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REC316*4 1MRB520044-Ude

Ausgabe Juli 2002

Numerisches Steuergerät

p
Bedienungsanleitung
ã 1996 ABB Schweiz AG
Baden

6. Auflage

Gilt für Softwareversion V6.3

Für dieses Dokument behalten wir uns alle Rechte auch für den Fall der
Patenterteilung und der Eintragung eines anderen gewerblichen Schutz-
rechtes vor. Missbräuchliche Verwendung, wie insbesondere Vervielfälti-
gung und Weitergabe an Dritte ist nicht gestattet.

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ren.

Die angegebenen Daten dienen allein der Produktbeschreibung und sind


nicht als zugesicherte Eigenschaften aufzufassen. Im Interesse der Kun-
den sind wir ständig bestrebt, unsere Erzeugnisse auf den neuesten Stand
der Technik zu bringen. Dabei können Abweichungen zwischen Produkt
und Produktbeschreibung bzw. der 'Bedienungsanleitung' entstehen.
Version 6.3

1. Einführung B

2. Hardware-Beschreibung C

3. Einstellung der Funktionen F

4. Funktionsbeschreibung und Anwendung D

5. Bedienung (MMK) E

6. Selbstüberwachung und Diagnose C

7. Aufstellung und Unterhalt C

8. Technische Daten A

9. Schnittstelle zum Interbaybus (IBB) E

10. Zusatzinformationen G

12. Anhang C
Anleitung zum Gebrauch und zur Handhabung der Bedienungsanleitung (BAL) REC 316*4 V6.3
Sie möchten das Gerät Was genau ? Gebrauchen sie folgende Griffe (G) / Abschnitte (A):
oder vom Gerät ...
* theoretisch  Kurzeinführung  G 1 (Einführung)
kennenlernen  Gesamtüberblick  G 1, A 2.1. bis A 7.1. (alle Zusammenfassungen)
 Technische Daten  G 8 (Datenblatt )
 Hardware  G 2 (Hardware-Beschreibung)
 Software  G 3 (Einstellung der Funktionen)
 G 4 (Funktionsbeschreibung und Anwendung)
 G 6 (Beschreibung Selbstdiagnose und Überwachung)
 G 10 (Softwareänderungen)

* aufstellen und  Eingangskontrolle  A 7.2.1.


anschliessen  Aufstellungsort  A 7.2.2.
 Anschluss Prozess  G 12 (Anschlussschema), A 7.2., A 7.3.2. bis A 7.3.5.
 Anschl. Leittechnik  G 9 (IBB)
 A 9.6. (IBB-Adressliste)

* einstellen und  Installation MMK  A 5.2.


konfigurieren  Start MMK  A 7.3.1., A 5.2.3.
 Konfigurieren  A 3.2. bis A 3.4., A 5.4., A 5.5., A 5.11.
 Funktionen einstellen  A 3.5. bis A 3.7., A 5.4., A 5.5., A 5.11.
 Ausstieg MMK  A 5.2.3.

* kontrollieren,  Anschlusskontrolle  A 7.2.3. bis A 7.2.7.


prüfen und  Funktionstest  A 5.9.
in Betrieb setzen  Inbetriebnahmeprüfungen  A 7.3.6.

* unterhalten  Fehlersuche  A 7.4.1., A 5.8.


 Software aufdatieren  A 7.5.
 Hardware erweitern  A 7.6.

* Daten darstellen  Zeitfolgemeldung  A 5.6.


und auslesen  Störschreibung  A 5.6., A 3.7.4.
 Messung  A 5.7.
 Front-Anzeigeeinheit  A 5.13.
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

März 01

1. EINFÜHRUNG

1.1. Einführung ............................................................................... 1-2

1.2. Anwendung.............................................................................. 1-3

1.3. Hauptmerkmale ....................................................................... 1-4

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. B

1. EINFÜHRUNG

1.1. Einführung
Das Steuergerät REC 316*4 gehört zur Generation der voll
numerischen Steuer- und Schutzeinrichtungen, d.h. die Analog-
Digital-Umwandlung der Eingangsmessgrössen erfolgt unmittel-
bar nach den Eingangswandlern und die Verarbeitung der
numerischen Signale wird ausschliesslich durch programm-
gesteuerte Mikroprozessoren vorgenommen.
Innerhalb von PYRAMID, dem vollständigen Schutz- und Steue-
rungskonzept, findet REC 316*4 seinen Platz als kompakte
Feldsteuereinheit mit integrierten Schutzfunktionen.
Kompaktes Design, nur wenige verschiedene Hardware-Einhei-
ten, modulare Software und ständige Selbstdiagnose und Über-
wachung sind Hauptmerkmale, mit denen das REC 316*4
sowohl betriebswirtschaftliche, als auch funktionelle Anforderun-
gen an derzeitige Steuereinrichtungen optimal erfüllt.
Die VERFÜGBARKEIT, gegeben durch das Verhältnis von mitt-
lerer fehlerfreier Betriebszeit und Gesamtlebensdauer, ist die
wohl wichtigste Anforderung, die an ein Steuergerät gestellt
wird. Dieser Quotient liegt im REC 316*4 dank Dauerüberwa-
chung nahe bei 1.
Die menügesteuerte MMK (Mensch-Maschine-Kommunikation)
und der kompakte Aufbau ermöglichen eine einfache Bedienung
und einen einfachen Anschluss des Steuergerätes. FLEXIBILI-
TÄT, d.h. Anpassung an konkrete Anwendungsfälle, an ein be-
reits vorhandenes oder zu ersetzendes Steuerungskonzept
(Retrofit), wird im REC 316*4 durch als Software vorhandene
Zusatzfunktionen und eine über die MMK ermöglichte Zuord-
nung der Ein- und Ausgangssignale gewährleistet.
Breite Erfahrungen im Bereich der Stationsleittechnik und des
Schutzes konnten im REC 316*4 konsequent implementiert
werden, um funktionellen Anforderungen wie ZUVERLÄSSIG-
KEIT und SICHERHEIT möglichst Rechnung zu tragen. Die
Verarbeitung numerischer Signale verleiht dem Steuergerät
gleichbleibende GENAUIGKEIT während seiner gesamten Lebens-
dauer.

In den folgenden Griffen wird die Bezeichnung "RE. 316*4"


verwendet, wenn die Angaben für die ganze Gerätefamilie
gültig sind.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

1.2. Anwendung
Das numerische Steuergerät REC 316*4 ist für die Datenerfas-
sung, Überwachung und Steuerung von Mittel- und Hochspan-
nungsschaltanlagen vorgesehen. Es wird feldbezogen einge-
setzt.
Die Feldsteuerung kann für SF6-gasisolierte- (GIS), Innenraum-
und Freiluftschaltanlagen in Einfach-, Doppel-, Mehrfach-Sammel-
schienenanordnungen ausgelegt werden.
REC 316*4 erfasst und verarbeitet die Stellungsmeldungen der
Schaltgeräte, die Messwerte und den Alarmzustand des Feldes.
Die benötigten Informationen werden der übergeordneten Sta-
tionsleitstelle an der Kommunikationsschnittstelle (IBB) zur
Verfügung gestellt.
REC 316*4 übernimmt Steuerbefehle von der übergeordneten
Stationsleitstelle oder von der Vorortmimik, verarbeitet sie in der
Feldsteuerlogik und führt die Befehlsausgabe aus.
Die im Steuergerät REC 316*4 implementierte Verriegelung ver-
hindert unerlaubte Schalthandlungen, die zur Beschädigung der
Schaltanlage oder zur Gefährdung von Personen führen könn-
ten.
REC 316*4 überprüft die Synchronbedingungen, bevor die Frei-
gabe des Einschaltbefehles für den Leistungsschalter erfolgt.
REC 316*4 eröffnet den intelligenten Lastabwurf dank integrier-
ter Frequenzschutzfunktion.
REC 316*4 kann mit Abgangsschutzfunktionen ergänzt werden.
REC 316*4 erfasst Strom und Spannung ab Primärwandler, be-
rechnet ergänzend Leistung, Blindleistung und Frequenz und
überträgt sie an die übergeordnete Stationsleitstelle.
REC 316*4 ist mit einer Kommunikationsschnittstelle (IBB) aus-
gerüstet, die den Datenaustausch über Lichtwellenleiter von und
zur Stationsleitstelle ermöglicht.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. B

1.3. Hauptmerkmale
Die Funktionsbibliothek des REC 316*4 Steuergerätes besitzt
die folgenden Steuer- und Schutzfunktionen, sowie Mess- und
Logikfunktionen:
Steuerfunktion: Sie wird projektspezifisch mit CAP 316 (Funk-
tionsplansprache FUPLA) erstellt.
· Erfassung und Plausibilitätsprüfung von Stellungsmeldungen
· Ansteuerung der Schaltgeräte
· Verriegelung
· Überwachte Befehlsausgabe
· Laufzeitüberwachung
· Alarmerfassung und Alarmverknüpfungen
· Einbindung der Vorortmimik.

Schutzfunktionen:
· Unabhängig verzögerter Überstromschutz
· Überstromschutz mit Scheitelwertverarbeitung
· Abhängig verzögerter Überstromschutz
· Unabhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz
· Abhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz
· Abhängig verzögerter Erdschluss-Überstromschutz
· Unabhängig verzögerter Überspannungsschutz
· Überspannungsschutz mit Scheitelwertverarbeitung
· Leistungsschutz
· Übertemperaturschutz
· Frequenzschutz
· Frequenzgradientenschutz
· Wiedereinschaltung
· Synchrocheckfunktion
· Schalterversagerschutz.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. B ABB Schweiz AG

Logikfunktionen:
· Logik
· Verzögerung
· Zähler
· Flattererkennung
· Entprellen.
Mess- und Überwachungsfunktionen:
· Messfunktion UIfPQ, 1-phasig
· Messmodul, U, I, f, P, Q, cos j, 3-phasig
· Plausibilität-Strom, 3-phasig
· Plausibilität-Spannung, 3-phasig.
Ein Ereignisspeicher ist integriert und der Störschreiberspeicher
ist immer vorhanden.
Die Zuordnung der Optokoppler-Eingänge, Leuchtdioden und
Relais-Ausgänge; die Parametereinstellung und die System-
Konfiguration sowie das Ablesen von Ereignissen und Betriebs-
grössen geschehen mit einer menügesteuerten MMK (Mensch-
Maschine-Kommunikation).
REC 316*4 verfügt über serielle Schnittstellen, für die MMK zur
Vorort-Kommunikation (Personal Computer) und Fern-Kom-
munikation (Stationsleittechnik).
REC 316*4 überwacht und diagnostiziert sich dauernd selbst.
Zur quantitativen Prüfung der Mess- und Schutzfunktionen
stehen geeignete Prüfeinrichtungen zur Verfügung (z.B. Prüf-
gerät XS92b).
REC 316*4 eignet sich für Aufbau Einbau- oder Rack-Montage.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

März 01

2. HARDWARE-BESCHREIBUNG

2.1. Zusammenfassung .................................................................. 2-2

2.2. Mechanischer Aufbau .............................................................. 2-4


2.2.1. Hardwarevarianten................................................................... 2-4
2.2.2. Konstruktion............................................................................. 2-4
2.2.3. Gehäuse und Montagearten .................................................... 2-4
2.2.4. Frontseite des Gerätes ............................................................ 2-4
2.2.5. PC-Anschluss .......................................................................... 2-5
2.2.6. Testmöglichkeiten.................................................................... 2-5

2.3. Speiseeinheit ........................................................................... 2-6

2.4. Wandlereinheit......................................................................... 2-6

2.5. Hauptrechnereinheit ................................................................ 2-7

2.6. Binäre Ein-/Ausgabeeinheit ..................................................... 2-8

2.7. Verbindungseinheit .................................................................. 2-8

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C

2. HARDWARE-BESCHREIBUNG

2.1. Zusammenfassung
Das Hardware-Konzept des numerischen Gerätes RE. 316*4 be-
steht aus 4 bis 8 Einschüben, einer Verbindungseinheit und dem
Gehäuse:
· Wandlereinheit Typ 316GW61
· A/D-Umsetzereinheit Typ 316EA62
oder Typ 316EA63
· Hauptrechnereinheit Typ 316VC61a
oder Typ 316VC61b
· 1 bis 4 binäre Ein-/Ausgabeeinheiten Typ 316DB61
oder Typ 316DB62
oder Typ 316DB63
· Speiseeinheit Typ 316NG65
· Verbindungseinheit Typ 316ML61a
oder Typ 316ML62a
· Gehäuse mit Klemmenanschlüssen für die analogen Signale
und Steckeranschlüsse für die binären Signale.

Die A/D-Umsetzereinheit Typ 316EA62 bzw. 316EA63 wird nur


bei Anwendungen mit dem Leitungs-Differentialschutz verwen-
det. Sie umfasst auch die optischen Modems zur Übertragung
der Werte zur Gegenstation.
Binäre Prozesssignale werden von den binären Ein-/Ausgabe-
einheiten erfasst und an den Hauptrechner weitergeleitet. Dieser
verknüpft diese Signale mit der projektspezifischen Steuer- und
Schutzfunktionen und steuert die Ausgangsrelais und LEDs
(Leuchtdioden).
In der Wandlereinheit werden die analogen Eingangsgrössen
durch gegeneinander abgeschirmte Wicklungen galvanisch von
der Anlage getrennt und auf ein für die Elektronik kompatibles
Niveau angepasst. Die Wandlereinheit kann mit maximal neun
Eingangswandlern bestückt werden.
Die Hauptrechnereinheit 316VC61a bzw. 316VC61b umfasst im
wesentlichen den Hauptrechner (Rechnerkern 80486), und die
Analog/Digital-Umsetzereinheit sowie die Kommunikations-
schnittstelle zur Leittechnik und 2 PCMCIA Steckplätze.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

Über die Kommunikationsschnittstelle zur Stationsleittechnik


können binäre Prozesssignale, von der Steuerlogik vorverar-
beitete Signale, Ereignisse, analoge Messwerte, Störschreiber-
speicher-Dateien und Einstellungen des Gerätes zur Stations-
leitstelle übertragen werden. Umgekehrt werden Befehle an die
Steuerlogik und der Befehl für die Parametersatzumschaltung
übergeben.
RE. 316*4 kann mit ein bis vier binären Ein-/Ausgabeeinheiten
ausgerüstet werden.
Auf den Einheiten 316DB61, 316DB62 befinden sich 2 Auslöse-
relais mit je 2 Kontakten und je nach Variante:
8 Optokopplereingänge und 6 Signalrelais
oder 4 Optokopplereingänge und 10 Signalrelais.
Auf der Ein-/Ausgabeeinheit 316DB63 befinden sich 14 Opto-
kopplereingänge und 8 Signalrelais.
Die 16 LEDs an der Frontseite werden von den 316DB6. in den
Steckplätzen 1 und 2 gesteuert.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C

2.2. Mechanischer Aufbau

2.2.1. Hardwarevarianten
Das Gerät RE. 316*4 kann hardwaremässig in verschiedenen
Varianten geliefert werden. Die zur Verfügung stehenden Mög-
lichkeiten sind aus dem Datenblatt "Angaben für die Bestellung"
ersichtlich.

2.2.2. Konstruktion
Die Bauhöhe des Gerätes beträgt 6 U (U = 44,45 mm), die
Breite 225 mm (Bestellcode N1) oder 271 mm (Bestellcode N2).
An der Rückseite werden die verschiedenen Einheiten in das
Gehäuse (s. Bild 12.3) eingeschoben und danach zusammen
mit der Abdeckplatte festgeschraubt.

2.2.3. Gehäuse und Montagearten


Die Gehäuseformgebung eignet sich für drei festgelegte Monta-
gearten.

Einbaumontage
Die Einbaumontage mit den 4 Befestigungselementen ist für den
Einbau in Schalttafeln vorgesehen. Die Ausschnittsgrösse mit
ihren Massen ist aus dem Datenblatt ersichtlich. Die Geräte-
anschlussklemmen befinden sich an der Rückseite.

Einbau in 19"-Etage
Für den Einbau in eine 19"-Etage ist ein Montageblech lieferbar,
das die nötigen Ausschnitte enthält (s. Datenblatt). Die Geräte-
anschlussklemmen befinden sich an der Rückseite.

Aufbaumontage
Für die Aufbaumontage ist ein schwenkbarer Aufbaurahmen
vorgesehen (s. Datenblatt). Die Geräteanschlussklemmen befin-
den sich an der Rückseite.

2.2.4. Frontseite des Gerätes


Die Frontseite mit Angaben zu den einzelnen Elementen ist aus
Bild 12.2 ersichtlich.
Hinter der Frontplatte befindet sich eine Rückstelltaste. Sie hat
drei Funktionen:
· ermöglicht das Rücksetzen der Auslöserelais, der Signal-
relais und der Signal-LEDs bei Selbsthaltung und das Lö-
schen der Distanzanzeige im Bedienprogramm.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

· ermöglicht das Rücksetzen von Fehlermeldungen in der Dia-


gnose, falls die Selbstüberwachung und Diagnose einen
Defekt detektiert (kurzes Drücken).
· ermöglicht ein Neustart (Warmstart) des Gerätes (minde-
stens zehn Sekunden drücken), falls die Selbstüberwachung
und Diagnose einen gravierenden Fehler detektiert haben.
Diese Bedienhandlungen können alle auch an der lokalen Be-
dieneinheit an der Front des Gerätes vorgenommen werden.
Sollte diese jedoch ausfallen, kann die Rückstelltaste durch das
Loch an der Front, z.B. mit einem Zahnstocher, betätigt werden.

2.2.5. PC-Anschluss
Für die Einstellungen, für das Ablesen von Ereignissen, von Be-
triebsgrössen und für Diagnosezwecke ist die serielle, optische
Schnittstelle (s. Bild 12.2) mit einem Personal Computer (PC) zu
verbinden.

2.2.6. Testmöglichkeiten
Das Gerät RE. 316*4 kann mit dem Prüfgerät des Typs XS92b
geprüft werden.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C

2.3. Speiseeinheit
Die Speiseeinheit 316NG65 erzeugt aus der Batteriespannung
alle intern benötigten Hilfsspannungen. Die vorhandenen Kon-
densatoren überbrücken kurze Einbrüche (max. 50 ms) der Ein-
gangsspannung. Die Speiseeinheiten sind gegen Verpolung
geschützt.
Im weiteren werden durch die Speiseeinheit alle für die anderen
Einheiten benötigten Kontrollsignale wie Einschaltrückstellung
(Reset) und Speisespannungsausfall generiert.
Die technischen Daten der Speiseeinheit sind aus dem Daten-
blatt ersichtlich.

2.4. Wandlereinheit
Die Wandlereinheit 316GW61 dient als Prozessankopplung für
die analogen Eingangsgrössen wie Ströme und Spannungen.
Auf der Wandlerplatte können bis zu neun Strom- oder Span-
nungswandler montiert werden. Die Stromwandler sind auf der
Wandlereinheit mit einem Shunt abgeschlossen.
Die Wandler stellen einerseits die notwendige galvanische Tren-
nung sicher und erzeugen (beim Stromwandler mit dem Shunt)
die für die Weiterverarbeitung durch die Analog/Digital-Wand-
lereinheit notwendigen Spannungen auf Elektronikniveau. Somit
stehen am Ausgang der Wandlereinheit sowohl für die Strom-,
als auch für die Spannungskanäle Spannungssignale zur Ver-
fügung.
Entsprechend der Gerätevariante ist die Wandlereinheit mit den
notwendigen Strom- und Spannungswandlern bestückt. Weitere
Angaben dazu sind aus dem Datenblatt ersichtlich.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C ABB Schweiz AG

2.5. Hauptrechnereinheit
Auf dem Hauptrechner werden die Steuer- und Schutzalgorith-
men gemäss den jeweiligen Einstellungen abgearbeitet. Die
Daten erhält der Hauptrechner von der Analog/Digital-Umsetzer-
einheit und von den Ein-/Ausgabeeinheiten. Ergebnisse der Al-
gorithmen werden direkt oder nach weiteren logischen Ver-
knüpfungen an die binären Ein-/Ausgabeeinheiten weitergeleitet.
In der Hauptrechnereinheit 316VC61a bzw. 316VC61b ist ein
Mikroprozessor mit einem 80486 Rechnerkern eingesetzt. Die
Abtastwerte der Analog/Digital-Umsetzereinheit werden von einem
Digital-Signalprozessor (DSP) vorverarbeitet. Die Kommunikati-
onsschnittstellen für den Bedien-PC und die Stationsleittechnik
(SPA, IEC60870-5-103) sind integriert. Ein PCMCIA-Interface
mit zwei Steckplätzen ermöglicht den Anschluss weiterer Bus-
systeme wie LON, MVB. Der Einsatz von Flash-EPROMs als
Programmspeicher erlaubt das Laden der Firmware von einem
PC über die Frontschnittstelle.
Der Hauptrechner führt im Hintergrund eine Selbstüberwachung
durch. Der Rechner selbst (beziehungsweise der korrekte Pro-
grammablauf) wird durch eine Watchdog-Schaltung überwacht.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. C

2.6. Binäre Ein-/Ausgabeeinheit


Mit den binären Ein-/Ausgabeeinheiten 316DB6. können über
Optokoppler binäre Signale vom Prozess eingelesen und über
Signal- beziehungsweise Auslöserelais Signale und Befehle an
den Prozess ausgegeben werden.
Sämtliche Ein- und Ausgabeeinheiten stellen die notwendige
galvanische Trennung der Signale zur Elektronik sicher.
Die Ein-/Ausgabeeinheiten in den Steckplätzen 1 und 2 steuern
über ein Register zusätzlich noch je 8 LEDs an der Front an.
Durch eine bis vier binäre Ein-/Ausgabeeinheiten können die für
die jeweilige Gerätevariante notwendige Anzahl der Ein- und
Ausgänge bestückt werden. Aus dem Datenblatt ist ersichtlich,
welche Einheiten für welche Varianten notwendig sind.
Die Optokopplereingänge können durch Widerstände auf Löt-
stützpunkten für verschiedene Eingangsspannungsbereiche kon-
figuriert werden. Die Eingänge werden normalerweise gemäss
der Bestellung direkt in der Fabrik entsprechend konfiguriert.
Die technischen Daten der Optokopplereingänge sowie der
Signal- und Auslöseausgänge sind aus dem Datenblatt ersicht-
lich.

2.7. Verbindungseinheit
Die einzelnen Einheiten werden durch die Verbindungseinheit
316ML62a (Gehäusebreite 271 mm) oder 316ML61a (Gehäuse-
breite 225 mm) elektrisch miteinander verbunden. Die Verbin-
dungseinheit ist im Gehäuse hinter der Front montiert. Sie ent-
hält die entsprechenden Stecker und Verbindungen für die ein-
zelnen Einheiten.
Die Verbindungseinheit enthält im weiteren die Verbindungen
zur lokalen Bedieneinheit, die Rückstelltaste sowie 16 LEDs für
Zustandsanzeigen.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

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3. EINSTELLUNG DER FUNKTIONEN

3.1. Allgemeines ............................................................................. 3-4


3.1.1. Bibliothek und Einstellungen.................................................... 3-4
3.1.2. Ablauf der Steuer- und Schutzfunktionen ................................ 3-5
3.1.2.1. Repetitionsrate......................................................................... 3-5
3.1.2.2. Rechenaufwand der Schutzfunktionen .................................... 3-6
3.1.2.3. Rechenaufwand der Steuerfunktion ........................................ 3-9

3.2. Ein- und Ausgänge der Steuer- und Schutzfunktionen.......... 3-10


3.2.1. Wandlereingänge .................................................................. 3-10
3.2.2. Binäre Eingänge .................................................................... 3-11
3.2.3. Meldeausgänge ..................................................................... 3-11
3.2.4. Auslösungen .......................................................................... 3-12
3.2.5. Messwerte ............................................................................. 3-12

3.3. Frequenzbereich .................................................................... 3-12

3.4. System Einstellparameter...................................................... 3-13


3.4.1. Hardwarekonfiguration........................................................... 3-13
3.4.2. Eingabe der Wandlerkanäle .................................................. 3-16
3.4.3. Eingabe der Kommentare für Binäreingänge und -ausgänge .... 3-17
3.4.4. Maskierung der Binäreingänge, Eingabe der Selbsthaltung
und Definition von Doppelmeldungen ....................................... 3-17
3.4.5. Bearbeiten der Systemfunktionen.......................................... 3-17
3.4.5.1. Ein- /Ausgänge ändern .......................................................... 3-18
3.4.5.2. Name des Systems ändern ................................................... 3-21
3.4.5.3. Passwort ändern.................................................................... 3-21

3.5. Schutzfunktionen ................................................................... 3-23


3.5.1. Unabhängig verzögerter Über- /
Unterstromschutz..............................................(Strom) ........ 3-23
3.5.2. Überstromschutz mit
Scheitelwertverarbeitung ................(Strom-Momentan) ........ 3-29
3.5.3. Abhängig verzögerter Überstromschutz ... (Strom-Invers) ........ 3-35
3.5.4. Unabhängig verzögerter
Überstrom-Richtungsschutz................(StromRichtung) ........ 3-41
3.5.5. Abhängig verzögerter
Überstrom-Richtungsschutz............. (StromInvRichtng) ........ 3-49
3.5.6. Abhängig verzögerter Erdschluss-
Überstromschutz.......................................... (I0-Invers) ........ 3-61

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.5.7. Unabhängig verzögerter Über-/


Unterspannungsschutz .............................. (Spannung) ........ 3-67
3.5.8. Überspannungsschutz mit
Scheitelwertverarbeitung ...................(Spg-Momentan) ........ 3-73
3.5.9. Leistungsschutz ............................................(Leistung) ........ 3-79
3.5.10. Übertemperaturschutz ...................... (Übertemperatur) ........ 3-93
3.5.11. Frequenzschutz .......................................... (Frequenz) ...... 3-101
3.5.12. Frequenzgradientenschutz ................................. (df/dt) ...... 3-107
3.5.13. Wiedereinschaltung ............................ (Wiedereinsch.) ...... 3-111
3.5.13.1. Allgemeines ......................................................................... 3-128
3.5.13.2. Verbindungen WE/Distanzschutz ........................................ 3-128
3.5.13.3. Verbindungen zwischen WE- und
einer Überstrom- bzw. Differentialschutz
funktion ................................................................................ 3-130
3.5.13.4. Redundante Schutzsysteme ................................................ 3-132
3.5.13.5. Master-Follower-Logik ......................................................... 3-134
3.5.13.6. Duplexlogik .......................................................................... 3-136
3.5.13.7. Zeitglieder ............................................................................ 3-138
3.5.13.8. Externe Binäreingänge ........................................................ 3-142
3.5.13.9. Kommando- und Meldeausgangssignale............................. 3-144
3.5.13.10. Zeitdiagramme..................................................................... 3-146
3.5.13.11. Kontrolle der spannungslosen
Pausenzeiten ....................................................................... 3-156
3.5.14. Synchrocheckfunktion......................... (SynchroCheck) ...... 3-159
3.5.14.1. Allgemeines ......................................................................... 3-168
3.5.14.2. Einstellwerte ........................................................................ 3-170
3.5.14.3. Binäreingänge der Funktion................................................. 3-177
3.5.15. Schalterversagerschutz .................... (SchalterVersag.) ...... 3-181

3.6. Logikfunktionen.................................................................... 3-197


3.6.1. Steuerfunktion.................................................(FUPLA) ...... 3-197
3.6.1.1. Dokumentation der Einstellparameter FUPLA ..................... 3-199
3.6.1.1.1. Generelles ........................................................................... 3-200
3.6.1.1.2. Zeitglieder ............................................................................ 3-201
3.6.1.1.3. Binäreingänge...................................................................... 3-201
3.6.1.1.4. Binärsignale ......................................................................... 3-201
3.6.1.1.5. Messwert-Eingänge ............................................................. 3-202
3.6.1.1.6. Messwert-Ausgänge ............................................................ 3-202
3.6.1.1.7. Signallaufplan der Messwert-Ein- und Ausgänge .................... 3-202
3.6.1.2. FUPLA laden ....................................................................... 3-203
3.6.2. Logik ..................................................................(Logik) ...... 3-205
3.6.3. Verzögerung / Integrator ........................ (Verzögerung) ...... 3-209
3.6.4. Entprellen................................................... (Entprellen) ...... 3-215
3.6.5. LDU-Ereignisse..................................(LDU Ereignisse) ...... 3-219
3.6.6. Zähler............................................................... (Zähler) ...... 3-223
3.6.7. Flattererkennung........................................ (Flattererk.) ...... 3-227

3-2
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.7. Messfunktionen.................................................................... 3-233


3.7.1. Messfunktion.....................................................(UIfPQ) ...... 3-233
3.7.2. Plausibilität-Strom 3-phasig ...................(Prüfung-I3ph) ...... 3-239
3.7.3. Plausibilität-Spannung 3-phasig .......... (Prüfung-U3ph) ...... 3-243
3.7.4. Störschreiber ........................................ (Störschreiber) ...... 3-247
3.7.5. Messmodul .............................................. (MessModul) ...... 3-261
3.7.5.1. Pulszählereingänge ............................................................. 3-267
3.7.5.2. Funktionsprinzip der Pulszähler........................................... 3-268
3.7.5.3. Wirkungsweise der Pulszähler............................................. 3-268
3.7.5.4. Behandlung von Intervallen ................................................. 3-269

3-3
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3. EINSTELLUNG DER FUNKTIONEN

3.1. Allgemeines

3.1.1. Bibliothek und Einstellungen


REC 316*4 bietet eine umfangreiche Bibliothek von Steuer- und
Schutzfunktionen für die Feldsteuerung und den Abgangs-
schutz.
Die Einstellungen erfolgen anwenderfreundlich mit Hilfe eines
Personal Computers. Dazu ist keine Programmierarbeit zu
leisten.
Der Umfang an aktiven Steuer- und Schutzfunktionen in einem
REC 316*4 wird begrenzt durch die verfügbare Rechenkapazität
der Hauptrechnereinheit.
Das Bedienprogramm überprüft, ob die zur Verfügung stehende
Rechenleistung ausreichend ist und gibt gegebenenfalls eine
Fehlermeldung.
Die maximal mögliche Anzahl Schutzfunktionen ist 48.
Die tatsächlich aktiven Funktionen werden durch die Ein-
stellungen und den Software-Schlüssel bestimmt. Durch dieses
Konzept wird es möglich, den vielfältigen Anforderungen an die
Steuer- und Schutzkonfiguration gerecht zu werden:
· Es sollen nur die tatsächlich gewünschten Funktionen akti-
viert werden. Jede Funktion entspricht einem Rechen-
aufwand, der sich auf die Auslösezeit auswirken kann.
· Viele Funktionstypen können mehrfach angewandt werden,
z.B.
· zur Realisierung mehrerer Stufen (mit gleichen oder unter-
schiedlichen Ansprechwerten und Zeitverzögerungen)
· zur Anwendung auf verschiedene Eingangskanäle.
Einige Funktionen können hingegen pro Parametersatz nur
einmal konfiguriert werden:
· Störschreiber
· Entprellen
· VDEW6.
· Die Funktionen, die im gleichen Parametersatz aktiv sind,
können logisch miteinander verknüpft werden, z.B. für
Blockierungen.

3-4
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.1.2. Ablauf der Steuer- und Schutzfunktionen

3.1.2.1. Repetitionsrate
Die Software des Steuer- und Schutzsystems steuert den Ablauf
der einzelnen Funktionen selbständig. Die Funktionen werden in
einzelne Teilprogramme zerlegt und vom Rechner zyklisch ab-
gearbeitet. Die Häufigkeit der Abarbeitung (Repetitionsrate) wird
dabei gemäss den technischen Anforderungen festgelegt.
Für viele Funktionen dient dafür die für die Auslösung wesentli-
che Verzögerungszeit: Je kürzer die geforderte Auslösezeit, um
so höher die Repetitionsrate. Die typischen Beziehungen zwi-
schen Verzögerungszeit und Repetitionsrate sind in Tabelle 3.1
beschrieben.
Repetitionsrate Erläuterung Verzögerungszeit

4 ³ 4 mal pro 20 ms 1) < 40 ms


2 ³ 2 mal pro 20 ms 40 ... 199 ms
1 ³ 1 mal pro 20 ms ³ 200 ms
1) Bei 50 Hz oder 60 Hz

Tabelle 3.1 Typische Repetitionsrate der Funktionen


Der Ablauf der Funktionen, die als Logik implementiert sind, z.B.
Steuerlogik, Wiedereinschaltung, sind unabhängig von den
Einstellparametern.
Die Erfassung der binären Eingangssignale sowie das Setzen
der Signal- und Auslöseausgänge erfolgt davon unabhängig mit
der Abtastrate der Analogeingänge.
Da die einzelnen Schutzfunktionen zwar genügend schnell, aber
doch zeitlich nacheinander ablaufen müssen, ergibt sich auch
für ihre Ausgangssignale, wie 'Anlauf' oder 'Auslösung', eine
gewisse zeitliche Streuung. Diese wird von der Repetitionsrate
bestimmt, mit der die Funktion abläuft. Typische Werte zeigt
Tabelle 3.2.
Repetitionsrate Streuung

4 -2...+5 ms
2 -2...+10 ms
1 -2...+20 ms

Tabelle 3.2 Zeitliche Streuung der Ausgangssignale von


Schutzfunktionen in Abhängigkeit von ihrer
Repetitionsrate

3-5
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.1.2.2. Rechenaufwand der Schutzfunktionen


Der Rechenaufwand einer Funktion wird durch folgende Ein-
flussgrössen bestimmt:
· Komplexität der eingesetzten Algorithmen. Diese Einfluss-
grösse ist spezifisch für die jeweilige Funktion.
· Repetitionsrate:
Je kürzer die Verzögerungszeit einer Schutzfunktion, umso
höher ist gemäss Tabelle 3.1 die Repetitionsrate der Funk-
tion. Der Rechenaufwand steigt annähernd proportional mit
der Repetitionsrate.
· Schon aktivierte Schutzfunktionen:
Das Schutzsystem ist in der Lage, bestimmte Zwischen-
ergebnisse (Messwerte) einer Schutzfunktion mehrfach zu
nutzen. Damit entsteht für weitere Stufen einer Schutz-
funktion mit denselben Eingängen wie die erste Stufe im
allgemeinen lediglich ein Rechenaufwand für den Vergleich
mit dem Ansprechwert, nicht jedoch für die Messwert-
aufbereitung.
Die Tabelle 3.3 zeigt den Rechenaufwand für die Schutzfunk-
tionen im REC 316*4. Die Angaben sind Richtwerte in Prozent
der Leistung einer fiktiven Hauptrechnereinheit.
Da sich bei einigen Funktionen der Rechenaufwand bei klein
eingestellten Zeitverzögerungen t gemäss Tabelle 3.1 erhöht,
muss teilweise ein Faktor 2 oder 4 berücksichtigt werden. Bei
den Angaben für Funktionen mit mehreren Stufen muss die
Stufe mit der kürzesten Zeitverzögerung als erste Stufe an-
genommen werden.
In einem REC 316*4 steht eine Rechenleistung von 250% zur
Verfügung, sofern die Rechnereinheit 316VC61a bzw.
316VC61b eingebaut ist. Dies trifft für alle Geräte mit der Front-
bedieneinheit zu. Bei älteren Geräten mit der Rechnereinheit
316VC61 steht nur eine Rechenleistung von 200% zur Verfü-
gung.
Die Rechnerbelastung kann im Untermenü 'Relaiseinstellungen
auflisten' unter 'Programme auflisten' gelesen werden. Die
Rechnerbelastung für die vier Parametersätze wird in Promille
angezeigt. Massgebend für die Rechnerbelastung ist der grösste
Wert in den vier Parametersätzen.

3-6
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Funktion 1. Stufe 2. oder höhere Stufen Faktor für (**)


1ph 3ph 1ph 3ph t < 40 ms t < 200 ms

Wiedereinsch. 1 dto.
SynchroCheck 16 dto. 2

Übertemperatur 12 15 dto.
Strom 2 3 1 4 2
mit Inrushblockierung 5 5 4 2
Strom-Momentan 3 4 2 4 2

Strom-Invers 4 7 3

StromRichtung 19 dto. 4 2

StromInvRichtng 21 dto.

I0-Invers 4 3

Spannung 2 3 1 4 2

Spg-Momentan 3 4 2 4 2

Leistung 5 14 3 8 2

Frequenz 15 - 3 2

df/dt 50 5

SchalterVersager 34 46 dto.

SS-Umschalt 30 dto.

UIfPQ 5 dto.
MessModul
Analogwerte 10 dto.
Zähler 8 dto.
Pruefung I3ph 5 dto.

Pruefung U3ph 5 dto.


Störschreiber
ohne Binäreingänge 20 (*)
mit Binäreingängen 40 (*)
FUPLA 1/ 2/ 4 (***) dto.

Logik 4 dto.

Verzögerung 8 dto.

Zähler 8 dto.

Flattererkennung 4 dto.

Entprellen 0.1 (*)

Analog RIO Trig 2 4 2

LDU Ereignisse 4 dto.

VDEW6 1 (*)

(*) nur einmal parametrierbar (**) immer 1 für Verzögerungszeiten ³ 200 ms

(***) je nach 'Wiederh.Rate' (tief / mittel / hoch)

Tabelle 3.3 Rechenaufwand der Schutzfunktionen


(Angaben in Prozent)

3-7
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Beispiel:
Tabelle 3.4 zeigt für eine einfache Konfiguration des Steuer- und
Schutzsystems mit 4 aktivierten Schutzfunktionen den Rechen-
aufwand gemäss Tabelle 3.3. Die Schutzfunktionen 1 und 2
benutzen dieselben analogen Eingänge; damit ist der Aufwand
für Funktion 2 auf den Wert für eine 2. Stufe reduziert.

Funktion Eingangs- Einstellungen Prozent


Nr. Typ Kanal Phasen Ansprechw. Zeit inkl. Faktor

1 Strom 1 (,2,3) 3ph 10,0 IN 30 ms 3% x 4 = 12%

2 Strom 1 (,2,3) 3ph 2,5 IN 100 ms 1% x 2 = 2%

3 Strom 4 1ph 3,5 IN 300 ms 2% x 1 = 2%

4 Spannung 7 1ph 2,0 UN 50 ms 2% x 2 = 4%

Gesamt 20%

Tabelle 3.4 Beispiel für die Berechnung des Rechenaufwands

3-8
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.1.2.3. Rechenaufwand der Steuerfunktion


Der Rechenaufwand der Steuerfunktion kann nicht direkt in Pro-
zenten der Gesamtrechenleistung angegeben werden. Neben
der Codegrösse bestimmt die Art der Steuerlogik den Rechen-
aufwand.
Die Belastung des Hauptrechners durch Schutz- und Steuer-
funktionen muss nach dem Laden im Menüpunkt 'Messwert-
verarbeitung', 'Wandlerkanäle anzeigen' überprüft werden.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREC316*4 - Steuerger„tÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmen---------------¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉWandlerkan„le anzeigenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°Û
Û³ ÚMesswº Kanal Nr. Amplitude Phase Frequenz º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Wandº 1 0.000 [ 1A] -.-- Grad -.--- Hz º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Betrº 2 0.000 [ 1A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Bin„º 3 0.000 [ 1A] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Meldº 4 0.000 [100V] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Meldº 5 0.000 [100V] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
ÛÀ-³ Auslº 6 0.000 [100V] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°³ FUPLº 7 0.000 [100V/√3] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°³ ZURº 8 0.000 [100V/√3] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°³ º 9 0.000 [100V/√3] -.-- Grad º°°°°°°°°°Û
Û°°À-----º º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°º º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°º º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°º Uhrzeit: 2001-04-17 14:04;16 ( 2400) º°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Die Zahl rechts unten im Fenster ( 2400) ist ein Mass für die
Rechnerbelastung. Mit allen Funktionen aktiv, d.h. keine Funk-
tion darf blockiert sein, darf 20'000 nicht überschritten werden.
Die Zahl ist im normalen Betriebszustand des Gerätes, das
heisst nicht während einer Auslösung, abzulesen.
Die Zykluszeit des High-priority tasks ist auf 20 ms (Default) zu
stellen (s. Abschnitt 3.6.1.1. Dokumentation der Einstellparameter
FUPLA).
Damit ist die korrekte Abarbeitung der Schutz- und Steuer-
funktionen garantiert.

3-9
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.2. Ein- und Ausgänge der Steuer- und Schutzfunktionen

3.2.1. Wandlereingänge
(s.a. Abschnitt 5.5.4.1.)

Das System kann 3 Typen von Eingangswandlern enthalten, die


wiederum für verschiedene Nennwerte verfügbar sind:
· Schutz-Stromwandler
· Mess-Stromwandler (Ringkernwandler)
· Spannungswandler.
Die Anzahl und Konfiguration dieser Wandler ergibt sich ent-
weder aus dem Wandler-Konfigurations-Code K.. oder aus der
freien Eingabe der Wandlertypen bei K=0.
Die von den Eingangswandlern gelieferten Ströme und Span-
nungen werden auf dem Analogteil der Hauptrechnereinheit
digitalisiert, bevor die Werte von den Schutzfunktionen weiter
verarbeitet werden.
Jeder Kanal ist entweder als 1phasig oder 3phasig deklariert:
· Ströme:
· 3phasig, Schutz-Stromwandler
· 1phasig, Schutz-Stromwandler
· 1phasig, Mess-Stromwandler (Ringkernwandler)

· Spannungen:
· 3phasig, Schaltung in Stern
· 1phasig.

Eine Schutzfunktion kann nur 3phasig verwendet werden, wenn


eine entsprechende 3phasige Gruppe von Wandlereingangs-
kanälen vorhanden ist.
Alle Einstellungen der Schutzfunktionen beruhen grundsätzlich
auf den Eingangswerten des REC 316*4 (Sekundärwerte). Eine
feine Anpassung der Nennwerte an die primären Grössen ist
jedoch möglich durch die Einstellung von Referenzwerten der
analogen Eingänge.

3-10
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.2.2. Binäre Eingänge


(s.a. Abschnitt 5.5.4.4.)

Das REC 316*4 kennt folgende binäre Grössen:


· FALSE =^ logisch "0" (fester Wert)
· TRUE =^ logisch "1" (fester Wert)
· Binärwerte der binären Eingabe (316DB6.)
· Binärwerte der Steuer- und Schutzfunktionen. Sie sind durch
Angabe der Funktionsnummer und des entsprechenden
Meldeausganges definiert.
· Binärwerte von der übergeordneten Stationsleitebene
· Binärwerte von dezentralen Eingabeeinheiten (500RIO11)
· Binärwerte von Interlocking-Daten.
Alle diese binären Grössen können als binäre Eingänge der
Steuer- und Schutzfunktionen parametriert werden.
Alle eingestellten Binäradressen können direkt oder invertiert
verwendet werden.

3.2.3. Meldeausgänge
(s.a. Abschnitt 5.5.4.2.)

Die Meldeausgänge der Steuer- und Schutzfunktionen bieten


folgende Möglichkeiten:
· Ausgabe auf Meldeleuchtdiode
· Ausgabe auf Melderelais
· Aufzeichnung als Ereignis
· Ausgabe auf Auslöserelais
· Ausgabe an die Kommunikationsschnittstelle
· Ausgabe auf dezentrale Ausgabeeinheiten (500RIO11)
· Ausgabe auf Interlocking-Daten.
Für die Ausgabe auf Melderelais und -leuchtdiode gilt:
· Jedes Melderelais und jede Leuchtdiode kann nur von einer
Meldung benutzt werden.
· Jedes Melderelais und jede Leuchtdiode kann individuell auf
Selbsthaltung parametriert werden.
Von jeder Meldung können maximal 2 Ausgänge angesteuert
werden, z.B.:
· 2 Melderelais
· 1 Melderelais und 1 Leuchtdiode
· 1 Melderelais und 1 Auslöserelais.
Je eine Ausgabe an die Kommunikationsschnittstelle, auf de-
zentrale Ausgabeeinheiten und auf Interlocking-Daten, sowie die
Ereignisaufzeichnung sind zusätzlich wählbar.

3-11
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Wichtige Meldungen sind doppelt ausgeführt z.B. ‘GeneralAUS'


und ‘GeneralAUS2’.

3.2.4. Auslösungen
(s.a. Abschnitt 5.5.4.3.)

Alle Schutzfunktionen können ihre Auslösebefehle direkt auf die


Auslöserelais leiten. Dies geschieht in Form einer Auslöse-
matrix, die auf jeden Auslösekanal zugreifen kann. Jeder Aus-
lösekanal kann von beliebig vielen Schutzfunktionen über die
Auslösematrix aktiviert werden.
Auslöserelais besitzen nur die binären Ein- / Ausgabeeinheiten
316DB61 und 316DB62. Auf jedem Einschub stehen zwei Aus-
löserelais mit je zwei Kontakten zur Verfügung.

3.2.5. Messwerte
(s.a. Abschnitt 5.7.)

Die analogen Messwerte der Schutzfunktionen im REC 316*4


werden nicht nur intern verarbeitet, sondern sind auch nach
aussen sichtbar durch:
· Messwertanzeige:
Über die Kommunikationsschnittstelle können die Messwerte
aller Schutzfunktionen der übergeordneten Stationsleitstelle
zur Verfügung gestellt werden.
Mittels der Bedieneinheit (Personal Computer) oder an der
Frontbedieneinheit können die Messwerte aller Schutz-
funktionen Vorort angezeigt werden.
Die Messung bezieht sich auf die sekundären Grössen am
Eingang des REC 316*4.
· Ereignisspeicherung:
Der Messwert einer Schutzfunktion im Moment ihrer Aus-
lösung wird als Ereignis abgespeichert.

3.3. Frequenzbereich
Die Schutzfunktionen sind für die Nennfrequenzen fN = 50 Hz
oder 60 Hz ausgelegt; der Wert ist einstellbar. Die im System
verwendeten Schutzalgorithmen arbeiten bei Nennfrequenz fN
optimal. Bei Abweichungen von der Nennfrequenz ergeben sich
zusätzliche Fehler.

3-12
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.4. System Einstellparameter

3.4.1. Hardwarekonfiguration
Parameter-Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

Nennfrequenz Hz 50 50 60 10
A/D auf VC61 (Auswahl)
AD Konfig K 00 00 99 1
Einschub 1 Unbenutzt (Auswahl)
Einschub 2 Unbenutzt (Auswahl)
Einschub 3 Unbenutzt (Auswahl)
Einschub 4 Unbenutzt (Auswahl)
SWVers SX... X (Auswahl)
SWVers S.XXX 100 1 999 1

Erläuterung der Parameter:


Nennfrequenz
Bestimmt die Nennfrequenz:
· 50 Hz oder 60 Hz.

A/D
Bezeichnet den Typ der Analog/Digital-Umsetzereinheit
Beim Leitungsdifferentialschutz muss je nach der
eingesetzten Analog/Digital-Umsetzereinheit „EA62…“ bzw.
„EA63…“ gewählt werden:
· auf VC61: A/D-Wandlung auf 316VC61a bzw.
316VC61b
· EA6. MasterK: Kurze Datenübertragungsdistanz
· EA6. SklaveK: Kurze Datenübertragungsdistanz
· EA6. MasterL: Lange Datenübertragungsdistanz
· EA6. SklaveL: Lange Datenübertragungsdistanz
· EA6. MstFoxK: Kurze Datenübertr. mit FOX
· EA6. MstFoxL: Lange Datenübertr. mit FOX
· EA6. SlvFoxK: Kurze Datenübertr. mit FOX
· EA6. SlvFoxL: Lange Datenübertr. mit FOX.
Die Einstellung der Datenübertragungsdistanz richtet sich
nach der Dämpfung des Lichtwellenleiters (LWL) der Über-
tragungsstrecke zwischen den beiden Geräten.
Bei der Zwischenschaltung von FOX-Übertragungsgeräten ist
die Datenübertragungsstrecke zwischen RE.316*4 und FOX
massgebend.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Die eingestellte Datenübertragungsdistanz beeinflusst die


Sendeleistung der Sendediode. Sie ist so zu wählen, dass
die Empfängerdiode auf der Gegenseite nicht übersteuert
wird.
Für eine korrekte Einstellung, müssen bei der Inbetriebset-
zung die optischen Pegel nachgemessen werden. Die Sen-
deleistung muss in den, in der nachfolgenden Tabelle ange-
gebenen Bereichen liegen (MM = Multimode-LWL 50/125mm,
SM = Singlemode-LWL 9/125mm):
Einstellung
LWL Typ EA6…..K EA6…..L
MM -26 … -20 dBm -16 … -13 dBm
SM -32 … -22 dBm -20 … -17 dBm

Die Einstellung ist so zu wählen, dass mit der erwarteten


Dämpfung der Übertragungsstrecke die optische Empfangs-
leistung auf der Gegenseite im Bereich -34dBm ... -22dBm
liegt. Die Einhaltung dieses Bereiches für die Empfangs-
leistung ist ebenfalls durch eine Messung zu überprüfen.

Hinweise:
· Beim Messen der Ausgangsleistung ist darauf zu
achten, dass für die Messung der selbe LWL Typ
verwendet wird, welcher auch in der Übertragungs-
strecke zur Anwendung kommt.
· Es muss immer ein Gerät als Master (bzw. ‘MstFox’)
und die Gegenstation als Sklave (bzw. ‘SlvFox’)
konfiguriert werden.
· Es muss immer an beiden Enden die gleiche Daten-
übertragungsdistanz, also entweder 'EA6..…K' oder
'EA6..…L', eingestellt werden.
· Wenn eine Analog/Digital-Umsetzereinheit des Typs
316EA62 oder 316EA63 vorhanden ist, so muss der
Parameter ‘A/D’ auf ‘EA6.....’ eingestellt werden, auch
wenn die LWL-Verbindung noch nicht in Betrieb ist.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AD Konfig K
Bezeichnet die Variante der Wandlereinheit:
· 0...47: K0: Wandler frei wählbar
K41 ...K47: Wandlereinheiten gemäss Datenblatt.
Die Einstellung dieses Parameters muss vor der Kon-
figuration der Schutzfunktionen erfolgen, und kann nach-
träglich nicht mehr geändert werden. Diese Einstellung
muss mit dem Typ der Wandlereinheit im Gerät überein-
stimmen. Eine Überprüfung der Hardware findet nicht statt.
Eine Zusammenstellung der Codes der Wandlereinheiten
findet man im Datenblatt (s. Griff 8).
Einschub1
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 1.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.

Einschub2
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 2.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.

Einschub3
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 3.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.

Einschub4
Bestimmt den Typ der Ein- / Ausgabekarte in Platz 4.
· Unbenutzt, 316DB61, 316DB62 oder 316DB63.

SWVers SX...
Bezeichnet den ersten Teil (Buchstabe) des Software Codes.
SWVers S.XXX
Bezeichnet den zweiten Teil (Ziffer) des Software Codes.
Eine Zusammenstellung der Schutzfunktionen nach Software
Codes findet man im Datenblatt (s. Griff 8).

3-15
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.4.2. Eingabe der Wandlerkanäle


(s.a. Abschnitt 5.5.5.)

Typ ändern
Wenn in der Hardware-Konfiguration K=00 gesetzt ist, können
die Wandlerkanäle in beliebiger Reihenfolge eingegeben wer-
den. Voraussetzung ist, dass ein entsprechendes Wandlermodul
vorhanden ist.

Nennwert
Die Nennwerte der Strom- und Spannungswandler im Wandler-
modul werden eingegeben (1 A, 2 A, 5 A, 100 V, 200 V).
3phasige Wandlerkanäle übernehmen den Wert der Phase R.

Primär/Sekundär-Verhältnis
Diese Werte haben nur eine Bedeutung in Zusammenhang mit
dem IEC60870-5-103-Protokoll. 3phasige Wandlerkanäle über-
nehmen den Wert der Phase R.

Referenzwert ändern
Die Referenzwerte der Wandlerkanäle ermöglichen die Anpas-
sung der Gerätenennwerte an Objektnennwerte. Sie können in
einem Bereich von 0.5 bis 2 eingestellt werden. 3phasige
Wandlerkanäle übernehmen den Wert der Phase R.
Beispiel: Nennspannung = 110 V.
110 V
Spannungskanal-Referenzwert = = 1100
,
100 V
Auswirkungen der veränderten Referenzwerte:
Die Einstellwerte bei den Schutzfunktionen (Parameter mit der
Einheit 'IN' oder 'UN') werden automatisch den neuen Refe-
renzwerten angepasst. Eine Ausnahme bilden die Impedanz-
werte der Distanzfunktion. Hier verändert nur die Anpassung der
Nennströme den Ansprechwert der Impedanzen. Aus diesem
Grunde sollten die Referenzwerte der Stromkanäle nicht ver-
ändert werden.

Kommentar ändern
Ein Anwender-Kommentar kann für jeden einzelnen Kanal ein-
gegeben werden. Dieser wird zusammen mit dem Kanaltyp
angezeigt, wenn der Wandlereingangsparameter einer Schutz-
funktion angewählt ist.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.4.3. Eingabe der Kommentare für Binäreingänge und -ausgänge


(s.a. Abschnitt 5.5.5.)

Ein Anwender-Kommentar kann für jeden einzelnen Binärein-


gang, Melde- und Auslöseausgang eingegeben werden. Dies
geschieht mit den Untermenüs BINÄRKANÄLE ÄNDERN,
AUSLÖSEKANÄLE ÄNDERN und MELDEKANÄLE ÄNDERN.

3.4.4. Maskierung der Binäreingänge, Eingabe der Selbsthaltung


und Definition von Doppelmeldungen
(s.a. Abschnitt 5.5.5.)

Die Binärkanäle können im Untermenü BINÄRKANÄLE ÄNDERN


maskiert werden, sodass sie nicht mehr in der Ereignisliste
erscheinen.
Jede LED, jedes Melde- und Auslöserelais kann in den Unter-
menüs MELDEKANÄLE ÄNDERN bzw. AUSLÖSEKANÄLE
ÄNDERN separat in Selbsthaltung versetzt werden.
Die Selbsthaltung der LEDs ist jedoch nur aktiv, wenn auch der
Parameter 'LEDSigModus' für Selbsthaltung parametriert ist.
Es gilt zu beachten, dass die grüne LED1 (Bereitschaftsmeldung
des Gerätes) keiner Selbsthaltung unterliegt.
Jeweils zwei aufeinanderfolgende Binärkanäle können im Unter-
menü BINÄRKANÄLE ÄNDERN zu einer Doppelmeldung zusam-
mengefasst werden. Bis zu 30 solcher Doppelmeldungen können
definiert werden. Für jede Doppelmeldung kann wahlweise eine
Laufzeitüberwachung aktivtert werden.

3.4.5. Bearbeiten der Systemfunktionen


(s.a. Abschnitt 5.5.6.)

Die Systemfunktionen umfassen Einstellungen, die für alle


Schutz- und Steuerfunktionen im Gerät gemeinsam gelten:
· Ein- und Ausgänge des Systems
· Name des Systems
· Passwort.

3-17
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.4.5.1. Ein- /Ausgänge ändern


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

LEDSigModus Summ. alles (Auswahl)


ParamBestät. ein (Auswahl)
SynchDurchPC ein (Auswahl)
RelaisBereit Meldung
GeneralAUS Meldung ER
GeneralAUS2 Meldung
GeneralAnl. Meldung ER
GeneralAnl2 Meldung
InjTstAusg. Meldung
Test aktiv Meldung
MMK aktiv Meldung ER
InjTstFreig. Binärwert F
ExtRueckstell Binärwert F
FreigTest Binärwert T
Fern-Einst. Binärwert F
ParSatz2 Binärwert F
ParSatz3 Binärwert F
ParSatz4 Binärwert F
ParSatz1 Meldung ER
ParSatz2 Meldung ER
ParSatz3 Meldung ER
ParSatz4 Meldung ER
Modemfehler Meldung ER
Quitt.Taste Meldung ER
MVB_PB_Warn Meldung ER
MVB_PB_Alarm Meldung ER
PB_BA1Bereit Meldung ER
PB_BA2Bereit Meldung ER
PB_BA3Bereit Meldung ER
PB_BA4Bereit Meldung ER
PB LA Fehler Meldung ER
PB LB Fehler Meldung ER

3-18
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Erläuterung der Parameter:


LEDSigModus
Wählt den Anzeigemodus der Melde-LED Signalisierung:
· SummAlles
Die Meldungen werden nicht resetiert, sondern akku-
muliert. Es muss darauf geachtet werden, dass Mel-
dungen von verschiedenen Ereignissen überlagert
werden können.
· LöschBeiAnl
Reset mit 'GeneralAnl.'
Die Melde-LEDs werden resetiert, wenn der Anlauf an-
spricht. Alle nachfolgenden Meldungen werden angezeigt
und entsprechend gehalten, d.h. dass die Meldungen
immer mit dem letzten Fehler übereinstimmen.
· LöschBeiAUS
Reset mit 'GeneralAnl.'
Bei jedem Ansprechen des Anlaufs werden die letzten
Meldungen resetiert. Neue Meldungen werden nur ange-
zeigt und gehalten, wenn eine Auslösung stattfindet.
· KeinSlbsthlt
Keine Selbsthaltung der LED Meldungen.
In allen 3 Selbsthaltungs-Modi können die LEDs resetiert
werden, indem der 'Latch-Reset' im 'RESET-Menü' der
lokalen Bedieneinheit aktiviert wird, oder der Binäreingang
'ExtReset' kurz angesteuert wird.
Die Selbsthaltung ist nur für diejenigen LEDs wirksam, die
gemäss Abschnitt 3.4.4. für Selbsthaltung konfiguriert sind.
ParamBestät.
Schaltet die Parameterbestätigung ein/aus.
Mit der Taste <®> kann bestätigt werden, mit <ESC>
korrigiert.
SyncDurchPC
Schaltet die Synchronisierung der REC316*4-Uhr durch den
PC, beim Start der MMK, ein/aus.
RelaisBereit
Meldung für 'Gerät betriebsbereit'.
GeneralAUS, GeneralAUS2 (s.a. Abschnitt 5.5.4.3.)
Meldungen für 'Allgemeine Auslösung'.
Die Meldungen sind eine ODER-Verknüpfung aller
Auslösesignale, die der Auslösematrix zugeordnet sind.

3-19
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

GeneralAnl., GeneralAnl2 (s.a. Abschnitt 5.5.4.2.)


Meldungen für 'Allgemeinen Anlauf'.
Die Meldungen sind eine ODER-Verknüpfung aller Anlauf-
signale, die für Ereignisverarbeitung parametriert sind.
InjTstAusg.
Diese Meldung hat im REC 316*4 keine Bedeutung.
Test aktiv (s.a. Abschnitt 5.9.)
Meldet, dass sich das Gerät im Testmodus befindet.
Die Meldung wird gesetzt, solange in der MMK das Menü
‘Test-Funktionen‘ geöffnet ist.
MMK aktiv
Meldet, dass der Bedien-PC angeschlossen und aktiv ist.
InjTstFreig
Eingang für die Umschaltung in den Prüfmodus. Er wird
normalerweise zusammen mit dem Prüfgehäuse Typ XX93
oder 316 TSS 01 gebraucht und ist normalerweise dem Bi-
näreingang OC 101 zugeteilt. Wird das Prüfsteckergehäuse
Typ XX93 verwendet, so muss dieser Eingang invertiert
werden.
F: - im Betriebszustand
T: - im Prüfzustand
xx: - alle binären Eingänge.
Achtung:
· Die Bereitschaftsmeldung des Gerätes (grüne LED 1) wird
von einem aktiven Eingang nicht beeinflusst.
· Die Baudrate der MMK-Schnittstelle wird bei aktiviertem
Eingang auf 9600bps umgeschaltet.
ExtRückstell
Eingang für die externe Rückstellung der Selbsthaltung der
Leuchtdioden und Relais
F: - keine externe Rückstellung
xx: - alle binären Eingänge.
FreigTest
Eingang für die Freigabe der MMK gesteuerten Test-
Funktionen:
F: - Test-Funktionen blockiert
T: - Test-Funktionen freigegeben
xx: - alle binären Eingänge.

3-20
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Fern-Einst. (s.a. Abschnitt 5.11.1.)


Eingang für die Umschaltung der Parametersätze.
F: - Umschaltung der Parametersätze nur über die
binären Eingänge "ParSatz 2...4"
T: - Umschaltung der Parametersätze nur über die
Stationsleittechnik
xx: - alle binären Eingänge.
ParSatz2...ParSatz4 (s.a. Abschnitt 5.11.1.)
Eingänge für die Umschaltung der Parametersätze.
ParSatz1...ParSatz4 (s.a. Abschnitt 5.11.1.)
Meldung des jeweils aktiven Parametersatzes.
Modemfehler
Meldet Fehler in der optischen Datenübertragung zwischen
zwei Leitungsdifferentialrelais.
Bei einem Fehler wird diese Meldung unverzögert ausge-
geben. (s.a. Abschnitt 3.8. Fernübertragung bei REL 316*4).
In der Diagnose wird dieser Fehler 80 ms verzögert
gemeldet, d.h. erst in den Fällen, wenn die Verbindung zur
Gegenstation dauernd gestört ist.
Quitt.Taste
Meldet das Betätigen der Rückstelltaste an der Front des
Gerätes.
MVB_PB_Warn, MVB_PB_Alarm, PB_BA1Bereit…PB_BA4Bereit,
PB LA Fehler, PB LB Fehler
Diese Meldungen treten nur bei Verwendung des MVB-
Prozessbuses auf (s.a. Bedienungsanleitung des dezentralen
Ein- / Ausgabesystems RIO580, 1MRB520192-Ude).

3.4.5.2. Name des Systems ändern


Es kann ein Name eingegeben werden, der in der MMK-Kopf-
zeile erscheint.

3.4.5.3. Passwort ändern


Ein neues Passwort kann das alte Passwort ersetzen.

3-21
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3-22
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5. Schutzfunktionen

3.5.1. Unabhängig verzögerter Über- /Unterstromschutz (Strom)

A. Anwendung
Standard-Stromfunktion (Maximal- und Minimalfunktion) an-
wendbar zum
· Kurzschlussschutz
· Reserveschutz
oder zur Überwachung des minimalen Stromes.

B. Merkmale
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösst- oder Kleinstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Detektion von Einschaltströmen (Inrush).

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude.

3-23
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Strom


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
Verzögerung s 01.00 0.02 60.00 0.01
I-Wert IN 02.00 0.02 20.00 0.01
MaxMin MAX (1ph) (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
I-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· > 1,6 IN (bei Messung ab Messstromwandler)
· < 0,2 IN (bei Messung ab Schutzstromwandler).
MaxMin
definiert ob Maximal- oder Minimalfunktion oder mit Blockie-
rung bei Inrush. Einstellmöglichkeiten:
· MIN (3ph): Minimal-Funktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MIN (1ph): Minimal-Funktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.

3-24
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· MAX (3ph): Maximal-Funktion.


Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MAX (1ph): Maximal-Funktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
· MAX-Inrush: Maximum 1phasig überschritten,
mit Blockierung bei Inrush.

Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Stromeingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-25
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert I-Wert
Verzögerung Verzögerung
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Phasenzahl Phasenzahl

Ansprechwert I-Wert
Der Einstellwert 'I-Wert' muss einerseits so gewählt werden,
dass bei Betrieb weder eine Fehlauslösung noch ein Fehlalarm
verursacht wird; anderseits muss der Einstellwert 'I-Wert' kleiner
sein als der kleinste Kurzschlussstrom. Der nötige Abstand zwi-
schen dem höchsten Betriebs-Kurzzeitstrom und dem An-
sprechwert enthält Zuschläge für:
· Ungenauigkeit der Relais-Ansprechwerte
· Rückfallverhältnis.
Der höchste Betriebs-Kurzzeitstrom ist nach den Netzverhältnis-
sen zu bestimmen. Dabei müssen Schaltvorgänge und Last-
stösse berücksichtigt werden.

I-Wert

IN

Verzögerung

HEST 905 010 C

Bild 3.5.1.1 Auslösekennlinie des unabhängig verzögerten


Überstromschutzes

3-26
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Wenn der Wandlernennstrom IN1 vom Nennstrom IGN des ge-


schützten Objektes abweicht, dann ist eine Anpassung empfeh-
lenswert. Sie erfolgt mit Hilfe des Referenzwertes des A/D-Ka-
nals oder durch Korrektur des Einstellwertes.
Z.B. bei IGN = 800 A und IN1 = 1000 A wäre bei einem ge-
wünschten Ansprechstrom 1,5 IGN = 1200 A die nötige Einstel-
lung
IGN 800 A
1 .5 = 1 .5 = 1. 2
IN1 1000 A

Stromkanal
Bei Strom-Einstellwerten unter 0,2 IN muss unbedingt ein Mess-
stromwandler eingesetzt werden.

Verzögerung
Die Verzögerung ermöglicht die Selektivität des Überstrom-
schutzes. Diese Verzögerung wird gewählt nach der Staffelung
der Verzögerung von anderen Überstromrelais des elektrischen
Systems. Die von unserem Überstromschutz geschützte Zone
reicht bis zum nächsten Überstromschutz.
Falls der nächste Überstromschutz bei einer Störung versagt,
übernimmt der erste Überstromschutz seine Aufgabe und arbei-
tet in seiner Zone als Reserveschutz.

Einstellung MaxMin
Diese Funktion ermöglicht, folgende Varianten zu wählen:
· MIN (3ph): Ansprechen, nachdem auch der grösste
Phasenwert den Einstellwert unterschritten
hat. Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MIN (1ph): Ansprechen, nachdem der kleinste
Phasenwert den Einstellwert unterschrit-
ten hat.
· MAX (3ph): Ansprechen, nachdem auch der kleinste
Phasenwert den Einstellwert überschritten
hat. Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MAX (1ph): Ansprechen, nachdem der grösste
Phasenwert den Einstellwert überschritten
hat.
· MAX-Inrush: Ansprechen, nachdem der grösste Phasen-
wert den Einstellwert überschritten hat, mit
Blockierung bei Einschaltströmen (Inrush).

3-27
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Wirkungsweise der Inrushblockierung (Einstellung des Pa-


rameters MaxMin auf 'MAX-Inrush')
Die Inrushdetektion/-blockierung wird ausgeführt, wenn die
nennfrequente Stromamplitude den in der Stromfunktion einge-
stellten Ansprechwert überschreitet.
Die Inrushdetektion basiert auf der Auswertung des Anteils der
2. Harmonischen I2h im Strom und Vergleich mit dem nennfre-
quenten Anteil I1h (Auswertung der Amplituden).
Überschreitet das Verhältnis I2h/I1h den Wert von 10%, so wird
der Ausgang der Funktion blockiert. Diese Blockierung wird auf-
gehoben, sobald der Wert von 8% unterschritten wird.
Der Schwellwert für I2h/I1h ist nicht einstellbar.
Die Funktion kann mit Inrushblockierung 1- oder 3phasig arbei-
ten (Parameter Phasenzahl).
Bei 3phasiger Funktion wird immer der Phasenstrom mit der
grössten nennfrequenten Amplitude ausgewertet (Ansprechen
und Inrushdetektion).

3-28
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.2. Überstromschutz mit Scheitelwertverarbeitung


(Strom-Momentan)

A. Anwendung
· Momentanstromfunktion (Maximal- und Minimalfunktion)
· Frequenzunabhängige Stromfunktion (Maximal- und Minimal-
funktion).

B. Merkmale
· Auswertung von Augenblickswerten. Dadurch sehr schnell
und weitgehend frequenzunabhängig
· Speicherung des grössten Augenblickswerts nach Anlauf
· Keine Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Keine Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Untere Grenzfrequenz fmin einstellbar.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude (nur bei Auslösung nutzbar).

3-29
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Strom-Momentan


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 00.01 0.00 60.00 0.01
I-Wert IN 04.00 0.1 20 0.1
f-min Hz 40 2 50 1
MaxMin MAX (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Stromkanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
I-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· > 1,6 IN (bei Messung ab Messstromwandler)
· < 0,2 IN (bei Messung ab Schutzstromwandler).

f-min
definiert die minimale Frequenz, bei der zu messen ist.
Nicht erlaubte Einstellung:
< 40 Hz (bei Messung ab Messstromwandler).

3-30
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MAX: Maximalfunktion.
· MIN: Minimalfunktion.

Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Stromeingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-31
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Überstrom I-Wert
Verzögerung Verzögerung
Minimale Frequenz f-min
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Dieser Überstromschutz ist ein schneller Schutz mit grossem
Frequenzbereich. Er ist vorgesehen für 2 unterschiedliche An-
wendungsfälle.
Der Schutz mit Scheitelwerterfassung wird benötigt für Objekte
bei welchen die Gefahr des Überstromes durch die Gleich-
stromkomponente und durch die Oberwellen nicht vernach-
lässigt werden darf, was besonders ausgeprägt ist bei Strom-
richtern mit Halbleitern.
Dank der sehr kleinen Frequenzabhängigkeit hat der Schutz mit
Scheitelwerterfassung einen sehr breiten Frequenzbereich ab
4 bis 120% der Nennfrequenz. Deshalb ist er auch geeignet zum
Schutz von Maschinen mit Synchronanlauf (z.B. Gasturbinen-
generatoren mit statischer Anfahreinrichtung während des An-
fahrens).
Das Relais überwacht, ob der Scheitelwert des Einstellwertes
durch irgendeinen Momentanwert des Messstromes überschrit-
ten wird. Z.B. beim Einstellwert 10 IN spricht das Relais an,
wenn ein Messstrom den Wert 10 2 IN = 14,14 IN erreicht
(s. Bild 3.5.2.1). Das kann passieren z.B. bei einem Kurzschluss-
strom mit Scheitelwert 6 x 1,8 2 IN = 15,27 IN infolge der
Gleichstromkomponente.
Bei jeder Anwendung muss auch die minimale Frequenz einge-
geben werden, von der die Rückfallzeit bestimmt wird. Eine klei-
ne minimale Frequenz bedeutet eine lange Rückfallzeit. Da von
einem guten Schutz schnelle Reaktionen erwartet werden, darf
die Rückfallzeit nicht zu lang sein; d.h. die minimale Frequenz
soll nur so tief wie nötig gewählt werden.

3-32
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

i 15
IN 14,14

10
Einstellstrom
10 I N

0 t

Ansprechsignale

0 t

HEST 905 028 C

Bild 3.5.2.1 Überwachung der Momentanwerte

Richtwerte:
a) Kurzschlussschutz mit Scheitelwertverarbeitung
I-Wert Anlagebedingt
Verzögerung 0,01 s
f-min 40 Hz

b) Anlauf- und Kurzschlussschutz einer Maschine mit Synchron-


anlauf
I-Wert 1,5 IN
Verzögerung 5s
f-min 2 Hz

3-33
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3-34
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.3. Abhängig verzögerter Überstromschutz (Strom-Invers)

A. Anwendung
Überstromfunktion mit stromabhängiger Verzögerung.

B. Merkmale
· Auslösekennlinie (s. Bild 3.5.3.1) nach British Standard
B.S. 142 mit
c = 0.02 : normal inverse
c=1 : very inverse und long time earth fault
c=2 : extremely inverse.
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Erweiterter Einstellbereich gegenüber British Standard
B.S. 142.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude.

3-35
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Strom-Invers


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
c-Wert 1.00 (Auswahl)
k1-Wert s 013.5 0.01 200.0 0.01
I-Start IB 1.10 1.00 4.00 0.01
t-min s 00.00 0.0 10.0 0.1
Phasenzahl 1 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
IB-Wert IN 1.00 0.04 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
c-Wert
Konstante (Exponent) der Auslösecharakteristik nach BS 142
bzw. Wahl der RXIDG-Charakteristik.
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
I-Start
Ansprechwert (Anlauf der Auslösecharakteristik).
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.
Phasenzahl
definiert die Anzahl der überwachten Phasen.

3-36
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Stromkanal
definiert den Wandlereingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen ge-
genüber dem Nennstrom IN.
Blockierung
Bezeichnet den Eingang für das externe Blockieren der
Funktion.
F: - nicht benutzt
T: - Funktion immer blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von
Schutzfunktionen).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-37
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Freigabestrom der Relaisfunktion I-Start
Wahl der Relaischarakteristik c-Wert
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Der abhängig verzögerte Überstromschutz schützt Transforma-
toren sowie Leitungen und Verbraucher des Eigenbedarfsnetzes
vor Störungen, die einen Überstrom verursachen, wie Kurz-
schlüsse und Erdschlüsse. Der Schutz reagiert praktisch nur auf
die Grundwelle.

Bezugsstrom "IB-Wert"
Bei den abhängigen Überstromrelais gibt es keinen Einstellwert
des Ansprechstromes wie bei den unabhängigen Relais. Statt
dessen kann die Lage der Relaischarakteristik so gewählt wer-
den, dass sie über dem Betriebsstrom liegt. Zu diesem Zweck
wird ein Relaisbezugsstrom IB eingeführt, der dem Betriebs-
strom des geschützten Objektes IB1 entspricht. Der Bezugsstrom
IB bestimmt die Lage der Relaischarakteristik. Durch seine
Überschreitung um einen bestimmten Betrag (durch "I-Start")
wird die Relaisfunktion freigegeben. Die Einstellung des Be-
zugsstromes IB nach dem Betriebsstrom IB1 des Schutzobjek-
tes, statt nach dessen Nennstrom, ermöglicht bei
IB1 < Schutzobjekt-Nennstrom : Schutz mit erhöhter Emp-
findlichkeit
IB1 > Schutzobjekt-Nennstrom : Ausnützen thermischer
Reserven im Schutzobjekt.

Beispiel:
Betriebsstrom des geschützten Objektes IB1 = 800 A
Stromwandler-Nennströme IN1 = 1000 A
IN2 = 5A
Relais-Nennstrom IN = 5A
Relais-Bezugsstrom
I 5A
IB = IB1 N2 = 800 A =4A
IN1 1000 A

Einstellwert
IB 4 A
= = 0,8
IN 5 A

3-38
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Es ist auch möglich, die Lage der Relaischarakteristik der Nenn-


belastungskapazität des geschützten Objektes anzupassen und
als Basis dessen Nennstrom statt Betriebsstrom zu wählen.

Freigabe der Relaisfunktion "I-Start"


Die stromabhängige Funktion des Relais wird freigegeben, wenn
der Strom "I-Start" erreicht und überschritten wurde. Die übliche
Einstellung von "I-Start" ist 1,1 IB.

Wahl der Relaischarakteristik "c-Wert"


Die Konstante c definiert die Form der stromabhängigen
Charakteristik.
Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie
folgt eingestellt:
"normal inverse" : c = 0.02
"very inverse" und "longtime earthfault" : c = 1.00
"extremely inverse" : c = 2.00

Bild 3.5.3.1 Auslösekennlinie: Strom-Invers

Der Parameter "c-Wert" hat zusätzlich die Einstellmöglichkeit


"RXIDG". Damit wird eine Inverscharakteristik entsprechend
dem Inversrelais des Typs RXIDG gewählt:
t [s] = 5.8 - 1.35 ln (I / IB)
Der Parameter "k1-Wert" hat in diesem Fall keine Bedeutung.

3-39
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Multiplikationsfaktor "k1-Wert"
Der Faktor k1 ist ein Multiplikationsfaktor. Dieser Faktor ermög-
licht, die stromabhängigen Relais einer Relaiskette zu staffeln.
Z.B. bei der Charakteristik "very inverse" ist die Konstante c = 1
und der Faktor k1 gleich oder kleiner als 13,5. Die Auslösezeit t
ist durch die Gleichung
k1
t=
I
-1
IB
definiert. Wenn die Relais z.B. bei 6fachem Bezugsstrom IB in
Stufen von 0,5 s gestaffelt werden sollen, dann bedeutet es, den
Faktor k1 nach der Formel
k1 = 5 t
zu berechnen. Wir bekommen für Zeiten zwischen 0,5 und 2,5 s
folgende Einstellwerte k1:

t [s] k1 [s]
0,5 2,5
1 5
1,5 7,5
2 10
2,5 12,5

Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie


folgt eingestellt:
"normal inverse" : k1 = 0.14 s
"very inverse" : k1 = 13,5 s
"extremely inverse" : k1 = 80 s
"long time earth fault" : k1 = 120 s.

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
I-Start 1.1 IB
c-Wert anlagenbedingt
k1-Wert ist zu berechnen
t-min 0.00

3-40
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.4. Unabhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz


(StromRichtung)

A. Anwendung
Gerichtete Überstromfunktion, anwendbar für
· Kurzschlussschutz in Ringnetzen
· Kurzschlussschutz bei Doppelleitungen mit einseitiger
Einspeisung
· Reserveschutz für den Distanzschutz.

B. Merkmale
· Dreiphasiger Kurzschlussschutz mit Richtungserkennung
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Spannungsgedächtnis für nahe Kurzschlüsse.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung
· Empfang

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Anlauf R
· Anlauf S
· Anlauf T
· Messung vorwärts
· Messung rückwärts
· Auslösung

IV. Messwerte
· Stromamplitude
Amplitudenwerte der drei Phasenströme (IR, IS, IT)
· Wirkleistung
Positiver Wert bedeutet Vorwärtsrichtung
(IR * UST, IS * UTR, IT * URS)
· Spannungsamplitude
Amplitudenwerte der Phase-Phase-Spannungen
(UST, UTR, URS).

3-41
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - StromRichtung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS B00000000
Stromkanal Wandlereing 0
Spgs.kanal Wandlereing 0
I-Wert IN 2.00 0.20 20.00 0.01
Winkel Grad 45 -180 +180 15
Verzögerung s 1.00 0.02 60.00 0.01
tWarte s 0.20 0.02 20.00 0.01
RichtErinne Auslösen (Auswahl)
ErinnDauer s 2.00 0.20 60.00 0.01
Empfang Binärwert T
Ext Block Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung
Anlauf R Meldung ER
Anlauf S Meldung ER
Anlauf T Meldung ER
Mess Vorw Meldung
Mess Rück Meldung

Erläuterung der Parameter:


Parametersatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11).
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Strommessung.
Einstellbar sind nur dreiphasige Stromwandler, dabei muss
der erste Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe ange-
geben werden.
Spgs.kanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Spannungs-
messung. Einstellbar sind nur dreiphasige Spannungs-
wandler, dabei muss der erste Kanal (Phase R) der ge-
wählten Dreiergruppe angegeben werden.

3-42
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

I-Wert
Ansprechwert für Auslösung.
Winkel
Charakteristischer Winkel.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösung.
tWarte
Wartezeit für Richtungsvergleich mit Blockiersignal.
RichtErinne
Wählt die Art des Verhaltens nach Ablauf des Spannungs-
gedächtnisses, wenn keine Spannung mehr vorhanden ist:
· Auslösen
· Blockieren.
ErinnDauer
Zeit während der die zuletzt gemessene Richtung als gültige
Richtung beibehalten wird.
Empfang
Eingang für den Signalempfang von der Gegenstation:
T: nicht verwendet
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Blockierung
F: nicht blockiert
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.
Anlauf R
Meldung des Anlaufs in Phase R.
Anlauf S
Meldung des Anlaufs in Phase S.
Anlauf T
Meldung des Anlaufs in Phase T.
Mess Vorw
Meldung einer Messung in Vorwärtsrichtung.
Mess Rück
Meldung einer Messung in Rückwärtsrichtung.

3-43
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert I-Wert
Charakteristischer Winkel Winkel
Verzögerung Verzögerung
Wartezeit auf Empfangssignal tWarte
Verhalten nach Ablauf des
Spannungsgedächtnisses RichtErinne
Dauer des Spannungsgedächtnisses ErinnDauer

Ansprechwert I-Wert
Der Einstellwert „I-Wert“ muss einerseits so gewählt werden,
dass bei Betrieb weder eine Fehlauslösung noch ein Fehlalarm
verursacht wird; anderseits muss der Einstellwert „I-Wert“ kleiner
sein als der kleinste Kurzschlussstrom. Der nötige Abstand zwi-
schen dem höchsten Betriebs-Kurzzeitstrom und dem Ansprech-
wert enthält Zuschläge für:
· Ungenauigkeit der Relais-Ansprechwerte
· Rückfallverhältnis.
Der höchste Betriebs-Kurzzeitstrom ist nach den Netzverhältnis-
sen zu bestimmen. Dabei müssen Schaltvorgänge und Last-
stösse berücksichtigt werden.

I-Wert

IN

Verzögerung

HEST 905 010 C

Bild 3.5.4.1 Auslösekennlinie des unabhängig verzögerten


Überstromschutzes

3-44
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Wenn der Wandlerstrom IN1 vom Nennstrom IGN des geschütz-


ten Objektes abweicht, dann ist eine Anpassung empfehlens-
wert. Sie erfolgt mit Hilfe des Referenzwertes des A/D-Kanals
oder durch Korrektur des Einstellwertes.
Z.B. bei IGN = 800 A und IN1 = 1000 A wäre bei einem ge-
wünschten Ansprechstrom 1,5 IGN = 1200 A die nötige Ein-
stellung
IGN 800A
1, 5 = 1, 5 = 1, 2
IN1 1000 A

Charakteristischer Winkel
Durch die Bestimmung der Stromrichtung wird gegenüber der
normalen Überstromschutz-Funktion eine zusätzliche Selektivität
der Auslösung erreicht. Die Richtungsgrenze beträgt ± 180 Grad
bezogen auf die Polarisationsspannung. Das folgende Bild zeigt
die Verhältnisse. Die Winkelangaben gelten bei Anschluss ge-
mäss dem Anschlussschema im Griff 12.

t
ei
IR
c hk
i
j L dl
w in
pf
UR m
IR .E
UTR URS ax
m

UT US
Sperren a = 45°
cos (j’ - a ) = neg. j’

U ST U ST

Auslösen
cos (j’ - a ) = pos.

a) b)
L
HEST 005 001 C

j’ = Winkel zwischen Spannung und Strom


(positiver Winkel)
a = Charakteristischer Winkel
L = Grenzlinie zwischen dem Bereich in dem eine Auslösung erfolgt,
und dem Bereich in dem die Funktion nicht auslöst.

a) Definition von Strom b) Ansprechcharakteristik


und Spannung

Bild 3.5.4.2 Zeigerdiagramme für den Fall eines Kurzschlusses


vorwärts in Phase R

3-45
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Es ist zu beachten, dass die Funktion die Richtung des Stromes


aus Vergleich des Stromwertes mit einer gegenüberliegenden
Spannung bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Strom
mit welcher Spannung verglichen wird.
Stromeingang Phase-Erde-Spannungen Berechnete Spannungen

IR US, UT UST = US - UT
IS UT, UR UTR = UT - UR
IT UR, US URS = UR - US

Je nach Wahl des Spannungswandlers erfolgt eine automatische


Anpassung bei der Spannungsmessung: Bei Sternschaltung
(Wandlertypen UTS) berechnet die Funktion die verketten Span-
nungswerte, bei Dreieckschaltung (Wandlertypen UTD) werden
direkt die Eingangswerte benutzt.

Verzögerung
Die Verzögerung ermöglicht die Selektivität des Überstrom-
schutzes. Diese Verzögerung wird gewählt nach der Staffelung
der Verzögerung von anderen Schutzfunktionen bzw. von ande-
ren Überstromrelais des elektrischen Systems. Die von unserem
Überstromschutz geschützte Zone reicht bis zum nächsten
Überstromschutz.
Falls der nächste Überstromschutz bei einer Störung versagt,
übernimmt der erste Überstromschutz seine Aufgabe und arbei-
tet in seiner Zone als Reserveschutz.

3-46
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

I
R Anlauf R
I>
Mess Vorw

U Mess Vorw R
ST j &
³1 & t AUS
³1
Mess Rück R
j &
Empfang
td
I
S Anlauf S
I>

Mess Vorw S
U
TR j &

Mess Rück S Mess Rück


j & ³1

I
T Anlauf T
I>

Mess Vorw T
U
RS j & Anlauf
³1
Mess Rück T
j &

Bild 3.5.4.3 Blockschema


td = „Verzögerung“
t = „tWarte“
Wartezeit auf Empfangssignal
Wenn eine Leitung auf beiden Seiten mit einer gerichteten Über-
stromfunktion geschützt wird, kann das Signal „Messung Rück-
wärts“ der einen Seite mit dem Eingang „Empfang“ auf der andern
Seite verbunden werden (z.B. mit Hilfe eines HF-Übertragungs-
kanales). Stellt ein Gerät nun einen Überstrom in Rückwärts-
richtung fest, dann blockiert das Empfangssignal auf der anderen
Seite die Auslösung. Bei einem Überstrom in Vorwärtsrichtung
hingegen, erfolgt eine Auslösung bereits nach der kurzen Zeit
„tWarte“.
Die eingestellte Verzögerungszeit „Verzögerung“ wirkt in diesem
Fall als signalunabhängige Reserveschutzfunktion. Dies bedeu-
tet, dass bei Verwendung des Eingangs „Empfang“ der Einstell-
wert für „Verzögerung“ grösser sein muss als der Einstellwert
für„t-Warte“:
„Verzögerung“ > „tWarte“.

3-47
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Verhalten nach Ablauf des Spannungsgedächtnisses


Bei nahen Kurzschlüssen kann die Spannung sehr schnell auf
Werte nahe bei Null fallen, so dass eine Richtungsbestimmung
nicht mehr zuverlässig erfolgen kann. In diesen Fällen hilft das
eingebaute Spannungsgedächtnis. Während den ersten 200 Milli-
sekunden nach dem Eintreten des Überstromes wird der Strom
mit einem Spannungswert verglichen, der unmittelbar vor dem
Eintreten des Überstromes gemessen wurde, um die Richtung
zu bestimmen.
Nach Ablauf dieser Zeit wird noch während einer wählbaren Zeit
(siehe nächster Abschnitt) die zuletzt gemessene Richtung als
die gültige Richtung beibehalten.
Ist die definierte Zeit abgelaufen oder für den Fall, in dem auf
einen Kurzschluss geschaltet wird (das Spannungsgedächtnis
konnte gar keine Spannung speichern), dann kann mit Hilfe des
Einstellwertes „RichtErinn“ gewählt werden, wie die Schutz-
funktion sich verhalten soll. Es stehen zwei Einstellmöglichkeiten
zur Verfügung: Die Schutzfunktion soll in diesem Fall auslösen
oder sie soll blockieren.

Dauer des Spannungsgedächtnisses


Mit Hilfe des Einstellwertes „ErinnDauer“ kann die Länge des
Spannungsgedächtnisses gewählt werden. Beim Einsatz als
Reserveschutz für den Distanzschutz in Hochspannungsnetzen
sollte immer die kleinst mögliche Zeit (200 ms) gewählt werden,
da nur in dieser Zeit eine Richtungsumkehr noch festgestellt
werden kann, da mit einer tatsächlich gespeicherten Spannung
gerechnet wird. Bei längeren Einstellwerten wird nicht mehr mit
einer gespeicherten Spannung verglichen, sondern die zuletzt
gemessene Richtung wird als weiterhin gültige Richtung be-
trachtet.

3-48
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.5. Abhängig verzögerter Überstrom-Richtungsschutz


(StromInvRichtng)

A. Anwendung
Gerichtete Überstromfunktion mit stromabhängiger Verzögerung,
anwendbar für
· Kurzschlussschutz in Ringnetzen
· Kurzschlussschutz bei Doppelleitungen mit einseitiger
Einspeisung
· Reserveschutz für den Distanzschutz.

B. Merkmale
· Dreiphasiger Kurzschlussschutz mit Richtungserkennung
· Auslösekennlinie (s. Bild 3.5.5.1) nach British Standard
B.S.142 mit
c = 0.02: normal inverse
c = 1: very inverse und long time earth fault
c = 2: extremely inverse.
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Spannungsgedächtnis für nahe Kurzschlüsse.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung
· Empfang

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Anlauf R
· Anlauf S
· Anlauf T
· Messung Vorwärts
· Messung Rückwärts
· Auslösung

3-49
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

IV. Messwerte
· Stromamplitude
Amplitudenwerte der drei Phasenströme (IR, IS, IT)
· Wirkleistung
Positiver Wert bedeutet Vorwärtsrichtung
(IR * UST, IS * UTR, IT * URS)
· Spannungsamplitude
Amplitudenwerte der Phase-Phase-Spannungen
(UST, UTR, URS).

3-50
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

D. Dokumentation der Einstellparameter - StromInvRichtng


Parameter – Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS B00000000
Stromkanal Wandlereing 0
Spgs.kanal Wandlereing 0
I-Start IB 1.10 1.00 4.00 0.01
Winkel Grad 45 -180 +180 15
c-Wert 1.00 (Auswahl)
k1-Wert s 13.5 0.01 200.00 0.01
t-min s 0.00 0.00 10.00 0.01
IB-Wert IN 1.00 0.04 2.50 0.01
tWarte s 0.20 0.02 20.00 0.01
RichtErinne Auslösen (Auswahl)
ErinnDauer s 2.00 0.20 60.00 0.01
Empfang Binärwert T
Ext Block Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung
Anlauf R Meldung ER
Anlauf S Meldung ER
Anlauf T Meldung ER
Mess Vorw Meldung
Mess Rück Meldung

Erläuterung der Parameter:


Parametersatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11).
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Strommessung.
Einstellbar sind nur dreiphasige Stromwandler, dabei muss
der erste Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe
angegeben werden.

3-51
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Spgs.kanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Spannungs-
messung. Einstellbar sind nur dreiphasige Spannungs-
wandler, dabei muss der erste Kanal (Phase R) der ge-
wählten Dreiergruppe angegeben werden.
I-Start
Ansprechwert (Anlauf der Auslösecharakteristik).
Winkel
Charakteristischer Winkel.
c-Wert
Konstante (Exponent) der Auslösecharakteristik nach BS 142.
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen ge-
genüber dem Nennstrom IN.
tWarte
Wartezeit für Richtungsvergleich auf das Signal Empfang.
RichtErinne
Wählt die Art des Verhaltens nach Ablauf des Spannungs-
gedächtnisses, wenn keine Spannung mehr vorhanden ist:
· Auslösen
· Blockieren.
ErinnDauer
Zeit während der die zuletzt gemessene Richtung als gültige
Richtung beibehalten wird.
Empfang
Eingang für den Signalempfang von der Gegenstation:
T: nicht verwendet
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Blockierung
F: nicht blockiert
xx: alle binäre Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

3-52
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Anlauf
Meldung des Anlaufs.
Anlauf R
Meldung des Anlaufs in Phase R.
Anlauf S
Meldung des Anlaufs in Phase S.
Anlauf T
Meldung des Anlaufs in Phase T.
Mess Vorw
Meldung einer Messung in Vorwärtsrichtung.
Mess Rück
Meldung einer Messung in Rückwärtsrichtung.

3-53
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Bezugsstrom IB-Wert
Freigabestrom der Relaisfunktion I-Start
Wahl der Relaischarakteristik c-Wert
Multiplikationsfaktor k1-Wert
Charakteristischer Winkel Winkel
Wartezeit auf Empfangssignal tWarte
Verhalten nach Ablauf des
Spannungsgedächtnisses RichtErinne
Dauer des Spannungsgedächtnisses ErinnDauer

Bezugsstrom "IB-Wert"
Bei den abhängigen Überstromrelais gibt es keinen Einstellwert
des Ansprechstromes wie bei den unabhängigen Relais. Statt
dessen kann die Lage der Relaischarakteristik so gewählt wer-
den, dass sie über dem Betriebsstrom liegt. Zu diesem Zweck
wird ein Relaisbezugsstrom IB eingeführt, der dem Betriebs-
strom des geschützten Objektes IB1 entspricht. Der Bezugsstrom
IB bestimmt die Lage der Relaischarakteristik. Durch seine
Überschreitung um einen bestimmten Betrag (durch "I-Start")
wird die Relaisfunktion freigegeben. Die Einstellung des Be-
zugsstromes IB nach dem Betriebsstrom IB1 des Schutzobjektes,
statt nach dessen Nennstrom, ermöglicht bei
IB1 < Schutzobjekt-Nennstrom : Schutz mit erhöhter
Empfindlichkeit
IB1 > Schutzobjekt-Nennstrom : Ausnützen thermischer
Reserven im Schutzobjekt.

Beispiel:
Betriebsstrom des geschützten Objektes IB1 = 800 A
Stromwandler-Nennströme IN1 = 1000 A
IN2 = 5A
Relais-Nennstrom IN = 5A
Relais-Bezugsstrom
IN2 5A
IB = IB1 = 800A = 4A
IN1 1000A

Einstellwert
IB 4 A
= = 0, 8
IN 5 A

3-54
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Es ist auch möglich, die Lage der Relaischarakteristik der Nenn-


belastungskapazität des geschützten Objektes anzupassen und
als Basis dessen Nennstrom statt Betriebsstrom zu wählen.

Freigabe der Relaisfunktion "I-Start"


Die stromabhängige Funktion des Relais wird freigegeben, wenn
der Strom "I-Start" erreicht und überschritten wurde. Die übliche
Einstellung von "I-Start" ist 1,1 IB.

Wahl der Relaischarakteristik "c-Wert"


Die Konstante c definiert die Form der stromabhängigen Cha-
rakteristik.
Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie
folgt eingestellt:
"normal inverse" : c = 0.02
"very inverse" und "longtime earthfault" : c = 1.00
"extremely inverse" : c = 2.00

Bild 3.5.5.1 Auslösekennlinie: StromInvRichtng

3-55
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Multiplikationsfaktor "k1-Wert"
Der Faktor k1 ist ein Multiplikationsfaktor. Dieser Faktor ermög-
licht, die stromabhängigen Relais einer Relaiskette zu staffeln.
Z.B. bei der Charakteristik "very inverse" ist die Konstante c = 1
und der Faktor k1 gleich oder kleiner als 13,5. Die Auslösezeit t
ist durch die Gleichung
k1
t=
I
-1
IB
definiert. Wenn die Relais z.B. bei 6fachem Bezugsstrom IB in
Stufen von 0,5 s gestaffelt werden sollen, dann bedeutet es, den
Faktor k1 nach der Formel
k1 = 5 t
zu berechnen. Wir bekommen für Zeiten zwischen 0,5 und 2,5 s
folgende Einstellwerte k1:

t [s] k1 [s]
0,5 2,5
1 5
1,5 7,5
2 10
2,5 12,5

Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie


folgt eingestellt:
"normal inverse" : k1 = 0.14 s
"very inverse" : k1 = 13,5 s
"extremely inverse" : k1 = 80 s
"long time earth fault" : k1 = 120 s.

3-56
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Charakteristischer Winkel
Durch die Bestimmung der Stromrichtung wird gegenüber der
normalen Funktion für den Überstromschutz eine zusätzliche
Selektivität der Auslösung erreicht. Die Richtungsgrenze beträgt
± 180 Grad bezogen auf die Polarisationsspannung. Das folgende
Bild zeigt die Verhältnisse. Die Winkelangaben gelten bei An-
schluss gemäss dem Anschlussschema im Griff 12.

it
IR hke
ic
j L dl
w in
pf
UR m
IR .E
UTR URS ax
m

UT US
Sperren a = 45°
cos (j’ - a ) = neg. j’

U ST U ST

Auslösen
cos (j’ - a ) = pos.

a) b)
L
HEST 005 001 C

j’ = Winkel zwischen Spannung und Strom


(positiver Winkel)
a = Charakteristischer Winkel
L = Grenzlinie zwischen dem Bereich in dem eine Auslösung erfolgt,
und dem Bereich in dem die Funktion nicht auslöst.

a) Definition von Strom b) Ansprechcharakteristik


und Spannung

Bild 3.5.5.2 Zeigerdiagramme für den Fall eines Kurzschlusses


vorwärts in Phase R

Es ist zu beachten, dass die Funktion die Richtung des Stromes


aus Vergleich des Stromwertes mit einer gegenüberliegenden
Spannung bestimmt. Die folgende Tabelle zeigt, welcher Strom
mit welcher Spannung verglichen wird.
Stromeingang Phase-Erde-Spannungen Berechnete Spannungen

IR US, UT UST = US - UT
IS UT, UR UTR = UT - UR
IT UR, US URS = UR - US

3-57
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Je nach Wahl des Spannungswandlers erfolgt eine automatische


Anpassung bei der Spannungsmessung. Bei Sternschaltung
(Wandlertypen UTS) berechnet die Funktion die verketten Span-
nungswerte, bei Dreieckschaltung (Wandlertypen UTD) werden
direkt die Eingangswerte benutzt.

Wartezeit auf Empfangssignal


I
R Anlauf R
I>
Mess Vorw

U Mess Vorw R
ST j &
³1 & t AUS
³1
Mess Rück R
j &
Empfang
td
I
S Anlauf S
I>

Mess Vorw S
U
TR j &

Mess Rück S Mess Rück


j & ³1

I
T Anlauf T
I>

Mess Vorw T
U
RS j & Anlauf
³1
Mess Rück T
j &

Bild 3.5.5.3 Blockschema


td = Stromabhängige Verzögerung
t = „tWarte“
Wenn eine Leitung auf beiden Seiten mit einer gerichteten Über-
stromfunktion geschützt wird, kann das Signal „Messung Rück-
wärts“ der einen Seite mit dem Eingang „Empfang“ auf der andern
Seite verbunden werden (z.B. mit Hilfe eines HF-Übertragungs-
kanales). Stellt ein Gerät nun einen Überstrom in Rückwärts-
richtung fest, dann blockiert das Empfangssignal auf der anderen
Seite die Auslösung. Bei einem Überstrom in Vorwärtsrichtung
hingegen, erfolgt eine Auslösung bereits nach der kurzen Zeit
„tWarte“.
Die eingestellte stromabhängige Verzögerungszeit wirkt in diesem
Fall als signalunabhängige Reserveschutzfunktion. Dies bedeutet,

3-58
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

dass bei Verwendung des Eingangs „Empfang“ der Einstellwert


für „t-min“ grösser sein muss als der Einstellwert für„t-Warte“:
„t-min“ > „tWarte“

Verhalten nach Ablauf des Spannungsgedächtnisses


Bei nahen Kurzschlüssen kann die Spannung sehr schnell auf
Werte nahe bei Null fallen, so dass eine Richtungsbestimmung
nicht mehr zuverlässig erfolgen kann. In diesen Fällen hilft das
eingebaute Spannungsgedächtnis. Während den ersten 200 Milli-
sekunden nach dem Eintreten des Überstromes wird der Strom
mit einem Spannungswert verglichen, der unmittelbar vor dem
Eintreten des Überstromes gemessen wurde, um die Richtung
zu bestimmen.
Nach Ablauf dieser Zeit wird noch während einer wählbaren Zeit
(siehe nächster Abschnitt) die zuletzt gemessene Richtung als
die gültige Richtung beibehalten.
Ist die definierte Zeit abgelaufen oder für den Fall, in dem auf
einen Kurzschluss geschaltet wird (das Spannungsgedächtnis
konnte gar keine Spannung speichern), dann kann mit Hilfe des
Einstellwertes „RichtErinn“ gewählt werden, wie die Schutz-
funktion sich verhalten soll. Es stehen zwei Einstellmöglichkeiten
zur Verfügung: Die Schutzfunktion soll in diesem Fall auslösen
oder sie soll blockieren.

Dauer des Spannungsgedächtnisses


Mit Hilfe des Einstellwertes „ErinnDauer“ kann die Länge des
Spannungsgedächtnisses gewählt werden. Beim Einsatz als
Reserveschutz für den Distanzschutz in Hochspannungsnetzen
sollte immer die kleinst mögliche Zeit (200 ms) gewählt werden,
da nur in dieser Zeit eine Richtungsumkehr noch festgestellt
werden kann, da mit einer tatsächlich gespeicherten Spannung
gerechnet wird. Bei längeren Einstellwerten wird nicht mehr mit
einer gespeicherten Spannung verglichen, sondern die zuletzt
gemessene Richtung wird als weiterhin gültige Richtung be-
trachtet.

3-59
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3-60
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.6. Abhängig verzögerter Erdschluss-Überstromschutz


(I0-Invers)

A. Anwendung
Überstromfunktion mit stromabhängiger Verzögerung. Kann als
Reserveschutzfunktion zum Erdschluss-Richtungsschutz ver-
wendet werden, entweder mit externem 3 I0 Anschluss oder
interner 3 I0 Bildung.

B. Merkmale
· Auslösekennlinie (s. Bild 3.5.6.1) nach British Standard
B.S. 142 mit
c = 0.02 : normal inverse
c=1 : very inverse und long time earth fault
c=2 : extremely inverse.
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Externes 3 I0 Signal oder interne Berechnung aus den drei
Phasenströmen
· Erweiterter Einstellbereich gegenüber British Standard
B.S. 142.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Summenstromamplitude.

3-61
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - I0-Invers


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
c-Wert 1.00 (Auswahl)
k1-Wert s 013.5 0.01 200.0 0.01
I-Start IB 1.10 1.00 4.00 0.01
t-min s 00.0 00.0 10.0 0.1
Phasenzahl 1 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
IB-Wert IN 1.00 0.04 2.50 0.01
Blockierung Binaerwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
Definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
c-Wert
Konstante (Exponent) der Auslösecharakteristik nach BS 142
bzw. Wahl der RXIDG-Charakteristik.
k1-Wert
Konstante der Auslösecharakteristik.
I-Start
Ansprechwert (Anlauf der Auslösecharakteristik).
t-min
Minimale Auslösezeit, Konstante der Auslösecharakteristik.

3-62
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Phasenzahl
Definiert die Phasenzahl:
1 : Summenstrom direkt von einem Wandlereingang
3 : Summenstrom aus den 3 Phasen gebildet.
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal. Einstellbar sind alle
Stromeingänge. Bei 3phasiger Funktion muss der erste
Kanal (Phase R) der gewählten Dreiergruppe angegeben
werden.
IB-Wert
Bezugsstrom, zur Berücksichtigung von Abweichungen gegen-
über dem Nennstrom IN.
Blockierung
Eingang für das externe Blockieren der Funktion.
F: - nicht benutzt
T: - Funktion immer blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von
Schutzfunktionen).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-63
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Freigabe der Relaisfunktion "I-Start"


Die stromabhängige Funktion des Relais wird freigegeben, wenn
der Strom "I-Start" erreicht und überschritten wurde. Die übliche
Einstellung von "I-Start" ist 1,1 IB.

Wahl der Relaischarakteristik "c-Wert"


Die Konstante c definiert die Form der stromabhängigen Charak-
teristik.
Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie
folgt eingestellt:
"normal inverse" : c = 0,02
"very inverse" und "long time earth fault" : c = 1,00
"extremely inverse" : c = 2,00

Bild 3.5.6.1 Auslösekennlinie I0-Invers (I = 3 I0)

Der Parameter "c-Wert" hat zusätzlich die Einstellmöglichkeit


"RXIDG". Damit wird eine Inverscharakteristik entsprechend
dem Inversrelais des Typs RXIDG gewählt:
t [s] = 5,8 - 1,35 ln (I / IB)
Der Parameter "k1-Wert" hat in diesem Fall keine Bedeutung.

3-64
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Multiplikationsfaktor "k1-Wert"
Der Faktor k1 ist ein Multiplikationsfaktor. Dieser Faktor erlaubt
es, die stromabhängigen Relais einer Relaiskette zu staffeln.
Z.B. bei der Charakteristik "very inverse" ist die Konstante c = 1
und der Faktor k1 gleich oder kleiner als 13,5. Die Auslösezeit t
ist durch die Gleichung
k1
t=
3 I0
-1
IB
definiert. Wenn die Relais z.B. bei 6fachem Bezugsstrom IB in
Stufen von 0,5 s gestaffelt werden sollen, dann ist der Faktor k1
nach der Formel
k1 = 5 t
zu berechnen. Wir bekommen für Zeiten zwischen 0,5 und 2,5 s
folgende Einstellerte k1:

t [s] k1 [s]
0,5 2,5
1 5
1,5 7,5
2 10
2,5 12,5

Die nach der BS 142 definierten Charakteristiken werden wie


folgt eingestellt:
"normal inverse" : k1 = 0,14 s
"very inverse" : k1 = 13,5 s
"extremely inverse" : k1 = 80 s
"long time earth fault" : k1 = 120 s.

Minimale Auslösezeit "t-min"


Falls der Überstromzeitschutz als Reserveschutzfunktion zum
Erdschluss-Richtungsschutz eingesetzt wird, sollte die Minimal-
zeit "t-min" wie folgt eingestellt werden:
t-min = tGrund + tW
tGrund = Grundzeit der Erdschluss-Richtungsfunktion
tW = Wirkzeit der Erdschluss-Richtungsfunktion (1 s).

3-65
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Verknüpfung mit der Erdschluss-Richtungsfunktion


Der Überstrom-Zeitschutz arbeitet ungerichtet.
Durch eine zusätzliche Verknüpfung des Blockiereingangs mit
dem Richtungsentscheid der Erdschluss-Richtungsfunktion ("Mess
Vorw") kann eine gerichtete Auslösung erreicht werden. Der
Eingang muss invertiert werden, damit ein aktiver Vorwärts-
entscheid die Blockierung aufhebt.
Bei Verwendung dieser Verknüpfung, ist zu berücksichtigen,
dass beim Nichtansprechen von "Mess Vorw", wenn die Polari-
sationsspannung der Erdschluss-Richtungsfunktion zu klein ist,
die I0-Invers-Funktion nicht auslösen kann. Soll in diesem Fall
eine Auslösung erfolgen, so ist der Blockiereingang durch das
Signal "Mess Rück" der Erdschluss-Richtungsfunktion anzusteuern.

Verwendung bei einpoliger Wiedereinschaltung


Ist die einpolige Wiedereinschaltung erlaubt und ist die minimale
Auslösezeit "tmin" kleiner als die einpolige Pausenzeit einge-
stellt, so muss die I0-Invers-Funktion bei einpolig offenem Lei-
stungsschalter blockiert werden. Damit wird vermieden, dass sie
während der Pausenzeit, infolge der Lastströme in den beiden
anderen Phasen, dreipolig auslöst.

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
I-Start 1.1 IB
c-Wert anlagenbedingt
k1-Wert ist zu berechnen
t-min 0.00

3-66
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.7. Unabhängig verzögerter Über-/Unterspannungsschutz


(Spannung)

A. Anwendung
Standard-Spannungsfunktion (Maximal- und Minimalfunktion).

B. Merkmale
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasig
· Grösstwerterfassung oder Kleinstwerterfassung bei mehr-
phasiger Funktion.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Spannungsamplitude.

3-67
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Spannung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
Verzögerung s 02.00 0.02 60.00 0.01
U-Wert UN 1.200 0.010 2.000 0.002
MaxMin MAX (1ph) (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
U-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MIN (3ph): Minimalfunktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MIN (1ph): Minimalfunktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.

3-68
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· MAX (3ph): Maximalfunktion.


Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
kleinsten Phasenwerts.
Nicht erlaubt bei 1phasiger Funktion.
· MAX (1ph): Maximalfunktion.
Bei mehrphasiger Funktion Erfassung des
grössten Phasenwerts.
Phasenzahl
definiert die Anzahl der überwachten Phasen.
Spgs.kanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Spannungseingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-69
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E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Phasenzahl Phasenzahl
Dieser Schutz wird häufig zweistufig ausgeführt. Die erste Stufe
ist vorgesehen zum Schutz vor kleinen, jedoch länger dauern-
den Überspannungen, wogegen die zweite Stufe dem Schutz
gegen höhere Überspannungen dient.

Überspannungs-Einstellwert (U-Wert)
Spannungswandler einphasig:
Eine Einstellung von 1,3 UN entspricht einem Ansprechwert von
130 V am Wandlereingang.
Obwohl eine Einstellung bis 2,0 UN erlaubt ist, ist zu beachten,
dass der Messbereich der analogen Eingangskanäle der Wand-
lereinheiten K01...K17 (REL 316*4) und K41...K47 (REC 316*4)
aber lediglich 1,3 UN beträgt (d.h. max. 130 V bzw. 260 V).
Spannungswandler dreiphasig (Stern):
Eine Einstellung von 1,3 UN entspricht einem Ansprechwert von
130 V/ 3 am Wandlereingang (Phasen-Null-Spannung).
Wenn die Nennspannung des geschützten Objektes UGN von
der Primärnennspannung der Spannungswandler U1N abweicht,
dann ist eine Anpassung empfehlenswert. Sie erfolgt mit Hilfe
des Referenzwertes des A/D-Kanals oder durch Korrektur des
Einstellwertes.
Z.B. bei UGN = 12 kV und U1N = 15 kV wäre bei einem ge-
wünschten Ansprechwert von 1,4 UGN die nötige Einstellung
UGN 12 kV
1,4 = 1,4 = 1,12
UN1 15 kV

3-70
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Einstellung MaxMin
Diese Funktion ermöglicht folgende Varianten zu wählen:
· MIN (3ph): Ansprechen nach dem auch der grösste
Phasenwert den Einstellwert unterschritten hat.
· MIN (1ph): Ansprechen nach dem der kleinste Phasenwert
den Einstellwert unterschritten hat.
· MAX (3ph): Ansprechen nach dem auch der kleinste
Phasenwert den Einstellwert überschritten hat.
· MAX (1ph): Ansprechen nach dem der grösste Phasenwert
den Einstellwert überschritten hat.

U
U-Wert
Stufe 2
U-Wert
Stufe 1

UN

Verzögerung Verzögerung

0 t
HEST 905 055 C

Bild 3.5.7.1 Auslösekennlinie eines zweistufigen Überspan-


nungsschutzes
UN = Relaisnennspannung
Richtwerte:
1. Stufe
U-Wert 1,15 UN
Verzögerung 2s
MaxMin MAX (1ph)
2. Stufe
U-Wert 1,4 UN
Verzögerung 0,1 s
MaxMin MAX (1ph)

3-71
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3-72
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3.5.8. Überspannungsschutz mit Scheitelwertverarbeitung


(Spg-Momentan)

A. Anwendung
· Momentanspannungsfunktion (Maximal- und Minimal-
funktion)
· Frequenzunabhängige Spannungsfunktion (Maximal- und
Minimalfunktion).

B. Merkmale
· Auswertung von Augenblickswerten. Dadurch sehr schnell
und weitgehend frequenzunabhängig
· Speicherung des grössten Augenblickswerts nach Anlauf
· Keine Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Keine Unterdrückung von Oberschwingungen
· oder 3phasig
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Untere Grenzfrequenz fmin einstellbar.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Spannungsamplitude (nur bei Auslösung nutzbar).

3-73
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Spg-Momentan


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Verzögerung s 00.01 0.00 60.00 0.01
U-Wert UN 1.40 0.01 2.00 0.01
f-min Hz 40 25 50 1
MaxMin MAX (Auswahl)
Phasenzahl 001 1 3 2
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
U-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
f-min
definiert die minimale Frequenz, bei der zu messen ist.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MAX: Maximalfunktion.
· MIN: Minimalfunktion.
Phasenzahl
definiert Anzahl der überwachten Phasen.

3-74
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Spgs.kanal
definiert den Wandlereingangskanal.
Einstellbar sind alle Spannungseingänge.
Bei 3phasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-75
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Einstellwerte:
Überspannung U-Wert
Verzögerung Verzögerung
Minimale Frequenz f-min
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Dieser Überspannungsschutz ist ein schneller Schutz mit gros-
sem Frequenzbereich. Er ist für folgende Anwendungsfälle vor-
gesehen:
· Weitgehend frequenzunabhängiger Überspannungsschutz,
insbesondere im Bereich von Frequenzen f > fN.
Bei Frequenzen f < fN muss die begrenzte Übertragungska-
pazität der Spannungswandler-Eingänge beachtet werden:
Bei den Wandlereinheiten K01...K17 (REL 316*4) und
K41...K47 (REC 316*4):
f
1.3UN ×
fN

Bei den Wandlereinheiten K21...K24 (RET 316*4) und


K61...K68 (REG 316*4):
f
2.25UN ×
fN

· Schneller Überspannungsschutz durch Momentanwerterfas-


sung. Weil Gleichanteile und Harmonische nicht unterdrückt
werden, entfällt die Einschwingzeit der Digitalfilter.
Die Funktion weist gegenüber der Standardspannungsfunktion
eine etwas grössere Streuung der Spannungsmesswerte auf, so
dass der Einsatz nur in den oben erwähnten Anwendungsfällen
erfolgen sollte.
Da dasselbe Messprinzip wie bei Überstromschutz mit Scheitelwert-
verarbeitung verwendet wird, gelten die dortigen Angaben zum
Messprinzip und zur minimalen Frequenz f-min entsprechend.

3-76
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Überspannungs-Einstellwert (U-Wert)
Spannungswandler einphasig:
Eine Einstellung von 1,3 UN entspricht einem Ansprechwert von
130 V am Wandlereingang.
Obwohl eine Einstellung bis 2,0 UN erlaubt ist, ist zu beachten,
dass der Messbereich der analogen Eingangskanäle der Wand-
lereinheiten K01...K17 (REL 316*4) und K41...K47 (REC 316*4)
aber lediglich 1,3 UN beträgt (d.h. max. 130 V bzw. 260 V).
Spannungswandler dreiphasig (Stern):
Eine Einstellung von 1,3 UN entspricht einem Ansprechwert von
130 V/ 3 am Wandlereingang (Phasen-Null-Spannung).

Richtwerte:
U-Wert Anlagebedingt
Verzögerung Anlagebedingt
f-min 40 Hz

3-77
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3-78
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3.5.9. Leistungsschutz (Leistung)

A. Anwendung
Leistungsfunktion zur Überwachung von
· Rückleistung
· Wirkleistung
· Blindleistung
· Leistungsrichtung.

B. Merkmale
· Unabhängig verzögert
· Minimal- oder Maximalfunktion
· Einstellbarer charakteristischer Winkel
· Kompensation anschlussbedingter Phasenverschiebungen
möglich
· 1, 2 oder 3phasige Messung (2phasig nur bei
dreieckgeschalteten Spannungswandlern)
· Weite Anwendungsmöglichkeiten
(s. Bild 3.5.9.2 und Bild 3.5.9.3)
· Kompensierbarer Wandlerwinkelfehler
· Unterdrückung von Gleichspannungs- und
Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen in Spannung und
Strom.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Strom
· Spannung

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte:
· Leistung.

3-79
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Leistung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
P-Wert PN -0.050 -0.100 1.200 0.005
Winkel Grad 000.0 -180.0 180.0 5.0
Rückfallverh % 60 30 170 1
Verzögerung s 00.50 0.05 60.00 0.01
MaxMin MIN (Auswahl)
Phi-Komp. Grad 0.0 -5.0 5.0 0.1
Phasenzahl 001 1 3 1
Stromkanal Wandlereing 0
Spgs.kanal Wandlereing 0
PN UN*IN 1.000 0.500 2.500 0.001
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
P-Wert
Leistungsansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Betrag < 0,005 PN bei Messstromwandler
· Betrag < 0,020 PN bei Schutzstromwandler

Mit Rücksicht auf die erforderliche Messgenauigkeit wird


empfohlen schon bei Einstellwerten £ 0,2 PN die Mess-
stromwandler einzusetzen.

3-80
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Winkel
charakteristischer Winkel der Leistungsmessung.
Winkel = 0 bedeutet Wirkleistungsmessung,
Winkel = 90 Grad Blindleistungsmessung (induktiv),
Werte dazwischen sind ebenfalls möglich, z.B. für die
Richtungsmessung im Netz.
Zusätzlich wird die Korrektur der Phasenlagen der ange-
schlossenen analogen Eingangsgrössen ermöglicht.
Rückfallverh
Rückfallverhältnis des Ansprechwertes.
Entsprechend der Richtung und dem Vorzeichen des
Ansprechwertes muss das Rückfallverhältnis grösser oder
kleiner als 100% gewählt werden.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Rückfallverhältnis > 100% bei MAX und P-WERT >0
· Rückfallverhältnis < 100% bei MAX und P-WERT <0
· Rückfallverhältnis < 100% bei MIN und P-WERT >0
· Rückfallverhältnis > 100% bei MIN und P-WERT <0.

Bei kleinen Ansprechwerten ist eine grosse Hysterese


einzustellen, bei grossen Ansprechwerten muss die
Hysterese klein sein (s. Bild 3.5.9.1).
Nicht erlaubte Einstellungen für den Betrag der Hysterese
(=½100% - Rückfallverhältnis½):
· £ 0,5% / (½P-Wert/PN½ + 0,01)
· ³ 10% / ½P-Wert/PN½
· Diese Bedingungen lassen sich erfüllen indem man das
Rückfallverhältnis z.B. wählt
P - Wert
für 0, 2 £ £ 1: 95%
PN
und
P - Wert
für 0, 005 £ £ 0, 2 : 60%
PN
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl. Die
Zeitverzögerung wirkt sich auf die Rückfallzeit der Funktion
aus:
Für t > 100 ms ist die Rückfallverzögerung des Auslöse-
signals 50 ms, sonst erfolgt der Rückfall unverzögert.

3-81
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

MaxMin
definiert die Funktionsweise:
· MAX: Maximalfunktion
· MIN: Minimalfunktion.
Achtung:
Betrachtet werden die tatsächlichen Zahlenwerte und nicht
die Beträge.
Beim Rückleistungsschutz ist also "MIN" einzustellen, weil
bei einer Leistung ausgelöst werden soll, die kleiner als 0 ist
(P-Wert < 0).
Phi-Komp.
Winkelangabe zur Kompensation von Wandlerfehlern,
für sehr hohe Genauigkeit der Leistungsmessung.
Zu berücksichtigen ist die Differenz der Winkelfehler von
Strom- und Spannungswandler.
Phasenzahl
Phasenzahl der Leistungsfunktion:
· 1: 1phasige Leistungsmessung
· 2: 2phasige Leistungsmessung in Aron-Schaltung
P = URS x IR x cos j - UST x IT x cos j
Die zweiphasige Leistungsmessung kann nur verwendet
werden, wenn die Funktion an eine dreieckgeschaltete
Spannungswandlergruppe angeschlossen ist
· 3: 3phasige Leistungsmessung
P = UR x IR x cos j + US x IS x cos j + UT x IT x cos j
(bei sterngeschalteten Spannungswandlern)
P = URS x IR x cos j + UST x IS x cos j + UTR x IT x cos j
(bei dreieckgeschalteten Spannungswandlern,
die Messung liefert nur bei symmetrischen Spannungen
richtige Resultate).
Stromkanal
Definiert den Stromeingangskanal.
Es können alle Stromeingänge eingestellt werden.
Bei mehrphasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
einer Dreiergruppe angewählt werden.
Spgs.kanal
Definiert den Spannungeingangskanal
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.
Bei mehrphasiger Funktion muss der erste Kanal (Phase R)
einer Dreiergruppe angewählt werden.

3-82
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

PN
Nennleistung bezogen auf UN x IN. Damit kann eine Amplitu-
denanpassung der gemessenen Leistung erfolgen, z.B. um
den Nennleistungsfaktor eines Generators zu berücksichti-
gen.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

1
Rückfallverhältnis 95%

60%
Rückfallverhältnis

0.5

0 0.05 0.1 0.2 0.3 0.4 0.5 0.75


1
Einstellwert PP
N

HEST 935 022 C

Bild 3.5.9.1 Zulässige Einstellwerte des


Rückfallverhältnisses

3-83
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Bezugsleistung PN
Ansprechwert P-Wert
Rückfallverhältnis Rückfallverh
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Charakteristischer Winkel Winkel
Phasenwinkel-Kompensation Phi-Komp.
Auslöseverzögerung Verzögerung
Die Leistungsfunktion kann für verschiedene Einsatzfälle an-
gewendet werden. Einige Beispiele sind aus Bild 3.5.9.2 und
Bild 3.5.9.3 ersichtlich. Die Winkelangaben gelten bei Anschluss
gemäss dem Anschlussschema im Griff 12.

Q Q

keine Auslösung Auslösung Auslösung keine Auslösung

0 P 0 P

Maximal-Wirkleistungsschutz: Minimal-Wirkleistungsschutz:

- P-Einstellung >0 - P-Einstellung >0


- Max/Min MAX - Max/Min MIN
- Rückfallverh. <100% - Rückfallverh. >100%
- Winkel 0° (30° ) *) - Winkel 0° (30° ) *)

HEST 965017 C

Bild 3.5.9.2 Einstellungen der Leistungsfunktion für


verschiedene Anwendungsfälle

*) Die Werte in Klammern gelten jeweils bei 1phasiger Messung mit verkettet angeschlosse-
nem Spannungswandler (z.B. Strom IR und Spannung URS) oder bei 3phasiger Messung
mit dreieckgeschalteten Spannungswandlern.

3-84
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Q Q
Auslösung keine Auslösung
Auslösung

keine
Auslösung

0 P 0 P

Rückleistungsschutz: Maximal-Blindleistungsschutz:

- P-Einstellung <0 - P-Einstellung >0


- Max/Min MIN - Max/Min MAX
- Rückfallverh. <100% - Rückfallverh. <100%
- Winkel 0° (30° ) *) - Winkel 90° (120° ) *)

Q
keine Auslösung

0 60°
P

Auslösung

Leistungsrichtungsschutz:

- P-Einstellung <0
- Max/Min MIN
- Rückfallverh <100%
- Winkel 60° (90° ) *)
HEST 965 018 C

Bild 3.5.9.3 Einstellungen der Leistungsfunktion für


verschiedene Anwendungsfälle

*) Die Werte in Klammern gelten jeweils bei 1phasiger Messung mit verkettet angeschlosse-
nem Spannungswandler (z.B. Strom IR und Spannung URS) oder bei 3phasiger Messung
mit dreieckgeschalteten Spannungswandlern.

3-85
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Bestimmung der Einstellwerte


Bei den unterschiedlichen Nennströmen und eventuell auch
Nennspannungen der Wandler und des Schutzobjektes ist es
von Vorteil, wenn der Ansprechwert auf die Nennleistung des
Schutzobjektes bezogen werden kann. Dazu muss jedoch die
Relaisempfindlichkeit mit Hilfe des Einstellwertes für PN ange-
passt werden.
Einstellwert der Bezugsleistung PN:
PN SGN
= SGN = 3xUGN xIGN
UN xIN 3 xUN1 xIN1
PGN = SGN x cos jGN
Es bedeuten:
SGN, PGN, UGN, IGN, cosjGN: Nenndaten des Schutzobjektes
UN1, IN1: primäre Nennwerte der
Spannungs- und Stromwandler
PN, UN, IN: Relaisnenndaten.

Beispiel 1
Generator: 96 MVA, 13,8 kV, 4 kA, cos j = 0,8
14, 4 100
Wandler: kV / V; 5 kA / 5 A
3 3
Relais: 100 V; 5 A
Rückleistung: 0,5% PGN

Lösung Nr.1: keine Anpassung von PN


Einstellwerte:
PN
Bezugsleistung: = 1, 0
UN xIN
Rückleistung:
P U xI 13,8 x 4
= 0,005 GN GN cos j GN = 0,005 0,8 = 0,003
PN UN1 xIN1 14,4 x 5

3-86
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Lösung Nr.2: Anpassung nach cos jGN


Einstellwerte:
PN P
Bezugsleistung: = GN = cos j GN = 0,8
UN xIN SGN
P U xI 13, 8 x 4
Rückleistung: = 0, 005 GN GN = 0, 005 = 0, 004
PN UN1 xIN1 14, 4 x 5

Lösung Nr.3: Anpassung nach cos jGN und Wandlerdaten


Einstellwerte:
PN U xI 13,8 x 4
Bezugsleistung: = GN GN cos j GN = x 0,8 = 0,614
UN IN UN1 xIN1 14,4 x 5
P
Rückleistung = 0, 005
PN

Winkelkorrektur
Die Leistungsfunktion wird an die Phasenströme und an die
Phase-Null- oder verketteten Spannungen angeschlossen. Die
Winkelkorrektur hat zwei Aufgaben:
· die Phasenverschiebung zwischen der Phasenspannung und
einer allfälligen verketteten Messspannung zu korrigieren,
· zu bestimmen, ob das Relais Wirkleistung oder Blindleistung
messen soll.
In der nachfolgenden Tabelle sind die wichtigsten Betriebs-
zustände zusammengefasst, um die richtige Einstellung zu er-
leichtern. Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss dem
Anschlussbeispiel im Griff 12.
Je nach Bedarf kann die Winkelkorrektur auch zur Änderung der
Messrichtung oder zur Kompensation falscher Wandlerpolarität
benützt werden.

3-87
Funktion "MaxMin" "Rückfallverh" "P-Wert" "Winkel" *)

3-88
U RS
max MAX < 100%
0
Wirkleistung IR >0 +30°
P

Bild 3.5.9.4
min MIN > 100%
0
ABB Schweiz AG

P
U RS 0
max MIN < 100%
Rückleistung <0 +30°
P
IR 0
min MAX > 100%

max MAX < 100% U RS Q


0

ten Spannung URS


induktive
Blindleistung >0 +120°

min MIN > 100% IR Q


0

max MIN < 100% U RS Q


0
kapazitive
Blindleistung <0 +120°

min MAX > 100% I Q


R 0

*) Gültig bei 1- oder 3phasiger Messung mit verkettet angeschlossenen Spannungswandlern (bei 3phasiger HEST 965 019 C
Messung mit sterngeschalteten Spannungswandlern oder bei 2phasiger Messung (Aronschaltung) muss
30° weniger eingestellt werden).

Einstellungen für verschiedene Anwendungsfälle


bei Messung in der Phase R mittels der verkette-
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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Phasenwinkel-Kompensation
Diese Kompensation bezieht sich auf den Fehlwinkel zwischen
Spannungs- und Stromwandler. Dieser Fehlwinkel beeinflusst
nämlich stark die Messung der Wirkleistung bei kleinem Lei-
stungsfaktor.

Beispiel 2
Ein gesamter Fehlwinkel d von 10' hat bei Nennstrom und Lei-
stungsfaktor cos j = 0 einen Wirkleistungsfehler von
DP = 0,03 x d = 0,03 x 10 = 0,3% [%; 1; min]
zur Folge. Das bedeutet einen Fehler, der bei einer Einstellung
von 0,5% nicht vernachlässigt werden kann.
Allerdings besteht der gesamte Fehlwinkel aus der Differenz der
Fehlwinkel von Spannungs- und Stromwandlern. Der Fall mit
vollem Blindstrom (100%) im Beispiel ist kaum denkbar; jedoch
mit Blindstromanteilen ab ca. 80% ist sicher zu rechnen.

Anwendung als Rückleistungsschutz


Der Rückleistungsschutz ist hauptsächlich zum Schutz der An-
triebsmaschine vorgesehen. Er wird benötigt bei folgenden An-
triebsmaschinen:
· Dampfturbinen
· Wasserkraftturbinen des Typs Francis und Kaplan
· Gasturbinen
· Dieselmotoren.
Bei Leistungen der Antriebsmaschine über 30 MW sind aus Si-
cherheitsgründen 2 Schutzfunktionen zu verwenden.
Der Rückleistungsschutz arbeitet in 2 Stufen. Der Einstellwert
der Rückleistung wird für beide Stufen gleich, nach der halben
Schleppleistung des Generators mit der Antriebsmaschine, fest-
gelegt.
Die erste Stufe ist schnell und ist als Schutz gegen Über-
drehzahl beim normalen Abstellen der Maschine vorgesehen.
Bei fehlerhafter Regelung oder bei undichten Ventilen wird erst
dann abgeschaltet, wenn eine bestimmte Rückleistung erreicht
wurde, d.h. wenn die Gefahr von gefährlicher Überdrehzahl vor-
bei ist. Um Fehlauslösungen zu vermeiden, wird bei Dampf-
turbinen die Auslösung durch Hilfskontakte des abgeschlosse-
nen Schnellschlussventiles der Antriebsmaschine freigegeben.

3-89
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Die zweite Stufe ist vorgesehen als Schutz gegen Übertempera-


tur und eventuell gegen mechanische Beschädigung der An-
triebsmaschine. Die Stufe ist wesentlich langsamer, weil die
Temperatur nur langsam ansteigt. Wenn es bei schwacher Last
zu Pendelungen kommt, wegen des Drehzahlreglers oder
wegen des unruhigen Netzes, dann kann die zweite Stufe nicht
auslösen, weil das Relais immer wieder anspricht und während
der Verzögerung zurückfällt. In diesem Fall ist ein Integrator
(Funktion "Verzögerung") einzusetzen, der eine zuverlässige
Abschaltung gewährleistet.

Block

t 1> AUS
U
P>
I AUS AUS
t 2>
Anlauf

t 3>
Integrator

t1 schnelle Stufe, blockiert durch das Turbinenabschlussventil


t2 langsame Stufe
t3 langsame Stufe mit Integrator für den Fall von Pendelungen

Bild 3.5.9.5 Rückleistungsschutz für Dampfturbinen

3-90
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Richtwerte:
PN gegeben durch cos jGN
P-Wert (für Dampfturbinen mittlerer Leistung) - 0.005
MaxMin MIN
Rückfallverh 60%
Winkel Bei Anschluss an IR und UR 0°
Bei Anschluss an IR und URS +30°
Bei Anschluss an IR und UST -90°
Bei Anschluss an IR und UTR +150°
Phi-Komp. 0.0
1.Stufe:
Verzögerung 0.5 s
2.Stufe:
Verzögerung 20 s
oder
Integrator (Funktion "Verzögerung") mit Auslöse- und Rückfall-
verzögerung:
AUS-Zeit 20 s
Rück-Zeit 3s
Integration 1

Anmerkung:
Beim Schutz "Minimum forward-power" nach angelsächsischer
Praxis ist einzustellen:
P-Wert >0
MaxMin MIN
Rückfallverh 150%

3-91
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3-92
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.10. Übertemperaturschutz (Übertemperatur)

A. Anwendung
Übertemperaturschutz mit genauem thermischem Abbild.

B. Merkmale
· Thermisches Modell 1. Ordnung
· Warnungs- und Auslösestufe
· Einstellbare Anfangserwärmung
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1- oder 3phasige Strommessung
· Grösstwerterfassung bei mehrphasiger Funktion
· Erwärmungsberechnung 40-mal pro eingestellte thermische
Zeitkonstante.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Warnung
· Auslösung

IV. Messwerte
· Erwärmung
· Verlustleistung
· Strom.

3-93
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Übertemperatur


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
AUS 00000000
Theta-Beginn % 100 000 100 001
Theta-Warn % 105 050 200 001
Theta-AUS % 110 050 200 001
Phasenzahl 1 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0
IB-Wert IN 1.00 0.50 2.50 0.01
Blockierung Binärwert F
Warnung Meldung ER
AUS Meldung ER
Zeitkonst. min 005.0 002.0 500.0 000.1

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
Auslösematrix für den Auslösebefehl.
Theta-Beginn
Anfangswert für die Erwärmung. Dieser Wert wird bei jeder
Initialisierung angenommen, z.B. wenn der Schutz einge-
schaltet wird oder die Einstellungen geändert wurden.
Theta-Warn
Ansprechwert für die Warnung.
Theta-AUS
Ansprechwert für die Auslösung.
Phasenzahl
Anzahl der überwachten Phasen.
Stromkanal
Wandlereingangskanal.
Alle Stromeingänge können eingestellt werden. Bei drei-
phasiger Funktion, muss der erste Kanal (Phase R) der
Dreiergruppe angewählt werden.

3-94
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IB-Wert
Bezugsstrom: Nennstrom des Schutzobjektes bezogen auf
den Nennstrom des Schutzgerätes.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Warnung
Meldung für die Warnung.
AUS
Meldung für die Auslösung.
Zeitkonst.
Bezeichnet die thermische Zeitkonstante für die Erwärmungs-
berechnung. Einstellungen < 2 min sind nicht erlaubt.

3-95
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E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Anfangswert der Erwärmung Theta-Beginn
Ansprechwert für die Warnung Theta-Warn
Ansprechwert für die Auslösung Theta-AUS
Phasenzahl Phasenzahl
Bezugsstrom IB-Wert
Thermische Zeitkonstante Zeitkonst.
Der Übertemperaturschutz dient als Schutz vor unzulässiger Er-
wärmung infolge von Überströmen. Die Erwärmung wird nach-
gebildet auf Grund des Stromes und eines thermischen Abbil-
des. Dieser Schutz kann im Gegensatz zum Überlastschutz für
Schutzobjekte beliebiger Leistung und beliebiger thermischer
Kapazität angepasst und eingestellt werden. Er überwacht die
Erwärmung und nicht die absolute Temperatur. Deshalb bleibt
der Einfluss der Aussentemperatur sowie der Einfluss der Inten-
sität eines Kühlungssystems ohne Wirkung auf diesen Schutz.
Der Übertemperaturschutz arbeitet mit einem Nachbild der Er-
wärmung. Die Erwärmung des Schutzobjektes erfolgt bei einer
Stromänderung vom Anfangswert zum Endwert nach einer oder
mehreren e-Funktionen. Diese Vielzahl von transienten Funktio-
nen entspricht z.B. bei einem Transformator dem Kühlwasser,
dem Öl, der Wicklung usw. Eine dieser e-Funktionen ist immer
stärker ausgeprägt als die andern, wie z.B. die Funktion des
Transformatoröls. Das Modell des Übertemperaturschutzes für
die Nachbildung der transienten Erwärmung arbeitet mit einer
e-Funktion.
Der Verlauf einer Erwärmung wird beim Übertemperaturschutz
auf folgende Weise gegeben:
· die Enderwärmung durch den Strom
· der Anstieg der Erwärmung durch eine Übergangsfunktion.
Es wird angenommen, dass der Nennstrom des geschützten
Objektes IGN eine Erwärmung von 100% zur Folge hat. Das Re-
lais misst, ohne Anpassung des A/D-Kanals oder des Bezugs-
stromes IB, jedoch einen durch die Nennströme der Stromwand-
ler gegebenen Relaisstrom IR:

IN2
IR = IGN
IN1

3-96
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

wobei IGN den Nennstrom des geschützten Objektes und IN1,


bzw. IN2 den primären bzw. sekundären Nennstrom des Strom-
wandlers bezeichnet.
Der auf den Relais-Nennstrom IN bezogene Strom ist:
IR I I
iR = = GN ´ N2
IN IN IN1
Die Enderwärmung wird:
2
æI I ö
DJ W = ç GN ´ N2 ÷ ´ 100%
è IN IN1 ø

Die Auslösezeit beträgt bei konstantem Strom:


æ 2ö
ç J [%] - 100 ´ æç I ö÷ ÷
ç 0 çI ÷ ÷
t = t ln ç è Bø ÷
2
ç æ I ö ÷
çç J [%] - 100 ´ çç ÷÷ ÷÷
è è IB ø ø
wobei J0 die Anfangserwärmung, J die Ansprecherwärmung,
sowie t die thermische Zeitkonstante bezeichnet.

Die Messwerte im Untermenü 'BETRIEBSMESSWERTE ANZEI-


GEN' sind die berechnete Erwärmung, die Verlustleistung und
der Strom. Die ersten beiden Messwerte sind Mittelwerte über
eine Berechnungsperiode (= t / 40).
Der angezeigte Wert in der Ereignisliste ist die Verlustleistung im
Auslösezeitpunkt.

Beispiel
Nennstrom des geschützten Objektes IGN = 8000 A
Stromwandler-Nennströme IN1 = 10000 A
IN2 = 5 A
Relais-Nennstrom IN = 5 A

3-97
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Vom Relais gemessene Enderwärmung bei Nennstrom IGN:

2
æ 8000 5 ö
DJ W = ç x ÷ 100% = 64%
è 5 10000 ø
Eine Übertemperatur um 5% bzw. 10% bietet dann folgende
Einstellwerte:
Theta-Warn = 67%
Theta-AUS = 70%
Normalerweise wird der Schutz initialisiert, sodass mit der An-
fangserwärmung von 100% ('Theta-Beginn' = 100%) gerechnet
wird.
Mit Anpassung durch IB werden die Einstellwerte:

IB I I 8000 5
Der Bezugsstrom = GN x N2 = x = 0, 8
IN IN IN1 5 10000

Einstellwerte für Alarm und Auslösung:


Theta-Warn = 105%
Theta-AUS = 110%
Bei Transformatoren gibt es 2 ausgeprägte e-Funktionen, eine
für das Öl und eine für die Wicklung, mit folgenden Durch-
schnittswerten:
Öl : DJÖl = 50 K tÖl = 120 min
Wicklung : DJW - DJÖl = 10 K tW = 10 min
gesamte Wicklungserwärmung DJW = 60 K.
Da jedoch das Modell nur mit einer einzigen e-Funktion arbeitet,
muss eine dem Verlauf der Wicklungserwärmung optimal pas-
sende äquivalente e-Funktion gefunden werden, wie sie auf dem
Bild 3.5.10.1 gezeigt wird. Die Enderwärmung dieser äqui-
valenten e-Funktion ist identisch mit der gesamten Wicklungs-
erwärmung, wie z.B. DJW = 60 K im Beispiel, jedoch liegt ihre
Zeitkonstante oft zwischen 60 und 80% der Zeitkonstante für die
Ölerwärmung (s. Bild 3.5.10.2).

3-98
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

1,5

Jnw = 100°C DJnw = 60°C


1,0

i = in JÖl = 90°C DJÖl = 50°C

tw = 10 min tÖl = 120 min

0 t

Jw ( t = ¥ )
J [°C] 160

J Öl ( t = ¥ ) Jw
140

J Öl
120

J nw
100

J Öl t Öl
80

60

40
tw DJ Öl
20
Jw J Öl

0 20 40 60 80 100 120 140 t [min]

HEST 905 035 C

Bild 3.5.10.1 Erwärmungen einer Transformatorwicklung

3-99
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t
J =126,4°C

140
Wicklungstemperatur
simulierte Wicklungstemperatur
120

130
J [°C] D J [%]

120

110
Überlast i = 1,2
Erwärmung bei Nennstrom DJ nw - DJnÖl = 10°C t w = 10 min
110
DJ nÖl = 50°C t Öl = 120 min
Einstellwert der therm. Zeitkonstante t = 90 min

100 100
0 100 200 300 400 500
t [min]
HEST 905 036 C

Bild 3.5.10.2 Vergleich der Wicklungstemperatur mit der


simulierten Temperatur

Richtwerte:
IB-Wert ist zu berechnen
Theta-Beginn 100%
Theta-Warn 105%
Theta-AUS 110%

3-100
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3.5.11. Frequenzschutz (Frequenz)

A. Anwendung
· Unter- und Überfrequenzschutz
· Lastabwurf.

B. Merkmale
· Auswertung einer Spannung
· Frequenzberechnung mit Hilfe des komplexen Spannungs-
zeigers
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· Blockierung durch Unterspannung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Blockierung durch Unterspannung
· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Frequenz
· Spannung.

3-101
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Frequenz


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 Auswahl


AUS 00000000
Frequenz Hz 48.00 40.00 65.00 0.01
U-Block UN 0.20 0.20 0.80 0.10
Verzögerung s 01.00 0.10 60.00 0.01
MaxMin MIN (Auswahl
)
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Block.(U<) Meldung
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Frequenz
Ansprechwert für die Auslösung.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Unterfrequenz: ³ fN
· Überfrequenz: £ fN .

U-Block
Ansprechwert für die Unterspannungsblockierung
(Rückfallverhältnis ca. 1,05).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl.
MaxMin
definiert Maximal- oder Minimalfunktion. Einstellmöglichkei-
ten:
· MAX: Maximalfunktion.
· MIN: Minimalfunktion.

3-102
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Spgs.kanal
Definiert den Spannungeingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.
Block.(U<)
Meldung einer Unterspannungsblockierung.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-103
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis
Der Frequenzschutz ist sehr oft mehrstufig. Deshalb werden
mehrere einstufige Relais eingesetzt.

Einstellwerte:
Frequenz Frequenz
Verzögerung Verzögerung
Minimale Spannung U-Block
Maximal-Minimalfunktion MaxMin
Der Frequenzschutz wird entweder als Schutz von Synchron-
und Antriebsmaschinen oder als Überwachungs- und Steuer-
element bei Lastabwurf eingesetzt.
Der Frequenzschutz schützt:
· Synchronmaschinen vor erhöhter Erwärmung durch Eisen-
und Zusatzverluste
· Synchronmaschinen und Antriebsmaschinen vor mecha-
nischen Vibrationen.
Bei manchen Synchronmaschinen treten starke Vibrationen auf,
falls die Drehzahl vom Nennwert abweicht.
Meistens ausgeprägt sind Vibrationen bei Unterdrehzahl, jedoch
oft erscheinen die Vibrationen bei Unter- sowie bei Überdreh-
zahl. Deshalb sind oft 4 Stufen vorgesehen, zwei Stufen für
Alarm und Auslösung bei Überfrequenz und zwei Stufen für
Unterfrequenz. Eine Verzögerung beschränkt die Gefahr von
Fehlauslösungen bei transienten Vorgängen.

Richtwerte:
1. Maschinenschutz
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe 4. Stufe
Alarm Auslösung Alarm Auslösung
Frequenz (Hz) 51,0 52,0 49,0 48,0
Verzögerung (s) 1,5 3 1,5 3
U-Block 0,6 0,6 0,6 0,6
MaxMin MAX MAX MIN MIN

Tabelle 3.5.11.1 Richtwerte für Alarm und Auslösung

3-104
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

2. Lastabwurf
1. Stufe 2. Stufe 3. Stufe 4. Stufe 5. Stufe
Alarm Lastabwurf Alarm Auslösung Auslösung
Frequenz (Hz) 49,8 49,0 48,7 48,8 47,5
Verzögerung 0,5 0,0 0,0 0,0 0,0
U-Block 0,6 0,6 0,6 0,6 0,6
MaxMin MIN MIN MIN MIN MIN

Tabelle 3.5.11.2 Richtwerte für Alarm und Auslösung

3-105
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3-106
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3.5.12. Frequenzgradientenschutz (df/dt)

A. Anwendung
· Statischer, dynamischer und adaptiver Lastabwurf in Indu-
strie- und Verteilnetzen
· Generatorschutz.

B. Merkmale
· Auswertung einer Spannung
· Überwachung des Frequenzgradienten df/dt
· Freigabe durch ein Frequenzkriterium möglich
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unempfindlich gegenüber Oberschwingungen und anderen
höherfrequenten Signalen
· Blockierung durch Unterspannung.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung

II. Binäre Eingänge


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Blockierung durch Unterspannung
· Auslösung

IV. Messwerte
· Frequenzgradient
· Frequenz
· Spannung.

3-107
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - df/dt


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 Auswahl


AUS 00000000
df/dt Hz/s -1.0 -10.0 +10.0 0.1
Frequenz Hz 48.00 00.00 65.00 0.01
U-Block UN 0.2 0.2 0.8 0.1
Verzögerung s 00.10 00.10 60.00 0.01
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Block.(U<) Meldung
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
df/dt
Ansprechwert für den Frequenzgradienten.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· df/dt = 0
· df/dt > 0, wenn die Einstellung 'Frequenz‘ < fN ist
· df/dt < 0, wenn die Einstellung 'Frequenz' > fN ist.

3-108
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Frequenz
Ansprechwert für das Frequenzkriterium.
Die Funktion als Über- oder Unterfrequenzkriterium ergibt
sich aus dem Einstellwert:
· Unterfrequenzkriterium für 'Frequenz' < fN
· Überfrequenzkriterium für 'Frequenz' > fN
Das Frequenzkriterium ist nicht wirksam, wenn 'Frequenz' = 0
eingestellt ist. In diesem Fall ist die Auslösung nur vom ein-
gestellten Frequenzgradienten df/dt abhängig.
Nicht erlaubte Einstellungen:
· Frequenz = fN
· Frequenz < fN – 10 Hz
· Frequenz > fN + 5 Hz.

U-Block
Ansprechwert für die Unterspannungsblockierung
(Rückfallverhältnis ca. 1,05, Rückfallzeit ca. 0,1 s).
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen internem Anlauf und Auslöse-
befehl.
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden,
ausser den speziellen Spannungseingängen für den 100%
Erdschlussschutz.
Block.(U<)
Meldung einer Unterspannungsblockierung.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

3-109
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E. Einstellhinweis
Der Frequenzgradientenschutz wird oft mehrstufig aufgebaut. In
diesem Fall kann die Funktion mehrmals konfiguriert werden.

Einstellwerte:
Frequenzgradient df/dt
Frequenz Frequenz
Minimale Spannung U-Block
Verzögerung Verzögerung
Der Frequenzgradientenschutz löst nur aus, wenn sowohl die
Frequenzgradientenstufe als auch das Frequenzkriterium an-
sprechen und die Spannung nicht unter der minimalen Span-
nung liegt.
Das zusätzliche Frequenzkriterium verhindert ein Fehlanspre-
chen bei transienten Frequenzänderungen. Soll der Frequenz-
gradientenschutz jedoch trotzdem ohne das Frequenzkriterium
betrieben werden, so ist ‘Frequenz‘ auf 0 einzustellen.

3-110
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3.5.13. Wiedereinschaltung (Wiedereinsch.)

A. Anwendung
Die Funktion ist für ein- und dreipolige Wiedereinschaltungen
(WE) vorgesehen.
Eine Zusammenarbeit ist mit jeder der drei Schutzfunktionen
(Distanzschutz, Leitungsdifferentialschutz, Überstromschutz)
sowie mit internen bzw. externen Synchrocheckgeräten möglich.
Die einpolige Wiedereinschaltung in Schaltanlagen mit 1½-Schalter-
systemen erfordert jedoch eine zusätzliche FUPLA-Logik T142,
welche in der Druckschrift 1KHF600220 beschrieben ist.

B. Merkmale
· Bis zu 4 schnelle oder langsame Wiedereinschaltungen
· Erster Zyklus mit 4 separaten 1- und/oder 3-poligen Ein-
schaltungen
· getrennte Signalisierung der einzelnen Wiedereinschaltzyklen
· sehr grosser Pausenzeitbereich
· Synchrocheck-Überbrückung und externe Pausen-
verlängerung beim ersten Zyklus möglich
· definiertes Verhalten bei Fehlern in der Pausenzeit
(Umschlagstörungen)
· integrierte Logik für redundante, Duplex- und Master-
Follower-Schutzsysteme.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Anlauf (Anlauf)
· Anlauf redundant (Anlauf 2) *)

· Anlauf redundant (Anlauf 3) *)

· Auslösung 3polig (Aus LS 3P)


· Auslösung 3polig redundant (Aus LS2 3P) *)

· Auslösung 3polig redundant (Aus LS3 3P) *)

· Allgemeine Auslösung (Aus LS )


· Allgemeine Auslösung redundant (Aus LS2) *)

· Allgemeine Auslösung redundant (Aus LS3) *)

*) 2 und 3 bezeichnen die Eingänge von der 2. bzw. 3. Schutzfunktion bzw. vom 2. oder 3.
Relais bei einem redundanten Schutzsystem (s. Bild 3.5.13.4).

3-111
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

· Leistungsschalter Aus-Ein-Aus bereit (LS Bereit)


· Leistungsschalter 2 Aus-Ein-Aus bereit (LS2 Bereit) **)

· Leistungsschalter Ein-Aus bereit (EinAusBereit)


· Leistungsschalter 2 Ein-Aus bereit (EinAusBerei2) **)

· Leistungsschalter offen (LS Auf)


· Leistungsschalter 2 offen (LS2 Auf) **)

· Leistungsschalter 2 als Vorzugsschalter (LS2 Vorzug) **)

· Synchrocheck (SynchroChck)
· Synchrocheck 2 (SynchroChck2) **)

· Spannungslose Leitung (uLeitgFehlt)


· Spannungslose Leitung 2 (uLeitg2Fehlt) **)

· WE externe Blockierung (Ext. Blk. WE)


· Bedingte Blockierung (Bed. Blk. WE)
· Hand Ein-Blockierung (Hand Ein)
· Externer Synchrocheck-Bypass (Ext.SC Bypas)
· Externe Verlängerung der 1. Pause (Verläng. t1)
· Verzögerung vom Masterschalter (Master Verz.)
· Blockierung vom Masterschalter (Mast.ohneErf)
· Blockierung der Follower-WE (Sperr. Eing.)
(redundante Schutzsysteme)
· Externe Wahl 1P-1P für die 1. WE (MD1_EXT_1P_1P)
· Externe Wahl 1P-3P für die 1. WE (MD1_EXT_1P_3P)
· Externe Wahl 1P3P-3P für die 1. WE (MD1_EXT_1P3P_3P)
· Externe Wahl 1P3P-1P3P für die 1. WE (MD1_EX_1P3P_1P3P)

III. Binäre Ausgänge


· Leistungsschalter Ein-Befehl (LS Ein)
· Leistungsschalter 2 Ein-Befehl (LS2 Ein) **)

· Stufenverlängerung (St.Verläng.)
· Definitive Auslösung (Def. Aus.)
· 3-polige Auslösung vorbereiten (Aus 3-Pol.)
· Blockierung für Followerschalter (Blk. an Flwr)
· Verzögerung für Followerschalter (Verz. Flwr)
· Blockierung an Followerschalter (Sperr. Ausg.)
· WE bereit (WE Bereit)
· WE blockiert (WE Blockiert)
· WE Zyklus läuft (WE Läuft)
· Erster 1p-WE läuft (Erste WE 1P)
· Erster 3p-WE läuft (Erste WE 3P)
· Zweiter WE läuft (Zweite WE)
· Dritter WE läuft (Dritte WE)
· Vierter WE läuft (Vierte WE)

**) 2 bezeichnet die Ein- und Ausgänge vom Leistungsschalter 2 bei einem Duplex-Schutz-
system (s. Bild 3.5.13.7).

3-112
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

IV. Messwerte
· keine.

3-113
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Wiedereinsch.


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

GENERELLES
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
1. WE Modus 1P3P-1P3P (Auswahl)
2..4WE Modus Aus (Auswahl)

ZEITGLIEDER
t Pause1 1P s 001.20 0,05 300 0.01
t Pause1 3P s 000.60 0,05 300 0.01
t Pause1 Ext s 001.00 0,05 300 0.01
t Pause2 s 001.20 0,05 300 0.01
t Pause3 s 005.00 0,05 300 0.01
t Pause4 s 060.00 0,05 300 0.01
t Wirk. s 000.50 0,05 300 0.01
t Sperr. s 005.00 0,05 300 0.01
t Ein s 000.25 0,05 300 0.01
t Discrim. 1P s 000.60 0,10 300 0.01
t Discrim. 3P s 000.30 0,10 300 0.01
t Timeout s 001.00 0,05 300 0.01
t WE Block. s 005.00 0,05 300 0.01

ALLG. BINÄREINGÄNGE
Anlauf Binärwert Aus (F)
Aus LS 3P Binärwert Aus (F)
Aus LS Binärwert Aus (F)
Anlauf 2 Binärwert Aus (F)
Aus LS2 3P Binärwert Aus (F)
Aus LS2 Binärwert Aus (F)
Anlauf 3 Binärwert Aus (F)
Aus LS3 3P Binärwert Aus (F)
Aus LS3 Binärwert Aus (F)
LS Bereit Binärwert Aus (F)
EinAusBereit Binärwert Aus (F)
LS Auf Binärwert Aus (F)
uLeitgFehlt Binärwert Aus (F)
Ext. Blk. WE Binärwert Aus (F)
Bed.Blk.WE Binärwert Aus (F)
Hand Ein Binärwert Aus (F)
Sperr. Eing. Binärwert Aus (F)
Verläng. t1 Binärwert Aus (F)
MD1_EXT_1P_1P Binärwert Aus (F)

3-114
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Text Einheit Default Min. Max. Schritt


MD1 EXT 1P 3P Binärwert Aus (F)
MD1 EXT 1P3P 3P Binärwert Aus (F)
MD1 EXT 1P3P 1P3P Binärwert Aus (F)

EIN-BEFEHL
LS Ein Ausl.Kan. 00000000
GENERELLE MELDUNGEN
LS Ein Meldung
Aus 3-Pol. Meldung
Def. Aus Meldung
WE Bereit Meldung
WE Läuft Meldung
WE Blockiert Meldung
Erste WE 3P Meldung
Erste WE 1P Meldung
Zweite WE Meldung
Dritte WE Meldung
Vierte WE Meldung
Sperr. Ausg. Meldung

SYNCHROCHECK
SCBypas 1P Aus (Auswahl)
SCBypas1P3P Aus (Auswahl)
Ext.SCBypas Binärwert Aus (F)
SynchroChck Binärwert Aus (F)

STUFENVERLÄNGERUNG
StVerlVorFlr Ein (Auswahl)
StVerl. 1.WE Aus (Auswahl)
StVerl. 2.WE Aus (Auswahl)
StVerl. 3.WE Aus (Auswahl)
StVerl. 4.WE Aus (Auswahl)
St.Verläng. Meldung

MASTER-FOLLOWER-LOGIK
Master Modus Aus (Auswahl)
Master Verz. Binärwert Aus (F)
Mast.ohneErf Binärwert Aus (F)
Verz. Flwr. Meldung
Blk. an Flwr Meldung

3-115
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Text Einheit Default Min. Max. Schritt

DUPLEXLOGIK
LS2 Bereit Binärwert Aus (F)
EinAusBerei2 Binärwert Aus (F)
LS 2 Auf Binärwert Ein (T)
SynchroChck2 Binärwert Aus (F)
uLeitg2Fehlt Binärwert Aus (F)
LS2 Ein Ausl.Kan. 00000000
LS2 Ein Meldung
LS2 Vorzug Binärwert Aus (F)

(ZUSATZLOGIK)
P_INPUT1 Binärwert Aus (F)
:
P_INPUT16 Binärwert Aus (F)
TMSEC_Timer1 ms 0 0 30000 1
:
TMSEC_Timer8 ms 0 0 30000 1
P_OUTPUT1 Meldung
:
P_OUTPUT8 Meldung

Zu den Signalbezeichnungen:
Die Bezeichnungen von spezifisch für redundante bzw. Duplex-
Schutzsysteme vorgesehenen Ein- und Ausgangssignalen ent-
halten eine 2 bzw. 3.
Dafür sind die Signale der Grundkonfiguration (1 Schutzrelais
und 1 WE) nicht extra mit '1' bezeichnet.

Erläuterung der Parameter:

GENERELLES
ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)

3-116
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

1. WE Modus
Wählt die Art der ersten WE.
1. 1P-1P 1-polige Auslösung und WE bei
1-phasigen Erdschlüssen, keine WE bei
mehrphasigen Kurzschlüssen
1. 1P-3P 1-polige Auslösung mit 3-poliger Aus-
lösung nach ca. 20 ms, 3-polige WE nur
bei 1-phasigen Erdschlüssen (3-phasige
Pausenzeit, keine WE bei mehrphasigen
Kurzschlüssen
1. 1P3P-3P 3-polige Auslösung mit 3-poliger WE für
Erdschlüsse und Phasenkurzschlüsse
1. 1P3P-1P3P 1-polige Auslösung mit 1-poliger WE für
1-phasige Erdschlüsse (1-polige Pausen-
zeit), 3-polige Auslösung mit 3-poliger WE
für Phasenkurzschlüsse (3-polige Pausen-
zeit).
Ext. Wahl Externe Wahl durch die Binäreingänge
MD1_EXT_1P_1P, MD1_EXT_1P_3P,
MD1_EXT_1P3P_3P und
MD1_EX_1P3P_1P3P.
2..4WE Modus
Wählt die max. Anzahl der WE (alle 3-polig).
aus keine zweite, dritte und vierte WE
2 WE zwei Einschaltversuche
3 WE drei Einschaltversuche
4 WE vier Einschaltversuche.

ZEITGLIEDER
t Pause1 1P
1. Pausenzeit für 1polige WE.
t Pause1 3P
1. Pausenzeit für 3polige WE.
t Pause1 Ext
Verlängerung der 1. Pausenzeit für 1- oder 3-polige WE
(Der entweder als Impuls oder Dauersignal ausgebildete
Befehl muss vor Ablauf der Pausenzeit an den Eingang
'Verläng. t1' angelegt sein.)
t Pause2
2. Pausenzeit.
t Pause3
3. Pausenzeit.
t Pause4
4. Pausenzeit.

3-117
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

t Wirk.
Wirkzeit.
t Sperr.
Sperrzeit (Erholzeit des Schalters). Die Zeit von der abfallen-
den Flanke des letzten Schliessbefehls, während deren die
Wiedereinschaltfunktion blockiert ist und am Schluss deren
sie zurückgesetzt wird.
Tritt zwischen Diskriminations- und Pausenzeiten ein
Umschlagfehler ein, leitet eine erneute Auslösung zwischen
diesen zwei Zeiten die Sperrzeit ein.
Eine Schutzauslösung nach Ablauf des Zeitgliedes 't Wirk'
startet ebenfalls die Sperrzeit.
t Ein
Länge des Einschaltimpulses.
t Discrim. 1P
Diskriminationszeit für Umschlagfehler bei 1-poliger WE.
t Discrim. 3P
Diskriminationszeit für Umschlagfehler bei 3-poliger WE.
t Timeout
Zeit nach der Pausenzeit, innerhalb welcher ein Ein-Befehl
erfolgen muss. Erfolgt kein Ein-Befehl nach dieser Zeit, wird
der Befehl 'Def Aus' abgesetzt.
t WE Block.
Blockierzeit. 't WE Block' wird durch jede Blockierung ge-
startet ('Ext. Blk. WE', 'Bed.Blk.WEZ', 'Hand Ein', 'Sperr.
Eing.' oder 'Mast.ohneErf').

ALLG. BINÄREINGÄNGE
Anlauf *)
Eingang für die Meldung 'Anlauf der Wiedereinschaltung'.
Dieser Eingang wird mit der 'allgemeinen Anregung' einer
Schutzfunktion verbunden.
Aus LS 3P *)
Eingang für die Meldung '3polige Auslösung'.
Dieser Eingang wird mit der '3poligen Auslösung' einer
Schutzfunktion verbunden.

*) Für die korrekte Funktion der WE ist mindestens der 'Anlauf'- und der 'Aus LS 3P'-Eingang
mit einer Schutzfunktion oder durch einen Binäreingang des Systems mit einem externen
Relais zu verbinden.

3-118
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Aus LS
Eingang für die Meldung 'allgemeine Auslösung'.
Dieser Eingang wird mit der 'allgemeinen Auslösung' einer
Schutzfunktion verbunden.
Bei Nichtverwendung auf 'Aus' ('F' oder 'False') setzen.
Anlauf 2
Eingang für die Meldung 'Anlauf der Wiedereinschaltung'.
Dieser Eingang wird bei redundantem Schutz mit der
'allgemeinen Anregung' des Zweitschutzes verbunden.
Bei Nichtverwendung auf 'Aus' ('F' oder 'False') setzen.
Aus LS2 3P
Eingang für die Meldung '3polige Auslösung'.
Dieser Eingang wird bei redundanten Schutzsystemen mit
der '3-poligen Auslösung' des Zweitschutzes verbunden.
Bei Nichtverwendung auf 'Aus' ('F' oder 'False') setzen.
Aus LS2
Eingang für die Meldung 'allgemeine Auslösung'.
Dieser Eingang wird bei redundanten Schutzsystemen mit
der 'allgemeinen Auslösung' des Zweitschutzes verbunden.
Bei Nichtverwendung auf 'Aus' ('F' oder 'False') setzen.
Anlauf 3
Eingang für die Meldung 'Anlauf der Wiedereinschaltung'.
Dieser Eingang kann mit der 'allgemeinen Anregung' der
dritten Schutzfunktion verbunden werden.
Bei Nichtverwendung auf 'Aus' ('F' oder 'False') setzen.
Aus LS3 3P
Eingang für die Meldung '3-polige Auslösung'.
Dieser Eingang kann mit der '3-poligen Auslösung' der dritten
Schutzfunktion verbunden werden.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Aus LS3
Eingang für die Meldung 'allgemeine Auslösung'.
Dieser Eingang kann mit der 'allgemeinen Auslösung' der
dritten Schutzfunktion verbunden werden.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.

3-119
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

LS Bereit
Eingang für die Meldung 'Leistungsschalter bereit' (Aus-Ein-
Aus).
Wenn nicht gebraucht oder nicht vorhanden, auf 'Ein'
('T' oder 'True') setzen.
Logikverknüpfung der Binäreingänge: 'LS Bereit' ODER 'LS2
Bereit'.
Bei Duplex-Schutzsystemen genügt ein aktiver Eingang 'LS
Bereit' oder 'LS2 Bereit', um den WE-Zyklus freizugeben.
Der Eingang ist intern um 100 ms abfallverzögert.
EinAusBereit
Eingang für die Meldung 'Leistungsschalter für Ein-Aus-Zyklus
bereit'.
Wenn nicht gebraucht, nicht vorhanden und 'uLeitgFehlt' oder
'Ext.SCBypas' nicht benutzt, auf 'Ein' ('T' oder 'True') setzen.
Logikverknüpfung zur Freigabe des Schliessbefehls:
[('Synchrocheck' UND 'EinAusBereit') ODER 'uLeitgFehlt'
ODER 'Ext.SCBypas'].
LS Auf
Eingang für die Meldung 'Leistungsschalter offen'.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Zur Verhinderung einer ungewollten Blockierung bei schnellen
Leistungsschaltern ist die Wirksamkeit des Signals intern um
100 ms verzögert.
uLeitgFehlt
Eingang für die Meldung 'Leitung abgeschaltet' (bei geöffnetem
Leistungsschalter und Spannungswandler sammelschienen-
seitig).
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Ein aktiver Eingang überbrückt folgende Logikverknüpfung
der Binäreingänge: 'Synchrocheck' UND 'EinAusBereit'.
Ext. Blk. WE
Eingang zur Blockierung der internen Wiedereinschaltfunktion.
Auch ein laufender Wiedereinschaltzyklus wird durch dieses
Signal sofort unterbrochen.
Die Signale 'Aus 3-Pol.' und 'Def. Aus' werden erzeugt,
worauf eine definitive Abschaltung erfolgt.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.

3-120
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Bed.Blk.WE
Eingang für die Meldung 'Bedingte Blockierung'.
Die WE wird nur blockiert, sofern kein WE-Zyklus läuft.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Dieser Eingang kann mit der 'Anregung Draufschaltfehler'
einer Distanzschutzfunktion bzw. der HF-Auslösung einer
gerichteten Erdschlussschutz verbunden werden, um eine WE
zu verhindern.
Hand Ein
Blockiereingang vom 'Hand Ein-Befehl für den Leistungs-
schalter'.
Auch ein laufender Wiedereinschaltzyklus wird durch dieses
Signal sofort unterbrochen.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Sperr. Eing.
Eingang zur Blockierung der Follower-WE-Funktion in einem
redundanten Schutzsystem. Der Follower wird ab Ende des
Schliessbefehls des Masters bis zum Ende der Sperrzeit
blockiert.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Verläng. t1
Eingang für die Meldung 'bedingte Verlängerung der Pausen-
zeit (1p und 3p) für die erste (schnelle) WE.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
MD1_EXT_1P_1P, MD1_EXT_1P_3P, MD1_EXT_1P3P_3P und
MD1_EX_1P3P_1P3P
Eingänge für die externe Wahl des Modus der ersten WE.
Diese Eingänge sind nur wirksam, wenn der Parameter
'1. WE Modus' auf 'Ext. Wahl' eingestellt ist.
Nicht verwendete Eingänge sind auf 'Aus' ('F' oder 'False') zu
setzen. Wenn mehr als ein Eingang angesteuert ist, dann ist
immer der in der Aufzählung nachher aufgelistete Modus aktiv.
Wenn kein Eingang angesteuert ist, dann wird die Wieder-
einschaltung blockiert.

EIN-BEFEHL
LS Ein
Kommando-Relaisausgang für den Ein-Befehl an den Lei-
stungsschalter.

3-121
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

GENERELLE MELDUNGEN
LS Ein
Meldung 'Ein-Befehl Leistungsschalter'.
Aus 3-Pol.
Meldung an die Distanzschutz, damit er nur 3-polig auslösen
kann.
Diese Meldung wird invertiert mit dem Eingang '1polWE' der
Distanzschutzfunktion verbunden.
Dieses Signal ist in vielen Situationen aktiv, jedoch besonders
wenn die WE-Funktion blockiert, der LS nicht bereit, der LS
offen, die einphasige Diskriminationszeit 't Discrim 1P' ab-
gelaufen oder das Ausgangssignal 'Erste WE 3P' aktiv ist.
Das Signal wird am Ende der Sperrzeit zurückgesetzt.
Def. Aus.
Meldung für die definitive Auslösung.
Dieses Signal ist aktiv, wenn der Schutz nach der letzten WE
eines WE-Zyklus erneut auslöst bzw. die WE-Funktion blo-
ckiert ist. Es wird nach einer festen Verzögerungszeit von
500 ms zurückgesetzt.
WE Bereit
Meldung für 'Wiedereinschaltung bereit'. Diese Signal ist
aktiv, wenn die WE-Funktion eingeschaltet und für eine WE
bereit ist, sowie während des Schliessbefehls.
WE Läuft
Meldung für 'Wiedereinschalt-Zyklus läuft'.
Dieses Signal ist während ab Pausenzeit bis Ende des letz-
ten WE-Versuchs.
WE Blockiert
Meldet, dass die WE-Funktion blockiert ist.
Erste WE 3P
Meldet, dass die erste 3-polige WE läuft.
Erste WE 1P
Meldet, dass die erste 1-polige WE läuft.
Zweite WE
Meldet, dass die zweite WE läuft (immer 3-polig).
Dritte WE
Meldet, dass die dritte WE läuft (immer 3-polig).
Vierte WE
Meldet, dass die vierte WE läuft (immer 3-polig).

3-122
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Sperr. Ausg.
Signal zur Blockierung der Follower-WE-Funktion in einem
redundanten Schutzsystem.
Das Signal ist ab Ende des von der Master-WE-Funktion
erzeugten Schliessbefehls bis Ende der Sperrzeit aktiv.
SYNCHROCHECK
SCBypas 1P
Umgehung der Signale 'Synchrocheck' und 'EinAusBereit' bei
der ersten 1-poligen WE:
'ein' erste 1-polige WE ohne Freigabe durch die
Signale 'Synchrochck' und 'EinAusBereit'
(Bypass ist immer aktiv);
'aus' erste 1-polige WE nur mit Freigabe durch die
Signale 'Synchrochck' und 'EinAusBereit'
(Bypass ist nicht aktiv).
SCBypas 1P3P
Umgehung der Signale 'Synchrocheck' und 'EinAusBereit' bei
der ersten WE (1p und 3p):
'ein' erste WE ohne Freigabe durch die Signale
'Synchrochck' und 'EinAusBereit'
(Bypass ist immer aktiv).
'aus' erste WE nur mit Freigabe durch die Signale
'Synchrochck' und 'EinAusBereit'
(Bypass ist nicht aktiv).
Ext.SCBypas
Umgehung der Signale 'SynchroChck' und 'EinAus Bereit'.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Logikverknüpfung der Binäreingänge: [('Synchrocheck' UND
'EinAusBereit') ODER 'uLeitg Fehlt' ODER 'Ext.SCBypas'].
Logikverknüpfung der Binäreingänge: [('Synchrocheck2' UND
'EinAusBerei2') ODER 'uLeitg2Fehlt' ODER 'Ext.SCBypas'].
SynchroChck
Eingang für die Meldung 'Synchrocheck'.
Wenn nicht gebraucht, nicht vorhanden und 'uLeitgFehlt'
oder 'Ext.SCBypass' nicht benutzt, auf 'Ein' ('T' oder 'True')
setzten.
Logikverknüpfung der Binäreingänge: [('Synchrocheck' UND
'EinAusBereit') ODER 'uLeitgFehlt' ODER 'Ext.SCBypas')].

3-123
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

STUFENVERLÄNGERUNG
Die nachfolgend beschriebenen Funktionen setzen voraus, dass
das Signal 'St.Verläng.' mit der Distanzschutzfunktion verbunden
ist (s. a. Abschnitt 3.5.13.2.).
In Kombination mit den Überstromfunktionen kann mit diesem
Signal die Schnellauslösung angesteuert werden (s.a. Abschnitt
3.5.13.3.).
StVerlVorFlr
Reichweite der Distanzschutzmessung ausserhalb der WE-
Zyklen (vor dem ersten Fehler):
'ein' Überreichen aktiv (Signal 'St.Verläng.' aktiv)
'aus' Unterreichen (Signal 'St.Verläng.' nicht aktiv).
StVerl. 1. WE
Reichweite der Distanzschutzmessung nach der ersten WE:
'ein' Überreichen aktiv (Signal 'St.Verläng.' aktiv)
'aus' Unterreichen (Signal 'St.Verläng.' nicht aktiv).
StVerl. 2. WE
Reichweite der Distanzschutzmessung nach der zweiten WE:
'ein' Überreichen aktiv (Signal 'St.Verläng.' aktiv)
'aus' Unterreichen (Signal 'St.Verläng.' nicht aktiv).
StVerl. 3. WE
Reichweite der Distanzschutzmessung nach der dritten WE:
'ein' Überreichen aktiv (Signal 'St.Verläng.' aktiv)
'aus' Unterreichen (Signal 'St.Verläng.' nicht aktiv).
StVerl. 4. WE
Reichweite der Distanzschutzmessung nach der vierten WE:
'ein' Überreichen aktiv (Signal 'St.Verläng.' aktiv)
'aus' Unterreichen (Signal 'St.Verläng.' nicht aktiv).
St.Verläng.
Meldung an die Distanzschutzfunktion für die Stufen-
verlängerung, oder die Freigabe einer kurzverzögerten
Überstromfunktion.

MASTER-FOLLOWER-LOGIK
Master Modus
(bei 1½- und redundanten Schutzsystemen)
Konfiguriert eine WE-Funktion als "Master-WE":
'ein' Master-Ausgangssignale werden gesendet.
'aus' Master-Ausgänge blockiert.

3-124
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Master Verz.
Eingang für das Signal zur Verzögerung des Einschaltbefehls
vom Follower-WE.
Das Signal wird beim Start der Pausenzeit vom Master aktiv
und entweder durch eine erneute Auslösung nach dem letzten
Wiedereinschaltversuch eines WE-Zyklus oder am Schluss
der einer erfolgreichen Master-WE folgenden Wartezeit
zurückgesetzt.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Mast.ohneErf
Eingang für die Blockiermeldung vom Master-LS.
Dieses Signal wird durch die positive Flanke des Master-WE-
Ausgangs 'Def. Aus' ausgelöst und nach einer festen
Verzögerung von 500 ms zurückgesetzt.
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Verz. Flwr.
Signal zur Verzögerung des Follower-Leistungsschalters bis
die Master-WE-Funktion ihren WE-Zyklus beendet.
Das Signal spricht beim Start der Pausenzeit vom Master an
und wird entweder von der positiven Flanke des Ausgangs
'Def. Aus' oder nach der Zeit 't Ein' von der negativen Flanke
des Ausgangs 'LS Ein' zurückgesetzt.
Blk. an Flwr
Signal zur Blockierung der Follower-WE, solange der Master-LS
nicht erfolgreich eingeschaltet werden kann.
Der Verlauf dieses Signals ist gleich demjenigen des Ausgangs
'Def. Aus'.

DUPLEXLOGIK
LS2 Bereit
Eingang für die Meldung 'Leistungsschalter 2 bereit' (Aus-
Ein-Aus).
Wenn nicht gebraucht oder nicht vorhanden, auf 'Aus' ('F' oder
'False') setzen.
Logikverknüpfung der Binäreingänge: 'LS Bereit' ODER 'LS2
Bereit'.
Im Falle einer Duplexkonfiguration genügt ein aktiver
Eingang 'LS Bereit' oder 'LS2 Bereit', um den WE-Zyklus
freizugeben.
Der Eingang ist intern um 100 ms abfallverzögert.

3-125
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

EinAusBerei2
Eingang für die Meldung 'Leistungsschalter 2 Ein-Aus-Zyklus
bereit'.
Wenn nicht gebraucht, nicht vorhanden und 'uLeitg2Fehlt'
nicht benutzt, auf 'Ein' ('T' oder 'True') setzen.
Logikverknüpfung der Binäreingänge: [('Synchrocheck2' UND
'EinAusBerei2') ODER 'uLeitg2Fehlt' ODER 'Ext.SCBypas'].
LS2 Auf
Eingang für die Meldung 'Leistungsschalter 2 offen'.
Wenn nicht gebraucht, auf 'Ein' ('T' oder 'True') setzen. Bei
einer Duplexkonfiguration sind die Angaben unter Duplexlogik
zu beachten (s. Abschnitt 3.5.13.5.).
SynchroChck2
Eingang für die Meldung 'Synchrocheck des
Leistungsschalter 2'.
Wenn nicht gebraucht, nicht vorhanden und 'uLeitg2Fehlt'
oder 'Ext.SCBypas' nicht benutzt, auf 'Ein' ('T' oder 'True')
setzen.
Logikverknüpfung der Binäreingänge: [('Synchrocheck2' UND
'EinAusBerei2') ODER 'uLeitg2Fehlt' ODER 'Ext.SCBypass'].
uLeitg2Fehlt
Eingang für die Meldung 'Leitung 2 abgeschaltet' (bei
geöffnetem Leistungsschalter 2 und Spannungswandler 2
sammelschienenseitig).
Bei Nichtverwendung auf ‘Aus’ (‘F’ oder ‘False’) setzen.
Ein aktiver Eingang überbrückt folgende Logikverknüpfung
der Binäreingänge: 'Synchrocheck2' UND 'EinAusBerei2'.
LS2 Ein
Kommando-Relaisausgang für den Ein-Befehl an den
Leistungsschalter 2.
LS2 Ein
Meldung 'Ein-Befehl Leistungsschalter 2.
LS2 Vorzug
Eingang zur Bestimmung des Vorzugsschalters:
'Aus' ('F' oder 'False') LS1 ist Vorzugsschalter
'Ein' ('T' oder 'True') LS2 ist Vorzugsschalter.
Wenn vor dem Fehler beide Schalter eingeschaltet sind, führt
nur der Vorzugsschalter den ganzen Wiedereinschaltzyklus
durch. Im normal Fall schaltet der andere Schalter erst nach

3-126
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

einer erfolgreichen WE des Vorzugsschalters ein. Er schaltet


aber auch ein, sollte der EIN-Befehl des Vorzugsschalters
durch eine fehlende Freigabe (EinAusBereit bzw. Synchro-
check) unterbunden sein.

(ZUSATZLOGIK)
Die folgenden Einstellungen sind nur von Bedeutung, wenn
anstelle der Standard Wiedereinschaltlogik eine spezielle Logik
im Gerät geladen ist. Die Bedeutung der einzelnen Einstellungen
ist in diesem Fall der zugehörigen Logikbeschreibung zu
entnehmen.
P_INPUT1, P_INPUT2... P_INPUT16
Zusätzliche Binäreingänge der speziellen Wiedereinschalt-
logik.
TMSEC_Timer1, TMSEC_Timer 2... TMSEC_Timer 8
Zusätzliche Zeiteinstellungen der speziellen Wiedereinschalt-
logik.
P_OUTPUT1, P_OUTPUT2... P_OUTPUT8
Zusätzliche Meldungen der speziellen Wiedereinschaltlogik.

PROJEKTVERZEICHNIS
Das Unterverzeichnis, in dem sich die Wiedereinschaltlogik be-
findet, ist wählbar. Der Default-Name „AURESTD“ gilt bei Ver-
wendung der Standard Wiedereinschaltlogik, die sich im MMK-
Unterverzeichnis befindet.
Wird anstelle der Standard Wiedereinschaltlogik eine spezielle
Wiedereinschaltlogik eingesetzt, so sind der Name und den Pfad
entsprechend anzupassen. Die Vorgehensweise in diesem Fall
ist der zugehörigen Logikbeschreibung zu entnehmen.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

3.5.13.1. Allgemeines
Die Wiedereinschaltfunktion (WE-Funktion) kann bis zu vier
Wiedereinschaltungen ausführen. Die erste WE kann entweder
ein- oder dreipolig sein, während die nachfolgenden WE immer
dreipolig sind. Die gewünschte Art und die Anzahl WE-Zyklen
werden über die Parameter '1. WE Modus' (4 verschiedene Modi
beim ersten WE) und '2..4WE Modus' (Anzahl der WE) be-
stimmt.
Die Funktion kann sowohl mit einem externen Distanzschutz als
auch mit anderen internen Schutzfunktionen zusammenarbeiten.
Die Funktion kann von einer oder mehreren Schutzeinrichtungen
angesteuert werden (s. Abschnitte 3.5.13.2 bis 3.5.13.5).

3.5.13.2. Verbindungen WE/Distanzschutz


Aufgrund der Eingangssignale 'Anlauf', 'Aus LS' und 'Aus LS 3P'
erkennt die WE-Funktion, ob der Distanzschutz angesprochen
(Anlauf) und ob er ein- oder dreipolig ausgelöst hat. Für eine
einpolig Auslösung wird nur das Signal 'Aus LS', für eine dreipolig
Auslösung zusätzlich das Signal 'Aus LS 3P' erzeugt.
Den Entscheid ob 1- oder 3-polige Auslösung fällt grundsätzlich
das externe Distanzrelais bzw. die interne Distanzschutzfunktion.
Die WE-Funktion kann zwei Signale an die Distanzschutz-
funktion übertragen. Über das Signal 'Aus 3-Pol' meldet die WE
dem Distanzschutz, dass er in jedem Fall 3-polig auslösen soll.
Über das Signal 'St.Verläng.' wird die Übergreifstufe der Distanz-
schutzfunktion aktiviert.
Bei der Funktionsparametrierung sollte die Reihenfolge der
Funktionen berücksichtigt werden. Die Distanzschutzfunktion
sollte aus Laufzeitgründen vor der WE-Funktion konfiguriert
werden.
Ist die Draufschaltfehler-Logik bei einer Wiedereinschaltung
nicht benötigt, so muss man das Signal 'WE Läuft' mit dem
Binäreingang 'ExtBlkDraufs' der Distanzschutzfunktion verbinden.
Diese Verbindung ist aber für Pausenzeiten <10 s überflüssig,
da normalerweise das Zeitglied 'Draufs 10sec' der Draufschalt-
fehlerlogik in der Distanzschutzfunktion aktiviert wird.
Falls die erste Auslösung mit dem Draufschaltfehlerschutz er-
folgte, kann ein WE-Zyklus verhindert werden, indem die Di-
stanzschutzmeldung 'Anlauf Draufs' mit dem bedingten Blockier-
eingang 'Bed.Blk.WE' der WE-Funktion verbunden wird.

3-128
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Der Signalaustausch bei den verschiedenen Schutzsystemen


(eine Distanzschutz- und eine WE-Funktion sowie mehrere
Schutzfunktionen und eine WE-Funktion) zeigen Bild 3.5.13.1,
Bild 3.5.13.2 und Bild 3.5.13.5.

RE.316*4
Anreg RST Anlauf
<Z Aus LS Aus LS
WE

Aus LS 3P Aus LS 3P

EinAusBereit
Anreg Draufs Bed. Blk. WE

Ls Bereit
Ls Auf

Ls Ein
1pol WE Aus. 3-Pol.
StufenErwWE St.Verläng.

HEST 965 010 C

Bild 3.5.13.1 Distanzschutz- und WE-Funktionen im selben Gerät

RE.316*4
Anlauf
<Z Aus LS
WE
Aus LS 3P
EinAusBereit

Bed. Blk. WE
Ls Bereit

Aus. 3-Pol.
Ls Auf

Ls Ein

St.Verläng.

HEST 965 011 C

Bild 3.5.13.2 Distanzschutz- und WE-Funktionen in getrennten


Geräten

3-129
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.5.13.3. Verbindungen zwischen WE- und einer Überstrom- bzw.


Differentialschutzfunktion
a) Bei der Funktionsparametrierung sollte man auf die Reihen-
folge der Funktionen achten. Aus Laufzeitgründen sollte die
Überstrom- vor der WE-Funktion konfiguriert werden.
Damit die Wirkzeit nicht gestartet wird, ist das Signal 'AUS'
der Überstromfunktion mit beiden Eingängen 'Anlauf' und 'Aus
LS 3P' der WE-Funktion zu verbinden.
Die Zeit 't Ein' ist länger als die maximale Auslöseverzögerung
der aktivierten (gestaffelten) Überstromfunktionen einzu-
stellen:
tEin der WE-Funktion > tmax. Verzögerung der Stromfunktionen

Beim Einsatz des Signals 'St.Verläng.' (siehe Einstellungen


Stufenverlängerung) in Anwendungen mit Überstromfunktio-
nen haben die Begriffe 'überreichen' und 'unterreichen' die
folgende Bedeutungen:
'überreichen' : Freigabe einer Überstromfunktion mit kurzer
(unselektiver) Zeitverzögerung.
'unterreichen' : Freigabe einer Überstromfunktion mit langer
(selektiver) Zeitverzögerung.
Der Signalaustausch mit den Überstromfunktionen geht aus dem
Bild 3.5.13.3 hervor.
b) Werden bei der Zusammenarbeit mit einer Differentialstrom-
funktion nur eine dreipolige Auslösung und eine dreipolige
WE benötigt, so ist der Auslösebefehl der Differentialfunktion
mit den Eingängen 'Anlauf' und 'Aus LS 3P' der WE-Funktion
zu verbinden.
Für eine einpolige Auslösung und WE ist die FUPLA-Zusatz-
logik T129 erforderlich.

3-130
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

RE.316*4
Strom AUS
(I1>, t 1)
³ 1 *) Anlauf WE
Logik Aus LS 3P

EinAusBereit
Ls Bereit
St.Verläng

Ls Auf

Ls Ein
Strom AUS
(I2>, t 2)

Blockierung

HEST 965 012 C

Bild 3.5.13.3 Überstrom- und WE-Funktionen im selben Gerät


Es bedeuten:
t1 normale Verzögerung (0,5 ... 1,5 s)
t2 kurze Verzögerung (0,02 ... 0,2 s)
I1>, I2> Ansprechwert 'I-Wert' für die Auslösung 'AUS'.

*) Anstelle der Logikfunktion können auch die Eingänge 'Anlauf 2' und 'Aus LS2 3P' mit der
Meldung 'Aus' der zweiten Stromfunktion verbunden werden.

3-131
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.5.13.4. Redundante Schutzsysteme


Die Koordination von zwei Schutzfunktionen mit einer oder zwei
WE pro Leitung ist möglich (s. Bild 3.5.13.4 und Bild 3.5.13.5).
Um mögliche Fehlfunktionen aufgrund von Toleranzabweichun-
gen bei den Zeitgliedern zu vermeiden, ist eine Master-Follower-
Logik vorzusehen.
Ein redundantes Schutzsystem besteht aus zwei weitgehend
unabhängige Schutzeinrichtungen. Da jede auch eine eigene
WE-Funktion besitzt, muss deren Betrieb durch die Konfigura-
tion der einen als Master und der anderen als Follower koor-
diniert werden. Wird nun die Master-WE als erstes angeregt, so
verzögert sie das Arbeiten der Follower-WE solange, bis sie eine
erfolgreiche WE erreicht hat oder eben nicht.
Wird die Follower-WE zuerst freigegeben, so beginnt ihre
Pausenzeit zu laufen. Diese wird aber ausgesetzt und der WE-
Zyklus des Masters durchgeführt, sollte der Master während der
Pausenzeit des Followers freigegeben werden.
Die Follower-WE arbeitet lediglich als Reserve („Hot Standby“)
und greift nur ein, wenn die Master-WE oder deren Schutz-
einrichtung ausfallen sollte.
Das Signal von einem defekten Kontakt wie 'EinAusBereit' zum
Master hätte jedoch nach der Zeit 't Timeout' ein 'Def. Aus'-
Signal zur Folge, das auch die Follower-WE blockieren würde.
In der Anordnung gemäss Bild 3.5.13.4 können die Master-
Follower-Funktionen durch entsprechender Konfiguration der
Software auch umgekehrt sein.

3-132
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

<Z <Z

Anreg Draufs

StufenEwWE
Anreg RST

Aus LS 3P

1 pol WE
Aus LS
RE.316*4

Aus LS
Aus LS 3P
Bed. Blk. WE

Aus LS
Aus LS 3P
Bed. Blk. WE
Aus. 3-Pol.
St.Verläng.

Aus. 3-Pol.
St.Verläng.
Anlauf

Anlauf
Aus LS2 3P
LS Auf LS Auf
LS Bereit LS Bereit
WE WE
EinAusBereit EinAusBereit

LS Ein LS Ein

Sperr. Eing. Sperr. Ausg.


Sperr. Ausg. Sperr. Eing.

Verz. Flwr. Master Verz.

Master Modus = 'Ein' Master Modus = 'Aus'

HEST 965 013 C

Bild 3.5.13.4 Redundante Konfiguration (< Z- und WE-Geräte


redundant) mit Master-Follower-Logik

3-133
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

RE.316*4
< Z (1)
Anreg RST Anlauf WE
Aus LS Aus LS
Aus LS 3P Aus LS 3P
Anreg Draufs Bed. Blk. WE
1pol WE Aus. 3-Pol.
StufenErwWE St.Verläng.

Stufenverlängerung
Aus. 3-Pol.

Anlauf 2
Aus LS2

EinAusBereit
< Z (2) Aus LS2 3P

Ls Bereit
Ls Auf

Ls Ein
Anlauf
Aus LS 3P

B - Up

HEST 965 014 C

Bild 3.5.13.5 Mehrere Schutzfunktionen mit gemeinsamer


WE-Funktion
3.5.13.5. Master-Follower-Logik
Für Lösungen in 1½-Schaltersystemen und 2-Schaltersystemen
oder Ringbus mit einem RE. 316*4 pro Leitung und einer WE-
Funktion pro Schalter ist eine Master-Follower-Logik möglich.
Mit dem Parameter 'Master Modus' wird eine WE-Funktion als
"Master-WE" konfiguriert. Diese sendet nach einer erfolgreichen
WE ein Freigabesignal an "Follower-WE", resp. an dessen Schalter
(die Verbindungen gültig für eine 3-polige Auslösung und Wieder-
einschaltung sowie alle Fehlerarten sind in Bild 3.5.13.6 gezeigt).

3-134
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

RE.316*4 SCHUTZ 1 RE.316*4 SCHUTZ 2


Aus LS R Aus LS R
<Z Aus LS S Aus LS S <Z
Aus LS T Aus LS T

Anreg RSTZus

Anreg RSTZus
Anreg Draufs

Anreg Draufs
1 polWE=F
Anreg RST

Anreg RST

1 polWE=F
Aus LS 3P

Aus LS 3P
Aus LS

Aus LS
Aus 3-Pol
Anlauf 2
Aus LS 2
Aus LS

Bed. Blk. WE
Aus LS 3p

Aus LS2 3p

Anlauf 2
Aus LS 2

Aus 3-Pol
Anlauf

Aus LS

Bed. Blk. WE
Aus LS 3p

Aus LS2 3p
Anlauf
RE.316*4 Verz. Flwr Master Verz.
RE.316*4
Blk.an Flwr Mast.ohneErf
Master-WE Follower-WE
LS Bereit

LS Bereit
EinAus

EinAus
LS Auf

LS Ein

LS Ein
LS Auf
Bereit

Bereit

"Master-LS” "Follower-LS”

LEITUNG
HEST 005 002 C

Bild 3.5.13.6 Master-Follower-Schaltung für Erd- und Kurz-


schlüsse und WE-Modus 1P3P-3P
Anmerkung: Ein zweiter Abgang bedarf zusätzlicher Verbindun-
gen sowie einer Zusatzlogik.

3-135
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Verzögerung des Followerschalters 'Verz. Flwr.'


Ein aktives Signal 'Verz. Flwr.' des Master-WE wird zum Eingang
'Master Verz.' des Follower-WE gesendet und verzögert dort den
Einschaltbefehl 'LS Ein' an den Follower-Schalter solange, bis
der Master-WE sein 'LS Ein' abgesetzt hat. Es folgt dann eine
Wartezeit von 300 ms, damit sicher genügend Zeit für eine
erfolgreiche Wiedereinschaltung bleibt. Ist der Wieder-
einschaltversuch doch erfolglos, so bleibt der Ausgang aktiv bis
das Signal 'Def. Aus' erzeugt wird (Abfallen des Signals 'Verz.
Flwr' und Erzeugung des Signals 'Blk. an Flwr').
Fällt dieses Signal vor dem Ablauf der Pausenzeit des Follower-
WE ab, so erfolgt am Ende der Pausenzeit ein Einschaltbefehl
an den Follower-Schalter.

Blockierung der Follower-WE 'Blk. an Flw'


Die Master-WE sendet ein aktives Signal 'Blk. an Flw' zum
Follower-Eingang 'Mast.ohneErf', das beim Erscheinen des
Signals 'Def. Aus' und somit erfolglosen WE-Versuch des
Masters die Follower-WE-Funktion blockiert.
3.5.13.6. Duplexlogik
Die Duplexlogik für zwei Schalter auf einer Leitung ist ebenfalls
integriert (s. Bild 3.5.13.7).
Bei der Duplexkonfiguration muss man folgendes beachten:
Hinweis: Ein Leistungsschalter muss auf niedrige Priorität ge-
setzt werden.
· Die Eingänge 'LS auf' und 'LS2 auf' müssen für ein korrektes
Funktionieren der Duplexlogik mit den entsprechenden Si-
gnalen der zugehörigen Leistungsschalter verbunden werden
(Auf 'Aus' setzen, macht die Duplexlogik unwirksam).
Falls die Signale 'LS Bereit' und 'LS Auf' vom Leistungs-
schalter nicht getrennt zur Verfügung stehen, ist folgendes
Vorgehen zu wählen:
· An den Leistungsschaltern die beiden Signalkontakte
'LS Bereit' (Luftdruck, Federaufzug) und 'LS geschlossen'
in Serie schalten. In diesem Fall muss 't Ein' länger als
die max. Federaufzugszeit eingestellt werden, um die
Meldung 'Def. Aus' bei erfolgreicher WE zu unterdrücken.
· Diese kombinierten Signale werden auf die zugehörigen
Eingänge 'LS Bereit' parametriert.
· Dieselben Signale werden invertiert auf die zugehörigen
Eingänge 'LS Auf' parametriert.

3-136
LS Auf Anlauf Anreg RST

LS Bereit Aus LS Aus LS

CB1
EinAusBereit Aus LS 3P Aus LS 3P
RE.316*4

Anreg Draufs
< Z (1)

LS Ein Bed. Blk. WE

Aus. 3-Pol. 1 pol WE

St.Verläng. StufenErwWE

WE
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

LS2 Auf Stufenverlängerung


LS2 Bereit Aus 3-Pol.

CB2
EinAusBereit2 Anlauf 2
LS2 Ein Aus LS2
< Z (2)

Aus LS2 3P

HEST 965 016 C

Bild 3.5.13.7 Duplexkonfiguration (< Z eventuell redundant)


ABB Schweiz AG

3-137
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.5.13.7. Zeitglieder
Die Parameter für die verschiedenen Zeiten erlauben Einstel-
lungen bis zu 300 s, in Schritten von 10 ms.
Im folgenden Text sind alle Zeitglieder definiert.

Pausenzeiten 't Pause1 1P' bis 't Pause 4'


Sofern der Auslösebefehl vor Ablauf der Zeit 't Wirk.' erzeugt
wird, ist die Pausenzeit durch die Zeit zwischen der Ausgabe
des Auslösesignals ('Aus LS') und des Einschaltbefehls ('LS
Ein') definiert.
Die Pausenzeiteinstellung ist für jede WE-Art getrennt einzu-
geben. Dazu werden die folgenden Parametern eingestellt:
't Pause1 1P', 't Pause1 3P, 't Pause2', 't Pause3', 't Pause 4'.
Die Pausenzeiten 't Pause1 1P' und 't Pause1 3P' für die erste
(schnelle) WE können von extern auf einen zweiten Wert umge-
schaltet werden. Die zusätzliche Zeitverlängerung ist über das
Zeitglied 't Pause1 Ext' einstellbar und mit dem Eingang
'Verläng. t1' aktivierbar.
Die 2., 3. und 4. WE sind immer dreipolig.

Verlängerungszeit 't Pause1Ext'


Dieses Zeitglied eröffnet die Möglichkeit die erste Pausenzeit
noch zu verlängern (z.B. wenn das Übertragungsgerät defekt ist,
oder beim Einsatz von 2 redundanten Schutzsystemen mit
getrennten WE-Geräten). Die Verlängerung wird mit dem Binär-
eingang 'Verläng. t1' freigegeben.

Wirkzeit 't Wirk.'


Falls ein Fehler bereits längere Zeit vor der Auslösung be-
standen hat, sinkt die Wahrscheinlichkeit für eine erfolgreiche
Wiedereinschaltung. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass die
Netzstabilität danach durch eine erfolglose WE gefährdet sein
könnte. Die Zeit, in der durch ein Auslösesignal ein WE-Zyklus
ausgelöst werden kann, ist deswegen begrenzt. Die Wirkzeit
wird mit dem Parameter 't Wirk.' eingestellt.
Die Wirkzeit wird mit der Anregung (Anlauf) einer Schutzfunktion
gestartet. Fehler, welche nach Ablauf der Zeit 't Wirk' eine Aus-
lösung bewirken, werden definitiv abgeschaltet (Meldung: 'Def.
Aus.'). Es erfolgt keine Wiedereinschaltung.
Läuft die Wirkzeit ab, ohne dass der Schutz auslöst, wird die
Wiedereinschaltung blockiert und die Blockierzeit läuft an.

3-138
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Beispiel:
Zeit 't Wirk' < Zeit St(2) der Distanzfunktion bewirkt, dass nur
Fehler in der Distanzstufe 1 (Zeit St(1)) eine WE zur Folge ha-
ben.
Für Relais mit lediglich Stromfunktionen wird diese Funktion
nicht benötigt. Die Binäreingänge 'Anlauf' und 'Aus LS 3P'
werden miteinander verbunden. (s.a. Abschnitt 3.5.13.3.)

Sperrzeit 't Sperr.'


Die Aufgabe der Sperrzeit besteht u.a. darin, dem Leistungs-
schalter eine Erholungszeit zu gewähren, damit er seine volle
Spannungsfestigkeit wieder erlangen kann. Sie sperrt deshalb
die WE-Funktion entsprechend der Einstellung für das Para-
meter 't Sperr.' nach einem der folgenden Ereignisse:
· dem letzten WE-Versuch
· einer definitiven Auslösung, da der Schutz nach der Zeit 't
Wirk.' ausgelöst hat
· einer weiteren Auslösung zwischen der Diskriminations- und
der Pausenzeit (Umschlagfehler, siehe 'Def. Aus').

Einschaltbefehlszeit 't Ein'


Die maximale Dauer des Einschaltbefehls (Kommando-Ausgang
'LS Ein') wird mit dem Parameter 't Ein' eingestellt. Ein erneuter
Auslösebefehl unterbricht den aktiven Einbefehl. Eine zweite,
dritte oder vierte Wiedereinschaltung kann nur gestartet werden,
wenn der erneute Ausbefehl innerhalb 't Ein' eintrifft.

Diskriminationszeit 't Discrim. 1P', 't Discrim. 3P'


Mit der Diskriminationszeit wird entschieden was geschieht,
wenn ein Folgefehler (Umschlagfehler 3phasig) während der
Pausenzeit auftritt, d.h. die anderen beiden Phasen zusätzlich
auslösen oder die Auslösung zurückfällt und wieder anspricht.
Die Diskriminationszeit läuft gleichzeitig mit der Pausenzeit an.
Falls ein Auslösesignal nach Ablauf der Diskriminationszeit aber
vor Ablauf der Pausenzeit wegen eines Folgefehlers wieder
gesetzt wird, läuft die Sperrzeit an und es wird 'Def. Aus.' signali-
siert. Gleichzeitig wird die Pausenzeit gestoppt und das Melde-
signal 'WE Läuft' zurückgesetzt.
Falls der erste Fehler 1-phasig war und der Folgefehler während
der Zeit 't Pause1 1P' aber vor dem Ablauf der Diskriminations-
zeit 't Discrim. 1P' auftritt, startet die Pausenzeit 't Pause1 3P'
erneut und es folgt eine 3-poliger WE.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Die Diskriminationszeit 't Discrim. 3P' wird für 2- oder 1½ Schalter-


Anordnung benötigt, bei einer Wiedereinschaltfunktion für jeden
Schalter.
Eingestellt werden die Parameter 't Discrim. 1P', bzw. 't Discrim. 3P'
für 1- und 3-polige WE typischerweise auf 50% der kürzesten
Pausenzeit.
Die minimale Einstellung der Diskriminationszeit beträgt:
100 ms + Schalterzeit
Hinweis:
Zu beachten ist, dass die Zeit 't1UmschlagF' für die Erkennung
eines Folgefehlers (einer Umschlagstörung oder einer erfolg-
losen WE) in der Distanzschutzfunktion eingestellt werden
muss.
Mit dem Parameter 't1UmschlagF' in der Distanzschutzfunktion
lässt sich die Zeit einstellen, während deren jeder Folgefehler
(Umschlagstörung oder erfolglose WE) zu einer dreipoligen Aus-
lösung führt. Damit wird jede zweite Auslösung vom Distanz-
schutz 3-polig abgeschaltet. Zusätzlich erfolgt nach Ablauf der
Diskriminationszeit 'tDiscrim. 1P' von der WE die Meldung 'Aus
3-Pol', d.h. Umschaltung auf 3-polig Auslösung.
Die Zeit t1UmschlagF' in der Distanzschutzfunktion wird mit Vor-
teil länger als die Pausenzeit 'tPause1 1P' einer WE eingestellt.

Ablaufzeit 't Timeout'


Der Parameter 't Timeout' definiert das Zeitintervall, in welchem
ein Ein-Befehl nach der Pausenzeit abgegeben werden muss,
ansonsten wird die Meldung 'Def. Aus.' signalisiert und es findet
keine weitere WE statt. Nach Ablauf jeder Pausenzeit findet vor
der Abgabe des Einbefehls die Abfrage der Logik [('SynchroCheck'
UND 'EinAusBereit') ODER 'uLeitgFehlt' ODER 'Ext.SC Bypas')]
statt. Ein positives Resultat führt nur innerhalb der Zeit 't Timeout'
zu einem Einbefehl.

Blockierzeit 't WE Block.'


Die WE-Funktion kann mit den folgenden binären Eingangssigna-
len freigegeben bzw. blockiert werden:
· Ext. Blk. WE - Blockierung auch während eines WE-Zyklus
· Hand Ein - Blockierung auch während eines WE-Zyklus
· Sperr. Eing. - Blockierung auch während eines WE-Zyklus

3-140
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

· LS Bereit - Blockierung ausgenommen während eines


WE-Zyklus
· LS2 Bereit - Blockierung ausgenommen während eines
WE-Zyklus *)
· EinAusBereit - Blockierung am Ende eines WE-Zyklus,
nach Ablauf der Zeit 't Timeout'
· EinAusBerei2 - Blockierung am Ende eines WE-Zyklus,
nach Ablauf der Zeit 't Timeout' *)
· Mast.ohneErf - Blockierung an die Follower-LS nach einem
erfolglosen Master-WE-Zyklus
· Bed.Blk.WE - Blockierung ausgenommen während eines
WE-Zyklus.
Wenn eine Blockierung durch 'Bed.Blk.WE' während eines WE-
Zyklus eintritt (d.h. 'WE läuft' Meldesignal aktiv), gilt die Blo-
ckierung erst ab dem Ende des laufenden Zyklus, voraus-
gesetzt, dass das Signal noch aktiv ist.
Ein WE-Zyklus bleibt nach Freigabe des letzten binären Einganges
während der eingestellten Blockierzeit 't WE Block.' blockiert.
Die Initialisierung des Schutzgeräts durch den Anschluss der
Hilfsspannung oder das Abspeichern neuer Parameter wirkt
auch wie ein Blockiersignal.

*) 2 bezeichnet die Ein- und Ausgänge vom Leistungsschalter 2 bei einem Duplex-
Schutzsystem (s. Bild 3.5.13.7).

3-141
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3.5.13.8. Externe Binäreingänge

Anregung und Auslösung vom Schutz:


'Anlauf' ('Anlauf 2', 'Anlauf 3'); 'Aus LS', 'Aus LS 3P'
('Aus LS2', 'Aus LS3', 'Aus LS2 3P', 'Aus LS3 3P')
Die drei Eingangssignale 'Aus LS' (generelle Auslösung),
'Aus LS 3P' (Auslösung 3polig), und 'Anlauf' (Anregung oder
Start) müssen konfiguriert werden, um die WE-Funktion zu steu-
ern. Dazu werden normalerweise die Meldesignale der Schutz-
funktion im Untermenü 'BINÄRAUSGANG EINER SCHUTZ-
FUNKTION' ausgewählt. Da die WE-Funktion autonom ist, kön-
nen auch Signale von anderen Funktionen ausgewählt werden.
In der redundanten Konfiguration mit zwei Schutzrelais und
einem WE-Apparat (s. Abschnitt 3.5.13.4.) müssen die Ein-
gangssignale 'Aus LS 2', 'Aus LS2 3P' und 'Anlauf 2' auch mit
dem zweiten Relais verdrahtet werden.

Schalter-Bereit und Ein-Aus-Bereit


'LS Bereit' , 'EinAusBereit' ('LS2 Bereit', 'EinAusBerei2')
Die Eingänge 'EinAusBereit' und 'LS Bereit' (bzw. bei Duplex-
konfiguration: 'EinAusBerei2' und 'LS2 Bereit') sind mit den Lei-
stungsschaltern zu verbinden, um die Bereitschaft für einen WE-
Zyklus zu melden. Falls ein Eingang von beiden nicht verwendet
wird, muss er auf 'TRUE' gesetzt werden.
Mit dem Eingang 'LS Bereit' (Signal OCO: Open-Close-Open
Zyklus möglich) wird mitgeteilt, ob die WE-Funktion zulässig ist
oder nicht. (WE ist zulässig wenn ein kompletter WE-Zyklus
Aus-Ein-Aus erfolgen kann, d.h. wenn genügend Antriebs-
energie vorhanden ist).
Diese Meldung wird dann während des WE-Zykluses ignoriert
(wegen Druckschwankungen bei Schalter mit Druckluftantrieb).
Die Rückstellung dieses Signals ist um 100 ms verzögert.
Der Eingang 'EinAusBereit' (Ein/Aus-Zyklus möglich) ist nur
während eines WE-Zyklus wirksam, d.h. während der Pausen-
zeiten. Der Einschaltbefehl wird bei ungenügender Antriebs-
energie (für den Ein/Aus-Zyklus) unterdrückt und der Befehl
'Def. Aus.' ausgegeben.
Dieser Eingang lässt sich nur bei Leistungsschaltern, die über
die entsprechende Information verfügen (C-O Abfrage), d.h. z.B.
bei Schalter mit Federantrieb oder Druckluftschalter mit zwei
Antriebsdrücken, einsetzen.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Schalter offen 'LS Auf' ('LS2 Auf')


Die Schalterstellung muss auch einbezogen werden, um zu ver-
hindern, dass ein ursprünglich offener Schalter einen Einschalt-
befehl erhält.
Mit dem Binäreingang 'LS Auf' (bzw. bei Duplexkonfiguration:
'LS2 Auf') wird daher überwacht, ob der Schalter offen ist.
Die Signale sind um 100 ms anzugsverzögert, damit bei schnellen
Schaltern keine unerwünschte Blockierung stattfindet.
Die WE schaltet keinen Schalter ein, der vor dem Signal 'Anlauf'
schon geöffneter war ('LS Auf' aktiv).
Falls ein Schalter kein Signal 'LS Auf' liefert, muss man den
Binäreingang dauernd auf 'Aus' ('F' oder 'False') setzen. Sofern
es sich nicht um eine Duplexkonfiguration handelt (d.h. nur ein
Schalter), muss der Binäreingang 'LS2 Auf' dauernd auf 'Ein' ('T'
oder 'True') gesetzt werden.
Die Standardeinstellungen für 'LS Auf' und 'LS2 Auf' sind dem-
entsprechend gewählt.
Damit läuft die WE-Funktion mit einem Schalter ohne das Signal
'LS Auf' und ohne den überflüssigen Befehl 'LS2 Ein' zu erzeu-
gen.

Spannungslose Leitung 'uLeitgFehlt' und Synchronismus-


Überwachung 'SynchroChck' ('uLeitg2Fehlt' und
'SynchroChck2')
Es muss entweder der Eingang 'uLeitgFehlt' oder der Eingang
'SynchroChck' (bzw. bei Duplexkonfiguration: 'uLeitg2Fehlt' oder
'SynchroChck2') aktiv sein, damit der Einschaltbefehl 'LS Ein'
(bzw. 'LS2 Ein') an den Leistungsschalter erfolgt.
Logik: [('Synchrocheck' UND 'EinAusBereit') ODER 'uLeitg Fehlt'
ODER 'Ext.SCBypas']
Logik: [('Synchrocheck2' UND 'EinAusBerei2') ODER 'uLeitg2Fehlt'
ODER 'Ext.SCBypas']

Externe-Blockierung 'Ext. Blk. WE' und 'Bed.Blk.WE'


Ein aktiver Eingang 'Ext. Blk. WE' blockiert die WE-Funktion im-
mer.
Ein aktiver Eingang 'Bed.Blk.WE' blockiert die Funktion nur,
wenn kein WE-Zyklus läuft (d.h. nur wenn 'WE Läuft' nicht aktiv
ist).
Das Signal 'Bed.Blk.WE' wird gebraucht, wenn keine WE bei der
ersten Auslösung gewünscht ist. Dies ist z.B. der Fall für eine

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

erste Auslösung durch den Draufschaltfehlerschutz ('DraufschaltF')


bzw. einen gerichteten Erdschlussschutz über HF.
Um eine WE durch den Draufschaltfehlerschutz zu verhindern,
muss das Distanzschutzsignal 'AnlaufDraufs' an den Eingang
'Bed.Blk.WE' geführt werden.

Hand Ein 'Hand Ein'


Ein aktiver Eingang 'Hand Ein' blockiert die WE-Funktion sofort
(für Blockierzeit 't WE Block'). Er wird auch für die Übergreif-
schaltungslogik gebraucht, um das Signal 'St.Verläng.' auf 'Ein'
zu schalten.

Externer Synchrocheckbypass 'ExtSCBypas'


Ein aktiver Eingang 'ExtScBypas' führt zur Überbrückung der
Freigabesignale ('SynchroChck' UND 'EinAusBereit'; bzw. 'Synchro
Chck2' UND 'EinAusBerei2' für LS2).
Wird nur bei der schnellen ersten 3P- oder 1P-WE benutzt.

Externe-Pausenverlängerung 'Verläng. t1'


Ein aktiver 'Verläng. t1' Eingang verlängert die Pausenzeiten
't Pause1 1P' und 't Pause1 3P' für die erste (schnelle) WE um
den Einstellwert von 't Pause1Ext', z.B. für den Fall, dass die
Kommunikationsverbindung zur Gegenstation defekt ist, oder in
einem redundanten Schutzsystem.

3.5.13.9. Kommando- und Meldeausgangssignale


Das wichtigste Ausgangssignal der WE-Funktion ist der Ein-
schaltbefehl. Er muss einem Kommandorelais zugeordnet wer-
den. Dieser und 14 andere Kommando- und Ausgangssignale
stehen auch für die Signalisierung zur Verfügung.
Dieses Signal wird zusammen mit dem Schliessbefehl aktiv und
stellt sich nach der Zeit 't Aus' zurück bzw. vorher, sollte eine
erneute Abschaltung nach einer WE erfolgen.

Zustand der WE-Funktion 'WE Bereit' und 'WE Blockiert'


Das Meldesignal 'WE Bereit' zeigt an, dass die WE-Funktion
bereit ist, und das Meldesignal 'WE Blockiert', dass ein Zyklus
blockiert ist.
Das Signal 'WE Bereit' ist aktiv, wenn ein Zyklus nicht blockiert
ist (kein 'WE Blockiert' Signal) und keine Pausenzeit läuft.
Während einem Einschaltbefehl ist das Signal 'WE Bereit' aktiv,
um die Synchrocheck-Funktion freizugeben (s.a. Bild 3 im Abschnitt
‚Synchrocheckfunktion‘).

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

WE-Zyklus aktiv
Sechs Meldesignale zeigen an, dass ein WE-Zyklus läuft und
welcher Teil eines Zyklus erreicht wurde:
'WE Läuft' ein WE Zyklus läuft,
'Erste WE 1P' erste 1-polige WE
'Erste WE 3P' erste 3-polige WE
'Zweite WE' zweite WE
'Dritte WE' dritter WE
'Vierte WE' vierter WE.
Das Signal 'WE Läuft' wird am Anfang der Pausenzeit aktiv und
fällt mit der abfallenden Flanke der letzten WE zurück.

Leistungsschalter Einschaltbefehl 'LS Ein' und 'LS2 Ein'


Der Einschaltbefehl wird normalerweise mit dem Parameter
'LS Ein' (bzw. bei der Duplexkonfiguration 'LS2 Ein') einem
Kommandoausgang zugeordnet. Daneben lässt sich das gleiche
Signal unter dem gleichen Parameternamen auch einem Melde-
ausgang zuordnen.
Eine Auslösung nach einem Einschaltbefehl und während der
Zeit 't Ein' + 300 ms führt zu einem Weiterschalten der Pausen-
zeit (zweite, dritte oder vierte WE) oder zu einer definitiven
Auslösung (je nach Einstellung). Nach einer Auslösung wird der
Einschaltbefehl sofort zurückgesetzt.

Definitiv Aus 'Def. Aus.'


Das Meldesignal 'Def. Aus.' signalisiert, dass eine Auslösung
definitiv ist und keine weitere WE stattfindet. Die folgenden
Bedingungen können zu einer definitiven Auslösung führen:
· Alle WE-Zyklen waren erfolglos.
· Der Anrege- oder Auslöseeingang wurde nach Ablauf der
Diskriminationszeit und bevor der Pausenzeit wieder aktiv.
· Es findet eine Auslösung bei blockiertem WE-Zyklus (über
den Blockiereingang oder durch die Sperrzeit) statt.
· Keine Synchronisation, d.h. der Eingang 'SynchroChck' (bzw.
'uLeitgFehlt') und/oder der Eingang 'EinAus Bereit' wurden
während der Timeout-Zeit nicht freigegeben.
· 300 ms nach dem Abfallen eines Einschaltbefehls ist das
Signal 'LS Auf' immer noch aktiv (d.h. der Schalter wurde
trotz des Ein-Befehls nicht eingeschaltet).
· Der dem Anlaufsignal folgenden Auslösebefehl erfolgte erst
nach Ablauf der Zeit 't Wirk.'.
· Ein Phasenkurzschluss verursachte die Auslösung und der
WE-Modus ist auf 1P-1P oder 1P-3P eingestellt.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3polige Auslösung 'Aus 3-Pol.'


Der Ausgang 'Aus 3-Pol.' meldet dem Leitungsschutz, dass er
3-polig auslösen muss.
Die Verdrahtung des Signals kann extern oder intern erfolgen.
Das Signal wird automatisch bei blockierter WE, offenem LS,
abgelaufener Diskriminationszeit 't Diskrim. 1P' oder aktivem
Signal 'Erste WE 3P' erzeugt.

Stufenverlängerung 'St.Verläng.'
Mit dem Einstellparameter 'StVerlVorFlr' in der WE-Funktion wird
bestimmt, mit welcher Reichweite die Distanzschutzfunktion
messen soll, wenn noch kein WE-Zyklus läuft (vor dem ersten
Fehler), d.h. die Einstellung, 'StVerlVorFlr' auf 'ein', aktiviert das
Ausgangssignal 'St.Verläng.' und somit in der Distanzschutz-
funktion die Überreichstufe.
Mit Hilfe der Einstellparameter 'StVerl. 1.WE' bis 'StVerl. 4.WE'
ist es möglich pro Einschaltversuch entweder auf 'Überreichen'
(Parametereinstellung auf 'ein', Signal 'St.Verläng.' aktiv) oder
'Unterreichen' (Einstellung auf 'aus') umzuschalten. Ist eines dieser
Paremter auf 'ON' geschaltet, so ist der Ausgang 'St.Verläng.' aktiv
und der Distanzschutz misst entweder bereits vor einem Kurz-
schluss oder für den nächsten WE-Versuch über die Gegenstation
hinaus. Sonst ist der Distanzschutz auf Unterreichweite eingestellt.
Mit Ausnahme seiner ersten Zustandsänderung, wenn voraus-
gesetzt, dass 'St.VerlVorFlr' auf 'ON' gesetzt ist, das Signal
zusammen mit dem Signal 'Aus LS' bzw. 'Aus LS 3P' zurückfällt,
schaltet es zusammen mit dem Signal 'LS Ein'.
Bei einem Befehl 'Hand Ein' wird auch auf 'Überreichen' umge-
schaltet.
Bei einer Blockierung der WE-Funktion wird auf 'Unterreichen'
umgeschaltet.
Es gilt zu beachten, dass das Signal 'St.Verläng.' mit dem Binär-
eingang 'StufenErwWE' der Übergreiflogik der Distanzschutz-
funktion verbunden ist.

3.5.13.10. Zeitdiagramme
Die zeitlichen Abläufe der einzelnen Signale während des Be
triebes sind in Bild 3.5.13.8 bis Bild 3.5.13.16 dargestellt.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Erfolgreiche WE
Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus
t Ein

LS Ein

St.Verläng.
300 ms

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 1P t Sperr.

Erfolglose WE
Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus

LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 1P

Bild 3.5.13.8 Zeitdiagramm für Einfach- oder Doppelsammel-


schiene sowie eine Distanz- und eine WE-Funktion.
Ablauf bei einem Erdschluss.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P-1P' oder '1P3P-1P3P',
'2..4WE Modus' = 'aus', 'StVerlVorFlr' = 'ein',
'StVerl. 1. WE' = 'aus'.

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Erfolgreiche WE (Umschlagfehler während 't Discrim1P')


Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P
Anlauf
Def. Aus
t Ein
LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 1P

Erste WE 3P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol
300 ms

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 3P t Sperr.

Erfolglose WE (Umschlagfehler innerhalb 't Pause1 1P',


jedoch nach 't Discrim1P')
Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P
Anlauf

Def. Aus

LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 1P

Bild 3.5.13.9 Zeitdiagramm für Einfach- oder Doppelsammel-


schiene sowie eine Distanz- und eine WE-Funktion.
Ablauf bei einem Umschlagfehler.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P', '2..4WE Modus' = 'aus',
'StVerlVorFlr' = 'ein', 'StVerl. 1. WE' = 'aus'.

3-148
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Erfolgreiche WE
Zeit < t Wirk.
Aus LS 3P

Aus LS

Anlauf
Def. Aus
t Ein
LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 3P

Zweite WE
300 ms
Dritte WE

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 3P t Pause2 t Pause3 t Sperr.

Erfolglose WE
Zeit < t Wirk.
Aus LS 3P

Aus LS

Anlauf
Def. Aus

LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 3P

Zweite WE

Dritte WE

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 3P t Pause2 t Pause3

Bild 3.5.13.10 Zeitdiagramm für Einfach- oder Doppelsammel-


schiene sowie eine Distanz- und eine WE-Funktion.
Ablauf bei einem mehrphasigen Fehler.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P', '2..4WE Modus' = '3WE',
'StVerlVorFlr' = 'ein', 'StVerl. 1. WE' = 'aus',
StVerl. 2. AR' = 'ein' und 'StVerl. 3. WE' = 'aus'.

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Master-WE (Master-Modus = "EIN")


Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus
t Ein
LS Ein
St.Verläng.
300 ms
Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Verz. Flwr.

Sperr. Ausg.

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 1P t Sperr.

Follower-WE (Master-Modus = "AUS", Reserve WE "Hot Standby")


Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus
LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Master Verz.

Sperr. Eing.

WE Läuft

WE Bereit
WE Blockiert
t Pause1 1P t Sperr.

Bild 3.5.13.11 Zeitdiagramm für ein redundantes Schutzsystem


mit 2 WE-Funktionen.
Ablauf bei einer erfolgreichen WE.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P', '2..4WE Modus' = 'aus',
'StVerlVorFlr' = 'ein' und 'StVerl. 1. WE' = 'aus'.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Master-WE (Master-Modus = "EIN")


Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus

LS Ein
St.Verläng.

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Verz. Flwr.

Sperr. Ausg.

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 1P t Sperr.

Follower-WE (Master-Modus = "AUS", Reserve WE "Hot Standby")


Zeit < t Wirk.

Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus
LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Master Verz.

Sperr. Eing.

WE Läuft

WE Bereit
WE Blockiert
t Pause1 1P t Sperr.

Bild 3.5.13.12 Zeitdiagramm für ein redundantes Schutzsystem


mit 2 WE-Funktionen.
Ablauf bei einer erfolglosen WE.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P', '2..4WE Modus' = 'aus',
'StVerlVorFlr' = 'ein' und 'StVerl. 1. WE' = 'aus'.

3-151
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Erfolglose WE
Zeit < t Wirk.
Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf
Def. Aus

LS Ein

LS2 Ein

St.Verläng.

Erste WE 3P

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert

t Pause1 3P

Erfolgreiche WE
Zeit < t Wirk.

Aus LS

Aus LS 3P

Anlauf

Def. Aus
t Ein
LS Ein
300 ms
LS2 Ein

St.Verläng.
300 ms
Erste WE 3P

Aus 3-Pol

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 3P t Sperr.

Bild 3.5.13.13 Zeitdiagramm für ein Duplexsystem.


Ablauf bei einem mehrphasigen Fehler.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P', '2..4WE Modus' = 'aus',
'StVerlVorFlr' = 'ein', 'StVerl. 1. WE' = 'aus'
und 'LS2 Vorzug' = 'aus'.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Master-WE (Master-Modus = "EIN", LS sammelschienenseitig)


Zeit < t Wirk.

Aus LS

Aus LS 3P
Anlauf

LS Ein

St.Verläng.
Def. Aus

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Verz. Flwr.

Blk. an Flwr

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 1P

Follower-WE (Master-Modus = "AUS", Mittlerer LS)


Zeit < t Wirk.

Aus LS

Aus LS 3P
Anlauf

LS Ein

St.Verläng.
Def. Aus

Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Master Verz.

Mast.ohneErf

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 1P

Bild 3.5.13.14 Zeitdiagramm für 1½-Schaltersystem.


Ablauf bei erfolgloser WE.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P' oder '1P-1P',
'2..4WE Modus' = 'aus', 'StVerlVorFlr' = 'ein'
und 'StVerl. 1. WE' = 'aus'.

3-153
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Master-WE (Master-Modus = "EIN", LS sammelschienenseitig)


Zeit < t Wirk.

Aus LS

Aus LS 3P
Anlauf
t Ein
LS Ein

St.Verläng.
Def. Aus
300 ms
Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Verz. Flwr.

Blk. an Flwr

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 1P t Sperr.

Follower-WE (Master-Modus = "AUS", Mittlerer LS)


Zeit < t Wirk.

Aus LS

Aus LS 3P
Anlauf
t Ein
LS Ein

St.Verläng.
Def. Aus
300 ms
Erste WE 1P
t Discrim. 1P

Aus 3-Pol

Master Verz.

Mast.ohneErf

WE Läuft

WE Bereit

WE Blockiert
t Pause1 1P t Sperr.

Bild 3.5.13.15 Zeitdiagramm für 1½-Schaltersystem.


Ablauf bei erfolgreicher WE.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P' oder '1P-1P',
'2..4WE Modus' = 'aus', 'StVerlVorFlr' = 'ein'
und 'StVerl. 1. WE' = 'aus'.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Master-WE (Master-Modus = "EIN", LS sammelschienenseitig)


Zeit < t Wirk.

Aus LS 3P

Aus LS

Anlauf

Def. Aus

Blk. an Flwr

Verz. Flwr
LS Ein

St.Verläng.

Erste WE 3P

Zweite WE

Dritte WE

Aus 3-Pol

WE Läuft
WE Bereit
WE Blockiert
t Pause1 3P t Pause2 t Pause3

Follower-WE (Master-Modus = "AUS", Mittlerer LS)


Zeit < t Wirk.

Aus LS 3P

Aus LS

Anlauf

Def. Aus

LS Ein

Mast.ohneErf

Master Verz.

St.Verläng.

Erste WE 3P

Aus 3-Pol
WE Läuft
WE Bereit

WE Blockiert

Bild 3.5.13.16 Zeitdiagramm für 1½-Schaltersystem.


Ablauf bei erfolgloser mehrfachen WE.
Einstellungen:
'1. WE Modus' = '1P3P-1P3P', '2..4WE Modus' = 'aus',
'StVerlVorFlr' = 'ein', 'StVerl. 1. WE' = 'aus',
'StVerl. 2. WE' = 'ein' und 'StVerl. 3. WE' = 'aus'.

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3.5.13.11. Kontrolle der spannungslosen Pausenzeiten


Bei der Inbetriebnahme der WE-Funktion ist nicht nur die ein-
wandfreie Zusammenarbeit von Schutzrelais, WE-Funktion und
Leistungsschalter zu überprüfen, sondern auch die resultierende
spannungslose Pausenzeit zu kontrollieren.
Da die eingestellte Pausenzeit noch nicht dem Wert der span-
nungslosen Pause bzw. bei zwei Leistungsschaltern der resultie-
renden spannungslosen Pause entspricht (s. Bild 3.5.13.17), ist
die Schalterunterbrechungszeit zu messen. Dabei wird die Pau-
senzeit so lange verändert, bis die gemessene Schalterunter-
brechungszeit abzüglich der Lichtbogenlösch- und Vorzündzeit,
sowie unvermeidbarer Toleranzen der Eigenzeit des Leistungs-
schalters eine ausreichende spannungslose Pausenzeit ge-
währleistet.
Sind am Anfang und Ende der zu schützenden Leitung Schalter
gleichen Typs eingebaut und können demzufolge gleiche Schalter-
eigenzeiten angenommen werden, so ist die Pausenzeit tp in den
beiden zugeordneten WE-Funktionen gleich einzustellen. Bei
unterschiedlichen Schaltertypen mit abweichenden Eigenzeiten
sind ausser den Schalterunterbrechungszeiten auch noch die
Aus- und Einschaltzeiten zu messen. Mit den in den zugehöri-
gen WE-Funktionen einzustellenden Pausenzeiten muss dann
gewährleistet sein, dass sich die für die Entionisierung not-
wendige spannungslose Pausenzeit ergibt.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

A B

ts
tw
tp

0 1
C
6
2
A 5
3
4
O
t1 t2

t3 t4 t5
t6
t7

0 1
C 2
6
B 3 5
4
O

(t)

HEST 925035 C

A: Leistungsschalter 1 B: Leistungsschalter 2
C: Stellung "geschlossen" O: Stellung "offen"

0: Anregung 1: Ausbefehl
2: Kontakttrennung 3: Unterbrechung des Stromes
4: Einschaltbefehl 5: Erneuter Stromfluss
6: Kontaktgabe

t1: Ausschaltzeit t2: Einschaltzeit t3: Löschzeit

t4: Spannungslose Pausenzeit t5: Vorzündzeit t6: Unterbrechungszeit

t7: Resultierende Pausenzeit

tp: Pausenzeit ts: Sperrzeit tw: Wirkzeit

Bild 3.5.13.17 Resultierende spannungslose Pausenzeit


(Quelle: "Richtlinien für die Kurzunterbrechung in
elektrischen Netzen" herausgegeben von der Ver-
einigung Deutscher Elektrizitätswerke VDEW-e.V.)

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.14. Synchrocheckfunktion (SynchroCheck)

A. Anwendung
Überprüfung der Synchronbedingungen (Amplituden-, Phasen-
winkel- und Frequenzdifferenz) der Spannungssysteme zweier
Netzteile und Freigabe des Parallelschaltbefehls.

B. Merkmale
· Überwachung der Synchronbedingungen:
1phasige Spannungserfassung.
Überprüfung der Amplituden- (dU), Phasenwinkel- (dPhi) und
Frequenzdifferenz (df) zweier Spannungsvektoren. Be-
rechnung dieser Grössen mit Hilfe der komplexen Span-
nungszeiger.
Auswertung der grundfrequenten Anteile der Mess-
spannungen (Unterdrückung von Oberschwingungen und
Gleichspannungskomponenten).
· Spannungsüberwachung:
1- oder 3phasige Spannungserfassung.
Auswertung von "Augenblickswerten" (nicht digital gefilterte
Analogwerte). Dadurch grosser zulässiger Frequenzbereich.
Grösstwert- und Kleinstwerterfassung bei 3phasigem Ein-
gang.
"Keine" Unterdrückung von Oberschwingungen und Gleich-
spannungskomponenten.
· Wahl der Phase für die Spannungseingänge auf Sammel-
schienen- und Leitungsseite (zur Amplituden- und Phasen-
winkel- Anpassung).
· Zusätzlicher Spannungseingang (für Anlagen mit Doppel-
sammelschiene); extern umschaltbar.
· Externe Wahl der Betriebsart möglich.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Spannungen [zwei- bzw. dreimal 1- oder 3phasige Ein-
gänge] (uEingSchien1, uEingSchien2, uEingLeitung)

II. Binäre Eingänge:


· 2 Eingänge für die Freigabe der Synchrocheckfunktion
(Sync-Freig1, Sync-Freig2)
· 3 Eingänge für die Blockierung der Triggerausgaben der
Funktion (BlckTrigSch1, BlckTrigSch2, BlckTrigLtg)

3-159
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· 1 Eingang für die "Überbrückung" der Funktion


(ÜberbrückSyn)
· 2 Eingänge für die externe Wahl der Betriebsart
(Eing1BetrArt, Eing2BetrArt)
· 2 Eingänge für die externe Umschaltung auf einen andern
Spannungseingang [für Anlagen mit Doppelsammel-
schiene] (Schien1Aktiv, Schien2Aktiv).

III. Binäre Ausgänge:


· Anlauf der Funktion (Anlauf)
· Freigabe des Einschaltbefehls (EinschltFrg.)
· Funktion nicht freigegeben (Sync.blockt)
· Triggerausgänge blockiert (Trigg.blockt)
· Synchrocheckfunktion "überbrückt" (SyncÜberbr.)
· Amplitudendifferenz im zulässigen Bereich (SpngsDiff.iO)
· Phasendifferenz im zulässigen Bereich (PhaseDiff.iO)
· Frequenzdifferenz im zulässigen Bereich (FreqDiff.iO)
· Sammelschiene unter Spannung (uSchienVorh)
· Sammelschiene "spannungslos" (uSchienFehlt)
· Leitung unter Spannung (uLeitgVorh)
· Leitung "spannungslos" (uLeitgFehlt).

IV. Messwerte:
Synchronismusüberwachung (1phasig)
· Differenz der Spannungsamplituden
(dU) = USchiene - ULeitung
· Differenz der Phasenwinkel
(dPhi) = PhiSchiene - PhiLeitung
· Differenz der Frequenzen
(|df|) = |fSchiene - fLeitung|
Spannungsüberwachung (1- oder 3phasig)
· Max. Spannung der Sammelschiene (USchMax)
· Min. Spannung der Sammelschiene (USchMin)
· Max. Spannung der Leitung (ULtgMax)
· Min. Spannung der Leitung (ULtgMin)
[bei 1ph. Messung: Max. Spannung= Min. Spannung
bei 3ph. Messung: Max. Spannung= Grösstwert der ver-
ketteten Spannungen
Min. Spannung = Kleinstwert der ver-
ketteten Spannungen].

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D. Dokumentation der Einstellparameter - SynchroCheck


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)
EinschltFrg. Ausl.Kan. 00000000
Spngs.Diff. UN 0.20 0.05 0.40 0.05
PhasenDiff. deg 10.0 05.0 80.0 05.0
Freq.Diff. Hz 0.20 0.05 0.40 0.05
min.Spng. UN 0.70 0.60 1.00 0.05
max.Spng. UN 0.30 0.10 1.00 0.05
Betriebs-Art nur SynChck (Auswahl)
t-Überwachg. s 0.20 0.05 5.00 0.05
t-Rück s 0.05 0.00 1.00 0.05
Ph.-Schiene 1ph R-S (Auswahl)
uEingSchien1 Wandlereing 0
uEingSchien2 Wandlereing 0
Ph.-Leitung 3ph-Stern (Auswahl)
uEingLeitung Wandlereing 0
Schien1Aktiv Binärwert T
Schien2Aktiv Binärwert F
Sync-Freig1 Binärwert T
Sync-Freig2 Binärwert F
BlckTrigSch1 Binärwert F
BlckTrigSch2 Binärwert F
BlckTrigLtg Binärwert F
ÜberbrückSyn Binärwert F
Eing1BetrArt Binärwert F
Eing2BetrArt Binärwert F
EinschltFrg. Meldung ER
Anlauf Meldung
Sync.blockt Meldung
Trigg.blockt Meldung
SyncÜberbr. Meldung
SpngsDiff.iO Meldung
PhaseDiff.iO Meldung
FreqDiff.iO Meldung
uSchienVorh Meldung
uSchienFehlt Meldung
uLeitgVorh Meldung
uLeitgFehlt Meldung

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Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
EinschltFrg.
Definiert die Auslösekreise, auf die der Ausgang für die
Freigabe des Einschaltbefehls wirkt (Matrix).
Spngs.Diff.
Max. zulässige Differenz der Spannungsamplituden |dU| der
Synchrocheck-Phasen.
PhasenDiff.
Max. zulässige Differenz der Phasenwinkel |dPhi| der
überprüften Systemphasen.
Freq.Diff.
Max. zulässige Differenz der Frequenzen |df| der überprüften
Systemphasen.
min.Spng.
Spannungswert, bei dem die Sammelschiene / Leitung noch
als "unter Spannung stehend" betrachtet wird (bei 3phasiger
Messung Auswertung des kleinsten Phasenwertes).
max.Spng.
Spannungswert, bei dem die Sammelschiene / Leitung als
"spannungslos" betrachtet wird (bei 3phasiger Messung
Auswertung des grössten Phasenwertes).
Betriebs-Art
Betriebsart der Synchrocheckfunktion. Einstellmöglichkeiten:
· "nur SynChck": Synchrocheck
[Synchronbedingungen erfüllt UND
(Schiene_Hoch UND Leitung_Hoch)]
· "SchT & LtgH": Synchrocheck ODER
(Schiene_Tief UND Leitung_Hoch)
· "SchH & LtgT": Synchrocheck ODER
(Schiene_Hoch UND Leitung_Tief)
· "SchT | LtgT": Synchrocheck ODER
(Schiene_Tief UND Leitung_Hoch) ODER
(Schiene_Hoch UND Leitung_Tief)
· "SchT & LtgT": Synchrocheck ODER
(Schiene_Tief UND Leitung_Tief)

3-162
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

t-Überwachg.
Zeit zwischen dem Anlauf der Funktion und der Freigabe des
Einschaltbefehls ('EinschltFrg.').
Während dieser Zeit müssen sämtliche Zuschaltbedingungen
dauernd erfüllt bleiben, andernfalls wird das Zeitglied zu-
rückgesetzt.
t-Rück
Rückfallzeit nach dem Wegfall einer oder mehrerer Zuschalt-
bedingung(en).
Ph.-Schiene
Wahl der Phase für die sammelschienenseitigen Spannungs-
eingänge. Einstellmöglichkeiten:
1ph-RS, -ST, -TR; 1ph-RE, -SE, -TE; 3ph-Stern; 3ph-Ver-
kettet. Die Phase muss mit dem gewählten Spannung-
Eingangskanal ('uEingSchien1' und, falls gewählt,
'uEingSchien2') übereinstimmen.
uEingSchien1
1. Spannung-Eingangskanal für die Sammelschienenseite.
Dieser muss mit der gewählten Phase ('Ph.-Schiene')
übereinstimmen. Bei 3phasigem Eingang ('Ph.-Schiene' =
"3ph-Stern" oder "3ph-Verk.") muss der erste Kanal
(Phase R) einer Dreiergruppe angewählt werden.
uEingSchien2
2. Spannung-Eingangskanal für die Sammelschienenseite
(falls vorhanden).
Dieser muss mit der gewählten Phase ('Ph.-Schiene')
übereinstimmen. Bei 3phasigem Eingang ('Ph.-Schiene' =
"3ph-Stern" oder "3ph-Verk.") muss der erste Kanal
(Phase R) einer Dreiergruppe angewählt werden.
Wird kein Eingang definiert, arbeitet die Funktion nur mit dem
1. Sammelschienen-Spannungseingang ('uEingSchien1').
Ph.-Leitung
Wahl der Phase für den leitungsseitigen Spannungseingang.
Einstellmöglichkeiten:
1ph-RS, -ST, -TR; 1ph-RE, -SE, -TE; 3ph-Stern; 3ph-Ver-
kettet.
Die Phase muss mit dem gewählten Spannung-Eingangs-
kanal ('uEingLeitung') übereinstimmen.

3-163
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

uEingLeitung
Spannung-Eingangskanal für die Leitungsseite.
Dieser muss mit der gewählten Phase ('Ph.-Leitung')
übereinstimmen. Bei 3phasigem Eingang ('Ph.-Leitung' =
"3ph-Stern" oder "3ph-Verk.") muss der erste Kanal
(Phase R) einer Dreiergruppe angewählt werden.
Schien1Aktiv, Schien2Aktiv
Binäre Eingänge für die externe Umschaltung der Spannung-
Eingangskanäle auf der Sammelschienenseite
("Trennerabbild"). Diese sind nur wirksam, wenn auch der
2. Sammelschienen-Eingangskanal ('uEingSchien2') konfi-
guriert wurde.
F: - Eingang nicht gesetzt
T: - Eingang dauernd gesetzt
xx: - Alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen).
'Schien1Aktiv' 'Schien2Aktiv' aktiver Spannungseingang

(T) TRUE (F) FALSE 'uEingSchien1' ist aktiv


(F) FALSE (T) TRUE 'uEingSchien2' ist aktiv
Andere Zustände bisheriger Spannungseingang
bleibt aktiv

Sync-Freig1, Sync-Freig2
Binäre Eingänge für die Freigabe der Synchrocheckfunktion
(intern ODER-verknüpft ® zur Freigabe ist mindestens einer
dieser Eingänge auf "TRUE" (T) zu setzen, bzw. über einen
Binäreingang anzusteuern). Sind beide Eingänge "FALSE"
(F), wird die Funktion, d.h. der Überwachungsalgorithmus,
NICHT abgearbeitet.
Diese Eingänge sind dann anzusteuern, wenn der Synchro-
check nur während bestimmter Zeitintervalle benötigt wird
(z.B. nur vor Netz-Wiedereinschaltungen).
F: - Freigabeeingang nicht gesetzt
T: - Synchrocheckfunktion dauernd freigegeben
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen)

3-164
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

BlckTrigSch1, BlckTrigSch2, BlckTrigLtg


Binäre Eingänge zur Blockierung der Triggerausgänge der
Funktion.
Diese können z.B. von den Überwachungseinrichtungen
(Sicherungsautomaten) der Anlagenspannungswandler an-
gesteuert werden.
F: - Blockiereingang nicht gesetzt
T: - Blockiereingang dauernd gesetzt
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen)
Wirksamkeit der Blockiereingänge:
· Beide Sammelschienen-Eingangskanäle sind definiert
(Anlage mit Doppelsammelschiene) ® Die aktiven
Blockiereingänge hängen vom Zustand der Binär-
eingänge 'Schien1Aktiv' und 'Schien2Aktiv' ab:
'Schien1Aktiv' 'Schien2Aktiv' aktive Blockiereingänge

(T) TRUE (F) FALSE 'BlckTrigSch1' und 'BlckTrigLtg'


(F) FALSE (T) TRUE 'BlckTrigSch2' und 'BlckTrigLtg'
Andere Zustände bisherige Blockiereingänge
bleiben aktiv

· Nur der 1. Sammelschienen-Eingangskanal ist definiert ®


Sämtliche Blockiereingänge sind aktiv, unabhängig von
den Binäreingängen 'Schien1Aktiv' und 'Schien2Aktiv'.
Die aktiven Blockiereingänge sind intern ODER-verknüpft;
wird mindestens einer dieser Eingänge auf "TRUE" (T) ge-
setzt, werden die Triggerausgänge blockiert.
ÜberbrückSyn
Binärer Eingang zur "Überbrückung" der Synchrocheckfunk-
tion. Damit kann der Ausgang für die Freigabe des Einschalt-
befehls ('EinschltFrg.') unverzögert gesetzt werden, auch
wenn die Zuschaltbedingungen nicht erfüllt sind.
Dieser Eingang hat Priorität, auch gegenüber den Blockier-
und den Freigabeeingängen der Funktion.
F: - Eingang nicht verwendet
T: - Freigabeausgang ('EinschltFrg.') dauernd gesetzt
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen)

3-165
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Eing1BetrArt, Eing2BetrArt
Binäre Eingänge für die externe Wahl der Betriebsart.
F: - Eingang nicht gesetzt
T: - Eingang dauernd gesetzt
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen)
'Eing1BetrArt' 'Eing2BetrArt' Synchrocheck-Betriebsart

(F) FALSE (F) FALSE Im Bedienprogramm vorgewählte


Betriebsart ('Betriebs-Art')
(F) FALSE (T) TRUE Synchrocheck ODER
(Schiene Tief UND Leitung Hoch)
(T) TRUE (F) FALSE Synchrocheck ODER
(Schiene Hoch UND Leitung Tief)
(T) TRUE (T) TRUE Synchrocheck ODER
(Schiene Tief UND Leitung Hoch)
ODER
(Schiene Hoch UND Leitung Tief)

EinschltFrg.
Meldung der Einschaltfreigabe.
Diese wird nach Ablauf der Überwachungszeit ('t-Über-
wachg.') gesetzt und steht an, solange sämtliche Zuschalt-
bedingungen erfüllt bleiben, bzw. bis eine Blockierung akti-
viert wird oder die Freigabe für den Synchrocheck ver-
schwindet.
Anlauf
Meldung des Anlaufs der Funktion (Zeitpunkt, bei dem
erstmals sämtliche Zuschaltbedingungen erfüllt sind).
Sync.blockt
Meldung: Die Synchrocheckfunktion ist blockiert, d.h. beide
Eingänge 'Sync-Freig1' und 'Sync-Freig2' sind "FALSE" (F),
der Algorithmus wird NICHT (mehr) abgearbeitet.
Trigg.blockt
Meldung: Die Triggerausgänge sind blockiert (einer oder
mehrere der Blockiereingänge wurde(n) gesetzt), die
Funktion wird jedoch weiterhin abgearbeitet.
SyncÜberbr.
Meldung: Die Synchrocheckfunktion ist "überbrückt";
der Ausgang für die Freigabe des Einschaltbefehls
('EinschltFrg.') wurde unverzögert gesetzt.

3-166
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

SpngsDiff.iO
Meldung: Die Differenz der Spannungsamplituden |dU| der
Synchrocheck-Phasen hat den Einstellwert 'Spngs.Diff.'
unterschritten.
PhaseDiff.iO
Meldung: Die Phasendifferenz |dPhi| der Synchrocheck-
Phasen hat den Einstellwert 'PhasenDiff.' unterschritten.
FreqDiff.iO
Meldung: Die Frequenzdifferenz |df| der Synchrocheck-
Phasen hat den Einstellwert 'Freq.Diff.' unterschritten.
uSchienVorh
Meldung: Die Sammelschiene steht unter Spannung
(U > 'min.Spng.').
uSchienFehlt
Meldung: Die Sammelschiene ist "spannungslos"
(U < 'max.Spng.').
uLeitgVorh
Meldung: Die Leitung steht unter Spannung
(U > 'min.Spng.').
uLeitgFehlt
Meldung: Die Leitung ist "spannungslos"
(U < 'max.Spng.').

3-167
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

3.5.14.1. Allgemeines
Die Zusammenschaltung zweier unter Spannung stehender
Netzteile ist nur zulässig, wenn deren Spannungen in Amplitude,
Frequenz und Phasenlage übereinstimmen.
Zur Überwachung dieser Netzgrössen und zur Überprüfung der
Zulässigkeit einer Parallelschaltung wird die Synchrocheck-
funktion verwendet.
Die Einschaltfreigabe ('EinschltFrg.') für den Leistungsschalter
erfolgt somit, wenn die Spannungsamplituden beider Teilnetze
über einem einstellbaren Mindestwert ('min.Spng.') liegen und
wenn
· die Differenz der Spannungsamplituden |dU|
· die Differenz der Phasenwinkel |dPhi|
· die Differenz der Frequenzen |df|
die vorgegebenen Grenzwerte ('Spngs.Diff', 'PhasenDiff.', 'Freq.
Diff.') während einer wählbaren Zeitspanne ('t-Überwachg.') nicht
überschreiten.
Die Funktion lässt das Parallelschalten auch mit spannungs-
losen Netzteilen zu, wie beispielsweise einem Leitungsabgang,
bei entsprechend vorgewählter Betriebsart ('Betriebs-Art').
Zudem kann, für Anlagen mit Doppelsammelschiene, über zwei
Binäreingänge ('Schien1Aktiv', 'Schien2Aktiv') auf einen andern
Sammelschienen-Spannungseingang umgeschaltet werden.
Dabei können aber immer nur zwei Spannungen, die der ge-
wählten Sammelschiene sowie die der Leitung, überwacht wer-
den.
Die Synchrocheckfunktion wird damit hauptsächlich
· beim Parallelschalten von Einspeisefeldern sowie beim
Zuschalten von Abgangsfeldern ans Netz
· beim Parallelschalten von synchronen oder asynchronen
Teilnetzen
· im Zusammenhang mit Netz-Wiedereinschaltungen
· bei der Überwachung von Handparallelschaltungen
zur Anwendung kommen.

Anmerkung:

Die Klammerausdrücke bezeichnen die entsprechenden


Einstellparameter der Funktion, s. dazu Abschnitt D.

3-168
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Anwendungsbeispiel: Abgangsfeld an Doppelsammelschiene

SS1
SS2

T1

LS
Ltg

VT Ltg

T2
Einschalt-
befehl

Zuschalt-
Einheit

Einschaltfreigabe
(EinschltFrg.)

Schien2Aktiv
uEingLeitung

Schien1Aktiv

VT SS2
uEingSchien2 Synchrocheck BlckTrigLtg

BlckTrigSch2

VT SS1
uEingSchien1

BlckTrigSch1

HEST 925 025 C

Bild 3.5.14.1 Synchrocheck-Funktion: Prüfung der Zulässigkeit


der Zuschaltung eines Abgangsfeldes ans Netz
(Überwacht werden die Spannungen von
Sammelschiene "SS2" und der Leitung "Ltg");
Prinzipdarstellung

Es bedeuten:
SS1, SS2, Ltg : Sammelschiene 1, Sammel-
schiene 2, Leitung
VT SS1, VT SS2, VT Ltg : Spannungswandler an
Sammelschiene 1, Sammel-
schiene 2 und Leitung
T1, T2 : Trenner der Sammelschiene 1
und Sammelschiene. 2
LS : Leistungsschalter
uEingSchien1, uEingSchien2 : Spannung-Eingangskanäle
der Sammelschienenseite
uEingLeitung : Spannung-Eingangskanal der
Leitungsseite

3-169
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

BlckTrigSch1, BlckTrigSch2,
BlckTrigLtg : Eingänge zur Blockierung der
Triggerausgänge der Funktion,
angesteuert von den Schutz-
einrichtungen der Anlagen-
Spannungswandler.
Schien1Aktiv, Schein2Aktiv : Eingänge zur Umschaltung auf
einen andern Sammel-
schienen-Spannungseingang
entsprechend der Trenner-
stellung ("Trennerabbild").
3.5.14.2. Einstellwerte
Max. Differenz der Spannungsamplituden |dU| Spngs.Diff.
Max. Phasendifferenz |dPhi| PhasenDiff.
Max. Frequenzdifferenz |df| Freq.Diff.
Minimalwert-Überwachung der Amplitude(n) min.Spng.
(Erfassung von "unter Spannung stehenden"
Netzteilen)
Maximalwert-Überwachung der Amplitude(n) max.Spng.
(Erfassung von "spannungslosen" Netzteilen)
Wahl der Betriebsart Betriebs-Art
Überwachungszeit (Einschaltfreigabe-Verzöge- t-Überwachg.
rung)
Rückfallverzögerung t-Rück
Wahl der Phase für die Spannungseingänge Ph.-Schiene
auf Sammelschienenseite
Wahl der Phase für den Spannungseingang Ph.-Leitung
auf Leitungsseite.

Überwachung der Synchronbedingungen


('Spngs.Diff.', 'PhasenDiff.', 'Freq.Diff.')
Die Überwachung der Amplituden-, Phasen- und Frequenzdiffe-
renz beschränkt sich auf eine Phase des Netzes und benutzt die
mit dem digitalen Fourier-Bandpassfilter vorgefilterten Wandler-
werte (Auswertung der grundfrequenten Anteile), woraus die ortho-
gonalen Komponenten der beiden zu überwachenden Spannun-
gen "uSchiene" und "uLeitung" ermittelt werden.
Anhand der daraus abgeleiteten komplexen Spannungszeiger
wird die Phasenwinkeldifferenz dPhi sowie die Amplitudendiffe-
renz dU berechnet.

3-170
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Imaginär
dÛ Es bedeuten:
ÛSchiene, : komplexe Drehzeiger von
wL
ÛLeitung wS ÛLeitung uSchiene, bzw. uLeitung
ÛSchiene
dPhi wS, wL : Kreisfrequenz von
ÛSchiene, bzw. ÛLeitung
PhiL
dÛ = ÛSchiene - ÛLeitung
PhiS
Real dPhi = PhiS - PhiL

HEST 925 018 C

Bild 3.5.14.2 Synchrocheckfunktion:


Überwachung der Synchronbedingungen

Die Frequenzdifferenz df lässt sich dann aus der Änderung der


Phasenwinkeldifferenz pro Zeiteinheit bestimmen:
d
df » (dPhi) » (wS - wL)
dT
Die Synchronbedingungen sind erfüllt, falls die Beträge der so
erhaltenen Messwerte die entsprechenden Einstellwerte 'Spngs.
Diff.', 'PhasenDiff.' sowie 'Freq.Diff.' unterschreiten.

Richtwerte:
Spngs.Diff.: 0.2 UN
PhasenDiff.: 10 Grad
Freq.Diff.:
50 mHz - Zum Parallelschalten von zueinander weitgehend
synchroner Teilnetze innerhalb stabiler, stark ver-
maschter Systeme, bzw. für Netze, in denen hohe
Anforderungen an den Synchronismus gestellt
werden.
100 mHz - Für Netz-Wiedereinschaltungen mit längeren
Wiedereinschalt-Intervallen (z.B. bei Unterstationen
mit 3phasiger Langsam-Wiedereinschaltung), bzw.
für Wiedereinschaltungen kurzer Übertragungs-
leitungen.
200 mHz - Für Netz-Wiedereinschaltungen, bei denen kürzere
Wiedereinschalt-Intervalle verlangt werden, bzw.
bei denen grössere Schlupfwerte zu erwarten sind.

3-171
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Anmerkung:
Im Zusammenhang mit der Einstellung der max. Phasen- und
der max. Frequenzdifferenz ist die Überwachungszeit ('t-Über-
wachg.') diesen Parameterwerten anzupassen.

Überwachung der Amplituden beider Netzteile


('min.Spng.', 'max.Spng.')
Die Überwachung der Spannungsamplituden erfolgt ein- oder
dreiphasig, je nach der Konfiguration des entsprechenden
Wandlereingangs. Bei 3phasiger Spannungsmessung wird der
Grösst- bzw. der Kleinstwert der Eingangsspannungen erfasst.
Um einen grossen zulässigen Frequenzbereich zu erhalten, wer-
den die "Augenblickswerte" (nicht digital gefilterte Wandlerwerte)
der Messspannungen ausgewertet.
Die Spannungsüberwachung erkennt, ob ein Netz spannungslos
ist, oder unter Spannung steht:
· Als "spannungslos" wird ein Netzteil betrachtet, falls der
Spannungsmesswert (grösster Phasenwert bei 3ph-Mes-
sung) den Einstellwert 'max.Spng.' unterschreitet.
· Als "unter Spannung stehend" wird ein Netzteil betrachtet,
falls der Spannungsmesswert (kleinster Phasenwert bei 3ph-
Messung) den Einstellwert 'min.Spng.' überschreitet.
Liegt der Spannungsmesswert zwischen den einstellbaren
Grenzwerten 'max.Spng.' und 'min.Spng.', erfolgt in keinem Fall
eine Einschaltfreigabe.

Richtwerte:
min.Spng. 0.70 UN
max.Spng. 0.30 UN

Wahl der Betriebsart der Synchrocheckfunktion


('Betriebs-Art')
Grundsätzlich wird eine Einschaltfreigabe immer dann erfolgen,
wenn die Synchronbedingungen ("dU, dPhi, df") erfüllt sind und
beide Netzteile, Sammelschiene und Leitung, unter Spannung
stehen (Spannung > 'min.Spng.').

3-172
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Soll jedoch ein Zuschalten zusätzlich auch auf spannungslose


Netzteile (Spannungen < 'max.Spng.'), beispielsweise einen
Leitungsabgang erfolgen, kann dies mit Hilfe des Einstellpara-
meters 'Betriebs-Art' berücksichtigt werden:
'Betriebs-Art' Einschaltfreigabe erfolgt, falls:

"nur SynChck" Synchronbedingungen erfüllt UND


(Sammelschiene > 'min.Spng.' UND
Leitung > 'min.Spng.')
"SchT & LtgH" "nur SynChck" ODER
(Sammelschiene < 'max.Spng.' UND
Leitung > 'min.Spng.')
"SchH & LtgT" "nur SynChck" ODER
(Sammelschiene > 'min.Spng.' UND
Leitung < 'max.Spng.')
"SchT | LtgT" "nur SynChck" ODER
(Sammelschiene < 'max.Spng.' UND
Leitung > 'min.Spng.')
ODER
(Sammelschiene > 'min.Spng.' UND
Leitung < 'max.Spng.')
"SchT & LtgT" "nur SynChck" ODER
(Sammelschiene < 'max.Spng.' UND
Leitung < 'max.Spng.')

· Externe Wahl der Betriebsart:


Vier der oben erwähnten fünf Betriebsarten können zusätzlich
über zwei binäre Eingänge der Funktion ('Eing1BetrArt' und
'Eing2BetrArt') angewählt werden.
Binäre Eingangssignale Betriebsart (s. oben)

'Eing1BetrArt' 'Eing2BetrArt'
(F) FALSE (F) FALSE "Betriebsart, die im Bedienprogramm
vorgewählt wurde" ('Betriebs-Art')
(F) FALSE (T) TRUE "SchT & LtgH"
(T) TRUE (F) FALSE "SchH & LtgT"
(T) TRUE (T) TRUE "SchT | LtgT"

Wahl der Phase für die Spannungseingänge auf Sammel-


schienen- und Leitungsseite ('Ph.-Schiene', 'Ph.-Leitung')
Die Phase ('Ph.-Schiene', 'Ph.-Leitung') kann für die Spannungs-
eingänge auf Sammelschienen- und Leitungsseite getrennt

3-173
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

angegeben werden (zur funktionsinternen Phasenwinkel- und


Amplitudeanpassung).
Einstellbar sind alle 1- und 3phasigen Spannungen (1ph-RS,
-ST, -TR; 1ph-RE, -SE, -TE; 3ph-Stern; 3ph-Verkettet), wobei
Übereinstimmung vorhanden sein muss mit den jeweils ange-
wählten Spannung-Eingangskanälen (s. a. Abschnitt D., "Doku-
mentation der Einstellparameter").
Sind sammelschienenseitig beide Wandlereingänge definiert, gilt
die gewählte Phase ('Ph.-Schiene') für beide Sammelschienen-
eingänge.
Anmerkungen:
· Bei 1phasiger Messung ist der Anschluss an eine verkettete
Spannung zu bevorzugen.
Sind beidseitig 1phasige Spannungseingänge definiert, soll-
ten zudem nach Möglichkeit Spannungen gleicher Phasen
überwacht werden.
· Bei 3phasigem, in Stern geschaltetem Spannungsanschluss
werden funktionsintern die verketteten Spannungen gebildet.
Dies einerseits zur Verringerung des Oberwellengehalts der
Messspannung, anderseits um den Einsatz der Funktion
auch im Falle von erdschlussbehafteten, isolierten Netzen zu
erlauben.
· Die Spannungsüberwachung wird abhängig von der gewähl-
ten Phase ('Ph.-Schiene', bzw. 'Ph.-Leitung') 1- oder 3phasig
durchgeführt.
Die Überwachung der Synchronbedingungen ("dU, dPhi, df")
erfolgt hingegen immer 1phasig. Dabei gilt für die zu über-
wachende Spannung:
· sind sammelschienen- und leitungsseitig 3phasige Ein-
gänge definiert, wird beidseitig die verkettete Spannung
URS überwacht.
· ist hingegen ein Eingang 3phasig, der andere 1phasig
definiert, wird beidseitig die durch den 1phasigen Eingang
vorbestimmte Spannungsphase überwacht.

Überwachungszeit ('t-Überwachg.'), Rückstellzeit


('t Rück') sowie Arbeitszeit der Funktion und Pausenzeit des
Wiedereinschaltapparats

· Überwachungszeit ('t-Überwachg.'):
Die Überwachungszeit beginnt mit dem Anlauf der Funktion.
Während ihrer Dauer müssen sämtliche Bedingungen für ein

3-174
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Zuschalten erfüllt bleiben, andernfalls wird das Zeitglied zurück-


gesetzt.
Nach Ablauf der Überwachungszeit, und wenn die Zuschaltbe-
dingungen noch immer erfüllt sind, wird das Signal zur Freigabe
des Einschaltbefehls ('EinschltFrg.') ausgegeben.
Die Überwachungszeit ('t-Überwachg.') wird, besonders bei
Wiedereinschaltungen, mit Vorteil abhängig von den Einstell-
werten 'PhasenDiff.' und 'Freq.Diff.', eingestellt. Zudem können
dabei noch die Schaltereigenzeiten berücksichtigt werden:
2 x (' PhasenDiff.' ) Grad
' t - Überwachg.' s £ - ( tv + ts) s
(' Freq.Diff' ) Hz x 360
Es bedeuten:
ts: Zu berücksichtigende Schaltereigenzeiten:
Richtwert: 0 ... 100 ms.
tv: Funktionsinterne Anlauf-Verzögerungszeiten
(Übergangsverhalten der Funktion bei transienten Vorgän-
gen der Messspannung sowie Streuung des Zeitglieds):
· für 't-Überwachg.' < 200 ms: typisch 60... 80 ms
· für 't-Überwachg.' ³ 200 ms: typisch 80...100 ms.
Obige Einstellung der Überwachungszeit gewährleistet, dass bei
einer konstanten Frequenzdifferenz df, entsprechend dem Ein-
stellwert 'Freq.Diff.' und nach Ablauf der Zeitdauer 't-Über-
wachg.' sich die Winkeldifferenz dPhi noch innerhalb des ein-
gestellten, zulässigen Winkelfensters (-'PhasenDiff.' bis +'Phasen
Diff.') befindet.

Richtwerte:
Für einen Einstellwert der Phasendifferenz ('PhasenDiff.') von
10 Grad:
'Freq.Diff.' 't-Überwachg.'

200 mHz 100... 200 ms


100 mHz 250... 450 ms
50 mHz 600...1000 ms

3-175
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

· Minimale Arbeitszeit der Funktion:


Die minimale Arbeitszeit der Funktion, d.h. die kleinstmögliche
Zeitdauer zwischen dem Zeitpunkt bei dem erstmals die Zu-
schaltbedingungen erfüllt sind und der Abgabe des Einschalt-
freigabe-Signals 'EinschltFrg.', ist durch die parametrierte Über-
wachungszeit 't-Überwachg.' sowie die internen Anlauf-Verzöge-
rungszeiten 'tv' gegeben.
Minimale Arbeitszeit = ('t-Überwachg.') + tv

· Pausenzeit des Wiedereinschalt-Apparates:


Damit bei einer Netz-Wiedereinschaltung die Synchrocheck-
funktion den Einschaltfreigabe-Entscheid ('EinschltFrg.') inner-
halb der Pausenzeit des Wiedereinschalt-Apparates abgeben
kann, muss dieses Zeitintervall mindestens so lang wie die mini-
male Arbeitszeit der Funktion (s. oben) gewählt werden:
Pausenzeit ³ Minimale Arbeitszeit = ('t-Überwachg.') + tv

· Rückstellzeit ('t-Rück'):
Nach dem Verschwinden einer oder mehrerer Zuschaltbedin-
gungen, fällt der Einschaltfreigabe-Ausgang ('EinschltFrg.') und
das Anlaufsignal nach der voreingestellten Abfallverzögerung
('t-Rück') ab.
Damit wird eine Mindestdauer des Einschaltfreigabe-Signals
gewährleistet.

Richtwert:
t-Rück 50 ms.
Anmerkung:
· Bei zu erwartenden hohen Schlupfwerten df, sollten grosse
Werte von 't-Rück' vermieden werden, um während dieser
Zeit das eingestellte, zulässige Winkelfenster (-'PhasenDiff.'
bis +'PhasenDiff.') nicht zu weit zu überschreiten.

3-176
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.14.3. Binäreingänge der Funktion

Eingänge zur Umschaltung der Wandlereingänge auf Sam-


melschienenseite ('Schien1Aktiv', 'Schien2Aktiv')
Sind beide Sammelschienen-Eingänge ('uEingSchien1', 'uEing
Schien2') definiert, kann eine Umschaltung auf den jeweils
anderen Spannungseingang über die zwei Binäreingänge
'Schien1Aktiv' und 'Schien2Aktiv' erfolgen. Sie können die Posi-
tionen der entsprechenden Trenner wiedergeben:
'Schien1Aktiv' 'Schien2Aktiv' aktive Wandlereingänge

(T) TRUE (F) FALSE 'uEingSchien1' und 'uEingLeitung'


(F) FALSE (T) TRUE 'uEingSchien2' und 'uEingLeitung'

Andere Zustände dieser Binäreingänge bewirken keine Um-


schaltung der Wandlerkanäle, d.h. es bleiben die bisherigen
Spannungseingänge aktiv.

Anmerkungen:
· Nach der Umschaltung auf den anderen Spannungseingang
wird die Funktion neu initialisiert (Zurücksetzung des Zeit-
glieds sowie sämtlicher Triggerfunktionen und der entspre-
chenden Signalausgänge). Dieser Vorgang dauert max.
60 ms (funktionsinterne Abfallverzögerungen). Anschlies-
send beginnt die Überwachung der neuen Sammelschienen-
spannung, und ab diesem Zeitpunkt wird auch das Einschalt-
freigabe-Signal 'EinschltFrg.'' verfügbar für die geänderte
Netzkonfiguration.
· Wurde nur ein Sammelschienen-Eingang ('uEingSchien1')
definiert, sind die beiden Binäreingänge 'Schien1Aktiv' und
'Schien2Aktiv' unwirksam.

Eingänge zur Blockierung der Triggerfunktionen des Syn-


chrochecks ('BlckTrigSch1', 'BlckTrigSch2', 'BlckTrigLtg')
Diese sind den entsprechenden Spannungseingängen zuge-
ordnet und hauptsächlich dann zu benutzen, wenn die Mess-
kreise der Anlagenspannungswandler durch Schutz- bzw. Über-
wachungseinrichtungen (Sicherungsautomaten) unterbrochen wer-
den können; in solchen Fällen sind die Blockiereingänge durch
deren Meldekontakte anzusteuern. Dadurch wird beim An-
sprechen dieser Einrichtungen, mit damit verbundenem Verlust
der Messspannung, ein unzulässiges Zuschalten auf einen vom
Synchrocheck als "spannungslos" betrachteten Netzteil vermie-
den.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Wirksamkeit der Blockiereingänge:


· Beide Sammelschienen-Spannungseingänge sind definiert.
Die aktiven Blockiereingänge hängen vom Zustand der bei-
den Binäreingänge 'Schien1Aktiv' und 'Schien2Aktiv', d.h.
von den gerade aktiven Spannungseingängen, ab:
'Schien1Aktiv' 'Schien2Aktiv' aktive Blockiereingänge

(T) TRUE (F) FALSE 'BlckTrigSch1' und 'BlckTrigLtg'


(F) FALSE (T) TRUE 'BlckTrigSch2' und 'BlckTrigLtg

Andere Zustände dieser Binäreingänge bewirken keine


Änderung der wirksamen Blockiereingänge; in solchen Fällen
bleiben die bisherigen Blockiereingänge aktiv.
· Nur ein Sammelschienen-Spannungseingang ist definiert.
Sämtliche Blockiereingänge ('BlckTrigSch1', 'BlckTrigSch2'
und 'BlckTrigLtg') sind aktiv, unabhängig von den Binär-
eingängen 'Schien1Aktiv' und 'Schien2Aktiv'.
Die aktiven Blockiereingänge sind intern ODER-verknüpft. Wird
einer dieser Eingänge gesetzt, fallen sämtliche Triggerfunktio-
nen, und damit die entsprechenden Signalausgänge ('Anlauf',
'Spngs.Diff.iO', 'PhaseDiff.iO', 'Freq.Diff.iO', 'uSchienVorh', 'uLeitg
Vorh', 'uSchienFehlt', 'uLeitgFehlt') sowie der Einschaltfreigabe-
Ausgang des Synchrochecks ('EinschltFrg.'), unverzögert ab.
Der Algorithmus der Funktion wird jedoch weiterhin abgearbeitet.

Eingänge zur Freigabe der Synchrocheckfunktion


('Sync-Freig1', 'Sync-Freig2')
Da die Synchrocheckfunktion nur bei den entsprechenden Schalt-
handlungen sowie vor Netz-Wiedereinschaltungen benötigt wird,
kann sie während der übrigen Zeit blockiert werden, um dadurch
Rechenzeit zu sparen. Zu diesem Zweck sind die binären Ein-
gänge 'Sync-Freig1' und 'Sync-Freig2' vorgesehen, welche intern
ODER-verknüpft sind: soll die Synchrocheckfunktion abgearbeitet
werden, muss mindestens einer dieser beiden Eingänge gesetzt
sein.
Verschwindet das Freigabesignal für die Synchrocheckfunktion,
wird deren Algorithmus nicht mehr abgearbeitet! Zudem fallen
dabei sämtliche Triggerausgänge der Funktion unverzögert und
der Einschaltfreigabe-Ausgang ('EinschltFrg.') nach der parame-
trierten Rückstellzeit ('t-Rück') ab.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Die bedingte Freigabe des Synchrochecks ist besonders dann


vorzusehen, wenn dieser zusammen mit zeitkritischen Schutz-
funktionen, wie beispielsweise dem Distanzschutz, auf dem-
selben Verarbeitungsgerät abläuft, um dadurch deren Auslöse-
zeiten nicht zu beeinträchtigen.

Anwendungsbeispiel:
Die Synchrocheckfunktion befindet sich im gleichen Gerät wie
die Funktionen "Distanzschutz" und "Wiedereinschaltung"; der
Synchrocheck soll dabei nur während der Pausenzeit der Wie-
dereinschaltfunktion aktiviert werden. Dazu wird das Ausgangs-
signal 'WE bereit' der Wiedereinschaltfunktion invertiert dem
binären Eingang 'Sync-Freig1' (oder 'Sync-Freig2') der Synchro-
checkfunktion zugeführt.

Anlauf
Distanz- Wiederein- WE Bereit Synchro-
funktion schalt- check
Aus LS funktion
Sync-Freig1

Aus LS 3P LS Ein

SynchroChck

EinschaltFrg.

HEST 965 020 C

Bild 3.5.14.3. Bedingte Freigabe der Synchrocheckfunktion:


Blockschaltbild der entsprechenden Funktionen
mit den dazugehörenden Signalverbindungen

Eingang zur Überbrückung der Synchrocheckfunktion


('ÜberbrückSyn')
Über diesen binären Eingang kann der Einschaltfreigabe-Aus-
gang ('EinschltFrg.') der Funktion unverzögert gesetzt werden,
auch wenn die Zuschaltbedingungen nicht erfüllt sind.
Dieser Eingang hat Priorität, auch gegenüber den Blockier- und
den Freigabeeingängen der Funktion.

Eingänge für die externe Wahl der Betriebsart der Funktion


('Eing1BetrArt', 'Eing2BetrArt')
Siehe dazu Abschnitt 3.5.14.2. "Wahl der Betriebsart der Syn-
chrocheckfunktion".

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.5.15. Schalterversagerschutz (SchalterVersag.)

A. Anwendung
· Redundante Auslösung (RED 1))
· Wiederholte Auslösung (SVS 2))
· Reserve Auslösung (SVS)
· Endfehler Auslösung (EFS 3))
· Unbedingte Auslösung (US 4))
· Externe Auslösung.

B. Merkmale
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen
· 1 oder 3phasiger Betrieb
· Blockierung
· zwei unabhängige Zeitstufen (t1, t2)
· Fernauslösung
· Deaktivierung der Auslösungen (RED, SVS, EFS, US)
· Identifikationsnummer für jeden binären Ein-, Ausgang.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Strom.

II. Binäre Eingänge


· 13205 Blockierung SVS
· 13710 Anregung L1
· 13720 Anregung L2
· 13730 Anregung L3
· 13740 Anregung L1L2L3
· 13705 Ext Anregung
· 13770 LeistSchalt-Aus
· 13775 LeistSchalt-Ein
· 13780 Ext Auslös t2
· 13785 Ext Auslös EFS

1) Redundant
2) Schalterversagerschutz
3) Endfehlerschutz
4) Unbedingter Schutz

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III. Binäre Ausgänge


· 23305 Aus t1
· 23315 Aus t1 L1
· 23320 Aus t1 L2
· 23325 Aus t1 L3
· 23310 Aus t2
· 23340 Fern Aus
· 23345 Red Aus L1
· 23350 Red Aus L2
· 23355 Red Aus L3
· 23375 EFS Fern Aus
· 23370 EFS Bus Aus
· 23330 Wiederh t1
· 23360 unbed Aus t1
· 23380 Ext Aus t1
· 23335 Reserv Aus t2
· 23365 unbed Aus t2

IV. Messwerte
· Stromamplitude L1
· Stromamplitude L2
· Stromamplitude L3.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

D. Dokumentation der Einstellparameter – SchalterVersag.


Parameter – Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt
AUS-Befehle
AUS t1 B00000000
AUS t1 L1 B00000000
AUS t1 L2 B00000000
AUS t1 L3 B00000000
AUS t2 B00000000
FERN AUS B00000000
RED AUS L1 B00000000
RED AUS L2 B00000000
RED AUS L3 B00000000
EFS FERN AUS B00000000
EFS BUS AUS B00000000
Allgemeine Parameter
ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
I Wert IN 1.20 0.20 5.00 0.01
Verzögerung t1 s 0.15 0.02 60.00 0.01
Verzögerung t2 s 0.15 0.02 60.00 0.01
Verzögerung tEFS s 0.04 0.02 60.00 0.01
t Rück WiedHol s 0.05 0.02 60.00 0.01
t Rück SichAus s 0.05 0.02 60.00 0.01
t Puls FernAus s 0.05 0.02 60.00 0.01
t1 aktiv ein (Auswahl)
t2 aktiv ein (Auswahl)
Fern Aus aktiv ein (Auswahl)
EFS aktiv ein (Auswahl)
Red aktiv ein (Auswahl)
Start Ext aktiv ein (Auswahl)
Fern nach t1 (Auswahl)
Phasenzahl 3 1 3 2
Stromkanal Wandlereing 0

Blockierung SVS Binärwert F

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Text Einheit Default Min. Max. Schritt

Anregung L1 Binärwert F
Anregung L2 Binärwert F
Anregung L3 Binärwert F
Anregung L1L2L3 Binärwert F
Ext Anregung Binärwert F
LeistSchalt-Aus Binärwert F
LeistSchalt-Ein Binärwert F
Ext Auslös t2 Binärwert F
Ext Auslös EFS Binärwert F
Aus t1 Meldung ER
Aus t1 L1 Meldung ER
Aus t1 L2 Meldung ER
Aus t1 L3 Meldung ER
Aus t2 Meldung ER
Fern Aus Meldung ER
Red Aus L1 Meldung ER
Red Aus L2 Meldung ER
Red Aus L3 Meldung ER
EFS Fern Aus Meldung ER
EFS Bus Aus Meldung ER
Wiederh t1 Meldung ER
unbed Aus t1 Meldung ER
Ext Aus t1 Meldung ER
Reserv Aus t2 Meldung ER
unbed Aus t2 Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


AUS t1
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Aus t1 der Funktion wirkt (Matrix). Dieser Ausgang wird bei
einer wiederholten, externen bzw. unbedingten Auslösung
aktiviert.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AUS t1 L1/L2/L3
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Aus t1 L1/L2/L3 der Funktion wirkt (Matrix). Dieser Ausgang
wird bei einer phasengetrennten, wiederholten Auslösung
aktiviert.
AUS t2
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Aus t2 der Funktion wirkt (Matrix). Dieser Ausgang wird bei
einer Reserve- bzw. einer unbedingten Auslösung nach der
zweiten Zeitstufe t2 aktiviert.
FERN AUS
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Fern Aus der Funktion wirkt (Matrix).
RED AUS L1/L2/L3
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
Red Aus L1/L2L3 der Funktion wirkt (Matrix).
EFS FERN AUS
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
EFS Fern Aus der Funktion wirkt (Matrix).
EFS BUS AUS
Definiert die Auslösekreise, auf welche der Auslöseausgang
EFS Bus Aus der Funktion wirkt (Matrix).
Parametersatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.).
I Wert
Ansprechwert des Stromkriteriums. Dieser Wert gilt für den
Schalterversagerschutz (SVS), Endfehlerschutz (EFS) sowie
die redundante Logik (RED).
Verzögerung t1
Verzögerungszeit der wiederholten Auslösung.
Verzögerung t2
Verzögerungszeit der Reserve Auslösung.
Verzögerung tEFS
Verzögerungszeit der Endfehler Auslösung.
t Rück WiedHol
Rückfallverzögerung der wiederholten, redundanten bzw.
Externen Auslösung.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

t Rück SichAus
Rückfallverzögerung der Reserveauslösungen.
t Puls FernAus
Impulslänge der Fernauslösungen.
t1 aktiv
Definiert den Zustand der Zeitstufe t1.
'ein' Zeitstufe t1 ist aktiv
'aus' Zeitstufe t1 ist nicht aktiv.
t2 aktiv
Definiert den Zustand der Zeitstufe t2.
'ein' Zeitstufe t2 ist aktiv
'aus' Zeitstufe t2 ist nicht aktiv.
FernAus aktiv
Definiert den Zustand der Fernauslösungen.
'ein' Fernauslösungen ist aktiv
'aus' Fernauslösungen ist nicht aktiv.
EFS aktiv
Definiert den Zustand der Endfehlerlogik.
'ein' Endfehler ist aktiv
'aus' Endfehler ist nicht aktiv.
Red aktiv
Definiert den Zustand der redundanten Logik.
'ein' redundante Logik ist aktiv
'aus' redundante Logik ist nicht aktiv.
Start Ext aktiv
Definiert den Zustand der unbedingten Logik.
'ein' unbedingte Logik ist aktiv
'aus' unbedingte Logik ist nicht aktiv.
Fern nach
Definiert den Zeitpunkt der Fernauslösung.
't1' nach Zeitstufe t1 des SVS
't2' nach Zeitstufe t2 des SVS.
Phasenzahl
Definiert die Anzahl der überwachten Phasen.
'1' Funktion arbeitet einphasig
'3' Funktion arbeitet dreiphasig.
Stromkanal
Definiert den Wandlereingangskanal für die Strommessung.
Einstellbar sind ein- oder dreiphasige Stromwandler. Bei
dreiphasigen Stromwandlern muss der erste Kanal (Phase
R) der gewählten Dreiergruppe angegeben werden.

3-186
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung SVS
Eingang für die Blockierung der Funktion.
F: nicht blockiert
T: blockiert
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Anregung L1/L2/L3
Anregung von SVS und RED in Phase L1/L2/L3
F: keine Anregung
T: Anregung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Anregung L1L2L3
Anregung von SVS und RED in allen drei Phasen
F: keine Anregung
T: Anregung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Ext Anregung
Anregung des US.
F: keine Anregung
T: Anregung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
LeistSchalt-Aus
Definiert den Status "offen" des Leistungsschalters. Dies wird
als Anregung des Endfehlerschutzes benutzt.
F: Schalter ist nicht offen
T: Schalter ist offen
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
LeistSchalt-Ein
Definiert den Status "geschlossen" des Leistungsschalters.
F: Schalter ist nicht geschlossen
T: Schalter ist geschlossen
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-187
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Ext Auslös t2
Eingang von den zweiten Zeitstufen der restlichen SVS in der
Anlage.
F: keine externe Auslösung nach t2
T: externe Auslösung nach t2
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Ext Auslös EFS
Eingang von den Endfehlerausgängen der restlichen SVS in
der Anlage.
F: keine externe Endfehler Auslösung
T: externe Endfehler Auslösung
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Aus t1
Meldung einer Auslösung, die durch eine der folgenden
Logiken ausgelöst wurde:
· wiederholte Auslösung (siehe "Wiederh t1")
· externe Auslösung (siehe "Ext Aus t1")
· unbedingte Auslösung (siehe "unbedingt Aus t1").
Aus t1 L1/L2/L3
Meldung einer wiederholten Auslösung von Phase L1/L2/L3.
Aus t2
Meldung einer Reserve Auslösung. Diese Meldung kann
durch mehrere Logiken ausgelöst werden, diese wären:
· Reserve Auslösung t2 (siehe "Reserv Aus t2")
· unbedingt Aus t2 (siehe "unbed Aus t2").
Fern Aus
Meldung einer Fernauslösung.
Red Aus L1/L2/L3
Meldung einer Redundanten Auslösung in Phase L1/L2/L3.
EFS Fern Aus
Meldung einer Endfehler Auslösung. Diese Meldung besteht
aus einem Impuls mit der Länge ‚t Puls Fern Aus’ und wird
abgesetzt, falls die EFS Zeitstufe abgelaufen ist.
EFS Bus Aus
Meldung einer Endfehler Auslösung. Diese Meldung wird
abgesetzt, falls die EFS Zeitstufe abgelaufen ist, und stellt
nach Rückfall des Startsignals das Signal „t Rück Bus Aus“
zurück.

3-188
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Wiederh t1
Meldung einer wiederholten Auslösung nach t1. Diese
Meldung wird abgesetzt, falls in einer der Phasen die
Zeitstufe t1 des SVS abgelaufen ist.
unbed Aus t1
Meldung einer unbedingten Auslösung nach t1. Diese
Meldung wird abgesetzt, falls die Zeitstufe t1 des US
abgelaufen ist.
Ext Aus t1
Meldung einer externen Auslösung. Diese Meldung wird
abgesetzt, falls einer der Eingänge "Ext Auslös t2" oder
" Ext Auslös EFS" vorhanden ist.
Reserv Aus t2
Meldung einer Reserve Auslösung nach t2. Diese Meldung
wird abgesetzt, falls die Zeitstufe t2 des SVS abgelaufen ist.
unbed Aus t2
Meldung einer unbedingten Auslösung nach t2. Diese
Meldung wird abgesetzt, falls die Zeitstufe t2 des US
abgelaufen ist.

3-189
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweise

Einstellwerte:
Ansprechwert: I Wert
Auslöseverzögerung: Verzögerung t1
Verzögerung t2
Verzögerung tEFS

Rückfallverzögerung: t Rück WiedHol


t Rück SichAus
Impuls: t Puls Fern Aus

Aktivierungen: t1 aktiv
t2 aktiv
Fern Aus aktiv
EFS aktiv
Red aktiv
Start Ext aktiv.

Ansprechwert I Wert
Wird der Ansprechwert der SVS-Stromerfassung zu tief einge-
stellt, so besteht nach einer erfolgreichen Auslösung die Gefahr,
dass die Stromerfassung des SVS zu spät zurückfällt. Dies kann
durch den Einfluss von Ausschwingvorgängen auf der Sekun-
därseite des Stromwandlers verursacht werden.
Eine Unterfunktion des SVS kann durch das zu hohe Einstellen
des Ansprechwertes verursacht werden. In einem solchen Fall
(z.B bei extremer Stromwandlersättigung) kann der gemessene
Strom des Wandlers wieder unter den Ansprechwert fallen. Der
SVS fällt zurück. Prinzipiell soll der Stromwert kleiner als der
minimale Kurzschlussstrom auf dem betreffenden Abzweig ein-
gestellt werden.

3-190
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Auslöseverzögerung t1, t2
Die Auslöseverzögerung ermöglicht die Einstellung des SVS
sowie des US an die jeweiligen Umgebungsparametern (Beispiel
Leistungsschalter). In Bild 3.5.15.1 ist der klassische Zeitablauf
einer Fehlerlöschung mittels Stromunterbrechung dargestellt.

Fehler- LS ist wiederholte


eintritt (1) Anregung (2) offen (3) Auslösung (4)

LS ist Reserve
offen (5) Auslösung (6)

Auslösezeit t LS offen tReset + tZuschlag

t LS offen tReset + tZuschlag

Verzögerung t1
Verzögerung t2

Bild 3.5.15.1 Zeitstufen t1, t2 des SVS/US

Erläuterung: Zeitablauf des SVS


(1) Ein Fehler ist aufgetreten und von einer Schutzeinheit er-
fasst worden.
(2) Nach der Arbeitszeit des Objektschutzes steht ein Aus-
Befehl am Leistungsschalter an, der gleichzeitig als Anregung
des SVS dient. Dies kann einphasig (Start Lx) oder dreiphasig
(Start L1L2L3) erfolgen. Gleichzeitig werden die
redundanten Meldungen aktiviert.
(3) Der Leistungsschalter hat den Stromkreis unterbrochen.
(4) Nach einer zusätzlichen Rückfallzeit tReset plus eines
Sicherheitszuschlags tZuschlag wird die Unterbrechung des
Stromkreises vom SVS erkannt und die Schutzfunktion
zurückgesetzt. Andernfalls wird eine Wiederauslösung
eingeleitet.
(5) Der Leistungsschalter hat den Stromkreis erfolgreich unter-
brochen nach der wiederholten Auslösung.

3-191
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

(6) Nach einer zusätzlichen Rückfallzeit tReset plus eines


Sicherheitszuschlags tZuschlag wird die Unterbrechung des
Stromkreises vom SVS erkannt und die Schutzfunktion
zurückgesetzt. Andernfalls wird eine Reserve Auslösung
eingeleitet.
Wird eine einstufige Auslösung des SVS benötigt, kann die Zeit-
stufe t1 deaktiviert werden (siehe t1 aktiv). Das Zeitverhalten
des SVS entspricht in diesem Falle wie in Bild 3.5.15.1, wobei
der Wert der Verzögerung t1 dem Wert Null entspricht.

Erläuterung: Zeitablauf des US


(1) Ein Fehler ist aufgetreten und von einer Schutzeinheit
erfasst worden.
(2) Durch den Eingang Ext Anregung wird der US gestartet.
(3) Der Leistungsschalter hat geöffnet.
(4) Zeigt der Schalterhilfskontakt "LeistSchalt-Ein" nach der
Rückfallzeit tReset plus eines Sicherheitszuschlags tZuschlag
dem US immer noch an, dass dieser geschlossen ist, wird
eine Wiederauslösung eingeleitet.
(5) Der Leistungsschalter hat geöffnet nach der wiederholten
Auslösung.
(6) Zeigt der Schalterhilfskontakt "LeistSchalt-Ein" nach einer
zusätzlichen Rückfallzeit tReset plus eines Sicherheitszu-
schlags tZuschlag dem US immer noch an, dass dieser
geschlossen ist, wird eine Reserve Auslösung eingeleitet .

Verzögerung t1 ³ t LS offen + t Reset + t Zuschlag

Verzögerung t 2 ³ t LS offen + t Reset + t Zuschlag

tLS offen Öffnungszeit des Leistungsschalters inklusive


Löschzeit
tReset Rückstellzeit des Stromkriteriums 1)
tZuschlag Berücksichtigung der typischen Schwankungen der
effektiven Fehlerklärungszeit 2)

1) Siehe Rückstellzeit der Stromerfassung tReset


2) Siehe Sicherheitszuschlag tZuschlag

3-192
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Auslöseverzögerung tEFS
Die tEFS Einstellung kann aus Bild 3.5.15.2 entnommen werden,
welches einen klassische Zeitablauf einer Stromunterbrechung dar-
stellt.

LS LS ist EFS
Aus-Befehl (1) offen (3) Aus Meldung (4)

t LS offen
tReset + tZuschlag

t LS AUS tEFS

LeistSchalt-Aus (2)

Bild 3.5.15.2 Zeitablauf Endfehler

(1) Aus Befehl für den Leistungsschalter.


(2) Schalterhilfskontakte melden „Schalter ist offen“. Dies
wird der Funktion durch den Eingang "LeistSchalt-Aus"
angezeigt. Dieser wird als Anregung des EFS benutzt.
(3) Der Leistungsschalter hat den Stromkreis unterbrochen.
(4) Nach der Rückfallzeit plus eines Sicherheitszuschlags
tZuschlag wird die Unterbrechung des Stromkreises vom
Stromglied erkannt, und der EFS wird zurückgesetzt.
Andernfalls wird eine EFS Meldung abgesetzt.

tEFS ³ t LS offen - t LS AUS + t Reset + t Zuschlag

tLS offen Öffnungszeit des Leistungsschalters inklusive


Löschzeit
tLS AUS Öffnungszeit des Schalterhilfskontaktes
(Meldung „Schalter ist offen“)
tReset Rückstellzeit der Stromerfassung 3)
tZuschlag Berücksichtigung der typischen Schwankungen der
effektiven Fehlerklärungszeit 4)

3) Siehe Rückstellzeit der Stromerfassung tReset


4) Siehe Sicherheitszuschlag tZuschlag

3-193
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Rückstellzeit der Stromerfassung tReset


Die Rückstellzeit der Stromerfassung wird von der Netzanord-
nung wie folgt bestimmt:
· Netzzeitkonstanten bis 300 ms
· Kurzschlussströme bis 40 IN

Hauptstromwandler TPX: tReset = 28 ms (IWert ³ 0.2 IN)

Hauptstromwandler TPY: tReset = 28 ms (IWert ³ 1.2 IN)


tReset = 38 ms (IWert ³ 0.4 IN).
Sicherheitszuschlag tZuschlag
Ein Sicherheitszuschlag von 20 ms wird empfohlen.

Rückfallverzögerung t Rück WiedHol, t Rück SichAus


Die Meldungen der Funktion verfügen über zwei unterschiedlich
einstellbare Rückfallverzögerungen.
t Rück WiedHol definiert die Rückfallverzögerung folgender
Meldungen: 23305 Aus t1
23315 Aus t1 L1
23320 Aus t1 L2
23325 Aus t1 L3
23345 Red Aus L1
23350 Red Aus L2
23355 Red Aus L3
23330 Wiederh t1
23360 unbed Aus t1
23380 Ext Aus t1.

t Rück SichAus definiert die Rückfallverzögerung folgender


Meldungen: 23310 Aus t2
23370 EFS Bus Aus
23335 Reserv Aus t2
23365 unbed Aus t2.

3-194
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Impuls t Pulse Fern Aus


t Pulse Fern Aus definiert die Impulsdauer der Fernauslösungen.
Diese wären: 23340 Fern Aus
23375 EFS Fern Aus.

Aktivierung einzelner Funktionen


Die Funktion verfügt über eine Anzahl von Aktivierungs- bzw. De-
aktivierungsmöglichkeiten.

t1 aktiv
Durch diese Einstellung kann die Zeitstufe t1 deaktiviert werden.
Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des Typs
"wiederholte Auslösung" nicht erscheinen.

t2 aktiv
Durch diese Einstellung kann die Zeitstufe t2 deaktiviert werden.
Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des Typs
"Reserve Auslösung" nicht erscheinen.

Fern Aus aktiv


Durch diese Einstellung kann die Fernauslösung deaktiviert wer-
den. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des Typs
"Fernauslösung" nicht erscheinen.

EFS aktiv
Durch diese Einstellung kann der Endfehlerschutz deaktiviert
werden. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des
Typs "Endfehler" nicht erscheinen.

Red aktiv
Durch diese Einstellung kann der redundant Schutz deaktiviert
werden. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des
Typs "redundant" nicht erscheinen.

Start Ext aktiv


Durch diese Einstellung kann der unbedingte Schutz deaktiviert
werden. Eine Deaktivierung bedeutet, dass alle Meldungen des
Typs "unbedingt" nicht erscheinen.

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3.6. Logikfunktionen

3.6.1. Steuerfunktion (FUPLA)


A. Anwendung
Die Steuerfunktion ist für die Datenerfassung, Überwachung und
Steuerung von Mittel- und Hochspannungsschaltanlagen vor-
gesehen. Die Feldsteuerlogik kann für SF6-gas-isolierte- (GIS),
Innenraum- und Freiluftschaltanlagen in Einfach-, Doppel-, und
Mehrfach-Sammelschienenanordnungen ausgelegt werden.
Die Steuerfunktion verarbeitet die Stellungsmeldungen der
Schaltgeräte, die Messwerte und den Alarmzustand des Feldes
und stellt die benötigten Informationen der Kommunikations-
schnittstelle (IBB) zur Verfügung.
Die Steuerfunktion übernimmt Steuerbefehle von der über-
geordneten Stationsleitebene (SCS Substation Control System)
oder von der Vorortmimik, verarbeitet sie in der Feldsteuerlogik
und führt die Befehlsausgabe aus.
Die in der Steuerfunktion implementierte Verriegelung verhindert
unerlaubte Schalthandlungen die zur Beschädigung der Schalt-
anlage oder zur Gefährdung von Personen führen könnten.

B. Merkmale
Die Steuerfunktion wird projektspezifisch mit der Funktionsplan-
sprache CAP 316 erstellt. Sie beinhaltet im wesentlichen:
· Erfassung und Plausibilitätsprüfung von Stellungsmeldungen
· Ansteuerung der Schaltgeräte
· Verriegelung
· Überwachte Befehlsausgabe
· Laufzeitüberwachung
· Einbindung der Vorortmimik
· Alarmerfassung und Alarmverknüpfung
· Verarbeitung von Messwerten.
Es können bis zu acht FUPLA-Funktionen konfiguriert werden.
Die maximale Codegrösse für alle FUPLA-Funktionen zusam-
men ist 128 kB. Die Funktion FUPLA kann nicht kopiert und nicht
als 48. Funktion konfiguriert werden. Die Funktionsplansprache
CAP 316 ist in der Druckschrift 1MRB520059-Ude beschrieben.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

C. Ein und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Konstante, Messwerte von Schutzfunktionen, Eingänge
vom IBB, Abtastwerte

II. Analoge Ausgänge


· Messwert-Ausgänge

III. Binäre Eingänge


· Blockierung, Binäreingang zur Blockierung der FUPLA
· Binäreingänge, vom IBB, System, Schutzfunktionen

IV. Binäre Ausgänge


· Binärsignale, zum IBB, System, Schutzfunktionen,
Ereignisverarbeitung

V. Messwerte
· Messwert-Ausgänge.

3-198
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.1.1. Dokumentation der Einstellparameter FUPLA


Wenn die Funktion FUPLA neu konfiguriert wird, muss vor allen
anderen Parametern das Verzeichnis, in dem sich die Dateien
'project1.bin, project.cfg' befinden, eingegeben werden. Der Projekt-
name in der 'project1.bin' Datei wird automatisch als FUPLA-
Funktionsname verwendet, kann aber nachträglich editiert wer-
den.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREC316*4 - Steuerger„tÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmeÚNeue Funktion einfgen -----------¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ..... ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinst³ ÚFUPLA-----------------------------¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSch³ ³ Projekt Verzeichnis º>Verzeichnis º°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ³ ZURšCK ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ 1³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ 2³ À----------------------------------Ù°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ 3³ VDEW6 ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀ-³ ³ 4³ Flattererk. ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°³ ³ 5³ Verz”gerung ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°³ ³ 6³ Z„hler ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°À-³ 7³ Logik ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ 8³ UIfPQ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ 9³ St”rschreiber ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ 10³ Keine Funkt. ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ZU³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°À---À----------------------------------Ù°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 3.6.1.1 Eingabe des FUPLA-Verzeichnisses.

Danach können die einzelnen Parameter eingegeben werden.

ÚHauptmen ---------------¿
³ ³
³ ÚEinstellungen eingeben------------¿
³ ³ ³
³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndern-----------¿
³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÚBearbeitung einer Funktion---------¿
³ ³ ³ ³ ÉProject Name ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ ³ ³ ³ Eiº º
À-³ ³ ³ Naº Generelles º
³ ³ ³ Koº Zeitglieder º
³ ³ ³ L”º Bin„reing„nge º
À-³ ³ ZUº Bin„rsignale º
³ ³ º Messwert-Eing„nge º
³ À---º Messwert-Ausg„nge º
³ 10 Nº Projekt Verzeichnis º
³ ZURšº ZURšCK º
³ º º
À-----ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 3.6.1.2 Eingabe der einzelnen Parameter

3-199
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3.6.1.1.1. Generelles
Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


Wiederh.Rate tief tief hoch 1
Zyklus Zeit ms 20 0 1000 1

Blockierung Binärwert F

Erläuterung der Parameter:


ParSatz4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist.
(s.a. Abschnitt 5.11.)
Wiederh.Rate
Bestimmt die Anzahl Abarbeitungen der FUPLA innerhalb
eines Umlaufes.
hoch: die FUPLA wird viermal pro Umlauf abgearbeitet.
mittel: die FUPLA wird zweimal pro Umlauf abgearbeitet.
tief: die FUPLA wird einmal pro Umlauf abgearbeitet.
Zyklus Zeit
Bestimmt das Zeitintervall, mit dem die Abarbeitung der
FUPLA gestartet wird.
Blockierung
(F® FALSE, T® TRUE, Binäreingang des Systems, Binär-
ausgang einer Schutzfunktion, Eingang von IBB).
Blockiert die FUPLA.

3-200
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.1.1.2. Zeitglieder
In diesem Fenster erscheinen EXTIN-Signale vom Typ Time-
factor sowie Signale in der Signalgruppe TMSEC.
Die Signale können an folgende Quellen angeschlossen werden:
· Messwertkonstante
Einstellbereich und Auflösung:
Signalgruppe TMSEC: 0...60.000 s, für TON
0...40.00 s, für TONS
Signaltyp TIMEFACTOR: 0...4000 s, für TONL
· Binärausgang (Messwert) einer Schutzfunktion
Die Faktoren ms (TON), 10 ms (TONS) 1 s (TONL) sind zu
beachten.
· Eingang von IBB
Die Faktoren ms (TON), 10 ms (TONS) 1 s (TONL) sind zu
beachten.

3.6.1.1.3. Binäreingänge
Binäreingänge können an folgende Quellen angeschlossen wer-
den:
· Immer EIN ("1")
· Immer AUS ("0")
· Binäreingang des Systems
· Binärausgang einer Schutzfunktion
· Eingang von IBB, 768 Eingänge, in 24 Gruppen zu 32 Signalen.

3.6.1.1.4. Binärsignale
Binärsignale können an folgende Senken angeschlossen wer-
den:
· Melde-LEDs
· Melderelais
· Ereignisverarbeitung (BinExtOut-Blöcke nicht)
· Binäreingang einer Schutzfunktion
· Auslöserelais
· Signale zu IBB, 768 Signale in 24 Gruppen zu 32 Signalen.

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3.6.1.1.5. Messwert-Eingänge
Messwert-Eingänge können an folgende Quellen angeschlossen
werden:
· Messwertkonstante,
Wertebereich Integer oder Prozent.
· Messwert einer Schutzfunktion,
der Wertebereich für Winkel ist ±180.00°, Ströme und Span-
nungen werden in Unit's übertragen.
· Eingang von IBB
Wertebereich Integer.
· Wandlerkanäle.

3.6.1.1.6. Messwert-Ausgänge
Messwert-Ausgänge können an folgende Senken angeschlossen
werden:
· Messwert Nr. 1...64.

3.6.1.1.7. Signallaufplan der Messwert-Ein- und Ausgänge

FUPLA
Funktions-Nr. 1
O1 V1
Messwert
IBB IBB Ausgänge
Output des KANAL 4 KANAL 9 Messwert Input des
SCS Eingänge SCS
O 64 V 64

64

Bild 3.6.1.3 Signallaufplan der Messwert-Ein- und Ausgänge

IBB Kanal-Nr. 4 ist nur schreibbar. IBB Kanal-Nr. 9 ist nur lesbar.
Der übertragbare Zahlenbereich im IBB-Kanal 4 ist -32768...
+32767, entsprechend 16 Bit Integer.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.1.2. FUPLA laden


Nach jeder Änderung in der FUPLA-Konfiguration wird der
FUPLA-Code neu geladen. Zum Laden nach FUPLA-internen
Änderungen, nachdem die neuen 'project1.bin, project.cfg' Da-
teien in das FUPLA-Verzeichnis kopiert wurden, muss aus dem
Hauptmenü 'Einstellungen eingeben' gewählt werden, in diesem
Fenster ZURÜCK, danach wird der neue FUPLA-Code, geladen.

ÚHauptmen---------------¿
³ ³
³ ÚEinstellungen eingeben------------¿
³ ³ ³
³ ³ Schutzfunktionen „ndern ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ ³ Hardware-Funktionen „nderº ABSPEICHERN? º
³ ³ System-Funktionen „ndern º <J>/<N> º
³ ³ Relaiseinstellungen aufliº º
³ ³ Einstellung in Datei abspÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
À-³ Einstellung von Datei laden ³
³ ZURšCK ³
³ ³
À----------------------------------Ù

Bild 3.6.1.4 Einstellungen eingeben, Abspeichern?

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.2. Logik (Logik)

A. Anwendung
Logische Verknüpfung von binären Eingangssignalen oder von
Ausgängen der Schutzfunktionen, z.B. für
· Erzeugung anwendungsspezifischer Meldungen
· Realisierung erweiterter Schutzfunktionen.

B. Merkmale
· Binäre Eingangskanäle einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen der Schutzfunktionen
· Alle Eingangskanäle sind invertierbar
· Folgende Logiken können gewählt werden:
· ODER-Verknüpfung von 4 Eingängen
· UND-Verknüpfung von 4 Eingängen
· RS-Flipflop mit 2 Setzeingängen und 2 Rücksetzeingängen:
· Ist mindestens einer der Rücksetzeingänge "1", so ist
der Ausgang "0".
· Ist mindestens einer der Setzeingänge "1" und keiner
der Rücksetzeingänge "1", so ist der Ausgang "1".
· Sind alle Eingänge "0", so bleibt der Ausgangszustand
gespeichert.
· Bei jeder Logik ist ein zusätzlicher Blockiereingang vorhanden.
Ist der Blockiereingang "1", so wird der Ausgang immer auf
"0" zurückgesetzt.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· 4 Logikeingänge
· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Auslösung

IV. Messwerte
· keine.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Logik


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Logik-Modus ODER (Auswahl)
BinAusgang Meldung ER
Blockierung Binärwert F
BinEin1 (R1) Binärwert F
BinEin2 (R2) Binärwert F
BinEin3 (S1) Binärwert F
BinEin4 (S2) Binärwert F

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
Logik-Modus
definiert die mit den 4 binären Eingängen auszuführende Logik.
Einstellmöglichkeiten:
· ODER: ODER-Verknüpfung aller 4 binären
Eingänge
· UND: UND-Verknüpfung aller 4 binären Eingänge
· RS-Flipflop: Kippglied mit 2 Setzeingängen (S1 und S2)
und 2 Rückstelleingängen (R1 und R2).
Der Ausgang wird gesetzt bzw. zurück-
gestellt, wenn mindestens einer der ent-
sprechenden Eingänge logisch "1" ist
(ODER-Verknüpfung).
Rückstelleingänge haben Priorität vor den
Setzeingängen.
BinAusgang
Meldung der Auslösung.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion.
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Bei aktivem Blockiereingang ist der Ausgang immer
logisch "0".
Bei der Flipflopfunktion wirkt der Blockiereingang wie ein
Rückstelleingang.
BinEin1 (R1), BinEin2 (R2), BinEin3 (S1), BinEin4 (S2)
Binäreingänge 1 bis 4 (UND- bzw. ODER-Funktion)
Rückstelleingänge 1 und 2 sowie Setzeingänge 1 und 2
(RS-Flipflop)
F: - nicht verwendet (bei Logik-Modus = ODER
bzw. RS-Flipflop)
T: - nicht verwendet (bei Logik-Modus = UND)
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

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3.6.3. Verzögerung / Integrator (Verzögerung)

A. Anwendung
Allgemeines Verzögerungsglied für
· zeitliche Integration von binären Signalen, z.B. der Aus-
gangssignale der Erregerausfallfunktion (Aussertrittfall-
schutz) oder der Rückleistungsfunktion
· Verlängerung von kurzen Eingangssignalen
(Impulsverlängerung)
· Einfache Zeitverzögerung.

B. Merkmale
· Eingangskanal und Blockiereingang einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen der Schutzfunktionen
· Eingangskanal und Blockiereingang sind invertierbar
· Einstellbare Rückfallzeit
· 2 Arten der Zeitverzögerung einstellbar
· Integration: Nur die Zeit mit Eingangssignal auf logisch "1"
wird beim Ablauf der Verzögerungszeit berücksichtigt.
· Keine Integration: Die gesamte Zeit ab Anlaufbeginn bis
zu einem eventuellen Rückfall der Funktion wird beim
Ablauf der Verzögerungszeit berücksichtigt.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Eingangssignal
· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Zeit ab Anlaufbeginn.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Verzögerung


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
AUS-Zeit s 01.00 00.00 300.00 0.01
Rück-Zeit s 00.01 00.00 300.00 0.01
Integration 0/1 0 0 1 1
Binäreingang Binärwert F
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
AUS-Zeit
Verzögerungszeit zwischen Anlaufbeginn und Auslösebefehl.
Rück-Zeit
Rückfallzeit nach Verschwinden des Eingangssignals.
Integration
Bestimmt das Verhalten bei zeitweise verschwindendem
Eingangssignal:
0: Die Verzögerungszeit wird durch das verschwindende
Eingangssignal nicht beeinflusst, solange die Rückfall-
zeit nicht abgelaufen ist (s. Bild 3.6.3.1).
1: Die Zeit mit vorhandenem Eingangssignal wird integriert.
Die Auslösung erfolgt erst, wenn die integrierte Zeit
grösser als die Verzögerungszeit ist (s. Bild 3.6.3.2).

3-210
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Binäreingang
Eingang des Zeitgliedes.
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

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tR tR tR

Anlauf
0 t 0 t

Impuls-
Verlängerung
0 t 0 t

tA tA
(keine (keine
Auslösung) Auslösung)
Auslösung
0 t 0 t

tR
tR tR

Anlauf
0 t 0 t

Impuls-
Verlängerung
0 t 0 t

tA tA
(keine
Auslösung)
Auslösung
0 t 0 t

HEST 935 019 C

Anmerkung: Es gibt nur eine Auslösung, wenn innerhalb tR auch der


Anlauf ansteht.
tA Auslösezeit ("Aus-Zeit")
tR Rückfallzeit ("Rück-Zeit")

Bild 3.6.3.1 Wirkung der Funktion "Verzögerung" ohne Integration

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

tR tR tR

Anlauf
0 t 0 t
Einstellwert
Einstellwert

tint tint

Integration
0 t 0 t

(keine (keine
Auslösung) Auslösung)
Auslösung
0 t 0 t

tR tR tR tR
Anlauf
0 t 0 t

Einstellwert Einstellwert
tint tint
Integration
0 t 0 t

Auslösung
0 t 0 t

HEST 935 020 C

tint integrierte Zeit für Auslösung


tR Rückfallzeit ("Rück-Zeit")
Einstellwert "AUS-Zeit"

Bild 3.6.3.2 Wirkung der Funktion "Verzögerung" mit Integration

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3.6.4. Entprellen (Entprellen)

A. Anwendung
Unterdrückt das Prellen von binären Eingangssignalen. Findet
nur Verwendung für Signale von binären Eingabekarten.
B. Merkmale
· Einstellbare maximale Prellzeit.
· Die erste auftretende Flanke des entsprechenden Eingangs-
signals wird um die Zeit ‘t-Überwachg.‘ verlängert.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Binärwerte (Eingangssignale)

III. Binäre Ausgänge


· keine

IV. Messwerte
· keine.

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D. Dokumentation der Einstellparameter - Entprellen


Parameter Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

BinEin 1 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms
BinEin 2 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms
BinEin 3 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms
.
.
BinEin 16 Binärwert F
t-Überwachg. Einstellwert 1 ms 1 ms 10000 ms 1 ms

Erläuterung der Parameter:


BinEin 1 ... 16
Binäreingang Nr. 1 ... 16
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge.
t-Überwachg.(pro Kanal)
Einstellwert der maximalen Prellzeit.

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E. Einstellhinweis
Die erste auftretende Flanke des entsprechenden Eingangs-
signals wird um die Zeit ‘t-Überwachg.‘ verlängert.

Funktionen, die entprellte Eingangssignale verwenden


sollen, sind direkt an die entsprechenden Binäreingänge
anzuschliessen.
Die Funktion ‘Entprellen‘ darf nur einmal pro Parametersatz
konfiguriert werden.

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3.6.5. LDU-Ereignisse (LDU Ereignisse)

A. Anwendung
Erzeugt Ereignisse, die auf der lokalen Anzeige (LDU = Local
Display Unit) dargestellt werden können. Besitzt die Möglichkeit,
einen benutzerdefinierten Namen zu setzen.

B. Merkmale
· Binäre Eingangskanäle einstellbar aus
· Binäre Eingangssignale
· Ausgangssignale der Schutzfunktionen
· Alle Eingangskanäle sind invertierbar
· Direkte Verknüpfung von Ein- zu Ausgang: Eingang 1 wirkt
direkt auf den Ausgang 1, Eingang 2 auf Ausgang 2 etc.
· Ein zusätzlicher Blockiereingang erlaubt das Blockieren der
ganzen Funktion: Alle Ausgänge sind bei aktivem Blockier-
eingang auf “0” zurückgesetzt.
Die Ereignismeldung nennt nicht den Namen des Ausganges
sondern den Namen des auf den Eingang verdrahteten Signals.

C. Ein- und Ausgänge

Wandlereingänge
· Keine

Binäre Eingänge
· 4 einzelne Eingänge
· Blockierung

Binäre Ausgänge
· 4 einzelne Ausgänge

Messwerte
· Keine.

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D. Dokumentation der Einstellparameter – LDU Ereignisse


Parameter – Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 000000000
Blockierung Binärwert F
BinEingang1 Binärwert F
BinEingang2 Binärwert F
BinEingang3 Binärwert F
BinEingang4 Binärwert F
BinAusgang1 Meldung ER
BinAusgang2 Meldung ER
BinAusgang3 Meldung ER
BinAusgang4 Meldung ER

Erläuterung der Parameter


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
hat keine Funktion, immer “0”.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion.
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
Bei aktivem Blockierungseingang sind alle Ausgänge immer
logisch “0”.
BinEingang1, BinEingang2, BinEingang3, BinEingang4
Binäre Eingänge 1 bis 4. Jeder Eingang wirkt direkt auf den
entsprechenden Ausgang. Nur die Invertierung und die Blok-
kierung können einen Einfluss auf die direkte Verbindung
haben.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

BinAusgang1, BinAusgang2, BinAusgang3, BinAusgang4


Meldeausgänge 1 bis 4. Jeder Eingang wirkt direkt auf den
entsprechenden Ausgang. Die Ereignismeldung kann ein-
oder ausgeschaltet werden. Wenn eingeschaltet, erscheint
dieses Ereignis auch auf der lokalen Anzeige.

Hinweis:
Im Gegensatz zu allen anderen Funktionen zeigt die Ereignis-
liste nicht den Namen des Ausganges, sondern den Namen des
Signals, das auf den entsprechenden Eingang verdrahtet ist.
Damit und mit der Möglichkeit, der Funktion einen aussage-
kräftigen Namen zu geben, ist es möglich, einfach verständliche
Ereignisse in die Liste aufzunehmen und an der lokalen Anzeige
zur Darstellung zu bringen.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.6. Zähler (Zähler)

A. Anwendung
Allgemeiner Zähler, z.B. für
· Zählen von Ausgangsimpulsen der Erregerausfallfunktion
oder der Rückleistungsfunktion
· Verlängerung von kurzen Eingangssignalen
(Impulsverlängerung).

B. Merkmale
· Eingangskanal und Blockiereingang einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen der Schutzfunktionen
· Eingangskanal und Blockiereingang sind invertierbar.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Eingangssignal
· Blockierung

III. Binäre Ausgänge


· Anlauf
· Auslösung

IV. Messwerte
· Aktueller Zählerstand.

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D. Dokumentation der Einstellparameter - Zähler


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
Zahl-Schwell 1 1 100 1
Rückfallzeit s 00.04 00.01 30.00 00.01
Rück-Zeit s 010.0 000.1 300.0 000.1
Binäreingang Binärwert F
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER
Anlauf Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang
der Funktion wirkt (Matrix).
Zahl-Schwell
Anzahl der Eingangsimpulse für eine Auslösung.
Rückfallzeit
Dauer des Auslösesignals nach Verschwinden des
Eingangssignals, das zur Auslösung geführt hat.
Rück-Zeit
Rückfallzeit nach Verschwinden des Eingangssignals.
Nach Ablauf dieser Zeit wird der Zähler zurückgestellt,
sofern keine Auslösung erfolgt ist.
Binäreingang
Eingang des Zählers.
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.
Anlauf
Meldung des Anlaufs.

3-225
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3-226
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.6.7. Flattererkennung (Flattererk.)


A. Anwendung
Unterdrückt die Ereignismeldung von zu häufig wechselnden
binären Signalen.
B. Merkmale
· Binäre Eingangskanäle einstellbar aus
· binären Eingangssignalen
· Ausgangssignalen (Auslösungen) von Schutzfunktionen
· alle Eingänge sind invertierbar
· einstellbare Überwachungszeit und zulässige Signal-
wechsel.
· Jedem Eingang sind zwei Ausgänge zugeordnet:
· Meldung des Flatterzustandes (zu viele Wechsel in der
Überwachungszeit)
· Abbild des Zustandes des Einganges.
C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· keine

II. Binäre Eingänge


· Binärwerte (Eingangssignale)

III. Binäre Ausgänge


· Meldung des Flatterzustandes
· Abbild des Eingangszustandes

IV. Messwerte
· keine.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter – Flattererk.


Parameter Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


t-Überwachg s 1.0 0.1 60.0 0.1
Anz. Änd. 2 2 100 1
BinEin 1 Binärwert F
BinEin 2 Binärwert F
BinEin 3 Binärwert F
BinEin 4 Binärwert F
EingangsZust Meldung ER
EingangsZust Meldung ER
EingangsZust Meldung ER
EingangsZust Meldung ER
FlatterMeld1 Meldung ER
FlatterMeld2 Meldung ER
FlatterMeld3 Meldung ER
FlatterMeld4 Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz4..1
Definiert den Parametersatz, in dem die Funktion abläuft.
t-Überwachg
Definiert die Zeit, während der ein Eingang überwacht wird.
Anz. Änd.
Definiert die Anzahl zulässiger Signalwechsel im Zeitraum
t-Überwachg. Ist die gezählte Anzahl Signalwechsel grösser
als diese Zahl, dann wird der Eingang als flatternd erkannt.
BinEin 1
Binäreingang Nr. 1
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
BinEin 2
Binäreingang Nr. 2
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).

3-228
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

BinEin 3
Binäreingang Nr. 3
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
BinEin 4
Binäreingang Nr. 4
F: - nicht verwendet
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
EingangsZust
Meldung des Zustandes von Eingang Nr. 1
EingangsZust
Meldung des Zustandes von Eingang Nr. 2
EingangsZust
Meldung des Zustandes von Eingang Nr. 3
EingangsZust
Meldung des Zustandes von Eingang Nr. 4
FlatterMeld1
Meldung des Flatterzustandes von Eingang Nr. 1
FlatterMeld2
Meldung des Flatterzustandes von Eingang Nr. 2
FlatterMeld3
Meldung des Flatterzustandes von Eingang Nr. 3
FlatterMeld4
Meldung des Flatterzustandes von Eingang Nr. 4

3-229
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

E. Einstellhinweis

Allgemein:
Wenn ein Eingang seinen Zustand innerhalb des definierten
Zeitraumes (t-Überwachg) öfter als die definierte Anzahl (Anz.
Änd.) mal wechselt, wird er als flatternd erkannt. Dies bedeutet,
dass von diesem Eingang keine Signalwechselmeldungen mehr
im Ereignisspeicher abgelegt werden. Der Eingang bleibt aber
für Schutzfunktionen weiterhin aktiv. Dieser Zustand dauert an,
bis innerhalb des definierten Zeitraumes weniger als die defi-
nierte Anzahl Signalwechsel gezählt wird.

Einstellwerte:
Überwachungszeit t-Überwachg
Anzahl zulässiger Signalwechsel Anz. Änd.
Die Funktion zählt fortlaufend alle Signalwechsel der gewählten
Eingänge. Nach Ablauf der definierten Überwachungszeit wer-
den alle Zähler auf null gesetzt. Wird die Anzahl der gezählten
Signalwechsel eines Einganges zu einem beliebigen Zeitpunkt
grösser als die zulässige Maximalzahl, wird dieser Eingang als
flatternd markiert und der entsprechende Ausgang gesetzt.
Bleibt die Zahl der Signalwechsel grösser als die definierte
Grenze, bleibt der Zustand 'flatternd' erhalten. Erst wenn am
Ende der Überwachungszeit festgestellt wird, dass die Anzahl
Signalwechsel im vergangenen Zeitabschnitt kleiner als die
definierte zulässige Höchstzahl war, wird der Zustand 'flatternd'
beendet, und der zugehörige Ausgang wird zurückgesetzt.
Um bei kritischen Situationen (ein Eingang wechselt gerade so
oft, dass die Anzahl Wechsel bei der definierten Grenze zu
liegen kommt) ein dauerndes Hin- und Herschalten von 'flat-
ternd' auf 'nicht flatternd' zu vermeiden, muss beim Zurück-
kehren zum Normalzustand ('nicht flatternd') die Anzahl Signal-
wechsel kleiner als die definierte Anzahl minus zehn Prozent
davon sein, jedoch mindestens um eins kleiner als die definierte
Höchstzahl, falls diese kleiner als zehn ist.
Zu beachten ist, dass der Beginn bzw. das Ende eines Über-
wachungsintervalles von aussen nicht sichtbar ist. So kann es
passieren, dass eventuell nicht in den Zustand 'flatternd' ge-
wechselt wird, obwohl die Anzahl Signalwechsel in einem kurzen
Abschnitt grösser als die definierte Anzahl war, wenn diese
Wechsel in zwei Zeitabschnitte gefallen sind.

3-230
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Richtwerte:
t-Überwachg 10 s
Anz. Änd. 20

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.7. Messfunktionen

3.7.1. Messfunktion (UIfPQ)

A. Anwendung
Messung von Spannung, Strom, Wirkleistung, Blindleistung und
Frequenz, z.B. zur Anzeige auf dem Bediengerät oder zur Über-
tragung und Weiterverarbeitung mittels Stationsleitsystem.

B. Merkmale
· 1-phasige Messung (1 Spannungs- und 1 Stromeingang)
· Spannungsmessung direkt oder optional verkettet (wenn
Spannungswandler 3-phasig in Sternschaltung vorhanden
sind)
· Auswertung der grundfrequenten Anteile
· Hohe Genauigkeit im Frequenzbereich (0,9...1,1) fN
· Frequenzmessung vom Spannungseingang (oder bei kleiner
Spannung vom Strom) abgeleitet; bei sehr kleinen Eingangs-
signalen wird Nennfrequenz gemessen
· mindestens ca. 1 Messung pro Sekunde
· Unterdrückung von Gleichspannungs- und Gleichstrom-
komponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen in Spannung und
Strom
· Kompensation anschluss- und messfehlerbedingter Phasen-
verschiebungen möglich.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung
· Strom
II. Binäre Eingänge
· keine
III. Binäre Ausgänge
· keine
IV. Messwerte:
· Spannung (Einheit UN)
· Strom (Einheit IN)
· Wirkleistung (Einheit PN (P))
· Blindleistung (Einheit PN (Q))
· Frequenz (Einheit Hz).

3-233
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - UIfPQ


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz. 4..1 P1 (Auswahl)


Stromkanal Wandlereing. 0
Winkel Grad 000.0 -180.0 180.0 0.1
Spgs.kanal Wandlereing. 0
PN-Wert UN*IN 1.000 0.200 2.500 0.001
Spngs.Modus direkt (Auswahl)

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
Stromkanal
Definiert den Strom-Eingangskanal.
Es können alle Stromeingänge eingestellt werden.
Winkel
gibt den charakteristischen Winkel der Wirkleistungsmes-
sung an. Für die Blindleistungsmessung wird der Winkel
ebenfalls berücksichtigt.
Der Standardwert 0.0 Grad ist immer beizubehalten, wenn
die Spannungs- und Stromeingänge bei reiner Wirkleistung
in Phase sind, z.B. bei Messung der Spannung Leiter-Erde
und des Stromes im gleichen Leiter.
Von 0.0 abweichende Einstellungen sind für folgende Fälle
erforderlich:
· Kompensation von Winkelfehlern bei Strom- oder Span-
nungsmessung
· Korrektur der Phasenverschiebung zwischen Phasen-
spannung und verketteter Spannung
· Korrektur der Phasenverschiebung zwischen Spannungs-
und Strommmessung allgemein (z.B. bei Messung der
Spannung S-T und des Stromes R).
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Es können alle Spannungseingänge eingestellt werden.

3-234
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

PN-Wert
Nennleistung bezogen auf UN x IN. Damit kann eine Amplitu-
denanpassung der gemessenen Leistung erfolgen, z.B. um
den Nenn-Leistungsfaktor eines Generators zu berücksichti-
gen.
Spngs.Modus
definiert die Art der Spannungsmessung und ebenfalls die
damit ausgeführten Leistungsberechnungen. Einstellmög-
lichkeiten:
· direkt die Spannung wird direkt aus dem einge-
stellten Spannungseingang bestimmt
· verkettet die Spannung wird als verkettete Spannung
zwischen dem eingestellten Spannungskanal
und dem zyklisch folgenden Spannungskanal
bestimmt.
Nicht erlaubt bei 1-phasigem Spannungsein-
gang und nicht erlaubt bei verkettetem Span-
nungseingang.

3-235
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E. Einstellhinweis
Um die optimale Genauigkeit der Messfunktion zu erhalten,
muss die Funktion sorgfältig eingestellt werden. Folgende Hin-
weise sind zu beachten:
· Wandlerkanal-Referenzwerte
Die Wandlerkanal-Referenzwerte für den Spannung- und
den Strom-Eingangskanal müssen so eingestellt sein, dass
von der Funktion bei Nennwerten am Eingang auch die
Werte 1.000 UN bzw. 1.000 IN gemessen werden.

In den meisten Fällen kann der Defaultwert für den Wandler-


kanal-Referenzwert (1.000) beibehalten werden. Bei Ände-
rungen des Referenzwertes 3-phasiger Strom- oder Span-
nungseingänge ist zu beachten, dass für alle Phasen dersel-
be Referenzwert gilt.
· Winkelkorrektur "Winkel"
Für die richtige Messung von Wirk- und Blindleistung muss
der Parameter "Winkel" richtig eingestellt sein. Der Default-
wert 0.0 Grad kann in vielen Fällen beibehalten werden,
wenn die Leiter-Erd-Spannung und der Strom des gleichen
Leiters gemessen werden.

Eine spezielle Einstellung ist in folgenden Fällen notwendig:


a) Die Spannungsmessung erfolgt verkettet, z.B.
Auswertung von Spannung zwischen den Leitern R - S,
Strom im Leiter R:
=> Winkelkorrektur: +30.0 Grad.
b) Fehlwinkel von Strom- und Spannungswandler sollen
kompensiert werden.
=> Winkelkorrektur: je nach Eichung z.B. -5.0...+5.0 Grad.
c) Die Messrichtung bzw. die Wandlerpolarität soll
geändert werden.
=> Winkelkorrektur: +180.0 Grad bzw. -180 Grad.

Sind mehrere Fälle zu berücksichtigen, sind die einzelnen


Winkelkorrekturen zu addieren.
Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss dem
Anschlussschema im Griff 12.
· Leistungs-Bezugswert "PN-Wert"
In den meisten Fällen kann der voreingestellte Wert 1.000
beibehalten werden. Da sich bei der Leistungsberechnung
Fehler im Spannungs- und im Stromreferenzwert überlagern,
ist zum Erreichen optimaler Genauigkeit eine Feineinstellung
sinnvoll.

3-236
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Die optimale Einstellung der Parameter "Winkel" und "PN-Wert"


ist mit einem genauen Prüfgerät folgendermassen zu überprüfen
bzw. festzulegen:
a) Einspeisung reiner Wirkleistung bei Nennspannung und
Nennstrom.
b) Die angezeigte Wirkleistung muss möglichst genau 1.000
sein, bzw. symmetrisch um diesen Wert schwanken.
=> Bei Bedarf Einstellung "PN-Wert" verändern.
c) Die angezeigte Blindleistung muss möglichst genau 0.000
sein, bzw. symmetrisch um diesen Wert schwanken.
=> Bei Bedarf Einstellung "Winkel" verändern.

3-237
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

3-238
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.7.2. Plausibilität-Strom 3-phasig (Prüfung-I3ph)

A. Anwendung
Plausibilitätskontrolle von 3-phasigen Stromeingängen für
· die Überwachung der Symmetrie des 3-phasigen Systems
· die Überwachung des Summenstroms
· die Überwachung der Wandlereingangskanäle.

B. Merkmale
· Auswertung von
· Summe der 3 Phasenströme
· Phasenfolge der 3 Phasenströme
· Vergleich der Summe der Phasenströme mit einem
Summenstromeingang ist möglich
· Amplitudenanpassung für den Summenstrom
· Blockierung bei grossen Strömen (über 2 x IN)
· Blockierung der Überwachung der Phasenfolge bei kleinen
Strömen (unter 0,05 IN)
· Unterdrückung von Gleichstromkomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Phasenströme
· Summenstrom (optional)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Auslösung

IV. Messwerte:
· Betrag der Differenz zwischen der Summe der 3 Phasen-
ströme und dem Summenstrom.

3-239
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Prüfung-I3ph


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
I-Wert IN 0.20 0.05 1.00 0.05
Verzögerung s 10.0 0.1 60.0 0.1
Stromw.-Komp 01.00 -2.00 +2.00 0.01
Stromkanal Wandlereing. 0
Sum.-Eing. Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
I-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl
Nicht erlaubte Einstellung:
£ 1 s für Ansprechwerte £ 0,2 IN.
Stromw.-Komp
Amplitudenanpassungsfaktor für den Summenstromeingang.
Damit können unterschiedliche Übersetzungsverhältnisse der
Primärwandler für Phasen- und Nullgrössen ausgeglichen
werden.
Durch negative Werte kann die Polarität der Summengrösse
gewechselt werden.

3-240
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Stromkanal
Definiert den Strom-Eingangskanal.
Einstellbar sind alle 3-phasigen Stromeingänge.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
Sum.-Eing.
Summenstrom-Eingangskanal. Einstellbar sind alle 1-phasi-
gen Stromeingänge.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

Anmerkung:
Bei einer falschen Phasenfolge kommt es unabhängig vom An-
sprechwert (I-Wert) zur Auslösung.

3-241
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3-242
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

3.7.3. Plausibilität-Spannung 3-phasig (Prüfung-U3ph)

A. Anwendung
Plausibilitätskontrolle von 3-phasigen Spannungseingängen für
· die Überwachung der Summe der Phasenspannungen
· die Überwachung der durch die Nullkomponente verursachten
Unsymmetrie des 3-phasigen Systems
· die Überwachung der Wandlereingangskanäle.

B. Merkmale
Auswertung von
· Summe der 3 Phasenspannungen
· Phasenfolge der 3 Phasenspannungen
· Vergleich der Summe der Phasenspannungen mit einem
Summenspannungseingang ist möglich
· Amplitudenanpassung für die Summenspannung
· Blockierung bei grossen Spannungen (über 1,2 ´ UN )
· Blockierung der Überwachung der Phasenfolge bei kleinen
Spannungen (unter 0,4 ´ UN (verkettete Spannung))
· Unterdrückung von Gleichspannungskomponenten
· Unterdrückung von Oberschwingungen.
Eine Auswertung ist nur möglich bei sterngeschalteten Ein-
gangswandlern, die eine Messung der Summenspannung er-
möglichen.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· Phasenspannungen
· Summenspannung (optional)

II. Binäre Eingänge:


· Blockierung

III. Binäre Ausgänge:


· Auslösung

IV. Messwerte:
· Betrag der Differenz zwischen der Summe der 3 Phasen-
spannungen und der Summenspannung.

3-243
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

D. Dokumentation der Einstellparameter - Prüfung-U3ph


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


AUS 00000000
U-Wert UN 0.20 0.05 1.20 0.1
Verzögerung s 10.0 0.1 60.0 0.1
Spgs.w.-Komp 01.00 -2.00 +2.00 0.01
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Sum.-Eing. Wandlereing. 0
Blockierung Binärwert F
AUS Meldung ER

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
AUS
definiert die Auslösekreise, auf die der Auslöseausgang der
Funktion wirkt (Matrix).
U-Wert
Ansprechwert für die Auslösung.
Verzögerung
Verzögerungszeit zwischen Anlauf und Auslösebefehl
Nicht erlaubte Einstellung:
£ 1 s für Ansprechwerte £ 0,2 UN.
Spgs.w.-Komp
Amplitudenanpassungsfaktor für den Summenspannungs-
eingang. Damit können unterschiedliche Übersetzungsver-
hältnisse der Primärwandler für Phasen- und Nullgrössen
ausgeglichen werden.
Durch negative Werte kann die Polarität der Summengrösse
gewechselt werden.

3-244
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal.
Einstellbar sind alle 3-phasigen Spannungseingänge.
Es muss der erste Kanal (Phase R) einer 3-phasigen Gruppe
angegeben werden.
Nicht sinnvoll, bei im Dreieck geschalteten Spannungs-
wandlern!
Sum.-Eing.
Definiert den Summenspannung-Eingangskanal.
Einstellbar sind alle 1-phasigen Spannungseingänge.
Blockierung
Eingang für die Blockierung der Funktion
F: - nicht blockiert
T: - blockiert
xx: - alle binären Eingänge (oder Ausgänge einer
Schutzfunktion).
AUS
Meldung der Auslösung.

Anmerkung:
Bei einer falschen Phasenfolge kommt es unabhängig vom An-
sprechwert (U-Wert) zur Auslösung.

3-245
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3-246
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3.7.4. Störschreiber (Störschreiber)

A. Anwendung
Aufzeichnen von Strom- und Spannungsverläufen und Funktions-
messwerten vor, während und nach dem Ansprechen einer
Schutzfunktion.

B. Merkmale
· Aufzeichnen von bis zu 9 Wandlereingängen
· Aufzeichnen von bis zu 12 Funktionsmesswerten
· Aufzeichnen von bis zu 16 binären Eingängen
· Aufzeichnung mit einer Abtastrate von 12 Abtastungen pro
Periode (d.h. 600 bzw. 720 Hz)
· Aufzeichnungsdauer bei Aufzeichnung von 9 analogen und
8 binären Signalen zirka 5 Sekunden
· Auslösen der Aufzeichnung wählbar durch Generalanlauf
oder Generalauslösung oder durch beliebiges binäres Signal
(binärer Eingang oder Ausgang einer Schutzfunktion).
· Aufzeichnen der Daten in einem Ringbuffer. Die älteste Auf-
zeichnung kann gelöscht werden, um im Speicher Platz für
eine neue Aufzeichnung zu schaffen.
· Verhalten bei vollem Speicher wählbar: Entweder 'Stop
der Aufzeichnung' oder 'Überschreiben der ältesten Auf-
zeichnung'.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge:
· alle vorhandenen Eingänge möglich

II. Messwert Eingänge

· alle vorhandenen Funktionsmesswerte möglich

III. Binäre Eingänge:


· alle vorhandenen Eingänge möglich (auch Ausgänge von
Schutzfunktionen)

IV. Binäre Ausgänge:


· Anlauf der Aufzeichnung
· Speicher voll

V. Messwerte:
· keine.

3-247
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D. Dokumentation der Einstellparameter - Störschreiber


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz 4..1 P1 (Auswahl)


Stations Nr 1 0 99 1
Vorgeschichte ms 40 40 400 20
Ereignis ms 100 100 3000 50
Nachgeschicht ms 40 40 400 20
Aufz. Modus A (Auswahl)
Trig. Modus TrigBeiStart (Auswahl)
Speicherart StopBeiVoll (Auswahl)
Bin Ausgang Meldung ER
SpeicherVoll Meldung ER
AnalogEin1 Wandlereing.
AnalogEin2 Wandlereing.
.
.
AnalogEin12 Wandlereing.
BinEin1 Binärwert F
BinEin2 Binärwert F
.
.
BinEin16 Binärwert F
BinEin1 Kein Trigger (Auswahl)
BinEin2 Kein Trigger (Auswahl)
.
.
BinEin16 Kein Trigger (Auswahl)
MessEin1 Messwert
.
.
MessEin12 Messwert
MessSkala1 Faktor 1 1 1000 1
.
.
MessSkala12 Faktor

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Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
Es sollte nur die Originalfunktion in jedem Satz aktiv sein.
Falls jedoch ein Störschreiber in jedem Parametersatz aktiv
ist oder von der Originalfunktion kopiert wurde, muss folgen-
des beachtet werden:
Beim Umschalten in einen anderen aktiven Parametersatz
werden die alten Aufzeichnungen gelöscht, um Fehlinterpre-
tationen zu vermeiden. Sie müssen daher vor dem Umschal-
ten ausgelesen werden.
StationsNr
definiert die Nummer des Aufzeichnungsgerätes. Damit wer-
den die Aufzeichnungen für die Auswertung gekennzeichnet.
Vorgeschichte
definiert die Zeitdauer der Aufzeichnung vor dem Trigger-
zeitpunkt.
Ereignis-Zeit
definiert die maximale Ereignislänge (Aufzeichnungsmodus A).
Bei Aufzeichnungsmodus B wird damit die Zeitdauer der
Aufzeichnung definiert.
Nachgeschichte
definiert die Zeitdauer der Aufzeichnung nach dem Ablauf
der Ereigniszeit.
Aufz. Modus (Aufzeichnungsmodus)
definiert die Art der Aufzeichnung. Einstellmöglichkeiten:
A: Solange das Triggersignal aktiv ist, wird aufgezeichnet.
(minimale Zeit = 100 ms, maximale Zeit = definierte Er-
eignis Zeit).
B: Nach dem Erscheinen des Triggers wird immer während
der definierten Ereigniszeit aufgezeichnet.
Trig.Modus
bestimmt Triggerart und Aufzeichnung der binären Signale.
Die definierten Wandlerkanäle werden immer aufgezeichnet.
Einstellmöglichkeiten:
· TrigBeiStart: Die Triggerung erfolgt beim Anlaufen einer
Schutzfunktion (Generalanlauf). Keine Aufzeichnung von
binären Signalen.

3-249
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

· TrigBeiAus: Die Triggerung erfolgt beim Auslösen einer


Schutzfunktion (Generalauslösung). Keine Aufzeichnung
von binären Signalen.
· TrigBeiBin: Das Triggersignal ist durch BinEin1 bestimmt.
Keine Aufzeichnung von binären Signalen.
· TrigBeliebBi: Es werden die definierten binären Signale
aufgezeichnet. Der Start der Aufzeichnung erfolgt durch
eine ODER-Verknüpfung der als Trigger bezeichneten
Eingänge.
· TrigStart&Bi: Es werden die definierten binären Signale
aufgezeichnet. Der Start der Aufzeichnung erfolgt durch
eine ODER-Verknüpfung der als Trigger bezeichneten
Eingänge und auf Anlaufen einer Schutzfunktion
(Generalanlauf).
· TrigAusl&Bin: Es werden die definierten binären Signale
aufgezeichnet. Der Start der Aufzeichnung erfolgt durch
eine ODER-Verknüpfung der als Trigger bezeichneten
Eingänge und auf Auslösen einer Schutzfunktion
(Generalauslösung).
Hinweis:
Wenn bei Triggerbedingungen, die ODER verknüpft sind, eine
der Triggerbedingungen erfüllt ist, haben weitere Triggerbe-
dingungen keinen Einfluss, es erfolgen keine weiteren Aufzeich-
nungen. In diesem Zustand löst ein Reset des Störschreibers
eine Aufzeichnung aus.
Speicherart
bestimmt das Verhalten bei vollem Speicher:
· StopBeiVoll: Wenn der Speicher voll ist, werden keine
Daten mehr aufgezeichnet.
· Ueberschreib: Wenn der Speicher voll ist, werden die
Daten der ältesten Aufzeichnung(en) gelöscht und mit
den neuen Daten überschrieben.
BinAusgang
Ausgang für die Signalisierung der Aufzeichnung.
SpeicherVoll
Ausgang für die Meldung, dass der Speicher bald voll sein
wird: Wird aktiv, wenn drei Viertel des Speichers belegt sind.
Mindestens eine einzelne Aufzeichnung hat im Normalfall
nach Erscheinen dieses Ausgangs noch Platz im Speicher.

3-250
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

AnalogEin1...AnalogEin12
definieren die aufzuzeichnenden Wandlereingänge. Der Wert
definiert die Eingangsnummer.
Es ist für die Aufzeichnung nicht nötig, dass die Nummern
der Wandlereingänge mit denjenigen des Wandlerkanales
übereinstimmen. Es dürfen jedoch keine Lücken entstehen
(Wert Null).
BinEin1...BinEin16
definieren die aufzuzeichnenden Binäreingänge (für die Trig-
germodi "TrStrt&Bin, TrBeLiebBin, TrAusl&Bin"). Binär-
adresse (Binäreingang oder Ausgang einer Schutzfunktion).
F®FALSE oder T®TRUE bedeutet keine Aufzeichnung.
Die Einhaltung einer bestimmten Reihenfolge ist nicht erfor-
derlich. Auch Lücken sind erlaubt.
BinEin1...BinEin16
definieren ein entsprechendes Binärsignal als mögliches
Triggersignal. Die Aufzeichnung wird durch eine ODER-Ver-
knüpfung aller bestimmten Triggersignale gestartet. Einstell-
möglichkeiten:
· Kein Trigger: Das entsprechende Signal hat keine Bedeu-
tung für den Aufzeichnungsstart.
· Trigger: Das entsprechende Signal startet eine Aufzeich-
nung beim Übergang von Null auf Eins.
· Inv. Trigger: Das entsprechende Signal startet eine Auf-
zeichnung beim Übergang von Eins auf Null.
MessEin1...MessEin12
definieren die aufzuzeichnenden Funktionsmesswerte.
Möglich sind:
· Löschen, kein Eingang
· Messwertkonstante, Analogwert als Konstante
· Binärausgang einer Schutzfunktion, Funktionsmesswert
der gewählten Funktion
· Eingang von IBB, Eingangsgrösse aus IBB Kanal 4,
Eingang 1...64.
MessSkala1...MessSkala12
definieren die Skalierungsfaktoren für das Auslesen der
Störschreibungen aus dem Gerät.

3-251
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E. Einstellhinweise

Allgemein:

Die Funktion 'Störschreiber' darf nur einmal pro Parameter-


satz konfiguriert werden.

Die Spezialfunktion "Störschreiber" dient dem Aufzeichnen von


Strom- und Spannungsverläufen sowie Funktionsmesswerten
beim Ansprechen einer Schutzfunktion. Dazu steht dem Gerät
ein batteriegestützter Speicher zur Verfügung. Die Grösse die-
ses Speichers von 64 KByte erlaubt bei der Aufzeichnung von
9 analogen und 8 binären Signalen eine maximale Aufzeichnungs-
dauer von rund 5 Sekunden.
Damit der Speicher nur durch interessante Daten gefüllt wird,
wird die eigentliche Aufzeichnung erst durch ein Startsignal (das
sog. Triggersignal) aktiviert. Jedesmal, wenn das Startsignal ak-
tiv wird, werden die Daten während der definierten Zeit aufge-
zeichnet und als ein sogenanntes Ereignis abgespeichert. Es
finden im Speicher je nach definierten Zeiten 1 bis ca. 56 Ereig-
nisse Platz.
Damit der Verlauf der Signale auch vor und nach dem Startzeit-
punkt (Triggerzeitpunkt) beobachtet werden kann, besteht ein
Ereignis aus drei Teilen: Der Vorgeschichte (Aufzeichnungen vor
dem Startzeitpunkt), dem eigentlichen Ereignis und der Nach-
geschichte. Die Dauer eines jeden Teils kann definiert werden.
Speziell die Vorgeschichte bedarf einer zusätzlichen Erklärung:
Sobald der Störschreiber programmiert wird, beginnt das Ab-
speichern der Daten. Diese Daten werden in einen Ringspeicher
geschrieben, der sobald er voll ist, wieder überschrieben wird.
Dieses Überschreiben des Ringspeichers dauert solange, bis ein
Signal die eigentliche Aufzeichnung startet (Triggerung). Somit
steht zu diesem Zeitpunkt die volle Vorgeschichte im Speicher
zu Verfügung.
Die Dauer der Aufzeichnung des eigentlichen Ereignisses wird
durch das Auslösesignal (Triggersignal) bestimmt: Solange es
aktiv ist, wird aufgezeichnet (Aufzeichnungsmodus A). Bei sehr
kurzem Signal wird mindestens während 100 Millisekunden auf-
gezeichnet, und bei sehr langem aktiven Signal wird nach der
maximalen Zeit (gleich der definierten Ereigniszeit) mit der Auf-
zeichnung abgebrochen. Falls gewünscht, steht eine zweite Be-
triebsart zu Verfügung (Aufzeichnungsmodus B): Die Ereignis-
dauer ist identisch mit der definierten Ereigniszeit, unabhängig
von der Länge des Triggersignals.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F ABB Schweiz AG

Die Nachgeschichte ist von geringerer Bedeutung, insbesonders


in der Aufzeichnungsart B, bei der damit lediglich die Auf-
zeichnungsdauer verlängert wird. Wichtig ist jedoch, dass wäh-
rend der Nachgeschichte ein neues Triggersignal eine neue
Aufzeichnung starten kann. Durch die dabei entstehende zeit-
liche Überlappung der Ereignisse ist unter Umständen die
Rekonstruktion der Ereignisse nicht mehr 100% möglich (ein Teil
der Vorgeschichte befindet sich im vorherigen Ereignis).
Der gesamte Speicher ist als Ringspeicher organisiert. Dies be-
deutet, dass die älteste Aufzeichnung gelöscht werden kann, um
Platz für eine neue Aufzeichnung zu schaffen, ohne dass die
übrigen Aufzeichnungen gelöscht werden müssen.
Das Verhalten bei vollem Speicher ist wählbar: Entweder wird
die Aufzeichnung gestoppt und es werden keine neuen Störfälle
mehr aufgezeichnet, oder aber die älteste Aufzeichnung wird
automatisch gelöscht und mit den neuen Daten überschrieben,
so dass immer die neusten Störfälle im Speicher vorhanden
sind. In dieser Betriebsart ist zu beachten, dass eine Aufzeich-
nung auch gelöscht wird, wenn sie noch nicht auf eine Bedien-
station übertragen worden ist. Selbst eine laufende Übertragung
wird abgebrochen, falls die älteste Aufzeichnung gelöscht wer-
den muss, um einer neuen Aufzeichnung Platz zu bieten.

Anwenderprogramme
Störschreiberdaten (Ströme, Spannungen und Funktionsmess-
werte) können mittels dem Konvertierungsprogramm INTERFAC
mit dem Prüfgerät XS92b in das RE. 316*4 zurückgespeist wer-
den (siehe INTERFAC Bedienungsanleitung CH-ES 86-11.53 D).
Störwertübertragung über IBB siehe Abschnitt 9.3.
Die Dateien der Störschreiberfunktion sind in einem binären
Format abgespeichert. Sie können nur mit dem Auswerte-
programm WinEve (siehe Bedienungsanleitung WinEve *BHT 450
045 D0000) oder REVAL (siehe REVAL Bedienungsanleitung
1MDU10024-EN) ausgewertet werden.
Funktionsmesswerte können Zahlenwerte erreichen, die von der
Auswertesoftware nicht vollständig dargestellt werden können.
Mit den Skalierungsfaktoren MessSkala werden die Zahlenwerte
geteilt. Die grösste darstellbare Zahl in der Auswertesoftware ist
±16535. In der Darstellung der Auswertesoftware sind die Ska-
lierungsfaktoren automatisch berücksichtigt.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. F

Nachfolgend sind Beispiele zur Skalierung der wichtigsten Funk-


tionsmesswerte aufgeführt.
Funktion Messwert Nennwert MessSkala

UIfPQ f (50Hz) 20000 2


UIfPQ P 820698 52
UIfPQ Q 820698 52
SynchroCheck deg (180°) 31415 2
Leistung PN 1641397 105

Nennwert
MessSkala errechnet sich aus: + Re serve
16535

Rechnerbelastung:
Die Störschreiberfunktion läuft auf der gleichen Verarbeitungs-
einheit (CPU) wie die Schutzfunktionen; die von ihr verursachte
Belastung des Rechners beträgt (in Prozent der gesamten
Rechnerkapazität) bei Aufzeichnung von:
· 9 analogen und 0 binären Signalen: 20%
· 9 analogen und 16 binären Signalen: 40%.
Die Anwendung der Störschreiberfunktion muss also i. allg. auf
die Aufzeichnung der analogen Signale beschränkt werden, ge-
triggert durch Generalanlauf oder Generalauslösung. Zustands-
änderungen binärer Signale werden ja ohnehin durch die Ereig-
nisspeicherung dokumentiert.

Aufzeichnungsdauer:
Die Zeit, während der Daten aufgezeichnet werden können,
kann wie folgt bestimmt werden:
65535 - ((n + 1) ´ 22)
t aufz = ´ p
(2a + b) ´ 12
wobei taufz: maximale Aufzeichnungszeit
n: Anzahl Ereignisse, die abgespeichert werden
a: Anzahl Wandlerkanäle, die aufgezeichnet werden
b: Anzahl Bytes für die Binärkanäle (pro acht Binär-
signale wird ein Byte benötigt)
p: Periodendauer einer Netzschwingung (z.B. 20 ms
bei 50 Hz).

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Beispiel:
n = 10
a=9
b = 2 (d.h. 9 bis 16 binäre Signale)
p = 20 ms
65535 - ((10 + 1) ´ 22)
t aufz = ´ 20 ms = 5,44 s
(2 ´ 9 + 2) ´ 12
Mit anderen Worten: Es können bei der gegebenen Kanalzahl
und Netzfrequenz 10 Ereignisse mit einer Zeitdauer von je
540 ms abgespeichert werden.

Datei PLOT.TXT
PLOT.TXT für WinEve, REVAL (Störschreiberdaten-Auswerte-
programm) und INTERFAC (Datenaufbereitungsprogramm zum
Abspielen der Störschreiberdaten mit dem Prüfgerät XS92b).

Allgemeine Bemerkungen
Die Programme (WinEve, REVAL und INTERFAC) benötigen für
die Auswertung der Aufzeichnungsdaten des Störschreibers die
Datei PLOT.TXT. Die Störschreiberdaten RExxxx.xxx müssen
für INTERFAC immer mit den Buchstaben RE beginnen.

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Beispiel PLOT.TXT
Hardware-Konfiguration: AD Konfig: K9
Stromw.Ue: A1 (IN = 1 A)
Spgw.Ue: U1 (UN = 100 V)

******************************************************
N: 001
S: ABB_Relays_AG
D 0 : D 0 /CO: 1
D 1 : D 1 /CO: 2
D 2 : D 2 /CO: 3
D 3 : D 3 /CO: 4
D 4 : D 4 /CO: 5
D 5 : D 5 /CO: 6
D 6 : D 6 /CO: 7
D 7 : D 7 /CO: 8
D 8 : D 8 /CO: 9
D 9 : D 9 /CO: 10
D10 : D10 /CO: 11
D11 : D11 /CO: 12
D12 : D12 /CO: 13
D13 : D13 /CO: 14
D14 : D14 /CO: 15
D15 : D15 /CO: 1

U 0 : UR /CO: 2 /TR: 0.1981 /UN: UN


U 1 : US /CO: 4 /TR: 0.1981 /UN: UN
U 2 : UT /CO: 11 /TR: 0.1981 /UN: UN
I 3 : I0 /CO: 10 /TR: 10.83 /UN: IN
U 4 : U /CO: 7 /TR: 0.1981 /UN: UN
U 5 : U /CO: 13 /TR: 0.1981 /UN: UN
I 6 : IR /CO: 8 /TR: 10.83 /UN: IN
I 7 : IS /CO: 12 /TR: 10.83 /UN: IN
I 8 : IT /CO: 9 /TR: 10.83 /UN: IN

******************************************************
Es bedeuten:
N: Stationsnummer: Text
S: Stationsname: Text
Dnn Binärkanäle: Text (max. 8 Zeichen)
Unn:, Inn: Spannungskanal, Stromkanal: Text (max. 8 Zei-
chen)
/CO 1 bis 15: Nummer der Zeichnungsfarbe für WinEve (Die
Zeichnungsfarbe wird bei REVAL über das je-
weilige Layout bestimmt.)

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/TR: Übersetzungsverhältnis für WinEve, REVAL


/UN: Einheit für WinEve, REVAL: Text.
Hinweis:
Für INTERFAC muss mit Unn:, Inn: bezeichnet werden, ob ein
Wandlerkanal ein Spannungs- bzw. Stromkanal ist.
Für WinEve kann für alle Wandlerkanäle Ann: gewählt werden.

Übersetzungsverhältnisse TR
Spannungskanäle REL 316*4 und REC 316*4
100 V: TR = 19,81 Angabe in V
200 V: TR = 39,62 Angabe in V
TR = 0,1981 Angabe in UN (PLOT.TXT)
Spannungskanäle REG 316*4 und RET 316*4
15 V: TR = 5,144 Angabe in V
100 V: TR = 34,312 Angabe in V
200 V: TR = 68,624 Angabe in V
TR = 0,34312 Angabe in UN (PLOT.TXT)
Stromkanäle RE. 316*4
Schutz: 1 A: TR = 10,83 Angabe in A
2 A: TR = 21,66 Angabe in A
5 A: TR = 54,11 Angabe in A
TR = 10,83 Angabe in IN (PLOT.TXT)
Messung: 1 A: TR = 0,2506 Angabe in A
2 A: TR = 0,5011 Angabe in A
5 A: TR = 1,253 Angabe in A
TR = 0,2506 Angabe in IN (PLOT.TXT)
Mit diesen Übersetzungsverhältnissen werden bei WinEve
Sekundärwerte dargestellt. Für Primärwerte sind die Über-
setzungsverhältnisse mit der Übersetzung des Primärwand-
lers zu multiplizieren.
INTERFAC wertet CO, TR und UN nicht aus.

Automatische Erstellung der Datei plotxxx.txt:


Die Datei plotxxx.txt wird automatisch beim Abspeichern der
RE. 316*4 - Einstellungen in dem Verzeichnis abgelegt, in wel-
chem das Bedienprogramm (MMK) gestartet wird bzw. gegebe-
nenfalls in dem Verzeichnis, das in der Konfigurationsdatei
‘rexx.cfg‘ eingetragen ist, z.B.:
EVEDATA = .\RE2

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Mehrere Dateien plotxxx.txt verschiedener Stationsnummern


(xxx) können zu einer einzigen Datei plot.txt zusammengefasst
werden. Für das Auswertungsprogramm REVAL muss sich die
Datei plot.txt am selben Ort befinden wie die Störschreiberauf-
zeichnung.

Beispiel:
PLOT.TXT (bestehende Datei), plot020.txt (Datei der Stations-
Nr. 20) und plot021.txt (Datei der Stations-Nr. 21) können
zusammengefasst werden mit dem DOS-Befehl:
C:\REL316
>copy c:\EVE\PLOT.TXT+plot020.txt+plot021.txt c:\EVE\PLOT.TXT
Diese Datei PLOT.TXT kann mittels Editor nachträglich nach
Wunsch geändert werden.
Die Auswertung basiert auf der Angabe in UN, resp. IN.

Hinweise zur Installation des Auswerteprogramms


Das Auswerteprogramm ist gemäss der entsprechenden Bedie-
nungsanleitung zu installieren.

WINEVE
Die Datei “PLOT.TXT“ muss in das folgende Verzeichnis kopiert
werden:
C:\I650\EVENTS
Während der Inbetriebsetzung der Relais sollte von jedem Re-
lais ein Störung aufgezeichnet werden. Diese Aufzeichnungen
sind in das obengenannte Verzeichnis zu kopieren.
Installation der Stations-Parameter-Dateien:
· WINEVE aufstarten
· Ein Störaufzeichnung öffnen
Die folgende Fehlermeldung erscheint:
C:\I650\STATION\ST0xx.PAR
Datei nicht gefunden
· OK drücken
· Wähle das Menu “Parameter / Stations Datei importieren“
· Wähle das zu dieser Störaufzeichnung gehörende
PLOT.TXT

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· Wähle das Menu “Parameter / Station speichern“


Dieser Vorgang ist für alle Relais zu wiederholen. Jetzt ist die
Konfigurationsdatei PLOT.TXT nicht mehr nötig. Die Fehler-
meldung betreffend der fehlenden Stationsdatei erscheint nicht
mehr. Alle Stationsparameter (Texte, Farben) können in WINEVE
geändert und wieder abgespeichert werden.
Ausnahme: Uebersetzungsverhältnisse TR müssen in der Datei
PLOT.TXT geändert werden, nachher ist diese Stationsdatei
neu zu importieren und wieder abzuspeichern, wie oben be-
schrieben.

REVAL
Das File “PLOT.TXT“ muss in das folgende Verzeichnis kopiert
werden:
C:\SMS\REVAL\EVENTS
PLOT.TXT wird von REVAL jedesmal gelesen wenn eine
Störaufzeichnung geladen wird. Farben, welche in PLOT.TXT
spezifiziert sind, werden jedoch ignoriert. Farben werden von
REVAL zugeteilt und können nach dem Laden der Störaufzeich-
nung geändert werden.

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3.7.5. Messmodul (MessModul)

A. Anwendung
Messen von 3 Phasenspannungen, 3 Phasenströmen, Wirk-
und Blindleistung, cos j sowie Frequenz z.B. für die Anzeige an
einem Bedienungsgerät bzw. die Übertragung an ein Stations-
überwachungssystem.

B. Merkmale
· Messen von 3 Phasenspannungen (Stern oder Dreieck),
3 Phasenströme, Wirk- und Blindleistung, cos j sowie Fre-
quenz.
· Möglichkeit, die 3 Phasenstromeingänge entweder mit 3 ver-
ketteten Spannungen oder 3 Phasenspannungen zu kombi-
nieren.
· 2 unabhängige Zählereingänge zur Berechnung eines Inter-
valls bzw. der kumulierten Energie.
· Die dreiphasige Messung und die Zähler lassen sich unab-
hängig von einander einsetzen, können aber auch blockiert
werden.
· bis zu 4 Messmodulfunktionen im selben Gerät konfigurier-
bar.
· vom Benutzer konfigurierbare Ein- und Ausgänge.

C. Ein- und Ausgänge

I. Wandlereingänge
· Spannung
· Strom.

II. Binäre Eingänge


· 2 Pulseingänge
· 2 Rückstelleingänge.

III. Binäre Ausgänge


· 2 Ausgänge für den neuen Zählwert.

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IV. Messwerte
· Spannung URS (Einheit UN)
· Spannung UST (Einheit UN)
· Spannung UTR (Einheit UN)
· Spannung UR (Einheit UN)
· Spannung US (Einheit UN)
· Spannung UT (Einheit UN)
· Strom R (Einheit IN)
· Strom S (Einheit IN)
· Strom T (Einheit IN)
· Wirkleistung P (Einheit PN)
· Blindleistung Q (Einheit QN)
· cos j (Einheit cos phi)
· Frequenz f (Einheit Hz)
· Energiewert des Intervalls 1 (E1Int)
· Pulsnummer des Intervalls 1 (P1Int)
· kumulierter Energiewert 1 (E1Acc)
· kumulierte Pulsnummer (P1Acc)
· Energiewert des Intervalls 2 (E2Int)
· Pulsnummer des Intervalls 2 (P2Int)
· kumulierter Energiewert 2 (E2Acc)
· kumulierte Pulsnummer 2 (P2Acc).

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D. Dokumentation der Einstellparameter - MessModul


Parameter - Zusammenfassung:
Text Einheit Default Min. Max. Schritt

ParSatz4..1 P1 (Auswahl)
Spgs.kanal Wandlereing. 0
Stromkanal Wandlereing. 0
PN UN*IN*Ö3 1.000 0.200 2.500 0.001
WinkelKomp Grad 0.000 -180 180 0.1
t1-Interval 15 min (Auswahl)
PulsEing1 Binärwert F
Ruecksetz1 Binärwert F
SkalFakt1 1.0000 0.0001 1.0000 0.0001
Zaehler1Neu Meldung
t2-Interval 15 min (Auswahl)
PulsEing2 Binärwert F
Ruecksetz2 Binärwert F
SkalFakt2 1.0000 0.0001 1.0000 0.0001
Zaehler2Neu Meldung

Erläuterung der Parameter:


ParSatz 4..1
Die Einstellung dieses Parameters bestimmt, in welchem
Parametersatz die entsprechende Funktion aktiv ist
(s.a. Abschnitt 5.11.).
Spgs.kanal
Definiert den Spannungseingangskanal. Es sind nur drei-
phasige Eingangskanäle einstellbar. Dabei muss der erste
Kanal (Phase R) angegeben werden.
Die Spannungs- und Stromeingangskanäle müssen zugeteilt
werden, sonst lässt sich der dreiphasige Messteil der Funktion
nicht aktivieren. Will man nur den Pulszählerteil der Funktion
einsetzen, so müssen beide Wandler-Eingangskanäle blockiert
werden.

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Stromkanal
Definiert den Stromeingangskanal. Es sind nur dreiphasige
Eingangskanäle einstellbar. Dabei muss der erste Kanal
(Phase R) angegeben werden.
Die Strom- und Spannungseingangssignale müssen vom
gleichen Wandlermodul kommen.
PN
Bezugswert der Leistungsmessung. Diese Einstellung
ermöglicht die Anpassung der Leistungsparameter z.B. zur
Berücksichtigung des Nenn-cos j bzw. zum Ausgleich der
Amplitudenfehler der Messwandler.
WinkelKomp
Einstellung zur Kompensation von Winkelfehlern. Sie wird so
gewählt, dass die Genauigkeit der Leistungsmessung ein
Optimum wird. In den meisten Fällen kann man die
Standard-einstellung 0.0 Grad bestätigen; andere
Einstellungen können aber in folgenden Situationen
erforderlich sein:
a) Winkelfehler der Messwandler
à typische Einstellung: -5° ... +5°
b) Korrektur einer falschen Wandlerpolarität
à typische Einstellung: -180°oder +180°.
t1-Interval
Das zur Kumulierung der an E1Kum_intervall und
Puls1Kum_intervall zugeteilten Pulse eingestellte Intervall.
Folgende Einstellungen sind möglich: 1 min, 2 min, 5 min,
10 min, 15 min, 20 min, 30 min, 60 min sowie 120 min.
PulsEing1
Pulseingang des Energiezählers.
F: inaktiv
T: immer aktiv. Nicht benützen.
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen).
Anmerkung: Die minimale Pulsbreite beträgt 10 ms.
Ruecksetz1
Eingang zur Rückstellung der Ausgänge E1Kumulierung und
Puls1Kumulierung.
F: keine Rückstellung
T: immer zurückgestellt
xx: alle binären Eingänge (oder Ausgänge von Schutz-
funktionen).

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SkalFakt1
Faktor zur Skalierung der E1-Ausgänge in Abhängigkeit des
Zählausgangs:
E1Kum_intervall = Puls1Kum_intervall ´ SkalFakt1
E1Kumulierung = Puls1Kumulierung ´ SkalFakt1.
Zaehler1Neu
Ausgang, der anzeigt, dass neue Werte an den Ausgängen
des Pulszählers 1 zur Verfügung stehen und eingefroren
sind. Der binäre Ausgang wird 30 s nach Intervallbeginn
zurückgesetzt.
t2-Interval
Siehe t1-Interval.
PulsEing2
Siehe PulsEing1.
Ruecksetz2
Siehe Ruecksetz1.
SkalFakt2
Siehe SkalFakt1.
Zaehler2Neu
Siehe Zaehler1Neu.

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E. Einstellhinweis
Eine sorgfältige Einstellung ist für die optimale Funktion des
Messmoduls sehr wichtig. Die folgenden Hinweise sollen die
richtigen Einstellungen wählen helfen:
· Bezugswerte der analogen Eingangskanäle
Hier sollen die Einstellungen so gewählt werden, dass bei
Nennspannung bzw. -strom die Funktionen 1.000 UN und
1.000 IN messen. Meistens kann man die
Standardeinstellung (1.000) bestätigen.
· Winkelkorrektur „WinkelKomp“
Diese Einstellung ist für die richtige Messung von Wirk- und
Blindleistung sowie von cos j wichtig. Meistens kann man
die Standardeinstellung 0.0° bestätigen.
Andere Einstellungen können aber in den folgenden Fällen
erforderlich sein:
a) Winkelfehler der Messwandler
à typische Einstellung: zwischen -5.0° und +5.0°
b) Korrektur einer falschen Wandlerpolarität
à typische Einstellung: -180.0° bzw. +180.0°
Liegen mehrere Winkelfehler vor, so entspricht die
Einstellung deren Summe.
Die Winkelangaben gelten bei Anschluss gemäss dem
Anschlussschema im Griff 12.
· Spannungsmessung
Bei Dreieckschaltung wird die Nullkomponente mit Null
angenommen; bei Sternschaltung hingegen hat die
Nullkomponente einen Einfluss auf die Phasenspannungen.
In isolierten Netzen schweben die Phasenspannungen
gegenüber der Erde.
· Leistungs- bzw. Frequenzmessung
Leistung wird durch die Addition der Leistungen der
einzelnen Phasen bestimmt: 3 ´ S = UR ´ IR* + US ´ IS* + UT
´ IT*. Die Messung ist im Bereich (0.8...1.2) fN von
Frequenzschwankungen weitgehend unabhängig. Die
gemessene Frequenz bezieht sich auf die Mitkomponente
der Spannung. Bei zu kleiner Spannung wird die Frequenz
nicht gemessen und der Wert 0.0 Hz ausgegeben.
· Wird nur der Pulszähler benützt, so muss man die beiden
analogen Eingangskanäle (Strom und Spannung) blockieren.

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· Wird nur die Messung benützt, so muss man die binären


Puls- und Rückstelleingänge der beiden Pulszähler
blockieren, d.h. Einstellung „immer FALSE“.

3.7.5.1. Pulszählereingänge
Im Normalfall werden die zu zählenden Pulse von einem
Messgerät generiert (siehe Bild 3.7.5.1).
1
TPulse =
fPulse

tPulse tPause

Bild 3.7.5.1 Eingangsignal der Pulszähler


Die maximale Wiederholfrequenz der Pulse beträgt 25 Hz (Bild
3.7.5.1). Die Minimalzeit zwischen den positiven Flanken zweier
aufeinanderfolgenden Pulse beträgt somit
1
TPuls, min = Hz = 40 ms .
25
Die die Pulse generierende Funktion bestimmt die Pulsbreite.
Deren Verhältnis zum Intervall zwischen der negativen Flanke
des einen Pulses und der positiven Flanke des nächsten soll im
Bereich 1:3 bis 1:1 liegen, d.h.:
1 1
tPuls, min = ´ TPuls, min = ´ TPuls, min = 10 ms .
1+ 3 4
Eine Abfrage der Pulszähler erfolgt ca. alle 5 ms. Die Pulse
werden somit mit einem Sicherheitsfaktor von etwa 2 erfasst.
Die Pulszähler erfassen die positiven Flanken (0à1) der
Eingangssignale.
Zur Entprellung werden die zusätzlichen positiven Flanken, die
während einer bestimmten Zeit (meist 10 ms) nach der ersten
erfassten Flanke auftreten, nicht berücksichtigt.

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3.7.5.2. Funktionsprinzip der Pulszähler


Bild 3.7.5.2 zeigt das Prinzip eines Pulszählers.

Prinzipschema eines Pulszählkanals

Skalierungs-
faktor
tIntervall
Zwischen- EKum_intervall
speicher Skalie-
Pulszähler- Kum_intervall rung
eingang
Zähler PulsKum_intervall
Einfrieren
tIntervall Skalierungs-
Rückstellung
faktor

Zwischen- Skalie-
EKumulierung
speicher rung
Kumulierung
PulsKumulierung

Signalverhalten
Rück-
tIntervall tIntervall tIntervall stellung

tIntervall t
Pulszähler-
eingang t

Ekum_intervall
PulsKum_intervall t
Zu übertragende
Zählwerte

EKumulierung
PulsKumulierung
Zu übertragender t
Zählwert

Bild 3.7.5.2 Prinzipschema eines Pulszählkanals und


Signalverhalten

3.7.5.3. Wirkungsweise der Pulszähler


Die binären Eingänge „Ruecksetz1“ und „Ruecksetz2“ stellen die
Zählwerte EKumulierung und PulsKumulierung auf Null zurück, nicht
aber die Intervallwerte EKum_intervall und PulsKum_intervall.

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Wird ein Rückstellbefehl an den binären Eingang „Ruecksetz1“


bzw. „Ruecksetz2“ gelegt, so werden vor der Rückstellung des
entsprechenden Zählers die Messereignisse für den betreffen-
den Kanal mit den Werten EKumulierung und PulsKumulierung er-
zeugt.
Die Zählwerte werden in einem batteriegepufferten RAM ab-
gelegt und bleiben auch bei einem Ausfall der Hilfsspeisung
erhalten. Pulse, die während der Initialisierungsphase z.B. nach
der Parametrisierung am Eingang eintreffen, gehen verloren.
· Kapazität PulsKumulierung:
Die Anzahl Pulse, die bei der maximalen Wiederholfrequenz im
Laufe eines Jahres gezählt werden, beträgt 25 P/s ´ 3'600 s/h ´
8'760 h/J = 788'400'000 Pulse pro Jahr. Bei einer Zahl von
2'000'000'000 d.h. 2 ´ 109 geht der Ausgang auf Null zurück.
Sofern keine weiteren Massnahmen getroffen oder ein Zähler
zwischenzeitlich zurückgesetzt wird, kann ein Zähler im
schlimmsten Fall nach 2'537 Jahren überlaufen.
· Im Falle eines Überlaufs trägt die Funktion den Wert PulsKumu-
lierung in die Ereignisliste ein. Keine weiteren Massnahmen
sind vorgesehen, weil
1) ein Überlauf kaum vorkommen kann und
2) auch wenn ein Ereignis vorkommen sollte, es rasch auf-
fällt, sofern z.B. ein Stationsleitsystem (SCS) die Zähl-
stände regelmässig abfragt.
Ausserdem lässt sich die Anzahl Pulse, die seit der letzten
Rückstellung gezählt wurden, auch nach einem Überlauf
feststellen.

3.7.5.4. Behandlung von Intervallen


Ein Intervall beginnt zur vollen Stunde plus ein gerades Vielfa-
che der Zeit tIntervall und wird von der internen RE..16-Uhr mit der
vollen Minute synchronisiert.
Bei einer Einstellung tIntervall = 120 min beginnt das Intervall zu
jeder geraden Tagesstunde.
Auch wenn das vorhergehende Intervall unvollständig gewesen
wäre, erfolgt beim Beginn des ersten regulären Intervalls die
Rückstellung der Zähler- und Energieausgänge, um sicherzu-
stellen, dass keine Pulse nach dem Start der Funktion verloren
gehen.
Beim Ablauf der Zeit tIntervall geschieht folgendes:

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· Die Zählwerte EKumulierung, PulsKumulierung, EKum_intervall sowie


PulsKum_intervall werden in Zwischenspeichern abgelegt und
bleiben bis zum Ende des nächsten Intervalls unverändert.
· Wenn am Ende des Intervalls die neuen Ergebnisse eingefro-
ren werden, wird der binäre Ausgang „Zähler1Neu“ bzw.
„Zähler2Neu“ auf TRUE gesetzt. Unabhängig der Intervall-
dauer wird er nach 30 s wieder zurückgesetzt und kann zur
Auslösung des Lesens eines neuen Satzes eingefrorener
Intervallwerte benützt werden.
· Die Übertragung von entsprechend konfigurierten Zählwerten
über die LON-Schnittstelle kann durch die positive Flanke
dieses Ausgangs eingeleitet werden.
· Die Werte EKum_intervall und PulsKum_intervall des
entsprechenden Kanals lassen sich nur als Messereignisse
aufzeichnen, wenn der Ausgang „Zähler1Neu“ bzw.
„Zähler2Neu“ z.B. zur Steuerung eines Störschreibers, LEDs
oder Signalrelais eingesetzt wird.
Bild 3.7.5.3 zeigt das Einfrieren der Ergebnisse, das Rückstellen
sowie die Ereignisaufzeichnung bei Intervallzählern.
Pulszählereingang
t

PulsKum_intervall nur intern

Rückstellung
t

Ereignis-
messung
PulsKumulierung nur intern

Zählereingefroren 30 s 30 s 30 s 30 s 30 s

tIntervall tIntervall tIntervall tIntervall tIntervall t

Bild 3.7.5.3 Verarbeitung von Intervallen

3-270
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

August 00

4. FUNKTIONSBESCHREIBUNG UND ANWENDUNG

4.1. Zusammenfassung .................................................................. 4-2


4.1.1. Funktionsplanprogrammierung (FUPLA) ................................. 4-2
4.1.2. Steuerungsmodule................................................................... 4-3
4.1.3. Abgangsschutz ........................................................................ 4-3

4.2. Schutzfunktionen ..................................................................... 4-4


4.2.1. Wiedereinschaltung ................................................................. 4-4
4.2.1.1. Logiksegmente ........................................................................ 4-4
4.2.1.2. Erklärung der Signalnamen ................................................... 4-12
4.2.2. Schalterversagerschutz ......................................................... 4-15
4.2.2.1. Einleitung ............................................................................... 4-15
4.2.2.2. Betriebsart dreiphasig bzw. einphasig ................................... 4-16
4.2.2.3. Redundante Auslösung ......................................................... 4-16
4.2.2.4. Auslösewiederholung............................................................. 4-17
4.2.2.5. Reserveauslösung ................................................................. 4-17
4.2.2.6. Fernauslösung ....................................................................... 4-17
4.2.2.7. Unbedingte Auslösung........................................................... 4-17
4.2.2.8. Endfehler ............................................................................... 4-18
4.2.2.9. Externe Auslösung................................................................. 4-18

4-1
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

4. FUNKTIONSBESCHREIBUNG UND ANWENDUNG

4.1. Zusammenfassung
Das Steuergerät REC 316*4 wird zur feldbezogenen Daten-
erfassung, Überwachung und Steuerung von Mittel- und Hoch-
spannungsschaltanlagen eingesetzt.
Die Feldsteuerung kann für SF6-gasisolierte- (GIS), Innenraum-
und Freiluftschaltanlagen in Einfach-, Doppel-, Mehrfach-Sam-
melschienenanordnungen ausgelegt werden.
Die Steuerfunktion verarbeitet die Stellungsmeldungen der
Schaltgeräte, die Messwerte und den Alarmzustand des Feldes,
stellt die benötigten Informationen der Kommunikationsschnitt-
stelle (OBI) zur Verfügung und übernimmt umgekehrt Steuer-
befehle von der übergeordneten Stationsleitstelle oder von der
Vorortmimik, verarbeitet sie in der Feldsteuerlogik und führt die
Befehlsausgabe aus.
Die umfangreiche Software-Funktionsbibliothek bietet eine um-
fassende Auswahl von zusätzlichen Schutz-, Mess- und Logik-
funktionen, die konfiguriert werden können.

4.1.1. Funktionsplanprogrammierung (FUPLA)


Funktionspläne werden mit einem grafischen Schemaeditor
(CAP316) erstellt und dokumentiert. Ausgehend von einfachen
Logikelementen aus dieser Funktionsbibliothek können beliebig
komplexe Funktionspläne erstellt werden. Die Funktions-
bibliothek umfasst Elemente wie UND, ODER, FLIP-FLOP, Zeit-
glieder usw. Gruppen von Elementen können zu Makros zu-
sammengefasst werden, die wieder zu grösseren Makros vereint
werden können.
Neben der Funktionsbibliothek besteht eine Makrobibliothek mit
Makros für komplexe Aufgaben wie Ankoppelung an den Objekt-
bus, Alarmbehandlung, Verriegelung, Steuerung von Trennern und
Schaltern.
Signalverbindungen zwischen Funktionsplan und Schutzfunktio-
nen werden interaktiv mittels MMK und FUPLA-Projektierungs-
tool erstellt.

4-2
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

4.1.2. Steuerungsmodule
Das Beispiel eines 50 kV-GIS-Schaltfeldes, in dem 7 Objekte zu
steuern sind, soll die Möglichkeiten des Steuergerätes zeigen.
Das Feld enthält zwei Sammelschienentrenner, einen Leistungs-
schalter, einen Leitungstrenner und drei Erdtrenner. Das
Schaltfeld wird von der übergeordneten Stationsleitebene via die
Kommunikationsschnittstelle (OBI), sowie von der lokalen Mimik
gesteuert. Die Steuerlogik enthält alle Verriegelungsbedingun-
gen. Der Einschaltbefehl für den Leistungsschalter ist noch zu-
sätzlich mit der Funktion „Synchrocheck“ verknüpft.
Es werden 56 Prozesseingänge und 32 Pozessausgänge be-
arbeitet. Mit je 30 Ein- und Ausgängen zur Kommunikations-
schnittstelle (OBI) wird die Steuerlogik mit der übergeordneten
Stationsleitebene verbunden.

4.1.3. Abgangsschutz
Die Bibliothek der Schutzfunktionen stellt Strom-, Spannungs-,
Leistungs-, Frequenz-, Übertemperatur- und Wiedereinschalt-
funktionen als Abgangsschutz zur Verfügung.

4-3
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

4.2. Schutzfunktionen

4.2.1. Wiedereinschaltung

4.2.1.1. Logiksegmente
Die Wiedereinschaltlogik ist aus mehreren FUPLA-Segmenten
aufgebaut, die in den folgenden Bildern dargestellt werden.
Eine Zuordnung der Ein- und Ausgangssignale zu den in der
MMK verwendeten Parameterbezeichnungen befindet sich im
Abschnitt 4.2.1.2.

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
P_MD1_EXT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT_1P_1P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT_1P_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT_1P3P_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÂÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³³³ ³ ³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³
P_MD1_EX_1P3P_1P3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
P_MD1_1P_1PAR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_MD_1P_1P
³ ³³³³ Ú 3ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ Ú 4ÄÄÄ¿ ³
³ ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
P_MD1_1P_3PAR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_MD_1P_3P
³ ³³³ Ú 5ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³
³ ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
P_MD1_1P3P_3PAR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_MD_1P3P_3P
³ ³³ Ú 7ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
P_MD1_1P3P_1P3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_MD_1P3P_1P3P
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.1 Segment MODE_1AR:


Moduswahl des ersten Wiedereinschaltzyklus

4-4
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
P_AR_START ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³ ³ ³
P_AR_START_2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³ ³
P_AR_START_3 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR_START
³ Ú 2ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³
P_TRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú 5ÄÄÄ¿ ³ ³
P_TRIP_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÂo´ ÃÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
P_TRIP_2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_TRIP_3P_2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÂÅo´ ÃÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³³ Ú 4ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
P_TRIP_3 ÃÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³ ³ ³ ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³ ³
P_TRIP_3P_3 ÃÄÄÄÄÄÄÂÅÅo´ ÃÄÄÄÄÄ´ ÃÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³
³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÅÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÿ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³ ³
³ ³³ Ú11ÄÄÄ¿³ ³ ³
P_AR_RUN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³³ ³ ³
³ ³ ³³ Ú10ÄÄÄ¿ ³ ³³ ³ ³
BIT_MD_1P_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³³ ³ ³
³ ³ ³ ³³ ³ ³ ³ ³³ ³ ³
BIT_MD_1P_1P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄ´ ³³ ³ ³
³ ³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³³ Ú13ÄÄÄ¿³ ³
³ ³ ³ ³³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÅÄ´>=1 ³³ ³
³ ³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³ ³³ ³
³ ³ ³ ³³³ Ú12ÄÄÄ¿³ ³ ³³ ³
³ ³ ³ ³³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³³ ³ ³³ ³
³ ³ ³ ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³³ ³ ³³ ³
BIT_DISCRT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄ´ ³³ ³ ³³ ³
³ ³ ³ ³³³ ³ ³ ³³ ³ ³³ ³
P_1AR_1P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÂÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄ´ ÃÅÄ´ ÃÅÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR1_DEFTR
³ ³³³ ³³³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³ Ú15ÄÄÄ¿ ³
³ ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅo´& ³ ³ ³ ³ÀÄ´>=1 ³ ³
³ ³³³ Ú 7ÄÄÄ¿³ÃÅÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ÀÄ´>=1 ³³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_MD_1P3P_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÂÄ´ ÃÅÅÅÄ´ ÃÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ³ ³
³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ É14ÍÍÍ»³ ³ ³ ³
³ ³³³ ³³³ ³ ³ ³ ºNPLS º³ ³ ³ ³
³ ³³³ ³³³ ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÅĶIn º³ ³ ³ ³
³ ³³³ ³³³ ³ ³ ³ º OutÇÅÄÄ´ ³ ³
³ ³³³ ³³³ ³ ³ ³ ÈÍÍÍÍͼ³ ³ ³ ³
³ ³³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ³ Ú17ÄÄÄ¿ ³
³ ³³³ ³³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ³ ³RSFF ³ ³
P_AR_BLCKD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ÃÄ´S ³ ³
³ ³³³ Ú18ÄÄÄ¿³³³ Ú20ÄÄÄ¿³³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³³ÀÄ´>=1 ³³³ÀÄ´& ³³³ ³ ³ ³ É16ÍÍÍ» ³ ³ ³
BIT_MD_1P3P_1P3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄ´ ÃÅÅÄÄ´ ³³³ ³ ³ ³ ºNPLS º ³ ³ ³
³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³ ³ ³ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄĶIn º ³ ³ ³
³ ³³³ Ú19ÄÄÄ¿³³ ³ ³³³ Ú21ÄÄÄ¿ Ú23ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ º OutÇÄ´R ³ ³
³ ³³ÀÄÄ´>=1 ³³³ ³ ³³ÀÄ´>=1 ³ ³RSFF ³ ³ ³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ QÃÄÄÄÄ´P_AR_3POL_OUT
³ ³ÃÄÄo´ ÃÅÅÄÄ´ ÃÅÄÄ´ ÃÄÄ´S ³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³ ³ Ú22ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³ ÃÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_CL_CB ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_CL_CB2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ÃÂÄ´R ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³ QÃÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR1_3P_EN
³ ³³ ³³ ³ Ú25ÄÄÄ¿³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ Ú27ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄo´& ³³ Ào´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄ´ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú24ÄÄÄ¿³ ³ ³³ Ú26ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄ´>=1 ³³ ³ ³³ ³RSFF ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÅÄÄ´ ÃÅÄ´S ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ÀÄÄÄÄÄÙÀÄ´R ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ QÃÄÄ´ ÃÂÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR1_1P_EN
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ³ É28ÍÍÍ»³ Ú29ÄÄÄ¿³ Ú30ÄÄÄ¿³ ³
³ ³ ³ ³ ºNPLS ºÀÄ´& ³ÀÄ´& ³³ ³
³ ³ ³ ÀĶIn º ³ ³ ³ ³³ ³
³ ³ ³ º OutÇÄÄ´ ³ ³ ³³ ³
³ ³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³ ³³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³³ ³
BIT_AR1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄo´ ³³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³³ ³
P_MAST_DEL ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂo´ ÃÅÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR_TRIP
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³ Ú31ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ ³ÃÄ´& ³ ³
³ ³ ³ ÃÅÄ´ ³ É32ÍÍÍ» ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅo´ ³ ºPPLS º ³
BIT_DEADT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅo´ ÃĶIn º ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ º OutÇÄÄÄÄ´BIT_ST_DEAD_T
³ ³ ³³ Ú33ÄÄÄ¿ ÈÍÍÍÍͼ ³
³ ³ ³Ào´& ³ Ú34ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ÀÄÄ´ ³ ³TON ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄ´I ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
TMSEC_OPERT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´Tim ³ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄ´BIT_BLK_OPT_FIN
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.2 Segment ARTRIP:


Anlauf- und Auslöseeingänge, Bestimmung des
Wiedereinschaltmodus, Anstoss der WE, Wirkzeit

4-5
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
³ ³TON ³ ³
P_CB_OP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³
³ 100Ä´Tim ³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³
³ ³ QÃÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
³ ³TOFF ³ ³ ³ ³
P_RDY_OCO ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³ ³ ³
³ 100Ä´Tim ³ ³ ³ Ú 4ÄÄÄ¿ ³
³ ³ QÃÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ Ú10ÄÄÄ¿ ³
P_AR_RUN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÂÄÄÄ´& ³ ³
³ Ú 5ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³TON ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_CB2_OP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ 100Ä´Tim ³ Ú 7ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ QÃÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³TOFF ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_RDY_OCO2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ 100Ä´Tim ³ ³ ³ ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
³ ³ QÃÄÄo´ ÃÄÄÅÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ Ú16ÄÄÄ¿ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ÃÄÄÄo´ ÃÄÄÄÂÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
P_CL_CB ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ Ú11ÄÄÄ¿ ³³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³TOFF ³ ³³ ³ ³ ³
P_CL_CB2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÂÄÄÄ´I ³ ³³ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ 50Ä´Tim ³ ³³ Ú12ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
³ ³³ ³ QÃÄÄÄÅÅÄÄo´& ³ ³ ³ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MANCL_AR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄ´ ÃÄÄ¿ ³ ³ ³
³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³ Ú13ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
BIT_AR_START ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄo´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄo´ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_AR_TRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÃÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ Ú14ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
³ ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄo´& ³ ³ ³ ³ ³
P_COND_BLCK ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
P_EXTBL_AR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³
P_TST_AROFF ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³
BIT_BLK_OPT_FIN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ Ú15ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT_1P_1P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄo´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT_1P_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄo´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MD1_EXT_1P3P_3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄo´ ³ ³ ³ ³ Ú17ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³TOFF ³ ³
P_MD1_EX_1P3P_1P3PÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄo´ ÃÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´I ³ ³
³ ³³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
TMSEC_BLCK_T ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´Tim ³ Ú18ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ QÃÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
BIT_INHIB_OUT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³
P_INH_IN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_AR_BLCKD
³ ³³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ Ú19ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ ³³³ ³ ÃÄÄo´& ³ Ú20ÄÄÄ¿ ³
³ ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄo´ ÃÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´P_AR_RDY
³ ³³ ³³³ ³ Ú21ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
P_AR1_ZE ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ Ú25ÄÄÄ¿ ³ ³
BIT_AR1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ Ú22ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
P_AR2_ZE ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_2AR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ Ú23ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
P_AR3_ZE ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_3AR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ Ú24ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
P_AR4_ZE ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ Ú26ÄÄÄ¿ ³
P_4AR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´& ³ ³
³ ³³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ Ú28ÄÄÄ¿ ³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ³ ³³³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³³³ ³ Ú27ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
³ ³ ³³³ ÃÄÄo´& ³ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄo´ ³ ³ ³ ³
P_AR_ZEMD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´P_AR_ZEOUT
³ ³³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³³³ Ú29ÄÄÄ¿ ³ Ú30ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³RSFF ³ ³
³ ÃÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´S ³ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÃÄÄÄ´R ³ ³
³ ³³ ³ ³ QÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CB1_DISABLED
³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³³ Ú31ÄÄÄ¿ ³ Ú32ÄÄÄ¿ ³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³RSFF ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´S ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄ´R ³ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CB2_DISABLED
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.3 Segment BLOCK:


Blockier- und Stufenverlängerungslogik

4-6
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

Ú 1ÄÄÄ¿ Ú 2ÄÄÄÄÄÄÄ¿ ³
BIT_ST_DEAD_T ÄÂÄij& ³ ³COUNTX ³ ³
³Úo´ ÃÄÄ´C Q0ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_ARINI
³³ ÀÄÄÄÄÄÙÚÄ´R ³ ³
³³ ³ ³ Q1ÃÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR1
³³ ³ ³ ³ ³ ³
³³ ³ ³ Q2ÃÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_2AR
³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³³ ³ ³ Q3ÃÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_3AR
³³ ³ ³ ³ ³ ³³ ³
³³ ³ ³ Q4ÃÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_4AR
³³ ³ ³ ³ ³ ³³³ ³
³³ ³ ³ Q5ÃÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_AR_FIN
³³ ³ ³ ³ ³ ³³³ ³
³³ ³ ³ Q6ÃÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_AR_RUN
³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ ³ ³³³ Ú 4ÄÄÄ¿
³³ ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³
³³ ³ ³ ³³³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³ ³
P_AR_MD2 ³³ ÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÂÄ´>=1 ³ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³ ³ ³ ³ ³ ³
P_AR_MD3 ³³ ÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÂÅÄ´ ³ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³ ³³ ³ ³ ³ ³ Ú 8ÄÄ¿
P_AR_MD4 ³³ ÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÂÅÅÄ´ Ão´ ÃÄ´>=1 ³
³³ ³ ³ ³³³³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³³³³ Ú 5ÄÄÄ¿ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³
³³ ³ ³ ³³ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´ ³
³³ ³ ³ ³³³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³³³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³
³³ ³ ³ ³ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´ ³
³³ ³ ³ ³³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³³ Ú 7ÄÄÄ¿ ³ ³
³³ ³ ³ ³³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³
³³ ³ ³ ÃÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´ ÿBIT_LAST_AR
³³ ³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÙ³
³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ<ÄÄÙ
³ ³ ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³³³
P_AR_BLCKD ³ ÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄ´ASSB ÿ ³³³
³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³³³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄ<ÄÄÙ ³³³
³ ³ Ú10ÄÄÄ¿ ³ ³³³
³ ÃÄ´& ³ ³ ³³³
BIT_AR1_1P_EN ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÄ´ ÃÂÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_1AR_1P
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ Ú11ÄÄÄ¿³ ³³³
³ ³³ ³ ³TON ³³ ³³³
³ ³³ ÃÄ´I ³³ ³³³
TMSEC_DEADT1_1P ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄ´Tim ³³ Ú13ÄÄÄ¿ ³³³
³ ³³ ³ ³ QÃÅÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³ ³³³
³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³ ³ ³ Ú17ÄÄÄ¿ ³³³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³³³
³ ³³ ³³ Ú12ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³³³
³ ³³ ³³ ³RSFF ³ ³ ³ ³ ³³³
³ ³³ ³ÀÄ´S ³ ³ ³ ³ ³³³
³ ³³ ÃÄÄ´R ³ Ú14ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³³³
³ ³³ ³ ³ QÃÄo´& ³ ³ ³ ³ ³³³
³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³³³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ Ú16ÄÄÄ¿ ³ ³ ³³³
BIT_AR1_3P_EN ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄ´ ÃÂÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³³³
³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³ Ú15ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³³³
³ ³ ³ ³ ³³ ³TON ³ ³ ³ ³ ³ ³³³
³ ³ ³ ³ ÃÅÄ´I ³ ³ ³ ³ ³ ³³³
TMSEC_DEADT1_3P ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄ´Tim ³ ³ ³ ³ ³ ³³³ Ú20ÄÄÄ¿
³ ³ ³ ³ ³³ ³ QÃÄo´ ÃÄÄ´ ÃÂÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³
³ ³ ³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ³ Ú18ÄÄÄ¿³³³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ ³TOFF ³³³³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ÀÄ´I ³³³³ ³ ³
TMSEC_DEADT1_EXT ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´Tim ³³³³ Ú19ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ QÃÅÅÅÄÄÄÄ´& ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³³³ ³ ³ ³ ³ Ú27ÄÄ¿
P_EXT_T1_EN ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄ´ ÃÄ´ ÃÄ´>=1 ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³³ Ú21ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³³ ³TON ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³ÃÄÄÄÄ´I ³ ³ ³
TMSEC_DEADT2 ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄÄ´Tim ³ Ú22ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³³ ³ QÃo´& ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³ Ú23ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³ ³TON ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ÃÄÄÄÄÄ´I ³ ³ ³
TMSEC_DEADT3 ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄ´Tim ³ Ú24ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³ ³ QÃo´& ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ Ú25ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ ³TON ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ÃÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³ ³
TMSEC_DEADT4 ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄ´Tim ³ Ú26ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³ ³ QÃo´& ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ Ú28ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³³ ³TON ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´ BIT_DEADT
³ ³ ³ ³ ³ÃÄ´I ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÙ
TMSEC_DISCRT_1P ³ ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄ´Tim ³ Ú31ÄÄÄ¿
³ ³ ³ ³ ³³ ³ QÃÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³
³ ³ ³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³ ³ Ú36ÄÄ¿
³ ³ ³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´>=1 ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ Ú29ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³RSFF ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ÀÄ´S ³ ³ ³
³ ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´R ³ Ú30ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ QÃÂo´& ³ É32ÍÍÍ» ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ³ ³ ³ ºPPLS º ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄ´ ÃÄĶIn º Ú34ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ º OutÇÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ Ú33ÄÄÄ¿ ³ ³ Ú35ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³ ³ ³ ³TOFF ³ ³ ³
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄ´I ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
TMSEC_DISCRT_3P ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´Tim ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú37ÄÄÄ¿ ³ QÃÄ´ BIT_DISCRT
³ ³ Ào´& ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÙ
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄP_1AR_3P
ÀÄÄÄÄÄÙ

Bild 4.4 Segment ARCOUNT:


Wiedereinschaltzählwerk

4-7
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
P_MAST_DEL ÃÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³ ³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³
P_AR_RUN ÃÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
BIT_CB1_WAIT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³
BIT_DEADT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´& ³ Ú 4ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³TOFF ³ ³
BIT_CB1_DISABLED ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÂÄÄÄ´I ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
TMSEC_TIME_OUT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´Tim ³ ³
³ ³ ³ ³ QÃÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_T_OUT1
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ Ú 5ÄÄÄ¿ É 6ÍÍÍ» ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄ´& ³ ºPPLS º ³
³ ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĶIn º Ú 7ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ º OutÇÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³ ³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³
BIT_AR_TRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´BIT_TOUT_TRIP1
³ ³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³ ³ Ú13ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
P_MDSCBYPS_1P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ÃÄÄÄÄ´& ³ ³ Ú17ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ÀÄÄo´& ³ ³
BIT_AR1_1P_EN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ Ú10ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_AR1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MDSCBYPS_1P3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ Ú12ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_EXTSC_BYP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú11ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_SYN_CK ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_CO_RDY ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ Ú15ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³RSFF ³ ³ ³ ³
P_DEADL ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´S ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ Ú14ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ Ú16ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
P_AR_BLCKD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÂÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´R ³ ³TON ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ QÃÄÄÂÄÄÄ´I ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
TMSEC_CL_T ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´Tim ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³ ³ QÃÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´P_CL_CB
³ ³ ³³ ³ É18ÍÍÍ» ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³³ ³ ºPPLS º ³
³ ³ ³³ ³ 1ĶIn º ³
³ ³ ³³ ³ º OutÇÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_INIT_BLOCK
³ ³ ³³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ Ú20ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³³ ³ ÀÄÄo´& ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³ ³ É19ÍÍÍ» ³ ³ ³
³ ³ ³ ºNPLS º ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĶIn º ³ ³ ³
³ ³ º OutÇÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄ´BIT_CB1_DEFTRIP
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.5 Segment CLOSE1:


Einschaltbefehl für den ersten Leistungsschalter

4-8
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
P_MAST_DEL ÃÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³ ³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³
P_AR_RUN ÃÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
BIT_CB2_WAIT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³
BIT_DEADT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´& ³ Ú 4ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³TOFF ³ ³
BIT_CB2_DISABLEDÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÂÄÄÄ´I ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
TMSEC_TIME_OUT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´Tim ³ ³
³ ³ ³ ³ QÃÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_T_OUT2
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ Ú 5ÄÄÄ¿ É 6ÍÍÍ» ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄ´& ³ ºPPLS º ³
³ ³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĶIn º Ú 7ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ º OutÇÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ³ ³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³
BIT_AR_TRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´BIT_TOUT_TRIP2
³ ³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³ ³ Ú13ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
P_MDSCBYPS_1P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ÃÄÄÄÄ´& ³ ³ Ú17ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ÀÄÄo´& ³ ³
BIT_AR1_1P_EN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ Ú10ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_AR1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_MDSCBYPS_1P3P ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ Ú12ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_EXTSC_BYP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ Ú11ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_SYN_CK2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_CO_RDY2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ Ú15ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³RSFF ³ ³ ³ ³
P_DEADL2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´S ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ Ú14ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ Ú16ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
P_AR_BLCKD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÂÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´R ³ ³TON ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ QÃÄÄÂÄÄÄ´I ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
TMSEC_CL_T ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´Tim ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³ ³ QÃÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄ´P_CL_CB2
³ ³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³³ ³ Ú19ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³ ³
³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
³ ³ ³ É18ÍÍÍ» ³ ³ ³
³ ³ ³ ºNPLS º ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĶIn º ³ ³ ³
³ ³ º OutÇÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
BIT_INIT_BLOCK ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄ´BIT_CB2_DEFTRIP
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.6 Segment CLOSE2:


Einschaltbefehl für den zweiten Leistungsschalter

4-9
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
³ ³TOFF ³ ³
P_CL_CB ÃÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³
³ 300Ä´Tim ³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄ´& ³ Ú 5ÄÄÄ¿ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³RSFF ³ ³
BIT_AR_TRIPÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´S ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
BIT_DEADT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³
P_AR_BLCKD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÂÄÄÄÄ´R ³ ³
³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ QÃÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CL_AND_TR1
³ ³³³ É 4ÍÍÍ» ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ Ú 7ÄÄÄ¿ ³
³ ³³³ ºNPLS º ³ ÃÄÄÄo´& ³ ³
³ ³³ÀÄÄÄĶIn º ³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
³ ³³ º OutÇÄÄÄÅÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_AR_RUN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÂÅÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ³ ³ ³
P_CB_OP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CL1_UNS
³ ³³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³³ ³ ³³³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ ³ ³³ÀÄÄÄo´& ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄ´ ³ ³RSFF ³ ³
³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄ´S ³ ³
³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´R ³ ³
³ ³³ Ú10ÄÄÄ¿ ³ QÃÄÄÄÄÄ´BIT_CL1_SUC
³ ³³ ³RSFF ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´S ³ Ú11ÄÄÄ¿ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´R ³ ³TON ³ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ 40Ä´Tim ³ Ú12ÄÄÄ¿ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄ´& ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
P_MAST_MDE ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄ´P_DEL_FLW
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.7 Segment SUCCES1:


Einschaltüberwachung des ersten Leistungsschal-
ters

³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³
³ ³TOFF ³ ³
P_CL_CB2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³
³ 300Ä´Tim ³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄÂÄÄÄÄ´& ³ Ú 5ÄÄÄ¿ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³RSFF ³ ³
BIT_AR_TRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´S ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³ ³ ³
BIT_DEADT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³
³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³
P_AR_BLCKD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÂÄÄÄÄ´R ³ ³
³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ QÃÄÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CL_AND_TR2
³ ³³ É 4ÍÍÍ» ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ Ú 7ÄÄÄ¿ ³
³ ³³ ºNPLS º ³ ÃÄÄÄo´& ³ ³
³ ³ÀÄÄÄĶIn º ³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
³ ³ º OutÇÄÄÄÅÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÈÍÍÍÍͼ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_AR_RUN ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÂÅÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ³ ³ ³
P_CB2_OP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÅÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÅÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CL2_UNS
³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³³³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³³ÀÄÄÄo´& ³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄ´ ³ ³RSFF ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄ´S ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´R ³ ³
³ ³ QÃÄÄÄÄÄ´BIT_CL2_SUC
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.8 Segment SUCCES2:


Einschaltüberwachung des zweiten Leistungsschal-
ters

4-10
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

³ Ú16ÄÄÄ¿ ³
P_MAST_MDE ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´& ³ ³
³ Ú13ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
BIT_TOUT_TRIP1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_TOUT_TRIP2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³
³ Ú 1ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CB1_DEFTRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ Ú 2ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³RSFF ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CL1_UNS ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄ´S ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
P_AR_BLCKD ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄ´R ³ Ú 7ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ QÃÄÄÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ Ú 3ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CB2_DEFTRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ Ú 4ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³RSFF ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CL2_UNS ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ÃÄÅÄÄ´S ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÃÄÄ´R ³ ³ Ú 5ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ QÃÄÄÄÂÅÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CB2_DISABLED ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CL2_SUC ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÅÅÄÄ´ ÃÄÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ÃÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³³ Ú 6ÄÄÄ¿ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ÀÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CB1_DISABLED ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÅÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ Ú 8ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CL1_SUC ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÂÅÄÄÄ´ ÃÄÂÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ Ú 9ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_AR_TRIP ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_DISCRT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄo´ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_DEADT ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÅÄÄ´ ÃÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_AR1_DEFTR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ Ú10ÄÄÄ¿ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CL_AND_TR1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´>=1 ³ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³ ³ ³³ Ú11ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_CL_AND_TR2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´ ÃÄÅÅÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_LAST_AR ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´ ÃÄÄ´ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ Ú12ÄÄÄ¿ ³ ³ Ú15ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³
³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´& ³ ³ ³ ³TMOC ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ÃÅÄÄ´ ÃÄÄ´ ÃÄÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´I ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ 500Ä´Tim ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ³ ³ QÃÄÅÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_BLCK_TO_FLW
³ ³ ³³ ³³ ³³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ³ Ú17ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³
P_MAST_NOSUC ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³³ ³³ Ú14ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ Ú18ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³³ ³³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³TMOC ³ ³
³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´ ÃÄÄ´ ÃÄÅÄÄÄ´I ³ ³
³ ³ ³³ ³³ ³ Ú22ÄÄÄ¿ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ 500Ä´Tim ³ ³
³ ³ ³³ ³³ Ú19ÄÄÄ¿ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³ ³³ Ú23ÄÄÄ¿ ³ ³ QÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_DEF_TRP
³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´& ³ Ú21ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ÀÄÄ´>=1 ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³ ³ÃÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄ´>=1 ³ ³ ³ ÀÄÄÄ´ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
³ ³ ³ ³³ Ú20ÄÄÄ¿ ³ ³ ³ ³ ³ ³ Ú24ÄÄÄ¿ ³ ³
³ ³ ³ ÃÅÄÄ´& ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³TOFF ³ ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄ´ ÃÄÄ´I ³ ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ÀÄÄÄÄÄÙ ³ ³ ³ ³
TMSEC_INHIB_T ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´Tim ³ ³ ³
³ ³ ³³ ³ QÃÄÅÂÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_INHIB_OUT
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³³ Ú25ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³³ ³ÀÄÄ´& ³ ³
³ ³ ³³ ÀÄÄÄ´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´P_INH_OUT
³ ³ ³³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³³ Ú26ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´& ³ ³
P_CB2_PRIORITY ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÂÄÄÄ´ ³ ³
³ ³ ³ ³ ³ ³ ³
BIT_T_OUT2 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄ´ ³ ³
³ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CB1_WAIT
³ ³ ³ ³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³
³ ³ ³ ³ Ú27ÄÄÄ¿ ³
³ ³ ³ ÀÄÄo´& ³ ³
³ ³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ³ ³
BIT_T_OUT1 ÃÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÅÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ´ ³ ³
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄo´ ÃÄÄÄÄÄÄÄÄ´BIT_CB2_WAIT
³ ÀÄÄÄÄÄÙ ³

Bild 4.9 Segment DEFTRIP:


Master-Follower- und Duplex-Logik,
Definitiv AUS Signal

4-11
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

4.2.1.2. Erklärung der Signalnamen


Die Namen der FUPLA-Ein- bzw. -Ausgangssignale sind in den
folgenden Tabellen den in der MMK verwendeten Parameter-
bezeichnungen zugeordnet. Die internen Verbindungen zwi-
schen den verschiedenen Segmenten sind nicht aufgelistet.

Zeiteinstellungen
FUPLA-Signalname MMK Parameter- MMK Parameter-
bezeichnung einstellwert

TMSEC_BLCK_T t WE Block. 0.05 … 300


TMSEC_CL_T t Ein 0.05 … 300
TMSEC_DEADT1_1P t Pause1 1P 0.05 … 300
TMSEC_DEADT1_3P t Pause1 3P 0.05 … 300
TMSEC_DEADT1_EXT t Pause1 Ext 0.05 … 300
TMSEC_DEADT2 t Pause2 0.05 … 300
TMSEC_DEADT3 t Pause3 0.05 … 300
TMSEC_DEADT4 t Pause4 0.05 … 300
TMSEC_DISCRT_1P t Discrim. 1P 0.10 … 300
TMSEC_DISCRT_3P t Discrim. 3P 0.10 … 300
TMSEC_INHIB_T t Sperr 0.05 … 300
TMSEC_OPERT t Wirk 0.05 … 300
TMSEC_TIME_OUT t Timeout 0.05 … 300

Binäreingänge
FUPLA-Signalname MMK Parameter- MMK Parameter-
bezeichnung einstellwert

P_AR_MD2 2..4WE Modus 2 WE


P_AR_MD3 2..4WE Modus 3 WE
P_AR_MD4 2..4WE Modus 4 WE
P_AR_START Anlauf -
P_AR_START_2 Anlauf 2 -
P_AR_START_3 Anlauf 3 -
P_AR_ZEMD StVerlVorFlr Ein
P_AR1_ZE StVerl. 1.WE Ein
P_AR2_ZE StVerl. 2.WE Ein

4-12
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

FUPLA-Signalname MMK Parameter- MMK Parameter-


bezeichnung einstellwert

P_AR3_ZE StVerl. 3.WE Ein


P_AR4_ZE StVerl. 4.WE Ein
P_CB_OP LS Auf -
P_CB2_OP LS 2 Auf -
P_CB2_PRIORITY LS2 Vorzug -
P_CO_RDY EinAusBereit -
P_CO_RDY2 EinAusBerei2 -
P_COND_BLCK Bed.Blk.WE -
P_DEADL uLeitgFehlt -
P_DEADL2 uLeitg2Fehlt -
P_EXT_T1_EN Verläng. t1 -
P_EXTBL_AR Ext. Blk. WE -
P_EXTSC_BYP Ext.SCBypas -
P_INH_IN Sperr. Eing. -
P_MANCL_AR Hand Ein -
P_MAST_DEL Master Verz. -
P_MAST_MDE Master Modus Ein
P_MAST_NOSUC Mast.ohneErf -
P_MD1_1P_1PAR 1. WE Modus 1. 1P-1P
P_MD1_1P_3PAR 1. WE Modus 1. 1P-3P
P_MD1_1P3P_3PAR 1. WE Modus 1. 1P3P-3P
P_MD1_1P3P_1P3P 1. WE Modus 1. 1P3P-1P3P
P_MD1_EXT 1. WE Modus Ext. Wahl
P_MD1_EXT_1P_1P MD1_EXT_1P_1P -
P_MD1_EXT_1P_3P MD1_EXT_1P_3P -
P_MD1_EXT_1P3P_3P MD1_EXT_1P3P_3P -
P_MD1_EX_1P3P_1P3P MD1_EX_1P3P_1P3P -
P_MDSCBYPS_1P SCBypas 1P -
P_MDSCBYPS_1P3P SCBypas1P3P -
P_RDY_OCO LS Bereit -
P_RDY_OCO2 LS2 Bereit -

4-13
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

FUPLA-Signalname MMK Parameter- MMK Parameter-


bezeichnung einstellwert

P_SYN_CK SynchroChck -
P_SYN_CK2 SynchroChck2 -
P_TRIP Aus LS -
P_TRIP_2 Aus LS2 -
P_TRIP_3 Aus LS3 -
P_TRIP_3P Aus LS 3P -
P_TRIP_3P_2 Aus LS2 3P -
P_TRIP_3P_3 Aus LS3 3P -

Meldeausgänge
FUPLA-Signalname MMK Parameter-
bezeichnung

P_1AR_1P Erste WE 1P
P_1AR_3P Erste WE 3P
P_2AR Zweite WE
P_3AR Dritte WE
P_4AR Vierte WE
P_AR_3POL_OUT Aus 3-Pol.
P_AR_BLCKD WE Blockiert
P_AR_RDY WE Bereit
P_AR_RUN WE Läuft
P_AR_ZEOUT St.Verläng.
P_BLCK_TO_FLW Blk. An Flwr
P_CL_CB LS Ein
P_CL_CB2 LS2 Ein
P_DEF_TRP Def. Aus
P_DEL_FLW Verz. Flwr.
P_INH_OUT Sperr. Ausg.

4-14
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

4.2.2. Schalterversagerschutz

4.2.2.1. Einleitung
Diese Funktion wird durch den Objektschutz freigegeben und
stellt einen Reserveschutz für den Fall eines Versagens des Lei-
stungsschalters (LS) bereit. Besonders in Höchstspannungsnet-
zen, deren Stabilität für die Stromversorgung ganzer Regionen
von grösster Wichtigkeit ist, muss der Schalterversagerschutz
(SVS) rasch und zuverlässig eingreifen.
Zu diesem Zweck überwacht die Stromerfassung des SVS fort-
laufend und phasengetrennt die Leitungsströme. Sollte nach ei-
ner eingestellten Verzögerung, welche die Funktionszeiten des
Objektschutzes sowie des Leistungsschalters berücksichtigt, die
Stromerfassung immer noch angesprochen sein, so versucht
der SVS den Schalter doch noch auszulösen bzw. löst die an-
grenzenden Leistungsschalter aus.
Ob die Stromerfassung zurückfällt oder nicht, hängt von folgen-
den Faktoren ab:
· Auch nach Öffnen der LS-Hauptkontakte reduziert sich der
Strom nicht sofort auf Null, sondern auf einen Wert der durch
die Widerstände des Fehlers sowie des Lichtbogens über den
geöffneten LS-Kontakten bestimmt ist. Der Fehlerstrom wird
erst nach der Entionisierungszeit des LS-Lichtbogens endgül-
tig unterbrochen.
· dem eingestellten Ansprechwert der Stromerfassung
· der Höhe des Kurzschlussstroms vor Auslösung des LS
· ob eine Sättigung der Hauptstromwandler vorliegt. Im Falle
einer Wandlersättigung müssen die Zeitpunkte der primären
und sekundären Nulldurchgänge nicht unbedingt überein-
stimmen. Hört nun der Primärstrom im Nulldurchgang auf, so
kann die Wandlermagnetisierung noch einen positiven bzw.
einen negativen Wert haben. Der Sekundärstrom klingt daher
mit einer gewissen Zeitkonstante über die Bürden der Schutz-
relais ab, was zu einer Verlängerung derer Rückstellzeiten
führt.
Die Rückstellzeit variiert somit zwischen 20 und 30 ms.
Weil vor allem bei dieser Anwendung die Stromerfassung mög-
lichst rasch zurückfallen soll, sind Fourier-Filteralgorithmen vor-
gesehen, welche die Auswirkungen der Stromwandlersättigung
minimieren und eine etwaige Gleichstromkomponente entweder
gänzlich oder weitgehend eliminieren.

4-15
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

Das nachstehende Prinzipschaltbild zeigt die hauptsächlichsten,


in den nachfolgenden Abschnitten erklärten Funktionen.
I Strom-
erfassung
Redundant- Red Aus Lx
Anregung Lx logik

Aus t1 Lx
Wiederhol-
logik Wiederh t1

Fern Aus
Fernlogik

Reserv Aus t2
Reservelogik

EFS Bus Aus


Endfehler-
LeistSchalt-Aus logik EFS Fern Aus

LeistSchalt-Ein unbed Aus t2


unbedingte
Ext Anregung Logik unbed Aus t1

Ext Auslös EFS


Ext Aus t1
Ext Auslös t2 ³1

Aus t1
³1

Aus t2
³1

HEST 005 045 C

Bild 4.10 Prinzipschaltbild

4.2.2.2. Betriebsart dreiphasig bzw. einphasig


Die Funktion ist mit einer phasengetrennten Stromerfassung aus-
gestattet, d.h. dass in der Betriebsart dreiphasig die Phasen-
ströme des geschützten Objektes einzeln gemessen werden.
Wird zusätzlich eine Messung des Nullstromes erwünscht, so ist
diese Funktion ein zweites Mal vorzusehen und zwar mit der
entsprechenden Stromeinstellung in der Betriebsart einphasig.
Die zwei Instanzen der Funktion arbeiten parallel.
Diese Anordnung deckt auch die Sonderfälle der zwei- und drei-
phasigen Kurzschlüsse mit Erdberührung ab.

4.2.2.3. Redundante Auslösung


Die logische Verknüpfung „Red Aus“ führt unverzögert eine pha-
sengetrennte Auslösung des selben Leistungsschalters aus,
vorausgesetzt, dass die Starteingänge aktiv und die entspre-
chenden Strommessungen in angesprochenem Zustand sind.
Sie stellt sicher, dass der Leistungsschalter auch beim fehler-
haften Auslösekreis des Objektschutzes einen Auslösebefehl
erhält. Ohne diese Funktion würde eine Auslösung entweder des
selben Schalters oder der angrenzenden Schalter erst verzögert
erfolgen.

4-16
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D ABB Schweiz AG

4.2.2.4. Auslösewiederholung
Der Objektschutz setzt einen Auslösebefehl ab, und erregt gleich-
zeitig eine oder mehrere Phasen der SVS-Stromerfassung.
Vorausgesetzt die Strommessung ist immer noch angesprochen,
wird nach der ersten Zeitstufe (t1) ein zweites Mal versucht, die
entsprechende(n) Phase(n) auszulösen.
Bei Nichtbedarf lässt sich die Auslösewiederholung blockieren.
Die richtige Arbeitsweise bei Umschlagfehlern wird durch die
getrennten Zeitglieder der einzelnen Phasen sichergestellt.

4.2.2.5. Reserveauslösung
Mit dem Ablauf der ersten Zeitstufe (t1) beginnt die zweite
Zeitstufe (t2) zu laufen. Läuft diese auch noch aus, so erfolgt ei-
ne Reserveauslösung. Bei blockierter erster Zeitstufe startet die
zweite sofort, sofern eine oder mehrere Strommessungen ange-
sprochen sind.
Bei der Auslösung wirkt diese Funktion auf die angrenzenden
Leistungsschalter.

4.2.2.6. Fernauslösung
Die logische Verknüpfung Fernauslösung löst den Leistungs-
schalter am anderen Ende der Leitung aus.
Sie arbeitet parallel zu den Funktionen Auslösewiederholung
bzw. Reserveauslösung, lässt sich aber auch blockieren.
Im Gegensatz zu den anderen Auslösearten, die eine gewisse
Zeit nach dem Zurückfallen des Anregesignals bestehen blei-
ben, besteht die Fernauslösung aus einem einstellbaren vom
Rückfall des Anregesignals unabhängigen Impuls.

4.2.2.7. Unbedingte Auslösung


Diese Funktion wurde eingeführt, um auch Fehler zu berück-
sichtigen, die nur einen geringen bzw. gar keinen Fehlerstrom
zur Folge haben und deshalb zu keinem Ansprechen der Strom-
erfassung führen. Es handelt sich dabei meistens um Auslösun-
gen mechanischer Schutzgeräte wie der Buchholzschutz usw.
Sofern der Leistungsschalter geschlossen ist, umgeht der Start-
eingang die Stromerfassung und aktiviert die Zeitstufen direkt.
Sonst ist die Arbeitsweise dieser Funktion analog derjenigen der
Funktionen Auslösewiederholung und Reserveauslösung.

4-17
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. D

4.2.2.8. Endfehler
Trotz richtiger Funktion des Leistungsschalters bei einem Kurz-
schluss zwischen dem Leistungsschalter und nur einseitig ein-
gebauten Stromwandlern sind die Auswirkungen auf das Netz
gleich, wie wenn der Leistungsschalter tatsächlich versagt hätte.
Sind Stromwandler z.B. nur auf der Sammelschienenseite des
Leistungsschalters eingebaut, so überlappen die Schutzbereiche
nicht und ein Kurzschluss zwischen Stromwandlern und Lei-
stungsschalter wird als Leitungsfehler erfasst, obwohl es sich
um einen Sammelschienenfehler handelt und bleibt nach dem
Auslösen des Leistungsschalters bestehen. Solche Kurzschlüs-
se werden vom Endfehlerschutz erfasst und nach der zweiten
Zeitstufe abgeschaltet.
Die Logik ist bei offenem Leistungsschalter und angesprochener
Stromerfassung freigegeben und deutet auf einen Kurzschluss
zwischen Stromwandlern und Leistungsschalter hin. Die Auslö-
sezeit ist durch die Einstellung des Zeitgliedes bestimmt.
Abhängig davon, ob die Stromwandler sammelschienen- oder
leitungsseitig eingebaut sind, löst diese Funktion entweder den
betreffenden Sammelschienenabschnitt oder den Leistungs-
schalter am anderen Leitungsende aus.

4.2.2.9. Externe Auslösung


Diese Funktion wurde eingeführt, um den Schalterversager-
schutz noch benützerfreundlicher zu machen bzw. den Projektie-
rungsaufwand herabzusetzen. Sie leitet eine sofortige Auslö-
sung ein, wenn einer der beiden folgenden Eingänge aktiviert
wird:
· Der Eingang, der von den zweiten Zeitstufen der restlichen
Schalterversagerschutzfunktionen in der gleichen Anlage an-
geregt wird.
· Der Eingang, der von den Endfehlerausgängen der restlichen
Schalterversagerschutzfunktionen in der gleichen Anlage an-
geregt wird.

4-18
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

März 01

5. BEDIENUNG (MMK)

5.1. Zusammenfassung .................................................................. 5-5

5.2. Installation und Starten des Bedienprogramms ....................... 5-6


5.2.1. Anforderungen an den Bedien-PC........................................... 5-6
5.2.2. Installation des Bedienprogramms .......................................... 5-6
5.2.3. Starten und Beenden des Bedienprogramms.......................... 5-9

5.3. Bedienung.............................................................................. 5-11


5.3.1. Allgemeines ........................................................................... 5-11
5.3.2. Standard-Tasteneingaben, gültig für alle Menüs ................... 5-11
5.3.3. Verwendung einer Maus ........................................................ 5-12
5.3.4. Bildschirmanzeigen................................................................ 5-12

5.4. Haupt- und Untermenüs ........................................................ 5-13

5.5. Der Editor............................................................................... 5-20


5.5.1. Bearbeiten einer aktiven Funktion ......................................... 5-21
5.5.1.1. Einstellungen einer Funktion ändern ..................................... 5-23
5.5.1.2. Namen einer Funktion ändern ............................................... 5-23
5.5.1.3. Kopieren einer Funktion......................................................... 5-25
5.5.1.4. Löschen einer Funktion ......................................................... 5-26
5.5.2. Hinzufügen einer neuen Funktion .......................................... 5-28
5.5.3. Allgemeines zur Parameterbearbeitung................................. 5-28
5.5.3.1. Numerische Parametereingabe ............................................. 5-29
5.5.3.2. Auswahl aus einer Liste ......................................................... 5-30
5.5.4. Erklärung zu den verschiedenen Kanalarten ......................... 5-32
5.5.4.1. Wandlerkanäle....................................................................... 5-32
5.5.4.2. Meldekanäle .......................................................................... 5-33
5.5.4.3. Auslösekanäle ....................................................................... 5-39
5.5.4.4. Binärkanäle............................................................................ 5-40
5.5.5. Bearbeiten von Hardwarefunktionen...................................... 5-47
5.5.5.1. Kanalkommentar.................................................................... 5-52
5.5.5.2. Wandlerkanäle....................................................................... 5-53
5.5.5.3. Ereignismaske der Binärkanäle ............................................. 5-54
5.5.5.4. Selbsthaltung der Auslöse- und Meldekanäle........................ 5-55
5.5.5.5. Definition von Doppelmeldungen ........................................... 5-55
5.5.6. Bearbeiten von Systemfunktionen ......................................... 5-58
5.5.7. Auflisten von Einstellungen.................................................... 5-61
5.5.8. Speichern des Editorinhaltes ................................................. 5-62
5.5.8.1. Abspeichern im Gerät ............................................................ 5-63

5-1
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.5.8.2. Abspeichern in bzw. Laden von einer Datei........................... 5-63

5.6. Bearbeiten von Ereignissen und Bedienung des


Störschreibers........................................................................ 5-64

5.7. Darstellen veränderlicher Daten ............................................ 5-69


5.7.1. Anzeige der Wandlerkanäle................................................... 5-69
5.7.2. Anzeige von Betriebsmesswerten.......................................... 5-70
5.7.3. Anzeige der binären Eingänge, Melderelais, Melde-LEDs,
oder Auslöserelais ................................................................. 5-71
5.7.4. Anzeige der analogen Ein- oder Ausgänge ........................... 5-71
5.7.5. Anzeige der ITL- Ein-/ Ausgänge........................................... 5-72
5.7.6. Anzeige der SCS Ausgänge .................................................. 5-73
5.7.7. Anzeige von FUPLA-Signalen ............................................... 5-74

5.8. Diagnose................................................................................ 5-75

5.9. Test-Funktionen..................................................................... 5-76

5.10. Dokumentation....................................................................... 5-83

5.11. Betrieb mit mehreren Parametersätzen ................................. 5-84


5.11.1. Parametersatz-Umschaltung ................................................. 5-84
5.11.2. Erstellen von verschiedenen Parametersätzen ..................... 5-85
5.11.2.1. Zuordnung einer Funktion zu den Parametersätzen.............. 5-85
5.11.2.2. Kopieren einer parametrierten Funktion ................................ 5-86
5.11.2.3. Darstellung der parametrierten Funktionen ........................... 5-87
5.11.3. Logische Verknüpfungen ....................................................... 5-87

5.12. Remote-MMK......................................................................... 5-88


5.12.1. Zusammenfassung ................................................................ 5-88
5.12.2. Anforderungen an das Remote-Modem ................................ 5-88
5.12.3. Remote-MMK-Shell ............................................................... 5-89
5.12.3.1. Installation.............................................................................. 5-89
5.12.3.2. Einrichten einer neuen Station............................................... 5-89
5.12.3.3. Verbindung zur Station aufbauen .......................................... 5-94
5.12.4. Konfiguration der Remote-MMK an der SPA-BUS
Schnittstelle ........................................................................... 5-95
5.12.4.1. Remote-MMK direkt am elektro/optischen Umsetzer ............ 5-95
5.12.4.2. Remote-MMK über Modem am elektro/optischen Umsetzer ..... 5-96
5.12.5. Konfiguration der Remote-MMK an einem SRIO................... 5-97
5.12.5.1. Remote-MMK direkt am SRIO ............................................... 5-97
5.12.5.2. Remote-MMK über Modem am SRIO.................................... 5-98
5.12.6. Bedienung eines Gerätes lokal über die Frontschnittstelle.... 5-99
5.12.6.1. Zugriffsrechte der Remote-MMK auf Gerätefunktionen ......... 5-99
5.12.7. Bedienung über SPA-BUS oder SRIO oder Modem.............. 5-99
5.12.7.1. Start der MMK...................................................................... 5-100

5-2
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.12.7.2. SPAComm Fenster.............................................................. 5-101


5.12.8. SRIO Einstellungen ............................................................. 5-102

5.13. Lokale Bedienung ................................................................ 5-103


5.13.1. Zusammenfassung .............................................................. 5-103
5.13.2. Einschränkungen ................................................................. 5-103
5.13.3. Allgemeine Beschreibung .................................................... 5-103
5.13.3.1. Mechanische Montage und Frontansicht ............................. 5-103
5.13.3.2. Elektrische Verbindung........................................................ 5-104
5.13.3.3. Passwort .............................................................................. 5-104
5.13.3.4. Passive Bedienung .............................................................. 5-104
5.13.3.5. Tastatur auf der LDU ........................................................... 5-105
5.13.4. Die drei Status LEDs ........................................................... 5-106
5.13.4.1. Allgemein ............................................................................. 5-106
5.13.4.2. Gerätestart........................................................................... 5-106
5.13.4.3. Keine Schutzfunktion aktiv................................................... 5-107
5.13.4.4. Gerät ohne Fehler in Betrieb ............................................... 5-107
5.13.4.5. Gerät mit Anlauf einer Schutzfunktion (Generalanlauf) ....... 5-107
5.13.4.6. Gerät mit Auslösung einer Schutzfunktion (GeneralAUS) ... 5-107
5.13.4.7. Gerät mit fatalem Fehler ...................................................... 5-108
5.13.5. Textanzeige (LCD)............................................................... 5-108
5.13.5.1. Allgemein ............................................................................. 5-108
5.13.5.2. Sprache ............................................................................... 5-108
5.13.5.3. Abhängigkeiten .................................................................... 5-108
5.13.5.4. Konfigurierbarkeit................................................................. 5-109
5.13.6. Menüstruktur........................................................................ 5-109
5.13.7. Eingangsmenü..................................................................... 5-111
5.13.8. Hauptmenü .......................................................................... 5-111
5.13.8.1. Messwerte ........................................................................... 5-112
5.13.8.1.1. Wandlerkanäle..................................................................... 5-113
5.13.8.1.2. Betriebsmesswerte .............................................................. 5-114
5.13.8.1.3. Binärsignale ......................................................................... 5-115
5.13.8.2. Ereignisliste ......................................................................... 5-118
5.13.8.3. Bedienhinweis...................................................................... 5-118
5.13.8.4. Störschreiber ....................................................................... 5-119
5.13.8.5. Diagnose-Menü ................................................................... 5-119
5.13.8.5.1. DiagnoseInfo........................................................................ 5-119
5.13.8.5.2. IBB-Info................................................................................ 5-120
5.13.8.5.3. ProzessbusInfo .................................................................... 5-120
5.13.8.5.4. LED Beschreibung............................................................... 5-121
5.13.8.6. RESET Menü....................................................................... 5-122
5.13.9. Automatische Anzeige ......................................................... 5-123
5.13.9.1. Allgemeine Beschreibung .................................................... 5-123
5.13.9.2. Start der automatischen Anzeige......................................... 5-123
5.13.9.3. Stop der automatischen Anzeige ......................................... 5-123
5.13.9.4. Zyklus der automatischen Anzeige ...................................... 5-123

5-3
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.14. SMS010 ............................................................................... 5-124


5.14.1. Installation von SMS010, Reporting und
SM/RE.316*4 für SMS010 ................................................... 5-124
5.14.2. SMS010 Editor..................................................................... 5-125
5.14.2.1. Hauptmenü .......................................................................... 5-125
5.14.3. Das Submenü SMS010-Editor............................................. 5-126
5.14.4. Beschreibung der einzelnen Menüpunkte............................ 5-127
5.14.4.1. Menüpunkt Edit Event.dsc zum Bearbeiten von Event.DSC .... 5-127
5.14.4.2. Menüpunkt Edit Logging.dsc zum Bearbeiten von
Logging.DSC ....................................................................... 5-129
5.14.4.3. Menüpunkt Create New DSC Files ...................................... 5-130
5.14.5. Einrichten einer Station nach der Installation von SMS010 ..... 5-131
5.14.5.1. Erstellen der Applikationsstruktur ........................................ 5-131
5.14.5.2. Anpassen der Spin.CNF Datei............................................. 5-135
5.14.5.3. Einrichten einer Reportstation ............................................. 5-137
5.14.5.4. Eingeben der SRIO Adresse für das Reporting ................... 5-138

5-4
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5. BEDIENUNG (MMK)

5.1. Zusammenfassung
Die Anwenderschnittstelle zum RE. 316*4 ist so ausgelegt, dass
ein Minimum an Unterstützung durch eine Bedienungsanleitung
benötigt wird. Dadurch werden eine Vielzahl von Vorteilen an-
geboten:
· Eine äusserst anwenderfreundliche menüunterstützte
Funktionsauswahl durch Vollbilddarstellung und eine
Kombination gestaffelter Fenster.
· Aufscheinende Rückmeldungen, wo immer sinnvoll, um den
Benutzer weiterzuführen und Fehler zu vermeiden.
· Die Fähigkeit ganze Parametersätze 'off-line' zu bilden, zu
bearbeiten und zu überprüfen, d.h. ohne am Schutzsystem
angeschlossen zu sein.
· Die Möglichkeit, Parametersätze von einer Datei zu lesen
oder dorthin zu schreiben.
· Selbsterklärende Texte mit sehr wenig Code-Bezeichnungen.
· Vom Benutzer eingebbare Kommentare zur Beschreibung
aller Funktionen, Ein- und Ausgänge.

5-5
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.2. Installation und Starten des Bedienprogramms

5.2.1. Anforderungen an den Bedien-PC


Die MMK des RE. 316*4 läuft im protected mode. Der Bedien-
PC muss über mindestens 16 MB RAM und 12 MB auf der Fest-
platte und ein Betriebssystem MS Windows 3.x, Windows 95
oder Windows NT4.0 oder höher verfügen. Empfehlenswert ist
ein Prozessor ab 486.
Die MMK kommuniziert mit dem RE. 316*4 mit 9600 Baud.
Manche PCs haben Probleme mit der Kommunikation, wenn der
Speichermanager EMM386 aktiv ist. EMM386 wird in der
config.sys Datei des PC durch das Voranstellen von 'REM' in der
entsprechenden Zeile deaktiviert:
REM DEVICE=..........\EMM386........
Empfehlenswert ist das Deaktivieren des EMM386. Die Folge ist
ein verringerter Arbeitsspeicher des PC unterhalb von 640 kB,
da die Devicetreiber nicht mehr in das Upper Memory geladen
werden können. Für den Betrieb der MMK ist das nicht von
Bedeutung.

5.2.2. Installation des Bedienprogramms


Wir empfehlen Ihnen dringend, folgende Punkte zu beachten,
bevor Sie die Bediensoftware auf einer Festplatte installieren:
1. Schützen Sie die Originaldisketten mit dem Schreibschutz.
2. Erstellen Sie Kopien der Originaldisketten. Legen Sie dann
die Originaldisketten in ein Archiv, und verwenden Sie für die
Installation die Kopien.
Das Bedienprogramm befindet sich in komprimierter Form auf
den Disketten "RE.316*4 Software". Zur Erleichterung der Instal-
lation des Bedienprogramms befindet sich auf den Disketten
eine Installationsroutine.

Installation auf der Festplatte unter Windows 3.1 / 3.11:


1. Legen Sie die erste Diskette "Disk 1/4" in das Disketten-
laufwerk A.
2. Im Menü ‘Datei’ den Menüpunkt ‘Ausführen’ wählen und als
Befehlszeile ‘a:\setup’ eingeben.

5-6
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Installation auf der Festplatte unter Windows 95 / NT 4.0:


1. Legen Sie die erste Diskette "Disk 1/4" in das Disketten-
laufwerk A.
2. Im Taskbar den ‘Start’-Knopf betätigen. Im Startmenü den
Menüpunkt ‘Ausführen’ wählen und als Befehlszeile
‘a:\setup’ eingeben.
Der weitere Ablauf ist selbsterklärend. Die Remote-MMK-Shell
kann wahlweise installiert werden. Die Fragen des Installations-
programms nach Sprache, Laufwerk, Verzeichnis und Programm-
gruppe sind zu beantworten.

Umfang der MMK:


Nach der Installation befinden sich unter anderem folgende Dateien
im Verzeichnis der MMK:
· pcgc91.exe: Bedienprogramm.
· re*.cfg: Konfigurationsdatei.
· readme.d: Textdatei mit Erklärungen zur
Installation des Bedienprogramms
und den aktuellsten Informationen
über neue SW-Versionen.
· diststd.bin: Logik für die Funktion Distanz.
· aurestd.bin: Logik für die Funktion Wieder-
einschaltung.
· Unterverzeichnis VDEW6: Logik für die Funktion VDEW6.
Zur Ausführung des Bedienprogramms muss der Devicetreiber
"ansi.sys" geladen sein. Die Einträge in die Konfigurations-
dateien der Betriebssysteme werden bei der Installation erstellt:

DOS, Windows 3.x:


In der Datei C:\CONFIG.SYS:
device=c:\dos\ansi.sys.

Windows 95:
In der Datei C:\CONFIG.W40:
device=c:\win95\command\ansi.sys

Windows NT 4.0:
In der Datei C:\WINNT\SYSTEM32\CONFIG.NT:
device=%SystemRoot%\system32\ansi.sys

5-7
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Beim Aufruf des Bedienprogramms werden über die Konfigura-


tionsdatei 're*.cfg' verschiedene Parameter übergeben.
Beispiel einer Konfigurationsdatei re2.cfg:
;program parameters: (* 13-Mar-1998 16:36 *)
;RETYP={REG216, REC216, RET316, REC316, REL316}
;LANG={ENG, DEU, FRA}
;COLOR={BW80,RGB}
;COMT={RDM,SRIO,TC57,SPA,MDM}
;BAUD={1200,2400,4800,9600,19200}
;SLVE={10...890} (Default SlaveNr)
;TNR={T...., P.....}
;MPAR=AT&FE0
;
RETYP=REC316
LANG=DEU
COLOR=RGB
EVEDATA=
ONHOOK=~~~~~+++~~~~~ATH0
CPUTYPE=PENTIUM
SLVE=2
SRIO_ADDR=950
COMT=TC57
TNR=T581625
MPAR=AT&D0E0M0S0=0
PORT=1
BAUD=9600
BAUD_XX=BAUD96

Für die Kommunikation der MMK mit dem RE.316*4 über die
Frontschnittstelle sind folgende Parameter von Bedeutung:
RETYP=
LANG=
COMT=TC57
PORT=
BAUD_XX=

5-8
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.2.3. Starten und Beenden des Bedienprogramms


Das Bedienprogramm wird durch Anklicken des, bei der Installa-
tion definierten Icons aufgerufen.
Das Ablaufschema (s. Bild 5.1) zeigt die Vorgehensweise beim
Aufstarten und Beenden des Bedienprogramms. Das Bedien-
programm startet im Offline-Betrieb oder mit einem neuen ("lee-
ren") Relais als REC 316*4. Die Wahl des Relaistyps und der
wesentlichen Konfigurationsparameter wird im Menü 'Hardware-
Funktionen ändern' eingegeben.

Programmaufruf

<Esc>
ABB - Logo

<Enter>

N Verbindung J
zum Relais ?
(OFFLINE) (ONLINE)

LADEN...
Einstellungen
Keine Verbindung
N zum Relais.
Offline weiter ?
<J> / < N> PRÜFEN...
J System

Hauptmenü Hauptmenü

ZURÜCK ZURÜCK

N Sind sie sicher ?


<J> / < N>
J

Programmende

Bild 5.1 Ablaufschema beim Aufstarten und Beenden des


Bedienprogramms

5-9
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Anmerkungen:
Soll das Bedienprogramm "online" arbeiten, mit Datenaustausch
zwischen dem PC und dem RE. 316*4, so ist sicherzustellen,
dass das Kabel für die serielle Datenübertragung angeschlossen
ist. Die Verbindung geht vom seriellen Port 1 oder 2 des Rech-
ners zum optischen Anschluss an der Front des RE. 316*4. Das
Gerät muss bereit sein, d.h. die grüne Leuchtdiode für die Funk-
tionsbereitschaft leuchtet oder blinkt.
Wenn das Gerät nicht von der Stationsleittechnik über den Inter-
baybus zeitsynchronisiert wird, so wird beim Start der MMK die
PC-Zeit übernommen.

5-10
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.3. Bedienung

5.3.1. Allgemeines
Die MMK kann sich in vier verschiedenen Zuständen befinden:
· Menü: Es wird die Auswahl eines Menüpunktes
erwartet.
· Bearbeitung: Es wird die Eingabe von Daten erwartet, z.B.
Eingabe von Parametern, Rückmeldung,
Passwort etc.
· Ausgabe: Anzeige von Messwerten, Ereignislisten etc.
Ausgabefenster werden mit <Enter>
geschlossen.
· Warten: Kann in einem der oben genannten Zustände
auftreten, wenn eine Funktion ausgeführt wird
(Tastatur blockiert).
Im Menü steht eine Liste zur Verfügung. Der angewählte
Menüpunkt wird durch den Auswahlbalken hervorgehoben. Der
Auswahlbalken wird mit den Pfeiltasten auf- und abbewegt. Mit
der Taste <Enter> wird die Auswahl abgeschlossen.
Die Menüs werden in der Form von überlagerten Fenstern dar-
gestellt. Ausgaben auf den Bildschirm verwenden die gesamte
Bildschirmfläche. Temporäre Menüs bzw. Rückmeldungen be-
nützen 'Aufzeigefenster', und zum Editieren wird eine Kombi-
nation von Fenster und Vollbild benützt.

5.3.2. Standard-Tasteneingaben, gültig für alle Menüs


Ausser beim Bearbeiten von Parametern, Beantworten von
Rückmeldungen und Ausführen spezieller Funktionen, befindet
sich die MMK immer in einem Menü, wobei ein Menüpunkt oder
eine Menüzeile aus der Liste ausgewählt wird. Dabei können die
folgenden Tasten für alle Menüs verwendet werden:
<­> Vorhergehende Zeile
<¯> Nächste Zeile
<PgUp> Eine Seite zurück
<PgDn> Eine Seite vorwärts
<Home> Beginn des Menüs
<End> Ende des Menüs
<Enter> Ausführung der in der Zeile beschriebenen Funktion
<Esc> Zurück zum vorherigen Fenster.

5-11
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.3.3. Verwendung einer Maus


Die Menüs können, statt mit den Tasten, auch mit einer Maus
bearbeitet werden. Die folgenden Tasten können durch Maus-
bedienungen ersetzt werden:
Pfeiltasten Bewegen der Maus
<Enter> Linke Maustaste
<Insert> Rechte Maustaste.

5.3.4. Bildschirmanzeigen
Im unteren Rahmen des Bedienprogrammfensters werden fol-
gende Informationen angezeigt:
· Ob das Bedienprogramm mit dem RE. 316*4 verbunden ist:
"On - Line" oder "Off - Line".
· Die Schnittstellen-Baudrate:
"4800 bps", "9600 bps" oder "19200 bps".
· Das Kommunikationsprotokoll zur Stationsleittechnik (SCS):
"SCS:SPA" oder "SCS:VDEW" oder "SCS:LON" oder
"SCS:MVB".
· Die Software-Versionen:
Links wird die Version des Bedienprogramms und rechts die
Version der Geräte-Software angezeigt.
· Zwischen den beiden Versionsangaben befindet sich die
Aktivitätsanzeige. Wenn das Bedienprogramm mit dem Gerät
kommuniziert, äussert sich dies in Form eines sich drehen-
den Striches.

5-12
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.4. Haupt- und Untermenüs


Im Hauptmenü kann der Anwender die folgenden Möglichkeiten
aufrufen:
1. Einstellungen eingeben: Aufruf des Editors, in dem alle
Schutz- und Systemfunktionen
aufgelistet, geändert und ge-
speichert werden können.
2. Ereignisverarbeitung: Auflisten aller Ereignisse aus dem
Ereignisspeicher des Systems oder
Löschen der Ereignisliste.
3. Messwertverarbeitung: Anzeige der veränderlichen Daten
des Schutzsystems einschliesslich
der A/D-Wandlereingänge.
4. Test-Funktionen: Prüfung der Schutzfunktionen in
verschiedenen Parametersätzen,
sowie Prüfung der Melde-LEDs,
Auslöse- und Melderelais.
5. Diagnose: Verschiedene Informationen zur
Fehlersuche im Schutzsystem
werden aufgelistet.
6. SMS010 Editor: Ereignisse und Messwerte können
für die Behandlung im SMS010
konfiguriert werden.
7. Dokumentation: Die Gerätekonfiguration kann in
Textdateien ausgegeben werden,
zur Weiterverwendung in der SCS
Projektierung.
8. ZURÜCK: Verlassen des Bedienprogramms.
Die Angaben gelten für den Online-Zustand; im Offline-Zustand
bestehen nur die Möglichkeiten 1, 6, 7 und 8.

Anmerkung:
Die genannte Auswahl, mit Ausnahme des Editors, ist nur sinn-
voll, wenn sich das System im Online-Zustand befindet, mit
Datenaustausch zum Gerät. Alle Ausgaben sind ein exaktes
Abbild der im Gerät vorhandenen Daten und nicht bezogen auf
jene, die im Editor bearbeitet werden.

5-13
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Einstellungen eingeben

Hauptmenü (b)

(a)
Ereignisverarbeitung

(c)

Messwertverarbeitung

(d)

EINGABE PASSWORT

(e)

Test-Funktionen

(f)

Diagnose

(g)

SMS010 Editor

(h)

Dokumentation

(i)

Bild 5.2 Haupt- und Untermenüs


(s. nachfolgende Bildschirmdarstellungen a bis i)

5-14
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÉHauptmenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Einstellungen eingeben º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Ereignisverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Messwertverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Test-Funktionen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Diagnose º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº SMS010-Editor º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº Dokumentation º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Ûº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 a Hauptmenü

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉEinstellungen eingebenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Schutzfunktionen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Hardware-Funktionen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º System-Funktionen „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Relaiseinstellungen auflisten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Einstellung in Datei abspeichern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Einstellung von Datei laden º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 b Einstellungen eingeben


(s. Abschnitt 5.5.)

5-15
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉEreignisverarbeitungÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Neue Ereignisse anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Ereignisse auflisten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Ereignisse l”schen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Selbsthaltung zurcksetzen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 c Ereignisverarbeitung


(s. Abschnitt 5.6.)

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauÉMesswertverarbeitungÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Eiº Wandlerkan„le anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Erº Betriebsmesswerte anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Meº Bin„re Eing„nge anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Teº Melderelais anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Diº Ausl”serelais anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ SMº Melde-LED's anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Doº Analoge Eing„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZUº Analoge Ausg„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º RBI Zust„nde zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄĺ RBO Zust„nde zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ITL-Eing„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ITL-Ausg„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º SCS-Ausg„nge zeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º FUPLA-Signale anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 d Messwertverarbeitung


(s. Abschnitt 5.7.)

5-16
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Einstellungen eingeben ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Ereignisverarbeitung ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Messwertverarbeitung ³°°°ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Test-Funktionen ³°°°º EINGABE PASSWORT º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Diagnose ³°°°º> º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ SMS010-Editor ³°°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Dokumentation ³°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 e EINGABE PASSWORT

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉTest-FunktionenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Eingabe der Testdaten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Test durchfhren º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Ereignisverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Messwertverarbeitung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Diagnoseinformation anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Parametersatz umschalten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Lock BWA º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ToggleBWA º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀĺ Unlock BWA º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 f Test-Funktionen


(s. Abschnitt 5.9.)

5-17
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉDiagnoseÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Diagnoseinformation anzeigen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Lade Hex Dump º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º L”sche Hex Dump º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º IBB-Information º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º RIO-Information º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Zurckstellen SCS-Daten º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Laden SCS-Masken º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 g Diagnose


(s. Abschnitt 5.8.)

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÉSMS010-EditorÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Žndern EVENT.DSC º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Žndern LOGGING.DSC º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º Neue DSC-Dateien º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.2 h SMS010 Editor


(s. Abschnitt 5.14.)

5-18
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Einstellungen eingeben ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Ereignisverarbeitung ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Messwertverarbeitung ³°°°ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Test-Funktionen ³°°°º REG2.SIG º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Diagnose ³°°°º Anlauf º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ SMS010-Editor ³°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ Dokumentation ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.2 i Dokumentation


(s. Abschnitt 5.10.)

5-19
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.5. Der Editor


Die Bearbeitung der Einstellungen wird in einem separaten
Pufferspeicher ausgeführt, d.h. im Gerät wird solange nichts
verändert, bis die Routine zum Abspeichern aufgerufen wird. So
ist es möglich, einen kompletten Satz Parameter zu erstellen,
ohne dass eine Verbindung zum Gerät besteht. Der einzige
Unterschied zwischen der off-line und der on-line Bearbeitung ist
der, dass der Benutzer bei der on-line Bearbeitung mit einer
Kopie der im Gerät vorhandenen Daten beginnt. Im Menü
"Einstellungen eingeben" bestehen die folgenden Wahlmöglich-
keiten:
1. "Schutzfunktionen ändern":
Ändern, Kopieren oder Löschen einer bereits aktiven
Funktion, oder Einfügen einer neuen Funktion.
2. "Hardware-Funktionen ändern":
Bearbeiten von Parametern, die sich auf die Hardware des
Gerätes beziehen, wie die Gerätekonfiguration, Analog-,
Binär-, Auslöse- und Meldekanäle, sowie die OBI-
Konfiguration.
3. "System-Funktionen ändern":
Bearbeitung von funktionsunabhängigen Systemparametern.
4. "Relaiseinstellungen auflisten":
Die Einstellungen können auf dem Bildschirm angezeigt,
in eine Datei geschrieben oder mit einem Drucker ausge-
druckt werden, der am Parallel-Port des PCs angeschlos-
sen ist.
5. "Einstellung in Datei abspeichern":
Der gesamte Parametersatz, (der dem ganzen Inhalt des
Editier-Pufferspeichers entspricht), kann in einer Datei ab-
gespeichert werden.
6. "Einstellung von Datei laden":
Umgekehrt wie unter 5. kann ein früher abgelegter Para-
metersatz von einer Datei in den Editor geladen werden.
7. "ZURÜCK":
Mit diesem Befehl wird der geänderte Parametersatz ge-
speichert und die Rückkehr ins Hauptmenü vollzogen.

5-20
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.1. Bearbeiten einer aktiven Funktion


Die Einstellungen und der Name jeder aktiven Funktion können
geändert werden, oder die Funktion kann kopiert oder gelöscht
werden. Die Vorgehensweise bei der Bearbeitung geht aus Bild
5.3 hervor.

Schutzfunktionen ändern Funktionseinstellungen ändern

(a) (c)

Bearbeitung einer Funktion Ändern Funktionskommentar

(b) (d)

Schutzfunktionen ändern

(e)

Funktionseinstellungen ändern

(f)

Sind Sie sicher ?


<N> / <J>
(g)
N
J

KEINE DATEN IM RELAIS Schutzfunktionen ändern


GEAENDERT
(h) (i)

Bild 5.3 Bearbeiten einer aktiven Schutzfunktion


(s. nachfolgende Bildschirmdarstellungen a bis i)

5-21
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉSchutzfunktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 1 [1000/00] Strom º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 2 [1000/00] Spannung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 3 [1000/00] Leistung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 4 [1000/00] Spannung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 5 [1000/00] St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 6 Neue Funktion einfgen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 a Schutzfunktionen ändern

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÉBearbeitung einer FunktionÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Einstellungen der Funktion „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Name der Funktion „ndern º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º Kopieren der Funktion º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º L”schen der Funktion º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 b Bearbeitung einer Funktion

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.1.1. Einstellungen einer Funktion ändern


Die Änderungen an einer Schutzfunktion werden im Fenster
"Funktionseinstellungen ändern" vorgenommen. Die Bearbei-
tung der verschiedenen Arten von Parametern wird in den
Abschnitten 5.5.3. und 5.5.4. erläutert.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº Funktions Nr. 1 - Strom * * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ParSatz4..1 P1 Auswahl ºÛ
Ûº AUS B00000000 ºÛ
Ûº Verz”gerung 01.00 s ºÛ
Ûº I-Wert 02.00 IN ºÛ
Ûº MaxMin MAX (1ph) Auswahl ºÛ
Ûº Phasenzahl 001 ºÛ
Ûº Stromkanal 1 Analogeing. ºÛ
Ûº Blockierung F Bin„rwert ºÛ
Ûº AUS ER Meldung ºÛ
Ûº Anlauf ER Meldung ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.3 c Funktionseinstellungen ändern

5.5.1.2. Namen einer Funktion ändern


Im Fenster "Ändern Funktionskommentar" kann ein maximal
25stelliger Kommentar eingegeben werden. Die Eingabe wird
mit <ENTER> abgeschlossen. Der Kommentar ersetzt oder er-
gänzt in allen Fenstern die Default-Bezeichnungen der Funk-
tionen. Kommentare werden im geöffneten Eingabefenster mit
der Leertaste gelöscht. Kommentare werden beim Abspeichern
der Parameter in das Gerät mit abgespeichert.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

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ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÚBearbeitung einer FunktionÄɎndern FunktionskommentarÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ º>U> Oberspannungsseite º°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Einstellungen der FunktionÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Name der Funktion „ndern ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Kopieren der Funktion ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ L”schen der Funktion ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.3 d Ändern Funktionskommentar

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
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ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉSchutzfunktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 1 [1000/00] Strom º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 2 [1000/00] U> Oberspannungsseite º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 3 [1000/00] Leistung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 4 [1000/00] Spannung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 5 [1000/00] St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 6 Neue Funktion einfgen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
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ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
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Bild 5.3 e Schutzfunktionen ändern

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.1.3. Kopieren einer Funktion


Wenn die Einstellungen einer parametrierten Funktion zum
grössten Teil in einen zweiten Parametersatz übernommen wer-
den sollen, so kann diese Funktion kopiert werden.
Die neue, kopierte Funktion übernimmt sämtliche Einstellungen
der Originalfunktion. Bei der kopierten Funktion können folgende
Parameter nicht mehr geändert werden:
· alle Analogeingänge
· alle Meldesignale
· alle Auslösekanäle.
Diese Parameter erscheinen auch nicht mehr in der Parameter-
liste der kopierten Funktion (vergl. Bilder 5.3 c und e). Werden
diese Parameter in der Originalfunktion geändert, so wird ihr
Wert von der kopierten Funktion automatisch übernommen.
Die Einstellungen der Binäreingänge und des Parameters
"ParSatz4..1" müssen bei der kopierten Funktion neu eingege-
ben werden. Die Quellen der Binäreingänge müssen jedoch im
gleichen Parametersatz, wie die kopierte Funktion, aktiv sein.
Die kopierte Funktion darf nicht im gleichen Parametersatz wie
ihre Originalfunktion aktiv sein, und die Parametersatz-Nummer
der Originalfunktion muss kleiner sein:
P1 £ pO £ P4 und pO < pK £ P4
pO = Parametersatz-Nummer der Originalfunktion
pK = Parametersatz-Nummer der kopierten Funktion.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº Funktions Nr. 6 - Strom * * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ParSatz4..1 Auswahl ºÛ
Ûº Verz”gerung 01.00 s ºÛ
Ûº I-Wert 02.00 IN ºÛ
Ûº MaxMin MAX (1ph) Auswahl ºÛ
Ûº Phasenzahl 003 ºÛ
Ûº Blockierung F Bin„rwert ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 f Funktionseinstellungen ändern

5-25
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.5.1.4. Löschen einer Funktion


Eine Funktion kann nur gelöscht werden, wenn keine Kopien
davon existieren und wenn sie nicht von einer anderen Funktion
benötigt wird (z.B. ein binärer Ausgang, der als Blockiereingang
einer anderen Funktion gebraucht wird). Der Benutzer wird zur
Sicherheit zurückgefragt "Sind Sie sicher?", bevor definitiv ge-
löscht wird. Ist diese Funktion die letzte der Liste, so ver-
schwindet sie von der Liste. Sonst wird ihre Bezeichnung ersetzt
durch "Keine Funkt.", damit die Numerierung der folgenden
Funktionen unverändert bleibt.

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÚSchutzfunktionen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ÚBearbeitung einer FunktionÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Einstellungen der Funº Sind Sie sicher ? º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Name der Funktion „ndº <N>/<J> º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ Kopieren der Funktionº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ L”schen der Funktion ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀij ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 g Sind Sie sicher?

5-26
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Schutzfunktionen „ndern ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Hardware-Funktionen „nderÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ System-Funktionen „ndern º KEINE DATEN IM RELAIS º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Relaiseinstellungen aufliº GEAENDERT º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Einstellung in Datei abspº º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ Einstellung von Datei ladÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ZURšCK ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ³°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 h KEINE DATEN IM RELAIS GEAENDERT

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚHauptmenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ÚEinstellungen eingebenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ ÉSchutzfunktionen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 1 [1000/00] Strom º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 2 [1000/00] U> Oberspannungsseite º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 3 [1000/00] Leistung º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 4 Keine Funkt. º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 5 [1000/00] St”rschreiber º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º 6 Neue Funktion einfgen º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û³ ³ º ZURšCK º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÀÄÀĺ º°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
Û°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°Û
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.3 i Schutzfunktionen ändern

5-27
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.5.2. Hinzufügen einer neuen Funktion


Zum Hinzufügen einer zusätzlichen Funktion wird im Menü
"Schutzfunktionen ändern" (s. Bild 5.3 i) der zweitletzte Menü-
punkt "Neue Funktion einfügen" oder, falls vorhanden, eine Linie
mit "Keine Funkt." angewählt. Nach dem Bestätigen mit <Enter>
erscheint eine Liste mit den zur Verfügung stehenden Funktio-
nen. Die gewünschte Funktion wird ausgewählt und mit <Enter>
bestätigt. Darauf erscheint das Fenster "Funktionseinstellungen
ändern" (s. Bild 5.3 c), wo die Parameter eingestellt werden. Die
Bearbeitung der verschiedenen Arten von Parametern wird in
den Abschnitten 5.5.3. und 5.5.4. erläutert.
In der Liste der zur Verfügung stehenden Funktionen, findet sich
am Ende der Eintrag "Keine Funkt.". Wird diese Zeile mit
<Enter> bestätigt, so wird "Keine Funkt." in die Liste der aktiven
Funktionen eingetragen. Damit kann beispielsweise erreicht
werden, dass bestimmte Funktionen bei allen Relais dieselbe
Funktionsnummer haben, obwohl nicht in allen Relais die glei-
chen Funktionen verwendet werden.

5.5.3. Allgemeines zur Parameterbearbeitung


Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Parametereingaben:
1. Eingabe von numerischen Werten, z.B. Einstellung von
Strom- oder Spannungsansprechwerten.
2. Auswahl von einem oder mehreren Punkten einer Liste, z.B.
Wahl von Optionen oder Kanälen.

Gemeinsames Bearbeitungsfenster für beide Arten:


ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÉFunktionseinstellungen „ndernÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Û
Ûº ºÛ
Ûº Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ParSatz4..1 P1 Auswahl ºÛ
Ûº AUS B10300000 ºÛ
Ûº Verz”gerung 02.00 s ºÛ
Ûº U-Wert 1.200 UN ºÛ
Ûº MaxMin MAX (1ph) Auswahl ºÛ
Ûº Phasenzahl 001 ºÛ
Ûº Spgs.kanal 6 Analogeing. ºÛ
Ûº Blockierung f 1 AUS Bin„rwert ºÛ
Ûº AUS S104 L03 SC1307 ER Meldung ºÛ
Ûº Anlauf S103 ER Meldung ºÛ
Ûº Zurck/Eingeben ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
Ûº ºÛ
ÛÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.4 Parameterliste

5-28
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Gemeinsame Tasten für beide Arten:


In der Parameterliste:
<­> - Eine Zeile aufwärts bewegen
<¯> - Eine Zeile abwärts bewegen
<PgUp> - Eine Seite aufwärts bewegen
<PgDn> - Eine Seite abwärts bewegen
<Home> - Sprung zum Anfang
<End> - Sprung zum Ende
<Enter> - Sprung in das Eingabe-/Auswahlfenster.
<Esc> - Rückkehr zum vorhergehenden Menü ohne die
Änderungen zu speichern.
<Enter> bei "Zurück/Eingeben" - Rückkehr zum vorhergehen-
den Menü mit Kontrolle und
Speicherung der Parameter.
Im Eingabe-/Auswahlfenster:
<Enter> - Rückkehr in die Parameterliste. Die Einstellung im
Eingabe-/Auswahlfenster wird übernommen.
<Esc> - Rückkehr in die Parameterliste. Die Einstellung im
Eingabe-/Auswahlfenster wird nicht übernommen,
der ursprüngliche Wert bleibt erhalten.

5.5.3.1. Numerische Parametereingabe


Das Eingabefenster befindet sich rechts in der Parameterliste:
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 Auswahl ³Û
Û³ AUS B10300000 ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 s ³Û
Û³ U-Wert 1.200 ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) ºU-Wert º ³Û
Û³ Phasenzahl 001 º º ³Û
Û³ Spgs.kanal 6 º NEUER WERT º ³Û
Û³ Blockierung f 1 AUS º º ³Û
Û³ AUS S104 L03 SC1307 ERº MAX 2.000 º ³Û
Û³ Anlauf S103 ER º MIN 0.010 º ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.5 Numerisches Eingabefenster

5-29
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Bedeutung der Tasten:


<0...9>, <.>, <+>, <-> - Eingabe neuer Zahlenwerte
Für jeden Parameter ist eine bestimmte Anzahl Stellen nach
dem Komma vorgegeben. Die Eingabe wird entsprechend ge-
rundet.
Versucht man, eine Zahl ausserhalb des erlaubten Bereiches
einzugeben, so erscheint eine Warnung. Der Benutzer wird auf-
gefordert, den nächstmöglichen Wert zu akzeptieren oder es er-
neut zu versuchen:
Nächstmöglicher Wert 20.00
Soll er gesetzt werden?

<J>/<N>

HEST 905 076 FL

5.5.3.2. Auswahl aus einer Liste


Es bestehen zwei Möglichkeiten der Auswahl:
· Optionsauswahl: Auswahl einer Einstellmöglichkeit
aus einer Liste
· Kanalauswahl: Auswahl eines bzw. mehrerer der vorge-
gebenen Kanäle.
Options-Auswahl:
Das Options-Auswahlfenster dient zur Auswahl einer Einstell-
möglichkeit aus einer Liste. Die gewählte Option wird mit dem
Zeichen ">" markiert:
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ÉAuswahlÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung º º * ³Û
Û³ º MIN (3ph) º ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 º MIN (1ph) º ³Û
Û³ AUS B10300000 º > MAX (1ph) º ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 º MAX (3ph) º ³Û
Û³ U-Wert 1.200 º º ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ Phasenzahl 001 ³Û
Û³ Spgs.kanal 6 Analogeing. ³Û
Û³ Blockierung f 1 AUS Bin„rwert ³Û
Û³ AUS S104 L03 SC1307 ER Meldung ³Û
Û³ Anlauf S103 ER Meldung ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.6 Options-Auswahlfenster

5-30
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Bedeutung der Tasten:


<­>, <¯>,<Pg Up>, <Pg Dn> - Bewegung des Cursors im
Auswahlfenster
<Ins> - Auswahl eines Kanals.

Kanal Auswahl:
Die Wahlmöglichkeit im Kanal-Auswahlfenster wird durch eine
Blockdarstellung vorgegeben, die neben der Kanalnummer auch
Felder für bis zu 2 Zeichen enthält (s. Bild 5.7). Die Kanal-
beschreibung besteht aus einem internen erklärenden Text
und/oder aus einem Benutzerkommentar, den dieser beim Be-
arbeiten der Hardware-Funktionen eingeben kann (s. Abschnitt
5.5.5.). Wird der Cursor im Auswahlfenster von einer Option zur
nächsten bewegt, so wird jeweils die zugehörige Information an-
gezeigt.
Es gibt zwei Auswahlarten:
1. Mehrfachauswahl: Alle mittels der Taste <Ins> gewählten
Kanäle werden mit einem "X" markiert. Beim Eintritt in das
Fenster springt der Cursor zum ersten Kanal.
2. Einzelauswahl: Die getroffene Auswahl wird mit einem "X"
markiert. Wählt man einen neuen Kanal, so wird das alte "X"
automatisch gelöscht. Beim Eintritt in das Fenster springt der
Cursor zum gewählten Kanal.
Bedeutung der Tasten:
<¬>, <®> - Bewegung des Cursors im Auswahlfenster
<Ins> - Auswahl eines Kanales
<Del> - Löschen einer Auswahl
(nur bei Mehrfachauswahl)
<-> - Inversion eines Kanales
(nur bei Binäreingängen).
Das System erlaubt nur die Auswahl von Kanälen, die von ihm
als plausibel betrachtet werden, andernfalls erfolgt ein Warnton
ohne weitere Fehlermeldung; so z.B. wenn ein als Stromeingang
definierter Kanal als Spannungseingang gesetzt werden soll,
oder wenn versucht wird, eine Meldung einem bereits besetzten
Ausgang (Relais oder LED) zuzuweisen.

5-31
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

5.5.4. Erklärung zu den verschiedenen Kanalarten


Es gibt vier Kanalarten, für die allgemein die Regeln der voraus-
gegangenen Abschnitte gelten. Aber zusätzlich gibt es einige
Eigenheiten und Abkürzungen für jede besondere Art.

5.5.4.1. Wandlerkanäle
Die Wandlereingangskanäle werden im Auswahlfenster "Wandler-
kanäle" zugeordnet:
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 Auswahl ³Û
Û³ AUS B00000000 ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 s ³Û
Û³ U-Wert 1.200 UN ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) Auswahl ³Û
Û³ Phasenzahl 001 ÉWandlerkan„leÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ Spgs.kanal 6 º º ³Û
Û³ Blockierung F ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º ³Û
Û³ AUS ER º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³º ³Û
Û³ Anlauf ER º³ c+ c+ c³ c³ v³Xv³ v+ v+ v³º ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº ³Û
Û³ ºUT 1ph 1.00 º ³Û
Û³ ºU RS, Oberspannungsseite º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.7 Auswahlfenster "Wandlerkanäle"

Im Kanal-Auswahlfenster enthalten die neun Felder, die die


neun möglichen Wandlerkanäle darstellen, folgende Information:
Oben: 1...9 : Kanal-Nr.
Unten: c : Stromwandler
v : Spannungswandler
o : Kein Wandler vorhanden
+ : Die beiden "+"-Zeichen verbinden
eine 3phasige Wandlergruppe
X : Ausgewählter Kanal.
Unterhalb der neun Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Wandlertyp und der Benutzerkommentar
(falls vorhanden) angezeigt.

5-32
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Die Anordnung der Wandlereingangskanäle ist durch den Bestell-


code (K...) festgelegt. Bevor die Wandlerkanäle zugeordnet wer-
den können, muss der K-Code im Menü "Relais-Konfiguration
ändern" eingestellt werden (s. Abschnitt 3.4.1.).
Bei dreiphasigen Funktionen darf nur die erste Phase einer drei-
phasigen Gruppe angewählt werden, die anderen Phasen sind
dann auch ohne Markierung mit eingeschlossen. Dagegen kann
bei einphasigen Funktionen ein beliebiger Kanal gewählt wer-
den.
In der Spalte der Parameterwerte, im Fenster "Funktionseinstel-
lungen ändern" wird die gewählte Kanal-Nr. angezeigt.

5.5.4.2. Meldekanäle
Meldungen können getrennt dem Ereignisspeicher, bis zu zwei
physikalischen Ausgängen (LEDs, Melde- und Auslöserelais,
dezentrale Ausgabe) und einem Ausgang zur Stationsleittechnik
(SCS) sowie zu den Interlockingdaten (ITL) zugewiesen werden.
Wird versucht, mehr als zwei physikalische Ausgänge zu bele-
gen, so ertönt ein Warnton.
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 ÉMeldekan„le setzenÍÍÍÍ» Auswahl ³Û
Û³ AUS º º ³Û
Û³ Verz”gerung º Melde-LED's º s ³Û
Û³ U-Wert º Melderelais º UN ³Û
Û³ MaxMin º Ereignisverarbeitung º Auswahl ³Û
Û³ Phasenzahl º Ausl”serelais º ³Û
Û³ Spgs.kanal º Signal zu SCS º Analogeing. ³Û
Û³ Blockierung º Signal zu RBO º Bin„rwert ³Û
Û³ AUS º Signal zu ITL º Meldung ³Û
Û³ Anlauf º ZURšCK º Meldung ³Û
Û³ Zurck/Eingeben º º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.8 Meldekanäle setzen

Melde-LEDs
Zur Zuordnung der Melde-Leuchtdioden wird zuerst im Fenster
"Wähle EinschubNr." die gewünschte Ein-/Ausgabeeinheit (1 für
die LEDs 1 bis 8, 2 für die LEDs 9 bis 16) gewählt. Danach er-
scheint das Auswahlfenster "LEDs":

5-33
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ³
³ MeÚW„hle EinschubNr.ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Me³ ³
³ Er³ > 1 ³
³ Au³ ÉLEDsÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Si³ W„hlbare Einscº º
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Si³ 1, 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³º
³ ZU³ º³u ³u ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.9 Auswahlfenster "LEDs"

Die acht Felder im LED-Auswahlfenster enthalten folgende Infor-


mation:
Oben: 1...16 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
Es gilt zu beachten, dass der Kanal 1 nicht angewählt werden
kann, da die LED 1 fest durch die Funktionsbereitschaftsanzeige
belegt ist.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktionsein-
stellungen ändern" wird die Nr. der gewählten LED (z.B. L03)
angezeigt.

Melderelais
Zur Zuordnung der Melderelais wird zuerst im Fenster "Wähle
EinschubNr." die gewünschte Ein-/Ausgabeeinheit (1 bis 4) ge-
wählt. Danach erscheint das Auswahlfenster "Melderelais":

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ³
³ MeÚW„hle EinschubNr.ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Me³ ³
³ Er³ > 1 ³
³ Au³ ÉMelderelaisÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Si³ W„hlbare Einscº º
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Si³ 1, 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ º
³ ZU³ º³ ³ ³u ³X ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺU> OS, AUS º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.10 Auswahlfenster "Melderelais"

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Die Felder im Melderelais-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:
Oben: 1...10 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Benutzerkommentar (falls vorhanden) an-
gezeigt.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die Einschub- und Kanalnummer des
gewählten Melderelais (z.B. S104) angezeigt:
Sxyy: x = Einschubnummer (1...4)
yy = Kanalnummer (1...10).

Ereignisverarbeitung
Die Aufnahme einer Meldung in den Ereignisspeicher wird im
Fenster "Ereignisverarbeitung" ein- oder ausgeschaltet:
ÉÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º Ereignisverarbeitung º
º <EIN>/<AUS> º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.11 Ein- bzw. Ausschalten der Ereignisverarbeitung

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" wird die eingeschaltete Ereignisspeiche-
rung mit "ER" angezeigt.

Achtung:
Eine 'Anlauf'-Meldung einer Funktion setzt im allgemeinen
die 'GeneralAnl'-Sammelmeldung nur, wenn sie für Ereig-
nisverarbeitung (ER) parametriert ist.
Ausnahmen sind die Distanzfunktion, deren allgemeines
Anregesignal 'Anreg R+S+T' immer als Ereignis gemeldet
wird und immer auf die 'GeneralAnl'-Sammelmeldung wirkt,
sowie die Differentialfunktionen, deren 'AUS'-Meldung die
'GeneralAnl'-Sammelmeldung setzt, wenn sie für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Achtung:
Ein 'AUS'-Befehl einer Funktion setzt im allgemeinen die
'GeneralAUS' Sammelmeldung nur, wenn er der Auslöse-
matrix zugeordnet ist und die 'AUS'-Meldung für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.
Eine Ausnahme ist die Distanzfunktion, wo die 'GeneralAUS'
Sammelmeldung immer gesetzt wird.

Auslöserelais
Auslöserelais können auch für Meldungen gebraucht werden.
Ab Version V4.2 können Meldungen auch Auslöserelais zu-
geordnet werden, die schon von einer Meldung (Anzeige 'u' im
Meldekanal-Auswahlfenster) oder der Auslösematrix belegt sind
(ODER-Verknüpfung aller Meldungen, Auslösungen). Die Zuord-
nung erfolgt, wie im Abschnitt Melderelais beschrieben.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die Einschub- und Kanalnummer des
gewählten Auslöserelais (z.B. C201) angezeigt:
Cxyy: x = Einschubnummer (1...4)
yy = Kanalnummer (1...2).

Signal zu SCS
Zur Zuordnung der Meldungen zum SCS, wird zuerst im Fenster
"Auswahl der SCS-Gruppe" die gewünschte Gruppe (1 bis 24)
gewählt. Die SCS Gruppen 1c...24c sind zur Übertragung von
kurzen Signalen auf dem MVB Interbaybus vorgesehen (Signal-
capturing). Danach erscheint das Auswahlfenster "Signale zu
SCS":

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ³
³ MeÉAuswahl der SCS-GruppeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Meº º
³ Erº > 14 º
³ Auº º
³ Siº M”gliche SCS-Gruppen º
³ Siº º
³ Siº 1..24,1c..24c º
³ ZUº º
³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
ÉSignale zu SCSÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³11³12³13³14³15³16³17³18³19³20³º
º³ ³ ³ ³ ³ ³u ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
º³21³22³23³24³25³26³27³28³29³30³31³32³ º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
º º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.12 Auswahlfenster "Auswahl der SCS-Gruppe" und


"Signale zu SCS"

Die Felder im Auswahlfenster enthalten folgende Information:


Oben: 1...32 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die SCS-Zuordnung (z.B. SC1307)
angezeigt:
SCxxyy: xx = Nummer der SCS-Gruppe (1...24)
yy = Datenpunkt innerhalb einer Gruppe (1...32).

Signal zu RBO (Remote Binary Output)


Zur Zuordnung der Signale zu RBO (dezentrales Ausgabe-
system), wird zuerst im Fenster "Wähle RBO-Nr" die ge-
wünschte Gruppe (1 bis 80) gewählt.

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ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ÉSignal zu RBOÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ MeÚAuswahl dº º
³ Me³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Er³ > 31 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³º
³ Au³ º³ ³u ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ Si³ M”glicheºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Si³ 1..80º³11³12³13³14³15³16³ º
³ ZU³ º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.13 Auswahlfenster "Auswahl der RBO Gruppe" und


"Signal zu RBO"

Die Felder im Auswahlfenster enthalten folgende Information:


Oben: 1...16 : Kanal-Nr.
Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal
X : Ausgewählter Kanal.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die RBO-Zuordnung (z.B. R101) an-
gezeigt:
Ryyxx: y = Nummer der RBO-Gruppe (1...80)
xx = Ausgangsrelais innerhalb einer Gruppe (1...16).

Signal zu ITL (Interlocking)


Zur Zuordnung der Signale zu ITL (Interlocking Daten), wird zu-
erst im Fenster "Wähle ITL-Gruppe" die gewünschte Gruppe (1
bis 3) gewählt.

ÚMeldekan„le setzenÄÄÄÄ¿
³ ÉSignal zu ITLÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ MeÚAuswahl dº º
³ Me³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Er³ > 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³º
³ Au³ º³ ³ ³u ³ ³ ³ ³X ³ ³ ³ ³º
³ Si³ M”glicheºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
³ Si³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Si³ 1, 2,º³11³12³13³14³15³16³ º
³ ZU³ º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.14 Auswahlfenster "Auswahl der ITL Gruppe" und


"Signal zu ITL"
Die Felder im Auswahlfenster enthalten folgende Information:
Oben: 1...16 : Kanal-Nr.

5-38
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Unten: u (=used) : Schon benutzter Kanal


X : Ausgewählter Kanal.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die ITL-Zuordnung (z.B. I101) an-
gezeigt:
Iyxx: y = Nummer der ITL-Gruppe (1...3)
xx = Datenpunkt innerhalb einer Gruppe (1...16).

5.5.4.3. Auslösekanäle
Um eine Auslösematrix aufzubauen, können AUS-Befehle ver-
schiedener Funktionen einem oder mehreren Auslösekanälen
zugeordnet werden:

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 P1 Auswahl ³Û
Û³ AUS B10300000 ³Û
Û³ Verz”gerung 02.00 s ³Û
Û³ U-Wert 1.200 UN ³Û
Û³ MaxMin MAX (1ph) Auswahl ³Û
Û³ Phasenzahl 001 ÉAusl”sekan„leÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ» ³Û
Û³ Spgs.kanal 5 º º ³Û
Û³ Blockierung F ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º ³Û
Û³ AUS S104 L03 SC1307 ERº³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³º ³Û
Û³ Anlauf S103 ER º³X ³ ³X ³ ³- ³- ³- ³- ³º ³Û
Û³ Zurck/Eingeben ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº ³Û
Û³ º º ³Û
Û³ º º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.15 Auswahlfenster "Auslösekanäle"


Die Felder im Auslösekanal-Auswahlfenster enthalten folgende
Information:
Oben: 1...8 : Kanal-Nr.
Unten: - : Nicht vorhandener Auslösekanal
X : Ausgewählter Kanal.
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Benutzerkommentar (falls vorhanden) an-
gezeigt.
Nur die Ein- /Ausgabeeinheiten der Typen 316DB61 und 316DB62
besitzen je 2 Auslöserelais.

5-39
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" werden die ausgewählten Kanäle als eine
Bitfolge dargestellt, wobei die Zahlen "1" bis "8" für die jeweils
angewählten, die "0" für die nicht aktiven Kanäle stehen (z.B.
10300000).

Achtung:
Ein 'AUS'-Befehl einer Funktion setzt im allgemeinen die
'GeneralAUS' Sammelmeldung nur, wenn er der Auslöse-
matrix zugeordnet ist und die 'AUS'-Meldung für Ereignis-
verarbeitung (ER) parametriert ist.
Eine Ausnahme ist die Distanzfunktion, wo die 'GeneralAUS'
Sammelmeldung immer gesetzt wird.

5.5.4.4. Binärkanäle
Die Binäreingänge der Funktionen können entweder fest ein-
bzw. ausgeschaltet, oder mit einem Binäreingang des Systems,
Binärausgang einer andern Funktion, mit einem SCS-Eingang,
einem Eingang von RBI (dezentrales Eingabesystem) oder
einem Eingang von ITL (Interlocking-Daten) verbunden werden.
Die Auswahl erfolgt im Fenster "Binäreingang wählen":

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛÚFunktionseinstellungen „ndernÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿Û
Û³ ³Û
Û³ Funktions Nr. 2 - Spannung * U> Oberspannungsseite * ³Û
Û³ ³Û
Û³ ParSatz4..1 ÉBin„reingang w„hlenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»Auswahl ³Û
Û³ AUS º º ³Û
Û³ Verz”gerung º Immer EIN ("1") ºs ³Û
Û³ U-Wert º Immer AUS ("0") ºUN ³Û
Û³ MaxMin º Bin„reingang des Systems ºAuswahl ³Û
Û³ Phasenzahl º Ausgang einer Schutzfunktion º ³Û
Û³ Spgs.kanal º Eingang von SCS ºAnalogeing. ³Û
Û³ Blockierung º Eingang von RBI ºBin„rwert ³Û
Û³ AUS º Eingang von ITL-Daten ºMeldung ³Û
Û³ Anlauf º ZURšCK ºMeldung ³Û
Û³ Zurck/Eingeben º º ³Û
Û³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ ³Û
Û³ ³Û
Û³ ³Û
ÛÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛOn - Line 9600 bps SCS:SPAÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛV6.2b \ V6.2bÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ

Bild 5.16 Binäreingang wählen

5-40
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Immer EIN, Immer AUS


Die Binäreingänge der Funktionen können entweder fest ein-
(logisch 1) oder ausgeschaltet (logisch 0) werden, indem mit
dem Cursor die entsprechende Zeile angewählt und die <Enter>
Taste gedrückt wird.
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird für einen eingeschalteten Eingang
ein "T" (true = wahr), für einen ausgeschalteten Eingang ein "F"
(false = falsch) eingetragen.

Binäreingang des Systems


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem Binäreingang des Systems (Optokopplereingang) zuge-
ordnet werden. Zuerst wird im Fenster "Wähle EinschubNr." die
gewünschte Ein- /Ausgabeeinheit (1 bis 4) gewählt. Danach er-
scheint das Auswahlfenster "Binär-Eingänge":
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÚW„hle EinschubNr.ÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Im³ ³
³ Bi³ > 1 ³
³ Au³ ÉBin„r-Eing„ngeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Ei³ W„hlbare Einscº º
³ Ei³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Ei³ 1, 2 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³º
³ ZU³ º³I ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺSchalter offen º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.17 Auswahlfenster "Binär-Eingänge"


Die Felder im Binäreingang-Auswahlfenster enthalten folgende
Information:
Oben: 1...14 : Kanal-Nr.
Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Benutzerkommentar (falls vorhanden) an-
gezeigt.

5-41
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" wird die Einschub- und Kanalnummer des
gewählten Binäreinganges, mit vorangestelltem Minuszeichen
im Falle eines invertierten Einganges, angezeigt (z.B. -101):
xyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
y = Einschubnummer (1...4)
zz = Kanalnummer (1...14).

Anmerkung:
Um die Kanalauswahl wieder aufzuheben, wird im Menü
"Binäreingang wählen" entweder "Immer AUS" oder "Immer EIN"
gewählt.
Da die Kanäle mehrfach verwendet werden können, gibt es im
Kanal-Auswahlfenster keine speziellen Zeichen für schon be-
legte Kanäle.

Ausgang einer anderen Funktion


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem Binärausgang einer andern Funktion zugeordnet werden.
Zuerst wird im Fenster "Binärausgang einer Schutzfunktion" die
gewünschte Funktion gewählt. Danach erscheint das Auswahl-
fenster mit allen Ausgängen der entsprechenden Funktion:
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÚAusgang einer SchutzfunktionÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ Im³ ³
³ Bi³ 0 [1234/00] System-IO ³
³ Au³ 0 [1234/00] OÉ 1 StromÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Ei³ 1 [1000/00] Sº º
³ Ei³ 2 [1000/00] UºÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Ei³ 3 [1000/00] Lº³01³02³ º
³ ZU³ 4 Keine Funktº³X ³ ³ º
³ ³ 5 [1000/00] SºÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄij ZURšCK ºAUS º
³ º º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.18 Auswahlfenster der Binärausgänge einer Funktion

Die Felder im Binärausgang-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:
Oben: 1...47 : Kanal-Nr.
Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
Unterhalb dieser Felder wird für den Kanal, auf dem sich der
Cursor befindet, der Signalname angezeigt.

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-


einstellungen ändern" wird die Funktionsnummer und der
Signalname des gewählten Ausganges, mit vorangestelltem
Minuszeichen im Falle eines invertierten Einganges, angezeigt
(z.B. -f 1 AUS):
xfy z: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
y = Funktionsnummer
z = Signalname.

Achtung:
Die Verbindung binärer Signale ist mit grosser Sorgfalt
durchzuführen, da falsche Verbindungen zu Fehlfunktionen
führen können.

Eingang von SCS


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem SCS-Eingang zugeordnet werden. Zuerst wird im Fenster
"Auswahl der SCS-Gruppe" die gewünschte Gruppe (1 bis 24)
gewählt:
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÉAuswahl der SCS-GruppeÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Imº º
³ Biº > 1 º
³ Auº º
³ Eiº M”gliche SCS-Gruppen º
³ Eiº º
³ Eiº 1..24 º
³ ZUº º
³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ

Bild 5.19 Auswahlfenster "Auswahl der SCS-Gruppe"

Nach der Wahl der Gruppe erscheint das Auswahlfenster


"Eingänge von SCS":
ÉEing„nge von SCSÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³11³12³13³14³15³16³17³18³19³20³º
º³ ³ ³ ³I ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
º³21³22³23³24³25³26³27³28³29³30³31³32³ º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
º º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.20 Auswahlfenster "Eingänge von SCS"

Die Felder im SCS-Eingang-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:

5-43
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Oben: 1...32 : Kanal-Nr.


Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die SCS-Zuordnung (z.B. -SCSI2104)
angezeigt:
xSCSIyyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
yy = Nummer der SCS-Gruppe (1...24)
zz = Datenpunkt innerhalb einer Gruppe (1...32).

Eingang von RBI (Dezentrales Eingabesystem)


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem RBI-Eingang zugeordnet werden. Zuerst wird im Fenster
"Auswahl der RBI-Nr." die gewünschte Gruppe (1 bis 80) ge-
wählt. Danach erscheint das Auswahlfenster "Eingänge von
RBI":
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ÉEingang von RBIÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ ImÚAuswahl dºBIM-Ger„t º
³ Im³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
³ Bi³ > 21 º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³º
³ Au³ º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
³ Ei³ M”glicheºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
³ Ei³ ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
³ Ei³ 1..80º³11³12³13³14³15³16³17³18³19³ º
³ ZU³ º³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ º
³ ÀÄÄÄÄÄÄÄÄĺÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄĺ º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.21 Auswahlfenster "Auswahl der RBI-Gruppe" und


"Eingänge von RBI"
Die Felder im RBI-Eingang-Auswahlfenster enthalten folgende
Information:
Oben: 1...19 : Kanal-Nr.
Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die RBI-Zuordnung (z.B. -RI2111)
angezeigt:
xRIyyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
yy = Nummer des RBI-Gerätes (1...80)
zz = Eingang innerhalb des Gerätes (1..19).

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REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

Beachte:
Die Eingänge 17, 18 und 19 liefern spezielle Informationen:
Eingang 17: Ist dieses Signal auf 1 dann heisst dies, dass das
Gerät Daten überträgt ("Gerät verbunden").
Eingang 18: Ist dieses Signal auf 1 dann heisst dies, dass das
Gerät meldet, dass die Leitung A defekt ist ("Linie
A defekt")
Eingang 19: Ist dieses Signal auf 1 dann heisst dies, dass das
Gerät meldet, dass die Leitung B defekt ist ("Linie
B defekt").

Eingang von ITL-Daten (Interlocking-Daten)


Jeder Funktionseingang kann nicht invertiert oder invertiert
einem ITL-Eingang zugeordnet werden. Zuerst wird im Fenster
"Auswahl der ITL-Nr." die gewünschte Gruppe (1 bis 64) ge-
wählt.
ÚBin„reingang w„hlenÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄ¿
³ ³
³ ImÉAuswahl der ITL-Nr.ÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
³ Imº º
³ Biº > 1 º
³ Auº º
³ Eiº M”gliche ITL Gruppen º
³ Eiº º
³ Eiº 1..64 º
³ ZUº º
³ ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ
ÀÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÄÙ

Bild 5.22 Auswahlfenster "Auswahl der ITL-Nr."

Danach erscheint das Auswahlfenster "Auswahl der ITL-Nr.":


ÉEingang von ITL-DatenÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍ»
º º
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³ 1³ 2³ 3³ 4³ 5³ 6³ 7³ 8³ 9³10³11³12³13³14³15³16³17³18³19³20³21³22³º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿º
º³23³24³25³26³27³28³29³30³31³32³33³34³35³36³37³38³39³40³41³42³43³44³º
º³ ³ ³X ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³ ³º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙº
ºÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄÚÄÄ¿ º
º³45³46³47³48³49³ º
º³ ³ ³ ³ ³ ³ º
ºÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÀÄÄÙ º
º º
º º
ÈÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍÍͼ

Bild 5.23 Auswahlfenster "Auswahl der ITL-Nr."

Die Felder im ITL-Eingang-Auswahlfenster enthalten folgende


Information:

5-45
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

Oben: 1...49 : Kanal-Nr.


Unten: X : Ausgewählter Kanal (mit der Taste <Ins>)
I : Ausgewählter und invertierter Kanal
(mit der Taste <->).
In der Spalte der Parameterwerte im Fenster "Funktions-
einstellungen ändern" wird die ITL-Zuordnung (z.B. -ITL2225)
angezeigt:
xITLyyzz: x = nicht invertierter ( ) oder invertierter (-) Eingang
yy = Nummer der ITL-Gruppe (1…64)
zz = Datenpunkt innerhalb der Gruppe (1..49).
Beachte:
Der Eingang mit der Nummer 49 liefert ein Signal, das besagt,
dass das entsprechende Gerät aktiv ist (Signal ist 1) oder nicht
(Signal ist 0).

5-46
REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E ABB Schweiz AG

5.5.5. Bearbeiten von Hardwarefunktionen


Die Hardwarefunktionen beinhalten alle auf die Hardware
bezogenen Geräteeinstellungen. Der Menüaufbau geht aus Bild
5.24 hervor.

Funktionseinstellungen ändern
Relais-Konfiguration
(b)

Wandlerkanäle ändern

(c)

Hardware-Funktionen ändern Binärkanäle ändern

(a) (d)

Auslösekanäle ändern

(e)

Meldekanäle ändern

(f)

Analogeingänge ändern

(g)

Analogausgänge ändern

(h)

IBB / RIO - Konfiguration

(i)

Bild 5.24 Bearbeiten der Hardwarefunktionen


(s. nachfolgende Bildschirmdarstellungen a bis i)

5-47
ABB Schweiz AG REC 316*4 1MRB520044-Ude / Änd. E

ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ
ÛABB Schweiz AGÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛMusterÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛREG316*4 - GeneratorschutzÛ
ÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛÛