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Braunschweiger

Volksfreund

Zeitung der SPD Braunschweig

Braunschweiger Volksfreund Zeitung der SPD Braunschweig Masterplan Radtourismus Zweckverband Großraum Braunschweig und

Masterplan Radtourismus

Zweckverband Großraum Braunschweig und Allianz für die Region haben einen Masterplan zur Entwicklung des Radtouris- mus erstellt. Das Braunschweiger Ringgleis ist neben einer Rundtour zwischen den Städten der Region ein herausgehobenes

Projekt.

den Städten der Region ein herausgehobenes Projekt. Seite 3 Ausgabe August | September 2015 Happy Birthday

Seite 3

Ausgabe August | September 2015

Happy Birthday SPD!

Seite 3 Ausgabe August | September 2015 Happy Birthday SPD! Die SPD im Braunschweiger Land feiert
Seite 3 Ausgabe August | September 2015 Happy Birthday SPD! Die SPD im Braunschweiger Land feiert

Die SPD im Braunschweiger Land feiert in diesem Jahr ihren 150. Geburtstag. Ein schöner Anlass, in der Geschichte Braun- schweigs zu stöbern und Ihnen sozialdemo- kratische Persönlichkeiten vorzustellen. Den Anfang macht Martha Fuchs, Oberbürger-

meisterin von 1959 bis 1964.

Martha Fuchs, Oberbürger- meisterin von 1959 bis 1964. Seite 7 Neuer Standort für Kulturzentrum Lagerhalle am

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Neuer Standort für Kulturzentrum

Lagerhalle am Westbahnhof soll soziokulturelles Zentrum werden

am Westbahnhof soll soziokulturelles Zentrum werden Die alte Feierabendhalle soll bald Braunschweigs neues

Die alte Feierabendhalle soll bald Braunschweigs neues soziokulturelles Zentrum beherbergen.

Nachtragshaushalt des Landes Niedersachsen:

Entlastung für Kommunen in der Flüchtlingsunterbringung

Entlastung für Kommunen in der Flüchtlingsunterbringung Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Braunschweig Dr. Christos

Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Braunschweig Dr. Christos Pantazis, MdL

Die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen stellt Kommunen und das Land Niedersachsen vor große Herausfor- derungen. Ein Bündel von Maßnahmen soll die Kommunen jetzt dabei entlasten. Mit einer Soforthilfe des Landes in Höhe von 40 Millionen Euro und der Verdoppe-

lung der pauschalen Hilfe des Bundes, der seine für 2016 geplanten Hilfen auf das laufende Jahr vorziehen wird, werden die Kommunen mit insgesamt 120 Millionen Euro zusätzlich unterstützt. Niedersachsen trägt dabei nicht nur die eigene Soforthil- fe, sondern letztlich auch die Hälfte der Bundesmittel. Für uns Braunschweiger ganz wichtig:

Eine Entlastung der Kommunen soll auch durch eine Erweiterung der Aufnahmeka- pazitäten der Landesaufnahmebehörde Niedersachen erreicht werden, da so die

kurzfristige Unterbringung in den (

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Für viele Braunschweiger ist das einstige Freizeit- und Bildungszentrum im Bürger- park noch ein Begriff. Verbunden wird die- ser Ort mit legendären Auftritten lokaler und internationaler Bands (u.a. ein Auftritt von AC/DC!) sowie mit kleinen und grö- ßeren Veranstaltungen verschiedener Art. Hier traf man sich zum Spielen, Quatschen und um sich mit Gleichgesinnten im Rahmen von Selbsthilfe auszutauschen. Kurzum, hier spielte sich das (sozio-) kultu- relle Leben in den 70-er und 80-er Jahren in Braunschweig ab. Nach Amtsantritt von Oberbürgermeister Dr. Hoffmann fiel dieser dann auch schon etwas in die Jahre gekommene Treffpunkt der Braunschwei- ger den Sparmaßnahmen zum Opfer. Das Gebäude wurde abgerissen und die „(Sozio-)Kultur“ suchte sich andere Orte in Braunschweig. Schmerzlich vermisst wird aber seitdem ein Ort, an dem sich Men- schen aus den verschiedenen Bereichen

der Kulturszene treffen können, wo lokale Bands eine Bühne finden und wo man sich jenseits von kommerziellen Angeboten einfach mal so begegnen und vielleicht auch seine Talente zeigen kann. Da die SPD diesen Wunsch mit den Braunschwei- gern seit jeher teilt, war es klar, dass nach dem Wechsel der Mehrheiten im Rat intensiv nach einem neuen Ort gesucht wurde. Leider hat sich diese Suche als schwieriger herausgestellt als gedacht, aber jetzt zeichnet sich endlich, nachdem ein Teil der „Braunschweiger Szene“ auch selbst aktiv geworden ist, eine Lösung ab. Ein geeigneter Ort ist gefunden: die Feierabendhalle am Westbahnhof, ganz in der Nähe des ehemaligen Jolly Jokers. Bleibt zu hoffen, dass wir nun schnell wieder einen Ort haben, wo das Herz der Braunschweiger (Sozio-) Kultur schlagen kann! In seiner Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort

entscheiden.

Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort e n t s c h

Annette Schütze

Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort e n t s c h
Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort e n t s c h
Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort e n t s c h
Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort e n t s c h
Septembersitzung soll der Rat der Stadt möglichst über den Standort e n t s c h

Debatte um Suizidhilfe:

Bundestagsabgeordnete Carola Reimann will Rechtssicherheit für Patienten und Ärzte

Noch in diesem Jahr will der Bundestag eine gesetzliche Neuregelung zur Sterbehilfe beschließen. Derzeit laufen die Diskussionen im Parlament, in den Medien aber auch vor Ort. Bereits im Januar hatte die SPD-Bundestagsfraktion eine Veranstaltung zum Thema in der Braunschweiger Stadthalle organisiert.

Worüber wird zurzeit diskutiert? Bei der gegenwärtigen Debatte geht es allein um die Beihilfe zum Suizid und um die Frage,

wer diese leisten darf oder nicht. Es geht nicht um die so genannte aktive Sterbehil- fe und die Tötung auf Verlangen. Beides ist in Deutschland verboten (§ 216 StGB) und kein Abgeordneter wird eine

Initiative einbringen, die das ändern will. Ebenfalls nicht zur Diskussion stehen die Möglichkeiten der Behandlungsbegrenzung, des Sterbenlassens und le- bensverkürzende Leidenslin- derung – dies bleibt erlaubt bzw. ist sogar geboten, wenn es beispielsweise in einer Patientenverfügung so festgehalten wurde.

Die Debatte über die Beihilfe zum Suizid wurde losgetreten noch zu Zeiten der schwarz-gelben Bundesre- gierung. Auf Wunsch von CDU und CSU sollten so genannte Sterbehilfevereine, die Beihilfe zum Suizid anbieten, verboten werden. Letztlich scheiterte das Vorhaben,

vizin Carola Reimann, Bundestagsvizeprä- sident Peter Hintze (CDU) und anderen, strafrechtlich Verbote ab. Stattdessen

sieht der Gesetzentwurf vor, Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten mehr Rechtssicherheit zu geben – Rechtssicherheit, die das offene Gespräch zwischen Arzt und

Rechtssicherheit, die das offene Gespräch zwischen Arzt und Dr. Carola Reimann, MdB der Suizid ist straffrei.

Dr. Carola Reimann, MdB

der Suizid ist straffrei. Leider hat die Bun- desärztekammer 2011 auf Betreiben ihres Präsidenten Frank Ulrich Montgomery eine Musterberufsordnung verabschiedet, die Ärzten die Beihilfe zum Suizid untersagt. Diese Musterberufsordnung haben einige Ärztekammern übernommen, andere nicht. Das heißt, in manchen Bundeslän- dern, zum Beispiel bei uns in Niedersach- sen, müssen Ärzte, die Beihilfe zum Suizid leisten, berufsrechtliche Konsequenzen fürchten. In anderen Bundesländern ist dies nicht der Fall.

Für die Gruppe um Hintze und Reimann ist das ein unhalt- barer Zustand. Carola Reimann:

„Wenn nun noch ein strafrecht- liches Verbot der Suizidbeihilfe

Der Gesetzentwurf von SPD-Fraktionsvizin Carola Rei- mann, Bundestagsvizepräsident Peter Hintze (CDU) und anderen sieht vor, Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzten mehr Rechtssicherheit zu geben – Rechtssicherheit, die das offene Gespräch zwischen Arzt und Patient auch über die eigene Lebensbeendigung möglich macht.

Patient auch über die eigene Lebensbeendi- gung möglich macht. Denn nur so kann der Sterbenskranke fundiert über medizinische Alternativen informiert werden. Konkret schlagen Rei- mann und Hintze vor, eine zivilrechtliche Re- gelung im Bürgerlichen

Gesetzbuch zu veran- kern. Volljährigen und einsichtsfähigen Menschen soll ermöglicht werden, die

freiwillige Hilfe eines Arztes bei der selbst vollzogenen Lebensbeendigung in An- spruch zu nehmen, wenn feststeht, dass eine unheilbare Erkrankung unumkehrbar zum Tod führt, der Patient objektiv schwer leidet, eine umfassende Beratung des Patienten bezüglich anderer, insbesondere palliativer Behandlungsmöglichkeiten stattgefunden hat und die ärztliche Dia- gnose von einem weiteren Arzt bestätigt wurde.

Ein strafrechtliches Verbot der wenigen Sterbehilfevereine, wie sie alle anderen Gesetzesinitiativen

vorsehen, lehnt die Gruppe Hintze/Reimann ab. Sie fürchtet, dass ein strafrechtliches Verbot dieser Sterbehilfevereine am Ende zu einer Situ- ation führt, die ärztliche Freiräume weiter einschränkt und dem Vertrauensverhält- nis zwischen Arzt und Patient schadet. Nochmal bestärkt in dieser Haltung sieht sich die Gruppe durch den Aufruf von 141 angesehenen Strafrechtslehrerinnen und

-lehrern, die erst kürzlich ausdrücklich vor einer Regelung im Strafrecht gewarnt haben. Denn es besteht schon heute ein Problem bei der Beihilfe zum Suizid durch Ärzte. Grundsätzlich ist Beihilfe zum Suizid straffrei. Das ist auch richtig, denn auch

zum Suizid straffrei. Das ist auch richtig, denn auch Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten darf

Das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patienten darf nicht durch strafrechtliche Verbote gestört werden. Bild: Fotolia

auch weil ein solches strafrechtliches Ver- bot neue Probleme schafft. Diese betreffen unter anderem die Arbeit von Ärztinnen und Ärzten. Die Große Koalition hat sich jetzt darauf verständigt, eine Neuregelung über interfraktionelle Gruppenanträge zu organisieren. Diese Anträge liegen nun vor und wurden erstmals im Deutschen Bundestag diskutiert. Als einziger der vorgestellten Gesetzent- würfe lehnt der Antrag von SPD-Fraktions-

Ein strafrechtliches Verbot der wenigen Sterbehilfevereine, wie sie alle anderen Gesetzesinitiati- ven vorsehen, lehnt die Gruppe Hintze/Reimann ab.

durch Sterbehilfevereine dazu kommt, wächst die Unsicherheit bei der Ärzteschaft. Das schadet dem Vertrau- ensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Genau dieses Vertrauensverhältnis bei den Fragen des Lebensendes muss aber gestärkt werden. Denn niemand will, dass sich verzweifelte Menschen an anonyme Sterbehilfevereine wenden müssen. Ich will, dass Menschen in großer Not sich ih- rem persönlichem Umfeld und ihrem Arzt anvertrauen können, weil er es ist, der sie

fachlich am besten beraten kann.“

weil er es ist, der sie fachlich am besten beraten kann.“ Dr. Carola Reimann, MdB Planen

Dr. Carola Reimann, MdB

Planen Sie mit, wie Braunschweig im Jahr 2030 aussehen kann!

Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept geht in die zweite Phase und sieht aktive Bürgerbeteiligung vor.

Eine Stadt besteht nicht nur aus Gebäu- den, Straßen und Grünflächen. Was die Stadt am Ende lebenswert macht, sind die Menschen, die ihre Ideen, Hoffnungen, Traditionen und ihre Kultur in das alltäg- liche Zusammenleben einbringen. Eine Stadtentwicklung, die sich an den Lebens- welten der Menschen orientiert, muss von daher nachhaltig sein, sich auf den demografischen Wandel einstellen und Stadtteile schaffen, in denen die Menschen eine hohe Lebens- und Aufenthaltsqualität vorfinden. In der Stadt Braunschweig werden zahl- reiche Fachplanungen (z.B. Altenhilfepla- nung, Jugendhilfeplanung, Schulentwick- lungsplanung, bauliche Stadtentwicklung) erarbeitet, die bereits jetzt auf diese Entwicklungen reagieren. Künftig sollen diese Fachplanungen stärker auf einen gemeinsamen Orientierungsrah- men ausgerichtet und miteinander besser verzahnt werden. Das so entstehende

integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ist ein strategisches Planungs- und Steuerungsinstrument für eine nachhal- tige, zukunftsverträgliche Entwicklung der Stadt in allen Lebensbereichen. Mit dem Stadtentwicklungsplan werden u.a. auch Vorranggebiete für Wohnen, Industrie/Ge- werbe sowie Naturschutz festgelegt. Die wichtigsten strategischen Ziele sollen dabei gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Interessensverbänden, Politik und Verwaltung entwickelt werden. Ergebnis des Prozesses ist auch eine verbindlichere Beteiligungskultur. Die in der Grundlage- nermittlung erarbeiteten Schwerpunktthe- men wurden in der Verwaltung und mit der Politik in moderierten Verfahren weiterentwickelt. Nun sind Sie am Zug! Nutzen Sie im Rah- men der zweiten Phase der Integrierten Stadtentwicklung die Chance, sich aktiv in die Diskussion um die Weiterentwicklung unserer Stadt Braunschweig einzubringen,

Weiterentwicklung unserer Stadt Braunschweig einzubringen, Wie wollen wir in Braunschweig leben? Politik und

Wie wollen wir in Braunschweig leben? Politik und Stadtverwaltung rufen die Bürger auf, am Integrierten Stadtentwicklungskonzept aktiv mitzuarbeiten, bei- spielsweise an der baulichen Stadtentwicklung.

um so mit allen Beteiligten ein gemein- sames Bild davon zu entwickeln, wie unsere Stadt Braunschweig im Jahr 2030 aussehen kann. Mitte September wird die Stadtverwaltung mitteilen, wie Sie sich

beteiligen können!

Stadtverwaltung mitteilen, wie Sie sich beteiligen können! Nicole Palm Masterplan Radtourismus fertiggestellt Die

Nicole Palm

Masterplan Radtourismus fertiggestellt

Die Region Braunschweig soll eine führende Fahrradtourismusregion werden. Zentrale Projekte sind ein Rundkurs zwischen den acht Städten der Region und das Braunschweiger Ringgleis.

Mit der Erstellung des Masterplan Fahr- radtourismus verfolgen der Zweckverband Großraum Braunschweig und die Allianz für die Region als Träger der Maßnahme das Ziel, eine der führenden Fahrradtouris- mus-Regionen in Europa zu werden, damit sehr viele neue Fahrradtouristen anzulo- cken und die Wertschöpfung und Lebens- qualität in der Region zu steigern. Ein sehr ehrgeiziges Ziel, das mit Unterstützung der Firma BTE mit Sitz in Berlin und Hannover und dem ADAC angegangen worden ist. Nach der Trendstudie Fahrradtourismus des Zukunftsinstituts ist eine weitere Stei- gerung des Fahrradtourismus zu erwar- ten. Fahrradfahren bringt nicht nur Spaß, sondern ist auch sehr gesund und her- vorragend geeignet, sich eine Region mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten optimal zu erschließen. Grund genug, auch in der Region Braunschweig auf eine touristische Branche zu setzen, von der ein hohes Maß an Zuwachs zu erwarten ist. Konkret möchte der Masterplan Fahrrad- tourismus zwei Routen besonders heraus- stellen: Einen Rundkurs in der Region, der alle 8 Städte miteinander verbindet und auch zu wichtigen Sehenswürdigkeiten hinführt, zum anderen den Ringgleisweg

in Braunschweig als kleinen Rundkurs, der als Alleinstellungsmerkmal in Deutschland gilt und deshalb unbedingt erlebt werden muss. Hier am Ringgleis- weg soll auch als Pendant zur Autostadt in Wolfsburg eine sogenannte „Fahrrad- stadt“ in alten großen Fabrikhallen entste- hen; dafür ideal anbieten würden sich die leerstehenden Hallen von Bühler-Miag an der Kunstmühle zwischen Ernst-Amme- und Hildesheimer Straße. Hier sollen alle möglichen und denkbaren Fahrradinitia- tiven einziehen, so z. B. Fahrradmuseum, Fahrradladen, Fahrradkino, Fahrradfortbil- dung, Fahrradreisebüro usw. Der Elm und der Harz sollen als attraktive Mountainbike-Regionen weiterentwickelt werden. Natürlich muss auch die Über- nachtungssituation verbessert werden:

Es müssen viel mehr Bett & Bike-Betriebe entstehen. Für die zunehmend größer werdende Menge an E-Bikes muss eben- falls eine Infrastruktur mit Ladestationen aufgebaut werden. Wie in allen guten Radtourismus-Regionen gehören auch hier Infotafeln, Unterstellhütten sowie Tische und Bänke zum Standard-Repertoire. Der Masterplan Fahrradtourismus ist für den Verbandsbereich der Region Braun-

ist für den Verbandsbereich der Region Braun- Das Braunschweiger Ringgleis: Die fertiggestellten

Das Braunschweiger Ringgleis:

Die fertiggestellten Teilabschnitte sind bereits jetzt ein voller Erfolg.

schweig inzwischen fertiggestellt. Bald wird es in die Umsetzungsphase gehen, wofür der ZGB und die Allianz die ersten Haushaltsmittel eingestellt haben. Die meiste Arbeit aber werden die Kommunen leisten müssen, indem sie unter anderem ihre Radwege weiter ausbauen oder gar neue Wege anlegen, Infrastruktur schaffen oder Wegweisung optimieren. Das wird zunächst viel Geld kosten, aber es wird sich, clever gemacht und umgesetzt, amortisieren.

es wird sich, clever gemacht und umgesetzt, amortisieren. Manfred Dobberphul 2 Braunschweiger Volksfreund August |

Manfred Dobberphul

2 Braunschweiger Volksfreund

August | September 2015

Dobberphul 2 Braunschweiger Volksfreund August | September 2015 3 Braunschweiger Volksfreund August | September 2015

3 Braunschweiger Volksfreund

August | September 2015

Nachtragshaushalt des Landes Niedersachsen:

Entlastung für Kommunen in der Flüchtlingsunterbringung

Forsetzung von Seite 1

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sollen die Mittel im Haushalt 2015 um insgesamt 25,8 Millionen Euro erhöht wer- den. Zudem sollen fünf Millionen für eine Aufstockung des Ansatzes für Baumaß- nahmen der Landesaufnahmebehörde Niedersachen verwendet werden. Um frühzeitig bedarfsgerechte Sprachför- derung für eine gute berufliche Integra- tion zu ermöglichen, sollen zusätzlich 1,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Der Nachtragshaushalt stellt zudem eine Verlängerung des bislang zum 30. Juni 2015 befristeten Programms zur Unterstüt- zung der Einreise von syrischen Flüchtlin- gen zu ihren hier lebenden Verwandten sowie eine Erhöhung des Programms zur Unterstützung rückkehrwilliger Flücht- linge sicher. Um Asylverfahren zeitnah abschließen zu können, sollen schließlich die Asylkam- mern bei den niedersächsischen Verwal- tungsgerichten zum 1. September 2015 befristet mit 14 zusätzlichen Stellen ausge-

stattet werden.

Kommunen zurückgeführt wird. Dafür

ausge- stattet werden. Kommunen zurückgeführt wird. Dafür Dr. Christos Pantazis, MdL Willkommenskultur leben Runder

Dr. Christos Pantazis, MdL

Willkommenskultur leben

Runder Tisch „Flüchtlinge“ vom Rat der Stadt beschlossen

Tisch „Flüchtlinge“ vom Rat der Stadt beschlossen SPD-AG Migration und Vielfalt beim Sommerfest in der

SPD-AG Migration und Vielfalt beim Sommerfest in der Kralenriede

Im vergangenen Jahr geriet der Stadtteil Kralenriede durch das Aufkommen von Flyer rechter Parteien in die Schlagzeilen. Daraufhin initiierte die AG Migration und Vielfalt eine überparteiliche Bürgerver- sammlung mit tatkräftiger Unterstützung weiterer Vereine und Verbände. Seit dieser Zeit ist viel passiert. Es gab mehrere Ver- anstaltungen zu der Thematik „Flücht- lingspolitik in Land und Kommune“ und die Gründung verschiedener Initiativen. Eine Initiative, die sich für ein tolerantes und buntes Miteinander aller Menschen und Kulturen einsetzt, nennt sich Aktiv für Respekt und Toleranz (ART). Sie hat am 27. Juni 2015 ein Sommerfest in der Kralenriede organisiert, bei der die AG

Migration und Vielfalt tatkräftig unter- stützt hat. „Wir waren die süße Ecke mit Popcorn, Zuckerwatte, Obstspießen, Kaffee und Kuchen. Der Andrang war groß und wir mussten sogar nochmal Nachschub holen, aber die vielen glücklichen Ge- sichter und das gemeinsame Tanzen und Lachen miteinander, haben uns unsere mehrtägigen Vorbereitungen vergessen lassen,“ so Tanja Pantazis, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft. Das Thema Flücht- linge wird uns auch zukünftig noch weiter beschäftigen, daher ist es umso erfreu- licher, dass im Rat der Stadt Braunschweig am 21.7.2015 der Initiierung eines Runden Tisches „Flüchtlinge“ einstimmig über alle Parteigrenzen hinweg zugestimmt wurde.

einstimmig über alle Parteigrenzen hinweg zugestimmt wurde. Tanja Pantazis Öffnung der Ehe - jetzt! Ehe für

Tanja Pantazis

Öffnung der Ehe - jetzt!

Ehe für alle: SPD im Bundesrat verstärkt Druck auf die Union, die Diskriminierung von Lesben und Schwulen zu beenden.

SPD und Grüne verstärken im Bundesrat den Druck auf die Union, die fortgesetzte Diskriminierung von Lesben und Schwu- len zu beenden. Mit den Stimmen der von SPD und Grünen regierten Länder beschloss der Bundesrat einen Antrag, der die Bundesregierung auffordert ein Gesetz auf den Weg zu bringen, das die Öffnung der Ehe und die Schaffung eines vollen gemeinschaftlichen Adoptionsrechts für gleichgeschlechtliche Paare umfasst. Die SPD im Bundestag hat bereits deutlich gemacht, dass sie die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule unterstützen würde. Jetzt liegt der Ball im Spielfeld von CDU und CSU. Sie müssen sich endlich den gesellschaftlichen Realitäten stellen und ihre seit Jahren währende Blockade- haltung aufgeben. Schon in den Koaliti- onsverhandlungen zwischen Union und SPD haben die Sozialdemokraten darauf gedrungen, die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare auf den Weg zu bringen. Obwohl es eine überwälti- gende Unterstützung in der Gesellschaft für die Homoehe gibt (Zwei Drittel aller Befragten sind dafür – selbst eine klare Mehrheit der Unionsanhänger!) blieb die

selbst eine klare Mehrheit der Unionsanhänger!) blieb die Symbolbild „Ehe für alle“: Fotolia Union bei ihrer

Symbolbild „Ehe für alle“: Fotolia

Union bei ihrer ablehnenden Haltung. Der Koalitionsvertrag sieht daher keine Öffnung der Ehe vor. Zugleich verpflichtet er die Koalitionspartner im Bundestag nicht gegeneinander zu stimmen. Deshalb macht die SPD weiter Druck, damit die Union einer Gesetzesinitiative aller Par- teien nicht mehr im Wege steht. Carola Reimann fordert ein klares Signal von Bundeskanzlerin Merkel: „Wenn die Union schon nicht geschlossen mitstimmen will, soll die Kanzlerin zumindest die Abstim- mung im Bundestag freigeben.“

zumindest die Abstim- mung im Bundestag freigeben.“ Dr. Carola Reimann, MdB Was in Irland möglich ist,

Dr. Carola Reimann, MdB

Was in Irland möglich ist, soll es auch in Deutschland sein!

Im Mai dieses Jahres hat das tiefkatho- lische Irland in einer Volksabstimmung Geschichte geschrieben. Fast zwei Drittel der Iren stimmte in dieser für das Recht gleichgeschlechtlicher Paare heiraten zu dürfen. Damit ist Irland das erste Land der Welt, welches durch einen Volksent- scheid entschieden hat, dass auch Lesben und Schwule heiraten dürfen – mit genau den gleichen Rechten und Pflich- ten, wie sie für Paare unterschiedlichen Geschlechts gelten. Wir als Sozialdemokraten sind der festen Überzeugung, dass „was in Irland mög- lich ist in Deutschland auch sein sollte“ und setzen uns daher für die Abschaf- fung des Eheverbots für Lesben und Schwule ein. Das tun wir nicht nur, weil Meinungsumfragen zufolge mehr als 70 Prozent der Bundesbürger/innen für die völlige Gleichstellung sind, sondern viel- mehr, weil es sich hierbei vor allem um den Gleichheitsgrundsatz des Grundge- setzes handelt. Dort heißt es in Artikel 3:

„Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich“. Das muss auch für gleichgeschlechtliche Paare gelten!

Das muss auch für gleichgeschlechtliche Paare gelten! Dr. Christos Pantazis, MdL Neues Heimgesetz fördert

Dr. Christos Pantazis, MdL

Neues Heimgesetz fördert alternative Wohnformen im Alter

Neues Heimgesetz fördert alternative Wohnformen im Alter Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann Die Rot-Grüne

Landtagsvizepräsident Klaus-Peter Bachmann

Die Rot-Grüne Regierungskoalition wird das Niedersächsische Heimgesetz ändern und vor allem die Einrichtung alternativer Wohnformen im Alter erleichtern und fördern: „Immer mehr ältere Mitbürge- rinnen und Mitbürger wollen auch im Alter in vertrauter Umgebung mit bekannten Menschen in ihrem Umfeld leben und in Würde altern. Koalition und Landesregie- rung wollen diese Wohnformen unterstüt- zen“, erklärt dazu der SPD-Landtagsvize- präsident Klaus-Peter Bachmann aus Braunschweig.

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Braunschweiger Volksfreund

August 2015

Die Weiterentwicklung alternativer Wohn- formen sei durch die bisherigen gesetzlichen Regelungen unnötig er- schwert oder in vielen Fällen sogar ver- hindert worden. „Das wollen wir mit der Änderung des Niedersächsischen Heim- gesetzes ändern und dem Wunsch vieler Betroffener nach alternativen Formen des Wohnens und der Pflege im Alter Rech- nung tragen“, betont Bachmann. Das geänderte Niedersächsische Heimge- setz soll nach der Sommerpause im Herbst in den Landtag zur Beratung einge- bracht werden. Der SPD-Landtagsvizepräsident macht deutlich: „Mit dem Gesetz wollen wir als Sozialdemokraten den Grundsatz ambu- lant vor stationär in der Betreuung und Pflege stärken. Ältere Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, sollen so lange wie möglich selbstbestimmt wohnen und leben. Gemeinschaftliches Wohnen im Alter – auch für an Demenz erkrankte – ist dabei das Ziel. Dafür schaffen Rot-Grüne Landesregierung und Regierungskoalition jetzt endlich den zeitgemäßen rechtlichen Rahmen und schaffen so Rechtsschutz und Rechtssicherheit.“

Rahmen und schaffen so Rechtsschutz und Rechtssicherheit.“ Sigrid Herrmann Buslinie 418 fährt ab Frühjahr 2016 direkt

Sigrid Herrmann

Buslinie 418 fährt ab Frühjahr 2016 direkt nach Lamme

Nachdem 2007 der Anschluss der Linie 413 am Madamenweg weggefallen war, war die Sorge groß, ähnliches würde mit der 418 geschehen. Die SPD sah in der Verlän- gerung der 418 nach Lamme eine ideale Ergänzung in den jeweiligen Bedarfen im Westen Braunschweigs: Die Stadtteile Lamme, Kanzlerfeld und Lehndorf bekä- men die gewünschte Entlastung der zu Spitzenzeiten überfüllten Busline 411. Und das Westliche Ringgebiet hätte mit der Verlängerung die Sicherheit des Fortbe- standes der Buslinie 418. Doch so einfach ließ sich die Weiterführung der Buslinie nicht umsetzen. Die baulichen Vorausset- zungen für eine Fahrt der Busse über den Raffturm auf die B1 mussten erst geschaf- fen werden. Und es musste sichergestellt werden, dass weitere Kfz nicht von dieser Fahrstrecke Gebrauch machen können, um das Naherholungsgebiet zu schüt- zen. Dies wird nun mit einer speziellen Busschleuse umgesetzt werden. Nach acht Jahren politischer Arbeit im Bezirks- rat und im Rat ist es endlich im Frühjahr 2016 soweit. Die Baumaßnahmen werden abgeschlossen sein, so dass die Busse über den Mademanweg direkt nach Lamme

fahren werden!

werden abgeschlossen sein, so dass die Busse über den Mademanweg direkt nach Lamme fahren werden! William

William Labitzke

Sommerlochfestival 2015: „Unsere Stadt zeigt Flagge!“

Zum Abschluss des dreiwöchigen trans-schwul-lesbischen Kulturevents beteiligte sich die Braun- schweiger SPD an der politischen Parade des diesjährigen „Sommerlochfestivals“.

„Tolerant, weltoffen, selbstbewusst und vor allem bunt“, so zeigt Braunschweig Flagge für mehr Toleranz und gegen Dis- kriminierung aller Menschen, egal welcher sexuellen Orientierung. Und Flagge hat die Stadt Braunschweig im wahrsten Sinne gezeigt: Oberbürgermeister und Schirmherr Ulrich Markurth hisste Anfang Juli Regenbogenflaggen vor dem Braun- schweiger Rathaus und läutete damit das dreiwöchige trans-schwul-lesbische Rahmenprogramm zum diesjährigen Som- merlochfestival ein. Damit setzte die Stadt ein klares Bekenntnis für eine lebens- und liebenswerte Stadt für alle! Seit Jahrzehnten kämpfen Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transidente für Akzeptanz und Anerkennung. Mit dem jährlichen Rahmenprogramm rund um das Sommerlochfestival, das dieses Jahr zum 20. Mal stattfand, möchten die Organisatoren die Anerkennung schwuler, lesbischer, bisexueller und transidenter Menschen in der Region stärken und Diskriminierung abbauen. Gewiss sind gesamtgesellschaftlich und auf rechtlicher

Ebene große Fortschritte in den vergange- nen Jahren erzielt worden. „Doch von der aktuellen überwiegenden gesellschaft- lichen Toleranz gegenüber Schwulen, Lesben, Bisexuellen und Transgender Menschen bis zur vollständigen Aner- kennung ist es noch ein weiter Weg“ , so Ratsfrau Annette Johannes. Deshalb setzt sich die Braunschweiger SPD seit vielen Jahren für Toleranz und gesellschaftliche Gleichstellung in sämtlichen Bereichen ein. So fordert sie die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften mit der Ehe, um bestehende Ungleichbe- handlungen zu beseitigen. „Es ist wichtig, vorhandene Vorurteile abzubauen und für gesellschaftliche Toleranz, für Gleichbe- rechtigung und Akzeptanz zu demonstrie- ren. Immer noch werden Menschen auf Grund ihrer sexuellen Identität diskrimi- niert. Sie „outen“ sich nicht, weil sie Nach- teile befürchten. Das darf nicht sein“, so Johannes weiter. „Das Sommerlochfestival ist und bleibt eine politische Demonstra- tion, die deutliche Zeichen setzt: Gegen Diskriminierung, Intoleranz, Vorurteile

und für gleiche Rechte für Lesben und Schwule und Transgender. Dies werden wir als Bündnispartner stets unterstützen“, so SPD-Vorstandsmitglied William Labitzke. In Braunschweig setzt sich die SPD seit Jahren für eine öffentliche Förderung des Vereins für sexuelle Emanzipation e.V. (VSE) ein, der für die vollständige Gleich- stellung von Menschen jeglicher sexuellen Identität wirbt und sich an der sexuellen Aufklärung an Schulen beteiligt.

und sich an der sexuellen Aufklärung an Schulen beteiligt. William Labitzke Auch beim diesjährigen Sommerlochfestival

William Labitzke

sexuellen Aufklärung an Schulen beteiligt. William Labitzke Auch beim diesjährigen Sommerlochfestival im Juli zeigte

Auch beim diesjährigen Sommerlochfestival im Juli zeigte die SPD wieder Flagge.

Sommerlochfestival im Juli zeigte die SPD wieder Flagge. 5 Braunschweiger Volksfreund August | September 2015

5 Braunschweiger Volksfreund

August | September 2015

Löwinnenstadt

Was macht Braunschweig zur Löwinnenstadt? Meinungsum- frage der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.

frage der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. Die Frauen der ASF Braunschweig freuen sich auf die

Die Frauen der ASF Braunschweig freuen sich auf die Ergenisse ihrer Meinungsumfrage.

Was macht Braunschweig zur Löwinnen- stadt? Diese Frage stellt die Arbeitsge- meinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) in einer großen Meinungsumfrage allen Frauen in unserer Stadt. Die SPD- Frauen möchten wissen, was für die Braunschweiger Frauen an der eigenen Stadt wichtig ist. Am 04. September ist der Startschuss. Zum diesjährigen Magnifest startet die ASF ihre Meinungsumfrage mit dem Titel ‚Löwinnenstadt‘. Zahlreiche Postkarten werden verteilt, darauf können die Braun- schweigerinnen ihre Ideen, Wünsche und Anregungen vermerken. Was läuft in der Stadt gut? Wo gibt es Handlungsbedarf? Was würde insbesondere Frauen zugute- kommen? Was macht Braunschweig zur Löwinnenstadt? „Nicht nur für die Kommunalwahlen sind die Stimmen der Frauen entscheidend,“ erklären die Vorsitzende Nadine Labitzke-Hermann und ihre Stellvertre- terin Erika Witt, „wir möchten, dass diese Gehör finden, das hat uns zu dieser Kam- pagne motiviert.“ Ende des Jahres soll die Umfrage abge- schlossen sein. Mehr Informationen zur Löwinnenstadt und zur Teilnahme an der Meinungsumfrage finden Sie in Kürze auf www.spd-braunschweig.de.

finden Sie in Kürze auf www.spd-braunschweig.de. Nadine Labitzke-Hermann Ihr Kontakt zur SPD-Fraktion

Nadine Labitzke-Hermann

Ihr Kontakt zur SPD-Fraktion

Geschäftsstelle der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig Platz der Deutschen Einheit 1 38100 Braunschweig

Platz der Deutschen Einheit 1 38100 Braunschweig Telefon 0531 470-2211 Telefax 0531 470-2974 E-Mail

Telefon 0531 470-2211 Telefax 0531 470-2974 E-Mail spd.fraktion@braunschweig.de www.spd-fraktion-braunschweig.de

Zukunftsfähige Bildungslandschaft

Niedersächsische Schulgesetznovelle beschlossen

„Die frühkindliche Bildung stärken und ausbauen, die Schullandschaft zukunfts- fähig gestalten und die Umsetzung der Inklusion ermöglichen.“ So beschreibt der Braunschweiger Landtagsabgeordnete Christoph Bratmann die Herausforde- rungen an die Bildungspolitik im Land. Insbesondere mit der im Juni 2015 verab- schiedeten Schulgesetznovelle befindet man sich auf dem richtigen Weg meint Christoph Bratmann und erklärt: „Das neue, moderne Abitur nach 13 Jahren für die Gymnasien in Niedersachsen, bessere und mehr Ganztagsschulen, die Gleich- berechtigung der Gesamtschulen mit den anderen Schulformen und die Abschaffung der Schullaufbahnempfehlung für Grund- schüler – das sind die Kernpunkte der Schulgesetznovelle, die auf breite Zustim- mung im Land treffen.“ Darüber hinaus sind wichtige Eckpunkte zur Umsetzung der Inklusion beschlossen worden, die die gemeinsame Beschulung von behinderten und nichtbehinderten Kindern ermöglichen. Das Gesetz ist in der Beratung von einem bisher beispiellosen Dialogprozess be- gleitet worden, denn 51 Verbände wurden insgesamt angehört. Christoph Bratmann:

„Ob Landesschülerrat, Landeselternrat, die Gewerkschaft Erziehung und Wissen- schaft, der Schulleitungsverband Niedersachsen oder der Verband Sonder- pädagogik – die Zustimmung ist groß. Das ist eine grundlegende Legitimation für die wichtigen und richtigen Reformen im Bil-

für die wichtigen und richtigen Reformen im Bil- Der Braunschweiger Abgeordnete Christoph Bratmann im

Der Braunschweiger Abgeordnete Christoph Bratmann im Niedersächsischen Landtag

dungs- und Zukunftsland Niedersachsen.“ Darüber hinaus wird in den frühkindlichen Bereich investiert: Nachdem die Bereitstel- lung einer dritten Kraft in Krippengrup- pen bereits beschlossen ist, arbeitet die Landesregierung mit den Regierungsfrak- tionen an einem Kinderförderungsgesetz, welches im Herbst 2015 auf den Weg gebracht werden soll. Für diese Verbesserungen investieren Rot-Grüne Landesregierung und Regie- rungskoalition in der Legislaturperiode 2013-2018 mehr als eine Milliarde Euro zusätzlich für Bildung. Der Etat für Bildung ist mit 5,3 Milliarden Euro allein für 2015 der größte Haushalt aller Ministerien.

Christoph Bratmann, MdLallein für 2015 der größte Haushalt aller Ministerien. Aus dem Rat der Stadt Braunschweig: SPD-Fraktion stimmt

Aus dem Rat der Stadt Braunschweig:

SPD-Fraktion stimmt Verwaltungsvorlage über Bau eines Kongresshotels an der Stadthalle zu.

In der letzten Ratssitzung vor der Som- merpause am 21. Juli gab es eine längere Debatte zur Verwaltungsvorlage zum Bau eines Kongresshotels an der Stadthalle durch die Volksbank BraWo. Zwar hat der Rat die Verwaltung bereits im Jahr 2012 beauftragt, einen Investor für ein solches Bauvorhaben zu suchen, dennoch gab es nun, wo es an die Umsetzung geht, kontroverse Debatten. Das lag größtenteils daran, dass das Hotel nach Plänen des In- vestors zum Teil auf dem Gebiet des Park- decks gebaut werden soll. Dazu müsste das 50 Jahre alte Parkdeck, das der Stadt gehört, abgerissen, etwas versetzt und um ein Stockwerk ergänzt, neu errichtet wer- den. Für diese Investition werden für die Stadt 4 Millionen Euro veranschlagt. Aus Sicht der SPD eine notwendige Investition zur Zukunftssicherung unserer Stadthalle, welche dieser Tage auch 50 Jahre alt wird.

Natürlich wurde angesichts des Steigen- berger-Hotels oder des Neubaus eines Intercity-Hotels am BraWo-Park auch darüber diskutiert, ob es überhaupt noch einen Bedarf für ein solches Kongressho- tel an der Stadthalle gibt. Hierzu ein paar Zahlen: Im Jahr 1995 standen in Braun- schweig 3.500 Hotelbetten zur Verfügung, im Jahr 2014 waren es ebenfalls ca. 3.500 Betten bei einer ca. 35%-igen Steigerung der Nachfrage im Vergleich zu 1995. Im Vergleich zu anderen Städten vergleich- barer Größe hinkt Braunschweig, was die Hotellandschaft angeht, deutlich hinter- her. Ratsherr Frank Flake machte in seiner Rede deutlich, worum es der SPD-Fraktion geht: die Zukunftsfähigkeit der Stadthalle als Tagungsort und die Weiterentwicklung Braunschweigs als Kongressstadt. Die SPD hat deshalb zugestimmt.

als Kongressstadt. Die SPD hat deshalb zugestimmt. Christoph Brtamann, MdL | Vorsitzender der SPD-Fraktion im

Christoph Brtamann, MdL | Vorsitzender der

SPD-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig

Die Braunschweiger SPD wird 150 Jahre alt

Persönlichkeiten aus 150 Jahren sozialdemokratischer Geschichte: Martha Fuchs

aus 150 Jahren sozialdemokratischer Geschichte: Martha Fuchs Von links nach rechts: Sozialdemokratin Friedel Rosenbruch

Von links nach rechts: Sozialdemokratin Friedel Rosenbruch mit Oberbürgermeiste- rin Martha Fuchs

Die SPD im Braunschweiger Land, der Re- gion zwischen Harz, Heide, Helmstedt und Peine, feiert in diesem Jahr ihren 150. Ge- burtstag. Am 6. September 1865 wurde in Braunschweig die erste Gemeinde des „All- gemeinen Deutschen Arbeitervereins“ auf Initiative von Wilhelm Bracke gegründet. In den Folgejahren bildeten sich weitere zahlreiche Ortsvereine der SPD im Braun- schweiger Land. Anlässlich des Jubiläums der SPD möchten wir Ihnen in dieser und den folgenden Ausgaben des Braunschwei- ger Volksfreundes, den Wilhelm Bracke im

Jahr 1871 gründete, sozialdemokratische Persönlichkeiten vorstellen, die unsere Löwenstadt nachhaltig geprägt haben. Wir beginnen mit einer bedeutenden Frau: Martha Fuchs. Martha Fuchs war nicht nur die erste Frau im westlichen Nachkriegsdeut- schland mit einem Ministeramt. Sie ist auch bis heute die einzige Frau in der Geschichte der Stadt Braunschweig, die zur Oberbürgermeisterin gewählt wurde. Darüber hinaus ist sie die erste Frau in der Geschichte der SPD, der ein Bezirksvorsitz übertragen wurde. Ihr lebenslanges politisches Engagement, ihre immer bewahrte Menschlichkeit und ihr persönlicher Mut machen sie zu einer bedeutenden Frau und Persönlichkeit der Stadt Braunschweig und der deutschen Sozialdemokratie. Am 3. November 1964 wurde Martha Fuchs das große Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens überreicht und am Tag darauf erhielt sie die Ehrenbürgerrechte der Stadt Braunschweig: Zu diesem Anlass sagte sie: „Ich nehme den Orden nicht für mich allein, sondern auch für alle meine Mitarbeiter, die damals in den ungeheizten Räumen und mit hungrigem

Magen mit mir ausgehalten haben, noch größere Not lindern zu helfen.“ Am 8. Januar 2016 jährt sich der Todestag von Martha Fuchs zum 50. Mal. Eine Tafel in der Comenius Straße, wo sie lange wohnte, erinnert an diese großartige

Braunschweigerin.

wohnte, erinnert an diese großartige Braunschweigerin. SPD-Bezirk Braun- schweig | Annette Schütze Über Martha

SPD-Bezirk Braun-

schweig | Annette Schütze

Über Martha Fuchs (1892-1966) 1923: Martha Fuchs und ihr Ehemann, der Redakteur beim Braunschweiger Volks- freund war, ziehen nach Braunschweig 1925: Die Sozialdemokratin wird zur Stadtverordneten gewählt 1927: Einzug in den Braunschweigischen Landtag Ab 1933: Verfolgung durch die Gestapo, Aufgabe aller politischen Tätigkeiten 1944: Internierung im KZ Ravensbrück Ab 1945: Nach dem Krieg setzte sich Martha Fuchs mit aller Kraft für den politischen Neubeginn und den Wie- deraufbau ein. Sie wurde Ratsherrin, schließlich Kultusministerin des Landes Braunschweig, dann Staatskommissarin für das Flüchtlingswesen im Lande Nie- dersachsen mit Ministerrang 1959 bis 1964: Oberbürgermeisterin der Stadt Braunschweig

Aus dem Rat der Stadt Braunschweig:

Der Rat der Stadt hat einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet rund um die Firma Eckert & Ziegler beschlossen, der einen rechtssicheren Kompromiss zwischen den Interessen der Wohnbevölkerung und des Unternehmens vorsieht.

der Wohnbevölkerung und des Unternehmens vorsieht. Gelände der Firma Eckert & Ziegler kerung und des

Gelände der Firma Eckert & Ziegler

kerung und des Unternehmens zu finden. Das Scheitern eines neuen Bebauungs- planes vor Gericht würde hier bedeuten, dass es keine Veränderungssperren mehr geben und der alte Bebauungsplan wieder aufleben würde, was dem Unternehmen nahezu unbegrenzte Erweiterungsmög- lichkeiten auf dem Firmengelände ermög- lichen würde. Im Konflikt um die Firma Eckert & Ziegler wird es aufgrund der rechtlichen Rahmenbedingungen keinen Konsens geben. Rat und Verwaltung tun aber mit diesem Bebauungsplan das hin- sichtlich ihrer Möglichkeiten Notwendige und Machbare, und deshalb hat die SPD

zugestimmt.

Notwendige und Machbare, und deshalb hat die SPD zugestimmt. Christoph Bratmann, MdL | Vorsitzender der SPD-Fraktion

Christoph Bratmann, MdL |

Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Braunschweig

Der Rat der Stadt Braunschweig hat bereits im Dezember 2011 beschlossen, für das Gebiet rund um die Firma Eckert & Ziegler einen neuen Bebauungsplan aufzustellen mit dem Planungsziel, ein, wie es heißt, „verträglicheres Nebeneinander zwischen dem bestehenden Gewerbestandort und der Wohnbevölkerung“ zu schaffen. Dazu soll der Gewerbestandort in seiner Ausdehnung räumlich begrenzt und die Zulässigkeit von Abfallentsorgungsanla- gen und anderen störenden Nutzungen neu geregelt werden. Anlass für die Pla- naufstellung war ein Bauantrag der Firma Eckert & Ziegler Umweltdienste GmbH am Standort Thune. Dieser umfasst den Neubau eines Gebäudes zur Durchführung von Messung, Konditionierung und Verpa- ckung schwach radioaktiver Abfälle und damit eine Erweiterung des bisher stattfin- denden Betriebes. Konkret geht es darum, seitens der Stadt alles dafür zu tun, eine Ausweitung der Verarbeitung von radioak- tiven Materialien am Standort Thune ein- zudämmen und größtmögliche Sicherheit für die Wohnbevölkerung zu erreichen. Die Möglichkeiten, das rechtssicher über das

Baurecht zu steuern, sind sehr begrenzt. Schließlich kann mit der kommunalen Bauleitplanung nicht in die Regularien des Atomrechts eingegriffen werden. Weder können durch die Bauleitplanung erteilte strahlenschutzrechtliche Genehmigungen verändert oder außer Kraft gesetzt, noch können Grenz- oder Richtwerte anderer Fachgesetze, wie z. B. der Strahlenschutz- verordnung, verändert werden. Hier ruhen unsere Hoffnungen auf dem Niedersäch- sischen Umweltministerium, und es ist gut, dass Stefan Wenzel sich im Gegensatz zu seinen Amtsvorgängern des Problems angenommen hat und die Umgangsge- nehmigungen aktuell überprüft werden. Aufgrund des nach wie vor problema- tischen Standorts hätte sich die SPD eine größere Einschränkung der Firmenakti- vitäten von Eckert & Ziegler gewünscht. Allerdings ist in zahlreichen Gesprächen mit der Bauverwaltung auch im Beisein von Fachjuristen klar geworden, dass dieses nicht rechtssicher möglich ist. Der SPD geht es darum, mit der vorliegenden Planung einen rechtssicheren Kompromiss zwischen den Interessen der Wohnbevöl-

6 Braunschweiger Volksfreund

August | September 2015

der Wohnbevöl- 6 Braunschweiger Volksfreund August | September 2015 7 Braunschweiger Volksfreund August | September 2015

7 Braunschweiger Volksfreund

August | September 2015

SPD-MAGNI-HOFFEST 4. BIS 6. SEPTEMBER IM INNENHOF DER SPD | SCHLOSSSTR. 8 Bier, Bratwurst, Wein

SPD-MAGNI-HOFFEST

4. BIS 6. SEPTEMBER IM INNENHOF DER SPD | SCHLOSSSTR. 8

Bier, Bratwurst, Wein Fr & Sa ab 17 Uhr, So ab 13 Uhr

FREITAG, 4. SEPTEMBER AB 17 Uhr ERÖFFNUNGSPARTY MIT MUSIK SAMSTAG, 5. SEPTEMBER AB 18.30 Uhr
FREITAG, 4. SEPTEMBER
AB 17 Uhr ERÖFFNUNGSPARTY
MIT MUSIK
SAMSTAG, 5. SEPTEMBER
AB 18.30 Uhr LIVE-MUSIK:
„TWO AMONG MILLIONS“,
AB 21 UHR „VALENTINO 66“
SONNTAG, 6. SEPTEMBER
AB 13.30 UHR LIVE-MUSIK
„TWO GENERATIONS“
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Kulturflohmarkt im Östlichen Ring

Zum 11. Mal hat die SPD am Franzschen Feld zum Kulturflohmarkt eingeladen. Die Gewinne wurden wie jedes Jahr gespendet - dieses Mal an ein Entwicklungsprojekt in Sierra Leone.

- dieses Mal an ein Entwicklungsprojekt in Sierra Leone. Reger Besuch an den Ständen des Kulturfloh-

Reger Besuch an den Ständen des Kulturfloh- marktes.

„Was für ein schöner Nachmittag !“ – das haben wohl viele Besucher am Ende des Kulturflohmarktes gedacht. Dabei hatte der Tag ganz schlecht angefangen. Bei strömenden Regen begann der Aufbau. Bereits zum elften Mal hatte die SPD im Östlichen Ringgebiet auf dem Marktgelän-

de am Franzschen Feld zu dieser besonde- ren Veranstaltung eingeladen. Viele private

Standbetrei-

ber, Vereine und Institutionen und meh- rere Hundert Besucher kamen. Auf einer Bühne traten eine Reihe von Künstlern ohne Gage auf, so dass ein abwechslungs- reiches Musik- und Tanzprogramm zustan- de kam. An verschiedenen Stellen konnte man sich über die Arbeit von Vereinen und Institutionen informieren. Kaffee und Kuchen, Grillwürste und philippinisches Essen wurden reichlich verzehrt. Unsere Bundestagsabgeordnete Carola Reimann, Bezirksbürgermeister Uwe Jordan und andere Mandatsträger der SPD standen für Gespräche bereit. Die Überschüsse der Veranstaltung wurden in diesem Jahr dem Verein Löwe für Löwe zur Verfügung ge- stellt. Mit dem Geld wird ein Brunnenbau für ein landwirtschaftliches Entwicklungs- projekt in Sierra Leone (Westafrika) unter- stützt. Wir danken den Künstlern, den vie- len Kuchenspendern, den Einrichtungen, die uns mit Material unterstützt haben, den Teilnehmern der Vorbereitungstreffen

und den vielen Helfern der SPD.

der Vorbereitungstreffen und den vielen Helfern der SPD. Heiner Hilbrich Mitglied werden! Finden Sie nicht auch,

Heiner

Hilbrich

Mitglied werden!

Finden Sie nicht auch, dass es sich lohnt, für ein modernes und gerechtes Deutsch- land zu arbeiten? 10.000 Ortsvereine der SPD in ganz Deutschland und Auslands- freundeskreise in vielen Ländern der Erde bieten den Mitgliedern Mitsprache- und Entscheidungsrechte. Machen Sie doch einfach mit bei der SPD hier vor Ort in Braunschweig. Senden Sie eine Mail an das Büro des SPD-Unterbezirks Braunschweig an ub-braunschweig@spd.de oder informie- ren Sie sich auf www.spd-braunschweig.de Wir freuen uns auf Ihren Kontakt.

IMPRESSUM

SPD Unterbezirk Braunschweig Schlossstraße 8 38100 Braunschweig www.spd-braunschweig.de www.facebook.com/SPD.Braunschweig Redaktion: W. Labitzke, J. Retzlaff V.i.S.d.P.: Dr. Christos Pantazis Bilder: Archiv SPD Unterbezirk Braunschweig Auflage: 50.000 Ex.

W. Labitzke, J. Retzlaff V.i.S.d.P.: Dr. Christos Pantazis Bilder: Archiv SPD Unterbezirk Braunschweig Auflage: 50.000 Ex.
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