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2009 17:09 Uhr Seite 18

hamburg

Kusshemmungen
Nur die Hälfte der jungen Schwulen küsst in der Öffentlichkeit. Die anderen fürchten
die Reaktionen ihrer Mitmenschen – zu Recht, wie eine aktuelle Studie zeigt

43%
Junge Schwule haben Hemmungen, sich auf offe- vokant.“ Provokant ist es für den Hamburger Stu- der jungen Schwulen (bis 26 Jah-
ner Straße zu küssen. Nur jeder Zweite wagt es, zärt- denten dann, „wenn Leute in der Nähe sind, denen re) küssen sich grundsätzlich nicht
lich zu sein. Die andere Hälfte verzichtet. Das ergab man schon aus 100 Metern anssieht, dass sie damit in der Öffentlichkeit
eine Umfrage des Jugendportals DBNA. Ein Grund ein Problem haben könnten – unterschichtige Bürger
für diese Zurückhaltung: Viele der Betroffenen haben zum Beispiel.“

16 %
derjenigen, die sich das trauen, ha-
ihr Coming-out noch vor sich. Ein Kuss wäre eine Of- Sogar am Flottbeker Christianeum sind schwule
ben dabei ein schlechtes Gefühl.
fenbarung. Dazu kommt ein Problem, das auch nach Küsse problematisch. „In der Schule wird ein ziemli-
Sie würden gerne öfter küssen
dem Coming-out bleibt: Nicht alle Passanten reagie- ches Macho-Gehabe verbreitet“, erinnert sich Lucia-
ren teilnahmslos. Noch immer ziehen schwule Küsse no (19), „Homosexualität hat da keinen Platz.“ Seit er
Blicke auf sich, rufen Kommentare hervor. Wie groß studiert, fühlt er sich wohler. Er hofft, bald einen

11 %
haben kein Verständnis für öffent-
die Vorbehalte sind, belegt eine Studie, die im No- Freund zu finden – auch, um anderen seine neu ge- liche Intimitäten wie etwa Küsse –
vember veröffentlicht wurde (siehe rechts). wonnene Freiheit zu demonstrieren. „Inzwischen egal ob homo oder hetero
Auch Peter, setzt sich Grenzen, obwohl er derzeit habe ich eine Anti-Haltung entwickelt. Insofern wär‘s
keinen Freund hat. „Wenn die Situation es zulässt, geil, wenn ich ihn vor dem konservativen Haufen
würde ich schon küssen. Aber bestimmt nicht pro- meiner ehemaligen Mitschüler küssen könnte.“ PE www.dbna.de/lieben/verliebtsein

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Foto: Stephan Pflug; Models: Jens und Martin

Ekelgrad sinkt
Eine Langzeitstudie zeigt: Ein Viertel der Bevölkerung findet
schwule Küsse ekelhaft. Aber die Deutschen werden gelassener

✓ Seit 2002 erforscht ein Team um den Bielefelder Soziologen Wilhelm Heitmeyer „Deut-
sche Zustände“. Jedes Jahr befragen die Wissenschaftler 2 000 Personen, um zu erfah-
ren, wie diese über bestimmte Menschengruppen denken. Abgefragt wird unter ande-
rem die Meinung über Juden, Muslime, Obdachlose und Homos.

✓ So sollen die Befragten auch zu der folgenden Aussage Stellung beziehen: „Es ist ekelhaft,
wenn Homosexuelle sich in der Öffentlichkeit küssen.“ Immerhin 27,6 Prozent beantwor-
teten diese Frage mit ja. 2005 waren es aber noch satte 34,8 Prozent. Auch die Ablehnung
der Homo-Ehe ließ nach: von 40,5 Prozent (2005) auf nur noch 29,4 Prozent.

✓ Dennoch sprach Heitmeyer bei der Vorstellung der aktuellen Anfang Dezember 2009
von einer „negativen Trendwende“ zu Lasten von Juden und Homos. Eine mögliche Erklä-
rung: beide Gruppen gelten den Befragten als besonders erfolgreich („statushoch“ nen-
nen das die Wissenschaftler) und deshalb als Krisenprofiteure.

✓ Im Vergleich mit acht europäischen Ländern liegt Deutschland im Mittelmaß der Vorur-
teile. Die höchste Zustimmung zu Vorurteilen wurde in Polen und Ungarn gemessen.

www.uni-bielefeld.de/ikg
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hamburg

Die
Bilanz
Die Nullrunde ist vorbei, nun kommen die so genannten Zehner-Jahre. War 2009
ein gutes oder ein schlechtes Jahr? hinnerk zieht Bilanz aus schwuler Sicht: mehr
Geld für Homoprojekte, aber auch mehr Gewalt. Und eine Wahl, aus der zwei
Duellanten gleichzeitig als Sieger und Verlierer hervorgingen. Von Stefan Mielchen

Schlapper 3er
Grundgesetz: Hamburg scheitert im Bundesrat

„Flotter 3er fürs Grundgesetz“ hieß das Hamburger Motto im Som-


mer 2009: Es zielte auf eine Erweiterung des Gleichheitsgrundsatzes
in Artikel 3 der Verfassung um die sexuelle Identität. Ex-Justizministe-
rin Brigitte Zypries warb vor Ort für die Verfassungsänderung. Ham-
burgs Erster Bürgermeister Ole von Beust hatte noch während der Pa-
rade angekündigt, sich für das CSD-Anliegen verwenden zu wollen. Ge-
meinsam mit seinen Kollegen aus den beiden anderen Stadtstaaten
Berlin und Bremen startete der Christdemokrat eine Bundesratsinitia-
tive – und scheiterte. Die Unionsmehrheit der Länderkammer stellte sich
gegen von Beust und lehnte den Antrag ab, obwohl der Rechtsaus-
schuss des Bundesrates sowie der Ausschuss für Frauen und Jugend
zuvor empfohlen hatten, den Gesetzentwurf in den Deutschen Bundes-
tag einzubringen. Artikel 3 bleibt weiterhin unangetastet.

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Gut gekämpft
HIV-Schwerpunktärzte sichern ihre Existenz
„Die Schwerpunktärzte haben richtig
gut gekämpft – und es hat sich ge-
lohnt!“ Enno Burmester vom Infekti-
onsmedizinischen Centrum Hamburg
(ICH) ist froh: Die Zukunft der HIV-
Schwerpunktpraxen ist gesichert. An-
fang 2009 war das offen: Die Kran-
kenkassen hatten die Verträge gekün-
digt, die den Ärzten die notwendige
Sondervergütung für die aufwändige
Therapie der Aidspatienten sicherten.
Damit drohte ein Versorgungsnotstand
und den Ärzten die Existenzkrise. Die
Mediziner wehrten sich erfolgreich.
Zum 1. Juli wurde eine neue Vereinba-
rung geschlossen. Die Ärzte atmeten
auf – und mit ihnen die Patienten.

Toleranz
Wieviel Fetisch beim CSD?

Viel Lärm um – nichts? Der Auftritt der


(heretosexuellen) Fetischfreunde des
Vereins Schlagwerk war der eigentli-
che Aufreger des diesjährigen Chris-
topher Street Day: „Muss das sein?“
fragten sich viele Besucher angesichts
der zur Schau getragenen Lack-, Le-
der- und Gummibekleidungen. Damit
erreichte die Parade eine Toleranzde-
batte, die anschließend auch auf der
hinnerk-Leserbriefseite ausgetragen wurde: Wie viel Lebensart darf gezeigt werden, wie viel Pro-
vokation ist erlaubt? Die Reaktionen gingen weder an Hamburg Pride noch am Schlagwerk spur-
los vorbei: In gemeinsamen Gesprächen versuchen beide Seiten nun, für 2010 eine Lösung zu
finden, die allen Ansprüchen gerecht wird. Ob das klappt, bleibt spannend. Unter welchem Motto
die Parade am 7. August durch die City ziehen wird, steht hingegen fest. Im Jubiläumsjahr 2010
heißt es: „30 Jahre CSD Hamburg – gleiche Rechte statt Blumen“.
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hamburg

Mehr Geld
Homoprojekte stärker gefördert

CDU und GAL verabschiedeten im März ihren


ersten gemeinsamen Haushalt. Fast 200 000
Euro flossen zusätzlich in Projekte von Lesben
und Schwulen. Den größten Batzen im Homo-
Etat erhielt der schwule Infoladen Hein & Fiete.
57 000 Euro stellt die Koalition für eine zusätzliche
Streetworkerstelle zur Verfügung. „Wir haben einen Kol-
legen mit einer Dreiviertel-Stelle eingestellt, mit dem
Rest finanzieren wir die HIV-Testberatung“, freut sich
Projektleiter Marc Grenz. Auch für eine Syphiliskampag-
ne habe die Gesundheitsbehörde in diesem Jahr un-
bürokratisch zusätzliches Geld bereitgestellt.
Auf Frauenseite sah die Bilanz weit nüchterner aus: Lesbische
Projekte werden nicht ansatzweise so hoch gefördert wie schwule.
Immerhin konnten die Lesbisch Schwulen Filmtage dank einer Fi-
nanzspritze aus dem Rathaus erstmals einen mit 5 000 Euro do-
tierten Preis verleihen.
Für ein schwules Jugendzentrum wurde bislang kein Geld in den
Etat eingestellt. Angesichts der dramatischen Hamburger Finanz-
krise könnte es noch dem Rotstift geopfert werden.

Mit Gewalt
Ein Überfall am Hansaplatz alarmiert
die Szene. Er steht für wachsende
Aggressionen in der Stadt

War 2009 ein besonders gewalttätiges Jahr? Belastbare sta-


tistische Zahlen liegen noch nicht vor, doch dass die Zahl der
gewalttätigen Übergriffe in Hamburg generell steigt, ist be-
kannt. Die Politik reagierte erwartbar: Um Stärke zu demons-
trieren, hat die schwarz-grüne Rathauskoalition allerlei Ver-
bote erlassen: Waffen sind auf dem Kiez und rund um den
Hansaplatz zu bestimmten Zeiten verboten.
Bei einer medienwirksamen Kontrollaktion rund um die
Reeperbahn zeigte sich im März, dass dies nicht ohne Grund
geschah – die Zahl sichergestellter Waffen war beträchtlich. Da
Gewalt sich unter Alkoholeinfluss verstärkt und abgebrochene
Flaschenhälse als Tatwaffen beliebt und gefährlich sind, wurde
auch gleich noch ein Glasflaschenverbot hinterher geschoben.
Das Trinken kann Schwarz-Grün den Bürgern allerdings noch
nicht verbieten.
Besondere Aufmerksamkeit erregte in der Szene der Über-
fall auf einen 27-jährigen heterosexuellen Gaststudenten am
Hansaplatz. Er war nachts von vier jugendlichen schwulen-
feindlich angepöbelt und anschließend brutal zusammenge-
schlagen worden. Ein Täter stellte sich nach der Öffentlich-
keitsfahndung. „Er hat uns aber seine Mittäter nicht verra-
ten“ bilanziert Polizeisprecherin Ulrike Sweden. „Das war ein
jugendtypisches Delikt“, sagt sie, schließt aber einen tatsäch-
lich homophoben Hintergrund nach wie vor aus: „Diese Kids
sagen auch zu kleinen Mädchen: ‚Du Schwule’“.

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Absteiger
Johannes Kahrs war zugleich Verlierer und Sieger
Aufsteiger
Farid Müller war zugleich Sieger und Verlierer des
des Duells um den Bundestagswahlkreis Hamburg- Duells um den Bundestagswahlkampf im Hamburg
Mitte. Gegen seinen Konkurrenten Farid Müller von Mitte. Gegen Johannes Kahrs von der SPD holte der
der GAL holte der umstrittene Sozialdemokrat am Bürgerschaftsabgeordnete ein ordentliches Ergebnis:
27. September sein bisher schlechtestes Ergebnis: Mit 16,5 Prozent der Erststimmen. So gut war außer Kris-
15 Prozentpunkten Minus verlor er so viele Stimmen ta Sager noch kein anderer GALier vor ihm. Seine
wie kein anderer Genosse in Hamburg. Seine Bühne Bühne bleibt dennoch die Bürgerschaft in Hamburg.
bleibt dennoch der Bundestag, denn Kahrs vertei- Und hier eckte er zuletzt heftig an: Gentrifizierungs-
digte seinen Wahlkreis trotz Verlust. Die geschrumpfte gegnern hielt er „bornierten Kultursozialismus“ vor.
SPD-Fraktion ernannte ihn erneut zum Sprecher für Dafür watschte ihn sein Fraktionsvorsitzender Jens
die Gleichstellung von Lesben und Schwulen. Kerstan öffentlich ab.

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hamburg

2010 – auf was kannst du


getrost verzichten?

Thomas (22), Eventmanager: Auf


Castingshows. Die sind endgültig aus-
gelutscht, immer das Gleiche.

Frank (32), Rechtsanwalt: Im vergan-


genen Jahr hätte ich gut auf den ver-
meintlichen Wahlkampf verzichten kön-
Julian (24), Kellner: Auf die Wohnungssuche. Nach einem halben Jahr habe ich nen. Ob wir bei der NRW-Wahl die neue
zum Glück eine gefunden. SPD erleben?

Fotos: Stepfan Pflug

Melvin (32), Kaufmann im Gesund- Gregor (29), Musicaldarsteller: Auf Stefan (39), Barbesitzer: Auf den ewig John (45), Unternehmensberater:
heitswesen: Auf unsere neue Regie- Ausländerfeindlichkeit. Ich helfe oft im gleichen Trott im Hamburger Nachtle- Auf Politiker. Gerade gewählt und wie-
rung und ihre leeren Versprechungen. Geschäft meiner Mutter aus. Dort wird ben. Gerade in St. Georg würde ich mir der nur Debatten. Nun will ich sehen,
sehr viel geschimpft. ein paar neue Läden wünschen. dass die neue Regierung was draufhat.

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Neujahrsempfang Politgezicke Spendenmarathon


Es hat Tradition, dass zum Jahresbeginn die Hambur- Im Frühjahr hatte die schwarz-grüne Koalition die 12 134,35 Euro Spenden für Menschen mit HIV und
ger Szene an Farid Müller vorbei defiliert: Die GAL- Gleichstellung von verpartnerten Beamtinnen und Aids wurden von der Paten-Aktion im November ge-
Bürgerschaftsfraktion lädt am 15. Januar ab 19 Uhr Beamten im Landesrecht beschlossen. Die GAL wirft sammelt. Das Geld fließt in das Projekt „Auszeit
zum Neujahrsempfang in den Großen Festsaal des der SPD nun eine Verzögerung der Gesetzentwürfe 2010“ der Hamburger Aidsseelsorge. „Das ist zwar
Rathauses. Gastredner des Abends ist Cem Özde- um mindestens einen Monat vor, da sie eine zusätz- weniger als im vergangenen Jahr“, bilanziert Initia-
mir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grü- liche Expertenanhörung durchgesetzt habe. „Für die tor Micco Dotzauer (links). „Aber ich bin trotzdem
nen. Ab 20 Uhr legt DJ Sunshine zur Unterhaltung Verpartnerten ist diese weitere Verzögerung ärger- hochzufrieden mit dem Ergebnis“. Privatleute, Gas-
auf. Auch in diesem Jahr wird die LovePatrol von lich und nicht nachvollziehbar“, so Farid Müller. Kon- tronomen, Geschäfte und Partyveranstalter hatten
Hein&Fiete den Service bestreiten. Anmeldung: Britta ter von SPD-Frau Gabi Dobusch: Die Anhörung sei sich seit dem 1. November an der Spendenaktion be-
Plaeschke, GAL-Bürgerschaftsfraktion, ✆ 42831 - 1397 von Gewerkschaften gewünscht gewesen – und dem teiligt. Der Leiter der Aidsseelsorge, Pastor Detlef
oder info@gal-fraktion.de. hätten auch CDU und GAL zugestimmt. Gause (rechts), nahm die Spende entgegen.

„Wir machen Stars“


Großer Travestie-Nachwuchswettbewerb
Sonntag, 31.01.2010
Die große Chance für alle Nachwuchs-Artisten und gestandenen Travestiekünstler,
die sich in Europas bekanntestem Travestie-Cabaret mit ihrer Show vorstellen möchten.
Wir freuen uns auf Darbietungen aller Art: Playback, Parodien, Live-Gesang, Revue, Comic, Striptease (natürlich auch ManStrip)
Schriftliche Bewerbungen ab sofort an: Pulverfass Cabaret zu Händen von Bernd Gabriel · Reeperbahn 147 · 20359 Hamburg

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hamburg

In Dulsberg haben Nicolas und Sven


ihre ideale Eigentumswohnung ge-
funden – Altbau mit Aussicht, aber fi-
nanzierbar. „Fast zwei Jahre hatten
wir Dauerbaustelle“, erzählt Nicolas.
Nahezu jede freie Stunde waren sie
damit beschäftigt, ihre Wohnung zu
renovieren. Im kommenden Sommer
wollen sie ihr Flachdach zur Terrasse
ausbauen. So ist oft nur Zeit für einen
kleinen Imbiss im Dithmarscher Grill.
„Es ist nicht die gesündeste Küche“,
gesteht Nicolas, „aber es schmeckt!“
Mittags drängeln sich die Handwerker
im Grill (Eigenwerbung: „Iss was!“),
werden von den Kellnern mit Vorna-
men begrüßt. Hier haben die beiden
Engelradler entdeckt, ein Alsterwas-
ser aus Crailsheim. Es erinnert die bei-
den an ihren letzten Urlaub in Franken.
„Bevor wir nach Gran Canaria fliegen,
machen wir lieber eine Deutschland-
Fotos: Stepfan Pflug

Tour“, sagt Condor-Purser Nicolas. „Es


gibt so schöne Ecken hier!“

Dithmarscher Grill,
Dithmarscher Str. 49, tägl. 11-22 Uhr

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rie

hinnerk-Leser stellen ihren Stadtteil vor: Nicolas (30) und sein Freund Sven
(27) richten sich in einem der wenigen Gründerzeithäuser Dulsbergs ein
Se

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nerk

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Klinkerlitzchen 50.'03%]+0)/7"37"504].0/$-&3("..&#-&6
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Nicolas schätzt die nüchterne Klinkerarchitektur des legendären Stadt- 536&3&-*(*0/]13"%"41035]:]450/&*4-"/%
baudirektors Fritz Schumacher. „Ich bin ja ein bisschen spießig und mag 4&7&/]%*033&4035](6$$*]13"%"
es aufgeräumt. Und im Sommer ist Dulsberg ein schöner grüner Stadtteil.“
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Elvis zur Ehre


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Rock’n’Roller braucht, von der Elvis-LP bis zur Lederjacke.
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Regenwandse
Vom Mühlenteich aus können Sven und Nicolas an Wandse und Binnenals-
ter entlang bis in die Innenstadt spazieren. Regen schreckt sie nicht. „Ich
bin bewusst nach Hamburg gezogen“, erzählt der Schwarzwälder Nicolas.
„Ich mag das Nüchterne, das Straighte des Nordens.“

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