußvenen. Die Hämorrhoi- den legen sich dadurch flach an die Darmwand und lassen den Stuhl un- gehindert passieren.

Wie entsteht ein Hämorrhoidalleiden?

Hämorrhoiden sind also etwas völlig Normales und Wichtiges. Erst ihre Veränderung führt zum Hämorrhoi- dialleiden, im Volksmund fälschli- cherweise als „Hämorrhoiden“ be- zeichnet. Ein Hämorrhoidalleiden tritt häufig als Folge von einseitiger, ballaststoffarmer Ernährung auf. Bei Verstopfung oder nach Einnahme von Abführmitteln erfolgt die Darm- entleerung gegen einen nicht oder

kaum geöffneten Schließmuskel. Die Hämorrhoidenpolster können sich beim Stuhlgang nicht mehr vollstän- dig entleeren und werden durch das starke Pressen chronisch überdehnt. Die ständige Überdehnung führt dazu, daß sich die Hämorrhoiden schließlich krankhaft verändern.

Warum kommt es zu einem Hämorrhoidalleiden?

Neben chronischer Verstopfung auf- grund ballaststoffarmer Ernährung sowie der Einnahme von Abführ- mitteln, können folgende Faktoren eine Vergrößerung der analen Schwellkörper begünstigen:

Fettreiche Nahrungeine Vergrößerung der analen Schwellkörper begünstigen: Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme Reichlicher Alkoholgenuß

Zu geringe Flüssigkeitsaufnahmeder analen Schwellkörper begünstigen: Fettreiche Nahrung Reichlicher Alkoholgenuß Zu wenig Bewegung Ererbte

Reichlicher AlkoholgenußFettreiche Nahrung Zu geringe Flüssigkeitsaufnahme Zu wenig Bewegung Ererbte Venenschwäche Folgende

Zu wenig BewegungZu geringe Flüssigkeitsaufnahme Reichlicher Alkoholgenuß Ererbte Venenschwäche Folgende Beschwerden können erste

Ererbte VenenschwächeReichlicher Alkoholgenuß Zu wenig Bewegung Folgende Beschwerden können erste Anzeichen eines

Folgende Beschwerden können erste Anzeichen eines Hämorrhoi- dalleidens sein: Hellrotes Blut auf dem Toilet-
Folgende Beschwerden können
erste Anzeichen eines Hämorrhoi-
dalleidens sein:
Hellrotes Blut auf dem Toilet-
tenpapier
Stuhlverschmutzung der Wäsche
Nässen und Afterjuckreiz
Fremdkörpergefühl
Gefühl einer unvollständigen
Darmentleerung
WISSENSWERT Fakten und Zahlen Jeder Zweite erkrankt zumindest einmal im Leben an einem Hämorrhoidalleiden. Fast
WISSENSWERT
Fakten und Zahlen
Jeder Zweite erkrankt zumindest
einmal im Leben an einem
Hämorrhoidalleiden. Fast jeder
Dritte hat Probleme mit Hämor-
rhoiden. Sie treten bevorzugt im
mittleren Lebensalter zwischen
dem 40. und 50. Lebensjahr auf.
Wobei das männliche Geschlecht
mit knapp über 60 Prozent etwas
häufiger betroffen ist als Frauen.
Korrekte Zahlen über das Hämor-
rhoidalleiden zu ermitteln, ist
schwierig, weil zahlreiche Betrof-
fene keine Beschwerden empfinden
oder ihre Symptome negieren.

Welche Behandlungsmöglich- keiten gibt es?

Wichtig ist: Suchen Sie bereits bei den ersten Symptomen eines Hämor- rhoidalleidens (Afternässe, Juckreiz) den Arzt auf – am besten einen Spezialisten für Enddarmerkrankun- gen. Solange die Hämorrhoiden noch nicht aus dem After austreten, sind sie in der Regel leicht und schmerzlos zu behandeln. Lediglich bei 3 bis 4 Prozent der Betroffenen ist das Hämorrhoidalleiden so weit fortge- schritten, daß es einer operativen Behandlung bedarf. Mit einer frühzei- tigen Behandlung vermeiden Sie, daß das Leiden chronisch wird. Und: der Mediziner kann abklären, ob sich hin- ter den Anzeichen andere Ursachen verbergen, wie beispielsweise Dick- darmpolypen, Thrombosen oder Dick- darmkrebs. Dies gilt insbesondere für Menschen ab dem 40. Lebensjahr.

Das Hämo rrhoidalleiden wird in ver- schiedene Schweregrade eingeteilt (siehe unten). Je nach Schweregrad bieten

Das Hämorrhoidalleiden wird in ver- schiedene Schweregrade eingeteilt (siehe unten). Je nach Schweregrad bieten sich verschiedene Behand- lungsmöglichkeiten an.

In der Phase I und II führt der Arzt meist eine Verödung (Sklerosierung) durch. Das Verödungsmittel wird direkt in die Hämorrhoiden gespritzt. Es löst eine Entzündung aus, wo- durch die Hämorrhoiden verhärten. Das Blutgefäß und die dahinterlie- gende Hämorrhoide schrumpft und die Funktionsfähigkeit wird wieder hergestellt.

Die Behandlungen in den Phasen I und II sind fast immer schmerzlos.

In Phase II und III bindet der Arzt einen Teil der Blutgefäße mit Gummiringen (Gummibandligatur) ab und schneidet so Blutzufuhr und Sauerstoffversorgung ab. Die Hämorrhoiden werden nicht mehr versorgt, das Gewebe stirbt ab, die Knoten werden kleiner und die Hämorrhoiden arbeiten wieder bes- ser. Die Erfolgsquote der Methode ist sehr gut, nur bei zirka 15 Prozent der Patienten ist nach fünf Jahren eine Nachbehandlung erforderlich.

Zusätzlich zur ärztlichen Behand- lung werden oft Kombinations- präparate mit leichten, örtlich betäu- benden Wirkstoffen verordnet, die den Hämorrhoidenschmerz lindern. Salben mit Kamille beispielsweise helfen gegen Entzündungen. Zink und Aluminium ziehen die Blut- gefäße zusammen und wirken so gegen das Nässen. Kortisonhaltige Salben, die verschreibungspflichtig sind, lindern den Juckreiz. Hämorrhoi- denzäpfchen sollten nach der Darm- entleerung am besten mit einer Mull- einlage eingeführt werden und bis zum Schließmuskel zurückgezogen werden.

Die verschiedenen Phasen des Hämorrhoidalleidens PHASE I PHASE II PHASE III Es haben sich (ein
Die verschiedenen Phasen des Hämorrhoidalleidens
PHASE
I
PHASE
II
PHASE
III
Es haben sich (ein oder mehrere)
Knoten gebildet, die die dunkelrot
verfärbten Schleimhäute vorwöl-
ben. Die Hämorrhoiden sind noch
nicht ertastbar, bluten jedoch
leicht. Der Betroffene hat kaum
Beschwerden. Die Funktion der
analen Muskulatur ist im ersten
Stadium noch nicht beeinträchtigt.
Gefäßknoten treten beim Pressen
hervor, ziehen sich aber nach dem
Stuhlgang von selbst wieder in den
Darm zurück. Die Blutungsneigung
wird geringer, der Analkanal ver-
härtet sich und der innere Schließ-
muskel ist kaum noch dehnbar. Er
hat seine Fähigkeit verloren, wirk-
sam zu erschlaffen. Eine schmerz-
haft behinderte Darmentleerung ist
das führende Symptom in dieser
Phase.
Die Hämorrhoiden sind massiv her-
vorgetreten, können aber in den
meisten Fällen noch per Hand in
den Darm zurückgeschoben werden.
Der Blutabfluß aus den Schwell-
körpern ist erheblich behindert.
Die Hämorrhoiden erscheinen daher
meist bläulich verfärbt. Der Ab-
schlußmechanismus des Afters ist
erheblich beeinträchtigt. Die Folge
sind Schmerzen sowie Schleimab-
sonderung, Juckreiz und häufig
auch ein Analekzem.
Längsschnitte durch den Enddarm:
arterio-venöser
Schwellkörper mit
Hämorrhoiden
innerer
arterio-venöser
Hämorrhoiden
Schließmuskel
Schwellkörper mit
zone
stark hervortreten-
äußerer
den Hämorrhoiden
Schließmuskel
Haut
After
DPNY
Was Sie selbst gegen Hämorrhoiden tun können D ie richtige Vorbeugung ist der beste Weg,

Was Sie selbst gegen Hämorrhoiden tun können

D ie richtige Vorbeugung ist der beste Weg, sich vor einem

Hämorrhoidalleiden zu schützen. Die folgenden Maßnahmen helfen dem Körper außerdem bei einer bereits bestehenden Erkrankung, sich schneller zu regenerieren.

2. Hygiene

Erkrankung, sich schneller zu regenerieren. 2. Hygiene Verzichten Sie auf bedrucktes Toilettenpapier,

Verzichten Sie auf bedrucktes Toilettenpapier, Feuchttücher, Sei- fen oder Intimlotionen. Sie reizen die empfindliche Haut zusätzlich und können Allergien auslösen.

Haut zusätzlich und können Allergien auslösen. Halten Sie die Afterfurche mög- lichst trocken. Am

Halten Sie die Afterfurche mög- lichst trocken. Am einfachsten geht dies, indem ein kleiner Streifen ungebleichte Watte zwischen die Gesäßbacken geklemmt wird.

Wichtig! Vermeiden Sie starkes Pressen während des Stuhlgangs und länge- res Sitzen auf der Toilette
Wichtig! Vermeiden Sie starkes
Pressen während des
Stuhlgangs und länge-
res Sitzen auf der
Toilette (möglichst nicht
länger als 3 Minuten).
Zeitungslektüre schadet
hier nur!
3. Sport und
Bewegung
Treiben Sie Sport!
Regelmäßige Bewegung
aktiviert die Darmtätig-
keit. Insbesondere Aus-
dauersportarten wie Wan-
dern, Schwimmen und
Radfahren bringen den
Darm in Schwung, ohne
den Beckenboden zu
belasten.
INFO/BERATUNG
TONY STONE
Eine Adressenliste der Coloprokto-
logen (Enddarmspezialisten) in
Ihrer Nähe versendet der:
Spülen Sie statt dessen den After
nach jedem Stuhlgang mit klarem
Wasser, oder brausen Sie den
Darmausgang lauwarm ab. Auch
Analduschen (spezielle Dusch-
aufsätze) verbessern die wichtige
Enddarmhygiene.
Berufsverband der Coloproktolo-
gen Deutschlands e.V.
Prinzregentenstraße 121
81677 München
gegen Einsendung eines Freium-
schlags (DM 1,10).

1. Ernährung

Einsendung eines Freium- schlags (DM 1,10). 1. Ernährung Eine ballaststoffreiche Ernährung ist das A und O

Eine ballaststoffreiche Ernährung ist das A und O für einen gesunden Darm. Achten Sie daher auf eine faser- und ballaststoffreiche Zusammensetzung der Nah- rung aus viel Vollkornpro- dukten, Kartoffeln, Obst und Gemüse.

aus viel Vollkornpro- dukten, Kartoffeln, Obst und Gemüse. Für die Fortbewegung des Stuhls benötigt der Darm

Für die Fortbewegung des Stuhls benötigt der Darm viel Flüssigkeit. Sie sollten daher am Tag minde- stens zwei Liter trinken (am besten Mineralwasser, Kräutertees oder kalorienar- me Getränke).

Kräutertees oder kalorienar- me Getränke). Verzichten Sie auf jegli- che Abführmittel. Sie brin- gen

Verzichten Sie auf jegli- che Abführmittel. Sie brin- gen keine Lösung, sondern entziehen dem Körper Kaliumsalze, wodurch der Darm erst recht träge wird. Sollten Sie unter Verstopfung leiden, hilft die Einnahme von einem Tee- löffel Paraffinöl (aus der Apotheke). Auch sogenannte „Quellnahrungs- mittel“ wie Leinsamen oder Kleie- tabletten tragen zur Beseitigung der Verstopfung bei.

PERE COLOM

PERE COLOM Wer Wer ißt ißt am am gesündesten? gesündesten? Ein Blick in die Kochtöpfe Asiens,

WerWer ißtißt amam gesündesten?gesündesten?

Ein Blick in die Kochtöpfe Asiens, Deutschlands und des Mittelmeers

E ine ausgewogene Ernährung ist das A und O für unsere Gesund-

heit – das weiß heute schon jedes Kind. Ein Blick in die Kochtöpfe anderer Länder zeigt, daß die tradi- tionellen Ernährungsgewohnheiten für eine gesunde Lebensweise eben- falls eine große Rolle spielen.

Wo Sonne und Meer regieren

Die mediterrane Küche wird geprägt von einem hohen Anteil an pflanzli- chen Lebensmitteln wie Obst, Gemü- se und Hülsenfrüchten. Es wird häu- fig Fisch gegessen, und gekocht wird mit Olivenöl, das reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und an Vitamin E ist. Einfach ungesättigte Fettsäuren beeinflussen den Chole- sterinspiegel günstig. Vor allem Olivenöl trägt zur Senkung des „schlechten“ LDL- Cholesterins bei. Ist der LDL-Wert nämlich erhöht, lagert sich vermehrt Chole- sterin in den Ge- fäßwänden an – ein Auslöser für Arterienverkalkung. Nach einer Em- pfehlung der Deut- schen Gesellschaft für Ernährung sollen einfach ungesättigte Fettsäuren daher mehr als ein Drittel der konsumierten Fettsäuren ausmachen.

Tomaten als Schutz vor Herzinfarkt

Aufgrund der gesunden Nahrungsmittelkomposition aus reichlich Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen sowie einfach ungesättigten Fettsäuren

leiden nachweislich weniger Men- schen der Mittelmeerländer an Herz- Kreislauf-Erkrankungen. So hat bei- spielsweise eine Studie mit fast 1.400 Männern aus neun europäischen Ländern bewiesen, daß der Verzehr von Tomaten vor Herzinfarkt schützt. In der roten Frucht sind viele Anti- oxidantien enthalten (z. B. das fett-

Schonende Methoden des Kurzzeit- garens erhalten die wertvollen Vitamine und die sekundären Pflanzenstoffe der Nahrungsmittel. Die Omega-3-Fettsäuren im Fisch hemmen die Blutgerinnung und senken dadurch das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken.

Soja und Gewürze gegen Dickdarmkrebs

Wissenschaftliche Studien zeigten, daß Japaner seltener an Dick- darmkrebs erkranken als Menschen der westlichen Industrienationen. Auch Soja, eine Leibspeise der Japaner, gilt als Waffe gegen den Darmkrebs. Der darin ent- haltene Wirkstoff heißt Genistein und wirkt selbst dann noch, wenn sich bereits kleine Tumore gebildet haben. Dadurch, daß Genistein die Versorgung der Tumorgeschwulst mit Sauerstoff und Nährstoffen unter- bricht, kann ein im Frühstadium noch ungefährlicher Tumor sogar verkümmern. Asiatische Gerichte erscheinen dem europäi- schen Gaumen häufig als zu scharf. Doch die Verwendung von zahlrei- chen Gewürzpflanzen hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Ge- sundheit: Sie töten Bakterien ab und verhindern durch diese antimikrobielle Wirkung, daß die Gerichte bei den hohen Temperaturen zu schnell verderben.

PERE COLOM
PERE COLOM

lösliche Lycopin), die Ablagerungen in den Blutgefäßen verhindern können. Wichtig ist allerdings, daß die Toma- ten zusammen mit einer kleinen Menge Fett oder Öl gegessen werden, also am besten zu einer Mahlzeit.

Asien: Gekocht wird im Wok

Auch in der asiatischen Küche kommen traditionell sehr viel Gemüse und reichlich Fisch auf den Teller.

PERE COLOM

P E R E C O L O M Deutsche mögen’s deftig Die traditionelle deutsche Küche

Deutsche mögen’s deftig

Die traditionelle deutsche Küche ist geprägt von Speisen mit einem hohen Anteil an gesättigten Fett- säuren tierischer Herkunft, wie Butter, Schmalz, Wurst und Fleisch. Zwar ist Fleisch ein ergiebiger Lieferant von einigen B-Vitaminen und eine gute Nährstoffquelle für die beiden Spurenelemente Eisen und Zink, doch aufgrund des hohen Fett- gehaltes erhöht es auch den Chole- sterinspiegel im Blut. Ein Risikofaktor für Arteriosklerose und Herzinfarkt. Daher lautet die Empfehlung der Gesundheitsexperten: Nur zweimal pro Woche Fleisch und Wurst essen!

Mehr Ballaststoffe und frisches Obst

Immer weniger Deutsche bereiten sich ihre Mahlzeiten selbst zu. Der Rückgriff auf Fast food und Fertiggerichte birgt die Gefahr, daß der Organismus zuwenig wichtige Ballaststoffe und Vitamine erhält. Ballaststoffe regen nicht nur die Darmfunktion an, sondern binden auch Gallensäuren und wirken dadurch cholesterinsenkend. Ballast- stoffe wirken außerdem günstig auf den Blutzuckerspiegel. Zu frischem Obst und Gemüse, die dem Organismus wichtige Schutz- stoffe zuführen, wird inzwischen

auch in Deutschland häufiger ge- griffen – auch wenn es bei vielen Verbrauchern noch nicht in der erforderlichen Menge auf dem Speiseplan steht.

Multikulturell ist am gesündesten

Jede Ernährungsgewohnheit hat durch die unterschiedlichen Vital- stoffgehalte der Speisen andere Vorteile. Essen Sie daher einfach öfter „multikulturell“! Und integrie- ren Sie das Beste aus aller Welt in die eigene Küche.

Vitalstoff-RezeptVitalstoff-Rezept

Bunter Fischtopf (für 2 Personen)

Diesmal haben wir Ihnen ein Rezept zusammengestellt, das Ihnen mit seinem Vitalstoffgehalt hilft, die erkältungsreiche Herbstzeit besser zu überstehen. Es ist außerdem reich an Ballaststoffen, so daß es sich auch für Menschen mit Verdauungs- problemen gut eignet.

Zubereitung

Den Fisch mit kaltem Wasser abspülen, mit Zitronensaft beträu- feln und ziehen lassen. Kartoffeln schälen und würfeln. Die Zwiebeln schälen, fein würfeln und in Öl andünsten. Die Kartoffeln, das geputzte und gewürfelte Gemüse hinzugeben und mit Gemüsebrühe auf- gießen. Zum Würzen Pfeffer, Salz und das Lorbeerblatt hinzugeben und den Eintopf etwa 20 Minuten köcheln lassen. Das Fisch-

filet in große Würfel schneiden und hinzuge- ben. Mit geschlossenem Deckel alles bei kleiner Hitze garen. Vorsichtig umrühren, abschmecken und mit gehackter Petersilie bestreut servieren.

ZUTATEN

 

500

g

Kartoffeln

100

g

Zwiebeln

200

g

Mohrrüben

200

g

Porree

200

g

Wirsing

300

g

Fischfilet

3

TL

(Seelachs oder Rotbarsch) Gemüsebrühe (in 750 ml Wasser gelöst)

1

Lorbeerblatt, Pfeffer, Jodsalz, Saft einer Zitrone

1

Bund Petersilie

 

2

EL

Olivenöl

N Ä HRWERTANGABEN

 

pro Portion:

Energie

470

Kcal

Protein

19 g

Fett

13 g

Kohlenhydrate

63 g

Ballaststoffe

26 g

Vitamin E

10 mg

Vitamin B1

0,5 mg

Vitamin B2

0,4 mg

Vitamin B6

1,2 mg

Niacin

6 mg

Pantothensäure

2 mg

Vitamin C

206 mg

Folsäure

125 µg

Jod

76 µg

Calcium

465 mg

Magnesium

183 mg

Leserbriefe Leserbriefe Kraut & Rüben (2/98) Igel-Liste/Vitalstoff-Rezepte Sehr geehrte Damen und Herren, ich

LeserbriefeLeserbriefe

Kraut & Rüben

(2/98) Igel-Liste/Vitalstoff-Rezepte Sehr geehrte Damen und Herren, ich möchte zu zwei Themen meine Meinung äußern:

1. Die auf Seite 9 abgedruckten

Beispiele der IGEL-Liste scheinen mir ziemlich an das berühmte Kraut-und-Rüben-Beispiel ange- lehnt. Während reisemedizinische Beratung, ästhetische Operationen, Glatzenbehandlung und andere Leistungen keine Angelegenheiten sind, für die die Versicherten- gemeinschaft zur Kasse gebeten wer- den sollte, halte ich PSA-Bestim- mung, Glaukomfrüherkennung, Horn- hautchirurgie und andere Leistungen durchaus für gesundheitlich so wichtig, daß die Solidarität der Ver- sicherten in Anspruch genommen werden kann. Ich würde es begrüßen, wenn es gelänge, eine vernünftige Lösung zu finden – statt, wie so oft, einen faulen Kompromiß zu schließen.

2. In den Vitalstoff-Rezepten auf

Seite 22 sind jeweils die Vitamine B1, B2, B6 und B12 aufgeführt, während andere Vitamine, z. B. B3, B5 (vielleicht gibt es auch B7, B8, B9 etc.?) überhaupt keine Rolle spielen. Ich möchte deshalb anregen, speziell das Thema „Die Vitamine des B- Komplexes“ einmal in Ihrer Zeit- schrift zu behandeln.

R. Hoffmann, München

Sehr geehrter Herr Hoffmann, herzlichen Dank für Ihren Kommen- tar zur IGEL-Liste. Auch wir hoffen, daß die Diskussion um die individu- ellen Gesundheitsleistungen in einen für alle tragfähigen Kompromiß mündet. In den Vitalstoff-Rezepten haben wir nur die wichtigsten bzw.

die bekanntesten Vitalstoffe (die in größerer Menge in dem Gericht ent- halten sind) aufgeführt. Selbstver- ständlich sind auch die nicht ge- nannten Vitamine B3 (Niacin) und B5 (Pantothensäure) für den Körper von Bedeutung. Die Bezeichnungen Vitamin B7, B8 und B9 gibt es aller- dings nicht. Ihre Anregung, einen Artikel über die Vitamine des B-Komplexes zu schreiben, haben wir aufgenommen.

Gefahr für Babys?

(02/98) Speichel hilft heilen Speichel hilft heilen – gilt das auch für Säuglinge? Von anderer Seite wurde mir gesagt, daß die Infek- tionsgefahr durch die im Speichel enthaltenen Bakterien für Babys zu groß sei. Stimmt das?

C. Köppen, Schenefeld

Liebe Frau Köppen, Ihre Frage kön- nen wir mit JEIN beantworten. Bei oberflächlichen Wunden (leichte Schürf- und Schnittverletzungen) kann Speichel auch bei Babys unpro- blematisch angewendet werden, da sich das Immunsystem schnell auf- baut. Sobald es sich allerdings um tiefergehende Wunden handelt, bietet sich Speichel ohnehin nicht zur Desinfektion an. Hier sollte ein Arzt konsultiert werden.

Sonnengenuß ohne Reue

(2/98)

Mein Kompliment für Ihren auf- schlußreichen Artikel übers Sonnen- baden. Endlich mal ein Bericht, der über die Gefahren aufklärt, ohne Angst zu verbreiten. Als die MEDI- COM bei uns eintraf, kamen wir

gerade mit verbranntem Rücken vom Sonnenbaden. So konnten wir Ihren Tip mit den Magermilch-Kompressen gleich ausprobieren und haben uns rasch von unserem Sonnenbrand erholt. Vielen Dank! E. Kuhn, Berlin

Dankeschön!

Über die vielen Kommentare, Anre- gungen und die zahlreichen Themenvorschläge, die täglich bei MEDICOM eingehen, freuen wir uns sehr. Auch, wenn es aufgrund der großen Anzahl von Einsen- dungen sein kann, daß Sie „Ihr“ Thema oder Ihre Fragen nicht in der nächsten Ausgabe von MEDICOM lesen können – wir bemühen uns, all Ihre Reaktionen zu beantworten. Denn schließlich verdanken wir es Ihren Leserbriefen, daß sich MEDICOM kontinuierlich weiter- entwickeln kann. Deshalb: Schreiben Sie uns weiterhin!

Hier die Anschrift der MEDICOM- Redaktion:

Medicom Pharma AG Redaktion „MEDICOM“ Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe

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Medicom Pharma AG Sedemünder 2, Altenhagen I 31832 Springe Tel. (0 50 41) 78 - 0 Fax (0 50 41) 78 - 11 69

Verlag/

Redaktion/

Gestaltung:

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Eller repro+druck

„MEDICOM“ ist eine Kundenzeitschrift der Medicom Pharma AG und erscheint viermal jährlich in einer Auflage von 300.000 Exemplaren. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers.

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