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Dagmar Köhler Frank Köhler Klaus Wermuth Detlef Ziedorn EUROPA-FACHBUCHREIHE für Metallberufe Technische Kommunikation

Dagmar Köhler

Frank Köhler

Klaus Wermuth

Detlef Ziedorn

EUROPA-FACHBUCHREIHE für Metallberufe

Technische Kommunikation Metallbau und Fertigungstechnik Informationsband

Lernfelder 1 - 4

2. Auflage

VERLAG EUROPA-LEHRMITTEL . Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG Düsselberger Straße 23 . 42781 Haan-Gruiten

Europa-Nr.: 15910

Autoren:

Köhler, Dagmar

Dipl.-Ing.Päd.

Steinbach b. Moritzburg

Köhler, Frank

Dipl.-Ing.Päd.

Steinbach b. Moritzburg

Wermuth, Klaus

Dipl.-Ing.Päd.

Berlin

Ziedorn, Detlef

Industriemeister Metall

Berlin

Die Autoren sind an Beruflichen Schulzentren in Dresden und Radeberg sowie in der Berufsausbildung der Siemens AG Berlin tätig.

Lektorat:

Frank Köhler

Bildentwürfe:

Die Autoren, Bildarchiv des Verlages

Bildbearbeitung:

Zeichenbüro des Verlages Europa-Lehrmittel, Ostfildern Grafische Produktionen Jürgen Neumann, 97222 Rimpar

Umschlaggestaltung:

Grafische Produktionen Jürgen Neumann, 97222 Rimpar unter Verwendung einer Grafik von Anja Köhler, Haigerloch

Der Arbeitskreis dankt Herrn Theo Beyer, Hamburg sowie den Firmen Sanford GmbH Hamburg, Klaeger GmbH Kernen, Weiler Werkzeugmaschinen Emskirchen und FAG Kugelfischer AG Schweinfurt für die gewährten Hilfen.

2. Auflage 2014

5

Druck

4

3

2

1

Alle Drucke derselben Auflage sind im Unterricht nebeneinander einsetzbar, da sie bis auf korrigierte Druckfehler und kleine Änderungen, z.B. auf Grund neuer Normen, identisch sind.

ISBN 978-3-8085-1592-1

Alle Rechte vorbehalten. Das Werk ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung außerhalb der gesetzlich geregelten Fälle muss vom Verlag schriftlich genehmigt werden.

© 2014 by Verlag Europa-Lehrmittel, Nourney, Vollmer GmbH & Co. KG, 42781 Haan-Gruiten http://www.europa-lehrmittel.de

Satz:

Grafische Produktionen Jürgen Neumann, 97222 Rimpar

Druck:

Media Print Informationstechnologie, 33100 Paderborn

Technische Kommunikation – Arbeitsplanung Einführung
Technische Kommunikation – Arbeitsplanung
Einführung

Vorwort zur 2. Auflage

Der vorliegende Band Technische Kommunikation - Arbeitsplanung stellt Grundkenntnisse der technischen Kommunikation und Arbeitsplanung, die bei beruflichen Handlungen der industriellen und handwerklichen Metall- berufe benötigt werden, dar.

Der Inhalt orientiert sich an den Lernfeldern 1 bis 4 des Lehrplanes der Grundstufe Metall. Das Buch soll als In- formations- und Übungsband sowohl das Auffinden spezieller Informationen des Fachgebietes als auch die systematische Wissensaneignung vor allem beim selbst gesteuerten Lernen ermöglichen. Deshalb wurde viel Wert auf eine anschauliche Darstellung der Inhalte gelegt. Zahl- reiche Übungsaufgaben ermöglichen eine umgehende An- wendung und Überprüfung erworbener Kenntnisse.

Der lernfeldbezogene Aufgabenteil bietet eine Auswahl von Lernsituationen an, deren Aufgaben die handlungsori- entierte Auseinandersetzung mit den anzueignenden fach- lichen Inhalten erfordern.

Für Aufgaben, deren Lösung die Tabellenform erfordert, findet man Arbeitsblätter in der passend zum Buch erschei- nenden Arbeitsblattsammlung.

Damit ist das Buch vor allem für den Einsatz im Lernfeldun- terricht der Berufsausbildung geeignet, aber auch in Facho- berschulen, Fachschulen für Technik sowie in der Aus- und Weiterbildung von Facharbeitern, Technikern und Meistern anwendbar.

Das Buch bringt den Benutzern die nebenstehenden The- menbereiche anschaulich und einprägsam nahe. Die farbige Gestaltung und die Kombination verschiedener Darstellungsmöglichkeiten sowie zahlreiche Anwendungs- beispiele erleichtern das Verständnis. Farbig hervorgeho- bene Seitenverweise helfen dabei, Inhalte schnell zu ver- knüpfen.

In der vorliegenden 2. Auflage wurden Fehler in Text und Bild berichtigt. Zahlreiche Abbildungen u. a. des Kapitels 2 „Technische Darstellung von Werkstücken” wurden im In- teresse der weiteren Verbesserung der Anschaulichkeit überarbeitet und erneuert. Dies betrifft schwerpunktmäßig den Teil Schnittdarstellungen und Gewindedarstellungen. Normänderungen wurden weitestgehend berücksichtigt, so z. B. DIN EN 7010 (2012-07) „Grafische Symbole, Sicher- heitsfarben und Sicherheitszeichen” und DIN ISO 15787 (2010-01) „Wärmebehandelte Teile aus Eisenwerkstoffen, Härteangaben”.

Die besten Arbeitsergebnisse sind zu erzielen, wenn dieses Buch gemeinsam mit den anderen Fachbüchern des Ver- lages Europa-Lehrmittel für die Grundstufe Metall einge- setzt wird.

An vielen Stellen des Buches werden Bezüge zum Projekt „Schraubstock” aus der zu diesem Buch erscheinenden Arbeitsblattsammlung hergestellt. Ebenso sind darin Ar- beitsblätter zu sämtlichen Übungsaufgaben dieses Buches enthalten, die sowohl für den Einsatz im Lernfeldunterricht als auch zum selbstständigen Üben geeignet sind.

Wir wünschen unseren Lesern viel Erfolg bei der Nutzung dieses Buches und sind für konstruktive Hinweise und Ver- besserungsvorschläge sehr dankbar.

Frühjahr 2014 Autoren und Verlag

 

Grundlagen der technischen Kommunikation

1

 

7 … 69

 

Technische Darstellung von Werkstücken

2

 

70 … 173

 

Lesen technischer Zeichnungen

3

174

… 188

 

Arbeitspläne

4

189

… 202

 

Pneumatische Schaltpläne

5

203

… 223

 

Übungsaufgaben zu den Lernfeldern 1 bis 4

6

224 … 236

 

Präsentation von Arbeitsergebnissen

7

 

237

Technische Kommunikation – Arbeitsplanung Handlungsfeld-Lernfeld-Unterrichtssituation
Technische Kommunikation – Arbeitsplanung
Handlungsfeld-Lernfeld-Unterrichtssituation
Handlungsfeld Lernfeld LF 1 Fertigen von Bauelementen mit handgeführten Werkzeugen Herstellen von Werkstücken LF
Handlungsfeld
Lernfeld
LF 1
Fertigen von Bauelementen mit
handgeführten Werkzeugen
Herstellen von
Werkstücken
LF 2
Fertigen von Bauelementen mit
Maschinen
Montage und
LF 3
Demontage
Herstellung von einfachen
Baugruppen
Instandhaltung
LF 4
Warten und insplizieren
technischer Systeme

Bild 1: Zuordnung von Handlungsfeldern und Lernfeldern der Grundstufe der neu geordneten Metallberufe

Berufliche Handlungsfelder Handlungsfeld 1 Herstellen von Bauelementen Lernfeld 2 Lernfeld 1 Fertigen von
Berufliche Handlungsfelder
Handlungsfeld 1
Herstellen von Bauelementen
Lernfeld 2
Lernfeld 1
Fertigen von Bauelementen mit
handgeführten Werkzeugen
Lernsituation 1
Unterrichtsaufbau
Informieren und
Planen
Durchführen
Unterrichtseinheit 1
Bewerten
Dokumentieren
Lernschritt 1
Präsentieren

Bild 2: Vom Handlungsfeld zum handlungsorientierten Unterricht

Neuordnung der Metallberufe

Gegen Ende der 90er Jahre war in Deutschland der Zeit- punkt gekommen, die 1987 erlassenen Ausbildungsberufe den neuen Bedingungen der wirtschaftlichen und techno- logischen Entwicklung anzupassen. Die Zunahme prozess- orientierter Arbeitsformen, die wachsende Komplexität und Vernetzung der Technologien und der Zwang zu kundeno- rientierten Dienstleistungen machten die Neuordnung der industriellen und handwerklichen Metallberufe erforderlich.

Das Unterrichtskonzept

Während bisher die jeweilige Fachwissenschaft Ordnungs- prinzip des Wissenserwerbs war, tritt an diese Stelle nun die Orientierung auf konkretes berufliches Handeln. Der Unterricht soll handlungsorientiert sein und die Auszubil- denden zum selbstständigen Planen, Durchführen und Be- urteilen von beruflichen Arbeitsaufgaben befähigen. Das gelingt am besten, wenn fach- und handlungssystemati- sche Strukturen miteinander verwoben werden.

Die Struktur des neuen Lehrplanes gründet sich auf defi- nierte berufliche Handlungsfelder. Anfangs beinhalten sie vordergründig den Erwerb gemeinsamer beruflicher Kern- qualifikationen, mit dem Ausbildungsfortschritt wächst je- doch der Anteil berufsspezifischer Fachqualifikationen be- zogen auf die Einsatzgebiete des Ausbildungsberufs.

Im ersten Ausbildungsjahr konzentriert sich die Ausbil- dung aller industriellen und handwerklichen Metallberufe auf drei Handlungsfelder. (Bild 1)

Die Geschäfts- und Arbeitsprozesse dieser beruflichen Handlungsfelder sind im Lehrplan durch vier Lernfelder abgebildet. Die dort formulierten Ziele sind Maßgabe für die Unterrichtsgestaltung.

Die Verantwortung und die Freiheit der Lehrerteams an den einzelnen Bildungseinrichtungen liegt darin, Lernsituationen zu planen, die geeignet sind die geforderten Handlungskompe- tenzen zu entwickeln. Die Struktur der einzelnen Unterrichts- einheiten und die Abfolge der Lernschritte soll letztlich typi- sche berufliche Handlungsabläufe widerspiegeln. (Bild 2)

Das Lehrbuch

Ein Lehrbuch wie das vorliegende, das grundlegende Kenntnisse der technischen Kommunikation und Arbeits- planung vermitteln will, kann solche Strukturen nicht ab- bilden. Durch die Darstellung des fachlichen Wissens kann

es jedoch die Grundlagen für ein tieferes Verständnis be- ruflicher Handlungsabläufe schaffen. Damit Informationen auch im Rahmen des handlungsorientierten Unterrichts schnell aufgefunden werden können, halten die Autoren die fachsystematische Gliederung eines Lehrbuches auch künftig für unverzichtbar.

Inhalte der technischen Kommunikation durchdringen alle Bereiche der beruflichen Tätigkeit in den industriellen und handwerklichen Metallberufen. Die Autoren halten es deshalb nicht für sinnvoll, an dieser Stelle einen „Lernfeld- Wegweiser“, wie er in anderen Lehrbüchern des Verlages zu finden ist, zu installieren. Vielmehr sollten zum schnellen Auffinden von Informationen in diesem Buch das Inhalts- verzeichnis und das Sachwortverzeichnis benutzt werden.

Technische Kommunikation – Arbeitsplanung Inhalte eines Lernfeldes
Technische Kommunikation – Arbeitsplanung
Inhalte eines Lernfeldes
Struktur eines Lernfeldes Wie entsteht ein Erzeugnis? Was sollte ich dazu wissen? Welchem Zweck soll
Struktur eines Lernfeldes
Wie entsteht ein Erzeugnis?
Was sollte ich dazu wissen?
Welchem Zweck soll das
Erzeugnis dienen?
Wie groß ist die Nachfrage?
Wie soll das Erzeugnis aussehen?
Wie soll es funktionieren?
Wie soll es gefertigt werden?
Was soll oder darf es kosten?
In welcher Stückzahl wird es
produziert?
Welche Werkstoffe werden
eingesetzt?
Wie lange soll es halten?
Lernsituationen
Kenntnisse
praktisch
Konstruktion
Kenntnisse des
Technischen Zeichnens
Wie zeichne ich richtig?
Wie lese ich eine
Zeichnung?
Wo bekomme ich
Informationen?
Wie kann ich mein
Arbeitsergebnis doku-
mentieren?
überprüfen
Lösungsidee
Übungen,
Skizzen
Technologische
Zeichnungen
Welche
Versuche in
Technisches Zeichnen,
Normen
Darstellung v. Werkstücken
Werkstoffe kann
den Werkstatt-
ich anwenden?
Labors
Maßeintragung
Lesen v. Zeichnungen …
Welche
Eigenschaften
Auswahl der
haben
sie?
Fertigungsverfahren
Werkstoffauswahl
Werkstofftechnische
Maschinen
Wie kann ich
diese Eigenschaften
sparsamer Materialeinsatz
Kenntnisse
Werkzeuge
gezielt
ändern?
Umweltbelastung
Eigenschaften v. Werkstoffen
Vorrichtungen
Musterbau
Werkstoffauswahl nach
Verwendungszweck …
Erprobung
Welche
Möglichkeiten der
Fertigung gibt es?
Unterrichtsgegenstand
Fertigungstechnische
Welche kann ich für
beruflichertypischer
Fertigung
Kenntnisse
mein Werkstück
Handlungsablauf
Vorbereitung, Organisation und
Fertigungsverfahren,
Fertigungsplanung,
Kontrolle der
Fertigungsergebnisse
anwenden?
Durchführung
Welche Maschinen
und Werkzeuge
benötige
ich?
Qualitätskontrolle
Wie kann ich mein
Prüfmittel
Arbeitsergebnis
prüfen?
Kenntnisse der technischen
KommunikationTechnischenderKenntnisse
Fertiges Erzeugnis
Mathematik
Berechnungen
Dokumentation,Planung,Informationsgewinnung,zurTechniken
anwenden.undlernenkennenPräsentationundBewertung
Welche
Berechnungen
muss ich zur
Fertigungsvorberei-
tung
durchführen?
Service
Transport
Instandhaltung
Wie bewerte ich mein eigenes Arbeitsergebnis und das meines Teams?
Wartung
Recycling
Welche Möglichkeiten habe ich, um mein Arbeitsergebnis und das
meines Teams wirkungsvoll darzustellen?

Technische Kommunikation – Arbeitsplanung

Inhaltsverzeichnis

Kommunikation – Arbeitsplanung Inhaltsverzeichnis 1. Grundlagen der Technischen Kommunikation 7 2.5.2

1.

Grundlagen der Technischen Kommunikation

7

2.5.2

Halbschnitt

139

 

2.5.3

Teilschnitt

141

1.1

1.1.1

1.1.2

1.1.3

1.2

1.2.1

1.2.2

1.2.3

1.2.4

1.2.5

1.2.6

1.2.7

1.2.8

1.2.9

1.2.10

1.2.11

1.3

1.3.1

1.3.2

Notwendigkeit und Inhalt

Aufgabe der Technischen Kommunikation

Kommunikation und Information

Informationsfluss im Betrieb

Kommunikationsmittel

Fachbegriffe Übungsaufgaben 01

Zeichen

Technische Texte Übungsaufgaben 02

Modelle

Fotografische Bilder

Normen

Technische Zeichnungen

Stücklisten Übungsaufgaben 03

Grafische Darstellungen

Tabellen Übungsaufgaben 04

Pläne und Protokolle Arbeitsplan, Prüfplan, Prüfprotokoll

Grundnormen für das Technische Zeichnen

Blattformate

Vordrucke für Zeichnungen und Stücklisten

7

7

7

8

9

10

13

14

15

16

17

17

18

25

28

37

38

40

41

42

45

45

46

2.5.4

2.6

2.6.1

2.6.2

2.6.3

2.6.4

2.6.5

2.6.6

2.7

2.7.1

2.7.2

2.7.3

2.7.4

2.8

2.8.1

2.8.2

2.8.3

2.9

2.9.1

2.9.2

Besondere Schnittdarstellungen Übungsaufgaben 13 Übungsaufgaben 13.1

Werkstücke mit Gewinde

Anwendung und Darstellung

Außengewinde

Innengewinde

Gewindeteile im zusammengebauten Zustand

Senkungen für Schrauben

Vereinfachte Darstellung und Bemaßung Übungsaufgaben 14

Toleranzangaben

Allgemeintoleranzen

Toleranzangabe durch Abmaße

Toleranzangabe durch Grenzmaße

Toleranzangabe durch Toleranzklassen, Passungen 161

142

143

144

145

145

146

148

150

154

155

159

160

160

161

161

Abweichungen von Form und Lage

Erfordernis

Begriffe

Angaben in technischen Zeichnungen Übungsaufgaben 15

Oberflächenangaben

Angaben zur Oberflächenrauheit

Wärmebehandlungsangaben

164

164

164

165

168

169

169

172

1.3.3

Schrift für Zeichnugen

50

1.3.4

Maßstäbe

52

3.

Lesen Technischer Zeichnungen

174

1.3.5

1.4

1.4.1

1.4.2

1.4.3

Linienarten Übungsaufgaben 05

Anfertigen von Technischen Zeichnungen

Arbeitsmittel für das manuelle Zeichnen

Anfertigen von Skizzen Übungsaufgaben 06 Übungsaufgaben 07

Zeichnungserstellung mit dem PC

53

56

57

57

58

61

65

68

3.1.

3.1.1

3.1.2

3.1.3

3.1.4

3.2

3.2.1

Produktdokumentation

Begriffe

Handhabung von Dokumenten

Funktion von technischen Zeichnungen und Stücklisten

Aufbau eines Zeichnungs- und Stücklistensatzes

Technische Zeichnungen und Stücklisten 177

174

174

174

175

175

2.

Technische Darstellung von Werkstücken

70

Gliederung des Informationsgehaltes einer technischen Zeichnung

Lesen und Auswerten einer Einzelteilzeichnung

 

2.1

Perspektivische Darstellungen

70

3.2.2

178

2.1.1

Arten der perspektivischen Darstellung

70

3.2.3

Lesen und Auswerten einer Gruppenzeichnung

180

2.1.2

Isometrische Projektion

71

3.2.4

Lesen und Auswerten einer Gesamtzeichnung 182

2.1.3

2.1.4

Dimetrische Projektion

Schiefwinklige Projektionen, Kavalierprojektion, Kabinett-Projektion Übungsaufgaben 08

72

3.2.5

3.2.6

184

Lesen und Auswerten einer Prüfzeichnung 186

Normteilanalyse

78

Übungsaufgaben 16

188

80

4.

Arbeitspläne

189

2.1.5

Zentralprojektion

81

 
 

2.2

Darstellung in Ansichten

83

4.1

Inhalt und Zweck

189

2.2.1

Rechtwinklige Parallelprojektion Übungsaufgaben 09

83

4.2

Fertigungsplanung

190

91

4.2.1

Fertigungsplanung für ein Drehteil

190

2.2.2

Darstellen in Gebrauchslage

92

4.2.2

Fertigungsplanung für ein Frästeil

192

2.2.3

Darstellen in Fertigungslage

93

4.2.3

Fertigungsplanung für ein Biegeteil

195

2.2.4

Darstellen in Einbaulage

94

4.3

Montageplanung

198

2.2.5

Teilansichten

95

4.4

Instandhaltungsplanung

201

2.2.6

Besondere Darstellungen Übungsaufgaben 10

96

99

5.

Pneumatische Schaltpläne

203

2.3

Grundlagen der Maßeintragung

100

5.1 Grundlagen

203

2.3.1

Elemente der Maßeintragung

100

5.2 Schaltzeichen

205

2.3.2

Systematik der Maßeintragung, Maßbezugs- systeme

5.3 Gerätetechnik

207

112

5.4 Geschwindigkeitssteuerung

213

2.3.3

Arten der Maßeintragung Übungsaufgaben 11

115

5.5 Schaltplanaufbau und Beschriftung

214

116

5.6 Beispiel für eine Schaltplananalyse

216

2.3.4

Fertigungsgerechte Bemaßung

117

5.7 Funktionspläne GRAFCET Übungsaufgaben 17

219

2.3.5

Funktionsgerechte Maßeintragung

120

223

2.3.6

Prüfgerechte Maßeintragung

120

6. Übungen zu den Lernfeldern

224

2.4

Darstellung und Bemaßung tpischer Werkstück- formen

121

Lernfeld 1, Haken Lernfeld 1, Keiltreiber Lernfeld 2, Grundplatte Lernfeld 2, Spindelkopf Lernfeld 3, Baugruppe B „Schlitten“ des Schraubstocks Lernfeld 4, Rohrbiegemaschine, Scherenheber

224

2.4.1

Formelemente an prismatischen Werkstücken

121

227

2.4.2

Formelemente an zylindrischen Werkstücken

123

229

2.4.3

Werkstücke mit pyramidenförmigen Form- elementen

128

231

2.4.4

Werkstücke mit kegelförmigen Formelementen

129

234

2.4.5

Formelemente an flachen Werkstücken Übungsaufgaben 12

130

236

131

237

2.5

Schnittdarstellungen, Arten

132

7. Präsentation von Arbeitsergebnissen

 
 

2.5.1

Vollschnitt

135

Sachwortverzeichnis

238

1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.1 Notwendigkeit und Inhalt
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.1 Notwendigkeit und Inhalt

Um ein Erzeugnis, eine Baugruppe, ein Einzelteil handwerk- lich oder industriell herstellen zu können, muss heute eine große Datenmenge bewältigt werden. Damit alle Tätigkei- ten, die auf die Herstellung eines Erzeugnisses gerichtet sind zweckmäßig, kostengünstig und termingerecht durch- geführt werden können, sind umfangreiche Planungsarbei- ten zu leisten. Alle Mitarbeiter müssen wissen, zu welchem Zeitpunkt sie welche Arbeit zu verrichten haben. In einem Betrieb entwickelt sich bei der Lösung dieser Aufgabe ein reger Austausch von Informationen, bei dem letztlich viele Teilinformationen zusammenfließen. Deshalb wird dieser Datenaustausch auch oft als Informationsfluss bezeichnet.

Wer heute im Wettbewerb bestehen will, muss auch in der Lage sein, das von ihm geplante oder hergestellte Produkt, die von ihm angebotene Dienstleistung so überzeugend zu präsentieren, dass er letztlich den Kundenauftrag erhält.

Sprache und Schrift Zeichen
Sprache und Schrift
Zeichen

Bild 1: Kommunikationswege

1.1.1 Aufgabe der Technischen Kommunikation

Kommunikation bedeutet „Austausch“. Im Bereich der Technik bezeichnet man den Austausch von Informationen als Technische Kommunikation. Sie umfasst die Bereitstel- lung, Bearbeitung, Weiterleitung und Speicherung derjeni- gen Informationen, die auf einen bestimmten technischen Gegenstand gerichtet sind. Dabei werden Daten, die direkt oder indirekt zur Herstellung von Erzeugnissen oder zur Durchführung von Dienstleistungen nötig sind, zielgerich- tet zwischen Institutionen und Personen ausgetauscht. Der ganze Prozess der Technischen Kommunikation muss mög- lichst fehlerfrei ablaufen. Deshalb müssen die benötigten Informationen zur richtigen Zeit am richtigen Ort vorliegen. Dazu ist es erforderlich, dass Informationen auf bestimm- ten Wegen weitergegeben werden, dass sie bestimmte Eigenschaften haben und dass geeignete Mittel für ihren Transport zur Verfügung stehen.

1.1.2 Kommunikation und Information

Kommunikationswege

Der Austausch von technischen Informationen findet auf verschiedenen Wegen statt:

Zwischen Menschen:

Neben dem gesprochenen Wort als dem wichtigsten und unmittelbarsten Kommunikationsmittel kommt der schriftlichen Information besondere Bedeutung zu. Trotz elektronischer Medien behält das gedruckte Wort seine Bedeutung, denn das Nachlesen einer Information be- wirkt ein nachhaltigeres Ergebnis als das Hören und Se- hen. Auch die Verwendung von Zeichen und Symbolen hat eine lange Tradition und spielt heute gerade im Be- reich der Technischen Kommunikation eine große Rolle. Der große Vorteil dieser Art der Informationsweitergabe besteht darin, dass nur bescheidene technische Hilfsmit- tel zu ihrer Durchführung erforderlich sind.

Zwischen Mensch und Maschine:

Im Wesentlichen findet der Prozess der Informations- übertragung an eine Maschine derart statt, dass die menschliche Sprache in eine maschinenlesbare Sprache übersetzt wird und umgekehrt. Dazu wurden in der Ver- gangenheit zahlreiche Programmiersprachen entwickelt. Darauf basiert z. B. der Umgang mit programmgesteu- erten Werkzeugmaschinen , mit der Steuerungstechnik und auch mit der Computertechnik.

Zwischen Maschinen:

In der modernen Informationsverarbeitung sind Ma- schinen informationstechnisch so miteinander vernetzt, dass sie untereinander selbsttätig Informationen austau- schen und diese auch verarbeiten können. Der Mensch ist nur scheinbar unbeteiligt, denn schließlich hat er die Maschinensprache entwickelt, programmiert und über- wacht den ganzen Prozess.

1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.1 Notwendigkeit und Inhalt
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.1 Notwendigkeit und Inhalt
Bild 1: Informationsübertragung Lautsprache
Bild 1: Informationsübertragung
Lautsprache
und Inhalt Bild 1: Informationsübertragung Lautsprache Bild 2: Informationsträger Bild 3: Informationsquellen
Bild 2: Informationsträger
Bild 2: Informationsträger
Lautsprache Bild 2: Informationsträger Bild 3: Informationsquellen Information Informationen sind
Bild 3: Informationsquellen
Bild 3: Informationsquellen

Information

Informationen sind Mitteilungen, Nachrichten oder Signa- le, die von einem Absender an einen Empfänger gerichtet sind. Das Wort Information bezieht sich auf den Inhalt einer Aussage. Technische Informationen beinhalten Daten, die sich z. B. auf die Beschreibung der Funktion eines techni- schen Erzeugnisses oder dessen Herstellung beziehen. Um sie an den Bestimmungsort zu transportieren, bedarf es ei- nes Informationsträgers.

Informationen sind wichtige Grundlagen für Entscheidun- gen auf allen Ebenen. Richtige und schlüssige Entscheidun- gen können nur getroffen werden, wenn sie auf aktuellen, umfassenden und vollständigen Informationen beruhen. Die Wettbewerbsfähigkeit und der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängen immer stärker von der Ver- fügbarkeit von Informationen ab.

Anforderungen an Informationen

Sie müssen auf dem neuesten Stand sein.

Sie müssen vollständig sein.

Sie müssen an die richtige Adresse gerichtet sein.

Sie müssen termingerecht zur Verfügung stehen.

Sie müssen transportiert und aufbewahrt werden können.

In allen Phasen des betrieblichen Ablaufes werden Infor- mationen aufgenommen, verarbeitet und weitergegeben. Deshalb muss die Informationsverarbeitung ein fester Be- standteil des Fertigungsprozesses sein.

Arbeit mit Informationsquellen

Damit die Informationen immer in der geforderten Qualität verfügbar sind, müssen Daten sowohl innerhalb des Un- ternehmens als auch außerhalb beschafft werden können. Möglichkeiten der Informationsbeschaffung sind z. B.:

Auswerten von Produktdokumentationen, z. B. Techni- schen Zeichnungen, Stücklisten, Fertigungsplänen, Mon- tageplänen, Schweißfolgeplänen, Schaltplänen usw.

Auswertung von Beiträgen aus Fachbüchern, Fachzeit- schriften, Fachregelwerken u. ä. (z. B. Fachregelwerk des Metallbauerhandwerks-Konstruktionstechnik)

Nachschlagen inTabellenbüchern des Fachgebietes

Nutzung von Herstellerkatalogen

Einsichtnahme in Normen der verschiedenen Normungs- ebenen Seite 21, auch Werksnormen.

Nutzung betrieblicher Informationsquellen (z. B. betriebs- eigener Datenbanken)

Zielgerichtete Befragung von Personen (z. B. erfahrene Arbeitskollegen, Kunden)

Besuch von Fachausstellungen und Messen

Recherchieren im Internet mit Hilfe von Suchmaschinen.

1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.2 Kommunikationsmittel
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.2 Kommunikationsmittel
Verständigungsnormen Technische Kommunikation Verfahrensnormen Planungsnormen Dienstleistungs- normen
Verständigungsnormen
Technische
Kommunikation
Verfahrensnormen
Planungsnormen
Dienstleistungs-
normen
Sicherheitsnormen
Maßnormen
DIN - Normen
Qualitätsnormen
Prüfnormen
Stoffnormen
Liefernormen
Gebrauchstauglichkeitsnormen
Bild 1: Inhalt der DIN-Normen
Bild 1: Inhalt der DIN-Normen
DEUTSCHE NORM Oktober 2000 Technische Zeichnungen Vereinfachte Darstellung und Bemaßung von Löchern ICS 01.100.20
DEUTSCHE NORM
Oktober 2000
Technische Zeichnungen
Vereinfachte Darstellung und Bemaßung
von Löchern
ICS 01.100.20
Technic a l Drawings – Simplified represent a tion a nd dimensioning of holes
Dessins Techniques – Représent a tion et cot a ge simplifiée de trous

Bild 2: Kopf einer DIN-Norm

DEUTSCHE NORM März 199 7 Schweiß- und Lötnähte Symbolische Darstellung in Zeichnungen (ISO 2553 :
DEUTSCHE NORM
März 199 7
Schweiß- und Lötnähte
Symbolische Darstellung in Zeichnungen
(ISO 2553 : 1992)
Deutsche Fassung EN 22553 : 1994
Diese Norm enthält die deutsche Übersetzung der Intern a tion a len Norm
ICS 01.100.20; 25.160.40
Ers a tz für
Ausga be 199 4-0 8
Deskriptoren: Schweißna ht, Lötn a ht, Zeichnung, D a rstellung, Symbol
Welded, bra zed a nd soldered joints – Symbolic represent a tion on drawings
(ISO 255 3 : 199 2)
Germ a n version EN 2255 3 : 199 4
Joints soudés et bra sés – Représent a tions symboliques sur les dessins
(ISO 255 3 : 199 2)
Version a llem a nde EN 22553 : 1 99 4

Bild 3: Kopf der deutschen Ausgabe einer unverändert übernommenen europäischen Norm

DEUTSCHE NORM April 1 99 7 Technische Zeichnungen Vereinfachte Angaben von Stäben und Profilen (ISO
DEUTSCHE NORM
April 1 99 7
Technische Zeichnungen
Vereinfachte Angaben von Stäben und Profilen
(ISO 5261 : 1995)
ICS 01.0 8 0.3 0; 01.100. 3 0
Deskriptoren: Technische Zeichnung, St a b, Profil, Vereinfa chung, Ang a be
Technic a l drawings – Simplified repres a nt a tion of b a rs a nd profile sections
(ISO 5261 : 1 99 5)
Mit DIN ISO 5 8 45-1 : 1 99 7-04
Ers a tz für Ausg a be 1 983 -02
DIN 1 3 5 3 -1 : 1 9 71-04 und
DIN 1 3 5 3 -2 : 1 9 71-04
Dessins techniques – Représenta tion simplifiée des b a rres et des profiles
(ISO 5261 : 1 99 5)

Bild 4: Kopf der deutschen Ausgabe einer unverändert übernommenen internationalen Norm

Nationale Normen

DIN-Normen

DIN Deutsches Institut für Normung e.V.

Das Institut ist Träger der Normungsarbeit in Deutschland. Innerhalb des DIN arbeiten auf den verschiedenen Fach- gebieten Normenausschüsse. In diesen Ausschüssen sind Fachleute aus Industrie und Wirtschaft, aus Wissenschaft und Behörden vertreten, die Erfahrungen und technische Lösungen ihres Fachgebietes analysieren und die Ergeb- nisse in Normentwürfen zusammenfassen. Diese Entwürfe werden öffentlich geprüft und dann publiziert. DIN-Normen enthalten die vom Deutschen Institut für Normung erarbei- teten Fassungen der Normen. Diese werden in Normblät- tern veröffentlicht.

Wenn für eine technische Lösung noch hinreichende Erfah- rungen fehlen, der Normungsbedarf aber offensichtlich ist, werden Normen-Entwürfe (Vornormen) herausgegeben, nach denen bereits gearbeitet werden soll. Die Testerge- bisse finden dann ihren Niederschlag in der dem Entwurf folgenden Fassung der Norm.

Die DIN-Normen gelten als verpflichtende Empfehlungen und sind daher möglichst überall anzuwenden. Dabei sind auch die von DIN übernommenen internationalen Normen (ISO) und europäischen Normen (CEN) zu beachten. Der Status der Norm ist aus der Benennung ersichtlich. Bild 3 zeigt den Werdegang von einer internationalen Norm zu ei- ner DIN-Norm.

DIN-Normen werden in der Praxis ihrer Anwendung stän- dig überprüft, um sie den sich schnell verändernden Bedin- gungen und neuen technischen Entwicklungs-richtungen anzupassen. Daraus ergeben sich in gewissen Zeitabstän- den Normänderungen. Diese werden in DIN-Mitteilungen veröffentlicht.

Informationen über Art und Inhalt von Normen kann man z.B. erhalten über:

den monatlich erscheinenden DIN-Katalog für technische Regeln.

die Normenbibliothek des DITR (Deutsches Informations- zentrum für technische Regeln).

Normenauslegestellen (Davon gibt es in der Bundesrepu- blik eine begrenzte Anzahl. Meist haben größere Univer- sitäten eine solche Stelle.)

den Beuth-Verlag, der als Alleinverkäufer von Normen- werken auftritt und auch Normen-Taschenbücher für be- stimmte Fachgebiete herausgibt.

das Internet. Für Metallbauer bietet z.B. der Coleman-Ver- lag einen Zugang zu Normen, Verordnungen, Gesetzestex- ten des Fachgebietes über www.metallbaupraxis.de an.

Bezeichnungsbeispiel für eine nationale Norm:

DIN

199

-

1

2002-03

Art

Ordnungs-

 

Ordnungs-

Erscheinungsjahr

der

nummer

nummer für

und -monat

Norm

dasTeil der

Norm

1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.2 Kommunikationsmittel
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.2 Kommunikationsmittel
9 2 8 14 16 10 1 15 5 7 21 18 20
9
2
8
14
16
10
1
15
5
7
21
18
20

Bild 1: Anordnungszeichnung eines Schraubstockes

Durch die Anwendung von axonometrischen Projektionen nach DIN ISO 5456-3 (Seite 60) wird dem Betrachter ein dreidimensionales Bild von dem Gegenstand vermittelt. Die plastische Wirkung kann durch farbliche Gestaltung der Flächen und durch Schattierungen verstärkt werden.

Jedes Teil ist mit einer Positionsnummer versehen, die in Teilelisten ebenfalls verwendet wird. Für Teilelisten gibt es entweder eigenständige Vordrucke oder sie sind wie bei Gesamtzeichnungen Bestandteil der Zeichnung.

Dadurch sind Anordnungszeichnungen ohne umfangrei- che Kenntnisse der Regeln der technischen Darstellung les- bar und daher anwenderfreundlich und informativ.

Anordnungszeichnungen müssen nicht unbedingt maßstabs- gerecht angefertigt werden. Da keine Maßeintragung erfolgt, sind diese Zeichnungen nicht in der Fertigung einsetzbar.

Der Arbeitsaufwand bei der Zeichnungserstellung ist hoch und erfordert einige Übung. Heute werden derartige Zeich- nungen kaum noch mit konventionellen Mitteln hergestellt. Leistungsfähige 3D-Konstruktionsprogramme bieten Werk- zeuge zur rationellen Erstellung von Anordnungsplänen und darüber hinaus zur Zeichnungs- und Stücklistenableitung.

zeuge zur rationellen Erstellung von Anordnungsplänen und darüber hinaus zur Zeichnungs- und Stücklistenableitung. 26
1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.2 Kommunikationsmittel
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.2 Kommunikationsmittel
1234 5678 3 2386 168 A A B B 18 20 19 14 13 5
1234
5678
3
2386
168
A
A
B
B
18
20
19
14
13
5
3
4
C
C
21
2
ScheibeStck.
ISO 7090-12-200 HV
St
20
1
Stck.
Knebel
2004
235.1-10
S235JR
19
1
Stck.
Zylinderstift
ISO 8734-4m6x20-A
St, gehärtet
18
1
Stck.
Spindelkopf
2004
235.1-09
S235JR
9171
17
2
Stck.
Zylinderschraube mit Innensechskant
ISO 4762-M5x30-8.8
St
16
1
Stck.
Getriebemutter
2004
235.1-08
C45E
15
1
Stck.
Getriebespindel
2004
235.1-07
C45E
D
D
14
4
Stck.
Spannstift
ISO 8752-3x20
St
13
2
Stck.
Senkschraube
ISO 2009-M5x12-5.8
St
10
12
2
Stck.
Scheibe
ISO 7090-8-200 HV
St
11
2
Stck.
Sechskantmutter
ISO 4032-M8-8
St
10
1
Stck.
Distanzhülse
2004
235.1-06
S235G2T
9
1
Stck.
Verbindungsbolzen
Gewindestange M8, 92 lang
St
8
2
Stck.
Spannbacken
2004
235.1-05
C45E
7
2
Stck.
Buchse
ISO 4379-C12x16x15
CuSn8P
6
1
Stck.
Beweglicher Backen
2004
235.1-04
S235JR
E
E
5
2
Stck.
Führungsschiene
2004
235.1-03
S235JR
4
2
Stck.
Zylinderstift
ISO 8734-4m6x16-A
St, gehärtet
11
3
8
Stck.
Zylinderschraube mit Innensechskant
ISO 4762-M5x16-8.8
St
2
2
Stck.
Fester Backen
2004
235.1-02
S235JR
1
1
Stck.
Grundplatte
2004
235.1-01
S235JR
21
15
12
Pos.
Menge
Einheit
Benennung
Sachnummer/Norm-Kurzbezeichnung
Werkstoff
Abteilung
Techn.Referenz
Dokumentenart
Dokumentenstatus
Metallbautechnik
F.Köhler
Gesamtzeichnung
freigegeben
durchEigentümer
zusätzlicher TitelErstellt
ZeichungsnummerTitel,
F
F
F.Köhler
2004 235.1
Verlag Europa
Projekt Schraubstock
Genehmigt von
Änd.
Ausgabedatum
Spr.
Blatt
Lehrmittel
B
de2004-06-15
1/16
1234
5678
Bild 1: Gesamtzeichnung des Projektes Schraubstock
Bild 1: Gesamtzeichnung des Projektes Schraubstock
1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.2 Kommunikationsmittel
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.2 Kommunikationsmittel

Gesamtzeichnung/Gruppenzeichnung

Eine Gesamtzeichnung beinhaltet die vollständige techni- sche Darstellung einer Anlage, eines Bauwerks, eines Ge- rätes. Die Darstellung einer Gruppe von konstruktiv und funktionell zusammengehörenden Teilen, die man auch als Baugruppe bezeichnet, nennt man Gruppenzeichnung. Gruppenzeichnungen und die Gesamtzeichnung sind meist Bestandteil eines Zeichnungssatzes.

Die maßstäbliche Darstellung in Ansichten zeigt entsprechend den Darstellungsregeln für technische Zeichnungen alle Ein- zelteile im zusammengebauten Zustand in ihrer tatsächlichen Lage, die sie zueinander einnehmen. Verdeckte Teile können durch Schnittdarstellungen sichtbar gemacht werden.

Jedes Einzelteil trägt eine Positionsnummer, die durch eine Hinweislinie mit dem zugeordneten Teil verbunden ist. In der zur Zeichnung gehörenden Stückliste wird die gleiche Positionsnummer verwendet. In Zeichnungen des Metall- und Stahlbaus ist es üblich, zusätzlich zu den Positions- nummern die Norm-Kurzbezeichnungen der Teile an die Hinweislinie zu schreiben, auch wenn die Angaben in der Stückliste nochmals enthalten sind.

Bei Gruppen- oder Gesamtzeichnungen kann die Stückliste über dem Schriftfeld aufsteigend angelegt werden. Das hat den Vorteil, dass man ohne großen Aufwand Ergänzungen vornehmen kann. Seite 27

Besteht das Erzeugnis oder die Baugruppe aus vielen Ein- zelteilen, so hat die Stückliste meist keinen Platz auf der Zeichnung, sondern wird auf einem oder mehreren geson- derten Blättern angelegt. Vordrucke für Stücklisten sind ge- normt. Seite 33

Das Eintragen von Maßangaben ist bei Gesamtzeich- nungen nicht vorgesehen. In der Praxis trifft man jedoch auch Gesamtzeichnungen an, die außer der Darstellung der Baugruppe oder des Erzeugnisses ausgewählte Maße ent- halten, die im Einzelfall wichtige Informationen beinhalten. Solche Angaben können z.B. Anschlussmaße, Einbauma- ße, Werkstoffangaben usw. sein. Typische Anwendungsfäl- le sind Zeichnungen für Angebote, Normen, Kataloge u.ä. Erläuterungen zur Gestaltung von Zeichnungsvordrucken und zum Inhalt von Stücklisten und Schriftfeldern finden Sie auf den folgenden Seiten.

und Schriftfeldern finden Sie auf den folgenden Seiten. 6 5432 1 A-A A a3 Rz 40
6 5432 1 A-A A a3 Rz 40 B D D a3 60 Rz 40
6
5432
1
A-A
A
a3
Rz
40
B
D
D
a3 60
Rz
40
a3 60
5 10x245x380
a3 60
a3 60
77 12x150x274
a
a3 110
a3 155
a3 110
a3 155
a3 420
69,5
55
356,5
B
B-B
a3 160
C
C
25 100
110,5
a3 160
3 12x150x420 aus Bl15
a3 65
a3 65
6 10x160x180
11 U160 - 720
A
A
44 12x100x400 aus Bl15
B
B
a3 65
a3 65
49,5
289,5
22 U160 - 720
31 63
4xœ13
A
Konstruiert von
Kontrolliert von
Dokumentenart
Datum
Datum
A
F.Köhler
01.05.2013 M 1:5
Allgemeintoleranzen für Schweißkonstruktionen DIN EN ISO 13920-B
Schweißverfahren 111, alle Schweißnähte Bewertungsgruppe C nach DIN EN ISO 5817
Mechanische Bearbeitung nach dem Schweißen.
4xœ17
Baugruppe Grundrahmen
BSZ Radeberg
FB Konstruktionsmechnik
Ausgabe
Blatt
2013 - 500:001
1/1
6
5432
1
R6
257
200
200
170
170
(15)
(15)
180
356
172
160

Bild 1: Gruppenzeichnung aus der Metall- und Stahlbautechnik

28

1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.2 Kommunikationsmittel
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.2 Kommunikationsmittel
3 6 8 3 8 2 16 18 20 19 14 13 5 3 4
3
6
8
3
8
2
16
18
20
19
14
13
5
3
4
1
917
10
11
Baugruppe A "Ständer"
Baugruppe B "Schlitten"
Baugruppe C "Antrieb"
21
15
12
Bild 1: Baugruppen der Haupt-Stückliste des Projekts Schraubstock
Bild 1: Baugruppen der Haupt-Stückliste des Projekts Schraubstock

34

1. Grundlagen der technischen Kommunikation 1.2 Kommunikationsmittel
1. Grundlagen der technischen Kommunikation
1.2 Kommunikationsmittel
Bennenung, Name Einheit der für den Zählgröße, Gegenstand. hier Stück. Bezeichnung des Gegenstandes, der hier
Bennenung, Name
Einheit der
für den
Zählgröße,
Gegenstand.
hier Stück.
Bezeichnung des Gegenstandes, der
hier mit einer Sachnummer versehen ist.
Es handelt sich um ein Fertigungsteil
oder um ein Fremdteil.
Menge, Anzahl
der Einzelteile
pro Position.
1
23
4
5
6
Pos.
Menge
Einheit
Bennenung
Sachnummer/Norm-Kurzbezeichnung
Werkstoff
Angabe des Materials,
aus dem ein
Gegenstand besteht.
1
1
Stck.
Grundplatte
2004
235.1-01
S235JR
Positions-
nummer
2
2
Stck.
Fester Backen
2004
235.1-02
S235JR
Zylinderschraube mit
3
8
Stck.
ISO 4762 - M5 x 16 - 8.8
St
Innensechskant
4
2
Stck.
Zylinderstift
ISO 8734 - 4m6 x 16 - A
St, gehärtet
5
2
Stck.
Führungsschiene
2004
235.1-03
S235JR
6
1
Stck.
Beweglicher Backen
2004
235.1-04
S235JR
7
2
Stck.
Buchse
ISO 4379 - C12 x 16 x 15
S235JR
8
2
Stck.
Spannbacken
2004
235.1-05
C45E
Bezeichnung des
Gegenstandes, hier
handelt es sich um ein
Normteil, das mit seiner
Kurzbezeichnung
angegeben ist.
9
1
Stck.
Verbindungsbolzen
Gewindestange M8, 92 lang
St
10
1
Stck.
Distanzhülse
2004
235.1-06
S235G2T
11
2
Stck.
Sechskantmutter
ISO 4032 - M8 - 8
St
12
2
Stck.
Scheibe
ISO 7090 - 8 - 200 HV
St
13
2
Stck.
Senkschraube
ISO 2009 - M5 x 12 - 5.8
St
14
4
Stck.
Spannstift
ISO 8752 - 3 x 20
St
15
1
Stck.
Getriebespindel
2004
235.1-07
C45E
16
1
Stck.
Getriebemutter
2004
235.1-08
C45E
Zylinderschraube mit
17
2
Stck.
ISO 4762 - M5 x 30 - 8.8
St
Innensechskant
18
1
Stck.
Spindelkopf
2004
235.1-09
S235JR
19
1
Stck.
Zylinderstift
ISO 8734 - 4m6 x 20 - A
St, gehärtet
20
1
Stck.
Knebel
2004
235.1-10
S235JR
21
2
Stck.
Scheibe
ISO 7090 - 12 - 200 HV
St
Schriftfeld nach DIN ISO 7200
fi Seite 49
Bild 1: Inhalt der Datenfelder einer Stückliste
Bild 1: Inhalt der Datenfelder einer Stückliste

35

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.2 Darstellung in Ansichten
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.2 Darstellung in Ansichten
11 10 12 7 9 6 8 3 13 5 2 4 14 a 1
11
10
12
7
9
6
8
3
13
5
2
4
14
a
1
Zur Veranschaulichung sind die Eckpunkte der Begrenzungsflächen mit
Ziffern bezeichnet. In Ansicht verdeckt (hinten) liegende Punkte sind
in Klammern gesetzt.

Arbeitsschritte beim Darstellen eines Werkstücks in 3 Ansichten der rechtwinkligen Parallelprojektion (Drei-Tafel-Projektion)

Werkstückform erfassen.rechtwinkligen Parallelprojektion (Drei-Tafel-Projektion) Platzbedarf für die Darstellung in Ansichten ermitteln.

(Drei-Tafel-Projektion) Werkstückform erfassen. Platzbedarf für die Darstellung in Ansichten ermitteln.

Platzbedarf für die Darstellungin Ansichten ermitteln.

in Ansichten ermitteln.

Abbildungsmaßstab festlegen. Projektionsebene der Vorderansicht 9(12) 10(11) Hauptansicht festlegen, diese wird als
Abbildungsmaßstab festlegen.
Projektionsebene der Vorderansicht
9(12)
10(11)
Hauptansicht festlegen,
diese wird als Vorderansicht gezeichnet.
5(8)
6(7)
14(13)
Achsenkreuz fest-
legen, es stellt die
Berührungslinie der
Projektionsebenen
dar.
1(4)
2(3)
Zuordnung der weiteren Ansichten entsprechend
der Projektionsmethode vornehmen.
Achsenkreuz zeichnen.
Vorderansicht in die Projektionsebene
der Vorderansicht einzeichnen.
9(12)
10(11)
5(8)
6(7)
14(13)
1(4)
2(3)
Alle Eckpunkte der Vorderansicht mit
Projektionsstrahlen, die senkrecht zu den
Projektionsachsen verlaufen, in die Projektions-
ebene der Draufsicht übertragen.
13(4)
12
11(3)
9
8
10(7)
Draufsicht unter Berücksichtigung des
Tiefenmaßes zeichnen.
14(1)
5
6(2)
Projektionsebene der Draufansicht
Tiefenmaß

86

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.2 Darstellung in Ansichten
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.2 Darstellung in Ansichten
9(12) 10(11) 5(8) 6(7) 14(13) 1(4) 2(3) 12 11(3) 13(4) 9 10(7) 8 Spiegelachse für
9(12)
10(11)
5(8)
6(7)
14(13)
1(4)
2(3)
12 11(3)
13(4)
9 10(7)
8
Spiegelachse für Projektionslinien
14(1)
5 6(2)
45}
Projektionsebene der Seiten- ansicht von links 9(12) 10(11) 6(7) 5(8) 14(13) 1(4) 2(3) 12 11(3)
Projektionsebene der Seiten-
ansicht von links
9(12)
10(11)
6(7)
5(8)
14(13)
1(4)
2(3)
12
11(3)
13(4)
9
10(7)
8
14(1)
5
6(2)
9(12) 10(11) 12(11) 9(10) 6(7) 8(7) 5(8) 5(6) 14(13) 13 14 1(4) 1(2) 2(3) 4(3)
9(12)
10(11)
12(11)
9(10)
6(7)
8(7)
5(8)
5(6)
14(13)
13 14
1(4)
1(2)
2(3)
4(3)
12
11(3)
13(4)
9
10(7)
8
14(1)
5
6(2)
2(3) 4(3) 12 11(3) 13(4) 9 10(7) 8 14(1) 5 6(2) Spiegelachse unter einem Winkel von
Spiegelachse unter einem Winkel von 45 ° aus- gehend vom Achsenschnittpunkt einzeichnen.
Spiegelachse unter einem Winkel von 45 ° aus-
gehend vom Achsenschnittpunkt einzeichnen.
von 45 ° aus- gehend vom Achsenschnittpunkt einzeichnen. Ausgehend von allen Punkten der Draufsicht Projektionslinien
Ausgehend von allen Punkten der Draufsicht Projektionslinien im Winkel von 90 ° zur senk- rechten

Ausgehend von allen Punkten der Draufsicht Projektionslinien im Winkel von 90° zur senk- rechten Achse des Achsenkreuzes bis zur Spiegelachse zeichnen.

Achse des Achsenkreuzes bis zur Spiegelachse zeichnen. Projektionslinien von den Schnittpunkten auf der

Projektionslinien von den Schnittpunkten auf der Spiegelachse ausgehend senkrecht nach oben in die Projektionsebene der Seitenansicht zeichnen.

den Schnittpunkten auf der Spiegelachse ausgehend senkrecht nach oben in die Projektionsebene der Seitenansicht zeichnen.
oben in die Projektionsebene der Seitenansicht zeichnen. Ausgehend von allen Punkten der Vorderansicht

Ausgehend von allen Punkten der Vorderansicht Projektionslinien waagerecht in die Projektions- ebene der Seitenansicht zeichnen.

in die Projektions- ebene der Seitenansicht zeichnen. Den Schnittpunkten des so entstandenen Liniennetzes kann man

Den Schnittpunkten des so entstandenen Liniennetzes kann man durch Verfolgen der Projektionslinien die Bildpunkte der Seiten- ansicht zuordnen.

die Bildpunkte der Seiten- ansicht zuordnen. Körperkanten einzeichnen und zum Schluss alle
Körperkanten einzeichnen und zum Schluss alle Projektionslinien und auch das Achsenkreuz ausradieren.

Körperkanten einzeichnen und zum Schluss alle Projektionslinien und auch das Achsenkreuz ausradieren.

87

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.2 Darstellung in Ansichten
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.2 Darstellung in Ansichten
A E D C Hauptansicht B
A
E
D
C
Hauptansicht
B
Bild 1: Kennzeichnung der Ansichten
Bild 1: Kennzeichnung der Ansichten

Pfeilmethode

In vielen Fällen erweist es sich als Vorteil, wenn man sich

nicht an die strengen Darstellungsregeln der Projektions- methode 1 oder 3 halten muss.

DIN ISO 128-30 (2002-05) erhebt die Pfeilmethode sogar zur bevorzugten Methode für die Anordnung der Ansichten von Werkstücken in technischen Zeichnungen.

Wählt man die Pfeilmethode für die Darstellung des Werk-

stücks aus, so besteht die Möglichkeit die einzelnen An- sichten unabhängig voneinander auf der Zeichenfläche anzuordnen.

Damit die Zeichnung dennoch verständlich bleibt, wird jede Ansicht, ausgenommen die Hauptansicht, in Übereinstim- mung mit Bild 1 durch Buchstaben gekennzeichnet. Man benutzt die Anfangsbuchstaben des Alphabets. Zusammen mit Pfeilen geben sie in der Hauptansicht die Betrachtungs- richtung für die anderen Ansichten an. Die Buchstaben ste- hen oberhalb oder rechts von der Pfeillinie.

Die gleichen Buchstaben werden zur Kennzeichnung der Ansichten oberhalb der Darstellung eingetragen. Sie müs- sen in der üblichen Leserichtung der Zeichnung gelesen werden können. (Bild 2) Die Größe der Buchstaben muss um den Faktor 2 größer sein als die der normalen Schrift in der Zeichnung.

größer sein als die der normalen Schrift in der Zeichnung. Für diese Art der Anordnung der

Für diese Art der Anordnung der Ansichten wurde kein gra- fisches Symbol festgelegt.

Teil 2, fester Backen A C A B D C D E B E
Teil 2, fester Backen
A
C
A
B
D
C
D
E
B
E

Bild 2: Anwendung der Pfeilmethode

Auswahl der Ansichten Auch hier gilt:

Die aussagefähigste Ansicht eines Gegenstandes soll un- ter Berücksichtigung seiner Gebrauchs-, Fertigungs- oder Einbaulage als Hauptansicht (Vorderansicht) ausgewählt werden.

90

Die Zahl der Ansichten (mögliche Schnittdarstellungen Seite 88 eingeschlossen) soll auf das erforderliche Maß beschränkt bleiben.

Unnötige Wiederholung von Details vermeiden.

Die Darstellung von verdeckten Kanten und Umrissen soll möglichst nicht erforderlich werden.

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.3 Grundlagen der Maßeintragung
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.3 Grundlagen der Maßeintragung

Regeln für die Eintragung von Durchmessermaßen

Zur Kennzeichnung eines Maßes als Durchmesser steht immer das Zeichen „ø“ vor der Maßzahl.

Das Durchmesserzeichen wird sowohl in den Fällen an- gewendet, wo die Kreisform des zu bemaßenden Forme- lements in der Ansicht sichtbar ist, als auch dann, wenn nur die Projektion der Kreisform als Linie z.B. bei einer umlaufenden Körperkante zu sehen ist.

Durchmessermaße können abhängig von der Größe der Kreisform entweder innerhalb oder außerhalb des Krei- ses eingetragen werden.

Mittellinien können für die Maßeintragung unterbrochen werden, das Achsenkreuz muss aber erhalten bleiben.

Die Maßlinie einer Durchmessereintragung darf nicht mit den Mittellinien der Kreisform zusammenfallen.

œ52 œ8 œ110 œ10 œ4 œ80 œ150 œ120 œ60 œœ322 œ50 œ60
œ52
œ8
œ110
œ10
œ4
œ80
œ150
œ120
œ60
œœ322
œ50
œ60
Bild 1: Regeln für die Eintragung von Durchmessermaßen
Bild 1: Regeln für die Eintragung von Durchmessermaßen

107

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.5 Schnittdarstellungen
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.5 Schnittdarstellungen

2.5.2 Halbschnitt

Symmetrieachse senkrecht

Symmetrische Werkstücke dürfen zur Hälfte als Ansicht und zur Hälfte als Schnitt dargestellt werden. Beim Halbschnitt denkt man sich zwei Schnittebenen durch das Werkstück gelegt. Sie stehen im rechten Winkel zueinander und ihre Schnittlinie liegt genau auf der Symmetrieachse des Werk- stücks. Das von den Schnittebenen eingeschlossenen Vier- tel denkt man sich herausgeschnitten. Nach der rechtwink-

ligen Parallelprojektion erscheint auf der Zeichenebene die linke Seite des Werkstücks in Ansichtsdarstellung, die rech- te Seite als Schnittdarstellung. Die Mittellinie trennt die bei- den Ansichtsteile. Liegt eine Körperkante in der Projektion genau auf dieser Trennlinie, so wird sie mit breiter Volllinie gezeichnet. Der Schnittverlauf wird nicht gekennzeichnet. Verdeckte Kanten werden nicht dargestellt.

Werkstücke mit zylindrischer Grundform Links in Rechts im Ansicht Schnitt Durch das Werkstück legt man
Werkstücke mit zylindrischer Grundform
Links in
Rechts im
Ansicht
Schnitt
Durch das Werkstück legt man
zwei gedachte Schnittebenen,
die im Winkel von 90° zueinander-
stehen. Das dadurch abgegrenzte
Viertel des Werkstücks wird ge-
danklich herausgeschnitten.
Die dadurch entstandene Schnitt-
fläche wird in die Zeichnungs-
ebene gedreht.
Werkstücke mit prismatischer Grundform
Bild 1: Halbschnitt entlang einer senkrechten Symmetrieachse
Bild 1: Halbschnitt entlang einer senkrechten Symmetrieachse

139

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.5 Schnittdarstellungen
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.5 Schnittdarstellungen

Symmetrieachse waagerecht

Die Grundform rotationssymmetrischer Werkstücke wird hauptsächlich durch Drehen hergestellt. Dabei ist die Fer- tigungslage waagerecht. Die Darstellung dieser Teile im Halbschnitt ist zweckmäßig, weil damit äußere und inne- re Teilformen sichtbar gemacht und somit bemaßt werden können, ohne dass eine zusätzliche Ansicht benötigt wird. Nach der rechtwinkligen Parallelprojektion erscheint auf

der Zeichenebene die über der Symmetrieachse liegende Seite des Werkstücks in Ansichtsdarstellung, die darunter liegende Seite als Schnittdarstellung. Die Mittellinie trennt die beiden Ansichtsteile. Auch hier werden Körperkanten, die in der Projektion genau auf dieser Trennlinie liegen, mit breiter Volllinie gezeichnet. Verdeckte Kanten werden ebenfalls nicht dargestellt.

Über der Mittellinie in Ansicht Unter der Mittellinie im Schnitt Maßordnung bei Halbschnitten mit waagerechter
Über der Mittellinie
in Ansicht
Unter der Mittellinie
im Schnitt
Maßordnung bei Halbschnitten
mit waagerechter Symmetrieachse
56
2*45}
2*45}
Maße äußerer
Konturen auf der
Ansichtsseite
anordnen
Innenmaße mit Maß-
hilfslinien nur an der
Schnittstelle eintragen
Außenmaße von
sichtbarer Kante
zu sichtbarer
Kante eintragen
9
Maße innerer Konturen
auf der Schnittseite
anordnen
49
œ69
œ47
œ39
œ80
Bild 1: Halbschnitt entlang einer waagrechten Symmetrieachse
Bild 1: Halbschnitt entlang einer waagrechten Symmetrieachse

140

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.5 Schnittdarstellungen
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.5 Schnittdarstellungen

2.5.3 Teilschnitt

Bei Teilschnitten führt die gedachte Schnittebene nur in einem abgegrenzten Bereich durch das Werkstück. In einer Ansicht wird nur ein abgegrenzter Bereich geschnitten dar- gestellt. Diese Methode wird immer dann gewählt, wenn innere Konturen, etwa eine Passfedernut, dargestellt und bemaßt werden müssen, für die ein Vollschnitt nicht er- forderlich, zu aufwändig oder nicht zulässig ist. Man unter- scheidet zwei Arten von Teilschnitten, den Ausbruch und den Ausschnitt.

Ausbruch

Bei einem Ausbruch wird ein eingegrenzter Teilbereich ei- ner Ansicht im Schnitt gezeichnet. In diesem Teilbereich werden innere Konturen sichtbar gemacht, Schnittflächen schraffiert und es können Maße eingetragen werden. Die vorher verdeckten Körperkanten sind ja jetzt sichtbar ge- worden. Diese Teilbereiche werden mittels schmalen Frei- handlinien eingegrenzt. Der Schnittverlauf wird nicht be- sonders gekennzeichnet.

Y ( 5 : 1 ) geschliffen geschliffen 0,05 A Ra 0,6 Ra 0,6 1
Y (
5
:
1
)
geschliffen
geschliffen
0,05
A
Ra
0,6
Ra 0,6
1
0,4
0,02
A
0,4
1x45°
Z
Y
4,6
1,3 H13
1x45 °
Z (
5
:
1
)
A
0,02
A
41,3+0,2
18
2,5
2xDIN 509 - F0,6x0,3
44
1x45 °
24
33
R0,6
88
2xDIN332-1-1A2,5/5,3
Allgemeintoleranzen
-0,2
Werkstoff: E295
M 1:1 (5:1)
BSZ Radeberg
DIN ISO
-0,1
Fachbereich Metall
2768-mK
Lösungsvorschlag
Datum
Name
Gerechnet
03.04.2011
F. Köhler
Achse
Kontrolliert
Norm
Ra
3,2
2
A4
Status
Änderungen
Datum
Name
z
œ25 h6
œ25 h12
œ33
M16x1,5
15
°
œ25 k6
œ39-0,2
60}
œ5,3
œ2,50,3

Bild 1: Ausbrüche

Ausschnitt

Bei einem Ausschnitt wird die gedachte Schnittebene nur durch einen Teilbereich des Werkstücks gelegt. Schnittverlauf und Blickrichtung werden wie üblich gekennzeichnet. Der geschnittene Teilbereich wird als Schnitt herausgezeichnet, ohne dass die dazugehörige Ansicht auch dargestellt wird. Begrenzungslinien für die Schnittfläche sind nicht erforderlich. In vielen Fällen wird der geschnittene Teilbereich in einem Vergrößerungsmaßstab abgebildet, um Einzelheiten sichtbar zu machen. Anwendung vorzugsweise bei gefügten Teilen.

R2,5 R2,5 300 17 A-A (5:1) 25 F (1:1) 10 12 F œ4 A A
R2,5
R2,5
300
17
A-A (5:1)
25
F (1:1)
10
12
F
œ4
A
A
4
15
(1 : 2)
C
(2: 1)
C
R6
R2,5
R2,5
445
50
40
70
1710
Bild 2: Ausschnitt aus einem Blechrahmen
Bild 2: Ausschnitt aus einem Blechrahmen
E-E M 1:2 E Einschweißen der Mannlöcher 2* 50 E a8 120 1400 295 250
E-E
M 1:2
E
Einschweißen der Mannlöcher 2*
50
E
a8
120
1400
295
250
40}
2
20320*420
Bild 3: Ausschnitt aus einer Schweißnaht
Bild 3: Ausschnitt aus einer Schweißnaht

141

2. Technische Darstellung von Werkstücken 2.5 Schnittdarstellungen
2. Technische Darstellung von Werkstücken
2.5 Schnittdarstellungen
1 2 3 456 A-A ( 1 : 2,5 ) 1 3 1 A a4
1
2
3
456
A-A ( 1 : 2,5 )
1
3
1
A
a4
A
111
A
a4
a4
111
s4
a4
a4
a4
111
111
a4
a4
a4
111
s4
4
a4
111
a4
a4
111
B
2
B
a4
111
a4
in die Schnittebene hineingedreht
um 45° versetzt dargestellt
a4
111
C
s4
C
a4
a4
111
6
a4
3
A
5
Werkstoff: S235JRG2
Bewertungsgruppe: DIN EN ISO 5817 - B
Arbeitsposition: ISO 6947 - PB
Datum
Name
17.04.2009 F. Köhler
Zusatzwerkstoff: ISO 2560 - E 38 0 RC 11
17.04.2009 Kupplungsteil
D
D
Nachbehandlung: spannungsarm geglüht
Prüfung: 100% US-geprüft
Norm
2
2009.04.250 A3
Änderungen
Datum
Name
1
2
3 456

Bild 1: Schnitt durch die Rippen

Datum Name 1 2 3 456 Bild 1: Schnitt durch die Rippen Bild 2: Bohrung in

Bild 2: Bohrung in die Schnittebene gedreht

B-B B B
B-B
B
B
Bild 3: Schnitt durch Normteile in einer Stahlbauzeichnung
Bild 3: Schnitt durch Normteile in einer Stahlbauzeichnung

142

2.5.4 Besondere Schnittdarstellungen

Werkstücke mit Rippen

Rippen und Aussteifungen werden zum Zweck der Erhö-

hung der Steifigkeit von Konstruktionen beispielsweise

bei Guss- und Stahlbauteilen angewendet. Sie werden, obwohl sie in der Schnittebene liegend, nicht geschnitten

dargestellt.

In die Schnittebene hinein gedrehte Elemente

Wenn in rotationssymmetrischen Teilen Formelemente gleichmäßig angeordnet sind, deren Darstellung im Schnitt

erforderlich ist, sie aber nicht in der gedachten Schnitt-

ebene liegen, so dürfen sie in die Schnittebene gedreht

werden. Eine zusätzliche Kennzeichnung ist nicht erfor- derlich. Es ist aber üblich, die tatsächliche Lage dieser For- melemente außerhalb der Schnittebene, z.B. durch einen Grundriss, anzugeben.

Teile, die nicht geschnitten dargestellt werden

Normteile, die in Längsrichtung der Schnittebene liegen und keine Hohlräume oder verdeckte Einschnitte haben, wie z.B. Schrauben, Stifte, Niete, Keile, Passfedern, Wellen, Achsen usw. sowie massive Elemente eines Werkstücks, die sich von der Grundform des Werkstücks abheben, wie z.B. Rippen, Speichen, Stege … werden in einer Schnitt- ansicht nicht geschnitten dargestellt, d.h. sie erhalten kei- nerlei Schraffur, obwohl sie in der Schnittebene liegen. Bei Wellen und Achsen können wiederum Ausbrüche ge- zeichnet werden, um eingebaute Verbindungsteile oder in- nen liegende Formelemente sichtbar zu machen. Diese zu den Ausbrüchen gehörenden Schnittflächen müssen dann natürlich eine Schraffur erhalten.

Zylinderschraube, Wälzkörper, Wälzlager- Normteil Normteil ringe des gleichen Lagers er- Sechskant- halten die
Zylinderschraube,
Wälzkörper,
Wälzlager-
Normteil
Normteil
ringe des
gleichen
Lagers er-
Sechskant-
halten die
mutter,
gleiche
Normteil
Schraffur
Scheibe,
Normteil
Welle,
in Längsrichtung
Passfeder,
abgebildet, ohne
Normteil
Hohlraum
Bild 4: Schnitt durch Normteile einer Maschinenbaugruppe
Bild 4: Schnitt durch Normteile einer Maschinenbaugruppe
4. Arbeitspläne 4.2 Fertigungsplanung
4. Arbeitspläne
4.2 Fertigungsplanung
4. Arbeitspläne 4.2 Fertigungsplanung Bild 1: Sturmhaken mit Haltewinkeln 36 8 24 Löcher für Schrauben M6
Bild 1: Sturmhaken mit Haltewinkeln
Bild 1: Sturmhaken mit Haltewinkeln
36 8 24 Löcher für Schrauben M6 (nach DIN EN 20273-mittel) œ16 Material: Bl4 -
36
8
24
Löcher für Schrauben
M6 (nach DIN EN 20273-mittel)
œ16
Material: Bl4 - S260 NC
DIN EN 10149
R26
75
20201418
Bild 2: Maßskizze des Haltewinkels
Bild 2: Maßskizze des Haltewinkels
R ? 1234 A Haltewinkel Bl 4*40* -S260NC 40 36 3* für Schrauben M6 B
R ?
1234
A
Haltewinkel Bl 4*40*
-S260NC
40
36
3* für Schrauben M6
B
C
8
24
œ16
D
E
Allgemeintoleranzen DIN 2768-m
Abteilung
Techn.Referenz
Dokumentenart
Dokumentenstatus
Metallbautechnik
F.Köhler
Einzelteilzeichnung
freigegeben
Eigentümer
Erstellt durch
Titel, zusätzlicher Titel
Zeichungsnummer
F
F.Köhler
2005 - 247.3
Verlag Europa
Haltewinkel
Genehmigt von
Änd.
Ausgabedatum
Spr.
Blatt
Lehrmittel
A
2005-08-29
dt
3/5
R26
75
20201418
Bild 3: Einzelteilzeichnung
Bild 3: Einzelteilzeichnung

4.2.3 Fertigungsplanung für ein Biegeteil

Auftrag

Fertigung von Haltewinkeln

Bei der Rekonstruktion eines denkmalgeschützten Bauwer- kes fallen auch Schlosserarbeiten an. So erhält ein Metall- baubetrieb den Auftrag zur handwerklichen Fertigung von Sturmhaken mit Haltewinkeln zur Sicherung von schweren Türen. Bestellt wurden 130 Stück. Der Werkstattleiter gibt den Auftrag zur Fertigung der Haltewinkel an zwei Auszubil- dende zur eigenverantwortlichen Planung und Ausführung.

Aufnehmen der Maße

Von einer noch intakten Baugruppe wurden die Maße ge- nommen. Danach fertigten die Azubi folgende Maßskizze an.

Arbeitsschritte beim Anfertigen einer Skizze ab Seite 58.

Anfertigen einer Einzelteilzeichnung

Grundlage für die Anfertigung einer Einzelteilzeichnung ist die Maßskizze.

Ausgehend von dieser Skizze wird das Werkstück in einem geeigneten Maßstab Seite 52 auf dem dafür geeigneten Blattformat Seite 45 in den erforderlichen Ansichten Seite 83 und der notwendigen Maßeintragung ab Sei- te 100 exakt dargestellt.

Aus der Einzelteilzeichnung sind Form und Größe des Biegeteiles sowie Angaben zu Maßtoleranzen und Oberflä- chenbeschaffenheit zu entnehmen.

Biegeteile können leichter angerissen und zugeschnitten werden, wenn sie in dem Zustand dargestellt werden, den sie vor der Verformung hatten. Seite 175

Man bezeichnet eine solche Darstellung, die aus der Einzel- teilzeichnung abgeleitet wird oder bereits Bestandteil einer solchen Zeichnung ist, als Zuschnittszeichnung oder auch als Abwicklung.

Eine solche Zeichnung enthält außer der Darstellung der Werkstückkontur des Biegeteils vor der Verformung die ein- gezeichneten Mitten der Biegerundungen, die Biegelinien.

Ebenso ist es üblich, Beginn und Ende des gebogenen Bereiches mit schmalen Volllinien zu kennzeichnen, die Biegezone.

195

4. Arbeitspläne 4.2 Fertigungsplanung
4. Arbeitspläne
4.2 Fertigungsplanung
1234 A 67= l 1 -v/2 v Biegelinie B l 1 =75-v/2 Biegezone C œ16
1234
A
67= l 1 -v/2
v
Biegelinie
B
l 1 =75-v/2
Biegezone
C
œ16
R26
14
20
20
18
D
3*œ6,6
71
gestreckte Länge = 103
E
Abteilung
Techn.Referenz
Dokumentenart
Dokumentenstatus
Metallbautechnik
F.Köhler
Zuschnittzeichnung
freigegeben
Eigentümer
Erstellt durch
Titel, zusätzlicher Titel
Zeichungsnummer
F
F.Köhler
2005-247.4
Verlag Europa
Haltewinkel
Genehmigt von
Änd.
Ausgabedatum
Spr.
Blatt
Lehrmittel
Zuschnitt
A 2005-08-29
dt
4/5
824
Bild 1: Zuschnittzeichnung
Bild 1: Zuschnittzeichnung
Bügelsäge 1 2 Blech- streifen Anreißen und körnen Ablängen 3 4 Hammer Biegen mit Holzbeilage
Bügelsäge
1
2
Blech-
streifen
Anreißen und
körnen
Ablängen
3
4 Hammer
Biegen mit
Holzbeilage
Holzbeilage
im Schraub-
(Biegeholz)
Feilen der
stock
Rundung im
Schraubstock
5
6
7
Feile
Bohren der
Bohren
Teil
Löcher œ6,6
œ16
entgraten

Bild 2: Arbeitsschritte bei der Herstellung des Haltewinkels

196

Bestimmende der Maße

Gestreckte Länge

Sie wird ermittelt, indem man die Summe aller Außenmaße

bildet. In dem Fall sind die beiden Schenkellängen 75 mm und 36 mm zu addieren. Davon zieht man für jede

75 mm und 36 mm zu addieren. Davon zieht man für jede Biegestelle den Ausgleichswert v

Biegestelle den Ausgleichswert v ab. Der Ausgleichswert berücksichtigt, dass sich die neutrale Faser beim Biegen aus der Mittellage verschiebt.

Die Größe des Ausgleichswertes ist abhängig von:

der Blechdicke s

dem Biegeradius R

dem Biegewinkel.

Angaben zu Ausgleichswerten findet man inTabellenbüchern.

Beachten Sie, dass die kleinstzulässigen Biegeradien werkstoffabhängig sind. Bei der Bestimmung des Biege- winkels sollte der Unterschied zwischen Öffnungswinkel und Biegewinkel beachtet werden.

Für den Haltewinkel liest man ab:

Für den Werkstoff S260NC bei einer Blechdicke von 4 mm

einen kleinstzulässigen Biegeradius von 6 mm.

Bei Anwendung dieses Biegeradius weist die Tabelle einen Ausgleichswert von v = 8,26 aus. Damit wird die gestreckte Länge.

1 ö 1 = a – 2 · v
1
ö 1 = a – 2 · v

L = 75 mm + 36 mm – 8,26 mm = 102,7 mm 103 mm.

Abstand bis zur Biegelinie

1

ö 1 = 75 mm 2 · 8,26 mm = 70,87 mm 71 mm

Diese

bis

beiden

Maße,

zur

Biegelinie,

gestreckte

werden

als

Länge

und

Anreißmaße

Abstand

die

in

Zuschnittzeichnung eingetragen. (Bild 1)

Vorüberlegungen zur Fertigung

Biegelinien sollen auf dem Blech mit einer Messingreißnadel oder mit Bleistift angerissen werden, um Kerbwirkungen an der Oberfläche zu vermeiden. Aus dem gleichen Grund soll möglichst auf der Innenseite der Biegungen angerissen werden.

Wenn das Biegeteil mehrere Biegestellen aufweist, ist die Reihenfolge der Abkantungen vorauszuplanen. Andernfalls kann es vorkommen, dass sich einige Kantungen in der Folge nicht ausführen lassen.

Welche Biegefolge gewählt wird, ist natürlich auch von den zur Verfügung stehenden Werkzeugen, Vorrichtungen und Maschinen abhängig.

4. Arbeitspläne 4.2 Fertigungsplanung
4. Arbeitspläne
4.2 Fertigungsplanung
Verlag Europa Lehrmittel Arbeitsplan Auftrags-Nr.: … Erstellt: 2005-09-10 Termin: sofort Bezeichnung des
Verlag Europa Lehrmittel
Arbeitsplan
Auftrags-Nr.:
Erstellt:
2005-09-10
Termin:
sofort
Bezeichnung des Auftrags:
Bearbeiter:
F.Köhler
Lfd. Nr.
Stück
Benennung
Zeichn.-Nr.
Pos
Werkstoff
Lager-Nr.
01
130
Haltewinkel
2005-247-3
S260NC
Halbzeug:
Bl 4 × 40 × 500
Stückzahl:
2
AG-Nr.
Arbeitsvorgang
Werkzeuge/Spannmittel
Prüfmittel
1.
Rohlänge ermitteln.
Zuschnittzeichnung
2.
Rohlänge anreißen mit 2 mm
Fertigungszugabe.
Anschlagwinkel
Stahlmaßstab
Reißnadel
3.
Ablängen
Handbügelsäge
4.
Entgraten
Feile
5.
Zuschnitt mit Biegelinie anreißen und
körnen, einschließlich Bohrungen mit
Kontrollkörnungen.
Anschlagwinkel, Körner,
Anreißzirkel, Anreißplatte
Stahlmaßstab
6.
Rohling im Schraubstock spannen,
Radius 26 feilen.
Schraubstock, Schrupp- und
Schlichtfeile
Radienlehre
7.
Biegen mit Hartholzbeilage
im Schraubstock.
Schraubstock, Biegeklotz,
Bankhammer
Anschlagwinkel,
Stahlmaßstab
8.
Werkstück spannen im
Maschinenschraubstock.
Maschinenschraubstock
Anschlagwinkel
9.
Bohren der Schraubenlöcher ø6,6
Ausspannen, beidseitig Entgraten.
Spiralbohrer ø6,6
Ständerbohrmaschine
Kegelsenker
Sichtprüfung
10.
Werkstück erneut spannen mit Hartholz-
unterlage im Maschinenschraubstock.
Maschinenschraubstock
Sichtprüfung
Hartholzunterlage
11.
Vorbohren der Bohrung ø16.
Spiralbohrer ø6,6
Ständerbohrmaschine
12.
Werkzeugwechsel
Spiralbohrer ø16
Sichtprüfung
13.
Fertigbohren der Bohrung ø16,
Ausspannen und Entgraten.
Spiralbohrer ø16
Messschieber
Kegelsenker
14.
Entgraten, Säubern
Maßkontrolle.
Stahlmaßstab
Messschieber
Anschlagwinkel
Datum: 12.09.05
Geprüft: K.Wermuth

Bild 1: Arbeitsplan für die Fertigung des Biegeteils „Haltewinkel”

197

5. Pneumatische Schaltpläne 5.5 Schaltplanaufbau und Beschriftung
5. Pneumatische Schaltpläne
5.5 Schaltplanaufbau und Beschriftung
VentildarstellungVentildarstellung amam ZylinderZylinder 1S1 Markierungsstrich VentildarstellungVentildarstellung imim
VentildarstellungVentildarstellung amam ZylinderZylinder
1S1
Markierungsstrich
VentildarstellungVentildarstellung imim SchaltplanSchaltplan
1S1
2
Betätigung (Zylinder)
1
3
SchaltkreisSchaltkreis 11 SchaltkreisSchaltkreis 22 1A2 2A 1A1 4 2 2V1 4 2 1V1 5 3
SchaltkreisSchaltkreis 11
SchaltkreisSchaltkreis 22
1A2
2A
1A1
4
2
2V1
4
2
1V1
5
3
5
3

Kennzeichnungsschlüssel

Regeln für die Anordnung der Bauteile nach DIN ISO 1219

Die räumliche Anordnung der Bauteile in der Anlage wird nicht berücksichtigt.

Bauteile eines Schaltkreises werden von unten nach oben in Richtung des Energieflusses und von links nach rechts angeordnet.

Energiequellen werden unten links dargestellt.

Das 1. Antriebsglied wird oben links dargestellt, jedes weitere Antriebsglied wird fortlaufend jeweils rechts da- neben gezeichnet.

Bauteile werden in Ausgangsstellung mit Druckbeauf- schlagung dargestellt.

Bauteile, die durch Antriebe betätigt sind, werden am

Markierungsstrich und der Bauteil-

Antrieb durch einen

kennzeichnung dargestellt.

Regeln für die Kennzeichnung der Bauteile nach DIN ISO 1219

Die Bauteilbezeichnung wird mit einem Rahmen versehen.

Schaltkreise

erhalten

nend mit der Ziffer 1.

eine

Schaltkreisnummer,

begin-

Bauteile innerhalb eines Schaltkreises erhalten eine fort- laufende Nummerierung, beginnend mit der Ziffer 1.

Den Bauteilen sind folgende Buchstaben zugeordnet:

P

Pumpen und Verdichter

A

Antriebe (Zylinder)

M

Motore

S

Signalaufnehmer

V

Ventile

Z

Für jedes andere Bauteil. Hierfür kann auch ein anderer, noch nicht belegter Buchstabe genutzt werden.

1 – 1 S 1 Schaltkreis-Nummer Bauteil-Kennzeichnung Bauteil-Nummer Anlagennummer Kann bei nur einer Anlage
1
1
S
1
Schaltkreis-Nummer
Bauteil-Kennzeichnung
Bauteil-Nummer
Anlagennummer
Kann bei nur einer
Anlage entfallen

214

5. Pneumatische Schaltpläne 5.5 Schaltplanaufbau und Beschriftung
5. Pneumatische Schaltpläne
5.5 Schaltplanaufbau und Beschriftung

Zeichnerische Darstellung

Die Steuerleitungen werden nach DIN ISO 1219 als gestri- chelte Linie gezeichnet. Diese Darstellung wird jedoch in der Praxis nicht angewendet, da sie den Schaltplan unü- bersichtlich gestaltet. Eine pneumatische Steuerung be- steht, wie der Name schon sagt, ohnehin überwiegend aus Steuerleitungen. Die einzigen Arbeitsleitungen sind die vom Stellglied (1V5) zum Antriebsglied (1A).

Ferner muss nicht jede Druckluftversorgung einzeln an die Energieversorgung (0Z1) gezeichnet werden, da viele Leitungskreuzungen den Schaltplan ebenfalls un- übersichtlich gestalten würden. Man kann deshalb das

Beispiel für Aufbau und Beschriftung eines Schaltplans

Symbol für die Druckluftversorgung auch direkt an den Anschluss des jeweiligen Bauelementes zeichnen.

Wird die Druckluftversorgung am Wegeventil nicht wei- ter beschriftet, geht man davon aus, dass sie zur Haupt- versorgungsquelle gehört, hier am Beispiel von Ventil 1V5 dargestellt.

Am Steuerglied 1V4 darf die „Kugel“ rechts oder links ge- zeichnet werden, da ein Schaltzeichen nur als Symbol zu sehen ist und nichts über die eigentliche Bauart aussagt.

1A 1S1 1S2 AntriebsgliedAntriebsglied 1Z1 1Z2 ZusatzgliederZusatzglieder 1V6 2 VentileVentile ohneohne 1 1V7
1A
1S1
1S2
AntriebsgliedAntriebsglied
1Z1
1Z2
ZusatzgliederZusatzglieder
1V6
2
VentileVentile ohneohne
1
1V7
GruppenzuordnungGruppenzuordnung
3
1V5
4
2
14
12
StellgliedStellglied
5
3
1
1V3
1V4
2
2
1 1
1 1
SteuergliederSteuerglieder
1V1
1V2
2
2
2
2
SignalgliederSignalglieder
1S1
1S2
1
3 1
3
1
3
1
3
EnergieverteilungEnergieverteilung
0V1
2
VersorgungsgliederVersorgungsglieder
0Z1
1
3

215