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Wir t schaf t MAGAZIN DER HANDELSKAMMER IN BREMEN www.handelskammer-bremen.de Bürgerschaftswahl 2015 Bremen wählt

Wir t schaf t

MAGAZIN DER HANDELSKAMMER

IN BREMEN

Wir t schaf t MAGAZIN DER HANDELSKAMMER IN BREMEN www.handelskammer-bremen.de Bürgerschaftswahl 2015 Bremen wählt

www.handelskammer-bremen.de

Bürgerschaftswahl 2015

Bremen

wählt

RWI-Studie Wie innovativ ist Bremen? Wie innovativ kann Bremen werden?

Bremen-Tourismus Neues Dreigestirn:

Universum, Alex, botanika

MS Oscar Das weltgrößte Containerschiff in Wilhelmshaven

Jubiläum 100 Jahre Munte

Bündnis Große Allianz für Aus- und Weiterbildung

Internationaler Dialog China, Polen, Luxemburg

4/2015

«Ein Meisterwerk kann überall stehen. Es ist sowohl unabhängig als auch anpassungsfähig.» Jumpei Sudzuki,
«Ein Meisterwerk kann
überall stehen. Es ist
sowohl unabhängig als
auch anpassungsfähig.»
Jumpei Sudzuki,
Architekturstudent, Tokyo Tech
Jumpei Sudzuki, Architekturstudent, Tokyo Tech Eine Designikone wird 50: das USM Möbelbausystem Haller –
Jumpei Sudzuki, Architekturstudent, Tokyo Tech Eine Designikone wird 50: das USM Möbelbausystem Haller –

Eine Designikone wird 50: das USM Möbelbausystem Haller – Erfahren Sie, wie eine neue Generation von Designern, Künstlern und Architekten Modularität neu definiert. Folgen Sie dem USM Jubiläumsprojekt unter usm.com/project50

Folgen Sie dem USM Jubiläumsprojekt unter usm.com/project50 Martinistr. 47 - 49, 28195 Bremen Tel. 0421-33 39

Martinistr. 47 - 49, 28195 Bremen Tel. 0421-33 39 30 0, Fax 0421-33 39 30 22

unter usm.com/project50 Martinistr. 47 - 49, 28195 Bremen Tel. 0421-33 39 30 0, Fax 0421-33 39

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KAMMERSTANDPUNKT

Wählen Sie für Bremen!

KAMMER STANDPUNKT Wählen Sie für Bremen! A m 10. Mai haben Sie die Wahl, wohin es

A m 10. Mai haben Sie die Wahl, wohin es mit Bremen geht. Unser Bundesland ist in vielem weit vorn: Es hat die bundesweit höchste Ex- portquote, einen starken Mittelstand, heraus- ragende Industrie, Exzellenz in Forschung und

Wissenschaft und hohe Lebensqualität. In wichtigen Fel- dern aber ist das Land abgeschlagen: Seine öffentlichen Haushalte sind massiv überschuldet, die Arbeitslosigkeit ist hoch und Bildung mehr als andernorts von der sozialen Herkunft abhängig. Die neue Landesregierung muss diese Schwachstellen dringend in den Griff bekommen.

Die neue Legislaturperiode ist schon deshalb politisch besonders wichtig, weil sie unmittelbar auf die für Bremen wichtige Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen zuläuft. Das bedeutet insbesondere, dass die Vorgaben der Schuldenbremse erfüllt werden müssen. Es gibt nur zwei Wege, auf denen das gelingen kann: Die Landesregierung muss die öffent- lichen Haushalte dauerhaft konsolidieren und zugleich auf wirtschaft- liches Wachstum setzen.

Bremen als innovativer, beweglicher und handlungsfähiger Standort, das sollte auf den Punkt gebracht das Leitbild der neuen Landesregierung sein. Wesentliche Aspekte aus Sicht der Wirtschaft haben wir gemeinsam mit der IHK Bremerhaven in unserem Papier zur Bürgerschaftswahl vorgestellt: Unser Bundesland muss für private Investitionen attraktiver werden und eine Per- spektive für Bildung entwickeln. Es muss eine Willkommenskultur für Men- schen aus anderen Ländern entwickeln und die Chancen nutzen, die sich durch Zuwanderung, Bremens internationale Verflechtungen und seine her- vorragende Lage an einer Schnittstelle weltweiter Warenströme bieten.

Der neuen Landesregierung muss es gelingen, die Ziele eines intelligenten Sanierungsweges mit einer konsequenten Wachstumspolitik zu verbinden. Sie als Unternehmerinnen und Unternehmer können mit Ihrer Stimme den Kurs mitbestimmen! Ich rufe Sie daher auf: Wählen Sie mit – für Bremen!

Ich rufe Sie daher auf: Wählen Sie mit – für Bremen! Christoph Weiss (Präses) 4.2015 Wirtschaft

Christoph Weiss (Präses)

INHALT

Wirtschaft MAGAZIN DER HANDELSKAMMER IN BREMEN Bürgerschaftswahl 2015 Bremen wählt RWI-Studie Wie innovativ ist
Wirtschaft
MAGAZIN DER HANDELSKAMMER
IN BREMEN
Bürgerschaftswahl 2015
Bremen
wählt
RWI-Studie
Wie innovativ ist Bremen? Wie
innovativ kann Bremen werden?
Bremen-Tourismus
Neues Dreigestirn:
Universum, Alex, botanika
MS Oscar
Das weltgrößte Containerschiff
in Wilhelmshaven
Jubiläum
100 Jahre Munte
Bündnis
Große Allianz für Aus- und
Weiterbildung
Internationaler Dialog
China, Polen, Luxemburg
4/2015
www.handelskammer-bremen.de

Bürgerschaftswahl 2015 Seite 10 Bremen wählt

Foto Jörg Sarbach

2015 Seite 10 Bremen wählt Foto Jörg Sarbach 56 Der Gigant Wie groß ist groß? Das

56 Der Gigant

Wie groß ist groß?

Das größte Containerschiff der Welt,

die MS Oscar, legte auf ihrer Jungfernfahrt in Bremerhaven und in Wilhelmshaven an. Künftig wird der MSC-Frachter in beiden Häfen regelmäßig Container löschen. 19.224 Boxen passen auf das

Schiff – Weltrekord.

Foto Frank Pusch

 

RUBRIKEN

TITEL GESCHICHTE

 

10

» Bürgerschaftswahl 2015 – Bremen wählt

 

Kammerstandpunkt

Für welche Politik stehen die Spitzenkandidatinnen und der

3

Präses Christoph Weiss:

Spitzenkandidat? Wofür kämpfen Jens Böhrnsen, Elisabeth

Wählen Sie für Bremen!

Motschmann, Karoline Linnert, Lencke Steiner und Kristina

Bremen kompakt

Vogt? „Wirtschaft in Bremen“ hat die Spitzenkandidaten von SPD, CDU, Grüne, FDP und Die Linke nach ihren

6

Land & Leute, Preise & Rankings

Positionen befragt.

7

Kurz & bündig

8

Stadt & Campus

 

KAMMER REPORT

 

Infothek

26

Handelskammer Aus dem Plenum vom 16. März

24

Veranstaltungen der Handelskammer

27

Gästeabend Bündnis für attraktiven Einzelhandelsstandort

25

Firmenjubiläen

27

Sportgala Handelskammer ehrt Betriebssportler

Börsen

54

Existenzgründungen,

STANDORT BREMEN

54

Kooperationen

28

» RWI-Studie Wie innovativ ist Bremen? Wie innovativ kann

55

Recycling

Bremen werden?

 

30

» Munte-Jubiläum 100 Jahre – eine Familie

48

Zahlen des Monats

32

Infrastruktur Autobahnzubringer Hemelingen wird saniert

52

Wirtschaftstermine

34

Bilanzen Bremische Häfen, Bremens Gästezahlen,

52

Impressum

bremische Industrie, Sparkasse Bremen, Deutsche Bank

54

Anzeigenregister

36

» Bremen-Tourismus Neues Dreigestirn

 

METROPOL REGION

 

38

Lebensmittelforum Online-Handel für Food-Produkte

 

Beilagenhinweis Diese Ausgabe der „Wirtschaft in Bremen“ enthält eine Beilage der Firma Wortmann AG, Hüllhorst.

39

Nachrichten Offshorepark alpha ventus, Theaterlandschaft Nordwest

» Das sind unsere Titelthemen.

28 Die Studie Wie innovativ ist B r e m e n ? Das RWI

28

Die Studie

Wie innovativ ist

Bremen?

Das RWI hat das Innovations-

geschehen in Bremen untersucht und empfiehlt eine Neuausrichtung der Innovationspolitik.

Foto Jörg Sarbach

36

Das Beben

Neues Dreigestirn für den Bremen-Tourismus

Das einzigartige Erdbebensofa ist geblieben, sonst hat sich vieles geändert im runderneuerten Universum. Mit dem Wissenschaftscenter, der Alex im Europahafen und dem neuen Entdeckerzentrum der botanika rüstet sich Bremen für neue Besucher. Foto Universum

ZUKUNFT BILDUNG

40

Zentrum für Schule und Beruf Zweite Chance für Schulversager

42

Karrieremesse job4u wird virtuell

43

» Bündnis Große Allianz für Aus- und Weiterbildung

WIRTSCHAFT GLOBAL

44

OAV-Stiftungsfest Botschafter im Schütting

45

China-Netzwerk Treffen mit chinesischem Gesandten

46

Round-Table-Gespräch Polnische Delegation zu Gast

47

Luxemburg Unternehmer zu Besuch im Großherzogtum

NEUE CHANCEN

48

Datenschutz Neuer IHK-Zertifikatslehrgang

49

Startup Seaside Story GmbH entwickelt Kreuzfahrt-Angebote

SERVICE &PRAXIS

50

Umweltnotizen Bremer Umweltpartnerschaft, B. Dettmer Reederei, Luneplate

51

Nachrichten Logistik-Tag, HEC-Testcenter, VDI 7000, Förderangebote, Erbschaftssteuer

WAGEN &WINNEN

56

» MS Oscar Wie groß ist groß? Das weltgrößte Containerschiff in Wilhelmshaven

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BREMENKOMPAKT

LAND & LEUTE

· Dr. Torben Möller ist neuer Ge-

schäftsführer des Berufsbildungswer- kes Bremen in Horn-Lehe. Er löst Gerd Meyer-Rockstedt ab, der das Ausbil- dungszentrum für junge Menschen mit Handicap 23 Jah- re lang geleitet hat. Möller ist Ökonom, arbeite- te in der bremi- schen Finanzver- waltung und war zuletzt leitender Controller im Ha- fenbereich des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen.

fenbereich des Senators für Wirtschaft, Arbeit und Häfen. · Dagmar Thalau hat die Leitung des Landesverbandes

· Dagmar Thalau hat die Leitung

des Landesverbandes Bremen-Weser- Ems des VdU übernommen. Sie folgt auf Angela Feld- husen, die den Un-

übernommen. Sie folgt auf Angela Feld- husen, die den Un- ternehmerinnen- verband zwei Jah- re geführt

ternehmerinnen-

verband zwei Jah- re geführt hat. Thalau ist Gründe- rin und Inhaberin der gleichnami- gen PR Agentur. Die Bremerin Cornelia Hopp ist Vize- präsidentin des VdU-Bundesverbandes.

· Wechsel an der Spitze von Friede-

horst: Der Gesundheitsmanager Ralph Freiherr von Follenius leitet als Chief Restructuring Officer (CRO) die weitere Sanierung der Stiftung Friede- horst und der Friedehorst gGmbH. Bis Ende Februar war Bert Juhnke als kauf- männischer Vorstand und Geschäfts- führer für den Sanierungsprozess ver- antwortlich. Follenius ist mit seiner Fir- ma, der Follenius Management und Be- ratung für Krankenhäuser GmbH, in Neu Isenburg bei Frankfurt ansässig.

· Mit Huschke Rolla du Rosey setzt die terminic GmbH ihre langjährige Tra- dition als Familienunternehmen fort:

Nachdem sein Vater Wolfgang Rolla du Rosey das Unternehmen 1993 von sei-

Vater Wolfgang Rolla du Rosey das Unternehmen 1993 von sei- nem Schwiegerva- ter Rolf Ilg über-

nem Schwiegerva- ter Rolf Ilg über- nommen hat, ist nun auch der 28- jährige Jurist in das Geschäft ein- gestiegen und ver- stärkt das Ver- triebsteam des Bremer Kalenderherstellers. Nicht nur die Geschäftsführung liegt seit Jahr- zehnten in Familienhand, auch im Be- trieb ist die Generationenfolge keine Seltenheit: So haben zum Beispiel auch der Leiter des Drucksaals und der Haus- techniker ihre Positionen von ihren Vä- tern übernommen.

techniker ihre Positionen von ihren Vä- tern übernommen. · Karl Engelhard, Generalbevoll- mächtigter der Hellmann

· Karl Engelhard, Generalbevoll- mächtigter der Hellmann Worldwide Logistics, hat für sein soziales, karitati- ves und mitmenschliches Engagement das Europakreuz in Gold erhalten. Die Verdienstmedaille ist die höchste Anerkennung, die der gemeinnützige Bundesverband Wirtschaftskomitee Deutschland (WBA) verleiht.

· Peter Grendel ist neues Mitglied des Vorstands des Bremer SAP-Dienst- leisters abat. Gemeinsam mit sieben Vorstandskollegen leitet er die Ge- schäfte des inter- nationalen IT-Spe- zialisten. Grendel ist für die Entwick- lung der Produk- tionsleit- und

ist für die Entwick- lung der Produk- tionsleit- und -steuerungssoft- ware PLUS, Unternehmensstrategie und

-steuerungssoft-

ware PLUS, Unternehmensstrategie und Marketing/Vertrieb zuständig. Der Diplomkaufmann arbeitet seit

2010 bei abat.

· Imke Goller-Wilberg ist mit ihrem Unternehmen human lead GmbH vom Teerhof in die Bremer Baumwollbörse gezogen. Die Personalberatung hat ih- ren Schwerpunkt im executive search.

PREISE & RANKINGS

ren Schwerpunkt im executive search. PREISE & RANKINGS Das Büro- und Geschäftshaus üeins, ein Projekt der

Das Büro- und Geschäftshaus üeins, ein Projekt der Strabag Real Estate GmbH in der Überseestadt, hat von der Deutschen Gesellschaft für nach- haltiges Bauen das Vorzertifikat in Sil- ber erhalten. Im Herbst soll mit dem Bau begonnen werden. Das zertifizier- te Planungskonzept setzt neben der Energieeffizienz auf besonders flexible Grundrisse, mit denen alle denkbaren Raumkonzepte möglich sind – vom Open Space über Kombibüros bis zur klassischen Zellenstruktur.

SAP hat dem Bremer IT-Dienstleister abat besonderes Wissen und Erfah- rung bei SAP-Lösungen bescheinigt und dem Unternehmen die „SAP Re- cognized Expertise“ in den Bereichen Automotive sowie Transport und Logi- stik in Deutschland verliehen. Damit ist das Bremer Unternehmen momentan der einzige SAP-Services-Partner in Deutschland mit einer solchen Exper- tise in beiden Branchen. Ferner gehört die Bremer IT-Beratung zu den zehn besten deutschen Arbeitgebern für Frauen. Das hat das Jobbewertungs- portal kununu.com im Ranking „Top 10 der frauenfreundlichsten Unterneh- men“ ermittelt. abat belegt Platz 4. Ba- sis für die Auszeichnung sind rund 621.000 Mitarbeiter-Erfahrungsberich- te in den kununu-Kategorien Gleichbe- rechtigung, flexible Arbeitszeiten, Home- office und Kinderbetreuung.

Die G. Theodor Freese GmbH & Co. KG, ein international tätiger Spe- zialist für Schiffsdecksysteme, Fußbo- dentechnik und Korrosionsschutz, ist von der Meyer Werft in Papenburg als Partner des Jahres 2014 im Bereich Ein- richtung ausgezeichnet worden. Damit würdigt die Werft „die Lieferanten, die sich im vergangenen Jahr durch hervor- ragende Leistungen ausgezeichnet ha- ben“. Freese hat den Preis schon einmal 2006 gewonnen und sieht in der neu- erlichen Kür „eine schöne Bestätigung für die gute Zusammenarbeit.“

Foto OHB

KURZ & BÜNDIG

Foto OHB KURZ & BÜNDIG Radio Bremen ist bei den Bremerinnen und Bremern wei- terhin und

Radio Bremen ist bei den Bremerinnen und Bremern wei- terhin und mit deutlichem Abstand der beliebteste Hörfunk- sender: Jeder zweite Bremer oder Bremerhavener hört laut Media-Analyse 2015 eines der vier Radio Bremen-Hörfunk- programme. Bremen Eins ist der Gewinner, Bremen Vier das zweitbeliebteste Radioprogramm im Land Bremen.

Die Unternehmens- und IT-Beratungsgesellschaft Uzuner Consulting GmbH hat die Mehrheitsanteile der Bremer Creative Computer Consulting GmbH übernommen und er- weitert damit ihr Portfolio in Sachen System Management. Die Gesellschaft wird unter dem Namen Uzuner Systems GmbH firmieren, die Geschäftsführung obliegt dem bisheri- gen geschäftsführenden Gesellschafter Frank Rosenkranz und Klaus Renk, bei Uzuner Consulting für System Manage- ment verantwortlicher geschäftsführender Gesellschafter.

Der niederländische Ingenieurdienstleister ATG Europe BV ist jetzt im Technologiepark ansässig. Die deutsche Tochter ATG Services GmbH hat Räume in direkter Nachbar- schaft der OHB AG bezogen. ATG Europe vermittelt hochqua- lifizierte Ingenieure an Kunden aus der Luft- und Raumfahrt- branche. Dazu kommen eigene Entwicklungsprojekte in den Bereichen Konstruktions- und Thermoanalyse, Verbundwerk- stoffe sowie Strömungsanalyse. Zum Portfolio von ATG Europe gehört auch der Bereich ATG Medialab, in dem kom- plexe Sachverhalte etwa aus der Raumfahrt, der Halbleiter- industrie oder der Energiebranche visualisiert werden – wie jüngst die Landung des ESA-Minilabors Philae auf dem Ko- meten Tschuri.

Der von OHB System entwickelte und gebaute Kommunikationssatellit für den geostationären Orbit Hispasat AG1 hat die Bremer Integrationshalle (im Bild) für die Umwelttestkampagne in Ottobrunn bei München verlassen. Während der Testphase wird der Satellit in einer Thermal-Vakuum-Kammer sowohl unter Hitze und Kälte als auch im luftleeren Raum auf seine Funktionsfähigkeit unter Weltraumbedingungen geprüft. Weitere Funktionstests beziehen sich auf die mechanische und elektromagnetische Belastbarkeit des Satelliten. Hispasat AG1 ist die erste Satellitenmission, die auf der neuen europäischen SmallGEO-Plattform basiert, die mithilfe einer öffentlich-privaten Partner- schaft zwischen der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) und OHB entwickelt worden ist.

Anlagen- und Gebäudetechnik Planung I Ausführung I Service NEUE ADRESSE AB JUNI 2009 Johann Osmers
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Johann Osmers GmbH & Co. KG
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(0421) 871 66 - 0
(0421) 871 66 - 27
www.johann-osmers.de

BREMENKOMPAKT

BREMEN KOMPAKT Wirtschaft – Wissenschaft Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte

Wirtschaft – Wissenschaft Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM und das Unternehmen Bühnen wollen auf dem Gebiet der Schmelzklebstoff-Auftragstechnik künftig intensiver zusam- menarbeiten. Jüngst besuchten IFAM-Mitarbeiter das Technikum von Bühnen. Die beiden Bremer Klebetechnik-Spezialisten sind jeweils führend auf ihrem Gebiet. Der IFAM-Institutsbereich Klebtechnik und Oberflächen ist die europa- weit größte unabhängige Forschungseinrichtung auf dem Gebiet der industriel- len Klebtechnik. Bühnen ist mit einem Umsatz in Höhe von 25 Millionen Euro und rund 3.000 Kunden eines der führenden Unternehmen für Schmelzkleb- stoffsysteme in Europa. Vor allem anwendungsorientierte Komplettlösungen für den manuellen und automatischen Schmelzklebstoff-Auftrag kommen aus dem Bremer Familienunternehmen. Es werden mehr als 500 Schmelzklebstoffe für fast jede Anwendung hergestellt.

Neues Jahrbuch der Universität Bremen: „Halbzeit in der Exzellenz“

„Halbzeit in der Exzellenz“ – so heißt das Schwerpunktthema des neuen Jahrbuchs der Universität Bremen. Denn seit dem Erfolg in der Exzellenz- initiative und dem Beginn der Förde- rung im Jahr 2012 sind gut zweieinhalb Jahre vergangen – und damit die Hälf- te der Förderzeit durch das Programm des Bundes und der Länder. Zeit für ei- ne Zwischenbilanz: Das Jahrbuch stellt

beispielhaft Menschen und Projekte vor, die durch das Zukunftskonzept „Ambitioniert und agil“ gefördert wer- den – so den Medienwissenschaftler Professor Andreas Hepp und den Infor- matikprofessor Ron Kikinis. n

Die deutsch-englische Publikation ist in der Uni-Pressestelle und in der Universitätsbuch- handlung auf dem Campus (Zentralbereich) erhältlich. Im Internet findet man sie mit zusätzlichen Beiträgen, Links, Fotos und Filmen unter www.uni-bremen.de/jahrbuch oder www.uni-bremen.de/en/jahrbuch).

CAMP

STADT &

Uni Bremen für europäischen Umweltmanagement-Preis nominiert

Die Universität Bremen hat im vergan- genen Jahr das Green IT Housing Cen- ter eröffnet und spart durch die Kon- zentration der universitären Rechnerka- pazität und eine ausgeklügelte Kühl- technik jährlich 3,6 Millionen Kilo- wattstunden Strom. Weiterhin haben Uni-Mitarbeiter eine Solargenossen- schaft gegründet und die Installation von zahlreichen Solarzellen auf Unige- bäuden finanziert. Auch das Lehrange- bot zum Thema „Nachhaltige Entwick- lung“ ist sehr breit. Das sind drei Gründe, weshalb die Universität jetzt für den Umweltpreis „EMAS Award 2015“ (EMAS steht für Eco Management and Audit Scheme) nominiert worden ist. In der Kategorie der großen Organisationen aus der öf- fentlichen Verwaltung ist sie von einer Jury aus Vertretern des Bundesumwelt- ministeriums, des Umweltbundesam- tes, des Umweltgutachterausschusses, der Deutschen Akkreditierungsgesell- schaft für Umweltgutachter und des Deutschen Industrie- und Handelskam- mertages ausgewählt worden. Die EMAS-Awards gelten als die re- nommierteste Auszeichnung für ein Umweltmanagement. Sie werden am 20. Mai auf dem 18. Europäischen Fo- rum für Öko-Innovationen in Barcelona vergeben. Die Uni Bremen gehört zu den fünf aus Deutschland beteiligten Organisationen, die ein Umweltmana- gement nach der EMAS-Verordnung der EU anwenden und besondere Leis- tungen auf Feldern der Umweltinnova- tionen vorweisen können. n

US

Fraunhofer IFAM entwickelt kontinuierlichen 3D-Druck für die Serienfertigung

Das dreidimensionale Drucken von Po- lymer-, Metall- oder Keramikbauteilen gehört zu den additiven Technologien. So können individuelle und komplexe Produkte für unterschiedlichste Anwen- dungen hergestellt werden. Bislang ist dieser Fertigungsprozess diskontinuier- lich und muss aufwändig betreut wer- den. Gefördert durch die Volkswagen- Stiftung haben Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Fertigungstech- nik und Angewandte Materialforschung IFAM jetzt eine neue Fertigungsanlage

entwickelt. Sie ermöglicht einen konti- nuierlichen und automatisierten Be- trieb für flüssige Kunststoffe. Erste Bauteile für den Consumer-Bereich sind

n

bereits gefertigt.

