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Kursbuch Erste Hilfe Von Harald Karutz und Manfred von Buttlar Informationen zur Ausgabe Taschenbuchausgabe: 242
Kursbuch Erste Hilfe Von Harald Karutz und Manfred von Buttlar Informationen zur Ausgabe Taschenbuchausgabe: 242

Kursbuch Erste Hilfe

Von Harald Karutz und Manfred von Buttlar

Informationen zur Ausgabe

Taschenbuchausgabe: 242 Seiten Verlag: dtv Erscheinungsjahr: 2008 ISBN: 3-423-34491-3 Preis: 9,95 €

Zu den Autoren

Dr. phil. Harald Karutz, Jahrgang 1975, beschäftigt sich seit zehn Jahren mit der Ausbildung von Rettungskräften und leistet psychologische Notfallnachsorge. Als diplomierter Pädagoge leitet er zudem das Notfallpädagogische Institut Essen, eine Berufsfachschule für den Rettungsdienst. Dr. med. Manfred Buttlar, geboren 1955, hat in Mühlheim an der Ruhr seine eigene Praxis. Der Internist und Intensivmediziner ist seit 25 Jahren als Kreisverbandsarzt für das Rote Kreuz tätig und doziert am Notfallpädagogischen Institut Essen.

Darum geht es im Buch

Stabile Seitenlage, Herzmassage oder Mund-zu-Mund-Beatmung – im Notfall können diese Fertigkeiten Leben retten. Doch leider haben viele Menschen keine Ahnung von Erste Hilfe, weil die meist für den Führerschein absolvierten Kurse viele Jahre zurückliegen. Dieses Buch frischt Ihr Wissen auf und macht Sie fit für den Fall der Fälle!

Nutzwert der Infos aus dem Buch

THEORETISCH PRAKTISCH
THEORETISCH
PRAKTISCH

Anwendbarkeit/Umsetzbarkeit der Inhalte/Tipps

NIEDRIG HOCH
NIEDRIG
HOCH

Dieses Buch ist ein Erste-Hilfe-Kurs für zuhause, unabhängig von Schulungszeiten können Sie sich das für die Rettung von Leben erforderliche Wissen selbst aneignen – mehr als praktisch!

Themen, die das Buch behandelt

Themen

behandelt

behandelt

ja

nein

Schockzustände

x

 

Herzstillstand

x

 

Atemnot

x

 

Herz-Lungen-Wiederbelebung

x

 

Heimlich-Manöver

x

 

Druckverband

x

 

Das können Sie aus dem Buch lernen

Jeder Mensch kann in Not geraten. Jeder von uns ist daher nicht nur gesetzlich, sondern auch moralisch dazu verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten.

Die meisten Notfälle sind keine Unfälle oder Großereignisse wie Terrorakte oder Überschwemmungen, sondern betreffen unsere Familien oder unser näheres Umfeld – wir können dabei tatsächlich Leid lindern.

Bevor man allerdings mit den konkreten Maßnahmen beginnt, sollte man sich zunächst einen Überblick über die Situation verschaffen – blinder Aktionismus hilft dem Hilfsbedürftigen nicht weiter.

Wenn die Lage nach ersten Sofortmaßnahmen gesichert ist, muss der Notarzt gerufen werden. Dann können Sie sich weiter um das Opfer kümmern und eventuell weitere Hilfsmaßnahmen einleiten.

Je nach Art des Notfalls müssen Sie eine Herz-Massage durchführen, Körperteile unter Wasser kühlen oder den Verletzten wärmen – in jedem Fall müssen Sie den Kreislauf des Betroffenen im Auge behalten!

Vergessen Sie dabei nicht, den Menschen in Not, auch psychologisch beizustehen. Zeigen Sie Einfühlungsvermögen und stellen Sie Nähe zwischen Ihnen und dem Betroffenen her, er fühlt sich so sicherer.

Jeder Notfall ist anders, Improvisation daher unumgänglich. Dennoch werden Sie die Situation besser meistern, wenn Sie fit in Erste Hilfe sind. Am besten frischen Sie Ihr Wissen noch heute auf!

Leseprobe/Zitate

„Zur Aufgabe eines Ersthelfers gehört u.a., für die Wärmeerhaltung im Körper des Betroffenen zu sorgen. Aufgrund eines geschwächten Kreislaufs friert ein verletzter oder erkrankter Mensch leicht. Dies trifft auch bei gemäßigten oder sommerlichen Temperaturen zu und gilt umso mehr, wenn der Betroffene auf dem Boden liegt. Um weiteren Wärmeverlust zu verhindern, sollte er deshalb nach Möglichkeit auf einer Wolldecke gelagert und zugedeckt werden.“

S.

55

„Mit Dreiecktuchverbänden können Wunden an fast allen Körperregionen schnell und vor allem recht einfach abgedeckt werden, sodass sie in der Ersten Hilfe auch heute noch unverzichtbar sind. (…) Dreiecktücher haben nach DIN festgelegte Größen. Die längere Seite wird als Basis, die ihr gegenüberliegende Ecke als Spitze und die beiden anderen Ecken werden als Enden bezeichnet.“

S.

139

„Die Vorsorgemaßnahmen im eigenen Haushalt sollten nicht nur auf alltägliche Notfallsituationen, sondern auch auf größere Schadensereignisse wie z. B. Hochwasserkatastrophen, Terrorakte, Chemieunfälle oder Großbrände abgestimmt sein. (…) Wenngleich der Staat bzw. die einzelnen Länder und Gemeinden für solche Notlagen ein gemeinsames, umfassende und gut funktionierendes Hilfeleistungssystem aufgebaut haben, kann auf die Mitwirkung des Einzelnen nicht verzichtet werden.“

S.

211

Rezension

Menschen, die akut erkranken oder einen Unfall haben, sind ihrer Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Bis der Rettungswagen des örtlichen Krankenhauses eintrifft, können Ersthelfer viel dafür tun, dass der Betroffene schnell wieder auf die Beine kommt – entsprechend kann mangelhafte Erstversorgung aber auch dazu führen, dass der Patient irreversible Schäden davon trägt.

Hand aufs Herz – könnten Sie helfen, wenn in der Schlange an der Supermarktkasse plötzlich Ihr Vordermann kollabiert? Wüssten Sie, was zu tun ist, wenn ein Kind im Schwimmbad gerade vor dem Ertrinken gerettet wurde und unbedingt beatmet werden muss? Wie würden Sie sich verhalten, wenn Ihr Nachbar sich im Garten mit seiner Motorsäge versehentlich einen Finger oder gar den Arm abschneidet? Sollten Sie diese Fragen nicht sofort beantworten können, müssen Sie dringend Ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auffrischen. Sicher möchten Sie doch einem Menschen in Not helfen können und erwarten von Ihren Mitmenschen umgekehrt Hilfe, wenn Sie in Not geraten.

Die Autoren Harald Karutz und Manfred von Buttlar haben sich in ihrem „Kursbuch Erste Hilfe“ daran gemacht, die wichtigsten Informationen zum Thema zu sammeln. Sie betonen zunächst, dass es bei der Leistung von Erster Hilfe nicht darum geht, den Betroffenen zu heilen, sondern vielmehr darum, das Schlimmste zu verhindern, also eine drohende oder bestehende Gefahr abzuwenden und einer Verschlimmerung der Situation vorzubeugen. Sie sollten daher keine Angst haben, das Falsche zu tun – das Risiko dem Hilfsbedürftigen zu schaden, ist zum Glück relativ gering. Es ist prinzipiell besser zu handeln als einfach abzuwarten. Allerdings sollten Sie einen ruhigen Kopf bewahren – das Motto lautet: Erkennen – Überlegen – Handeln (siehe Mindmap A)!

Lassen Sie sich in Ihren Handlungen von der erkennbaren Symptomatik leiten. Übergibt sich der Betroffene, leidet er unter Schwindel oder Engegefühlen im Brustkorb oder hat er gar schwere Angstzustände? All diese Symptome weisen auf bestimmte Erkrankungen hin und Sie können dementsprechend die richtigen Sofortmaßnahmen einleiten. Die Autoren haben Erkennungsmerkmale der häufigsten Erkrankungen und Unfälle zusammengestellt und präsentieren dazu stets die passenden Notfallmaßnahmen. Alles ist anschaulich bebildert, so dass die Ausführungen gut im Gedächtnis bleiben (siehe Mindmap B). Hier ein Beispiel: Sie sitzen mit Ihren Großeltern beim Mittagessen, als Ihr Großvater plötzlich über heftige Schmerzen in der Brust klagt. Wenig später bekommt er kaum noch Luft, ihm ist übel und sein Gesicht läuft blau an. Da Sie das „Kursbuch Erste Hilfe“ gelesen haben, wissen Sie, dass Ihr Großvater wahrscheinlich gerade einen Herzinfarkt hatte. Sie rufen also den Notarzt, bringen Ihren Opa in eine Sitzhaltung, die ihm die Atmung vereinfacht und decken ihn mit einer Decke zu. Außerdem kontrollieren Sie regelmäßig Puls und Atmung und unterhalten sich mit ihm, damit er

nicht panisch wird. Bald dürfte dann auch schon der Notarzt auftauchen und ihren Opa mit ins Krankenhaus nehmen, wo er sich dank Ihrer Geistesgegenwart schnell von diesem Ereignis erholen dürfte. Zugegeben, nicht jede Episode wird so glimpflich ausgehen, doch wenn Sie die Ausführungen des Autorenteams gründlich durcharbeiten, dürften Sie für viele Notfälle gewappnet sein.

Eines allerdings ist noch anzufügen. Unfälle lassen sich durchaus vermeiden und auch medizinische Notfälle müssen nicht aus heiterem Himmel über einen herein brechen. Die Autoren betonen, dass sich in Bezug auf Unfall- und Notfallprävention einiges tun lässt, schließlich ist es immer besser vorzusorgen, statt dann heilen zu müssen. Egal ob beim Sport, bei der Arbeit oder im Straßenverkehr. Wenn Sie gängige Regeln beachten und stets aufmerksam und rücksichtsvoll handeln, können Sie viel Unheil verhindern. Und auch Ihre Gesundheit können Sie positiv beeinflussen, indem Sie auf Ihre Ernährung achten, sich genügend bewegen und regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen (siehe Mindmap C).

Die Autoren haben mit ihrem „Kursbuch“ ein wahres Erste-Hilfe-Lexikon verfasst, das wohl alle „alltäglichen“ Unfälle, aber auch eher unwahrscheinliche Eventualitäten abdeckt. Wer keine Ahnung von Erste Hilfe hat, wird nach der Lektüre mit Sicherheit ein echter Spezialist sein, nicht zuletzt auch aufgrund der vielen farbigen Abbildungen und Schaubildern, die den Lerneffekt noch zusätzlich erhöhen. Und dennoch – das aber nur am Rande – schadet es sicher nicht, zusätzlich noch einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, bei dem das Gelesene zu Übungszwecken zumindest teilweise auch in die Praxis umgesetzt wird.

Fazit: Äußerst praktisches und detailliertes Handbuch, das in keinem Haushalt fehlen sollte!

Das Mindmap zu „Kursbuch Erste Hilfe“

Themenschwerpunkte im Überblick:

Wissen kann Leben retten!

A B Verhalten im Notfall Konkrete Maßnahmen Kursbuch Erste Hilfe C Prävention von Notfällen
A
B
Verhalten im Notfall
Konkrete Maßnahmen
Kursbuch
Erste Hilfe
C
Prävention von
Notfällen
Im Folgenden wird erklärt, wie man sich verhalten sollte, wenn man einem Menschen in Not

Im Folgenden wird erklärt, wie man sich verhalten sollte, wenn man einem Menschen in Not helfen muss. Im Anschluss daran werden konkrete Maßnahmen zur Lebensrettung dargestellt, bevor zum Schluss noch einige Tipps gegeben

werden, wie sich Unfälle und Notsituationen vermeiden lassen.

dargestellt, bevor zum Schluss noch einige Tipps gegeben werden, wie sich Unfälle und Notsituationen vermeiden lassen.

Das Mindmap zu „Kursbuch Erste Hilfe“

Themenschwerpunkte im Detail:

Behalten Sie einen ruhigen Kopf!

A – Verhalten im Notfall

Allgemeines: • Von einer Notsituation spricht man dann, wenn ein Mensch in eine Lage gerät,
Allgemeines:
• Von einer Notsituation spricht man dann, wenn ein Mensch in eine Lage gerät, in der er
sich selbst nicht mehr helfen kann. Er ist auf andere angewiesen, seine Gesundheit ist
akut bedroht.
• Notfälle treten unerwartet und unvorhersehbar auf. Sie sind zu unterschiedlich, als dass
man sie zu Trainingszwecken wirklich üben könnte.
• Die regelmäßige Teilnahme an Erste-Hilfe-Kursen, etwa im Abstand von zwei Jahren,
verleiht Ihnen aber dennoch eine gewisse Handlungskompetenz. Sie können so im
Notfall sicher und schnell helfen.
• Jeder Mensch ist ethisch und sozial dazu verpflichtet, Erste Hilfe zu leisten. Nach
Paragraph 323c des Strafgesetzbuchs ist unterlassene Hilfeleistung sogar strafbar.

Verhalten im Notfall

Situation einschätzen:

Damit Sie einem Menschen helfen können, müssen Sie zunächst erkennen, dass dieser in Not ist. Sodann müssen Sie sich einen Überblick über die Situation verschaffen: Was ist passiert? Welche Verletzung liegt vor?

Denken Sie dann einige Sekunden darüber nach, wie Sie weiter vorgehen wollen. Welche Gefahr droht dem Betroffenen? Besteht für Sie selbst auch Gefahr?

Wenn dies alles geklärt ist, können Sie handeln und mit lebensrettenden Handlungen beginnen. Haben Sie Selbstvertrauen und Mut! Jeder Mensch kann, wenn es ihm Physis und Psyche erlauben, Hilfe leisten!

Die optimale Rettungskette besteht aus Sofortmaßnahmen, Notruf, weiteren Erste-Hilfe-Maßnahmen, Rettungsdienst und Krankenhaus. Der Erfolg hängt stark von den ersten drei Schritten ab.

Der Notruf:

In der Bundesrepublik gilt die einheitlich festgelegte Notrufnummer 110, sie ist vorrangig geschaltet und auch bei Stromausfall erreichbar. In einigen Bundesländern lässt sich der Rettungsdienst zusätzlich unter der Nummer 19222 kontaktieren.

Damit der Rettungsdienst schnell helfen kann, müssen Sie beim Notruf einige Angaben machen – je vollständiger, desto besser.

Es gilt das W-Schema: Wo ist es passiert? Was ist passiert? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Symptome liegen vor? Wenn Sie Ihre Angaben gemacht haben, legen Sie nicht sofort auf, sondern warten Sie auf eventuelle Rückfragen.

Stellen Sie im Anschluss an den Anruf sicher, dass die Sanitäter den Notfallort auch finden. Liegt dieser versteckt, empfiehlt es sich, auf die Rettungskräfte zu warten und diese einzuweisen.

Sind die Sanitäter da, sollten Sie noch vor Ort bleiben – eventuell gibt es Fragen!

Das Mindmap zu „Kursbuch Erste Hilfe“

Themenschwerpunkte im Detail:

Im Notfall muss es schnell gehen!

B – Konkrete Maßnahmen

Erste Hilfe für die Psyche:

Der Mensch besteht nicht nur aus Organen, Knochen und Muskeln, er ist mehr als die Summer seiner Teile.

Die medizinische Hilfe sollte daher im Idealfall auch durch psychische Betreuung ergänzt werden.

Der Mensch in Not hat Angst. Er sorgt sich um sein Leben und vielleicht ist auch sein Schamgefühl verletzt, weil er sich eingenässt hat. Er ist verzweifelt, weil er die Notsituation nicht unter Kontrolle hat.

Als Ersthelfer sollten Sie also versuchen, dem Opfer emotional beizustehen. Nehmen Sie Blickkontakt auf, stellen Sie sich vor und sprechen Sie mit ihm. Nutzen Sie aber auch die Möglichkeit nonverbaler Kommunikation. Drücken Sie etwa seine Hand, streicheln Sie seine Schulter und schützen Sie ihn mit Ihrem Körper vor neugierigen Blicken. Kurz: Lassen Sie ihn nicht allein!

Konkrete Maßnahmen

Richtige Lagerung des Betroffenen:

Prinzipiell gilt, dass das Notfallopfer in die stabile Seitenlage zu bringen ist. Sie verhindert, dass sie Atmung blockiert und sichert die Position des Verletzten.

Daneben gibt es verschiedene Arten der Lagerung, wenn klar ist, was dem Opfer fehlt. Bei venösem Gefäßverschluss etwa muss das entsprechende Körperteil hochgelagert werden. Geraten Schwangere in Not dreht man sie in die Linksseitenlage, bei Atemnot und akuten Herzerkrankungen ist eine Sitzhaltung, die das Atmen erleichtert, die beste Lösung.

Bei Verletzungen der Wirbelsäule darf der Ersthelfer die Lage des Patienten keinesfalls verändern, außer er ist bewusstlos. In diesem Fall ist die stabile Seitenlage herzustellen, auch wenn dadurch eine Lähmung riskiert wird.

Was tun? • Hat eine Person einen Krampfanfall, sorgen Sie dafür, dass sich der Kranke
Was tun?
• Hat eine Person einen Krampfanfall, sorgen Sie dafür, dass sich der Kranke nicht noch
zusätzlich verletzt – unterpolstern Sie vor allem seinen Kopf, halten Sie den Betroffenen
aber keinesfalls fest. Nach dem Anfall bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage und
schirmen ihn vor Reizen aller Art ab. Kontrollieren Sie Atmung, Bewusstsein und Kreislauf.
• Hyperventiliert jemand, müssen Sie versuchen, ihn zu beruhigen und zu flacher Atmung zu
animieren. Sie können ihm auch in eine Tüte vor das Gesicht halten und ihn seine
Ausatemluft einatmen lassen, meist ist diese Maßnahme ausreichend.
• Hat jemand einen Herzinfarkt, beruhigen Sie den Betroffenen, bringen Sie ihn in eine
Sitzhaltung und lockern Sie einengende Kleidung. Sollte das Opfer einen Herzstillstand
erleiden, müssen Sie eine Herz-Lungen-Wiederbelebung starten.
• Wenn sich jemand verbrennt, sollten Sie die Stelle unter kaltem Wasser kühlen und dann
keimfrei abdecken. Achten Sie auf Bewusstsein und Kreislauf des Verletzten und bringen
Sie ihn eventuell in eine Schocklage. Halten Sie ihn warm und beruhigen Sie ihn!

In jedem Fall müssen Sie nach der Erstversorgung einen Notruf abgeben!

Das Mindmap zu „Kursbuch Erste Hilfe“

Themenschwerpunkte im Detail:

Vorsorge ist das A und O!

C – Prävention von Notlagen

Gesund bleiben:

Sie können einiges dafür tun, damit Sie nicht in medizinische Notfallsituationen geraten, schließlich resultieren diese meist nicht aus Unfällen, sondern aus bestehenden Krankheiten.

Sie sollten Übergewicht vermeiden, denn dieses begünstigt viele Krankheiten wie Leber-, Nieren-, Stoffwechsel- und Herz- Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes und Bluthochdruck. Achten Sie daher auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung und treiben Sie Sport.

Schlafen Sie ausreichend und achten Sie auf eine gesunde Balance zwischen Anspannung und Entspannung.

Gehen Sie regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen und beachten Sie die im Alltag übliche Hygieneregeln.

Beim Sport:

Die meisten Verletzungen beim Sport betreffen den Bewegungsapparat. Ungünstige Rahmenbedingungen sind oft die Ursache.

Vor dem Trainingsbeginn sollten Sie im Zweifel einen Arzt kontaktieren.

Wärmen Sie sich ausreichend auf und beenden Sie Ihr Training, wenn Sie erschöpft sind. Hüten Sie sich vor Selbstüberschätzung!

Verhalten Sie sich fair gegenüber anderen Sportlern und beachten Sie Hallen-/Sportplatzregeln.

Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und informieren Sie sich über mögliche Gefahren wie Strudel in Seen und Wind am Meer.

Prävention von Notlagen

Im Straßenverkehr: • Viele Unfälle kommen hier durch überhöhte Geschwindigkeit, zu geringen Sicherheitsabstand
Im Straßenverkehr:
• Viele Unfälle kommen hier durch überhöhte Geschwindigkeit, zu geringen
Sicherheitsabstand oder schlechte Witterungsverhältnisse zustande. Das größte Risiko,
in einen Unfall verwickelt zu werden, haben Kinder. 2005 wurde in Deutschland alle 14
Minuten ein Kind im Straßenverkehr verletzt.
• Wenn Sie am Verkehr teilnehmen, müssen Sie sich nach Paragraph eins der
Straßenverkehrsordnung um ständige Rücksicht und Vorsicht bemühen. Das beinhaltet
auch, dass Sie Ihr Fahrzeug verkehrssicher halten, Gebote und Verbote beachten und
sich den Witterungsverhältnissen anpassen.
• Es gibt noch einige weitere vorbeugende Maßnahmen, die im Fall der Fälle Leben retten
können: Legen Sie stets den Sicherheitsgurt an! Transportieren Sie im Innenraum des
Fahrzeugs ungesichert keine scharfkantigen und großen Gegenstände! Transportieren
Sie Kinder nur auf entsprechenden Kindersitzen und lassen Sie sich während der Fahrt
nicht von Telefonaten, Straßenkarten oder durch Rauchen und Trinken ablenken.
Versuchen Sie Kindern stets ein Vorbild zu sein!
Sicher lässt sich nicht jeder Unfall vermeiden, doch mit etwas mehr Aufmerksamkeit

Sicher lässt sich nicht jeder Unfall vermeiden, doch mit etwas mehr Aufmerksamkeit

können wir uns und unseren Mitmenschen viel Leid ersparen!

jeder Unfall vermeiden, doch mit etwas mehr Aufmerksamkeit können wir uns und unseren Mitmenschen viel Leid

Frage & Antwort

Frage: Mein Kind steckt sich leider oft irgendwelche Gegenstände in die Nase. Erst letzte Woche waren wir wieder in der Notaufnahme, weil ich nicht wusste, was ich tun sollte… Antwort: Prinzipiell ist es nie falsch, in einer solchen Situation einen Arzt zu kontaktieren. Das nächste Mal können Sie aber versuchen, ob sich der Gegenstand durch starkes Schnäuzen aus der Nase holen lässt. Falls nicht, müssen Sie zum Arzt, denn ein Hantieren mit Pinzette oder anderen Gerätschaften macht die Sache nur noch schlimmer!

Frage: Ich bin Köchin in einer Großküche. Letzte Woche hat sich meine Kollegin in den Finger geschnitten und zwar so tief, dass sie einen Schock erlitten hat. Ein Kollege wusste, was zu tun ist, aber ich stand nur da. So etwas möchte ich nicht noch einmal erleben müssen! Antwort: Am besten Sie besuchen gleich einen Erste-Hilfe-Kurs – die „Johanniter“ oder das „Rote Kreuz“ bieten beinahe in jeder Stadt Kurse an. Falls Ihnen die Zeit fehlt, kaufen Sie sich das „Kursbuch Erste Hilfe“, dort werden eventuelle Notfälle ausführlich besprochen.

Frage: Ich habe gehört, dass man einen Menschen, der Gift geschluckt hat, unbedingt zum Erbrechen bewegen soll. Stimmt das? Antwort: Pauschal lässt sich das nicht sagen, es gibt Substanzen, die noch mehr Schaden anrichten, wenn Sie die Speiseröhre erneut passieren. Auch das Verabreichen von Milch oder medizinischer Kohle ist wenig ratsam. Am besten Sie bringen die betroffene Person in körperliche Ruhiglage und tätigen einen Notruf. Reste des Gifts sollten Sie den Rettungshelfern geben, damit diese entsprechende Gegenmittel verabreichen können.

Literaturhinweise

Peter Avelini u. a., Lexikon der Krankheiten und Untersuchungen, Thieme 2008, ISBN: 3131429623.

Karola Scheffer, Selbstbehandlung mit Homöopathie, Droemer & Knaur 2006, ISBN: 3426642166, Hier geht’s zum ShortBook!

Nicole Schaenzler, Medizinische Fachbegriffe: Ärztelatein verstehen, Gräfe & Unzer 2007, ISBN: 3774272050.

Moritz Thanner, Im Notfall: Schnelle Hilfe für Ihr Kind: Sofort-Maßnahmen für Eltern, Oberstebrink/Eltern-Bibliothek 2001, ISBN: 3934333052.

Thomas Deichmann, Das Wichtigste über Mensch und Gesundheit, dtv 2006, ISBN: 3423343621, Hier geht’s zum ShortBook!

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