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Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch stellt eine wichtige Bewährungsprobe dar, der sich die meisten Schülerin- nen und Schüler und Auszubildenden voraussichtlich mehrmals im Berufsleben stellen müssen. In dieser Unterrichtssequenz werden die Lernenden auf ein solches Job-Interview vorbereitet und üben in einem Rollenspiel Strategien ein, wie sie sich einem potentiellen Arbeitgeber vorteilhaft und über- zeugend präsentieren können. Die Arbeitsblätter sind für den inklusiven Unterricht in der beruflichen Bildung und der Berufsorientierung konzipiert. Die abgestuften Schwierigkeitsgrade berücksichtigen körperliche, geistige und sprachliche Förderbedarfe sowie geringe Deutschkenntnisse.

Die Arbeitsblätter in dieser Unterrichtssequenz enthalten Basisbausteine für die Vorbereitung und Durchführung eines Vorstellungsgespräches:

Körperhaltung und innere Einstellung trainieren

Informationen über einen Betrieb einholen

die eigenen Interessen und Fähigkeiten erkunden

angemessene Bekleidung wählen

allgemeine Verhaltensnormen bei einem Bewerbungsgespräch kennenlernen

Vorstellungsgespräch als Rollenspiel simulieren

Die Arbeitsblätter und Materialien wurden dabei so konzipiert, dass die Inhalte durch abgestufte Schwierigkeitsgrade und Variationen bei der Umsetzung von Lernenden mit unterschiedlichen För- derbedarfen oder geringen Deutschkenntnissen bewältigt werden können. Je nach Grad der Ein- schränkung können leichte, mittlere und anspruchsvollere Aufgaben herangezogen werden, schriftli- che Aufträge durch mündliche Besprechung ersetzt oder theoretische kognitive Inhalte in Form von Rollenspielen praktisch erprobt werden. Ein weiterer Schwerpunkt der Unterrichtssequenz ist die Vermittlung von interkultureller Kompetenz, indem Lernende mit Migrationshintergrund aufgerufen werden, unterschiedliche Verhaltensnormen in ihren Kulturen im Vergleich zu Standards in Deutsch- land in der Lerngruppe zu diskutieren.

Didaktisch-methodischer Kommentar

Die hier vorgestellten Unterrichtsinhalte sollen Lernende auf ein Vorstellungsgespräch vorbereiten, indem sie einzelne Aspekte für die Vorbereitung und für den Verlauf des Bewerbungsgespräches so- wohl praktisch als auch theoretisch einüben. Die Bausteine sind frei kombinierbar, je nach Leistungs- fähigkeit und Förderbedarf können Lehrkräfte einzelne Aufgaben auswählen und je nach Behinde- rung oder sprachlichen Defiziten an die Lerngruppe anpassen. Die Lernwege entsprechen schwer- punktmäßig der Methode des sozialen Lernens, bei der die Lernenden durch Rollenspiele ihr Sozial- verhalten in einer Bewerbungssituation erproben und sich anschließend intensiv über ihre Beobach- tungen, Gefühle und Eindrücke austauschen. Dadurch, dass die Lernergebnisse wie Einsichten in Ver- haltensnormen und selbstreflektierende Selbst- und Fremdbeobachtung fast vollständig im Unter- richtsgespräch gemeinsam erarbeitetet werden, wird die Kommunikations- und Kritikfähigkeit der Schülerinnen und Schüler gefördert. Die wesentlichen Lernziele dieser Unterrichtseinheit können da- bei fast vollständig mündlich erarbeitet werden.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

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Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Vergrößerung der Abbildungen oder des ganzen Arbeitsblattes; Einsatz von Leselupen, oder Einsatz von Software für Sehbehinderte und Blinde oder mündliche Beschreibung/Vorlesen dargestellter Bilder/Texte durch Lernpartner.

Geistige Behinderung Verzicht auf schriftliche Bearbeitung, stattdessen ausführliche Besprechung und/oder simula- tives Lernen; gegebenenfalls Hinzuziehung eines Lernpartners, der Texte vorliest.

Sprachliche Defizite Genaue Klärung der Aufgabenstellung, gegebenenfalls Hinzuziehung eines Lernpartners, der übersetzen kann. Da es sich bei einem Bewerbungsgespräch um eine Gesprächssituation handelt, auf die die Lernenden vorbereitet werden, sollte ein Vokabelheft oder eine Kartei mit Satzbausteinen angelegt werden.

Medieneinsatz

Falls die einzelnen Rollenspiele eher ausführlich besprochen werden sollen, bietet es sich an, diese als Video aufzunehmen. So können konkrete Situationen, die den Lernenden aufgefallen sind, noch einmal abgespielt und somit ins Bewusstsein gerufen werden. Indem wichtige Fehler oder auch vor- bildhaftes Verhalten bei einem Vorstellungsgespräch wiederholt vorgeführt werden, vertieft sich der Lerneffekt und das Erinnerungsvermögen - insbesondere bei Lernenden mit schriftlichen oder sprachlichen Defiziten, aber auch bei einer verkürzten Aufmerksamkeitsspanne der Lernenden.

Kurzinformation „Das Vorstellungsgespräch

Thema

Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch

Autorin

Susanne Patzelt

Fächer

Allgemeinbildung, Berufsorientierung, Deutsch

Schulform

Berufsbildende Schulen

Zeitraum

Vier bis sechs Schulstunden

Kompetenzen

Fachkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

gewinnen einen Überblick über wichtige Verhaltensregeln, Umgangsformen und passende Bekleidung für ein Vorstellungsgespräch in unserem Kulturkreis.

lernen, Informationen über einen potenziellen Arbeitgeber stickpunktartig zu notieren.

üben ein, wie man Informationen zu einem Betrieb über die Homepage des Unternehmens einholen kann.

werden über typische Fragen von Personalverantwortlichen in Vorstellungsgesprächen infor- miert und trainieren, wie man darauf angemessen und authentisch antwortet beziehungs- weise reagiert.

