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Antworten und Erläuterungen zum OSA

Zu den Aussagen in den Themenblöcken „Erwartungen hinsichtlich des Lernaufwands“,


„Erwartungen hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen“ und „Selbsteinschätzung“ gibt es
kein Richtig oder Falsch, es handelt sich vielmehr um Einschätzungen unseres Teams. Auch wenn
Ihre Antworten nicht der „Musterlösung“ entsprechen, muss dies kein schlechtes Ergebnis sein,
sofern die Tendenz stimmt.

Aufgabe: Erwartungen hinsichtlich des Lernaufwands

Es genügt, wenn ich am Wochenende lerne.

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□ trifft eher zu
□ trifft eher nicht zu
trifft nicht zu

Im Vollzeitstudium müssen Sie mit einem Arbeitsaufwand von 30-40 Stunden, im Teilzeitstudium
mit 15-20 Stunden pro Woche rechnen.

Es genügt, wenn ich mich kurz vor der Klausur zum ersten Mal mit dem Prüfungsstoff befasse.

□ trifft zu
□ trifft eher zu
□ trifft eher nicht zu
trifft nicht zu

Da es sich bei den Klausuren um Semesterabschlussklausuren handelt, ist die Stofffülle stets sehr
groß. Auch wenn einige Lehrstühle vor der Abschlussklausur eine Stoffeingrenzung vornehmen,
reicht eine kurzfristige Vorbereitung dennoch nicht aus. Es sollte vielmehr schon während des
laufenden Semesters der Modulstoff regelmäßig wiederholt werden. So fällt das Vorbereiten auf
die Klausur leichter und das Erlernte bleibt länger im Gedächtnis!

Die Klausuren erfordern einen größeren Arbeitsaufwand und haben einen höheren
Schwierigkeitsgrad als Klausuren aus der Oberstufe.

trifft zu
□ trifft eher zu
□ trifft eher nicht zu
□ trifft nicht zu

Die Klausuren sind vom Schwierigkeitsgrad und vom Umfang her anspruchsvoller als eine Klausur
in der Oberstufe. Zudem muss der juristische Gutachtenstil eingehalten werden, was zumindest
für Studienanfänger eine weitere Herausforderung neben den fachlichen Anforderungen
bedeutet. Denn hier wird von den Studierenden eine völlig neue, sehr strukturierte Art zu denken
erwartet, die einem streng einzuhaltenden Schema folgt.
Es gibt mehrere Lernmethoden, mit denen man richtig Jura lernen kann.

trifft zu
□ trifft eher zu
□ trifft eher nicht zu
□ trifft nicht zu

Es gibt unterschiedliche Lerntypen und somit auch unterschiedliche Lernmethoden. Mit welcher
Methode er am effektivsten den Stoff erarbeitet, muss – und wird – jeder Studierende für sich
herausfinden.

Auch in der bearbeitungsfreien Zeit muss ich für das Studium lernen.

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□ trifft nicht zu

Zwar müssen – anders als im Studiengang Erste Juristische Prüfung – keine Pflichtpraktika bei
einem Anwalt und einer Behörde absolviert werden. Allerdings beginnen die anzufertigenden
Hausarbeiten immer mit der bearbeitungsfreien Zeit. Zudem sollte die bearbeitungsfreie Zeit von
drei Monaten pro Semester dazu genutzt werden, den Stoff des vergangenen Semesters zu
wiederholen und noch zu vertiefen. Auch ist es sinnvoll, Übungsklausuren zu schreiben, um
sowohl den Stoff als auch den Gutachtenstil zu wiederholen, zumal die
Semesterabschlussklausuren stets im März und September, also zum Ende der bearbeitungsfreien
Zeit, geschrieben werden.

Ich muss während des Studiums viel lesen.

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□ trifft eher nicht zu
□ trifft nicht zu

Die an Präsenzuniversitäten stattfindenden Vorlesungen werden an der FernUniversität durch


sogenannte Studienbriefe (Skripte) ersetzt; diese müssen Sie durcharbeiten. Wie an
Präsenzuniversitäten auch muss das Erlernte vertieft werden, bestenfalls durch die (online-)Lektüre
von Lehrbüchern, Fallbüchern, Kommentarliteratur usw. Der Leseaufwand ist in einem
Jurastudium daher sehr groß!

Es wird ausreichen, mit den Studienbriefen zu lernen.

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□ trifft nicht zu

Wie in der Antwort zuvor angeführt, reicht das bloße Lernen mit den Studienbriefen nicht aus, da
durch sie lediglich Vorlesungen ersetzt werden. Die Vor- und Nachbereitung bedarf daher in der
Regel weitergehender Lektüre. Sehr empfehlenswert ist beispielsweise auch die Arbeit mit
Fallbüchern!

Ich muss während des Fernstudiums nicht in eine Bibliothek fahren.

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Wenn Sie die für das Studium erforderliche Lektüre online (z.B. über die für FernUni-Studierende
frei zugänglichen Plattformen Beck Online, Beck-E-Bibliothek und Juris) oder per Fernleihe
beziehen können, müssen Sie nicht in eine Bibliothek fahren. Allerdings kann es spätestens bei
Anfertigung einer Haus- sowie der Seminar- und der Bachelorarbeit von Nutzen sein,
weiterführende Literatur „griffbereit“ zu haben und daher auch in eine Bibliothek zu fahren.

Ich muss den gesamten Stoff alleine zuhause bewältigen.

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Vielen Studierenden hilft es, sich in Lerngruppen zusammenzuschließen. Dies kann online oder
auch persönlich geschehen. Wichtig ist, dass regelmäßig zusammen gelernt und sich ausgetauscht
wird. Auch bietet unsere online-Plattform Moodle die Möglichkeit, sich mit anderen Studierenden
auszutauschen und Fragen zu stellen. Zudem bietet die FernUniversität in ganz Deutschland
Pflichtarbeitsgemeinschaften zu den Modulen Bürgerliches Recht Allgemeiner Teil, Staats- und
Verfassungsrecht und Strafrecht an. Auch dort lernen Sie mit anderen Studierenden zusammen.
Zusätzlich können Sie unsere zahlreichen freiwilligen Mentoriate (auch in höheren Semestern!)
besuchen. Die Teilnahme an allen Mentoriaten ist kostenfrei.

Es ist sinnvoll, Lerngruppen zu bilden.

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Die Bildung von Lerngruppen ist sehr empfehlenswert. Zum einen dienen sie dazu, den zu
lernenden Stoff gemeinsam zu erarbeiten, zu wiederholen oder noch offene Fragen hierzu zu
klären. Aber auch für Lerntypen, die besser alleine arbeiten können, ist die Teilnahme an einer
Lerngruppe durchaus sinnvoll. Denn Lerngruppen bieten Ihnen auch die Möglichkeit, sich
gegenseitig über die Studienorganisation, Lernpläne usw. zu informieren und v.a. zum Studieren
zu motivieren! Letzteres ist insbesondere in einem Fernstudium ein nicht zu unterschätzender
Aspekt.
Aufgabe: Erwartungen hinsichtlich der persönlichen Voraussetzungen

Ich muss mein Latinum oder zumindest gute Grundkenntnisse der lateinischen Sprache haben.

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□ trifft eher nicht zu
trifft nicht zu

Das Latinum ist keine Voraussetzung für das Studium LL.B. an der FernUniversität. Menschen, die
gut in Latein sind, sind aber in der Regel gut im logischen und analytischen Denken. Diese
Fähigkeiten sind auch im Jurastudium von einigem Gewicht!
Zwingend erforderlich sind auch Grundkenntnisse nicht. Allerdings kann es das Verstehen und
Auswendiglernen der doch immer wieder vorkommenden lateinischen Fachausdrücke erleichtern.
Ich muss Mathematik als Leistungskurs gehabt haben.

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trifft nicht zu

Das ist keine Voraussetzung für das Studium LL.B. an der FernUniversität. Hier gilt das zur
vorherigen Frage Gesagte. Für die wirtschaftswissenschaftlichen Module benötigen Sie keine
vertieften mathematischen Kenntnisse, Oberstufenmathematik reicht aus.

Ich muss eine gute schriftliche Ausdrucksweise haben.


trifft zu
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□ trifft eher nicht zu
□ trifft nicht zu

Denn die Sprache ist das „Werkzeug“ des Juristen. Selbstverständlich wird die typische
„Juristensprache“ im Laufe des Studiums vermittelt.

Ich muss die deutsche Rechtschreibung, die deutsche Zeichensetzung und die deutsche
Grammatik sehr gut beherrschen.

trifft zu
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□ trifft nicht zu
Hier gilt das zur vorherigen Frage Gesagte.

Ich muss Deutsch als Leistungskurs gehabt haben.

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trifft nicht zu
Das ist keine Voraussetzung für das Studium LL.B. an der FernUniversität. Eine intensive
Beschäftigung mit der deutschen Sprache schon in der Schule ist aber natürlich von Vorteil.

Ich muss juristische Vorkenntnisse, etwa durch den Besuch einer Rechtskunde-AG, haben.

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trifft nicht zu

Das ist keine Voraussetzung für das Studium LL.B. an der FernUniversität. Eine vorherige
Beschäftigung mit dem deutschen Rechtssystem schon in der Schule kann aber natürlich von
Vorteil sein.

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Aufgabe: Selbsteinschätzung
Es macht mir Freude, möglichst gut und genau zu formulieren.

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Das Interesse an Sprache und am Formulieren ist von großem Vorteil für ein erfolgreiches
Jurastudium, da die Sprache das „Handwerkzeug“ des Juristen ist.

Ich kann mich gut selbst organisieren/strukturieren.

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Die Fähigkeit zur Eigenorganisation ist für das Studium unabdingbar. Denn die zu erlernende
Stofffülle ist anders nicht zu bewältigen (mit einer guten Organisation ist dies aber durchaus
machbar). Dies gilt umso mehr für ein Fernstudium!

Gruppenarbeit liegt mir mehr als Einzelarbeit.

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Im Jurastudium ist es von Vorteil, wenn man gut alleine arbeiten kann. Denn einen nicht
unwesentlichen Teil des Fernstudiums LL.B. macht das Lesen von Skripten und
weiterführender/vertiefender Literatur aus. Daneben ist es aber natürlich auch sinnvoll,
Lerngruppen zu bilden, um den erlernten Stoff zu wiederholen und noch offene Fragen zu
diskutieren.
Ich kann mich gut selbst motivieren, auch lästige Aufgaben zu erfüllen.

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Es ist ganz normal, dass nicht jedem Studierenden jedes Fach gleich gut liegt und man seine
Vorlieben und Abneigungen entwickelt. Da aber auch in „ungeliebten“ Fächern Prüfungen zu
absolvieren sind und in jedem Fach eine nicht geringe Menge an Lernstoff zu bewältigen ist, ist
die Fähigkeit, sich selbst zu motivieren, sehr wichtig. Im Fernstudium ist sie sogar von noch
größerer Wichtigkeit als im Präsenzstudium. Denn Fernstudierende haben, anders als an
Präsenzuniversitäten, nicht den täglichen Kontakt zu Kommilitoninnen und Kommilitonen, der als
Motivationsquelle dienen könnte.

Ich kann gut damit umgehen, wenn ich ein mir selbstgesetztes Ziel nicht erreiche.

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Das Jurastudium ist nach seinem Inhalt und Umfang ein sehr anspruchsvolles Studium. Daher
schreiben viele Studierende auch hin und wieder eine schlechte oder sogar nicht ausreichende
Note. Wichtig ist dann, sich hiervon nicht entmutigen zu lassen, sondern auch konstruktive Kritik,
etwa in Form von Korrekturanmerkungen, annehmen zu können.

Ich bin bereit, für das Studium – auch über einen längeren Zeitraum hinweg – Freizeitaktivitäten
und Hobbys einzuschränken.

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Im Rahmen des LL.B.-Studiums ist eine große Fülle von Lernstoff zu bewältigen. Zahlreiche Module
bauen derart aufeinander auf, dass der Stoff aus vorangegangen Semestern auch in späteren
Semestern noch abrufbar sein muss. Vor diesem Hintergrund ist das Studium zeitaufwendig und
verlangt von den Studierenden, zumal, wenn sie berufsbegleitend studieren, ihre Freizeit auch mit
dem Lernen und Wiederholen des Stoffs zu verbringen.

Ich kann mich auch nach einem anstrengenden Arbeitstag noch motivieren, zu lernen.

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Hier gilt das zur vorhergehenden Frage Gesagte; ohne kontinuierliches Lernen, wird das Studium
kaum gelingen. Lernt man aber von Anfang an mit, ist die Stofffülle aber zu meistern!
Ich interessiere mich für rechtliche Zusammenhänge, etwa in den Nachrichten oder in der Zeitung.

trifft zu
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Das Interesse an rechtlichen Zusammenhängen ist für den Erfolg im Jurastudium (und auch im
Beruf) unabdingbar. Denn in der Analyse von und dem Umgang mit rechtlichen Zusammenhängen
liegt die Hauptarbeit eines Juristen.

Ich habe eine schnelle Auffassungsgabe, neue Dinge zu verstehen fällt mir leicht.

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Mit Blick auf die Stofffülle ist dies von Vorteil, denn ein bloßes Auswendiglernen der Inhalte reicht
nicht aus (und wird auch kaum umfassend möglich sein), vielmehr muss der Stoff verstanden und
zugleich richtig „verortet“ werden. Diese Anforderung des inhaltlichen Verstehens und des
gleichzeitig systematischen, strukturierten Denkens fällt leichter, wenn man eine schnelle
Auffassungsgabe besitzt.

Ich kann gut auswendig lernen.

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Mit Blick auf die Stofffülle ist es natürlich von Vorteil, wenn man gut auswendig lernen kann.
Allerdings tritt das bloße Auswendiglernen – sind die Grundlagen und Definitionen einmal
verinnerlicht – umso mehr in den Hintergrund, je besser die jeweilige Systematik des jeweiligen
Rechtsgebiets verstanden wird.

Ich habe Interesse daran, mir neue Lernmethoden anzueignen.

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Gerade für Studierende im Fernstudium ist es von Vorteil, wenn sie offen für neue Lernmethoden
sind. Dies betrifft v.a. den Bereich des E-Learnings.
Ich lasse mich schnell entmutigen, wenn etwas nicht sofort funktioniert.

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Da das Jurastudium sowohl vom Umfang als auch vom Inhalt her ein sehr anspruchsvolles Studium
ist, ist ein hohes Maß an Durchhaltevermögen unabdingbar.

Ich diskutiere gerne.

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In nahezu jeder Klausur werden die Studierenden mit ihnen mehr oder weniger bekannten
juristischen Problemen und Streitigkeiten konfrontiert, die sie argumentativ lösen müssen. Und
auch im Berufsleben wird es immer wieder zu Situationen kommen, in denen verschiedene
juristische Herangehensweisen möglich erscheinen (daher die Redewendung „2 Juristen, 3
Meinungen“). Freude am Diskutieren und Argumentieren ist für (angehende) Juristen also von
Vorteil.

Gesellschaftspolitische Fragen interessieren mich.

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trifft eher zu
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Für viele Module ist das Interesse an gesellschaftspolitischen Themen von Vorteil. Gerade die
zahlreichen juristischen Argumentationen während des Jurastudiums werden durch Hinweise auf
gesellschaftspolitische Themen häufig überzeugender.

Mir fällt es bei der Lektüre längerer anspruchsvoller Texte schwer, mich zu konzentrieren.

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trifft nicht zu

In jedem Modul lernen die Studierenden neue Inhalte kennen. Zum Teil bauen diese aufeinander
auf, natürlich wird aber auch bislang völlig Unbekanntes vermittelt. Um neuen Stoff zu verstehen,
genügt die Lektüre der Studienbriefe allein in der Regel nicht. Die Studierenden lernen daher auch
mit weiterführender Studienliteratur, die wiederum auf Aufsätze und Urteile verweist, die unter
Umständen zum Verständnis der Materie nachgelesen müssen. Jura ist also ein klassisches
„Buchstudium“, in dem viele und auch anspruchsvolle Fachtexte gelesen werden.
Ich beschäftige mich gerne mit wirtschaftlichen Zusammenhängen.

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trifft eher zu
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□ trifft nicht zu

Für einige Module ist das Interesse an wirtschaftlichen Themen von Vorteil. Beispielhaft seien hier
etwa das Arbeitsrecht oder wirtschaftswissenschaftliche Module genannt.

Der Umgang/die Interaktion mit anderen Menschen sind mir unangenehm.

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□ trifft eher nicht zu
trifft nicht zu

Auch wenn Sie im Jurastudium viel lesen und lernen, also alleine arbeiten müssen, sind Sie
natürlich auch Teil einer Gruppe von Studierenden. Neben der verpflichtenden Teilnahme an den
Pflichtarbeitsgemeinschaften, dem Rhetorikseminar und dem Bachelorseminar ist es
empfehlenswert – bspw. durch Lerngruppen – möglichst Kontakt zu Kommilitoninnen und
Kommilitonen zu halten. Spätestens aber nach Abschluss des Studiums werden Sie in wohl jedem
juristischen Beruf regelmäßig mit anderen Menschen interagieren müssen.

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Aufgabe: Logisches Denken

1. Schlussfolgerungen

Bestimmen Sie durch Auswählen des entsprechenden Kästchens, welche der folgenden
Antwortmöglichkeiten die jeweils richtige ist. Der Wahrheitsgehalt der Aussagen ist nicht zu
berücksichtigen!
Jede Kugel ist eine geometrische Form. Einige geometrische Formen sind grün.
□ Jede Kugel ist grün.
□ Keine Kugel ist grün.
□ Jede geometrische Form ist eine grüne Kugel.
□ Einige Kugeln sind rot.
Eine logische Aussage kann nicht getroffen werden.

Alle Hunde bellen. Manche Wölfe sind Hunde.


□ Alle Wölfe bellen.
Manche Wölfe bellen.
□ Hunde sind immer Wölfe.
□ Wölfe bellen nie.
□ Eine logische Aussage kann nicht getroffen werden.
2. Wörter zuordnen
Welches Wort passt nicht zu den anderen Wörtern? Wählen Sie das entsprechende Wort aus.
□ Drache
□ Einhorn
Dinosaurier
□ Fee
□ Troll

Dinosaurier haben als einzige wirklich gelebt.

□ Wasser
□ nass
tief
□ Tropfen
□ flüssig

Tief ist das einzige Wort, das nicht zwingend mit einer Flüssigkeit in Verbindung steht.

3. Analogien bilden
Bestimmen Sie durch Auswählen des entsprechenden Wortes, welches Wort die Analogie
vervollständigt!

Seite : Buch = Fisch :

□ Tier
□ Flossen
Schwarm
□ Lachs

Verbrechen : Strafe = Fleiß :

□ Mühe
□ Verlust
Erfolg
□ Anstrengung
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Aufgabe: Textverständnis 1

Textverständnis 1

Bringen Sie den folgenden Sachtext zur außerordentlichen Kündigung von


Arbeitsverhältnissen in die richtige Reihenfolge. Kreuzen Sie das Ergebnis an.

1. Unabhängig davon, ob das Arbeitsverhältnis befristet oder unbefristet geschlossen wurde, kann
es bei Vorliegen eines wichtigen Kündigungsgrundes von beiden Vertragspartnern
außerordentlich fristlos gekündigt werden, § 626 Abs. 1 BGB. Allerdings sind die Hürden für den
Ausspruch einer wirksamen Kündigung nach § 626 BGB vergleichsweise hoch.
4. Eine wichtige Rolle innerhalb der Interessenabwägung spielt, ob die Vertragspflichtverletzung
zum ersten Mal oder bereits wiederholt aufgetreten ist. Denn gemäß § 314 Abs. 2 S. 1 BGB ist
vor Ausspruch einer außerordentlichen Kündigung in Dauerschuldverhältnissen eine Abmahnung
auszusprechen. Zu beachten ist hier, dass ein und dasselbe Verhalten nur entweder zur
Abmahnung oder zur Kündigung berechtigen kann, da eine Abmahnung
kündigungsverbrauchend wirkt.

2. Bei wiederholten Verstößen muss also entweder erneut abgemahnt werden oder es kann
außerordentlich gekündigt werden. Zu beachten ist außerdem, dass es sich bei den
Verhaltensweisen, aufgrund derer abgemahnt wird und dem Verhalten, auf das sich die
Kündigung stützt, um vergleichbare Vertragsverstöße handeln muss.

5. Da das Arbeitsverhältnis (§ 611a BGB) sich nicht in dem einmaligen Austausch von Leistung
und Gegenleistung erschöpft, sondern kontinuierlich Leistungen (in Form von Arbeit und Lohn)
ausgetauscht werden, ist es ein Dauerschuldverhältnis. Wurde das Arbeitsverhältnis unbefristet
geschlossen, kann es grundsätzlich unter Einhaltung der in § 622 BGB normierten Fristen von
beiden Vertragspartnern ordentlich fristgerecht gekündigt werden; für befristete
Arbeitsverhältnisse bestimmt § 15 Abs. 3 TzBfG, dass ordentliche Kündigungen nur zulässig sind,
wenn das ordentliche Kündigungsrecht wirksam vereinbart wurde.

6. Wurde im ersten Schritt ein wichtiger Grund „an sich“ bejaht, ist in einem zweiten zu prüfen,
ob dieser Grund auch im konkreten Fall zur außerordentlichen Kündigung berechtigt. Denn das
Gesetz kennt keine absoluten Kündigungsgründe; es gibt also keine Umstände, die immer zu einer
außerordentlichen Kündigung berechtigen. Zu beachten sind vielmehr stets die Umstände des
Einzelfalls. Daher wird auf der zweiten Prüfungsstufe eine Interessenabwägung vorgenommen,
im Rahmen derer das Arbeitgeberinteresse an der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem
Arbeitnehmerinteresse am Fortbestehen des Arbeitsverhältnisses gegeneinander abgewogen
werden.

3. So muss ein wichtiger Grund für die außerordentliche Kündigung vorliegen. Ob dies der Fall ist,
wird in zwei Schritten geprüft. Zum einen muss ein wichtiger Grund „an sich“ zu bejahen sein.
Das heißt, es muss sich bei einem Verhalten, aufgrund dessen gekündigt wird, um ein solches
handeln, das grundsätzlich als wichtiger Grund in Frage kommt.

□ 126345
□ 536421
□ 521643
□ 642153
513642
□ 156234

Textverständnis 2
Lesen Sie den folgenden Sachtext aufmerksam durch und beantworten Sie die Fragen
durch Auswählen des entsprechenden Kästchens.

In der Bundesrepublik Deutschland existieren fünf ständige Verfassungsorgane: Bundestag,


Bundesrat, Bundespräsident, Bundesregierung und Bundesverfassungsgericht. Jedes Organ ist
einer der drei Gewalten „gesetzgebende Gewalt“ (Legislative), „ausführende Gewalt“ (Exekutive)
oder „rechtsprechende Gewalt“ (Judikative) zuzuordnen. Der Bundestag – das Parlament – ist
zentrales Gesetzgebungsorgan und setzt sich zusammen aus direkt vom Volk gewählten
Abgeordneten. Gleichwohl wird in der Praxis die Mehrzahl der Gesetze zur Beratung von der
Bundesregierung eingebracht und dann (ggf.) vom Bundestag verabschiedet. Vertreten wird der
Bundestag vom Bundestagspräsidenten, dessen wesentliche Aufgabe in der Leitung der
Plenarsitzungen liegt. Der Bundesrat ist ebenfalls Teil der Legislative. Er besteht aus Mitgliedern
der Regierungen der Länder. Er hat als Vertretung der Bundesländer v.a. die Aufgabe, bei der
Gesetzgebung des Bundes mitzuwirken. Dem durch die Bundesversammlung gewählten
Bundespräsidenten als weiterem Verfassungsorgan und Teil der Exekutive kommt u.a. die
Aufgabe zu, die Bundesrepublik Deutschland nach außen zu repräsentieren. Zudem ernennt er
bspw. Bundesminister (s.u.) und fertigt die Bundesgesetze aus. Die Bundesregierung als Teil der
ausführenden Gewalt besteht aus dem Bundeskanzler und den Bundesministern. Der
Bundeskanzler hat die Pflicht, die Bundesminister zu berufen. Darüber, welche Bundesminister zu
berufen sind, erteilt das Grundgesetz jedoch nur teilweise Auskunft (Justiz-, Verteidigungs- und
Finanzminister). Der Bundeskanzler wählt Kandidaten für die Bundesministerposten aus und
schlägt sie dem Bundespräsidenten vor, welcher sie anschließend zu Bundesministern ernennt.
Der Bundespräsident ist grundsätzlich verpflichtet, die vorgeschlagenen Personen zu ernennen; es
existieren nur einige krasse Ausnahmefälle. Ein solcher Ausnahmefall kann vorliegen, wenn der
Bundespräsident sich als Teil der vollziehenden Gewalt rechtmäßig auf Art. 20 Abs. 3 GG berufen
kann. Dieser lautet: Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende
Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden. Das
Bundesverfassungsgericht schließlich ist Teil der Judikative und das höchste deutsche Gericht.
Seine Aufgabe liegt darin, die Verfassung – das Grundgesetz – zu schützen. Es prüft, ob
spezifisches Verfassungsrecht verletzt wurde. Die Verfassungsrichter werden hälftig von
Bundestag und Bundesrat gewählt. Das Bundesverfassungsgericht ist auch oberstes
Verfassungsorgan, da es als einziges Gericht die Befugnis hat, Gesetze und Normen des
parlamentarischen Gesetzgebers für verfassungswidrig zu erklären.

Bundespräsident und Bundesrat sind Teile der Exekutive.

□ richtig
falsch
Nur der Bundespräsident ist Teil der Exekutive, der Bundesrat ist Organ der Legislative.

Der Bundestagspräsident leitet die Plenarsitzungen und ernennt die Bundesminister.

□ richtig
falsch
Der Bundestagspräsident leitet zwar die Plenarsitzungen. Die Bundesminister aber ernennt der
Bundespräsident.

Nur vier der fünf Verfassungsorgane sind gemäß Art. 20 Abs. 3 GG an Recht und Gesetz
gebunden.
□ richtig
falsch
Alle fünf Verfassungsorgane lassen sich einer der drei Gewalten (Legislative, Exekutive,
Judikative) zuordnen. Diese drei Gewalten sind nach Art. 20 Abs. 3 GG an Recht und Gesetz
gebunden.
Das Bundesverfassungsgericht darf als einziges Gericht Gesetze für rechtswidrig
erklären.

□ richtig
falsch
Hinweis: Diese Frage beantworten viele Teilnehmer nicht richtig, zum einen, weil sie den
Unterschied zwischen rechtswidrig und verfassungswidrig nicht kennen (und auch noch nicht
kennen müssen!), zum anderen, weil nicht genau genug oder zu schnell gelesen wurde.
(Juristische) Sachtexte müssen immer ganz genau gelesen werden, damit auch vermeintlich feine
Unterschiede nicht übersehen werden.

Das Bundesverfassungsgericht prüft ausschließlich die Verletzung von spezifischem


Verfassungsrecht. Daher kann es Gesetze auch nicht für rechtswidrig, sondern für
verfassungswidrig erklären.
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Aufgabe: Übungsfälle
Strafrecht
Fall 1

Jurastudent A ärgert sich über seine schlechte Note in der Strafrechtsklausur. Aus diesem Grund
bittet er den verbeamteten Professor X um eine Klausurbesprechung. Als X dem nicht sehr
kritikfähigen A erläutert, was A beim nächsten Mal besser machen sollte, fühlt sich dieser
angegriffen und verlässt mit den Worten „Sie können mich ‘mal, Sie Blödmann!“ wutentbrannt
das Büro.
Welchen Delikts hat sich A strafbar gemacht, indem er X derart betitelte?
□ A hat sich einer Beamtenbeleidigung strafbar gemacht, da X Beamter ist. Diese ist spezieller
gegenüber einer allgemeinen Beleidigung.

□ A hat sich gar nicht strafbar gemacht, da es sich bei dem Verhältnis zwischen Professor und
Studierendem um ein besonderes Vertrauensverhältnis handelt, in dem weniger strenge Regeln
gelten.
A hat sich einer Beleidigung strafbar gemacht.

Die Beleidigung ist nur nach § 185 StGB strafbar und diese Norm stellt nicht auf den
Beamtenstatus ab.
Fall 2

A ist wegen Diebstahls angeklagt. In der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht fragt sie der
Richter, ob sie den Diebstahl begangen habe. A erklärt wahrheitswidrig, dass sie am Tag der Tat
gar nicht in der Stadt gewesen sei und den Diebstahl nicht begangen habe.

Hat sich A strafbar gemacht, indem sie die Unwahrheit sagte?

□ Ja, denn sie hat bewusst gelogen und den Richter getäuscht.
□ Ja. Zwar dürfen Angeklagte im Prozess schweigen. Wenn sie aber etwas sagen, muss es die
Wahrheit sein.

Nein. A durfte als Angeklagte schweigen und sogar lügen.


Als Angeklagter hatte A ein Aussageverweigerungsrecht (Recht zu Schweigen), §§ 136 Abs. 1 S.
2, 243 Abs. 5 StPO. Er musste sich also vor Gericht zu nichts anderem als zu seinen Personalien
äußern. Auch bei einer Aussage „zur Sache“ muss diese Aussage also nicht wahr sein.

Zivilrecht
Fall 1

A sucht sich in der Bäckerei des G sieben Brötchen aus und sagt dem G: „Diese sieben Brötchen
für je 50 Cent nehme ich.“ G nickt, packt die Brötchen ein und reicht sie A über die Theke. A
überreicht G den Kaufpreis.
Wie viele Rechtsgeschäfte haben A und G getätigt?
□ Einen.

Drei.

□ Zwei.
□ Vier.
Hinweis: Die Mehrheit der Teilnehmer beantwortet diese Frage nicht richtig, da die meisten davon
ausgehen, dass lediglich ein Rechtsgeschäft geschlossen wurde. Nach dem üblichen Verständnis
aus nicht-juristischer Sicht wurde hier auch nur der Kaufvertrag über drei Brötchen geschlossen.
Tatsächlich haben A und G jedoch drei Rechtsgeschäfte getätigt, wie Sie der nachfolgenden
rechtlich richtigen Kurzlösung entnehmen können.

Es wurde zum einen ein Kaufvertrag über die sieben Brötchen geschlossen (Rechtsgeschäft 1)
(§ 433 BGB), mit dem sich G und A verpflichten, dem anderen die Brötchen bzw. das Geld zu
übergeben. Dieses „Verpflichtungsgeschäft“ (Kaufvertrag) ist also vereinfacht ausgedrückt ein
gegenseitiges Versprechen, etwas zu tun.

Zum anderen wird dieses Versprechen erfüllt, indem G dem A die Brötchen gibt (Rechtsgeschäft
2) und A an G die 3,50 € aushändigt (Rechtsgeschäft 3) (jeweils § 929 BGB).

Fall 2

A bewirbt sich auf eine Stellenanzeige des B hin in dessen Betrieb. B ist auf Anhieb von A
begeistert und bietet ihm an, noch am selben Tag anzufangen. Den „Papierkram“, also die
Vertragsunterzeichnung, könnten sie später erledigen (was jedoch nicht geschieht). A ist
hocherfreut über das Angebot des B und begibt sich gleich an die Arbeit. Nach den ersten paar
Arbeitstagen kommen A allerdings Zweifel, ob nun wirklich ein Arbeitsvertrag zustande
gekommen ist.

Liegt zwischen A und B bereits ein wirksamer Arbeitsvertrag vor?


□ Nein, da Arbeitsverträge wie fast alle Verträge der Schriftform bedürfen.

Ja, denn es kommt lediglich drauf an, dass A tatsächlich schon für B arbeitet.

□ Nein, aber der Mangel des fehlenden Vertrags kann rückwirkend geheilt werden.

□ Nein, aber da A und B sich darauf geeinigt haben, den Vertrag später schriftlich zu schließen,
kommt er dann wirksam zustande.
Der Arbeitsvertrag bedarf, wie die meisten zivilrechtlichen Verträge (!), nicht der Schriftform. Das
Gesetz (Bürgerliches Gesetzbuch) stellt für den Arbeitsvertrag kein Formerfordernis auf. Vielmehr
genügt – wie vorliegend – eine mündliche Vereinbarung. Es kann sogar ausreichen, dass jemand
stillschweigend beschäftigt wird, indem er eine Arbeit aufnimmt und dies „geduldet“ wird.
Zwischen A und B liegt also ein wirksamer Arbeitsvertrag vor.

Öffentliches Recht
Fall 1

Die ortsunkundige V befährt eine öffentliche Straße. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit beträgt
50 km/h, an einer Stelle steht allerdings ein Schild mit einer Begrenzung auf 30 km/h für die
nächsten 400m. V hat beim Einbiegen auf die Straße das 50 km/h-Schild wahrgenommen und
hält sich an diese Geschwindigkeit. Das 30 km/h-Schild hingegen ist infolge eines Schneesturms
völlig zugeschneit und daher nicht mehr lesbar, so dass V ihre Geschwindigkeit auch nicht anpasst.
Sie wird sodann in der 30er-Zone von einer mobilen Blitzanlage geblitzt.

Muss V die gegen sie erlassene Geldbuße bezahlen?


□ Ja, denn es handelt sich bei dem eingeschneiten Straßenschild trotzdem um ein gültiges
Verkehrszeichen. Es wäre von der zuständigen Behörde nicht zu leisten, stets alle Schilder
schneefrei zu halten.
Nein. Denn A hatte keine Möglichkeit, sich rechtmäßig zu verhalten. Die Stadt hätte dafür
sorgen müssen, dass das Schild lesbar ist.
□ A muss den Betrag nicht in voller Höhe zahlen, wenn sie der Behörde erklärt, dass das Schild
völlig eingeschneit war.
Richtig ist Antwort b). Sobald ein Verkehrszeichen für alle Verkehrsteilnehmer gut sichtbar
aufgestellt wurde, ist es gültig und entfaltet seine rechtliche Wirkung (hier die Mitteilung: Es darf
eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h gefahren werden). Allerdings ist der sog.
Sichtbarkeitsgrundsatz zu berücksichtigen. Hiernach müssen Verkehrszeichen schnell und richtig
erkannt werden können. Bei zugeschneiten, abgenutzten oder zugewachsenen Schildern ist dies
nicht mehr gegeben.

Fall 2
In der Schule F im Bundesland NRW besteht das Verbot für Schülerinnen und Schüler, während
des Unterrichts ein Mobiltelefon zu benutzen. Schüler H widersetzt sich diesem Verbot und spielt
während des Mathematikunterrichts mit seinem Smartphone ein Zahlenspiel. Einige der anderen
Kinder werden hierdurch abgelenkt, die meisten aber nicht. Da H nicht auf die Aufforderung von
Lehrerin K, das Telefon auszuschalten, reagiert, nimmt es K dem H unter lautem Protest des H
weg. K gibt H das Smartphone erst nach Ende der Doppelstunde zurück.
Hatte K das Recht, dem H das Telefon wegzunehmen?

□ Nein, denn es handelt sich bei dem Telefon um das Eigentum des H. K hätte H noch einmal
deutlicher auffordern müssen, das Gerät auszuschalten.
□ Nein, da H sich mit etwas beschäftigt hat, das mit dem Unterrichtsstoff in Zusammenhang
stand.
Ja, die Wegnahme des Telefons war als erzieherische Maßnahme zulässig, da H andere
Schülerinnen und Schüler gestört hat und dies den Unterricht negativ beeinflusste.
□ Nein, die Wegnahme war unverhältnismäßig. Denn H hat nur einige wenige Kinder durch
sein Spiel gestört, die übrigen folgten dem Unterricht.
Richtig ist Antwort c). § 53 Schulgesetz NRW sieht vor, dass die Wegnahme von Gegenständen
durch Lehrer dann als erzieherische Maßnahme zulässig ist, wenn ein ordnungsgemäßer
Schulbetrieb anders nicht durchsetzbar ist. Die Störung (hier der Smartphonegebrauch, der andere
Schüler ablenkt) darf durch eine weniger einschneidende Maßnahme (hier die Aufforderung) nicht
mehr zu beseitigen sein.

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Aufgabe: Allgemeinwissen
In welchem Jahr fand die deutsche Wiedervereinigung statt?

□ 1988
□ 1989
1990
□ 1991

Wer war der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland?

Theodor Heuss
□ Karls Carstens
□ Walter Scheel
□ Heinrich Lübke

Welche drei Personen waren Bundeskanzler/in der Bundesrepublik Deutschland?

Adenauer, Erhard, Schmidt


□ Adenauer, Heinemann, Schröder
□ Schmidt, Carstens, Merkel
□ Kohl, Brandt, von Weizäcker

Was gilt bei Bundestagswahlen?

□ passives Wahlalter ab 25 Jahren


□ Briefwahl nur per Einschreiben möglich
□ aktives Wahlrecht ab 16 Jahren
nur deutsche Staatsangehörige dürfen wählen
Wer hat das zweithöchste Amt im Staat inne?

□ Bundeskanzler
□ Bundespräsident
Bundestagspräsident
□ Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz

Aus wie vielen Mitgliedsstaaten besteht die Europäische Union (Stand 2019)?

□ 26
28
□ 29
□ 27

Aufgabe: Mathematik
Aufgabe 1
Der nachfolgende Ausdruck kann vereinfacht werden!

(√ x + 4) · (√ x – 4)

Wählen Sie eine der Alternativen aus, die zu dem Ausdruck äquivalent ist.

(√ = Wurzel)

Hinweis 1: Binomische Formel


Hinweis 2: Hier sind zwei Antworten richtig, bitte wählen Sie aber nur eine aus.

√x·√x-4·4
□ (√ x + √ x) - (4 + 4)
□ 4·√x-√x·4
x − 16
□ 2·√x-8

Aufgabe 2

Berechnen Sie folgenden Ausdruck:

3 − 5 · (2 · (3 − 4) + 1)
□ 1
□ 2
□ 4
8
□ 14
Aufgabe 3

Felix bekommt zum Geburtstag 750 Euro und möchte das Geld gerne sparen. Er findet eine
Anlagemöglichkeit mit 2,5% Zinsen pro Jahr, kann das Geld inklusive Zins und Zinseszins
jedoch erst nach 7 Jahren abheben. Wieviel Euro (gerundet auf Eurocent) werden Felix
nach den sieben Jahren ausgezahlt?

Wählen Sie einen der folgenden fünf Beträge:


□ 768,25 Euro
□ 857,14 Euro
□ 881,25 Euro
891,51 Euro
□ 937,50 Euro