Fotos Bühnen, IFAM/Thorsten Müller, Jacobs
Fotos Bühnen, IFAM/Thorsten Müller, Jacobs

Innovativer 3D-Druck: kontinuierliche Fertigung nach dem Schichtbauprinzip für Kunststoffe

Jacobs University (1) Lippke untersucht Diversity

Es gibt kaum eine Belegschaft, die heutzutage nicht stark durchmischt ist, betrachtet man das Alter, das Ge- schlecht oder den kulturellen Hinter- grund der Arbeitnehmer. Das hat Vor- teile, muss aber gemanagt werden. Ein

der Jacobs University beschäftigt sich ein Team um die Gesundheitspsycholo- gin Sonia Lippke damit, wie Firmen ge- winnbringend mit Vielfalt umgehen können. Maßnahmen und ihre Wirkme- chanismen sollen detailliert untersucht werden. Die Studie ist Teil des vom Bun- desministerium für Bildung und For- schung geförderten demowa-Projektes (Schaffung personaler und betriebli-

demowa-Projektes (Schaffung personaler und betriebli- » Welche Maßnahmen wirken sich wie auf die Zufriedenheit

» Welche Maßnahmen wirken sich wie auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter aus? Verändert sich dadurch auch das Verbundenheitsgefühl der Arbeitneh- mer zu ihrem Arbeitgeber?

Professorin Dr. Sonia Lippke

umfassendes Diversity Management ist die Voraussetzung dafür, dass Hetero- genität zum Erfolgsfaktor für ein Unter- nehmen und seine Mitarbeiter wird. An

cher Grundlagen berufsbegleitenden Lernens im demografischen Wandel), das Sonia Lippke seit 2013 mit ihren Kollegen an der internationalen Uni- versität durchführt.

„Uns interessiert, welche Maßnah- men sich wie auf die Zufriedenheit der Mitarbeiter auswirken, und ob sich da- durch auch das Verbundenheitsgefühl der Arbeitnehmer zu ihrem Arbeitgeber verändert“, sagt Sonia Lippke. Ihr Ziel ist es, anhand ihrer Ergebnisse Hilfen und Tipps zu entwickeln, wie Betriebe, Organisationen, Vereine und Gruppen mit dem Thema Vielfältigkeit gewinn- bringend umgehen können. n

Jacobs University (2) Women's International Leadership Conference

Am 18. und 19. April findet an der Ja- cobs University die Womens's Interna- tional Leadership Conference teil. Sie wird von Studierenden und jungen Aka- demikerinnen organisiert und dient dem Erfahrungsaustausch und Networ-

n

king.

www.wil-conference.com

TITEL GESCHICHTE

TITEL GESCHICHTE Fotos Jörg Sarbach BREME
TITEL GESCHICHTE Fotos Jörg Sarbach BREME
TITEL GESCHICHTE Fotos Jörg Sarbach BREME
TITEL GESCHICHTE Fotos Jörg Sarbach BREME
TITEL GESCHICHTE Fotos Jörg Sarbach BREME

Fotos Jörg Sarbach

BREME

N WÄHLT

Im Bundesland Bremen sind knapp 500.000 Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, am 10. Mai ein neues Landesparlament zu wählen, die Bremische Bürgerschaft. Für welche Politik stehen die Spitzenkandidatinnen und der Spitzenkandidat? Wofür kämpfen Jens Böhrnsen, Elisabeth Motschmann, Karoline Linnert, Lencke Steiner und Kristina Vogt? „Wirtschaft in Bremen“ hat die Spitzenkandidaten von SPD, CDU, Grüne, FDP und Die Linke nach ihren Positionen befragt.

TITEL GESCHICHTE

Die 1 Sanierung der öffentlichen Haushalte

ist die wesentliche Zukunftsaufgabe für

Bremen. Wie wollen Sie diese Aufgabe lösen? Welche strukturellen Reformen werden Sie anpacken?

Jens Böhrnsen (SPD) Bremen wird zur Konsolidierung der Haushalte seine Eigen- anstrengungen weiterverfolgen und intensivieren. Die Opti- mierung der Verwaltung, die Überprüfung von Doppelstruk- turen und -angeboten, der verstärkte Einsatz von Technik und IT sowie die Intensivierung der behördenübergreifenden Zu- sammenarbeit – auch zwischen Bremen und Bremerhaven – sind dabei wichtige Elemente. Eine Sanierung des Haushaltes kann ohne Einbeziehung der Personalkosten nicht gelingen. Zur Konsolidierung ge- hört aber auch, dass wir die eigenen Möglichkeiten zur Ver- besserung der Einnahmebasis konsequent nutzen werden. In den Verhandlungen über eine Neugestaltung der Bund-Län- der-Finanzbeziehungen wollen wir erreichen, dass nach 2020 die finanzielle Selbstständigkeit Bremens dauerhaft sicherge- stellt ist.

Elisabeth Motschmann (CDU) Die Steuereinnahmen Bremens sind so hoch wie noch nie. Steuererhöhungen lehnen wir deshalb ab. Elementar für die Haushaltssanierung und die Einhaltung der Schuldenbremse sind dreierlei. Eine Ausgabenbegrenzung, klare Schwerpunkt- setzung und Wachstum. Die Neuordnung der Bund-Länder-Fi- nanzbeziehungen muss zudem zu einer Perspektive für die Lösung der Altschulden führen. Weiter setzen wir auf eine Politik des Wachstums, der Ein- wohnergewinnung, der Beschäftigung und der Investition in die wirtschaftsnahe Infrastruktur. Dies bedeutet vor allem,

die wirtschaftsnahe Infrastruktur. Dies bedeutet vor allem, Jens Böhrnsen, Elisabeth Motschmann dass wir in die

Jens Böhrnsen, Elisabeth Motschmann

dass wir in die Bereiche Bildung, Wirtschafts- und Verkehrs- infrastruktur, innere Sicherheit und in Arbeitsplätze verstärkt investieren, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen und die Anzahl der in Armut Lebenden zu verringern. Dadurch pro- fitiert auch der Staat, da er geringere Sozialausgaben hat. Mit einer konsequenten Aufgabenkritik und einer Richtli- nienkompetenz für den Präsidenten des Senats kann Bremen handlungsfähig bleiben und zukünftige Anforderungen meistern.

Karoline Linnert (Die Grünen) Grüne stehen für eine solide, soziale und generationenge- rechte Finanzpolitik. Wir halten den mit Bund und Ländern geschlossenen Sanierungsvertrag ein. Schritt für Schritt wird das jährliche Defizit bis auf Null im Jahr 2020 verringert. Seit 2010 wurden jedes Jahr die Vorgaben der Schuldenbremse erfüllt. Dafür gab es jeweils 300 Millionen Euro Konsolidie- rungshilfe. Neben den notwendigen Eigenanstrengungen setzen wir uns bei den Verhandlungen über die Bund-Länder- Finanzbeziehungen für eine Lösung für die Altschulden sowie eine ausreichende Finanzausstattung der Stadtstaaten ein. Hilfe von anderen bekommt nur, wer sich selber anstrengt. Durch eine ständige Aufgabenkritik, Verwaltungsmoderni- sierung, Bündelung von Aufgaben und länderübergreifende Kooperationen gilt es, die Bremer Verwaltung effizienter und kostensenkend zu organisieren. Der Einsatz moderner IT spielt dabei eine große Rolle (zum Beispiel elektronische Per- sonal- und Sachakten, zentrales Forderungsmanagement).

Lencke Steiner (FDP) Bremen braucht zusätzlich zur Schuldenbremse eine Ausga- benbremse. Die Ausgaben sollten auf
Lencke Steiner (FDP) Bremen braucht zusätzlich zur Schuldenbremse eine Ausga- benbremse. Die Ausgaben sollten auf

Lencke Steiner (FDP) Bremen braucht zusätzlich zur Schuldenbremse eine Ausga- benbremse. Die Ausgaben sollten auf die Kernbereiche Bil- dung/Forschung und Polizei/Justiz fokussiert werden. Auch über die Vielzahl der landeseigenen Betriebe müssen wir nachdenken. Das größte Haushaltsrisiko der Stadt sind die Kliniken. Mit besserer Bildung und dem Schaffen, aber auch Halten von Arbeitsplätzen im Land werden die Sozialausga- ben sinken und das Land weniger belastet. Aber Bremen ist auch gut beraten, die Zusammenarbeit mit den Metropolre- gionen und Verwaltungen in Niedersachsen zu intensivieren. Beim Landesamt für Statistik und bei der Gewerbeaufsicht bietet sich das beispielsweise an. Zudem muss die Verwaltung effizienter werden. 30 Pro- zent der Arbeitskraft geht für Verwaltung der Verwaltung selbst drauf, das ist entschieden zu viel. Die Bremer Freide- mokraten setzen sich dafür ein, dass der Bund die Finanz- kraftunterschiede der Länder ausgleicht. Statt eines Altschul- denfonds braucht das Land eine faire Altschuldenregelung, damit es im Wettbewerb der Bundesländer bestehen kann. Außerdem muss Bremen Firmenanteile und Eigentum veräu- ßern, um seine Schulden abzubauen.

Kristina Vogt (Die Linke) Aus eigener Kraft kann Bremen die Probleme seines Haus- halts nicht lösen, es muss um Lösungen auf Bundesebene kämpfen: Altschuldenfonds und gerechtere Verteilung bei den Bund-Länder-Finanzen. Der Senat darf nicht länger als Bittsteller auftreten, Bremen muss – wie alle anderen 15 Län-

Der Fotograf Jörg Sarbach bat die Spitzenkandidatinnen und den Spitzenkandidaten auf einen Kaffee. So traf er Jens Böhrnsen in seinem Büro, Elisabeth Motschmann in der Wall-Mühle, Karoline Linnert in ihrem Büro, Lencke Steiner im Alex und Kristina Vogt in der Schnoorkrämerei. Auf diesen und den folgenden Seiten sehen Sie die Porträts.

der - seine grundgesetzlich geschützten Aufgaben wahrneh- men können. Hier kommt Bremen bereits jetzt an Grenzen. Bremen kann die Kosten von Arbeitslosigkeit und Armut bekämpfen, indem mehr für Bildung, Ausbildungsplätze und Integration getan wird. Das sogenannte „Übersparen“, das heißt die Verwendung von Mehreinnahmen für die Verringe- rung der Kreditaufnahme, halten wir daher für fatal. Wir wol- len verfügbare Mittel für ein Sondervermögen Wohnen, die Rekommunalisierung der Entsorgungsbetriebe, ein Investiti- onsprogramm energetische Sanierung und ein öffentliches Beschäftigungsprogramm nutzen. Sich die zukünftigen Spiel- räume für Investitionen durch eine noch schärfere Landes- schuldenbremse zusätzlich enger zu machen, war dagegen eine schlechte Idee.

TITEL GESCHICHTE

TITEL GESCHICHTE 2 Bildung ist insbesondere zur Sicherung künftigen Fachkräftebedarfs ein zentraler Faktor: Welche
TITEL GESCHICHTE 2 Bildung ist insbesondere zur Sicherung künftigen Fachkräftebedarfs ein zentraler Faktor: Welche

2 Bildung ist insbesondere zur Sicherung

künftigen Fachkräftebedarfs ein zentraler Faktor: Welche Richtung muss die bremische Schul- und Bildungspolitik nehmen?

Jens Böhrnsen (SPD) Wir wollen, dass Kinder auf verschiedenen Wegen einen höchstmöglichen Bildungsabschluss erreichen können – das Abitur an Gymnasien nach acht Jahren, an Oberschulen nach neun Jahren. Zur Steigerung der Unterrichtsqualität sollen die Ergebnisse von Lernstanderhebungen für die Verbesse- rung des Unterrichts genutzt und die Eigenständigkeit der Schulen gestärkt werden. Wir setzen auf eine flächendecken- de Entwicklung von Ganztagsschulen im Grundschulbereich. Wir werden die Sprachbildung durch zusätzliche Angebo- te ergänzen und ein durchgängiges Sprachbildungskonzept für die Schulen und den berufsbegleitenden Sprachunter- richt in der beruflichen Bildung entwickeln. Wir wollen die duale Berufsausbildung gemeinsam mit den Sozialpartnern und Kammern stärken. Wir werden deshalb die Entwicklung unserer berufsbildenden Schulen zu Regionalen Bildungszen- tren fortsetzen. Mit der Ausbildungsgarantie und den Ju- gendberufsagenturen werden wir jedem Schulabgänger eine Ausbildung anbieten.

Elisabeth Motschmann (CDU) Der von der CDU initiierte Bildungskonsens hat jahrzehnte- lange Schulstrukturdebatten beendet und die Gymnasien ge- rettet. Auf diesem Weg wollen wir voranschreiten und uns verstärkt um die Qualität des Unterrichts kümmern. Von einer Unterrichtsgarantie über eine Neujustierung des schu- lischen Leistungsgedankens bis zur „Schule 2025“, die gesell- schaftliche Trends und technische Entwicklungen schneller in ihre Arbeit integrieren kann. Wir treten für die gleiche gesellschaftliche Anerkennung von Studium und beruflicher Ausbildung ein. Wir wollen den schulischen Unterricht noch stärker auf wirtschaftliche sowie berufsvorbereitende und -relevante Inhalte ausrichten sowie durch frühzeitige Berufsberatung und Jugendberufsagentu- ren flankieren. Der dualen Berufsausbildung kommt eine Schlüsselrolle bei der Sicherung des Fachkräftebedarfs zu. In Bezug auf die Berufsschulen setzen wir uns daher für eine vorausschauende Standortplanung, ausreichende Stunden- zuweisung, moderne Lehr- und Lernmittel sowie eine zeitge- mäße technische Ausstattung der Ausbildungswerkstätten ein.

Karoline Linnert (Die Grünen) Gute Bildungschancen für alle Kinder, Inklusion und indivi- duelle Förderung bleiben Schwerpunkte grüner Politik. Auf den Anfang kommt es an. Deshalb setzen die Grünen auf frühzeitige Sprachförderung, den weiteren Ausbau der Kin- derbetreuungsangebote und mehr Ganztagsschulen (Vor- rang hat das Ziel einer Ganztagsgrundschule in jedem Stadt-

Karoline Linnert, Lencke Steiner, Kristina Vogt teil). Das ist gut für die Kinder und die
Karoline Linnert, Lencke Steiner, Kristina Vogt teil). Das ist gut für die Kinder und die

Karoline Linnert, Lencke Steiner, Kristina Vogt

teil). Das ist gut für die Kinder und die Vereinbarkeit von Fa- milie und Beruf. Werkschulen ermöglichen potenziellen Schulabbrechern ausgerichtet an ihren praktischen Fähigkeiten einen Ab- schluss. Neu hinzu kommt in diesem Jahr die Jugendberufs- agentur. In enger Abstimmung mit Kammern, Unterneh- mensverbänden, Arbeitsagentur, Jobcenter und Gewerk- schaften wird alles daran gesetzt, Jugendliche in eine be- triebliche oder schulische Ausbildung zu vermitteln. Das neue Netzwerk ermöglicht ein flächendeckendes, verlässli- ches und qualitativ hochwertiges Angebot für junge Men- schen bis 25 Jahre. Im Interesse der Jugendlichen und des Wirtschaftsstandortes Bremen!

Lencke Steiner (FDP) Jedes Kind hat einen Anspruch darauf, am Ende der Schul- ausbildung ausbildungsfähig zu sein. Schüler aus Bremen haben oft einen Rückstand in Deutsch, Mathematik, aber auch Englisch gegenüber denen aus anderen Bundeslän- dern. Zusätzlich sollten Handwerken und Wirtschaft im Un- terricht eine Rolle spielen, um die Schüler fit fürs Leben zu machen. Dazu gehört auch eine frühe Sprachförderung im Grundschulalter. Ganz wichtig ist, von Anfang an deutlich zu machen, dass Lernen immer aus den Komponenten Fördern und Fordern besteht. Wir brauchen Leistungsorientierung und individuell bestmögliche Förderung. Wir brauchen moti- vierte Lehrer, die Gestaltungsräume nutzen und von Eltern wie der Politik gleichermaßen geschätzt werden.

Wir müssen ein Paket aus Integration, Frühförderung und Patenprogrammen schnüren. Wir stehen zu Privatschulen und wollen, dass diese pro Kopf die gleichen Geldmittel bekommen wie städtische Schulen. Dasselbe gilt übrigens auch für den Bereich der Hochschulen: Auch hier stehen die Freien Demokraten nicht nur für Vielfalt und die Eigenverant- wortung von Wissenschaft und Forschung, sondern auch für die Unterstützung privater Einrichtungen wie der Jacobs University.

Kristina Vogt (Die Linke) Die Entwicklung der Produktion erfordert, dass mehr junge Menschen höherqualifizierte Abschlüsse machen. Abiturquo- ten von unter 20 Prozent in den sozial benachteiligten Stadt- teilen und eine Lücke von 2.000 fehlenden Ausbildungsplät- zen sind eine Entwicklungsbremse. Mit den Oberschulen ist ein richtiger Anfang gemacht worden. Jetzt geht es darum, Schulen in sozial benachteiligten Quartieren personell besser auszustatten, um bessere Ausgangsvoraussetzungen und hö- here Abschlüsse zu erreichen. Maßstab für notwendige Bil- dungsausgaben ist das Niveau der anderen Stadtstaaten (Ausgaben pro SchülerIn). Es ist ungerecht, dass ein Viertel der Betriebe selbst ausbildet, während sich die anderen drei Viertel darauf verlassen, ihre Fachkräfte fertig einzukaufen. Wir wollen Betriebe stärker unterstützen, selbst auszubilden, halten aber auch eine Ausbildungsplatzumlage für nicht aus- bildende Betriebe für angemessen. Insbesondere für junge Flüchtlinge wollen wir das Übergangsmanagement Schule- Ausbildung besser ausstatten.

TITEL GESCHICHTE

Wie 3 werden Sie die positive Entwicklung

Bremens als Hafenstandort voranbringen und

die Stärken unseres Landes auf diesem Sektor ausbauen?

Jens Böhrnsen (SPD) Um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der bremischen Häfen in ihrer Funktion als Universalhäfen langfristig zu si- chern, setzen wir uns für die Vertiefung von Außen- und Un- terweser, die bessere Nutzung von Potenzialen von Gewerbe- flächen an seeschiffstiefem Wasser und die Verbreiterung und Vertiefung des Industriehafens ein. Außerdem gilt es, den Ausbau und die Instandhaltung der bremischen Hafen- infrastruktur voranzutreiben. Die Position Bremens und Bremerhavens als Kompetenz- zentren für Logistik werden wir sichern und ausbauen. Wir sind für die Umsetzung und Fortschreibung des „Masterplans Fischereihafen“ und für eine Weiterentwicklung des Kreuz- fahrtterminals. Weiterhin ist der Bau des Offshore-Terminals Bremerhaven als wichtigstes Investitionsprojekt des Landes Bremen von ebenso zentraler Bedeutung wie die bremische Beteiligung am Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven, die sich vor dem Hintergrund steigender Verkehrs- und Güterum- schläge langfristig als richtig erweisen wird.

Elisabeth Motschmann (CDU) Wir bekennen uns zum Universalhafenprinzip, wonach in den bremischen Häfen alle rechtlich zulässigen Güter umgeschla- gen werden können. Das von Rot-Grün geänderte Hafenbe- triebsgesetz widerspricht diesem Prinzip. Wir werden ein langfristiges Sanierungs- und Finanzierungskonzept für die Kajen auflegen. Noch vorhandene Engstellen im Bremer In- dustriehafen müssen beseitigt und die Columbuskaje in Bre- merhaven erneuert werden. Wir wollen die Zukunft Bremens und Bremerhavens als Lo- gistik- und Werftstandort sichern und die Bremischen Häfen zu einem „SmartPort“ weiterentwickeln. Die Fahrrinnenan- passung der Außen- und Unterweser halten wir weiterhin für dringend erforderlich. Beim Bau des Offshore-Terminals Bre- merhaven wollen wir die durch rot-grüne Planungsfehler ver- loren gegangene Zeit aufholen. Im Rahmen der Verhandlun- gen zur Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen

setzen wir uns dafür ein, dass sich der Bund auch über das Jahr 2019 hinaus an den Hafenlasten der norddeutschen Länder beteiligt.

Karoline Linnert (Die Grünen) Die maritime Wirtschaft prägt Bremen. Die Häfen sind Bre- mens Lebensader. Ganz Deutschland profitiert beim Im- und Export vom Hafenstandort Bremen. Deshalb setzen sich die Grünen dafür ein, den Bund an den Kosten der Hafeninvesti- tionen zu beteiligen. Leistungsstarke Häfen erfordern stetige Investitionen – in Schleusen, Kajen und Schienenausbau und in den Offshore- Terminal Bremerhaven (OTB). Die Energiewende kann nur mit dem weiteren Ausbau der Windenergie gelingen. Opti- male Verladebedingungen für die tonnenschweren Wind- energieanlagen sind eine wichtige, nachhaltige Investition in die Zukunft. Grüne stehen für Clean-Ship--Strategien und das Green- Port-Konzept. Eine zukunftsfähige Hafenentwicklung verbin- det ökologische und ökonomische Aspekte. Der Ausbau der Eisenbahninfrastruktur fördert den umweltverträglichen, schnellen Transport von Seegütern an Land. Die BLG ist ein erfolgreiches Unternehmen im Staatsbesitz – und das soll auch so bleiben.

Lencke Steiner (FDP) Die Häfen Bremens und Bremerhaven sind Welthäfen und als solche auch Universalhäfen. Dazu gehört der freie Handel aller Güter. Dafür muss zunächst die vorhandene Infrastruk- tur erhalten werden. Wir wollen, dass mehr vom Umgeschla- genen hier auch verarbeitet und veredelt wird. Dazu gehört auch die Ansiedelung weiterer Unternehmen. Die Bremer Häfen sind im steten Wandel. Der Offshore- Ausbau erfolgt langsamer und weniger stark als ursprünglich geplant. Es gibt ausreichend Hafenkapazitäten, wenn nicht sogar Überkapazitäten. Bremen hat es leider nicht geschafft, sich seinen Teil vom deutschen und europäischen Hafenge- schäft zu sichern. Mit der falschen Standortentscheidung war klar, dass sich kein privater Investor findet. Die Beschränkung auf Offshore ist daher nicht sinnvoll. Eine Ausweitung der Hafenkapazitäten in Bremerhaven würden wir begrüßen. Voraussetzung wäre, dass diese rein privat finanziert und privat betrieben werden. Dabei sehen

wir keine Chancen für ein reines Offshore-Terminal. Vielmehr sollte es ein Multifunktionsterminal sein, das auch den zu er- wartenden, geringeren Offshore-Umschlag mit abdecken kann.

Kristina Vogt (Die Linke) Die Stärkung Bremens als Hafenstandort erfordert Augen- maß, Realismus, mehr staatliche Initiative und eine stärkere Beachtung der Fachkräftesituation. Kurzfristige Schwankun- gen wie beim Jade-Weser-Port müssen durchgehalten wer- den. Im Offshore-Bereich streben wir eine dem Gesamthafen- Betriebsverein vergleichbare Lösung an, um dauerhaft ein stabiles Fachkräftepotenzial zu halten. Auch öffentliche Be- teiligungen an Offshore-Unternehmen sind sinnvoll, um den Bereich zu stabilisieren. Für den OTB halten wir eine aktualisierte Bedarfsprüfung für erforderlich, um nicht am Bedarf vorbei zu bauen. An einer stärkeren nationalen Hafenkoordination führt ange- sichts der hohen Investitionssummen kein Weg vorbei. Bre- men muss auf Bundesebene stärker einfordern, dass die öf- fentlichen Kosten für die Hafenbetriebe angemessen im Fi- nanzausgleich berücksichtigt werden. Chancen für Bremen liegen im Bereich der Greenports-Strategie, denn umwelt- freundlichere Häfen werden künftig auch Wettbewerbsvor- teile haben.

Mobilität ist für einen 4 international

orientierten Logistikstandort wie Bremen essenziell. Welche Akzente werden Sie hier setzen?

Jens Böhrnsen (SPD) Unser Ziel ist eine zukunftsfähige Weiterentwicklung des Bre- mer Verkehrssystems – sowohl für den öffentlichen Nahver- kehr, den motorisierten Individual- und Wirtschaftsverkehr als auch für Radfahrende sowie für Fußgänger. Die verschie- denen Interessen sind hierbei bestmöglich in Einklang zu bringen. Als dringend erforderlich sehen wir den angemesse- nen Unterhalt von Straßen und Brücken an.

Wichtigstes Großvorhaben ist die Fertigstellung der Auto- bahn 281. Außerdem machen wir uns für einen Ausbau des Bahnknotens Bremen und die zügige Umsetzung des „2. See- hafenhinterland-Sofortprogramms“ stark. Das Straßenbahn-, S-Bahn- und Busnetz werden wir, insbesondere was die Stadt- teilzentren und die Arbeitsplätze in den Gewerbegebieten angeht, weiter verbessern und stärker miteinander verknüp- fen. Den Ausbau der Straßenbahn über Huchting hinaus in die niedersächsischen Nachbargemeinden sowie die Verbin- dung der Gleise in der Steubenstraße in Richtung Vahr wer- den wir realisieren.

Elisabeth Motschmann (CDU)

Acht Jahre unter grünen Verkehrssenatoren haben dem Wirt- schaftsverkehr in Bremen geschadet. Um zu wachsen, braucht Bremen den schnellstmöglichen Ringschluss der

A 281. Weitere Verzögerungen durch Fehler oder ideologi-

sche Bedenken des Verkehrssenators darf es hier nicht geben. Für die CDU steht darüber hinaus fest: Um unsere Infrastruk- tur leistungsfähig zu halten, muss der Sanierungsstau von 240 Millionen Euro schrittweise behoben werden. Dafür wird die CDU umfassende Investitionen tätigen. Maßnahmen, mit denen die grünen Senatoren der Wirtschaft in den vergange-

nen Jahren geschadet haben, werden wir rückgängig ma- chen. Dazu zählen beispielsweise die Einführung der Umwelt- zone, überflüssige Tempolimits und die Möglichkeit, im Con- cordia-Tunnel zu parken. Außerdem wollen wir, dass nach Be- endigung des Feldversuches Lang-Lkw generell auf Bremens Autobahnen zugelassen und Genehmigungen für Schwer- transporte schneller erteilt werden.

Karoline Linnert (Die Grünen) Der Ringschluss der A 281 ist von zentraler Bedeutung für den Logistikstandort Bremen. Er spart Zeit, Geld und schont die Umwelt. Der kurze Weg vom Werk/Betrieb zur Autobahn ohne lange Wege quer durch die Stadt ist gut für die Wirt- schaft und für die Wohn– und Aufenthaltsqualität in unseren zwei Städten. Die Lärm- und Abgasbelastung für Anwohner wird gesenkt. Gleiches gilt für das Lkw-Führungsnetz. Der Ausbau des Schienenverkehrs, speziell eine optimale Hafenhinterlandanbindung, ist ein zentrales grünes Projekt. Bei allen Maßnahmen für Wirtschaftsverkehre ist es wichtig, die Bürger zu beteiligen und den Lärmschutz mit zu denken.

Grüne setzen auf die Binnenschifffahrt. Wir setzen uns dafür ein, die Umrüstung auf rußarme Antriebssysteme staatlich

zu fördern. Der Ausbau des ÖPNV ist für Grüne unverzichtbar. Mit einem kostengünstigen und behindertengerechten An- gebot wollen wir die Mobilität aller gewährleisten.

TITEL GESCHICHTE

Lencke Steiner (FDP) Zu Wasser, zu Lande und in der Luft: Bremen ist als Handels- stadt von einer vielfältigen Infrastruktur abhängig. Aber der auch künftig steigende Verkehr muss fließen, damit wir Öko- nomie und Ökologie intelligent kombinieren können. So ist die A281 ein überfälliges Verkehrsprojekt. Das GVZ braucht seit Jahren diese Anbindung. Außerdem benötigen wir den Wesertunnel. Erst durch den geschlossenen Autobahnring wird die Infrastruktur verbessert: für die Wirtschaft ebenso wie für die Anwohner. Bremen braucht moderne Verkehrssys– teme, zu denen Gigaliner ebenso gehören wie Carsharing und effiziente Durchgangsstraßen ohne Tempo-30-Zonen. Das Ausspielen der Verkehrsteilnehmer muss ein Ende ha- ben. Die grüne Welle hilft allen Verkehrsteilnehmern mehr als der Rückbau von Ausfallstraßen. Wir müssen auch zum weiteren Wachstum des Flugver- kehrs stehen. Flugzeuge sind effizienter, leiser und auch um- weltschonender als früher. Daher ist eine Auslastung des Air- ports Bremen unerlässlich für den Logistikstandort Bremen. Überall in Deutschland fehlt es an Geld für Sanierungen in der Infrastruktur. Doch wer meint, hier sparen zu können, schadet den Menschen und gefährdet Arbeitsplätze.

Kristina Vogt (Die Linke) Für Bremen und Bremerhaven ist die Bewältigung der stei- genden Hinterlandverkehre von entscheidender Bedeutung. Statt tatenlos auf nicht realisierbare und nicht zielführende Großprojekte wie die Y-Trasse zu warten, soll Bremen sich dafür einsetzen, dass das Bestandsnetz der Bahn verbessert und der Ausbau der Knotenbahnhöfe vorangetrieben wird. Entlastungen sind auch durch die Binnenschifffahrt möglich. Eine vorrangige Orientierung auf Lkw-Verkehre ist weder öko- logisch noch infrastrukturell vertretbar. Das gilt auch für die Gigaliner. Innerstädtisch gehört ein moderner öffentlicher Nahver- kehr zur Lebens- und Standortqualität. Wir möchten Taktzei- ten verkürzen, die Anbindung der Innenstadt in den Abend- stunden verbessern und können uns perspektivisch auch einen ticketfreien ÖPNV vorstellen. Der Flughafen ist ein wichtiger Bestandteil von Bremens Infrastruktur, für den wir uns die Eingliederung der Servicegesellschaft wünschen, um die ungleiche Bezahlung gleicher Arbeiten zu beenden.

um die ungleiche Bezahlung gleicher Arbeiten zu beenden. Als einer 5 der größten deutschen Industrie- standorte
um die ungleiche Bezahlung gleicher Arbeiten zu beenden. Als einer 5 der größten deutschen Industrie- standorte

Als einer 5 der größten deutschen Industrie-

standorte an der Schnittstelle der globalen

Warenströme hat Bremen gute Chancen, auf diesem Sektor weiter zu wachsen: Wie werden Sie den Ausbau des Industriestand- orts Bremen unterstützen?

Jens Böhrnsen (SPD) In den Bereichen Logistik, Luft- und Raumfahrt sowie im Au- tomobil- und Schiffbau werden wir die Clusterbildung ver- stärken sowie Bremerhaven als Kompetenzzentrum für Fisch und Lebensmittel weiter ausbauen. Die WFB und die BIS sol- len sich noch besser auf die Bedürfnisse von KMU ausrichten und im Sinne einer stärkeren Bestandspflege auch die einge- sessenen Bremer Firmen unterstützen. Wir stehen für eine Flächenpolitik, die nachhaltiges Wachstum unterstützt: Gewerbeflächen müssen bedarfsge- recht erschlossen und entwickelt werden. Mit dem zweiten Bauabschnitt des Gewerbeparks Hansalinie stärken wir den Automobilbau. Im Gewerbegebiet Luneplate werden wir Flä- chen für die Ansiedlung weiterer Unternehmen zur Fertigung der Offshore-Komponenten herrichten. Wir wollen Bremen für die Herausforderungen der sogenannten Industrie 4.0 wappnen. Zum Beispiel werden wir die Einrichtung von Tech- Shops unterstützen, in denen Kreativen und Entwicklern die Möglichkeit gegeben wird, moderne Produktionsmaschinen gemeinsam zu nutzen.

Elisabeth Motschmann (CDU) Eine wichtige Antriebsfeder für die hohe Wirtschaftskraft un- seres Bundeslandes sind die hier ansässigen Industriebetrie- be und die mit ihnen verbundenen Dienstleistungen. Die in- dustriellen Stärken Bremens und Bremerhavens, die insbe- sondere in den Bereichen Automobilbau, Luft- und Raum- fahrt, Spezialschiffbau, Maschinen- und Anlagenbau, Off-

shore sowie Nahrungs- und Genussmittelproduktion liegen, wollen wir erhalten und ausbauen. Unterstützen können wir dies
shore sowie Nahrungs- und Genussmittelproduktion liegen, wollen wir erhalten und ausbauen. Unterstützen können wir dies
shore sowie Nahrungs- und Genussmittelproduktion liegen, wollen wir erhalten und ausbauen. Unterstützen können wir dies
shore sowie Nahrungs- und Genussmittelproduktion liegen, wollen wir erhalten und ausbauen. Unterstützen können wir dies

shore sowie Nahrungs- und Genussmittelproduktion liegen, wollen wir erhalten und ausbauen. Unterstützen können wir dies durch die Bereitstellung von Erweiterungsflächen, guter Verkehrs- und flächendeckender Breitbandinfrastruktur, einem innovationsfreundlichen Kli- ma mit einer engen Vernetzung von Forschung und Industrie und mit gut ausgebildeten Fach- und Führungskräften. Wir unterstützen die Industrie insbesondere dabei, die Chancen der vierten industriellen Revolution (Industrie 4.0) zu nutzen, bei der sich vernetzte Komponenten im Produktions- und Lo- gistikprozess selbst steuern.

Karoline Linnert (Die Grünen) Indem wir gute Rahmenbedingungen für Industrie und Men- schen bieten: Dazu gehören Gewerbeflächen, gute Verkehrs- anbindungen, zügige Planungs- und Genehmigungsverfah- ren ebenso wie attraktive Bildungs-, Wohn-, Kultur- und Frei- zeitangebote. Das fertig geplante Forschungszentrum EcoMat ist ein Beispiel für zukunftsträchtige Wirtschaftsförderung. Die Zu- kunft liegt in der Cluster-Bildung. Das Cluster Windenergie ist international anerkannt und wird durch den OTB gestärkt. Die Hochschulen sichern den Wissenstransfer in die Wirt- schaft und sorgen für Nachwuchs. Wichtig ist der im Februar eingerichtete Willkommensservice für ausländische Existenz- gründer sowie für ausländische Fach- und Führungskräfte. Er berät zum Beispiel bei Visumsfragen oder der Anerkennung von Abschlüssen. Die Förderung von energie- und ressourcensparender Pro- duktion hilft Betrieben und der Umwelt – nachhaltige Pro- duktionsbedingungen und Produkte sichern Wettbewerbsfä- higkeit und Zukunftsmärkte

Lencke Steiner (FDP) Industrie braucht Fläche und qualifizierte Arbeitskräfte. Aber Industrie braucht auch ein Umfeld, das Industrie akzeptiert. Dazu müssen sich auch Verwaltung und Politik bekennen. Bremen ist Autostadt, Universalhafen und Standort bedeu- tender Wehrtechnik sowie Lebensmittelproduzenten. Wir kön-

nen nicht Investitionen erwarten, wenn die Entscheider auf den Hauptstraßen mit Tempo 30 fahren müssen und die pro- duzierten Güter womöglich nicht mehr über Bremer Häfen verschifft werden. Politik und vor allen Dingen die Umwelt- behörde sollten endlich daran arbeiten, Ansiedlungen zu er- möglichen und nicht dauernd zu verhindern. Es gilt, wieder in den Dialog zwischen Politik und Wirtschaft zu kommen und die Konfrontation zu beenden, denn diese schafft nur Verlierer. Bremen ist Industriestandort. Um Bremen zu stärken, set- zen sich Freie Demokraten für die aktive Ausweisung von In- dustrie-, Logistik- und Gewerbeflächen ein. Nur ein Überan- gebot an Flächen ermöglicht es, Unternehmen anzusiedeln und expansionswillige Unternehmen in Bremen beziehungs- weise Bremerhaven zu halten. Mit dem Ringschluss der A281 können weitere Industrieflächen attraktiv angebunden wer- den, zum Beispiel im Umfeld der Stahlwerke.

Kristina Vogt (Die Linke) Den Wandel zur Industrie 4.0 zu unterstützen, halten wir für vorrangig. Bremen braucht eine eigenständige Landeswirt- schaftsförderung, die sich nicht in der Kofinanzierung der GRW-Mittel erschöpft und nicht auf reine Darlehensförde- rung beschränkt, da allein damit nicht hinreichend Impulse gesetzt werden können. Wir wollen Branchen mit starker Ar- beitsplatz-Dynamik in die Wirtschaftsförderung einbeziehen, zum Beispiel Gesundheitswirtschaft und ITK. Lokale unter- nehmensnahe Dienstleistungen sollten entschiedener als bisher gefördert werden. Öffentliches Engagement wie beim EcoMat ist dafür wichtig. Immer mehr Großbetriebe gehen in den Besitz überregio- naler oder internationaler Konzerne oder Investorengruppen über. Dies kostet in vielen Fällen Arbeitsplätze, gefährdet den Standort und macht die lokale Wirtschaft abhängig von weit entfernten Entscheidungen. Handlungsmöglichkeiten sehen wir durch eine bessere Förderung der Unternehmensnachfol- ge und durch strategische öffentliche Beteiligungen.

TITEL GESCHICHTE

6 Die Bremer Innenstadt muss in ihrer

Entwicklung als Einzelhandels- und Touris-

musstandort weiter gestärkt werden. Wofür werden Sie sich einsetzen?

Jens Böhrnsen (SPD) Wir werden das „Innenstadtkonzept 2025“ Schritt für Schritt umsetzen. Durch neue Wegebeziehungen in die angrenzen- den Stadtviertel, durch die Aufwertung der Zugänge zur In- nenstadt, durch eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität und die Schaffung neuer Einzelhandelsflächen soll die City noch mehr Anziehungskraft erhalten. Ein Meilenstein auf diesem Weg wird das geplante City- Center am Ansgaritor sein. Zur weiteren Steigerung der Besu- cher- und Übernachtungszahlen wollen wir die Erlebniswel- ten des Bundeslandes weiterentwickeln, also zum Beispiel die Freiräume in den Havenwelten attraktiver gestalten und die Wegeverbindungen zwischen den touristischen Attraktio- nen der Stadt aufwerten. Zudem werden wir den Bunker Va- lentin mit in das Tourismuskonzept aufnehmen und neue Fährverbindungen über den Fluss gezielt auch zur Verbesse- rung des touristischen Angebots nutzen.

Elisabeth Motschmann (CDU) Die Bremer Innenstadt wollen wir als Einzelhandelsstandort attraktiver gestalten und gegenüber den Mitbewerbern am Stadtrand, im Umland und im Internet stärken. Hierzu wollen wir, mit Hilfe privater Investoren, die Wegebeziehungen und die Aufenthaltsqualität verbessern und mehr Verkaufsfläche in attraktiver Lage schaffen. Die Knochenhauer Straße wol- len wir zu einer attraktiven Fußgängerzone aufwerten. Die Einzelhändler müssen durch die Wirtschaftsförderung dabei unterstützt werden, ihre Cross-Channel-Fähigkeiten zu entwickeln. Wir wollen in der Bremer Innenstadt sowie in Bus- sen und Bahnen ein kostenfreies, öffentliches WLAN aufbau- en. Wir werden das Tourismuskonzept weiterentwickeln, Ziele und Strategien für 2025 neu definieren und dabei insbeson- dere den Städte- und Fahrradtourismus und die drei Destina- tionen Bremerhaven, Bremen Nord und Bremen Stadt berück- sichtigen. Das Messe- und Tagungswesen werden wir weiter fördern und das Standortmarketing vereinheitlichen.

weiter fördern und das Standortmarketing vereinheitlichen. Karoline Linnert (Die Grünen) Die Bremer City mit ihren
weiter fördern und das Standortmarketing vereinheitlichen. Karoline Linnert (Die Grünen) Die Bremer City mit ihren

Karoline Linnert (Die Grünen) Die Bremer City mit ihren historischen Bauten, der Weser und der Schlachte bietet ein Ambiente, mit dem kein Shopping- center konkurrieren kann. Ein unschlagbarer Standortvorteil. Das neue City Center Ansgaritor wird ein Schlüsselprojekt für die Attraktivierung der Innenstadt. Zusätzliche Einkaufs- flächen mit neuen Geschäften werden zur Belebung der City beitragen, ebenso die zusätzlichen Wohnungen. Neue Lauf- beziehungen werden geschaffen, die Knochenhauerstraße wird dadurch aufgewertet. Die Grünen wollen innovative Kulturansätze stärken sowie „Hinterhöfe“ entwickeln. Der Branchenmix in der City muss generell verbessert werden. Dank des hervorragenden ÖPNV-Angebots ist die Innenstadt gut erreichbar – ein dicker Pluspunkt. Die Tourismusbranche floriert. Kongresse, Events, unsere Museen, Theater und Veranstaltungen wie Freimarkt, Samba- karneval oder Breminale locken immer mehr Menschen nach Bremen

Lencke Steiner (FDP) Bremen ist nicht nur von seiner Größe, sondern auch von sei- ner Bedeutung her einer der wichtigsten Ballungsräume Norddeutschlands. Damit das so bleibt, ist eine Aufwertung der Innenstadt überfällig. Wir brauchen mehr Einzelhandels- fläche und eine Fußgängerzone, die zu einem Rundgang ein- lädt. Dazu gehört mehr als nur die Filialen irgendwelcher Ein- kaufsketten. Die Obernstraße und die Sögestraße sind bis heute nicht in ein Gesamtkonzept Einkaufserlebnis einge- bunden. Hier gilt es, auch private Investoren zu motivieren, für deren Engagement wir viel tun sollten. Wir haben eine attraktive Museumslandschaft. So wie das Auswandererhaus das Thema Migration darstellt, so könnten wir auch die Bremer Automobil- und Luftfahrtgeschichte ab- bilden: mit ganz neuen Erlebnisorten. Ergänzt mit einer von Grund auf neu konzipierten Innenstadt und einer Konzert- und Veranstaltungskultur der Extraklasse kann Bremen Magnet für Millionen Besucher sein. Außerdem wünschen wir uns, dass Kreuzfahrtschiffe auch wieder in Bremen stop-

pen. Aber machen wir uns nichts vor: Diese ganze Entwick- lung können wir nicht aus
pen. Aber machen wir uns nichts vor: Diese ganze Entwick- lung können wir nicht aus
pen. Aber machen wir uns nichts vor: Diese ganze Entwick- lung können wir nicht aus
pen. Aber machen wir uns nichts vor: Diese ganze Entwick- lung können wir nicht aus

pen. Aber machen wir uns nichts vor: Diese ganze Entwick- lung können wir nicht aus öffentlichen Geldern finanzieren. Bremen muss für private Investoren ein attraktiver Partner werden.

Kristina Vogt (Die Linke) Bremen und Bremerhaven können nicht mit Stränden punk- ten, sondern mit ihrer urbanen Attraktivität und den kulturel- len Angeboten. Daher wollen wir die Kulturszene stärker för- dern, wofür die City Tax eine sinnvolle zusätzliche Finanzie- rungsquelle ist. Das kleinräumige Nebeneinander von Woh- nen, Kultur und Einzelhandel wollen wir ausbauen, in der Innenstadt und in anderen Quartieren wie z. B. der Neustadt oder Walle. Verdrängungsprozesse veröden solche Quartiere, während Mieterschutz auch ihre touristische Attraktivität und den Einzelhandel schützt. Den Innenstadt-Umbau mit dem geplanten City Center sehen wir kritisch: Eine zusätzliche Shopping-Mall würde vor allem den bestehenden Einzelhandel in der Innenstadt schwächen. Wir setzen keine Hoffnungen darin, Teile etwai- ger olympischer Spiele in Hamburg nach Bremen zu holen. Die positiven wirtschaftlichen Impulse aus solchen Großpro- jekten sind nur kurzfristig, die negativen Folgen (Mietenstei- gerung, öffentliche Kosten) dagegen bleibend.

7 Bremen ist als Wissenschafts- und

Innovationsstandort eine Stadt der Talente.

Was wollen Sie tun, um die Talente am Standort zu halten und die Innovationskraft Bremens weiter zu stärken?

Jens Böhrnsen (SPD) Wir wollen hoch qualifizierte Fachkräfte durch ein attraktives Umfeld für sie und ihre Familien, also durch hohe Lebensqua- lität, gute Kinderbetreuung und gute Schulen, preisgünsti- gen Wohnraum und gute Arbeitsbedingungen an Bremen binden. Das kann nur gelingen, wenn sie hier auch ein attrak- tives Angebot an Arbeitsplätzen vorfinden. Wir werden die hohe Leistungsfähigkeit der Hochschulen erhalten und Kar- rierewege im Wissenschaftsbereich sichern. Wir wollen die Innovationskraft des Standorts durch eine bessere Verzahnung von Wirtschaft und anwendungsnaher Forschung in Hochschulen und außeruniversitären Wissen- schaftseinrichtungen weiter steigern. Ein Beispiel hierfür ist die Weiterentwicklung der Forschungs- und Entwicklungs- meile in Bremerhaven. Ein anderes ist die konsequente Bün- delung der Kompetenzen im Bereich Materialforschung und Oberflächentechnologien: Das EcoMaT wird die Wettbe- werbssituation der Unternehmen in der Luft- und Raumfahrt sowie im Automobil- und Schiffbau weiter verbessern.

Elisabeth Motschmann (CDU) Um im nationalen wie internationalen Wettbewerb bestehen zu können, sprechen wir uns für eine klare Schwerpunktset- zung in den wissenschaftlichen Exzellenzbereichen aus. Damit auch künftig exzellente (Nachwuchs-)Forscher nach Bremen kommen, wollen wir die Studien- und Beschäfti- gungsbedingungen verbessern. Die Aufnahme einer Zivil-

TITEL GESCHICHTE

klausel ins Bremische Hochschulgesetz lehnen wir ab. Neben den bestehenden drei Innovationsclustern wollen wir den Vernetzungsgrad zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auch in weiteren Feldern durch professionelle Cluster- und Netzwerkmanagements erhöhen – dazu zählt die Entwick- lung eines länderübergreifenden Innovationsclusters Mobili- tät mit den Schwerpunkten Fahrzeugbau und Elektromobili- tät. KMU wollen wir über eine regionale Plattform für For- schung und Entwicklung (FuE) dabei unterstützen, Kontakt zu Großbetrieben und Forschungseinrichtungen aufzubauen. Unser Ziel ist es, den Anteil der FuE-Ausgaben bis zum Jahr 2019 auf 3 % des bremischen BIPs zu steigern.

Karoline Linnert (Die Grünen) Die Menschen leben gern in Bremen – gerade die Jungen sind begeistert von der Stadt, ihrem weltoffenen Klima, dem breit gefächerten Freizeit- und Kulturangebot. Kreative Köpfe fühlen sich hier wohl und sind gut vernetzt. Gut so, denn neben der Bezahlung spielen ein tolerantes gesellschaftli- ches Klima und eine kreative Szene eine wichtige Rolle bei der Wahl des Berufsortes. Wir helfen GründerInnen mit indi- viduellen Beratungsangeboten und Start-up-Darlehen. Un- ternehmen werden bei Innovationsvorhaben unterstützt, auch bei der Fördermittel-Akquise auf nationaler und euro- päischer Ebene. Grüne stehen für ein modernes Einwanderungskonzept. Wir brauchen ausländische Fachkräfte dringender denn je. Wir wollen sie bei der Anerkennung ihrer schulischen und be- ruflichen Qualifikation unterstützen. Die Grünen wollen den ehemaligen Güterbahnhof als Kreativzentrum kulturell und städtebaulich absichern. Leer stehende Gebäude wollen wir verstärkt durch Zwischennutzungskonzepte beleben.

Lencke Steiner (FDP) Damit die jungen Talente in Bremen bleiben, muss es Arbeit- geberinnen und Arbeitgeber für sie geben, die auch eine neue Gründerkultur beflügeln. Wir sollten unsere Stärken be- tonen: Logistik, Automobil- sowie Luft- und Raumfahrtindus- trie, außerdem den Bereich Nahrungs- und Genussmittel. Hier sollten die Hochschulen einen deutlicheren Schwer- punkt setzen. Wir brauchen Menschen aus der ganzen Welt, die in dieser Stadt gern leben und arbeiten und sie in die Zu- kunft führen. Zudem wollen wir Existenzgründungen unterstützen. So werden Talente zu ihren eigenen Arbeitgebern. Kreativwirt- schaft ist hier ein noch oft unbestelltes Feld. Aber auch das klassische Gewerbe und das Handwerk sind Zugpferde! Exis- tenzgründer und -gründerinnen schaffen Arbeitsplätze für

sich und andere. Die Freidemokraten fordern, dass Unterneh- mensgründungen so einfach werden wie das Mieten eines Mietwagens. Zudem sollen Gründungen zum Beispiel aus Hochschulen heraus deutlich unterstützt werden. So können Talenten Perspektiven geboten werden – und Bremen könnte wie schon so oft in seiner früheren Geschichte wieder Motor der wirtschaftlichen Entwicklung werden!

Kristina Vogt (Die Linke)

Talente brauchen Wohnungen, Kinderbetreuung, gute Schu- len und eine kulturell attraktive Stadt. Der Ausbau der ent- sprechenden öffentlichen Dienstleistungen ist zwingend, be- reits jetzt wandern Familien und BerufsanfängerInnen genau aus diesen Gründen ab. Das Angebot an qualifizierten Frau- enarbeitsplätzen entscheidet maßgeblich darüber, wo sich Familien dauerhaft niederlassen. Der Verringerung des Gen- der Pay Gap kommt daher hohe Bedeutung zu. Hier wollen wir mit einem Entgeltgleichheitsgesetz weiterkommen. Innovation braucht Freiräume. Kürzungen an den Hoch- schulen, Schließung von Studiengängen, noch stärkere Aus- richtung des Wissenschaftsbetriebs an Drittmitteln sind schädlich für eine kreative Metropole. Viele junge Talente kommen nicht zum Zug, weil das Bildungssystem sie nicht angemessen fördert. Den multikulturellen und integrativen Umbau der Schulen und des Ausbildungssystems wollen wir daher vorantreiben, auch als Bestandteil der Bremischen In-

novationskraft.

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kennenzulernen sowie beim anschließenden Get-together sich mit den Mitarbeitern

Sprechtag: Beratung zur CE-Kennzeichnung

Bitte melden Sie sich an:

auszutauschen.

Es berät Mario Haake, Inmas GmbH.

zollseminar@handelskammer-bremen.de

Bitte melden Sie sich an bei Claudia Spalkhaver Telefon 0421 3637-308, spalkhaver@handelskammer-bremen.de

Existenzgründung/

Unternehmensnachfolge

22. April, 18:00-20:30 Uhr

Workshop: Die steuerlichen Gesichts- punkte der Unternehmensnachfolge Es referieren Andreas Grüneberg, Wirt- schaftsprüfer und Steuerberater, und Daniel Reinhart, Steuerberater, beide WSG Winger- ning Senge Gerstmayr

8. Juli, 18:00-20:30 Uhr

Workshop: Der Bestandscheck – Nur nicht den Überblick verlieren Es referiert Susanna Suhlrie, bwl. Beratung, Coaching, Training

Bitte melden Sie sich an bei Grazyna Renzelmann, B.E.G.IN, Telefon 0421 323464-12, info@begin24.de

Innovationsmanagement

6. Mai, 16:00-18:00 Uhr

EU-Fördermöglichkeiten für KMU Dr. Petra Oberhagemann von der Nationalen Kontaktstelle für das Europäische Forschungs- rahmenprogramm gibt einen Überblick über den europäischen Förderdschungel. Geplant ist zudem der Praxisbericht eines erfolgrei- chen regionalen Antragsstellers. Das Angebot richtet sich in erster Linie an kleine und mitt- lere Unternehmen.

Bitte melden Sie sich an bei Petra Ripke-Höpfl, Telefon 0421 3637-236, veranstaltungen@handelskammer-bremen.de

Mittelstandstreff

29. April, 12:30-14:00 Uhr

Vortrag: High Potentials Es referiert Xenia Schertges, AliveBusiness

24. Juni, 12:30-14:00 Uhr

Vortrag: Vergütungs-Optimierung:

mehr Netto vom Brutto Es referiert Rüdiger Zielke, PensionCapital GmbH

Bitte melden Sie sich an bei Sabrina Gaartz, Telefon 0421 3637-231, veranstaltungen@handelskammer-bremen.de

Wirtschaft global

20. April, 16:00-18:30 Uhr

Ländernetzwerk USA:

Das US-(Re)-Exportkontrollrecht Es berichtet Susanne Gellert, AHK USA, New York

8. Mai, 9:00-11:30 Uhr

Ländernetzwerk Subsahara-Afrika:

Südafrika – Eingangstor und wichtigster Markt des afrikanischen Kontinents Es berichtet Matthias Boddenberg, AHK Südliches Afrika, Johannesburg

Bitte melden Sie sich an:

international@handelskammer-bremen.de

6. Juli, 9:00-11:30 Uhr

Zoll-Seminar: Lieferantenerklärung – eine Erklärung mit Konsequenzen! Die rechtmäßige Ausstellung von Lieferanten-

Energie & Umwelt

21. Mai, 14:00-17:00 Uhr Vortrag: Neue Fördermittel für Energie-Effizienzmaßnahmen Es berichten Mark Becker, DIHK, Martin Schulze, RKW Bremen GmbH, und Bernd

Langer, BEKS EnergieEffizienz GmbH

Bitte melden Sie sich an bei Sabrina Gaartz, Telefon 0421 3637-231,

veranstaltungen@handelskammer-bremen.de

Handel & Versicherungen

8. Mai, 10:00-12:00 Uhr Vortrag: Was ein Handelsvertreter bei Abschluss eines HV-Vertrages beachten sollte! Gerade zu Beginn einer Zusammenarbeit zwischen Handelsvertreter und Unternehmen taucht regelmäßig die Frage auf, welche Rechte und Pflichten die Vertragsparteien haben. Oftmals sind diese schriftlich fest- gehalten, häufig jedoch fehlen ausdrückliche Regelungen. Dann gelten die gesetzlichen Bestimmungen. Welche Rechte und Pflichten sich daraus ergeben, was einzelne vertrag- liche Abmachungen bedeuten – diese Fragen

stehen im Mittelpunkt des Vortrages von Thomas Tauscher, CDH im Norden – Wirt- schaftsverband für Handelsvermittlung und Vertrieb, Bremen.

Bitte melden Sie sich an bei Bettina Schaefers, Telefon 0421 3637-406, schaefers@handelskammer-bremen.de

DIE HANDELSKAMMER GRATULIERT ZUM JUBILÄUM

UNTERNEHMEN

100-jähriges Bestehen

gegründet 17. April 1990

l

Munte GmbH & Co. KG,

l

l

Jörg Käbel,

engram GmbH,

gegründet 1. April 1915 50-jähriges Bestehen

gegründet 23. April 1990

l

INTRAC H. Fehrmann GmbH,

l

gegründet 30. April 1990

gegründet 5. April 1965 25-jähriges Bestehen

Rigel Schiffahrts GmbH & Co. KG, gegründet 30. April 1990

l

Oliver Heinicke Versicherungen e. K., gegründet 1. April 1990

l

Hollerland Apotheke e. Kfr.,

MITARBEITER

gegründet 1. April 1990

l

60 Jahre am 1. April

l

Peer Seus, gegründet 10. April 1990

Günter Monsees, Schütte &

l

Jürgen Lenz,

Bünemann GmbH & Co. KG

gegründet 11. April 1990

l

50 Jahre am 1. April

l

Thomas Wolter WW Württembergische,

Inge Palka, Gewoba Aktiengesell- schaft Wohnen und Bauen

Wirtschaftsempfang im Zeichen der Luftfahrt

Am 2. Juli lädt die Handelskammer Bre- men zu ihrem diesjährigen Wirtschafts- empfang ein. Gastredner wird Carsten

Foto Lufthansa AG
Foto Lufthansa AG

Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deut- schen Lufthansa AG, sein. Die Veranstal- tung beginnt um 17 Uhr im Hangar der Lufthansa Flight Training am Bremer Flughafen.

Information Nina Stampe, Telefon 0421 3637-332, stampe@handelskammer-bremen.de

Wirtschaft trauert um Peter Kloess

Mit Peter Kloess verstarb am 5. März 2015 eine wichtige Un- ternehmerpersönlichkeit und ein vielseitig engagierter Bre- mer im Alter von 82 Jahren. Präses Christoph Weiss und Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger drückten der Fa- milie des Verstorbenen ihre tief empfundene Anteilnahme aus. Mit Abschluss des Studiums an der Technischen Hoch- schule in Karlsruhe kehrte der gebürtige Bremer nach kurzen Stationen in Hamburg und Whitley Bay (England) an die We- ser zurück und war von 1966 an Geschäftsführer der späte- ren Macor Marine Systems International GmbH. 1980 wurde Peter Kloess in das Plenum der Handelskammer gewählt und gehörte diesem höchsten Kammergremium bis 1997 an. Von 1972 bis 1986, davon acht Jahre als Vorsitzender, war er Mit- glied des Industrieausschusses. Peter Kloess stand auch an der Spitze vieler weiterer Insti- tutionen und Verbände. So war er Präsident der Unterneh- mensverbände im Lande Bremen und gehörte dem Präsidi- um der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberver- bände an. Als Präsident der Eiswette in den Jahren 1988 bis 1992, als Schaffer 1987 und in zahlreichen weiteren Funktio-

nen engagierte er sich erheblich für den gesellschaftlich-so- zialen Zusammenhalt in Bremen. Präses Weiss und Hauptge- schäftsführer Dr. Fonger betonten: „Für all dies sind wir ihm außerordentlich dankbar und werden ihn in allerbester Erin-

nerung behalten.“

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KAMMER REPORT

AUS DEM PLENUM

Die Plenarsitzung vom 16. März

l Aktuelles

l Social-Media-Aktivitäten der Handelskammer

l Wahl des Wahlausschusses für die Ergänzungswahlen 2015 l Benennung von Mitgliedern für den Verwaltungsrat der Hermann-Leverenz-Stiftung

l Themenschwerpunkt „Künstliche Intelligenz“

Aktuelles Vizepräses Otto Lamotte berichtete über die Karrieremesse „Jacobs Career Fair“ am 25. Februar in der Jacobs Uni- versity in Bremen-Grohn. Sie bot regio- nalen und überregionalen Unterneh- men eine sehr gute Plattform zum Ken- nenlernen der internationalen Studie- renden. Gleichzeitig konnten sich Studierende bei den Unternehmen über die unterschiedlichen Anforderun- gen für einen beruflichen Einstieg infor- mieren. Die „Jacobs Career Fair“ sei bes- tens verlaufen und soll aufgrund der guten Resonanz wiederholt werden. Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger erläuterte den Sachstand zur geplanten Zusammenführung der Han- delskammer Bremen mit der IHK Bre- merhaven zum 1. Januar 2016. Nach- dem Ende des vergangenen Jahres die organisatorischen Maßnahmen abge- stimmt worden seien, sei jetzt unter Ein- beziehung der Mitarbeiter und Perso- nalträte Einvernehmen zu den perso- nellen Strukturen der gemeinsamen Kammer erzielt. Darüber hinaus werde der Geschäftsbereich Aus- und Weiter- bildung bereits zum II. Quartal 2015 zusammengeführt. Insgesamt komme der Fusionsprozess gut voran. Präses Christoph Weiss und Dr. Fon- ger berichteten im Plenum über die be- absichtigte Änderung des Bremer Hochschulreformgesetzes, der die Bre- mische Bürgerschaft am 18. Februar in erster Lesung zugestimmt habe. Insbe- sondere die gesetzliche Einführung ei-

ner sogenannten Zivilklausel und die Informations- und Veröffentlichungs- pflicht zu Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Hochschu- len seien kritisch zu sehen. Gerade im Wissenstransfer habe Bremen seit vie- len Jahren gegenüber vielen anderen Wirtschaftsregionen einen Vorsprung. Sollte die Reform tatsächlich unverän- dert in zweiter Lesung beschlossen wer- den, könnte dies erhebliche Auswirkun- gen auf die Bereitschaft der Wirtschaft zur Zusammenarbeit mit den Hoch- schulen haben.

Social Media-Aktivitäten Dr. Stefan Offenhäuser, Leiter des Ge- schäftsbereichs Public Relations, stellte die Social Media-Aktivitäten der Han- delskammer Bremen vor. Mit einer offi- ziellen Facebook-Seite, der Facebook- Seite „Deine Kammer“ zum Thema Aus- und Weiterbildung sowie einer XING- Gruppe „new_kammer bremen“ für Un- ternehmer und Gründer erreiche man auch Personengruppen, die die klassi- schen Medien heute seltener nutzen. Auch betreibe die Kammer eine Google+-Seite sowie gemeinsam mit anderen Industrie- und Handelskam- mern einen gemeinschaftlichen You- Tube-Kanal und einen Twitter-Account. Die einzelnen Auftritte verzeichneten seit ihrem Start durchweg steigende Nutzerzahlen. Ziel sei es, über die Platt- formen im Internet sowohl via Nach- richten und Kommentaren kommunika- tiv zu interagieren, als auch selbst an der Gestaltung medialer Inhalte teil- nehmen zu können.

Wahl, Benennung Auf Vorschlag des Präsidiums be- nannte das Plenum Christian Freese, Imke Goller-Wilberg, Prof. Dr. Dietrich Grashoff, Vizepräses Janina Marahrens- Hashagen, Detlef Pauls und Vizepräses Peter Schöler als Mitglieder des Wahl- ausschusses für die Ergänzungswahlen zum Plenum der Handelskammer Bre- men im Herbst 2015. Für die ab 1. Juni 2015 beginnende neue vierjährige Amtsperiode des Ver- waltungsrates der Hermann-Leverenz- Stiftung benannte das Plenum erneut André Grobien, Jürgen Roggemann, Stefan Storch, Wolfgang Vogt-Jordan sowie Karlheinz Heidemeyer.

Künstliche Intelligenz Zum Themenschwerpunkt „Künstliche Intelligenz“ kam zum einen Professor Dr. Dr. Gerhard Roth, Direktor des Insti- tuts für Hirnforschung an der Universi- tät Bremen, zu Wort. Er nahm Stellung zu der Frage, ob es möglich sei, mensch- liche Intelligenz nachzubauen, und re- ferierte über Fragen der visuellen Ver- haltenssteuerung. Weiterhin berichtete Jens Mey, stellvertretender Leiter des Robotics Innovation Centers des Deut- schen Forschungszentrums für Künstli- che Intelligenz, über den Bremer Stand- ort der DFKI GmbH und dessen For- schungsschwerpunkte. Das DFKI mit Sitz in Kaiserslautern, Saarbrücken und Bremen sowie dem Projektbüro in Ber- lin sei das weltweit größte For-schungs- zentrum auf dem Gebiet der künstli-

chen Intelligenz.

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Fotos Frank Pusch, Sportstiftung

Fotos Frank Pusch, Sportstiftung Bündnis für attraktiven Einzelhandelsstandort Ein „Bündnis für einen attraktiven

Bündnis für attraktiven Einzelhandelsstandort

Ein „Bündnis für einen attraktiven Ein- zelhandelsstandort Bremen“ haben jetzt Bremens Einzelhändler vorge- schlagen. Auf dem traditionellen Gäs- teabend von Handelsverband und Handelskammer im Dorint Park Hotel (im Bild) forderten sie gemeinsame Anstrengungen, um stationären Han- del und Online-Handel für die Händler in Einklang zu bringen. „Möglichst viele Händler mit einem Web-Shop ausstat- ten zu wollen, wird weder den Händ- lern noch den Standorten gerecht“, so

Handelskammer ehrt Betriebssportler auf der Sportgala

Norbert Caesar, Vizepräsident des Han- delsverbandes Niedersachsen-Bremen. Ziel müsse sein, den Kunden die Vielfalt des stationären Handels im Netz verfügbar zu machen, nicht aber verstärkt stationäre Umsätze in das In- ternet zu verlagern. Peter Schöler, Vize- präses der Handelskammer und Vorsit-

zender des Ausschusses für Einzelhan- del und verbraucherorientierte Dienst- leistungen, bekräftigte die Forderung der Kaufleute, die Einzelhandelsfläche in der Bremer Innenstadt deutlich aus- zuweiten. Für Caesar wie Schöler ist das Ansgari-Projekt eines der Schlüsselpro- jekte für die Bremer City. n

eines der Schlüsselpro- jekte für die Bremer City. n (v.l.) Rolf Frassa, Dr. Matthias Fonger sowie

(v.l.) Rolf Frassa, Dr. Matthias Fonger sowie swb-Vorstand Uwe Schramm und Alexander Papke von der swb-Betriebssportgruppe

Anfang März feierte die bremische Sportwelt ihre Sportler des Jahres 2014 auf einer festlichen Gala im GOP-Varieté- Theater. Auch der Betriebssport spielte eine Rolle und wurde besonders gewürdigt: Die Handelskammer hatte zwei Son- derpreise ausgeschrieben. Die Betriebssportgemeinschaft des Jahres kommt von der swb AG. „Ihre Sportgemeinschaft ist ein Modell, das für viele andere Sportgruppen vorbildlich ist“, sagte Handelskammer- Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias Fonger. In elf Sportarten ist die Gemeinschaft unterwegs, 215 Mitarbeiter haben sich ihr angeschlossen. Es gibt eine Konzernbetriebsvereinbarung darüber und regelmäßige Aktivitäten. Betriebssportler des Jahres ist Rolf Frassa. Er hat die Betriebssportgemeinschaft

Bremerhavener Versorgung und Verkehr mitbegründet und sitzt ihr bis heute vor. Die Palette des Hobbysportlers reicht von Tischtennis über Bowling bis zum Schießen. Frassa, heute im Ruhestand, war zudem lange im Vorstand des Landesbe- triebssportverbandes aktiv. Der Vollblut-Sportler sei „seit vie- len Jahren eine große Bereicherung für den Betriebssport in unserem Bundesland“, würdigte ihn die Handelskammer. Betriebssport sei weit mehr als die sportliche Freizeitbe- schäftigung nach Feierabend. Er sei „eine Form des Gesund- heitsmanagements, das Mitarbeitern und Unternehmen glei- chermaßen zugute kommt“, so Dr. Fonger. Damit sei er eine klassische win-win-Situation – Grund genug für die Handels- kammer, sich an der Sportgala zu beteiligen.

Foto Jörg Sarbach

STANDORTBREMEN

BOHRENDE FRAGEN

Wie innovativ ist Bremen und wie innovativ kann Bremen werden? Die Handelskammer präsentierte eine Studie des RWI und will jetzt Empfehlungen für eine neue Innovationsstrategie ausarbeiten.

as MARUM ist eines der heraus- ragendsten bremischen For- schungsinstitute, eines mit höchster internationaler Reputation, wenn es um marine Umweltwissen- schaften geht. Die Kulisse hätte also nicht treffender gewählt werden kön- nen, um bohrende Fragen nach der bre- mischen Innovationslandschaft und der Zukunft des Innovationsstandortes Bremen zu stellen: Wie innovativ ist der Standort tatsächlich? Welche Innova- tionsperspektiven hat er? Um das wis- senschaftlich zu erhärten, hat die Han- delskammer die Innovationsexperten des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) beauf- tragt, eine entsprechende Studie zu er- stellen. Ihr Fazit ist differenziert: Das Inno- vationspotenzial ist riesig, weil das Wis- senschafts- und Ausbildungssystem in

riesig, weil das Wis- senschafts- und Ausbildungssystem in Bremen exzellent, die Leistungsstärke von Universitäten

Bremen exzellent, die Leistungsstärke von Universitäten und Forschungsinsti- tuten erstklassig ist. Nur: All das wird zu wenig von den Unternehmen, vor al- lem in der Breite, genutzt. Laut Studie ist die Forschungsintensität in der Wirt- schaft viel zu gering. Bremen befindet sich hier laut RWI-Regionalvergleich zwar „in einem guten Mittelfeld“, aber der Rückstand zur Spitze beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg ist auffällig hoch. Die Gründe: Der Transfer von der Wissenschaft in die Wirtschaft hakt, er ist zu zäh, es gibt zu wenig Hightech- Gründungen, die Innovationsstrategie des Landes ist zu schwammig, die För- derlandschaft intransparent, die politi- schen Kompetenzen sind nicht gebün- delt. Zwar hätten sich die Rahmenbe- dingungen für Innovation in Bremen in den vergangenen Jahren gebessert

(das RWI lobt beispielsweise die Clus- terbildung), doch es bleibt noch viel zu tun. Den Ball nimmt die Handelskammer jetzt auf. Sie wird, so kündigte Präses Christoph Weiss bei der Vorstellung der Studie im MARUM an, in den nächsten Monaten mit Politik, Unternehmen und Organisationen in den Dialog treten. „Gemeinsam mit führenden Experten wird die Kammer Maßnahmen für eine Neuausrichtung und Verbesserung der Innovationspolitik und der Innovations- dynamik erarbeiten“, so Weiss. Im Som- mer soll ein Positionspapier veröffent- licht werden – mit konkreten Vorschlä- gen, Empfehlungen und Anregungen. Denn „Innovationspolitik ist Wachs- tumspolitik“, sagte Weiss. Wachstum werde größtenteils durch Innovation und nicht durch Kapital oder Arbeit er- zielt. Innovationen seien „sexy“ und

Gruppenbild mit Meeresboden- bohrgerät: (v.l.) Präses Christoph Weiss, Dr. Michael Rothgang (RWI), Dr. Frank Thoss
Gruppenbild mit Meeresboden-
bohrgerät: (v.l.) Präses Christoph
Weiss, Dr. Michael Rothgang (RWI),
Dr. Frank Thoss (Handelskammer),
Professor Dr. Wim Kösters (RWI),
Hauptgeschäftsführer Dr. Matthias
Fonger und Professor Gerold
Wefer (MARUM).
machten einen Wirtschaftsstandort
erst attraktiv: Sie seien ein Magnet für
junge Talente und ambitionierte Unter-
nehmen. Er forderte eine größere Wirt-
schaftsnähe sowohl von der Politik als
auch der Wissenschaft. Als absolut kon-
traproduktiv und ärgerlich stuft er des-
halb das neue bremische Hochschulge-
setz ein. Die gesetzliche Festschreibung
der Zivilklausel und die Einführung ei-
ner zusätzlichen Forschungsdatenbank
für Drittmittelprojekte würde die Ko-
operationsbereitschaft der Wirtschaft
enorm schwächen. Das Gesetz „trennt
die Wirtschaft von den Hochschulen“,
anstatt den Transfer zu beflügeln, wozu
die RWI-Analyse dringend rät. Denn es
wird in Bremen nicht zu viel, sondern zu
wenig kooperiert.
Ein paar Steilvorlagen zur Stärkung
des Innovationsstandortes liefert die
RWI-Studie bereits. Ganz wichtig sei,
die Clusterentwicklung und den Trans-
fer zu stärken. Hier könnten Innova-
tionsgutschein für mittelständische Un-
ternehmen nach dem Beispiel Baden-
Württembergs und auch ein forcierter
personeller Austausch zwischen Hoch-
schulen und Unternehmen helfen. Ent-
lang der regionalen Forschungscluster
sollten weitere Wachstumsfelder kon-
kretisiert und innovative Unternehmen
aus diesen Bereichen angesiedelt wer-
den. Das RWI plädiert auch dafür, ei-
nen Gründergeist in die Hochschulen
hineinzutragen, um mehr Studierende
für die Chancen unternehmerischer Tä-
tigkeiten zu sensibilisieren.
Ein weiterer Vorschlag: alle Aktivitä-
ten und Kompetenzen zur Innovations-
politik unter einem Dach bündeln. Dies
könnte beispielsweise in einem eige-
nen Senatsressort für Innovation ge-
schehen. Förderprogramme sollten ge-
strafft werden, sagt das RWI. Bremen
müsse sich zudem überregional als mo-
derner Innovationsstandort ins Ge-
spräch bringen.
Die Wissenschaftsplanung sollte
stärker auf die Innovationserfordernis-
se der Wirtschaft ausgerichtet werden.
Dazu gehört eine Verbesserung der
Rahmenbedingungen, unter anderem
eine bessere schulische Bildung sowie
eine nachhaltige Finanzierung der
erforderlichen innovationspolitischen
Maßnahmen. (cb)
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STANDORTBREMEN

100 JAHRE – EINE FAMILIE

Aus Tappes Kaffee hat Familie Pauls das Vier-Sterne-Hotel Munte am Stadtwald mit 128 Zimmern, Wellnessbereich und gehobener Küche gemacht. Jetzt feiern sie „100 Jahre gelebte Gastfreundschaft“. Von CATRIN FRERICHS

n der Küche von Salvatore Ruggiero und Franco Aragona muss jeder Handgriff sitzen. Der schmale, längliche Raum lässt ausschweifende Bewegungen nicht zu. Dort zaubern die Küchenchefs Pasta, Pizza und Pesce nach original italieni- schen Rezepten. Das Restaurant Del Bosco liegt im Erdge- schoss des Ringhotels Munte am Stadtwald und ist für Hotel- gäste und ansässige Bremer gleichermaßen geöffnet. „Ihre Küche ist wahrscheinlich größer“, schmunzelt Detlef Pauls. Nicht wirklich, aber das tut jetzt nichts zur Sache. Auf die Grö- ße kommt es ohnehin nicht an in einer Küche, dort muss vor allem das Mise en Place, also die Vorbereitung, stimmen. Das Gleiche ließe sich auf das Hotel Munte übertragen. In diesem Jahr feiert es sein 100-jähriges Bestehen. Dank eines Konzeptes, das über die Jahrzehnte mitgewachsen ist. Die Brüder und heutigen Inhaber Detlef und Jan Pauls sind in dem Hotel groß geworden. Der Urgroßvater der Brüder, Gus- tav Tappe, hatte es am 1. April 1915 als Tappes Kaffeehaus, eine Schankwirtschaft mit Ausspann, eröffnet. Damals führ- te der Kuhgraben als langer Fleet vorbei am Hotel in Rich- tung Stadt. Nach Tappes Tod übernahm Tochter Mariechen Pauls das Lokal, baute Kegelbahnen und erweiterte und modernisierte die Ballräume. Die Munte 2, wie es genannt wurde, war ein Ort, wo sich junge Paare zum Tanztee trafen. Erst Gerhard und Edith Pauls, die Eltern der heutigen Inhaber, bauten das Lokal zum Hotel aus. An diese Zeit kann sich Detlef Pauls noch erinnern. Daran, dass 1972 ein heftiger Sturm tobte, der die alten Bäume im Stadtwald direkt gegenüber dem Ho- tel entwurzelte. Erinnern kann er sich auch an den Bau der Bremer Universität Anfang der 70er-Jahre, und daran, dass

der Kuhgraben zugeschüttet wurde, um die Parkallee zu er- weitern, die fortan die Anbindung von der Stadt zum Univer- sitätsgelände sein würde. Für ihn und seinen Bruder stand früh fest, dass sie das Ho- tel einmal übernehmen wollen. „Wir sind damit groß gewor- den, für uns war klar, wir führen die Familientradition weiter“, erzählt Detlef Pauls. Die Eltern bereiteten die Zukunft der Söhne gut vor: Am 1. Mai 1980 eröffneten sie das Hotel Mun- te am Stadtwald mit 64 Zimmern, Schwimmbad, Sauna und Solarium. Vier Jahre später stieg Detlef Pauls mit ein, 1988 folgte der eineinhalb Jahre jüngere Bruder Jan. Der Weg verlief nicht immer gradlinig. Es gab Streitigkei- ten mit Nachbarn, die sich vom Lärm der Feiern und Veran- staltungen belästigt fühlten. Nach einigem Hin und Her wur- de Mitte der 1990er-Jahre der Altbau abgerissen und ein mo- derner Gebäudekomplex mit Veranstaltungsräumen, eigener Küche und weiteren Zimmern gebaut. „Zurückblickend war das die richtige Entscheidung, weil wir so konkurrenzfähig geblieben sind“, sagt Pauls.

er endgültige Generationswechsel vollzog sich im Jahr 2001. Heute hat das Hotel 128 Zimmer, einen 630 Quadratmeter großen, öffentlichen Spa- und Wellnessbereich names beautyfit, das Restaurant Wels, wo Fisch- und Wildspezialitäten serviert werden, und den Italie- ner Del Bosco mit einfacher italienischer Küche. Zu der von den Brüdern gemeinsam geführten Munte GmbH und Co. KG gehören das Budgethotel 7 Things, das vor zwei Jahren an der Universitätsallee eröffnet wurde und das VCH Hotel Bre- mer Haus in der Bremer Innenstadt.

eröffnet wurde und das VCH Hotel Bre- mer Haus in der Bremer Innenstadt. 30 | Wirtschaft

Die Hotelierfamilie im Bild: (v.l.) Detlef Pauls, Petra Pauls, Edith Pauls, Maike Kuhlmann, Gerhard Pauls, Andrea Pauls, Jan Pauls

Wer ein Hotel leitet, hat nie Feierabend. Detlef Pauls Ar- beitstag beginnt um acht in der Früh und endet um Mitter- nacht. Kontakt ist ihm wichtig, nicht nur zu den Gästen, die die familiäre Atmosphäre des Hauses schätzen, sondern auch die Kommunikation nach außen. Der Hotelier ist Vorsit- zender des Bremer Landesverbands des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Dehoga, er sitzt im Plenum der Handelskammer und in verschiedenen weiteren Beiräten und Ausschüssen. Jan Pauls engagiert sich bei der Ringhotel- Kooperation. Den Brüdern ist Präsenz wichtig, sie schauen spät abends im Betrieb noch einmal nach dem Rechten oder sind schnell zur Stelle, um Fragen der Handwerker zu beant- worten, die gerade Zimmer renovieren. Und zwischendurch können sie sich auch eine Pizza aus dem Del Bosco schme- cken lassen. Genau wie ihr Hotel feiern die Brüder übrigens in diesem Jahr ihr 100-Jähriges. Detlef Pauls ist im März 51 geworden. Sein Bruder Jan ist 49. n

Neue Saison im Golden City – Hafenbar sucht Förderer

Die temporäre Hafenbar Golden City, ein Kulturprojekt von Frauke Wilhelm, will auch in diesem Sommer wieder am Eu- ropahafenkopf ihre Türen öffnen, sucht aber noch Förderer. Mit rund 60 Veranstaltungen während der dreimonatigen Sommersaison sorgte sie in den vergangenen zwei Jahren für frischen Wind in der Überseestadt. In dem kleinen Kulturzen- trum sind ca. 30 Freiberufler, Musiker und Schauspieler tätig, die neue Themen und Formen erproben und Zuschauer an- locken, die sonst nicht so oft im Theater beobachtet werden. Geplant ist, die Golden City vom 18. Juni bis 19. Septem- ber für ein Crossover-Programm aus Hafengeschichte, Musik, Theater, Performance und Stadtdialog zu öffnen. Ein Teil der Kosten werde über Eintritte und Gastronomie erwirtschaftet,

so eine Mitteilung. „Das Golden City erhält keinerlei institu- tionelle Förderung, sondern finanziert sich durch kleine öf- fentliche Projektanträge, eigene Einnahmen und Sponsoring. Wir brauchen also wieder eine Reihe von Menschen, die un- ser Projekt unterstützen.“ 2014 wurden mehr als 10.000 Euro im Zuge des Crowdfundings gespendet. Eine Unterstützung ist über die Fördermitgliedschaft in dem Verein Goldene

Stadt e. V. möglich.

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Kontakt Telefon 0421 337182, info@goldencity-bremen.de, www.goldencity-bremen.de

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STANDORTBREMEN

Foto Frank Pusch
Foto Frank Pusch

Neue Brücken für die Hansalinie

Die Erweiterung des Gewerbeparks Hansalinie schreitet voran. Jetzt wur- den zwei Hilfsbrücken an der Bundes- bahnstrecke Kirchweyhe-Sagehorn ein- geschoben. Künftig wird hier die vier- spurige Europaallee die Bahnlinie un- terqueren. Dazu gehörten Gleis-, Erd- und Brückenbauarbeiten, die nach mi- nutiöser Planung verlangten. Insge-

samt 50 Hektar zusätzliche Fläche ent- stehen in Hemelingen an der A1. Erste Flächen werden bereits ab Ende 2016 vermarktet. Zielgruppe ist die Automo- bilwirtschaft, insbesondere Zulieferer

und Logistiker.

n

Rund 58 Tonnen Gewicht, 24,5 Meter Länge und ein dicht getakteter Zeitplan, der eine enge Abstimmung mit der Deutschen Bahn verlangte – der Brückenbau an der Hansalinie stellte die Projektbeteiligten vor besondere Aufgaben.

Autobahnzubringer Hemelingen wird saniert

D er Autobahnzubringer Hemelingen ist in die Jahre gekommen und

muss nun auf der gesamten Länge von rund 3,5 Kilometern umfangreich sa- niert werden. Zwischen Mai und Okto- ber ist daher zwischen der A 1 und der Pfalzburger Straße (Spitzbunker) mit größeren Beeinträchtigungen zu rech- nen. Hiervon werden sowohl Berufs- pendler und motorisierte Innenstadtbe- sucher als auch die Wirtschaftsverkehre zu den Industrie- und Gewerbegebieten in Sebaldsbrück und Hemelingen sowie die Anlieger im Stadtteil Hemelingen – insbesondere Pfalzburger Straße, He- melinger Hafen, An der Grenzpappel (Hemelinger Tunnel) und Hannover- sche Straße (Am Saal) – betroffen sein.

In mehreren Bauabschnitten wer- den der Fahrbahnbelag, die Entwässe- rung sowie die Schutzeinrichtungen er-

neuert. Zu einem besonderen Engpass wird dabei die Sanierung des so ge- nannten Hemelinger Brückenstranges führen, unter dem sich der Eingangsbe- reich zum Hemelinger Tunnel befindet. Diese Überführung wird ab Mitte Mai für voraussichtlich 11 Wochen komplett gesperrt. Für alle Maßnahmen soll gelten, dass zumindest jeweils eine Fahrspur je Richtung befahrbar bleibt. Im Fall der Brücke bedeutet dies, dass der Verkehr auf den unterhalb des Zubringers pa- rallel verlaufenden Straßen Zum Aller- hafen und An der Grenzpappel geführt wird. Zwischen dem Gewerbegebiet He- melinger Marsch und dem Hemelinger Tunnel stehen Ortskundigen zudem die Walther-Jacobs-Straße und der Heme- linger Hafendamm als Bypass zur Ver- fügung.

Planfeststellung:

wichtiger Schritt

Die Einleitung des Planfeststellungs- verfahrens für den wichtigen Abschnitt 2/2 zur Anbindung an die Autobahn A 1 ist nach Einschätzung der Handels- kammer ein weiterer bedeutender Schritt zur Fertigstellung des Auto- bahnringes. Bereits im September ver- gangenen Jahres war der Abschnitt 3/2 der Autobahn A 281 entlang des GVZ in Betrieb genommen worden. „Nun gilt es, eine Planung vorzulegen, die sowohl die formalen Fehler der ur- sprünglichen Planung behebt als auch die Ergebnisse des runden Tisches zur A 281 aufgreift, um schnell den Lü- ckenschluss zur A 1 fertigstellen zu kön- nen“, hieß es dazu. Denn eine vollstän- dige A 281 ist nicht nur für die Unter- nehmen insbesondere in den anliegen- den Gewerbegebieten von größter Be- deutung. Sie ist auch die Vorausset- zung für viele verkehrsentlastende Maß- nahmen im Stadtstraßennetz, wie es auch der Verkehrsentwicklungsplan noch einmal verdeutlicht hat. n

Verkehrsentwicklungsplan noch einmal verdeutlicht hat. n Die Sanierungsarbeiten erfolgen im Drei-Schicht-Betrieb. Das

Die Sanierungsarbeiten erfolgen im Drei-Schicht-Betrieb. Das Amt für Stra- ßen und Verkehr hat zudem die Ver- kehrsplaner des Büros Consult Team Bremen (CTB) mit dem Baustellenma- nagement beauftragt, das permanent erreichbar sein wird. Außerdem soll es eine Informationskampagne für die Un- ternehmen im Einzugsbereich geben. Sicher wird es zu Engpässen kom- men. Während der Baustellenzeit soll- ten Kraftfahrer mit dem Ziel Innenstadt daher andere Routen – etwa über die Anschlussstelle Vahr (A 27), die An- schlussstelle Arsten oder über das Au- tobahndreieck Stuhr und A 28 / B 75 –

prüfen.

n

Information Amt für Straßen und Verkehr (ASV), www.asv.bremen.de

Spatenstich: Brepark baut in der Überseestadt

Sie gilt als das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt der Bundes- republik: die Revitalisierung der Bremer Überseestadt. Die zunehmende Zahl an Unternehmen und Besuchern erfor- dert auch mehr Parkflächen. Die städti-

sche Brepark baut deshalb die lokalen Parkmöglichkeiten aus. Der erste bar- geldlose Parkplatz in Bremen soll be- reits ab Mai in der Silbermannstraße am Ende des Europahafens 215 Stell-

plätze für Dauerparker bieten. Wer hier parkt, zahlt mit einer elektronischen

Parkkarte.

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ABU DHABI DELHI MAN ILA SINGAPORE BANGKOK DUBAI NAI ROBI TAIPEI BEIRUT HONGKONG PEK ING
ABU DHABI
DELHI
MAN
ILA
SINGAPORE
BANGKOK
DUBAI
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TAIPEI
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HONGKONG
PEK
ING
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Ankunft 11:40
Abflug 12:30
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Dienstag Mittwoch
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Donnerstag, Samstag, Sonntag
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Abflug 14:1 0
Ankunft 1 6:25
TK 1 334
Abflug 17:1 5
Ankunft 21:2 0
* Gültig für einen Reisezeitraum
zwischen 29.03.2015 und 24.10.2015. Die Abflug- und Ank unf tsangaben sind in Ortszeiten angegeben.

STANDORTBREMEN

BILANZEN

STANDORT BREMEN BILANZEN Bremen-Gäste: neuer Höchststand Die Zahl der Übernachtungsgäste in Bremen hat einen neuen

Bremen-Gäste:

neuer Höchststand

Die Zahl der Übernachtungsgäste in Bremen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Statisti- schen Landesamtes stiegen die Gäste- Ankünfte 2014 um 6,1 Prozent auf 1.015.107 und überschritten damit erst- mals die Millionengrenze. Die Über- nachtungen in den gewerblichen Be- herbergungsbetrieben erreichten mit

Das zeigt, dass der Tourismus einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Bremens ist. So werden in der Stadt rund 1,7 Milliarden Euro Bruttoumsatz durch den Tourismus erwirtschaftet. Et- wa 31.000 Menschen leben hier von dieser Branche. Allein im Gastgewerbe arbeiten inzwischen 17.100 Menschen, 25 Prozent mehr als 2004. Es sind vor allem Geschäftsreisende, die Bremen ansteuern (70 Prozent aller Übernachtungen), und die Gäste kom- men zu etwa 77 Prozent aus Deutsch- land. Bei den Auslandsmärkten liegt

77 Prozent aus Deutsch- land. Bei den Auslandsmärkten liegt » Auch wenn es auf den ersten

» Auch wenn es auf den ersten Blick paradox klingt:

Die steigende Zahl von Hotels erhöht nicht unbedingt den Konkurrenzdruck unter den Häusern, sondern bringt mehr Gäste in die Stadt. Denn jedes Hotel hat seine Kontakte mit großen Geschäftskunden und betreibt sein eigenes Marketing."

Ursula Carl

1.913.546 (plus 12 Prozent) fast die Zwei-Millionenmarke. Im Land Bremen wurden 2.288.584 Übernachtungen (plus 11 Prozent) verzeichnet.

2.288.584 Übernachtungen (plus 11 Prozent) verzeichnet. auf Platz eins nach wie vor Großbritan- nien, gefolgt von

auf Platz eins nach wie vor Großbritan- nien, gefolgt von den Niederlanden und Frankreich. Besucher können in Bremen aus 93 Hotels mit insgesamt 10.588 Betten wählen; 2004 waren es noch 72 Hotels mit 7.603 Betten. Trotz

Neuer Rekord beim Autoumschlag

Neues Rekordergebnis beim Umschlag von Automobilen, stabile Entwicklung in der Containerlogistik – das besagt die aktualisierte Bilanz der bremischen Häfen für 2014. Demnach erreichte der Gesamtumschlag von Seegütern in Bre- men und Bremerhaven im vergangenen Jahr 78,3 Millionen Tonnen und sank nur geringfügig um 0,6 Prozent (2013:

78,8 Millionen Tonnen). Punkten konnte die Häfengruppe vor allem im Automobilsegment: 2014 wurden genau 2.269.512 Fahrzeuge umgeschlagen. Das waren 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr (2.178.720 Einhei- ten). Beim Umschlag von Containern behaupteten sich die bremischen Hä-

fen 2014 auf hohem Niveau. Der fast ausschließlich auf Bremerhaven kon- zentrierte Umschlag der Transportbe- hälter erreichte exakt 5.795.624 TEU (2013: 5.830.711 TEU), ein leichtes Mi- nus von 0,6 Prozent. Beim Stückgut – Container und kon- ventionelles Stückgut – fuhren die bre- mischen Häfen 2014 ein Ergebnis von 68,0 Millionen Tonnen ein (2013: 68,9 Millionen Tonnen). Beim weitgehend auf die Anlagen in Bremen-Stadt kon- zentrierten Massengut betrug der Um- schlag 10,2 Millionen Tonnen (2013:

9,9 Millionen Tonnen). In Bremen-Stadt gab es ein Umschlagswachstum von 2,1 Prozent auf 12,9 Millionen Tonnen (2013: 12,6 Millionen Tonnen). Als Fol- ge des leichten Rückgangs im Contai- nerumschlag sank das Gesamtgewicht

Rückgangs im Contai- nerumschlag sank das Gesamtgewicht des Zuwachses stieg die durchschnittli- che Bettenauslastung

des Zuwachses stieg die durchschnittli- che Bettenauslastung von 42,1 (2004) auf 46,3 Prozent. Für die nächsten Jah- re sind weitere Häuser in Planung. „Wichtig ist allerdings“, so Ursula Carl, Vorsitzende des Verkehrsvereins der Freien Hansestadt Bremen und selbst Hoteldirektorin, „dass eher in soge- nannte Nischenhotels investiert wird als in immer weitere klassische Busi- nesshäuser.“ Bremen könne durchaus auch noch spezielle Gruppenhotels oder Herbergen für Radtouristen vertragen.

der Seegüter in Bremerhaven auf 65,4 Millionen Tonnen (– 1,2 Prozent). Derweil hat die Deputation für Wirt- schaft beschlossen, aufgrund der sehr hohen Auslastung der Auto-Aufstellflä- chen eine neue Fläche für den Automo- bilumschlag aufzubereiten. So soll die zurzeit brach liegende, sogenannte Dreiecksfläche am Osthafen in Bremer- haven (2,4 Hektar) erschlossen werden.

Die Erschließung wird mit 1,5 Millionen

n

Euro veranschlagt.

Industrie 2014:

kräftiges Plus

Die bremische Industrie hat 2014 ei- nen Umsatz von fast 23 Milliarden Euro erwirtschaftet. Das sind laut

Fotos BTZ, Frank Pusch

Fotos BTZ, Frank Pusch BTZ-Geschäftsführer Peter Sieme- ring verwies darauf, dass die Städterei- se mit einem

BTZ-Geschäftsführer Peter Sieme-

ring verwies darauf, dass die Städterei- se mit einem Anteil von rund 19 Pro- zent die stärkste Reiseform im Deutsch- landtourismus bleibe. Von diesem Trend profitiere auch Bremen. „Wir ge- hen davon aus, dass auch das laufende Jahr positiv für den Tourismus ausfal- len wird, wenngleich nicht in jedem Jahr ein solches Rekordergebnis zu er-

warten ist.“

n

Jahr ein solches Rekordergebnis zu er- warten ist.“ n Statistischem Landesamt 1,3 Prozent mehr als im

Statistischem Landesamt 1,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Maßgeblich da- zu beigetragen hat der Bereich Fahr- zeugbau (Raum-, Luft- und Straßenfahr- zeugbau, Schienenfahrzeugbau, Schiff- bau) mit einem Umsatzplus von 6,5 Prozent – das Schwergewicht der Bre- mer Industrie mit einem Anteil von rund 61 Prozent am Umsatz aller Unter- nehmen des verarbeitenden Gewerbes. Die Exportquote betrug 59 Prozent. Das unterstreicht die enorme Bedeu- tung der Weltwirtschaft für den Indus- triestandort Bremen. Durchschnittlich haben in der Indus- trie im Land Bremen im vergangenen Jahr 48.076 Personen gearbeitet. Dies waren 0,6 Prozent (270 Arbeitsstellen) mehr als im Jahr 2013. n

Starkes Jahr für die Sparkasse Bremen

Der Wettbewerb ist intensiv, die Zinsen sind auf einem historischen Tiefstand:

Dennoch hat die Sparkasse Bremen 2014 ein starkes Jahr gehabt, besser ist es nur 2012 gelaufen. In Zahlen: Im ver- gangenen Jahr erzielte der Branchen- primus ein Jahresergebnis in Höhe von 34,8 Millionen Euro und damit das zweitbeste Ergebnis seiner nunmehr 190-jährigen Geschichte. Zwar ging der Zinsüberschuss von 231,9 Millionen Euro (2013) auf 221,8 Millionen Euro (2014) zurück, doch gleichzeitig stieg der Provisionsüber- schuss um knapp eine Million Euro und sanken die Verwaltungskosten von 208,6 Millionen Euro (2013) auf 185,3 Millionen Euro (2014). Insgesamt sei die Sparkasse Bremen mit einer Bilanz- summe von 10,9 Milliarden Euro sowie erhöhtem bilanziellen Eigenkapital stark und solide aufgestellt, sagte Vor- standschef Dr. Tim Nesemann. Weiterhin hat die Sparkasse ihre starke Marktstellung sowohl bei Privat- wie Firmenkunden mit Marktanteilen von 44 bzw. 45 Prozent stabilisiert bzw. sogar erhöht. Nesemann führt das auf „innovative Produkte und Dienstleis-

tungen sowie eine Top-Beratungsquali- tät“ zurück. Zur Identität der Sparkasse gehöre ein großes Filialnetz, das moder- nen Anforderungen immer wieder an- gepasst werde. Marktbefragungen zeigten: Obwohl die Bedeutung von SB- Terminals sowie Online- und Mobile- Banking immer weiter steige, möchten die Kunden Mitarbeiter der Sparkasse in Reichweite haben. „Unsere Filial- und Betreuungskonzepte werden wir systematisch weiterentwickeln und neue Techniken mit individueller Bera- tung kombinieren“, so der Vorstands- vorsitzende. Wichtigstes Ziel bleibe die Top-Beratungsqualität. Als gemeinwohlorientiertes Institut investiert die Sparkasse einen namhaf- ten Teil ihrer Erträge wieder in die Le- bensqualität der Bremerinnen und Bre- mer – jährlich rund vier Millionen Euro für Einrichtungen vom Kindergarten über den Sportverein bis zu den kultu- rellen Highlights der Stadt. Das soll auch in Zukunft so bleiben, sagte Nese- mann. Die Sparkasse und das Wohl Bre- mens gehörten unmittelbar zusam- men. Das präge auch die vielen Aktio- nen zum 190. Geburtstag der 1825 ge- gründeten Bürgerinitiative in diesem

Jahr.

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Hohes Geschäftsvolumen bei der Deutschen Bank

Mit Internationalität und regionalem Know-how sieht sich die Deutsche Bank im Wettbewerb gut gerüstet. „Wir bieten beides“, sagte Ludwig Blohmey- er, Leiter der Region Weser-Ostwestfa- len, „als weltweit tätige Universalbank sind wir – wie als Wirtschaftsunterneh- men hier für unsere Kunden – als globa- le Hausbank aktiv.“ Besonders ins Auge fiel 2014, dass angesichts von Null-Zinsen für risikoar- me Anlagen mehr und mehr Kunden an die Kapitalmärkte zurückkehrten. „Eine besondere Stärke der Deutschen Bank war und ist ihr Wertpapier-Know- how. Im 3. und 4. Quartal des vergan- genen Jahres hatten wir hier den höchs- ten Volumenzuwachs in der Geschichte unseres Privatkundengeschäfts.“

Auch das Mittelstandsgeschäft ent- wickele sich gut. „So haben wir 2014 im breiten Mittelstand, um den sich viele Institute intensiv bemühen, unter dem Strich rund 10.000 neue Geschäfts- und Firmenkunden hinzugewonnen.“ Die Kreditvergabe sei um fast 10 Pro- zent gestiegen. Das Geschäftsvolumen lag Ende ver- gangenen Jahres in der Region Weser- Ostwestfalen bei mehr als 12 Milliar- den Euro und im Marktgebiet Bremen bei mehr als 3,7 Milliarden Euro. Das Depotvolumen in der Region stieg um 8,5 Prozent auf circa 3,85 Milliarden Euro, im Marktgebiet Bremen belief es sich auf mehr als 1,1 Milliarden Euro, ein Plus von 3,6 Prozent. Ende 2014 betreute die Deutsche Bank in der Re- gion Weser-Ostwestfalen 385.000 Pri- vat- und Firmenkunden, davon mehr als 135.000 im Marktgebiet Bremen. n

Foto Universum

STANDORTBREMEN

Foto Universum STANDORT BREMEN Weltklima im Blick: globale Wetterdaten auf einem mächtigen Globus im Universum NEUES

Weltklima im Blick: globale Wetterdaten auf einem mächtigen Globus im Universum

NEUES DREIGESTIRN FÜR DEN BREMEN-TOURISMUS

Das runderneuerte Universum, die Alex an der Schlachte und das neue Entdeckerzentrum der botanika locken Besucher – Auch Bremerhaven hat mit der Sail 2015 ein Ass im Ärmel.

as kann, das wird kein schlech- tes Jahr für Bremen werden: Mit gleich drei neuen Highlights wartet die Hansestadt 2015 auf und verwöhnt Gäste wie Einwohner mit at- traktiven Besuchszielen. Und auch Bre- merhaven hat starke Programmpunkte. Das wohl bekannteste Segelschiff der Welt, die Alexander von Humboldt mit den grünen Segeln, geht in seinem „Heimathafen“ Bremen vor Anker: ab Mai als Hotel- und Restaurantschiff im Bremer Europahafen und ab 2016 an der Schlachte (siehe auch „Wirtschaft in Bremen“ 3/2015). Die Bark mit den grünen Segeln ist ein Klassiker der Wer-

Die Bark mit den grünen Segeln ist ein Klassiker der Wer- begeschichte, und Joe Cocker hat

begeschichte, und Joe Cocker hat ihn mit „Sail away – dream your dream!“ unvergesslich gemacht. „Neben den Stadtmusikanten und dem Rathaus kann Bremen nun eine neue starke Marke präsentieren“, sagte Wirtschafts- senator Martin Günthner auf der Inter- nationalen Tourismusbörse in Berlin. Attraktion Nummer 2: Ende März hat das komplett neu gestaltete Ent- deckerzentrum der botanika eröffnet – mit einer Ausstellung zum Thema „Pflanzenphänomene und -vielfalt“ zum Mitmachen und Staunen. Auf rund 1.000 Quadratmetern können Besu- cher in die Vielfalt der trickreich-genia-

len Pflanzen eintauchen, die „Wunder- welt des Pflanzenreichs“ bestaunen und selbst erforschen, wie Pflanzen ihr Überleben sichern. „Antworten auf neue Fragen“ verspricht das Center.

Universum im neuen Outfit

Drittens schließlich buhlt das Univer- sum mit neuem Innenleben und modi- fiziertem Konzept um die Gunst des Pu- blikums. Das Science Center, das vor 14 Jahren eine neue Ära der Wissen- schaftskommunikation eingeläutet hat, zwischenzeitlich aber seine Rolle als Trendsetter und damit auch Besucher

verloren hat, hat sich ein Stück weit neu erfunden. Für fünf Millionen Euro wur- de der Bauch des glitzernden Wals kom- plett entkernt und neu aufgebaut, die technische Infrastruktur modernisiert und etwa die Hälfte der Exponate aus- getauscht. Bremens Juwel hat sich he- rausgeputzt und setzt zu einem neuen Höhenflug an – für Bremen eine „Kraft- anstrengung“, die sich lohnen wird, ist das Wirtschaftsressort überzeugt Im Fokus stehen wissenschaftliche Phänomene, die jetzt in den drei Berei- chen Technik, Mensch und Natur inter- aktiv und hintergründig erläutert wer- den. Man kann Blitze erzeugen, einen Lügendetektor ausprobieren, sich auf dem Erdbebensofa durchrütteln lassen, Eiskristalle beim Wachsen beobachten. Es gibt fast 240 Exponate und 12 Rauminstallationen. Wissenschaft mit Hand, Herz und Verstand begreifen,

bleibt als Motto bestehen, aber der Ver- stand spielt eine etwas größere Rolle:

In „Vertiefungszonen“ werden noch mehr wissenschaftliche Hintergründe geboten. Auch haben die Macher der neuen modular aufgebauten und damit ver- änderbaren Dauerausstellung die räumliche Nähe zu Uni und Technolo- giepark intensiv genutzt. Bremens ex- zellente Forschungskompetenz findet ihren Widerhall im Universum: Besu- cher können Experteninterviews lau- schen, Forschungsinstitute zeigen aktu- elle Produkte ihrer Arbeit wie beispiels- weise Implantate, Prothesen oder Welt- raumroboter. Es werden Geschichten aus der Wissenschaft erzählt, die hier ihren Anknüpfungspunkt haben. Eine lokale Stärke ist beispielsweise die in al- ler Welt anerkannte Meeresforschung:

Die Tiefsee als ein extrem ausgeprägter

Lebensraum wird filmisch erkundet, einzigartige Aufnahmen zeigen den Meeresboden in 4.000 Meter Tiefe.

Sail in Bremerhaven

Richtig was los ist auch in Bremerha- ven. Mit der Sail feiert die internationa- le Segler-Gemeinschaft vom 12. bis 16. August zum achten Mal mit den Köni- ginnen der Meere und mehr als einer Million Gäste ihr Traditionsfest in Bre- merhaven. Die Seestadt zeigt zudem mit „Expeditionen in die Nordmeere“ ei- ne neue Erlebnisausstellung über die Fischereiwelten und die Fischwirt- schaft. Ferner feiern auch die Seenot- retter (die DGzRS wird in diesem Jahr 150) mit einer „Woche der Seenotret- ter“ ihren Geburtstag dort, und es gibt ein Mega-Geocaching-Event (Mega am Meer) im Juni an der Küste. (cb) n

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Online-Handel für Food-Produkte

Lebensmittelforum in Bremerhaven am 28. Mai

Wie gewinne ich über das Internet neue Kunden? Diese Frage beschäftigt in einer zunehmend virtuellen Welt auch die Akteure der Lebensmittelbran- che. Unter dem Motto „Online-Marke- ting und Online-Handel: Chancen und Risiken für die Lebensmittelwirtschaft“ trifft sich die Branche auf dem ersten „Lebensmittelforum Bremerhaven“ am 28. Mai. Eine vergleichbare Veranstal- tung hat es noch nicht gegeben. Eine wichtige Rolle spielen auch Best-Prac- tice-Beispiele und ein intensiver Aus- tausch.

Best-Prac- tice-Beispiele und ein intensiver Aus- tausch. Christoph Weiss, Präses der Handelskammer Bremen und

Christoph Weiss, Präses der Handelskammer Bremen und Vorsitzender der IHK Nord, und Dr. Eberhard Sasse, Präsident der IHK für München und Oberbayern, auf einer Veranstaltung für bayerische Unternehmen in München: Die IHK Nord und IHK München diskutierten die Infrastruktur zwischen den deutschen Seehäfen und Bayern mit dem Ergebnis, dass Bayern effiziente Verkehrswege in den Norden braucht.

Sohrab Moham- mad und Torben Buttjer haben mit Reishunger eine Marke online etabliert.

Fotos Reishunger, Andreas Gebert, alpha ventus
Fotos
Reishunger, Andreas Gebert, alpha ventus

„Das Internet wird den Handel mit Foodprodukten verändern“, sagt Hasso G. Nauck, Vorsitzender des Verbandes NaGeB (Nahrungs- und Genussmittelin- dustrie Bremen). Insbesondere die Händler zwinge der E-Commerce zum Umdenken: „Handel und Hersteller dürfen nicht in direkte Konkurrenz tre- ten. Stattdessen ist zunehmende Ko- operation gefragt.“ Dies gelte gerade auch für noch ungeklärte Fragen wie der Logistik, der Frische oder dem Rück- gaberecht bei begrenzt haltbaren Pro- dukten. Die Branche räumt dem E-Commerce große Chancen ein. „Noch ist der Um- satz mit Lebensmitteln über das Inter-

net vergleichsweise gering“, so Nauck. Es gehe dabei aber nicht nur um den reinen Handel. Jeder Käufer hinterlasse im Internet einen digitalen Abdruck, aus dem sich Erkenntnisse zum indivi- duellen Kaufverhalten ableiten ließen. Diese wertvollen Informationen könn- ten Händler wie Hersteller für die Un- terbreitung kundenspezifischer Ange- bote nutzen. Dass das Internet für Gründer in der Lebensmittelbranche Perspektiven hat, untermauert das Bremer Startup Reis- hunger. Das Unternehmen von Sohrab Mohammad hat sich von Anfang an auf den Online-Handel konzentriert. „Er ermöglichte uns, als junge Lebensmit-

telmarke die im klassischen Handel vor- handenen Markteintrittsbarrieren um- gehen zu können. Wir bauten unser Sor- timent relativ schnell aus und boten nach nur zwei Jahren insgesamt 22 Reissorten in drei Größeneinheiten an – im klassischen Einzelhandel völlig un- denkbar“, so Mohammad. Der Online-Handel bleibt für ihn ein Lehrfeld. „Als wir uns vor vier Jahren selbstständig machten, gab es deutsch- land- und weltweit nur wenige Bench- marks, an denen man sich orientieren konnte. Wie funktioniert eigentlich Online-Handel für Lebensmittel? Wie baut man im Internet eine Lebensmit- telmarke auf? Was ist Kunden wichtig, die Lebensmittel online kaufen? Diese Fragen konnte uns niemand beantwor- ten“, sagt der Unternehmer. Reishun- ger hat sie eigenständig beantworten müssen – und tut das bis heute. Es sind allesamt auch Fragen, die auf der eintägigen Fachveranstaltung im Forum Fischereibahnhof diskutiert werden. In neun Fachvorträgen – unter anderem über das Foodshopping in der Zukunft, das Experiment „Amazon Fresh“, Aufgaben der Handelslogistik oder die Zukunft des digitalen Marketings – werden Trends und Innovationen in der Lebensmittelwirtschaft unter die Lupe n

genommen.

www.lebensmittelforum- bremerhaven.de

Offshore-Park alpha ventus im Plan Deutschlands erster Offshore-Wind- park alpha ventus hat in den Betriebs-

Offshore-Park alpha ventus im Plan

Deutschlands erster Offshore-Wind- park alpha ventus hat in den Betriebs- jahren 2011 bis 2014 insgesamt 16.582 Volllaststunden erreicht und 994,9 Gi- gawattstunden (GWh) Strom produ- ziert. Der Ertrag beläuft sich laut Mit- teilung damit auf durchschnittlich 248,73 GWh pro Jahr und übertrifft die Prognosen um rund sieben Prozent. Im Betriebsjahr 2014 lag der Ertrag mit 235,6 GWh klimafreundlicher Ener- gie aufgrund des Tausches einzelner Komponenten etwas unterhalb dieses Durchschnitts, aber immer noch 1,5

Prozent über der Prognose. Rechnet man zu den vier vollständigen Betriebs- jahren auch die während der Inbetrieb- nahme erzeugte Energie hinzu, hat al- pha ventus seit 2009 bereits mehr als 1,2 Terawattstunden Strom erzeugt. Außer alpha ventus betreiben EWE, E.ON und Vattenfall derzeit noch Off- shore-Windparks mit einer Gesamtleis- tung von 744 Megawatt in der Deut- schen Bucht. Dazu gehört einmal Riff- gat (EWE), Amrumbank West (E.ON) und DanTysk (Vattenfall) westlich von Sylt. Ca. 35 km weiter westlich begin- nen im Sommer die Arbeiten an dem Offshore-Windpark Sandbank. n

Theaterlandschaft Nord- west: neue Homepage

Die „Theaterlandschaft Nordwest“ hat eine neue Homepage. Die vier großen Theater des Nordens – das Theater Bre- men, das Oldenburgische Staatsthea- ter, das Stadttheater Bremerhaven und die Landesbühne Niedersachsen Nord – bieten dem Publikum damit aktuelle In- formationen und eine gemeinsame Übersicht über die gegenwärtigen Pro- duktionen an den jeweiligen Häusern.

„Ein Klick für vier Häuser! Deutsch- landweit sind wir Vorreiter, was diese Art von städteübergreifender Kulturar- beit betrifft“, so die Marketingleiter der vier Theater. „Eine solche Zusammenar- beit ist für die Theater sinnvoll und er- leichtert dem Publikum die Suche nach interessanten Aufführungen“, sagt Kul- turstaatsrätin Carmen Emigholz. Die Theaterlandschaft Nordwest wird von der Metropolregion gefördert. Der Foto- graf Pio Rahner hat eine ganz eigene Bildsprache gefunden, um jedes Haus einzeln und angemessen zu präsentie- ren. Die Website bildet den Abschluss der Marketingkampagne der vier Thea- ter, die im vergangenen Frühjahr durch Plakate, Trailer und Aktionen in der Me- tropolregion auf sich aufmerksam ge-

n

macht hatte.

www.theaterlandschaft-nordwest.de

ge- n macht hatte. www.theaterlandschaft-nordwest.de Gewerbebau mit Gewerbebau mit System: wirtschaftlich,

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schnell und nachhaltig

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www.goldbeck.de konzipieren bauen betreuen. www.goldbeck.de GOLDBECK Nord GmbH, Niederlassung Bremen 28357 Bremen,

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ZUKUNFT BILDUNG

ZWEITE CHANCE FÜR SCHULVERSAGER

Das Zentrum für Schule und Beruf (zsb) berät und begleitet seit mehr als 20 Jahren Jugendliche. Einige machen erstaunliche Fortschritte, wenn sie den richtigen Weg gefunden

haben. Von NINA SVENSSON

uentin Tarantino hat ihn nicht. Robert de Niro, Helge Schnei- der und Boris Becker ebenfalls

nicht. Und auch Gisele Bündchen hat keinen Schulabschluss. Nun können sie dank ihres Talents oder ihres Ausse- hens trotzdem eine erfolgreiche Karrie- re vorweisen. Dieses Glück haben ande- re nicht und müssen ohne Schulab- schluss ihren Weg oftmals hart erarbei- ten. Faul, lustlos und unzuverlässig – das ist das Klischee, das an den Schul- abbrechern haftet. Entsprechend schwer ist es für sie, einen Ausbildungsplatz zu finden. Unterstützung finden sie im Zen- trum für Schule und Beruf (zsb), eine ko- operative Einrichtung von Jugendhilfe und Schule. Die Mitarbeiter beraten und begleiten schulpflichtige Jugendli- che in Bremen, die zum Beispiel häufig die Schule meiden, ihre Ausbildung ab- gebrochen haben, sowie jugendliche Flüchtlinge, Migranten und junge Müt- ter. Träger des zsb ist das Deutsche Ro- te Kreuz (DRK) Kreisverband Bremen;

es finanziert sich vor allem durch befris- tete Projektförderungen von Land, Bund und vom Europäischen Sozial- fonds. Entsprechend schwankend ist die Zahl der Mitarbeiter, zurzeit sind es

schwankend ist die Zahl der Mitarbeiter, zurzeit sind es 16. Schule passt nicht für jeden Schüler

16.

Schule passt nicht für jeden Schüler

Als das zsb 1994 gegründet wurde, hat- te sich gerade der Begriff der „arbeits- weltbezogenen Jugendsozialarbeit“ etabliert. Ein recht abstrakter Begriff, der in der Praxis so aussah: „Die Idee war, Wege zu verkürzen und Kompeten- zen zu bündeln.“ Laut zsb-Leiterin Elisa-

beth Mahlberg-Wilson sollten die Ju- gendlichen nicht von einem Amt zum nächsten Ansprechpartner geschickt werden, da wären sie unterwegs verlo- ren gegangen. „Darum sind wir zu den Jugendlichen gegangen.“ Von Beginn an nutzt das zsb Räume in der Allge- meinen Berufsschule (ABS) am Stef- fensweg. Die enge Kooperation hat funktio- niert. „Es hat sich zum Beispiel schnell gezeigt, dass viele Jugendliche einfach schulmüde waren“, sagt Jörg Achen- bach, pädagogischer Leiter des zsb. „Manche hatten einen Haupt- oder Re- alschulabschluss, aber keinen Ausbil- dungsplatz. Und sie waren noch schul- pflichtig. Für sie brauchten wir eine Lö- sung.“ In enger Zusammenarbeit ha- ben ABS und zsb die Praktikumsklassen (BP-Klassen) entwickelt. Das Konzept ist an die duale Ausbildung angelehnt:

Vier Tage pro Woche Praktikum in ei- nem Betrieb, ein Tag Berufsschule. Heute gibt es 13 BP-Klassen á 16 Schü- ler an der ASB. „Wir bauen Schwellen- ängste ab“, sagt Achenbach. „Gleich- zeitig lernen die Jugendlichen, ihre Zie- le realistisch einzuschätzen und sie wer- den motiviert, etwas dafür zu tun.“ Die Entwicklung mancher Schüler sei frappierend: „In der Schule beneh- men sie sich wie kleine Kinder, im Be- trieb dann plötzlich wie Erwachsene. Schule ist ein eigenes System, das nicht für jeden passt. Manche müssen ein- fach das wahre Berufsleben erleben, um ihr Können zu zeigen. Das ist sehr spannend zu beobachten.“ Die BP-Klassen sind nur ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen ASB und zsb. „Das Profil hat sich langsam entwickelt“, sagt Elisabeth Mahlberg- Wilson. „Im Laufe der Jahre haben die Lehrer der ASB und unsere Sozialpäda-

gogen zusammen gefunden. Als Team können sie den Jugendlichen fachlich, aber eben auch bei der Berufsfindung, bei Bewerbungen und Vorstellungsge- sprächen zur Seite stehen.“ Leider sei gerade wieder eine Förderung ausge- laufen, so dass es zurzeit nur einen So- zialarbeiter für alle Klassen gebe. Das reiche aber bei weitem nicht aus.

Vertrauen lernen als erster Schritt

Die Mitarbeiter des zsb sehen sich als Berater, aber – sofern die Kapazitäten es zulassen – noch mehr als Wegbeglei- ter. „Wenn Jugendliche die Schule ab- brechen, dann heißt das nicht automa- tisch, dass sie nicht arbeiten wollen“, sagt Achenbach. „Viele haben Misser- folge erlebt und sind eher misstrauisch. Für uns ist es ein großer Erfolg, wenn sie sich öffnen und Vertrauen fassen. Dann kommt manchmal ein großes Po- tenzial zum Vorschein, manche sind einfach schulische Spätentwickler.“ Elisabeth Mahlberg-Wilson und Jörg Achenbach freuen sich, dass in vielen Unternehmen inzwischen ein Umden- ken stattgefunden hat. „Die aktuellen Entwicklungen wie der demografische Wandel und die Diskussion um die Ver- einbarkeit von Familie und Beruf tra- gen dazu bei, dass die Unternehmen flexibler werden und sich mehr öffnen. Es ist gut, dass sie immer mehr Betriebe auch Jugendlichen mit Startschwierig- keiten eine Chance geben.“ n

Kontakt Elisabeth Mahlberg-Wilson, Jörg Achenbach, Zentrum für Schule und Beruf, Telefon 0421 38 35 40, www.zsb-bremen.de, elisabeth.mahlberg-wilson@zsb-bremen.de, joerg.achenbach@zsb-bremen.de

Drei ausbildungsstarke Schulen ausgezeichnet

Die Schule an der Marcusallee, die Oberschule Roter Sand und die Ober- schule In den Sandwehen haben die Landespreise des bundesweiten Schul- wettbewerbs „Starke Schule – Deutsch- lands beste Schulen, die zur Ausbil- dungsreife führen“ gewonnen. Der Wettbewerb prämiert die herausragen- de Arbeit, die diese Schulen bei der Vor- bereitung ihrer Schülerinnen und Schü- ler auf die Berufswelt leisten und wird alle zwei Jahre von der gemeinnützigen Hertie-Stiftung gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit, der Bundes- vereinigung der Deutschen Arbeitge- berverbände und der Deutschen Bank Stiftung durchgeführt. Den mit 5.000 Euro dotierten ersten Platz belegt die Schule an der Marcus-

allee. Das Förderzentrum für Hören und Kommunikation hat ein breites An- gebot an Projekten und Arbeitsgemein- schaften und ist offen für neue Metho- den wie die Kommunikation über Social Media. Sie hat nun auch die Chance auf den Bundessieg, der am 21. April in Berlin von Bundespräsident Joachim Gauck bekanntgegeben wird. Die zweitplatzierte Oberschule Ro- ter Sand erhält für ihr Engagement 3.500 Euro. Hier gibt es viele Schüler- firmen; die Schule setzt auf individuelle Förderung: Trotz eines schwierigen so- zialen Umfeldes liegt die Abschluss- quote bei 90 Prozent. Mit dem dritten Platz und 2.000 Euro wurde die Ober- schule In den Sandwehen für ihre För- derung des selbstbestimmten Lernens sowie die hohe Transparenz für Eltern und Schüler ausgezeichnet. n

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Apollon Hochschule ist sehr beliebt

Jährlich ermittelt das Online-Portal FernstudiumCheck.de die beliebteste Fernhochschule Deutschlands – und seit drei Jahren landet die Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft auf Platz 1. Die jüngst veröffentlichten Rankings für 2014 basieren auf knapp 5.000 Bewertungen, die Studierende und Absolventen verschiedener Fern- lerneinrichtungen abgegeben haben – und zwar über Studieninhalte, Stu- dienmaterial, Betreuung, Online-Cam- pus, Preis/Leistung, Präsenzseminare. Pro Kategorie konnten 1 bis 5 Sterne vergeben werden, wobei 5 Sterne das bestmögliche Ergebnis ist. Die Apollon Hochschule bekam 4,5 Sterne; die Wei- terempfehlungsrate liegt bei 97 Pro- zent. Die Hochschule gehört zur Stutt- garter Klett Gruppe. n

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ZUKUNFT BILDUNG

ZUKUNFT BILDUNG Bremer Projekt job4u wird virtuell Bundesweite Auszeichnung – erster Termin 4. Juni Als „beste

Bremer Projekt job4u wird virtuell

Bundesweite Auszeichnung – erster Termin 4. Juni Als „beste Idee zum Netzwerk- und Fachkräftemarketing“ in Deutschland hat das Innovationsbüro Fachkräfte für die Region der DIHK Service GmbH und des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales ein Bremer Projekt ausge- zeichnet: „job4u–virtuell – die Karriere- messe im Netz!“ Die Plattform sei the- menspezifisch und zielgruppenorien-

tiert. Sie mache es möglich, sich direkt in der Schule oder von zu Hause in die virtuelle job4u-Welt einzuloggen und Kontakte zum Ausbildungs- und Stu- dienmarkt zu knüpfen. Am 4. Juni öffnet die Karrieremesse job4u-virtuell erstmalig ihre Pforten. Anmeldungen sind aber schon jetzt möglich. Kurz vor dem Start wird an In- teressenten eine Erinnerungs-Mail ver- sandt. Und so funktioniert es: www. ubivent.com/registration/job4u ein- geben und sich den Registrierungscode schicken lassen. Eine anonyme Regis-

Fotos job4u, Jacobs Universiry
Fotos job4u, Jacobs Universiry

trierung mit einem Zahlencode ist auch möglich. Am Tag der Messe selbst geht es mit der Eingabe des individuellen Codes auf der Seite direkt in den „Empfangs- raum“ der job4u-virtuell. Danach kann man den „Messerundgang“ unterneh- men. Es gibt einen Vortragsraum, in dem auf einer Leinwand studien- und ausbildungsrelevante Themen vorge- stellt werden, sowie „Stände“ einzelner Unternehmen. Jeder Besucher kann di- rekt alle Aussteller im Live-Chat auf sei- nem Stand besuchen und Informatio- nen einholen. Das „virtuelle Gegen- über“ ist der Personalleiter, oder es sind Auszubildende, die im Chat konkrete Fragen zum Unternehmen und zur Aus- bildung beantworten. Nach diesem Tag und dem ersten Kontakt bleibt die Messe noch sechs Wochen im Netz zugänglich. Interes- senten können so per Mail mit den Un- ternehmen und Institutionen in Kon- takt bleiben. Wer zu seiner Wunschaus- bildung das passende Unternehmen gefunden hat, kann die Bewerbungsun- terlagen direkt dort an einer Pinnwand hinterlassen. Die Bewerbung ist aus- schließlich von dem adressierten Unter- nehmen einzusehen und kann dort wei- ter bearbeitet werden. n

Die Aussteller un ihre Angebote sind auf der Seite www.job4u-ev.de bereits zu sehen.

Jacobs-Karrieremesse:

Auftakt gelungen

Mehr als 900 Besucher bei der ersten Karrieremesse der Jacobs University:

Die Studierenden machten sich ein Bild über Praktika, Jobchancen, Traineepro- gramme und Einstiegsmöglichkeiten bei den 23 Ausstellern. Dazu gehörten Großkonzerne wie Anheuser-Busch In- Bev, die Barry Callebaut AG, die Daim- ler AG oder Microsoft sowie internatio-

GROSSE ALLIANZ FÜR AUS- UND WEITERBILDUNG

undesregierung, Wirtschaft, Deutscher Gewerkschaftsbund und Bundesländer haben jüngst die „Allianz für Aus- und Weiterbil- dung“ unterzeichnet. Das neue Bünd- nis löst den Nationalen Pakt für Ausbil- dung und Fachkräftenachwuchs ab. Es soll die berufliche Bildung attraktiver machen. Das Bündnis läuft bis zum Jahr 2018. Erstmals sind die Gewerk- schaften als Partner dabei. Die Allianz wirbt für die berufliche Bildung als gleichberechtigte Alternati- ve zum Studium. Jedem ausbildungsin- teressierten Jugendlichen soll gezeigt werden, wie er frühestmöglich zu ei- nem Berufsabschluss gelangt. Die be- triebliche Ausbildung hat dabei klaren Vorrang. „Sie ist zentraler Erfolgsfaktor für die Wirtschaft und Grundlage unse- rer Fachkräftesicherung“, so DIHK-Prä- sident Eric Schweizer. Der Allianzpartner Wirtschaft hat zugesagt, in diesem Jahr 20.000 Aus- bildungsplätze mehr als 2014 bei der Bundesagentur für Arbeit zu melden und jährlich 500.000 Praktikumsplätze für die Berufsorientierung zur Verfü- gung zu stellen. Außerdem sollen je- dem vermittlungsbereiten Jugendli- chen, der bis zum Beginn des Ausbil- dungsjahres im Herbst noch keinen

bis zum Beginn des Ausbil- dungsjahres im Herbst noch keinen nal tätige Firmen aus Bremen wie

nal tätige Firmen aus Bremen wie DMK Deutsche Milchkontor oder BEGO, die hier nach Nachwuchskräften Ausschau hielten. Professoren wiederum berichte- ten Industrievertretern von ihren For- schungsprojekten und knüpften so ih- rerseits Kontakte zu den Ausstellern. Besonders die informelle Atmosphä- re beeindruckte beispielsweise Aman- da Amoah, die gerade ihren Master in den Molekularen Lebenswissenschaf- ten macht. Auch von Unternehmenssei-

Machen Sie mit! Melden Sie freie Ausbildungsplätze bei der Arbeitsagentur! In der neuen Allianz für Aus- und Weiterbildung hat die Wirtschaft zugesagt, in diesem Jahr 20.000 zusätzliche Ausbildungsplätze gegenüber den 2014 bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldeten Stellen zur Verfügung zu stel- len und dieses Niveau auch in den Folgejahren zu sichern. Bitte unterstützen Sie uns, dieses gemeinsame Ziel zu erreichen und melden Ihre freien Ausbil- dungsstellen nicht nur in der IHK-Lehrstellenbörse, sondern auch der Job- börse der Arbeitsagenturen. Ihre offenen Ausbildungsplätze können Sie online, telefonisch oder per Fax bei der Bundesagentur für Arbeit melden:

http://jobboerse.arbeitsagentur.de. Bitte nutzen Sie diesen Service im eigenen Interesse und in dem der ausbildungssuchenden Jugendlichen. Hinweise zum Einstellen Ihrer Angebote erhalten Sie bei Ihrer Arbeits- agentur. Auch die Ausbildungsberater der Handelskammer unterstützen Sie gerne.

Platz gefunden hat, drei Angebote für eine Ausbildung gemacht werden. Die Partner der Allianz wollen zu- nächst die „assistierte Ausbildung“ ein- führen: Jugendliche mit schlechten Startchancen sollen ebenso wie Betrie- be während der Ausbildung unterstützt werden. Dazu wird ein Träger der Ju- gendberufshilfe, der die Ausbildung in den Unternehmen flankiert, als dritter Partner neben Betrieb und Berufsschu- le ins Boot geholt. Für das Ausbildungs- jahr 2015/2016 sollen bis zu 10.000 solcher Plätze geschaffen werden.

te gab es Lob für die Career Fair. „Wir haben an der Jacobs University schon viele erstklassige Talente rekrutiert“, so Benjamin Mercer, Personalreferent bei Microsoft. „Neben dem direkten Ge- spräch hat man als Aussteller auch die Möglichkeit, sein Unternehmen in Prä- sentationen vorzustellen. Das ist für uns eine gute Kombination.“ Laut Messe-Organisator Predrag Ta- pavicki hat sich erneut bestätigt, „dass unsere Studierenden aufgrund ihres Ta-

In Bremen trafen sich die insgesamt 28 Allianz-Partner jüngst zu ihrer all- jährlichen Plenumssitzung. Im Mittel- punkt des Treffens standen die Themen Ausbildungsgarantie und Jugendbe- rufsagentur. In ihr sieht Handelskam- mer-Hauptgeschäftsführer Dr. Matthi- as Fonger „ein wichtiges Instrument“, deshalb müsse sie schnell an den Start gehen. Die Wirtschaft müsse durch ei- ne verbindliche Kooperationsvereinba- rung eingebunden werden, „damit sie qualitative Beiträge zur Arbeit dieser Agentur leisten kann.“ n

lents und ihrer Ausbildung bei Unter-

nehmen sehr gute Chancen haben.“ Präsidentin Katja Windt sagte, der Messeerfolg zeige, „wie groß das Inte- resse von Firmen an unseren Studieren- den ist und wie gut der Austausch zwi- schen der Jacobs University und der Wirtschaft funktioniert.“ Schirmherr der Messe war Handelskammer-Vizepräses

Otto Lamotte.

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WIRTSCHAFT GLOBAL

INTERNATIONALER DIALOG

WIRTSCHAFT GLOBAL INTERNATIONALER DIALOG Empfang für den OAV zum 114. Stiftungsfest Für die Handelsstadt Bremen hat
WIRTSCHAFT GLOBAL INTERNATIONALER DIALOG Empfang für den OAV zum 114. Stiftungsfest Für die Handelsstadt Bremen hat
WIRTSCHAFT GLOBAL INTERNATIONALER DIALOG Empfang für den OAV zum 114. Stiftungsfest Für die Handelsstadt Bremen hat
WIRTSCHAFT GLOBAL INTERNATIONALER DIALOG Empfang für den OAV zum 114. Stiftungsfest Für die Handelsstadt Bremen hat

Empfang für den OAV zum 114. Stiftungsfest

Für die Handelsstadt Bremen hat das alljährliche Stiftungsfest des Ostasiati- schen Vereins (OAV) eine besondere Be- deutung. Auch die 114. Auflage Ende Februar erwies sich wieder als hoch ge- schätzte Plattform für Kontaktpflege und den Austausch über asiatische Themen. Denn die Verbindungen in den asiatischen Raum sind eng. Mit ei- ner Spendensammlung wurde zudem die gemeinnützige Arbeit des Hilfs- werks Ostasien unterstützt. Das festli- che Curryessen mit rund 400 Teilneh- mern fand in der Oberen Rathaushalle statt, zuvor gab es traditionsgemäß ei- nen Empfang im Haus Schütting. Vize- präses Eduard Dubbers-Albrecht be- grüßte die Gäste in der Handelskam- mer. Dazu gehörten sechs Botschafter und weitere Diplomaten aus dem ost- asiatischen Raum: Takeshi Karunatila- ka Amunugama, Botschafter von Sri Lanka, Rodney Harris, Botschafter von Neuseeland, Takeshi Nakane, Botschaf- ter von Japan, Soe Nwe, Botschafter von Myanmar, Jai Sing Sohan, Bot- schafter von Singapur, und Muham- mad Ali Sorcar, Botschafter von Bangla- desch. Ehrengäste in diesem Jahr waren Professorin Esenbel Selcuk von der Bo- dacizi Universität in Istanbul, Arbeitge- berpräsident Ingo Kramer und Dr. Da- tuk Wong Lai Sum, Geschäftsführerin der malaysischen Außenhandelsförde- rungsgesellschaft Matrade. Der Ostasiatische Verein Bremen wurde 1901 aus der Taufe gehoben. Mit dem Stiftungsfest feiert er jährlich sein Bestehen. In Ergänzung zum we- sentlichen Zweck des Vereins, die Freundschaft und Verständigung mit den Ländern Asiens zu fördern, wurde vor etwas mehr als zwanzig Jahren das Hilfswerk Ostasien e.V. gegründet, um in akuten Fällen möglichst schnell und unkompliziert Not lindern zu können und Aktivitäten zu stützen, die neue Verbindungen nach Asien schaffen. n

Fotos Frank Pusch
Fotos Frank Pusch

Wie bestimmt die Weltpolitik Chinas Wirtschaftskraft? Wie können die bremischen China- Aktivitäten ausgebaut werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des jüngsten Treffens des China-Netzwerkes der Handelskammer Bremen. Zu Gast war der chinesische Gesandte Xiaosi Li (im Bild). China hat sich innerhalb von drei Jahrzehnten nach den USA zur zweitgrößten Volkswirt- schaft entwickelt und ist ein wichtiger Handelspartner Deutschlands und auch Bremens. 2013 wurden Waren und Dienstleistungen für mehr als 2,1 Milliarden Euro – und damit rund 7,4 Prozent des kompletten bremischen Außenhandels – mit China getauscht. Mehr als 500 Bremer Unternehmen unterhalten regelmäßig Geschäftsbeziehun- gen. Gleichzeitig haben sich bis heute mehr als 120 chinesische Unternehmen mit einer Tochtergesellschaft in Bremen niedergelassen. Derweil peilen deutsche Exporteure ein neues Rekord- jahr im China-Geschäft an: Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet ein zweistelliges Wachstumsplus bei den Ausfuhren. Obwohl die chinesische Regierung für 2015 nur noch ein Wachstumsziel von etwa sieben Prozent ausgegeben hat, bleibt die Volksrepublik nach Einschätzung des DIHK ein Boom-Markt für den deut- schen Außenhandel. „Eine immer wohlhabendere Mittel- schicht strebt nach besserer Gesundheitsversorgung und erhöht ihre Nachfrage nach hochwertigen Konsumgütern sowie Automobilen“, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. China habe auch angekündigt, konsequenter in grüne Technologien zu investieren. „Gerade auf diesen Feldern haben deutsche Anbieter eine hervorragende Stellung im Markt.“

NEU
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haben deutsche Anbieter eine hervorragende Stellung im Markt.“ NEU airport-bremen.de 4.2015 Wirtschaft in Bremen | 45

WIRTSCHAFT GLOBAL

WIRTSCHAFT GLOBAL Besuch aus Polen im Schütting Zwei Tage besuchte die polnische Wirt- schafts-Staatssekretärin Grazyna

Besuch aus Polen im Schütting

Zwei Tage besuchte die polnische Wirt- schafts-Staatssekretärin Grazyna Hen- clewska (im Bild) mit einer 13-köpfigen Delegation Bremen. In der Handels- kammer gab es ein Round-Table-Ge- spräch zum Thema Innovation und For- schung unter der Leitung von Vizeprä- ses Eduard Dubbers-Albrecht. Hen- clewska stellte die Prioritäten der pol– nischen Wirtschafts- und Innovations- politik vor. Ergänzend präsentierten drei Forschungsinstitute aus den Berei- chen Mechanik, Motorisierung und Schiffsdesign ihre Projekte. Im An- schluss daran wurden mögliche Koope- rationen mit Bremer Wirtschafts- und Wissenschaftsvertretern erörtert. Einige Kooperationsprojekte zwi- schen Warschau bzw. Danzig und Bre- men existieren bereits. Das Potenzial in den Bereichen Forschung und Innova- tion, häufig in Kombination mit tradi- tionelleren Sektoren wie Maschinen- bau, Automobilzulieferung aber auch Logistik und erneuerbare Energien, ist noch sehr groß. So hat sich denn auch das Interesse der polnischen Akteure

an einer Zusammenarbeit mit dem Standort Bremen unter anderem im Technologiebereich bestätigt – in den Gesprächen mit der Handelskammer, mit dem Wirtschaftssenator, der Wirt- schaftsförderung Bremen und während des Besuches im Technologiepark an der Universität inklusive der For- schungsinstitute IFAM und DFKI sowie des Gründerzentrums. Der Besuch der Delegation ist ein Er- gebnis der Gespräche, die während der Bremer Reise nach Warschau im Okto- ber vergangenen Jahres geführt wor- den waren. Der wissenschaftliche und wirtschaftliche Austausch tritt nun in eine neue konkrete Phase. Beide Seiten haben vereinbart, dass die Zusammenarbeit im Bereich For- schung und Entwicklung intensiviert wird, ebenso wie der Informationsaus- tausch zwischen Firmen und den öf- fentlichen Institutionen. Regelmäßige Treffen im Halbjahresrhythmus und im Wechsel zwischen Warschau und Bre- men sollen für eine kontinuierliche Kommunikation sorgen. „Wir sind sehr dankbar, mit Bremen einen Partner an unserer Seite zu wissen, der über viel Er- fahrung verfügt“, sagte Staatssekretä- rin Henclewska. „Es ist unser Wunsch, dass beide Seiten von der intensiveren Zusammenarbeit profitieren.“ n

Großes Plus im Bremer Export

Das Außenhandelsaufkommen des Landes Bremen lag im Jahr 2014 bei 30,9 Milliarden Euro und damit um 9 Prozent über dem Ergebnis des Vorjah- res. Während sich die Einfuhrwerte ge- ringfügig um 0,4 Prozent auf 13,6 Mil- liarden Euro verringerten, stiegen die Exportwerte um 17,9 Prozent auf mehr als 17,3 Milliarden Euro, teilte das Sta- tistische Landesamt mit. Damit lag die- ser Wert nur um 0,5 Milliarden Euro un- ter dem bisherigen Spitzenwert des Jah- res 2012. An den bremischen Importen ha- ben die Staaten Europas mit 8,3 Milli- arden Euro den größten Anteil (60,9 Prozent). Bemerkenswerterweise verrin- gerten sich die Einfuhren aus den EU- Ländern (6 Milliarden Euro) im Jahres- vergleich um 8,9 Prozent, während die Importe aus den übrigen europäischen Staaten um 28,4 Prozent auf mehr als 2,2 Milliarden Euro stiegen. Damit ver- ringerten sich die Werte insgesamt im Jahresvergleich um 1,1 Prozent. Die Im- porte aus Asien reduzierten sich um 2,6 Prozent auf gut 2,6 Milliarden Euro. Die Einfuhren aus dem amerikanischen Kontinent dagegen nahmen um 4,3 Prozent auf mehr als 2,2 Milliarden Euro zu. Wichtigste Käuferländer waren die Staaten in Europa. Der Gesamtwert der Exporte in diese Länder betrug 11,2 Milliarden Euro, das entspricht einem Anteil von 64,7 Prozent an allen Expor- ten und einem Plus von 32,2 Prozent im Vergleich zu 2013. Hierbei stiegen die Ausfuhren in die EU-Länder auf mehr als 9,9 Milliarden Euro (+ 33,5 Prozent). Noch mehr Waren gingen nach Asien: Ihr Gesamtwert stieg auf mehr als 2,6 Milliarden Euro (+ 39,8 Prozent). Die Ausfuhren nach Afrika stiegen geringfügig (+ 3,4 Prozent) auf 253,4 Millionen Euro. Rückgängig wa- ren die Exporte zum amerikanischen Kontinent (- 22,3 Prozent auf nur noch knapp 3 Milliarden Euro) sowie nach Australien und Ozeanien (- 9,1 Prozent) auf nur noch 223,3 Millionen Euro. n

Fotos Frank Pusch, cour grand-ducale
Fotos Frank Pusch, cour grand-ducale

Unternehmer zu Besuch in Luxemburg

Eine Bremer Wirtschaftsdelegation un- ter Leitung von Bürgermeister Jens Böhrnsen war am 24. und 25. Februar zu Gast in Luxemburg. Dabei wurden sie in der Handelskammer Luxemburgs von dessen Präsident Michel Wurth und Hauptgeschäftsführer Carlo The- len empfangen. Bei einem Wirtschafts- seminar und einem gemeinsamen Abendessen hatten die Delegationsteil- nehmer Gelegenheit, luxemburgische Wirtschaftsvertreter kennenzulernen. Die Branchen Logistik, Raumfahrt und erneuerbare Energien standen im Mittelpunkt des Programmes. Diese drei Sektoren sind auch für Luxemburg von zentraler Bedeutung. Die Bremer Delegation besuchte unter anderem

das Güterverkehrszentrum Bettemburg, SES und Luxspace (eine 100% Tochter der OHB AG) in Betzdorf sowie Enovos, das größte Energieversorgungsunter- nehmen in dem Land. „Das Treffen zwischen Bremen und Luxemburg kann zweifelsohne als ein Treffen zwischen Freunden bezeichnet werden“, teilte die Handelskammer Lu- xemburg mit. Die Übernahme der bre- mischen Klöckner Hütte durch – da- mals noch – Arbed im Jahre 1994 und die Gründung von Luxspace durch das Bremer Unternehmen OHB 2005 in Lu- xemburg seien die „Pfeiler einer ver- trauensvollen und engen Wirtschafts- beziehung.“ Auf dem Programm der Delegation standen weiterhin Arbeitsgespräche mit Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel und Wirtschaftsminister Etienne Schneider über die bilateralen Bezie- hungen. Außerdem empfing der Groß-

Eine Delegation Bremer Wirt- schafts- und Wissenschaftsvertreter unter Leitung von Bürgermeisetr Jens Böhrnsen wurde vom luxem- burgischen Großherzog Henri (1. Reihe, 4.v.l.) zu einer Audienz im großherzoglichen Palast empfangen. Mit dabei die deutsche Botschafte- rin Christine Gläser (1. Reihe, 3.v.r.) und der Bremer Honorarkonsul für Luxemburg, Hans-Jürgen Blöcker (1. Reihe, 2.v.r.).

herzog von Luxemburg die Bremer zu einer Audienz. „Der Besuch hat ge- zeigt, dass Politik und Wirtschaft be- strebt sind, diese Beziehungen dyna- misch und nachhaltig auszubauen“, so die Handelskammer. n

NEUE CHANCEN

ZAHLENdes Monats

NEUE CHANCEN ZAHLEN des M o n a t s Deutschland – Arbeit im Stundentakt Mehr

Deutschland – Arbeit im Stundentakt

Mehr als 58,5 Milliarden Stunden

haben Erwerbstätige in Deutschland im vergangenen Jahr gearbeitet. Das entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dieses Wachstum ist sowohl auf die Zunahme bei den Erwerbstätigen als auch auf den Anstieg bei der Arbeitszeit zurückzuführen.

21,1 bezahlte Überstunden mach-

ten Arbeitnehmer in Deutschland 2014 im Durchschnitt und damit 1,1 Stunden mehr als im Vorjahr. Die unbezahl- ten Überstunden lagen 2014 bei 27,8 Stunden, es waren damit 0,6 Stunden mehr als 2013.

Bei 1.371 Stunden lag die durchschnittliche Jahresarbeitszeit der Erwerbstätigen. Sie stieg 2014 um 0,6 Prozent. Selbstständige und mithelfende Familienange- hörige arbeiteten durchschnittlich 1.973 Stunden, beschäftigte Arbeitnehmer 1.302 Stunden.

Quellen IAB

IHK-Zertifikat für Datenschutzkompetenz

Egal ob NSA-Skandal, Vorratsdaten- speicherung oder Livestreams aus dem Kinderzimmer bei YouNow – Daten- schutzthemen sind ein fester Bestand- teil der öffentlichen Diskussion gewor- den. Und auch deutsche Unternehmen entdecken den Datenschutz zuneh- mend als Qualitätsmerkmal für sich. Fehler beim Datenschutz können das öffentliche Bild beeinträchtigen, wäh- rend ein vorbildlicher Datenschutz im Unternehmen sowohl bei Kunden als auch bei Fachkräften positiv ins Ge- wicht fällt. Eine Schlüsselrolle bei der Datenschutzkompetenz spielt der be- triebliche Datenschutzbeauftragte. Der Zertifikatslehrgang „Betriebli- cher Datenschutzbeauftragter IHK“ startet im Sommer in Bremen. In dem sechstägigen Kurs erwerben die Teil- nehmer alle Fachkenntnisse, die ein be- trieblicher Datenschutzbeauftragter für die Erfüllung seiner Aufgaben benö- tigt. Am Ende des Lehrgangs findet ein Lehrgangstest statt. Wird dieser be- standen, erhalten die Teilnehmer ein IHK-Zertifikat. Angeboten wird die Veranstaltung von der IHK Bremerhaven und der Han- delskammer Bremen in Zusammenar- beit mit dem Unternehmen daten- schutz nord aus Bremen. Das ist ein bundesweit führenden Dienstleister auf den Gebieten Datenschutz und IT- Sicherheit. Der Zertifizierungslehrgang wird von erfahrenen Datenschutz- und IT-Beratern betreut. n

Kontakt IHK Bremerhaven, Petra Niecznick, Telefon 0471 92460-57, datenschutz nord GmbH, Tom Lukaß, Telefon 0421 6966-3223

Bremer Startup entwickelt neue Kreuzfahrt-Angebote

Im Sommer und im Herbst legt der KidsClub des FC Bayern München zu drei einwöchigen Kreuzfahrten mit Soccer Camps durch das Mittelmeer ab. Organsiert hat das Event die neu gegründete Sea Side Story GmbH aus Bremen. Den Reisen an Bord der „Norwegian Epic“ (Norwegian Cruise Line) sollen weitere Kreuzfahrten mit dem FC Bayern Mün-

chen im Jahr 2016 folgen. „Der Reiseveranstalter Sea Side Story steht dabei für eine neue Form der Kreuzfahrt, mit vie- len Inhalten sowie eigens entwickelten Exkursionen und Er- lebnissen, die die Gruppenreisenden exklusiv erleben“, so Ge- schäftsführer Frank Müller-Wagner. „Wir setzen Akzente nicht nur über den Preis, sondern über viel, viel Mehrwert für jeden Passagier.“ Neben Kreuzfahrten mit dem KidsClub des FC Bayern München stehen demnächst Reisen mit dem Chocoversum in Hamburg auf dem Fahrplan: auch hier mit speziell entwickel- ten Inhalten. Eine Sonderreise bietet der Veranstalter zur Pre- mierenfahrt der „Norwegian Escape“ im Herbst an, wenn zum ersten Mal Passagiere an Bord des Neubaus einschiffen:

Ab Hamburg führt die dreitägige Route nach Southampton und weiter nach Brügge. Neben Hochsee-Kreuzfahrten sollen in Zukunft auch Flussreisen jenseits der bisher vorherrschen- den Rad-, Wein- und Romantik-Routen präsentiert werden. Hinter Sea Side Story steht neben erfahrenen Reise- und Kreuzfahrtexperten ein Team aus Pädagogen, Wissenschaft- lern und Entwicklern von Erlebniswelten, heißt es in einer

Mitteilung.

www.seasidestory.de

n

Fotomontage Seaside Story
Fotomontage Seaside Story

Der FC Bayern München geht mit dem KidsClub zum ersten Mal auf große Fahrt. In den Sommer- und Herbst- ferien finden die jeweils einwöchigen Soccer-Camps auf dem Kreuzfahrtschiff Norwegian Epic statt.

Die Philharmonischen Kammerkonzerte im Frühjahr The Busch Ensemble Werke von Debussy, Busch und Schubert 17.
Die
Philharmonischen
Kammerkonzerte
im Frühjahr
The Busch Ensemble
Werke von Debussy, Busch und Schubert
17. 03. 2015, 20 Uhr • Die Glocke, Kleiner Saal
Armida Quartett
Werke von Beethoven, Stravinsky und Schubert
28. 04. 2015, 20 Uhr • Die Glocke, Kleiner Saal
Nicola Benedetti Violine
Leonard Elschenbroich Cello
& Ensemble sowie Mitglieder der
Deutschen Kammerphilharmonie Bremen
Werke von Vivaldi und barocke Musik der Jesuiten aus
der Chiquitania
26. 05. 2015, 20 Uhr • Unser L. Frauen Kirche
Nicola
Leonard
Benedetti
Elschenbroich
Mehr Infos zu den Kammerkonzerten finden Sie auf
www.philharmonische-gesellschaft-bremen.de
Ticketservice in der Glocke, Tel. 0421-33 66 99
WESER-KURIER Pressehaus, Martinistr. 43, Bremen

SERVICE&PRAXIS

3. Tag der Mittelstands- finanzierung in der Handels- kammer: Experten der privaten Kredit- und Versicherungswirt-
3. Tag der Mittelstands-
finanzierung in der Handels-
kammer: Experten der privaten
Kredit- und Versicherungswirt-
schaft gaben einen Überblick
über klassische Finanzierungs-
instrumente sowie über Liqui-
ditäts- oder Forderungs-
management.
Fotos Frank Pusch, Dettmer Reederei, Nowara

UMWELTNOTIZEN

Fotos Frank Pusch, Dettmer Reederei, Nowara UMWELTNOTIZEN Neue Mitglieder Die Bremer Um- weltpartnerschaft hat fünf

Neue Mitglieder Die Bremer Um- weltpartnerschaft hat fünf neue Mit- glieder. Es handelt sich um die Coffein Compagnie Dr. Erich Scheele GmbH & Co. KG, Der radelnde Installateur, Mei- ners Druck oHG, ThyssenKrupp System Engineering GmbH und den Friseurbe- trieb UBEO Engelhardt und Hardtke GbR. Weiterhin wurden auf dem Jahres- empfang in der Handwerkskammer drei Unternehmen für vorbildlichen be- trieblichen Klimaschutz zum „Klima- schutzbetrieb CO2-20“ ausgezeichnet:

die Emotion Warenhandels GmbH, die Nägele Feinwerktechnik GmbH und das Hotel Westfalia. Die Umweltpartnerschaft besteht seit 2003 und hat mittlerweile 162 Mitglieder unterschiedlichster Bran- chen und Größen. Leitgedanke der Part- ner ist es, wirtschaftliches mit umwelt- relevantem Handeln zu verbinden und damit zu einem zukunftsfähigen und lebenswerten Wirtschaftsstandort in Bremen beizutragen. n

lebenswerten Wirtschaftsstandort in Bremen beizutragen. n Wirtschaftlicher und flexibler Die B. Dettmer Reederei kann

Wirtschaftlicher und flexibler Die B. Dettmer Reederei kann mit ih- rem neuen Schubverband (im Bild) zwei Kunden mit verschiedenen Pro- dukten gleichzeitig bedienen. Mit dem Dettmer Tank 125 als Schubschiff, den Schubleichtern DT 108 und DT 110 ha- ben die Bremer jetzt einen weiteren Schubverband für Fahrten nach Salzgit- ter, Braunschweig, Hamburg oder Mag- deburg. Im Verbund können nun separat zwei Mal 900 Tonnen geladen werden. n

Hoher Naturschutzwert Der Bre- mer Senat hat jetzt die Luneplate zu- sammen mit dem Bremerhavener We- serwatt vor dem Fischereihafen zum größten Naturschutzgebiet des Landes Bremen erklärt. Erst 2010 wurde die 1.400 Hektar große ehemalige Weser- insel Luneplate im Süden der Stadt Bre- merhaven vom Land Niedersachsen an das Land Bremen übertragen. Die Lu- neplate repräsentiert die typische wei-

Die Lu- neplate repräsentiert die typische wei- te, naturnahe und störungsarme Fluss- landschaft der

te, naturnahe und störungsarme Fluss- landschaft der Unterweser. Ihr heraus- ragender Naturschutzwert wurde insbe- sondere durch umfassende Kompen- sationsmaßnahmen für Hafenentwick- lungsprojekte in Bremerhaven wie die vierte Ausbaustufe des Containertermi- nals (CT 4) gestärkt und entwickelt. n

Innovationen in der Logistik Innovationspotenziale für die Logistik- branche, beispielhafte Anwendungen und erfolgreiche

Innovationen in der Logistik

Innovationspotenziale für die Logistik- branche, beispielhafte Anwendungen und erfolgreiche Kooperationen zeigt eine Bremer Veranstaltung zum bun- desweiten Tag der Logistik. Der For- schungsverbund LogDynamics lädt in Zusammenarbeit mit dem BIBA, der Handelskammer Bremen, Via Bremen und der WFB am 16. April (16:00 Uhr) ins BIBA (Hochschulring 20) ein: „Inno- vationen in der Logistik“. Beispielswei- se werden Technologien für die Fabrik der Zukunft vorgestellt, in der die Pro- dukte mitdenken und mit Robotern Hand in Hand arbeiten. Es gibt Vorträ- ge und eine Ausstellung. Den Abschluss bildet ein Get-together . n

www.tag-der-logistik.de/veranstaltung/3025

HEC: Neues Testcenter für Softwarequalität

Das Bremer Software- und Beratungs- unternehmen HEC hat jetzt als erster Dienstleister in Norddeutschland eige- nen Angaben zufolge ein Software-Test- center für kleine und mittlere Be- triebe aufge- baut. „Ganze Fir- menbereiche lassen sich heut- zutage zentral per Mausklick steuern“, sagt Centerleiter Stephan Scotland (im Bild). Beispielsweise könne eine einfa- che Anpassung in der Softwareoberflä- che zu gravierenden Nebenwirkungen in anderen Programmteilen führen. „Nur ausgiebiges und intelligentes Tes- ten von Entwicklungsbeginn an ermög- licht es, Fehler und damit Störungen ge- ring zu halten“, so Scotland.

und damit Störungen ge- ring zu halten“, so Scotland. Zum umfassenden Qualitätsma- nagement gehöre das Testen

Zum umfassenden Qualitätsma- nagement gehöre das Testen der Soft- ware bis ins kleinste Detail. „Da wir selbst Software seit mehr als 25 Jahren entwickeln, sehen wir häufig sehr schnell, wo Probleme liegen und kön- nen sie entsprechend zuverlässig sowie auf Dauer in den Griff bekommen.“ n

VDI 7000: neue Richt- linie für Großprojekte

Unter dem Titel „Können wir noch Großprojekte“ lud der Landesverband Bremen des VDI Anfang März zu einem Dialog zwischen Technik, Gesellschaft und Politik ein. Anlass war die neue Richtlinie VDI 7000 zur frühen Öffent- lichkeitsbeteiligung. Dass sich der früh- zeitige Dialog im Vorfeld von Genehmi- gungsverfahren lohnt, zeigten lokale und zugleich brisante Beispiele. Ob es um die Standortsuche eines neuen Off- shore-Terminals oder die Ansiedlung ei- nes IKEA-Möbelhauses im Landschafts- schutzgebiet in Bremerhaven geht, um die A 281 oder die völlig neue Quar- tiersplanung eines umgebauten Klini- kums im Hulsberg-Viertel: Solch prakti- sche Beispiele zeigten, welche Vorteile dieses Vorgehen für die Vorhabenträ- ger hatte, aber auch welche Grenzen solchen informellen Dialogverfahren innewohnen. Technisch getriebene Unternehmen und Vorhabenträger stehen heute un- ter einem wachsenden kommunikati- ven Handlungsdruck, wenn sie öffent- lich relevante Industrie- oder Infrastruk- turprojekte durchführen wollen. Um ei- ne Eskalation von Konflikten bei den Genehmigungsverfahren zu verhindern und Risiken für die Realisierung des Projektes abzuwenden, hat der VDI die neue Richtlinie VDI 7000 für die Praxis entwickelt „Ein solches Konzept der In- tegration der relevanten Öffentlichkeit in Planungsprozesse bietet Unterneh- men und öffentlichen Vorhabenträgern die Chance, Großprojekte in einer über- schaubaren Zeit und mit definiertem Budget zu realisieren“, so der VDI. n

Tipp: Förderangebote für Unternehmen

Alle Förderangebote, die Unterneh- mern bei Fragen zu Personalentwick- lung, Gesundheitsmanagement, Aus- und Weiterbildung im Land Bremen zur Verfügung stehen, sind ab sofort im In- ternet auf einer neuen Seite zu finden. Unter www.bremen.de/gute-arbeit er- halten Interessierte gebündelt alle wichtigen Informationen zu Zuschüs- sen, Darlehen und Förderprogrammen unterschiedlicher Institutionen. Der ge- meinsame Internetauftritt erleichtert Unternehmern die Suche nach den rich- tigen Instrumenten, um ihre Mitarbei- ter zu fördern. „Gute Arbeit“ wurde als eines von zehn zentralen Feldern in der Strukturpolitik des Landes Bremen defi- niert und ist wichtiger Teil des „Struk- turkonzeptes Land Bremen 2020“. n

Erbschaftsteuer im Reformverfahren

Die besondere Struktur der Familienun- ternehmen muss bei der Ausgestaltung der Bedürfnisprüfung berücksichtigt werden. Das machten DIHK-Präsident Eric Schweitzer und Hauptgeschäfts- führer Martin Wansleben in Gesprä- chen mit der Bundeskanzlerin und dem Bundesfinanzminister zur Erbschaft- steuer ebenso deutlich wie gegenüber den zuständigen Bundestagsabgeord- neten. DIHK-Präsident Schweitzer be- tonte: „Die Vermögen der Eigentümer sind meist langfristig an den Betrieb gebunden. Dadurch verfügen die Un- ternehmen in der Regel nicht über ge- nug freie Mittel, um Erbschaftsteuer- zahlungen zu leisten, ohne dass es er- hebliche, negative Auswirkungen auf Investitionen und Arbeitsplätze hat.“ Auf dieser besonderen Situation baut auch der Vorschlag der Spitzenverbän- de zur Erbschaftsteuerreform auf. n

4.2015 Wirtschaft in Bremen |51

SERVICE &PRAXIS

IMPRESSUM

Wirtschaft IN BREMEN

MAGAZIN DER HANDELSKAMMER 96. Jahrgang

APRIL 2015

Herausgeber

Handelskammer Bremen, Am Markt 13,

28195 Bremen,

Telefon 0421 3637-0, service@handelskammer-bremen.de, www.handelskammer-bremen.de

Verlag

Carl Ed. Schünemann KG, Zweite Schlachtpforte 7

28195 Bremen, Telefon 0421 36903-72,

www.schuenemann-verlag.de Vertriebsleitung Marion Helms, Telefon 0421 36903-45, helms@schuenemann -verlag.de Anzeigenleitung Karin Wachendorf, Telefon 0421 36903-26, anzeigen@schuenemann-verlag.de Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 40 vom 1. Januar 2015.

Chefredaktion Dr. Christine Backhaus, presse,contor, backhaus@pressecontor.de, Dr. Stefan Offenhäuser, offenhaeuser@ handelskammer-bremen.de Grafik und Herstellung presse,contor

Druck Druckhaus Humburg GmbH & Co. KG

Preise Einzelheft: Euro 2,30, Jahresabon nement: Euro 22,80 Die beitragspflichtigen Kammerzugehörigen erhalten die Wirtschaft in Bremen auf Anfrage kostenlos. Wirtschaft in Bremen erscheint monatlich. Für unverlangt eingesandte Manu- skripte und Fotos übernimmt der Verlag keine Haftung. Nachdruck, auch auszugsweise, ist nur mit Quellenangabe gestattet. Sämtliche Rechte der Vervielfältigung liegen bei der Handelskammer Bremen. Namentlich gekenn zeichnete Beiträge geben nicht unbe- dingt die Meinung der Handelskammer wieder. Anzeigen- und Redaktionsschluss ist der 6. des Vormonats. ISSN 0931-2196

Erscheinungsweise bis zum 10. des Monats

ISSN 0931-2196 Erscheinungsweise bis zum 10. des Monats ivw geprüft WIRTSCHAFTSTERMINE Akademie für Weiterbildung

ivw geprüft

WIRTSCHAFTSTERMINE

Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen Weiterbildende Studiengänge und Weiterbildungskurse Weiterbildungsprogramm „Robotik und Automatisierung“, ab Mai Weiterbildungen für Arbeitssuchende Umwelt – Energie – Nachhaltigkeit, ab 13.4. Anwendungsentwicklung für Digitale Medien, ab 13.4. Software-Entwicklung & -Engineering, ab 15.4.

Veranstalter: Akademie für Weiterbildung der Universität Bremen, Katrin Heins, Telefon 0421 218-61602, weiterbildung@uni-bremen.de, www.uni-bremen.de/weiterbildung

bav Bremer Außenwirtschafts- und Verkehrsseminare Zollseminar Einfuhr, 20.-23.4. Der neue Unionszollkodex – Profitieren Sie von den neuen Vorteilen als AEO, 27.4. Der neue Unionszollkodex – Auswirkungen auf Ihr Unternehmen, 28.4. Ausstellung von Lieferantenerklärungen, 29.4. Sicherheit bei der DE/EU- und US-Export- kontrolle, 4.-6.5. Zoll-Einfuhraufgaben sicher bearbeit en, 11.6. Zollwertrecht für Fortgeschrittene, 15.-16.6. Umsatzsteuer und Zoll bei der Einfuhr, Ausfuhr in Drittländer sowie EU-Handel, 17.6. Ausfuhrabwicklung /-Dokumentation unter Atl@s, 18.6. Bremer Zollforum, 22.-23.6. Warenursprung und Präferenzen für Spezialisten, 24.-25.6. Zollabwicklung in der Türkei, 30.6.

Veranstalter: bav, Verena Springer, Telefon 0421 446946, www.bav-seminar.net, verena.springer @bav-seminar.net

Bildung und Beratung Fortbildungen CCity-Logistiker/in: 1.6.-18.9. Berufskraftfahrer/in TQ 1: 13.4.-9.10. Beschleunigte Grundqualifizierung: 18.5.-18.6. Verfahrensmechaniker TQ 1: 13.4.-31.7. Informationsveranstaltung 3-D-Druck: 21.4., 18:00–19:30 Uhr

Veranstalter: Bildung und Beratung Manfred Wallenschus GmbH, Telefon 0421 696112-0, Use Akschen 71, 28237 Bremen, info@bub-bremen.de, www.bub-bremen.de

BWU Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet e. V. Seminare 20.4., Personal-Controlling als Entscheidungsgrundlage 21.-22.4., Etelsen, Effektive Arbeitstechniken für betriebliche Vorgesetzte 22.4., Richtiges Vorgehen bei Neueinstellungen 23.-24.4., Etelsen, Mitarbeiter/-innen führen und motivieren

27.4., Logistik III, Logistik-Management in komplexer Wirtschaftswelt: Vorteile des Wert- schöpfungsketten-Management 27.4., Verkaufsgespräche hart, aber fair führen 4.-5.5., Etelsen, Als Führungskraft souveräner mit Konflikten umgehen 7.5., Kundenkontakt im Konfliktfall:

Umgang bei Reklamationen, Beschwerden, Lieferverzögerungen 11.5., Typisch Kunde: Kundentypen erkennen und danach handeln

Veranstalter: BWU, Dr. Marie-Louise Rendant, Silvia Meinke, Telefon 0421 36325-12/13, www.bwu-bremen.de

BVL Campus: Seminare und Kurse für Wirtschaft und Logistik Betriebsprüfungen durch die Zollverwaltungen,

28.4.-29.4.

Supply Chains erfolgreich planen und steuern,

28.4.-29.4.

Zertifikatskurs Zoll-Experte – Fachkraft für Zoll und Außenwirtschaft, ab 4.5. Haftungsrisiken für GmbH-Geschäftsführer,

22.5.

Zollpräferenzen beim Export, 1.6.-3.6. Controlling von Supply Chains, 2.6.-3.6. Die Einreihung von Waren in den Zolltarif – Warenverzeichnis, 17.6.-18.6. Zollrecht für Entscheider – Zoll Summer School,

1.7.-4.7.

Veranstalter: BVL Campus, Marlene Schwegmann Telefon 0421 94 99 10-10, www.bvl-campus.de/ seminare, schwegmann@bvl-campus.de

Deutsche Außenhandels- und Verkehrs-Akademie (DAV) Studium Betriebswirt DAV „Internationales

Logistikmanagement“, Vollzeit, 13.4.2015-

17.3.2017

Studium Betriebswirt DAV „Internationales Logistikmanagement“, berufsbegleitend,

14.4.2015-16.3.2018

Verkehrsfachwirt (IHK), Fachrichtung Güterverkehr, Vollzeit, Teil 1: 4.8.2015 – 14.10.2015; Teil 2: 18.1.2016 – 9.3.2016 berufsbegleitend, 13.10.2015 – 14.3.2017

Veranstalter: DAV, Kerstin Schlüter, Telefon 0421 9499-1055, schlueter@bvl- ca mpus.de, www.bvl-campus.de/dav

fortbildung direkt (Auswahl) Ausbilder/in gemäß AEVO IHK Tagesseminar: 15.06.15-28.06.15 Tagesseminar: 17.08.15-28.08.15 Geprüfte/r Industriemeister/in Elektrotechnik IHK Kompaktseminar: 13.07.15-07.11.15 Abendseminar: 01.09.15-27.04.17 Samstagsseminar: 05.09.15-21.04.18 Geprüfte/r Industriemeister/in Lebensmittel IHK

NORTEC 2016 26.-29. Januar 2016, Öffnungszeiten: täglich 9:00-17:00 Uhr Die NORTEC 2016 ist die wichtigste Kontakt- und Vertriebsplattform für die Branchen der industriellen Produktionstechnik und Metallbearbeitung und ausgerichtet auf den nordeuropä- ischen Raum. Mehr als 430 Aussteller zeigen hier ihre Lösungen zu allen Stationen der Wert- schöpfung. Erwartet werden 12.000 Fachbesucher, Entscheide r und Einkäufer aus ganz Norddeutschland und den nordeuropäischen Nachbarländern. http://nortec-hamburg.de; Link zur Anmeldung: http://nortec-hamburg.de/fuer-aussteller/ anmelden/online-anmeldung/

Kompaktseminar: 13.07.15-24.10.15 Geprüfte/r Industriemeister/in Mechatronik IHK Kompaktseminar: 13.07.15-07.11.15 Abendseminar: 01.09.15-27.04.17 Samstagsseminar: 05.09.15-21.04.18 Geprüfte/r Industriemeister/in Metall IHK Kompaktseminar: 13.07.15-07.11.15 Abendseminar: 01.09.15-27.04.17 Samstagsseminar: 05.09.15-21.04.18 Logistikmeister/in IHK Kompaktseminar: 13.07.15-07.11.15 Abendseminar: 01.09.15-27.04.17 Samstagsseminar: 05.09.15-21.04.18 Industriemeister/in Lack IHK Kompaktseminar: 13.07.15-07.11.15 Qualitätsmanager/in IHK Tagesseminar: 31.08.15-25.09.15 Samstagsseminar: 11.04.15-07.11.15 Fachkaufmann/frau Einkauf/Logistik IHK Kompaktseminar: 17.08.15-17.10.15 Handelsfachwirt/in IHK Kompaktseminar: 13.07.15-12.09.15 Personalkaufmann/frau IHK Samstagsseminar: 11.04.15-24.09.16 Technische/r Betriebswirt/inIHK Kompaktseminar: 20.07.15-01.10.15

Veranstalter: Fortbildung direkt, Alexandra Reinke, Telefon 0421 579966-0, www.fortbildungdirekt.de, information@fortbildungdirekt.de

IQ Bremen Intelligente Qualifizierung Berufsbegleitende Angebote Betriebswirt (staatl. gepr.), ab 26.09., berufsbegleitend Techniker (staatl. gepr., ab 26.09., berufsbegleitend Industriemeister Lebensmittel IHK, ab 18.05., Vollzeit ab 23.05., samstags Industriemeister Metall/E-Technik/Mechatronik IHK ab 28.09., Teilzeit, ab 26.05., Vollzeit Logistikmeister IHK ab 28.09., Teilzeit, ab 26.05., Vollzeit Betrie bswirt IHK ab 21.04., Teilzeit, ab 15.06., Vollzeit technischer Fachwirt IHK ab 14.04., Teilzeit, ab 08.06., Vollzeit Wirtschaftsfachwirt IHK ab 14.04., Teilzeit, ab 08.06., Vollzeit Fachkaufmann Einkauf + Logistik ab 13.04., Teilzeit Personalfachkaufmann IHK ab 27.04., Teilzeit, ab 15.06., Vollzeit AEVO, ab 04.05., Teilzeit, ab 18.05., Vollzeit Energiemanager ab 04.05., Vollzeit Qualitätsmanager IHK ab 15.06., Vollzeit QM-Auditor ab 18.05., Vollzeit Projektmanager ab 22.06., Vollzeit, ab 08.09., Teilzeit

Veranstalter: IQBremen e. V., Intelligente Qualifizierung, Irene Boubaker Telefon 0421 1748-19, boubaker@iq-bremen.de, www.iq-bremen.de

Hochschule Bremen Certificate in Management (CAS)

berufsbegleitendes Weiterbildungsstudium, Module im SS 2015/60 Kontaktstunden:

Führungskompetenz und Selbstmanagement,

17. April, 17:15 Uhr

Entrepreneurship / Intrapreneurship,

Unternehmerisches Denken und Handeln

21. April, 18:00 Uhr

Grundlagen des Projektmanagements,

8. Mai, 18:00 Uhr

Veranstalter: HS Bremen, Koordinierungsstelle für Weiterbildung, Kirstin Reil, Telefon 0421 5905-4165, kirstin.reil@hs- bremen.de, www.cas-man.hs-bremen.de

Hochschule für Internationale Wirtschaft und Logistik (HIWL) Bachelor-Studiengang „Logistik“ , ab 1.9. Bachelor-Studiengang „Internationale Wirtschaft“, ab 1.9. Bachelor-Studiengang „Logistik und Prozessmanagement“, ab 1.9.

Veranstalter: HIWL, Friederike Edzard Telefon 0421 9499-1031 edzard@bvl-campus.de, www.bvl-campus.de/hiwl

wisoak Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer gGmbH Berufliche Fortbildungen (Auswahl)

Zollfachkraft, 13.4.-26.9. Zollmanager/in, 13.4.-21.11. Fachkaufmann/frau Einkauf /Logistik IHK, ab 14.4. BWL für Nichtökonomen II, 20.-24 Experte für IT-gestützte Logistik, 23.4.-12.12. AEVO Ausbildereignung Sprinter, 4.-28.5. Logistikmanager/in, 4.5.-10.10. Assistentin der Geschäftsleitung, ab 7.5. Gepr. Managementassistent/in bSb Schwerp. Kommunikation, ab 7.5. Wirtschaftsfachwirt/in IHK, ab 26.5. Medienfachwirt/in IHK, Fachrichtung Digital- und Printmedien, ab 27.5. Fachwirt/in für Versicherungen und Finanzen IHK, ab 17.6. Fachassistent/in Lohn und Gehalt, ab 16.9. Staatlich gepr. Betriebswirt, Vollzeit, ab 1.10. Staatlich gepr. Betriebswirt, berufsbegl./Teilzeit, ab 1.10. Fachwirt/in Gesundheits- und Sozialwesen IHK, ab 6.10. Value Added Service Manager Logistik, ab 2.11. Bilanzbuchhalter/in IHK, ab 3.11. Supply Chain Manager, ab 9.11.

Veranstalter: Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH, Telefon 0421 4499-5, 499-627/656/657, info@wisoak.de, www.wisoak.de

BRANCHEN DER REGION

Seminarräume

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BRANCHEN DER REGION Seminarräume Seminare im Grünen Sprachen Fordern Sie Ihr kostenloses Probeexemplar an!

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mind. 2 Schaltungen Tel. 0421 / 3 69 03-72 Fax 0421 / 3 69 03-34 anzeigen@schuenemann-verlag.de

SERVICE &PRAXIS

DIE BÖRSEN

Bitte richten Sie Ihre Zuschriften unter Angabe der Chiffrenummer an:

Handelskammer Bremen, Geschäftsbereich II, Petra Ripke-Höpfl, Postfach 105107, 28051 Bremen; oder per E-Mail: ripke@handelskammer-bremen.de

Bei den Inseraten aus der IHK-Börse gelten die Bedingungen der jeweiligen Börsen. Die AGB finden Sie hier:

•für die Recyclingbörse – www.ihk-recyclingboerse.de; •für die Existenzgründungsbörse – www.nexxt-change.org; •für die Kooperationsbörse – www.kooperationsboerse.ihk.de

EXISTENZGRÜNDUNGSBÖRSE

ANZEIGENREGISTER

Airport Bremen GmbH

 

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.45

Aufbaugemeinschaft Bremen e. V.

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BLG Logistics Group AG & Co.KG

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.29

Bosch GmbH

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.41

. DreiMädelHaus KG

Bremer Theater

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.U3

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Euro Print GmbH

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.53

Europa-Center AG

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.31

Goldbeck GmbH

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.39

Justus Grosse GmbH

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.37

. MMW Leasing GmbH

Janneck GmbH

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. Osmers GmbH & Co. KG

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.5

.U4

.7

Philharmonische Gesellschaft

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.49

Porsche Zentrum Bremen

 

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Pro Office GmbH

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.U2

Renz GmbH

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Carl Schünemann Verlag

 

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Sparkasse Bremen

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.5

swb Vertrieb Bremen GmbH

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Turkish Airlines

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.3

Wortmann AG

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.Beilage

KOOPERATIONSBÖRSE

ANGEBOTE

segerät samt Mietvertrag). Des Weiteren sollen

HB-A-4-2015

112-2547

HB-A-2-2015

die Rechte für die Nutzung der beim dpma eingetragenen Wort-Bild-Marke des Geschäfts-

Produktion und Vertrieb eines neuen Gebrauchsmusters gesucht. Gesucht wird ein