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Medien- und Methodenkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

nutzen Rollenspiele, um eine schwierige und belastende Situation in der Lebenswirklichkeit leichter bewältigen zu können.

arbeiten mit Kameraaufzeichnungen, um Gesprächssimulationen aufzuzeichnen und detail- liert zu besprechen (fakultativ).

lernen als Beobachter von Gesprächssituationen, ihre Eindrücke Stichpunktartig zu notieren.

Sozialkompetenz

Die Schülerinnen und Schüler

setzen sich selbstreflexiv mit ihren eigenen Stärken, Fähigkeiten und Interessen auseinander.

üben in Rollenspielen Verhaltensmuster ein, die im Vorstellungsgespräch, aber auch im Be- rufsleben allgemein vorteilhaft sind.

schulen in Rollenspielen Selbst- und Fremdbeobachtungsfähigkeiten indem sie lernen, sich selbst und ihre Wirkung auf andere einzuschätzen.

beobachten und analysieren intensiv Gesprächssituationen und ziehen daraus Rückschlüsse für eigene Handlungsmuster.

trainieren als Zuschauer oder Teilnehmer der simulierten Vorstellungsgespräche, wie man konstruktiv Kritik übt oder Lob ausspricht.

stärken ihre interkulturelle Kompetenz im Austausch über unterschiedliche Verhaltensregeln und Gesprächsführungen in anderen Kulturen.

Unterrichtsablauf und Materialien

Folgend finden Sie genauere Informationen sowie mehrere Möglichkeiten, die einzelnen Arbeitsblät- ter an den Förderbedarf Ihrer Klasse anzupassen.

Arbeitsblatt 1: Ich und mein Gegenüber

Die Fotos von sitzenden Bewerbern dienen als gemeinsame Grundlage, um sich auf ein Vorstellungs- gespräch einzustellen. Dabei geht es nicht nur um die korrekte Körperhaltung, sondern generell da- rum, welche Wertschätzung man seinem Gegenüber schenkt, wie man sich vorteilhaft präsentiert und wie man mittels der Körperhaltung eine für beide Seiten angenehme Gesprächsatmosphäre schafft.

Es wird davon ausgegangen, dass die Schülerinnen und Schüler im Verlauf des Unterrichtsgespräches gemeinsam herausfinden, welche Sitzpositionen angemessen sind, und welche nicht. Signale wie "of- fen", "freundlich" oder "aufmerksam" sollten dabei erkannt werden. Hierbei kann es allerdings kultu- rell bedingt zu unterschiedlichen Einschätzungen kommen. Beispielsweise gilt es in asiatischen Län- dern als unhöflich, wenn man mit der Fußspitze auf jemanden zeigt, im arabischen Raum werden Frauen angehalten, ihre Beine nicht übereinanderzuschlagen.

In einer simulierten Gesprächssituation sollen die Lernenden die unterschiedlichen Körperhaltungen ausprobieren. Alle Schülerinnen und Schüler sollten dabei mindestens einmal die Rolle des Bewer- bers und des Interviewers einnehmen, um einen Perspektivwechsel vorzunehmen. So fühlen sie selbst, ob ihre innere Motivation beispielsweise bei einer "Lümmelhaltung" nachlässt, oder wie sie

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verwirrt werden und den Faden verlieren, wenn sich das Gegenüber die ganze Zeit sich mit dem Smartphone beschäftigt.

Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Bei starker Sehbehinderung kann ein sehender Lernpartner die dargestellte Körperhaltung einnehmen, die dann abgetastet wird.

Geistige Behinderung Die Aufgaben 1 und 2, "Einkreisen des passenden Bildes", sollten möglich sein, auf die Be- schriftung der Bilder durch die Adjektive kann verzichtet werden, stattdessen mündlicher Austausch, wie das Foto auf einen wirkt, beziehungsweise Übergang zu Aufgabe 5: Nachstel- len der Sitzpositionen in einem Alltagsgespräch.

Sprachliche Defizite Hier kann die schriftliche Übung (Aufgabe 3) ausgelassen werden, empfehlenswert ist jedoch eine Übersetzung und schriftliches Festhalten der Adjektive.

AB_01_Vorstellungsgespräch_Körperhaltung (siehe Anhang, Seite 9): Die Schülerinnen und Schüler lernen anhand von Beispielen die angemessene Körperhaltung im Bewerbungsgespräch kennen.

Arbeitsblatt 2: Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs

In einem Vorstellungsgespräch wird von einem Bewerber erwartet, grundlegend über den Betrieb informiert zu sein. Wer über den potenziellen Arbeitgeber Bescheid weiß, kann seine Antworten und Fragen treffender den Gegebenheiten anpassen und sich vorteilhafter präsentieren.

Als Übung dient ein fiktives Ausbildungsangebot einer Schreinerei. Die Lernenden notieren die Kerni- nformationen über den Betrieb auf einen Merkzettel und üben somit ein, wichtige Informationen schriftlich festzuhalten. In einem gemeinsamen Unterrichtsgespräch können die Schülerinnen und Schüler sich weitere Fragen überlegen, die sie als Bewerber dem Betrieb stellen möchten.

Variation: Schülerinnen und Schüler, die Grundlagen einer Internetrecherche und die entsprechende Medien-, Lese- und Schreibkompetenz besitzen, können im Anschluss die Übung mit einem realen Unternehmen - beispielsweise im eigenen Umfeld - wiederholen, indem Sie Informationen zum Be- trieb auf der Homepage einholen (Aufgabe 4).

Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Vorlesen des Textes durch einen Lernpartner, Sehhilfen, Sprachsoftware

Geistige Behinderung Arbeitsblatt 2 stellt die höchsten sprachlichen Anforderungen in dieser Unterrichtseinheit und kann für stark Lernbehinderte auch ausgelassen werden. Alternativ bietet es sich an, die fiktive Stellenausschreibung von einem Lernpartner vorlesen zu lassen und gemeinsam die Kerninformation herauszufiltern. (Aufgabe 2)

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Sprachliche Defizite Falls die notwendige Medienkompetenz vorhanden ist, kann eine ausländische Unterneh- menswebsite in der Heimatsprache untersucht werden. Der ausgefüllte Merkzettel sollte je- doch anschließend übersetzt werden, um sich Schritt für Schritt den notwendigen Basiswort- schatz für das Vorstellungsgespräch zu erarbeiten. (Aufgabe 4)

AB_02_Vorstellungsgespräch_Informieren (siehe Anhang, Seite 11): Dieses Arbeitsblatt fokussiert das Sammeln von Informationen als Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.

Arbeitsblatt 3: Was ich kann - wofür ich mich interessiere

Kernpunkt eines Bewerbungsgespräches ist eine überzeugende Präsentation der eigenen Interessen und Fähigkeiten.

In diesem Arbeitsblatt werden die Lernenden dazu ermuntert, sich ihre Pluspunkte für den Job noch- mals vor Augen zu führen und zu notieren: Schulfächer, in denen sie gut sind, handwerkliches Ge- schick, soziale Kompetenzen oder Erfahrungen und Kenntnisse, die für den Beruf relevant sind wie Praktika, Ehrenamt oder Hobbies. Bei diesem Schritt wird davon ausgegangen, dass der Bewerber als Voraussetzung für das Vorstellungsgespräch bereits eine Bewerbungsmappe mit Lebenslauf verfasst hat, daher geht es darum, nochmals die wichtigsten Punkte zu rekapitulieren.

Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Vorlesen des Textes durch einen Lernpartner, Sehhilfen oder Sprachsoftware

Geistige Behinderung Zusammen mit einem Lernpartner können wichtige Eckdaten aus dem Lebenslauf mündlich besprochen und eingeübt werden, damit sie bei einem realen Gespräch präsent sind.

Sprachliche Defizite Da es sich um Kernpunkte eines Bewerbungsgespräches handelt, sollte dieser Schritt auch für Bewerberinnen und Bewerber mit geringen Deutschkenntnissen nicht ausgelassen werden. Es bietet sich an, die Aufgabenstellung in der Muttersprache des Lernenden abzufassen und später zu übersetzen, damit die sprachlichen Textbausteine gelernt werden können.

AB_03_Vorstellungsgespräch_Interessen (siehe Anhang, Seite 13): Was finde ich spannend, wo liegen meine Stärken? Vor einem Bewerbungsgespräch ist es sinnvoll, sich diese Fragen selbst zu stellen.

Arbeitsblatt 4: Was ziehe ich an?

Diese Frage dient der Vorbereitung eines Vorstellungsgespräches. Die Schülerinnen und Schüler be- urteilen selbst, welche Kleidung angemessen ist und welche nicht.

In diesem Unterrichtsbaustein beschäftigen sich die Lernenden mit Fotos von jeweils sechs Männern und Frauen, die in unterschiedlichen Stilen gekleidet sind. Nur jeweils zwei männliche und zwei weib- liche Personen sind dabei für eine Bewerbungssituation angemessen bekleidet. Die Lernenden sind aufgerufen, die Fotos zu betrachten und sich auszutauschen, um ihre Entscheidung für die passende Kleidung zu begründen. Erwartungsgemäß entstehen dabei lebhafte Debatten: Was ist falsch an Blaumann und Schutzhelm, wenn man sich für ein Handwerk bewirbt? Warum geht der Strandlook

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gar nicht? Und wieso fällt der Typ im Muskelshirt unangenehm auf? Hier entsteht auch Raum für ei- nen kulturellen Austausch, da Bekleidungsvorschriften in unterschiedlichen Kulturen abweichend wahrgenommen werden.

Als Hausaufgabe werden die Lernenden aufgerufen, sich aus ihrem eigenen Fundus für ein Vorstel- lungsgespräch einzukleiden und ein Selfie zu machen. In der darauffolgenden Stunde werden die Fo- tos besprochen. Zum Erlernen einer sozialen Kompetenz gehört hierbei auch einzuüben, etwaige Kri- tik konstruktiv und nicht beleidigend vorzubringen und sich gegenseitig Tipps zu geben.

Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Vergrößerung der Fotos, Sehhilfen, mündliche Beschreibung des Kleidungsstils durch einen Lernpartner

Geistige Behinderung Die Auswahl des angemessenen Kleidungsstils sowie das Umkreisen des entsprechenden Fo- tos sollten möglich sein. Die schriftlichen Notizen können wegfallen. Die betreffenden Schü- lerinnen und Schüler sollten anschließend beim mündlichen Austausch intensiv einbezogen und nach ihren Eindrücken befragt werden.

Sprachliche Defizite Genaue Klärung der Aufgabenstellung

AB_04_Vorstellungsgespräch_Kleidung (siehe Anhang, Seite 14): Die Kleiderwahl spielt bei einem Vorstellungsgespräch eine wichtige Rolle. Anhand von Beispielen setzen die Lernenden sich mit dem Thema auseinander.

Arbeitsblatt 5: Quiz: richtiges Verhalten beim Vorstellungsgespräch

Typische Do's und Dont's beim Bewerbungsgespräch werden in diesem Unterrichtsbaustein vorge- stellt und besprochen.

Das Arbeitsblatt ist als Quiz aufgebaut, bei dem die Lernenden ankreuzen, ob eine Aussage über ein Verhalten im Vorstellungsgespräch angemessen ist oder nicht: Was tun, wenn der Bus Verspätung hat? Soll/darf man seinem Gegenüber in die Augen schauen? Wieviel Emotionen sind erlaubt? In ei- nem weiteren Schritt begründen die Lernenden ihre Einschätzung, nachdem sie sich ausgetauscht haben.

Dieses Quiz kann sowohl mündlich als auch schriftlich umgesetzt werden, als Ganzes oder in Teilen, im Plenum, in Einzel- oder Partnerarbeit. Es bietet sich ebenfalls als Ergänzung zum simulierten Vor- stellungsgespräch an (Arbeitsblatt 6). Hierbei werden die einzelnen Fragen von der Lehrkraft immer dann aufgegriffen, wenn eine ähnliche Situation bei den Rollenspielen auftaucht und geklärt werden sollte. Da das Quiz relativ umfangreich ist, bietet es sich an, es nicht als Ganzes, sondern in Teilab- schnitten durchzunehmen: "Vor dem Vorstellungsgespräch", "Bei der Begrüßung", "Während des Ge- sprächs" und "Bei der Verabschiedung".

Die Lösungsvorschläge zum Quiz dienen der Orientierung. Es kann durchaus sein, dass die Lern- gruppe abweichende Begründungen entwickelt. Auch dieser Unterrichtsbaustein bietet viel Raum für interkulturellen Austausch und Diskussionen. So gilt es in vielen asiatischen Ländern als unhöflich,

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jemandem direkt in die Augen zu schauen. In Deutschland wechselt man im Vergleich zu vielen ande- ren Kulturen nach der Begrüßung schneller von der persönlichen auf die sachliche Ebene. Auch das richtige Maß zwischen Selbstsicherheit und Arroganz, Zurückhaltung und Unterwürfigkeit wird in vie- len Kulturen völlig anders bewertet.

Als Variation kann das Quiz in Gruppenarbeit als Wettbewerb umgesetzt werden. Hierbei sollte aller- dings auf eine gute Mischung der Gruppen geachtet werden, damit sich Defizite und unterschiedli- cher Förderbedarf weitgehend ausgleichen und keine Gruppe benachteiligt ist.

Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Vorlesen des Textes durch einen Lernpartner, Sehhilfen oder Sprachsoftware

Geistige Behinderung Die schriftliche Begründung kann ausgelassen werden. Für diese Gruppe von Lernenden eig- net sich die Variante der Gruppenarbeit, sofern sie von den übrigen Gruppenmitgliedern in- tensiv in die Entscheidungsfindung eingebunden werden. Einzelne Situationen, die das Quiz aufgreift, können auch vorgespielt werden. Es bietet sich an, das Quiz in kleinere Einheiten zu unterteilen, da es relativ umfangreich ist und eine hohe Aufmerksamkeitsspanne erfordert.

Sprachliche Defizite Genaue Klärung der Aufgabenstellung. Hilfreich ist eine Unterstützung bei der schriftlichen Formulierung der Begründung, damit "richtiges" Verhalten nicht nur auswendig gelernt, son- dern auch verstanden werden kann.

AB_05_Vorstellungsgespräch_Quiz_Verhalten (siehe Anhang, Seite 17): Dieses Quiz testet das Wissen der Schülerinnen und Schüler zum Thema "Verhalten im Vorstellungsgespräch" und gibt hilfreiche Tipps.

Arbeitsblatt 6: Rollenspiel: Das Vorstellungsgespräch

Nachdem die unterschiedlichen Bausteine zur Vorbereitung eines Vorstellungsgespräches im Unter- richt behandelt wurden, sollten die Schülerinnen und Schüler das notwendige Rüstzeug besitzen, um ein Vorstellungsgespräch als Rollenspiel durchzuführen.

Hierfür übernimmt einer die Rolle des Bewerbers und einer die Rolle des Personalverantwortlichen. Vorgegeben sind typische Fragen, die im Verlauf eines Vorstellungsgesprächs üblicherweise gestellt werden.

Der Rest der Lerngruppe begleitet das Rollenspiel als aufmerksame Zuhörer, die auf einem Beobach- tungsbogen ihre Eindrücke, Fragen oder Anregungen notieren und im Anschluss an das Gespräch die "Schauspieler" mit konstruktiver Kritik, Lob und Verbesserungsvorschlägen begleiten.

Es erfordert einige Zeit, bis alle in der Lerngruppe zumindest einmal als Bewerberin oder Bewerber auftreten, die Gesprächssituation sollte jedoch idealerweise mehrfach durchgespielt werden, um den Bewerbern die Möglichkeit zu geben, an Verbesserungen ihres Auftritts zu arbeiten und besonders gelungene Aspekte zu verfestigen. Hier bietet es sich an, dass Arbeitsgruppen weiter an den Rollen- spielen arbeiten und sich dabei gegenseitig unterstützen, beispielsweise als Hausaufgabe.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

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Die Rollenspiele können auch als Video aufgenommen werden, um auf diese Weise einzelne Situatio- nen (kritisches ebenso wie geschicktes Verhalten) im Gesprächsverlauf gezielt ansteuern zu können und im Unterricht zu besprechen.

Mögliche Anpassungen bei verschiedenen Förderbedarfen

Sehbehinderung Nur die Rolle des Personalverantwortlichen erfordert Lesekompetenz, in der Rolle des Be- werbers ist kein Sehvermögen erforderlich.

Geistige Behinderung Die schriftlichen Notizen können wegfallen. Im Vorfeld der Simulation empfiehlt es sich, die Ergebnisse insbesondere aus Arbeitsblatt 3 "Was ich kann wofür ich mich interessiere" mehrmals in Form von Satzaussagen für das Gespräch einzuüben.

Sprachliche Defizite Bei starken sprachlichen Schwierigkeiten ist es wichtig, dass die vorbereitenden Unterrichts- bausteine (Arbeitsblatt 1 bis 5) bereits intensiv erarbeitet wurden und ein Vokabular bezie- hungsweise ganze Sätze eingeübt werden. Die Bewerberin oder der Bewerber sollte in der Lage sein, Kernelemente des Gespräches in deutscher Sprache zu führen (zum Beispiel Begrü- ßung, Verabschiedung, Interessen und Fähigkeiten). Falls die Lernenden detailliertere Ant- worten nur in ihrer Muttersprache ausdrücken können, diese aber in Deutsch einüben möch- ten, bietet es sich an, die Antworten schriftlich festzuhalten, sie zu übersetzen und die deut- sche Entsprechung zu lernen.

AB_06_Vorstellungsgespräch_Rollenspiel (siehe Anhang, Seite 25): In einem Rollenspiel setzen die Schülerinnen und Schüler das Gelernte in die Praxis um und simulieren ein Vorstellungsgespräch.

Informationen zur Autorin

Susanne Patzelt ist freiberufliche Redakteurin für Unterrichtsmaterial. Der Schwerpunkt ihrer Tätig- keit liegt an der Schnittstelle von Journalismus und Didaktik. Als Autorin schreibt sie Arbeitsblätter und Lehrerhandreichungen zur politischen Bildung/SoWi, Geschichte, Medienkunde und Verbrauch- erbildung. Die ausgebildete Onlinejournalistin und Historikerin arbeitet zudem im Bereich Kinder- und Bildungsjournalismus, Online-Redaktion von Bildungsportalen, Community-Management sowie Lernsoftware.

Informationen zum Anbieter

Diese Unterrichtsmaterialien entstanden in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bildungsserver DBS (www.bildungsserver.de).

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Anhang

Arbeitsblatt 1

Ich und mein Gegenüber Meine Körperhaltung Meine Einstellung

a)

b)

c)

 
     
 
     
 
     

d)

e)

f)

 
     
 
     
 
     

offen

abwehrend

angeberisch

verschlossen

freundlich

uninteressiert

eingebildet

schludrig

interessiert

abgelenkt

ängstlich

gleichgültig

abwehrend

faul

aufmerksam

gleichgültig

gelangweilt

unverschämt

Bildquelle: Lehrer-Online

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Arbeitsanregungen

1. Welche Sitzhaltung sollten sie bei einem Vorstellungsgespräch einnehmen? Kreisen Sie die ent- sprechenden Abbildungen ein.

2. Kreisen Sie ein, welches Eigenschaftswort zu dieser Körperhaltung passt.

3. Ordnen Sie die unten stehenden Eigenschaftsworte den Sitzhaltungen zu. Schreiben Sie sie in die leeren Felder unterhalb der Abbildungen. Es passen mehrere Eigenschaften zu jedem Bild.

4. Unterhalten Sie sich in der Lerngruppe:

Was sagt die Körpersprache über die Einstellung der Person aus?

Welches Signal sendet man aus, wenn man so sitzt?

Wie fühlt man sich als Gesprächspartner dieser Person?

5. Stellen Sie die Körperhaltungen, die auf den Fotos gezeigt werden, mit einem Lernpartner nach. Einer spielt den Bewerber, einer den Personalchef. Sprechen Sie dann über ein einfaches Thema, zum Beispiel den gestrigen Tag. Wechseln Sie die Sitzhaltung mehrmals.

Unterhalten Sie sich über Ihren Eindruck:

Wie haben Sie sich in Ihrer Rolle gefühlt?

Welche Körperhaltung Ihres Gegenübers war Ihnen angenehm, welche nicht?

Üben Sie Sitzhaltungen ein, bei denen sich beide Gesprächspartner miteinander wohl fühlen.

6. Diskutieren Sie, ob es kulturelle Unterschiede gibt:

Welche Körperhaltung ist in Deutschland normal, aber in einer anderen Kultur unhöflich? Was wäre in Deutschland unhöflich und in einem anderen Land üblich?

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

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Arbeitsblatt 2

Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs:

Informationen über den Betrieb einholen

Anzeige: Ausbildungsplatz für eine/n Schreiner/in

Arbeitgeber:

Schreinerei Krause

Firmenprofil:

Die Schreinerei beschäftigt zwölf Mitarbeiter. Wir sind spezialisiert auf den Innenausbau: Möbelbau, Holztreppen, Verkleidung von Boden, Decken und Wänden, Fensterbau sowie Türen. Wir legen großen Wert auf Qualität: von der Planung und Herstellung bis hin zur Montage und der Auswahl der Hölzer. Wir beraten unsere Kunden vor Ort. Dank jahrzehntelanger Erfahrung bieten wir fachgerechte und meisterliche Realisierung der individuellen Kundenwünsche.

Ausbildungsinhalte:

Schreiner/innen stellen Möbel, Türen und Fenster aus Holz und Holzwerkstoffen her oder führen Innenausbauten durch. Meist handelt es sich dabei um Einzelanfertigungen. In der Ausbildung lernen die Auszubildenden die Materialien, die Arbeitsverfahren und den Umgang mit den Maschinen kennen. Hierzu gehört auch das Lesen und Erstellen von Zeichnungen.

Die Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre.

Stellenbeschreibung:

Wichtig sind uns:

ein ordentlicher Hauptschulabschluss.

handwerkliches Geschick und genaues Arbeiten.

Motivation, Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit.

Ein Praktikum in einer Werkstatt wäre von Vorteil.

Haben wir Ihr Interesse geweckt, dann freuen wir uns auf Ihre Bewerbung!

Unsere Kontaktdaten:

Georg Krause Holzallee 69 50627 Köln Tel.: 01234-5678910 www.schreiner-krause.de

69 50627 Köln Tel.: 01234-5678910 www.schreiner-krause.de Dieses Werk bzw. Inhalt steht unter einer Creative Commons

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

Für ein gelungenes Vorstellungsgespräch ist es wichtig, dass Sie sich über die Firma informieren, bei der Sie sich bewerben.

1. Lesen Sie das Angebot für eine Ausbildungsstelle als Schreiner auf Seite 1. Notieren Sie auf dem Merkzettel unten, was Sie über die Firma erfahren können und auch, was man von Ihnen erwartet.

2. Variation: Lesen Sie einem Lernpartner die Stellenausschreibung vor und besprechen Sie die einzelnen Punkte auf dem Merkzettel unten mündlich.

3. Zeigen Sie Interesse für das Unternehmen, indem Sie Fragen stellen. Überlegen Sie mit einem Lernpartner, welche Fragen Sie beim Vorstellungsgespräch haben: Was würden Sie gerne noch über die Firma und die Ausbildung wissen?

4. Erstellen Sie einen Merkzettel über eine echte Firma in Ihrer Nähe. Recherchieren Sie das Firmenprofil über die Homepage des Unternehmens, oder besuchen Sie das Unternehmen.

des Unternehmens, oder besuchen Sie das Unternehmen. Merkzettel: Ausbildungsplatz für eine/n Schreiner/in 1.

Merkzettel: Ausbildungsplatz für eine/n Schreiner/in

1. Das weiß ich über die Firma:

2. Das werde ich in der Ausbildung lernen:

3. Das erwartet die Firma von mir:

4. Das sind meine Fragen für das Vorstellungsgespräch:

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Arbeitsblatt 3

Was ich kann wofür ich mich interessiere

In einem Vorstellungsgespräch wird man Ihnen eine Menge Fragen stellen. Am meisten interessiert das Unternehmen, ob Sie sich gut für den Ausbildungsplatz eignen.

1. Bereiten Sie sich auf das Gespräch vor, indem Sie wichtige Eckpunkte aus Ihrem Lebenslauf sowie Ihre Interessen und Fähigkeiten notieren. Wählen Sie dabei vor allem Punkte, die auch für Ihren potenziellen Arbeitgeber von Interesse sein könnten.

2. Variation: Ein Lernpartner fragt Sie mündlich nach Ihren Interessen und Fähigkeiten und füllt den Merkzettel aus.

Interessen und Fähigkeiten und füllt den Merkzettel aus. Meine Interessen und Fähigkeiten 1. Mein Schulabschluss:

Meine Interessen und Fähigkeiten

1. Mein Schulabschluss:

2. Schulfächer, die ich mag oder in denen ich gut bin:

3. Das kann ich gut:

zum Beispiel

handwerkliches Geschick,

soziale Fähigkeiten wie Teamarbeit, Zuhören können, Hilfsbereitschaft, Verantwortung tragen (kleine Geschwister), Ausdauer

4.

Darin habe ich schon Erfahrungen oder Kenntnisse:

zum Beispiel

Praktikum, Ehrenamt

Tätigkeiten oder Hobbies, die zum Ausbildungsberuf passen

Fremdsprachenkenntnisse

5.

Das würde ich gerne lernen:

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Arbeitsblatt 4

Vorbereitung des Vorstellungsgesprächs:

Was ziehe ich an?

a)

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c)

 
 
 
 

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f)

 
 
 
 

Bildquelle: Bild a, b, c, d, e und f via pixabay.com

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g)

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Bildquelle: Bild g, h, j, k, l und m via pixabay.com

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Arbeitsanregungen

1. Welche Kleidung sollten Sie bei einem Vorstellungsgespräch tragen? Kreisen Sie die entsprechenden Abbildungen ein.

2. Reden Sie mit einem Lernpartner über Ihre Auswahl. Begründen Sie, warum Sie sich für ein Outfit entschieden haben und warum Sie ein anderes nicht passend finden.

3. Diskutieren Sie in Ihrer Lerngruppe über die einzelnen Outfits auf den Bildern:

Was sind die Pluspunkte? Wo finden Sie Minuspunkte? Notieren Sie, welche Merkmale ein Outfit haben soll, dass Sie zum Vorstellungsgespräch tragen können.

So sollte man sich für ein Vorstellungsgespräch anziehen:

4. Hausaufgabe: Kleiden Sie sich zuhause für ein Vorstellungsgespräch. Machen Sie ein Foto von sich, und bringen Sie das Foto in die nächste Stunde mit.

Besprechen Sie in Kleingruppen oder im Plenum die einzelnen Fotos, die Sie gemacht haben.

Geben Sie sich gegenseitig Tipps.

Tipp: Sie können die Fotos auch auf den Schulserver laden. Mit einem Beamer können Sie die Fotos gemeinsam ansehen und sich dann darüber austauschen.

Hinweis: Nicht alle Berufe heben die gleiche Kleiderordnung. Bei Büroberufen oder bei Berufen mit viel Kontakt zu Kunden achtet man mehr auf ein förmliches Outfit. Im Handwerk geht es oft etwas lockerer zu.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

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Arbeitsblatt 5

Quiz: richtiges Verhalten beim Vorstellungsgespräch

1. Kreuzen Sie an, ob folgende Aussagen richtig oder falsch sind.

2. Unterhalten Sie sich über Ihre Antworten und notieren Sie in der Zeile darunter, warum ein be- stimmtes Verhalten angemessen ist oder nicht.

3. Wenn Sie aus einem anderen Kulturkreis kommen, werden Sie vielleicht einige Fragen anders be- antworten als Ihre Lernpartner, die in Deutschland aufgewachsen sind. Markieren Sie, wo es Un- terschiede gibt. Unterhalten Sie sich in der Gruppe, was in Ihrem Kulturkreis üblich ist und ver- gleichen Sie die Unterschiede!

Vor dem Gespräch

Richtig

Falsch

1.

Ich komme 15 Minuten später als vereinbart.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

2.

Wenn mein Bus Verspätung hat, rufe ich an und sage Bescheid.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

3.

Ich habe mir den Namen der Person gemerkt, bei der ich mich vorstelle.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

4.

Meine Bewerbungsunterlagen habe ich zuhause gelassen, weil der

   

Arbeitgeber sie ja schon hat.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

5.

Ich gehe einfach ins Zimmer hinein, in dem das Gespräch stattfindet,

   

auch wenn ich nicht aufgefordert werde.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

6.

Ich nehme einen Übersetzer mit, wenn ich noch nicht so gut Deutsch

   

sprechen kann.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Begrüßung

Richtig

Falsch

1.

Ich warte ab, bis mir der Arbeitgeber die Hand reicht und erwidere dann

   

den Händedruck.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

2.

Ich vermeide es, meinem Gegenüber bei der Begrüßung in die Augen zu

   

schauen.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

3.

Ich suche mir im Raum selbst den Platz aus, der mir am besten gefällt.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Während des Gespräches

Richtig

Falsch

1.

Auf Fragen zur Einleitung antworte ich sehr ausführlich z.B. auf die Frage

   

"Hoffentlich sind Sie bei dem Regen nicht zu nass geworden?".

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

2.

Auf eher persönliche Fragen zur Einleitung antworte ich gar nicht und

   

komme sofort zur eigentlichen Sache.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

3.

Ich notiere mir einige wichtige Stichpunkte während des Gespräches.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

   

4.

Wenn man mir ein Getränk anbietet, darf ich es nicht annehmen.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

5.

Ich achte darauf, deutlich und klar zu sprechen.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

6.

Ich trommle mit den Fingern auf dem Tisch oder spiele mit den Fingern,

   

wenn ich nervös bin.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

7.

Ich versuche, zuversichtlich und selbstsicher zu wirken, ohne

   

angeberisch zu sein.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

8.

Ich verbeuge mich immer wieder und schaue auf den Boden, um zu

   

zeigen, dass mich unterordnen kann.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

9.

Meine Antworten sind eher sachlich weder zu kurz, noch zu lang.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

10. Ich zeige alle meine Emotionen deutlich: Wut, Frust, Jubel, Langeweile, Enttäuschung.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

11.

Ich zünde mir eine Zigarette an, wenn ich rauchen will.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

12.

Ich muss nicht auf Fragen antworten, die zu persönlich sind.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

13.

Ich benutze auch Szenesprache oder andere coole Sprüche, um mich so

   

zu zeigen, wie ich bin.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

14.

Ich übernehme die Gesprächsführung, um zu zeigen, dass ich mich

   

durchsetzen kann.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Verabschiedung

Richtig

Falsch

1.

Ich beende das Gespräch, wenn ich denke, dass ich genug gesagt habe.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

2.

Ich sage "Danke" und "Auf Wiedersehen", auch wenn ich vom Gespräch

   

enttäuscht war.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

Lösungsvorschläge

Vor dem Gespräch

Richtig

Falsch

1.

Ich komme 15 Minuten später als vereinbart.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Wer zu spät kommt, zeigt seinem Arbeitgeber, dass er uninteressiert ist. Es ist unhöflich, jemanden warten zu lassen. Besser ist es, genug Zeit einzuplanen!

2.

Wenn mein Bus Verspätung hat, rufe ich an und sage Bescheid.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Jetzt weiß der Arbeitgeber Bescheid und merkt, dass es mir nicht egal ist, dass ich mich verspäte. Ich kann ja nichts dafür. Dennoch sollte ich vorher Zeit für solche Fälle einplanen.

3.

Ich habe mir den Namen der Person gemerkt, bei der ich mich vorstelle.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Richtig: so zeige ich, dass ich mich vorbereitet habe. Jemandem mit Namen anzusprechen, ist immer höflicher.

4.

Meine Bewerbungsunterlagen habe ich zuhause gelassen, weil der

   

Arbeitgeber sie ja schon hat.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Die Bewerbungsunterlagen nehme ich besser mit. Falls man mich zu einem bestimmten Punkt fragt kann ich nachschauen.

5.

Ich gehe einfach ins Zimmer hinein, in dem das Gespräch stattfindet,

   

auch wenn ich nicht aufgefordert werde.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Das wäre unhöflich. Ich warte, bis man mich hereinholt oder klopfe an.

 

6.

Ich nehme einen Übersetzer mit, wenn ich noch nicht so gut Deutsch

   

sprechen kann.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Das ist in Ordnung, wenn ich erst kurz in dem Land bin. Trotzdem sollte ich die wichtigsten Fragen in der Landessprache beantworten können. Das sollte ich vorher einüben.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

Begrüßung

Richtig

Falsch

1.

Ich warte ab, bis mir der Arbeitgeber die Hand reicht und erwidere dann

   

den Händedruck.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Es ist immer der Personaler, der einen zum Händedruck auffordert, schließlich bin ich der Gast, nicht der Hausherr.

2.

Ich vermeide es, meinem Gegenüber bei der Begrüßung in die Augen zu

   

schauen.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Im Gegenteil: In Deutschland gilt ein Blickkontakt als höflich und zeigt, dass man sich dem Gegenüber zuwendet.

3.

Ich suche mir im Raum selbst den Platz aus, der mir am besten gefällt.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Nein, ich warte, bis man mir einen Platz anbietet und setze mich dann dort hin.

Während des Gespräches

Richtig

Falsch

1.

Auf Fragen zur Einleitung antworte ich sehr ausführlich z.B. auf die

   

Frage "Hoffentlich sind Sie bei dem Regen nicht zu nass geworden?".

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Ich gehe zwar auf solche Fragen ein, aber ich halte mich eher kurz. Solche Fragen sind zum "Aufwärmen" gedacht und sollten nicht allzu breit behandelt werden.

2.

Auf eher persönliche Fragen zur Einleitung antworte ich gar nicht und

   

komme sofort zur eigentlichen Sache.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Es stimmt, dass man in Deutschland im Gespräch eher schnell auf die rein sachliche Ebene, aber ganz unpersönlich soll so ein Vorstellungsgespräch auch nicht sein.

3.

Ich notiere mir einige wichtige Stichpunkte während des Gespräches.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Ich zeige Interesse, wenn ich einige Punkte mitschreibe. Aber ich sollte es nicht übertreiben und nur noch schreiben, anstatt mich meinem Gegenüber zuzuwenden.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

4.

Wenn man mir ein Getränk anbietet, muss ich unbedingt ablehnen.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Es ist höflich einen Kaffee, Tee, Wasser oder Saft anzunehmen. Niemals darf ich aber ein alkoholisches Getränk annehmen!

5.

Ich achte darauf, deutlich und klar zu sprechen.

 

 

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Richtig, ich sollte nicht nuscheln oder aus Angst fast flüstern.

 

6.

Ich trommle mit den Fingern auf dem Tisch oder spiele mit den Fingern,

   

wenn ich nervös bin.

 

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Nein, ich sollte darauf achten, meine Hände möglichst ruhig zu halten. Normale, also nicht übertriebene, Gestik ist aber okay.

7.

Ich versuche, zuversichtlich und selbstsicher zu wirken, ohne

   

angeberisch zu sein.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Richtig: Es kommt darauf an, das richtige Mittelmaß aus Zurückhaltung und Selbstsicherheit zu finden. Hier hilft es, Gesprächssituationen einzuüben und andere zu fragen, wie man dabei ankommt.

8.

Ich verbeuge mich immer wieder und schaue auf den Boden, um zu

   

zeigen, dass mich unterordne.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Das wäre für Deutschland zu unterwürfig. Man darf ruhig zeigen, dass man an sich glaubt. In den USA dürfen Bewerber noch selbstsicherer auftreten als in Deutschland. In vielen asiatischen Ländern müssen Bewerber jedoch mehr Unterordnung zeigen, als es in Deutschland üblich ist.

9.

Meine Antworten sind eher sachlich weder zu kurz, noch zu lang.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Richtig: wenn ich zu einsilbig bin, dann kann mich der Arbeitsgeber nicht einschätzen. Dennoch sollte ich nicht einfach losplappern, sondern mich auf die Beantwortung der Frage konzentrieren.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

10.

Ich zeige alle meine Emotionen deutlich: Wut, Frust, Jubel, Langeweile,

   

Enttäuschung.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Nein, ich bleibe immer freundlich und sachlich. Ich muss jedoch auch nicht wie ein Roboter sein.

11.

Ich zünde mir eine Zigarette an, wenn ich rauchen will.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Auf keinen Fall sollte ich rauchen, auch nicht wenn ich vorher frage, ob es okay ist. Selbst wenn man mir eine Zigarette anbietet, rauche ich besser nicht.

12.

Ich muss nicht auf Fragen antworten, die zu persönlich sind.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Richtig: Bei Fragen nach meinem Liebesleben oder der Anzahl der Kinder, die ich mir mal wünsche, kann ich höflich sagen, dass mir das zu persönlich ist. Dennoch ist es in Ordnung, wenn ich harmlose Fragen beantworte, damit man mich besser kennen lernt.

13.

Ich benutze auch Szenesprache oder andere coole Sprüche, um mich so

   

zu zeigen, wie ich bin.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Falsch: Es ist richtig, natürlich und "echt" zu sein. Aber dennoch sollte ich möglichst neutral sprechen. Wenn ich zu sehr zeige, dass ich einer Subkultur angehöre, kann das so wirken, als würde ich andere ausschließen.

14.

Ich übernehme die Gesprächsführung, um zu zeigen, dass ich mich

   

durchsetzen kann.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Auf keinen Fall! Es ist der Arbeitgeber, der den Gesprächsverlauf leitet.

 

Verabschiedung

Richtig

Falsch

1.

Ich beende das Gespräch, wenn ich denke, dass ich genug gesagt habe.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Nein, der Arbeitgeber beendet das Gespräch.

 

2.

Ich sage "Danke" und "Auf Wiedersehen", auch wenn ich vom Gespräch

   

enttäuscht war.

Begründung, warum das Verhalten falsch/richtig ist oder Tipps, wie man es besser machen kann:

 

Natürlich behalte ich die gewohnten Höflichkeitsregeln ein, auch wenn ich enttäuscht bin.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt

Arbeitsblatt 6

Rollenspiel: Das Vorstellungsgespräch

Für diese Simulation übernimmt einer die Rolle des Bewerbers und einer die Rolle des Arbeitgebers.

Ihre Aufgabe ist es nun, ein Vorstellungsgespräch zu führen. Die anderen in der Lerngruppe sind die Zuhörer, die anschließend das Vorstellungsgespräch kommentieren.

Der Arbeitgeber stellt folgende, typische Fragen an den Bewerber:

1. Guten Tag, wie geht es Ihnen?

2. Haben Sie gut zu uns gefunden?

3. Warum haben Sie sich für diese Ausbildung entschieden?

4. Haben Sie schon Erfahrungen in diesem Beruf oder dieser Branche erworben?

5. Warum glauben Sie, dass Sie gut zu uns passen?

6. Was sind Ihre Stärken, was können Sie gut?

7. Was, glauben Sie, könnten Sie an sich noch verbessern?

8. Kommen Sie gut mit anderen Menschen klar?

9. Erzählen Sie mir etwas über sich!

10. Haben Sie noch weitere Fragen?

11. Vielen Dank für das Gespräch.

Tipps:

Filmen Sie die einzelnen Vorstellungsgespräche in Ihrer Lerngruppe. Wenn Sie sich später über das Gespräch austauschen, können Sie die Situation nochmals vorführen.

Notieren Sie als Zuschauer auf einem Zettel, was Ihnen am Gespräch auffällt. So erinnern Sie sich besser, welche Antworten oder welches Verhalten in Ihren Augen besonders gelungen waren oder wo ein Fehler gemacht wurde.

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das VorstellungsgesprächAutorin: Susanne Patzelt

Unterrichtseinheit „Inklusiver Unterricht: Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt
Das Vorstellungsgespräch “ Autorin: Susanne Patzelt Notizen zum simulierten Vorstellungsgespräch zwischen Das

Notizen zum simulierten Vorstellungsgespräch zwischen

Das fand ich gut:

und

Das fand ich nicht so geschickt:

(Namen eintragen)

Nachdem wir über das Vorstellungsgespräch geredet haben, ist Folgendes dabei herausgekommen: