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Zelluläre Immunität bei Brustkrebs

Stand / Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 22.03.2008

Bei Menschen mit Brustkrebs findet man eine Veränderung der Immunantwort. Und zwar Brustkrebsblog
in Richtung von veränderten Zytokinspiegeln, die denen während der Schwangeschaft
ähneln. Über Interferon-gamma in
Brustkrebszellen Garcia-
Grob formuliert ist die zelluläre Immunantwort gestört. Unter zellulärer Immunabwehr Tunon I 2007
versteht man die Abwehr infizierter Zellen durch Abwehrzellen. Neben infizierten Zellen
sind aber eben auch Tumorzellen betroffen, die vom Organismus von virusinfizierten Die Interferon-gamma
Zellen und Transplantaten wie einem Embryo in der Schwangerschaft wohl nicht Bildung soll durch
unterschieden werden können. Interleukin-18 angeregt
werden. das zusammen mit
Herauszufinden, welche Teile der Immunantwort genau verändert sind, ist wichtig zu Interleukin-1beta durch die
wissen, damit man etwas dagegen machen kann. Außerdem ist es wichtig die Ursache der Caspase 1 aktiviert wird.
veränderten Immunantwort herauszubekommen. Aber das soll nicht auf dieser Seite
geschehen.

Siehe

Ursache der veränderten Immunantwort

Hier wollen wir uns genauer ansehen, was verändert ist. Von Kovacs E 2000 wird eine
erniedrigter Interleukin-2 Spiegel und über zuwenig Interferon-gamma bei
Brustkrebspatientinnen berichtet. Das Interleukin-12 dagegen war erhöht.

Kovacs beschreibt, dass sich die Interleukin-2-Produktion durch Mistelbehandlung


erhöhen läßt. Durch direkte Interleukin-2-Gabe läßt sich die Arbeit der Natürlichen
Killerzellen auch bei AIDS verbessern Michaelsson J 2008. Auch bei der Pisaner
Immunbehandlung von Brustkrebs wird Interleukin-2 direkt eingesetzt.

Wie Kovacs findet auch Lyon DE 2008 weniger Interferon-gamma bei


Brustkrebspatientinnen. Das ist typisch für die Situation in der Schwangeschaft Shi Y
2007, bei der Interferon-gamma zu Fehlgeburten führt bzw. bei der Maus zur Resorption
des Embryos. Davor scheint sich der Tumor auch zu schützen, wenn er die Interferon-
gamma-Bildung verhindert.
HLA-G
Der Trophoblast ist ein embryonales Gewebe, das den Fötus vor den Angriffen des
Immunsystems der Mutter schützt. Damit seine Zellen vom Immunsystem der Mutter
nicht angegriffen werden, bilden sie ein hemmendes Leukozytenantigen, HLA-G genannt.
Dieses HLA-G hemmt die natürlichen Killerzellen, die so wichtig für die Tumorabwehr
sind (nach Janeway's Immunobiology, Seite 647).

Das HLA-G ist also typisch für den Trophoblasten. Und die alte schon lange bestehende
Trophoblastentheorie, auf die Rita mich schon vor Monaten aufmerksam machte, besagt
nun, dass Krebszellen Ähnlichkeiten mit dem Trophoblsten haben und vielleicht aus den
gleichen Gründen vom Immunsystem nicht getötet werden, wie der Trophoblast.

An Hand des HLA-G-Proteins könnte man feststellen, ob die Theorie stimmt.

Deshalb habe ich mich auf die Literatursuche gemacht und herausgefunden:
Brustkrebszellen weisen das HLA-G-Antigen auf und wie zu erwarten war, sie bilden das
HLA-G Protein unter dem Einfluss von Progesteron.

Mit unserer Progestreron vermeidenden Diät tun wir also das Beste, um nicht nur unser
Immunsystem anzukurbeln, sondern auch um den Krebszellen die Bildung eines Proteins
unmöglich zu machen, das sie vor dem Angriff der natürlichen Killerzellen schützt.

Es bilden natürlich nicht nur Brustkrebszellen HLA-G, sondern es sind auch schon einige
andere Tumoren daraufhin untersucht worden. Dazu später.

Unser Wissen, dass das typische Trophoblastenantigen HLA-G progesteornabhängig


gebildet wird, gibt uns das nötige Wissen, um dagegen anzugehen und unsere Tumoren
wieder loszuwerden, nämlich die progesteronvermeidende tumormarkersenkende Diät, die
man jederzeit gefahrlos beginnen kann.

Über die Progesteronabhänigkeit der HLA-G Produktion von Brustkrebszellen Yie SM


2006.

Baustelle
Hier findet sich noch ein ziemliches Durcheinander, an
dem ich erst noch weiter arbeiten muss. Ich lasse es
erstmal stehen, bis ich da mehr Durchblick habe.
regulatorische T-Zellen bei Brustkrebs
Histamin bei Wikipedia Die regulatorischen T-Zellen, genannt Tregs, sind bei Brustkrebs erhöht. Die ganze
Histaminsituation bei
Ein sehr interessanter Was machen die Tregs? Brustkrebs ist
Artikel über Histamin von undurchsichtig.
Univ.Prof. Dr. Reinhart Die Tregs machen tolerant. Und zwar hier tolerant gegen Tumorzellen. Dass das nichts
Jarisch FAZ – Floridsdorfer Gutes bedeutet, kann man sich denken Liyanage UK 1997.
Allergie Zentrum: Histamin
macht Durchfall, laufende Ohne das körpereigene Histamin hat eine Maus weniger toleranzerzeugende Tregs und
Nase und Kopfschmerzen kann Tumoren besser abwehren Hegyesi H 2005. Bei Frauen mit Brustkrebs findet man
eine hohen Histamingehalt im Tumorgewebe Sieja K 2005, der dadurch zustande kommen
soll, dass mehr Histamin gebildet und weniger abgebaut wird.

Die Histaminkonzentration war aber nicht nur im Tumorgewebe höher, sondern auch im
Blutserum von Patientinnen Sieja K 2005. Über Histamin-Intoleranz
bei Wikipedia. interessant ist
Ein zusätzlicher Histamin erhöhender Faktor, auf den man Einfluss hat, kann Alkohol hier, dass sie in der zweiten
darstellen, denn er kann die Diaminoxidase hemmen, die den Abbau von zuviel Histamin Zyklushälfte also unter
aus der Nahrung bewirkt. Progesteroneinfluss stärker
wird. Vielleicht weil das
Es gibt auch Medikamente, die die Diaminoxidase hemmen, so dass das Histamin aus der Histamin unter
Nahrung nicht mehr abgebaut werden kann: Progesteroneinfluss
schlechter abgebaut wird?
Siehe hier unten auf der Seite

Wichtige Symptome, an denen man ein Zuviel an Histamin erkennen kann sind:

Durchfälle

Müdigkeit

Hautrötungen

Herzrhythmusstörungen

Quaddeln wie nach Brennesseln

Kopfschmerzen

Migräne - Halbseitenkopfschmerz

Interessant ist, dass gegen den Halbseitenkopfschmerz mit Erfolg der


Progesterongegenspieler Valproat, eingesetzt werden kann, der ja auch gegen Brustkrebs
und andere Krebse wirken könnte.
Asthma

Niedriger Blutdruck

Naselaufen ohne Schnupfen

Dickdarmentzündung

Menstruationsbeschwerden

Muskelschmerzen

Gelenkschmerzen

Bauchschmerzen

Durchfälle nach dem Essen.

Medina V 2006 hält Histamin dagegen eher für ein mögliches Medikament gegen
Brustkrebs.

Was bewirkt Progesteron in Bezug auf die Histaminausschüttung?


Progesteron bewirkt nicht die Ausschüttung von Histamin, sondern von 5-
Hydroxytryptamine = Serotonin aus Mastzellen, und zwar ohne gleichzeitig die
Histaminausschüttung aus den Mastzellen zu bewirken Vliagoftis H 1990

In der Schwangerschaft sind Patientinnen mit Histaminintoleranz häufig völlig


beschwerdefrei. Ursache ist eine starke Produktion von Diaminoxidase in der Plazenta.
Nach der Entbindung kommt es häufig zur Rückkehr der Histaminintoleranz. Siehe hier
Wenn man durch progesteronvermeidende Ernährung das Progesteron in der Nahrung
vermindert, müsste die Diaminaxidase auch heruntergehen und im unteren Bereich des
Normalwerts liegen, also unter 9. Ein Zeichen, dass man es schafft das Progesteron zu
vermeiden.

Wer dagegen über Milchprodukte viel Progesteron aufnimmt, müsste so einen relativ
hohen Diaminoxidase Spiegel haben und histaminhaltige Nahrungsmittel eher gut
vertragen. Kein gutes Zeichen.

Histamin
Histamin scheint die Tumorabwehr auch unterdrücken zu können Hegyesi H 2005.

Text im Archiv der Library of Congress: http://web.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/zellulaere_immunitaet_brustkrebs.htm